EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON EUROPEAN MEDIA PARTNER
Nr. 35 Dezember 2019
Bauentwicklung und Smart Industry Sonderpublikation in Die Welt im Dezember 2019
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Gute Planung für bessere Umsetzung
Digitalisierung bringt Chancen für die Zukunft Wolfgang Wahlster:
„Deutsche Unternehmen haben sich zu Leitanbietern auf dem Weltmarkt für Industrie 4.0 entwickelt.“ Seite 20
Lesen Sie weitere interessante Artikel auf analysedeutschland.de Smart Industry:
Bauentwicklung:
KI unterstützt uns bereits jeden Tag
Stufenplan für die digitale Revolution
Maschinelles Lernen und Predictive Maintenance sind die beiden Säulen von KI in der Industrie.
Die Bundesregierung fördert die Entwicklung des Building Information Modeling und macht die Anwendung für öffentliche Projekte ab 2021 zur Pflicht.
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Titelstory | Rasso Steinmann
Besserer Überblick mit BIM Building Information Modeling hat viele Vorteile – nicht nur beim Bauen, sondern auch in der Nutzungsphase, sagt Experte Rasso Steinmann. Seite 12
Eine unabhängige Kampagne von European Media Partner
EINLEITUNG – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE
ANALYSE.
EXPERTEN DER KAMPAGNE
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Die gesamte Industrie befindet sich ebenfalls in einem Umbruch hin zur Digitalisierung. Lesen Sie mehr über aktuelle Themen wie Künstliche Intelligenz oder auch Industrie 4.0.
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In Form von hochinteressanten, informativen und thematisch intensiv ausgearbeiteten Fachartikeln können Sie sich einen tiefen Einblick hinter die einzelnen Thematiken verschaffen.
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Frank Thelen, Freigeist Capital GmbH
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Prof. Wolfgang Wahlster, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
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Vorwort – Frank Thelen Titelstory – Prof. Wahlster KI in der Industrie Künstliche Intelligenz – VDMA
ANALYSE.
BELIEBTE ARTIKEL AUF ANALYSEDEUTSCHLAND.DE
Interview mit Prof. Matthias Finkbeiner, Leiter des Instituts für Technischen Umweltschutz an der TU Berlin über Nachhaltigkeit und Digitalisierung in der Bauentwicklung.
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In der Energiewende wird es immer wichtiger, Strom dezentral zu speichern und Synergieeffekte zu nutzen. Für die Smarten Quartiere gibt es schon Konzepte.
Campaign Manager: Yannic Gehrmann, yannic.gehrmann@europeanmediapartner.com Geschäftsführerin: Nicole Bitkin Chief Content Officer: Mats Gylldorff Art Director: Aileen Reese Junior Editor: Alicia Steinbrück Text: Armin Fuhrer, Alicia Steinbrück Katja Deutsch, Chan Sidki-Lundius, Helmut Peters, Kirsten Schwieger Titelbilder: mostphoto/unsplash Pressefoto Distribution: Die Welt Gesamt, Dez. 2019 Druck: Axel Springer SE
Verpassen Sie keine Filme auf der Kampagnenseite.
Nachhaltige Bauentwicklung und Digitalisierung
Foto: Pressefoto
Smarte Quartiere unterstützen die Energiewende
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Einleitung – Thomas Kirmayr Sozialverträglich und ökologisch Module für die Umwelt BIM-Stufenplan Lean Management Titelstory – Rasso Steinmann, VDI Interview – Joaquín Díaz Gut Planen – Gut Umsetzen Veranstaltungen 2020
SMART INDUSTRY
DIGITAL CONTENT Die Digitalisierung bringt viele Chancen mit sich. Auch nachhaltiges Bauen wird durch Building Information Modeling (BIM) einfacher.
Yannic Gehrmann, Campaign Manager
INHALT
EXKLUSIVE WEBINHALTE
Nachhaltig dank BIM
Ich empfehlen Ihnen die Titelstory auf den Seiten 12 und 13 mit Prof. Rasso Steinmann, in welcher er unter anderem über die Vorteile von BIM spricht.
Prof. Rasso Steinmann Vereins Deutscher Ingenierure (VDI)
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Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!
ANALYSEDEUTSCHLAND.DE
Prof. Dr.-Ing. Joaquín Díaz Leiter, Bauinformatik, Technischen Hochschule Mittelhessen
YANNIC EMPFIEHLT!
BAUENTWICKLUNG
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Insbesondere ab dem nächsten Jahr wird es im Bausektor durch den BIM-Stufenplan einen neuen Meilenstein geben. In der Kampagne erfahren Sie,
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Die Baubranche und die gesamte Industrie befinden sich im Wandel. Die Gründe dafür sind vielfältig, beispielsweise sind die Digitalisierung, die Globalisierung, aber auch der Fachkräftemangel zu nennen.
was es mit dem Stufenplan auf sich hat, und wie dieser umgesetzt wird. Außerdem äußern sich renommierte Experten zu den aktuellen Trends und Neuigkeiten der Bauentwicklung.
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European Media Partner präsentiert die Kampagne „Analyse.“ zum Thema Bauentwicklung und Smart Industry. In dieser Ausgabe informieren wir über die neusten Techniken und Informationen aus den Bereichen. Es werden interessante Fragen zu aktuellen Themen und Trends beantwortet.
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Die Kampagnenseite enthält eine tiefere Analyse und längere Artikel und Interviews.
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Digitale Zwillinge: Win-win für Planer und Hersteller 2011 gegründet, schrieb sich BIMobject auf die Fahnen, über 1,5 Millionen Anwendern und mehr als 1.500 Herstellern die weltweit führende Plattform für herstellerdie Digitalisierung der Bauwirtschaft und damit die spezifischen BIM-Content. Optimierung von Planungsprozessen voranzutreiben. „In der BIMobject Cloud treffen Hersteller von Bauprodukten auf über 1,5 Mio. Planer, die hier ganz gezielt nach ihren Produkten suchen. Nicht von ungefähr wächst die Zahl der Anwender und Kunden täglich, denn wir führen zusammen, was im modernen BIM Planungsprozess zusammengehört“, erklärt Johannes Reischböck, Co-Founder BIMobject und Geschäftsführer der BIMobject Deutschland GmbH. Davon profitieren allerdings nicht nur die Planer. „Größere Reichwei2011 in Malmö gegründet, schrieb sich BIMobject te, erhöhter Bekanntheitsgrad, bessere Auffindbarkeit, auf die Fahnen, die Digitalisierung der Bauindustrie erhöhte Umsätze sowie jede Menge neuer Leads voranzutreiben. Ausgehend von der Tatsache, dass aufgrund der Präsenz in der Cloud, das attestieren es für die digitale Planung unerlässlich ist, jederuns unsere Kunden. Hinzu kommen Analyse- und zeit über verlässliche und aktuelle Produktdaten zu verfügen, nahm man die Hersteller mit ins „BIM-Boot“. Presales-Tools, die den Herstellern eine bessere und direktere Kommunikation mit Planern sowie die gezielDie sogenannten BIM-Objekte wurden entwickelt und Planern weltweit in der BIMobject-Cloud kostenfrei zur te Leadbearbeitung erlauben und neue Wege eines Verfügung gestellt. Diese digitalen Zwillinge enthalten erfolgreichen digitalen Marketings eröffnen. Win-win also für Planer und Hersteller, aber auch für uns neben der Produktgeometrie und den physikalischen alle – im Sinne einer nachhaltigeren, besseren und Eigenschaften eine Vielzahl herstellerspezifischer, BIM-relevanter Informationen. Heute ist BIMobject mit kostensicheren Planung“, so Reischböck.
Foto: Pressefoto
Die Digitalisierung der Bauwirtschaft schreitet im Zeichen von Building Information Modeling (BIM) voran. Für den Laien gesprochen bedeutet das, ein Bauwerk wird mit allen Komponenten und komplett in 3D virtuell gebaut, bevor der erste LKW auf die Baustelle rollt. Dazu gehört selbstverständlich auch die Digitalisierung der Baustoffe und -produkte.
Johannes Reischböck,
Diplom-Ingenieur, Co-Founder der BIMobject AB
Weitere Informationen: www.bimobject.com, Tel. 089/356 47 55 00
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WAGO – PARTNER CONTENT
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„Planungsmethode der Zukunft“ Der Mindener Gebäudetechnikhersteller WAGO treibt die Implementierung von „Building Information Modeling“ (BIM) für die Gewerke der Gebäudeautomation und Elektroinstallation in Normung, Datenbereitstellung und Planung von Smart Buildings mit großem Einsatz voran. Worauf Fachplaner und ausführende Firmen bei BIM-Projekten achten sollten, erklärt WAGO Experte Christopher Thiele im Interview. Wie definieren Sie BIM? Am Markt existieren viele Definitionen. Viele verstehen BIM nur als Planung in 3D, aber das greift zu kurz. Es geht nicht nur um das Planen, sondern um das Modellieren eines Gebäudes, das gemeinsame, gewerke-übergreifende Arbeiten an einem Modell. Sie erzeugen dessen digitalen Zwilling. Das umfasst nicht nur die geometrischen Daten eines Gebäudes, sondern viele weitere Informationen, etwa zu Zeit, Kosten, Abrechnung oder der späteren Nutzung. Wird in der Praxis schon viel mit BIM geplant? Wenn Sie unter BIM mehr verstehen als die Planung in 3D, dann lautet die Antwort Nein. BIM ist nicht gratis, es verteuert die Planung im ersten Schritt. Im zweiten Schritt kann BIM Bauzeiten optimieren, Fehler vermeiden und so wieder Kosten einsparen. Wenn BIM wirklich gelebt wird, können sich Einspareffekte über den kompletten Lebenszyklus eines Gebäudes ergeben, also vor allem während dessen Nutzung. Doch wenn Sie als Bauherr ein Gebäude entwickeln, um es anschließend zu verkaufen, haben Sie an diesem Aspekt kein Interesse – Sie wollen möglichst günstig bauen. Es gibt inzwischen eine Reihe von Projekten, bei denen in der Planungsphase BIM zum Einsatz kommt. Ich kenne aber hierzulande kein Projekt, bei dem BIM bis in die Nutzungsphase hinein wirklich durchgehalten wurde. Woran scheitern BIM-Projekte? In der Regel treten spätestens dann Pro-bleme auf, wenn die ausführenden Firmen ins Spiel kommen. Ein Beispiel: In der neutralen Ausschreibungsphase wird ein Heizkessel mit Anschlüssen auf der Vorderseite geplant. Stellt
Dipl.-Ing. Christopher Thiele ist Projektmanager bei WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG. Vor seiner jetzigen Tätigkeit war er über zehn Jahre als Projektingenieur und Projektleiter tätig.
www.wago.com/de/gebaeudetechnik/bim
Der digitale Zwilling erleichtert das Planen, Bauen und den späteren Betrieb eines Gebäudes. sich dann bei der Wahl des konkreten Fabrikats heraus, dass dieser Kessel die Anschlüsse seitlich hat, müssen Sie dies in der Montageplanung berücksichtigen – es entsteht quasi eine neue Planung. Dies auch in dem gemeinsamen BIM-Modell zu berücksichtigen, erfordert einen erheblichen Aufwand, und den bekommen viele ausführende Firmen heute aber nicht bezahlt. Wenn BIM so schwer umsetzbar ist, warum verfolgt WAGO das Thema? BIM ist die Planungsmethode der Zukunft. Die Digitalisierung bringt den Unternehmen klare Vorteile: Das verarbeitende Gewerbe in Deutschland hat dadurch seine Produktivität deutlich gesteigert. Auch in der Bauindustrie zeigen sich die ersten positiven Auswirkungen. Die Digitalisierung wird hier weiter voranschreiten. Künftig wird eine durchgängige Datenmodellierung des Gebäudes über den gesamten Lebenszyklus zur Verfügung stehen. Neue Kommunikationsmodelle sowie standardisierte Schnittstellen für den Datenaustausch werden die Basis für integrale, aufeinander abgestimmte Planungs- und Ausführungsprozesse sein. Wie weit sind die Standardisierungs- bzw. Normierungstätigkeiten gediehen? Stand heute gibt es noch keine alles abdeckende Standards am Markt. Darin steckt eine Gefahr: Viele Bauherren fordern aus
Unwissenheit eine Planung gemäß BIM, ohne dass genau definiert ist, was damit eigentlich gemeint ist. Die erste Frage eines Fachplaners oder einer ausführenden Firma sollte dann stets sein: Wo ist das Lastenheft, was muss ich genau abliefern? Definiert sollte auch sein, welche Daten wie und an wen übergeben werden müssen, und wer diese schlussendlich prüft. Dafür sollte der sogenannte BIM-Manager zuständig sein – nicht der Architekt. Dessen Aufgaben sollten zum Zeitpunkt der Angebotsanfrage eindeutig definiert sein. Die Planung gemäß BIM erfordert die entsprechenden detaillierten Produktdaten seitens der Hersteller. Stehen diese heute schon im nötigen Umfang zur Verfügung? Hier ist heute noch vieles im Fluss. WAGO nutzt hier die Plattform bimcatalogs.net. Es ist noch nicht endgültig geklärt, wie und auf welchen Plattformen die Hersteller die Daten bereitstellen werden. Gerade die Elektrogewerke sind hier noch nicht sonderlich weit. Anders sieht es im Bereich Licht aus, hier sind die Herstellerdaten schon sehr weitreichend vorhanden. Die Übergabe der Daten aus einem 3D-Modell ins Lichtberechnungsprogramm und zurück funktioniert sehr gut und ist heute Standard. Kann man für BIM bestehende Software nutzen oder sind hierInvestitionen erforderlich? Das hängt davon ab, in welchem Format
der Auftraggeber die Daten haben möchte. Das Datenformat bestimmt letztendlich, welche Software zum Einsatz kommt. Niemand kann hier mit allen verfügbaren Tools arbeiten. Im Zweifelsfall sollten Ausführende mit einem Planungsbüro zusammenarbeiten. Die Investition speziell in Closed-BIM-Lösungen sollte man sich gut überlegen. BIM umfasst über die Planungs- und Errichtungsphase eines Gebäudes hinaus auch die Nutzungsphase. Wer profitiert davon? Jeder Bauherr, der für sich baut, zieht einen Nutzen aus dem konsequenten Einsatz von BIM, weil er im Betrieb die Daten des digitalen Zwillings nutzen kann. Das gilt aber nur dann, wenn BIM auch nach dem Einzug weitergelebt wird – sonst ist der Vorteil minimal. BIM soll helfen, Kollisionen zu vermeiden – ist das wirklich so? Ich kann bei BIM zwar Kollisionen erkennen, aber beseitigen muss sie nach wie vor der Mensch. BIM kann das miteinander Planen, nicht ersetzen. Die beste Methode zur Kollisionsvermeidung: Erst miteinander sprechen, dann machen – das sollte unabhängig von der Planungsmethode gelten. BIM ist nur ein Werkzeug – Probleme lösen die Menschen, nicht die Programme.
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BAUENTWICKLUNG VORWORT – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE
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Thomas Kirmayr, Geschäftsführer Fraunhofer-Allianz Bau und Leiter Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Planen und Bauen.
