DRK-Landesverband
Westfalen-Lippe e. V.

Best-Practice-Beispiele
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DRK-Landesverband
Westfalen-Lippe e. V.

Best-Practice-Beispiele
der Klimawandel stellt eine zunehmende Bedrohung für das Leben auf der Erde dar. Entsprechend handelt es sich dabei um eine besondere Herausforderung, welche zu verantwortungsvollem Handeln bzw. zum Einsparen von Emissionen auffordert und direkte Auswirkungen auf alle unsere Handlungsfelder mit sich bringt. Die Folgen des Klimawandels, wie Extremwetterereignisse, Dürren und Ernteausfälle, führen zu einer erhöhten Nachfrage nach humanitärer Hilfe.
Wir haben uns in den vergangenen Jahren und Monaten zunehmend diesen Herausforderungen gestellt und deshalb in den letzten 22 Monaten ein Klimaschutzprojekt durchgeführt. Im Rahmen dessen wurde ein Klimaschutzkonzept erstellt, in welchem das Ziel definiert ist, dass unser Landesverband und seine Tochtergesellschaften bis 2045 nahezu klimaneutral werden. Zur Erreichung dieser Zielsetzung wurden verschiedene Maßnahmen definiert, welche von dem Leitsatz „Gemeinsam im Sinne der Menschlichkeit für das Klima, weil Klimaschutz auch Menschenschutz ist!“ getragen werden.
Mit der hier vorliegenden Broschüre werden wir diesen Leitsatz weitertragen und möchten alle Leserinnen und Leser motivieren, ein Klimaschutzkonzept zu erstellen oder direkt erste Maßnahmen umzusetzen. Zur Inspiration und Unterstützung finden Sie in dieser Broschüre verschiedene Best-Practice-Beispiele unterschiedlicher Gliederungsebenen des DRK sowie exemplarische Fördermitteltöpfe.
An dieser Stelle möchten wir allen Personen danken, die dieses Schriftstück durch ihren Einsatz und eingebrachten Impulse ermöglicht haben. Ein besonderer Dank gilt den Teilnehmenden der Verbandsbefragung und den Co-Autor*innen der Broschüre, die durch ihre fachlichen Beiträge bzw. Best-Practice-Beispiele Einblicke in ihre Ansätze und Ergebnisse ermöglicht haben, und der Stabsstelle Kommunikation des Landesverbandes, welche die Broschüre gestaltet hat.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie aus der hier vorliegenden Broschüre konkrete Ideen für Ihre Verbandsarbeit und die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen ableiten können und sich gemeinsam mit uns auf den Weg in eine nicht nur ökonomisch und sozial, sondern auch ökologisch nachhaltige Zukunft machen.
Durch nachhaltiges Agieren werden wir in der Lage sein, Menschen und weitere Lebewesen auf diesem Planeten zu schützen, unsere Fähigkeit zur Hilfeleistung zu sichern, unsere Wohlfahrtsarbeit zu stärken, unsere Bildungs- und Jugendverbandsarbeit zu bereichern und die Reputation des DRK zu festigen.
Dr. Hasan Sürgit Vorstand
DRK-Landesverband Westfalen-Lippe e.V.

Deutschland hat sich im Klimaschutzgesetz (KSG) ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Klimaneutralität bis 2045, was bedeutet, dass bis dahin menschliche Aktivitäten und die damit einhergehenden Emissionen keinen negativen Einfluss mehr auf das Klima haben dürfen. Um das zu erreichen, ist eine tiefgreifende gesellschaftliche Transformation – im Sinne von Umdenken und Nutzen von technischer Innovation – erforderlich.




