Grußworte des Präsidenten von Seiser alm marketing, eduard tröbinger
Der Oswald von Wolkenstein-Ritt feiert 2012 sein 30-Jahr-Jubiläum und Reiter, Zuschauer und Pferdefans feiern mit. Der Ritt zu Ehren des Ritters und Dichters Oswald von Wolkenstein ist nicht nur die größte Reitveranstaltung Südtirols, sondern steht auch für Tradition und Brauchtum in der Ferienregion Seiser Alm.
Seit seiner ersten Stunde ist der Oswald von Wolkenstein-Ritt Aushängeschild im Veranstaltungskalender der Ferienregion Seiser Alm und der lokale Tourismus war immer begeisterter Förderer des Ritts. Daher freut es mich besonders, Ihnen diese Sondernummer zum 30-jährigen Jubiläum präsentieren zu können.
In diesem ALPE Special erfahren Sie, wie die Idee zum Ritt am Wirtshaustisch geboren wurde. Unternehmen Sie mit uns eine Zeitreise von den Zeiten Oswalds ins Jahr 2012, werfen Sie einen Blick hinter die Ritt-Kulisse und seien Sie live dabei, wenn sich am ersten Juniwochenende 36 Reiterteams aus ganz Südtirol in Schnelligkeit und Geschicklichkeit messen.
Auf einen fairen Wettkampf und ein faszinierendes Reitspektakel!
Eduard Tröbinger
Präsident von Seiser Alm Marketing
Oswald von Wolkenstein-Ritt
Eduard Tröbinger
Präsident von Seiser Alm Marketing
Reiterlebnisse und mittelalterliche Eindrücke
Grußworte von Gudrun Panitz, Präsidentin des Organisationskomitees
Auf ein Neues begrüße ich Sie und die teilnehmenden Mannschaften, Freunde und Zuschauer zum Oswald von Wolkenstein-Ritt gemeinsam mit dem Organisationskomitee.
Seit nunmehr 30 Jahren ist unsere Veranstaltung, auf die wir stolz sein dürfen, Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste, Pferdefreunde und Liebhaber des Reitsports. Sie ist Sportevent und Volksfest gleichermaßen, bei uns kommen alle auf ihre Kosten.
Für viele ist es einfach ein großes Ereignis, wo man dabei sein muss. Für ein Wochenende bieten die Spiel- und Wettkampfstätten zwischen Trostburg und Schloss Prösels Aufregung, Spannung, Emotionen und Begeisterung nicht nur für die Reiter, sondern auch für die Zuschauer.
Wanderfreunde können im Schatten des Schlern die Reiterinnen und Reiter auf ihrer Strecke zwischen den Turnierspielen mitverfolgen und so besondere Eindrücke von Landschaft und Ritt aufnehmen.
In diesem Sinne wünsche ich allen wunderschöne und emotionsreiche Tage unterm Schlern, den Reitern den erhofften sportlichen Erfolg und allen Mithelfern ein herzliches Dankeschön!
Gudrun Panitz
Präsidentin Oswald von Wolkenstein-Ritt
Gudrun Panitz
Präsidentin
Oswald von Wolkenstein-Ritt
Ehrenschutz
Grußworte von landeshauptmann Dr. luis Durnwalder
Der Oswald von Wolkenstein-Ritt wird heuer zum 30. Mal durchgeführt. Dem Organisationskomitee, allen freiwilligen Helfern wie den Reitern und Zuschauern gelten anlässlich dieses stolzen Jubiläums mein allerherzlichster Gruß und mein besonderer Glückwunsch!
Eine steigende Anzahl an versierten Reiterinnen und Reitern wie auch an Zuschauern während der Wettkampftage am ersten Juniwochenende bezeugt eindrucksvoll, dass sich diese pferdesportliche Veranstaltung auf dem Schlern-Hochplateau größter Beliebtheit erfreut.
Das Schlerngebiet mit seiner reizvollen Umgebung verfügt über ideale Voraussetzungen zur Durchführung dieses historischen Rittes. Die Organisatoren haben zudem seit Anbeginn mit einem umfangreichen Rahmenprogramm stets beste Voraussetzungen für eine beeindruckende Veranstaltung geschaffen.
Ich wünsche auch in diesem Jahr wieder allen Reiterinnen und Reitern nicht nur den erhofften Erfolg sondern auch erlebnisreiche und gesellige Stunden während dieser Veranstaltung.
Dr. Luis Durnwalder Landeshauptmann
Oswald von Wolkenstein-Ritt
Grußworte der Bürgermeister von Völs am Schlern und Kastelruth
Nach 30 Jahren kann man mit Fug und Recht behaupten, dass der Oswald von Wolkenstein-Ritt zu den Traditionen des Schlerngebietes und Südtirols zählt.
Gerade in unseren modernen Zeiten sehnen sich viele Menschen nach dem „einfachen“ Leben zurück und können deshalb drei Tage lang in die Vergangenheit eintauchen. Was wäre also schöner als ein mittelalterliches Turnier samt entsprechender Kulissen? Die Trostburg und Schloss Prösels, imposante Burgen mit einer bewegten Geschichte, bilden hierfür einen geeigneten Rahmen. Der Namensgeber, Minnesänger Oswald von Wolkenstein, ist noch heute eine faszinierende Persönlichkeit.
Der Ritt selbst wird wie immer am Sonntag ausgetragen und die vielen Zuschauer können die einzelnen Phasen mitverfolgen und ihrer Lieblingsgruppe die Daumen halten. Ganz besonders freut es uns, dass von Jahr zu Jahr mehr Frauen an den Spielen teilnehmen und so beweisen, dass die Geschicklichkeit und nicht das Geschlecht über den Sieg entscheidet.
Im Namen der Gemeinden Kastelruth und Völs am Schlern danken wir wiederum dem Organisationskomitee und allen freiwilligen Helfern, welche heuer zum besonderen Anlass noch mehr Zeit und Einsatz aufbringen müssen.
Alles Gute und mögen die Besten gewinnen!
Dr. Arno Kompatscher Andreas Colli Bürgermeister der Gemeinde Völs am Schlern Bürgermeister der Gemeinde Kastelruth
Dr. Arno Kompatscher
Eine Schnapsidee
in Südtirol werden die besten ideen immer noch am Wirtshaustisch geboren – und offensichtlich auch die besten events. Denn was „am 21. Feber anno domini 1983 zu Völs am Schlern von V.P., h.P.D. und B.t.“ zu Papier gebracht wurde, war das Konzept einer Veranstaltung, die es von der Schnapsidee zum megaevent gebracht hat. in diesem Jahr findet der Oswald von Wolkenstein-Ritt zum 30. mal statt.
So staatstragend das „Gründungsdokument“ des Ritts auch ausfiel, ganz so ernst wollten es Verena Pramstrahler, Hanspeter Demetz und Heinz „Bummi“ Tschugguel – die drei hinter Ritt-Idee und Initialen – damals nicht nehmen. Ihre Idee war geboren, um ein damals noch verschlafenes Hochplateau wachzurütteln, am besten „mit Trommelwirbel und Fanfarenstößen, einem richtigen Auflauf“, erklärt dann auch Hanspeter Demetz. Willkommene Nebeneffekte ihrer Idee: Durch den Ritt sollten das Freizeitreiten aufgewertet, Oswald von Wolkenstein wieder in Erinnerung gerufen und das Interesse auf die vielen Burgen, Ansitze und historischen Stätten unterm Schlern gelenkt werden.
Heute, in der Rückschau, scheint der Erfolg des Ritts ein logischer: Die Idee ist genial, der Ritt spannend, die Stimmung ausgelassen, die Landschaft einmalig. Kein Wunder also, dass sich mittlerweile mehr als 20.000 Zuschauer jährlich in seinen Bann ziehen lassen. Nur: ganz so logisch, vor allem aber: ganz so einfach war es nicht. Zunächst mussten die bestmögliche Strecke von der Trostburg über Kastelruth und Seis bis Völs ausgekundschaftet und die Turnierorte gefunden werden. Turnierspiele wurden erdacht und wieder verworfen, Zeiten mussten genommen, freiwillige Helfer und Sponsoren angeworben und schlussendlich Teilnehmer für den ersten Ritt gefunden werden. Während heute wegen des Andrangs eine Vorausscheidung stattfindet, mussten die Teams damals nämlich noch in bester Vertretermanier angeworben werden. „Wir sind eine Woche lang hausieren gegangen, um interessierte Leute für den Ritt zu finden“, erinnert sich Bummi Tschugguel.
