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„Unzumutbare Zustände“ Ehemaliger Mitarbeiter der Rosi berichtet: „Zukunftsweisendes Projekt stiefmütterlich behandelt“
Mit dem On-Demand-Fahrdienst „Rosi“ wollte der Landkreis Rosenheim eine flexible, nachhaltige und moderne Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr schaffen – insbesondere für ländliche Regionen, in denen Bus und Bahn oft keine praktikable Option sind. Doch was als zukunftsweisendes Projekt begann, droht mittlerweile an bürokratischen Hürden, technischer Fehlplanung und schlechten Arbeitsbedingungen zu scheitern. Die Stimmen der Mitarbeitenden, die das System täglich am Laufen halten (sollen), wurden dabei bisher laut Aussagen von Insidern, mit denen das Echo sprach, kaum gehört - oder bewusst überhört. Ein ehemaliger Fahrer; der
Bei der Rosi liegt momentan leider vieles in der Schieflage - so gibt es im Winter zum Beispiel keinen geeigneten Unterstand für die Fahrzeuge. anonym bleiben möchte, spricht nun offen über den Frust bei den Mitarbeitenden und Kunden, das Chaos hinter den Kulissen – und darüber, was sich dringend ändern müsste, um
„Rosi“ doch noch zu retten. Eines macht er dabei vor allem deutlich: Das Projekt scheitert nicht an Geldmangel, sondern an Desinteresse, Ignoranz und rückständigem Denken.
Warum ist ein Fahrdienst wie Rosi für den Landkreis so wichtig? „Der Bedarf ist enorm hoch. Jugendliche ohne Führerschein, ältere Menschen, Touristen – sie alle brauchen flexible Mobilität. Die Polizei hat bestätigt, dass durch Rosi die Zahl der Alkoholfahrten nachts massiv gesunken ist. Aber: Nach 18 Uhr fährt kaum noch was. Wer im Dorf wohnt, ist abends abgeschnitten. Taxis? Die Taxifahrer sind total überfordert, allein durch die vielen Krankentransporte. Oft erreicht man nach 20 Uhr keinen Taxifahrer mehr im ganzen Chiemgau.“ Auch logistisch gibt es bei den Fahrten viele Probleme ursprünglich sollte Rosi
mehrere Gäste gleichzeitig transportieren, das klappt aber selten bis nie - warum? „Das System und die App sind schlicht falsch programmiert. Die Idee beim Pooling ist ja: Man bündelt mehrere Fahrgäste mit ähnlichem Ziel in einem Auto – so spart man Geld, Emissionen und Zeit. Aber die Software berechnet Fahrten nur innerhalb einzelner Fahrzeuge. Beispiel: Eine Buchung nach Atzing und eine nach Siggenham – beides Dörfer in der Nähe – werden getrennt ausgeführt. Zwei Fahrzeuge fahren fast parallel dieselbe Strecke. Dabei hätten beide Fahrgäste locker zusammen in einem Auto sitzen können.“ Fortsetzung auf Seite 2
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Aus der Idee eines konsequent regionalen Energiesystems bringt die Bayernwerk Regio Energie (Bayernwerk) gemeinsam mit Partnern vor Ort sogenannte regionale Strommärkte auf den Weg. Nach nun insgesamt 17 regionalen Strommärkten im Freistaat geht das Bayernwerk mit dem Markt Prien am Chiemsee künftig auch im Chiemgau einen weiteren Schritt in die dezentrale Energiezukunft. Am Dienstag, 27. Mai, haben die Vertreter der Gemeinde und des Bayernwerks hierzu den neuen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Vor Ort erzeugt, vor Ort verbraucht. Regional wird in Bayern bereits vielfach Obst, Gemüse oder Fleisch auf regionalen Märkten oder im Laden nebenan angeboten. Warum nicht auch Strom? Diesen Ansatz verfolgt das Bayernwerk schon seit einigen Jahren und hat in verschiedenen Landesteilen bereits erfolgreich regionale Strommärkte aufgebaut. Nun wurde mit dem Regionalen Strommarkt Prien am Chiemsee ein weiterer Hofladen für Energie ins Leben gerufen. „In der Region die hier erzeugte Energie den Verbrauchern vor Ort auch zur Verfügung zu stellen, das trifft den Kern einer nachhaltigen
Kreislaufwirtschaft und dies wollen wir mit unserem Angebot weiter fördern“ sagt Albert Zettl, Vorstand der Bayernwerk AG, zum Start des neuen Stromangebots. Mit dem Start des regionalen Strommarkts können die Kundinnen und Kunden künftig die vor Ort erzeugte Energie mit einem neuen Stromvertrag beziehen. Möglich wurde das für die Einwohner in der Gemeinde Prien am Chiemsee und den umliegenden Ortschaften ab dem 1. Juni dieses Jahres. „Ich hoffe natürlich, dass wir mit diesem Angebot Erzeuger und Verbraucher vor Ort besser zusammenbringen, um auch bei den Bürgerinnen und Bürgern das Verständnis näher zu bringen, wo der Strom eigentlich herkommt. Das kann auch dazu beitragen, das eigene Verbrauchsverhalten bei Strom zu prüfen und somit aktiv die Energiebilanz der Region zu fördern“, sagt Andreas Friedrich, Erster Bürgermeister von Prien am Chiemsee. Die Strommengen für den neuen Strommarkt sollen weitgehend aus regionalen Photovoltaikanlagen und Wasserkraftwerken gedeckt werden. Mehr Informationen finden Sie im Internet unter bayernwerk-regio-energie.de
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V.l.n.r.: Oberbürgermeister Andreas März, Landrat Otto Lederer, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling Karl Göpfert Der Gründerpreis von Stadt und Landkreis Rosenheim geht in die nächste Runde. Ab dem 2. Juni sind Gründerinnen, Gründer und junge Unternehmen aus Stadt und Landkreis aufgerufen, ihre Geschäftsideen einzureichen. Gesucht werden kreative, nachhaltige und realisierbare Konzepte. Der Wettbewerb ist eine gemeinsame Initiative von Stadt
und Landkreis Rosenheim, zahlreichen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie Sponsoren. Ziel ist es, junge Gründerpersönlichkeiten sichtbar zu machen und auf dem Weg zur erfolgreichen Unternehmensgründung mit professionellen Workshops und Coachings zu unterstützen. Fortsetzung auf Seite 2