



Mit zarten Flügeln in den Frühling: Aus der Winterstarre erwacht, begeben sich Zitronenfalter auf Nahrungssuche und treffen auf ein reichhaltiges Blütenangebot.
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Mit zarten Flügeln in den Frühling: Aus der Winterstarre erwacht, begeben sich Zitronenfalter auf Nahrungssuche und treffen auf ein reichhaltiges Blütenangebot.
lieben Sie auch den Kaffeeduft am frühen Morgen? Gerade probiere ich neue Sorten aus. Die Vielfalt von Kaffee ist erstaunlich groß: Jede Spielart der Kaffeepflanze bringt andere Aromen mit. Auch die Röstung entscheidet über den Geschmack. Kleine Röstereien lassen sich viel Zeit beim Rösten, kreieren immer wieder neue Mischungen. Wir haben uns die kreativsten Röstereien in der REGIO angeschaut.
Die Ostertage sind genau richtig, um die Jahreszeit mit all ihren Facetten zu entdecken. Unaufhaltsam wandert der Frühling von Süden nach Norden, lässt Obstbäume blühen, entfaltet eine Landschaft in sattem Grün. REGIO-Autorin Brigit Maier ist mitgewandert und stellt uns die drei Akte des Frühlings vor.
Im größten englischen Landschaftsgarten der Schweiz, nur wenige Kilometer von der Basler Innenstadt entfernt, hat REGIO-Autorin Nicole Kemper erstaunliche Entdeckungen gemacht: Hier geht es bergauf, bergab, Wege kreuzen sich, zerklüftete Höhlen wechseln mit idyllischen Sitzplätzen, und hoch auf dem Schlossberg lockt eine Burgruine. In diesen Tagen zeigt sich die Ermitage in Arlesheim besonders vielfältig und lädt zu einem Besuch ein.
Detlev Lindners Reise führte in die Ferne: In den Ruhestand startete er mit seiner Frau Marietheres Reul zu Fuß. Gemeinsam überquerte das Paar die Alpen, wanderte bis nach Sizilien. Erlebnisse und Gedanken auf der oft beschwerlichen Wanderung hat er im Buch „TorschlussGlück“ festgehalten. REGIO-Autorin Erika Weisser hat ihn getroffen.
Vielleicht schnüren Sie auch die Wanderschuhe und entdecken den Frühling in der REGIO.
Frohe Ostertage wünschen
Marianne Ambs & das REGIO-Team

Titelthema

Lust auf … 06 – 07
Impressionen
Der Blattflüsterer 08 – 09
Erkunden & Erleben
Gartenkunst trifft Naturidylle in der Ermitage Arlesheim 10 – 13
Anzeigen
Kaffeeröstereien in der REGIO Handwerk mit Leidenschaft Wo Kaffee aus aller Welt veredelt wird: Röstereien in Freiburg, im Kaiserstuhl, in der Ortenau und im Hochschwarzwald. Mit Handwerk und Leidenschaft für besondere Geschmackserlebnisse 14 –19
Ortsporträt: Freiamt
Wandern, radeln, erleben und genießen in hügeliger Schwarzwaldlandschaft 20–21
Land & Leute
Auf Sinnsuche durch die Alpen: Detlev Lindner und seine Frau sind nach Sizilien gewandert 22–23
Kolumnen 13, 23, 29
Natur & Umwelt
Dynamischer Neubeginn: Wenn der Frühling durchstartet 24 – 25












Haus & Garten

Gegen das Artensterben: ein Insektenhotel selbst bauen 26 –29
Kunst & Kultur
Geduldsprobe mit gutem Ende: das Augustinermuseum in Freiburg ist wiedereröffnet 30–31

Restaurant Jägerhaus in Egerten: geschmackvoller Dreiklang aus Küche, Kunst und Natur 32–35
Vive la France: junge französische Küche für jeden Tag 36 –39
Merkles Küchenliebling: Geschmorte Lammhaxe mit Polenta und Bohnenragout 39


Ausstellungen, Theater, Kino und Konzerte in der REGIO 40 – 49
Horche se mol
Von der Bauhütte an die Uni: Anne-Christine Brehm, Münsterbaumeisterin, verlässt Freiburg 50







Wenn die Sonne wieder öfter scheint, lädt diese detailreiche Vase dazu ein, Blumenarrangements stilvoll zu präsentieren und neue Dekoakzente zu setzen. Die formschöne Vase aus hochwertigem Material wird zum Blickfang auf Tisch oder Sideboard – gefüllt mit Tulpen, Narzissen oder Frühlingssträußen sorgt sie für lebendige Atmosphäre, ohne dabei opulent zu
wirken. Ihr Design harmoniert mit unterschiedlichen Wohnstilen und bringt frischen Schwung in jeden Raum. Ein kleines DekoHighlight, das Farbe ins Interior holt und jeden Blumenstrauß perfekt in Szene setzt.
Gesehen im Online-Shop robert-ley.de
Preis: ab 14,95 Euro
Foto: © Robert Ley
Modern, nachhaltig und mit feinem Gespür für Details: Die geriffelte Häschen-Deko von 3DPrintedDeko bringt zeitgemäße Osterstimmung ins Zuhause. Gefertigt im präzisen 3D-Druckverfahren, überzeugt jedes Stück mit charakteristischer Rillenstruktur und individueller Oberfläche – so wird jedes Häschen zum Unikat. Erhältlich in mehreren Größen und 12 Farben der umweltfreundlichen GreenLine-Reihe, besteht die Dekoration aus biologisch abbaubarem PLA auf Basis recycelter Materialien. Eine stilvolle Wahl für bewusste Frühlingsakzente.
Gesehen im Online-Shop etsy.de
Preis: 43 Euro im 4er-Set
Foto: © 3DPrintedDeko


Häschen im Waben-Look
Diese Hasen-Wabenbälle-Anhänger aus Papier bringen verspielte Osterlaune ins Zuhause. Der DekoSchmuck lässt sich leicht auffächern und ist ideal für Zweige, Ostersträuße oder Geschenke. Mit 6 Zentimetern Größe werden filigrane Akzente im Osterarrangement gesetzt. Leicht, dekorativ und vielseitig einsetzbar.
Gesehen im Online-Shop nanu-nana.de
Preis: 1,95 Euro je Stück
Foto: © Nanu-Nana



Mit seinem klaren Glas und dem liebenswerten HasenohrenDeckel verleiht das Vorratsglas jedem Oster-Arrangement eine frische, verspielte Note. Befüllt mit bunten Eiern, Schokoleckereien oder kleinen Geschenken wird es zum dekorativen Hingucker auf dem Ostertisch. Die transparente Bonbonniere lässt die Sweets attraktiv zur Geltung kommen, das Material macht die Reinigung einfach. In zwei Größen
Diese Hühnerbande ist eine charmante und farbenfrohe Metalldeko, die mit ihrer lebendigen Lackierung sofort gute Laune verbreitet. Im Set sind vier unterschiedlich gestaltete Hühner enthalten, die mit einer Höhe von ca. 10 und 12 cm ideal auf Sideboard, Regal oder Fensterbank wirken. Jedes Huhn wurde liebevoll geformt und bringt eine verspielte, fröhliche Atmosphäre in den
Wohnraum. Die bunten Figuren setzen dekorative Akzente im Alltag und eignen sich zugleich als originelles Geschenk – besonders für alle, die Tiere und detailreiche Deko lieben.
Gesehen bei Butlers & Home24 Rathausgasse 10, Freiburg Preis: ab 10 Euro im 4er-Set
Foto: © Frank Flechtwaren

erhältlich, lässt sich dieses charmante Glasobjekt vielseitig befüllen und dekorativ ins Zuhause integrieren – perfekt als Geschenkidee zum Osterbrunch oder einfach, um saisonale Akzente zu setzen.
Gesehen bei Schafferer Kaiser-Joseph-Str. 236, Freiburg Preis: 34,95 Euro
Foto: © CorMulder GmbH



›› Die Zitterpappel zählt zu den auffälligsten heimischen Laubbäumen. Schon ein leichter Wind lässt ihre rundlichen Blätter erzittern und verleiht ihr ein lebendiges, tanzendes Aussehen. Als Pionierbaum besiedelt sie rasch Kahlschläge und Waldränder, verbessert Böden und schafft Lebensräume. Über 60 Schmetterlingsarten nutzen sie als Futterpflanze, Spechte bauen Höhlen in ihr weiches Holz. Mit ihrem weitreichenden Wurzelsystem bildet sie ganze Haine – ein Symbol für Vielfalt.


Ermitage Arleshei m
Nur wenige Kilometer von der geschäftigen Basler Innenstadt entfernt befindet sich der größte englische Landschaftsgarten der Schweiz, die Ermitage Arlesheim. Mit einem einzigartigen Zusammenspiel aus Naturschönheiten und künstlich geschaffenen Erholungsinseln fasziniert die frei zugängliche Parkanlage seit über 200 Jahren Besucher aus der ganzen Welt.
Text & Fotos: Nicole Kemper
„O BEATA SOLITUDO, O SOLA BEATITUDO“, steht in kapitalen Lettern auf einem weißen Kalkfelsen inmitten der Ermitage. Am Fuß des Felsens liefert eine Infotafel die Übersetzung der vor über 200 Jahren entstandenen Inschrift: „O glückliche Einsamkeit, o einzige Glückseligkeit.“ Tatsächlich gehört mitunter ein wenig Glück dazu, die Sehenswürdigkeiten im weitläufigen Gelände alleine und in Ruhe genießen zu können. Der größte englische Landschaftsgarten der Schweiz ist zu allen Jahreszeiten ein Besuchermagnet. Die Ausflügler verteilen sich allerdings auf ein Labyrinth aus verschlungenen Pfaden, Höhlen und Felsentreppen auf dem Burghügel sowie auf die Spazierwege rund um die künstlich angelegten Weiher in der Talsenke.
Schon im 18. Jahrhundert wurde das Flanieren in der Ermitage folgendermaßen kommentiert:
„Man brauchet zwei Stund, um überall bequem herumzukommen; und dennoch dabey ist zu bemerken, dass man niemals zweymal den nämlichen Weg machen muss.“ Ein „Rundgang“ durch die Anlage wird somit zu einem individuellen Zickzack- und Hochrunter-Erlebnis, begleitet von vielen spontanen Entscheidungen an Abzweigungen und Höhleneingängen. Verlaufen wird man sich dennoch nicht –engmaschig aufgestellte Hinweisschilder und Geländepläne geben den Ortsunkundigen Orientierung.
Der zentrale Ausgangspunkt für alle Touren durch das 40 Hektar große Gelände ist das Gebäudeensemble aus einem alten Gärtnerhaus und der
Imposant erhebt sich die Burgruine Birseck auf dem mit Höhlen und Felsen durchsetzten Schlosshügel.

historischen Mühle von 1780. Vom historischen Zentrum Arlesheims gelangt man in wenigen Gehminuten dorthin. Die entschleunigte Annäherung zu Fuß ist ebenso im Sinne der Gründer wie auch der heutigen Eigentümerin, die „Stiftung Ermitage Arlesheim und Schloss Birseck“. „Ort der Stille –heisst der Wille – der über – der Ermitage webt, – schwebt“ steht auf einer von 35 Aphorismen-Tafeln einer temporären Kunstinstallation, die die Besucher durch die Anlage begleitet.
Dies bedeutet aber nicht, dass der Park allein der Kontemplation vorbehalten ist, tatsächlich gleicht er einer überquellenden Wundertüte für die verschiedensten Interessenlagen. Neben den geologischen Besonderheiten bietet das Naturschutzgebiet im Talkessel von Arlesheim Lebensraum für tausende verschiedene, teils seltene Pflanzen- und Tierarten. Wanderer können den Besuch der Ermitage beispielsweise mit der acht Kilometer langen Drei-BurgenTour verbinden, die vom Schloss Birseck zu zwei weiteren Ruinen führt. Für Kinder wurde ein Rätselführer entwickelt, der zwölf


Stationen spielerisch mit Informationen verbindet. Auch besondere Kraftorte sollen zu finden sein: Ein Geomantie-Lehrpfad verzeichnet zwölf Energiezonen auf dem Gelände. Die Besucher erleben beim Spaziergang durch die 40 Hektar große Anlage ein Wechselspiel von Licht und Schatten, steilem und flachem Gelände, Wegegeflechten und Sitzbänken, engen Höhlen und weiten Ausblicken, gespickt mit überraschenden Stationen. Wer sich aufs Lauschen besinnt, hört zwischen Vogelgezwitscher und dem Summen von Insekten das Geplätscher von kleinen Wasserfällen, unterbrochen von den Turmglocken des stattlichen Arlesheimer Doms.
Der englische Garten unterhalb des Schlosses wurde von Balbina von Andlau-von Staal, Gattin des bischöflichen Landvogts von Birseck, und ihrem Vetter, Domherr Heinrich von Ligertz,

entworfen und 1785 eröffnet. Bei der Gestaltung des Schlosshügels spielte den Erschaffern dessen besondere geologische Ausformung mit zerklüftetem Kalkgestein und begehbaren Höhlen in die Hände. Ein imposantes Felsentor flankiert einen der möglichen Aufgänge, durch die dahinter liegende Höhle führen Steintreppen wieder ins Freie. Insgesamt befinden sich acht Grotten in der Parkanlage –urzeitliche Funde belegen, dass diese schon vor 15.000 Jahren von Menschen genutzt wurden. Beim Anlegen des Englischen Gartens wurden die natürlichen Geländemarken mit künstlich geschaffenen Stationen und idyllischen Sitzplätzen ergänzt.


An einige Bauwerke erinnern heute nur noch Infotafeln, die dazu auffordern, die eigene Fantasie spielen zu lassen und etwa die einst vorhandene antike Säule, das alte Holzkarussell oder ein Alpenchalet zu imaginieren. Andere Attraktionen wurden nach traditionellen Techniken und historischen
Vorgaben neu gebaut. Hierzu zählt der „Holzstoß des Eremiten“, der als riesiger Quader aus gestapelten Rundhölzern sein wahres Inneres zunächst perfekt verbirgt. Nur wer genau hinschaut, entdeckt zwei große Scharniere inmitten der Stammenden – und ein aus dem ansonsten akkuraten Stapel vorspringendes Holzstück. Verwendet man dieses als Griff, lässt sich der vermeintliche Stapel mittels einer Tür öffnen und erweist sich als begehbarer Aussichtsraum mit Panoramafenster. Ganz in der Nähe beherbergt auch die mit Baumrinden verkleidete Waldbruderklause ein besonderes Geheimnis. Jeden Sonntag öffnet sich ihre Tür und die lebensgroße hölzerne Figur des Eremiten wird mit einer Automatik zum Leben erweckt.
Auf dem Gipfel des Schlossbergs erhebt sich das weithin sichtbare Wahrzeichen von Arlesheim, die Burgruine Birseck. Der einstige Bischofssitz ist von Ostern bis Ende Oktober jeweils mittwochs und sonntags zur Besichtigung geöffnet. Von dort aus geht es in einem großen Bogen durch ein kleines Waldgebiet den Hügel wieder hinab und an drei malerischen Weihern vorbei zum Ausgangspunkt der Rundtour.


Ort der Stille und des Erlebens: Idyllische Weiher, vielfältige Flora und künstlerisch gestaltete Attraktionen in der Arlesheimer Ermitage.

