Ort der Geborgenheit: Kinderspital von Herzog & de Meuron A Sanctuary: Children’s Hospital by Herzog & de Meuron
Sonderteil Interiors: Free Jazz im Friseursalon Interiors Special: Free Jazz in the Hair Salon
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Ort der Geborgenheit: Kinderspital von Herzog & de Meuron A Sanctuary: Children’s Hospital by Herzog & de Meuron
Sonderteil Interiors: Free Jazz im Friseursalon Interiors Special: Free Jazz in the Hair Salon



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Schnell, zuverlässig, kostengünstig –hält der Modulbau, was er verspricht?

Die Facetten sind vielseitig: Welche Art der Vorfertigung ist für welche Aufgabe geeignet? Systemhersteller liefern individuelle Lösungen von der Stange. Wie atmosphärisch können modulare Räume wirklich sein? Wann zahlt es sich aus, Sonderlösungen zu entwickeln?
Der Fachkongress von DETAIL zeigt gebaute Beispiele, ihre Entstehungsgeschichte und wie sich die Rolle des Architekturbüros beim Bauen mit Modulen verändert.
Moderation
Hybrid-Veranstaltung
Frank Kaltenbach (Redaktion DETAIL, München)
Jeanette Kunsmann (Chefredakteurin DETAIL, München)
15. Oktober 2026
14:00 – 19:00 Uhr (Einlass: 14:00 Uhr, Beginn: 14:30 Uhr) München und online
detail.de/modulbau-2026
Sponsoren
Die Anerkennung als Fortbildungsveranstaltung ist bei mehreren Architektenkammern angefragt.
Gute Gestaltung kann menschliche Heilungsprozesse beeinflussen und unterstützen. Da Genesung kein Zustand ist, sondern ein Prozess, verlangt dies nach einem Übergangsraum, der Transformation fördert und soziales Miteinander ermöglicht. Raum dient nicht als ergänzende Medizin, sondern als Umgebung mit eigener Wirkung.
Meistens ist es erst die Abwesenheit von Gesundheit, die uns dazu bringt, dass wir uns mit ihr auseinandersetzen. Das war bei Charles Jencks so, der nach der Krebsdiagnose seiner Frau den Grundstein für die nach Maggie Keswick Jencks benannten Therapiezentren legte. Das erste Maggie’s Centre, das vor 20 Jahren in Edinburgh eröffnet wurde, beschreibt Jencks als „Architektur der Hoffnung“ (Seite 108). Auch Roger S. Ulrich, zuletzt Architekturprofessor in Schweden, untersuchte Mitte der 1980er-Jahre die Wirkung der Natur auf die Gesundheit, weil er selbst erkrankt war. Ihm konnte die Natur bei der Genesung helfen,
Good design has the power to influence and support the human healing process. Because recovery is a process rather than a static state, it requires transitional spaces that foster transformation and facilitate social interaction. In this context, space does not merely serve as a form of complementary medicine; it is an environment with an agency of its own.
Often, it is only the absence of health that prompts us to truly examine it. This was the case for Charles Jencks, who, following his wife’s cancer diagnosis, laid the foundations for the therapy centres named after Maggie Keswick Jencks. Jencks described the first Maggie’s Centre, which opened 20 years ago in Edinburgh, as an “architecture of hope”
worauf hin Ulrich die Urstudie für alle folgenden Planungsansätze rund um die Konzepte einer „Healing Architecture“ veröffentlichte.
Diese Ausgabe stellt beispielhafte Sonderbauten aus dem Gesundheitsbereich vor, die genau das bieten. Die Klinik für mentale Gesundheit von C. F. Møller in London (Seite 100), das Gesundheitszentrum von Dorte Mandrup in Kopenhagen (Seite 46) oder das Kinderspital in Zürich von Herzog & de Meuron (Seite 60) stehen dabei kleineren Modellprojekten wie den Gesundheitskiosken als dörfliche Infrastruktur der medizinischen Grundversorgung in Thüringen von Pasel-K Architects (Seite 74) gegenüber. Genesung kennt keinen Maßstab.
Die Wirkungszusammenhänge von Architektur und Leben sind längst nicht zu Ende erforscht. Die junge Disziplin in der Architektur bleibt in Bewegung.
Jeanette Kunsmann zchefredaktion@detail.de

