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#197 – Gründergeist & Mittelstand

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Handelsblatt | Dezember 2025

Eine unabhängige Kampagne von Contentway

GRÜNDERGEIST & MITTELSTAND

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Hotspot Highlight | NXTGN

IDEEN FÜR EINE STARKE REGION

Baden-Württemberg gilt als Land der Tüftler – doch heute geht es nicht mehr nur um Maschinen, sondern um Quanten, KI und Gesundheit. Universitäten und starke Partnerschaften prägen diese neue Ära. Interview | Johannes Kliesch

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„DAS GRÜNDEN HAT MEIN LEBEN VERÄNDERT“ E-Commerce bietet viele gute Chancen für junge Gründerinnen und Gründer. Wer eine Idee hat, kann damit quasi im Jugendzimmer loslegen, denn man benötigt zunächst weder ein Büro noch ein Lager und auch keinen Onlineshop. Interview | Gülsah Wilke

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KÖNNEN, BODENHAFTUNG UND RESILIENZ: DIE DNA ERFOLGREICHER STARTUPS “

Hinter jedem erfolgreichen Startup stehen Menschen mit Mut, Leidenschaft und Durchhaltevermögen. Gülsah Wilke, Partnerin und Leiterin DACH der Venture-Capital-Firma DN Capital kennt diese Geschichten aus nächster Nähe.

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Großes Interview

LENA GERCKE GRÜNDERERFOLG IST KEIN ZUFALL

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Lena Gercke erkennt mittlerweile schnell, ob Gründer Substanz haben oder nur eine hübsche Präsentation abliefern. Warum die richtigen Fragen viel wichtiger sind als schnelle Antworten, verrät sie im Interview.

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GRÜNDERGEIST

Baden-Württemberg – Hotspot Highlight

Ideen für eine starke Region Vier Universitäten, ein gemeinsamer Auftrag: Innovation durch DeepTechStartups aus der Forschung fördern.

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aden-Württemberg gilt als Land der Tüftler – doch heute geht es längst nicht mehr nur um Maschinen, sondern um Quanten, KI und Gesundheit. Universitäten und starke Partnerschaften prägen diese neue Ära, das sind vier davon. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) steht mit der KIT-Gründerschmiede, geleitet von Thomas Neumann, u.a. für DeepTech und Energieinnovation. Dr. Raoul Haschke übersetzt mit der hei_INNOVATION der Universität Heidelberg Spitzenforschung aus Medizin und Life Sciences in marktreife Produkte. Melanie Kamrath leitet die Startup-Begleitung am Entrepreneurs Campus der Universität Ulm, wo u. a. Quantentechnologie und Data Science zum Unternehmertum finden. Und Dr. Rubina Zern-Breuer führt das Transfercenter TRACES der Universität Stuttgart, das DeepTech-Gründungen aus Produktionstechnologien und KI begleitet. Gemeinsam zeigen sie, wie stark Baden-Württemberg in Sachen DeepTech ist.

Herr Neumann, das KIT gilt als DeepTech-Hotspot. Was macht Karlsruhe so stark?

Das KIT vereint Universität und Großforschung – eine Kombination, die einzigartig in Deutschland ist. Wir verbinden exzellente Grundlagenforschung mit der Fähigkeit, Ergebnisse schnell in marktfähige Technologien zu übersetzen. Unsere Schwerpunkte liegen auf DeepTech-Themen, bspw. Energie, Mobilität und ClimateTech. Mit der KIT-Gründerschmiede und mehr als zwei Jahrzehnten Entrepreneurship-Förderung haben wir ein Ökosystem geschaffen, das Ideen konsequent in Unternehmen überführt. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Team, Technologie und Umfeld – und dieses Zusammenspiel funktioniert bei uns hervorragend. Welche Rolle spielt Baden-Württemberg dabei?

Eine zentrale Rolle. Hier sitzen die Hidden Champions, die den Mittelstand prägen. Wenn Wissenschaft und Wirtschaft sich auf Augenhöhe begegnen, entsteht nachhaltige Wertschöpfung. Das ist der Gedanke hinter NXTGN – unserer gemeinsamen exist Startup-Factory mit den anderen großen Universitäten. Wir bündeln Kom-

Thomas Neumann,

Melanie Kamrath,

Wir verbinden exzellente Grundlagenforschung mit der Fähigkeit, Ergebnisse schnell in marktfähige Technologien zu übersetzen.

Mit dem Entrepreneurs Campus begleiten wir Forschende auf dem Weg von der Idee zur Gründung und schaffen frühe Kontakte zur Industrie.

Leiter der KIT-Gründerschmiede

petenzen, Netzwerke und Sichtbarkeit. Deutschland ist besser als sein Ruf, und Baden-Württemberg ist der Beweis. Herr Dr. Haschke, Heidelberg steht für Spitzenforschung in Medizin und Life Sciences. Wie wird daraus wirtschaftlicher Erfolg?

Gründungen in der Medizin sind Marathonläufe, keine Sprints. Zwischen Labor und Marktzulassung liegen oft zehn Jahre. Wir brauchen Förderstrukturen, die Geduld, Expertise und Kapital vereinen. Heidelberg bietet dafür die ideale Basis: exzellente Forschung, klinische Nähe und eine Kultur der Zusammenarbeit mit der hei_INNOVATION als Nukleus. Wir unterstützen Forschende dabei, ihre Ideen aus der Klinik in die Anwendung zu bringen – mit Mentoring, Zugang zu Infrastruktur und internationalen Partnern. Wie gelingt es Ihnen, Talente aus der Forschung für Unternehmertum zu begeistern?

Viele Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen wollen Menschen helfen. Wir zeigen ihnen, dass sie mit einer Gründung Forschung, Wirkung und Unabhängigkeit verbinden können. Unternehmertum ist keine Abkehr von Wissenschaft, sondern ihre Fortsetzung in die Praxis. Wenn Professorinnen und Professoren selbst gründen, motiviert das die nächste Generation. So wächst eine organische Gründungskultur. Frau Kamrath, Ulm setzt auf Quantentechnologie und Data Science. Wo liegt das größte Potenzial?

Forschung allein reicht nicht – entscheidend ist, wo Technologie Wir-

NXTGN ist seit 2025 offizielle Startup Factory der Bundesregierung. Beteiligt sind die gründungsstärksten Institutionen aus Baden-Württemberg sowie starke Partner aus der Wirtschaft. www.join-nxtgn.com

Leiterin Startup-Begleitung am Entrepreneurs Campus der Universität Ulm

kung entfaltet. Damit liegt das größte Potenzial in der Verbindung von wissenschaftlicher Tiefe mit industrieller Anwendung. Ulm ist ideal, weil die Stadt Forschungstiefe und Industrieanbindung auf engem Raum vereint. Mit dem Entrepreneurs Campus begleiten wir Forschende auf dem Weg von der Idee zur Gründung und schaffen frühe Kontakte zur Industrie. Wie fördern Sie den Schritt vom Labor zum Markt konkret?

Transfer passiert nicht von allein. Es braucht Strukturen, die Orientierung geben, und Menschen, die Forschung, Industrie und Gründungskultur verbinden. Zum Beispiel durch Coaching, Mentoren-Netzwerke und strukturierte Austauschformate. Der Wandel vom Forschenden zum Unternehmer ist ein Lernprozess. Unsere Aufgabe ist, diesen Mindshift zu ermöglichen: Scheitern darf kein Stigma sein. Auch die Wirtschaft öffnet sich, weil der Innovationsdruck steigt. Frau Dr. Zern-Breuer, Stuttgart ist bekannt als Spitzenstandort für Produktionstechnologien, Luftund Raumfahrt und KI. Wie treiben Sie technologiegetriebene Gründungen voran?

Die Universität Stuttgart vereint als DeepTech-Standort zentrale Fachbereiche wie Produktion, KI und Luft- und Raumfahrt, um Innovationen in Bewegung zu setzen. Zentrale Programme, Coaching und Mentoring helfen Studierenden und Promovierenden, ihre Ideen und Forschung in Geschäftsmodelle zu überführen. TRACES begleitet sie vom Konzept

Dr. Raoul Haschke, Teamleitung hei_INNOVATION

Dr. Rubina Zern-Breuer,

Leiterin Transfercenter TRACES an der Universität Stuttgart

bis zum Markteintritt. Entscheidend ist der Perspektivwechsel: Forschende müssen lernen, sich auch als Gründerinnen und Gründer zu sehen. Das ist der Schlüssel zu mehr Innovation. Was unterscheidet Stuttgart von anderen Standorten?

Der „Stuttgarter Weg“ steht für interdisziplinäres Denken. Ingenieurwissenschaften, Informatik und Design arbeiten Hand in Hand. Durch die Nähe zu Fraunhofer-, DLR- und MaxPlanck-Instituten verfügen wir über ein einzigartiges dichtes Ökosystem, das einen perfekten Rahmen für DeepTechStartups bietet. Wir setzen zudem stark auf Impact und Female Entrepreneurship, weil Diversität neue Lösungen schafft. Die Zahl der Gründungsanfragen wächst stetig – das zeigt, dass sich Kultur tatsächlich verändern lässt. Was erwarten Sie alle von der gemeinsamen Plattform NXTGN? Neumann: NXTGN bündelt die

Stärken aller Standorte und schafft eine Startup-Reise von der Idee bis zur Skalierung.

Haschke: Synergien zwischen den

Hochschulstandorten – auch über das Konsortium hinaus.

Kamrath: Entscheidend ist die Ergänzung der Kompetenzen – nur gemeinsam sind wir stark. Zern-Breuer: So entsteht ein Ökosystem, das weit über die Landesgrenzen hinausstrahlt und Baden-Württemberg als Herz des DeepTech in Europa sichtbar macht.


Baden-Württemberg – Hotspot Highlight

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GRÜNDERGEIST

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Ein Netzwerk, das Zukunft möglich macht

Die Zukunftsfähigkeit Baden-Württembergs als innovativste Region Europas wird durch globale Veränderungen herausgefordert. Genau hier setzt NXTGN an: Die Plattform verbindet Wissenschaft, Wirtschaft und das Startup-Ökosystem und erreicht mit der neuen Förderung des Bundes sowie der Ernennung zur exist Startup Factory eine neue Stufe. Der Beitrag zeigt, was das für den Innovationsstandort bedeutet und wie NXTGN Talente, Ideen und Unternehmen zusammenführt.

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enn über die Innovationskraft im Südwesten gesprochen wird, fällt immer häufiger ein Name: NXTGN. Die Plattform versteht sich als verbindendes Element zwischen den führenden Hochschulen Baden-Württembergs, jungen Gründungsteams und der regionalen Wirtschaft. Ihr Ansatz: frühzeitig Talente fördern, Technologien in marktfähige Ideen verwandeln und Gründungsvorhaben dorthin begleiten, wo sie Strahlkraft entfalten können. Zum NXTGN-Konsortium gehören das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Universität Stuttgart, die Universität Heidelberg, die Universität Ulm die Hochschule der Medien (HdM), sowie IPAI (Innovation Park Artificial Intelligence) und die Campus Founders aus Heilbronn. Vervollständigt wird das Konsortium letztlich durch die NXTGN Management GmbH, die als operative Einheit und Brücke zur Privatwirtschaft agiert und privatwirtschaftliche Partner inklusive des Anchor VCs Mätch VC einbindet. Adrian Thoma, Managing Director der NXTGN Management GmbH, beschreibt den Kern des Modells so: „Es gibt viele Ideen, aber entscheidend ist,

wie daraus Geschäftsmodelle entstehen. Wir bringen die Player zusammen, damit aus einzelnen Förderbausteinen eine zusammenhängende Startup-Journey wird.“ Genau diese Rolle als Wegbereiter habe NXTGN früh geprägt, sagt er. „Wir haben in der Region ein enormes Potenzial. Die Frage war immer: Wie vernetzen wir das besser? Und wie schaffen wir Strukturen, die wirklich tragen?“ Diese Bestrebungen haben nun ein zusätzliches neues Level erreicht. NXTGN wurde als eine von zehn förderwürdigen exist Startup Factories im bundesweiten Wettbewerb ausgewählt. Mit der Förderung durch Bund und Wirtschaft von insgesamt 20 Millionen Euro erreicht die Arbeit nun einen Wendepunkt. „Das ist ein Momentum, das wir nutzen wollen. Wir können mit der Förderung jetzt Programme entwickeln, die bisherige Lücken in der Startup Journey schließen, bspw. in der Aktivierung von Forschenden oder bei der Internationalisierung“, betont Thoma. Es gehe nicht nur um mehr Ressourcen, sondern auch um Verlässlichkeit. NXTGN könne sich langfristiger ausrichten, Partnerschaften vertiefen und Angebote professionalisieren.

Der Standort Baden-Württemberg bietet dafür beste Voraussetzungen. Thoma sagt: „Wir haben hier relevante Zukunftstechnologien: Mobilität, Energie, Software, KI und Quantenforschung.“ Hinzu komme der starke Mittelstand, der offen für Kooperationen sei. Gleichzeitig spüre man in der Region den Druck der Transformation. „Wir sind im Auge des Orkans, wie ich immer sage. Wenn es unseren Automobilherstellern schlecht geht, trifft das das ganze Land. Genau deshalb brauchen wir starke Innovationsnetzwerke.“ NXTGN will sich als Netzwerk etablieren und hat klare Ziele: „Wir wollen bis 2030 ermöglichen, dass 1.000 Kollaborationen zwischen Startups, Forschung und Wirtschaft entstehen.“ Dass dieser Anspruch hoch ist, weiß Thoma selbst. Die Bundesförderung helfe, diese Meilensteine realistisch anzuvisieren – ein Weg, den Universitäten, Wirtschaft und NXTGN gemeinsam gehen. Die Hochschulen bringen ihre Grundlagenforschung, Talente und technische Exzellenz in NXTGN ein – und gemeinsam werden daraus konkrete Wege in Richtung Markt. „Ohne die Universitäten und Forschungseinrichtungen gäbe es viele dieser Ideen gar

Adrian Thoma,

Managing Director der NXTGN Management GmbH

Ohne die Universitäten und Forschungseinrichtungen gäbe es viele dieser Ideen gar nicht.

nicht. Und ohne uns würden einige davon nicht dort ankommen, wo sie Wirkung entfalten können“, so Thoma. Mit dem Ausbau der Programme, dem erweiterten Partnernetzwerk und dem Rückenwind der Bundesmittel sieht Adrian Thoma das Projekt an einem entscheidenden Punkt. „Man könnte sagen, es entstehen gerade viele Leuchttürme in Deutschland. Und wir bauen den Leuchtturm im Ländle.“ Die kommenden Jahre sollen zeigen, wie viel Strahlkraft dieser Ansatz tatsächlich entwickelt. Klar ist schon jetzt: Für Baden-Württemberg ist NXTGN mehr als ein weiteres Förderprojekt. Es ist ein Versuch, die Stärken der Region so zu bündeln, dass daraus echte Zukunft entsteht.


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GRÜNDERGEIST

GRÜNDERGEIST

AUSGABE #197

Key Account Manager: Alia Fahda Senior Account Manager: Sarah Larbi

Geschäftsführung: Nicole Bitkin, Fredrik Thorsson

Head of Content & Media Production: Aileen Reese Redaktion und Grafik: Aileen Reese, Nadine Wagner, Caroline Strauß, Negin Tayari

Text: Armin Fuhrer, Katja Deutsch, Julia Butz, Thomas Soltau, Jakob Bratsch Coverfoto: Presse

Distribution & Druck: Handelsblatt, Dezember 2025

Contentway Wir erstellen Online- und Printkampagnen mit wertvollen und interessanten Inhalten, die an relevante Zielgruppen verteilt werden. Unser Partner Content und Native Advertising stellt Ihre Geschichte in den Vordergrund. Die Inhalte des „Partner Content“ und „Hotspot Highlight“ in dieser Kampagne wurden in Zusammenarbeit mit unseren Kunden erstellt und sind Anzeigen.Für die Lesbarkeit verwenden wir das generische Maskulinum. Die Formulierungen sprechen alle Geschlechter gleichberechtigt an.

Contentway und Handelsblatt sind rechtlich getrennte und redaktionell unabhängige Unternehmen. Herausgegeben von: Contentway GmbH Neue Burg 1 DE-20457 Hamburg Tel.: +49 40 85 539 750 E-Mail: info@contentway.de Web: www.contentway.de

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WEITERE INHALTE

12. Marcus Diekmann 16. Daniel Jung 26. Marc S. Tenbieg 30. Céline Flores Willers

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Julian Draxler ist ganz bodenständig im Ruhrpott aufgewachsen und als Fußballer bei Schalke 04 groß geworden. Mittlerweile brennt er nicht nur für Fußball, sondern auch für Investitionen in Startups.

Dagi Bee ist nicht nur eine der bekanntesten Influencerinnen Deutschlands, sondern auch erfolgreiche Unternehmerin und Vorbild für unzählige Mädchen. Wie hat sie das geschafft?

Auf und neben dem Platz gilt: "Immer nach vorne!"

Mädels, vertraut auf Euch selbst!

Mut zur Zukunft – Warum wir den Gründergeist wieder entfachen müssen EINLEITUNG

Deutschland war einmal das Land der Ingenieure mit viel Pioniergeist. Menschen, die mutig genug waren, Dinge zu bauen, die es noch nicht gab. Vom Automobil bis zur Druckmaschine, vom MP3-Format bis zur SAPSoftware. Dieser Erfindergeist hat unser Land geprägt, unseren Wohlstand geschaffen und uns über Jahrzehnte international an die Spitze gebracht.

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Foto: Fabian Vuksic

och diesen Vorsprung haben wir in den letzten Jahren verloren. Heute stehen wir vor massiven Herausforderungen: Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, geopolitische Unsicherheit und der Wandel hin zu nachhaltigen Technologien verändern unsere Welt in rasanter Geschwindigkeit. Viele dieser Entwicklungen entstehen nicht mehr in Deutschland oder Europa, sondern in den USA und China. Und genau das darf uns nicht egal sein.

Wenn wir in Zukunft eine Rolle spielen wollen, müssen wir jetzt handeln. Wir brauchen wieder mehr Menschen, die gründen und Freude am Machen haben. Die mutig genug sind, Dinge neu zu denken und auch mal hinzufallen. Startups sind dabei keine Randerscheinung, sondern das Rückgrat zukünftiger Innovation. Sie bringen frische Ideen, Geschwindigkeit und echten Fortschritts-Willen in eine oft zu bürokratische und risikoaverse Wirtschaft. Ich spreche täglich mit Gründern, die mit Leidenschaft an Lösungen arbeiten, ob in der Raumfahrt, Robotik, Biotechnologie oder Künstlichen Intelligenz. Diese Menschen beweisen, dass der Gründer-

geist in Deutschland und Europa nicht verloren ist, er braucht nur wieder die richtige Bühne und Unterstützung. Daher investiere ich genau in diesen Bereichen:

In RobCo, weil ihre Industrieroboter uns physisch ergänzen und entlasten. Sie übernehmen monotone oder gefährliche Aufgaben und schaffen damit Freiräume für das, was uns Menschen wirklich ausmacht: Kreativität, Innovation und Empathie. In Nutori – also Longevity – investieren wir in ein Produkt, das dabei helfen kann, Körper und Geist langfristig jung und leistungsfähig zu halten. Und in EnduroSat, ein Unternehmen, das eine völlig neue Satelliten-Infrastruktur aufbaut und damit die Grundlage für unsere digitale Zivilisation sichert. Denn ohne moderne Satelliten gäbe es kein GPS, keine weltweite Kommunikation und keine vernetzte Wirtschaft. Damit diese und viele andere Startups erfolgreich werden und bleiben, brauchen wir drei Dinge: • Mutige Politik, die Gründungen erleichtert statt blockiert.

Frank Thelen, Tech-Unternehmer und Investor

• Investoren, die bereit sind, langfristig zu denken und echtes Risiko zu tragen. • Ein Bildungssystem, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern Neugier und Unternehmergeist fördert. Innovation entsteht dort, wo Menschen die Freiheit haben, Ideen auszuprobieren, zu scheitern und es danach besser zu machen. Genau das ist der Kern des Gründergeists. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass Deutschland wieder ein Land wird, in dem Zukunft entsteht, nicht nur auf Konferenzen, sondern in Werkstätten, Laboren und Gründerbüros. Denn wenn wir unseren Gründergeist verlieren, verlieren wir mehr als nur wirtschaftliche Stärke, wir verlieren den Mut, an morgen zu glauben. ANZEIGE - ADVERTORIAL

Mitarbeitende finden und behalten – INVENT macht Gesundheit zum Erfolgsfaktor Fachkräfte als Mangelware. Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, qualifizierte Mitarbeitende nicht nur zu gewinnen, sondern auch langfristig an sich zu binden. Dabei spielt ein Aspekt eine immer wichtigere Rolle: die Gesundheit am Arbeitsplatz. Bewerbende achten zunehmend auf Arbeitgeber, die für ihre Werte stehen und ein Umfeld schaffen, in dem sie sich wohlfühlen. Dazu gehören flexible Arbeitsmodelle, moderne Arbeitsplätze – und vor allem: ein echter Fokus auf das Wohlbefinden der Mitarbeitenden. Die INVENT Marketing & Tourismus GmbH bietet seit mehr als 30 Jahren mit den Hotel-Erlebnischecks die Möglichkeit, Erholung und Entspannung zu schenken. Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden Raum für Gesundheit, Entwicklung und Balance geben, ziehen nicht nur motivierte Talente an – sie schaffen auch langfristige Bindung. Die Vorteile der INVENT Hotel-Erlebnisschecks sind für Ihre Mitarbeiter die zeitlich flexible Einlösbarkeit und durch die Vielfalt der Partnerhotels mehr als genug Themen für alle Bedürfnisse.

Eines davon ist das moderne Stadthotel Renthof Kassel mit seinen historischen Gemäuern aus dem Jahre 1298. Ursprünglich als Karmeliten Kloster erbaut und 2017 unter denkmalgerechten Auflagen saniert, verbindet es modernes Design mit historischen Grundelementen. Jedes der Gästezimmer ist ein Unikat in Format und Einrichtung. Luxuriös, liebevoll und modern. Perfekt zum Ruhe finden und entspannen. Eine exklusive Gastronomie mit Bar und mehreren individuellen Eventlocations erweitern das Angebot rund um das Hotel Renthof. Denn: Kassel ist nicht nur documenta- und Weltkulturerbe-Stadt. Auch abseits der weltberühmten Kunstausstellung und des eindrucksvollen Bergpark Wilhelmshöhe hält die Stadt im Herzen Deutschlands etliche wunderschöne Orte für Sie bereit.

Nähere Informationen unter: www.invent-europe.com

www.invent-europe.com/ produkte/hotel-erlebnisschecks

Auf den Spuren der Brüder Grimm, auf Entdeckungstour durch die grünen Auen oder einfach ein wenig bummeln in der Innenstadt. Vom Renthof aus sind Sie ganz schnell an jedem beliebigen Ort.


Berenberg – Partner Content

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GRÜNDERGEIST

Startups brauchen kurze Wege – und Partner, die sie verstehen

Viele Startups klagen über die große Bürokratie, die ihnen in Deutschland das Leben schwer macht. Immer wieder stoßen Gründerinnen und Gründer schon in der Anfangsphase an ihre Grenzen, weil die bürokratischen Anforderungen extrem hoch sind. Auch, wenn sie es in die Finanzierungsrunden gescha� t haben, bleiben die regulatorischen Anforderungen eine echte Herausforderung. Stattdessen müsse man es den Startups möglichst einfach machen, sagt Carolin Lukas, Leiterin im Wealth Management. Sie hat auch eine konkrete Forderung, wie das geschehen könnte: „Wir sollten eine zentrale Plattform scha�en, um den Zugang zum Gründertum überhaupt erst einmal zu ermöglichen.“ Robin Behlau, ein erfolgreicher Seriengründer und Investor (derzeit als CEO bei dem Energy-Startup Fuchs & Eule tätig) fordert aber auch von den Startups mehr Risikobereitschaft. Gemeinsam erklären Lukas und Behlau, wie Gründerinnen und Gründer erfolgreich unterstützt werden können. Frau Lukas, warum brauchen denn gerade Gründer kurze Wege und schnelle Entscheidungen?

