

BÖ H L AU VER L
AG S VORSCHAU
Liebe Buchhändlerinnen und Buchhändler, liebe Leserinnen und Leser, wer von uns hat nicht schon einmal im Traum einen Drachen getötet, zumindest im übertragenen Sinn?
Rudolf Simek, Erfolgsautor von »Monster im Mittelalter«, »Trolle« und zuletzt »Dämonen, Teufel, Hexenglaube« regt mit seinem neuesten Werk dazu an, die Welt der »Drachen und Lindwürmer« zu ergründen und gibt gewohnt fundiert und illustrativ einen kulturgeschichtlichen Einblick in die mittelalterliche Mythenwelt. Wer wissen möchte, was es mit der „Beamtenforelle“ auf sich hat oder wie der „Beserlpark“ zu seinem Namen gekommen ist, dem sei Johann Werfrings »Auf der Nase des rosaroten Prinzen« ans Herz gelegt. Das vergnügliche und reich bebilderte Buch des Historikers vermittelt die faszinierende Kulturgeschichte der Stadt Wien anhand im Volksmund gebräuchlicher Scherznamen. Mit »Leben und Erinnern nach Mauthausen« erscheint der vierte und abschließende Band der Reihe „Europa in Mauthausen“. Er dokumentiert die Ergebnisse eines internationalen Forschungsprojekts, das erstmals umfassend die Geschichte der Überlebenden eines nationalsozialistischen Konzentrationslagers aufgearbeitet hat.
Der deutschen Geschichte seit 1945 widmet sich Michael Gehler in der aktualisierten Neuauflage seines Standardwerks »Deutschland«, das die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen einer geteilten und dann wiedervereinten Nation präzise zusammenfasst und analysiert – bis hin zur letzten Bundestagswahl 2025.
Wie schon im Katalog Frühjahr 2026 stellen wir Ihnen auch dieses Mal wieder Highlights unserer Schwesterverlage Birkhäuser, De Gruyter, Deutscher Kunstverlag und JOVIS vor, deren Kunst- und Architekturprogramm wir Ihnen wärmstens empfehlen möchten. Sie finden diese ab Seite 32.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und stehen wie immer gerne für Fragen und Anregungen zur Verfügung.
Ihr Team des Böhlau Verlages

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Coverabbildung: Paolo Uccello artist QS:P170,Q192488 https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paolo_Uccello_Heiliger_Georg_und_der_Drachen_1_470.jpg), „Paolo Uccello Heiliger Georg und der Drachen 1 470“, bearbeitet. Auch als eBook erhältlich

Rudolf Simek
Drachen und Lindwürmer im europäischen Mittelalter
Drachen sind von allen Phantasiewesen die Langlebigsten. Seit der Antike beflügeln sie die menschliche Vorstellungskraft. Zwar sind Drachen aus vielen Kulturkreisen bekannt, aber mit Ausnahme der fernöstlichen Kultur ist es das europäische Mittelalter, das die meiste Beschäftigung mit Drachen und Lindwürmern in der bildenden Kunst und unterschiedlichen Textgattungen hervorgebracht hat: In Heldenepen, Rittersagen und selbst Heiligenlegenden sind die Fabelwesen in Wort und Bild eine ständige Herausforderung für Helden. Das vorliegende Buch behandelt die Funktion der mittelalterlichen Drachen und kann anhand von über 100 Abbildungen auch ihr Aussehen vorstellen. Ein letztes Kapitel untersucht das Überleben der Ungeheuer bis in die Gegenwart.
Rudolf Simek ist Professor emeritus für mittelalterliche deutsche und nordische Literatur an der Universität Bonn.

Böhlau
2026. ca. 329 Seiten, zahlr. farb. Abb., gebunden
€ 39,00 | € (A) 41,00
ISBN 978-3-205-22481-5
Erscheint September 2026
Warengruppe: 1550 // Geschichte


Wir empfehlen außerdem:
Rudolf Simek
Dämonen, Teufel, Hexenglaube
Böse Geister im europäischen Mittelalter
2023. 329 Seiten, mit 101 farb. Abb., gebunden
€ 40,00 | € (A) 42,00
ISBN 978-3-205-21678-0 e
Johann Werfring Auf der Nase des rosaroten Prinzen
Wiener Scherznamen aus kulturgeschichtlicher Perspektive
„Liesl“, „Kracherl“, „Eitrige“, „Beamtenforelle“ oder „Burgmurrer“. Manche dieser Wiener Begriffe sind heute noch in Gebrauch, andere verschwunden. Wie kam es dazu, dass ein in vielerlei Hinsicht ungewöhnlicher Fürst, den Johann Wolfgang von Goethe den „frohesten Mann des Jahrhunderts“ nannte, zum Gründer des Wiener „Nasenwegs“ wurde? Welchen Scherznamen kannte man für Fiaker, die ihre Kutschen für amouröse Fahrten offerierten? Welchen besonderen Umständen verdanken die Wiener „Beserlparks“ ihren Namen? Fragen wie diesen geht der Historiker Johann Werfring auf den Grund. Er spürt dabei der Herkunft der jeweiligen Begriffe nach und erläutert facettenreich ihren kulturhistorischen Kontext.
Mag. Dr. Johann Werfring, geb. 1962 in Sieggraben, Historiker, Kulturpublizist und langjähriger Kolumnist der Wiener Zeitung sowie Lektor für Agrargeschichte an der Universität für Bodenkultur Wien. Publikationen zur Geschichte Wiens, zur Geschichte der Medizin und zur Kulturgeschichte des Weins.

Böhlau 2026. 271 Seiten, mit zahlr. farb. Abb., gebunden € 35,00 | € (A) 36,00 ISBN 978-3-205-22523-2 Bereits erschienen
Warengruppe: 1550 // Geschichte


Wir empfehlen außerdem: Philipp Reichel-Neuwirth
Herrschaft und Protest in Wiener Sagen
Wahrzeichen und ihre religionspolitische Propagandafunktion
2021. 149 Seiten, 34 farb. Abb., Paperback € 30,00 | € (A) 31,00
ISBN 978-3-205-21417-5
Alexander Prenninger, Gerhard Botz, Regina Fritz, Heinrich Berger (Hg.)
Leben und erinnern nach Mauthausen
Dieser Band öffnet einen neuen Blick auf die Zeit nach der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen. Im Mittelpunkt stehen die Überlebenden selbst: ihre Stimmen, Erinnerungen und Lebenswege nach 1945. Auf der Grundlage von über 850 Interviews aus Europa, Israel und Amerika analysieren 30 international tätige Forscher:innen die vielfältigen Erfahrungen, das Erzählen und das Schweigen der Zeitzeug:innen. Das so entstehende Panorama zeigt, wie unterschiedlich Befreiung, Rückkehr und Erinnerung erlebt wurden – und wie lange deren Folgen nachwirkten. Als vierter Band der Reihe „Europa in Mauthausen“ macht dieses Buch deutlich, dass Erinnern kein abgeschlossener Akt, sondern ein fortdauernder Prozess ist und für ein tiefes Verständnis von Geschichte und für die Lebendigkeit demokratischer Gesellschaften unverzichtbar bleibt.
Alexander Prenninger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ludwig Boltzmann Institute for Digital History (LBIDH) und Lehrbeauftragter am American Institute for Foreign Study, Salzburg Campus.
Gerhard Botz ist Professor emeritus am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien.
Regina Fritz, Historikerin, ist PostDoc-Assistentin am Historischen Institut der Universität Bern und externe Lektorin am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien.
Heinrich Berger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ludwig Boltzmann Institute for Digital History in Wien und Lehrbeauftragter am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien.
Die Reihe Europa in Mauthausen
Band 1
Gerhard Botz, Alexander Prenninger, Regina Fritz, Heinrich Berger, Melanie Dejnega (Hg.) Mauthausen und die nationalsozialistische Expansions- und Verfolgungspolitik
2021. 420 Seiten, mit 12 s/w Abb. und 26 Grafiken, gebunden
€ 45,00 | € (A) 47,00
ISBN 978-3-205-20784-9


Böhlau 2026. ca. 830 Seiten, zahlr. Abb., gebunden
€ 45,00 | € (A) 47,00
ISBN 978-3-205-22266-8
= Europa in Mauthausen, Band 4 Erscheint Juli 2026
Warengruppe: 1557 // Geschichte/Zeitgeschichte (1945 bis 1989)


Band 2
Alexander Prenninger, Regina Fritz, Gerhard Botz, Melanie Dejnega (Hg.)
Deportiert nach Mauthausen
2021. 711 Seiten, mit 50 s/w Abb., gebunden
€ 45,00 | € (A) 47,00
ISBN 978-3-205-20785-6

Band 3
Regina Fritz, Alexander Prenninger, Gerhard Botz, Heinrich Berger (Hg.) Gefangen in Mauthausen
2023. 632 Seiten, mit 45 s/w Abb., gebunden
€ 45,00 | € (A) 47,00
ISBN 978-3-205-21536-3

Letzer
Michael Gehler
Deutschland
Von der geteilten Nation zur gespaltenen Gesellschaft 1945 bis heute
Dieses Buch bietet eine Bilanz deutscher Geschichte mehr als 80 Jahre nach Kriegsende und drei Jahrzehnten nach der deutschen Einigung, die bis heute nachwirkt. Die Berliner Republik wird als neuer Staat begriffen, der im Unterschied zur alten Bonner Republik weit mehr mit der europäischen und globalen Dimension von Politik konfrontiert ist. Atomausstieg, Klimawandel, der Krieg um die Ukraine, die Verwerfungen im transatlantischen Verhältnis und der Wettbewerb mit China sind Themen, mit denen das Deutschland von heute konfrontiert ist. Dabei sind die gesellschaftlichen und politischen Folgen der Wiedervereinigung noch nicht verarbeitet, wie es eine gespaltene Gesellschaft und der tiefgreifende Wandel der Parteienlandschaft verdeutlichen. Das Buch liegt nun in zweiter, neubearbeiteter sowie um Kapitel zur Zeit seit der Merkel-Ära bis zum Scheitern der Ampelkoalition und der Bundestagswahl 2025 erweiterter Auflage vor.
Michael Gehler, ist Leiter des Instituts für Geschichte an der Stiftung Universität Hildesheim sowie Professor an der Andrássy Universität Budapest.


Böhlau
2. Auflage 2026. ca. 672 Seiten, mit 57 Abb. und 30 Grafiken, gebunden
€ 69,00 | € (A) 71,00
ISBN 978-3-412-53623-7
Erscheint Oktober 2026
Warengruppe: 1557 // Geschichte/Zeitgeschichte (1945 bis 1989)

Wir empfehlen außerdem:
Philipp Austermann
Der Weimarer Reichstag
Die schleichende Ausschaltung [...]
2020. 338 Seiten, 11 s/w-Abb., gebunden € 39,00 | € (A) 41,00
ISBN 978-3-412-51985-8
Jens Ivo Engels
Rock und Politik
Wolfgang Niedecken, BAP und die politische Kultur im späten 20. Jahrhundert
Wolfgang Niedecken ist einer der bekanntesten Deutschrocker. Er ist auch ein Intellektueller. In seinen Werken registriert er wie ein Seismograph gesellschaftliche und politische Verhältnisse. In den letzten zwei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts trug er dazu bei, eine linksliberale Weltsicht zu etablieren, und verband seine Musik zunehmend mit gesellschaftlich-politischem Engagement.
Der Historiker Jens Ivo Engels schildert in der ersten wissenschaftlichen Studie über Niedecken die Bedeutung seiner Band BAP und ihrer Fans für die Alltagskultur. Er analysiert Niedeckens Rolle als Intellektueller, seine Ideen vom richtigen Leben, seine politischen Überzeugungen und seine politischen Handlungsmöglichkeiten.
Niedecken steht für den Weg aus dem linksalternativen Milieu in den Mainstream. Das Buch zeigt: Ohne Popmusik kann man die politische Kultur in Deutschland nicht verstehen.
Jens Ivo Engels ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Darmstadt.


Böhlau 2026. ca. 352 Seiten, inkl. 20 farb. Abb., gebunden € 39,00 | € (A) 41,00
ISBN 978-3-412-53577-3
Erscheint Juli 2026
Warengruppe: 1559 // Geschichte/Kulturgeschichte

Wir empfehlen außerdem:
Helmut Rönz et al. (Hg.) »Refugium einer politikfreien Sphäre«?
Musik und Gesellschaft im Rheinland des 19. und 20. Jahrhunderts
2023. 295 Seiten, 67 Abb., gebunden
€ 35,00 | € (A) 36,00
ISBN 978-3-412-51902-5
Bernhard Barta
Zell am See und sein Grand Hotel
1896 eröffnete das noble „Grand Hotel am See“, das sich rasch zu einem Treffpunkt der illustren Gesellschaft entwickelte. Künstler und Kaiser, Stars und Sternchen, Millionäre und Schriftsteller bevölkerten im Lauf der Zeit Zell am See. Bernhard Barta nimmt seine Leser:innen mit auf einen anekdotischen Streifzug durch zwei Jahrhunderte Salzburger Geschichte. Er erzählt vom Entstehen des Pinzgauer Tourismus und über Stammgäste wie Stefan Zweig genauso wie über Zeller Originale und Familien von Porsche bis Trapp. Gestützt auf Zeitzeugen und Quellen präsentiert Barta zahlreiche Geschichten und erläutert unter anderem, was Kaiser Franz Josef am Zeller „Pferdewagerl“ so freute, warum Kronprinz Rudolf heimlich eine Villa erbaute oder wie Fürst Liechtenstein zum Gönner des ganzen Pinzgaus wurde. Mit zahlreichen Kulturund Ausflugs-Tipps.
Bernhard Barta, Dr. phil., Autor kunstwissenschaftlicher Monografien und historischer Bücher zu Österreichs Kunst, Adel und Gesellschaft. Er wirkt am Littrow Archiv Wien (www.littrow.at).