(page 108). Similarly, Roger S. Ulrich, most recently a professor of architecture in Sweden, investigated the impact of nature on health in the mid-1980s while facing his own illness. His personal experience of nature’s restorative power led him to publish the seminal study that underpins all subsequent design approaches within the field of “healing architecture”.
This issue presents exemplary special-purpose buildings from the healthcare sector that achieve exactly this. The mental health clinic by C. F. Møller in London (page 100), Dorte Mandrup Arkitekter’s healthcare centre in Copenhagen (page 46), and the Children’s Hospital in Zurich by Herzog & de Meuron (page 60)
1996 wurde das erste Maggie’s Centre in Betrieb genommen. Entworfen von Richard Murphy Architects, dient es dem Western General Hospital in Edinburgh.
are contrasted with smaller-scale pilot projects, such as the health kiosks designed by Pasel-K Architects as rural primary care infrastructure in Thüringen (page 74). Healing, it seems, knows no scale.
The complex correlations between architecture and life are far from fully understood. As a young discipline, this field of architecture remains in constant flux.
wollen zurück zu den Wurzeln des Centre Pompidou“
Aim to Reaffirm the Centre Pompidou’s

Im Rahmen der IBA Thüringen wurde ein neues Konzept erprobt: Gesundheitskioske sollen die medizinische Versorgung im ländlichen Raum verbessern.
As part of IBA Thüringen, a new concept was piloted: health kiosks aim to improve medical care in rural areas.
Nicolas Moreau und Hiroko Kusunoki im Interview: 2015 gewann das Pariser Büro den Wettbewerb für das Guggenheim Museum in Helsinki.
Interview with Nicolas Moreau and Hiroko Kusunoki: In 2015, the Paris studio won the competition for the Guggenheim Museum in Helsinki.


Prozess
46 Gesundheitszentrum in Kopenhagen (DK)
Health Centre in Copenhagen (DK)
Dorte Mandrup
60 Kinderspital in Zürich (CH)
Children’s Hospital in Zurich (CH)
Herzog & de Meuron
Typologie
Typology
74 Gesundheitskioske in Thüringen (DE) Health Kiosks in Thuringia (DE) Pasel-K Architects
82 Gesundheitszentrum in Charleval (FR)
Health Centre in Charleval (FR) Combas Architectes
88 Victory Wellness Center in Los Angeles (US) Patterns
WErgänzende Fotos, Pläne und weitere Projekte zu dieser Ausgabe haben wir auf unserer Webseite für Sie zusammengestellt.
We have compiled additional photos, plans, and further projects for this issue on our website.
detail.de/4-2026
Eine neue Lamellenfassade wertet die Universitätsklinik in Sabadell auf – auch die neu strukturierte Abteilung für Kinderheilkunde.
A new louvred facade enhances the university hospital in Sabadell –including the restructured paediatrics department.
94 Sanierung einer Kinderklinik in Sabadell (ES)
Paediatric Clinic Renovation in Sabadell (ES)
Sulkin Marchissio, Llongueras Clotet
100 Universitätsklinik Springfield in London (GB) Springfield University Hospital in London (GB)
C. F. Møller Architects
Essay
106 Gesundheit fängt beim Bauen an Health Starts with Building
Jeanette Kunsmann
Herzog & de Meuron
Das neue Universitäts-Kinderspital in Zürich vereint eine hochmoderne medizinische Infrastruktur mit naturnaher Architektur, die den jungen Patienten und ihren Familien ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt. Viel Holz, Licht und augenzwinkernde Details schaffen eine heilsame Umgebung.
The new University Children’s Hospital in Zurich unites state-of-the-art medical infrastructure with near-nature architecture that conveys to young patients and their families a sense of comfort. Ample wood, light, and endearingly humorous details create a healing environment.