Zur Unterstützung von Klimaschutzbemühungen auf lokaler Ebene wurde von der Bunderegierung die Nationale Klimaschutzinitative (NKI) ins Leben gerufen, über die seit 2008 Klimaschutzprojekte in ganz Deutschland gefördert werden. Über die NKI bzw. die Kommunalrichtlinie wurde auch das zweijährige „Erstvorhaben Klimaschutzkonzept und Klimaschutzmanagement“ des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe e. V. von Februar 2024 bis Januar 2026 gefördert (Förderkennzeichen: 67K22670). Im Zuge dessen wurde unter Berücksichtigung der Ergebnisse einer Treibhausgasbilanzierung ein integriertes Klimaschutzkonzept für den Landesverband und seine dreizehn Tochtergesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung partizipativ erstellt.
Gegen Ende der Projektlaufzeit wurde den Förderbestimmungen gemäß noch eine Maßnahme aus dem Klimaschutzkonzept umgesetzt und, wie im Antrag beschrieben, die hier vorliegende „Best-Practice-Broschüre“ zur Orientierung für unsere Gliederungen und weitere relevante Stakeholder erstellt.
Doch was bedeutet eigentlich „Best Practice“? Hinter diesem eingedeutschten Begriff verbirgt sich „hervorragende Praxis“, bei der davon ausgegangen wird, dass der gewählte Lösungs-
ansatz die beste Option zur Lösung eines Problems dargestellt hat. Demgemäß werden in der hier vorliegenden Broschüre verschiedene Beispiele von unterschiedlichen Gliederungsebenen des DRK vorgestellt, um ressourcenintensive Bereiche und ihre Prozesse zu überdenken und durch geeignete Maßnahmen klimafreundlicher zu gestalten.
Der Aufbau gestaltet sich wie folgt:
In Kapitel zwei werden zunächst die Ergebnisse der Verbandsbefragung (Kreisverbände und Ortsvereine in Westfalen-Lippe) vorgestellt. Danach wird das Spotlight auf verschiedene Best Practices unterschiedlicher DRK-Gliederungsebenen gerichtet. Im dritten Kapitel sollten zentrale Aspekte unseres Erstvorhabens Klimaschutzmanagement vorgestellt werden. Aus Klimaschutzgründen wurden die Inhalte dieses Kapitels jedoch auf die Webseite ausgelagert, die über den entsprechend hinterlegten QR-Code erreicht werden kann.
Das vierte Kapitel thematisiert die Fragestellung, wo Gliederungen mit ihren Klimaschutzbemühungen ansetzen können, um den Transfer in die Praxis vor Ort zu unterstützen. Im fünften Kapitel werden potenzielle Fördermitteltöpfe vorgestellt, bevor ein abschließendes Fazit gezogen wird.
In diesem Kapitel wird der Stand (Oktober 2025) der Klimaschutzbemühungen verschiedener DRK-Gliederungsebenen vorgestellt. Dazu wird der Blick auf unterschiedliche innovative Ansätze und deren Wirkung – im Sinne ihres Lichtkegels – gerichtet. Zunächst erfolgt die Auswertung der qualitativen und quantitativen Umfrageergebnisse zur Ermittlung von hervorragender Praxis in unseren Gliederungen. Danach vollzieht sich die Darstellung ausgewählter qualitativer Beiträge von unterschiedlichen Gliederungsebenen im DRK – vom Bundesverband bis hin zu einem Ortsverein in unserem Verbandsgebiet.
Die Umfrage „Klimaschutzmanagement (KSM): Befragung zu Klimaschutzbemühungen in unseren Gliederungen in Westfalen-Lippe“, war in der Zeit zwischen 12.09.2025 und 10.10.2025 geöffnet. Via Rundschreiben wurden die 37 DRK-Kreisverbände (KVs) im DRK-Landesverband Westfalen-Lippe adressiert, mit der Bitte um Weiterleitung an ihre Untergliederungen – insgesamt 256 Ortsvereine (OVs) im Verbandsgebiet. Trotz erfolgter Erinnerung und der Bitte um Teilnahme – unabhängig von den bereits erfolgten Klimaschutzaktivitäten – kamen letztendlich nur n = 22 Rückmeldungen zusammen. Davon ließen sich 54,55 Prozent (n = 12) der Antworten Kreisverbän-
den zuordnen, 36,36 Prozent (n = 8) Ortsvereinen und 9,09 Prozent (n = 2) Einrichtungen. Letztendlich reichte das Tätigkeitsfeld bzw. der Leistungsbereich der Gliederungen bzw. Einrichtungen von allgemeiner DRK-Tätigkeit, Breitenausbildung, Einsatzformation und Blutspende über soziale Dienste bis hin zu zentraler Verwaltung und Dienstleistungen.
Der Ist-Stand von Umwelt-/Klimaschutzaktivitäten war von besonderem Interesse. Dieser wurde in Frage fünf thematisiert. Die Ergebnisse werden durch die nachstehende Abbildung 1 illustriert und anschließend durch die Infobox erläutert.
5. Wurde das Thema Umwelt-/Klimaschutz in Ihrer Gliederung und/oder Einrichtung in der Vergangenheit berücksichtigt (wenn auch nur indirekt, weil Enscheidungen aus ökonomischen Gründen umwelt-/klimafreundlich ausgefallen sind)? (Einfachauswahl)
(Anzahl Antworten 22):
Abbildung 1: Bewertung der Ausprägung der Berücksichtigung von Umwelt- und Klimaschutz (UmfrageOnline 2025)
Abbildung 1 gibt Aufschluss darüber, wie sich die Antworten verteilt haben: gar nicht wenig zum Teil mehrheitlich in der Regel
40,91 Prozent
(n = 9) gaben an, das Thema Umwelt-/Klimaschutz „zum Teil“ bei Entscheidungen berücksichtigt zu haben.
22,73 Prozent
(n = 5) gaben an, dass es wenig Berücksichtigung fand,
18,18 Prozent
(n = 4) es in der Regel berücksichtigten,
gefolgt von
13,64 Prozent (n = 3) mit „mehrheitlich“.
4,55 Prozent (n = 1) dachten das Thema Umwelt-/Klimaschutz bei Entscheidungen gar nicht mit.
Abbildung 2 stellt dar, in welchen der projektbezogenen Handlungsfelder erste umwelt- und klimafreundliche Maßnahmen umgesetzt wurden (s. Seite 8):
Verbandsbefragung
6. In welchen der nachfolgenden Handlungsfeldern wurden bereits erste umwelt- und klimafreundliche Maßnahmen umgesetzt? (Anzahl Antworten 21):
Flächenmanagement
(Straßen-)Beleuchtung
Beschaffungswesen
Erneuerbare Energien
Anpassungen an den Klimawandel
Abwasser und Abfall
Gewerbe, Dienstleistung und Handel
Eigene Liegenschaften
Mobilität
Wärme- und Kältenutzung
Andere
Abbildung 2: Anzahl der Maßnahmen nach Handlungsfeldern (UmfrageOnline 2025) - Erklärung s. S. 9 oben
Klimaanpassungsmaßnahmen – d. h. Maßnahmen zum Schutze vor Klimafolgen – wurden in Frage acht erfragt. Insgesamt antworteten hier n = 20, von denen n = 8 angaben, dass noch keine solchen ergriffen wurden. Die restlichen berichteten von Maßnahmen zum Hitzeschutz, wie bspw. Beschattung durch Bäume, Sonnenschirme, -schutzfolien, Rollos oder Rollläden sowie Kühlung durch Hitzeschutzfenster, Ventilatoren oder Teilklimatisierungen (diesbezüglich ist von einem Ankereffekt der Fragestellung auszugehen, die als Bei-
spiel für Klimafolgen Hitze aufgegriffen hat). Lediglich zwei Antworten gingen noch auf weitere Anpassungsmaßnahmen für andere Klimafolgen ein: Entsiegelung von Flächen und Regenwasser-Versickerungsmodule zum Schutz vor Hochwasser und einen Wasseraufbereiter zum Schutz vor kontaminiertem Wasser.
Fortschritte in Bezug auf Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen wurden in Frage neun erfragt, indem nach
Abbildung 2 illustriert, welche Handlungsfelder am häufigsten von den Umfrageteilnehmenden genannt wurden. Hier werden diese nochmal in absteigender Häufigkeit der Bearbeitung zusammengefasst:
Auf Platz eins landeten die Handlungsfelder Beschaffungswesen und Erneuerbare Energien mit
52,38 Prozent (n = 11).
Auf Platz zwei landeten die Handlungsfelder (Straßen-)Beleuchtung, Liegenschaften bzw. Gebäude und Mobilität mit
42,86 Prozent (n = 9)
Auf Platz drei landete das Handlungsfeld IT-Infrastruktur mit
33,33 Prozent (n = 7).
Welche umwelt-/klimafreundlichen Maßnahmen genau ergriffen wurden, führten die Umfrageteilnehmenden in der nächsten Frage aus. Hierunter gehörte z. B. die Bevorzugung von nachhaltigen Produkten im Handlungsfeld Beschaffung oder die Nutzung von Photovoltaik und
Herausforderungen und damit einhergehenden Lösungsansätzen gefragt wurde. Von n = 19 antworteten zwei hierauf, dass keine Fortschritte sichtbar seien. Elf Mal wurde das Thema Finanzierung bzw. notwendige Fördermittel für die Umsetzung von Maßnahmen genannt, teilweise wurde auch im Kontext von wenigen Fortschritten auf die Finanzierungsfrage verwiesen (an anderer Stelle Refinanzierungshinweis: KiBiz und Pflegesatz).
BAFA-Fördermittel wurden bspw. bei klimafreundlichen Neubauten eingesetzt. Flankiert wurde die Finanzierungsfrage durch die Anmerkung, dass Kosten bzw. eigene Ausgaben und Nutzen im Verhältnis stehen müssen. Als Hindernisse wurden zusätzlich sowohl andere Prioritätensetzung von Entscheidungsträger*innen angesprochen als auch mangelnde Kompetenz im Klimabereich.
Die wahrgenommene Notwendigkeit von Klimaschutz/-anpassung in unseren Verbandsstrukturen wurde in Frage zehn erfragt, insofern als dass thematisiert wurde, ob es sinnvoll ist, diese beiden Themen weiter voranzutreiben. Hier antworteten n = 20: Eine Person mit „Ich weiß es nicht“ und 19 mit „ja/absolut/ auf jeden Fall“. Es wurde der Wunsch geäußert, als DRK eine verantwortungsvolle Vorreiterrolle einzunehmen und Menschen zu schützen. Des Weiteren sollten effektive Maßnahmen und För-
Geothermie, was dem Handlungsfeld Erneuerbare Energien zuzuordnen ist.
Eine ausführliche Liste aller Maßnahmen findet sich auf unserer Webseite:
dermöglichkeiten geteilt werden, um Synergien zu nutzen und Bewusstsein zu schaffen. Zusätzlich wurde darauf hingewiesen, dass Maßnahmen – wie z. B. die Verlängerung des Lebenszyklus bzw. der Nutzungsdauer von Geräten – auch langfristig Kosten reduzieren können und Nachhaltigkeit ein integraler Bestandteil des Managements sein sollte.
Abschließend wurde auf den Praxisleitfaden „Klimafolgenanpassung in der medizinischen Rehabilitation“ der Deutschen Rentenversicherung hingewiesen und darauf, wie wichtig es ist, alle Beteiligten im Verbandsgebiet mitzunehmen, Künstliche Intelligenz clever zu nutzen und Rückenwind durch Entscheidungsträger*innen zu erhalten.
Die vorgeschlagenen Themen für den Fachtag im November 2025 wurden als zielführend bewertet und es wurde insbesondere um gut umsetzbare Praxisbeispiele gebeten und die Nennung passender Fördermitteltöpfe. Unter Anmerkungen wurde zudem erfasst, dass auch lokal erweiterbare Initiativen zu teilen von Interesse wäre.
Unser herzlicher Dank gebührt all jenen, die sich die Zeit dafür genommen haben, die dreizehn Fragen zu beantworten, und ihren Stand in Sachen Umwelt- und Klimaschutz zu teilen!
In allen sechs Bereichen des Generalsekretariats gibt es Bestrebungen, die Organisation in ökologischer, sozialer und unternehmenspolitischer Nachhaltigkeit zu stärken. Für die Koordination ist die 2024 geschaffene Stabsstelle Nachhaltigkeit zuständig, die die Anstrengungen der Bereiche begleitet und mit den Verantwortlichen abstimmt.
Die Bandbreite der Maßnahmen im Generalsekretariat selbst reicht von der kontinuierlichen Senkung des Energie-, Wasser- und Materialverbrauchs, bis hin zum Abfallmanagement. Basierend auf einer ersten Treibhausgasbilanzierung mit dem Basisjahr 2024, werden Maßnahmen für eine systematische Reduzierung der Emissionen ergriffen. Auch der Bau eines energieeffizienten Logistikzentrums in Luckenwalde ist als Beispiel zu nennen.
Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie der Bundesverband die Gliederungen bei Klimaschutz und Nachhaltigkeit unterstützt. Auch hier wird auf die enge Zusammenarbeit mit Verantwortlichen gesetzt. So hat die Verbandsgeschäftsführung Bund im Jahr 2023 eine AG Nachhaltigkeit ins Leben gerufen, in der die DRK-Landesverbände vertreten sind. Das Ziel besteht unter anderem darin, gute Praxis und innovative Ansätze zu teilen, Netzwerke zu bilden oder Inhalte für die politische Interessensvertretung zu besprechen.
Zudem organisiert das Generalsekretariat im zweijährigen
Rhythmus für den Gesamtverband eine Fachtagung und nimmt die politische Interessenvertretung der Wohlfahrt in der AG „Klimaschutz und Nachhaltigkeit“ der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege zum Thema wahr.
Darüber hinaus gibt es eine Reihe konkreter Angebote für den Verband:
µ Die Online-Lernreihe „Nachhaltigkeit in der Praxis“ liefert alle zwei bis drei Monate Best-Practice-Projekte und nutzt dabei die Expertise von Fachleuten.
µ Schulungen und Materialien widmen sich dem Thema Klimaschutz und Klimaanpassung in Kitas sowie in der stationären und ambulanten Pflege
µ Eine Website und ein Newsletter liefern vielfältige Informationen, Hilfestellungen und Materialien:
Ansprechpartnerin rund um das Thema Nachhaltigkeit im DRK-Generalsekretariat ist Lucy Schweingruber, Leiterin Stabsstelle Nachhaltigkeit: l.schweingruber@drk.de
Ansprechpartnerin für Klimaschutz in der Wohlfahrt ist Katja Plume, Referentin für Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Bereich Wohlfahrt: k.plume@drk.de

