WILDE ORCHIDEEN Faszinierende Naturschönheiten im Kaiserstuhl & Taubergießen Stadttouren inder
WIE IM ZAUBERWALD
Mammutbäume & Blütenpracht im Arboretum in Baden-Baden
Ein Picknick im Freien ist jetzt genau richtig: Wir empfehlen die passenden Begleiter zu Spargel und Co. in unserem Wein- und Sektguide.
LIEBE LESERIN, LIEBER LESER,
der Taschentuchbaum, benannt nach seinen weißen Blüten, die an wehende Papiertaschentücher erinnern, prächtige Rhododendren in Gelb-, Rot- und Violetttönen, Magnolien, die ihre rosa Blüten der Sonne entgegenstrecken – diese und eine Vielzahl weiterer botanischer Schönheiten hat REGIO-Autorin Nicole Kemper am Fuß des Merkurbergs entdeckt. 2021 hat die Stadt Baden-Baden das Friedrich-Eberts-Arboretum erworben und das steile Wiesengrundstück aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Wir legen Ihnen den Besuch dieses „Zauberwalds“ dringend ans Herz.
Das Rote Waldvögelein, Purpur-Knabenkraut und Ohnhorn sind Wildorchideen-Arten, die an begünstigten Standorten am Oberrhein vorkommen. „Zum Niederknien schön!“, findet REGIO-Autor Frank von Berger. Er verrät uns, wo wir die zartgliedrigen Raritäten bewundern können, warnt aber davor, die streng geschützten Arten mitzunehmen. Im heimischen Garten können die Naturschönheiten nicht überleben.
Wer mehr über die Städte in der REGIO erfahren will, dem sei ein geführter Rundgang durch Gassen und Tore, über Brücken und Plätze empfohlen. Die Stadtführerinnen und Stadtführer in Basel, Colmar und Baden-Baden, aber auch in kleinen Städtchen wie Breisach, Ettenheim oder Schopfheim erzählen Geschichten und Geschichte. Was geschah einst in den verwunschenen Gässchen, welche Baumeister planten barocke Prachtbauten und imposante Wehranlagen und wie lebten die Menschen früher in den Fachwerkhäusern? Wir stellen Ihnen besonders spannende und genussvolle Stadttouren vor.
Entdecken Sie botanische Refugien und städtisches Leben im Dreiländereck!
Marianne Ambs & das REGIO-Team
INHALT
Nr 05
Lust auf … 06 – 07
Impressionen
Jungstörche im Nest 08 – 09
Erkunden & Erleben
Mammutbäume und Blütenrausch: im Friedrich-Eberts-Arboretum in Baden-Baden 10 – 13
Rebstock-Stube in Denzlingen: mit viel Gespür für Geschichte und guten Geschmack 28 – 31
Kulinarisches Feuerwerk: Frühling auf dem Teller mit frischen Zutaten der Saison 32 – 35
Merkles Küchenliebling: Spargel mit Kimizu-Sauce 35
Wein-Guide
Feines Frühlingsduett: Wein trifft Spargel 36
Perfekte Begleiter: leichte Weine und Sekte aus der REGIO 37 – 39
Kalender
Ausstellungen, Messen, Märkte, Theater, Kino und Konzerte: Termine in der REGIO 40 – 49
Horche se mol!
Hans Oelze ist neuer Leiter des Archäologischen Museums Colombischlössle in Freiburg 50
Individuelle Lieblingsstü
LUST AUF …
Smarter Alltagsbegleiter
Ein Designklassiker mit Alltagsqualitäten: Der Carrybag von Reisenthel überzeugt seit 2003 durch klare Form und durchdachte Funktion. Ob Wochenmarkt, Shoppingtour oder Picknick – der vielseitige Korb ist immer einsatzbereit, am besten griffbereit im Auto. Großzügiger Stauraum, eine praktische Innentasche für Essentials und der weich ummantelte
Griff sorgen für Komfort. Der stabile Aluminiumrahmen verleiht ihm Form und zeitlosen Stil. Als personalisierte Variante lässt sich der Carrybag auch über Etsy individuell gestalten und bestellen.
Gesehen im Online-Shop reisenthel.com oder etsy.de
Maritimer Minimalismus mit Charakter: Die Makrele „Klaas“ verbindet robustes Segeltau mit einem verkapselten Edelstahl-Magnetverschluss. In Marineblau, Rosa oder Weiß setzt das handgefertigte Armband klare Akzente – wasserfest, nickelfrei und langlebig. Die feine Kompassgravur unterstreicht den Look. Gefertigt in Köln steht Fischers Fritze® für Qualität, Präzision und echte Handarbeit – spürbar in jedem Detail. Auch Designs wie Krabbe, Garnele und Forelle finden sich in der Kollektion.
Fang das Licht auf stilvolle Weise ein: Unser Sonnenfänger in Grün, kombiniert mit naturfarbenen Holzkugeln und funkelnden Kristallen, setzt zauberhafte Akzente in jedem Fenster. Das schlichte, elegante Design passt sich mühelos jedem Wohnstil an. Wenn Sonnenstrahlen auf die feinen Elemente treffen, entstehen sanfte Lichtspiele, die eine warme, harmonische Atmosphäre schaffen.
Als dekoratives Highlight oder liebevolle Geschenkidee: Dieser Sun Catcher ist ein kleines, besonderes Detail, das Räume zum Leuchten bringt und jeden Tag ein bisschen heller macht.
Gesehen bei Der Schmuckladen, Rathausgasse 14, Freiburg oder im Online-Shop etsy.de
REGIO-Autor Reinhold Wagner hat die Wanderschuhe geschnürt und sich auf die Suche nach Entdeckungen im Mittleren Schwarzwald gemacht. Zwischen Freiburg und Oberkirch, zwischen Lahr und Rottweil hat er 50 Mikroabenteuer aufgespürt, die er in seinem neuen Buch beschreibt und Schwarzwaldfreunden dringend empfiehlt.
Easy going mit den Papa-Schlappen
Lässig, bequem, unverzichtbar: Die „Papa Letten“ sind die perfekten Begleiter für entspannte Sommertage. Ob am Pool, Strand oder einfach zu Hause – dank ergonomischer Passform sitzen sie wie angegossen. Das rutschfeste Material sorgt für sicheren Halt, auch wenn’s mal nass wird. In Größen von 36 bis 47 und vielen
Mitmachen und gewinnen! Lust auf REGIO verlost 2 Bücher „Schwarzwald – Die Mitte“.
Einfach eine E-Mail mit dem Stichwort „Schwarzwald“ bis zum 17. Mai senden an: redaktion@lust-auf-regio.de Anschrift nicht vergessen!
›› Bereits Ende Februar sind die Störche zahlreich in die REGIO zurückgekehrt und haben ihre Nester bezogen. Jetzt, im Mai, ist Leben eingekehrt: Die Jungen sind geschlüpft. Für die Elterntiere beginnt eine fordernde Zeit. Sie müssen den Nachwuchs vor Feinden schützen und unermüdlich Nahrung heranschaffen. Die jungen Störche fressen in ihren ersten Lebenswochen vor allem kleine Tiere wie Regenwürmer, Insekten und Larven. Etwa 1,6 Kilogramm braucht ein Jungvogel pro Tag. Spannende Einblicke in dieses fragile Familienleben bieten Webcams, die engagierte Naturschützer vielerorts aufgestellt haben.
DURCH DEN ZAUBERWALD
Mammutbäume, Blütenrausch und seltene Raritäten aus aller Welt: Am Fuße des Baden-Badener Hausbergs Merkur verbirgt sich mit dem exotischen Friedrich-Eberts-Arboretum ein wahrer „Zauberwald“. Dabei startete dieses botanische Märchen einst als Auffangstation für unverkäufliche Bäume.
Text & Fotos: Nicole Kemper
Der etwa fünf Hektar große Park am Fuße des Baden-Badener Hausbergs Merkur ist frei zugänglich und bezaubert mit exotischem Baumbestand, im Frühling durchsetzt von bunten Blüten wie der japanischen Zierquitte (u.).
Im Frühjahr und Frühsommer erleben Wanderer auf dem Panoramaweg bei Baden-Baden ein beeindruckendes Naturschauspiel: Inmitten des Mischwalds eröffnet sich ihnen ein prächtiges Blütenmeer in mannigfaltigen Gelb-, Rot- und Violetttönen, überragt von riesigen Mammutbäumen. Zwischen vertrauten Waldbäumen tummeln sich Magnolien und Rhododendren. Hier verblüht eine Forsythie, dort scheint eine Zimmeraralie aus ihrem Topf ausgebüchst zu sein. Die in Chile beheimateten Araukarien recken ihre spitzen Schuppenblätter wie grüne Kronleuchter in die Höhe.
Märchenhafte Farbenpracht unter Mammutbäumen
Ganz unvermittelt führt der Wanderweg am Fuß des Merkurbergs in das Arboretum von Baden-Baden, auch als „Zauberwald“ bekannt. Der Beiname ist keine Übertreibung. Vor allem zur Blütezeit der Rhododendren zwischen April und Ende Mai entfaltet sich auf einer fünf Hektar großen Fläche eine märchenhafte Farbenpracht. Dahinter steckt eine spannende Baumschulgeschichte, wie der Arboretum-Gestalter Wolfgang Eberts erzählt: Ursprünglich wollte sein Vater Friedrich das Ende der 1960er-Jahre erworbene steile Wiesengrundstück dazu nutzen, unverkäufliche Bäume auszulagern und aufzupäppeln. Doch im Endeffekt sollten die Sorgenkinder ihr Lazarett nie wieder verlassen. Im Gegenteil, sie erhielten stetig Gesellschaft von vielen weiteren Exoten aus
aller Welt, so dass über die Jahrzehnte eine einzigartige Sammlung heranwuchs.
Ein Schwerpunkt des Bestands sind die prächtigen Rhododendren, denen der Buntsandsteinboden exzellente Wachstumsbedingungen bietet. Darüber hinaus gibt es aber auch viele botanische Raritäten zu entdecken. Beispielsweise den Taschentuchbaum, dessen große weiße Blüten an wehende Papiertaschentücher erinnern. Der aromatische Fenchelholzbaum überrascht mit variablen Blattformen: Jedes Exemplar kann verschiedene Blätter entwickeln, von ungelappt bis dreilappig. Der Schneeglöckchenbaum macht, wie der Name es vermuten lässt, im April und Mai den heimischen Frühblühern Konkurrenz, nur dass seine weißen Glöckchen in luftiger Höhe an Zweigen baumeln. Vor Ort weisen insgesamt 26 Tafeln auf die Besonderheiten hin und werden von Wolfgang Eberts per Audio-Guide mit kurzweiligen Anekdoten und Wissenswertem ergänzt.
Auf verzweigten Pfaden zu Bambuswald und Weiher
Lange Zeit lag der Zauberwald im Dornröschenschlaf, bis die Stadt Baden-Baden das wilde Areal im Jahr 2021 erwarb, Mauern und Treppen instand setzte, zusätzliche Pfade anlegte und 2022 das jederzeit frei zugängliche Arboretum eröffnete. An drei
»Startpunkten wurden Eingangstafeln angebracht, die einen Überblick über das verzweigte Wegesystem bieten und Flyer zum Mitnehmen bereithalten. Abenteuerlich wird es beim Abstecher zu den tiefer gelegenen Weihern. Durch dichten Bambuswald gelangt man zum Deichelweiher, in dem einst die hölzernen Rohre (Deicheln) für die Wasserversorgung der Eckhöfe gelagert wurden. Weiter führen schmale
Pfade und Holzbohlenstege zu einer Sonnenliege auf hölzernem Podest. Am Ufer des nächsten Weihers ragen seltsame Stümpfe aus dem Boden: die „Atemknie“ amerikanischer Sumpfzypressen, die den Bäumen das Überleben an feuchten Standorten ermöglichen.
Aussichtsreicher Weg zum Exotenwald
MERKURSTÜBLE
Öffnungszeiten:
tägl., 10–21.30 Uhr merkurstueble-baden-baden.de
Trotz der Faszination, die der Zauberwald verströmt, ist er noch fast ein Geheimtipp. Da das Arboretum weder mit dem eigenen Auto noch mit dem öffentlichen Nahverkehr direkt angefahren werden kann, erfordert der Besuch etwas Planung – und festes Schuhwerk.
Ein guter Ausgangspunkt ist die Talstation der MerkurBergbahn. Von dort aus kann der Exotenwald nach einem knapp zwei Kilometer langen, aussichtsreichen Fußmarsch erreicht werden, der sich harmonisch in das Gesamterleben einfügt. Ein eigenes Hinweisschild sucht man an der Talstation vergebens, aber die Wegweiser des Panoramawegs bringen ebenso ans Ziel: Die zweite Etappe des Premiumrundwegs mit Endpunkt Forellenhof führt mitten ins Arboretum hinein. Während der Besucherstrom vom Parkplatz und den ankommenden Stadtbussen direkt zur Talstation strömt, wird es auf dem Panoramaweg schnell einsam und idyllisch. Nur das vielstimmige Gezwitscher der Waldvögel begleitet die Wanderer. Nach ein paar Hundert Metern kommt der Wildpark der Stadt Baden-Baden in Sicht. An den Zäunen des lang gestreckten Rotwildund Muffelgeheges vorbei führt der Weg zu den Eckhöfen. An einer Kreuzung geht es scharf links weiter zum Waldrand mit der ersten Informationstafel des Arboretums. Davor kann man noch das versprochene Panorama genießen: Der Merkurgipfel mit dem weithin sichtbaren Turm erhebt sich malerisch über Wald und Streuobstwiesen.
Für den Besuch im Zauberwald sollte man mindestens ein bis zwei
Abwechslungsreiches Tagesprogramm mit Wow-Faktor: prächtige Rhododendren, verwunschene Weiher und Panoramablicke vom Merkur in die Rheinebene (u.).
