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Farbe verstehen (JOVIS Verlag)

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FRIEDERIKE TEBBE

GRÜN HÖREN GELB DENKEN // FARBE VERSTEHEN


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INHALT REALIT Y BITS beobachten

MAT THIAS HARDER

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GRÜN HÖREN

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ALLTAG ANDERS ALS KUNST

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GELB DENKEN

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FARBE ANDERS ALS ALLTAG

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FARBE IN ERINNERUNG

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FARBE IN FORM

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VORLAGE UND VORSTELLUNG

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FARBFINDUNG

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PROJEKTE

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BILD/TEX TNACHWEISE / IMPRESSUM

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REALITY BITS Farbe als Wahrnehmungsfeld

Matthias Harder

Was ist Ihre Lieblingsfarbe? Jeder hat eine Lieblingsfarbe, meine ist Blau, ein dunkles Ultramarinblau; zugegeben, das ist nicht sonderlich originell. Doch diese Farbe, so empfinde ich es zumindest, entspricht mir, meinem Wesen. Wahrscheinlich bin ich in dieser unbewussten Entscheidung bloß geprägt durch irgendeine frühkindliche Erfahrung; ich verbinde damit vermutlich etwas Positives, an das ich mich nicht mehr erinnere, und schon wird daraus eine Lieblingsfarbe. Farben sind nicht nur gesellschaftliche und kunsthistorische Symbolträger, sie rücken nicht nur bestimmte Gegenstände in einem Gemälde illusionär nach vorn und andere nach hinten, sondern sie transportieren und lenken auch Gefühle und Stimmungen. Und ihre Rezeption ist ziemlich individuell. Doch wenn wir alles weglassen, was über Farbe gemeinhin gesagt wird, was mit ihr assoziiert wird, wie sie auf unsere Psyche und Physis zu wirken scheint, was bleibt dann übrig? Eine bloße RAL-Nummer, die Goethe’sche Farbenlehre, vielleicht etwas diffus Emotionales. Das dürfen wir nicht zulassen. Glücklicherweise erkennen wir, anders als die Tiere, die zumeist viel weniger Farbrezeptoren in ihren Augen haben, selbst feinste Abstufungen eines Farbtons. Und glücklicherweise gibt es Farbexperten und Künstler wie Friederike Tebbe. Sie öffnet unsere Augen, nicht nur für die kleinsten Farb­ nuancen inklusive der so reichen Graupalette, sondern grundsätzlich für die unzähligen Möglichkeiten, Farben subtil zu kombinieren oder aufeinanderprallen zu lassen. So wie in Tebbes Farbräumen haben wir Farben selten gesehen. Nur wenige Kreative machen Farbe, jenseits des klassischen Mediums der Malerei, zu ihrem alleinigen Aufgabengebiet. Friederike Tebbe ist eine von ihnen, und blickt man auf die von ihr bisher realisierten Projekte, ob frei oder

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BEOBACHTEN „Nicht was wir betrachten ist entscheidend, sondern was wir sehen.“ Henry David Thoreau

Unsere Welt ist eine farbige. Farben schaffen Ordnung, Inszenierung und Orientierung, wir sehen Farbe vor Kontur. Unser Sehapparat unterscheidet bis zu elf Millionen Nuancen – unser Wortschatz hält dafür immerhin noch 5000 Begriffe bereit. Dieser Reichtum der Sinneseindrücke schrumpft in unserer bewussten Wahrnehmung allerdings zusammen auf gerade einmal etwa acht Farbtöne, die wir einigermaßen treffsicher aus der Erinnerung zu identifizieren vermögen. Wir lieben Farben; nahezu jeder von uns hat eine Lieblingsfarbe und eine, die er oder sie gar nicht leiden kann. Dennoch nehmen wir Farbe nicht wirklich ernst. Anders als „kratzig“ oder „laut“ richtet „blau“ – vordergründig – keinen Schaden an. Da ist es nicht verwunderlich, dass an Farbigkeit in gestalterischen Prozessen oft zuletzt gedacht wird. Ob eine Hose oder ein Auto nun rot oder blau ist, diese Frage verblasst neben „wirklich relevanten“ Aspekten wie der Passform oder der Leistungsfähigkeit des Motors. Welche Farbe die Dinge haben, scheint zunächst nicht sonderlich wichtig. Bis es an die Erweiterung unserer eigenen Garderobe, die Anschaffung eines neuen Autos oder die Neugestaltung unserer Wohnräume geht. Dann ändert sich unser Verhältnis zur Farbe schlagartig. Plötzlich löst das, was eben noch eine nebensächliche Selbstverständlichkeit war, Ratlosigkeit oder gar Verzweiflung aus: Welche Kombinationen gibt mein Kleiderschrank her? Warum kommt meine Lieblingsfarbe in der Trendpalette der Autoindustrie gerade nicht vor? Und welcher Farbton steht meinem Sofa wohl am besten? Prompt werden Vorlieben, Vorstellungen und Vorbehalte wach und entschieden vorgetragen. Dabei wissen wir

