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f79 – Das Schülermagazin für Freiburg und Region

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Wir sagen DANKE!

Das Bildungsprojekt f79 ist seit 2009 am Start. Mittlerweile beteiligen sich mehr als 480 Schulen und 2600 Jugendeinrichtungen aus ganz Südbaden an verschiedenen Bildungs-, Berufs- und Medienangeboten beim f79 Schülermagazin: Von Freiburg bis Weil a.R., von

Rheinfelden bis Waldshut, BreisgauHochschwarzwald, von Emmendingen bis in die Ortenau, vom SchwarzwaldBaar-Kreis bis Bodensee. Somit sind alle Schulen aller Schularten und ein Großteil der Jugendeinrichtungen in Südbaden an das Projekt angebunden.

Nur mit Hilfe von Förderern der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft, Stiftungen, dem Land BadenWürttemberg und der EU kann diese Projektarbeit umgesetzt werden. Dafür möchten wir uns auch im Namen aller Schülerinnen und Schüler bedanken.

Wir suchen weitere Kooperationspartner. Interessiert? Infos unter bildungssponsoring@f79.de

IMPRESSUM

f79 // Das Schülermagazin für Freiburg und Region

Redaktionsbüro // Paul-Ehrlich-Straße 13 // 79106 Freiburg fon // Redaktion 0761-76 99 83-85 fon // Anzeigen 0761-76 99 83-0 Website www.chilli-freiburg.de/chilli/f79/ Herausgeber // chilli Freiburg GmbH

Geschäftsführerin (V.i.S.d.P.) & Projektleitung // Michaela Moser // moser@f79.de

Redaktionsleitung // Till Neumann // redaktion@f79.de

Redaktion // Jannis Jäger (jsj)

Koordination Schulen // Erika Weisser // weisser@f79.de

Pressearbeit // Erika Weisser

Publizistischer Berater // Lars Bargmann

Schülerredaktion dieser Ausgabe // Lilian Gerstenmeier, Anna Castro Kösel, Ida von Drede, Florian Held, Reinhold Wagner

Titelbild // © iStock.com/Santypan

Fotos // Schülerredakteure

Bildagenturen // iStock, freepik, pixabay

Grafik & Layout // Benedikt Schmidlin, Sarah Heinzel

Lektorat // Beate Vogt

Anzeigenberatung // Marion Jaeger-Butt, Nathalie Braun, Armando Sainovic beiermeister mediaberatung

Druckunterlagen // anzeigen@f79.de

Druck & Weiterverarbeitung // Freiburger Druck GmbH & Co. KG

Auflage // 15.000 Exemplare

Auslagestellen // an 480 HS, RS, Gymnasien, berufl. Schulen in Südbaden: von Freiburg bis Weil a.R., von Rheinfelden bis Waldshut, Breisgau-Hochschwarzwald, von Emmendingen bis in die Ortenau, vom SchwarzwaldBaar-Kreis bis Bodensee. Alle Agenturen für Arbeit in diesem Gebiet, alle BZ-Geschäftsstellen sowie über 2600 Jugendeinrichtungen in Südbaden (Jugendzentren, Vereine, Stadt- & Ortsverwaltungen, Büchereien, Fahrschulen, Haus- & Zahnärzte)

Druckunterlagenschluss für Heft-Nr. 67 // 31. Mai 2026. Es gilt die Preisliste Nr. 17.

Ein Unternehmen der f79 wird gefördert // vom Land Baden-Württemberg und dem Europäischen Sozialfonds

f79 ist Preisträger des SPIEGELSchülerzeitungswettbewerbs 2012, 2014 und 2015

f79 ist Mitglied der

BOCK AUF BUND?

Über Musterung und Wehrpflicht

Kaum ein Thema treibt junge Menschen gerade so um wie die Debatte um die Wehrpflicht. Abgeschafft wurde sie nie. Lediglich pausiert. Jetzt könnte sie wiederkommen. Denn die Bundeswehr soll wachsen – und dafür braucht’s Personal.

Erst mal soll das über Freiwillige klappen. Doch es fehlen Tausende. Es scheint also wahrscheinlich, dass über kurz oder lang wieder Wehrpflicht angesagt ist. Muss man deswegen zum Bund? Natürlich nicht. Eine soziale Alternative wird’s aller Voraussicht nach wie früher wieder geben. Dennoch: Wehrpflicht ist für so manchen ein rotes Tuch.

Erste Vorboten sind seit Januar im Umlauf. Junge Menschen haben einen Fragebogen bekommen rund um ihre Motivation und Tauglichkeit. Männer müssen ihn beantworten, heißt es. Frauen können es tun. Wer darin erklärt, dass er Interesse an einem solchen Dienst an der Waffe hat, könnte schon jetzt für die Truppe relevant werden. Ab 2027 werden Musterungen dann Pflicht.

Für unsere Titelgeschichte haben wir uns beide Seiten angeschaut: Ein Jugend -

offizier erzählt, warum er solche Überlegungen für richtig hält. Ein Friedensaktivist wiederum argumentiert dagegen. Er findet, Geld und Ressourcen sollten lieber in andere Dinge investiert werden.

Das neue f79 bietet aber auch leichtere Themen: Unsere Autorin Ida ist ins Spieleparadies Freispiel in Freiburg gegangen, um eine Runde zu zocken. Sie hat einen Erfahrungsbericht geliefert und Spieletipps mitgebracht. Lilian hat euch einen f79-Test geschrieben, mit dem ihr rausfinden könnt, was für ein Frühlingsgefühle-Mensch ihr seid. Und Anna hat sich Tipps bei einem Experten gegen ihre Schlafprobleme geholt. Im Jobstarter-Magazin im zweiten Teil des Hefts findet ihr Infos und Geschichten rund um Ausbildung, Studium, Karriere und Co. Vielleicht ist ja der Volltreffer für euch dabei?

Viel Spaß beim Lesen

Till Neumann & das f79-Team

DAS TEAM DIESER AUSGABE

TILL NEUMANN

SCHULE // Abi am Ganztagsgymnasium Osterburken

ALTER // 41

BEITRAG // Redaktion & Jobstarter

ÜBER MICH // Reden ist Silber, Schreiben ist Gold

ANNA CASTRO KÖSEL

SCHULE // Abi am Kepler-Gymnasium Freiburg

ALTER // 26

BEITRAG // Tricks gegen Schlafprobleme

ÜBER MICH // „Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen, denn das Glück ist immer da.“ (Goethe)

SCHULE // Mettnauschule Radolfzell ALTER // 33

BEITRAG // Politische Bildung in Freiburg ÜBER MICH // „ Mitten im tiefsten Winter wurde mir bewusst, dass in mir ein unbezwingbarer Sommer wohnt.“ (Albert Camus)

SCHULE // Abi am Theodor-Fliedner-Gymnasium, Düsseldorf

ALTER // 20

BEITRAG // Zocken im „Freispiel“

ÜBER MICH // Was würde Paddington tun?

BENEDIKT SCHMIDLIN

SCHULE // Gertrud-Luckner-Gewerbeschule

ALTER // 27

BEITRAG // Layout & Gestaltung

ÜBER MICH // Jede Entscheidung, die ich treffe, bringt mich zu Momenten, die ich nie verlieren möchte.

LILIAN GERSTENMEIER

SCHULE // Abi am Pädagogium Baden-Baden

ALTER // 23

BEITRAG // Test

ÜBER MICH // „Wenn du einen Garten und dazu noch eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen.“ (Cicero)

BETRIEB // Volksbank Freiburg ALTER // 20

BEITRAG // Azubi-ABC

ÜBER MICH // Mut beginnt da, wo Zweifel enden.

SCHULE // Gertrud-Luckner-Gewerbeschule ALTER // 21

BEITRAG // Layout & Gestaltung

ÜBER MICH // „Sei du selbst. Alle anderen gibt es schon.“ (Oscar Wilde)

SARAH HEINZEL
JANNIS JÄGER
FLORIAN HELD
IDA VON DREDEN

Seite 4 // Klassenfoto

Wir sind die Blattmacher*innen dieser Ausgabe

Seite 6-9 // Hauptfach

Debatte um neue Wehrpflicht

Seite 10-11 // Freistunde

Zocken im Brettspiel-Paradies

Seite 12-13 // Bio

Tricks gegen schlechten Schlaf

Seite 14-15 // Politik

Demokratische Bildung in Freiburg

Seite 16-18 // Test

Welcher Frühlingsgefühle-Typ bist du?

Seite 21 // Business

Duzen ist auf dem Vormarsch

Seite 22-23 // Ausbildung

Ein tierischer, spannender Job

Seite 24 // Soziales

Pflegeberufe sind angesagt

Seite 26 // Technik

KI in Schulen auf Vormarsch

Seite 27 // Azubi-Tipps

Eine wichtige Entscheidung

Seite 28 // Finanzen

Nach der Schule? Geld verdienen

Seite 30 // Messen

Karriere-Tage in der Regio

Seite 32-33 // Jobs

Was Booker können müssen

Seite 34-35 // Schule & Berufseinstieg

Die Paula-Fürst-Schule in Freiburg / Bewerbung mit KI

Seite 36-38 // Ausbildung

Weniger freie Stellen / Bewerbungstipps

Dein Thema nicht dabei?

INHALTSANGABE

Werde selbst f79-Reporter! // Kontakt: redaktion@f79.de

PROMI-ECKE

Mit dem Rad quer durch Europa: Das hat der Freiburger Ingwar Perowanowitsch (31) gemacht. Über seine Reise zu Fahrrad-Mekkas wie Paris, Utrecht oder Kopenhagen hat er den Film „Cycling Cities“ auf YouTube veröffentlicht – und damit schon 175.000 Menschen erreicht. Wie kam’s zu Ingwars Radbegeisterung? Das erzählt er im Interview mit f79-Redaktionsleiter Till Neumann.

f79 // Ingwar, was sind deine ersten Erinnerungen ans Radfahren?

Ingwar // Meine erste Erinnerung ans Radfahren ist, als mir mein Bruder an meinem 4. Geburtstag das Fahrradfahren beigebracht hat.

f79 // Heute radelst du durch Europa. Was war dein erster großer Trip?

Ingwar // Mein erster großer Trip war 2011 von Freiburg mit einem Freund 1600 Kilometer ans Mittelmeer und wieder zurück. Gleichzeitig war das mein erster Urlaub ohne Eltern. Ein tolles Gefühl!

f79 // Was ist deine Lieblings-Radstadt?

Ingwar // Utrecht, da hast du durchgehend ein super Radwegenetz. Radwege, die bis zu drei Meter breit sind, auch am Stadtrand. Du fährst in einem Schwarm von Fahrradfahrern. Ein schönes Gemeinschaftsgefühl. Utrecht hat zudem das größte Fahrradparkhaus der Welt. 13.500 Stellplätze, direkt am Bahnhof. Ein anderes Highlight: 2020 hat die Stadt ihre Stadtautobahn in einen Fluss umgewandelt.

f79 // Wie bist du als Kind zur Schule gekommen?

Ingwar // Meistens mit dem Bus. Ich wohnte in einem Dorf rund elf Kilometer von der Schule entfernt. In den warmen Monaten bin ich aber immer wieder auch spontan mit dem Rad zur Schule gefahren.

f79 // Was war dein Lieblings-, was dein Hassschulfach? Und warum?

Ingwar // Meine Lieblingsfächer waren Sport und Geographie. Hassschulfach hatte ich eigentlich keines. Aber Mathe war immer schwer und Religion bisschen langweilig.

