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10 Jahre Fairtrade Rosenheim feiert zehn Jahre Fairtrade-Stadt: Drei Stimmen für eine gerechtere Welt Seit zehn Jahren trägt Rosenheim den Titel „Fairtrade-Stadt“ – ein Jubiläum, das Anlass gibt, zurückzublicken, aber auch den Blick nach vorne zu richten. Was 2016 mit der ersten Zertifizierung begann, hat sich zu einer festen Bewegung in der Stadt entwickelt: Faire Produkte, Bildungsprojekte, Veranstaltungen und nachhaltige Beschaffung sind heute Teil des Rosenheimer Stadtlebens. Im Gespräch blicken die Vorsitzende des Fördervereins Fairtrade-Stadt Rosenheim e. V. Beate Burkl, die zweite Vorsitzende Regina Georg und der dritte Vorsitzende Wolfgang Schittenhelm auf die vergangenen zehn Jahre zurück, sprechen über Erfolge, Herausforderungen und die Bedeutung des Fairen Handels für Rosenheim. Dabei wird deutlich: Hinter dem Titel Fairtrade-Stadt stehen nicht nur Produkte mit Siegel, sondern vor allem Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, Bewusstsein schaffen und sich für mehr soziale Gerechtigkeit weltweit einsetzen.

serer Steuerungsgruppe, die der Motor der Fairtrade-Bewegung ist. Als die Initiative gestartet ist: Welche Vision hatten Sie damals für Rosenheim und wie viel ist davon heute Realität geworden?

Eindrücke vom Umwelttag 2026.

Frau Dr. Beate Burkl, Rosenheim ist seit 10 Jahren Fairtrade-Stadt. Was bedeutet dieses Jubiläum für Sie – und worauf blicken Sie besonders stolz zurück? Als wir am 30. September 2016 die erste Zertifizierungsurkunde zur Fairtrade-Stadt in den Händen hielten, war unsere Freude riesig. Es stellte sich uns aber auch die Frage: Wie schaffen wir es, den Fairen Handel dauerhaft in unserer Stadt zu etablieren? Heute, zehn Jahre später, haben wir

die Antwort: mit Hartnäckigkeit, Herzblut und wunderbaren Gemeinschaftsaktionen. Ob Faire Modenschauen am Salzstadel, Faire Turmführungen auf den St. NikolausTurm, das Schokoladenprojekt für die Grundschulen, Vorträge, Filmvorführungen, den Fairen Einkaufsführer und vieles mehr – wir zeigen, dass Globalisierung auch menschlich sein kann und Rosenheim mit den Ländern des Südens verbindet. Besonders stolz bin ich auf das große ehrenamtliche Engagement un-

Die Auszeichnung „Fairtrade-Stadt“ bedeutet vor allem einen Auftrag, den fairen Handel in Rosenheim zu fördern, das Thema in die Stadtgesellschaft hineinzutragen und mehr und mehr Menschen zum Umdenken und Mitmachen zu bewegen – für eine gerechtere Welt. Man muss allen Generationen immer wieder bewusst machen, dass es beim fairen Handel nicht nur um soziale Gerechtigkeit geht, sondern auch um unsere Umwelt und unser Klima und damit um die Zukunft unserer Erde. In den letzten zehn Jahren hat der Faire Handel in unseren Kitas, Schulen, Vereinen und in den Regalen unserer lokalen Geschäfte einen festen Platz gefunden. Was hat sich in den vergangenen zehn Jahren durch die Fairtrade-Arbeit

in Rosenheim konkret verändert?

„Es ist mir eine besondere Ehre, in diesem wichtigen Gremium die Zukunft der kommunalen Gemeinschaft mitzugestalten. Die Kommunen sind der Garant für die Demokratie und für einen Staat, der nah an den Bürgern ist. Gemeinsam sind wir stärker und dafür werde ich mich in meinen neuen Funktionen einsetzen“, so Erdogan. Der Deutsche Städtetag vertritt die Interessen aller kreisfreien und der meisten kreis-

Geballte Kompetenz: Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan (Mitte), Wasserburgs Bürgermeister Bastian Wernthaler (links) und Kolbermoors Bürgermeister Thomas Rothmayer (rechts) setzen sich beim Bayerischen Städtetag für die Belange der Region ein.