Das Klimaschutzprojekt des DRK Landesverbandes Nordrhein e.V. wurde im Januar 2023 gestartet. Initialzündungen waren die Flut 2021, die den Klimawandel stärker ins Bewusstsein des DRK LV Nordrhein rückte, und eine Förderung des DRK-Generalsekretariats im Rahmen des Förderprogramms „Klimaanpassung und ökologische Nachhaltigkeit“. Ziel des nun anderweitig finanzierten Projektes ist es, die Treibhausgasemissionen des DRK Landesverbandes Nordrhein signifikant zu reduzieren.
Die erste Säule des Projektes bildet ein integriertes Klimaschutzkonzept für den DRK Landesverband Nordrhein und seine Tochter- und Enkelgesellschaften, welches eine erste THGBilanz für die Bereiche Gebäude, Energieproduktion, Fuhrpark und Flugdienst abbildet. Weiterhin wurden Analysen zur Energieeinsparung der Liegenschaften, den Photovoltaik-Potenzialen sowie zur Nutzung der Fahrzeuge erstellt. Basierend darauf wurden Einsparziele festgelegt, die durch Umsetzung eines formulierten Maßnahmenplanes erreicht werden sollen. Einige dieser Maßnahmen wurden seitdem umgesetzt, wie etwa die Errichtung von zwei Photovoltaikanlagen oder der Beginn der sukzessiven Umstellung der Fahrzeugflotte auf Elektroantriebe. Passend dazu wurde eine Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge an verschiedenen Standorten aufgebaut.
Die zweite Säule des Projektes adressiert die Mitarbeitenden des DRK Landesverbandes Nordrhein. Diese wurden in einer Auftaktveranstaltung über das Projekt informiert und hatten in Sounding Boards die Möglichkeit, Ideen einzubringen. Anschließend wurden interessierte Mitarbeitende als Klima-
schutzbeauftragte gewonnen, deren Aufgabe es ist, in ihrer Abteilung oder Einrichtung Ansprechperson für das Thema Klimaschutz und zugleich Multiplikator*in zu sein. Dafür werden sie in klimarelevanten Themen geschult, und es findet ein regelmäßiger Austausch statt. Daneben gab es Aktionen zur Stärkung der Biodiversität oder die Erstellung eines Klimakalenders mit Infos und Tipps zu klimafreundlichem Verhalten. Hier fanden auch die Gewinnerfotos des hausinternen Fotowettbewerbs Platz.
Die dritte Säule des Projektes bildet die Klimaschutzkoordination. Durch diese werden seit Juni 2025 die DRK-Kreisverbände in Nordrhein bei der systematischen Entwicklung eigener Klimaziele unterstützt, um das Thema Klimaschutz verstärkt in die Gliederungen zu tragen.
Der DRK Landesverband Nordrhein betrachtet Klimaschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und essenziellen Teil seiner Arbeit. Klimaschutz konnte durch das Projekt strategisch und nachhaltig im Verband verankert werden.