Böhlau
2026. ca. 350 Seiten, zahlr. s/w- und farb. Abb., gebunden
€ 35,00 | € (A) 36,00
ISBN 978-3-205-22144-9
Erscheint Juni 2026
Warengruppe: 1550 // Geschichte

Wir empfehlen außerdem: Herta Neiß, Michael John (Hg.) Sehnsucht Salzkammergut
2024. 219 Seiten, mit 104 farb. und s/w-Abb., Paperback € 35,00 | € (A) 36,00 ISBN 978-3-205-21933-0
Johann.Strauss-Festjahr2025 GmbH (Hg.)
Johann Strauss 2025 Wien
EinBlick
Anlässlich des 200. Geburtstags von Johann Strauss dokumentiert diese Publikation das Wiener Festjahr 2025 in seiner inhaltlichen und ästhetischen Vielfalt. Sie vereint Hintergrundinformationen, Werkbetrachtungen und ausführliche Darstellungen der Produktionen – von Operettenneuinterpretationen über Konzertformate bis hin zu Projekten im öffentlichen Raum. Im Fokus steht Strauss als historische Schlüsselfigur und als Gegenstand gegenwärtiger künstlerischer Auseinandersetzung. Zahlreiche Abbildungen und Dokumentationen machen das Ausmaß des stadtweiten Kulturprojekts nachvollziehbar. Die Publikation versteht sich als Bestandsaufnahme des Festjahres und als Beitrag zur aktuellen StraussRezeption.
Die Johann.Strauss-Festjahr2025 GmbH ist ein eigens für dieses Jubiläum von der Stadt Wien gegründetes Unternehmen der Wien Holding. Anlässlich des 200. Geburtstags von Johann Strauss (Sohn) gestaltete sie unter der Intendanz von Roland Geyer ein ganzjähriges genreübergreifendes Festprogramm –von klassischen Strauss-Konzerten und Operetten bis zu zeitgenössischer Performance und Open-Air-Projekten.


Böhlau
2026. 344 Seiten, mit zahlr. farb. Abb., gebunden € 45,00 | € (A) 47,00
ISBN 978-3-205-22499-0
Bereits erschienen
Warengruppe: 1590 // Musik

Wir empfehlen außerdem:
Markus Böggemann (Hg.)
Antonio Salieri
Neuentdeckung eines Verkannten. Ein Lesebuch
2025. 152 Seiten, inkl. 31 teilw. farb. Abb., gebunden € 28,00 | € (A) 29,00 ISBN 978-3-205-22211-8

Martina Zerovnik
Hitler’s executive
The Austrian Police and National Socialism
The police were one of the main pillars of the National Socialist dictatorship. Their work was part of the Nazi regime’s racist policies of extermination and conquest. Their main tasks comprised establishing and maintaining “order and security” in the German Reich, both on the home front and in the occupied territories. Austrian police officers and gendarme were also significantly involved in the persecution and murder of people, in war crimes, and in the Holocaust. The present catalogue, published in conjunction with the eponymous exhibition, provides a concise overview of the organization, ideology, and options for action of the Austrian police under National Socialism.
Martina Zerovnik is a freelance cultural studies scholar, curator, museum planner and author based in Vienna. Her work explores aspects of 20th-century Austrian (cultural) history, with a focus on the culture of remembrance, identity and representation.

Willy Buschak
Max Cohen (1876–1963)
Ein deutsch-jüdischer Sozialdemokrat im Zeitalter der Extreme
Max Cohen (1876–1963) war Kommunalpolitiker, Reichstagsabgeordneter und Vorsitzender des Zentralrates der Arbeiter- und Soldatenräte Deutschlands. Sein Leben zeigt die Geschichte von Kaiserreich, Krieg und Revolution in einem anderen Licht. Sein Name steht für den Versuch, ein deutsches Modell der Rätedemokratie zu entwickeln und in Weimar ein Bündnis aller demokratischen Kräfte zu bauen. Als kluger Außenpolitiker wollte er seinem Land mit der deutsch-französischen Zusammenarbeit einen Ausweg aus der Sackgasse weisen, in die es sich manövriert hatte. Seine feste Überzeugung, dass die Europäische Einigung nur von unten zustande kommen könne und dass sich der Kontinent Europa allein auf der weltpolitischen Bühne behaupten müsse, ist noch heute aktuell.
Willy Buschak ist Historiker und lebt nach Stationen in Hamburg, Brüssel, Dublin und Dresden jetzt in Bochum.

Anna Horstmann
Frauen im Labor
Chemikerinnen und Laborantinnen in der deutschen Chemieindustrie von 1900 bis 1990
Warum konnte sich die Laborantin innerhalb von 90 Jahren zu einem „klassischen“ Frauenberuf entwickeln, während der Anteil an Industrie-Chemikerinnen in dieser Zeitspanne auf lediglich vier Prozent stieg? Am Beispiel von neun Unternehmen und über fünf politische Systeme hinweg untersucht
Anna Horstmann die Präsenz, Rollen und Karrieremodelle von Frauen in den Laboren der deutschen Chemieindustrie zwischen 1900 und 1990. Diese konnten sich vor allem dort etablieren, wo sie den Status und die Positionen männlicher Chemiker nicht gefährdeten. Bemerkenswert sind dabei die Vehemenz und Persistenz, mit denen der Ausschluss von Chemikerinnen durchgesetzt werden konnte. Ob Monarchie, Demokratie oder Diktatur – die Chemieindustrie blieb eine Männerbranche.
Anna Horstmann ist Akademische Rätin auf Zeit an der Universität Bielefeld und forscht zur Sozialgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts mit besonderer Berücksichtigung der Themen Arbeit und Krieg aus geschlechterhistorischer Perspektive.
Böhlau
2026. 172 pages, num. b/w illus., Paperback
€ 28,00 | € (A) 29,00
ISBN 978-3-205-22490-7
Bereits erschienen
Warengruppe: 1550 // Geschichte

Böhlau
2026. ca. 760 Seiten, inkl. 14 Abb., gebunden
€ 85,00 | € (A) 88,00
ISBN 978-3-412-53565-0
= Sozialgeschichte in Bewegung, Band 77 Erscheint Juni 2026
Warengruppe: 1556 // Geschichte / 20. Jahrhundert (bis 1945)

Böhlau
2026. ca. 552 Seiten, inkl. 1 Grafik, gebunden
€ 69,00 | € (A) 71,00 ISBN 978-3-412-53614-5
= Sozialgeschichte in Bewegung, Band 78 Erscheint Juni 2026
Warengruppe: 1559 // Geschichte/ Kulturgeschichte


Alessandra Parodi
Hygiene exportieren
Die italienische Kolonialmedizin im Versuchsfeld Libyen 1912–1940
Libyen war von 1912 bis 1943 eine Kolonie – zuerst des liberal regierten, seit 1922 des faschistisch beherrschten Italiens. Es sollte als Auffangbecken für die überschüssige bäuerliche Bevölkerung des italienischen Südens dienen, die dabei war, in hohem Ausmaß in andere Zielländer auszuwandern. Der Faschismus, wie er hier in Erscheinung trat, lässt sich als ein biologisches Kolonialregime kennzeichnen. Es ging zum einen darum, die Bevölkerungszahl Italiens zu erhöhen und die eigene Bevölkerung in der Kolonialsituation zu ertüchtigen. Zum anderen sollten die Libyer auf ein höheres zivilisatorisches Niveau gebracht, sie somit in den faschistischen Staat integriert werden. Hierzu schienen die Hygienisierung der Lebensverhältnisse und medinische Interventionen als geeignete Mittel. Ferner waren die Hygienekampagnen und der Aufbau medizinischer Infrastrukturen dazu gedacht, das Territorium für die eigenen Siedlungszwecke offen zu halten.
Alessandra Parodi ist am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Heidelberg in Lehre und Forschung tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Kolonialmedizin, die Geschichte der Infektionskrankheiten und die Geschichte der Impfungen.

Bernd Martin Verhängnisvolle
Wahlverwandtschaft –
Japan und Deutschland seit 1861
Deutschland und Japan – keine anderen führenden Industrienationen haben sich so auffallend ähnlich entwickelt. Der Historiker Bernd Martin und der langjährige Japan-Korrespondent Wieland Wagner erkunden auf einer faszinierenden Zeitreise, wie und warum sich das ostasiatische Inselland seit dem 19. Jahrhundert anhand preußisch-deutscher Vorbilder in die Moderne katapultierte – vom Militärwesen bis zur obrigkeitsstaatlichen Verfassung. Die strategische Weichenstellung hatte fatale Folgen: Im Pakt mit Hitler-Deutschland zettelte das Kaiserreich den Zweiten Weltkrieg mit dem Überfall auf Pearl Harbour an. Nach der Niederlage 1945 stieg es dann ähnlich steil zum wirtschaftlichen Riesen auf wie die Bundesrepublik. Und im 21. Jahrhundert ringen beiden gealterte Nationen erneut mit ganz ähnlichen Herausforderungen. Sie müssen sich in einer Welt zurechtfinden, in der die Nachkriegsordnung bröckelt – und damit auch die Basis deutsch-japanischer Erfolge.
Bernd Martin ist emeritierter Professor für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Freiburg im Breisgau.
Böhlau
2026. ca. 240 Seiten, inkl. ca. 12 s/w Abb., gebunden
€ 45,00 | € (A) 47,00
ISBN 978-3-412-53617-6 = Italien in der Moderne, Band 29
Erscheint Oktober 2026
Warengruppe: 1556 // Geschichte / 20. Jahrhundert (bis 1945)

Böhlau
2026. ca. 368 Seiten, inkl. 2 s/w Abb., gebunden
€ 59,00 | € (A) 61,00
ISBN 978-3-412-53611-4
Erscheint Oktober 2026
Warengruppe: 1556 // Geschichte / 20. Jahrhundert (bis 1945)


Michaela Binder, Julia Gebke, Martin Scheutz (Hg.) Unsichtbare Patientinnen
Kloster und Krankenhaus der Wiener Elisabethinen im 18. Jahrhundert
Die Elisabethinen als Krankenhausorden fanden vor allem in der Habsburgermonarchie große Verbreitung. Die 1709 gegründeten Wiener Elisabethinen errichteten das erste Frauenkrankenhaus der Residenzstadt Wien und versorgten vor allem Patientinnen aus der Unterschicht. Die Auswertung des ersten Patientenbuches (1710–1746) mit rund 5.800 Einträgen, die anthropologische Untersuchung der rund 350, im Friedhof vergrabenen Skelette, die Zusammensetzung des Konvents, aber auch die Organisation der Klosterapotheke werden in diesem Band vorgestellt.
Michaela Binder ist Bioarchäologin und Lehrende an der Universität Wien.
Julia Gebke wurde an der Karl-Franzens-Universität Graz promoviert und arbeitet als Universitätsassistentin an der Universität Wien.
Martin Scheutz ist Professor für Geschichte der Neuzeit am Institut für Österreichische Geschichtsforschung an der Universität Wien.

William O’Reilly, Ellinor Forster (Hg.)
Attributing Value to Space
Space is never neutral. The attribution of value to space, whether urban, maritime, imperial, domestic or natural, was among the most consequential cultural and political acts available to historical actors. How places acquired worth, how that worth was contested and communicated, and how it was embedded in structures of power, memory, and identity: these are the questions that animate this issue of OGE18. Drawing on case studies from across Europe and the Atlantic world, from nocturnal court spaces to Caribbean ports of print, from reconstructed Hungarian cities to the gardens of menageries and the ecological imaginaries of displaced migrants, the contributors to this volume examine value attribution as a dynamic, relational and politically charged process.
William O‘Reilly is an Associate Professor at the University of Cambridge. He has worked on a range of topics in early modern European and Atlantic history, especially on the history of migration, colonialism and imperialism.
Ellinor Forster is an Associate Professor at the University of Innsbruck. She has worked on spatial concepts, border studies, cultural history of politics and administration, sensory studies as well as legal gender studies.

Andreea Badea, Bruno Boute, Birgit Emich (Hg.) Konfessionen auf dem Prüfstand
Vom Nutzen und Nachteil eines Konzepts für die Vormoderne
Was macht eine Konfession zur Konfession? Wie entstehen Grenzen zwischen christlichen Gruppierungen? Wer entscheidet über Zugehörigkeit und Ausschluss? Der Sammelband hinterfragt die strukturellen Voraussetzungen religiöser Gruppenbildungen in Fallstudien, die von der Antike bis ins 18. Jahrhundert führen und christliche Gemeinschaften in Europa, Asien und Afrika in den Blick nehmen. Die Beiträge beleuchten, wie religiöse Zugehörigkeit definiert, gelebt und beschrieben wurde und welche Rolle Dogmen, Rituale und Praktiken dabei spielten. Im Lichte der Befunde wird diskutiert, inwieweit das Konzept der Konfession für vormoderne und außereuropäische Kontexte überhaupt tragfähig ist.
Andreea Badea ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der DFG-Kollegforschungsgruppe „Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Böhlau
2026. ca. 352 Seiten, ca. 40 farb. Abb.
€ 60,00 | € (A) 62,00
ISBN 978-3-205-22575-1
Erscheint Dezember 2026
Warengruppe: 1555 // Geschichte/Neuzeit bis 1918

Böhlau
2026. 224 pages, ca. 6 col. illus., Paperback
€ 50,00 | € (A) 52,00
ISBN 978-3-205-22572-0
= Das achtzehnte Jahrhundert und Österreich. Jahrbuch der Österreichischen Gesellschaft zur Erforschung des achtzehnten Jahrhunderts, Band 41 Erscheint Dezember 2026
Warengruppe: 1555 // Geschichte/Neuzeit bis 1918

Bruno Boute ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der DFG-Kollegforschungsgruppe „Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Birgit Emich ist Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Ko-Sprecherin der dort angesiedelten KFG „Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer“.
Böhlau
2026. ca. 368 Seiten, inkl. ca. 3 farb. Abb., gebunden
€ 75,00 | € (A) 78,00
ISBN 978-3-412-53402-8
= Kulturen des Christentums/ Cultures of Christianity, Band 9
Erscheint Juni 2026
Warengruppe: 1555 // Geschichte/Neuzeit bis 1918



Pawel Gut, Nils Jörn, Dirk Schleinert (Hg.)
Bogislaw X.
Leben und Wirken des RenaissanceHerzogs in Pommern und Europa
Die Beiträge des Sammelbandes behandeln verschiedene Handlungsfelder Herzog Bogislaws X. von seiner Außenpolitik, den Verhandlungen mit Brandenburg über die Reichsstandschaft und Lehnsabhängigkeit, die Heiratspolitik bis zu seiner Pilgerreise ins Heilige Land. Das Verhältnis zu Polen und zu den Herrschern in Mecklenburg und Brandenburg werden ebenfalls thematisiert. Von seiner pommerschen Innenpolitik kommen vor allem die Justiz, die Städteund Münzpolitik sowie das Verhältnis zur Universität Greifswald zur Sprache. Weitere Beiträge untersuchen den Gebrauch von Wappen und Siegeln und den Beginn der Reformation am Ende seiner langen Regierungszeit. Erstmals widmen sich deutsche und polnische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam diesem wichtigen Bestandteil ihres historischen Erbes.
Dr. hab. Pawel Gut ist Archivar am Staatsarchiv in Stettin (Archiwum Panstwowe w Szczecinie) und Professor für Archivistik und Regionalgeschichte am Historischen Institut der Stettiner Universität.
Dr. Nils Jörn ist Stadtarchivar in Wismar und stellvertretender Vorsitzender der Historischen Kommission für Pommern.
Dr. Dirk Schleinert ist Direktor des Stadtarchivs der Hansestadt Stralsund.
Böhlau
2026. ca. 384 Seiten, ca. 72 teilw. farb. Abb., gebunden
€ 70,00 | € (A) 72,00
ISBN 978-3-412-53562-9
= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern. Reihe V: Forschungen zur Pommerschen Geschichte, Band 65
Erscheint Juli 2026
Warengruppe: 1555 // Geschichte/Neuzeit bis 1918

Hubert Weitensfelder
Quecksilber, Karst und Klöppelspitzen
Das Bergwerk Idrija im internationalen Kontext während der frühen Neuzeit
Quecksilber ist giftig, flüssig und ein Metall. Ganz überwiegend wird es durch die Erhitzung von Zinnober gewonnen. Dieser kommt nur an wenigen Stellen der Erde in abbauwürdigen Mengen vor. Die historisch bedeutendsten Lagerstätten liegen in Almadén (Spanien), Idrija (Slowenien) und Huancavelica (Peru). Im 16. Jahrhundert gewann Quecksilber vor allem als Hilfsmittel für die Gewinnung von Silber in den spanischen Kolonien Amerikas enorme Bedeutung. Weitensfelder schildet die internationalen Verflechtungen des Metallabbaus mit dem Augenmerk auf Idrija und wertet dafür erstmals große, bisher kaum berücksichtigte Archivbestände aus. Im Vordergrund stehen der Bergbau und die besonderen Gefahren der Produktion von Quecksilber sowie die medizinische Versorgung und das soziale Leben der Bevölkerung.
Hubert Weitensfelder, geboren 1959 in Dornbirn, ist Wirtschafts- und Sozialhistoriker.