Den Film Cycling Cities gibt’s hier: youtube.com/watch?v=R5jQc1jXLAU

Mehr zu Ingwar auf Instagram: ingwar.perowanowitsch

Foto // © Ingwar Perowanowitsch

WEHRPFLICHT

m Dezember sind die Würfel gefallen: Ab 2027 werden junge Männer in Deutschland wieder gemustert. Betroffen sind solche ab dem Jahrgang 2008. Ein Jugendoffizier aus Freiburg findet das richtig. Ein Student ist dagegen. Anfang März ist der zweite Schulstreik gegen Aufrüstung, Wehrpflicht und Musterung. An einer Schule gab es Verwarnungsgelder.

Jugendoffizier: Heiko von Ditfurth schätzt den Dienst beim Militär.

Friedensaktivist: Jan Sander findet Aufrüstung falsch.

Seit vier Jahren führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die USA sind unkalkulierbar geworden. Die Bundeswehr soll daher wachsen. Von aktuell rund 185.000 Soldat*innen auf 260.000 im Jahr 2035. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) setzt darauf, die Truppe so attraktiv zu machen, dass die Zahl auch ohne einen Pflichtdienst erreicht wird. Klappt das nicht, könnte die 2011 ausgesetzte Wehrpflicht wieder eingeführt werden.

Fakt ist: Die Sicherheitslage war damals eine andere. Doch ist der Schritt dennoch vertretbar? Ja, findet der Freiburger Jugendoffizier Heiko von Ditfurth. Der 39-Jährige sagt: „Wir brauchen Personal. Ich halte es daher für legitim, dass man sich mit Institutionen auseinandersetzt, die Schutz bieten.“

Er ist seit 2005 bei der Truppe. Und er schätzt, was man dort lernt: „Was die Bundeswehr ausmacht, lernt man nicht in einem Monat: Kameradschaft, Rücksicht und gegenseitige Hilfe, mehr als nur Arbeitskollegen zu sein. Und die Fähigkeit, in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.“ In einem Kampfeinsatz war er in diesen Jahren nicht. Dafür ging es zu Nato-Übungen in der Ostsee. Als Leutnant hat er ein Minenjagdboot geführt.

Ditfurth ist nicht per se für eine Wehrpflicht: „Wir leben in unsicheren Zeiten, die Bedrohung durch Russland ist real. Ich hoffe, die freiwillige Truppe funktioniert.“ Wenn nicht, müsse man aber offen über Alternativen sprechen. Sein Wunsch: „Dass die Gesellschaft besser versteht, wie sehr Wehrhaftigkeit dazugehört – in Finnland oder dem Baltikum ist das ein Teil der Identität.“ Abschreckung müsse funktionieren. Seine größte Sorge ist, dass sie es nicht tut. Ganz anderer Meinung ist der Freiburger Friedensaktivist und Student Jan Sander: „Ich bin gegen eine Wehrpflicht“, sagt der 26-Jährige. Sie mache keinen Sinn aus Sicht junger Menschen, die eine lebenswerte Zukunft wollen. Er hat sich mit Zahlen der Rüstungswirtschaft befasst und sagt: „Die Nato hat schon vor dem Krieg gegen die Ukraine das 14- bis 16-fache von Russland für Rüstung ausgegeben. Das hat ihn nicht verhindert.“

Sander sieht im Aufrüsten eine unheilvolle Spirale: „Je mehr Geld für Waffen ausgegeben wird, desto stärker ist der Druck, diese einzusetzen.“ Das Geld müsse anderswo verwendet werden: „Wir brauchen Investitionen ins Bildungssystem, ins Sozialsystem. Wir brauchen Arbeit, die sich nicht nur für eine kleine Minderheit lohnt.“ Auch die Klimakatastrophe sei untergegangen in der Kriegsrhetorik. All das laufe eklatant dem Ziel entgegen, massive Hochrüstung zu betreiben.

Der Freiburger will auf keinen Fall kämpfen: „Ich würde lieber ins Gefängnis gehen, als auf andere zu schießen.“ Auch auswandern ist eine Option für ihn im Falle des Falles.

Mit seiner Haltung ist Sander nicht alleine. Am 5. März soll der zweite „Schulstreik gegen Aufrüstung und die Wehrpflicht“ steigen. Dazu ruft die Gruppe schulstreikgegenwehrpflicht_fr auf Instagram auf. Sie lädt ein, sich am Streiktag um 10 Uhr auf dem Platz der Alten Synagoge zu versammeln. Bereits im Dezember wurde so gestreikt. Unterstützung dafür gibt’s unter anderem von der Gruppe schuelerinnengegenwehrpflichtfr. Auch sie versucht sich über Instagram zu organisieren. Laut ihres Profils kommen Mitglieder von den Freiburger Schulen Theodor-Heuss-Gymnasium, Goethe Gymnasium, Staudinger-Gesamtschule Freiburg, Walther-Rathenau-Gewerbeschule und Edith-Stein-Schule.

Über ihre Kanäle rufen sie auch zu Solidarität mit Schüler*innen des Eschbach-Gymnasiums in Stuttgart auf. Dort sind Streikende mit Strafen belegt worden, da sie gegen Aufrüstung auf der Straße waren und daher nicht im Unterricht erschienen sind. Laut der Petition „Keine Bußgelder für die Streikenden am EschbachGymnasium!“ sind von ihnen „Verwarngelder in Höhe von 20 Euro“ verlangt worden.

Der Streik am 5. März soll bundesweit mobilisieren. Ein Motto dabei: „Sie sagen Wehrpflicht, wir sagen Streik!“ Die jungen Menschen protestieren, obwohl eine Wehrpflicht keine beschlossene Sache ist. Lediglich die Musterungen ab dem kommenden Jahr sind politisch entschieden.

Wer wird gemustert?

Seit Januar 2026 kriegen alle mit dem 18. Geburtstag einen Online-Fragebogen zugeschickt. Männer müssen ihn ausfüllen, Frauen können es tun. Wer darin Interesse bekundet und geeignet erscheint, wird zur Musterung eingeladen. Ab Juli 2027 müssen alle Männer zur Musterung. Betroffen sind die mit Geburtsjahr 2008. Die Regierung schreibt: „Auf Basis der Fragebögen und der Musterungsergebnisse kann die Bundeswehr im Verteidigungsfall auf einen Pool potenzieller Rekrutinnen und Rekruten zurückgreifen.“

Werden genügend Rekrut*innen gefunden, gibt es keine Wehrpflicht. Ist das nicht der Fall, heißt es bei der Bundeswehr: „Sollte sich die sicherheitspolitische Lage verschärfen oder sich nicht ausreichend gemäß der Zielvorgaben freiwillig melden, kann eine ‚Bedarfswehrpflicht‘ auf Antrag der Bundesregierung vom Bundestag mit einem Gesetz beschlossen werden.“ Fotos // © picture alliance/dpa/Frisko Gentsch (2, 4)

1. Warten auf den Musterungstermin beim Kreiswehrersatzamt

2. Ärztliche Voruntersuchung auf körperliche Tauglichkeit

3. Messen der Körpergröße während der Musterung

4. So kann ein Musterungsbescheid aussehen

WÜRFELN STATT SCROLLEN

Eine Runde zocken im Freiburger Spielecafé „Freispiel“

An einem kalten Tag wie heute füllen sich die Tische im „Freispiel“ an der Lehener Straße besonders schnell. Es wird gewürfelt, diskutiert und gelacht. Es ist ein Freitag Ende November, an dem sich vier Freund*innen zum Spielenachmittag treffen. Ida von Dreden hat sich fürs f79-Magazin dazugesellt.

Text // Ida von Dreden

Fotos // Ida von Dreden, Till Neumann, freepik.com

Über 1000 Spiele stapeln sich an den Wänden. Sortiert sind sie nach Gruppengröße und Art des Spiels. So gibt es beispielsweise in den grünen Regalen kooperative Spiele, während in den gelben Regalen vor allem Familien mit Kindern fündig werden. Wer bei dieser Auswahl nicht weiß, wo er anfangen soll, kann sich an einen der „Erklärbären“ – also eine*n Mitarbeiter*in – wenden. Orientierung bietet außerdem die hauseigene „Kurzanleitung“ zu Beginn der Getränke- und Speisekarte. Sie erklärt den Ablauf eines Besuchs. Bei der „Punkteauswertung“ am Ende werden dann Getränke, Snacks und je angefangener Stunde 2,50 Euro abgerechnet. Doch bevor abgerechnet wird, geht es erst mal ans Spielen. Zum Reinkommen spielen wir „Codenames“. Ein kurzes Spiel, das alle am Tisch kennen und bei dem fleißig gerätselt wird. Etwas lauter und chaotischer wird es beim nächsten Spiel, das uns einer der Erklärbären empfiehlt. „Poesie für Neanderthaler“ funktioniert ähnlich wie „Tabu“, nur dass

ausschließlich einsilbige Wörter und Laute beim Beschreiben der Begriffe benutzt werden dürfen. Wer sich vertut, wird mit einer großen Plastikkeule bestraft.

Die Kälte von draußen ist schnell vergessen, ebenso wie der Impuls, aufs Handy zu schauen. Das bemerkt auch Inhaber Florian Högner bei seinen Kund*innen: „Gerade in den letzten Jahren wollen die Leute wieder mehr weg vom Bildschirm“, sagt er. Auch OnlineSpiele würden das Gemeinsam-am-TischSitzen und Brettspiele spielen nicht ersetzen. Generell suchen vor allem junge Menschen momentan wieder gezielt nach Freizeitbeschäftigungen abseits von sozialen Medien. Unter Hashtags wie „analog“ oder „socialmediadetox “ häufen sich auf Instagram Millionen von Beiträgen, die Hobbys wie Sudoku, Stricken oder eben auch Spielen bewerben. Das passt zur Kundschaft im „Freispiel“: Die meisten Besucher*innen hier sind Studierende und junge Familien zwischen 20 und 40 Jahren. Zurück zum Spielenachmittag: Als Drittes und Letztes spielen wir „Las Vegas“. Hier geht

Leiten das beliebte „Freispiel“ in Freiburg: die Spiele-Cracks

es ums Würfeln, um Glück und am Ende darum, wer das meiste Spielgeld gewonnen hat. Spätestens jetzt wird es an unserem Tisch kompetitiv. Würfel fliegen über den Tisch, es wird geflucht, aber dann auch wieder gelacht. An den anderen Tischen geht es ähnlich zu. Neben uns spielt eine Familie mit zwei jungen Kindern, die jedes Mal jubeln, sobald es Punkte zu holen gibt. Gegenüber bekommt eine Dreiergruppe gerade ein Kooperationsspiel erklärt und daneben sind einige Senior*innen mit einem Kartenspiel zugange. Die meisten bleiben hier laut Inhaber Högner für zwei bis vier Stunden. Ab und zu gäbe es aber auch Kund*innen, die ganze Tage im Freispiel verbringen. Für unsere Gruppe geht es nach rund drei Spielen und drei Stunden wieder raus in die Kälte. Unser Tisch bleibt nicht lange unbesetzt: Ab spätem Nachmittag ist es hier meistens voll – insbesondere gegen Ende der Woche. Wer also Lust hat, hier einen Spielenachmittag oder -abend zu verbringen, sollte schon einige Tage vorher anrufen und reservieren.

