Skip to main content

Lust auf Regio

Page 1


SÜSSE PAUSEN

GELBE FRÜHBLÜHER Gute-Laune-Garanten mit ökologischem Mehrwert

MASCHE FÜR MASCHE Mit zartem Garn und viel Gefühl: Die Strickkünstlerin Uschi Grieb

INHALT

Lust auf … 06 – 07

Impressionen

Vogel des Jahres 2026: das Rebhuhn 08 – 09

Erkunden & Erleben

Auf dem kleinen Dreiland-Radweg den Frühling entdecken 10 – 13

Anzeigen

Titelthema

Für eine kleine Auszeit: Land- & Dorfcafés in der REGIO 14 – 19

Landfrauen-Café „Goldene Krone“ in St. Märgen 15

Milchcafé in Sölden 16

Unser Dorfcafé in Staufen-Grunern 17

Lilli’s Café in Kirchzarten 18

Dorfcafé am Bach in Münstertal 18

Café Süßes Löchle, Lahr 19

Ortsporträt

Historisches Flair & geselliges

Miteinander: gelebte Festkultur in Endingen am Kaiserstuhl 20 – 21

Land & Leute

Zarte Maschenspiele: Werkstattbesuch bei der Strickerin Uschi Grieb in Staufen 22 – 23 Kolumnen 13, 15, 29

DemFrühling entgegen

Gesund & fit

Geistig fit im Alter: wie gutes Hören das Gehirn schützt 24 – 25

Haus & Garten

Augenschmaus & Nektarpower: die ersten gelben Blüten im Frühlingsgarten 26 –29

Kunst & Kultur

Cézannes Spätwerk in der Fondation Beyeler 30

Regionale Betriebe

Echter Genuss: Schwarzwälder Schinken aus der Metzgerei Reichenbach in Glottertal 32

Schlemmen & Sürpfeln

Badische Klassiker, saisonal & frisch: das Gasthaus Zum Löwen in Freiburg-Lehen 34 – 37

Grenzenlos verwurzelt kochen: Frühlingsküche mit Twist 38 – 41 Merkles Küchenliebling: Skrei in Zitronengras-Sud 41

Kalender

Ausstellungen, Messen, Märkte, Theater, Kino und Konzerte: Termine in der REGIO 42 – 49

Horche se mol!

Keiner wohnt höher: „Der Feldberger“ Conny Gröbler und die Liebe zur Einsamkeit 50

Individuelle Lieblingsstü

LUST AUF …

Zeitlose Keramikkübel

Die handgefertigten Keramik-Pflanzkübel „Eggpot“ aus hochwertigem Steinzeug sind ein stilvolles Highlight für Garten, Terrasse oder Balkon. Dank Hochbrand absolut winterhart und frostfest, mit Ablaufloch für gesundes Pflanzenwachstum. Die robuste Wandung und UV-beständige Glasur sorgen für Langlebigkeit bei jedem Wetter. Erhältlich in verschiedenen Farben und Größen – echte Handwerkskunst mit individuellem Charakter und zeitlosem Design.

Gesehen im Online-Shop teramico.de

Preis: ab 20 Euro

Foto: © Teramico

Ein Schlückchen in Ruhe

Eine Vogeltränke belebt jeden Garten und bietet Vögeln eine wichtige Wasserstelle zum Trinken und Reinigen ihres Gefieders. Erhöht auf einem stabilen Stab aus unbehandeltem Stahl angebracht, steht sie sicher und schützt die Tiere vor Katzen. Frei aufgestellt, ermöglicht sie mit Rundumblick ein ungestörtes Trinken. Die glasierte Keramik-

schale ist wasserfest und leicht zu reinigen, drei Rillen geben auch kleinen Vögeln sicheren Halt. Ideal zur Beobachtung.

Gesehen bei Manufactum, Schusterstraße 1, Freiburg und im Online-Shop manufactum.de

Preis: 109 Euro

Foto: © Manufactum

Vogelparade

Die Wanddeko setzt einen stilvollen Akzent zwischen Natur und Design. Die filigranen Vögel auf einem Ast verleihen der 51 Zentimeter breiten Dekoration eine lebendige Leichtigkeit. In elegantem Schwarz aus hochwertigem Metall gefertigt, fügt sie sich harmonisch in moderne wie klassische Wohnstile und verleiht Innen- und Außenwänden eine einzigartige Atmosphäre.

Gesehen im Online-Shop luester-laster.de

Preis: ab 22,95 Euro

Foto: © Lüster & Laster

Deko für Garte n & Balkon

Spiel von Licht und Schatten

Die Solarleuchten Sara verbinden den Charme geflochtener VintageLaternen mit einem klaren, modernen Design. Ein runder Metallrahmen in Schwarz umspannt feine Kunststoffstreben, hinter denen weiße LED-Kerzen sanft flackern. Ihr warmgelbes Licht erzeugt ein faszinierendes Streifenmuster aus Licht und Schatten.

Mehrjährige Pflanzideen für Terrasse und Balkon

Geranien waren gestern! Kübel, (Hänge-)Töpfe und Blumenkästen werden heute dauerhaft mit mehrjährigen Pflanzen gestaltet. Das spart Zeit, Geld und Ressourcen. Gartenexpertin Annette Lepple erklärt die Grundlagen, gibt Pflanz- und Pflegetipps und zeigt mit 20 Ideen, wie Dschungelfeeling oder duftender Sichtschutz im Topf gelingen.

Mitmachen und gewinnen! Lust auf REGIO verlost 2 Bücher „Mein Garten wächst im Topf“

Einfach eine E-Mail mit dem Stichwort „Mein Garten“ bis zum 31. März senden an: redaktion@lust-auf-regio.de Anschrift nicht vergessen!

Foto: © Ulmer Verlag

Ideal zum Hinstellen oder -hängen, setzen die Leuchten stimmungsvolle Akzente in dunklen Gartenbereichen oder auf dem Balkon.

Gesehen im Online-Shop solarversand.de

Preis: 39,95 Euro im Set

Foto: © Solarversand

Kleiner Dreiland

DREILÄNDERFRÜHLING

Drei Länder, ein Fluss und unzählige Eindrücke: Der Kleine Dreiland-Radweg führt auf leichter Strecke durch Rheinauen, Dörfer und Städte. Auf der 40 Kilometer langen Rundtour können Fahrradfahrer Natur und Kultur der Grenzregion intensiv erleben.

Text & Fotos: Nicole Kemper

Von urwüchsig bis urban: Die Streckenführung des Kleinen Dreilandrundwegs ist durchgängig steigungsfrei und bietet abwechslungsreiche Naturerlebnisse.

„Petite boucle de trois pays“ steht über dem roten Dreieck des Fahrradwegweisers, darunter die deutsche Version „Kleiner DreilandRadweg“. Wer bei „boucle“ an hügelreiches Gelände oder Buckelpisten denkt, liegt falsch: Das französische Wort steht für Schleife und bedeutet in diesem Zusammenhang Rundweg – die Dreilandtour verläuft nahezu steigungsfrei auf Rheinniveau, durchgängig auf Asphalt oder auf gut befahrbaren Kiespisten.

Vom Startpunkt, dem Bahnhof in Weil am Rhein mit seiner mondänen Dreiländergalerie, bis zum ersten Durchatmen im Grünen sind es nur wenige hundert Meter Fahrt. Hinter dem Umschlagbahnhof führt der Radweg in das Naturschutzgebiet Krebsbachtal, ein urwüchsiges Refugium inmitten dichter Bebauung. Der Auenwald mit seinen zahlreichen Quellen und Tümpeln bietet einen wichtigen Rückzugsraum für zahlreiche Tierund Pflanzenarten.

Mit Vogesenblick die Kander entlang

Im angrenzenden Stadtteil Haltingen passiert der Radweg die Bahnlinie durch eine Unterführung. Bis nach Eimeldingen geht es nun parallel zu den Gleisen gen Norden. Hinter dem Ortsausgang trifft der Radweg auf den Fluss Kander, und mit dem Richtungswechsel nach Westen kommen die Vogesen in den Blick. Während die Kander

den direkten Weg in den Altrhein nimmt und damit ihren 30 Kilometer langen Lauf von der Quelle auf dem Blauen bis zur Mündung beendet, führt der Radweg weiter Richtung Westen.