Ansprechpartner rund um das Thema Fluthilfe und Klimaschutz ist Simon Bethlehem simon.bethlehem@drk-nordrhein.de
Klimaschutzbeauftragte beim Aktionstag Wildbienen im Seniorenhaus Steinbach

Das Jobradleasing adressiert das Klimaschutzproblem der Treibhausgas- bzw. CO2Emissionen durch Berufs- und Dienstreiseverkehr. Mit der Initiative Jobrad sollen konkret CO2 eingespart werden, das Bewusstsein für klimafreundliche Mobilität gestärkt und Mitarbeitende zu nachhaltigerem Handeln motiviert werden. Dadurch fördern wir nicht nur Klimaschutz, sondern auch Gesundheit sowie eine Unternehmenskultur, in der umweltbewusstes Pendeln selbstverständlich wird.

Wie wurde diesbezüglich vorgegangen? In Kooperation mit dem Betriebsrat wurde eine Betriebsvereinbarung inklusive aller relevanten Rahmenbedingungen ausgearbeitet und ein Rahmenvertrag mit Eurorad für den Landesverband, das Tagungshotel und die BBS abgeschlossen. Zuvor wurden die Verträge und das Dienstradtool von Seiten der Datenschutzbeauftragten als unbedenklich bewertet.
Wie läuft das Jobradleasing in der Praxis ab?
Mitarbeitende wählen ihr Wunschfahrrad bei lokalen Fahrradfachhändlern und leasen es digital über das Eurorad-Portal. Der Arbeitgeber prüft im Portal die Anfrage und gibt diese frei. Über die Lohnabrechnung werden die Leasingraten im Rahmen einer Gehaltsumwandlung abgezogen. Der geldwerte Vorteil (0,25 % der unverbindlichen Preisempfehlung) wird dem Bruttogehalt hinzugerechnet und entsprechend der geltenden Steuersätze und Sozialabgaben besteuert.
Der Arbeitgeber finanziert zusätzlich freiwillig eine Plus-Versicherung, die unter anderem vor Diebstahl oder Ausfall sichert (zum Beispiel bei Elternzeit oder einer längeren Krankheit).
Am Ende der Vertragslaufzeit hat der*die Arbeitnehmer*in die


Wahl, das Fahrrad zu einem Restwert zu übernehmen oder es zurückzugeben.
Rund 20 Mitarbeitende nutzen zurzeit das Jobrad-Angebot und legen damit jährlich 40.000 km Kilometer emissionsfrei zurück. Dadurch werden im Vergleich zur Nutzung eines Autos etwa 12 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.
Positive Nebeneffekte sind zudem:
µ ein gesteigertes Gesundheitsbewusstsein
µ weniger Parkplatzbedarf auf dem Firmengelände
µ weniger Autoverkehr
µ eine erhöhte Mitarbeitendenzufriedenheit
Das Leasingmodell lässt sich unkompliziert übertragen. Der Aufwand für die Einführung ist überschaubar, da das Angebot bzw. die Verwaltung der Räder über das digitale Portal mit wenigen Klicks möglich ist.
Im Gegenzug profitieren Arbeitgeber von gesünderen und zufriedeneren Mitarbeitenden und steigern ihre Attraktivität!
Ansprechpartnerin rund um das Thema Jobrad ist Katharina Mühlenbrock katharina.muehlenbrock@drk-westfalen.de
Stephanie Weppler mit ihrem Jobrad

Pflanzen steigern das Wohlbefinden und tun was für eine gute Atmosphäre, das gilt inzwischen als wissenschaftlich erwiesen. Diesen Fakt wollten wir uns zu eigen machen und haben daraus ein kostengünstiges Tauschevent gemacht.
Die Pflanzentauschbörse greift das Klimaschutzproblem des hohen Ressourcen- und Plastikverbrauchs bei der Pflanzenproduktion und -distribution auf. Wir wollen Treibhausgas- bzw. CO2-Emissionen durch Herstellung, Transport und Verpackung reduzieren, die psychische Gesundheit bei der Arbeit und das soziale Miteinander stärken, indem wir Grünes tauschen und Begegnungsräume schaffen. Hinter der Aktion stehen die Prinzipien Nachhaltigkeit, Gemeinschaftssinn und Ressourcenschonung.
Die Idee, eine solche Pflanzenbörse auf die Beine zu stellen, stammte von unserem Jugendrotkreuz. Es trug sie an die AG Gesundheit heran. Zu Beginn bestand das Organisationsteam aus vier Personen, die Austauschregeln und Werbemöglichkeiten diesbezüglich erarbeitet haben. Die Pflanzenbörse fand bereits zwei Mal statt (beim letzten Mal wurden erstmalig auch Draußenpflanzen getauscht) und soll nun jährlich stattfinden. Als geeigneten Zeitpunkt dafür haben wir Ende April bis Anfang Mai ausgewählt. Die interne Kommunikation und Bewerbung erfolgt über Aushänge und Teams-Kanäle, die lokale Gärtnerei Schrieverhoff unterstützt als Sponsor mit Pflanzen. Der Ablauf ist unkompliziert: Mitarbeitende bringen Topfblumen, Ableger und/oder Setzlinge mit und stellen sie
auf Tischen aus und beschriften einen Aufkleber mit Pflegehinweisen. Interessierte können Pflanzen für das Büro, Homeoffice oder neuerdings auch für den Balkon oder Garten mitnehmen.
Das Interesse ist da: Circa 25 Mitarbeitende haben an der letzten Veranstaltung teilgenommen, rund 80 Pflanzen wurden getauscht – das spart laut Chat GPT ca. 60 kg CO2Emissionen durch Verpackungs- und Transportreduktion. Positive Nebeneffekte: Mehr Grün in Homeoffices und Büros. Pflanzen wirken beruhigend, schaffen eine angenehme Atmosphäre, die das Wohlbefinden fördert und Stress reduziert. Pflanzen verbessern die Luftqualität, das Raumklima und die Raumästhetik, reduzieren den CO2-Fußabdruck und gestalten das Büro individuell. Die Börse sorgt für gesteigerte Stimmung und informellen Wissensaustausch zur Pflanzenpflege, auch abteilungsübergreifend.
Das Format lässt sich leicht übertragen. Wichtig ist die frühzeitige Kommunikation. Für das erste Mal wurden vom Arbeitgeber Blumenerde und Anzuchttöpfe zur Verfügung gestellt, damit die Motivation mitzumachen noch höher ist.