Beat Eglin lebt in Muttenz bei Basel. Fürs Lust auf REGIO-Magazin schaut er sich regelmäßig im Dreiländereck um. Um Nachwuchsmangel bei Hausärzten geht es in dieser Ausgabe.
ERMITAGE ARLESHEIM
Ermitagestrasse
CH-4144 Arlesheim ermitage-arlesheim.ch
Öffnungszeiten
Landschaftsgarten: unbegrenzt
Waldbruderklause: ab Ostern, So. 14–17 Uhr Schloss Birseck: ab Ostern, So. u. Mi. 14–17 Uhr Café Weidhof im Ökonomieteil des Schloss Birseck: ab Ostern, So. u. Mi. 14–17 Uhr birseck.ch
Führungen für Einzelpersonen oder Gruppen: www.ermitage-arlesheim. ch/de/eine-fuehrung-buchen
ÖPNV:
Tramlinie 10, Haltestelle
„Arlesheim Dorf“
Bei gesundheitlichen Fragen und Problemen sind die Hausärzte meistens unsere erste Ansprechperson. Da bei den Medizinstudenten der Beruf eines Spezialisten attraktiver erscheint und die Bürokratie immer mehr zunimmt, besteht schon seit vielen Jahren ein Mangel an Hausärzten. Die noch aktiven Familienärzte werden älter und die Zahl der Pensionierungen übersteigt ohne Gegenmassnahmen die Zahl des Nachwuchses immer mehr.
Professor Andreas Zeller, Leiter des Universitären Zentrums für Hausarztmedizin beider Basel, lobte an einem Podium das Hausarztmodell als bunt und sehr vielseitig. Man begleitet seine Patienten in diesem Beruf fast „von der Wiege bis zur Bahre“. Nach einem sechsjährigen Studium folgen weitere fünf Jahre bis zum Facharzt. Jetzt ist es möglich, eine eigene Praxis zu eröffnen. Neben der täglichen Arbeit gehört eine lebenslange Weiterbildung zu diesem anspruchsvollen Beruf. Ohne Gegenmassnahmen könnte sich die Anzahl der Hausärzte in den nächsten 25 Jahren
halbieren. Untersuchungen zeigen, dass etwa zwei Drittel der Hausärzte mit ihrer Arbeit zufrieden sind. Als Haupttreiber für Stress wird die überbordende Bürokratie angegeben. Als Lösung wird eine Erweiterung der Praxisassistenz diskutiert, ein sechsmonatiges Weiterbildungsmodell für junge Mediziner. Gefordert werden mehr solche Stellen, gezielte Rotation in Spitälern und ein Abbau der Bürokratie. Die Assistenten sind wichtig für die Hausärzte, denn sie kommen aus den Spitälern und haben Beziehungen dorthin.
Es gibt aber auch Stimmen aus der Ärzteschaft, die das Gejammer stört, da auch andere Branchen unter der Bürokratie leiden. Die Rahmenbedingungen müssen verbessert werden, damit dieser lässige, interessante und coole Beruf junge Ärzte anzieht, um die entstehenden Lücken zu füllen.
Mehr Ausbildungsplätze reichen aber nicht aus, wenn nicht gleichzeitig genügend Stellen in Praxen und Spitälern geschaffen werden. Ein weiteres Problem liegt an der hohen Arbeitsbelastung, die mit einer Familie nicht kompatibel ist.


Kaffeeröstereieninder R E G I O
Es gibt sie noch in der REGIO: kleine Röstereien, die Kaffee mit Leidenschaft, Erfahrung und Handwerk veredeln. Frisch geröstet und oft vor
Ort verkauft, entfalten die Bohnen aus aller Welt ihre Aromen – von kräftigem Espresso bis zu säurearmen Spezialitäten für besondere Geschmackserlebnisse.


Im Café Mundwerk in Waldkirch gibt es außer einer großen Auswahl an hausgemachten Kuchen auch ganz besonderen Kaffee – zu trinken und zu kaufen: „Ellens Energie“ heißt eine Sorte, „Leonies Liebling“ eine andere, „Mias Mischung“ eine weitere. Sie tragen die Namen der Mitarbeiterinnen der zum Café gehörigen Rösterei.
Diese befindet sich nicht mehr in dem inklusiv betriebenen Café, wo 15 freundliche Menschen seit 2014 für das Wohlbefinden ihrer Gäste sorgen. Da die Nachfrage nach dem selbst gerösteten Kaffee zunahm, wurde sie in einem großen Raum im Verwaltungsbau des Sozialwerks Breisgau am Bruckwald eingerichtet. Dort sind zehn Menschen beschäftigt – rund um den High-TechTrommelröster, der zehn Kilo Rohbohnen innerhalb von wenigen Minuten in den gewünschten Röstgrad überführen kann.
Sie füllen die Rohbohnen aus Säcken in Eimer um, befüllen die Maschine, sortieren
Elefanten in der Wiehre
Der schmale Laden gegenüber der Johanneskirche ist erfüllt von Kaffeeduft. Hier kann man Kaffee aus Eigenröstung kaufen – und erst einmal probieren. Und dabei mit anderen Gästen ins Gespräch kommen: Gleich neben der Theke steht eine durchgehende Bank, davor drei Tische und Stühle, die nach Bedarf an- oder auseinandergerückt werden. Am Fenster lädt zudem eine kleine Bar mit erhöhten Stühlen zu einer Kaffeepause ein –mit Blick auf das auf der anderen Straßenseite gelegene Gärtchen, das an sonnigen Tagen geöffnet ist.
Bei „Elephant Beans“ in der Wiehre sind etwa 25 verschiedene Röstungsvarianten im Angebot. Sie werden vom Team um Martina und Jörg Volkmann in ihrer Rösterei in March-Buchheim hergestellt und sortenrein oder als spezielle Blends in wiederverwendbare Tüten verpackt. Verkauft werden die Spezialitäten außer im Laden an der Basler Straße 12a im jüngst


nach der Abkühlung hohle oder zu helle, geschmacksbeeinträchtigende Bohnen von Hand aus und bestücken die zuvor etikettierten Tüten mit der duftenden sortenreinen oder gemischten Ware. So garantieren sie Kaffeegenuss von höchster Qualität, wie Werkstattleiterin Angelique Müller sagt. Und werden damit dem hochwertigen Rohmaterial gerecht, das von ausgewählten Partnern aus sieben Ländern stammt, für die fairer Handel und nachhaltiger Anbau selbstverständlich sind.
eröffneten „Fachl“ in Unterlinden, bei einigen ausgewählten Partnern im Raum Freiburg sowie über einen Webshop.
Seit 15 Jahren gibt es die Firma; nach Auskunft von Geschäftsführer Jörg Volkmann ist Elephant Beans „eine der ersten und wenigen Spezialitätenröstereien mit Direkthandel in Deutschland“. Die Rohkaffeebohnen werden aus zehn verschiedenen Ländern direkt von Kaffeeanbauern bezogen, mit denen schon jahrelange Partnerschaften bestehen. Vor Ort sind sie oft in Kooperativen zusammengeschlossen und produzieren mit Unterstützung der von Volkmann mitgegründeten Genossenschaft „Roasters United“ nach biologisch-
CAFÉ MUNDWERK
Elzstraße 5 79183 Waldkirch
Tel.: 0 76 81/2 09 37 77
E-Mail: mundwerk@ sozialwerk-breisgau.de
Öffnungszeiten: Di.–Fr. 10–18 Uhr; Sa. 9–13 Uhr sozialwerk-breisgau.de
ökologischen Richtlinien und in Agroforstsystemen. Zur Unterstützung der finanzschwachen Kooperativen wird ihre Jahresernte meist im Voraus bezahlt. Dabei wird der Preis zuvor gemeinsam ausgehandelt und orientiert sich vor allem an der Qualität. Jede Tasse Elephant-Beans-Kaffee ist also fair und wertvoll.
ELEPHANT BEANS
Basler Straße 12a 79100 Freiburg
Tel.: 07 61/42 96 01 90
E-Mail: info@elephantbeans.de
Öffnungszeiten: Mo., Di., Do., Fr. 10–18 Uhr; Mi., Sa. 10–15 Uhr elephantbeans.de

Marco Burkhart hat die bio-zertifizierte Privatrösterei auf dem elterlichen Weingut am Kaiserstuhl vor 15 Jahren gegründet. „Zwischen Wein und Kaffee gibt es unzählige Parallelen, vom Anbau der Pflanzen über den Schnitt bis zur Sensorik, wenn fruchtige Aromen und würzige Noten aufeinandertreffen“, erklärt der Kaffeeliebhaber, warum er das Weingut in den Reben 2011 durch eine Kaffeerösterei ergänzt hat. Zuvor war er auf Reisen, hat Kaffeebauern kennengelernt und viel über den Anbau der Kaffeebohnen erfahren.
In seiner Rösterei verwendet Marco Burkhart ausschließlich ausgewählte Rohkaffees von hoher Qualität. Geröstet wird in schonender Trommelröstung: Ein Röstverfahren, das Geduld sowie eine ruhige Hand erfordert. „Nur wenige Sekunden entscheiden über den optimalen Röstgrad der Bohne und damit den Geschmack des Kaffees“, erklärt Marco Burkhart den Prozess des Röstens. Die Röstkaffees und Espresso-Mischungen aus Jechtingen werden regelmäßig im Verkostungswettbewerb der Deutschen Röstergilde
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ausgezeichnet. In der Kategorie Espresso Blend erhielt der entkoffeinierte Espresso Kolibri dieses Jahr die höchste Auszeichnung in Gold, genauso wie der Kaffee Impano. Benannt ist der Kaffee nach einem Berggorilla aus der Susa-Familie, dem Burkhart auf einer Reise nach Ruanda begegnet ist – ein Erlebnis, das ihn bis heute prägt.
RÖSTEREI & WEINGUT BURKHART
Am Haberberg 1, 79361 Sasbach am Kaiserstuhl/Ortsteil Jechtingen Tel.: 0 76 62/94 70 50
E-Mail: info@burkhart-kaffee.de Öffnungszeiten: Mo.–Fr. 8.30–12.30 Uhr und 13.30–16.30 Uhr burkhart-kaffee.de
Mitten in den Reben setzt
Marco Burkhart auf die Verbindung von Kaffee & Wein.

Vor 26 Jahren hat Jürgen Schulz die Kaffeerösterei „Der Kaffeemacher“ gegründet. Heute genießt die Manufaktur in Villingen und Umgebung beinahe Kultstatus. Geboren in Bad Cannstatt, half Schulz in Stuttgart in jungen Jahren bei Feinkost Böhm aus, wo sein Vater als Kaffeeröster arbeitete. Der Kaffee ließ Jürgen Schulz nicht mehr los. Mit der Erfahrung aus zwei Generationen röstet er in Villingen Kaffeebohnen aus Indien, Kolumbien, Mexiko und Brasilien. Im Ladenlokal in der Altstadt können Besucher bis zu 40 Sorten Kaffee und Espresso probieren.
Nach dem Motto „Gut Ding will Weile haben …“ werden die Bohnen ausschließlich im Langzeit-Röstverfahren in einem traditionellen Trommelröster geröstet. „Dieses Röstverfahren verleiht unseren Kaffeesorten ein besonders mildes Aroma mit weniger Säure“, so Schulz. Vom Befüllen der Röstmaschine bis zur Verpackung seien bei ihm alle Arbeitsschritte reine Handarbeit.
RÖSTEREI „DER KAFFEEMACHER“
Gerberstraße 25 78050 Villingen-Schwenningen
Tel.: 0 77 21/40 96 79
E-Mail: laden@der-kaffeemacher.de Öffnungszeiten: Di., Do. Fr. 9–12.30 Uhr und 14–18 Uhr; Mi. 9–18 Uhr, Sa. 9–13 Uhr der-kaffeemacher.de



Leidenschaftlicher Röster: Krenar Goduni (u.) liebt Bohnen mit Charakter.

Vor knapp einem Jahr hat Krenar Goduni die Leitung der Rösterei „Schwarzwild“ in der Oberau übernommen. „Aus echter Begeisterung und Leidenschaft für Kaffee und das Handwerk des Röstens.“ Die Spezialitätenrösterei war 2011 von Andrea Jauch in einem Hinterhof an der Kartäuserstraße gegründet worden. Der neue Geschäftsführer ist in Freiburg kein Unbekannter: Er betreibt das Café Vikrego in der Salzstraße und ein Café-Restaurant im Jesuitenschloss in Merzhausen. Zudem ist Krenar Goduni ausgebildeter Barista und Coffee Master.
„Meine Leidenschaft für Kaffee treibt mich jeden Tag aufs Neue an und prägt meine Arbeit in der Rösterei“, sagt Krenar Goduni, der die Wildkaffee-Rösterei aus Garmisch Patenkirchen als weiteren Partner in die Freiburger Rösterei mitgebracht hat. „Wir entwickeln Schwarzwild behutsam weiter, mit viel Respekt vor der Geschichte der Rösterei“, so der neue Besitzer, der dieses Jahr mit seinem Team das 15-jährige Bestehen feiert.
„Kaffee ist für mich weit mehr als ein Getränk. Er ist Handwerk, Inspiration und ein echtes Geschmackserlebnis“, sagt der Coffee Master der sich 2016 bei Goran Huber in Innsbruck weitergebildet hat. Kaffee sei ein Naturprodukt, das Zeit, Erfahrung und Aufmerksamkeit brauche. „Jede unserer Röstungen wird sorgfältig entwickelt und regelmäßig weiter verfeinert.“ Bei Schwarzwild werde fast täglich in kleinen Chargen geröstet, „damit unsere Kaffees besonders frisch sind“. Ziel sei es, die Herkunft und das Aromaprofil jeder Bohne im Geschmack erkennbar zu machen. Das Sortiment ist bewusst vielfältig aufgebaut. Vom kräftigen Espresso bis zum fruchtigen Filterkaffee ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Von der Auswahl der Bohnen bis zur fertigen Tasse setzt das Team von „Schwarzwild“ auf einen bewussten Umgang mit Herkunft und Qualität der Bohnen. „Unser Ziel ist es, Menschen für die Vielfalt von Kaffee zu begeistern und zu zeigen, wie viel Herkunft, Charakter und Arbeit in jeder Bohne steckt.“ Es gehe nicht darum, welcher Kaffee der „beste“ sei, denn „Geschmack ist immer persönlich“.

Vielmehr wolle man bei „Schwarzwild“ Menschen einladen, Kaffee bewusster zu entdecken und neue Aromen kennenzulernen.
Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle – sowohl beim Einkauf der Bohnen als auch bei der Arbeit in der Rösterei. Besonders wichtig sind dem Schwarzwild-Team die Direct Trade-Beziehungen und ein transparenter Handel mit den Produzenten und Importeuren.
„Jede Bohne bringt ihre eigene Herkunft, Geschichte und Aromatik mit. Diese Vielfalt möchten wir erlebbar machen.“
RÖSTEREI SCHWARZWILD
Kartäuserstraße 60
79102 Freiburg im Breisgau Tel.: 07 61/29 08 88 05
E-Mail: info@roesterei-schwarzwild.de Öffnungszeiten: Mi.–Fr. 9–18 Uhr und Sa. 9–13 Uhr roesterei-schwarzwild.de


Die Kaffeepflanze hat Hunderte von Varietäten und es kommen ständig neue hinzu. Jede Spielart der Pflanze bringt natürliche Aromen mit, die den Geschmack und den Charakter eines Kaffees beeinflussen. „Diese Eigenheiten zu entdecken haben wir uns zur Aufgabe gemacht“, sagen Philipp Weller und Aurore Ceretta von den Günter Coffee Roasters. Zusammen mit Wellers Bruder Mats betreiben sie seit 2018 die Freiburger Kaffeerösterei.
Durch präzise Röstungen arbeiten sie die natürliche Geschmacksvielfalt der Kaffeepflanzen heraus. „Wir verzichten auf einen Großteil der dominanten, klassischen Röstaromen, die erst bei sehr langem oder heißem Rösten entstehen“, erklärt Philipp Weller. Das Ergebnis sind Kaffees, die überraschen. Mit Geschmack kennt Weller sich aus,



schließlich war er 2024 und 2025 deutscher Röstmeister. Seine Frau Aurore Ceretta war 2024 sogar Vizeweltmeisterin im Kaffeekosten. Die Titel haben sie sich bei Wettbewerben der Specialty Coffee Association erkämpft.
Die Vereinigung setzt wie die Günter Coffee Roasters auf Spezialitätenkaffees, die von Experten mit mindestens 80 von 100 Punkten bedacht wurden. Das schlägt sich im Preis nieder. „Während der Preis für ein Kilogramm herkömmlichen Arabica-Rohkaffee an der New Yorker Börse zwischen 2 und 9 US-Dollar schwankt, kann es beim
Dieser Duft: Die Günter Coffee Roasters sind Meister des Geschmacks.
Spezialitätenkaffee auch mal das Dreifache sein“, erklärt Mats Weller. Abgehobene Preise sind aber nicht das Ding der Günter Coffee Roasters. Ihr Ziel ist es, Menschen mit ihrer Begeisterung für die Vielfalt von Kaffee anzustecken und zu zeigen, wie unterschiedlich dieser schmecken kann.
GÜNTER COFFEE STORE
Merianstraße 8, 79104 Freiburg
E-Mail: info@guentercoffee.com
Öffnungszeiten: Mo.–Fr. 10–17 Uhr und Sa. 9–18 Uhr guentercoffee.com










Fliege, Mütze und Schnurrbart: Das sind die Markenzeichen von Thorsten Heizmann, bekannt als „Der Heizer“. Seine Leidenschaft ist guter Kaffee. Diesen röstet er im Trommelröstverfahren in der Villa Erlenbad im Bühlertal.
2013 hat Thorsten Heizmann sich als Röster selbstständig gemacht, 2019 Heizer.kaffee in Sasbach gegründet. „Meine Leidenschaft ist es, beim Veredelungsprozesses aus dem Rohkaffee verschiedene Geschmacksnuancen herauszukitzeln für ein perfekt abgestimmtes Aroma“, sagt Heizmann, und verbessert immer wieder das Zusammenspiel aus Röstdauer, Temperatur und Bohnenwahl.