Meditation am Rheinseitenkanal

Zunächst begleitet die Strecke die Autobahn, ehe bei der Wehranlage von Kembs der Altrheinarm überquert wird – und damit die Grenze nach Frankreich. Der Übergang ist Radfahrern und Fußgängern vorbehalten und führt auf die Île de Rhin, die französische Rheininsel. Eine große Informationstafel macht darauf aufmerksam, dass die Insel bereits Teil der „Petite Camargue Alsacienne“ ist, dem ältesten Naturschutzgebiet im Elsass. Spaziergänger können die Insel auf verschiedenen Themenrundwegen zwischen drei und zwölf Kilometer Länge erkunden. Für die Radler beginnt hier ein meditativer Abschnitt des Dreiland-Radwegs. Entlang des Rheinseitenkanals geht es mehrere Kilometer eben und autofrei geradeaus. Vogelobservatorien am Wegesrand bieten die Möglichkeit, vom erhöhten Aussichtspunkt einen Blick in das von Wasserarmen und Teichen durchzogene Inselinnere zu werfen und dem Treiben der Wasservögel zuzuschauen und zu lauschen. Überdachte Sitzbänke laden zum Verweilen ein.

Land- undDorfcafé s

GELEBTE HERZLICHKEIT

In der REGIO laden besondere Cafés zum Verweilen und Genießen ein. Mit viel Herzblut geführt, bieten sie den perfekten Rahmen für den entspannten Genuss von Kaffee und Kuchen. Doch sie sie sind viel mehr als das. Mal sind sie lebendiger Treffpunkt mitten im Dorf, mal idyllische Oase im Grünen oder charmantes Juwel mit Geschichte. Sie alle verbindet eines: gelebte Gemeinschaft, regionale Verbundenheit und die Freude daran, Menschen zusammenzubringen.

Texte: Marianne Ambs & Jannis Jäger

St. Märgen

Gleich doppelt außergewöhnlich präsentiert sich das LandfrauenCafé „Goldene Krone“ in St. Märgen: Untergebracht ist das Café in einem Gebäude mit Geschichte und es lebt von der Leidenschaft seiner genossenschaftlich organisierten Macherinnen. Wo einst Leerstand und Verfall drohten, ist heute neues Leben eingezogen. Engagierte Idealisten retteten die „Goldene Krone“ vor dem Abriss und machten sie zu einem Vorzeigeprojekt gelebter Denkmalpflege. 2005 wurde die umfangreiche Sanierung mit dem Denkmalschutzpreis Baden-Württemberg gewürdigt. Im Obergeschoss entstanden Wohnungen, im Erdgeschoss eröffnete das Landfrauen-Café „Goldene Krone“, das seit 2012 von der Genossenschaft LandFrauenWirtschaft eG betrieben wird.

Mitglieder der Genossenschaft sind die Landfrauen, zudem Stammgäste und Lieferanten. Deshalb ist das Café ein außergewöhnliches soziales Projekt, das die ländliche Region stärkt. Die Frauen backen und kochen, bewirten die Gäste und verkaufen im angegliederten Landfrauen-Laden regionale Produkte. Die beiden Vorstände der derzeit 62 Genossinnen und Genossen, Roman Murch und Jana Meyer, steuern Organisation, Finanzen und Planung, damit das Café kostendeckend wirtschaften kann.

gen und kreativen Landfrauen. Schon morgens um halb vier stehen sie in der Backstube und stellen täglich etwa 8 bis 12 leckere Kuchen und Torten nach bewährten Familienrezepten her. Berühmt ist ihre Schwarzwälder Kirschtorte. Je nach Jahreszeit ergänzen Apfelkuchen, Käse- oder Schokotorten und andere süße Verführungen das Sortiment. Das Angebot variiert von Tag zu Tag, jede Bäckerin bringt ihre eigenen Vorlieben ein. Um 9 Uhr müssen die Bäckerinnen fertig sein, dann kommen die Köchinnen in die kleine Landfrauenküche der „Goldenen Krone“ und kümmern sich um die deftigen Genüsse: vor allem Suppen und Quiches aus den Zutaten der Jahreszeit. Eine besondere Erfindung der Landfrauen ist der „Käsemichel“, ein mit einem Teigdeckel überbackener Weichkäse, der sogar mit einem Patent geschützt ist.

Die Gaststube ist geschmackvoll und mit Liebe eingerichtet: knarrende Dielen, antike Holztüren, historische Gerätschaften auf dem Kachelofen, rustikales Mobiliar, gehäkelte Deckchen da und dort. Größere Gruppen sollten im LandfrauenCafé unbedingt reservieren. Auch für das Landfrauen-Frühstück am Sonntagvormittag, das von Oktober bis Mai angeboten wird, ist eine Reservierung „sehr zu empfehlen“, so Vorstand Roman Murch. „Wanderer allein oder zu zweit finden aber immer einen Platz.“ Sind drinnen doch mal alle Plätze belegt, können Gäste in den wärmeren Monaten auf die Terrasse ausweichen.

Mit Kräutern aus dem nahen Garten kochen die Landfrauen ihre herzhaften Suppen und Quiches für die „Goldene Krone“ in St. Märgen.

vonStef

Wagensteigstraße 10, 79274 St. Märgen

Tel.: 0 76 69/9 39 99 88

Öfnungszeiten:

Mi.–Sa. 12–18 Uhr, So. 14–18 Uhr

Feiertage: 12–18 Uhr

cafe-goldene-krone.de

Ä POSITIVES GFÜHL

Der Mundart-Autor aus Schallstadt über Händel, Handel und Hoffnung

Weltpolitik: Durenander rund um die rum. Blicksch nimmi durch. Was soll mr mache? Zämmehucke un schwätze. Also verhandle. Aber wer mit wem, wo un wann? Manchi bschtimme schun vorem Zämmehucke ganz klar, was si akzeptiere un was nit. Isch no ä Termin gfunde un alli Teilnehmer sin ankumme, wurd luthals dischputiert. Die eine welle des, die andere sell. Widder andri welle des un sell, aber des bisst sich. S wurd meh ghändelt als verhandelt. S isch meh ä Gegenänander als ä Mitänander, meh ä Schuldzuschieberei, Räächthaberei, Beschimpfung als ä Uffänanderzugehn für ä Kompromiss z finde. Mr geht im Stritt ussänander. Also bliibts bim Krieg, Zerstöre, bi Völkerrechtsverletzung, Dood, Elend un Leid. S einzig Ergebnis isch, dass mr ä neue Termin ussmacht für ä neijs Treffe. S wurd neu beratschlagt, wer sich wo un wann mit wem am Verhandlungstisch trifft.

Wenn d Staatelenker – Putin, Trump, Macron un Compagnon –zämmehucke un verhandle, bliibts bim Händle un ohni jedes Ergebnis. Aber in de Noochrichte kannsch enneweg höre, dass der oder die vun denne Großkopfete noochem Treffe „ein positives Gefühl gehabt hätten“. Des glaubsch nit! Mittlerwiili reise d Usseminischter in de Welt umänander um Witschaftsbeziehunge z knüpfe. Des macht Hoffnung.

KOLUMNE
Foto: Till Neumann

Milchcafé, Sölden

Früher war das kleine Häusle in Sölden eine zentrale Anlaufstelle für die Landwirte. Hier lieferten sie ihre Milch ab, die gesammelt und an die Molkerei weitertransportiert wurde. 2009 wurde das alte Milchhäusle abgerissen, unter der mehr als hundert Jahre alten Linde entstand an gleicher Stelle ein neues. 2014 eröffnete Konditorin Sophia Sauter darin ihr Milchcafé. Seit 2022 führt Andrea Bartsch das Häusle mit viel Herzblut weiter. „Bei mir ist Jeder und Jede willkommen“, so die Inhaberin. Es sei ihr wichtig, mit ihrem Café einen Ort zu schaffen, an dem sich die Gäste wohlfühlen, sich bei gutem Kaffee und Leckereien in einer schönen Atmosphäre begegnen –quer durch alle Generationen.