Stunden einplanen – zum Flanieren, Entdecken, Fotografieren –und auch zum Innehalten. An mehreren Orten finden sich einladende Sitz- und Rastplätze. Anschließend geht es entweder auf demselben Weg oder in einer größeren Schleife dem WildgehegeRundweg folgend zurück zur Talstation.
Hoch hinaus: Gipfelglück mit Einkehrschwung
Dort lockt das Sahnehäubchen des Tagesprogramms: eine Fahrt auf den 668 Meter hohen Gipfel des Merkurs. Mit Steigungen bis zu 58 Prozent zählt die MerkurBergbahn zu den längsten und steilsten Standseilbahnen in Deutschland. Oben angekommen, bietet bereits die Bergstation mit Restaurant und Terrasse eine weite Sicht in die Rhein ebene, aber auch für das atemberaubende Panorama vom Merkurturm muss man sich am Ende des Tages nicht mehr anstrengen: Wer ausgepowert ist, kann bequem im Fahrstuhl zur 23 Meter hohen Aussichtsplattform schweben und die Blicke über Baden-Baden, den Schwarzwald, das Murgtal, die Rheinebene und die Vogesen schweifen lassen.
Salut
BLICK AUS DEM ELSASS
Die „französische Schwarzwälderin“ Astrid
Lehmann lebt im Kinzigtal. Fürs Lust auf REGIOMagazin schaut sie sich im Dreiländereck um. In dieser Ausgabe präsentiert sie tierische Geschichten mit Happy End und einen ziemlich langen kulinarischen Rekord.
Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten, Minischweine … sie alle sind nun glückliche Bewohner der „Arche de l’Orangerie“ in Straßburg. Was sie verbindet? Bevor sie in der Arche eine neue Herberge gefunden haben, waren sie Versuchstiere und haben ein Leben im Labor hinter sich.
ARBORETUM
BADEN-BADEN
Info
baden-baden.com/natur/ arboretum-baden-baden
Talstation MerkurBergbahn tägl., 10–22 Uhr; Berg- und Talfahrt: 8,50 Euro (Erw.), 4,50 Euro (Kind)
Anfahrt mit ÖPNV: Haltestelle Merkurwald, Linien 204 und 205 stadtwerke-baden-baden.de/de/ mobilitaet-freizeit/merkurbahn
Aufgenommen wurden die Tiere von dem Verein Ethosph’R, der sich für das Wohlbefinden der ehemaligen Forschungstiere einsetzt. Die Tiere sollen einen schönen Lebensabend verbringen, so verspricht es Odile Petit, Forscherin am CNRS im Bereich Ethologie – der Erforschung des Tierverhaltens – und Leiterin des Vereins Ethosph’R. Nach mehr als anderthalb Jahren Bauzeit wurde die Arche auf dem Gelände des ehemaligen Straßburger Zoos am 1. März dieses Jahres feierlich eröffnet. Der alte Zoo hatte im Sommer 2022 definitiv seine Pforten geschlossen: veraltet, nicht tiergerecht. Er war jahrelang Gegenstand hitziger Debatten in der Straßburger Politik.
Die neue Tierherberge kann besucht und Führungen für Schulklassen gebucht werden. Wer mehr erfahren möchte, schaut am besten auf die Website der Stadt Straßburg (siehe Link). Und noch eine erfreuliche Nachricht. Ein weiteres Großprojekt kündigt sich an: Anfang 2028 wird direkt gegenüber der Arche ein Wildtierheim seine Pforten öffnen. Es soll nicht nur die Umgestaltung des ehemaligen Zoos vervollständigen, sondern in erster Linie der Stärkung des Wildtierschutzes dienen. Finanziert werden diese Projekte größtenteils von der Stadt Straßburg.
Zum Schluss etwas Kulinarisches: Der Weltrekord für den größten Flammkuchen wurde gebrochen. Zu ihrem 80-jährigen Jubiläum hat die elsässische Spezialitätenmarke Stoeffler einen über 80 Meter langen Flammkuchen gebacken, fast doppelt so lang wie der bisherige Rekord. Man stelle sich vor: Man fängt an einem Ende an und knabbert sich durch bis zum anderen. Lecker!
strasbourg.eu/transformationancien-zoo-orangerie
Stadttouren inder REG I O
GASSEN & GESCHICHTEN
Stadtführungen eröffnen neue Blickwinkel – für Gäste wie für Einheimische. In der REGIO zeigen sie bekannte Orte von ihrer schönsten und oft auch überraschend anderen Seite: mit lebendigen Geschichten, genussvollen Momenten und besonderen Perspektiven. Ob historisch, kulinarisch oder kreativ – wer sich darauf einlässt, entdeckt neue Facetten und staunt, wie viel es direkt vor der eigenen Haustür noch zu erleben gibt. Lassen Sie sich inspirieren!
Texte: Marianne Ambs, Erika Weisser, Nicole Kemper & Reinhold Wagner
In 180 Minuten um die Welt
„In der Wiehri gibt’s Backsteinkäs’ um Vieri“, hieß es um 1900 im großbürgerlich geprägten Freiburger Stadtteil Wiehre. Dessen Entstehung aber reicht noch viel weiter zurück in die Vergangenheit. Das Berliner Unternehmen „Eat the World“ bietet seit 2020 Führungen durch den Stadtteil an, die sie mit kulinarischen Häppchen appetitlich verknüpft. Ein ähnliches Format gibt es auch im Stühlinger.
Die rund dreistündige Wiehre-Tour startet an der Johanneskirche. Je nach teilnehmenden GastroPartnern legt der Tour-Guide die Route fest und verbindet sie mit spannenden Einblicken in Geschichte und Gegenwart des Viertels. Die Gruppe schlendert durch malerische Gassen, vorbei an stolzen Villen mit großzügigen Gärten, und entdeckt abseits gelegene Winkel und Höfe, die selbst Einheimischen oft unbekannt sind. Unterwegs werden ausgesuchte kulinarische Kostproben gereicht, süß oder herzhaft, fest oder flüssig.
Fesselnde Erzählungen über Pioniere, ehemalige Wegbereiter und alte, historische Bahntrassen wechseln sich ab mit Geschichten neu angesiedelter Jungunternehmer, die mutige Schritte in der Gastronomie wagen. So vergeht die Zeit wie im Flug, bis die Tour in einem gemütlichen Café oder einem originellen Bistro endet. Dort klingt der Rundgang in geselliger Atmosphäre aus, oft mit regem Austausch zwischen Gästen und Gastgebern – und der Idee, beim nächsten Mal den Stühlinger zu erkunden, um dort in neu zusammengewürfelter Konstellation wieder eine ganz andere kulinarische Stadtführung zu erleben.
EAT THE WORLD
www.eat-the-world.com
Schopfheim
Weber, Dichter, Künstler
Schopfheim gilt als älteste Stadt des Wiesentals. In einer Schenkungsurkunde des Klosters St. Gallen wurde der Ort im Jahr 807 erstmals urkundlich erwähnt. Vier römische Fundstellen auf der heutigen Gemarkung lassen indes den Schluss zu, dass sich hier schon vor 2000 Jahren eine Streusiedlung befand. Geprägt wurde die im mittelalterlichen Kern immer noch malerische Stadt durch die Textilindustrie, die sich im späten 18. Jahrhundert in der ganzen Region ansiedelte.
Schon zuvor war die Hausweberei ein wichtiger Nebenerwerb für die Familien im Wiesental. Davon erzählt Monika Haller als Weberin Luise bei ihrem Stadtrundgang, der nicht nur die textile Geschichte Schopfheims lebendig werden lässt. Neben weiteren Rundgängen, die verschiedene Perspektiven auf Geschichte und Kultur eröffnen, gibt es auch Kunst-, Kreativ- und Naturführungen. Zudem wird im Hebeljahr 2026 ein besonderer Stadtrundgang zum Leben und Werk des vor 200 Jahren verstorbenen Wiesentäler Dichters Johann Peter Hebel angeboten.
Wie in anderen Städten gibt es auch in Freiburg eine breite Palette an Stadtrundgängen. Historisch angehaucht sind die einen, skurril die anderen, manche beschäftigen sich mit den Wasserwegen oder den schweren Wegen der einst als Hexen verfolgten Frauen, wieder andere haben sich dem Hier und Jetzt und den kulinarischen oder önologischen Besonderheiten der Region verschrieben.
Ein solcher Anbieter ist „FREIBURGerLEBEN“, dessen Mitarbeiter sich zum Ziel gesetzt haben, ihren Gästen die Stadt mit allen Sinnen erlebbar zu machen und historische Hintergründe mit regionalen Spezialitäten zu kombinieren. Dazu gehören etwa Weinführungen, die sich nicht nur auf Degustationen in ausgesuchten Lokalen in Freiburgs Altstadt beschränken: Unter dem Titel „Weinerleben in den Reben“ führt eine Erlebnistour durch die Reben des Schlossbergs und vermittelt Wissenswertes rund um den regionalen Weinbau, der hier seit Jahrhunderten betrieben wird. Regelrecht mehr „erfahren“ kann man zudem bei einer Traktortour durch den Kaiserstuhl: Im geräumigen Anhänger geht es auf die Spuren der Winzer – und zu ihren Weinen.
Baden-Baden hat überraschend viele Gesichter. An allen Ecken warten geschichtsträchtige Orte, grüne Oasen und idyllische Winkel darauf, entdeckt zu werden – zu viele, um sie an einem Tag oder im Rahmen einer einzigen Tour zu erleben. Zum Pflichtprogramm gehört natürlich das Flanieren durch das Kurviertel, mit den weltberühmten Kolonnaden, Theater, Casino und Kurhaus und der majestätischen Trinkhalle. Beim Spaziergang durch die Lichtentaler Allee eröffnet der „grüne Salon“ Baden-Badens entlang des Oos-Ufers weitere beeindruckende Kultur- und Naturerlebnisse: üppige Blütenpracht im Frühling, alter Baumbestand, die schönsten Bauwerke der Belle Époque und das Museum Frieder Burda. Im Bäderviertel an den Thermalquellen verlocken das historische Friedrichsbad und die moderne Caracalla-Therme zu wohltuenden Wellnessaufenthalten. Die Römischen Badruinen führen auf eine Zeitreise bis in das Jahr 70 nach Christus.
Einen ersten kompakten Überblick gibt die 90minütige Stadtführung „Best of Baden-Baden“. Größere Runden in kurzer Zeit erlauben die Stadtrundfahrten mit dem City Train, in einer Kutsche oder ganz spontan mit der Buslinie 208: Diese fährt ab der Haltestelle Augustaplatz in drei 20-minütigen Schleifen und auf insgesamt elf Kilometern an den meisten Sehenswürdigkeiten und verborgenen Plätzen vorbei.
Malerisch – kaum ein anderes Wort beschreibt den historischen Teil der Stadt Colmar treffender. Enge Gassen, verschachtelte Fachwerkhäuser, schmucke Plätze, prächtige Kirchen und mittelalterliche Funktionshäuser wie das Alte Zollhaus laden zum Flanieren und Staunen ein.
Rundgänge, bei denen Gästeführer Wissenswertes zu verschiedenen Stadtteilen und Themen vermitteln, organisiert das Tourismusbüro. Dabei lässt sich etwa das charmante, einst von Fischern und Gemüsebauern bewohnte Klein-Venedig an der Lauch erkunden, oder man taucht ein in das Leben der wohlhabenden Kaufleute im Zentrum sowie der Handwerker in den schmalen Häusern des Gerberviertels. Interessant ist auch ein Ausflug zum Geburtshaus eines berühmten Sohns der Stadt: Frédéric Auguste Bartholdi, dem Schöpfer der Freiheitsstatue in New York.
OFFICE DE TOURISME DE COLMAR ET SA RÉGION
Anne Ehrsam-Zaenker
Place Unterlinden, F-6800 Colmar
Tel.: +33 (0) 3 89/20 68 95
tourisme-colmar.com
Barock trifft Lebensfreude
Die Barockhäuser, die die Altstadt von Ettenheim prägen, sind nach der fast völligen Zerstörung 1637 entstanden. Kunstvolle Fassaden und Altstadtgassen mit kleinen Cafés und Geschäften bilden ein malerisches Ensemble. Die Fachwerkidylle der Barockstadt ist das Ergebnis einer nahezu 150-jährigen Bautätigkeit, die nach dem 30-jährigen Krieg begann und mit der Einweihung der Pfarrkirche 1782 ihren Höhepunkt fand.
Wer die schönsten Ecken entdecken will, schließt sich am besten einer öffentlichen Stadtführung an. Die Führungen zu verschiedenen Themen finden ab Mitte Mai statt. Sie starten jeden Freitag um 19 Uhr am Bärenbrunnen beim Rathaus. Die erste öffentliche Stadtführung am 15. Mai führt zu den Spuren, die Kardinal Rohan und Herzog von Enghien in Ettenheim hinterlassen haben. Am 22. Mai folgt ein Spaziergang auf dem barocken Rundweg. Gruppenstadtführungen – auch in englischer und französischer Sprache – können zudem individuell gebucht werden.
TOURIST-INFO ETTENHEIM
Linda Stengg
Rohanstraße 16
77955 Ettenheim
Tel.: 0 78 22/4 32-2 20 ettenheim.de
Endingen
Lust auf eine Zeitreise? Die Kleinstadt Endingen nennt sich selbstbewusst „Tor zum Kaiserstuhl“. Das Stadttor ist der Eingang zur Altstadt mit romantischen „Gässli“ und katholischen Kirchen, die von der tief verwurzelten religiösen Tradition zeugen.
Die Gässliführung führt durch romantische Winkel und enge Gassen, vorbei an Brunnen und Kirchen. Wer sich durch einen ortskundigen Gästeführer durch die verwinkelten Gassen führen lässt, taucht ein in die Geschichte der Stadt, die von mittelalterlicher Baukunst und kultureller Vielfalt geprägt ist. Zudem gibt es Genussführungen, die Wein und Weinbau in den Fokus nehmen.
