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IT-BUSINESS 04/2026

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MUT ZUR WÜRZE

Die Currywurst ist kein Trendgericht. Sie ist einfach da. Seit Jahrzehnten. Sie braucht keine Erklärung – nur Mut zur Würze. Genau darum geht es auch in dieser Ausgabe: um Vielfalt, Sichtbarkeit und den Mut, Dinge weiterzuentwickeln, statt sie zu verkleiden.

Wir zeigen Frauen in der IT, die mit Neugier und Courage ihren Weg gehen und Verantwortung übernehmen – nicht als Ausnahme, sondern als selbstverständlicher Teil der Branche (S. 12). Mehr Vielfalt ist dabei kein Selbstzweck, sondern ein entscheidender Faktor für Innovation, Perspektivenvielfalt und Zukunftsfähigkeit (Titelstory ab S. 14).

Im Channel Fokus „Die Cloud“ beleuchten wir die Wachstumsschmerzen eines Marktes im KI-Boom: steigende Nachfrage, neue Fragen zu Daten und Prompt-Sicherheit sowie den Wettstreit zwischen Hyperscalern und europäischen Anbietern um souveräne Cloud-Modelle (S. 32).

Wie aus Substanz Wachstum entsteht, zeigt Insight Technology Solutions: Der global erfolgreiche Integrator will sein Geschäft im DACH-Raum mit klarem KI-Fokus gezielt ausbauen (S. 46). Pure Storage wird zu Everpure und schärft damit seinen Anspruch im Datenmanagement (S. 22). NeoSec-IT verbindet Security-Welten und bringt Technik und Vertrieb strategisch zusammen (S. 8).

Das sind keine kosmetischen Eingriffe, sondern strategische Weichenstellungen. Wie bei der Currywurst zählt die Qualität –und der Mut, die eigene Rezeptur weiterzuentwickeln.

HEIDI SCHUSTER

heidi.schuster@vogel.de

CHANNEL FOKUS DIE CLOUD

12 IT and She: Karriere mit Neugier und Mut

Schon früh Verantwortung zu übernehmen, war für die Karriere von Melanie Goddard, Deutschland-Chefin von Xerox, entscheidend.

44 Mitdenkende AI-Phones

6

DeutschlandChef gesucht

32

Die Wachstumsschmerzen der Cloud

Der KI-Boom wirft Fragen zu PromptDaten auf und treibt den Cloud-Markt vor sich her. Es knirscht.

Die neuen Modelle der Galaxy-S26-Serie punkten mit leistungsstarker Hardware und Galaxy-AI-Funktionen.

Marcus Adä ist nicht mehr bei Exclusive Networks. Sein Nachfolger ist Helge Scherff, das Deutschland-Geschäft leitet er allerdings nur kommissarisch. Der VAD ist deshalb aktuell auf der Suche nach einem Deutschland-Chef.

TITELSTORY

14

Macht IT vielfältiger!

Zehn Millionen Fachkräfte arbeiten EU-weit in der IT.

Über 80 Prozent dieser Beschäftigten sind Männer. Es ist höchste Zeit, was zu ändern.

MARKT & ANALYSEN

Deutschland-Chef gesucht

Marcus Adäs Nachfolger leitet Exclusiv Networks nur kommissarisch. Daher wird ein neuer Deutschland-Chef gesucht. > 6

NeoSec-IT: Security Sales as a Service

Der Beratungs-Dienstleister hilft den Playern, effektiv zusammenzuarbeiten. > 8

IT and She: Karriere mit Neugier und Mut

Schon früh Verantwortung zu übernehmen, war für die Karriere von Melanie Goddard, Deutschland-Chefin von Xerox, entscheidend. > 12

TITEL Macht IT vielfältiger!

Über 80 Prozent in der IT sind Männer. Es ist höchste Zeit, was zu ändern. > 14

Pure Storage wird zu Everpure

Die Namensänderung reflektiert den erweiterten Fokus des Flash-StoragePioniers. > 22

Personal-Karussell

Teccle Group, Pax8 und One Identity haben Änderungen im Management. > 24

Personalien und Zukauf

Tobit.Software und Snom mit neuen Personalien, Nobix Group kauft zu. > 25

Channel-News

Xerox, Zero Networks und Proofpoint machen den Channel stark. > 26

KI, Abo-Modelle und neue Marke

Digitale Souveränität von Netgo und Tobit, Abo-Modelle für MFPs von Konika Minolta und Western Digital startet eine neue Marke. > 28

46 Rohdiamant bekommt Feinschliff

CHANNEL FOKUS Die Cloud

Die Wachstumsschmerzen der Cloud

Der KI-Boom wirft Fragen zu PromptDaten auf und treibt den Cloud-Markt vor sich her. Es knirscht. > 32

PRODUKTE

Smartphone und Tablet

Google bringt das Pixel 10a und Honor ein superdünnes Tablet. > 40

Gaming-Monitor und NAS

AOC stellt einen günstigen GamingMonitor vor und Ugreen NAS-Systeme mit lokaler KI. > 42

Mitdenkende AI-Phones

Die Galaxy-S26-Serie punktet mit leistungsstarker Hardware und Galaxy-AIFunktionen. > 44

Rohdiamant bekommt Feinschliff

Insight ist mit seinen Angeboten zu den Themen DaaS, Cloud und KI umsatzstark unterwegs. > 46

VERANSTALTUNGEN

Samsung Memory Reloaded

Beim Memory Summit gab Samsung einen Einblick in die Strategie. > 66 Impressum

AKTUELLE NEWS & HINTERGRÜNDE

Insight ist global mit seinen Angeboten zu den Themen DaaS, Cloud und KI umsatzstark unterwegs. Auch im DACH-Raum soll der „Rohdiamant“ mit vollem KI-Fokus noch weiter geschliffen werden.

DEUTSCHLAND-CHEF GESUCHT

Marcus Adä ist nicht mehr bei Exclusive Networks. Sein Nachfolger ist Helge Scherff, das Deutschland-Geschäft leitet er allerdings nur kommissarisch. Der VAD ist deshalb aktuell auf der Suche nach einem Deutschland-Chef. | Mihriban Dincel

Personelle Veränderungen prägen den Start ins neue Jahr bei Exclusive Networks: Helge Scherff verantwortet nun als Regional Vice President die Central Region und damit Europa, DACH bzw. Deutschland. Allerdings nur interimsmäßig, was das Deutschland-Geschäft angeht. Seit dem Weggang von Marcus Adä, der bis Dezember 2025 als Deutschland-Chef und Regional Director Central Europe tätig war, sucht der VAD nach einem Nachfolger für diese Position. Der Europa-Chef ist guter Dinge, dass das in naher Zukunft der Fall sein wird. Neben den personellen gibt es auch strukturelle Veränderungen und einen stärkeren Fokus auf Services. Mit Präsenz in über 50 Ländern möchte der Value Added Distributor die sechs Regionen künftig stärker verzahnen. Die gewohnte Kontinuität und Kundennähe bleiben dabei aber strategischer Fokus.

Zunächst einmal blickt der Value Added Distributor auf ein positives Jahr 2025 zurück: „zweistelliges stabiles Wachstum“, beschreibt Scherff. Wenn auch kein Grund für große Freudensprünge, ist das Ergebnis positiv und zufriedenstellend. Für dieses Jahr hat sich der Distributor einiges vorgenommen und hat manches davon schon angegangen. Unter anderem sollen „Strukturen optimiert“ werden, so der Central-Chef. Diese Ausrichtung steht unter einem klaren Motto: vom klassischen Distributionsgeschäft zur Value Creation. „Wir bauen um, weil Exclusive unglaublich viel kann“, erklärt Scherff mit Blick auf die Möglichkeiten, die Partnern zur Verfügung stehen. Nur an der Kommunikation hapert es etwas. Genau hier möchte die Optimierung ansetzen.

Zu diesem Zweck ist unter anderem Rüdiger Lenz, Regional Services Director, mit an Bord. Er verantwortet den Neuaufbau und die Standardisierung der Service-Struktur bei Exclusive Networks – von Presales über Technical Services bis hin zu Trainings. „Viele Services waren bei Partnern gar nicht bekannt“, räumt Lenz ein. Dabei könne Exclusive Networks global liefern, implementieren und managen. Expertise und Knowhow bei Nischen- und Spezialprodukten habe der VAD ebenso. Diese Unbekanntheit soll sich ändern. Noch in diesem Jahr sollen standardisierte Service-Packages geschnürt werden. Die und auch nur einzelne Services davon können Partner dann wie einzelne Produkte beziehen. Das Ziel: Partner sollen künftig genau wissen, was sie anfragen können.

Gleichzeitig treibt Andre Dieball als Chef der globalen Services eine „Vereinheitlichung“ voran: Einfacher, transparenter – ein einheitliches Service-Portfolio für ganz Exclusive, lautet das Credo. Bisher wurden Services teilweise doppelt aufgesetzt oder in nur einer Sprache, was die internationale Skalierung erschwerte. Die Lösung: Bündelung der globalen Service-Aktivitäten mit spezialisierten Functional Leads für Training, Support, Managed Services, Professional Services und Operations. Dieball betont aber: „Das operative Tagesgeschäft bleibt dabei in den lokalen Märkten verankert“.

Es wird lediglich durch globale Services wie MSSP, Global Support, SASE Deployment und Managed Services ergänzt. Dabei kann jede Region die für sie sinnvollen Services in einheitlicher Qualität beziehen und anbieten. „Wir wollen damit sicherstellen, dass alle Services global zur Verfügung stehen“, so Dieball. Besonders gefragt: Managed Services und SOC. Der

BILD: DALL-E / KI-GENERIERT
Wir wollen keinen Bauchladen, sondern tiefe Expertise liefern.

SOC-Service soll Managed-ServicesLücken der Partner füllen und gemeinsam mit ihnen das Managed-Services-Portfolio erweitern, ohne dabei mit ihnen in Konkurrenz zu treten. Services wie diese seien der nächste Schritt in Richtung Value Creation.

Neuigkeiten aus dem vergangenen Jahr gibt es auch bei den Herstellern. Im Vendor

Helge Scherff leitet das Deutschland-Geschäft nur kommisarisch. Der VAD sucht daher einen neuen Deutschland-Chef.

Management hat Thomas Henk, Director Vendor Management, fünf neue Hersteller an Bord geholt: BigID, BitSight, Drata, FireMon und Zero Networks. „Wir sehen, dass für diese Lösungen Interesse besteht“, begründet Henk die Erweiterung. Der Fokus bleibt klar auf Data Security ausgerichtet. Daneben möchte Exclusive Networks mit Herstellern enger „zusammenrü-

cken“ und setzt strategisch unter anderem auf SASE. Auch MDR/EDR bleiben interessante Schwerpunkte. Zudem verzeichnet der Distributor starke Nachfrage nach Financial Services. Auch für 2026 ist man beim VAD ambitioniert. Die Suche nach Portfolio-Verstärkung geht weiter.

Andy Hahner, Director Networking DACH, setzt auf Qualität vor Quantität. Sein Team konzentriert sich auf Extreme Networks und Arista als Herstellerpartner: „Wir wollen keinen Bauchladen, sondern tiefe Expertise liefern.“ Und das sei im vergangenen Jahr bereits gelungen: Zwei große globale Roll-outs, XPS-Projekte, erhöhte Nutzerfrequenz des Access Portals und der Ausbau des Extreme-Geschäfts auf EMEA-Ebene. Die Warenverfügbarkeit konnte ebenso gesichert werden. Auch in diesem Bereich des VADs ist man mit dem Ergebnis des letzten Jahres zufrieden. Für das Aktuelle zeigt sich Hahner verhalten optimistisch. Der Grund: die Komponentenkrise. Hahner beschreibt die Preisgestaltung und Verfügbarkeit im Markt als „Desaster“. Zwar habe der Distributor mit Extreme Networks einen verlässlichen Partner, doch aufgrund der allgemeinen Marktsituation in diesem Segment, werde die Steuerung des Geschäfts zur Herausforderung. „Wir fahren auf Sicht, aber bei Nebel“, so Hahner. Trotzdem hofft der Networking-Chef auf ein ähnlich erfolgreiches Jahr 2026. 

Andy Hahner, Director Networking DACH bei Exclusive Networks
(V. l.) Andre Dieball, Thomas Henk, Helge Scherff, Rüdiger Lenz und Andy Hahner

DIE CLOUD ALS ZUKUNFTSRAUM

DES MITTELSTANDS

CLOUD 2030 BEGINNT JETZT

Die Cloud ist nicht mehr Infrastruktur, sondern strategisches Fundament für Innovation, Sicherheit und KI. Marc Schumacher, CEO von C&P, erklärt, warum 2026 der Zeitpunkt zum Handeln ist.

Die Cloud ist längst kein reines Infrastrukturthema mehr. Für Marc Schumacher, CEO von C&P, ist sie „der Raum, in dem Zukunft entsteht.“ Sie entscheidet darüber, wie innovativ, wie sicher und wie handlungsfähig Unternehmen in den kommenden Jahren sein werden. Wer Cloud heute strategisch denkt, gestaltet nicht nur IT-Strukturen – sondern die Wettbewerbsfähigkeit seines gesamten Geschäftsmodells. Dabei hat sich die Perspektive grundlegend verändert. Die Cloud ist aus den Kinderschuhen herausgewachsen.

„DIE CLOUD IST MITTLERWEILE IN EINEM AUSGEREIFTEN ALTERSSTADIUM.“

Sie setzt Standards und ermöglicht Innovationen, von denen Unternehmen konkret profitieren können. In den nächsten fünf Jahren werde sie noch einmal deutlich an Dynamik gewinnen – „befeuert durch Sicherheit, durch Anforderungen des Marktes und vor allen

Dingen durch Innovationskraft.“

Entscheidend ist aus Sicht von Schumacher, dass Cloud nicht mehr als technisches Projekt verstanden wird, sondern als Produktionsfaktor.

„CLOUD MUSS HEUTE ALS WIRKLICH ERNSTHAFTER PRODUKTIONSFAKTOR VERSTANDEN WERDEN.“

Auf Geschäftsführungsebene müsse bewertet werden, welchen Beitrag sie zur Wertschöpfung leistet. „Wenn man Cloud als Produktionsfaktor sieht, kann man damit sein Geschäftsmodell wachsen lassen.“ Zu den prägenden Entwicklungen der kommenden Jahre zählt insbesondere Künstliche Intelligenz. Für Schumacher ist KI kein isoliertes Trendthema, sondern

„EIN EVOLUTIONÄRER AST EINES BAUMES.“

Dieser Baum habe einen starken Stamm –die Cloud – und mehrere tragende Äste. „Nur zusammen wird der Baum mit

Hier gelangen Sie zum vollständigen Interview mit Marc Schumacher.

seinem großen Stamm Cloud aufblühen.“ Ohne skalierbare Rechenleistung und flexible Architekturen bleibe KI Stückwerk. Parallel dazu verändert Software-as-aService die IT-Landschaften nachhaltig. Anwendungen werden browserbasiert bereitgestellt und flexibel genutzt. Gleichzeitig steigt die Komplexität: Lokale Systeme, Endgeräte, Benutzer und CloudAnwendungen müssen nahtlos zusammenspielen.