Milch gibt es im Milchcafé auch heute noch, allerdings in „veredelter“ Form als luftiger Milchschaum auf dem Cappuccino oder als Sahne in der Torte. Das Kuchen- und Tortenangebot wechselt je nach Jahreszeit. Neben Andrea Bartschs eigenen Kreationen stehen Köstlichkeiten der Meisterbäckerei Weber aus Freiburg-Herdern in der Kuchentheke.

Besonders beliebt ist die Schokotarte und der vegane Bienenstich. Acht verschiedene Sorten Cookies sowie glutenfreie und weitere vegane Leckereien runden das Angebot ab.

Zudem sorgen Flammkuchen, Quiches und Suppen für herzhafte Abwechslung. Montags treffen sich um 12 Uhr Einheimische und Gäste zum Überraschungs-Mittagstisch. Und dienstags, wenn in Sölden Marktzeit ist, duftet es im Café zusätzlich nach frisch gebackenen Waffeln.

Wer im Café vorbeischaut, kann gleichzeitig einkaufen. Andrea Bartsch bietet eine Auswahl an feinen und schönen Dingen aus der Region an, etwa Honig aus dem

Gut beschattet: Auf der Terrasse des Milchcafés in Sölden genießen die Gäste ihren Cappuccino unter dem Blätterdach einer 100-jährigen Linde.

Hexental, Tees aus der Kräutermanufaktur oder Schmuck aus Bollschweil.

Ob im Gastraum des Cafés oder auf den beiden Terrassen: Hier findet jeder Gast sein Lieblingsplätzchen. Andrea Bartsch öffnet die Außenplätze, sobald es draußen schön und sonnig ist. „Auch dieses Jahr sind Gäste schon draußen gesessen.“

MILCHCAFÉ

InfoBürglestraße 14, 79294 Sölden Tel.: 07 61/15 51 12 96 Öffnungszeiten:

Di. & Fr., 14–18 Uhr Sa., So. & Mo., 12–18 Uhr milchcafe-soelden.com

Unser Dorfcafé, Staufen-Grunern

Der Dorfladen im kleinen Staufener Ortsteil Grunern hat 2022 Zuwachs bekommen: Im Alten Rathaus eröffnete „Unser Dorfcafé“ und entwickelte sich schnell zu einem lebendigen Treffpunkt des Dorfes. Ob bei geselligen QuizAbenden, kulturellen Veranstaltungen oder einfach auf einen Plausch bei Kaffee und Kuchen – hier kommt man zusammen. Besonders sonntags freut sich das ehrenamtliche Team des Cafés über zahlreiche Gäste: Stammgäste aus dem Ort ebenso wie Ausflügler, die extra wegen der feinen Kuchen und Torten vorbeikommen oder bei einer Wanderung spontan einkehren. Ein barrierefreier Zugang sowie behindertengerechte Toiletten sorgen dafür,

dass sich alle Gäste willkommen und gut aufgehoben fühlen.

Betrieben wird das Café von zwei engagierten Vereinen: dem Bürgerverein Grunern und dem Verein „Unser Dorfladen“. Dessen erster Vorsitzender, Ulrich Wüst, ist stolz auf das, was sein Team im Laden und im Café Woche für Woche auf die Beine stellt. In den zwei hellen und gemütlichen Gasträumen mit 21 Sitzplätzen wird Süßes und Herzhaftes serviert. Neben Kaffee und Kuchen gibt es Flammenkuchen und Vesperteller.

Den Außenbereich teilt sich „Unser Dorfcafé“ mit dem benachbarten Dorfladen im ehemaligen Milchhäusle. Dort gibt es außerhalb der Café-Öffnungszeiten die Kuchen und Torten zum Mitnehmen sowie ein breites regionales Angebot.

UNSER DORFCAFÉ

Dorfstraße 32, 79219 Staufen-Grunern

Tel.: 0 76 33/9 29 91 44

Öffnungszeiten:

Mo., Mi., So., 14–17.30 Uhr, Fr. Feierabend treff 18–23 Uhr dorfladen-grunern.de grunerninstaufen.de

Anzeige
Fotos: © Freepik

Weinberge, Obstgärten, Felder und Wiesen umgeben wie ein frühlingsfrisches Mosaik die Kleinstadtperle. Endingen am Kaiserstuhl mit seiner historischen Altstadt lädt zum Flanieren, Genießen und Einkaufen ein. Das ganze Jahr über eröffnen Feste und Märkte besondere Einblicke in das charmante Leben am Tor zum Kaiserstuhl.

Text: Marianne Ambs

Rund 10.700 Menschen leben in Endingen am Kaiserstuhl, etwa ein Drittel davon in den Ortsteilen Amoltern, Kiechlinsbergen und Königschaffhausen – traditionellen Winzerdörfern, die Tradition und Brauchtum pflegen.

Die historische Altstadt wirkt erstaunlich geschlossen und intakt. Über das Kopfsteinpflaster der Hauptstraße führt der Weg zum Rathausplatz mit seinem Brunnen, dessen Atmosphäre an eine südliche Kleinstadt erinnert.

Seit 1964 steht die Altstadt unter Denkmalschutz. Schmale Gassen, Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert, das Kornhaus und das Alte Rathaus mit seinen Wappenscheiben bestimmen das Bild, ebenso die Pfarrkirche St. Peter und die Wallfahrtskirche St. Martin.

Erstmals 862 urkundlich erwähnt, erhielt Endingen bereits im 13. Jahrhundert das Stadtrecht. Im Mittelalter war die Stadt unter den Herren von

Üsenberg und später als Teil Vorderösterreichs ein bedeutender Ort am Kaiserstuhl. Diese Vergangenheit ist bis heute präsent: in den Mauern der Gebäude, in kleinen Museen und im Selbstverständnis der Stadt.

Tradition und Gegenwart verbinden sich in Endingen ganz selbstverständlich. In der Hauptstraße reihen sich kleine Geschäfte aneinander: Mode, Geschenke, Bücher, Antikes, regionale Spezialitäten. Und natürlich sind die

Weine und Sekte der Endinger Winzerinnen und Winzer allgegenwärtig, sie gehören dazu wie der Blick auf die Rebhänge am Stadtrand. Ganz besondere Einblicke in die gewachsene Kleinstadt verspricht ein Besuch zu den zahlreichen Festtagen, denn Feiern ist hier ein Teil der kulturellen Identität.

Fröhliche Festkultur

Die Festkultur ist über Jahrhunderte gewachsen, getragen von Vereinen, Kirchengemeinden, Winzerbetrieben und Einzelhandel. Der Kalender bietet rund ums Jahr Anlass zum Feiern. Kaum ist der Jokili, die Hauptfigur der

VERANSTALTUNGEN

Blühendes Endingen in der historischen Altstadt: 21. & 22. März, Blumen- und Antikmarkt 11–18 Uhr; mit verkaufsoffenem Sonntag, 22. März, 13–18 Uhr

Blütenwanderung rund um Königschaffhausen mit fünf Genussstationen, 11. & 12. April, 10–18 Uhr, Info & Online-Buchung: endingen.de

Endinger Büchermarkt, 16. & 17. Mai, 10–18 Uhr www.endinger-buechermarkt.de

Tourist­Information

Hauptstraße 57

79346 Endingen am Kaiserstuhl Tel.: 07642/6899-90 endingen.de

Endinger Fasnacht, im Rathausbrunnen abgetaucht, beginnt die Festsaison, in der sich Termine und Traditionen aneinanderreihen.