TOURIST INFORMATION ENDINGEN
Stefanie Schulte
Hauptstraße 57
79346 Endingen am Kaiserstuhl
Tel.: 0 76 42/68 99-90 endingen.de
Unterwegs zum Wein
Offenburg vereint städtisches Leben, malerische Natur und genussvolle Lebensart. Zwischen sanften Weinbergen und den dunklen Wäldern des Schwarzwaldes gelegen, bietet die Stadt ein exklusives Flair.
Ein besonderer Tipp für Besucher sind die Weinstadtführungen, bei denen man mit erfahrenen Stadt- und Wein-Guides in die Geschichte und Kultur des Ortenauer Weins eintaucht, versteckte Winkel der Altstadt entdeckt und viel über den Weinbau in der Region erfährt. An sieben Stationen vermitteln die Begleiter Wissenswertes über die ausgewählten Weine und die Geschichte der Stadt –Verkostung inklusive.
TOURIST INFO OFFENBURG
Stadtmarketing
Fischmarkt 2, 77652 Offenburg
Tel.: 07 81/82-22 03 offenburg.de
Europastadt mit bewegter Geschichte
Warum ist Breisach Europastadt? Was hat es mit den Toren und Türmen rund um den Münsterberg auf sich, und welche Spuren sind von der jüdischen Gemeinde geblieben? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es auf Themenführungen, die bis Oktober jeden Samstagvormittag in Breisach stattfinden. Neu ist die Führung „Komm zu Schabbat“, die sich dem jüdischen Leben vor
1940 widmet. Die Tour zu Breisachs Klöstern ist nach einer Pause wieder im Programm. Weitere Touren sind „Prickeln im Münsterberg“, „Europa mit Genuss“, „Radtour mit Genuss“ sowie „Wein und Geschichte“.
Von April bis Oktober gibt es zudem jeden Dienstag (außer an Feiertagen) um 10.30 Uhr eine öffentliche Stadtführung mit Kurzführung im Münster. Stadtführungen für Gruppen sind nach vorheriger Terminvereinbarung das ganze Jahr über möglich.
BREISACH-TOURISTIK
Marktplatz 16
79206 Breisach
Tel.: 0 76 67/94 01 55
breisach-urlaub.de
Anzeige
Offenburg
Breisach
Enge Gässchen, versteckte
Plätze und Brunnen
Die Basler Altstadt begeistert mit architektonischer Vielfalt. Die engen Gässchen und die versteckten Plätze mit über 200 Brunnen machen sie genauso aus wie die jahrhundertealten Gebäude oder das Basler Münster.
Wenn die Dämmerung über Basel hereinbricht und die Gassen der Altstadt in geheimnisvolles Licht getaucht werden, beginnt eine Reise in eine andere Zeit. Der szenische Rundgang „Des Nachts in dunklen Gassen“ entführt in das nächtliche Basel vergangener Jahrhunderte – dorthin, wo sich Geschichten von einfachen Leuten, zwielichtigen Gestalten und verborgenen Schicksalen zwischen den Mauern abspielten. Begleitet von zwei Schauspielenden wird
auf diesem Stadtrundgang durch das St. Alban-Tal Geschichte lebendig: Stimmen aus der Vergangenheit erzählen von Angst, Hoffnung und dem rauen Alltag, der sich einst in den engen Straßen abspielte. Jeder Schritt führt tiefer hinein in eine Welt der Emotionen, fernab der bekannten Sehenswürdigkeiten und doch mitten im Herzen der Stadt. Das Spiel aus Licht und Schatten, gepaart mit eindrucksvoller Erzählkunst, lässt die Grenzen zwischen damals und heute verschwimmen und ermöglicht ein Erlebnis, das berührt, überrascht und nachklingt.
Weitere szenische Rundgänge und öffentliche Stadtführungen von Basel Tourismus laden dazu ein, die Vielfalt der Stadt auf unterschiedlichste Weise zu entdecken. Jeden Samstag und Sonntag geht es mit einem kompetenten Führer durch die Basler Altstadt. Zudem stehen Kunst, Architektur und Genuss bei thematischen Führungen im Fokus.
TOURIST INFORMATION BASEL
Barfüsserplatz
Steinenberg 14, CH-4051 Basel
Tel.: +41
basel.com/rundgaenge
ZEIT FÜR LACHS
Luca Baur und die Kunstdes R ä cu snreh
Wenn Luca Baur über seine Kunden spricht, merkt man schnell, worum es ihm wirklich geht. Nicht um möglichst große Mengen, sondern um den Moment, in dem jemand seinen Lachs probiert – und zufrieden lächelt. In seiner kleinen Manufaktur Luba Fuma in Arlesheim setzt er aktiv auf Zeit, Handwerk und Qualität statt auf industrielle Geschwindigkeit.
Text: Stephan Petersen
Der Weg zur eigenen Lachsmanufaktur begann für Luca Baur schon in der Kindheit. Aufgewachsen in einer Familie, in der Gastronomie und gutes Essen immer eine Rolle spielten, entwickelte er früh ein Gespür für Qualität. Die entscheidende Inspiration kam durch seinen Onkel, der ihm das Räuchern beibrachte. Fasziniert von Geschmack und Handwerk begann er zunächst im kleinen Rahmen – mit einem selbst gebauten Ofen im Garten. Was als Experiment startete, wurde mit viel Einsatz zur Selbstständigkeit. Die Anfangszeit war geprägt von langen Arbeitstagen und wenig finanzieller Sicherheit. Doch Baur blieb dran. Heute steht er mit seiner Manufaktur für ein Produkt, das sich bewusst von industrieller Ware abhebt.
Ehrliches Handwerk
Sein Ansatz ist einfach, aber konsequent: Zeit, Sorgfalt und hochwertige Zutaten. Der Lachs wird schonend verarbeitet, ohne Zusatzstoffe, und entwickelt so sein volles Aroma. Für Baur ist klar: Qualität lässt sich nicht beschleunigen. „Wenn ich nicht selbst dahinterstehen kann, kann ich es auch nicht verkaufen“, sagt er. Den Räucherlachs verfeinert er mit Meersalz, den Wildlachs zur Geschmacksunterstützung auch mit braunem Zucker. Einige Varianten ergänzt er zudem mit Gewürzen nach einem jahrzehntealten Familienrezept seines Onkels.
Besonders wichtig ist Luca Baur der direkte Kontakt zu seinen Kunden. Auf dem Wochenmarkt in Arlesheim steht er regelmäßig selbst hinter dem Stand. Dort erlebt er unmittelbar, wie seine Produkte ankommen. „Das Lächeln und die Komplimente der Kunden sind oft mehr wert als ein großer Auftrag“, beschreibt er seine Motivation. Ein Gedanke liegt ihm dabei besonders am Herzen. Auch Kinder sollen hochwertige Lebensmittel kennenlernen. So wie er selbst früh gute Kulinarik erleben durfte, möchte er diese Erfahrung weitergeben. Für ihn ist das mehr als Verkauf – es ist ein Stück Überzeugung.
So bleibt die Manufaktur bewusst überschaubar. Statt auf Wachstum um jeden Preis setzt Luca Baur auf das, was ihn ursprünglich angetrieben hat: ehrliches Handwerk, Zeit für Qualität und die Freude daran, Menschen mit gutem Essen zu begeistern.
Jeden Freitag von 16–18 Uhr: Verkauf nach Absprache oder Vorbestellung: kontakt@lubafuma.ch
Verkaufsstellen: Ausgewählte Läden und Supermärkte (auf Website einsehbar) sowie Arlesheim Wochenmarkt, Genussmarkt Liestal und Matthäus Markt Basel.
Alemannisches vonStefan P f mua
KOLUMNE
NIT ZU ERNSCHT NEMME, ABER ERNSCHT SCHU …
Der Mundart-Autor aus Schallstadt von Bränden und Befindlichkeiten
Weltwit brennt’s an alle Ecke, Lampe gheie vun de Decke, Schiibe platze, Gläser klirre, Fraue mit de Kinder irre zueme bombesichre Keller, ohni z wisse wo und weller un schun kracht’s im nächschte Huus, / Fiier, Rauchschwade, Ruß. Uffgschreckti Vögel schwirre über uffgrissni Wiese.
Un mir? Mir hen kei Krieg. Mir hen defür ä Spritpreiskrise. Rente, Steuer, Energie, Gsundheit un Sozialsysteme –des sin unsri Hauptprobleme. Reforme müsse her.
Doch Reforme die sin schwer. Mr muss si ussprobiere, un tauge si nix, grad nomol reformiere.
So stritte Kanzler, Vize un Minischterin, doch macht des inre Koalition au Sinn?
Do froogsch di doch, was mache die do obe?
Schwätze vun Steuersenkung, Pendlerpauschale, Tempolimit, Spritpreisdeckel un Belaschtungsprobe.
Un so goht’s wittersch zruck un vor vun Eigetor zu Eigetor.
Ja, Politik isch wägerli schwer / un si wär liichter, wenn sie liichter wär.
ZARTE RARITÄTEN
Eine seltene Schönheit, mit gutem Auge in den Magerwiesen des Lilientals bei Ihringen zu entdecken: die Rotbraune Ständelwurz (Epipactis atrorubens).
Tropische Orchideen waren früher echte Liebhaberpflanzen.
Wildorchideen amOb
Heute zählen Arten wie die umgangssprachlich Malayenblume oder Schmetterlingsorchidee genannten PhalaenopsisHybriden zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Sie bringen mit ihren langlebigen Blüten exotisches Flair ins Zuhause. Doch Orchideen sind auch bei uns in der Natur zu entdecken: kleiner, aber ebenso reizvoll, besonders im Spätfrühling an ausgewählten Naturstandorten.
Text & Fotos: Frank von Berger
In der REGIO gibt es zahlreiche Plätze, an denen wir diese botanischen Raritäten entdecken und bewundern können. So etwa im Sumser-Garten im Naturschutzgebiet Jennetal am Schönberg bei Ebringen. Er öffnet für einige Wochen im Frühjahr seine Pforte für Besucher. Auf einem kleinen Wiesengrundstück am Waldrand gibt es eine erstaunliche Vielzahl rarer Pflanzenschätze zu entdecken, darunter vor allem mehrere Arten von Wildorchideen. Zu bewundern gibt es hier unter anderem PurpurKnabenkraut (Orchis purpurea), Ohnhorn (Orchis anthropophora) und Ragwurz-Arten (Ophrys). Ein schmaler, gewundener Pfad führt direkt an den kostbaren Gewächsen vorbei, sodass niemand den Weg verlassen muss. Geöffnet ist die Anlage, die in weniger als einer halben Stunde allerdings nur zu Fuß von Ebringen aus zu erreichen ist, bei freiem Eintritt von Ende April bis Anfang Juni an Sonn- und Feiertagen sowie an Samstagen von 9 bis 16 Uhr. Betreut wird der SumserGarten von Ehrenamtlichen, die hoffentlich noch lange ihr Engagement für dieses botanische Kleinod beibehalten.
Ebenfalls eine große Artenvielfalt von Wildorchideen beheimatet das Liliental bei Ihringen. Auf den zahlreichen Magerrasen-Flächen
der forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt des Landes Baden-Württemberg haben sich seit dem Ende der landwirtschaftlichen Nutzung des Areals in den 1950erJahren rund 20 Orchideenarten angesiedelt. Ihre Blütezeit beginnt meist schon Ende April mit dem Helm-Knabenkraut (Orchis militaris) und dem Affen-Knabenkraut (Orchis simia). Letzteres erhielt seinen Namen von den charakteristischen Blütenblättern, die tatsächlich wie ein kleines Äffchen mit Ärmchen, Beinchen und kleinem Schwänzchen aussehen. Ab Mitte Mai erblüht die PyramidenHundswurz oder Spitzorchis (Anacamptis pyramidalis), die durch ihre purpurrosa Färbung schon von weitem zu sehen ist.
Zum Niederknien schön!
Ebenfalls recht auffällig sind die blassgrünen, bis 90 Zentimeter hoch aufragenden, bizarren Blütenstände der Bocks-Riemenzunge (Himanthoglossum hircinum). Die Mittellappen der Einzelblüten sind lang und gedreht wie Bandnudeln. Zwischen den Wiesengräsern etwas versteckt sind bei genauerem Hinsehen einzelne Exemplare der
Hummel-Ragwurz (Ophrys holoserica) und der Bienen-Ragwurz (O. apifera) zu entdecken, ebenso weiß blühende Waldhyazinthen (Platanthera), das Langblättrige Waldvögelein (Cephalanthera longifolia), das Rote Waldvögelein (C. rubra) sowie das etwas höher aufragende Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea). Zum Niederknien schön!
Die meisten WildorchideenArten im Liliental sind häufig und lassen sich gut von den Wegen aus entdecken. Besonders zahlreich gedeihen sie auf der Anhöhe mit der Birken-Sammlung sowie den angrenzenden Magerwiesen. Nur an ganz wenigen Standorten zeigen sich jedoch die dunkelvioletten, aparten, bis 50 Zentimeter hohen Blütenstände des Dingels (Limodorum abortivum) und die grazilen, bis 60 Zentimeter hohen, zierlichen Blütenstängel der Rotbraunen Ständelwurz (Epipactis atrorubens). Wer diese selteneren Arten aufspüren möchte, braucht ein wenig Glück, ein gutes Auge oder den Tipp eines Ortskundigen. Manche Besucher des Lilientals sind botanisch versiert und teilen ihr Wissen gern. Eine Tour durch das Liliental ist übrigens nicht nur
Die zarten weißen Blüten der Waldhyazinthe (u.) sowie das Rote Waldvögelein (u.r.) wachsen zwischen Wiesengräsern im Liliental. Unweit des Wanderparkplatzes Schelinger Höhe sind zahlreiche Exemplare des Brand-Knabenkrauts (r.) zu entdecken.
wegen der Wildorchideen empfehlenswert. Hier gibt es auch viele Baumschönheiten und sogar einen Wald aus Mammutbäumen zu bestaunen. Planen Sie auf jeden Fall genug Zeit ein, denn das ganzjährig frei zugängliche Gelände ist sehr weitläufig, abwechslungsreich und bietet phänomenale Ausblicke auf die Schwarzwaldhöhen!
