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DETAIL 11.2026 - Bauen im Bestand / Building in Existing Contexts

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Wohnen statt Parken – Paris macht es vor Parking Becomes Housing – Paris Leads the Way

Boltshauser Architekten: Beton im Kreislauf Boltshauser Architekten: Circular Concrete

Bauen im Bestand Building in Existing Contexts

11.2026


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Digital Kongress 2026

12. November Berlin und online • detail.de/digital-kongress-2026


Editorial

Es beginnt mit einer Entscheidung. Architekturschaffende zeigen im Umgang mit dem Bestehenden unterschiedliche Haltungen. Alt und neu bilden Fugen, Brüche und Kontraste oder versöhnen sich unerschrocken zu einer heilenden Synthese, die neue Räume schafft. Was aber, wenn der Bestand vielleicht gar nicht so alt und historisch, gar nicht so nostalgisch oder ästhetisch, und auf den ersten Blick vielleicht auch gar nicht erhaltenswert erscheint? Gerade dann beginnt die Arbeit kluger Planung. Längst begreifen viele Architektinnen und Architekten Baubestand nicht mehr als Hindernis, sondern als entwicklungsfähiges Material. Zum Beispiel in Paris, wo gerade viele durch den reduzierten Pkw-Verkehr leerstehende Parkgaragen in neuen Wohnraum verwandelt werden. Das klingt nach guten Chancen. Andrew Ayers, seit drei Jahrzehnten Wahlpariser, schreibt in seinem Essay über die Vor- und Nachteile dieser Entwicklung. In Brüssel beweisen Maker Architecten mit einem zirkulären Sanierungskonzept für ein Studierendenwohnheim, welche Möglichkeiten die Bauten der 1970er-Jahre in sich tragen. Das Ergebnis ist eine modulare Sichtbetonstruktur als flexibler Rahmen, bei der Materialverbindungen reversibel sind. Im katalonischen Terrassa haben Harquitectes die Hallen einer Textilspinnerei in ein neues Tageszentrum umgewandelt, wobei der ursprüngliche Charakter des Gebäudes identitätsbildend blieb. Kuben aus Kiefernholz ergänzen das ursprüngliche Tragwerk. Das Inklusionszentrum hat es 2026 unter die Finalisten beim EUmies Award geschafft – und bei uns auf das Cover dieses Heftes. In Barcelona stellte ein Forschungsteam um Boltshauser Architekten auf dem UIA-Kongress 2026 aus, wie sich Beton für Straßenpflaster, Stadtmobiliar oder als tragender Baustoff wiederverwenden lässt. Zwischen Schutzstatus und Regelwerk, Entwurf und Methode, Erhaltung und Energieeffizienz, zwischen Zukunft und Vergänglichkeit: Weiterbauen und Wiederverwenden sind heute Bestandteile der Architekturausbildung und führen unseren Beruf zurück zu seinem Kern: Potenziale erkennen und Möglichkeiten verwirklichen. Jeanette Kunsmann zchefredaktion@detail.de

It begins with a decision. Architects’ attitudes to existing buildings vary. Old and new may meet in joints, ruptures, and contrasts, or reconcile boldly in a healing synthesis that creates new spaces. But what if the building is not particularly old or historic, nostalgic or beautiful, and at first glance hardly seems worth keeping? That is precisely when intelligent design comes into its own. Many architects have long seen existing stock not as an obstacle but as material to develop. In Paris, many car parks left empty by declining car traffic are being turned into housing. It sounds promising. In his essay, Andrew Ayers, a Parisian by choice for 30 years, weighs the pros and cons of this development. In Brussels, Maker Architecten reveal the potential of 1970s buildings with a circular refurbishment of a student residence: a flexible, modular exposed-concrete frame with reversible material connections. In Terrassa, Catalonia, Harquitectes have converted the halls of a textile mill into a day centre that retains the building’s defining character. Pinewood volumes complement the original structure. The inclusion centre was a 2026 EUmies Awards finalist and is featured on our cover. At the 2026 UIA World Congress in Barcelona, a research team collaborating with Boltshauser Architekten showed how concrete can be reused as paving, street furniture, or structural material. Building on existing stock and reusing materials – with all the tensions between protected status and regulation, design and method, conservation and energy efficiency, the future and impermanence – are now part of architectural education. They lead our profession back to its core: recognising potential and realising what is possible.

Séverin Malaud

Zurück zur Substanz Back to Substance

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Paris macht es vor: Wenn die Autos nach und nach aus dem Stadtbild verschwinden, entsteht in den Parkhäusern Raum zum Wohnen (S. 80).

Paris leads the way: As cars gradually disappear from the streets, multistorey car parks are opening up space for housing (p. 80).


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Inhalt Contents

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Editorial

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Projektbeteiligte & Hersteller Project Teams & Suppliers

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107 Impressum Imprint

Daisuke Hirabayashi

108 Gott steckt in ... God is in ...

Wie sich eine gewachsene Struktur ressourcenschonend weiterentwickeln lässt, zeigen Cura Architekten mit ihrer Schulerweiterung in Davos.

With their school extension in Davos, Cura Architekten demonstrate how an existing structure can be adapted with minimal use of resources.

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Magazin Reports 4

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Claudia Hildner Skelett als Hülle Skeleton as Envelope Interview Martha Tsigkari „Als die Fotografie aufkam, dachten viele, das sei das Ende der Malerei“ “When photography emerged, many thought it would spell the end of painting” Jakob Schoof Beton im Kreislauf Circular Concrete

Bestand als Verkaufsargument: Bei der Umnutzung eines Gewerbehofs in Riga bewahrten Sampling Architects die verschiedenen Zeitschichten der Fassade. Existing fabric as a selling point: In converting a former industrial courtyard in Riga, Sampling Architects retained the facade’s different historical layers.

