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Deutsche Oper Berlin: Junge Deutsche Oper Saison 26/27

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Kita, Schule, Kinder, Jugend, Familie

Inhalt

Kinderopern für Schulen und Familien

Angebote für Schulen und Kitas, Lehrer*innen und Pädagog*innen

Kooperationsprojekte mit Schulen und Kitas

Mitmachangebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Angebote für Familien

Singen im Chor

Spielplan mit Altersempfehlung Service

Oper als Begegnungsort

Interesse an Musiktheater ist keine Frage des Alters, sondern der Neugier und Aufgeschlossenheit! Als Junge Deutsche Oper öffnen wir Türen hinter die Kulissen, zu Proben, bauen spielerisch und kreativ Schwellen ab und machen das Haus zu einem Gestaltungsraum für alle, die Spaß daran haben zu hören, zu spielen und Klänge zu erschaffen: Kinder, Jugendliche, Familien, junge Erwachsene und alle, die neugierig genug geblieben sind, um bei uns etwas Neues zu entdecken und auszuprobieren.

Mit der Spielzeit 2026/27 und dem Beginn der Intendanz von Aviel Cahn und seinem Team setzt die Deutsche Oper Berlin neue Impulse: Die Oper wird als Ort der Begegnung und des Dialogs gestärkt, in dem Tradition auf radikale Gegenwart trifft. Die Junge Deutsche Oper leistet dazu

einen entscheidenden Beitrag, indem sie Räume schafft, um Musiktheater altersgerecht kennenzulernen und sinnlich zu erfahren. Dafür bauen wir auf dem Fundament auf, das sich bewährt hat, und führen beliebte Angebote weiter. Zugleich wollen wir unser Angebot aber auch erweitern, um noch mehr Zugänge und Möglichkeiten der Beteiligung und Mitgestaltung für alle Altersgruppen zu schaffen. Denn jung sind nicht nur Babys, Klein- und Grundschulkinder oder Jugendliche in den Kontexten Familie, Kita und Schule, sondern auch alle Erwachsenen, für die ein Opernbesuch etwas Neues ist und für die der Blick hinter die Kulissen und kreativen Prozesse neue Welten eröffnet.

Wir freuen uns auf die Spielzeit 2026/27 mit Euch!

Kinderopern Schulen und

Kinderopern für und Familien

Familienoper von Jonathan Dove ab 7 Jahren

Max liest für sein Leben gern. Nun hat ihn ein Buch gefangengenommen, das vor über 150 Jahren geschrieben wurde: In 80 Tagen um die Welt von Jules Verne. Nicht mal seine Freundin Josi kann Max vom Lesen abhalten, obwohl sie findet, er könne sich nicht immer auf den Dachboden in seine eigene Welt verkriechen; schließlich ist die Realität aufregend genug, lieber soll er mit ihr auf die wichtige Demo kommen! Max jedoch vertieft sich so sehr in sein Buch, dass die Figuren daraus plötzlich lebendig werden und er selbst eine zentrale Rolle in der Geschichte übernimmt: Phileas Fogg, der exzentrische englische Gentleman, macht Max zu seinem Diener. Die Hälfte seines Vermögens hat Fogg darauf gesetzt, dass er es schafft, die Welt in 80 Tagen zu umrunden; was heute natürlich kein Problem mehr darstellt, war vor 150 Jahren eine echte Herausforderung. Und so erlebt Max, der nun Passepartout heißt, gemeinsam mit Fogg eine abenteuerliche Reise in die Vergangenheit und zu den ägyptischen Pyramiden, nach Indien, Hongkong und schließlich nach Amerika, mal mit dem Zug, mal mit dem Schiff, mal auf Elefanten reitend … Verfolgt werden sie dabei vom

Kriminalbeamten Fix, der Fogg für einen gesuchten Bankräuber hält und ihm dicht auf den Fersen ist. Aber zum Glück hat Fogg tatkräftige Unterstützung nicht nur von Max alias Passepartout, sondern auch von Aouda, die sehr klug ist und dafür sorgt, dass der immer kühle und beherrschte Fogg auf einmal Gefühle zeigt.

Der englische Komponist Jonathan Dove ließ sich von diesem weltbekannten, mehrfach verfilmten Stoff zu einer weltumspannenden Musik inspirieren.

Das Libretto schrieb Peter Lund, der auch die Regie übernommen hat. Entstanden ist eine temporeiche Familienoper, die mit einem frischen, augenzwinkernden Blick auf eine faszinierende Geschichte schaut. Wir freuen uns, mit dieser Produktion erneut eine Familienoper auf der großen Bühne der Deutschen Oper Berlin präsentieren zu können.

Große Bühne, 15. / 21. / 22. (2x) November 2026; 2. / 3. / 10. Dezember 2026; 14. / 18. (2x) April 2027

Schulvorstellungen: 3. Dezember 2026, 14. April 2027

Musiktheater für Kinder von Zad Moultaka ab 7 Jahren

Wie wäre es, wenn es auf der Welt keine Ungerechtigkeiten mehr gäbe? Wenn wir die unterdrückenden Machtstrukturen überwunden hätten? Wenn niemand mehr die Erde zerstören und endlich Frieden herrschen würde? Und alle so leben und lieben könnten, wie sie wollen?

Das Märchen von König Hamed und Prinzessin Sherifa erzählt von einer anderen Zeit. Damals wurden Männer und Frauen meist in Schubladen gesteckt, in denen sie dann bitteschön auch bleiben sollten. Die meisten Menschen dachten, alle Frauen liebten Rosa und weiche Stoffe und tratschten den ganzen Tag, und Männer mochten Krieg und scharfe Gewürze und würden sich nie waschen. Erst als Prinzessin Sherifa sich als Mann verkleidete und König Hamed besuchte, der aus Wut alle Frauen aus seinem Reich verbannt hatte, gerieten diese Gewissheiten plötzlich durcheinander. König Hamed begann sich zu wundern: Sind wirklich nur Männer stark und lieben Fußball? Könnten Mut und Ehre vielleicht auch Frauensache sein?

Haben vielleicht auch Männer weiche Haut und sanfte Lippen? Und lässt sich die Liebe wirklich in Schubladen stecken? Gibt es vielleicht noch weitere Geschlechter?

Warum müssen wir alles in zwei Kategorien verpacken, und wer hat das eigentlich entschieden?

Ausnahmekünstler*in Heinrich Horwitz erzählt die Familienoper Hamed & Sherifa des libanesischen Komponisten Zad Moultaka als Rückblick aus einer utopischen Zukunft – also aus einer Zeit, in der alle Lebens- und Liebesformen möglich und akzeptiert sind, in der alle Grenzen überwunden sind, auch die zwischen Publikum und Bühne, so dass am Schluss der Aufführung alle großen und kleinen Zuschauer*innen Teil einer einzigen bunten Gemeinschaft werden.

Tischlerei, 30. April; 1. / 2. / 8. (2x) / 9. / 10. / 11. / 12. / 13. Mai 2027

Schulvorstellungen: 10. / 11. / 12. / 13. Mai 2027

30. 4. 2027

Partizipatives und inklusives Musiktheater

mit und von Kindern und Jugendlichen

9 – 18 Jahre

Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen entwickeln gemeinsam ein Musiktheaterstück. Die Oper wird zum Handlungsraum für Themen junger Menschen, die sie hier mit künstlerischen Mitteln auf die Bühne bringen können. Welche Musik braucht die Welt? Welche brauche ich – und welche braucht unsere Gesellschaft?

Ausgehend von diesen Fragen, die von John Cage beeinflusst sind, der uns in dieser Spielzeit auch an anderen Stellen im Programm der Deutschen Oper Berlin begegnet, entwickeln Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 18 Jahren eigene musiktheatrale Szenen. Im Zentrum stehen Teilhabe, Selbstwirksamkeit und künstlerische Vielfalt, jede*r kommt mit dem, was er*sie hat: mit Stimme, Instrument, Bewegung, Geräusch, Idee oder Erfahrung.

Die Projektbeteiligten setzen sich mit der Frage auseinander, was sie emotional berührt, was sie körperlich in Bewegung bringt und welche akustischen Umgebungen und Eindrücke sie täglich begleiten. Diese individuellen

Erfahrungen werden zu Ausgangsmaterial für Klangexperimente, Szenenentwicklungen und choreografische Prozesse. Der Begriff «Klang» wird dabei bewusst weit gefasst: Stimme, Körper, Objekte, Alltagsgegenstände, Umgebungsgeräusche und Instrumente werden gleichwertig eingesetzt, ganz im Sinne von John Cage.

Am Ende entsteht ein junges Musiktheater, das vielleicht ganz nach Cage dem Zufall überlassen ist, mehr einem Happening ähnelt oder einer Partitur nach festgelegten Prinzipien und Regeln folgt.

Die Proben starten im Januar 2027.

Anmeldung: jungedeutscheoper@deutscheoperberlin.de

Gefördert durch «Zur Bühne» das Förderprogramm des Deutschen Bühnenvereins im Rahmen von «Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung.»

Tischlerei, 25. / 26. / 27. Juni 2027

Uraufführung 25. 6. 27

Welche Musik braucht die Welt?

Ein Zirkus der Möglichkeiten — oder: Wie

klingt Demokratie?

Nach einer Idee von John Cage Für alle Altersgruppen

1967 hat John Cage den Music Circus erfunden – ein musikalisches «Happening», bei dem beliebig viele Künstler*innen gleichzeitig an einem Ort auftreten. Eine anarchische Gemeinschaftskomposition, in der niemand dirigiert und nichts im Vordergrund steht. Das Publikum entscheidet selbst, wohin es lauscht, wohin es sich bewegt. «Einfach so viele Dinge wie möglich gleichzeitig geschehen lassen», schrieb Cage. Keine Hierarchie. Kein festgelegtes Ergebnis. Was entsteht, wenn alle gleichzeitig spielen? Ein Zirkus der Möglichkeiten oder: Wie klingt Demokratie?

Um dieses radikale Experiment zu wagen, bringt der Dirigent Titus Engel Laienmusiker*innen und Profis der Deutschen Oper Berlin zusammen. Alle können kommen

und das singen oder spielen, was sie im Repertoire haben. Es muss nichts Neues dafür geprobt oder gelernt werden.

Jede*r bringt das eigene musikalische Material mit!

Wer kann mitmachen?

Alle! Einzelpersonen und Musiker*innen aller Genres, Kinder-, Jugend- und Erwachsenen-Chöre sowie Ensembles jeder Musikrichtung, (Jugend-)Bands, kurz: jede*r.

