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Sportentwicklungsbericht für Deutschland 2023-2025

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Christoph Breuer · Svenja Feiler

Sportvereine in Deutschland: Ergebnisse aus der 9. Welle des Sportentwicklungsberichts Sportentwicklungsbericht für Deutschland 2023–2025 – Teil 1


Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über „https://dnb.d-nb.de“ abrufbar.

Impressum Herausgeber Bundesinstitut für Sportwissenschaft | BISp Graurheindorfer Straße 198 · 53117 Bonn info@bisp.de www.bisp.de Stand Dezember 2024 Gestaltung pluusdesign GmbH, Köln Bildnachweis © LSB NRW/Andrea Bowinkelmann Text Christoph Breuer und Svenja Feiler ISBN 978-3-96523-110-8 https://doi.org/10.4126/FRL01-006510615


Christoph Breuer · Svenja Feiler

Sportvereine in Deutschland: Ergebnisse aus der 9. Welle des Sportentwicklungsberichts Sportentwicklungsbericht für Deutschland 2023–2025 – Teil 1


Inhaltsverzeichnis


Inhaltsverzeichnis

5

1

Zusammenfassung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

2

Einleitung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

3 3.1 3.1.1 3.1.2 3.1.3 3.1.4 3.1.5 3.1.6 3.2 3.2.1 3.2.2

Organisationen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Bedeutung der Sportvereine für Deutschland. . . . . . . . . . . 15 Selbstverständnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Allgemeine strukturelle Merkmale. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Angebote. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Ressourcen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 Demokratiefunktion. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49 Prävention sexualisierter Gewalt. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51 Unterstützungsmöglichkeiten und -bedarf. . . . . . . . . . . . . . 54 Allgemeine Probleme. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54 Existenzielle Probleme. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58

4 4.1 4.1.1 4.1.2 4.1.3 4.1.4 4.2 4.2.1 4.2.2 4.2.3 4.2.4

Personen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64 TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 Ausbildung/Qualifizierung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 Zukunftspläne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 Zufriedenheit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 Motivation. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73 Vorstandsmitglieder. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76 Ausbildung/Qualifizierung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76 Zukunftspläne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77 Zufriedenheit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79 Motivation. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83

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5 5.1 5.2 5.3 5.3.1 5.3.2 5.3.3 5.4 5.4.1 5.4.2 5.4.3 5.4.4

Inhaltsverzeichnis

Methode. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86 Hintergrund. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87 Qualitätssicherung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 Organisationsbefragung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 Messung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 Repräsentation. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91 Auswertung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93 Personenbefragungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96 Vorgehen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96 Messung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96 Repräsentation. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97 Auswertung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99 Quellenverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100 Tabellenverzeichnis. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104 Abbildungsverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110 Anhang: Fragebogen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114

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1

Zusammenfassung

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Zusammenfassung

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Die Ergebnisse der neunten Welle untermauern einmal mehr, dass Sportvereine in Deutschland nicht nur zentrale Institutionen für Sport und Bewegung sind, sondern auch eine wesentliche gesellschaftliche Funktion als Orte sozialer Interaktion und gemeinschaftlichen Zusammenhalts darstellen. In den letzten Jahren ist ein verstärktes Selbstverständnis der Vereine als Solidargemeinschaften zu beobachten und die Vereine legen verstärkt Wert auf ein Gemeinschaftsgefühl. Blickt man auf die Ressourcensituation der Vereine, so zeigt sich, dass das ehrenamtliche Engagement die zentrale Herausforderung bleibt. Die Bindung und Gewinnung von ehrenamtlichen FunktionsträgerInnen stellen 17,5 % der Vereine vor existenzielle Herausforderungen. Besonders problematisch ist der Rückgang junger Engagierter. Zwar bleiben die Zahlen der Übungsleiterinnen und Übungsleiter sowie der Trainerinnen und Trainer stabil, dies geschieht jedoch vor dem Hintergrund steigender Mitgliederzahlen, wodurch sich die Belastung für das vorhandene Personal erhöhen dürfte. Gleichzeitig sind Positionen für ehrenamtliche Weiterbildung und Angebotsentwicklung rückläufig, ebenso wie bezahlte Führungspositionen. Hinzu kommen wachsende Schwierigkeiten durch mangelnde Unterstützung seitens der Politik und Verwaltung sowie durch den Zustand der genutzten Sportstätten. Diese Entwicklungen legen nahe, dass einige Vereine aufgrund wachsender Herausforderungen beginnen, sich von wünschenswerten Zusatzaufgaben zurückzuziehen, da deren Bewältigung zunehmend schwieriger wird. Dies betrifft originär sportbezogene Aufgaben wie ein explizites Engagement im Leistungssport, im Gesundheitssport sowie die Prävention von Doping und Spielmanipulation. Es betrifft aber auch gesellschaftspolitische Themen wie die außersportliche Kinder- und Jugendarbeit oder den Umweltund Klimaschutz. Hier bedarf es jedoch weitergehender Analysen, um den Ursachen für diese Entwicklung empirisch auf den Grund

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10

Zusammenfassung

zu gehen. Entsprechende Auswertungen sind in nachfolgenden Publikationen zur neunten Welle des Sportentwicklungsberichts geplant. Trotz der genannten Herausforderungen gibt es auch positive Entwicklungen: Die Sensibilisierung für die Prävention sexualisierter Gewalt hat zugenommen, ebenso wie das Angebot für Geflüchtete. Zudem ist finanzielle Stabilität weiterhin gegeben, was als notwendige Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit der Vereine von essentieller Bedeutung ist. Positiv ist ebenso hervorzuheben, dass die Sportvereine in Deutschland weiterhin großen Wert darauf legen, ihre TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen zu qualifizieren und ihren ehrenamtlichen MitarbeiterInnen Fort- und Weiterbildungen zu ermöglichen. Dies ist insofern von enormer Bedeutung, da sich in vergangenen Befragungen des Sportentwicklungsberichts die Qualifizierung als wichtiger Faktor sowohl für die Motivation und Zufriedenheit, als auch für die Dauer des ehrenamtlichen Engagements der entsprechenden Stakeholder herausgestellt hat. Blickt man in diesem Zusammenhang auf erste Ergebnisse der Personenbefragungen der neunten Welle, so zeigt sich, dass Trainerinnen und Trainer insgesamt zufriedener mit ihrer Tätigkeit sind als Vorstandsmitglieder und seltener die Absicht äußern, ihr Engagement aufzugeben. Beide Personengruppen sind stark intrinsisch motiviert, während materielle Anreize kaum eine Rolle zu spielen scheinen. Insgesamt lässt sich konstatieren, dass die Sportvereine in Deutschland vor einem Spannungsfeld zwischen ihrem Zweck, zusätzlichen gesellschaftspolitischen Erwartungen und strukturellen Herausforderungen stehen. Während sie sich als Solidargemeinschaften weiterentwickeln und in einzelnen Bereichen – wie der Gewaltprävention und der Flüchtlingshilfe – Fortschritte erzielen, sind sie gleichzeitig mit einem Rückgang des (jungen) ehrenamt-

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Zusammenfassung

11

lichen Engagements und zunehmenden infrastrukturellen Schwierigkeiten konfrontiert. Die neunte Welle des Sportentwicklungsberichts wurde, wie die vorherigen acht Erhebungswellen, als Online-Befragung im letzten Quartal 2023 durchgeführt. Insgesamt nahmen 18.862 Sportvereine an der Befragung teil, was einer Rücklaufquote von 24,6 % entspricht. Zur Gewährleistung der Repräsentativität wurden die Daten auf Basis der Vereinsgröße im jeweiligen Bundesland gewichtet. Eine zusätzliche „mitgliedergewichtete Systemperspektive“ wurde angewendet, um die Betroffenheit der Vereinsmitglieder anstatt der Vereine abzubilden. Um Entwicklungen über die letzten drei Jahre zu untersuchen, wurden für die Längsschnittanalyse Vereine herangezogen, die sich sowohl an der achten (2020) als auch an der neunten (2023) Welle beteiligt haben. Dies traf auf 8.129 Vereine zu, was einer Dabeibleiberquote von 40,3 % entspricht. Zusätzlich wurden für bestimmte Fragestellungen auch Entwicklungen zu vorherigen Wellen ausgewiesen, sofern die entsprechenden Fragen nicht in der achten Welle erhoben wurden. Die Veränderungen zwischen den entsprechenden Wellen wurden mithilfe von Indizes dargestellt. Zur Überprüfung der statistischen Signifikanz wurden t-Tests durchgeführt, wobei im Bericht nur signifikante Veränderungen dargestellt werden. Ergänzend zu der Vereinsbefragung wurden, wie bereits in der siebten Welle, erneut zwei Stakeholdergruppen der Vereine befragt: TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen sowie Vorstandsmitglieder. Diese Erweiterung ermöglichte es, zusätzlich zur Mesoebene der Sportvereine auch die Mikroebene der genannten Stakeholdergruppen zu integrieren.

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2

Einleitung

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Einleitung

13

Seit der siebten Welle des Sportentwicklungsberichts für Deutschland wird die Organisationsbefragung der Sportvereine in Deutschland ergänzt um Befragungen verschiedener Personengruppen in den Vereinen. Auf diese Weise wird ein Mehrebenen-Paneldesign erzeugt und es gelingt, vertieftes Argumentations- und Handlungswissen zu den Sportvereinen in Deutschland zu gewinnen. In der vorliegenden neunten Welle wurden in diesem Zusammenhang neben den Vereinen auch TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen sowie Vorstandsmitglieder befragt1. Der vorliegende Bericht beinhaltet daher sowohl Auswertungen der Organisationsbefragung, d. h. der Sportvereine (Kapitel 3), als auch eine Auswahl an Auswertungen der Personenbefragungen (Kapitel 4). Ausführliche Auswertungen der Personenbefragungen erfolgen in separaten Berichten. Die Methode wird ausführlich in Kapitel 5 erläutert.

1 Detaillierte Informationen zu den einzelnen Befragungen können dem Methodenkapitel (Abschnitt 5) entnommen werden.

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3

Organisationen

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Organisationen

15

3.1 Bedeutung der Sportvereine für Deutschland 3.1.1 Selbstverständnis Um die gesellschaftliche Bedeutung von Sportvereinen abschätzen zu können, ist es zunächst einmal wichtig zu wissen, wofür sie stehen bzw. was sie im Hinblick auf ihre Zielfunktion bedeutsam macht. Daher wurden die Sportvereine wie in den vorherigen Wellen zunächst zu ihrem Selbstverständnis befragt. Zur Einschätzung des Selbstverständnisses zu unterschiedlichen Items wurde eine fünfstufige Skala herangezogen (von 1=„stimme gar nicht zu“ bis 5=„stimme voll zu“). Demnach legen Sportvereine auch im Jahr 2023 insbesondere Wert auf Gemeinschaft (M=4,55) und verstehen sich als Solidargemeinschaft (M=4,30). Weiterhin ist den Vereinen eine demokratische Beteiligung im Verein wichtig (M=4,23) und Bisheriges besser zu machen (M=4,17). Zudem legen die Sportvereine Wert auf die demokratische Beteiligung von jungen Menschen (M=4,04), engagieren sich nach Selbstaussage im Kinder- und Jugendsport (M=4,02) und legen Wert auf die Qualifizierung ihrer Trainerinnen und Trainer sowie Übungsleiterinnen und Übungsleiter (M=4,00; vgl. Abb. 1). Während ein starker Fokus der Sportvereine somit nach wie vor auf jungen Menschen liegt, fällt ein spezifisches Engagement im Seniorensport (M=3,44) und im Mädchen- und Frauensport (M=3,26), wie bereits in der letzten Welle des Sportentwicklungsberichts festgestellt, durchschnittlich etwas geringer aus. Dies gilt auch für das Engagement für einkommensschwache Personen (M=3,02) sowie für die Bereiche des Gesundheitssports (M=2,94) und des Leistungssports (M=2,62). Noch etwas geringer fällt das Engagement der Sportvereine für Menschen mit Behinderungen (M=2,57) und für Flüchtlinge (M=2,36) aus (vgl. Abb. 1 und Abb. 2).

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16

Organisationen

Das Engagement der Sportvereine in den Bereichen Dopingprävention (M=2,17) und Prävention von Spiel- bzw. Wettkampfabsprachen (M=2,32) ist im Durchschnitt eher gering ausgeprägt, was auch daran liegen mag, dass nur ein Teil der Sportvereine Wettkampfbzw. Leistungssport fokussiert. Das Vereinsengagement im Bereich der Prävention sexualisierter Gewalt und Kinderschutz ist durchschnittlich moderat ausgeprägt (M=3,02), liegt aber deutlich unter dem Wert für einen Fokus auf Kinder- und Jugendsport (M=4,02; s. o.). Auch im Umwelt- und Klimaschutz engagieren sich die Sportvereine durchschnittlich nur mittelmäßig (M=2,74). Ein Engagement im E-Sport ist bei den Vereinen durchschnittlich nur sehr geringfügig ausgeprägt (M=1,51), während die Vereine im Schnitt durchaus eine Chance in der Digitalisierung (M=3,46) sehen (vgl. Abb. 1 und Abb. 2). Insgesamt fällt auf, dass die durchschnittliche Zustimmung zu vielen Items des Selbstverständnisses im Vergleich zur letzten Welle des SEB im Jahr 2020 leicht, aber signifikant rückläufig ist. Dies betrifft sowohl das Engagement für die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen als auch das Engagement im Gesundheits- und Leistungssport, im Umwelt- und Klimaschutz als auch die Prävention von Doping und Spielmanipulationen. Andererseits gewinnt der Fokus auf eine solidarische Gemeinschaft in den Vereinen an Bedeutung (vgl. Abb. 1 und Abb. 2). Möglichen Ursachen für diese Entwicklungen wird in weiterführenden Analysen nachfolgender Berichte zur neunten Welle des Sportentwicklungsberichts nachgegangen.

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Organisationen

17

Unser Verein ... 4,55 (+2,0***)

legt Wert auf Gemeinschaft versteht sich als Solidargemeinschaft

4,30 (+0,9**)

legt Wert auf demokratische Beteiligung im Verein

4,23 (-0,7*)

legt Wert darauf, Bisheriges besser zu machen

4,17 (-2,4***)

legt Wert auf demokratische Beteiligung von jungen Menschen

4,04 (-0,7*)

engagiert sich im Kinder- und Jugendsport

4,02

legt Wert auf die Qualifizierung seiner ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen

4,00

achtet besonders auf die Qualität des Sportangebots

3,94 (n.e.)

legt Wert auf Mitgliederwachstum

3,92

legt Wert auf die Pflege von Tradition

3,89

legt Wert darauf, Neues zu entwickeln

3,79 (-4,8***)

legt Wert auf die Fort- und Weiterbildung von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen

3,68

versteht sich als Dienstleister in Sachen Sport

3,62 (-2,9***)

sieht in der Digitalisierung eine Chance für den Verein

3,46

1

2

3

4

Mittelwert Abb. 1: Selbstverständnis der Sportvereine (Teil 1; 1=„stimme gar nicht zu“ bis 5=„stimme voll zu“; Index: 2020=0; n.e.=nicht erfasst 2020). Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1

5


18

Organisationen

Unser Verein ... engagiert sich im Seniorensport

3,44

engagiert sich im Mädchen-/Frauensport

3,26

engagiert sich für einkommensschwache Personen

3,02 (n. e.)

engagiert sich im Bereich Kinderschutz und Prävention sexualisierter Gewalt

3,02

engagiert sich im Gesundheitssport

2,94 (-2,3***)

engagiert sich im Umwelt-/Klimaschutz

2,74 (-2,1**)

engagiert sich für Menschen mit Migrationshintergrund

2,67 (-8,2***)

engagiert sich im Leistungssport

2,62 (-2,3***)

engagiert sich für Menschen mit Behinderungen

2,57 (-2,3***)

engagiert sich in der außersportlichen Kinder- und Jugendarbeit

2,48 (-5,8***)

engagiert sich für Flüchtlinge

2,36 (-3,7***)

engagiert sich in der Prävention von Spiel- bzw. Wettkampfabsprachen

2,32 (-8,4***)

engagiert sich in der Dopingprävention

2,17 (-5,2***)

engagiert sich im E-Sport

1,51 (-8,5***) 1

2

3

4

5

Mittelwert

Abb. 2: Selbstverständnis der Sportvereine (Teil 2; 1=„stimme gar nicht zu“ bis 5=„stimme voll zu“; Index: 2020=0; n.e.=nicht erfasst 2020). Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Organisationen

19

Blickt man neben den Mittelwerten ergänzend auf die Verteilung der Zustimmung zu den vorgegebenen Kategorien des Selbstverständnisses der Vereine, so zeigt sich folgendes Bild (vgl. Abb. 3 und Abb. 4): Knapp zwei Drittel der Sportvereine (64 %) stimmen der Aussage voll zu, Wert auf Gemeinschaft zu legen und 56 % geben an, sich im Kinder- und Jugendsport zu engagieren. Zudem stimmen 51 % der Vereine voll zu, sich als Solidargemeinschaft zu verstehen, und 45 % stimmen voll zu, Wert auf demokratische Beteiligung im Verein zu legen. Rund 42 % legen zudem Wert auf die Qualifizierung der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen (vgl. Abb. 3). Blickt man zudem auf die Ablehnungen der Vereine, so zeigen sich einige interessante Befunde. Die stärkste Ablehnung besteht nach wie vor darin, sich (nicht) im E-Sport zu engagieren. Hier stimmen knapp 70 % der Vereine einem Engagement gar nicht zu. Zudem ist die Nicht-Zustimmung auch in den Bereichen der Dopingprävention (46 % „stimme gar nicht zu“) sowie in der Prävention von Spiel- bzw. Wettkampfabsprachen2 (38 %) nach wie vor recht hoch ausgeprägt (vgl. Abb. 4). Darüber hinaus ist auch das Engagement einiger Vereine im Bereich des Kinderschutzes ausbaufähig: Ein Viertel der Vereine stimmt der Aussage gar nicht zu, sich im Bereich Kinderschutz und für die Prävention sexualisierter Gewalt zu engagieren. Aber nur 10 % betonen, dass sie sich überhaupt nicht im Kinder- und Jugendsport engagieren. Umgekehrt stimmen 56 % der Aussage voll zu, sich im Kinder- und Jugendsport zu engagieren. Aber nur 22 % der Vereine stimmen der Aussage voll zu, sich im Bereich Kinderschutz und der Prävention sexualisierter Gewalt zu engagieren. Zudem fällt auf, dass nach eigener Aussage knapp ein Viertel der Vereine gar nicht im Umwelt- bzw. Klimaschutz aktiv ist (vgl. Abb. 4). 2 Eine Erklärung für die Nicht-Zustimmung in den beiden genannten Themenbereichen könnte sein, dass sich die entsprechenden Vereine oftmals nicht oder kaum im Wettkampf- und Leistungssport engagieren und daher keine bzw. kaum die Notwendigkeit eines Engagements in der Dopingprävention sowie in der Prävention von Spiel- und Wettkampfabsprachen sehen.

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20

Organisationen

Unser Verein ... legt Wert auf Gemeinschaft 116 engagiert sich im Kinder- und Jugendsport

30

64

10 6 12

versteht sich als Solidargemeinschaft 23 11 legt Wert auf demokratische Beteiligung im Verein 12

16

56

34

13

51

39

45

legt Wert auf die Qualifizierung seiner ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen

4 6

17

31

42

legt Wert auf demokratische Beteiligung von jungen Menschen

34

18

36

39

43

39

legt Wert darauf, Bisheriges besser zu machen 12 15 legt Wert auf die Pflege von Tradition

3 7

21

34

35

achtet besonders auf die Qualität des Sportangebots 2 5

22

38

33

legt Wert auf Mitgliederwachstum 1 5

25

37

32

legt Wert auf die Fort- und Weiterbildung von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen

5 10

26

30

29

versteht sich als Dienstleister in Sachen Sport

7

22

31

29

legt Wert darauf, Neues zu entwickeln

2 7

36

27

sieht in der Digitalisierung eine Chance für den Verein

7 0%

stimme gar nicht zu stimme eher nicht zu teils-teils stimme eher zu stimme voll zu

11 28 14 20 %

30 40 %

28 60 %

23 80 %

100 %

Verteilung der Zustimmung der Vereine zum Selbstverständnis des Vereins (Anteil an Vereinen in %)

Abb. 3: Verteilung der Zustimmung zum Selbstverständnis (Teil 1). Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Organisationen

21

Unser Verein ... engagiert sich im Seniorensport

15

12

engagiert sich im Mädchen-/Frauensport

17

13

19

23 23

31 20

26

engagiert sich im Bereich Kinderschutz und Prävention sexualisierter Gewalt

25

14

19

engagiert sich im Gesundheitssport

21

19

23

19

18

engagiert sich für einkommensschwache Personen

15

31

22

14

18

20

22

engagiert sich im Leistungssport

32

19

19

engagiert sich für Menschen mit Behinderungen

25

27

25

12

11

engagiert sich in der außersportlichen Kinder- und Jugendarbeit

29

26

23

11

11

engagiert sich im Umwelt-/Klimaschutz

24

19

11

18

28

46

engagiert sich in der Dopingprävention engagiert sich für Menschen mit Migrationshintergrund

22

engagiert sich in der Prävention von Spiel- bzw. Wettkampfabsprachen

21 23 21

30

28 69

engagiert sich im E-Sport 0% stimme gar nicht zu stimme eher nicht zu teils-teils stimme eher zu stimme voll zu

20 %

40 %

14

9

10

15

9

20

12

9

25

11

7

17 60 %

10 32

80 %

Verteilung der Zustimmung der Vereine zum Selbstverständnis des Vereins (Anteil an Vereinen in %)

Abb. 4: Verteilung der Zustimmung zum Selbstverständnis (Teil 2). Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1

13

31

38

engagiert sich für Flüchtlinge

17

100 %


22

Organisationen

3.1.2 Allgemeine strukturelle Merkmale 3.1.2.1 KaderathletInnen Leistungssport in Deutschland wäre ohne Sportvereine kaum denkbar. Gut jeder zehnte Verein bzw. rund 8.800 Vereine haben Kaderathletinnen und Kaderathleten aus den Bereichen Olympiakader (OK), Perspektivkader (PK), Ergänzungskader (EK), Nachwuchskader (NK1 und NK2) und/oder Landeskader (LK) in ihren Reihen. Somit bilden sie eine wichtige Basis für den Leistungs-/Hochleistungssport in den Bundesländern sowie auf gesamtdeutscher Ebene. Im Vergleich zum vorherigen Erhebungszeitraum zeigen sich hier keine signifikanten Veränderungen (vgl. Tab. 1). Tab. 1: Sportvereine mit KaderathletInnen.

KaderathletInnen vorhanden

Anteil an Vereinen (in %)

Vereine Gesamt

10,2

8.800

Vereine, die über KaderathletInnen verfügen, gaben an, im Jahr 2022 im Schnitt über 2,2 weibliche und 2,5 männliche Personen auf Landesebene, d. h. in den Kaderstufen LK und NK2, verfügt zu haben. Die durchschnittliche Anzahl an BundeskaderathletInnen lag im Schnitt niedriger, nämlich bei 0,7 weiblichen und 0,8 männlichen KaderathletInnen (vgl. Tab. 2). Insgesamt belief sich die Anzahl an KaderathletInnen somit auf rund 53.400.

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Organisationen

23

Tab. 2: Anzahl an KaderathletInnen im Jahr 2022. Anzahl an KaderathletInnen (wenn vorhanden)

Mittelwert

Gesamt

weibliche Kaderathletinnen

2,2

19.200

männliche Kaderathleten

2,5

21.900

weibliche Kaderathletinnen

0,7

5.700

männliche Kaderathleten

0,8

6.600

Landeskader (LK & NK2):

Bundeskader (NK1, PK, EK, OK, WK):

3.1.2.2 Träger der freien Jugendhilfe Gemäß § 75 des achten Sozialgesetzbuchs (SGB VIII) können juristische Personen und Personenvereinigungen als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt werden, wenn sie auf dem Gebiet der Jugendhilfe tätig sind, gemeinnützige Ziele verfolgen, auf Grund der fachlichen und personellen Voraussetzungen erwarten lassen, dass sie einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Erfüllung der Aufgaben der Jugendhilfe zu leisten im Stande sind, und die Gewähr für eine den Zielen des Grundgesetzes förderliche Arbeit bieten. In Deutschland sind mindestens 8 %, also insgesamt knapp 7.000 Sportvereine, als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Im Vergleich zum letzten Erhebungszeitpunkt 2017 ist dieser Anteil konstant geblieben, während der Anteil an Vereinen, die nach eigener Angabe nicht als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt sind, angestiegen ist. Im Gegenzug hat der Anteil an Vereinen, die diese Frage nicht beantworten konnten, im Vergleich zu 2017 signifikant abgenommen, beläuft sich aber dennoch auf rund 49 % (vgl. Tab. 3).