Produkte & Referenzen Products & References 94

Interiors, Akustik, Innenausbau Interiors, Acoustics, Interior Finishing

104 Digitale Prozesse Digital Processes

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Madara Kuplā

100 Gebäudehülle, Dach Building Envelope, Roof


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Bauen im Bestand Building in Existing Contexts

W Ergänzende Fotos, Pläne und weitere Projekte zu dieser Ausgabe haben wir auf unserer Webseite für Sie zusammengestellt.

We have compiled additional photos, plans, and projects for this issue on our website.

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Adrià Goula

Außen Ziegel, innen Holz: Das Team von Harquitectes hat in Katalonien eine alte Textilfabrik in ein Tageszentrum für behinderte Menschen verwandelt.

Dokumentation Documentation 26

Inklusionszentrum bei Barcelona (ES) Inclusive Centre near Barcelona (ES) Harquitectes 36

Schulerweiterung in Davos (CH) School Expansion in Davos (CH) Cura Architekten

50

Mehrzweckhalle Ingerkingen bei Biberach (DE) Multi-purpose Hall Ingerkingen near Biberach (DE) Atelier Kaiser Shen 58

Wohnhof in Riga (LV) Patio Housing in Riga (LV) Sampling Architects 68

Ehemaliges Studierendenwohnheim in Brüssel (BE) Former Student Dormitory in Brussels (BE) Maker Architecten

Brick outside, timber within: Harquitectes transformed a former textile factory in Catalonia into an inclusive centre for people with disabilities.

Essay 80

Andrew Ayers Paris baut um: Wohnen statt Parken Transforming Paris: When Parking Becomes Housing


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Dokumentation Documentation

Schulerweiterung in Davos School Expansion in Davos

Daisuke Hirabayashi

CURA Architekten Text: Peter Popp

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CURA Architekten

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Der schonende Umgang mit Ressourcen zeigt sich nicht immer nach außen. Obwohl GDV 6FKXOJHElXGH YRQ &XUD $UFKLWHNWHQ ZLH HLQ 1HXEDX DXVVLHKW VWHFNW XQWHU VHLQHU neuen Hülle die umfassend erhaltene alte Bausubstanz. Using resources sparingly is not only expressed by exteriors. The school building by Cura Architekten appears new, yet the existing building fabric was comprehensively maintained beneath the new envelope.

Site plan scale 1:5000 1 School centre (expansion) 2 Secondary school (existing) 3 Primary school (existing) 4 Sports hall (existing)

Lageplan Maßstab 1:5000 1 Schulzentrum (Erweiterung Bestand) 2 Sekundarschule (Bestand) 3 Primarschule (Bestand) 4 Sporthalle (Bestand)

3 1 4 2

Auf die grauen BetonREHUÁlFKHQ GHU GUHL benachbarten SchulJHElXGH DQWZRUWHW GHU Erweiterungsbau mit HLQHP NUlIWLJHQ )DUEakzent.

The expansion responds to the grey concrete surfaces of the three neighbouring school buildings by displaying strong colourful accents.


Dokumentation Documentation

Für die Erweiterung des Schulzentrums im Ortsteil Davos Platz hat sich das junge Münchner Büro Cura einen räumlichen PlotTwist ausgedacht, der sich einer einfachen Auflösung entzieht. Über den dreigeschossigen Bestand stülpt sich eine U-förmige Holzkonstruktion, die das ursprüngliche Bauvolumen verhüllt und es zugleich nach oben und zu den beiden Längsseiten mehr als verdoppelt. Durch die umlaufend homogene Fassadengestaltung verschmelzen Alt und Neu zu einem Gebäude wie aus einem Guss. Dass sich hinter der Aufstockung und den seitlichen Anbauten das alte Schulgebäude verbirgt, ist auch für viele Ortsansässige eine überraschende Pointe. Bereits bei ihrem ersten Arbeitstreffen erkannten Otto Closs und Marc Ritz die Potenziale des Schulgebäudes aus den 1960er-Jahren: „Der Bestand gab zwar gewisse Dinge vor, lieferte aber gleichzeitig Impulse, auf die wir ohne ihn vielleicht nicht gekommen wären.“ Ursprünglich waren die beiden zweiläufigen Treppenhäuser dem Bestandsriegel vorgelagert. Die naheliegende Entscheidung, sie in ein Split-Level-Konzept zu integrieren, führte zu einer unerwarteten räumlichen Entdeckung: Aus der Geometrie der versetzten Geschosse ergab sich zwischen den beiden Erschließungskernen ein Luftraum, der zum zentralen Atrium wurde. Mit knapp drei Metern ist es zwar schmal, doch im Zusammenspiel mit den angrenzenden Korridoren entstand ein großzügiger Ort der Begegnung und Orientierung. Die schulischen Abläufe in den Obergeschossen sind dadurch klar geordnet. Der Ergänzungsbau auf der Nordseite des Atriums nimmt Lehrerzimmer und Verwaltungsräume auf. Auf der Südseite befinden sich die Klassenzimmer. Sie erhalten als Ausgleich für den neu entstandenen Flur eine 2,50 m breite Erweiterung in Richtung Pausenhof. In diesem Bereich verbindet eine Enfilade die einzelnen Unterrichtsräume und ermöglicht flexible Nutzungsszenarien. Im aufgestockten dritten Ober-