Ansprechpartnerin rund um das Thema Pflanzenbörse ist Katharina Mühlenbrock katharina.muehlenbrock@drk-westfalen.de
Adoptionsbereite Ableger und schon etwas größere Pflanzen auf der Fensterbank

Die DRK Soziale Dienste Meschede gGmbH beschäftigt rund 170 Mitarbeitende und ist Träger von stationären und teilstationären Einrichtungen der Altenpflege, einer Kindertagesstätte sowie etablierten Bildungsangeboten. Das Tochterunternehmen DRK Pflegeteam Sauerland gGmbH ergänzt das Portfolio um Häusliche Pflege sowie Wohngemeinschaften und beschäftigt zusätzlich ca. 50 Mitarbeitende. Dieses abgestimmte Portfolio ermöglicht eine nahtlose Versorgung, von ambulant bis hin zu stationär.

Im Seniorenzentrum Bernhard-Salzmann-Haus in Meschede haben 94 Bewohner*innen ein Zuhause mit eigener Küche. Die Versorgung besteht aus individueller Pflege, hauswirtschaftlicher Unterstützung und frisch zubereiteten Speisen. Ergänzend wird der DRK-Menüservice angeboten: Hochwertige, frisch zubereitete Mahlzeiten, die direkt ins Haus geliefert werden. Die Menüboxen werden auf Porzellantellern angerichtet und am nächsten Tag wieder abgeholt.
Zentral in der internen Infrastruktur ist die Spülküche, in der ein wesentlicher Teil des Geschirrs gereinigt wird. Da die alte Spülküche veraltet war und signifikante Energie- sowie Wasserverbräuche verursachte, wurden umfassende Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt. Die bisherige Anlage mit zwei Hauben-Spülmaschinen wurde durch eine moderne Bandtransportsystem-Spülmaschine ersetzt.
Das neue System ermöglicht Geschirr einfach auf das Laufband zu legen; es wird anschließend durch das Spülwerk geführt, sauber gespült und trocken herausgeführt. Dadurch

sinkt die körperliche Belastung erheblich, da das manuelle Öffnen, Beladen und der direkte Umgang mit heißem Dampf reduziert werden. Zusätzlich gehen damit ein deutlich reduzierter Energie- und Frischwasserverbrauch, niedrigere Abluftemissionen und geringere Ablauftemperaturen einher. Das Rein- und Unreinstromsystem sorgt dafür, dass Kontaminationen im Reinbereich minimiert werden, während der Wärmeenergiefluss im Spülprozess optimal genutzt wird. Das Spülwasser durchläuft Filter- und Schmutzaustragprozesse, wodurch der Reinbereich dauerhaft sauber bleibt und der Frischwasserbedarf sinkt. Insgesamt führt die Bandspülmaschine zu geringeren Betriebskosten (ca. 1.000 Euro pro Jahr), einer reduzierten Umweltbelastung und einer höheren Arbeitssicherheit.
Fazit: Moderne Infrastruktur und organisatorische Kompetenz können Hand in Hand gehen. Wir schaffen eine hochwertige Lebens- und Arbeitsumgebung, reduzieren den Ressourcenverbrauch und stärken Hygiene- und Arbeitsschutzstandards.
Ansprechpartner rund um das Thema Technik ist Thorsten Göckeler thorsten.goeckeler@drk-meschede.de
Die ressourcenschonende Bandspülmaschine in Meschede

Der Schritt zur kompletten E-Mobilität ist für das DRK Gütersloh gleichermaßen ein
Bekenntnis zum Klimaschutz wie zur Kostenbewusstheit und zeigt, wie ökologische Verantwortung und ökonomische Weitsicht zusammenwirken.
Anfang 2025 hat der DRK-Kreisverband Gütersloh beschlossen, seinen gesamten Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge umzustellen. Damit sollen CO2-Emissionen gesenkt und zugleich steigende Kosten fossiler Kraftstoffe vermieden werden. Die Fahrzeuge – vom Kleinwagen für die Pflege über Mittelklassemodelle für Leitungen bis zu Transportern für Essen-auf-Rädern und Gebäudemanagement – werden geleast. Finanziert wird die Umstellung überwiegend aus Eigenmitteln, ergänzt durch das Förderprogramm „Emissionsarme Mobilität“ (PROGRES.NRW), das unter anderem Ladepunkte für ambulante soziale Dienste und nicht-öffentliche Ladeinfrastruktur bezuschusst.
Ein zentrales Element ist der Aufbau einer Ladeinfrastruktur: Rund zehn Standorte werden mit Ladesäulen ausgestattet, zu-
sätzlich erhalten Dienstwagenberechtigte eine Ladeoption zu Hause. Partner ist die Firma Beckhoff aus Verl, die ein digitales Backend zur Abrechnung und Verwaltung bereitstellt.
Herausforderungen ergeben sich vor allem durch Investitionskosten, bauliche Gegebenheiten älterer Standorte und anfängliche Skepsis bei Mitarbeitenden. Doch klare Kommunikation half: Neue Dienstwagen gibt es nur noch elektrisch. Erste Erfahrungen zeigen, dass Akzeptanz und Zufriedenheit wachsen – besonders wegen Laufruhe und Komfort der Fahrzeuge.
Als nächstes plant das DRK Gütersloh Vereinbarungen für private Wallboxen und den flächendeckenden Ausbau eigener Standorte. So werden die Weichen für eine klimafreundliche und zukunftssichere Mobilität gestellt.
Ansprechpartner rund um das Thema E-Mobilität ist Dennis Schwoch dennis.schwoch@drk-guetersloh.de
Jürgen Strathaus beim Betanken bzw. Laden des ID.3

Nachhaltigkeit beginnt im Alltag: Das DRK im Kreis Gütersloh ersetzt Einweggeschirr durch langlebige Alternativen und verbindet so Tradition im Katastrophenschutz mit moderner, klimafreundlicher Einsatzlogistik.


