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Leseprobe Suter+Suter

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Suter + Suter

swissmonographies

Anne-Catherine Schröter ( Hg. / Ed.)

Christoph Merian Verlag


Suter + Suter Anne-Catherine Schröter ( Hg. / Ed.) Mit Beiträgen von / with contributions by Martin Lüpold, Tipje Reimann, Dominique Salathé, Anne-Catherine Schröter, Harald R. Stühlinger, Justinas Žuklys

Christoph Merian Verlag


Inhalt

Geleitworte 16 Prolog 22 Genese 26 Kontext 122 Narration 180 Baukultur 230 Epilog 244 Dank 250 Autor:innen 254 Quellen 256 Bildnachweis 257 Impressum 262


Contents

Prefaces Prologue Genesis Context Narration Building Culture Epilogue Acknowledgments Contributors Sources Photo credits Colophon

17 23 27 123 181 231 245 251 255 256 257 262


Genese

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Im Jahr 1901 gründeten die beiden befreundeten Architekten Rudolf Suter (1871–1932) und Otto Burckhardt (1872–1952) das Architekturbüro Suter & Burckhardt, das sich ab 1945 – nach dem unerwarteten Tod Rudolf Suters und dem Ausscheiden Otto Burckhardts – unter der Ägide der beiden Söhne von Rudolf Suter, Hans Rudolf (1908–2001) und Peter Suter (1914–1998), zu einem der grössten Architekturbüros Basels entwickelte. Während des Wirtschaftsaufschwungs und des Baubooms der Nachkriegsjahre wuchs das Büro zu einem international tätigen Generalplanungsunternehmen heran, bevor die Firma im Zuge der Baukrise der 1990er-Jahre und aufgrund unglücklicher Immobilienspekulationen Konkurs anmelden musste und schliesslich 1996 liquidiert wurde. 2 Sofern nicht anders angegeben, stammen die Informationen aus den Unterlagen im Nachlass von Suter + Suter im Schweizerischen Wirtschaftsarchiv (SWA), Sign. SWA PA 510. 3 Huber, Dorothee / Rucki, Isabelle: Architektenlexikon der Schweiz – 19. / 20. Jahrhundert. Basel 1998, S. 525– 526. 4 O. A.: Die Geschichte von UBS in Bildern und Texten: Zeitstrahl von 1906 bis 1922, Virtuelles Museum der UBS, https://www.ubs.com/ global/de/our-firm/ our-history/virtual-museum/ 1906-1922.html [abgerufen am 27.01.2026].

Zurückgekehrt von einer gemeinsamen Studienreise nach Italien, Nordafrika und Spanien, gründeten Rudolf Suter und Otto Burckhardt am 1. Februar 1901 an der Bäumleingasse 14 in Basel das Architekturbüro Suter & Burckhardt.2 Der gebürtige Basler Rudolf Suter hatte zuvor als Bauzeichner bei Rudolf Linder in Basel gearbeitet, bevor er an der Hochschule für Technik in Stuttgart und der Technischen Universität in Berlin Architektur studierte und anschliessend für einige Zeit als Adjunkt im Stadtbauamt Bern tätig war. Otto Burckhardt hatte seinerseits Architektur an der Ecole des Beaux-Arts in Paris studiert und danach im dortigen Atelier von Charles Mewes gearbeitet, bevor er nach Basel zurückkehrte. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten waren die beiden mit ihrem Unternehmen bald recht erfolgreich, sodass 1906 ein erstes Mal ein Umzug in grössere Büroräumlichkeiten nötig wurde. Erfolgsrezept für die fruchtbare Zusammenarbeit der beiden Bürogründer waren nicht zuletzt die sich bestens ergänzenden Persönlichkeiten, mit einer betont künstlerischen Begabung seitens Burckhardts und ausgesprochenen ökonomischen und bautechnischen Fähigkeiten bei Suter.3 In dieser Anfangszeit entstanden bedeutende Projekte wie etwa die Geschäftshäuser für Füglistaller in der Freien Strasse (1906), das Bankhaus Speyr & Co. (1909) oder der neue Hauptsitz des Schweizerischen Bankvereins an der Aeschenvorstadt. | Fig. 1 | Letzterer war aus einem 1906 errungenen Wettbewerbssieg hervorgegangen und wurde 1908 vollendet.4 | Fig. 2 | Nach krisengeprägten Jahren des Ersten Weltkriegs, in denen der Umsatz deutlich einbrach, erlebte das Büro zwischen 1924 und 1933 nach eigenen Angaben eine zweite Blütezeit, in der es sich bald einige wichtige Aufträge sichern konnte, so etwa die Realisierung des Friedhofs Hörnli zusammen mit Franz Bräuning


Genesis

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In 1901 the two architects and friends, Rudolf Suter (1871–1932) and Otto Burckhardt (1872–1952), founded the architecture office Suter & Burckhardt, which from 1945 — after the unexpected death of Rudolf Suter and Otto Burckhardt’s departure from the firm — grew under the direction of Rudolf Suter’s two sons, Hans Rudolf Suter (1908–2001) and Peter Suter (1914–1998), into one of Basel’s biggest architectural firms. During the economic upturn and the construction boom of the postwar years the office grew into an internationally active general planning firm before, in the wake of the building industry crisis in the 1990s and due also to ill-advised property speculation, it had to file for bankruptcy and finally went into liquidation in 1996. 2 Where not otherwise stated, the information comes from documents in the papers of Suter + Suter in the Swiss Economic Archives (SWA), Sign. SWA PA 510.