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24

Organisationen

Tab. 3: Verein ist gem. § 75 SGB VIII als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Anteil an Vereinen (in %)

Vereine Gesamt

ja

8,0

6.900

nein

42,9

37.100

+35,8***

weiß nicht

49,1

42.400

-20,6***

Träger freie Jugendhilfe

Index (2017=0)

3.1.3 Angebote 3.1.3.1 Gesundheitsversorgung der Bevölkerung Im Bereich der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung bietet gut jeder dritte Sportverein bzw. rund 29.300 Sportvereine in Deutschland Programme mit Gesundheitsbezug an (vgl. Tab. 4). Tab. 4: Vereine mit Sportangeboten im Gesundheitsbereich und deren Entwicklung. Anteil an Vereinen (in %)

Vereine Gesamt

Index (2020=0)

Gesundheitssport allgemein

32,0

27.600

-5,1***

Rehabilitation/ Tertiärprävention

5,8

5.000

Behinderung/chronische Krankheit

6,8

5.900

Summe über Kategorien mit Gesundheitsbezug

33,9

29.300

-4,5***

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Organisationen

25

Differenziert betrachtet bieten die meisten Vereine, die über Sportangebote im Gesundheitsbereich verfügen, diese im Bereich des allgemeinen Gesundheitssports an (32,0 %). Über Angebote im Bereich Rehabilitation und Tertiärprävention, d. h. insbesondere über therapeutische Angebote, verfügen 5,8 % der Sportvereine. Noch etwas mehr Vereine, nämlich 6,8 %, bieten Sport für körperlich und/oder geistig behinderte und chronisch kranke Menschen an. Insgesamt, d. h. über alle Kategorien, sowie im allgemeinen Gesundheitssport bieten etwas weniger Vereine entsprechende Angebote an als noch 2020 (vgl. Tab. 4). Betrachtet man die Angebote mit Gesundheitsbezug in Relation zu den gesamten Sportangeboten der Vereine, so zeigt sich, dass im Mittel 11,9 % der Sportangebote einen Gesundheitsbezug aufweisen. Der größte Anteil entfällt mit 9,4 % aller Sportangebote auf Maßnahmen im Bereich des allgemeinen Gesundheitssports, wohingegen ein geringerer Anteil (1,1 %) aller Sportangebote aus dem Bereich Rehabilitation und Tertiärprävention kommt. Angebote für Behinderte und chronisch Kranke machen einen Anteil von 1,5 % aller Sportangebote aus. Auch hier zeigen sich leichte Rückgänge, was die Anteile der Gesundheitssportangebote an allen Sportangeboten betrifft3 (vgl. Tab. 5).

3 Hierbei ist zu beachten, dass sich auch bei der Anzahl der Sportangebote insgesamt signifikante Rückgänge im Vergleich zu 2020 zeigen.

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26

Organisationen

Tab. 5: Anteil der Gesundheitsportangebote an allen Sportangeboten der Sportvereine und deren Entwicklung. Anteil an Angeboten (Mittelwert in %)

Index (2020=0)

Gesundheitssport allgemein

9,4

-4,5*

Rehabilitation/Tertiärprävention

1,1

Behinderung/chronische Krankheit

1,5

Summe über Kategorien mit Gesundheitsbezug

11,9

-3,8*

3.1.3.2 Angebote für Flüchtlinge Die Sportvereine wurden in der neunten Welle befragt, ob sie in den vergangenen zwei Jahren (vom Zeitpunkt der Befragung im Herbst 2023) besondere Initiativen oder Maßnahmen angeboten haben, um die Teilnahme von Flüchtlingen im Verein zu fördern. Mehr als ein Fünftel der Vereine bzw. rund 18.200 Vereine gaben an, dass dies auf ihren Verein zutrifft. Im Vergleich zum letzten Erhebungszeitpunkt 2015 ist dies ein signifikanter Anstieg (vgl. Tab. 6).

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Organisationen

27

Tab. 6: Vereine mit Angeboten für Flüchtlinge (Anteil an Vereinen in %) und deren Entwicklung. Anteil an Vereinen (in %)

Vereine Gesamt

Index (2015=0)

21,1

18.200

+10,0*

Sportliche Aktivitäten/Angebote

73,2

13.300

+21,7***

Spezielle Mannschaften für diese Gruppe

4,5

800

Kooperationen mit Sportorganisationen (z. B. Fachverbände, LSB, KSB)

12,5

2.300

Kooperationen mit der Stadt/ Gemeinde/Kommune

31,6

5.800

Besondere Mitgliedschaftsbeiträge (reduziert oder gefördert)

55,4

10.100

Sonstige Maßnahmen

15,7

2.900

Initiativen/Maßnahmen für Flüchtlinge vorhanden (innerhalb der letzten zwei Jahre) Art der Maßnahmen (wenn vorhanden)

Im Weiteren wurden diese Vereine gebeten anzugeben, um welche Art von Maßnahmen es sich hierbei handelte. Knapp drei Viertel der Vereine, die entsprechende Initiativen bzw. Maßnahmen anboten, gaben an, dass es sich hierbei um sportliche Aktivitäten oder Angebote für geflüchtete Menschen handelte. Dieser Anteil ist im Vergleich zu 2015 signifikant angewachsen. Zudem gab über die Hälfte an, dass besondere Mitgliedsbeiträge (reduziert oder gefördert) angeboten wurden, um Flüchtlingen das Sporttreiben im Verein zu

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28

Organisationen

erleichtern. Weiterhin gab knapp ein Drittel dieser Vereine an, bzgl. der Integration von Flüchtlingen Kooperationen mit der Stadt, Gemeinde bzw. Kommune eingegangen zu sein und 12,5 % nannten zudem Kooperationen mit Sportorganisationen. Außerdem boten 4,5 % dieser Vereine spezielle Mannschaften für Geflüchtete an. Knapp 16 % nannten zudem weitere Maßnahmen4 (vgl. Tab. 6). Obwohl das Selbstverständnis der Vereine hinsichtlich des Engagements für Flüchtlinge im Schnitt über die letzten drei Jahre leicht gesunken ist (vgl. Abb. 2), zeigt sich im Vergleich zum Jahr 2015, d. h. über einen längeren Betrachtungszeitraum, ein Zuwachs bei den Angeboten für geflüchtete Menschen. 3.1.3.3 Kooperationen mit Schulen/Kitas Die Zusammenarbeit von Sportvereinen mit weiteren Institutionen spielt eine wichtige Rolle bei der Angebotserstellung. Dies trifft insbesondere auf die Kooperation von Vereinen mit Schulen und/oder Kindertagesstätten zu, denn die jungen Altersgruppen weisen nach wie vor mit den höchsten Organisationsgrad in den Sportvereinen auf (vgl. DOSB, 2023). Befragt nach einer Kooperation mit Schulen und/oder Kindergärten bzw. Kindertagesstätten gaben knapp 30 % der Sportvereine (rund 25.500 Vereine) an, bei der Angebotserstellung mit Schulen zusammenzuarbeiten. Eine gemeinsame Angebotserstellung mit Kindergärten bzw. Kitas ist in gut 15 % der Sportvereine in Deutschland zu finden, was hochgerechnet rund 13.000 Vereinen entspricht. Allerdings zeigen sich bei beiden Kooperationsformen im Vergleich zu 2020 signifikante Rückgänge (vgl. Tab. 7).

4 Hier wurden insbesondere folgende Maßnahmen genannt: Zurverfügungstellung von Sportausrüstung, außersportliche Angebote und Unterstützung (z. B. Ausflüge, Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche und Lernen der Sprache), Kooperationen mit Schulen oder Wohlfahrtsorganisationen).

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29

Im Rahmen einer Schulkooperation wurde ergänzend gefragt, ob diese im Rahmen einer Schulsport-AG stattfindet. Diese Frage wurde von knapp zwei Drittel der kooperierenden Vereine bzw. rund 16.300 Vereinen bejaht (vgl. Tab. 7). Tab. 7: Kooperationen mit Schulen/Kindergärten (Anteil an Vereinen in %) und deren Entwicklung (n.e.=nicht erfasst 2020). Kooperation bei Angebotserstellung mit …

Anteil an Vereinen (in %)

Vereine Gesamt

Index (2020=0)

Kindergarten/Kindertagesstätte

15,1

13.000

-11,8***

Schule

29,5

25.500

-14,7***

63,9

16.300

n.e.

Wenn Kooperation mit Schule: … im Rahmen einer Schulsport-AG

3.1.4 Ressourcen 3.1.4.1 Personal 3.1.4.1.1 Ehrenamtliches und freiwilliges Engagement Insgesamt engagierten sich im Jahr 2022 in den Sportvereinen Deutschlands Mitglieder in knapp 2 Mio. ehrenamtlichen Positionen. Dabei wurden rund 1,25 Mio. Positionen von Männern und 0,7 Mio. Positionen von Frauen besetzt. Zudem gaben die Vereine an, dass rund 11.500 Positionen von diversen Personen besetzt waren bzw. die Vereine zum Geschlecht der Personen keine eindeutigen Angaben machen konnten (vgl. Tab. 8).

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30

Organisationen

Tab. 8: Ehrenamtliche Positionen im Jahr 2022 und deren Entwicklung (n.e.=nicht erfasst für 2019). Anzahl an Ehrenamtlichen

Index (2019=0)

Mittelwert

Gesamt

Vorstandsmitglieder

6,3

547.900

… davon männlich

4,3

367.200

… davon weiblich

2,1

178.800

… davon divers/weiß nicht

0,02

1.900

Abteilungsvorstände

2,2

191.400

… davon männlich

1,5

128.300

… davon weiblich

0,7

62.500

… davon divers/weiß nicht

0,007

600

KassenprüferInnen

1,9

167.900

… davon männlich

1,3

108.100

… davon weiblich

0,7

59.100

… davon divers/weiß nicht

0,008

700

n.e.

Schieds-/KampfrichterInnen

2,1

182.200

-9,5**

… davon männlich

1,5

126.300

-10,2**

… davon weiblich

0,6

54.100

-11,4*

… davon divers/weiß nicht

0,02

1.800

n.e.

TrainerInnen/ÜbungsleiterInnen

9,1

781.800

… davon männlich

5,3

461.100

… davon weiblich

3,6

315.000

… davon divers/weiß nicht

0,1

5.700

-4,5**

n.e.

-6,3*

n.e.

n.e.

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Organisationen

Anzahl an Ehrenamtlichen

31

Index (2019=0)

Mittelwert

Gesamt

Sonstige Funktion

1,1

98.300

… davon männlich

0,7

58.300

… davon weiblich

0,5

39.200

+87,5*

… davon divers/weiß nicht

0,01

800

n.e.

gesamt

22,8

1.969.600

… davon männlich

14,5

1.249.300

… davon weiblich

8,2

708.800

… davon divers/weiß nicht

0,1

11.500

n.e.

Betrachtet man die Anzahl der ehrenamtlichen Positionen differenziert nach der Vorstands- und Ausführungsebene5, so gab es im Jahr 2022 in den Sportvereinen in Deutschland im Schnitt 6,3 Vorstandsmitglieder und 2,2 Abteilungsvorstände. Zudem verfügten die Vereine durchschnittlich über 1,9 KassenprüferInnen. Auf der Ausführungsebene waren durchschnittlich 9,1 TrainerInnen bzw. ÜbungsleiterInnen ehrenamtlich tätig6 sowie 2,1 Schiedsund KampfrichterInnen. Darüber hinaus gab es im Schnitt gut eine 5 Hierbei sind der Vorstandsebene Vorstandsmitglieder sowie Abteilungsvorstände zuzurechnen, während der Ausführungsebene Funktionen unterhalb der Vorstandsebene zuzurechnen sind. Diese Funktionen sind auf Dauer ausgelegt, weisen mehr als geringfügigen Umfang auf und sind für die Gewährleistung der Vereinsangebote und des Wettkampfbetriebs von hoher Bedeutung. Hierzu zählen insbesondere TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen, Schieds- und KampfrichterInnen sowie sonstige ehrenamtliche Funktionen im Verein außerhalb der Vorstandsebene. 6 TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen, die keine oder eine Aufwandsentschädigung bis maximal zur Höhe der zu diesem Zeitpunkt gültigen Übungsleiterpauschale (€ 3.000 pro Jahr) erhalten haben.

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32

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sonstige ehrenamtliche Position. Insgesamt, d. h. über alle Funktionen und Ebenen hinweg, fällt auf, dass nach wie vor vergleichsweise mehr Positionen von Männern als von Frauen bekleidet werden und die Kategorie „divers/weiß nicht“ nur sehr geringe Werte aufweist (vgl. Tab. 8). Betrachtet man die Entwicklung der ehrenamtlichen Positionen seit 2019, so fällt auf, dass sich insbesondere bei den Schiedsund KampfrichterInnen signifikante Rückgänge zeigen. Dies betrifft sowohl die Gesamtanzahl der Positionen in diesem Bereich als auch die Männer und Frauen in der differenzierten Betrachtung. Zudem zeigen sich signifikante Rückgänge bei der Anzahl der männlichen Vorstandsmitglieder sowie Abteilungsvorstände (vgl. Tab. 8). Insgesamt zeigt sich auf der Vorstandsebene (d. h. in der Summe der Vorstandsmitglieder und Abteilungsvorstände) ebenfalls ein signifikanter Rückgang (-3 %)7. Andererseits hat die Anzahl sonstiger weiblicher ehrenamtlicher Positionen im Vergleich zu 2019 signifikant zugenommen (vgl. Tab. 8). In der Darstellung der ehrenamtlich Engagierten in festen Positionen in den Sportvereinen in Deutschland im Jahr 2022 sind noch nicht diejenigen Leistungen der freiwilligen Helferinnen und Helfer mit einberechnet, die sich ergänzend zu den Ehrenamtlichen bei gesonderten Arbeitseinsätzen unentgeltlich im Jahr 2022 beteiligt haben (z. B. bei Sportveranstaltungen, Vereinsfesten, Fahrdiensten, Renovierungen etc.). Im Jahr 2022 waren rund 23 % der Vereinsmitglieder als Freiwillige im Einsatz. Dieser Anteil ist im Vergleich zur letzten Erhebung jedoch signifikant rückläufig. Dennoch bedeuten die Zahlen hochgerechnet8, dass sich im Jahr 2022 rund 6,3 Mio. Mitglieder als freiwillige HelferInnen bei entsprechenden 7 Tabellarisch ist die aggregierte Vorstandsebene hier nicht ausgewiesen, sondern wie in der 8. Welle auch die weiter differenzierten Positionen der Vorstandsmitglieder und Abteilungsvorstände. 8 Als Basis für die Hochrechnung dient die Anzahl der Mitgliedschaften im DOSB im Bezugsjahr in Höhe von 27.804.538 (vgl. DOSB, 2020).

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Organisationen

33

Arbeitseinsätzen im Verein engagierten (vgl. Tab. 9). Addiert man die Freiwilligen zu den Personen mit einer ehrenamtlichen Position, so ergibt dies eine Gesamtzahl9 von bis zu 8,3 Mio. ehrenamtlich und freiwillig Engagierten in den Sportvereinen für das Jahr 2022. Tab. 9: Freiwillige HelferInnen im Jahr 2022 und deren Entwicklung.

Freiwillige HelferInnen

Anteil an Mitgliedern (in %)

Gesamt

Index (2019=0)

22,7

6.338.500

-7,1***

Blickt man auf das Alter der ehrenamtlich Engagierten und hierbei insbesondere auf jüngere Personen unter 30 Jahren, so zeigt sich, dass sich junges Engagement im Sportverein insbesondere auf der Ausführungsebene, die TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen sowie Schieds- und KampfrichterInnen umfasst, findet. Gut 14 % der auf der Ausführungsebene engagierten Ehrenamtlichen in den Sportvereinen sind jünger als 30 Jahre (vgl. Tab. 10). In Bereichen mit direktem sportlichem Bezug scheint somit der Einstieg ins Ehrenamt weiterhin am naheliegendsten zu sein. Allerdings zeigt sich, dass anteilig in allen Bereichen signifikant weniger junge Ehrenamtliche in den Vereinen engagiert waren als noch 2019.

9 Bei der Gesamtzahl ist allerdings zu beachten, dass Personen, die sowohl ein Ehrenamt bekleiden als auch als freiwillige HelferInnen engagiert sind, doppelt enthalten sind.

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34

Organisationen

Tab. 10: Anteil an unter 30-Jährigen in ehrenamtlichen Positionen der Sportvereine im Jahr 2022 und deren Entwicklung. Anteil an Ehrenamtlichen (in %)

Index (2019=0)

… unter allen Ehrenamtlichen

12,3

-20,4***

… auf der Vorstandsebene

8,8

-19,3***

… unter den KassenprüferInnen

5,4

-21,6***

… auf der Ausführungsebene

14,2

-21,7***

Anteil U30 …

3.1.4.1.2 Bezahlte Mitarbeit Neben ehrenamtlich Engagierten gibt es in einigen Vereinen auch hauptberuflich Beschäftigte. So verfügt eine überschaubare Anzahl an Sportvereinen über mindestens eine bezahlte Führungsposition, wie z. B. eine(n) bezahlte(n) GeschäftsführerIn. Insgesamt beschäftigen rund 4.400 Vereine in Deutschland mindestens einen bezahlten Mitarbeiter bzw. eine bezahlte Mitarbeiterin in einer Führungsposition. Diese Führungsposition ist überwiegend in Teilzeit besetzt. Im Vergleich zu 201710 hat der Anteil an Vereinen mit in Teilzeit beschäftigten Personen in einer Führungsposition signifikant abgenommen. Andererseits ist der Anteil an Vereinen, die über keine bezahlte Führungsposition verfügen signifikant angestiegen (vgl. Tab. 11).

10 Diese Frage wurde zuletzt in der 7. Welle (2017) des Sportentwicklungsberichts erhoben.

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35

Tab. 11: Bezahlte Führungsposition im Verein im Jahr 2022 und deren Entwicklung. Anteil an Vereinen (in %)

Vereine Gesamt

ja, in Vollzeit

2,0

1.700

ja, in Teilzeit

3,1

2.700

-24,3**

nein

94,9

82.000

+1,1**

Bezahlte Führungsposition …

Index (2017=0)

Zudem beschäftigen einige Sportvereine auch bezahlte MitarbeiterInnen in den Bereichen Führung und Verwaltung, im Sport-, Übungs- und Trainingsbetriebs sowie in weiteren Bereichen wie der Technik, Wartung und Pflege. So gibt knapp ein Drittel der Vereine an, über bezahltes Personal im Sport-, Übungs- und Trainingsbetrieb zu verfügen, während rund 18 % der Vereine auf bezahlte MitarbeiterInnen in weiteren (technischen) Bereichen zurückgreifen. Dieser Anteil ist im Vergleich zum Jahr 2019 leicht rückläufig. Jeder zehnte Verein hat zudem bezahltes Personal in der Führung und Verwaltung des Vereins beschäftigt. Hier, sowie im Sportbereich, zeigen sich keine signifikanten Veränderungen, was bezahlte MitarbeiterInnen in den Vereinen betrifft (vgl. Tab. 12).

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36

Organisationen

Tab. 12: Bezahlte MitarbeiterInnen im Verein vorhanden im Jahr 2022 und deren Entwicklung. Anteil an Vereinen (in %)

Vereine Gesamt

Führung und Verwaltung

10,0

8.600

Sport-, Übungs- & Trainingsbetrieb

32,0

27.600

Weitere Bereiche (z. B. Technik, Wartung, Pflege)

17,8

15.400

Bereich

Index (2019=0)

-5,6*

3.1.4.1.3 Personal für bestimmte Aufgaben Personelle Ressourcen spielen für die Sportvereine eine essenzielle Rolle. Um eine hohe Qualität der Vereinsangebote garantieren zu können, ist auch die Aus- und Weiterbildung der Vereinsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter ein entscheidender Faktor. In diesem Zusammenhang geben knapp 30 % der Sportvereine an, dass es im Verein eine Person gibt, die sich um die Aus- und Weiterbildung der hauptberuflichen und/oder ehrenamtlichen MitarbeiterInnen kümmert. Wie bereits beim letzten Erhebungszeitpunkt ist dieser Anteil allerdings erneut signifikant rückläufig. Ein ähnliches Muster zeigt sich beim Anteil an Vereinen, der angibt, über eine Person zu verfügen, die sich explizit um die Weiterentwicklung der Vereinsangebote kümmert. Dies trifft auf knapp 31 % der Vereine zu und entspricht einem Rückgang von knapp 19 % im Vergleich zu 2020. Deutlich höher liegt der Anteil an Vereinen, die über eine Person verfügen, die sich um die Einwerbung von Spenden kümmert. Dies trifft auf 44,4 % der Vereine zu. Vergleichszahlen liegen an dieser Stelle nicht vor (vgl. Tab. 13).

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37

Tab. 13: Personelle Ausstattung und deren Entwicklung (n.e.=nicht erfasst 2020). Anteil an Vereinen (in %)

Vereine Gesamt

Index (2020=0)

Person für Aus- und Weiterbildung der VereinsmitarbeiterInnen vorhanden

29,5

25.500

-11,8***

Person für Weiterentwicklung der Vereinsangebote vorhanden

30,9

26.700

-18,9***

Person, die sich um die Einwerbung von Spenden kümmert vorhanden

44,4

38.400

n.e.

3.1.4.2 Sportanlagen Gut 41 % der Sportvereine bzw. rund 35.600 Vereine verfügen über vereinseigene Sportanlagen. Im Vergleich zum Jahr 2020 ist dieser Anteil konstant geblieben. Knapp 58 % dieser Vereine gaben an, dass ihr Verein über die vereinseigenen Anlagen als Eigentümer verfügt und gut 54 % nutzen die Anlagen als Pächter11 (vgl. Tab. 14). Tab. 14: Vereinseigene Sportanlagen der Vereine. Anteil an Vereinen (in %)

Vereine Gesamt

Vereinseigene Sportanlagen

41,2

35.600

… davon Eigentümer

57,9

20.600

… davon Pächter

54,1

19.300

11 Hier waren Mehrfachnennungen möglich, im Falle der Nutzung von mehr als einer vereinseigenen Anlage.

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38

Organisationen

Zudem wurden die Sportvereine erstmals befragt, welche Energieträger zur Beheizung der vereinseigenen Anlagen zum Einsatz kommen. Hier gab über ein Drittel der Vereine mit vereinseigenen Anlagen an, dass auf Erdgas als Energieträger zurückgegriffen wird. Zudem kommt bei knapp 19 % der Vereine mit eigenen Anlagen eine Ölheizung zum Einsatz und in 17,2 % dieser Vereine wird auf Flüssiggas zurückgegriffen. Erneuerbare Energien werden von knapp jedem zehnten Verein mit eigenen Anlagen genutzt und knapp 9 % dieser Vereine greifen auf Holz, Pellets bzw. Hackschnitzel zur Beheizung zurück (vgl. Tab. 15). Tab. 15: Energieträgernutzung für die Heizungsanlage/n der vereinseigenen Sportanlage/n (Anteil an Vereinen, die über eigene Anlagen verfügen). Anteil an Vereinen, die über eigene Sportanlagen verfügen (in %)

Vereine Gesamt

Erdgas

38,0

13.500

Flüssiggas

17,2

6.100

Öl

18,9

6.700

Kohle

0,4

140

Fernwärme

4,4

1.600

Holz/Pellets/Hackschnitzel

8,9

3.200

Erneuerbare Energieträger (z. B. Wärmepumpe, Solarthermie, Biomasse)

9,6

3.400

Sonstige12

16,0

5.700

Energieträger

12 Hier wurde insbesondere Strom/Elektroheizung genannt. Zudem gibt es bei einem Teil der Vereine gar keine Heizung für die Sportanlagen (insb. bei Sportplätzen, Freiluft-Sportstätten wie Reitanlagen etc.).

