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Do up Ausgabe 02/2014

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Ausgabe 2/2014

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BAUEN MIT SAINT-GOBAIN WEBER

+ MUSEUM

Akademie des Jüdischen Museums Berlin: Dialog im Zwischenraum Architektur als Markenzeichen: Bülent Durmus über Museumsgebäude Moderne Bodensysteme: Schneller, dünner, vielseitiger


EDITORIAL Liebe Leserinnen und Leser, Museen, früher ehrfürchtig stille Hallen des Sammelns und Betrachtens, haben sich zu interaktiven Kulturvermittlern mit hohem Erlebnischarakter gewandelt und ziehen heute mehr Besucher an als je zuvor an. Nicht selten wird dabei eine herausragende Architektur zum Markenzeichen. Einer der Vorreiter dieses neuen Museumstyps ist der Erweiterungsbau des Jüdischen Museums Berlin, entworfen von Daniel Libeskind. Der Bau machte den Architekten zum Star und trägt maßgeblich zur Attraktivität des Hauses bei: Bis zu 40 % der Besucher werden von der außergewöhnlichen Architektur angezogen, berichtet Bülent Durmus, Organisationsdirektor des Museums, im Interview. Neben dem prägnanten Äußeren werden Bildungs- und Dialogangebote immer wichtiger. Um diesen Anforderungen gerecht werden zu können, wurde das Jüdische Museum Berlin 2012 um eine Akademie ergänzt. Diese erneute Erweiterung, ebenfalls von Daniel Libeskind als Umnutzung einer alten Großmarkthalle realisiert, beleuchten wir in unserer Objektreportage. Selten im Fokus des Betrachters, aber durch den Publikumsverkehr hohen Belastungen ausgesetzt sind die Fußböden in Museen und Ausstellungsräumen. Unser Technikbeitrag befasst sich folgerichtig mit Bodenkonstruktionen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf oberflächenfertigen Systemen, wie sie Libeskind gern in Museumsbauten einsetzt, sowie auf Systemen, die den Baufortschritt beschleunigen. Ein informatives Leseerlebnis wünscht Ihnen Ihr Christian Poprawa Direktor Marketing, Saint-Gobain Weber GmbH

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IN DIESER AUSGABE 4 Akademie des Jüdischen Museums Berlin: Dialog im Zwischenraum 10 Architektur als Markenzeichen: Bülent Durmus über Museumsgebäude 12 Moderne Bodensysteme: Schneller, dünner, vielseitiger 15 Daten & Fakten: Museen

Impressum Herausgeber: Saint-Gobain Weber GmbH Schanzenstraße 84 40549 Düsseldorf sg-weber.de V. i. S. d. P.: Christian Poprawa Direktor Marketing Kontakt: Dorothea Dehlinger Kundenmarketing Telefon: (0211) 91369-291 dorothea.dehlinger@sg-weber.de Redaktion und Gestaltung: Brandrevier GmbH, Essen www.brandrevier.com do up im Abo Einfach auf sg-weber.de/do-up kostenlos bestellen. 3


DIALOG IM ZWISCHENRAUM

Museen sind heute nicht nur Orte des Bewahrens oder Ausstellens. Sie stehen zunehmend in Konkurrenz zu einer Vielzahl von Freizeiteinrichtungen mit hohem Erlebnischarakter. Als Folge verstehen sich immer mehr Museumsbetreiber als kulturelle Dienstleister mit wichtiger Schnittstellenfunktion zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Sie wandeln Museen zu Orten der aktiven Bildung, der Begegnung und des Dialogs. In besonderer Weise gilt dies f端r die Akademie des J端dischen Museums Berlin. 4