| Fig. 1

After returning from a study trip that had taken them to Italy, North Africa and Spain, Rudolf Suter and Otto Burckhardt set up the architecture office Suter & Burckhardt on February 1, 1901 at no. 14 Bäumleingasse in Basel.2 Rudolf Suter, a native of Basel, had worked as a draughtsman for Rudolf Linder in Basel before studying architecture at the Hochschule für Technik in Stuttgart and the Technische Universität in Berlin. After completing his studies, he worked for some time as an assistant in the Stadtbauamt Bern. Otto Burckhardt studied architecture at the Ecole des Beaux-Arts in Paris,

Bankhaus Speyr & Co., Basel. Aufnahme um 1913, nach Umbau in ein Warenhaus durch Suter & Burckhardt / Bankhaus Speyr & Co., Basel. Taken around 1913, after the conversion into a department store by Suter & Burckhardt


Genese

| Fig. 2 5 O. A.: Friedhof am Hörnli in Basel. In: Das Werk – Architektur und Kunst, Heft 6, Jg. 19, 1932, S. 177–183; Steininger, Felix: Friedhof am Hörnli, Hörnliallee 70, Gemeindelexikon Riehen, 19.04.2025, https:// www.lexikon-riehen.ch/ orte/friedhof-am-hornli/ [abgerufen am 27.01.2026]. 6 Die spätere Erweiterung des Friedhofs um den Urnenfriedhof ‚Im finstern Boden‘ in den 1960er-Jahren übernahmen wiederum Bräuning und Dürig in Zusammenarbeit mit Suter + Suter.

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Neuer Hauptsitz des Schweizerischen Bankvereins, Basel / New headquarters of the Schweizerischer Bankverein, Basel

und Hans Leu vom späteren Büro Bräuning Leu Dürig und dem Gartenarchitekten Ernst Klingelfuss aus Zürich. Der Auftrag war aus einem 1922 durchgeführten Architekturwettbewerb für den seit 1902 in Planung befindlichen neuen Zentralfriedhof für die Stadt Basel hervorgegangen, in dem Suter & Burckhardt den zweiten Rang (ex aequo) erreicht hatten. Obwohl der Entscheid in Fachkreisen Protest hervorrief, beauftragte der Regierungsrat 1923 die Erstplatzierten zusammen mit Suter & Burckhardt – die inzwischen als etabliertes Basler Architekturbüro galten – mit der Ausführung.5 Es entstand eine ausschliesslich mit einheimischen Baumarten bepflanzte, streng orthogonale Anlage mit schlichten, klassizistisch anmutenden Hochbauten, die 1932 als grösster Friedhof der Schweiz eröffnet wurde.6 | Fig. 3 | Aus der gleichen Zeit stammt auch der Erweiterungsbau für das Warenhaus Globus am Basler Marktplatz, das die Hinwendung von Suter & Burckhardt zur Architektursprache des Neuen Bauens markiert. Ursprünglich als Ersatzneubau geplant, wurde schliesslich 1931–1932 nur die Erweiterung zur Eisengasse um


Genesis 3 Huber, Dorothee / Rucki, Isabelle: Architektenlexikon der Schweiz – 19. / 20. Jahrhundert. Basel 1998, pp. 525– 526. 4 n / a: Die Geschichte von UBS in Bildern und Texten: Zeitstrahl von 1906 bis 1922, Virtuelles Museum der UBS, https://www.ubs.com/ global/de/our-firm/ our-history/virtual-museum/ 1906-1922.html [accessed on 27.01.2026].

| Fig. 3

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and subsequently worked in the Paris studio of Charles Mewes before returning to Basel. After several initial difficulties these two soon became so successful that in 1906 they had to find larger offices. The success of the fruitful collaboration between the two office founders can be attributed to the way in which their two personalities complemented each other. Burckhardt had a highly developed artistic talent, while Suter possessed outstanding abilities in the areas of finance and building construction.3 Important projects completed in these early years included commercial premises for Füglistaller on Freie Strasse (1906), the Spey & Co. Bank (1909) or the new headquarters for the Schweizerische Bankverein on Aeschenvorstadt. | Fig. 1 | The last mentioned emerged from a competition won by the office in 1906 and was completed in 1908.4 | Fig. 2 | After the crisis-ridden years of the First World War when revenue had dropped dramatically, between 1924 and 1933 according to its own records the office experienced a second heyday and was soon able to secure several important commissions. For instance, Hörnli Cemetery, designed together with Franz Bräuning and Hans Leu from what later became the office of Bräuning Leu Dürig, and the landscape architect Ernst

Friedhof Hörnli, Riehen (BS) / Hörnli Cemetery, Riehen (BS)


Genese

| Fig. 4 7 Zur Baugeschichte des Warenhauses Globus siehe ausführlich: Möhle, Martin: Altstadt und Warenhaus – Bau und Erweiterung des Warenhauses Globus in Basel. In: Zeitschrift für schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte, Heft 1, Bd. 77, 2020, S. 65– 88.