Sein Fachwissen gibt er bei Schulungen und Rösterei-Touren weiter; auch der SWR schätzt in der Sendung „Kaffee oder Tee“seine Expertise.
RÖSTEREI HEIZER.KAFFEE IM ERLENBAD
Erlenbadstraße 73, 77880 Sasbach
Tel.: 01 51/23 02 25 23
E-Mail: post@heizer-kaffee.de
Öffnungszeiten: Fr. 10–17 Uhr & Sa. 10–15 Uhr sowie nach Absprache heizer-kaffee.de


„Wer sich hauptberuflich mit Kaffee beschäftigt, der muss einen angeborenen Sinn haben für natürliche Rohstoffe und fürs Genießen“, sagen Thomas und Alexandra Schüle. Vor allem der Genuss von frisch geröstetem und gebrühtem Kaffee oder Espresso hat es ihnen angetan, und so hat das Ehepaar vor mehr als 20 Jahren eine kleine Rösterei eröffnet. In Eschbach rösten sie im schonenden Trommelverfahren den Rohkaffee. Hier entstehen Kaffees wie der milde Maragogype-Kaffee aus Mittelamerika oder die Sidamo-Röstung aus nachhaltigem Anbau mit einem blumigen Aroma und einem Hauch von Zitrusfrüchten. Die Bohnen für „Sidamo“ wachsen in der Region Guji/Oromia in Äthiopien auf 2000 Meter Höhe.
Diese und alle weiteren Röstungen von „Coffee and more“ sind
Kaffee für alle
Im vergangenen Jahr ist die Spezialitätenrösterei Kaffeesack von Achern nach Bühl umgezogen. „In Bühl haben wir mehr Platz für das Rösten und die Logistik“, so Inhaber Volker Huber. Am neuen Standort hat das Kaffeesack-Team auch eine Kaffeeerlebniswelt verwirklicht. Hier stehen gemäß dem Motto „Kaffee für alle“ Beratung und Verkauf sowie die Verkostung des Sortiments im Mittelpunkt.
„Bei Kaffeesack dreht sich alles um die kleine Bohne mit der großen Wirkung“, so Volker Huber. Für ihn und sein Team sei Kaffee viel mehr als ein Getränk. Vom Einkauf des Rohkaffees über die Röstung bis zur Zubereitung in der Tasse: „Bei uns wird nichts dem Zufall überlassen.“
erhältlich in den Ladengeschäften in Staufen und Badenweiler. In den integrierten Cafés können Besucher eine duftende Kaffee- oder Espressospezialität aus der Siebträgermaschine genießen, dazu gibt es frische Croissants, Pain au chocolat und hausgemachten Kuchen. Besonders gemütlich ist das kleine mit Polstersesseln, Antiquitäten und Bildern eingerichtete Café in der Staufener Altstadt.
St. Johannesgasse 14, 79219 Staufen Öffnungszeiten: Mo.– Fr. 9.30–18 Uhr; Sa. 9.30–17.30 Uhr
So. & Feiertage 12–17.30 Uhr
Kaiserstraße 10, 79410 Badenweiler Öffnungszeiten: Mo.– Fr. 9.30–18 Uhr; Sa. 9.30–17.30 Uhr
So. & Feiertage 11–17.30 Uhr
Tel.: 07633/981824
E-Mail: info@coffeeandmore.de coffeeandmore.de

Der Kaffee kommt mit dem Hundegespann
Auf den Baustellen der Welt hat der gelernte Zimmermann Joscha Krause viel Kaffee getrunken und dabei verschiedene Zubereitungsmethoden kennengelernt. Der Schleswig-Holsteiner hat sich nach Jahren auf der Walz mit seiner Familie im Hochschwarzwald niedergelassen. Etwas erstaunt war seine Frau Sandra schon, als ihr Mann vor mehr als zehn Jahren in der Küche ihres Bauernhofs im Löffinger Ortsteil Seppenhofen Kaffee in einer Bratpfanne röstete: Sie konnte nicht ahnen, dass hier der Grundstein für einen neuen Berufszweig gelegt wurde.
Sorgfalt. Besonderen Wert legt die Rösterei auf eine nachhaltige Zusammenarbeit mit Kaffeefarmern und Rohkaffeehändlern „Wir pflegen faire Partnerschaften, die eine Qualität garantieren, die man in jeder Tasse schmeckt.“ Seit der Gründung im Jahr 2014 wird der Kaffee auch in den eigenen Brewbars in Baden-Baden gebrüht. Ergänzt wird das Angebot durch hausgemachte Kuchen, Snacks und selbstgemachte Limonaden.
Robert-Bosch-Straße 9, 77815 Bühl
Tel.: 0 72 23/2 89 98 41
E-Mail: hallo@kaffeesack.de

Das schonende Rösten verstehe man als Handwerk, gepflegt mit Leidenschaft und

Alles in einer Hand: Vom Kaffeesack bis zum Genuss in der Tasse.
Aus der Liebhaberei ist ein wichtiger Nebenerwerb geworden. Geröstet wird frisch in kleinen Mengen nach dem traditionellen Trommelröstverfahren mit einer deutschen Röstmaschine aus Emmerich am Rhein. Weil dem Kaffeeröster Nachhaltigkeit besonders wichtig ist, bringt er seine biozertifizierten Spitzenkaffees im Sommer mit dem Fahrrad oder zu Fuß und im Winter mit dem Hundegespann zu seinen Kundinnen und Kunden in der näheren Umgebung. Am Samstag ist der Direktverkauf geöffnet und Joscha Krause freut sich über den Besuch von Kaffeeliebhabern, die in der Rösterei vorbeischauen.
HOCHSCHWARZWÄLDER KAFFEERÖSTEREI
Am Nußberg 10, 79843 Löffingen-Seppenhofen
Tel.: 01 73/8 40 33 67
E-Mail: info@hochschwarzwaelderkaffeeroesterei.de
Öffnungszeiten: Sa. 11–16 Uhr und nach Vereinbarung kaffeerösterei-hochschwarzwald.de

Wer dem Alltag entfliehen möchte, findet im Schwarzwald viele malerische Orte – einer der schönsten ist Freiamt. Die kleine Gemeinde im Landkreis
Emmendingen liegt nur wenige Kilometer von der Rheinebene entfernt und verbindet sanfte Schwarzwaldhügel mit weiter Aussicht, traditioneller Kultur und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten.
Text: Michaela Moser
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Wenn im April die Wiesen leuchten, Obstbäume blühen und die ersten Sonnenstrahlen wärmen, ist die perfekte Zeit für einen Ausflug nach Freiamt. Der staatlich anerkannte Erholungsort liegt rund 20 Kilometer nördlich von Freiburg, eingebettet in die sanften Höhen des Schwarzwalds und mitten im Naturpark Südschwarzwald.
Freiamt besteht aus den fünf Ortsteilen Ottoschwanden, Mußbach, Reichenbach, Keppenbach und Brettental sowie zahlreichen kleinen Höfen, Weilern und Dörfern. Zwischen 255 und 744 Metern Höhe erstreckt sich eine abwechslungsreiche Landschaft aus blühenden Wiesen und schattigen Mischwäldern – ideal für Frühlingsspaziergänge und Entdeckungstouren.
Mehr als 140 Kilometer Wanderund Spazierwege führen durch die erwachende Natur. Ob „Panoramaweg“ oder „Hünersedel-Tour“: Gut ausgeschilderte Rundwege bieten immer neue Ausblicke auf die hügelige Landschaft und weite Fernblicke. Auf der „Mühlentour“ oder dem „Historischen Weg“ lassen sich Naturerlebnis und Wissenswertes über die Kulturlandschaft miteinander verbinden. Auch Radfahrer kommen auf mehr als 70 Routen auf ihre Kosten – von gemütlichen Genussstrecken bis zu sportlichen Mountainbike-Trails.
Neben Naturerlebnissen hat Freiamt auch kulturell einiges zu bieten. Ein beliebtes Ziel ist die historische Schillingerhofmühle im idyllischen Pechofental. Technikgeschichte erleben Besucher im Turmuhrenmuseum Freiamt. Geschichtsträchtig ist zudem die gotische Klosterkapelle Tennenbach, die an ein
ehemaliges Zisterzienserkloster aus dem Jahr 1161 erinnert. Wer sich für mittelalterliche Spuren interessiert, erreicht nach einem kurzen Waldspaziergang die Burgruine Keppenbach – einst eine der größten Burganlagen im Breisgau.
Tradition wird in Freiamt bis heute gelebt: Der alemannische Dialekt, Musik- und Gesangsvereine sowie bäuerliche Bräuche prägen das Dorfleben. Besonders authentisch lässt sich das beim Freiämter Bauernmarkt erleben, wo regionale Produkte, selbst gebackener Kuchen und Schwarzwälder Gastfreundschaft auf Besucher warten.
Ob Naturgenuss, Kultur oder regionale Spezialitäten – Freiamt ist im Frühling ein ideales Ziel für alle, die den Schwarzwald von seiner ursprünglichen Seite erleben möchten.

Wochenmarkt: immer freitags, 15 – 18 Uhr Gelände des Freihofs bauernmarkt-freiamt.de
Wandern: Panoramaweg Freiamt Genusswanderung durch Wiesen und Wälder mit vielen schönen Aussichtspunkten. shorturl.at/tgII0
Hofläden der Region Ideal für regionale Produkte wie Marmeladen, Honig, Bauernbrot oder Edelbrände. shorturl.at/I18MT
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Farbtupfer im Grünen: Die Bergenia blüht im Kurgarten von Freiamt












„Torschlussglück“: Nach 30 Jahren in einer Schopfheimer Firma hatte Detlev Lindner keine Panik vor dem Ende seines Arbeitslebens. Dankbar und glücklich wanderten der Ingenieur und seine Frau über die Alpen und dann nach Sizilien. Seine Gedanken hat er in einem Buch festgehalten.
Text: Erika Weisser
Die erste Etappe, die durch Dreisam- und Höllental, über die Ravennaschlucht zum Titisee und weiter zur Wutachschlucht führt, dürfte vielen Lust-auf-REGIO-Lesern bekannt sein. Auch wenn sie diesen Weg wohl bisher nicht zu Fuß zurückgelegt haben, zumindest nicht vollständig. Und schon gar nicht mit einem schweren Rucksack in großer Sommerhitze.
Detlev Lindner und Marietheres Reul gingen diese Strecke, die di rekt an ihrer Haustür begann, an einem heißen Augusttag im Jahr 2023 – und fanden wohltuende Abkühlung im Titisee. Dass sie da nach allmählich in ein Gebiet ge langten, das außerhalb ihrer bishe rigen kurzen Tagesausflüge lag, war kein Problem: Als „seit Kinderta gen begeisterte Pfadfinder“ haben

Sie hatten Zeit und nutzten sie bewusst: Er war im Ruhestand. Und sie hatte sich, um mit ihm gemeinsam dieses Abenteuer wagen zu können, ein Sabbatjahr erarbeitet. Dass ihr Weg sie schließlich bis auf den Ätna führen würde, wussten sie zum Zeitpunkt ihres Aufbruchs noch nicht. Eigentlich, erzählt der inzwischen 66-Jährige, sei erst einmal nur eine Alpenüberquerung geplant gewesen – inklusive der Freiheit, unterwegs immer wieder neu über den weiteren Verlauf zu entscheiden. Dabei verstanden sie den Weg als Ziel, als Möglichkeit, Landschaften nicht nur zu durchwandern, sondern in sich aufzunehmen, sich mit der sie prägenden Natur zu verbinden und sich auch mit offenem Herzen auf die Menschen einzulassen, die ihnen begegneten.
Also wanderten sie drauflos –zunächst in Richtung Hegau und Bodensee. Sie verweilten an Orten, an denen es Wasser gab oder die für sie „besonders“ waren, etwa wegen eines zutraulich zwitschernden Vogels im Gebüsch oder wegen eines üppigen Waldhimbeerschlags auf einer Lichtung. Es gab unterwegs auch viele Gelegenheiten, sich über offenbar lange gehegte philosophische Fragen und Gedanken auszutauschen, die „beim Denken mit den Füßen“ in ihr Bewusstsein drangen, etwa über Freiheit und Verbundenheit, über Glück und Gott, über Sinn und Sein, über Unverfügbarkeit und Resonanz. Und natürlich darüber, welche veränderte Realität sie nach der Rückkehr vorfinden würden und wie sie mit der neuen Lebenssituation bewusst und sinnvoll umgehen würden.

So wanderten sie rund 2000 Kilometer – bergauf, bergab, entlang schroffer Abgründe, über verkehrsreiche Brücken und zwei Landesgrenzen, durch Hitze und Regen,
vom Sommer in den Herbst und in den Winter. Sie erspürten im Wandern die Verbindung der Füße mit der Erde, lernten, anders zu hören und wieder dreidimensional zu sehen. Und sie begegneten Menschen, deren Wärme und Herzlichkeit erstaunliche innere Räume öffneten und die bis heute nachhallt. Kurz vor Weihnachten erreichten sie Sizilien, wo sie in den frostigen Höhen des Ätna auf abenteuerliche Weise ihr Zelt aufbauten. Schließlich fanden sie ihr Winterquartier auf einem Bio-Bauernhof, auf dem sie über einen Monat blieben und bei der Zitrusernte und im Weinberg halfen.
Dieser Aufenthalt ist im Buch nicht mehr Thema. Ebenso wenig wie die Rückkehr über Griechenland und die Balkanroute nach Freiburg, das sie Anfang Juni 2024 nach fast zehn Monaten Abwesenheit wieder erreichten. Diesen Weg legten sie indessen nicht zu Fuß zurück, sondern zu großen Teilen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, unterbrochen durch längere Wanderaufenthalte in den durchquerten Ländern.
Detlev Lindner hat einen Weg gefunden, seinen Ruhestand mit Sinn zu erfüllen. Zunächst schrieb er sein lesenswertes Buch, das sich weniger als Landschafts- und Wegbeschreibung, sondern vielmehr als Auseinandersetzung mit Fragen nach dem Sinn des gemeinschaftlichen Daseins alles Lebendigen liest. Inzwischen engagiert er sich ehrenamtlich in einem integrativ und inklusiv geführten Pferdehof mit Reitstation im Schliengener Ortsteil Liel. Mit großem persönlichem Gewinn.
Von Freiburg nach Sizilien Zu Fuß auf der Suche nach dem Sinn des Lebens von Detlev Lindner Verlag: hansanord, 2025 144 Seiten, Hardcover Preis: 16 Euro

Alemannisches vonStefan P fl mua


Der Mundart-Autor aus Schallstadt über Stimmen & Streit
D Wähler hen gwählt. D Wahle sin gloffe.
D einde hen bigoscht nix z lache, s Ergebnis isch ä bös Erwache.
D andre juble wie nit gscheit, bis de Jubel ummekeit.
Wie s wittersch goht, bliibt offe.
Wahlkampf un Regiererei sin, des weiß mr, zweierlei.
Ei Partei het s vor de Wahl noch zimlig bös verwitscht, zack isch ruckzuck d Stimmezahl blitzschnell aabeglitscht.
Un mr weiß, au s kleinscht Debakel bliibt für langi Zit ä Makel.