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39

Neben der Nutzung vereinseigener Anlagen nutzen auch 62,4 % bzw. insgesamt rund 53.900 Vereine kommunale Sportanlagen (auch Schulsportanlagen). Insgesamt müssen knapp 30 % aller Vereine Gebühren für die Nutzung von kommunalen Sportanlagen bezahlen. Bezogen auf die Vereine, die kommunale Anlagen nutzen, ist dies knapp die Hälfte dieser Vereine, nämlich insgesamt rund 25.900 Vereine. Unabhängig von der Zahlung einer Nutzungsgebühr gaben knapp 15 % der Vereine, die kommunale Anlagen nutzen an, dass sie für die Nutzung einer Energieumlage entrichten mussten. Im Vergleich zum Jahr 2020 ist der Anteil an Vereinen, die kommunale Anlagen nutzen, signifikant angestiegen (vgl. Tab. 16). Tab. 16: Nutzung kommunaler Sportanlagen und deren Entwicklung (n.e.=nicht erfasst 2020). Anteil an Vereinen (in %)

Vereine Gesamt

Index (2020=0)

62,4

53.900

+3,3***

davon Zahlung von Nutzungsgebühren

48,1

25.900

davon Zahlung einer Energieumlage, unabhängig von einer möglichen Nutzungsgebühr

14,7

7.900

Nutzung kommunaler Sportanlagen

n.e.

Zudem wurden die Vereine erneut gefragt, ob die von ihrem Verein genutzten Sportanlagen in den vergangenen zwei Jahren als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurden. Das traf auf 5,7 % der Sportvereine in Deutschland bzw. insgesamt rund 4.900 Vereine zu. Im Vergleich zu 2015 ist dieser Anteil signifikant angestiegen (vgl. Tab. 17).

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40

Organisationen

Tab. 17: Nutzung von Sportanlagen als Flüchtlingsunterkunft innerhalb der letzten zwei Jahre (vom Zeitpunkt der Befragung gerechnet) und deren Entwicklung.

Nutzung von Sportanlagen als Flüchtlingsunterkunft

Anteil an Vereinen (in %)

Vereine Gesamt

Index (2015=0)

5,7

4.900

+50,0***

3.1.4.3 Finanzen 3.1.4.3.1 Mitgliedsbeiträge Die Hälfte aller Sportvereine verlangt einen monatlichen Mitgliedsbeitrag für Kinder von bis zu € 4,00, für Jugendliche von maximal € 5,00 und für Erwachsene von höchstens € 10,00 (vgl. Tab. 18). Tab. 18: Monatliche Mitgliedsbeiträge in Sportvereinen. Median13 (in €)

Median (in €) Systemperspektive

Kinder

4,00

6,30

Jugendliche

5,00

7,50

Erwachsene

10,00

12,00

Monatlicher Beitrag für

Betrachtet man zudem die Mitgliedsbeiträge aus der mitgliedergewichteten Systemperspektive (vgl. Abschnitt 5.3.2.2), so dass die Ergebnisse für die Sportvereinsmitglieder in Deutschland anstatt für die Sportvereine repräsentativ sind, so fällt der Median für alle drei 13 Der Median bezeichnet den Wert, unter und über dem jeweils 50 % der Verteilung liegen. Er ist weniger „anfällig für Ausreißer“ nach oben und unten als der Mittelwert (Durchschnitt).

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Organisationen

41

Gruppen etwas höher aus (vgl. Tab. 18). Dies zeigt, dass die Vereinsmitglieder im Schnitt höhere Mitgliedsbeiträge bezahlen, als es die Analyse der Vereinsperspektive nahelegt14. 3.1.4.3.2 Einnahmen-Ausgaben-Rechnung Die finanzielle Gesamtsituation der Sportvereine in Deutschland spiegelt sich in der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung wider, die sich durch die Subtraktion der gesamten Ausgaben von den gesamten Einnahmen ergibt. Es zeigt sich, dass im Jahr 202215 knapp 73 % aller Sportvereine eine mindestens ausgeglichene Einnahmen-Ausgaben-Rechnung hatten, was bedeutet, dass die Ausgaben von den Einnahmen gedeckt waren bzw. die Einnahmen höher ausgefallen sind als die Ausgaben. Im Vergleich zum Jahr 201916 ist dieser Anteil stabil (vgl. Tab. 19). Tab. 19: Einnahmen-Ausgaben-Rechnung der Sportvereine im Jahr 2022.

Mindestens ausgeglichene EinnahmenAusgaben-Rechnung

Anteil an Vereinen (in %)

Vereine Gesamt

72,7

62.800

14 Außerdem dürften sportartspezifische Unterschiede auftreten, welche allerdings an dieser Stelle nicht weiter untersucht wurden. 15 Haushaltsjahr vor der Befragung. 16 Haushaltsjahr vor der letzten Befragung.

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42

Organisationen

3.1.4.3.3 Einnahmen Die höchsten Einnahmen generierten die Sportvereine in Deutschland im Jahr 2022 aus (1) Mitgliedsbeiträgen, (2) Spenden, (3) Zuschüssen aus der Sportförderung des Kreises, der Stadt oder der Gemeinde, (4) Kursgebühren und (5) selbstbetriebenen Gaststätten (vgl. Tab. 20). Im Vergleich zum vorherigen Erhebungszeitraum zeigen sich im Bereich der Einnahmen der Vereine einige Veränderungen. So sind die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Zuschüssen der Kreise/Städte/Gemeinden, Zuschüssen der LSB, KSB, SSB, Zuschüssen der Länder sowie aus Aufnahmegebühren und Altmaterialsammlungen im Vergleich zu 2019 signifikant angestiegen. Andererseits zeigen sich leichte Rückgänge bei den Einnahmen aus geselligen Veranstaltungen sowie Erstattungen von Krankenkassen (vgl. Tab. 20). Zu den Entwicklungen bei den Einnahmen ist anzumerken, dass der Vergleich im Index das Abschlussjahr vor der COVID19-Pandemie (2019) und ein Abschlussjahr (2022) beinhaltet, das noch in Teilen von Corona bzw. von gewissen Vorsichtsmaßnahmen und Unsicherheiten geprägt war. Es lässt sich im Einzelnen nicht nachvollziehen, welche kommunalen und Landesmittel auch bei der Förderung in dieser Zeit noch gegriffen haben. Auffällig sind in jedem Fall die hohen Zunahmen im Bereich der Zuschüsse und auch der Rückgang der geselligen Veranstaltungen dürfte von den Nachwirkungen der Pandemie beeinflusst sein.

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Organisationen

43

Tab. 20: Einnahmen der Sportvereine im Jahr 2022 und deren Entwicklung. Einnahmen aus

Index Mittelwert Mittelwert (in €) (2019=0)

Anteil an Vereinen, die Einnahmen haben (in %)

Mitgliedsbeiträgen

20.650

+5,6*

100,0

Spenden

4.257

+12,1*

76,2

Zuschüssen aus der Sportförderung des Kreises/der Stadt/der Gemeinde

2.676

+31,7**

53,0

Zuschüssen der Sportorganisationen: LSB, KSB, SSB etc.

2.213

+22,8*

51,8

Kursgebühren

1.748

18,5

Selbstbetriebener Gaststätte

1.568

13,5

Sportveranstaltungen (Zuschauereinnahmen etc.)

1.527

34,7

Speisen- und Getränkeverkauf (z. B. bei Sportfesten, Weihnachtsmärkten)

1.490

38,4

Werbeverträgen aus dem Bereich Bande

1.094

19,2

Zuschüssen aus der Sportförderung des Landes

1.049

Leistungen für Mitglieder gegen Entgelt (Platz-, Hallenmieten o. ä.)

867

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+80,3*

26,1 10,4


44

Einnahmen aus

Organisationen

Index Mittelwert Mittelwert (in €) (2019=0)

Anteil an Vereinen, die Einnahmen haben (in %)

Geselligen Veranstaltungen (z. B. Vereinsball, Karnevalsveranstaltung)

786

Leistungen aus Vermietung/Verpachtung vereinseigener Anlagen

768

13,7

Kreditaufnahme

588

1,8

Leistungen für Nicht-Mitglieder gegen Entgelt (Platz-, Hallenmieten o. ä.)

561

10,3

Werbeverträgen aus dem Bereich Trikot, Ausrüstung

480

9,4

Erstattungen/Zuschüssen von Krankenkassen

471

Zuschüssen der Sportorganisationen: Fachverbände

429

21,9

Zuschüssen des Fördervereins

354

5,8

Werbeverträgen aus dem Bereich Anzeigen

316

7,5

Aufnahmegebühren

305

Zuschüssen sonstiger Förderprogramme (z. B. Arbeitsamt)

250

2,6

Vermögensverwaltung (z. B. Zinseinnahmen)

241

8,3

-28,1*

-26,7*

+22,2*

21,9

4,6

25,7

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Organisationen

Einnahmen aus

45

Index Mittelwert Mittelwert (in €) (2019=0)

Anteil an Vereinen, die Einnahmen haben (in %)

Leistungen für Kooperationspartner gegen Entgelt

152

2,9

Verkauf von Sportbekleidung und Sport- oder Fanartikeln (z. B. Merchandising)

142

7,3

Zuschüssen aus europäischen Fördermitteln (z. B. EU-Strukturfonds, Erasmus+ für Bildung, Jugend und Sport)

106

1,6

Eigener Wirtschaftsgesellschaft

104

0,7

Altmaterialsammlungen (z. B. Altpapier)

47

Tombolas (z. B. Losverkauf)

42

4,8

Werbeverträgen aus dem Bereich Übertragungsrechte

18

0,3

Sonstigem

1.635

9,1

+91,2*

3,3

3.1.4.3.4 Ausgaben Betrachtet man die Ausgaben der Sportvereine im Jahr 2022 differenziert nach einzelnen Ausgabekategorien, so zeigt sich, dass sich die Reihenfolge der fünf größten Ausgabekategorien im Vergleich zum Jahr 2019 nicht verändert hat. So geben die Vereine in Deutschland im Durchschnitt nach wie vor am meisten aus für (1) TrainerInnen, ÜbungsleiterInnen und SportlehrerInnen, gefolgt von (2)

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


46

Organisationen

Ausgaben für die Unterhaltung und den Betrieb eigener Anlagen, (3) Ausgaben für Sportgeräte und Sportkleidung, (4) Verwaltungspersonal sowie (5) Mieten und Kostenerstattung für die Benutzung von nicht vereinseigenen Sportanlagen/-einrichtungen (vgl. Tab. 21). Somit zeigt sich wie in den vergangenen Jahren, dass die durchschnittlich höchsten Ausgaben für den sportlichen Kernbetrieb der Vereine anfallen. Im Vergleich zum Jahr 2019 zeigen sich signifikante Zunahmen bei den Personalkosten für Wartungspersonal, bei Ausgaben für Sportgeräte und Sportkleidung sowie Mieten und Kostenerstattungen für die Benutzung von nicht-vereinseigenen Sportanlagen. Leichte Rückgänge sind hingegen zu verzeichnen bei den Ausgaben für den Kapitaldienst sowie bei den gezahlten Steuern (vgl. Tab. 21). Tab. 21: Ausgaben der Sportvereine im Jahr 2022 und deren Entwicklung. Ausgaben für

Anteil an Index Mittelwert Vereinen, die Mittelwert (in €) Ausgaben (2019=0) haben (in %)

TrainerInnen, ÜbungsleiterInnen, SportlehrerInnen

9.156

60,6

Unterhaltung und Betrieb eigener Anlagen

5.712

47,4

Sportgeräte und Sportkleidung

3.165

Verwaltungspersonal

2.363

Mieten und Kostenerstattung für die Benutzung von nicht vereinseigenen Sportanlagen/ -einrichtungen

2.360

+16,9*

64,4 10,1

+19,4**

44,8

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Organisationen

47

Ausgaben für

Anteil an Index Mittelwert Vereinen, die Mittelwert (in €) Ausgaben (2019=0) haben (in %)

Wareneinkauf

2.113

Wartungspersonal, PlatzwartIn etc.

1.591

Durchführung eigener sportlicher Veranstaltungen

1.311

37,8

Versicherungen

1.202

72,7

Reisekosten für Übungs- und Wettkampfbetrieb

1.147

31,4

Abgaben an Sportorganisationen: Fachverbände

1.063

70,1

Abgaben an Sportorganisationen: LSB, KSB, SSB etc.

1.061

73,2

Allgemeine Verwaltungskosten

971

49,1

Rückstellungen

942

14,0

Kapitaldienst (Zinsen, Tilgungen)

881

Außersportliche Veranstaltungen (z. B. Feste)

858

Steuern aller Art

814

Zahlungen an SportlerInnen

723

4,5

Startgelder/Meldegelder

530

48,9

SteuerberaterIn, WirtschaftsprüferIn, NotarIn; Vereinsregistereintragungen

488

30,2

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1

44,4 +30,6**

-24,6*

18,6

11,8 42,6

-26,8*

25,7


48

Ausgaben für

Organisationen

Anteil an Index Mittelwert Vereinen, die Mittelwert (in €) Ausgaben (2019=0) haben (in %)

SchiedsrichterInnen-/ KampfrichterInnen- Einsätze

461

26,4

Ehrungen/Geschenke/Jubiläen (z. B. Urkunden, Pokale, Ehrennadeln)

359

59,8

Spielberechtigungen/Pässe/ Lizenzen

273

37,4

Werbung/Werbemaßnahmen

231

19,8

Ordnungsgelder/Strafgelder

76

17,7

Gema-Gebühren

61

20,9

Tombolas (z. B. Lose, Preise)

20

5,4

Sonstiges

2.101

12,5

3.1.4.3.5 Vermögen und Schulden Neben den Einnahmen und Ausgaben wurden die Vereine ergänzend nach der Höhe ihrer Vermögensgegenstände sowie ihres Schuldenbestands zum Ende des Jahres 2022 gefragt. Im Schnitt verfügten die Sportvereine in Deutschland zu diesem Stichtag über Vermögensgegenstände im Wert von rund € 113.300 (Median = € 14.750), während der durchschnittliche Schuldenbestand bei rund € 14.900 (Median = € 0) lag (vgl. Tab. 22). Im Vergleich zu 2019 sind diese Werte stabil geblieben.

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Organisationen

49

Tab. 22: Höhe der Summe der Vermögensgegenstände und des Schuldenbestands zum Ende des Jahres 2022. Mittelwert (in €)

Median (in €)

Vermögensgegenstände

113.300

14.750

Schuldenbestand

14.900

0

3.1.5 Demokratiefunktion In vielen Sportvereinen bestehen spezifische Möglichkeiten der Beteiligung bzw. aktiven Mitgestaltung des Vereinslebens durch Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Sportvereine werden aus diesem Grund häufig als „Schulen der Demokratie“ für junge Menschen bezeichnet. Daraus folgt, dass mit umfassenderen Beteiligungsmöglichkeiten für die Jugend in den Sportvereinen auch die Gemeinwohlfunktion der Vereine zunimmt. In den Sportvereinen in Deutschland sind verschiedene Formen der Beteiligung für Jugendliche möglich. So gibt es bei knapp einem Drittel der Sportvereine JugendvertreterInnen bzw. JugendwartInnen oder -referentInnen mit Sitz im Gesamtvorstand (vgl. Tab. 23). Weiterhin haben die Jugendlichen bei gut 26 % der Vereine ein Stimmrecht in der Hauptversammlung. Dies entspricht hochgerechnet rund 22.600 Vereinen. In knapp 22 % der Vereine wird eine Jugendvertretung durch die Jugendlichen gewählt und in gut 17 % der Vereine gibt es die Wahl eines/einer Jugendlichen als JugendsprecherIn. Weiterhin bestehen eigene Jugendvorstände bzw. Jugendausschüsse in rund 13 % der Sportvereine und in 6,4 % der Vereine kann eine Jugendvertretung auf Abteilungsebene gewählt werden. In gut 6 % der Vereine bestehen weitere Möglichkeiten der Jugendpartizipation. Dieser Anteil ist im Vergleich zu 2020 signifikant rückläufig. Zudem existieren in über 46 % der Vereine

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


50

Organisationen

keine spezifischen Möglichkeiten der Partizipation der Jugend (vgl. Tab. 23). Tab. 23: Beteiligungsmöglichkeiten bzw. Ämter für die Jugend (unter 18 Jahren) in den Vereinen (Anteil an Vereinen in %) und deren Entwicklung. Anteil an Vereinen (in %)

Vereine Gesamt

JugendvertreterIn/JugendwartIn/ JugendreferentIn mit Sitz im Gesamtvorstand

31,5

27.200

Stimmrecht der Jugendlichen in der Hauptversammlung

26,2

22.600

Wahl der Jugendvertretung durch die Jugendlichen

21,9

18.900

Wahl eines/r Jugendlichen als JugendsprecherIn

17,3

14.900

Eigener Jugendvorstand bzw. Jugendausschuss

12,9

11.100

Wahl der Jugendvertretung auf Abteilungsebene durch die Jugendlichen

6,4

5.500

Sonstige Möglichkeit der Partizipation der Jugend

6,1

5.300

Keine dieser Ämter bzw. Beteiligungsmöglichkeiten

46,4

40.100

Index (2020=0)

-14,3*

Dieses Ergebnis ist insbesondere vor dem Hintergrund der wachsenden Problematik der Bindung und Gewinnung von Ehrenamtlichen in den Vereinen ein Problem (vgl. Abschnitt 3.2). So haben Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Organisationen

51

weiterführende Analysen gezeigt, dass in Vereinen, in denen keine Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche bestehen, auch der Anteil der unter 30-jährigen Ehrenamtlichen geringer ausfällt. Oder anderes gesagt: Vereine, die bereits Kinder und Jugendliche in frühen Jahren an eine aktive Partizipation im Vereinsleben heranführen, verfügen über signifikant höhere Anteile junger Ehrenamtlicher (unter 30 Jahren) in festen Ämtern. Insofern können Partizipationsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche als eine Form der Investition in die Gewinnung zukünftiger Ehrenamtlicher betrachtet werden (vgl. Feiler et al., 2024).

3.1.6 Prävention sexualisierter Gewalt Die Sportvereine in Deutschland wurden erstmals in der sechsten Welle des Sportentwicklungsberichts detailliert zum Thema der Prävention sexualisierter Gewalt befragt (vgl. hierzu HartmannTews et al., 2017; Rulofs et al., 2019). In der neunten Welle wurden nun erneut vier Items aus der ersten Befragung aufgegriffen, um zu ermitteln, wie sich die Wahrnehmung der Vereine und die Einstellung zu diesem wichtigen Thema entwickelt haben. Die Vereine konnten auf einer fünfstufigen Skala (1=„trifft gar nicht zu“ bis 5=„trifft voll zu“) angeben, inwieweit vier vorgegebene Aussagen auf ihren Verein zutreffen. Für die weitere Betrachtung werden die Kategorien 4 und 5 zusammenfassend dargestellt und als Zustimmung bewertet. Über die Hälfte der Vereine (51 %) stimmt voll zu, dass die Prävention sexualisierter Gewalt ein relevantes Thema für Sportvereine generell ist. Zieht man die Vereine mit ein, die angeben, diese Aussage treffe eher zu, so beläuft sich der Anteil sogar auf 72 %. Über die Hälfte der Vereine (rund 54 %) gibt zudem an, sich aktiv gegen sexualisierte Gewalt im Sport einzusetzen. Ebenfalls über die Hälfte der Vereine (52 %) pflegt nach Selbstaussage vereins-

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


52

Organisationen

intern eine offene Kommunikation über das Thema und verfügt über fundierte Kenntnisse zur Vorbeugung sexualisierter Gewalt (51 %). Allerdings ist nach wie vor auffällig, dass rund 17 % das Thema als (eher) nicht relevant für Sportvereine einschätzen und über ein Viertel der Vereine (rund 27 %) sich auch (eher) nicht aktiv gegen sexualisierte Gewalt im Sport einsetzen. Ebenfalls rund ein Viertel der Vereine gibt an, dass (eher) nicht offen über das Thema gesprochen wird und auch keine fundierten Kenntnisse zur Vorbeugung sexualisierter Gewalt im Verein verfügbar sind (vgl. Abb. 5). Betrachtet man ergänzend die Mittelwerte und die Entwicklung der Zustimmung seit 2015 (vgl. Tab. 24), so zeigt sich, dass die Vereine allen vier Items signifikant stärker zustimmen als noch vor acht Jahren, was ein positives Zeichen ist in Bezug auf Bewusstsein und die Auseinandersetzung der Vereine mit dieser wichtigen Thematik. Dennoch zeigt sich auch weiterhin, dass sich noch nicht alle Sportvereine in Deutschland umfassend mit der Verantwortung für den Kinderschutz und der Prävention sexualisierter Gewalt auseinandergesetzt haben dürften.

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Organisationen

53

Die Prävention sexualisierter Gewalt ist ein relevantes Thema für Sportvereine

9

Unser Verein setzt sich aktiv gegen sexualisierte Gewalt im Sport ein

11

16

19

23

31

In unserem Verein wird über sexualisierte Gewalt und präventive Maßnahmen offen gesprochen

10

16

22

24

28

Unser Verein verfügt über fundierte Kenntnisse zur Vorbeugung von sexualisierter Gewalt

9

15

25

20 %

40 %

0%

8

11

trifft gar nicht zu trifft eher nicht zu teils-teils trifft eher zu trifft voll zu

21

51

29 60 %

22 80 %

100 %

Anteil an Vereinen in %

Abb. 5: Verteilung der Einschätzung der Vereine zur Prävention sexualisierter Gewalt.

Tab. 24: Einschätzungen der Sportvereine zur Prävention sexuali sierter Gewalt (Skala 1=„trifft gar nicht zu“ bis 5=„trifft voll zu“) und deren Entwicklung seit 2015. Mittelwert

Index (2015=0)

Die Prävention sexualisierter Gewalt ist ein relevantes Thema für Sportvereine.

3,96

+18,5***

Unser Verein setzt sich aktiv gegen sexualisierte Gewalt im Sport ein.

3,47

+17,3***

In unserem Verein wird über sexualisierte Gewalt und präventive Maßnahmen offen gesprochen.

3,44

+13,6***

Unser Verein verfügt über fundierte Kenntnisse zur Vorbeugung von sexualisierter Gewalt.

3,41

+14,2***

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


54

Organisationen

3.2 Unterstützungsmöglichkeiten und -bedarf 3.2.1 Allgemeine Probleme Die Sportvereine in Deutschland sahen sich zum Zeitpunkt der Befragung im Herbst 2023 mit diversen Herausforderungen konfrontiert. Hierbei standen im Mittelpunkt nach wie vor Personalprobleme. So stellen die Bindung und Gewinnung ehrenamtlicher FunktionsträgerInnen, ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen sowie jugendlicher LeistungssportlerInnen weiterhin die durchschnittlich größten Probleme für die Vereine dar. Während das zuletzt genannte Problem im Vergleich zu 2020 signifikant zurückgegangen ist, ist der empfundene Problemdruck aufgrund der Bindung und Gewinnung von ehrenamtlichen FunktionsträgerInnen sowie TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen signifikant angestiegen (vgl. Abb. 6). Das gilt ebenso für die Herausforderung der Bindung und Gewinnung von Schieds- und KampfrichterInnen, was von 22 % der Vereine als sehr großes Problem eingestuft wird. Die Bindung und Gewinnung von ehrenamtlichen FunktionsträgerInnen wird sogar von rund 27 % der Vereine als sehr großes Problem und von 32 % als großes Problem eingestuft (vgl. Abb. 7). Neben den personellen Herausforderungen stellt auch die (mangelnde) Unterstützung durch Politik und Verwaltung ein wachsendes Problem für die Sportvereine dar, während der Problemdruck aufgrund der Anzahl an Gesetzen, Verordnungen und Vorschriften im Vergleich zu 2020 als etwas geringer empfunden wird. Dies gilt auch für die Herausforderung der Mitgliederbindung und Gewinnung sowie die zeitliche Verfügbarkeit der Sportstätten. Ein signifikant größerer Problemdruck im Vergleich zur Befragung im Jahr 2020 zeigt sich zudem in den folgenden Bereichen:

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Organisationen

55

Gewinnung von freiwilligen HelferInnen bei sporadischen Einsätzen (+6,8 %), Klarheit über Strategie und zukünftige Entwicklung des Vereins (+5,4 %), Qualifizierung der ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen (+4,5 %), Zustand der genutzten Sportstätten (+3,7 %), finanzielle Situation des Vereins (+2,5 %), Qualifizierung der ehrenamtlichen FunktionsträgerInnen (+2,3 %) sowie Identifikation der Mitglieder mit dem Verein (+1,3 %). Am geringsten fällt der empfundene Problemdruck der Vereine insbesondere in den Bereichen Sportstätten und bei der finanziellen Situation des Vereins aus. So haben hier mehr als 60 % der Vereine kein oder nur ein sehr kleines Problem (vgl. Abb. 7).