Willkommensgeste: Im Kinderspital stehen die großen Flügel am Haupteingang jederzeit offen. Der Blick fällt in den ersten begrünten Innenhof.
A welcoming gesture: In the children’s hospital, the large wings of the front entrance gate are open at all times. The view is directed into the green interior courtyard.
Am 2. November 2024 war es soweit: 3000 Mitarbeitende und 62 junge Patientinnen und Patienten zogen aus dem Altbau des Kinderspitals Zürich in den Neubau am südöstlichen Stadtrand. 24 Rettungswagen und weit über tausend helfende Hände sorgten für einen reibungslosen Umzug. In den neuen Zimmern angekommen, staunten die Kinder und bei manchen Eltern flossen Tränen der Erleichterung: Mit warmem Holz, viel Tageslicht und Blicken ins Grüne wirken die Zimmer einladend und freundlich. Und wer das Gebäude schon von außen gesehen hat, stellt sich vielleicht vor in einem kleinen Chalet zu sein, denn jedes Zimmer hat sein eigenes schräges Dach.
Hochfunktionales Gebäude für Menschen
Das Universitäts-Kinderspital Zürich ist eine 150 Jahre alte Institution. Weit über die Grenzen der Schweiz hinaus gilt es als führendes Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin. Doch der Altbau in Zürich-Hottingen wurde zu klein und konnte die wachsenden technischen und betrieblichen Anforderungen nicht mehr erfüllen. Darum schrieb die private Trägerin, die Eleonorenstiftung, 2011 einen Wettbewerb aus, den Herzog & de Meuron für sich entscheiden konnten. Nach fünf Jahren Planung und sechs Jahren Bauzeit öffneten im Herbst 2024 zwei völlig unterschiedliche Gebäude im Gesundheitscluster Lengg ihre Türen: Ein klinisch-weißer, zylindrischer Turm nimmt Hörsäle, Labore und Seminarräume auf. Etwa 150 Meter südlich davon schmiegt sich ein flacher, weitläufiger Baukörper mit filigraner Holzfassade in die grüne Umgebung. Das Akutspital bietet Raum für 200 Betten, eine Intensivstation, eine Notaufnahme, mehrere OP-Säle, diagnostische Einrichtungen sowie Untersuchungs- und Behandlungszimmer. Bewusst trennte das Planungsteam die sterile Forschungsinfrastruktur vom Klinikbetrieb und schuf eine Umgebung, die mit viel Holz und einer Nähe zur Natur ganz auf Heilung ausgerichtet ist. „Das neue Kinderspital soll funktionieren wie eine hochmoderne Klinik, aber nicht so aussehen“, lautete die Prämisse der Eleonorenstiftung.
Weiche und harte Strukturen
Im Gegensatz zum Forschungsgebäude, bei dem die neun Ebenen vertikal um ein rundes Atrium gruppiert sind, verstehen Herzog & de Meuron das Akutspital horizontal. Das Raumprogramm von knapp 80 000 m² verteilt sich auf fünf Ebenen. Mit nur drei oberirdischen Geschossen bleibt das Gebäude niedrig und im menschlichen Maßstab. Es füllt einen großen Teil des Grundstücks und verbindet sich harmonisch mit der grünen Parklandschaft, für die 250 Obstbäume neu gepflanzt wurden. In einer fließenden Linie wölben sich Nord- und Südseite konkav nach innen: Das wirkt dynamisch und einladend. Douglasienholz prägt die Fassade des Stahlbetonskelettbaus; daher könnte man ihn auf den ersten Blick für einen Holzbau halten. Die Planenden setzen es auf allen drei Ebenen unterschiedlich ein. Im Erdgeschoss gliedern Stahlbetonscheiben die Fassade in unregelmäßigem Abstand.
On 2 November 2024 3000 staff members and 62 young patients moved out of the old building of Zurich’s children’s hospital into the new facility on the southeastern urban fringe. Arriving in the new rooms, the children were pleasantly surprised and many parents were relieved. Warm wood, ample daylight, and views to the green outdoors give the rooms an inviting and friendly character.
Lageplan
Maßstab 1:10 000
Site plan scale 1:10 000
The University Children’s Hospital Zurich is a 150 years old institution. It is considered an internationally leading centre for pediatric and adolescent care. The old building in Zurich’s Hottingen quarter had become too small and could no longer meet increasing require-
Bei den Iconic Awards 2025 wurde die Eleonorenstiftung für das Kinderspital als Architect’s Client of the Year ausgezeichnet.
For the children’s hospital and during the Iconic Awards 2025 ceremony, the Eleonorenstiftung was recognised as Architect’s Client of the Year.
ments related to technology and operation. The Eleonorenstiftung, a foundation that operates the hospital, advertised a competition in 2011. Herzog & de Meuron were the winners. Following a five year planning phase and six years of construction time, two completely different buildings went into service in the fall of 2024 on the Lengg Health Campus: A clinically white cylindrical tower houses auditoriums, laboratories, and seminar rooms. About 150 metres southward, a flat and extensive volume with filigree timber facade is nestled in the green environment. The acute care hospital comprises room for 200 beds, an intensive care unit, an emergency ward, multiple operating rooms, diagnostic facilities, and examination or treatment rooms. The planning team created an environment that is oriented on healing, characterised by the building material timber and its proximity to nature. “The new children’s hospital is supposed to function as a highly modern clinic, but not look that way.”
Soft and hard structures
Different than the research building with its nine levels centred vertically around a circular atrium, Herzog
Dazwischen sorgt eine offene Holzstruktur für Privatheit vor den Behandlungs- und Beratungsräumen. Diese befinden sich, etwas nach innen versetzt, hinter einer Lochfassade aus Holzelementen mit einer vertikalen Boden-Deckel-Schalung. Im Obergeschoss wechselt das Achsraster in einen gleichmäßigeren Rhythmus. Eine hölzerne Schicht mit Brise Soleil schützt die Büros hinter der Pfosten-Riegelfassade vor Einblicken. Im Dachgeschoss befindet sich die Bettenstation. Die einzelnen Zimmer sind wie eigenständige Häuschen entworfen. Mit unterschiedlichen doppelt geneigten Pultdächern erinnern sie an ein kleines Dorf.
Hasen und Glöckchen
Wie riesige Flügel einer offen stehenden Tür erscheinen die zwei holzgefüllten Rahmen aus Stahlbeton, die den Eingang hervorheben. Sie lassen sich nicht schließen. Wie das „Dorf“ auf dem Dach ist auch das