3 SPIELETIPPS VOM „FREISPIEL"-TEAM

1. „La Cuenta“: schnelles Kartenspiel, bei dem alle Spieler*innen versuchen, dem Bezahlen einer Tapas-Rechnung auszuweichen

2. „La Bête“: semikooperatives Brettspiel, wobei ein Spieler eine geheimnisvolle Bestie spielt, die von den anderen gejagt wird

3. „Next“: kurzes kooperatives Wortspiel mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Thomas Krohn (links) und Florian Högner

Schlafprobleme besiegen

f79-Autorin will mit Hilfe eines Experten nachts zur Ruhe kommen

Anna Castro Kösel (25) hat Probleme mit dem Einschlafen. Wie rund 35 Millionen Deutsche liegt sie nachts oft wach. Mit Hilfe eines Uniklinik-Schlafexperten versucht sie, das Problem in den Griff zu bekommen. Eine Woche hat sie es mit Profitipps probiert – und Erfolg gehabt. Was wirklich hilft? Hier ihr Erfahrungsbericht.

Schon als Kind und Jugendliche habe ich Dinge lieber abends erledigt. Das Licht ging bei mir immer als letztes aus. Wenn ich es mal ins Bett geschafft habe, liege ich nachts oft stundenlang wach, wälze mich hin und her. Dann rechne ich aus, wie viele Stunden ich noch habe, um einigermaßen ausgeruht zu sein. Alpträume von verschlafenen Vorstellungsgesprächen, Prüfungen und Presse-Interviews suchen mich vor wichtigen Terminen heim. Hinzu kommt die Scham, wenn ich tatsächlich mal zu lang schlafe. Kommentare wie: „Krass! Wenn du aufstehst, habe ich schon drei Stunden gearbeitet!“, muss ich mir immer wieder anhören. Als würde ich mich nicht schon schlecht genug fühlen, lese ich immer wieder von den Gefahren schlechten Schlafs: einer höheren Wahrscheinlichkeit, depressiv zu werden oder einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Natürlich habe ich einiges ausprobiert: von Milchtrinken über Meditieren, Progressive Muskelrelaxation und nochmaliges Aufstehen. Nichts funktionierte.

Immerhin bin ich nicht die Einzige, der es so geht. Eine Online-Befragung mit 500 gesetzlich und privat Versicherten zwischen 18 und 70 Jahren für 2024 zeigt: 57 Prozent davon können an mindestens drei Tagen pro Woche abends schlecht schlafen. Laut Statista.com hatten 2022 43 Prozent der Deutschen Schlafprobleme. Das sind rund 35 Millionen Menschen.

Ich hoffe bei Schlafmediziner Kai Spiegelhalder auf Hilfe. „Das Thema Schlaf ist mit viel zu viel Druck aufgeladen“, sagt der Leiter der Sektion für Psychiatrische Schlafforschung und Schlafmedizin an der Uniklinik Freiburg. Natürlich sei es positiv, dass sich mehr Menschen mit ihren Schlafproblemen beschäftigen. Dadurch gebe es mehr Diagnosen, mehr Menschen könne geholfen werden. Das habe aber auch eine Kehrseite: „Wenn ich mir viele Gedanken über meinen Schlaf mache, schlafe ich oft auch schlechter.“

„MIT VIEL DRUCK AUFGELADEN“

Der Mediziner gibt zu bedenken, dass es sich mit der Einschlafzeit und Schlafdauer ähnlich wie mit Schuhgrößen verhalte. Manche bräuchten nur vier Stunden Schlaf. Andere acht. Manche gingen um zehn ins Bett, andere um drei Uhr nachts. Richtig oder falsch gebe es so nicht. Außer man leidet darunter.

Eulen wie ich haben oft einen verschobenen Schlafrhythmus im Vergleich zu Frühaufstehern (Lerchen). Das sei in der Gesellschaft weniger akzeptiert: „Eulen werden gerne als faul bezeichnet, ohne einen sinnvollen Grund“, erklärt Spiegelhalder.

Text // Anna Castro Kösel Fotos // freepik.com, privat, Uniklinik Freiburg

Hilfe gefunden: Anna Casto Kösel schläft unruhig – Schlafmediziner Kai Spiegelhalder gibt ihr Tipps.

Die Früh-Schlafen-Typen hätten im Diskurs über das Einschlafen meist die Oberhand. Spiegelhalder rät mir, schlagfertiger zu werden: „Antworten Sie doch einfach: Wenn du ins Bett gehst, arbeite ich noch drei Stunden.“

Trotzdem möchte ich etwas ändern: schneller einschlafen und wenigstens ein bisschen früher aufstehen. Spiegelhalder empfiehlt mir, kürzer im Bett zu bleiben. Und das nur so lange, wie ich wirklich schlafe. Das soll meinem Gehirn helfen, das Bett mit dem Schlafen zu verknüpfen. Im Fachjargon nennt man das „Bettzeit-Restriktion“. Ziel ist es, den Schlaf effizienter zu machen.

Ich liege bei etwa sieben Stunden Schlaf, neun Stunden im Bett. Meine Schlafeffizienz ist bei 78 Prozent. „Das ist schon gut“, lobt Spiegelhalder. Für Menschen mit starker Schlaflosigkeit wäre das ein Traum. Doch natürlich könne ich noch besser werden und meine Schlafeffizienz auf 90 oder 95 Prozent steigern. Klappe das eine Woche gut, dürfe ich eine halbe Stunde länger im Bett bleiben, so Spiegelhalder. Falls ich immer noch zu lange wachliege, soll ich von sieben Stunden eine halbe Stunde abziehen.

Als Eule nehme ich mir vor, spätestens um halb zwei ins Bett zu gehen und um neun aufzustehen. Für mich ein Kunststück. Eine Woche lang versuche ich eisern, mich nur zum

Schlafen ins Bett zu legen. Dabei fällt mir auf: lch verbringe abends viel Zeit im Bett. Normalerweise lege ich mich meist schon um 22 Uhr hin, schaue Serien oder lese – obwohl ich erst Stunden später das Licht ausmache. Doch das Bett darf jetzt nur noch Schlafplatz sein – meist wird der Schreibtisch oder der Teppich meine Alternative. Das ist hart, im wahrsten Sinne des Wortes. Mein Bett sieht so verlockend aus.

„WERDE SCHNELLER MÜDE“

Ich bemerke aber, dass ich die Stunden, die ich abends wach bin, besser nutze. Vor meinem Experiment habe ich im Bett gegammelt. Sobald das Licht aus war mit dem Grübeln angefangen. Jetzt bereite ich mich auf den nächsten Tag vor, notiere meine To-dos, überlege, was ich mit meiner Zeit noch machen will, bevor ich schlafen gehe. Manchmal arbeite ich abends, diesmal ohne schlechtes Gewissen. Ich bin erstaunt, dass ich tatsächlich schneller müde werde, sobald ich im Bett liege. Außerdem weiß ich es mehr zu schätzen, wenn ich mich endlich hineinkuscheln kann. Ja, ich entwickle eine

Vorfreude auf das Einschlafen, was früher bei mir mit so viel Angst verbunden war.

Ehrlicherweise gibt es aber auch Momente, an denen ich es nicht schaffe, meine alten Muster loszuwerden. Ich drücke in manchen Morgenstunden mindestens fünf Mal auf Snooze – eine Angewohnheit, die schwer zu durchbrechen ist. Auch das Aufstehen ist weiterhin nicht leicht. Am vorletzten Tag des Experiments schaffe ich es tatsächlich nicht, wachzubleiben – leider nicht nachts, sondern nach dem Frühstück.

Zu meiner Verteidigung: Es war Sonntag. Ich erinnere mich an die Worte des Schlafmediziners: „Eine Eule kann nicht auf magische Weise zur Lerche werden.“ Meine Schlafeffizienz habe ich aber erhöht: Ich liege jetzt statt ein oder zwei Stunden meist nur noch eine halbe Stunde wach im Bett. Ziel erreicht. Vor allem aber habe ich gelernt, weniger hart mit mir zu sein.

Wie Spiegelhalder sagt: „Druck ist das Gegenteil von Entspannung, und ohne Entspannung kein Schlaf.“

// 03.26

Lauter kleine Demokraten

Wie funktioniert politische Bildung in Freiburg?

Die Demokratie ist eine zivilisatorische Errungenschaft. Allerdings sinken, so die Leipziger Autoritarismus-Studie von 2024, ihre Zustimmungswerte in der Bevölkerung. Oder wie es der FAZ-Autor Justus Bender kürzlich formulierte: „Manchmal wird vergessen, dass in einer Demokratie nicht nur Demokraten leben.“ Gerade deshalb sind jene Orte wichtig, an denen Tag für Tag das Fundament unserer demokratischen Gesellschaft gestärkt wird. In und um Freiburg gibt es davon viele.

Text // Jannis Jäger

Fotos // freepik.com, Jugendbüro Freiburg

Die Demokratiebildung steht seit geraumer Zeit im Bildungsplan. Seit dem Schuljahr 2019/2020 werden Lehrkräfte aller Fächer und Jahrgangsstufen dazu angehalten, „demokratiebezogenen Kompetenzerwerb“ zu ermöglichen. An der HermannBrommer-Schule in Merdingen ist so beispielsweise der Schülerrat entstanden

– aber auch, weil sich die Kinder selbst einen Weg gewünscht haben, etwas zu verändern. Einmal in der Woche treffen sich die gewählten Klassensprecherinnen und Klassensprecher, insgesamt 14 Kinder, mit den Klassenlehrern. Die Kinder sagen, es sei ihnen wichtig, selber mitzubestimmen. Sie lassen sich aufstellen, um als Klassensprecher gewählt zu werden und vertreten dann die Interessen der Kinder im Schülerrat – richtige kleine Volksvertreter.

DEMOKRATIE AKTIV LERNEN

Im täglichen Schulbetrieb kümmert sich der Schülerrat um die Ausgabe des Pausenspielzeugs und darum, dass alles hinterher wieder an seinen Platz kommt und aufgeräumt ist. Spielsachen holen sie an einer Art Theke ab, von Hula- Hoop-Reifen bis LaufStelzen, und bringen sie nach der Pause dorthin auch wieder zurück.

Die Kinder im Schülerrat sind aber auch kleine Demoskopen. Sie gehen durch die Schule und führen Umfragen durch, was für Themen ihren Mitschülern auf der Seele brennen. Und

laut den Lehrkräften nutzen sie den Raum, der sich ihnen so bietet, gerne aus. Auf dem Hof und auf den Gängen mag es wuseln und munter zugehen, doch ganz leise lernen die Kinder hier, aktive Demokraten zu sein.

Das kann auch zu ganz konkreten Ergebnissen führen. Der Schülerrat hatte etwa die Idee, dem Bürgermeister von Merdingen, Martin Rupp, einen Brief zu schreiben. Der Grund: fehlendes Pausenspielzeug. Und das Resultat war aus Sicht der Kinder ein voller Erfolg. Zwei Wochen dauerte es, da stand der Bürgermeister in der Schule und überreichte Tore, Bälle und Schläger. Für die Schüler an der Hermann-Brommer-Schule ist Demokratiebildung also schon einmal eine Erfolgsgeschichte. In den anderen Schulen gibt es außerdem die Schülermitverantwortung (SMV), Schüler- und Klassenrat, Schülerkonferenzen und Projekte. Überall dort entstehen Situationen, in denen junge Menschen selbst entscheiden, gestalten und Verantwortung übernehmen können. Viele Schulen in Freiburg nutzen diese Möglichkeiten auf ganz unterschiedliche Weise.

„Demokratie kann nicht gelehrt werden“, sagt Ronja Posthoff, stellvertretende Geschäftsführerin des Jugendbüros Freiburg, „sie

kann nur gelernt werden.“ Was zuerst ein wenig abstrakt klingt, meint etwas sehr Konkretes: Menschen müssen die Erfahrung machen, dass sie selbst etwas bewirken können. Viele erleben Demokratie in einer passiven Rolle, ohne zu erkennen, wie sehr diese Passivität selbst gewählt ist.