Digitalisierung, Industrialisierung, Künstliche Intelligenz – Die Bauwirtschaft zwischen Euphorie, Wandel und Zäsur
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elten haben so viele Veränderungsprozesse auf die Bauwirtschaft eingewirkt wie derzeit. Weltweit wird mit Nachdruck daran gearbeitet, die Produktivitätsdefizite des Bauprozesses mit Hilfe der Digitalisierung und Industrialisierung zu erschließen. Gleichzeitig zwingen uns die Umweltprobleme zu einer hohen Effizienz im Umgang mit Mensch, Material und Ressourcen. In vielerlei Hinsicht ist die Bauwirtschaft dabei einzigartig. Keine andere Branche weist ein größeres weltweites Marktvolumen auf, keine besitzt – neben der Ernährung – eine größere soziale Bedeutung und kaum eine andere ist gleichzeitig so stark in traditionelle Methoden und Pro-
zesse verhaftet. Digitalisierung und BIM (Building Information Modeling) haben die Branche wachgerüttelt, doch die langanhaltend gute Baukonjunktur sorgt dafür, dass sich die deutsche Bauwirtschaft nur zögerlich dem dringend erforderlichen Wandel stellt. Eine trügerische Sicherheit zwischen Euphorie und fehlender Investition in den Wandel und in die Zukunft. Dabei ist offensichtlich, dass ein in Methoden, Werkzeugen und Qualifikationen einwirkender Veränderungsprozess auch Investitionen erfordert. Produktivität und Wertschöpfung spielen ihr Potential erst nach einer strukturierten Investitionsphase aus. In einem 350-Milliarden-Markt, dem aktuelle Studien allein durch BIM ein zusätzliches
Wachstum von drei Prozent zutrauen, passen objektiv die Verhältnismäßigkeiten zwischen Potential, Erwartungshaltung und getätigter bzw. bereit gestellter Investition in Deutschland nicht zusammen. Andere Länder haben längst erkannt, dass es bei der Digitalisierung nicht nur um die Verbesserung der Bauprozesse geht: Daten, IoT (Internet of Things) und künstliche Intelligenz sind das Kapital der Geschäftsmodelle der Zukunft und gehen in ihren Marktpotentialen weit über das klassische Bauen hinaus. Deshalb rüstet sich die internationale Baubranche mit Milliardeninvestitionen für den Kampf um die Baumärkte der Zukunft.
Unbestritten trägt die spezialisierte und fragmentierte Struktur der deutschen Bauwirtschaft das genetische Potential in sich, im Bereich der Prozesseffizienz zu den weltweiten Gewinnern zu zählen. Jedoch nur, wenn es gelingt, alle am Bauprozess Beteiligten über intelligente und offene Gebäudeinformationsmodelle im Sinne virtueller Unternehmen zu vernetzen.
nicht mit Diskutieren, Verwalten und Abwarten vergeudet werden. Vielmehr müssen die Kräfte gebündelt, ausgerichtet und strukturiert werden, da es längst nicht mehr um den Wettbewerb im eigenen Land geht, sondern um die Frage, ob unsere einzigartige Struktur aus Handwerk, Mittelstand und Industrie, dem Wettbewerb internationaler Entwicklungen standhalten kann.
Eine stetig wachsende Startup-Szene offenbart zudem die historische Chance, dank der Digitalisierung eine junge Generation für das Bauen zu begeistern und ihm ein ganz neues Bild im Sinne von „frech, agil und modern“ zu verleihen. Dieses einzigartige Potenzial darf
Diese Herausforderung muss die Bauwirtschaft annehmen, damit es nicht auch in Zukunft heißt: „How dare you!“ – „Wie konntet ihr es wagen, diese Möglichkeit ungenutzt zu lassen!“
Thomas Kirmayr ANZEIGE – GESPONSORTER INHALT
BPS Software digitalisiert komplexe Bauprozesse
Inwieweit unterstützt BPS die Digitalisierung im Mittelstand? Carsten Brockmann: Unsere knapp 1.800 Kunden kommen hauptsächlich aus dem Mittelstand. Seit über 20 Jahren bieten wir Lösungen zur Digitalisierung komplexer Bauprozesse. Besonders für unsere kleineren Kunden sind die modular aufgebauten Lösungen perfekt. So kauft jede Firma nur das ein, was sie wirklich alltäglich braucht. Unser neuestes Produkt „upmesh“ ist ein weiteres Modul. Was verbirgt sich hinter „upmesh“? Es geht um das Hochladen von Daten auf dem Bau – Fotos, Dokumente, Tickets – sowie das gemeinsame Arbeiten daran. So haben wir die englischen Worte „up“ (hoch) und „mesh“ (ineinandergreifen) gemischt. Wenn dem Maler beim Streichen ein Riss im Fenster auffällt, macht er ein Foto davon und lädt es hoch. Durch die Echtzeit-Synchronisation sieht der zuständige Fenster-Fachmann, dass ihm ein Ticket zugeordnet wurde. Im Grundrissplan sieht er schnell, wo sich das defekte Fenster befindet. Er kann das Problem lösen und den Ticketstatus auf erledigt stellen.
Wie greifen upmesh und die BIM-Technologie sich gegenseitig ergänzend ineinander? BIM ist ja nicht nur das 3-dimensionale Planen von Bauprojekten, sondern insbesondere auch die modellbasierte Zusammenarbeit. Alle beteiligten Planer arbeiten am selben digitalen Modell, wodurch Konflikte schon vor der Ausführung erkannt werden können. Mit upmesh gehen wir noch einen Schritt weiter und übertragen den BIM-Gedanken in die Realisierungsphase. Was müssen Newcomer unter den Baubeteiligten lernen, um upmesh sicher zu bedienen? Nichts! Die App ist einfach und intuitiv – nach der Registrierung kann es direkt losgehen. Die einfache Bedienung war uns ein großes Anliegen, weshalb wir eine ausführliche Testphase hatten. Warum kann upmesh auch offline genutzt werden? Die Offline-Nutzung war uns wichtig, da die deutschlandweite Netzabdeckung ausbaufähig ist. Auf vielen Baustellen steht kein flächendeckendes Internet zur Verfügung. Unsere App muss z. B. auch dann nutzbar sein, wenn keine aktive Internetverbindung besteht. Sobald man wieder online ist, werden die offline gesammelten Daten hochgeladen und synchronisiert.
Foto: Pressefoto
Die modular aufgebaute BPS Software bietet Bauunternehmen auf sie zugeschnittene Lösungen. Ihr neuestes Modul ist die 2019 herausgekommene App upmesh.
Carsten Brockmann,
Geschäftsführer, BPS Software GmbH & Co. KG
Sie finden uns vom 11. - 13. Februar auf der digitalBAU in Köln – Halle 7, Stand 341. Wir freuen uns auf Sie!
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NOVA – PARTNER CONTENT
BIM 5D als Cloudservice für AVA Prozesse Die NOVA Building IT GmbH bietet mit NOVA AVA BIM 5D die erste rein webbasierte AVA-Software mit BIM 5D Modul für erfolgreiches Baukostenmanagement.
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ie Nutzung des Building Informa-
tion Modelling (BIM) bedeutet auch für AVA und Controlling einen klaren Qualitätssprung. Denn ohne die Einbindung virtueller Gebäudemodelle ist Baukostenmanagement ein herausfordernder und fehleranfälliger Prozess. Ein modernes Projekt- und Kostenmanagement kann längst nicht mehr auf BIM verzichten. Die webbasierte Software NOVA AVA verknüpft das 3D Modell zudem mit den Dimensionen Zeitplanung und Kosten (5D Modellierung). Diese Visualisierung erhöht die Informationsdichte, schafft aber gleichzeitig mehr Transparenz und vereinfacht die Prozesse. So lassen sich Bauprojekte effizienter steuern und Kosten- oder Terminüberschreitungen besser vermeiden. Die NOVA Building IT GmbH ist noch einen
Schritt weiter gegangen und setzt auch beim BIM auf die Cloud: Mit NOVA AVA BIM 5D ist modellbasiertes Baukostenmanagement erstmals als Onlineservice verfügbar - durchgängig für alle AVA-Prozesse.
Warum BIM aus der Cloud?
Cloudbasiertes (Zusammen)Arbeiten bringt viele Vorteile: Zunächst entfallen natürlich Download, Installation, das Kümmern um Updates und die Software kann flexibel, orts- und geräteunabhängig genutzt werden. Da NOVA AVA ein SaaS-Angebot (Software as a Service) ist, gibt es auch keine Startinvestition, Mindestlaufzeiten oder Wartungsverträge. Zudem profitiert der gesamte Workflow von Bauprojekten, deren Erfolg erheblich davon abhängt, wie gut die vielen Beteiligten vernetzt sind und kooperieren: Alle Arbeitsschritte erfolgen ohne herkömmlichen Datenaustausch direkt in der Cloud, kommuniziert wird in Echtzeit. Intelligent gesteuerte Berechtigungen sorgen dafür, dass alle Partner stets Zugriff auf die für sie relevanten Daten haben. Die gemeinsame Datenbasis reduziert den Zeitaufwand für Bearbeitung und
avanova.de
Controlling, senkt das Fehlerpotenzial und erhöht die Genauigkeit, sorgt für weniger Nachträge und geringeres Haftungsrisiko.
planung über die Online-Ausschreibung bis zur Abrechnung mit Aufmaß- und Nachtragsmanagement sowie Kostenanalyse.
Offene Standards für durchgängige BIM-Prozesse
Kosten komfortabel im Blick
Für BIM werden CAD-Gebäudemodelle als Grundlage für alle weiteren Planungs-, Ausführungs- und Instandhaltungsprozesse genutzt. Voraussetzung dafür ist ein barrierefreier, sicherer Datentransfer von CAD zu AVA. Dabei setzt NOVA AVA konsequent auf den Open BIM und IFC Standard. So verläuft der BIM Prozess hersteller- und fachneutral. Aus IFC-Dateien erstellt die Software ein Raumbuch, in dem das Gebäude nach Geschossen und Bauteilen gegliedert wird. Der 3D Viewer visualisiert das Gebäudemodell, das in allen Komponenten von NOVA AVA zur Verfügung steht – von der Kosten-
Um die Kosten BIM-basiert zu planen und Ausschreibungs-LVs automatisch zu generieren, lassen sich die Bauteile mit Kostenelementen und LV-Positionen verknüpfen. Die bidirektionale Verbindung ermöglicht, jedes Bauteil durch Anklicken im 3D-Modell auch in der Kostentabelle zu lokalisieren – und umgekehrt. Auf einen Blick sieht der Nutzer so alle Informationen, die geschätzten und tatsächlichen Kosten und wo sich das Bauteil befindet. Werden Modelle fortgeschrieben, muss auch die Kostenplanung aktualisiert werden. Mit NOVA AVA BIM erfolgt dies assistenzgestützt und vollautomatisch. Auch die komplette Kostenanalyse
kann am Gebäudemodell durchgeführt werden: Welche Kosten für ein Bauteil, eine Bauteilgruppe, ein gesamtes Geschoss oder eine beliebige Auswahl an Elementen geplant, beauftragt und abgerechnet wurden, wird mit wenigen Klicks ersichtlich. Erweiterte Terminplanung am 3D Modell
Mithilfe von BIM 5D lassen sich auch Zeiträume mit Bauteilen und Leistungen verknüpfen. Dabei wählen die Nutzer, ob sie mit freien oder modellbasierten Ablaufplänen arbeiten möchten. Wichtig und praktisch für die Projektsteuerung: Abhängigkeiten zwischen einzelnen Terminen, wie z.B. Ende-Start-Blöcke, können für die Ermittlung des kritischen Pfads genutzt werden. In Verbindung mit den Kosten der jeweiligen Leistungen lassen sich außerdem datumsbezogene Analysen zur Finanzplanung erstellen.
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BAUENTWICKLUNG – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE
Das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung fördert das nachhaltige Bauen, sagt Barbara Hendricks, Präsidentin des Instituts Bauen und Umwelt.
Das von der Bundesregierung verabschie-
Foto: Inga Haar
dete Klimaschutzprogramm werde sich mit seiner Fokussierung auf den Klimawandel und die steuerliche Förderung von Sanierungsaufgaben positiv auf das nachhaltige Bauen auswirken. „Wir setzen bewusst nicht auf einen Energiewechsel und sparen – koste es was es wolle“, so Barbara Hendricks, die Präsidentin des Instituts für Bauen und Umwelt e. V. (IBU), sondern auf sozialverträgliche und auch ökonomische Maßnahmen. Sie sei „davon überzeugt, dass Energieeffizienz, egal ob im Neubau oder im Gebäudebestand, nur nachhaltig umgesetzt werden kann und wird“, ergänzt die frühere Bundesbauministerin. Denn dem nachhaltigen Bauen gehöre die Zukunft „und wir gehen mit gutem Beispiel voran. Alle Neubauten des Bundes werden entsprechend unseres BNB-Systems bewertet und optimiert.“ BNB steht für „Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen“. Auch die privatwirtschaftlichen Bewertungssysteme wie zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) sehe sie im Aufwind.
Module für die Umwelt Nachhaltiges Bauen kann sehr teuer werden. Die Modulbauweise aber macht umweltfreundliches Bauen erschwinglich und hat viele Vorteile. Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde,
und das gilt natürlich auch für den Bau von Gebäuden. Doch wer nachhaltig bauen möchte, muss meist tief in die Tasche greifen. Das schreckt viele Bauherrn ab. Gegenüber herkömmlichen Bauweisen bietet die Modulbauweise aber eine echte Alternative. Wenn man den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes im Blick hat, gilt, dass sie nicht nur besonders nachhaltig ist, sondern auch preiswerter. Das liegt unter anderem an der Verwen-
dung von Stahl, denn bei Stahl handelt es sich um einen regenerativen Baustoff, der zum größten Teil aus wiederverwertetem Material besteht. Für die Beurteilung, ob ein Gebäude nachhaltig ist, ist auch die Frage, wie hoch der Verbrauch sogenannter grauer Energie ist, entscheidend. Damit ist die Energie gemeint, die für die Herstellung, den Transport, die Lagerung, den Verkauf und die Entsorgung des Ma-
Besonders am Herzen liegt Hendricks die
terials für ein Gebäude aufgewendet wird. Diese dafür benötigte Energie ist nicht sichtbar, also grau. Modulbauten sind zum Beispiel besonders energieschonend, weil das Material passgenau hergestellt wird, es also zu keiner Verschwendung von Ressourcen kommt. Gebäude in Modulbauweise, die genauso langlebig sind wie solche, die in herkömmlicher Weise errichtet wurden, sind zudem rückstandslos abbaubar – ebenfalls ein großes Plus mit Blick auf die Nachhaltigkeit. Schließlich gibt es einen weiteren Vorteil,
der die Nachhaltigkeit von Modulbauten fördert. Ein Modulbau, der den Anforderungen des Nutzers – ganz gleich, ob für private Wohnzwecke oder als Büro – nicht mehr entspricht, muss nicht zwangsläufig abgerissen werden. Es kann problemlos umgebaut, erweitert oder komplett versetzt werden. Häuser in Modulbauweise sind aus vielen Gründen in der Lage die Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) zu erfüllen. Text: Armin Fuhrer
Schaffung von ausreichendem bezahlbaren und auch altersgerechtem Wohnraum. Tatsächlich seien eine Verbesserung der Energieeffizienz oder nachhaltige Gebäude mit Mehrkosten verbunden. Aber Hendricks betont: „Ein Ergebnis der von mir initiierten Kostensenkungskommission ist eindeutig, dass langfristig betrachtet Energieeffizienz-Maßnahmen in nachhaltigen Gebäuden die bessere Lösung sind. Wir gehen in diesem Themenfeld daher auch strategisch vor und schaffen neben unserer Vorbildfunktion im Bund Randund Rahmenbedingungen, die fördern und fordern.“
Als Präsidentin des Instituts für Bauen und
Umwelt sehe sie die Möglichkeit, Dinge, die ihr wichtig seien, zu begleiten. „Das IBU und die Arbeit des IBU sind ein positives Beispiel, wie unsere Politik funktioniert.“ Einige Bauproduktehersteller hätten schon vor 20 Jahren, damals auch mit der Unterstützung des damaligen Bauminister Klaus Töpfer (CDU) eine Plattform entwickelt für die Erarbeitung und Verbreitung von Nachhaltigkeitsinformationen für Bauprodukte. „Das entsprechende Hilfsmittel – die Ökobilanz im Rahmen einer Umwelt-Produktdeklaration (EPD) – ist heute ein breit angewandtes Handwerkszeug für die Analyse, Information und Bewertung von Produkten.“ Es sei schon außergewöhnlich, dass gerade die Baustoffindustrie „heute geschlossen für die volle ökologische Transparenz ihrer Produkte“ stehe. Dass die Bauwirtschaft eine maßgebliche
Bedeutung bei der Einhaltung der Klimaziele hat, darauf verwies kürzlich auch Bundesbauminister Horst Seehofer (CSU). „Mit der Umsetzung von Qualitätsstandards zum Nachhaltigen Bauen und der Integration städtebaulicher und gestalterischer Aspekte sind vor allem Architekten und Ingenieure befasst. Bedeutsam für den Immobiliensektor ist, dass nicht nur Neu- und Bestandsgebäude, sondern auch ganze Stadtquartiere auf Nachhaltigkeit zertifiziert werden“, meint Prof. Renigard Baron in einer Ausgabe der Baukultur vom Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V. (DAI). Text: Armin Fuhrer
FAKTEN Um energieeffizientes Bauen zu fördern, hat die Bunderegierung Ende Oktober das Gebäudeenergiegesetz (GEG) beschlossen. Es soll unter anderem ein neues, einheitliches, aufeinander abgestimmtes Regelwerk für die energetischen Anforderungen an Neubauten und an Bestandsgebäuden schaffen.