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For the expansion of the school centre in the Davos Platz district, the young Munich-based office Cura devised a spatial plot twist that defies a simple resolution. A timber frame construction resembling a huge channel is superimposed on the three-storey existing structure – it envelops the original building and more than doubles its volume on its longitudinal sides and on top. The circumferential homogeneous facade design allows old and new to merge, transforming them into cohesive architecture. The fact that the rooftop extension and the lateral additions conceal the old school building is the climax to this story, surprising to many locals. Already in the first work meeting, Otto Closs and Marc Ritz recognised the potential of the 1960s school structure: “The existing condition determined certain things but also motivated us to respond in ways we otherwise wouldn’t have.” Originally, the two stairwells with their double flight staircases were set in front of the existing volume. The obvious decision to integrate them in a split-level building concept led to an unexpected spatial discovery: The geometry of the staggered levels resulted in a void between the two access cores. It became the central atrium. At three metres it can be considered narrow, but the interplay with the bordering corridors allowed creating a generous space of interaction and orientation. This also supported clearly structuring the school operations on the upper floors. The addition on the north of the atrium houses the teachers’ lounge and the administrative offices, while the classrooms are oriented southward. They were extended by 2.50 m facing the schoolyard as compensation for the newly created corridor. In the extension, an enfilade connects the separate classrooms and offers space for flexible use scenarios. The rooftop addition comprises the third floor with areas for specialist classrooms. The rooftop garden above

Daisuke Hirabayashi

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CURA Architekten

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aa

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)|UGHUNODVVH 8 Pausenbereich 9 Luftraum 10 Teeküche 11 Aufenthaltsbereich 12 Lehrerzimmer 13 Sitzungszimmer 14 Sozialraum

Schnitte • Grundrisse Maßstab 1:750 1 Eingang 2 Garderobe 3 Aula / Mensa 4 Tagesschule 5 Küche 6 Lager

15 Bibliothek / Ausstellung 16 Klassenzimmer 17 Gruppenraum 18 Dachgarten )DFK]LPPHU

Sections • Floor plans scale 1:750 1 Entrance 2 Wardrobe 3 Auditorium / cafeteria 4 All-day school 5 Kitchen 6 Storage

7 Learning support classroom 8 Schoolyard 9 Void 10 Tea kitchen 11 Recreation area 12 Teachers’ lounge 13 Conference room

14 Student support room 15 Library / exhibition 16 Classroom 17 Group room 18 Rooftop garden 19 Specialist classroom

Baujahr Bestand Completion existing 1958

Photovoltaikanlage Photovoltaic array — )OlFKH Area 435 m² — Leistung Power output 39 kWp

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3. Obergeschoss Third floor

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)HUWLJVWHOOXQJ Sanierung Completion renovation 2024

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%UXWWRJUXQGÁlFKH Gross floor area 3750 m 2 1XW]XQJVÁlFKH Usable floor area 3150 m 2

1. Obergeschoss First floor

Baukosten Construction costs 0LR &+)

b 1

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b Erdgeschoss Ground floor

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U-Werte W/m 2K U values — )DVVDGH Facade — )HQVWHU Windows — ' DFK Roof — % RGHQSODWWH gegen Erdreich Floor to subsoil

Heiztechnik Heating technology *HRWKHUPLH :lUPHverbund Geothermal heat network 3ULPlUHQHUJLHEHGDUI Primary energy demand N:K P 2a


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Dokumentation Documentation

Schnitt Maßstab 1:20

Section scale 1:20

1 Dachaufbau: extensive Begrünung Vegetationssubstrat 80 mm 'UlQHOHPHQW PP )DVHUVFKXW]PDWWH PP Abdichtung Bitumenbahn zweilagig :lUPHGlPPXQJ 38 +DUWVFKDXP 160 mm Dampfbremse OSB-Platte 20 mm Brettstapeldecke 200 mm $EKlQJXQJ 8QWHUNRQVWUXNWLRQ 0HWDOO GD]ZLVFKHQ :lUPH GlPPXQJ 0LQHUDOZROOH PP Akustikplatte Holzwolle 35 mm 7UlJHU %UHWWVFKLFKWKRO] 2× 240/1335 mm

1 roof construction: extensive greening 80 mm vegetation substrate 15 mm drainage element 6 mm fibre protection mat 2-ply bituminous sealing membrane 160 mm PU rigid foam thermal insulation vapour retardant layer 20 mm OSB 200 mm stacked timber ceiling hanger support metal framing; 50 mm inlaid mineral wool thermal insulation 35 mm wood wool acoustic panel 2 2× 240/1335 mm glulam beam 3 triple thermal insulation glazing in

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3 'UHLIDFK :lUPHVFKXW]YHUJODVXQJ in Holz-Aluminium-Rahmen )ORDW PP 6=5 PP )ORDW PP 6=5 PP 96* PP U g : P 2K 4 Korkplatte 5 mm Trockenestrich 20 mm +RO]IDVHUGlPPXQJ PP gebundene Ausgleichsschüttung 25–85 mm 1LYHOOLHUPDVVH PP Aufbeton 60–120 mm Hourdisdecke (Bestand) Gips-Brandschutzplatte 15 mm $EKlQJXQJ 8QWHUNRQVWUXNWLRQ 0HWDOO GD]ZLVFKHQ :lUPH GlPPXQJ 0LQHUDOZROOH PP Akustikplatte Holzwolle 35 mm 5 T-Leistenschalung Weißtanne: 'HFNOHLVWH PP %UHWWVFKDOXQJ PP /DWWXQJ PP