Umso wichtiger ist es, Kinder und Jugendliche früh dabei zu unterstützen, selbstständige und aktive Demokraten zu werden. Das Jugendbüro funktioniert als Leitstelle. Es berät und vermittelt bei Fragen zu jugendpolitischen Themen. „Das Team des Jugendbüros organisiert, begleitet und regt daher Beteiligungsprojekte von und mit Jugendlichen an“, heißt es auf der Website des Büros. Dafür ist es wichtig, ein Netzwerk aus relevanten Akteuren zu bilden – etwa Schulen, Jugendeinrichtungen, Jugendverbänden.

Konkret kann das dann so aussehen: Am 2. Dezember veranstaltete das Jugendbüro unter dem Titel „Freiburg zockt“ ein TwitchEvent und hieß dazu Oberbürgermeister Martin Horn willkommen, der bei Mario-Kart ein ganz gutes Ergebnis erzielen konnte. Daneben diskutierten die Jugendlichen mit dem OB über den Zustand der Sportplätze und die Wehrpflicht.

Derlei Anlässe, an denen aktuelle Themen besprochen werden können, sind sehr wertvoll. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, wann Menschen beginnen, sich politisch zu engagieren. Demnach werden nur rund fünf Prozent ohne äußeren Anlass aktiv, erklärt Posthoff – übrigens unabhängig von der Altersgruppe. Die meisten finden ihren Weg in die politische Beteiligung über ein konkretes Thema, das sie unmittelbar betrifft. Bei jungen Menschen können das zum Beispiel kaputte Schultoiletten sein oder ein unzureichendes Angebot im öffentlichen Personennahverkehr, das ihren Alltag in Freiburg erschwert.

MIT AN BORD: SC FREIBURG

Kinder und Jugendliche haben viele Anliegen, von denen sie einfach noch nicht wissen, dass sie politisch sind. In solchen Fällen, so Posthoff, besteht die Aufgabe des Jugendbüros Freiburg darin, ihnen zur Seite zu stehen, durch Netzwerkarbeit, Beratung und das Öffnen

von Türen. Denn junge Menschen haben kein Wahlrecht und nur indirekte Einflussmöglichkeiten. Damit ihre Anliegen Erfolg haben, müssen jene gesellschaftlichen Akteure, die „am Hebel“ sitzen, bereit sein, ein Stück ihrer Macht abzugeben oder sich stellvertretend für die Interessen der jungen Menschen einzusetzen, selbst dann, wenn diese nicht den eigenen Prioritäten entsprechen.

PIZZA MACHT SCHULE

Auch andere Akteure des Freiburger Stadtlebens engagieren sich für die demokratische Bildung von Kindern und Jugendlichen. So ist das Dreisamstadion des Sport-Club Freiburg seit Mitte November zum Lernfeld für demokratische Selbstbestimmung geworden. Mit dem neuen Projekt „Lernort Dreisamstadion“ entsteht dort ein außerschulischer Bildungsraum, in dem Jugendliche in Workshops zu Themen wie Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichem Zusammenhalt ins Gespräch kommen und eine eigene Haltung entwickeln können.

Gemeinsam mit dem Fanprojekt Freiburg und der Albert-Schweitzer-Schule II startet der Sport-Club derzeit in die Pilotphase. Für Doris Lauer, Geschäftsführerin des Internationalen Bunds Baden, hat das Projekt eine besondere Dringlichkeit: „Ich mache mir wirklich Sorgen, wenn ich mir die gesellschaftlichen Entwicklungen der vergangenen Jahre anschaue und glaube, es reicht einfach nicht mehr, nur zuzuschauen, sondern wir müssen auch wirklich aktiv werden – und genau hier setzt der Lernort Dreisamstadion an.“

Die Albert-Schweitzer-Schule II ist von Beginn an als Bildungspartner dabei. Schulleiter Joachim Diensberg sieht im Projekt eine wertvolle Ergänzung schulischer Arbeit: „Wertevermittlung im schulischen, aber auch im außerschulischen Kontext ist wichtiger denn je.“ Die Workshops werden vom Fanprojekt Freiburg umgesetzt, das umfangreiche Erfahrung in der Bildungsarbeit mit Jugendlichen mitbringt und die Jugendlichen dort abholt, wo sie stehen. Doch zur Demokratiebildung zählen auch Lektionen, die für Kinder und Jugendliche nicht so leicht zu lernen sind. Denn aus dem demokratischen Prozess geht man nicht

immer als strahlender Gewinner vom Feld. Die meisten Kompromisse sind wohl als Ergebnis für keine Verhandlungspartei nur zufriedenstellend. Professor Michael Wehner, Leiter der Außenstelle Freiburg der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, betont: Demokratie ist kein Wunschkonzert. „Eine gewisse Frustrationstoleranz zu entwickeln gehört dazu“, sagt Wehner. Kinder und Jugendliche müssen lernen, trotz Rückschlägen nicht zu resignieren. In einer demokratischen Gesellschaft kann nicht jede Entscheidung ein für alle hundertprozentig befriedigendes Ergebnis bringen.

„Hilfreich kann hier das Pizza-Beispiel sein“, erklärt Wehner. Die Kinder müssen dabei überlegen: Es gibt nur eine Pizza für alle – welcher Belag kommt drauf? Gemeinsam mit ihren Mitschülern und Mitschülerinnen zu verhandeln, sei eine wichtige Lektion. Dabei lernen die Schüler*innen nicht nur, sozial sensibel zu sein, sondern auch, dass andere Menschen eigene Interessen oder Bedürfnisse haben, die mit den eigenen in Einklang gebracht werden müssen.

Ronja Posthoff ist stellvertretende Geschäftsführerin des Jugendbüros – eine wichtige Stelle für jugendpolitische Beteiligung in Freiburg.

Flirtendes Füchschen

ODER

ENERGIEGELADENES EICHHÖRNCHEN?

Endlich Frühling – die Sonne scheint, die Blumen blühen. Nicht nur die Natur erwacht zu neuem Leben – auch in dir blühen wieder Frühlingsgefühle auf. Wie fühlt sich das an?

Was für ein Frühlingstyp bist du? Finde es anhand dieses Tests heraus! Zähle dazu die Buchstaben hinter den Antworten zusammen. Welcher kommt am häufigsten vor? Die Auflösung findest du auf der nächsten Seite.

Text // Lilian Gerstenmaier Foto // iStock/.com/borchee

1

Wofür benutzt du deine Frühlingsenergie am meisten?

a) Liebe, Flirten, soziale Kontakte F

b) Aktivität, Sport, Abenteuer E

c) Motivation, Ziele, Veränderung M

d) Genuss, Entspannung, Sinneseindrücke G

2

Wie gehst du den Frühjahrsputz an?

a) Ich teile meine Zeit in kurze, aber intensive Putzzeiten F

b) Ich bereite schon im Dezember die Checklisten vor G

c) Es wird nicht nur geputzt, sondern auch entrümpelt! M

d) Bei mir wird jeder Winkel angegangen und blitzeblank geschrubbt E

Welche griechische Gottheit spricht dich am meisten an?

a) Hera – Göttin der Erde & Fruchtbarkeit G

b) Hermes – Gott des Handels & der Reisenden M

c) Zeus – Gott des Donners, Blitzes & der Luft E

d) Aphrodite – Göttin der Liebe & Schönheit F 3

Welche dieser Blumen magst du am meisten?

a) Narzissen (Neubeginn) M

b) Sonnenblumen (Lebensfreude & Fröhlichkeit) G

c) Rosen (Liebe & Leidenschaft) F

d) Nelke (Freiheit) E 4

Wenn du eins der vier Elemente bändigen könntest, welches wäre es?

a) Luft G

b) Feuer F

c) Erde M

d) Wasser E 6

Welches dieser Bridgerton-Paare (Netflix) hat die beste Love-Story?

a) Daphne Bridgerton & Simon Basset F

b) Penelope Featherington & Colin Bridgerton G

c) Queen Charlotte & King George M

d) Kate Sharma & Anthony Bridgerton E 8

Welcher Snack darf beim Filmabend nicht fehlen?

a) Nüsse & Salzstangen E

b) Schokolade & Gummibärchen M

c) Popcorn & Nachos G

d) Obst & Gemüse F 5

7

Wie hast du den Valentinstag verbracht?

a) Auf der Couch und Eiscreme war mein Date E

b) Super entspannt mit meinen Freunden G

c) Ganz klassisch: auf einem Dinner-Date F

d) Ich habe vergessen, dass der war … Ich war auf der Fasnet! M

Wie isst du Kartoffeln am liebsten?

a) Ganz klassisch als Pommes M

b) Zermanscht und mit Butter verfeinert als Kartoffelbrei F

c) Egal in welcher Form, Kartoffeln sind immer nice! G

d) Ich esse keine Kartoffeln E 9

Welche Dekade spricht dich modisch am meisten an?

a) 1980 bis 1990 (schrill & knallbunt) G

b) 2000 bis 2010 (mehrschichtig & vielfarbig) F

c) 1990 bis 2000 (kräftig & glitzernd) E

d) 1970 bis 1980 (wilde Muster & frech) M 10

AUFLÖSUNG

F: Flirtendes Füchschen

Verliebt sein und flirten ist das Erste, woran man bei dem Wort „Frühlingsgefühle“ denkt. Doch nur weil etwas klischeehaft ist, heißt das noch lange nicht, dass es negativ ist. Im Gegenteil! Wer liebt es nicht, Schmetterlinge im Bauch zu spüren? Für dich ist der Drang zum Flirten und Verlieben im Frühjahr besonders stark – und du genießt es in vollen Zügen. Liebe und alles, was dazugehört, sind schließlich die wohligsten Gefühle der Welt, oder nicht?

E: Energiegeladenes Eichhörnchen

Sobald die ersten Sonnenstrahlen deine Nase kitzeln, bist du kaum zu bremsen. Dich zieht es raus in die Natur, zum Sport und zu allen möglichen Aktivitäten – alles, in das du deine wiederentdeckte Energie stecken kannst. Für dich sind Frühlingsgefühle ein richtiger Booster. Der Wintermuffel, als den du dich die Monate zuvor identifiziert hast, ist jetzt voller Lebensfreude und guter Laune.

M: Motiviertes Mäuschen

Frühlingsgefühle verwandeln sich bei dir in pure Motivation. Du legst dein Winterfell ab und auf geht’s zur Umgestaltung in deine nächste Version. Bei dir steht jetzt das alljährliche Upgrade an. Du bist motiviert, etwas zu verändern oder hinter dir zu lassen – ob toxische Beziehungen, Frühjahrsputz oder Schlafzimmer umstellen … endlich ist die Motivation zurück, etwas anzupacken.

G: Genießendes Glühwürmchen

Du widmest deine Frühlingsgefühle den kleinen Freuden: frische Luft, Vogelgezwitscher, blühende Blumen … die Welt zeigt sich endlich wieder von ihrer bunten Seite. Bei dir zieht sich das Genießen wie ein roter Faden durch den ganzen Frühling. Endlich werden deine Sinne wieder voll und ganz stimuliert. Das lässt dich entspannen. Das Gefühl der Leichtigkeit nimmt langsam, aber sicher wieder einen Platz in deinem Herzen ein.

Was ist ein Testimonial?