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„Sozialverträglich und ökologisch“
Modulare Bürogebäude von ALHO: Modern, attraktiv und innovativ Die ALHO Modulbauweise ermöglicht es Unternehmen, moderne Arbeitswelten zu schaffen, die in kürzester Zeit realisiert werden und sich zudem langfristig immer wieder an die aktuellen Gegebenheiten flexibel anpassen lassen. So zum Beispiel auch der dreigeschossige Büroneubau der Siemens AG in Braunschweig.
Das Werk der Siemens AG in Braunschweig ist der weltweit größte Standort für Bahnautomatisierung und gehört zum Geschäftsbereich Siemens Mobility der Siemens AG. Für ein neues Projekt in Norwegen benötigte das Unternehmen am Standort Braunschweig sehr kurzfristig ein adäquates Gebäude für rund 160 Mitarbeiter. Für die neugegründete Projektgruppe mussten schnellstens optimale Arbeitsbedingungen auf dem Gelände in Braunschweig geschaffen werden. Joachim Döring, Immobilienverantwortlicher bei der Siemens Mobility GmbH, erläutert: „Der Neubau, der direkt am Eingang zum Betriebsgelände positioniert ist, sollte einerseits zum bestehenden Gebäudeensemble passen, aber auch über eine entsprechend repräsentative Außenwirkung verfügen, um die Siemens Corporate Identity angemessen zu unterstützen.“
Die hoch wärmegedämmte, hinterlüftete Vorhangfassade aus weißen HPL-Platten gibt dem Gebäude einen technischen, geradlinigen Look. Liegende, anthrazitgraue Fensterbänder, eingerahmt von weißen Fassadenelementen und die schwarz hinterlegten Horizontalfugen im Fassadenbild unterstreichen die dynamische Gebäudeform. Das dreigeschossige Flachdachgebäude auf U-förmigem Grundriss bietet mit einer Bruttogrundfläche von rund 2.900 Quadratmetern ausreichend Platz für die Mitarbeiter des Projektteams. Modernes, komplexes Projektmanagement erfordert ein hohes Maß an Transparenz und Selbstorganisation innerhalb der Teams sowie Raum für den produktiven Wissensaustausch im Arbeitsprozess. Und auch für agiles Arbeiten sind spezielle Räumlichkeiten gefordert. Darum wurden die insgesamt
sechs nahezu stützenfreien OpenSpace-Büroflächen – alle zwischen 315 und 350 Quadratmeter groß – für größtmögliche Flexibilität konzipiert. So ist es möglich – abgesehen von einigen wenigen separaten Einzelbüros und Besprechungsräumen sowie den auf jeder Etage mittig angeordneten Zonen für Erschließung, Küchenzonen und Sanitär – die Büroflächen variabel zu nutzen. „Wir haben auf den Etagen unterschiedliche moderne Arbeitswelten, eingerichtet, die Agilität unterstützen“, erklärt Joachim Döring. So gibt es Think-Tanks für konzentriertes, stilles Arbeiten, kommunikationsfördernde „Scrum-Rooms“ und auch Zonen für informelle Meetings und interne Kommunikation. Im Erdgeschoss befindet sich zudem eine große Co-Working-Zone. Das Interieur ist dabei betont wohnlich gehalten. Unterschiedlich gestaltete Wandflächen, behag-
liche Textilien sowie Sitzgruppen und Arbeitsmöbel unterschiedlichster Art, in gedeckten wie in vitalen Farben, charakterisieren das Innenarchitekturkonzept. „Da bei moderner Modulbauweise auf verlässliche Systemgutachten, Typenstatiken und bewährte Standard-Details zurückgegriffen werden kann, konnte der Planungsund Genehmigungsprozess deutlich vereinfacht, beschleunigt und qualitativ abgesichert werden“, erinnert sich Joachim Döring. „Allein für die Baugenehmigung konnten wir mehrere wertvolle Wochen einsparen.“ Tatsächlich vergingen in Braunschweig vom Einreichen der Baugenehmigung bis zur Inbetriebnahme des Gebäudes keine vier Monate. Eine Bearbeitungszeit undenkbar für konventionelle Bauweisen!
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Stufenplan für die digitale Revolution Die Einführung digitaler Methoden in der vollständigen Wertschöpfungskette eines Bauwerkes wird für die gesamte Branche unumgänglich sein.
Die Bundesregierung fördert die Entwicklung des Building Information Modeling und macht die Anwendung für öffentliche Projekte ab 2021 zur Pflicht. Kritiker zeichnen gerne Linien
zwischen Stuttgart, Hamburg und Berlin und bezeichnen die so verbundenen Eckpunkte als Bermudadreieck. Denn in diesen drei Städten liegen Beispiele von großen Bauvorhaben, die aufgrund schlimmer Planungsund Baumängel zu Desastern wurden: die Elbphilharmonie, der Bahnhof „Stuttgart 21“ und der Flughafen BER. Zwar ist die Elbphilharmonie inzwischen fertiggestellt und für den Berliner Flughafen wurde immerhin mal wieder ein „verbindlicher“ Eröffnungstermin genannt – doch alle drei Großprojekte erwiesen sich nicht nur als Blamagen für Deutschland, das selbsternannte „Land der Ingenieure“, sondern auch als tiefe Löcher, in denen Unsummen an Geld versenkt wurden. In Zukunft sollen solche Pannen vermieden werden und das Zauberwort dafür nennt sich Building Information Modeling, oder kurz BIM. Dahinter verbirgt sich die Methode der digitalen Vernetzung aller an einem Projekt beteiligten Partner.
In anderen Ländern ist BIM längst
eine verpflichtende Methode, in Singapur beispielsweise schon seit 2004. Deutschland hinkt also hinterher und hat ordentlich Nachholbedarf. Deshalb erließ die Bundesregierung 2015 den BIM-Stufenplan, oder genauer: den „Stufenplan Digitales Planen und Bauen“. Das damit verbundene Ziel beschrieb der damalige Bundesbauminister Alexander Dobrindt (CSU) so: „Wir starten eine Offensive zur Digitalisierung der Baubranche. Wir wollen das digitale Planen und Bauen bundesweit zum Standard machen.“ Die selbstgestellte Aufgabe war und ist also ambitioniert. Zwar geht es bei diesem Stufen-
plan um öffentliche Infrastrukturvorhaben wie den Bau von Straßen und Tunnel, aber der ins Auge gefasste Sprung ins digitale Zeitalter betrifft die ganze Baubranche. Denn die Einführung digitaler Methoden in der vollständigen Wertschöpfungskette eines Bauwerkes wird für die gesamte Branche unumgänglich sein. Deshalb sind die Erkenntnisse und Erfahrungen, die mit dem Stufenplan gesammelt werden, auch für private Bauunternehmen sehr wichtig, denn am Ende sollen alle davon profitieren.
Für die Umsetzung des Stufenplans
wurden drei Schritte entwickelt. Die erste Stufe von 2015 bis 2017 galt als Vorbereitungsphase. In dieser Phase wurden Pilotprojekte durchgeführt und Standardisierungsmaßnahmen beschlossen. Außerdem diente diese Phase zur besseren Ausund Weiterbildung der beteiligten Akteure. Derzeit läuft die zweite Stufe. Sie endet am 31. Dezember 2020. In dieser Phase sollen unter anderem rechtliche Fragen geklärt und BIM-Leitfäden entwickelt werden, um die mit BIM verbundenen Ziele auch tatsächlich erreichen zu können. In der dritten Stufe ab 2021 soll
das Leistungsniveau 1 auf breiter Basis implementiert werden. Am Ende muss sich jedes neue Infrastruktur-Bauprojekt daran orientieren. Das Leistungsniveau 1 stellt bestimmte Anforderungen an die Auftraggeber von Projekten. Dazu zählen unter anderem das Erstellen von Auftraggeber-Informations-Anforderungen (AIA), in denen ihr Informationsbedarf ebenso festgelegt wird wie der Umfang der Daten, die die Planer zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Verfügung stellen müssen. Des Weiteren ist jeder Fachplaner
verpflichtet, ein Modell zu erstellen, das mit den Modellen der anderen Beteiligten konsistent ist. Die Erfüllung dieser Anforderung wird anhand eines Koordinierungsmodells überprüft. Schließlich müssen alle Datenformate herstellerneutral sein. So ist ein problemloser Austausch der Daten möglich, ohne dass Informationen verloren gehen. Das Ende der zweiten Stufe zum Jahresende 2020 bringt bereits für alle Bauherren, die sich für die Vergabe von öffentlichen Aufträgen für den Bundesinfrastrukturbau und den infrastrukturbezogenen Hochbau bewerben wollen, eine ganz wichtige Neuerung mit sich. Denn ab dem 1. Januar 2021 ist die Nutzung von BIM verbindlich – ohne BIM gibt es dann keine Aufträge mehr. Die Bundesregierung dreht also an den Schrauben und hat, um die Entwicklung weiter zu fördern, im vergangenen Sommer auch ein Nationales BIM-Kompetenzzentrum gegründet. Den Zuschlag dafür erhielt das Unternehmen planen-bauen 4.0 GmbH, das die Regierung bereits zuvor bei der Umsetzung des Stufenplans unterstützt hatte. Den Aufbau des Kompetenzzentrums lobte
Bauminister Andreas Scheuer (CSU) bei dessen Eröffnung: „Die Einrichtung des Kompetenzzentrums, in Ergänzung zur planmäßigen Umsetzung des Stufenplans, ist ein weiterer Meilenstein im Prozess der Digitalisierung des deutschen Bauwesens und eine wichtige Voraussetzung von Bundesbauprojekten.“ Zudem biete BIM die Möglichkeit, neue Technologien wie Künstliche Intelligenz, Robotik und 3D-Druck künftig effektiv zu integrieren. Das Kompetenzzentrum dient als die zentrale Informationsstelle zu BIM. Es soll einheitliche Normierungen erarbeiten und ein BIM-Portal mit einer Datenbank und Prüfwerkzeugen entwickeln. Auch eine Liste mit BIM-Projekten soll erstellt werden. Und nicht zuletzt soll es Aus- und Weiterbildungskonzepte erarbeiten, damit das Ziel, eine breite Verankerung von BIM in der Baubranche möglichst zügig zu erreichen, umgesetzt werden kann. Die deutsche Baubranche setzt mit dem BIM-Stufenplan also zum Sprung in die digitale Revolution an – aber es gibt noch viel zu tun. Text: Armin Fuhrer ANZEIGE
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ZENTRALVERBAND DEUTSCHES BAUGEWERBE – PARTNER CONTENT
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Der Mittelstand in der Schlüsselrolle Die Digitalisierung der Baubranche ist in vollem Gange und wird von den Unternehmen angegangen. Der ZDB unterstützt sie auf dem Weg in die Zukunft. Der Baumittelstand wird digital! Bauwirtschaft in Deutschland heißt vor allem eines: Mittelstand: Knapp 80 Prozent der Bauunternehmen haben weniger als 20 Beschäftigte. Vier von fünf Auszubildenden am Bau machen ihre Lehre in einem baugewerblichen Betrieb. Der Baumittelstand ist daher der Key Player, wenn es um die Digitalisierung der Branche geht. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) als größter Branchenverband in Deutschland bündelt die unternehmerische Kompetenz und gibt Einblicke in die Branche. Wie steht es um die Digitalisierung im Baugewerbe? Der technologische Fortschritt und digitale Wandel hat die Branche erfasst: In vielen Betrieben werden digitale Anwendungen, Prozesse und Werkzeuge unterschiedlichster Art getestet und eingeführt. Von einer einfachen App zur digitalen Bauakte bis zur komplexen VR-/AR-Simulation bietet sich mittlerweile ein breites Spektrum an Lösungen für die Digitalisierung der Bauwirtschaft. Allerdings braucht es die richtigen Rahmenbedingungen, um Bauunternehmen auf dem Weg in die digitale Zukunft zu begleiten. Dazu gehören der flächendeckende Ausbau des Breitband- und Mobilfunknetzes. Entscheidend wird darüber hinaus sein, für digitale Anwendungen auf der digitalen Baustelle einheitliche Standards und Schnittstellen
zu definieren. Modelldaten müssen verlustfrei in verschiedene Software und Applikationen übertragbar sein, damit die Arbeit tatsächlich erleichtert und effizienter wird. Die Branche insgesamt stellt sich den Herausforderungen: Um auch den Nachwuchs am Bau fit zu machen, werden derzeit die Anforderungen an die einzelnen Berufe in der Ausbildung überarbeitet. Auch in den Verbänden und Institutionen steht das Thema auf der Tagesordnung, um den Unternehmen praktische Hinweise und Hilfestellung zu geben, die Digitalisierung im eigenen Haus voranzutreiben. Was können kleinere und mittelständische Firmen tun, um die Digitalisierung im Unternehmen voranzutreiben? Kleinere und mittelständische Firmen haben eine ganze Reihe von Möglichkeiten, um das eigene Unternehmen zu digitalisieren. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) stellt in Kooperation mit dem „Kompetenzzentrum Digitales Handwerk“ mittelständischen Firmen im „Schaufenster digitales Bauen“, stellt einige Instrumente vor. Erste Schritte bei der Transformation zur digitalen Arbeitsweise können Arbeitsbereiche wie die Administration, Bauauftragsrechnung, die Projektplanung, die Ausschreibung und Vergabe, sowie die Angebotserstellung, Arbeitsvorbereitung sowie Abrechnung sein.