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


56

Organisationen

Bindung/Gewinnung von ehrenamtlichen FunktionsträgernInnen

3,61 (+3,8***)

Bindung/Gewinnung von ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen

3,26 (+5,5***)

Bindung/Gewinnung jugendlicher LeistungssportlerInnen

3,15 (-2,4***)

Die Unterstützung durch Politik und Verwaltung

2,98 (+8,4***)

Bindung/Gewinnung von KampfrichterInnen bzw. SchiedsrichterInnen

2,97 (+5,2***)

Anzahl an Gesetzen, Verordnungen, Vorschriften

2,93 (-1,7*)

Bindung/Gewinnung von Mitgliedern

2,76 (-8,1***)

Gewinnung von freiwilligen HelferInnen bei sporadischen Einsätzen

2,74 (+6,8***)

Die Qualifizierung unserer ehrenamtlichen FunktionsträgerInnen

2,70 (+2,3**)

Die Qualifizierung unserer ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen

2,54 (+4,5***)

Fähigkeiten im Bereich Internet und Social Media

2,37

Identifikation der Mitglieder mit dem Verein

2,35 (+1,3*)

Klarheit über Strategie und zukünftige Entwicklung des Vereins

2,34 (+5,4***)

Zustand der genutzten Sportstätten

2,29 (+3,7***)

Zeitliche Verfügbarkeit der Sportstätten

2,18 (-4,0***)

Finanzielle Situation Ihres Vereins

2,14 (+2,5**)

1

2

3

4

5

Größe Problem (Mittelwert) Abb. 6: Probleme der Vereine, nach Größe sortiert, und deren Entwicklung (1=„kein Problem“, 5=„ein sehr großes Problem“; in Klammern Index: 2020=0) Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Organisationen

57

Bindung/Gewinnung von ehrenamtlichen FunktionsträgernInnen

7 12

Bindung/Gewinnung von KampfrichterInnen bzw. SchiedsrichterInnen

27

Bindung/Gewinnung jugendlicher LeistungssportlerInnen

20

Bindung/Gewinnung von ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen

23

32 13

13

13

16

27

18

20

22

20

26

21

25

27

20

Anzahl an Gesetzen, Verordnungen, Vorschriften

19

21

25

20

16

Die Unterstützung durch Politik und Verwaltung

15

23

27

20

15

Gewinnung von freiwilligen HelferInnen bei sporadischen Einsätzen

21

23

26

19

10

Bindung/Gewinnung von Mitgliedern

20

22

29

19

10

Zeitliche Verfügbarkeit der Sportstätten

46

Zustand der genutzten Sportstätten

20

36

Die Qualifizierung unserer ehrenamtlichen FunktionsträgerInnen

18

Die Qualifizierung unserer ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen

25

Finanzielle Situation Ihres Vereins

14

11

10

19

12

7

31

18

7

26

16

7

25 26 26

40

26

20

9 5

Klarheit über Strategie und zukünftige Entwicklung des Vereins

27

31

28

11 4

Fähigkeiten im Bereich Internet und Social Media

26

32

27

12 4

Identifikation der Mitglieder mit dem Verein

29

27

27

14

0% kein Problem kleines Problem mittleres Problem großes Problem sehr großes Problem

20 %

40 %

60 %

Abb. 7: Verteilung der Einschätzung der Vereine hinsichtlich der Probleme. Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1

80 %

Verteilung der Einschätzung der Vereine hinsichtlich der Vereinsprobleme (Anteil an Vereinen in %)

3 100 %


58

Organisationen

3.2.2 Existenzielle Probleme Im Jahr 2023 zeigt sich, dass es eine zunehmende Anzahl an Vereinen gibt, die mindestens ein existenzielles Problem hat. Dies traf bundesweit im Herbst 2023 auf 44,0 % aller Sportvereine bzw. insgesamt etwa 38.000 Vereine in Deutschland zu. Im Vergleich zur Befragung im Jahr 2020 hat der Anteil an Vereinen mit mindestens einem existenziellen Problem signifikant zugenommen (+7,3 %). Das mit Abstand größte existenzielle Problem stellt nach wie vor die Bindung bzw. Gewinnung von ehrenamtlichen FunktionsträgerInnen dar: 17,5 % der Vereine fühlten sich im Herbst 2023 durch dieses Problem in ihrer Existenz bedroht. Im Vergleich zu 2020 ist dieser Anteil zudem um 21,4 % angestiegen. Darüber hinaus stellte die Bindung bzw. Gewinnung von TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen für knapp 11 % der Vereine eine Existenzbedrohung dar, die im Verlauf der vergangenen drei Jahre ebenfalls signifikant angewachsen ist (+37,5 %; vgl. Abb. 8). Knapp 9 % der Sportvereine, und damit signifikant mehr als noch vor drei Jahren (+28,6 %), empfanden im Herbst 2023 zudem eine existenzielle Bedrohung aufgrund der (mangelnden) Unterstützung durch Politik und Verwaltung. Für jeweils knapp 8 % der Vereine stellten zudem die Bindung und Gewinnung von Mitgliedern sowie die Anzahl an Gesetzen, Verordnungen und Vorschriften eine existenzielle Bedrohung dar. Wachsende existenzielle Probleme empfanden die Vereine darüber hinaus aufgrund der Bindung und Gewinnung von freiwilligen HelferInnen bei sporadischen Einsätzen, aufgrund des Zustands der Sportstätten sowie aufgrund der Bindung und Gewinnung von Kampf- und SchiedsrichterInnen. Andererseits empfanden signifikant weniger Vereine als noch 2020 die zeitliche Verfügbarkeit von Sportstätten als existenzielles Problem (vgl. Abb. 8).

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Organisationen

59

Ergänzend wird die in der sechsten Welle eingeführte „mitgliedergewichtete Systemperspektive“ betrachtet (vgl. Abb. 9). Diese zeigt auf, in welchem Ausmaß die Sportvereinsmitglieder von den existenziellen Problemlagen betroffen sind. Hierzu wurden die Vereine entsprechend ihrer Mitgliedschaftsgröße in Relation zum Durchschnitt aller Vereine gewichtet, so dass die Ergebnisse für die Sportvereinsmitglieder in Deutschland anstatt für die Sportvereine repräsentativ sind (vgl. Abschnitt 5.3.2.2). Die Befunde für die mitgliedergewichtete Systemperspektive weichen überwiegend lediglich geringfügig von den oben dargestellten Befunden ab. Insgesamt fällt aber auf, dass die Vereinsmitglieder seltener von den existenziellen Problemen betroffen sind, als es die Ergebnisse der klassischen Vereinsauswertung nahelegen. So sind 39,6 % der Vereinsmitglieder in Vereinen organisiert, die über mindestens ein existenzielles Problem verfügen (im Vergleich zu 44,0 % nach der „klassischen“ Vereinsperspektive). Explizit sind deutlich weniger Mitglieder in Vereinen organisiert, die existenzielle Probleme aufgrund der Bindung und Gewinnung von Mitgliedern aufweisen (2,6 %), als für Vereine im Durchschnitt dieses Problem existenzbedrohend ist (7,9 %). Auch von Problemen der Bindung und Gewinnung jugendlicher LeistungssportlerInnen (2,6 % vs. 5,6 %), der Unterstützung durch Politik und Verwaltung (6,8 % vs. 8,9 %) sowie aufgrund der finanziellen Situation des jeweiligen Vereins (3,0 % vs. 4,2 %) sind weniger Mitglieder betroffen, als es die Vereinsperspektive vermuten lässt (vgl. Abb. 8 und Abb. 9). Andererseits sind vom Problem der zeitlichen Verfügbarkeit der Sportstätten mehr Mitglieder betroffen, als in der klassischen Darstellung ausgewiesen: Der mitgliedergewichteten Systemperspektive zufolge sind 7,3 % aller Vereinsmitglieder in Vereinen organisiert, die existenzbedrohende Probleme durch die zeitliche Ver-

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


60

Organisationen

fügbarkeit von Sportstätten aufweisen, aber nur 5,7 % der Vereine weisen eine entsprechende Problemlage auf. Dieses Ergebnis dürfte darauf zurückzuführen sein, dass größere Sportvereine stärker von Sportstättenproblemen betroffen und in ihnen überproportional viele Mitglieder organisiert sind.

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Organisationen

61

Bindung/Gewinnung von ehrenamtlichen FunktionsträgernInnen

17,5 (+21,4***)

Bindung/Gewinnung von ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen

10,9 (+37,5***)

Die Unterstützung durch Politik und Verwaltung

8,9 (+28,6***) 7,9

Bindung/Gewinnung von Mitgliedern Anzahl an Gesetzen, Verordnungen, Vorschriften

7,8

Zeitliche Verfügbarkeit der Sportstätten

5,7 (-28,6***)

Bindung/Gewinnung jugendlicher LeistungssportlerInnen

5,6

Bindung/Gewinnung von KampfrichterInnen bzw. SchiedsrichterInnen

5,5 (+20,0*)

Gewinnung von freiwilligen HelferInnen bei sporadischen Einsätzen

5,0 (+33,3***)

Zustand der genutzten Sportstätten

4,5 (+33,3*)

Finanzielle Situation Ihres Vereins

4,2

Die Qualifizierung unserer ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen

1,8

Klarheit über Strategie und zukünftige Entwicklung des Vereins

1,7

Die Qualifizierung unserer ehrenamtlichen FunktionsträgerInnen

1,7

Identifikation der Mitglieder mit dem Verein

1,6

Fähigkeiten im Bereich Internet und Social Media

0,9 0

5

10

15

20

Anteil an Vereinen (in %)

Abb. 8: Anteil an Sportvereinen mit existenzbedrohenden Problemen und deren Entwicklung (in %; in Klammern Index: 2020=0). Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1

25


62

Organisationen

Bindung/Gewinnung von ehrenamtlichen FunktionsträgernInnen

17,5

Bindung/Gewinnung von ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen

10,7

Anzahl an Gesetzen, Verordnungen, Vorschriften

7,5

Zeitliche Verfügbarkeit der Sportstätten

7,3

Die Unterstützung durch Politik und Verwaltung

6,8

Bindung/Gewinnung von KampfrichterInnen bzw. SchiedsrichterInnen

5,2

Zustand der genutzten Sportstätten

4,4

Gewinnung von freiwilligen HelferInnen bei sporadischen Einsätzen

4,4

Finanzielle Situation Ihres Vereins

3,0

Bindung/Gewinnung jugendlicher LeistungssportlerInnen

2,6

Bindung/Gewinnung von Mitgliedern

2,6

Identifikation der Mitglieder mit dem Verein

1,3

Die Qualifizierung unserer ehrenamtlichen FunktionsträgerInnen

1,3

Die Qualifizierung unserer ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen

1,1

Klarheit über Strategie und zukünftige Entwicklung des Vereins

1,0

Fähigkeiten im Bereich Internet und Social Media

0,5

0

5

10

15

20

25

Anteil an Vereinen (in %) auf Basis der mitgliedergewichteten Systemperspektive

Abb. 9: Existenzielle Probleme auf Basis der mitgliedergewichteten Systemperspektive. Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


63

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


4

Personen

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Personen

65

4.1 TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen 4.1.1 Ausbildung/Qualifizierung Die in den Sportvereinen tätigen TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen verfügen über unterschiedliche Ausbildungen und Qualifizierungen. So geben 60 % an, im Besitz einer gültigen Lizenz eines Fachverbandes oder Landessportbundes zu sein, und weitere 7 % verfügen über eine nicht mehr gültige Lizenz. Darüber hinaus haben 4,6 % eine Ausbildung eines Fachverbandes oder Landessportbundes ohne Lizenz abgeschlossen und 6,1 % geben an, ein sportwissenschaftliches Studium absolviert zu haben. Ein geringer Anteil der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen, nämlich 3,5 %, gibt an, eine Ausbildung eines kommerziellen Anbieters absolviert zu haben, und knapp 2 % haben eine Berufsausbildung im Sport. Weiterhin hat jede(r) Zehnte unter ihnen eine sonstige Ausbildung für die Tätigkeit im Sport abgeschlossen. Auffällig ist weiterhin, dass mehr als ein Fünftel (21,7 %) der befragten TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen angibt, noch keine Ausbildung für die Tätigkeit im Sport zu haben (vgl. Tab. 25).

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


66

Personen

Tab. 25: Ausbildung der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen (Mehrfachnennungen möglich). Anteil (in %) Ich habe eine aktuell gültige Lizenz eines Fachverbandes oder Landessportbundes als TrainerIn oder ÜbungsleiterIn (z. B. DOSB-Lizenz)

60,0

Ich habe eine nicht mehr gültige Lizenz eines Fachverbandes oder Landessportbundes als TrainerIn oder ÜbungsleiterIn (z. B. DOSB-Lizenz)

7,0

Ich habe eine Ausbildung eines Fachverbandes oder Landessportbundes ohne Lizenz

4,6

Ich habe ein sportwissenschaftliches Studium abgeschlossen

6,1

Ich habe eine Ausbildung eines kommerziellen Anbieters abgeschlossen

3,5

Ich habe eine Berufsausbildung im Sport (DiplomtrainerIn, BerufstrainerIn in einer Sportart, etc.)

1,9

Ich habe eine sonstige Ausbildung für meine Tätigkeit im Sport abgeschlossen

10,1

Ich habe noch keine Ausbildung für meine Tätigkeit im Sport

21,7

4.1.2 Zukunftspläne Die TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen planen mehrheitlich, ihre Tätigkeit fortzusetzen (vgl. Tab. 26). So liegt die Zustimmung auf einer Skala von 1 (keine Zustimmung) bis 5 (sehr hohe Zustimmung) durchschnittlich bei M=4,66, was die Fortsetzung der Tätigkeit in der laufenden Saison bzw. dem laufenden Jahr betrifft. Etwas geringer, aber immer noch sehr hoch (M=4,42), fällt die Zustimmung Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Personen

67

aus, auch in der nächsten Saison bzw. im nächsten Jahr noch für den Verein tätig zu sein, während der 3-Jahreswert durchschnittlich etwas geringer ausfällt (M=3,94). Dagegen ist der Plan, sich im nächsten Jahr für ihre Tätigkeit fortzubilden, geringer ausgeprägt. Hier liegt die Zustimmung der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen durchschnittlich bei M=3,69. Die Fragen nach einer möglichen Aufgabe der Tätigkeit, sofern Ersatz für sie gefunden würde, oder die etwaige Aufnahme einer Tätigkeit in einem anderen Verein finden im Schnitt nur geringe Zustimmungswerte (M=1,89 bzw. M=1,30). Gleiches gilt für einen möglichen Austritt aus dem Verein innerhalb des nächsten Jahres (M=1,18; vgl. Tab. 26). Tab. 26: Zustimmung der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen bzgl. der zukünftigen Planung für ihre Tätigkeit (1=„stimme gar nicht zu“, 5=„stimme voll zu“). Mittelwert Ich plane die gesamte Saison/das gesamte Jahr für diesen Verein tätig zu sein.

4,66

Ich plane, auch nächste Saison/nächstes Jahr für diesen Verein tätig zu sein.

4,42

Es ist wahrscheinlich, dass ich auch in drei Jahren in diesem Verein tätig bin.

3,94

Ich plane mich im kommenden Jahr für meine Tätigkeit fortzubilden.

3,69

Ich plane meine Arbeit für diesen Verein aufzugeben, sobald ein Ersatz für mich gefunden ist.

1,89

Ich plane innerhalb der nächsten zwölf Monate für einen anderen Verein tätig zu werden.

1,30

Ich plane, innerhalb der nächsten zwölf Monate aus dem Verein auszutreten.

1,18

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


68

Personen

4.1.3 Zufriedenheit Die Ergebnisse hinsichtlich der Zukunftspläne der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen haben bereits gezeigt, dass die befragten TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen tendenziell eher nicht beabsichtigen, ihre Tätigkeit zeitnah zu beenden (vgl. Abschnitt 4.1.2). Hierzu passen die Ergebnisse der allgemeinen Zufriedenheit (vgl. Tab. 27). So zeigt sich, dass die durchschnittliche Zufriedenheit der befragten TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen mit ihrer Tätigkeit allgemein nach wie vor sehr hoch ausfällt. Auf einer elfstufigen Skala (von 0=“überhaupt nicht zufrieden“ bis 10=“äußerst zufrieden“) geben die TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen durchschnittlich einen Wert von M=8,16 an. Auch die Wahrscheinlichkeit der Weiterempfehlung der Tätigkeit (M=7,92) und des Vereins (M=8,79) fällt im Schnitt sehr hoch aus. Untermauert werden diese positiven Ergebnisse dadurch, dass durchschnittlich eine nur geringe Anzahl an TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen (M=3,61) bisher mit dem Gedanken gespielt hat, die laufende Tätigkeit zu beenden17.

17 Allerdings ist bei den Ergebnissen zu beachten, dass sie als nicht-repräsentativ für die Grundgesamtheit der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen in Deutschland angesehen werden können. So könnte es sein, dass sich an der Befragung tendenziell die ohnehin stärker engagierten und damit ggf. auch zufriedeneren TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen beteiligt haben (vgl. Methode, Abschnitt 5.4.3.3).

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Personen

69

Tab. 27: Zufriedenheit der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen mit ihrer Tätigkeit. Skala Allgemeine Zufriedenheit mit der Tätigkeit Wahrscheinlichkeit der Weiterempfehlung der Tätigkeit Überlegungen, die Tätigkeit zu beenden Wahrscheinlichkeit der Weiterempfehlung des Vereins

0=überhaupt nicht zufrieden 10=äußerst zufrieden 0=unwahrscheinlich 10=äußerst wahrscheinlich 0=noch nie 10=sehr häufig 0=unwahrscheinlich 10=äußerst wahrscheinlich

Mittelwert 8,16 7,92 3,61 8,79

Betrachtet man neben der allgemeinen Zufriedenheit auch die Zufriedenheit der befragten TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen mit einzelnen Aspekten der Tätigkeit (vgl. Abb. 10 und Abb. 11), so zeigen sich die höchsten Zufriedenheitswerte, ähnlich wie auch bereits 2017 in der ersten Befragung der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen, für die Zusammenarbeit im Verein (M=7,75), die eigene Leistung als TrainerIn bzw. ÜbungsleiterIn (M=7,63), den sportlichen Erfolg der Trainingsgruppe (M=7,50), die Anerkennung der Tätigkeit durch die Mitglieder des eigenen Vereins (M=7,47) sowie hinsichtlich der Motivation der TeilnehmerInnen (M=7,40). Ausbaufähig, und somit für die Vereine weiterhin interessant, ist die Zufriedenheit mit der Anerkennung der Tätigkeit in Form von Zeugnissen, Ausweisen oder Ähnlichem (M=5,83). Was nach wie vor auffällt ist, dass Aspekte, die mit dem Verein zusammenhängen, wie z. B. die Zusammenarbeit im Verein, die Anerkennung der Tätigkeit durch Mitglieder des Vereins, die Offenheit für Kritik und Änderungsvorschläge im Verein (M=7,16) und die fachliche Unterstützung der Tätigkeit durch den Verein (M=7,02), im Schnitt höhere Zufriedenheitswerte ausweisen, als dies für die Verbände der Fall ist. So sind die TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


70

Personen

durchschnittlich weniger zufrieden mit der fachlichen Unterstützung der Tätigkeit durch den Verband (M=6,10), mit dem verbandlichen Meldewesen (M=5,50) sowie mit der Offenheit für Kritik und Änderungsvorschläge im Verband (M=5,63). Durchschnittlich nach wie vor am geringsten ausgeprägt ist die Zufriedenheit mit steuerlichen Vergünstigungen (M=5,07).