Die Verpflegung im Einsatzdienst ist ein zentraler Bestandteil logistischer und sozialer Unterstützung. Traditionell kam dabei häufig Einweggeschirr zum Einsatz – mit erheblichen Folgen für Umwelt und Ressourcen. Um Abfallmengen zu reduzieren und die Nachhaltigkeit zu stärken, hat der DRK-Kreisverband Gütersloh entschieden, konsequent auf Mehrweggeschirr und -besteck zu setzen. Damit verbindet er ökologische Verantwortung mit praktischer Umsetzbarkeit und will zugleich Vorbild für andere Gliederungen sein.
Eine Grundlage dafür wurde bereits vor über 20 Jahren gelegt, als das Land NRW im Rahmen der Katastrophenschutzausstattung Mehrweggeschirr und Besteck bereitstellte. Diese Ausstattung prägte seither die Versorgung im Einsatzdienst und bot die Basis für die aktuelle Weiterentwicklung.
Im Zuge moderner Einsatzkonzepte wurde der Bestand an Mehrweglösungen deutlich erweitert und vollständig aus Eigenmitteln finanziert. Herzstück ist der DRK-Foodtruck, der bei größeren Einsätzen komplette Ausstattung, Hygienestandards und Flexibilität vereint.
Zusätzlich wurden 240 Erweiterungssätze robuster Teller und Bestecke sowie 600 Mehrwegbecher mit DRK-Label angeschafft. Gereinigt wird das Geschirr in einer leistungsfähigen Spüleinrichtung in der stationären Pflegeeinrichtung DRKHaus Ravensberg.
Damit zeigt das DRK Gütersloh, wie Nachhaltigkeit, Tradition und moderne Logistik im Einsatzdienst Hand in Hand gehen – und dass auch mit überschaubaren Investitionen ein großer Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden kann.


Ansprechpartner rund um das Thema „Mehrweg“ ist Jürgen Strathaus juergen.strathaus@drk-guetersloh.de
Johanna Fortenbacher, Holger Geistmeier und Christian Tanger (v. l.) testen das Mehrweggeschirr.

In der Kindertagesstätte (Kita) „Zum Regenbogenland“ können Kinder Klimaschutz spielerisch erleben und nach dem Motto „früh übt sich“ erlernen.
Für dieses Engagement im Bereich Klimabildung wurde die Kita von Energy4Climate wiederholt als KlimaKita.NRW ausgezeichnet.
Seit 2020 ist die Kita „Zum Regenbogenland“ im DRK-Familienzentrum Gronau als KlimaKita.NRW anerkannt. 2023 wurde sie erneut ausgezeichnet – ein Zeichen dafür, wie konsequent das Thema Klimaschutz in den Alltag der Einrichtung integriert ist. Neun Mitarbeitende begleiten hier 47 Kinder beim spielerischen Lernen rund um Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Umweltbewusstsein. Träger ist der DRK-Ortsverein Gronau und Epe e.V.
Ziel ist es, den Kindern von klein auf ein Bewusstsein für CO2-Einsparung, Müllvermeidung und nachhaltigen Konsum zu vermitteln. Dabei stehen Werte wie Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und Umweltbewusstsein im Mittelpunkt. Kinder lernen, dass ihr Alltag mit globalen Klimafragen verbunden ist – altersgerecht, erfahrbar und mit Raum für Neugier.
Seit Projektbeginn wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt: Die Kita beteiligte sich an einer großen Pflanzaktion des Driburg Kollegs – 51 von 500 Baumsetzlingen pflanzten die Kinder eigenhändig: von der Stileiche bis zur Eberesche. Das regelmäßig vorbeikommende „Eine-Welt-Mobil“ vermittelt anschaulich die Folgen des Klimawandels. In kleinen Experimenten beobachten die Kinder z. B. das Schmelzen eines Eisbergs und verstehen so die Auswirkungen auf verschiedene Lebens-
räume. Jeden Mittwoch führen Studierende der Fachschule für Sozialpädagogik die Kinder spielerisch an das Thema Müllsortierung heran. Auch der Besuch einer Windkraftanlage und des Naturkundemuseums Münster standen auf dem Programm der Kita-Kinder. Im Projekt „T-Shirt Trixi“ lernen Kinder, wie ein Kleidungsstück hergestellt wird, welche Stationen es abklappert, vom Baumwollfeld bis in den Kleiderschrank, und was faire Produktion bedeutet.
Die Umsetzung der Klimabildung erfolgt in enger Kooperation mit Fachkräften, Studierenden und externen Partnern. Finanziert wird das Projekt durch Mittel aus dem Programm KlimaKita.NRW sowie durch Eigenmittel des Trägers.
Die Ergebnisse sind deutlich spürbar: Die Kinder zeigen ein wachsendes Umweltbewusstsein, bringen sich aktiv ein und tragen das Gelernte weiter. Die Maßnahmen sind leicht übertragbar, praxisnah und flexibel anpassbar. Für den langfristigen Erfolg ist die Zusammenarbeit aller Beteiligten – von Fachkräften, Kindern und Eltern – entscheidend! Die Kita „Zum Regenbogenland“ plant, die Maßnahmen langfristig zu verankern und zu verstetigen sowie weitere Projekte im Bereich Klimabildung umzusetzen, um den Weg in eine noch nachhaltigere Zukunft aktiv mitzugestalten.
Ansprechpartnerin rund um das Thema „KlimaKita“ ist Birgit Hüsing-Hackfort info@drk-kita-gronau.de
Baumpflanzaktion in der Kita „Zum Regenbogenland“ in Gronau

Beim Fachtag Klimaschutz am 17.03.2025 im DRK-Tagungshotel Dunant präsentierten Susanne Altvater (Rotkreuzleiterin DRK-Ortsverein Stemwede) und Norbert
Riedel (pensionierter Ingenieur) ihre Gute Praxis aus dem Kreis Minden-Lübbecke: Innerhalb von 15 Monaten – von September 2023 bis November 2024 – wurde das Vereinsgebäude des 1958 gegründeten Ortsvereins energetisch modernisiert.
Der DRK-Ortsverein Stemwede zählt 1.066 Mitglieder, darunter 96 Ehrenamtliche, die unter anderem Sanitätsdienste leisten, den Kleidershop „SiebenSachen“ betreiben, im Katastrophenschutz aktiv sind oder Vermisste mit der Rettungshundestaffel suchen. Um diese vielfältigen Aufgaben weiterhin erfüllen zu können, sind nicht nur engagierte Menschen, sondern auch finanzielle Mittel nötig. Klimaschutzmaßnahmen bieten ökologische, soziale und langfristig auch ökonomische Vorteile. Ziel war es, Betriebskosten zu senken, die Abhängigkeit von Erdgas zu reduzieren und die Treibhausgasbilanz zu verbessern.
Im September 2023 wurde unter der Leitung von Norbert Riedel eine Machbarkeitsstudie erstellt, um den Ist-Zustand des 1995 erbauten Gebäudes sowie dessen Potenziale zu analysieren. Der Fokus hierbei lag auf der Strom- und Wärmeversorgung. Netzstrom und Erdgas sollten weitgehend durch eine Wärmepumpe sowie zwei Photovoltaikanlagen mit Speicher ersetzt werden. Die technische Machbarkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit wurden durch eine Investitionsrechnung geprüft. Ergebnis: Es wird erwartet, dass sich die Investition von
rund 65.000 € (Eigenmittel) nach neun Jahren amortisiert, d. h. sich ökonomisch rechnet.
Nach Mittelfreigabe im Februar 2024 folgte die Angebotsphase im März 2024. Anschließend wurden die PV-Anlagen, der Speicher und die Wärmepumpe installiert. Mit dem Einbau der letzten messtechnischen Komponenten erfolgte im November 2024 die vollständige Inbetriebnahme. Damit waren auch die Voraussetzungen für die Abrechnung und die BAFA-Förderung für die Wärmepumpe erfüllt. Seitdem wird die Energieeffizienz kontinuierlich überwacht.
Resümierend kann festgehalten werden, dass die Modernisierung nicht nur die Energieeffizienz verbessert, sondern auch langfristig Stromerlöse und sinkende Energiekosten ermöglicht.
Der OV Stemwede gilt damit als zukunftsweisender Vorreiter nachhaltiger Energiekonzepte und kann laut Prognosen in 20 Jahren rund 300.000 kg CO2 einsparen.
Ansprechpartnerin rund um das Thema energetische Modernisierung ist Susanne Altvater rk@drk-stemwede.de