Bei der Organisation des ersten Ritts 1983 konnten die drei Ideatoren dann auch noch auf unerwartete Schützenhilfe zählen: Das in Bozen stationierte IV. Armeekorps stellte ein ganzes Regiment zur Unterstützung ab. »
800 Mann samt Lkws, Zelten, Gulaschkanone, Feldtoiletten und Funkzentrale standen plötzlich unter dem Befehl dreier Zivilisten, ein Zeltdorf samt Stallungen wurde errichtet, das improvisierte Zeltlager für eine Mitternachts-Spaghettata und ein ordentliches Trinkgelage genutzt. Professionelle Vorbereitung auf ein sportliches Großereignis sieht anders aus...
Dass da der Weckruf am Ritt-Sonntag um fünf Uhr früh nicht besonders gut ankam, lässt sich nachvollziehen. Besonders schwer tat sich offensichtlich das Team aus dem Sarntal: Als Hanspeter Demetz die Sarner wecken wollte, flog im schnurstracks ein genagelter Schuh ins Gesicht. Doch damit nicht genug: Während heute die Teilnehmer allesamt hochkonzentriert zu Werke gehen, musste damals einer der Reiter, der in der Nacht zuvor allzu tief ins Glas geschaut hatte, gemeinsam mit seinem Ross auf den Laster verladen und zum Start gebracht werden. Übrigens: Sieben Jahre lang gehörte das Zeltlager für die Teilnehmer zum fixen Bestandteil des Ritts, danach wurde es aufgelassen: offiziell aus Angst vor übertragbaren Pferdekrankheiten...
Das verschwundene Zeltlager ist nicht das einzige, was sich in all den Jahren geändert hat. Auch bei den Turnierspielen hat sich einiges getan, mit dem Ringstechen am Kastelruther Kofl als einzige Konstante. So wurde der Torritt 1983 noch am Völser Weiher ausgetragen, bevor er vor die Tore von Schloss Prösels verlegt und am Weiher durch den Galopp mit Hindernissen ersetzt wurde.
Die größten Veränderungen erlebte man allerdings am Matzelbödele in Seis: 1983 wurde dort noch ein Armbrustschießen ausgetragen, das schon zwei Jahre später aus dem Programm flog. Aus gutem Grund: „Die Reiter schossen links und rechts vorbei“, erklärt Bummi Tschugguel, nicht ohne zu ergänzen: „Es war narrisch gefährlich.“ 1985 wurde das Schießen also durch das Schinderstechen ersetzt, bei dem der Schild einer 80 Kilogramm
schweren Holzbüste mit einer Lanze getroffen werden musste. Die Büste drehte sich daraufhin und zog mitunter dem Reiter einen Sandsack über die Rübe. Kein Wunder, dass auch dieses Turnierspiel keine Zukunft hatte und 1988 durch den auch heute noch ausgetragenen Ritt durch das Labyrinth ersetzt wurde – wohl jenes Turnierspiel, das den Teilnehmern reiterisch am meisten abverlangt.
Apropos reiterisches Können: Um dieses war es anfangs noch schlecht bestellt. Rösser wurden Anfang der 80er kaum noch gehalten, Freizeitreiter waren Mangelware, die Reitkultur entsprechend am Boden. Auch dank des Wolkenstein-Ritts hat sich dies in den letzten Jahren grundlegend geändert. Und mit dem Können wuchs auch der sportliche Ehrgeiz, von der reinen Gaudi hat sich der Ritt zur Prestigesache entwickelt, keiner der Reiter will sich eine Blöße geben, Rösser und Reiter kommen perfekt vorbereitet zum Ritt. Umso größer ist das Spektakel für die Zuschauer, wenn etwa das Ringstechen am Kofl im gestreckten Galopp statt im gemütlichen Schritt genommen wird. Zum Vergleich: Während die Siegerzeit 1983 noch bei drei Minuten lag, finden sich in dieser Zeit heute gleich die ersten drei Teams im Ziel wieder. Ähnlich sieht auch die Entwicklung beim Torritt vor Schloss Prösels aus. 1983 wurden die Slalomstangen dort noch weiträumig umkurvt, heute werden sie auf engster Linie genommen.
Trotz mangelnden reiterischen Könnens, trotz dicker Rösser, trotz nicht immer ganz nüchterner Reiter: Der Ritt offenbarte bereits 1983 sein Potential. Das Zuschauerinteresse übertraf schon damals alle Erwartungen, heillose Staus waren – in Zeiten ohne Gratis-Shuttle von Turnierort zu Turnierort – die Folge. Der Stimmung tat allerdings auch das keinen Abbruch, die Organisatoren waren zufrieden, am Montag nach dem Ritt wurde blau gemacht und man traf sich, um das Event voller Stolz Revue passieren zu lassen – selbstverständlich am Wirtshaustisch. «
Programm
Freitag, 1. Juni 2012
18.00 Uhr Fest-Eröffnung im Dorfzentrum von Völs am Schlern
19.00 Uhr Bieranstich (Freibierfass gestiftet von der Spezialbier-Brauerei Forst)
19.30 Uhr Konzert der Musikkapelle Völs am Schlern
21.00 Uhr Startnummernverlosung der teilnehmenden Mannschaften
21.30 Uhr Live-Musik mit der Gruppe „Dreirad“ aus Österreich
22.00 Uhr Senkrechttheater am Dorfplatz von Völs mit den Artisten T.O.C. aus Mailand
22.30 Uhr Feuershow mit Losna Fire am Dorfplatz Mittelalterlicher Markt, Attraktionen und Gauklerspiele (Riesenrad, Mäuseroulette, Bogenschießen, Drachenjagd). Animation und Kinderbetreuung am Dorfplatz von Völs am Schlern
Samstag, 2. Juni 2012
14.30 Uhr Großer Festumzug von St. Anton nach Völs mit den 36 Mannschaften, Musikkapellen, Kutschen, Rittern und Gefolge, Gauklern und Festwagen und die bekannten Fahnenschwinger und Hofdamen aus der Stadt Asti
15.30 Uhr Eröffnungsreden und Festbeginn des mittelalterlichen Dorffestes
16.30 Uhr Konzert der Musikkapelle Waidbruck
18.30 Uhr Konzert der Musikkapelle Sarnthein
19.00 Uhr Reitermesse in der Kirche von Völs am Schlern
21.00 Uhr Tanzunterhaltung mit der „Karolinenfelder Blaskapelle“ aus Bayern (bekannt vom Rosenheimer Herbstfest)
21.30 Uhr Senkrechttheater mit den Artisten T.O.C. aus Mailand
22.30 Uhr Feuershow mit Losna Fire am Dorfplatz
Mittelalterlicher Markt, Attraktionen und Gauklerspiele (Riesenrad, Mäuseroulette, Bogenschießen, Drachenjagd).
Animation und Kinderbetreuung am Dorfplatz von Völs am Schlern
Sonntag, 3. Juni 2012
7.00 Uhr Start der Reiter bei der Trostburg in Waidbruck
9.30 Uhr 1. Turnierspiel: „Ringstechen“ am Kofl in Kastelruth
10.45 Uhr 2. Turnierspiel: „Labyrinth“ am Matzlbödele in Seis am Schlern
12.40 Uhr 3. Turnierspiel: „Hindernisgalopp“ beim Völser Weiher in Völs am Schlern
14.20 Uhr 4. Turnierspiel: „Tor-Ritt“ beim Schloss Prösels mit Siegerehrung und großem Schlossfest
Mittelalterliche Attraktionen und Gauklerspiele (Riesenrad, Mäuseroulette, Bogenschießen, Drachenjagd). Animation und kostenlose Kinderbetreuung im Schlosshof.
Eine Zeitreise
lust auf eine Reise durch Zeit und Raum? Dann besuchen Sie mit uns die turnierorte des Oswald von Wolkenstein-Ritts, mit Oswald selbst als Führer.