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Visualisierung Ersatzneubau Warenhaus Globus, Basel, um 1930 / Visualization of the planned new Globus department store, Basel, around 1939

einen in einer modernen Sachlichkeit gehaltenen fünfgeschossigen Baukörper mit Erdgeschossarkaden von Suter & Burckhardt realisiert. | Fig. 4 / 5 | Die Erweiterung aus den 1970er-Jahren um einen weiteren Baukörper zum Marktplatz hin stammt aus der Feder des Nachfolgebüros Suter + Suter und war ursprünglich ebenfalls als vollständiger Ersatzneubau geplant.7 | Fig. 6 | Auf der Höhe des Erfolgs verstarb Rudolf Suter 1932 unerwartet und sein älterer Sohn Hans Rudolf Suter, der kurz zuvor sein Architekturstudium an der ETH Zürich beendet hatte, trat mit gerade einmal 24 Jahren als Partner die Nachfolge an. Rund zehn Jahre später trat 1943 auch sein jüngerer Bruder, Peter Suter, der an den Technischen Hochschulen in München und Aachen sein Diplom erlangt hatte, zunächst als Bauleiter und Architekt ins Büro ein. Er wurde seinerseits 1945 Partner, nachdem sich Otto Burckhardt altershalber aus dem Geschäft zurückgezogen hatte. In der Folge wurde die Firma zu Suter + Suter umbenannt. Die beiden Brüder scheinen eine ähnliche Aufgabenteilung verfolgt zu haben wie ihre Vorgänger: Während Peter Suter


Genesis

| Fig. 5 5 n / a: Friedhof am Hörnli in Basel. In: Das Werk – Architektur und Kunst, no. 6, vol. 19, 1932, pp. 177–183; Steininger, Felix: Friedhof am Hörnli, Hörnliallee 70, Gemeindelexikon Riehen, 19.04.2025, https:// www.lexikon-riehen.ch/orte/ friedhof-am-hornli/ [accessed on 27.01.2026]. 6 A later extension to the cemetery, the urn cemetery “Im finstern Boden” was carried out in the 1960s by Bräuning and Dürig in collaboration with Suter + Suter.

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Warenhaus Globus, links ausgeführter Erweiterungsbau von Suter & Burckhardt, Aufnahme um 1970 / Globus department store, on the left the extension by Suter & Burckhardt, photo from around 1970

Klingelfuss from Zurich. This commission emerged from an architecture competition held in 1922 for a new central cemetery for Basel, the planning of which had begun in 1902. Suter & Burckhardt won second prize (ex aequo) in this competition. Although its decision aroused protests in specialist circles, in 1923 the cantonal government commissioned the first-prize winners together with Suter & Burckhardt — by this time an established Basel architectural firm — to implement the design.5 The plans showed a strictly rectilinear layout planted exclusively with native species of trees, the buildings were simple and classical in style. When opened in 1932 it was Switzerland’s largest cemetery.6 | Fig. 3 | The extension to Globus department store on the Marktplatz in Basel, which dates from the same period, marks the adoption by Suter & Burckhardt of the architectural idiom of “Neues Bauen”. The original intention was to replace the existing building with a completely new one, but in the end Suter & Burckhardt only designed an extension on Eisengasse, a five-story building in a modern functionalist style with arcades at ground floor level, erected between 1931 and 1932. | Figs. 4 / 5 | The 1970s extension, a new wing facing onto Marktplatz, was designed by Suter + Suter, the successor of the earlier firm. | Fig. 6 |


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| Fig. 6 8 Risch, Gaudenz: Suter & Suter AG Architekten, Basel. In: Schweizerische Bauzeitung, Heft 15, Jg. 89, 1971, S. 360– 362.

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Warenhaus Globus, rechts Erweiterungsbau von Suter + Suter, Aufnahme 2026 / Globus department store, on the right the extension by Suter + Suter, photo 2026

stärker im Entwurf und vor allem in der Planung engagiert war, zeichnete Hans Rudolf Suter für den geschäftlichen Teil sowie die Akquise und Netzwerkarbeit verantwortlich, was sich nicht zuletzt in seinen zahlreichen Engagements in verschiedenen Kommissionen des SIA, in der Expertenkommission zur Überprüfung des Bauwesens des Bundes, der Forschungskommission Wohnungsbau des Bundes sowie der Basler Baupolizeikommission und Baukommission des Baudepartements ablesen lässt.8 Die Auftragslage war in den krisengeprägten 1930er-Jahren und während des Zweiten Weltkriegs äusserst knapp. So lag nach eigenen Angaben im Jahr 1943 ein einziger Auftrag auf den Schreibtischen des Büros, das damals aus gerade einmal fünf Mitarbeitenden bestand, nämlich ein Neubau für die Schweizerische Industriegesellschaft Schappe in Arlesheim. | Fig. 7 | Tatsächlich wurde der Industriebau zu einem der wichtigsten Standbeine des Büros in den Nachkriegsjahren, wie dieser mit dem einsetzenden Wirtschaftsaufschwung und der Expansion zahlreicher Unternehmen überhaupt zu einer zentralen Aufgabe für die Bauwirtschaft wurde. Zahlreiche neue Industrieareale entstanden – in der Zeit vor Orts- und Zonenplanungen – mit Vorliebe auf der grünen Wiese, bestehende Produktionsstätten wurden ausgebaut und aufgerüstet. Für historische


Genesis 7 On the construction history of Globus department store see: Möhle, Martin: Altstadt und Warenhaus – Bau und Erweiterung des Warenhauses Globus in Basel. In: Zeitschrift für schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte, no. 1, vol. 77, 2020, pp. 65– 88.

| Fig. 7

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In this case, too, it was originally planned to erect a completely new replacement building.7 Rudolf Suter died unexpectedly in 1932 at the height of his career and his elder son, who had only recently completed his studies of architecture at the ETH Zurich at the age of just 24, succeeded him as partner. Roughly ten years later, in 1943, his younger brother Peter Suter, who had taken his degree at the technical universities in Munich and Aachen, joined the office, initially as site manager and architect. He became a partner in 1945 after Otto Burckhardt retired for reasons of age. The firm was then renamed Suter + Suter. The two brothers seemed to have adopted a similar distribution of responsibilities to their predecessors: Peter Suter concentrated strongly on design and, above all, planning, whereas Hans Rudolf Suter was responsible for business aspects as well as client acquisition and networking, a role reflected in his involvement in numerous SIA (Swiss Society of Engineers and Architects) commissions, in the Expert Commission for the Review of the Federal Building Sector, the Federal Research Commission for Housing, as well as the Basel Building

