Wer daran verdient – und wie Abnehmen wirklich gelingt
09 DARMKREBS
So beeinflusst die Ernährung den Verdauungstrakt
29 VON NATUR AUS KÖNIGLICH
Pflanzliche Extrakte und Gelée Royale unter der Lupe
InErinnerung
Dr. Matthias Rath
1955 ― 2026
Nachruf und Würdigung seines Lebenswerks · S. 18
Wer daran
Abnehmen wirklich
DARMKREBS
So beeinflusst die
RATH
Ein Nachruf auf sein Lebenswerk
ERKLÄRUNG
Grundsatzrede von Dr. Rath aus dem Jahr 2014
VON NATUR AUS KÖNIGLICH
Pflanzliche Extrakte und Gelée Royale unter der Lupe
Dr. Rath Education Services BV Postbus 656, NL-6400 AR Heerlen Tel. 0031-457-1111-00, Fax -19
rathinternational@rath-eduserv.com
Anzeigen/V.i.S.d.P.: Nico Molitor Redaktion: A. Wartenberg
Mitarbeit: J. Wortmann, R. Saemann
Fotos: Dr. Rath Health Foundation, Envato, Freepik, Pixabay Stock Images
Liebe Leserinnen und Leser,
Sie alle dürften inzwischen die Nachricht vom Tod Dr. Raths erhalten haben. Sein Verlust ist für uns – und sicherlich auch für Sie – noch immer schwer zu fassen. Wir haben einen Menschen verloren, der unsere Arbeit, unser Verständnis von Gesundheit und nicht zuletzt unser Leben über viele Jahre entscheidend geprägt hat.
Was geschieht nun? Ist jetzt bald alles vorbei? Die Menschen in seiner Organisation und in den Unternehmen in den Niederlanden und den USA – einschließlich unseres Redaktionsteams und der Wissenschaftler des Dr. Rath Forschungsinstituts – verstehen es als ihre wesentliche Aufgabe, das Werk von Dr. Matthias Rath fortzuführen. Sie tun dies mit derselben Sorgfalt, wissenschaftlichen Orientierung und demselben hohen Anspruch, wie es Dr. Rath uns stets vorgelebt hat.
Dr. Rath hat uns allen mehr hinterlassen als Publikationen und Forschungsergebnisse. Er hinterlässt ein Netzwerk von Menschen, die sich der Förderung ihrer Gesundheit widmen und gemeinsam das hehre Ziel verfolgen, möglichst viele Leben zu retten. Sie alle folgen der Mission, die Dr. Rath sein Leben lang angetrieben hat: „Gesundheit für alle.“ Dieses Ziel bleibt für uns eine Verpflichtung!
Sein unermüdlicher Einsatz für die Anerkennung wissenschaftlich fundierter Mikronährstofftherapien trägt bereits Früchte, doch seine Arbeit ist noch lange nicht abgeschlossen. Deshalb ist es nun an uns, seinen Weg in seinem Sinne fortzuführen. Wir vertrauen darauf, Sie dabei an unserer Seite zu wissen, um möglichst viele Menschen über natürliche Gesundheit aufzuklären. Mit diesem Magazin halten Sie auch weiterhin das notwendige Rüstzeug dafür in den Händen.
Es ist uns außerdem ein Anliegen, auf das Leben und Wirken von Dr. Rath zurückzublicken – so, wie es einem großen Wissenschaftler gebührt. In den kommenden Ausgaben der Rath International werden wir uns daher nach und nach seinem umfassenden Lebenswerk widmen. In dieser Ausgabe finden Sie zunächst den Nachruf, der die wichtigsten Stationen seiner bewegten Laufbahn kompakt zusammenfasst. Der Artikel zum Thema „Darmkrebs” greift bereits einen ersten Schwerpunkt seiner Forschung auf. Weitere zentrale Themen seiner Arbeit werden in den nächsten Ausgaben folgen.
Trauer und Tatkraft schließen einander nicht aus. Im Gegenteil: Aus der Trauer erwächst unsere Entschlossenheit, engagiert, kritisch und fundiert weiterzumachen – stets im Sinne der Menschen, für die Dr. Rath sein Leben lang gekämpft hat.
Mit hoffnungsvollen Wünschen
Ihre Redaktion
DIÄT-HYPE
Wer daran verdient – und wie Abnehmen wirklich
gelingt
Abnehmen ist längst ein Milliardengeschäft – und die Nachfrage wächst stetig. Zum einen, weil Übergewicht weltweit zunimmt. Zum anderen, weil soziale Medien ein oft unrealistisches Schlankheitsideal befeuern. Viele Menschen greifen deshalb zu radikalen Diäten, die schnelle Erfolge versprechen, dem Körper langfristig jedoch schaden können. Damit Sie nicht in die Diätfalle tappen, werfen wir einen kritischen Blick auf die Abnehm-Industrie – und zeigen Ihnen, worauf es beim Abnehmen wirklich ankommt.*
Fast Food ist verlockend, praktisch und lecker – doch häufig mit negativen gesundheitlichen Folgen wie Übergewicht und Adipositas verbunden.
Das Geschäft mit dem Abnehmen
Die steigende Zahl übergewichtiger Menschen, der Einfluss der (sozialen)
Medien, das wachsende Gesundheitsbewusstsein und veränderte Lebensgewohnheiten – all das treibt den Abnehm-Boom an. Aus dem Wunsch abzunehmen ist ein globales Milliardengeschäft geworden. Der europäische Markt für Gewichtsverlust und Gewichtsmanagement belief sich 2024 auf rund 88,7 Milliarden US-Dollar und könnte Prognosen zufolge bis 2033 auf rund 192,1 Mrd. US-Dollar wachsen.
Vom Ratgeber über Diät-Pillen bis hin zur OP: Nahezu jeder Schritt des Abnehmens ist inzwischen Teil dieses Geschäfts. Gleichzeitig verlagert sich der Markt zunehmend ins Digitale. Apps und Online-Programme richten sich direkt an Verbraucher, dringen so stärker in unseren Alltag ein und
beeinflussen unser Verhalten durch Produktdesign, Marketingtricks und Versprechen zur Selbstoptimierung. Wie lukrativ das Abnehm-Geschäft ist, zeigen auch Promi-Deals und Werbebudgets: Laut Medienberichten liegen die Gagen von Prominenten teils bei 500.000 bis 3 Millionen US-Dollar. Auch in den Gesamtzahlen werden die Dimensionen des Marktes sichtbar: In den USA gaben kommerzielle Diätanbieter und Hersteller von Adipositas-Medikamenten 2023 zusammen gigantische 882 Millionen US-Dollar allein für die Werbung aus. Hinter diesen Summen steckt allerdings mehr als nur das Versprechen eines schlankeren Körpers.
Der Wunsch, ein normales Körpergewicht zu halten, ist natürlich legitim. Schließlich profitiert auch die Gesundheit davon. Oft rücken jedoch Themen wie sozialer Status, Zugehörigkeit zu
Eliten und die Teilnahme an sozialen Netzwerken in den Vordergrund. Wenn so viel Geld im Spiel ist, gerät der Ausgangspunkt, die nachhaltige Gewichtskontrolle, völlig aus dem Blickfeld. Die Lebensmittelindustrie macht mit XL-Angeboten, die eine Gewichtszunahme nicht nur begünstigen, sondern zur Normalität machen, beste Geschäfte. Die Diätbranche zelebriert hingegen euphorisch die beeindruckenden, aber nur kurzfristigen Erfolge und profitiert doppelt und dreifach von Jo-Jo-Effekten und dem nächsten Neustart in Richtung Wunschfigur.
Gewichtszunahme hat viele Ursachen
Das heutige Lebensmittelangebot begünstigt eine Gewichtszunahme. Hochverarbeitete Produkte enthalten meist viel Zucker und ungünstige Fette. Sie sind so konzipiert,
dass sie besonders gut schmecken und im Gehirn Belohnungsreize auslösen. Dadurch fällt es uns schwer, mit dem Essen aufzuhören – selbst wenn wir eigentlich satt sind.
Hinzu kommt, dass viele dieser industriell hergestellten Produkte Zusatzstoffe enthalten, die unsere natürliche Geschmackswahrnehmung verändern. Das Marketing tut sein Übriges: Extragroße Portionen, Menü-Deals und die strategische Platzierung im Supermarkt oder an der Kasse fördern den übermäßigen Konsum von kalorienreichen, aber nährstoffarmen Lebensmitteln.
Ein schneller Gewichtsanstieg ist aber nicht immer nur eine Frage der Kalorienzufuhr. Ursachen können auch Wassereinlagerungen, hormonelle Veränderungen (z. B. stressbedingte Cortisol-Anstiege), ein gebremster Energieverbrauch nach sehr strengen Diäten, schlechter Schlaf, Grunderkrankungen (z. B. Schilddrüsenunterfunktion) oder die Einnahme bestimmter Medikamente sein. Zu den Medikamentengruppen, die eine Gewichtszunahme begünstigen können, zählen insbesondere Kortikosteroide, bestimmte Antidepressiva, einige Diabetesmedikamente (z. B. Insulin und Sulfonylharnstoffe) sowie einzelne Antiepileptika.
Auch wirtschaftliche Faktoren schlagen sich auf der Waage nieder. Eine gesunde, vitaminreiche Ernährung sowie die Nutzung von Fitnessangeboten erfordern in der Regel Zeit und finanzielle Ressourcen. Für Haushalte mit geringem Einkommen ist dies deutlich schwerer umzusetzen als für einkommensstarke Gruppen.
Die Abnehm-Industrie: Profit statt Prävention? Idealerweise sollte die Diätbranche Menschen dabei unterstützen, ihr Gewicht langfristig in einem gesunden Bereich zu halten und somit das Risiko für Erkrankungen wie Typ2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder bestimmte Krebsarten zu senken. Dafür entscheidend sind eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, alltagstaugliche Routinen und vor allem Aufklärung darüber, was langfristig funktioniert. In der Realität steht jedoch leider oft der Umsatz im Vordergrund.
Viele Angebote der Abnehm-Branche setzen auf Abos, Coachings und personalisierte Ernährungspläne, die schnelle Erfolge versprechen. Das langfristige Halten des Gewichts ist dabei oft zweitrangig. Denn für viele Anbieter ist es am profitabelsten, wenn die Kundschaft möglichst lange zahlt oder immer wieder zurückkehrt.
Hinzu kommt, dass manche Abnehm-Programme gezielt emotionale Trigger nutzen. Statt Gesundheit stehen bei ihnen unrealistische Schönheitsideale und vermeintliche „Traumkörper“ im Mittelpunkt. Das kann den Druck erhöhen, das Selbstwertgefühl belasten und – im schlimmsten Fall – Essstörungen oder psychische Belastungen verstärken.
Gerade bei besonders strengen Diätformen, die als Trend immer wieder auftauchen und online stark präsent sind, lohnt sich ein kritischer Blick. Welche Risiken dahinterstecken können, zeigen wir im Folgenden.
Schnell viel Gewicht verlieren – kann das gutgehen?
Ob Keto, „No Carb“, Saftkur oder Kohlsuppen-Diät – in sozialen Medien und Illustrierten begegnen uns ständig neue Trenddiäten. Viele davon setzen auf radikales Abnehmen. Ihr Versprechen ist fast immer dasselbe: in kurzer Zeit möglichst viel Gewicht zu verlieren. Häufig werden sie so vermarktet, als würden sie bei allen Menschen gleich gut funktionieren. Das ist aber nicht der Fall – auch wenn radikale Diäten kurzfristig tatsächlich Wirkung zeigen können.
Wichtig: Bei einigen Erkrankungen sind strikte Ernährungsvorgaben medizinisch sinnvoll, etwa bei Zöliakie oder Diabetes. Problematisch wird es jedoch, wenn sehr restriktive Diäten über längere Zeit ohne ausreichende Kenntnisse, ohne Plan und ohne fachliche Begleitung umgesetzt werden. Oft folgt auf den Gewichtsverlust dann eine erneute Gewichtszunahme – und möglicherweise auch gesundheitliche Probleme. Davon profitiert letzten Endes auch die Pharmaindustrie. (Tipp: Lesen hierzu auch unseren Artikel „Gefährlicher Hype: Diabetes-Spritze Ozempic“ in Ausgabe 2/2024).
Junge, gesunde Menschen verkraften eine Radikaldiät eher als ältere oder chronisch kranke – vorausgesetzt, sie bleibt eine Ausnahme und dauert nicht länger als zwei bis drei Wochen. Für Menschen mit Adipositas sind die meisten Crash-Diäten dagegen ungeeignet, da sie das Risiko für Mikronährstoffdefizite und Stoffwechselprobleme erhöhen
können. Extreme Crash-Diäten gehen zudem häufig mit Muskelabbau einher. In seltenen Fällen kann davon sogar der Herzmuskel betroffen sein. Kurzum: Die falsche Diät richtet mehr Schaden an, als sie nützt.
