Mit Mikronährstoffen raus aus dem Leistungstief
Eines vorweg: Frühjahrsmüdigkeit lässt sich bislang nicht sicher empirisch belegen. Eine aktuelle Schweizer Studie* legt nahe, dass es sich dabei eher um ein kulturell geprägtes als um ein eindeutig messbares biologisches Phänomen handelt. Vereinfacht gesagt: Wer erwartet, im Frühling müder zu sein, achtet stärker auf entsprechende Signale und deutet Erschöpfung schneller als Frühjahrsmüdigkeit. Mit den ersten warmen Tagen wächst außerdem oft der soziale Druck, aktiver, motivierter und unternehmungslustiger zu sein. Verbringt man die Zeit dann doch lieber gemütlich zu Hause, wird das eigene Energietief schnell mit dem Jahreszeitenwechsel erklärt.
Trotzdem stellen Müdigkeit und Leistungstiefs im Frühling laut Umfragen für viele Menschen ein echtes Problem dar. Dafür gibt es einige plausible Erklärungsansätze. So muss sich der Körper in dieser Zeit auf längere Tage, mehr Helligkeit und wechselhafte Temperaturen einstellen. Das kann die innere Uhr und den Schlaf-Wach-Rhythmus vorübergehend aus dem Takt bringen und den Kreislauf fordern. Hinzu kommen mögliche Nachwirkungen des Winters: Wenig Bewegung, wenig Zeit im Freien und ungünstige Essmuster können Spuren hinterlassen, die wir im Frühjahr – wenn wir eigentlich wieder durchstarten wollen – stärker wahrnehmen. Außerdem beginnt im Frühling die Pollensaison. Betroffene leiden bei einer Pollenallergie oft auch unter Müdigkeit und Erschöpfung.
Unabhängig davon, wie man das Phänomen Frühjahrsmüdigkeit einordnen mag, gibt es einige Möglichkeiten, den Alltag mit mehr Energie zu bewältigen.
DIE FORMEL GEGEN STUPIDES
„NINE TO FIVE“
Ein immer gleicher Tagesablauf macht lethargisch. Zu viel Routine lähmt Körper und Geist und versetzt sie in eine Art Sparmodus. Manchmal hilft es schon, die Reihenfolge der Aufgaben zu verändern. Permanente Überstunden und das Auslassen der Mittagspause belasten die Work-Life-Balance – Erschöpfung ist damit fast vorprogrammiert. Auch zu wenig Bewegung macht schnell müde. Wer stundenlang sitzt und kaum nach draußen kommt, beeinträchtigt spürbar den eigenen Kreislauf und die Konzentration. Stickige Räume und ständiger Bildschirmstress verstärken diesen Effekt zusätzlich. Oft hilft schon eine kurze Pause am Fenster oder ein kleiner Spaziergang, um wieder in Schwung zu kommen.
DIE RICHTIGE ERNÄHRUNG GEGEN MÜDIGKEIT
Auch die richtigen Nahrungsmittel können uns wacher und konzentrierter machen. Bananen liefern Kalium, Magnesium und Vitamin B6 – kleine Muntermacher für Körper und Psyche. Avocados sind gute Energiespender, vor allem dank ihrer gesunden Fette. Hülsenfrüchte stecken voller Proteine, Mineralstoffe und B-Vitamine (insbesondere Folsäure, B1 und B6), die wichtig für Nerven, Energie und Konzentration sind. Walnüsse liefern mit ihren guten Fetten, Eiweißen und Magnesium langanhaltende Energie. Kürbiskerne steuern Eisen, Zink und Magnesium für Energie, Nerven und Konzentration bei. Vollkornprodukte machen lange satt und liefern Energie gleichmäßig über den Tag. Fisch enthält gesunde Omega-3-Fettsäuren, die wichtige Energielieferanten sind.
Auch die Wahl der Getränke kann einen Unterschied machen. Während Kaffee oft nur einen kurzen Energieschub liefert, wirkt Grüntee sanfter und nachhaltiger. Das Koffein im grünen Tee wird langsamer freigesetzt und blockiert die Adenosin-Rezeptoren. Dadurch bleibt man wacher, da Adenosin müde macht. Zusammen mit dem natürlichen L-Theanin im Grüntee unterstützt Koffein außerdem Konzentration und Aufmerksamkeit.
MIKRONÄHRSTOFFE BRINGEN
DEN KÖRPER IN SCHWUNG
Nicht nur bei Frühjahrsmüdigkeit, sondern generell gilt: Wenn dem Körper wichtige Mikronährstoffe fehlen, kann er mit Abgeschlagenheit, Schwäche oder Konzentrationsproblemen reagieren. Eine Multiversorgung mit essenziellen Vitaminen und Mineralstoffen wirkt dem entgegen und hilft, auch in stressigen oder belastenden Phasen fit und vital zu bleiben. Kohlen -
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hydrate, Fette und Eiweiß liefern zwar die nötige Energie, doch erst Mikronährstoffe steuern entscheidende Abläufe im Energiestoffwechsel.
Vor allem die B-Vitamine sind für den Energiestoffwechsel von zentraler Bedeutung: B2, B3, B5 und B6 sind an der Energiegewinnung beteiligt, während Vitamin B12 Blutbildung und Nervensystem unterstützt. Dadurch trägt es indirekt dazu bei, Müdigkeit und Erschöpfung vorzubeugen. Vitamin C verbessert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln; Eisen wiederum ist wichtig für den Sauerstofftransport im Blut. Auch die Mineralstoffe Magnesium, Jod, Kupfer, Mangan und Zink sind wichtige Helfer, wenn es um Energie und Leistungsfähigkeit geht. Coenzym Q10, eine körpereigene Substanz, ist zudem Teil der mitochondrialen Atmungskette und damit an der Energieproduktion in den Zellen beteiligt.
Ist dein Körper gut mit diesen Mikronährstoffen versorgt, unterstützt das deine Energie und Leistungsfähigkeit. Eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung legt dafür die beste Grundlage. Wer im Frühjahr einen Extra-Energiekick braucht oder sowieso nachhaltig optimal versorgt sein will, sollte auf einen gezielt formulierten Multinährstoff-Komplex setzen. Der Frühjahrsmüdigkeit immer einen Schritt voraus!
Quelle
* C. Blume, A. Vorster. (2025). No Evidence for Seasonal Variations in Fatigue, Sleepiness, and Insomnia Symptoms: Spring Fatigue is a Cultural Phenomenon rather than a Seasonal Syndrome. bioRxiv. https://www.biorxiv.org/ content/10.1101/2025.09.27.678954v2