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meist nicht, woher sie kommen und wie begründet sie sind, es ist eher „so ein Bauchgefühl“. Häufig fehlt es uns an Erfahrung im Umgang mit Farbe – obwohl oder gerade weil sie uns so massenhaft umgibt – und an Kenntnis über ihre doch recht komplexen Wirkungszusammenhänge. Aber unsere Entschiedenheit im (Bauch-)Gefühl und gleichzeitige Unentschiedenheit angesichts der überfordernden Auswahl der „idealen“ Farbe aus dem riesigen Spektrum des Angebots macht bereits eines deutlich: dass es sich hier um alles andere als eine harmlose Sache handelt. Ähnlich dem Geschmack oder Geruch ist Farbe imstande, unser Empfinden stark zu beeinflussen und zu beeinträchtigen. Als ein Medium, das sich ständig verändert, ist sie dabei nur schwer in den Griff zu kriegen. Genaues Hinsehen ist die wichtigste Voraussetzung, um uns in der Farbe zurechtzufinden. Nur wie geht das: sehen, erkennen, verstehen und beurteilen lernen? Wie können wir uns in dem Meer von Farben, das uns alltäglich umgibt, das so beliebig und vielfältig erscheint, unsortiert und verwirrend, reizvoll und unverständlich, einen Überblick verschaffen, wie unsere Aufmerksamkeit schärfen und das Unterscheidungsvermögen schulen? Indem wir genauer hinsehen und dieser Betrachtung folgen, können wir eine Menge über Farbe und ihre Wirkungszusammenhänge erfahren. Ganz bewusst verzichtet dieses Buch darum auf Anleitungen zum guten Geschmack, auf Gestaltungsanweisungen oder Rezepte, wann Sie Rot wie einsetzen sollten und wie Gelb das Denken unterstützt. Vielmehr möchte es Sie dabei unter­stützen, Ihre Sinne für die Farbwelt zu schärfen: Beobachten Sie, was Sie sehen, wie Sie sehen und was Sie zu sehen glauben. Sammeln Sie diese Eindrücke und Erkenntnisse wie in einem Album. Fotografieren Sie, schneiden Sie aus, pinseln Sie – und wenn Ihnen dafür die Zeit fehlt, schauen Sie sich einfach nur aufmerksam um. Versuchen Sie die Dinge bedeutungs- und wertfrei zu betrachten; allein das ist schon schwieriger als zunächst ver­mutet und erfordert eine gewisse Distanz. Die aber weitet den Blick. Also wechseln Sie ruhig einmal die Perspektive, betrachten Sie Ihre Umwelt von unten, von oben oder mit den Augen eines Außerirdischen. Stellen Sie sich vor, Sie sähen die Dinge zum ersten Mal und konzentrieren Sie sich allein auf Farbe und Form dessen, was Sie beobachten.