Unsere Reise führt uns zunächst zurück zu einem mittlerweile gesetzten Oswald in die 1430er Jahre und danach hinab ins Eisacktal. Dort liegt oberhalb von Waidbruck die Trostburg, wo der Ritt in diesem Jahr zum 30. Mal gestartet wird. In der Burg verbringt Oswald zwar seine Kindheit, er würde sie aber heute kaum wiedererkennen. Seine Trostburg war nicht die spektakuläre, verwinkelte Burganlage von heute, sondern ein weit bescheideneres Bauwerk aus dem 11. Jahrhundert. Der Vorteil: Die Zollstation an der Straße durchs Eisacktal bringt gutes Geld, von dem Oswald selbst wenig hat: Wären wir in den 1430ern mit ihm vorbeigekommen, wäre er hier Gast seines Bruders gewesen, dem zweiten in einer 600 Jahre langen Reihe von Wolkensteinern auf der Trostburg. Erst 1967 wird die baufällige Burg vom Südtiroler Burgeninstitut übernommen, restauriert und der Allgemeinheit zugänglich gemacht.
Zurück im Jahr 1430 hätte Oswald von all dem nichts gewusst und uns vom Kofl und seiner Ruine zum Matzlbödele in Seis gebracht, der zweiten Turnierstation des Ritts. Dort hätte er den Finger nach oben gereckt und uns voller Stolz
Oswald wäre das wohl zu viel gewesen, er hätte den Weg hinauf über Tagusens und Tisens nach Kastelruth eingeschlagen. Denselben, der auch beim Ritt genommen wird, um zum ersten Turnierplatz zu kommen: zum Kastelruther Kofl. Hier hätten wir 1430 – außer einer Ruine –kaum etwas vorgefunden. Oswald hätte uns bloß erklärt, sie gehöre seinem Bruder Michael, den Rest der Geschichte dieses Ortes müssten wir schon selbst in Erfahrung bringen: etwa dass der Kofl schon in der frühen Bronzezeit besiedelt war, dass Archäologen hier einen Helm aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. geborgen haben und dass hier wohl auch jene kaputte Wehranlage stand, das „Castellum ruptum“, das Kastelruth seinen Namen gab. Erst in den 1670ern erhält der Kofl übrigens sein heutiges Aussehen, als er eingeebnet und mit sieben Kapellen versehen wird.
» Trutzig, abweisend, wehrhaft: Die Trostburg oberhalb von Waidbruck war der Familiensitz der Wolkensteiner.
Foto: Helmuth
Rier
eine Burg, seine Burg gezeigt: Hauenstein. Auch ihre Geschichte beginnt lang vor Oswald, der Platz ist schon in der Bronzezeit besiedelt. Die Burg selbst wird 1186 zum ersten Mal erwähnt und 1416 oder 1417 von Oswald bezogen. Sie ist schon damals weniger stolzes, als funktionelles Domizil: ein neun Meter hoher Bergfried, ein Wohntrakt, eine Ringmauer zum Schutz vor Feinden – das war’s. Was Oswald aber wohl mehr interessierte: Eine ganze Reihe von Höfen waren Hauenstein zinspflichtig, was seinem Besitzer Lebensmittel und ein bescheidenes Einkommen garantierte. Trotzdem: Die Burg überlebte ihren berühmtesten Bewohner nur um rund 150 Jahre. Schon Ende des 16. Jahrhunderts wurde sie aufgegeben und zerfiel nach und nach. Heute zeugen nur mehr Mauerreste vom Domizil Oswalds.
Weiter also zum Völser Weiher, Turnierort Nummer drei und heute eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Ferienregion Seiser Alm. Hätten wir Oswald bei unserer Zeitreise auf den Weiher angesprochen, hätte er uns nur fragend angesehen. Weiher? Hier? Nein, so etwas kenne er nicht. Richtig: In den 1430ern hätten wir anstatt des Weihers Wald, Sumpf und Moos vorgefunden. Der Weiher selbst wird erst 1508 angelegt, die Herren von Völs beziehen aus ihm nicht nur frischen Fisch, sondern auch beträchtliche Einnahmen aus den Wasserrechten.
Das alles weiß Oswald 1430 noch nicht, Schloss Prösels aber, unsere nächste Station und Turnierort Nummer vier, kennt er gut. Optimal gelegen sei es, betont Oswald, auf einem Felskopf hoch über dem Schlernbach, aber sonst sei es ausbaufähig. Ausbaufähig? Prösels? Aber auch hier hat Oswald recht: Prösels ist in den 1430ern zwar schon zweihundert Jahre alt, aber eine kleine, bescheidene Wehranlage der Herren von Völs geblieben. Erst Anfang des 16. Jahrhunderts wird die Anlage durch einen Prunkbau ersetzt: mit einer Mauer, die den gesamten Burghügel umgibt, mit sieben Rundtürmen und einem Torturm, mit Burgkapelle und Wandgemälden. Letztere hätten Oswald wohl interessiert, vor allem eines, das einen bärtigen Ritter mit Barett und Fahne zeigt, darunter die Inschrift: „her oswald von wolckenstain“. «
Gegensätze: Oswalds Hauenstein oberhalb von Seis ist heute nur mehr eine Ruine ...
Ruhe vor dem Sturm: Der Kofl ist Kastelruths Kalvarienberg.
... Schloss Prösels dagegen eine mittelalterliche Augenweide.
Ehrenkomitee
Oswald Tröbinger
Hanspeter Demetz HPD
Geom. Heinz Tschugguel
Verena Pramstrahler
Hermann Thaler
Oswald von Wolkenstein
Ideator des Oswald von Wolkenstein-Rittes
Ideator und Ehrenpräsident des Oswald von Wolkenstein-Rittes
Ideatorin des Oswald von Wolkenstein-Rittes
Ehrenpräsident des Oswald von Wolkenstein-Rittes
Dr. Luis Durnwalder Landeshauptmann der Autonomen Provinz Südtirol
Günther Platter Landeshauptmann von Tirol (Österreich)
Dr. Herbert Dorfmann
Europaparlamentarier
Dr. Helga Thaler Ausserhofer Senatorin
Dr. Siegfried Brugger Kammerabgeordneter
Hans Berger Landesrat für Landwirtschaft und Tourismus
Dr. Thomas Widmann Landesrat für Mobilität und Handel
Dr. Valerio Valenti
Regierungskommissär
Dr. Dario Rotondi Quästor
Gen. Dr. Alberto Primicerj Kommandant der Alpinen Truppen
Gen. Brig. Luigi Nardini Kommandant der Legion CC.
Col. Giovanni Avitabile
Col. t. SG Andrea Rispoli
Kommandant Prov. der Finanzwache
Kommandant Prov. CC.
