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CUREO Evidenz-Expose DE

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Evidenz-Exposé

Die wissenschaftliche Evidenz für CUREO® wächst kontinuierlich

Vorwort

Innovative und evidenzbasierte Virtual-Reality-Therapie mit CUREO®

CUREO® vereint modernste Virtual-Reality-Technologie mit wissenschaftlich fundierten Trainingskonzepten und ermöglicht so eine hohe Qualität in der motorischen und kognitiven Rehabilitation. Durch den Einsatz immersiver Virtual Reality (VR) werden Patienten aktiv in ihrer Therapie motiviert.

Die Grundlagen von CUREO® sind wissenschaftlich fundiert. Mehrere Studien zeigen, dass VR-gestützte Therapieansätze die Therapiemotivation, Bewegungsintensität und Rehabilitationsdauer signifikant beeinflussen können. VR ermöglicht es, Übungen individuell anzupassen, motorische Fortschritte objektiv zu erfassen und Patienten in abwechslungsreiche, spielerische Umgebungen zu versetzen, die die konventionelle Trainingsformen ideal ergänzen.

CUREO® übersetzt diese wissenschaftlichen Erkenntnisse in eine praxisnahe, klinisch erprobte Lösung und bietet evidenzbasierte Übungsprogramme, intuitive Handhabung für Therapeuten und eine Therapie-Datenauswertung für Behandler und Wissenschaftler. Klinische Studien zeigen, dass CUREO® leicht in Studiendesigns und bestehende klinische Abläufe integriert werden kann, ob im Akutkrankenhaus, in der Reha-Klinik oder im universitären Forschungssetting.

Bereits publizierte klinische Evaluationen und Studien belegen die hohe Akzeptanz bei Patienten und Fachpersonal sowie deutliche Fortschritte in der motorischen Leistungsfähigkeit. Mit einzigartigen Funktionen wie Sonifikation, die Bewegungen hörbar macht, oder Spiegeltherapie in VR, die sensomotorische Reorganisationsprozesse unterstützen kann, definiert CUREO® den Grundansatz virtueller Rehabilitation neu.

Im Folgenden werden anhand der Literatur zu VR im Allgemeinen sowie von wissenschaftlichen Originalstudie zu CUREO® die Evidenz-Belege für die Anwendbarkeit und Wirksamkeit von CUREO® dargestellt. Hierfür werden verschiedene Versorgungssettings und Ziel- bzw. Patientengruppen differenziert beleuchtet.

CUREO® Evidenz-Exposé

Virtuelle Realität

Was sagt die Wissenschaft?

Im Bereich der Therapie-Forschung hat sich die Virtuelle Realität (VR) in den letzten 10 Jahren zu einem stetig wachsenden Forschungsschwerpunkt entwickelt. Studien heben im Hinblick auf die VR-Technologieentwicklung vor allem die Vorteile für die neurologische Rehabilitation sowie die bemerkenswerte Praktikabilität und Anwendungsvielfalt virtueller Tools für eine erfolgreiche Therapie hervor.

CUREO®, das VR-Therapiesystem der Düsseldorfer CUREosity GmbH, ist nicht nur ein Medizinprodukt auf dem neuesten Stand der Technik, sondern kombiniert auch eine Vielzahl validierter Konzepte, um Patienten verschiedenster Indikationen und Therapieziele eine individuell an die Patientenbedürfnisse angepasste Rehabilitationstherapie anbieten zu können.

Anwendungsbereiche

Studien zeigen, dass eine VR-basierte Therapie einen signifikant positiven Effekt auf kognitive Funktionen haben kann1, 2: Insbesondere wurde gezeigt, dass sich Aufmerksamkeit3, räumliche Wahrnehmung4 und Gedächtnis5 mithilfe von VR-Tools bei verschiedenen Patientengruppen verbessern.

Das motorische Training hat in wissenschaftlichen Untersuchungen einen hohen Stellenwert, da VR-gestützte Therapieansätze aufgrund der guten Geräteverfügbarkeit als besonders ressourceneffiziente Methode zur Rehabilitation von Patienten mit neurologischen Schäden oder Erkrankungen wie Parkinson, Paresen oder Neglect gelten6. Muskelkraft und Tonus7 können durch neuroplastische Veränderungen und erhöhte Motivation1,8 verbessert werden, während Schmerzen durch Ablenkung und Neuroregulation signifikant reduziert werden können6, 9 .

Mögliche Therapiemethoden

Untersuchungen zeigen, dass etablierte Rehabilitationsansätze wie multisensorisches Feedback10, Sonifikation11 und Spiegeltherapie12,13 ähnliche, bzw. teilweise sogar bessere Ergebnisse erzielen, wenn sie in der Virtuellen Realität angewendet werden. Darüber hinaus haben neue, auf VR basierende Methoden, wie z.B. angereicherte Umgebungen14 oder immersive Gamification13,15 im Rahmen von Rehabilitationsprogrammen vielversprechende Ergebnisse gezeigt.