Ein Magazin wie das f79 herzustellen kostet viel Geld. Es müssen Redakteure und Grafiker bezahlt werden, die die Schülerredaktion betreuen und anleiten, deren Texte redigieren und das f79 layouten. Am Ende muss alles zusammengestellt, gedruckt und verteilt werden. Wenn da keiner etwas dazugeben würde, müsste das Schülermagazin sehr teuer verkauft werden. Für viele Jugendliche wäre es dann zu teuer. Daher suchen wir immer Firmen und Einrichtungen, die das Projekt toll finden und uns finanziell unterstützen. Diese Unterstützer nennt man Kooperationspartner. So eine Partnerschaft beruht immer auf Gegenseitigkeit. f79 bekommt Geld und der Partner erhält dafür ein Logo, eine namentliche Nennung als Unterstützer oder er kann sich ein Redaktionsmodul wünschen. Letzteres nennen wir ein „Testimonial“. Und wie funktioniert das? Schüler aus der Redaktion oder unser eigenes Redaktionsteam besuchen ein Unternehmen und befragen die Azubis nach ihren Aus- und Weiterbildungswegen. Hierbei entstehen Texte im Rahmen der Berufsorientierung für Schüler. Solche Texte sind als Testimonials gekennzeichnet. f79

Unser Jobstarter ist in Zusammenarbeit mit dem „Jugend & Beruf“-Extra der Badischen Zeitung erstellt worden.

Duzen auf Vormarsch

Mehr als die Hälfte der Angestellten tut es

Wie spricht man in deutschen Firmen die Chef*innen an? Laut einer Untersuchung des Software-Anbieters HR Works ist das Du auf der Überholspur. Weit mehr als die Hälfte der Beschäftigten nutzt es.

Du oder Sie? Das Du ist klarer Sieger. 71 Prozent der Beschäftigten in Deutschland duzen ihre Vorgesetzen. Das zeigt der „Leadership-Monitor“ von HR Works. Für die repräsentative Studie hat die Firma mehr als 2000 Beschäftigte befragt. Das Ergebnis ist eindeutig: Mehr als sieben von zehn Angestellten sagen du zu ihren Chef*innen. Glatte 61 Prozent sprechen sie oder ihn dabei mit dem Vornamen an. Weitere zehn Prozent nutzen das „Münchner Du“: Sie duzen die Vorgesetzten, nennen aber ihren Nachnamen. Für die Förmlichen gilt: 22 Prozent siezen und nennen den Nachnamen. Sieben

Prozent siezen, nennen aber den Vornamen. Zum Beispiel: „Nadine, könnten Sie bitte mal kommen?“

„Ob im Unternehmen geduzt oder gesiezt wird, hängt stark vom Führungsstil ab“, heißt es in der Studie. Es gelte die Faustformel: Je autoritärer der Führungsstil, desto förmlicher der Ton. Das lässt sich auch in Zahlen belegen: Schätzen die Beschäftigten ihre Führungskraft als autoritär ein, siezen 38 Prozent sie. Wird der Führungsstil als „laissez faire“ eingestuft, siezt nur noch ein Fünftel der Befragten.

Interessant: Das Geschlecht spielt kaum eine Rolle. Weibliche Führungskräfte werden zu 73 Prozent geduzt. Männliche zu 71 Prozent. Das Alter ist entscheidender: Bei Führungskräften über 50 Jahren liegt die Duz-Quote bei 67 Prozent, bei jüngeren Führungskräften unter 30 Jahren steigt sie auf 75 Prozent. Till Neumann

Foto // pixabay.com
Du oder Sie? Klarer Fall

Bitte was mit Tieren

Die Ausbildung als Pferdewirt*in ist vielfältig

Pferde trainieren, Reitschüler*innen ausbilden: Wer sich das als Beruf wünscht, kann eine Ausbildung zum/zur Pferdewirt*in ins Auge fassen. Aber zum Job gehören oft noch weitere Aufgaben.

Was alles zum Job gehört und was junge Menschen, die mit der Ausbildung liebäugeln, mitbringen sollten, verrät Pferdewirtschaftsmeister Jan Schulze Niehues im Job-Protokoll.

MEIN WEG IN DEN BERUF

„Meine Berufswahl lag nahe: Mein Vater führt als Pferdewirtschaftsmeister unsere Fachschule Reiten bereits in zweiter Generation. Mit Pferden und Gästen bin ich auf dem Hof aufgewachsen. Dann kamen die Lehre zum Pferdewirt Schwerpunkt Reiten und später die Meisterprüfung, um auf die geplante Betriebsübernahme möglichst gut vorbereitet zu sein.

SO SIEHT MEIN ALLTAG AUS

Auf unserem Hof bieten wir nicht nur Reitlehrgänge an, sondern trainieren auch

Sportpferde, um sie auf Reitturnieren vorzustellen. Mein Arbeitstag startet morgens um 7.30 Uhr mit Büro- und Verwaltungstätigkeiten. Hierzu gehören auch Mitarbeiter- und Teamgespräche über die Tages- und Wochenplanung und Organisationsmöglichkeiten. Von 10 Uhr bis 12 Uhr sind Reiteinheiten mit meinen Turnierpferden. Dabei arbeiten wir im Team, sodass die Pferde für das Training optimal vorbereitet sind. Nachmittags gebe ich meist drei Stunden Reitunterricht. Ab 17 Uhr werden wieder die Turnierpferde trainiert. Bis alle anfallenden Tätigkeiten erledigt sind, ist es meist 20 Uhr. Und: Eine Fünf-Tage-Woche gibt es in unserem Betrieb nicht. Sowohl die Gäste als auch die Pferde verlangen jeden Tag Engagement und Aufmerksamkeit – und das sieben Tage in der Woche, 365 Tage im Jahr.

Fotos // Kirsten Neumann (dpa)
Hat nach der Ausbildung zum Pferdewirt einen Meister drangehängt: Jan Schulze Niehues

DAS BESTE AN MEINEM JOB

Der Umgang mit dem Pferd ist einzigartig und für mich eine Herzensangelegenheit. Die Ausbildung von Pferd und Reiter gefällt mir sehr und dabei auch die gute Zusammenarbeit im Team.

DAS ERSCHWERT MEINEN BERUF

Wie in vielen anderen Betrieben ist es auch bei uns nicht immer ganz einfach, ein passendes Team für die einzelnen Arbeitsbereiche zu finden. Wir versuchen dabei die Interessen der Mitarbeiter möglichst optimal zu berücksichtigen.

Ein Fakt spielt leider gegen uns: Das Lehrpferd als solches steht durch gestiegene Kaufpreise und die Haltungskosten inzwischen

– nur wirtschaftlich betrachtet – schwer in der Bilanz. Der hohe Kaufpreis sowie die gestiegenen Haltungskosten erscheinen oft sehr unwirtschaftlich. Aber mit Blick auf den Nutzen für die Kunden sind für uns diese Investitionen unabdingbar und gewollt. Gleichzeitig zwingen sie uns aber auch, neue Geschäftsmodelle zu denken und umzusetzen.

WAS VIELE DENKEN

Einen Berufsreiter stellen sich viele Menschen ganztägig im Sattel vor. Erzähle ich dann von unserem Betrieb und der Verantwortung für die Vielzahl der Mitarbeiter, verstehen die meisten sehr schnell, dass hier neben dem Reiten noch viele andere Bereiche abgedeckt werden müssen.

DAS EMPFEHLE ICH JUNGEN INTERESSIERTEN

Zunächst in einen entsprechenden Betrieb kommen, möglichst ein mehrwöchiges Praktikum dort absolvieren und Eindrücke gewinnen. Beim Pferdewirt Schwerpunkt Reiten sind gute Vorkenntnisse notwendig und werden meistens vorausgesetzt. Je besser der Leistungsstand, umso leichter hat man es in der Ausbildung.

Mein Tipp: Nach der Ausbildung möglichst die Weiterbildung zum Meister anstreben. Das ist in diesem Beruf genauso wie in anderen Ausbildungsberufen. Es gibt eine große Nachfrage an Fachkräften und die Arbeitsund Verdienstmöglichkeiten im Beruf sind dementsprechend.“

BZ/Marie von der Tann (dpa)

Tierisch guter Job: Wer Pferde liebt, ist hier richtig.

Pflegeberufe legen zu

Mehr Menschen entscheiden sich für die Ausbildung

Gefragt: Pfleger*in zu werden ist angesagt. Verantwortungsbewusstsein, Empathie und Belastbarkeit sind wichtige Voraussetzungen.

Der Fachkräftemangel in der Pflege ist seit Jahren ein großes gesellschaftliches Problem. Krankenhäuser, Pflegeheime und ambulante Dienste suchen händeringend nach qualifiziertem Personal. Um den Beruf attraktiver zu machen und die Ausbildung moderner zu gestalten, wurde die Pflegeausbildung im Jahr 2020 grundlegend reformiert. Nun zeigen aktuelle Zahlen, dass diese Maßnahmen offenbar Wirkung zeigen: Im Jahr 2024 haben deutlich mehr Menschen eine Ausbildung in der Pflege begonnen.

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt, stieg die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent auf rund 59.500. Das ist ein positives Signal für die Branche, die dringend Nachwuchs benötigt. Insgesamt blieb die Gesamtzahl der Auszubildenden zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann mit 147.100 Personen jedoch nahezu konstant. Das bedeutet, dass zwar mehr neue Verträge abgeschlossen wurden, sich die Gesamtzahl der Lernenden aber auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr bewegt.

Seit der Reform im Jahr 2020 gibt es die generalistische Ausbildung zur Pflegefachperson. Diese dauert drei Jahre und fasst mehrere zuvor getrennte Berufsbilder zusammen, darunter die Ausbildung in der Gesundheitsund Krankenpflege sowie in der Altenpflege. Ziel der Reform war es, die Pflegeausbildung flexibler zu gestalten und den Auszubildenden breitere Einsatzmöglichkeiten zu eröffnen. Absolventinnen und Absolventen können dadurch in verschiedenen Bereichen der Pflege arbeiten und sind nicht mehr auf ein bestimmtes Tätigkeitsfeld festgelegt.

Vera Lux, Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), betont jedoch, dass die Ausbildung anspruchsvoll ist. Wer in der Pflege arbeiten möchte, müsse bereit sein, eine intensive Ausbildung oder sogar ein Studium zu absolvieren. Neben fachlichem Wissen sind vor allem persönliche Kompetenzen gefragt. Dazu zählen Verantwortungsbewusstsein, Belastbarkeit und die Bereitschaft, sich kontinuierlich fortzubilden. In einem Berufsfeld, das sich durch medizinische Entwicklungen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse ständig verändert, ist lebenslanges Lernen unverzichtbar.

Ebenso wichtig sind Empathie und Offenheit im Umgang mit unterschiedlichsten Menschen. Pflegekräfte arbeiten mit Patientinnen und Patienten verschiedener Altersgruppen, Kulturen und Lebenssituationen zusammen. Teamfähigkeit spielt ebenfalls eine große Rolle, da die Arbeit häufig interdisziplinär erfolgt, also gemeinsam mit Ärztinnen, Therapeuten und weiteren Fachkräften. Ein grundlegendes Interesse an Medizin und pflegerischen Tätigkeiten sollte daher selbstverständlich sein.