Ten. Mariano Bastanza Kommandant der Kompanie St. Ulrich
Mar. Ca. Daniele Bazzanella Kommandant der Carabinieri Station Kastelruth
Mar. Ord. Stefano Corona Kommandant der Carabinieri Station Völs am Schlern
Dr. Arno Kompatscher Bürgermeister der Gemeinde Völs am Schlern
Andreas Colli
Oswald Rabanser
Dr. Michael Huber
Dr. Christian Poley
Dr. Klaus Winkler
Dr. Christian Harisch
Dr. Norbert Zenleser
Walter Oberhofer
Dr. Heinrich Holzer
Eduard Tröbinger
Helmut Mitterstieler
Christine Egger
Raimund Zemmer
Kurt Malfertheiner
Manfred Kompatscher
Dr. Leo Andergassen
Dr. C. P. Baron v. Hohenbühel
Heinz Gutweniger
Dr. Günther Andergassen
Dr. Walter Außerhofer
Dr. Heiner Nicolussi-Leck
Ing. Margarethe Fuchs
Margherita Fuchs von Mannstein
Michael Bradlwarter
Georg Kössler
Herr Stephan Astner
Norbert Rier
Bürgermeister der Gemeinde Kastelruth
Bürgermeister der Gemeinde Waidbruck
Präsident des Kitzbüheler Ski Club
Ehrenpräsident des Kitzbüheler Ski Club
Bürgermeister der Stadt Kitzbühel
Obmann Kitzbühel Tourismus
Direktor Amt für Viehzucht
Obmann des Haflinger Pferdezuchtverbandes Südtirol
Ressortdirektor
Präsident Seiser Alm Marketing
Präsident Tourismusverein Völs am Schlern
Präsidentin Tourismusverein Seis am Schlern
Präsident Tourismusverein Kastelruth
Präsident Tourismusverein Seiser Alm
Obmann Kuratorium Schloss Prösels
Landeskonservator
Präsident Südtiroler Burgeninstitut
Präsident CONI Südtirol
Präsident des Verbandes Südtiroler Sportvereine
Präsident Südtiroler Sporthilfe
Obmann Raiffeisenverband Südtirol
Präsidentin Spezialbier-Brauerei Forst
Geschäftsführerin Spezialbier-Brauerei Forst
Obmann der Kellerei Bozen
Obmann des Verbandes Südtiroler Obstgenossenschaften
Pfarrer von Völs am Schlern
Kastelruther Spatzen
Herren von Kastelruth
1. Preis 620,00 € Onda Plus - New Wellness Concept (Kastelruth & Bozen)
2. Preis 420,00 € Malerbetrieb Fill (Kastelruth)
Christian Gramm Sanitäranlagen (Kastelruth)
3. Preis 260,00 € Schlern Tir - Internationale Transporte (Bozen & Kastelruth)
Herren von Hauenstein (Seis)
1. Preis 620,00 € Schotterwerk Kritzinger (Seis am Schlern)
2. Preis 420,00 € Haniger Schwaige (Tiers am Rosengarten)
3. Preis 260,00 € Getränkemarkt Spögler (Völs am Schlern)
Ein Dank auch für die großzügigen Spenden
Pitschlmann & Tuffalm (Fiè) ... 400,00 Euro
Bauunternehmen Mahlknecht Bau (Fiè) ... 350,00 Euro
Skischule Schlern 3000 (Seiser Alm) ... 300,00 Euro Gerhard Neulichedl Viehtransporte (Völs) ... 300,00 Euro
Nach dem Ritt ist vor dem Ritt
Endstation Schloss Prösels. Es ist kurz nach 17 Uhr, Anfang Sommer dieses Jahres. So wie jedes der 29 Jahre zuvor. Mal roch die Luft nach Hitze, mal nach Regen – immer nach gegrilltem Hähnchen und Pferdeschweiß. 144 Reiter und Reiterinnen tummeln sich auf dem Festund Schauplatz. Einer von ihnen lehnt im Leibele am Zaun.
Den gibt’s dort seit etwa 20 Jahren – den Stangenzaun, der die Zuschauer vom direkten
Renngeschehen trennt. Denn nicht nur Reiter und Pferde haben sich im Laufe der drei Jahrzehnte verändert, auch die Spielorte wurden den Bedürfnissen angepasst.
Ein Bier in der einen Hand, die Bannerstange in der anderen. Ungläubig schüttelt der Reiter den Kopf. Das kann’s doch wirklich nicht gewesen sein.
„Kofel?“, fragt es wissend aus dem Hintergrund.
„Scheiß-Kofel“, stimmt der Rei-
ter, ohne sich umzudrehen, zu und bohrt mit der Bannerstange im weichen Boden der Slalombahn.
Ohne ein weiteres Wort setzt sich der Fragende neben den Kastelruther auf den Zaun. Er hält ebenfalls ein Bier, trägt dazu schwarze Lodenhosen und Hosenträger aus Leder, mit Federkiel bestickt. Ein Blick genügt: Sarner.
„Seit 10 Jahren nehm’ ich jetzt schon am Ritt teil“, beginnt der Reiter aus der Ferienregion Seiser Alm. „Und seit Ende März
haben wir trainiert. Super trainiert, um genau zu sein. Wir waren wirklich gut in Form.“ „Genau wie wir!“, fügt der Zweite hinzu.
„Und dann kommt dieses eine Wochenende, dieser eine Tag.“ Wie in Trance erzählt der Kastelruther weiter, sein Blick schweift auf die Bahn, auf der bis vor wenigen Minuten noch Slalomstangen standen. Auf der sich vor wenigen Minuten der Ritt entschied. „Dieser eine Tag, auf den man schon monatelang wartet, ja, hinarbeitet und spätestens seit der Ausscheidung, die wir vor zwei Wochen wirklich grandios gemeistert haben“, es folgt ein prüfender Blick zum Gesprächspartner, der eifrig nickt, „geradezu hinfiebert.
Dann, 7 Uhr, Trostburg, Reiterfrühstück und super Start, voll motiviert, mein Ross und ich... ganz abgesehen davon, dass
Bisher wurden vier
Standarten vergeben:
1. Standarte (1987)
Kastelruth Telfen
Konrad Gasslitter
Georg Gasslitter
Toni Gasslitter
Reinhold Gasslitter
2. Standarte (1991)
Völs
Josef Mahlknecht
Mechthild Mahlknecht
Erhard Mahlknecht
Ivan Mahlknecht
3. Standarte (1996)
Kastelruth Telfen
Konrad Gasslitter
Georg Gasslitter
Reinhold Gasslitter
Andreas Gasslitter
4. Standarte (2000)
Völs
Stefan Pramstrahler
ich von Samstag auf Sonntag eh kaum schlafen konnte.“
„Genau wie ich“, fügt der Sarner abermals hinzu, dieses Mal jedoch merklich leiser.
„Zweiter Ring?“
„Dritter.“
„Zwei Runden?“ „Drei.“
„Ross okaut?“ 1 „Und wie.“
Der Sarner nickt erfahren.
Den finalen Ring „verschmissen“2, die Bannerstange als Schlussreiter „nicht gebracht“3, den Ring „hinterschi gstochen“4 – alles schon gehabt, alles schon in 17 Jahren Ritt selbst erlebt.
„Hoaß Teifl!“, fährt er den Pechvogel vom Kofel an und flucht durch die zusammengebissenen Zähne: „Falsches Knie!“
„Prösels?“
Der Mann mit den Hosenträgern nickt. Galant sieht er sich noch durch den Stangenwald pendeln. Das Klingeln der Glocken hat er ihm immer noch klar hörbar in den Ohren – und klar spürbar im linken Knie.
„Auigetuscht?“5
„Und wie.“
Beide Reiter nicken erfahren und schauen betreten zu Boden. Die Prellung am Sarner Knie scheint beinahe beiden zu schmerzen.
„Prost!“ Der Kastelruther nimmt einen kräftigen Schluck vom Glas Freibier in seiner Hand und stupst den Sarner kameradschaftlich mit dem Ellenbogen am Knie. Der zuckt augenblicklich zusammen.
„Mander, wos preatscht es do manond!“ Mit springendem
Erhard Mahlknecht
Andreas Lageder
Ivan Mahlknecht
Größter Vorsprung:
0:55,74 Min. (2000)
Völs vor Flaas I
Geringster Vorsprung:
0:00.52 Min. (2010)
Ritten vor Kastelruth Seis
Schritt kommt schwungvoll ein Mann auf die zwei niedergeschlagenen Rosserer zugelaufen. Der trägt Jeans, Turnschuhe, Polo-Shirt und Sonnenbrille. Das Bier fehlt auch bei ihm nicht.
„Ach, der Ritt...“, seufzt der eine.
„Jetzt bin ich schon über 15 Jahre dabei“, stimmt der andere zu, „und trotzdem, immer wieder...“
„Ach was – ihr könnt es also immer noch nicht?“, fällt rotzig der Neuzugang den zwei trübseligen Reitern ins Wort und gestikuliert italienisch mit beiden Händen. „Seit vor zwanzig Jahren der Hindernisgalopp auf dem Völser Weiher abgeändert wurde, sind die Spiele ja immer dieselben!“
„Und trotzdem keinen Deut leichter zu bewältigen“, verteidigt sich der Kastelruther sofort energisch.
„Ja, wenn ihr es nicht könnt’, solltet ihr vielleicht mehr trainieren!“
„Hilft gar nichts – das Training läuft ja immer einwandfrei!“ springt nun auch der Sarner in die Bresche und wedelt mit den Armen, dass der getrocknete Dreck nur so vom Hemd bröckelt. Völser Weiher bei Regen. Vierte Position. Nach dem Rennen blieb nur noch ein kurzer Moment, sich das Gesicht einigermaßen sauber zu wischen. Dann war die Diskussion über Kugeln, die eigentlich im Korb hätten landen müssen, und Cavaletti, die
sich eigentlich noch in ihren Halterungen befinden sollten, irgendwie wichtiger geworden.
Der Rosserer aus dem Sarntal streicht sich durch die Haare und zerdrückt den bröckeligen Schlamm zwischen Daumen und Zeigefinger.