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Personen

71

Zufriedenheit mit ... der Zusammenarbeit im Verein

7,75

meiner Leistung als TrainerIn/ÜbungsleiterIn

7,63

den sportlichen Erfolgen der Trainingsgruppe

7,50

der Anerkennung der Tätigkeit durch die Mitglieder meines Vereins

7,47

der Motivation der TeilnehmerInnen

7,40

der Offenheit für Kritik & Änderungsvorschläge im Verein

7,16

der Ausstattung mit Sportgeräten/Sportmaterial

7,11

der fachlichen Unterstützung der Tätigkeit durch den Verein

7,02

den Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten

6,98

der Anerkennung der Tätigkeit insgesamt

6,97

der Unterstützung neuer Ideen

6,92

der Vereinbarkeit mit Familie und Freunden

6,68

dem bürokratischen Aufwand für die Kostenerstattung

6,65

dem Haftungsrisiko/der Absicherung durch Versicherungen

6,64

0

2

4

6

8

Mittelwert Abb. 10: Zufriedenheit der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen mit einzelnen Aspekten der Tätigkeit (0=„überhaupt nicht zufrieden“ bis 10=„äußerst zufrieden“; Teil 1). Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1

10


72

Personen

Zufriedenheit mit ... meiner körperlichen Fitness

6,55

der Vereinbarkeit mit dem Beruf

6,54

der Bereitstellung geeigneter Lehr- und Unterrichtsmaterialien

6,47

der Anerkennung der Tätigkeit in Form von Ehrungen und Ähnlichem

6,28

dem Zustand der Sportstätten, auf bzw. in denen ich aktiv bin

6,26

dem gesellschaftlichen Ansehen von TrainernInnen und ÜbungsleiterInnen

6,15

der fachlichen Unterstützung der Tätigkeit durch den Verband

6,10

der Unterstützung bei Verwaltungstätigkeiten

6,06

der flexiblen Wahl von Einsatzzeiten

5,95

der finanziellen Vergütung für die geleistete Arbeit

5,88

der Anerkennung der Tätigkeit in Form von Zeugnissen, Ausweisen oder Ähnlichem

5,83

der Offenheit für Kritik & Änderungsvorschläge im Verband

5,63

dem verbandlichen Meldewesen

5,50 5,07

steuerlichen Vergünstigungen

0

2

4

6

8

10

Mittelwert Abb. 11: Zufriedenheit der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen mit einzelnen Aspekten der Tätigkeit(0=„überhaupt nicht zufrieden“ bis 10=„äußerst zufrieden“; Teil 2). Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Personen

73

4.1.4 Motivation Auch in der neunten Welle wurden die TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen nach den Gründen für ihr Engagement befragt. Hierbei zeigt sich eine Vielfalt an Motiven. Auf einer siebenstufigen Skala (von 1=“stimme überhaupt nicht zu“ bis 7=“stimme voll zu“) stimmen, wie bereits im Jahr 2017, durchschnittlich die meisten TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen zu, die Tätigkeit auszuüben, weil es ihnen Spaß macht (M=6,50). Weitere häufig genannte Gründe für die Ausübung der Tätigkeit sind ein gutes Gefühl bei der Ausübung der Tätigkeit (M=6,26), der Spaß, anderen zu helfen (M=6,23), ein sinnvolles Engagement in der Freizeit (M=6,18), die Verbundenheit zur Sportart (M=6,14) sowie persönliche Werte und Überzeugungen (M=6,06). Auch die Motive, etwas Gutes für die Gesellschaft zu tun (M=5,84) und somit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten (M=5,73), werden durchschnittlich nach wie vor eher hoch bewertet. Außerdem wird die persönliche Weiterentwicklung (M=5,44) häufig als Grund für die Ausübung der Tätigkeit genannt (vgl. Abb. 12). Dass der Verein selbst ebenfalls eine entscheidende Rolle für die Motivation der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen zur Ausübung ihrer Tätigkeit spielt, wird durch folgende Ergebnisse deutlich (vgl. Abb. 12): Sowohl die Verbundenheit zum Verein (M=5,43) als auch das Gefühl, ein Teil des Vereins zu sein (M=5,40), finden bei den TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen eine hohe Zustimmung. Außerdem gibt ein Großteil der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen an, sich durch die Tätigkeit in das Vereinsleben einbringen zu wollen (M=5,38). Hingegen etwas weniger relevant für die Motivation ist das persönliche Umfeld, d. h. Familie und Freunde und auch Aspekte der Anerkennung (M=3,96) und des sozialen Ansehens (M=3,56) sind weniger stark ausgeprägt. Am seltensten geben die TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen nach wie vor als Gründe für die Ausübung ihrer Tätigkeit materielle Aspekte (Geld, Beitragsminderung, Sportbekleidung) an (vgl. Abb. 13). Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


74

Personen

Ich übe meine Tätigkeit als TranierIn/ÜbungsleiterIn aus, ... 6,50

weil es mir Spaß macht weil ich mich dabei gut fühle

6,26

weil es mir Spaß macht, anderen zu helfen

6,23

weil ich mich in meiner Freizeit für etwas engagieren möchte, was mir ganz persönlich sinnvoll erscheint

6,18

aus Verbundenheit zur Sportart

6,14

aufgrund meiner persönlichen Werte und Überzeugungen

6,06

um mein Wissen und meine Fähigkeiten mit anderen zu teilen

5,97

weil ich mich allgemein gerne engagiere

5,89

weil mein Engagement gut für die Gesellschaft ist

5,84

weil ich damit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leiste

5,73

weil meine Arbeit ein Dienst am Gemeinwesen ist

5,53

weil ich für unsere Vereinsgemeinschaft etwas tun will

5,51

um mich persönlich weiterzuentwickeln

5,44

aus Verbundenheit zum Verein

5,43

weil ich es genieße, ein Teil des Vereins zu sein

5,40

um mich in das Vereinsleben einzubringen

5,38

1

2

3

4 5 Mittelwert

6

7

Abb. 12: Motivation der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen (1=„stimme überhaupt nicht zu“ bis 7=„stimme voll zu“; Teil 1). Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Personen

75

Ich übe meine Tätigkeit als TranierIn/ÜbungsleiterIn aus, ... weil ich viel von der Förderung des TrainerIn-/ ÜLIn-Engagements zum Wohle der Gesellschaft halte

5,32

um Erfahrung zu sammeln

5,18

weil ich eine Verpflichtung spüre, anderen zu helfen

5,06

weil ich Dinge lerne, die ich in anderen Bereichen anwenden kann

4,92

weil Menschen, die mir nahe stehen, dies unterstützen

4,84

um mich herauszufordern und meine Fähigkeiten zu testen

4,78

um Leute kennen zu lernen, die sich für die gleichen Dinge interessieren wie ich

4,76

weil meine Arbeit wichtig für die Menschen ist, die ich am besten kenne

4,40

weil meine Familie mich ermutigt, als TrainerIn-/ÜLIn tätig zu sein

4,31

weil ich sportlich erfolgreich sein will

4,29

um Anerkennung zu finden

3,96

um soziales Ansehen zu erwerben

3,56

weil ich Geld hierfür erhalte

2,64

um meinen Lebensunterhalt zu verdienen

1,72

weil ich weniger Beitrag zahlen muss

1,40

weil ich Sportbekleidung bereitgestellt bekomme

1,39

1

2

3

4

5

6

Mittelwert Abb. 13: Motivation der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen (1=„stimme überhaupt nicht zu“ bis 7=„stimme voll zu“; Teil 2). Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1

7


76

Personen

4.2 Vorstandsmitglieder 4.2.1 Ausbildung/Qualifizierung Die befragten Vorstandsmitglieder haben verschiedene Ausbildungen und Qualifizierungen vorzuweisen. Generell ist zu beachten, dass eine Person auch mehrere Qualifizierungen haben kann. Gut 6 % der befragten Vorstandsmitglieder geben an, eine Vereinsmanager-Lizenz C zu besitzen und knapp 2 % verfügen über eine entsprechende B-Lizenz. Über eine Jugendleiter-Lizenz des DOSB verfügen 3,4 % der befragten Vorstandsmitglieder und 1,2 % geben an, eine DOSB-Vorstufenqualifikation zu haben. Tab. 28: Ausbildung der Vorstandsmitglieder (Mehrfachnennungen möglich). Anteil (in %) Ich habe eine VereinsmanagerIn-Lizenz C des DOSB

6,2

Ich habe eine VereinsmanagerIn-Lizenz B des DOSB

1,9

Ich habe eine JugendleiterIn-Lizenz des DOSB

3,4

Ich habe eine DOSB-Vorstufenqualifikation, z. B. JugendleiterassistentIn, GruppenhelferIn

1,2

Ich habe eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen

24,2

Ich habe ein Studium mit Schwerpunkt BWL, Management oder Recht abgeschlossen

16,9

Sonstige Ausbildung

14,7

Ich habe bisher keine spezielle Ausbildung

46,4

Deutlich mehr Vorstandsmitglieder, nämlich knapp ein Viertel der Befragten, haben eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Personen

77

und knapp 17 % haben ein Studium der Fachrichtungen Betriebswirtschaftslehre (BWL), Management oder Recht beendet. Allerdings hat ein nach wie vor recht hoher Anteil von 46,4 % der befragten Vorstandsmitglieder bisher keine spezielle Ausbildung für die Tätigkeit (vgl. Tab. 28).

4.2.2 Zukunftspläne Wie die TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen wurden auch die Vorstandsmitglieder der Sportvereine in Deutschland erneut hinsichtlich ihrer Zukunftspläne ihre Tätigkeit betreffend befragt (vgl. Tab. 29). Auch hier liegt die Zustimmung für die Fortsetzung der Tätigkeit im aktuellen sowie im kommenden Jahr durchschnittlich sehr hoch. Auf einer Skala von 1 (keine Zustimmung) bis 5 (sehr hohe Zustimmung) liegt der Mittelwert bei M=4,84, was die Fortsetzung der Tätigkeit im laufenden Jahr betrifft. Dieser Wert liegt auch weiterhin noch etwas über dem entsprechenden Wert der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen (vgl. Tab. 26). Auch die durchschnittliche Zustimmung der Vorstandsmitglieder, im nächsten Jahr noch für den Verein tätig zu sein, fällt hoch aus (M=4,52), während der 3-Jahreswert durchschnittlich etwas niedriger ist (M=3,80; vgl. Tab. 29).

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


78

Personen

Tab. 29: Zustimmung der Vorstandsmitglieder bzgl. der zukünftigen Planung für ihre Tätigkeit (1=„stimme gar nicht zu“, 5=„stimme voll zu“). Mittelwert Ich plane das gesamte Jahr als Vorstandsmitglied für diesen Verein tätig zu sein.

4,84

Ich plane, auch nächstes Jahr als Vorstandsmitglied für diesen Verein tätig zu sein.

4,52

Es ist wahrscheinlich, dass ich auch in drei Jahren noch als Vorstandsmitglied in diesem Verein tätig bin.

3,80

Ich plane mich im kommenden Jahr für meine Tätigkeit als Vorstandsmitglied fortzubilden.

2,45

Ich plane meine Arbeit als Vorstandsmitglied für diesen Verein aufzugeben, sobald ein Ersatz für mich als Vorstandsmitglied gefunden ist.

2,65

Ich plane innerhalb der nächsten 12 Monate für einen anderen Verein als Vorstandsmitglied tätig zu werden.

1,15

Ich plane, innerhalb der nächsten 12 Monate aus dem Verein auszutreten.

1,12

Zudem wurden auch die Vorstandsmitglieder erneut gefragt, ob sie planen, sich im nächsten Jahr für ihre Tätigkeit fortzubilden. Hier liegt die Zustimmung durchschnittlich bei M=2,45 und damit recht deutlich unter der Fortbildungsabsicht der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen (M=3,69). Die Frage nach Plänen, die Tätigkeit als Vorstandsmitglied aufzugeben, sofern Ersatz gefunden würde, zeigt allerdings eine etwas höhere Zustimmung (M=2,65) als die Frage zur Fortbildungsabsicht. Dieser Wert lag bei den TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen deutlich niedriger (M=1,89). Die Bindung an ein TrainerIn-Amt scheint demnach nach wie vor höher zu sein als an Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Personen

79

einen Vorstandsposten. Andererseits planen nur sehr wenige Vorstandsmitglieder, in den kommenden Monaten für einen anderen Verein als Vorstandsmitglied tätig zu werden (M=1,15) oder gar aus dem Verein auszutreten (M=1,12; vgl. Tab. 29).

4.2.3 Zufriedenheit Betrachtet man die allgemeine Zufriedenheit der befragten Vorstandsmitglieder mit ihrer Vorstandstätigkeit, so zeigt sich, dass die Zufriedenheit zwar auch recht hoch ausfällt (M=7,73), allerdings etwas unter der durchschnittlichen Zufriedenheit der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen mit ihrer Tätigkeit liegt. Ein ähnliches Bild zeigt sich für die Wahrscheinlichkeit der Weiterempfehlung der Tätigkeit (M=7,08), die etwas geringer ausfällt als bei den befragten TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen, während die Wahrscheinlichkeit der Weiterempfehlung des Vereins bei den Vorstandsmitgliedern höher ist (M=8,97). Mit ihrem Verein sind die befragten Vorstandsmitglieder somit weiterhin sehr zufrieden. Dennoch haben bereits nicht wenige (rund 41 %; M=4,74) der befragten Vorstandsmitglieder mit dem Gedanken gespielt, ihre Tätigkeit als Vorstandsmitglied zu beenden (vgl. Tab. 30)18.

18 Auch hier ist zu beachten, dass die Ergebnisse als nicht-repräsentativ für die Grundgesamtheit der Vorstandsmitglieder in Deutschland angesehen werden können (vgl. Methode, Abschnitt 5.4.3.3).

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


80

Personen

Tab. 30: Zufriedenheit der Vorstandsmitglieder mit ihrer Tätigkeit. Skala

Mittelwert

Allgemeine Zufriedenheit mit der Vorstandstätigkeit

0=überhaupt nicht zufrieden 10=äußerst zufrieden

7,73

Wahrscheinlichkeit der Weiterempfehlung der Vorstandstätigkeit

0=unwahrscheinlich 10=äußerst wahrscheinlich

7,08

Überlegungen, die Vorstandstätigkeit zu beenden

0=noch nie 10=sehr häufig

4,74

Wahrscheinlichkeit der Weiterempfehlung des Vereins

0=unwahrscheinlich 10=äußerst wahrscheinlich

8,97

Betrachtet man neben der allgemeinen Zufriedenheit auch hier die Zufriedenheit der befragten Vorstandsmitglieder mit einzelnen Aspekten der Tätigkeit (vgl. Abb. 14 und Abb. 15), so zeigen sich auf einer elfstufigen Skala die höchsten Zufriedenheitswerte für die eigene Leistung als Vorstandsmitglied (M=7,74), die flexible Wahl von Einsatzzeiten (M=7,46), die Zusammenarbeit im Verein (M=7,42), die Ausstattung der Gruppen mit Sportgeräten und Sportmaterial (M=7,22) sowie mit den sportlichen Erfolgen des Vereins (M=6,95). Ebenfalls erreicht die Offenheit für Kritik und Änderungsvorschläge im Verein (M=6,86) sowie die Anerkennung der Tätigkeit durch die Mitglieder des Vereins (M=6,75) durchschnittlich eher höhere Zufriedenheitswerte. Geringer ist hingegen auch hier, wie bereits bei den TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen, die durchschnittliche Zufriedenheit mit den Verbänden, beispielsweise was die Offenheit für Kritik und Änderungsvorschläge betrifft (M=5,32), die fachliche Unterstützung der Tätigkeit (M=5,84) sowie das verbandliche Meldewesen (M=4,81). Durchschnittlich eher unzufrieden sind die befragten Vorstandsmitglieder nach wie vor mit der finanziellen Vergütung für die geleistete Arbeit (M=4,85), der Unterstützung bei Verwaltungstätigkeiten (M=4,74) sowie steuerlichen Vergünstigungen (M=3,88). Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Personen

81

Zufriedenheit mit ... meiner Leistung als Vorstandsmitglied

7,74

der flexiblen Wahl von Einsatzzeiten

7,46

der Zusammenarbeit im Verein

7,42

der Ausstattung der Vereinsgruppen mit Sportgeräten/Sportmaterial

7,22

den sportlichen Erfolgen des Vereins

6,95

der Offenheit für Kritik & Änderungsvorschläge im Verein

6,86

der Anerkennung der Tätigkeit durch die Mitglieder meines Vereins

6,75

der fachlichen Unterstützung der Tätigkeit durch den Verein

6,63

den Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten

6,58

der Motivation der TeilnehmerInnen in den Vereinsgruppen

6,51

der Unterstützung neuer Ideen

6,46

der Anerkennung der Tätigkeit insgesamt

6,34

meiner körperlichen Fitness

6,31

dem Zustand der Sportstätten, die der Verein nutzt

6,21

0

2

4

6

8

Mittelwert Abb. 14: Zufriedenheit der Vorstandsmitglieder mit einzelnen Aspekten der Tätigkeit (0=„überhaupt nicht zufrieden“ bis 10=„äußerst zufrieden“; Teil 1). Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1

10


82

Personen

Zufriedenheit mit ... der Vereinbarkeit mit dem Beruf

6,12

der Vereinbarkeit mit Familie und Freunden

6,09

der Anerkennung der Tätigkeit in Form von Ehrungen und Ähnlichem

6,02

der Bereitstellung geeigneter Lehr- und Unterrichtsmaterialien

6,00

der fachlichen Unterstützung der Tätigkeit durch den Verband

5,84

dem gesellschaftlichen Ansehen von ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern

5,81

dem Haftungsrisiko/der Absicherung durch Versicherungen

5,68

der Offenheit für Kritik & Änderungsvorschläge im Verband

5,32

dem bürokratischen Aufwand für die Kostenerstattung

5,29

der Anerkennung der Tätigkeit in Form von Zeugnissen, Ausweisen oder Ähnlichem

5,27

der finanziellen Vergütung für die geleistete Arbeit

4,85

dem verbandlichen Meldewesen

4,81

der Unterstützung bei Verwaltungstätigkeiten

4,74

steuerlichen Vergünstigungen

3,88

0

2

4

6

8

10

Mittelwert Abb. 15: Zufriedenheit der Vorstandsmitglieder mit einzelnen Aspekten der Tätigkeit (0=„überhaupt nicht zufrieden“ bis 10=„äußerst zufrieden“; Teil 2). Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Methode

83

4.2.4 Motivation Auch die Vorstandsmitglieder wurden hinsichtlich ihrer Motive bzw. Gründe für die Ausübung ihrer Vorstandstätigkeit befragt (vgl. Abb. 16 und Abb. 17). Es zeigt sich, dass auf einer siebenstufigen Skala folgende vier Motive die höchste Zustimmung erhalten: (1) aufgrund meiner persönlichen Werte und Überzeugungen (M=6,15), (2) weil ich mich in meiner Freizeit für etwas engagieren möchte, was mir ganz persönlich sinnvoll erscheint (M=6,07) sowie aus Verbundenheit zum Verein (M=6,07) und (4) weil ich etwas für unsere Vereinsgemeinschaft tun will (M=6,02). Weiterhin spielt auch hier der Spaß an der Tätigkeit (M=5,93) und daran, anderen zu helfen (M=5,92), eine wichtige Rolle. Außerdem wird als Motiv für die Tätigkeit häufig angeführt, dass das mit der Tätigkeit verbundene Engagement gut für die Gesellschaft ist (M=5,94), somit ein wichtiger Beitrag für die Gesellschaft geleistet wird (M=5,86) und die Vorstandsarbeit ein Dienst am Gemeinwesen ist (M=5,88; vgl. Abb. 16). Andererseits spielt das Sammeln von Erfahrungen (M=4,61) im Schnitt eine weniger wichtige Rolle. Auch persönliche Karrieremotive wie die persönliche Weiterentwicklung (M=4,79), das Lernen von Dingen, die in anderen Bereichen angewendet werden können (M=4,50), und die eigene Herausforderung sowie das Testen der eigenen Fähigkeiten (M=4,35) werden, wie bereits 2017, seltener als Gründe für die Ausübung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied genannt. Das gilt auch für Motive der Anerkennung (M=3,66) oder des sozialen Ansehens (M=3,47). Kaum eine Rolle als Motive bei den Vorstandsmitgliedern spielen auch hier materielle Aspekte wie Geld (M=1,42), die Bereitstellung von Sportbekleidung (M=1,32) oder eine Beitragsminderung (M=1,27; vgl. Abb. 17).

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


84

Personen

Ich übe meine Tätigkeit als Vorstandsmitglied aus, ... aufgrund meiner persönlichen Werte und Überzeugungen

6,15

weil ich mich in meiner Freizeit für etwas engagieren möchte, was mir ganz persönlich sinnvoll erscheint

6,07

aus Verbundenheit zum Verein

6,07

weil ich für unsere Vereinsgemeinschaft etwas tun will

6,02

weil mein Engagement gut für die Gesellschaft ist

5,94

weil es mir Spaß macht

5,93

weil es mir Spaß macht, anderen zu helfen

5,92

weil ich mich allgemein gerne engagiere

5,91

weil die Vorstandsarbeit ein Dienst am Gemeinwesen ist

5,88

weil ich damit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leiste

5,86

um mich in das Vereinsleben einzubringen

5,76

weil ich mich dabei gut fühle

5,75

aus Verbundenheit zur Sportart

5,70

weil ich es genieße, ein Teil des Vereins zu sein

5,53

weil ich eine Verpflichtung spüre, anderen zu helfen

5,53

1

2

3

4

5

6

7

Mittelwert Abb. 16: Motivation der Vorstandsmitglieder (1=„stimme überhaupt nicht zu“ bis 7=„stimme voll zu“; Teil 1). Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Personen

85

Ich übe meine Tätigkeit als Vorstandsmitglied aus, ... weil ich viel von der Förderung der Vorstandsarbeit zum Wohle der Gesellschaft halte

5,46

um mein Wissen und meine Fähigkeiten mit anderen zu teilen

5,37

weil Menschen, die mir nahe stehen, dies unterstützen

4,98

um mich persönlich weiterzuentwickeln

4,79

weil meine Vorstandsarbeit wichtig für die Menschen ist, die ich am besten kenne

4,64

um Leute kennen zu lernen, die sich für die gleichen Dinge interessieren wie ich

4,61

um Erfahrung zu sammeln

4,61

weil ich Dinge lerne, die ich in anderen Bereichen anwenden kann

4,50

um mich herauszufordern und meine Fähigkeiten zu testen

4,35

weil meine Familie mich ermutigt, als Vorstandsmitglied tätig zu sein

4,15

um Anerkennung zu finden

3,66

weil ich sportlich erfolgreich sein will

3,50

um soziales Ansehen zu erwerben

3,47

weil ich Geld hierfür erhalte

1,42

weil ich Sportbekleidung bereitgestellt bekomme

1,32

weil ich weniger Beitrag zahlen muss

1,27

1

2

3

4

5

Mittelwert Abb. 17: Motivation der Vorstandsmitglieder (1=„stimme überhaupt nicht zu“ bis 7=„stimme voll zu“; Teil 2). Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1

6

7


5

Methode

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Methode

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5.1 Hintergrund Die Sportentwicklungsberichte – „Analysen zur Situation der Sportvereine in Deutschland“ stellen eine Weiterentwicklung der Finanz- und Strukturanalysen des deutschen Sports (FISAS) dar mit dem Ziel, die Entscheidungsträger im organisierten Sport sowie in der öffentlichen Sportpolitik und -verwaltung zeitnah mit politikfeld- und managementrelevanten Informationen zu versorgen (Argumentations- und Handlungswissen). Mit Hilfe dieser Unterstützung soll die Wettbewerbsfähigkeit des organisierten Sports in Zeiten eines dynamischen sozialen Wandels gestärkt werden. Das Vorhaben wird finanziert von den 16 Landessportbünden, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) sowie dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp)19. Mitte des Jahres 2017 wurde Univ.-Prof. Dr. Christoph Breuer vom Institut für Sportökonomie und Sportmanagement der Deutschen Sporthochschule Köln mit der Durchführung der siebten bis neunten Welle der Sportentwicklungsberichte beauftragt („SEB 3.0“). Weiterhin liegt der methodische Kerngedanke der Sportentwicklungsberichte im Aufbau eines Paneldesigns. Deshalb werden ab der siebten Welle die gleichen Sportvereine alle drei Jahre zu ihrer Situation online befragt. Weiterhin sind neue Elemente des „SEB 3.0“ die sogenannten Stakeholderbefragungen, d. h. Befragungen verschiedener Personengruppen. In diesem Zusammenhang wurden in der neunten vorliegenden Welle, wie bereits in der siebten Welle, neben den Vereinen selbst auch TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen sowie Vorstandsmitglieder befragt. Die Personenbefragungen werden in den Wellen sieben bis neun jeweils nach den Vereinsbefragungen durchgeführt.

19 Geschäftszeichen ZMVI4-081802/17-26.

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Methode

5.2 Qualitätssicherung Um die Qualität des Erhebungsinstruments weiter zu erhöhen, wurden mit dem Start des „SEB 3.0“ systematische Änderungen am Befragungsinstrument vorgenommen. Dabei erfolgte eine Orientierung am Konzept des Total Survey Errors (vgl. Arbeitsgruppe Qualitätsstandards, 2014), das zunächst zwischen den Dimensionen Messung und Repräsentation unterscheidet.

5.3 Organisationsbefragung Im Hinblick auf eine qualitätsgesicherte Messung bedarf es (a) der Festlegung der zu untersuchenden Konstrukte, (b) einer Operationalisierung, welche das interessierende Konstrukt möglichst genau bzw. „inhaltlich treffend“ (Arbeitsgruppe Qualitätsstandards, 2014, S. 12) abbildet, und (c) der Vermeidung von Fehlern im Antwortverhalten.