Julia Bruch
Auswählen, sammeln, ordnen und deuten
Geschichte(n) schreibende Handwerker und ihre Chroniken im 15. und 16. Jahrhundert
Chroniken von Handwerkern und anderen städtischen Gruppen abseits der Führungsschichten sind lange übersehen worden. Diese Studie rückt sie ins Zentrum und fragt nach Funktionen, Strukturen, Schreibpraktiken und sozialen Hintergründen solcher Texte und deren Verfasser. In einer quellennahen Analyse zeigt sie, wie Chroniken kollektive Erfahrungen, geteilte Wissensbestände und soziale Aushandlungsprozesse festhalten. Ihre hybride Form, ihre Offenheit und ihre vielschichtige Nutzung machen sie zu wichtigen Medien städtischer Erinnerungskultur und Vermittlung von Wissen. Die Untersuchung eröffnet neue Perspektiven auf vormoderne Schriftlichkeit, Wissenskultur und urbane Geschichtsbilder jenseits etablierter Elitendiskurse.
Julia Bruch ist Mediävistin und seit Februar 2025 Gast- und Vertretungsprofessorin an der Universität Mannheim.

Böhlau
2026. ca. 393 Seiten, gebunden
€ 45,00 | € (A) 47,00
ISBN 978-3-205-22427-3
Erscheint August 2026
Warengruppe: 1550 // Geschichte

Böhlau
2026. ca. 696 Seiten, mit ca. 40 z. T. farb. Abb. und 35 Tab., gebunden
€ 70,00 | € (A) 72,00
ISBN 978-3-412-53488-2 = Städteforschung. Reihe A: Darstellungen, Band 109
Erscheint Oktober 2026
Warengruppe: 1554 // Geschichte/Mittelalter


Matthias Thumser, Klaus Neitmann
Anne-Katrin Kunde (Bearb.)
Liv-, Est- und Kurländisches
Urkundenbuch
Erste Abteilung, Band 15, 1484–1488
Als großartiges Zeugnis der Editionstätigkeit baltischer Historiker und Archivare ist das »Liv-, Est- und Kurländische Urkundenbuch« die bedeutendste Quellenedition zur Geschichte des spätmittelalterlichen Livland, des Gebietes der heutigen Staaten Estland und Lettland, und dient als unverzichtbares Instrument zur Erforschung der baltischen Geschichte. Der 15. Band bietet zahlreiche, weithin unbekannte Dokumente zu den Auseinandersetzungen um die Einsetzung des Erzbischofs von Riga, zu den wirtschaftlichen Verflechtungen der Region in den hansischen und osteuropäischen Handelsraum sowie zu den rechtlichen, kirchlichen und sozialen Verhältnissen der Städte und ihrer Bürgerschaften.
Matthias Thumser war Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Freien Universität Berlin.
Klaus Neitmann war Leitender Archivdirektor am Brandenburgischen Landeshauptarchiv Potsdam und ist apl. Professor an der Universität Potsdam.
Anne-Katrin Kunde (Bearbeiterin) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin.

Ulman Weiß
Collegium Amplonianum Erffordense
Die Kollegiaten in der Zeit seines Bestehens von 1434 bis 1816
Der Erfurter Historiker Ulman Weiß zeichnet in seinem letzten großen Werk die gesamte Entwicklung des Collegium Amplonianum nach – jener Stiftung, die mit ihrer berühmten Bibliotheca Amploniana und ihren über 300 Kollegiaten zu den prägenden Institutionen der älteren Universität Erfurt zählte. Das Werk bietet eine Fülle prosopographischer Details ebenso wie einen weiten historischen Horizont, der vom 15. bis ins frühe 19. Jahrhundert reicht. Der Band wird ergänzt durch einen Beitrag von Robert Gramsch-Stehfest zu Amplonius von Berka, dessen Rolle in der frühen Universitätsgeschichte neu bewertet wird. So entsteht ein facettenreiches Bild von Menschen, Netzwerken und Bildungswegen in einer langen und prägenden Epoche akademischer Kultur.
Ulman Weiß (1949–2023), Prof. Dr. phil. habil., war sein Forscherleben lang der Erfurter Stadt- und insbesondere Universitätsgeschichte verbunden. Seit 1994 gehörte er der Historischen Kommission für Thüringen an. Die vorliegende Studie wird aus seinem Nachlass herausgegeben.

Reinhard Hahn (Hg.)
Das Leben Landgraf Ludwigs IV. von Thüringen
Kommentierte Edition der deutschen Übersetzung von Friedrich Köditz
Friedrich Köditz verfasste sein ‚Leben Landgraf Ludwigs IV. von Thüringen‘ im ersten Drittel des 14. Jahrhunderts im einstigen landgräflichen Hauskloster Reinhardsbrunn. Seine deutsche Fassung geht über mehrere Stufen auf eine lateinische Biographie zurück, die Ludwigs Kaplan Berthold um 1228 verfasst hatte (‚Gesta Ludowici‘). Bertholds Schrift gilt seit langem als eines der zuverlässigsten Werke der thüringischen Geschichtsschreibung wie auch als die erste wirkliche Fürstenbiographie aus Deutschland. Seine lateinische Lebensbeschreibung, eine wichtige landes- und auch reichsgeschichtliche Quelle, ist im Original verloren, anhand der vorlagennahen Fassung des Friedrich Köditz aber weithin, mitunter bis in den Wortlaut hinein, rekonstruierbar. Das verleiht der spätmittelhochdeutschen Prosa des Reinhardsbrunner Benediktiners Köditz ihren besonderen Wert.
Reinhard Hahn war von 1992–2017 Professor für Ältere deutsche Literatur in Jena. Seine Forschungsgebiete sind Meistergesang, Hans Sachs, Prosaroman des 15./16. Jahrhunderts, Wissenschaftsgeschichte der Germanistik und mittelalterliche Literatur Thüringens.
Böhlau
2026. ca. 1.048 Seiten, gebunden
€ 160,00 | € (A) 165,00
ISBN 978-3-412-53543-8
= Liv-, Est- und Kurländisches Urkundenbuch, Abteilung 1, Band 15
Erscheint August 2026
Warengruppe: 1554 // Geschichte/Mittelalter

Böhlau
2026. 844 Seiten, mit 10 farb. Abb. und 1 Karte, gebunden
€ 90,00 | € (A) 93,00
ISBN 978-3-412-53446-2
= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen. Große Reihe, Band 24
Bereits erschienen
Warengruppe: 1554 // Geschichte/Mittelalter

Böhlau
2026. ca. 278 Seiten, mit ca. 5 farb. Abb., gebunden
€ 55,00 | € (A) 57,00
ISBN 978-3-412-53549-0
= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen. Kleine Reihe, Band 74
Erscheint Juni 2026
Warengruppe: 1554 // Geschichte/Mittelalter


Andrea Stieldorf, Frédéric Bauden, Adam J. Kosto (Hg.)
Documents
and
Chanceries between East and West
The articles in this volume focus on the beginnings and fundamental concepts of documentary practice in Central, Eastern and South-Eastern Europe: the creation, authentication and preservation of charters and other types of records. A common theme linking the various essays is the the geography of regional influence. Most parts of medieval Eastern Europe developed outside the sphere of influence of Roman written culture; therefore, the specific trajectories of the spread of Christian institutions were crucial for the development of local documentary practices.
Andrea Stieldorf is Chair of the Auxiliary Sciences of History at the University of Bonn and teaches medieval history with a special focus on diplomatics and spraghistics.
Frédéric Bauden is Chair of Arabic Language, Islamic Studies, and Islamic Art at the University of Liège and works on the History of the Mamluk Sultanate and its diplomatics.
Adam Kosto is James R. Barker Professor of Contemporary Civilization at Columbia University in the City of New York and specialises in the institutional and legal history of medieval Europe, focussing on Catalonia and the Mediterranean.

Anja Thaller
Fiat finis et pax
Instrumentarien und Praktiken des Frieden-Schließens im östlichen Oberitalien (9.–13. Jahrhundert)
Frieden ist nicht selbstverständlich, sondern muss ausgehandelt, gesichert und verteidigt werden. Anja Thaller untersucht auf der Grundlage der urkundlichen Überlieferung die Friedensschlüsse zwischen dem Patriarchat Aquileia und seinen Nachbarn. Im Zentrum stehen die Instrumentarien und Praktiken, mit denen die Konflikte der Patriarchen mit Venedig, Treviso und den Grafen von Görz beigelegt werden sollten, sowie deren Wirksamkeit. In vergleichender Perspektive zeigt die Arbeit Strategien und Wege des Frieden-Schließens wie auch die Grenzen vertraglicher Konfliktregelung auf. So entsteht ein vielschichtiges Bild hochmittelalterlicher Konfliktbeilegung im Spannungsfeld von Recht, Macht und Pragmatik. Die Friedensverträge werden im Band zusammen mit weiteren Dokumenten ediert.
Anja Thaller studierte Geschichte und Deutsche Philologie in Graz und Bologna und ist derzeit, nach Stationen in Marburg und Stuttgart, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Institut der Universität Mannheim.

Claudia Feller, Juraj Šedivý (Hg.)
Sigillum et Societas
Die Bedeutung des Siegels für die mittelalterliche Gesellschaft
Mittelalterliche Siegel faszinieren: durch ihre Materialität, ihre Bildhaftigkeit und nicht zuletzt durch ihre große Symbolkraft. Im Fokus des aus einer internationalen Tagung hervorgegangenen Bandes steht, wie die unterschiedlichen sozialen Gruppen Siegel genutzt haben und welche Bedeutung Siegel und Siegelgebrauch für Macht, Identität und gesellschaftliches Miteinander hatten. Die deutsch- und englischsprachigen Beiträge dokumentieren zum einen die Vielfalt wissenschaftlicher Herangehensweisen; zum anderen tragen die Autorinnen und Autoren aus zahlreichen Ländern dazu bei, die sphragistische Forschung in West- und Ostmitteleuropa zusammenzuführen und neue Verbindungen herzustellen.
Claudia Feller ist Senior Scientist am Institut für Österreichische Geschichtsforschung der Universität Wien.
Juraj Šedivý ist Historiker an der Universität Bratislava.
Böhlau
2026. ca. 304 pages, incl. ca. 30 col. illus., Hardcover
€ 55,00 | € (A) 57,00
ISBN 978-3-412-53559-9
= Beihefte zum Archiv für Diplomatik, Schriftgeschichte, Siegelund Wappenkunde, Band 25
Erscheint Juli 2026
Warengruppe: 1554 // Geschichte/Mittelalter

Böhlau
2026. ca. 736 Seiten, inkl. ca. 25 s/w Abb., gebunden
€ 95,00 | € (A) 98,00
ISBN 978-3-412-53605-3
= Beihefte zum Archiv für Diplomatik, Schriftgeschichte, Siegel- und Wappenkunde, Band 26
Erscheint August 2026
Warengruppe: 1554 // Geschichte/Mittelalter

Böhlau
2026. ca. 400 Seiten, ca. 170 farb. Abb., gebunden
€ 65,00 | € (A) 67,00
ISBN 978-3-205-22462-4 = Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Band 85
Erscheint Dezember 2026
Warengruppe: 1554 // Geschichte/Mittelalter



Johannes Deißler
Regesten Kaiser Friedrichs III. (1440–1493) nach Archiven und Bibliotheken geordnet
Die Urkunden und Briefe aus dem Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (1440–1469)
In 459 kommentierten Regesten werden die originalen und kopialen Urkundenüberlieferungen des Landesarchivs Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart, für die Jahre 1440 bis 1469 umfassend erschlossen. Dieses Werk ergänzt Heft 23 der Reihe, das den Stuttgarter Selektbestand A 602 präsentiert, und bietet damit einen weiteren wertvollen Baustein zur Erforschung südwestdeutscher Geschichte im 15. Jahrhundert. Die Regesten eröffnen Einblicke in zentrale regionale Ereignisse jener Zeit – vom Südwestdeutschen Städtekrieg über die Auslösung der Herrschaft Hohenberg und der Landvogtei Schwaben bis hin zum Streit um den vermeintlichen Reichshof Kohlberg.
Johannes Deißler ist seit 1998 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz tätig.

Gerhard Jaritz, Christian Neschwara (Hg.)
Die Wiener Stadtbücher
1395–1430
Teil 6: 1422–1427
Das „Wiener Stadtbuch“ stellt eine Rechtsquelle ersten Ranges dar. Die Aufzeichnungen über das Rechtsleben einer der größten Städte Mitteleuropas spannen sich von 1395–1430. Der vorliegende 6. Teil enthält die Eintragungen der Jahre 1422–1427. Bis zum Abschluss der Edition wird noch ein weiterer Band erscheinen. Der letzte Teil wird eine ausführliche Beschreibung der Handschrift und detaillierte editionskritische Bemerkungen sowie umfassende Register enthalten.
Gerhard Jaritz, Dr. phil., Dr. h.c., professor emeritus an Central European University (Wien/Budapest). Forschungsinteressen und zahlreiche Publikationen zu Alltag und visueller Kultur des Spätmittelalters.
Dr. Christian Neschwara ist außerordentlicher Universitätsprofessor in Ruhe und war am Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte der Universität Wien tätig.