Wo kann ich mich anmelden?

community@deutscheoperberlin.de

Kann ich spontan dazukommen?

Ja, auch eine spontane Teilnahme ist möglich. Eine vorherige Anmeldung hilft uns jedoch, Absprachen im Vorhinein zu teilen.

Happening 12. 6. 27, 14.00 Uhr

Music Circus

Angebote für Schulen Lehrer*innen und

Schulen und Kitas, und Pädagog*innen

Hausführungen

Für Kitagruppen und alle Klassen Hausführungen ermöglichen es, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Hier warten die gigantischen Bühnenbilder auf ihren Auftritt, oder ihr könnt selbst einmal die Große Bühne betreten, auf der Opernsänger*innen ihre Arien schmettern. Die Deutsche Oper Berlin ist ein spannender Ort der Möglichkeiten, an dem es viel zu entdecken gibt. Bei einer Führung erhalten Schulklassen oder Kitagruppen Einblicke in unser Opernhaus, können in den Orchestergraben gucken und erfahren, wie sich Bühnentechniker*innen, die Requisite und andere Abteilungen auf eine Vorstellung vorbereiten.

Dauer: Schulklassen ca. 60 – 90 Min., Kitagruppen ca. 30 Min. In Verbindung mit einem Vorstellungsbesuch kostenfrei, ansonsten € 3,00 pro Person

Opernworkshops

Für alle Klassen

Opernworkshops sind für alle eine ideale Vorbereitung auf den Opernbesuch. Wer ist in wen verliebt? Endet die Geschichte mit einem Happy End oder dem Tod? Was hat sich das Regieteam bei der Umsetzung gedacht? Und wie läuft so ein Opernbesuch überhaupt ab? Wir bieten zu ausgewählten Inszenierungen vor- oder nachbereitende Workshops an, die Schulgruppen in Verbindung mit einem Opernbesuch kostenfrei buchen können. Ihnen wird nicht nur die Handlung der Oper näher gebracht, sondern die Schüler*innen setzen sich spielerisch mit der jeweiligen Theatersprache, der Inszenierung und der Musik auseinander. Der Workshop findet nach individueller Absprache im Opernhaus oder in der Schule statt.

Auch für die Kinderopern In 80 Tagen um die Welt und Hamed & Sherifa bieten wir Workshops in Vor- oder Nachbereitung auf den Opernbesuch an.

Dauer: ca. 90 Min., kostenfrei

Vorstellungsbesuch Schulvorstellungen am Vormittag € 8,00 pro Schüler*in Vorstellungsbesuch am Abend € 10,00 pro Schüler*in

Probenbesuche

Für alle Klassen

Probenbesuche auf der Großen Bühne oder im Orchesterprobensaal vermitteln einen besonders lebhaften und unmittelbaren Eindruck von der Arbeit der Musiker*innen an einem Opernhaus. Bei Probenbesuchen auf der Großen Bühne kann das Orchester im Orchestergraben beobachtet werden mit den parallel probenden Sänger*innen auf der Bühne.

Für besonders musikinteressierte Klassen und Kurse bietet sich ein Besuch im Orchesterprobensaal an, um die Probenarbeit des Orchesters ganz aus der Nähe zu erleben. Dabei erfahren die Schüler*innen mehr über die Besonderheiten und Herausforderungen des Musiker*innenberufs an einem großen Opernhaus.

Termine nach individueller Absprache, kostenfrei

«Vier gewinnt»

Ab Klasse 1

In der Instrumentenvorstellung «Vier gewinnt» stellen vier Musiker*innen unseres Orchesters ihre Instrumente vor, spielen Kostproben aus bekannten Opern und laden die Kinder ein, die Instrumente selbst einmal auszuprobieren. Dabei gibt es einiges zu entdecken und über den Beruf von Orchestermusiker*innen in der Oper zu erfahren. Vorgestellt werden zwei Streichinstrumente, ein Holz- und ein Blechblasinstrument.

Dauer: ca. 80 – 90 Min.

Kosten: € 5,00 pro Person

«Krawumm»

Ab Klasse 1

In «Krawumm» wird eine Auswahl an Instrumenten vorgestellt, die von den Schlagzeuger*innen unseres Orchester gespielt werden. Das sind mehr als man denkt! Natürlich dürfen die Kinder auch selbst mal auf die Pauke hauen oder vereinzelt andere Instrumente der Schlagzeug-Gruppe ausprobieren. Darüber hinaus erfahren sie mehr über den Beruf der Schlagzeuger*innen in der Oper.

Dauer: 60 Min.

Kosten: € 5,00 pro Person

Fortbildungen

Für Lehrkräfte und Pädagog*innen

Für alle, die Musik und Theater in Schule und Kita integrieren möchten, bieten wir Fortbildungsworkshops an, in denen wir musiktheaterpädagogische Methoden vorstellen und gemeinsam ausprobieren. Neben gemischten Gruppen aus Kollegien, Fachseminaren und Kita-Teams bieten wir auch geschlossene Workshops an. Kosten und Termine: Nach direkter Absprache für mindestens 15 Personen

Kooperationsprojekte mit Schulen

Kooperationsprojekte und Kitas

Theater und Kita

Wir starten in eine neue dreijährige Kooperation mit einer Berliner Kita, in der die Kinder im Wechsel zwischen Musiktheater-Sehen und Musiktheater-Spielen altersgerecht an diese spezielle Bühnenkunst herangeführt werden und auch selbst aktiv mitmachen können.

Innerhalb einer TUKI-Kooperation arbeiten die pädagogischen Fachkräfte der Kita mit einem unserer Musiktheaterpädagogen in kreativen Teams an der Umsetzung der TUKI-Idee. Von Anfang an spielt auch die musiktheaterpädagogische Weiterbildung der Erzieher*innen eine große Rolle.

TUSCH

Theater und Schule

Mit dem Herder-Gymnasium in Berlin Westend befinden wir uns in einer dreijährigen Kooperation und gehen diese Spielzeit in unser zweites gemeinsames TUSCH-Jahr. Nach einer Kennenlernphase im ersten Jahr, in der Schüler*innen Einblicke ins Opernhaus und das musiktheaterpädagogische Arbeiten bekommen haben, geht es im zweiten Jahr darum, gemeinsam eine eigene Musiktheaterproduktion zu entwickeln.

Parallel zur Uraufführung der Oper Good Vibes Only von Bára Gísladóttir auf der Großen Bühne entwickeln die Schüler*innen einer 10. Klasse ein eigenes Stück über das digitale Zeitalter. Im Fokus stehen soziale Medien und Informationsüberfluss: Welcher Dinge sind Schüler*innen überdrüssig, wie gehen sie mit der täglichen Reizüberflutung um? Milliarden Suchanfragen, permanente Verfügbarkeit von Wissen und Unterhaltung prägen ihren Alltag –doch ab wann explodiert der Kopf?

Im März 2027 wird diese Stückentwicklung beim TUSCH Festival im Podewil zu sehen sein und voraussichtlich im Juni 2027 in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin.

Rhapsody in School

Künstler*innen-Besuch

Sänger*innen unseres Ensembles oder Instrumentalist*innen aus unserem Orchester stellen sich in der Schule mit ihrem Gesang oder Instrument vor. Dabei erzählen sie aus ihrem Leben als Musiker*innen und beantworten die Fragen des jungen Publikums. Nach diesem persönlichen Kennenlernen bietet der Besuch einer Opernprobe oder Vorstellung die Gelegenheit, die Künstler*innen auf der Bühne oder im Orchestergraben in Aktion zu hören und erleben.

Termine nach individueller Absprache Probenbesuch kostenfrei

Vorstellungsbesuche am Abend € 10,00 pro Schüler*in

Mitmachangebote Jugendliche und junge

für Kinder, junge Erwachsene

Reinschnuppern in den Opernbetrieb

6 – 10 Jahre

Unsere Opernmäuse lassen ihrer Neugier freien Lauf und entdecken das Opernhaus als einen Ort für sich. Dabei werden einige Geheimnisse bei Probenbesuchen und Führungen hinter den Kulissen gelüftet. Begegnungen mit Künstler*innen und Mitarbeitenden der verschiedenen Abteilungen bieten einen spannenden Einblick in die sonst dem Publikum verborgenen Ecken der Oper.

Voraussetzungen: Die Kinder müssen zum 1. September 2026 zwischen 6 bis max. 10 Jahre alt und in der Schule sein. Das Programm findet ohne Begleitung der Eltern statt.

10 Termine: Sept. 2026 – Juni 2027

Kosten einmalig für die gesamte Spielzeit: € 50,00 Normalpreis / kostenlos für Familien mit Berechtigungsnachweis (ehemals «berlinpass»)

Welche Musik braucht die Welt?

Partizipative Kinder- / Jugendproduktion 9 – 18 Jahre

Welche Musik brauche ich und welche braucht unsere Gesellschaft? Ausgehend von diesen Fragen entwickeln Kinder- und Jugendliche mit und ohne Behinderungen gemeinsam ein Musiktheaterstück und entdecken dabei ihre persönlichen und individuellen Ausdrucksformen. Was berührt sie emotional und was bringt sie körperlich in Bewegung? Welche akustischen Umgebungen begleiten sie täglich, Klang wird bewusst weit gefasst: Stimme, Körper, Alltagsgegenstände, Umgebungsgeräusche und Instrumente werden gleichwertig eingesetzt.

Proben: Januar – Juni 2027

Die Teilnahme ist kostenlos

Anmeldung: jungedeutscheoper@deutscheoperberlin.de Gefördert durch «Zur Bühne» das Förderprogramm des Deutschen Bühnenvereins im Rahmen von «Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung.»

Mehr Infos siehe S. 10

Opernsenf

Schauklub für junge Erwachsene 18 – 25 Jahre

Bock auf Oper, aber keine Lust auf steife Etikette und keine Begleitung? Mit unserem Schauklub Opernsenf gehen wir gemeinsam in eine Vorstellung und tauschen uns danach gemeinsam in unserer Kantine oder einer Bar um die Ecke über das Gesehen aus und gehen ans Eingemachte: Wer hat hier wen betrogen? Hätte man das Bühnenbild nicht cooler bauen können? Egal, ob du Opernprofi, Fan oder zum ersten Mal dabei bist: Wir wollen wissen, was du denkst, jede*r darf den eigenen Senf dazu geben. Der Deal: Fette Rabatte auf die Tickets & coole Leute. Die Mission: Deine Perspektive zählt.

