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29. Januar 2025 · Nr. 5 · 46. Jahrgang

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„Der Weg ist das Ziel“

Über 100 Länder in 50 Jahren - Till Gottbrath über seine Liebe zu Outdoor und Reisen „Der Weg ist das Ziel“Kaum Jemand lebt dieses Motto so wie Till Gottbrath, geboren 1960 in Wiesbaden. Über 100 Länder hat der Aschauer Outdoor-Spezialist bereits erkundet - sei es zu Fuß, im Segelboot oder auf Skiern. Seine letzte Reise führte ihn nun in das traumhafte Neuseeland - über 3 000 Kilometer legte er zu Fuß auf dem Te Araroa Trail zurück. Im Interview berichtet er von seinem Werdegang, seiner Liebe zur Natur, tiefen Erkenntnissen, alten Herausforderungen und der jüngsten Reise. Dabei stellt sich vor allen Dingen eines heraus - Till Gottbrath ist ein Mensch, der seinen Weg mit Gelassenheit und großer Neugier geht. In gewisser Weise ist er wie ein Pilger, der nicht sucht, aber findet. Es geht ihm nicht um Konkurrenzdenken, Selbstfindung oder den nächsten Adrenalinkick. Till Gottbrath reist um des Reisens willen - um zu entdecken, zu verstehen und zu staunen. Wie sind Sie überhaupt dazu gekommen, die Welt zu entdecken und zu reisen? „Als Kind war ich einfach immer gerne draußen. Ich bin in einem kleinen Vorort von

Reinen zu sein. Ich bin immer der gleiche Till - vor, während und nach der Reise. Gleichzeitig hat mich das Reisen gelehrt, geduldig zu sein. Wenn etwas nicht klappt, regt es mich nicht auf – ich weiß, dass sich alles irgendwann löst.“

Till Gottbrath auf dem Motatapu Track in Neuseeland.

Wiesbaden aufgewachsen, zwischen Weinbergen und Kirschbäumen. Auf der anderen Seite unseres Gartens begannen die Felder. Es hat mir einfach Spaß gemacht, den ganzen Tag draußen zu sein. Wir haben Staudämme in Bächen gebaut, Häuschen im Wald – solche Dinge. Prägend für die Zukunft war dann meine Zeit bei einer bündischen Pfadfindergruppe. Dort ging es nicht um hierarchische Strukturen, sondern um Freiheit und Abenteuer. Mit 14 war ich zum ersten Mal in Portugal unterwegs, mit 15 zu sechst ohne Ältere in Griechenland, und mit 17 ging es nach Südostasien.“

Hatten Sie in jungen Jahren nie Angst vor so langen Reisen? „Nein, denn die Zeit bei den Pfadfindern hat mir gezeigt, dass sich immer ein Weg finden lässt, wenn man ihn sucht. Wir waren mit sehr schlechter Ausrüstung, aber unglaublich viel Begeisterung unterwegs. Es war eine Zeit, in der ich gelernt habe, dass man sich Herausforderungen einfach stellen kann. Es war ein sehr positiver Spirit, der mir vermittelt wurde: Egal was kommt, es wird schon gut werden - es gibt immer einen Weg. Das hat sich bei mir eingeprägt. Ich gehe meine Reisen immer noch so an.“

Warum, glauben Sie, begeben sich Menschen alleine auf lange Reisen? „Viele junge Menschen reisen, um sich selbst zu finden oder dem Alltag zu entfliehen. Einige möchten Klarheit gewinnen oder sich nach Schicksalsschlägen neu orientieren. Andere reisen einfach aus Neugier oder dem Wunsch, etwas zu erleben, bevor sie sich beruflich festlegen. Mir selbst ging es immer um die Neugier und das Entdecken. Es war nie eine Flucht, sondern eher der Wunsch, Neues zu sehen und zu lernen. Ich habe immer das Gefühl gehabt, mich in meiner Haut wohlzufühlen und mit mir und meiner Umgebung im