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„Maler kennen ein Rezept, um die Farben einer Landschaft lebendiger, reicher zu 
sehen: Sie drehen sich um, spreizen die Beine und bücken sich so tief, daß sie zwischen den Beinen hindurchsehen können. Die intensive Farbempfindung soll mit der größeren Blutmenge im Kopf zu tun haben. Mindestens genauso eindrucksvoll ist bei mir der Effekt, wenn ich den Oberkörper zur Seite beuge, bis sich mein Kopf in der Waagerechten befindet. Betrachten Sie in dieser Haltung beispielsweise den Erdschatten. (…) Auch Vaughan Cornish zufolge reicht es aus, sich auf die Seite zu legen. Er führt dies darauf zurück, daß das bekannte Phänomen der Überschätzung vertikaler Winkel dann fortfällt (…), so daß Farbabstufungen scheinbar größer sind. Fraglich ist, ob diese Erklärung auch für den Effekt bei gebückter Haltung zutrifft.“ Marcel Minnaert: Licht und Farbe in der Natur

No. 27 True Beauty

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Sehen Sie mehr seitlich oder eher geradeaus?

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GELB DENKEN Von Vorlieben, Abneigungen und Vorurteilen

In Erinnerung behalten wir Eindrücke von Farben – nicht Farbe an sich. Diese Eindrücke sind fest verknüpft mit bestimmten Bildern und diese Bilder wiederum eingebunden in einen ganz spezifischen Zusammenhang von Zeit, Raum und persönlicher Befindlichkeit. Nicht ein Farbton allein, sondern seine Einbettung entscheidet darüber, wie wir ihn empfinden. Welche Bedeutung hat Farbe in unserem Alltag, und was tragen Aspekte wie Kultur, Generation, Geschlecht, kollektive und individuelle Entwicklungsgeschichte zu dieser Bedeutung bei? Gibt es tatsächlich einen Farbton, der beim Denken hilft? Wie sieht er aus, und wo und wie will ich ihn sehen? Warum ist gelb fröhlich und braun langweilig?

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UNSERE Antworten auf diese Fragen speisen sich aus unseren Erinnerungen und Erwartungen, und den damit verbundenen Vorstellungen und Assoziationen. Diese Voreinstellungen lenken unseren Blick, machen uns für bestimmte Töne blind und besonders empfänglich für andere. Für die ge­stalterische Arbeit ist es unbedingt sinnvoll, sich diesen Zusammenhang immer wieder zu vergegenwärtigen und diese uns bis zur Unkenntlichkeit wohlvertrauten Verknüpfungen zu lösen, um einen möglichst unverstellten Blick auf das Zusammenspiel der Farben zu ermöglichen.

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Farbe als Erinnerung Unser individueller Farbspeicher ist ein wenig erforschtes und reflektiertes Feld innerhalb unserer Wahrnehmungsarchitektur und der Kommunikation mit anderen. Dieses Feld lässt sich in Bewegung bringen, sodass man bewussten wie unbewussten Deutungsmustern und Verarbeitungspfaden und der eigenen Wahrnehmung folgen kann. „Flashback©“ ist ein Abfrageformat, das der Frage nachgeht, ob und wie wir uns an oder mithilfe von Farbe erinnern. In Anlehnung an ein Fotoalbum der Kindheit werden dazu neun Schlüsselbegriffe aufgeführt, denen jeweils ein Farbton zugewiesen werden soll, an oder über den wir uns in dem aufgeführten Zusammenhang erinnern. Hier geht es nicht darum, dem Begriff aus heutiger Perspektive assoziativ eine Farbe zuzuteilen, sondern die Erinnerung an einen ganz konkreten Farbeindruck abzurufen, wiederzubeleben. Wichtig ist dabei, den Träger dieses Farbeindrucks möglichst genau zu benennen. Im Vordergrund steht die Frage, ob und wie sich die Erinnerung an und über Farbe im wahrsten Sinne des Wortes dingfest machen lässt und wie verfügbar dieser Zugriff ist. Eine Auswertung erfolgt hier nicht, die Farbauswahl wird keinen Persönlichkeitstyp abbilden. Vielmehr ist, wie so oft, auch hier der Weg das Ziel: die Reise in und durch Ihr inneres Bild- und Farbarchiv. Die Zuordnungen werden gesammelt und gespeichert. Anhand dieser Sammlung lässt sich beobachten, ob und in welchen Zusammenhängen Übereinstimmungen in der Farbwahl auftreten, wie häufig ein dazugehöriger Farbträger überhaupt benannt werden kann. Man kann beobachten aus welchen Bereichen die Referenzen kommen (Kleidung, Interieur, Natur et cetera) und ob sich gruppenspezifische Übereinstimmungen (Alter, Geschlecht, Beschäftigung) erkennen lassen. Diese Zuordnungen sind beweglich, sie sind abhängig von unserem gegenwärtigen Befinden, dies wird deutlich, wenn man den Test zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt und möglicherweise in entsprechend anderer Verfassung auch andere Verknüpfungen findet. www. Farbarchiv.de/flashback