Der Schauklub wird organisiert von der ehemaligen FSJlerin Madeleine Kandschur.

Weitere Informationen und Kontakt: jungedeutscheoper@deutscheoperberlin.de oder Instagram DM: junge_deutscheoperberlin

Ateliers

Einblicke in künstlerische Arbeitsweisen Ab 16 Jahren

Unser neues Format der Ateliers öffnet kreative Räume, um in künstlerische Methoden aus verschiedenen Bereichen eintauchen zu können. Wir laden Künstler*innen ausge wählter Neuproduktionen ein, ihre Arbeits weisen vorzustellen und den Teilnehmen den die Möglichkeit zu geben, sich selbst ästhetisch mit diesen Mitteln auszudrücken.

Schreibwerkstatt mit unserem Poet in Residence, Fiston Mwanza Mujila am 5.4.2027

Weiter geplante Ateliers zum Thema Kostüm und Stimme werden auf der Webseite bekannt gegeben.

Angebote für

für Familien

Familienführung

Für die ganze Familie

An Samstagnachmittagen öffnen sich regelmäßig für Kinder in Begleitung von Erwachsenen die Türen, die hinter die Bühne führen. Wo werden die großen Bühnenbilder gelagert? Wie sieht es im Orchestergraben aus? Und wie fühlt es sich an, auf der Großen Bühne zu stehen? Der Blick hinter die Kulissen gibt einen Eindruck, wie Oper gemacht wird und wen es alles braucht, damit eine Vorstellung stattfinden kann.

Buchung über den Webshop der Deutschen Oper Berlin

Kosten: € 5,00 pro Person

Opernfamilien

Kinder von 0 – 6 Jahren mit ihren Familien

Kinder und ihre Bezugspersonen – Eltern, Großeltern oder wer sonst zur Familie dazugehört – haben die Möglichkeit, das Opernhaus altersgerecht und kostenfrei kennenzulernen, an musikalischen Workshops teilzunehmen sowie Probenbesuche und Musiktheaterproduktionen für Kinder zu erleben. In Zusammenarbeit mit Familienzentren und der Musikschule Charlottenburg-Wilmersdorf bekommen Kinder und Erwachsene das erste Mal Einblicke in die Oper vor und hinter der Bühne.

Für alle, die die Oper noch nicht kennen mit Kindern im Alter von 0 – 6 Jahren

Termine ab Herbst 2026 in Kooperation mit den teilnehmenden Familienzentren und Partner*innen.

Das Projekt Opernfamilien wird unterstützt von der Heinz und Heide Dürr Stiftung.

Singen im

im Chor

Kinder- und Jugendchöre

Ab 6 Jahren

Der Kinderchor und der Junge Chor der Deutschen Oper Berlin sind mit rund 200 Sänger*innen wichtiger Teil des Ensembles. Hier können sich die jungen Stimmen unter professioneller Anleitung weiterentwickeln. Im Kleinen Kinderchor (6–10 Jahre) lernen die Jüngsten den Umgang mit ihrer Stimme und werden auf die große Opernliteratur für Kinderchöre vorbereitet. Der Kinderchor (ab 8 Jahren) tritt in den Opernaufführungen auf der Großen Bühne auf. Kinder, die schon viel Erfahrung auf der Bühne gesammelt haben, singen im Konzertchor über das Repertoire hinaus. Im Jungen Chor versammeln sich junge Männerstimmen (ab Stimmwechsel) und Sopran- und Altstimmen (ab 16 Jahren) und erarbeiten ein breites Repertoire unterschiedlicher Stile und Epochen. Von a-cappella-Programmen zum Oratorium bis zu modernen Opernproduktionen deckt der Chor eine große musikalische Palette ab. Aus dem Jungen Chor heraus haben sich weitere Projektensembles gebildet: Neben einer Gruppe junger Männerstimmen tritt eine gemischte Formation gemeinsam mit bekannten SingerSong-Writern in der Konzertreihe Tanz auf dem Vulkan auf.

Leitung Christian Lindhorst

Musikalische Assistenz Niklas Wagner (Junger Chor) und Davide Guarneri (Kinderchor und Junger Chor) sowie Chormitglieder des Jungen Chores

Kontakt Per Kreutzberger (Inspizient des Kinderchores) kreutzberger@deutscheoperberlin.de

Informationen www.dobolino.de

Generationenchor

12 – 112 Jahre

Musik kennt kein Alter: Im Generationenchor bringen wir Menschen jeden Alters und mit den unterschiedlichsten Geschichten und Hintergründen zusammen. Ob du deine Enkel im Schlepptau, die Nachbarin überredet hast oder einfach alleine vorbeikommst: Hier findest du sofort Anschluss. Das Beste? Du entscheidest mit! Unser Repertoire ist so bunt wie die Gruppe selbst – von herzerwärmenden Volksliedern über transnationaler Musik bis hin zu deinen liebsten Pop-Songs. Gemeinsam arbeiten wir auf zwei Highlights hin: Wir sind Teil des riesigen Community-Projekts Music Circus am 12. Juni 2027 und gestalten unser eigenes Konzertprogramm im Foyer (Termin wird noch bekannt gegeben). Passend zum Spielzeit-Motto feiern wir die Liebe: «Make Love...».

Leitung Senta Aue (Altistin im Opernchor)

Proben Proben finden montags von 16.00 bis 17.30 Uhr in der Deutschen Oper Berlin statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung jungedeutscheoper@deutscheoperberlin.de

Spielplan mit Altersempfehlung

mit Altersempfehlung

Babykonzerte

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Kinder an klassische Musik heranzuführen? Immer. Zu früh gibt es nicht. Bei den Babykonzerten laden wir Eltern mit ihren Babys ein, Kammermusik zu lauschen. Im Foyer schaffen wir mit bunten Kissen eine gemütliche Atmosphäre: Die kleinen Opernliebhaber*innen dürfen liegen, krabbeln, trinken oder schlafen. Sie können auch aufmerksam zuhören. Und keine Sorge: Ob Flöte, Harfe oder Gesang, zu laut wird es für die Babyohren nicht. Sollte ein Kind trotzdem bei seinem ersten Opernbesuch zu unruhig werden, können Sie sich jederzeit zurückziehen und bei anderen Gelegenheiten wiederkommen.

Hinweis: Für das Konzert bitten wir darum, die Schuhe auszuziehen. Das Konzert findet mit Kissen auf dem Boden statt. Auch eigene Kuschel- oder Wickelunterlagen können mitgebracht werden.

Warum jetzt? Wann sollen Kinder sonst in die Oper krabbeln?

Foyer, 30 Min., keine Pause

Termine werden auf der Homepage und im JDO-Newsletter «Jugend & Familie» bekannt gegeben.

Expedition TIRILI

Mobiles Musiktheater für Kitas und Familien

Wie entstehen eigentlich Geräusche und wonach klingen sie? Dieser Frage gehen bei der Expedition TIRILI zwei Performerinnen nach. Unterstützt werden sie bei der Suche nach den unterschiedlichen Geräuschen von den Kindern im Publikum. Gemeinsam fragen wir uns: Wie klingen wir und wie die Sachen um uns herum? Und wer oder was ist dieses geheimnisvolle TIRILI? Wir kommen mit unserem mobilen Musiktheater in die Kita oder spielen im Foyer der Deutschen Oper Berlin.

Warum jetzt? Frühkindliche kulturelle Bildung macht immer Spaß und öffnet Welten.

Foyer oder Kita, 30 Min., keine Pause Termine werden auf der Homepage und über den JDO-Newsletter «Kita» und «Jugend & Familie» bekannt gegeben. Kosten pro Person € 5,00 für Vorstellungen im Foyer, Kitavorstellungen auf

Anfrage

Knirpskonzerte

Das Pustlangziehzupfkitzel­Orchester

Was ist Musik und wie klingen unterschiedliche Instrumente? Den Fragen gehen wir bei den Knirpskonzerten nach. Zwei Musiker*innen führen durch die Klangwelt der Instrumente: Stimme, Kontrabass, Tuba, Posaune. Manchmal sind es aber nicht die erwartbaren Instrumente, die den Klang erzeugen. Kommt und lasst euch überraschen! Die Musikstile reichen vom barocken Rezitativ über Jazz bis Pop. Durch spielerische Interaktion werden die Instrumente auch körperlich erfahrbar. Klang geht schließlich nicht nur durch die Ohren. Wer das früh versteht, hat schon die ersten Schritte Richtung Oper gemacht. Hinweis: Für das Konzert bitten wir darum, die Schuhe auszuziehen. Das Konzert findet mit Kissen auf dem Boden statt. Auch eigene Kuschel- oder Wickelunterlagen können mitgebracht werden.

Warum jetzt? Wer früh an einem Kontrabass lauschen darf, lernt bestimmt ein Instrument.

Tischlerei, ca. 40 Min., keine Pause

17. / 18. / 19. Juni 2027 jeweils 10.30 Uhr, 14.30 Uhr und 16 Uhr

Kinder tanzen –

Alice im Wunderland

Wie konnte es passieren, dass das Mädchen Alice in ein Erdloch fällt und fällt und fällt? Angekommen in einer fantastischen Parallelwelt begegnet sie dem sprechenden Kaninchen, trifft auf die Grinsekatze und nimmt an einer merkwürdigen Teegesellschaft teil. Sie trifft die Herzkönigin, deren Kopf-ab-Gekreische alle in Schrecken versetzt. David Simic, langjähriger Leiter der Kinder Ballett Kompagnie, stellt mit Alice im Wunderland nach Lewis Carroll seine neueste Kreation vor. Dass Simic eine überbordende Fantasie hat, bewies er bereits mit Adaptionen von Der Nussknacker und Peter Pan. In seinen Choreografien schafft er es, Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren auf der Bühne zu einer großen Kompagnie zu vereinen. Mit Musik von Léo Delibes, Jacques Offenbach und Gioachino Rossini. Lassen Sie sich entführen in eine unsinnige Welt!

Warum jetzt? Damit kleine Tänzer*innen erleben, warum sie Pliés üben.

