Arnold„Gurrelieder“Schönberg
Philharmonie Berlin, 10. Februar 2026
Programm
Arnold Schönberg [1874 – 1951]
„Gurrelieder“
für Soli, Chor und Orchester [190 0
–
1911]
Texte von Jens Peter Jacobsen [1847 – 1885], ins Deutsche übersetzt von Robert Franz Arnold [1872 – 1938]
Uraufführung am 23. Februar 1913 im Wiener Musikverein Konzert in der Berliner Philharmonie am 10. Februar 2026
Musikalische Leitung Sir Donald Runnicles
Einstudierung der Chöre Jeremy Bines
Waldemar
Tove
Die Waldtaube
Klaus-Narr
Bauer
Sprecher
Rundfunkchor Berlin
AJ Glueckert
Felicia Moore
Annika Schlicht
Thomas Blondelle
Thomas Lehman
Thomas Quasthoff
Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin

Arnold Schönberg, ca. 1922.
„Gurrelieder“ Programmabfolge
Teil 1
Orchestervorspiel
Nun dämpft die Dämm’rung [Waldemar ]
O, wenn des Mondes Strahlen [Tove]
Ross! Mein Ross! Was schleichst du so träg! [Waldemar ]
Sterne jubeln, das Meer, es leuchtet [Tove]
So tanzen die Engel vor Gottes Thron nicht [Waldemar ]
Nun sag ich dir zum ersten Mal [Tove]
Es ist Mitternachtszeit [Waldemar ]
Du sendest mir einen Liebesblick [Tove]
Du wunderliche Tove! [Waldemar ]
Orchesterzwischenspiel
Tauben von Gurre! [Waldtaube]
Teil 2
Herrgott, weißt du, was du tatest [Waldemar ]
Teil 3
DIE WILDE JAGD
Erwacht, König Waldemars Mannen wert! [Waldemar ]
Deckel des Sarges klappert und klappt [Bauer ]
Gegrüßt, o König, an Gurre-Seestrand! [Waldemars Mannen]
Mit Toves Stimme flüstert der Wald [Waldemar ]
Ein seltsamer Vogel ist so’n Aal [Klaus-Narr ]
Du strenger Richter droben [Waldemar ]
Der Hahn erhebt den Kopf zur Kraht [Waldemars Mannen]
DER SOMMERWINDES WILDE JAGD
Orchesterzwischenspiel
Herr Gänsefuß, Frau Gänsekraut [Sprecher ]
Seht die Sonne farbenfroh am Himmelssaum [Gemischter Chor ]

Sir Donald Runnicles
Verehrtes Publikum!
Ich freue mich sehr, Sie zu unserem Konzert mit Arnold Schönbergs „Gurreliedern“ begrüßen zu dürfen! Schönberg begann 1900 mit der Komposition dieses Werkes für Solisten, großen Chor und Orchester noch ganz in der Klangsprache der Spätromantik, ließ die Arbeit ab 1903 ruhen – und vollendete sie erst 1910/11, nachdem er bereits den Schritt in die Atonalität gegangen war. Die „Gurrelieder“ vollendete er, ganz in spätromantischem Geiste, als den späten Höhe- und Endpunkt einer ganzen Epoche. Doch zugleich findet sich hier ein Nebeneinander von Alt und Neu, das Schönberg organisch in einem Werk miteinander verbindet, das zu gleichen Teilen Liederzyklus und Oratorium, Oper und Kammersinfonie ist – und das in der Summe dieser Teile auf originelle Weise weit darüber hinausgeht.
Für mich hat es eine besondere Bedeutung, dieses einzigartige Stück in meiner letzten Spielzeit als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zu dirigieren. Es ist mit seiner Dramatik wie gemacht für eine Aufführung durch ein Opernhaus. Vor allem, wenn dieses Haus über so großartige Kräfte verfügt wie die Deutsche Oper Berlin mit ihrem Ensemble, dem Chor – der durch den Rund funkchor Berlin verstärkt wird – und einem Orchester, in dessen DNA das Reper toire der deutschen Spätromantik tief verankert ist, durch unsere jahrelange gemeinsame Arbeit an den Werken von Wagner, Mahler, Strauss oder auch zuletzt Erich Wolfgang Korngolds Oper VIOLANTA
Zugleich hat dieses Stück für mich persönlich eine große Bedeutung. Kennengelernt habe ich es schon recht früh, als ich in jungen Jahren im Wagner-Fieber mir alles an Aufnahmen besorgt habe, was mit dessen Welt im weitesten Sinne zu tun hatte. Dann habe ich in Wien eine grandiose Aufführung mit Claudio Abbado erlebt, die mich sehr beeindruckte. Selbst habe ich das Werk erstmals 2002 dirigiert, bei den BBC Proms, dann wieder 2016 beim Edinburgh Festival.
Ich bin überaus glücklich und dankbar, nun mit Ihnen dieses eindrucksvolle und bewegende Konzerterlebnis teilen zu dürfen!
Ihr Donald Runnicles
„Dem
Gedanken gerecht zu
werden.“ Überlegungen zu Arnold Schönbergs „Gurreliedern“
Sebastian Hanusa
Der berühmte Ausspruch Schönbergs, „Kunst kommt nicht von Können, sondern von Müssen“, ist Konzentrat einer künstlerischen Haltung von Kompromisslosigkeit und Unbedingtheit, in der jeder Komposition ein Moment von Neubeginn, Aufbruch und Suche eigen ist. Es bezeichnet den Anspruch, mit und für das jeweils nächste Stück die für dessen Grundidee, für den zu Grunde liegenden „Gedanken“ (um Schönbergs eigene Terminologie zu verwenden) die angemessene musikalische Sprache sowie eine hierin formulierte und hieraus entwickelte musikalische Form jeweils neu zu erfinden. In der Selbstwahrnehmung des Komponisten wie in der Schönbergs Entwicklung reflektierenden Musikgeschichtsschreibung wird damit jedes Werk Wegmarke und zugleich Ausarbeitung einer utopischen Vision, ein dem Kommenden abgerungener nächster Schritt. Und so markieren die einzelnen Kompositionen Schönbergs scheinbar linear dessen rasante wie radikale Entwicklung mit den beiden Epoche machenden Schritten in die freie Atonalität in den Jahren um 1905 sowie der Entwicklung der Zwölftontechnik unmittelbar nach Ende des Ersten Weltkriegs.
Schönberg selbst hat diese „Wegmarken“ seiner künstlerischen Entwicklung durch die Vergabe von Opuszahlen gekennzeichnet, mit denen er zugleich den „offiziellen“ Teil seines Schaffens von dem umfangreichen und für das Verständnis seines musikalischen Werkes nicht notwendigen Teil unterscheidet: Gelegenheitswerke, aber auch Auftragsarbeiten wie beispielsweise das Erstellen von Klavierauszügen, Arrangements und Instrumentationen von Operetten, die der freischaffende und mit seiner Familie in teilweise prekären Verhältnissen lebende Komponist annehmen muss. Bemerkenswert erscheint vor diesem Hintergrund jedoch, dass mit den „Gurreliedern“ ausgerechnet das in Sachen Besetzung und Spieldauer umfangreichste Werk Schönbergs überhaupt keine Opusnummer trägt. Und dies, obwohl die Uraufführung am 23. Februar 1913 unter der Leitung von Franz Schreker durch das Orchester des „Wiener Concertvereins“ – dem Vorgängerorchester der Wiener Symphoniker – im gleichnamigen Konzertsaal einer der größten Erfolge Schönbergs der Vorkriegsjahre war. Relativiert wurde dieser Erfolg bei Publikum und Presse lediglich durch das berühmte „Watschenkonzert“ am 31. März 1913 an selber Stelle, bei dem unter Schönbergs Leitung Anton Weberns „Sechs Stücke für Orchester“ op. 6, Alexander von Zemlinskys „Maeterlinck-Gesänge“ op. 9, zwei der „Altenberg-Lieder“ von Alban Berg, Mahlers „Kindertotenlieder“ und
Schönberg Kammersinfonie op. 9 zur Aufführung kamen und in dem sich die Auseinander setzung zwischen Verfechtern und Feinden der musikalischen Avantgarde zu einer wilden Saalschlacht steigerte.
Die Lieder waren wunderschön und wirklich neuartig, aber beide hatten wir den Eindruck, dass sie gerade deshalb wenig Aussicht für eine Preisbewerbung hätten. Schönberg komponierte trotzdem den ganzen Zyklus von Jacobsen. Aber nicht mehr für eine Singstimme allein; große Chöre, ein Melodram, Vor- und Zwischenspiele kamen dazu und das Ganze für ein Riesenorchester gesetzt. Alexander von Zemlinsky, in: „Jugenderinnerungen“ [1934]
Die Ausnahmestellung der „Gurrelieder“ innerhalb von Schönbergs Schaffen zeigt sich bereits im Entstehungsprozess des Stückes, der sich über insgesamt elf Jahre erstreckte, einschließlich einer Pause von sieben Jahren, in denen die Ar beit an dem Stück komplett ruhte und in der sich Schönbergs musikalische Sprache mit dem Schritt in die Atonalität radikal weiterentwickelt hat. Sie zeigt sich aber auch in der ungewöhnlichen formalen Anlage des Stückes – die wiederum zu Teilen aus dem Anlass seiner Entstehung erklärt werden kann. Anfangs waren die „Gurrelieder“ als ein Liederzyklus für Stimme und Klavier konzipiert, den Schönberg bei einem Kompositionswettbewerb einreichen wollte, den die Wiener Tonkünstler sozietät im Januar 1900 ausgeschrieben hatte.