Lukas: Jedes Unternehmen ist natürlich unterschiedlich und hat spezifische Anforderungen. Aber alle sind auf möglichst schnelle Entscheidungswege angewiesen. Denn nur dann können sie sich auf das Wichtigste konzentrieren: die Entwicklung des Produkts, dem sie sich verschrieben haben. Herr Behlau, Sie sind seit über 15 Jahren als Gründer aktiv. Hat sich in dieser Zeit auf Seiten der Gründer etwas verändert?

Behlau: Ja. Früher hast du einfach gemacht. Heute wird alles durchgerechnet, gepitcht, abgesichert. Das ist professioneller, klar – aber auch weniger mutig. Viele jagen Themen nach, statt Probleme zu lösen. Der Gründergeist war mal Neugier, jetzt ist er oft Strategie. Beides hat seinen Platz, aber ohne Risiko entsteht nichts Neues. Wie wichtig ist es denn, die spezi�schen Bedürfnisse von Startups zu verstehen?

Lukas: Das ist ungemein wichtig. Das Ziel von Berenberg ist es daher, Gründerinnen und Gründer einerseits und etablierte mittelständische Unternehmen andererseits zusammenzubrin-

gen – zum beiderseitigen Vorteil. Wir organisieren kleine Businesstalk-Formate, die jungen Unternehmen einen Erfahrungsaustausch mit dem Mittelstand ermöglichen. Wertvoll kann vor allem der Austausch mit familiengeführten Unternehmen sein, die einen langen Atem haben und über lange Sicht arbeiten.

nächst, sie bräuchten dafür eigentlich gar keine Bank. Es reicht meistens schon, ihnen eine kurze Einführung in die Herausforderungen zu geben – und sie sehen ihren Irrtum ein. Und ein Exit kommt schließlich gewöhnlich nicht über Nacht, also sollte man ihn gut vorbereiten.

Wie kann man sich das konkret vorstellen?

Herr Behlau, viele Gründer haben oft nur ein Ziel: möglichst schnell zu wachsen. Ist das der richtige Ansatz?

Warum?

Haben Sie einen Wunsch an die Startups?

Lukas: Unsere Businesstalk-Formate veranstalten wir drei Mal im Jahr und laden 30 bis 40 Gäste aus Berlin zu einem bestimmten, festgelegten Thema ein. Das kann zum Beispiel mal ein Private Equity-Thema sein oder eins aus dem Health-Tech-Bereich. Wir laden dazu erfahrene Speaker ein – wir verfügen über ein sehr großes Netzwerk, auf das wir gezielt zurückgreifen können. Ebenso nehmen wir an Konferenzen teil und sind dort auf der Bühne präsent. Da geht es zum Beispiel um das wichtige Thema strategisches Asset Allocation, also die Frage, was Unternehmen eigentlich tun sollen, wenn sie zu Vermögen gelangt sind oder einen Exit planen. Gerade dieses Thema ist sehr wichtig. Lukas: Viele Startups glauben zu-

Behlau: Wachstum an sich ist ja nicht das Problem – die Illusion von sofortigem Erfolg ist es. Alle reden von Skalierung, aber kaum jemand hält lange genug durch, bis es wirklich groß wird. Erfolg braucht Geschwindigkeit und Ausdauer. Es geht darum, wie viel Druck man aushält, ohne die Richtung zu verlieren. Lukas: Ich glaube aber, hier hat es in den vergangenen Jahren schon eine Veränderung weg vom unbedingten, möglichst schnellen hin zu einem nachhaltigen Wachstum und zu echter Profitabilität gegeben. Das ist auch gut so. Denn der Wunsch, einfach nur ganz schnell zu wachsen, ist weder für die Investoren noch für den Arbeitsmarkt gut.

Lukas: Grundsätzlich wünsche ich mir, dass noch mehr Unternehmerinnen und Unternehmer einen längeren Atem haben und übrigens auch, dass sie mit ihren Unternehmen in Deutschland bleiben. Behlau: Ich wünsche mir zudem mehr Gründer, die wirklich brennen. Nicht für das Thema der Stunde, sondern für ihr eigenes. Wir benötigen zudem mehr Investoren, die Geduld haben, Dinge wachsen zu lassen. Die besten Firmen entstehen, wenn beide Seiten langfristig denken und nicht bei jedem Gegenwind neu anfangen.

Bei Berenberg werden Ideen in die Tat umgesetzt. Seit 1590 verbindet das Unternehmen Tradition, strategischen Weitblick und moderne Technologie. Es ist groß genug, um umfassende Leistungen zu bieten, und zugleich agil genug für schnelle Entscheidungen. Das Ziel: Beständiges scha�en und Bestehendes verbessern. Handeln im Heute gestaltet das Morgen – mit Leidenschaft, Pragmatismus und langfristigen Partnerschaften an der Seite. Das Kompetenzteam Young Entrepreneurs im Bereich Wealth Management berät Startups sowie junge Unternehmerinnen und Unternehmer bereits in den frühen Gründungsphasen und begleitet sie auf dem Weg zur Marktreife. www.berenberg.de

Carolin Lukas,

Standortleiterin Wealth Management Berlin Berenberg

Viele Startups glauben zunächst, sie bräuchten eigentlich gar keine Bank. Aber spätestens beim Exit oder nach einer Finanzierungsrunde entstehen neue �nanzielle Fragen – von Vermögensaufbau über Beteiligungen bis hin zu strategischen Anlageentscheidungen. Da kommen wir als Privatbank ins Spiel.

Robin Behlau,

Investor & CEO Fuchs & Eule

Der Gründergeist war mal Neugier, jetzt ist er oft Strategie. Beides hat seinen Platz, aber ohne Risiko entsteht nichts Neues.

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GRÜNDERGEIST

Wo Deutschlands Herz für Innovationen schlägt Deutschlands Unternehmergeist hat über Jahrzehnte technische Vorsprünge geschaffen und unsere Wirtschaft geprägt. Heute stellen Digitalisierung, geopolitische Veränderungen und die nachhaltige Transformation alle Akteure vor große Herausforderungen. Gerade jetzt sind Startups und der innovative Mittelstand daher unverzichtbar. Sie brauchen gezielte Förderung, verlässliche Finanzierung und echte Risikobereitschaft – damit Innovationen weiterhin in Deutschland entstehen.

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Ein He rz fü Startup r s

BERENBERG BANK Seite: 5

APELDOORN THINKWISE Seite: 27

DEVELUP Seite: 11

LINGEN Seite: 8 TOMORROWBIRD Seite: 27

BRYCK STARTUP ALLIANCE Seite: 14

EXIST Seite: 7 WONDDER SIBE BRAUNSCHWEIG Seite: 30 Seite: 23 Seite: 8 FUCHS & EULE HOCHSCHULE MAGDEBURG-STENDAL Seite: 5 Seite: 26

DORTMUND Seite: 13 INNOCLUB Seite: 13

MÖNCHENCLUSTER SOLINGEN GLADBACH MEDIZIN.NRW Seite: 12 Seite: 15 Seite: 18 CREDITREFORM KÖLN Seite: 20 Seite: 18 RWTH GS1 GERMANY / BUTTERFLY & ELEPHANT AACHEN Seite: 17 Seite: 19 RHEINBACH Seite: 15 INSIGHT Seite: 29 TOMORROW Seite: 16 UNIVERSITÄT HEIDELBERG Seite: 2/3

KARLSRUHER INSTITUT FÜR TECHNOLOGIE (KIT) Seite: 2/3 ALFATRAINING Seite: 22 NXTGN MANAGEMENT GMBH INSPIRE2START/UNI STUTTGART Seite: 2/3 STARTUPSÜD+/ UNI ULM PKF WULF GRUPPE Seite: 3 Seite: 21 UVC PARTNERS GMBH Seite: 25 WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG BODENSEEKREIS Seite: 24

FACTORY BOOST Seite: 7


Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – Partner Content

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GRÜNDERGEIST

Krisenzeiten sind Gründungszeiten Der exist Leuchtturmwettbewerb „Startup Factories“ ist eine zentrale Initiative der Bundesregierung, um das deutsche Startup-Ökosystem zu stärken. Am 10. Juli 2025 zeichnete Bundesministerin Katherina Reiche die zehn Sieger aus, die als Leuchttürme für wissensbasierte Deep-Tech-Gründungen agieren. Diese Public-Private-Partnerships vereinen 126 Wissenschaftseinrichtungen mit 144 Wirtschaftspartnern, die private Finanzierungsmittel von rund 110 Millionen Euro bereitstellen. Ziel ist es, die Anzahl und Qualität von Ausgründungen zu steigern und die gesamte Startup-Reise – von der Idee im Labor bis zur Skalierung – zu beschleunigen. Dezentrale Factories sollen durch Skalierung und Vernetzung einen echten Boost für den Innovationsstandort Deutschland darstellen. „Das ist eine sehr wichtige Aufgabe, denn wir benötigen in Deutschland dringend eine neue Gründungskultur“, sagt Marco Weicholdt, Geschäftsführer der Startup Factory boOst für Sachsen und Thüringen in Dresden. Herr Weicholdt, in Deutschland wollen zu wenige junge Menschen ein Unternehmen gründen. Woran liegt das?

Hierzulande bekommen junge Menschen durch das staatliche Bildungssystem und

Startups können einen wichtigen Anschub für Innovationen bieten, die ein großes Unternehmen häufig gar nicht leisten kann. Sie bekommen somit Entwicklungen sehr frühzeitig mit, die sie sonst verpassen würden.

auch in der Familie meistens vermittelt, dass es besser sei, sich eine Festanstellung zu suchen, die sie sozial absichert und feste Arbeitszeiten verspricht. Wer dagegen eine Idee hat, ein Unternehmen gründen möchte, die Extrameile geht, sich engagiert und versucht, Dinge besser zu machen oder etwas Neues zu schaffen, von dem auch die Gesamtgesellschaft ja nicht selten profitiert – der wird doch eher schräg angeschaut. Hinzu kommt, dass Gründerinnen und Gründer auch scheitern können. In Deutschland ist das, anders als in anderen Ländern, ein Makel fürs Leben. Warum aber sind Gründerinnen und Gründer so wichtig für die Gesamtwirtschaft?

Sie stellen etablierte Dinge und Gewohnheiten in Frage. Sie glauben, eine bessere

Lösung gefunden zu haben und wollen sie – oft mit viel persönlichem Risiko und sehr viel Arbeit und Aufwand – umsetzen. Tatsächlich kann Deutschland nur mit solchen engagierten und motivierten Gründerinnen und Gründern wieder von einem Markt der Anwender zu einer Nation der Hersteller von erfolgreichen Produkten werden. Gelingt uns das nicht, werden Deutschland und Europa zum Museum zu werden. Und wie fördert boOst diese notwendige Entwicklung?

Als exist Startup-Factory für Sachsen und Thüringen konzentrieren wir uns auf die Industrien, die in unseren Regionen schon seit sehr langer Zeit stark sind: in Dresden ist das die Halbleiterbranche, in Thüringen die optische Industrie. Andere Factories haben andere Schwerpunkte – Hamburg beispielsweise hat vor allem Green Tech-Themen im Fokus. Bei boOst arbeiten wir mit zehn Universitäten und Hochschulen sowie einer Reihe großer Unternehmen mit weltweiter Vernetzung wie Infineon, ZEISS und VW, um nur einige zu nennen, zusammen. Unsere Aufgabe ist es, Leute mit Ideen auf der einen und Unternehmen sowie Kapital auf der anderen Seite zusammenzubringen. Wir bauen den jungen Startups eine Brücke vom Labor in die Industriehalle oder von der Theorie in die Praxis. An dieser Stelle kann man ihnen mit ganz praktischen Maßnahmen helfen. Zum Beispiel?

In der Vorgründungsphase ergänzen wir etablierte Gründungsseminare, Sensibilisierungsformate und Ideenwettbewerbe der Universitäten und Hochschulen um außercurriculare Entrepreneurship-Formate, bei denen erfahrene Gründerinnen und Gründer praxisnah Startup-Methoden und Mindset vermitteln. Wir arbeiten gemeinsam mit Forschungsinstitutionen, Unternehmen und Investoren der Region. Wir verlinken einerseits möglichst viele Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Milieus mit Unternehmern und bündeln dafür die zahlreichen Angebote entlang der Startup-Journey. Ebenso generieren wir Geschäftsmodelle gemeinsam mit Unternehmenspartnern und verzah-

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Die 10 exist Startup Factories des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie starten als Leuchttürme des deutschen Startup-Ökosystems. Ziel ist es, die Anzahl und Qualität wissenschaftsbasierter Deep-Tech-Gründungen zu steigern und die Startup-Journey zu beschleunigen. www.startup-factories.de www.startup-factory-boost.de

Ein Herz für Startups

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Marco Weicholdt,

Geschäftsführer der Startup Factory boOst für Sachsen und Thüringen in Dresden

Unsere Aufgabe ist es, Leute mit Ideen auf der einen und Unternehmen sowie Kapital auf der anderen Seite zusammenzubringen.

nen wachstumsorientierte Teams aus Wissenschaft und Forschung mit der regionalen Wirtschaft. Was haben eigentlich die etablierten Unternehmen davon?

Sie profitieren ganz klar davon, indem sie mit neuen Ideen und Ansätzen in Berührung kommen. Startups können einen wichtigen Anschub für Innovationen bieten, die ein großes Unternehmen häufig gar nicht leisten kann. Sie bekommen somit Entwicklungen sehr frühzeitig mit, die sie sonst verpassen würden. Und davor haben die Unternehmen oft große Angst. Bleibt die Frage: Ist jetzt eine gute Zeit, zu gründen?

Definitiv, ja. Denn die deutsche Wirtschaft kriselt gerade – aber Krisenzeiten sind Gründungszeiten. Zudem dreht sich auch gerade der Arbeitsmarkt. Das kann die Motivation steigern, die Ärmel hochzukrempeln und zu gründen. Und was macht die Faszination des Gründens aus?

Sie ist sehr groß – man hat die Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren und seinen eigenen Gestaltungswillen zu befriedigen. Man kann etwas Neues, Großartiges auf bauen, das vielleicht das Leben vieler Menschen verbessert. Man tut etwas für die gesamte Wirtschaft und das ganze Land. Und man ist nicht nur ein kleines Rädchen in einem großen Unternehmen, sondern bestimmt in seinem Unternehmen entscheidend mit. Das alles ist wahnsinnig anstrengend und herausfordernd, aber es kann für eine sehr große persönliche Zufriedenheit sorgen – viel mehr als der klassische 9-to-5-Job.


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GRÜNDERGEIST

Stadt Lingen – Hotspot Highlight

Das Übermorgen im Visier Die Stadt Lingen (Ems) setzt auf Ökosysteme für Startups und Innovationen.

M

it rund 60.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Lingen (Ems) die größte Stadt im Emsland. „Als KI-Satellitenstandort des KI Park Berlin und Wasserstoff-Hauptstadt bietet Lingen ideale Voraussetzungen für Innovationen. Wir vernetzen Technologie, Wissenschaft und Unternehmergeist – und schaffen so ein Umfeld, in dem Startups Zukunft gestalten können“, sagt Oberbürgermeister Dieter Krone. Auf dieser Basis entwickelt die Wirtschaftsförderung Lingen ein Startup- und Innovationsökosystem, das auf dem 13 Hektar großen IT-Campus (ICL) weiter wachsen soll. Der ICL dient als Knotenpunkt für das überregionale Innovationsnetzwerk. Hier arbeiten Forschung, Entwicklung, Unternehmen, Innovationsabteilungen sowie Gründerinnen und Gründer zusammen und treiben neue Technologien voran. Ziel ist es, optimale

Voraussetzungen für Wachstum und Innovation zu schaffen. Unternehmen sowie Gründerinnen und Gründer können bereits jetzt Flächen auf dem ICL erwerben oder sich für Mietflächen vormerken lassen.

IT-Campus Lingen

Wie erfolgreich dieser Ansatz ist, zeigt das Beispiel der Customized Workflow Optimizer GmbH (CWO), gegründet von Myriam Erath und Co-Gründer Hendrik Unkenholz. Das Startup hat eine KI-basierte Lösung für die automatische Auftragsverarbeitung im produzierenden Gewerbe entwickelt. Das System liest, kategorisiert und strukturiert E-Mails samt Anhängen und kann auch aus unvollständigen Angaben korrekte Bestellungen ableiten – etwa, wenn ein

Unternehmen im Dreischichtbetrieb produziert, die Verwaltung jedoch nur tagsüber besetzt ist. Das erhöht die Maschinenauslastung, spart Zeit und steigert die Effizienz erheblich.

Myriam Erath, Gründerin der CWO GmbH

CWO wurde über das Seedhouse Lingen gefördert, das als Accelerator und Inkubator eng mit dem Seedhouse Osnabrück verbunden ist. Über das Seedhouse soll CWO ab dem 01. Januar 2026 eine Hightech-Inkubatorenförderung (HTI) der NBank erhalten– eine Förderung, die in Niedersachsen nur selten vergeben wird. Diese Unterstützung ermöglicht

Design & Visualisierung: Thomas Schaper Design

Weitere Informationen über die Stadt Lingen unter: wirtschaft.lingen.de

es dem Startup, eine selbstlernende und zugleich kausal transparente KI zur Auftragsverarbeitung zu entwickeln, die alle Transparenzanforderungen des EU AI Act erfüllt. Darüber hinaus nutzt das Team die modernen Räumlichkeiten des Coworking-Space AnDock, direkt neben dem Campus Lingen. „Der hochwertige Standort bietet perfekt ausgestattete Arbeitsplätze für die KI-Softwareentwicklung“, so Erath. „Die inspirierende Atmosphäre schafft ideale Voraussetzungen für Austausch und Kooperation mit anderen Akteurinnen und Akteuren aus der Startup-Szene.“

Wirtschaftsförderung

Braunschweig – Hotspot Highlight

Neues Programm für niedersächsische High-Tech und Deep-Tech Startups Braunschweig setzt neue Maßstäbe in der Startup-Förderung

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it seinem thematischen Fokus – QIMP steht für Quantentechnologie, Informationstechnologie, Mobilität und Produktionstechnik – stellt das Programm vier Forschungsbereiche in den Mittelpunkt, die zu den zentralen Zukunftsfeldern für Wirtschaft und Gesellschaft gehören und ein enormes Innovationspotenzial aufweisen. „Mit dem QIMP High-Tech Incubator schließen wir gezielt eine Finanzierungslücke – das sogenannte ‚Valley of Death‘, in dem sich häufig Startups wiederfinden, die bereits erste Umsätze erzielen, aber kein Kapital für schnelles Wachstum haben“, so Gerold Leppa,

Geschäftsführer der Braunschweig Zukunft GmbH. „Unser Ziel ist es, Startups mit großem Innovationspotenzial beim Übergang von der Wachstumsphase zur Skalierung zu unterstützen und die Attraktivität für Investoren zu steigern.“ Die PTB, die unter anderem ein Quantentechnologie-Kompetenzzentrum (QTZ) betreibt, und die TU Braunschweig bringen neben ihrer wissenschaftlichen Exzellenz auch ihre technologische Infrastruktur ein, von der die Startups profitieren. „Im neuen Inkubator bauen wir auf unsere Erfahrungen im vom Land geförderten Hightech-Inkubator

im Quantum Valley Lower Saxony (QVLS-HTI) auf. Diese starke Kooperation zwischen der PTB, der TU Braunschweig und der Braunschweig Zukunft GmbH ist ein entscheidender Schritt, um die Startup-Förderung auf ein neues Niveau zu heben und so im Rahmen des Zukunftsclusters QVLSiLabs das regionale Innovationsökosystem auszubauen“, so Prof. Dr. Cornelia Denz, Präsidentin der PTB. Prof. Dr. Angela Ittel, Präsidentin der TU Braunschweig: „Im Bereich Transfer baut die TU Braunschweig ihre Gründungsunterstützung konsequent aus. Mit dem Inkubator wollen wir sicherstellen,

Die ersten 10 teilnehmenden Startups sowie weitere Infos zum QIMP High-Tech Incubator und dem Bewerbungsprozess für die nächsten Runden sind unter www.braunschweig.de/qimp zu finden.

Foto: BSZ/Philipp Ziebart

Mit dem QIMP High-Tech Incubator ist in Braunschweig ein neues Unterstützungsprogramm für High-Tech- und Deep-Tech-Startups in der Wachstumsphase entstanden. Getragen wird es von der Braunschweig Zukunft GmbH sowie zwei international führenden Forschungseinrichtungen: der Technischen Universität Braunschweig und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB). Das Land Niedersachsen fördert das Vorhaben mit bis zu 500.000 Euro jährlich bis Ende 2028, ko-finanziert von der Europäischen Union. Zusätzlich stehen insgesamt circa acht Millionen Euro für bis zu 30 ausgewählte Startups zur Verfügung.

Anne Venema hat das Projektmanagement des QIMP High-Tech Incubators inne und ist Ansprechpartnerin für interessierte Startups.

dass Startups Zugang zu modernster Infrastruktur, wissenschaftlicher Expertise und maßgeschneidertem Coaching erhalten.“ Prof. Dr. Arno Kwade, Vizepräsident für Transfer und Innovation, ergänzt: „Durch gezielte Unterstützung in den Bereichen Geschäftsmodelloptimierung und Marktstrategien sowie den Zugriff auf ein internationales Expertennetzwerk schaffen wir ein Umfeld, das Technologietransfer, Innovation und Wachstum nachhaltig begünstigt.“


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Biolabs – Partner Content

GRÜNDERGEIST

Raus aus der Forschung, rein in die Wirkung Die deutsche Biotech-Branche steht unter Druck – und vor Chancen zugleich.

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rühphasenfinanzierungen im Gesundheitsbereich brachen 2023 um rund 35 Prozent ein, während die Zahl wissenschaftsgetriebener Gründungen laut Kf W zuletzt auf 585.000 stieg. Die Forschung ist da: Personalisierte Medizin, RNA-Therapien, innovative Biotech-Ansätze. Doch der Transfer in die marktfähige Therapie stockt. Es fehlt an Kapital, Laborplätzen, Netzwerken und unternehmerischem Know-how. Die Pharmaindustrie schließt strategische Partnerschaften mit Startups, um Kompetenzlücken – etwa bei Biologika – zu schließen, F&E bis Kommerzialisierung zu vernetzen und so Innovationskraft wie Resilienz zu stärken. Neue Inkubatoren in Berlin, München und Heidelberg wollen die Lücke schließen: Sie verbinden Wissenschaft, Wirtschaft und Gründergeist und erleichtern den Sprung von der Idee zur Therapie. Wie der Transfer gelingt und welche Rolle persönliche Überzeugung dabei spielt, erklären Dr. Ann-Kristin Mueller (Site Director, BioLabs Heidelberg), Garima Bhardwaj, PhD (Head of Clinical Incubator, BIH@Charité, Berlin) und Dr. Max Pöhlmann (Site Director, BioLabs München).

Frau Dr. Mueller, BioLabs bietet in Heidelberg Infrastruktur für junge Biotech-Startups. Warum ist dieser frühe Raum so wichtig?

Der frühe Raum ermöglicht es Gründern, Ideen schnell und kosteneffizient zu testen – ein entscheidender Faktor in Deutschland, wo Risikokapital noch

begrenzt ist. BioLabs stellt nicht nur Labore bereit, sondern auch ein Netzwerk aus Expert:innen und Mentor:innen. Dies schafft ein kreatives Umfeld, das für Innovationen unerlässlich ist. Viele Gründungen scheitern am Übergang vom Labor zur Firma. Was motiviert Sie, hier anzusetzen? Wir setzen genau an diesem kritischen Punkt an: Startups entwickeln bei uns nicht nur ihre Technologien, sondern lernen auch die geschäftlichen Aspekte kennen. Mit Workshops, Mentoring und Investorenzugang schlagen wir eine Brücke zwischen Forschung und Markt, damit Ideen zu erfolgreichen Unternehmen werden. So zeigen wir, dass Deutschland jenseits von Automobil- und Maschinenbauindustrie wachstumsstarke Branchen hat. Frau Dr. Bhardwaj, wie hilft der Clinical Incubator den Forschenden beim Schritt zur Gründung?