„ALL DAS MUSS KONSOLIDIERT UND MIT SICHERHEIT VERSEHEN WERDEN.“

Die Herausforderung liege weniger im einzelnen Tool, sondern in der strategi-

schen Verzahnung. Sicherheit ist dabei untrennbar mit der Cloud verbunden. „Es gibt nichts Kostbareres als die eigenen Daten.“ Wer den Schritt in die Cloud geht, verlässt gewohnte Strukturen und muss Vertrauen in neue Modelle entwickeln. Umso wichtiger sei es, Sicherheit von Anfang an mitzudenken.Auch die Rolle von IT-Dienstleistern verändert sich.

„IT-DIENSTLEISTER MÜSSEN JETZT AUFWACHEN.“

Ihre Aufgabe bestehe künftig darin, heterogene Umgebungen zu orchestrieren und die erste Verteidigungslinie beim Benutzer zu stärken. Es gehe nicht mehr nur um Betrieb, sondern um ganzheitliche

Strategien. Für den deutschen Mittelstand bedeutet das keinen blinden Aktionismus, sondern eine bewusste Entscheidung. Doch für Schumacher ist klar: „Es gibt heute gar keinen Grund mehr, daran zu zweifeln, Prozesse in die Cloud zu verlagern.“ Seine Botschaft ist eindeutig:

„JETZT ANFANGEN.“

BILD: CAPELETTI & PERL

NEOSEC-IT VERBINDET IT-SECURITY-WELTEN

Im IT-Sicherheitsmarkt Fuß zu fassen, ist für Hersteller, Systemhäuser und Distributoren eine Herausforderung. Der BeratungsDienstleister NeoSec-IT schafft den Spagat zwischen Technik und Vertrieb, hilft den Playern, effektiv zusammenzuarbeiten und Endkunden optimal zu betreuen. | Ira Zahorsky

Die Brüder Ben und Sven Ruppert sind im Laufe ihrer Karriere immer wieder auf dieselben Probleme gestoßen: Systemhäusern fehlt es an Knowhow für den extrem umfangreichen IT-Security-Markt, internationalen Herstellern fehlt das

Marktverständnis für die DACH-Region und Endkunden der Überblick über ihre IT-Sicherheits-Infrastruktur. IT-Security ist ein riesiger Wachstumsmarkt, doch sowohl Systemhäuser, Distributoren als auch Hersteller haben Schwierigkeiten, auf dem deutschen Mittelstandsmarkt Fuß zu

Wir

arbeiten ausschließlich im Schulterschluss mit Systemhäusern, nie am Partner vorbei direkt zum Endkunden.

Bei Ruppert, CEO von NeoSec-IT

fassen. Der Dienstleister NeoSec-IT bietet sich hier als Bindeglied an, ohne dabei in Konkurrenz um die Endkunden zu treten. Während Ben Ruppert, CEO bei NeoSec-IT, der Vertriebsprofi in dem KooperationsDuo ist, bringt Sven mit seinem Beratungsunternehmen Sven Ruppert Consulting technisches Knowhow mit.

Das Security-Sales-as-a-Service-Angebot reicht dabei von Go-to-Market-Services für Hersteller und Distributoren bis zur Unterstützung von Endkunden bei der Neuausrichtung ihrer Security-Architektur. Ben Ruppert betont: „Wir arbeiten ausschließlich im Schulterschluss mit Systemhäusern, nie am Partner vorbei direkt zum Endkunden. Eine Ausnahme bilden unsere

Developer-Advocate-Services, wo wir direkt mit Entwicklerteams arbeiten.“

Für Systemhäuser sieht der CEO sein Unternehmen als Enabler. „Wir versetzen Vertriebsteams zusammen mit der Technik in die Lage, sich in der IT-Security besser zu positionieren und wohlzufühlen. Aktiver Knowhow-Transfer ist das Schlüsselwort in unserem Konzept.“ Als Beispiel nennt er die Niederlassung einer deutschen Systemhausgruppe: „Das Unternehmen hat uns beauftragt, ihre Security-Vertriebsstrukturen aufzubauen und bestehende Gaps zu schließen. Wir haben dabei den Vertrieb sukzessive in die Lage versetzt, SecurityServices aktiv zu platzieren und Kunden dort abzuholen, wo sie stehen.“

NeoSec-IT will Bindeglied für Systemhäuser, Hersteller und Distributoren im Security-Markt sein.

Geht es um technische Aspekte, ist Sven Ruppert am Zug. „Advokatentum“, nennt er das im Fach-Sprech. Dabei geht es nicht nur um das Erklären eines technischen Sachverhalts an sich, sondern beispielsweise auch um den Austausch und die Kommunikation von und mit Unternehmens-Communities, die sich mit IT-Sicherheit beschäftigen. „Wie baue ich so etwas auf? Wie mache ich diesen Wissenstransfer? Wie kommuniziere ich das?“, sind die typischen Kundenfragen. „Hier unterstütze ich beispielsweise mit der Erstellung firmeninterner Newsletter oder stelle für die externe Kommunikation eine bestimmte Problematik in Form von Artikeln oder Vorträgen dar“, erklärt Sven Ruppert.

Ben Ruppert verfügt über zahlreiche Hersteller-Zertifizierungen, die er über den Service auch in das jeweilige Systemhaus mitbringt. Dennoch ist ihm wichtig, herstellerunabhängig zu arbeiten, um die beste Lösung für die Kunden zu finden.

Bei Systemhäusern, die die Leistungen von NeoSec-IT in Anspruch nehmen möchten, sollte eine gewisse Größe und ein Kundenpotenzial vorhanden sein. „Für kleinere Systemhäuser ist der Aufbau einer eigenen Security-Spezialisierung betriebswirtschaftlich oft eine große Herausforderung“, weiß Ben Ruppert aus Erfahrung.

Für diejenigen, mit denen ein Vertrag zustande kommt, gibt der Vertriebsprofi –je nach Vorwissen und gewünschten Dienstleistungen – einen Zeitraum für die Umsetzung von 6 bis 12 Monaten kontinuierlicher Begleitung mit messbaren Meilensteinen an. Je nach Kundenbedürfnis sind weitere Abrechnungsmodelle möglich.

In ihrem schlanken Kernteam sehen die Brüder einen Vorteil gegenüber den starren Strukturen großer Beratungshäuser. Sollte die eigene Manpower einmal nicht ausreichen, können die Rupperts auch auf ein großes Netzwerk erfahrener Spezialisten zurückgreifen, die sie je nach Projektanforderung aktivieren. „Letztlich ist uns wichtig, über den Knowhow-Transfer den Partner zeitnah mit klaren Zielen und klarer Kommunikation in die Lage zu versetzen, selbst skalieren zu können“, fasst Ben Ruppert zusammen. 

KARRIERE MIT NEUGIER UND MUT

Schon früh Verantwortung zu übernehmen, war für die Karriere von Melanie Goddard entscheidend. Zudem ist die DeutschlandChefin von Xerox überzeugt, dass Neugier, Lernbereitschaft und Mut auch bei Frauen in der IT wichtiger sind als ein geradliniger Lebenslauf.

Welche Stationen waren für Ihre Karriere in der IT entscheidend?

Melanie Goddard: Für meine Karriere war wichtig, dass ich früh Verantwortung in Führungsrollen mit Technikbezug übernommen habe. Dabei habe ich mich Schritt für Schritt an der Schnittstelle zwischen IT, Geschäft und Partnern weiterentwickelt. Meine heutige Position als Managing Director Germany bei Xerox ist das Ergebnis dieses klaren Fokus auf digitale Themen, Veränderung und internationale Führung.

Welche Hürden gab es auf dem Weg nach oben – und wie sind Sie damit umgegangen?

Melanie Goddard: In technologiegetriebenen Branchen sind Führungspositionen nach wie vor stark männlich geprägt. Die größte Hürde ist oft nicht fehlende Kompetenz, sondern Sichtbarkeit und Zutrauen. Statt abzuwarten, habe ich klar Stellung bezogen, Ergebnisse gezeigt und Verantwortung übernommen.

Wo müssen Sie sich stärker behaupten als männliche Kollegen?

Melanie Goddard: Frauen müssen in der IT häufiger Kompetenz wiederholt unter Beweis stellen, während sie bei Männern oft vorausgesetzt wird. Wer gehört werden will, muss klar sprechen, sichtbar sein und zu seinen Aussagen stehen – das ist allerdings nicht nur in der IT-Branche der Fall.

Die IT bietet Frauen die Möglichkeit, gestaltend zu wirken, statt nur Prozesse auszuführen.

Und was bedeutet Führung für Sie?

Melanie Goddard: Führung bedeutet für mich:

• Authentizität und Nahbarkeit

• Entscheidungen treffen

Managing Director Germany bei Xerox

• Menschen befähigen, erfolgreich zu sein Eine gute Führungskraft muss nicht alles wissen, sondern das Team gut steuern und klare Ziele setzen.

Was geben Sie jungen Frauen auf den Weg, damit sie sich für eine Karriere in der IT entscheiden?

Die Deutschland-Chefin hat zunächst eine Ausbildung bei einem Ford-Händler gemacht, bevor sie bei Media Markt in die IT-Branche wechselte. Bei Cisco in Portugal übernahm sie später die Vertriebsleitung.

Melanie Goddard: Trauen Sie sich! Warten Sie nicht darauf, perfekt vorbereitet zu sein. Neugier, Lernbereitschaft und Mut sind wichtiger als ein geradliniger Lebenslauf. Die IT braucht unterschiedliche Perspektiven – und genau darin liegt ihre Stärke.

Melanie Goddard, Managing Director Germany bei Xerox BILD: © XEROX

VIELFÄLTIGER! MACHT IT

Zehn Millionen Fachkräfte arbeiten EU-weit in der IT. Über 80 Prozent dieser Beschäftigten sind Männer. Und während die KI-Revolution die Welt verändert, bleibt die IT-Branche gefangen in traditionellen Rollenmodellen und -strukturen. Es ist höchste Zeit, was zu ändern.

Über zwei Millionen Berufstätige in der ITK-Branche gibt es laut Eurostat in Deutschland. Bei einem Anteil von 19 Prozent arbeiten demnach hierzulande etwas mehr als 436.000 Frauen in der IT. Damit liegt die Bundesrepublik knapp unter dem EU-Durchschnitt. Mehr weibliche ITK-Fachkräfte gibt es etwa in Estland, Rumänien und Bulgarien (jeweils mindestens 27 %). Dabei fehlen immer noch über 100.000 Fachkräfte in der IT in Deutschland. Und die KI wird es nicht richten. Seit Langem schon fordern Experten aus Politik und Wirtschaft einen höheren Frauenanteil in IT- und Digitalberufen. Einer Analyse von McKinsey zufolge bewirkt die Verdopplung des Frauenanteils in Tech-Jobs bis 2027 einen signifikanten Anstieg des europäischen BIP um bis zu 600 Milliarden Euro. Sven Blumberg von McKinsey ist der Ansicht, dass „der Mangel an Geschlechterdiversität in Europas Technologielandschaft zu erheblichen Nachteilen für Beschäftigte, Innovation und die gesamte europäische Gesellschaft führt.“

Frauen für MINT-Berufe. So wurden 2024 nur 12 Prozent der Ausbildungsverträge im MINT-Bereich mit Mädchen abgeschlossen. Nach wie vor unterrepräsentiert sind Frauen auch bei der Gründung von Tech-Start-ups und in den Führungsetagen. Dabei gibt es auch unzählige Studien, die belegen, dass selbst in einer männerdominierten Branche gemischte, vielfältige Teams innovativer und erfolgreicher sind. Diese Ansicht teilen einer aktuellen Bitkom-Studie zufolge acht von zehn der befragten IT-Unternehmen. BitkomPräsident Dr. Ralf Wintergerst sagt dazu: „Gemischte Teams arbeiten produktiver und kreativer. Unternehmen, die Vielfalt fördern, verbessern deshalb nicht nur ihre Kultur, sondern stärken auch ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.“

Und ja, es gibt sie auch heute in der IT: die erfolgreichen Geschäftsführerinnen multinationaler Unternehmen – von Lisa Su, CEO bei AMD, bis hin zu Praniti Lakhwara, CIO bei Zscaler – aber es muss mehr passieren, um die Talent-Lücke zu schließen.

Dabei war Programmieren in den Anfängen des Computerzeitalters durchaus eine

Zwar ist in den vergangenen Jahren der Anteil von Frauen in der IT leicht gestiegen. Doch sind Frauen in Digital-Jobs immer noch unterrepräsentiert. Laut Statistischem Bundesamt ist der Frauenanteil bei Studienanfängerinnen in MINTFächern auf 36 Prozent im Jahr 2024 gestiegen. Dafür entscheiden sich nach wie vor immer noch viel zu wenig junge

Viele Mädchen und Frauen entscheiden sich nicht gegen IT, weil sie es nicht können, sondern weil sie sich dort nicht sehen.
Susanne Dehmel, Bitkom-Geschäftsleitung

weibliche Tätigkeit. Es waren nicht sonderlich gut bezahlte Büro-Jobs, „die etwas Geduld und die Fähigkeit, mit Details umzugehen, erfordern“, hat Dr. Grace Hopper, Mitentwicklerin des ersten digitalen Computers ENIAC, gesagt. Sie war überzeugt: „Programmieren ist wie das Planen eines Dinners.“ Man müsse lediglich etwas im Voraus planen, damit alles genau dann bereit sei, wenn man es brauche. Frauen seien „Naturtalente“ beim Programmieren. Und noch Mitte der 80er-Jahre lag der Anteil von Frauen in der Softwareentwicklung in den USA bei 42 Prozent.

Heute beschäftigen laut Bitkom nur 13 Prozent der IT-Unternehmen mehr Frauen als Männer. Und Unternehmen wie Lenovo mit einem Frauenanteil von 29 Prozent in technischen Positionen sind ein Paradebeispiel für Fortschritt in Sachen Geschlechtervielfalt. Dabei betont Laura Quatela, Senior Vice President bei

Lenovo: „Die Vielfalt der Belegschaft trägt nicht nur zu besseren Problemlösungen bei, sondern hilft uns auch, die Bedürfnisse unseres vielfältigen, globalen Kundenstamms besser zu erfüllen.“ Und bei den IT-Dienstleistern hebt sich zum Beispiel Dataport hervor: Jede dritte Führungskraft ist dort weiblich. Damit schließt Dataport weiter zum EU-Durchschnitt von 35,2 Prozent Frauenanteil bei Führungskräften auf (Statistisches Bundesamt, 2024).

