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Rücksicht auf die Kinderstube Jägerschaft Lohholz-Harthausen weist hin auf die Ruhezonen der Wildtiere
Fünf Schilder mit der Bitte um Rücksichtnahme auf die Tierwelt der Wälder und Wiesen hat die Jägerschaft Lohholz-Harthausen kürzlich in ihrem Wirkungsbereich aufgestellt. Ziel ist es, die menschlichen „Nutzer“ der Natur zu sensibilisieren und ihnen Hintergrundwissen zu vermitteln, warum die Rücksicht gerade im Frühling so wichtig ist. Damit reagierte die Jägerschaft auf viele Probleme, die mit der stetig wachsenden Belastung der Wildtiere durch die Nutzung der Wälder und Wiesen als Freizeitorte entstehen. Und das natürlich nicht nur im Bereich der Jägerschaft in Lohholz-Harthausen. Jägerin Anita Trost gab uns dazu Auskunft.
„In den vergangenen Jahren beobachteten wir vermehrt, dass das Bedürfnis der Bevölkerung nach einem Aufenthalt und verschiedensten Aktivitäten in der Natur stetig ansteigt. Leider wird dabei oft vergessen, dass unsere Natur mit Wäldern, Wiesen und Feldern für Wildtiere ein natürlicher Lebensraum ist. Mit der Initiative „Ruhezonen für unsere Wildtiere“ wollen wir die Interessen der Menschen und der heimischen Tier- und Pflanzenwelt in Einklang bringen. Dieses Ziel soll nicht durch Verbote, sondern vor allem mit Aufklärung und Hinweisen wie etwa unseren Wildruhezone-Schildern erreicht werden. Mit dieser Hilfe versuchen wir alle Naturbesucher auf ausgeschilderte Wanderwege zu lenken, um so den Lebensraum für unsere Wildtiere zu erhalten. In den ausgewiesenen Ruhezonen wird es ihnen übers ganze
Jahr ermöglicht, ihrem natürlichen Verhalten der Nahrungsaufnahme nachzukommen. Der Winter bedeutet Notzeit für Wildtiere, daher brauchen sie in dieser Zeit besonders viel Ruhe, jede Störung bedeutet Stress. Im Frühjahr und Sommer sind diese Bereiche als Kinderstube für eine störungsfreie Aufzucht der Jungtiere ebenfalls sehr wichtig. Daher bitten wir Sie: Beachten Sie Schilder und Markierungen und dringen Sie nicht in „Ruhezonen“ ein. Mit Rücksicht auf die Natur trägt jeder Einzelne dazu bei, diesen Lebensraum mit seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt zu schützen und weiter zu erhalten.“ So lautet der Aufruf der Jägerschaft Lohholz-Harthausen. „Wenn ich zum Beispiel ein Kursangebot sehe, das „Walderfahrungen auf verschlungenen Pfaden“ anbietet, dann läuten bei mir die Alarmglo-
Jägerin Anita Trost mit einem von insgesamt fünf Schildern im Bereich Lohholz–Harthausen „Erkenne Deine Grenzen für eine intakte Natur!“ cken. Denn diese „verschlun- schen zu bleiben. Denn nur so genen Pfade“ sind in der Re- können die Wildtiere in ihrem gel Reh- und Wildwechsel. Rückzugsgebiet ruhen, wieUnd diese Wechsel sind ein derkäuen und ihre Jungen aufabsolutes Rückzugsgebiet für ziehen“, so Jägerin Anita das Wild. Wird es hier gestört, Trost. hat das große Auswirkungen Auch die Tagezeiten spielen auf die Tiere. Man muss wis- eine große Rolle im Leben der sen, dass zum Beispiel bei Wildtiere. „In der DämmeRehwild, das beim Wieder- rungszeit morgens und abends käuen aufgeschreckt wird, der kommen die Tiere aus dem gesamte sensible Verdauungs- Wald um zu äsen und wiederzyklus empfindlich gestört zukäuen. Wenn in diesen Zeiwird, was zu Erkrankungen ten ständig Menschen auf die und einer gestörten Entwick- entsprechenden Lichtungen lung gerade der Jungtiere füh- und Wiesen kommen, müssen ren kann. Und gerade wir ha- die Tiere jedes mal aufs Neue ben ein so gut verzweigtes flüchten. Das bedeutet einen Wegenetz in den Wäldern, enormen Stress und wiederum dass es möglich sein müsste, kommt so der Stoffwechsel auf den Wegen für die Men- durcheinander, so Anita Trost.