Im CLIC treffen Kliniker:innen, Forschende, regulatorische Expert:innen, Investor:innen und Unternehmer:innen aufeinander, um Annahmen früh zu prüfen, Risiken zu erkennen und Konzepte weiterzuentwickeln. Charité und BIH bringen klinische und translationale Expertise ein, BioLabs internationale Erfahrung im Auf bau junger Teams. Diese Partnerschaft gibt Struktur, Begleitung und Vernetzung, damit Forschende den Schritt zur Gründung selbstbewusst gehen. Was braucht Berlin, um internationales Gründungspotenzial zu entfalten?

Berlin hat exzellente Forschung und Talent. Engpässe bestehen in der Translation: fehlendes Kapital, langsame Regulierung, kulturelle Hürden.

1. Mehr privates und institutionelles Kapital, besonders ab Series A/B, sonst wandern Teams ab. 2. Schnellere und planbare regulatorische Prozesse, etwa Biotech-Fast-Lanes. 3. Eine akademische Kultur, die Unternehmertum belohnt – mit Anreizen, Anerkennung und Talentmobilität. Berlin hat starke Grundlagen, aber Kapital, Regulierung und Kultur müssen sich weiterentwickeln, damit Teams hier gründen und bleiben. Herr Dr. Pöhlmann, was macht BioLabs|TUM in München besonders attraktiv?

München vereint Spitzenforschung, starke Universitäten und viele Industriepartner aus Pharma, Auto, Raumfahrt oder Tech. Die Schnittstellen zu Deep-Tech, Quantentechnologie und KI erzeugen Dynamik. Zudem gibt es eine vergleichsweise hohe Investorendichte, kurze Wege und Austauschmöglichkeiten.

Dr. Ann-Kristin Mueller,

Site Director – BioLabs Heidelberg

Mit Workshops, Mentoring und Investorenzugang schlagen wir eine Brücke zwischen Forschung und Markt, damit Ideen zu erfolgreichen Unternehmen werden.

Wo sehen Sie Deutschlands BiotechGründer in fünf Jahren?

Garima Bhardwaj, PhD,

Wir brauchen mehr Mut zur Gründung. Ausgründungen werden zentral für künftige Wertschöpfung. Dafür müssen Forscher:innen und Wissenschaftler:innen wirtschaftlich geschult werden und interdisziplinär arbeiten. Publikationen dürfen nicht der alleinige Erfolgsmaßstab bleiben und wir müssen Technologietransfer belohnen. In fünf Jahren sollte die Gründung eines Startups eine realistische Option für junge Forschende sein.

Head of Clinical Incubator – BIH@Charité, Berlin

Diese Partnerschaft gibt Struktur, Begleitung und Vernetzung, damit Forschende den Schritt zur Gründung selbstbewusst gehen.

Dr. Max Pöhlmann,

Site Director – BioLabs München

Die Schnittstellen zu DeepTech, Quantentechnologie und KI erzeugen Dynamik. BioLabs ist ein internationaler Betreiber hochwertiger Co-Working-Labore für LifeScience- und Biotech-Startups. Das Unternehmen stellt voll ausgestattete Labor- und Büroflächen, modernste Infrastruktur sowie Zugang zu Expertennetzwerken und Mentoring bereit. Durch flexible Mietmodelle ermöglicht BioLabs jungen Forschungsteams einen schnellen, ressourceneffizienten Start und beschleunigt so den Weg von der wissenschaftlichen Idee zur marktfähigen Innovation. www.biolabs.io

HEIDELBERG

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GRÜNDERGEIST

LENA GERCKE

Gründererfolg ist kein Zufall


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GRÜNDERGEIST

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GROSSES INTERVIEW

Lena Gercke erkennt mittlerweile schnell, ob Gründer Substanz haben oder nur eine hübsche Präsentation abliefern. Warum die richtigen Fragen viel wichtiger sind als schnelle Antworten, verrät sie im Interview. Text: Katja Deutsch Foto: Presse

Lena, was hat dich neben dem Modeln dazu gebracht, LeGer zu gründen?

Ich wollte nicht nur das Gesicht für andere Marken sein, sondern selbst Verantwortung für eine Vision übernehmen. Beim Modeln habe ich unglaublich viel gelernt: wie Kollektionen gedacht werden, wie wichtige Momente im Marketing entstehen, wie Menschen sich fühlen sollen, wenn sie Mode tragen. Irgendwann kam der Punkt, an dem ich dachte: Ich möchte nicht nur Kampagnen tragen, sondern eine Marke bauen, die Frauen in ihrem echten Alltag begleitet. LeGer ist mein Ausdruck von Kreativität, aber auch der Wunsch, selbst gestalten zu können: Produkte, Teams, Entscheidungen, Wirkung. Irgendwann wollte ich selbst auf dem Driver‘s Seat sitzen und nicht nur tun, was andere mir sagen. Was war die größte Herausforderung bei der Kooperation mit About You?

Wir sind als sehr kleines, engagiertes Kernteam gestartet – mit viel Leidenschaft, aber begrenzten Ressourcen. Dann ging alles sehr schnell: Plötzlich war die Nachfrage riesig, die Verantwortung groß, und der Takt extrem hoch. Die größte Herausforderung bestand darin, in diesem rasanten Wachstum die Balance zu halten, kreativ zu bleiben, mutig neue Ideen zu verfolgen und gleichzeitig wirtschaftlich und strategisch mitzuwachsen. Wir mussten in kürzester Zeit Strukturen schaffen, ein starkes Team auf bauen und Prozesse definieren, die es zuvor gar nicht gab. Dabei war uns immer

wichtig, dass trotz all dieser organisatorischen Veränderungen die Qualität und Seele unseres Produkts niemals verloren gehen. Ein ständiger Balanceakt zwischen Vision und Umsetzung, zwischen Kreativität und Effizienz. Wünschst du dir mehr mutige Gründer in Deutschland?

Unbedingt! Wir brauchen in Deutschland dringend eine neue Kultur des Ausprobierens und des Vertrauens in eigene Ideen. Mut ist die Grundlage für jeden Fortschritt, egal ob in Wirtschaft, Wissenschaft oder Gesellschaft. Gründungen entstehen immer aus dem Wunsch heraus, etwas zu verändern, Dinge besser zu machen, neue Wege zu gehen. Und genau diesen Spirit brauchen wir viel öfter. So viele Menschen haben eine zündende Idee, aber trauen sich dann doch nicht, diese zu verfolgen und zu verwirklichen. Natürlich ist damit ein hoher Arbeitsaufwand verbunden und die Vorstellung, jeden Abend und jedes Wochenende neben dem Job vollen Einsatz für sein eigenes Business zu bringen, schreckt viele ab. Dazu kommt, dass hierzulande immer noch die Angst vor dem Scheitern zu spüren ist. Doch Scheitern gehört zum Gründen dazu. Es ist kein Rückschritt,

Mut ist die Grundlage für jeden Fortschritt, egal ob in Wirtschaft, Wissenschaft oder Gesellschaft.

sondern ein Lernprozess. Wenn wir es schaffen, diesen Blickwinkel zu verändern, werden wahrscheinlich viel mehr Menschen den Schritt wagen, ihre Ideen in die Welt zu bringen. Jede Gründerin und jeder Gründer ist auch ein Vorbild für jemanden, der vielleicht gerade noch zögert. Wenn wir diese Geschichten sichtbarer machen und gegenseitig ermutigen, können wir eine echte Gründerkultur aufbauen, die Innovation, Kreativität und Mut nicht nur feiert, sondern aktiv fördert. Als Jurorin in der „Die Höhle der Löwen“ siehst du alle möglichen Startups. Inwieweit haben die vielen Pitches deinen Blick auf den zukünftigen Erfolg oder Misserfolg der Gründer geschärft?

Ich sehe sehr schnell, ob ein Team seinen Markt wirklich fühlt. Nicht die perfekte Präsentation entscheidet, sondern Klarheit über das Problem, Leidenschaft für die Lösung und die Fähigkeit, Verantwortung zu tragen. Viele kommen mit einem tollen Produkt – aber was ja grundlegend ist, ist: Steht dahinter ein belastbares Geschäftsmodell? Versteht ihr eure Zahlen? Wie geht ihr mit Druck um? Die Show hat mir noch deutlicher gezeigt: Gründererfolg ist eine Kombination aus Fokus, Resilienz und der Bereitschaft, Fragen auszuhalten statt Antworten zu beschönigen. Wie bringen wir mehr Menschen in Deutschland zum Gründen?

Wir müssen früher damit anfangen

und in Schulen, Unis, aber auch in den Medien sichtbar machen, dass Gründung normal sein darf. Weniger Bürokratie, mehr Leichtigkeit. Wir brauchen mehr Menschen, die ihre Geschichte erzählen, mit allen Ups and Downs. Mehr Menschen, die die Begeisterung für ein eigenes Business verbreiten, die leuchten, wenn sie von ihrem Weg erzählen! Warum schlägt dein Herz für Startups?

Genau aus diesem Grund: Ich liebe es, wenn sich Menschen aus tiefster Seele für etwas begeistern und daraus etwas gestalten und in die Welt tragen!

Gründererfolg ist eine Kombination aus Fokus, Resilienz und der Bereitschaft, Fragen auszuhalten statt Antworten zu beschönigen. Lena Gercke… • ist der größte Weihnachtsfreak aller Zeiten • liebt schnelle Autos • ihre Handtasche ist wie die von Mary Poppins: Da steckt viel mehr drin als reinpasst • hat eine Schwäche für Schokolade ANZEIGE - ADVERTORIAL

Dein Gründungsökosystem in Mecklenburg-Vorpommern. Zukunftszentrum

Das Zukunftszentrum DeveLUP ist am Start für deine Ideen: mit persönlicher Betreuung, Wissen und Support bei der Wirtschaftsförderung, echten Kontakten zu Unis, Unternehmen und Multiplikatoren.

DeveLUP

Hamburg

50 min

Ludwigslust Gründen. Vernetzen. Wachsen. deve-lup.de

60 min

Berlin

Gefördert aus den Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ durch das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Dein Netzwerk-Turbo: Alle relevanten Stakeholder, Top-Arbeitsplätze mit vielen Meeting-Areas, Workshops und natürlich das monatliche Meet & Greet mit der Szene in Ludwigslust.


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GRÜNDERGEIST

Wer den Mut hat, jetzt ein Startup zu gründen, kann sogar die ganz Großen schlagen AUFBRUCH

Marcus Diekmann, Gründer der Founder‘s League Academy, Entrepreneuer und Chief Strategy, Digital & eCommerce Officer und Gesellschafter der Sanicare Gruppe sieht derzeit hervorragende Chancen für schnelle und agile Unternehmensgründer. Denn diese können alle Vorteile der KI für sich nutzen. Text: Katja Deutsch Foto: ArmedAngels

Marcus, wie viel Mut braucht man, um heute ein Business zu gründen? Guter Zeitpunkt oder lieber etwas abwarten?

Diese Frage stellen mir etwa 500 Gründer jedes Jahr (lacht). Ich frage dann immer: Warum willst du überhaupt gründen? Dann kommt meist eine dieser drei Antworten: Ich möchte flexibler arbeiten. Ich möchte reich werden. Ich möchte etwas verändern und verbessern. Der letzte Grund ist für mich der einzige sinnvolle Antrieb. Denn nur diejenigen, die tatsächlich etwas verändern und verbessern möchten – Dinge, Anwendungen, Prozesse – sind mutig genug, alles zu riskieren. Nur diese Gründer können auch alles

gewinnen. Dazu gehört der Einsatz von Geld, Energie und Zeit, halbe Sachen funktionieren nicht. In einer Zeit mit starken Umbrüchen wie jetzt sind die Bedingungen zum Gründen perfekt, es entstehen so viele Chancen! Startups können von Anfang an AI-first arbeiten und enorm skalieren. Gleichzeitig bietet der Konsumentenmarkt neue Möglichkeiten, weil viele traditionelle Marken den Wandel nicht schaffen. Wer jetzt mutig ist und gründet, kann enorm Erfolg haben.

In Deutschland herrscht vorrangig Angst, dass durch KI unzählige Arbeitsplätze vernichtet werden. Aber wo genau bietet sie echte Chancen?

Deutschland war lange stolz darauf, ein Land der Wissensträger zu sein. Doch heute lässt sich alles viel schneller und umfassender über Tools wie OpenAI analysieren. Entscheidend ist, wie schnell du lernst, dich anzupassen und neue Technologien aktiv einzusetzen. Kleine Organisationen haben deshalb einen riesigen Vorteil gegenüber etablierten, schwerfälligen Konzernen: Sie können mit geringem Personalaufwand flexibel handeln und KI konsequent in allen Bereichen nutzen. Sobald die alten Regeln

der Marktwirtschaft nicht mehr gelten, können neue Sieger entstehen. So war es schon beim Wandel vom klassischen Handel zum E-Commerce, vom E-Commerce zum Social Commerce und jetzt zur KI-basierten Ökonomie. Jetzt ist der Moment, richtig durchzustarten – wenn man die Gelegenheit ergreift.

Hat die Führungsriege in Deutschland überhaupt verstanden, dass sie jetzt den Mut braucht, nicht nur einzelne Arbeitsschritte, sondern eben den ganzen Unternehmensaufbau völlig neu zu denken?

Nein. Besonders in unserer traditionell erfolgreichen Automobilindustrie lag der Fokus jahrzehntelang darauf, bestehende Produkte weiter zu verbessern, statt sie grundlegend zu revolutionieren. Das wird heute im Management allgemein zum Problem: Deutschland und seine Unternehmer müssen endlich lernen, radikal neu zu denken und zu revolutionieren! Welche innovativen Gründungen aus Deutschland haben dich echt beeindruckt?

Aus Deutschland kommt gerade viel Innovatives, von DeepL bis hin zu

Marcus Diekmann, Gründer der Founder‘s League Academy & Entrepreneur

Social-First-Marken wie Snocks und ArmedAngels, die mit klugem Community-Building ganze Märkte auf den Kopf stellen. Selbst Produkte wie Labubu-Plüschanhänger können heute über Influencer-Marketing in kürzester Zeit global erfolgreich werden. Menschen wollen radikal vereinfachen und lieber weniger Auswahl und dafür klare Orientierung und starke Marken. Zusammen mit zwei Freunden habe ich in nur einer Woche „Frag Isabella“ entwickelt: eine KI, die anhand des Aussehens und Kleidungsstils passende Empfehlungen liefert – vom Wohnzimmer bis zu Medikamenten, wo sie künftig personalisierte Beratung mehrsprachig automatisiert. Innovation entsteht nicht durch Zögern, sondern durch Handeln!

Solingen – Hotspot Highlight

Wo Zukunft auf Tradition trifft

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er durch Solingen geht, begegnet einer Stadt, in der der Erfindergeist vergangener Jahrhunderte auf moderne Gründungsdynamik trifft. Software, Robotik und nachhaltige Geschäftsmodelle entstehen dort, wo Stahl geschmiedet und Klingen geschärft werden. Und das nicht zufällig, denn Solingen.Business gestaltet als kommunale Wirtschaftsförderung bewusst ein Startup-Ökosystem, das Tradition in moderne Innovation übersetzt und Startups ermutigt, ihre Visionen in die Tat umzusetzen. Dabei baut Solingen.Business auf einer Struktur auf, die Orientierung und Rückenwind bietet und sämtliche Einzelstrukturen unter einem Dach bündelt – von der ersten Idee bis zum erfolgreichen Exit begleitet die Wirtschaftsförderung Gründerinnen und Gründer mit zielgerichteten Programmen und einem

starken Netzwerk. In Solingen sollen Gründungen nicht am Rand stattfinden, sondern zentral gefördert werden. Ein starkes Fundament bildet dabei das coworkit, ein Coworking Space, der in diesem Jahr bundesweit mit dem Deutschen Coworkingpreis ausgezeichnet wurde. Die Jury betonte, wie sichtbar der regionale Einfluss ist, weit über Arbeitsplätze hinaus. Flexible Räume, ein TechCenter, Meeting-Zonen und Beratungsangebote erzeugen ein Umfeld, in dem aus Ideen tragfähige Produkte werden. Der Inkubator auf dem Innovation Campus bietet zusätzlich professionelle Begleitung und das Gründerinnennetzwerk femhub zeigt, wie aktiv die Stadt seine Community stärkt. Für Startups, die den nächsten Schritt gehen wollen, bietet Solingen.Business den bergsteiger-accelerator. Sechs Monate lang arbeiten die Teilnehmen-

Solingen.Business ist die zentrale Anlaufstelle für den Wirtschaftsstandort Solingen. Hier bündeln die Wirtschaftsförderung Solingen und das Gründer- und Technologiezentrum Solingen nunmehr gemeinsam ihre Leistungsangebote und Kompetenzen. www.solingen-business.de

Foto: Daniel Rüsseler

Solingen ist mehr als nur eine traditionsreiche Klingenstadt – sie ist ein Innovationsmotor, welcher mit einem lebendigen Ökosystem Startups stärkt, mit Unternehmen verbindet und Zukunftsthemen in den Vordergrund stellt. Getragen von einer Wirtschaftsförderung, welche Startups in allen Lebensphasen begleitet und hierfür bundesweit ausgezeichnet wurde.

den intensiv an ihren Geschäftsmodellen, werden professionell begleitet und knüpfen Kontakte zu Investoren und Unternehmen aus der Region. Acht Durchgänge gab es bereits, viele Alumni sind heute Teil der regionalen Wirtschaft und zeigen, dass Wachstum in Solingen realistisch ist. Ein weiteres Aushängeschild ist der bergpitch, der als Event mit bundesweiter Strahlkraft regelmäßig Startups aus ganz Deutschland in die Region zieht. Das lokale Unternehmertum, Investoren und die Community profitieren von den innovativen Bewerbungen aus München, Berlin oder Hamburg und bilden Synergien, um den Wirtschaftsstandort zu stärken. Die berg-pitch-Bühne vergibt ein

Preisgeld von 10.000 Euro und begrüßt bekannte Personen aus der Startup-Szene. Doch auch außerhalb der Region ist Solingen.Business präsent und im Startup-Ökosystem NRW eng vernetzt. Und diese Arbeit bleibt nicht unbemerkt: In diesem Jahr erhielt Solingen.Business den Wirtschaftsförderungspreis 2025, welcher die agile Neuausrichtung, das Modell geteilter Verantwortung und die umfassende Unterstützung für Unternehmen in allen Phasen würdigt. So entsteht in Solingen ein Wirtschaftsstandort, der seine Tradition nicht ablegt, sondern weiterentwickelt und den Innovationsgeist mit zukunftsorientierten Angeboten treibt. Hier formt sich ein Ökosystem, in dem die nächste Generation von Unternehmern ihre eigene Geschichte schreibt.

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Dortmund – Hotspot Highlight

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GRÜNDERGEIST

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Innovationen aus dem Ruhrgebiet

Dortmunds Herz schlägt für Startups – und das aus gutem Grund. Aus der industriellen Tradition des Ruhrgebiets heraus hat sich unsere Stadt zu einem dynamischen Standort für Produktionstechnologien, Logistik und digitale Transformation entwickelt. Dieses Umfeld bietet jungen Unternehmen ein lebendiges B2B-Ökosystem, um mit Wirtschaft und Wissenschaft konsequent an Zukunftsthemen zu arbeiten.

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nser Startup-Ökosystem ist ein wichtiger Motor für Innovation. Ob technologieorientierte Geschäftsmodelle oder Social Entrepreneurship – Dortmund bietet Strukturen, die Gründungen bedarfsgerecht fördern. Seit 25 Jahren unterstützen wir mit dem bundesweiten Gründungswettbewerb start2grow technologische

Startups mit Know-how und Preisgeldern von 94.000 €. Sozial-innovative Teams begleitet das greenhouse. ruhr-Stipendium. Angebote wie Geschmackstalente oder der Wettbewerb ‚Anstoß‘ stärken urbane Gründungsvorhaben, die den Standort prägen. Unsere größte Stärke ist die enge Zusammenarbeit: Hochschulen

und Forschungseinrichtungen, die IHK zu Dortmund, das TechnologieZentrumDortmund mit seinen Kompetenzzentren sowie zahlreiche etablierte Unternehmen bilden gemeinsam die Basis für ein lebendiges und praxisnahes Innovationsökosystem. Gemeinsame Initiativen wie der innoclub belegen, dass Vernetzung, Austausch und Kooperation echte Mehrwerte schaffen.

Wir bieten Startups passgenaue Unterstützungsangebote – von Coaching und Netzwerkzugang über Räumlichkeiten für Ansiedlungen bis hin zu attraktiven Preisgeldern für die innovativsten

Willkommen im Club

Wie der innoclub Dortmund Startups mit etablierten Unternehmen zusammenbringt und damit die Zukunft gestaltet.

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ortmund entwickelt sich zunehmend zu einem Ort, an dem junge Unternehmen optimale Bedingungen für ihr weiteres Wachstum vorfinden. Der Anfang 2025 gestartete innoclub ist ein zentraler Baustein in dieser Entwicklung: ein exklusives Business-Netzwerk, das Startups, mittelständische Unternehmen und Konzerne aus Dortmund und dem westfälischen Ruhrgebiet zusammenbringt, um Innovatio-

Alle Startups entscheiden selbst, wie sie ihr Budget einsetzen, da sich ihre Bedarfe erfahrungsgemäß stark unterscheiden.

nen schneller und verlässlicher in die Anwendung zu bringen. Getragen wird der innoclub von der IHK zu Dortmund, der Wirtschaftsförderung Dortmund sowie den drei Dortmunder Hochschulen TU, FH und ISM. Die Initiative richtet sich insbesondere an bereits gegründete Startups, die am Übergang zur Wachstumsphase stehen, sowie an etablierte Unternehmen, die frühzeitigen Zugang zu neuen Technologien suchen. Das Clubhouse ist Begegnungsort für Innovationstreibende der Region

Im Mittelpunkt des innoclubs steht das „Clubhouse“ im TechnologieZentrumDortmund. Es bietet den geschützten Rahmen, in dem Gründer:innen mit erfahrenen Unternehmensvertreter:innen zusammenkommen. Workshops, Pitch-Events oder Betriebsbesichtigun-

gen fördern den Austausch und das Kennenlernen der beteiligten Personen. Der bewusst exklusive Ansatz unterscheidet den innoclub von offenen Innovationsplattformen. Das schafft Vertrauen und bildet die Grundlage für belastbare, langfristige Partnerschaften. Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem etablierte Unternehmer:innen und Gründer:innen nicht nur Hände schütteln und Visitenkarten tauschen, sondern gemeinsam konkrete Projekte initiieren und umsetzen. Startups und Mittelstand profitieren gleichermaßen

Wie gut dieser Clubgedanke wirkt, zeigen erste Erfolgsgeschichten beteiligter Startups und Partnerunternehmen. Die Cybersense GmbH – ein innovatives, auf IT-Sicherheit spezialisiertes Unternehmen – konnte über den innoclub neue Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft gewinnen. Mit der

Andrea Schubert,

Teamleitung Startup & Investor Support – Wirtschaftsförderung Dortmund

Geschäftsideen. In Dortmund wird Zukunft gestaltet, nicht abgewartet. Das Herz unserer Stadt schlägt für innovativen Fortschritt – und Startups sind dabei unverzichtbar.

GREEN IT Das Systemhaus GmbH hat Cybersense aus dem innoclub heraus zudem eine strategische Partnerschaft geschlossen, um mit dem Mittelstand eine völlig neue Kundengruppen zu erschließen. Das Logistik-Robotik Startup ANT Machines nutzte das Netzwerk, um Kontakt zur VAHLE Group aus Kamen aufzunehmen – einem Weltmarktführer für maßgeschneiderte Energie- und Datenübertragungssysteme. Die Unterzeichnung einer Absichtserklärung vor wenigen Woche legt den Grundstein für eine vielversprechende Zusammenarbeit im Bereich Lade- und Elektrifizierungstechnologie für die autonomen elektrischen ANT-Roboter. Weitere Leistungen für innovative Startups

Neben dem individuellen Matching mit etablierten Unternehmen aus der Industrie, profitieren die Startups im innoclub zusätzlich von einem Stipendium im Wert von 10.000 €. Dieses innoclub-Fellowship wird über jährliche Beiträge der Partnerunternehmen finanziert und soll bei der Entwicklung zum Scale-up unterstützen. Alle Startups entscheiden selbst, wie sie ihr Budget einsetzen, da sich ihre Bedarfe erfahrungsgemäß stark unterscheiden. Sie können Beratungsleistungen einkaufen, Mietzuschüsse abrufen oder an organisierten Reisen zu internationalen Startup-Events und Fachmessen teilnehmen. On top nutzen sie die Co-Working und Meeting-Räume im Clubhouse kostenlos und können sich Unterstützung von den Mentor:innen des Netzwerks holen. Übrigens:

Die Bewerbung ist für Startups laufend möglich. Die nächsten innoclub-Fellowships werden Anfang 2026 vergeben.