Zwei Wochen vor Ostern verwandelt sich der historische Marktplatz bei „Blühendes Endingen“ in einen bunten Gartenmarkt mit Blumen, Kräutern und allem, was Gartenfreunde lieben. Gleichzeitig lädt ein Antik- und Sammlermarkt dazu ein, Kuriositäten und historische Schätze zu entdecken. Teil dieses Wochenendes ist zudem ein verkaufsoffener Sonntag, an dem Bummeln und Einkaufen im Fokus stehen.

Wenn Obst- und Kirschbäume blühen, werden Reben und Obstanlagen

in Königschaffhausen am Wochenende nach Ostern zur Kulisse für eine genussreiche Blütenwanderung. Naturerlebnis und geselliges Beisammensein verbinden sich dabei aufs Beste.

Am Wochenende nach Christi Himmelfahrt treffen sich Sammler, Entdecker und Bibliophile beim „Endinger Büchermarkt“. Die Gassen des Städtchens werden zum Paradies für Bücherfreunde, wenn etwa 200 Händler ihre Waren ausbreiten. Auch Schallplatten, CDs und alte Schellack-Schätzchen sind zu haben. Für die Bewirtung sorgen die Endinger Gastronomen. Livemusik, Spiel- und Spaßstationen für Kinder und gutes Wetter gehören zum festen Programm.

Mitten im Weinland liegt das beschauliche Städtchen Endingen mit seiner historischen Altstadt.
Anzeige

SPIEL MIT FARBE & FORM

DieStrickwerkstattvon

Masche für Masche entsteht ein leichtes Gewebe aus Merinowolle. Die Grundfarbe ist Apfelgrün. Strickerin Uschi Grieb schließt den Schal auf einer Seite ab mit einem breiten Streifen in Türkis, der gegenüberliegende Rand wird von einem Band in Khaki markiert. An der Strickmaschine in ihrer Werkstatt in Staufen entstehen so Unikate von schlichter Eleganz.

Text: Marianne Ambs

„Meine Modelle sind zeitlose Einzelstücke“, betont Uschi Grieb. Sie steht in ihrer Werkstatt, umgeben von Schals und Tüchern in den Farben der Natur. Um den Hals trägt sie einen Schal in Blautönen. An einer Stange hängen flauschige Pullover. In einem Nebenraum sind die Garnrollen aufgereiht, in leuchtenden und gedeckten Farben. An der Fensterfront mit Blick ins Freie steht das Herzstück der Werkstatt: Eine mechanische

Industriestrickmaschine von 1960. Mit ihr hat für Uschi Grieb vor zehn Jahren ein neuer Lebensabschnitt begonnen.

Reine Handarbeit

Uschi Grieb hat schon immer mit ihren Händen gearbeitet, doch in einem ganz anderen Bereich. In einem früheren Leben war sie Physiotherapeutin, danach Fachlehrerin an einer Schule für körperbehinderte Kinder. „Aber gestrickt habe ich schon immer“, sagt sie. Schon in ihrer Jugend habe sie ihr Lehrlingsgehalt für teure Wolle ausgegeben. Dass sie einmal das Stricken zum Beruf machen würde, konnte sie sich lange nicht vorstellen. Bei einem Studium der Kunsttherapie und bei Kursen an der Stuttgarter Akademie für Bildende Künste im Fach Textil-

Foto: © Ramesh Amruth

design näherte sie sich dem Thema Stricken mehr und mehr an. „Dann kam die Strickmaschine zu mir“, erklärt Uschi Grieb wie das Stricken von einer Hobbyleidenschaft zur Profession wurde. „Als ich auf der Schwäbischen Alb eine alte Handstrickmaschine entdeckte, war klar: Die muss ich haben.“ Zunächst arbeitete sie in ihrem Atelier in Freiburg, im Herbst 2017 folgte der Umzug nach Staufen.

Das Einstellen der Nadeln, das Einfädeln des Garns, der Anschlag – alles reine Handarbeit. Dann kann gestrickt werden: Uschi Grieb führt den Schlitten von links nach rechts, von rechts nach links. Masche für Masche, Reihe für Reihe entsteht ein neues Modell. Am Ende des Strickvorgangs steht eine Arbeit, die volle Konzentration und viel Geduld verlangt, denn jede Masche muss einzeln umgehängt und abgekettet werden.

Jedes Modell ist einzigartig

Uschi Grieb hat sich auf Schals und Tücher spezialisiert, seit zwei Jahren strickt sie zudem Pullover und Jacken. Ihre Materialien: leichte Merinowolle, Baumwollgarn und Leinen sowie feinstes Papiergarn für besondere Einzelteile. Kein Stück gleicht dem anderen, jedes Modell ist einzigartig. Die oft großmaschig verarbeiteten zarten Naturgarne verleihen den Schals und Tüchern Leichtigkeit und Transparenz.

An der historischen Strickmaschine in der Staufener Strickwerkstatt entstehen leichte, transparente Schals und Tücher. Strickerin Uschi Grieb (l.) strickt diese in konzentrierter Handarbeit in den Farben der Natur.

„Ich habe immer eine Idee“, sagt die Strickerin. Diese wird in einem Arbeitsbuch festgehalten: Maschenzahl, Material, Farbkombination. Doch bei der Arbeit verändert sich vieles. „Das Stricken ist immer auch ein Prozess“, sagt sie. Im Tun entstehen oft neue Ideen, neue Farbkombinationen oder auch ein anderer Materialmix, Pläne werden verworfen.

Bei der Strickerin bestimmen die Jahreszeiten und persönliche Erlebnisse ihre Schwerpunkte bei der Verwendung von Farbe und Material. Für Herbst und Winter stellt Uschi Grieb wärmende Schals aus Merinowolle her. Im Sommer Leinenschals oder Tücher aus Baumwolle. Ein Abschluss an den Rändern ist aber Pflicht. Für Uschi Grieb ist es eine Bedingung, fast ein Muss, ihrem Produkt ein gestalterisch passendes Finish zu verpassen.

USCHI GRIEB

Strick.Werk.Statt

Innere Neumatten 21b 79219 Staufen

Tel.: 0173/8865148

strickwerkstatt.com

Termine:

Europäische Tage des Kunsthandwerks am 10. & 11. April: Uschi Grieb ist zu Gast bei Saskia Derksen, Atelier für Schmuck, Burgdorfer Weg 19 79108 Freiburg-Zähringen saskia-derksen.de

BoGart, Schlosspark Bollschweil 1. bis 3. Mai, 10–18 Uhr bo-gart.de

Land & Leute

Farbe im Frühlingsgart

GELB MACHT GLÜCKLICH

Gelb ist für viele Gartenfans die Frühlingsfarbe schlechthin. Leuchtend gelbe Blüten und junges, helles Laub verbreiten eine heitere, unbeschwerte Frühlingsstimmung. Ein bisschen Gelb ist deshalb im Garten ein echter Gewinn – nicht nur fürs Auge, sondern vor allem für die Insektenwelt. Für Bienen & Co. sind die frühen Blüten überlebenswichtig. Umso wichtiger ist es, auf fruchtbare Gelbträger zu setzen, die nicht nur Farbe zeigen.

Text: Frank von Berger

Frische im Frühlingsgarten: Wenn die ersten Sonnenstrahlen den Garten wachküssen, erfreuen Winterlinge (l.), Krokusse (o.), Narzissen und Wolfsmilch (o. r.) das Auge.

Gelb wird von allen Farben am auffälligsten wahrgenommen, und das nicht nur von uns Menschen. Auch Insekten fliegen auf diese Farbe. Dass gelbe Blüten besonders anziehend für Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und andere Insekten sind, ist kein Zufall. Mit gelben Blüten signalisieren die Pflanzen allen Insekten auf Nahrungssuche, dass es hier Nektar und Pollen abzustauben gibt. Bienen zum Beispiel lieben besonders die Farben Gelb, Lila und Blau. Rote Farbtöne nehmen sie gar nicht wahr. Bienen sind, wie viele andere Insekten übrigens auch, praktisch „rotblind“. Im Gegensatz zu uns können sie aber UV-Licht sehen. Gelbe Blüten reflektieren das UV-Licht und besitzen oftmals ein UV-absorbierendes Zentrum. So wird den Bienen der direkte Weg zum Nektar angezeigt, fast so, wie eine beleuchtete Flugzeug-Landebahn Piloten den richtigen Weg weist. Duft erhöht die Attraktivität der Blüten zusätzlich. Dabei ist anzumerken, dass Insekten grundsätzlich ungefüllte (einfache) Blüten

bevorzugen, weil die dicht gefüllten Blüten gezüchteter Sorten steril sind und weder Nektar noch Pollen zu bieten haben.