Spezialisierte Lebensräume
Am Kaiserstuhl gibt es außerdem noch weitere „Hotspots“, um Wildorchideen zu entdecken. Wer vom Wanderparkplatz an der Schelinger Höhe in Richtung Katharinenkapelle marschiert, kommt schon nach wenigen hundert Metern an einem linker Hand gelegenen Wiesenhang vorbei, auf dem neben Spitzorchis, Helm- und AffenKnabenkraut auch zahlreiche Exemplare des Brand-Knabenkrautes (Neotinea ustulata) wachsen. Letzteres wird auch Brand-Keuschorchis
genannt. Wer noch ein paar hundert Meter weiter und durch ein kleines Wäldchen wandert, findet auf einem anderen Wiesenhang unzählige Exemplare des blauviolett blühenden Kleinen Knabenkrauts (Anacamptis morio), auch Salep-Hundswurz oder volkstümlich Narrenkappe genannt. Diese Art blüht als eine der ersten heimischen Wildorchideen bereits relativ früh, oft schon ab Mitte April.
Zahlreiche Wildorchideen gibt es zudem im Naturschutzgebiet Taubergießen nördlich des Kaiserstuhls, unweit von Rust, zu bestaunen. Dort wachsen mindestens 16 verschiedene Arten von Wildorchideen, darunter alle bei uns heimischen Ragwurz-Arten, nämlich Bienen-, Fliegen-, Spinnen- und HummelRagwurz. Die Ragwurz-Blüten imitieren Insektenweibchen und locken so hochzeitsbereite Insektenmännchen an. Diese stauben bei ihrem Blütenbesuch Pollen ab, tragen ihn zur nächsten Blüte, bestäuben diese und sorgen damit für den Erhalt der Population. Die Ragwurz-Arten im Taubergießen
Anzeige
sind am häufigsten am Hochwasserdamm zu finden. Andere Wildorchideen-Arten finden sich, je nach Standortvorlieben, auch in den feuchteren Zonen des Naturschutzgebietes.
Nur schauen, nicht mitnehmen!
Wer angesichts der schönen Blüten der Wildorchideen daran denkt, ein Pflänzchen für den eigenen Garten auszugraben und mitzunehmen, sei an dieser Stelle ausdrücklich gewarnt: Nicht nur, weil alle Wildorchideen unter strengem Schutz stehen – sie sind auch extrem anspruchsvoll und sensibel. Alle heimischen Orchideenarten wachsen nur dort, wo die Bodenverhältnisse für sie optimal sind. Zudem leben sie in Symbiose mit bestimmten Bodenpilzen. Im heimischen Garten kann ihnen niemand, auch beim besten Willen nicht, die zum Gedeihen benötigten Bedingungen bieten. Ein Umsetzen in den eigenen Garten hätte daher unweigerlich das endgültige Aus für die Pflanze zur Folge. Also erfreuen Sie sich vor Ort an der Pracht und nehmen Sie nur die Erinnerung oder ein paar Fotos mit, nicht aber die Pflanzen!
DAS IMMERGSUND
Phytopraktikerin Nadja
Pohl über eine Heilpflanze, die mehr Aufmerksamkeit verdient
Unscheinbar, aber auf Wiesen, in Gärten und an Wegrändern weit verbreitet, kommt die Kleine Braunelle (Prunella vulgaris L.) nahezu in ganz Europa vor.
Sie erhielt den Namen „Braunelle“, da sie eine der wichtigsten Heilpflanze zur Behandlung der Diphterie war – der „Bräune“, wie man diese Krankheit früher auch nannte. Trotz ihrer bezeichnenden Namen wie Allheil, Immergsund, Mundfäulkraut und Wundwurz geriet der Lippenblütler hierzulande zunehmend in Vergessenheit. Dabei deuten diese Namen schon auf die mannigfaltigen Verwendungsmöglichkeiten der Pflanze hin, die unter anderem antibakteriell und antiviral wirkt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist sie als „Xia Cu Cao“ bekannt und wird vor allem bei Störungen der Leberfunktion eingesetzt, aber auch bei schweren Erkrankungen wie Krebs, AIDS und Tuberkulose.
Sehr erfinderisch ist das kleine Kraut, was seine Ausbreitung angeht. Es gehört zu den sogenannten Regenballisten und nutzt die Energie der herabfallenden Regentropfen zur Verbreitung seines Samens.
Neugierig geworden? Vielleicht finden Sie diese wertvolle Pflanze ja auch in Ihrem Garten – schauen Sie doch mal nach!
Rund 5,7 Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig. Etwa 16.500 Pflegeheime und 15.500 ambulante Pflegedienste versorgen sie. Dazu kommen unzählige pflegende Angehörige und Fachkräfte in Rehabilitationseinrichtungen. Am 12. Mai, dem Internationalen Tag der Pflege, rücken die Bedeutung dieser Arbeit ebenso wie die Herausforderungen im Pflege- und Rehasystem in den Fokus.
Text: Marianne Ambs
Pflegekräfte und Fachkräfte in Rehabilitationseinrichtungen bilden das Rückgrat des Gesundheitswesens. Während die Bezahlung in den letzten Jahren erfreulicherweise deutlich verbessert wurde, mangelt es nach wie vor noch an Wertschätzung. Zudem sind die Arbeitsbedingungen nicht besonders attraktiv: Schichtdienst, Überstunden und emotionale Überforderung sind nur einige der Probleme, die die in der Pflege arbeitenden Menschen stark belasten.
Politische Weichenstellung überfällig
Der Internationale Tag der Pflege, maßgeblich begleitet von
der Weltgesundheitsorganisation Europa, soll die Arbeit von Pflegekräften und deren Bedeutung für die Gesellschaft sichtbar machen. Gleichzeitig ist die Politik aufgerufen, die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern und gleichzeitig eine Professiona lisierung des Berufs zu fördern. Verbände wie der DBfK (Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe) nutzen den Tag, um auf Missstände aufmerksam zu machen.
Die demografische Entwicklung verschärft die Situation. Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland könnte bis 2055 um 37 Prozent steigen, so die Ergebnisse einer Pflegevorausberechnung des Statistischen Bundesamtes.
Steigender
Bedarf, knappe Ressourcen
Mit der wachsenden Zahl pflegebedürftiger Menschen steigt auch der Personalbedarf. Dabei spielen ambulante Dienste eine wichtige Rolle, weil sie die pflegenden Angehörigen entlasten. Zum Jahresende 2021 waren in Deutschland 442.900 Personen bei ambulanten Pflegeeinrichtungen beschäftigt. Das waren 134 Prozent mehr als Ende 2001. Die Zahl der Pflegebedürftigen, die von solchen Diensten zu Hause versorgt wurden, ist im selben Zeitraum sogar um 141 Prozent gestiegen. Die steigende Bedeutung der ambulanten Pflege schlägt sich auch in der Zahl der
Pflegedienste nieder: Sie ist binnen 20 Jahren um 45,1 Prozent gestiegen.
Trotz dieser Entwicklung zeichnet sich ein zunehmender Fachkräftemangel ab. Prognosen zeigen, dass die Schere zwischen verfügbaren und benötigten Pflegekräften künftig noch weiter auseinandergehen wird: Bereits in zehn Jahren könnten rund 350.000 Pflegekräfte fehlen.
Wege aus der Krise
Wie kann es gelingen, mehr Menschen für Pflegeberufe zu gewinnen? Dieser Frage geht die Konzertierte Aktion Pflege (KAP) nach, die von drei Bundesministerien gemeinsam initiiert wurde. Ein zentrales Ziel der Aktion ist eine höhere Entlohnung der Pflegekräfte. Zudem geht es um bessere Arbeits und Ausbildungsbedingungen in der Pflege. Ein wichtiger Schritt war die Reform der Pflegeausbildung im Jahr 2020. Sie führte die ehemaligen Ausbildungsberufe Altenpflege, Gesundheitsund Krankenpflege sowie Gesundheits und Kinderkrankenpflege in einem gemeinsamen Abschluss zur Pflegefachkraft zusammen.
Weitere Ansätze sind die gezielte Anwerbung ausländischer Pflegekräfte sowie die Wiederintegration von Menschen mit Pflegeausbildung, die nicht erwerbstätig sind, in den Arbeitsmarkt. Bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, etwa durch den Ausbau von Kinderbetreuung, sind ebenfalls eine wichtige Stellschraube für mehr Fachkräfte in der Pflege: Denn ein Großteil der professionell Pflegenden ist weiblich und arbeitet in Teilzeit.
Quelle: www.destatis.de
Der Internationale Tag der Pflege ging aus dem International Nurses Day hervor. Dieser wurde in England am Geburtstag von Florence Nightingale (1820–1910), der Pionierin der modernen Krankenpflege, eingeführt
Die Erzdiözese Freiburg startet zum Tag der Pflege eine Kartenaktion als Zeichen der Anerkennung für Pflegekräfte und pflegende Angehörige. Informationen unter www.ebfr.de
OFFENE TAFEL
Das Haus stammt aus dem Jahr 1230, seit 1521 war hier die Gemeindestube untergebracht, einst der zentrale Versammlungsort in Denzlingen. Seit Generationen ist die Rebstock-Stube in Familienbesitz. Axel Frey, heutiger Küchenchef, hat in Sternehäusern gelernt und gearbeitet. In der Rebstock-Stube führt er die klassische badische Küche seines Vaters weiter, mit großer Wertschätzung für das, was seine Eltern aufgebaut haben. Sein Credo: Die Kochkunst lebt vom Handwerk.
Text: Marianne Ambs
Rebstock-StubeDenzl
Am frühen Nachmittag sitzen noch einige Gäste in der holzgetäfelten Gaststube. In der Küche geht es ruhig zu, der Mittagsbetrieb ist vorbei. Vaida Mikstaite, Partnerin von Axel Frey, serviert zwei Espressi an einen Tisch am Fenster. SeniorChef Adolf Frey tut das, was in seiner Gastwirt-DNA verwurzelt ist: Er plaudert mit Stammgästen, ungezwungen und herzlich.
Axel Frey ist währenddessen überall präsent – in der Küche, bei den Gästen, am Telefon. „Ich bin ein Macher“, sagt er lächelnd, als er am Tisch Platz genommen hat. Sein hoher Anspruch an sich selbst ist spürbar, doch ebenso wichtig ist ihm, sich bewusst Auszeiten zu schaffen. Auch von seinem Team erwartet er Engagement und Verlässlichkeit, getragen von einem respektvollen, kollegialen Miteinander, das die Atmosphäre des Hauses prägt.
Die Geschichte des Hauses wahren
In der Küche ist der Ton ruhig und konzentriert, die Zusammenarbeit ist eingespielt. Effizienz in der Küche, im Service, im ganzen Haus ist für den Rebstock-Chef
Dem historischen Erbe verpflichtet: Küchenchef Axel Frey und seine Partnerin Vaida Mikstaite (u.) führen die Rebstock-Stube mit herzlicher Gastfreundschaft und handwerklicher Präzision.
wichtig, aber kein Selbstzweck. Ihm geht es darum, Abläufe so zu gestalten, dass Raum entsteht zum Arbeiten wie zum Genießen. Dieses Verständnis war auch leitend für die umfassende Sanierung, die Ende 2025 nach knapp neun Monaten abgeschlossen wurde. „Wir wollten schon früher öffnen, aber dann ist der 25. Dezember 2025 der erste Öffnungstag geworden.“ Ein Neustart ganz nach den Vorstellungen des Chefs: volles Haus, keine Minute Ruhe, aber am Ende des Tages die Gewissheit, das Beste gegeben zu haben.
Mit viel Gespür für die Geschichte des Hauses und zugleich für zeitgemäße Gestaltung wurde die Gaststube mit ihren 80 Sitzplätzen behutsam modernisiert. Natürlich war das Denkmalamt im Boot. „Von Anfang an war klar, dass wir die Historie des Hauses wahren wollen“, sagt Axel Frey. Die Holzvertäfelung wurde sandgestrahlt, die massiven Stützbalken dunkel gestrichen, Tische und Stühle sorgfältig hergerichtet. Ein besonderes Element ist die lange Holztafel anstelle der alten Wirtshaus-Theke. „An unserer Tafel kann man nicht reservieren“, erklärt Frey. „Sie ist Gästen vorbehalten, die spontan vorbeikommen.“ So können Gäste sicher sein, an der Table d´Hôte immer
einen Platz zu finden, auch wenn alle Tische belegt sind. Dem Hausherrn ist das wichtig. „Reservierungen erleichtern uns die Planung. Aber unser Haus ist auch für Menschen offen, die sich kurzfristig entscheiden, essen zu gehen.“
Höchstleistung im Detail
Nach der Sanierung hat sich Axel Frey für eine einsehbare Küche entschieden. „Ein bisschen ein Modeding“, sagt er. „Wir haben uns gedacht, wir probieren es, und wenn es nicht funktioniert, ist das schnell geändert.“ Die Offenheit
kommt gut an. Gäste werfen gern einen Blick in die Küche, ohne dass die Ruhe im Gastraum gestört wird. In der Küche selbst zeigt sich die Stärke des Teams. Jeder Handgriff sitzt, Abläufe greifen ineinander. „Wir arbeiten Hand in Hand, jeder weiß, was er zu tun hat“, so Frey. Gute Vorbereitung ist dabei entscheidend. Schon am Vorabend eines Arbeitstages kontrolliert Axel Frey die Vorräte, schreibt To-do-Listen, bereitet sich gedanklich auf den kommenden Tag vor. Sein Anspruch an Qualität ist hoch und zeigt sich im Detail. „Jede Sauce, jede Garzeit, jede Anrichtung trägt die Handschrift eines Teams, das mit Leidenschaft und
Elegantes Ambiente in der Gaststube, offene Tafel vor der Küche: Im Rebstock sitzt der Gast nah am Geschehen – und bekommt auch ohne Reservierung einen Platz.