Jetzt kummt s große Koaliere, do kannsch au nomol verliere oder gwinne, je nachdem, Politik isch nit bequem,
Parteie stritte au intern bsunders gern.
No gohts wittersch halt wie immer un s wurd besser oder schlimmer.
DerFrühling



Wenn die Tage länger werden, beginnt ein perfektes Naturschauspiel. Von den ersten Haselkätzchen bis zur Apfelblüte entfaltet sich der Frühling in drei Akten – und wandert mit 40 Kilometern pro Tag durch Europa. Während Frühblüher, Hummeln und Zugvögel im Wettlauf mit der Zeit stehen, zeigt sich: Der Lenz ist kein Datum, sondern ein dynamischer Neubeginn.
Text: Birgit Maier
Sobald die Sonne wieder Kraft gewinnt, beginnt eine der schönsten Zeiten des Jahres. Der kalendarische Frühling startet mit der TagNacht-Gleiche, die von Jahr zu Jahr variiert und auf einen Termin zwischen dem 19. und 21. März fällt. Der meteorologische Frühling fängt immer am 1. März an und endet am 31. Mai. Doch wer genauer hinschaut, merkt schnell:
Die Natur hält sich nicht an Kalenderdaten. Hier kommt die Phänologie ins Spiel, die Lehre von den im Jahresablauf wiederkehrenden Entwicklungsphasen in der Natur. Sie zeigt, dass der Frühling kein fester Zeitpunkt ist, sondern ein dynamisches Schauspiel, geprägt von Temperatur, Licht und regionalem Klima. Und dieses Schauspiel gliedert
sich in drei Akte: Vorfrühling, Erstfrühling und Vollfrühling.
Der Vorfrühling beginnt, wenn die Kätzchen der Haselsträucher stäuben und die Schneeglöckchen blühen. Meist geschieht das Ende Februar oder Anfang März. Die zarte Botschaft ist klar: Der Winter verliert seine Macht.




Ihre Blüten sind längst verschwunden: Die Buschwindröschen bereiten sich im Verborgenen auf den nächsten Frühling vor, während Hummeln sich derzeit an Apfelblüten laben.

Ein unübersehbares Zeichen für den Beginn des Erstfrühlings sind die gelben Blüten der Forsythien. Gleichzeitig entfalten die Stachelbeeren ihre Blätter. Mit der Blüte von Stachel- und Johannisbeeren beginnt die Obstbaumsaison. Bald verwandeln die Blüten von Pflaume, Kirsche und Birne Gärten und Streuobstwiesen in pastellfarbene Kunstwerke.
Mit der Apfelblüte hält der Vollfrühling Einzug. Jetzt kennt die Blütenfülle keine Grenzen mehr. Obstbäume stehen in voller Pracht, Sträucher treiben kräftig aus, und Wildpflanzen setzen bunte Farbakzente in der Wiesenlandschaft. Spannend ist dabei die Reise des Frühlings durch Europa: Während er im Südwesten der Iberischen Halbinsel oft bereits im Februar Einzug hält, erreicht er das etwa 3600 Kilometer entfernte Finnland erst 90 Tage später. Mit einer Geschwindigkeit von rund 40 Kilometer pro Tag wan-
Während die Baumriesen ihre kahlen Äste dem Licht entgegenstrecken, drängen unten am Waldboden zarte Frühblüher ans Tageslicht. Beide verlangen nach Sonne, doch für Buschwindröschen, Lerchensporn & Co. bleibt nur ein kurzes Zeitfenster. Sie müssen blühen, bestäubt werden und Reserven anlegen, bevor sich über ihnen das Blätterdach schließt. Dann ist das Rennen entschieden und die Blütenpracht verschwindet so rasch, wie sie gekommen ist.
Noch vor dem Sommer ziehen sich die Pflanzen vollständig zurück. Ihre oberirdischen Teile sterben ab, während im Verborgenen die Zukunft gesichert wird: Die in den Blättern gebildeten Nährstoffe wandern in unterirdische Rhizome, verzweigte Sprossachsen, aus denen im nächsten Frühjahr neue Blütenteppiche entstehen.
und setzen den Kreislauf des Lebens in Gang. Wenn die Sonne spürbar wärmt, werden sie aktiv. Waldameisen, Marienkäfer oder auch die ersten Hummeln zieht es nach draußen.
Bereits im Februar kann man bei schönem Wetter Erdhummeln fliegen sehen. Im zeitigen Frühjahr legen die Königinnen ein Nest für die nächste Generation in einem Mäuseloch oder unter Steinen an. Dort bauen sie kleine, tonnenförmige Zellen für Nektar, Pollen und die Brut. Bis zu 600 Arbeiterinnen kann ein Hummelstaat im Laufe des Sommers umfassen.
Der Winter liegt erst rück, eine Zeit, in der scheinbar alles ruhte. Doch bereits un-


Schnee begann das neue Le-
Zum Schutz vor gefräßigen Waldbewohnern wie Wühlmäusen oder Wildschweinen sind sämtliche Teile dieser Pflanzen giftig. Ein leiser, aber wirkungsvoller Mechanismus in diesem perfekt getakteten Frühlingsdrama.
Frühlingserwachen
Wenn sich die ersten Blüten öffnen, Duft und Farbe verströmen, erfreuen sie nicht nur unsere Augen, sondern werden sogleich von Insekten umschwärmt. Ohne Insekten kein Frühling: Sie tragen zur Verbreitung der Pollen und Samen bei
Kaum steigen die Temperaturen, werden auch viele Tiere paarungsbereit. Besonders die Zugvögel haben nur wenig Zeit, um ihre Gene weiterzugeben. Nach ihrer Rückkehr aus dem Süden starten sie sofort mit dem Nestbau, denn nur wenige Wochen bleiben für Brut und Aufzucht. Die Vogelkinder wiederum sind auf Insekten als Nahrungsgrundlage angewiesen. So greift alles ineinander.
Selbst die Bäume stehen im Wettlauf mit der Zeit. Was jetzt austreibt und frisch grün leuchtet, wird sich in einem halben Jahr bereits wieder herbstlich verfärben. Doch noch gehört die Bühne ganz dem frischen Grün, der berauschenden Farbenpracht, dem vielstimmigen Vogelgesang und dem Summen und Brummen der Insekten. Der Jahreszyklus hat neu begonnen und das verheißungsvolle Schauspiel heißt: Frühling.

Kaum ist der Frühling da, brummt und summt es wieder im Garten. Doch das große Konzert ist leiser geworden. Bienen, Hummeln, Marienkäfer und Schmetterlinge zeigen sich immer seltener. Der Insektenschwund ist längst kein fernes Naturphänomen mehr, sondern direkt vor der Haustür sichtbar. Umso wichtiger sind kleine, wirkungsvolle Schritte wie ein gut gebautes Insektenhotel als Beitrag zum Artenschutz.
Text & Fotos: Frank von Berger

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass es in den letzten Jahren immer weniger dieser zart geflügelten Wesen gibt? Am deutlichsten ist der Artenschwund vielleicht bei den Schmetterlingen zu bemerken, die immer seltener zu beobachten sind. Genauso rar geworden sind die weniger auffälligen Wildbienen, Hummeln und andere Blütenbesucher und -bestäuber.
Gründe dafür sind nicht zuletzt die intensive Landwirtschaft mit einer immer artenärmeren Vegetation, aber auch penibel aufgeräumte Gärten, in denen es für Insekten kaum noch Rückzugs-, Brut- und Überwinterungsorte sowie Nahrung gibt. Honigbienen sind von der Verarmung der natürlichen Lebensräume kaum betroffen, denn sie sind quasi Haustiere und ihnen wird von Imkern ein artgerechtes Zuhause gestellt.

Hartholzblöcke mit Bohrlöchern sollten abgeschmirgelt werden, damit sich Wildbienen und Co. die Flügel nicht verletzen – dann sind sie wertvolles Baumaterial fürs Insektenhotel.
Aber ihre wilden Artgenossen – es gibt in Deutschland etwa 565 Wildbienenarten – sowie viele andere nützliche Insekten suchen zunehmend erfolgloser nach einem Lebensraum, um sich zu vermehren und zu überwintern.
Um dem Abhilfe zu schaffen, werden sogenannte Insekten- oder Nützlingshotels immer populärer. Sie bieten einen künstlich geschaffenen Ersatz-Lebensraum für bedrohte Insekten, wenn es in der kultivierten Natur daran mangelt. Marienkäfer übrigens brauchen die Insektenhotels zwar nicht zum Überleben, nehmen sie aber gern als zeitweiligen Unterschlupf und als Überwinterungsquartier an.
Die menschengemachten Ersatzheime für Flattertiere auf Wohnungssuche gibt es in vielfältiger Form und Größe in Gartencentern und Baumärkten sowie im Internet zu kaufen. Natürlich finden sich bei diesen Insektenrefugien besser und weniger gut geeignete Modelle. Die im Handel erhältlichen Ausfertigungen haben aber zum großen Teil leider eher eine Alibi-Funktion und weisen oft gravierende Aufbau- und Bestückungsfehler auf. Im harmlosesten Fall werden die angebotenen
Modelle gar nicht besiedelt. Im schlimmsten Fall stirbt die Brut bei falscher Konstruktionsweise durch zu hohe Populationsdichte, Verpilzung oder Parasiten ab. Die Brutund Überwinterungshilfen für Wildbienen und andere Insekten lassen sich jedoch auch mit wenig Aufwand und Kosten leicht selbst herstellen. Mit ein paar Tipps gelingt das nachhaltig und effektiv.
Eine alte Obstkiste oder ein selbst gezimmerter Holzrahmen können dazu dienen, die Füllung zur Beherbergung der Insekten und ihrer Brut aufzunehmen. Die Bestückung mit geeigneten Materialien ist entscheidend, ob das Insektenhotel von den Tieren angenommen wird. Gut geeignet sind markhaltige Stängel von Stauden wie etwa die von Astern, Disteln, Sonnenblumen oder auch von Sträuchern wie Himund Brombeeren, sowie Abschnitte von hohlen Bambusrohren. Eine Länge von etwa 15 Zentimetern ist dabei ausreichend.
Holzblöcke, vorzugsweise aus Hartholz, mit mindestens zehn Zentimeter tiefen Bohrlöchern, sind ebenfalls gut geeignet, um die Insekten anzulocken. Der ideale Durchmesser der Bohrlöcher

Ein insektenfreundlicher Garten mit praxistauglichen Brut- und Nisthilfen lockt Wildbienen und Hummeln, allesamt fleißige Blütenbestäuber.

liegt dabei zwischen drei und sechs Millimetern. Die Bohrlöcher sollten allerdings mit Schleifpapier geglättet werden, damit sich die Insekten ihre Flügel nicht an splittrigen Rändern verletzen.

Steilwände aus Lehm lassen sich relativ einfach aus Erde oder Löss simulieren. In Hohlräume verschmiert, lockt das mineralische Material beispielsweise Masken-, Pelz- und Seidenbienen an, die ihre Brut sonst in lehmigen Steilwänden anlegen. Die erdartigen Strukturen brauchen aber einen guten Regenschutz, damit sie nicht ausgewaschen werden. Manche Wildbienen-Arten, wie die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta), die in der Natur in Mauerritzen brüten, weichen auch gern auf angebotene Nisthilfen in Form von Pflanzenstängeln aus. Zudem kann morsches Holz für Wildbienen bereitgestellt werden, die ihre Nistgänge selber graben, wie etwa die Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea).
Schneckenhäuser gehören allerdings nicht in Insektenhotels, denn sie werden nur angenommen, wenn sie Erdkontakt haben
oder im Gras oder Gestrüpp deponiert werden. Auch Zapfen, Borke und organische Reststoffe wie Holzwolle sind nur nutzloses Material, das Volumen ohne echten Nutzen vorgaukelt. Und Lochziegel aus gebranntem Ton sind als Nisthilfen unattraktiv, weil ihre Löcher zu groß sind und zu raue Kanten haben.
Wichtig ist zudem die richtige Standortwahl für das Insektenhotel. Am besten wird es unter einem Dachüberstand und somit vor Regen geschützt angebracht. Dabei sollte die Überdachung das Inventar nicht zu stark beschatten, damit die Brut ausreichend Sonnenwärme bekommt. Eine Südwestlage mit guter Belüftung, aber ohne Zugluft ist optimal. Wichtig sind zudem Wasserstellen in der Nähe, denn auch Bienen haben manchmal Durst. Eine flache Schale mit ein paar Kieselsteinen darin zum Landen und Rasten ist dafür gut geeignet.






Und vergessen Sie nicht, an eine abwechslungsreiche, insektenfreundliche Bepflanzung Ihres Gartens zu denken. Denn ohne Nektartankstellen sind auch noch so gut ausgestattete Insektenhotels nicht mehr als ein „Hotel Garni“ ohne sättigendes Buffet. Deshalb ist im Garten ein Mix aus einheimischen Blütenpflanzen (vulgo auch „Unkraut“ genannt), blühenden Kräutern, Stauden und Gehölzen, alle mit möglichst ungefüllten Blüten, ein willkommenes Nahrungsangebot für die nützlichen Insekten. Wenn ein verzinktes, engmaschiges Gitter aus Hasendraht, angebracht in einigen Zentimetern Abstand zu den Nistmaterialien, die Konstruktion einhüllt, verhindert das außerdem die Plünderung des Insektenhotels durch Vögel wie Spechte sowie das Herausfallen des Nistmaterials.
Damit das Logis für Wildbienen und andere Nützlinge auf Dauer bewohnt werden kann, ist nur eine minimale Pflege nötig. In Abständen von einigen Jahren sollten die Nisthilfen von Verunreinigungen, Pollenund Kokonresten sowie von Larvenkot befreit werden. Das kann durch das Ausputzen mit Pfeifenreinigern, kleinen Pinseln oder auch einfach durch den Austausch des Füllmaterials erfolgen, sofern dieses nicht gerade besiedelt ist.
Kräuterpädagogin
Monika Wurft über ein duftes Kräuterlein
Unscheinbar durchwebt er das frische Grün der Wiese, doch sein wunderbarer Duft verrät ihn sofort: der Gundermann (Glechoma hederacea) wird ohne seine kleinen lila Lippenblüten gerne übersehen, aber am Geruch erkennt ihn beinahe jeder. Verwandt mit Thymian, Minze und Co. bringt er Duft und Geschmack ins Spiel.
Erkennen kann man ihn an seinen langen Ausläufern mit herzförmigen Blättchen, vor allem aber an den kerzenartigen Blütenständen, die er derzeit keck nach oben streckt. Mit der Blüte zieht der Gundermann alle Blicke auf sich, um sich danach wieder in ein kriechendes Wildkraut zu verwandeln, das durch Zäune lugt, sich in Blumentöpfen ausbreitet und als Bodendecker betätigt.


Zu guter Letzt sei angemerkt: Selbst, wenn es nicht das optimale Insektenhotel ist, was seinen Platz im Garten findet, ist auch eine halbwegs praxistaugliche Lösung besser, als gar keine Nist- und Überwinterungsstation für die Tiere anzubieten. Angst vor den Gästen im „Hotel zur Wildbiene“ braucht übrigens niemand zu haben. Denn solitär lebende Wildbienen und Hummeln sind grundsätzlich friedfertig gegenüber Menschen und Haustieren, weil sie keinen Staat zu verteidigen haben.
Mit seinen ätherischen Ölen peppt der Gundermann Salate, Suppen und Desserts auf, darüber hinaus lindert er Insektenstiche und kleine Wunden.
Gundermann ist der Star in der süßen Kräuterküche. Für ein geniales Wiesenkonfekt bepinselt man seine Blättchen einfach mit geschmolzener Schokolade!