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wood-aluminium frame: 4 mm float glass + 16 mm cavity + 4 mm float glass + 14 mm cavity + 6 mm laminated safety glass, U g = 0.6 W/m 2K 4 5 mm cork flooring tile 20 mm dry screed 10 mm wood fibre insulation 25–85 mm bonded levelling fill PP VHOI OHYHOOLQJ FRPSRXQG 60–120 mm concrete top layer hollow clay block slab (existing) 15 mm gypsum fire protection panel; hanger support metal framing; 50 mm inlaid mineral wool thermal insulation 35 mm wood wool acoustic panel 5 silver fir board-and-batten siding: 50 mm cover strip + 20 mm base boards; 25/60 mm battens 25/60 mm counterbattens

Bildungsbau mit Raum für Entdeckungen: Die reichhaltige Textur GHU QHXHQ )DVVDGH verweist auf die regionale Baukultur Graubündens.

Daisuke Hirabayashi

Education building with room for discovery: The rich texture of the new facade refers to the regional building culture of the canton of Graubünden.


CURA Architekten

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Konterlattung 25/60 mm :LQGSDSLHU *LSVIDVHUSODWWH PP +RO]IDVHUGlPPSODWWH PP Kantholz 160/60 mm dazwischen +RO] I DVHUGlPPSODWWH PP Brüstung Brettschichtholz 820/140 mm 6 Bodenaufbau: .RUNSODWWH PP 7URFNHQHVWULFK PP +RO]IDVHUGlPPXQJ PP gebundene Ausgleichsschüttung PP $XIEHWRQ PP 7UlJHU %UHWWVFKLFKWKRO] 180/360 mm dazwischen %UHWWVWDSHOGHFNH PP :lUPHGlPPXQJ 0LQHUDOZROOH PP :LQGSDSLHU Lattung / Hinterlüftung 40 mm Brettschalung Weißtanne 20 mm )HUWLJWHLO 6WDKOEHWRQ PP :lUPHGlPPXQJ ;36 PP

wind paper 15 mm gypsum fibre board 80 mm wood fibre insulation panel 160/60 mm wood blocking 160 mm inlaid wood fibre insulation panel 820/140 mm glulam spandrel 6 floor construction: 5 mm cork panel; 20 mm dry screed 10 mm wood fibre insulation 125 mm bonded levelling fill 80 mm concrete top layer 180/360 mm glulam downstand beam; 160 mm stacked timber ceiling slab between beams + 200 mm infilled mineral wool thermal insulation; wind paper 40 mm battens / back ventilation 20 mm silver fir siding 7 220 mm prefabricated reinforced concrete element 240 mm XPS thermal insulation

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Dokumentation Documentation

Wohnhof in Riga Patio Housing in Riga Sampling Architects Text: Claudia Hildner

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Sampling Architects

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Wie Menschen wohnen wollen, zeigt sich auch daran, welche Wohnungen sich gut verkaufen. Bei der Umnutzung eines Gewerbehofes in Riga wagten das Planungsbüro und der Investor, gängige Annahmen des Markts zu hinterfragen. How people choose to live is demonstrated by which housing types sell well. For the FRQYHUVLRQ RI D FRPPHUFLDO FRXUW\DUG IDFLOLW\ LQ 5LJD WKH SODQQLQJ RIÀFH DQG WKH LQYHVWRU dared to question common market assumptions.

Site plan scale 1:4000

Sampling Architects

Madara Kuplā

Lageplan Maßstab 1:4000


Dokumentation Documentation

Wer eine Wohnung in dem von Sampling Architects umgenutzten Gewerbehof ergattert hat, wohnt für die innerstädtischen Verhältnisse von Riga eher ungewöhnlich. Während das umliegende ehemalige Arbeiterviertel von fünfstöckigen Mietshäusern geprägt ist, orientieren sich hier zwei flache, einfache Baukörper zu einem Innenhof. Dieser ist weder in Parzellen unterteilt noch vollgeparkt, sondern als Garten gestaltet, den die Bewohnerschaft gemeinsam nutzt. Er dient als Portal. Auftakt zum Hof ist ein grünes Gittertor, das zu einem denkmalgeschützten Mehrfamilienhaus gehört. Dessen Modernisierung übernahm Sampling Architects ebenfalls. Das Gebäude stammt von dem in Lettland bekannten Architekten Aleksandrs Vanags und wurde 1907 errichtet. Zu der originalgetreu wiederhergestellten Putzfassade auf der Straßenseite kombinierte das Büro eine rote Dachdeckung aus Metall und im gleichen Farbton gestrichene Fensterbänke. Erschlossen wird das Haus über die Rückseite. Der Hof dient dadurch allen Bewohnenden als Übergang zwischen öffentlichem Bereich und privaten Räumen. „Anders als etwa in Belgien oder den Niederlanden, wo viele Menschen ihre Haustür gerne direkt an der Straße haben möchten, schätzt man in Lettland Schwellenbereiche sehr“, sagt Liene Jākobsone, die Sampling Architects zusammen mit Manten Devriendt führt. Bei Eigentumswohnungen sind das in der Regel Foyers, Treppenhäuser und Flure – und nicht wie hier ein offener Gemeinschaftsgarten.