Gebäudetyp
Building type
Krankenhaus Hospital
Bauherr
Client
Kinderspital Zürich –Eleonorenstiftung
Bruttogrundfläche
& de Meuron define the acute care hospital as a horizontal structure. The functional program covers about 80 000 m 2 distributed across five floors. The three above-ground levels provide the building with a squat appearance. It occupies a large part of the property and is harmoniously set into the green park landscape. The northern and southern facades recede in a concave, flowing manner that appears dynamic and inviting. Douglas fir defines the facades of the reinforced concrete structure. The planners use the facade material differently along all three levels. On the ground floor, reinforced concrete wall plates structure the facade in irregular intervals. In between, an open timber structure provides a sense of privacy in front of the treatment and consultation rooms. They are enclosed at a distance by a windowed facade comprised of vertically oriented wood board-andbatten siding. On the upper floor, a more regular grid rhythm becomes apparent. A timber brise soleil layer provides the offices enclosed by mulliontransom facades with a sense of privacy. The inpatient ward is situated on the top floor. The

Zentrum Onkologie, Stammzellentransplantation
Zentrum Herz
Zentrum Nephrologie, Dialyse
Patterns
Text: Peter Popp

Das Architekturbüro Patterns hat ein Lagerhaus aus den 1940er-Jahren zu einem Gesundheitszentrum mit großzügigen Freibereichen umgebaut. Die clusterartige Struktur -