Weitere Informationen zum Dortmunder Startup innoclub unter www.innoclub.net


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GRÜNDERGEIST

BRYCK Startup Alliance – Partner Content

Innovation wächst in starken Allianzen

Für echte Innovationskraft braucht es Partner, die Forschung, Unternehmertum, Industrie und Kapital wirkungsvoll verbinden.

D

ie Zukunftsfähigkeit Europas hängt maßgeblich davon ab, im globalen Wettbewerb technologisch mithalten zu können. Deutschland verfügt über eine außergewöhnlich starke Forschungslandschaft – doch der Transfer wissenschaftlicher Exzellenz in unternehmerische Realität gelingt noch zu selten. Viele Forschende betrachten ihre wissenschaftlichen Ergebnisse in der Regel nicht als Grundlage eines Geschäftsmodells; auch weil unternehme-

risches Denken in deutschen Universitäten bislang wenig verankert ist.

„Man muss es kennen, wollen, können – und dann machen“, sagt Philipp Herrmann basierend auf seiner langjährigen Erfahrung als Innovator und Unternehmer im Silicon Valley und in Berlin. „Entlang dieser Kette haben wir in Deutschland zu viele Hürden. Mit den Startup-Factories schaffen wir erstmals eine nationale Struktur, die Forschung systematisch in Gründungen überführt – ein echter Schub für die Startup-Nation Deutschland.“ Eine der vom Bundesministerium ausgezeichneten Factories, die diesen Wandel vorantreiben, ist die

Philippa Köhnk,

Philipp Herrmann,

Denn für Deep-TechStartups ist früher Kundenzugang nicht nur hilfreich, sondern existenziell.

Das Ruhrgebiet besitzt mit seiner industriellen Tradition und Forschungsstärke das Potenzial, die nächste industrielle Transformation anzuführen.

Geschäftsführerin BRYCK Startup Alliance

geschäftsführender Gesellschafter der BRYCK Startup Alliance

BRYCK Startup Alliance. Als Joint Venture der drei großen RuhrgebietsUniversitäten, der RAG-Stiftung und dem Initiativkreis Ruhr verfolgt sie das Ziel, Europas führenden Innovationshub für wissenschaftsbasierte Deep-TechStartups aufzubauen.

„Das Ruhrgebiet besitzt mit seiner industriellen Tradition und Forschungsstärke das Potenzial, die nächste industrielle Transformation anzuführen“, sagt Herrmann. „Doch um dieses Potenzial zu aktivieren, brauchen junge Gründerteams starke Verbündete.“ Die BRYCK Startup Alliance schafft genau diese Verbindungen: Sie verknüpft unternehmerische Talente und die wissenschaftliche Stärke der Universitäten mit der Marktperspektive führender Industriepartner wie E.ON und RWE, Evonik, die RAG AG sowie LEG und VIVAWEST. „Gemeinsam arbeiten wir an Lösungen in den Zukunftsfeldern Future Industries, Future Life Science und Future Cities – Bereichen, die prägen werden, wie wir künftig arbeiten, leben und wachsen“ erklärt Geschäftsführerin Philippa Köhnk. „Und wir laden weitere Unternehmen ein, sich aktiv einzubringen“ betont sie. „Denn für DeepTech-Startups ist früher Kundenzugang nicht nur hilfreich, sondern existenziell. Erst reale Anwendungsfälle zeigen, ob eine Technologie funktioniert und gebraucht wird. Deshalb kombinieren wir zwei Ansätze: den Industry Pull, bei dem Industriepartner konkrete Herausforderungen ihrer Branche einbringen, und den Research Push, bei dem wir herausragende Forschung in marktfä-

hige Geschäftsmodelle übersetzen.“ So entstehen Lösungen, die technologische Exzellenz mit realem Marktbedarf verbinden. Die Factory strukturiert ihre Programme entlang der vier zentralen Phasen der Startup Journey:

Start – Motivation und erste Orientierung für gründungsinteressierte Forschende. Build – Validierung von Marktchancen und Entwicklung erster Prototypen. Grow – Beschleunigter Markteintritt durch Zugang zu Industrie, Pilotprojekten und Investoren. Scale – Langfristige Begleitung durch Alumni-Netzwerke, Portfolio-Support und internationale Expansion. Was die BRYCK Startup Alliance besonders macht, ist die gebündelte Kraft ihrer Gesellschafter und Partner – eine Konstellation, die es in dieser Form in Deutschland noch nicht gegeben hat. Dazu kommt der Zugang zu einem Kapitalnetzwerk mit über 10 Mrd. EUR Fondsvolumen sowie ein eigener 10-Mio-EUR-Fonds für frühe Investments, verwaltet von GF BRYCK Ventures. „Aus zuvor getrennten Kräften ist ein Motor mit enormer Power entstanden“, sagt Herrmann. „Mit unserem Ökosystem aus Forschung, Industrie und Kapital schaffen wir die wirkungsvollste Kombination, um Deep-Tech-Innovationen voranzutreiben – und Technologien hervorzubringen, die nicht nur das Ruhrgebiet, sondern Europa in die Zukunft tragen werden.“

Startups aus dem BRYCK Startup Alliance Ökosystem

KyDo Therapeutics – Das TU-Dortmund/LDC-Spin-off entwickelt neue hochselektive Krebsmedikamente gegen aggressive Tumore und addressiert damit eine zentrale Herausforderung der Onkologie. KyDo steht exemplarisch für den Research-Push-Ansatz der BRYCK Startup Alliance: Spitzenforschung, die unternehmerische Realität wird. Acquaint – Das niederländische Startup entwickelt intelligente Inspektionswerkzeuge, die mithilfe von UT-Sensoren den Zustand von Wasserleitungssystemen präzise erfassen. Die Pilotierung im BRYCK Water Hub zeigt den Industry-Pull-Ansatz in Aktion: Industriepartner bringen konkrete Anforderungen ein – und Startups liefern die passende Lösung. Factor2 Energy – Das Spin-off von Siemens Energy nutzt CO₂ als Arbeitsmedium für eine geothermische Technologie, die gleichzeitig Energie erzeugt und CO₂ speichert. Mit 9,1 Mio. US-Dollar SeedFinanzierung zeigt das Team aus dem BRYCK Startup Alliance Ökosystems, wie aus einem technologischen Durchbruch international wirksames Deep Tech entsteht.

Die BRYCK Startup Alliance wird von einem erfahrenen ManagementTeam mit eigener Startup-Erfahrung geführt und einem starken Beirat aus führenden Persönlichkeiten der Investoren- und Startup-Szene unterstützt. Bis 2030 sollen über 1.000 Ausgründungen und 200 skalierende Deep-TechStartups ermöglicht werden. www.bryckstartupalliance.com


Mönchengladbach – Hotspot Highlight

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GRÜNDERGEIST

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Wo Gründergeist Struktur bekommt

Herzstück des Ganzen sind Workshops, die praxisorientiert Wissen vermitteln – von Markenstrategie und Finanzierung über rechtliche Grundlagen bis hin zu Social Media und Vertrieb. Ergänzend gibt es initiale Gründungsberatungen sowie vertiefende 1:1-Coachings, in denen Gründerinnen und Gründer im

Zudem werden Zielgruppen, die im Gründungskontext oft hintenüberfallen, bewusst in den Fokus genommen. So wird etwa mit der „Macherinnen-Gemeinschaft“ ein Programm speziell für Mütter bzw. Frauen angeboten, die gründen wollen oder es bereits getan haben. Als weiterer Baustein wurde in Kooperation mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ein Innovationsprogramm für den Mittelstand entwickelt. Über diese KMU-Zukunftsschmiede wird ein Netzwerk junger Innovatoren aus den Unternehmen in der Stadt aufgebaut.

derung (WFMG) das Angebot kostenfrei zur Verfügung stellen. Die Förderkulisse impliziert auch: Die Region hat infolge des Niedergangs der klassischen Textilindustrie und angesichts des nahenden Braunkohleausstiegs wirtschaftlichen Aufholbedarf. Hierzu bietet die Gründungsfabrik einen erfolgsversprechenden Ansatz: indem sie dazu beiträgt, Gründungen resilienter zu machen, die Zahl an Geschäftsaufgaben zu verringern, den Gründungssaldo zu verbessern und dafür zu sorgen, dass in wissensintensiven Branchen zukunftsfähige Arbeitsplätze aufgebaut und Innovationen in der Stadt gehalten werden.

Dank Strukturwandel-Förderung von Bund und Land und mithilfe vieler Partner kann die städtische Wirtschaftsför-

Die Gründungsfabrik Mönchengladbach ist ein ö�entlich gefördertes Projekt, das sich der Förderung von Gründer:innen aus der Region widmet. Sie bietet die nötige individuelle Unterstützung, die gebraucht wird, um unternehmerische Ziele zu erreichen. Kontakt: gruendungsfabrik@wfmg.de oder Tel.: 02161 82379-95 www.gruendungsfabrik.mg

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In Mönchengladbach am Niederrhein zeigt ein Projekt, wie regionale Wirtschaftsförderung in Verbindung mit einer Strukturwandelkulisse genau diesen Raum schafft: die Gründungsfabrik Mönchengladbach. Das Konzept: Praxisnahe Workshops, individuelle

Sparring mit einem Experten gezielt an individuellen Fragestellungen arbeiten – Letzteres ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Dazu kommen Netzwerkevents, Keynotes und Vorträge, Anfang November wurde zudem erfolgreich eine erste Gründungsmesse ausgerichtet.

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al sind es Techies, die ihre eigene Software-Agentur aufbauen. Mal ist es ein Ehepaar, das im Nebenberuf einen Koffer entwickelt, der sich in ein Kinderbett umwandeln lässt. Und mal sind es engagierte Einzelpersonen, die sich in Dienstleistung, Handel oder Handwerk selbstständig machen. Sie alle eint früher oder später eine Erkenntnis: Gründung ist mehr als nur der Moment, in dem eine Idee zum Unternehmen wird. Es ist ein Prozess, der Orientierung, Wissen und Netzwerke braucht – speziell abseits der großen Startup-Metropolen.

Coachings, inspirierendes Networking und weitere maßgeschneiderte, an den Erfordernissen der Zielpersonen ausgerichtete Angebote versorgen die Gründerinnen und Gründer mit dem notwendigen Rüstzeug für den Weg in die Selbständigkeit. Wie es das Leitbild einer „Fabrik“, also einer konzertierten Produktionsstraße, vorgibt, wird Gründung hier nicht als Einzelleistung, sondern als Prozess in einem Netzwerk verstanden, an dem zahlreiche Akteure beteiligt sind. Die Gründungsfabrik bringt daher Menschen zusammen, die etwas bewegen wollen – ganz egal, ob sie gerade eine Idee entwickeln, ein Unternehmen aufbauen oder ein bestehendes Geschäftsmodell weiterdenken.

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Am Standort Mönchengladbach vereinen sich Wissen, Netzwerk und Erfahrung für Gründungswillige.

Ein Herz für Startups

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Wirtschaftsförderung Rheinbach – Hotspot Highlight

Innovationen im Verbund

Daraus entstand die Labor-WG CUBE: fünf Startups teilen sich Laborflächen, Geräte und Verantwortung. Statt hohe Anschaffungskosten allein zu tragen, investieren die Teams gemeinsam – ein

Viele GTZ-Gründungen knüpften dort ihre ersten Kontakte und fanden Projektpartner. 2026 feiert das GTZ sein 30-jähriges Bestehen, parallel starten die Sanierungsarbeiten in den durch den Starkregen 2021 beschädigten Gebäudeteilen – ein symbolischer Schritt in die nächste Entwicklungsphase.

Wichtige Impulse liefert die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Ihr naturwissenschaftlich und wirtschaftlich ausgerichteter Campus in Rheinbach bietet Fachkräfte, Kooperationen und Technologietransfer über das Centrum für Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand (CENTIM).

Die Wirtschaftsförderung Rheinbach ist der Antrieb für unternehmerischen Erfolg in Rheinbach. Ihre Mission ist klar: Unternehmen, Gründerinnen und Gründer dabei unterstützen, zu glänzen und zu wachsen. www.wfeg-rheinbach.de

Solche Ideen entstehen aus der Community heraus, und genau das macht ein Gründerzentrum lebendig. en

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sind knapp. Formo ist daher leider an einen anderen Standort umgezogen“, so Winterberg. Dies führte im GTZ zu neuen Konzepten und zur Ausstattung zusätzlicher Labore. „Rheinbach bietet jungen Biotech-Teams genau die Mischung aus Infrastruktur und Austausch, die man für einen schnellen Start braucht“, meint die Gründerin.

Partner im CUBE ist auch die Solvecopur GmbH, die nachhaltige biotechnologische Produkte entwickelt und Unternehmen bei Forschung, Formulierung und Produktionsprozessen unterstützt. Gemeinsam mit Mycolever konnten rund 1,3 Millionen Euro Fördermittel eingeworben werden. 2025 erhielt Solvecopur zudem den Mittelstandspreis „LUDWIG“ in der Kategorie Nachhaltigkeit – ein sichtbares Zeichen für die gebündelte Expertise im GTZ.

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as Gründer- und Technologiezentrum (GTZ) in Rheinbach begleitet seit fast dreißig Jahren Menschen dabei, aus Ideen Unternehmen zu entwickeln. Besonders für Biotech- und Life-Science-Teams ist der Standort attraktiv: Labor- und Büroräume unter einem Dach, die Nähe zur Hochschule und kurze Wege zu Partnern erleichtern den Start erheblich. Zu den aktuellen Entwicklungen gehört Mycolever, gegründet von Dr. Britta Winterberg. Mycolever ist nach Formo Bio bereits ihr zweites Startup. „Bezahlbarere Laborflächen in der Region

effizientes Modell für forschungsintensive Bereiche. „Solche Ideen entstehen aus der Community heraus“, sagt Dr. Joachim Rasch, Geschäftsführer der WFEG. „Wir unterstützen ausdrücklich, wenn Kooperationen entstehen, die Gründungen den Einstieg erleichtern.“

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Ein guter Gründerstandort braucht Lebensqualität, Infrastruktur und kulturelle Impulse – genau das bietet Rheinbach. Die Stadt kombiniert ein attraktives Wohnumfeld mit kurzen Wegen, guter Versorgung, vielfältigen Bildungsangeboten und einer zuverlässigen Anbindung an Bonn, Köln und die Region. Das erleichtert den Arbeitsalltag und schafft Planbarkeit. Gleichzeitig bereichert eine lebendige Kulturszene mit Museen, Veranstaltungen und aktiven Vereinen das Stadtleben. Die Nähe zum Naturpark Rheinland sorgt für Erholung und fördert eine ausgewogene Work-Life-Balance. So entsteht ein Umfeld, in dem kreative Ideen wachsen und Gründer sich langfristig wohlfühlen. Diese starken Standortfaktoren werden durch ein Umfeld ergänzt, das Gründerinnen und Gründern professionelle Unterstützung und optimale Arbeitsbedingungen bietet.

Ein Herz für Startups


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GRÜNDERGEIST

Gründergeist wecken MINDSET

Nachhilfe als Business Case: Mit seinen knackigen Mathematik-Lernvideos auf YouTube ist Daniel Jung schon als junger Mensch unternehmerisch aktiv geworden. Text: Julia Butz Foto: Presse, Christian Velitchkov/unsplash

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eute ist er Bildungs-Entrepreneur mit millionenweiter Reichweite und als Speaker und Investor im Lern- und KI-Bereich tätig. Wie können junge Menschen mehr Gründergeist entwickeln und den Mut finden, einfach loszulegen, auch wenn vielleicht die Rahmenbedingungen noch nicht perfekt sind? „Wir müssen den jungen Menschen die Angst vor dem Unternehmertum nehmen“, sagt Daniel Jung. „Es ist so wichtig, bereits in der Schule zu zeigen, dass die vermeintlichen Hürden – Bürokratie, Steuern, Finanzierung – gar nicht so hoch sind. Wenn man weiß, wie es geht.“ Genau hier setzen Initiativen wie „ Jugend gründet“ oder „Startup Teens“ an, die auch Lehrkräfte gezielt unterstützen können, um das Thema Gründergeist schon im Schulalltag zu verankern. Wie es beispielsweise in Baden-Württemberg in der Oberstufe zum Schulalltag gehört.

„Das sollte bundesweit Standard sein“, wünscht sich Jung. Denn Gründergeist bedeute nicht, dass man zwangsläufig Unternehmer werden müsse, mit großen Budgets und Personalverantwortung. Es gehe vielmehr darum, das dazugehörige Mindset zu erlernen: „Dinge hinterfragen, kritikfähig sein, Probleme aktiv angehen und im Team kommunizieren. Diese Kompetenzen sind auf dem Arbeitsmarkt seit Jahren gefragte Future Skills und werden bei einer Gründung gelernt und gelebt.“ Wie fühlt es sich an, mit einer Idee durchzustarten, eine Firma zu gründen und ein Produkt auf den Markt zu bringen? Diese Herausforderungen gemeinsam zu meistern, kann echten Gründergeist wecken. Mit den digitalen Möglichkeiten von heute ist der Einstieg leichter als je zuvor. Weil es nie einfacher war, Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln, ein Startup zunächst

Daniel Jung, Botschafter bei der freien Bildungsplattform für Entrepreneurship Education, „Jugend gründet“

Herausforderungen gemeinsam zu meistern, kann echten Gründergeist wecken.

Lernt den Umgang mit KI-Tools, geht in die Recherche: Welche Ideen und Bedürfnisse braucht es in Zukunft?

Probleme nutzt oder sich die Lösung einer Schulaufgabe ausspucken lässt – das hat nichts mit Produktivität zu tun; mit Chancen erarbeiten oder Möglichkeiten ausloten.“

durchzuspielen und zu visualisieren. „Innerhalb von 20 Sekunden kannst du eine Webseite bauen, dazu passende Umfragen erstellen und die Marktnachfrage prüfen. Das sind sensationelle Möglichkeiten, die es noch vor einigen Jahren nicht gab“, so Jung. Umso wichtiger sei es, sich den Umgang mit digitalen Tools, insbesondere KI-Tools, anzueignen. „Wer aber bei KI nur an ChatGPT denkt und es lediglich für persönliche

Allen, die den Gründergeist schon in sich spüren, empfiehlt Daniel Jung: „Lernt den Umgang mit KI-Tools, geht in die Recherche: Welche Ideen und Bedürfnisse braucht es in Zukunft? Sucht euch zwei, drei Menschen aus, mit denen ihr gemeinsam auf die Reise gehen wollt und dann: Go for it! Und selbst, wenn die Gründung schiefgehen sollte: Im schlimmsten Fall hat man gute Skills gelernt.“

Tomorrow University – Partner Content

Next Germany beginnt im Mindset

Warum Ownership und Experimentierfreude ein Motor für Innovation sind und welche Rolle Künstliche Intelligenz und Community dabei spielen.

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ie Arbeitswelt ist dynamischer und unvorhersehbarer als je zuvor. Disruptive Technologien entwickeln sich schneller, als Menschen sie erlernen können. Die globalisierte Welt verlangt nach ungewöhnlichen und nachhaltigen Lösungen für ihre komplexen Probleme. Um die Jahrtausendwende geborene Menschen treten an, diesen Wandel einzuleiten. Diese auch als „Changemaker“ bezeichnete Generation übernimmt Verantwortung für die Probleme des Planeten möchte

Christian Rebernik, Chancellor Tomorrow University

ihren Beitrag zu gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Transformation leisten. Welche Kompetenzen und Eigenschaften es dafür braucht und wie diese jungen Talente zu einer wirkungsvollen Community heranwachsen können, erläutert Christian Rebernik, Mitgründer der Tomorrow University (ToU). Herr Rebernik, was braucht es, um Deutschlands Innovationskraft nachhaltig zu stärken?

Wir brauchen ein radikales Mindset-Update. Innovation entsteht nicht primär durch mehr Regulierung oder mehr Meetings, sondern durch Menschen, die Verantwortung übernehmen, mutig handeln und Probleme wirklich lösen wollen. Deutschland verfügt über enormes Know-how – aber wir verlieren Geschwindigkeit. Entscheidend wird, Lern- und Arbeitskulturen zu schaffen, in denen Experimente erwünscht sind,

Fehlversuche als Lernschritte gelten und Teams schneller ins Tun kommen. Innovation ist heute vor allem eine Kompetenzfrage, nicht eine Ressourcenfrage. Wie werden die Studierenden der ToU auf diese Aufgabe vorbereitet?

Wir bilden nicht für Jobtitel aus, sondern für echte Wirkung. Jede:r Studierende arbeitet an realen Herausforderungen – von Klimaschutzprojekten bis zu Innovationsvorhaben in Unternehmen. Sie lernen, wie man Probleme strukturiert, mit KI arbeitet, in interdisziplinären Teams Lösungen entwickelt und diese in die Umsetzung bringt. Durch unser Remote-first-Format lernen sie gleichzeitig die Arbeitsweisen globaler, digitaler Teams kennen – eine Grundvoraussetzung für moderne Innovationskraft. Was hat es mit dem kompetenzbasierten Lernen auf sich?

Kompetenzbasiertes Lernen bedeutet: Nicht Theorie anhäufen, sondern Fähigkeiten aufbauen, die sofort anwendbar sind. Das umfasst z. B. Problemlö-

An der Tomorrow University werden Lernende dazu befähigt, ihre Leidenschaft in sinnvolle Handlungen umzuwandeln. Ein Studium bedeutet dabei nicht nur, einen Abschluss zu erhalten, sondern auch, den eigenen Platz in der Welt zu finden. www.tomorrow.university/de

sung, Leadership, systemisches Denken, digitales Arbeiten und nachhaltige Entscheidungsfindung. Statt Klausuren gibt es Challenges, an denen Studierende nachweisen, dass sie Fähigkeiten wirklich beherrschen. Das schafft messbaren Lernfortschritt – und ist für Unternehmen wesentlich relevanter als klassische Leistungsnachweise. Wie und warum wird der Community-Aspekt an der ToU besonders gefördert?

Innovation entsteht durch Menschen, nicht durch PDFs. Unsere Community verbindet Studierende, Alumni, Mentor:innen und Unternehmen weltweit. Sie arbeiten gemeinsam an Projekten, erhalten Feedback, teilen Erfahrungen – und bilden Netzwerke, die lange über das Studium hinaustragen. Viele Startups, Karrierewechsel und Innovationsprojekte entstehen genau daraus. Für berufsbegleitend Lernende ist diese Peer-Learning-Erfahrung oft der größte Katalysator für persönliche Entwicklung.


butterfly & elephant – Partner Content

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GRÜNDERGEIST

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Von Normkraft zu Newcomer-Boost Wenn Struktur, Vertrauen und globale Reichweite auf die Neugier, Geschwindigkeit und Experimentierfreude von Startups treffen, entsteht ein Raum, in dem Innovation bestens gedeihen kann. In solch einer Partnerschaft verbinden sich Sicherheit und Abenteuer, Erfahrung und Aufbruch, Altbekanntes und ganz Neues. Das etablierte Unternehmen bietet Stabilität, Wissen und Zugang zu einem weltweiten Netzwerk – der ideale Boden, auf dem neue Lösungen wachsen können. Das Startup bringt Leichtigkeit, Mut zum Risiko und die Fähigkeit, unkonventionelle Wege zu gehen. Es ist ein Bündnis, das die Stärken zweier Welten vereint und Innovationen hervorbringt, die alleine niemals entstanden wären.