Präzision arbeitet“, schreibt er auf der gerade neu gestalteten Homepage, auf der auch Geschichten über das Restaurant erzählt werden.
Verwurzelt in Baden, inspiriert von Frankreich
Axel Freys Kochkunst fußt auf einer hochprofessionellen Ausbildung und auf Arbeitsjahren in Sternehäusern. Der „Hirschen“ von Douce Steiner in Sulzburg, die Auberge de L’Ill der Familie Haeberlin und das Colombi-Hotel von Alfred Klink in Freiburg sind Stationen, an denen er sein Handwerk gelernt hat. Diese Erfahrungen fließen heute in seine Arbeit ein, ohne die eigene Identität zu überlagern. Denn in der Rebstock-Stube geht es nicht um Sterne, sondern um Verlässlichkeit und Wiedererkennbarkeit. „Unsere Stammgäste freuen sich auf ihre Lieblingsgerichte, die sie kennen“, sagt Frey. Klassiker wie Hechtklößchen, die traditionelle Rebstock-Fischsuppe oder geschabte Spätzle haben ihren festen Platz. Dazu kommen saisonale
Gerichte – derzeit Spargel-Variationen –, leicht, präzise, mit französischem Einfluss. Axel Frey beschreibt es als „Kombination aus badischer Verwurzelung und französischer Finesse“. An der Table d’Hôte wird ein bewusst reduziertes, wechselndes „Menu du Jour“ serviert. Hier sitzen die Gäste eng beieinander – eine lebendige, kommunikative Atmosphäre, die vielen gefällt. Im Sommer erweitert die Terrasse im Innenhof dieses Erlebnis ins Freie.
Entspannt genießen am Sonntagabend
Ein Mittagstisch gehört für Frey selbstverständlich dazu. „Ich mag es nicht, wenn man in den Tag reintrödelt“, sagt er. Und seit einiger Zeit öffnet die Rebstock-Stube auch am Sonntagabend – als Möglichkeit für die Gäste, das Wochenende entspannt ausklingen zu lassen. Die Karte ist dann überschaubar, je nach saisonalem Angebot sind spontane Änderungen möglich. „Weniger Auswahl bedeutet nicht weniger Qualität“,
betont Axel Frey. „Wir konzentrieren uns auf das, was wir an diesem Tag wirklich zeigen wollen.“
Gastgeber mit persönlichem Touch
Tradition bewahren und doch immer wieder Neues ausprobieren, das sind Überzeugungen, die Axel Freys Idee von einem gastfreundlichen Haus mit ausgezeichneter Küche widerspiegeln. Trends verfolgt er nur, wenn sie zum Haus passen. Wichtiger sind Axel Frey Beständigkeit, Weiterentwicklung und ein klarer eigener Weg. Er fühle sich frei, sein Haus nach den eigenen Vorstellungen und denen seiner Vorfahren zu führen. „Da ist mein Name Programm.“ Was macht für ihn einen gelungenen Abend in der Rebstock-Stube aus? „Wenn der Gast zufrieden den Heimweg antritt, dann haben wir unsere Sache gut gemacht. Dafür muss alles stimmen: das gute Essen, das Ambiente, der Service, ein Chef, der sich auch mal sehen lässt, der ansprechbar ist.“ Im Rebstock wird den Gästen am Eingang noch der Mantel abgenommen. „Und nach dem Essen werden unsere Gäste persönlich verabschiedet.“ Für einen guten Gastgeber, findet Axel Frey, sei das auch heute noch eine Selbstverständlichkeit.
BER S T OCK -STUBE DENZLINGEN
Rezept desMonat s
Grießknödel mit Topfenschaum und eingelegtem Rhabarber
Für die Grießknödel
500 ml Milch
60 g Butter
1 Prise Salz
120 g Weichweizengrieß
2 Eier
1 TL Vanillezucker
Abrieb von 1 Zitrone
Für den Topfenschaum
250 g Topfen
(Quark, 20–40 % Fett)
50 g Puderzucker
1 TL Vanillezucker
100 ml Sahne
1–2 EL Zitronensaft
Das Küchenteam arbeitet Hand in Hand. Den Gast erwartet badische Küche mit französischer Finesse.
Für den eingelegten Rhabarber
300 g Rhabarber
150 ml Wasser
80 g Zucker
1 EL Honig
1 Stück Vanilleschote (oder -paste)
Optional: etwas Ingwer oder Orangenschale
Rhabarber schälen und in 4–5 cm große Stücke schneiden. Wasser, Zucker, Honig und Vanille aufkochen. Rhabarber hineingeben, nur
2–3 Minuten ziehen lassen (nicht zerkochen!). Vom Herd ziehen und vollständig abkühlen lassen. Der Rhabarber soll weich, aber noch formstabil sein.
Für die Grießknödel Milch, Butter und Salz aufkochen. Grieß einrieseln lassen und unter Rühren zu einem dicken Brei kochen. Vom Herd ziehen, leicht abkühlen lassen. Eier, Vanillezucker und Zitronenabrieb unterrühren. Masse 10–15 Minuten quellen lassen. Mit feuchten Händen kleine Knödel formen. In leicht siedendem Wasser ca. 10 Minuten ziehen lassen (nicht kochen!).
Für den Topfenschaum Sahne halb steif schlagen. Topfen mit Puderzucker, Vanillezucker und Zitronensaft glattrühren. Sahne vorsichtig unterheben. Für extra „Schaumigkeit“ den Schaum kurz mit dem Stabmixer auflockern.
Vor dem Anrichten die noch warmen Knödel in goldenen Butterbröseln wälzen, das verleiht ihnen zusätzlichen Geschmack. Der eingelegte Rhabarber gewinnt mit einem kleinen Spritzer Orangenlikör an aromatischer Tiefe. Für eine besonders elegante Präsentation den Topfenschaum in einen iSi-Siphon füllen und luftig aufdressieren. Wer dem Dessert noch mehr Frische verleihen möchte, ergänzt es optional mit einem leichten Rhabarberoder Erdbeersorbet.
Küchenmeister Andreas und Foodfotograf Mathias Neubauer zeigen, wie genussvoll sich die Jahreszeiten zelebrieren lassen. Von einfachen Gerichten bis zu aufwendigeren Highlights – ein großer Spaß für alle, die kulinarische Abwechslung lieben.
Rezepte: Andreas Neubauer; Fotos: Mathias Neubauer
Süßsauer eingelegter Rhabarber mit Rucola, Pekannuss, Burrata und Schinken
Für 4 Personen
Zubereitungszeit: 25 Minuten und 2 Stunden Zeit zum Einlegen
Für den Rhabarber
300 g Rhabarber
2 saftige Bio-Zitronen
75 g Honig
1–2 TL zerstoßener schwarzer Pfeffer
Für den Salat
100 g Rucola
100 g Pekannüsse (oder Walnüsse)
4 Burrata-Käse (à 100 g)
6 hauchdünne Scheiben Parmaschinken
5–6 EL Olivenöl, Salz
Rhabarber putzen und in etwa 2 cm schräge Stücke schneiden. Von 1 Zitrone mit einem Sparschäler die Schale dünn herunterschneiden und diese in
feine Streifen schneiden. Beide Zitronen halbieren, Saft auspressen.
Ausgepressten Zitronensaft mit Schalenstreifen, Honig, Pfeffer und 100 ml Wasser in einem Topf aufkochen, Rhabarberstücke untermischen.
Topf vom Herd ziehen, Rhabarber samt Sud in ein Einmachglas umfüllen, dieses verschließen und alles mindestens 2 Stunden ziehen lassen.
Für den Salat Rucola putzen, waschen und trocken schleudern. Pekannüsse grob hacken. Burrata abtropfen lassen, Schinkenscheiben halbieren. Alles zusammen auf Teller verteilen.
Eingelegte Rhabarberstücke mitsamt den Schalenstreifen abtropfen lassen und auf dem Salat verteilen. Vom Einlegesud 6–8 EL abnehmen und diesen mit Olivenöl in einer Schüssel verquirlen. Dressing mit Salz abschmecken und großzügig über Käse und Salat träufeln. Sofort servieren.
Bouillabaisse von Süßwasserfischen mit Flusskrebsen
Kartoffeln schälen, halbieren und in kochendem Salzwasser in etwa 20 Minuten weich garen. Inzwischen Fische abbrausen, trocken tupfen und in mundgerechte Stücke schneiden. Flusskrebsschwänze ebenfalls kalt abbrausen und trocken tupfen.
Lauch halbieren, waschen und in dünne Streifen schneiden. Karotten und Sellerie schälen, zuerst in dünne Scheiben, diese dann ebenfalls in Streifen schneiden. Zwiebel schälen, halbieren und längs in feine Streifen schneiden.
Gemüsestreifen zusammen mit Zwiebel, fein geriebenem Knoblauch und Meerrettich in heißem Rapsöl in einen breiten flachen Topf 1–2 Minuten andünsten, dabei mit Safran und Paprika bestreuen. Das Ganze mit Weißwein ablöschen, Krustentier- und Fischfond dazugießen.
Fischstücke und gekochte Kartoffeln zum Gemüse in den leicht köchelnden Sud legen und darin zugedeckt etwa 8
Minuten garen. Dann die Flusskrebsschwänze hinzufügen und weitere 2 Minuten mitgaren.
Suppe mit Salz, Cayennepfeffer würzig abschmecken. Gemüse, Fisch und Krebse in tiefe Teller verteilen, Suppe darüberschöpfen und nach Belieben mit Dill bestreut servieren.
Für 8-12 kleine Portionen oder 1 große rechteckige Porzellanform
Zubereitungszeit: 45 Minuten
Kühlzeit: 1 Stunde
Für den Biskuit
3 Eier (M)
100 g Puderzucker, 100 g Mehl
Für das Kompott
300 g Rhabarber, 75 g Zucker
1-2 TL Speisestärke mit etwas kaltem Wasser verrührt
Für die Pistaziencreme
300 ml Milch, 50 g Zucker
100 g gehackte Pistazienkerne
30 g Vanillepuddingpulver
125 g Mascarpone, Spritzbeutel
Für den Espresso-Mix
150 ml kalter Espresso
75 ml Amaretto
Für den Biskuit Eier trennen. Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eigelbe mit 3 EL Puderzucker schaumig schlagen. Eiweiße zu steifem Schnee schlagen. Eischnee abwechselnd mit gesiebtem Mehl unter die Eigelbmasse heben. Teig etwa 1 cm dick auf ein mit Backpapier belegtes Backblech
(etwa 20 x 30 cm) streichen, mit restlichem Puderzucker großzügig bestäuben und im Ofen etwa 14 Minuten backen. Herausnehmen, abkühlen lassen und 12–16 Kreise in Größe der Gläser ausstechen. Restlichen Biskuit klein würfeln.
Für das Kompott Rhabarber schälen und in etwa 1 cm breite Stücke schneiden. Diese mit Zucker mischen und 10 Minuten ziehen lassen. Anschließend alles in einem Topf 1–2 Minuten kochen, dann mit etwas Stärke binden und auskühlen lassen.
Für die Creme Milch mit Zucker, Pistazien und Puddingpulver in einen hohen Becher geben und das Ganze mit dem Pürierstab etwa 1 Minute lang durchmixen. Dann den Mix in einen Topf geben und unter ständigem Umrühren so lange erhitzen, bis die Flüssigkeit eine puddingartige Konsistenz erlangt. Danach die Creme erkalten lassen und den Mascarpone unterheben.
Für den Espresso-Mix Espresso mit Amaretto mischen. Etwas auf die Biskuittaler träufeln. PistazienCreme in den Spritzbeutel füllen und abwechselnd mit 1–2 Biskuittalern pro Glas und RhabarberKompott in Gläser schichten. Biskuitwürfel mit restlichem Espresso-Mix beträufeln, auf den Gläsern verteilen.
KÜCHENLIEBLING Rezep
Spargel mit Pilzen, Kimizu & Sobanudeln
400 g weißer Spargel
200 g frische Ameko Pilze (Pilzhof Rein)
1 Schalotte
100 g Butter
Kimizu-Sauce
3 Eigelb, 1 EL Misopaste
2 EL Reisessig, 1 EL Mirin
1TL Zucker, 1 Prise Salz
100 g Butter, leicht gebräunt
Sobanudeln
200 g Sobanudeln
50 ml Merkles Soja Soße
20 g Butter
Spargel schälen, in Rapsund Sesamöl mit Farbe anbraten. Schalotte fein würfeln, in Butter anschwitzen, Pilze zugeben, würzen.
Für die Kimizu-Sauce Eigelb, Misopaste, Mirin, Essig, Zucker, Salz über dem Wasserbad cremig rühren (wie Hollandaise), zum Schluss braune Butter unterziehen und eventuell passieren.
Sobanudeln bissfest kochen, in Sojasoße und etwas Butter schwenken.
Spargel, Pilze, Nudeln anrichten, mit Kimizu-Sauce servieren.
GENUSS IM GLAS
Der Frühling in der REGIO hat alles zu bieten, was zu Genießer-Stunden dazugehört: milde Temperaturen, Spargel und leichte Weine. Doch welcher Wein passt zum Spargel? Und mit welchen Sekten wird ein Abend auf der Terrasse noch vergnügter? Das sind unsere Empfehlungen.