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Das Jüdische Museum Berlin vermittelt seit langem jüdisch-deutsche Geschichte und Kultur und gehört mit über einer halben Million Besuchern pro Jahr zu den meistbesuchten Museen der Hauptstadt. Unterstützt wird es von der gleichnamigen Stiftung und der Bundes­ republik Deutschland. Das Museum umfasst zwei Gebäudekomplexe, das barocke Kollegienhaus sowie den damit unterirdisch verbundenen Neubau von Daniel Libeskind. Das moderne Bauwerk führt Besucher auf drei sich kreuzenden Achsen und auf einer Zickzackroute durch 60 Abschnitte; die beherrschenden Materialien sind Sichtbeton und Titan-Zink. Die Architektur macht dabei Aspekte der jüdisch-deutschen Geschichte sinnlich erlebbar, wie Orientierungslosigkeit im „Garten des Exils“ oder Angst und Beklemmung im „Holocaust-Turm“. Die Bestände des Archivs haben sich mit 2.000 Nachlässen seit der Eröffnung des Museums 2001 mehr als verdreifacht. Zudem benötigte das Museum zusätzliche Räume, um dem selbst gesetzten Anspruch gerecht zu werden, einen Ort der Forschung und Diskussion zu schaffen. Diese Auseinandersetzung soll sich nach dem Willen des Stiftungsrats nicht allein der jüdischen Geschichte und Gegenwart widmen, sondern das Spektrum um die Themen Migration, Integration und multi­kulturelle Gesellschaft erweitern. Die genannten Anforderungen machten die Erweiterung des Museums um ein Akademiegebäude not­ wendig, die in Form des neuen Eric F. Ross Baus realisiert wurde. » Den Auftrag dazu erhielt wiederum Daniel Libeskind. 5


Zwischenräume schaffen ungewöhnliche Perspektiven Für die neue Akademie wurde 2009 eine ehemalige Blumengroßmarkthalle gegenüber dem Jüdischen Museum erworben und umgebaut. Die planmäßige Eröffnung fand im November 2012 statt. Verbunden ist das Gebäudeensemble durch einen großen Platz, der an die Linden­straße anschließt. Dieser Platz, der 2013 „Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz“ getauft wurde, bildet einen nüchternen und zurückhaltenden Rahmen für die Akademie. „Die Akademie ist ein sehr interessanter Ort. Sie ist eine Art Zwischenraum, weil sie mit der Architektur des Jüdischen Museums verbunden ist, sowohl geometrisch und räumlich als auch konzeptionell und spirituell“, erklärt Daniel Libeskind. Der amerikanische Architekt hat die ursprüngliche Markthalle weitgehend erhalten und in ihrer großzügigen Grundfläche von rund 6.500 m² nach einem Haus-im-Haus-Konzept drei schräge Kuben ein­ gebaut. Einer der mit Holz verkleideten Würfel durchdringt die Fassade der ehemaligen Markthalle und greift im Sinne des gesellschaftlichen Bildungsauftrags von der Akademie in die Stadt h­ inein. Zwei weitere schräge Holzkuben gliedern den Innenraum und schaffen Einblicke in die von Daniel Libeskind entworfenen „Zwischen­ räume“: „Der erste Kubus durchbricht das Gebäude“, erläutert Libeskind. „Von außen sieht man den Einschnitt, man kann durch diesen Kubus hindurchschauen und erkennen, dass es noch zwei weitere Kuben gibt. Diese sind einer Kiste ähnlich und nicht ganz stabil, aber dynamisch, und finden auf eine Art ihren Platz. Zwischen ihnen entsteht ein sehr interessanter Zwischenraum inmitten der Bibliothek, dem Archiv, dem Mehrzweckraum, dem Auditorium » und dem Eingangsbereich, den man von der Straße aus sehen kann“, so Libeskind. Die Blickachsen und Durchgänge verlaufen nicht direkt, sondern schräg und gebrochen. Im Zentrum der weitläufigen Halle befindet sich der „Garten der Diaspora“, in dem in Hochbeeten Pflanzen verschiedenster Provenienz angesiedelt sind. Die Kuben erinnern an hölzerne Überseekoffer und stehen symbo­lisch für die Vermächtnisse, die dem Jüdischen Museum Berlin aus aller Welt zugehen, in der neuen Akademie bewahrt und jetzt einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. 6