Am letzten Tag des Monats Februar wurde nach langer Sanierungszeit das mitten in Freiburg gelegene Augustinermuseum vollständig für Besucher eröffnet. Und diese strömten schon in der ersten Woche in Scharen in den vor 800 Jahren errichteten Gebäudekomplex: 20.000 Gäste wurden gezählt, 7000 allein am Eröffnungswochenende – ein erfolgreicher Start.
Text: Erika Weisser
Alles begann mit einem Mauerdurchbruch: Kaum hatte der Freiburger Gemeinderat im April 2002 den Grundsatzbeschluss zu Sanierung und Umbau des Augustinermuseums gefasst, griff der damalige Oberbürgermeister Rolf Böhme beherzt zum Vorschlaghammer. In einer seiner letzten Amtshandlungen schlug er ein Loch in die Wand zwischen der an der Salzstraße gelegenen früheren Kirche und dem einstigen Konventsgebäude der historischen Klosteranlage: Alle Teile des Ensembles sollten in ein großes und modernes Museum integriert werden.
Das bisherige Augustinermuseum war hauptsächlich im riesigen
Innenraum eben dieser Kirche untergebracht. Dort war es 1923 eröffnet worden und präsentierte zunächst die 1861 angelegte „städtische Alterthümersammlung“. Später wurde der Bestand durch weitere Sammlungen mit Werken der Kunst des Mittelalters bis ins 19. Jahrhundert erweitert. Zuvor, von 1823 bis 1910, hatte das Stadttheater seinen Spielort in diesem Teil der Gesamtanlage, die Anfang des 19. Jahrhunderts im Zuge der Säkularisation von kirchlichem in städtischen Besitz übergegangen war. Bereits 1783 hatten die letzten Mönche das Kloster verlassen, in dem ihr Orden der Augustinereremiten 500 Jahre lang ansässig gewesen war.
Böhmes handfeste Aktion hatte indessen symbolischen Charakter: Sie setzte ein markantes Zeichen dafür, dass die im Laufe der Jahrzehnte immer wieder gehegten – und verworfenen – Pläne zu einer einheitlichen Nutzung des historischen Ensembles nun endlich umgesetzt würden. Die eigentlichen Bauarbeiten begannen erst 2004.
Zuvor war das Gesamtprojekt in drei Bauabschnitte aufgeteilt worden: Der erste Abschnitt konzentrierte sich auf die Klosterkirche; sie wurde als Skulpturenhalle neu gestaltet und durch einen großen Ausstellungsraum im Untergeschoss ergänzt. Auch das Dach und der schon ziemlich Fotos: © Marc Doradzillo; Patrick Seeger

geschädigte Dachstuhl wurden umfassend saniert, dort wurde eine Gemäldegalerie eingerichtet. Nach einer längeren Schließzeit eröffnete dieser Bauabschnitt im Jahr 2010.
als auch vom Museum für Neue Kunst zu nutzender Saal für Kabinettausstellungen.
In der Schatzkammer (l.) sind regionale Kostbarkeiten zu bewundern. Im Kreuzgang gibt‘s ein Café mit Sitzplätzen im Innenhof.
Bald darauf folgte der zweite Bauabschnitt: Zwischen 2013 und 2016 entstand aus dem früheren Torhaus das sehr moderne Haus der Graphischen Sammlung mit seiner außergewöhnlichen Kleinodien-Treppe, die allein schon ein eigenes Kunstwerk darstellt. In diesem Gebäudeteil befinden sich außerdem der Museumsshop, Lagerräume und ein sowohl vom Augustinermuseum
Der dann folgende dritte Bauabschnitt, der das Konventsgebäude und dessen zwei Innenhöfe betraf, erwies sich als der schwierigste und langwierigste Teil der Sanierung. Da die meisten Räume seit Jahren nicht mehr genutzt worden waren, hatte sich der Zustand der vorhandenen Bausubstanz zusehends verschlechtert. Das führte zu Komplikationen – und zu Verzögerungen der Arbeiten. Außerdem verteuerten Rückschläge wie etwa der Pilzbefall in einem frisch sanierten Abschnitt das ganze Projekt: Insgesamt dauerte die Umsetzung 22 Jahre und verschlang rund 95 Millionen Euro. Er habe in dieser Zeit „so manches graue Haar bekommen“ sagte Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach bei der Eröffnung. Er war während seiner 24 Jahre währenden Amtszeit eng mit dem Augustinermuseum befasst.

Doch der Aufwand hat sich gelohnt: Heute präsentiert sich das Haus in neuem Glanz. Das historische Mauerwerk blieb erhalten, während im Innern ein moderner Museumsbau entstand, ein „Haus im Haus“, das internationalen Museums-Standards entspricht. Die Ausstellungsfläche umfasst nun 3400 Quadratmeter – doppelt so viel wie bisher. Auch inhaltlich hat sich das Museum erweitert, neue Abteilungen widmen sich der Stadtgeschichte und dem Schwarzwald sowie den Themen Klöster und Religion. Im wunderschönen Gewölbekeller befindet sich eine Schatzkammer mit mittelalterlichen Wandteppichen und anderen Kostbarkeiten. Aber es wird auch aktuell: Ein eigener Bereich beschäftigt sich mit Revolution und Protest – von 1848 bis heute. Und der große FREI_raum im zweiten Obergeschoss des Mittelbaus dient als Plattform für zeitgemäße und zeitbezogene Sonderausstellungen, die gemeinsam mit Akteuren der Stadtgesellschaft konzipiert werden.
Ein „Kunstwerk, das Kunst beherbergt“, nannte Museumdirektorin Jutta Götzmann das Haus, das alle Voraussetzungen habe, sich zum zentralen Kulturort in der REGIO zu entwickeln.


GasthausJägerhausKanderngE netre
Das Restaurant Jägerhaus in Egerten ist an drei Tagen in der Woche geöffnet. Wer hier gut essen will, sollte rechtzeitig reservieren. Wer einmal da ist, kann aber in aller Ruhe genießen. Jolanda Wermuth und Küchenchefin Melanie Guttwein vergeben ihre Tische nur einmal pro Abend. Die beiden wünschen sich vor allem eines: glückliche Gäste.
Text: Marianne Ambs
Ein guter Braten braucht Zeit. Morgens aufgesetzt, köchelt er leise vor sich hin, bis er – garniert mit Beilagen der Saison – auf den Tisch kommt. Melanie Guttwein freut sich, wenn die Gäste ihre Kochkunst schätzen und entspannt genießen. Freitag- und Samstagabend servieren Jolanda Wermuth und die Küchenchefin im Jägerhaus ein wechselndes Vier-Gänge-Menü. Zudem gibt es eine überschaubare Karte mit saisonalen Gerichten.
Am Sonntagmittag finden sich die Gäste im kleinen Restaurant am Rande des Kanderner Ortsteils zum „Rundum-Sorglos-Menü“ mit Panoramablick ein. „Die Speisenfolge ist immer eine Überraschung“, verspricht Jolanda Wermuth.
Zum Auftakt gibt es einen Gruß aus der Küche: frisch gebackenes Jägerhausbrot aus Wollbacher Mehl mit dreierlei Dips. Der


Jolanda Wermuth (l.) und Melanie Guttwein ernten Bärlauch und andere Kräuter im eigenen Garten. Bei schönem Wetter wird die Terrasse mit Ausblick geöffnet.

Brotteig wird täglich frisch angesetzt und darf in aller Ruhe gehen. Klassiker auf der Jägerhaus-Karte sind zum Beispiel das zarte Châteaubriand vom Lavasteingrill oder saftiges Roastbeef an Aussie-Bush-Pfeffer-Jus. Der australische Touch kommt nicht von ungefähr: Jolanda Wermuths Mutter Tiffany Buckingham-Wermuth ist gebürtige Australierin, ihr Vater Christoph brachte aus seiner Zeit dort nicht nur seine Frau, sondern auch viele Rezepte nach Egerten mit. Dazu gehört auch Lamm mit Minzsoße. Die Minze für die würzige Soße erntet Melanie Guttwein im weitläufigen Garten. Auch Vegetarier sind im Jägerhaus gut aufgehoben: Für sie steht zum Beispiel „Cheeky Chicks“ auf der Karte, ein vegetarisches Kichererbsen-Curry mit Harissa, Honig-Curry-Feta und Couscous.
Kennengelernt haben sich die beiden Gastgeberinnen in Stuttgart. Beide bringen reichlich Erfahrung mit: Jolanda Wermuth lernte ihr Handwerk in Sternehäusern, reiste nach Asien und Australien und leitete schließlich ein Szenerestaurant. Melanie Guttwein war Küchenchefin im „Goldenen Adler“. 2015 beschlossen die beiden, das Restaurant Jägerhaus in Egerten zu übernehmen. Für Jolanda Wertmuth ging damit ein Kindheitstraum in Erfüllung. „Das wollte ich schon immer“, sagt sie. Die damals 24-Jährige ist im Jägerhaus aufgewachsen und hat schon als Kind ihrem Vater in der Küche in die Töpfe geschaut. Auch Melanie Guttwein war sofort überzeugt. In Egerten konnten die beiden ihren Traum vom Landleben verwirklichen, mit Pferden, Hund und Gänsen. Auch ihre zwei Kätzchen fühlten sich im Markgräflerland wohler als in der Stadtwohnung.
Während Jolanda Wermuth schon immer Köchin werden wollte, fand Melanie Guttwein über Umwege in die Gastronomie. 1996 war sie die erste weibliche
Auszubildende zur Kfz-Mechanikerin im Bodenseekreis. Mit Ende Zwanzig landete sie als Küchenhilfe in einem Stuttgarter Gasthaus, entdeckte ihre Leidenschaft fürs Kochen und machte noch eine Ausbildung zur Köchin. Im Jägerhaus kümmert sich Jolanda Wermuth heute um den Service, während Melanie Guttwein die Küche führt. Die Menüs planen sie gemeinsam, inspirieren sich gegenseitig und profitieren jeweils vom Können und den Ideen der anderen.
Die Karte wechselt je nach Jahreszeit und lokalem Angebot. Melanie Guttwein arbeitet nebenher in der Landwirtschaft und kennt die Bauern persönlich. „Wir wollen vor allem kleine Familienbetriebe unterstützen“, sagen die Gastgeberinnen. So kommt das Bier von einem Bauernhof in Tannenkirch, wo noch in überschaubaren Mengen gebraut wird, und auf der Weinkarte stehen ausschließlich regionale Tropfen. „Wenn Gäste uns nach französischen Weinen zum Hummermenü fragen, dann




müssen wir passen, den gibt es bei uns nicht“, sagt Jolanda Wermuth mit einem Lächeln. Hummer allerdings schon, aber nur im März.
Dann werden die Tiere im kalten Nordatlantik in Reusen nachhaltig gefangen und anschließend roh schockgefrostet. „Das können wir vertreten, den Lebendtransport nicht“, erklärt Jolanda Wermuth.
Auch andere Produkte suchen
Gäste auf der Speisekarte vergeblich: Froschschenkel, Thunfisch, echten Kaviar ebenso wie Fleisch aus Massentierhaltung.
In Egerten haben die beiden ihr Paradies gefunden, das sie mit ihren Gästen teilen. Im Frühling und Sommer zeigt sich der große Garten im englischen Stil von seiner schönsten Seite, wenn 354 Rosenstöcke nach und nach ihre Blütenpracht entfalten. Die Gäste sitzen auf der Terrasse mitten im Grünen. Zwischen den Gängen
lohnt sich ein Rundgang durch den Garten mit Teichen und Biotopen. Der schwarze Schwan „Sydney“, der seit fast 30 Jahren hier lebt, ist ebenso ein Publikumsliebling wie die Entenfamilie, die durch den Garten watschelt. Dazu summen Insekten, Vögel zwitschern. „Im Sommer hören wir sogar den Ruf eines Pirols“, freut sich Jolanda Wermuth. Kein Wunder, dass der Garten immer wieder zur Kulisse für freie Trauungen wird. Auch die beiden Gastgeberinnen haben sich hier das Jawort gegeben.
Bilder des Malers Max Böhlen zieren die Gasträume. Schwan „Sydney“ taucht seit 30 Jahren im Gartenteich ab.
Zum Gebäudeensemble des Jägerhauses gehört auch ein kleines Museum: Im benachbarten Malerhaus ist das Max-Böhlen-Museum untergebracht, das Jolanda Wermuths Großvater für die 3500 Werke umfassende Sammlung des Künstlers eingerichtet hat. Max Böhlen, Jolandas Urgroßvater, hatte das Jägerhaus 1939 für sich und seine Familie gekauft. Der aus der Schweiz stammende Maler lebte hier bis zu seinem Tod 1971. Sein Sohn Andreas eröffnete 1965 eine kleine Gastronomie für Wanderer und Einheimische, bevor Enkel




Christoph Wermuth, Jolandas Vater, 1988 daraus ein Restaurant machte. 1995 wurde in den ehemaligen Wohnräumen des Malers das Museum mit seinem künstlerischen Nachlass eröffnet. Einige seiner Werke hängen heute auch in den beiden Gasträumen mit etwa 20 Sitzplätzen. „Je nach Jahreszeit wechsle ich die Bilder immer wieder aus“, erzählt die Urenkelin, die Besucher auf Anfrage gerne persönlich durch das Museum führt.
Museum im Malerhaus
Den Dreiklang aus „Küche, Kunst, Natur“ im Jägerhaus empfinden Jolanda Wermuth und Melanie Guttwein selbst als „Idyll für die Sinne“. Wenn sie nicht kochen oder die Gäste bewirten, kümmern sie sich um Gänse, Enten, Hund und Pferde, um den weitläufigen Garten, um das Anwesen. Und um Jolanda Wermuths Großmutter, „damit sie bis zum Schluss in ihrem Haus bleiben kann“. Deshalb ist das Restaurant derzeit nur drei Tage in der Woche geöffnet. Für kleine Gesellschaften, Wandergruppen oder Betriebsfeiern öffnen die Gastgeberinnen aber auch außerhalb der regulären Zeiten gern ihre Türen. „Einfach anfragen“, sagen sie. „Wir machen vieles möglich.“
Rezept desMonat s

Pavlova* mit Sahne, frischen Beeren und Holunderblüten
Zutaten
Für den Boden
225 g Eiweiß
300 g Zucker
1 EL Speisestärke
1 ½ EL heller Essig
Zum Anrichten
Geschlagene Sahne
Früchte der Saison: Im Frühling und Sommer frische Erdbeeren und Himbeeren
Holunderblüten und frische Minzeblättchen zum Dekorieren
Puderzucker zum Bestäuben
Das Eiweiß mit Zucker steif schlagen. Den Zucker dabei löffelweise zugeben und schlagen, bis er sich
aufgelöst hat. Am Schluss die Speisestärke und den Essig dazugeben und 5 Minuten weiterschlagen.
Den Ofen auf 150 Grad vorheizen. Die Masse in einer 24er Springform mit Backpapier auf einem Backblech in den Ofen geben und bei 120 Grad 40 Minuten backen. Danach im Ofen bei offener Tür abkühlen lassen.
Die Pavlova auf einem großen Teller oder einer Platte mit geschlagener Sahne anrichten und mit frischen Früchten, zum Beispiel Erdbeeren und Himbeeren, Holunderblüten und Minze-Blättchen garnieren. Mit Puderzucker bestäuben und sofort servieren.
Jeder kann sich von der Pavlova dann mit einem Löffel ein Stück auf seinen Teller nehmen und die Nachspeise genießen.
Restaurant Jägerhaus
Wollbacher Straße 28 79400 Kandern-Egerten
Tel.: 07626/8715
restaurant-jaegerhaus.de
Öffnungszeiten:
Fr. & Sa. ab 18.30 Uhr
So. ab 12 Uhr
* Die Pavlova, benannt nach der russischen Primaballerina Anna Pavlowa, stammt ursprünglich aus Australien und Neuseeland. In Australien gilt sie als Nationalgericht.



Texte, Rezepte und Fotografie: © 2025 by Géraldine Leverd La Cuisine deGé
Französisch kochen ohne Schickschnack! Géraldine Leverd zeigt, wie sich ohne großen Aufwand Bistro-Feeling auf den Tisch zaubern lässt. Frisch, unkompliziert und lecker, ob als schnelles Mittagessen oder als kleine kulinarische Showeinlage.
Für 4 Personen
Zubereitungszeit: 10 Minuten
Kochzeit: 30 Minuten
Für den gerösteten Fenchel
4 große Fenchelknollen (siehe Tipp)
2 EL Olivenöl
Salz und schwarzer Pfeffer
Für das Rucolapesto
60 g Rucola
60 g ganze Haselnusskerne, geröstet
60 g Parmesan, gerieben
2 Knoblauchzehen, geschält
120 ml Olivenöl
3 EL Zitronensaft, frisch gepresst
1 Prise Fleur de sel oder Meersalz
Den Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Die Enden der Fenchelknollen und das Grün abschneiden (das Grün kann man zum Garnieren aufheben). Die Fenchelknollen aufrecht stellen und 5 oder 6 dünne Scheiben der Länge nach abschneiden und auf das vorbereitete Blech legen.
Scheiben auf beiden Seiten mit 2 EL Öl bestreichen, salzen und pfeffern. 25–30 Minuten im Ofen zart rösten.
Alle Pestozutaten in einen Mixer geben und cremig pürieren.
Den gerösteten Fenchel auf einer Servierplatte anrichten, mit etwas Rucolapesto und, falls verwendet, mit dem Fenchelgrün toppen. Das übrige Pesto separat servieren.
Dieses Rezept kann mit jeglichem ofengerösteten Gemüse abgewandelt werden, wie Babykartoffeln, Zucchini, Karotten oder Kürbis.