So können auf der Baustelle mobile Endgeräte wie Tablets verwendet werden. Allerdings sollten diese möglichst robust geschützt und bei jedem Wetter einsetzbar sein. Kameras gehören heute zum Standard eines Tablets und können auf der Baustelle gute Dienste für die Dokumentation leisten. Es gibt Anbieter, die Tablets speziell für den Outdoor-Einsatz herstellen. Drohnen wiederum sind in der Lage, Baustellen zu vermessen. Das bringt besonders für schwer zu vermessende Landschaften oder schwer zugängliche Objekte Vorteile. Aus den von den Drohnen aufgenommenen Bilddaten lassen sich zur maßstabsgerechten Vermessung oder zur Visualisierung 3D-Modelle herstellen. Häufig können neue Applikationen auch in bereits verwendete Systeme eingebunden
werden. So kann die Baustellendokumentation beispielsweise durch synchron verwendete Fotos von den Mitarbeitern erfolgen. Zur Ausgabe von Geräten mit Hilfe von RFID an die Mitarbeiter kann ein Automat benutzt werden. Wenn die Ausgabe mittels eines Ausweises erfolgt, erkennt das System, wer Zugang zu welchem Werkzeug hatte und welcher Mitarbeiter ein Gerät wie lange benutzte. Ebenso kann abgelesen werden, wann das Gerät wieder einmal in die Wartung muss. Es wird deutlich: Die Digitalisierung der Branche ist in vollem Gange und wird von den Unternehmen angegangen. Auch in Zukunft baut das Baugewerbe also für die Menschen, für die Zukunft.
Kontakt Zentralverband Deutsches Baugewerbe Website: www.zdb.de E-Mail: bau@zdb.de Twitter: @Das_Baugewerbe
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BAUENTWICKLUNG – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE
Erfolgreich bauen mit Lean Management Im Gegensatz zur Schweiz, wo immer der zweitgünstigste Anbieter den Auftrag erhält, wird hierzulande fast immer der günstigste gewählt. Dabei ist es für einen Bauherren jedweder Größenordnung fast unmöglich, diese sehr komplexen Leistungsangebote miteinander zu vergleichen, zudem hält das günstigste Paket fast nie, was es verspricht. Überwiegend wird auf Baustellen nach Erhalt des Zuschlags mit klassischem Projektmanagement gearbeitet: in hierarchischer Struktur, bei der von oben nach unten delegiert wird. Doch nicht nur in der Bauphase stößt klassisches Projektmanagement an seine Grenzen, insbesondere in der Planung von komplexen Bauvorhaben entstehen Probleme, die die Kosten des Projekts explodieren lassen können. Neue Besen kehren anders – Lean
Management macht Bauvorhaben transparent und effizient, und zwar bereits im Ausschreibungs- und Vergabeverfahren. Architekturbüros, Bauträger und Generalunternehmer entdecken zunehmend, dass sich Baustellen mit anderen Managementme-
Foto: Pressefoto Foto: mostphoto
Dass es bei Baustellen so oft zu Problemen und Verzögerungen kommt, hat mehrere Ursachen. Oft beginnt das Unheil bereits bei Ausschreibung und Vergabe.
DER BAUHERR FORMULIERT DIE ANFORDERUNGEN
rung auf die Maximierung der wertschöpfenden Arbeit, die Minimierung der notwendigen Tätigkeiten und die Vermeidung von Verschwendung. Auf den Bau gemünzt bedeutet
thoden besser koordinieren lassen. Der Begriff „Lean“ entstand in den 1990er-Jahren, als die beiden amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler James P. Womack und Daniel T. Jones Produktionssysteme der Automobilindustrie untersuchten, wo jeder Ablauf sekundengenau berechnet und kalkuliert wird. In der Praxis wurde diese Umsetzung „Lean Production“ genannt, die entsprechende Philosophie „Lean Management“.
ONLINE ARTIKEL
„Lean Thinking“ definiert fünf allgemeingültige Prinzipien: Kundenmehrwert, Prozessoptimierung, Pull-Prinzip, kontinuierlicher Fluss und Kaizen (kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung). Wer verstanden hat, was der Kunde wirklich will, kann seine Prozesse analysieren und optimieren: Welche Tätigkeit ist „wertschöpfend“, welche „notwendig“, welche „Verschwendung“? Dabei zielt die Prozessoptimie-
das, die üblichen Systeme zu hinterfragen und Produktionsprozesse auf eine komplett neue Grundlage zu stellen – durch Vermeidung von Verschwendung und kontinuierlicher Verbesserung. Wer mit Lean Construction auf Bauprojekten und Baustellenbetrieb agiert, schafft die Voraussetzung für eine wesentlich bessere Planungstiefe bereits vor dem Baustart. Somit wird der Projektablauf jeden Tag bis ins Detail durchgeplant, was zur deutlichen Beschleunigung von Arbeitsprozessen sowie Kostensenkungen von bis zu 30 Prozent führt. Dadurch werden nicht nur die Bauherren und Projektmanager entlastet, sondern vor allem auch die ausführenden Firmen und Gewerke. Die Ausgangsbasis von Lean
Construction bilden klare Kommunikationsprozesse zwischen allen Beteiligten, auf deren Grundlage kollaborativ ein detaillierter Projektablaufplan erstellt und der exakte Materialfluss errechnet wird, sodass Stillstände und Zeitverlust der Vergangenheit angehören. Text: Katja Deutsch
Fabian Friedrich, Leiter Center of Competence BIM der Thost Projektmanagement GmbH
Welche Konsequenzen hat BIM für Bauherren? BIM ist integraler Projektbestandteil und als Methodik zu verstehen. Dabei spielen das Kollaborations- und Informationsmanagement eine wesentliche Rolle. Die „Spielregeln“ sollte der Bauherr vorgeben, um Mehrwerte, wie eine höhere Transparenz bei Kommunikation und Schnittstellen, zu erzielen.
Welche Rolle nimmt der Bauherr dabei ein? Der Bauherr formuliert als „Enabler“ für ein projekt- und phasenübergreifendes BIM die Anforderungen an die Methodik und vereinbart diese in Projektverträgen.
Welche Vorgehensweise empfehlen Sie dabei? Vor Projektbeginn ist mit dem Bauherrn eine BIM-Strategie zu erarbeiten, welche in ein BIMLastenheft (AIA) überführt wird. Es dient der bedarfs- und zielgerichteten Definition der BIM-Leistungen. Wertvolle Erläuterungen liefert die Veröffentlichung „Projektmanagement und BIM“, welche unter unserer Mitwirkung vor Kurzem im DVP veröffentlicht wurde.
Text: Armin Fuhrer
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DER GANZE BEITRAG AUF ANALYSEDEUTSCHLAND.DE DIGITALISIERUNG IM BAU Autor: Dipl.-Ing. Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie Die Bauwirtschaft durchlebt
derzeit einen tiefgreifenden Umbruch. Digitalisierung, Globalisierung, Vernetzung, Mobilität und zunehmende Komplexität verändern die Branche mit hoher Geschwindigkeit. Auf das Planen, Erstellen und Betreiben von Bauwerken kommen ganz neue Herausforderungen zu: Die digitale Vernetzung fördert und fordert eine frühzeitige Zusammenarbeit und verbesserte Kommunikation der Akteure untereinander. Weil sie die ge-
samte Wertschöpfungskette Bau umfasst, ist die Digitalisierung eine gemeinsame interdisziplinäre Aufgabe für alle Beteiligten. Anstatt den technischen Entwick-
lungen hinterherzulaufen wollen wir, seitens der Bauindustrie, die Perspektiven nutzen. Denn die Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sie ist ein Werkzeug und eine Methode. Sie ist dann sinnvoll, wenn sie in unserem Leben, Arbeiten und unserer Umwelt einen Mehrwert schafft. Anstatt uns von der Dynamik vereinnahmen zu lassen, sollten wir die Digitalisierung aktiv in unsere Dienste stellen. Dabei ist es wichtig, sich immer wieder die übergeordneten Ziele vor Augen zu halten. Wir soll-
ten nicht fragen: Wie setzen wir Digitalisierung um? Sondern stattdessen: Wofür brauchen wir die Digitalisierung? Wie machen wir sie uns zu Nutze? Ziele des Planens und Bauens, zu
denen die Digitalisierung beitragen kann, ist die Erstellung qualitätsvoller Bauwerke für Wohnen, Arbeiten, Bildung, Gesundheit, Handel, Kultur oder Verkehr – flexibel, sozial, bezahlbar und...
HABEN WIR IHR INTERESSE GEWECKT? Das ganze Interview gibt es online zu lesen auf www.analysedeutschland.de
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BLUEBEAM – PARTNER CONTENT 11
Mit einem Tool alle Abläufe integrieren Revu von Bluebeam beschleunigt Arbeitsvorgänge am Bau, indem die Projektpartner gleichzeitig und in Echtzeit an Dokumenten arbeiten können.
D
ie Digitalisierung hat längst auch die Baubranche erfasst. Auch wenn Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern noch etwas zurückhängt, so ist natürlich auch die Zukunft hierzulande digital. Das Zauberwort heißt BIM, kurz für Building Information Modeling. BIM bietet die Möglichkeit, alle Abläufe von der Planung über die Ausführung bis hin zur Bewirtschaftung von Gebäuden und anderen Bauwerken mithilfe einer Software zu vernetzen. Es ist also eine neue Methode, die die bisher in vielen Unternehmen noch vorherrschenden papierbasierten Abläufe ablösen kann. Die Vorteile liegen auf der Hand: Zeitersparnis, Vermeidung von Planungsfehlern und nicht zuletzt Kostenersparnis. Doch noch zögern viele kleine und mittlere Unternehmen, BIM einzuführen. Sie befürchten Komplikationen, notwendige lange Einarbeitungsphasen für die Mitarbeiter und dadurch entstehende Kosten. Diese Befürchtungen sind aber überflüssig. Denn mit Revu hat Bluebeam ein Tool entwickelt, dass alle Vorteile von BIM in sich vereint – aber denkbar einfach zu nutzen ist. Es löst die bisherigen, oft papierbasierten Arbeitsabläufe 1 zu 1 ab, und zwar ohne dass für die Beteiligten wochenlange Schulungsmaßnahmen oder eine komplette Umstellung ihrer bisherigen Prozesse erforderlich sind. Revu von Bluebeam ist damit ein Tool, das auch den weniger zur Digitalisierung Aufgeschlossenen den Umstieg ins digitale Zeitalter erleichtert. Und auch die Befürchtungen über hohe Kosten sind überflüssig, denn die Anschaffung von Revu ist erschwinglich und hat einen entscheidenden Vorteil: durch die Nutzung des Tools kann schon bald viel Geld gespart werden. www.bluebeam.com
Revu abeitet PDF-basiert. Das erleichtert die Arbeit sehr, denn Kommunikation findet heute sehr häufig unter Verwendung von PDF-Daten statt. Mittels Plug-ins hat jeder Projektbeteiligte unkomplizierten Zugang zu den Informationen, sogar auf dem Smartphone. Die Partner sind also nicht gezwungen, gleichartige Software zu benutzen. Die Vorteile von Revu erstrecken sich über sämtliche Phasen des Bauvorhabens. Sei es die Vorentwurfsphase, die Prüfung von Design und Planung aus allen Gewerken, die Mengenermittlung bei der Arbeitsvorbereitung, die Vereinfachung der Baustellenlogistik der Baustellenlogistik oder das Mängelmanagement. Da alle Beteiligten am Projekt Zugang zu den Informationen haben, lassen sich Fehler in der Planung oder bei der Ausführung rechtzeitig entdecken. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit einer termingetreuen Abwicklung, während die Gefahr von Risiken gesenkt wird. Aber die Vorteile gelten nicht nur für die Planungs- und Bauphase, sondern auch für den gesamten Lebenszyklus des Bauwerks, denn den für die Instandhaltung zuständigen Unternehmen wird ein akkurates Abbild des Bauwerks übermittelt, in das jegliche Änderungen, z. B. künftige Modernisierungsmaßnahmen, übernommen werden können. Das ist natürlich nur ein Ausschnitt der Möglichkeiten, die Revu bietet. Mit dieser Software bietet Bluebeam im deutschsprachigen Raum endlich ein Tool, mit dem sämtliche papier- und PDF-basierten Arbeitsabläufe in einer eigens für die AEC Industry entwickelten Workflow und Collaboration Platform abgewickelt werden können.
Schon drei konkrete Beispiele können die Vorteile von Revu aufzeigen: • Revu kann Zeichnungen automatisiert nach Veränderungen suchen lassen und diese in einem neu erstellten Dokument farblich hervorheben lassen, während die vorherige Dokumentenversion in synchronisierter Ansicht daneben betrachtet werden kann. • Ebenso kann Revu die Dokumente überlagert anzeigen – auf diese Weise kann anhand eines einziges Dokumentes der Änderungsverlauf durch die einzelnen historischen Versionen nachvollzogen werden. • Selbst die Ermittlung von Flächen und Objekten gelingt wesentlich einfacher, wenn man sich einen Eimer Farbe vorstellt, der einen Bereich des Planes ausfüllt, bis manuelle Abgrenzungen oder geschlossene Linien den zu füllenden Bereich abschließen. Zwei Mausklicks später kann der Nutzer von Revu die Ausmaße ablesen, als Kurzinformation dem Dokument anfügen, in verschiedenen Formaten exportieren oder direkt einem anderen Kollegen oder Unternehmen zur Verfügung stellen.
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BAUENTWICKLUNG TITELSTORY – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE
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Besserer Überblick mit BIM
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An der Spitze des digitalen Fortschritts GEALAN Fenstersysteme GmbH verwendet für seine Produkte im Bereich Fenster und Türen fast ausschließlich BIM-Daten und arbeitet mit absoluter Transparenz für seine Kunden.
BIM-fähige Software Revit® BIM-Daten für fast jedes erdenkliche GEALAN-Produkt im Bereich Fenster und Türen zu erzeugen. Die vollständig überarbeitete Planersoftware 2.0 und das Plug-In der Planersoftware 2.0 sind in der Lage, BIM-Fenster und -Türen für Revit® und IFC automaIn der Digitalisierung steckt die Zukunft tisch zu generieren. Darüber hinaus treibt des Bauhandwerks, und es gibt UnterGEALAN die Weiterentwicklung der Planehmen, die die Weiterentwicklung sehr nersoftware 2.0 für ARCHICAD an – einer erfolgreich vorantreiben. Dazu gehört CAD/BIM-Software, mit der weltweit über federführend der Hersteller von Kunst200 000 Planer arbeiten. Planen mit BIM stoffprofilen für Fenster- und Haustüren bedeutet auch, eine Datenbank projektbaGEALAN. Das fanden auch die Experten der Heinze Marktforschung und nominier- siert zu nutzen und zu den vorhandenen Informationen eigene hinzuzufügen. Das ten GEALAN im November für die Auskönnen separate Eingabemasken sein, zeichnung „Bestes BIM-Daten-Angebot”. Das bedeutet, dass GEALAN zu den besten in denen der jeweilige Fachplaner alle nötigen Informationen aufnimmt und einpdrei Unternehmen deutschlandweit in flegt. Damit sich BIM-Objekte als erfoldieser Kategorie zählt. greich erweisen, müssen BIM-Hersteller Eine Auszeichnung, die GEALAN sehr fre- mit absoluter Transparenz glänzen und ausreichend BIM-Daten zur Verfügung ut, denn GEALAN ist als einer der ersten stellen – GEALAN geht für seine Kunden Systemgeber bereits in der Lage, für die
bei Fenster und Türen in puncto Download Fenster und Türen in Europa. Intelligente Lösungen stecken in jedem einzelnen der BIM-Daten gerne ins Detail. Meter der Kunststoffprofile. Aus ihnen entstehen hochwertige Fenster und Türen, Ganz vorne bei der Entwicklung von BIM die von Fensterherstellern, Architekten zu stehen, ist GEALAN wichtig. Denn GEALAN gehört als international ausgerichtete und Bauherren geschätzt werden. Unternehmensgruppe mit über 1400 Mitarbeitern und einem Jahres-Umsatz von rund 240 Millionen Euro zu den führenden Herstellern von Kunststoffprofilen für www.gealan.de/bim
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ANALYSEDEUTSCHLAND.DE – TITELSTORY BAUENTWICKLUNG 13 ANALYSEDEUTSCHLAND.DE
Building Information Modeling hat viele Vorteile – nicht nur beim Bauen, sondern auch in der Nutzungsphase, sagt Experte Rasso Steinmann, Professor für Bauinformatik an der Hochschule München sowie Leiter des Koordinierungskreises BIM des Vereins Deutscher Ingenierure (VDI). Kann BIM schon während der Planungsphase Fehler bei der Zusammenarbeit der Beteiligten und andere Mängel vermeiden?