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FLASHBACK – White Wall TU Berlin 2014

ZUHAUSE

MUT TER

SCHULE

VATER

FREUNDSCHAFT

OMA /OPA

SICHERHEIT Kostüm Modeschmuck Mohairpulli Lederjacke Augen Bluse

ANGST

Unterwäsche Portemonnaie Handtasche Pullover Haut Schürze Lippenstift Haare Strickpullover

ZUNEIGUNG

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KÜnnen Sie ein warmes Rot beschreiben, während Sie ein Blau betrachten?

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Wissen, Erfahrungen und entsprechend vorgefasste Wertungen können den Blick auf die Farbe verstellen und eine genauere Analyse der Wirkungszusammenhänge beeinträchtigen. Wesentlich fruchtbarer ist es, die Umgebung mit den Augen eines Malers zu betrachten. Decken Sie einzelne Bildstellen (Farben) ab und sehen Sie, wie sich das Farbgefüge verändert. Vielleicht entdecken Sie dabei, was für eine entscheidende Rolle der kleine rote Streifen hinten links im Bild spielt oder wie anders es wirkt, wenn Sie mit der Hand das Rot im Vordergrund verdecken.

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VORLAGE UND VORSTELLUNG Kommunikation 체ber Farbe l채uft meist 체ber Vergleiche und Analogien. Kontext, allgemeine Sehgewohnheiten und anwendungsspezifische Kriterien sind entscheidende Aspekte bei der Beurteilung von Farbe. Auf welche Vergleiche und Kriterien greifen Sie bei der Bewertung und Beschreibung eines Farbtons zur체ck?

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VIERKANTGELB


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Kaum ein Vorurteil ist so verbreitet und horizontverkleinernd wie das der vermeintlichen „natürlichen“ Farbigkeit. Unter „Farben der Natur“ laufen im Sprachgebrauch meist erdige, warme Rot- und/oder Gelbtönungen sowie „natürliche“ (?) Grüntöne. Hier hat auch niemand mehr Probleme mit dem sonst so ungeliebten Braun. Natürlich sieht es in der Weite der Landschaft, die wir verklärend als Natur bezeichnen, überwiegend so aus. Sieht man aber genau hin, zeigt sich: es sind die Farben nirgendwo so leuchtend wie in der Natur. Selbst das vertraute Herbstszenario offenbart bei genauer Betrachtung sehr intensive Gelb-, Orange- und Rottöne. Sowohl Fauna als auch Flora bieten ein starkes Farbspektrum auf, um sich bemerkbar zu machen. Die vielen sogenannten natürlichen Farben in Verwendung sind eher besagter Fernsicht und den Herstellungsverfahren geschuldet, denn knallige Farbpracht lässt sich als Körperfarbe fast nur synthetisch herstellen. In großer Fläche empfiehlt sich eine solche Farbigkeit sicher weniger, als Akzent oder Kontrastelement aber spielen diese Töne oft eine entscheidende Rolle. Es gilt auch hier das richtige Maß und die stimmige Einbettung zu beachten.

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Ein Beispiel dafür, dass Farbe eben nicht alles reißen kann. Was hier architektonisch, wenn man diesen Begriff in diesem Zusammenhang überhaupt verwenden kann, schiefgegangen ist, ist auch durch ein vermeintlich „freundliches Gelb“ (das größte Missverständnis der Fassadengestaltung – zumindest in Berlin) nicht zu retten.