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homas Fell, CEO bei GS1 Germany, und Benjamin Birker, Managing Director bei butterfly & elephant, erläutern im Interview, warum etablierte Standards Gründer:innen tatsächlich dabei helfen, erfolgreiche Unternehmen zu werden. Und warum man dazu die verlässliche Stärke eines Elefanten genauso braucht wie die neugierige Leichtigkeit eines Schmetterlings. butterfly & elephant ist ein sehr „catchy“ Name. Was steckt hinter dieser Kombination aus Schmetterling und Elefant?

Fell: Wir wollten einen Namen, der eine Story erzählt, im Kopf bleibt. Der Elefant steht für 50 Jahre GS1, für stabile Standards und Substanz, der Schmetterling symbolisiert das Leichte, Schnelle und Innovative unseres neuen Instruments. So entstand butterfly & elephant, kurz butterphant, ein Name, der sofort hängenbleibt.

Birker: Der Name hat sofort Aufmerksamkeit geschaffen, Dealflow ermöglicht und die ersten Investitionen beschleunigt. Der agile Schmetterling trifft auf den erfahrenen, vertrauensstarken

Elefanten – ein Zusammenspiel, das wie ein Beschleuniger für neue Use Cases und Ideen wirkt. Mit Smart Capital & Smart Connections zeigen wir, dass wir strategischer Partner sind, kein reines Venture Capital. Herr Fell, mit GS1 Germany führen Sie eine Standardisierungsorganisation mit jahrzehntelanger Tradition. Herr Birker, Sie stehen für Agilität und Kreativität. Wie kommen Sie beide zusammen?

Fell: Der eine Teil sorgt für Stabilität, der andere für frischen Wind! Standards sind nicht schnell, dafür tragen sie weit und halten lange. Wir kombinieren Agilität und Beständigkeit. Viele Startups sagen: „Hätten wir früher von euren Standards gewusst, wir hätten einiges nicht neu erfinden müssen.“ Wir sind also ein „best kept secret“. Bei unserem Wissenschaftspreis, bei dem Startups statt Geld Zugang zu unserem GS1-Netzwerk bekommen, hören wir immer wieder: „Das Netzwerk war viel wertvoller als ein Geldpreis.“ Als früherer Geschäftsführer bei IBM Deutschland als auch früherer Vorstand eines Startups kenne ich beide Welten.

Thomas Fell,

Benjamin Birker,

Wir beschleunigen Startups mit unseren Standards und unserem Netzwerk.

Die Welt wurde nie von Bürokrat:innen verändert, sondern von Verrückten, Visionär:innen und Mutigen.

Birker: Wir glauben, dass Fortschritt Haltung, Bereitschaft und Mut braucht. Thomas sagt immer: Die Welt wurde nie von Bürokrat:innen verändert, sondern von Verrückten, Visionär:innen und Mutigen. Somit schafft Thomas mit GS1 den Raum, in dem Innovation überhaupt entstehen kann. Und ich bringe die „Verrückten, Visionär:innen und Mutigen“ hinein, die das System herausfordern.

Was bedeutet Innovation mit Standards?

CEO bei GS1 Germany GmbH

GS1 ist eine neutrale Standardisierungsorganisation, keine gewinnorientierte Kapitalgesellschaft. Wie genau ist die Idee entstanden, eine eigene Beteiligungsgesellschaft von GS1 Germany zu gründen?

Foto: Jake’s Bevereages GmbH

Fell: Die beiden zitierten Beobachtungen waren letztlich der Auslöser für unseren „Mutausbruch“. Wir beschleunigen Startups mit unseren Standards und unserem Netzwerk. Problemlösung und Gewinnerzielung stehen nicht an erster Stelle. Birker: Unsere Kombination aus Startup-Ökosystem, Venture Capital, Universitäten auf der einen Seite und der enormen Stärke von GS1 mit Unternehmen, Verbänden und außergewöhnlichen Kontakten auf der anderen Seite, ist für Startups ein echter Mehrwert. Wir werden im ersten Jahr zehn bis zwölf Investments abschließen und erfahren branchenübergreifend eine hohe Akzeptanz. Wir wollen nicht nur zuschauen, wie Innovationen abheben – wir wollen auch mitfliegen!

Im Bewusstsein der ständigen Veränderung und der Notwendigkeit, Innovationspotenziale zu erschließen, hat GS1 Germany die Beteiligungsgesellschaft butterfly & elephant gegründet. Ziel ist, eine dynamische Plattform zu schaffen, die es aufstrebenden Unternehmen ermöglicht, ihr volles Potenzial durch Nutzung oder Förderung der GS1 Standards zu entfalten. www.butterphant.de

Managing Director bei butterfly & elephant

Fell: Digitale Produktinfos laufen zunehmend über QR-Codes auf Produkten. Die Basis dafür sind Standards, die der Handel schon seit über 50 Jahren nutzt. Jedes Produkt hat eine Nummer, die GTIN, und den Code, der das Piepen an der Kasse auslöst. Und an diese eindeutige Identifikation lassen sich weitere Daten anhängen – sehr lohnend für Startups! Denn so entsteht Innovation mit Standards. Sie fördern viele Startups, die an Lösungen mit gesellschaftlichem Mehrwert arbeiten. Ist das für Sie ein Auswahlkriterium?

Fell: Nachhaltigkeit ist bei unseren Projekten kein zwingendes Auswahlkriterium, wir möchten mit unseren Standards lieber echten Nutzen stiften. Dennoch drehen sich viele Themen um Nachhaltigkeit und um ein gutes Leben im Alter. Wann wäre butterfly & elephant für Sie persönlich ein Erfolg?

Fell: Ich glaube, wir sind erfolgreich, wenn sogar der Elefant Schmetterlinge im Bauch hat. Birker: Unsere Maxime lautet Deliver the Promise: Ressourcen voll einsetzen, keine leeren Versprechungen machen. Dazu braucht man die Elefanten und die Schmetterlinge!

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GRÜNDERGEIST

Medizin.NRW – Partner Content

Vernetzung ist die Grundlage des Erfolgs

Mutige Wissenschaftler

Die moderne Spitzenmedizin kann viele Menschenleben retten – aber aufgrund ihrer Komplexität müssen relevante Akteure eng verbunden werden.

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Herausforderungen im Gesundheitssystem ist“, sagt Patrick Guidato, Manager des Clusters Medizin.NRW. Vernetzte Strukturen seien daher eine Art Impfstoff gegen Krisen, denn sie garantieren synergistische Kapazitäten und schnelle Reaktionszeiten.

ie hochqualifizierte moderne Spitzenmedizin bringt große Erfolge bei der Patientenversorgung, aber sie wird auch immer komplexer. Zukunftsweisende Therapien, die individuell auf die Bedürfnisse und Situation von Patienten zugeschnitten sind, benötigen eine Vielzahl von Expertisen, nicht nur in der Medizin und den Bio-Wissenschaften, sondern auch in Datenanalyse, Künstlicher Intelligenz und Regulatorik. Die Vernetzung in der Spitzenmedizin stellt die einzige Möglichkeit dar, zukunftsweisende Versorgung und Innovationsgeschwindigkeit unter einen Hut zu bringen. Das gleiche gilt für die Nutzung von Patientendaten. Wer Daten siloartig hält, verliert zwei Vorteile: Versorgungsqualität und Forschungskapazität.

Nicht zuletzt stellt die Spitzenmedizin auch einen wichtigen Wirtschaftsmotor dar, denn durch den demografischen Wandel verstärkt sich der Bedarf für Innovation in der Versorgung besonders. Dies bietet Chancen für Kliniken, Arztpraxen, Forschungseinrichtungen, Mittelständler und nicht zuletzt auch innovative Startups. „Die Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft wächst jährlich im zweistelligen Milliarden-Bereich. Hier bietet sich enormes wirtschaftliches und gesellschaftliches Potenzial.“

Zudem fördert die möglichst weitgehende Vernetzung der Spitzenmedizin die Resilienz gegen zukünftige Pandemien. „Spätestens die Covid-19-Pandemie hat offenbart, dass eine hoch vernetzte Spitzenmedizin ein zentraler Baustein für aktuelle und künftige

Und genau hier, in der Vernetzung der Spitzenmedizin, liegt die Stärke von Medizin.NRW. „Unsere Innovations-Community verbindet die Akteure der zukunftsfähigen Spitzenmedizin in NRW auf einer digitalen Plattform. Von Forschung über Me-

Kathrin Zeiger, Patrick Guidato,

Manager des Clusters Medizin.NRW

dizintechnik bis zur Pflege – Experten und Expertinnen aller Bereiche finden hier zusammen“, so Patrick Guidato. Das virtuelle Netzwerk bietet durchdachte Vernetzungsmöglichkeiten durch aussagekräftige Profile, direkte B2B-Meetings und spezialisierte Marktplätze für Kooperationen, Produkte, Services, Investments und Jobs. Guidato: „Die Community macht Themen sichtbar und fördert den direkten Austausch zwischen allen Beteiligten der Medizinbranche in NRW.“ Wie erfolgreich in NRW geforscht und gegründet wird und wie wichtig dabei die Vernetzung der verschiedenen Akteure ist, zeigen zwei Beispiele: das Institut für Angewandte Medizintechnik der RWTH Aachen und die jungen Unternehmen Priavoid und Prinnovation.

Über den Darm atmen – Neue Therapie für Lungenkranke Herr Jockenhövel, Sie haben eine ungewöhnliche Idee für COPDPatienten. Wie sieht sie aus?

Wir haben tatsächlich eine radikal neuen Ansatz zur Behandlung von COPD-Patienten, die beatmet werden

müssen. Die konventionelle Beatmung bindet Patienten oft stundenlang an eine Maschine, um das überschüssige CO2 wieder aus dem Körper zu bekommen, was die Lebensqualität stark einschränkt. Unser System zielt darauf, das CO2 nicht über die Lunge, sondern über den Darm zu entfernen. Wie funktioniert das konkret?

Stefan Jockenhövel,

Abteilungsleiter für Biohybrid & Medical Textiles, RWTH Aachen

Unsere InnovationsCommunity verbindet die Akteure der zukunftsfähigen Spitzenmedizin in NRW auf einer digitalen Plattform.

Wir haben ein Getränk auf Basis eines speziellen CO2-Absorbers entwickelt – eine Art ‚Smoothie‘. Da die Darmoberfläche dreimal größer ist als die der Lunge, können drei Portionen so viel CO2 eliminieren wie eine sechs- bis achtstündige Beatmung. Im ersten Quartal 2026 beginnen klinische Studien am Menschen. Die Vision ist, die Atemfunktion bedarfsgerecht kontrollieren zu können, ähnlich wie den Blutzucker mit Insulin. Sie haben vor knapp drei Jahren aus der Universität Aachen ausgegründet. Wie war der Weg?

Es war herausfordernd, aber wir

Das Cluster Medizin.NRW wird durch den DLR-Projektträger im Auftrag des NordrheinWestfälischen Ministeriums für Kultur und Wissenschaft betrieben. www.medizin.nrw

wurden sehr gut unterstützt. Wir erhielten eine Finanzierung vom Europäischen Innovationsfond und von Investoren. Mitentscheidend war das Netzwerk Medizin NRW, das uns unkompliziert den Kontakt zu anderen Wissenschaftlern und Unternehmen ermöglichte. Ohne die starke Unterstützung vor Ort in Aachen durch die Hochschule, die NRW Bank und der High-Tech-Gründerfonds, also ohne dieses hervorragende Ökosystem, wäre so eine komplexe Medizintechnik-Entwicklung nicht möglich gewesen. NRW ist wirklich ein place to be für Gründer. Das Cluster Medizin.NRW ist die zentrale Kompetenzplattform für innovative Medizin und ihre Akteure in NRW. Ihre Angebote richten sich an alle Akteure aus Wissenschaft, Klinik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Mehr Informationen unter: www.medizin.nrw

Geschäftsführerin Prinnovation

Frau Zeiger, medizinische Grundlagenforschung führt immer wieder zu Gründungen von Startups. War das bei Ihrem Unternehmen Prinnovation auch so? Bei uns stimmt das indirekt. Wir sind als Unternehmen in einer Forschungskooperation mit der Priavoid – und dabei handelt es sich um eine klassische akademische Ausgründung, in diesem Fall aus der Universität Düsseldorf und dem Forschungszentrum Jülich. 2017 haben mutige Forscher um den Biochemiker Professor Dieter Willbold ein Startup gegründet, nachdem sie eine Idee für einen neuen Wirkstoffkandidaten gegen Alzheimer entwickelt hatten. Als es darum ging, die finanziellen Mittel für die Phase 2, also den Nachweis über Sicherheit und Effektivität in einer größeren Zahl von Testpatienten, zu erbringen, erklärte sich die Agentur für Sprunginnovation, kurz SPRIND, bereit, Priavoid zu unterstützen. Dabei handelt es sich um eine staatliche Agentur, die vom Bundeswirtschafts- und vom Bundesforschungsministerium getragen wird. Welche Rolle spielt dann Prinnovation? Als das Projekt 2021 startete, konnte die SPRIND Priavoid nicht direkt mit den hohen Summen, die benötigt werden, unterstützen. Daher wurde unser Unternehmen, ein Tochterunternehmen, der SPRIND gegründet. Wir verfügen zeitlich befristet über die Lizenz, den Wirkstoffkandidaten klinisch weiterzuentwickeln und überwachen als Sponsor der Studie den Einsatz im Rahmen der PRImus-AD Studie in insgesamt 304 Patienten in sechs europäischen Ländern. Was passiert, wenn sich die Wirksamkeit des Medikaments erweist? In diesem Fall finden sich hoffentlich schnell neue Kapitalgeber, damit eine mögliche Phase 3 Zulassungsstudie rasch angeschlossen werden kann.

2017 haben mutige Forscher […] ein Startup gegründet, nachdem sie eine Idee für einen neuen Wirkstoffkandidaten gegen Alzheimer entwickelt hatten.


RWTH Innovation GmbH – Partner Content

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GRÜNDERGEIST

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Wie Ideen ihren Weg in die Welt finden Warum zwischen Erkenntnis und Anwendung oft die entscheidenden Meter liegen – und wer sie überbrückt.

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nnovation beginnt selten mit einem fertigen Produkt. Sie entsteht als Funke in Laboren, in Gesprächen zwischen Forschenden, in Momenten, in denen eine technische Lösung plötzlich greifbar wird. Doch ob aus einer Idee Wirkung entsteht, entscheidet sich in der Phase dazwischen: zwischen Erkenntnis und industrieller Realität. Genau dort klafft in Deutschland insbesondere im Deep-Tech-Bereich oft die Innovationslücke. Technologien funktionieren im Labormaßstab, aber ihr wirtschaftliches Potenzial lässt sich noch nicht klar bewerten. Gleichzeitig sucht die Industrie dringend neue Werkstoffe, digitale Verfahren und effizientere Produktionsprozesse. Was es deshalb braucht, sind Brückenbauer, die Ideen stabilisieren, schützen und gezielt mit Partnern verbinden. Zwei, die täglich an dieser Schnittstelle arbeiten, sind Prof. Dr.-Ing. Michael Riesener, Geschäftsführer der RWTH Innovation GmbH, und Dr.-Ing. Lucas Jauer, Wissenschaftlicher Leiter am Lehrstuhl für Digitale Additive Produktion der RWTH Aachen University. Sie erklären, wie aus Forschung anwendbare Lösungen entstehen – und warum Transfer früh beginnen muss.

Herr Prof. Riesener, warum ist Transfer neben Forschung und Lehre unverzichtbar?

Transfer begleitet den Weg von der ersten Idee über Ideation und Inkubation bis zur Gründung und Skalierung. Ohne diese Unterstützung schaffen viele technologische Neuerungen nicht den Weg in die Anwendung. Forschende brauchen Orientierung, Zugang zu Netzwerken und Industriepartnern, die helfen, aus Konzepten tragfähige Anwendungen zu formen. Wo entstehen die größten Hürden im Deep-Tech-Bereich?

In mittleren Reifegraden – TRL 4 bis 6, also beim Übergang aus der wissenschaftlichen Forschung in die wirtschaftliche Anwendung – fehlt es oft an struktureller Unterstützung. Technologien sind zu anwendungsnah für klassische Förderung, aber zu riskant für privates Kapital. Unsere geplanten Translationshubs sollen diese Lücke schließen. Dort tragen öffentliche Förderer, Stiftungen und Unternehmen gemeinsam Risiken und entwickeln Technologien gezielt weiter. So entsteht ein Raum, in dem frühe Ideen Reife gewinnen können. Nach welchen Kriterien wählen Sie Themen aus?

Wir orientieren uns an gesellschaftli-

Prof. Dr.-Ing. Michael Riesener,

Dr.-Ing. Lucas Jauer,

In der Additiven Fertigung erkennt man besonders gut, wie eng Forschung und Anwendung verzahnt sein müssen.

Transfer ist kein linearer Prozess, sondern ein Zusammenspiel aus technischem Fortschritt, praktischer Erfahrung und partnerschaftlichem Austausch.

cher Relevanz, wissenschaftlicher Stärke und klarem Industriebedarf. Wenige, starke Unternehmenspartner treiben die Projekte voran. Gleichzeitig bietet das Netzwerk von rund 450 Unternehmen am Campus eine breite Basis für Austausch. Innovation entsteht immer dann, wenn Forschung und Wirtschaft früh zusammenkommen.

der Gewicht und Präzision entscheidend sind.

Geschäftsführer RWTH Innovation GmbH

Wie zeigt sich dieser Prozess konkret?

In der Additiven Fertigung erkennt man besonders gut, wie eng Forschung und Anwendung verzahnt sein müssen. Dr. Lucas Jauer zeigt, wie Technologien parallel entwickelt und getestet werden. Genau solche Beispiele machen sichtbar, wie wichtig gemeinsame Entwicklung für den Erfolg von Transfer ist.

© RWTH DAP/Mario Irrmischer

Herr Dr. Jauer, welche Kompetenzen benötigen Forschende im Additive Manufacturing, um zu gründen?

Die RWTH Aachen zählt mit 45.000 Studierenden und 6.000 Doktorandinnen und Doktoranden zu den wichtigsten Deep-TechStandorten Deutschlands. Die RWTH Innovation GmbH ist ihre zentrale Technologietransfereinheit. Beim Tech Impact Festival 2026 treffen rund 1.500 Teilnehmende aus Forschung, Industrie und Startups aufeinander und präsentieren Zukunftstechnologien von Next Generation Computing über Future Mobility bis Advanced Materials. www.techimpactfestival.de

Sie brauchen technisches Verständnis innerhalb der 3D-Druck-Prozesskette – Bauteilgestaltung, Simulation, Maschinensteuerung, Werkstoff kunde, Qualitätssicherung – und die Fähigkeit, daraus sinnvolle Geschäftsmodelle abzuleiten. Besonders im Metall-3DDruck entstehen Vorteile durch komplexe Geometrien und Funktionsintegration. Großes Potenzial bietet aktuell die Luft- und Raumfahrt, in

Wissenschaftlicher Leiter am Lehrstuhl für Digitale Additive Produktion der RWTH Aachen

Wie arbeiten Sie mit der RWTH Innovation zusammen?

Wir kooperieren bei Patenten, Lizenzierungen, Vermarktungsmodellen und im Inkubationsprogramm. Im Projekt Digital AM Start verbinden wir Lehrstühle, Spin-offs und Industrie stärker miteinander. Workshops helfen, frühphasige Ideen zu identifizieren und Teams mit Partnern zusammenzuführen, die Entwicklungsschritte realistisch einschätzen können. Welche Hürden bestehen beim Transfer in reale Produktumgebungen?

Zulassungen dauern, besonders in der Luft- und Raumfahrt. In anderen Branchen fehlt oft Automatisierung, Anlagen- und Bauteilkosten liegen häufig über konventionellen Verfahren. Daher profitieren gerade KMU stark von den von Prof. Riesener angesprochenen Translationshubs: Allein hätten sie keinen Zugang zu modernen Maschinenparks. Durch gemeinsame Entwicklung gewinnen sie Einblicke in Technologien, die ihre Produktion langfristig verändern können. Am Ende zeigt sich: Transfer ist kein linearer Prozess, sondern ein Zusammenspiel aus technischem Fortschritt, praktischer Erfahrung und partnerschaftlichem Austausch.


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GRÜNDERGEIST

Können, Bodenhaftung und Resilienz: die DNA erfolgreicher Startups LEARNINGS

Hinter jedem erfolgreichen Startup stehen Menschen mit Mut, Leidenschaft und Durchhaltevermögen. Gülsah Wilke, Partnerin und Leiterin DACH der Venture-Capital-Firma DN Capital kennt diese Geschichten aus nächster Nähe: Sie investiert in Technologie-Startups und begleitet sie auf ihrem Weg von der ersten Vision bis zur internationalen Expansion. Bei Startups in der Frühphase blickt sie vor allem auf das Team. Echtes Können, Bescheidenheit und der unbedingte Wille, etwas zu bewegen, hält sie für unverzichtbar. Text: Katja Deutsch Foto: Presse, Sable Flow/Unsplash

Frau Wilke, welche Kriterien sind für Sie entscheidend, um in ein Startup zu investieren?

Bei frühen Startups zählt vor allem das Gründerteam, da oft noch wenig messbare Traktion existiert. Entscheidend sind komplementäre Fähigkeiten, Fachwissen – etwa medizinische Expertise im Digital-Health-Bereich – sowie Lernbereitschaft, Resilienz und Teamfähigkeit bei Herausforderungen. Zweitens muss das Produkt einen klaren Bedarf im Markt treffen und über einen echten technischen oder datenbasierten Wettbewerbsvorteil verfügen. Gerade in Zeiten von Künstlicher Intelligenz ist entscheidend, was wirklich einzigartig ist, etwa tief vertikalisierte Datensätze in Bereichen wie Gesundheit, Recht oder Finanzen. Drittens braucht ein Startup einen ausreichend großen und skalierbaren Markt, damit hohe Renditen möglich sind. Ein globaler Ansatz, am besten mit Perspektiven in den USA, erhöht die Chancen auf erfolgreiche Exits wie IPOs oder strategische Übernahmen. Welche sogenannten unterschätzten Fähigkeiten sollten denn Gründer in Deutschland heute unbedingt haben, um langfristig erfolgreich zu sein?

Bescheidenheit! Viele junge Gründer wirken grundlos arrogant. Dabei ist Be-

Gülsah Wilke, Partnerin & Leiterin DACH der Venture-Capital-Firma DN Capital

Während in den USA die wertvollsten Tech-Konzerne stehen, haben wir hier nur SAP an der Börse gelistet. scheidenheit kombiniert mit gesundem Selbstbewusstsein besonders wichtig, weil Investoren in der frühen Phase eng mit dem Team zusammenarbeiten und Erfolg nur gemeinsam entsteht. Ebenso zentral ist Resilienz: In einem Umfeld voller Unsicherheit, schwieriger Finanzierung, Skalierungsdruck und Fachkräftemangel müssen Gründer Höhen und Tiefen aushalten können. Deshalb sind Menschen mit Migrationsgeschichte, „zwei Herzen“, Frauen und Mütter oft interessant, da sie früh Belastbarkeit entwickelt haben. Beim Gründen braucht es diese Belastbarkeit, diese emotionale Stabilität, und ebenso die Fähigkeit, aus Rückschlägen Stärke zu ziehen.

Sie haben bei Ada Health den US-Eintritt mit unterstützt und bei DN Capital investiert. Welche Schlüssel-Learnings geben Sie daraus heute an Gründer weiter?

Als Operator und Investor bringe ich zwei Perspektiven mit: Bei Ada Health habe ich als COO ein Drittel des Unternehmens operativ geführt und erlebt, wie herausfordernd es ist, Visionen im Unternehmen umzusetzen. Gleichzeitig denke ich stark aus Investorensicht und kann gut unterscheiden, was ein „Nice to have“ und was ein „Must-have“ ist, um ein Unternehmen erfolgreich über Venture Capital zu skalieren. Ich arbeite gemeinsam mit den Gründern daran, ihre Vision nachhaltig und finanzierbar umzusetzen. Worin bräuchten Startups in Deutschland mehr oder bessere Unterstützung?