Für 4 Personen
Zubereitungszeit: 10 Minuten
Kochzeit: 30 Minuten
Für das Hähnchen
4 Hähnchenbrüste mit Haut, ohne Knochen (à ca. 80 g)
Salz und schwarzer Pfeffer
30 g Weizenmehl Type 405, 2 EL Olivenöl
Für die cremige Sauce
250 g Champignons, klein geschnitten, Olivenöl (optional), Salz
1 große Schalotte, geschält und gehackt
2 EL Butter, 30 g Weizenmehl Type 405
60 ml trockener Weißwein
480 ml Hühnerbrühe, 160 ml flüssige Sahne
60 g Babyspinat oder gehackte Spinatblätter
17 g frischer Estragon, gehackt
Hähnchenbrüste auf beiden Seiten salzen und pfeffern. Mehl in einen flachen Teller geben und das Fleisch darin wenden, um es vollständig zu ummanteln; überschüssiges Mehl ab klopfen.
Das Öl bei mittlerer Temperatur in einem Schmortopf erhitzen. Die Hähnchen -
brüste darin etwa 3 Minuten je Seite anbraten, bis sie goldbraun sind, währenddessen nicht bewegen. Danach aus dem Topf nehmen.
Im selben Topf die Champignons anbraten. Falls nötig, etwas Öl nachgießen, und bei mittlerer Temperatur 5–10 Minuten braten, bis sie weich und braun sind. Salzen und aus dem Topf nehmen.
Im selben Topf die Schalotte 2 Minuten bei mittlerer Temperatur anbraten. Butter hinzufügen und schmelzen, Mehl hineinrühren und eine Mehlschwitze herstellen. Weißwein dazugießen und ablöschen, eventuellen Bratensatz mit einem Kochlöffel vom Topfboden lösen. Die Hälfte der Brühe hinzufügen, dann die zweite Hälfte, unter ständigem Rühren eine cremige Sauce zubereiten. Die Hähnchenbrüste wieder in den Topf legen und bei mittlerer Temperatur 15–20 Minuten kochen lassen, bis die innere Temperatur mindestens 74 Grad beträgt, und das Fleisch, damit es gleichmäßig durchgart, gelegentlich wenden. Kurz vor dem Servieren die Sahne, die gebratenen Pilze, den Spinat und den Estragon hinzufügen. Gut umrühren und etwa 2 Minuten köcheln lassen, bis die Sahne warm und der Spinat zusammengefallen ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Hähnchenbrüste sofort mit der Sauce servieren.



Zitronen-Meringue-
Für 6 Törtchen
Zubereitungszeit: 15 Minuten
Kühlzeit: 2 Stunden 10 Minuten
Kochzeit: 30 Minuten

Für den süßen Mürbeteig
Butter zum Einfetten
1 Kugel süßer Mürbeteig, gekühlt
Mehl zum Bestauben
Für den Lemon Curd
3 mittelgroße Eier, 130 g Zucker
Abrieb von 1 mittelgroßen unbehandelten Zitrone
120 ml Saft von 2 mittelgroßen Zitronen, 3 EL Speisestärke
60 g Butter, zimmerwarm
Für die Meringue
2 mittelgroße Eiweiß, 65 g Zucker
Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Sechs Mini-Tarteförmchen (Ø 10 cm) mit Butter einfetten.
Die gekühlte Teigkugel auf einer leicht bemehlten Oberfläche in sechs gleich große Teile teilen, jedes gut 3 mm dick ausrollen
und in eine der vorbereiteten Formen einpassen, überschüssigen Teig von den Rändern abschneiden. Mit einer Gabel ein paarmal in den Boden stechen. Ein Backpapier auf den Teig legen und mit getrockneten Bohnen belegen. 20–25 Minuten blindbacken, bis die Oberfläche goldbraun und durchgebacken ist. Auf einem Gitterrost 10 Minuten abkühlen lassen und aus den Förmchen lösen.
Eier und Zucker in einer Schüssel zu einer blassen Mischung verrühren. Die geriebene Schale von 1 Zitrone, 120 ml Zitronensaft (aus beiden Zitronen) und Speisestärke in einem Topf verrühren, bis die Speisestärke aufgelöst ist. Die Ei-Zucker-Mischung in den Topf geben und bei mittlerer Temperatur unter ständigem Rühren erhitzen, bis der Curd eindickt. Vom Herd nehmen, Butter hinzufügen und einrühren. Den Curd sofort auf den abgekühlten Formen verteilen. Mind. 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Eiweiß in einer großen Schüssel mit einem Handrührer schlagen, nach und nach den Zucker dazugeben, bis sich feste Spitzen bilden. Die Meringue über den Curd löffeln. Die Tartes für 5–10 Minuten bei 200 Grad in den Ofen stellen, bis die Meringue Farbe annimmt. Sofort servieren oder bis zu 48 Stunden kühlen.

4 Lammhaxen
Je 1 Karotte, Zwiebel
7 Knoblauchzehen
2 Schalotten, ½ Sellerie
1 EL Tomatenmark, Rotwein
1 l Lammfond
Je 1 Zweig Rosmarin, Thymian, Petersilie
Lammhaxen mit Salz und Pfeffer würzen, ringsum knusprig braten. Gemüse und 3 Knoblauchzehen mitrösten. Tomatenmark zugeben. Mehrfach mit Rotwein ablöschen und reduzieren. Mit Lammfond auffüllen, Kräuter zugeben, im Ofen bei 100 Grad circa 1,5– 2 Stunden schmoren.
Haxen aus der Sauce nehmen und warmstellen, Sauce passieren. Restlichen Knoblauch in Olivenöl andünsten, mit Rotwein ablöschen, reduzieren, zur Sauce geben.

La Cuisine de Géraldine. Die junge französische Küche von Géraldine Leverd
Verlag: Christian Verlag, 2025
192 Seiten, Hardcover Preis: 29,99 Euro
Für die Polenta je ½ Liter Milch und Sahne mit je einem Bund Thymian und Rosmarin aufkochen, 20 Minuten ziehen lassen. 110 Gramm Polenta einrühren, quellen lassen, 100 Gramm Parmesan unterheben und mit Salz, Muskat, Pfeffer aus der Mühle abschmecken.
400 Gramm Bohnen in Salzwasser bissfest garen, in gewünschte Größe schneiden. Eine Zwiebel in Butter glasig dünsten, Bohnen zugeben und mit Salz, Pfeffer und Bohnenkraut abschmecken.

JOHANNES OERDING MITTWOCH, 29. APRIL 19.30 UHR
MesseFreiburg, Sick-Arena

Ausstellungen
NATURKUNDEMUSEUM
Versammelt
Die Vielfalt des Lebens auf der Erde Karlsruhe, bis 12.4. www.smnk.de
SPIELZEUG WELTEN MUSEUM
Teddy
Von Legende bis Lifestyle Basel, bis 31.1.27 www.spielzeug-weltenmuseum-basel.ch
HISTORISCHES
MUSEUM BASEL
Schatzfunde
Versteckt, verschollen, entdeckt Basel, bis 28.6. www.hmb.ch
ZKM
Eva-Maria Lopez: PhytoTravellers
Projekt im Rahmen von „Fellow Travellers“ Karlsruhe, bis 26.10. www.zkm.de
NATURHISTORISCHES
MUSEUM BASEL
Wildlife Photographer of the Year
Die 100 weltbesten Naturfotografien Basel, bis 28.6. www.nmbs.ch
KUNSTMUSEUM BASEL
The First Homosexuals Die Entstehung neuer Identitäten 1869–1939 Basel, bis 2.8. www.kunstmuseumbasel.ch
MUSEUM.BL
Fix it!
Vom Glück des Reparierens Liestal, bis 30.8. www.museum.bl.ch
AUGUSTINERMUSEUM
Zukunfts(t)räume
Museum im Wandel Freiburg, bis 21.2.27 www.museen.freiburg.de
GALERIE HEITZ, PALAIS
ROHAN
Eine unumgängliche Vergangenheit
Archäologische Entdeckungen auf der A355 Straßburg, bis 21.6. www.musees.strasbourg.eu
DOKUMENTATIONSZENTRUM NS
Ende der Zeitzeugenschaft? Vom Erzählen zum Bewahren. Wie Erinnerung weiterlebt Freiburg, bis 13.9. www.museen.freiburg.de
FONDATION BEYELER
Cezanne
Bahnbrechende Werke des Pioniers
Basel/Riehen, bis 25.5. www.fondationbeyeler.ch
TROMPETENMUSEUM
400 Jahre Trompetengeschichte Das breite Spektrum der Trompetenbaukunst Bad Säckingen www.trompetenmuseum.de
KERAMIKMUSEUM
STAUFEN
Jugendstil international Keramische Kunst ohne Grenzen Staufen, bis 28.11. www.landesmuseum.de
VITRA DESIGN MUSEUM
Hella Jongerius
Whispering Things
Weil am Rhein, bis 6.9. www.design-museum.de
MUSEUM TINGUELY
Nicolas Darrot
Fuzzy Logic Basel, bis 7.3.27 www.tinguely.ch
MUSEUM FRIEDER BURDA
Wettstreit mit der Wirklichkeit
60 Jahre Fotorealismus Baden-Baden, bis 2.8. www.museum-frieder-burda.de
KUNSTHALLE MESSMER
Hermann Hesse Bereit zum Aufbruch Riegel, bis 11.10. www.kunsthallemessmer.de
CARTOONMUSEUM
José Muñoz
Broken Voices Basel, bis 21.6. www.cartoonmuseum.ch
DREILÄNDERMUSEUM
Burg Rötteln
Neue Methoden in der Archäologie Lörrach, bis 14.6. www.dreilaendermuseum.eu
VITRA SCHAUDEPOT
Science Fiction Design
Vom Space Age zum Metaverse Weil am Rhein, bis 10.5. www.design-museum.de
KUNSTMUSEUM BASEL
Helen Frankenthaler Werke aus sechs Jahrzehnten. Basel, 18.4. bis 23.8 www.kunstmuseumbasel.ch
DREILÄNDERMUSEUM
Legal – Illegal
Graffiti, Street Art & Murals Lörrach, 22.4. bis 12.7. www.dreilaendermuseum.eu
FREITAG, 3.4.2026
Kellerkinder Comedy Stand-up-Comedy, Open Mic Harmonie Gewölbekeller, Freiburg, 19 Uhr www.harmonie-gewoelbekeller.de
FREITAG, 10.4.2026
Matthias Brodowy
„Bis es Euch gefällt ...“ Theater Kumedi, Riegel, 20 Uhr www.kumedi.de
DONNERSTAG, 16.4.2026
Liese-Lotte Lübke
„Die beste Entscheidung der Woche“ Theater im Teufelhof, Basel, 20.15 Uhr www.theater-teufelhof.ch
FREITAG, 17.4.2026
Django Asül
„Am Ende vorn“ Vorderhaus, Freiburg, 20 Uhr www.vorderhaus.de
Bülent Ceylan „Diktatürk“ Messe, Freiburg, 20 Uhr www.messe.freiburg.de
Oropax-Experimental Demo-Version 0.0.1 der neuen 2026er-Show
E-Werk, Freiburg, 20 Uhr, auch am 18.4. www.ewerk-freiburg.de
SAMSTAG, 18.4.2026
Rasmus Syman „Alles Ego“ Burghof, Lörrach, 20 Uhr www.burghof.com
Toni & Max Uthoff
„Einer zuviel“ Paulussaal, Freiburg, 19.30 Uhr www.vorderhaus.de
Inka Meyer
„Highway to Health“ Roccafé, Denzlingen, 20 Uhr www.roccafe.de
Luksan Wunder „Dr. Edeljoghurts Multimedia Panoptikum 2“ Vorderhaus, Freiburg, 20 Uhr www.vorderhaus.de
Illustration: © José Muñoz, «Alack Sinner: Begegnungen» (Ausschnitt), 1981 Szenario von Carlos Sampayo Casterman, Paris, 1984
28.3. bis 21.6.2026 Cartoonmuseum Basel www.cartoonmuseum.ch

BROKEN VOICES
Mit Hardboiled-Storys um den Privatdetektiv und Ex-Polizisten Alack Sinner, in Schwarz-Weiß-Kontrasten gehalten, haben der aus Argentinien stammende Comiczeichner José Muñoz und sein Landsmann Carlos Sampayo einen Meilenstein der Comicgeschichte geschaffen. Das Cartoonmuseum zeigt das Lebenswerk des Zeichners erstmals in einer Retrospektive in Europa.

SONNTAG, 19.4.2026
Jonas Greiner „Auf Augenhöhe“ Vorderhaus, Freiburg, 19 Uhr www.vorderhaus.de
MITTWOCH, 22.4.2026
Ass-Dur „Celebration“ Fauteuil, Basel, 20 Uhr, auch am 23.4. www.fauteuil.ch
DONNERSTAG, 23.4.2026
Eva Karl Faltmeier „Ding Dong“ Theater im Teufelhof, Basel, 20.15 Uhr www.theater-teufelhof.ch
FREITAG, 24.4.2026
Martina Schwarzmann „Martina Schwarzmann macht was Sie will“ Konzerthaus, Freiburg, 20 Uhr www.karoevents.de
Eva Karl Faltermeier „Ding Dong“ Vorderhaus, Freiburg, 20 Uhr www.vorderhaus.de
Sven Garrecht „Kann man machen!“ Theater im Teufelhof, Basel, 20.15 Uhr, auch am 25.4. www.theater-teufelhof.ch
SAMSTAG, 25.4.2026
Alfons „Klasse!“ Paulussaal, Freiburg, 20 Uhr www.vaddi-concerts.de
Camilla Kallfass Show
Musical, Pop & Schlager der Extraklasse KiK, Offenburg, 20 Uhr www.kik-online.de
MONTAG, 27.4.2026
Strohmann-Kautz „Sitzläder“ Theater im Teufelhof, Basel, 20.15 Uhr www.theater-teufelhof.ch
DONNERSTAG, 30.4.2026
Anne Folger „Spielversprechend!“ Burghof, Lörrach, 20 Uhr www.vorderhaus.de
SAMSTAG, 4.4.2026
Once Upon A Mattress
Die wahre Geschichte der Prinzessin auf der Erbse Theater Baden-Baden, 20 Uhr, auch am 5.4. www.theater-baden-baden.de
SAMSTAG, 11.4.2026
Elvis – Das Musical Mitreißende Hommage mit all seinen großen Hits Festspielhaus Baden-Baden, 20 Uhr www.festspielhaus.de
MONTAG, 13.4.2026
Grand Finale
Bittersüßes Geistermusical Theater Basel, 19.30 Uhr, auch am 19.4.
www.theater-basel.ch
FREITAG, 17.4.2026
Souvenir
Die Diva der Dissonanz E-Werk, Freiburg, 20 Uhr, auch am 18., 19., 24., 25. & 26.4. www.dieschoenen.com
Ausstellung: Wildlife Photographer of the Year
MONTAG, 6.4.2026
Rigoletto
Bis eine·r stirbt: Ein Hofnarr zwischen Lachzwang & Selbstdemontage Theater Freiburg, 18 Uhr, auch am 16. & 19.4. www.theater.freiburg.de
SONNTAG, 12.4.2026
Iphigénie en Tauride Antiken-Spektakel zwischen Trauma & Befreiung Theater Freiburg, 18 Uhr www.theater.freiburg.de
Premiere: Fin de partie Becketts Klassiker des absurden Theaters als Oper Theater Basel, 18.30 Uhr, auch am 18. & 26.4. www.theater-basel.ch
SONNTAG, 26.4.2026
Junge Opern-Nachwuchstalente der Hochschule für Musik Freiburg
Im Rahmen des 29. Bad Krozinger Mozartfests Kurhaus, Bad Krozingen, 19 Uhr www.bad-krozingen.info
Bis 28. Juni 2026 | Naturhistorisches Museum, Augustinergasse 2, Basel | www.nmbs.ch