Ein klares Ja. Die Möglichkeiten in dieser Phase werden von Unternehmen, die damit Erfahrung gesammelt haben, auch als „Low Hanging Fruits” erkannt, die man relativ leicht erreichen kann, und die unmittelbaren Nutzen bringen. Hier einige Beispiele: Die Koordination der Fachplanungen mit Hilfe eines Koordinationsmodells ist heute mit allen BIM-Software-Systemen möglich, deren IFC-Datenschnittstelle von buildingSMART zertifiziert wurden. Dazu gehören BIM-CAD-Systeme, Programme für Tragwerksplanung, Kostenmanagement, Energiesimulation usw., aber auch CDEs (Common Data Environments), die die fachliche Abstimmung mit Hilfe eines Koordinationsmodells Cloud-basiert unterstützen. Modelchecking-Programme helfen frühzeitig Kollisionen und Planungsfehler aufzudecken. Und sie dienen einem begleitenden Qualitätsmanagement während der Planung. Durch eine modellbasierte Arbeitsweise kann auch die Entwicklung der Mengen während der Änderungen in den Planungs- und Ausführungsphasen transparent nachgehalten werden. Welche Rolle spielt BIM für den Bauherren – hilft es ihm, den Überblick besser zu bewahren?
Wenn der Bauherr bereit ist, sich in die BIM-Methodik einbinden zu lassen, und die damit verbundenen Technologien zu nutzen, hat er entscheidungsrelevante Informationen wesentlich frühzeitiger, transparenter und auf
einem höheren Qualitätsniveau zur Verfügung, als bisher. Auch kann er seine Informationsanforderungen für den Betrieb des Bauwerks frühzeitig in das Projekt einbringen, idealerweise bereits bei der Ausschreibung in Form einer AIA (Auftraggeber-Informations-Anforderung), sodass ihm entsprechende Daten bei der Übergabe zur Verfügung stehen. Kosten entstehen nicht nur während der Bauphase, sondern vor allem während der Betriebs- bzw. Lebensphase des Bauprojekts. Können durch den Einsatz von BIM auch noch in dieser Phase Kosten gespart werden?
Auch in der Nutzungsphase helfen digital unterstützte Methoden erheblich, finanzielle Risiken zu mindern und Abläufe zu optimieren. Die BIM-Methoden und Datenmodelle während des Betriebs unterscheiden sich von denen während der Planungs- und Ausführungsphase. Bei Umbaumaßnahmen sind sie wieder fast identisch. Im Betrieb können mit sogenannten digitalen Zwillingen die alltäglichen Prozesse des Facility Managements unterstützt werden, zum Beispiel im Flächenmanagement, der Wartung usw. Fristen im Rahmen der Betreiberhaftung können nachgehalten werden, und die damit verbundene Dokumentationspflicht kann automatisiert erfolgen. Ticketsysteme in Verbindung mit einem digitalen Gebäudemodell helfen Störungen effizient abzuwickeln, inklusive der automatisierten Beauftragung und Bezahlung der Handwerker. BIM wird nicht nur bei privaten Bauprojekten eingesetzt, sondern auch bei Projekten mit öffentlichen Bauherren. Bei solchen Projekten wird die Bürgerbeteiligung immer wichtiger. Kann BIM auch helfen, interessierten Bürgern einen besseren Überblick zu geben?
Ein wichtiges Ziel von BIM ist ja, Informationen eines Bauvorhabens den Beteiligten transparent und verständlich zur Verfügung
zu stellen, dazu gehören auch unmittelbar Betroffene, wie interessierte Bürger. Man kann aus BIM-Bauwerksmodellen relativ einfach Modelle zur 3D-Visualisierung ableiten. Auf diese Weise können interessierten Bürgern frühzeitig der geplante Endzustand und auch Zwischenstände der einzelnen Bauphasen visuell dargestellt und verständlich kommuniziert werden, was häufig zu einer besseren Akzeptanz des Bauvorhabens und der belästigenden Begleitumstände beiträgt. Der Stufenplan „Digitales Bauen“ der Bundesregierung empfiehlt BIM bei öffentlich-privaten Projekten. Kann das Ziel, durch BIM zu einem fundierten Risikomanagement zu kommen, erreicht werden?
Auch hier ein klares Ja. Die Pilotprojekte, die in den letzten Jahren zur Umsetzung des Stufenplanes gelaufen sind, haben das bereits gezeigt. In der Dokumentation der Begleitforschung „bim4infra“ kann man das nachlesen. Und ein Blick auf die Erfahrung anderer Länder, wo die öffentliche Hand in der Einführung von BIM schon weiter ist, wie z. B. Norwegen, Holland oder Großbritannien, bestätigt das ebenfalls.
Text: Armin Fuhrer
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„MAN MUSS NICHT MIT DER KOMPLETTLÖSUNG ANFANGEN“
„Modelchecking-Programme helfen frühzeitig, Kollisionen und Planungsfehler aufzudecken.“
Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbands Deutschen Baugewerbes
Wo steht das Baugewerbe bei der Digitalisierung? Viele Unternehmen sind bereits intensiv dabei: Angefangen von der Nutzung diverser Apps auf der Baustelle, beispielsweise zur Zeiterfassung oder für den Bautagesbericht bis hin zur 3D-Maschinensteuerung sowie dem digitalen Zwilling des Gebäudes werden die Betriebe zunehmend digital. Von der Digitalisierung versprechen wir uns eine bessere Planbarkeit von Projekten und effizientere Abläufe auf der Baustelle.
Welche Maßnahmen seitens der Politik wären wünschenswert? Gerade im ländlichen Raum ist das Breitbandnetz ein großes Problem, das dringend angegangen werden muss. Das beste digitale Tool ist nutzlos, wenn die Baustelle im Funkloch liegt. Außerdem müssen wir einheitliche Standards und Schnittstellen definieren, damit unterschiedliche Anwendungen auch kombiniert werden können. Und wir brauchen transparente rechtliche Regelungen zum Umgang mit Daten und Datenschutz.
Wie können Unternehmen die Chancen der Digitalisierung nutzen?
FAKTEN Rasso Steinmann ist Professor für Bauinformatik an der Hochschule München sowie Leiter des Koordinierungskreises BIM des Vereins Deutscher Ingenierure (VDI). Ebenso bekleidet er den Posten des Vorstandsvorsitzenden buildingSMART Germany und des Deputy Chairman buildingSMART International.
Der digitale Fortschritt kann zu großen Produktivitäts- und Qualitätszuwächsen führen. Daher ist es wichtig, sich der Herausforderung zu stellen. Diese muss nicht mit der Komplettlösung anfangen; schon mit einzelnen Schritten kann die Digitalisierung im Unternehmen vorangetrieben werden. ANZEIGE – GESPONSORTER INHALT
Building Information Management Mehrwert und Nutzen für Bauherren aktivieren THOST Projektmanagement zählt mit rund 500 Mitarbeitern an 21 Standorten im In- und Ausland zu den führenden Unternehmen im Projektmanagement. Visionen werden Wirklichkeit – das ist unser Leitsatz und gleichzeitig Anspruch und Versprechen gegenüber unseren Kunden, Partnern und Mitarbeitern.
herren, Investoren und Betreiber heute vor der drängenden Herausforderung, Mehrwert und Nutzen der digitalen Projektabwicklungsmethodik für eigene Zwecke, auch über Projektgrenzen hinaus, zu aktivieren. Die Entscheidung zu einem projektübergreifenden und vertraglich vereinbarten Einsatz der BIM-Methodik ist durch den Bauherrn bei Projektstart zu treffen. Dabei sind die strategische Ausrichtung sowie Anforderungen an die BIM-Projektierung, unter anderem BIM-Ziele und Anwendungsfälle, festzulegen.
Building Information Modeling (BIM) ist die Zukunft des Planens, Bauens und Betreibens. Die digitale Methode zur Projektabwicklung fokussiert die heute wesentlichen Projektdimensionen und schafft Kosten- und Terminsicherheit mit eindeutigen Qualitäten Gemeinsam mit unseren Kunden stellen wir uns diesen Herausforderungen und entwiüber den gesamten Lebenszyklus hinweg. ckeln seit einigen Jahren kundenspezifische Planer und Bauunternehmen nutzen die BIM-Strategien und Konzepte. Diese imPotentiale des BIM bereits Mehrwert brin- plementieren wir ins Projektmanagement gend für sich. Demgegenüber stehen Bau- und nehmen in BIM-Projekten die strategi-
Mathias Heiser, Geschäftsleiter THOST Projektmanagement GmbH
Fabian Friedrich, BIM-Experte THOST Projektmanagement GmbH
sche und projektbegleitende Steuerung der des der Projektmanager in der Bau- und ImBIM-Methodik wahr. Dies bezeichnen wir mobilienwirtschaft (DVP) und wirken dabei aktiv am Standardisierungsprozess des BIM mit. als Building Information Management. THOST Projektmanagement koordiniert und steuert seit über 30 Jahren die Entwicklung, Planung und Realisierung komplexer Projekte und wendet seine Erfahrungen bereits heute erfolgreich in BIM-Projekten der Branchen Automotive, Pharma und Verkehr an. Zudem engagieren wir uns in Arbeitskreisen des BuildingSMART sowie des Deutschen Verban-
Damit sind wir auch in BIM-Projekten ein kompetenter und unabhängiger Berater für alle Bauherren und Investoren und sichern sowohl Wirtschaftlichkeit als auch Zielerreichung.
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Es gibt mehrere Gründe, wes-
halb die passende Software bei Bauvorhaben so hilfreich sei: Zum einen lässt sich eine digital abgespeicherte Information wesentlich schneller finden als eine abgeheftete. Zweitens lassen sich digital sehr gut Dinge auswerten und automatisiert rechnen und konstruieren, was eine nicht unerhebliche Produktivitätssteigerung zur Folge hat. Mit analogen Werkzeigen sei das nicht möglich, so Professor Joaquín Díaz. „In der Building Information Modeling (BIM)-Welt gibt
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CAD-Programme und Computerprogramme zur Berechnung von Tragwerken und zum Erstellen von Leistungsverzeichnissen sind kein Kind der Digitalisierung, es gibt sie bereits seit den 1970er Jahren. 1993 wurde der Bundesverband Bausoftware gegründet, nachdem sich in den 1980er Jahren durch die Verbreitung der PCs die spezielle Software in mehr und mehr Planungsbüros durchgesetzt hatte. „Das Bauwesen ist der größte Wirtschaftsfaktor der deutschen Wirtschaft“, sagt Prof. Dr.-Ing. Joaquín Díaz, Leiter des Fachgebiets Bauinformatik der Technischen Hochschule Mittelhessen. „Doch einige Bereiche werden tatsächlich noch analog gemacht.“
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Planen und Bauen mit sieben Dimensionen
Prof. Dr.-Ing. Joaquín Díaz, Leiter des Fachgebiets Bauinformatik der Technischen Hochschule Mittelhessen
es heute, neben dem bekannten 3D-Ansatz, außerdem den 4Dund den 5D-Ansatz und darüber hinaus den 6D- und 7D-Ansatz“, so der Experte. „Das bezieht sich jedoch nicht auf geheimnisvolle Dimensionen, sondern ist eine reine Frage der Definition.“ Bei einer 3D-Ausführung liegen sämtliche Informationen über das Bauwerk dreidimensional vor. Diese Bauwerke stattet man mit Informationen aus, die man für Planung und Ausführung benötigt. Beim 4D-Ansatz fügt man zusätzlich den gesamten zeitlichen Ablauf und die Zeitspannen bestimmter
Bauphasen hinzu. Die fünfte Dimension betrifft sämtliche Fakten zur Kostenplanung, was auch Punkte zur Bauleistungsbeschreibung, Controlling und Abrechnung beinhaltet. In der sechsten Dimension behandelt man Fragen zur Nachhaltigkeit und in der siebten das Facility Management, also den laufenden Betrieb. Die beiden letztgenannten Dimensionen lassen sich auch austauschen, sie werden zukünftig insgesamt eine größere Rolle spielen. „In Wahrheit sind wir bei der Arbeit mit BIM noch ziemlich am Anfang“, sagt Professor Díaz. „Das Ziel liegt darin, Gebäude nachhaltig
und über Generationen hinweg zu planen, zu bauen und zu betreiben. Doch wir sind hier erst ganz am Anfang und haben einen sehr hohen Nachholbedarf. Erst etwa fünf Prozent der Praxispartner beherrschen die Methoden von 4D und 5D und nutzen sie durchgängig.“ Treten im Bauprozess Fragen auf
nach Materialverschwendung oder zu hoher Müllerzeugung, können zwei Welten verschmelzen: Die 5D-BIM-Welt mit Lean Construction. Diese Methodik, die in der Automobilindustrie bereits seit über 30 Jahren zum Tragen kommt, hält immer mehr
„Erst etwa fünf Prozent der Praxispartner beherrschen die Methoden von 4D und 5D und nutzen sie durchgängig.“ Einzug in Bauunternehmen, wo extra Abteilungen dazu gegründet werden. Diese Abteilungen sind prozessorientiert, sie überprüfen die Prozesse des Bauens in Bezug auf ihre Dauer und ihre Verbesserungsfähigkeit. Nicht nur Ingenieure und Archi-
tekten brauchen zunehmend IT-Kenntnisse, auch die Gewerke verschieben sich in Richtung digitaler Anwendungen. „Auch wenn manche Berufe dadurch aussterben werden, können wir den stetig steigenden Fachkräftemangel nur durch immer mehr Automatisierung ausgleichen“, so Professor Díaz. „Denn viele Gewerke finden einfach keine Auszubildenden mehr.“ Text: Katja Deutsch ANZEIGE – GESPONSORTER INHALT
Aktuelles BIM-Stimmungsbarometer um die BIM-Kompetenz aufzubauen – unabhängig davon, ob es der Bauherr anfragt oder nicht. Warum ist der Markt noch so verhalten? Elisabeth Aberger: Es ist noch viel Aufklärungsarbeit notwendig. Die Bauherrenseite hat aktuell Schwierigkeiten, die benötigten Elisabeth Aberger ist BIM Senior Consultant Auftragnehmer für konventionelle Projekte zu finden, umso schwieriger ist es natürlich, und Matthias Mosig Prokurist und die BIM-Methode einzufordern. Kleinere UnHead of Digital Transition bei TÜV SÜD ternehmen der Auftragnehmerseite scheuen Advimo GmbH. oft noch die Investitionen in BIM-Software und die Qualifizierung von Mitarbeitern und Wie schätzen Sie aktuell den BIM-Verbreiverhalten sich abwartend. tungsgrad in Deutschland ein? Matthias Mosig: Die Nachfrage von Liegt das auch an dem Reifegrad der SoftBauherrenseite ist nach wie vor verhalten ware-Industrie und welche Rolle spielen und abwartend. Große Industrieunternehdabei die Datenstandards? men oder auch Versicherungen haben die Matthias Mosig: Schon mit den verfügMethode beispielsweise fest integriert oder baren Software-Systemen lässt sich ein BIMerste Pilotprojekte am Laufen. Die großen Projekt vernünftig aufsetzen und abwickeln Generalübernehmer oder Planungsbüros – und der Markt entwickelt sich ständig machen BIM bereits aus eigenem Antrieb,
weiter. Für die Integration verschiedener Herstellersysteme sind funktionierende und standardisierte Austauschformate weiter zu professionalisieren und auch mit betriebsrelevanten Daten anzureichern, um das Planen, Bauen und Betreiben endlich lückenlos zu verzahnen. Was kann der Bauherr hinsichtlich der BIM-Implementierung besser machen? Elisabeth Aberger: Er sollte vor allem nicht nur „ein Stück BIM“ kaufen und davon ausgehen, dass die Methodik damit richtig und professionell angewendet wird. Im Vorfeld sollten die eigene BIM-Strategie definiert, der Mehrwert für sein konkretes Projekt identifiziert und seine Anforderungen rechtzeitig in das Projekt integriert werden. Hier ist vor allem die Frage nach den BIM-relevanten Anwendungsfällen zu stellen und nutzenorientiert für alle Phasen des Planens, Bauens und Betreibens zu beantworten.