Bienen brauchen mehr als schöne Farbe

Die gelben Frühaufsteher im Garten sind die Winterlinge (Eranthis hyemalis), deren zitronengelbe Blütenkelche oft zwischen Februar und März erscheinen. Ihnen folgen schon bald die ersten Krokusse, von denen es zahlreiche schöne Sorten mit Blüten in satten Gelbtönen gibt. Tulpen und Narzissen in unzähligen Sorten gehören zu den vielfältigsten, oft gelb blühenden Frühjahrsboten, die in fast keinem Garten fehlen. Mit gelbgrünen Blüten setzen Wolfsmilch-Arten, beispielsweise die imposante Palisaden-Wolfsmilch (Euphorbia characias), aparte Akzente im Frühlingsgarten. Und wer nach einem im zeitigen Frühjahr gelb blühenden Bodendecker sucht, der auch im Halbschatten nicht versagt, ist gut beraten mit der immergrünen Waldsteinie (Waldsteinia ternata), auch Golderdbeere genannt. »

Bei den Ziergehölzen sind Forsythien die wohl am leuchtendsten gelb blühenden Kandidaten mit phänomenaler Fernwirkung. Für Insekten auf Nahrungssuche sind sie allerdings wertlos, denn die meisten Sorten dieser Gattung sind Kreuzungen (Hybriden) und daher steril. Ihre Blüten liefern weder Nektar noch Pollen. Zwar werden sie aufgrund ihrer leuchtend gelben Farbe dennoch von Bienen angeflogen, doch die Tiere verbrauchen dabei wertvolle Energie und gehen am Ende leer aus. Deutlich sinnvoller sind andere, früh im Jahr gelb blühende und zugleich insektenfreundliche Sträucher. Die gibt es in großer Auswahl. Dazu zählt etwa der Scheinhasel (Corylopsis pauciflora), Berberitzen-Arten, Besen-Ginster (Cytisus scoparius) mit seinen

Insektenfreundlich sind die Blüten der Gold-Johannisbeere (r.), die sterilen Blüten der Forsythie (g. r.) verleiten Bienen und Hummeln zur Nahrungssuche, ohne etwas zu bieten.

zahlreichen, üppig blühenden Zuchtsorten, oder die selten gepflanzte, aber deshalb nicht minder schöne Gold-Johannisbeere (Ribes aureum). Viele dieser Ziersträucher haben gegenüber Forsythien zudem den Vorteil, auch noch wunderbar zu duften, wie etwa Mahonien (z. B. Mahonia japonica und M. x media ‚Wintersun‘) oder die Pontische Azalee (Rhododendron luteum), die oft schon Ende März ihre spektakulären Blüten öffnet.

Farbtupfer in der Frühlingslandschaft

Doch nicht nur im Garten bezaubern gelbe Blüten die Sinne und locken mit ihrem Nektar hungrige Insekten an. Auch in der Natur sind gelb blühende Pflanzen jetzt im Frühjahr dominant, etwa Löwenzahn (Taraxacum officinale), der die Wiesen bei Sonnenschein mit seinen goldgelben Blüten flutet. Die fröhlichen

Körbchenblüten des Huflattichs (Tussilago farfara), die schon vor den Blättern erscheinen, säumen im Frühjahr Weg- und Waldränder. Die speckig glänzenden, gelben Blütensterne des Scharbockskrauts (Ranunculus ficaria) erblühen schon im zeitigen Frühjahr sowohl im Rasen rund ums Haus als auch in feuchten Wäldern, wie etwa im Freiburger Mooswald. Die mitunter als lästig empfundene Wildstaude zieht übrigens die Blätter schon bald nach der Blüte ein und macht dann keine Probleme mehr, weder im Rasen noch in den Beeten. Selten geworden sind die Echten Schlüsselblumen (Primula veris), aber sie sprenkeln ab Ende März mancherorts die Wiesen mit ihren kleinen, aber nicht weniger bezaubernden Blüten. Besonders zahlreich kommen sie beispielsweise auf den Berghauser Matten am Schönberg

zwischen Freiburg und Ebringen vor. Mancherorts in der REGIO kommt zudem die ansonsten in Deutschland seltene WeinbergTulpe (Tulipa sylvestris) vor, übrigens die einzige hierzulande wild wachsende Tulpenart. Eigentlich stammt sie aus Südeuropa. Sie wurde im 17. Jahrhundert aber bei uns eingebürgert und gilt inzwischen als einheimisch. Nennenswerte Wildvorkommen finden sich beispielsweise am Tüllinger Hügel oberhalb von Weil am Rhein und in den Rebhängen rund um Ebringen bei Freiburg. In feuchten Gräben und an den Rändern von Gewässern können zudem mit etwas Glück zwischen März und Mai die goldgelben Blüten der Sumpfdotterblumen (Caltha palustris) bewundert werden, die weithin sichtbare Farbtupfer in der Landschaft setzen.

Willkommene Nektarquellen

Bei den heimischen Sträuchern ist die Kornelkirsche (Cornus mas) eine der wertvollsten gelb blühenden Arten, ähnlich wie die Gewöhnliche Berberitze (Berberis vulgaris), die wild an Waldrändern und Gebüschen vorkommt. Die kleinen Blütenbüschel beider Straucharten sind zwar für unsere Augen weniger spektakulär als die großen Blüten gezüchteter Ziergehölze. Für die Insektenwelt sind sie aber eine willkommene Nektarquelle. Alle

diese einheimischen, gelb blühenden Wildgewächse locken schon früh im Jahr hungrige Insekten zum Blütenbesuch an und helfen ihnen bei einem guten Start in die neue Saison. Wer für die Insektenwelt etwas Gutes tun möchte, pflanzt also gelb und früh blühende Ziergehölze und Stauden und lässt am besten die gelb blühenden Wildpflanzen im Garten einfach wachsen, statt sie als vermeintliches Unkraut auszurupfen. Etwas gelb blühender Wildwuchs im Garten schadet in der Regel nicht, hilft den bedrohten Insekten aber, ausreichend Nahrung zu finden und bietet zudem selbst bei trüben Tagen einen fröhlichen Blickfang!

Seltene wilde Schönheit: Die Weinberg-Tulpe ist in den Rebhängen um Ebringen zu entdecken.

Pfanzenwissen

KOLUMNE

MÜDIGKEIT ADE!

Phytopraktikerin Nadja

Pohl über eine wilde

Vitamin-C-Bombe

Nach der Winterruhe streckt der Wiesen-Sauerampfer bereits im Vorfrühling seine ersten zarten Blättchen dem Licht entgegen. Größere Blätter und Stängel eignen sich hervorragend als Wildgemüse. Sie bereichern mit ihrem erfrischend zitronigsäuerlichen Geschmack besonders Salate, aber auch Dips, Eintöpfe und Suppen. Rumex acetosa ist zudem eine der Grundzutaten der berühmten Frankfurter Grünen Soße.

Dank seiner harntreibenden und blutreinigenden Wirkung ist das Knöterichgewächs ideal für eine Frühjahrskur. Ich empfehle, über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen täglich eine Handvoll frischer Wildkräuter zu essen. Verwenden Sie eine Mischung aus verschiedenen essbaren Kräutern, denn wegen der enthaltenen Oxalsäure sollte Sauerampfer nur in Maßen genossen werden. So stärken Sie Ihren Körper mit natürlichen Mineralund Vitalstoffen und vertreiben die Frühjahrsmüdigkeit. Bereits 85 Gramm Sauerampfer decken unseren Tagesbedarf an Vitamin C.