Im Naturhistorischen Museum Basel ist exklusiv in der Schweiz die Ausstellung „Wildlife Photographer of the Year“ zu sehen. Der renommierte Wettbewerb zeichnet seit 1965 jedes Jahr die herausragendsten Naturfotografien der Welt aus. Er wird vom Natural History Museum, London, ausgerichtet. Für die aktuelle Ausgabe hat eine hochkarätige Jury aus über 60.000 Einsendungen die aussagekräftigsten Bilder ausgewählt. Mehr als 4000 Fotografinnen und Fotografen aus über 110 Ländern haben am Wettbewerb teilgenommen. Nun sind in Basel die 100 besten Naturfotografien
der Welt versammelt. Die Basler Ausstellung wirft ein Licht auf kraftvolle und faszinierende Bilder, die beeindruckende Verhaltensweisen von Tieren, besondere Arten sowie atemberaubende Landschaften einfangen.
Begleitend findet wieder der Fotowettbewerb „Schnappschuss“ statt; zur Preisverleihung und Vernissage der prämierten Schnappschüsse sind am Donnerstag, 16. April, 18.30 Uhr, alle Fotoliebhaber eingeladen. Durch regelmäßige Führungen, insbesondere Fokusführungen mit besonderen Gästen, wird die Sonderausstellung für Besucherinnen und Besucher noch nahbarer.
Zudem finden Veranstaltungen statt, die die Themen der Naturfotografen aufnehmen. Am 27. Mai steht ein Gespräch über Naturschutz und Nachhaltigkeit mit dem Unternehmer und Naturschützer André Hoffmann und dem Journalisten Tobias Bossard auf dem Programm. Am 4. Juni wird Prinz Hussain Aga Khan erwartet. Er ist ein international geschätzter Naturfotograf und wurde im Wettbewerb „Wildlife Photographer of the Year“ prämiert. Das Thema lautet „Pointing out solutions for a resilient ocean“. Seine Organisation „Focused On Nature“ hat sich den Schutz der Biodiversität zur Aufgabe gemacht.
MITTWOCH, 1.4.2026
Caravaggio
Oder die Stille unseres Herzschlages La Sinne, Mulhouse, 20 Uhr www.operanationaldurhin.eu
SAMSTAG, 11.4.2026
New Works: Hakobyan/Jung Kraftvoll & energetisch Theater Basel, 19.30 Uhr www.theater-basel.ch
MITTWOCH, 15.4.2026
Frida
Eva Duda Dance Company Burghof, Lörrach, 20 Uhr www.burghof.com
DONNERSTAG, 16.4.2026
Work-Life-Ballett
Nora Wyss & Miriam Seifert E-Werk, Freiburg, 19 Uhr, auch am 17. & 18.4. www.ewerk-freiburg.de
FREITAG, 24.4.2026
Vom Schrei zur Bewegung Naom Teatro, auch am 25.4. E-Werk, Freiburg, 20.30 Uhr www.ewerk-freiburg.de
SONNTAG, 5.4.2026
Revue. Über das Sterben der Arten
Strike a Pose! Laufsteg frei für Dodo & Kurznasenbär
Theater Freiburg, 18 Uhr, auch am 11. & 18.4. www.theater.freiburg.de
MONTAG, 6.4.2026
Moby Dick – das Solo Rauschhaftes Spektakel, nach Herman Melville Theater Basel, 18.30 Uhr www.theater-basel.ch
Zum letzten Mal: Biedermann & die Brandstifter Lehrstück ohne Lehre Theater Basel, 18.30 Uhr www.theater-basel.ch
20.000 Meilen sind doch mehr als wir dachten Poetische Unterwasserfabel Theater Basel, 19 Uhr www.theater-basel.ch
DIENSTAG, 7.4.2026
Die Wahlverwandtschaften Frei nach Goethe Theater Basel, 19.30 Uhr www.theater-basel.ch
MITTWOCH, 8.4.2026
Theater
MITTWOCH, 1.4.2026
Fünf Minuten Stille Komödie von Leo Meier, Wallgraben Theater, Freiburg, 19 Uhr auch am 2., 4., 5., 8., 10., 11., 14., 15., 17.–19., 21., 22., 28. & 29.4. www.wallgraben-theater.com
Die Schändung der Lucretia: Ein Casting Ach! sie verlor, was mehr ihr wert als Leben Theater Basel, 19.30 Uhr, auch am 26.4. www.theater-basel.ch
FREITAG, 3.4.2026
Die Wiedervereinigung der beiden Koreas Variationen über die Unmöglichkeit der Liebe Theater Baden-Baden, 19 Uhr www.theater-baden-baden.de
Hamlet
Von William Shakespeare Theater Basel, 19.30 Uhr, auch am 19.4. www.theater-basel.ch
Heidi
Wie eine heile Bergwelt ins Rutschen gerät Theater Freiburg, 20 Uhr www.theater.freiburg.de
FREITAG, 10.4.2026
Kei Muckser, sunscht knallt's Komödie von Chris Arnold Alemannische Bühne, Freiburg, 20.15 Uhr, auch am 11., 17., 18., 24. & 25.4. www.alemannische-buehne.de
SAMSTAG, 11.4.2026
Kasimir & Karoline & der Tanz mit dem Tod Ballade von Ödön von Horváth Theater Basel, 19.30 Uhr www.theater-basel.ch


























11. & 12. April, ab 11 Uhr Staudengärtnerei, Sulzburg www.graefin-von-zeppelin.de

GARTENSAISON START
Um das 100-jährige Jubiläum gebührend zu feiern, hat die Traditionsgärtnerei „Gräfin von Zeppelin“ für 2026 ein vielseitiges Programm zusammengestellt, das Tradition und Moderne verbindet. Auch das Frühlingsfest, das den Gästen Inspiration, Musik, Genuss und fröhliche Begegnungen in der Staudengärtnerei im Sulzburger Ortsteil Laufen bietet, steht im Zeichen des Jubiläums.
Fr., 10. bis So., 12. April
Bei der Kirche 1, Eisenbach antikuhrenboerse-eisenbach.de

SONNTAG FAMILIENTAG
Auf einer der schönsten Uhrenbörsen des Schwarzwaldes mit 100 Ausstellerinnen und Ausstellern sind moderne und antike Kleinuhren sowie Großuhren, Zubehör und Ersatzteile zu sehen. Der Sonntag wird zum Familientag: Der Eintritt ist frei und es gibt eine Gratis-Tombola für die Jugend. Hauptgewinne sind restaurierte antike Uhren, gestiftet vom Veranstalter und von Ausstellern.
Traditioneller Kunsthandwerkermarkt
Sonntag, 26. April, 11 bis 18 Uhr
Historische Altstadt, Schiltach www.schiltach.de

Gemütlich durch die Innenstadt schlendern, Schmuck, Keramik, Holzarbeiten, Textilien, Gartendekoration und viele weitere kreative Unikate an den Ständen der Kunsthandwerker und Kunsthandwerkerinnen entdecken und in den Geschäften einkaufen: So sieht für die Gäste von Schiltach der 26. April aus. Als Ergänzung zum traditionellen Kunsthandwerkermarkt in der Altstadt, der um 11 Uhr beginnt, laden die Schiltacher Einzelhändler von 12 bis 17 Uhr zum verkaufsoffenen Sonntag ein. Auch kulinarisch wird beim bunten Erlebnistag in Schiltach viel geboten. Die Cafés sind geöffnet, Streetfoodstände laden zum Genießen ein, und auf den Stufen am Vorland kann man der Schiltach entspannt beim Fließen zuschauen.
SONNTAG, 12.4.2026
Die Krume Brot Schauspiel von Lukas Bärfuss über Armut & Reichtum Theater Basel, 18.30 Uhr, auch am 17., 25. & 30.4. www.theater-basel.ch
MONTAG, 13.4.2026
Die Ritter des Mutterkorns Psychedelische Klamotte Theater Basel, 19.30 Uhr, auch am 18.4. www.theater-basel.ch
FREITAG, 17.4.2026
Farm Fatale Vogelscheuchen-Band beschwört den Neuanfang Theater Freiburg, 19.30 Uhr, auch am 29.4. www.theater.freiburg.de
SONNTAG, 19.4.2026
Orlando – ein Zwischenspiel Szenische Reise durchs Theater mit Motiven aus dem Roman von Virginia Woolf Theater Baden-Baden, 19 Uhr www.theater-baden-baden.de
DONNERSTAG, 23.4.2026
Premiere: Mister Tomato Parabel über das Amerika unter Donald Trump Theater der Immoralisten, Freiburg, 20 Uhr www.immoralisten.de
Premiere: Songs of Whales
Farn Kollektiv E-Werk, Freiburg, 20 Uhr, auch am 25. & 26.4. www.ewerk-freiburg.de
FREITAG, 24.4.2026
13 Minuten
Wie Georg Elser beinahe die Welt verändert hätte Wallgraben Theater, Freiburg, 20 Uhr www.wallgraben-theater.com
Premiere: #lookoftheday
Kleiderberge & unbequeme Wahrheiten im Scheinwerferlicht Theater Freiburg, 20 Uhr, auch am 25.4. www.theater.freiburg.de
SAMSTAG, 25.4.2026
Jeffrey Bernard ist unpässlich Komödiantisches Drama von Keith Waterhouse Theater am Kastelberg, Waldkirch Kollnau, 19 Uhr, auch am 26.4. www.theater-am-kastelberg.de
SONNTAG, 26.4.2026
Premiere: Europa
Reise in die Psyche des Zivilisationsbruchs Theater Freiburg, 18 Uhr, auch am 30.4. www.theater.freiburg.de
DIENSTAG, 28.4.2026
Die Impronauten Improshow Tabourettli, Basel, 20 Uhr www.fauteuil.ch
Feste & Hocks
SAMSTAG, 11.4.2026
100 Jahre in Blüte
Frühlingsfest
Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin, Sulzburg-Laufen, ab 11 Uhr, auch am 12.4. www.graefin-von-zeppelin.de
Gastro & Gusto
DONNERSTAG, 9.4.2026
Donnerstags-Dinner
Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt
Waldsee, Freiburg, 18 Uhr www.waldsee-freiburg.de
SAMSTAG, 11.4.2026
Oster-Brunch
Im Rahmen des 29. Bad Krozinger Mozartfests Kurhaus, Bad Krozingen, 11 Uhr www.bad-krozingen.info
FREITAG, 24.4.2026
Mord am Filmset
Krimi-Dinner
Schlossbergrestaurant Dattler, Freiburg, 19 Uhr www.freistil-theater.de
Lesungen & Vorträge
FREITAG, 10.4.2026
„Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken“
Lesung mit Sarah Lorenz Slow Club, Freiburg, 21 Uhr www.slowclub-freiburg.de
SONNTAG, 12.4.2026
Ralf König: „Pflaumensturz & Sahneschnitten“ Über vier Jahrzehnte Comiczeichnerei Theater Freiburg, 19 Uhr www.theater.freiburg.de
Iphigenies Schattenkabinett Trauma-Forscher Adrian Wagner im Gespräch Theater Freiburg, 20.45 Uhr www.theater.freiburg.de
MITTWOCH, 15.4.2026
Charlotte Brandi: „Fischtage“ Lesung & Musik Jazzhaus, Freiburg, 20 Uhr www.jazzhaus.de
„Wie Lichter in der Nacht – Menschen, die die Welt verändern"
Lesung mit Jürgen Grässlin (Autor) Gasthaus Schützen, Freiburg, 14 Uhr www.friedenskooperative.de
DONNERSTAG, 16.4.2026
Lena Gorelik: „Alle meine Mütter“
Lesung & Gespräch mit Insa Wilke Literaturhaus, Freiburg, 19.30 Uhr www.literaturhaus-freiburg.de
FREITAG, 17.4.2026
Ulli Lust: „Die Frau als Mensch 2: Schamaninnen“
Lesung & Gespräch mit Andrea Zimmermann Literaturhaus, Freiburg, 19.30 Uhr www.literaturhaus-freiburg.de
DONNERSTAG, 23.4.2026
„Es ist hell & draußen dreht sich die Welt“
Lesung & Gespräch mit Dita Zipfel Literaturhaus, Freiburg, 19.30 Uhr www.rombach.de
SONNTAG, 26.4.2026
„Das kuriose Ostwestfalen Buch“
Kabarett-Lesung mit Bernd Gieseking Theater Kumedi, Riegel, 18 Uhr www.kumedi.de
MONTAG, 27.4.2026
Selbstheilung ist möglich Prana-Erlebnisabend mit Master Sai Cholleti Burghof, Lörrach, 19.30 Uhr www.burghof.com
DIENSTAG, 28.4.2026
Clara Lösel
„Wehe du gibst auf“-Tour 2026 E-Werk, Freiburg, 20 Uhr www.ewerk-freiburg.de
Ein Abend, ein Wort
Gesprächsreihe mit Julica Goldschmidt, Wort des Abends: „Rausch“ Theater Freiburg, 20 Uhr www.theater.freiburg.de

































29. Bad Krozinger Mozartfest
Montag, 6. April bis Montag, 25. Mai 2026 Kurhaus und Schloss Bad Krozingen www.bad-krozingen.info, www.schlosskonzerte-badkrozingen.de

Mit dem Osterbrunch am Ostermontag, 6. April, das vom Johann-Strauß-Ensemble unter der Leitung von Kapellmeister Tibor Szüts mit Werken von Mozart, Haydn, Beethoven und Strauß musikalisch umrahmt wird, beginnt ein Festival, das weit über Bad Krozingen hinaus Freunde hat. Schon zum 29. Mal stehen Musik und Events zu Ehren des berühmten Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart im Mittelpunkt.
Musikalischer Auftakt des Festivals wird am Sonntag, 19. April, 19 Uhr, das Konzert des Markgräfler Symphonieorchesters sein (Foto oben). Unter der Gesamtleitung von Uwe Müller-Feser kommen Carl Orffs „Carmina Burana“, Auszüge aus Bizets „Carmen“ sowie Werke von Albrecht Haaf zur Aufführung. Unterstützt wird das Orchester durch Solistinnen und Solisten wie Verena Seyboldt, Luca Festner und Linus Fischer. Auch der Müllheimer Kammerchor und der Kinderchor des Markgräfler Gymnasiums Müllheim sind dabei. Insgesamt dürfen sich die Konzertgäste auf ein Ensemble von über 200 Mitwirkenden freuen.
Am Sonntag, 26. April, 19 Uhr, ist die „Junge Oper“ in Kooperation mit der Musikhochschule Freiburg in Bad Krozingen zu Gast. Unter der szenischen Leitung von Iris Melamed präsentieren Nachwuchstalente einen Abend mit Arien aus Opern von Mozart und weiteren Komponisten.
Eine humorvolle Seite des Musik-Genies Mozart beleuchten Claudia und Philipp Moehrke (Foto unten) am Sonntag, 3. Mai, um 19 Uhr. Unter dem Titel „Mozart war auch verheiratet“ treffen originale Mozart-Werke auf Pop, Chanson, Revue und überraschende moderne Arrangements.
Parallel zu den Veranstaltungen im Kurhaus Bad Krozingen findet vom 9. April bis zum 14. Mai die renommierte Reihe der Schlosskonzerte unter dem Titel „Mozart donnerstags um 5“ statt, die sich dieses Jahr allen Sonaten für Klavier und Violine des österreichischen Komponisten widmet.

