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„Relativ robust“

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Jahresbilanz und Ausblick der Agentur für Arbeit Rosenheim

Die Agentur für Arbeit Rosenheim (AA) hat ihren Jahresrückblick 2025 vorgelegt und bewertet den regionalen Arbeitsmarkt trotz anhaltend schwacher Konjunktur als insgesamt relativ robust. Die wirtschaftliche Lage war 2025 wie schon in den Vorjahren von konjunkturellen Eintrübungen und globalpolitischen Unsicherheiten geprägt, was die Unternehmen belastete und sich auf den Arbeitsmarkt auswirkte. „Die Betriebe haben uns im Jahresverlauf mit 8 054 weniger neu zu besetzende Stellen gemeldet als 2024 (-234). Arbeitsuchende hatten es daher häufig schwerer, eine neue Stelle zu finden“, erklärt die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, Dr. Nicole Cujai. Die Zahl der Menschen, die länger als zwölf Monate arbeitslos gemeldet und damit von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind, lag laut Agentur

über dem Vorjahreswert (+197). Dass sich die Arbeitslosigkeit in den vergangenen Jahren verfestigt hat, zeigt sich nach Angaben der Agentur auch an den Jahresdurchschnittswerten. Im Schnitt waren 2025 10 169 Personen arbeitslos gemeldet und damit mehr als in den Vorjahren (2024: 9 310; 2023: 8 406) sowie mehr als im „Corona“Jahr 2020 (9 740). Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag bei 3,2 Prozent und damit über den Vergleichswerten der Vorjahre (2024: 2,9 Prozent; 2023: 2,7 Prozent). „Im deutschlandweiten Vergleich ist die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt jedoch weiterhin robust“, betont Cujai. Vor allem Bewerberinnen und Bewerber mit abgeschlossener Berufsausbildung hätten nach wie vor gute Chancen, eine neue Arbeit zu finden. Weil ausgebildete Fach- und Arbeitskräfte in einigen Berufen weiterhin rar seien, seien

Globalpolitische Unsicherheiten machen stabile Vorhersagen schwierig.

viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bemüht, ihr Personal zu halten. „Das trägt zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes bei“, so die Agenturleiterin. Gerade in diesem Zusammenhang sei es auch weiterhin ein großes Anliegen der Arbeitsagentur, junge Menschen beim Übertritt von der Schule in den Beruf zu unterstützen. „Durch Beratung und Vermittlung wollen wir weiterhin zur Ausbildung moti-

vieren“, so Michael Preisendanz, Mitglied der Geschäftsführung der AA Rosenheim. Die Ausbildung habe zudem mehr an Bedeutung gewonnen im Vergleich zum Studium. Mit Blick auf den Jahresverlauf verweist Cujai auf die seit Beginn der Ukrainekrise 2022 anhaltende Zurückhaltung der Betriebe bei Neueinstellungen und Personalfreisetzungen. Diese abwartende Haltung habe dazu beigetragen, dass die

Kinder im Mittelpunkt.................... S. 5 Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen bereits im Januar 2025 mit 10 934 um 1 117 über dem Vorjahreswert lag; zugleich waren 2 519 Personen mehr arbeitslos gemeldet als Anfang 2022. Bis Ende Juni setzte sich diese Entwicklung fort, der Abstand zum Vorjahr war im April mit 1 343 zusätzlichen Arbeitslosen am größten. In den Folgemonaten verringerte sich die Differenz zur Arbeitslosenzahl des jeweiligen Vergleichsmonats 2024 kontinuierlich. Im Dezember 2025 waren mit 9 852 weiterhin 169 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als ein Jahr zuvor. Regional zeigt sich ein differenziertes Bild. In der kreisfreien Stadt Rosenheim und im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen waren im Dezember weniger Menschen arbeitslos gemeldet als Ende 2024 (Stadt Rosenheim: –43, Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen: –110). Fortsetzung auf Seite 2

Mikrozensus startet

Warum pfeifen wir?