Große Bühne, 60 Min., keine Pause 10. / 12. / 18. Dezember 2026

In 80 Tagen um die Welt

Die neue Familienoper In 80 Tagen um die Welt ist inspiriert von Jules Vernes Roman von 1873. Der Gentleman Phileas Fogg hat sich in seiner Häuslichkeit eingerichtet. Als in seinem Herrenclub alle über die neueste Technik reden, über Dampfschiffe und Eisenbahnlinien, lässt er sich provozieren: In 80 Tagen würde er um die Welt reisen. Wetteinsatz: sein halbes Vermögen. Das Risiko ist groß, die Zeit rennt, das Abenteuer beginnt – und macht nicht am Buchdeckel halt. Max, ein Vielleser aus der Gegenwart, taucht in die Geschichte ein. Als Diener Passepartout reist und rast er mit Fogg um die Welt. Es ist ein Rennen gegen die Zeit und gegen Vorurteile. Sie überleben nur, weil sie zusammenhalten.

Warum jetzt? Bekannte Geschichte, neu gemacht. Es wird spannend.

Große Bühne, ca. 2 Std. inkl. Pause

15. / 21. / 22. (2x) November; 2. / 3. / 10. Dezember; 14. / 18. (2x) April 2027

Schulvorstellungen:

3. Dezember 2026, 14. April 2027

7+ | Premiere

Hamed & Sherifa

Zad Moultaka

Das Märchen von König Hamed und Prinzessin Sherifa erzählt von einer Zeit, in der alles anders war: Männer und Frauen sollten sich an bestimmte Rollen halten. Männer waren harte Kerle, kämpften, liebten den Krieg und Frauen liebten Rosa, waren sehr gefühlvoll und tratschten den ganzen Tag. Jede*r durfte nur lieben, wer ihm*ihr bestimmt war. Alles war vorgegeben. Vermutlich von König Hamed, der in seiner Wut alle Frauen aus seinem Reich verbannte. Da taucht Prinzessin Sherifa auf. Als Mann verkleidet, stellt sie alles auf den Kopf. Was, wenn es ganz anders wäre? Männer dürften weinen, Frauen stark sein und jede*r darf lieben, wen er*sie liebt? In der Kinderoper des libanesischen Komponisten Zad Moultaka werden Grenzen in Frage gestellt und vielleicht sogar überwunden.

Warum jetzt? Weil das Thema noch lange nicht durch ist.

Tischlerei, ca. 1 Std., keine Pause

30. April; 1. / 2. / 8. (2x) / 9. / 10. / 11. /

12. / 13. Mai 2027

Schulvorstellungen:

10. / 11. / 12. / 13. Mai 2027

Hänsel

und Gretel

Engelbert Humperdinck

Das Märchen von Hänsel und Gretel, die sich im Wald verirrten und von der Knusperhexe eingesperrt werden, kennt jedes Kind. Bei uns ist Hänsel und Gretel um die Weihnachtszeit seit langem eine der beliebtesten Opern für die ganze Familie. Mit gutem Grund. Die Mischung aus poetischen Bildern, komischen Momenten, Bühnentechnik und Gruseleffekten macht aus dem bekannten Märchen eine neu erzählte, spannende Geschichte. Die Musik von Humperdinck ist gespickt mit Evergreens wie «Ein Männlein steht im Walde», «Abends, wenn ich schlafen geh’, vierzehn Englein um mich stehn» oder «Der kleine Sandmann bin ich». So hören auch Opernneulinge immer wieder bekannte Melodien, die lange nach dem Opernbesuch noch im Ohr bleiben – wenn die Hexe überlistet und verbrannt ist und die Lebkuchen sich wieder in Kinder verwandelt haben.

Warum jetzt? Weil wir mehr Märchen brauchen.

Große Bühne, 2 Std. 15 Min. inkl. Pause 23. / 27. [2×] Dezember 2026; 3. / 9. Januar 2027

Welche Musik braucht die Welt?

Partizipative Kinder­ und Jugendproduktion

Welche Musik brauche ich – und welche braucht unsere Gesellschaft? Ausgehend von diesen Fragen, die von John Cage in spiriert sind, entwickeln Kinder- und Jugendliche mit und ohne Behinderungen gemeinsam ein Musiktheaterstück und entdecken dabei ihre persönlichen und individuellen Ausdrucksformen. Zentrales Motiv innerhalb dieses Projekts ist der Vorgang der «Schwingung» – im Sinne von innerer, äußerer und gesellschaftlicher Bewegung. «Klang» wird dabei bewusst weit gefasst: Stimme, Körper, Objekte, Alltagsgegenstände, Umgebungsgeräusche und Instrumente werden gleichwertig eingesetzt –ganz im Sinne von John Cage.

Warum jetzt? Weil wir für den Frieden arbeiten.

Tischlerei, ca. 1 Std. 30 Min. 25. / 26. / 27. Juni 2027

Die Zauberflöte

Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Zauberflöte gehört zu den Lieblingsopern unseres Publikums. Kein Wunder. Die Zauberflöte hat mit Märchenelementen, Liebesgeschichten, Eifersucht, Philosophie, Vernunft, Verbrechen, Witz und reichlich Ohrwürmern alles, was ein großes Bühnenstück braucht. Tamino wird von einem Drachen bedroht, er wird gerettet und verliebt sich in das Bild von Pamina. Deren Mutter, die Königin der Nacht, tobt vor Wut auf Sarastro, Papageno sucht und findet Papagena und Sarastro stellt alles ins Licht der Vernunft. Auch wenn alle die beliebtesten Arien pfeifen können, bleiben doch Rätsel um die verrückte Handlung, die Gegensätze und die Widersprüche zwischen Text und Musik. Die Inszenierung erschafft für die zwei Lager zwei gegensätzliche Welten mit viel Symbolik und Bühnenmagie.

Warum jetzt? Zauberflöte geht immer.

Große Bühne, 3 Std. inkl. Pause

2. / 10. September; 17. Oktober; 16. / 24. / 28. November; 22. / 30. Dezember 2026; 15. Januar 2027

Matthäus-Passion

Jesus Christus setzt sich mit seinen Jüngern zum letzten Abendmahl, sie teilen Brot und Wein. Dann wird Jesus verraten, verhaftet, verurteilt und gekreuzigt. Das Oratorium erzählt von seinen letzten Tagen, vom Leiden und vom Tod. Johann Sebastian Bach hat das Evangelium vor genau 300 Jahren in Töne gesetzt. Was kann uns die Matthäus-Passion nach so langer Zeit noch erzählen? Diese Frage bringen der Kinderchor und der Chor der Deutschen Oper Berlin auf die Bühne. Warum muss Jesus sterben, was sind die Sünden und wie gelingt Vergebung? Die Kinder schultern das Kreuz, sie singen, sie spielen und sie sind dem Publikum dabei sehr nah. Eine intensive musikalische Erfahrung rund um Ostern. Mit einer Geschichte, mit Arien und Chorälen, die viele kennen und die hier in einem ganz neuen Licht erscheinen. Warum jetzt? Weil wir uns in der Osterzeit daran erinnern sollten, was die Passion bedeutet.

Große Bühne, 3 Std. 15 Min. inkl. Pause 25. / 26. / 29. März; 4. April 2027

La bohème

Ein Maler, ein Dichter, ein Musiker und ein Philosoph leben zusammen in Paris. Sie haben kein Geld, aber eine Menge Spaß. Wenn sie frieren und sich das Heizen nicht leisten können, gehen sie in ein Café und beobachten das Schauspiel aus Händler* innen, Eifersüchteleien und Artist*innen auf dem Gehweg. Eigentlich könnte es ewig so weitergehen. Aber dann taucht Mimì auf. Auch sie ist arm, auch sie friert furchtbar. Mimì und Rodolfo, der Dichter, verlieben sich, und eigentlich ist alles ganz schön. Nur hustet Mimì die ganze Zeit. Irgendwann trennen sich die beiden, weil die Krankheit und die Sorgen nicht zum fröhlichen Künstlerleben passen. Aber eines Tages kommt Mimì zurück ... Eine Oper zum Verlieben, zum Lachen und zum Weinen. Mit großen Arien und großen Gefühlen. Perfekt als Einstimmung auf die Weihnachtszeit.

Warum jetzt? Alle wollen Kunst anschauen und hören. Trotzdem bleiben viele Künstler*innen arm.

Große Bühne, 2 Std. 30 Min. inkl. Pause 11. / 13. / 15. / 17. / 20. Dezember 2026; 18. / 20. / 22. / 26. Mai 2027

12+ | Uraufführung

Good Vibes Only

Gísladóttir

Aktueller geht es nicht. In der brandneuen Oper Good Vibes Only geht es tief hinein in den digitalen Irrgarten, der uns umgibt. Permanent setzen wir uns Datenströmen aus, die auf uns einprasseln. Gutes und Schlechtes, Unterhaltsames und Langweiliges, Videos, Musik, Wissenswertes und Fakes, Lifehacks, Kochrezepte, Nachrichten – wir können uns den Informationen kaum entziehen. Die junge Isländerin Bára Gísladóttir hat diese Oper über die digitalen Datenströme komponiert. Texte und Regie sind vom französischen Autor und Regisseur Joris Lacoste. Sei unter den ersten, die das Werk hören und erleben! Es wird eine multimediale Irrfahrt durch die digitale Wunderwelt. Neu, intensiv, anders. Komm mit in den digitalen Dschungel aus Gesang, Orchester, Raumkonzept und Elektronik. Geeignet für alle, die schon mal Ärger wegen ihrer Medienzeit hatten.

Warum jetzt? Wann sonst?

Große Bühne, ca. 80 Min., keine Pause 22. / 27. / 31. Januar; 6. / 12. Februar 2027

Il barbiere di Siviglia

Wem erzählen alle ihre Probleme und Geschichten, sämtlichen Klatsch und Tratsch?

Natürlich dem Friseur. Kein Wunder, dass Figaro, der Barbier, alles weiß, jeden auf das Haar genau kennt und für alles eine Lösung hat. Wer Hilfe braucht in Sevilla, geht zu Figaro. So macht es auch der junge Graf Almaviva. Er ist in Rosina verliebt, kommt aber nicht an sie heran. Sie wird von einem alten Griesgram unter Verschluss gehalten, weil der sie heiraten und dadurch reich werden will. Es ist kompliziert. Aber Figaro wäre nicht Figaro, wenn ihm nicht etwas einfallen würde. Es beginnt ein schnelles Spiel um Witz und Täuschung und am Ende ist das Paar glücklich. Der 23-jährige Rossini soll diese Oper in nur drei Wochen komponiert haben. In der Inszenierung von Katharina Thalbach wird der Barbier zu einer quirligen Unterhaltung für die ganze Familie.