Ergänzend dazu eröffnen VR-gestützte Gruppentherapieformate neue Möglichkeiten. Durch das Gruppensetting können soziale Unterstützung, gegenseitige Motivation und ein gesteigertes Gefühl von Zugehörigkeit entstehen16. Erste Studien deuten darauf hin, dass Patienten in digitalen Gruppensettings stärker zur aktiven Teilnahme angeregt werden und Therapieinhalte besser verinnerlichen17

VR-Therapie hat sich außerdem als vielversprechender Ansatz zur Behandlung von Neglect erwiesen, da sie eine gezielte

1 Massetti et al. (2018). Journal of Central Nervous System Disease, doi:10.1177/1179573518813541

2 Li et al. (2025) Front Neurol. doi: 10.3389/fneur.2025.1496382.

3 Maggio et al. (2025) Sci Rep. doi: 10.1038/s41598-025-08173-1.

4 Caetano et al. (2025) Front Behav Neurosci. doi: 10.3389/fnbeh.2025.1653783.

5 Yip et al. (2013). NeuroRehabilitation, 32, 103-115. doi:10.3233/NRE-130827

6 Jin et al. (2022) Clin Rehabil. doi: 10.1177/02692155211066534.

7 Lee et al. (2019). Biomed Res Int, doi:10.1155/2019/7595639

8 Karamians et al. (2020). Arch Phys Med Rehabil, 101(5), 885-896. doi:10.1016/j.apmr.2019.10.195.

9 Malloy & Milling (2010). Clin Psychol Rev, doi:10.1016/j.cpr.2010.07.001. (Accession No. 20691523)

10 Saposnik et al. (2011) Stroke, doi:10.1161/STROKEAHA.110.605451.

Stimulation des vernachlässigten Raums ermöglicht. Durch immersive Umgebungen können Patienten sicher und kontrolliert dazu angeregt werden, ihre Aufmerksamkeit verstärkt auf die betroffene Seite zu richten. Erste Studien zeigen, dass solche virtuellen Trainingsprogramme zu einer deutlichen Verbesserung der räumlichen Wahrnehmung und Alltagsfähigkeit führen können18,19.

CUREO® die innovative VR-Therapielösung

In CUREO® wurden evidenzbasierte Ansätze der VR-gestützten Rehabilitation in ein praxisreifes, zertifiziertes Medizinprodukt überführt, das speziell auf die Bedürfnisse von Therapeuten und Patienten abgestimmt ist. Die Therapielösung integriert bewährte Ansätze wie multisensorisches Feedback, Spiegeltherapie und immersive Gamification, um motorische Funktionen, kognitive Fähigkeiten sowie räumliche Wahrnehmung individuell und gezielt anzusprechen.

CUREO® zeichnet sich durch motivierende, patientenspezifische Szenarien und stufenweise anpassbare Schwierigkeitsgrade aus, die eine hohe Therapieadhärenz fördern. Erfolge in der Therapie werden auch durch intensive, wiederholbare Übungen erzielt. Klinische Anwendungen bestätigen, dass unsere Lösung nicht nur die motorische Rehabilitation, sondern auch die Alltagsfähigkeit und Lebensqualität der Patienten signifikant verbessern kann, indem sie Wissenschaftliche Erkenntnisse und therapeutische Praxis nahtlos verbindet.