Wir brauchen weniger Regulierung und mehr Freiheit fürs Unternehmertum! Gerade junge Tech-Unternehmen bräuchten einen „Fast Track“, für Zulassungen und Zertifizierungen, die oft länger als ein Jahr dauern. In den USA dagegen ermöglicht die FDA beispielsweise mit dem „Discretion“-Modell eine pragmatische Self-Certification, oft in nur einem einzigen Tag. Während in den USA die wertvollsten Tech-Konzerne stehen, haben wir hier nur SAP an der Börse gelistet. Wenn wir KI und neue Technologien vor allem als Risiko sehen, werden wir weiter zurückfallen. Europa sollte seinen Gründerinnen mehr Vertrauen schenken, pragmatischer werden und einen einheitlichen Kapitalmarkt schaffen. Sonst wandern erfolgreiche Startups für große Finanzierungen oder Börsengänge in die USA ab, wie etwa BioNtech – und mit ihnen Wertschöpfung, Know-how und Jobs.

Viel Verantwortung mit Potenzial: Wie Startups sich in wirtschaftlich unsicheren Zeiten etablieren Startups stehen vor vielen Unsicherheiten. Besonders in den ersten Jahren müssen junge Unternehmen ihre Finanzen im Blick behalten und Risiken frühzeitig erkennen, um nicht unvorhergesehenen Engpässen ausgesetzt zu sein. Text: Jakob Bratsch Foto: NSYS Group/unsplash

Eine stabile Liquidität ist daher für jeden Gründer überlebenswichtig; Stichwort Zahlungssicherheit: Ohne ausreichende Mittel können selbst vielversprechende Geschäftsmodelle scheitern. Mithilfe von regelmäßigen Bonitätsprüfungen können Gründer zusätzlich ihre Geschäftspartner, Lieferanten und Kunden besser einschätzen. Dies kann vor allem bei der Entscheidung über Zahlungsziele, Kreditvergaben oder der Auswahl von Partnern ausschlaggebend sein. Ebenfalls sinnvoll ist die kontinuierliche Überwachung bestehender Geschäftsbeziehungen: Frühwarnsysteme erkennen z. B. Insolvenzhinweise oder Kreditkürzungen und ermöglichen rechtzeitiges Handeln. Bleiben Zahlungen dennoch aus, kann ein professionelles Forderungsmanagement entlasten. Ein automatisiertes Mahnwesen sorgt dann dafür, dass offene Rechnungen konsequent verfolgt werden, ohne Kundenbeziehungen unnötig zu belasten.

Bescheidenheit kombiniert mit gesundem Selbstbewusstsein ist besonders wichtig, weil Investoren in der frühen Phase eng mit dem Team zusammenarbeiten.

Entsprechend lohnenswert ist die Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern wie Creditreform: weniger Aufwand, mehr Sicherheit und spürbar entlastete Abläufe. So bleibt Startups mehr Zeit für das, was wirklich zählt – neue Kunden finden, Chancen ergreifen und am Markt wachsen.


PKF Wulf Gruppe – Partner Content

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Ideen brauchen Mut – Wachstum braucht Struktur Warum Startups früh über Finanzierung, Struktur und tragfähige Grundlagen nachdenken sollten Am Anfang einer Gründung steht der Mut. Eine Idee entsteht oft spontan, manchmal zufällig und aus einem Gedanken wird ein Projekt, aus einem Projekt ein Team. In dieser frühen Phase dominieren Kreativität, Tempo und Ausprobieren. Doch je konkreter das Produkt wird, desto deutlicher zeigen sich strukturelle Anforderungen: Teamaufbau, steuerliche und rechtliche Grundlagen, Finanzierungsstrategien, Investorenansprache, Dokumentation.

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iele Gründer unterschätzen, wie stark diese Aspekte bestimmen, ob ein Unternehmen wachsen kann. Eine unklare CapTable-Struktur, fehlende Vereinbarungen zwischen Co-Foundern oder falsche steuerliche Gestaltung können später teuer werden oder Finanzierungsrunden blockieren. Professionelle Begleitung wird daher nicht erst dann relevant, wenn es brennt, sondern schon in der Phase, in der das Feuer entsteht. Sie ermöglicht es, sich auf die Weiterentwicklung einer Idee zu konzentrieren, die das Potenzial hat, Märkte zu verändern. Im Interview spricht Christoph Kalmbach, Partner der PKF Wulf Gruppe und StartupExperte, über typische Wachstumsbremsen, sinnvolle Strukturen und die Rolle eines starken Netzwerks.

dynamisch, steuerliche und finanzielle Rahmenbedingungen bleiben oft im Hintergrund. Wer diese Themen nicht früh mitdenkt, riskiert Engpässe, die Wachstum bremsen.

Viele Startups starten stark, geraten aber später ins Stocken. Woran liegt das aus Ihrer Sicht?

Welche Rolle spielt Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung im Startup-Umfeld?

Häufig daran, dass Strukturen und wirtschaftliche Grundlagen nicht im gleichen Tempo wachsen wie das Produkt. Ein Startup entwickelt sich

Christoph Kalmbach,

Partner, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bei der PKF Wulf Gruppe

Investoren suchen nicht nur Ideen, sondern auch belastbare Geschäftsmodelle und Visionen.

Steuerberatung und insbesondere betriebswirtschaftliche und bewertungstechnische Aspekte der Wirtschaftsprüfung begleiten ein Startup durch alle Phasen. In der Gründung geht es um die richtige Rechtsform, klare Beteiligungsstrukturen und ein sauberes finanzielles Fundament bei optimierter Steuerstruktur für die Gesellschafter, Investoren sowie den Key Staff. In der Wachstumsphase werden Jahresabschlüsse, Reporting, betriebswirtschaftliche Steuerung und die Vorbereitung auf Finanzierungsrunden wichtig. Bei Venture Capital, Private Equity oder einem möglichen Exit brauchen Investoren verlässliche Zahlen, transparente Strukturen und eine professionelle Dokumentation. Gute Beratung schafft Sicherheit und ist ein Erfolgsfaktor für weitere Finanzierung und Skalierung. Häufige Fehler ent­ stehen aus hoher Geschwindigkeit: z. B. unklare Absprachen oder fehlende Dokumentation.

Wie können Startups und Mittelstand voneinander profitieren?

Startups profitieren vom Mittelstand durch etablierte Strukturen, Marktzugang und bestehende Prozesse. Mittelständische Unternehmen erhalten neue Impulse, innovative Technologien und eine hohe Umsetzungsgeschwindigkeit. Für tragfähige Corporate-Venturing-Kooperationen braucht es klare wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Wir unterstützen bei der Umsetzung von Modellen, die auf beide Seiten zugeschnitten sind, unabhängig davon, ob es um finanzielle Förderung, Beteiligungen oder andere Formen der Zusammenarbeit geht. Hierbei setzen wir auf starke Verbindungen zu unseren Netzwerkpartnern im Startup und VC-Umfeld. Sie sind stark in der Startup-Szene Baden-Württembergs vernetzt. Wie prägt dieses Netzwerk Ihre Arbeit mit Startups?

Wir sind dort präsent, wo Ideen entstehen. Durch die langjährige Verbindung zu NXTGN – offizielle Startup Factory der Bundesregierung – und Formate wie das ASAP BW-Finale sowie verschiedene Masterclasses erhalten wir früh Einblicke in aktuelle Entwicklungen. Bei NXTGNVeranstaltungen wie dem CxO-Dinner diskutieren wir mit Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über die

Als Top-Berater des Mittelstands unterstützt die PKF Wulf Gruppe Investoren, mittelständische und wachstumsorientierte Unternehmen mit klarer steuerlicher und betriebswirtschaftlicher Expertise. Als Teil des globalen, unabhängigen PKF-Netzwerks verbindet die Gruppe regionale Nähe mit internationaler Kompetenz. www.pkf-wulf-gruppe.de

Wer frühzeitig in Strukturen investiert, investiert in die Zukunft des Unternehmens.

Innovationskraft der Region. Diese Nähe kombiniert mit unserer langjährigen Arbeit mit Startups ermöglicht es uns, sie gezielt und realitätsnah zu begleiten. Unsere Erfahrung zeigt, welche strukturellen Entscheidungen in frühen Phasen wichtig sind und wie sie sich auf spätere Entwicklungen auswirken. Da wir sowohl mit Investoren als auch mit Startups zusammenarbeiten, kennen wir ihre Erwartungen, von der Gründung über Finanzierungsrunden bis hin zum Exit. Dieses Verständnis hilft uns, Beteiligungsmodelle, Finanzierungsprozesse und steuerliche Strukturen langfristig tragfähig zu gestalten. Was möchten Sie Gründern auf den Weg mitgeben?

Mut bringt Ideen voran, aber ein stabiles Fundament entscheidet über nachhaltiges Wachstum. Wer früh strukturiert, erhöht seine Chancen auf Kapital, Partnerschaften und Marktposition deutlich. Professionelle Beratung ist kein Hindernis für Kreativität, sondern der Schutz dessen, was aufgebaut wird.


ADVERTORIAL

Zukunftssicherheit durch Können und Haltung Seit rund zwanzig Jahren zählt die alfatraining Bildungszentrum GmbH aus Karlsruhe zu den führenden Anbietern der beruflichen Weiterbildung. Mit mehr als 230 Standorten in ganz Deutschland, über 400 Mitarbeitenden und einem Kursangebot von über 250 praxisnahen Themenfeldern gehört alfatraining heute zu den größten privaten Bildungsträgern des Landes. Das Unternehmen steht für verlässliche Qualität, moderne Didaktik und eine klare Ausrichtung auf die Anforderungen des Arbeitsmarkts. Vom Startup zum digitalen Vorreiter alfatraining setzte früh auf digitale Lernformen und entwickelte sie konsequent weiter. Bereits vor mehr als 15 Jahren machte das Unternehmen Videokonferenzen mit alfaview zum festen Standard in der Wei-

Effiziente Weiterbildung: Live-Online-Seminare mit der Videokonferenzsoftware alfaview

terbildung. Damit prägte alfatraining eine Lernkultur, die ortsunabhängig, interaktiv

Entwicklungen früh und reagiert auf die-

und nah an der Praxis ist. Auch heute treibt

se schnell mit Seminaren, die Fach- und

das Unternehmen die Digitalisierung voran,

Führungskräfte direkt in die Praxis bringen.

um Lernen flexibel und wirksam zu gestal-

Das Angebot reicht von geförderten Weiter-

ten. Neu eingeführt wurde die digitale Live-

bildungen, die neue berufliche Perspektiven

Übersetzung aller Kurse in verschiedene

eröffnen, bis zu Corporate Trainings, die

Sprachen, ein weiterer Schritt, um Weiterbil-

Unternehmen gezielt bei der Qualifizierung

dung noch zugänglicher zu machen.

ihrer Teams unterstützen.

Innovation, die Sicherheit schafft

Die Seminare werden von erfahrenen

Für alfatraining ist Innovation kein Trend,

Trainer:innen aus Industrie und Wirtschaft

sondern ein Werkzeug, um Menschen und

geleitet. Sie vermitteln ihr Wissen praxis-

Unternehmen dauerhaft zu stärken. Genau

nah, verständlich und immer mit Blick auf

dieser Ansatz macht das Unternehmen auch

den Arbeitsalltag. Die Live-Online-Semina-

Niko Fostiropoulos,

in wirtschaftlich bewegten Zeiten stabil und

re fördern den Austausch, machen Lernen

Gründer und CEO

zukunftsfähig.

anwendbar und haben sich als stabiles, zukunftsfähiges Format etabliert.

Niko Fostiropoulos, Gründer und CEO von

Niko Fostiropoulos, Gründer und CEO, bringt es auf den Punkt: „Wer Menschen

alfatraining, sagt dazu:

alfatraining.com: Lernen für heute

weiterbildet, stärkt nicht nur einzelne Kar-

„Weiterbildung muss mit der Realität der

und morgen

rieren, sondern die Zukunftsfähigkeit ganzer

Arbeitswelt Schritt halten. Unser Job ist es,

Mit www.alfatraining.com bietet das Unter-

Unternehmen. Besonders in unsicheren

Menschen so zu qualifizieren, dass sie mor-

nehmen eine Plattform für Einzelteilneh-

Zeiten zeigt sich, was trägt. Aktuelle und zu-

gen gebraucht werden.

mende, Teams und Firmen. Dort stehen

kunftsorientierte Fachkompetenzen sind der

rund 450 Kurstermine in über 200 Themen-

sicherste Weg, handlungsfähig zu bleiben.“

Krisen zeigen, wer wirklich vorbereitet ist.

feldern zur Verfügung. Das Spektrum reicht

Wer in Kompetenzen investiert, bleibt hand-

von Soft Skills-Seminaren, Microsoft Office,

Moderne Lernangebote werden heute auch

lungsfähig. Genau dafür steht alfatraining.“

Führungskräftetrainings bis hin zu praxisori-

erwartet. Wer Mitarbeitenden die Möglich-

Mit seiner langjährigen Erfahrung in der

entierten Kursen rund um Künstliche Intel-

keit gibt, sich kontinuierlich weiterzuentwi-

Bildungsbranche baut Niko Fostiropoulos

ligenz in verschiedensten Berufsfeldern. So

ckeln, bindet Talente langfristig und kann den

auf ein klares Erfolgsprinzip: technologische

erhalten Privatpersonen und Unternehmen

eigenen Fachkräftebedarf nachhaltig decken.

Offenheit, konsequente Praxisorientierung

Zugang zu Kompetenzen, die heute gefragt

und ein Angebot, das sich an echten Be-

sind und morgen den Unterschied machen.

darfen ausrichtet. So bleibt alfatraining ein verlässlicher Partner für Fachkräfte, Unter-

Fachkräfte sichern, Zukunft mitgestalten

nehmen und eine Arbeitswelt im Wandel.

Fachkräftesicherung ist für viele Organi-

Direkt informieren und mehr erfahren

sationen zu einer Kernaufgabe geworden.

Alle Informationen zum

Erfolg durch Nähe zum Arbeitsmarkt

Technologischer Wandel und demografische

Kursangebot und zu individuellen

Der Erfolg von alfatraining basiert auf einem

Entwicklungen erhöhen den Druck, Qualifi-

Programmen für Unternehmen

klaren Prinzip: Weiterbildung muss exakt

kationen laufend zu erneuern. alfatraining

finden Sie online auf

zu den Anforderungen des Arbeitsmarktes

versteht Weiterbildung deshalb als strategi-

passen. Deshalb beobachtet alfatraining

sche Investition in Stabilität und Wachstum.

www.alfatraining.com


contentway.de Steinbeis School of International Business and Entrepreneurship – Partner Content

GRÜNDERGEIST

23

Bildung, die Unternehmen zukunftssicher macht

Im digitalen Wandel zählt eines: Führungskräfte müssen Zukunfts- und Innovationskompetenzen entwickeln, um Unternehmen sicher durch die Transformation zu führen.

U

nternehmen befinden sich in einem rasanten digitalen Umbruch – entsprechend müssen sich auch Führungskräfte neu aufstellen. In Zeiten der Unsicherheit ist eine neue Art der Führung gefragt, die auf Zusammenarbeit und Vernetzung setzt. Wichtig ist, dass sich Entscheider auf künftige Herausforderungen vorbereiten und ihre Fähigkeiten laufend weiterentwickeln. Zukunfts- und Innovationskompetenz stehen dabei im Fokus: Sie ermöglichen es, den Wandel aktiv zu gestalten. Laut Studien erkennen viele Mittelständler bei ihren Beschäftigten noch erhebliche Kompetenzlücken. Entsprechend investieren Firmen verstärkt in Weiterbildung und Führungskräfteentwicklung, auch Hochschulen ziehen nach. Neue Konzepte der Business Leadership Education verknüpfen Wissenschaft mit Praxis. Die Steinbeis School of International Business and Entrepreneurship (SIBE) setzt hier gezielt an. CEO Prof. Dr. Stefanie Kisgen erklärt im Interview, wie das gelingt. Frau Prof. Kisgen, warum brauchen Unternehmen heute gezielt Zukunfts- und Innovationskompetenzen – und wie adressiert die SIBE genau diese Lücke?

Leadership, Management und Innovation, Innovationsprojekte in Organisationen zu planen, zu steuern und umzusetzen. Seminare wie Strategic Foresight gehören zum Curriculum, ebenso die kontinuierliche Kompetenzentwicklung. Zusätzlich begleiten wir Unternehmen in Zukunftsstudien, um den systematischen Aufbau von Zukunftskompetenzen weiter zu stärken. Wie verankert man Future Foresight in Organisationen, die im Tagesgeschäft oft kaum Raum für strategisches Denken finden, und welche Methoden setzen Sie dabei ein?

Die Auseinandersetzung mit möglichen Zukünften ist wegen der zunehmend kürzeren Innovationszyklen wichtiger denn je. Vielen Organisationen fehlt ein freier Geist, der bestehende Strukturen unabhängig hinterfragt, analytisch-methodische Stärke sowie die Fähigkeit, Empfehlungen in konkrete Innovationen zu überführen. Hier setzt das SIBE-Modell an. Wir vermitteln motivierte Jungakademikerinnen und Jungakademiker in Unternehmen und befähigen sie fachlich, analytisch und persönlich, Future-Foresight-Projekte umzusetzen. Im Seminar Strategic

Wandel begleitet die Menschheitsgeschichte, und wir erleben ihn heute in einer stark beschleunigten Form. Unternehmen, die an bisherigen Produkten, Dienstleistungen, Märkten oder Prozessen festhalten, bleiben nicht lange überlebensfähig. Die Kraft der schöpferischen Zerstörung setzt Neues durch und verdrängt Altes, weshalb Innovationsfähigkeit zentral für Zukunftsfähigkeit ist. Dafür braucht es gezielte Zukunfts- und Innovationskompetenzen. Genau hier setzen die Bildungs- und Forschungsprogramme der SIBE an. Wir befähigen Teilnehmende unserer Master- und Promotionsprogramme in

Die Kraft der schöpferischen Zerstörung setzt Neues durch und verdrängt Altes, weshalb Innovationsfähigkeit zentral für Zukunftsfähigkeit ist. Mit der Erfahrung aus über 5.000 realisierten Projekten unterstützt die Steinbeis School of International Business and Entrepreneurship Unternehmen dabei, Innovationsimpulse und -ideen zur Umsetzung inkrementeller, radikaler und disruptiver Lösungen zu gestalten. www.steinbeis-sibe.de

Foresight arbeiten wir mit einer Toolbox von über 40 Methoden, die gemeinsam mit Professor von der Gracht publiziert wurde. Dazu zählen Umfeldanalysen, Real-Time-Delphi, Cross-Impact-Analysen, Szenarien und Backcasting. Die Arbeit wird ergänzt durch den Austausch mit Expertinnen, Experten, Kommilitoninnen, Kommilitonen und einem breiten Netzwerk, das den Blick für Entwicklungen erweitert. Seit Jahren gilt Ihr Unternehmen als Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Welche neuen Modelle oder Partnerschaften entwickeln Sie aktuell, um Deutschland zukunftssicherer aufzustellen?

Seit der Gründung der SIBE vor über 30 Jahren setzen wir auf die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Bildungs- und Forschungsangebote. Neu hinzugekommen ist ein MBA-Programm mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz und Quantencomputing in Kooperation mit der Universität für Weiterbildung Krems, IBM und der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Gleichzeitig stärken wir internationale Partnerschaften mit führenden Universitäten. Anfang 2025

Prof. Dr. Stefanie Kisgen,

CEO Steinbeis School of International Business and Entrepreneurship (SIBE)

Die Auseinandersetzung mit möglichen Zukünften ist wegen der zunehmend kürzeren Innovationszyklen wichtiger denn je. kam die Kooperation mit Alma Mater Europaea – European Center Herrenberg hinzu, initiiert durch die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste. Ziel ist es, Wissenschaft und Wissenstransfer in Innovation und Leadership zu fördern. Die Akademie vereint über 2.000 Forschende und 38 Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger. Damit erweitern wir den Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und stärken die Grundlagen für innovationsorientierte Entwicklung in Deutschland.


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GRÜNDERGEIST

Wirtschaftsförderung Bodenseekreis – Hotspot Highlight

Die Bodenseeregion entwickelt sich zu einem Hotspot für Industrienahe Innovationen. Mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis, dem move+ Accelerator, der Zeppelin Universität als Gründeruniversität sowie starken Wirtschaftspartnern vom regional verwurzelten Stadtwerk am See bis zum Weltunternehmen ZF, entsteht ein Ökosystem, das Tradition und Zukunft verbindet – und bereits Werte in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro bewegt.

G

ründen im Geiste Zeppelins – das ist mehr als ein Slogan. Es ist eine Haltung, die die Region seit über 100 Jahren prägt. Als Graf Ferdinand von Zeppelin Anfang des 20. Jahrhunderts „sein Luftschiff“ verwirklichte, galt er als Träumer, der jedoch durch technische Innovationen, ein Netzwerk von Unternehmen, Pragmatismus und auch etwas Glück seine Vision verwirklichte und Friedrichshafen und den Bodensee weltweit bekannt machte.

© Zeppelin Museum Friedrichshafen

Gründen im Geiste Zeppelin: Wie ein regionales Startup-Ökosystem Millionen bewegt

Wasserstoffzukunft, nachhaltige Luftund Schifffahrt, autonome Mobilität und vernetzte Infrastruktur.

Marcel Lamer, Referent für kaufmännische Verwaltung und Gründung, Wirtschaftsförderung Bodenseekreis

Noch heute zehren global agierende Unternehmen wie ZF, Rolls-Royce Power Systems und Airbus von diesen gemeinsamen Wurzeln. Diese Unternehmen bilden gleichzeitig die Basis für ein neu entstehendes und erfolgreiches Startup-Ökosystem, welches gezielt von der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis und dem Accelerator move+ entwickelt wird. Wichtigstes Element dabei ist die Kooperation zwischen etablierten Firmen, Gründerinnen, den Universitäten und erfahrenen Ausgründern. In den Themenfeldern Mobilität und Energie entstehen so vor allem Lösungen für die

Ein Beispiel dafür ist Exergetics. Aufgebaut von Gründern mit langer Ingenieurund Managementerfahrung, entwickelt es Lösungen, um Wasserstoff zu einem zentralen Baustein lokaler Energiesysteme zu machen. Zur Umsetzung seiner Vision der Klima- und Energiewende fand es im Startup-Ökosystem Partner und den Zugang zu Wasserstoff-Umsetzungspionieren wie dem Stadtwerk am See, dem Sauerstoffwerk Friedrichshafen und bodenständigen regionalen Partnern, wie die Badische Rheingas. Dank der Erfahrungen der Zeppelin Universität als Gründeruniversität, ist die Region reich an jungen Talenten, die von der Zusammenarbeit mit erfahrenen Gründern profitieren. Millionenunternehmen wie flixbus sind auf Gründer dieser Universität zurückzuführen und geben dieses Wissen etwa im VillageHub oder dem Move+ ALab an junge Grün-

der weiter. So entstehen mit dem Anker Wirtschaftsförderung Bodenseekreis neue Verbünde im Geiste Zeppelins. Wer hier heute ein Startup gründet, tut das in einer Region, die schon einmal bewiesen hat, dass große Ideen Realität werden können. In einer Region, die Tradition und Zukunft vereint. Und in einer Region, die mutig immer wieder neue Wege geht und sich jetzt aufmacht, zum Vorreiter im Bereich Wasserstoff zu werden. Dazu entsteht derzeit ein Wasserstoff-Netzwerk, das allen Startups und Unternehmen in der Wertschöpfungskette offensteht. Bei Interesse stehen mit der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis oder Move+ die richtigen Partner zur Seite. Oder um es mit den Worten Graf von Zeppelin zu sagen: „Man muss nur wollen und daran glauben, dann wird es gelingen!“

Kernaufgabe der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis ist die Förderung von Maßnahmen, die die Wirtschaftsstruktur verbessern, Arbeitsplätze erhalten und neue Arbeitsplätze schaffen, sowie die Wirtschaftskraft von Industrie, Handel, Handwerk, Gewerbe und Dienstleistungen im Bodenseekreis stärken. www.wf-bodenseekreis.de/wirtschaftsfoerderung TUM – Partner Content

Wo Wissen auf Vision und Praxis trifft

Um aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu meistern, müssen verantwortliche Akteure ihr Wissen und ihre Kompetenzen ständig erweitern.