Hierfür griff er auf die „Gurresange“ des dänischen Dichters Jens Peter Jacobsen (1847–1885) zurück, die er durch den 1898 im Verlag Eugen Diederichs erschienenen ersten Band der deutschsprachigen Werkausgabe kennengelernt hatte. Dieser Band versammelt Novellen, Gedichte und Briefe Jacobsens, die Prosatexte waren von Marie Herzfeld, die Gedichte von dem Literaturhistoriker und Bibliothekar Robert Franz Arnold-Levisohn übersetzt worden. Teil dieser Ausgabe war die 1871 erschienene Novelle „En cactus springer ud“ („Ein Kaktus sprießt“), in der Jacobsen in der losen Form einer Rahmenhandlung verschiedene Erzählungen und Gedichte zusammengefasst hat und in der sich auch seine drei Jahre zuvor geschriebenen Gedichte der „Gurresange“ befindet. Diese handeln von der tragischen Liebe zwischen dem dänischen König Waldemar und seiner Geliebten Tove, einer auf die historische Person König Waldemars IV. Atterdag (1321–1375) zurückgehende Sage, die in verschiedenen Versionen in Dänemark äußerst populär ist: Demnach hat Waldemar eine Affäre mit der jungen Tove. Deren Name leitet sich von dem altnordischen Wort für Taube, „Tofa“, ab und entsprechend wird in den Gedichten von ihr auch als „Tovelille“, „kleine Taube“ gesprochen. Das Liebesnest der beiden ist die heute noch als Ruine zu besichtigende Burg Gurre im Norden Seelands. Das Liebesglück der beiden wird jedoch durch Waldemars eifersüchtige Ehefrau Helwig zerstört, als sie durch ihren eigenen Liebhaber Folkward Tove im Badehaus einschließen lässt, so dass diese dort bei lebendigem Leibe verbrüht. Waldemar wendet sich in seiner Verzweiflung daraufhin gegen Gott und wird daher verdammt, nach seinem Tod mit seinen Männern – einschließlich seines Hofnarren Klaus – als „wilde Jagd“ nachts über das Land zu ziehen.
Im März 1900 in Wien habe ich den I. und II. Teil und vieles aus dem III. Teil komponiert. Darauf lange Pause, ausgefüllt mit Operetteninstrumentation. März (also anfangs) 1901 Rest vollendet! Dann Instrumentation im August 1901 begonnen. In Berlin Mitte 1902 fortgesetzt. Dann große Unterbrechung wegen Operetteninstrumentation. 1903 zuletzt
daran gearbeitet und fertiggestellt bis zirka Seite 118 [der Partitur]. Daraufhin liegen gelassen und ganz aufgegeben! Wieder aufgenommen Juli 1910 in Wien. Alles instrumentiert bis auf den Schlusschor, den vollendet in Zehlendorf bei Berlin.
Arnold Schönberg, Brief an Alban Berg [1912]
Schönberg hat anfangs neun Gedichte der „Gurresange“ ausgewählt, in denen, jeweils im Wechsel, Waldemar und Tove, in einer bildreichen, Naturmystik und Symbolismus verbindenden Sprache ihre Liebe besingen. Nachdem Schönberg sie zunächst als einfache Klavierlieder vertont hat, arbeitet er sie jedoch relativ bald um. Er schreibt überleitende Zwischenspiele, mit denen er sie zu einer durchkomponierten Abfolge verbindet, versieht sie mit Vor- und Nachspiel und instrumentiert sie für ein gewaltig besetztes, spätromantisches Orchester. Hiermit bilden sie den ersten Teil der Komposition, der für sich genommen zunächst einmal ein klassischer Zyklus von durch motivisch-thematische Bezüge kunstvoll miteinander verklammerten Orchesterliedern ist. Doch schon im Schlussteil dieses späteren ersten Teils der „Gurrelieder“ weitet Schönberg die formale Anlage der Komposition, die er noch 1900 von einem Liederzyklus hin zu einer verschiedene Genres miteinander verschmelzenden Großform weitet: Das Orchesternachspiel des neunten Liedes, Waldemars „Du wunderliche Tove!“ wird zu einer Art sinfonischer Dichtung ausgearbeitet, in der der grausame Mord an Tove tonmalerisch zur Darstellung kommt. Und es folgt, als weiteres Gesangsstück und Abschluss des ersten Teils das hochdramatische „Lied der Waldtaube“: Der Blick auf das Geschehen wechselt in die Außenperspektive, wenn die Altistin als „Stimme der Waldtaube“ vom grausamen Geschehen im wörtlichen wie metaphorischen Sinne aus der Vogelperspektive berichtet.
Besteht der zweite Teil lediglich aus Waldemars Klagegesang wider Gott „Herrgott, weißt du, was du tatest, als klein Tove mir verstarb?“ von gut vier Minuten Dauer, sprengt der dritte, nochmals 45 Minuten lange Schlussteil formal alle Genregrenzen. Vertont sind hier in einem ersten großen Abschnitt sieben Ge dichte aus Jacobsens Sammlung, die von Schönberg mit „Wilde Jagd“ über schreiben sind. Inhaltlich geht es um die nächtliche Jagd Waldemars und seiner Gespensterarmee, die auch Jahrhunderte nach ihrem Tod nicht zur Ruhe kommen. Kompositorisch ist dieser Abschnitt aber weniger als Liederzyklus angelegt, sondern eher als eine Art opernhafter Szenenfolge, die, durch längere Orchester zwischenspiele verbunden, verschiedene Perspektiven auf das Spuk treiben präsentiert: Das Wüten und die Klagegesänge von Waldemars Mannen, die Schönberg für drei vierstimmige, in teilweise hochkomplexer Polyphonie gesetzte Männerchöre konzipiert hat, Waldemars unstillbares Sehnen nach Tove, die Furcht des in der Nacht durch den Spuk aufgeschreckten Bauern und den traurig-ironischen Monolog von Waldemars Hofnarren, der als Teil von dessen Gefolge ebenfalls zu ewiger Unrast verdammt ist.
Mit den beiden letzten Abschnitten der „Gurrelieder“ verlässt Schönberg aber dann die eigentliche Erzählung und schließt, erneut nach einem längeren Orchester zwischenspiel, die das Werk mit „Des Sommerwindes wilde Jagd“. Hier wird in poetischen Bildern das stete Werden und Wachsen der Natur als ein immer wieder neu beginnender Zyklus des Lebens beschrieben. Formal führt Schönberg hierzu jedoch zwei weitere, neue Elemente ein. Der Großteil des Textes wird von einem Sprecher in Form eines Melodrams vorgetragen, in dem Schönberg die Stimme in jener charakteristischen Form des Sprechgesangs einsetzt, wie sie
sich auch im 1912, kurz nach den „Gurreliedern“ fertiggestellten „Pierrot lunaire“ findet. Mit den letzten sieben Versen der Dichtung beendet Schönberg das Werk dann aber mit einem großen, oratorischen Chorfinale. Erst jetzt, in den letzten fünf Minuten des Stückes, setzen auch die Damen des Chores ein, erst jetzt nutzt Schönberg für das triumphale Schlussbild des Sonnenaufgangs auf den Text „Seht die Sonne, farbenfroh am Himmelssaum, östlich grüßt ihr Morgentraum!“ den gesamten Apparat der geforderten circa 300 Mitwirkenden.
Lediglich den Schlusschor hat Schönberg 1910, basierend auch bereits existierenden Skizzen, komplett neu komponiert, lediglich im dritten Teil hat er noch größere Abschnitte vollständig neu instrumentiert. Der Impuls, die „Gurrelieder“ nach sieben Jahren wieder aufzunehmen, ging wiederum von seinem Freund, Mentor und Schwager Alexander von Zemlinsky aus. Im Januar 1910 hatte dieser die Aufführung der Klavierfassung des ersten Teils der „Gurrelieder“ im Wiener „Verein für Kunst und Kultur“ organisiert, für die Anton Webern Vor- und Zwischenspiele des Orchesters für Klavier zu acht Händen arrangiert hatte – die Lieder selber wurden „klassisch“ vom Klavier zu zwei Händen begleitet. Dies scheint in Schönberg die Lust geweckt zu haben, die „Gurrelieder“ fertigzustellen. Zugleich hat er aber auch, im Sinne seines ausgeprägten Wiener Pessimismus‘, Zemlinsky testamentarisch als denjenigen festgelegt, der im Fall seines Ablebens das Stück fertigstellen solle.
Offen bleibt jedoch die Frage, wie Schönberg vor dem Hintergrund seines kompromisslosen künstlerischen Ethos’ (und speziell, wenn er sicher ganz bewusst den „Gurreliedern“ keine Opus-Nummer gegeben hat) dieses gewaltige Werk in einer musikalischen Sprache und damit einem Stil vollenden konnte, der 1910/11 nicht mehr der seine war. Schönberg reflektiert dies gegenüber Alban Berg, wenn er schreibt: „Bei der Fertigstellung der Partitur habe ich nur wenige Stellen überarbeitet. Alles übrige ist (selbst manches, das ich gerne anders gehabt hätte) so geblieben, wie es damals war. Ich hätte den Stil nicht mehr getroffen, und ein halbwegs geübter Kenner müsste die 4-5 korrigierten Stellen ohne weiteres finden können.“ Zugleich hilft es aber auch, Schönbergs eigener Unterscheidung zwischen „Stil“ und damit einer bestimmten musikalischen Sprache mit eigenen Regeln und Gepflogenheiten, und „Gedanken“ als dem eigentlichen Ausgangspunkt und Antrieb künstlerischen Handelns zu folgen. Schönberg schreibt hierzu in dem Text „Neue Musik, veraltete Musik, Stil und Gedanke“ in Hinblick auf das Ziel künstlerisch-kompositorischen Handelns:
Stil ist die Eigenschaft eines Werkes und beruht auf natürlichen Bedingungen, die den ausdrücken, der ihn hervorbrachte. In der Tat mag einer, der seine Fähigkeiten kennt, imstande sein, genau vorauszusagen, wie das fertige Werk, das er vorerst noch nur in seiner Phantasie wahrnimmt, aussehen wird. Aber er wird nie von einem vorgefassten Bild eines Stils ausgehen; er wird unaufhörlich damit beschäftigt sein, dem Gedanken gerecht zu werden. Er ist sicher, dass, nachdem alles, was der Gedanke fordert, getan ist, die äußere Erscheinungsform angemessen sein wird.