Wo steckt der große Hebel in der Optimierung des Planungs- und Bauablaufs durch BIM? Matthias Mosig: Das Kostenrisiko lässt sich mit einer Optimierung des Änderungsmanagements durch BIM erheblich reduziert. Der Bauherr muss durch Transparenz und verständliche BIM-Modelle zu rechtzeitigen und verlässlichen Entscheidungen befähigt werden, um die späteren Änderungen aufgrund der Bauherren- und Nutzerwünsche so gering wie möglich zu halten. Durch die wesentlich verbesserte Kollaboration zwischen allen Beteiligten sinken die Kosten für wiederholte Umplanungen und die Bereinigung von Planungsfehlern erheblich. Viele Bauherren tendieren nach wie vor zu Einzelvergaben der Planungs- und Ausführungsleistungen. Dadurch haben die Auftragnehmer aber kaum Synergieeffekte und Einfluss auf die anderen Beteiligten. Ein gutes BIM-Management kann eine einheitliche Qualität erzeugen und alle Beteiligten vernünftig verzahnen.
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Erstklassige Planung erleichtert die Umsetzung Foto: mostphotos
Bombardier Transportation macht ihren Namen alle Ehre. Der Begriff Transport verkörpert Bewegung, Fortschritt und das Gegenteil von Stillstand. Diese Dynamik gilt auch für die von Bombardier produzierten Lösungen – vom Zug bis zum kompletten Schienenverkehrssystem – und wie sie ihr Geschäft effizient betreiben. Auch bei der eigenen Infrastruktur legt das Unternehmen Wert darauf, dynamisch mit dem Einsatz neuer Technologien umzugehen.
Die Implementierung einer Lösung ist allerdings nicht das Ende eines Projekts. In vielerlei Hinsicht ist es nur der Anfang. Die auf die Implementierung folgenden Tätigkeiten gliedern sich im Wesentlichen in drei wichtige Schritte: Als erstes steht die Prozessoptimierung. Automatisierung und Optimierung können oft verwirrend sein, aber es ist wichtig, ineffiziente Prozesse nicht direkt zu automatisieren. Stattdessen sollten bestehende Prozesse im Unternehmen zunächst bewertet und optimiert werden, bevor es an ihre Automatisierung geht.
Der Planungsprozess innerhalb
Bombardiers ist ein Beispiel für die Vision des Unternehmens in der Praxis. Nach Evaluierung verschiedener Systeme standardisierte Bombardier schließlich auf eine Planungssoftware. Dabei umfasste der Implemen-
tierungsansatz vier wesentliche Schritte. Als erstes wurde der Prozess definiert. Dabei erstellten die Stakeholder einen klaren Plan, um eine unternehmensweite Umsetzung zu gewährleisten. Sie überprüften ihren
DREI WICHTIGE SCHRITTE ZUR OPTIMIERUNG
Nachfolgend geht es um die Datenarchitektur. Der Gesamtzusammenhang muss verstanden werden.
bestehenden Planungsprozess, identifizierten weitere Stakeholder und setzten Ziele.
implementierte, pflegte und unterstützte die Methodik.
Anschließend wurde die Software
pions identifiziert, welche ein planerisches Unterstützungsnetzwerk bildeten und auch immer noch bilden. Dieses
auf das Unternehmen ausgerichtet, sprich, es wurde ein zentralisiertes Team gebildet. Dieses
Aus diesem Team wurden Cham-
Team ist für die Umsetzung und den weiteren Erfolg des Projektes entscheidend. Final wurde die Lösung erfolgreich implementiert.
Text: Alicia Steinbrück
Isoliert zu arbeiten birgt stets Gefahr und ist ein häufiger Grund für gescheiterte Technologieinvestitionen. Es ist wichtig, mit IT-Partnern und Interessenvertretern zusammenzuarbeiten. Last but not least steht die Systemintegration, ein wesentliches Element des Puzzlespiels, an. Daten existieren genauso wenig isoliert, wie die vielen Systeme, die diese Daten verwalten. Schlüssel zur erfolgreichen Systemintegration von Bombardier war die Auswahl offener Systeme. ANZEIGE
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In knapp zwei Monaten wird die Rheinmetropole der Dreh- und Angelpunkt für digitale Trends, Produktinnovationen und Dienstleistungen rund um die Digitalisierung des Bauwesens. Die digitalBAU schlägt die Brücke zwischen zukunftsweisender Technologie und innovativer Bauindustrie. Das neue Format richtet sich vorrangig an Planer, Architekten, Ingenieure, Bauunternehmer und Handwerker. Die Veranstalter, die Messe München und der Bundesverband Bausoftware (BVBS), rechnen mit bis zu 15.000 Besuchern. Dr. Reinhard Pfeiffer, stellvertretender Vor-
digitalBAU 2020 steht in den Startlöchern Köln wird zum Digital-Hotspot der Baubranche. Vom 11. bis 13. Februar 2020 ist die Messe München dort mit der digitalBAU zu Gast.
INTERVIEW MIT FELIX GRAU
Nicht nur die Ausstellerzahl der Premie-
renveranstaltung ist beeindruckend. Ein umfassendes Rahmenprogramm stärkt die Veranstaltung: Auf insgesamt drei Fachforen sprechen rund 100 Referenten; insgesamt sind fast 90 Impuls- und Fachvorträge und Podiumsdiskussionen geplant.
Felix Grau, Geschäftsführer der NOVA Building GmbH
INWIEWEIT IST NOVA AVA AUCH OHNE VIEL VORWISSEN FÜR ALLE BETREFFENDEN ANWENDER NUTZBAR?
Mit dem umfassenden Ausstellungskon-
zept und den innovativen Vorträgen setzt die digitalBAU ein deutliches Zeichen: Die Digitalisierung im Bauwesen geht uns alle an.
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MESSE-TIPPS
sitzender der Geschäftsführung der Messe München, unterstreicht das Potenzial der noch jungen Messe: „Die digitalBAU in Köln wird zur digitalen Leitmesse der Baubranche werden. Diesem Ziel rücken wir jeden Tag ein Stück näher, denn inzwischen haben wir sogar die 200er Ausstellermarke überschritten. Wir freuen uns über diesen enormen Zuspruch aus der Branche!“
Die digitale Planungsmethode BIM nimmt in Köln einen besonderen Stellenwert ein. Denn sie erreicht inzwischen neben Architekten oder Fachplanern ebenso Handwerk und Facility Management. Die mit solch übergreifenden Entwicklungen verbundenen Aufgaben – und vor allem passende Lösungen – wird die Messe vorstellen.
Foto: Pressefoto
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WARUM HAT ES DENNOCH EINIGE ZEIT GEBRAUCHT, BIS SICH EINE IDEE WIE DIE CLOUD VON NOVA AVA DURCHGESETZT HAT?
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Die regionalen Fachmessen für Industrieautomation finden im Jahr 2020 wieder vier Mal in Deutschland statt, nämlich in Hamburg, Friedrichshafen, Essen und Chemnitz. Erfahren Sie auf den Messen mit einzigartiger Atmosphäre mehr über die Automatisierungslösungen von heute und morgen. Hier gibt es relevante Details und Informationen – perfekt für Entscheider und Experten. Laut Befragungen schätzen die Besucher besonders die Orientierung am Markt, die Neuheiten und Geschäftsbeziehungen, die auf den Messen entstehen oder vertieft werden können. 94 % der Besucher würden die Messen ebenfalls weiterempfehlen – ein eindeutiges Qualitätsmerkmal. Weitere Informationen finden Sie unter www.all-about-automation.com/de
Die Servparc ist der Hotspot für Zukunftsrends in Facility
Es dauert immer eine Weile bis neue technologische Errungenschaften in der Breite Anwendung finden. Wir sind froh, mit einigen großen „Early Adopters“ den Grundstein für eine solide Entwicklung gelegt zu haben. Heute sehen wir, dass sich cloudbasiertes Baukostenmanagement mit Open BIM sogar bei kleinsten Büros gewinnbringend einsetzen lässt. Wir sind zuversichtlich, dass die Digitalisierung jetzt auch im Bauwesen richtig losgeht!
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Management, IT und Industrieservice. Sie findet vom 17. bis zum 18. Juni 2020 in Frankfurt am Main statt. und breites Programm geboten, die Top-Themen sind hierbei Nachhaltigkeit im Facility Management, Gebäudeautomation und Monitoring, Digitalisierung, Betreiberverantwortung, Arbeitsmarktentwicklung, Beschaffungsmanagement und New Work – New Work Space.
Neben einer hochkarätigen Ausstellerliste und dem spannenden
Vortragsprogramm werden ebenfalls zahlreiche Workshops, eine Career-Area und Best Practice-Beispiele stattfinden, welche das Angebot abrunden und einen umfassenden Einblick in die Thematiken geben. Weitere Informationen finden Sie unter: servparc.mesago.com Texte: Alicia Steinbrück
Material- und Herstellungskosten können wir natürlich nicht beeinflussen. Ganz sicher aber ist, dass wir mit einer offenen BIMPlattform schneller kommunizieren können und alle relevanten Informationen den Projektpartnern immer aktuell zur Verfügung stehen – mit Bezug zum 3D Modell, dem digitalen Zwilling des Projekts. Eine gemeinsame Datenbasis – transparent, einfach und sicher im Internet – ist ein enormer Zeitgewinn und spart die meisten Kosten. Text: Helmut Peters ANZEIGE
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NESSELER – PARTNER CONTENT 17
Die Garantiekosten sinken um die Hälfte Mit der neuen Software nQ hat die nesseler grünzig gruppe eine neue Methode zur Qualitätssicherung am Bau entwickelt. Im Februar erfolgt der Marktstart. Es ist ein für die Baubranche ganz neuer Ansatz: Über die nQ App sind alle auf den Baustellen der nesseler grünzig gruppe verantwortlich eingesetzten Mitarbeiter von Baubeginn an in der Lage, mit dem Tablet oder Smartphone systematisch oder adhoc Prüfungen vorzunehmen, um möglichst früh Abweichungen vom Bausoll festzustellen und zu korrigieren. Wie die nQ App funktioniert und welche Vorteile sie hat, erklärt Josef Kox, Leiter Qualitätsmanagement der nesseler grünzig gruppe, im Interview. Die nesseler grünzig gruppe steht seit mehr als 100 Jahren für Fachkompetenz und reiche Erfahrung auf dem Bau- und Immobiliensektor. Was waren die Beweggründe zur Entwicklung der Software nQ zur Qualitätssteigerung auf den Baustellen? Josef Kox: Ein beachtlicher Teil der Wertschöpfung in einem Bauprojekt wird durch Aufwände der Mangelbeseitigung aufgezehrt. Wir haben uns gefragt, was andere Branchen besser machen und entwickelten einen Prüf-
prozess und Prüfbausteine, um Mangelursachen systematisch zu erkennen und frühzeitig abzustellen. Uns war schnell klar, dass ein solcher Prozess nur digital funktionieren kann, und so entwickelten wir die nQ-Software. Welche Funktionen übernimmt ihre Software im Baustellenmanagement? nQ unterstützt die Bauleitung bei allen Qualitätssicherungs-, Dokumentations- und Kommunikationsaufgaben. Die Kernfunktion besteht in der systematischen Qualitätsprüfung. Mit Hilfe der enthaltenen Prüfbausteinbibliothek wird in der Arbeitsvorbereitung ein projektbezogener Prüfplan erstellt. Die Bauleitenden können sich, unabhängig von eigener Erfahrung, auf qualitätsrelevante Details fokussieren. Der Istzustand wird mit der App dokumentiert und das mobil verfügbare Bausoll ermöglicht eine professionelle Bewertung. Bei allen Dokumentationsaufgaben außerhalb der systematischen Prüfungen unterstützt die Fotofunktion die Bauleitung. Fotos werden aufgenommen, getaggt und gespeichert – und schon ist die Fotodokumentation abgeschlossen. Eine Reklamation wird direkt in der nQ-App erfasst und mit allen notwendigen Informationen an
die zuständige Firma versandt. Die weitere Kommunikation sowie die Freimeldung erfolgt über das Portal. Während der Abnahmen erstellt die Bauleitung mit der nQ-App eine schnelle und hochwertige Dokumentation. Die Software generiert automatisch ein Protokoll und die Reklamationen werden direkt in den Reklamationsworkflow aufgenommen. Wie wirkt sich der Einsatz der Software auf Ihre (Bau-) Prozesse und die Zusammenarbeit innerhalb eines Projektes aus? Die gemeinsame Cloud-Plattform beschleunigt den Informationsfluss zwischen allen am Bau Beteiligten. Die Software gibt die Arbeitsabläufe vor und liefert Informationen dann, wenn sie benötigt werden. Das schafft einheitliche Standards und reduziert die administrativen Aufgaben für die Bauleitung. Durch den Prüfplanungsprozess befasst sich die Bauleitung frühzeitig mit den qualitätskritischen Ausführungsdetails. Die Prüfung deckt Fehler systematisch auf und verbessert zuverlässig die Ausführungsqualität. Ist diese Qualitätsverbesserung messbar? Inzwischen gehen die ersten Projekte auf
das Ende der Gewährleistung zu und wir konnten nachweisen, dass die systematische Qualitätsprüfung mit der Software zu einer Halbierung der Garantiekosten geführt hat. Dabei sind die zusätzlichen Vorteile aus der Digitalisierung der sonstigen Prozesse noch nicht berücksichtigt. Was sind Ihre Pläne für die Zukunft? Im Februar 2020 steht der offizielle Markstart von nQ an. Wir stellen die Software auf den Fachmessen digital bau in Köln und der bautec in Berlin vor, und hoffen dadurch weitere Unternehmen von unserem Produkt zu überzeugen. Im Rahmen der Berliner Fachmesse wurde nQ von der Jury des internationalen Wettbewerbs für den bautec.INNOVATION AWARD 2020 nominiert. Die Preisverleihung findet während der Messe am 21.2.20 statt. Mit steigender Kundenanzahl ist es unser Ziel die durch die Prüfungsdaten gewonnenen Erkenntnisse mit allen unseren Kunden zu teilen um gemeinsam zu profitieren. Außerdem arbeiten wir bereits daran die nächsten nQ-Funktionen für unsere Kunden freischalten zu können.
