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Die Klettersteige waren noch vor nicht allzu langer Zeit ein Privileg der Dolomitenberge. Am Ifinger, dem Hausberg der Tourismusdestination Schenna, tummelten sich vor allem in der Zwischenkriegszeit die guten Kletterer. Dann geriet das majestätische Wahrzeichen des Meraner Raums in Vergessenheit.
Erst 2015 nahm die Idee eines Klettersteiges am Ifinger konkrete Formen an. Der Meraner Bergführer Peter Vanzo hatte schon etwas früher eine Route erkundet, die direkt neben der von Holzer befahrenen Steilflanke liegt.
Der Tourismusverein Schenna und der Alpenverein Schenna haben das Projekt mit vereinten Kräften vorangetrieben, sodass im Mai 2016 die Arbeiten am Klettersteig Heini Holzer beginnen konnten. Ein grandioser Aufstieg in einer atemberaubenden Umgebung, der das einfachere Gegenstück zum äußerst schwierigen Hoachwool Klettersteig am Eingang ins Schnalstal ist!
Der Klettersteig Heini Holzer wurde von vier Bergführern in sechs Wochen Arbeitszeit fertiggestellt, wobei Peter Vanzo die Arbeiten koordinierte.
Geologische Besonderheiten: Der Ifinger liegt direkt an der Periadriatischen Naht. Mit einer Gesamtlänge von 700 km ist sie die bedeutendste tektonische Störungslinie der Alpen, die in einem weiten Bogen ungefähr parallel zur Küstenlinie des Adriatischen Meeres verläuft



Heini Holzer, der freundliche Schornsteinfeger aus der Ortschaft Schenna unterhalb des steil aufragenden Ifingers, war einer der größten Bergsteiger seiner Zeit.
Ein Zufall katapultierte ihn in eine alpine Randdisziplin, in der in den 1970er Jahren nur sehr wenige Alpinisten zu Hause waren. Man kann Holzer als den Vater des Steilwandfahrens bezeichnen. Als echter Bergsteiger erkundete er alle Steilwände, die er befuhr, im direkten Aufstieg und plante die einzelnen Abfahrten bis ins letzte Detail.
Über 100 Mal gelang dem „Feger“ (sein Spitzname, der auf seine Arbeit als Schornsteinfeger sowie auf das Hinunterfegen über die Eiswände verwies) eine erste Befahrung, wobei die Abfahrt über die Ifinger SW-Flanke eines seiner schwierigsten Steilwandunternehmen war. Drei Jahre lang hatte er auf den geeigneten Zeitpunkt gewartet, um die 55 Grad steile und mit Felsriegeln durchsetzte Wand zu befahren.
1977 verunglückte Holzer tödlich am Piz Roseg (3937 m) in der Berninagruppe, Graubünden (Schweiz).
Großer Ifinger
Picco Ivigna
2.581 m
Kleiner Ifinger
Piccolo Ivigna 2.552 m