Gesangstexte
Text: Jens Peter Jacobsen
Deutsche Übersetzung: Robert Franz Arnold
Teil 1
Nun dämpft die Dämm’rung jeden Ton [Waldemar ]
Nun dämpft die Dämm’rung jeden Ton Von Meer und Land, Die fliegenden Wolken lagerten sich Wohlig am Himmelsrand.
Lautloser Friede schloss dem Forst Die luftigen Pforten zu, Und des Meeres klare Wogen Wiegten sich selber zur Ruh. Im Westen wirft die Sonne Von sich die Purpurtracht
Und träumt im Flutenbette Des nächsten Tages Pracht. Nun regt sich nicht das kleinste Laub In des Waldes prangendem Haus, Nun tönt auch nicht der leiseste Klang, Ruh aus, mein Sinn, ruh aus! Und jede Macht ist versunken
In der eignen Träume Schoß, Und es treibt mich zu mir selbst zurück, Stillfriedlich, sorgenlos.
O, wenn des Mondes Strahlen leise gleiten [Tove]
O, wenn des Mondes Strahlen leise gleiten, Und Friede sich und Ruh durchs All verbreiten, Nicht Wasser dünkt mich dann des Meeres Raum, Und jener Wald scheint nicht Gebüsch und Baum. Das sind nicht Wolken, die den Himmel schmücken, Und Tal und Hügel nicht der Erde Rücken, Und Form und Farbenspiel, nur eitle Schäume, Und alles Abglanz nur der Gottesträume.
Ross! Mein Ross! [Waldemar ]
Ross! Mein Ross! Was schleichst du so träg!
Nein, ich seh’s, es flieht der Weg Hurtig unter der Hufe Tritten.
Aber noch schneller musst du eilen, Bist noch in des Waldes Mitten, Und ich wähnte, ohn’ Verweilen
Sprengt ich gleich in Gurre ein.
Nun weicht der Wald, schon seh’ ich dort die Burg, die Tove mir umschließt, Indes im Rücken uns der Forst zu finstrem Wall zusammenfließt; Aber noch weiter jage du zu!
Sieh! Des Waldes Schatten dehnen
Über Flur sich weit und Moor!
Eh’ sie Gurres Grund erreichen, Muss ich stehn vor Toves Tor.
Eh’ der Laut, der jetzo klinget, Ruht, um nimmermehr zu tönen, Muss dein flinker Hufschlag, Renner, Über Gurres Brücke dröhnen;
Eh’ das welke Blatt – dort schwebt es –, Mag herab zum Bache fallen, Muss in Gurres Hof dein Wiehern
Fröhlich widerhallen …
Der Schatten dehnt sich, der Ton verklingt, Nun falle, Blatt, magst untergehn: Volmer hat Tove gesehn!
Sterne jubeln, das Meer es leuchtet [Tove]
Sterne jubeln, das Meer, es leuchtet, Presst an die Küste sein pochendes Herz, Blätter, sie murmeln, es zittert ihr Tauschmuck, Seewind umfängt mich in mutigem Scherz, Wetterhahn singt, und die Turmzinnern nicken, Burschen stolzieren mit flammenden Blicken, Wogende Brust voll üppigen Lebens
Fesseln die blühenden Dirnen vergebens, Rosen, sie mühn sich, zu spähn in die Ferne, Fackeln, sie lodern und leuchten so gerne, Wald erschließt seinen Bann zur Stell’, Horch, in der Stadt nun Hundegebell!
Und die steigenden Wogen der Treppe Tragen zum Hafen den fürstlichen Held, Bis er auf alleroberster Staffel Mir in die offenen Arme fällt.
So tanzen die Engel vor Gottes Thron nicht [Waldemar ]
So tanzen die Engel vor Gottes Thron nicht, Wie die Welt nun tanzt vor mir.
So lieblich klingt ihrer Harfen Ton nicht,
Wie Waldemars Seele dir.
Aber stolzer auch saß neben Gott nicht Christ Nach dem harten Erlösungsstreite, Als Waldemar stolz nun und königlich ist
An Tovelilles Seite.
Nicht sehnlicher möchten die Seelen gewinnen
Den Weg zu der Seligen Bund,
Als ich deinen Kuss, da ich Gurres Zinnen Sah leuchten vom Öresund.
Und ich tausch’ auch nicht ihren Mauerwall
Und den Schatz, den treu sie bewahren, Für Himmelreichs Glanz und betäubenden Schall
Und alle der Heiligen Schaaren!
Nun sag ich dir zum ersten Mal [Tove]
Nun sag ich dir zum ersten Mal: „König Volmer, ich liebe dich!“
Nun küss ich dich zum ersten Mal, Und schlinge den Arm um dich.
Und sprichst du, ich hätt’ es schon früher gesagt
Und je meinen Kuss dir geschenkt,
So sprech’ ich: „Der König ist ein Narr, Der flüchtigen Tandes gedenkt.“
Und sagst du: „Wohl bin ich solch ein Narr,“
So sprech’ ich: „Der König hat recht;“
Doch sagst du: „Nein, ich bin es nicht,“
So sprech’ ich: „Der König ist schlecht.“
Denn all meine Rosen küsst’ ich zu Tod, Dieweil ich deiner gedacht.
Es ist Mitternachtszeit [Waldemar ]
Es ist Mitternachtszeit, Und unsel’ge Geschlechter Stehn auf aus vergessnen, eingesunknen Gräbern, Und sie blicken mit Sehnsucht
Nach den Kerzen der Burg und der Hütte Licht.
Und der Wind schüttelt spottend
Nieder auf sie
Harfenschlag und Becherklang
Und Liebeslieder.
Und sie schwinden und seufzen:
„Unsre Zeit ist um.“
Mein Haupt wiegt sich auf lebenden Wogen,
Meine Hand vernimmt eines Herzens Schlag, Lebenschwellend strömt auf mich nieder
Glühender Küsse Purpurregen,
Und meine Lippe jubelt:
„Jetzt ist’s meine Zeit!“
Aber die Zeit flieht,
Und umgehn werd’ ich
Zur Mitternachtsstunde
Dereinst als tot,
Werd’ eng um mich das Leichenlaken ziehn
Wider die kalten Winde
Und weiter mich schleichen im späten Mondlicht
Und schmerzgebunden
Mit schwerem Grabkreuz
Deinen lieben Namen
In die Erde ritzen
Und sinken und seufzen:
„Unsre Zeit ist um!“
Du sendest mir einen Liebesblick [Tove]
Du sendest mir einen Liebesblick
Und senkst das Auge,
Doch der Blick presst deine Hand in meine,
Und der Druck erstirbt;
Aber als liebeweckenden Kuss
Legst du meinen Händedruck mir auf die Lippen
Und du kannst noch seufzen um des Todes willen,
Wenn ein Blick auflodern kann
Wie ein flammender Kuss?
Die leuchtenden Sterne am Himmel droben
Bleichen wohl, wenn’s graut,
Doch lodern sie neu jede Mitternachtszeit
In ewiger Pracht. –
So kurz ist der Tod, Wie ruhiger Schlummer
Von Dämm’rung zu Dämm’rung.
Und wenn du erwachst:
Bei dir auf dem Lager
In neuer Schönheit
Siehst du strahlen
Die junge Braut.
So lass uns die goldene
Schale leeren
Ihm, dem mächtig verschönenden Tod:
Denn wir gehn zu Grab
Wie ein Lächeln, ersterbend
Im seligen Kuss!
Du wunderliche Tove! [Waldemar ]
Du wunderliche Tove!
So reich durch dich nun bin ich, Dass nicht einmal mehr ein Wunsch mir eigen. So leicht meine Brust, Mein Denken so klar, Ein wacher Frieden über meiner Seele. Es ist so still in mir, So seltsam stille.
Auf der Lippe weilt brückeschlagend das Wort, Doch sinkt es wieder zur Ruh.
Denn mir ist’s, als schlüg in meiner Brust
Deines Herzens Schlag,
Und als höbe mein Atemzug, Tove, deinen Busen.
Und unsre Gedanken seh ich
Entstehn und zusammengleiten, Wie Wolken, die sich begegnen, Und vereint wiegen sie sich in wechselnden Formen. Und meine Seele ist still,
Ich seh in dein Aug’ und schweige, Du wunderliche Tove.
Tauben von Gurre! [Stimme der Waldtaube]
Tauben von Gurre! Sorge quält mich, Vom Weg über die Insel her!
Kommet! Lauschet!
Tot ist Tove! Nacht auf ihrem Auge, Das der Tag des Königs war!
Still ist ihr Herz, Doch des Königs Herz schlägt wild, Tot und doch wild!
Seltsam gleichend einem Boot auf der Woge, Wenn der, zu dess’ Empfang die Planken huldigend sich gekrümmt, Des Schiffes Steurer tot liegt, verstrickt in der Tiefe Tang. Keiner bringt ihnen Botschaft, Unwegsam der Weg.
Wie zwei Ströme waren ihre Gedanken, Ströme gleitend Seit’ an Seite. Wo strömen nun Toves Gedanken?
Die des Königs winden sich seltsam dahin, Suchen nach denen Toves, Finden sie nicht.
Weit flog ich, Klage sucht’ ich, fand gar viel!