11 Effenberg et al. (2016). Front Neurosci, doi:10.3389/fnins.2016.00219.

12 Ceradini et al. (2024) J Neuroeng Rehabil. doi: 10.1186/s12984-024-01367-0.

13 Giroux et al. (2018). PLoS One, doi:10.1371/journal.pone.0203086

14 Yun et al. (2020). JMIR Serious Games, 8(4), e18127. doi:10.2196/18127

15 Chen et al. (2020). Computers Helping People with Special Needs. doi: 10.1007/978-3-030-58796-3_18.

16 Tsamitros et al. (2022) Nervenarzt, doi: 10.1007/s00115-022-01378-z.

17 Bouguettaya & Aboujaoude (2024) JMIR Form Res. doi: 10.2196/64494.

18 Shin et al. (2023) Front Neurosci. doi: 10.3389/fnins.2023.1142663.

19 Choi et al. (2021) Medicine doi: 10.1097/MD.0000000000024637

Die CUREO® Evidenzstrecke

CUREO® Evidenz-Exposé

Von Machbarkeit bis Wirksamkeit

Evidenzentwicklung von CUREO® im Verlauf der Produktgenerationen

Von CUREO® in der Rehabilitation Akzeptanz und Machbarkeit

Machbarkeitsstudien und die systematische Abfrage der Akzeptanz bei Patienten und Therapeuten sind zentrale Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz von VR-Therapie. Sie ermöglichen es, technische, organisatorische und therapeutische Anforderungen frühzeitig zu identifizieren, potenzielle Barrieren im klinischen Alltag aufzudecken und die Sicherheit sowie Anwendbarkeit der Intervention realistisch zu bewerten. Gleichzeitig liefert die Akzeptanzforschung entscheidende Hinweise darauf, ob VR-basierte Therapie als sinnvoll, nutzerfreundlich und vertrauenswürdig wahrgenommen wird - eine Grundvoraussetzung für Therapieadhärenz, Wirksamkeit und nachhaltige Implementierung in die Versorgungspraxis.

Im Laufe der Entwicklung der CUREO® Software-Versionen 1 bis 5 wurden mehrere Machbarkeitsstudien sowie Akzeptanzerhebungen durchgeführt. Die Ergebnisse insbesondere die Akzeptanz betreffend waren dabei durchgehend positiv. Beispielhaft können hier die Akzeptanzbefragung in der Mauritius Therapieklinik (STMTK) über 18 Monate mit CUREO®2 und eine klinische Studie zur Akzeptanz, Benutzerfreundlichkeit und Integration in den Therapiealltag am Rehabilitations-zentrum Gröbming mit CUREO®4 genannt werden.

Akzeptanzbefragung in der Mauritius Therapieklinik (STMTK)

Abbildung 1: Auswertung der Befragung zur immersiven VR-Therapie einer früheren CUREO®-Version

In über 200 Therapiesitzungen gaben 97% der Patienten an, dass sie die Therapie mit CUREO® gerne wiederholen würden. 99% der Patienten empfanden Spaß bei der Therapie und in 95% der Therapiesitzungen konnten Therapeuten eine gesteigerte Therapiemotivation feststellen20

Lediglich 4,5% der mit CUREO® therapierten Patienten berichteten von unerwünschten Begeiterscheinungen der Therapie, welche sich größtenteils auf das Gewicht des VR-Headsets konzentrierten (Abbildung 1).

Keiner der Patienten klagte über die in VR häufig auftretende sogenannte ”Motion-Sickness“, eine positive Konsequenz aus der geringen Latenz innerhalb der CUREO® Software.

Die STMTK ist auf die neurologische Rehabilitation spezialisiert. Unter den befragten Patienten ist daher die am häufigsten mit CURE Hauptdiagnose Schlaganfall mit 85%. Besonders häufig wurde der Armtransport, Exploration nach links oder rechts, bilaterales Arbeiten, Arm- und Handkoordination und auch kognitive Fähigkeiten wie Konzentration und Gedächtnis therapiert. Die Studienpopulation war bezüglich des relativ ausgeglichen und mit 75% war ein Großteil der Studienpopulation 61Jahre ist eine mögliche altersabhängige positiven Ergebnisse, z.B. durch jüngere, digital-affine Patienten, unwahrscheinlich.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Therapie mit CUREO® für neurologisch beeinträchtigte Patienten motivierend ist und somit eine wertvolle Therapieergänzung zur konventionellen Rehabilitation darstellen kann. Die Akzeptanzumfrage wurde als Teil eines Artikels „Gesteigerte Therapiemotivation durch innovative Virtual-Reality-Therapie“ (Stemick et al.) im Fachjournal Nervenheilkunde veröffentlicht

Klinische Studie zur Akzeptanz, Benutzerfreundlichkeit und Integration in den Therapiealltag am Rehabilitationszentrum Gröbming

Im Rahmen einer stationären Rehabilitation wurden VR-Trainingseinheiten mit individuelle Therapieprogramm des Handlabors am Rehazentrum Gröbming integriert. Insgesamt nahmen 45 Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen Diagnosen teil, darunter Morbus Parkinson, Chorea Huntington, Schultererkrankungen, neuromuskuläre Erkrankungen und Schlaganfall. Die Altersgruppe reichte von 28 bis 84 Jahren.

Abbildung 2: Zufriedenheit und Wohlbefinden der befragten Patienten nach dem Rehaaufenthalt mit Integration von CUREO®-Therapieeinheiten.

Abbildung 3: Patienten berichtete Outcomes bezogen auf die gefühlte Effektivität der Therapie.

Nach jeder VR-Einheit bewerteten die Patientinnen und Patienten ihre Erfahrungen anhand standardisierter Fragebögen. Erfasst wurden unter anderem Zufriedenheit, Wohlbefinden, subjektive Effektivität, Anstrengung im Vergleich zu anderen Therapieformen sowie die gewünschte Nutzungshäufigkeit.