Wer eine strenge Diät in Erwägung zieht, sollte deshalb die damit verbundenen Gesundheitsrisiken kennen. Im Folgenden die wichtigsten im Überblick.
Vorsicht vor Nährstofflücken Werden ganze Lebensmittelgruppen vom Speiseplan gestrichen, bei-
spielsweise kohlenhydratreiche Lebensmittel oder tierische Produkte, sinkt nicht nur die Kalorienzufuhr, sondern häufig auch die Zufuhr wichtiger Nährstoffe. Je nach Diät können dann insbesondere Vitamine (z. B. B12, D, Folat), Mineralstoffe und Spurenelemente (z. B. Eisen, Jod, Calcium, Magnesium, Zink) sowie essenzielle Fettsäuren und ausreichend Eiweiß zu kurz kommen.
Bleibt eine solche Unterversorgung länger bestehen, kann sie Müdigkeit und Leistungsabfall begünstigen, das Immunsystem schwächen und
– je nach betroffenem Nährstoff –Blutbildung, Knochen oder Nervensystem beeinträchtigen. Dadurch können Folgeprobleme entstehen, von Anämie bis zu neurologischen Beschwerden.
Stoffwechsel auf Sparflamme
Bei sehr kalorienarmen Diäten reagiert der Körper oft mit einer Art Sparmodus: Er verbraucht weniger Energie, um mit der geringen Kalorienzufuhr auszukommen. Anfangs purzeln die Kilos, langfristig wird das Halten des Gewichts aber oft zur Herausforderung. Mögliche Fol-
ERNÄHRUNGSTREND IM CHECK: Abnehmen mit ketogener Ernährung
Die ketogene Ernährung (kurz: Keto) ist eine sehr kohlenhydratarme Ernährungsform, die viele Menschen zum Abnehmen nutzen. Sie gehört zu den sogenannten Low-Carb-Diäten („low carbohydrate“ = wenige Kohlenhydrate). Bei der Keto-Diät stammen in der Regel nur 5–10 % der täglichen Kalorien aus Kohlenhydraten, 10–20 % aus Eiweiß und 70–80 % aus Fett. Somit macht Fett den größten Anteil der täglichen Energiezufuhr aus.
Was ist erlaubt, was nicht?
Für eine angemessene Fettzufuhr eignen sich bei der Keto-Diät fettreiches Fleisch und Fisch, hochwertige Öle wie Oliven- oder Leinöl sowie Nüsse und Kerne. Eiweiß erhält man vorwiegend aus tierischen Quellen wie Fleisch, Fisch und Eiern. Brot, Nudeln und Kartoffeln stehen dagegen kaum auf dem Speiseplan, da sie viele
Kohlenhydrate enthalten. Auch zuckerreiches Obst und stärkehaltiges Gemüse sind nur in geringen Mengen erlaubt.
Was ist Ketose?
Das Ziel der Keto-Diät ist die sogenannte Ketose. Diese Stoffwechsellage tritt ein, wenn dem Körper über die Nahrung nur sehr wenig Glukose aus Kohlenhydraten zugeführt wird. Dadurch sinken Blutzucker und vor allem der Insulinspiegel. Als Reaktion darauf stellt die Leber die Energieversorgung um: Sie baut Fettsäuren aus Fettreserven und der Nahrung vermehrt ab und bildet daraus Ketonkörper (Beta-Hydroxybutyrat, Acetoacetat und Aceton). Diese gelangen ins Blut und können von vielen Geweben als alternative Energiequelle genutzt werden. Typisch für die Ernäh -
gen sind auch Müdigkeit und Veränderungen im Hormonhaushalt.
Darmflora in Schieflage
Wer Kohlenhydrate und ballaststoffreiche Lebensmittel stark reduziert, riskiert nicht nur Nährstofflücken, sondern auch Verdauungsprobleme. Ballaststoffe sind wichtig, da viele nützliche Darmbakterien davon leben. Bei einer dauerhaft ballaststoffarmen Ernährung kann das empfindliche Ökosystem der Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten. Als Folge können Verstopfung, Blähungen, eine beeinträchtigte Immunabwehr sowie chronische Entzündungsprozesse auftreten.
Hormone reagieren mit
Der Hormonhaushalt reagiert sensibel, wenn dem Körper über einen längeren Zeitraum hinweg zu wenig Energie zugeführt wird oder wenn Fett stark reduziert wird. Bei Frauen kann das den Zyklus durcheinander-
bringen und sich auf die Fruchtbarkeit, den Schlaf und die Stimmung auswirken. Bei Männern, insbesondere bei schlanken, kann ein großes Kaloriendefizit oder eine sehr fettarme Ernährung den Testosteronspiegel senken. Auch die Werte der Schilddrüsenhormone und des Cortisols können sich dadurch verändern. Gleichzeitig gilt aber auch: Eine moderate Kalorienreduktion hat nicht nur Nachteile für den Hormonhaushalt. So kann ein leichter Gewichtsverlust die Empfindlichkeit gegenüber dem Hormon Insulin verbessern und Entzündungsprozesse im Körper senken. Wie stark diese positiven Effekte ausfallen, hängt von Dauer und Intensität der Kalorienreduktion sowie von individuellen Faktoren wie Stoffwechsel und Hormonstatus ab.
Muskelmasse geht verloren Wenn bei einer stark reduzierten Kalorienzufuhr gleichzeitig zu we-
rungsketose sind daher erhöhte Konzentrationen von Ketonkörpern im Blut.
Welche Risiken gibt es?
Grundsätzlich gilt: Je strenger eine Diät ist, desto größer ist das Risiko für Versorgungslücken, da die Auswahl an Lebensmitteln stark eingeschränkt ist. Durch den Verzicht auf Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte sowie viele Obst- und Gemüsesorten kann bei der Keto-Diät z. B. die Zufuhr von B-Vitaminen, Vitamin C sowie den Mineralstoffen Magnesium und Kalium zu kurz kommen. Das ist insbesondere für Menschen mit starkem Übergewicht problematisch, da sie aufgrund langjähriger ungünstiger Ernährungsgewohnheiten häufig bereits Mikronährstoffdefizite aufweisen, die durch eine sehr restriktive Ernährung noch verstärkt werden können.
nig Eiweiß aufgenommen wird und wichtige Nährstoffe fehlen, baut der Körper Muskelmasse ab – besonders ohne regelmäßiges Krafttraining. Dadurch sinken auf Dauer Muskelkraft und -funktion. Gerade im höheren Alter oder bei einem überwiegend sitzenden Lebensstil kann Muskelabbau zum Problem werden – auch mit Blick auf die Knochengesundheit.
Wenn Essen zum Stress wird Restriktive Diäten können die Psyche belasten – etwa durch ständiges Grübeln über Essen, Schuldund Schamgefühle oder das Gefühl, „versagt“ zu haben. Bei manchen Menschen können sie Essanfälle begünstigen oder essgestörtes Verhalten verstärken. Wenn jede Mahlzeit zur Prüfung wird, leiden oft auch Alltag, soziale Kontakte und Lebensqualität.
Wie bei vielen Diäten kann auch bei Keto neben Körperfett Muskelmasse verloren gehen – vor allem dann, wenn insgesamt sehr wenig gegessen wird, zu wenig Eiweiß aufgenommen wird oder kein Krafttraining betrieben wird.
Hinzu kommt, dass die Keto-Diät kaum alltagstauglich ist. Zwar sinkt das Gewicht zu Beginn meist schnell, weil der Körper nicht nur Fett, sondern auch viel Wasser verliert. Für nachhaltiges Abnehmen ist jedoch nicht der kurzfristige Gewichtsverlust entscheidend, sondern eine dauerhafte Reduzierung der Kalorienzufuhr. Das schaffen viele Abnehmwillige mit Keto nicht.
Was wirklich hilft
Wer abnehmen möchte, sollte wissen, wie der eigene Körper funktioniert: Bei einer Diät sinkt der Energieverbrauch – zum einen, weil der Körper leichter wird, zum anderen durch eine metabolische Anpassung. Gleichzeitig verändern sich Hunger- und Sättigungssignale, sodass der Appetit häufig zunimmt. Dadurch wird es schwerer, das Gewicht zu halten. Die eigentliche Herausforderung beginnt deshalb oft erst nach der Diät. Damit das Gewicht stabil bleibt, lohnt es sich also, frühzeitig gute Bedingungen zu schaffen – mit gesunden Routinen, ausreichend Schlaf, gutem Stressmanagement, regelmäßiger Bewegung und einer Ernährung, die satt macht und gleichzeitig alle wichtigen Nährstoffe liefert.
In der Praxis ist das für viele jedoch leichter gesagt als getan. Zwischen Arbeit und Familie bleibt eine ge-
sunde Lebensweise oft auf der Strecke. Zudem ist der Alltag vieler Menschen von langem Sitzen geprägt. Kein Wunder, dass dann schnell ein paar Kilo mehr auf der Waage erscheinen und sich hartnäckig halten. Umso wichtiger ist es deshalb, Bewegung und eine ausgewogene Ernährung so zu gestalten, dass sie sich realistisch in den Alltag integrieren lassen.
Es muss nicht gleich ein Marathon sein. Schon ein 20- bis 30-minütiger Spaziergang pro Tag in zügigem Tempo kann helfen, das Gewicht langfristig zu stabilisieren. Auch beim Essen gilt: Viele erreichen ihr Wunschgewicht leichter, wenn sie sich nicht an ein allzu strenges Programm halten müssen. Alltagstauglich – und mit nachgewiesenem gesundheitlichen Nutzen – ist zum Beispiel die mediterrane Ernährung. Sie orientiert sich an traditionellen Essgewohnheiten aus dem Mittelmeerraum und setzt vor allem auf pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Kräuter, Obst, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte.
Eine weitere Möglichkeit, relativ stressfrei abzunehmen, ist das intermittierende Fasten. Dabei geht es weniger darum, welche Lebensmittel „erlaubt” sind, sondern wann gegessen wird. Die Mahlzeiten werden in bestimmten Zeitfenstern oder an ausgewählten Tagen eingenommen, dazwischen werden Esspausen eingehalten. Wichtig ist natürlich auch hier, dass die Mahlzeiten ausgewogen und nährstoffreich sind.
Nicht zuletzt hilft ein nüchterner Blick auf den Abnehm-Markt, um sich nicht von immer neuen Diättrends stressen zu lassen. Wer versteht, wie die Diätbranche von Schönheitsnormen und Unsicherheiten profitiert, kann bessere Entscheidungen treffen. Nicht alle Angebote, die einen schlanken Körper versprechen, haben unsere Gesundheit im Blick. Nachhaltige Veränderungen entstehen selten durch den neuesten Hype, sondern durch realistische Strategien, die im Alltag funktionieren.
Referenzen
Market Data Forecast (Okt. 2025): Europe Weight Loss and Diet Management Market Report. Abgerufen am 04.02.2026 von: https://www.marketdataforecast.com/ market-reports/europe-weight-loss-anddiet-management-market
Marketdata Enterprises, Inc. (04.03.2024): U.S. Weight Loss Market Now Worth $90 Billion, Obesity Drug Sales Soar. Abgerufen am 04.02.2026 von: https:// www.marketdataforecast.com/marketreports/europe-weight-loss-and-dietmanagement-market
ABC News (09.05.2012): Gaining, Losing Weight Means Big Paydays for Celebs. Abgerufen am 04.02.2026 von: https:// abcnews.go.com/Entertainment/gaininglosing-weight-means-big-paydays-celebs/ story?id=16314049
Gerlach, S. (Dr.) / diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe (Stand: 02.06.2015): Positionspapier: Soziale Ungleichheiten und Diabetes Typ 2. PDF. Abgerufen am 04.02.2026 von: https://www.diabetesde. org/system/files/documents/fileadmin/ users/Patientenseite/PDFs_und_TEXTE/ Stellungnahmen_Positionspapiere/2015/ Positionspapier_diabetesDE_Soziale_ Ungleichheiten_und_Diabetes_ Typ_2_2.06.2015.pdf
* Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Dr. Aleksandra Niedzwiecki, der Leiterin des Dr. Rath Forschungsinstituts.
DARMKREBS
So beeinflusst die Ernährung den Verdauungstrakt
Obwohl Darmkrebs zu den häufigsten Krebsarten zählt, lässt sich das Risiko dafür durch präventive Maßnahmen vergleichsweise gut beeinflussen. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Neuerkrankungen sogar leicht zurückgegangen – ein Hinweis darauf, wie wichtig Früherkennung und ein gesundheitsbewusster Lebensstil sind. Eine ausgewogene Ernährung, Bewegung, Gewichtsregulation sowie der
Was ist Darmkrebs?