Achtung: Die Blattform des Sauerampfers ähnelt dem giftigen Gefleckten Aronstab (Arum maculatum) – vor der Blüte kann es deshalb zur Verwechslung kommen!

&
Foto: ©Monika Wurft
Fotos: © Frank von Berger, iStock –Iva Vagnerova, iStock –ElenaBoronina

LÖWENSTARK

Text: Marianne Ambs Gasthauszum

Klemens Disch hat keine Zeit für den Ruhestand. Seit 1988 steht er im Gasthaus „Zum Löwen“ in FreiburgLehen am Herd. Er führt das historische Gasthaus in der dritten Generation. Wer das mehr als 400 Jahre alte Gebäude betritt, fühlt sich in eine Zeit zurückversetzt, in der es noch in jedem Ort ein Dorfgasthaus gab. Der Löwen hat überdauert. Zur Freude aller, die ehrliche Wirtshausküche schätzen.

„Wir haben das Glück, dass wir in Lehen noch drei gutgehende Gasthäuser haben“, freut sich Klemens Disch über die vielseitige Gastronomie im Freiburger Ortsteil. Wir sitzen an einem rustikalen Tisch, an dem schon Generationen von Lehenern gespeist haben. Die Gaststube ist geschmackvoll eingerichtet. Dunkle Holzvertäfelung und rustikale Bänke korrespondieren mit einem dunkelgrünen Kachelofen. Das Mobiliar hat Patina, die ungedeckten Tische sind blitzblank, die 60 Jahre alten Stühle stabil.

Vor Jahren habe er überlegt, sie auszutauschen, erzählt Disch, sich dann aber bewusst dagegen entschieden. Ein befreundeter Schreiner hat die massiven Holzstühle aufgearbeitet. Man sitzt gut darauf, nichts wackelt. „Richtige Wirtshausstühle“, sagt Disch. So wie die Stühle ist alles im Löwen: traditionsverbunden, solide, einladend und von hoher Qualität. Klemens Disch versteht sein Haus als „Bastion der klassischen Gasthauskultur, geprägt durch ehrliche und traditionsbewusste Küche“. So steht es auf seiner Website. Zu Recht.

Auf der Speisekarte stehen badische Klassiker der Wirtshausküche: Schnitzel Wiener Art und Leberle mit Brägele, Kalbsbratwürste mit

Zwiebeln und Maultaschen mit Kartoffelsalat gibt es immer. Dazu kommt eine ein- bis zweimal die Woche wechselnde Tageskarte. Hier finden die Gäste feinere Gerichte und ein saisonal inspiriertes Drei- bis Vier-Gänge-Menü.

Renaissance für die Schwarzwurzel

Gerade widmet sich der Koch einem etwas vernachlässigten Wintergemüse: der Schwarzwurzel. Mit kreativen Rezepten will Disch ihr zu neuer Aufmerksamkeit verhelfen. Grundsätzlich setzt er auf frische Produkte, verwertet alles, was möglich ist. Von ConvenienceProdukten hält er nichts. „Zugekauft werden eigentlich nur die Maultaschen.“ Diese bezieht er seit zwei Jahren von der Bio-Metzgerei Hügle, nachdem sein Bruder die Familienmetzgerei geschlossen hat.

An den Wänden der Gaststube hängen historische Fotografien früherer Wirte. Dischs Großvater Wilhelm kaufte das Gasthaus zum Löwen 1904. Der Metzgermeister ergänzte das Gasthaus mit einer Metzgerei. Sein Sohn August führte beide Betriebe weiter, bis 1988 die dritte Generation

In der historischen Gaststube im Löwen kommen modern interpretierte Klassiker auf den Tisch. Mit Klemens Disch (unten, Mitte) stehen in der Wirtshausküche Luca Glauche (rechts) und Jan Pociask am Herd.

übernahm: Klemens Disch kümmerte sich um das Gasthaus, sein Bruder Berthold führte bis 2023 die Metzgerei weiter.

Eigentlich wollte Klemens Disch nach seiner Lehre den Kochberuf an den Nagel hängen. Doch dann lernte er seine Frau kennen. „Sie wollte unbedingt das Gasthaus übernehmen. Da hatte ich keine Chance“, sagt er lachend. Bereut hat er diese Entscheidung nie. „Wir haben uns ein super Publikum erarbeitet.“ Kleine und große Gesellschaften, das Tagesgeschäft, dazu die vier Zimmer – viel Arbeit, die der Familie aber nie zu viel wurde.

Räume mit Charakter

Neben dem schmucken Gastraum mit Kachelofen verfügt der Löwen auch über zwei Nebenräume. Ein besonderes Schmuckstück ist ein Saal mit rund 35 Plätzen, der liebevoll renoviert wurde. Knarrender Dielenboden, massive Holztische, sichtbares Fachwerk und Bruchsteine vom Lehener Bergle schaffen ein außergewöhnliches Ambiente. Dazu kommt im Sommer eine schöne Terrasse mit 40 Plätzen.

Insgesamt stehen im Löwen bis zu 90 Plätze für die Gäste zur Verfügung. Beim Rundgang durch die Räume und die vier Hotelzimmer wird klar: Hier waren Menschen am Werk mit einem guten Gefühl für Gestaltung. Bilder, Vorhänge, Lampen bilden mit dem Mobiliar eine stimmige Einheit.

Lina Majer hat 2019 als Aushilfe im Löwen angefangen. Vor zweieinhalb Jahren vertraute Klemens Disch ihr die Geschäftsleitung des Restaurant- und Hotelbetriebs an – ein Glücksgriff. Die junge Frau hatte eigentlich andere berufliche Pläne, doch dann infizierte sie sich mit dem Gasthaus-Virus. Begeistert spricht sie vom Charme der Räume, von den Kochkünsten des Küchenteams, von den Gästen. „Viele sitzen seit Jahrzehnten am selben Tisch. Ältere Gäste haben mir erzählt, wie sie als Kind schon auf dem Boden der Gaststube rumgerutscht sind.“

Besonders schätzt Lina Majer den ruhigen Ton ihres Chefs in der Küche. Wenn sie von der familiären Atmosphäre und der Freude an der Arbeit spricht, ist das beruhigend. Es sieht ganz danach aus, als sei die Zukunft des Löwen gesichert.

Rezept desMonat s

G ASTHAUSZUM LÖWEN

GASTHAUS ZUM LÖWEN

79110 Freiburg-Lehen

Tel.: 0761/82216 loewen-lehen.de

Öffnungszeiten:

Mi.–So. ab 16 Uhr (Küche bis 21.30 Uhr)

Kalbsbäckle auf Schwarzwurzeln mit Petersilienwurzelpüree

Soße

3 Zwiebeln (mit Schale)

1 Stange Lauch

3 Karotten (mit Schale)

½ Knolle Sellerie (mit Schale)

300 g Tomatenmark

200 ml trockener Rotwein

Fleischbrühe, Salz, Pfeffer

Fleischabschnitte und Knochen

Kalbsbäckle

1 kg Kalbsbäckle (ca. 250 g p.P.)

Pfeffer, Thymian, Rosmarin

Schwarzwurzeln

500 g Schwarzwurzeln

2 EL Mehl

1 ½ Zitronen

Petersilienwurzelpüree

500 g Petersilienwurzel

1 Kartoffel

Salz, Pfeffer, Muskat

Kalte Butter, Sahne

Fleischabschnitte und Knochen in heißem Bratfett von allen Seiten scharf anbraten (ca. 30 Minuten). Gemüse in etwa gleich große Würfel schneiden und ca. 15 Minuten mit anrösten. Tomatenmark zugeben und kurz mitrösten (nicht verbrennen lassen).