Philipp T. Wollmann
Gerechtigkeit auf Nachfrage?
Die päpstliche Delegationsgerichtsbarkeit in der Kirchenprovinz Salzburg (bis 1254)
Die päpstliche Delegationsgerichtsbarkeit gilt als eines der zentralen Mittel zur Durchsetzung des päpstlichen Jurisdiktionsprimats während des 12. und 13. Jahrhunderts in der gesamten Christenheit. Gleichwohl liegen bisher nur für wenige Regionen detaillierte Studien vor. Anhand der Kirchenprovinz Salzburg sowie der Bistümer Augsburg und Eichstätt bietet Philipp T. Wollmann erstmals eine umfangreiche Untersuchung zu einem Gebiet des römisch-deutschen Reiches. Dabei steht neben der regionalen Ausprägung und Rezeption vor allem die Frage nach den Gründen für die besondere Entwicklung der Delegationsgerichtsbarkeit im Spannungsfeld zwischen Region und Kurie im Zentrum.
Philipp T. Wollmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Monumenta Germaniae Historica auf einer Nachwuchsförderstelle, wo er unter anderem die Edition der sogenannten Briefsammlung des Petrus de Vinea und die Diplomata Richards von Cornwall unterstützt.
Böhlau
2026. 536 Seiten, Paperback
€ 89,00 | € (A) 92,00
ISBN 978-3-205-22444-0
= Regesten Kaiser Friedrichs III. (1440-1493), Heft 39
Bereits erschienen
Warengruppe: 1554 // Geschichte/Mittelalter

Böhlau
2026. 464 Seiten, Paperback
€ 89,00 | € (A) 92,00
ISBN 978-3-205-22485-3
= Fontes Rerum Austriacarum. Österreichische Geschichtsquellen.
3. Abteilung: Fontes Iuris, Band 10/6 Bereits erschienen
Warengruppe: 1550 // Geschichte


Böhlau 2026. 477 Seiten, inkl. 3 Abb., gebunden € 65,00 | € (A) 67,00 ISBN 978-3-412-53514-8 = Papsttum im mittelalterlichen Europa, Band 17 Bereits erschienen
Warengruppe: 1554 // Geschichte/Mittelalter


Claudia Zey (Hg.)
Das Wormser Konkordat von 1122
Neue Perspektiven im städtischen und europäischen Kontext
Mit diesem Band wird eine profunde Standortbestimmung der Bedeutung des Wormser Konkordats in der hochmittelalterlichen Geschichte geboten. In der Zusammenschau zeigen die Aufsätze, wie lohnend die multiperspektivische Erforschung eines 900 Jahre alten Geschehens im städtischen, reichsgeschichtlichen und europäischen Kontext ist.
Claudia Zey ist Professorin für Geschichte des Mittelalters an der Universität Zürich.

Magdalena-Maria Berkes, Jasmin
Hauck, Georg Strack (Hg.)
Die Ehe im Früh- und Hochmittelalter
Neue Perspektiven der Forschung
Dieser Band versammelt die Ergebnisse einer Tagung, die vom 29.–30. September 2022 in Marburg stattfand. Der Konzeption von Tagung und Band liegt die Überzeugung zugrunde, dass Fragen nach der Bedeutung von ‚Ehe‘ und ‚Ehelichkeit’ im Mittelalter in besonderem Maße einen multiperspektivischen Zugriff erfordern. Dabei stehen zunächst Logiken der Normgenese im Vordergrund, auf deren Basis dann Heiratspraktiken von der Spätantike bis ins Hochmittelalter in den Blick genommen werden. Diese breiter angelegten Studien leiten schließlich zur Untersuchung herausragender Einzelfälle über. Mit dieser Dreiteilung wirft der Band einen neuen Blick auf die Ehe im Mittelalter und ihre Verortung an der Schnittstelle von Politik, Theologie und sozialen Realitäten.
Magdalena-Maria Berkes ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Mittelalterliche Geschichte an der Philipps-Universität Marburg. Jasmin Hauck ist Akademische Rätin für Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit an der Universität Greifswald. Georg Strack ist Professor für Geschichte des Hoch- und Spätmittelalters an der PhilippsUniversität Marburg.

Gerhard Lubich, Dirk Jäckel
Heinrich III. 1039 (1016/17)–1056
Salisches Haus 1024–1125.
1. Teil: 1024–1056.
2. Abteilung: Die Regesten des Kaiserreichs unter Heinrich III. 1039–1056, Lieferung 1
Mit dem ersten Faszikel der Regesten zur Herrschaft Heinrichs III., die Wilhelm von Giesebrecht noch als die „Blüthe des Kaiserthums“ bezeichnete, beginnt sich eine Lücke in der nunmehr fast vollständig aufgearbeiteten Salierzeit zu schließen. Erstmals finden sich die Taten dieses Herrschers bis 1043 vollständig dokumentiert und mit dem neuesten Forschungsstand kommentiert, was die Zeit dieses sicherlich machtvollen Herrschers deutlich differenzierter erscheinen lässt. Elemente der sich ausbreitenden Kirchenreform, Netzwerke von Adel und Kirche innerhalb des Reiches sowie strukturelle Änderungen treten damit deutlicher hervor als bislang.
Gerhard Lubich ist Professor für die Geschichte des Frühen und Hohen Mittelalters sowie der Historischen Hilfswissenschaften an der Universität Bochum und leitet die Bochumer Arbeitsstelle der Regesta Imperii des salischen Hauses.
Dirk Jäckel forscht und lehrt als Historiker an der Fernuniversität Hagen und der Universität Bochum.
Böhlau
2026. 344 Seiten, 24 farb. Abb., gebunden
€ 65,00 | € (A) 67,00
ISBN 978-3-412-53571-1
= Regesta Imperii –Beihefte: Forschungen
zur Kaiser- und Papstgeschichte des Mittelalters, Band 53
Bereits erschienen
Warengruppe: 1554 // Geschichte/Mittelalter

Böhlau
2026. 328 Seiten, gebunden
€ 65,00 | € (A) 67,00
ISBN 978-3-412-53573-5
= Regesta Imperii – Beihefte: Forschungen zur Kaiserund Papstgeschichte des Mittelalters, Band 55
Bereits erschienen
Warengruppe: 1554 // Geschichte/Mittelalter

Böhlau
2026. 272 Seiten, gebunden
€ 75,00 | € (A) 78,00
ISBN 978-3-412-53509-4
= Regesta Imperii, Salisches Haus 1024–1125, Abteilung 2, Lieferung 1 Bereits erschienen
Warengruppe: 1554 // Geschichte/Mittelalter


Gerhard Lubich, Matthias Weber
Heinrich V. 1105/06 (1086?)–1125
Salisches Haus 1024–1125.
2. Teil: 1056–1125.
4. Abteilung:
Die Regesten des Kaiserreichs unter Heinrich V., Lieferung 1
Die Quellen- und Forschungslage zu Heinrich V. war bislang vergleichsweise schlecht, obwohl er etwa mit dem Abschluss des „Wormser Konkordates“ immer eine große Bedeutung zugeschrieben bekam. Der nunmehr vorliegende erste Teilband der Regesten des letzten Salierkaisers ist ein weiterer Baustein in der Aufarbeitung dieses Herrschers, wie sie gerade aus dem Umkreis der Regesta Imperii in den letzten Jahren sukzessive erfolgt ist und weiter voranschreitet. Deutlicher zeichnen sich nunmehr Möglichkeiten, Horizonte und Spielräume ab, in denen ein Herrscher in der bewegten, von vielfältigem Wandel geprägten Zeit zu Beginn des 12. Jahrhunderts handeln konnte.
Gerhard Lubich ist Professor für die Geschichte des Frühen und Hohen Mittelalters sowie der Historischen Hilfswissenschaften an der Universität Bochum und leitet die Bochumer Arbeitsstelle der Regesta Imperii des salischen Hauses.
Matthias Weber ist seit 2014 Mitarbeiter im Akademieprojekt der Regesta Imperii an der Akademie für Wissenschaften und Literatur in Mainz und seit 2021 Juniorprofessor in Bochum.

Giulio Markus Erbar
Recht und Geschlecht in der Frühen Neuzeit
Über die rechtliche Ordnung weiblichen Lebens am Beispiel der Frauen im Herzogtum Württemberg
Das frühneuzeitliche Recht gilt hergekommen als ein Instrument, das auf vielen Ebenen die Möglichkeiten und Rechte von Frauen zugunsten der Männer beschränkte. Giulio Erbar dokumentiert und analysiert am Beispiel des Herzogtums Württemberg, wie Gesetze, das rechtsgelehrte gemeine Recht und lokale Rechtsgewohnheiten in einem komplexen System das Verhältnis von Mann und Frau ausgestalteten. Sichtbar wird, dass sich die praktische Rechtsanwendung erheblich vom Gesetzeswortlaut entfernen konnte und deshalb ein neuer Blick auf das Verhältnis von Recht und Geschlecht in der Frühen Neuzeit erforderlich ist, der ungeahnte weibliche Handlungsräume zeigt.
Giulio Erbar schloss das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen 2021 ab; promoviert wurde er nach einer Förderung durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes im Jahre 2025 bei Prof. Dr. Stephan Dusil mit einer interdisziplinären Arbeit über das frühneuzeitliche Verhältnis von Recht und Geschlecht. Das Referendariat hat er am Oberlandesgericht Stuttgart absolviert.

Wahrheit vor Gericht
Geschichte des Beweisrechts in Europa
Wie erkennt der Richter die Wahrheit seines Falles? Der Umgang mit Beweisen vor Gericht zeigt, wie sich eine Gesellschaft den Weg zur Erkenntnis und Wahrheitsfindung vorstellt. Die verschiedenen Disziplinen, die seit der Antike das philosophische und juristische Erkenntnisverfahren prägten, trugen Unterschiedliches zusammen: Die freie Argumentation der Rhetoren und die Entwicklung ethischer Grundsätze durch die Kirchenväter, die im späten Kaiserreich und in den Leges, vor allem aber im kanonischen Recht als Recht formuliert wurden. Während Inquisition und Hexenverfolgung die Repression betonten, zweifelten Humanismus und Reformation an der Möglichkeit allgemeiner Erkenntnis. In Abhängigkeit der öffentlichen Ordnung entstanden daraus nationale Verfahrens- und Beweisrechte. Der englische Sensualismus zweifelte an der objektiven Wahrheit, welche jedoch nach der Französischen Revolution in Deutschland durch den Idealismus wiederkehrte. Die Reichsjustizgesetze bestätigten daher 1877 eher das klassische Beweisrecht und erst die Modernisierung von Polizei und Kriminaltechnik führte die neue Dominanz der Naturwissenschaft im Beweis ein.
Böhlau
2026. 294 Seiten, gebunden
€ 75,00 | € (A) 78,00
ISBN 978-3-412-53510-0
= Regesta Imperii, Salisches Haus 1024–1125, Abteilung 4, Lieferung 1
Bereits erschienen
Warengruppe: 1554 // Geschichte/Mittelalter

Böhlau
2026. ca. 496 Seiten, inkl. ca. 13, teilw. farb. Abb., gebunden
€ 90,00 | € (A) 93,00
ISBN 978-3-412-53584-1 = Forschungen zur deutschen Rechtsgeschichte, Band 37 Erscheint Juni 2026
Warengruppe: 1779 // Recht/Sonstiges

Mathias Schmoeckel lehrt seit 1999 Deutsche und Rheinische Rechtsgeschichte an der Universität Bonn.
Böhlau
2026. ca. 768 Seiten, gebunden
€ 79,00 | € (A) 82,00
ISBN 978-3-412-53599-5
Erscheint Juli 2026
Warengruppe: 1779 // Recht/Sonstiges

Mathias Schmoeckel

Arisierte Patente
Jüdische Erfinder:innen im Nationalsozialismus
Die Arbeit analysiert den systematischen Entzug von Patentund Markenrechten verfolgter Erfinderinnen und Erfinder unter dem NS-Regime, legt die Strukturen der „Patent-Arisierungen“ offen und beleuchtet damit ein bislang vernachlässigtes Kapitel der nationalsozialistischen Raubwirtschaft. Ein weiterer Fokus liegt auf der administrativen Eingliederung des Österreichischen Patentamtes in die Reichsverwaltung nach dem „Anschluss“. Neben der statistischen Auswertung von Publikationen des Patentamtes und historischen „Arisierungsakten“ veranschaulicht die Analyse exemplarischer Einzelfälle das Schicksal der Betroffenen hinter den bürokratischen Prozessen. Für die Erschließung dieses neuen Forschungsfeldes wurde die Arbeit mit dem Alma RoséSonderpreis 2025 ausgezeichnet.
Andreas Kern forscht als Technikhistoriker zur NS-Patent-Arisierung und erhielt dafür den Alma Rosé-Sonderpreis 2025.