Darmkrebs bezeichnet bösartige Tumoren im Dickdarm oder Mastdarm, die entstehen, wenn sich Zellen der Darmschleimhaut unkontrolliert vermehren. Medizinisch spricht man je nach Lokalisation von einem Kolonkarzinom (Dickdarmkrebs) oder Rektumkarzinom
Verzicht auf Alkohol und Nikotin wirken sich direkt auf das Darmkrebsrisiko aus. Zusätzlich ist eine ergänzende Versorgung mit essenziellen Mikronährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren und sekundären Pflanzenstoffen bedeutsam. Welche Mikronährstoffe für die Darmkrebsvorsorge besonders relevant sind und worauf es bei einer darmkrebspräventiven Ernährung ankommt, erfahren Sie hier.
(Mastdarmkrebs); zusammen werden beide als kolorektales Karzinom bezeichnet. Tumoren im Dünndarm sind dagegen deutlich seltener.
Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Europa – aber es gibt eine hoffnungsvolle Nachricht: Durch eine gesunde Lebensweise und regel-
mäßige Vorsorgeuntersuchungen, bei denen Vorstufen frühzeitig entdeckt werden können, lassen sich viele Fälle verhindern. Die meisten Tumoren im Dick- und Enddarm entstehen aus Polypen (gutartigen Schleimhautwucherungen), von denen ein Teil über Jahre bösartig werden kann. Bei einer Darmspiegelung lassen sie sich in der Regel rechtzeitig erkennen und entfernen. So kann Darmkrebs in etwa acht von zehn Fällen verhindert werden – mehr als bei vielen anderen Krebsarten. Zu den Nebenwirkungen beziehungsweise Gefahren und Begleiterscheinungen der Eingriffe zählen eine bis zu vierwöchige Erholungszeit des Mikrobioms sowie die Gefahr einer Verletzung oder sogar Punktierung der Darmschleimhaut.
Wie entsteht Darmkrebs?
Die Innenwand des Darms ist von einer Schleimhaut bedeckt, die sich ständig erneuert: Alte Zellen werden abgestoßen und durch neue ersetzt. Doch bei jeder Zellteilung können Fehler in der Erbinformation (DNA) entstehen, Mutationen (Zellentartungen) treten auf.
Werden Darmschleimhautzellen über längere Zeit wiederholt ungünstigen Einflüssen ausgesetzt – zum Beispiel Giftstoffen aus Tabakrauch oder Alkohol –, kann dies das Risiko erhöhen, dass Mutationen entstehen oder bestehen bleiben. Gleichzeitig können durch diese Belastungen chronische Entzündungsprozesse in der Darmschleimhaut gefördert werden. Dabei entstehen
vermehrt reaktive Sauerstoffverbindungen („oxidativer Stress“), die DNA-Schäden begünstigen können. In der Regel kann der Körper DNAFehler ausbessern oder entartete, defekte Zellen entfernen. Gelingt das nicht vollständig und bleiben mutierte Zellen unentdeckt, können sie sich unkontrolliert vermehren. Oft beginnt dieser Prozess mit Polypen, aus denen sich in manchen Fällen nach Jahren Darmkrebs entwickeln kann.
Damit Tumorzellen aus der Schleimhaut in tiefere Schichten des Darms vordringen können, müssen sie sich nicht nur unkontrolliert teilen, sondern auch im Gewebe Platz schaffen. Normalerweise sind Darmzellen in ein stabiles Gerüst aus Bindegewebe und extrazellulärer Matrix
Modell des Dickdarms mit Tumoren.
eingebettet, das die Struktur der Darmwand stabilisiert. Sowohl die Tumorzellen als auch die Zellen des umliegenden Gewebes produzieren jedoch Enzyme, die dieses Gerüst abbauen. Dadurch wird das Gewebe lockerer und die Krebszellen können sich leichter ausbreiten.
Besonders gefährlich wird es, wenn die Tumorzellen in Lymph- oder Blutgefäße gelangen. So können sie in andere Organe gelangen und dort Metastasen bilden.
Welche Symptome können bei Darmkrebs auftreten?
Darmtumoren entwickeln sich meist über viele Jahre hinweg und verursachen anfangs oft keine Beschwerden. Mögliche erste Anzeichen sind Blut im Stuhl, Schleimbeimengungen, veränderte Stuhlgewohnheiten (z. B. Durchfall, Verstopfung oder beides im Wechsel), krampfartige Bauchschmerzen oder häufiger Stuhldrang. Treten solche Symptome auf, ist es sinnvoll, eine hausärztliche Praxis aufzusuchen. Oft stecken auch harmlosere Ursachen dahinter, die sich so abklären lassen. Auch ein auffälliger Befund aus einer Vorsorgeuntersuchung ist ein Grund für eine genauere ärztliche Abklärung.
Erst im fortgeschrittenen Stadium macht sich Darmkrebs durch Müdigkeit und Blässe bemerkbar. Hinzu können Blutverlust, Schwäche, Leistungsabfall und ungewollter Gewichtsverlust kommen. Manchmal fallen auch tastbare Veränderungen im Bauchraum oder vergrößerte Lymphknoten auf. Zur Sicherung der Diagnose „Darmkrebs” veranlasst der Arzt je nach Verdacht verschiedene Untersuchungen, wie beispielsweise einen Ultraschall des Bauchraums, eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) sowie Bluttests.
Darmkrebsvorsorge durch einen gesunden Lebensstil
Ein gesunder Lebensstil stärkt die Funktion des Verdauungssystems und senkt das Risiko für Darmkrebs.
Übergewicht, Rauchen und ein hoher Alkoholkonsum hingegen erhöht das Erkrankungsrisiko. Studien aus der Naturheilforschung zeigen außerdem, dass ein langfristiger Mangel bestimmter Mikronährstoffe – etwa Folsäure, Vitamin C, B-Vitamine und Zink – die DNA in den Körperzellen schädigt und so die Entstehung von Krebs begünstigt. Fehlen diese Vitalstoffe, können Erbsubstanzstränge auseinanderbrechen, was zu Mutationen und letztlich zu krankhaften Zellveränderungen führt.
Neben regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen kann jeder durch bewusste Ernährung und einen gesunden Lebensstil aktiv seine Darmgesundheit unterstützen. Empfehlenswert ist neben regelmäßiger körperlicher Aktivität eine ausgewogene, überwiegend pflanzliche Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen. Sie liefert Ballaststoffe sowie zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die die Darmfunktion unterstützen und entzündliche Prozesse im Körper günstig beeinflussen. Ungünstig wirken sich hingegen stark verarbeitete Lebensmittel, Transfette, Fast Food sowie große Mengen an rotem und verarbeitetem Fleisch aus. (Tipp: Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel „Magen und Darm in Aufruhr“ in Ausgabe 4/2024.)
Pflanzenbetont und ballaststoffreich essen
Pflanzliche Eiweiß-Lieferanten sind bei diagnostiziertem Darmkrebs oder zur Prävention besser geeignet als eine stark verarbeitete oder sehr fleischbetonte Kost. Als Orientierung gelten drei bis fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag. Entscheidend für den Darm ist vor allem die Ballaststoffzufuhr: Ballaststoffe erhöhen das Stuhlvolumen, fördern die Darmbewegung und unterstützen eine gesunde Darmflora. So trägt eine ballaststoffreiche Ernährung dazu bei, dass die Darmschleimhaut intakt bleibt und Reizstoffe schneller ausgeschieden werden.
Ballaststoffe stecken besonders in Hülsenfrüchten, Nüssen, Saaten und Vollkornprodukten – diese Lebensmittel sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Gut geeignete Gemüsesorten sind zum Beispiel Karotten, Blattsalate, Sellerie, Zucchini, Rote Bete, Blumenkohl und Fenchel.
Im Rahmen einer vielseitigen Vollwertkost sind außerdem pflanzenbetonte Lebensmittel mit vielen sekundären Pflanzenstoffen sinnvoll, weil sie entzündungshemmende Prozesse im Darm unterstützen. Dazu zählen unter anderem Mangold, Spinat, Tomaten, Beeren, Zitrusfrüchte, Saaten, Kürbis, Süßkartoffeln, Rotkohl und Chili.
Omega 3: natürlicher Entzündungshemmer
Omega-3-Fettsäuren können Entzündungen im Körper abschwächen. Das ist wichtig, da dauerhafte Entzündungen Zellen stark belasten und langfristig Krankheiten hervorrufen, wie beispielsweise Krebs. In großen Beobachtungsstudien war ein höherer Fischverzehr mit einem geringeren Risiko für Darmkrebs verbunden. So hatten Personen, die mehr als drei fetthaltige Fischportionen pro Woche verzehrten, ein rund 12 % niedrigeres Risiko als Menschen, die weniger als eine Portion pro Woche aßen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, den Verzehr von Fleisch und Wurst auf maximal 300 Gramm pro Woche zu begrenzen. Fisch sollte ein bis zwei Mal pro Woche auf dem Speiseplan stehen. Als rein pflanzliche Quellen für eine nachhaltige Versorgung mit Omega3-Fettsäuren stehen verschiedene Algenkulturen zur Verfügung.
Teegenuss mit Mehrwert
Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser und Tee ist für den Organismus von Vorteil. Etwa zwei Liter pro Tag unterstützen die Stoffwechselprozesse und die Ausscheidung von Stoffwechsel-Endprodukten. Grüner Tee ist besonders reich an antioxidativen Inhaltsstoffen. Er enthält unter anderem Catechine, die für ihre entzündungs- und krebshemmenden Eigenschaften bekannt sind.
Gesundes Fett
Hochwertige pflanzliche Öle können die Ernährung von DarmkrebsPatienten sinnvoll bereichern. Besonders Öle mit einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren, wie Oliven-, Raps- oder Leinöl, unterstützen entzündungsregulierende Prozesse im Körper und liefern
Rotes Fleisch und insbesondere verarbeitetes Fleisch, also Wurst, Schinken oder Bacon, sollten nur selten auf den Teller kommen. In Studien wurde ein täglicher Verzehr von 50 Gramm verarbeitetem Fleisch mit einem um rund 18 % höheren Risiko für Darmkrebs in Verbindung gebracht.
Die mediterrane Ernährung gilt als eine der gesündesten Ernährungsformen weltweit und kann einen wichtigen Beitrag zur Krebsprävention leisten.
gut verträgliche Energie. Lein- und Rapsöl enthalten zudem die pflanzliche Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure.
Tierische Fette wie Butter oder fettreicher Käse können – je nach individueller Verträglichkeit – in moderaten Mengen Bestandteil der Ernährung sein, sollten jedoch nicht die Hauptfettquelle darstellen. Während der Therapie und in der Erholungsphase nach einer Operation ist eine ausreichende Energie- und Eiweißzufuhr besonders wichtig. Ungewollter Gewichtsverlust sollte möglichst vermieden werden, um Muskelmasse, Kraft und allgemeine Belastbarkeit zu erhalten.
Darmkrebs bedeutet eine extreme Belastung für den Körper. Die Behandlungen der konventionellen Medizin zur Krebsbekämpfung, wie beispielsweise Strahlen- und Chemotherapie, erhöhen den Kalorienbedarf. Meist wird auch der Geschmacksinn in Mitleidenschaft gezogen. In der Folge essen die Patienten weniger, da sie keinen Appetit verspüren. Für die Rekonvaleszenz ist eine ausreichende Versorgung mit energiespendender Kost jedoch essenziell. Dabei spielen Fette eine bedeutende Rolle. Eine Mischung aus Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten, Vitaminen und Spurenelementen in der richtigen Zusammensetzung stabilisiert und gibt Kraft in dieser zehrenden Lebenskrise.
Die mediterrane Ernährung zeichnet sich durch den Verzehr von viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und aromatischen Kräutern aus. Ergänzt wird diese Ernährung durch Fisch, etwas Geflügel und hochwertige Öle. Diese Kombination liefert viele Ballaststoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe und unterstützt somit den Verdauungstrakt und das Herz-Kreislauf-System. Kaltgepresstes Olivenöl enthält wertvolle ungesättigte Fettsäuren und Vitamin E, ein starkes Antioxidans. Spurenelemente wie Zink, Selen oder Jod sind kleine, aber entscheidende Helfer, da sie an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt und für ein reibungslos funktionierendes Organsystem wichtig sind.
( Wichtig: Bei einer Krebserkrankung sollte die Ernährung immer an die individuelle Situation angepasst werden. Deshalb ist es sinnvoll, den persönlichen Ernährungsplan mit dem Behandlungsteam – idealerweise inklusive Ernährungsberatung – abzustimmen.)
In Bewegung kommen
Bewegung bringt bekanntlich zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Regelmäßiges Ausdauertraining unterstützt Herz, Kreislauf und Stoffwechsel. Körperliche
Fitmacher: Mediterrane Küche
Aktivität wirkt sich zudem positiv auf das Immunsystem aus und kann entzündungshemmende Prozesse im Körper fördern. Auch die Verdauung wird angeregt, was sich günstig auf die Darmgesundheit auswirken kann.
Zudem hebt Sport nachweislich die Stimmung – unter anderem durch die Ausschüttung von Endorphinen – und hilft beim Stressabbau. Psychisches Wohlbefinden und körperliche Aktivität tragen gemeinsam zu einer guten allgemeinen Gesundheit bei.