5.3.1 Messung Zu untersuchende Konstrukte in der Organisationsbefragung (Mesoebene) sind die Gemeinwohlleistungen, die Leistungs- und Überlebensfähigkeit von Sportvereinen in Deutschland sowie deren Determinanten und Korrelate. Im Vergleich zu den ersten sechs Wellen des Sportentwicklungsberichts, die insbesondere die Vergleichbarkeit mit bisherigen Vereinsstudien zum Ziel hatten (insbesondere Heinemann & Schubert, 1994; Baur & Braun, 2001, 2003; Emrich, Pitsch & Papathanassiou, 2001), wurde bei der Überarbeitung des Messinstruments für die Mesoebene in den Wellen sieben bis neun der Validität höchste Priorität eingeräumt. Da ein Trade-Off zwischen Maximierung der Validität und Maximierung der Vergleich-

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Methode

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barkeit mit früheren Studien vorliegt, geschah dies auf Kosten der Vergleichbarkeit zu früheren Studien. Die Validität auf der Mesoebene, der Organisationsbefragung der Vereine, wurde insbesondere durch folgende Maßnahmen erhöht: Die vollständige Erfassung des Konstrukts Gemeinwohl wurde vorangetrieben, indem u.a. die Itembatterie zum Selbstverständnis des Vereins hinsichtlich Handlungsfeldern und Zielgruppen systematisiert sowie um Aspekte der Sozialverträglichkeit bzw. die Prävention negativer Gemeinwohlfunktionen ergänzt wurde. Damit ist das Konstrukt der Gemeinwohlbedeutung deutlich umfassender und systematischer operationalisiert als in früheren Wellen. Eine theoretische Orientierung erfolgte dabei an Rittner und Breuer (2004). Ähnliches gilt für die Funktionen sozialer Integration bzw. Geselligkeit sowie das Angebot sonstiger Sportangebote. Zudem wurde der gesamte Fragebogen für die Organisationen verstärkt auf Basis theoretischer Fundierungen, wie insbesondere dem Ansatz der „Organizational Capacity“ (vgl. Hall et al., 2003), konzipiert. So sind die drei Dimensionen der Organisationskapazität (Mitarbeiterkapazitäten, Finanzkapazitäten und strukturelle Kapazitäten) im aktualisierten Fragebogen der Organisationsbefragung der neunten Welle des Sportentwicklungsberichts abgedeckt. Der Ansatz der Organisationskapazität hat sich in der organisationswissenschaftlichen Sportforschung mittlerweile etabliert (z. B. Doherty & Cuskelly, 2019; Doherty et al., 2014; Millar & Doherty, 2016; Misener & Doherty, 2013) und dient u.a. zur Erklärung von Organisationsproblemen (vgl. Feiler & Breuer, 2021; Wicker & Breuer, 2013; 2014). Etwaige Fehler im Rahmen des Beantwortungsprozesses wurden dadurch zu reduzieren versucht, indem Fragen noch verständlicher und eindeutiger formuliert (vgl. z. B. ebenfalls die Itembatterie zum Selbstverständnis des Vereins) oder auch weiterführende Erläuterungen und Beispiele angeführt wurden. Zudem gab es, wie auch in den vorherigen Wellen, die Möglichkeit, das Projektteam

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telefonisch oder per E-Mail für Rückfragen und Verständnisfragen zu kontaktieren. Außerdem wurde eine Gesamtübersicht des Fragebogens auf Wunsch als pdf-Datei oder auch als Papierversion an die TeilnehmerInnen versendet. Darüber hinaus wurde versucht, systematische Antwortfehler aus der Analyse auszuschließen. So zeigen sich stets Güteprobleme der Finanzangaben bei einem Teil der Stichprobe. Teilweise wurden Finanzangaben in nicht nachvollziehbarer Größenordnung getätigt. Dies betrifft sowohl die Einnahmen- als auch die Ausgabenseite. Aus diesem Grund wurde für die Analyse der Vereinsfinanzen wie in den acht vorangegangen Wellen des Sportentwicklungsberichts ein Finanzfilter verwendet. Um möglichst zuverlässige Finanzwerte zu erhalten, wurden folgende Gütekriterien nachträglich vorausgesetzt: (1) Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen > (Mitgliederzahl * € 0,50), (2) 4 > Einnahmen/Ausgaben > 0,25. Zudem wurde in der neunten Welle n=16 Ausreißern die Güte der Angaben bezüglich der Vereinsfinanzen aberkannt. Durch diesen Gütefilter konnte die Streuung der Finanzangaben in der neunten Welle deutlich eingegrenzt werden. Insgesamt entsprechen 93,5 % der Vereine, die Angaben zu den Vereinsfinanzen in der neunten Welle getätigt haben, diesen Gütekriterien. Alle Auswertungen zu den Vereinsfinanzen (Abschnitte 3.1.4.3.2 bis 3.1.4.3.5) beziehen sich nur auf diejenigen Vereine, auf die diese Gütekriterien zutreffen.

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5.3.2 Repräsentation 5.3.2.1 Stichprobe und Rücklauf Als Erhebungsmethode kam wie bereits bei den ersten acht Wellen eine Online-Befragung zum Einsatz. Die Erhebung dieser neunten Welle wurde vom 17.10.2023 bis 19.12.2023 durchgeführt. Als Grundlage für die Stichprobe dienten die von den Landessportbünden zur Verfügung gestellten E-Mail-Adressen der Vereine. Von den insgesamt 86.378 Sportvereinen in Deutschland (DOSB, 2023) wurden gut 78.900 E-Mail-Adressen übermittelt. Insgesamt wurden 78.917 Sportvereine per E-Mail zur Befragung eingeladen. Die Stichprobe wurde um diejenigen Vereine bereinigt, die aus verschiedenen Gründen nicht an der Befragung teilnehmen konnten. Der Großteil dieser Stichprobenausfälle (2.379) ist auf fehlerhafte E-Mail-Adressen und Absagen zurückzuführen. Insgesamt konnten n=18.862 Interviews realisiert werden, was einem Rücklauf von 24,6 % entspricht. Im Vergleich zur achten Welle20 hat der Stichprobenumfang bundesweit leicht abgenommen (-6,5 %).

20 Der Rücklauf beim Sportentwicklungsbericht 2020–2022 lag bei n=20.179 Vereinen.

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Tab. 31: Feldübersicht der Vereinsbefragung des Sportentwicklungsberichts 2023–2025 für Deutschland. Sportentwicklungsbericht 2023-2025

N

Grundgesamtheit

86.378

Stichprobe I

78.917

Fehlerhafte E-Mail-Adressen, Person nicht mehr im Verein tätig, Verein existiert nicht mehr/in Auflösung, Absagen

2.379

Bereinigte Stichprobe II

76.538

Realisierte Interviews

18.862

Beteiligung (in %)

21,8

Anteil an Anteil an Stichprobe I Stichprobe II (in %) (in %)

100,0

100,0

23,9

24,6

5.3.2.2 Gewichtungen Die Auswertung der Daten wurde mit gewichteten Werten vorgenommen, um die Grundgesamtheit der Sportvereine in Deutschland möglichst repräsentativ darzustellen. Hierzu wurden sowohl in den Daten der Grundgesamtheit der Vereine als auch in der Stichprobe der befragten Vereine Größenklassen anhand der Mitgliederzahlen gebildet. Insgesamt wurden die Vereine in fünf Größenklassen eingeteilt (bis 100 Mitglieder; 101 bis 300 Mitglieder; 301 bis 1.000 Mitglieder; 1.001 bis 2.500 Mitglieder und über 2.500 Mitglieder). Anschließend wurde in beiden Datensätzen (Grundgesamtheit und Stichprobe) die Verteilung der Vereine nach den Größenklassen ermittelt. Bei dieser Prozedur wurde nach Landessportbünden un-

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terschieden. Für jeden einzelnen Fall wurde anschließend auf Basis der Verteilung der Größenklassen in der Grundgesamtheit des jeweiligen Bundeslandes und der Stichprobe ein Gewichtungsfaktor bestimmt, mit dem die Stichprobe anschließend für die finale Auswertung gewichtet wurde. Diese Prozedur wurde sowohl im Querschnittdatensatz als auch im Längsschnittdatensatz (vgl. Abschnitt 5.3.3.1) vorgenommen. Für die in der sechsten Welle eingeführte „mitgliedergewichtete Systemperspektive“, die aufzeigt, in welchem Ausmaß die Sportvereinsmitglieder von existenziellen Problemlagen betroffen sind, wurden die Vereine zusätzlich entsprechend ihrer Mitgliedschaftsgröße in Relation zum Durchschnitt aller Vereine gewichtet, so dass der Datensatz für die Sportvereinsmitglieder in Deutschland anstatt für die Sportvereine repräsentativ ist. Hierzu wurde in einem ersten Schritt ein Quotient aus Mitgliedschaftsgröße des Vereins und der durchschnittlichen Mitgliedschaftsgröße im Datensatz gebildet. In einem zweiten Schritt wurde der oben beschriebene ursprüngliche Gewichtungsfaktor mit diesem Quotienten multipliziert. Das Produkt wurde dann als Gewichtungsfaktor für Analysen der mitgliedergewichteten Systemperspektive eingesetzt. Diese Systemperspektive wurde in der neunten Welle neben den existenziellen Problemen zusätzlich für die Auswertung der Mitgliedschaftsbeiträge angewendet.

5.3.3 Auswertung 5.3.3.1 Längsschnitt Für die Konstruktion eines Längsschnittdatensatzes und um zu vermeiden, dass Vereine doppelt angeschrieben werden, wurde allen Vereinen eine unveränderliche Vereinsnummer (ID) zugewiesen. Mithilfe dieser Vereinsnummer ist es möglich, diejenigen Vereine

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zu identifizieren, die sich an den einzelnen Befragungswellen beteiligt haben. Insgesamt haben bundesweit n=8.129 Vereine an den Befragungen 2020 und 2023 (Welle 8 und Welle 9) teilgenommen, was einer Dabeibleiberquote von 40,3 % entspricht. 5.3.3.2 Indexbildung Seit der zweiten Welle des Sportentwicklungsberichts können somit die Veränderungen der Gemeinwohlproduktion, aber auch der Probleme der Sportvereine in Deutschland gemessen werden, die auf einer Längsschnittanalyse basieren. In der vorliegenden neunten Welle werden Veränderungen in erster Linie zwischen 2020 und 2023 gemessen. Für die Bereiche „Träger der freien Jugendhilfe“ (Abschnitt 3.1.2.2) sowie der „Bezahlten Führungsposition“ (Abschnitt 3.1.4.1.2) wurde auf den Längsschnitt mit der siebten Welle des Sportentwicklungsberichts (2017/2018) zurückgegriffen, da diese beiden Konstrukte zuletzt in der siebten Welle erhoben wurden. Hier wird demnach die Entwicklung über sechs Jahre, d. h. zwischen 2017 und 2023, dargestellt. Der Längsschnittdatensatz der siebten und der neunten Welle umfasst n=6.458 Vereine. Für die Fragestellung zur Prävention sexualisierter Gewalt (Abschnitt 3.1.6) sowie die Flüchtlingsthematik (Abschnitte 3.1.3.2 und 3.1.4.2) wird zudem auf den Längsschnitt mit der der sechsten Welle (2015/2016) zurückgegriffen. Hier wird demnach die Entwicklung über acht Jahre, d. h. zwischen 2015 und 2023, dargestellt. Der Längsschnittdatensatz der sechsten und der neunten Welle umfasst n=6.094 Vereine. Das Ausmaß der Veränderungen wird mithilfe von Indizes verdeutlicht, welche die prozentuale Veränderung wiedergeben. Die Basis für die Berechnung der Indizes stellt der im Längsschnittdatensatz für das jeweilige Ausgangsjahr ermittelte Wert dar. Zum Beispiel bedeutet ein Index von +12, dass sich (im Längsschnitt) der

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besagte Wert um 12 % erhöht hat. In den Tabellen und Abbildungen wird das Ausgangsjahr (Befragungsjahr) mit der Kennzeichnung „Index (2020=0)“ veranschaulicht, das sich auf den Sportentwicklungsbericht 2020-2022 (8. Welle) bezieht. Ausnahmen sind hierbei die Finanzen, ehrenamtlichen Positionen, freiwilligen HelferInnen sowie das bezahlte Personal, wo sich die Entwicklung auf das Ausgangsjahr 2019 (Haushaltsjahr im Fall der Finanzen) bezieht und mit „Index (2019=0)“ gekennzeichnet ist. Die Kennzeichnung „Index (2015=0)“ bezieht sich auf das Ausgangsjahr 2015 (6. Welle des SEB) und „Index (2017=0)“ auf das Ausgangsjahr 2017 (7. Welle). Im Hinblick auf die Höhe der Indizes ist zu beachten, dass die Indizes auch bei kleinen Veränderungen hoch ausfallen können (z. B. würde der Index im Falle der Erhöhung eines Wertes von 0,5 % auf 1,5 % bei +200 liegen). Zudem wurde bei den Indizes geprüft, ob es sich um statistisch signifikante Veränderungen handelt (Signifikanztest: t-Test). Im vorliegenden Bericht werden lediglich die signifikanten Indexveränderungen dargestellt. Die Höhe der Fehlerwahrscheinlichkeit, welche für die Signifikanzbestimmung maßgeblich ist, wird mit der gängigen Kennzeichnung veranschaulicht (vgl. Tab. 32). Tab. 32: Übersicht über Fehlerwahrscheinlichkeiten bei statistischen Berechnungen und deren Kennzeichnung. Symbol

Bedeutung

*

signifikant, d. h. Fehlerwahrscheinlichkeit der Berechnung ist gleich/kleiner als 5 %

**

sehr signifikant, d. h. Fehlerwahrscheinlichkeit der Berechnung ist gleich/kleiner als 1 %

***

höchstsignifikant, d. h. Fehlerwahrscheinlichkeit der Berechnung ist gleich/kleiner als 0,1 %

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5.4 Personenbefragungen 5.4.1 Vorgehen In der neunten Welle des Sportentwicklungsberichts wurden nach der siebten Welle erneut zwei Personengruppen der Vereine, nämlich TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen sowie Vorstandsmitglieder befragt. Somit wurde neben den Sportvereinen selbst, d. h. der Mesoebene, auch die Mikroebene integriert. Zur Kontaktierung der zwei genannten Personengruppen wurden die Vereine am Ende der Vereinsbefragung gefragt, ob sie erneut bereit wären, an der Befragung ihrer TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen sowie der Vorstandsmitglieder mitzuwirken. Im Falle der Zustimmung wurden die Vereine gebeten, eine KontaktE-Mailadresse anzugeben, unter der die Vereine im Rahmen der zwei Personenbefragungen kontaktiert werden konnten. Die Sportvereine, die sich bereit erklärt hatten, an den Personenbefragungen mitzuwirken, wurden jeweils vor dem Start der Befragungen vom Projektteam kontaktiert. In der Kontaktaufnahme wurde die geplante Durchführung der Personenbefragungen erläutert sowie Unterstützung hinsichtlich des Textes zur Einladung der Trainerinnen und ÜbungsleiterInnen bzw. Vorstandsmitglieder angeboten. Die Vereine wurden gebeten, einen für den jeweiligen Sportverein individuellen Link an ihre Trainerinnen und ÜbungsleiterInnen bzw. Vorstandsmitglieder weiterzuleiten. Über diesen spezifischen Vereinslink, der jeweils die ID des Vereins beinhaltete, konnte im Anschluss eine Zuordnung der Personen zu den verschiedenen Vereinen vorgenommen werden.

5.4.2 Messung Bei der Analyse der Personengruppen, die hier als interne Stakeholdergruppen der Vereine zu verstehen sind, geht es zum einen um Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


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die Produktion von Handlungswissen. So zeigt sich in den Sportentwicklungsberichten ein über die Wellen gestiegenes Problem der Gewinnung und Bindung ehrenamtlicher FunktionsträgerInnen. Auch die Gewinnung und Bindung von TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen zählt zu den überproportional großen Problemen der Sportvereine. Somit stellt sich im Rahmen der internen Stakeholderbefragungen die Frage nach den Bedingungen und Determinanten der Gewinnung und Bindung dieser Gruppen. Hierzu werden insbesondere Konstrukte der der Motivation, Zufriedenheit und der Zukunftspläne der Ehrenamtlichen (Bereitschaft zur Tätigkeitsfortsetzung) herangezogen. Zur Operationalisierung dieser Konstrukte wurde auf geprüfte Skalen wie die „motivation scale for sports volunteerism“, d. h. eine Skala zur Messung der Motive von Ehrenamtlichen (vgl. Hoye et al., 2008; Wang, 2004) und Skalen zur Messung der „Intention to continue“, d. h. der Absicht, die Tätigkeit fortzusetzen (Clary et al., 1998; Hoye et al., 2008), zurückgegriffen. Es stellt sich darüber hinaus aber auch die Frage nach der sozialen Bedeutung sowie des Gemeinwohlbeitrags des Tuns der internen Stakeholdergruppen, welche für die Perspektive des Argumentationswissens von zentraler Bedeutung ist. Diese Perspektive wird auf Basis verschiedener Fragen zur Art, zum Umfang bzw. Zeitaufwand der Tätigkeit, zu den Zielgruppen sowie sozio-demographischen Angaben operationalisiert.

5.4.3 Repräsentation 5.4.3.1 Stichprobe und Rücklauf der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen Von den 18.862 Vereinen, die sich an der Vereinsbefragung beteiligt hatten, haben 2.821 Vereine zugestimmt, an der Befragung der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen mitzuwirken. Diese Vereine erhielten am 21.03.2024 den individuellen Vereinslink zur WeiterleiSportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


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tung und Einladung ihrer TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen zur Befragung. Während der Feldzeit wurden zwei Reminder versendet, sofern der jeweilige Vereinslink noch gar nicht angeklickt wurde (1. Reminder am 15.04.2024; 2. Reminder am 07.05.2024). Beide Erinnerungen führten jeweils zu einem erhöhten Rücklauf. Die Befragung der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen wurde am 16.05.2024 beendet. Insgesamt haben sich 3.882 TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen aus 1.375 Vereinen aktiv an der Befragung beteiligt. 5.4.3.2 Stichprobe und Rücklauf der Vorstandsmitglieder Von den 18.862 Vereinen, die sich an der Vereinsbefragung beteiligt hatten, haben 4.048 Vereine zugestimmt, an der Befragung der Vorstandsmitglieder mitzuwirken. Diese Vereine erhielten am 21.05.2024 den individuellen Vereinslink zur Weiterleitung und Einladung ihrer Vorstandsmitglieder zur Befragung. Während der Feldzeit wurden zwei Reminder versendet, sofern der jeweilige Vereinslink noch gar nicht angeklickt wurde (1. Reminder am 17.06.2024; 2. Reminder am 09.07.2024). Beide Erinnerungen führten jeweils zu einem erhöhten Rücklauf. Die Befragung der Vorstandsmitglieder wurde am 17.07.2024 beendet. Insgesamt haben sich 3.045 Vorstandsmitglieder aus 1.825 Vereinen aktiv an der Befragung beteiligt. 5.4.3.3 Limitationen der Personenbefragungen Das oben beschriebene Vorgehen hinsichtlich der Kontaktierung und Befragung der Personengruppen musste gewählt werden, da eine andere Art der Kontaktierung der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen sowie der Vorstandsmitglieder aufgrund datenschutzrechtlicher Einschränkungen sowie einer mangelnden Datenbasis nicht möglich war. Zudem musste im Hinblick auf die geplanten

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Mehrebenenanalysen gewährleistet werden, dass die Personen ihrem jeweiligen Verein zugeordnet werden konnten. Da nicht alle Vereine an den Personenbefragungen mitgewirkt haben, sondern nur ein Teil jener Vereine, die auch an der Vereinsbefragung teilgenommen hatten, und zugleich die Teilnahme an den Personenbefragungen durch die angeschriebenen Personen freiwillig war, kann bei den zwei Stichproben der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen sowie der Vorstandsmitglieder ein Problem der Stichprobenverzerrung nicht ausgeschlossen werden. Von einer Gewichtung der Personendaten (bspw. auf Basis demographischer Faktoren wie Geschlecht, Alter) wurde abgesehen, da zwar vergleichbare Informationen zu diesen Faktoren auf Basis des gewichteten Vereinsdatensatzes vorlagen, aber keinerlei Informationen zur Grundgesamtheit der befragten Personengruppen.

5.4.4 Auswertung Die Auswertung der Personenbefragungen in diesem Bericht erfolgt rein querschnittlich. In den folgenden Sonderberichten zu Vorstandsmitgliedern und TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen sollen auch Veränderungen betrachtet werden.

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Tabellenverzeichnis

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Tab. 1: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Sportvereine mit KaderathletInnen. Tab. 2: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Anzahl an KaderathletInnen im Jahr 2022. Tab. 3: .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Verein ist gem. § 75 SGB VIII als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Tab. 4: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Vereine mit Sportangeboten im Gesundheitsbereich und deren Entwicklung. Tab. 5: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Anteil der Gesundheitsportangebote an allen Sportangeboten der Sportvereine und deren Entwicklung. Tab. 6: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 Vereine mit Angeboten für Flüchtlinge (Anteil an Vereinen in %) und deren Entwicklung. Tab. 7: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 Kooperationen mit Schulen/Kindergärten (Anteil an Vereinen in %) und deren Entwicklung (n.e.=nicht erfasst 2020) Tab. 8: .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Ehrenamtliche Positionen im Jahr 2022 und deren Entwicklung (n.e.=nicht erfasst für 2019) Tab. 9: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 Freiwillige HelferInnen im Jahr 2022 und deren Entwicklung.

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Tab. 10: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 Anteil an unter 30-Jährigen in ehrenamtlichen Positionen der Sportvereine im Jahr 2022 und deren Entwicklung. Tab. 11: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 Bezahlte Führungsposition im Verein im Jahr 2022 und deren Entwicklung. Tab. 12: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 Bezahlte MitarbeiterInnen im Verein vorhanden im Jahr 2022 und deren Entwicklung. Tab. 13: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37 Personelle Ausstattung und deren Entwicklung (n.e.=nicht erfasst 2020). Tab. 14: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37 Vereinseigene Sportanlagen der Vereine. Tab. 15: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 Energieträgernutzung für die Heizungsanlage/n der vereinseigenen Sportanlage/n (Anteil an Vereinen, die über eigene Anlagen verfügen). Tab. 16: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 Nutzung kommunaler Sportanlagen und deren Entwicklung (n.e.=nicht erfasst 2020). Tab. 17: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 Nutzung von Sportanlagen als Flüchtlingsunterkunft innerhalb der letzten zwei Jahre (vom Zeitpunkt der Befragung gerechnet) und deren Entwicklung.

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Tab. 18: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 Monatliche Mitgliedsbeiträge in Sportvereinen. Tab. 19: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41 Einnahmen-Ausgaben-Rechnung der Sportvereine im Jahr 2022. Tab. 20: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 Einnahmen der Sportvereine im Jahr 2022 und deren Entwicklung. Tab. 21: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Ausgaben der Sportvereine im Jahr 2022 und deren Entwicklung. Tab. 22: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49 Höhe der Summe der Vermögensgegenstände und des Schuldenbestands zum Ende des Jahres 2022. Tab. 23: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49 Beteiligungsmöglichkeiten bzw. Ämter für die Jugend (unter 18 Jahren) in den Vereinen (Anteil an Vereinen in %) und deren Entwicklung. Tab. 24: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53 Einschätzungen der Sportvereine zur Prävention sexualisierter Gewalt (Skala 1=„trifft gar nicht zu“ bis 5=„trifft voll zu“) und deren Entwicklung seit 2015. Tab. 25: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 Ausbildung der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen (Mehrfachnennungen möglich).

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108

Tabellenverzeichnis

Tab. 26: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 Zustimmung der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen bzgl. der zukünftigen Planung für ihre Tätigkeit (1=„stimme gar nicht zu“, 5=„stimme voll zu“). Tab. 27: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69 Zufriedenheit der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen mit ihrer Tätigkeit. Tab. 28: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76 Ausbildung der Vorstandsmitglieder (Mehrfachnennungen möglich). Tab. 29: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78 Zustimmung der Vorstandsmitglieder bzgl. der zukünftigen Planung für ihre Tätigkeit (1=„stimme gar nicht zu“, 5=„stimme voll zu“). Tab. 30: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 Zufriedenheit der Vorstandsmitglieder mit ihrer Tätigkeit. Tab. 31: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92 Feldübersicht der Vereinsbefragung des Sportentwicklungsberichts 2023–2025 für Deutschland. Tab. 32: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95 Übersicht über Fehlerwahrscheinlichkeiten bei statistischen Berechnungen und deren Kennzeichnung.

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


109

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Abbildungsverzeichnis

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Abbildungsverzeichnis

111

Abb. 1: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Selbstverständnis der Sportvereine (Teil 1; 1=„stimme gar nicht zu“ bis 5=„stimme voll zu“; Index: 2020=0; n.e.=nicht erfasst 2020). Abb. 2: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Selbstverständnis der Sportvereine (Teil 2; 1=„stimme gar nicht zu“ bis 5=„stimme voll zu“; Index: 2020=0; n.e.=nicht erfasst 2020). Abb. 3: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Verteilung der Zustimmung zum Selbstverständnis (Teil 1). Abb. 4: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Verteilung der Zustimmung zum Selbstverständnis (Teil 2). Abb. 5: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53 Verteilung der Einschätzung der Vereine zur Prävention sexualisierter Gewalt. Abb. 6: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56 Probleme der Vereine, nach Größe sortiert, und deren Entwicklung (1=„kein Problem“, 5=„ein sehr großes Problem“; in Klammern Index: 2020=0). Abb. 7: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57 Verteilung der Einschätzung der Vereine hinsichtlich der Probleme. Abb. 8: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61 Anteil an Sportvereinen mit existenzbedrohenden Problemen und deren Entwicklung (in %; in Klammern Index: 2020=0).