Images from Jewish life in Döbling Vienna
Tracing history through memory
Döbling, Vienna’s 19th district, was home to notorious Jewish families of entrepreneurs, scientists, intellectuals, and artists. This book reconstructs the story of this upper bourgeois milieu, who for decades dominated the city’s political, cultural, and economic life. Drawing on previously unexamined personal sources, it traces their rise to prominence, their destruction under National Socialism, and their new beginning in America. It evokes a world of distinction and splendor abruptly shattered. Most of them survived thanks to their wealth and international networks, yet their stories remained largely untold due to feelings of guilt and doubts about their own victimhood. This book restores their voices, integrating personal memories and historical analysis into the Holocaust narrative.
Sandra Goldstein, former Professor at Ben-Gurion University of the Negev (Israel), Lecturer at the University of Vienna, and Researcher at the Institute of Culture Studies and Theatre History (IKT) of the Austrian Academy of Sciences.
Böhlau
2026. ca. 184 Seiten, ca. 10 s/w-Abb., Paperback
€ 80,00 | € (A) 83,00
ISBN 978-3-205-22534-8
Erscheint September 2026
Warengruppe: 1550 // Geschichte

Böhlau
2026. ca. 256 pages, Hardcover
€ 35,00 | € (A) 36,00
ISBN 978-3-205-22510-2
Erscheint September 2026
Warengruppe: 1550 // Geschichte

Andreas Kern
Sandra Goldstein

Manuel Hagemann, Gregor Patt (Hg.)
Rheinischer Adel in der Zeit zwischen 1918 und 1950
Die Abschaffung des Adels als gesonderter Rechtsstand im Jahr 1919 bedeutete für sein Selbstverständnis einen tiefen Einschnitt. Von nun an bewegte er sich im Spannungsfeld zwischen politischer Neuorientierung, ökonomischem Druck, konfessionellen Bindungen und dem Verlust traditioneller Einflussmöglichkeiten. Dabei wird seine Rolle in der Zeit der Weimarer Republik und vor allem des Nationalsozialismus oft auf pauschale Zuschreibungen reduziert: War der Adel in seiner Gesamtheit Steigbügelhalter der Nationalsozialisten? Oder befanden sich vielmehr alle Adligen im Widerstand?
Der vorliegende Band untersucht anhand von 15 Beiträgen die Haltung des rheinischen Adels und ausgewählter Protagonisten. Die Analysen stützen sich vor allem auf bislang ungenutzte Archivquellen und Zeitzeugenaussagen und zeichnen ein differenziertes Bild: Zwischen den Polen von Kollaboration und Widerstand zeigen sich vielfältige politische Abstufungen und individuelle Handlungsmuster, die sich im Verlauf der Jahre dynamisch entwickelten.
Manuel Hagemann ist Gebietsreferent für die Archive im Kreis Kleve, Kreis Wesel, Kreis Viersen und in der kreisfreien Stadt Krefeld beim LVRArchivberatungs- und Fortbildungszentrum.
Gregor Patt ist Gebietsreferent für die Archive im Rhein-Sieg-Kreis und in den kreisfreien Städten Mönchengladbach und Mülheim an der Ruhr beim LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum.

Wolfgang Weber
Es ist genug für alle da. Oder?
Existenzsicherung und Wohlstand in Vorarlberg 1815–2025
Die Verteilung von Armut und Reichtum sowie die damit verbundenen biographischen Erfahrungswelten in Vorarlberg unterschieden sich in 200 Jahren nur wenig voneinander. Der Kampf um die eigene Existenzsicherung auf der einen und die Pflege des erwirtschafteten Wohlstandes auf der anderen Seite der modernen und postmodernen Gesellschaft des westlichsten österreichischen Bundeslandes erweisen sich bei näherer Betrachtung im Zeitverlauf als überraschend stabil. Der soziologische Befund über die Vererbbarkeit von Armut und Reichtum kann am Vorarlberger Beispiel durch eine historische Längsschnittanalyse bestätigt werden. Besonders sichtbar wird diese Erkenntnis an den biographischen Schaufenstern der Vorarlberger Landesgeschichte, welche diese Studie vorstellt.
Wolfgang Weber ist habilitierter Zeithistoriker und Forschungsprofessor für Gesundheits- und Sozialpolitik an der Fachhochschule Vorarlberg. Er ist Gründungsmitglied des ersten Vorarlberger Monitoringausschusses zur Überwachung der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sowie der Forschungsethik-Kommission an der Fachhochschule Vorarlberg.
Böhlau
2026. ca. 344 Seiten, inkl. ca. 62, teilw. farb. Abb., gebunden € 39,00 | € (A) 41,00 ISBN 978-3-412-53030-3 = Stadt und Gesellschaft, Band 18; Vereinigte Adelsarchive im Rheinland e. V. – Schriften, Band 10 Erscheint September 2026 Warengruppe: 1558 // Geschichte/Regionalgeschichte, Ländergeschichte

Böhlau
2026. ca. 224 Seiten, mit ca. 20 s/w Abb., gebunden
€ 45,00 | € (A) 47,00
ISBN 978-3-205-22344-3
= Schriftenreihe des Forschungsinstituts für politisch-historische Studien der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek in Salzburg, Band 93 Erscheint November 2026
Warengruppe: 1558 // Geschichte/Regionalgeschichte, Ländergeschichte


Dominik Zgierski
Kleine Geschichte der Stadt Baden
Die Geschichte der Kurstadt Baden ist eng mit ihren Schwefelquellen verbunden. Beginnend mit der Kupfer- und Bronzezeit zog das warme Heilwasser jahrhundertelang zahlreiches Publikum an. Auch sonst ist das UNESCOWeltkulturerbe reich an Historie und Kultur: Die in einem Weinbaugebiet liegende Stadt zeigt sich seit dem Stadtbrand von 1812 in ihrem biedermeierlichen Erscheinungsbild. Sie war Residenz der Babenberger und Sommerresidenz der Habsburger, Aufenthaltsort von Ludwig van Beethoven oder Stefan Zweig – aber auch Sitz des Armeeoberkommandos im Ersten Weltkrieg. Vor deren Vertreibung 1938 beherbergte Baden die drittgrößte jüdische Gemeinde Österreichs. Der in Baden lebende Historiker Dominik Zgierski beleuchtet das Werden der 1480 zur Stadt erhobenen Ansiedlung von den frühen Tagen bis in die Gegenwart.
Mag. Dominik Zgierski studierte Geschichte und Politikwissenschaft in Wien. Lebt in Baden bei Wien und arbeitet dort im Rollettmuseum und Stadtarchiv Baden als Historiker sowie in einer Behindertentageswerkstätte als Fachsozialbetreuer.

Gertrude Enderle-Burcel, Edith Stumpf-Fischer
Frauen im Auswärtigen Dienst Österreichs
Von den Anfängen bis heute
In 100 Biographien wird der mühsame und schwierige Weg der Frauen in ein männerdominiertes Berufsfeld ab 1947 sichtbar gemacht. Die biographischen und autobiographischen Beiträge zeigen die Weltoffenheit und Selbstbehauptung der Frauen auf ihrem Weg von der Gleichberechtigung zur Gleichstellung. Die historische Rückschau reicht bis in die Monarchie zurück. Ein Blick über die Grenzen ermöglicht, die Erfolgsgeschichte im internationalen Umfeld einzuordnen.
Der umfangreiche Anhang zeigt die Forschungs- und Quellenlage und bringt Zahlen, Daten und Fakten zum Frauenanteil im Außenministerium. Ein Glossar und eine Gesetzessammlung zu den Besonderheiten des Auswärtigen Dienstes sowie ein Personenregister ergänzen die Beiträge.
Gertrude Enderle-Burcel war wissenschaftliche Leiterin der Edition der Ministerratsprotokolle der Republik Österreich im Österreichischen Staatsarchiv im Rahmen der Österreichischen Gesellschaft für historische Quellenstudien.
Edith Stumpf-Fischer, Dr. phil., Studium der Altphilologie und Klassischen Archäologie, war als Beamtin des Wissenschaftsministeriums für das wissenschaftliche Informationswesen zuständig. Forscht und publiziert über frauenbiographische Themen.
Böhlau
2026. ca. 220 Seiten, Paperback € 30,00 | € (A) 31,00
ISBN 978-3-205-22430-3
Erscheint Dezember 2026
Warengruppe: 1550 // Geschichte

Böhlau
2026. ca. 720 Seiten, zahlr. Abb., gebunden
€ 80,00 | € (A) 83,00
ISBN 978-3-205-22531-7
Erscheint Dezember 2026
Warengruppe: 1550 // Geschichte


Hansjörg Klausinger (Hg.)
Das Haus der vielen Konjunkturen
100 Jahre Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO)
Zum 100-jährigen Bestehen des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) legt diese Publikation dar, wie eng die Wirtschaftsgeschichte Österreichs mit dem Haus der vielen Konjunkturen verknüpft ist. In 11 Beiträgen zeichnen die Autor:innen den Weg der Institution von der Gründung 1927 über die Krise der 1930er-Jahre bis zu Wiederaufbau, Austrokeynesianismus und EU-Beitritt nach und verdeutlichen deren Bedeutung für wirtschaftspolitische Entscheidungen. Erstmals wird dabei die Rolle des Instituts während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1938–1945 aufgearbeitet und die geringe Präsenz von Frauen in der Wirtschaftswissenschaft und am Institut kritisch untersucht. Den Abschluss bildet ein Beitrag von sieben Ökonominnen zu zukünftigen Herausforderungen für Wirtschaft und Wirtschaftswissenschaft.
Hansjörg Klausinger lehrte als ao. Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre an der WU (Wirtschaftsuniversität Wien). Sein Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte der ökonomischen Theorie des 20. Jahrhunderts, insbesondere die Ökonomie der Österreichischen Schule.

Michaela Hafner, Margareth Lanzinger, Juliane Schiel, Annemarie Steidl (Hg.)
Profile der Sozialgeschichte in Wien
Institutsgeschichte, Generationen und Perspektiven
Der Band zeichnet Profile der Sozialgeschichte in Wien zwischen Institutsgeschichte, persönlicher Erinnerung und gegenwärtiger Forschung. Auf eine aus dem Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte heraus geschriebene Geschichte folgen Rückblicke externer Wegbegleiter*innen sowie vielstimmige konzeptionelle Beiträge zu aktuellen Zugängen, Debatten und Perspektiven der Sozialgeschichte.
Michaela Hafner betreut am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien als Redakteurin und Koordinatorin zentrale Publikationen, Projekte und Formate der wissenschaftlichen Öffentlichkeitsarbeit.
Margareth Lanzinger ist Professorin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 16. bis 19. Jahrhunderts an der Universität Wien. Juliane Schiel ist Professorin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit an der Universität Wien. Annemarie Steidl ist Assoziierte Professorin am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien.
Böhlau
2026. ca. 250 Seiten, gebunden
€ 40,00 | € (A) 42,00
ISBN 978-3-205-22528-7
Erscheint Dezember 2026
Warengruppe: 1558 // Geschichte/Regionalgeschichte, Ländergeschichte

Böhlau
2026. ca. 480 Seiten, ca. 25 s/w Abb., gebunden
€ 70,00 | € (A) 72,00
ISBN 978-3-205-22404-4
= Sozial- und wirtschaftshistorische Studien, Band 43
Erscheint November 2026
Warengruppe: 1550 // Geschichte


Roswitha Breckner
Biografien
in Bildern
Soziale Medien als Imaginationsräume der Selbstgestaltung
Die Frage, wie Biografien online und offline durch analoge und digitale Bilder (Fotografien, Collagen, Zeichnungen, Memes u. a. m.) sowie in mündlichen Erzählungen gestaltet werden, steht im Zentrum dieses Buches. Es basiert auf einer Untersuchung zur Bedeutung sozialer Medien in biografischen Gestaltungsprozessen seitens privater Nutzer*innen in drei Altersgruppen (14–19; 30–40; 60+) aus Österreich und Brasilien. Mittels digitaler Bildkommunikation auf Facebook, Instagram, zum Teil auch TikTok sind kuratierte Profile und mit diesen ein Imaginationsraum für die Gestaltung von Selbst-Bildern und Haltungen zur Welt entstanden, in dem auch fiktive, zum Teil hypermedial inszenierte (Wunsch-)Vorstellungen in Bezug auf die eigene Persona zum Ausdruck kommen und zu einem Teil des jeweiligen Lebens werden.
Roswitha Breckner promovierte zu Migrationsprozessen aus biographischer Perspektive und lehrte und forschte danach im Bereich Visueller Soziologie, aktuell zur biografischen Bedeutung sozialer Medien. Bis 2024 war sie Assoziierte Professorin am Institut für Soziologie der Universität Wien, 2025 ebendort Gastprofessorin und bis heute Senior Research Fellow.

Klaus Poier, Barbara Stelzl-Marx, Martin Dolezal, Katrin Praprotnik (Hg.)
Jahrbuch für Politik
Steiermark 2026
Das „Jahrbuch für Politik Steiermark“ erscheint seit 2025 als wissenschaftliches Projekt der Universität Graz, das Interessierten auch Open Access zur Verfügung steht. Zahlreiche Beiträge bieten eine wissenschaftlich fundierte, aber gut lesbare Analyse aktueller politischer Entwicklungen in der Steiermark und darüber hinaus. Das Jahrbuch verbindet Beiträge unterschiedlicher wissenschaftlicher Fachrichtungen und trägt auf diesem Weg zu einem Austausch zwischen den Disziplinen bei.
Klaus Poier ist Universitätsprofessor für Öffentliches Recht und Politikwissenschaft an der Universität Graz.
Univ.-Prof. Dr. Barbara Stelzl-Marx ist Professorin für europäische Zeitgeschichte an der KarlFranzens-Universität Graz, Leiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung, Graz – Wien – Raabs.
Martin Dolezal, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Politikwissenschaft und am Institut für Öffentliches Recht und Politikwissenschaft der Universität Graz.
Katrin Praprotnik ist Politikwissenschafterin und Projektleiterin des Austrian Democracy Labs an der Universität Graz.

Andreas Khol, Stefan Karner, Günter Ofner, Wolfgang Sobotka, Bettina Rausch-Amon (Hg.)
Österreichisches Jahrbuch für Politik 2025
Der 50. Band des Österreichischen Jahrbuchs für Politik versorgt Meinungsbildner, Profis, Beobachter der politischen Szene, Journalisten und alle an der Politik Interessierten mit Informationen über das politische Geschehen in Österreich und der Welt. Im Zentrum des Jahrgangsbandes 2025 stehen u. a. die Landtagswahlen in Wien und Burgenland, die Chronologie der Regierungsbildung der Dreierkoalition ÖVP, SPÖ und NEOS, ÖVP, SPÖ und NEOS im ersten Regierungsjahr, eine wissenschaftliche Bilanz der Wahlversprechen u. v. m.
Andreas Khol, Univ.-Prof. Dr. iur., geboren 1941. U. a. 1994–2002 Obmann des ÖVP-Parlamentsklubs; 2002–2006 Präsident des Nationalrates. Stefan Karner, Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c., Historiker, Gründer und langjähriger Leiter des L. Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgenforschung, Graz-Wien-Raabs. Günther Ofner, Dr. iur., geb. 1956 in Rohr (Burgenland). U. a. Vorstandsvorsitzender der EVN Macedonia Holding und EVN Albania Holding; seit 2011 Finanzvorstand der Flughafen Wien AG. Mag. Wolfgang Sobotka, Präsident des Campus Tivoli. U. a. 2017–2024 Präsident des Nationalrates, Bundesminister für Inneres der Republik Österreich, Landeshauptmann-Stellvertreter in Niederösterreich.
Bettina Rausch, Mag. phil., geboren 1979, MBA (Health Care Management), ist Präsidentin der Politischen Akademie der Volkspartei und Abgeordnete zum Nationalrat.
Böhlau
Böhlau
2026. ca. 424 Seiten, mit ca. 142 farb. Collagen, gebunden
€ 69,00 | € (A) 71,00
ISBN 978-3-205-22507-2
Erscheint September 2026
Warengruppe: 1720 // Soziologie


Böhlau
2026. ca. 280 Seiten, gebunden
€ 45,00 | € (A) 47,00
ISBN 978-3-205-22567-6
= Steirisches Jahrbuch
für Politik, Jahr 2026
Erscheint November 2026
Warengruppe: 1730 // Politikwissenschaft


2026. 824 Seiten, mit zahlr. Tab. und Graf., gebunden
€ 47,00 | € (A) 49,00
ISBN 978-3-205-22496-9
= Österreichisches
Jahrbuch für Politik, Jahr 2025
Bereits erschienen
Warengruppe: 1730 // Politikwissenschaft



Manuel Köster
Geschichtskultur in Systemen
Eine Theorie der Geschichtskultur
Geschichtswissenschaftliche Forschung, Rechtsprechung, Politik, Kunst und Unterhaltung – in verschiedenen sozialen Kontexten wird Historisches für ganz unterschiedliche Zwecke verwendet. Diese Zwecke ergeben sich auch daraus, dass der Umgang mit Historischem in die jeweiligen Funktionen gesellschaftlicher Teilsysteme eingebunden ist. In diesem Band wird daher eine systemtheoretisch inspirierte Theorie der Geschichtskultur entwickelt und anhand verschiedener gegenwartsrelevanter Schlüsseldiskurse erprobt, unter anderem zu Fragen von „Digitalisierung“, „Partizipation“ und „Ästhetik“. Dabei wird Geschichtskultur nicht ‚als‘ ein System verstanden, sondern als latentes Medium modelliert, das ‚in‘ unterschiedlichen sozialen Systemen jeweils konkrete Formen annimmt.
Manuel Köster ist als Akademischer Oberrat an der Universität Münster beschäftigt.

