Unterstützung
für verletzte Haut
WAS BEI EINER VERBRENNUNG IM KÖRPER PASSIERT
Neben Hitze können auch UV-Strahlung, chemische Substanzen oder elektrischer Strom zu Verbrennungen führen. Dabei werden Zellen und Eiweißstrukturen in der Haut geschädigt. Am stärksten ist der Schaden im Zentrum der Verbrennung, wo Gewebe absterben kann. In den angrenzenden Bereichen sind die Zellen zunächst oft noch lebensfähig, können aber durch Entzündungen, Schwellungen und eine gestörte Durchblutung weiteren Schaden nehmen. Bei größeren oder tieferen Verbrennungen wird außerdem die Barrierefunktion der Haut beeinträchtigt. Der Körper verliert dann unter Umständen erhebliche Mengen an Flüssigkeit und Eiweiß. Zudem steigt das Risiko für Infektionen, da Krankheitserreger leichter eindringen. Auch lokale und systemische Entzündungsreaktionen können auftreten und Organe schädigen.
UNTERSCHIEDLICHE GRADE
VON VERBRENNUNGEN
Verbrennungen werden nach der Tiefe der Hautschädigung eingeteilt. Erstgradige Verbrennungen betreffen nur die oberste Hautschicht. Die Haut ist gerötet, schmerzt und kann leicht geschwollen sein. In der Regel heilt sie ohne Narbenbildung ab. Zweitgradige Verbrennungen reichen tiefer in die Haut, bilden oft Blasen und können je nach Tiefe der Verletzung Narben hinterlassen. Bei drittgradigen Verbrennungen sind alle Hautschichten zerstört. Die Haut wirkt weißlich, grau, ledrig oder schwarz und ist oft taub, weil auch Nervenenden geschädigt sein können. Zurück bleiben meist Narben, oft auch Verhärtungen und Pigmentveränderungen.
ERSTE-HILFE-MASSNAHMEN BEI VERBRENNUNGEN
Bereits nach wenigen Sekunden können bei Verbrennungen Hautschä -
den entstehen. Umso wichtiger ist schnelles und besonnenes Handeln: Entfernen Sie sich oder die betroffene Person sofort von der Hitzequelle. Bei schweren oder großflächigen Verbrennungen rufen Sie umgehend den Rettungsdienst. Nicht festklebende Kleidung und Schmuck im verletzten Bereich sollten vorsichtig abgelegt werden. Halten Sie kleinere Verbrennungen sofort für etwa 20 Minuten unter kühles, aber nicht eiskaltes Wasser. Bei großflächigen Verletzungen sollte dies nur sehr kurz geschehen, da der Körper sonst auskühlen kann. Decken Sie die Wunde anschließend locker ab, zum Beispiel mit sterilem Verbandmaterial oder, wenn nichts anderes zur Hand ist, mit Frischhaltefolie.
WIE SIE BRANDWUNDEN NACHBEHANDELN
In den folgenden Tagen braucht die Wunde vor allem Schutz vor Sonne, Schmutz und Reibung. Der Verband sollte sauber und trocken bleiben und bei Bedarf hygienisch gewechselt werden. Ist die Wunde geschlossen, empfiehlt sich eine regelmäßige milde Hautpflege. Wichtig ist auch ein angepasster Lebensstil, um die Heilung zu fördern: Dazu gehören ausreichend Flüssigkeit, eine eiweiß- und nährstoffreiche Ernährung sowie genügend Schlaf und Ruhe. Alkohol und Tabak sollten vermieden werden, da sie die Reparaturprozesse im Gewebe beeinträchtigen können.
MIKRONÄHRSTOFFE UNTERSTÜTZEN DIE HAUTREGENERATION
Nach einer Verbrennung muss die Haut ihre Schutzfunktion schrittweise zurückgewinnen. Dafür ist der Körper auf eine gute Versorgung mit Nährstoffen angewiesen. Eiweiß, Aminosäuren und ausgewählte Mikronährstoffe unterstützen die Neubildung von Zellen, die Reparatur des geschä -
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digten Bindegewebes und die Immunabwehr im verletzten Gewebe.
Eine zentrale Rolle spielt Vitamin C, das an der Kollagenbildung beteiligt ist. Kollagen ist ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes und entscheidend für die Stabilität der Hautbarriere. Auch die Aminosäuren Lysin und Prolin sind in diesem Zusammenhang relevant, da sie zu den zentralen Kollagenbausteinen gehören. Zudem schützt Vitamin C als Antioxidans die Zellen vor oxidativem Stress, der im Zusammenhang mit Entzündungsprozessen entstehen kann.
Auch Spurenelemente unterstützen wichtige Prozesse der Hautregeneration. So ist Zink an der Zellteilung, dem Eiweißstoffwechsel, der Immunfunktion und der Wundheilung beteiligt. Kupfer trägt zum Aufbau und Erhalt von Bindegewebe bei. Selen und Mangan ergänzen den antioxidativen Zellschutz. Darüber hinaus unterstützt Mangan die normale Bildung von Bindegewebe.
Polyphenole wie Quercetin können entzündliche Prozesse modulieren und dazu beitragen, oxidative Belastungen im geschädigten Gewebe zu begrenzen. N-Acetylcystein liefert dem Körper Cystein, das er für die Bildung von Glutathion benötigt, einem wichtigen Molekül des körpereigenen Zellschutzes.
Fazit: Verbrennungen zählen zu den häufigsten Alltagsunfällen. Umso wichtiger sind schnelle Erste Hilfe und eine sorgfältige Nachsorge. In der Heilungsphase unterstützen ausgewählte Mikronährstoffe die natürlichen Reparaturprozesse der Haut und tragen zur Regeneration des Gewebes bei.
Quelle
https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/ verbrennungen/