Neubau Spinnereigebäude SIS Schappe, Arlesheim (BL), Innenaufnahme um 1944 / New spinning mill for SIS Schappe, Arlesheim (BL), view of interior from 1944


Genese 9 Brief der CIBA an Suter & Burckhardt Architekten vom 11. Oktober 1944, in: SWA PA 510 A 415-5.

| Fig. 8

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Betriebsareale wie etwa dasjenige der CIBA auf dem Klybeck-Areal in Basel, die aufgrund der innerstädtischen Lage nicht ohne Weiteres erweitert werden konnten, bedeutete dies den Umstieg auf die sogenannte vertikale Produktion. Anstatt in grossflächigen, ein- bis zweigeschossigen Shedhallen wurden die Produktionsabläufe nun übereinander in mehrgeschossigen Gebäuden gestapelt. 1944 erhielt Suter + Suter von der CIBA den Auftrag für die Ausführung einiger „grösserer industrieller Bauvorhaben“ 9, im Wesentlichen die Umsetzung eines entsprechend ausgerichteten Bebauungsplans, für deren Stammsitz in Basel. | S. 146 | Mit diesem Auftrag avancierten die Architekten von Suter + Suter nicht nur zu den ‚Hausarchitekten‘ des prestigeträchtigen Basler Industrieunternehmens, sondern legten gleichzeitig auch den Grundstein für ihr Renommée als versierte Industrieplaner und sicherten sich damit weitere lukrative Aufträge in diesem Bereich. Für die CIBA, später Ciba-Geigy, konnte Suter + Suter in den folgenden Jahren und Jahrzehnten zahlreiche weitere Bauprojekte im In- und Ausland realisieren. Bereits ab 1946 war das Büro ebenfalls mit der

CIBA-Werk Monthey (VS), Kantine, 1963 / CIBA plant, Monthey (VS), staff canteen, 1963


Genesis 8 Risch, Gaudenz: Suter & Suter AG Architekten, Basel. In: Schweizerische Bauzeitung, no. 15, vol. 89, 1971, pp. 360– 362.

| Fig. 9

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Authority Commission and the Building Commission of the Construction Department.8 In the crisis-ridden 1930s and during the Second World War construction work came practically to a standstill. According to the firm’s own records, in 1943 only a single commission landed on the desk of the office, which at that time consisted of just five employees. This commission was for a new building in Arlesheim for the Swiss industrial company Schappe. | Fig. 7 | In the postwar era industrial building design was indeed to become one of the firm’s main focuses and with the onset of the economic recovery and the expansion of numerous companies this became a central task for the construction industry in general. Many new industrial estates were built — in an era before local development and zoning plans — most often on greenfield sites, while existing production sites were developed and modernized. For old production plants such as the CIBA works on the Klybeck site in Basel, which as it lay in the inner city could not be easily extended, this meant a change to what was called “vertical production”. Large one to two-story sheds were replaced by multi-story

CIBA-Werk Monthey (VS), Administrations- und Empfangsgebäude, 1969 / CIBA plant Monthey (VS), reception and administration building, 1969


Genese

| Fig. 10 10 Vgl. Dové, F.: Forschungszentrum Marly der CIBA Photochemie Fribourg. In: Anthos – Zeitschrift für Landschaftsarchitektur, Heft 2, Jg. 7, 1968, S. 17–20. 11 Vgl. Theiler, C. W.: Ein Werk der CIBA in Stein. In: CibaBlätter, Heft 135, Jg. 12, 1955, S. 16–19.

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Laborgebäude Photochemische Fabrik der CIBA in Marly (FR) / Lab building CIBA photo-chemicals factory in Marly (FR)

Gesamtplanung des CIBA-Werks im Walliser Monthey beschäftigt, für das es auch zahlreiche Einzelbauten erstellte, etwa die Kantine (1962) oder das Administrations- und Empfangsgebäude (1968–1969). | Fig. 8 / 9 | Die Vermutung liegt nahe, dass dieser Auftrag mit ein Grund dafür war, dass Suter + Suter schon 1947 eine erste Zweigniederlassung in Lausanne eröffnete. Neben dem Werk in Monthey stellte der Auftrag für den Bau einer Photochemischen Fabrik im freiburgischen Marly ab 1963 einen weiteren Grossauftrag für die CIBA in der Schweiz dar,10 ebenso wie die Gesamtplanung und die Erstellung verschiedener Bauten des CIBA-Werks im aargauischen Stein ab 1954. | Fig. 10 /11, 45 | Da trotz der baulichen Anpassungen auf dem Klybeck-Areal Platzmangel herrschte, errichtete die CIBA ab 1954 in Stein ein weiteres Werk mit verschiedenen chemischen Fabrikationsanlagen. Den Bau der ersten Etappe, eines PharmaBetriebsgebäudes, führte Suter + Suter zusammen mit dem Architekten A. E. Vallaster aus Luzern aus.11 In den Referenzbüchern von Suter + Suter finden sich darüber hinaus mehrere Werke für die CIBA im Ausland, so zum Beispiel in Brüssel (Belgien), Mailand (Italien) und Toms River (New Jersey, USA). In Goregaon bei Mumbai (damals Bombay) in Indien realisierte Suter + Suter Anfang der 1960er-Jahre in Zusammenarbeit mit dem


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| Fig. 11 9 Letter from CIBA to Suter & Burckhardt Architekten, dated 11 October 1944, in: SWA PA 510 A 415-5. 10 Df. Dové, F.: Forschungszentrum Marly der CIBA Photochemie Fribourg. In: Anthos – Zeitschrift für Landschaftsarchitektur, no. 2, vol. 7, 1968, pp. 17–20.