„Bisch olm no aufn Weiher? So viel glegen?“6 stichelt der Mann im Polo. „Wenn’s lei aufn Weiher glegen war!7 Seis – einwärts und auswärts – wir haben einfach alles abgeräumt!“, kommt es nun von ganz links. Vollkommen unbemerkt hat sich ein weiterer Reiter in Tracht zur Diskussionsrunde gesellt. Wie lange der da steht, weiß niemand genau. Mitreden kann er trotzdem. Unter Reitern kennt man sich. Seine Tracht will er an dieser Stelle dennoch nicht nennen. Der Grund folgt auf dem Fuße: „50 Strafsekunden – meine drei Stangenabwürfe im Labyrinth nicht mitgerechnet.“
Der Mann im Freizeitoutfit gluckst herablassend. „Tua lei selbor amol mit!“8, herrscht ihn der Schlerngebietler an. Und plötzlich wird es ruhig in der Runde.
„Probiert“, grummelt der Mann in Jeans. „Ausscheidung?“
„Scheiß-Ausscheidung.“
Ein Nicken macht die Runde. Synchron wird vom Bier getrunken.
„Nächstes Jahr wieder?“ „Und wie!“ «
SüDTIROLCUP
Karerpass:
Seit über 10 Jahren erstellen wir individuelle Weblösungen für unsere Kunden in Südtirol, dem restlichen Italien, Österreich und der Schweiz.
OHNE MAUERARBEITEN
Organisationskomitee
Gudrun Panitz
Präsidentin des Organisationskomitees
Willi Plunger Vizepräsident des Organisationskomitees
Heinz Tschugguel Ehrenpräsident des Oswald von Wolkenstein-Rittes
Melanie Pigneter Sekretariat
Dr. vet. Kathrin Schrott Tierärztin
Norbert Seehauser Technisches Komitee Koordinator
Konrad Gasslitter Technisches Komitee
Alexander Ciabattoni Technisches Komitee
Dieter Tröbinger
Ortsverantwortlicher Kastelruth
Roland Weissenegger Ortsverantwortlicher Seis
Roland Malfertheiner Ortsverantwortlicher Völs
Horst Lageder Spielleiter Turnier Kastelruth
Roland Weissenegger Spielleiter Turnier Seis
Markus Troger Spielleiter Turnier Völser Weiher
Roland Malfertheiner Spielleiter Turnier Schloss Prösels
Christian Prossliner Startrichter Trostburg Waidbruck
Willi Plunger Zeitnahme und Wertung
Helmut Silgoner
Schiedsrichter Kastelruth
Max Marmsoler Schiedsrichter Kastelruth
Kurt Lanziner
Norbert Seehauser
Robert Burkia
Josef Obkircher
Schiedsrichter Seis
Schiedsrichter Seis
Schiedsrichter Völser Weiher
Schiedsrichter Völser Weiher
Konrad Oberberger Schiedsrichter Schloss Prösels
Lore Pernstich
Schiedsrichterin Schloss Prösels
Andrè Bechtold Marketing
Daniela Kremer Presse national und international
Dieter Tröbinger Organisation Kastelruth
Fritz Planer Organisation Völs
Walter Marmsoler Organisation Seis
Thomas Kritzinger Organisation Seis
Hermann Schgaguler Organisation Seis
Andreas Lageder Organisation Seiser Alm
Sportvereine des Schlerngebietes Zeitnehmung
Carabinieri und Gemeindepolizei Ordnungsdienst
Freiwillige Feuerwehren des Schlerngebietes Ordnungsdienst
Weißes Kreuz Seis / Landesrettungsverein Rettungsdienst
Ein großes Dankeschön geht an die Bürgermeister der Gemeinden Völs und Kastelruth, Tourismusvereine, Theatervereine und Musikkapellen der Ferienregion Seiser Alm, Seiser Alm Marketing, an das Festkomitee und die Vereine von Völs am Schlern und an das Kuratorium Schloss Prösels für die Mitgestaltung des Rahmenprogrammes.
Haudegen und Poet
Ritters, versucht sich erfolglos als Söldner und scheitert auch als Seefahrer und Kaufmann.
Oswalds Pechsträhne scheint zu enden, als er in Hauenstein unterm Santner sesshaft wird. Die geerbte Burg sichert ihm Einnahmen, mit denen er sich den Weg in den Dienst des deutschen Königs Sigismund ebnet, für den Oswald am Konstanzer Konzil teilnimmt und in Spanien gegen die Mauren kämpft.
Oswald, der Mann mit den zwei Gesichtern, wird um 1377 als Sohn einer gut situierten Familie geboren und wächst in der Trostburg oberhalb von Waidbruck auf. Sein Glück scheint damit allerdings aufgebraucht: Bereits als Kind verliert er ein Auge, mit dem verbleibenden muss er zusehen, wie das ganze Erbe an seinen älteren Bruder geht. Oswald verdingt sich daraufhin im Gefolge eines fahrenden
Das Familienleben scheint Oswald nicht auszufüllen: 1420 nimmt er Reißaus vor Frau und Kindern und schließt sich einem Kreuzzug an, von dem er schwer geschlagen nach Hause zurückkehrt. Kaum zurück, landet Oswald auch noch im Kerker. Nur König Sigismund hält ihm jetzt noch die Stange, lädt ihn zum Reichstag in Nürnberg und zu seiner Krönung zum Kaiser ein. In den 1430ern zieht sich Oswald schließlich in seine Heimat zurück. Er stirbt 1445 in Meran.
Oswalds Leben, eines mit extremen Höhen und Tiefen, mag eine ohnehin schon wuchernde Phantasie weiter befeuert haben, die Ausdruck in seinem literarischen Schaffen fand. Ironie am Rande: Er, der sich stets als Ritter und Haudegen sah, fand seinen Platz in der Geschichte als Poet. «
Auf Oswalds Spuren
Wer sich auf Oswalds Spuren begeben will, dem sei der „Oswald-von-Wolkenstein-Weg“ ans Herz gelegt. Der bequeme Rundweg führt in einer bis eineinhalb Stunden vom Parkplatz der Seiser Alm Bahn über die Ruinen Salegg und Hauenstein wieder zurück zur Bahn. Entlang des Weges finden sich Tafeln, die alles Wissenswerte über das Mittelalter, über Ritter, Burgen und Geschichten bereithalten.
Ergebnischronik
2.
3.
1.
1.
1.
1.
1.
1.
5:03.41 3. Lajen 1 Min. 5:11.41
1. Ritten Min. 4:56.43
2. Kastelruth Hauenstein Seis Min. 5:00.65
3. Sarntal Rabenstein Min. 5:13.37
4. Kastelruth Dorf Min. 5:16.00
5. Lajen 1 .................................................. Min. 5:21.37
6. Mölten Verschneid Min. 5:24.51
7. Kastelruth Seis Min. 5:28.02
8. Welschnofen König Laurin Min. 5:28.77
9. Kastelruth Tiosels Min. 5:29.07 10. Kastelruth St. Valentin 2 Min. 5:32.15
Kastelruth Min. 5:35.48
Sarntal Durnholz Min. 5:37.85
2011 > Etappensieger
1. Turnier: „Ringstechen“ in Kastelruth
1. Kastelruth Dorf 54.88
2. Kastelruth Hauenstein Seis 58.62
3. Kastelruth Tiosels 59.19
2. Turnier: „Labyrinth“ in Seis
1. Ritten 1:30.44
2. Kastelruth St. Valentin 2 1:37.37
3. Kastelruth Hauenstein Seis ..................... 1:39.94
1. Turnier: „Ringstechen“ in Kastelruth Kastelruth Dorf (2008)................................................... Min. 0:50,96
2. Turnier: „Labyrinth“ in Seis Völs (1999) .......................................................................Min. 1:27,89
3. Turnier: „Galopp“ am Völser Weiher Ritten (2005) .................................................................. Min. 0:52,93
4. Turnier: „Tor-Ritt“ beim Schloss Prösels
St. Valentin II (1985) ........................................................ Min. 1:03,65
Beste Gesamtzeit
Telfen-Kastelruth (1985) ................................................. Min. 4:44,16
Breite Spitze
erlaubt sei uns ein tiefer Griff in die Kiste der Sport-Plattitüden, wenn wir sagen: es gibt keine Kleinen mehr. Oder, auch nicht schlecht und immer gern verwendet: Die Spitze ist breiter geworden. im Fußball mittlerweile allgemeingut, gelten diese erkenntnisse auch für den Oswald von Wolkenstein-Ritt. und die Zuschauer wissen’s zu schätzen.