Auch zur Krebsprävention ist Bewegung geeignet: Studien zeigen, dass regelmäßige Aktivität das Risiko für Darmkrebs senkt. Es
müssen keine intensiven Trainingseinheiten sein. Bereits moderate Aktivität, wie etwa zügiges Gehen über rund 30 Minuten, kann positive Effekte haben. Auch längere Spaziergänge oder andere alltagstaugliche Bewegungsformen, die Freude bereiten, fördern die Gesundheit nachhaltig.
Darmkrebsvorsorge mit Mikronährstoffen
Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe bilden die Grundlage für eine funktionierende körpereigene Abwehr und gesunde Mitochondrien, die Energiezentralen in den Zellen unseres Körpers. Da der Mensch
viele dieser Zell-Vitalstoffe nicht selbst in ausreichender Menge produzieren kann, müssen sie über die Nahrung zugeführt werden. Bei Darmkrebs ist wie bei vielen anderen chronischen Krankheiten der Bedarf erhöht. Zugleich liefert die Ernährung oft nicht genügend Nährstoffe. In solchen Fällen hilft eine gezielte Supplementierung, Defizite auszugleichen und den Körper optimal zu unterstützen.
Bei Darmkrebs ist es sinnvoll, die Werte von Vitamin B12 und Folat (Vitamin B9) im Blick zu behalten, insbesondere nach Operationen, bei denen der letzte Abschnitt des Dünndarms betroffen ist, oder bei einer dauerhaften Darmentzündung. Folat wird vor allem im
Mit seinen Erkenntnissen zur natürlichen Vorbeugung und Behandlung vieler Volkskrankheiten begeisterte Dr. Rath zahlreiche Menschen.
vorderen Teil des Dünndarms aufgenommen, Vitamin B12 dagegen hauptsächlich im letzten Teil des Dünndarms kurz vor Beginn des Dickdarms. Wurde aus diesem Bereich ein Stück Darm entfernt oder ist die Schleimhaut dauerhaft entzündet, kann der Körper diese Vitamine schlechter aufnehmen. Dann kann es zu einem Mangel kommen. Vitamin B12 ist vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten enthalten. Bei veganer Ernährung kann deshalb ebenfalls ein Mangel entstehen. In solchen Fällen muss eine gezielte Ergänzung ins Auge gefasst werden.
Zur Unterstützung der Darmkrebsvorsorge sind noch weitere Mikronährstoffe wichtig. Vitamin D zum Beispiel unterstützt auch die Darmgesundheit und senkt das Risiko für Darmkrebs. Vitamin C und Vitamin E schützen die Zellen vor schädlichen freien Radikalen. Auch sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole tragen dazu bei, die Darmschleimhaut vor oxidativem Stress zu bewahren. Sie regulieren außerdem entzündliche Prozesse, die langfristig das Krebsrisiko erhöhen können. Spurenelemente wie Kupfer, Mangan und Selen stärken die Stabilität des Bindegewebes und unterstützen antioxidative Enzyme, die die Zellen schützen. Zwei Aminosäuren ergänzen diesen Schutz besonders effektiv und gehören unbedingt zur natürlichen Darmkrebsprophylaxe: Lysin und Prolin
Gesundes Kollagen:
Der Schlüssel zur Prävention von Krebs
Dr. Matthias Rath hat nicht nur unzählige Studien und Artikel zur natürlichen Krebseindämmung veröffentlicht, sondern mit seinem Buch „Krebs – Das Ende einer Volkskrankheit“ auch ein Werk geschaffen, das die Bedeutung von Mikronährstoffen in diesem Bereich besonders anschaulich und verständlich erklärt. Wer dieses Buch liest, erkennt sofort, warum Mikronährstoffe, insbesondere Vitamin C, Lysin und Prolin, im Kampf gegen Krebs so wichtig sind.
Lysin und Prolin tragen maßgeblich zum Aufbau und zur Stabilität des Bindegewebes bei. Dieses wirkt wie
Die Aminosäuren Prolin und Lysin sind Bausteine von Kollagen
Kollagenmolekül
1. Vitamin C: Kontrolliert Kollagenproduktion im Nukleus
2. Prolin: Bestandteil von Kollagen, oftmals unzureichend im Körper produziert
3. Lysin: Bestandteil von Kollagen, wird ausschließlich über die Nahrung zugeführt
4. Vitamin C : Bildet OH (Hydroxylgruppe), die für das Zusammenführen der Kollagenstränge benötigt wird, die das Kollagen stabilisieren.
ein biologisches Schutzschild und kann so die Ausbreitung von Tumoren verlangsamen. Entscheidend dafür ist die optimale Produktion von Kollagen und anderen Strukturproteinen, die das Bindegewebe stabilisieren, sowie die Verhinderung seines unkontrollierten Abbaus. Genau hier setzt das Zusammenspiel von Lysin, Prolin und Vitamin C an:
• Vitamin C steuert die Kollagenbildung in der „Software” der Zellen. Die neu gebildeten Kollagenstränge, die sich wie ein gewundenes Seil umeinander schlingen, benötigen darüber hinaus dieses Vitamin, um eine optimale Stabilität zu erreichen. Vitamin C fördert die Bildung von chemischen „Brücken” zwischen den einzelnen Kollagenfasern, welche der gesamten Struktur Festigkeit verleihen.
• Lysin schützt das Bindegewebe, indem es den bei Krebs häufig verstärkten enzymatischen Abbau von Kollagen hemmt. Gleichzeitig ist diese Aminosäure ein essenzieller Baustein von Kollagen im Körper.
• Prolin ist ebenfalls ein zentraler Kollagenbaustein. Im Gegensatz zu Lysin kann der Körper Prolin zwar selbst herstellen, jedoch nur in begrenztem Umfang. Bei chronischen Erkrankungen wie Krebs, die mit einem langfristigen Abbau von Kollagen einhergehen, reicht die körpereigene
Produktion oft nicht aus. Das kann zu einem Prolin-Mangel führen, wodurch die Stabilität des Bindegewebes geschwächt und das Fortschreiten der Krankheit begünstigt wird.
Erforscht: Anti-Tumor-Effekt auf Darmkrebszellen
Dr. Rath und sein Forscherteam haben in zahlreichen wissenschaftlichen Studien dokumentiert, dass eine Kombination aus Mikronährstoffen, darunter Vitamin C, Lysin, Prolin und Grüntee-Extrakt,
Wie sich Tumoren entwickeln
Leberzelle:
• gesunde Zellen (braun)
• Krebszellen (grün)
In Krebszellen wird die „Software“ im Zellkern derart verändert, dass sie diese Zelle „unsterblich” macht.
Krebszellen:
• multiplizieren sich und
• produzieren kollagenverdauende Enzyme - beides ungehemmt und immerfort
die Ausbreitung von Krebszellen stoppt und das Tumorwachstum hemmt. Darüber hinaus konnte nachgewiesen werden, dass durch die Mikronährstoff-Kombination Krebszellen selektiv eliminiert werden, ohne die gesunden Zellen zu schädigen.
Die Forscher am Dr. Rath Forschungsinstitut haben die Wirksamkeit dieser MikronährstoffKombination auch gegen Darmkrebszellen untersucht. Die Experimente mit Zellen und Gewebe (in vitro) sowie am lebenden Organismus (in vivo) haben bewiesen, dass die Ausbreitung der Krebszellen mithilfe der Mikronährstoffe vollständig zum Stillstand gebracht wurde (100%-ige Hemmung der Invasion).
Die ergänzende Zufuhr der Mikronährstoff-Kombination über die Nahrung führte bei Mäusen zu einer signifikanten Hemmung der Tumorentwicklung. Im Vergleich zu den Versuchstieren der Kontrollgruppe ohne Nahrungsergänzung durch Mikronährstoffe entwickelten sie Tumore, die bis zu 63 % kleiner waren. Auch die Blutversorgung der Tumoren, die eine Voraussetzung für deren weiteres Wachstum ist, war deutlich reduziert.
Hier nutzen einzelne Krebszellen eines Lebertumors kollagenverdauende Enzyme, um sich ihren Weg durch das umgebende Bindegewebe zu bahnen und sich auszubreiten.
Das Buch „Krebs – Das Ende einer Volkskrankheit“ können Sie direkt hier bestellen >>
Fazit: Darmkrebs ist leider weiterhin eine Volkskrankheit, stellt für viele Betroffene heute jedoch kein Todesurteil mehr dar. Dazu tragen eine verbesserte Früherkennung und Vorsorge sowie die kontinuierlichen Fortschritte in der Krebsforschung bei. Letztere erweitern das wissenschaftliche Verständnis darüber, welchen Einfluss Ernährung und die Versorgung mit Mikronährstoffen auf Gesundheit, Immunsystem und Regeneration haben.
Vor diesem Hintergrund müssen wissenschaftlich fundiert zusammengestellte Mikronährstoff-Kombinationen als begleitende Maßnahme im Rahmen einer Darmkrebsbehandlung in Betracht gezogen werden. Sie ersetzen keine ärztliche Betreuung, helfen jedoch, Versorgungslücken zu schließen und den Körper in belastenden Phasen zu unterstützen.
Auch präventiv ist eine gezielte Supplementierung eine Option sein – etwa für Menschen, die ihre Nährstoffversorgung bewusst optimieren oder einen besonders schonenden, natürlichen Ansatz bevorzugen.
Leicht verständlich und informativ: „Krebs – Das Ende einer Volkskrankheit“ von Dr. Matthias Rath.
Referenzen
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Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). (o. D.) Fleisch und Wurst – weniger ist mehr. Abgerufen am 11.02.2026 von https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/gut-essen-undtrinken/dge-empfehlungen/fleisch-und-wurst/
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M. W. Roomi et al. In vivo antitumor effect of ascorbic acid, lysine, prolin and green tea extract on human colon cancer cell HCT 116 xenografts in nude mice: Evaluation of tumor growth and immunohistochmistry. Oncol Rep. 2005 Mar;13(3):421-5. https://www.drrathresearch.org/attachments/Cancer/Colon% 20Cancer/165_oncology_rep_2005_12-3.pdf
Die Welt hat einen
visionären Wissenschaftler verloren
Dr. Matthias Rath war ein deutscher Wissenschaftler, Arzt, Unternehmer und international aktiver politischer Aktivist. Sein langjähriges Wirken war geprägt von dem Bestreben, durch seine einzigartigen wissenschaftlichen Entdeckungen und unermüdliche Aufklärungsarbeit neue Wege in der natürlichen Gesundheitsvorsorge zu eröffnen. Er verstarb am 17. Januar 2026.
Dr. Rath wurde 1955 als Sohn eines Bio-Landwirts geboren und studierte Medizin. Als sein Vater im letzten Studienjahr an einem Herzinfarkt starb, wuchs in ihm der Wunsch, ähnliche Schicksale in Zukunft zu verhindern.
In den 1980er Jahren engagierte sich Dr. Rath in der studentischen Friedensbewegung. In dieser Zeit lernte er den zweifachen Nobelpreisträger Linus Pauling kennen – eine Begegnung, die ihm den Weg zur weiteren Forschung am Linus Pauling Institute eröffnete. 1989 veröffentlichte Dr. Rath seine erste wissenschaftliche Arbeit über Lipoprotein(a) und dessen Rolle bei der Atherosklerose. Damit war ein entscheidender Schritt zu seiner späteren Entdeckung getan, dass Vitamin C Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und bekämpfen kann. Linus Pauling unterstützte diese neue Erkenntnis uneingeschränkt und sah in Dr. Rath seinen Nachfolger.
Schon bald zeigte sich, dass Dr. Raths Entdeckung eine völlig neue Sicht auf die Ursache von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eröffnete. Schnell wurde sie auch auf andere Gesundheitsbereiche übertragen. Dr. Rath war der erste Mediziner, der Gesundheit und Krankheit nicht auf Organebene, sondern auf Zellebene betrachtete und dabei die Bedeutung von Mikronährstoffen hervorhob. Mit der von ihm begründeten Zellular Medizin leitete er eine neue Ära wissenschaftlich fundierter, natürlicher Gesundheitsansätze ein.
Anfang der 1990er Jahre ließ Dr. Rath die ersten Mikronährstofftherapien zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen patentieren und machte sich auf die Suche nach Partnern. In dieser Phase gewann er Einblicke in die wirtschaftlichen Interessen großer Pharmaunternehmen. Zwar stießen seine Erkenntnisse in Gesprächen mit Forschenden aus der Branche auf Zustimmung. Eine Zusammenarbeit wurde jedoch mit Verweis auf mögliche Auswirkungen auf das bestehende Geschäft mit Herz-Kreislauf-Medikamenten abgelehnt. In den folgenden Jahren positionierte sich Dr. Rath zunehmend als kritische Stimme gegenüber der Pharmaindustrie. In Chemnitz deckte er ihre problematischen Strukturen auf und hinterfragte ihren Einfluss auf die globalen Gesundheitssysteme. Mit der
Gründung seines eigenen Unternehmens im Jahr 1998 und dem Aufbau eines unabhängigen, aus eigenen Mitteln finanzierten Forschungsinstituts waren die entscheidenden Voraussetzungen geschaffen, die den weiteren Kurs von Dr. Rath prägen sollten.