Wie haben Sie die Rückkehr nach Ihren ersten langen Fernreisen erlebt? „Nach entbehrungsreichen Touren wird einem oft bewusst, wie viel Luxus wir im Alltag haben. Auf einer Expedition oder Reise merkt man, wie wenig man braucht, um glücklich zu sein. Essen, trinken, schlafen – das reicht oft schon aus. Zuhause fällt einem dann auf, wie einfach alles ist: ein Wasserhahn, der warmes Wasser liefert, oder ein Kühlschrank, der die Lebensmittel frisch hält. Gleichzeitig ist es ein Kulturschock, zurückzukommen. Die Hektik und der Stress der Heimat fühlen sich plötzlich seltsam an. Ich erinnere mich an eine Begegnung in der SBahn, als ich nach einer 81stündigen Rückreise aus Mexiko mit jemandem sprach, der sich über ein paar Minuten Verspätung aufregte. Solche Situationen machen einem klar, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen sind.“ Fortsetzung auf Seite 2

Briefwahl

Flüchtlingsunterkunft

Wahlbenachrichtigungen treffen bis Ende Januar ein

Landratsamt veröffentlicht FAQs

Die Vorbereitungen für die anstehende Bundestagswahl am 23. Februar in der Stadt Rosenheim laufen auf Hochtouren. Ab dem 28. Januar erhalten die Wählerinnen und Wähler in Rosenheim die Wahlbenachrichtigungen. Mit den Wahlbenachrichtigungen können dann die Briefwahlunterlagen beantragt werden, entweder postalisch oder online unter rosenheim.de/politik-verwaltung/wahlen-buergerbeteiligung/bundestagswahl-2025/. Per Email an wahlamt@rosenheim.de können Briefwahlanträge unter Angabe von Familienname, Vorname, Geburtsdatum und Adresse auch jetzt schon gestellt werden. Die Briefwahlunterlagen werden anschließend unverzüglich

nach dem Eintreffen der Stimmzettel bei der Stadt Rosenheim, voraussichtlich ab dem 10. Februar verschickt. Alternativ können die Briefwahlunterlagen ab dem 10. Februar auch direkt vor Ort in der Turnhalle des Sebastian-Finsterwalder-Gymnasiums,

Am Nörreut 18, beantragt werden. Dort ist es auch möglich, die Stimmzettel sofort auszufüllen und in die Wahlurne zu werfen. Sollten beantragte Briefwahlunterlagen nicht ankommen, können bis spätestens Samstag, 22. Februar, 12 Uhr ErsatzBriefwahlunterlagen im Wahlamt abgeholt werden. Danach darf die Stadt Rosenheim keine Ersatzbriefwahlunterlagen mehr ausstellen und eine Stimmabgabe ist auch im Wahllokal am Wahlsonntag nicht mehr möglich. Die ausgefüllten Briefwahlunterlagen können bis spätestens am Wahlsonntag, 23. Februar, 18 Uhr im amtlichen Briefkasten am Rathaus der Stadt Rosenheim eingeworfen werden.

Das Landratsamt Rosenheim hat heute auf seiner Webseite einen umfassenden Fragen-und-Antworten-Katalog zur geplanten Flüchtlingsunterkunft in Rott am Inn veröffentlicht. Das FAQ-Dokument behandelt alle wesentlichen Aspekte des Projekts – von der rechtlichen Grundlage der am 18. Dezember erteilten Baugenehmigung bis hin zum Beschluss des Petitionsausschusses des Bayerischen Landtags. „Mit der Veröffentlichung dieser ausführlichen Informationen kommen wir dem berechtigten Interesse der Bürgerinnen und Bürger nach Transparenz nach“, erklärt Landrat Otto Lederer. „Uns ist

bewusst, dass das Thema viele Menschen bewegt. Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir alle Fakten auf den Tisch legen und sachlich informieren.“

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Die Unterbringungssituation im Landkreis ist weiter angespannt: Aus Mangel an Alternativen müssen die Schulturnhallen in Raubling und Bruckmühl weiter als Ankunftseinrichtung genutzt werden. Das beeinträchtigt den regulären Schul- und Vereinssport erheblich. Die geplante Ankunftseinrichtung in Rott am Inn soll hier dringend benötigte Entlastung schaffen.

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