Ein Blick zurück zeigt: Beim ersten Ritt 1983 waren noch alle Mannschaften fast gänzlich trainingsfrei in den Ritt gegangen, was sich auch nicht verbergen ließ. Selten wusste der Reiter, was zu tun war, noch seltener tat das Pferd das, was der Reiter von ihm wollte. Heute, 30 Jahre später, sieht das ganz anders aus: Wer heute beim Oswald von Wolkenstein-Ritt vorne mitmischen will, stellt sich ab Weihnachten darauf ein, kaum liegt kein Schnee mehr, wird das Training intensiviert. Und das heißt: Sechs Tage in der Woche Stangen durch Ringe stechen, Rösser durch ein Labyrinth treiben, im Galopp Hindernisse überwinden und sich durch Slalomstangen zwängen.
Wie sehr das ganze Feld zusammengerückt ist, oder besser: wie viele Mannschaften es mittlerweile gibt, die um den Sieg mitmischen, zeigt schon ein Blick auf die Siegerchronik: Gab es bis zum Jahr 2000, bei insgesamt 18 Ausgaben des Ritts, gerade einmal fünf verschiedene Siegerteams, waren es in den folgenden elf Ausgaben gleich acht Mannschaften, die einen Gesamtsieg einfahren konnten.
Gekämpft wird übrigens um eine Siegerstandarte, die von einem heimischen Künstler gefertigt wird und ein Wanderpreis ist. Wer also gewinnt, darf die Standarte ein Jahr lang sein Eigen nennen, danach geht sie an den nächsten Sieger über. Wer aber drei Mal siegt, darf die Standarte endgültig mit nach Hause nehmen. Das ist bis
dato nur zwei Mannschaften gelungen: jener aus Telfen Kastelruth und jener aus Völs, beiden dafür gleich zwei Mal.
Diese beiden Teams waren es, die die ersten Jahre des Ritts dominiert haben. So dauerte es gerade einmal fünf Jahre, bis die Telfener 1987 die erste Standarte mit der Büste des einäugigen Ritt-Patrons endgültig einheimsen konnten. 1988 bis 1991 waren es dann die Völser, die von vier Ausgaben des Ritts drei gewannen und die zweite Standarte mit nach Hause nehmen konnten. Standarte Nummer drei ging wieder an die Telfener, die den Ritt 1993, 1994 und 1996 gewannen, während – na, wer wohl? – die Völser sich mit einem Hattrick 1998 bis 2000 die vierte Standarte sicherten.
Mit dem neuen Jahrtausend war dann allerdings die Dominanz der beiden Seriensieger gebrochen, einen eindeutigen Nachfolger gibt es nicht. Seit 2001 sind vielmehr die Namen von acht Mannschaften auf der Tragestange der Standarte vermerkt. Und: Bei der 30. Ausgabe des Ritts könnten sich gleich drei Teams Standarte Nummer fünf endgültig sichern. Es sind dies St. Valentin 2 Seis mit Siegen in den Jahren 2001 und 2004, Sarntal Rabenstein, Gesamtsieger in den Jahren 2007 und 2009, sowie das Team vom Ritten, das die letzten beiden Ausgaben des Oswald von Wolkenstein-Ritts gewonnen hat. Verzeihen Sie deshalb noch eine Plattitüde, aber nur, weil sie stimmt: Für Spannung ist gesorgt. «
Die Dominatoren (links das Team Telfen Kastelruth, rechts jenes aus Völs) und ihre Erben (linke Seite von oben: Ritten, Sarntal Rabenstein und St. Valentin II Seis)
Sponsoren
Kaufleute
Völs am Schlern
Bäckerei Mulser - Bäck’n Ivo Metzgerei Pramstrahler
Anno Domini Antiquitäten
Computer Ambulanz
Despar Völs
Elektro Planer
Geschenksboutique Blumen Innerhofer
J. Delago - Markt am Platz
Konditorei Seeber - Brot- & Süßwaren
Malfertheiner Fritz - Wohnen
Trafik Kompatscher - Papier & Tabak
Vinothek Völser Weindiele
Völser Goldschmiede Wallnöfer
Handwerksbetriebe
Völs am Schlern
Autoindustriale Mercedes Bozen
Daprà Max Schwimmbadzubehör
Kompatscher Peter Maler
Tischlerei Malfertheiner OHG
Geometer Tschugguel Heinz
Tischlerei Holzring
Rier Martin Sanitär- & Solaranlagen
koholz Kompatscher holz&ko
Haselrieder Emil Transporte
Geom. Kurt Prackwieser - Planungsbüro
Ganterer Hanspeter - Rauchfangkehrer
Mitterstieler Hannes - Malermeister
Decolor Mitterstieler Wolfgang - Maler
Baumgartner Martin - Q8 Tankstelle
Simonazzi Böden - Bodenleger, Moquettes
Elektro Harder - Elektroinstallationen
Sägewerk Mahlknecht Martin
Weissenegger Engelbert KFZ-Werkstätte, Taxi
Stampfer Erwin Elektroinstallationen
Weissenegger Simon Elektro Service
Kompatscher Ferdinand Herrenfriseur
Mayrl Christian GmbH Baggerarbeiten
Mulser W. KG Metallverarbeitung
Gostner Gottfried Kunstschmied Schlosserei
Gastbetriebe
Völs am Schlern
Restaurant Zur Quelle
Altes Gasthaus am Völser Weiher
Hotel Emmy
Hotel Perwanger
Hotel Rose Wenzer
Gasthof Pizzeria Zum Schlern
Gasthof Kircher
Restaurant Binderstube
Gasthaus Prösler Hof Hofer Alpl
Pension Pizzeria Tschafon
Residence Schlunhof
Gasthof Kreuzwirt
Kaufleute
Seis am Schlern
ABC - Spielwaren & Geschenke
Michael Wolf - Zahnarzt
Bäckerei Oberprantacher
Despar Market - Lebensmittel
Eisendle Versicherungen
Generali Versicherungen
Metzgerei Stefan
Reisebüro Seiser Alm
Apotheke Vitalis
Compac - Computer & Service
Danila Messner Boutique
Enzian’s Modeecke
Margherita Blumen
Marmsoler B. - Souvenirs & Zeitungen
Foto Gaby - Fotoentwicklung
Salon Erika Friseur
Salon Nadia Friseur
Salon Naturell Schönheitspflege
Silbernagl Martin Textilpflege
Sport Mode Silbernagl
Verenas Ladele - Stoffe & Geschenksartikel
Handwerksbetriebe
Seis am Schlern
Gebrüder Heufler Tischlerei
Architekten Folie & Schorn
Elektro Rier des Rier Egon
Gasslitter Konrad - Werkstatt
Mal & Decor Malerbetrieb
Saniware Sanitäre Anlagen
Weissenegger Roland Zimmerei
Elektro Nicolussi
Rabanser Ludwig Treppenbau
Trocker Friedrich Tischlerei
Zimmerei Rier Toni
Mauroner Willi Zimmerei
Werkstätte Pardeller KG
Kometal
Karosserie Gross Gregor
Malerbetrieb Kritzinger Seis
Maler Seebacher
Tischlerei Rier
Komma Graphik
Nössing Sigmund Kaminkehrer
Mayrl Martin Fliesenleger
Tischlerei Mulser Philip
Wohnstudio Seis
Gastbetriebe
Seis am Schlern
Hotel Ritterhof
Naturresidence Dolomitenhof
Hotel Schwarzer Adler
Pizzeria Restaurant Salegg
Pension Paula
Hotel Diana
Silencehotel Mirabell
Familienhotel Bad Ratzes
Pizzeria Bar Poststube
Cafè Fulterer
Residence St. Konstantin
Hotel Valentiner Hof
Gasthof Restaurant Vigiler Hof
Bar Bistro Büro
Café Residence Erika
Golfhotel Sonne
Peppers Bar & Restaurant
Restaurant Pizzeria Zum Woscht
Hotel Rungghof
Restaurant Trotzstube
Pension Rier
Hotel Waldrast
Kaufleute
Kastelruth
Bäckerei Trocker
Pizblanc - Bekleidung und Sportartikel
Sporthaus Fill - Bekleidung & Trekking
Getränke Gross Getränkemarkt