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Skizze: Daniel Libeskind

Sensibler Umgang mit dem Bestand durch Haus-im-Haus-Konzept Der Entwurf und seine Umsetzung gehen sensibel mit dem Bestandsgebäude und seiner Umgebung um. Die charakteristischen ShedDächer der Halle blieben erhalten. Nur im Eingangsbereich und an den Seitenflügeln wurde die Fassade unterhalb des Vordachs für die Be­lichtung der Büros erneuert. Die architektonische Qualität der Halle wurde in ihrer groben Materialität erhalten und nicht durch zusätzliche Dämmung oder Klimatechnik verändert. Die Akademie wird über­ wiegend natürlich belichtet und belüftet. Lediglich sensible Bereiche wie Archiv, Veranstaltungsraum und die Bibliothek mit ihren 70.000 Bänden sind klimatisiert. Die drei Kuben entstanden als Hausim-Haus-Konzept in eigenständiger CO2-neutraler Holzbauweise. Es ist auch der raue Charme der eingesetzten bzw. vorhandenen Materialien, welcher die Qualität des Gebäudes ausmacht. Dazu trägt unter anderem der Fußboden bei. Um die technischen Anforderungen der Akademie zu erfüllen, wurden zwei unterschiedliche Hohlraumbodenkonstruktionen auf den vorhandenen Hallenboden gesetzt. Bei dem einen System handelt es sich um eine selbsttragende Konstruktion mit einer speziellen Plattenrezeptur. Daneben wurde auch eine Stützen­konstruktion mit geschlossener Bodenfläche verwendet, die sich aus » Schalungselementen und einer Anhydritestrich-Decklage zusammensetzt. 7


Beide Hohlraumsysteme erhielten als oberste begehbare Lage eine Beschichtung mit DesignFloor von Saint-Gobain Weber. Dabei handelt es sich um eine werksmäßig hergestellte, zementgebundene, poly­ mermodifizierte Bodenausgleichsmasse, die als oberflächenfertiger Belag eingesetzt wird. Dieser DesignFloor eignet sich insbesondere für mechanisch stark beanspruchte Bodenflächen aus Beton bzw. Zement­estrich im Innenbereich mit hohen Anforderungen an die Ebenheit, wie sie in Museen und Ausstellungen gegeben sind. Die pump­ fähige Masse ließ sich vor Ort einfach und schnell verarbeiten und in einer Dicke von 8 bis 10 mm aufbringen. Das mechanisch hoch belastbare Material besitzt einen hohen Eindringwiderstand gegen Chlorid, ist diffusionsoffen und hat eine geprüfte Rutschsicherheit von R 10. Der Fußboden der Akademie erhielt durch weber.floor 4650 die vom Architekten gewünschte optisch und haptisch neutral und natürlich wirkende Anmutung. Zudem erlaubt das Material die Gestaltung puristischer, weitgehend fugenloser Fußböden. Auch in anderen seiner Museumsbauten hat Libeskind auf den Weber DesignFloor zurückgegriffen, wie beispielsweise im Militärhistorischen Museum in Dresden. Architektur des Erinnerns unterstützt den Dialog Die neue Akademie des Jüdischen Museums verbindet Tradition und Moderne, Historie und Zukunft auf ungewöhnliche Weise. Nicht nur von ihren Inhalten her, sondern auch gestalterisch und in ihrer Materia­lität setzt sie Maßstäbe. Daniel Libeskind: „Ich glaube, dieses Gebäude wird alle Besucher, die die Einrichtung zu nutzen wissen, sehr positiv beeinflussen. Die Akademie erweitert den Umfang des Wissens, der Erinnerung und des positiven Handelns für die Zukunft Berlins, für die jüdische Kultur und die Öffentlichkeit im Allgemeinen.“

Daten + Fakten Objekt: Bauherr: Architekt: Fotograf:

Akademie des Jüdischen Museums Berlin im Eric F. Ross Bau Stiftung Jüdisches Museum Berlin Bruno Grimmek, Berlin (Blumengroßmarkthalle 1962-1965) Architekt Daniel Libeskind AG, Zürich (Akademie 2010-2013) Olaf Rohl, Aachen

Damit wurde gebaut Hohlbodensystem mit Weber DesignFloor, bestehend aus Oberbelag: weber.floor 4650 zementgebundene, polymermodifizierte Bodenausgleichsmasse Farbe: G 60 Unterkonstruktion: Floor And More Power und Cavopex von Lindner

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ARCHITEKTUR ALS MARKENZEICHEN Interview

Zur Person

Bülent Durmus, Organisationsdirektor des Jüdischen Museums Berlin, über die Bedeutung der Architektur für den modernen Museumsbetrieb.

Bülent Durmus ist seit 2008 Orga­ nisationsdirektor des Jüdischen Museums Berlin. Der studierte Architekt hat bereits in den Jahren 2000 bis 2001 bei den von Daniel Libeskind geplanten Umbaumaß­ nahmen die Interessen des Hauses vertreten.