Und eigentlich sind die Rezepte, wie mehr weibliche Fachkräfte für eine Karriere in der IT-Welt gewonnen werden können, seit Jahr und Tag

hinlänglich bekannt. Doch setzen sich Bitkom zufolge nur vier von zehn Unternehmen in Deutschland interne Ziele, um mehr Frauen für IT-Jobs zu begeistern. Rund 21 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass Frauen wegen familiärer Begebenheiten ungeeignet sind. Dass das nicht der Fall sein muss, zeigt unter anderem Begoña Jara, die als Mutter von fünf Kindern VP Area Germany bei NetApp ist. Sie bekräftigt: „Arbeit und Privates lassen sich über den Tag ganz gut koordinieren. Das erfordert natürlich auf beiden Seiten den richtigen Umgang mit Vertrauen, Verantwortung und Disziplin.“ Bei Dataport soll ein Frauenförderplan die Frauenquote in Führungspositionen bis 2028 auf 40 Prozent steigern. Vorständin Cristina Tuik ist überzeugt: „Der hohe Anteil von Frauen in Führungspositionen bei Dataport ist für mich ein klares Zeichen

dafür, dass Chancengleichheit bei uns nicht nur ein Schlagwort ist, sondern aktiv gelebt wird. Gemischte Teams bringen unterschiedliche Perspektiven ein, steigern unsere Effizienz und fördern innovative Lösungen. Gerade in meiner Funktion im Vorstand ist es mir ein persönliches Anliegen, diese Entwicklung weiter voranzutreiben und Chancengleichheit nachhaltig zu stärken.“

Diversität aktiv fördern, Vorurteile abbauen und Frauen gezielt in Führungspositionen bringen – eine Maßnahme, die für alle Branchen gilt.“ „Dabei geht es nicht um Quoten, sondern um echte Chancengerechtigkeit. Eine vielfältige Arbeitswelt stärkt uns alle. Ebenso ist eine verlässliche Unterstützung für Familien, insbesondere

Doch trotz positiver Entwicklung müssen Unternehmen aktiv Maßnahmen ergreifen, um Vorurteile abzubauen, Arbeitsmodelle zu flexibilisieren und eine Kultur zu schaffen, die es Frauen ermöglicht, gleich gesehen und wahrgenommen zu werden. So ist Verica Ilievska, Director Channel DACH bei Bitdefender, der Ansicht: „Schon Mädchen müssen früh für Technik begeistert werden. Unternehmen müssen

Taija Heyn, Teamleitung Auftragsmanagement und Retouren bei Synaxon

eine qualitative Betreuung von Kindern, entscheidend, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern.“

Ihrer Ansicht nach sind IT-Netzwerke und Mentor-Programme entscheidend. Denn: „Ein gutes Netzwerk öffnet Türen. Förderung und Begleitung geben Orientierung. Es reicht nicht, darauf zu hoffen, bemerkt zu werden. Man muss mutig neue Wege gehen und aktiv Chancen ergreifen. Diese Haltung hat mir gezeigt, dass Engagement und Eigeninitiative der Schlüssel zum Aufstieg sind.“

Wie wichtig Netzwerke sind, haben die Veranstalterinnen der Vogel IT-Akademie bereits vor knapp zehn Jahren erkannt und den FIT-Kongress ins Leben gerufen. Auch Taija Heyn (Teamleitung Auftragsmanagement und Retouren) und Hanne Kaup (Produktmanager IT-Service. Network) von Synaxon haben 2025 mit FemNet ein Netzwerk für Frauen gegründet. Dabei wollten sie ein „IT-Frauennetzwerk für alle Hierarchieebenen“ starten. Das Ziel: „Wir wollen uns gemeinsam stärken und die Leidenschaft für IT in Frauen entfachen, die sich zuvor ausgeschlossen gefühlt haben.“ Hanne Kaup sieht die Notwendigkeit, dass „Frauen sich wohler fühlen müssen, wenn sie in der IT-Branche

Fuß fassen wollen, und dürfen keinesfalls als Rarität gelten. Ein unterstützendes Frauennetzwerk, das gemeinsames Wachstum fördert und Themen aus weiblicher Perspektive betrachtet, kann maßgeblich zum Wohlbefinden beitragen – und damit letztlich die gesamte IT-Branche durch eine vielfältige Arbeitnehmerschaft bereichern.“ Dabei ist FemNET „positionsoffen. Das bedeutet, dass alle Frauen in Synaxon-Partner-Unternehmen angesprochen sind, unabhängig von ihrer beruflichen Position“, bekräftigt Taija Heyn. „Wir wollen mit FemNET einen Anlaufpunkt für alle Frauen in Partnerbetrieben bieten. Und davon gibt es im Synaxon-Partnernetzwerk mehr als 3.000, von denen wir wissen. Die Dunkelziffer ist höher.“ Es dürfe sich nicht mehr komisch anfühlen, eine Technikerin, eine Geschäftsführerin eines IT-Systemhauses oder eine weibliche Fachinformatikerin für Systemintegration (FiSi) zu sein, resümiert Heyn. Neben der Forderung nach mehr Netzwerken für IT-Frauen bleiben Angebote für flexible Arbeitszeiten, Qualifizierungsmaßnahmen für Quereinsteigerinnen oder eine frühe Förderung von Mädchen in MINT-Fächern nach wie vor essenziell, um mehr Frauen für die IT zu begeistern und den digitalen Fortschritt voranzutreiben. 

Margrit Lingner Leitende Redakteurin IT-BUSINESS

TAROX PRO PORTAL

DER CLOUDMARKTPLATZ, DER SYSTEMHÄUSER WIRKLICH ENTLASTET

Wer heute als Systemhaus mit bis zu 25 Mitarbeitenden am Markt besteht, kennt die Realität: Kunden erwarten ganzheitliche Cloud-Strategien, transparente Abrechnung, schnelle Bereitstellung – und das alles ohne administrativen Overhead. Gerade im Mittelstand zählen Verlässlichkeit, Kalkulationssicherheit und Tempo. Genau hier setzt der Cloudmarktplatz TAROX PRO der TAROX AG an.

Akomfortabel administrieren. Die Transpa-

nders als viele Marktplätze, die vor allem als reine Bestellplattformen fungieren, ist TAROX PRO konsequent auf den operativen Alltag von Resellern und MSPs ausgerichtet. Der Fokus liegt auf einfacher Bedienung, klarer Struktur und automatisierten Prozessen. Vom ersten Login an wird deutlich: Dieser Marktplatz wurde nicht für Vendor-Reporting gebaut, sondern für Systemhäuser. Ein zentrales Differenzierungsmerkmal ist die Verwaltung von Microsoft CSP-Lizenzen. Lizenzänderungen, Upgrades, Laufzeiten oder Nutzeranpassungen lassen sich komfortabel administrieren. Die Transparenz über alle Kundenmandanten hinweg reduziert Fehlerquellen und spart wertvolle

Zeit. Gerade für kleinere Häuser ohne dediziertes Lizenzmanagement-Team ist das ein spürbarer Effizienzgewinn. Hinzu kommt eine sauber dokumentierte API-Schnittstelle. Reseller können Drittanbietersysteme – etwa ERP- oder PSA-Lösungen – direkt anbinden. Das schafft

Kristian Krause Leitung

TAROX DATA

Tel.: +49 (231) 98980 – 351 kristian.krause@tarox.de

Microsoft 365 profitieren Partner von technischer Unterstützung, sei es bei komplexen Fragestellungen, Architekturentscheidungen oder bei Migrationsprojekten im Mittelstand. Für kleinere Systemhäuser bedeutet das: Sie können größere Projekte realisieren, ohne eigenes SpezialistenTeam aufbauen zu müssen. TAROX positioniert sich hier klar als Partner auf Augenhöhe.

durchgängige Prozesse von der Bestellung bis zur Abrechnung. Medienbrüche werden vermieden, manuelle Nachpflege entfällt. Für wachsende MSP-Modelle ist das ein strategischer Vorteil. Stichwort Abrechnung: TAROX PRO vereinfacht nicht nur die Beschaffung, sondern auch die Weiterberechnung von MSP-Leistungen erheblich. Wiederkehrende Services lassen sich strukturiert verwalten, sauber kalkulieren und transparent gegenüber dem Endkunden darstellen. Gerade im Projektgeschäft mit mittelständischen Kunden schafft das Vertrauen und Planungssicherheit. Inhaltlich deckt der Marktplatz ein breites, praxisrelevantes Portfolio ab. Buchbar sind unter anderem das gesamte Microsoft 365-Portfolio sowie Microsoft Azure-Dienste. Ergänzend

stehen CodeTwo für professionelle Lizenzund Signaturverwaltung, S3-Storage von Impossible Cloud sowie das Acronis Cyber Security Portfolio bereit.

Auch im Bereich Qualifizierung denkt TAROX PRO weiter. Das Schulungsangebot der TAROX AG ist direkt integriert. Neben einer Vielzahl an Microsoft-Zertifizierungskursen werden auch KI-Schulungen angeboten – ein Themenfeld, das im Mittelstand zunehmend strategische Relevanz gewinnt.

Ein besonderer Mehrwert ist die direkte Anbindung an das TAROX Rechenzentrum. Reseller können rechenzentrumsbasierte Infrastruktur unmittelbar im Marktplatz buchen – die Bereitstellung erfolgt automatisiert. Für Kunden bedeutet das schnelle Time-to-Service, für Systemhäuser minimale Implementierungsaufwände. Doch Technologie allein reicht nicht. Ein entscheidender Baustein ist das TAROX Data Team, das Resellern jederzeit kompetent zur Seite steht. Von Modern-Workplace-Architekten bis hin zu erfahrenen Microsoft-Azure-Architekten erweitert TAROX den Marktplatz um fundiertes Experten-Know-how. Gerade im Umfeld von

Der Marktplatz wird kontinuierlich ausgebaut. Der Fokus liegt aktuell auf der Integration weiterer Security-Anbieter wie Securepoint und Bitdefender. Damit entwickelt sich TAROX-PRO zunehmend zu einer zentralen Plattform für moderne IT-Services.

Unterm Strich positioniert sich TAROX PRO nicht als weiterer Distributionskanal, sondern als operatives Werkzeug für Systemhäuser. Wer Effizienz steigern, Prozesse automatisieren und Cloud Services sauber skalieren möchte, findet hier eine Plattform, die den Arbeitsalltag spürbar erleichtert – technologisch wie personell. TAROX steht seinen Partnern dabei nicht nur als Anbieter, sondern als aktiver Unterstützer zur Seite.

BILD: TAROX

PURE STORAGE WIRD ZU EVERPURE

Der Storage-Hersteller Pure Storage ändert seinen Namen: Das Unternehmen trägt ab heute den Namen Everpure. Die Namensänderung reflektiert den erweiterten Fokus des Flash-Storage-Pioniers, denn die Firma will die Zukunft des Datenmanagements neu definieren. | Klaus Länger

Vor rund 16 Jahren wurde die Firma Pure Storage gegründet. Seinerzeit war der Hersteller ein Vorreiter bei der Flash-StorageTechnologie und mit Evergreen auch bei Storage als Service. In den folgenden Jahren hat die Firma ihren Fokus immer weiter in Richtung Datenmanagement erweitert, etwa mit der Über-

nahme des Kubernetes-DataManagement-Anbieters Portworx und zuletzt mit der EnterpriseData-Cloud-Architektur. Nun will das

die Daten auf Pure-Storage-Systemen und in der Public Cloud in eine einheitliche, virtualisierte Daten-Cloud, die von einer intelligenten Steuerungsebene verwaltet wird. Die EDC-Architektur und auch die unterschiedlichen Storage-Systeme bleiben in Everpure erhalten und werden weiterentwickelt. Neu ist, dass die EverpurePlattform um Datenerkennung und semantischen Kontext ergänzt wird.

Unternehmen die Zukunft des Datenmanagements neu definieren und dabei auch Plattformen anderer Storage-Hersteller abdecken. Laut John „Coz“ Colgrove, Gründer und Chief Visionary Officer von Pure Storage, nun Everpure, hat vor allem die Einführung von KI die Defizite beim Datenmanagement in vielen Firmen offengelegt. Daten liegen in isolierten Silos, unflexible Infrastrukturen und manuelle Prozesse bei der Datenverwaltung behindern die effiziente Nutzung für KI-Anwendungen. Um die Daten besser nutzen zu können, hat Pure Storage die Enterprise Data Cloud (EDC) geschaffen. Diese bringt

Um das schnell zu erreichen, will Everpure das US-Startup 1Touch übernehmen, einen Anbieter von Data Security Posture Management. Bei Everpure soll die 1Touch-Technologie dazu dienen, unterschiedliche Daten über On-Prem-, Cloud und SaaS-Plattformen hinweg in Echtzeit zu identifizieren, sie per KI zu klassifizieren und einen semantischen Layer sowie eine relationale Übersicht über die Daten zu erstellen. So sollen Chief Data Officers erkennen, welcher Teil der Rohdaten für KI-Workloads nutzbar ist und wo Einschränkungen bei der Datenqualität bestehen. Data- und Storage-Administratoren können überflüssige Kopien von Daten identifizieren, sie konsolidieren und erkennen, welche Informationen für die KI tabu sind. Die 1Touch-Übernahme soll im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 abgeschlossen sein.  Vor

16 Jahren haben wir Storage völlig neu gedacht. Heute erfinden wir das Datenmanagement neu.
John „Coz“ Colgrove, Chief Visionary Officer bei Everpure

DER 8-PUNKTE-CHECK FÜR MEHR SICHERHEIT BEIM DRUCKEN IM FIRMENNETZWERK

Studien zeigen immer wieder, dass viele Verantwortliche in den IT-Abteilungen

Cybersecurity nicht ernst genug nehmen. Eine Studie von Quocirca etwa beweist, dass bei 68 Prozent aller Zwischenfälle, bei denen Sicherheitslücken in Druckern eine Rolle spielten, Daten gestohlen wurden. Ein solcher Hackerangriff kostet die betroffenen Unternehmen durchschnittlich 800.000 Euro.

Sind Ihre Drucker ein Einfallstor? Achten Sie auf die Sicherheit ihres Unternehmensnetzwerks und beantworten Sie für sich die folgenden acht Fragen:

1. Ist die Firmware ihrer Drucker aktuell?

Wie bei vielen anderen Geräten sollten Sie darauf achten, auch die Firmware der Drucker in regelmäßigen Abständen zu aktualisieren. Die neuesten Patches machen Drucker weniger angreifbar.

2. Haben Sie alle Sicherheitsfunktionen (wieder-) aktiviert?

Sie sollten regelmäßig überprüfen, ob die Einstellungen an Ihren Druckern passen, um sicherzugehen, dass alle Sicherheitseinstellungen und -Updates korrekt konfiguriert sind.

3. Wird unbefugter Zugriff auf gedruckte Dokumente verhindert?

Wenn Drucker nicht direkt am Arbeitsplatz oder einem gesicherten Ort stehen, sorgen Funktionen wie das Secure Print+ dafür, dass der Ausdruck sensibler Daten erst erfolgt, wenn der Ausruckende tatsächlich neben dem Gerät steht.