CUREO® in der Parkinson-Therapie

Therapie und Erhaltung der Beweglichkeit und Feinmotorik der oberen Extremitäten sind zentrale Bestandteile der Rehabilitation bei Parkinson Patienten. Einschränkungen in Arm- und Handfunktion beeinflussen viele alltägliche Aktivitäten, vom Greifen bis hin zur Kommunikation, und wirken sich direkt auf Selbstständigkeit und Lebensqualität aus. Eine gezielte, regelmäßige und motivierende Therapie ist daher entscheidend, um Bewegungsabläufe zu erhalten, neue motorische Strategien zu entwickeln und den Fortschritt langfristig zu unterstützen.

In einer unabhängigen, verblindeten, randomisiertkontrollierten Studie wurden 58 Parkinson-Patienten untersucht, die gleichmäßig in Gruppen für eine CUREO® VR-Therapie oder eine konventionelle Therapie für die oberen Extremitäten verteilt wurden. Alle Patienten absolvierten über einen Zeitraum von vier Wochen vier Trainingseinheiten pro Woche für 30 Minuten. Die Studie wurde im REHA Zentrum Münster und Klinikum Bad Hall in Österreich durchgeführt.

Beide Interventionen führten zu einer Verbesserung der Armfunktion (ARAT-Score) sowie der Grob- und Feinmotorik. Ebenso zeigte sich in beiden Gruppen

Randomisiert kontrollierte Studie

Zentrale motorische Funktionen*

eine leichte Verbesserung im UPDRS-Gesamtscore. Bei genauerer Betrachtung ergaben sich jedoch unterschiedliche Stärken der beiden Ansätze. Die VR-Therapie führte zu deutlichen Verbesserungen im motorischen Untersuchungsteil (UPDRS III), während die konventionelle Therapie vor allem in alltagsnahen Fähigkeiten (UPDRS II) Vorteile zeigte. Dies lässt sich durch die verschiedenen Trainingsschwerpunkte erklären: Die konventionelle Therapie setzte auf reale, funktionelle Aufgaben wie Essen, Schreiben oder Greifen, die nah am Alltag orientiert sind. Die VR-Therapie hingegen bot ein hochfrequentes, visuell geführtes Training mit vielen Wiederholungen, das gezielt Bewegungsamplitude, Präzision und Koordination fördert.

Auch in den patientenberichteten Ergebnissen (PROs) zeigten sich teilweise komplementäre Muster. Zwar traten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen auf, doch war die VR-Therapie mit Verbesserungen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQoL) in den Bereichen Aktivitäten des täglichen Lebens, Kognition und emotionales Wohlbefinden verbunden, während die konventionelle Therapie vor allem das emotionale Wohlbefinden und das Stigma-Erleben positiv beeinflusste.

Zu Aktivitäten des täglichen Lebens

Patientenberichtete Ergebnisse

Zum emotionalen Wohlbefinden (EWB) Zu Kognition

Abbildung 4: Verbesserung des UPDRS-III-Scores sowie patientenberichtete Ergebnisse in den Bereichen ADL, EWB und Kognition, gemessen mit dem PDQ-39, nach der CUREO®-Therapie. Je niedriger der PDQ-39-Score, desto besser der Therapieeffekt.

*In der publizierten Studie wurde die Signifikanz auf Medianbasis berechnet; in der CUREO®-Gruppe zeigten sich für alle dargestellten patientenberichteten Endpunkte signifikante Prä-Post-Effekte. Die Abbildung zeigt zur Veranschaulichung Differenzwerte (∆) auf Basis des arithmetischen Mittelwerts, die nicht separat auf Signifikanz getestet wurden.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass beide Therapieformen wirksam sind und sich in ihren Effekten sinnvoll ergänzen.

Die VR-Therapie weist dabei ein besonders vielversprechendes Potenzial zur Verbesserung zentraler motorischer Funktionen und ausgewählter Bereiche der Lebensqualität auf und stellt somit eine moderne, motivierende

Erweiterung der konventionellen Therapie dar. Die Studie wurde im Januar 2026 im Fachjournal „Journal of NeuroEngineering and Rehabilitation“ veröffentlicht21

CUREO® in der Schlaganfall-Therapie

Die Rehabilitation nach einem Schlaganfall erfordert großes Engagement von Patienten und Fachpersonal sowie gezielte Bewegungstherapie. Moderne VR-Systeme wie CUREO® können

diesen Prozess unterstützen und gleichzeitig motivierend, sicher und mit hoher Akzeptanz bei Patienten und Fachpersonal glänzen.