Text: Marianne Ambs
Spargel ist reich an Vitaminen, kalorienarm und lecker. Viele Gründe, die Spargelzeit ausgiebig zu nutzen. Noch schöner wird der Genuss des königlichen Gemüses mit dem passenden Wein. Die Weingüter und Winzergenossenschaften in der REGIO wissen, was zum Spargel passt: leichte, trockene Weißweine mit sanfter Säure und zarten
Aromen. Grundweine sind Silvaner, Weißburgunder (Pinot Blanc), Grauburgunder (Pinot Gris) und Müller-Thurgau, aber auch Gutedel und Riesling. Die sortenreinen Weine und Cuvées umschmeicheln mit Anklängen an Birnen, Äpfel und Nüsse die leichte Bitternote des Spargels und schaffen einen harmonischen Genuss.
Gut gekühlt auf den Tisch
Spargel ist aber nicht gleich Spargel. Neben dem weißen Spargel gibt es auch grüne und violette Stangen auf dem Markt. Je nach Spargelart und Rezept variieren die Weinempfehlungen: Zum weißen Spargel mit Sauce Hollandaise sind Weißburgunder, Chardonnay oder Gutedel die richtige Wahl. Zum grünen Spargel passt ein Sauvignon Blanc oder ein Grauburgunder. Wird Spargel mit Fisch kombiniert, ist ein leichter Weißburgunder oder ein Rivaner bzw. Müller-Thurgau die perfekte Ergänzung.
Wer gerne Neues ausprobiert, der kann auch einen leichten Rotwein zum Spargel öffnen. Noch besser funktioniert ein Spätburgunder Rosé, der gut gekühlt auf den Tisch kommen sollte.
Anzeige
B Weingut Mossmann – Alte Wache Selektion
Pinot Rosé
Pinot Rosé l brut
2023 | Preis: 19 €
Kellermeister: Georg Moosmann & Timo Käppele
Leuchtend kühles Apricot mit edlem Moussieren im Glas. Bezaubernd sommerliche Frucht von reifen Waldbeeren, frischen Himbeeren, roten Äpfeln, schwarzen Kirschen und frecher Minzeduftigkeit. Ein prickelnder Vergnügungspark.
12 % Vol. 6 – 8 °C
K Arndt Köbelin Weingut
Winzersekt Pinot Brut Privat Cuvée
Weißburgunder, Grauburgunder, Spätburgunder brut
2023 | Preis: 17 €
Kellermeister: Arndt Köbelin
Lebendig, rassig, cremig. Herrliche Burgunderfrucht. Macht gute Laune und Lust auf mehr. Perfekt als Aperitif, zu feierlichen Anlässen, idealer Begleiter zu feinen Häppchen oder mediterranen Vorspeisen.
12 % Vol. 5 – 12 °C
M Weingut Fritz Waßmer
Sekt Pinot Rosé
Spätburgunder l brut
Preis: 13,90 €
Kellermeister: Fritz Waßmer
Erdbeere mit Sahne, gefolgt von roter Johannisbeere und weißen Büten. Herrlich frisch und animierend am Gaumen, mit schönen roten Früchten und einer Prise Salz. Trocken und frisch im Abgang.
12 % Vol. 6 – 10 °C
B Stiftungsweingut
Jesuitenschloss Cuvée
Cuveé aus Weisburgunder und Müller-Thurgau
trocken
Preis: 11 €
Kellermeister: Kilian Hunn
Aromatische gelbe Fruchtaromen im Duft, feine, spritzige Art am Gaumen, mit zarter Restsüße und ausgewogener Säure, sehr süffig. Als Aperitif, zu Sushi und süß-sauren Asiagerichten.
12,5 % Vol. max. 4 – 6 °C
K Geldermann Privatsektkellerei GmbH
Weissburgunder Baden
Weissburgunder | Extra Brut 5,6 g/l
Preis: 19,95 €
Kellermeisterin: Déborah Ruffing Tabbone
Ein eleganter Sekt mit feinperliger Textur, der durch seine Aromen von weißem Pfirsich, Mandel und Zitrus begeistert. Ob als stilvoller Aperitif oder als Begleiter zu erlesenen Speisen – dieser Weißburgunder Extra Brut verkörpert Charakter, Noblesse und eine zeitlose Genusskultur.
12 % Vol. 6 – 8 °C
M Winzergenossenschaft Britzingen eG Weißer Burgunder brut
2023 l Preis: 9,20 €
Kellermeister: Bruno Kiefer
Ein edler Sekt mit feiner Perlage, strohgelber Farbe und einem fruchtigen Bukett von Birnen und einem Hauch von Mandeln. Im Geschmack präsentiert er sich mit einer lebendigen Säure und einem harmonischen Gesamteindruck. Er macht jeden Schluck zu einem Genusserlebnis.
12 % Vol. 8 °C
M Winzergenossenschaft Britzingen eG Baden Crémant Rosé
Spätburgunder, Schwarzriesling, Chardonnay brut
2022 | Preis: 14,50 €
Kellermeister: Bruno Kiefer
Feinfruchtiger Charakter, elegant im Trunk, sehr feine Perlage, anhaltender Abgang, kräftig lachsfarben. In der Nase zeigen sich Aromen nach Wald- und Himbeeren, weiche Säure umspielt die Fruchtnoten von hellrotem Beerenobst.
13 % Vol. 8 °C
M Winzerkeller Auggener Schäf
Gutedel – Sauvignon Blanc
trocken
2023 l Preis: 8,50 € (0,75 l)
Kellermeister: Andreas Philipp
Es vereinen sich die sanften Aromen des Gutedels mit der knackigen Frische des Sauvignon Blanc. Mit Zitrus, grünem Apfel und einem Hauch von Birne ein prickelndes Erlebnis im Frühjahr 2026.
12,5 % Vol. 6 – 8 °C
Anzeige
B Stiftungsweingut
Grauburgunder Gutswein
QbA l trocken
Jahrgang 2024 l Preis: 8,50 €
Kellermeister: Kilian Hunn
Der saftige und elegante
Gutswein Grauburgunder überzeugt durch ein angenehmes Mundgefühl und Nuancen von reifen Birnen. Die milde Säure macht den Wein zum perfekten Begleiter für jeden Tag.
12 % Vol. 5,9 g/l
5,5 g/l 4 – 6 °C
B Weingut Hiss – Alte Wache
Selektion
Badisch Rotgold
deutscher Qualitätswein l feinherb
Jahrgang 2024 l Preis: 13 €
Kellermeister: Simon Kreutner
Kristallklares Himbeer. Duft von roten Beeren, ein Hauch Sauerkirsch bringt Frische mit sich. Mit etwas Luft zeigen sich Aromen von frischer Ananas und Minzblätter. Gaumenschmeichler mit Lust auf mehr.
11,5 % Vol. 6,3 g/l
22,4 g/l 6–8 °C
K Bötzinger eG
TRADITION Weißer Burgunder
Kaiserstuhl l Kabinett l trocken
Jahrgang 2024 l Preis: 6,90 €
Kellermeister: Heinrich Höfflin & Clemens Disch
Weißer Burgunder, auch Riesling der Burgunderfamilie genannt, zeigt sich in einer kernigen Frische sowie eleganter Säure. Sehr dezent im Aroma und Bukett – an reife Aprikosen und Zitrusfrüchte erinnernd.
12,6 % Vol. 6,2 g/l 6 g/l 9 – 11 °C
Summerberg Endingen
Deutscher Wein l trocken
Jahrgang 2022 l Preis: 13 €
Kellermeister: Ronald Linder
Ein oranger, maischevergorener Grauburgunder, unfiltriert, ohne Schwefel, mit straffem Tannin – der Essensbegleiter! Zu verkosten am 3. Mai im NATURWEINGARTEN im Winzerhof Linder.
12,5 % Vol. 4,7 g/l
2,6 g/l 18 °C
M Weingut Julius Zotz
Gutedel „Alte Reben“
Qualitätswein l trocken
Jahrgang 2025 l Preis: 10,90 €
Kellermeister: Dennis Meindl
Diese Selektion aus 30–40 Jahre alten Rebstöcken zeigt ein reifes Bukett mit feinen Noten von Apfel und Birnen. Am Gaumen vollmundig mit feinem Schmelz, guter Dichte und langem Nachhall. Der ideale Wein für frühlingshafte Gerichte wie Spargel, Gemüsequiche oder Vesper.
12,5 % Vol. 5 g/l
3 g/l 7 °C
K Kaiserstühler Winzer Ihringen eG
Kaiserstühler Sonne 2025 Müller-Thurgau
Kaiserstuhl l QbA l trocken
Jahrgang 2025 l Preis: 4,99 €
Kellermeister: Sylvian Höfflin & Marco Fünfgeld
Ein Müller-Thurgau wie ein erster Frühlingstag – leicht, frisch, gut gelaunt. Frische Noten von grünem Gras und Zitrone. Perfekt zu Salat, Spargel oder Fisch.
11,5 % Vol. 5,9 g/l 5,9 g/l 8 –10 °C
M Weingut Fritz Waßmer Weißer Burgunder
Qualitätswein l trocken
Jahrgang 2024 l Preis: 9,70 €
Kellermeister: Fritz Waßmer
Feiner, reifer weißer Pfirsich und weiße Blüten mit einem Hauch Birne. Am Gaumen frisch und geschmeidig, mit viel Birne und Steinobst. Im Abgang leicht, trocken, mit einer würzigen Note.
12,5 % Vol. 5,4 g/l 3,5 g/l 6 – 8 °C
M Weingut Julius Zotz 60/40
Qualitätswein l trocken
Jahrgang 2025 l Preis: 9,90 €
Kellermeister: Dennis Meindl
Dieser zarte Rosé vereint die Finesse und Eleganz des Pinot Noir mit der erfrischenden Spritzigkeit des Gutedels. Ideal für sonnige und warme Tage und als Essensbegleiter zu Spargelsalat mit Erdbeeren oder sommerlichen Salaten.
M Weingut Martin Waßmer Jung & Wild Weißwein Cuvée
Markgräflerland l Qualitätswein trocken
Jahrgang 2025 l Preis: 8,50 €
Kellermeister: Martin Waßmer
Anklänge von saftigen Äpfeln, leichten Zitrusnoten, feinen floralen Noten. Durch die feine Säurestruktur wirkt die Cuvée frisch und ist für warme Sommertage bestens geeignet.
12 % Vol. 5,8 g/l 4,5 g/l 6 – 8 °C
M Winzergenossenschaft Britzingen eG Römerberg Gutedel
Badenweiler Römerberg
Qualitätswein l trocken
Jahrgang 2025 l Preis: 5,40 €
Kellermeister: Bruno Kiefer
Helles Gelb mit grünen Reflexen, im Duft Noten von grünem Apfel und tropische Anklänge. Am Gaumen entfalten sich tropische Aromen, gepaart mit schönem Säurespiel, spannungsreicher Nachhall. 11 % Vol. 5 g/l 1,9 g/l 7 °C
K Winzerhof Linder – Ronald Linder GRAU NATÜR 37
O Weingut & Privatkellerei Bimmerle KG
Grauer Burgunder
Baden l Kabinett l trocken
Jahrgang 2025 l Preis: 10,90 €
Kellermeister: Philipp Milke
Die Fruchtnote erinnert an frische gelbe Früchte wie Birne, Mirabelle und etwas Quitte sowie sehr feine exotische Aromen wie z.B. Maracuja. Auf der Zunge zeigt sich seine dezentgehaltvolle Art mit einer mild-harmonisch eingebundenen Säurestruktur. Ein wunderbar ausbalancierter Vertreter seiner Sorte.
12,5 % Vol. 6,5 g/l 4,7 g/l 7 – 10 °C
O Weingut & Privatkellerei Bimmerle KG
Spätburgunder Rosé
Baden l QbA l trocken
Jahrgang 2025 l Preis: 8,90 €
Kellermeister: Philipp Milke
Im Duft frische Fruchtaromen von Himbeeren und Erdbeeren, lebendig und spritzig, mit einer animierenden Säurestruktur. Ein jugendlicher und finessenreicher Sommerwein. Passt zu verschiedenen Köstlichkeiten frisch vom Grillrost, leichten Fisch- und Fleischgerichten sowie knackigen Salaten.
11,5 % Vol. 6,3 g/l 5,9 g/l 7 – 10 °C
O Weingut & Privatkellerei Bimmerle KG
Weisser Burgunder
Baden l Kabinett l trocken
Jahrgang 2025 l Preis: 10,90 €
Kellermeister: Philipp Milke
Eine dezente goldene Farbe sowie elegante Fruchtaromen wie Melone und Birne haben sich in diesem Wein vereint. Am Gaumen zeigt er sich gehaltvoll mit zartem Schmelz. Gepaart mit einer fein strukturierten Säure und dezenten nussigen Anklängen beweist er eine ausgewogene Balance zwischen reifen Früchten und würzigen Aromen.
12,5 % Vol. 6,6 g/l 4,5 g/l 7 – 10 °C
O Winzergenossenschaft Rammersweier eG
Souvignier gris
Rammersweier l Qualitätswein l trocken
Jahrgang 2024 l Preis: 7,70 €
Kellermeister: Siegfried Kiefer
Unser Souvignier gris ist eine pilzwiderstandsfähige Neuzüchtung aus den Rebsorten
Seyval Blanc & Zähringer. Der Duft dieses blumigen, eleganten Weißweins erinnert an gelbfleischige Früchte und florale Noten. Zu Vorspeisen, leichten Gerichten, Spargel und Fisch.