Abstieg Discesa Descent
Ski-Steilwandabfahrt
Discesa con gli sci
Ski descent 13. 05.1974
Ausstiegsmeile
Tratto d’uscita
Exit mile
Engelskante
Spigolo dell’angelo Angel’s edge
AVS Schenna Kanzel
Pulpito AVS Schenna AVS Schenna recess
Heini Holzer Rastplatz
Sosta dell’onorificenza / Tribute bench
Goasberg Pascolo delle capre / Goat meadow
Waldele Boschetto / Little forest
Geistergrat Cresta degli spiriti / Spirit crest
Dolomitenpanorama
Panorama Dolomitico / Dolomites panorama
Bergführerweg
Via delle guide / Mountain guide’s path
Gsteier-Blick
Veduta su Gsteier / Gsteier view
Steilaufschwung
Erta / Steep section
Einstiegswandl
Paretina iniziale / Access wall
Anseilplattform „Ochsenboden“
Piattaforma / Platform
Ifinger Schartlweg
Der 550 Höhenmeter lange Aufstieg, der mit 1000 Metern Stahlseil perfekt gesichert ist, weist mittlere Schwierigkeitsgrade (A – B – B/C) auf und ist deshalb auch für den weniger starken Alpinisten oder für Familien mit geh- und kletterfreudigen Kindern geeignet. Für die Begehung des Klettersteiges sind ein früher Aufbruch sowie eine gute Gesamtkondition Grundvoraussetzung. Entlang des Aufstieges gibt es kein Wasser und keine Fluchtwege. Ein eventueller Rückzug ist nur nach unten möglich. Der Klettersteig ist komplett mit Stahlseilen gesichert, es gibt keine Passagen, die in freier Kletterei oder im ungesicherten Gelände bewältigt werden müssen. Viele steile und schwierigere Stellen wurden durch Tritthilfen entschärft. Trotzdem stellt der letzte Teil des Klettersteiges, die sogenannte Engelskante, eine sehr beeindruckende Felspassage dar.
Die Ausrichtung des Aufstieges nach Südwesten hin erlaubt eine sehr frühe Begehung des Klettersteiges. Die Bergsaison reicht bis weit in den Spätherbst hinein. Für den versierten Bergsteiger wird der Klettersteig Heini Holzer auch während vieler Wintermonate begehbar sein.
Zeitaufwand: 3-4 Std.
> Meran – Naiftal. Auffahrt mit der Großkabinenbahn Meran 2000. Der Weg verläuft vom Piffinger Köpfl (der Bergstation der Seilbahn Meran 2000, erreichbar auch vom Parkplatz in Falzeben, Hafling mit einer Umlaufbahn) ein kurzes Stück über einen breiten Fahrweg bis zu einer Weggabelung, wo eine Beschilderung auf den Klettersteig verweist. Dort zweigt man links auf den Weg Nr. 18 (Ifinger Schartlweg – teilweise gesichert) ab. Dieser führt zuerst leicht abwärts, vorbei an zwei Abzweigungen zum beschilderten Zustieg kurz unterhalb des gut ersichtlichen Anseilplatzes.
130 Hm Aufstieg, 75 Hm Abstieg, ¾-1 Std.
> Schenna – Talstation Taser Seilbahn. Auffahrt mit der Bahn. Über die Ifinger Hütte zur Ifinger Scharte und von dort dem Ifinger Schartlweg Nr. 18 (auf Abschnitten gesichert) zum beschilderten Einstieg folgen.
700 Hm Aufstieg, 200 Hm Abstieg, 2½-3 Std.
> Gsteier (Mittelstation Großkabinenbahn Meran 2000 – kurzer Aufstieg nach Gsteier). Dem Weg Nr. 3 zum Ochsenboden folgen. Weiter zum Ifinger Schartlweg (Nr. 18). Über diesen nach links zum beschilderten Einstieg.
850 Hm Aufstieg, 3-3½ Std.
Abstieg
Am Ausstieg folgt man der Beschilderung zur Abzweigung „Kleiner Ifinger (2552 m) und Großer Ifinger (2581 m)“. Dort beginnt auch der Abstieg hinunter zur gut sichtbaren Kuhleitenhütte. Wer spät dran ist oder nicht in der Hütte einkehren möchte, der biegt kurz vor Kuhleiten nach rechts ab und gelangt auf einem Steig, der durch die Grasflanke hinunter zu einem breiten Weg führt, zurück zum Ausgangspunkt.
500 Hm Abstieg, 1-1½ Std.
Gipfelbesteigungen:
Ausstieg > Kleiner Ifinger, 52 Hm, ca. 10 Minuten
Ausstieg > Großer Ifinger (Klettersteig A-B-B/C), 81 Hm, ¾-1 Stunde (hin & zurück)



> Sind Sie früh genug dran?
> Die Begehung des Klettersteiges Heini Holzer erfolgt auf eigene Gefahr. Unzureichendes Training, mangelhafte Ausrüstung oder falsche Verwendung der Ausrüstung können zum Absturz führen.
> Vollständige und normgerechte Ausrüstung verwenden: Klettergurt, Klettersteigset und Helm. Die richtige Verwendung der Ausrüstung ist Voraussetzung für eine sichere Begehung des Klettersteiges.
> Der Aufstieg ist gegen Südwesten ausgerichtet. Genügend Getränke mitnehmen. Es gibt kein Trinkasser entlang der Route.
> Bei Nässe oder unsicherer Wetterlage nicht einsteigen. Die Aufstiegsroute ist bei einem Gewitter extrem blitzexponiert. Vor dem Einstieg nochmals den Wetterbericht genau studieren: www.provinz.bz.it/wetter/suedtirol.asp
> Der Klettersteig ist in 16 Abschnitte gegliedert. Sie beginnen mit der Nummer 1 und enden mit der Nummer 16. Anhand der Nummern können Sie überprüfen, wie schnell Sie vorankommen. Teilen Sie im Notfall die Nummer des Streckenabschnittes, auf dem Sie sich befinden, der Notrufzentrale (118) mit.
> Sollten Sie sich nicht sicher fühlen, verschieben Sie lieber die Tour und lassen Sie sich von einem staatlich geprüften Bergführer begleiten (Buchung über das Tourismusbüro Schenna, Tel. 0473 945669).
> Natur und Umwelt respektieren! Müll und Lärm vermeiden.





















IFINGER
Parcheggio stazione a valle
Parking cable car valley station
MERAN/0 2000
B = Bergstation Seilbahn Stazione a monte
Cable car mountain station
S = START Einstieg Klettersteig Partenza via ferrata Start via ferrata
T = TOP / Ausstieg Klettersteig Uscita via ferrata End via ferrata
I = Großer Ifinger Picco Ivigna Ifinger Peak
kI = Kleiner Ifinger Piccolo Ivigna
K = Kuhleiten-Hütte Malga Kuhleiten Kuhleiten hut


















Tourismusverein Schenna
Ufficio Turistico / Tourist Office
Piazza Erzherzog Johann Platz 1/D
39017 Schenna - Scena
Südtirol - Alto Adige - ITALY
Tel. +39 0473 945669
Fax +39 0473 945581
info@schenna.com www.schenna.com
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