Den Sarg sah ich auf Königs Schultern, Henning stützt’ ihn;
Finster war die Nacht, eine einzige Fackel
Brannte am Weg;
Die Königin hielt sie, hoch auf dem Söller,
Rachebegierigen Sinns.
Tränen, die sie nicht weinen wollte, Funkelten im Auge.
Weit flog ich, Klage sucht’ ich, fand gar viel!
Den König sah ich, mit dem Sarge fuhr er, Im Bauernwams.
Sein Streitross, das oft zum Sieg ihn getragen, Zog den Sarg.
Wild starrte des Königs Auge, suchte Nach einem Blick, Seltsam lauschte des Königs Herz Nach einem Wort.
Henning sprach zum König, Aber noch immer suchte er Wort und Blick. Der König öffnet Toves Sarg, Starrt und lauscht mit bebenden Lippen, Tove ist stumm!
Weit flog ich, Klage sucht’ ich, fand gar viel!
Wollt’ ein Mönch am Seile ziehn, Abendsegen läuten; Doch er sah den Wagenlenker
Und vernahm die Trauerbotschaft: Sonne sank, indes die Glocke Grabgeläute tönte.
Weit flog ich, Klage sucht’ ich und den Tod!
Helwigs Falke
War’s, der grausam Gurres Taube zerriss!
Teil 2
Herrgott, weißt du, was du tatest? [Waldemar ]
Herrgott, weißt du, was du tatest, Als klein Tove mir verstarb?
Triebst mich aus der letzten Freistatt, Die ich meinem Glück erwarb!
Herr, du solltest wohl erröten: Bettlers einz’ges Lamm zu töten!
Herrgott, ich bin auch ein Herrscher, Und es ist mein Herrscherglauben: Meinem Untertanen darf ich
Nie die letzte Leuchte rauben.
Falsche Wege schlägst du ein: Das heißt wohl Tyrann, nicht Herrscher sein!
Herrgott, deine Engelscharen
Singen stets nur deinen Preis, Doch dir wäre mehr vonnöten
Einer, der zu tadeln weiß.
Und wer mag solches wagen?
Lass mich, Herr, die Kappe deines Hofnarr’n tragen!
Teil 3
DIE WILDE JAGD
Erwacht, König Waldemars Mannen wert! [Waldemar ]
Erwacht, König Waldemars Mannen wert!
Schnallt an die Lende das rostige Schwert, Holt aus der Kirche verstaubte Schilde, Gräulich bemalt mit wüstem Gebilde. Weckt eurer Rosse modernde Leichen, Schmückt sie mit Gold, und spornt ihre Weichen: Nach Gurrestadt seid ihr entboten, Heute ist Ausfahrt der Toten!
Deckel des Sarges klappert und klappt [Bauer ]
Deckel des Sarges klappert und klappt, Schwer kommt’s her durch die Nacht getrabt. Rasen nieder vom Hügel rollt, Über den Grüften klingt’s hell wie Gold. Klirren und Rasseln durchs Rüsthaus geht, Werfen und Rücken mit altem Gerät, Steinegepolter am Kirchhofrain, Sperber sausen vom Turm und schrei’n, Auf und zu fliegt’s Kirchentor!
Da fährt’s vorbei! Rasch die Decke übers Ohr!
Ich schlage drei heilige Kreuze geschwind Für Leut’ und Haus, für Ross und Rind; Dreimal nenn’ ich Christi Namen, So bleibt bewahrt der Felder Samen.
Die Glieder noch bekreuz ich klug, Wo der Herr seine heiligen Wunden trug, So bin ich geschützt vor der nächtlichen Mahr, Vor Elfenschuss und Trolls Gefahr.
Zuletzt vor die Tür noch Stahl und Stein, So kann mir nichts Böses zur Tür herein.
Gegrüßt, o König, an Gurre-Seestrand! [Waldemars Mannen]
Gegrüßt, o König, an Gurre-Seestrand! Nun jagen wir über das Inselland, Holla! Vom stranglosen Bogen Pfeile zu senden, Mit hohlen Augen und Knochenhänden, Zu treffen des Hirsches Schattengebild, Holla! Dass Wiesentau aus der Wunde quillt. Holla! Der Walstatt Raben Geleit uns gaben,
Über Buchenkronen die Rosse traben, Holla! So jagen wir nach gemeiner Sag’ Eine jede Nacht bis zum jüngsten Tag.
Holla, Hussa Hund! Hussa Pferd!
Nur kurze Zeit das Jagen währt!
Hier ist das Schloss, wie einst vor Zeiten!
Holla! Lokes Hafer gebt den Mähren, Wir wollen vom alten Ruhme zehren.
Mit Toves Stimme flüstert der Wald [Waldemar ]
Mit Toves Stimme flüstert der Wald, Mit Toves Augen schaut der See, Mit Toves Lächeln leuchten die Sterne, Die Wolke schwillt wie des Busens Schnee.
Es jagen die Sinne, sie zu fassen, Gedanken kämpfen nach ihrem Bilde.
Aber Tove ist hier und Tove ist da, Tove ist fern und Tove ist nah.
Tove, bist du’s, mit Zaubermacht
Gefesselt an Sees- und Waldespracht?
Das tote Herz, es schwillt und dehnt sich, Tove, Tove, Waldemar sehnt sich nach dir!
Ein seltsamer Vogel ist so’n Aal [Klaus-Narr ]
„Ein seltsamer Vogel ist so’n Aal, Im Wasser lebt er meist, Kommt doch bei Mondschein dann und wann Ans Uferland gereist.“
Das sang ich oft meines Herren Gästen, Nun aber passt’s auf mich selber am besten.
Ich halte jetzt kein Haus und lebe äußerst schlicht
Und lud auch niemand ein und praßt’ und lärmte nicht, Und dennoch zehrt an mir manch unverschämter Wicht, Drum kann ich auch nichts bieten, ob ich will oder nicht, Doch – dem schenk ich meine nächtliche Ruh, Der mir den Grund kann weisen, Warum ich jede Mitternacht
Den Tümpel muss umkreisen.
Dass Palle Glob und Erik Paa
Es auch tun, das versteh ich so: Sie gehörten nie zu den Frommen; Jetzt würfeln sie, wiewohl zu Pferd, Um den kühlsten Ort, weit weg vom Herd, Wenn sie zur Hölle kommen.
Und der König, der von Sinnen stets, sobald die Eulen klagen, Und stets nach einem Mädchen ruft, das tot seit Jahr und Tagen, Auch dieser hat’s verdient und muss von Rechtes wegen jagen. Denn er war immer höchst brutal,
Und Vorsicht galt es allemal
Und offnes Auge für Gefahr, Da er ja selber Hofnarr war
Bei jener großen Herrschaft überm Monde. Ich, der glaubte, dass im Grabe
Man vollkommne Ruhe habe,
Dass der Geist beim Staube bleibe, Friedlich dort sein Wesen treibe, Still sich sammle für das große Hoffest, Wo, wie Bruder Knut sagt, Ertönen die Posaunen, Wo wir Guten wohlgemut
Sünder speisen wie Kapaunen. –
Ach, dass ich im Ritte rase, Gegen den Schwanz gedreht die Nase, Sterbensmüd im wilden Lauf, Wär’s zu spät nicht, ich hinge mich auf.
Doch, o wie süß soll’s schmecken zuletzt, Werd ich dann doch in den Himmel versetzt!
Zwar ist mein Sündenregister groß, Allein vom meisten schwatz ich mich los!
Wer gab der nackten Wahrheit Kleider?
Wer ward dafür geprügelt leider?
Ja, wenn es noch Gerechtigkeit gibt, Dann muss ich eingehn in Himmels Gnaden … Na, und dann mag Gott sich selber gnaden.
Du strenger Richter droben [Waldemar ]
Du strenger Richter droben, Du lachst meiner Schmerzen, Doch dereinst, beim Auferstehn des Gebeins Nimm es dir wohl zu Herzen: Ich und Tove, wir sind eins. So zerreiß auch unsre Seelen nie, Zur Hölle mich, zum Himmel sie, Denn sonst gewinn ich Macht, Zertrümmre deiner Engel Wacht Und sprenge mit meiner wilden Jagd Ins Himmelreich ein.
Der Hahn erhebt den Kopf zur Kraht [Waldemars Mannen]
Der Hahn erhebt den Kopf zur Kraht, Hat den Tag schon im Schnabel, Und von unsern Schwertern trieft Rostgerötet der Morgentau. Die Zeit ist um!
Mit offnem Mund ruft das Grab, Und die Erde saugt das lichtscheue Rätsel ein.
Versinket! Versinket!
Das Leben kommt mit Macht und Glanz, Mit Taten und pochenden Herzen, Und wir sind des Todes, Der Sorge und des Todes
Des Schmerzes und des Todes, Ins Grab! Ins Grab! Zur träumeschwangern Ruh. Oh, könnten in Frieden wir schlafen!
DES SOMMERWINDES WILDE JAGD
Herr Gänsefuß, Frau Gänsekraut, nun duckt euch nur geschwind [Sprecher ]
Herr Gänsefuß, Frau Gänsekraut, nun duckt euch nur geschwind, Denn des sommerlichen Windes wilde Jagd beginnt.
Die Mücken fliegen ängstlich aus dem schilfdurchwachs’nen Hain, In den See grub der Wind seine Silberspuren ein.
Viel schlimmer kommt es, als ihr euch nur je gedacht; Hu, wie’s schaurig in den Buchblättern lacht!
Das ist Sankt Johanniswurm mit der Feuerzunge rot, Und der schwere Wiesennebel, ein Schatten bleich und tot!
Welch Wogen und Schwingen!
Welch Ringen und Singen!
In die Ähren schlägt der Wind in leidigem Sinne.
Dass das Kornfeld tönend bebt.
Mit den langen Beinen fiedelt die Spinne, Und es reißt, was sie mühsam gewebt.