4. Blockiert Ihre Firewall Netzwerkverkehr, der nicht zwingend notwendig ist?

Stellen Sie sicher, dass ihre FirewallRegeln den ein- und ausgehenden Netzwerkverkehr von nicht benötigentenDaten mit dem öffentlichen Internet blockieren. Dies ist neben der laufenden Aktualisierung der Firmware einer der wichtigsten Schritte.

5. Sind Ihre Drucker durch Zugriffsrechte abgesichert? Um bei der Druckernutzung zu kontrollie-

ren, wer Zugriff auf die Geräte hat, ist ein IAMProgramm (Identity Access Management) ideal. Sie können Profile so einrichten, dass nur Personen aus bestimmten Teams bestimmte Drucker benutzen. So dürfen beispielsweise die Mitarbeitenden der Personalabteilung nur den Personalabteilungsdrucker nutzen.

6. Erkennen Ihre Drucker automatisch verdächtige Aktivitäten?

Weiter sollten Sie Ihr Druckernetz auf ungewöhnliche Aktivitäten überwachen. Drucker von Brother bieten dazu Funktionen wie Audit, Tracking und Protokollierung.

7. Ist Ihre Druckerflotte auf dem neusten Stand der Sicherheitstechnik? Wenn ältere Drucker nicht mehr mit allen aktuellen Sicherheitsupgrades nachgerüstet werden können, sollten Sie eine Neuanschaffung in Betracht ziehen. Das schützt nicht nur Ihr Netzwerk vor Cyberangriffen, sondern erleichtert auch die Druckeradministration, weil bei modernen Druckern viele Sicherheitsfunktionen bereits integriert sind.

8. Benötigen Sie weitere Informationen, oder möchten Sie die Sicherheitsupgrades von Brother 60 Tage lang kostenlos und unverbindlich testen?

Dann besuchen Sie unsere Aktionsseite im Web. Dort können Sie ganz unkompliziert die erweiterten Sicherheitsfunktionen aktivieren.

Brother Secure Print+ und Secure Print Advanced: Die Lösung für sicheres Drucken jetzt 60 Tage kostenlos und unverbindlich testen!

Multifunktionsdrucker bringen „zwar nur“ Daten durch Drucken zu Papier oder digitalisieren Informationen über den Scanner. Doch in einer vernetzten Welt müssen auch sie gleichwertiger Teil im Netzwerk sein. Und als Schnittstelle zwischen physischer und digitaler Welt sollten sie genauso streng gesichert werden wie ein mit dem Netzwerk verbundener PC oder Server.

Secure Print+ von Brother ist ein effektives System zum sicheren Drucken von vertraulichen Dokumenten – ohne Installation und zusätzliche Software. Erst nach Authentifizierung am Gerät via PIN-Code oder NFC-Karte wird der Druckauftrag gestartet.

Erhöhen Sie jetzt Ihre Dokumentensicherheit und stellen Sie sicher, dass sensible Dokumente vor öffentlichen Zugriffen geschützt werden.

Sie wollen noch mehr? Dann entdecken Sie auch Secure Print Advanced.

TECCLE GROUP STÄRKT DAS FÜHRUNGSTEAM

Nach fünf Jahren des Aufbaus und Wachstums durch Akquisitionen stellt die Teccle Group ihre Geschäftsleitung neu auf. Der Fokus liegt weiter auf Integration, Harmonisierung und nachhaltigem organischen Wachstum. Bereits im vergangenen Jahr konnte die Gruppe Stefan Kleemann und Patrick Schmid als Business Unit Leads gewinnen. Beide agieren im Zuge der Umstrukturierung nun als Teil der Geschäftsleitung. Seit März 2026 verstärkt zudem Jochen von Düsterlho als Chief Financial Officer (CFO) das Führungsteam. Mit Jens Dreger, Gründer der ehemaligen Dreger IT und jetzt bei Teccle Motion, ist die Geschäftsführung komplett. Er ist von Beginn an am Aufbau der Gruppe beteiligt. Damit besteht die Geschäftsleitung nun aus: Jens Dreger (Teccle Motion), Patrick Schmid (Business Unit Lead), Stefan Kleemann (Business Unit

Jochen von Düsterlho ist der neue CFO der Teccle Group.

Lead), Jochen von Düsterlho (CFO) und Klaus Kaiser (CEO).

Die Mitgründer Thomas Schmidt und Markus Wolf werden die Teccle Group im Laufe des Jahres 2026 auf eigenen

NEUER VERTRIEBSUND MARKETINGCHEF

Pax8 hat Marc Groetelaars zum neuen Vertriebs- und Marketing-Chef in Europa ernannt. Er bringt über zwei Jahrzehnte Erfahrung aus der Technologiebranche mit – einen Großteil davon aus dem Channel. Groetelaars’ vorherige Stationen waren Eficode, DataStax, Rescale, ZScaler und VMware. Dort hat er EMEA-weite Vice-President-Positionen bekleidet und den Übergang von On-Premises-Lösungen zu cloudbasierten Modellen begleitet. Daher rührt seine Expertise in Cloud-Technologien und IT-Sicherheit. Weiter verfügt Groetelaars über langjährige Erfahrung im Teamaufbau über

unterschiedliche Regionen hinweg sowie Expertise in der Leitung kommerzieller und operativer Funktionen. In den vergangenen acht Jahren war er in mehreren Führungsrollen tätig, in denen er regionale Strategien verantwortete, die Zusammenarbeit mit Anbietern vorantrieb und nachhaltiges Wachstum in Europa unterstützte. Mit seiner Erfahrung und seinem Verständnis für moderne Technologien soll er das Unternehmen in der Region in die nächste Wachstumsphase begleiten. In seiner neuen Rolle bei Pax8 wird Groetelaars künftig in den Niederlanden tätig sein. | md

Wunsch verlassen, um sich neuen unternehmerischen Projekten zu widmen. Die Entscheidung erfolgt in einem strukturierten Übergabeprozess und wurde gut vorbereitet. | md

Um- und Ausbau der Führungsmannschaft

Bei One Identity dreht sich das Personalkarussell weiter. Der erst vergangenen September zum CEO berufene Praerit Garg holte sich Anfang Februar seinen Kollegen Gihan Munasinghe vom vorherigen Arbeitgeber Smartsheet als Chief Technology Officer (CTO) ins Unternehmen. Munasinghe soll die technischen Abteilungen führen und die technologische Strategie des Unternehmens verantworten. Ebenfalls seit Februar an Bord ist Michael Henricks, der als Chief Financial and Operating Officer (CFO, COO) eine Doppelrolle einnimmt. Er wird sich neben den Finanzen auch um die strategische Planung und die Integration der betrieblichen Abläufe mit der Finanzplanung kümmern. | iz

TOBIT.SOFTWARE ERWEITERT

DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG

Die Geschäftsführung der Tobit.Software, Marketing- und Vertriebsgesellschaft der Tobit Laboratories, bekommt Verstärkung. Ludwig Groten übernimmt die Leitung des Business Development und soll in dieser Rolle in erster Linie den Erfolg der Lösungen TeamDavid und SideKick absichern. Die Kommunikationslösungen bilden die zentralen Technologien von Tobit. TeamDavid ist eine deutsche Messaging- und Collaboration-Plattform. SideKick ist ein Unified-AI-System, das komplett in Europa betrieben wird. Die Produkte adressieren insbesondere mittelständische Unternehmen, Kommunalverwaltungen und Bildungsträger. Diese Position möchte das Unternehmen mit dem neu geschaffenen Bereich Business Development weiter stärken und neue Vertriebswege sowie Geschäftsfelder erschließen. Dieser neue Bereich wird nun von Ludwig Groten geleitet. Der 29-Jährige ist bereits

seit 2017 bei Tobit.Software tätig, zuletzt als Product Owner für SideKick. Daher ist er mit der Technologie sowie deren Kunden und Partner bestens vertraut. | md

SNOM MIT NEUEM CHANNEL-MANAGER

Mit der Ernennung von Dominic Sieger als Channel-Manager Austria & Eastern Europe will Snom das Partnernetzwerk in Österreich und weiteren fünf Wachstumsmärkten in Osteuropa ausbauen. Ziel ist eine engere Zusammenarbeit mit Distribution und Fachhandel sowie eine stärkere regionale Marktpräsenz. Dominic Sieger verfügt bereits über eine langjährige Erfahrung im ChannelVertrieb und in der Partnerentwicklung im Umfeld professioneller Kommunikationslösungen. Nach seiner Ausbildung war er fünf Jahre bei Ingram Micro als Account-Manager für Unified Communi-

cations & Collaboration (UCC) und Infrastruktur tätig. Zuletzt verantwortete der 33-jährige Münchner bei Komsa als Supervisor den Bereich Software as a Service und vertiefte seine Expertise im lösungsorientierten Channel-Geschäft. In seiner neuen Rolle soll Sieger die Partnernähe stärken und den persönlichen Austausch intensivieren.

„Österreich und die Märkte Osteuropas bieten ein enormes Potenzial, das wir gemeinsam mit unseren Fachhandelspartnern erschließen wollen. Der Channel lebt von Vertrauen, persönlichem Austausch und echter Unterstützung im Tagesgeschäft – und genau hier möchte ich mit Präsenz ein Zeichen setzen“, so der Channel-Manager. | ml

Ludwig Groten leitet den neu geschaffenen Bereich Business Development bei Tobit.Software.

Nobix Group kauft

zwei Unternehmen zu

Die Systemhausgruppe Nobix Group kauft das Rostocker IT-Systemhaus Albakom und erweitert damit erstmals ihre Präsenz nach Norddeutschland. Die Übernahme stärkt die Kompetenzen der Gruppe besonders in den Bereichen Netzwerk, IT-Sicherheit sowie im öffentlichen Sektor und bei Anwendungen für medizinische Einrichtungen. Mit Netmin Computer übernimmt die Nobix Group zudem bereits das zweite IT-Systemhaus in diesem Jahr. Netmin Computer stärkt die Systemhausgruppe und bringt Expertise aus den Bereichen Finanzbuchhaltung, IP-Telefonie mit Starface, Microsoft Office M365, Netzwerkbetreuung und klassische IT-Infrastruktur wie Server, Clients und Cloud-Systeme mit. | nf

NEUE PRINT-VERTRIEBSSTRUKTUR BEI XEROX

Xerox hat nach der Übernahme von Lexmark die Vertriebsstruktur für den Print-Sektor überarbeitet. Global wird der Vertrieb vereinheitlicht, bei gleichzeitiger Schärfung des regionalen Fokus. Für Nordamerika und Westeuropa gibt es nun ein einheitliches Segmentierungsmodell: Der Direktvertrieb soll sich auf Unternehmenskunden konzentrieren, die Partner übernehmen den erweiterten HardwareVertrieb und die Betreuung von KMU. Die Verantwortung für den westeuropäischen Channel übernimmt Thomas Valjak, bis jetzt Vice President und General Manager bei Lexmark EMEA. Danny Molhoek, zuvor Sales-Chef bei Lexmark EMEA, leitet nun bei Xerox die Managed Accounts für Westeuropa. Melanie Goddard, seit 2024 deutsche Xerox-Geschäftsführerin, wird künftig das Team Global Accounts, Regional Service Managers und Alliances in der Named-Accounts-Organisation für Westeuropa leiten. Michael Lang, bisher Geschäfts-

Michael Lang, zuvor Geschäftsführer von Lexmark Deutschland, soll in einer neuen Rolle die Lexmark- und Xerox-DACH-Organisation als Verantwortlicher für den Channel- und Behördensektor zusammenführen.

führer von Lexmark in Deutschland, soll nun in einer neuen Rolle als Verantwortlicher für den Channel- und Behördensektor die Lexmark- und Xerox-DACH-Organisati-

ZERO NETWORKS STELLT AUF 100 PROZENT CHANNEL UM

Ab sofort setzt Zero Networks auf 100-prozentigen Channel-Vertrieb. Im Partnerprogramm „Zero to Sixty“ ergeben sich dadurch für die Partner folgende Änderungen:

 Eine neue Stufenstruktur, die Investitionen und Leistung mit größeren Margenmöglichkeiten belohnt.

 Überarbeitete Rabatt- und Deal-Registrierung, um Reibungsverluste zu reduzieren und sicherzustellen, dass Partner unabhängig von ihrer Größe den Preisschutz genießen.

 Verbesserte vertriebliche und technische Unterstützung, einschließlich neuer Schulungen und Self-ServiceRessourcen.

 Ausrichtung des Marketing-Entwicklungsfonds, der strategische, hoch engagierte Partner priorisiert.

 Ein modernisiertes Partnerportal, das eine verbesserte Deal-Registrierung, Schulungen und Leistungsüberwachung bietet.

„Partner spielen eine zentrale Rolle für unsere Marktpräsenz“, erklärt Kay Ernst, Manager DACH bei Zero Networks. „Das Zero-to-Sixty-Programm soll Partnern helfen, schnell zu handeln und gleichzeitig echte Cyber-Resilienz zu bieten.“ Um die Zusammenarbeit zu stärken und Best Practices auszutauschen, wird Zero Networks 2026 zwei exklusive Executive Partner Summits veranstalten. | iz

Proofpoint stärkt Partnergeschäft

Das neue Partnerprogramm von Proofpoint soll kleine und mittelständische IT-Systemhäuser bei ihrem Wachstum unterstützen. Der Kern liegt in der Vereinfachung von Geschäftsprozessen und in der Bereitstellung neuer Anreize für den Ausbau der Kundenbasis und die Verlängerung von Verträgen. Mit strategischer und finanzieller Unterstützung sollen die Partner besser auf veränderte Markttrends reagieren können. Durch die Integration der Handelsplattformen von AWS und Microsoft Azure wird den Partnern der Zugang zu fortschrittlichen Technologien erleichtert, die bestehende Portfolios erweitern und die Erschließung neuer Geschäftsfelder ermöglichen sollen. | iz on zusammenführen. Das neue NamedAccount-Team im DACH-Raum leitet mit Holger Wadewitz ein weiterer LexmarkVeteran. | kl

DIE CLOUDPREISE STEIGEN: DER CHANNEL SOLLTE DARAUF REAGIEREN

Dass Microsoft auch 2026 an der Preisschraube dreht, überrascht eigentlich niemanden. Zwischen fünf und 20 Prozent sind für den Sommer angekündigt und erneut trifft es zentrale M365-Pläne. Steigende Subscription-Kosten treffen aber nicht die Kunden allein. Sie beeinflussen die gesamte IT-Strategie. Geld, das dauerhaft in Microsoft-Abos fließt, fehlt an anderer Stelle: bei Modernisierungsprojekten, Security-Initiativen, KI-Rollouts – also genau dort, wo Systemhäuser Wertschöpfung generieren. Entscheidend wird daher sein, wie der Channel jetzt reagiert. PREISERHÖHUNGEN ALS BERATUNGSANLASS NUTZEN

Viele Kunden realisieren erst bei der nächsten Vertragsverlängerung, wie sehr sie die diesjährigen Preisänderungen treffen. „Wenn das Thema erst dann auf den Tisch kommt, ist Verhandlungsspielraum verschenkt“, weiß Fabian Gerum, lizenzstrategischer Berater beim Microsoft Solutions Partner VENDOSOFT. „Dann können die neuen Konditionen nur noch akzeptiert werden, statt sie aktiv zu gestalten.“ Das muss nicht sein, schließlich gibt es wirksame Stellschrauben! VENDOSOFT analysiert die Microsoft-Umgebungen der Systemhauskunden auf genau diese Stellschrauben. „Wir rechnen die Preiserhöhungen durch und zeigen konkrete Handlungsoptionen auf“, erklärt Fabian Gerum.