Kantig und bizarr, so lässt sich nicht nur die Architektur von Daniel Libeskind beschreiben. Wie wichtig ist eine spektakuläre Architektur für den Erfolg eines Museums, und wie wichtig ist der Name des Architekten? Mit der Realisierung des Jüdischen Museums Berlin fing die einzigartige Erfolgsgeschichte von Daniel Libeskind an. Die prägnante Architektur ist zum Synonym für das Jüdische Museum Berlin geworden. Laut aktuellen Besucherbefragungen kommen ca. 40 % unserer Besucher aus aller Welt, um die Architektur von Daniel Libeskind zu sehen. Diese Zahl spricht für sich. Was muss ein gutes Museumsgebäude heute leisten? Neben dem hohen Anspruch, eine Marke aufzubauen, muss es eine hohe Flexibilität in der Nutzung aufweisen. Ein modernes Museum ist mehr als eine herkömmliche Ausstellungsfläche mit Depots und Werkstätten. Dabei spielt die vielschichtige Vermittlung für die soziale Komponente des ge­meinsamen Erlebens eine große Rolle. Daher sind infrastrukturelle Angebote wie eine ansprechende Restauration, Grünflächen zum Reflektieren oder ein Museumsshop integrale Bestandteile. Die mediale Er­wartungshaltung des Besuchers erfordert eine ständige Anpassung des Angebotes an die zeitgemäße Technik. Auch hier muss mit der Anpassung der Infrastruktur des Gebäudes reagiert werden. Würden Sie dem Leitsatz „außen auffällig, innen reduziert“ zu­stimmen? Außen auffällig: ja und unbedingt. Innen reduziert ist mir zu pauschal. Hier geht es um die Konkurrenz zwischen Architektur und Ausstellungs­ design. Ein „white cube“ ist die einfachste Voraussetzung, um diesem 10

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Konflikt zu entgehen. Eine expressive Architektur hingegen braucht eine adäquate Antwort, eine Haltung, die im Dialog zu mehr als der Summe der Einzelteile führt. Das gelingt leider nicht immer. Wie groß ist der Einfluss der Architektur auf die Museumspädagogik und die Ausstellungskonzeption? Das architektonische Konzept Daniel Libeskinds basiert auf Themen aus der jüdischen Geschichte. Da ist die Vermittlung anhand gebauter Symbolik, wie der „voids“ – haushoher leerer Räume, die für Lücken stehen, die Vertreibung und Mord in die deutsche Gesellschaft geschlagen haben – naheliegend und durch die Emotionalität selbsterklärend. Die Ausstellungsarchitektur kann diese Eindrücke verstärken, braucht aber in erster Linie eine eigene Sprache, um differenzierte Inhalte authentisch und seriös zu präsentieren.

Welche Anforderungen gibt es an die verwendeten Materialien? Das Jüdische Museum Berlin hat jährlich ca. 700.000 Besucher. Unsere Vision fordert eine Unmittelbarkeit des Museums. Der Besucher soll sich so frei wie möglich bewegen können und Exponate, aber auch das Gebäude unmittelbar und ohne Barrieren erleben. Dabei ist die Auswahl der verwendeten Materialien von enormer Wichtig­keit. Hochwertige Böden, die sich in der industriellen Nutzung bewährt haben, Lacke, die der menschlichen Säure an den Händen stand­halten müssen, und Farben, die scheuerfähig und damit zu reinigen sind. Welche Tipps geben Sie Architekten, die vor der Planungsaufgabe Museum stehen? Architekten haben meist eine gute Ausbildung und viel Erfahrung im Planen und Bauen. Sie stehen aber in großer Abhängigkeit vom Bauherren, dessen Vision sie antreiben sollte. Daher besteht für den Architekten die größte Herausforderung darin, den Bauherren darin zu bekräftigen, gemeinsam mit ihm eine einzigartige und unverwechselbare Architektur zu schaffen. 11

© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Yves Sucksdorff

Wie unterscheidet sich der Bau von Museen von anderen Bauauf­ gaben? Ein Museum steht durch seinen gesellschaftlichen Auftrag der Erhaltung und Präsentation von Kultur im exponierten Fokus. Dieser Anspruch erfordert eine besondere Antwort vom Architekten und dem Bauherren. Ein Museum darf oder sollte in der Stadtlandschaft eine hervorgehobene Rolle spielen. Ebenso verlangt die Planung der inneren Ausstattung eine entsprechende Aufmerksamkeit. Diese enormen Anforderungen führen natürlich auch zu höheren Baukosten.