Tönend rieselt der Tau zu Tal, Sterne schießen und schwinden zumal,
Flüchtend durchraschelt der Falter die Hecken, Springen die Frösche nach feuchten Verstecken.
Still! Was mag der Wind nur wollen?
Wenn das welke Laub er wendet, Sucht er, was zu früh geendet; Frühlings blauweiße Blütensäume, Der Erde flüchtige Sommerträume –Längst sind sie Staub!
Aber hinauf, über die Bäume
Schwingt er sich nun in lichtere Räume, Denn dort oben, wie Traum so fein Meint er, müssten die Blüten sein!
Und mit seltsam Tönen
In ihres Laubes Kronen
Grüßt er wieder die schlanken Schönen. Sieh! nun ist auch das vorbei.
Auf luftigem Steige wirbelt er frei
Zum blanken Spiegel des Sees, Und dort, in der Wellen unendlichem Tanz, In bleicher Sterne Widerglanz Wiegt er sich friedlich ein.
Wie stille wards zur Stell!
Ach, war das licht und hell!
O schwing dich aus dem Blumenkelch, Marienkäferlein, und bitte deine schöne Frau um Leben und Sonnenschein!
Schon tanzen die Wogen am Klippenecke, Schon schleicht im Grase die bunte Schnecke, Nun regt sich Waldes Vogelschar, Tau schüttelt die Blume vom lockigen Harr
Und späht nach der Sonne aus.
Erwacht, erwacht, ihr Blumen zur Wonne.
Seht die Sonne farbenfroh am Himmelssaum [Gemischter Chor ]
Seht die Sonne farbenfroh am Himmelssaum, Östlich grüßt ihr Morgentraum.
Lächelnd kommt sie aufgestiegen
Aus der Fluten der Nacht, Lässt von lichter Stirne fliegen Strahlenlockenpracht.
Biografien
Sir Donald Runnicles [Musikalische Leitung]
Sir Donald Runnicles’ 45-jährige, außerordentlich erfolgreiche Karriere ist durch seine langjährigen Beziehungen zu bedeutenden Sinfonieorchestern und Opernhäusern geprägt: Seit 2009 ist er Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin, wo er in der laufenden, letzten Saison in diesem Amt die musikalische Leitung der szenischen Neuproduktionen von TRISTAN UND ISOLDE und VIOLANTA übernommen hat, Arnold Schönbergs „Gurrelieder“ in einem Konzert in der Berliner Philharmonie dirigiert und als musikalischer Leiter der zyklischen Aufführung von Wagner DER RING DES NIBELUNGEN zu erleben sein wird.
Seit 2005 in Runnicles Music Director des Grand Teton Music Festivals. Er war Music Director der San Francisco Opera von 1992 bis 2008, des BBC Scottish Symphony Orchestra und des Orchestra of St. Luke’s von 2001 bis 2007. Außerdem war er mehr als zwei Jahrzehnte lang Principal Guest Conductor des Atlanta Symphony Orchestra (2001–2023) und ist seit 2019 Principal Guest Conductor des Sydney Symphony Orchestras. Im Februar 2024 wurde Runnicles zum Chefdirigenten der Dresdner Philharmonie ernannt, dieses Amt trat er mit der Saison 2025/26 an. An der Metropolitan Opera dirigierte Runnicles zuletzt Richard Wagners TANNHÄUSER , weitere Auftritte führten ihn in der jüngeren Vergangenheit zur Dresdner Philharmonie, zum Dallas Symphony Orchestra, zum Cincinnati Symphony Orchestra und zum Utah Symphony Orchestra, wo er die Uraufführung eines Werks von Sir Stephen Hough dirigierte.
Den Sommer verbringt Sir Donald beim Grand Teton Music Festival in Jackson, Wyoming. Dieses achtwöchige Klassikfestival, von denen fünf Wochen von Runnicles als Musikdirektor programmiert, geplant und geleitet werden, findet inmitten der atemberaubenden Schönheit des Grand Teton National Park statt. Daneben war Runnicles mit der Deutschen Oper Berlin regelmäßig zu Gast beim Edinburgh International Festival, den BBC Proms in London und dem Royal Opera House Muscat. Er begleitete das Philadelphia Orchestra auf Tourneen nach China und im Sommer zum Bravo! Vail Music Festival in Colorado. Als häufiger Gastdirigent des Chicago Symphony Orchestras reicht Runnicles’ Auftrittsgeschichte bis ins Jahr 1997 zurück. Im Laufe seiner jahrzehntelangen Zusammenarbeit mit der Wiener Staatsoper leitete er Neuproduktionen von PARSIFAL , BILLY BUDD , PETER GRIMES und viele weitere Aufführungen. Runnicles’ umfangreiche Diskografie umfasst Aufnahmen von Wagners TRISTAN UND ISOLDE , Mozarts „Requiem“, Orffs „Carmina Burana“, Brittens BILLY BUDD, Humperdincks HÄNSEL UND GRETEL , Bellinis I CAPIULETI E I MONTECCHI , Aribert Reimanns L’INVISIBLE und Detlev Glanerts OCEANE . Seine Aufnahme von Janáčeks JENŮFA mit dem Orchester und Chor der Deutschen Oper Berlin wurde 2016 ebenso als beste Opernaufnahme für den Grammy nominiert wie die Einspielung Alexander von Zemlinskys DER ZWERG (2020). Auch hat Runnicles mit der Deutschen Oper Berlin die Neuproduktion von DER RING DES NIBELUNGEN in der Regie Stefan Herheims für DVD eingespielt.
Sir Donald Runnicles wurde in Edinburgh, Schottland, geboren und wuchs dort auf. Er wurde 2004 zum OBE und 2020 zum Knight Bachelor ernannt. Er ist Ehrendoktor der Universität Edinburgh, der Royal Scottish Academy of Music and Drama und des San Francisco Conservatory of Music.
Jeremy Bines
[Einstudierung der Chöre]
Jeremy Bines ist seit Beginn der Spielzeit 2017/18 als Chordirektor an der Deutschen Oper Berlin tätig. Der in Belfast geborene Dirigent britischer, irischer und deutscher Herkunft studierte an der Universität Cambridge und am National Opera Studio in London. Nachdem er einige Jahre als freiberuflicher Korrepetitor für Ensembles wie die Royal Opera Covent Garden und die English National Opera gearbeitet hatte, übernahm Jeremy Bines 2007 den Posten des Chorleiters an der Königlichen Dänischen Oper sowie 2009 beim berühmten Glyndebourne Festival. Er ist nach wie vor der dienstälteste Chorus Master in Glyndebourne und war während seiner Zeit dort für die Erfolge des Chors in Produktionen wie BILLY BUDD, DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG, SAUL und BÉATRICE ET BÉNÉDICT verantwortlich, die von der Kritik durchweg gelobt wurden: „Der Chor ist die Seele von allem, was Glyndebourne ist und wofür es steht: Jedes Jahr kann man nur staunen über die frische Schönheit des Klangs, den er erzeugt (Telegraph, 29. Juli 2015). Als erfahrener Dirigent leitete er dort zudem Aufführungen von A MID SUMMER NIGHT'S DREAM und LA BOHÈME mit dem London Philharmonic Orchestra und arbeitete mit dem Choeur de Radio France und dem Dutch Radio Choir. Zu den Höhepunkten von Bines’ Wirken an der Deutschen Oper Berlin gehört seine hochgelobte Arbeit mit dem Chor bei Produktionen von DAS WUNDER DER HELIANE, ANTIKRIST, NIXON IN CHINA, LA FIAMMA , der Konzertaufführung von Benjamin Brittens „War Requiem“ in der Berliner Philharmonie – „Der Star des Abends war der Chor“ – [Berliner Morgenpost, 11. September 2021] sowie TANNHÄUSER beim Edinburgh Festival: „Ein großes Lob auch an den makellos einstudierten Chor der Deutschen Oper, dessen Chorleiter Jeremy Bines stolz auf das sein kann, was er in Bezug auf Ausgewogenheit, Finesse und gemeinschaftlichen „Geist” erreicht hat.“ [Opera, November 2023].
AJ Glueckert
[Waldemar ]
Der amerikanische Tenor AJ Glueckert tritt international vor allem in Partien der Ro mantik, Spätromantik und Moderne auf. So wird er in der Spielzeit 2025/26 an der Oper Frankfurt in Neuproduktionen von BORIS GODUNOW (Schujskij) und Fortners BLUTHOCHZEIT (Mond) zu sehen sein und darüber hinaus Partien wie Bob Boles (PETER GRIMES), Don Josè (CARMEN) und Walter (DIE PASSAGIERIN) singen. Seit 2016/17 ist Glueckert Ensemblemitglied an der Oper Frankfurt. Dort war er bereits als Don José (CARMEN), als Titelfigur in Wagners LOHENGRIN und als Herodes in Strauss’ SALOME auf der Bühne zu erleben. Auch verkörperte er Rollen wie Edrisi (KRÓL ROGER ), Graf Vaudémont (IOLANTA ), Flamand (CAPRICCIO), Lyonel (MARTHA , CD bei OehmsClassics), Froh (DAS RHEINGOLD), Skuratov ( AUS EINEM TOTENHAUS), Erik (DER FLIEGENDE HOLLÄNDER ), Pinkerton (MADAMA BUTTERFLY ) und Prinz in RUSALKA, eine Partie, die er zuvor auch an der Minnesota Opera und der New Orleans Opera sang. Im Konzertfach führte er Beethovens 9. Sinfonie mit den Symphonikern Hamburg unter Pablo Gonzales sowie Verdis „Messa da Requiem“ mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra unter Domingo Hindoyan auf. Außerdem arbeitete er u. a. mit dem Utah Symphony sowie dem Santa Clara und dem Sacramento Symphony Orchestra zusammen. AJ Glueckert ist als ehemaliger Adler Fellow und Teilnehmer des Merola Opera Programms in besonderem Maße der San Francisco Opera verbunden. Er war Teil des Young Artists Programms der Santa Fe Opera und Utah Opera. Zweimal gewann der Absolvent des San Francisco Conservatory of Music regionale Wettbewerbe der Metropolitan Opera National Auditions.