Trotz der hohen Anforderungen bietet der Pflegeberuf attraktive Perspektiven. Laut Lux sind die beruflichen Möglichkeiten vielfältig und der Arbeitsplatz gilt als sicher. Zudem hat sich auch die Vergütung verbessert. Bereits während der Ausbildung erhalten angehende Pflegefachkräfte ein vergleichsweise gutes Gehalt. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit liegt das monatliche Bruttoausbildungsentgelt im öffentlichen Dienst bei 1416 Euro im ersten, 1477 Euro im zweiten und 1578 Euro im dritten Ausbildungsjahr. Damit liegt die Bezahlung über dem Niveau vieler anderer Ausbildungsberufe und stellt einen zusätzlichen Anreiz für junge Menschen dar, sich für die Pflege zu entscheiden. BZ/f79

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Lernen mit KI – Chance oder Risiko für die Schule?

Künstliche Intelligenz ist weder Wundermittel noch Bedrohung

Künstliche Intelligenz ist längst im Schulalltag angekommen. Viele Schülerinnen und Schüler nutzen KI-Programme, um Hausaufgaben zu erledigen, Referate vorzubereiten oder schwierige Themen besser zu verstehen. Richtig eingesetzt kann KI das Lernen erleichtern, individualisieren und sogar spannender machen. Gleichzeitig stellt sie Schulen vor neue Herausforderungen, etwa beim Thema Abschreiben oder Leistungsbewertung.

Ein großer Vorteil von KI ist die schnelle Unterstützung bei Fragen. Programme wie ChatGPT oder der Gemini-Chatbot können Texte erklären, Zusammenfassungen erstellen oder bei der Ideenfindung helfen. Wer zum Beispiel ein Gedicht analysieren oder eine mathematische Aufgabe nachvollziehen möchte, kann sich einzelne Schritte erläutern lassen. Wichtig ist jedoch, die Antworten kritisch zu prüfen und nicht einfach zu übernehmen. KI kann Fehler machen oder Inhalte vereinfachen.

Auch Microsoft Copilot wird zunehmend genutzt. Das Programm ist in viele Office-Anwendungen eingebunden und hilft beim Formulieren von Texten oder beim Strukturieren von Präsentationen. Für Referate oder Projektarbeiten kann das eine echte Zeitersparnis sein. Dennoch ersetzt KI nicht das eigene Denken. Sie liefert Vorschläge, aber die inhaltliche Verantwortung bleibt bei den Lernenden. Für das Lernen von Fremdsprachen sind spezialisierte Apps besonders sinnvoll. Duolingo arbeitet mit KI-Elementen, um Übungen an das individuelle Lernniveau anzupassen. Fehler werden analysiert, Wiederholungen gezielt eingesetzt. So entsteht ein personalisiertes Training, das motivieren kann. Auch Übersetzungsprogramme wie DeepL helfen beim Verstehen fremdsprachiger Texte. Allerdings sollte man Übersetzungen nicht ungeprüft übernehmen, sondern sie als Lernhilfe nutzen.

Im Bereich Mathematik bieten Tools wie Photomath Unterstützung. Die App erkennt Rechenaufgaben per Kamera und zeigt Lösungswege Schritt für Schritt an. Das kann helfen, Rechenmethoden besser zu verstehen. Wer jedoch nur das Ergebnis abschreibt, lernt wenig. Entscheidend ist, die Erklärungen nachzuvollziehen und eigenständig zu üben. KI kann außerdem beim Organisieren des Lernens helfen. Lernplattformen passen Aufgaben automatisch an den Leistungsstand an und geben direktes Feedback. Dadurch wird selbstständiges Lernen gefördert. Schülerinnen und Schüler können in ihrem eigenen Tempo arbeiten und gezielt an Schwächen arbeiten. Trotz aller Vorteile gibt es auch Risiken. Wenn KI dauerhaft Denkprozesse übernimmt,

kann das die eigene Kreativität und Problemlösefähigkeit schwächen. Zudem stellt sich die Frage nach Datenschutz und dem verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten. Schulen stehen deshalb vor der Aufgabe, klare Regeln für den Einsatz von KI zu entwickeln und Medienkompetenz stärker zu vermitteln.

Fest steht: KI wird die Schule nachhaltig verändern. Sie ist weder Wundermittel noch Bedrohung, sondern ein Werkzeug. Entscheidend ist, wie es genutzt wird. Wer KI als Unterstützung versteht, kritisch hinterfragt und mit eigenem Wissen kombiniert, kann davon profitieren – und Lernen neu erleben.

Tatjana Forsthuber

Schnelle Hilfe mit Schwächen: KI-Tools sind in Schulen auf dem Vormarsch.
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Ausbildungs-

Azubis geben Tipps zum Berufseinstieg

Folge 40: Die Entscheidung

Foto // Volksbank Freiburg

Name // Florian Held

Alter // 20 Jahre

Beruf // Ausbildung zum Bankkaufmann mit Zusatzqualifikation privates Vermögensmanagement

Betrieb // Volksbank Freiburg

Florian Held steht kurz vor dem Abschluss seiner Ausbildung bei der Volksbank Freiburg. Dort bekam er viele Einblicke und konnte ein Netzwerk aufbauen. Jetzt steht die Entscheidung an, wie es weitergeht. Er merkt, wie hilfreich dabei all die Erfahrungen sind.

„Als Auszubildender durchläuft man viele Abteilungen. Das bedeutet Abwechslung, weil man neue Teams, Arbeitsweisen und Aufgaben kennenlernt. Genau das hat mir geholfen zu verstehen, wo meine Stärken liegen und was mir wirklich Freude macht.

Gleichzeitig habe ich Kolleginnen und Kollegen kennengelernt, die mich auf meinem Weg begleitet haben. Ein Netzwerk, das gerade jetzt in der Entscheidungsphase unglaublich wichtig für mich ist.

Während meiner Ausbildung habe ich erlebt, wie unterschiedlich die Abläufe in einzelnen Bereichen sind. Manche Abteilungen haben mich begeistert, andere haben mir gezeigt, wo ich meine berufliche Zukunft nicht sehe. Diese Vielfalt hilft enorm dabei herauszufinden, welcher Arbeitsplatz zu einem passt. Außerdem haben mich viele Kolleginnen und Kollegen unterstützt, mir ehrliches Feedback gegeben oder mich auf interne Stellen aufmerksam gemacht. So habe ich gemerkt, dass Entscheidungen nicht nur von Aufgaben abhängen, sondern auch vom Team, von der Zusammenarbeit und vom Gefühl, am richtigen Platz zu sein. Natürlich gibt es viele Wege, die man nach der Ausbildung einschlagen kann. Wichtig ist, sich die Zeit zu nehmen, Eindrücke zu sortieren und mit Menschen darüber zu sprechen. Gespräche mit Ausbildern, Teamleitungen oder Kolleginnen und Kollegen können Perspektiven eröffnen, die man vorher vielleicht gar nicht im Blick hatte. Mir hat das enorm geholfen. Mein Tipp an euch lautet daher: Nutzt die letzten Monate eurer Ausbildung bewusst, um herauszufinden, was euch wirklich liegt. Schaut auf die Abteilungen zurück, in denen ihr euch am wohlsten gefühlt habt, setzt euer Netzwerk ein, fragt nach ehrlichem Feedback und hört auf euer Bauchgefühl. So trefft ihr die Entscheidung, die zu euch passt.“ f79

Jobben ist kein Dauerzustand

Jeder Fünfte will nach der Schule erst mal Geld verdienen

Wer nach der Schule keinen Plan hat, wohin es beruflich gehen soll, will häufig erst mal jobben. Das kann viele Vorteile haben. Warum es aber auch problematisch sein kann, erklärt ein Experte.

Foto // grafikplusfoto/stock.adobe.com

Nach der Schule direkt eine Ausbildung oder ein Studium beginnen? Für viele nicht die erste Option. So zeigt eine aktuelle Befragung der Bertelsmann Stiftung unter jungen Menschen: Jeder fünfte Schüler will nach der Schulzeit erst einmal jobben, anstatt während einer dualen Berufsausbildung oder an der Uni weiterzulernen.

WENN DIE PERSPEKTIVE FEHLT

Endlich: Eigenes Geld bekommen

Das kann durchaus Vorteile haben. Wie Matthias Riedel, Berufsberater bei der Agentur für Arbeit Thüringen Ost, im Interview mit dem Portal „abi.de“ erklärt, vermittele das Jobben realistische Vorstellungen von der Berufs- und Arbeitswelt. Im besten Fall würden sich „wertvolle Impulse“ für die Berufswahl ergeben – je nachdem, ob die eigenen Erfahrungen positiv oder ernüchternd sind. Eigenes Geld verdienen mache zudem unabhängig.

Der Berufsberater warnt aber, dass Jobben zum Dauerzustand werden könne. „Gefährlich“ werde das, „wenn man sich über einen längeren Zeitraum mit Jobs ohne weiterführende Perspektive durchhangelt“, so Riedel. Attraktive Berufe und sichere Arbeitsverhältnisse setzen überwiegend noch immer Ausbildungen oder Studienabschlüsse voraus. Ob es sich anbietet, vor Uni oder Ausbildung erst noch zu jobben, hängt Riedel zufolge auch davon ab, was Absolventinnen und Absolventen für ihre berufliche Zukunft planen. Wer ein theorielastiges Studium anstrebt, profitiert wahrscheinlich davon, einen Eindruck vom praktischen Arbeitsleben zu bekommen.

Geht die Tendenz hingegen ohnehin in Richtung Ausbildung, sind zusätzliche praktische Erfahrungen oft gar nicht nötig. Während der dualen Berufsausbildung wechseln sich ohnehin Phasen im Betrieb und Phasen in der Berufsschule ab.

RAT HOLEN UND BERUFLICHE ZUKUNFT PLANEN

Der Berufsberater rät , sich immer zu fragen, warum man vor dem Studium oder der Ausbildung jobben möchte. Will man Erfahrung sammeln, Geld verdienen oder einfach eine Pause vom Lernstress? Wer das reflektiert, kann auch besser planen, wie die berufliche Zukunft aussehen soll.

Riedel empfiehlt nicht zuletzt, Vertrauenspersonen einzubeziehen. Sie können bei der Entscheidungsfindung helfen.

Er verweist zudem auf die Unterstützung der Berufsberatung: Jugendliche können etwa über die Webseite der Agentur für Arbeit kostenlos persönliche Gespräche zur Studien- und Berufswahl (Anmeldung beispielsweise unter der Hotline 0800/4555500) vereinbaren.

BZ/Amelie Breitenhuber (dpa)

Kommen und finden

Jobmessen der Regio im Überblick

Noch kein Plan, wohin die Karriere gehen könnte? Auf der Suche nach Infos aus erster Hand? Dann könnte eine Jobmesse weiterhelfen. In den kommenden Wochen gibt’s gleich mehrere davon.

EINSTIEG FREIBURG, 21. MÄRZ

Traumjob, ich komme

Auf der „Einstieg“ gibt es von 10 bis 16 Uhr Infos, Beratung, Vorträge und vieles mehr rund um Ausbildung, Studium und Gap Year. Der Eintritt ist frei mit Online-Ticket. Vor Ort in der Messehalle sind Vertreter*innen von Ausbildungsunternehmen, Hochschulen, Organisationen, Vereinen und Behörden. Aber auch Berufswahlprofis stehen parat. Sie helfen dir dabei, die nächsten Schritte zu gehen.

Mehr Infos: www.einstieg.com/freiburg

BERUFSINFOMESSE OFFENBURG, 17. + 18. APRIL

Die Nr. 1 im Süden

Mit rund 400 Ausstellern und nahezu 2700 Angeboten zu Ausbildung und Weiterbildung, Berufen, Studium und Praktika im In- und Ausland ist die BIM in Offenburg am Start. Sie nennt sich „Bildungsmesse Nr. 1 in Süddeutschland“. Wer kommt, kann in der Messehalle von 9 bis 17 Uhr die Chance nutzen, einen Erstkontakt zu einem neuen Arbeitgeber aufzubauen und den ersten Schritt in eine berufliche Zukunft zu wagen.