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Those who managed to secure an apartment in the former commercial courtyard facility redesigned by Sampling Architects live an unusual life, compared to the circumstances of Riga’s inner city. The surrounding former working class district is defined by five-storey residential buildings. The patio house consists of two squat and simple volumes that enclose a courtyard, which is neither subdivided into individual plots nor occupied by cars. Instead, it was designed as a garden that the residents can share – and functions as a portal. The green lattice gate of a listed multi-family building marks the access to the courtyard. Sampling Architects were also responsible for its modernisation. The building, erected in 1907, was designed by renowned Latvian architect Aleksandrs Vanags. True to the original, the restored rendered street facade was combined with red metal roofing selected by the office and window sills painted in the same hues. The entrance is located in the rear of the building. The courtyard serves as a transitional area between public and private spaces. “Different than in Belgium or the Netherlands, where people appreciate their front door directly leading to the street, Latvians prefer such transitional areas”, Liene Jākobsone states, who heads Sampling Architects together with Manten Devriendt. For condominiums, typically foyers, staircases, and corridors provide such functions – instead of an open and commonly shared garden.

Bei der denkmal gerechten Sanierung der Straßenfassade des Vorderhauses musste auch die originale Dreiteilung der Fenster wiederhergestellt werden. The street facade of the front wing was renovated according to historic preservation requirements. This included the original three-light window arrangement.

Baujahr Bestand Completion existing 1874 / 1907 Fertigstellung Sanierung Completion renovation 2025 %UXWWRJUXQGÁlFKH Gross floor area 2038 m 2

Madara Kuplā

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U-Werte U values — Fassade Facade — Fenster Windows — Dach Roof

W/m 2K 0,16 1,09 0,12

1XW]XQJVÁlFKH Usable floor area 1568 m 2

Heiztechnik Heating technology Fernwärme (Vorderhaus) und Gas (Hof) District heating (front wing) and gas (courtyard)

Baukosten Construction costs 1,8 Mio. €

Primärenergiebedarf Primary energy demand 165,7 kWh/(m²a)


Sampling Architects

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Schnitte • Grundrisse Maßstab 1:400 1 Durchgang 2 Eingang Fronthaus 3 3-Zimmer-Wohnung 4 2-Zimmer-Wohnung 5 Gewächshaus 6 Zugang Obergeschoss 7 2-ZimmerMaisonettewohnung 8 1-Zimmer-Wohnung 9 4-Zimmer-Wohnung

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Sections • Floor plans scale 1:400 1 Passageway 2 Front wing entrance 3 3-room apartment 4 2-room apartment 5 Greenhouse 6 Access upper floor 7 2-room-maisonette apartment 8 1-room apartment 9 4-room apartment

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1. Obergeschoss First floor

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Erdgeschoss Ground floor

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Dokumentation Documentation

Im ruppigen Charme der vernakulären Fassaden der Hofgebäude erkannte der Investor selbst ein zentrales Verkaufsargument der Wohnungen. In Sampling Architects fand er Komplizen bei der Umsetzung. Während der größere L-förmige Baukörper mit einer Innendämmung versehen wurde und seine ursprüngliche Anmutung weitgehend behielt, entschied sich das Büro bei dem deutlich älteren Riegel für eine Außendämmung. Details des Bestands blieben jedoch sichtbar. Einige Fensteröffnungen ließ das Planungsteam vergrößern und die dabei gewonnenen Ziegel dazu verwenden, die Fensterbänke im Erdgeschoss zu verbreitern. Was am Bestand nicht störte, durfte bleiben und erhielt allenfalls eine neue Farbe. Die notwendige neue Attika verwirklichte das Büro pragmatisch mit unverputzten Leichtbetonblöcken. Die Einheiten sind direkt vom Hof aus zugänglich oder paarweise über einläufige Treppen erschlossen. Dadurch konnten Flächen für Erschließungsbereiche eingespart werden. Im Eckbereich des L ergab sich aufgrund der schwierigen Belichtung eine Vierzimmerwohnung. Eine Wohnung in dieser Größe war ursprünglich nicht vorgesehen – umso überraschter war der Investor, als sich diese teure Einheit als erstes verkaufte. Und was schätzt die Bewohnerschaft nun an diesem Ort? Neben der Ruhe, der zentralen Lage und dem Garten ist es laut Sampling Architects das vielschichtige Erscheinungsbild der kleinmaßstäblichen Gebäude. Die zahlreichen Umbauten der Vergangenheit scheinen für jeden eine eigene, mit dem Ort verwurzelte Geschichte zu erzählen.

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To the investor, the rough appeal of the vernacular courtyard building facades was a decisive selling point. With Sampling Architects, he found allies in realising the project. The larger volume with its L-shaped layout was equipped with interior insulation, maintaining its original aesthetics. In the case of the significantly older slab structure, the office opted for exterior insulation. Nevertheless, details of the existing fabric remain visible. Some windows were enlarged and the brick reclaimed from the demolished wall sections was repurposed to deepen the ground floor window sills. If something did not disturb the existing fabric, it was preserved and sometimes received a new colour. The office pragmatically built the required new parapet by selecting unrendered lightweight concrete block for this purpose. The apartments are accessible directly from the courtyard or by single-flight staircases. This allowed saving floor space otherwise used for circulation. In the corner of the L-shaped layout, the particular lighting situation led to creating a fourroom apartment. A unit of this size was not part of the original plan – the investor was surprised that it was the first to be sold, despite its high price. What do the residents appreciate about this place in particular? Aside from the calm, yet central location and the garden, they enjoy the multi-faceted visual impression of the small-scale buildings, as Sampling Architects report. Each of the many alterations of the past seem to tell their very own story, rooted in the history of the site.