Felicia Moore [Tove]
Felicia Moore ist eine der aktuell gefragtesten jugendlich dramatischen Sopranistinnen, die an der Deutschen Oper Berlin in der vergangenen Spielzeit als Lady Macbeth zu erleben war und diese Spielzeit unter anderem als Gerhilde in DIE WALKÜRE und Dritte Norn und Gutrune in GÖTTERDÄMMERUNG auf der Bühne stehen wird. Felicia Moore studierte an der Juilliard School, der Mannes School of Music und dem Westminster Choir College und zu den Höhepunkten ihrer Karriere gehören unter anderem ihre Rollendebüts als Sieglinde in DIE WALKÜRE an der New Orleans Opera, als Senta in DER FLIEGENDE HOLLÄNDER an der Opera Maine sowie die Titelrolle von ARIADNE AUF NAXOS beim Lakes Area Music Festival. Zudem war sie in unterschiedlichen Partien an der Metropolitan Opera zu erleben, so etwa in LADY MACBETH VON MZENSK unter der Leitung von Keri-Lynn Wilson oder in NABUCCO unter der Leitung von Daniele Callegari. Auch als Konzertsängerin ist Felicia Moore aktiv: So sang sie in Beethovens 9. Sinfonie unter Susanna Mälkki sowie in den „Gurreliedern“ in der Carnegie Hall mit dem American Symphony Orchestra unter der Leitung von Leon Botstein. Weitere Zusammenarbeiten verbindet sie unter anderem mit Alan Gilbert, Anne Manson, Sir Donald Runnicles, Ken-David Masur, Yannick Nézet-Séguin, Rafael Payare, Speranza Scappucci, Alexander Shelley, Evan Rogister, Gary Thor Wedow, Ryan Wigglesworth und Brian Zeger.
Annika Schlicht [Die Waldtaube]
Die deutsche Mezzosopranistin Annika Schlicht wurde in Stuttgart geboren und studierte an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin bei Prof. Renate Faltin. Noch während ihres Studiums wurde Annika Schlicht in das Internationale Opernstudio der Staatsoper Berlin engagiert. Ab der Spielzeit 2015/16 war sie Mitglied im Ensemble der Deutschen Oper Berlin, wo sie in zahlreichen Partien zu erleben war, darunter Frugola, Zita und Principessa in der Neuproduktion von Puccinis IL TRITTCO , als Brangäne in TRISTAN UND ISOLDE , als Fricka in DAS RHEINGOLD und DIE WALKÜRE , Waltraute in GÖTTERDÄMMERUNG sowie in den Alt- bzw. Mezzopartien der szenischen Produktion von Bachs „Matthäuspassion“ und Giuseppe Verdis Requiem. Seit der Spielzeit 2025/26 ist sie Mitglied im Ensemble der Hamburgischen Staatsoper, kehrt aber auch als Gast für zwei zyklischen Aufführungen von Richard Wagners DER RING DES NIBELUNGEN an das Haus in der Bismarckstraße zurück.
Annika Schlicht arbeitete mit renommierten Dirigenten wie Daniel Barenboim, Zubin Metha, Sir Donald Runnicles, Alondra de la Parra, Enrique Mazzola, Asher Fisch, Edward Gardner, Kent Nagano, Ingo Metzmacher, Christopher Moulds und namhaften Regisseuren wie Harry Kupfer, Hans Neuenfels, Stefan Herheim, Luc Bondy, Claus Guth, Jossi Wieler, Dmitri Tschernjakow und Johannes Erath sowie Klangkörpern wie dem Orchester der Deutschen Oper Berlin, den Wiener Symphonikern, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Münchner Rundfunkorchester, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Philhar monischen Staatsorchester Hamburg, den Brüsseler Philharmonikern, den Bremer Philharmonikern und dem Ensemble Modern zusammen.
Thomas Blondelle [Klaus Narr ]
Noch während seines Studiums debütierte Thomas Blondelle am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, wo er in der Hauptrolle des Hans Scholl in DIE WEISSE ROSE zu erleben war. Von 2009 bis 2023 war er Mitglied des Ensembles der Deutschen Oper Berlin, wo er unter anderem Tamino (DIE ZAUBERFLÖTE ), Loge (DER RING DES NIBELUNGEN), Eisenstein (DIE FLEDERMAUS) und die Titelrolle in PARSIFAL sang. Er sang unter anderem an der Bayerischen Staatsoper München, der Volksoper Wien, dem Festival d’Aix en Provence, der Opéra National du Rhin und der Oper Frankfurt. Zu den Rollen, die er bereits verkörperte, gehören beispielsweise der Tambourmajor ( WOZZECK ), Max (DER FREISCHÜTZ ), Belmonte (DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL ), Lenskij (EUGEN ONEGIN) sowie die Titelrolle in IDOMENEO . Neben dem Operngesang ist Blondelle auch als Lied- und Konzertsänger tätig und arbeitete mit Dirigenten wie Yves Abel, Marco Armiliato, Maurizio Bar bacini, Paolo Carignani, Alexander Joel, Michail Jurowski, Kent Nagano, Simon Rattle, Carlo Rizzi, Donald Runnicles, José Cura, Michael Schønwandt, Lothar Zagrosek und Alan Gilbert. Der belgische Tenor wurde in Brügge geboren und studierte Gesang, Klavier, Komposition und Kammermusik am Stedelijk Conservatorium seiner Heimatstadt. An der KUL Universität Leuven erhielt er 2006 seinen Master in Musikwissenschaften. Er wurde mit dem Young Talent Preis beim Viñas-Wettbewerb (Barcelona) 2005 und mit dem zweiten Preis beim Concours Reine Elisabeth 2011 in Brüssel sowie dem Palazetto-Bru-Preis beim Belvedere-Wettbewerb 2012 in Wien ausgezeichnet. Er arbeitet auch als Librettist und Komponist, hauptsächlich von Liedern und Kammermusik. Im Jahr 2021 wurde er als Professor an die LUCA School of Arts berufen, wo er Konzepte und Coachings für die Opernproduktionen des Instituts entwickelt.
Thomas Lehman [Bauer ]
Der amerikanische Bariton Thomas Lehman ist einer der international gefragten Sänger seines Faches, der als Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin in zahlreichen Rollen im Haus an der Bismackstraße zu erleben ist, darunter zuletzt als Kurwenal in der Neuproduktion von TRISTAN UND ISOLDE sowie im kommenden Frühjahr in Wagners DER RING DES NIBELUNGEN als Donner und Gunther sowie mit seinem Rollendebüt als Amfortas in PARSIFAL . Daneben ist er in dieser Spielzeit als Ibn Hakia in IOLANTA an der Opéra de Rouen sowie mit seinem Debüt an der Bayerischen Staatsoper als Kilian in DER FREISCHÜTZ zu erleben. Er kehrt an das Royal Opera House als Gunther in einer Neuproduktion von GÖTTER DÄMME RUNG unter der Leitung von Sir Antonio Pappano und der Regie von Barrie Kosky zurück. Kürzlich gab Thomas Lehman sein Debüt an der San Francisco Opera als Heerrufer in David Aldens Inszenierung von LOHENGRIN . Außerdem gab er sein Rollendebüt als Wolfram in einer konzertanten Aufführung von TANNHÄUSER beim Edinburgh International Festival unter der Leitung von Sir Donald Runnicles. Auf der Konzertbühne debütierte Lehman mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra mit „Carmina Burana“. Er kehrte mit dem St. Louis Symphony Orchestra unter Stéphane Denève zu diesem Werk zurück. An der Deutschen Oper Berlin umfasst sein breites Repertoire unter anderem Gunther in der GÖTTERDÄMMERUNG , Lescaut (MANON LESCAUT ), Ford (FALSTAFF ), Marcello (LA BOHÈME ), Renato (UN BALLO IN MASCHERA ), Figaro (IL BARBIERE DI SIVIGLIA ), Conte Almaviva (LE NOZZE DI FIGARO), Valentin (FAUST ) und Silvio (PAGLIACCI). Er gastierte bereits an der Komischen Oper Berlin, am Theater Basel, beim Edinburgh International Festival, am Teatro São Carlos in Lissabon und an der Opéra national de Lorraine.
Thomas Quasthoff
[Sprecher ]
Fünf Jahrzehnte lang hat Thomas Quasthoff als Sänger auf internationalen Bühnen Maßstäbe gesetzt. Im Januar 2012 beendete er seine Karriere als klassischer Sänger. Dem Gesang und der Kunst bleibt er aber weiter eng verbunden: Sei es als Lehrender, sei es als Rezitator und Sprecher bei Konzerten, sei es bei Lesungen und nun wieder vermehrt als Jazz-Sänger. Im Laufe seiner Karriere trat er mit allen führenden Orchestern auf und war auf allen wichtigen Konzertpodien sowie bei großen Festivals als Lied- und Konzertsänger zu hören. Eine enge Zusammenarbeit verband ihn mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Christoph Eschen bach, Bernard Haitink, Mariss Jansons, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Seiji Ozawa, Sir Simon Rattle, Helmuth Rilling, Christian Thielemann und Franz Welser-Möst. 2024 feierte Thomas Quasthoff sein 50-jähriges Bühnenjubiläum mit unterschiedlichen Jazz-Formationen auf diversen Konzertbühnen und Festivals. Beim Wiener Prater-Picknick im Juni 2025 war er das erste Mal mit „Frank SinatraSongs“ in Begleitung der Wiener Symphoniker zu hören. Außerdem kann man Thomas Quasthoff seit einigen Jahren zur Weihnachtszeit im Berliner Jazzclub A-Trane hören.