Das energetisch modernisierte DRK-Vereinsheim in Stemwede 2024


Dass Klimaschutz ein relevantes Thema ist, hatten verschiedene Fachbereiche des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe und seiner Tochtergesellschaften bereits weit vor dem Start des Klimaschutzprojektes (im Februar 2024) erkannt. Wie aus den bereits vorhandenen fachlichen Bemühungen ein strategischer Ansatz wurde, erfahren Sie online.
Zunächst wird dargestellt, wie aus den bereits vorhandenen fachlichen Bemühungen ein strategischer Ansatz wurde. Danach wird der Projektablauf skizziert, von der ersten Treibhausgasbilanzierung über eine Potenzialanalyse zum Identifizieren von Einsparpotenzialen in den erhobenen Bereichen – Liegenschaften, Fuhrpark etc. – und Szenarienentwicklung bis hin zur Ableitung von Zielen und Maßnahmen. Des Weiteren werden die projektbegleitenden Formate und Quick-Win-Projekte während der Laufzeit vorgestellt. Abschließend findet sich ein Fazit, was für Lehren aus dem Projekt, das verschiedene Nachhaltigkeitsziele –v. a. aber das 13. – adressiert, gezogen wurden.

Unser größtes Learning: Frühzeitig relevante Akteure – bzw. umsetzende Personen mit dem nötigen Know how – ins Boot holen.
Klimaschutzbemühungen können – wie die Broschüre illustriert – unterschiedlich angelegt und ausgerichtet sein: Vom kostenneutralen Quick Win über einen strategischen Ansatz bis hin zur investiven Sanierung. Doch wie lässt sich bei diesem Thema unter Berücksichtigung begrenzter Ressourcen am besten vorgehen?
Wo können unsere Gliederungen und Einrichtungen mit ihren Klimaschutzbemühungen ansetzen?
Klimaschutz folgt dem Grundsatz: Je weniger Endenergie verbraucht wird, desto mehr Emissionen werden eingespart. Um das größte Einsparpotenzial zu identifizieren und anschließend zu heben, empfiehlt sich eine systematische Herangehensweise.
Stellen Sie sich vor Sie sind ein*e Kreisgeschäftsführer*in, der/die bereits mit einer Vielzahl anderer Herausforderungen konfrontiert ist – von Finanzen bis hin zur Koordination von Haupt- und Ehrenamtlichen – und nun stellt sich noch die Frage: Wie kann Klimaschutz sinnvoll und nachhal-
tig integriert werden, ohne den Fokus auf die Kernaufgaben zu verlieren?
Um diese Frage zu beantworten, bietet sich zunächst eine strukturierte Erhebung des Ist-Zustandes an, wie die nachstehende Abbildung aus unserem Klimaschutzkonzept zeigt:
Gibt es in der Einrichtung Prozesse, die besonders ressourcenintensiv sind?
(Beispiel: hoher Papierverbrauch, viel Strombedarf, Mobilitätsaufwand)
Können diese Prozesse nachhaltiger gestaltet werden?
(Beispiel: Umstieg auf Recyclingpapier, digitale Abläufe, LED-Lampen, Fahrrad statt Auto)
Stehen ausreichend Ressourcen zur Verfügung?
(zum Beispiel: Zeit, Geld, Personal)
Umsetzung durch externe Unterstützung möglich?
• Gibt es Fördermittel, Beratungsangebote oder Kooperationen (z. B. Kommunen, Energieberater etc.)
• Wenn Unterstützung möglich, Umsetzung vorbereiten
• Wenn nicht: Thema beobachten, erneut prüfen, ggf. wieder mit der Ausgangsfrage oben starten.
Umsetzung der Maßnahme
• Was ist konkret zu tun?
• Wie wird die Maßnahme organisiert? u Danach: Wirkung beobachen und ggf. wieder mit der Ausgangsfrage oben starten.
• Wer ist zuständig?
Aktuell kein konkreter Handlungsbedarf
• Bestehende Abläufe regelmäßig refklektieren
• Entwicklungen beobachten
• Nachhaltigkeit als Leitprinzip etablieren
Die Umsetzung einer Klimaschutzmaßnahme beginnt mit der Erfassung des Ist-Stands. Zunächst wird geschaut, wie die bisherigen Abläufe aussehen und wo besonders viele Ressourcen wie Energie, Papier oder Wasser etc. verbraucht werden. So wird sichtbar, in welchen Bereichen Veränderungen sinnvoll sind.
Im nächsten Schritt werden Einsparpotenziale erkannt. Dabei geht es darum, welche Arbeitsprozesse nachhaltiger gestaltet werden können – etwa durch den Einsatz von Recyclingpapier, sparsames Drucken, energiesparende Beleuchtung oder klimafreundliche Mobilität. Oft führen schon kleine Anpassungen zu messbaren Verbesserungen.
Anschließend wird die Maßnahme ausgewählt und geplant. Es wird entschieden, was realistisch ist, wer beteiligt wird und welche Mittel benötigt werden. Entstehende Kosten können evtl. durch Fördermöglichkeiten ausgeglichen werden. So entsteht ein klarer Plan, wer was wann umsetzt.
Darauf folgt die Umsetzung: Die geplante Veränderung wird praktisch umgesetzt – zum Beispiel durch den Austausch von Geräten, neue Arbeitsweisen oder bewusstes Energiesparen. Wichtig ist, dass alle Mitarbeitenden informiert werden und verstehen, warum die Veränderung sinnvoll ist.
Zum Schluss erfolgt die Überprüfung. Dabei wird geschaut, ob die Maßnahme Wirkung zeigt: Wurde tatsächlich Energie gespart oder der Verbrauch reduziert? Erfolgreiche Maßnahmen können dann dauerhaft beibehalten oder auch auf andere Bereiche übertragen werden. So entsteht Schritt für Schritt eine nachhaltigere Arbeitsweise in der gesamten Einrichtung, die Ressourcen schont, im besten Fall Kosten senkt und einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.
Da der Grundsatz „Ohne Moos nichts los“ gilt, finden sich im nächsten Kapitel potenzielle Fördermittel und Finanzierungsmöglichkeiten, um das Loslaufen zu ermöglichen.
Für die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen stehen eine Vielzahl an Finanzierungs- und Fördermittelmöglichkeiten zur Verfügung, die speziell für die Unterstützung von Projekten in den Bereichen Nachhaltigkeit und Klimaschutz gedacht sind. Hier sind einige potenzielle Förderquellen (weitere sind bei der Fördermittelberatung des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe erfragbarAnsprechpersonen sind Niklas Becker und Caroline Kliesch foerdermittel@drk-westfalen.de):
1. KfW-Umweltprogramm (Kreditanstalt für Wiederaufbau)
µ Förderziel: Finanzierung von Investitionen, die zur Verringerung der Umweltbelastung beitragen.
µ Förderberechtigte: Unternehmen sowie Freiberufler
µ Förderhöhe: Kredite mit zinsgünstigen Konditionen, verbunden mit einem Tilgungszuschuss bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten (je nach Programm und Projektart).
µ Antragsfrist: Fortlaufend
Webseite KfW-Umweltprogramm
2. Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE))
µ Förderziel: Transformationskonzepte erstellen oder Investitionen tätigen, um Energie- und Ressourcenverbräuche zu senken und CO2 einzusparen.
µ Förderberechtigte: Unternehmen
µ Förderhöhe: Förderquoten bzw. Zuschüsse und Kreditkonditionen variieren je nach Modul.
µ Antragsfrist: Nicht angegeben (dafür finden sich dort bspw. hilfreiche Tipps zur Wärmeversorgungsoptimierung)
Webseite EEW

3. Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA))
µ Förderziel: Maßnahmen zur Verbesserung des energetischen Niveaus des Gebäudes
µ Förderberechtigte: u. a. gemeinnützige Organisationen
µ Förderhöhe: Förderquote abhängig von der umzusetzenden Maßnahme
µ Antragsfrist: Richtlinie gilt bis 31.12.2030 (zwischenzeitliche Anpassungen möglich)
Webseite BEG
4. Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge (Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) für das Bundesministerium für Verkehr (BMV))
µ Förderziel: Verschiedene Förderprogramme zur Förderung von Ladeinfrastrukturen
µ Förderberechtigte: Von juristischen Personen bis hin zu natürlichen Personen, KMU und Gebietskörperschaften
µ Förderhöhe: Förderquoten schwanken in den verschiedenen Förderprogrammen (z. T. gab es schon Förderungen bis zu 80 % der Ausgaben)
µ Antragsfrist: Aktuell kein Förderfenster geöffnet (auf der Webseite ist allerdings der Newsletter der BAV verlinkt, der über Neuigkeiten informiert)
Webseite Förderung Ladeinfrastruktur
5. Nachhaltigkeitskommunikation, -bildung und -bewertung (Themengebundene Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU))
µ Förderziel: Bei diesem Themenschwerpunkt bspw. Förderung der Identifikation und Entwicklung von Nachhaltigkeitsindikatoren oder Maßnahmen zum Ausbau von Nachhaltigkeitskompetenzen
µ Förderberechtigte: Juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts, KMU
µ Förderhöhe: Zweckgebundener, nicht rückzahlbarer Zuschuss auf Basis der Projektkosten, welcher bis zu 100 % der Projektkosten betragen kann
µ Antragsfrist: Fortlaufend
Webseite DBU

6. Deutsche Postcode Lotterie
µ Förderziel: Förderung von Projekten in den Bereichen Chancengleichheit, Natur- und Umweltschutz sowie sozialer Zusammenhalt
µ Förderberechtigte: Gemeinnützige Organisationen in ganz Deutschland
µ Förderhöhe: Aktuell Förderfenster für max. 30.000 Euro und max. 100.000 Euro pro Projekt; jeweils Einsatz von Eigenmitteln von mindestens 20 % der Gesamtkosten des Vorhabens
µ Antragsfrist: Verschiedene Fristen für Interessensbekundungen in Abhängigkeit von der Förderhöhe
Webseite Deutsche Postcode Lotterie

7. Heidehof Stiftung
µ Förderziel: Förderung von Projekten in den Bereichen Bildung, Umwelt, Soziales sowie Kinder und Jugendliche und Menschen mit Behinderung
µ Förderberechtigte: Gemeinnützige Träger
µ Förderhöhe: Vom Projekt und der noch zur Verfügung stehenden Jahresmittel abhängig; Eigenmittel sollten „in angemessener Höhe“ eingebracht werden
µ Antragsfrist: Fortlaufend (Antrag sollte zwei Monate vor Projektbeginn eingehen)
Webseite Heidehof Stiftung
8. Stiftung Umwelt- und Entwicklung NRW
µ Förderziel: Förderung von Projekten in den Bereichen Bildung, Umwelt, Soziales sowie Kinder und Jugendliche und Menschen mit Behinderung; unterschiedliche Themenschwerpunkte
µ Förderberechtigte: Gemeinnützige Organisationen
µ Förderhöhe: <10.000 Euro, >10.000 Euro, >99.999 Euro, >200.000 Euro; Förderquote i. d. R. 80 %, was 20 % an Eigenmitteln bedeutet
µ Antragsfrist: Abhängig von der beantragten Fördersumme
Webseite Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW

Richtlinie des geö neten Programms durchlesen und frühzeitig Kontakt mit dem Fördermittelgeber aufnehmen, um zu besprechen, ob eine Antragsstellung sinnvoll ist.
Für DRK-Gliederungen und -Einrichtungen bieten sich zahlreiche Ansatzpunkte zur Integration von Klimaschutzmaßnahmen.
Durch die Analyse des Ist-Zustands, die Messung von Einsparungen und die Identifikation von Potenzialen können maßgeschneiderte Lösungen entwickelt und mithilfe passender Fördermittel realisiert werden.
Eine strukturierte Vorgehensweise nach dem Projektmanagementzyklus ermöglicht eine erfolgreiche und nachhaltige Umsetzung von Maßnahmen.
Auch wenn Klimaschutzbemühungen zunächst wie eine zusätzliche Querschnittsaufgabe erscheinen mögen, bringen diese häufig nicht nur ökologische, sondern oft auch soziale sowie mittel- und langfristig sogar ökonomische Vorteile mit sich.
Herausgeber:
DRK-Landesverband Westfalen-Lippe e. V.
Verantwortlich für den Inhalt:
Dr. Hasan Sürgit Vorstand
DRK-Landesverband Westfalen-Lippe
Redaktion:
Laura Scheffelmaier
Klimaschutzmanagerin
Abteilung Dienstleistungen
DRK-Landesverband Westfalen-Lippe
Thorsten Meyer
Werkstudent
Abteilung Dienstleistungen
DRK-Landesverband Westfalen-Lippe
Markus Stücker
Abteilungsleitung
Abteilung Dienstleistungen
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Layout und Satz: Martina Czernik Stabsstelle Kommunikation
DRK-Landesverband Westfalen-Lippe
Titelfoto:
Jonas Westermeyer
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Stand: November 2025
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