Lageplan Maßstab 1:5000
1 aktueller Umbau
me dizinischen Einrichtungen
3 Passage 4 Parkplatz
Das Victory Wellness Center liegt in einem gemischt genutzten Gebiet im Stadtteil North Hollywood. Die Ziegelfassade des ehemaligen Lagerhauses wurde erhalten.
Senioren 15 Nebeneingang
16 Seniorenlounge 17 Cafeteria 18 Physiotherapie 19 Küche
20 Luftraum 21 Laden 23 Terrasse 22
Gebäudetyp Gesundheitszentrum
3923 m 2
3139 m 2 Anzahl 9 Anzahl 4
Anzahl Trainings räume 1 Sondernutzungen
Untergeschoss
1940er-Jahre Fertigstellung Sanierung

Die neue Eingangsfront durchbricht die orthogonale Ordnung der früheren Lagerhalle. Die skulptural geformgeschoss sind extern vermietet.
Das Victory Wellness Center liegt in einem heterogen gewachsenen Übergangsgebiet im San Fernando Valley, direkt an der Nahtstelle zwischen kleinteiliger Wohnbebauung und großmaßstäblichen Gewerbebauten. Zum Ensemble gehören zwei Gebäude: eine ehemalige Lagerhalle aus den späten 1940erJahren sowie ein Bestandsbau aus den 1970er-Jahren mit bereits etablierten medizinischen Einrichtungen. Die Umgestaltung der zuletzt als Supermarkt genutzten Lagerhalle durch das Architekturbüro Patterns basiert auf einer respektvollen Auseinandersetzung mit dem Bestand. Die Einfachheit und Ehrlichkeit der rund 40 m weit spannenden Bogenträgerkonstruktion aus Holz beeindruckte Marcelo Spina und Georgina Huljich so nachhaltig, dass sie diese unbedingt erhalten wollten. Gleichzeitig sollte das neue Gesundheitszentrum Öffentlichkeit ausstrahlen, um einen positiven Impuls in der wenig einladenden Umgebung zu setzen.
Redaktion Editor:
Nora Good
Angle von Bolia folgt der Kreisgeometrie des Dymak-Hauptsitzes und bildet geschwungene Begegnungszonen entlang des Rings.
Designed by Bolia, the Angle follows the circular geometry of the Dymak headquarters, forming curved meeting areas along the ring.