CUREO® auf der Stroke Unit

Eine aktuelle Studie, veröffentlicht in „Neurological Research and Practice“ (2024), liefert spannende Erkenntnisse über den Einsatz von CUREO® auf der Stroke Unit am Uniklinikum Essen. Das Ergebnis: Therapien mit CUREO® sind nicht nur gut durchführbar und sicher, sondern fördern auch die Motivation der Patienten, eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Rehabilitationsverlauf.

Typische Bedenken wie Schwindel oder Unwohlsein (Motion Sickness) als Nebenwirkung durch VR spielten dabei kaum eine Rolle: In weniger als zwei

Prozent der Fälle kam es zu Behandlungsabbrüchen aus diesem Grund. Dieses Resultat unterstreicht, dass moderne VR-Systeme wie CUREO® in der klinischen Praxis gut verträglich und patientenfreundlich sind, sogar in der besonders sensiblen Phase der frühen Schlaganfallrehabilitation. Auch organisatorische Hürden traten in weniger als 3% der Therapien auf. Dies zeigt, dass CUREO® sehr gut in den akut-stationären Klinikalltag integrierbar ist und keine signifikanten logistischen Hürden darstellt.

Abbildung 5: Von Therapeuten bewertete Motivation der Patienten unter der CUREO®-Therapie und Bewertung der Umsetzbarkeit der CUREO®-Therapie.

Besonders hervorzuheben ist die hohe Motivation der Patienten während der CUREO® Behandlung

In der Mehrheit der Fälle wurde die Motivation gleich hoch oder höher eingeschätzt als bei in der (post) akut-phase herkömmlichen Therapieformen. Die behandelnden Therapeuten bewerteten die Behandlung zudem als gut durchführbar und sahen eine moderate bis intensive Trainingsintensität

Diese Ergebnisse sprechen für das starke Motivationspotenzial von CUREO®, welches Patienten spielerisch zu mehr Bewegung anregt.

CUREO® lässt sich individuell an die Fähigkeiten und Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten anpassen und bietet somit ein innovatives Werkzeug, um funktionelle Erholung früh nach einem Schlaganfall

zu fördern, genau in der vulnerablen Phase, in der Bewegungstraining aufgrund der hohen Neuroplastizität einen großen Effekt haben kann.

Die Ergebnisse der Studie unterstreichen, was sich in vielen Reha-Einrichtungen bereits zeigt: Virtuelle Realität eröffnet neue Perspektiven für eine moderne, motivierende und patientenzentrierte Therapiegestaltung.

Die Studie wurde im Dezember 2024 im Fachjournal „Neurological Research and Practice“ veröffentlicht 22

CUREO® im Vergleich zu roboter-assistierter Therapie

In einer unabhängigen Studie wurde die therapeutische Wirksamkeit von CUREO® im Hinblick auf die Arm-Rehabilitation bei Schlaganfallpatienten untersucht.

Dabei wurde die VR-Therapie mit CUREO® mit dem bereits in Rehazentren flächendeckend etablierten roboter-assistieren Armtraining mit Armeo®Spring von Hocoma verglichen.

Abbildung 6: Studiendesign

Eingeschlossen wurden Patienten mit einer schweren Armparese nach einem Schlaganfall.

Über 3 Wochen hinweg erhielten insgesamt 52 Patienten in zwei Untersuchungsgruppen täglich hochfrequente Therapie: Eine Gruppe bekam in ihren Therapiesessions zunächst 20 Minuten konventionelle Armtherapie, danach 20 Minuten CUREO®-Therapie. Die andere Gruppe wurde mit konventioneller Therapie und Armeo®Spring -Therapie behandelt. Die Übungen wurden in Form einer Gruppentherapie durchgeführt. Der jeweilige klinische Rehabilitationsfortschritt der Armfunktion wurde anhand eines Prä-Post-Vergleiches der individuellen ARAT-Scores gemessen.

In die Auswertung konnten insgesamt 40 Studienteilnehmer (CUREO® n=17, Armeo®Spring n=23) mit einbezogen werden. Hierbei zeigte sich ein Vorteil

für Patienten, die in Ergänzung zur konventionellen Therapie mit CUREO® behandelt wurden: 84% der Patienten zeigten eine Verbesserung der Armfunktion mit klinischer Relevanz. In der „Armeo®Spring-Gruppe“ zeigten hingegen lediglich 50% der Patienten einen vergleichbaren Effekt (Abbildung 7).

Insgesamt war nicht nur der Anteil der Patienten, die von der interventionellen Behandlung profitieren konnten in der CUREO®-Gruppe höher, auch das Ausmaß der Verbesserung war größer: Patienten mit CUREO® verbesserten sich im Mittel um 14 ARAT-Punkte (Median) gegenüber 6,5 Punkten in der Vergleichsgruppe (Abbildung 7).