Mehr Infos: www.berufsinfomesse.de/de

BEB!T RHEINFELDEN, 25. APRIL

Informieren und vernetzen

Die BeB!T bietet einen Berufs- und Bildungsinformationstag. Er steigt von 10 bis 13.30 Uhr auf dem Campus (Jahnstr. 1a) in Rheinfelden. Besucher*innen erwartet ein umfangreiches

Angebot an Ausbildungsbetrieben aus den Bereichen Dienstleistungen, Einzelhandel, Gastronomie, Handwerk, Industrie sowie Pflege. Bis zu 35 Unternehmen und Einrichtungen präsentieren sich auf der BeB!T. Die Seite bebit-rheinfelden.de dient als Info- und Vernetzungsportal.

Mehr Infos: bebit-rheinfelden.de/die-bebit/ berufs-bildungsinformationstag

CULT LÖRRACH, 6. + 7. MÄRZ

Orientierung bitte

Cult ist die Messe für alle, die sich beruflich neu- oder umorientieren möchten. Sie bietet an zwei Tagen 130 Ausstellende auf 2700 Quadratmetern. Es gibt Vorträge, Mitmachaktionen, eine Beratungslounge und die Möglichkeit für viele Gespräche.

Mehr Infos: cult-loerrach.de

Foto // BeB!T, Andreea Naujeck
Foto // EinstiegGmbH
Foto // Marko Scheerschmidt
Foto // Cult

Die Strippenzieherin

Booker*innen sind Organisationstalente hinter den Stars

Ihr Ziel ist die perfekte Show: Booker planen, organisieren und kalkulieren Veranstaltungen – worauf es ankommt, damit Künstler*innen groß rauskommen.

Im Job-Protokoll erzählt Rebekka Bremer, die bei Neuland Concerts als Bookerin für Musikkonzerte und Lesungen arbeitet, von ihrem Beruf an der Schnittstelle zwischen Künstler*innen, Veranstalter*innen, Marketing und Produktion:

WEG IN DEN BERUF

„Musik hat schon früh eine große Rolle in meinem Leben gespielt. In meinem Elternhaus wurde immer in irgendeiner Form musiziert oder Musik gehört. Während meiner Schulzeit verdiente ich mir mit kleinen Nebenjobs etwas dazu. Damals habe ich bereits in der einen oder anderen kleinen Eventagentur ausgeholfen. Nach meinem Abitur habe ich es mit verschiedenen Praktika und einem Studium probiert und stieß schließlich auf den Ausbildungsberuf der Veranstaltungskauffrau, der damals ganz neu war. Ich absolvierte eine duale Ausbildung, bei der ich zur Schule ging und zusätzlich in einer Agentur arbeitete, die

auf Musikveranstaltungen spezialisiert war. Bis heute kann die Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau/- kaufmann ein Weg in den Beruf sein, manch einer geht aber auch über ein Studium, etwa mit dem Fach Kulturwissenschaften.

ARBEITSALLTAG

Ich arbeite hauptsächlich am Computer. Dazu kommen Telefongespräche und Meetings. Ich bin die Ansprechpartnerin für zwei Seiten: die der Künstlerinnen, beziehungsweise deren Managements, und die der örtlichen Veranstalter. Ich habe ein Portfolio an Künstlern, die ich vertrete. Je nach Bekanntheitsgrad versuche ich, sie am Markt zu etablieren oder weiter auszubauen – darunter neben Musikerinnen auch Autorinnen. Dafür stimme ich mich mit den Künstlern und deren Managements ab: Wir schauen, wo wir stehen, wo wir hin wollen und wie wir dieses Ziel erreichen. Die Künstler biete ich dann den Veranstaltern bundesweit und zum Teil im

Foto // Markus Scholz (dpa)
Die Frau hinter der Bühne: Bookerin Rebekka Breme kümmert sich darum, dass Music-Acts ins Rampenlicht kommen.

Ausland an. Je bekannter der Act, desto mehr externe Anfragen kommen rein, und dann gilt es zu sortieren, welche Auftritte für die Künstlerin förderlich oder vielleicht sogar hinderlich, bezogen auf die Karriere des Künstlers, sind. Im Weiteren bin ich die Schnittstelle zwischen allen Bereichen, die für die Organisation einer Tournee oder einer Einzelveranstaltung erforderlich sind. Dazu gehören Strategie, Marketing, Kalkulation und Produktion.

SCHÖNE SEITEN

Als Bookerin bin ich von der ersten Veranstaltungsplanung bis zur Nachbereitung in fast alle Prozesse involviert. Dass ich künstlerischästhetisch, aber auch praktisch und kaufmännisch mitdenken kann und involviert bin – diese Abwechslung macht den Beruf so spannend. Ich arbeite teils seit vielen Jahren mit den gleichen Partnern zusammen, sodass ein Vertrauensverhältnis besteht, das ich sehr schätze. Schön ist auch, dass ich mit dem Konzert unmittelbar sehe, worauf wir im Team hingearbeitet und was wir geschafft haben. Das Gefühl, wenn der Künstler oder die Künstlerin am Abend auf der Bühne steht, ist auch nach 20 Jahren immer noch besonders.

HERAUSFORDERUNGEN

Klar ist, dass ein Beruf in der Unterhaltungsbranche auch persönliche Herausforderungen mit sich bringt. Die Veranstaltungen sind überwiegend abends oder am Wochenende. Als Bookerin muss ich zwar nicht zwangsläufig vor Ort sein, aber es ist mein eigener Anspruch, und ich ziehe eine große Motivation daraus, zu erleben, was ich im Team organisiert habe.

WAS DIE BRANCHE BEWEGT

Die Pandemie hat uns, auch im Vergleich zu anderen Branchen, vor gewaltige Herausforderungen gestellt. Nicht nur, dass neue Azubis und somit unser beruflicher Nachwuchs ausblieben, es gab auch aufseiten der Konzertgänger ganze Altersgruppen, die in dieser Zeit Konzerte nicht als Freizeitbeschäftigung oder gar als Leidenschaft für sich entdecken konnten. Auch nach Ende der Pandemie standen wir noch lange unter ihrem Einfluss. Erfreulich ist es daher, dass der Veranstaltungsbereich mittlerweile wieder wächst – teils sind sogar weitere Formen von Veranstaltungen entstanden wie zum Beispiel Live-Podcasts oder immersive Ausstellungen.

BZ/Anke Dankers (dpa)

VERDIENST

Über den Verdienst gibt es keine offiziellen Erhebungen, er variiert stark. Eine grobe Orientierung bietet der Ausbildungsberuf Veranstaltungskauffrau/- kaufmann. Laut Bundesagentur für Arbeit beträgt das monatliche Vollzeit-Bruttoentgelt für ausgebildete Veranstaltungskaufleute etwa 3597 Euro.

Fit fürs Abitur und Leben danach

An der Paula Fürst Schule werden die Weichen gestellt

„Unsere Schüler*innen starten mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen in die dreijährige Oberstufe. Deshalb werden in der Brückenklasse der Jahrgangsstufe 11 Inhalte und Arbeitsmethoden gezielt wiederholt und vertieft. So schaffen wir eine optimale Grundlage für den Übergang in die Kursstufe“, erläutert Gerd Pollok, Geschäftsführender Schulleiter der Paula Fürst Schule.

Die Privatschule bereitet ihre Lernenden in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch in kleinen Lerngruppen mit maximal 15 Teilnehmenden individuell auf die jeweiligen Schulabschlüsse bis hin zum Abitur vor. In der Kursstufe können Leistungskurse und Basisfächer bereits ab fünf Teilnehmenden eingerichtet werden. Diese überschaubaren Gruppen ermöglichen eine intensive Förderung, persönliche Beratung und eine konstruktive Lernatmosphäre.

Eine besondere Ergänzung stellt das zusätzliche Angebot „MathePlus“ in Klasse 11 dar: Eine weitere Wochenstunde bietet Raum, Grundlagen zu festigen und Inhalte gezielt zu vertiefen. Darüber hinaus begleitet eine Lehrkraft die Heranwachsenden als Mentorin oder Mentor sowohl beim Lernen als auch bei der Organisation des Schulalltags.

Neben dem fachlichen Unterricht legt die Schule großen Wert auf Persönlichkeitsentwicklung, Teamfähigkeit und soziales

Neben dem Fachunterricht spielen Persönlichkeitsentwicklung und soziales Lernen eine wichtige Rolle.

Lernen. „Zwei pädagogische Fachkräfte stehen den jungen Menschen in lösungsorientierten Beratungsgesprächen bei persönlichen Anliegen, Leistungkrisen oder Konflikten zur Seite. Außerdem entwickeln die Klassen gemeinsam mit ihnen jahrgangsübergreifende Projekte und erlebnispädagogische Aktivitäten“, so Pollok. Er ergänzt: „Wer neben Englisch keine weitere Fremdsprache belegt hat, beginnt ab Klasse 11 mit Spanisch. Im Methoden- und Rhetoriktraining werden zudem Arbeitstechniken und Kommunikationsformen der Oberstufe systematisch vermittelt und eingeübt.“

Auch was die Orientierung für die spätere Studien- oder Berufswahl angeht, leistet die Schule anhand unterschiedlicher Module unterstützende Hilfe. So werden etwa Studienfahrten, Tagesexkursionen und Projekttage –beispielsweise zu Medienkompetenz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit – durchgeführt. Als moderner und ganzheitlicher Lernund Lebensraum hält die Paula Fürst Schule ihren rund 85 Jugendlichen, die aktuell einen eigenen Gebäudeteil der Schule nutzen, zwei Schülerküchen sowie weitere Aufenthalts- und Arbeitsbereiche bereit. Diese können eigenverantwortlich und in ruhiger Atmosphäre genutzt werden – sei es für Hausaufgaben, Recherchen, Lerngruppen oder zur gemeinsamen Vorbereitung auf Prüfungen. Die Klassenzimmer sind vollklimatisiert und mit zeitgemäßer Technik ausgestattet und stehen den Lernenden bei Bedarf bis 17 Uhr zur Verfügung.

Reinhold Wagner INFO

Anmeldungen und Beratungstermine für die Gymnasiale Oberstufe der Paula Fürst Schule, Basler Straße 61, 1. OG, sind jederzeit möglich. Ansprechpartnerin ist die Schulleitung Frau Beate Dettmann dettmann@paula-fuerst-schule.de www.paula-fuerst-schule.de

Fotos // Alexa Jung

Fast zu perfekt

Wenn die KI Bewerbungen übernimmt

Fancy, aber fehlerhaft: KI kann nicht jede Aufgabe lösen.

Job-Beschreibung kopieren und KI den Befehl geben: „Schreibe mir ein aussagekräftiges Anschreiben!“ Klingt einfach, ist aber nicht immer sinnvoll.

Ob ChatGPT, Gemini oder Perplexity: Chatbots, die mit künstlicher Intelligenz (KI) arbeiten, können nützliche Helfer beim Verfassen von Texten sein. Geht es darum, ein Anschreiben oder einen Lebenslauf für eine Bewerbung zu gestalten, sollte man sie aber nur im allerersten Schritt nutzen.