Warum jetzt? Es gibt immer noch Friseur* innen, die helfen. Manchmal sind sie nicht mal Friseur*innen

Große Bühne, 3 Std. inkl. Pause

23. / 28. / 30. Mai; 4. Juni 2027

Lucia di Lammermoor

Es ist eine Geschichte von unglücklicher Liebe, gesellschaftlichen Zwängen und Intrige. Und das alles in Jane-Austen-Kulisse zwischen schottischer Landschaft und britischem Landadel. Lucia liebt Edgardo, einen Feind ihrer Familie. Sie schwören sich Treue, aber Lucia wird durch Intrigen ihres Bruders in eine andere Ehe gezwungen und davon überzeugt, dass Edgardo sie nicht mehr liebt. Lucia wird wahnsinnig, tötet ihren Bräutigam, stirbt selbst. Edgardo erkennt den Betrug und tötet sich. Lucia ist die unglückliche Braut, die heilige Mörderin, die große Wahnsinnige der Operngeschichte. Gleichzeitig verkörpert sie die Revolte der Frau gegen die Gesellschaft und Gott. Ihr Versuch, eine Partnerwahl gegen die Zwänge der Gesellschaft zu leben, endet in der Katastrophe. Musikalisch geht die Tragödie durch emotionale Extremzustände.

Warum jetzt? Intrigen aus dem britischen Adel sind auf der Bühne viel besser als im TV.

Große Bühne, 2 Std. 45 Min. inkl. Pause 5. / 11. / 13. / 18. September 2026

Giacomo Puccini

Wofür leben wir und wofür sterben wir? Diese Fragen werden in Tosca gleich von drei Hauptcharakteren gestellt und unterschiedlich beantwortet. In einer einzigen Nacht geraten sie aneinander, und als die Sonne am nächsten Morgen über der Engelsburg in Rom aufgeht, sind alle drei tot. Titelheldin Tosca, die Sängerin, liebt Cavaradossi und lebt für die Liebe und die Kunst. Der Maler Cavaradossi lebt für die Hoffnung auf die Freiheit der Ideen. Und Polizeichef Scarpia liebt allein die Macht, die er mit Erpressung, Folter und Betrug durchsetzt. Außerdem will er Tosca. Scarpia foltert Cavaradossi und erpresst Tosca. Hier treten große Gefühle und große Ideale auf die Bühne. Das Ende ist wenig versöhnlich und Puccinis Arien hallen lange nach. Wir spielen die historische Inszenierung in römischer Kulisse seit 50 Jahren mit großem Erfolg.

Warum jetzt? Machtmissbrauch gibt es noch immer.

Große Bühne, 3 Std. 15 Min. inkl. 2 Pausen 6. / 12./ 22./ 29. September 2026; 1. / 3./ 10. April; 26. / 30. Juni; 3. Juli 2027

La traviata

Erst gefeiert, dann verraten. Zu den Festen der jungen Kurtisane Violetta geht die Pariser Gesellschaft gerne. Alle feiern, tanzen und lästern. Nur der junge Alfredo Germont ist anders. Er hat sich in Violetta verliebt. Als er sie endlich von der Tiefe seiner Gefühle überzeugt hat, ziehen sie sich von der Party-Szene zurück und wohnen auf dem Land. Dort leben sie glücklich, bis Alfredos Vater auftaucht. Der Vater bedrängt Violetta, Alfredo zu verlassen, weil die Beziehung dem Ruf seiner Familie schadet. Am Ende erreicht der Vater sein Ziel. Violetta schreibt Alfredo einen Abschiedsbrief, sagt ihm aber nicht, dass sein Vater sie dazu gedrängt hat. Der Schmerz sitzt bei beiden tief und die Lüge macht es noch schlimmer. Am Ende kommt alles raus, aber da ist es schon zu spät. Violetta stirbt einsam. Eine Oper der großen Gefühle mit vielen Opernhits.

Warum jetzt? Moralische Heuchelei ist zeitlos.

Große Bühne, 2 Std. 45 Min. inkl. Pause 26. / 28. / 31. Dezember 2026; 2. Januar; 5. / 9. / 11. / 20. Juni 2027

Le nozze di Figaro

Figaro und Susanna wollen heiraten. Beide arbeiten für den Grafen Almaviva, der sie ganz schön auf Trab hält. Außerdem hat er ein Auge auf Susanna geworfen. Darf sich ein Graf einfach an seine Angestellte ranmachen? Damals schon. Es war die Zeit, als Adelige sich alles herausnehmen konnten. Gut fanden die Angestellten das nicht. So geht es auch Figaro und Susanna, die zusammen mit der Gräfin alles Mögliche anstellen, um den Grafen zu überlisten. Am Ende, nach Versteckspielen, Verkleidungen und anderen Täuschungsmanövern, gelingt das auch, und der Graf muss sich entschuldigen. Eine Oper mit vielen bekannten Arien und einer Menge gesellschaftlichem Sprengstoff. Die offene Kritik an der Macht auf die Bühne zu bringen, war zu Mozarts Zeit nicht ohne. Eine klassische und zeitlose Inszenierung mit viel zum Lachen und zum Nachdenken.

Warum jetzt? Machtmissbrauch gegenüber Abhängigen hält sich. Auch ohne Monarchie.

Große Bühne, 3 Std. 45 Min. inkl. Pause 28. Januar; 2. / 4. / 9. Februar 2027

14+ | Premiere

Mittwoch aus Licht

Karlheinz Stockhausen

Mittwoch, einer der sieben Schöpfungstage aus Karlheinz Stockhausens LichtZyklus, gilt als unspielbar. Seit der Uraufführung 2012 wurde die Oper nicht auf die Bühne gebracht. Stockhausen, der wohl radikalste Komponist der Nachkriegsavantgarde, hat Jahrzehnte an Licht gearbeitet. Seine Verknüpfungen sprengen den Raum und jede Seh- und Hörgewohnheit. Mittwoch assoziiert er mit der Farbe Gelb, die wie ein Sonnenaufgang über der Oper liegt. Die Zuschauer*innen sollen davonfliegen in einen Phantasieraum, den ihnen die Musik erschließt. Geflogen wird hier tatsächlich. Handlung und dramatisch agierende Personen gibt es nicht in diesem Universum. Dafür erscheinen Kamele und Hubschrauber. Der Bühnenraum ist hier nicht die Grenze des Bespielbaren.

Warum jetzt? Die Gelegenheit kommt sehr, sehr selten.

Große Bühne, ca. 4 Std. inkl. Pause 19. / 20. / 23. / 26. / 27. September 2026

Der fliegende Holländer

Im Zentrum von Wagners Oper Der fliegende Holländer steht ein verfluchter Seemann, der nur durch die Treue einer Frau Erlösung finden kann. In Senta begegnet ihm eine entschlossene Verbündete. Diese Inszenierung versucht etwas Ungewöhnliches. Der Holländer erscheint als nationale Metapher: als Figur, die immer wieder an der Überwindung ihrer eigenen Geschichte scheitert. Im Mittelpunkt steht die deutsche Schuld und die Frage, ob es aus dieser jemals eine Erlösung geben kann: dem historischen Verbrechen am jüdischen Volk. Dabei geht es auch um die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Ein komplexes Thema, in dem es keine einfachen Antworten gibt. Aber viele spannende Fragen. Warum jetzt? Weil die Inszenierung Stoff für Diskussionen über Wagner und Politik bietet.

Große Bühne, 3 Std. inkl. Pause 24. / 28. / 31. Oktober; 5. / 8. / 15. November 2026; 13. / 20. Februar 2027

Pique Dame

Glücksspiel kann süchtig machen. Hermann, die Hauptfigur aus Tschajkowskis Oper Pique Dame, macht das Kartenspiel vollkommen wahnsinnig. Er ist besessen von dem Gedanken, das Kartengeheimnis zu enträtseln, das ihm Glück, Reichtum und Liebe bringen soll. Tag und Nacht beobachtet er das Kartenspiel und kommt doch nicht dahinter. Da verliebt er sich in Lisa, die einem anderen versprochen und reich ist. Sie lebt bei ihrer Großmutter, einer Gräfin mit rätselhafter Vergangenheit. Sie soll das begehrte Geheimnis kennen. Hermann muss an das Geheimnis kommen, aber darauf lastet ein Fluch, der alle Beteiligten in den Abgrund reißt. Pique Dame ist die Geschichte eines Spielers, der untergeht in Fantasie und Wirklichkeit, Hoffnung und Wahnsinn. Die Sucht ist alles, was ihn antreibt. In der Inszenierung erleben wir die Welt durch Hermanns Augen.

Warum jetzt? Wenn die Sucht das Kommando übernimmt, wird es gefährlich für alle.

Große Bühne, 3 Std. 20 Min. inkl. Pause 1. / 4. / 7. / 13. November 2026

Rigoletto

Giuseppe Verdi

Der Hofnarr Rigoletto macht sich über alle und alles lustig. Ein Clown und ein Zyniker, über den viele lachen und über den sich viele ärgern. Rigoletto hat aber auch ein geheimes Privatleben, in dem es nicht um Späße geht, sondern um seine Tochter Gilda, die er über alles liebt und die er unbedingt beschützen will. Vor allem versteckt er sie vor seinem Herzog, einem windigen Frauenverführer. Natürlich geht das schief. Der Herzog trifft Gilda trotzdem, sie verliebt sich, wird entführt und der unglückliche Rigoletto tappt in die Falle der fiesen Höflinge. Als er erfährt, was mit seiner Tochter passiert, will er sich rächen und den Herzog ermorden lassen. Aber dann kommt es zu einer bitteren Verwechslung, und am Ende weint der Hofnarr über der Leiche seiner Tochter. Weil die Bühne aussieht wie der Publikumsraum der Deutschen Oper, wirkt die Inszenierung, als würde Rigoletto zwischen uns spielen.

Warum jetzt? Rigoletto verzweifelt an seinen Rollen. Könnte heute auch passieren.