MASSNAHMEN, DIE DIE PREISERHÖHUNG ABMILDERN, KÖNNEN SEIN:

 Renewals frühzeitig prüfen und ggf. vorziehen

 Laufzeiten bewusst anpassen

 Lizenzmodelle neu bewerten

 alternative oder hybride Szenarien kalkulieren

 Add-Ons sinnvoll bündeln

Wer frühzeitig agiert, verschafft seinen Kunden echte Vorteile – und stärkt die eigene Position als strategischer Berater. Mit VENDOSOFT als erfahrenem Lizenzpartner im Hintergrund entsteht dieser Mehrwert ohne operativen Aufwand im Systemhaus.

LIZENZIERUNG IST KEIN STATISCHES PRODUKT

Mit der Preiserhöhung nicht genug, entsteht 2026 zusätzliche Dynamik durch strukturelle Änderungen im Microsoft-Portfolio: M365-Pläne werden umbenannt und neu zugeschnitten. Leistungsbestandteile werden neu gebündelt, einzelne Funktionen wechseln in andere Pakete oder sind nur noch als Add-On verfügbar. „Damit verändern sich nicht nur die Gebühren, sondern auch die Inhalte“, bemerkt Fabian Gerum. „Was bisher direkt vergleichbar war, lässt sich nicht mehr eins zu eins gegenüberstellen. Gerade bei größeren M365-Umgebungen wird es dadurch schwieriger, Kosten, Nutzen und Funktionsumfang sauber zu bewerten.“

Für Dienstleister bedeutet das: Die Komplexität steigt. Wer nicht tief im Regelwerk steckt, verliert schnell den Überblick über Kostenstrukturen und Kompatibilitäten. Auch hier sind die Lizenzspezialisten gefragt, um Cloud-Strategien richtig einzuordnen – im Sinne des Kunden und im Sinne des Partners. VENDOSOFT begleitet durch die Neuerungen. Das gibt Sicherheit in der Argumentation und Kundenkommunikation.

JETZT AKTIV WERDEN

Die von Microsoft angekündigten Preisanpassungen sind ein Anlass, bestehende Verträge zu überprüfen. Systemhäuser, die ihre Kunden jetzt proaktiv ansprechen und Cloud-Pläne optimieren, positionieren sich als strategischer Berater statt als reiner

Fabian Gerum unterstützt IT-Dienstleister und Systemhäuser bei der Microsoft-Lizenzierung ihrer Kunden

„Wer jetzt auf die Preissteigerung von Microsoft reagiert, verschafft seinen Kunden Kostenvorteile.“

Das VENDOSOFT-Portfolio für den Channel

Lizenzstrategie & Wirtschaftlichkeitsanalysen

Individuelle M365-Planung, Re-Sizing, Hybrid-Konzepte Cloud-Migration & Implementierung

Begleitung beim Umzug und bei der sauberen Konfiguration

Microsoft Copilot

Lizenzierung, Integration & Schulung

Cyber Security

365 Total Protection von Hornetsecurity inkl. Betreuung Adobe-Lizenzierung

Komplettes Adobe-Portfolio aus einer Hand

Lizenzlieferant. VENDOSOFT unterstützt dabei mit umfassendem Microsoft-Lizenzwissen, konkreten Handlungsempfehlungen und Cloud-Einsparungen bis 40 Prozent – gute Argumente, die das eigentliche Projektgeschäft der Channel-Partner stärken!

Mehr erfahren unter www.vendosoft.de/lizenzberatung

KI-PLATTFORM FÜR DEN MITTELSTAND

Datenhoheit, Preise, Beratung. Das sind drei Punkte, die für mittelständische Unternehmen wichtig sind, wenn es um die Etablierung und Umsetzung von KI-Projekten geht. Alle drei unter einen Hut zu bringen, ist mitunter schwer. Doch zunehmend naht Hilfe. Immer mehr Anbieter launchen KI-Plattformen, die in Deutschland gehostet werden und auf die Bedarfe von Mittelständlern ausgelegt sind. Macht dies ein Dienstleister, ist oft die Beratung und enge Umsetzung der Projekte im Paket inbegriffen. Genau diesen Weg geht nun der IT-Dienstleister Netgo und launcht die „Application Platform-AI“ gemeinsam mit dem Software-Spezialisten Tobit aus Ahaus.

Die Lösung basiert auf der Application Delivery Platform, die Netgo bereits etabliert hat. Ergänzt wird diese nun mit der KI-Plattform Sidekick von Tobit. Beide zusammen können in bestehende Prozesse

integriert werden und von Kundensupport über interne Assistenzsysteme bis hin zu automatisierten Workflows und Gesprächsprotokollen diverse Anwendungsszenarien

FLEXIBLE ABO-MODELLE FÜR MULTIFUNKTIONSSYSTEME

Konica Minolta erweitert seine Managed Print Services und führt flexible AboModelle für Multifunktionssysteme ein. Ähnlich wie bei einem Handyvertrag soll dabei die Abrechnung auf Basis des tatsächlichen Nutzungsanteils mit festen monatlichen Raten erfolgen. „Mit Relax Rate und Relax Rate Max bieten wir KMUs eine skalierbare Drucklösung, ohne Eigeninvestitionen und mit geringem administrativem Aufwand“, sagt Bernd Ehm, Portfoliomanager Deutschland und Österreich bei Konica Minolta. Das Unternehmen bietet jetzt zwei neue Druck-as-a-Service-Pakete für ihre Bizhub-Drucker an. Das Besondere:

Kleine und mittlere Unternehmen können moderne Druckgeräte nutzen, ohne sie kaufen zu müssen – sie zahlen einfach nur für das, was sie drucken. Statt einer Vollfinanzierung können Kunden von Konica Minolta zwei neue skalierbare Tarifmodelle innerhalb der Managed Print Services – Relax Rate und Relax Rate Max – nutzen, um fünf ausgewählte Bizhub-Systeme im Abo-Modell zu beziehen. Die Abrechnung erfolgt auf Basis des tatsächlichen Nutzungsanteils mit festen monatlichen Raten, ähnlich einem Handyvertrag. Kurze Laufzeiten und Kündigungsfristen sollen zusätzliche Flexibilität bieten. | ap

abbilden. Und zur Digitalen Souveränität: Die Kooperation bietet eine in Deutschland entwickelte und betriebene Alternative zu US-Hyperscalern. | sl

Western Digital startet G-Drive als neue Marke

Vergangenen Monat hat SanDisk die bisher unter den Namen WD Blue und WD Black verkauften SSDs in Optimus umbenannt. Nun trennt sich Western Digital bei den externen Festplattenlösungen für professionelle Content-Ersteller von der bisherigen Bezeichnung SanDisk Pro. Stattdessen laufen die Geräte nun unter der Marke G-Drive, bisher die Modellbezeichnung der diversen Produkte. Am Portfolio ändert sich dadurch nichts. Die Auslieferung der Geräte mit dem neuen G-Drive-Branding habe bereits begonnen. Die bisherigen SanDisk-Professional-Geräte auf HDDBasis werden weiterhin vollständig von WD unterstützt und unterliegen der geltenden Garantie. Für die SSD-basierten Geräte ist SanDisk zuständig. | kl

ZUKUNFTSSICHERE KOMMUNIKATIONSUND SICHERHEITSLÖSUNG

MIT AGFEO UND SHELLY FÜR DIE FREIWILLIGE FEUERWEHR FREINDORF

Die Freiwillige Feuerwehr (FF)

Freindorf, eine Feuerwehr in Oberösterreich im einsatzstarken

Zentralraum südlich von Linz, feierte kürzlich ihr 100-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum nutzte sie für einen umfassenden Relaunch ihrer technischen Infrastruktur. Im Zuge dieser Modernisierung wurde eine zeitgemäße AGFEO Kommunikations- und Sicherheitslösung implementiert, die eine Vielzahl von Anforderungen abdeckt

HERAUS- UND ANFORDERUNGEN

Die FF Freindorf ist mit jährlich über 100 Einsätzen stark gefordert. Neben Einsätzen

auf Autobahnen, Bahnstrecken, Gewässern und Industrieanlagen sind moderne Kommunikations- und Sicherheitssysteme essenziell. Eine besondere Herausforderung stellte die Absicherung gegen Brände im Feuerwehrhaus dar: Zahlreiche Akkus in Einsatzfahrzeugen bedeuten nämlich ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Zudem sollte die Haustechnik effizient überwacht und gesteuert werden können.

DIE ENTSCHEIDUNG FÜR AGFEO –NACHHALTIGKEIT PUR

AGFEO Diamant-Partner Thomas Farkasch, Geschäftsführer der BLUE-UNIC IT-Dienstleistungen GmbH aus Gallspach, ist bereits seit 2008 mit AGFEO vertraut. Damals wurde im Rahmen eines Zu- und Umbaus die erste AGFEO-Anlage, eine AS 35 All in

One + AGFEO TFE (Türsprecheinrichtung) eingebaut, um eine zusätzliche analoge Geheimnummer zu realisieren. Diese bewährte sich besonders, da sie beim Hochwasser 2002 - als die offizielle Rufnummer des Feuerwehrhauses durch massenhafte Anrufe blockiert wurdekaum genutzt werden konnte. Nach mehr als 15 Jahren zuverlässigen Betriebs wurde bei der Modernisierung auf eine AGFEO ES 516 mit installiertem UpgradeKit gesetzt. Denn beim AGFEO-Partner war ein gebrauchtes Modell vorhanden. Es bot sich die Gelegenheit für ein Upgrade und analoge FAX-Geräte können auch genutzt werden.

UMGESETZTE LÖSUNGEN

Die neue Anlage wurde umfassend in die Infrastruktur der Feuerwehr eingebunden.

Statt eines klassischen Telefons wurden im Gemeinschaftsraum eine 2N Hausinnenstation mit Grafikdisplay und als Glocke eine 2N Sprechanlage mit Kamera erfolgreich in das neue AGFEO Dashboard und in die AGFEO Anlage integriert. Kamera und Dashboard können die vorhandenen IP-Kameras von Drittanbietern zur Überwachung anzeigen. Um die Brandfrüherkennung zu verbessern, entschied sich die FF Freindorf im Eigeninteresse für die Einbindung von Shelly Smoke, da eine vollwertige Brandmeldeanlage in Österreich weder den Gemeinden noch den Feuerwehrhäusern vorgeschrieben ist. Shelly Smoke sendet Brandmeldungen nicht nur über die Shelly App, sondern auch per Stapelruf über das AGFEO Kommunikationssystem an alle Schlüsselpersonen aus dem Kommando der Feuerwehr. Ebenso wurde bei der Gasheizung zur Gasdetektion Shelly GAS integriert, dessen Sensoren bei Gasleckagen eine Warnung und Alarm auslösen sowie die Verantwortlichen ebenfalls per Stapelruf und E-Mail informieren.

Ein weiteres wichtiges Element der Modernisierung war die Zugangskontrolle, die Tür- und die Garagentorsteuerung. Die rückwärtigen elektrischen Sektionaltore lassen sich nun zusätzlich auch per Telefonanruf oder App öffnen, was insbesondere für die mit Tablets ausgestatteten Einsatzfahrzeuge von Vorteil ist. Auch die Haustechniküberwachung wurde optimiert: Die bisherige SMS-Alarmierung wurde durch eine smartere Lösung ergänzt und wird diese in Zukunft ablösen. Sensoren erfassen Temperaturüberschreitungen im Technikraum, Stromausfälle am Hausnetz oder Druckluftprobleme in der zentralen Kompressor-Anlage und lösen

Im Kontrollraum hat man Dank smarter AGFEO-Lösungen nun alles im Griff.

gezielte Alarme über AGFEO aus. Zusätzlich wurde die gesamte IT- und Telefonanlage durch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) gesichert. Dadurch bleibt die Einsatzbereitschaft auch bei Stromausfällen mindestens 60 Minuten lang erhalten und stellt sicher, dass die Feuerwehr jederzeit handlungsfähig bleibt und genügend Vorlaufzeit für eine Notstromeinspeisung bekommt.

ERGEBNISSE UND FAZIT

Farkasch resümiert: „Die Modernisierung der Telekommunikations- und Sicherheitsinfrastruktur der FF Freindorf, u. a. mit Komponenten von AGFEO, hat sowohl die Effizienz als auch die Sicherheit der Einsatzkräfte maßgeblich verbessert. Obwohl genormte oder zertifizierte Brandmeldeanlagen nicht vorgeschrieben sind und auch über dem Feuerwehr-Budget liegen, konnte durch die Integration zahlreicher smarter Lösungen verschiedener Hersteller ein durchdachtes, flexibles und zukunftssicheres System

In das AGFEO Dashboard wurde eine 2N Sprechanlage mit Hausinnenstation inklusive Anzeige von IP-Kameras zur Überwachung integriert.

mit AGFEO geschaffen werden. Dabei ist selbstverständlich, dass smarte Assistenzsysteme keine Brandmeldeanlagen ersetzen können. Dennoch bietet die neue, vergleichsweise kostengünstige Lösung der Feuerwehr die Möglichkeit, ihr Feuerwehrhaus selbstständig zu überwachen und zu steuern – basierend auf der verlässlichen, leistungsfähigen und skalierbaren Kommunikationsplattform von AGFEO. Und so wird ein moderner technischer Standard erreicht, der den Anforderungen einer zeitgemäßen und modernen Feuerwehrorganisation gerecht wird, und zugleich die Kosten überschaubar hält.“

*Mit dem AGFEO Upgrade Kit erhalten die Kommunikationssysteme ES 512, ES 516, ES 522 oder ES 522 IT mehr Power, mehr Performance und mehr Features. So kann ein System zum Beispiel u.a. auf acht VoIP-Kanäle erweitert und die leistungsstarke CTI-Software AGFEO Dashboard genutzt werden. Zusätzlich erhöht sich die Voiceboxkapazität auf 240 Minuten und man hat die Möglichkeit, via Lizenzen die Anzahl der AIS-Kanäle und TAPI-Nutzer zu erhöhen sowie die AMS-Funktion freizuschalten. Damit ist die Nutzung von Geofencing und die Verwendung der AGFEO Dashboard App via Handy möglich.