Sattler Ubald Textil- und Spielwaren
Fill K. & M. Obst & Gemüse Engros
Bäckerei Konditorei Burgauner
Konsum Markt Gemischtwaren
Metzgerei Silbernagl Fleisch- & Wurstwaren
Hexenladele Geschenksartikel
Blumen Anna
Dr. Peter Ploner Apotheke Schlern
Nössing C. Haushalts- & Geschenksartikel
Wörndle Arthur Schuhwaren
Natura Konditorei & Reformhaus
Mode Ingrid Damenmode
Kostner Hubert Holzschnitzerei
Spatzenladen Geschenksartikel
Sport & Tradition Griesser Trachtenmode
Atlas Zeitungen, Bücher, Tabak
Trocker Anton Speckerzeugung
Karbon Erich Skiklinik
Lantschner Michaela Schuhwaren
Handwerksbetriebe
Kastelruth
Toni OHG Baggerarbeiten
Hob OHG Baggerarbeiten
Böden & Co Holz- & Teppichböden
Hofer Peter Zimmereibetrieb
Fundus Holz- und Teppichböden
Reitstall Unterlanzin
Zimmerei Gebrüder Jaider
Malfertheiner Landmaschinen
Spenglerei Messner Othmar
Mulser Karl Sanitäre Anlagen
Geometer Julius Profanter
Zimmerei Wiedenhofer Arnold
Auto Garage Toni KFZ-Werkstätte
Goller Paul Baggerarbeiten
Mauroner Helmuth Fliesenleger
Mitterstieler Florian Maler
SVG Bau Maurerarbeiten
Wanker Alex Elektroinstallationen
Berggärtnerei Griesser
Profanter Thomas Landmaschinen
Peterlunger Walter Malerbetrieb
Gastbetriebe
Kastelruth
Aparthotel Kastel Seiser Alm
Café Garni Doris
Castel Oswald von Wolkenstein
Gasthaus St. Michael
Hotel Alpenflora
Hotel Alpenroyal
Hotel Goldenes Rössl
Hotel Madonna
Parc Hotel Tyrol
Panoramahotel Baumwirt
Residence Park
Restaurant Marinzenhütte
Bar Dorfschenke
Bar Restaurant Toni
Bar Restaurant Wasserebene
Garni Jasmin
Garni Silbernagl
Gasthaus St. Oswald
Hotel Abinea Dolomiti Romantic
Hotel Gasthaus Panidersattel
Hotel Kastelruth
Hotel Martina
Hotel Mayr
Hotel Pension Plunger
Hotel Restaurant Zum Turm
Hotel Rosslaufhof
Hotel Solaia
Hotel Sonnenhof
Hotel Zum Wolf
Residence Montana
Restaurant Liftstüberl
Restaurant Pizzeria Zur Alten Schmiede
Restaurant Saalstuben
Restaurant Schlernhexe
Appartements Plattnerhof
Appartement Paul Fill
Appartements Innerhofer
Appartements Sonngarten
Café Jausenstation Sabine
Café Viva
Garni Waldfrieden
Gasthof Tschötscherhof
Hotel Ortler
Hotel Savoy
Hotel Schgaguler - Rubin
Jausenstation Schafstall
Pension Viktoria
Residence Linde
Restaurant Café Bachler
Restaurant Pizzeria Cristallo
Betriebe
Seiser Alm
Prossliner Schwaige
Bergrestaurant Puflatsch
Laurinhütte
Mountain Hotel Goldknopf
Almrosenhütte
Hotel Seelaus
Hotel Steger-Dellai
Hotel Brunelle
Hotel Saltria Resort
Laranzer Schwaige
Vitalpina Hotel Icaro
Schgaguler Schwaige
Hotel Ritsch
Arnika Hütte
Alpenhotel Panorama
Runggerschwaige
Hotel Schmung
Rauchhütte
Hotel Monte Piz
Mahlknechthütte Molignon
Restaurant Nordic Ski Center
Sportecke Obexer
Jaggl Schwaige
Saltnerhütte Saltria
Williamshütte
Perathoner Viktor Baggerarbeiten
Berghotel Zorzi
Restaurant Zentral
Reitstall Trocker
Arnold’s Imbiss
Sporthaus Trocker
Gostnerschwaige
Almstüberl
Sanonhütte
Restaurant Skistube
Hotel Rosa
Hotel Santner
Restaurant Alpi
Hotel Paradiso
Restaurant Panorama
Tuene Hütte
Alpina Dolomites Lodge
Andere
Gemeinden
Tischlerei Moser (Barbian)
Obst und Gemüse Unterthiner (Lajen)
Karosserie Plus (Tiers)
Stählerne Rosse
Bei aller Bescheidenheit: Was Spanien kann, kann das hochplateau unterm Schlern schon lange. Stehen im land von Don Quichotte schwarze holzstiere in der grüßen in jenem von Oswald von Wolkenstein schwarze Reiter die Vorbeifahrenden.
Ihren Ursprung finden die Reiterskulpturen an den Dorfeinfahrten von Kastelruth, Seis und Völs tatsächlich in Spanien. Und im Kopf von Heinz „Bummi“ Tschugguel, in dem auch bereits der Ritt selbst geboren worden war. Vor Ort inspiriert von den berühmten spanischen Holzstieren wollte Tschugguel auch für die einzelnen Turnierspiele des Ritts unverkennbare Symbole schaffen. Wieder daheim, entstanden an Bummis Computer erste Entwürfe. Die Idee dahinter: „Wir wollten keine Marterlen (Gedenksteine an Straßen und Wegen) schaffen, sondern etwas, das im Gedächtnis bleibt“, so Tschugguel, dessen Idee 2003 in Form lebensgroßer, stählerner Reiterskulpturen verwirk licht worden ist. Der Oswald von Wolkenstein-Ritt sorgt damit nicht nur im Juni für Aufmerksam keit, sondern das ganze Jahr hindurch. «
Von einem echten Apfelliebhaber empfohlen.
Ich bringe dir die besten Äpfel aus Südtirol, wo sie in den gleichen sonnigen Tälern wachsen wie ich. Sieben saftige Sorten, jeden Tag frisch in deine Stadt und alle mit der geschützten geografischen Angabe (ggA) ausgezeichnet. Und wenn du noch mehr über die Äpfel aus Südtirol erfahren möchtest, dann besuche einfach meine Website. Wir sehen uns auf www.marlene.it
Raccomandate da chi ha in testa solo le mele.
Ti porto le mele più buone dall’Alto Adige/Südtirol, dove tanti meli come me crescono in valli soleggiate. Sette varietà succose, certificate IGP, che arrivano fresche ogni giorno nella tua città. Se vuoi scoprire tutto sulle mele dell’Alto Adige/Südtirol - visita il mio sito. Ci vediamo su www.marlene.it
Nach getaner Arbeit wird gefeiert: Die Siegerehrung vor den Toren von Schloss Prösels.
Die Ritt-Familie
mitfiebern, mitleben, mitleiden, mitjubeln: Wer den Oswald von Wolkenstein-Ritt einmal live erlebt hat, der will wiederkommen. Wie sonst ist es erklärbar, dass Jahr für Jahr mehr Zuschauer den Weg zu den turnierspielen finden? mittlerweile sind es mehr als 20.000.
Zugegeben: Schon 1983, beim ersten Ritt, war das Zuschauerinteresse groß. Vor allem Freunde und Bekannte der Reiter kamen damals zu den einzelnen Turnierspielen. Sie kamen, um die Teams anzufeuern, so manch ein Reiter nahm sich aber auch Zeit, sich mit einem Zaungast zu beraten, und zwar durchaus auch dann, wenn die Zeit schon lief.
Auch wenn es diese Beratungsgespräche, das Live-Coaching durch die Fans, heute nicht mehr
gibt, ist das Verhältnis zwischen Reitern und Zuschauern ein enges geblieben. Zeuge dessen wird man immer dann, wenn etwa bei einem Fehler ein Aaaaahhh oder Oooohhh tausende Kehlen gleichzeitig verlässt. Oder dann, wenn man in besonders spannenden Momenten eine Stecknadel fallen hören könnte, weil Tausende gleichzeitig den Atem anhalten. Oder dann, wenn Jubel und Beifall aufbrandet, erleichtert und begeistert darüber, dass ein Reiter ein Spiel in rasendem Galopp und fehlerlos absolviert hat.