Christina Jackel,
Edith Kapeller,
Herbert Krammer, Maria-Anna Schoderböck (Hg.)
Karten auf den Tisch!
Weltbilder im Wandel
Unser Weltbild ist die Summe der Vorstellungen, die wir uns von der Welt machen. Es umfasst das Verständnis von Erde und Universum ebenso wie von Natur, Gesellschaft und der Rolle des Menschen darin. Ein Weltbild ist somit eine „Brille“, durch die die Wirklichkeit wahrgenommen, gedeutet und erklärt wird. Es unterscheidet sich je nach Region, Epoche sowie kulturellen Vorstellungen. Dieses Buch eröffnet anhand historischer Quellen aus dem Stift Klosterneuburg aus heutiger Sicht ungewohnte Perspektiven auf die Welt: Landkarten, wissenschaftliche Werke, Reisetagebücher, Zeugnisse von Pilgerreisen und Expeditionen zeigen, wie man innerhalb der Klostermauern mitfieberte und sich so ein Bild der Welt machte.
Christina Jackel ist Germanistin mit einem Schwerpunkt auf die Ältere deutsche Literatur. Seit 2020 ist sie Bibliothekarin in der Stiftsbibliothek Klosterneuburg.
Herbert Krammer ist Historiker und derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Mittelalterforschung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und Archivar des Stiftes Klosterneuburg. Maria-Anna Schoderböck arbeitet seit 2023 als wissenschaftliche Assistentin in der Stiftsbibliothek Klosterneuburg.
Edith Kapeller ist Germanistin und Historikerin und arbeitet als Bibliothekarin in der Stiftsbibliothek Klosterneuburg.

Clemens Günther, Christian Zehnder (Hg.)
Umbesetzungen
Ideenpolitik und Ideenpoetik der Säkularisierung in der russischen und sowjetischen Kultur
Säkularisierung ist keine neutrale historische Deutungskategorie, sondern immer auch Provokation und Parole (Hermann Lübbe). Die Rede von ihr fungiert als strategisch eingesetztes Diskurselement und unterbreitet Narrativierungsangebote. Diese Einsicht der deutschen Nachkriegsdebatte zur Säkularisierung überträgt der Band heuristisch auf die russische und sowjetische Kulturgeschichte. Säkularisierung zeigt sich dabei nicht nur als ideenpolitischer Begriff, dem es um normative Fragen der (Il-)Legitimität einer zivilisatorischen Ordnung geht, sondern auch als ideenpoetisches Prisma. In exemplarischen Fallstudien verhandeln die Beiträge Figuren und Theorien sowie Sehnsüchte und Schreckensbilder der Säkularisierungserzählung zwischen Konstanz und Krise.
Clemens Günther ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Kultur am OsteuropaInstitut der Freien Universität Berlin. Christian Zehnder ist Professor für Slavische Literaturwissenschaft an der Otto-FriedrichUniversität Bamberg.
Böhlau
2026. ca. 296 Seiten, inkl. 2 Grafiken, gebunden
€ 49,00 | € (A) 51,00
ISBN 978-3-412-53506-3 = Beiträge zur Geschichtskultur, Band 48
Erscheint August 2026
Warengruppe: 1559 // Geschichte/Kulturgeschichte

Böhlau
2026. 256 Seiten, zahlr. farb. und s/w-Abb., Paperback
€ 37,00 | € (A) 39,00
ISBN 978-3-205-22553-9
Bereits erschienen
Warengruppe: 1550 // Geschichte

Böhlau
2026. ca. 352 Seiten, gebunden
€ 55,00 | € (A) 57,00
ISBN 978-3-412-53342-7
= Bausteine zur Slavischen Philologie und Kulturgeschichte.
Reihe A: Slavistische Forschungen, Band 96
Erscheint Juli 2026
Warengruppe: 1559 // Geschichte/Kulturgeschichte



Gudrun Sailer
Österreich in Rom
Ein Institut und seine Menschen. 24 Interviews
Das Österreichische Historische Institut und das Österreichische Kulturforum teilen sich in Rom eine Adresse, eine gemeinsame Bleibe. In der Viale Bruno Buozzi 113 finden österreichische Kultur und Geisteswissenschaften seit Jahrzehnten ihren Platz in Rom. Es ist ein Haus mit Geschichte – getragen von Begegnungen. Davon erzählen die in diesem Buch versammelten 24, zum Teil fiktiven Interviews. Zu Wort kommen lebende und historische Persönlichkeiten aus Forschung, Kunst und Kulturdiplomatie, die das österreichische Haus in der Valle Giulia zu dem gemacht haben, was es ist. So entsteht das Porträt eines Ortes, der Rom als Sehnsuchtsraum öffnet und zugleich ein lebendiges Stück europäischen Kulturtransfers sichtbar macht.
Gudrun Sailer (*1970 in St. Pölten) studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Romanistik und Philosophie. Sie arbeitete bei Radiosendern in Wien, Linz und Berlin und ist seit 2003 Redakteurin bei Vatican News in Rom.

Kulturinitiative Neuberg / Kulturna Iniciativa Nova Gora (KING), Renate Mercsanits (Hg.)
450 Jahre Neuberg –
450 ljet Nova Gora
1576–2026
Im Wandel der Zeit –Povijest i spominanje
Im Jahr 2026 feiert die Gemeinde Neuberg/Nova Gora/Ujhegy das 450-JahrJubiläum. Die Siedlungsgeschichte der Burgenlandkroaten, die Entstehung des Burgenlandes, die Amerikawanderung, die Saisonarbeit und das Pendlerwesen des heute zweisprachigen Dorfes werden dabei ebenso behandelt wie der kulturelle Reichtum. Die kulturelle Vielfalt und Vielstimmigkeit des Bezirkes ist auch in Neuberg bis 1938 zu finden. Einen wichtigen Platz nimmt deshalb auch die Auseinandersetzung mit den Brüchen des 20. Jahrhunderts ein. Die Festschrift wird die Besonderheiten der Dorftraditionen beleuchten: die Rolle der Kirche, die Tamburizza, die Hochzeitsköchinnen. Vom Theaterspiel bis zu den Musikschaffenden werden Kultur und Vereinsleben dargestellt. Die Festschrift unternimmt eine Spurensuche und kritische Bestandsaufnahme.
Der Verein Kulturinitiative Neuberg / Kulturna Initiativa Nova Gora (KING) hat sich zum Ziel gesetzt, die Geschichte des Dorfes Neuberg und seines Kulturraumes im Bezirk Güssing zu erforschen.
Renate Mercsanits ist Historikerin und Autorin zahlreicher Bücher sowie profunde Kennerin der österreichischen Erinnerungskultur.

Christoph Schlemmer
Moderne Landhäuser
Lokale Transformationsprozesse in ländlichen Räumen der klassischen Moderne in Deutschland (1880–1930)
Die klassische Moderne (1880–1930) erscheint als Epoche sich zuspitzender Gegensätze: Stadt und Land, Industrieund Agrarwirtschaft, gesellschaftlicher Wandel und konservative Kontinuität.
Was geschieht, wenn man die Moderne von einem adeligen Rückzugsort auf dem Land aus beleuchtet? Wenn man einen konservativen Raum betritt, der sich in ständiger Modernisierung befand? Wenn ein Bauwerk im Mittelpunkt steht, das ebenso stark in ländlichen Räumen verwurzelt ist, wie seine Netzwerke weit in Städte hineinreichen? Ob als Burgen, Schlösser oder Güter – Landhäuser findet man überall in Deutschland. Über sie erzählt Christoph Schlemmer eine Geschichte der Moderne in ländlichen Räumen; von den Häusern aus, die durch Menschen geschaffen wurden und dabei ihre ganz eigene Wirkmacht entwickelten. Sie zeigen die Moderne als Epoche der Heterogenität.
Christoph Schlemmer studierte Geschichte und Philosophie an der Universität Tübingen. Er ist gegenwärtig im Landesarchiv Baden-Württemberg tätig, wo er seit 2024 das Staatsarchiv Sigmaringen leitet.
Böhlau
Böhlau
2026. 156 Seiten, gebunden mit zahlreichen Abb.
€ 35,00 | € (A) 36,00
ISBN 978-3-205-22478-5
Bereits erschienen
Warengruppe: 1550 // Geschichte

Böhlau 2026. ca. 580 Seiten, ca. 100 farb. Abb., gebunden
€ 49,00 | € (A) 51,00
ISBN 978-3-205-22305-4
Erscheint Oktober 2026
Warengruppe: 1558 // Geschichte/Regionalgeschichte, Ländergeschichte

2026. ca. 336 Seiten, inkl. ca. 22, teils farb. Abb., gebunden
€ 59,00 | € (A) 61,00
ISBN 978-3-412-53593-3
= Vereinigte Adelsarchive im Rheinland e. V. – Schriften, Band 9
Erscheint August 2026
Warengruppe: 1559 // Geschichte/Kulturgeschichte


Paul Mahringer (Hg.)
Kontinuitäten und Brüche
Denkmalschutz und Denkmalpflege in Österreich 1923 bis 1955
Die Publikation nimmt das hundertjährige Jubiläum des österreichischen Denkmalschutzgesetzes zum Anlass, sich mit der österreichischen Denkmalpflege im Zeitraum von seiner Entstehung 1923 bis zur Unterzeichnung des Staatsvertrags 1955 auseinanderzusetzen. Der Zeitraum vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zur Zeit des Wiederaufbaus soll anhand der „Kontinuitäten und Brüche“ Einblicke in die wechselhafte Geschichte der österreichischen Denkmalpflege im Spiegel der Zeitgeschichte geben. Im Zusammenhang mit der Entstehung und Bedeutung des Denkmalschutzgesetzes (mit Vergleichen aus dem Ausland) werden dabei exemplarisch die handelnden Personen und die Praxis der Denkmalpflege in Österreich in diesem Zeitraum beleuchtet.
Paul Mahringer ist Kunsthistoriker in Wien und seit 2016 Leiter der Abteilung Denkmalforschung im Bundesdenkmalamt. Er forscht zur Theorie und Geschichte der österreichischen Denkmalpflege, insbesondere dem schwierigen baulichen Erbe der NS-Zeit sowie zu kulturgeschichtlichen Denkmalen jüngerer Vergangenheit und dem Umgang mit ihnen.

Neue Reihe
Böhlau
2026. ca. 300 Seiten, ca. 100 farb. Abb., gebunden
€ 45,00 | € (A) 47,00
ISBN 978-3-205-22459-4 = Studien zu Denkmalschutz und Denkmalpflege, Band 28
Erscheint Juli 2026
Warengruppe: 1584 // Kunst/Architektur

Janine Freeston Exhibitions, Societies, and the Press
The Emergence of Color Photography in Britain, 1906–1932
“Exhibitions, Societies, and the Press: The Emergence of Color Photography in Britain, 1906–1932” re-evaluates Britain’s color photography ecosystem at the turn of the last century. As the inaugural volume in the „Histories of Color Photography“ series, it deconstructs „heroic“ milestones about inventions to reveal the collaborative, and at times competitive, networks of societies and journals that catalyzed the medium’s ascent and display at exhibitions. Drawing a wealth of primary sources and museum collections, this study traces the transition from chemical transparencies to viable tripack films along with their changing stakeholders. For historians of photography and science, and curators, it provides a meticulous inquiry into the infrastructures that birthed the color era.
Janine P Freeston MPhil, ARPS, Dip SIAD; is an Oxford based scholar, lecturer, and archivist specializing in early color photography in Great Britain. Janine co-convenes a monthly Working Group, Color Photography in the 19th Century and Early 20th Century: Sciences, Technologies, Empires, hosted by the Consortium for History of Science, Technology and Medicine, and annual research symposiums the Royal Photographic Society’s Historical Group.
Böhlau
2026. ca. 200 pages, ca. 100 col. illus., Paperback € 35,00 | € (A) 36,00
ISBN 978-3-205-22297-2
= Histories of Color Photography circa 1900, Volume 1 Erscheint September 2026
Warengruppe: 1587 // Kunst/Fotografie, Film, Video, TV


Annette Tietenberg (Hg.)
Wie lässt sich aus Millionen von Spuren ein Werk definieren?
Werkverzeichnisse und Selbstarchivierungspraktiken von Künstler:innen
Perfekte Werkverzeichnisse gibt es nicht – gerade darin liegt das Potenzial digitaler Formate. Ihre strukturelle Unabgeschlossenheit ermöglicht Erweiterungen, ihre Verlinkungen entfalten eine rhizomatische Struktur. Vor diesem Hintergrund plädieren die Autor*innen dieses Bandes dafür, Werkverzeichnisse als Resonanzräume eines dynamischen Produktionsfeldes zu konzipieren, in dem neben Künstler*innen, die Selbstarchivierungspraktiken entwickeln, auch Kunstwissenschaftler*innen, Kritiker*innen und Kurator*innen an der Konstituierung eines ‚Werks‘ mitwirken. Der Band regt dazu an, Werkverzeichnisse weniger als Objektinventare denn als kommunikative Gefüge zu begreifen. An Fallbeispielen wie Marina Abramović, Daniel Buren, Terry Fox, Christiane Möbus und Dieter Roth wird Kunst als kollaborative Praxis diskutiert, die in institutionelle Kontexte eingebettet ist.
Annette Tietenberg ist Professorin für Kunstwissenschaft mit dem Schwerpunkt 19./20. Jahrhundert am Institut für Kunstwissenschaft der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.