O

b Künstliche Intelligenz, Automatisierung oder Responsible Leadership: Die Arbeitswelt verändert sich. Und mit ihr die Anforderungs- und Aufgabenprofile vieler Menschen. Diese sind gefordert, ihre Kompetenzen zu erweitern, neue Wissensfelder zu erschließen sowie Veränderungen flexibel und konstruktiv zu begegnen. Der Bedarf für Re- und Upskilling ist immens. Das betrifft sowohl spezifische Fachkompetenzen als auch sogenannte Future Skills, also branchenübergreifende Fähigkeiten, Fertigkeiten und Eigenschaften, die in den kommenden Jahren in allen Bereichen des beruflichen und persönlichen Lebens wichtiger werden. Dazu braucht es die Möglichkeit und die Bereitschaft für lebenslanges Lernen. „In der schnelllebigen Welt von heute erneuert sich das Wissen rasanter denn

je. An der Technischen Universität München sind wir überzeugt, dass es in unserer Verantwortung liegt, die neuesten Erkenntnisse aus der Spitzenforschung für Berufstätige aller Branchen und Karrierestufen zugänglich zu machen“, erläutert Prof. Dr. Claudia Peus, Vizepräsidentin für Talentmanagement und Diversity an der TU München (TUM) und konkretisiert: „Wir wollen Führungskräfte und Fachexperten befähigen, neues Wissen in die Praxis zu transferieren, Vordenker in ihrem Fachgebiet zu werden und ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Mit dem klaren Ziel vor Augen, den gesellschaftlichen Wandel effektiv, verantwortungsbewusst und nachhaltig gestalten zu können.“

Peus ist Gründungsdirektorin des TUM Institute for LifeLong Learning, welches Forschung und Praxis vereint und das Potenzial technologiegestützten Lernens nutzt, um Future Skills zu vermitteln. Die TUM bietet dafür das ideale Ökosystem, denn Lernende können neueste Technologien in den Forschungslaboren der Exzellenzuniversität hautnah erleben und zum Beispiel im Quantum Lab oder

Robotics Lab einen Blick in die Zukunft werfen. Weltweite Partnerschaften und Kollaborationen mit führenden Unternehmen und internationalen Institutionen vernetzen die Teilnehmenden. Das kontinuierlich wachsende, zukunftsorientierte Lernportfolio umfasst aktuell rund 100 interdisziplinäre Programme. Zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Berufstätigen reichen die Weiterbildungsprogramme von kurzen berufsbegleitenden Programmen über Zertifizierungen mit Industriestandard bis hin zu tw

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Alle Programme der TUM finden Sie unter www.lll.tum.de/der-program-finder

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Ein Herz für Startups

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vollwertigen akademischen Masterabschlüssen der Technischen Universität München wie die Executive MBAs oder Master of Advanced Studies. Die vielfältige Zertifikatsprogramme bieten Fachexperten ebenso wie Führungskräften ein breites Spektrum an Weiterbildungsmöglichkeiten. Die wichtigsten Themenschwerpunkte sind der Einsatz disruptiver Technologien & Innovationen, Leadership & Strategie, Management & Finanzen sowie Nachhaltigkeit.


UVC Partners – Partner Content

contentway.de

GRÜNDERGEIST

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Deep-Tech, Deep Impact: Die neue Ära der Deep-Tech-Finanzierung

Europa steht vor einem Wendepunkt: Deep-Tech-Innovationen entstehen hier auf Weltniveau, doch der Weg von der Forschung zum globalen Unternehmen bleibt herausfordernd. Auch, wenn sich das europäische Ökosystem in den vergangenen Jahren sichtbar professionalisiert hat, fehlt es im internationalen Vergleich häufig noch an Mut, an Geschwindigkeit und an ausreichender Finanzierungskraft in der Wachstumsphase. Genau in diesem Spannungsfeld bewegen sich viele junge Technologieunternehmen: Sie entwickeln hochkomplexe Produkte, sind auf starke Partnerschaften angewiesen und müssen gleichzeitig mit hohem Tempo skalieren.

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ährend Investoren und öffentliche Akteure sich mühen, mehr Wachstumskapital bereitzustellen, bleibt Europa beim Tempo hinter anderen Regionen zurück. Die Folge: Ambitionierte Startups drohen abzuwandern, wenn hierzulande entscheidendes Wachstumskapital oder industrielle Infrastruktur fehlen. Im Doppelinterview sprechen Johannes von Borries und Benjamin Erhart, beide Partner bei UVC Partners, darüber, welche Hürden Deep-Tech-Startups überwinden müssen und was erfolgreiche Gründer tatsächlich auszeichnet. Herr von Borries, Europa spricht viel über Souveränität und technologische Führerschaft. Warum sind Deep-TechInvestitionen aus Ihrer Sicht inzwischen wirklich ein Muss für Europa?

Ein Beispiel: Den kontinuierlichen Zugang zum Weltraum kann heute praktisch nur SpaceX bereitstellen. Dadurch können wir keine eigenen Satelliten ins All schicken und bleiben bei Navigation, Satellitentelefon und Verteidigung von den USA abhängig. Ähnlich verhält es sich z. B. beim Computing: Neueste Chips werden zuerst in den USA eingesetzt, unsere Rechenleistung und Infrastruktur werden langfristig limitiert. Genau deshalb müssen wir in diesen Schlüsselbereichen Fahrt aufnehmen. In der Entwicklung stehen wir gut da – wir haben viele führende Firmen. Doch im Vergleich zu den USA sind die Summen zur Finanzierung und die Bereitschaft etablierter Firmen, innovative Projekte zu starten, deutlich geringer. Und diese strukturellen Herausforderungen bremsen uns.

Anfang, entscheidend ist, ob es sich zur Marktreife bringen lässt. Aufgrund unseres technischen Verständnisses können wir gut einschätzen, ob ein Konzept solide durchdacht und realistisch ist – das liegt vor allem an den Fähigkeiten des Kernteams. Da wir selbst mal Produkte entwickelt haben, sprechen wir die gleiche Sprache und können so die Menschen besser einschätzen. Warum helfen Sie durch UnternehmerTUMs Ökosystem Startups besonders gut dabei, schneller zu skalieren?

Unsere Portfoliofirmen profitieren vom Netzwerk der UnternehmerTUM, das rund 500 Mitarbeitende zur Verfügung stellt. Startups können so mit mehr als 300 Innovationspartnern aus Mittelstand und Großunternehmen verbunden werden. So sind Pilotprojekte, frühe Anwendungen und erste Testkunden sofort möglich – Dinge, die ein einzelner VC kaum leisten kann. Herr Erhart, Sie investieren in hochkomplexe Zukunftstechnologien wie Robotik, Quanten und Klimatechnik. Wie kann Europa globale Marktführer hervorbringen?

Europa verfügt über einen starken Talentpool und exzellente Forschung, doch die Wachstumsbremsen sind Mut

Johannes von Borries,

Benjamin Erhart,

Im Kern investieren wir in Menschen, die ein Produkt oder eine Anwendung entwickeln. Ein Prototyp ist nur der Anfang, entscheidend ist, ob es sich zur Marktreife bringen lässt.

Gründer vereinen Spitzenexpertise, Forschungserfahrung und Umsetzungskraft.

Managing Partner, UVC Partners

und Geschwindigkeit bei Staat, Industrie und Investoren. Allein in unserem Portfolio befinden sich Startups, die maßgeblich zur technologischen Unabhängigkeit Europas beitragen könnten, z. B. Proxima Fusion in Sachen Fusionsenergie oder Isar Aerospace mit dem Zugang zum All. Allerdings stoßen wir, gerade im Wachstumskapitalbereich, auf eine zurückhaltende Investitionskultur. Wir sehen uns hier als VC durchaus in der Verantwortung, aufzuklären und zu mobilisieren. Warum ist es im Deep-Tech-Bereich besonders wichtig, Startups weiter als nur durch Kapital zu unterstützen?

Der Aufbau eines Deep-Tech-Unternehmens braucht Tempo und starke

UVC Partners gilt ja als einer der erfahrensten Deep-Tech Investoren Europas mit einem stark technischen Team und mehr als 100 Jahren Erfahrung. Wie genau übersetzen Sie diese Expertise in bessere Investmententscheidungen?

Im Kern investieren wir in Menschen, die ein Produkt oder eine Anwendung entwickeln. Ein Prototyp ist nur der

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UVC Partners arbeitet mit B2B-Startups in ganz Europa zusammen, von der Frühphase bis zur Serie A. www.uvcpartners.com

General Partner, UVC Partners

Partnerschaften. Da Kundenbeziehungen selten linear sind, reichen eigene Go-to-Market-Strategien meist nicht aus. Oft sind technologische Engpässe, der Talentbedarf und Kooperationen mit öffentlichen, wissenschaftlichen, unternehmerischen oder internationalen Partnern entscheidend. Dank unserer Value-Creation-Funktion können Startups schneller Top-Level-Partnerschaften aufbauen. Das können wir messbar nachweisen. Welche Fähigkeiten oder Eigenschaften beobachten Sie bei DeepTech-Gründer-Teams, die erfolgreich skalieren?

Erfolg entsteht aus exzellenter Technologie und hoher unternehmerischer Intensität. Gründer vereinen Spitzenexpertise, Forschungserfahrung und Umsetzungskraft. Ihre persönliche Intensität gewinnt Talente, Investoren und Partner – und ermöglicht das Tempo, das erfolgreiche Teams auszeichnet.


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GRÜNDERGEIST

Die Hochschulen werden immer wichtiger K O O P E R AT I O N

Die Weltlage ist weiterhin komplex – Kriege, Handelskonflikte, politische Unsicherheit beherrschen das Bild. Darunter leiden auch etablierte Unternehmen und Startups. Doch die Politik nutzt diese Situation nicht, um neue Weichenstellungen zu setzen, jenseits der bestehenden Instrumente und jenseits der historisch etablierten Branchen. Text: Armin Fuhrer Foto: Jochen Rolfes

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ötig aber wären strategische Investitionen in Branchen und Unternehmen, die den Stab in der Zukunft übernehmen sollen. Marc S. Tenbieg, Geschäftsführer des Deutschen Mittelstands-Bundes (DMB e. V.) sieht gleichwohl viel Grund für Optimismus – vor allem für die Unternehmen und Startups, die open-minded sind.

Herr Tenbieg, die deutsche Wirtschaft sucht dringend nach Innovationsschub. Wo liegt der Schlüssel?

Unter anderem in der systematischen Kooperation zwischen dem etablierten Mittelstand und agilen Startups. Doch hier ist das System leider zuletzt ins Sto-

cken geraten. Die Unternehmen sind so sehr mit ihren eigenen Transformationsprozessen beschäftigt, dass ihnen die Zeit für die Pflege dieser Partnerschaften fehlt. Gleichzeitig sind die Banken risikoscheu. Daher brauchen wir eine neue Qualität der Zusammenarbeit. Und wie soll das gelingen?

Marc S. Tenbieg, Geschäftsführer des Deutschen Mittelstands-Bundes (DMB e. V.)

Wir müssen die Hochschulen viel stärker als zentralen Katalysator begreifen. Die Hochschulen in Deutschland erleben eine Renaissance. Sie sind heute nicht mehr nur Lehrstätte, sondern werden zu Treibern der Innovation. Durch hochschulgetriebene Programme entstehen Startups, die ein entscheidendes Gütesiegel mitbringen: die wissenschaftliche Fundierung und das Netzwerk der Hochschule im Rücken. Das schafft sofort Vertrauen bei Unternehmen.

Die Hochschulen in Deutschland erleben eine Renaissance. Sie sind heute nicht mehr nur Lehrstätte, sondern werden zu Treibern der Innovation.

Was macht denn die Hochschulen so attraktiv als Partner?

mit einem Projekt, das in einem wissenschaftlichen Ökosystem verwurzelt ist.

Sie bieten professionelle Prozesse und ein engmaschiges, oft branchenspezifisches Netzwerk. Wenn ein Startup aus einer Hochschule kommt, hat es bereits eine gewisse Struktur und Seriosität. Für einen Mittelständler ist das ein enormer Vorteil: Er kooperiert nicht mit einem unbekannten Einzelkämpfer, sondern

Was müssen die Unternehmen tun, um diese Chancen zu nutzen?

Sie müssen ein klares, sichtbares Bekenntnis ablegen. Doch gehen Sie mal auf die Webseite eines normalen Mittelständlers – Sie werden vergeblich eine Rubrik „Open for Startups“ suchen.

Unternehmen müssen aber proaktiv werden. Sie müssen gezielt Ausschreibungen für Kooperationsprojekte formulieren und sagen: „Wir suchen Startups für diese konkrete Herausforderung.“ Stillen Leuten kann nicht geholfen werden – das gilt aber natürlich für beide Seiten.

Was ist noch nötig?

Die regionalen Netzwerke und Cluster sind der ideale Nährboden. In vielen Regionen gibt es bereits exzellente Initiativen, die als eine Art „Dating-Plattform“ fungieren. Diese müssen Unternehmen gezielt nutzen. Aber der erste und wichtigste Schritt ist die Offenheit der Unternehmen, die sie auch aktiv nach außen kommunizieren. Nur so entsteht der Turbo für Innovation, den wir dringend brauchen.

Fakten

Nach turbulenten Tagen sucht Marc S. Tenbieg bewusst den Ausgleich: Gerne lässt er sich von Kunst und Galeriebesuchen inspirieren; gutes Essen und selbst zu kochen machen ihm Freude. „Und gerne geht er auf Reisen, sammelt viele neue Eindrücke, die seinen Blick auf Alltag und Arbeit erweitern“, so Tenbieg.

Hochschule Magdeburg Stendal – Partner Content Foto: Matthias Piekacz

Smarte Synergien

Wie Studierende die vielfältigen Möglichkeiten von KI zur Prozessoptimierung interdisziplinär erschließen und in die Praxis bringen können.

K

I bietet ein nahezu unbegrenztes Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten, die Unternehmen und Institutionen dabei helfen können, ihre Prozesse zu optimieren und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln – und letztlich ihre Wertschöpfung zu steigern. Nicht nur zur Bilderkennung, im Energiemanagement oder bei der Wartung von Maschinen, sondern im Controlling, Personalmanagement oder der Administration. Ein besonders spannendes Feld ist der Einsatz generativer KI im Marketing, welcher ein bisher unerreichtes Maß an Personalisierung ermöglicht. Wie KMUs (und Studierende) von KI profitieren, erforscht ein aktuelles Projekt an der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Professor Behrendt, worum geht es beim Projekt SynerKI?

Das Forschungsprojekt entwickelt in verschiedenen Anwendungsdomänen spezifische Ideen, wo und wie KI prak-

tisch in den Arbeitsalltag von Unternehmen integriert werden kann. Wir betrachten Unternehmen ganzheitlich und haben den Fokus auf den Mittelstand und auf die Region Altmark – im Norden Sachsen-Anhalts – gerichtet. Dazu bauen wir in Stendal unser sogenanntes Management Lab, also unser Labor, auf. Wir sind eine Nachwuchsforschergruppe aus zwei Professoren und zehn wissenschaftlichen Mitarbeitenden, von denen acht in ihren Themengebieten – wie Finance, Operations, Marketing Sales oder HR – bei uns an der Hochschule promovieren. Wie kam es zu dem Projekt?

Das Projekt ist eigentlich aus einem anderen Projekt entstanden, welches wir vier Jahre lang mit verschiedenen Fachbereichen zum Thema „KI in der Lehre“ durchgeführt haben. Unsere beiden Standorte Magdeburg und Stendal arbeiten in vielen Bereichen sehr eng und interdisziplinär zusammen.

Prof. Dr.-Ing. Fabian Behrendt, Dekan, Fachbereich Wirtschaft Direktor, Institut für Technische BWL Lehrgebiet Logistik, Produktionswirtschaft, SAP

In welchem Fachbereich ist Syner KI angesiedelt und sind Studierende daran beteiligt?

Das Projekt ist im Fachbereich Wirtschaft angesiedelt, an der Schnittstelle zum Wirtschaftsingenieurwesen. Und ja, wir gehen mit den Studierenden zusammen in das Labor und setzen es auch in der Lehre ein. Zum anderen haben wir Lehrformate etabliert, die wir gerade mit den Ingenieuren an unserem anderen Hochschulstandort in Magdeburg durchführen. Beispielsweise die KI-Innovationswerkstatt, wo wir im Sommersemester mit Studierenden kleine KI-Prototypen und entsprechende Geschäftsmodelle entwickeln. Darüber hinaus versuchen wir natürlich, die Inhalte in verschiedene

1991 gegründet ist der Name der Hochschule Magdeburg Stendal längst ein Markenzeichen für eine fundierte akademische Ausbildung und für ein praxisorientiertes Studium. www.ki4altmark.h2.de | www.h2.de/studieren.de

Module einzubinden, beispielsweise in einen Grundlagenkurs KI. Involviert sind die Studiengänge Nachhaltige BWL, Digital Business/Personalmanagement/Wirtschaftspsychologie, unser englischsprachiger Studiengang Sustainable Resources, Engineering and Management (StREaM, im Modul Digital Businessmanagement II) sowie die Studiengänge unseres Fachbereiches für Ingenieurwissenschaften und Industriedesign (mit dem Modul der KI Innovationswerkstatt). Inwiefern kann die Zusammenarbeit mit den regionalen Projektpartnern für praxisorientierte Lehre genutzt werden?

Wir sind mit vielen Unternehmen in der Altmark in Kontakt, führen vor Ort Termine durch, machen bei ihnen auch mal kleinere Workshops. Gemeinsam generieren wir kleinere Use Cases, die wir dann wiederum an der Hochschule und den Studierenden zum Lernen zeigen. Zum Beispiel Open Source Prototypen, die die Unternehmen für sich weiterentwickeln können und die wir dann an der Hochschule als Open Source Modelle darstellen.


contentway.de

tomorrowbird GmbH – Partner Content

contentway.de MF

GRÜNDERGEIST

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im Team ausprobieren. Das Mittelstand vs. KI – Quo Vadis? dungsfälle sorgt für Akzeptanz und führt auch in Viele familiengeführte Mittelständler stehen bei der Einführung von KI an einem Scheideweg – und biegen dabei häufig in die falsche Richtung ab.

A

us Budgetdruck, Zeitmangel oder Unsicherheit greifen Mittelständler oft zu kostenlosen Tools wie ChatGPT oder lassen sich einfache Standardlösungen wie Copilot freischalten. Gleichzeitig fehlen oft KIFachkräfte und gewachsene Strukturen erschweren die Adaption. Stefan Mrozek aus dem ostwestfälischen Bielefeld begleitet seit über acht Jahren in über 170 Projekten mit seinem Team familiengeführte Unternehmen durch Innovationen und KI-Transformationen. Wir haben ihn gefragt, worauf es wirklich ankommt – und was man besser lassen sollte. Herr Mrozek, was sind aus Ihrer Sicht die häufigsten Fehler bei der Einführung von KI im familiengeführten Mittelstand?

Der familiengeführte Mittelstand zeichnet sich oft durch gewachsene Strukturen, hohe Wertschöpfungstiefe und schnelle unternehmerische Entscheidungen

aus – bei der Einführung von KI kann das Vor- aber auch Nachteil sein! Die Entscheidung für oder gegen KI kommt oft sehr schnell, die Umsetzung ist aber aufgrund von fehlenden Spezialisten und Vorbehalten gegenüber der Technologie schwierig und zäh. Viele Unternehmen starten daher ohne klares Ziel und sehen daher auch kaum Mehrwert. Wie könnte ein sinnvoller Einstieg denn aussehen?

Entscheidend ist, zuerst Klarheit zu schaffen: Welche Probleme wollen wir lösen? Und wie holen wir die Belegschaft mit ins Boot? In unseren Kundenprojekten mit Familienunternehmen sehen wir drei erfolgreiche Wege; Erstens den strategisch-organisatorischen Ansatz: Unternehmen, die einen starken Betriebsrat haben oder sicherheitsrelevante Produkte herstellen, benötigen zuerst klare KILeitlinien und eine datenschutzkonforme Basis in der die Daten in ihrer Hand bleiben. Zweitens den befähigenden Ansatz: Mitarbeitende lernen auf unseren Plattformen KI spielerisch kennen, z. B. in unserem KI-Café, und dürfen dann als KI-Botschafter priorisierte Anwen-

traditionellen Unternehmen zu einer spürbaren Veränderungskultur, wie wir z. B. bei Goldbeck oder den Stadtwerken Bielefeld zeigen konnten. Und drittens den schnellen, direkten Einstieg. Dieser wird oft gewählt, wenn das Ziel und der Mehrwert noch nicht klar sind und wir den Inhabern direkt beweisen müssen, dass es sich lohnt. Wir starten dann mit einem klar abgegrenzten Use Case z. B. im Vertrieb oder Innendienst, um sofort echten Mehrwert mit KI zu stiften.

Welche Anwendungsfelder sind aktuell besonders relevant?

Zwei konkrete Fälle kommen zurzeit besonders häufig vor: ein zentraler WissensHub, der das tief verankerte Erfahrungswissen langjähriger Mitarbeitender zugänglich macht – ein riesiger Vorteil in den Strukturen des traditionellen Mittelstandes, wo es noch sehr viele „Kopfmonopole“ gibt. Zweitens die Automatisierung der Innendienst-Anfragen, was wir z. B. bei einem auf solarthermische Armaturen spezialisierten Hersteller umgesetzt haben. Dadurch konnte er zusätzlich geplante Stellen einsparen, indem ein KI-Assistent einen Teil der Anfragen automatisiert verarbeitet und tw

Was ist aus Ihrer Sicht der wichtigste Erfolgsfaktor?

KI ist nur so gut wie die Menschen, die sie nutzen. Deshalb sollten alle Mitarbeitenden Gen-AI-Fähigkeiten erhalten– und eigene Agenten für tägliche Aufgaben bauen. Das steigert die Produktivität bei Mittelständlern enorm und öffnet die Kultur für nachhaltige Veränderung.

Stefan Mrozek, Managing Partner tomorrowbird GmbH

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Als Beratung kennt die tomorrowbird GmbH die Herausforderungen des Mittelstands und hilft, gezielt die Weichen für eine ganzheitliche Transformation zu stellen. www.tomorrowbird.de/KI

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mit den bestehenden Kollegen abgestimmt hat. Darüber hinaus gibt es viele weitere Anwendungsfälle, die auf der Hand liegen, wie z. B. Produktberatung, Mitarbeitenden-Onboarding oder Außendienst-Protokollierung.

Ein Herz für Startups

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„Next Germany braucht einen radikalen technologischen Generationswechsel“ Deutschland steht vor einer digitalen Zäsur. Während KI, Cloud und Automatisierung die globale Wirtschaft prägen, arbeiten viele Unternehmen noch immer mit Kernsystemen, deren technologische Basis überholt ist. Die Konsequenzen sind massiv: Zwei von drei Unternehmen sehen ihre Handlungsfähigkeit durch Altsysteme eingeschränkt. Was früher ein technisches Detail war, ist heute ein Risiko für Zukunft und Wettbewerbsstärke. Legacy-Software blockiert Innovationen, verursacht hohe Kosten und bindet Fachkräfte. Laut Marktanalyse muss fast die Hälfte der Unternehmen Projekte in IT-Sicherheit, Cloud oder Digitalisierung verschieben, weil ihre Systeme nicht schnell genug anpassbar sind. Besonders im Mittelstand zeigt sich die Dringlichkeit: 60 Prozent der Produktionssteuerungssysteme sind älter als zehn Jahre. In einer datengetriebenen Wirtschaft wird technologischer Stillstand zum Nachteil. Zugleich wird der Erhalt alter Anwendungen zur Kostenfalle. In vielen Organisationen verschlingt der Betrieb veralteter ERP-Systeme bis zu 50 Prozent des IT-Budgets. Dieses Kapital fehlt für digitale Wachstumsinitiativen. Die zentrale Frage lautet daher: Wie gelingt der technologische Generationswechsel, ohne kritisches Wissen zu verlieren?