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Bebauungsprojekt für das CIBA-Werk in Stein (AG) / Perspective of planned development, CIBA plant in Stein (AG)

buildings in which the production processes could be vertically stacked. In 1944 Suter + Suter was commissioned by CIBA to carry out several “large industrial projects” 9, essentially this meant implementing a development plan for the company’s headquarters in Basel. | p. 147 | This commission not only led to Suter + Suter becoming the “company architects” of this prestigious Basel-based industrial firm but at the same time laid the foundations for the architects’ reputation as professional designers of industrial buildings and secured them further lucrative commissions in this area. In the years and decades that followed Suter + Suter realized many more building projects in Switzerland and abroad for CIBA, later to become known as Ciba-Geigy. From as early as 1946 the office undertook the overall planning of the CIBA works in Monthey (Canton Valais) and designed several individual buildings on this site, for example the canteen (1962) and the administration and reception building (1968–1969). | Figs. 8 / 9 | It seems very likely that it was this commission that led Suter + Suter to open a first branch office in Lausanne in 1947. Alongside the Monthey works the commission to build a photochemicals factory in Marly (Canton Freiburg) from 1963 was a further major project for CIBA in Switzerland,10


Genese

| Fig. 12 12 O. A.: Ein neues Kapitel der CIBA in Indien. In: Ciba-Blätter, Heft 175, Jg. 19, 1961, S. 16.

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Modell Gesamtplanung CIBA-Werk Goregaon (Indien) / Model of masterplan for the CIBA plant in Goregaon (India)

indischen Architekten P. Kudianawala ausserdem ein Zentrum für Grundlagenforschung im Bereich von Farbstoffen und Heilmitteln.12 | Fig. 12 | Neben den Projekten für die CIBA führten weitere Projekte für bedeutende Industrieunternehmen wie die BAG Broncewarefabrik in Turgi (AG), die Brauerei Warteck in Basel (BS), General Motors in Biel (BE), die Burrus F. J. SA in Boncourt (JU), die Schweizerische Wagons- und Aufzügefabrik SWS AG in Schlieren (ZH), die Metallwerke AG in Dornach (SO), die Gebrüder Sulzer in Winterthur (ZH) oder die Injecta AG in Teufenthal (AG) in den 1950er-Jahren zu einem kontinuierlichen Aufschwung und Wachstum des Büros Suter + Suter. | Fig. 13–15 | Die Folge war, dass einerseits Ende der 1950er-Jahre erneut grössere Räumlichkeiten bezogen werden mussten, andererseits wurden die mit den Suter-Brüdern befreundeten Architekten Friedrich, genannt Fritz, Maurer (1903–1994) und Andreas Theodor Beck (1918–2006) zu Teilhabern der Firma. Die Jahre der Hochkonjunktur in den 1960er-Jahren waren für Suter + Suter geprägt von einem enormen


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| Fig. 14

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Bau 53, Fabrikareal Burrus F. J. SA, Boncourt (JU), um 1956 / Building 53, factory site Burrus F. J. SA, Boncourt (JU), around 1956


Genesis 13 Risch, Gaudenz: Suter & Suter AG Architekten, Basel. In: Schweizerische Bauzeitung, no. 15, vol. 89, 1971, pp. 360– 362.

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in Teufenthal (AG), which led to the continued growth and development of the firm. | Fig. 13–15 | As a consequence of this growth, at the end of the 1950s the firm once again had to move to larger offices and the architects Friedrich (known as Fritz) Maurer (1903–1994) and Andreas Theodor Beck (1918–2006), who were friends of the Suter brothers, became partners in the firm. The boom years of the 1960s brought Suter + Suter an enormous number of commissions, leading inevitably to the expansion of the firm and an increase in staff numbers, which by 1960 had already reached a hundred. At management level three new junior partners were named: Albert Brunner (1931–2022), Felix Stalder (*1936) and Hans Rudolf Adrian Suter (1935–2023), the son of Hans Rudolf Suter. To deal efficiently with the steadily increasing workload Suter + Suter began at a very early stage to explore the possibilities offered by computer technology, which was emerging at the time. A small computer acquired for the office business department provided support with company bookkeeping, payment transactions, building project cost control, and calculating the amount of work needed for projects. Around this time the firm began to focus more strongly on developing its own communication and marketing facilities and set up a publications service and, somewhat later, a department for public relations. Under the management of Hago von Kalckreuth (1915–1979) from 1963 onward the department produced an in-house newsletter that appeared at regular intervals. This so-called “Hauszeitung” featured current projects, covered architectural and building industry themes and provided information on internal office matters such as new staff members or staff resignations, anniversaries or internal events and recreational activities. Several issues were devoted to specific types of building commissions or themes such as architectural design in the USA, high-rise construction, the history of the office, or current problems in the health sector. But, perhaps most importantly, this department was responsible for “planning and implementing all measures aimed at making the firm and the quality of the services it provides more widely known.” 13 In pursuit of this aim the work of the firm was comprehensively documented which served as a basis for publishing the projects in portfolio books, catalogues, specialist journals and daily newspapers. Almost every project was documented from the design stage to completion by well-known


Genese 13 Risch, Gaudenz: Suter & Suter AG Architekten, Basel. In: Schweizerische Bauzeitung, Heft 15, Jg. 89, 1971, S. 360– 362.