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Foto: Joseph Ruben
Foto: unspalsh
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Bereit für Industrie 4.0
Frank Thelen, Gründer und Geschäftsführer der Freigeist Capital GmbH
D
ie vierte industrielle Revolution, auch Industrie 4.0 genannt, ist bereits in vollem Gange. Es ist unbestritten, dass durch technologische Entwicklungen, allen voran Künstliche Intelligenz, sämtliche Prozesse zukünftig effizienter gestaltet werden können. Die Automatisierung von Produktions- und Logistikprozessen ist der einzig richtige Schritt für diese Industrie – und auch wenn Veränderungen meist unbequem sind, sollten Unternehmen sie möglichst schnell umsetzen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Durch Technologien wie KI, Roboter, 5G und Sensoren können fast alle Arbeitsprozesse effizienter gestaltet werden.
Und ja, dadurch werden auch Arbeitsplätze wegfallen, aber am Ende macht es die Produktion effizienter, sicherer und genauer. So können Materialien eingespart und durch menschliches Versagen verursachte Fehler vermieden werden. Mir ist bewusst, dass diese Erkenntnisse für einen Großteil der Industrie hart und unschön sind, aber es hat keinen Sinn, sich davor zu verschließen. Vielmehr sollten Unternehmen die unzähligen Vorteile erkennen und für sich nutzen, die technologische Entwicklungen mit sich bringen: Dank 3D-Druck ist bald eine sehr viel kostengünstigere und ortsunabhängige Herstellung von Gegenständen aller Art möglich.
Drohnen können zukünftig für die Last Mile Delivery eingesetzt werden. Augmented Reality wird eine große Rolle bei der Schulung von Arbeitern und der Anleitung zum Bedienen von z. B. Maschinen spielen. Unternehmen wie Smartlane automatisieren schon heute mit Hilfe von KI die Logistikbranche. Mit dem Ausbau von 5G und Cloudcomputing wird das sogenannte Industrial Internet of Things (IIoT), also die Konnektivität zwischen Maschinen und Computern, einen weitestgehend automatisierten Herstellungsprozess ermöglichen. Indem KI-Technologien Unmengen an Daten auswerten, werden sie schon bald in der Lage sein, Herstellungsprozesse
zu beobachten, zu steuern und immer weiter zu optimieren. Dadurch wird eine Geschwindigkeit bei der Entwicklung und Herstellung möglich, mit der der Mensch unmöglich mithalten kann. Die Frage ist nicht, ob diese Veränderungen eintreten, sondern wann, und welche Player die Vorteile effizienterer Prozesse zuerst für sich nutzen werden. Ich kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass China und die USA sich diese Chance nicht entgehen lassen werden. Deshalb ist es umso wichtiger, dass in Deutschland und Europa in sämtlichen Industrien jetzt ein Umdenken passiert – hin zur Smart Industry, hin zu mehr Produktivität. Nur so können wir im internationalen Vergleich
mithalten. Tun wir dies nicht, könnte es einige Industrien auf lange Sicht in Deutschland und Europa gar nicht mehr geben. Daher mein Appell an die Industrie: Informiert euch über die Technologien und sucht eure Chancen! Die meisten Technologien stecken aktuell noch in den Kinderschuhen, werden sich aber bald exponentiell weiterentwickeln und dann viele Prozesse und Industrien radikal verändern. Also ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, um umzudenken, um mutige Entscheidungen zu treffen und eure Unternehmen durch diese Möglichkeiten noch stärker zu machen. Frank Thelen
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KI als Turbo für Industrie 4.0
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ANALYSEDEUTSCHLAND.DE – TITELSTORY SMART INDUSTRY 21 ANALYSEDEUTSCHLAND.DE
SMART BUILDINGS KOSTENEFFIZIENT PLANEN
Prof. Wolfgang Wahlster spricht über den aktuellen Status von Industrie 4.0 in Deutschland, die Rolle von KI und die Gefahren des Fachkräftemangels. Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Im
Bereich der Technologie hat Deutschland in Sachen Industrie 4.0 den anderen globalen Playern gegenüber einen Vorsprung von zwei bis drei Jahren. Dies aus dem Munde eines der drei Väter des Konzeptes Industrie 4.0 zu hören, ist doch beruhigend. „Deutsche Unternehmen haben sich inzwischen zu Leitanbietern auf dem Weltmarkt für Industrie 4.0 entwickelt. Nach dem Vorbild der bereits 2007 operativen, weltweit ersten Smart Factory des DFKI in Kaiserslautern, wurden in Deutschland zahlreiche Produktionslinien in Bestandsfabriken erfolgreich auf Industrie 4.0 umgerüstet und einige Fabrikneubauten komplett nach den Prinzipien von Industrie 4.0 für die wandlungsfähige Produktion auch kleinerer Losgrößen ausgelegt. Diese sind inzwischen zu „Pilgerstätten für Produktionsexperten aus der ganzen Welt geworden“, erklärt Prof. Wahlster. Der langjährige Leiter des Deutschen For-
schungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) hat mit seinen Erfindungen zu digitalen Zwillingen, zur Team-Robotik und der semantischen Maschine-zu-Maschine-Kommunikation der Produktion der Zukunft den Weg geebnet. „Durch Künstliche Intelligenz werden die Maschinendaten erstmals auch inhaltlich analysierbar, so dass Qualitätsmängel bereits nach jedem Produktionsschritt erkannt und autonom behoben werden können“, spezifiziert der Informatikprofessor. Dieser Ansatz bietet enorme Wachstumschancen und Wettbewerbsvorteile. Experten prognostizieren bis 2025 Produktivitätssteigerungen von bis zu 30 Prozent.
Bis dahin ist allerdings noch ein weiter
Weg zu gehen. „Wir brauchen noch mehr Migrationstechnologien, um alte Fabriken auf Industrie 4.0 umzurüsten, ohne allzu viel investieren zu müssen. Edge Devices und Funksensoren sowie deren Vernetzung über 5G sind daher aktuelle Trendthemen“, verrät Wahlster. So spielt Künstliche Intelligenz (KI) eine maßgebliche Rolle bei der vierten industriellen Revolution. „Die Grundprinzipien von Industrie 4.0., also wandelbare Fabriken und kollaborative Robotik, können nur mit KI realisiert werden. Auch wenn Deutschland derzeit hier nicht mit enormen KI-Investitionen in Nordamerika und China mithalten kann, ist es auf dem Gebiet der industriellen KI sehr gut positioniert. Und im Bereich hybrider, robotischer Technologien wie der Team-Robotik haben wir sogar die Nase vorn“, berichtet KI-Pionier Wahlster nicht ohne Stolz. Schon heute hat Deutschland, trotz der
höchsten Roboterdichte Europas, die geringste Arbeitslosigkeit im Produktionsbereich. „Durch KI für Industrie 4.0 kann Deutschland wettbewerbsfähig produzieren. Einige Unternehmen haben sogar damit begonnen, ins Ausland ausgelagerte Fabriken wieder nach Deutschland zurückzuholen“, erklärt Wahlster den volkswirtschaftlich interessanten Trend des „Onshoring“. KI macht den Menschen nicht überflüssig, sondern schafft neue Arbeitsplätze. „Es geht um komplementäre Assistenz. Und wenn sich das KI-System dem Menschen anpassen muss und nicht umgekehrt, ist auch die Angst unberechtigt, in hybriden Teams die Oberhand zu verlieren. Menschzentriertes Design ist ein aktuelles Thema der Datenethikkommission und unser Credo in der KI-Forschung“, berichtet Wahlster.
ONLINE ARTIKEL
Foto: WAGO
„Wenn sich das KI-System dem Menschen anpassen muss und nicht umgekehrt, ist auch die Angst unberechtigt, in hybriden Teams die Oberhand zu verlieren.“ Doch um KI-Systeme zu entwickeln und zu
betreiben, braucht es Fachkräfte. Und an diesen mangelt es in Deutschland eklatant. Insbesondere an der raren Spezies, die IT mit Maschinenbau und KI kombiniert. Die wenigen Spitzenfachkräfte werden zudem vermehrt abgeworben. „Über 40.000 Stellen sind derzeit nicht besetzbar. Der aktuelle Bedarf kann nur durch Fachkräfte aus dem Ausland gedeckt werden“, mahnt Wahlster und ergänzt: „Aus diesem Grund wurden gemeinsam mit der Industrie, dem Bundesforschungs- und dem Wirtschaftsministerium große Förderprogramme aufgesetzt, um mehr Professuren auf dem Gebiet zu etablieren, bestehende KI-Forschungszentren weiter zu stärken und neue zu etablieren und um Lernzentren im dualen Bildungsbereich sowie Trainingszentren für den Mittelstand ins Leben zu rufen.“ Wenn dies gelingt, stehen die Chancen für deutsche Unternehmen laut Wahlster gut, den digitalen Strukturwandel der Industrie aktiv mitzugestalten und bis spätestens 2030 in sämtlichen Fabriken die vierte industrielle Revolution vollständig vollzogen zu haben. „Wir sehen großes Potential für Deutschland in der industriellen KI, also der Anwendung von KI auf Industrie 4.0.“
Text: Kirsten Schwieger
FAKTEN Der KI-Pionier hat schon Emails geschrieben, als es das Internet in Deutschland noch gar nicht gab – Mitte der achtziger Jahre während seiner Lehrtätigkeit in den USA. Heute würde er sich ohne Bedenken in ein autonom fahrendes Auto setzen und in der Zukunft auch gerne mit einem Pflegeroboter auf dessen Geburtstag anstoßen.
Martin Hardenfels, Head of Business Development Building bei WAGO
Der digitale Wandel hält Einzug ins Gebäude. Ziel ist es, den Nutzern und Betreibern Mehrwert und ein optimales Umfeld zu bieten und sich ihren Bedürfnissen jederzeit flexibel anzupassen. „Ein Smart Building umzusetzen, ist jedoch anspruchsvoll: Es braucht neue Methoden und Technologien, innovative Vernetzungsmöglichkeiten und eine neue Art der Zusammenarbeit“, sagt Martin Hardenfels, Head of Business Development Building bei WAGO. Bei der Automation sei die beste Lösung die, die offen und flexibel ist. „Bei Planung und Bau ist Kommunikation das Alpha und Omega. Hier könnte BIM einer interdisziplinären Zusammenarbeit Vorschub leisten“, so Hardenfels. Bisher sei verzahntes Arbeiten auf der Baustelle nicht die Regel. Ein digitaler Zwilling eines Gebäudes, den alle Beteiligten gemeinsam erstellt haben und den auch alle über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes als Informationsquelle nutzen können, könnte das ändern – und helfen, Zeit und Kosten zu sparen. Hardenfels: „Der Anspruch des Herstellers und Anbieters von Gebäudetechnik ist es, Planer mit einer umfangreichen Dokumentation von der Konzept- bis zur Ausführungsphase bestmöglich zu unterstützen.“
Text: Armin Fuhrer
Foto: fotostudio-charlottenburg 2014
DAS GANZE INTERVIEW AUF ANALYSEDEUTSCHLAND.DE ENERGIEEFFIZIENZ: EINSPARPOTENZIALE IM MITTELSTAND Vor einigen Wochen hat die Europäische Union einen Plan verabschiedet, dass die Energieeffizienz bis 2030 um 32,5 Prozent gesteigert werden soll. Die Neufassung der Erneuerba-
re-Energien-Richtlinie legt fest, dass in der EU bis 2030 mindestens 32 Prozent des Energieverbrauchs (Strom, Wärme und Verkehr) aus erneuerbaren Energien kommen sollen. Beim bislang geltenden Ziel von 20 Prozent bis 2020 liegt die EU gut auf Kurs. Das neue 32-Prozent-Ziel fällt deutlich ambitionierter aus als die ursprünglich von der
Kommission vorgeschlagenen 27 Prozent. Im Wärmebereich sollen die Mitgliedstaaten den Anteil erneuerbarer Energien pro Jahr um mindestens 1,1 Prozentpunkte steigern. Neben Privathaushalten sind es vor
allem mittelständische Unternehmen, die über viel Einsparpotenzial beim Energieverbrauch verfügen. Bereits kleine Verbesserungen helfen nicht nur bei der CO2 Reduktion, sondern machen sich auch auf der Kostenseite bemerkbar. Die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz ist für Unternehmen die richtige Adresse, wenn es um das Thema Energieeffizienz geht. „Ziel ist es, Energieeinsparpotenziale in den Betrieben zu heben und ihre Energieeffizienz
zu verbessern. Dabei setzen wir auf Dialog, Informationen, Qualifizierungen und vermitteln Ansprechpartner vor Ort“, erläutert Sophie Heimes, Projektreferentin der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz. Die Initiative wird getragen vom Bundesumweltministerium, Bundeswirtschaftsministerium, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).
HABEN WIR IHR INTERESSE GEWECKT? Das ganze Interview gibt es online zu lesen auf www.analysedeutschland.de
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KI unterstützt uns bereits jeden Tag Foto: mostphotos
Maschinelles Lernen und Predictive Maintenance sind die beiden Säulen von KI in der Industrie.
Künstliche Intelligenz (KI) ist schon
längst Alltag. Fortschritte wurden in den letzten Jahren in einem Teilbereich des Machine Learning erzielt, dem sogenannten Deep Learning – beide sind gleichzeitig Teilbereiche von KI. Dabei werden sogenannte Modelle für einen bestimmten Anwendungsfall anhand von Erfahrungen antrainiert und „erweitern“ somit ihr Wissen. Diese antrainierten Modelle können dann für diesen Anwendungsfall immer schneller und genauer exakte Ergebnisse auf Grund der antrainierten Wissensbasis liefern. Deep Learning basiert auf neuronalen Netzen, versucht also die Prozesse, die sonst nur Menschen vorbehalten sind, nachzuahmen. In Wirtschaft und Industrie werden
KI-Modelle eingesetzt, um intelligente Entscheidungen zu treffen. So greifen neben der Finanz- und Versicherungsbranche immer mehr Industrieunternehmen auf die vielversprechenden Möglichkeiten der KI-Algorithmen zurück. Schnelleres Reagieren auf Unvorhergesehenes, schnelleres Erkennen und Beheben von Fehlern, schnellere und exaktere Übertragung von Kommunikation, schnellerer und umfassenderer Zugang zu Wissen, internen Fakten und Produktionsprozessen, Vorgängen und Trends und Prognosen – die Unterstützung des „künstlichen Gehirns“ bietet
Künstliche Intelligenz hilft der Industrie 4.0 dabei, all diese gewonnenen Datenmengen sinnvoll zu nutzen und die Prozesse und Abläufe miteinander zu vernetzen.