SCHNELLER, DÜNNER, VIELSEITIGER  Heutzutage basiert nahezu jede Bodenkonstruktion auf einem Estrich. Eine Reihe von modernen Bodensystemen ergänzt die klassischen Aufbauten nach DIN 18560 und setzt neue Maßstäbe hinsichtlich Aufbauhöhe, Einbaugeschwindigkeit oder Flexibilität bei Sanierungen. Das im Fußbodenbau am häufigsten eingesetzte Material ist nach wie vor der Zementestrich. Er zeichnet sich durch hohe Wirtschaftlichkeit und universelle Einsatzmöglichkeiten aus, ist feuchteunempfindlich und tragfähig. Immer öfter kommen darüber hinaus schwind- und spannungsarme Calciumsulfatestriche zum Einsatz, die sich aufgrund der geringen Verformungsneigung sowie der besonders hohen Wärmeleitfähigkeit insbesondere als Fließestriche besser für Fußbodenheizungen eignen. Allerdings lassen sich diese Standardestriche auf Zement- und Calciumsulfatbasis frühestens nach 20 bis 30 Tagen belegen. Aus diesem Grund setzen sich auf Terminbaustellen und bei Renovierungen zunehmend moderne Schnellestrichsysteme durch. Diese sind bereits ab einem Tag nach Einbau belegreif und dabei ebenso flexibel in der Anwendung wie herkömmliche Estriche. Aufbauhöhe einsparen Altuntergründe sind häufig noch so stabil, dass ein Rückbau nicht wirtschaftlich ist und die Basiskonstruktion erhalten bleiben kann. Die effizienteste Form der Sanierung ist hier ein moderner Hochleistungsdünnestrich, der in einer gleichmäßigen Stärke von nur 20 mm auf­ gebracht werden kann. Bei Einbau einer zusätzlichen Dämmschicht sollte die Schichtdicke mindestens 25 mm betragen. Ein weiterer Vorteil sind die kurzen Trocknungszeiten: Der Dünnestrich kann nach einem Tag mit Fliesen, nach drei Tagen mit elastischen und textilen Belägen sowie nach sieben Tagen mit Parkett oder Laminat belegt werden. Dünnestriche sind nicht in der DIN 18560 geregelt. Der Einsatz muss daher gemeinsam mit dem Produkthersteller geplant und dem Bauherren vorab angezeigt werden. 12

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Zusammen mit einer kombinierten Trittschall- und Trennlagenbahn eignen sich Dünnestriche ideal für die Verbesserung des Schallschutzes bei Sanierungen. Denn geringe Raumhöhen und beschränkt tragfähige Beton- und Holzbalkendecken schließen genormte Estrichkonstruktionen häufig von vornherein aus. Das weber.floor Trittschalldämmsystem, bestehend aus einer 3 mm starken Trittschallbahn sowie mindestens 25 mm Dünnestrich, erreicht bei einer Gesamtaufbauhöhe von nur 28 mm eine Trittschallverbesserung von bis zu 17 db. Zugleich profitieren die Baubeteiligten von den besonders kurzen Trocknungszeiten. Ausgleichsmassen: Ebenheit, Belastbarkeit und Design Werden hohe Anforderungen an die Ebenheit des Bodens gestellt, kommen zement- oder calciumsulfatgebundene Ausgleichsmassen zum Einsatz. Sie können auf alle tragfähigen Estrich- oder Betonuntergründe aufgebracht werden und gleichen Höhendifferenzen von 1 bis 50 mm aus. Die Materialien bieten sich als Untergrundvorbereitung für einen späteren Oberbelag an, können aber auch direkt genutzt werden und bestechen auf diese Weise durch ihre ungeschminkte Materialität. Durch eingefärbtes Grundmaterial bietet der DesignFloor eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten für Architekten. Erfolgt eine Behandlung der Oberfläche mit Reaktionsharzen, ist zudem eine Verbesserung der Rutschfestigkeit möglich. Auf diese Weise decken Bodenausgleichsmassen ein breites Anwendungsspektrum von Industrieflächen über Ladenketten bis hin zu Museen und öffentlichen Gebäuden ab. Maschinentechnik: zeitsparend, kräfteschonend Produkte mit kurzen Trocknungszeiten haben in den vergangenen Jahren zu einer besseren Planbarkeit und deutlichen Beschleunigung von Bodenarbeiten geführt. Zu einer weiteren Bauzeitverkürzung trägt moderne Maschinentechnik bei, die inzwischen für Bauprojekte jeder Größe angeboten wird. Beispielsweise ermöglicht der PumpTruck von Saint-Gobain Weber eine Flächenleistung von bis zu 1.500 m² pro Stunde. Da die Einbauleistung flexibel regelbar ist, lassen sich Wohnungsrenovierungen in Altstadtlagen ebenso wie große Industrieobjekte innerhalb eines Tages mit einem neuen Boden ausstatten. Der moderne SiloLKW ist komplett mit Misch- und Pumptechnik sowie eigener Wasserund Stromversorgung ausgerüstet. Das vereinfacht die Baustelleneinrichtung. Zudem ist das Fahrzeug innen beheizt und kann im Gegensatz zu herkömmlicher Mischtechnik bei jeder Witterung eingesetzt » werden. 13