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


112

Abbildungsverzeichnis

Abb. 9: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62 Existenzielle Probleme auf Basis der mitgliedergewichteten Systemperspektive. Abb. 10: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71 Zufriedenheit der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen mit einzelnen Aspekten der Tätigkeit (0=„überhaupt nicht zufrieden“ bis 10=„äußerst zufrieden“; Teil 1). Abb. 11: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72 Zufriedenheit der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen mit einzelnen Aspekten der Tätigkeit(0=„überhaupt nicht zufrieden“ bis 10=„äußerst zufrieden“; Teil 2). Abb. 12: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74 Motivation der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen (1=„stimme überhaupt nicht zu“ bis 7=„stimme voll zu“; Teil 1). Abb. 13: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75 Motivation der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen (1=„stimme überhaupt nicht zu“ bis 7=„stimme voll zu“; Teil 2). Abb. 14: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 Zufriedenheit der Vorstandsmitglieder mit einzelnen Aspekten der Tätigkeit (0=„überhaupt nicht zufrieden“ bis 10=„äußerst zufrieden“; Teil 1). Abb. 15: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82 Zufriedenheit der Vorstandsmitglieder mit einzelnen Aspekten der Tätigkeit (0=„überhaupt nicht zufrieden“ bis 10=„äußerst zufrieden“; Teil 2).

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Abbildungsverzeichnis

113

Abb. 16: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 Motivation der Vorstandsmitglieder (1=„stimme überhaupt nicht zu“ bis 7=„stimme voll zu“; Teil 1). Abb. 17: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85 Motivation der Vorstandsmitglieder (1=„stimme überhaupt nicht zu“ bis 7=„stimme voll zu“; Teil 2).

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Anhang: Fragebogen

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Anhang: Fragebogen

Fragebogen Vereinsbefragung 9. Welle Sportentwicklungsbericht 2023–2025 (Bundesweite Vereinsbefragung) Auftraggeber: Bundesinstitut für Sportwissenschaft, Deutscher Olympischer Sportbund, Landessportbünde Projektleitung: Deutsche Sporthochschule Köln Institut für Sportökonomie und Sportmanagement Am Sportpark Müngersdorf 6 50933 Köln Telefonnummer für Rückfragen: 0221/4982-6099 E-Mail: seb@dshs-koeln.de

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1

115


116

Anhang: Fragebogen

Fragen zum Gesamtverein 1. Besteht Ihr Verein aus einer Abteilung oder aus mehreren Abteilungen? nur eine Abteilung

☐ (=Einspartenverein)

mehrere Abteilungen

☐ (=Mehrspartenverein)

2. In welchem Jahr wurde Ihr Verein gegründet (z. B. 1963)? Im Jahr __________ (Bitte geben Sie eine vierstellige Jahreszahl an.)

3. Wie hoch sind in Ihrem Verein die monatlichen Mitgliedsbeiträge für die folgenden Mitgliedergruppen? Kinder:

____________ €/Monat

Jugendliche:

____________ €/Monat

Erwachsene:

____________ €/Monat

4. Waren im Jahr 2022 in Ihrem Verein KaderathletInnen (OK, PK, EK, NK1, NK2, LK)* organisiert?

☐ ja

☐ nein

*Hinweisfenster: LK = Landeskader; NK2 = Nachwuchskader 2; NK1 = Nachwuchskader 1; PK = Perspektivkader; EK = Ergänzungskader; OK = Olympiakader

Filter: wenn ja für 4a und 4b:

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Anhang: Fragebogen

117

4a: Wie viele Landes-KaderathletInnen (LK und NK2) hatte Ihr Verein im Jahr 2022? Bitte differenzieren Sie hierbei nach Geschlecht. Wenn Sie in einer Kategorie keine KaderathletInnen hatten, tragen Sie bitte eine 0 (Null) ein. Anzahl weibliche Landes-Kaderathletinnen im Jahr 2022?

____________

Anzahl männliche Landes-Kaderathleten im Jahr 2022?

____________

4b: Wie viele Bundes-KaderathletInnen (NK1, PK, EK, OK, WK) hatte Ihr Verein im Jahr 2022? Bitte differenzieren Sie hierbei nach Geschlecht. Wenn Sie in einer Kategorie keine KaderathletInnen hatten, tragen Sie bitte eine 0 (Null) ein. Anzahl weibliche Bundes-Kaderathletinnen im Jahr 2022?

____________

Anzahl männliche Bundes-Kaderathleten im Jahr 2022?

____________

5. Wie viele Mitglieder kamen zur Jahreshauptversammlung im Jahr 2022? Anzahl Mitglieder: __________

6. Gibt es eine Person in Ihrem Verein, die sich um die Aus- und Weiterbildung der hauptberuflichen und/oder ehrenamtlichen VereinsmitarbeiterInnen kümmert?

☐ ja

☐ nein

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


118

Anhang: Fragebogen

7. Gibt es eine Person in Ihrem Verein, die sich explizit um die Weiterentwicklung der Vereinsangebote kümmert?

☐ ja

☐ nein

8. Gibt es eine Person in Ihrem Verein, die sich explizit um die Einwerbung von Spenden kümmert?

☐ ja, eine oder mehrere ehrenamtliche Personen ☐ ja, eine oder mehrere hauptamtliche Personen ☐ nein

9. Gab es in Ihrem Verein in den letzten beiden Jahren besondere Initiativen bzw. Maßnahmen (z. B. sportliche Angebote, Mannschaften, Kooperationen, Beitragsminderungen, etc.), um die Teilnahme von Flüchtlingen im Verein zu fördern?

☐ ja

☐ nein

Filter: wenn ja: 9a: Bitte geben Sie an, welche Maßnahmen bzw. Initiativen Ihr Verein für Flüchtlinge ergriffen hat (Mehrfachantworten möglich)

☐ Sportliche Aktivitäten/Angebote ☐ Spezielle Mannschaften für diese Gruppe ☐ Kooperationen mit Sportorganisationen (z. B. Fachverbände, LSB, KSB) ☐ Kooperationen mit der Stadt/Gemeinde/Kommune Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Anhang: Fragebogen

119

9a: Bitte geben Sie an, welche Maßnahmen bzw. Initiativen Ihr Verein für Flüchtlinge ergriffen hat (Mehrfachantworten möglich)

☐ Besondere Mitgliedschaftsbeiträge (reduziert oder gefördert) ☐ Sonstiges (bitte nennen):

10. Ist Ihr Verein gemäß § 75 SGB VIII als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt?

☐ ja

☐ nein

☐ weiß nicht

11. Arbeitet Ihr Verein bei der Angebotserstellung mit einer Schule und/ oder Kindertagesstätte zusammen? (Mehrfachantworten möglich) Kindergarten/Kindertagesstätte:

☐ ja

☐ nein

Schule:

☐ ja

☐ nein

Filter: wenn ja bei Schule: 11a: Findet eine Kooperation mit Schulen im Rahmen einer Schulsport-AG statt?

☐ ja

☐ nein

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


120

Anhang: Fragebogen

Selbstverständnis des Vereins

stimme gar nicht zu

stimme eher nicht zu

teils- teils

stimme eher zu

stimme voll zu

12. Geben Sie im Folgenden bitte an, inwieweit die folgenden Aussagen die Meinung des Vorstands Ihres Vereins widerspiegeln.

--

-

+/-

+

++

engagiert sich im Kinder- und Jugendsport

☐

☐

☐

☐

☐

engagiert sich in der außersportlichen Kinder- und Jugendarbeit

☐

☐

☐

☐

☐

engagiert sich im Mädchen-/Frauensport

☐

☐

☐

☐

☐

engagiert sich im Seniorensport (Sport für Ältere)

☐

☐

☐

☐

☐

engagiert sich für Menschen mit Migrationshintergrund

☐

☐

☐

☐

☐

engagiert sich für Flüchtlinge

☐

☐

☐

☐

☐

engagiert sich für Menschen mit Behinderungen

☐

☐

☐

☐

☐

engagiert sich für einkommensschwache Personen

☐

☐

☐

☐

☐

engagiert sich im Leistungssport

☐

☐

☐

☐

☐

engagiert sich im Gesundheitssport

☐

☐

☐

☐

☐

engagiert sich in der Prävention von Spielbzw. Wettkampfabsprachen

☐

☐

☐

☐

☐

Unser Verein ...

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


stimme eher nicht zu

teils- teils

stimme eher zu

stimme voll zu

121

stimme gar nicht zu

Anhang: Fragebogen

--

-

+/-

+

++

engagiert sich in der Dopingprävention

☐

☐

☐

☐

☐

engagiert sich im Bereich Kinderschutz und Prävention sexualisierter Gewalt

☐

☐

☐

☐

☐

engagiert sich im Umwelt-/Klimaschutz

☐

☐

☐

☐

☐

versteht sich als Solidargemeinschaft

☐

☐

☐

☐

☐

versteht sich als Dienstleister in Sachen Sport

☐

☐

☐

☐

☐

legt Wert auf die Pflege von Tradition

☐

☐

☐

☐

☐

legt Wert auf Gemeinschaft

☐

☐

☐

☐

☐

legt Wert auf Mitgliederwachstum

☐

☐

☐

☐

☐

legt Wert auf demokratische Beteiligung im Verein

☐

☐

☐

☐

☐

legt Wert auf demokratische Beteiligung von jungen Menschen

☐

☐

☐

☐

☐

legt Wert auf die Fort- und Weiterbildung von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen

☐

☐

☐

☐

☐

legt Wert auf die Qualifizierung seiner ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen

☐

☐

☐

☐

☐

achtet besonders auf die Qualität des Sportangebots

☐

☐

☐

☐

☐

legt Wert darauf, Bisheriges besser zu machen

☐

☐

☐

☐

☐

Unser Verein ...

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


stimme eher nicht zu

teils- teils

stimme eher zu

stimme voll zu

Anhang: Fragebogen

stimme gar nicht zu

122

--

-

+/-

+

++

legt Wert darauf, Neues zu entwickeln

☐

☐

☐

☐

☐

sieht in der Digitalisierung eine Chance für den Verein

☐

☐

☐

☐

☐

engagiert sich im E-Sport

☐

☐

☐

☐

☐

Unser Verein ...

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Anhang: Fragebogen

123

Probleme Ihres Vereins

13. Wie groß sind zurzeit folgende Probleme Ihres Vereins? Filter: Wenn sehr großes Problem: 13a. Sie haben angegeben, dass es sich bei den unten aufgeführten Problemen um sehr große Probleme Ihres Vereins handelt. Bitte markieren Sie hier außerdem die jeweilige Antwortoption, falls dieses sehr große Problem die Existenz Ihres Vereins bedroht. (Mehrfachnennungen möglich) und das

kein Problem

ein kleines Problem

ein mittleres Problem

ein größeres Problem

ein sehr großes Problem

Problem bedroht Existenz

Dies ist in unserem Verein …

Bindung/Gewinnung von Mitgliedern

☐

☐

☐

☐

☐

☐

Identifikation der Mitglieder mit dem Verein

☐

☐

☐

☐

☐

☐

Bindung/Gewinnung jugendlicher LeistungssportlerInnen

☐

☐

☐

☐

☐

☐

Bindung/Gewinnung von ehrenamtlichen FunktionsträgerInnen

☐

☐

☐

☐

☐

☐

Die Qualifizierung unserer ehrenamtlichen FunktionsträgerInnen

☐

☐

☐

☐

☐

☐

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


ein kleines Problem

ein mittleres Problem

ein größeres Problem

ein sehr großes Problem

Problem bedroht Existenz

Anhang: Fragebogen

kein Problem

124

Bindung/Gewinnung von ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen

☐

☐

☐

☐

☐

☐

Die Qualifizierung unserer ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen

☐

☐

☐

☐

☐

☐

Bindung/Gewinnung von KampfrichterInnen bzw. SchiedsrichterInnen

☐

☐

☐

☐

☐

☐

Gewinnung von freiwilligen HelferInnen bei sporadischen Einsätzen (z. B. Fahrdienste zu Wettkämpfen/Training, Organisation eines Festes oder einer Sportveranstaltung etc.)

☐

☐

☐

☐

☐

☐

Finanzielle Situation Ihres Vereins

☐

☐

☐

☐

☐

☐

Zeitliche Verfügbarkeit der Sportstätten

☐

☐

☐

☐

☐

☐

Zustand der genutzten Sportstätten

☐

☐

☐

☐

☐

☐

Anzahl an Gesetzen, Verordnungen, Vorschriften

☐

☐

☐

☐

☐

☐

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


ein kleines Problem

ein mittleres Problem

ein größeres Problem

ein sehr großes Problem

Problem bedroht Existenz

125

kein Problem

Anhang: Fragebogen

Klarheit über Strategie und zukünftige Entwicklung des Vereins

☐

☐

☐

☐

☐

☐

Fähigkeiten im Bereich Internet und Social Media

☐

☐

☐

☐

☐

☐

Die Unterstützung durch Politik und Verwaltung

☐

☐

☐

☐

☐

☐

Sportangebote

14. Welche Sportangebote gibt es in Ihrem Verein? (Mehrfachantworten möglich) Sportangebote

Vorhanden

Aerosport/Luftsport (u. a. Ballonsport, Drachen- & Gleitschirmfliegen, Fallschirmspringen, Modellflug, Motorflug, Segelflug, Ultraleichtflug)

☐

Aikido

☐

American Football

☐

Badminton

☐

Baseball/Softball

☐

Basketball/Streetball

☐

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


126

Anhang: Fragebogen

14. Welche Sportangebote gibt es in Ihrem Verein? (Mehrfachantworten möglich) Bergsteigen

☐

Biathlon

☐

Billard

☐

Bob- und Schlittensport

☐

Boccia/Boule (inkl. Petanque)

☐

Bowling

☐

Boxen

☐

Cheerleading

☐

Curling

☐

Dart

☐

Drachenboot

☐

Eishockey

☐

Eiskunstlauf

☐

Eisschnelllauf (inkl. Shorttrack)

☐

Eisstockschießen

☐

Fechten

☐

Fitness/Aerobic

☐

Floorball

☐

Fußball

☐

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Anhang: Fragebogen

127

14. Welche Sportangebote gibt es in Ihrem Verein? (Mehrfachantworten möglich) Gehörlosensport

☐

Gesundheitssport

☐

Gewichtheben

☐

Golf

☐

Gymnastik (alle Arten, auch Rhythmische Sportgymnastik)

☐

Handball (Halle und Beach)

☐

Hockey (Feld und Halle)

☐

Inlinesport/Rollsport

☐

Inklusive Sportangebote für Menschen mit und ohne Behinderung

☐

Judo

☐

Ju-Jutsu (inkl. Brazilian Jiu-Jitsu)

☐

Kanusport (inkl. Kanupolo, Kajak, Rafting)

☐

Karate

☐

Kegeln

☐

Kickboxen

☐

Klettern

☐

Kraft-Dreikampf

☐

Leichtathletik

☐

Minigolf (inkl. Adventuregolf)

☐

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


128

Anhang: Fragebogen

14. Welche Sportangebote gibt es in Ihrem Verein? (Mehrfachantworten möglich) Moderner Fünfkampf

☐

Motorsport

☐

Motorbootsport

☐

Orientierungslauf

☐

Pferdesport

☐

Radrennsport (inkl. Straße, Bahn, MTB, BMX Race, Querfeldein)

☐

Rasenkraft/Tauziehen

☐

Rehabilitation/Tertiärprävention

☐

Rettungsschwimmen/Rettungssport

☐

Ringen

☐

Rudern

☐

Rugby

☐

Schach

☐

Schießsport (inkl. Bogenschießen)

☐

Schwimmen (inkl. Freiwasserschwimmen)

☐

Segeln

☐

Ski alpin

☐

Ski nordisch (inkl. Langlauf, Skispringen)

☐

Skibob

☐

Snowboard

☐ Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Anhang: Fragebogen

129

14. Welche Sportangebote gibt es in Ihrem Verein? (Mehrfachantworten möglich) Sport für Menschen mit körperlichen Behinderungen/chronischen Krankheiten

☐

Sport für Menschen mit geistigen Behinderungen

☐

Sportfischen/Casting

☐

Sportakrobatik

☐

Squash

☐

Surfen (inkl. Kitesurfen, Windsurfen)

☐

Taekwondo

☐

Tanzsport

☐

Tauchen

☐

Tennis

☐

Tischtennis

☐

Trampolin

☐

Trendsport (z. B. Slackline, Parkour, Freerunning, BMX, Trial, Skateboard etc.)

☐

Triathlon (inkl. Duathlon)

☐

Turnen (inkl. Kinderturnen)/Gerätturnen

☐

Turnspiele (Prellball, Völkerball, Ringtennis, Korbball, Korfball, Faustball, Indiaca)

☐

Volleyball (Halle/Beach/Snow)

☐

Walking/Nordic Walking

☐

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


130

Anhang: Fragebogen

14. Welche Sportangebote gibt es in Ihrem Verein? (Mehrfachantworten möglich) Wandern

☐

Wasserball

☐

Wasserski/Wakeboarden

☐

Wellenreiten

☐

Sonstige (bitte nennen):

☐

Sonstige (bitte nennen):

☐

Sonstige (bitte nennen):

☐

Sportanlagen 15. Verfügt Ihr Verein über vereinseigene Sportanlagen?

☐ ja

☐ nein

Filter: wenn ja (für 15a und 15b): 15a. Unser Verein verfügt über vereinseigene Sportanlagen als (Mehrfachantworten möglich)

☐ Eigentümer von Sportanlagen ☐ Pächter von Sportanlagen

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Anhang: Fragebogen

131

15b. Welche/n Energieträger nutzt Ihr Verein für die Heizungsanlage/n Ihrer vereinseigenen Sportanlage/n hauptsächlich? (Mehrfachantworten möglich)

☐ Erdgas ☐ Flüssiggas ☐ Öl ☐ Kohle ☐ Fernwärme ☐ Holz/Pellets/Hackschnitzel ☐ Erneuerbare Energieträger (z. B. Wärmepumpe, Solarthermie, Biomasse) ☐ Sonstige: bitte nennen:

16. Nutzt Ihr Verein kommunale Sportanlagen bzw. Schulsportanlagen?

☐ ja

☐ nein

Filter: wenn ja (für 16a und 16b): 16a. Muss für die Nutzung kommunaler bzw. Schulsportanlagen eine Nutzungsgebühr entrichtet werden?

☐ ja

☐ nein

16b. Muss für die Nutzung unabhängig von einer möglichen Nutzungsgebühr eine Energieumlage gezahlt werden?

☐ ja

☐ nein

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


132

Anhang: Fragebogen

17. Wurden von Ihrem Verein genutzte Sportanlagen in den letzten beiden Jahren als Flüchtlingsunterkunft genutzt?

☐ ja

☐ nein

Ehrenamtlich Aktive und freiwillige HelferInnen Im Folgenden kommen einige Fragen zu den ehrenamtlich Aktiven und freiwilligen HelferInnen in Ihrem Verein. 18. Bitte geben Sie an, wie viele Personen, differenziert nach Geschlecht, in den aufgeführten Funktionen im Jahr 2022 in Ihrem Verein tätig waren. Wenn es in einem Bereich in Ihrem Verein keine Personen gab, tragen Sie bitte eine 0 (Null) ein. Bitte geben Sie zudem an, wie viele der von Ihnen genannten Personen (aller Geschlechter) insgesamt jünger als 30 Jahre waren. Anzahl an Personen männlich weiblich

divers/weiß nicht

davon jünger als 30 Jahre

Vorstandsmitglieder Abteilungsvorstände KassenprüferInnen Schieds-/KampfrichterInnen Ehrenamtliche(r)* TrainerInnen/ ÜbungsleiterInnen Sonstige Funktion und zwar (bitte nennen): * TrainerInnen/ÜbungsleiterInnen, die keine Aufwandsentschädigung oder eine Aufwandsentschädigung bis maximal in Höhe der Übungsleiterpauschale (€ 3.000 pro Jahr) erhalten.

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Anhang: Fragebogen

133

19. Schätzen Sie bitte, wie viel Prozent aller Mitglieder sich 2022 als freiwillige HelferInnen bei gesonderten Arbeitseinsätzen im Verein beteiligt haben (z. B. im Rahmen der Organisation eines Festes oder einer Sportveranstaltung). ca.

%

Ehrenamt von und für Jugendliche 20. Gibt es folgende Beteiligungsmöglichkeiten bzw. Ämter für die Jugend (unter 18 Jahren) in Ihrem Verein? (Mehrfachantworten möglich, außer bei „Nein, keine …“)

☐ JugendvertreterIn, -wartIn, -referentIn mit Sitz im Gesamtvorstand ☐ Wahl der Jugendvertretung durch die Jugendlichen ☐ Wahl eines/r Jugendlichen als JugendsprecherIn ☐ Stimmrecht der Jugendlichen in der Hauptversammlung ☐ Eigener Jugendvorstand bzw. eigener Jugendausschuss ☐ Wahl der Jugendvertretung auf Abteilungsebene durch die Jugendlichen ☐ Sonstige Möglichkeit der Partizipation der Jugend (bitte nennen): ☐ Nein, keine dieser Ämter bzw. Beteiligungsmöglichkeiten

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


134

Anhang: Fragebogen

Bezahlte Mitarbeit 21. Gibt es in Ihrem Verein eine oder mehrere bezahlte Führungsposition/ en, z. B. eine(n) bezahlte(n) GeschäftsführerIn?

☐ ja (Vollzeit)

☐ ja (Teilzeit)

☐ nein

22. Bitte geben Sie an, ob Ihr Verein im Jahr 2022 über bezahlte MitarbeiterInnen (Vollzeit, Teilzeit, geringfügig Beschäftigte, Honorarbasis) in den Bereichen Führung und Verwaltung, Sport-, Übungs- und Trainingsbetrieb sowie in weiteren Bereichen (z. B. Technik, Wartung, Pflege) verfügt hat. Aufgabenbereiche

Bezahlte MitarbeiterInnen vorhanden

Führung & Verwaltung

☐

Sport-, Übungs-, Trainingsbetrieb, Betreuung

☐

Weitere Bereiche (z. B. Technik, Pflege, Wartung)

☐

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Anhang: Fragebogen

135

Nachhaltigkeit 23. Geben Sie im Folgenden bitte an, inwieweit die folgenden Aussagen die Meinung des Vorstands Ihres Vereins widerspiegeln.

stimme gar nicht zu

stimme eher nicht zu

teils- teils

stimme eher zu

stimme voll zu

23a: Ökologische Nachhaltigkeit:

--

-

+/-

+

++

reagiert positiv auf Umweltaspekte

☐

☐

☐

☐

☐

spricht offen und ehrlich über Umweltaspekte

☐

☐

☐

☐

☐

zeigt Engagement beim Umweltschutz

☐

☐

☐

☐

☐

hat fortschrittliche Umweltrichtlinien

☐

☐

☐

☐

☐

reduziert Abfälle und entsorgt Abfälle ordnungsgemäß

☐

☐

☐

☐

☐

reduziert den Wasserverbrauch

☐

☐

☐

☐

☐

reduziert den Energieverbrauch

☐

☐

☐

☐

☐

bevorzugt den Kauf umweltfreundlicher Produkte

☐

☐

☐

☐

☐

nutzt Transportmöglichkeiten, die die Umwelt so wenig wie möglich belasten

☐

☐

☐

☐

☐

Unser Verein ...

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


stimme eher nicht zu

teils- teils

stimme eher zu

stimme voll zu

Anhang: Fragebogen

stimme gar nicht zu

136

bewertet den Lebenszyklus von Produkten und deren Umweltbelastung (von Herstellung bis Entsorgung)

☐

☐

☐

☐

☐

verbessert seine bestehenden Gebäude und Ausstattung, um die Umweltbelastung zu verringern

☐

☐

☐

☐

☐

kauft neue Ausstattung/Gebäude, um die Umweltbelastung zu verringern

☐

☐

☐

☐

☐

nutzt Best Practice Möglichkeiten (jenseits der gesetzlichen Vorgaben), um die Umweltbelastung zu verringern

☐

☐

☐

☐

☐

Unser Verein ...

stimme eher zu

stimme voll zu

--

-

+/-

+

++

pflegt Partnerschaften mit der Gemeinde/ Stadt

☐

☐

☐

☐

☐

leistet einen Beitrag für die Gemeinschaft

☐

☐

☐

☐

☐

ist ein guter Akteur in der Gemeinde

☐

☐

☐

☐

☐

stimme gar nicht zu stimme eher nicht zu

teils- teils

23b. Soziale Nachhaltigkeit

Unser Verein ...