Unternehmen de facto bemerkenswerte Vorteile. Bei der Digitalisierung der Ferti-
gung fallen große Datenmengen an, die mittels Kombination aus Machine Learning und Digitalem Zwilling durch Online-Condition-Monitoring große Optimierungspotenziale bieten, wie schnelle Ursachenfindung bei Störungen. Condition Monitoring bedeutet eine permanente Zustandsüberwachung der Maschine. Adaptive Regelungssysteme ermöglichen bei der Produktion eine höhere Produktqualität durch datengetriebene Prozessmodellierung. Künstliche Intelligenz hilft der In-
dustrie 4.0 dabei, all diese gewonnenen Datenmengen sinnvoll zu nutzen und die Prozesse und Abläufe miteinander zu vernetzen, zu optimieren und Fehlersituationen frühzeitig zu erkennen– bis die Maschinen und Programme
irgendwann von selbst wissen, was zu tun ist. Wenn in Echtzeit erfasste Daten mit Karten und dem Eigenzustand der Maschine vernetzt werden, werden Bewegungen und Kraft adaptiv geregelt. Der „digitale Zwilling“ bildet dabei Prozesse bis hin zu ganzen Fabrikhallen ab, um vorab die Machbarkeit zu simulieren. Zukünftig wird die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter immer mehr Hand in Hand gehen. KI-Assistenten sollen dabei individuell jeden Mitarbeiter dort unterstützen, wo dieser es wünscht und braucht. Ausgesprochen hilfreich ist der
Einsatz von KI außerdem in technischen Prüfverfahren. Manuelle Prüfungen auf etwaige Schäden bei Zügen, Flugzeugen oder technischen Anlagen sind extrem zeitaufwändig, führen zu hohen Standzeiten der Systeme und sind zudem unter Umständen riskant. So liefern beispielsweise
Flugzeugturbinen bei jedem einzelnen Flug Datenmengen in der Größe von mehreren Terabyte, die den Menschen überfordern, mit denen KI-Programme jedoch hervorragend arbeiten können: Denn mit Predictive Maintenance kann Künstliche Intelligenz mit einer hohen Wahrscheinlichkeit voraussagen, wann es bei den Turbinen in Zukunft zu Problemen kommen kann und wie diese sich bereits im Vorfeld beheben lassen. Ergebnis ist neben höherer Sicherheit eine große Kostenersparnis. KI kann auch dabei helfen, die Daten der gemessenen Signale in Echtzeit anzuzeigen, und zwar parallel zur digitalen Erfassung des Prüfvorgangs. Das funktioniert per SAR-Brille, bei der die erforderlichen Daten via WLAN oder Bluetooth direkt auf dem Brillenglas des menschlichen Trägers erscheinen, oder mit Hilfe eines mobilen Endgeräts. Vorteil der ersten Variante sind freie Hände. KI hat jedoch nicht nur in Managementetagen und großen Produktionshallen Einzug gehalten, sondern auch im schnöden Büroalltag: Mit Robotic Process Automation (RPA) lassen sich strukturierte Geschäftsprozesse automatisieren. RPA kann zum Beispiel die Buchhaltung dabei unterstützen, eingehende Zahlungen richtig zuzuordnen oder sich ständig wiederholende Vorgehen über mehrere Systeme zu automatisieren. Werden die Modelle erfolgreich trainiert, kann ein RPA-Programm auch unvollstän-
dig ausgefüllte Überweisungen wesentlich schneller und dabei zuverlässiger und sicherer zuordnen als menschliche Buchhalter. Künstliche Intelligenz kommt im Marketing wie beim Customer-Relationship-Management (CRM) zum Einsatz. Das Programm erkennt und identifiziert dabei kaufbereite Kunden mit personalisierten Angeboten – zum optimalen Preis, über den besten Kanal und zum passenden Zeitpunkt. Studien besagen, dass Amazon bereits über 30 Prozent seines Umsatzes mit KI-basierten, automatisierten Produktvorschlägen generiert. Wer in seinem Unternehmen KI einführen möchte, sollte das GIGO-Prinzip beachten (Garbage in, Garbage out). Liegen die Daten in nicht ausreichender Qualität vor, erreichen die Modelle keine ausreichende Genauigkeit und erzielen kaum Erfolg. Um KI erfolgreich zu implementieren, braucht man eine interdisziplinäre Herangehensweise mit Experten aus Prozess-Profis, Geschäftsmodell-Experten, IT-Spezialisten und Data Scientisten/Data Engineers. Diese Experten müssen auch berücksichtigen, dass Künstliche Intelligenz keine Moral kennt. Werden falsche Daten eingespeist oder falsche Annahmen trainiert, besteht die Gefahr, dass das Modell falsche Schlüsse zieht. Deshalb ist es auch sinnvoll jedes Modell vor Inbetriebnahme qualitätszusichern und unfangreich zu testen. Text: Katja Deutsch
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Produkterkennung Produkterkennung Erkennung von Produkt und Produkt zustand in Regalen bzw Außenlagern. Hier am Beispiel von Aluminium profilen.
Erkennung von Gefahrenkennzeichen zur Steuerung von Sortieranlagen in der Paketlogistik bei der Luftfracht.
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Sicherheit
Eine Maschine lernt am besten, wenn sie gut sieht! Dafür sorgen wir: Alles, was das menschliche Auge innerhalb Sicherheit einer Sekunde erkennen kann, hat das Potenzial für die zuverlässige Erkennung mittels KI. Unsere Systeme können mit bisher unerreichter Genauigkeit Objekte, Produkt und Produkteigenschaften erkennen und daraus lernen.
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Sicherheit Präventive Wartung zur SteuErkennung von Gefahrenkennzeichen
Erkennung von Blasen auf Metallplatten im Metallrecycling zur Vorhersage von Qualität und Wartungsbedarf einer Produktionslinie.
Erkennung von Produkt und Produktzustand in Regalen bzw Außenlagern. Hier die Erkennung von Aluminiumprofilen und deren Beschichtung
Produkterkennung Erkennung von Produkt und Produktzustand in Regalen bzw Außenlagern. Hier die Erkennung von Aluminiumprofilen und deren Beschichtung
Als Mitglied im KI-Bundesverband unterstützen wir die Förderung eines menschen-zentrierten und menschendienlichen Einsatzes von KI Technologien.
Eine unabhängige Kampagne von European Media Partner
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ANALYSEDEUTSCHLAND.DE – SMART INDUSTRY 23 ANALYSEDEUTSCHLAND.DE
KI gehört ganz weit oben auf die Agenda Foto: mostphotos
Foto: Uwe Noelke
Intelligenter, individueller, effizienter, schneller, vernetzter: Mit der Digitalisierung vollzieht sich ein grundlegender Wandel in der Industrie. Im Zuge dieser Entwicklung ver-
ändern sich nicht nur Technologien und Produktionsabläufe. Auch die Arbeitswelt wird sich wandeln. „Für den Maschinenund Anlagenbau bedeutet dies zahlreiche Herausforderungen. Beispielsweise gilt es zu verinnerlichen, dass die Zusammenarbeit immer interdisziplinärer wird, Technologien aus Maschinenbau und IT mehr und mehr zusammenwirken und dies auch Auswirkungen auf neue Geschäftsmodelle und Produkte hat“, sagt Hartmut Rauen, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).
Hartmut Rauen, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)
spielt. Immer mehr Geräte und Maschinen werden mit Sensoren ausgestattet und kommunizieren untereinander. Vernetzte
„Denn KI hilft, Prozesse in der Produktion zu analysieren, Produkte mit smarten Funktionen zu ermöglichen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.“ Der VDMA erwartet für die kom-
menden Jahre weitere große Schritte im Bereich der sogenannten M2M‐Kommunikation (Maschine zu Maschine), die in der vernetzten Produktion eine entscheidende Rolle
Maschinen tauschen Informationen aus, steuern sich autark und sammeln Informationen für die Optimierung der Produktion. „Die zunehmende Digitalisierung in den Unternehmen verlangt nach leistungsstarken
Internetanschlüssen und der 5G-Technologie. Denn nur mit einer angemessenen digitalen Infrastruktur kann die intelligente Produktion im Sinne von Industrie 4.0 funktionieren“, betont Rauen. Ein Meilenstein in der Indust-
rie 4.0-Welt ist die Festlegung von einheitlichen Kommunikationsschnittstellen in der Produktion. Sie definieren die „Sprache“ der Zusammenarbeit im industriellen Umfeld. Der VDMA favorisiert hierzu den Schnittstellenstandard OPC UA (Open Platform Communications Unified Architecture), der sich zunehmend für die Industrie-4.0-Kommunikation im Maschinen- und Anlagenbau etabliert. „Durch den offenen
Standard können Maschinen und Komponenten unterschiedlicher Hersteller innerhalb der Produktion digital vernetzt werden und miteinander kommunizieren,“ betont Rauen. Dies befähige die Unternehmen ihre Produktion noch flexibler und effektiver zu organisieren. Was im Büro mit dem USB-Standard hinsichtlich Plug & Play schon lange möglich sei, werde in Zukunft auch in der Produktion in Form von Plug & Work Realität. Auch andere Technologien haben
für den Maschinenbau Schlüsselfunktion, um weltweit wettbewerbsfähig und erfolgreich zu bleiben, dazu zählt insbesondere die Künstliche Intelligenz (KI). „Denn KI hilft, Prozesse in der Produktion zu analysieren, Pro-
„Das Thema KI gehört auch politisch nach ganz oben auf die Agenda.“ dukte mit smarten Funktionen zu ermöglichen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln“, berichtet Rauen. Damit spielt KI für die Produkte und Prozesse des Maschinenbaus eine maßgebliche Rolle mit Blick auf die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit. Rauen: „Die Einbindung von KI in den Maschinenbau ist daher für Unternehmen, aber auch für Forschung ein absolutes Muss. Das Thema KI gehört auch politisch nach ganz oben auf die Agenda.“ Text: Chan Sidki-Lundius
FAKTEN Der VDMA ist mit mehr als 3.200 Mitgliedsunternehmen der größte Industrieverband in Europa. Mit gut 1,3 Millionen Erwerbstätigen im Inland und einem Umsatz von 232 Milliarden Euro (2018) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt. ANZEIGE
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Mit JUNG digital in die Zukunft Ideengebender Partner JUNG fördert Strategien für vereinfachte Planungsprozesse im Bereich ‚Digitales Bauen‘. Die Kluft zwischen digitalem Entwerfen und digitalem Bauen ist groß: Building Information Modeling, kurz: BIM, ist die aktuell treibende Kraft im Bereich Digitalisierung in der Architektur. BIM hat mit seinen Werkzeugen die Baubranche verändert und soll Architekten und Planern die reibungslose Digitalisierung aller Prozesse – von der Planung bis hin zur Ausführung – erleichtern. JUNG unterstützt seine Partner der bauenden Zunft aktiv durch den Einsatz modernster Technik und der Bereitstellung seiner Produkte als kostenlose BIM-Objekte. Ganz neu: die JUNG AR-Studio-App ermöglicht es Planern, Architekten und Bauherren, ihre Ideen besser zu visualisieren sowie in Augmented Reality-Szenarien zu erstellen und zu konfigurieren.
JUNG goes BIM: Vereinfachte Planungsprozesse. BIM definiert die strukturellen Abläufe innerhalb des Planungsprozesses und ermöglicht es Architekten und Planern, ein bauteilorientiertes dreidimensionales Gebäudemodell zu entwickeln. Alle relevanten Gebäudedaten und Eigenschaften sind im BIM-Model gespeichert und können dadurch von allen Planungsbeteiligten abgerufen werden – so können Projekte noch effizienter geplant und ausgeführt werden. In Bezug auf JUNG kann so die Elektroinstallation früh in der Projektplanung berücksichtigt werden. Die BIM-Objekte werden im Rahmen der integrativen Planung untereinander assoziativ vernetzt, wodurch Schnittstellen zwischen den Gewerken definiert und Planungsfehler frühzeitig identifiziert werden können. BIM vereinfacht so die Kommunikation der einzelnen Gewerke untereinander und trägt zu einer kosteneffizienten und fehlerfreien Planung bei. Darüber hinaus bietet BIM auch nach Abschluss eines Projektes einen enormen Nutzen, da die Wartung von Gebäuden im laufenden Betrieb vereinfacht wird. Das Facility Management kann mit Hilfe von BIM beispielsweise schnell und einfach nachverfolgen, welche Produkte aus unterschiedlichen Gewerken in einem Gebäude verbaut sind. Wenn zum Beispiel ein Lichtschalter oder eine Steckdose defekt ist, kann das entsprechende Produkt ganz leicht spezifiziert und nachbestellt werden. Mit dem kostenlosen JUNG Switch Range Configurator können JUNG Schalterprogramme direkt im Revit®-Projekt konfiguriert, platziert und verwaltet werden. Planungsänderungen werden automatisch
in Schnitten, Ansichten und Listen aktualisiert. Die Revit®-Familien enthalten aktuelle JUNG-spezifische Daten wie Artikelnummer, GTIN und andere relevante Herstellerdaten. Mit der breiten Palette an JUNG Schaltern können perfekte Farbkombinationen für Rahmen und Abdeckplatten erstellt werden. Darüber hinaus sind die Anzahl der Elemente, wie Schalter, Steckdose, Dimmer, Daten oder Kommunikation, sowie die Ausrichtung des Schalterprogrammes und die Einbauhöhe festlegbar.
Visualisierung 4.0: JUNG AR-Studio-APP. Eine ganz neue Art, um JUNG Schalter und Lösungen digital zu erleben, bietet die JUNG AR-Studio-APP. Oberflächen, Materialien und Far-
ben werden fotorealistisch erlebbar. Jederzeit und überall können mit der neuen App JUNG Produkte und Lösungen virtuell im Raum dargestellt und platziert werden. Einfach in der App ein Schalterprogramm, ein Material und eine Farbe auswählen und anschließend den JUNG Experience-Marker an der Stelle befestigen, wo der Schalter später zu finden sein soll. Die JUNG ARStudio App fügt nun virtuelle 3DModelle der gewählten JUNG Produkte in das Livebild der Räume ein. Auf dem Tablet oder Smartphone wird sichtbar, wie der Schalter im Raum zur Geltung kommt. Das Ausprobieren unterschiedlicher Rahmendesigns, die Wirkung verschiedener Metallvarianten – von Aluminium, über Edelstahl bis Messing – werden ebenso fotorealistisch erlebbar wie die 63 Farben aus der
exklusiv bei JUNG erhältlichen Les Couleurs® Le Corbusier Farbpalette. Die intuitiv bedienbare AR-App zeigt ebenso, wie die flächenbündige Schalterserie LS ZERO – in Wände und Möbel eingebaut – sowie die schlichte Aufputzvariante LS CUBE in realer Umgebung wirken. Das alles funktioniert selbstverständlich nicht nur mit den Schaltern und Steckdosen aus dem JUNG Programm: KNX-Bedienelemente, USBLadestationen, Smart Radio DAB+, Strahler und Fluter aus dem Plug & Light Leuchtensystem – mit der App lassen sich über 2.000 Modelle aus der vielfältigen JUNG Produktwelt realitätsgetreu einplanen. Zusätzlich liefert AR-Studio wertvolles Hintergrundwissen sowie ausgewählte Referenzfotografien zu den einzelnen Produkten.