Große Bühne, 2 Std. 35 Min. inkl. Pause 29. Januar; 3. / 5. / 19. Februar 2027

fan tutte

Treffen sich drei Männer und wetten auf die Treue oder Untreue von zwei Frauen. Das klingt heute unspielbar. Aber so einfach ist es nicht. Denn wir werfen einen neuen Blick auf die alte Geschichte. Und es gibt ja auch noch Mozarts Musik, die mehr über das Innenleben der Figuren zeigt als deren Worte. Die Handlung ist verwirrend: Zwei junge Männer sind davon überzeugt, dass ihre Verlobten ihnen bedingungslos treu sind. Ein gemeinsamer Freund glaubt das nicht und verführt sie zu einer zynischen Wette. Sie sollen abreisen, verkleidet zurückkommen und versuchen, ihre Frauen zu verführen. Gesagt, getan. Es geht aus, wie der Freund sagte. Allerdings schummelt der auch. «Così fan tutte», also «so sind sie alle»? Das Ende ist zwar versöhnlich, aber ein paar Gewissheiten sind ins Wanken geraten.

Warum jetzt? Was ist Liebe? Was ist Treue? Sehen wir das heute anders?

Große Bühne, 3 Std. 30 Min. inkl. Pause 28. Februar; 3. / 5. / 8. / 13. / 15. März 2027

Otello

Giuseppe Verdi

Als der Feldherr Otello siegreich aus einer Schlacht zurückkehrt, sieht zunächst alles gut aus. Das Volk jubelt ihm zu, seine Frau Desdemona erwartet ihn liebevoll. Alle könnten glücklich sein, wäre da nicht Jago, Otellos Offizier. Jago hasst Otello. Weil er Otellos Vertrauen genießt und keine Skrupel hat, fällt es ihm leicht, Otello zu zerstören.

Dabei setzt er an der empfindlichsten Stelle an: Otellos Glück mit Desdemona. Er streut hier und da Gerüchte, sie betrüge Otello mit dem Soldaten Cassio. Otello findet die von Jago platzierten vermeintlichen Beweise, und langsam wirkt das Gift der Eifersucht. Die Gefühle schaukeln sich hoch, und eines Nachts erwürgt Otello Desdemona, die ihre Unschuld beteuert. Dann kommt der ganze Betrug raus. Otello verzweifelt und bringt sich um. In unserer neuen Inszenierung schaffen filmische Elemente ungewöhnliche Perspektiven auf das Innenleben der Figuren.

Warum jetzt? Neid zerstört Menschen. Immer noch.

Große Bühne, 3 Std. inkl. Pause 16. / 20. / 25. / 28. April; 2. Mai 2027

Nabucco

Giuseppe Verdi

Der babylonische König Nabucco, auch bekannt als Nebukadnezar, sieht sich als allmächtiger Herrscher und unterdrückt die Hebräer*innen, die in Babylon im Exil leben. Einerseits geht es in Verdis Oper um die Spannungen und Gegensätze zwischen den Babylonier*innen und den unterdrückten Jüd*innen, die zurück in ihre Heimat wollen. Andererseits gibt es Konflikte in der Familie. Nabucco hat zwei Töchter, die Halbschwestern Abigaille und Fenena. Beide lieben den jungen Juden Ismaele, der die Hebräer*innen in die Freiheit führen will. Außerdem will Abigaille die Macht an sich reißen. Die Hebräer*innen hoffen auf Freiheit, die Töchter geraten aneinander und Nabucco wird wahnsinnig. Am Ende wird Nabucco durch Reue geläutert, seine machtgierige Tochter Abigaille stirbt. Eine Oper mit einer der bekanntesten Opernmelodien, mit großen Chorszenen und spannungsgeladenen Arien.

Warum jetzt? Eine Studie über die Wirkung der Machtbesessenheit.

Große Bühne, 2 Std. 45 Min. inkl. Pause 24. / 29. April; 5. / 8. / 14. Mai 2027

Antikrist

Antikrist hat keine Bühnenhandlung im klassischen Sinn. Eher ist es ein allegorisches Bühnenwerk über den Verfall der modernen Welt. Der Antichrist kommt auf die Welt und verführt die Menschen durch falsche Werte. Hochmut, Machtgier, Luxus, Egoismus, Sinnlichkeit und geistige Leere breiten sich aus. Verschiedene Figuren treten auf, beispielswiese der Mund, der große Worte spricht, hinter denen sich nichts verbirgt. Alle Gestalten verkörpern einen Anteil am Niedergang der Welt. Die Menschheit entfernt sich immer mehr von Gott und versinkt im Chaos. Am Ende bricht Gott die Macht des Antichristen, und das Böse wird überwunden. Entstanden ist das Werk des dänischen Komponisten Rued Langgaard zwischen den Weltkriegen. Es ist experimentell und ungewöhnlich, wird extrem selten gespielt und ist bei uns seit einigen Spielzeiten ein Überraschungserfolg.

Warum jetzt? Die Welt ist chaotisch. In besseren Bildern ist das kaum zu zeigen.

Große Bühne, 1 Std. 30 Min., keine Pause 16. / 21. / 27. Mai 2027

War Requiem

Benjamin Britten

War Requiem ist eine Mischung aus einem Requiem, also einer Totenmesse, und Gedichten von Wilfred Owen. Der Dichter Wilfred Owen stirbt als Leutnant kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs an der nordfranzösischen Front. Seine Gedichte und der lateinische Text der Totenmesse tragen das Werk. Es gibt keine Bühnenhandlung im klassischen Sinne, eher eine Struktur, die sich an Trauer, Schuld und Totengedenken orientiert. Das allgemeine Totengedenken des Requiems ist der eine Spannungsbogen, die persönlichen Erfahrungen der Soldaten im Krieg und die Hoffnung auf Frieden und Versöhnung bilden den anderen. Ein eindringliches Monument des Gedenkens. So steht das War Requiem für Pazifismus als künstlerische Haltung. Ein ungewöhnliches, eindringliches Werk. Das Bühnenbild schafft der Star-Fotograf Wolfgang Tillmans, der noch nie in der Oper gearbeitet hat.

Warum jetzt? Für den Frieden einstehen war immer nötig. Jetzt noch mehr.

Große Bühne, 1 Std. 30 Min. keine Pause 18. / 22. / 23. / 28. Juni; 1. / 2. Juli 2027

Sunville

Sofia Jernberg / Fiston Mwanza Mujila

Wie wollen wir leben? Die Frage wirkt einfach und ist doch offensichtlich schwer zu beantworten im Gefüge unterschiedlicher Interessen und Machtinstrumente. Fiston Mwanza Mujila, der kongolesische Autor, der in dieser Spielzeit an der Deutschen Oper Berlin zu Gast ist, hat den Text zu diesem Musiktheater geschrieben, Sofia Jernberg komponierte die Musik. Gemeinsam haben sie eine Geschichte, eine Vision, gefunden, in der Realität und Fiktion ineinanderlaufen, mit echten und erfundenen Figuren. Auf einer Insel kommen Überlebende des Meeres zusammen: Geflüchtete und Exilierte. Aus dem Nichts errichten sie eine neue Gesellschaft, ohne die alten Regeln von Herkunft und Macht. Klingt verrückt? Vielleicht ist es Realität. Beide Künstler*innen, also Sofia Jernberg und Fiston Mwanza Mujila, stehen in ihrem Werk selbst auf der Bühne.

Warum jetzt? Wir sollten mehr Utopien wagen.

Tischlerei, 80 Min., keine Pause 25. / 26. / 27. / 30. September; 1. / 2. Oktober 2026

15+ | Premiere

Lohengrin

Wäre es nicht schön, wenn es einen Helden gäbe, der allen Frieden bringt? In Wagners Oper Lohengrin scheint das erst einmal zu klappen. Als die junge Elsa beschuldigt wird, ihren Bruder ermordet zu haben, erscheint Lohengrin, ein geheimnisvoller Ritter in einem Boot, das von einem Schwan gezogen wird. Lohengrin kämpft für Elsa, gewinnt und heiratet sie unter der Bedingung, dass sie ihn nie fragt, woher er kommt. Das ehemals zerstrittene Volk und Elsa könnten glücklich und zufrieden sein. Intrigen und Misstrauen machen aber die Runde, und natürlich geht die Vertrauensfrage schief. Sie fragt und er verschwindet. Die Inszenierung stellt die Frage, ob der Held mit seinen falschen Schwanenflügeln nicht ein großer Manipulator ist. Nebenbei gibt es zwei Zitate für unterschiedliche Lebenslagen: «Nie sollst du mich befragen!» und «Du lieber Schwan!»

Warum jetzt? Ein Held wird die Welt nicht retten. Das müssen wir selbst tun.

Große Bühne, 4 Std. 30 Min. inkl. 2 Pausen 14. / 21. / 24. / 27. Februar; 7. März 2027

Music of Changes

John Cage

Das Musiktheater nach Kompositionen von John Cage ist eine völlig neue Interpretation einer ohnehin schon ungewöhnlichen Musik. Music of Changes ist eigentlich ein experimentelles Klavierstück, bei uns wird es zu einer verspielten musikalischen Reise durch das Werk von John Cage. Im Werk von Cage liegt heute noch, also hundert Jahre nach seiner Geburt, eine der radikalsten Antworten auf die grundlegenden Fragen unserer Gesellschaft: Wie kann es uns gelingen, eine Struktur zu schaffen, in der die unterschiedlichsten Töne nebeneinander existieren, ohne dass ein Ton den anderen dominiert, umdeutet oder auslöscht? Es geht um Macht, Bedeutung, Freiheit und den Raum der Möglichkeiten. Weil das Werk von Improvisation lebt, gleicht keine Vorstellung der anderen. Eine musikalische Art, gesellschaftliche Fragen neu zu stellen.

Warum jetzt? Das gab es noch nie. Also jetzt.

Turandot

Die chinesische Prinzessin Turandot will nicht heiraten. Deshalb hat sie sich ein grausames Ritual ausgedacht: Sie stellt Heiratskandidaten drei Rätselfragen. Wer sie nicht beantworten kann, wird enthauptet. Das sensationslüsterne Volk nimmt die Hinrichtungen als Unterhaltung. Bis sich Calaf in die Prinzessin verliebt und sich den Fragen stellt. Er beantwortet alle, Turandot will ihn trotzdem nicht. Da macht er ein Angebot: Wenn sie bis zum nächsten Morgen seinen Namen herausfindet, darf sie ihn köpfen, sonst wird geheiratet. In der Nacht suchen alle nach dem Namen, niemand schläft – «Nessun dorma». Beim großen Rätselraten wird die Sklavin Liù, die Calaf schon lange liebt, gefoltert, aber sie verrät nichts. Weil Puccini gestorben ist, bevor er Turandot beendet hatte, wissen wir nicht, wie es ausgeht. Unsere Inszenierung findet einen eigenen Weg aus dem Kreislauf aus Sensation und Grausamkeit.