Madara Kuplā

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Sampling Architects

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Schnitt Maßstab 1:20

Section scale 1:20

1 Abdeckung Edelstahl 2 mm Abdichtung EPDM Sperrholz 18 mm Leichtbetonblöcke 300 mm 2 Abdichtung EPDM Wärmedämmung Mineralwolle 300 mm Trennlage Aufbeton im Gefälle (Bestand) Decke Stahlbeton (Bestand) 200 mm 3 Einbauregal Sperrholz Birke 6 WDKOSURÀO ,3( %HVWDQG 5 Mauerwerk (Bestand) 550 mm Wärmedämmung PUR-Hartschaum 100 mm Dampfbremse aufkaschiert Wärmedämmung Resol-Hartschaum 50 mm Gipskartonplatte 12,5 mm 'lPPSURÀO 385 +DUWVFKDXP als Fensteranschluss 6 WDKOSURÀO 831 %HVWDQG lackiert 8 Isolierverglasung in Holzrahmen farbig lackiert, U w = 1,09 W/m 2K 9 Absturzsicherung Flachstahl 50/5 mm mit Füllung Rundstahl pulverbeschichtet 10 mm 10 Holzparkett 16 mm Heizestrich 64 mm Trennlage Trittschalldämmung PUR-Hartschaum 30 mm Decke Stahlbeton (Bestand) 200 mm 11 Fenstersims Kalkzementmörtel im Gefälle 12 Heizestrich poliert 80 mm Trennlage Wärmedämmung PUR-Hartschaum 150 mm Decke Stahlbeton (Bestand) 200 mm 13 Fundament Bruchsteine (Bestand)

1 2 mm stainless steel coping EPDM sealing membrane 18 mm plywood 300 mm lightweight concrete block 2 EPDM sealing membrane 300 mm mineral wool thermal insulation separation layer concrete top layer to falls (existing) 200 mm reinforced concrete ceiling slab (existing) 3 birch plywood built-in shelving 4 160 mm steel G-beam (existing) 5 550 mm masonry (existing) 100 mm PUR rigid foam insulation laminated vapour retardant layer 50 mm phenolic rigid foam 12.5 mm gypsum board 6 PUR rigid foam insulation section as window rebate 7 80 mm steel channel (existing), painted finish 8 insulation glazing in wood frame, painted finish, U w = 1.09 W/m 2K 9 50/5 mm flat steel fall protection Ø 10 mm steel bar balusters, powder coated 10 16 mm wood parquet flooring 64 mm heating screed separation layer 30 mm PUR rigid foam impact soundproofing 200 mm reinforced concrete ceiling slab (existing) 11 window sill: lime cement mortar to falls 12 80 mm heating screed, polished finish separation layer 150 mm PUR rigid foam thermal insulation 200 mm reinforced concrete ceiling slab (existing) 13 fieldstone foundations (existing)

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Bei einem früheren Umbau war in den L-förmigen Bau eine von den Außenwänden unabhängige Tischkonstruktion aus Stahl und Beton eingefügt worden. 13

An earlier renovation led to integrating a steel and concrete column-supported slab structure into the L-shaped volume, independent of the exterior walls.


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Produkte & Referenzen Products & References

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7HSSLFKÁLHVHQ DXV GHP %HVWDQG Carpet Tiles from Existing Stock

Das neue Deckenpaneel Acoustic Fiber Ceiling Recycled von Création Baumann besteht aus einer 20 mm starken Absorberplatte. Sie wird aus Verschnitt und Ausschuss der Textilproduktion aus flammhemmendem Polyester vom Typ Trevira hergestellt. Die Absorberplatte ist 20 mm stark, der Gesamtaufbau der Paneele liegt zwischen 45 und 65 mm. Erhältlich sind sie in vier Rechteckformaten sowie rund mit Durchmessern von 80, 100, 150 und 200 cm. Die Paneele werden mit Seilen von der Decke abgehängt, wobei die Abhängehöhe individuell angepasst werden kann. Für die abgehängten Elemente liegen keine eigenen akustischen Messwerte vor. Die vorliegenden Messungen beziehen sich ausschließlich auf die flach montierte Absorberplatte. Eine Lage erreichte dabei einen _w-Wert von 0,60 (MH), zwei Lagen 0,85 (H). Der Absorber Recycled ist nach DIN EN 13501-1 geprüft und erreicht die Brandverhaltensklasse C-s3, d0.

Die nachhaltigste Teppichfliese sei die, die schon existiert, schreibt Object Carpet. Mit dem Pilotprojekt Again nimmt das Unternehmen gebrauchte Fliesen aus Büros zurück, die bei Mieterwechseln sonst im Container landen würden. Ob das gelingt, entscheidet sich allerdings schon bei der Verlegung. Wer die Fliesen vollflächig verklebt, schließt eine spätere Wiederverwendung aus. Infrage kommen nur saubere, wenig abgenutzte Fliesen aus reversibler Verlegung, und das ab einer Menge von 500 m². Der Der Recyclingpartner Anew Flooring prüft, sortiert und reinigt sie. Inzwischen umfasst der Bestand mehr als 50 000 m², darunter auch Fabrikate anderer Hersteller. Wer mit diesen Fliesen plant, muss mit Abweichungen bei Farbe und Oberflächenbild rechnen. Dafür können sie bei Zertifizierungen als wiederverwendetes Material berücksichtigt werden.