zbolia.com
BIG entwickelt den Dymak-Hauptsitz in Odenese (DK) als ringförmigen Holzbau mit zentralem Innenhof. Radial angeordnete CLT-Rahmen strukturieren den Baukörper und definieren eine durchgehende Kreisgeometrie – eine Ordnung, die sich bis in die Möblierung fortsetzt. Entlang des durchlaufenden Loops reihen sich die Abteilungen, Sichtbezüge bleiben geschossübergreifend erhalten. Der Innenausbau mit Holz, Lehm und Kork folgt diesem Prinzip einer materialbasierten Raumgliederung. Lehm wirkt als kapillaraktive Speichermasse zur Regulierung der Luftfeuchte, Kork verbessert die Schallabsorption in offenen Arbeitszonen. Recyclingziegel verdichten den Sockel und führen die Materialität in Hof und Außenraum weiter. Aus dieser radialen Ordnung entwickelt sich die Möblierung. Angle von Bolia greift die Geometrie des Gebäudes auf und überträgt sie in ein modulares Polstersystem. Die gebogenen Elemente zonieren Besprechungs- und Aufenthaltsbereiche entlang des Rings. Ein tragender Innenrahmen gewährleistet die Lastabtragung, der mehrschichtige Polsteraufbau sichert Formstabilität im Objekt. Die Module lassen sich koppeln und neu konfigurieren, angepasst an wechselnde Anforderungen im offenen Grundriss.
BIG is designing the Dymak headquarters in Odense (DK) as a ring-shaped timber construction with a central courtyard. Radially arranged CLT frames structure the building and define a continuous circular geometry –an order that continues into the furnishings. The departments are arranged along the continuous loop, with visual connections maintained across floors. The interior design, featuring wood, clay and cork, follows this principle of material-based spatial structuring. Clay acts as a capillary-active storage mass to regulate humidity, while cork improves sound absorption in open work areas. Recycled bricks compact the base and continue the materiality into the courtyard and outdoor space. The furnish-
ings develop from this radial order. Angle by Bolia takes up the geometry of the building and translates it into a modular upholstery system. The curved elements zone meeting and lounge areas along the ring. A loadbearing inner frame ensures load transfer, while the multi-layered upholstery structure ensures dimensional stability in the object. The modules can be connected and reconfigured to suit changing requirements in the open floor plan.
Baux erweitert sein System für raumakustische Oberflächen mit X-Felt Floating um frei montierte Elemente. Panels, Baffles und Grid-Strukturen werden von der Decke abgehängt und zonieren offene Innenräume akustisch. Sie bestehen aus X-Felt, einem Filz aus GRS-zertifizierten PET-Fasern mit schallabsorbierenden Eigenschaften. Die 25 mm starken Bauteile werden über Metallhalter und Drahtseil montiert und lassen sich in unterschiedlichen Höhen positionieren. Panels können vertikal stehen und Nischen oder Raum-in-Raum-Situationen bilden. Baffles strukturieren offene Deckenfelder, GridModule fungieren als rasterartige Deckenstrukturen. Das System ist modular und in verschiedenen Formaten erhältlich: Panels mit 100 × 2800 mm, Baffles bis 3000 mm Länge, Grid-Strukturen mit 3000 × 3000 mm Rastermaß.
Im Haus T der psychiatrischen Klinik Münsterlingen prägt der Bodenbelag die räumliche Atmosphäre. Der Neubau ergänzt das Spitalareal um Behandlungs-, Aufenthalts- und Gemeinschaftsbereiche – geplant von Scheitlin Syfrig Architekten. Der Holzbau folgt einer klar gegliederten Grundrissstruktur, die Orientierung ermöglicht und ruhige Abläufe unterstützt. Als Bodenbelag für Patientenzimmer, Therapie- und Gemeinschaftsräume wurde das zweischichtige Parkett Formpark Quadrato von Bauwerk Parkett gewählt. Das Würfelmuster erzeugt eine ruhig lesbare Fläche, die Sortierung Eiche Natur eine zurückhaltende Materialwirkung. Das Format im Verhältnis 1:5 reagiert präzise auf die Raumgeometrie. Holz dämpft Geräusche, reduziert Trittschall und ergänzt die akustischen Eigenschaften des Holzbaus
30 wegweisende Projekte aus Naturbaustoffen von Small bis Large 30 ground-breaking structures using natural materials
Kompendium mit Konstruktionszeichnungen im Maßstab 1:20 Compendium of construction drawings at a scale of 1:20

Baux expands its system for room acoustic surfaces with X-Felt Floatin g to include freel y m ounted elements.Panels, baffles and g rid structures can be suspended f rom the ceiling to acoustically zone open interior spaces.
T he y are made of X-Felt, a G R S -certified felt m ade f rom PET f ibres with sound-absorbing p roperties and no added harm f ul substances. T he 25 mm thick components can be m ounted at different hei g hts usin g metal b rac kets an d w i re rope. Pane l s can b e a rranged vertically to create niches or “rooms within rooms”. Baffles structure open ceilin g p anels, while g rid modules function as g ridlike ceiling structures. The modular system is available in various formats: Panels measurin g 1000 × 2800 mm; baffles up to 3000 mm i n l engt h; an d gr id structures w i t h gr id di mensions of 3000 × 3000 mm

Sandra Hofmeister (Hg./Ed.), 2024

I n B u ildi ng T at M ünster li ngen P syc hi atr i c C linic, the flooring characterises the spatial a tmosphere. The new buildin g, planned b y S cheitin, Sy fri g Architekten, adds treatment, re cre at i on an d comm u na l are a s to t he ex isti ng hospital complex. The timber construction follows a clearl y structured floor plan, which facilitates orientation and su pp orts calm p rocesses. Bauwerk Parkett’s two-layer Formpark Q uadrato parquet was chosen as t he floor coverin g for patient rooms, therapy room s an d comm u na l are a s The c ube p attern creates a calm, legible sur face, while t he natural oak finish lends the material a s ubtle effect. The 1:5 format res p onds p reci se l y to t h e room geometry. Woo d d ampens n oise, reduces impact sound and compl em ents the acoustic p ro p erties of the timber c on str u ct i on.