Franz Reitinger
Das graphische Zeitalter
Wie das gedruckte Bild die Wände eroberte
Die in halb Europa zwischen Großwardein, Salzburg, Dublin und Riga zu beobachtende Tendenz einer Übertragung des Graphischen in die räumliche Größenordnung der Architektur wird verständlich, wenn man an die besondere Beachtung und Wertschätzung denkt, die dem gedruckten Bild im Zeitalter der Frühaufklärung entgegengebracht wurde. Während der Wandmalerei das Signum von Pomp und feudaler Glorie nachhing, knüpften sich an die neuen graphischen Umgebungen Erwartungen wie Aktualität, Urbanität, Flexibilität und Intellektualität. Wie kaum ein anderes Medium wussten sich Druckgraphik und Auflagendruck in Einklang mit den liberalen und emanzipativen Strömungen der Epoche.
Franz Reitinger, Salzburg, ist Historiker und Autor zahlreicher Publikationen mit dem Schwerpunkt auf transeuropäische Bildkulturen, Non-Art-Images und Randformen des Bildes.

Günter Brucher
Venezianische Vedutenund Landschaftsmalerei des 18. Jahrhunderts
Die Geschichte der venezianischen Vedutenmalerei wurzelt im 17. Jahrhundert, wobei zunächst ausländische Künstler wie etwa der Augsburger Joseph Heinz d. J. und der Holländer Gaspar van Wittel eine wegweisende Rolle spielten. Ihnen folgten der Friulaner Luca Carlevarijs und der Schwede Johan Richter, die seit Beginn des 18. Jahrhunderts für eine Expansion der Veduten-Gattung sorgten. In den zwanziger und dreißiger Jahren dominierte Antonio Canaletto, der – vermittelt durch eine intensive Reisetätigkeit – bereits überregionales Ansehen genoss. Mit ihm konkurrierten Michele Marieschi, Franceso Albotto und vor allem Bernardo Bellotto, mit dem die Entwicklung der Vedute ihren Zenit erreichte.
Em. Univ.-Prof. Günter Brucher war Leiter der Abteilung für Österreichische Kunstgeschichte an der Universität Graz und Ordinarius am Institut für Kunstgeschichte der Universität Salzburg. Er ist Träger des Wilhelm-Hartel-Preises der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 2012, der er seit 2000 als Korrespondierendes Mitglied angehört.
Böhlau
2026. ca. 216 Seiten, inkl. 69, teilw. farb. Abb., gebunden
€ 45,00 | € (A) 47,00
ISBN 978-3-412-53574-2
= Studien zur Kunst, Band 58
Erscheint Juni 2026
Warengruppe: 1582 // Kunst/Kunstgeschichte

Böhlau
2026. ca. 792 Seiten, ca. 130 farb. Abb., gebunden
€ 85,00 | € (A) 88,00
ISBN 978-3-205-22524-9
Erscheint September 2026
Warengruppe: 1582 // Kunst/Kunstgeschichte

Böhlau
2026. ca. 224 Seiten, 176 farb. Abb., gebunden
€ 60,00 | € (A) 62,00
ISBN 978-3-205-22469-3
= Geschichte der venezianischen Malerei, Band 9
Erscheint Juni 2026
Warengruppe: 1582 // Kunst/Kunstgeschichte


Markus Kristan
Carl Moll
Wiener Maler und Impresario. Eine Anthologie
Carl Moll war nicht nur ein österreichischer Maler und Grafiker des Impressionismus und des Expressionismus sondern auch und – man möchte fast sagen – vor allem „Spiritus Rector“ des Wiener Kunstlebens von 1890 bis zu seinem Tod 1945. Moll engagierte sich als Gründungsmitglied der Secession, als Organisator von Ausstellungen im In- und Ausland sowie als künstlerischer Leiter der Galerie Miethke. Neben zahllosen anderen Tätigkeiten war Moll maßgeblich an der Gründung der Österreichischen Galerie im Belvedere beteiligt. Als Schriftsteller ging er in seinen Texten auf kulturpolitische europäische Tagesereignisse ein und verfasste mehrfach kunsthistorische Abhandlungen zur Entwicklungsgeschichte der Malerei in Österreich und in Europa.
Markus Kristan, geboren in Wien. Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Archäologie an der Universität Wien. Anschließend Mitarbeit im Bundesdenkmalamt. Von 1993 bis 2022 in der Albertina als Kurator der Architektursammlung tätig. Zahlreiche Aufsätze und Bücher zur Architektur und zum Kunstgewerbe Österreichs des 19. und 20. Jahrhunderts (z. B. über Otto Wagner, Carl König, Oskar Marmorek Adolf Loos, Josef Hoffmann, Hubert Gessner, Joseph Urban, Gustav Gurschner, Gustav Peichl, Wilhelm Holzbauer, Dimitris Manikas, Otto Häuselmayer, Manfred Nehrer).

ManfreDu Schu, Günther Moschig, Hannes Priesch (Hg.)
REMbox
Die Wiener Künstlergruppe REM. 1984–1990 / The Viennese artists group REM. 1984–1990
Durch unkonventionelle Vernissagen und Ausstellungen und ein intermediales wie offenes Herangehen an die Produktion und Vermittlung von Kunst sorgte das Wiener Künstlerkollektiv REM von 1984 bis 1990 für größte Aufmerksamkeit beim Publikum und in der Fachwelt. REM war ein Kunstlabor. Selbstbestimmt und lebendig kamen 14 Künstlerinnen und Künstler in Disziplinen überschreitenden Ausstellungen und Gemeinschaftsprojekten im spielerischen Experimentieren zu einem kollektiven Tun. Mit der REMbox – Künstlerbuch und Dokumentation zugleich – erinnern erstmals und in einer breiten Zusammenschau 13 Autorinnen und Autoren aus Kunst und Wissenschaft mit den Protagonistinnen und Protagonisten von REM an eine offene künstlerische Praxis und damit an ein erfrischend eigensinniges Kapitel österreichischer Kunst der 1980er Jahre.
ManfreDu Schu, Multimedialer Künstler, Mitbegründer der Künstler*innengruppe REM, lebt in Wien.
Günther Moschig, Kunsthistoriker und Ausstellungskurator, lebt in Wörgl, Tirol. Hannes Priesch, bildender Künstler, Mitbegründer von REM. Ab 1990 Aufenthalt in den USA, lebt und arbeitet seit 2016 in Semriach, Steiermark.

Maria Wirth, Richard Hufschmied (Hg.) unter Mitarbeit von Caroline Heinrich 100 Jahre Neulandschule
Eine Idee schreibt Geschichte
Die Entstehung der Neulandschulen in Wien reicht bis in die 1920er-Jahre zurück. Eine Gruppe junger beherzter Frauen, die Neuländerinnen, beschließt in Grinzing eine christliche Gemeinschaft zu bilden und sich um bedürftige Kinder zu kümmern. Daraus entsteht 1926 ein Kindergarten, dem bald eine Schule folgt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kommen weitere Standorte dazu. Der Sammelband beleuchtet die Entwicklung der Neulandschulen von der Gründung über die NS-Zeit bis in die Gegenwart und portraitiert prägende Persönlichkeiten sowie die Neulandpädagogik in Theorie und Praxis. Zudem thematisiert er den Bund Neuland sowie die Architektur des Schulgebäudes und die Kunstsammlung in Grinzing. Damit eröffnet er zum 100-Jahr-Jubiläum vielfältige Perspektiven auf die Geschichte der Neulandschulen.
Maria Wirth ist Senior Research Fellow am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. Richard Hufschmied ist Senior Research Fellow am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien.
Böhlau
2026. ca. 528 Seiten, mit ca. 122 farb. Abb., gebunden
€ 75,00 | € (A) 78,00
ISBN 978-3-205-22550-8
Erscheint November 2026
Warengruppe: 1583 // Kunst/Bildende Kunst

Böhlau
2026. 432 Seiten, mit zahlreichen farb. Abb., gebunden
€ 65,00 | € (A) 67,00
ISBN 978-3-205-22519-5
Bereits erschienen
Warengruppe: 1583 // Kunst/Bildende Kunst

Böhlau
2026. ca. 292 Seiten, mit ca. 100 farb. Abb., gebunden mit Schutzumschlag
€ 55,00 | € (A) 57,00
ISBN 978-3-205-22559-1
Erscheint Oktober 2026
Warengruppe: 1583 // Kunst/Bildende Kunst


Die Südtiroler Siedlungen in Vorarlberg
Geschichte, Gegenwart und Zukunft
Umfassend widmet sich das Buch den Südtiroler Siedlungen in Vorarlberg und beleuchtet somit ein lange übersehenes Kapitel der österreichischen Bau- und Sozialgeschichte. Es untersucht städtebauliche Strukturen, architektonische Details, Materialität und den sozialen Kontext der zwischen 1939 und 1945 entstandenen Wohnanlagen. Alle 17 Siedlungen werden systematisch dokumentiert und in ihrer kulturellen und denkmalpflegerischen Bedeutung eingeordnet. Auf diese Weise macht das Werk die Siedlungen innerhalb der österreichischen Kulturlandschaft dauerhaft sichtbar und setzt wichtige Impulse im Umgang mit dem baukulturellen Erbe. Gleichzeitig verdeutlicht es, dass sorgfältige Forschung und Dokumentation die Grundlage für nachhaltigen Denkmalschutz und Erhaltungsstrategien bilden.
Catherine Sark ist Architektin, Autorin und Forscherin. Ihre beruflichen Schwerpunkte liegen im Bereich der Architektur, Raumplanung, Denkmalpflege und Baukulturvermittlung. Für ihre umfassende Grundlagenforschung zu den Südtiroler Siedlungen in Vorarlberg wurde sie 2025 von der Republik Österreich mit der Denkmalschutzmedaille ausgezeichnet.

Albert Wimmer ZT GmbH
European Healthy Cities
Five Decades of Urban Planning
Die Motivation für dieses Buch beruht auf der Beobachtung, wie sehr sich die fundamentalen Eingangsparameter in städtebaulichen Entwürfen in den letzten Jahrzehnten geändert haben. Wie sind die Veränderungen parallel mit gesellschaftspolitischen Umbrüchen zu verstehen und welche städtebaulichen Visionen prägen die jeweiligen Sichtweisen? Wer sind die AkteurInnen in diesem jahrzehntelangen Kampf um richtige Antworten? Um diesen und ähnlichen Fragestellungen nachgehen zu können, verstehen wir diese Zusammenstellung gleichzeitig mit dem Anspruch, Widerspruch herauszufordern, sodass der städtebauliche Dialog wieder Fahrt aufnehmen kann.
Albert Wimmer ist Architekt / Stadtplaner und Gründer eines der führenden Ateliers Österreichs. Sein innovatives Werk ist geprägt von zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerbserfolgen sowie der Realisierung von Großprojekten wie dem Wiener Hauptbahnhof und der Klinik Floridsdorf. Architektur versteht er als Lebenselixier und Beitrag zu einer offenen Gesellschaft: als Intervention, die die Aura des Ortes erkennt und neu interpretiert, als gesellschaftliche Artikulation, als Kunst sowie als nachhaltigen Beitrag zur Stadt von morgen.

Desiree Hebenstreit, Arno Herberth
Die Österreichischen Staatspreise für Literatur
Kontinuität, Bruch und Kanondiskurs im Zeitraum von 1950 bis 1967. Eine kommentierte Quellendokumentation
Die Österreichischen Staatspreise für Literatur gelten als höchste Auszeichnung der Republik Österreich und werden seit 1950 vergeben. Abgesehen von den Namen der Preisträger*innen war bisher unbekannt, wie die Entscheidungen für die Preisvergaben getroffen wurden. Auf Grundlage umfangreicher Archivmaterialien aus den Jahren 1950 bis 1967 werden hier erstmals die institutionellen Rahmenbedingungen erschlossen und die Rolle des Kunstsenats, der Jurymitglieder sowie die Einreich- und Begutachtungsverfahren beleuchtet.
Desiree Hebenstreit, Dr. phil., Forschungsschwerpunkt österreichische Literatur nach 1945. Derzeit Mitarbeit am Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek an der Edition von Erich Frieds „Intimus“-Sendungen für das German Soviet Zone Programme der BBC (1953–68). Arno Herberth, Dr. phil., Forschungsschwerpunkt österreichische Literatur nach 1945 sowie Literatur und Wissen im 20. Jahrhundert. Seit 2022 Lehrer für Deutsch und Ethik an der berufsbildenden höheren Schule KunstModeDesign Herbststrasse.
Böhlau
2026. ca. 500 Seiten, 253 teils farb. Abb., gebunden
€ 55,00 | € (A) 57,00
ISBN 978-3-205-22540-9
Erscheint Juni 2026
Warengruppe: 1584 // Kunst/Architektur

Böhlau
2026. 120 Seiten, mit zahlr. farb. Abb., gebunden
€ 45,00 | € (A) 47,00
ISBN 978-3-205-22484-6
Bereits erschienen
Warengruppe: 1584 // Kunst/Architektur

Böhlau
2026. ca. 420 Seiten, mit ca. 90 s/w Abb., gebunden
€ 65,00 | € (A) 67,00
ISBN 978-3-205-22562-1
= Literaturgeschichte in Studien und Quellen, Band 42 Erscheint Dezember 2026
Warengruppe: 1563 // Deutsche Sprachwissenschaft, Deutschsprachige Literaturwissenschaft