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Auftragsvolumen und dem damit zwingend einhergehenden Wachstum des Büros und des Mitarbeitendenstabs, der bis 1960 bereits auf 100 Angestellte angewachsen war. Auf der Führungsebene wurden 1966 mit Albert Brunner (1931–2022), Felix Stalder (*1936) und Hans Rudolf Adrian Suter (1935–2023), Sohn des Büropartners Hans Rudolf Suter, drei neue Juniorpartner ernannt. Um die stetig wachsende Auftragslage effizient zu bewältigen, erprobte Suter + Suter zudem schon sehr früh die sich durch die damals neu aufkommende Computertechnik ergebenden Möglichkeiten. Für die kaufmännische Abteilung wurde ein Kleincomputer angeschafft, der diese bei der Firmenbuchhaltung, dem Zahlungsverkehr, der Kostenkontrolle der Bauprojekte und der Erhebung des Arbeitsaufwands unterstützte. Verstärkt widmete sich das Büro in dieser Zeit auch dem Aufbau der büroeigenen Kommunikation und Vermarktung, für die eigens ein Publikationsdienst, später eine Kommunikationsabteilung für Public Relations ins Leben gerufen wurde. Unter der Leitung von Hago von Kalckreuth (1915–1979) produzierte diese die seit 1963 regelmässig erscheinende Hauszeitung, eine Mitarbeitendenzeitschrift, in der aktuelle Bauprojekte vorgestellt, architektonische und bauwirtschaftliche Themen behandelt und bürointerne Informationen wie Aus- und Neueintritte, Jubiläen oder interne Veranstaltungen und Freizeitclubs verbreitet wurden. Einige Ausgaben widmeten sich spezifischen Bauaufgaben oder Themen wie etwa dem Architekturschaffen in den USA, dem Hochhausbau, der Geschichte des Büros oder aktuellen Problemen im Gesundheitswesen. Vor allem war diese Abteilung aber für die „Vorbereitung und Durchführung aller Massnahmen, die der Bekanntmachung des Unternehmens und der Qualität seiner Dienstleistungen nach aussen dienen“,13 verantwortlich. Dafür wurde eine umfangreiche interne Dokumentation der eigenen Arbeit erstellt, die als Grundlage für die Veröffentlichung der Projekte in Referenzbüchern, Fachzeitschriften und Tageszeitungen diente. Fast jedes Projekt wurde vom Entwurf bis zur Fertigstellung von ausgewiesenen Architekturfotografen dokumentiert, und die Fotografien wurden zusammen mit Baubeschrieben, Unternehmerlisten sowie Zeitschriftenund Zeitungsartikeln archiviert, ebenso wie die Planunterlagen sowohl der ausgeführten Bauten als auch von nicht realisierten Projekten. | S. 194 | Offensichtlich scheint schon im Vorgängerbüro ein ausgesprochenes


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| Fig. 15

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Ziehhalle, Metallwerke Dornach (SO), Innenaufnahme um 1954 / Dornach metalworks (SO), interior of the drawing mill, around 1954


Genese 14 Hauszeitschrift 1 + 2, 1967, „Geschichte des Büros“, S. 38, in: SWA PA 510 G L 1-1-15. 15 Suter + Suter Architekten / Stadtplanbüro BaselStadt: Die baulichen Entwicklungsmöglichkeiten des Kantons Basel-Stadt. Basel 1966.

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Bewusstsein für die Bedeutung der Dokumentation und Archivierung des eigenen Schaffens geherrscht zu haben, wie auch einer der Hauszeitschriften aus dem Jahr 1967 zu entnehmen ist: „Von grösster Wichtigkeit ist die zuverlässige und geordnete Archivierung der Pläne. Unser Archiv enthält die Unterlagen über sämtliche seit der Gründung des Büros im Jahr 1901 ausgeführten Bauten, so dass im Bedarfsfall in kürzester Zeit darüber verfügt werden kann.“ 14 Diese Haltung ermöglicht es uns heute – auch dank der Rettung des Archivs in den 1990er-Jahren und der Überführung ins Schweizerische Wirtschaftsarchiv –, die Bauproduktion von Suter + Suter detailliert nachvollziehen zu können. | S. 218 | Diese beeindruckt im Laufe der 1960er-Jahre in erster Linie durch die ungeheure Diversität der Bauaufgaben. Neben dem Industriebau betätigte sich das Büro auch weiterhin im Büro-, Banken- und Verwaltungsbau sowie im Wohnungsbau, wobei die Bandbreite hier vom Einfamilienhaus bis zur Grossüberbauung mit Wohnhochhäusern reichte, wie etwa die Wohnüberbauung St. Jakob, die Überbauung im Surinam in Basel oder die Hochhäuser Sternenfeld in Birsfelden im Kanton Basel-Land. | S. 122 | Das Büro interessierte sich auch für Fragen des Städtebaus und erarbeitete im Auftrag des Baudepartements und gemeinsam mit dem Stadtplanbüro 1966 eine Studie zu den Entwicklungsmöglichkeiten des Kantons Basel-Stadt, deren Ziel die Behebung des Wohnungsmangels war.15 Darüber hinaus gehörten auch Sanierungsprojekte im denkmalpflegerischen Kontext zum Repertoire. Das mag zwar angesichts der enormen Bautätigkeit von Suter + Suter und der allgemein herrschenden ‚Bauwut‘ der Boomjahre zunächst überraschen, lässt sich aber unter anderem durch die Tatsache erklären, dass bei Andreas Theodor Beck, einer der zentralen Figuren des Unternehmens und seit 1965 ehrenamtlich engagiert als Münsterbaumeister und Denkmalrat in Basel, ein dezidiertes Interesse für diesen Aufgabenbereich bestand. Auch dieses Interesse hatte eine lange Tradition bei Suter + Suter: Schon der Firmengründer Rudolf Suter war Mitglied der staatlichen Heimatschutzkommission gewesen und hatte sich für die architekturhistorische Buchreihe ‚Das Bürgerhaus der Schweiz‘ eingesetzt. Ein solches von Suter + Suter in Broschüren und Referenzbüchern selbst immer wieder hervorgehobenes Projekt stellt die Sanierung einer Häuserzeile an der Metzgergasse in Fribourg zwischen 1967 und 1970 dar.