BILDER: AGFEO

DIE WACHSTUMSSCHMERZEN DER CLOUD

Der KI-Boom wirft Fragen zu Prompt-Daten auf und treibt den Cloud-Markt vor sich her. Es knirscht: Hyperscaler bemühen sich, mit souveränen Clouds zu punkten. EU-Anbieter, die den Marktgiganten hinterherhinken, lassen deren Argumente nicht gelten. | Dr. Stefan Riedl

„Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“, wird gesungen. In der Realität führt die Vendor-Lock-in-Problematik mitunter zu einer „goldenen Käfighaltung“.

BILD: MIDJOURNEY / KI-GENERIERT

Abhängigkeiten – selbst von befreundeten Staaten – gelten als strategisches Risiko. Das treibt den Cloud-Markt: mehr Fokus auf Souveränität, Kontrolle und entsprechend zugeschnittene Angebote. Zu den großen Playern in Deutschland zählt in diesem Zusammenhang T-Systems. Christine Knackfuß-Nikolic arbeitet dort als Chief Sovereignty Officer, und sie bringt auf den Punkt, was den Markt derzeit umtreibt: „Europa braucht eine echte

Alternative zu globalen Hyperscalern.“ Knackfuß-Nikolic verkennt aber nicht die Tatsache, dass die eigentliche Herausforderung für viele Kunden darin besteht, dass es keine europäische Plattform gibt, die ihren Erwartungen hinsichtlich Leistung, Funktionsumfang und Benutzerfreundlichkeit entspricht. In diese Kerbe will man bei T-Systems mit „T Cloud Public“ schlagen, mit der „rund 80 Prozent der Kernfunktionen von Hyperscalern“ abgedeckt werden. Und man sei auf dem besten Weg, die

Für viele Kunden besteht die Herausforderung darin, dass es keine europäische Plattform gibt, die ihren Erwartungen entspricht.
Christine Knackfuß-Nikolic, Chief Sovereignty Officer bei T-Systems

verbleibende Lücke vollständig zu schließen. Auch mit der „Industrial AI Cloud“ sollen neue Verhältnisse geschaffen werden. Sie soll die Grundlage eines souveränen Portfolios bilden. „Europa braucht nicht nur mehr Cloud-Kapazität – es braucht souveräne Cloud-Fähigkeiten im Hyperscaler-Maßstab, und genau das bieten wir mit T Cloud Public“, so die Managerin.

Doch wie realistisch ist das? Verschiedene Erfolgsfaktoren wie Patentsammlungen, Burggräben und Zugang zu Risikokapital (siehe Seite 36) lassen die Aufholjagd bereits zum Start der KI-Ära als aussichtslos erscheinen. In bestimmten Bereichen, wie KI, führt derzeit kein Weg an den Hyperscalern vorbei. Derzeit ist praktisch kein europäischer Dienst auf dem Niveau von AWS Bedrock oder Azure OpenAI erhältlich. Und die KI-Versionen aus den USA sind die schlechtesten, die es jemals gegeben haben wird.

Peter Höhn, CCO bei Plusserver, räumt ein, dass bei generativer KI und großen Foundation-Modellen Hyperscaler aktuell technologisch führend sind, insbesondere was Modellvielfalt, Integrationsökosysteme und Time-to-Market betrifft. Für viele Unternehmen sei das ein starkes Argument. Die strategische Frage stelle sich laut Höhn jedoch folgendermaßen: „Wie integriere ich diese Innovationskraft, ohne meine gesamte Wertschöpfung davon abhängig zu machen?“ KI, führt der CCO aus, sei ein Baustein, aber nicht die komplette IT-Strategie. Bei Plusserver sieht man deshalb eine klare Architektur-Trennung: „KI-Services können punktuell bei Hyperscalern genutzt werden, während sensible Daten, Kernsysteme oder regulierte Workloads bewusst in souveränen Umgebungen betrieben werden.“ Gerade bei Trainingsdaten, proprietären Geschäftsprozessen oder Compliance-kritischen Informationen gewinne der Aspekt der Datenkontrolle enorm an Gewicht. Technologievorsprung sei wichtig, aber unternehmerische Handlungsfähigkeit laut Höhn noch wichtiger.

Fragt man Uwe Geier, VP Cloud Solutions bei Ionos, ob es seiner Meinung nach eine Repatriierung von Daten und Workloads ins eigene Rechenzentrum gibt und welche

Open-Source-Projekte wie die Container-Technologie Kubernetes können dem Vendor-Lock-in entgegenwirken und Cloud-Switching erleichtern.

Preis, sondern die technische Komplexität. „Daten zu verschieben ist einfach – gewachsene Applikations-Architekturen umzuziehen, bleibt eine Mammutaufgabe, bei der wir unsere Kunden intensiv begleiten müssen“, so Dörk.

Bei reinem On-PremisesDenken steigen die TCO pro Workload aufgrund hoher Infrastrukturkosten und des Investitionsbedarfs massiv an.

Faktoren solche Entscheidungen beeinflussen, zeigt sich, dass die Wirklichkeit mitunter eine Sense für Ideale ist. „Nein, das kann keine ernsthafte Perspektive sein“, so Geier. Den meisten Unternehmen würden perspektivisch die Fachkräfte fehlen. Zudem steige die TCO pro Workload bei reinem On-Prem-Denken aufgrund hoher Infrastrukturkosten und des Investitionsbedarfs massiv an. „Auch setzt NIS2 Erfahrungskurven voraus, die es in der Breite schlicht nicht gibt“, so der Manager und ergänzt: „Wenn verteilte Rechenprozesse ‚at-edge‘ oder kollaborativ agierende KI-Agenten über Backends gesteuert werden müssen, führen On-Premises-Lösungen zu spürbaren Latenzproblemen.“

Stephan Teinert, Head of Cloud Sales bei Wortmann, bejaht, dass es eine Repatriierung von Daten und Workloads ins eigene Rechenzentrum gibt. „Aber hier muss differenziert werden zwischen SaaS-Services, die zum Beispiel beim Hyperscaler verbleiben, mangels Alternativen oder

klassischen PaaS- beziehungsweise IaaS-Leistungen“, so der Manager. Letztere können seiner Darstellung nach in vielen Fällen umgezogen werden. Außerdem sei diese Entscheidung auch immer vom Aufwand und den Kosten für das Unternehmen abhängig: „Ein Exit ist immer aufwendig und es muss auch personell die Möglichkeit geben, den Betrieb zu gewährleisten.“

Nun sollte der Data Act für Cloud-Nutzer in der EU seit Herbst vergangenen Jahres das Tagesgeschäft beim Wechsel von Anbieter zu Anbieter vereinfachen: „Cloud Switching“ lautet das Schlagwort dahinter. Der Data Act ist aus der Sicht von Fabian Dörk, Cloud Services Director, Claranet, zwar ein starkes Signal gegen den Vendor Lock-in, aber in der Praxis sei das „Cloud Switching“ noch kein Selbstläufer. Zumindest die gesetzliche Abschaffung der EgressCharges (Datentransfergebühren) bis 2027 ist seiner Einordnung nach ein Meilenstein. Allerdings sei die wahre Hürde nicht der

Es gibt sie jedoch, die erfolgversprechenden Strategien, um Vendor Lock-in zu vermeiden. Bernie Wagner, CEO bei Stackit, erläutert seine Sicht der Dinge: Für maximale Kontrolle und Datensouveränität sollten Unternehmen einen Cloud-Anbieter aus Europa wählen, der ausschließlich der DSGVO und der europäischen Gesetzgebung unterliegt. Der Manager erwähnt in diesem Zusammenhang, dass die Rechenzentren von Stackit in Deutschland und Österreich angesiedelt sind, Daten ausschließlich dort verarbeitet und gespeichert werden. Zudem werde ein SupportTeam eingesetzt, das ausschließlich aus Europa agiert. Mit diesem Argument ist Wagner nicht der einzige Anbieter mit EU-Ausrichtung, und es löst auch nicht jedes Cloud-Problem. Wagner ergänzt, dass ein wichtiger Aspekt bei der Vermeidung eines Vendor Lock-in auch der Einsatz von Open-Source-Lösungen sei: „Eine ‚API-first‘Strategie ermöglicht einen einfachen Datentransfer und verhindert einen Vendor Lock-in. Zusätzliche Sicherheit wird durch Testate und Zertifizierungen wie ISO 20000, ISO 27001, ISAE 3000, C5-Level 2 und IT-Grundschutz gewährleistet, die den physischen Schutz der Infrastruktur belegen“, so der Stackit-Chef.

Wie beurteilt man bei den Hyperscalern aus den USA die immerwährende CloudAct-Problematik, die Anbieter aus der EU stets anführen? Ralf Wigand, National Security & IT-Compliance Officer bei Microsoft Deutschland, betont, dass man bei Microsoft keiner staatlichen Stelle direkten, ungehinderten Zugang zu den Daten der Kunden gebe. Der oft zitierte US Cloud Act gelte nur für Anfragen von Strafverfolgungsbehörden mit einer richterlichen Verfügung. „Wir haben uns gegenüber unseren Kunden verpflichtet, dass wir jede Anfrage einer staatlichen Stelle – egal, von welcher Regierung – nach Daten unserer Unternehmenskunden oder unserer Kunden aus dem öffentlichen Sektor anfechten werden, wenn es dafür

BILD: MIDJOURNEY / KI-GENERIERT
Uwe Geier, VP Cloud Solutions bei Ionos
BILD: © IONOS

API-first-Strategie ermöglicht einen einfachen Datentransfer und

verhindert einen

Vendor-Lock-In.

eine rechtliche Grundlage gibt“, so Wigand, der ergänzt: „Unser erster Schritt ist außerdem stets, Anfragen an unsere Kunden weiterzuleiten oder sie darüber zu informieren.“ Transparenz sei zentral: Seit vielen Jahren würde Microsoft Informationen zu behördlichen Datenanfragen veröffentlichen. Man habe gegenüber der US-Regierung zudem erfolgreich mehr Offenlegung erstritten.

Wigand führt an, dass der Cloud Act für alle Technologieanbieter gilt, die der US-Jurisdiktion unterliegen – wozu auch europäische Anbieter mit US-Tätigkeit gehören. „Letztlich entscheidet der Kunde über das Souveränitäts-Level – auch darüber, wo seine Daten gespeichert werden sollen“, so der Compliance-Profi. „Entscheidet sich der Kunde für Deutschland oder ein EU-Land, dann unterliegt alles dem EU-Recht“, so seine Interpretation. Zudem habe man bei Microsoft eine EU-Datengrenze gezogen. Mit dieser würden Kunden- und Supportdaten

europäischer Microsoft-Cloud-Kunden in der EU- und EFTA-Region bleiben. „Wir bieten zusätzlich auch Möglichkeiten der Verschlüsselung an, sodass selbst wir die Daten nicht mehr lesen können“, sagt der Microsoft-Manager. Das geht zum Beispiel über „Confidential Compute“ oder wenn der Schlüssel in der Hand des Kunden liegt.

Die Unternehmensberaterin Dr. Julia Pergande nimmt kein Blatt vor den Mund: Europäische Anbieter würden zwar mit klarer Verankerung im EU-Rechtsraum und häufig mit besserer Nachvollziehbarkeit von Betriebs- und Supportprozessen punkten, „allerdings sind sie nicht in allen Bereichen technologisch gleich weit und können das Funktionsspektrum von Hyperscalern – vor allem im Bereich PaaS und KI – (noch) nicht vollständig abbilden“. Bei Microfin, wo Pergande als Managing Principal arbeitet, bewertet man das so: „Souveräne Cloud-Modelle der US-Anbieter sind ein wichtiger Fortschritt und

Die reifende Cloud: Herausforderungen annehmen und Fortschritte machen.

können in vielen Szenarien – insbesondere mit zusätzlicher Verschlüsselung und strenger Governance – ausreichend verlässlich sein.“ In hochsensiblen Bereichen und in der öffentlichen Verwaltung bleibe die Argumentation für europäische Anbieter aber stark, weil hier auch politische und strategische Erwägungen eine Rolle spielen.“

Andreas Grigull, Sales Director Central Europe bei OVHcloud, bringt einen weiteren Aspekt in die Debatte ein: „Laut aktueller Berichterstattung hat die Bundesregierung im Jahr 2025 rund 481 Millionen Euro für Softwarelizenzen des US-Konzerns Microsoft ausgegeben.“ Das seien unvorstellbar hohe Summen und da stelle sich natürlich die Frage, ob man dieses Geld nicht sinnvoller in Europa ausgeben könne. „Wie wäre es zum Beispiel, wenn man die Hälfte dieser Gelder für Software von europäischen IT-Unternehmen ausgeben würde?“, so Grigull, der sein Anliegen mit einer Fußball-Metapher

BILD: © STACKIT

MEHR AUTOMATION, WENIGER STRESS: IHR UPGRADE FÜR MODERNE IT-INFRASTRUKTUR

VIRTUALISIERUNG NEU GEDACHT: DELL NATIVEEDGE & PRIVATE CLOUD

KATI EBENRECHT

Dell Technologies DIRK ZIELINSKI

Erfahren Sie, wie Dell NativeEdge und die Automation Platform den Übergang von klassischen Hypervisoren erleichtern und moderne Edge- & Private-Cloud-Umgebungen effizient, sicher und skalierbar machen

Viele IT Abteilungen stehen derzeit vor der Herausforderung, ihre Virtualisierungsstrategie neu auszurichten. Gründe dafür gibt es viele: steigende Lizenzkosten, zunehmende Komplexität im Betrieb oder der Wunsch nach einem offeneren, flexibleren Architekturmodell. Entsprechend wächst das Interesse an modernen Plattformen, die sich einfacher skalieren, automatisieren und wirtschaftlich betreiben lassen.

ZU GEWINNEN:

Während des IT-BUSINESS Channel Webinars verlosen wir einen soundcore by Anker Q20i kabellosen Bluetooth

Over-Ear-Kopfhörer mit Hybrid Active Noise Cancelling, 40h Spielzeit im ANC-Modus, Hi-Res Audio, tiefer Bass, Personalisierung per App in Weiß.

In unserem Webcast zeigen wir, wie ein strukturierter Übergang hin zu einer schlanken, zukunftssicheren Infrastruktur aussehen kann – unabhängig davon, welches System heute im Einsatz ist. Dabei stellen wir Dell NativeEdge vor: eine moderne, KVM basierte Virtualisierungsplattform für verteilte Rechenzentren und Edge Umgebungen, die bewusst auf einfache Lizenzmodelle und einen reduzierten technischen Footprint setzt.