Dieses beginnt am 17. Juli um 18 Uhr, dann mit der Blaskapelle Prien und wieder mit Trachten-, Goaßlschnalzerund Alphornbläser-Darbietungen.

Vom Stadtrat initiiert gibt es eine Verfügung für die Stadtverwaltung, dass bei allen Einkäufen und Vergaben der „Kompass Nachhaltigkeit – Öffentliche Beschaffung“ angewendet wird, um den sozialen und ökologischen Standards des Fairen Handels zu entsprechen. Alle Beispiele aufzuführen, würde zu weit führen. Grundsätzlich gilt: Wir haben Fairtrade vom Nischenprodukt in unsere Gesellschaft geholt. Wir haben gezeigt, dass kommunaler Konsum globalen Einfluss hat, und wir haben Netzwerke zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft geschmiedet. Fortsetzung auf Seite 2

Oberbürgermeister Erdogan ist in den Hauptausschuss des Deutschen Städtetags gewählt worden angehörigen Städte gegenüber der Bundesregierung, dem Bundestag, dem Bundesrat, der Europäischen Union und zahlreichen Organisationen. Wichtig ist Erdogan dabei die finanzielle Lage der Kommunen: „Die Herausforderungen sind enorm: Die Kommunalfinanzen sind am Anschlag. Das geplante GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz ist ein aktuelles Paradebeispiel dafür, was passiert, wenn Bund und Länder Politik auf dem Rücken der Kommunen machen und sie anschließend mit dem Resultat allein lassen. Das geplante Gesetz droht Kommunen, die sich selbst um die Gesundheitsversorgung ihrer Bevölkerung kümmern, wie dies bei Stadt und Landkreis Rosenheim der Fall ist, das Wasser abzugraben. Am Ende leiden der Straßenunterhalt, die Kinderbetreuung oder die

Am Freitag, den 17. Juli 2026, veranstaltet der Trachtenverein „Daxenwinkler“ Atzing im Buchenwald in Munzing das zweite seiner beiden Waldfeste.

Wir haben in Rosenheim mit dem Karolinen-Gymnasium, der Philipp-Neri-Schule und dem Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium drei aktive Fairtrade-Schulen, die die Grundsätze des Fairen Handels den Schülerinnen und Schülern vermitteln – unter dem Motto: „Wir müssen uns als eine Welt sehen.“

„Es ist mir eine besondere Ehre“ Oberbürgermeister Abuzar Erdogan ist von der Vollversammlung des Bayerischen Städtetags in das wichtigste Gremium des Deutschen Städtetags gewählt worden. Er vertritt künftig Rosenheim im Hauptausschuss. Zusätzlich wurde er in den Bau- und in den Finanzausschuss des Bayerischen Städtetags berufen.

Waldfest Atzing

Stadtentwicklung darunter. Hier gilt es, mit einer starken Stimme die Belange der Städte und Gemeinden zu vertreten und durchzusetzen.“ Im Deutschen Städtetag haben sich rund 3.200 Städte und Gemeinden mit rund 54 Millionen Einwohnern zusammengeschlossen. Rund 200 Städte sind unmittelbare Mitglieder. Die anderen Städte gehören dem Deutschen Städtetag über seine Mitgliedsverbände mittelbar an. Mitglieder im Bayerischen Städtetag sind alle 25 kreisfreien Städte, alle 29 Großen Kreisstädte und über 250 weitere kreisangehörige Städte, Märkte und Gemeinden in Bayern. Er vertritt analog zum Deutschen Städtetag gesondert die Interessen seiner bayerischen Mitglieder.

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