Warum jetzt? Grausame Challenges als Belustigung kommen nie aus der Mode.

Große Bühne, 2 Std. 35 Min. inkl. Pause 1. / 6. / 9. / 11. Mai 2027

La forza del destino

In den Opern von Verdi geht es meistens um ein historisches Ereignis. Bei La forza del destino geht es um die Macht des Schicksals, das Menschen verbindet und auseinanderbringt, Kriege, ererbte Konflikte, unglückliche Liebesgeschichten.

Leonora und Don Alvaro lieben sich, aber die Familie ist gegen die Verbindung. Versehentlich erschießt Don Alvaro Leonoras Vater, und ihr Bruder Carlo schwört Rache. Das Schicksal führt die drei immer wieder zusammen, der Mix aus Rache und Missverständnissen mündet in der Katastrophe. Alvaro tötet Carlo, Leonora wird verletzt, Alvaro verzweifelt. Die Inszenierung schafft eine Verbindung zwischen dem spanischen Bürgerkrieg des 20. Jahrhunderts, dem Kampf gegen den Faschismus im Zweiten Weltkrieg und den Schrecken der Kolonialgeschichte.

Warum jetzt? Weil Geschichte sich nicht wiederholt, aber ähnelt.

Große Bühne, 3 Std. 45 Min. inkl. Pause 3. / 8. / 11. / 18. Oktober 2026

Georges Bizet

«Frei ist sie geboren, frei wird sie sterben». Bizets Carmen, eine der stärksten Frauenfiguren der Operngeschichte, unterwirft sich nicht. Keinem Mann und keinem Gesetz. Sie folgt nur ihren Gefühlen. Erst verführt sie den Soldaten Don José, und kaum liebt der sie auch, geht sie weiter zu einem Torero. Dem eigenen Tod sieht sie gelassener entgegen als irgendeiner Unterordnung und damit der typischen Opferrolle, die die Oper im 19. Jahrhundert für Frauen vorsieht. Carmen ist ein Skandal in ihrer Zeit und wird später zum Abziehbild der Femme fatale. In dieser Inszenierung werden all die Bilder aufgerufen und neu kombiniert. Das rote Flamenco-Kleid, das Torero-Kostüm, der Stier und das Blut werden überhöht, grotesk ausgespielt und reagieren auf unsere Zeit. Am Ende stirbt nicht nur Carmen für ihre Freiheit. Mit skurriler Komik und vielen bekannten Melodien.

Warum jetzt? Weil Femizid auch heute noch Thema ist.

Große Bühne, 3 Std. inkl. Pause 4. / 9. / 16. / 21. / 25. Oktober 2026; 4. / 6. / 12. März 2027

Elektra

Elektra ist eine uralte Geschichte von Schuld und Rache. Elektras Mutter Klytämnestra hat gemeinsam mit ihrem Geliebten Aegisth ihren Mann Agamemnon getötet. Die Jahre gehen ins Land, und alle anderen gewöhnen sich an die neuen Verhältnisse. Nur Elektra nicht. Sie will ihren Vater rächen, und weil sie als Frau nicht selbst die Axt schwingen kann, wartet sie auf ihren Bruder Orest. Sie ist allein und besessen von dem Gedanken. Als Orest endlich kommt, erschlägt er Klytämnestra und Aegisth. Nach dem Blutbad könnte Elektra eigentlich zufrieden sein. Aber die Rache hat sie wahnsinnig gemacht, und schließlich bricht sie in einem ekstatischen Tanz tot zusammen. Die alte Rache-Geschichte wird durch die moderne, ausdrucksstarke Musik von Strauss sehr intensiv erzählt. Die Inszenierung und das Bühnenbild zeigen die unendliche Einsamkeit der Tochter, die nur für die Rache lebt.

Warum jetzt? Unterschätze nie eine rachsüchtige Tochter.

Große Bühne, 1 Std. 45 Min., keine Pause 6. / 14. / 17. November 2026

Die Entführung aus dem Serail

Die Handlung von Mozarts Singspiel klingt wie eine klassische Märchenhandlung: Konstanze, ihre Zofe Blonde und ihr Diener Pedrillo werden von Seeräubern entführt und im Palast von Bassa Selim gefangen gehalten. Da versucht Konstanzes Geliebter Belmonte, sie zu befreien. Sie planen die Flucht, aber der Aufseher Osmin kommt ihnen auf die Schliche. Alle werden vor Bassa Selim gebracht und erwarten ihre Strafe. Aber der zeigt Großmut und lässt sie alle frei. Am Ende siegt nicht Gewalt oder List, sondern Vergebung. Die Geschichte könnte nett und naiv daherkommen, macht sie aber nicht. Das liegt zum einen an der Musik von Mozart, die den Figuren psychologische Tiefe gibt. Zum anderen liegt es an der Inszenierung, die zeigt, dass es manchmal nicht so einfach ist mit den widersprüchlichen Gefühlen.

Warum jetzt? Gefühle sind zeitlos. Und die*der Klügere gibt manchmal nach.

Große Bühne, 2 Std. 45 Min. inkl. Pause 3. / 5. / 9. / 18. Dezember 2026

Nixon in China

Nixon in China ist eine Oper über einen Staatsbesuch. Im Februar 1972 reist USPräsident Richard Nixon nach China und wird von Mao Tse-tung empfangen. Die Welt hält den Atem an. Nach jahrzehntelangem Schweigen und einer ständigen Bedrohungslage ist es die erste Annährung der rivalisierenden Großmächte. Das Treffen wird ein mediales Großereignis. Kameras und Mikrofone folgen Mao und Nixon auf Schritt und Tritt. Bei dem ganzen Besuch geht es nicht nur um die Gespräche, sondern um Bilder und Symbole, um Selbstinszenierung und Selbstbetrug. Die Inszenierung beleuchtet die Machtspiele des 20. Jahrhunderts. Gleichzeitig zeigt die Oper Mao, Nixon und ihre Frauen in ihrer Unsicherheit, ihrer politischen Härte, ihren Idealen und ihren Hoffnungen. Ein Bilderrausch mit Minimal-Music und einem Blick in eine gar nicht so ferne Vergangenheit.

Warum jetzt? Wer die Politik heute verstehen will, sollte sich die Politik von gestern ansehen.

Große Bühne, 3 Std. 30 Min. inkl. Pause 10. / 13. / 23. / 30. Januar 2027

Don Giovanni

Wolfgang Amadeus Mozart

Don Giovanni nimmt sich, was er will. Frauen verführt er reihenweise. Dabei interessiert es ihn kein bisschen, ob diese Frauen auch ihn wollen. Am Ende verführt er sie alle. Dann zieht er weiter, zum nächsten Abenteuer und zur nächsten Frau, ohne Rücksicht auf Verluste. In einer unglücklichen Situation wird er vom Komtur, dem Vater einer Begehrten, überrascht und tötet ihn. Nach und nach sammeln sich seine Opfer, sie tun sich zusammen und wollen ihn zur Rechenschaft ziehen. Aber Don Giovanni, der Getriebene, der Verführer und Freigeist, kennt keine Reue. Am Ende tritt der ermordete Komtur auf, um ihn zu bekehren. Don Giovanni weigert sich, seine Schuld einzugestehen, und landet in der Hölle. In der modernen Inszenierung erscheint Don Giovanni als zersplitterter Charakter, taumelnd von Abenteuer zu Abenteuer vor tiefschwarzem Hintergrund. Selten ist Mozart so düster und so spannend.

Warum jetzt? Es gibt sie noch, die Verführer, die glauben, alle haben zu müssen.

Große Bühne, 3 Std. 30 Min. inkl. Pause 14. / 21. / 24. / 28. März 2027

Salome

Salome ist eine Geschichte mit vielen Ebenen. Ursprünglich stammt sie aus der Bibel, im Theaterstück von Oscar Wilde kommen Themen aus der Psychoanalyse mit in die Figurenpsychologie und mit der ausdrucksstarken Musik von Strauss wird es noch extremer. Prinzessin Salome lebt am Hof ihres Stiefvaters Herodes. Bei einem Fest fühlt sich Salome abgestoßen von der erotisch aufgeladenen Atmosphäre und von Herodes‘ immer begehrlicheren Blicken. Sie flieht auf die Terrasse und hört die Stimme eines Gefangenen. Es ist Jochanaan, der das lasterhafte Leben am Hof verurteilt.

Salome ist fasziniert von der Stimme und will ihn unbedingt sehen. Das geht gründlich schief. Als sie ihn sieht, will sie ihn küssen, er aber verflucht sie. Jochanaan wird zu Salomes fixer Idee. Am Ende verspricht Herodes Salome, dass er ihr jeden Wunsch erfüllt, wenn sie für ihn tanzt. Sie tanzt. Und fordert den Kopf des Jochanaan, um seine Lippen zu küssen.

Warum jetzt? Besessenheit ist zeitlos.

Große Bühne, 1 Std. 45 Min., keine Pause 17. / 27. April; 4. Mai 2027

Don Carlo

Die Geschichte von Don Carlo nach Friedrich Schiller spielt in Spanien im 16. Jahrhundert. Prinz Don Carlo liebt Elisabeth von Valois. Die wird aber aus politischen Gründen mit seinem Vater, König Philipp, verheiratet. Carlo leidet unter der Ausweglosigkeit seiner Liebe und gerät in politische Machtkämpfe, denn sein bester Freund, der Marquis Posa, setzt sich für die unterdrückten Niederlande ein. Am Hof herrschen Misstrauen, Spionage, Druck und die Macht der Inquisition. Carlo gerät zwischen alle Fronten, wird von einer unglücklich verliebten Prinzessin verraten und der einzige Mensch, auf den er sich verlassen kann, ist sein Freund, der sich für ihn opfert. Bildgewaltig stellt die Inszenierung den Kampf um Freiheit, Glück und Unabhängigkeit heraus. Freiheit ist die größte Bedrohung der Macht. Mit allen, die dem Machterhalt gefährlich werden könnten, rechnet die Inquisition ab.

Warum jetzt? Autoritäre Mächte arbeiten mit den gleichen Mitteln. In jeder Zeit.