Durch die enge Integration in die Dell Automation Platform profitieren Sie von zentralisiertem Lifecycle Management, Zero Touch Bereitstellung und automatisierter Orchestrierung von VMs und Containern über viele Standorte hinweg. Gemeinsam mit Dell Private Cloud entsteht ein durchgängiges Betriebsmodell, das Workloads vom Core bis an den Edge effizient unterstützt – und gleichzeitig langfristige Flexibilität sicherstellt.

Ihre Vorteile:

• Automatisierter Betrieb: Reduziert Aufwand, Fehleranfälligkeit und Time to Value bei neuen Standorten mit Zero-TouchOnboarding.

• Zukunftssichere Architektur: Unterstützt flexible Cloud und Edge Modelle sowie unterschiedliche Betriebsanforderungen.

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Dell Technologies

Ist es ein Mythos, dass es keine europäischen Alternativen auf dem Niveau von AWS Bedrock oder Azure OpenAI gibt?

Burggräben, Energiekosten, Patente, das Metcalfsche Gesetz, Quasi-Standards und Risikokapital

Trotz der Initiativen wie Gaia-X, 8ra und EuroStack hat die EU es bislang nicht merklich geschafft, die Marktdominanz der US-Hyperscaler im Cloud-Markt zu brechen. Regulierung allein kann nicht zum Erfolg führen. Verschiedene Faktoren begünstigen die US-TechGiganten nach wie vor erheblich.

verdeutlicht: „Im Spiel ‚Europa gegen USA‘ hilft es nichts, wenn die europäische Politik von der Tribüne zuschaut.“ Vielmehr müsse die Mannschaft der Europäer aktiv unterstützt und in das Spiel eingegriffen werden, in Form von Investitionen durch stärkende Maßnahmen. Das sei im Grunde der Kern der „Buy European“ und EuroStack-Initiative, die OVHcloud unterzeichnet hat. Grigull trifft hier einen Nerv: Die öffentliche Hand in den USA bevorzugt durchaus in der Regel Produkte und Leistungen aus dem Inland, um Industrie, Arbeitsplätze und Versorgungssicherheit zu stärken. Das ist über allgemeine Beschaffungsregeln und politische Vorgaben zur „Inlandspräferenz“ verankert, wird aber je nach Auftragsart und -höhe durch Ausnahmen sowie internationale Handelsverpflichtungen begrenzt.

Realistisch betrachtet treibt KI das Cloud-Geschäft – und sobald es um De-facto-Standards und Netzwerkeffekte in Kommunikations- und Ökosystemen geht (siehe Kasten rechts), führt an US-Big-Tech kaum ein Weg vorbei. Umso wichtiger ist der Blick auf die Felder, in denen eine EU-Lösung nicht nur möglich, sondern oft sogar die bessere Wahl ist: Dort, wo Datenhoheit, Regulierung, Kontrolle und langfristige Unabhängigkeit den Ausschlag geben. 

Burggräben sind ein entscheidendes Element, das es den US-Hyperscalern ermöglicht, ihre marktbeherrschende Stellung zu festigen. Durch massive Investitionen in Infrastruktur und den Aufbau weitreichender Netzwerke haben sie erhebliche Vorteile gegenüber europäischen Anbietern geschaffen. Diese Schutzmauern erschweren es neuen Akteuren, im Wettbewerb erfolgreich zu bestehen und eigene innovative Lösungen zu etablieren.

Energie ist ein zentraler Faktor im Cloud-Geschäft, der den US-Hyperscalern einen klaren Vorteil verschafft. Sie profitieren von deutlich geringeren Energiekosten für den Betrieb ihrer Rechenzentren, weshalb sie ihre Dienstleistungen zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten können. In einer Branche, in der Energieeffizienz über Erfolg oder Misserfolg entscheidet, stehen europäische Anbieter unter enormem Druck, besonders angesichts steigender Preise in Europa.

Kommunikationssegment. Je mehr Nutzer eine Plattform hat, desto wertvoller wird sie – ein Kreislauf, der die Wettbewerbsbedingungen verstärkt. Insbesondere Teams ist häufig unumgänglich, da es in der Praxis für die Kundenkommunikation gefordert wird. Der Ausstieg aus bestehenden Plattformen erscheint vielen Unternehmen nahezu undenkbar, da die Bindung an diese Lösungen stark ist.

Quasi-Standards wie Amazon S3 als weit verbreiteter Objektspeicher stellen ein zusätzliches Hindernis für Diversifikation im Markt dar. Diese Standards binden Unternehmen langfristig an die großen Anbieter und schränken den Wettbewerb weiter ein. Zudem haben die US-Hyperscaler einen technologischen Vorsprung im Bereich von KIDiensten, was die Abhängigkeit weiter verstärkt. Diese KI-Dienste sind oft unverzichtbar für Unternehmen, die innovative Lösungen anbieten möchten.

Patente sind ein weiterer Hebel, durch den große Anbieter ihre Dominanz sichern. So berichtet beispielsweise Broadcom, dass man über rund 8.000 hauseigene Patente im Cloud-Bereich verfügt. Diese umfassende Patentsammlung ist nicht nur ein Indikator für Innovationskraft, sondern erschwert es kleinen und mittelständischen Unternehmen, eigene Produkte und Dienstleistungen einzuführen, da sie oft auf bestehende Technologien angewiesen sind und möglicherweise rechtlich eingeschränkt werden.

Das Metcalfsche Gesetz fördert Marktführer wie Microsoft mit M365 im

Risikokapital ist ein weiterer kritischer Faktor, der den europäischen Anbietern im Vergleich zu ihren US-Konkurrenten große Schwierigkeiten bereitet. In den USA besteht weitaus besserer Zugang zu Risikokapital, was durch eine unvoreingenommene Investitionskultur, eine größere Anzahl von AngelInvestoren und Venture-Capital-Firmen sowie ein flexibleres regulatorisches Umfeld unterstützt wird. Diese Bedingungen fördern vor allem auch innovative Start-ups und ermöglichen eine schnellere Skalierung von Technologien und Geschäftsmodellen.

Um in diesem herausfordernden Umfeld erfolgreich zu sein, müssen europäische Anbieter nicht nur Initiativen fördern, sondern auch eigene kreative und marktfähige Lösungen entwickeln. Die Spatzen pfeifen bereits von den Dächern, dass die EU bestehende Standortnachteile und Bürokratismus abbauen müsste, statt immer nur neue Initiativen zu entwickeln.

BILD: MIDJOURNEY / KI-GENERIERT

CLOUD-SICHERHEIT BRAUCHT STROMSICHERHEIT

WARUM USV-SYSTEME ZUM PFLICHTBAUSTEIN

MODERNER IT-INFRASTRUKTUREN WERDEN

Cloud-Strategien stehen für Flexibilität, Skalierbarkeit und Hochverfügbarkeit. Doch bei aller Redundanz in Rechenzentren und Serverräumen bleibt ein kritischer Faktor oft unbeachtet: die lokale Energieversorgung. Ohne stabile Strombasis endet jede Security-Architektur am Endpunkt.

CLOUD-SICHERHEIT BEGINNT VOR ORT

Firewall, Switch, Edge-Gateway oder Virtualisierungs-Host sichern den Datenfluss – sind jedoch selbst abhängig von einer kontinuierlichen Stromversorgung. Spannungsschwankungen, Netzausfälle oder Mikrounterbrechungen führen zu Datenverlust, inkonsistenten Backups und ungeplanten Downtimes. Besonders in hybriden Cloud-Szenarien mit SaaS- und IaaS-Anbindungen wird der Endpoint zur sensiblen Schwachstelle.

USV-Systeme überbrücken Ausfälle, stabilisieren die Spannung und ermöglichen ein kontrolliertes Herunterfahren von Server- und Storage-Systemen. Sie schützen Hardware, sichern Datenintegrität und gewährleisten Business Continuity – als integraler Bestandteil jeder Cloud- und Security-Strategie.

DATENFLUSS UND ENDPOINT-ABSICHERUNG IM FOKUS

IT-Sicherheit bedeutet auch Verfügbarkeit. Ohne Strom kein Monitoring, kein SIEM, keine Zugriffskontrolle. Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung stellt sicher, dass:

 Security-Systeme im Ernstfall aktiv bleiben.

 Log-Daten revisionssicher gespeichert werden.

 Backup- und Replikationsprozesse sauber abgeschlossen werden.

 Edge- und IoT-Devices kontrolliert herunterfahren.

Gerade im Mittelstand, in Filialumgebungen oder industriellen Edge-Szenarien wird die

 3 Jahre Garantie auf USV-Anlagen inklusive Batterien

 Kostenlose Demostellungen für neue Projekte

USV-Anlage damit zum strategischen Baustein für einen stabilen Datenfluss – vom lokalen Endpoint bis in die Cloud.

ATTRAKTIVES BUSINESS

FÜR CHANNEL-PARTNER

Für ITK-Fachhändler, Systemhäuser und IT-Dienstleister eröffnet sich ein margenstarkes Zusatzgeschäft. USV-Lösungen sind ideal für Cross-Selling mit Server-, Netzwerk- und Security-Infrastrukturen.

Typische Business-Vorteile:

 Projektgeschäft mit planbarer Marge

 Service- und Wartungspotenziale (z. B. Batterietausch, Monitoring)

 Differenzierung durch ganzheitliche Sicherheitskonzepte

 Nachhaltige Kundenbindung durch Infrastrukturkompetenz

IHRE VORTEILE BEIM DEUTSCHEN

USV-EXPERTEN

Ein leistungsfähiges USV-Portfolio ist besonders attraktiv, wenn das Gesamtpaket stimmt:

 Persönliche USV-Beratung und technisches Enablement

 Unbürokratisches Partnerprogramm

 Breites Portfolio für den europäischen Markt – von der kompakten Mini-USV (230 V) bis zu Hochleistungs-Online-USVSystemen der Premiumklasse, inklusive Software und Zubehör

Damit lassen sich sowohl kleine EdgeAnwendungen als auch anspruchsvolle Rechenzentrumsprojekte abdecken – mit einem Ansprechpartner und klaren Prozessen.

FAZIT

Wer Cloud-Sicherheit ganzheitlich denkt, kommt an Stromsicherheit nicht vorbei. USV-Systeme sind kein Add-on, sondern essenzieller

Bestandteil moderner IT-Architekturen –technisch wie wirtschaftlich.

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Nehmen Sie gerne Kontakt auf und erfahren Sie mehr über Partnerkonditionen, Projektunterstützung und individuelle PortfolioErweiterungen.

ONLINE USV-SYSTEME AG

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BILD: ONLINE USV-SYSTEME

GOOGLES NEUE MITTELKLASSE MIT SAT-NOTRUF

Mit dem neuen Pixel 10a bietet Google die Satelliten-Notruf-Funktion erstmals auch für sein Mittelklasse-Smartphone an. Mit dem Feature lässt sich der Rettungsdienst auch dann alarmieren, wenn es kein Mobilfunknetz oder WLAN gibt – sei es in einem Funkloch oder tatsächlich irgendwo draußen in der Wildnis. Das Smartphone bietet die Option „Notruf über Satellit“ automatisch an, wenn man die jeweilige Notrufnummer des Landes wählt, aber keine Mobilfunk- oder WLANVerbindung verfügbar ist. Darüber hinaus verfügt das Pixel 10a über erweiterte KI-Funktionen und schnelles Laden. Für Fotos bietet das neue Pixel-Phone eine Dual-Kamera (48-MP-Hauptkamera und 13-MPUltraweitwinkel) mit Makrofokus und Nachtsichtmodus. In der flachen Rückseite des 6,3-Zoll-Smartphones ist der Kamerabalken so integriert, dass es auf Oberflächen stabil aufliegt. | ml

SUPERDÜNNES TABLET

Mit dem Pixel 10a präsentiert Google ein Mittelklasse-Smartphone mit Sat-Notruf. Das 6,3-Zoll-Gerät kostet ab 549 Euro (UVP).

Honor

Das MagicPad 4 ist laut Honor das aktuell „dünnste Tablet der Welt“. Darüber hinaus soll sich das 12,3 Zoll große Tablet durch den leistungsfähigen Qualcomm-Prozessor, KIFunktionen und den integrierten PC-Modus mit einer hohen Konnektivität zu anderen Geräten auszeichnen. Integriert sind ferner KI-Werkzeuge wie die KI-Notizfunktion. Im Inneren des ultraschlanken MagicPad 4 werkelt der im 3-nm-Verfahren gefertigte Snapdragon-8-Gen-5-Prozessor von Qualcomm. Das OLED-Display bietet eine Bildwiederholrate von 165 Hz, eine Auflösung von 3.000 × 1.920 Pixeln und eine HDR-Spitzenhelligkeit von 2.400 Nits. Über den PC-Modus soll sich das MagicPad 4 für produktives Arbeiten einsetzen lassen. Die damit verfügbare Oberfläche bietet laut Hersteller ein Desktop-Erlebnis mit PC-typischem Dateiverwaltungssystem, Navigationsleisten und Mausunterstützung. Darüber hinaus soll sich das Tablet auch als erweiterter Bildschirm für Mac-Geräte nutzen lassen. | ml

GÜNSTIGER GAMING-OLEDMONITOR MIT 280 HZ

Unter der GamingMarke Agon erweitert AOC seine Palette an OLED-Monitoren um ein weiteres Modell. Der 27 Zoll große AOC Gaming Q27G4ZD positioniert sich dabei mit einer Bildwiederholrate von bis zu 280 Hz zwischen dem Q27G4SDR mit 360 Hz und dem Q27G4ZDR mit 240 Hz. Mit einer UVP von 569 Euro gehört der Monitor zu den günstigsten 280-Hz-OLEDMonitoren.

Der Neuling baut auf einem entspiegelten QD-OLED-Panel der dritten Generation auf. Es liefert mit 2.560 x 1.440 Pixeln die QHD-Auflösung und schafft

eine OLED-typische, sehr schnelle G2G-Reaktionszeit von 0,03 ms.

Weiter bietet der Gaming-Monitor eine punktuelle Spitzenhelligkeit von bis zu 1.000 Nits und eine VESAZertifizierung für DisplayHDR True Black 400. Für den Anschluss an Rechner oder Konsole verfügt das 10-Bit-Display über zwei HDMI-2.1-Eingänge und einen DisplayPort 1.4. | kl

AOC setzt für den zur Agon-Familie zählenden AOC Gaming Q27G4ZD ein QD-OLED-Panel der dritten Generation ein. Es ist für VESA DisplayHDR True Black zertifiziert und liefert für HDR eine punktuelle Spitzenhelligkeit von bis zu 1.000 Nits.