Die Einnahmen aus dem Verkauf von Nahrungsergänzungsmitteln setze Dr. Rath für die Finanzierung wissenschaftlicher Forschung und öffentlicher Aufklärung ein. So konnten Menschen weltweit Zugang zu Informationen und den Vorteilen von Mikronährstoffen erhalten. In seinen Büchern, darunter „Warum kennen Tiere keinen Herzinfarkt … aber wir Menschen“, erklärte Dr. Rath komplexe medizinische Zusammenhänge verständlich und praxisnah. Gleichzeitig stieß er mit seinen Positionen immer wieder auf deutlichen Gegenwind, was ihn in seinem Kurs eher bestärkte als bremste.
Auch juristisch setzte sich Dr. Rath immer wieder mit Kritikern auseinander. Umfangreiche Prozessakten aus mehreren Gerichtsverfahren zeigen, dass seine Argumentation auf soliden wissenschaftlichen Grundlagen beruhte. In einem Verfahren betonte der Richter ausdrücklich, dass Dr. Rath eine Pionierrolle bei der Erforschung alternativer Ansätze zur Krebsbehandlung einnehme. Er würdigte sein Vorgehen in diesem Zusammenhang als „ehrenwert“.
Die Entdeckungen von Dr. Rath sowie seine Forschung zu natürlichen Gesundheitsansätzen wurden weltweit von namhaften Wissenschaftlern, Ärzten und Politikern gewürdigt.
Sie alle erkannten darin die Grundlage für ein neues, auf Prävention ausgerichtetes Gesundheitssystem, das in erster Linie den Menschen dient und nicht kommerziellen Interessen folgt.
Dr. Raths humanistisches Selbstverständnis ging mit einem großen Verantwortungsgefühl einher. Er wollte Menschen ermutigen, Gesundheit besser zu verstehen und mithilfe der Zellular Medizin selbstständig Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen. Aus diesem Geist heraus entstand in den vergangenen Jahren auch die weltweite Initiative „Movement of Life“, die die Überzeugung vertritt, dass „Gesundheit für alle“ möglich ist.
Mit Dr. Matthias Rath verliert die Welt einen Arzt und Wissenschaftler mit großer Leidenschaft. Seine Vision lebt in unserer Organisation weiter – und in all jenen, die seine Werte geteilt und unterstützt haben.
STIMMEN DES GEDENKENS
In den Tagen und Wochen nach dem Tod von Dr. Rath haben uns zahlreiche E-Mails und Briefe erreicht. Viele langjährige Wegbegleiter, Berater und Kunden haben darin ihre Anteilnahme zum Ausdruck gebracht und geschildert, wie sehr sie von seinen wissenschaftlichen Erkenntnissen profitiert haben.
Nachfolgend finden Sie eine kleine Auswahl dieser bewegenden Nachrichten.* Sie spiegeln die große Dankbarkeit für Dr. Raths Wirken und die zahlreichen persönlichen positiven Erfahrungen mit der Zellular-Medizin wider. Zugleich zeigen sie, wie nachhaltig seine Arbeit im Leben vieler Menschen nachwirkt.
Uns allen ist er ein Begriff: Dr. Matthias Rath, ein Mensch, der im Interesse und Dienst unserer Gesundheit gelebt und gewirkt hat. Sein Kampf für ein neues, besseres Gesundheitswesen war unumstritten, viel Gegenwind und Anfeindungen hat er dafür in Kauf nehmen müssen. Es war sein Lebenswerk. Nun hat sich Dr. Rath von dieser Welt verabschieden müssen, leider viel zu früh!
Seit 1999 bin ich Mitglied der Dr. Rath Gesundheits-Allianz und aktive Beraterin, bis 2023 gemeinsam mit meinem Ehemann. Wir waren und sind sehr dankbar, Dr. Rath kennengelernt zu haben und ihn unterstützen zu dürfen. Es geschah aus voller Überzeugung!
Es hat mich viel Mut und Kraft gekostet, auf der Bühne bei großen Veranstaltungen von Dr. Rath offen über meine Krebserkrankung zu berichten, aber dies tat ich, um anderen Menschen Mut zu machen. Meine Hemmungen, vor Tausenden Menschen zu sprechen, konnte ich nicht verbergen, aber ich selbst schöpfte daraus neue Kraft. Auch wir wurden, selbst von befreundeten Menschen, wegen unserer Aktivitäten für Dr. Raths Ziele oft angefeindet, haben uns jedoch nie von unserem Weg abbringen lassen.
Heute möchte ich Ihnen allen, vor allem auch Dr. Raths Familie und Angehörigen, meine aufrichtige Anteilnahme versichern und viel Kraft und Geduld für die schwere Zeit des Abschiednehmens und Gedenkens wünschen!
Ich bin mir sicher, dass Dr. Raths Unternehmen und sein Lebenswerk auch nach seinem Ableben fortgeführt werden.
Dr. Rath, Ihnen sage ich nochmals: Danke und ruhen Sie in Frieden!
In stillem Gedenken
Anna-Luise Korkowsky
Mit großem Schrecken habe ich von euch die schriftliche Mitteilung über den Tod von Dr. Rath erhalten. Es tut mir sehr leid, dass dieser wunderbare Mediziner und Forschungs-Unterstützer viel zu früh sein Leben verloren hat.
Ich wünsche euch alles Gute bei eurer wertvollen Arbeit. Es gibt einen großen Trost.
Mit lieben Grüßen
Heidemarie Magyar
Danke, lieber Dr. Matthias Rath für alles, was Du für die Welt, für uns und für mich getan hast.
In ewiger Dankbarkeit und Liebe
Marlene Pagani
* Anm. d. Red.: Einige Briefe wurden für dieses Magazin aus Platzgründen gekürzt.
Es können Menschen, Tiere oder auch Erinnerungen sein, die uns tief miteinander verbinden. Mich verbindet mit Dr. Rath eine große persönliche Hochachtung und Dankbarkeit für sein Lebenswerk. Er hat sein ganzes Leben dem Ziel gewidmet, „Gesundheit ist ein Menschenrecht“ für alle Menschen möglich zu machen. Dafür hat er viel auf sich nehmen müssen. Er wurde von vielen Seiten angegriffen, besonders dort, wo wirtschaftliche Interessen im Vordergrund standen. Diesem Widerstand musste er sich oft allein stellen.
Für mich ist und bleibt er ein großes Vorbild. Ich bin dem Schicksal unendlich dankbar, dass ich ihm begegnen durfte. Diese Begegnung hat mich geprägt. Sein Werk wird weiterleben und seinen Platz in der Geschichte finden – davon bin ich tief überzeugt.
In freundschaftlicher Erinnerung
Waltraud Spindre
Dr. Rath war Arzt und als Wissenschaftler ein großer Kämpfer für die Gesundheit der gesamten Menschheit. Leider ist er viel zu früh von uns gegangen. Wir werden ihn in Zukunft sehr vermissen. Ohne seine Tatkraft, die in unzähligen gewonnenen Verfahren mündete, sowie die Demos in Berlin und Brüssel gäbe es sicherlich keine oder kaum noch Zell-Vitalstoffe und Naturprodukte mehr auf dem Markt.
Seit 1998 wenden meine Frau Christel und ich Zell-Vitalstoffe kontinuierlich an. Meine Frau konnte viele Jahre ein ziemlich normales Leben führen und an den ganzen Demos und Veranstaltungen teilnehmen.
Wir hoffen natürlich, dass die Gesundheits-Allianz auch nach Dr. Rath entsprechend weitergeführt wird, denn noch gibt es viel zu tun und die Zell-Vitalstoffe brauchen wir auch weiterhin.
Liebe Grüße
Udo Krehl
Ich möchte hiermit meine Anteilnahme am Verlust von Dr. Rath kundtun. Gleichzeitig möchte ich mich sehr für
Ihre Arbeit und Wirken bedanken.
Sehr zu schätzen sind Dr. Raths viele Aufklärungsarbeiten für die Gesundheit und seine politische Arbeit zur
Aufklärung von den vielen Missständen. Meiner Meinung trug die Arbeit von Dr. Rath wesentlich zu den positiven
Veränderungen in der heutigen Zeit bei.
Ich bedauere es sehr, dass er so zeitig von uns gegangen ist. Ich war sehr betroffen, als ich Ihre Mitteilung über das Ableben von Dr. Rath erhielt.
Liebe Grüße und weiterhin gutes Zusammenwirken
Birgit Wunderlich
Ich sitze vor einem Blatt Papier, doch fehlen mir die Worte, das auszudrücken, was ich empfinde. Menschen, die mir sehr viel bedeuten, erhalten von mir einen handgeschriebenen Brief. So auch im Juni 2002 in Weimar. Ich hatte einen solchen Brief in der Jackentasche, berührte ihn aufgeregt, und meine Augen suchten in der Menschenmenge Dr. Rath. Dankend nahm er den Brief. Kurz danach stand er auf der Bühne, begrüßte die Gäste, bat mich auf die Bühne, um den Brief vorzulesen. Dr. Rath blieb neben mir stehen, meine Aufregung verschwand.
Als ich erfuhr, dass Dr. Matthias Rath gestorben ist, überkam mich ein Gefühl der Ohnmacht. Tränen tropfen auf das Papier. Egal, ich schreibe weiter. Dr. Rath besuchte mich 2012 zu meinem Geburtstag in Halle an der Saale. In einem gemütlichen Café fragte er mich, ob ich ein Buch schreiben würde. Ich tat es, denn ich fühlte mich geehrt. „Willkommen zurück im Leben“ und „Eine Reise ins Paradies“ sind während meiner Lesereisen sehr gut bewertet worden. Während ich schreibe, schaue ich immer wieder auf sein Foto. Tränen verschleiern meine Augen.
Lieber Dr. Rath, Sie bleiben immer in meinem Herzen und ich werde weiter Ihr Vermächtnis in die Welt hinaus tragen.
Bärbel Saliger
Natürliche Gesundheitsvorsorge ist ein Menschenrecht
Barletta, Italien, 19. Oktober 2014
Die Barletta-Erklärung –einer der Grundlagentexte von Dr. Rath
Mit der Gründung der Vereinten Nationen und der World Health Organization (WHO) in der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der globalen Gesundheit ein hoher Stellenwert eingeräumt. Doch die hehren Ziele der WHO stehen heute in scharfem Kontrast zu einer Organisation, die sich zunehmend von ihrem eigentlichen Auftrag entfernt hat. Eine grundlegende Reform erscheint unter diesen Bedingungen kaum noch möglich. In seiner Grundsatzrede zur Erklärung von Barletta aus dem Jahr 2014 analysierte Dr. Matthias Rath diese Entwicklung und formulierte seine Vision einer präventiven Medizin jenseits des „Geschäfts mit der Krankheit“. Die Rede drucken wir nachfolgend in Teilen für Sie ab.
Heute, zu Beginn des dritten Jahrtausends, haben die Menschen dieser Welt die Möglichkeit und die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die Volkskrankheiten von heute entscheidend zurückgedrängt, ja sogar weitgehend ausgemerzt werden. Dazu gehören Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs, die uns seit Menschengedenken heimgesucht haben.
Im vergangenen Jahrhundert wurden große Fortschritte auf dem Gebiet der Gesundheit erzielt. Dennoch verbreiten sich die Volkskrankheiten von heute weiterhin in epidemischem Ausmaß. Die menschliche Gesundheit ist weltweit zur Geisel des Status quo geworden, an dessen Spitze die Pharmaindustrie steht. Krankheiten dienen dieser Investmentbranche als „Marktplatz“, von dessen Fortbestand dieser Industriezweig wirtschaftlich direkt abhängig ist.
Die Weltgesundheitsorganisation und andere UN-Organisationen haben die Bereitstellung und Sicherung von Gesundheit zu einem der größten gesellschaftlichen Ziele der Menschheit erklärt. Doch trotz zahlreicher Erklärungen haben diese Organisationen bei der Erreichung dieses Ziels kläglich versagt. Die Hauptgründe dafür waren ihre Abhängigkeit von Wirtschaftsinteressen und die Tatsache, dass den Menschen der Erde bislang keine wissenschaftliche Grundlage zur Verfügung stand, die es ihnen ermöglicht hätte, das große Ziel „Gesundheit für alle“ aktiv zu unterstützen und gemeinsam umzusetzen.