Der Ritt lebt demnach mit und von den Zuschauern, allein die Zahl 20.000 zeigt allerdings auch: Er ist in den fast 30 Jahren seines Bestehens eine Großveranstaltung geworden. An die Stelle der Improvisation ist eine minutiöse Planung getreten, der Ritt wird über Monate vorbereitet. Dafür sorgt das Organisationskomitee, das die Marschroute vorgibt, für deren Umsetzung wiederum Jahr für Jahr hunderte Freiwillige sorgen, die meist in aller Herrgottsfrühe schon vor Ort sind und auch bei schweißtreibenden Tempe -
raturen ihren Mann stehen. Allen Mühen zum Trotz: Wer schon öfter beim Ritt dabei war, entdeckt auf Schiedsrichterstühlen, hinter Stoppuhren, an Rechen und Besen an den Turnierorten dieselben Gesichter.
Organisatoren, freiwillige Helfer, Zuschauer: Die Ritt-Familie ist zweifelsohne eine große, durchaus aber keine exklusive. Im Gegenteil: Neue Mitglieder sind stets willkommen! «
Das Organisationskomitee dankt an dieser Stelle Dr. Luis Durnwalder, Landeshauptmann von Südtirol, den Landesräten Dr. Thomas Widmann und Hans Berger, den Bürgermeistern der Gemeinden Kastelruth und Völs, den Mitgliedern des Ehrenkomitees, den Sportvereinen, Musikkapellen, Theatervereinen der Ferienregion Seiser Alm, dem Festkomitee und den Vereinen von Völs, den Gemeinde- und Tierärzten, den Helfern des Weißen Kreuzes Seis und des Landesrettungsvereins, den Carabinieri und Gemeindepolizisten, den Freiwilligen Feuerwehren und allen freiwilligen Helfern der Ferienregion Seiser Alm. Ein besonderer Dank geht an alle kleinen und großen Sponsoren, die durch ihren Beitrag wesentlich am Gelingen des Rittes beigetragen und die Drucklegung dieser Broschüre sowie anderer Werbemaßnahmen ermöglicht haben. Wir danken für die wohlwollende Unterstützung durch die Autonome Region Trentino-Südtirol.
1. Turnierspiel: „Ringstechen“ am Kofl in Kastelruth
10.45 Uhr
2. Turnierspiel: „Labyrinth“ am Matzlbödele in Seis
Sei „ritterlich“: Fahr mit dem Bus!
12.40 Uhr
3. Turnierspiel: „Hindernisgalopp“ beim Völser Weiher
Wiederum steht der bewährte Bus-Pendeldienst den vielen Zuschauern am Sonntag früh ab 8.30 Uhr zwischen Kastelruth und Prösels zur Verfügung. Die Busse halten an allen öffentlichen Bus- und vorgesehenen Bedarfshaltestellen und pendeln zwischen den jeweiligen Austragungsstätten Kastelruth, Seis, Völser Weiher und Prösels. Der letzte Bus fährt jeweils 30 Minuten nach Spielende zum darauffolgenden Turnierspiel. Letzte Fahrt von Prösels nach Völs am Schlern, Seis und nach Kastelruth um ca. 20.00 Uhr.
Eintritt: 10,00 Euro (Kinder bis 16 Jahre kostenlos)
14.20 Uhr
4. Turnierspiel: „Tor-Ritt“ bei Schloss Prösels
Zaungäste
Haflinger-Pate. Für Oberspatz Norbert Rier ist der Wolkenstein-Ritt ein Pflichttermin. Mit dem Enkel im Schlepptau verfolgt er Sohn Alexander im Sattel seines Haflingers. „Mir ist es ein Anliegen, dass immer mehr Haflinger am Ritt teilnehmen - so wie vor 30 Jahren. Die Gäste erwarten sich auch Haflinger und sind enttäuscht, wenn dem nicht so ist. Denn Südtirol ist die Heimat der Haflinger“, meint der frischgewählte Vizepräsident des Haflingerzuchtverbandes. Daher denke der Verband daran, einen Preis für die beste Haflinger-Mannschaft beim Ritt zu stiften. „Notfalls lege ich selbst noch etwas drauf“, sagt Norbert Rier. Er selbst hat am Ritt nie teilgenommen, sondern nur vor Jahren die Euregio-Gruppe im Sattel begleitet. Sein Tipp für die Zuschauer: Das Ringstechen und der Torritt. „Aber auch die beiden anderen Spiele sind sehenswert, denn die Einheit von Ross und Reiter werden da besonders sichtbar“, sagt der Oberspatz.
Fast wie ein Skirennen. Skirennläuferin Denise Karbon ist immer beim Ritt dabei, es sei denn Trainings außer Landes verhindern dies. „Am besten gefällt mir das Ringstechen am Kofl, nicht weil es das Turnierspiel bei mir zuhause ist, sondern weil dort der Wettkampf erst los geht und der Ausgang noch völlig offen ist“, sagt die Seiser Alm-Werbeträgerin. Ihr gefalle die Atmosphäre, die Spannung unter den Teams aber auch unter den vielen Fans der einzelnen Mannschaften. „Das Gefühl ist fast wie bei einem Skirennen im Winter“, sagt die Spitzensportlerin. Sie selbst sei keine Reiterin. „Aber wenn ich das Spektakel verfolge, dann kriege ich richtig Lust darauf, im Sattel zu sitzen“, verrät Denise Karbon. Faszinierend sei in ihren Augen, zu beobachten, wie Ross und Reiter zusammenpassen und meist eine Einheit bilden. Und wenn nichts dazwischen kommt, wird Denise Karbon auch heuer wieder am Kofl stehen und die Mannschaften anfeuern.
Besonderer Zaungast
Der Rodel-Olympiasieger aus Völlan, Armin Zöggeler, wird auch heuer wieder beim Ritt dabei sein. „Selbst mitreiten? Dazu hätte ich nie die Zeit“, sagt der passionierte Haflinger-Züchter. Von den vier Spielen liebt er besonders das Ringstechen am Kofl und den Torritt vor den Toren von Schloss Prösels. „Das Stechen gefällt mir wegen seiner Rasanz, der Slalom wegen seiner besonderen Atmosphäre, der vielen Menschen und der schönen Kulisse“, sagt Armin Zöggeler. Und haben Haflinger beim Ritt überhaupt eine Chance? „Beim Slalom sind die Haflinger wegen ihrer Wendigkeit sicher gegenüber anderen Pferden im Vorteil“, meint der Haflinger-Fan.
Roßnarrische und Fuhrleut’ . . .
. . . treffen sich in Rottach-Egern am Tegernsee. Zum Roßtag am 26. 8. 2012 wird alte Fuhrmannsherrlichkeit wieder lebendig, denn dieser Tag gehört ganz den Rössern und Traditionsgespannen. Alljährlich bestaunen zahlreiche Besucher das farbenfrohe und überwältigende Defilee von Reitern, Gespannen, Fuhrwerken, Musikanten und Trachten. Glanzvoll und gemütlich gestaltet sich das Finale auf der malerischen Festwiese in Enterrottach. Bei einem Schaufahren werden die Gespanne fachmännisch vorgestellt und die Fuhrleute demonstrieren ihr Können. Musikalisch umrahmt und mit diversen Schmankerln für den Gaumen garniert wird bis in die Nacht gefeiert, getanzt und gesungen. Wir senden Ihnen gerne ausführliche Informationen.
herausgeber: Seiser Alm Marketing. Schriftleiter: Hubert Unterweger. Redaktion: Organisationskomitee Oswald von Wolkenstein, Gudrun Panitz, Luise Malfertheiner, Christian Rainer, Petra Gasslitter. Fotos: Helmuth Rier, Armin Mayr, Othmar Seehauser. Grafik: Komma Graphik. Druck: Litopat, Verona.
Foto: Luise Malfertheiner
Im Wettkampf erfolgreich.
Kontinuierliches Training, Selbstdisziplin und voller Einsatz sind wichtig, um im Sport erfolgreich zu sein. Die Unterstützung von kulturellen und sportlichen Veranstaltungen ist fester Bestandteil des Raiffeisen-Förderauftrages. Raiffeisen wirkt mit und wünscht gute Unterhaltung!