Die Modernisierung mit Thinkwise ermöglicht genau das. Durch automatisierte Analyse und Übernahme vorhandener Daten und Logik lassen sich bis zu 80 Prozent gewachsener Prozesse sichern. Unternehmen modernisieren ihre Kernsysteme bis zu 75 Prozent schneller, während neue Funktionen bis zu zehnmal schneller bereitgestellt werden können. So entsteht eine moderne Anwendung, die technologische Aktualität automatisch beibehält – ein entscheidender Vorteil in dynamischen Märkten. Für Unternehmen, die neue digitale Geschäftsmodelle entwickeln oder radikale Innovationen vorantreiben wollen, bietet Thinkwise eine zweite Option: die modellgetriebene Individualentwicklung im Greenfield-Ansatz. Low-Code verleiht maßgeschneiderter Software neue strategische Relevanz – weil komplexe, unternehmenskritische Anwendungen heute schnell, flexibel und ohne den Ballast klassischer Entwicklungsprojekte entstehen können. Damit wird Individualsoftware wieder zu einem echten Innovationstreiber: Ideen lassen sich mit Startup-Tempo umsetzen, ohne die Stabilität und Skalierbarkeit eines EnterpriseSystems zu verlieren. Wachstum entsteht dort, wo Unternehmen die Innovationskraft von Startups mit der Stabilität des Mittelstands verbinden. Genau diese Brücke schlägt Thinkwise. Beide

Mark Knill, Chief Commercial Officer, Thinkwise Software Wege folgen dem Prinzip Never-Legacy: Technologie muss sich kontinuierlich erneuern. Der Markt bestätigt diesen Wandel: Mehr als die Hälfte der Unternehmen hält kontinuierliche Modernisierung für wirtschaftlicher als Neuentwicklungen. Next Germany entsteht nicht durch die Reparatur der Vergangenheit, sondern durch den Mut zu modernen, wandlungsfähigen Systemen. Unternehmen, die jetzt handeln, sichern Effizienz, Wachstum – und ihre digitale Zukunftsfähigkeit.

Weitere Infos unter: www.thinkwise.de


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GRÜNDERGEIST

„Das Gründen hat mein Leben verändert“ E- C O M M E RC E

E-Commerce bietet viele gute Chancen für junge Gründerinnen und Gründer. Wer eine Idee hat, kann damit quasi im Jugendzimmer loslegen, denn man benötigt zunächst weder ein Büro noch ein Lager und auch keinen Onlineshop. Und gerade junge Leute können auf neue Marketingkanäle aufspringen. Text: Armin Fuhrer Foto: Presse, SumUp/unsplash

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ber es ist dringend notwendig, diese Marketingkanäle zu verstehen, sonst hat man als Gründerin oder Gründer keine Chance. „ECommerce bietet gleichwohl viel mehr Chancen als Risiken“, sagt Johannes Kliesch, Gründer und Geschäftsführer von Snocks. Allerdings kämpften derzeit viele Startups mit Problemen.

Eigentlich gute Chancen, aber zugleich große Probleme – wie kann man das erklären?

Ja, aktuell sieht's richtig schwierig aus. Ich kriege fast täglich Nachrichten von Leuten, die ernsthaft am Strugglen sind oder schon vor der Insolvenz stehen. Die Gründe: Die Kaufkraft ist gerade nicht da und gleichzeitig sprießen die Startups aus dem Boden. Alle warten auf ein Wunder im vierten Quartal, aber ich glaube, spätestens im neuen Jahr werden wir von einigen Kündigungswellen hören.

Was sind denn die größten unterschätzten Gefahren oder Hürden, mit denen Gründer konfrontiert sind?

Viele gehen an den Start und halten ihre Idee für krass einzigartig. Sie unterschätzen dabei aber die Konkurrenz. Gerade, weil Gründen heute so einfach ist, schaffen es viele Ideen auf den Markt. Aber halten können sich eben nur wenige. Was auch noch viele unterschätzen, sind die weltpolitischen Herausforderungen Beispiel: Wenn China den Export von Waren subventioniert, haben wir kaum eine Chance, mitzuhalten. Und wer denkt schon an sowas, wenn er überlegt zu gründen? Wo sehen Sie denn die wichtigsten Entwicklungen der Zukunft im E-Commerce?

Hoffnung macht mir, dass sich die EU gerade für die Gebühr auf günstige Pakete geeinigt hat. Shein und Temu

bestimmen so krass den deutschen Markt, dass das einige sehr freuen wird. Außerdem wird immer viel über den TikTok-Shop gesprochen. Das sehe ich bisher noch nicht als großes Thema, aber es ist natürlich spannend zu beobachten, ob sich das durchsetzt. Und was natürlich eine immer größere Rolle spielen wird: KI. Wenn jemand aus dem Kinderzimmer plötzlich so geile Werbung schalten kann wie ein zehnköpfiges Creative-Team, dann werden die Spielregeln nochmal neu gemischt. Bietet E-Commerce denn nun mehr Chancen oder Risiken für Gründer?

Absolut mehr Chancen! Ich bin das beste Beispiel: Ich hing in der Bank fest und niemand hat an mich geglaubt. Ich wollte es allen beweisen und mir ist es gelungen. Gründen und E-Commerce haben mein Leben verändert – mehr als ich mir je hätte vorstellen können.

Johannes Kliesch, Gründer & Geschäftsführer von Snocks

Gerade, weil Gründen heute so einfach ist, schaffen es viele Ideen auf den Markt. Aber halten können sich eben nur wenige. Und warum sollten Gründer trotz der aktuell schwierigen Situation ein Startup gründen?

So ein typischer Satz lautet: Es ist kein Sprint, es ist ein Marathon, es kommen bessere Zeiten. Denk an die Pfadabhängigkeit: Deine jetzigen Entscheidungen beeinflussen dein ganzes Leben. Ich habe gegründet, weil ich in der Bank nicht happy war und finanziell unabhängig sein wollte. Wo wäre ich, wenn ich damals den Mut nicht gehabt hätte?

Licht macht KI endlich effizient ENERGIE

Deutschlands Hochleistungsrechenzentren verbrauchen heute ca. 20 TWh Strom, bis 2030 wird sich der Verbrauch verdoppeln. Anna Waag, CEO des Deep-Tech-Startups Synara, sagt: „Licht ist die Zukunft der KI. Die heutige Technologie und der damit verbundene Stromverbrauch sind nicht nachhaltig und ein limitierender Faktor." Text: Thomas Soltau Foto: Presse

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ir entwickeln optische Prozessoren, die nicht mit Strom, sondern mit Licht rechnen und so 100 Mal effizienter sind als heutige KI-Prozessoren. Wie wir in Zukunft unseren Energieverbrauch decken, ist längst eine gesellschaftliche Zukunftsfrage. Unsere Technologie soll den Energiebedarf der Rechenzentren drastisch senken und so einen wichtigen Beitrag leisten. Ziel für 2026 ist es, mit ersten Pilotkunden eine Roadmap zu entwickeln, damit von Anfang an Kundenbedürfnisse und Entwicklung Hand in Hand gehen und wir so Anforderungen optimal umsetzen. Wir freuen uns, dass die Jury des QIMP High-Tech-Inkubators uns als innovatives junges Unternehmen ausgewählt hat und unseren Weg begleitet.“ Ziel ist es, neuronale KI-Netzwerke mit Licht zu betreiben – schnell, effizient und datensicher.

Anna Waag, CEO des Deep-Tech-Startups Synara

Synara Technologies GmbH wurde von Wissenschaftlern des Instituts für Halbleitertechnik der TU Braunschweig sowie der Ostfalia – Hochschule für angewandte Wissenschaften gegründet. Niedersachsen und vor allem Braunschweig mit dem Nitride Technology Center (NTC), der Braunschweig Zukunft GmbH und dem QIMP High-Tech-Inkubator, bietet ein perfektes Ökosystem zur Entwicklung von Deep-TechStartups.


Insight – Partner Content

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GRÜNDERGEIST

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KI und ganzheitliche IT als Wachstums-Turbo

Um Investorengelder effektiv zu nutzen und wachsen zu können, brauchen Startups eine ganzheitlich gedachte, skalierbare und KI-taugliche IT-Infrastruktur.

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tartups haben viele Baustellen auf einmal zu bewältigen: Finanzierung, Kundengewinnung, Entwicklung, Personal, Bürokratie. Doch damit Startups in der digitalen Zeit wirklich durchstarten können, braucht es zwei weitere Bausteine: KIFähigkeit und eine stabile, ganzheitlich gedachte, skalierbare IT-Infrastruktur. Gerade wenn Startups schnell wachsen, sollte die IT diese Entwicklung mittragen und fördern, statt zum Hemmschuh zu werden. KI schafft ungeahnte Möglichkeiten, stellt aber hohe Anforderungen an die IT-Infrastruktur – an Cloud, Data Center, Software, Hardware, Security, Compliance, Datenmanagement. Für Teams mit begrenzten Mitteln und Kapazitäten sind KI-Fähigkeit und Skalierbarkeit enorme Herausforderungen. Selbst, wenn Mittel vorhanden sind, der Aufbau einer internen IT-Abteilung mit all dem benötigten Know-how braucht beim vorherrschenden Fachkräftemangel Zeit. Etwas, das bei Startups ähnlich knapp ist wie Investitionskapital. In dieser Situation kann es für Startups sinnvoll sein, auf erfahrene externe Partner zu setzen, die ihre eigenen IT-Kompetenzen ergänzen. Doch verschiedene Dienstleister für KI, Security, Hardware etc., zu koordinieren, verschlingt über Gebühr Kapazitäten und Zeit. Wie es ein holistischer IT-Partner mit Experten in verschiedenen Bereichen leichter macht, eine zukunftsfähige IT-Infrastruktur und KI-Fähigkeit aufzubauen und gleichzeitig diese Komplexität zu managen, erläutern Thomas Kühlewein und Dr. Jan Schaumburg vom Solutions Integrator Insight.

struktur arbeiten, hat das zwei Nachteile: 1. Der Orchestrierungsbedarf ist sehr hoch und 2. unabhängige Teams arbeiten in Silos, ohne das große Ganze im Blick zu haben. Das ist nicht nur weniger effektiv, es kann im Nachhinein auch zu erheblichen Problemen führen. Ein holistischer Partner, kann als Single-Point-of-Contact fungieren, sämtliche Bereiche der IT mit seinen Experten behandeln und so Silo-Bildung verhindern und eine ganzheitliche IT-Strategie für das Startup verfolgen. Zudem verfügen große Partner über das entsprechende Gewicht am Markt, um für ihre Kunden die besten Deals mit Herstellern auszuhandeln. Startups haben nur begrenztes Kapital. Warum sollten sie dennoch in IT-Dienstleister investieren?

Schaumburg: Ja, das stimmt. Aber was Startups noch weniger haben als Geld, ist Zeit. Gründerteams sind unter dem Druck, Resultate zu liefern und schnell zu wachsen. Dabei hilft es, wenn sie sich auf den Aufbau ihres Produkts fokussieren können und schnell eine effektive und zukunftsfähige Infrastruktur besitzen. Zudem ist IT die Grundlage vieler Startups, damit sie ihre Produkte überhaupt weiterentwickeln und anbieten können. Das gilt vor allem für Technologie-Startups. Es geht nicht darum, dass Startups eine EnterpriseInfrastruktur erhalten. Es geht darum, dass ihre Sicherheit und Skalierbarkeit von vornherein ganzheitlich mitgedacht werden. Sonst entstehen Probleme genau dann, wenn ein Startup sie nicht braucht – in der Growth-Phase. Ein Partner kann also das Wachstum von Startups unterstützen?

Kühlewein: Die Voraussetzungen sind

Thomas Kühlewein,

Dr. Jan Schaumburg,

Partner erschließen für Startups einen Zugang zu ihrem Ökosystem. Der richtige Technologiepartner bringt nicht nur Speed – er wirkt als BusinessAccelerator.

Es geht nicht darum, dass Startups eine EnterpriseInfrastruktur erhalten. Es geht darum, dass ihre Sicherheit und Skalierbarkeit von vornherein ganzheitlich mitgedacht werden.

zumindest viel besser, weil Know-how und Technik Startups befähigen und Einschränkungen vermeiden. Gleichzeitig erschließen Partner für Startups einen Zugang zu ihren Ökosystemen. Insight arbeitet als Fortune 500 Unternehmen seit vielen Jahren international mit Mittelständlern und Konzernen zusammen.

skalierbaren Teams geben Yorizon durch ihr Know-how zusätzliche Power. Durch unseren Support lassen sich Peaks auffangen, ohne dass das eigene Team wachsen muss. Weitere Vorteile sind die Verkürzung des Time-to-Market, Risk Mitigation und Operational Excellence. Wir fungieren als SinglePoint-of-Contact, was die Komplexität reduziert. Gleichzeitig haben wir ein breites Kunden- und Partnernetzwerk, für die Yorizons Lösungen sehr interessant sind. Yorizon gewinnt also durch unser Netzwerk auch Sichtbarkeit, Marktwissen und Kontakte zu potenziellen Kunden.

General Manager DACH des Solutions Integrator Insight

Haben Sie ein Beispiel für eine solche ganzheitliche Partnerschaft?

Schaumburg: Unsere Kooperation mit Yorizon illustriert das gut. Das Startup errichtet dezentrale, energieeffiziente Data Center, die Unternehmen mehr Flexibilität und Souveränität ermöglichen. Wir unterstützen Yorizon bei Data & AI, Hardware und Software, Security und Governance als ganzheitlicher Solutions Integrator. Unsere

Herr Kühlewein, Startups gelten typischerweise als technisch besonders modern. Was ist der Mehrwert, wenn Startups für ihre Infrastruktur auf einen holistischen Partner setzen?

Kühlewein: Es ist ein effektiver Weg, ihr Business auf eine wachstumsfähige Grundlage zu stellen. Startups haben den Vorteil, dass sie keine bestehenden IT-Strukturen beachten müssen. Der Nachteil ist, dass es in zahlreichen Bereichen vielfältige To-Do‘s gibt. Startups haben begrenztes Personal und nicht in jedem IT-Bereich die notwendige Expertise. Sie müssen also zumeist auf externe Fachleute zurückgreifen. Wenn aber mehrere Dienstleister an unterschiedlichen Ecken der IT-InfraInsight, ein Fortune 500-Unternehmen, ist ein führender Solutions Integrator, der Kunden bei der Lösung technologischer Herausforderungen auf ihrer digitalen Reise unterstützt, indem er Hardware, Software und IT-Dienstleistungen global kombiniert. www.insight.de

Director of Solutions and Delivery DACH des Solutions Integrators Insight

Kühlewein: Der richtige Technologiepartner bringt nicht nur Speed – er wirkt insgesamt als Business-Accelerator.


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GRÜNDERGEIST

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Bereit, zu gründen? ENTREPRENEURSHIP

Für Céline Flores Willers, Gründerin und CEO der People Branding Company GmbH, ist Mut einer der entscheidenden Faktoren für den Schritt in die Selbstständigkeit. „Gerade am Anfang kommt oft Gegenwind, auch aus dem eigenen Umfeld“, erzählt sie. „Wenn Freunde oder Familie sagen: ‚Das klappt nie‘, musst du trotzdem an deine Idee glauben. Text: Julia Butz Foto: Mirjam Hagen, Windows/unsplash

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ur, wer unabhängig von der Meinung anderer handelt, kann langfristig durchhalten.“ Neben Mut zählt für die Unternehmerin vor allem die intrinsische Motivation: „Es gibt keinen Chef, kein Lob, kein Schulterklopfen von außen. Der Antrieb muss aus dir selbst kommen.“ Ebenso wichtig: eine lösungsorientierte Haltung. „Unternehmer sind im Kern Problemlöser. Jeder Tag bringt neue Herausforderungen. Wie in einem Game kommen ständig neue Challenges und du steigst ein Level höher. Genau da braucht es die nötige Resilienz, um sich davon nicht stoppen oder demotivieren zu lassen.

Just another problem? Let’s go!“ Wer wachsen will, müsse zudem lernen, loszulassen: „Wenn du nur im Operativen hängst, verlierst du den Blick für die Zukunft. Bau dir ein Team auf und gib Verantwortung ab, nur so bleibst du visionär.“ Und ganz wichtig: Nicht zu sehr in die eigene Idee verliebt sein. Erfolg habe, wer sich kompromisslos am Kunden orientiert. „Fokus auf das, was wirklich hilft, sonst baust du am Markt vorbei.“ Ihr Tipp an junge Gründerinnen und Gründer: So früh wie möglich starten, in einer Lebensphase, die noch frei von großen Verpflichtungen, Krediten oder Bindungen ist.

Céline Flores Willers, Gründerin & CEO der People Branding Company GmbH

Nur, wer unabhängig von der Meinung anderer handelt, kann langfristig durchhalten. Célines Fazit: Gründen ist kein Spaziergang, sondern ein Marathon mit Höhen und Tiefen. Doch wer dazu bereit ist, gewinnt Freiheit, Selbstwirksamkeit und die Chance, langfristig seinen eigenen Wert zu gestalten, persönlich wie finanziell.

FRAGEN AN

DR. THOMAS FUNKE

Dr. Thomas Funke, Gründungspräsident der Tomorrow University

Was macht moderne Weiterbildung aus? Moderne Bildung ist keine bloße Wissensaufnahme mehr. Sie ist eine persönliche Transformation, die unser Herz und unseren Verstand gleichermaßen anspricht. Sie befreit sich von starren Lehrplänen und wird zu einem maßgeschneiderten Erlebnis, das uns tief berührt und unsere wahre Motivation freisetzt. Welche Rolle spielt KI dabei? Die Künstliche Intelligenz ist kein Ersatz für den menschlichen Lehrer oder die persönliche Begegnung. Sie ist der potenziell mächtigste Assistent, den wir je hatten. Die Macht der KI erfordert menschliche Führung. Sie ist ein Werkzeug, das uns dient, um die emotionale und soziale Tiefe des Lernens zu verstärken – niemals, um sie zu ersetzen. Die ethische Gestaltung ist der Schlüssel, damit KI die beste Version unserer Bildung ermöglicht. Wie werden wir in naher Zukunft lernen? Die starre Trennung zwischen „Arbeit“ und „Lernen“ löst sich auf. Lernen wird von einem gelegentlichen Ereignis zu einem ständigen Begleiter. Es wird zum direkten Katalysator für Wirkung. Es geht darum, Menschen nicht nur fachlich zu befähigen, sondern auch menschlich resilient zu sein, den Purpose zu bewahren und mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken.

Text: Kirsten Schwieger Foto: Presse

Célines Tipp an junge Gründerinnen und Gründer: So früh wie möglich starten!

wondder – Partner Content

Den Skill-Gap schließen Wie Deutschland durch VR- und KI-gestützte Re- und Upskilling-Strategien seine Wettbewerbsfähigkeit sichern kann.

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er Fachkräftemangel in Deutschland stellt die hiesige Wirtschaft vor große Herausforderungen. Durch den nahenden Rentenbeginn der Babyboomer-Generation werden die Engpässe noch verstärkt. Paradoxerweise steht dem Fachkräfte-Defizit mittelfristig ein Überschuss von Arbeitskräften gegenüber, deren Jobprofile durch die digitale Transformation obsolet werden.

Und das zu einer Zeit, in der Deutschland in vielen Branchen unter starkem internationalen Wettbewerbsdruck steht. „Wenn Deutschland wettbewerbsfähig bleiben will, muss es seine Arbeitnehmenden schneller weiterentwickeln“, mahnt Mihai Streza, CEO des Berliner EdTech-Unternehmens wondder. Das Startup entwickelt immersive Trainings für Führung, Kommunikation und Soft Skills. Und zwar mit Hilfe einer Technologie, die Virtual Reality mit KI-basierten, emotional reagierenden Charakteren und psychologisch fundierten Lern-

modellen kombiniert. Auf diese Weise trainieren Mitarbeitende realistische Gesprächssituationen wie Feedback oder Präsentationen mit KI-gestützten Avataren, deren Verhalten sich dynamisch anpasst. „Die Kombination aus KI-Analyse und VR-Erlebnis ermöglicht tiefes Lernen“, erläutert Streza und ergänzt: „Die KI-gestützte Adaptivität erzeugt personalisierte Lernpfade, durch KI wird der Fortschritt messbar. Während dadurch konstant genaue Rückmeldung erfolgt, sorgt VR für einen emotionalen Anker. Das Tolle: Die Trainings skalieren global bei gleichbleibender Qualität.“ Ebenso vielfältig sind die Trainingsfelder: Kommunikation, Feedback, schwierige Gespräche, Präsentationen,

wondder stärkt und transformiert Menschen und Organisationen. Dazu nutzt das Startup Virtual-RealityErlebnisse und ethische künstliche Intelligenz. wondder.io

Vertrieb, Verhandlungen, Customer Service, Diversity & Inclusion (DEI), Resilienz und einiges mehr. „Neben Industriekunden und Hochschulen arbeiten wir mit den verschiedensten Abteilungen großer DAX-Konzerne zusammen. Diese nutzen unsere Technologie, unter anderem für Change- & Leadership-Entwicklung, Vertrieb, Kommunikation oder Präsentationstrainings“, erzählt Head of Growth Niko Böhnert und summiert: „wondder ermöglicht ein Re- und Upskilling in einer noch nie dagewesenen Qualität, Tiefe und Skalierbarkeit.“


Ein Herz für Startups an der Elbe In Hamburg finden Gründer:innen ein hervorragendes Öko-System, das sie vielfältig unterstützt. So werden aus Ideen tragfähige Unternehmen. Wer in Hamburg gründet, startet nicht allein. Hier schlägt das Herz einer starken und engagierten Community, die Innovation liebt und Unternehmertum aktiv fördert. Die Hansestadt ist längst mehr als Speicherstadt und Hafenromantik – sie gehört zu den dynamischsten Startup-Hotspots Deutschlands. Und laut Glücksatlas der Universität Freiburg ist Hamburg die glücklichste Stadt Deutschlands. Das zieht internationale Fachkräfte an – ein riesiger Standortvorteil. Hier entstehen Ideen, die nicht nur lokal, sondern global Wellen schlagen. Gründer:innen profitieren von einem starken Netzwerk, Zugang zu Kapital und einer Community, die Innovationen unterstützt und vorantreibt. Das Ökosystem lebt von unter-

schiedlichen Stakeholdern. Der Startup Port ist ein gefördertes Projekt der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation. Als Verbund von zehn Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus der Metropolregion Hamburg unterstützt er technologie- und wissensbasierte Ideen auf ihrem Weg bis zur Gründung. „Wenn kluge Köpfe aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammenkommen, entstehen Lösungen für die Herausforderungen von morgen“, betont Projektleiterin Christine Tiedemann. „Genau hier setzt der Startup Port an – als Brückenbauer und Möglichmacher.“ Dafür bietet der Startup Port unter anderem Workshops, Camps für die Anfangsphase, Mentoring durch erfahrene Unternehmer:innen, Hilfe bei der Co-Founder-Suche, Netzwerkformate und Unterstützung bei Förderanträgen. Das Herzstück ist die kostenfreie, individuelle 1:1-Beratung – praxisnah und auf Augenhöhe. Gemeinsam mit starken Partner:innen entsteht ein Umfeld, in dem Gründer:innen nicht nur überleben, sondern voll durchstarten können.

und Vielfalt im Ökosystem zu stärken.“ Dass Hamburg Gründergeist lebt, zeigen erfolgreiche Beispiele wie die Mobilitätsplattform FREE NOW, das Fashion-Tech-Unternehmen ABOUT YOU, das Cleantech-Startup 1Komma5° oder Traceless Materials – Gewinner des Deutschen Gründerpreises, der nachhaltige Alternativen zu Plastik entwickelt und über 36 Millionen Euro für den Bau einer Industrieanlage sammelte. Hamburg ist ein Platz für große Ideen. Mit dem Startup Port, den Impossible Founders und vielen weiteren Stakeholdern bietet die Stadt ein Ökosystem, das Gründer:innen inspiriert, unterstützt und vernetzt. Wer den nächsten Schritt gehen will, findet hier die besten Voraussetzungen – und eine Community, die an Visionen glaubt.

Impossible? Not in Hamburg. Start now. www.startupport.de

„Unser Ziel: Aus Ideen tragfähige Unternehmen machen“, so Tiedemann. „Dafür vernetzen wir Gründer:innen mit Expert:innen, Investor:innen und etablierte Partner:innen. Wir schaffen Räume, Programme und Netzwerke – auch speziell für Gründer:innen –, um Möglichkeiten

Christine Tiedemann, Verbundmanagerin, Startup Port Hamburg

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Foto: CBM

Valentine (8) aus Kamerun leidet am Grauen Star.

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