Ermutigt durch das Versagen dieser internationalen Organisation hat der Status quo des Pharmageschäfts nun der gesamten Menschheit den „Krieg“ erklärt. Man sagt uns ganz offen, dass wir in den nächsten anderthalb Jahrzenten fast 50 Billionen Dollar – also 50 Millionen mal eine Million Dollar – alleine zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes, psychischen Krankheiten sowie Atemwegserkrankungen aufbringen müssen. Dies entspricht dem JahresBruttosozialprodukt aller Länder der Erde zusammengenommen, mit Ausnahme der USA und Chinas.
Die Prinzipien der neuen präventiven Gesundheitsversorgung
Als Erstes müssen wir die Prinzipien dieser neuen präventiven Gesundheitsversorgung festlegen. Gesundheit ist eines der wichtigsten menschlichen Bedürfnisse und sozialen Ziele weltweit. Gesundheit und Wohlbefinden können nicht durch InterventionsMedizin erzielt werden, die lediglich darauf abzielt, bereits auftretende Krankheiten zu behandeln.
Gesunde Ernährung – Fakten
• Eine gesunde Ernährung trägt zum Schutz vor Mangelernährung in all ihren Formen sowie nicht übertragbaren Krankheiten bei, darunter Adipositas, Diabetes, Herzerkrankungen, Schlaganfall und Krebs.
• Eine ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel sind weltweit die größten Gesundheitsrisiken.
• Gesunde Ernährungsgewohnheiten beginnen in frühester Kindheit – Stillen kann langfristige Vorteile für die Gesundheit haben, wie z. B. die Verringerung des Risikos für Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen.
• Energieaufnahme (Kalorien) und -verbrauch sollten ausgeglichen sein. Daten zeigen, dass der Gesamtanteil an Fett weniger als 30% der Gesamtenergiezufuhr ausmachen sollte, um eine ungesunde Gewichtszunahme zu vermeiden. Hierzu ist es notwendig, den Anteil der gesättigten Fettsäuren in der Nahrung zugunsten der ungesättigten zu reduzieren und auf Transfette zu verzichten.
• Zu einer gesunden Ernährungsweise gehört auch, die Aufnahme von freiem Zucker auf weniger als 10% des Gesamtenergiebedarfs zu begrenzen. Eine weitere Reduzierung auf weniger als 5% steht mit zusätzlichen Gesundheitsvorteilen im Zusammenhang.
• Reduzierung von Salz auf weniger als 5 g pro Tag trägt zur Vorbeugung von Bluthochdruck bei und vermindert das Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfall.
Die Maßnahmen der WHO widersprechen diesen Aussagen: Als treibende Kraft des „Codex Alimentarius“ ermöglicht sie dessen Nutznießern, gesundheitsschädliche Produkte ungehindert auf den Markt zu bringen.
Dr. Aleksandra Niedzwiecki, Leiterin des Dr. Rath Forschungsinstituts, und Dr. M. Waheed Roomi. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist der Nachweis des Nutzens von Mikronährstoffen für die menschliche Gesundheit.
Das Ziel „Gesundheit für alle“ kann nur dann erreicht werden, wenn der Fokus der Gesundheitsversorgung von der Intervention weg und auf Prävention gelegt wird, d.h. Funktionsstörungen unseres Körpers müssen verhindert bzw. korrigiert werden, bevor Krankheiten entstehen.
Nur wenn wir erkannt haben, dass die Ursache einer Krankheit auf Zellebene zu finden ist, können präventive Strategien zur Gesundheitssicherung effektiv umgesetzt werden. Eine systematische Vorbeugung von Krankheiten ist wiederum die entscheidende Voraussetzung für die dauerhafte Beseitigung dieser Krankheiten als Todesursache unter uns Menschen. Wir müssen uns bewusst sein, dass die Strategie der Prävention und Ausmerzung von Krankheiten eine grundlegende Bedrohung für das Investment-Geschäft darstellt, das abhängig ist vom Fortbestand dieser Krankheiten. Um anhaltende Gewinne aus diesem fragwürdigen Geschäft zu ziehen und ihre Macht zu festigen, haben diese Interessengruppen versucht, ein weltweites Monopol auf die Gesundheit zu schaf-
fen, das alle Bereiche des derzeitigen Gesundheitssystems durchdringt und die Gesundheitspolitik in den meisten Ländern dieser Welt beherrscht.
Bei der historischen Umgestaltung hin zu einer natürlichen Gesundheitsvorsorge dürfen wir uns keine Illusionen machen, dass die Akteure des derzeitigen „Investment-Geschäfts mit der Krankheit“ uns bei diesem Umwandlungsprozess unterstützen würden.
Wir, die Menschen der Welt, müssen das Prinzip der Krankheitsprävention auf natürlichem Wege als Grundlage des neuen Gesundheitssystems festlegen.
Da wir Menschen zudem die Hauptnutznießer dieses neuen Gesundheitssystems sein werden, müssen wir uns auch als „Architekten“ einer neuen, atemberaubenden Welt einsetzen, in der die heutigen Volkskrankheiten weitgehend unbekannt sind.
Dieses neue Gesundheitssystem muss von unten nach oben errichtet werden: Regional beginnend und schließlich die nationale und internationale Ebene erreichend, tragen wir, die Menschen der Erde, die Verantwortung, das neue, effektive Gesundheitswesen aufzubauen und zu kontrollieren.
Neue Gesundheitsberufe müssen geschaffen werden, spezialisiert auf alle Aspekte der Ernährung, der Naturheilkunde und anderen Formen der Präventions-Medizin und primären Gesundheitsversorgung. Dies ist auch die einzige Möglichkeit, das derzeitige Monopol des Pharma-orientierten Status quo auf die Gesundheitsversorgung zu überwinden.
Schlussendlich muss eine neue internationale Organisation als Ersatz für die derzeitige Weltgesundheits-Organisation gegründet werden, da diese bei ihrem Ziel, Gesundheit für alle Menschen sicherzustellen, versagt hat. Wir müssen erkennen, dass die WHO, aufgrund ihrer engen Verknüpfungen mit den wirtschaftlichen Interessen des Status quo, nicht reformfähig ist.
Bei unserer Aufgabe, ein neues, auf Prävention ausgerichtetes Gesundheitssystem zu errichten, begrüßen wir jeden, der dieses Ziel mit uns teilt und sich dazu bekennt, die Abhängigkeit der Menschen dieser Welt vom derzeitigen Gesundheitsmonopol des Invest-
mentgeschäfts mit der Krankheit beenden zu wollen. Die treibende Kraft dieses historischen Wandels sind Millionen Patienten, einfache Menschen weltweit, die sich in verschiedenen Bereichen der Naturheilkunde Wissen aneignen und sich dann als Architekten eines auf Prävention ausgerichteten Gesundheitssystems betätigen. Sie werden unterstützt und ergänzt durch Gesundheits-Fachkräfte auf dem Gebiet wissenschaftlich begründeter Naturheilverfahren und der traditionellen Naturheilkunde.
Letztendlich werden wir bei diesem historischen Wandel von einer wachsenden Zahl von Ärzten unterstützt, die die Stagnation der konventionellen Medizin auf zahlreichen Gebieten des Gesundheitswesens erkannt haben. Diese Ärzte haben verstanden, dass auch sie selbst Opfer einer Gesundheits-Ausbildung wurden, die den medizinischen Beruf weitgehend zu einem Vertriebssystem des pharmazeutischen Investment-Geschäfts degradiert hat.
Ernährung und Zellgesundheit –die wissenschaftliche Basis für eine präventive Gesundheitsvorsorge
Viele Facetten der wissenschaftlich begründeten und der traditionellen Naturheilkunde tragen zum Aufbau eines präventiven Ansatzes der Gesundheitsversorgung bei, doch ihren wissenschaftlichen Kern bildet die Ernährungs- und Zellular-Medizin. Die Gründe hierfür können mit mathematischer Logik hergeleitet werden. Eine neue nachhaltige globale Gesundheitsversorgung kann nur auf Grundlage der folgenden Schritte erreicht werden.
Als Erstes müssen wir den biologischen Prozess in der kleinsten Einheit unseres Körpers identifizieren, in der über Gesundheit und Krankheit entschieden wird – die Ebene von Billionen von Zellen, aus denen unser Körper besteht.
Als Zweites müssen wir Mikronährstoff-Mangel als häufigste Ursache für zelluläre Funktionsstörungen definieren. Vitamine, Mineralien und anderen pflanzliche Mikronährstoffe versorgen unsere
Zellen mit Bioenergie und dienen als Katalysatoren für Tausende Stoffwechselreaktionen. Eine optimale Versorgung mit diesen Mikronährstoffen ist die Voraussetzung, um eine zelluläre Funktionsstörung zu verhindern und somit die Entwicklung von Krankheiten aufzuhalten. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage der Zellular-Medizin.
Warum die heutige Nahrung so nährstoffarm ist?
A. Industrialisierung der Fertigungsprozesse
• Die auf Massenproduktion ausgerichtete industrielle Landwirtschaft nutzt Pestizide, Herbizide und andere Chemikalien.
• Der Verzehr konventioneller Lebensmittel ist im Vergleich zum Verzehr von Bio-Produkten mit einem 30% höheren Risiko für Pestizidbelastungen verbunden.
• Konventionell hergestellte Fleisch- und Milchprodukte enthalten Antibiotika und Hormone.
B. Lange Lagerzeiten und Transportwege
• Obst und Gemüse haben einen langen Transport hinter sich, ehe sie beim Verbraucher landen.
• Um ihre Reifung während des Transports zu verhindern, werden Obst und Gemüse zuerst mit Sulfiten und Schwefeldioxid besprüht, später mit Äthylen, um ihre Reifung zu beschleunigen.
• Lebensmittel befinden sich lange in den (Kühl-) Regalen von Supermärkten.
• Innerhalb von 5-6 Tagen nach ihrer Ernte verlieren Obst und Gemüse etwa 10-25% ihres Vitamin-C- und Carotenoid-Gehalts.
C. Lange Zubereitungszeiten
• Während des Kochens wird 15-55% Vitamin C in Lebensmitteln zerstört.
• Erbsen und Möhren aus der Dose besitzen nur noch 5-15% ihres natürlichen Vitamin-C-Gehalts.
Quelle: Regenerative Agriculture for Nutrition & Sustainability, Teil I
Die Fakten sind jedem bekannt: Der Vitamingehalt von Obst und Gemüse reicht nicht aus, um den täglichen Bedarf des Menschen zu decken. Sollte uns das nicht interessieren?
Wissenschaftliche Alternativen sind greifbar!
Als Drittes müssen wir herausfinden, wo wir diese essentiellen Mikronährstoffe in der Natur finden. Die Mehrheit von ihnen ist in Früchten, Gemüse und Pflanzen enthalten, die in unseren Gärten und auf unseren Feldern wachsen.
Diese einfachen und logischen Prinzipien ebnen uns den Weg zu einer natürlichen Kontrolle vieler Krankheiten.
Wir wissen heute bereits, dass viele chronische Erkrankungen durch einen Mangel an Mikronährstoffen unmittelbar verursacht werden oder zumindest damit in Zusammenhang stehen. Dazu gehören z. B. solch weit verbreitete Krankheiten wie Arteriosklerose, die Ursache für Herzinfarkte und Schlaganfälle, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen, Durchblutungsstörungen bei Diabetes, Osteoporose und andere mehr.
Auch die Rolle von Vitaminen und anderen Mikronährstoffen bei der Stärkung des Immunsystems und bei der Bekämpfung zahlreicher Infektionskrankheiten steht außer Frage: Die Forschung dazu wurde im letzten Jahrhundert bereits mit einem halben Dutzend Nobelpreisen ausgezeichnet.
Dieser enorme gesundheitliche Nutzen der Mikronährstoffe liegt darin begründet, dass es sich um bioaktive Pflanzenstoffe handelt. Pflanzen waren über Jahrtausende zudem die Hauptnahrungsquelle unserer Vorfahren. Daher ist der Stoffwechsel unseres Körpers heute abhängig von einer ausgeglichenen und optimalen Ernährung mit Obst und Gemüse.
Das Wissen über den Mikronährstoffgehalt von Pflanzen – z. B. den Vitamin-C-Gehalt von Zitrusfrüchten, den Polyphenol-Gehalt von grünem Tee oder über die Mikronährstoffe in Süßkartoffeln, Kreuzblütlern, Trauben
Am 19. Oktober 2014 verfolgten zahlreiche Zuhörer in Barletta aufmerksam Dr. Raths Rede.
und vielen anderen Pflanzen – muss deshalb zu einem Schlüsselelement in allen Ausbildungsprogrammen für ein präventives Gesundheitswesen werden. Die Rolle dieser Mikronährstoffe bei der Optimierung des Zellstoffwechsels stellt die entscheidende Verbindung zwischen unserer Ernährung und der Zellular-Medizin dar.
Ein effektives, präventives Gesundheitswesen muss alle verbleibenden künstlichen Barrieren zwischen Ernährung und Gesundheit sowie zwischen Medizin und Landwirtschaft niederreißen. Die wirksamste Medizin für das Gesundheitssystem der Zukunft wächst in unseren Gärten, auf Anbauflächen innerhalb unserer Kommunen oder auf den Feldern unserer Bauernhöfe. Das Gemüse und die Früchte, die wir pflanzen und essen, sollten biologisch angebaut werden und frei von Pestiziden und genetisch veränderten Organismen sein.