130 000 Bürgerinnen und Bürger werden befragt

Drei junge Schiedsrichter aus Vogtareuth berichten

Jedes Jahr wird in Bayern – wie im gesamten Bundesgebiet – der Mikrozensus durchgeführt. Diese Haushaltsbefragung ermittelt Daten zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Bevölkerung. Bundesweit sind ein Prozent der Bevölkerung und damit in Bayern rund 130 000 Personen auskunftspflichtig. Mit ihrer Teilnahme tragen die Befragten dazu bei, dass politische Entscheidungen faktenbasiert getroffen werden können. Die Befragung erfolgt als Telefoninterview oder Online-Befragung. Der Mikrozensus ist die größte jährliche Haushaltsbefragung in Deutschland. Im Rahmen dieser Erhebung geben in Bayern jedes Jahr rund 130 000 Personen in etwa 65 000 Haushalten stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger des Freistaats Auskunft zu ihren Arbeits- und Lebensbedingungen. Damit tragen die befragten Personen dazu bei, die wirtschaftliche und soziale Lage der Haushal-

te zu verstehen und die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern. Nur durch verlässliche, qualitativ hochwertige Daten können politische Entscheidungen zum Beispiel zur Bekämpfung von Armut, zur Förderung von Kinderbetreuung oder zur Unterstützung von Rentnerinnen und Rentnern faktenbasiert und zielgerichtet getroffen werden. Wer muss teilnehmen und wie läuft die Mikrozensuserhebung ab? Die Auswahl der zu befragenden Haushalte erfolgt nach einem mathematisch-statistischen Zufallsverfahren, das zunächst Gebäude- oder Gebäudeteile für die Teilnahme am Mikrozensus auswählt. Befragt werden die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Gebäude. Ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte konkretisieren dazu die Stichprobe über die Klingelschilder. Dabei können sie sich als Erhebungsbeauftragte des Bayerischen Landesamts für Statistik ausweisen. Fortsetzung auf Seite 2

Der SV Vogtareuth darf sich seit letztem Jahr über gleich drei neue junge Schiedsrichter freuen. Mit Maxi Wiesmeier (13), Moritz Trattner (13) und Leonhard Gaßner (14) haben sich drei Jugendliche im C-Jugend-Alter für diese verantwortungsvolle Aufgabe entschieden. Alle drei sind aktive Fußballer im Verein und pfeifen seit einem Jahr als offizielle Unparteiische der Schiedsrichtergruppe Chiem regelmäßig Jugendspiele. Ein starkes Zeichen für Engagement, Verantwortungsbewusstsein und Vereinsleben. Im Januar letzten Jahres starteten die drei gemeinsam ihre Schiedsrichterausbildung. In mehreren Theorieeinheiten sowie einer Lauf- und Abschlussprüfung eigneten sie sich das nötige Regelwissen an. „Man musste schon lernen und die Regeln verstehen, aber es war gut machbar – vor allem, wenn man selbst Fußball spielt“, berichtet Moritz Trattner. Die Ausbildungskosten in Höhe von rund 100 Euro übernahm der SV Vogta-

Gut versorgt im Alter .................... S. 6

Essen am Samstag Eine Einladung an alle, die gutes Essen und Gesellschaft möchten, gibt es für das „Essen am Samstag“, einem Dienst des Rosenheimer Leibspeise e.V. . Der nächste Termin ist am 24. Januar, 13 Uhr, im Pfarrzentrum Heilig Blut in Rosenheim, Heilig-Blut-Straße 43c, Erster Stock. Jeder ist eingeladen, ein paar gesellige Stunden

mit Mittagessen und Kuchen zu genießen. Weitere Infos gibt es unter rosenheimer-leibspeise.de oder unter der Telefonnummer 01 72/8 52 60 34. Die „Rosenheimer Leibspeise“ ist ein gemeinnütziger Verein, deren Hauptaugenmerk auf der Versorgung von bedürftigen Menschen liegt.

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Von links: Karten gibt es vom neuen Schiedsrichtertrio des SV Vogtareuth, Leonhard, Moritz und Maxi natürlich nur, wenn es sein muss. Foto: SV Vogtareuth

reuth vollständig, ebenso die notwendige Ausrüstung. Der Einstieg ins aktive Pfeifen erfolgte behutsam: Beim ersten Spiel wurden die Nachwuchsschiedsrichter von einem erfahrenen Paten begleitet. „Das gibt Sicherheit, gerade am Anfang“, sagt Leonhard Gaßner. „Man lernt, mit Drucksituationen umzugehen und klare Entscheidungen zu treffen.“ Auch Maxi Wiesmeier erinnert sich noch gut an seinen

ersten Einsatz: „Ich war nervös, aber danach richtig stolz.“ Neben einem kleinen Verdienst – derzeit 31 Euro pro Spiel plus Fahrtkosten – bringt das Schiedsrichtersein vor allem persönliche Vorteile. Die Jugendlichen berichten von wachsendem Selbstbewusstsein, besserem Regelverständnis und mehr Verständnis für Entscheidungen auf dem Platz. Fortsetzung auf Seite 2


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