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Vielseitige Struktur
Jahresrückblick: Der Arbeitsmarkt bietet auch in wirtschaftlich schwächeren Zeiten Möglichkeiten Fast 65 000 Kundinnen und Kunden haben sich im vergangenen Jahr bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern im Agenturbezirk Rosenheim an- oder abgemeldet. „Das Jahr 2024 war durch wirtschaftliche Herausforderungen geprägt: Die anhaltende konjunkturelle Schwäche verbunden mit steigenden Preisen und politischen Unwägbarkeiten in einigen Regionen auf der Welt haben die Geschäftstätigkeit vieler Unternehmen belastet. Diese Unsicherheiten schlagen sich inzwischen auch auf dem Arbeitsmarkt nieder, wobei sich hier ein unterschiedliches Bild zeigt“, sagt Dr. Nicole Cujai, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim. „Einerseits haben uns Betriebe weniger neu zu besetzende Stellen gemeldet als 2023. Betroffene Menschen hatten es daher häufig schwerer, eine neue Arbeitsstelle zu finden. Andererseits beobachten wir einen
fortwährenden Fachkräftemangel in vielen Berufen und Branchen und sehen, dass die Betriebe darum bemüht sind an ihrem angestammten Personal festzuhalten.“ Die Agenturleiterin fährt mit Blick auf die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Jahresverlauf fort: „Die (welt)wirtschaftlichen Unsicherheiten haben in den Betrieben seit Mitte 2022 zu einer abwartenden Haltung bei Neueinstellungen und vereinzelt zu Personalfreisetzungen geführt. Dies hat sich 2023 und 2024 fortgesetzt und dazu beigetragen, dass die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen bereits im Januar mit 9 820 um 820 Personen über dem Vorjahreswert lag (+1 400 Personen gegenüber Januar 2022). Diese Entwicklung hat sich auch in den Folgemonaten gezeigt. Im Dezember waren 1 070 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr.“ Die Agenturleiterin betont, dass die Lage auf dem Ar-
Dr. Nicole Cujai, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, und Michael Preisendanz, Mitglied der Geschäftsführung, blicken vorsichtig optimistisch in die Zukunft.
beitsmarkt im deutschlandweiten Vergleich jedoch weiterhin gut sei und dieser Möglichkeiten biete: Die Arbeitslosenquote lag im abgelaufenen Jahr in den Monaten März bis Juli sowie im Oktober unter der 3,0-ProzentMarke, was landläufig der Definition von Vollbeschäftigung entspricht. Und auch der
Jahresdurchschnittswert war mit 2,9 Prozent darunter (2023: 2,7 Prozent; 2022: 2,5 Prozent; 2021: 2,9 Prozent; 2020: 3,2 Prozent). „Wir profitieren in unserer Region von der vielseitigen Wirtschaftsstruktur der zahlreichen vor allem kleineren Betriebe, die an ihren Beschäftigten festhalten und im historischen Ver-
gleich weiterhin verhältnismäßig viel Personal suchen“, erklärt Dr. Cujai. Die Unternehmen im Agenturbezirk haben im Laufe des Jahres rund 8 300 Stellenangebote gemeldet (-1 770 gegenüber dem Vorjahr), und der Stellenbestand war im Jahresdurchschnitt mit 4 470 im historischen Vergleich weiterhin hoch. Dabei kann es auch als positives Signal gewertet werden, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Agenturbezirk Rosenheim mit 202 710 auf dem Vorjahresniveau lag. „Ich möchte Frauen und Männer, die eine neue Arbeit suchen, einladen, möglichst schnell auf uns zuzukommen. Wir unterstützen gerne bei der Stellensuche. Informationen können auch unter arbeitsagentur.de abgerufen werden und viele Anliegen unter arbeitsagentur.de/eservices direkt bequem und von überall online erledigt werden“, sagt sie und fügt hinzu: Fortsetzung auf Seite 2
Mikrozensus startet
Neue Mittel gewonnen
Haushaltsbefragung auskunftspflichtig
Kleinprojektefonds für ehrenamtliches Engagement neu aufgelegt