Zum 150. Geburtstag von Arnold Schönberg übernahm er 2023 die Sprecher-Partie in dessen „Gurreliedern“ mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Sir Simon Rattle und mit dem NDR Elbphilharmonieorchester unter der Leitung von Alan Gilbert. Ein Highlight der vergangenen Saison war die Mitwirkung beim ZDF -Adventskonzert in der Frauenkirche Dresen. Des weiteren war er mit dem Programm „Humanity in War“ gemeinsam mit dem Amatis Trio in Blaibach, Basel, der Elbphilharmonie Hamburg, in Utrecht, Kopenhagen und bei den Dresdner Musikfestspielen zu erleben. Im Herbst 2025 folgten weitere Konzerte im Stift Corvey und in der Schweiz. Thomas Quasthoff erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, wie den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Drei seiner Aufnahmen erhielten einen Grammy und sechs wurden mit dem Echo-Preis ausgezeichnet. Von 1996 bis 2004 hatte Thomas Quasthoff eine Professur an der Hochschule für Musik in Detmold inne. Seither lehrt er an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Des Weiteren ist er regelmäßig in Meisterkursen zu erleben, wie u. a. beim Heidelberger Frühling, beim Verbier Festival und bei der Schubertiade in Schwarzenberg. Sein leidenschaftliches Engagement für den Sängernachwuchs motivierte ihn 2009 auch zur Gründung des internationalen Wettbewerbs „Das Lied“, der alle zwei Jahre im Rahmen des Heidelberger Frühlings durchgeführt wird.
Der Chor der Deutschen Oper Berlin
Der Chor ist das Herz vieler Opernaufführungen, und das gilt ganz besonders für den Chor der Deutschen Oper Berlin. Als einer der meistbeschäftigten Chöre von Weltrang widmet er sich allabendlich mit großem Engagement einer riesigen Bandbreite an Werken. Gleichermaßen in Neuproduktionen und einem riesigen Reper toire zuhause, singt der Chor jede Spielzeit etwa 35 unterschiedliche Werke, von den großen Wagneropern wie LOHENGRIN und TANNHÄUSER bis zu Uraufführungen wie zum Beispiel Detlev Glanerts OCEANE , jüngst mit dem „International Opera Award“ ausgezeichnet.
Der Chor der Deutschen Oper Berlin begeistert sein Publikum, seit 1912 die ersten Aufführungen von FIDELIO zur Eröffnung der Oper erklangen. Als der erste Chordirektor, Hans Leschke, nach wenigen Jahren das Haus verließ, übertrug er die Leitung seinem Assistenten Hermann Lüddecke, dessen Führung bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg einen stabilisierenden Einfluss hatte. Seine Verbundenheit mit der deutschen Tradition ist in hochgelobten Aufnahmen wie der von Eugen Jochums CARMINA BURANA gut hörbar, die den Weltruf des Chores begründeten. Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde von der Arbeit mit dem einflussreichen Walter Hagen-Groll bestimmt, der Lüddeckes stilistischen Ansatz ausbaute, erweiterte und ein beeindruckendes Erbe hinterließ, von dem zahlreiche gefeierte Aufnahmen des Chores zeugen.
Der Zeitenwandel brachte eine internationalere Perspektive mit sich, und der Chor blühte ein weiteres Mal unter der Leitung des US-Amerikaners William Spaulding auf. Während seiner Amtszeit wurde der Chor von der Zeitschrift „Opernwelt“ dreimal hintereinander, von 2008 bis 2010, zum „Chor des Jahres“ gewählt und erhielt begeisterte Kritiken für seine Gastauftritte bei den BBC Proms, wo er in TANNHÄUSER und Verdis „Messa da Requiem“ zu hören war.
Seitdem der gegenwärtige Chordirektor, Jeremy Bines, 2017 von Glyndebourne an die Deutsche Oper Berlin wechselte, beeindruckt der Chor der Deutschen Oper Berlin weiterhin das Berliner und internationale Opernpublikum. Die Fachpresse lobte insbesondere epische Werke wie LE PROPHETE und DAS WUNDER DER HELIANE sowie die herausragende Rolle des Chors in Detlev Glanerts OCEANE , auch kann sein Beitrag zur Realisierung des monumentalen Meyerbeer-Zyklus’, der neben VASCO DA GAMA , LES HUGUENOTS und LE PROPHETE DINORAH (konzertant) auf die Bühne brachte, nicht hoch genug geschätzt werden. Die International Opera Awards 2021 bescherten dem Chor eine Nominierung als „Chor des Jahres“. Seit Beginn der Spielzeit 2021/22 profilierte er sich besonders in Benjamin Brittens „War Requiem“ in der Berliner Philharmonie und in der Neuproduktion der GÖTTERDÄMMERUNG unter Leitung von Generalmusikdirektor Sir Donald Runnicles und in der Regie von Stefan Herheim.
Chor der Deutschen Oper Berlin
Sopran 1
Sibylle Benner, Olivia Brett, Natalie Buck, Kristina Clemenz, Carolina Dawabe-Valle, Ayano Hirazawa, Younghee Ko, Stephanie Lloyd, Seong-Hee Park, Rachel Pinevska, Julie Wyma, Sion Yoo
Sopran 2
Sonja Bisgiel, Valeria Delmé, Suzanne Fischer, Imke Hout, Barbara Kindermann, Maja Lange, Amelie Müller, Angelika Nolte, Antje Obenaus, Gyumi Park, Andrea Schwarzbach, Yuuki Tamai
Alt 1
Ekatarina Baeva, Birgit Bauer, Nicole Drees, Kristina Griep, Mirjam Groth, Heidrun Häßner, Mahtab Keshavarz, Maja Siebenschuh, Asahi Wada, Lisa Ziehm
Alt 2
Senta Aue, Brigitte Bergmann, Isolde Claassen, Margarita Greiner, Nicole Hyde, Saskia Klumpp, Inga Maleike, Lorena Medina, Seungeun Oh, Ireene Ollino, Marie-Pierre Zanon
Tenor 1
John Irvin, Jwa-Kyum Kim, Myung-Won Kim, Thomas Paul, Roman Poboinyi, Hyun-Chul Rim, Thaisen Rusch, Joel Scott, Jonas Wuermeling, Aram Youn
Tenor 2
Haico Apel, Daniel Badura, Ho-Sung Kang, Robert Klöpper, Jan Müller, Robert Neumann, Olli Rantaseppä, Frank Wentzel, Chunho You
Bass 1
Heiner Boßmeyer, Oliver Boyd, Kwang-Seok Cho, Mike Fischer, Alexander Hoffmann, Daesoon Kim, Tadeusz Milewski, Hong-Kyun Oh, Piotr Wawrowski
Bass 2
Jacoub Eisa, Peder Hjuler, Marek Picz, Tomasz Rakocz, Rüdiger Scheibl, Björn Struck, René Tischlinger, Ingo Witzke
Extrachor der Deutschen Oper Berlin
Sopran
Susanna Hurrell, Anne-Marie MacIntosh
Alt Xinmeng Liu, Amber Opheim, Anastasiia Ranchynska
Tenor
Russell Andrade, Maximilian Daum, Hans-Dieter Gillessen, Darell Haynes, Thomas Kalka, Kunil Kim, Min-Ju Kim, Seunghyung Kim, Soichi Kobayashi, Daniel Pruzansky
Bass
Matthias Bade, Holger Bentert, Galil Jamal, Woongsu Kim, Alexander Lust, Harry Schöppe, Jan Wuttig
Der Rundfunkchor Berlin
Der Rundfunkchor Berlin denkt und singt Chormusik beständig neu. So bleibt die musikalische Größe dieser Musik nicht nur erhalten, sondern wird auch für Menschen erfahrbar, denen Chormusik sonst verschlossen bleibt. So wie im Chor aus vielen Stimmen eine wird, entsteht im Konzert eine Verbindung aus Chor und Publikum, wodurch Musik wirklich gemeinsam erlebt wird.
Gegründet wurde der Rundfunkchor Berlin 1925 und er zählt mit einen über 60 Konzerten jährlich sowie internationalen Gastspielen zu den herausragenden Chören der Welt. Allein drei Grammy Awards stehen für die Qualität seiner Aufnahmen. Sein breites Repertoire, ein flexibles, reich nuanciertes Klangbild und eine packende Ansprache machen den Rundfunkchor zum Partner bedeutender Orchester und Dirigenten, darunter Kirill Petrenko, Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle oder Yannick Nézet-Séguin. In Berlin besteht eine intensive Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern sowie mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.
