Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem. José Carreras
Liebe Freunde und Förderer, Leukämie gehört zu den häufigsten lebensbedrohlichen Erkrankungen im Kindesalter. Ein Schicksal, dass Chiara im Alter von 5 Jahren das erste Mal getroffen hat. 2 Jahre später erlitt sie einen schweren Rückfall. Ihr Umgang mit der Erkrankung und ihr Lebenswille sind beeindruckend und motivieren uns, die Stiftungsarbeit weiter voranzutreiben. Neben zahlreichen Forschungs- und Infrastrukturprojekten unterstützen wir auch soziale Dienstleistungen, die den Betroffenen und ihren Familien die Zeit während und nach der Erkrankung erleichtern sollen.
Schenken Sie Hoffnung und unterstützen Sie Projekte, die Leben retten:
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Philipp Lahm Sommercamp für junge Leukämiepatienten Das Philipp Lahm Sommercamp für junge Leukämiepatienten, veranstaltet von der Philipp Lahm-Stiftung unter Finanzierung und in Kooperation mit der José Carreras Leukämie-Stiftung, bietet seit 2011 jedes Jahr rund 60 Kindern die Möglichkeit, eine Woche lang die Anstrengungen und Sorgen ihrer Krankheit hinter sich zu lassen. Viel Wissenswertes gibt es dabei zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung, Ernährung und Bewegung zu erfahren. Chiara war 2012 ebenfalls dabei und schreibt: „Vielen Dank, dass ich am Philipp Lahm Sommercamp für junge Leukämiepatienten teilnehmen durfte. Es war eine sehr schöne, spannende und erlebnisreiche Woche.“
Chiara hat bereits von den verbesserten Behandlungsmethoden profitieren können und die José Carreras LeukämieStiftung ermöglichte ihr 2012 die Teilnahme am Philipp Lahm Sommercamp für junge Leukämiepatienten. Erfolgreiche Kooperation seit 2011
Chiara mit Philipp Lahm
Auch Sie können leukämiekranken Kindern wie Chiara helfen! Auf unserer Homepage www.carreras-stiftung.de informieren wir Sie gerne, was Ihre Spenden zu bewirken vermögen und wie Sie sich persönlich für Leukämiepatienten engagieren können. Damit sich unser großes gemeinsames Ziel eines Tages erfüllt: Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem. Vielen Dank für Ihre Hilfe! Ihr José Carreras
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„Mein erster Gedanke: muss ich sterben, wenn die Therapie nicht anschlägt?“
Die heute 11-jährige Chiara erzählt von ihrem langen Kampf gegen die Leukämie.
kein Fahrrad fahren, konnte keine Treppen steigen, nicht mehr schwimmen. Meine Freunde konnten mich nicht besuchen, weil mein Immunsystem so geschwächt war und wir Angst vor Infektionen hatten.
„Es begann mit einem Schlappheitsgefühl im Skikurs.“
„Und dann der Schock: ein Rückfall am Tag der Abschlussuntersuchung.“
In den Faschingsferien 2008 hatte ich im Skikurs schon so ein Schlappheitsgefühl gehabt. Danach konnte ich zuhause nicht mehr laufen, weil meine Beine sehr schwach waren. Mein Vater und mein Bruder mussten mich die Treppen hochtragen. Nachdem ich auch große Schmerzen im rechten Ellbogen hatte, bin ich mit meiner Mutter zum Orthopäden gefahren. Dieser hat nach einem Ultraschall einen Bluterguss festgestellt. Aber nachdem mein Allgemeinzustand so schlecht war und ich Fieber hatte, schickte er uns sofort in die Kinderklinik nach Erlangen. Dort wurde mir Blut abgenommen und ein Ultraschall gemacht. Die Blutwerte waren so schlecht, dass wir sofort da bleiben mussten.
Nachdem die zweijährige Chemotherapie nach Plan verlaufen war und die Ärzte sehr mit mir zufrieden waren, sollte ich Ostern 2010 zur routinemäßigen Abschlussuntersuchung. Als der Arzt meine Mutter danach allein zu sich gebeten hat und ich draußen warten sollte, habe ich irgendwie geahnt, dass der Blutkrebs zurückgekommen ist. Ich musste sofort für weitere Untersuchungen in der Klinik bleiben. Am nächsten Tag hat mir der Arzt gesagt, dass ich wieder einen Venenkatheter bekomme. Erst da habe ich begriffen, was das bedeutet.
„Die Chemotherapie begann am 70. Geburtstag meines Opas.“ Nach einer Knochenmarkpunktion stand die Diagnose fest: Ich hatte akute lymphoblastische Leukämie (ALL). Als erstes habe ich den Arzt gefragt, ob ich sterben muss, wenn die Therapie nicht anschlägt. Da war ich 5 Jahre alt. Danach bin dann sofort auf die Krebsstation gekommen. Am 70. Geburtstag meines Opas wurde mir der Venenkatheter gelegt und mit der Therapie begonnen.
„Von heute auf morgen war nichts mehr wie vorher.“ Mein Leben hat sich dann von einem auf den anderen Tag komplett verändert. Ich habe meine Haare verloren. Ich durfte
„Diesmal war es viel schlimmer!“ Ich brauchte eine Knochenmarktransplantation. Zum Glück wurde schnell ein Spender gefunden und ich konnte Anfang Oktober 2010 transplantiert werden. Aber die Zeit danach werde ich nie vergessen. Die Chemo war noch härter und ich bekam auch noch Bestrahlungen am ganzen Körper. Mir sind innerhalb von einer Woche meine Haare ausgefallen. Vom Cortison wurde ich ganz dick und meine Haut hat sich am ganzen Körper abgeschält, weil ich eine Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion nach der Kno-
chenmarktransplantation hatte. Ich durfte gar nicht nach Hause und musste vier lange Monate in der Klinik bleiben. Als ich erfahren habe, dass ich auch nicht, wie geplant, zu meinem 8. Geburtstag entlassen werden kann, habe ich vor Traurigkeit mit niemandem mehr gesprochen. Dafür durfte mich mein bester Freund besuchen. Und auch der Kontakt mit den anderen an Leukämie erkrankten Kindern hat mir sehr geholfen. Inzwischen geht es mir wieder besser und ich konnte sogar beim Philipp Lahm Sommercamp für junge Leukämiepatienten mit dabei sein.
„Meine Tochter hat schon immer gewusst, was sie wollte. Durch die Krankheit hat sie noch mehr an Stärke gewonnen. Sie hatte nie Angst, weder vor Spritzen noch vor Operationen oder Punktionen. Während der ganzen Zeit hat sie auch darauf bestanden, dass wir sie ganz normal behandeln. Wir durften sie nicht bedauern und auch nicht vor ihr jammern oder weinen. Ich glaube, sie fühlte sich niemals hilflos und als armes Opfer. Sie hat auch nie gefragt, warum ihr das passiert ist. Sie hat die Krankheit akzeptiert und das Beste daraus gemacht. Sie ist mir damit ein großes Vorbild: Unabänderliches annehmen und sich nie hilflos fühlen.“
„Meine Tochter ist mir ein großes Vorbild. Sie hat die Krankheit einfach angenommen und das Beste daraus gemacht.“
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