Abbildung 7: Anteil der Patienten mit klinisch relevanter Verbesserung und ARAT-Score vor und nach der Therapie. Je höher der ARAT-Score, desto besser ist die (Arm-)Funktionalität.

Dieser Unterschied überrascht nicht, da bereits frühere Studien immersive VR-basierte Trainings als überlegen zu nicht-immersiven Behandlungsoptionen bei Armparesen beschrieben haben23. Dem liegt die Annahme zu Grunde, dass je intensiver die Körperwahrnehmung des Patienten ist, desto besser ist der therapeutische Erfolg von (VR-basierten) Armtrainings. Dieses Wirkprinzip ist in CUREO® u.a. durch die Einführung eines Avatars in die virtuelle Umgebung abgebildet, welcher die eigenen Körperbewegungen des Patienten darstellt. Die Studie wurde 2023 im Fachjournal „Frontiers in Neurology“ veröffentlicht24

Übrigens: Für die Studie wurde der Klinik ein Prototyp von CUREO® zur Verfügung gestellt, mit welchem ausschließlich die zwei Therapieprogramme „Meteor“ und „Raupenrennen“ (in CUREO®5 bekannt als heißer Draht) durchgeführt werden konnten. Zum Vergleich: In der aktuellen Software-Version (CUREO®5), welches bereits in über 300 Einrichtungen zum Einsatz kommt, verfügt über 7 Module mit über 50 Therapieapplikationen und kann so die Therapie noch abwechslungsreicher und individueller gestalten.

CUREO® in der Behandlung von visuellem Neglect

Ein visueller Neglect nach Schlaganfall zählt zu einer der häufigsten und folgenreichsten Einschränkungen für Patienten. Betroffene nehmen eine Körper- oder Raumhälfte nur eingeschränkt wahr, mit erheblichen Auswirkungen auf Selbstständigkeit, Mobilität und Lebensqualität. Eine gezielte Therapie ist daher von entscheidender Bedeutung, um die Wahrnehmung und Orientierung zu fördern.

Im Therapiezentrum Burgau wurde eine randomisiertkontrollierte Studie zur VR-gestützten Behandlung des

Das vierwöchige Programm verglich speziell für Neglect entwickelte Virtual-Reality-Übungen mit klassischen Computertrainings und untersuchte Effekte auf Neglect-Symptomatik, Alltagsfunktion, Motorik und Schweregrad des Schlaganfalls.

Erste Ergebnisse auf dem DGNR im Dezember 2025 vorgestellt, zeigten das VR-basierte Neglect-Therapie im Prä-Post-Vergleich gleichwertige Therapieeffekte im Vergleich zu etablierten Computertrainings bewirkte.

CUREO®: Lebensqualität in der Reha erhöhen

Einschränkungen geprägt ist. VR-basierte Therapien wie CUREO® bieten innovative Möglichkeiten, indem sie intensives, motivierendes und alltagsnahes Training ermöglichen und gleichzeitig dem Patienten Raum zum Entspannen bieten sowie aus dem Therapiealltag zu entfliehen. Eine erhöhte Lebensqualität kann Funktionsgewinne, Selbstwirksamkeit und Motivation stärken sowie die Teilhabe am Alltag verbessern, entscheidende Faktoren für nachhaltige Rehabilitationserfolge.

Eine prospektive Studie der Charité Berlin auf der Neuro-Palliativstation (NPC) zeigt, dass eine immersive VR-Intervention mit dem CUREO® in der neuro-palliativen Versorgung gut durchführbar ist und von den Patienten sehr positiv aufgenommen wird. Trotz der häufig komplexen neurologischen Einschränkungen konnten 35% aller aufgenommenen NPC-Patienten in die Untersuchung eingeschlossen werden.

Die 15–20-minütigen VR-Sitzungen, bestehend aus beruhigenden Landschaftserlebnissen, Blickinteraktionen und Atemübungen, wurden überwiegend als angenehm, entspannend und hilfreich empfunden. 88 % der Teilnehmenden wünschten sich eine weitere Anwendung. Die Intervention erwies sich als gut verträglich: Nur 6% brachen die Sitzung aufgrund leichter Beschwerden ab.

Fatigue, Angst und Atembeschwerden verbunden. Gleichzeitig verbesserte sich das allgemeine Wohlbefinden der Patienten. Die Ergebnisse zeigen klar, dass immersive VR mit CUREO® in der Neuro-Palliativmedizin sehr gut umsetzbar ist.