Sopran 1
Barbara Berg-Bretschneider, Eva Friedrich, Gesine Nowakowski, Heike Peetz-Glintenkamp, Sabine Puhlmann, Uta Schwarze, Cornelia Heil, Kamila Dziadko, Sophie Harr, Natasha Katherine Schnur
Sopran 2
Judith Engel, Catherine Hense, Hyewon Ju, Karen Rettinghaus, Sylke Schwab, Isabelle Voßkühler, Nienke Otten, Ema Neves de Sá
Alt 1
Sabine Eyer, Annerose Hummel, Christine Lichtenberg, Josette Micheler, Laura Murphy, Christina Seifert, Tiina Zahn
Alt 2
Sophie Catherin, Jiwon Choi, Roksolana Chraniuk, Bettina Pieck, Tatjana Sotin, Inga Jäger, Yongbeom Kwon
Tenor 1
Raoul Bumiller, Georg Drake, Christoph Leonhardt, Holger MarksSimonis, Seongsoo Ryu, Sinje Kim, Michael Etzel, Jens Horenburg, Dominic Stewart
Tenor 2
Peter Ewald, Jonas Finger, Mathis Gronemeyer, Johannes Klügling, Thomas Kober, Joohoon Shin
Bass 1
Young Wook Kim, Bruno Meichsner, Artem Nesterenko, Georg StreuberChraniuk, René Voßkühler, Max Börner, Sanghun Lee, Israel Martins dos Reis
Bass 2
Oliver Gawlik, Sascha Glintenkamp, Christoph Hülsmann, Mathis Koch, Thomas Pfützner, Axel Scheidig, Rainer Schnös, Georg Witt
Das Orchester der Deutschen Oper Berlin
Im Jahr 2012 feierte die Deutsche Oper Berlin und mit ihr das Orchester des Hau ses den 100. Geburtstag. Die wechselvolle Geschichte des Orchesters ist eng mit der der Stadt Berlin verknüpft. Es war fast eine kleine Kulturrevolution, die Berlins Bürger wagten, als sie vor mehr als hundert Jahren ein eigenes Opernhaus gründeten, das mit seinem Verzicht auf Logen das Ideal eines „demokratischen“ Opernhauses verkörperte und von allen Plätzen die volle Sicht auf die Bühne bot. In den 1920er Jahren arbeiteten berühmte Gastdirigenten wie Wilhelm Furtwängler und Bruno Walter regelmäßig an der Deutschen Oper, und es entstanden damals schon die ersten Schallplatteneinspielungen. Nach der Zerstörung des Hauses im Zweiten Weltkrieg musste sich die Deutsche Oper lange mit Ausweichquartieren arrangieren. 1961 wurde schließlich das Opernhaus in der Bismarckstraße eröffnet, in dem sie bis heute residiert. Seitdem ist die Deutsche Oper Berlin mit ihren 1860 Plätzen nicht nur das größte Opernhaus Berlins mit hervorragenden Sicht- und Akustikverhältnissen, sondern auch eine erste Adresse in der internationalen Opernwelt.
Die Reihe der Dirigenten, die als Gast oder als Chefdirigent am Pult des Orchesters der Deutschen Oper Berlin standen, ist beeindruckend und reicht von Lorin Maazel und Herbert von Karajan bis zu Giuseppe Sinopoli und Christian Thielemann, der von 1997 bis 2004 als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper amtierte. Seit 2009 hat das Orchester der Deutschen Oper Berlin mit Sir Donald Runnicles einen international renommierten Dirigenten als Generalmusikdirektor, die am Ende des Vertrages von Runnicles als GMD im Sommer 2026 eine von Kontinuität und höchster künstlerischer Qualität geprägte Ära von 17 Jahren gewesen sein wird.
Ein künstlerischer Schwerpunkt der Deutschen Oper Berlin liegt in der Pflege der Werke von Richard Wagner und Richard Strauss. Die besondere Wagnertradition des Orchesters schlägt sich auch darin nieder, dass viele seiner Mitglieder im Orchester der Bayreuther Festspiele musizieren. Danben ist ein weiteres wichtiges Element im künstlerischen Profil des Orchesters der Deutschen Oper Berlin die kontinuierliche Auseinandersetzung mit der Musik der Gegenwart. Zahlreiche Komponisten arbeiteten eng und produktiv mit dem Orchester zusammen, so kam es 2017 mit der Premiere der Oper L’INVISIBLE zu einer neuerlichen Zusammenarbeit mit Aribert Reimann, den bereits eine längere Uraufführungsgeschichte mit dem Orchester des Hauses verband. Detlev Glanerts 2019 entstandene Oper OCEANE wurde mit einem International Opera Award für die „Beste Uraufführung des Jahres“ ausgezeichnet, kurz darauf erlebte Chaya Czernowins HEART CHAMBER die erste Aufführung, im Sommer 2025 kam höchst erfolgreich LASH – ACTS OF LOVE , die erste Oper der Komponistin Rebecca Saunders, an der Bismarckstraße zur Uraufführung. Neben den Opernvorstellungen gibt das Orchester der Deutschen Oper Berlin regelmäßig Sinfoniekonzerte mit führenden Solist*innen und ist dabei sowohl im Haus in der Bismarckstraße wie in der Berliner Philharmonie zu erleben. Zudem bereichern zahlreiche von Mitgliedern des Orchesters gebildete Ensembles – vom Streichquartett bis zur BigBand – mit ihren Konzerten den Spielplan der Deutschen Oper. Die Diskografie des Orchesters umfasst mehr als 200 Titel, zu denen zahlreiche herausragende Einspielungen gehören. Die Aufnahme von Leoš Janáčeks JENŮFA mit dem Orchester und Chor der Deutschen Oper Berlin unter Sir Donald Runnicles erhielt 2015 eine Grammy-Nominierung in der Kategorie „Best Opera Recording“. Der Aufnahme von Aribert Reimanns L’INVISIBLE folgte Erich Wolfgang Korngolds DAS WUNDER DER HELIANE und Alexander von Zemlinskys DER ZWERG, 2020 ebenso für einen Grammy nominiert. Zudem erschienen jüngst die DVDs der Neuproduktion von DER RING DES NIBELUNGEN unter der Leitung von Sir Donald Runnicles sowie die Einspielungen von Ottorino Respighi LA FIAMMA und Richard Strauss’ INTERMEZZO.
Orchester // Besetzung
1. Violine
Paul Kropfitsch, Indira Koch, Anna Matz, Tina Kim, Dietmar Häring, Piotr Prysiaznik, Martina Klar, Franziska Genetzke, Keiko Kido, Céline Corbach, Magdalena Heinz, André Robles Field, Francesca Temporin, Amelie Cosima Wallner, Anastasia Tsvetkova, Mailis Bonnefous, Hyun Jung Kim, Chiaki Yoshikawa
2. Violine
Monia Rizkallah, Sewon Cho, Kaja Beringer, Iris Menzel, Ivonne Herrmann, Kurara Tsujimoto, Esther Feustel, Gabriele Mollicone, Onyou Kim, Aaron Biebuyck, Peter Fritz, Jae-Shin Song, Wei-Hsuan Tsai, Hyojin Jun, Laure Kornmann, Ebru Sahin
Bratsche
Felix Schwartz, Kirsikka de Leval Jezierski, Kangryun Nam, Yi-Te Yang, Axel Goerke, Lothar Weiche, Liviu Condriuc, Juan-Lucas Aisemberg, Alexander Mey, Sebastian Sokol, Manon Gerhardt, Mariana Vozovik, Seo Hyeun Lee, Yoonseok Kang, Eden Meyer-Khaiat
Cello
Stefan Heinemeyer, Maria Pstrokonska, Johannes Petersen, Birke Mey, Georg Roither, Claudio Corbach, Margarethe Niebuhr, Stephan Buchmiller, Leslie Riva-Ruppert, Leonor Swyngedouw, Stefano Cucuzzella, Johann Eilrich, Emilija Mladenovic, Sofia von Freydorf
Kontrabass
Christoph Langhammer, Florian Heidenreich, Bernd Terver, Sebastian Molsen, Martin Schaal, Theo J. W. Lee, Fridtjof Ruppert, Johannes Ragg, Annett Molsen, Yunsoo Lee
Flöte
Eric Kirchhoff, Tina Bäcker, Akiko Asai, Ruth Pereira Medina, Erika Macalli, Bettina Lange, Annika Rast, Johanna Keszei
Oboe
Dina Heidinger-Curfs, Yijea Han, Holger Burke, Iveta HylasovaBachmannova, Chloé Payot
Klarinette
Markus Krusche, Leandra Brehm, Sophie Pardatscher, Rainer Greis, Felix Welz, Sven Möller, Thomas Byka
Fagott
Paul-Gregor Straka, Isabella Homann, Holger Simon, Vedat Okulmus, Hans Agreda
Horn
Daniel Adam, Pierre Azzuro, Norbert Pförtsch-Eckels, Margherita Lulli, Berat Efe Sivritepe, David Brox, Luis Diz, Yi-An Liao, Antonio Adriani, Georg Pohle
Trompete
Martin Wagemann, Thomas Schleicher, Ulrich Riehl, Josa Malich, Sayaka Matsukubo, Antoni Ivars Bertomeu
Posaune
Guntram Halder, Jamie Williams, Rúben Tomé, Rafael Mota, Thomas Richter, Darian Keller, Pedro Unkart, Beatriz Fernandez-Alfonso
Tuba
Vikentios Gionanidis
Pauke / Schlagzeug
Kobus Prins, Lorenz Gerl, Björn Matthiessen, Rüdiger Ruppert, Thomas Döringer, Lukas Zeuner, Dirk Wucherpfennig, Sebastian Trimolt, Maria Theresia Ruf, Paul Riva, Fabian Musick
Harfe
Virginie Gout-Zschäbitz, Marion Ravot, Anne Dessus, Natalie Amstutz
Bildnachweise
S. 2: Porträt Arnold Schönberg ca. 1922 [akg-images / brandstaetter images / Franz Xaver Setzer].
S. 4: Porträt Sir Donald Runnicles @ Simon Pauly
S. 10: Porträt Jens Peter Jacobsen (Ausschnitt aus einem Gemälde) [Alamy Stock]
Impressum
Copyright Stiftung Oper in Berlin Deutsche Oper Berlin, Bismarckstraße 35, 10627 Berlin
Intendant Christoph Seuferle
Geschäftsführender Direktor Thomas Fehrle Generalmusikdirektor Sir Donald Runnicles Spielzeit 2025/26
Redaktion Sebastian Hsnusa
Gestaltung Uwe Langner
Druck Königsdruck Printmedien und digitale Dienste GmbH, Berlin
Das Konzert am 10. Februar um 20.00 Uhr in der Philharmonie, Schönbergs „Gurrelieder“, wird live im rbb-Hörfunk auf radio3 übertragen.
Präsentiert von taz.
Mit Unterstützung des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin e. V.