NAS-SYSTEME MIT LOKALER KI

Leistungsfähige Intel-Mobilprozessoren sorgen bei den AI-NAS-Modellen NASync iDX6011 und iDX6011 Pro von Ugreen für eine lokale KI-Nutzung der

Das NASync iDX6011 Pro von Ugreen nutzt einen Intel Core Ultra 7 255H als Prozessor. Beim günstigeren Modell ohne Pro-Suffix kommt ein Intel Core

eigenen Daten. Im Pro-Modell ist ein Core Ultra 7 255H eingebaut, der eine KI-Leistung von bis zu 96 TOPS liefert. Er kann auf 64 GB RAM zugreifen. Im günstigeren Non-Pro-Modell arbeitet ein Core Ultra 5 125H mit einer KI-Leistung von 33 TOPS. Der Arbeitsspeicher ist 32 oder 64 GB groß. Im Pro-Modell ist zusätzlich ein OCuLinkPort integriert, über den man ein externes GPU-Dock für eine PCIExpress-Grafikkarte anbinden kann. Für den NAS-Speicher bieten beide Geräte sechs Einschübe für 3,5-ZollHDDs. Zusätzlich gibt es noch zwei M.2Slots für SSDs, die als Cache oder zusätzlicher Speicherplatz dienen. Ugreen hat das UGOS-Pro-Betriebssystem um fünf lokale KI-Funktionen ergänzt. Dazu zählen: eine KIunterstützte Suchfunktion, Uliya KI-Chat, ein AI-Album, Voice Memos sowie AI File Organization. | kl

Ultra 5 125H zum Einsatz.
BILD: AOC
BILD: UGREEN

Freuen Sie sich auf die neue Episode!

Mihriban Dincel!

Ihre Moderatorin ist IT-BUSINESS Redakteurin

&IT-VERTRIEB

Im Gespräch mit Patrick Minßen

GALAXY S26: MITDENKENDE AI-PHONES

Die neuen Modelle der Galaxy-S26-Serie punkten mit leistungsstarker Hardware und Galaxy-AI-Funktionen. Mitdenkende KI-Agenten sollen dabei helfen, alltägliche Aufgaben zu erledigen. Sie haben Nachrichten, Kalender, Mails oder persönliche Vorlieben im Blick. Ebenfalls spannend: das Privacy Display. | Margrit Lingner

Noch vor dem MWC 2026 hat Samsung die neuen FlaggschiffSmartphones, das Galaxy S26, das S26+ und das S26 Ultra, vorgestellt. Mit an Bord ist Galaxy AI, um Alltagsaufgaben proaktiv zu lösen. So trägt die KI etwa bei Terminanfragen, die per Mail oder Messenger eintrudeln, den Termin automatisch im Kalender ein. Ist der Termin nicht verfügbar, schlägt die KI Ausweichtermine vor. Und beim Galaxy S26 Ultra gibt es als zusätzliches Highlight das sogenannte Privacy Display. Es schützt Bildschirminhalte in der Öffentlichkeit vor unerwünschten Blicken, ohne eine weitere Folie über dem Display. Auf Pixel-Ebene werden dabei im Privacy-Modus bestimmte Pixel selektiv gedimmt, sodass je nach Betrachtungswinkel die Sichtbarkeit eingeschränkt ist. Der Betrachter selbst hat jederzeit uneingeschränkte Sicht auf die Bildschirminhalte. Der Privacy-Modus lässt sich für einzelne Apps oder auch Nachrichten-Pop-ups (Partial Screen Privacy) einrichten und einschalten.

Angetrieben wird das Top-Modell von dem Qualcomm-Prozessor Snapdragon-8-EliteGen-5 (for Galaxy). Dabei sollen sowohl CPU als auch GPU und NPU deutlich leistungsfähiger sein als beim Vorgängermodell.

Erhältlich ist das S26 in Speicheroptionen mit 12 oder 16 GB RAM und bis zu 1 TB Flash-Speicher. Ebenfalls integriert ist ein

5.000 mAh starker Akku, der schnelles Laden unterstützt.

Das Design der Galaxy-S26-Reihe hat der Hersteller im Vergleich zur Vorgängerserie kaum verändert. Auch bei dem Kamerasystem hat sich wenig geändert. Doch ist es etwas lichtstärker, sodass laut Hersteller auch bei schlechten Lichtverhältnissen und starkem Zoom klare Fotos entstehen. Zudem hat Samsung bei Videoaufnahmen die Superstabil-Funktion optimiert. So sollen Filme auch bei holpriger Fahrt ruhig wirken.

Bei den kleineren Modellen, dem Galaxy S26 und dem S26+, hat Samsung den Exynos-2600-Prozessor verbaut. Zudem integriert ist ein Kamerasystem, bestehend aus einem 12-MP-Ultraweitwinkel, einer 50-MP-Standard-Kamera und einem 10-MP-Teleobjektiv mit dreifach optischem Zoom. Wie beim S26 Ultra ist auch bei den kleineren Modellen eine 12-MP-Frontkamera integriert. Und ebenso wie beim Top-Modell stehen beim S26 und beim S26+ KI-Funktionen für bessere Bilder zur Verfügung. Laut Samsung können Nutzer zum Beispiel mit eigenen Worten beschreiben, was sie am Bild ändern möchten. Zudem lässt sich die Funktion dazu nutzen, um fehlende Teile von Objekten wiederherzustellen, beispielsweise den Bissen eines Kuchens.

Ferner sind AI-gestützte Tools wie der Dokumentenscanner mit an Bord. Er soll

Verzerrungen und störende Elemente wie Falten oder Finger entfernen und saubere Scans liefern. Zudem können laut Samsung mehrere Bilder automatisch in einer PDF-Datei zusammengefasst werden. Quittungen, Formulare oder Notizen lassen sich so digitalisieren.

Mit den Modellen der Enterprise Edition vervollständigt Samsung die neue Galaxy-S26-Serie. Mit zusätzlichen Sicherheitsfunktionen ausgestattet, gibt es das Galaxy S26 und das Galaxy S26 Ultra Enterprise in unterschiedlichen Speicherkonfigurationen für Business-Kunden. Für einen langen Lebenszyklus bietet Samsung

Galaxy S26 Enterprise Edition: Mehr Sicherheit im Business

Mit der Galaxy S26 Enterprise Edition bietet Samsung Unternehmenskunden leistungsstarke Smartphones, mehr Sicherheit und Produktivität im Arbeitsalltag. BusinessKunden profitieren dabei unter anderem von Sicherheitsfunktionen der Knox Suite. Zudem garantiert Samsung sieben Jahre Software-Updates und drei Jahre Herstellergarantie.

Mehr Sicherheit auf Reisen bietet beim Galaxy S26 Ultra das Privacy-Display.

für die Enterprise-Geräte sieben Jahre Software-Updates. Außerdem umfasst das Business-Angebot drei Jahre Herstellergarantie sowie ein Jahr Knox Suite. Zudem können Unternehmensnutzer auf Galaxy AI zugreifen. Dabei sollen Now Nudge und Now Brief den Arbeitsalltag erleichtern. Geht etwa eine Nachricht zu einem Meeting ein, kann das Gerät zugehörige Kalendereinträge erkennen und auf Terminkonflikte prüfen. Und Now Brief ist jetzt proaktiv und gibt einen strukturierten Überblick über den bevorstehenden Arbeitstag samt kontextbezogenen Nachrichten, Terminen und Wetterlage. 

Die Smartphones der neuen Galaxy-S26-Serie sind mit fortschrittlichen KI-Funktionen ausgestattet.

BILD: SAMSUNG
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ROHDIAMANT BEKOMMT FEINSCHLIFF

Der Integrator Insight ist global mit seinen Angeboten zu den Themen DaaS, Cloud und Künstliche Intelligenz umsatzstark unterwegs. Auch im DACH-Raum soll der „Rohdiamant“ mit vollem KI-Fokus noch weiter geschliffen werden, wie GM Thomas

or drei Jahren sprach Thomas Kühlewein noch von einem Rohdiamanten. Gemeint war der deutsche Markt für den IT-Dienstleister Insight. Global erzielte Insight 2024 mit seinen 14.000 Mitarbeitern zuletzt rund 8,7 Milliarden US-Dollar Umsatz und gehört zu den Fortune-500-Companies. „Die Awareness von Insight in Deutschland hat massiv zugenommen“, sagt Kühlewein. In den vergangenen Jahren habe der Dienstleister größere Projekte umgesetzt. Dazu zählen internationale Services für Siemens Healthineers. Gerade im Geschäft mit Device-as-a-Service trägt die globale Reichweite des Integrators Früchte. Mit „Flex for Devices“ bietet man ein DeviceManagement-Modell, das multinational ausgerollt werden kann. Es deckt den gesamten Gerätelebenszyklus – von Beschaffung und Bereitstellung bis zur Wiederverwendung oder zum Austausch von Hardware – ab. Dabei spielt auch Nachhaltigkeit eine Rolle, etwa durch längere NutzungszykKühlewein im Gespräch erzählt.

Unsere Stärke liegt in der Ganzheitlichkeit und in der Globalität.

Thomas Kühlewein

GM DACH bei Insight Technology Solutions

len, Rücknahmeprogramme und eine bessere Kontrolle über Ressourcen und Gerätebestände. Parallel hat der Anbieter seine Fähigkeiten ausgebaut. Einen wichtigen Part spielte dabei in den letzten Jahren die Übernahme des Software-Dienstleisters Amdaris. „Wir haben über die Akquisition von Amdaris unsere Capabilities im Bereich KI massiv ausgebaut.“, erklärt Kühlewein. Insight verfügt dadurch über 800 zusätzliche Entwickler. Sie arbeiten vor allem in der Softwareentwicklung mit Fokus auf KI. Damit verschiebt sich auch die strategische Priorität. Vor drei Jahren sprach Kühlewein davon, dass Devices und Cloud-Geschäft dominierten und Insight sich bei KI noch in einer Orientierungsphase befinde. „Jetzt würde ich

Skalierung begleitet, KI-Use-Cases identifiziert und Initiativen schneller produktiv macht. Ziel ist es, die Lücke zwischen Experimenten und messbarem Geschäftswert zu schließen. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auch auf dem Change Management, das nicht zu einer Nebensache verkommen, sondern von Tag eins an als Priorität behandelt werden soll. Das Cloud-Geschäft bleibt ein zentraler Bestandteil der Strategie. Allerdings rücken neue Fragen in den Vordergrund. Viele Unternehmen beschäftigen sich mit dem Thema Datensouveränität und dem schwierigen Navigieren zwischen den souveränen Angeboten der verschiedenen Cloudanbieter. Um entsprechende Szenarien umzusetzen, arbeitet Insight unter anderem mit europäischen Infrastrukturpartnern wie Yorizon zusammen, die souveräne Cloud-Infrastrukturen für

KI- und Daten-Workloads bereitstellen. So sollen Kunden Anwendungen auch unter strengeren Compliance- und Datenschutzanforderungen betreiben können. „Am Ende des Tages wird der Kunde entscheiden, was für ihn eine souveräne Cloud ist“, so Kühlewein.

Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Thema KI. Die Technologie ist im Arbeitsalltag angekommen. Am Ende müsse sich aber jede KI-Initiative rechnen. Das passt zur aktuellen Marktlage: Laut einer Studie von Dataiku stehen viele CIOs unter zunehmendem Druck. 69 Prozent deutscher CIOs geben sogar offen zu, dass ihr Job auf dem Spiel steht, wenn sie nicht innerhalb der nächsten zwei Jahre messbare KI-Gewinne vorweisen.

Viele Projekte beginnen deshalb mit klar umrissenen Aufgaben. „KI kann nicht

isoliert als Use Case betrachtet werden –dahinter steckt eine ganze Wertschöpfungskette“, sagt Kühlewein. Der Use Case sei für den Dienstleister heute oft nur der Trigger, dass man sich die Daten und die Infrastruktur des Kunden genau anschauen muss.

Trotz der Dynamik rät Kühlewein zu einem pragmatischen Vorgehen. „Unternehmen sollten jetzt nicht in Panik geraten, wenn sie nicht sofort auf jeden KI-Zug aufspringen.“ Entscheidend sei eine saubere Analyse vor großen Investitionen. „Unser Ziel ist es, Technologie so einzusetzen, dass sie den maximalen Nutzen für unsere Kunden bringt.“ Das Servicegeschäft soll weiter stark wachsen. „Insight will in Deutschland über Knowhow punkten“, erklärt Kühlewein, damit der Rohdiamant, von dem er einst sprach, weitere Konturen bekommt. 

BILD: MIDJOURNEY / KI-GENERIERT

Verlag: Vogel IT-Medien GmbH

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Verbreitete Auflage: 47.577 (davon 32.685 ePaper) Exemplare (IVW IV / 2025)

REDAKTIONSBEIRAT

Alisa Ehrk Managing Director Dierck Group

Christian Weiss Geschäftsführer Nordanex

Dirk MüllerNiessner CTO Bechtle

Ulf Masselink Marketingleiter PCO

Klaus Kaiser Geschäftsführender Gesellschafter Teccle Group

Olaf von Heyer Vorstand, Concat

Sandra Balz Vorständin Kiwiko

CHANNEL FOKUS MANAGED SECURITY

Caroline Kiel CEO PingUs Solutions

Dirk Henniges Geschäftsführer Compass Gruppe

Mark Schröder CEO bei Synaxon

Kai-Ole Kirsten Geschäftsführer Datagroup Bremen GmbH

Jan Bindig Vorstandsmitglied Kiwiko

Sven Glatter Geschäftsführer Comteam

Thorsten Raquet Geschäftsführer PCG

https://www.it-business.de/epaper/

5 / 2026 erscheint am 23.03.2026

Mediaberatung 0821 / 2177 - 300

MARKET

Das Samsung-Management-Team: (v. l.) Kristof Schmidt, Jörg Kartschweski, Aline Gauthier, Viktoria Huwa, Wojtek Rudko und Daniel Maric

(v. l.) Magnus Beele (Synaxon), Imad Kurdi

Paul Nicodemus

Murat

Kiri

und

SAMSUNG KICK-OFF: MEMORY RELOADED

Das Samsung Kick-Off Event stand am 19. und 20. Februar 2026 unter dem Motto „Memory Reloaded: Connect. Create. Capture.“ Partner und Distributoren folgten der Einladung ins Hotel „Kö59“ in Düsseldorf. | Besa Agaj

(v. l.) Frank Geilhufe (Schenker), Justin Bachmann (Tarox), Niklas Werner (Bechtle), Andreas Jelling (Tarox), Robert Stöckli & Mauro Rotonda (Littlebit) sind gespannt, ob sie heute Abend einen Award von Samsung erhalten.

Mehr Bilder unter: https://voge.ly/SamsungMemory-2026/

Das sind die stolzen Gewinner des Abends.
Welche Strategien (v. l.) Stefan Ebnöther (Littlebit), Richard Gäbel (Comline) und Achim Heyne (api) für 2026 wohl haben?
(v. l.) Evelyn Pop (Cyperport), Besa Agaj (IT-BUSINESS) und Aline Gauthier (Samsung)
(Kosatec),
(bluechip),
Kiutsukis (api), Andreas Bajohr &
Arpaci (BAB),
Sherwin Rahmani-Tehrani (Maxcom)
Der erste Teil des Tages ist rum, auf geht’s zur Runde 2.