„Es wäre gut, wenn die Menschen den Kreislauf der Natur im Auge behalten würden und sich selbst in der Verantwortung sehen, wenn sie sich dort aufhalten. Ein Miteinander wäre schön. Gerade, weil über die Jahre sich immer mehr Menschen in den Rückzugsgebieten der Wildtiere bewegen.“ Gedankenlosigkeit ist oftmals das Grundproblem. Dinge, die man seinem Haustier niemals zumuten würde, sollte man auch den Wildtieren ersparen. Wer würde schon seinen Hund ständig beim Fressen stören oder ihn aus dem Schlaf reissen? Noch viel weniger würde man das mit seinen Welpen oder jungen Kätzchen machen. Ein „Argument“, das öfter gebracht wird ist, dass es ein Begehungsrecht für jedermann auf öffentlichen Flächen wie Wäldern gibt. Dem muss Anita Trost zumindest in Teilen widersprechen: „Es gibt dieses Recht in der Tat. Allerdings gibt es da auch Ausnahmen, eben um Wildtiere, aber auch die Nutzbepflanzung zu schützen. So ist es von 30. April bis 30. Oktober eigentlich untersagt, landwirtschaftliche Nutzflächen wie Wiesen, Äcker oder auch Wälder zu betreten.“
„Absurdes aus der Verkehrsplanung“ Wanderausstellung macht Station in Kolbermoor Das Clinicum St. Georg ist eine Fachklinik für Innere Medizin und Onkologie mit einem MVZ (Medicum Bad Aibling MVZ GmbH). Wir bieten Leitlinien und evidenzbasierende Therapien ebenso wie integrative medizinische Konzepte an. Sie erwartet ein familiäres Arbeitsklima mit attraktiver Vergütung und Benefits. Da wir unsere Räumlichkeiten und unser Spektrum innovativ erweitern, suchen wir für unser Team ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt Unterstützung:
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Die Wanderausstellung „Absurdes aus der Verkehrsplanung“ macht Station in Kolbermoor. Auf Einladung des Kolbermoorer Mobilitätsmanagements wird sie bis zum 20. Juni im Rathaus zu sehen sein. Gezeigt werden 15 Cartoons, die auf humorvolle Weise die Verhältnisse auf den Kopf stellen: Wie wäre es wenn Autos den Hindernissen begegnen, die für Menschen auf ihren Fahrrädern Alltag sind und wie, wenn Radfahrende sich dafür das raumgreifende Verhalten ihrer motorisierten Mitmenschen zu Eigen machen? Eine Ausstellung, die hilft, unser Bewusstsein neu zu schärfen, die neue Bilder in den Köpfen erzeugt und dadurch auch dazu beiträgt, Ak-
An der „Bettelampel“.
zeptanz für Veränderungen auf der Straße und in unserem Verkehrsverhalten zu schaffen. Mit einer faszinierenden
Selbstverständlichkeit bauen wir Straßen, die glatt sind wie ein Babypopo. Fortsetzung auf Seite 2
Diese Woche im Oldtimer-Volksfest am 30. Mai 2024 in Maxlrain........ S. 6 Start in die Zukunft......................... S. 8
„Rosenheim ist bunt“ Feier zu 75 Jahren Grundgesetz am 23. Mai Eine vielseitige und fröhliche Geburtstagsparty für das Grundgesetz richtet das neue Bündnis „Rosenheim ist Bunt“ aus: Am 23. Mai wird das 75jährige gefeiert. Wenngleich es bis heute Herausforderungen gibt vor allem bei seiner Anwendung: Beispielsweise ist die vollständige Gleichstellung aller Geschlechter immer noch nicht erreicht, die Umsetzung des Sozialstaatsgebots lässt zu wünschen übrig. Los geht es um 18 Uhr, in der Rosenheimer Luitpoldanlage. Unter dem Motto „Grundgesetz feiern – Demo-
kratie verteidigen“ will „Rosenheim ist Bunt“, die Demokratie stärken sowie ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und rechte Hetze setzen. Nach einem Zug durch die Rosenheimer Innenstadt endet die Demo um etwa 18.45 Uhr am Max-Josefs-Platz mit einem vielfältigen Programm: Poetry Slam, AkkordeonBand, kurze Redebeiträge, gemeinsames Singen und vielem mehr. „Diese Kundgebung ist ein Symbol für unsere Verpflichtung, die Vielfalt und die Stärke unserer Demokratie lebendig zu halten. Fortsetzung auf Seite 2