Die Ergebnisse deuten auf positive Effekte auf die Lebensqualität der Patienten hin. Darüber hinaus zeigen sich positive Effekte auf das allgemeine Wohlbefinden und die wahrgenommene Lebensqualität. Die Intervention bietet eine wertvolle, nicht-medikamentöse Ergänzung zur Linderung typischer Belastungssymptome und kann das Wohlbefinden in einer besonders sensiblen Versorgungssituation verbessern. VR-Therapie kann hier eine passende Ergänzung zu bestehenden Therapie-Setups bieten, um die positive Patientenerfahrung zu steigern. Insgesamt unterstreicht die Studie das große Potenzial VR-basierter Therapien, die Lebensqualität von stationären Patienten nachhaltig zu verbessern und einen wertvollen Beitrag zu einer ganzheitlichen, patientenzentrierten Versorgung zu leisten.

Ein Abstract mit den Ergebnissen zur Studie wurde im April 2024 im Fachjournal „Neurology“ veröffentlicht25

Evaluation von CUREO® Implementierungskonzepten

Eine begleitende wissenschaftliche Evaluation von Pilotprojekten bietet die Möglichkeit, neue Versorgungsansätze unter realen Bedingungen zu erproben und deren Nutzen, Praktikabilität und Akzeptanz systematisch zu untersuchen. Dies schafft eine Basis, CUREO® gezielt im Kontext realer, bestehender Prozesse zu testen und strukturiert in bestehende Versorgungsabläufe zu integrieren.

Durch die kontrollierte Einführung innerhalb eines

klar definierten Settings können verschiedene Aspekte, etwa technische Umsetzbarkeit, individuelle Reaktionen der Anwender, organisatorische Anforderungen sowie Effekte auf bestehende Prozesse, umfassend bewertet werden. Gleichzeitig schafft dieser Rahmen die Grundlage dafür, neue Anwendungen frühzeitig in interprofessionelle Versorgungskonzepte einzubinden und Erfahrungen für mögliche spätere Versorgungsmodelle zu sammeln.

Fallbeispiel: VR-Therapie mit CUREO® im AMBULANTICUM®

Im Rahmen eines Pilotprojekts im Rahmen der erweiterten Reha-Versorgung in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse (TK) wurde die VR-Therapie mit CUREO® erfolgreich in das Intensivtherapieprogramm des AMBULANTICUM® Herdecke integriert. Ziel war es, die Einbindung dieser innovativen Methode in bestehende Therapiekonzepte zu prüfen sowie Akzeptanz, Machbarkeit und Nutzen aus Patientensicht zu evaluieren. Das Projekt richtete sich an Patienten mit schweren motorischen Einschränkungen der oberen Extremitäten, darunter Schlaganfall-, MS- und Querschnittlähmungs-Patienten.

Die Integration in den Therapiealltag verlief erfolgreich. Therapiefachkräfte wurden intensiv geschult und während der ersten Anwendungen durch das Schulungsteam von CUREOSITY begleitet. Therapeuten bewerteten CUREO® als gut handhabbar, flexibel einsetzbar und als wertvolle Ergänzung bestehender Therapien.

Die Patientenerfahrungen bestätigen den erfolgreichen Einsatz: Das Training wurde als abwechslungsreich, spielerisch, alltagsnah und gleichzeitig als therapeutisch wirksam empfunden. 70 % der Befragten möchten CUREO® in zukünftigen Therapien erneut nutzen, und 75% berichteten, dass die VR-Therapie sie motiviert, über ihre bisherigen Grenzen hinauszugehen.

Insgesamt zeigt das Pilotprojekt deutlich, dass die VR-Therapie mit CUREO® sehr gut in den klinischen Alltag integrierbar ist und von Patienten sowie Therapeuten gleichermaßen positiv aufgenommen wird. Die Kombination aus spielerischer Interaktion, hoher Motivation und wahrgenommener Effektivität macht VR zu einem wertvollen Baustein in der neurologischen Rehabilitation. Aufgrund der positiven Erfahrungen hat das AMBULANTICUM® entschieden, CUREO® dauerhaft in das Therapiekonzept aufzunehmen.

Begleitevaluation CUREO® in den MEDIAN Kliniken

„VR-Therapie ist mehr als ein Trend: Sie eröffnet neue Wege für Motivation und Therapieerfolg.“

MEDIAN Kliniken

Im Rahmen eines umfangreichen Pilotprojekts wurde die VR-Therapie mit CUREO® erfolgreich in die neuropsychologische und ergotherapeutische Rehabilitation in vier MEDIAN Kliniken integriert. Ziel war es, die Machbarkeit, Akzeptanz und subjektive Wirksamkeit im klinischen Alltag zu evaluieren. Insgesamt konnten die Daten von 179 Patienten (Ergotherapie n=135; Neuropsychologie n=44) sowie 24 Therapeuten ausgewertet werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die VR-Therapie von Patienten und Therapeuten gleichermaßen positiv aufgenommen wurde.