Genesis 14 Hauszeitschrift 1 + 2, 1967, “Geschichte des Büros”, p. 38, in: SWA PA 510 G L 1-1-15. 15 Suter + Suter Architekten / Stadtplanbüro BaselStadt: Die baulichen Entwicklungsmöglichkeiten des Kantons Basel-Stadt. Basel 1966.

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architecture photographers. The photographs were archived together with descriptions of the buildings, lists of contractors, and newspaper and magazine articles as well as plans of both completed buildings and projects that were never realized. | p. 195 | It seems that even in the predecessor office there was already a keen awareness of the importance of documenting and archiving their own work, as is apparent from an article in one of the in-house newsletters from 1967: “archiving our plans in a reliable, orderly way is of the greatest importance. Our archive contains documentation on all the buildings erected since the founding of the office in 1901, which if required can be made available at a moment’s notice.” 14 Today — thanks to this approach and also to the rescue of the archive in the 1990s and its transfer to the Swiss Economic Archives — we can trace the production of buildings by Suter + Suter in detail. | p. 219 | As regards this production, perhaps it is the amazing diversity of the building commissions in the 1960s that impresses most. Alongside buildings for industry, the firm continued to work in the areas of office, bank and administration buildings as well as housing — ranging from the single-family house to large developments of high-rise residential buildings, such as the St. Jakob housing development, the Surinam development in Basel, or the Sternenfeld high-rise blocks in Birsfelden (canton Basel-Land). | p. 123 | The firm was also interested in questions of urban planning and in 1966, commissioned by the Department of Construction and in collaboration with the City Planning Office, prepared a study on the development possibilities in Canton Basel-Stadt, with the aim of addressing the housing shortage.15 Renovation projects in the field of building conservation also belonged to the firm’s repertoire. This may initially seem surprising, given the immense amount of new building undertaken by Suter + Suter and the widespread “building frenzy” of the boom years, but can be explained, at least in part, by the fact that Andreas Theodor Beck, one of the central figures of the firm and since 1965 an honorary master builder of Basel Minster and a member of Basel Conservation Council, had a keen interest in this area. Interest in conservation issues also had a long tradition in Suter + Suter: Rudolf Suter, one of the firm’s founders, was a member of the State Commission for the Preservation of Cultural Heritage and had lent his support to the production of a series of architectural history books Das Bürgerhaus der Schweiz.


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| Fig. 16/17

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Metzgergasse, Fribourg, Häuserzeile vor (oben) und nach der Sanierung (unten), um 1970 / Metzgergasse, Fribourg, row of buildings before (top) and after renovation (bottom), around 1970

Im Auftrag der Pensionskasse der Ciba-Geigy AG wurden in den historischen Bauten unter Begleitung der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege 26 Wohnungen und fünf Ladenlokale tiefgreifend saniert. Am Ende der Strasse, beim Brückenkopf der Zähringerbrücke, wurden darüber hinaus zwei ehemalige Bürgerhäuser zum Hotel ‚Duc Bertold‘ mit vier dazugehörigen Gaststätten umgebaut. | Fig. 16–18 | Weitere Projekte von Suter + Suter im historischen Kontext stellen die purifizierende Sanierung und Versetzung der Fassade des Hauses ‚Zum goldenen Löwen‘ in die St.-AlbanVorstadt, die Restaurierung und Sanierung des Wenkenhofs in Riehen sowie die Restaurierung des Basler Münster zwischen 1973 und 1975 dar. Neben solchen Projekten beschäftigte sich Suter + Suter in den 1960er-Jahren aber auch mit dem Zeitgeist entsprechenden Bauaufgaben wie etwa dem Hochhausbau. Bereits Ende der 1950er-Jahre hatte das Büro


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| Fig. 18

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Hotel Duc Bertold, Fribourg, Gastraum, Innenaufnahme 1970 / Hotel Duc Bertold, Fribourg, interior of dining room, 1970

A conservation project that featured regularly in the brochures and portfolio books of Suter + Suter is the renovation of a row of buildings on Metzgergasse in Fribourg between 1967 and 1970. Commissioned by the CibaGeigy AG pension fund, 26 apartments and five shops in these historic buildings were completely renovated, the work was monitored by the Federal Commission for the Monument Preservation. At the end of the street, near the Zähringerbrücke bridgehead, two former townhouses were converted into the hotel “Duc Bertold” with four hotel restaurant facilities. | Figs. 16–18 | Other Suter + Suter projects involving historic buildings include the stripping, restoration and remounting of the façade of the restaurant known as “Zum goldenen Löwen” in the St. Alban-Vorstadt, the restoration and renovation of the Wenkenhof in Riehen, and the restoration of Basel Minster between 1973 and 1975. As well as projects of this kind, in the 1960s Suter + Suter also undertook construction projects that reflected the zeitgeist such as high-rise buildings. At the end of the 1950s Suter + Suter had completed a first