Große Bühne, 3 Std. 30 Min. inkl. Pause 29. Mai; 3. / 6. / 13. / 17. Juni 2027

Alle Altersgruppen

Music Circus

nach John Cage

«Einfach so viele Dinge wie möglich gleichzeitig geschehen lassen», schrieb John Cage 1967 als Konzept für den Music Circus – ein musikalisches «Happening», bei dem beliebig viele Personen gleichzeitig an einem Ort auftreten. Das Publikum entscheidet selbst, wohin es lauscht, wohin es sich bewegt. Der Dirigent Titus Engel bringt Laienmusiker*innen und Profis der Deutschen Oper Berlin für dieses Experiment zusammen. Alle sind eingeladen zu kommen und singen oder spielen, was sie können. Es muss nichts Neues dafür geprobt werden. Wer kann mitmachen? Alle! Einzelpersonen und Musiker*innen aller Genres, Kinder-, Jugend- und Erwachsenen-Chöre sowie Ensembles jeder Musikrichtung, (Jugend)Bands, kurz: jede*r. Kann ich spontan dazukommen? Ja, auch eine spontane Teilnahme ist möglich. Wo kann ich mich anmelden? community@deutscheoperberlin.de Warum jetzt? Gemeinsam Musizieren ohne Hierarchie und mit viel Spaß. Wann geht das schon!

12. Juni 2027, 14.00 Uhr

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Kartenbuchungen

Gruppen

gruppen@deutscheoperberlin.de

T + 49 30 343 84-343

Schulgruppen bei Schulvorstellungen

€ 8,00 je Schüler und € 8,00 je Begleitperson mit der Aufschlüsselung 1/10; weitere Begleitpersonen erhalten eine Ermäßigung von 25 % auf den regulären Kartenpreis.

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€ 10,00 je Schüler und € 10,00 je Begleitperson mit der Aufschlüsselung 1/10; weitere Begleitpersonen erhalten eine Ermäßigung von 25 % auf den regulären Kartenpreis.

Opernerlebnis-Tickets

Wenn Sie Schüler*innen in der Klasse haben, deren Familien sich den Opernbesuch nicht leisten können, melden Sie sich mit dem Stichwort «Opernerlebnis» bei uns, und wir ermöglichen diesen Personen (maximal 10 % der Schüler*innen je Schulklasse) den kostenlosen Vorstellungsbesuch im Rahmen einer Klassenbuchung.

Knirpskonzert / Expedition TIRILI

Tischlerei / Foyer, € 5,00 pro Person

Studierende / Auszubildende / FSJler*innen etc.

€ 20,00 pro Person, ab einer Gruppengröße von 10 Personen

Einzelpersonen / Familien

info@deutscheoperberlin.de

T + 49 30 343 84-343

Mo – Sa 9.00–20.00 Uhr

So, feiertags 12.00–20.00 Uhr

An der Tageskasse (Bismarckstraße 35)

Fr, Sa 12.00–19.00 Uhr

So–Do und feiertags geschlossen.

Bei Vorstellungen im Großen Haus öffnet die Abendkasse 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn. Für Vorstellungen in der Tischlerei gibt es keine Abendkasse.

Ermäßigungen

50 % Ermäßigung

erhalten Kinder und Schüler bis 21 Jahre, Wehr- und BundesfreiwilligendienstLeistende und Freiwilliges Soziales JahrLeistende, Studierende, Auszubildende und Erwerbslose.

€ 3,00 Tickets

erhalten Inhabende des Berechtigungsnachweises (zuvor: berlinpass) am Tag der Vorstellung an der Abendkasse. Nachweise der Berechtigungen sind bei Einlass bitte vorzuweisen.

Spezialangebote

Baby- u. Knirpskonzert, Expedition TIRILI

€ 5,00 pro Person | Foyer / Tischlerei

In 80 Tagen um die Welt | Große Bühne

€ 34,00 / ermäßigt € 10,00

Kinder tanzen | Große Bühne

€ 25,00 / ermäßigt € 10,00

Hänsel und Gretel | Große Bühne

€ 10,00 für alle bis 18 Jahre

Hamed & Sherifa | Tischlerei

€ 25,00 / ermäßigt € 10,00

Operntage

Acht Mal in der Saison 2026/27 bieten wir

Ihnen unseren neuen Operntag zum Einheitspreis an. An diesen Terminen kosten die Tickets für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre € 10,00, für alle anderen – unabhängig von der Platzwahl – € 34,00.

Die Zauberflöte

Mi., 2. September 2026, 19.00 Uhr

Lucia di Lammermoor

So., 13. September 2026, 16.00 Uhr

Pique Dame

Mi., 4. November 2026, 19.30 Uhr

Nixon in China

Mi., 13. Januar 2027, 19.30 Uhr

Le nozze di Figaro

Di., 2. Februar 2027, 19.00 Uhr

Salome

Di., 4. Mai 2027, 19.00 Uhr

Il barbiere di Siviglia

So., 30. Mai 2027, 16.00 Uhr

Sinfoniekonzert: Wagner Fantastique

Di., 29. Juni 2027, 19.00 Uhr

ClassicCard App

Für alle bis 30 Jahre: die ganze Welt der Klassik zu stark reduzierten Preisen. Über

150 Vorstellungen und Konzerte von 10 Veranstaltern. Im Vorverkauf kosten Karten für Oper und Ballett € 18,00, für Konzerte € 16,00, und an der digitalen Abendkasse ab 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn werden die Karten noch einmal günstiger und kosten für Oper und Ballett nur € 13,00, für Konzerte € 11,00. Die Jahresmitgliedschaft kostet einheitlich € 28,00.

Holt euch die ClassicCard App unter classiccard.de

Opernvorstellungen mit Audiodeskription

Als fester Partner des «Berliner Spielplan Audiodeskription» bieten wir ausgewählte Produktionen mit Live-Audiodeskription über Funk-Kopfhörer sowie Tastführungen an. Der Berliner Spielplan «Audiodeskription» wurde durch Förderband e.V. im Jahr 2019 als Pilotprojekt ins Leben gerufen und ist im Jahr 2026 in die Trägerschaft der Kulturinitiative Förderband GmbH (theaterhaus berlin) übergegangen.

Mehr über den Spielplan erfahren Sie unter blog.theaterhoeren-berlin.de.

Erleben Sie 26/27 folgende Vorstellungen mit Live-Audiodeskription:

Die Zauberflöte

24. November 2026; 15. Januar 2027

Hänsel und Gretel

27. Dezember 2026, 14.00 Uhr; 9. Januar 2027

Don Giovanni

21. März 2027

Il barbiere di Siviglia

23. Mai; 4. Juni 2027

Hinweise zu Vorstellungen mit Audiodeskription entnehmen Sie bitte unserer Homepage.

Die Finanzierung erfolgt über den Berliner Landeshaushalt, durch die LOTTO Stiftung Berlin und die Herbert Funke Stiftung.

Besucher*innen mit Behinderung

Unser Haus mit seinen beiden Spielstätten (Großes Haus, Tischlerei) ist generell barrierefrei. Wenden Sie sich bitte an unseren Karten- und Besucherservice. Wir beraten Sie in allen Belangen und Details sehr gerne.

T +49 30 343 84 343

Gäste mit Schwerbehindertenausweis mit dem Vermerk «B» erhalten in allen Preiskategorien eine kostenlose Karte für die Begleitung.

Die Station U2 / U7 «Bismarckstraße» ist barrierefrei und in unmittelbarer Nähe zur Deutschen Oper Berlin. Hier gibt es Fahrstühle zur Straßenebene.

Es stehen wenige PKW-Parkplätze unmittelbar an der Kreuzung Bismarckstraße / Richard-Wagner-Straße zur Verfügung.

Förderer und Kooperationen

Die Junge Deutsche Oper wird gefördert von der Karl Schlecht Stiftung.

Wir bedanken uns bei unseren Partner*innen und Förder*innen für die gute Zusammenarbeit und die großzügige Unterstützung.

TandemDie Junge Deutsche Oper ist aktiv in folgenden Netzwerken:

Impressum

Das Team der Jungen Deutschen Oper

Leitung Fanny Frohnmeyer frohnmeyer@deutscheoperberlin.de

Mitarbeit Anne Keil, Emily-Marie Schmidt, Madeleine Kandschur, Thurid Raupach (FSJ Kultur)

Freie Mitarbeitende Senta Aue, Andrej Bartmann, Dorothea Böhland, Niklas Brubach, Pauline Jacob, Elly Jarvis, Kay Keßner, Jessica Kioumourtzis, Susanne Lawrenz, Chris Luers, Lukas Macher, Orlando Meier-Brix, Henriette Mödig, Sylvia Neugebauer, Charlie Rackwitz, Jörg-Peter Riekert, Cathrin Romeis, Lisa Schmalz, Franziska-Marie Scholz, Tillmann Triest

Termine nach Absprache, Buchung unter: jungedeutscheoper@deutscheoperberlin.de

Für Fragen und Beratung erreichen Sie uns

auch unter: +49 30 343 84-474

Deutsche Oper Berlin

Bismarckstraße 35 10627 Berlin

www.deutscheoperberlin.de

Herausgeber

Deutsche Oper Berlin, 2026

Stiftung Oper in Berlin Stand: 3. Juni 2026

Intendant Dr. Aviel Cahn

Geschäftsführender Direktor Thomas Fehrle

Verantwortlich Beate Breidenbach (Chefdramaturgin)

Redaktion

Leitung Junge Deutsche Oper Fanny Frohnmeyer

Chefdramaturgin Beate Breidenbach

Corporate Design und Konzept BOROS

Gestaltung und Satz

Sandra Kastl

Abbildungen

Thomas Aurin S. 46

Nancy Jesse S. 2

Marcus Lieberenz S. 43, 45

Bettina Stöß S. 44, 47–50

Herstellung

PIEREG Druckcenter Berlin GmbH

Änderungen vorbehalten

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Jugend & Familie

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Hinter die Kulissen schauen, Zaungast bei Proben sein, den Weg von der Konzeption bis zur Premiere erleben: Der Youtube-Kanal der Jungen Deutschen Oper und des Kinderchores der Deutschen Oper Berlin gibt zahlreiche Einblicke in Instrumentenvorstellungen, Trailer und Dokumentationen der partizipativen Projekte der letzten Jahre. Viel Spaß beim Stöbern!

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Schulvorstellungen, Opern- und Musikworkshops sowie Einblicke hinter die Kulissen u. a.

Kita

Mobile Kitavorstellungen, Vorstellungen in der Oper, Musik- und Opernworkshops u. a.

Bei Interesse Mail an: jungedeutscheoper@deutscheoperberlin.de

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Deutsche Oper Berlin: Junge Deutsche Oper Saison 26/27 by Deutsche Oper Berlin - Issuu