Der Mikrozensus ist die größte jährliche Haushaltsbefragung in Deutschland. Im Rahmen dieser Erhebung geben in Bayern jedes Jahr rund 130 000 Personen in etwa 60 000 Haushalten stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger des Freistaats Auskunft zu ihren Arbeits- und Lebensbedingungen. Damit tragen sie dazu bei, die wirtschaftliche und soziale Lage der Haushalte zu verstehen und die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern. Nur durch verlässliche, qualitativ hochwertige Daten können politische Entscheidungen zum Beispiel zur Bekämpfung von Armut, zur Förderung von Kinderbetreuung oder zur Unterstützung von Rentnerinnen und Rentnern faktenbasiert und zielgerichtet getroffen werden. Wer muss teilnehmen und wie läuft die Mikrozensuserhebung ab? Die Auswahl der zu befragenden Haushalte erfolgt nach einem mathematisch-sta-
tistischen Zufallsverfahren, das zunächst Gebäude- oder Gebäudeteile für die Teilnahme am Mikrozensus auswählt. Befragt werden die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Gebäude. Ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte konkretisieren dazu die Stichprobe über die Klingelschilder. Dabei können sie sich als Erhebungsbeauftragte des Bayerischen Landesamts für Statistik ausweisen. Anschließend werden die ausgewählten Haushalte vom Landesamt für Statistik schriftlich zur Teilnahme am Mikrozensus aufgefordert. Mit dem Schreiben werden sie ausführlich über die Erhebung informiert. Sie können die Fragen des Mikrozensus entweder im Rahmen eines Telefoninterviews oder einer Online-Befragung beantworten. Für die Telefoninterviews sind bayernweit etwa 130 Erhebungsbeauftragte im Einsatz, die dafür sorgfältig ausgewählt und geschult wurden. Fortsetzung auf Seite 2
Das ehrenamtliche Engagement in der Region Mangfalltal-Inntal wird großgeschrieben. Manchmal fehlt jedoch ein wenig Kleingeld, um das Ehrenamt lebenswert und am Leben zu erhalten. Hier greift der Kleinprojektefonds Bürgerengagement, den die LAG nun mit neuen Mitteln ausgestattet wieder auflegt.
Mit gutem Beispiel voran! Sie haben eine Projektidee und möchten diese umsetzen? – unbürokratische Anträge und eine schnelle finanzielle Unterstützung für Kleinprojekte der Bürger und Bürgerinnen in den LAG-Gemeinden sind wieder möglich. Bis ins Jahr 2028 stehen insgesamt gut 55 000 Euro für eh-
Alle gemeinsam können mehr ausrichten.
Foto: YAY Images
renamtliche Maßnahmen in der Region zu Verfügung, pro Maßnahme können bis zu 3 000 Euro beantragt werden. Wer kann einen Antrag stellen? Alle interessierten Vereine, Schulen, Kindergärten, Zusammenschlüsse und Einrichtungen der Region. Kommunen können keinen Antrag stellen. Welche Kleinprojekte werden gefördert? Die Kleinmaßnahmen sollen gezielt einen positiven Mehrwert für unsere Region Mangfalltal-Inntal darstellen, gemeinschaftliches Miteinander stärken, der Allgemeinheit zugutekommen, mit gutem Beispiel vorangehen, Grenzen abbauen oder Vielfalt und Verständigung fördern: - einen Abend der gesellschaftlichen Vielfalt mit guten Referenten ausrichten - eine Exkursion für Menschen mit und ohne Behinderung anbieten Fortsetzung auf Seite 2
Diese Woche im Fasching in Flintsbach ................... S. 3 Fasching.......................................... S. 5 Neues Wohngefühl ........................ S. 6 Gut versorgt im Alter .................S. 8+9
Neue Funktion! Bauanträge ab sofort digital einreichen Bei der Stadt Rosenheim können Bauanträge ab sofort digital eingereicht werden. Für Planerinnen und Planer wird das Verfahren einfacher und die Stadtverwaltung kann die Anträge schneller und leichter bearbeiten. Neben den Formularen und Anträgen können auch die am Computer entworfenen Pläne dem Online-Antrag angehängt werden. So werden die Bauanträge vollständiger, was die Bearbeitungszeit reduziert. Der digitale Bauantrag ist im Internet unter rosenheim.de/buergerservice/pla-
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