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für die Versicherungsgesellschaft Patria ein erstes, mit zwölf Geschossen noch verhältnismässig bescheidenes Bürohochhaus erstellt, die erste Etappe eines grösseren Verwaltungsensembles an der St. AlbanAnlage in Basel. | Fig. 19 / 20 | Mit dem Bürohochhaus für das Pharmaunternehmen Lonza nahe des Basler Bahnhofs SBB (1960–1962), dem Biologiehochhaus für die CIBA auf dem Klybeck-Areal (1963–1966) sowie dem SulzerHochhaus in Winterthur (1963–1966) folgten in den kommenden Jahren mehrere ikonische Hochhausbauten,

| Fig. 19

Bürohochhaus Patria, Basel, 1956 / Patria Tower, office block, Basel, 1956


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| Fig. 20

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Das Patriahochhaus (heute Helvetia) wurde anlässlich der Umgestaltung des gesamten Campus durch Herzog & de Meuron ab 2019 stark überformt und mit einem Zwillingsturm ergänzt / The Patria Tower (today Helvetia) was radically remodeled as part of the Herzog & de Meuron redesign of the entire campus from 2019 and a twin tower was erected beside it

high-rise office building for the Patria insurance company. Relatively modest in height with just twelve stories, it was the first phase of a larger ensemble of administration buildings on the St. Alban site in Basel. | Figs. 19 / 20 | In the years that followed Suter + Suter designed several iconic high-rise buildings such as the office tower for the Lonza pharmaceuticals company, near Basel SBB Train Station (1960–1962), the biology tower for CIBA on the Klybeck site (1963–1966), and the Sulzer Tower in Winterthur (1963–1966), buildings that today still shape the urban skyline of both cities. | Figs. 21, 32 / 33, 41, 44, 58, 73 | During this highly productive decade Suter + Suter also worked on several unusual building projects, including infrastructure facilities such as the extension to Basel’s waste incineration plant (1967), the expansion of Basel Electricity Works (1963–1970), or the new Basel-Mulhouse Airport (1967–1970). | p. 123 | The list of works and the company portfolio books from this period also include training facilities for the Swiss Army in Drognens in Canton Fribourg (1969–1972) and in Wangen an der Aare in Canton Bern (1969–1972) as well as several projects, some of them never realized, for mountain


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| Fig. 21

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Sulzer-Hochhaus, Winterthur (ZH) / Sulzer Tower, Winterthur (ZH)

die die Stadtsilhouetten der beiden Städte bis heute prägen. | Fig. 21, 32 / 33, 41, 44, 58, 73 | Zu den eher aussergewöhnlichen Bauaufgaben, denen sich das Büro in diesem äusserst produktiven Jahrzehnt annahm, gehörten Infrastrukturanlagen wie die Erweiterung der Basler Kehrichtverbrennungsanlage (1967), die Erweiterung der Basler Elektrizitätswerke (1963–1970) oder der neue Flughafen Basel-Mulhouse (1967–1970). | S. 122 | Darüber hinaus finden sich in den Referenzbüchern und Werklisten in dieser Zeit auch Waffenplätze für die Schweizer Armee in Drognens im Kanton Freiburg (1969–1972) und in Wangen an der


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| Fig. 22 16 n / a: Ein “Pseudokristall ” im Walt-Disney-Stil. In: Tagesanzeiger, 30.12.1976. 17 The name of the firm was Suter & Suter AG, from around 1982 Suter + Suter AG. 18 At the time this made Suter + Suter one of the biggest architectural firms in Central Europe.

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Restaurant und Bergstation Scharmoin, Lenzerheide (GR), 1973 / Scharmoin, restaurant and mountain station, Lenzerheide (GR), 1973

stations throughout Switzerland. | Fig. 22 | In this context the project for a sophisticated revolving restaurant on the Jungfraujoch was highly controversial and attracted considerable attention from politicians and the media. Unflatteringly described as a “pseudo-crystal in Walt Disney style” 16 it was ultimately rejected for reasons relating to nature and landscape conservation. | Figs. 23 / 24 | The 1970s introduced significant changes in the organization of Suter + Suter: In 1971, the firm was converted from a general partnership into a corporation with a share capital of eight million Swiss francs — a corporate structure that was extremely unusual for an architectural firm back then and still is today.17 The principal reasons for this reorganization were the company’s rapid growth — from a staff of 100 in 1960, by 1971 the number of employees had grown to 340 18 — the diversity and increasing complexity of construction projects as outlined above, and the company’s expansion outside Basel, with projects throughout Switzerland and in several European countries — as well as a number on other continents. Within this organizational structure two departments were entrusted with what were


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| Fig. 24

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Modell Drehrestaurant Jungfraujoch (BE), 1973 / Model of the revolving restaurant on the Jungfraujoch (BE), 1973

described as “central functions”, on the one hand the design department in which about 60 percent of the staff worked, and the administration department responsible for finances and human resources. Both departments assisted various sub-sections that dealt with construction management and supervision, in which around 20 percent of the staff were employed. | Fig. 25 | From a present-day perspective the imbalance between the number of staff working on design compared with those in construction is striking and underlines the enormous changes that the organization of work in architectural offices has undergone over the past fifty years.


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