Messen & Märkte
FREITAG, 10.4.2026
Internationale Antikuhrenbörse
Europas größte Antik Uhrenbörse Wolfwinkelhalle, Eisenbach, ab 12 Uhr, auch am 11. & 12.4. www.antik-uhrenboerse.eu
Fit ’n’ run
Freiburger Sportmesse mit aktuellen Trends aus der Läuferszene Messe, Freiburg, ab 16 Uhr www.messe.freiburg.de
SAMSTAG, 11.4.2026
Wolle Festival Handarbeitsmesse für Strick-, Häkel-, Spinn- & Nähbegeisterte Oberrheinhalle, Offenburg, ab 10 Uhr, bis 12.4. www.messe-offenburg.de
SAMSTAG, 18.4.2026
Mädelsflohmarkt
Stöbern & Handeln
Messe, Freiburg, ab 11 Uhr www.messe.freiburg.de
FREITAG, 24.4.2026
Riesenflohmarkt
Stöbern, Feilschen & Verkaufen Messe, Freiburg, ab 14 Uhr, auch am 25.4. www.suema-maier.de
SAMSTAG, 25.4.2026
Internationale Spezialradmesse
Alles rund um Fahrräder Messe, Freiburg, ab 10 Uhr, auch am 26.4. www.spezialradmesse.de
Setzlingsmarkt
Alles für Garten & Balkon Demeter-Gärtnerei Piluweri, Müllheim-Hügelheim, ab 8 Uhr, jeweils Mo.–Sa. bis 23.5. www.piluweri.de
SONNTAG, 26.4.2026
Kunsthandwerkermarkt Verbunden mit dem verkaufsoffenen Sonntag Altstadt, Schiltach, ab 12 Uhr www.schiltach.de
Und sonst so …
MITTWOCH, 1.4.2026
Flow
Visions of Time: staunen, erkunden, eintauchen & sinnieren
Planetarium, Freiburg, 19.30 Uhr, auch am 19. & 30.4. www.planetarium-freiburg.de
SAMSTAG, 11.4.2026
Immer wieder samstags Einblick in den Spielplan & Premieren mit Felix Rothenhäusler & Franz-Erdmann Meyer-Herder Theater Freiburg, 11 Uhr www.theater.freiburg.de
SONNTAG, 12.4.2026
20. Freiburg Marathon 2026 Bands & DJs sorgen bei fünf verschiedenen Distanzen für Stimmung & Motivation Messe, Freiburg, ab 7.30 Uhr www.messe.freiburg.de
MONTAG, 13.4.2026
Open Monday
Chillout, Drinks & Überraschungen Theater Freiburg, ab 17 Uhr www.theater.freiburg.de
FREITAG, 17.4.2026
Premiere: „Geheimnisse“ Magrée: Magic Moments Tabourettli, Basel, 20 Uhr, auch am 18.4. www.fauteuil.ch
SAMSTAG, 18.4.2026
40 Jahre Ökostation Mitmachaktionen für Groß & Klein Ökostation, Freiburg, ab 14 Uhr www.oekostation.de
SONNTAG, 19.4.2026
The Magic Man „Mystic Moments“ Theater am Kastelberg, Waldkirch Kollnau, 18 Uhr www.theater-am-kastelberg.de
MONTAG, 20.4.2026
Michels Quiz Pubquiz für Ratefüchslein, Quiznerds & Friends Waldsee, Freiburg, 19 Uhr www.michelsquiz.de
FREITAG, 24.4.2026
Backen im Lehmofen
Dörrobst, Zopf, Ofengemüse, Burger & Brot
Mundenhof, Freiburg, 14 Uhr www.freiburg.de/mundenhof
MITTWOCH, 29.4.2026
Verleihung des „Walter Mossmann-Preis“
An Dramatikerin Anastasiia Kosodii E-Werk, Freiburg, 19.30 Uhr www.ewerk-freiburg.de
MITTWOCH, 1.4.2026
Redhouse Hot Six
Jazz-Stammtisch
Großer Meyerhof, Freiburg, 20 Uhr www.grosser-meyerhof.de
SAMSTAG, 4.4.2026
Dana Fuchs
„Zurück nach Deutschland“-Tour Jazzhaus, Freiburg, 20 Uhr www.jazzhaus.de
DONNERSTAG, 9.4.2026
Mammal Hands
„Live-Tour 2026 – dynamische Energie und tief verbindende Musik
Jazzhaus, Freiburg, 20 Uhr www.jazzhaus.de
FREITAG, 10.4.2026
Youn Sun Nah Quartet
„Lost Pieces“-Tour 2026 –fesselnde Reise der Selbstfindung Jazzhaus, Freiburg, 20 Uhr www.jazzhaus.de
SAMSTAG, 11.4.2026
Ana Carla Maza
Alamar“-Tour: die neue Stimme Kubas
Jazzhaus, Freiburg, 20 Uhr www.jazzhaus.de
DIENSTAG, 14.4.2026
George Colligan Trio
Pulsierender, kontemporärer
Modern Jazz
the birds eye jazz club, Basel, 20.30 Uhr, auch am 15.4. www.birdseye.ch



DONNERSTAG, 16.4.2026
Arbre
Indie-Jazz & Electro the birds eye jazz club, Basel, 20.30 Uhr www.birdseye.ch
FREITAG, 17.4.2026
Henrik Freischlader „Live“-Tour 2026 Jazzhaus, Freiburg, 20 Uhr www.jazzhaus.de
Green Garden Jazz Combo
Die Gartenjazzer Theater am Kastelberg, Waldkirch Kollnau, 20 Uhr www.theater-am-kastelberg.de
Alex Kautz 4tet
New-Yorker-Jazz
the birds eye jazz club, Basel, 20.30 Uhr, auch am 18.4. www.birdseye.ch
DIENSTAG, 21.4.2026
Moritz Stahl Quartet
„Transient Bodies“ the birds eye jazz club, Basel, 20.30 Uhr, auch am 22.4. www.birdseye.ch


DONNERSTAG, 23.4.2026
Duo Series – 1. Set: Maja Taube & Jan Galega Brönnimann 2. Set ab 21.30 Uhr: Filippou & Lucaciu
the birds eye jazz club, Basel, 20.30 Uhr www.birdseye.ch
DIENSTAG, 28.4.2026
Jure Pukl
„Analog AI“
the birds eye jazz club, Basel, 20.30 Uhr, auch am 29.4. www.birdseye.ch
DONNERSTAG, 30.4.2026
ECM 2026 o Fred Hersch
„Silent, Listening“ Hist. Kaufhaus, Freiburg, 20 Uhr www.forumjazz.de
Basel Jazz Orchestra invites Claudia Döffinger
Big Band Night
the birds eye jazz club, Basel, 20.30 Uhr www.birdseye.ch
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So., 12.4., 18 Uhr; Sa., 9.5., 19.30 Uhr; Mo., 25. 5., 18 Uhr Großes Haus, Theater Freiburg www.theater.freiburg.de

ANTIKENSPEKTAKEL
In der Welt der griechischen Antike lastet ein schwerer Fluch auf Iphigenie. Seit Generationen töten sich die Mitglieder ihrer Familie gegenseitig. Auch Iphigenie ist in Gefahr, als ihr Vater sie opfern will, damit der Krieg gegen Troja beginnen kann.
Christoph Willibald Gluck hat für seine Oper Iphigénie en Tauride kraftvolle Musik geschrieben, in der das Unbewusste hörbar Gestalt annimmt. Die Regisseurin Caterina Cianfarini setzt in ihrer bluttriefenden Inszenierung immer wieder beim zentralen Moment der Vorgeschichte an, dem Mordversuch durch den eigenen Vater. Iphigénies Aufgabe ist groß: Sie fühlt sich in die Enge getrieben, ringt aber um Menschlichkeit. Doch zunächst muss sie die eigenen Erfahrungen von Schuld, Gewalt und Irrtum aufarbeiten.
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Klassik
MONTAG, 6.4.2026
Vivaldi – die vier Jahreszeiten
Philharmonie der Solisten
Hist. Kaufhaus, Freiburg, 16 & 20 Uhr www.philharmonie-der-solisten.de
MONTAG, 13.4.2026
Konzerte des OPS
Werke von Weber, Jaëll & Schumann Opéra, Straßburg, 20 Uhr www.operanationaldurhin.eu
FREITAG, 17.4.2026
Julia Fischer Quartett Kommunikationskunst –Solisten als Ensemble Hochschule für Musik, Freiburg, 19.30 Uhr www.albert-konzerte.de
SAMSTAG, 18.4.2026
Molina Guitar Duo „Kunst der Polyphonie“ Erlöserkirche, Freiburg, 18 Uhr www.gitarrenprojekte.de
Delyria
Werke von Boulanger, Beethoven & Fauré
Klangwellengang
Klaviertrio, Daishin Kashimoto, Claudio Bohórquez & Éric Le Sage Hochschule für Musik, Freiburg, 19.30 Uhr www.albert-konzerte.de
SWR Symphonieorchester Werke von Sibelius & Bruckner Konzerthaus, Freiburg, 20 Uhr www.swr.de
DONNERSTAG, 30.4.2026
Jonas Kaufmann
„Magische Töne“ Konzerthaus, Freiburg, 20 Uhr www.albert-konzerte.de
DONNERSTAG, 2.4.2026
Sound of Smoke
Albumreleasekonzert Jazzhaus, Freiburg, 20 Uhr www.jazzhaus.de
SONNTAG, 5.4.2026













Hist. Kaufhaus, Freiburg, 20 Uhr www.kaisersaal-konzerte.de
SONNTAG, 19.4.2026
6. Kammerkonzert
Philharmonisches Orchester Freiburg Theater Freiburg, 11 Uhr www.theater.freiburg.de
MONTAG, 20.4.2026
SWR Symphonieorchester Werke von Vivaldi, Pärt, Piatti u. a. Konzerthaus, Freiburg, 20 Uhr www.swr.de
DIENSTAG, 21.4.2026
Concert & Crémant: Spring Affair
Liederabend mit Cassandra Wright & Ilan Kurtser Theater Freiburg, 19.30 Uhr www.theater.freiburg.de
SAMSTAG, 25.4.2026
Doesjka van der Linden „Zwischen Himmel & Erde“ Humboldtsaal, Freiburg, 19 Uhr www.avigan.events
Prime Orchestra „Rock Sympho“-Show Konzerthaus, Freiburg, 19 Uhr, auch am 14.4. in der Oberrheinhalle, Offenburg um 19.30 Uhr www.konzertbuero-augsburg.de
MITTWOCH, 8.4.2026
Beat it!
Tribute an den King of Pop Oberrheinhalle, Offenburg, 20 Uhr www.messe-offenburg.de
MONTAG, 13.4.2026
Pretty Acoustic
Roccacoustic im Café Roccafé, Denzlingen, 19.30 Uhr www.roccafe.de
DONNERSTAG, 16.4.2026
Legend the Show
Michael Jackson Tribute-Show Musical Theater, Basel, 19 Uhr www.musical.ch
SAMSTAG, 25.4.2026
Julian Dawson
Jede Show ein Unikat Theater Kumedi, Riegel, 20 Uhr www.kumedi.de
MONTAG, 27.4.2026
Matt Woosey Roccacoustic im Café Roccafé, Denzlingen, 19.30 Uhr www.roccafe.de
MITTWOCH, 29.4.2026
Johannes Oerding
„Arena“-Tour 2026
SICK-Arena, Freiburg, 20 Uhr www.vaddi-concerts.de
DONNERSTAG, 30.4.2026
Jazzhaus Singalong
Mit Cécile Verny & Christian Gutfleisch Jazzhaus, Freiburg, 19.30 Uhr www.jazzhaus.de
Miri in the Green Zwischen Chanson, Indie Pop, French Pop, Folk & Singer-Songwriter Theater Kumedi, Riegel, 20 Uhr www.kumedi.de
Freiburg.Phil Club: Colour of Spring
Special zum 40. Jubiläum des Kult-Albums
Theater Freiburg, 20 Uhr www.theater.freiburg.de
SONNTAG, 19.4.2026
Vocalensemble
„Frühlingserleuchten“ Musikpavillon, Bad Krozingen, 14 Uhr www.bad-krozingen.info
Alles andere …
DONNERSTAG, 2.4.2026
No Plastic Band
Die Magie der 60er Wodan Halle, Freiburg, 20 Uhr www.wodanhalle.com
MONTAG, 6.4.2026
Festival Tamburi Mundi: AufTakt Vielseitiges Konzertangebot
E-Werk, Freiburg, 18 Uhr, bis 11.4. www.ewerk-freiburg.de
FREITAG, 10.4.2026
Alexander Wurz & Die Egerländer Musikanten
„Das Original“ – 70 Jahre Egerländer Jubiläumstournee Konzerthaus, Freiburg, 20 Uhr www.gpkonzerte.de
DONNERSTAG, 16.4.2026
Santi & Tuğçe
„Live“-Tour Jazzhaus, Freiburg, 20 Uhr www.jazzhaus.de
FREITAG, 17.4.2026
Stout
Irish Folk neu definiert Wodan Halle, Freiburg, 20 Uhr www.wodanhalle.com
SAMSTAG, 18.4.2026
Tonio Geugelin
„Live“-Tour 2026 Jazzhaus, Freiburg, 20 Uhr www.jazzhaus.de
Samy Deluxe & Mikis Takeover! Ensemble Klassik & Hip-Hop Konzerthaus, Freiburg, 19 Uhr www.alegria.de
Heimweh
„Vo de Bärge“-Tour 2026
Musical Theater, Basel, 19 Uhr www.musical.ch
DIENSTAG, 21.4.2026
Queens of Hip-Hop
Kraftvolle Charaktere & einzigartige Klangwelten Jazzhaus, Freiburg, 20 Uhr www.jazzhaus.de
DONNERSTAG, 23.4.2026
Alte Bekannte
„Mehr!“-Tour 2026
Jazzhaus, Freiburg, 20 Uhr, auch am 24.4. www.jazzhaus.de
FREITAG, 24.4.2026
Conic Rose
Von Indie-Pop über Jazz bis zu Electronica
the birds eye jazz club, Basel, 20.30 Uhr, auch am 25.4. www.birdseye.ch
SAMSTAG, 25.4.2026
Malaka Hostel
„Brucca Beat“-Releasetour Burghof, Lörrach, 20 Uhr www.burghof.com



iesen Monat mit Anne-Christi n e mherB
Nach fünf Jahren als Münsterbaumeisterin verlässt Anne-Christine Brehm Freiburg. Sie folgt einem Ruf an die Universität Heidelberg, wo sie ab 1. April eine Professur für Europäische Kunstgeschichte übernimmt – mit Schwerpunkt Mittelalter.
Was fasziniert Sie so am mittelalterlichen Bauen?
Ich finde es großartig, nicht nur überwältigt vor einem architektonischen und statischen Meisterwerk wie etwa dem Freiburger Münster zu stehen, sondern auch zu erforschen, wie die Handwerker vor 800 Jahren arbeiteten, wie die Baumeister es schafften, einen Kirchbau zu konzipieren, von dem sie wussten, dass sie seine Fertigstellung nicht erleben würden. Wie mehrere Generationen ihr Wissen und ihre Techniken an die jeweils nächste Generation weitergaben und welche bis heute relevanten Arbeitsweisen sie dabei (weiter)entwickelten. Mich hat auch schon immer interessiert, wie es den damaligen Menschen gelang, das Geld zu sammeln für Projekte, an denen jahrhundertelang gebaut wurde.
Fällt Ihnen der Abschied vom Münster nun schwer? Es ist ja hoffentlich kein endgültiger Abschied. Ich bin zuversichtlich, dass ich im Zuge meiner architekturhistorischen Forschungen immer wieder mit Freiburg zu tun haben werde – etwa über die Bedeutung des Bauhüttenwesens, über die auf Langlebigkeit angelegten Bautechniken und -materialien, über die Rolle der Steinmetze. Ich komme ja aus der Wissenschaft und freue mich nun sehr darauf, wieder

forschen und lehren zu können. Das habe ich bei all den bereichernden Erfahrungen in der praktischen Arbeit schon vermisst. Dennoch war es keine leichte Entscheidung.
Was bedauern Sie am meisten? Dass ich bei der Sanierung des Turm-Oktogons nicht mehr dabei bin. Das ist der Bereich zwischen Glockenstuhl und Turmhelm, er schließt oben mit der Aussichtsplattform ab. An vielen Stellen sind die Steine – besonders die in den 1910er- und 1960er-Jahren eingesetzten Kopien aus Plattensandstein – so schadhaft, dass hier ein Austausch stattfinden muss. Die Arbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen und sind auf mindestens 12 Jahre anberaumt. Dabei wird der Turm nie als Ganzes eingerüstet, sondern in vier Etappen, beginnend an der Nordwest-Ecke, wo einige Teile bereits notgesichert wurden. ewei
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