„ChatGPT kann ein Impulsgeber sein, wenn ich nicht weiß, wie ich starten soll, um mir Inspiration für Formulierungen zu holen“, sagt Sebastian Kohler, Co-Founder und Managing Partner bei der Personalberatungsfirma Kempkens x Kohler. Dabei ist aber Vorsicht geboten. Kohler zufolge kann etwa ChatGPT schnell entlarvt werden, „wenn es zu generisch und fast schon zu perfekt klingt“. Damit gehe sämtliche Glaubwürdigkeit eines Profils verloren. Personalentscheider kommen so schnell zu dem Ergebnis, dass ein Bewerber oder eine Bewerberin nicht kreativ ist, sich nicht in Sachverhalte hineindenken und keine eigenständigen Ergebnisse produzieren kann. „Ich finde es klug, sich inspirieren zu lassen. Aber die eigene Handschrift und Persönlichkeit müssen immer erkennbar sein“, sagt auch die Karriereberaterin Esther Kimmel. Oft müssen Bewerber einem Anschreiben, das ein KI-Chatbot verfasst hat, wieder mehr Leben und Individualität einhauchen.

Wichtig: Den Ergebnissen niemals blind vertrauen, sondern mit ein bisschen Abstand so finalisieren, dass der eigene Stil erkennbar ist.

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Weniger Ausbildungsplätze

Warum es für

Jugendliche gerade schwieriger wird

Wer nach der Schule eine Ausbildung beginnen möchte, merkt schnell: Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ist angespannt. Die schwierige wirtschaftliche Situation in Deutschland wirkt sich deutlich auf die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze aus – und damit direkt auf die Chancen vieler Jugendlicher.

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Im Jahr 2025 wurden bundesweit rund 476.000 duale Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das sind 10.300 weniger als im Vorjahr, was einem Rückgang von 2,1 Prozent entspricht. Die Entwicklung verläuft allerdings nicht in allen Bereichen gleich. Während in den Freien Berufen, etwa in Arztpraxen oder Kanzleien, die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge um 4,6 Prozent gestiegen ist, gab es im Handwerk ein leichtes Plus von 0,4 Prozent. Deutlich schlechter sieht es dagegen in Industrie und Handel aus. Dort sank die Zahl der neuen Verträge um 4,6 Prozent, was einem Minus von 12.600 Verträgen entspricht. Auch im Öffentlichen Dienst wurden weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen.

Noch gravierender ist der Rückgang beim Angebot an Ausbildungsplätzen.

Insgesamt wurden rund 530.300 Stellen gemeldet – das sind 25.300 weniger als im Jahr zuvor. Besonders stark betroffen ist das betriebliche Ausbildungsangebot, das um fünf Prozent zurückging. Seit 2009 ist das Angebot nur im ersten Jahr der Corona-Pandemie noch stärker gesunken. Für Jugendliche bedeutet das: weniger freie Plätze und damit mehr Konkurrenz.

Gleichzeitig steigt die Nachfrage leicht an. Rund 560.300 Bewerberinnen und Bewerber suchten 2025 einen Ausbildungsplatz, das sind 3700 mehr als im Vorjahr. Mehr junge Menschen bewerben sich also auf weniger Stellen. Diese Entwicklung verschärft die Situation auf dem Ausbildungsmarkt spürbar.

Auch die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze ist gesunken. Etwa 54.400 Stellen blieben vakant – 15.000 weniger als

Schlechtere Chancen: Die Aussichten auf dem Ausbildungsmarkt waren schon rosiger.

im Jahr zuvor. Der Anteil der unbesetzten Plätze an allen betrieblichen Angeboten liegt nun bei 10,6 Prozent und damit auf dem niedrigsten Stand seit 2020. Auf den ersten Blick wirkt das positiv, tatsächlich zeigt es jedoch vor allem, dass insgesamt weniger Stellen angeboten wurden.

Besonders deutlich wird die angespannte Lage beim Blick auf die Zahl der Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz. Zum Stichtag 30. September 2025 hatten rund 84.400 junge Menschen noch keine Stelle gefunden und suchten weiterhin aktiv. Das entspricht einem Anstieg von fast 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und ist der höchste Wert seit 2010. Der Anteil der noch suchenden Bewerberinnen und Bewerber an der gesamten Nachfrage liegt bei 15,1 Prozent – so hoch wie zuletzt nach der Finanzkrise 2009.

Fachleute führen diese Entwicklung auf die wirtschaftliche Unsicherheit zurück. Viele Betriebe halten sich mit neuen Ausbildungsplätzen zurück. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an Fachkräften langfristig hoch. Wenn weniger ausgebildet wird, könnte sich der Fachkräftemangel in den kommenden Jahren weiter verschärfen.

Für Jugendliche heißt das vor allem: frühzeitig informieren, mehrere Optionen prüfen und flexibel bleiben. Neben klassischen Wunschberufen können auch verwandte Ausbildungsberufe oder andere Regionen neue Chancen bieten. Trotz der schwierigen Lage bleibt eine Ausbildung ein wichtiger Einstieg ins Berufsleben und bietet langfristig gute Perspektiven.

Dranbleiben: Wer sich früh auf den Weg macht, ist gut beraten.

Richtig bewerben

Tipps für deinen erfolgreichen Start ins Berufsleben

Struktur gefragt: Ein Lebenslauf kann überzeugen, wenn er das Wesentliche auf den Punkt bringt.

Das zweite Halbjahr hat begonnen, der Schulabschluss rückt näher – und damit auch der nächste große Schritt: Ausbildung, duales Studium oder direkter Einstieg ins Berufsleben. Eine gute Bewerbung ist dabei deine Eintrittskarte. Sie entscheidet oft darüber, ob du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst oder nicht. Umso wichtiger ist es, sich Zeit zu nehmen und sorgfältig zu arbeiten.

Der erste Eindruck zählt. Das beginnt schon beim Anschreiben. Es sollte individuell auf das Unternehmen und die Stelle zugeschnitten sein. Standardtexte, die an zehn Betriebe gleichzeitig verschickt werden, fallen schnell auf. Informiere dich deshalb vorab über das Unternehmen: Was stellt es her? Welche Werte vertritt es? Warum möchtest du genau dort arbeiten? Im Anschreiben erklärst du, warum du dich bewirbst, was dich motiviert und welche Stärken du mitbringst. Bleibe dabei konkret. Statt zu schreiben, dass du „teamfähig und freundlich“ bist, kannst du Beispiele nennen –etwa Gruppenprojekte in der Schule, Praktika oder ehrenamtliche Tätigkeiten.

Auch der Lebenslauf muss übersichtlich und gut strukturiert sein. Er enthält deine persönlichen Daten, deinen schulischen Werdegang, praktische Erfahrungen, besondere Kenntnisse und Hobbys. Achte auf eine klare Gliederung und eine einheitliche Formatierung. Rechtschreibfehler oder ein unordentliches Layout wirken schnell unprofessionell. Lass deine Bewerbung am besten von Eltern, Lehrkräften oder Freunden gegenlesen.

Praktische Erfahrungen sind ein großes Plus. Dazu zählen Schülerpraktika, Nebenjobs, Ferienarbeit oder Engagement im Verein. Sie zeigen, dass du zuverlässig bist und Verantwortung übernehmen kannst. Auch besondere Fähigkeiten wie Fremdsprachen, Computerkenntnisse oder soziales Engagement gehören in die Bewerbung.

Viele Unternehmen setzen heute auf Online-Bewerbungen. Das bedeutet: Alle Unterlagen werden als PDF-Datei hochgeladen oder per E-Mail verschickt. Achte darauf, dass die Dateien sinnvoll benannt sind, zum Beispiel „Bewerbung_Max_Mustermann.pdf“. Verwende eine seriöse E-Mail-Adresse mit

deinem Namen – Spitznamen oder lustige Begriffe sind hier fehl am Platz.

Wenn du eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhältst, hast du die erste Hürde geschafft. Bereite dich gut vor: Informiere dich noch einmal über das Unternehmen, überlege dir Antworten auf typische Fragen und denke auch an eigene Fragen. Pünktlichkeit, gepflegte Kleidung und ein freundliches Auftreten sind selbstverständlich. Wichtig ist, authentisch zu bleiben. Niemand erwartet Perfektion, aber Ehrlichkeit und Motivation kommen gut an. Nicht jede Bewerbung führt sofort zum Erfolg. Absagen gehören dazu und sind kein Grund, den Mut zu verlieren. Nutze sie als Chance, deine Unterlagen zu überprüfen und dich weiter zu verbessern. Wer dranbleibt, sorgfältig arbeitet und sich gut vorbereitet, erhöht seine Chancen deutlich.

Eine Bewerbung ist mehr als nur Papier oder eine Datei – sie ist deine persönliche Visitenkarte. Mit Engagement, Vorbereitung und Selbstbewusstsein legst du den Grundstein für deinen beruflichen Weg. f79

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Abitur an der Paula Fürst Schule

An der dreijährigen Oberstufe zur allgemeinen Hochschulreife / Brückenklasse der Jahrgangsstufe 11

Die dreijährige Oberstufe der Gemeinschaftsschule in Freiburg führt Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichsten Schullaufbahnen zur allgemeinen Hochschulreife.

Aufgenommen werden:

• Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss, 10. Klasse der Real- oder Gemeinschaftsschule

• Schülerinnen und Schüler mit Versetzungszeugnis in Klasse 10 (G8) oder Klasse 11 (G8 und G9)

• Quereinsteigerinnen und -einsteiger aus der Oberstufe anderer G8- und G9-Gymnasien

• Schülerinnen und Schüler von freien Schulen und Waldorfschulen

• Wiedereinsteigerinnen und -einsteiger nach einer Schulunterbrechung

Die Schülerinnen und Schüler kommen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die dreijährige Oberstufe. Daher werden in der

Brückenklasse der Jahrgangsstufe 11 die Unterrichtsinhalte und Methoden gezielt vertieft und wiederholt. So findet eine optimale Vorbereitung auf die Anforderungen in der Kursstufe statt.

Die Kurse in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch werden in Klasse 11 geteilt und in Lerngruppen von maximal 15 Schülerinnen und Schülern unterrichtet. Als weitere Besonderheit wird in Mathematik wöchentlich eine zusätzliche Stunde (Mathe-Plus) angeboten, um Grundlagen aufzuarbeiten und Gelerntes zu vertiefen.

In der Kursstufe kommen Leistungskurse und Basisfächer bereits für Lerngruppen ab fünf Teilnehmenden zustande, was individuelle Förderung und Beratung ermöglicht.

Schülerinnen und Schüler, die besonderen Förderbedarf in den Fächern Mathematik, Deutsch oder Englisch haben, können ein individuelles Nachhilfeangebot von Studierenden an der Paula Fürst Schule wahrnehmen.

Neben dem Erlernen von schulischen Inhalten werden die Persönlichkeitsbildung sowie die Teamfähigkeit und soziale Entwicklung der Schülerinnen und Schüler gleichermaßen gefördert. Ein Team aus einer Sozialpädagogin und einem Sozialpädagogen unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei persönlichen Belangen, Leistungskrisen oder Konflikten.

Die Paula Fürst Schule ist Lern- und Lebensraum. Die Jugendlichen können Computerräume, iPads, zwei Schülerküchen und verschiedene Aufenthalts- und Arbeitsbereiche nutzen.

Anmeldungen und Beratungstermine für die Gymnasiale Oberstufe der Paula Fürst Schule, Basler Straße 61, 1. OG, sind jederzeit möglich. Weitere Infos: Tel.: 0761 / 888 57 05 0 E-Mail: info@paula-fuerst-schule.de

https://paula-fuerst-schule.de

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f79 – Das Schülermagazin für Freiburg und Region by chilli Freiburg GmbH - Issuu