Zeitschrift für Architektur + Baudetail Review of Architecture + Construction Details
ISSN 2627-2598
DETAIL Architecture GmbH
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Geschäftsführung
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Jeanette Kunsmann (Chefredakteurin Editor-in-Chief, V.i.S.d.P.), Jakob Schoof (stellvertretender Ch efredakteur Deputy Editor-in-Chief ), Sabine Drey, Nora Good, Valentina Grossmann, Claudia Hildner, Frank Kaltenbach, Heike Kappelt , Julia Liese, Peter Popp, Laura Traub, Edith Walter, Barbara Zettel; Mara Strom (Praktikantin Intern); Nils Freiwald, Tim Petersen, Lilli Ritter, Zoe Scholz (Werkstudierende Student Trainees)
Konzeption dieser Ausgabe
Concept of this issue: Julia Liese
Assistenz
Editorial Assistant: Jasmin Rankl
Produkte & Referenzen
Products & References: produkte@detail.de products@detail.de
Gestaltung Design: strobo B M (Matthias Friederich, Sabrina Baumann, Monnier Ostermair), München Munich, Germany
CAD-Zeichnungen
CAD-Drawings:
Dejanira Ornelas Bitterer, Marion Griese, Barbara Kissinger, Martin Hämmel, Julia Voitl (Werkstudierende Student Trainee), Rana Aminian, Ralph Donhauser (Freie Mitarbeit Freelance Contributors)
Herstellung
Production, DTP: Peter Gensmantel (Leitung Manager), Michael Georgi, Natalia Shelenina, Roswitha Siegler, Simone Soesters
dieser Ausgabe
Photographers of this issue: Niamh Barry, Javier Callejas, Katalin Deér, Philip Durrant, Kenzo Ejiri, Simón García Asensio, Florian Graf, Fernando Guerra, Mark Hadden, Moreau Kusunoki, Julien Lanoo, Fabian Luterbach, Gui Martínez, Maris Mezulis, Adam Mørk, Thomas Müller, Stefan Müller-Naumann, Barbora Prekopová, Alexander Nobel, Arnau Rovira, Michael
Schmidt, Tuala Tjarnø, Javier Callejas Sevilla, Paul Vu, Tom Wilkinson, Henry Woide
Autorinnen und Autoren dieser
Ausgabe Authors of this issue: Philipp Eversmann, Tom Wilkinson
Übersetzungen Translations: Alisa Kotmair, Mark Kammerbauer, Raymond Peat, MarcSelway
Director Sales & Events:
Margit Färber
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Anzeigendisposition
Advertisement Scheduling: Elisabeth Plomitzer-Kanzler
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Anke Thaler
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Katharina Brückl, Johanna Eberl Tel. +49 (0)89 381620-887
Director Marketing & Distribution:
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∂ 2026 Vorschau Preview
5Klimaadaptive Gebäudehüllen
Climate Adaptive Building Envelopes 6 65 Jahre Detail 65 Years of Detail 7/8Massivbau
Solid Construction 9Vorfertigung und Modulbau Prefabrication and Modular Construction 10Kulturbauten
Cultural Buildings 11Bauen im Bestand Building in Existing Contexts 12Fassaden
Facades 1/2Zirkuläres Bauen Circular Construction
Projekteinsendungen jeweils sechs Monate vorher an Project submissions six months in advance to: einsendungen@detail.de submissions@detail.de
Cover 4.2026:
Gestaltung Design: Sabine Drey
Kinderspital in Zürich Children’s Hospital in Zurich
Architektur Architecture: Herzog & de Meuron

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