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Pro PORTION

Wieviel wovon in welcher Form. Einen ganzen Raum, eine Wand oder nur eine Vase? Starke Farben mögen vollflächig anspruchsvoll sein, als Akzente innerhalb eines Gefüges sind sie äußerst effektiv.

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WILLY- B R ANDT-SCH U LE NEUBAU | WARSCHAU, 2014 LEISTUNG: FARBKONZEPT INTERIOR AUFTR AGGEBER: VOLKER STA AB ARCHITEK TEN

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OG II | Skies Wide Open 150

OG I | Cannon Beach Foam

EG | Gretel im Busch

FR AU NHOFE R- EINRICHTU NG FÜ R MARINE BIOTECHNOLOGIE NEUBAU | LÜBECK 2015 LEISTUNG: KUNST AM BAU >> FARBKONZEPT PARTNER: MÜLLER REIMANN ARCHITEK TEN

UG | Silver Scales

Interior / Exterior | Bleach 14

Exterior II | Weeping Peaches

Exterior I | Big Valley

Exterior III | Turdus Merula

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VILL A K AMPFFME YE R UMBAU UND RESTAURIERUNG EINER DENKMALGESCHÜTZTEN VILL A | POTSDAM 2016 LEISTUNG: FARBKONZEPT und AUSSTAT TUNG AUFTR AGGEBER: PRIVAT

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ERDGESCHOSS

OBERGESCHOSS

Halle | Red Silk Splendour

Flur | Serendipity

Bibliothek | Green Spades

Schlafen | Münster

Salon | Jungfer im Grünen

Arbeiten | Prim Beige

Musikzimmer | Yellow Silk Sense

Gartenzimmer | Hint of Mint

Speisezimmer | Mauve Must Have

Küche/Essen | Dunabar 76 + 78

Nebentreppenhaus | Flemish Blues 557

Wohnen | Spinnenseide

Kind | Fibonacci

Gäste II | Elephant Imprint

Gäste I | Oldenburg

Galerie | Berry Freeze 1920

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CAMPUS WESTE ND II – INSTITUT FÜ R PSYCHOLOGIE , E RZIE H U NGS - U ND G ESE LL SCHAF TSWISSE NSCHAF TE N NEUBAU | FR ANKFURT 2012 LEISTUNG: FARBKONZEPT AUFTR AGGEBER: MÜLLER REIMANN ARCHITEK TEN


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FRIEDERIKE TEBBE , geb. 1961. Studium der Philisophie in Bonn und München, und der Malerei an der Akademie der bildenden Künste in München. Als ausgebildete Künstlerin hat Friederike Tebbe einen besonderen Blick auf den Zusammenhang von Farbe und Raum. Künstlerisch behandelt sie dieses Thema in großflächigen Farbinstallationen (1. Preis Kunst am Bau für den Neubau Bundesnachrichtendienst Berlin, Zusammenarbeit mit Anette Haas | Realisierung 2016) und in ihren fotografischen Arbeiten. Seit 2001 betreibt sie in Berlin das “studio farbarchiv” für Farbgestaltung und Interior Design und bietet projektbezogene Beratung für Architekten, De­ signer und Unternehmen sowie für private Auftraggeber. In Zusammenarbeit mit international namhaften Büros entwickelt sie Farbkonzepte für Architektur, darunter Projekte wie das Puschkin Museum in Moskau, die Helmut Newton Stiftung und das Innenministerium in Berlin. Zu Ihrem Portfolio gehören auch zahlreiche denkmalgeschützte Objekte, darunter die Philharmonie in Berlin, die Kunstkammer in Wien, der Berliner Dom und die Villa Kampffmeyer in Potsdam.

MATTHIAS HARDER , geb.1965. Seit 1995 tätig als Kurator weltweiter Ausstellungen von zeitgenössischer Kunst und Fotografie. Seit 2004 ist er am Museum für Fotografie / Helmut Newton Stiftung in Berlin an­sässig. Er publiziert darüberhinaus regelmäßig in internationalen Kunst­­zeitschriften sowie Essays in Büchern und Ausstellungskatalogen.

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