Die Akzeptanz der VR-Therapie mit CUREO® war sehr hoch. 90 % der Patienten würden das Training erneut nutzen und weiterempfehlen. 94 % beschrieben den Umgang mit dem VR-System als leicht erlernbar, und 90 % fühlten sich beim Einsatz sicher.

In der Ergotherapie erfolgten Gruppensitzungen mit bis zu drei Rehabilitanden ergänzend zur Standardtherapie. 74 % der Patienten nahmen eine subjektive Verbesserung der Bewegungskoordination wahr, während 86 % berichteten, dass ihre Motivation durch die VR-Therapie gesteigert wurde. Dabei berichteten die Patienten, dass die motorische Aktivierung durch die

spielerischen, virtuellen Übungen den Therapieerfolg deutlich unterstützte.

In neuropsychologischen Therapien wurde die VR-Therapie im Einzelsetting eingesetzt. 75 % der Rehabilitanden gaben an, dass sich Aufmerksamkeit und Konzentration verbesserten. Fortschritte in der räumlichen Wahrnehmung wurden von 77 % berichtet.

Auch aus Sicht der Therapeuten wurde die VR-Therapie positiv bewertet. 96 % sahen in ihr eine Bereicherung des erweiterten Behandlungsspektrums, und 92 % berichteten von einer gesteigerten Patientenzufriedenheit. Die Integration in den klinischen Alltag wurde von 67 % der Befragten als leicht beurteilt. Dies verdeutlicht, dass sich bestehende Therapieabläufe praktikabel um eine VR-gestützte Anwendung ergänzen lassen.

Insgesamt wird die Erweiterung des Behandlungsspektrums als zentraler Vorteil der VR-Therapie gesehen. Das Pilotprojekt zeigt eindrucksvoll, dass VR-Therapie in neuropsychologischen und ergotherapeutischen Settings praktikabel, effektiv und von Patienten sowie Therapeuten gleichermaßen geschätzt wird.

Die Ergebnisse werden im Rahmen des RehaKolloquiums in Leipzig im März 2026 vorgestellt.

Entwicklungsprojekte

Die CUREosity GmbH schafft nicht nur Evidenzen für CUREO®, sondern erforscht auch weitere Wirkmechanismen und Anwendungsbereiche der VR-Therapie.

In Zusammenarbeit, mit der der Universität Maastricht wurde, der Einfluss unterschiedlicher VR-Umgebungen auf die subjektive Schmerzperzeption bei einem akuten Schmerz untersucht. Dafür wurde ein kurzweiliger Hitzeschmerz am Handgelenk der Probanden appliziert. Dabei wurden eine aktive (interaktive) und eine passive (nicht-interaktive) VR-Umgebung miteinander verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere interaktive und multisensorisch gestaltete VR-Settings zu einer intensiveren und anhaltenderen Schmerzlinderung beitragen können als weniger immersive Varianten.

Teilnehmer in der aktiven Bedingung berichteten über alle drei Messzeitpunkte eine kontinuierliche Reduktion der Schmerzintensität, während in der passiven Bedingung zwischen den Messzeitpunkten sogar ein Anstieg des Schmerzempfindens zu beobachten war. Diese Differenz deutet darauf hin, dass Interaktivität sowie

zusätzliche auditive und visuelle Reize die Aufmerksamkeitslenkung stärker beeinflussen und dadurch schmerzmodulierende Effekte begünstigen.

Teilnehmende berichteten zudem, dass spezifische Gestaltungselemente, etwa visuelle Kühleffekte wie interaktive Wassersimulationen, subjektiv besonders entlastend wirkten.

Diese Beobachtungen unterstreichen die potenzielle Relevanz multisensorischer VR-Elemente für zukünftige therapeutische Anwendungen. Insgesamt weisen die Ergebnisse darauf hin, dass immersive, aktive VR-Umgebungen ein vielversprechender Ansatz zur kurzfristigen Modulation von Schmerz sein können.

Die Studie befindet sich aktuell im Einreichungsprozess. Ein PrePrint26 der Studie kann bei CUREOSITY angefragt werden.

Forschung und klinische Anwendung mit CUREO®

Sie planen ein Studienprojekt oder möchten CUREO® in Ihrer Einrichtung im Rahmen einer klar definierten klinischen Fragestellung evaluieren?

Wir unterstützen Sie bei Studiendesign, Endpunktdefinition sowie bei der strukturierten Umsetzung und Auswertung Ihrer Untersuchung.

Dr. Judith Stemick

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