13,5 % Vol. 6,4 g/l 4,2 g/l 10 – 12 °C
KALENDERMai
Ausstellungen
NATURHISTORISCHES
MUSEUM
Wildlife Photographer of the Year
Die 100 weltbesten Naturfotos Basel, bis 28.6. www.nmbs.ch
MUSÉE ZOOLOGIQUE
Biodiver–Cité
Vielfalt der Fauna in der Stadt Straßburg, bis 31.12. www.musees.strasbourg.eu
MUSEUM ART.PLUS
Andreas Tesch
Future Fossils
Donaueschingen, bis 7.6. www.museum-art-plus.com
KUNSTHALLE BASEL
Coumba Samba – Wild Wild
Wall
Zwischen Mainstream-Kultur & subversiven Praktiken
Basel, bis 23.8. www.kunsthallebasel.ch
KUNSTMUSEUM BASEL
The First Homosexuals
Die Entstehung neuer
Identitäten 1869–1939 Basel, bis 2.8. www.kunstmuseumbasel.ch
DREILÄNDERMUSEUM
Legal – Illegal
Graffiti, Street Art & Murals im Dreiland Lörrach, bis 12.7. www.dreilaendermuseum.eu
HISTORISCHES MUSEUM
Schatzfunde
Versteckt, verschollen, entdeckt Basel, bis 28.6. www.hmb.ch
CARTOONMUSEUM
José Muñoz
Broken Voices – Retrospektive mit Originalzeichnungen aus Comicklassikern Basel, bis 21.6. www.cartoonmuseum.ch
SPIELZEUG WELTEN MUSEUM
Teddy
Das beliebteste Kuscheltier der Welt: von Legende bis Lifestyle Basel, bis 31.1.27 spielzeug-welten-museum-basel.ch
KUNSTHALLE MESSMER
Hermann Hesse
Bereit zum Aufbruch: Der Literatur-Nobelpreisträger als Maler
Riegel, bis 11.10. www.kunsthallemessmer.de
KERAMIKMUSEUM
Jugendstil international
Keramische Kunst ohne Grenzen Staufen, bis 28.11. www.landesmuseum.de
MUSEUM ART.PLUS
Una Passeggiata Italiana Künstlerischer Spaziergang durch Italien
Donaueschingen, bis 7.3.27 www.museum-art-plus.com
Museum im Wandel Freiburg, bis 21.2.27 www.museen.freiburg.de
DOKUMENTATIONSZENTRUM NS
Ende der Zeitzeugenschaft? Vom Erzählen zum Bewahren. Wie Erinnerung weiterlebt Freiburg, bis 13.9. www.museen.freiburg.de
FORUM WÜRTH
Einschnitt | Ausdruck Hap Grieshaber Arlesheim, bis 2.5.27 www.kunst.wuerth-ag.ch
AUGUSTA RAURICA
Das perfekte Dinner Kulinarische Genusswelt der Antike
Augst, bis 31.8. www.augustaraurica.ch
MUSÉE TOMI UNGERER
Hier spricht dein Echo-cho-cho Der Spirit von F’murrr mit Anmerkungen von Camille Potte Straßburg, bis 31.8. www.musees.strasbourg.eu
MUSEUM FÜR NEUE KUNST
Spielfeld. Sport & Kunst Sport als Massenphänomen Freiburg, 1.5. bis 11.10. www.museen.freiburg.de
E WERK FREIBURG
Gemeinsam für Freiburg Geschichten für Engagement & Verbundenheit in Vielfalt E-Werk, Freiburg, jew. 1 Std. vor Vorstellungsbeginn, 6.–13.5. www.performing-democracy.de
STADTMUSEUM LAHR
500 Jahre Schützen
Geschichte des Schützenwesens Lahr, 6.5. bis 20.9. www.stadtmuseum.lahr.de
GALERIE FÜR GEGENWARTSKUNST, E WERK
Michael Winterberg – Drifting Futures
Fragile Zukunftsentwürfe Freiburg, 10.5. bis 5.7. gegenwartskunst-freiburg.de
Kabarett/Comedy
FREITAG, 1.5.2026
Dieter Nuhr
„Nuhr auf Tour“-2026
Musical Theater, Basel, 19.30 Uhr www.musical.ch
DIENSTAG, 5.5.2026
Olaf Schubert & seine Freunde
„Jetzt oder now!“ Europa-Park, Rust, 20 Uhr, auch am 6.5. im Musical Theater, Basel www.europapark.de
Das Marketing-Team der Privatbrauerei Waldhaus präsentiert gemeinsam mit Brauereichef Dieter Schmid die neue Produktlinie (v.l.: Tanja Blum, Niklas Wasmer, Moritz Eckert, Annabell Isele, Dieter Schmid).
EINE FAMILIE, DREI BIERE, EINE GESCHICHTE
Ganz schön kreativ: Die Privatbrauerei Waldhaus stärkt mit ihrer neuen Produktlinie „Klein Fritzle“ Herkunft und Handwerk und setzt bewusst ein Zeichen gegen Beliebigkeit. Statt kurzlebigen Trends zu folgen, besinnt sich die Brauerei auf das, was sie seit Generationen prägt: gelebte Schwarzwald-Geschichte – zeitgemäß interpretiert. Laut Tanja Blum, Marketingleiterin in Waldhaus, sei die neue Linie eine Rückbesinnung auf die Herkunft mit einem modernen Auftritt. Das zeige sich nicht nur in den Bieren selbst, sondern auch im Markenbild – vom Etikett bis zur Schwarzwald-Kiste. So schlage „Klein Fritzle“ eine Brücke zwischen Tradition und Gegenwart: klar regional verwurzelt.
Die Pionieredition umfasst drei Sorten in der 0,33-Liter-Euroflasche: Lager, Pils und Helles. Jede Sorte steht für eine prägende Phase der Waldhaus-Geschichte und für eine Generation der Familie Schmid. Auch der Name der Serie ist tief in der Familiengeschichte verwurzelt. „Der Name Friedrich zieht sich wie ein roter Faden durch unsre Familiengeschichte – jeder Brauerei-Chef hieß Friedrich“, erklärt Dieter Schmid, Geschäftsführer von Waldhaus. Auch sein Sohn und er selbst würden Friedrich als Zweitnamen weitertragen. Mit dem Namen verbinde die Brauerei nicht nur familiäre Tradition, sondern auch eine besondere Geschichte: „Mein Großvater Friedrich, genannt Fritz, gab den Anstoß zur 0,33-Liter-Flasche. Dieser Schritt wurde zunächst belächelt, weil zu dieser Zeit 0,5- und 0,7-Liter-Flaschen als Standard galten. Die kleine Flasche wurde spöttisch ‚Klein Fritzle‘ genannt.“ Doch der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Heute macht die kleine Flasche rund 60 Prozent des Ausstoßes aus. „Genau diese Geschichte und diese Haltung wollten wir mit dem Namen ,Klein Fritzle‘ sichtbar machen“, so Brauerei-Chef Dieter Schmid.
Musical
FREITAG, 1.5.2026
Souvenir
Die Diva der Dissonanz E-Werk, Freiburg, 20 Uhr, Fr., Sa. & So. bis 16.5. www.dieschoenen.com
SAMSTAG, 16.5.2026
Ene wie Marlene Porträt in Ton & Wort Roccafé, Denzlingen, 20 Uhr www.enewiemarlene.de
FREITAG, 29.5.2026
Yentl
Humor & essentielle Weisheit E-Werk, Freiburg, 20 Uhr, auch am 30.5. www.dieschoenen.com
Oper/Operette
SONNTAG, 3.5.2026
Le nozze di Figaro Oper in vier Akten Opéra, Straßburg, 17 Uhr, auch am 5. & 7.5. + am 17. & 19.5. im La Sinne, Mulhouse www.operanationaldurhin.eu
FREITAG, 8.5.2026
Rigoletto
Bis eine·r stirbt: Ein Hofnarr zwischen Lachzwang & Selbstdemontage
Theater Freiburg, 19.30 Uhr, auch am 14., 16., 23. & 29.5. www.theater.freiburg.de
SAMSTAG, 9.5.2026
Iphigénie en Tauride Antiken-Spektakel zwischen Trauma & Befreiung
Theater Freiburg, 19.30 Uhr, auch am 25.5. www.theater.freiburg.de
DONNERSTAG, 14.5.2026
Premiere: Don Quijote Phantastischer Ritt durch die Jahrhunderte
Theater Basel, 18.30 Uhr, auch am 16., 18., 27. & 30.5. www.theater-basel.ch
Tanz
MITTWOCH, 6.5.2026
Songs of the Wayfarer Solo-Tanzstück von Claire Cunningham
E-Werk, Freiburg, 20 Uhr, auch am 7.5. www.performing-democracy.de
FREITAG, 8.5.2026
Dance Insights
Work-in-progress-Präsentation der Residenzkünstlerin Leslie Mannès Theater Freiburg, 19 Uhr www.theater.freiburg.de
SONNTAG, 10.5.2026
All Over Nymphéas
„Chromo-choreografisches“ Abenteuer
Théâtre de Strasbourg, 17 Uhr, auch am 11. & 12.5. www.operanationaldurhin.eu
DIENSTAG, 12.5.2026
Fampitaha, fampita, fampitàna Vier Körper trotzen der kolonialen Gewalt E-Werk, Freiburg, 20 Uhr, auch am 13.5. www.performing-democracy.de
All‘Arme „Zu den Waffen!“ Theater Freiburg, 19.30 Uhr www.performing-democracy.de
DIENSTAG, 19.5.2026
Schwanensee
Ballett mit Orchester Musical Theater, Basel, 20 Uhr www.musical.ch
DONNERSTAG, 21.5.2026
Mozart tanzen im 21. Jahrhundert
Junges Ballett
Théâtre municipal de Colmar, 20 Uhr, auch am 22.5. + am 28. & 29.5. im La Sinne, Mulhouse www.operanationaldurhin.eu
FREITAG, 22.5.2026
Combat des lianes
Tanz über den Zorn der Welt Theater Freiburg, 19.30 Uhr www.theater.freiburg.de
Theater
FREITAG, 1.5.2026
Kei Muckser, sunscht knallt‘s Komödie von Chris Arnold Alemannische Bühne, Freiburg, 20.15 Uhr, auch am 2., 3., 8., 9., 15., 16., 22., 23., 29. & 30.5. www.alemannische-buehne.de
SAMSTAG, 2.5.2026
Farm Fatale
Vogelscheuchen-Band beschwört den Neuanfang Theater Freiburg, 19.30 Uhr, auch am 6., 19. & 28.5. www.theater.freiburg.de
Mister Tomato
Parabel über das Amerika unter Donald Trump Theater der Immoralisten, Freiburg, 20 Uhr, auch am 7.–9., 14.–16., 21.–23.5. www.immoralisten.de
SONNTAG, 3.5.2026
Jeffrey Bernard ist unpässlich Komödiantisches Drama von Keith Waterhouse Theater am Kastelberg, Waldkirch Kollnau, 18 Uhr, auch am 10. & 17.5. www.theater-am-kastelberg.de
DIENSTAG, 5.5.2026
Zeit ist Geld – Jetzt oder nie Komödie von Ruth Toma & Lars Büchel Burghof, Lörrach, 20 Uhr www.burghof.com
DONNERSTAG, 7.5.2026
Premiere: Gesellschaft mit besonderer Hingabe (GmbH) Theater Hora & Christoph Marthaler testen die Gegenwart Theater Basel, 19.30 Uhr, auch am 9., 23. & 30.5. www.theater-basel.ch
FREITAG, 8.5.2026
Premiere: Das weite Land Tragikomödie von Arthur Schnitzler Theater Baden-Baden, 20 Uhr, auch am 9., 20., 21., 29., 30. & 31.5. www.theater-baden-baden.de
EasyStreet Festival
Straßentheater, Zirkus & Clownerie
Platz der Begegnung, Freiburg-Landwasser, ab 17 Uhr, auch am 9. & 10.5. www.easystreetfestival.de
SAMSTAG, 9.5.2026
Der Tote mit der Trommel
Konzert-Krimi
Jahnhalle, Weil am Rhein, 19 Uhr, auch am 16.5. in der Rheingießenhalle, Rust www.freistil-theater.de
MITTWOCH, 13.5.2026
Der Zauberberg
Die Geschichte eines simplen
Helden
Wallgraben Theater, Freiburg, 19.30 Uhr, auch am 14.–17., 19.–21., 23. & 24.5. www.wallgraben-theater.com
SAMSTAG, 16.5.2026
Einszweiundzwanzig vor dem Ende
Komödie über die letzten Stunden des Lebens
Theater am Kastelberg, Waldkirch Kollnau, 20 Uhr www.theater-am-kastelberg.de
Premiere: Love Western
Wanted: Wilder Westen trifft
queere Liebe!
Theater Freiburg, 20 Uhr, auch am 23. & 25.5. www.theater.freiburg.de
SONNTAG, 17.5.2026
#lookoftheday
Kleiderberge & unbequeme
Wahrheiten im Scheinwerferlicht Theater Freiburg, 19 Uhr www.theater.freiburg.de
MONTAG, 18.5.2026
Günter Fortmeier
40 Jahre Bühnenjubiläum
Wallgraben Theater, Freiburg, 20 Uhr
www.wallgraben-theater.com
SAMSTAG, 30.5.2026
Heidi
Wie eine heile Bergwelt ins Rutschen gerät
Theater Freiburg, 20 Uhr www.theater.freiburg.de
Die Schönen: Souvenir
Bis 16. Mai, Termine Fr. bis So. E-Werk, Freiburg www.dieschoenen.com
BIZARR & BERÜHREND
„Madame Flo“ war ein Phänomen. Die amerikanische Erbin sang in den 1940er-Jahren vor dem New Yorker Publikum nicht nur leidenschaftlich gerne die Klassiker der Opernliteratur, sondern sang diese auch zum Erbarmen falsch. Das Musiktheater im E-Werk „Souvenir – Das wahre Leben der Florence Foster Jenkins“ stellt auch Flos Pianisten Cosme McMoon in den Fokus.
Glenn Miller
So., 31. Mai, 20 Uhr Haus des Gastes, Bühlertal www.glenn-miller.de
KINGS OF SWING
Mit „Swing Forever“ präsentiert das Original Glenn Miller Orchestra Highlights der 40er-Jahre wie „In the Mood“, „Moonlight Serenade“, „Chattanooga Choo Choo“ oder „Tuxedo Junction“ und bringt so den Saal zum Toben. Schließlich ist es das einzige Orchester europaweit, das die OriginalArrangements von Glenn Miller besitzt und spielen darf.