Die weber biene erlaubt eine effiziente Durchführung kleinerer und mittlerer Bauvorhaben sowie dünnschichtiger Spachtelarbeiten. Die handliche Maschinenlösung besteht aus einer Misch- und Fördereinheit sowie einer Mehrwertbox, die 800 kg Fließspachtelmasse enthält. Das Material wird per Schlauchleitung in gleichbleibend hoher Qualität an den Einsatzort gepumpt. Ähnlich wie beim PumpTruck können die Verlegearbeiten kräfteschonend im Stehen – statt wie sonst üblich kniend – ausgeführt werden. Auf diese Weise wird die Einbauleistung nahezu ver­doppelt, während sich gleichzeitig die körperliche Belastung für die Ausführenden deutlich verringert.

Trocknungszeiten verschiedener Bodensysteme Begehbarkeit

Belegreife*

Konventioneller Zementestrich

3 Tage

28 Tage

Konventioneller Calciumsulfatestrich

3 Tage

28 Tage

weber.floor 4491 turbo Caciumsulfat-Fließestrich schnell

1 Tag

weber.floor 4365 zementgebundener Dünnestrich

2-4 Std.

weber.floor4610 zementgebundene Industriebodenbeschichtung; DesignFloor

1-3 Std.

1-7 Tage

7 Tage

7 Tage volle Belastbarkeit

*Abhängig vom Oberbelag

Die wichtigsten Informationen sowie Tipps und Aufbauempfehlungen für Neubau und Boden­sanierung finden Sie im Weber Bodenguide 2014/2015 oder unter sg-weber.de/guide.

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MUSEEN DATEN & FAKTEN 6.355

Museen gibt es in Deutschland. Davon sind: 44,5 % 10,7 % 4,3 % 12,3 % 7,2 % 0,4 % 14,6 % 1,3 %

Volks- und Heimatkundemuseen Kunstmuseen Schloss- und Burgmuseen naturwissenschaftliche und technische Museen historische und archäologische Museen Sammelmuseen mit komplexen Beständen kulturgeschichtliche Spezialmuseen mehrere Museen in einem Museumskomplex

113 Mio. 44,7 % Museumsbesuche meldete das Institut für Museumsforschung Berlin für das Jahr 2012.

der Museen stehen ganz oder teilweise unter Denkmalschutz.

Beliebt:

Die meistbesuchten Museen Deutschlands sind: 1. 2. 3.

Residenzschloss, Dresden (1.287.000 Besucher pro Jahr) Deutsches Meeresmuseum, Stralsund (1.200.000 Besucher pro Jahr) Deutsches Museum, München (1.180.000 Besucher pro Jahr)

Herausragend:

Museen, die mit dem Deutschen Architekturpreis ausgezeichnet wurden: Neues Kunstmuseum Ravensburg (2013, Lederer + Ragnarsdóttir + Oei) Wiederaufbau des Neuen Museums, Berlin (2011, David Chipperfield) Jüdisches Museum, Berlin (1999, Daniel Libeskind) Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach (1983, Hans Hollein) Quellen: Institut für Museumsforschung, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, wikipedia.de

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