Anew Flooring, Robert op ’t Landt

Deckensegel aus Verschnitt Ceiling Panels Made from Offcuts

zREMHFW FDUSHW FRP

zFUHDWLRQEDXPDQQ FRP

The new Acoustic Fiber Ceiling recycled ceiling panel from Création Baumann consists of a 20 mm-thick, sound-absorbing layer. It is made from offcuts and scrap material from textile production and is made using flame-retardant Trevira polyester. The absorber board is 20 mm thick, and the overall depth of the panels ranges from 45 to 65 mm. They are available in four rectangular formats and as round panels with diameters of 80, 100, 150 and 200 cm. They are sus-

pended from the ceiling using cables and the suspension height can be adjusted individually. No specific acoustic measurement data is available for the suspended elements. The provided measurements relate exclusively to the absorber panel when fitted flat. A single layer achieved an _w value of 0.60 (MH), while two layers achieved 0.85 (H). The recycled absorber has been tested in accordance with DIN EN 13501-1 and has achieved a fire behaviour class of C-s3, d0.

“The most sustainable carpet tile is the one that already exists,” writes Object Carpet. For a manufacturer that relies on selling new tiles, this is a remarkable approach. Through its “Again” pilot project, the company takes back used tiles from offices that would otherwise be thrown away when tenants change. However, whether reuse is possible is determined as early as the installation stage. Fully bonding the tiles rules out subsequent reuse. Only clean, lightly worn tiles from reversible installations are eligible, and only in quantities of 500 m ²

or more. Partner company Anew Flooring inspects, sorts and cleans them. The stock now comprises more than 50 000 m 2, including products from other manufacturers. Anyone planning to use these tiles should expect variations in colour and surface appearance. However, they can be counted as reused material in certification schemes; DGNB and LEED rate reuse more highly than recycling.


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Interiors, Akustik, Innenausbau Interiors, Acoustics, Interior Finishing

$NXVWLNÁLHVHQ QDFK GHP 7UXFKHW 3ULQ]LS Acoustic Tiles with a Truchet Pattern Der französische Mathematiker Sébastien Truchet untersuchte 1704, welche Muster entstehen, wenn man eine quadratische Fliese immer wieder neu dreht. Impact Acoustic aus der Schweiz überträgt das Prinzip auf eine Akustikfliese. Die Platten der Serie Archisonic Natura Truchet messen 200 × 200 mm bei einer Stärke von 24 mm und tragen ein Relief aus Bögen und Linien. Es gibt sechs Typen. Je nachdem, wie sie kombiniert und gedreht werden, entstehen auf der Wand geschwungene KreiszLPSDFWDFRXVWLF FRP

bahnen oder regelmäßige Raster. Die Platten bestehen zu 75 Prozent aus Pflanzenfasern, je nach Ausführung aus Jute, Kokosresten aus der Produktion oder Baumwoll-Linters. Den Rest bilden mineralische Zusätze, darunter Kalziumkarbonat aus Eierschalen und Flammschutzsalze. Die Fliesen werden wie keramische Platten im Dünnbettverfahren mit mineralischem Mörtel verlegt. Sie erreichen die Brandschutzklasse B-s1, d0 und einen _w-Wert von 0,60 (H). Im Frequenzbereich unterhalb von 250 Hz ist die Absorption dagegen gering. Nach der Nutzung nimmt Impact Acoustic die Platten zurück.

In 1704, the French mathematician Sébastien Truchet studied patterns formed by rotating a square tile in different ways. The Swiss company Impact Acoustic has applied this principle to acoustic tiles. Measuring 200 × 200 × 24 mm, the panels in the Archisonic Natura Truchet range feature a relief pattern of arcs and lines. The range comprises six types. Depending on how they are combined and rotated, they create either flowing, circular patterns or regular grids on the wall. The panels consist of 75 per cent plant fibres, sourced

from jute, coconut waste or cotton linters. The remainder is made up of mineral additives, including flame-retardant salts and calcium carbonate from eggshells. Fitters install the panels like ceramic tiles, using the thinbed method with mineral mortar. The panels meet fire classification B-s1,d0 and have a weighted sound absorption coefficient _w of 0.60 (H). Absorption is low, however, in the frequency range below 250 Hz. Impact Acoustic takes the panels back at the end of their service life.

Umbau DAS MODULARE Architektur in :$6&+3/$7=ǫ6257,0(17 MIX & MATCH Flandern .5($7,9( )5(,+(,7 Architecture of ,0 %$' Transformation in Flanders *HEHULW 0L[ 0DWFK HUÓƬQHW ,KQHQ QHXH NUHDWLYH 0ÓJOLFKNHLWHQ GHU :DVFKSODW]JHVWDOWXQJ :DVFKWLVFKH %DGPÓEHO XQG =XEHKÓU GHU 6HULHQ 21( L&RQ XQG $FDQWR NÓQQHQ QDKH]X XQEHJUHQ]W XQG PRGXODU PLWHLQDQGHU NRPELQLHUW ZHUGHQ 6R ODVVHQ VLFK SDVVHQG ]X ,KUHP %DXSURMHNW GLH XQWHUVFKLHGOLFKVWHQ 'HVLJQYDULDQWHQ UHDOLVLHUHQ 0HKU ,QIRUPDWLRQHQ www.geberit.de/mix-match

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Impressum Imprint

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Uhalde, Klaas Verdru, Jeudi Wang, Tom Wilkinson, Nigel Young

Zeitschrift für Architektur + Baudetail Review of Architecture + Construction Details ISSN 2627-2598

Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe Authors of this issue: Andrew Ayers, Roland Pawlitschko, Sulafa Isa, Tom Wilkinson

DETAIL Architecture GmbH Messerschmittstraße 4, 80992 München Munich, Germany Tel. +49 (0)89 381620-0 Fax: +49 (89) 381620-877 detail.de

Übersetzungen Translations: Alisa Kotmair, Mark Kammerbauer, Raymond Peat, Marc Selway