Buchmesse „Blätterrauschen"
Fr., 8. Mai, 14–18 Uhr sowie Sa., 9. & So., 10. Mai, ab 10 Uhr Kurhaus, Freiburger Straße 1, Hinterzarten www.hochschwarzwald.de/buchmesse; www.waelderleben.de
INS GESPRÄCH KOMMEN MIT AUTOREN
Die Schwarzwald-Buchmesse geht unter dem Motto „Blätterrauschen“ in die dritte Runde. An drei Tagen werden im Kurhaus Hinterzarten regionale Verlage sowie Autorinnen und Autoren aus der Region ihre Werke ausstellen und zum Kauf anbieten. Zudem gibt es Lesungen und Gesprächsrunden.
Zum Rahmenprogramm kommt dieses Jahr erstmals ein Autorentag mit Lesungen, Buchvorstellungen, Diavorträgen oder offenen Gesprächen speziell für Einzelautorinnen und Einzelautoren, deren Verlage nicht an der Messe teilnehmen können. Zudem werden im Rahmen der Veranstaltung ausgewählte Bücher mit dem dotierten Förderpreis „Wälderliebling“ ausgezeichnet, der durch ein Crowdfunding-Projekt ermöglicht wurde.
Feste
& Hocks
SONNTAG, 8.5.2026
47. St. Georgener Weintage Weine aus dem St. Georgener Weinberg, Eröffnung an der Marienkapelle, Freiburg, 18 Uhr, auch am 9.–11.5. www.frstg.de
SAMSTAG, 16.5.2026
Baden-Württemberg-Tag Im Rahmen der Heimattage 2026 Stadt Oberkirch, auch am 17.5. www.heimattage2026.de
SAMSTAG, 30.5.2026
Erdbeerfest Erdbeerspezialitäten, Kunsthandwerk, Open-Air-Konzerte u. v. m. Fußgängerzone, Oberkirch, auch am 31.5. www.oberkirch-kultur.de
Gemeinschaft sticht immer Doppelkopfturnier im Rahmen des Performing Democracy Festivals Fabrik-Café, Freiburg, 19 Uhr www.performing-democracy.de
SONNTAG, 10.5.2026
DIE BEWEGUNG –Sport-Kunst-Spektakel Triumph der BEWEGUNG, Moderation: Julica Goldschmidt Stadion im FT-Sportpark, 14 Uhr www.performing-democracy.de
DONNERSTAG, 14.5.2026
Freiburger Frühjahrsmess’ Highlight für Familien & Actionjunkies
Messe Freiburg, ab 14 Uhr, bis 25.5. www.freiburgermess.freiburg.de
DONNERSTAG, 21.5.2026
Miss WM Wahl
Hauch von Western, Show & Fußballfieber Europa-Park, Rust, 18.30 Uhr www.europapark.de
Kino
SAMSTAG, 2.5.2026
„Eugen Onegin“
Met Opera – Live im Kino Harmonie, Freiburg, 19 Uhr www.friedrichsbau-kino.de
DIENSTAG, 5.5.2026
Dance on Screen 111 & Nothing but bones in the way Kommunales Kino, Freiburg, 19.30 Uhr www.performing-democracy.de
SONNTAG, 24.5.2026
Premiere: „Wolken über Lützerath“ Widerstand gegen die Kohle Friedrichsbau, Freiburg, 20.15 Uhr www.friedrichsbau-kino.de
SAMSTAG, 30.5.2026
„El Último Sueño de Frida y Diego“
Met Opera – Live im Kino Harmonie, Freiburg, 19 Uhr www.friedrichsbau-kino.de
Anzeige
Messe Tattoo & Shine in Offenburg
Samstag, 9. Mai & Sonntag, 10. Mai, 11 bis 19 Uhr Messe Offenburg-Ortenau, Offenburg www.tattoo-shine.de/de
IM FOKUS: KÖRPERKUNST UND BEAUTY
Ein Messeformat, das kreative Körperkunst, Beauty, Lifestyle und Selbstfürsorge vereint, gibt es sonst nirgends in der REGIO. Dieses Jahr kommt das „Bright Yoga Festival“ neu dazu. An den beiden Messetagen in Offenburg verschmelzen Kunst, Körperkultur und moderne Wellbeing-Trends zu einem ganzheitlichen Erlebnis, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht.
Unter dem Motto „Beauty. Body. Selfcare. Art.“ schafft die Messe einen Raum für Inspiration, Genuss und ein neues Lebensgefühl – ein Ort, an dem Individualität gefeiert und Selbstliebe erlebbar wird. Mit dem „Bright Yoga Festival“ am Samstag kommt zudem ein einzigartiger Tag voller Achtsamkeit, Bewegung und Gemeinschaft dazu.
Französische Küche im Nouri Taste
Tischreservierung unter Telefon 07633/94133-0
„Nouri Taste“, Herbert-Hellmann-Allee 14, Bad Krozingen www.nourihotel.de
AROMATISCHE TIEFE UND PRÄZISION
Im Restaurant Nouri Taste wird französische Küche als sinnliches Erlebnis verstanden. Küchenchef Didier Sifferlen arbeitet mit saisonalen Produkten aus der Region und verbindet sie mit klassischen französischen Techniken zu einer modernen, klaren Handschrift. Die Gerichte überzeugen durch Ausgewogenheit, aromatische Tiefe und handwerkliche Präzision.
Gemäß dem Anspruch, Qualität, Fairness und Genuss miteinander zu verbinden, wird zudem die MwSt.-Senkung im Nouri Taste bewusst zu 50 Prozent an die Gäste weitergegeben. Die aktuelle Karte greift diesen Ansatz auf: regional verwurzelt, international inspiriert und offen für genussvolle Entdeckungen. Die Küche bietet Raum für Geschmack, Qualität und bewussten Genuss.
Jazz & Blues
FREITAG, 1.5.2026
Pablo Held Trio
Feat. Alexandra Ridout the birds eye jazz club, Basel, 20.30 Uhr, auch am 2.5. www.birdseye.ch
Internationale Solist·innen & Kammermusikprogramme Festspielhaus, Baden-Baden, 16 Uhr, auch am 21.–24.5. www.festspielhaus.de
John Sheppard Ensemble
The Ecstasies Above – Musik zwischen Himmel & Erde: Klänge, die unsere Herzen öffnen Herz-Jesu-Kirche, Freiburg, 19 Uhr www.sheppardensemble.de
SONNTAG, 24.5.2026
Symphoniacs
„The True Rebels Of Classical Music“-Europe Tour 2026 Burghof, Lörrach, 19.30 Uhr www.burghof.com
Klassik
SONNTAG, 3.5.2026
Claudia & Philipp Moehrke: „Mozart war auch verheiratet ...“ Im Rahmen des 29. Bad Krozinger Mozartfests Litschgikeller, Bad Krozingen, 19 Uhr www.bad-krozingen.info
Stadtteilkonzert mit dem Philharmonischen Orchester Freiburg Bürgerhaus Seepark, Freiburg, 19 Uhr, auch am 18.5. im Melanchthonsaal www.theater.freiburg.de
Anzeigen
Heimattage und Erdbeerfest in Oberkirch
Baden-Württemberg-Tag: 16. & 17. Mai; Erbeerfest: 30. & 31. Mai Innenstadt und Fußgängerzone, Oberkirch www.heimattage2026.de; www.erdbeerfest-oberkirch.de
LANDESFEST VOR HISTORISCHER KULISSE
Die Stadt Oberkirch richtet dieses Jahr die Heimattage Baden-Württemberg aus. Für das Festjahr wurde das Motto „Heimat ist da, wo Gutes entsteht“ gewählt. Die ersten Höhepunkte, die Heimat und Genuss in den Mittelpunkt stellen, sind der Baden-Württemberg-Tag am 16. und 17. Mai und das traditionsreiche Oberkircher Erdbeerfest am 30. und 31. Mai.
Der Baden-Württemberg-Tag präsentiert sich als modernes Landesfest mit Landesgewerbeschau, Unterhaltung und Musik. Zum 300-jährigen Brennrechtejubiläum würdigen zudem die Stadt und die Brennereien die Tradition Oberkirchs als „Brennerhauptstadt Europas“. Kulinarik und Kultur machen das Erdbeerfest zum Erlebnis. Dabei steht die Erdbeere in all ihren Facetten im Mittelpunkt.
Start: Tourist-Info, Herbert-Hellmann-Allee 12, Bad Krozingen www.bad-krozingen.info
GENUSS TRIFFT LANDSCHAFT
Bad Krozingen wurde 2024 für sein weintouristisches Engagement ausgezeichnet. Ein Element für die Auszeichnung waren auch die kulinarischen Weinwanderungen, die dieses Jahr wieder im Mai und im Oktober angeboten werden.
Begleitet von einem einheimischen Guide führt die rund sechs Kilometer lange Strecke durch die sonnenverwöhnten Reben. Exzellente Weine, heimische Spezialitäten und die malerische Kulisse des Markgräflerlandes sind die Bestandteile, die die Wanderungen zu einem besonderen Genusserlebnis auf dem Bad Krozinger Rebberg machen. An mehreren Genussstationen präsentieren regionale Weingüter ihre Weine. Dazu wird ein 4-Gang-Menü aus heimischen Spezialitäten serviert.
Sommersaison täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet Europa-Park Rust www.europapark.de
MIT NEUEN HIGHLIGHTS IN DEN SOMMER
Zum Start in die Sommersaison begeistert der Europa-Park mit über 100 Attraktionen und Shows sowie einer überzeugenden Mischung aus europäischem Flair, Architektur und Kulinarik. Direkt daneben lädt die Wasserwelt Rulantica ganzjährig zum Wasserspaß für alle Generationen ein, während sechs 4-Sterne (Superior) Hotels und die Silver Lake City perfekte Bedingungen für einen Kurzurlaub bieten.
Das Fürstentum Monaco ist dieses Jahr als 18. europäischer Themenbereich dazugekommen. Inspiriert vom mediterranen Flair erleben Gäste rund um die Achterbahn „Silver Star“ das Land in all seinen Facetten – mit prachtvoller Architektur, edlen Yachthäfen und kulinarischen Highlights. Zeitgleich feiert ein neues gastronomisches Highlight Premiere: Mit „Sallys Café“ eröffnet die Food-Creatorin Sally ihr erstes eigenes Café – mitten im isländischen Themenbereich, im blue fire Dome. Im „Magic Cinema 4D“ wird es zudem spritzig: Snorri, das quirlige Maskottchen der Wasserwelt Rulantica, feiert sein Leinwanddebüt.
Das Fine-Dining-Restaurant „Ammolite – House of Light“ präsentiert sich auf eine neue Art und Weise. Das Gesamtkonzept und die Philosophie wurden neu definiert. Neben dem modernen und zurückhaltenden Ambiente fokussiert sich Küchenchef und 2-Sterne-Koch Peter Hagen-Wiest auf eine bodenständige, modern-französisch geprägte Fine-Dining Küche.
Anzeige
Foto:
HORCHE SE MOL!
NACHGEFRAGT
„Der schönste Arbeitsplatz d er Stadt“
Seit April ist Hans Oelze Leiter des Archäologischen
Museums Colombischlössle (ArCo) Freiburg. Dort arbeitet der 42-Jährige seit 2010, zuletzt als Stellvertreter von Helena Pastor Borgoñón, die nach 21 Jahren in den Ruhestand geht.
Wie kamen Sie zur Archäologie?
Schon als Kind habe ich meine Eltern in sämtliche Museen gezerrt, wollte alles über frühe Geschichte erfahren. Wir wohnten in der Nähe von Bühl, wo damals der Kies abgebaut wurde, der sich im Lauf der nacheiszeitlichen Gletscherschmelze dort abgelagert hatte. Und irgendwann stand jemand vor unserer Haustür, der bei der Arbeit auf Zähne von Mammuts gestoßen war. Das hat mich sofort völlig fasziniert. Ebenso wie später die am Petersfels bei Engen entdeckten feinen, aus dem Sprungbein von Schneehasen gefertigten KnochenNähnadeln. Sie zeigen, dass Steinzeitmenschen keine primitiven Höhlenmenschen waren, sondern vernunftbegabte und nachhaltig handelnde Frauen und Männer, die in der Lage waren, ihre Kleidung zu nähen und sogar die dazu notwendigen Werkzeuge herzustellen.
Das ArCo ist also der richtige Ort für Sie?
Ich freue mich jeden Tag darauf, hierher zu kommen. Museen sind ja Orte, wo Menschen zusammenkommen. Und abgesehen davon, dass es der schönste Arbeitsplatz ist, den ich mir jemals hätte vorstellen können, gefällt mir auch der hier herrschende Teamgeist: Viele ganz unterschiedliche Menschen entwickeln gemeinsam neue Konzepte und Formate; dabei traut jede jedem
zu, dass sie oder er die gestellte Aufgabe bewältigen kann. Besonders begeistert mich die Art und Weise, wie hier Archäologie vermittelt wird: Schlüsse, die wir aus regionalen Funden ziehen, werden so niedrigschwellig und so schnell wie möglich zugänglich für alle gemacht und sowohl in ihren historischen Kontext gestellt als auch mit heutigen relevanten Fragen verlinkt. Das strahlt nach außen: 2025 hatten wir 38.610 Besucher.
Gibt es da überhaupt noch etwas zu optimieren?
Wir haben in den letzten Jahren die gesamte Dauerpräsentation neu konzipiert; das ist nun abgeschlossen. Dadurch haben wir mehr Kapazitäten für größere Sonderausstellungsformate und werden uns demnächst den großen Themen „Spiel“ und „Wasser“ widmen. Außerdem werden wir den digitalen und inklusiven Ausbau voranbringen. ewei