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


teils- teils

stimme eher zu

stimme voll zu

137

stimme gar nicht zu stimme eher nicht zu

Anhang: Fragebogen

ist ein guter Nachbar

☐

☐

☐

☐

☐

verhält sich ethisch gegenüber seinen Mitgliedern

☐

☐

☐

☐

☐

belohnt VereinsmitarbeiterInnen für ihren Dienst für die Gemeinschaft

☐

☐

☐

☐

☐

kümmert sich um die langfristige Gesundheit und das Wohlbefin den seiner VereinsmitarbeiterInnen

☐

☐

☐

☐

☐

kümmert sich um gesellschaftliche Themen

☐

☐

☐

☐

☐

kauft lokal ein, um die Region zu unterstützen

☐

☐

☐

☐

☐

Unser Verein ...

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


138

Anhang: Fragebogen

stimme gar nicht zu

stimme eher nicht zu

teils- teils

stimme eher zu

stimme voll zu

23c. Ökonomische Nachhaltigkeit

--

-

+/-

+

++

hat Wege gefunden Geld zu sparen und wirtschaftlich nachhaltige Geschäftspraktiken etabliert

☐

☐

☐

☐

☐

ergreift Maßnahmen zur Förderung der Beziehungen zu den Mitgliedern

☐

☐

☐

☐

☐

unterhält faire Beziehungen mit seinen Partnern und Lieferanten

☐

☐

☐

☐

☐

ist führend im Hinblick auf Nachhaltigkeitspraktiken (im Vergleich zu unseren Wettbewerbern)

☐

☐

☐

☐

☐

ermutigt seine Partner und Lieferanten zu wirtschaftlich nachhaltigen Geschäftspraktiken

☐

☐

☐

☐

☐

engagiert sich für eine ethische Finanzierung des Vereins

☐

☐

☐

☐

☐

hat eine transparent und ethisch handelnde Vereinsführung

☐

☐

☐

☐

☐

hat solide Finanzen durch sein nachhaltiges Handeln

☐

☐

☐

☐

☐

verfolgt langfristige Ziele anstatt kurzfristiger Gewinne

☐

☐

☐

☐

☐

setzt Benchmarking, Scorecards oder Dokumentationen ein, um Transparenz und/ oder Wettbewerbsvorteile zu erlangen

☐

☐

☐

☐

☐

Unser Verein ...

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


stimme eher nicht zu

teils- teils

stimme eher zu

stimme voll zu

139

stimme gar nicht zu

Anhang: Fragebogen

--

-

+/-

+

++

betrachtet Nachhaltigkeit als eine systemische und strategische Maßnahme, die alle Bereiche des Vereins angeht

☐

☐

☐

☐

☐

hat Nachhaltigkeit in sein Selbstverständnis, seine Werte und seine Organisationskultur integriert

☐

☐

☐

☐

☐

Unser Verein ...

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


140

Anhang: Fragebogen

Prävention von sexualisierter Gewalt

trifft voll zu

trifft eher zu

teils- teils

trifft eher nicht zu

trifft gar nicht zu

24. Geben Sie bitte an, inwieweit die folgenden Aussagen zur Prävention sexualisierter Gewalt zutreffen. Hinweis: Es wird ein weites Verständnis von sexualisierter Gewalt zu Grunde gelegt. Damit sind sowohl körperliche Übergriffe als auch andere Formen von Gewalt mit sexuellem Hintergrund gemeint (bspw. sexuell anzügliche Bemerkungen, Verbreitung von Fotos mit sexuellem Bezug).

++

+

+/-

-

--

Die Prävention sexualisierter Gewalt ist ein relevantes Thema für Sportvereine.

☐

☐

☐

☐

☐

Unser Verein verfügt über fundierte Kenntnisse zur Vorbeugung von sexualisierter Gewalt.

☐

☐

☐

☐

☐

Unser Verein setzt sich aktiv gegen sexualisierte Gewalt im Sport ein.

☐

☐

☐

☐

☐

In unserem Verein wird über sexualisierte Gewalt und präventive Maßnahmen offen gesprochen.

☐

☐

☐

☐

☐

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Anhang: Fragebogen

141

Sportgroßveranstaltungen in Deutschland

stimme gar nicht zu

stimme eher nicht zu

teils- teils

stimme eher zu

stimme voll zu

25. Geben Sie im Folgenden bitte an, inwieweit die folgenden Aussagen zu Sportgroßveranstaltungen in Deutschland die Meinung des Vorstands Ihres Vereins widerspiegeln.

--

-

+/-

+

++

Die Fußball-Europameisterschaft „UEFA EURO 2024“ ist hilfreich für die Sportentwicklung in Deutschland.

☐

☐

☐

☐

☐

Die Fußball-Europameisterschaft „UEFA EURO 2024“ ist hilfreich für die Entwicklung unseres Vereins.

☐

☐

☐

☐

☐

Die Handball-Europameisterschaft „EHF EURO 2024“ ist hilfreich für die Sportentwicklung in Deutschland.

☐

☐

☐

☐

☐

Die Handball-Europameisterschaft „EHF EURO 2024“ ist hilf reich für die Entwicklung unseres Vereins.

☐

☐

☐

☐

☐

Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland wären hilfreich für die Sportentwicklung in Deutschland.

☐

☐

☐

☐

☐

☐

☐

☐

☐

Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland wären hilfreich für die Entwicklung unseres Vereins.

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


142

Anhang: Fragebogen

Finanzen Nun bitten wir Sie, Angaben zu den Finanzmitteln, die Ihnen im Haushaltsjahr 2022 zur Verfügung standen zu machen sowie Angaben über die Ausgaben Ihres Vereins im Haushaltsjahr 2022 zu tätigen.

26. Wie hoch waren die gesamten Einnahmen Ihres Vereins im Haushaltsjahr 2022?

€

27. Wie hoch waren die gesamten Ausgaben Ihres Vereins im Haushaltsjahr 2022?

€

28. Bitte geben Sie an, in welchen der folgenden Kategorien Sie im Haushaltsjahr 2022 Einnahmen hatten. (Mehrfachantworten möglich) Filter: wenn vorhanden 28a. Bitte machen Sie nun detaillierte Angaben zur Höhe der von Ihnen genannten Einnahmekategorien im Haushaltsjahr 2022. Bitte geben Sie nur ganze Zahlen ein. Einnahmen aus …

vorhanden

Mitgliedsbeiträgen

Spenden

☐ ☐ ☐

Zuschüssen der Sportorganisationen: LSB, KSB, SSB, etc.

☐

Aufnahmegebühren

Wenn vorhanden: Höhe in €

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Anhang: Fragebogen

Einnahmen aus …

143

vorhanden

Zuschüssen aus der Sportförderung des Landes

☐ ☐

Zuschüssen aus der Sportförderung des Kreises/ der Stadt/der Gemeinde

☐

Zuschüssen aus europäischen Fördermitteln (z. B. EU-Strukturfonds, Erasmus+ für Bildung, Jugend & Sport)

☐

Zuschüssen des Fördervereins

☐

Zuschüssen sonstiger Förderprogramme (z. B. Arbeitsamt)

☐

Kursgebühren

Selbstbetriebener Gaststätte

☐ ☐ ☐

Sportveranstaltungen (Zuschauereinnahmen, Startgelder, etc.)

☐

Leistungen für Mitglieder gegen Entgelt (Platz-, Hallenmieten o. ä.)

☐

Geselligen Veranstaltungen (z. B. Vereinsball, Karnevalsveranstaltung, Hafenfeste)

☐

Speisen- und Getränkeverkauf (z. B. bei Sportfesten, Weihnachtsmärkten, etc.)

☐

Tombolas (z. B. Losverkauf) Altmaterialsammlungen (z. B. Altpapier)

☐ ☐

Verkauf von Sportbekleidung und Sport- oder Fanartikeln (z. B. Merchandising)

☐

Werbeverträgen aus dem Bereich Trikot, Ausrüstung

☐

Zuschüssen der Sportorganisationen: Fachverbände

Vermögensverwaltung (z. B. Zinseinnahmen)

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1

Wenn vorhanden: Höhe in €


144

Anhang: Fragebogen

Einnahmen aus …

vorhanden

Werbeverträgen aus dem Bereich Bande

☐

Werbeverträgen aus dem Bereich Übertragungsrechte

☐

Werbeverträgen aus dem Bereich Anzeigen

☐ ☐

Eigener Wirtschaftsgesellschaft Leistungen für Nicht-Mitglieder gegen Entgelt (z. B. Platz-, Hallenmieten; Vermietung von Ausrüstungsgegenständen, Booten)

☐

Leistungen für Kooperationspartner gegen Entgelt

☐

Leistungen aus Vermietung/Verpachtung von vereinseigenen Anlagen (z. B. für Feiern, Übernachtungsangebote, Trainingslager, Bootsliegeplätze, Winterlager)

☐

Kreditaufnahme Erstattungen/Zuschüsse von Krankenkassen Sonstige Einnahmen (bitte nennen): Sonstige Einnahmen (bitte nennen): Sonstige Einnahmen (bitte nennen):

Wenn vorhanden: Höhe in €

☐ ☐ ☐ ☐ ☐

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Anhang: Fragebogen

145

29. Bitte geben Sie an, in welchen der folgenden Kategorien Sie im Haushaltsjahr 2022 Ausgaben hatten. (Mehrfachantworten möglich) Filter: wenn vorhanden 29a. Bitte machen Sie nun detaillierte Angaben zur Höhe der von Ihnen genannten Ausgabekategorien im Haushaltsjahr 2022. Bitte geben Sie nur ganze Zahlen ein. Ausgaben für…

Wenn vorhanden vorhanden: Höhe in €

1. Personalkosten - Verwaltungspersonal - TrainerInnen, ÜbungsleiterInnen, SportlehrerInnen - Zahlungen an SportlerInnen - Wartungspersonal, PlatzwartIn etc.

☐ ☐ ☐ ☐

2. Kosten für den Sportbetrieb - Kosten für Sportgeräte und Sportkleidung

☐

- Kosten für die Unterhaltung und den Betrieb eigener Anlagen (z. B. Energie, Wasser, Reparaturen, Instandhaltung)

☐

- Mieten und Kostenerstattung für die Benutzung von nicht vereinseigenen Sportanlagen bzw. -einrichtungen

☐

- Reisekosten für Übungs- & Wettkampfbetrieb (Trainingslager, Wettkämpfe, etc.)

☐

- Kosten für die Durchführung eigener sportlicher Veranstaltungen (Wettkämpfe, Turniere, Regatten, etc.)

☐

- Startgelder/Meldegelder - SchiedsrichterInnen-/KampfrichterInnen-Einsätze Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1

☐ ☐


146

Anhang: Fragebogen

Wenn vorhanden vorhanden: Höhe in €

Ausgaben für… - Spielberechtigungen/Pässe/Lizenzen

☐

3. Abgaben/Steuern - Abgaben an Sportorganisationen: LSB, KSB, SSB, etc.

☐

- Abgaben an Sportorganisationen: Fachverbände

☐ ☐ ☐ ☐

- Steuern aller Art - Gema-Gebühren - Ordnungsgelder/Strafgelder 4. Allgemeinkosten

- Versicherungen

☐ ☐

- Kosten für außersportliche Veranstaltungen (z. B. Feste)

☐

- Kosten für Ehrungen/Geschenke/Jubiläen (z. B. Urkunden, Pokale, Ehrennadeln)

☐

- Kosten im Rahmen von Tombolas (z. B. Lose, Preise, etc.)

☐

- Kosten für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Notar; Vereinsregistereintragungen

☐

- Wareneinkauf

☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐

- Allgemeine Verwaltungskosten

5. Werbung/Werbemaßnahmen 6. Kapitaldienst (Zinsen, Tilgungen) 7. Rückstellungen 8. Sonstige Kosten (bitte nennen): Sonstige Kosten (bitte nennen):

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Anhang: Fragebogen

Ausgaben für… Sonstige Kosten (bitte nennen):

147

Wenn vorhanden vorhanden: Höhe in €

☐

30. Wie hoch war die Summe der Vermögensgegenstände Ihres Vereins zum Ende des Jahres 2022? (Vermögensgegenstände = Summe der Vermögensgegenstände wie Grundstücke, Sportanlagen, Sportgeräte, Bankguthaben, Barvermögen, etc.). Wenn Sie ein Bestandsverzeichnis führen, tragen Sie die dort geführte Summe ein. €

31. Wie hoch war die Summe des Schuldenbestandes Ihres Vereins zum Ende des Jahres 2022? (Schuldenbestand = Summe der Verbindlichkeiten wie Bankverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, etc.). Wenn Sie ein Bestandsverzeichnis führen, tragen Sie die dort geführte Summe ein. Wenn Ihr Verein keine Schulden hatte, tragen Sie bitte eine 0 (Null) ein. €

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


148

Anhang: Fragebogen

32. Hat Ihr Verein im Haushaltsjahr 2022 Aktivitäten zum Einwerben von Geldspenden betrieben (z. B. einen Spendenaufruf, Spendenlauf, Crowdfunding etc.)?

☐ ja

☐ nein

Filter: wenn ja bei 32 für die Fragen 32a und 33:

trifft voll zu

trifft eher zu

teils- teils

trifft eher nicht zu

trifft gar nicht zu

32a. Geben Sie bitte an, inwieweit den folgenden Aktivitäten zum Einwerben von Geldspenden nachgegangen wurde.

++

+

+/-

-

--

Persönliche Spendenansprache (face-to-face, telefonisch oder Spendenbrief)

☐

☐

☐

☐

☐

Medialer Spendenaufruf (z. B. in der Zeitung, im Radio, Fernsehen, Social Media, Infoveranstaltung)

☐

☐

☐

☐

☐

Aufstellung von Spendenboxen

☐

☐

☐

☐

☐

Spendenveranstaltungen (z. B. Spendenläufe, Spendengala)

☐

☐

☐

☐

☐

Crowdfunding*-Projekte

☐

☐

☐

☐

☐

Nachgegangenen Aktivitäten des Vereins zum Einwerben von Geldspenden

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


trifft eher zu

teils- teils

trifft eher nicht zu

trifft gar nicht zu

149

trifft voll zu

Anhang: Fragebogen

Online-Fundraising mit Ausnahme von Crowdfunding (z. B. Spendenbereich auf der Homepage, Online-Spendenformular, sonstige Spendenplattformen)

☐

☐

☐

☐

☐

Bewerbung von Nachlassspenden**

☐

☐

☐

☐

☐

Zusammenarbeit mit externem/r FundraiserIn (beauftragte/r FundraiserIn, Marketingfirma, etc.)

☐

☐

☐

☐

☐

Sonstige (bitte nennen): ____________

☐

☐

☐

☐

☐

Nachgegangenen Aktivitäten des Vereins zum Einwerben von Geldspenden

Hinweisfenster in den Items: * Crowdfunding ist das systematische Einwerben von kleinen Geldbeträgen von vielen Menschen zur Finanzierung eines Projektes, bei der die Spendenden direkt für das gewählte Projekt spenden. ** Um eine Nachlassspende handelt es sich, wenn Ihre Organisation als Erbe einer verstorbenen Privatperson Geldspenden erhalten hat.

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


150

Anhang: Fragebogen

33. Hatte Ihr Verein im Haushaltsjahr 2022 Ausgaben zum Einwerben von Geldspenden (z. B. Beschaffung von Spendenboxen, Anzeigenschaltung von Spendenaufrufen, Standmieten bei Spendenveranstaltungen, Kosten von externen FundraiserInnen, etc.)?

☐ ja

☐ nein

Filter: wenn ja bei 33: 33a. Wie hoch waren die Ausgaben Ihres Vereins zum Einwerben von Geldspenden im Haushaltsjahr 2022? Betrag in €: Filter: wenn in Frage 28 Spenden vorhanden für die Fragen 34 bis 36: 34. Wie viele Geldspenden hat Ihr Verein im Haushaltsjahr 2022 erhalten? Anzahl Geldspenden:

35. Wie viele unterschiedliche Geldspender hatte Ihr Verein im Haushaltsjahr 2022? Anzahl Geldspender:

36. Welche Art von Geldspenden hat Ihr Verein im Haushaltsjahr 2022 erhalten? Geldspendenart

vorhanden

Geldspenden im Rahmen von Veranstaltungen (z. B. Spendenläufe, Spendengala)

☐

Geldspenden durch Crowdfunding

☐

Wenn vorhanden: Höhe Spenden in €

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Anhang: Fragebogen

Geldspendenart

151

vorhanden

Online-Geldspenden* mit Ausnahme von Crowdfunding (z. B. Homepage, Geldspenden durch sonstige Plattformen, Social-Media-Spendenaktionen)

☐

Nachlassspenden

☐

Sonstige (bitte nennen):

☐

Wenn vorhanden: Höhe Spenden in €

Hinweisfenster: *Es wird von einer Online-Spende gesprochen, wenn die Spende willentlich über ein Online-Spendenformular eingeht und bezahlt wird. Eine Überweisung im Rahmen des Online-Bankings wird nicht als Online- Spende angesehen.

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


152

Anhang: Fragebogen

Teamsport Filter: Falls Sportangebot aus Frage 14 = Fußball, Handball, Basketball, Volleyball, Hockey, Eishockey:

Im Folgenden möchten wir noch einige Fragen zur Entwicklung der Teamsportarten in Ihrem Verein stellen. Wären Sie bereit, diese Fragen zu beantworten?

☐ ja

☐ nein

Filter: wenn ja: Fragen für jede angebotene Teamsportart #: Wie zufrieden sind Sie alles in allem mit der Entwicklung Ihrer #abteilung? Bitte geben Sie einen Wert zwischen 0 und 10 an. 0 bedeutet „überhaupt nicht zufrieden“ und 10 bedeutet „äußerst zufrieden“. 0 überhaupt nicht zufrieden

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐

äußerst zufrieden

Wie zufrieden sind Sie mit folgenden Dingen in Ihrer #abteilung? Bitte geben Sie jeweils einen Wert zwischen 0 und 10 an. 0 bedeutet „überhaupt nicht zufrieden“ und 10 bedeutet „äußerst zufrieden“. überhaupt nicht zufrieden 1

2

3

4

5

äußerst zufrieden

Zufriedenheit mit …

0

6

7

8

9

10

dem Zuwachs an Mannschaften im Spielbetrieb

☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Anhang: Fragebogen

153

überhaupt nicht zufrieden 1

2

Zufriedenheit mit …

0

dem Zuwachs an Freizeitangeboten

☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐

dem Interesse an Probetrainings und Mitgliedschaften

☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐

der Gewinnung und Bindung von SpielerInnen

☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐

dem Interesse an ehrenamtlicher Mitarbeit

☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐

der Gewinnung und Bindung von (ehrenamtlichen) MitarbeiterInnen

☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐

der Gewinnung und Bindung von TrainerInnen

☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐

der Gewinnung und Bindung von SchiedsrichterInnen

☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐

der Gewinnung und Bindung von passiven Mitgliedern

☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐

der Gewinnung und Bindung von ZuschauerInnen

☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1

3

4

5

äußerst zufrieden 6

7

8

9

10


154

Anhang: Fragebogen

überhaupt nicht zufrieden 1

2

3

4

5

äußerst zufrieden

Zufriedenheit mit …

0

6

7

8

9

10

der Gewinnung und Bindung von Sponsoren

☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐

der sportlichen Entwicklung von SpielerInnen

☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐

der Aus- und Weiterbildung von (ehrenamtlichen) MitarbeiterInnen

☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐

der Aus- und Weiterbildung von TrainerInnen

☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐

die Aus- und Weiterbildung von SchiedsrichterInnen

☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐

dem Zugang zu (moderner) Sportinfrastruktur

☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐

den finanziellen Möglichkeiten

☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Anhang: Fragebogen

155

Schluss 37. Wer hat bei Ihnen im Verein den vorliegenden Fragebogen hauptsächlich bearbeitet? (Mehrfachantworten möglich)

☐ Vorstandsmitglied ☐ hauptberufliche/r MitarbeiterIn ☐ ehrenamtliche/r MitarbeiterIn, der/die nicht zum Vorstand gehört ☐ andere Person Zum zweiten Mal nach 2017 wird im Rahmen des Sportentwicklungsberichts sowohl eine Befragung der ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen als auch der Vorstandsmitglieder stattfinden. Diese Befragungen sind für die erste Jahreshälfte 2024 geplant. Dadurch erhalten die Sportvereine wertvolle Informationen zur Unterstützung der Tätigkeiten der TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen sowie der Vorstandsmitglieder. Die Befragungen werden online durchgeführt, sind anonym und werden nur für wissenschaftliche Zwecke genutzt.

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


156

Anhang: Fragebogen

38. Wären Sie als Verein bereit, an der Befragung der ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen mitzuwirken?

☐ ja

☐ nein

Filter: wenn ja: Bitte geben Sie eine E-Mail-Adresse an, unter der wir Sie für die Befragung der ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen kontaktieren dürfen. E-Mail-Adresse:

39. Wären Sie als Verein bereit, an der Befragung der Vorstandsmitglieder mitzuwirken?

☐ ja

☐ nein

Filter: wenn ja: Bitte geben Sie eine E-Mail-Adresse an, unter der wir Sie für die Befragung der Vorstandsmitglieder kontaktieren dürfen. E-Mail-Adresse:

Im kommenden Jahr findet eine Sonderbefragung zu den Wirkungen von Sportgroßveranstaltungen in Deutschland wie der FußballEM „UEFA EURO 2024“ oder der Handball-EM „EHF EURO 2024“ auf Sportvereine statt. Die Online-Befragung wird voraussichtlich im Sommer 2024 durchgeführt werden, ist anonym und wird nur für wissenschaftliche Zwecke genutzt. Unter allen teilnehmenden Sportvereinen dieser Sondererhebung werden 20 * € 50 Gutscheine verlost.

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


157

40. Wären Sie als Verein bereit, an dieser Sondererhebung teilzunehmen?

☐ ja

☐ nein

Filter: wenn ja bei 40: Bitte geben Sie eine E-Mail-Adresse an, unter der wir Sie für die Sondererhebung kontaktieren dürfen. E-Mail-Adresse: Filter: wenn nein bei 40: Wären Sie zu einem späteren Zeitpunkt (ab 2025) bereit, an einer Folgestudie teilzunehmen?

☐ ja

☐ nein

Bitte geben Sie eine E-Mail-Adresse an, unter der wir Sie für die Sondererhebung kontaktieren dürfen. E-Mail-Adresse:

Wir bedanken uns recht herzlich für Ihre Mitarbeit! An dieser Stelle haben Sie die Möglichkeit, weitere Anmerkungen zu Ihrem Verein und der Befragung zu machen: Telefonnummer für Rückfragen: 0221/4982-6099 E-Mail: seb@dshs-koeln.de

Sportentwicklungsbericht 2023–2025 – Teil 1


Bundesinstitut für Sportwissenschaft Graurheindorfer Str. 198 | 53117 Bonn Fachbereich III – Forschung und Entwicklung: Sport und Gesellschaft Fachgebietsleitung Ökonomie Kirsten Domnik | kirsten.domnik@bisp.de Tel: +49-228-99640-9013 Fachgebietsleitung Sportökologie Dr. Jutta Katthage | jutta.katthage@bisp.de Tel: +49-228-99640-9026

Deutscher Olympischer Sportbund Otto-Fleck-Schneise 12 60528 Frankfurt/Main Boris Rump | rump@dosb.de Tel: +49-69-6700-292

Deutsche Sporthochschule Köln Am Sportpark Müngersdorf 6 | 50933 Köln Institut für Sportökonomie und Sportmanagement Univ.-Prof. Dr. Christoph Breuer | breuer@dshs-koeln.de Tel: +49-221-4982-6095 Dr. Svenja Feiler | s.feiler@dshs-koeln.de Tel: +49-221-4982-6099


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Sportentwicklungsbericht für Deutschland 2023-2025 by Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) - Issuu