Postanschrift Postal Address: Postfach PO Box: 500205, 80972 München Munich, Germany Geschäftsführung Managing Director: Lena Engel, Johann Schouten, Markus Wolf Redaktion Editorial: Tel. +49 (0)89 381620-866 redaktion@detail.de editors@detail.de einsendungen@detail.de submissions@detail.de Jeanette Kunsmann (Chefredakteurin Editor-in-Chief, V. i. S. d. P.), Jakob Schoof (stellvertretender Chefredakteur Deputy Editor-in-Chief), Sabine Drey, Belinda Duvinage, Nora Good, Valentina Grossmann, Claudia Hildner, Frank Kaltenbach, Heike Kappelt, Julia Liese, Peter Popp, Laura Traub, Edith Walter, Barbara Zettel; Hanna Franzen (Praktikantin Intern), Nils Freiwald, Varvara Kalupina, Tim Petersen, Lilli Ritter, Zoe Scholz (Werkstudierende Student Trainees) Konzeption dieser Ausgabe Concept of this issue: Claudia Hildner Assistenz Editorial Assistant: Leonie Weiß Produkte & Referenzen Products & References: produkte@detail.de products@detail.de Gestaltung Design: strobo B M (Matthias Friederich, Sabrina Baumann, Monnier Ostermair), München Munich, Germany CAD-Zeichnungen CAD-Drawings: Dejanira Ornelas Bitterer, Marion Griese, Barbara Kissinger, Martin Hämmel; Julia Voitl, Martin Zott (Werkstudierende Student Trainee) Herstellung Production, DTP: Peter Gensmantel (Leitung Manager), Michael Georgi, Natalia Shelenina, Roswitha Siegler, Simone Soesters )RWRJUDÀQQHQ XQG )RWRJUDIHQ dieser Ausgabe Photographers of this issue: Frédéric Delangle, Gens, Brigida González, Adrià Goula, Liu Guowei, Hannes Heinzer, Daisuke Hirabayashi, Moritz Hoffmann, Reinis Hofmanis, Madara Kuplā, Robert op ’t Landt, Maciej Lulko, Séverin Malaud, Gianluca Maver, Kevin Penczak, Ema Peter, Barrault Pressaco, Schnepp Renou, Ursula Rücker, Thomas Schermer, Bent René Synnevåg, Deborah Süß, Celia

Director Sales & Events: Margit Färber Tel. +49 (0)89 381620-836 Anzeigendisposition Advertisement Scheduling: Elisabeth Plomitzer-Kanzler Tel. +49 (0)89 381620-879 Anke Thaler Tel. +49 (0)89 381620-868 Detail Events: Katharina Brückl, Andrea Zürn Tel. +49 (0)89 381620-887 Director Marketing & Distribution: Lena Engel Tel. +49 (0)89 381620-851 Auslieferung an den Handel Delivery to Trade: DMV Der Medienvertrieb Meßberg 1, 20086 Hamburg, Deutschland Germany Repro Reprographics: Martin Härtl OHG, München Munich, Deutschland Germany Druck Printing: W. Kohlhammer Druckerei Augsburger Straße 722 70329 Stuttgart Deutschland Germany Auslandsversand über IMX International distribution by IMX Abonnementverwaltung und Adressänderungen Subscriptions and Address Changes: VU.SOLUTIONS GmbH & Co. KG. Grosse Hub 10, 65344 Eltville, Deutschland Germany Tel. +49 (0)6123 92 38-211 Fax: +49 (0)6123 92 38-212 Abonnentenkontakt Subscriptions Contact: mail@detail.de oder or detailabo@vuservice.de DETAIL erscheint 10× jährlich am 15. Januar / 2. März / 1. April / 4. Mai / 2. Juni / 15. Juli / 1. September / 1. Oktober / 2. November / 1. Dezember DETAIL appears 10 times a year on 15 January / 2 March / 1 April / 4 May / 2 June / 15 July / 1 September / 1 October / 2 November / 1 December

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Einzelheft Single issue: € 28

12 Fassaden Facades 1/2 Zirkulär Bauen Circular Construction 3 Stahl- und Leichtbau Steel and Lightweight Structures 4 Lernräume Learning Spaces 5 Radikal Einfach bauen Building Simply 6 Dächer Roof Constructions 7/8 Licht und Innenraum Lighting and Interiors 9 Bauen im Bestand Building in Existing Contexts 10 Wohnen für Alle Housing for All 11 Bauen mit Holz Building with Timber Projekteinsendungen jeweils sechs Monate vorher an Project submissions six months in advance to: einsendungen@detail.de submissions@detail.de

Cover 11.2026: Gestaltung Design: Sabine Drey Inklusionszentrum bei Barcelona Inclusive Centre near Barcelona Architektur Architecture: Harquitectes

Wohnen statt Parken – Paris macht es vor Parking Becomes Housing – Paris Leads the Way

Boltshauser Architekten: Beton im Kreislauf Boltshauser Architekten: Circular Concrete

11.2026

Bauen im Bestand Building in Existing Contexts

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Šeduva, Yixing, Zaragoza: Museen abseits der Metropolen Museums Beyond the Big City

Schall und Raum Sound and Space: Kjetil Thorsen über Opernhäuser Kjetil Thorsen on Opera Houses

10.2026

Kulturbauten Cultural Buildings

Wohnen statt Parken – Paris macht es vor Parking Becomes Housing – Paris Leads the Way

Boltshauser Architekten: Beton im Kreislauf Boltshauser Architekten: Circular Concrete

11.2026

Bauen im Bestand Building in Existing Contexts

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