Mit Rotwein ablöschen und vollständig einkochen. Nach etwa 15 Minuten Gewürze zugeben und so viel Brühe angießen, dass alle Zutaten bedeckt sind. Aufkochen und abschmecken. Soße durch ein Sieb passieren, in einem neuen Topf nochmals aufkochen. Kalbsbäckle würzen und in einem Topf oder Bräter rundum scharf anbraten. Mit Bratensoße angießen, abdecken und bei niedriger Hitze auf dem Herd oder im Ofen ca. 1 Stunde ziehen lassen, bis das Fleisch zart ist. Schwarzwurzeln mit einer Gemüsebürste gründlich reinigen (Handschuhe tragen!). 1,5 Liter kaltes Wasser mit Mehl und Zitronensaft (Schale mit hineingeben) verrühren. Schwarzwurzeln schälen, in etwa fingerdicke und -lange Stücke schneiden und sofort ins vorbereitete Mehl-Zitronen-Wasser legen, um Verfärbung zu vermeiden. Das Mehl-Zitronen-Wasser kann –sofern es sauber ist – direkt zum Garen weiterverwendet werden. Ist es stark verschmutzt, eine frische Mischung ansetzen.

Die Schwarzwurzeln nur knapp mit Flüssigkeit bedecken und bei Bedarf etwas Mehl-Zitronen-Wasser nachgießen. Durch das Mehl dickt die Flüssigkeit an; die Wassermenge beeinflusst somit auch die spätere Konsistenz der Soße. Bei mittlerer Hitze weich, aber noch bissfest garen. Petersilienwurzeln und Kartoffel zusammen in Salzwasser weichkochen. Abgießen und fein pürieren. Kalte Butter, Sahne und Gewürze nach Geschmack und gewünschter Konsistenz einarbeiten.

FRÜHLING MIT TWIST

„Kochen und Essen ist

so

lebensnotwendig wie die

Luft zum Atmen“, sagt Christoph „Krauli“ Held. Der österreichische Koch-Rebell steht für ehrliche Küche mit maximalem Geschmack.

In seinem ersten Kochbuch zeigt er, wie aus simplen Zutaten mit Lust am Experimentieren außergewöhnliche Gerichte entstehen – saisonal, unkompliziert und mit dem gewissen Etwas.

Rezepte: Christoph „Krauli“ Held Fotos: Monika Löff

Schweinsfilet im Erbsen-Kräuter-Bett

Für 4 Personen

Für das Schweinsfilet

400 g Schweinsfilet

3 EL Öl zum Anbraten

1 EL Senf

Salz und Pfeffer aus der Mühle

30 g Heidelbeerpulver

Für das Erbsenpüree

400 g Tiefkühlerbsen

40 g Butter

150 ml Milch

1 TL Zucker

Saft und Zesten von 1 Bio-Zitrone

Zum Anrichten

verschiedene Wiesen- und Waldkräuter (z. B. Schafgarbe, Spitzwegerich, Gänseblümchen, Sauerklee, Kapuzinerkresse usw.)

Das Schweinsfilet säubern und von den Sehnen befreien. Ungewürzt in einer Pfanne von allen Seiten scharf anbraten, direkt danach mit Senf bestreichen und mit Salz und Pfeffer würzen. Für circa 80–90 Minuten in das auf 80 Grad vorgeheizte Backrohr geben, nach der Hälfte der Zeit das Filet im Heidelbeerpulver wälzen und weitergaren. Die Heidelbeere sorgt für eine fruchtig-saure Note.

In der Zwischenzeit alle Zutaten für das Püree in einen Kochtopf geben und erhitzen. Anschließend fein pürieren – am besten funktioniert das in einem Blender oder Standmixgerät.

Zum Anrichten das Püree mittig am Teller platzieren und nach Lust und Laune mit den Kräutern garnieren. Mit dem Fleisch toppen und dieses wunderbare Frühlingsgericht genießen!

Saiblingsfilet in Holunderblüten gebeizt

Für 4 Personen

Für den Saibling

4 Saiblingsfilets, 1 TL Koriandersaat

4–6 Wacholderbeeren, 800 g Salz

600 g Zucker, 1 Bio-Zitrone

2 Rosmarinzweige, 4–8 Hollerblüten

Für den Chilisud

140 ml fermentierte Paprika-Chili-Sauce

140 ml Obers, 1 Prise Salz

Den Fisch entgräten, unter kaltem Wasser waschen und ganz vorsichtig mit einem Messer die Haut entfernen. Dann die Koriandersaat sowie die Wacholderbeeren zerdrücken und mit Salz und Zucker vermischen. In diese Mischung den Abrieb

der Zitrone geben. Die abgeriebene Zitrone in Scheiben schneiden und gemeinsam mit den Hollerblüten und dem Rosmarin ebenfalls untermengen. Die Hälfte der Mischung in einen tiefen Teller oder ein kleines Blech geben und die Fischfilets vorsichtig darin einbetten. Dann mit der restlichen Mischung flächendeckend belegen, sodass der Fisch nicht mehr zu sehen ist, und im Kühlschrank 3 bis maximal 4 Stunden stehen lassen. Danach die Filets aus der Gewürzmischung nehmen, vorsichtig mit kaltem Wasser abwaschen und mit Küchenpapier trocken tupfen.

Für den Chilisud die leicht scharfe Chilisauce gemeinsam mit dem Obers in einem kleinen Topf aufkochen, mit Salz abschmecken und lauwarm auf einen Teller gießen. Das gebeizte Fischfilet darauf anrichten und mit einzelnen Hollerblüten und fein geschnittenen Rosmarinnadeln garnieren.

Diese & weitere Rezepte:

Held & Herd von Christoph „Krauli“ Held Verlag: SERVUS, 2025 256 Seiten, Hardcover Preis: 40 Euro

Geschmacklich wie auch optisch passt ein Kräuteröl perfekt zum Saiblingsfilet.

Earl-Grey-Eis mit Apfelragout

Für 4 Personen

Für das Eis

1 Vanilleschote, 4 TL loser Earl Grey

200 ml Vollmilch, 200 ml Obers

5 Eidotter, 40 g Vanillezucker

100 ml Kondensmilch, 1 Prise Salz

Für das Frosting

3 Äpfel (Topaz oder Boskoop)

200 ml Apfelsaft

1 EL Honig

2–3 EL Calvados oder Apfelbrand

2 TL Puddingpulver

Saft und Zesten von 1/2 Bio-Zitrone

Zum Anrichten

frische Minze oder Minzöl

Die Vanilleschote längs halbieren und das Vanillemark herausschaben. Schote und Mark gemeinsam mit dem Earl Grey, der Milch und dem Obers einmal kurz aufkochen und für 40 Minuten ziehen lassen. Eidotter, Vanillezucker und eine Prise Salz gemeinsam mit der Kondensmilch in einer Edelstahlschüssel schaumig rühren.

KÜCHENLIEBLING

Skrei in Zitronengras-Sud

4 Skrei Loins à 150 g

50 g Butter

Thymian

Für den Zitronengras-Sud

2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt

2 Schalotten, fein gewürfelt

50 g frischer Ingwer, fein gewürfelt

3 Stangen Zitronengras, in Stücke geschnitten

Die Milch-Obers-Mischung abseihen und erneut aufkochen. Die Earl-Grey-Milch langsam in die Eiermischung einrühren. Die Masse in der Edelstahlschüssel über einem Wasserbad zur Rose abziehen (circa 75 Grad), also so lange bei niedriger Temperatur rühren, bis die Masse cremig wird – dafür ist ein Thermometer sehr hilfreich.

Anschließend mindestens 4 Stunden im Kühlschrank kalt reifen lassen. Danach die Eismischung in den Tiefkühler geben und etwa alle 15 Minuten durchrühren, bis das Eis die perfekte gefrorene Konsistenz hat (eine Eismaschine verhilft natürlich zum allerbesten Ergebnis).

Für das Ragout die Äpfel waschen, samt der Schale in kleine Würfel schneiden und den Apfelsaft mit dem Honig aufkochen. Dann den Calvados mit dem Puddingpulver kalt anrühren und für circa 2 Minuten in den heißen Apfelsaft einrühren. Mit Zitronensaft und Zesten abschmecken

Das Ragout abkühlen lassen und gemeinsam mit dem cremigen Eis anrichten und mit frischer Minze garnieren.