Catherine Sark

Gellai, Kira Kaufmann (Hg.)
Else Jerusalem
Neue Reihe

David Krych (Hg.)
Kollaps der Konventionen
Neue Reihe
Venus am Kreuz. Novellen, Feuilletons und andere Prosatexte
Abgesehen vom Roman „Der heilige Skarabäus“ (1909), der sich klug und kritisch mit der Prostitution in der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft auseinandersetzt, ist Else Jerusalems vielschichtiges Œuvre heute kaum bekannt. Zum 150. Geburtstag der österreichisch-jüdischen Autorin legt der Band verstreute Texte dieser wichtigen feministischen Stimme der Wiener Moderne vor. Jerusalems Schaffen reicht von frühen ästhetizistischen Novellen und einem bildungspolitischen Pamphlet bis hin zu journalistischen Beiträgen über die soziale Situation von Frauen in Argentinien, wohin Jerusalem 1911 ausgewandert war. Literarische Texte aus den 1910er und 1920er Jahren ergänzen die Auswahl. Zwei ursprünglich auf Spanisch publizierte Novellen und ein Fragment wurden eigens für den Band ins Deutsche übersetzt.
Szilvia Gellai. Studium der Kunst und der Deutschen Philologie, Forschung und Lehre an der Universität Wien und an der Leuphana Universität Lüneburg. Publikationen: Netzwerkpoetiken in der Gegenwartsliteratur (2018), Glass Scenographies: Notes on Spaces of One’s Own (2023).
Kira Kaufmann. Studium der Deutschen Philologie, Philosophie und Slawistik. Lehr- und Forschungstätigkeit am Institut für Germanistik der Universität Wien. Publikationen: Zeugnisse des Okkulten. Literatur und Esoterik im Wiener Fin de Siècle (2025).
Böhlau
2026. ca. 300 Seiten, mit 10 farb. Abb., Paperback
€ 45,00 | € (A) 47,00
ISBN 978-3-205-22451-8
= Edition Filamente, Band 1
Erscheint November 2026
Warengruppe: 563 // Deutsche Sprachwissenschaft, Deutschsprachige Literaturwissenschaft

Texte zur polnischen Theateravantgarde I
„Kollaps der Konventionen“ versammelt erstmals in deutscher Übersetzung zentrale Manifeste der polnischen Theateravantgarde der Zwischenkriegszeit. Die programmatischen Schriften dokumentieren eine radikale Neubestimmung von Theater, Körper, Sprache, Publikum, Öffentlichkeit im Zeichen ästhetischer, gesellschaftlicher und politischer Umbrüche. Den Grundlagentexten sind eigens verfasste, kommentierende Beiträge von internationalen Forschenden beigegeben, die historische Kontexte, theoretische Bezüge und Wirkungsgeschichten erschließen. Der Band macht eine bislang kaum zugängliche Quellengrundlage für die deutschsprachige Forschung systematisch verfügbar und eröffnet neue Perspektiven auf die europäischen Theateravantgarden.
David Krych studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Philosophie, Slawistik und widmet sich der Theatergeschichte und -geschichtsschreibung. Gegenwärtig leitet er das FWF Esprit Projekt zu Theatertheorien der polnischen Avantgarden 1918–1939 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Böhlau
2026. ca. 300 Seiten, ca. 10 s/w Abb., gebunden
€ 50,00 | € (A) 52,00
ISBN 978-3-205-22505-8
= Theaterkulturen in Polen –Theater Cultures in Poland, Band 1
Erscheint November 2026
Warengruppe: 586 // Kunst/Theater, Ballett


Szilvia

Mauro Fosco Bertola (Ed.)
Dream and Music Theatre from the 20th to the 21st Century
Situated at the crossroads of cultural discourse, subjectivity, and aesthetics, the dream provides a privileged heuristic tool for approaching music theatre’s intermedial nature and its cultural and political embeddedness, yielding new perspectives on its ties to topics as diverse as colonialism, identity, and societal visions. Bridging psychoanalytic and dramaturgical analyses with recent approaches to the dream’s ontological and intermedial significance, the volume offers fresh insights into composers such as Ludomir Rózycki, Giacomo Orefice, Jonathan Harvey, Pauline Oliveros, Christian Ofenbauer, Peter Eötvös, or Olga Neuwirth, while also addressing questions of contemporary artistic practices and staging.
Mauro Fosco Bertola is a Privatdozent in Musicology at the University of Tübingen and a Fellow at the Käte Hamburger Kolleg CURE (Saarland University). His research focuses on contemporary music theatre, music and philosophy, and music in film; his 2025 habilitation examined dream representations in works by Kaija Saariaho and Salvatore Sciarrino.

Daniel Ender
„Du weißt, wie gerne ich Bücher kaufe!!“
Alban und Helene Bergs Bibliothek
Alban Berg (1885–1935) und seine Gattin Helene (1885–1976) sammelten während ihrer 25-jährigen Ehe rund 3.500 Bücher, Notenbände und Zeitschriften in ihrer Wiener Wohnung. Handschriftliche Eintragungen und andere Lesespuren zeugen von einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Gelesenen, eingelegte Bilder oder Zeitungsausschnitte schaffen zusätzliche Kontexte und Querverbindungen. So wie die Musiknoten von Bach und Beethoven bis zu Zeitgenossen wie Krenek, Mahler, Pfitzner, Schönberg, Schreker, Richard Strauss oder Zemlinsky reichen, sind die literarischen Bände von ungewöhnlicher Vielfalt – einschließlich Werken von Peter Altenberg, Georg Büchner oder Frank Wedekind, die auch als Vorlagen für Kompositionen dienten. Die Bibliothek wurde in der Alban Berg Stiftung vollständig restauriert, digitalisiert und erschlossen, so dass nun erstmals ein vollständiges Verzeichnis vorliegt.
Daniel Ender ist promovierter Musikwissenschaftler und lehrte an verschiedenen österreichischen Universitäten. Der Autor und Herausgeber mehrerer Fachbücher sowie zahlreicher wissenschaftlicher Artikel und Vorträge fungiert seit 2018 als Generalsekretär der Alban Berg Stiftung (Wien). Außerdem ist er für verschiedene Medien regelmäßig publizistisch tätig.

Matthias Tischer Musik | Kultur im Kalten Krieg
Eine der vielen möglichen Kulturgeschichten des Kalten Krieges wird in diesem Buch am Beispiel der Musik und ihrer Schwesterkünste im geteilten Deutschland mit ihren internationalen Bezügen erzählt, in seiner ganzen Vielfalt zwischen Ästhetik, Agitprop, Avantgarde, Beat, Blues, Charts, Computern, Dada, Determination, Easy Listening, Elektroakustik/Elektronik, Filmmusik, Fluxus, Free-Jazz, Grand Prix, Hochkultur, Homophobie, Kitsch, Improvisation, Instrumentenbau, Jugendkultur, Konzeptkunst, Konzertsaal, Literarisierung, MIDI, Modernefeindlichkeit, Musikwissenschaft, Nationalhymnen, Opernbühne, Poetik, Querständen, Revolution, Rock’n’Roll, Schallplatte, Schlager, Songwriting, Subkultur, Tanz, Tontechnik, Unterhaltungsmusik, Vergangenheitsbewältigung, Verstärkern, Weltausstellung, Westernization, Xenophobie, Yeah, Yeah, Yeah, Zensur und Zufall.
Matthias Tischer forschte und forscht unter anderem zu den Themen Musikästhetik, politische Musikgeschichte, Filmmusik, Jugendkulturen, Ikonographie, Medien sowie Musik und Kapitalismus. Er ist Professor für Ästhetik und Kommunikation an der Hochschule Neubrandenburg.
Böhlau
2026. ca. 272 pages, with 35 col. illus., Hardcover
€ 45,00 | € (A) 47,00
ISBN 978-3-205-22472-3
Erscheint Dezember 2026
Warengruppe: 1590 // Musik

Böhlau 2026. ca. 360 Seiten, mit zahlreichen farb. Abb., gebunden
€ 49,00 | € (A) 51,00
ISBN 978-3-205-22509-6
Erscheint Dezember 2026
Warengruppe: 1593 // Musik/Musikgeschichte

Böhlau
2026. ca. 800 Seiten, mit ca. 125 farb. Abb., gebunden
€ 130,00 | € (A) 134,00
ISBN 978-3-412-53587-2
= KlangZeiten, Band 23
Erscheint Dezember 2026
Warengruppe: 1593 // Musik/Musikgeschichte

GROSSE NAMEN IN DER ARCHITEKTUR BEI BIRKHÄUSER UND JOVIS

Carsten Krohn
Walter Gropius
Bauten und Projekte

Edgar Stach
Mies van der Rohe
Raum – Material – Detail

Céline Dietziker, Lukas Gruntz
Aalto im Detail
Ein Katalog der Bauteile
Birkhäuser
208 Seiten, 50 s/w Abb.,
250 farb. Abb., gebunden
€ 59,95 | € (A) 59,95
ISBN 978-3-0356-1727-6


Paul Andreas, Ingeborg Flagge (Hg.)
Oscar Niemeyer
Eine Legende der Moderne / A Legend of Modernism
Birkhäuser
143 Seiten, 15 s/w Abb.,
221 farb. Abb., Paperback
€ 38,00 | € (A) 38,00
ISBN 978-3-03821-448-9
Birkhäuser
144 Seiten, 70 farb. Abb.,
300 Strichzeichnungen, gebunden
€ 39,95 | € (A) 39,95
ISBN 978-3-0356-1152-6


Urs Peter Flückiger
Donald Judd
Architecture in Marfa, Texas

Birkhäuser
208 Seiten, 85 s/w Abb.,
60 farb. Abb., gebunden
€ 42,95 | € (A) 42,95
ISBN 978-3-0356-2161-7

Birkhäuser
464 Seiten, 400 farb. Abb., gebunden
€ 32,00 | € (A) 32,00
ISBN 978-3-0356-2331-4


Jürgen Tietz
Meinhard von Gerkan –Vielfalt in der Einheit
Die autorisierte Biografie
JOVIS
400 Seiten, ca. 150 ANCILLARY farb. und s/w, gebunden
€ 34,80 | € (A) 34,80
ISBN 978-3-86859-372-3


Jan Gehl
Städte für Menschen
JOVIS
304 Seiten, gebunden
€ 32,00 | € (A) 32,00
ISBN 978-3-86859-356-3


Jean-François Chevrier Aus Basel –Herzog & de Meuron
Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an Andrea Ellies: andrea.ellies@degruyterbrill.com

Albrecht Bangert (Hg.) Helmut Jahn Process. Progress

Peter Zumthor Architektur denken
Birkhäuser
256 Seiten, 26 s/w Abb.,
154 farb. Abb., gebunden
€ 49,95| € 49,95
ISBN 978-3-0356-0813-7

Birkhäuser
480 Seiten, 400 farb. Abb.,
100 farb. Strichzeichnungen, gebunden
€ 99,95 | € (A) 99,95
ISBN 978-3-03821-424-3


David Sim Sanfte Stadt
Planungsideen für den urbanen Alltag
JOVIS
256 Seiten, zahlr. Farbabb., Paperback
€ 42,00 | € (A) 42,00
ISBN 978-3-86859-747-9

Birkhäuser
112 Seiten, 20 farb. Abb., gebunden
€ 34,95 | € (A) 34,95
ISBN 978-3-0346-0555-7


Anna Heringer, Dominique Gauzin-Müller Architecture Is a Tool to Improve Lives
Anna Heringer’s Buildings Photographed by Iwan Baan
Birkhäuser
192 Seiten, 200 farb. Abb., gebunden
€ 52,00 | € (A) 52,00
ISBN 978-3-0356-2864-7

GROSSE NAMEN IN DER KUNST
BEI DE GRUYTER UND DEM DEUTSCHEN KUNSTVERLAG

Anita Haldemann (Hg.)
Helen Frankenthaler


Lotte Laserstein
Meine einzige Wirklichkeit
Deutscher Kunstverlag
96 Seiten, 140 Abb., Paperback
€ 28,00 | € (A) 28,00
ISBN 978-3-422-80385-5


Andreas Rüfenacht
Otto Dix – Adolf Dietrich
Hg. vom Museum zu Allerheiligen Schaffhausen
Deutscher Kunstverlag
152 Seiten, 87 Farbabb., gebunden
ISBN 978-3-422-80290-2

Deutscher Kunstverlag
248 Seiten, 72 Abb.,
92 Farbabb., gebunden
€ 29,90 | € (A) 29,90
ISBN 978-3-422-99029-6


Régine Bonnefoit, Bernadette Reinhold (Hg.)
Oskar Kokoschka
Neue Einblicke und Perspektiven / New Insights and Perspectives
De Gruyter
452 Seiten, 20 s/w und
43 farb. Abb., Paperback
€ 39,95 | € (A) 39,95
ISBN 978-3-11-072420-2

Madeleine Frey, Friederike Voßkamp (Hg.)
Alberto Giacometti
Surrealistische Entdeckungen | Unveiled Surrealism | Le surréalisme dévoilé
Deutscher Kunstverlag
208 Seiten, 140 Farbabb., gebunden
€ 42,00 | € (A) 42,00
ISBN 978-3-422-80258-2


Johan Holten, Inge Herold, Dorotea Lorenz, Luisa Heese, Ursula Drahoss (Hg.)
Kirchner, Lehmbruck, Nolde Geschichten des Expressionismus in Mannheim
Deutscher Kunstverlag
192 Seiten, 150 Farbabb., gebunden
€ 44,00 | € (A) 44,00
ISBN 978-3-422-80339-8

Anna-Carola Krausse
Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an Andrea Ellies: andrea.ellies@degruyterbrill.com

Arthur Fink, Claudine Grammont, Josef Helfenstein (Hg.)
Matisse, Derain und ihre Freunde
Die Pariser Avantgarde 1904–1908
Deutscher Kunstverlag
352 Seiten, 200 Farbabb., gebunden
€ 58,00 | € (A) 58,00
ISBN 978-3-422-80118-9

Peter Voss-Andreae (Hg.)
Emil Orlik
Das druckgraphische Werk


Claudia Denk, Kai Uwe Schierz, Thomas von Taschitzki (Hg.)
Friedrich Nerly –Von Erfurt in die Welt
Die Gemälde und Ölstudien [...]
Deutscher Kunstverlag
560 Seiten, 450 Farbabb., gebunden
€ 62,00 | € (A) 62,00
ISBN 978-3-422-80257-5

Deutscher Kunstverlag
1200 Seiten, 1280 Abb., 665 Farbabb., gebunden, 4 Bde. im Schuber
€ 198,00 | € (A) 198,00
ISBN 978-3-422-98841-5


Andreas Prater
Vermeer und Epikur
Lebenslust in der Kunst der Frühaufklärung
De Gruyter
196 Seiten, 75 farb. Abb., gebunden
€ 39,95 | € (A) 39,95
ISBN 978-3-11-068289-2

Gregor Wedekind (Hg.)
Max Slevogts Netzwerke
Kunst-, Kultur- und Intellektuellengeschichte des späten Kaiserreichs und der Weimarer Republik
De Gruyter
335 Seiten, 166 s/w und 16 farb. Abb., gebunden
€ 49,95 | € (A) 49,95
ISBN 978-3-11-066095-1


Christian Müller Albrecht Dürer und sein Kreis
Beschreibender Katalog der Zeichnungen, Band III.

Deutscher Kunstverlag
272 Seiten, 270 Farbabb., gebunden
€ 98,00 | € (A) 98,00
ISBN 978-3-422-80202-5

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