Während Ernährung und Zellular-Medizin die wissenschaftliche Basis für eine effektive Krankheitsvorbeugung bilden, wird diese durch andere bewährte Präventionsmaßnahmen ergänzt. Dies sind z. B. andere natürliche Heilansätze, die Förderung einer gesunden Lebensweise, die Reduzierung von Stress am Arbeitsplatz, das Engagement für saubere Luft und sauberes Wasser und weitere Maßnahmen zur Krankheitsvorbeugung.
Gesundheitsbildung und Beteiligung der Menschen sind entscheidende Bausteine eines präventiven Gesundheitswesens
Die entscheidenden Bausteine eines neuen präventiven Gesundheitswesens sind die Gesundheitsausbildung sowie die aktive Mitarbeit der Menschen an dessen Aufbau. Die künstliche Trennung von Ernährung und Gesundheit ist ein wichtiger Grund für die heute weit verbreitete Unwissenheit der Menschen in Bezug auf Gesundheit. Dieser „Gesundheits-Analphabetismus“ ist kein Zufall, sondern eine Voraussetzung für die Fortsetzung des Investment-Geschäfts mit der Krankheit durch den Status quo.
Die Leugnung der wichtigen Rolle, die die Mikronährstoffe für die menschliche Gesundheit spielen, ist auch der Hauptgrund, warum die Weltgesundheitsorganisation und andere Organisationen der Vereinten Nationen gescheitert sind. Diese haben die globale Notwendigkeit der Einführung eines auf Prävention ausgerichteten Gesundheitswesens im Weltmaßstab immer wieder verkündet, doch ohne ein nachhaltiges wissenschaftliches Konzept blieben diese Bekundungen bisher leer und letztendlich erfolglos.
Das Recht auf Gesundheit –die wichtigsten Fakten
• In der Verfassung der WHO ist das Erreichen des bestmöglichen Gesundheitszustandes als eines der Grundrechte jedes Menschen verankert.
• Das Recht auf Gesundheit beinhaltet den Zugang zu einer zeitgerechten, akzeptablen und erschwinglichen Gesundheitsversorgung von angemessener Qualität.
• Dennoch treiben die Gesundheitsausgaben jedes Jahr 150 Millionen Menschen in den finanziellen Ruin drücken rund 100 Millionen Menschen unter die Armutsgrenze.
• Das Recht auf Gesundheit bedeutet, dass die Staaten Bedingungen schaffen müssen, unter denen jeder so gesund wie möglich sein kann. Es bedeutet nicht das Recht, gesund zu sein.
• Benachteiligte und ausgegrenzte Gesellschaftsgruppen sind überproportional stark von Gesundheitsproblemen betroffen.
Die Tatsache, dass die WHO ihrer eigenen Verfassung nicht Rechnung tragen kann, zwingt die Menschen zum Handeln.
Jetzt können die Menschen dieser Welt die wissenschaftlichen Fakten und zwingende Logik der Ernährungs- und Zellular-Medizin aktiv nutzen. Dadurch werden sie in die Lage versetzt, sich selbst weitgehend von Volkskrankheiten zu befreien und aktiv am Aufbau eines auf Prävention ausgerichteten Gesundheitssystems teilzunehmen.
Kennzeichen dieser globalen Bewegung zur Befreiung der Gesundheit sind:
1. Bewusstsein. Wir müssen das Bewusstsein der Menschen wecken für die Sackgassen des derzeitigen Gesundheitssystems und den dringenden Bedarf, Alternativen zu entwickeln. Das Gesundheitsbewusstsein eines Menschen darf nicht länger nur auf die Phasen beschränkt sein, in denen er krank ist oder einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsucht. Vor allem müssen wir erkennen, dass Gesundheit nicht selbstverständlich ist. Wir müssen selbst Maßnahmen ergreifen, damit Gesundheit ein Menschenrecht wird.
2. Bildung. Das zweite Kennzeichen der Bewegung zur Befreiung der Gesundheit ist Bildung. Wir dürfen unsere Gesundheit nicht länger anderen Menschen oder Institutionen überlassen, sondern müssen selbst Verantwortung dafür übernehmen. Hierzu ist es notwendig, uns mit den häufigsten Ursachen von Krankheiten und den Möglichkeiten ihrer natürlichen, wirksamen Vorbeugung vertraut zu machen. Dieser Lernprozess muss kontinuierlich sein und unserer ganzes Leben stattfinden.
3. Stärkung des Selbstwertes in punkto Gesundheit. Eine solide Gesundheitsbildung schafft ein solides Wissen im Bereich von Gesundheit. Mit Weiterbildung und besseren Kenntnissen über Ernährung, natürliche, zelluläre und andere Formen der präventiven Medizin werden wir in der Lage sein, bessere Entscheidungen für unsere eigene Gesundheit und die von anderen zu treffen. Indem wir die lebensrettenden Gesundheitsinformationen an andere weitergeben, werden wir schrittweise zu „Gesundheits-Lehrern“.
4. Beteiligung. Schließlich wird aus der Kraft des Wissens der Wunsch nach Beteiligung entstehen –der Ansporn, eine aktive Rolle einzunehmen bei der Umgestaltung des derzeitigen Gesundheitssystems. Nur wenn wir innerhalb unseres Wohnorts und darüber hinaus aktiv Verantwortung übernehmen, können wir ein neues, auf Prävention ausgerichtetes Gesundheitswesen auch auf nationaler Ebene erfolgreich aufbauen und damit das Ziel „Gesundheit für alle“ weltweit erreichen. Die Beteiligung der Menschen an einem neuen präventiven Gesundheitssystem ist das Recht und die Pflicht eines jeden verantwortlichen Bürgers.
Von all diesen Kennzeichen für einen historischen Wandel ist Bildung über natürliche, ernährungsbasierte und zelluläre Gesundheit das entscheidendste.
Die vollständige Erklärung steht Ihnen über den QR-Code als Volltext zum Download zur Verfügung.
Pflanzliche Extrakte und Gelée Royale unter der Lupe
VON NATUR AUS
Seit Urzeiten nutzen Menschen die Schätze der Natur zur Linderung verschiedenster Beschwerden – lange bevor klar war, welche Stoffe im Körper wie genau wirken. Heute kann die Naturheilforschung immer besser erklären, wie natürliche Substanzen unsere Zellen beeinflussen. Einen wichtigen Beitrag leistet dabei das Dr. Rath Forschungsinstitut für Zellular-Medizin. Hier stellen wir Ihnen einen vom Dr. Rath-Forscherteam untersuchten Nährstoff-Komplex vor, den besonders Outdoor-Freunde im Blick behalten sollten.
Im Frühling fällt es uns wieder leichter, mehr Zeit draußen zu verbringen. Die Natur zeigt sich dann von ihrer schönsten Seite. Wir können Spaziergänge an der frischen Luft machen, im eigenen Garten entspannen oder im Wald die ersten
Blüten – und mit etwas Glück auch die ersten Früchte – entdecken.
Mit den wärmeren Temperaturen steigen jedoch auch bestimmte Risiken. Vor allem Zecken können den Aufenthalt im Grünen ziemlich unangenehm machen. Umso wichtiger ist es deshalb, achtsam zu sein und sich gut zu schützen. Die Natur wäre aber nicht die Natur, wenn sie nicht beide Seiten in sich trüge: kleine und größere Risiken – aber auch die passenden Helfer dagegen.
Gelée Royale –der „Königinnenfuttersaft“
Gelée Royale ist eine cremige, milchig-weiße Substanz, die von jungen Arbeiterbienen, den sogenannten Ammenbienen, produziert wird. Im Bienenstock erhalten alle Larven in ihren ersten Lebenstagen Gelée Royale, die zukünftige Königin sogar dauerhaft.
Gelée Royale besteht aus Wasser, Proteinen, Aminosäuren, Kohlenhydraten und Fetten, einschließlich der charakteristischen Fettsäure 10-HDA. Außerdem liefert es Vitamine (insbesondere aus der BGruppe), Mineralstoffe und Spurenelemente. Diese außergewöhnlich nährstoffreiche Zusammensetzung ist einer der Hauptgründe, warum aus einer gewöhnlichen Larve eine Königin entsteht – und ein faszinierendes Beispiel dafür, wie stark Ernährung die biologische Entwicklung steuert.
Für uns Menschen ist Gelée Royale vor allem als naturbelassenes Bienenprodukt interessant, das gezielt als Nahrungsergänzung genutzt werden kann, beispielsweise in Kapselform. Studien haben ergeben, dass Gelée Royale antimikrobielle, antioxidative und entzündungsmodulierende Eigenschaften besitzt.
Baikal-Helmkraut –flavonoidreiche Heilpflanze
Helmkräuter (Scutellaria) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie zeichnen sich durch ihre
typische helmartige „Haube“ am Kelch aus. Eine besonders interessante Art ist das Baikal-Helmkraut (Scutellaria baicalensis), das vor allem in Russland, China und der Mongolei heimisch ist. Seine Wurzeln enthalten zahlreiche bioaktive
Flavonoide – allen voran Baicalin, Baicalein und Wogonin –, die entzündungshemmend wirken, das Immunsystem unterstützen und das Nervensystem beruhigen. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird die Pflanze bei entzündlichen Erkrankungen sowie Leber- und Lungenbeschwerden eingesetzt. Labor- und Tierstudien deuten außerdem auf neuroprotektive, krebshemmende und antimikrobielle Effekte hin. Im Vergleich zu synthetischen Medikamenten gilt Scutellaria baicalensis als gut verträglich, weshalb das Kraut auch für Nahrungsergänzungsmittel von Interesse ist.
„Küchenstar“ Rosmarin
Rosmarin (Rosmarinus officinalis) ist ein immergrüner Halbstrauch und gehört wie das Helmkraut zur Familie der Lippenblütler. Seine nadelartigen Blätter enthalten ätherische Öle wie Cineol und Campher sowie
Gerb- und Bitterstoffe, unter anderem Tannine. Rosmarin ist in fast jeder Küche als Gewürz zu finden; darüber hinaus wird er seit Jahrtausenden auch als Heilpflanze genutzt.
Traditionell wird Rosmarin bei Völlegefühl oder Blähungen eingesetzt, beispielsweise als Tee oder Tinktur. Äußerlich wird er in Bädern oder als Salbe angewendet – meist um die Durchblutung anzuregen und leichte Muskelbeschwerden zu lindern. Rosmarin gilt zudem als gedächtnisfördernd: Im antiken Griechenland sollen Studenten Kränze aus
Rosmarinzweigen getragen haben, um ihre Konzentration und Merkfähigkeit zu steigern. In Mitteleuropa wurde der Rosmarinstrauch bereits im frühen Mittelalter in den Klostergärten der Benediktiner kultiviert. Dort wurden auch die Grundlagen für die medizinische Nutzung der Pflanze gelegt, die bis heute Bestand haben.
Heute findet Rosmarin-Extrakt vielfach Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln, da er die wertvollen Inhaltsstoffe, darunter antioxidative Flavonoide, in konzentrierter Form liefert. Er kann die Verdauung unterstützen, die
Durchblutung anregen und das Nervensystem stärken. Außerdem zeigen Studien vielversprechende entzündungshemmende und antioxidative Effekte.
Luteolin – Flavonoid mit asiatischen Wurzeln
Luteolin ist ein gelber Pflanzenfarbstoff aus der Gruppe der Flavonoide (genauer: Flavone). Er ist in vielen Pflanzen enthalten, beispielsweise in Sellerie und Küchenkräutern wie Petersilie, Thymian oder Oregano.
Als Quelle für Luteolin-Extrakte werden auch die Blüten und Blütenknospen des Japanischen Schnurbaums (Sophora japonica) genutzt. Dieser ist in China heimisch, wird jedoch seit langem in weiten Teilen Ostasiens kultiviert und seit dem 18. Jahrhundert auch in Europa angepflanzt. Die Früchte sind perlenkettenartige Hülsen, die in Mitteleuropa vor allem in warmen Lagen (Weinbauklima) ausgebildet werden.
In der Forschung wird Luteolin vor allem aufgrund seiner antioxidativen und entzündungsmodulierenden Eigenschaften untersucht. In
Studien zeigte der Pflanzenstoff Effekte auf die Gehirngesundheit. Auch im Bereich der Herz-KreislaufErkrankungen wird Luteolin als rele vanter Pflanzenstoff diskutiert, bei spielsweise im Zusammenhang mit oxidativen Prozessen.
Meeresalgen –natürliche Jodquelle
Meeresalgen zählen zu den Makroalgen und wachsen vor allem in lichtreichen, küstennahen Gewässern. Zu den Makroalgen gehören Rot-, Grün- und Braunalgen. Einige große Braunalgen (Kelp) können bis zu 50
Meter lang werden. Abzugrenzen sind die sogenannten Blaualgen wie Spirulina, die zwar häufig als „Mikroalgen“ bezeichnet werden, biologisch jedoch Cyanobakterien sind.
Je nach Art und Verarbeitung liefern Meeresalgen Eiweiß, Ballaststoffe und Omega-3-Fettsäuren. Außerdem enthalten sie Mikronährstoffe wie Beta-Carotin, B-Vitamine (z. B. B1 und Folat) sowie Mineralstoffe wie Eisen, Calcium und Magnesium. Meeresalgen können außerdem reich an Jod sein und so zur Jodversorgung beitragen – zum Beispiel als Zutat in asiatischen Suppen, Sushi oder Gemüsegerichten.
Wichtig: Getrocknete Algen enthalten teils sehr hohe Jodmengen, sodass die empfohlene Tageszufuhr schnell überschritten werden kann. Deshalb sollte man am besten Produkte mit klarer Jodkennzeichnung wählen und die empfoh-
lenen Verzehrmengen einhalten. Bei Schilddrüsenerkrankungen, in der Schwangerschaft oder Stillzeit sowie bei Kindern ist besondere Vorsicht geboten. Nahrungsergänzungsmittel mit Meeresalgen als Jodquelle enthalten standardisierte und klar deklarierte Mengen. Dadurch lässt sich die Dosierung besser planen.
Mittelkettige Fettsäuren aus Kokosnussöl
Kokosöl wird aus dem Fruchtfleisch reifer Kokosnüsse gewonnen. Dafür wird häufig getrocknetes Fruchtfleisch (Kopra) verwendet. Aus diesem wird das Öl gepresst und je nach Herstellungsverfahren weiterverarbeitet. Als „natives“ Kokosöl wird meist Öl bezeichnet, das schonender aus frischem Fruchtfleisch oder aus Kokosmilch gewonnen wird.
Aus ernährungsphysiologischer Sicht zeichnet sich Kokosöl vor allem durch seinen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren aus. Dazu zählen auch mittelkettige Fettsäuren (MCT). Diese werden vom Körper meist schneller verdaut und zur Leber transportiert, wo sie zügig als Energie genutzt werden – dabei können auch Ketonkörper entstehen. In Studien werden MCT daher vor allem im Zusammenhang mit ketogener Ernährung diskutiert. Bestimmte mittelkettige Fettsäuren, insbesondere Laurinsäure und ihr Abbauprodukt Monolaurin, besitzen antimikrobielle Effekte und dämpfen Entzündungsprozesse.
Zusammen geht’s am besten
Die wahre Kraft dieser Naturstoffe liegt nicht in ihrer Einzelwirkung, sondern vor allem in ihrer Kombination. Gemeinsam bilden sie einen einzigartigen Wirkkomplex, der den Körper nach einem Zeckenbiss im Umgang mit den möglichen Folgen einer Borreliose unterstützen kann. Die Forschung am Dr. Rath Forschungsinstitut liefert dafür beeindruckende Belege.
In einer Studie kam eine Kombination aus Baicalein, Luteolin, Rosmarinextrakt, Monolaurin, der mittelkettigen Fettsäure cis-2-Decensäure sowie Jod aus Meeresalgen zum Einsatz. Diese erwies sich als besonders effektiv gegen Borrelien, sogar gegen latente Formen und schützende Biofilme, die sich den üblichen Therapien entziehen. In Tierversuchen gelang es den Wissenschaftlern, die Borrelienbelastung
um rund 75 % zu reduzieren, während die Entzündungswerte im Blut deutlich sanken.
Die Ergebnisse einer klinischen Studie sind ebenfalls vielversprechend: In einer Pilotstudie mit 17 Borreliose-Patienten, die nicht auf Antibiotika angesprochen hatten, berichteten 65 % von deutlichen Verbesserungen ihrer Symptome. Sie konnten wieder ihren Alltag meistern. Weitere 17 % spürten eine moderate Besserung.
Somit steht fest: Die Natur hält wahre Schätze bereit! Naturstoffe können konventionelle Behandlungen gezielt ergänzen, den Körper stärken und auf vielfältige Weise schützen. So eröffnen sie neue, wissenschaftlich fundierte Wege für eine ganzheitliche Gesundheitsvorsorge.
Referenzen
Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), Bieneninstitut Celle (o. J.). Bieneninstitut Celle informiert (29): Steckbrief Gelée royale. Abgerufen am 27.02.2026 von https://share.google/ UTapS8RFVAtDicMKG
A. Goc, A. Niedzwiecki, M. Rath. Synergistic Anti-Borreliae Efficacy of a Composition of Naturally-occurring Compounds: an In vitro Study. J Nutri Bio. 2019;350363. https://www.researchgate.net/ publication/332818885_Synergistic_AntiBorreliae_Efficacy_of_a_Composition_of_ Naturally-occurring_Compounds_an_In_ vitro_Study
A. Goc et al. Specific composition of polyphenolic compounds with fatty acids as an approach in helping to reduce spirochete burden in Lyme disease: in vivo and human observational study. Ther Adv Chronic Dis 2020; vol 11: 1–13. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/ articles/PMC7249567
Sehr geehrte Damen und Herren,
seit Beginn des Jahres 2000 nehmen meine Frau Rosanna und ich Vitamin C und andere Mikronährstoffe ein. Seit über 25 Jahren haben sie einen festen Platz in unserer täglichen Ernährung. Für uns ist es eine Gewohnheit, die wir gerne beibehalten.
Das Alter schreitet voran: Ich bin 94 Jahre alt, Rosanna 89. Seit einigen Wochen sind wir als behindert anerkannt. Umso dankbarer sind wir, dass wir Infekte, darunter auch Grippeerkrankungen und COVID-19, in den vergangenen Jahren insgesamt gut überstanden haben.
Olten: Martina und Peter Kehr, Sprechstunde und telefonische Beratung: Mo. bis Fr. von 8 bis 10 Uhr, Tel.: 062 296 88 50, E-Mail: kehr@kehr.ch
Sie sind Allianz-Mitglied und möchten für Interessierte erreichbar sein? Dann senden Sie Ihre Telefonnummer und/ oder E-Mail-Adresse an rathinternational@rath-eduserv.com.
Zum Gedenken an Dr. Ulrich Saemann
Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Dr. Ulrich Saemann, der am 23. Januar 2026 im Alter von 80 Jahren verstorben ist. Wir verlieren mit ihm einen liebenswerten Menschen, einen scharfen Beobachter und einen unbeirrbaren Verfechter von Aufklärung und Gesundheit.
Ulrich Saemann wurde in den ersten Friedenstagen des Jahres 1945 der ostdeutschen Ostseeküste geboren. Die dauerhafte Prägung durch die Landschaft und die Zeit der dramatischsten Umgestaltung im Herzen Europas sollte eine bleibende Ausrichtung des inneren Kompasses bewirken.
Der junge Ulrich Saemann folgte seinem technischen Interesse und trieb die Ausbildung zum DiplomIngenieur voran. Die spätere Verantwortung im Bereich Maschineninstandhaltung und Systempflege kündigte schon seinen lebenslangen Drang an, den Dingen auf den Grund zu gehen. Folgerichtig führte sein Lebensweg ihn nach Berlin zur Bauakademie, wo er auch seine akademischen Weihen empfing und sich für größere Aufgaben empfahl, den Rang eines Direktors eines Betriebes für Bauelektronik.
Die turbulenten Zeiten der Vereinigung zweier deutscher Staaten gaben auch Ulrichs Lebensplan einen ganz neuen Impuls. Als unabhängiger Finanzund Wirtschaftsberater begann er, sich mit der Problematik der Kostenexplosion bei den Ausgaben der Krankenkassen zu beschäftigen. Die angebliche Begründung durch wissenschaftlich-technischen Fortschritt und die gestiegene Lebenserwartung der Menschen hinterfragte er und entlarvte sie schon damals als haltlose Floskel zur Vertuschung von Missmanagement und Orientierungslosigkeit im Gesundheitssektor. Und doch ebnete diese Erkenntnis unserem Uli Saemann die tiefgreifendste Neuorientierung seines Lebens.
Zu Beginn der 2000er Jahre wurde Uli auf eine Veranstaltung der Dr. Rath Gesundheits-Allianz aufmerksam. Das Zusammentreffen mit Dr. Matthias Rath gab die Initialzündung für eine intensive Beschäftigung mit den Möglichkeiten der Gesundheitsverbesserung durch wissenschaftlich begründete Naturheilverfahren, wie die Zellular Medizin sie eröffnete. Und er begriff auf Anhieb, wie weitreichend die politische Tragweite eines solchen Ansatzes sein würde. Nach seiner gründlichen Ausbildung in der Dr. Rath GesundheitsAkademie in Wittenberg brannte Uli darauf, sein neu erlangtes Wissen auch an die Menschen in seiner Umgebung weiterzugeben und etablierte regelmäßige Themenabende, Gesundheitstreffen und Vortragsveranstaltungen in Berlin und überregional. Die gesundheitspolitische Bedeutung führte auch zu der natürlichen Konsequenz, die Unterstützung der Parteigründung der AGFG, der „Allianz für Gesundheit, Frieden und soziale Gerechtigkeit“, mit vollster Kraft zu unterstützen und sich an Bundesund Landtagswahlen zu beteiligen, ein starkes Signal an den Status quo!
Die nächste Station von Uli Saemanns nachhaltigem Wirken war der Aufbau des Cell World Centers in Berlin, ein richtiggehender Hotspot für alle ZellularMedizin-Interessierten in Berlin. Mit seinem ihm eigenen Erklärungsstil hat Uli unzählige Menschen für die Zellular Medizin begeistern können und einen bis heute aktiven Kreis formiert, der in seinem Sinne die Fahne der gesundheitlichen Aufgeklärtheit hoch hält! Diese Begeisterung konnten auch die 200.000 Besucher der 500-Jahr-Feierlichkeiten in der Lutherstadt Wittenberg erfahren, wenn sie sich in der temporären Vertretung des Cell World Centers Berlin in direkter Nähe der Dr. Rath Gesundheits-Akademie in Wittenberg aufhielten und sich bei einem Besuch über die Möglichkeiten der Zellular Medizin und die Analogie der Lutherischen Aufklärungsbemühungen und die Gesundheitsaufklärung durch Dr. Matthias Rath informierten.
Als Anfang 2020 eine Zäsur der Politisierung durch Deutschland und Europa ging, war Uli Saemann mit einer der Ersten, die Antworten auf die drängenden Pandemiefragen geben konnte. Während Minister in Notlagen mit Geldern für unsinnige Maßnahmen geradezu ohne Unterlass um sich warfen und den Steuerzahlern überbordende Lasten aufhalsten, wies Uli mit gewichtiger Stimme auf die notwendige Primärprävention und die ursachenbasierte Behandlungsnotwendigkeit hin. Die Zellular Medizin stand bereit auf dem unumstößlichen Fundament von Wissenschaft und Forschung, die Pandemie sofort zu beenden und „Gesundheit für alle“ in die Tat umzusetzen!
Was Uli Saemann bei den von ihm beratenen Menschen gelang, musste im globalen Zusammenhang zurückbleiben bei dem erbitterten Widerstand der Pharma-Investment-Interessen. Letztendlich müssen vor diesem Hintergrund auch die nachfolgenden
Kriegsgeschehen und die Positionierung der Brüsseler EU und der NATO bewertet werden.
Wer den politischen Rundbrief von Uli empfangen hat, weiß um die komplexen Gedankengänge und Bewertungen, die bis zum Schluss all seinen Bemühungen zugrunde lagen. Uli war nie nur der Theoretiker ohne Bodenhaftung, er hatte immer die persönliche Situation der Menschen im Auge und strahlte eine innige Verbundenheit aus. Wir haben mit Uli einen scharfen Beobachter verloren, der sich von den Kräften des Status quo kein X für ein U vormachen ließ und diesen ohne Rücksicht entgegen stellte. Vor allem aber haben wir einen liebenswerten Menschen verloren, der einen festen Platz im Herzen aller hat, die ihn kennenlernen konnten, für eine gewisse Zeit auf diesem Planeten begleiten dürfen, welch ein Gewinn!
Was für immer bei uns bleibt ist Ulis Leitgedanke: „Wir alle sind imstande, etwas zu bewirken – indem wir uns um die eigene Gesundheit bemühen und indem wir unsere Mitmenschen über die Möglichkeiten dazu aufklären.“
Der Winter war nicht kalt genug – und das bedeutet schlechte Nachrichten für alle Outdoor-Enthusiasten und Naturfreunde. Denn am Wegesrand lauern jetzt viele kleine Blutsauger, die bei milden Temperaturen erst so richtig in Fahrt kommen.
Aber keine Sorge, Dr. Rath’s Phytobiologicals™ Royal Complex schützt Sie zuverlässig bei Streifzügen durch Wälder und Wiesen:
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