Foto: © hemmicom; Merkle

50 ml Weißwein

50 ml Noilly Prat

150 ml Fisch- oder Gemüsefond

10 Limonenblätter

100 ml Sahne

80 g Butterwürfel

Salz, Cayennepfeffer

Knoblauch, Schalotten, Ingwer und Zitronengras in Olivenöl farblos anschwitzen. Mit Weißwein und Noilly Prat ablöschen und die Flüssigkeit komplett reduzieren. Mit Fischfond auffüllen, die Limonenblätter dazugeben und circa 20 Minuten ziehen lassen. Mit Sahne auffüllen und passieren. Mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken und die gewürfelte Butter untermixen.

Die Skreifilets in schäumender Butter mit dem Thymian braten und in dem Sud anrichten. Mit scharf angebratenem wildem Brokkoli servieren.

URBAN PRIOL SAMSTAG, 14. MÄRZ 20 UHR

Burghof Lörrach Kabarett

KALENDERMärz

Ausstellungen

AUGUSTINERMUSEUM

Zukunfts(t)räume Museum im Wandel Freiburg, bis 21.2.27 www.museen.freiburg.de

FONDATION BEYELER

Cezanne

Bahnbrechende Werke des Pioniers Basel/Riehen, bis 25.5. www.fondationbeyeler.ch

CARTOONMUSEUM

Paradis perdus

Retrospektive des französischen Comicstars Christophe Blain Basel, bis 15.3. www.cartoonmuseum.ch

ZKM

Assembling Grounds

Praktiken der Koexistenz Karlsruhe, bis 31.5. www.zkm.de

NATURHISTORISCHES MUSEUM BASEL

Wildlife Photographer of the Year

Die 100 weltbesten Naturfotografien Basel, bis 28.6. www.nmbs.ch

FORUM WÜRTH

Waldeslust

Bäume & Wald in Bildern & Skulpturen Arlesheim, bis 5.4. www.kunst.wuerth­ag.ch

MUSEUM DER KULTUREN BASEL

Der Weg ins Jenseits Wie gestalten Gesellschaften das „Dazwischen“?

Basel, bis 26.4. www.mkb.ch

KUNSTHALLE BASEL

Coumba Samba

Zwischen Mainstream­Kultur & subversiven Praktiken

Basel, bis 23.8. www.kunsthallebasel.ch

HISTORISCHES MUSEUM

BASEL

Schatzfunde

Versteckt, verschollen, entdeckt Basel, bis 28.6. www.hmb.ch

KUNSTHALLE MESSMER

Le Corbusier

Visionär der Moderne Riegel, bis 15.3. www.kunsthallemessmer.de

KERAMIKMUSEUM STAUFEN

Jugendstil international Keramische Kunst ohne Grenzen Staufen, bis 28.11. www.landesmuseum.de

DOKUMENTATIONSZENTRUM NS

Ende der Zeitzeugenschaft? Vom Erzählen zum Bewahren. Wie Erinnerung weiterlebt Freiburg, bis 13.9 www.museen.freiburg.de

Foto: © Michael Palm

MUSEUM NATUR & MENSCH

Vom Ei zum Küken

Sie wuseln wieder Freiburg, bis 12.4. www.museen.freiburg.de

VITRA DESIGN MUSEUM

Science Fiction Design

Vom Space Age zum Metaverse

Weil am Rhein, bis 10.5. www.design­museum.de

DREILÄNDERMUSEUM

Inspiration 12: Tiere Fabelhaft, mythisch, zahm, wild, exotisch oder heimisch Lörrach, bis 5.4. www.dreilaendermuseum.eu

MUSEUM TINGUELY

Carl Cheng

Nature Never Loses Basel, bis 10.5. www.tinguely.ch

MARKGRÄFLER MUSEUM

Von der Wiederkehr Fotografien, Fundstücke, Erzählungen von Steve Luxembourg Müllheim, 1.3. bis 10.5. www.markgraefler­museum.de

RIEDMUSEUM

Kulturgeschichte des Bibers

Das größte Nagetier Europas Ottersdorf, 1.3. bis 19.4. www.rastatt.de/riedmuseum

FREITAG, 6.3.2026

Kellerkinder Comedy Stand­up­Comedy, Open Mic Harmonie Gewölbekeller, Freiburg, 19 Uhr gewoelbekeller.harmonie­freiburg.de

DONNERSTAG, 12.3.2026

Kawus Kalantar

„Witzlebenstraße“ Vorderhaus, Freiburg, 20 Uhr www.vorderhaus.de

SAMSTAG, 14.3.2026

Urban Priol

„Im Fluss. Täglich quellfrisch, immer aktuell!“

Burghof, Lörrach, 20 Uhr www.burghof.com

SONNTAG, 15.3.2026

Özcan Cosar „VIP“

Messe, Freiburg, 18 Uhr www.s­promotion.de

MITTWOCH, 18.3.2026

Preview: Herr Schröder „Der Rest ist Hausaufgabe“ Konzerthaus, Freiburg, 20 Uhr www.vaddi­concerts.de

SONNTAG, 22.3.2026

Christoph Reuter „Doppelstunde Musik!“

Vorderhaus, Freiburg, 19 Uhr www.vorderhaus.de

FREITAG, 27.3.2026

Kabarett/Comedy

SONNTAG, 1.3.2026

Matthias Deutschmann

„Propaganda à la carte“ Vorderhaus, Freiburg, 19 Uhr, auch am 14.3. www.vorderhaus.de

MITTWOCH, 4.3.2026

Emmvee

„War das zu hart?“ Konzerthaus, Freiburg, 20 Uhr www.vaddi­concerts.de

DONNERSTAG, 5.3.2026

Markus Krebs

„15 Jahre Markus Krebs – Das Beste aus 6 Live­Programmen“ Kultur­ & Bürgerhaus, Denzlingen, 20 Uhr www.karoevents.de

Schauspiel: Farm Fatale

So., 8.3., 18 Uhr & Fr., 13.3., 19.30 Uhr, sowie weitere Termine Theater Freiburg, Großes Haus www.theater.freiburg.de

DER TRAUM VON EINER BESSEREN ZUKUNFT

Der französische Regisseur Philippe Quesne hat mit „Farm Fatale“ einen ebenso aktivistischen wie traurigen, zarten wie katastrophalen, ironischen wie poetischen Theaterabend geschaffen. Darin beschwört nach der Klimakatastrophe eine Vogelscheuchen-Band den Neuanfang. Seine Zukunftsfabel von 2019 kommt nun am Theater Freiburg in einer Umbesetzung mit Ensemblemitgliedern auf die Bühne. Es war einmal eine Farm. Dort lebten vor der Katastrophe Tiere und Menschen. Jetzt gibt es dort nur noch fünf Vogelscheuchen. Weil es keine Vögel mehr gibt, vertreiben diese sich sich die Zeit nun anderweitig: Sie zeichnen die Klänge der aussterbenden Natur auf, bereiten Protestschilder vor und machen Musik, die sie übers Piratenradio in den Äther senden. Sie führen ein Interview mit der letzten überlebenden Biene und diskutieren ökologische sowie politische Themen wie Insektensterben und Pestizide. Dabei geben sie den Traum von einer besseren Zukunft niemals auf – und ganz nebenbei wird ein Ei gelegt.

Rüdiger Hoffmann

„Andererseits“ Martinskirche, Müllheim, 20 Uhr www.karoevents.de

SAMSTAG, 28.3.2026

9 Volt Nelly „Bäng! Bäng! Bäng!“ Vorderhaus, Freiburg, 20 Uhr www.vorderhaus.de

Musical

SONNTAG, 1.3.2026

Ewig Jung

Pop als Lebenselixier

E­Werk, Freiburg, 19 Uhr, Fr., Sa. & So. bis 28.3. www.dieschoenen.com

Anzeige
Fotos: © Martin Sigmund

Dies war eine Leseprobe der März-Ausgabe 2026.

SIE HABEN LUST AUF MEHR?

Das komplette Heft ist ab dem 27. Februar im Handel.

R EGIO

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook