Überbelegt: In einem Zimmer wie diesem in der Notunterkunft „Oase“ schlafen oft mehr als zwei Personen.
Liebe Leserin & lieber Leser,
man kennt die improvisierten Schlafstätten unter Dreisambrücken oder im Eingangsbereich von Geschäften. Menschen, die dort schlafen, sind obdachlos. Viele andere haben ein Dach über dem Kopf – doch nur als Notunterkunft. Sie sind wohnungslos, würden gerne eine Bude finden. Doch der Wohnungsmarkt gibt das nicht her. Die Zahl der Betroffenen steigt seit Jahren. Das hört man an vielen Stellen. Wie bewältigen sie den Ansturm? Wie geht es Betroffenen? Das haben wir für diese Ausgabe recherchiert. Die Schicksale machen betroffen. Obwohl Unterkünfte geschaffen werden, reicht es bei weitem nicht. Der Platzmangel führt zu Konflikten und Gewalt. Auch Menschen aus der Mitte der Gesellschaft finden sich mittlerweile in prekären Lagen wieder. Noch ein Fall hat viele erschüttert: Ein Mitarbeiter der Uni hat jahrelang heimlich Frauen gefilmt. Mehr als 800 Betroffene sind ausgemacht. Sie lebten in einer WG, nutzten Uni-Toiletten oder
waren mit ihm auf Dienstreise. Das Urteil auf Bewährung macht Aktivistinnen wütend. Wir haben mit einer gesprochen und die Universität gefragt, was sie ändern wird.
Wir haben auch gute News: Der Trendsport Padel hat Freiburg erreicht, Freiburgs erste PoleDance-Reihe will mit Klischees aufräumen und wir haben das „nachhaltigste E-Lastenrad der Welt“ probegefahren. Wo geht das besser als in unserer City?
Wer das chilli liest, hat ein Herz für Freiburg. Wer die Stadt mitgestalten will, sollte wählen gehen: Am 26. April ist OB-Wahl.
Wir wünschen anregende Lektüre. Bleiben Sie, bleibt uns gewogen.
Ihr Till Neumann Redakteur & die chillisten
› 8–10
Haben keine Wohnung: die zwei Freiburger Rainer (links) und Samy
IN EIGENER SACHE
EDITORIAL 3
GASTKOLUMNE
NACHGEWÜRZT 7
MEHR KOLUMNEN 16, 17, 63, 66
TITEL
WOHNUNGSLOS 8–10
Das Problem wächst: Immer mehr Menschen haben in Freiburg keine feste Bleibe. Eindrücke, Stimmen, Zahlen
SPORT
TRENDSPORT MIT GLASWAND 12
Padel erreicht Freiburg. Wir testen den Mix aus Squash und Tennis
GEGEN KLISCHEES 13 Freiburgs erste Pole-DanceEventreihe will auch aufklären
SZENE
ELCHTEST AUF MAULTIER 14
Was kann das „nachhaltigste E-Lastenrad der Welt“? Wir haben es gescheckt
HEIMLICH GEFILMT 15
Uni-Mitarbeiter installiert Kameras in WG und am Campus – und fliegt auf
NUR NOCH PFLANZLICH 16–17
Wie schwierig ist es, vegan zu leben? Ida probiert es aus
IMPRESSUM
chilli – Das Freiburger Stadtmagazin
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Chefredaktion
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› 20–27 Es geht los: Die Biergarten-Saison startet – das chilli stellt die schönsten Orte vor
GASTRO & GUSTO
GELEBTE GESCHICHTE 18 Brauerei Waldhaus präsentiert neue Kreation „Klein Fritzle“
BIERGÄRTEN
HOCH DIE GLÄSER 20–27
Der Frühling ist da, die Biergärten öffnen: Das chilli stellt die schönsten Spots in Freiburg & der Regio vor
JOBSTARTER
KARRIERE UND CO. 28–39
Wege zum Traumberuf: Jobstarter bietet Infos zu Ausbildung, Studium und vieles mehr
KALENDER
ON STAGE 40–54 Konzerte, Theater und Co.: Das geht in der Regio ab
KULTUR
FESTIVAL FÜR DEMOKRATIE 56–57 „Performing Democracy“ vereint zwei Welten – und bietet im Mai Spielräume für alle
› 56 –65 cultur.zeit: News aus Freiburg zu Kultur, Musik, Literatur und Leinwand
KINO
EINSAM IM KÄFIG 58–59
„Die reichste Frau der Welt“ thematisiert die Fallen, in die Superreiche geraten können // Filmtipps
MUSIK
WENN KI KOMPONIERT 60–61
Musiker experimentiert mit umstrittener Software Suno –Freiburg-Track produziert
SOUND AUS DER CITY 62– 63 Freiburgerin erstellt Playlist nur mit Songs aus dem Breisgau // Musiktipps LITERATUR
BUCH TRIFFT MIKRO 64–65 Literarische Radio-DreyecklandSendung bietet Innenansichten – und läuft seit 25 Jahren // Lesetipps
Lilian Gerstenmaier gerstenmaier@chilli-freiburg.de Druckunterlagenschluss Jeweils am 28. des Vormonats. Es gilt die Preisliste Nr. 17
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»VIELE PROBLEME UNGELÖST«
Professor Dr. Robert Zeiser forscht an der Medizinischen Fakultät der Uni Freiburg zu Fragen der Immunregulation bei Krebserkrankungen sowie zur allogenen Stammzelltransplantation. Seine Arbeiten haben weltweit Einfluss auf die Krebstherapie. Für diese Leistungen wurde er kürzlich mit dem Landesforschungspreis für Angewandte Forschung ausgezeichnet, der mit 100.000 Euro dotiert ist.
„Drei Jahre meiner wissenschaftlichen Zeit habe ich an der Stanford University in den USA verbracht und bin auch jetzt noch in engem Austausch mit Stanford und mit dem Dana-Farber Cancer Institute in Boston. Dann bin ich nach Freiburg zurückgekehrt, an meinen Geburtsort. In Freiburg lebe ich gerne, hier reizt mich das mittelalterliche Stadtbild, die lebendige Atmosphäre, die Interaktion mit den Menschen, die Nähe zum Schwarzwald und dem Elsass. Aber vor allem bin ich wegen meines Arbeitsplatzes in Freiburg: Das Universitätsklinikum bietet hervorragende Arbeitsbedingungen für wissenschaftlich arbeitende Ärzte. Die Forschungsfelder Immunologie und Krebsbehandlung sind in Freiburg stark vertreten. Das ist ein großer Vorteil für meine Forschung, die von der Zusammenarbeit mit anderen Gruppen lebt.
Mein Arbeitsbereich ist nicht einfach. Es ist oft sehr bedrückend zu sehen, dass ein Teil unserer Patienten nicht geheilt werden kann. Das treibt mich an, unsere Therapien noch wirksamer und besser verträglich zu machen. Da diese große Aufgabe am besten im Team bearbeitet werden kann, haben wir in Freiburg den Sonderforschungsbereich SFB 1479 OncoEscape etabliert. Hier arbeiten viele Wissenschaftlerinnen gemeinsam an dem Thema, wie Krebszellen dem Immunsystem entkommen und wie wir dieses Entkommen verhindern können.
Wir konnten zeigen, dass die Hemmung von MDM2, einer E3-Ubiquitin-Ligase, die Leukämiezellen für das Immunsystem sichtbarer macht. Durch Kombination von Immuntherapie und MDM2-Inhibitoren werden Leukämiezellen besser erkannt und vom Immunsystem abgetötet. Dieses Konzept wurde erst im Labor entdeckt und dann in eine klinische Studie übertragen. In einer anderen Studie konnten wir zeigen, dass die Hemmung von Januskinase-Signalmolekülen zu einer Verminderung von Abstoßungsreaktionen nach einer Blut-Stammzell-Transplantation führt. Diese Therapie war so erfolgreich, dass sie in den USA und Europa zugelassen wurde.
Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, den ich 2025 bekommen habe, und der Landesforschungspreis dieses Jahr sind eine große Würdigung meiner Arbeit und ich bin sehr dankbar für die Anerkennung. Ich freue mich sehr auf die Verleihung des Landesforschungspreises in Stuttgart. Bei der Verleihungs-Zeremonie am 11. Juni und danach werde ich mit meiner Familie, meinen Freunden sowie Kolleginnen und Kollegen feiern.
Beide Preise sind aber auch Ansporn, intensiv weiterzuarbeiten, da immer noch viele Probleme in der Tumortherapie ungelöst sind. Mit den Preisgeldern können wir unsere Forschungen im Bereich der Tumorimmunologie weiterführen. Wir untersuchen gerade neue Ansätze, um die Abstoßungsreaktion nach Blut-Stammzell-Transplantation weiter zu reduzieren. Zudem versuchen wir, die Wirksamkeit der Transplantation gegen Leukämiezellen zu erhöhen, indem wir bestimmte onkogene Signalwege hemmen. Unsere ersten Daten deuten darauf hin, dass hierdurch T-Zellen die Leukämiezellen besser eliminieren.“
Wer wird neue Oberbürgermeister·in von Freiburg? Das entscheiden wir mit unserer Stimme am 26. April. Neun Kandidat·innen sind zugelassen. Aber noch keine Ahnung, wo du dein Kreuz machen sollst? Dann könnte der „Kandidatomat“ Abhilfe schaffen. Das Online-Tool stellt 25 Thesen auf und bittet um Antwort. Danach zeigt es, mit wem deine Wünsche am meisten übereinstimmen.
Beispiel: Die Verpackungssteuer soll wieder abgeschafft werden. Nach dem Voting kann man die Profile der Kandidat·innen studieren.
Lohnt sich. tln
DEN WÄHLEN!
Ein noch unbekannter Kandidat hat sich im Bereich Gutleutmatten in Stellung gebracht, um die OB-Wahl zu gewinnen. Sein politischer Ansatz: In der Ruhe liegt die Kraft. Dieser Kraftprotz in Weiß – wir haben ihn mal Papier-Hulk getauft – nimmt die Dinge mit Gelassenheit. Selbst Regen kann ihm nichts anhaben, denn sein mächtiges schwarzes Schutzschild wehrt alles ab. Viel wissen wir nicht. Nur so viel: Er liest „Die Zeit“ (liegt neben ihm) und fährt Fahrrad. Bei den Themen Mobilität und Wissen könnte er im Rennen ums Rathaus die Papiernase vorne haben tln
NACHGEWÜRZT!
DEMOKRATIEDÄMMERUNG
Weltweit ist die Demokratie auf dem Rückzug. Die Autokraten schreiten voran. Im Iran haben sie jetzt den Sohn des aus dem Amt gebombten Mullah zum Chef gemacht. Wollen sie nach englischem Vorbild eine Erbmonarchie einführen, besser gesagt eine Erbmullahrchie?
In China herrscht eine kommunistische Xitatur, in Russland eine putindoktrinierte Kleptokratie und Oligarchie. Und da haben wir über die restlichen Diktaturen noch kein Wort verloren.
Wo im Westen setzt diesen undemokratischen Welt-Tendenzen jemand etwas entgegen? Wer hält das Fähnlein der Demokratie aufrecht? Wer kann eine geistig-moralische Wende bringen? Der Papst sicher nicht, der Chef im Vatikan, dieser letzten Diktatur mitten in Westeuropa. Wenn ein Papst sich Leo nennt, also nach einem deutschen Kampfpanzer benamst, ist Skepsis angebracht.
Und der Autokrat im Weißen Haus macht auch keinen demokratischen Mut. Wer Demonstranten zusammenschießen lässt, verrät alle demokratischen Werte. Wir müssen der Achse der Autokraten eine Achse der Gutwilligen, Mutwilligen und Wutwilligen entgegensetzen. Wenigstens bei uns im badisch-schwäbischen Ländle wurde cemokratisch gewählt. Bundesweit muss man sich aber auch bei uns um die Demokratie sorgen, wenn es mit der SPD so weitergeht. Die sollten sich einen Leichtathletiktrainer nehmen, damit sie in naher Zukunft wieder etwas geschmeidiger über die 5-Prozent-Hürden kommen. Und wenn es gerichtsverwertbar endlich nachgewiesen wird, dass die AFD mit ihrer völkischen Ideologie rechtsextrem ist, dann sollte man sie definitiv verbieten. Man kann nur hoffen, dass die Wähler in Frankreich die nächste Präsidentenwahl nicht ver-le-pennen. Wir brauchen ein starkes demokratisch aufrechtes Europa. Keinem Glauben und keiner Ideologie verpflichtet, sondern den alten Werten der französischen Revolution Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Aber wer heute von „Aufklärung“ spricht, meint meistens Drohnen. Ich wünschte mir ein Vereinigtes Europa ohne Nationalstaaten. An der Basis autonome Regionen, darüber eine demokratisch legitimierte zentrale Regierung, zuständig für Außenpolitik und wirtschaftliche Rahmensetzung. Um unsere regionalen Angelegenheiten kümmern wir uns selber, ob im Baskenland, in Apulien, in Ostfriesland oder im Ländle. Für eine Demokratie von unten brauchen wir keine Autokraten, keine Mullahs und keine Päpste. Allen Herrschsüchtigen eine scharfe Schote in die Suppe.
Herzlichst Volkmar Staub
Volkmar Staub, geboren in Lörrach, lebendig in Berlin, vergibt im chilli die Rote Schote am goldenen Band.
»IMMER MEHR GEWORDEN«
ZAHL DER WOHNUNGSLOSEN IN FREIBURG STEIGT –EINDRÜCKE, STIMMEN, ZAHLEN
Rund 1000 Menschen haben in Freiburg eine Postersatzadresse – und damit keinen festen Wohnsitz. Etwa 200 leben auf der Straße. Der neue Sozialbürgermeister Roland Meder erklärt Wohnungslosigkeit zu einem Hauptthema. Die chilli-Redaktion hat sich Anlaufstellen angeschaut, mit Betroffenen gesprochen und Zahlen recherchiert. Die Not wächst – vor allem aus einem Grund.
Text & Fotos: Till Neumann
Montagvormittag. Mitte März. Samy (37) und Rainer (62) sitzen an einem Holztisch in der Pflasterstub‘. Es herrscht reges Treiben kurz vor der Mittagszeit. Hier in der Anlaufstelle der Caritas an der Herrenstraße finden Menschen unbürokratische Hilfe. Es gibt Frühstück, medizinische Versorgung, sie können Handys laden, sich aufwärmen, finden ein offenes Ohr.
Samy, schwarze Mütze, blaue Jeansjacke, ist viermal die Woche da. „Hier bin ich unter Menschen, kann telefonieren, mich konzentrieren.“ Er hat zwar ein Handy, doch das Festnetz ist besser: „Meist ist das so: Wenn sie meine Nummer sehen, gehen sie nicht ans Telefon.“
Samy hat länger auf der Straße gelebt, nachdem seine Beziehung in die Brüche gegangen ist. Er schlief unter der Leo-Wohleb-Brücke an der Dreisam. „2012 gab es da noch eine Luke, da konnte man in der Brücke schlafen“, erinnert er sich. Doch mit der Zeit sei dort zu viel Müll gelandet. „Die haben es übertrieben, dann kamen die Ratten.“ Derzeit kommt er bei einem Freund unter. Der gelernte Koch hat Kinder, sie leben bei der Mutter. Er versucht sich das Recht zu erkämpfen, sie zu sehen. Das nimmt ihn mit: „Es hat mich aus der Bahn geworfen“, sagt Samy und hat
»HAT MICH AUS DER BAHN GEWORFEN«
Tränen in den Augen. Arbeiten könne er nicht. Traumata einer bewegten Kindheit in Sri Lanka würden ihn einholen. Sein größter Wunsch: eine Wohnung finden, seine Kinder wiedersehen. Verzweifelt sucht er nach einer bezahlbaren Wohnung. Ohne Erfolg. Sein Budget: „So 600 Euro im Monat, vielleicht 800.“ Kürzlich keimte Hoffnung: „Ich habe zusammen mit einer Dame, die auch hier auf der Straße ist und einen kleinen Sohn hat, eine Wohnung angeschaut in Gundelfingen.“ Drei Zimmer seien es gewesen, auf Kleinanzeigen las er von 680 Euro Kaltmiete. Doch vor Ort die Enttäuschung: „Die haben das für drei Zimmer in einer WG gedacht.“ Also 680 Euro pro Zimmer. „Das war gar nicht machbar.“
Das Problem kennt Willibert Bongartz gut. Er leitet die Pflasterstub‘ und berichtet von immer mehr Menschen, die Hilfe suchen: „Die Zahlen steigen überall.“ Wohnungslosigkeit sei in den vergangenen 20 Jahren viel größer geworden. Und zwar vor allem aus einem Grund: „Weil bezahlbarer Wohnraum fehlt.“
Es kämen immer mehr Menschen aus der Mitte der Gesellschaft hinzu. Beispielsweise nach der Trennung von einem Partner. „Wenn man keine Beziehungen hat, kein soziales Um-
feld, keine Verwandten, die sagen: ,Hey, du kannst erst mal zu mir kommen‘, dann gibt es auf dem freien Wohnungsmarkt nichts.“ So geht es Samy. „Verdeckt wohnungslos“ nennt sich seine Lage. Er hat keinen Mietvertrag, kann aber immer mal wieder bei Bekannten übernachten. Aber ohne Sicherheit, so Bongartz: „Es kann sein, am nächsten Tag sagt der Kumpel, der Freund, der Student: Jetzt musst du doch wieder gehen.“ Rund 800 verschiedene Gäste zählt die Pflasterstub‘ im Jahr. Etwa 100 Menschen haben hier eine Postersatzadresse. „Die Menschen wohnen bei irgendjemandem, dürfen aber natürlich dessen Briefkasten nicht mitbenutzen“, erklärt Bongartz. Seine Einrichtung bietet Gästen auch Geldverwaltung, Schließfächer oder die Möglichkeit, Wäsche zu waschen. Samy und Rainer schätzen vor allem das Frühstück – und die recht entspannte Stimmung. „Die Leute hier reißen sich zusammen“, sagt Samy. „Nur ab und zu
Menschen in Freiburg leben auf der Straße
Haben in Freiburg eine Postersatzadresse – also keinen festen Wohnsitz
Schnelle Hilfe: Menschen wie Rainer (links) und Samy (zweiter von links) finden in der Pflasterstub' einen Ort zum Frühstücken, Aufwärmen und Reden.
Leiter Willibert Bongartz (Mitte) und sein Team unterstützen unbürokratisch.
Vor der Pflasterstub' an der Herrenstraße (rechts) ist oft reger Betrieb.
gibt’s mal eine Ohrfeige“, ergänzt Rainer. Der Mann im schwarzen Jackett lebt in einer Unterkunft in der Wiesentalstraße. In dem ehemaligen Geflüchtetenwohnheim schläft er im Container. Auf der Straße lebte er früher in Gelsenkirchen. Falls sie nachts keine Unterkunft finden, könnten sie in der Freiburger „Oase“ unterkommen. Die städtische Einrichtung an der Haslacher Straße bietet Schlafplätze für Menschen ohne Dach über dem Kopf. Sie ist aber bei Samy und Rainer in Verruf geraten: Sieben Wochen hat Rainer dort gewohnt – und keine guten Erfahrungen gemacht: „Die klauen wie die Raben“, schimpft Rainer durch seinen grauen Vollbart. Einmal habe er sogar die Polizei gerufen. Etwas sachlicher sieht es Samy: „Da sind halt verschiedene Menschen mit verschiedenen Kategorien an Problemen. Wenn sie zusammen in einem Zimmer sind, lässt einer den Boss raushängen und unterdrückt irgendjeman-
den oder klaut.“ Dort aufzuschlagen ist für beide keine Option.
Dennoch: Die „Oase“ ist mehr als voll. Das berichtet ihr Leiter Simon Uecker. Ausgelegt sei sie für sie 34 Personen. „Ab 35 sprechen wir von einer Überfüllung“, erklärt Uecker. Wenn je zwei Personen in einem Zimmer unterkommen, ist Platz für 48 Menschen. Die Realität ist jedoch eine andere: „Wir haben im Schnitt die ganze Zeit 50 bis 60 Menschen hier im Haus.“ Somit schlafen drei oder vier in einem Zimmer. Vor dem großen grauen Gebäude mit gelben und orangenen Fensterläden wird es indes laut: „Saschaaaaa“, brüllt einer von unten nach oben. „Was deeeenn?“, ruft es von oben zurück. Die Stimmung ist gedrückt. Schließlich kommen an diesem Ort Menschen unter, die meist in Schwierigkeiten stecken. „Es sind viele hier mit Suchterkrankungen, Hafterfahrungen oder finanzieller Not“, erzählt Uecker. Er ist seit 2012 hier im Haus tätig, leitet die „Oase“ seit 2018.
474.675
Menschen waren 2025 in Deutschland wohnungslos
94.550
Menschen waren 2025 in BadenWürttemberg wohnungslos
Wohnungslose in Freiburg leben in Unterkünften – 2022 waren es 727
der Wohnungslosen in BaWü sind unter 18
Für jeden ein Bett: Wer ein Dach über dem Kopf braucht, kann zur „Oase“ an der Haslacher Straße kommen. Leiter Simon Uecker berichtet von Überbelegung und Konflikten.
Die vollen Räume führen zu Spannung. „Wir erleben regelmäßig Gewalt hier“, sagt Uecker. Die einfache Formel: „Je dichter die Belegung, desto mehr Konflikte.“ Gerade bei vollen Zimmern käme es zu Diebstahl. „Wir versuchen das zu befrieden“, sagt Uecker. Für mehr Schutz hat das Haus vor eineinhalb Jahren ein elektronisches Schließsystem eingeführt. „Jeder bekommt einen Chip oder ein Kärtchen“, erklärt Uecker. So kommen Gäste in ihren Bereich oder ihr Zimmer – nicht aber in andere. Die Diebstahl-Situation habe das entspannt. Er findet zudem: Für die Masse an Menschen sei die Zahl der Konflikte noch überschaubar.
Die Krux bei der „Oase“: Sie ist verpflichtet, alle aufzunehmen: „Wir dürfen niemandem sagen, wir müssen dich auf die Straße setzen.“ Jeder habe ein Recht auf Unterbringung. Doch die Zahlen steigen: „Es ist immer mehr geworden – egal welche Zahl man sich anguckt“, berichtet Uecker. Auffällig sei, dass das auch in den Sommermonaten nicht mehr abflache. Zudem sei der Frauenanteil in den vergangenen zwei, drei Jahren deutlich gestiegen. Daher ist ein abgetrennter Frauenbereich eingerichtet worden. Vier Zimmer sind dort verfügbar.
Nicht nur die Zahl der Hilfesuchenden steigt: Auch das Angebot wächst. „Wir haben in den letzten Jahren immer wieder neue Wohnheime angemietet oder geschaffen“, sagt Uecker. Als Beispiele
nennt er das ehemalige Hotel Schiller an der Hildastraße. Statt Touristen nächtigen dort nun Obdachlose. Oder den großen Wohnkomplex an der Wiesentalstraße. Doch es benötige mehr: „Am Ende braucht es einen regelmäßigen Zufluss an bezahlbarem Wohnraum.“
»ERLEBEN
REGELMÄSSIG GEWALT«
Das bestätigt auch Willibert Bongartz von der Pflasterstub‘: „Ich habe den Eindruck, der Wille ist da.“ Das neue Stadtviertel Dietenbach lässt ihn zumindest hoffen, dass „eine gewisse Entlastung da ist“. Dass es vorangeht, davon berichtet auch seine Kollegin Nora Kelm. Sie ist Pressesprecherin beim Caritasverband Freiburg-Stadt und erzählt von einem „tollen neuen Projekt“: Ende April war in Landwasser an der Auwaldstraße Spatenstich für ein Wohnhaus für ehemals wohnungslose Menschen. 33 Wohneinheiten sollen dort entstehen für Personen, die zuvor in der stationären Wohnungslosenhilfe waren, aber noch keine Bleibe gefunden haben. „Dann kann man da wohnen, ohne
Druck, wieder ausziehen zu müssen“, erklärt Kelm. Umgesetzt werde das Vorhaben von der Caritas, dem Orden der Vinzentinerinnen und der Kirchengemeinde St. Petrus Canisius. „Ein Leuchtturmprojekt“, sagt Kelm. Da könne ein Bürgermeister lange rummachen. „Wir machen das halt einfach.“
Auf solche Projekte hofft auch die Freiburger Straßenschule. Sie bietet Hilfe für wohnungslose junge Menschen – und erlebt ebenfalls einen Ansturm: „Wir begleiten rund 500 junge Menschen im Jahr“, berichtet Cornelia Weiß. „Die Zahlen sind seit Jahren steigend“, so die Sprecherin. Ein noch stärkerer Indikator sei aber, dass junge Menschen oft noch länger da sind. „Sie kommen nicht mehr aus dem System der Wohnungslosenhilfe heraus“, erklärt Weiß. In den Wohnprojekten lag die begleitete Zeit früher bei rund einem Jahr. „Inzwischen sind wir bei eineinhalb bis zwei Jahren.“
Für Wohnungslose wie Rainer bleibt vor allem ein Wunsch: „Es braucht mehr Plätze.“ Samy ergänzt: „Wir müssen einen Schritt schneller werden.“ Allein wegen der Gefahr, ohne Dach über dem Kopf in den Drogensumpf abzurutschen.
Die Statistik gibt wenig Anlass zur Hoffnung. Die städtische Bilanz zu „Menschen, die nachweislich von Obdachlosigkeit bedroht waren“, zeigt: 2022 waren es noch 1915. Seitdem ist das konstant gestiegen auf 2707 im Jahr 2025. Fast 50 Prozent mehr.
Einsteiger und Crack:
Jule zeigt Philip, wie man beim Padeln punktet.
GRÖSSTER FEHLER? DRAUFHAUEN!
TRENDSPORT PADEL ERREICHT FREIBURG – EIN PROBETRAINING
Ein Mix aus Tennis und Squash. Schnell, unkompliziert, actionreich. Freiburgs erste Anlage gibt’s seit Juli am Silbersee. chilli-Redakteur Till Neumann hat dort probetrainiert. Im Männer-gegen-Frauen-Doppel hat er wenig Punkte geholt, sich aber das Padel-Fieber eingefangen.
Wer die Anlage am Silbersee sucht, bekommt Urlaubsfeeling on top: Die zwei blauen Courts liegen direkt beim Camping. Die Padel-Cracks Jule (29) und Tanja (51) erwarten uns auf dem Platz. Wir – chillist Till und Ex-chillist Philip – bekommen zwei Schläger und einen Crash-Kurs: Man spielt Doppel mit einem tennisähnlichen Ball, die Schläger werden per Schlaufe am Handgelenk festgemacht, die Bande kann genutzt werden – außer bei Angaben. Los geht’s: Wir stellen uns wie beim Tennis nebeneinander an die Grundlinie. Wichtig: richtig zum Ball stehen und mehr auf Gefühl als auf Kraft setzen. „Der größte Fehler als Anfänger ist, einfach draufzuhauen“, sagt Tanja. Sie spielt dreimal die Woche und macht uns Mut: „Gleich am Anfang hat man Spaß.“ Viele Bälle landen im Feld. Den Tennisfrust, wo erst mal gar nix klappt, gibt‘s hier nicht. Die Schläger sind kleiner, das Feld kompakter, die Banden helfen ebenso. „Wow, schöner Ball“, ruft Jule, als uns ein starker Return gelingt. Sie ist uns aber um Längen überlegen, spielt Padel seit rund einem Jahr. „Ich bin Tennisspielerin, wollte das hier unbedingt mal ausprobieren“, erzählt sie.
Sie fasziniert vor allem die „dritte Dimension“, also das Spiel mit Bande: „Das ist für mich komplett neu, es macht das Spiel unberechenbar.“ Wir merken: Fies werden Bälle vor allem dann, wenn man sie kurz bis vor die Bande spielt. Wer sie weiterspielen möchte, muss die Flugkurve berechnen, blitzschnell vorausdenken.
Nach rund 15 Minuten versuchen wir ein Match. Gezählt wird wie beim Tennis: 15, 30, 45, Spiel. Wer zuerst sechs Spiele gewinnt, holt den Satz. Das macht Laune. Auch wenn wir mit wehenden Fahnen untergehen. 0:6. Kollege Philip tut sich ohne Tenniserfahrung schwerer als ich. Meine fünf Jahre Tennisverein zahlen sich aus. Vieles gelingt ohne großen Anlauf.
FASZINATION »DRITTE DIMENSION«
Möglich gemacht hat die Anlage der Endinger Markus Strack mit seinem Kollegen Yannick. „Wir sind selber begeisterte Spieler und überzeugt, dass die Stadt und Umgebung mit ihrer sportbegeisterten und offenen Community perfekt für Padel ist.“ In vielen Ländern sei Padel bereits viel entwickelter. Ihm gefällt vor allem die Kombi aus Bewegung, Spaß und sozialem Miteinander: „Der Sport hat sehr großes Sucht-Potenzial.“
Der 37-Jährige schätzt den einfachen Einstieg: „Man braucht keine jahrelange Technik wie im Tennis, um schnell Spaß zu haben.“ Durch kleinere Felder und Glaswände entstehen längere Ballwechsel. Das mache es spannend und dynamisch. Ein Einstieg ist über die Padel-WhatsApp-Community möglich. Auch wir haben Feuer gefangen. Sogar ein Traumball ist in der ersten Session geglückt: Einen Volley am Netz treffe ich so gut, dass er aufspringt und über die Glaswand fliegt. „Das schaffen viele nicht mal nach ein paar Monaten“, lobt Jule. Na dann: Wir kommen wieder. Till Neumann
»MAN KANN FLIEGEN«
WARUM LIV FEMINISTISCHE POLE-DANCE-EVENTS IN FREIBURG VERANSTALTET
Akrobatik trifft Stange: Die Freiburger Tänzerin Liv (24) veranstaltet in Freiburg „Feministische Pole-Dance-Shows“. Die Reihe All Colours of Pole ist die erste ihrer Art im Breisgau. Im Interview mit chilli-Redakteur Till Neumann erzählt sie, wie sie gegen Vorurteile kämpfen möchte.
chilli: Liv, „All Colours of Pole“ soll mit Klischees brechen. Was sind die typischen?
Liv: Pole Dance kommt vom Strippen. Darin ist gar nichts falsch. Aber Pole Dance kann mehr sein. Es ist ein Sport und der sollte entsexualisiert werden. Es kann nicht sein, dass manche Mädels sich nicht trauen zu sagen, dass sie Pole Dance machen oder dass sie ihre Stange abbauen, wenn Mama und Papa zu Besuch kommen.
chilli: Wie kann so ein Abend helfen, das zu überwinden?
Liv: Wir zeigen jede Farbe von Pole Dance. Es gibt Oldschool, es gibt Heels, es gibt Duos, es gibt Championships. Das sind ganz viele Bereiche, wie man Pole Dance interpretieren kann. Genau das passiert auch bei meinen Events
chilli: Was ist das Faszinierendste an diesem Sport?
Liv: Kraft und Ausdauer in der Kombi. Und dass man fliegen kann. Also wenn man richtig gut ist, kannst du gegen die Gravitation arbeiten und sehr coole Tricks machen. Saltos an der Stange, eine Human-Flag, Drops, alles Mögliche.
chilli: Was passiert bei euren Events?
Liv: Die Show geht zwei Stunden. Eine Moderation begleitet durch den Abend. Jeder Act zeigt seine Interpretation von Pole Dance. Im April haben wir zwölf Tänzerinnen. Zu Weihnachten hatten wir mal eine Grinch auf der Bühne, es gibt immer was Neues.
chilli: Gibt es auch Männer, die bei euch Pole tanzen?
Liv: Auf jeden Fall. Bis jetzt war bei jeder Show ein Mann dabei.
chilli: Ihr wollt entsexualisieren, tragt aber knappe Outfits. Kein Widerspruch?
Liv: Nein. Es ist ein Unterschied, ob man was Kurzes anhat und das sexy findet, oder ob man etwas sexualisiert. Ein Kind, das einen Bikini anhat, will man auch nicht sexualisieren, richtig? Das ist einfach eine Sportwear, die man trägt. Man braucht viel Hautkontakt, um an einer Stange zu haften. Wenn man das sexualisiert, dann ist der Betrachter dafür verantwortlich. Nicht die Person, die etwas trägt.
chilli: Warum nennt ihr das feministische Tanz-Show?
Liv: Es ist feministisch, weil es mit Klischees bricht und weil es für Frauen ist. Es bricht zum Beispiel damit, dass da alte, reichere Männer sitzen, die eine viel zu junge Frau dafür bezahlen, zu tanzen. Das ist es gerade nicht.
chilli: Wie schmerzhaft ist der Sport?
Liv: Sehr schmerzhaft. Ich hab mal Sticker verteilt, da stand drauf: Pole is Pain. Die Haut muss erst mal absterben. Sie wird rot, blau und schwarz. Wenn die komplette Haut am Oberschenkel abgebrannt ist, dann tut's nicht mehr weh.
chilli: Männer sind bei den Shows alleine nicht willkommen, grenzt das nicht aus?
Liv: Ich verstehe den Punkt. Aber es ist nicht viel kritischer zu sagen: Ich kann keine Pole-Dance-Show machen, weil dann super viele alte Männer kommen und sich meine Tänzerinnen nicht mehr wohlfühlen? Das ist das größere Problem, als dass ein Mann, der keine weiblichen Freunde hat, nicht zur Show kommen kann.
Live: „All Colours of Pole“ am 24. April ab 20 Uhr im Kulturraum Freiburg
Veranstaltet die erste Pole-DanceReihe Freiburgs: die Tänzerin Liv
Elchtest auf Cargobike:
WENDIGES MAULTIER
CHILLI-TEST: WAS KANN DAS
„NACHHALTIGSTE E-LASTENRAD DER WELT“?
Größer als Esel, kleiner als Pferd. Mulis werden geschätzt für Ausdauer und Robustheit. Kein Wunder, dass das E-Cargo-Bike Muli Cycle seinen Namen dem Tier verdankt. Macht das Reiten darauf Spaß? Wie bockig kann es werden? chilli-Redakteur Till Neumann ist probegefahren – kurz vor der Freiburger Spezialradmesse Spezi.
Im Freiburger Laden „Fahrradspezialitäten“ an der Rehlingstraße steht so manch ausgefallenes Rad. Doch an diesem Donnerstag bekommt der Redakteur ein ganz besonderes Exemplar: das Muli Cycle EU. Die Kölner Hersteller feiern es als çnachhaltigstes E-Lastenrad der Welt“. 90 Prozent Wertschöpfung in der EU, versprechen sie.
Auch Fahrradspezialitäten-Chef Dominik Langner schwärmt: „Das hat krass Power.“ Dennoch sei es kompakt, ein Leichtgewicht. Rund 35 Kilo sind es laut Herstellerangaben. Die Radschmiede Muli Cycles setzt mit dem Bike auf Wildheit und Wendigkeit. Was gleich auffällt: Die Ladefläche vorne bietet Platz, kann aber auch
zusammengeklappt werden. Mit einem Klick wird der Transportkorb zum schlanken Körbchen. Das Muli ähnelt dann fast einem stinknormalen Fahrrad. Die ersten Meter sind schnell geschafft. Der Motor schiebt im Modus „Tour“ kräftig nach vorne - das Bike lässt sich leicht steuern. Ein „Bosch Performance Line CX“-Motor der 5. Generation steckt dahinter: 250 Watt Leistung und satte 85 Newtonmeter Drehmoment liefert das Ding. Eher stabiles Rennpferd als wackeliger Esel. Die linke Hand steuert die Elektronik. Die rechte eine 9-Gang-Schaltung, die Laune macht. Schon geht’s zum ersten Härtetest: Ich hole ein massives Rollbrett auf dem Lorettoberg. Der schmale Weg nach oben ist steil. Doch dem Muli macht das nix. Ohne zu schwitzen oder zu wackeln geht’s hoch zum Schlosscafé. Auch mit Ladung vorne drin läuft das tadellos. Etwas verwirrend nur: Bei jedem Stopp springt die Schaltung zurück in den dritten Gang. Das Rattern klingt nach Fehler, bis ich verstehe, woran es liegt. Dann der nächste Elchtest: Wie viele Bierkisten gehen in den Korb? Fünf habe ich da. Drei große und eine kleine passen
rein. Ordentlich. Den Rest hole ich später. Auch beladen schiebt der Motor saftig, und das Rad tut, was es soll. Clever gemacht: Je nach Modus des E-Motors leuchtet die Schaltung in einer Farbe. So sieht man schnell, was aktiviert ist. Oder schaut auf das Display. Es zeigt auch Geschwindigkeit, Reichweite, Akkustand und vieles mehr an. Nach drei Stunden radeln steht fest: cooles Bike. Gemacht für Menschen, die Lasten transportieren, aber trotzdem kein dickes Schlachtross reiten möchten. Das Muli ist kompakt und vielseitig. Hat als EU-Variante dafür auch einen stattlichen Preis: rund 6800 Euro fallen an. Doch das zahlen manche gerne. Auf der Herstellerseite heißt es: ausverkauft. Till Neumann
SPEZIALRADMESSE SPEZI
Die Internationale Spezialradmesse Spezi steigt am 25. und 26. April auf dem Messegelände Freiburg. Neben Lastenrädern wie dem Muli Cycle können dort auch Tandems, Falträder oder Seniorenräder entdeckt und getestet werden. Mehr auf: spezialradmesse.de.
Till testet das Muli Cycle EU
HEIMLICH GEFILMT
PROTESTE UND FORDERUNGEN NACH SPANNER-VORFALL –UNI UNTER DRUCK
Mehr als 800 Frauen hat Christian F. (Name geändert) in intimen Situationen heimlich gefilmt. Der Angestellte der Uni Freiburg ist im März verurteilt worden: Eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung gab es vom Amtsgericht. Aktivist·innen wie Marina Rombach vom Frauenkollektiv Freiburg (FK) sind empört. Sie werfen der Unileitung fehlende Hilfe vor. Diese hat nun einen Aktionsplan vorgestellt.
Eine versteckte Kamera im Badezimmer. In der 7er-WG lebten ausschließlich junge Studentinnen. So wollte es Vermieter Christian F. Im Mietvertrag hatte er sich regelmäßigen Zugang zur Wohnung gesichert, um Speicherkarten zu tauschen. 2024 entdeckte eine Studentin die Kamera. Die Polizei stellte seine Videos sicher und ermittelte 70 betroffene Mieterinnen von 2019 bis 2024. Ältere Fälle sind verjährt.
Zudem stellte die Polizei bei Sichtung tausender Aufnahmen fest, dass F. auch an der Uni Frauen gefilmt hatte. Tätig war er im Service Center. Drei Kolleginnen filmte er auch auf Dienstreise im Airbnb. Vor Gericht begründete er die Taten mit „Sexsucht“. Mehr als 803 Betroffene sind ausgemacht. 30 Frauen hat er bislang je 3500 Euro Schmerzensgeld gezahlt.
nehmen, würden Steine in den Weg gelegt und Täter geschützt. Zum Urteil auf Bewährung – die Staatsanwaltschaft hat Berufung eingelegt – sagt Rombach: „Es sendet eine klare Botschaft: Täter können machen, was sie wollen.“ Ihr Kollektiv hat die Petition „Patriarchale Gewalt bekämpfen“ gestartet. Darin enthalten sind Forderungen an die Uni Freiburg. Das FK fordert unter anderem eine externe Aufklärung der Maßnahmen zur Unterstützung Betroffener. Außer-
Protestiert: Studentin
Marina Rombach vom Frauenkollektiv Freiburg
zung und Verlässlichkeit erfahren haben, die sie sich gewünscht hatten. Das bedauern wir sehr.“
Die Uni hat eine Website zum Fall eingerichtet. Sie zeigt sich „entsetzt über die Taten und verurteilt sie aufs Schärfste“. Dem chilli teilt Strauch mit, dass die Uni im Februar 2024 von der Polizei vom Fall erfahren habe. Sie habe dem Mitarbeiter fristlos gekündigt und „Räume verstärkt auf versteckte Kameras kontrolliert“. Ohne Treffer.
2025 hätten Angestellte sie informiert, bei einer Dienstreise gefilmt worden zu sein. Das ganze Ausmaß sei erst bei der Gerichtsverhandlung 2026 klar geworden. Darunter auch, dass er zudem in „Sanitärräumen der Universität und in Beratungssituationen“ gefilmt habe.
Für Studierende wie Marina Rombach (21) ist der Fall schlimm: „Patriarchale Übergriffe sind keine Einzelfälle. Aber Staat und Justitz handeln ganz bewusst nicht.“ Die Mathematik-Studentin ist Sprecherin des Frauenkollektivs Freiburg (FK) und hat zwei Demos zum Fall mitorganisiert. Sie ist sicher: „Kaum eine Frau hat keine Übergriffe erlebt.“ Doch statt Betroffene ernst zu
dem die Einrichtung einer Anlaufstelle für Betroffene. Zudem möchte das FK, dass die Uni Selbstkritik übt und ein Statement abgibt „zur Unfähigkeit des Staates, Betroffene zu schützen“. Vorgeworfen wird der Uni insbesondere, sich nicht ausreichend um Betroffene gekümmert zu haben. Dazu Sprecher Bastian Strauch auf chilli-Anfrage: „Die Kolleginnen haben zum Ausdruck gebracht, dass sie in einer extrem belastenden Situation nicht die Unterstüt-
Zum Vorwurf, zu spät zu kommunizieren, sagt Strauch: „Bis zur Gerichtsverhandlung war es der Universität aus datenschutzrechtlichen Gründen weder intern noch extern möglich, so über den Fall zu informieren, wie sie es sich gewünscht hätte.“ Die Beschäftigten im direkten Umfeld des Täters seien zuvor im rechtlich zulässigen Rahmen über den Fall informiert worden.
Am 2. April hat die Uni den Aktionsplan „Gegen sexualisierte Gewalt – für einen sicheren Campus“ vorgestellt. Er ist online und umfasst fünf Punkte: Unter anderem sollen Betroffene Unterstützung bekommen, mehr Sicherheit gewährleistet und zum Thema sensibilisert werden. Zurzeit kontrolliere ein Uniteam verstärkt Sanitärräume. Ab Mai soll das ein externer Dienstleister übernehmen. Aktivistin Marina Rombach findet: "Damit ist die Arbeit nicht getan." Das Frauenkollektiv plant daher weitere Aktionen und Vernetzungstreffen, die für alle offen sind. Till Neumann
EINE WOCHE VEGAN: CHILLI-AUTORIN IDA MACHT DEN SELBSTTEST
Mit normaler Milch, bitte“, so bestellt Ida von Dreden meistens ihren Kaffee. Eine Woche lang soll sich das ändern: Die Freiburger Studentin testet vegane Ernährung. Also: Verzicht auf jegliche tierische Produkte. Keine Eier, keine klassische Sahne oder Milch, kein Fleisch und natürlich – hier wird es schwierig – kein Käse.
TAG 1: ERSTE ERFAHRUNGEN ALS VEGANERIN
Mein erstes Frühstück findet im Zug auf dem Weg nach Freiburg statt. Am Bahnhof habe ich mir ein Stück veganes Bananenbrot gekauft, das jetzt den ersten Hunger überbrücken muss. Eine willkommene Abwechslung zur Butterbrezel. Es geht unproblematisch weiter: Die Mensa auf der Rempartstraße bietet jeden Tag ein pflanzenbasiertes Essen an und heute habe ich Glück: Es gibt die Sojabolognese, die ich sowieso gegessen hätte. Statt Parmesan wird hier als Topping der sogenannte „Cashewsan“ angeboten, der aus Cashew-Nüssen besteht und ein Ersatz ist, den ich auch als Käseliebhaberin tolerieren kann.
Abends koche ich ein veganes Butter-Chicken. Statt Chicken gibt es Tofu, statt Sahne Kokosmilch und statt Butter verwende ich meine pflanzliche Alternative. Dazu esse ich Naan-Brot, das eh ohne tierische Bestandteile auskommt. Sowohl vom Aufwand als auch vom Geschmack her bin ich positiv überrascht. Hier braucht es keine Umstellung.
TAG 2: KEIN TIRAMISU
Mein Frühstücksmüsli esse ich heute mit Hafermilch, was auch gut schmeckt. Mittags geht es für mich nicht in die Mensa, weil ich das vegane Gericht nicht mag. Stattdessen
esse ich zu Hause Vollkorntoast mit Hummus und Tomaten. Nachmittags passiert mir ein Missgeschick: Der Satz „Mit normaler Milch, bitte“ rutscht mir beim Bestellen im Café mit Freundinnen raus. Zum Glück kann ich mit meiner Freundin Anna tauschen, die einen Smoothie bestellt hat. Abends gehen wir zum Italiener. Hier gibt es mittlerweile eine vegane Alternative zum Mozzarella auf der Pizza. Schmeckt zwar ein bisschen anders, aber nicht unbedingt schlecht. Nur beim Nachtisch bin ich etwas traurig, weil es für mich heute kein Tiramisu gibt. Vielleicht kann ich ja zu Hause noch ein paar Walnüsse als Dessert essen.
MOIN GRENZBEAMTER
Ich muss nach Amerika. Nicht weil ich da unbedingt hinwill, aber meine Segelcrew hat sich da in der Gegend ein Bötchen gechartert, und alle zwei Jahre segeln wir mal hier, mal da und dieses Mal halt sehr fern. Nun brauche ich ein Visum. Um das zu bekommen, will das US-Innenministerium (das heißt anders als das in Kriegsministerium umgetaufte Verteidigungsministerium immer noch so) allerhand von mir
wissen. Zum Beispiel alles über meine „social-media-activities“. Ich bin da ja traditionell sehr defensiv und habe schließlich nur meinen – in Sachen Amis – besonders unverdächtigen LinkedIn-Account angegeben. Am Ende kam die Bestätigung, ja ich kann in die USA reisen. Also vielleicht. Denn über meine Einreise entscheidet nicht mein Waifer Visa, sondern – ein Grenzbeamter. Sodann habe ich mich selbst beim Googeln folgender Namen erwischt: Lars Bargmann Donald Trump. „Wahnsinn im White House“,
„Der Zollwütige“ oder „Rowdy“ waren die ersten Treffer. Hm. Komme ich nun an diesem Grenzbeamten vorbei oder nicht? Hängt das wie im Fußball vielleicht ab von der Tagesform? Oder vom Rechercheeifer des Beamten? Kurzzeitig hatte ich mir auch überlegt, noch ein Cappy mit grundsätzlich zwar US-gefälligem Aufdruck zu kaufen, allerdings kleiner orthografischer Anpassung: GAGA. Habe den Gedanken aber wieder verworfen. Vielleicht, weil ich selten Cappys trage.
Testet Neues: Ida von Dreden entdeckt im Supermarkt viel Veganes.
TAG 3: VEGANER ALLTAG
Am dritten Tag gibt es nochmal Müsli zum Frühstück. Mittags esse ich wieder Brot – dieses Mal mit Avocado und Tomaten. Als Snack gibt es Karotten mit Hummus oder Erdnussflips, die sind vegan. Zu Abend mache ich mir Flammkuchen mit Crème Vega statt Crème fraÎche, veganen Schinkenwürfeln und Zwiebeln. Auch keine große Umstellung, weder in der Zubereitung noch beim Geschmack.
TAG 4: RESTE UND HONIG-ALARM
Tatsächlich zählt Honig auch zu den tierischen Produkten. Das fällt mir glücklicherweise noch auf, bevor ich ihn morgens in meinen Ingwer-Tee gebe. Der Rest des Tages verläuft unspektakulär, weil ich mittags meine Flammkuchenreste esse und abends die Reste vom veganen Butter-Tofu, die ich am ersten Tag eingefroren habe. Generell fällt mir auf, dass zwar das Mensaangebot täglich vegane Optionen bietet, diese aber zumindest meinen Geschmack nicht immer ansprechen.
TAG 5: MENSA UND INSTAGRAM-REZEPT
Heute probiere ich es doch nochmal mit einem Mensabesuch. Es gibt Mangold-Spitzkohlcurry mit Reis, nicht unbedingt eine Geschmacksexplosion, aber ich werde satt. Abends probiere ich ein neues Rezept von Instagram: Udon-Nudeln (hier muss man beim Kauf darauf achten, dass man pflanzliche erwischt) in scharfer Curry-Suppe mit Pak-Choi. Das könnte ein Standardessen werden: Einfach zu kochen und passend, wenn man Lust auf Asiatisch hat. Generell gibt es auf Instagram auf Accounts wie „veganchallenge4u“ oder „fitgreenmind“ reichlich Inspiration für vegane Rezepte.
TAG 6 & 7: ENDSPURT
Zum Frühstück probiere ich am Wochenende etwas Neues aus. Es gibt Soja-Joghurt mit Grapefruit und Haferflocken. Mir schmeckt der Soja-Joghurt nicht so gut, da müsste ich eine andere Option finden. Bei der stetig wachsenden Auswahl wäre das aber bestimmt kein Problem. Außerdem teste ich, wie das ultimative Studentengericht – Nudeln mit Pesto – in vegan schmeckt. Meine Erkenntnis: überraschend gut.
FAZIT MEINER VEGANEN WOCHE
Ich bin erstaunt, an wie vielen Punkten die Umstellung für mich kein Problem war. Es gab nur minimale geschmackliche Unterschiede. Außerdem ist vegane Ernährung nachhaltig, weil die Produktion tierischer Lebensmittel wesentlich mehr Treibhausgase verursacht als die von pflanzlichen. Wer sich umstellt, muss das im Alltag mitdenken. Steht beim Essengehen Veganes auf der Speisekarte? Außerdem sollten Veganer·innen genügend Vitamin B12, Omega-3-Fettsäuren, Calcium und Zink zu sich zu nehmen. Nüsse, Hülsenfrüchte oder Nahrungsergänzungsmittel helfen weiter.
Die Finanzen: Das Essen der Woche hat etwa gleich viel gekostet wie sonst. Das passt also ins Studi-Budget. Ich nehme mit, dass vegane Ernährung etwas Umgewöhnung braucht, aber umsetzbar ist. Auf das ein oder andere Tiramisu oder Käsebrot will ich nicht verzichten. Öfter mal zur Hafermilch oder zum veganen Pesto zu greifen, das kann ich mir gut vorstellen.
IN & OUT
Freiburg im Frühlingsmodus: Aperol schon am Vormittag, volle Plätze an der Dreisam – läuft. Weniger nice: steigende Preise fürs Eis und kleinere Kugeln. Zwischen Dolce Vita und Realität zeigt sich, was gerade IN ist – und was eher OUT. Trendcheckerin Michaela Moser zeigt’s.
Sobald in Freiburg die ersten Sonnenstrahlen zwischen Münster und Dreisam auftauchen, gilt eine inoffizielle Regel: Aperol kennt keine Uhrzeit. Punkt elf, vielleicht auch halb elf – egal. Die Gläser leuchten orange, die Tische sind voll, und irgendwo sagt garantiert jemand „Man muss das Wetter ja nutzen“. Zwischen Vorlesung, Homeoffice und „nur kurz raus“ entsteht dieser ganz eigene Freiburger Lifestyle: halb Dolce Vita, halb Rechtfertigung. Und ehrlich: Wenn’s 16 Grad hat, fühlt sich selbst ein Dienstagvormittag plötzlich wie Urlaub an. Und der zweite Spritz wie eine ziemlich gute Idee.
OUT p p
TEURES SCHLECKVERGNÜGEN
Die Eiskugel kratzt an der 2-Euro-Marke. In mehreren Freiburger Eisdielen kostet sie bereits zwei Euro – Tendenz steigend. Gründe sind höhere Löhne, teure Zutaten und die neue Verpackungssteuer. Doch der Preis ist nicht alles: Die Kugelgrößen variieren stark, teils gibt’s mehr Eis fürs Geld. Extras wie vegane Sorten oder glutenfreie Waffeln setzen Akzente. Auch Premiumsorten treiben den Preis weiter nach oben. Gleichzeitig reagieren einige Betriebe mit Mehrweg-Konzepten und neuen Becherlösungen. Somit bleibt Eis zwar der Frühlingsliebling –kostet aber inzwischen spürbar mehr.
Das Marketing-Team und der Brauerei-Chef präsentieren die neuen Biere (v.l.: Tanja Blum, Niklas Wasmer, Moritz Eckert, Anabell Isele, Dieter Schmid).
DREI BIERE, DREI GENERATIONEN
BRAUEREI WALDHAUS ZEIGT, WIE MODERNE TRADITION SCHMECKT
Drei Biere, drei Kapitel, eine Familie: Mit „Klein Fritzle“ präsentiert die Privatbrauerei Waldhaus eine neue Linie, die sich bewusst gegen austauschbare Trends stellt – und stattdessen auf Herkunft, Handwerk und gelebte Geschichte setzt.
Dabei geht es um mehr als ein neues Produkt. „Klein Fritzle“ ist ein Statement gegen Beliebigkeit und kurzlebige Trends – und für eine Haltung, die im Schwarzwald verwurzelt ist. Eine Haltung, die ihre Stärke daraus zieht, Tradition in die Gegenwart zu übersetzen. Das zeigt sich auch im Markenauftritt: klar, eigenständig und selbstbewusst. Vom Etikett bis zur eigens entwickelten Schwarzwald-Kiste entsteht ein Gesamtbild, das nicht auf Retro setzt, sondern auf Relevanz.
„Klein Fritzle steht genau für diese Haltung“, sagt Marketingleiterin Tanja Blum. „Die Linie verbindet Rückbesinnung mit einem modernen Auftritt, ist hochwertig, klar positioniert und bewusst regional verankert.“ Diese Balance aus Ursprung und Zeitgeist prägt Konzept und Biere gleichermaßen.
Die Pionieredition umfasst drei Sorten in der 0,33-Liter-Euroflasche: Lager, Pils und Helles. Jede steht für eine Generation der Familie Schmid – und für eine prägende Phase der Brauerei. So wird die Linie zur flüssigen Chronik.
Den Anfang machte Johann Friedrich Schmid, der das Qualitätsverständnis von Waldhaus begründete. Das Klein
FRIEDRICH: EIN NAME, VIELE GENERATIONEN
Fritzle Lager greift diesen Ursprung auf: mild gehopft, vollmundig und klassisch – mit zeitgemäßem Schliff.
Mit Friedrich Schmid, Brauereichef von 1939 bis 1969, wurde aus Bewahrung Aufbruch. Er stellte Gewohntes infrage und wurde zum Pionier der 0,33-Liter-Flasche – ein Schritt, der zunächst belächelt wurde, heute aber den Bierkonsum prägt.
Unter Helmar Friedrich Schmid entwickelte sich das Pils zur stilprägenden Sorte. Das Diplom Pils wurde zum
Klassiker. Im Klein Fritzle Pils lebt diese Ära weiter: klar, feinherb und modern interpretiert.
Seit 1997 führt Dieter Friedrich Schmid die Brauerei und setzte früh auf das bayerische Helle. Das Klein Fritzle Hell steht für diese Entwicklung: ausgewogen, zugänglich und mit feiner Malzigkeit.
Auch der Name trägt Geschichte. „Klein Fritzle“ war ursprünglich der Spitzname für die neue 0,33-LiterFlasche – benannt nach Friedrich „Fritz“ Schmid. Aus einer belächelten Idee wurde ein Erfolgsmodell: Heute macht die kleine Flasche rund 60 Prozent des Ausstoßes aus.
So bündelt die Linie den Charakter von Generationen: Mut, Eigensinn und Verwurzelung. Der Schwarzwald ist dabei mehr als Kulisse – er ist Herkunft und Qualitätsversprechen zugleich.
Mit „Klein Fritzle“ zeigt Waldhaus, dass Tradition dann relevant bleibt, wenn sie glaubwürdig weitergedacht wird. Drei Biere, drei Perspektiven –und eine Geschichte, die weitergeht.
Michaela Moser
FREIBURG GEHT RAUS
DIE SCHÖNSTEN BIERGÄRTEN & GARTENWIRTSCHSCHAFTEN IN FREIBURG UND DER REGIO
Sobald die Tage länger werden, verlagert sich das Leben in Freiburg und Umgebung nach draußen: Die Biergärten und Gartenwirtschaften öffnen ihre grünen Oasen. Zwischen Altstadtgassen, Hinterhöfen und aussichtsreichen Plätzen am Schlossberg oder in den Weinbergen treffen sich
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Einheimische und Gäste unter Kastanien und Sonnenschirmen. Es klirren die Gläser, es duftet nach regionalen Spezialitäten – und chilli-Redakteurin Marianne Ambs empfiehlt ihre liebsten Plätze für laue Abende vom Feierabendbier bis zum Ausflug ins Umland.
Seit 2014 ist das historische „Gasthaus Schiff“ wieder ein Treffpunkt im Freiburger Osten. Hier trifft man sich zum Frühstück, zum gemütlichen Abendessen und zu Konzerten im historischen Gewölbekeller. Wenn die Biergarten-Saison beginnt begrüßt das Service-Team edie Gäste auf dem weitläufigen Sonnendeck. Hier gibt es nicht nur leckeres Essen, kühle Getränke und Grill-Specials. Auch die Kultur wird ins Freie verlegt. Vor allem freitags wird der Biergarten zur großen Open-AirBühne für Bands und Künstler. Bekannt ist das „Schiff“ auch für seine gute Weinkarte. Vor allem badische Gewächse vom Kaiserstuhl und aus dem Markgräflerland, aber auch französische, italienische und spanische Weine werden serviert.
Er ist einer der der schönsten und ältesten Biergärten Südbadens: der Kastaniengarten am Schlossberg über den Dächern der Stadt. Hoch auf den Berg geht es auf einem steilen Weg zu Fuß oder mit dem Aufzug. Der Blick über Freiburg und in die Region ist zu jeder Tageszeit ein Genuss. Im Biergarten unter den Kastanien ist Selbstbedienung gefragt. Im Sommer trifft man sich hier in den Abendstunden mit Freunden. Während die Sonne über Freiburg untergeht, wird bei einem frisch gezapften Bier oder einem Wein gefeiert. Dazu gibt es eine Brezel, Flammkuchen, Pommes, Salate oder Schnitzel. Gut gestärkt bietet sich der Anstieg bis auf den Aussichtsturm an.
Authentische Wirtshauskultur trifft hier auf bayerisch-badische Küche. Das Wirtshaus mitten in Freiburg setzt auf Tradition: sei es bei einer Halben am Stehausschank oder im Gastraum mit Blick auf den Augustinerplatz. Ins Glas kommen ausschließlich die Bierspezialitäten der Augustiner Brauerei München. Die herzhaften Speisen und das frisch gezapfte Bier können Gäste auch auf der großzügigen Freiterrasse genießen.
BADISCH & BAYRISCH / TERRASSE / VEGETARISCH
DER KAISER
Günterstalstraße 38
79100 Freiburg / Wiehre
07 61/7 49 10 / freiburgerkaiser.de
Badische Küche, vom Schweineschnitzel bis zum Rinderkopfbäckle, wird im traditionsreichen „Der Kaiser“ serviert. Der Gastraum ist rustikal-gemütlich eingerichtet, im Kaisergarten sitzt man schattig und bequem. Auf der Mittagskarte finden Gäste täglich wechselnde Wochengerichte. Auf der Getränkekarte locken Erfrischendes wie Fassbier und Flaschenbier sowie badische Weine und Spirituosen.
Er ist der älteste Biergarten in der Freiburger Innenstadt, bietet Platz für 700 Gäste und hat bis in den Spätherbst täglich geöffnet – vorausgesetzt das Wetter lädt zum Sitzen im Freien ein: der Feierling Biergarten am Augustinerplatz. Im Schatten der alten Kastanienbäume sitzt es sich im großen Biergarten gemütlich und gesellig gleichermaßen. Hier trifft man Freunde und Bekannte, lernt neue Menschen kennen – die aus Freiburg, aus der Region und aus der ganzen Welt in den „Feierling“ kommen. So mancher Freiburger ist süchtig nach dem süffigen Inselhopf, egal ob als Feierabendbier oder in der Shopping-Pause. Auf der Vesperkarte stehen Kleinigkeiten und Biergarten-Klassiker. Das Angebot reicht von der Brezel oder einem Schnittlauchbrot bis zu Brauerkäs, Elsässer Wurstsalat oder einem großen Salat mit Bauernbrot. Damit das Feierabendbier nicht im Stehen getrunken werden muss, können auf der Feierling-Homepage online Plätze reserviert werden. Wenn das Wetter nicht mitspielt, bietet nebenan die Feierling-Insel in der Marienstraße 14 eine passende Alternative für gesellige Runden. Hier gibt es auch warme Gerichte, von der Flädlesuppe, über frisch gebrühte Bauernwürste bis zum Inselschnitzel mit Brägele. Auch die Bierspezialitäten werden hier in gewohnter Qualität angeboten.
GROSSER BIERGARTEN / SPIELPLATZ / VESPER
GOLDENER STERNEN
Emmendinger Str. 1
79106 Freiburg / Brühl
07 61/27 83 73 goldenersternen.de
Urige Wirtshausatmosphäre erwartet die Gäste am Tennenbacher Platz. Badische und schwäbische Klassiker sowie Leckeres für Vegetarier und Veganer werden hier serviert. Wird es draußen wärmer, ist der Biergarten unter schattigen Bäumen geöffnet. Neben verschiedenen Biersorten stehen badische und internationale Weine sowie alkoholfreie Getränke auf der Karte.
BADISCH / MITTAGSTISCH / VESPER
S ’ WIRTSCHÄFTLE
Seestraße 30
79108 Freiburg / Hochdorf
0 76 65/22 49 tunisee.de
Der Tunisee bietet Erholung. Am angrenzenden Campingplatz lädt „s‘Wirtschäftle“ zur Einkehr ein. Mit seiner idyllischen Lage ist es ein beliebter Treffpunkt. Auf der Terrasse werden Vespergerichte und badische Klassiker wie Wurstsalat mit Brägele, Badisches Dreierlei oder Leberle serviert. Auch Vegetarier kommen auf ihre Kosten.
KINDERGERICHTE / TERRASSE / VEGETARISCH
DAS MERLIN
Hexentalstraße 61
79249 Merzhausen 07 61/38 37 11 17 das-merlin.de
Zwischen Merzhausen und Au liegt „Das Merlin“. Der Name ist Programm: Schließlich verspricht der Gastgeber in seinem Restaurant „zauberhafte Küche“. In der Freiluftsaison locken eine schöne Freiterrasse rund um das Restaurant und der angrenzende Biergarten zum genussvollen Verweilen. Neben 96 Sitzplätzen im Innenbereich fassen die Terrasse und der Biergarten rund 300 Außenplätze.
Von Flammkuchenvariationen über hausgemachte Bowls (auch als vegane oder vegetarische Varianten) bis zu raffinierten Kreationen wie Oktopus-Salat an mediterranem Dressing bietet die Speisekarte viele zauberhafte Gerichten. Dabei setzt das Team im „Merlin“ auf regionale Bodenständigkeit und frische Kreativität. Die Küche ist jeweils bis 21 Uhr geöffnet, Mittwoch ist Ruhetag. In entspannter Atmosphäre können die Gäste genießen: Die Getränkekarte wartet zum Beispiel mit einem Ganter Urtrunk aus dem Fass oder einem gepflegten Hefeweizen auf. Die gut sortierte Weinkarte konzentriert sich bei Weißweinen auf das Markgräflerland. Bei Rotwein ist auch Frankreich, Spanien, Argentinien und Südafrika vertreten. Cocktails und Spirituosen sowie alkoholfreie Getränke runden das vielseitige Angebot ab. Auch als Ausflugsziel ist das Restaurant beliebt.
BARRIEREFREI / TERRASSE / VEGETARISCH
Goldener Sternen, Brauerei
Feierling, Phil Löffler, Restaurant Merlin, s‘Wirtschäftle
Dattler,
SCHLOSSBERGRESTAURANT DATTLER
Am Schlossberg 1 / 79104 Freiburg / Neuburg
07 61/1 37 17 00 / dattler.de
Der Anstieg auf den Schlossberg mit 22 Grad Steigung ist ganz schön schweißtreibend. Wer nach der kurzen Wanderung durstig ist und Hunger hat, findet einen schönen Platz auf der großen Freiterrasse des Schlossbergrestaurants. Bequemer erreicht man das „Dattler“ übrigens in drei Minuten vom Stadtgarten aus mit der Schlossbergbahn. Egal ob zu Fuß oder mit der Seilbahn: Einmal oben erwartet die Gäste ein bezaubernder Panoramablick auf Freiburg und die Region bis zu den Vogesen. Auf der Terrasse gibt es kühle Getränke in großer Auswahl sowie hausgemachte Köstlichkeiten aus der Kuchentheke, Snacks und Flammkuchen sowie viele leckere Eisspezialitäten.
AUSSICHT / BADISCH-MEDITERRAN / EIS / HAUSGEMACHTE KUCHEN & TORTEN
BIERGARTEN AM SEEPARK
Gerhart-Hauptmann-Straße 1
79110 Freiburg / Betzenhausen
07 61/4 56 55 26 / biergartenseepark-freiburg.de
Einer der schönsten Plätze in Freiburg ist das Seeparkgelände rund um den Flückigersee. Hier treffen sich Menschen jeden Alters im weitläufigen Biergarten am Ufer des Badesees. Der Biergarten öffnet zur Mittagszeit und das Speisenangebot lässt keine Wünsche offen. Wer es deftig mag, kann sich über Steaks mit Kräuterbutter oder knusprige Hähnchen freuen. An Sonntagen geht es ein Weißwurstfrühstück , Vegetarier finden auf der Karte knackige Salate und Veggie-Burger sowie hausgemachten Hummus. In den Abendstunden erwartet die Gäste ein malerischer Sonnenuntergang.
Malerisch zwischen Wiesen und Wäldern liegt das Waldrestaurant, das seit mehr als 100 Jahren zur Einkehr einlädt. Die Gaststube ist rustikal eingerichtet, im Freien macht sich Biergarten-Atmosphäre breit. An Sommertagen ist das Restaurant am ehemaligen Wallfahrtsort ein ideales Ausflugsziel für Freunde und Familien. Wer einen Platz auf der Gartenterrasse ergattert, kann sich glücklich schätzen.
Ein Ausflug zum Mundenhof macht Spaß – und hungrig. Mitten im Tierpark findet die Familie in der Hofwirtschaft oder bei gutem Wetter im großen Biergarten sicher einen Platz zum Ausruhen und Genießen. 300 Plätze gibt es im Außenbereich; und für die Kleinen einen Spielplatz zum Austoben.
Unweit der Uniklinik finden Erholungssuchende das „Paradies“: Urig-rustikal sitzen die Gäste in der Gaststube, unter schattigen Bäumen im gemütlichen Biergarten. Der Mix aus regionaler und internationaler Kücheberspricht Vielfalt. Gekocht wird mit frischen und naturbelassenen Produkten. Bier gibt es aus der Flasche oder frisch gezapft, die Weinkarte ist badisch-international.
Idyllisch zwischen der Oberau und der Wiehre liegt das Augustiner im Bankepeter. In der Küche werden Speisen aus regionalen und nachhaltigen Produkten zubereitet. Das Publikum ist bunt gemischt. Das Bier kommt unter anderem von der Brauerei Ganter und kühlt im Biergarten die trockene Kehle.
BADISCH & MEDITERRRAN / VEGETARISCH
RIEGELER BIERGARTEN
Hauptstraße 9
79359 Riegel am Kaiserstuhl
0 76 42/9 24 44 81 riegeler-biergarten.de
Die Gartenwirtschaft, nur einen Krugwurf von der Kunsthalle Messmer und der historischen Riegeler Brauerei entfernt, lädt zu einer entspannten Auszeit unter schattigen Bäumen ein. Unter den mächtigen Kastanien mit Blick auf die Elz können es sich bis zu 500 Gäste gutgehen lassen. Neben Riegeler Landbier im Steinkrug stehen badische Biergartenklassiker auf der Karte.
Mit einer atemberaubenden Sicht auf das Dreisamtal werden im Waldgasthaus traditionelle und hochwertige Gerichte angeboten. Auf den Tisch kommen regionale Spezialitäten als „Schwarzwälder Tapas“. Der Fokus liegt auf der Herkunft der Speisen und der freien Kombination kleiner Happen.
Bei der Brauerei Ganter finden Frischluftfreunde eine gesellige Oase mitten in der Stadt: Bei gutem Wetter ist der Hausbiergarten der Traditionsbrauerei täglich bis Mitternacht geöffnet. Beim frisch Gezapften direkt von der Quelle lässt es sich gemütlich feiern und entspannen. Die Gäste sitzen auf rustikalen Holzbänken und genießen ein naturtrübes Urtrunk, ein Hefeweizen vom Fass oder ein Freiburger Bierle. Dazu werden badische Biergarten-Klassiker angeboten, von der „Freiburger Roten“ bis zum Wurstsalat. Auch mitgebrachte Verpflegung sowie Grillgut, das auf Mietgrills gebrutzelt werden kann, darf zu Getränken verzehrt werden. Während Flüssiges aus dem Zapfhahn fließt, plätschert ein paar Meter weiter die Dreisam.
Am Ufer des Waldsees liegt die gleichnamige Gaststätte von Bäumen umgeben. Von der gut beschatteten Sonnenterrasse aus öffnet sich der Blick auf die Seefläche samt Inselchen. Die Speisekarte ist vielfältig: Spezialitäten des Restaurants sind etwa Burger und Flammkuchen, beides gibt es auch vegetarisch und vegan. An Sonn- und Feiertagen wird von 10 Uhr bis 13 Uhr ein Frühstücksbrunch angeboten. Eine große Auswahl an Brötchen und Croissants sowie Antipasti und andere Leckereien finden sich auf dem Buffet. Neben traditionell gebrauten Bieren der Ganter-Brauerei und badischen Weinen ist die hausgemachte Limonade besonders erfrischend.
In neuem Look, moderner und zeitgemäßer, präsentiert sich das Café mitten in der Altstadt. In den historischen Mauern des ehemaligen Ursulinenklosters trifft entspannter Café-Vibe auf Geschichte. Highlight ist die neue eigene Backstube. Hier wird täglich selbst gebacken: In der Theke stehen saftige Kuchen neben süßen Specials, alles gebacken mit richtig guten Zutaten. Auf der Karte finden die Gäste Kaffeespezialitäten, Tee, hausgemachte Kuchen, Eisbecher, kühle Getränke und Cocktails –mit oder ohne Alkohol. Auch ein Frühstück ist bis 12 Uhr möglich. Das Café ist der perfekte Treffpunkt für den Nachmittag in der Sonne oder für einen entspannten Feierabend-Drink.
Das Gasthaus zum Kreuz wurde 1755 als „Gemeindestube mit Tavernen-Recht“ erbaut. Seit 1898 befindet sich das Traditionshaus in der Ortsmitte von Kappel in Familienbesitz und wird in vierter Generation von Rebecca und Michael Hug geführt. Die ruhige stadtnahe Lage, die originale Schwarzwälder Bauernstube mit Dielenboden und die feine badische Küche machen das Gasthaus zu einem Ort für Genuss und Erholung. An heißen Sommertagen bietet sich ein schattiger Platz in der Gartenwirtschaft unter der 100jährigen Sommerlinde an. Dort servieren die Gastgeber regionale und frische Spezialitäten wie Schwarzwald-Forelle, Wild aus der Kappler Jagd, Tuniberger Spargel sowie Weine von badischen Weingütern.
Im ruhigen und gemütlichen Innenhof der Pizzeria fühlen sich Gäste ein wenig wie im Urlaub. Ob an einem warmen Frühlingsnachmittag oder an einem lauen Sommerabend: zwischen alten Mauern und viel Grün entfaltet sich italienisches Flair. Deshalb gehört der Innenhof auch zu den Geheimtipps unter Freiburgs Gartenwirtschaften. Auf den Tisch kommen klassische italienische Gerichte: Pizza, Pasta, Salate und dazu ein Glas Wein oder ein kühles Ganter-Bier vom Fass. Wer Lust auf mehr hat, findet auch Fleisch- und Fischgerichte auf der
Hier wird das frisch gezapfte Bier noch schön kalt in Steinkrügen serviert. In der täglich geöffneten Gaststube können die Gäste sich auf gutbürgerliche, regionale Küche freuen. Als „Schmeck den Süden“-Gastronomen legen die Gastgeber großen Wert auf regionalen Anbau, kurze Transportwege und frische Produkte. Auf den Teller kommt, was die Jahreszeit hergibt. Besonders regional sind zum Beispiel ein Bratwurstburger oder der Kaiserschmarrn mit Apfelmus. Groß ist die Auswahl der Fürstenberg-Biere vom Fass. Zudem gibt es Bier
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NEUES LEBEN AUFGEBAUT
WIE EINE POLIN, EINE IRANERIN UND EIN MADAGASSE DEN INTEGRATIONSPREIS GEWONNEN
HABEN
Jens Hupperich, Rakingamanambinaskara, Joelle Sitraka, Sara Dzida, DM-Ausbildungsleiterin Esther Köpel, Zahra Azadi, Thomas Lehmann (v.l.).
Integration bringt Zukunft, Remigration gefährdet den Standort Deutschland: Sara Dzida, Zahra Azadi und Rakingamanambinaskara sitzen in einem Konferenzraum der Freiburger Volksbank. Sie haben den von der Bank ausgelobten Integrationsförderpreis der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein (IHK) gewonnen. Und arbeiten weiter an ihrer Zukunft in der Wahlheimat.
Wenn Sara Dzida erzählt, ist schwer zu glauben, dass Deutsch nicht ihre Muttersprache ist. Und sie kann sogar beides: Hochdeutsch und Badisch. Vor zwölf Jahren war sie aus Polen gekommen. Ihr Vater, der Deutschland schon als Arbeiter bei der Spargel- und Erdbeerernte kannte, wollte sein Heimatland verlassen. Über eine Leihfirma bekam er einen Job im südbadischen Neuenburg. So wurde die Familie, zu der sechs Kinder zählen, in Südbaden sesshaft.
sie die Handelsfachwirtin drauf, bestand die Ausbildereignungsprüfung, hat sich zur Betriebswirtin weitergebildet und leitet heute in einer Drogerie Müller-Filiale in Emmendingen schon die Abteilung für Parfümerie.
Schwerer hatte – und hat – es aktuell Zahra Azadi. Als die gebürtige Iranerin mit dem Journalisten spricht, dauert der Krieg in Nahost neun Tage. Ihre ganze Familie lebt im Iran. „Ich habe seit einer Woche keinen Kontakt mehr“, sagt sie mit brüchiger Stimme. Das Mullah-Regime hatte zuvor schon Zehntausende protestierende Bürger getötet.
KEINEN KONTAKT ZUR FAMILIE
Die Tochter startete bei der Drogerie Müller an der Freiburger Kajo ihre Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau. Am Ende stand auf der Urkunde die Note 1,4. Dann sattelte
„Wir dürfen nicht mal sagen, dass wir keine Muslime sind, viele sind es nicht, aber auf dem Papier sind alle Muslime.“ Sie hofft, dass der Krieg mit dem Sturz des Regimes endet „und wir irgendwann selber unsere Regierung wählen können“.
Als sie vor einigen Jahren im Gespräch mit ihren Eltern den Wunsch äußerte, aus dem Iran wegzugehen, haben Vater und Mutter ihr keine Steine in den Weg gelegt. „Im Iran ist eine Diktatur, wirtschaftlich ging es immer schlechter. Meine Eltern haben gesagt, es ist meine Entscheidung.“ Azadi heiratete, kam 2020 nach Deutschland, absolvierte – nachdem sie schon Telekommunikations-Ingenieurwesen studiert hatte – beim Medizintechnikund Strahlenmessungs-Experten PTW Freiburg GmbH ihre Ausbildung als Elektronikerin für Geräte und Systeme. Arbeitete erst in der Leiterplattenmontage, dann prüfte und testete sie die fertigen Apparaturen. 2024 schloss sie ihre Ausbildung ab und bekam den Förderpreis. Das Preisgeld investierte sie in eine Weiterbildung zur Fachkraft für Löttechnik.
te in Kamerun seinen Master in Internationalem Handel und Management gemacht, kam dann nach Deutschland, absolvierte einen Deutschkurs und startete seine Ausbildung bei der Tria Technologies GmbH in Eschbach als Lagerist.
Im vergangenen Jahr schaffte er seinen Abschluss und erhielt ebenfalls den Förderpreis. „Mit dem Preis konnte ich meine Weiterbildung finanzieren. Mein Plan ist, dass ich in diesem Jahr einen speziellen Deutschkurs im Beruf Logistik mache und nächstes Jahr eine Weiterbildung zum Logistiksteuerer.“
Aktuell arbeitet Skara als Staplerfahrer. Seine Frau, die beiden haben schon ein Töchterchen, arbeitet mittlerweile bei der Caritas in der Pflege. Auch der Pflegebereich kommt ohne Migration und Integration nicht aus.
Im Berufsleben sind die drei Preisträger Paradebeispiele für gelungene Integration. Aber Integration bedeutet mehr als das. Dzida hatte es auch im Privaten am einfachsten. „Wir hatten da, wo wir wohnten, Nachbarskinder im gleichen Alter. So sind wir direkt zusammengekommen und haben uns direkt verstanden.“ Während andere Teenager ihre Mittagspause machten, büffelte sie weiter Deutsch. Ihre Eltern legten aber auch Wert darauf, dass sie mit polnischen Mädchen und Jungen in Kontakt kam.
madagassisch, aber die Tochter, sie besucht eine Kita, sage immer alles auf Deutsch.
Alle drei leben gerne in Freiburg, vor allem, weil die Menschen so offen und nett seien. Aber auch weil die Natur in der Region vieles zu bieten habe. Bei der Volksbank ist Jens Hupperich als Personalchef für das Engagement verantwortlich. Vor zehn Jahren, erzählt er, habe mal eine Volksbank-Azubine den Sparkassen-Förderpreis gewonnen. Bei der Preisverleihung habe der damalige IHK-Präsident Steffen Auer ihn gefragt, ob seine Bank nicht auch einen Preis stiften möchte.
AUS MADAGASKAR NACH FREIBURG »IMMER
Ihr Ausbildungsleiter Thomas Lehmann ist „sehr froh darüber“, dass sich Azadi – als eine der ganzen wenigen Frauen – für diese Ausbildung beworben hat, welche Leistungen sie dann erbracht hat und dass sie im Unternehmen geblieben ist.
Das hat auch Rakingamanambinaskara getan. Der 32-Jährige kommt aus Madagaskar und hat nur diesen einen Namen, in der Kurzform „Skara“. Skara ist seit vier Jahren in Deutschland. Seine heutige Frau Goelle Sitraka kam schon 2014 als Au-pair hierher. Er hat-
Azadi kam mitten in der Corona-Krise, in der man sich kaum treffen durfte. Zum Glück hat die Schwester ihres Mannes drei Kinder, die Online-Kurse hatten. „Durch die Kinder habe ich es viel weiter geschafft. Das war echt gut mit den Kindern. Und bei der Arbeit habe ich auch viel Deutsch gelernt.“ Nur wenn einige ihre Lehrer manchmal mit badischem Akzent gesprochen haben, hatte sie zuweilen ein Fragezeichen im Gesicht – wer nicht im Badischen gebürtig ist, braucht kein Perser zu sein, um das nachempfinden zu können. Private Kontakte hat sie natürlich zu ihren Landsleuten, aber beim Tanzkurs etwa auch zu südamerikanischen und italienischen Menschen. Skara hat seine privaten Kontakte über ein Basketballteam beim USC Freiburg geknüpft. Er spielt leidenschaftlich gern: „Dort fühle ich mich sehr gut.“ Mit seiner Frau spricht er
WIEDER GÄNSEHAUT«
Hupperich brauchte nicht lange zu überlegen. Es wurde ein Integrationspreis. „Migration ist für unser Land etwas Gutes, Bereicherndes. Wir haben bei all den Verleihungen so viele unglaublich tolle Geschichten gehört, da kriegt man immer wieder Gänsehaut.“ Allerdings stellt die Volksbank ein paar Bedingungen. Die Preisträger in spe dürfen nicht in Deutschland oder im deutschsprachigen Ausland geboren worden sein, auch die Eltern müssen einen Migrationshintergrund haben, eine Ausbildung muss erfolgreich geschafft sein, die Bewerber müssen angeben, was sie mit den 2500 Euro Preisgeld machen wollen. Und ob sie bei ihrem Ausbildungsbetrieb bleiben wollen. „Auch der Betrieb und die Ausbildungsleiter sollen mit dem Preis belohnt werden“, sagt Hupperich. Er selber habe übrigens auch einen Migrationshintergrund. Er kommt aus Köln.
Lars Bargmann
JOBBEN IST KEIN DAUERZUSTAND
JEDER FÜNFTE WILL NACH DER SCHULE ERST MAL GELD VERDIENEN
Wer nach der Schule keinen Plan hat, wohin es beruflich gehen soll, will häufig erst mal jobben. Das kann viele Vorteile haben. Warum es aber auch problematisch sein kann, erklärt ein Experte.
Nach der Schule direkt eine Ausbildung oder ein Studium beginnen? Für viele nicht die erste Option. So zeigt eine aktuelle Befragung der Bertelsmann Stiftung unter jungen Menschen: Jeder fünfte Schüler will nach der Schulzeit erst einmal jobben, anstatt während einer dualen Berufsausbildung oder an der Uni weiterzulernen. Das kann durchaus Vorteile haben. Wie Matthias Riedel, Berufsberater bei der Agentur für Arbeit Thüringen Ost, im Interview mit dem Portal „abi.de“ erklärt, vermittele das Jobben realistische Vorstellungen von der Berufs- und Arbeitswelt. Im besten Fall würden sich „wertvolle Impulse“ für die Berufswahl ergeben – je nachdem, ob die eigenen Erfahrungen positiv oder ernüchternd sind. Eigenes Geld verdienen mache zudem unabhängig.
Wenn die Perspektive fehlt
Der Berufsberater warnt aber, dass Jobben zum Dauerzustand werden könne. „Gefährlich“ werde das, „wenn man sich über einen längeren Zeitraum mit Jobs ohne weiterführende Perspektive durchhangelt“, so Riedel. Attraktive Berufe und sichere Arbeitsverhältnisse setzen überwiegend noch immer Ausbildungen oder Studienabschlüsse voraus. Ob es sich anbietet, vor Uni oder Ausbildung erst noch zu jobben, hängt Riedel zufolge auch davon ab, was Absolventinnen und Absolventen für ihre berufliche Zukunft planen. Wer ein theorielastiges Studium anstrebt, profitiert wahr-
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scheinlich davon, einen Eindruck vom praktischen Arbeitsleben zu bekommen.
Geht die Tendenz hingegen ohnehin in Richtung Ausbildung, sind zusätzliche praktische Erfahrungen oft gar nicht nötig. Während der dualen Berufsausbildung wechseln sich ohnehin Phasen im Betrieb und Phasen in der Berufsschule ab.
Rat holen und berufliche Zukunft planen
Der Berufsberater rät, sich immer zu fragen, warum man vor dem Studium oder der Ausbildung jobben möchte. Will man Erfahrung sammeln, Geld verdienen oder einfach eine Pause vom Lernstress? Wer das reflektiert, kann auch besser planen, wie die berufliche Zukunft aussehen soll.
Riedel empfiehlt nicht zuletzt, Vertrauenspersonen einzubeziehen. Sie können bei der Entscheidungsfindung helfen. Er verweist zudem auf die Unterstützung der Berufsberatung: Jugendliche können etwa über die Webseite der Agentur für Arbeit kostenlos persönliche Gespräche zur Studien- und Berufswahl (Anmeldung beispielsweise unter der Hotline 0800/4555500) vereinbaren.
BZ/Amelie Breitenhuber (dpa)
PFLEGEBERUFE LEGEN ZU
MEHR MENSCHEN ENTSCHEIDEN SICH FÜR DIE AUSBILDUNG
Gefragt: Pfleger·in zu werden ist angesagt. Verantwortungsbewusstsein, Empathie und Belastbarkeit sind wichtige Voraussetzungen.
Der Fachkräftemangel in der Pflege ist seit Jahren ein großes gesellschaftliches Problem. Krankenhäuser, Pflegeheime und ambulante Dienste suchen händeringend nach qualifiziertem Personal. Um den Beruf attraktiver zu machen und die Ausbildung moderner zu gestalten, wurde die Pflegeausbildung im Jahr 2020 grundlegend reformiert. Nun zeigen aktuelle Zahlen, dass diese Maßnahmen offenbar Wirkung zeigen: Im Jahr 2024 haben deutlich mehr Menschen eine Ausbildung in der Pflege begonnen.
Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt, stieg die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent auf rund 59.500. Das ist ein positives Signal für die Branche, die dringend Nachwuchs benötigt. Insgesamt blieb die Gesamtzahl der Auszubildenden zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann mit 147.100 Personen jedoch nahezu konstant. Das bedeutet, dass zwar mehr neue Verträge abgeschlossen wurden, sich die Gesamtzahl der Lernenden aber auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr bewegt.
Seit der Reform im Jahr 2020 gibt es die generalistische Ausbildung zur Pflegefachperson. Diese dauert drei Jahre und fasst mehrere zuvor getrennte Berufsbilder zusammen, darunter die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie in der Altenpflege. Ziel der Reform war es, die Pflegeausbildung flexibler zu gestalten und den Auszubildenden breitere Einsatzmöglichkeiten zu eröffnen. Absolventinnen und Absolventen können dadurch in verschiedenen Bereichen der Pflege arbeiten und sind nicht mehr auf ein bestimmtes Tätigkeitsfeld festgelegt.
Vera Lux, Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), betont jedoch, dass die Ausbildung anspruchsvoll ist. Wer in der Pflege arbeiten möchte, müsse bereit sein, eine intensive Ausbildung oder sogar ein Studium zu absolvieren. Neben fachlichem Wissen sind vor allem persönliche Kompetenzen gefragt. Dazu zählen Verantwortungsbewusstsein, Belastbarkeit und die Bereitschaft, sich kontinuierlich fortzubilden. In einem Berufsfeld, das sich durch medizinische Entwicklungen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse ständig verändert, ist lebenslanges Lernen unverzichtbar. Ebenso wichtig sind Empathie und Offenheit im Umgang mit unterschiedlichsten Menschen. Pflegekräfte arbeiten mit Patientinnen und Patienten verschiedener Altersgruppen, Kulturen und Lebenssituationen zusammen. Teamfähigkeit spielt ebenfalls eine große Rolle, da die Arbeit häufig interdisziplinär erfolgt, also gemeinsam mit Ärztinnen, Therapeuten und weiteren Fachkräften. Ein grundlegendes Interesse an Medizin und pflegerischen Tätigkeiten sollte daher selbstverständlich sein. Trotz der hohen Anforderungen bietet der Pflegeberuf attraktive Perspektiven. Laut Lux sind die beruflichen Möglichkeiten vielfältig und der Arbeitsplatz gilt als sicher. Zudem hat sich auch die Vergütung verbessert. Bereits während der Ausbildung erhalten angehende Pflegefachkräfte ein vergleichsweise gutes Gehalt. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit liegt das monatliche Bruttoausbildungsentgelt im öffentlichen Dienst bei 1416 Euro im ersten, 1477 Euro im zweiten und 1578 Euro im dritten Ausbildungsjahr. Damit liegt die Bezahlung über dem Niveau vieler anderer Ausbildungsberufe und stellt einen zusätzlichen Anreiz für junge Menschen dar, sich für die Pflege zu entscheiden. BZ/f79
LERNEN MIT KI – CHANCE
ODER RISIKO FÜR DIE SCHULE?
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ IST WEDER WUNDERMITTEL NOCH BEDROHUNG
Künstliche Intelligenz ist längst im Schul alltag angekommen. Viele Schülerinnen und Schüler nutzen KI-Programme, um Hausaufgaben zu erledigen, Referate vorzubereiten oder schwierige Themen besser zu verstehen. Richtig eingesetzt kann KI das Lernen erleichtern, individualisieren und sogar spannender machen. Gleichzeitig stellt sie Schulen vor neue Herausforderungen, etwa beim Thema Abschreiben oder Leistungsbewertung
Ein großer Vorteil von KI ist die schnelle Unterstützung bei Fragen. Programme wie ChatGPT oder der Gemini-Chatbot können Texte erklären, Zusammenfassungen erstellen oder bei der Ideenfindung helfen. Wer zum Beispiel ein Gedicht analysieren oder eine mathematische Aufgabe nachvollziehen möchte, kann sich einzelne Schritte erläutern lassen. Wichtig ist jedoch, die Antworten kritisch zu prüfen und nicht einfach zu übernehmen. KI kann Fehler machen oder Inhalte vereinfachen.
Auch Microsoft Copilot wird zunehmend genutzt. Das Programm ist in viele Office-Anwendungen eingebunden und hilft beim Formulieren von Texten oder beim Strukturieren von Präsentationen. Für Referate oder Projektarbeiten kann das eine echte Zeitersparnis sein. Dennoch ersetzt KI nicht das eigene Denken. Sie liefert Vorschläge, aber die inhaltliche Verantwortung bleibt bei den Lernenden. Für das Lernen von Fremdsprachen sind spezialisierte Apps besonders sinnvoll. Duolingo arbeitet mit KI-Elementen, um Übungen an das individuelle Lernniveau anzupassen. Fehler werden analysiert, Wiederholungen gezielt eingesetzt. So entsteht ein
personalisiertes Training, das motivieren kann. Auch Übersetzungsprogramme wie DeepL helfen beim Verstehen fremdsprachiger Texte. Allerdings sollte man Übersetzungen nicht ungeprüft übernehmen, sondern sie als Lernhilfe nutzen.
Im Bereich Mathematik bieten Tools wie Photomath Unterstützung. Die App erkennt Rechenaufgaben per Kamera und zeigt Lösungswege Schritt für Schritt an. Das kann helfen, Rechenmethoden besser zu verstehen. Wer jedoch nur das Ergebnis abschreibt, lernt wenig. Entscheidend ist, die Erklärungen nachzuvollziehen und eigenständig zu üben.
KI kann außerdem beim Organisieren des Lernens helfen. Lernplattformen passen Aufgaben automatisch an den Leistungsstand an und geben direktes Feedback. Dadurch wird selbstständiges Lernen gefördert. Schülerinnen
und Schüler können in ihrem eigenen Tempo arbeiten und gezielt an Schwächen arbeiten.
Trotz aller Vorteile gibt es auch Risiken. Wenn KI dauerhaft Denkprozesse übernimmt, kann das die eigene Kreativität und Problemlösefähigkeit schwächen. Zudem stellt sich die Frage nach Datenschutz und dem verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten. Schulen stehen deshalb vor der Aufgabe, klare Regeln für den Einsatz von KI zu entwickeln und Medienkompetenz stärker zu vermitteln. Fest steht: KI wird die Schule nachhaltig verändern. Sie ist weder Wundermittel noch Bedrohung, sondern ein Werkzeug. Entscheidend ist, wie es genutzt wird. Wer KI als Unterstützung versteht, kritisch hinterfragt und mit eigenem Wissen kombiniert, kann davon profitieren – und Lernen neu erleben. Tatjana Forsthuber
Schnelle Hilfe mit Schwächen: KI-Tools sind in Schulen auf dem Vormarsch.
TECHNIK NEU DENKEN
DER STUDIENGANG SUSTAINABLE SYSTEMS ENGINEERING IN FREIBURG
KKlimawandel, Energiewende, nachhaltige Produktion – viele der großen Fragen unserer Zeit haben eine starke technische Dimension. Ingenieurinnen und Ingenieure spielen daher eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Lösungen. Genau hier setzt der Bachelorstudiengang Sustainable Systems Engineering (B.Sc.) an, der an der Technischen Fakultät der Universität Freiburg (INATECH) angeboten wird.
Der Studiengang verfolgt ein klares Ziel: technische Kompetenz mit Nachhaltigkeitsdenken zu verbinden. Studierende sollen lernen, innovative Technologien zu entwickeln und gleichzeitig deren ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen zu berücksichtigen. Damit reagiert die Universität auf den wachsenden Bedarf an Fachkräften, die nachhaltige Technologien gestalten können.
Solide Grundlagen der Ingenieurwissenschaften
Zu Beginn des Studiums erwerben die Studierenden eine klassische ingenieurwissenschaftliche Basis. Mathematik, Physik und Informatik gehören ebenso zum Curriculum wie Grundlagen der Elektrotechnik, Materialwissenschaften und Systemtechnik. Diese Inhalte bilden das Fundament für das weitere Studium.
Darauf aufbauend rücken zunehmend nachhaltigkeitsbezogene Themen in den Mittelpunkt. Dazu gehören etwa er-
neuerbare Energiesysteme, nachhaltige Produktionsprozesse, Ressourceneffizienz oder Lebenszyklusanalysen technischer Produkte. Studierende lernen dabei, wie technische Systeme so gestaltet werden können, dass sie langfristig umweltverträglich und effizient sind.
Systemisch denken, nachhaltig handeln
Ein besonderes Merkmal des Studiengangs ist sein systemischer Ansatz. Technische Lösungen werden nicht isoliert betrachtet, sondern immer im Kontext größerer Zusammenhänge analysiert. Welche Ressourcen werden benötigt? Welche Auswirkungen hat eine Technologie auf Umwelt und Gesellschaft? Und wie lassen sich komplexe Systeme so planen, dass sie langfristig nachhaltig funktionieren?
Methoden des Systems Engineering helfen dabei, solche komplexen Fragestellungen zu strukturieren und innovative Lösungen zu entwickeln.
Praxisnah studieren
Neben der Theorie spielt auch die Praxis eine wichtige Rolle. Laborübungen, Projektarbeiten und interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglichen es den Studierenden, ihr Wissen anzuwenden und eigene Ideen umzusetzen. Der Standort Freiburg bietet dafür besonders gute Voraussetzungen: Die Region gilt als wichtiger Forschungs- und Innovationsstandort für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen.
Perspektiven für die Zukunft
Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs verfügen über ein breites Kompetenzprofil. Sie können nachhaltige technische Systeme entwickeln, komplexe Projekte koordinieren und technologische Innovationen verantwortungsvoll gestalten. Berufliche Möglichkeiten ergeben sich unter anderem in den Bereichen erneuerbare Energien, Umwelttechnik, nachhaltige Produktion oder Forschung.
Mit dem Studiengang Sustainable Systems Engineering setzt die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ein klares Zeichen: Die Technologien der Zukunft müssen nicht nur leistungsfähig sein – sie müssen auch nachhaltig gedacht werden.
Studiengang im Überblick
Studiengang: Sustainable Systems Engineering (B.Sc.)
Fakultät: Technische Fakultät der Universität Freiburg (INATECH)
Studienbeginn: Wintersemester
Regelstudienzeit: 6 Semester
Abschluss: Bachelor of Science (B.Sc.)
Unterrichtssprache: überwiegend Englisch
Inhalte:
• Grundlagen der Ingenieurwissenschaften (Mathematik, Physik, Informatik)
• Elektrotechnik und Materialwissenschaften
• Systems Engineering
• Erneuerbare Energiesysteme
• Nachhaltige Technologien und Ressourceneffizienz
• Lebenszyklusanalysen und Umweltbewertung
Berufsperspektiven:
Absolventinnen und Absolventen arbeiten beispielsweise in den Bereichen erneuerbare Energien, nachhaltige Produktion, Umwelttechnik, Beratung oder Forschung. Auch ein weiterführendes Masterstudium im Bereich nachhaltiger Ingenieurwissenschaften ist möglich.
Michaela Moser
DIE STRIPPENZIEHERIN
BOOKER·INNEN SIND ORGANISATIONSTALENTE HINTER DEN STARS
Ihr Ziel ist die perfekte Show: Booker planen, organisieren und kalkulieren Veranstaltungen – worauf es ankommt, damit Künstler·innen groß rauskommen.
Im Job-Protokoll erzählt Rebekka Bremer, die bei Neuland Concerts als Bookerin für Musikkonzerte und Lesungen arbeitet, von ihrem Beruf an der Schnittstelle zwischen Künstler innen, Veranstalter innen, Marketing und Produktion:
Weg in den Beruf
„Musik hat schon früh eine große Rolle in meinem Leben gespielt. In meinem Elternhaus wurde immer in irgendeiner Form musiziert oder Musik gehört. Während meiner Schulzeit verdiente ich mir mit kleinen Nebenjobs etwas dazu. Damals habe ich bereits in der einen oder anderen kleinen Eventagentur ausgeholfen. Nach meinem Abitur habe ich es mit verschiedenen Praktika und einem Studium probiert und stieß schließlich auf den Ausbildungsberuf der Veranstaltungskauffrau, der damals ganz neu war.
Ich absolvierte eine duale Ausbildung, bei der ich zur Schule ging und zusätzlich in einer Agentur arbeitete, die auf Musikveranstaltungen spezialisiert war. Bis heute kann die Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau/-kaufmann ein Weg in den Beruf sein, manch einer geht aber auch über ein Studium, etwa mit dem Fach Kulturwissenschaften.
Arbeitsalltag
Ich arbeite hauptsächlich am Computer. Dazu kommen Telefongespräche und Meetings. Ich bin die Ansprechpartnerin für zwei Seiten: die der Künstlerinnen, beziehungsweise deren Managements, und die der örtlichen Veranstalter. Ich habe ein Portfolio an Künstlern, die ich vertrete. Je nach Bekanntheitsgrad versuche ich, sie am Markt zu etablieren oder weiter auszubauen – darunter neben Musikerinnen auch Autorinnen. Dafür stimme ich mich mit den Künstlern und deren Managements ab: Wir schauen, wo wir stehen, wo wir hinwollen und wie wir dieses Ziel erreichen. Die Künstler biete ich dann den Veranstaltern bundesweit und zum Teil im Ausland an. Je bekannter der Act, desto mehr externe Anfragen kommen rein, und dann gilt es zu sortieren, welche Auftritte für die Künstlerin förderlich oder vielleicht sogar hinderlich, bezogen auf die Karriere des Künstlers, sind. Im Weiteren bin ich die Schnittstelle zwischen allen Bereichen, die für die Organisation einer Tournee oder einer Einzelveranstaltung erforderlich sind. Dazu gehören Strategie, Marketing, Kalkulation und Produktion.
Schöne Seiten
Als Bookerin bin ich von der ersten Veranstaltungsplanung bis zur Nachbereitung in fast alle Prozesse involviert. Dass ich künstlerisch-ästhetisch, aber auch praktisch und kaufmännisch mitdenken kann und involviert bin – diese Abwechslung macht den Beruf so spannend. Ich arbeite teils seit vielen Jahren mit den gleichen Partnern zusammen, sodass ein
Vertrauensverhältnis besteht, das ich sehr schätze. Schön ist auch, dass ich mit dem Konzert unmittelbar sehe, worauf wir im Team hingearbeitet und was wir geschafft haben. Das Gefühl, wenn der Künstler oder die Künstlerin am Abend auf der Bühne steht, ist auch nach 20 Jahren immer noch besonders.
Herausforderungen
Klar ist, dass ein Beruf in der Unterhaltungsbranche auch persönliche Herausforderungen mit sich bringt. Die Veranstaltungen sind überwiegend abends oder am Wochenende. Als Bookerin muss ich zwar nicht zwangsläufig vor Ort sein, aber es ist mein eigener Anspruch, und ich ziehe eine große Motivation daraus, zu erleben, was ich im Team organisiert habe.
Was die Branche bewegt
Die Pandemie hat uns, auch im Vergleich zu anderen Branchen, vor gewaltige Herausforderungen gestellt. Nicht nur, dass neue Azubis und somit unser beruflicher Nachwuchs ausblieben, es gab auch aufseiten der Konzertgänger ganze Altersgruppen, die in dieser Zeit Konzerte nicht als Freizeitbeschäftigung oder gar als Leidenschaft für sich entdecken konnten. Auch nach Ende der Pandemie standen wir noch lange unter ihrem Einfluss. Erfreulich ist es daher, dass der Veranstaltungsbereich mittlerweile wieder wächst – teils sind sogar weitere Formen von Veranstaltungen entstanden wie zum Beispiel Live-Podcasts oder immersive Ausstellungen.
BZ/Anke Dankers (dpa)
Verdienst
Über den Verdienst gibt es keine offiziellen Erhebungen, er variiert stark. Eine grobe Orientierung bietet der Ausbildungsberuf Veranstaltungskauffrau/-kaufmann. Laut Bundesagentur für Arbeit beträgt das monatliche Vollzeit-Bruttoentgelt für ausgebildete Veranstaltungskaufleute etwa 3597 Euro.
Die Frau hinter der Bühne: Bookerin Rebekka Breme kümmert sich darum, dass Music-Acts ins Rampenlicht kommen.
ABITUR AN DER PAULA FÜRST SCHULE
AN DER DREIJÄHRIGEN OBERSTUFE ZUR ALLGEMEINEN HOCHSCHULREIFE | BRÜCKENKLASSE DER JAHRGANGSSTUFE 11
Die dreijährige Oberstufe der Gemeinschaftsschule in Freiburg führt Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichsten Schullaufbahnen zur allgemeinen Hochschulreife.
Aufgenommen werden:
• Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss, 10. Klasse der Real- oder Gemeinschaftsschule
• Schülerinnen und Schüler mit Versetzungszeugnis in Klasse 10 (G8) oder Klasse 11 (G8 und G9)
• Quereinsteigerinnen und -einsteiger aus der Oberstufe anderer G8- und G9-Gymnasien
• Schülerinnen und Schüler von freien Schulen und Waldorfschulen
• Wiedereinsteigerinnen und -einsteiger nach einer Schulunterbrechung
Die Schülerinnen und Schüler kommen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die dreijährige Oberstufe. Daher werden in der Brückenklasse der Jahrgangsstufe
11 die Unterrichtsinhalte und Methoden gezielt vertieft und wiederholt. So findet eine optimale Vorbereitung auf die Anforderungen in der Kursstufe statt.
Die Kurse in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch werden in Klasse 11 geteilt und in Lerngruppen von maximal 15 Schülerinnen und Schülern unterrichtet. Als weitere Besonderheit wird in Mathematik wöchentlich eine zusätzliche Stunde (Mathe-Plus) angeboten, um Grundlagen aufzuarbeiten und Gelerntes zu vertiefen.
In der Kursstufe kommen Leistungskurse und Basisfächer bereits für Lerngruppen ab fünf Teilnehmenden zustande, was individuelle Förderung und Beratung ermöglicht.
Schülerinnen und Schüler, die besonderen Förderbedarf in den Fächern Mathematik, Deutsch oder Englisch haben, können ein individuelles Nachhilfeangebot von Studierenden an der Paula Fürst Schule wahrnehmen.
Neben dem Erlernen von schulischen Inhalten werden die Persönlichkeitsbildung sowie die Teamfähigkeit und soziale Entwicklung der Schülerinnen und Schüler gleichermaßen gefördert. Ein Team aus einer Sozialpädagogin und einem Sozialpädagogen unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei persönlichen Belangen, Leistungskrisen oder Konflikten.
Die Paula Fürst Schule ist Lern- und Lebensraum. Die Jugendlichen können Computerräume, iPads, zwei Schülerküchen und verschiedene Aufenthaltsund Arbeitsbereiche nutzen.
Anmeldungen und Beratungstermine für die Gymnasiale Oberstufe der Paula Fürst Schule, Basler Straße 61, 1. OG, sind jederzeit möglich
Augusta Raurica, Augst, bis 31.8. Info: www.augustaraurica.ch
Hermann Hesse
Bereit zum Aufbruch
Kunsthalle Messmer, Riegel, bis 11.10. Info: www.kunsthallemessmer.de
Helen Frankenthaler
Mehr als fünfzig Werke aus sechs Jahrzehnten
Kunstmuseum, Basel, 18.4. bis 23.8. Info: www.kunstmuseumbasel.ch
BÜHNE
Work-Life-Ballet
Nora Wyss & Miriam Seifert
E-Werk, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.ewerk-freiburg.de
Toni & Max Uthoff
„Einer zuviel“
Paulussaal, Freiburg H 19.30 Uhr
Info: www.vorderhaus.de
Revue. Über das Sterben der Arten Strike a pose! Laufsteg frei für Dodo & Kurznasenbär
Großes Haus, Theater, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Souvenir
Die Diva der Dissonanz
E-Werk, Freiburg H 20 Uhr Info: www.dieschoenen.com
Inka Meyer „Highway to Health“
Roccafé, Denzlingen H 20 Uhr
Info: www.roccafe.de
Luksan Wunder
„Dr. Edeljoghurts Multimedia
Panoptikum 2“ Vorderhaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.vorderhaus.de
Dieter Nuhr
„Nuhr auf Tour“-26
Messe, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.messe.freiburg.de
Fünf Minuten Stille
Komödie von Leo Meier
Wallgraben Theater, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.wallgraben-theater.com
Oropax-Experimental
Demo-Version 0.0.1 der neuen 2026erShow
E-Werk, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.ewerk-freiburg.de
Krummer Hund
Coming-of-Age-Geschichte von Juliane Pickel
Theater im Marienbad, Freiburg H 20 Uhr, auch am 25.4. Info: www.marienbad.org
Rasmus Syman
„Alles Ego“ Burghof, Lörrach H 20 Uhr Info: www.burghof.com
Kei Muckser, sunscht knallt's Komödie von Chris Arnold Alemannische Bühne, Freiburg H 20.15 Uhr Info: www.alemannische-buehne.de
EVENTS
Mädelsflohmarkt
Stöbern & Handeln
Messe, Freiburg H ab 11 Uhr
Info: www.messe.freiburg.de 40 Jahre Ökostation
Mitmachaktionen für Groß & Klein
Ökostation, Freiburg H ab 14 Uhr Info: www.oekostation.de
KINO
„Die keusche Susanne“ Stummfilm mit Live-Musik
Kommunales Kino, Freiburg H 19 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
„Aufstand der Jugend“
Generation im Aufbruch
Kommunales Kino, Freiburg H 21.30 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
MUSIC
Tonio Geugelin
„Live“-Tour 2026
Jazzhaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.jazzhaus.de
Die Feisten
„Familienfest“ Kultur- & Bürgerhaus, Denzlingen H 20 Uhr Info: www.karoevents.de
Delyria
Werke von Boulanger, Beethoven & Fauré
Hist. Kaufhaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.kaisersaal-konzerte.de
Miri in the Green Zwischen Chanson, Indie Pop, French Pop, Folk & Singer-Songwriter Theater Kumedi, Riegel H 20 Uhr Info: www.kumedi.de
› Alle Angaben ohne Gewähr
Freiburg.Phil Club: Colour of Spring Special zum 40. Jubiläum des Kult-Albums
Kleines Haus, Theater, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.theater.freiburg.de
Alex Kautz 4tet
New-Yorker-Jazz mit Einflüssen aus der brasilianischen Musik
the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr
Info: www.birdseye.ch
Ryan O’Reilly Leidenschaft & Poesie
Schloss-Café Lorettoberg, Freiburg H 20.30 Uhr
Info: www.schlosscafe-freiburg.de
Cavolo Nero
„mountain disco“-Tour
Swamp Club, Freiburg H 21 Uhr
Info: www.sumpfkultur.org
PARTY
Mixed Music
Wechselnde DJs
Cohibar, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.cohibar-freiburg.de
Dänzneid
DJs ab 23 Uhr
Puzzles, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.puzzles-freiburg.de
Gran Fiesta Latina
Reggaeton, R ’n’ B, Electro Latino, Salsa Mamita Club, Freiburg H 22 Uhr
Info: www.mamita.club.de
Freds Cocktailclub
DJ-Session-Samstag Frederics, Freiburg H 22 Uhr
Info: www.instagram.com/fredericsfreiburg
Destroyed
DJ Dreckisch, L.Zwo, Neon Graveyard u. v. m.
Hans-Bunte-Areal, Freiburg H 22 Uhr
Info: www.hans-bunte.de
Déjà vu
Erinnerung an die beste Party deines Lebens
Freiraum, Offenburg H 22.30 Uhr
Info: www.freiraum-offenburg.de
Bis InDie Puppen
Indie-Rock, Alternative, Folk & Postpunk Elpi, Freiburg H 23 Uhr
Info: www.instagram.com/elpi_freiburg Club meets Tacheles Wechselnde DJs Tacheles, Freiburg H 23 Uhr Info: www.tachelesfreiburg.de
Riva Party Electro, Hip-Hop, House Riva Bar, Freiburg H 23 Uhr Info: www.instagram.com/riva.freiburg
Deep Dive
Techno & Trance mit Tiefgang MensaBar, Freiburg H 23 Uhr Info: www.swfr.de
SONNTAG
19.4.2026
AUSSTELLUNGEN
Carl Cheng Nature Never Loses Museum Tinguely, Basel, bis 10.5. Info: www.tinguely.ch
Andreas Tesch Future Fossils Museum Art.Plus, Donaueschingen, bis 7.6. Info: www.museum-art-plus.com
BÜHNE
Rigoletto
Bis eine·r stirbt: Ein Hofnarr zwischen Lachzwang & Selbstdemontage Großes Haus, Theater, Freiburg H 18 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Souvenir
Die Diva der Dissonanz E-Werk, Freiburg H 19 Uhr Info: www.dieschoenen.com
Jonas Greiner „Auf Augenhöhe“ Vorderhaus, Freiburg H 19 Uhr Info: www.vorderhaus.de
Fünf Minuten Stille
Komödie von Leo Meier
Wallgraben Theater, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.wallgraben-theater.com
Slam 46
Poet·innen im Wettstreit TheaterBar, Freiburg H 19 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
EVENTS
Flow
Visions of Time: staunen, erkunden, eintauchen & sinnieren Planetarium, Freiburg H 18 Uhr Info: www.planetarium-freiburg.de
The Magic Man „Mystic Moments“ Theater am Kastelberg, Waldkirch Kollnau H 18 Uhr Info: www.theater-am-kastelberg.de
KINO
„Kill Bill: The Whole Bloody Affair“ Tarantinos Rachegeschichte zurück auf der großen Leinwand, OmU Harmonie, Freiburg H 19 Uhr Info: www.friedrichsbau-kino.de
Musikpavillon, Bad Krozingen H 14 Uhr Info: www.bad-krozingen.info
Samy Deluxe & Mikis Takeover! Ensemble
Klassik & Hip-Hop Konzerthaus, Freiburg H 19 Uhr Info: www.alegria.de
Heimweh
„Vo de Bärge“-Tour 2026 Musical Theater, Basel H 19 Uhr Info: www.musical.ch
Grundeis
Support: Die Anstalt Slow Club, Freiburg H 20 Uhr Info: www.slowclub-freiburg.de
MONTAG 20.4.2026
EVENTS
Michels Quiz
Pubquiz für Ratefüchslein, Quiznerds & Friends
Waldsee, Freiburg H 19 Uhr Info: www.michelsquiz.de
KINO
„Souleymans Geschichte (L’Histoire de Souleyman)“ Ciné club
Kommunales Kino, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.koki-freiburg.de „Випробувальний термін“ Neuanfänge, Ehrgeiz & die Kraft der Liebe, OV Friedrichsbau, Freiburg H 18 Uhr Info: www.friedrichsbau-kino.de
MUSIC
SWR Symphonieorchester Werke von Vivaldi, Pärt, Piatti u. a. Konzerthaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.swr.de
PARTY
Freds Montags Bar
Mixed Music
Frederics, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.instagram.com/fredericsfreiburg
Monday Blues
Das Tanzbein schwingen
Kiss, Freiburg H 21 Uhr
Info: www.kiss-freiburg.jimdofree.com
Montagstherapie
Hard Techno & Techno, Rave
LaLuna, Freiburg H 22 Uhr
Info: www.lalunafreiburg.club
SCHAUSPIEL
#lookoftheday: Kleiderberge im Scheinwerferlicht
Kleines Haus, Theater Freiburg
Freitag, 24. April, 20 Uhr sowie weitere Termine im April und Mai
Der schnelle Look und die globale Ausbeutung
Der Hashtag #lookoftheday steht für die schnelle Logik der Fast Fashion: täglich neue Trends, täglich neuer Konsum. Was wir tragen, wie wir es tragen und woher es kommt – darin spiegelt sich eine weltweite Geschichte von Macht, Ausbeutung und Verantwortung. Auch die Schweiz ist tief in diese Strukturen verstrickt. Influencerinnen und Influencer zeigen diesen Wandel auf Social Media. In „#lookoftheday“ wird ihre Sicht auf der Freibuger Theaterbühne zum Spiegel unseres eigenen Kaufverhaltens und unserer Rolle in der globalen Ausbeutung. Regisseur Gernot Grünewald, bekannt für dokumentarisches Theater, entwickelt das globale Rechercheprojekt gemeinsam mit dem Magazin Reportagen. Die Recherche des Theaterstücks führt von China und Indien über Ghana und Haiti bis nach Bern –und eröffnet drängende Fragen zur Zukunft unserer Kleidung. Die Produktion von Bühnen Bern ist im Rahmen von XCHANGE – Nachhaltigkeit durch Austausch in Freiburg zu sehen.
www.theater.freiburg.de 2x2 Karten für 17. Mai, 19 Uhr / Gewinnspiel: chillifreiburg.de
Bilder der Erde Planetarium, Freiburg Fr., 24. April, 18 & 19.30 Uhr
Nachdenken über Wasser
An der vom Umweltschutzamt Freiburg organisierten „Nacht der Umwelt“ beteiligt sich das Planetarium mit zwei Vorführungen. Um 18 Uhr erkunden Kinder ab acht Jahren die Erde aus dem Weltall. Um 19.30 Uhr geht es für Familien (ab 10 Jahre) um die Frage, warum Wasser für unsere Erde so wichtig ist.
www.planetariumfreiburg.de
38. BODENSEEFESTIVAL
Musik, Theater, Tanz & Literatur
Mehr als 60 Veranstaltungen in 20 Orten am Bodensee Samstag, 2. Mai bis Montag, 25. Mai 2026
Bewegend: Wanderkonzerte, Mit-Tanzen und mehr „in Bewegung“ – so lautet dieses Jahr das Motto des Bodenseefestivals. Bewegung steht dabei nicht nur für körperliche Dynamik, sondern auch für Aufbruch, Wandel und den Dialog zwischen Kunstformen, Kulturen und Menschen. „Mit dem Motto ‚in Bewegung‘ möchten wir unser Publikum einladen, sich von Kunst und Kultur auf vielfältige Art bewegen zu lassen – körperlich, emotional und geistig“, sagt Festivalleiterin Sarah Baltes. „Viele Veranstaltungen führen das Publikum bewusst aus dem klassischen Konzertsaal hinaus und eröffnen neue Perspektiven auf Musik und Begegnung in der einzigartigen Bodenseeregion.“ Passend zum diesjährigen Festivalthema finden sich im Programm zahlreiche partizipative und niedrigschwellige Angebote im Freien. Die Gäste werden eingeladen, sich selbst in Bewegung zu bringen: etwa bei den drei Wanderkonzerten durch die einzigartige Landschaft der Region gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern oder beim „MitTanzen“ und gemeinsamen Musizieren. Artist und Ensemble in Residence sind der Cellist Nicolas Altstaedt sowie das Saxophonquartett Kebyart.
www.bodenseefestival.de
DIENSTAG 21.4.2026
BÜHNE
Fünf Minuten Stille
Komödie von Leo Meier
Wallgraben Theater, Freiburg H 20 Uhr Info: www.wallgraben-theater.com
The Great Räng Teng Teng, Freiburg H 23 Uhr Info: www.raengtengteng.com MITTWOCH 22.4.2026
BÜHNE
Fünf Minuten Stille
Komödie von Leo Meier
Wallgraben Theater, Freiburg H 19 Uhr Info: www.wallgraben-theater.com EVENTS
Literarischer Abend mit Michael Krüger
Gespräche über seine Bücher, über das Schreiben, das Dichten, das Entdecken u. v. m.
Buchhandlung zum Wetzstein, Freiburg H 19 Uhr Info: www.zum-wetzstein.de KINO
„Mala Reputaciòn“
CineLatino
Kommunales Kino, Freiburg H 21 Uhr Info: www.koki-freiburg.de MUSIC
Männertreu
A-Capella-Trio jos fritz, Freiburg H 20 Uhr Info: www.josfritzfreiburg.de
Killari Sur CineLatino – Begleitprogramm
Kommunales Kino, Freiburg H 20.30 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
PARTY
Bierpong
Happy Hour bis 22 Uhr
Bächle Keller, Freiburg H 20 Uhr Info: www.bächle-keller.de
Groove!
Elektro-groove mit Käptn Hässler
Waldsee, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.waldsee-freiburg.de
Unicorn Sessions
Konzerte & Jams mit Newcomer-Bands & alten Hasen
Ruefetto, Freiburg H ab 21 Uhr Info: www.unicorn-sessions.com
DONNERSTAG 23.4.2026
AUSSTELLUNGEN
Legal – Illegal
Graffiti, Street Art & Murals im Dreiland
Dreiländermuseum, Lörrach, 22.4. bis 12.7. Info: www.dreilaendermuseum.eu
BÜHNE
Premiere: Mister Tomato
Parabel über das Amerika unter Donald
Trump
Theater der Immoralisten, Freiburg H 20 Uhr Info: www.immoralisten.de
Professor Mamlock
Schauspiel von Friedrich Wolf
Burghof, Lörrach H 20 Uhr Info: www.burghof.com
EVENTS
„Es ist hell & draußen dreht sich die Welt“
Lesung & Gespräch mit Dita Zipfel Literaturhaus, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.rombach.de
K.I.S.S. Quiz
Quiz-Night
Kiss, Freiburg H 20.30 Uhr Info: www.kiss-freiburg.jimdofree.com
KINO
„Suçuarana“
CineLatino
Kommunales Kino, Freiburg H 19 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
„Eva“
CineLatino
Kommunales Kino, Freiburg H 21 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
MUSIC
Alte Bekannte
„Mehr!“-Tour 2026
Jazzhaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.jazzhaus.de
Bernd Begemann
„Solo“ Vorderhaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.vorderhaus.de
Soë Blue
„Same Heart“-Tour
Theater am Kastelberg, Waldkirch Kollnau H 20 Uhr Info: www.theater-am-kastelberg.de
Duo Series – 1. Set: Maja Taube & Jan Galega Brönnimann 2. Set ab 21.30 Uhr: Filippou & Lucaciu the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr Info: www.birdseye.ch
PARTY
Freds Karaoke Club
Gratis Shot vor deinem Auftritt
Frederics, Freiburg H 19 Uhr Info: www.instagram.com/fredericsfreiburg
Liebestankstelle
Gesang, Tanz, Glitzer & Liebe! jos fritz, Freiburg H 19 Uhr Info: www.josfritz.de
Students Night
Viele Special-Angebote
Cohibar, Freiburg H 20 Uhr Info: www.cohibar-freiburg.de
FREITAG
24.4.2026
AUSSTELLUNGEN
José Muñoz
Broken Voices
Cartoonmuseum, Basel, bis 21.6. Info: www.cartoonmuseum.ch
Die Eule ist pink
Farbige Geschichten
Museum der Kulturen, Basel, 24.4. bis 24.1.27 Info: www.mkb.ch
Burg Rötteln
Neue Methoden in der Archäologie
Dreiländermuseum, Lörrach, bis 14.6. Info: www.dreilaendermuseum.eu
BÜHNE
Bülent Ceylan
„Diktatürk!“
Oberrheinhalle, Offenburg H 18.30 Uhr
Info: www.messe-offenburg.de
Martina Schwarzmann
„Martina Schwarzmann macht was sie will“
Konzerthaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.karoevents.de
Eva Karl Faltermeier
„Ding Dong“
Vorderhaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.vorderhaus.de
13 Minuten
Wie Georg Elser beinahe die Welt verändert hätte
Wallgraben Theater, Freiburg H 20 Uhr Info: www.wallgraben-theater.com
Souvenir
Die Diva der Dissonanz
E-Werk, Freiburg H 20 Uhr Info: www.dieschoenen.com
Alfons
„Klasse!“
Burghof, Lörrach H 20 Uhr Info: www.burghof.com
Hazel Brugger
„Good Evening Europe“ Europa-Park, Rust H 20 Uhr Info: www.europapark.de
Premiere: #lookoftheday
Kleiderberge & unbequeme Wahrheiten im Scheinwerferlicht
Kleines Haus, Theater, Freiburg H 20 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Kei Muckser, sunscht knallt's Komödie von Chris Arnold Alemannische Bühne, Freiburg H 20.15 Uhr Info: www.alemannische-buehne.de
EVENTS
Riesenflohmarkt
Stöbern, Feilschen & Verkaufen
Messe, Freiburg H ab 14 Uhr, auch am 25.4. Info: www.suema-maier.de
KINO
„Un Cabo Suelto“
CineLatino
Kommunales Kino, Freiburg H 21 Uhr
Info: www.koki-freiburg.de
MUSIC
Alte Bekannte
„Mehr!“-Tour 2026
Jazzhaus, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.jazzhaus.de
Conic Rose
Von Indie-Pop über Jazz bis zu Electronica the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr
Info: www.birdseye.ch
Cat Storm
„Heart“-Tour
Swamp Club, Freiburg H 21 Uhr Info: www.sumpfkultur.org
PARTY
Mixed Music
Wechselnde DJs
Cohibar, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.cohibar-freiburg.de
Birthday Party
Tenne, Club-Disco, Musikstadl Heuboden, Umkirch H 20 Uhr
Info: www.heuboden.de
Ladies Night Fiesta Latina
Mamita Club, Freiburg H 22 Uhr
Info: www.mamita.club.de
Friday Night Beats
Wechselnde DJs
Tacheles, Freiburg H 23 Uhr Info: www.tachelesfreiburg.de
SAMSTAG 25.4.2026 BÜHNE
Jeffrey Bernard ist unpässlich Komödiantisches Drama von Keith Waterhouse Theater am Kastelberg, Waldkirch Kollnau H 19 Uhr, auch am 26.4.
Info: www.theater-am-kastelberg.de Focus
Einmal quer durch die Welt des Urban Dance & zurück Großes Haus, Theater, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.theater.freiburg.de Alfons „Klasse!“
Paulussaal, Freiburg H 20 Uhr Info: www.vaddi-concerts.de
Poetry-Slam-Show
Marius Loy & Gäste
Vorderhaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.vorderhaus.de
November In My Soul
Die Geschichte von Moby Dick, nach Herman Melville
Wallgraben Theater, Freiburg H 20 Uhr Info: www.wallgraben-theater.com
Souvenir
Die Diva der Dissonanz E-Werk, Freiburg H 20 Uhr Info: www.dieschoenen.com
#lookoftheday
Kleiderberge & unbequeme Wahrheiten im Scheinwerferlicht
Kleines Haus, Theater, Freiburg H 20 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Kei Muckser, sunscht knallt's Komödie von Chris Arnold
Alemannische Bühne, Freiburg H 20.15 Uhr Info: www.alemannische-buehne.de
EVENTS
Internationale Spezialradmesse
Alles rund um Fahrräder
Messe, Freiburg H ab 10 Uhr, auch am 26.4. Info: www.spezialradmesse.de
KINO
„Perros“
CineLatino
Kommunales Kino, Freiburg H 19 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
MUSIC
Drunken Masters
„Die Demokratie geht weiter“-Tour 2026
Karree, Freiburg H 19.30 Uhr
Info: www.vaddi-concerts.de
Klangwellengang
Klaviertrio, Daishin Kashimoto, Claudio Bohórquez & Éric Le Sage
Hochschule für Musik, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.albert-konzerte.de
Julian Dawson
Jede Show ein Unikat
Theater Kumedi, Riegel H 20 Uhr Info: www.kumedi.de
SWR Symphonieorchester
Werke von Sibelius & Bruckner
Konzerthaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.swr.de
Malaka Hostel
„Brucca Beat“-Releasetour Burghof, Lörrach H 20 Uhr Info: www.burghof.com
Conic Rose
Von Indie-Pop über Jazz bis zu Electronica the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr Info: www.birdseye.ch
„Peña con Tereré“
CineLatino – Begleitprogramm
Kommunales Kino, Freiburg H 21 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
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Souvenir
E-Werk, Freiburg
18.4., 20 Uhr & weitere Termine
Berührend komisch
Das Leben der Florence Foster Jenkins bringen „Die Schönen“ auf die Bühne. „Madame Flo“ war ein Phänomen. Die reiche USErbin sang in den 1940erJahren nicht nur leidenschaftlich gerne die Klassiker der Opernliteratur, sondern sang diese auch zum Erbarmen falsch! Dreh und Angelpunkt des Stücks ist Cosme McMoon, der sie als Pianist zwölf Jahre lang begleitete.
www.dieschoenen.com
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PARTY
Mixed Music
Wechselnde DJs Cohibar, Freiburg H 19 Uhr Info: www.cohibar-freiburg.de
Dänzneid DJs ab 23 Uhr
Puzzles, Freiburg H 20 Uhr Info: www.puzzles-freiburg.de Gran Fiesta Latina Reggaeton, R ’n’ B, Electro Latino, Salsa Mamita Club, Freiburg H 22 Uhr Info: www.mamita.club.de
MUSIC
„Acutún“
CineLatino – Begleitprogramm
Kommunales Kino, Freiburg H 16.30 Uhr
Info: www.koki-freiburg.de
36 Jahre Skyline
Big Band Freiburg
Waldsee, Freiburg H 18 Uhr
Info: www.waldsee-freiburg.de
„Piazza Tango“
CineLatino – Begleitprogramm
Kommunales Kino, Freiburg H 18.30 Uhr
Info: www.koki-freiburg.de
ok.danke.tschüss
Freds Cocktailclub DJ-Session-Samstag
Jenseits der Klassik
Brauerei Ganter, Freiburg
So., 10.5., 17, 18.30 & 20 Uhr Foto:
Unter der Stadt
In den sonst verschlossenen Räumen der Brauerei öffnet sich ein ungewöhnlicher Klangkosmos: Die „Klangtouren unterirdisch“ laden dazu ein, Freiburg aus einer neuen Perspektive zu erleben –hörend, staunend, entdeckend. In Gruppen führt das Format durch Keller, industrielle Hallen und verborgene Orte, die sich dabei in Bühnen verwandeln.
www.mehrklangfreiburg.de
Frederics, Freiburg H 22 Uhr Info: www.instagram.com/fredericsfreiburg Golden Vibes Ü30-Party
Harmonie Gewölbekeller, Freiburg H 22 Uhr Info: www.harmonie-gewoelbekeller.de
No. 1 Hits Only & Birthday Special Hits der 90er, 2000er bis heute Freiraum, Offenburg H 22.30 Uhr Info: www.freiraum-offenburg.de Club meets Tacheles
Wechselnde DJs
Tacheles, Freiburg H 23 Uhr Info: www.tachelesfreiburg.de
Connected
Die 90er Party Jazzhaus, Freiburg H 23 Uhr Info: www.jazzhaus.de
SONNTAG
26.4.2026
AUSSTELLUNGEN
Una Passeggiata Italiana Künstlerischer Spaziergang durch Italien Museum Art.Plus, Donaueschingen, 26.4. bis 7.3.27
Info: www.museum-art-plus.com
BÜHNE
Premiere: Europa
Reise in die Psyche des Zivilisationsbruchs
„Knutschen & Boxen“-Tour 2026
Jazzhaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.jazzhaus.de
El Calderón Afrolatino
Son Alarde the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr Info: www.birdseye.ch
MONTAG
27.4.2026
EVENTS
Michels Quiz
Pubquiz für Ratefüchslein, Quiznerds & Friends
Waldsee, Freiburg H 19 Uhr Info: www.michelsquiz.de
Selbstheilung ist möglich
Prana-Erlebnisabend mit Master Sai Cholleti
Burghof, Lörrach H 19.30 Uhr Info: www.burghof.com
KINO
„Adiós, Cuba“ CineLatino
Kommunales Kino, Freiburg H 18.30 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
„Todos los Peces“ CineLatino
Kommunales Kino, Freiburg H 21 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
MUSIC
Matt Woosey
Großes Haus, Theater, Freiburg H 18 Uhr Info: www.theater.freiburg.de Souvenir
Die Diva der Dissonanz E-Werk, Freiburg H 19 Uhr Info: www.dieschoenen.com
RoccaSlam
Dichterwettstreit hosted by Ansgar Hufnagel
Roccafé, Denzlingen H 19 Uhr Info: www.roccafe.de
Junge Opern-Nachwuchstalente der Hochschule für Musik Freiburg Im Rahmen des 29. Bad Krozinger Mozartfests
Kurhaus, Bad Krozingen H 19 Uhr Info: www.bad-krozingen.info
Reineke Fuchs
Von Johann Wolfgang von Goethe Theater, Baden-Baden H 20 Uhr Info: www.theater-baden-baden.de
Roccacoustic im Café Roccafé, Denzlingen H 19.30 Uhr Info: www.roccafe.de
PARTY
Freds Montags Bar
Mixed Music
Frederics, Freiburg H 19 Uhr Info: www.instagram.com/fredericsfreiburg
Monday Blues
Das Tanzbein schwingen
Kiss, Freiburg H 21 Uhr Info: www.kiss-freiburg.jimdofree.com
Montagstherapie
Hard Techno & Techno, Rave LaLuna, Freiburg H 22 Uhr Info: www.lalunafreiburg.club
DIENSTAG 28.4.2026
AUSSTELLUNGEN
EVENTS
„Das kuriose Ostwestfalen Buch“ Kabarett-Lesung mit Bernd Gieseking Theater Kumedi, Riegel H 18 Uhr Info: www.kumedi.de
Ende der Zeitzeugenschaft? Vom Erzählen zum Bewahren. Wie Erinnerung weiterlebt
Dokumentationszentrum NS, Freiburg, bis 13.9. Info: www.museen.freiburg.de
The Great Räng Teng Teng, Freiburg H 23 Uhr Info: www.raengtengteng.com
MITTWOCH 29.4.2026
BÜHNE
Fünf Minuten Stille
Komödie von Leo Meier
Wallgraben Theater, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.wallgraben-theater.com
Farm Fatale
Vogelscheuchen-Band beschwört den Neuanfang
Großes Haus, Theater, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
EVENTS
Verleihung des „Walter MossmannPreis“
An Dramatikerin Anastasiia Kosodii
E-Werk, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.ewerk-freiburg.de KINO
42. Schwule Filmwoche 2026
Filmfestival
Waldsee, Freiburg H 19 Uhr, bis 6.5. Info: www.schwule-filmwoche.de
„La Hija Cóndor“
CineLatino
Kommunales Kino, Freiburg H 19 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
Ladies Preview: „Der Teufel trägt Prada 2“
Mit Begrüßungssekt
Harmonie, Freiburg H 20 Uhr“, auch um 20.30 in Originalfassung mit Untertiteln
Info: www.friedrichsbau-kino.de „Wilkabamba“
CineLatino – Begleitprogramm
Kommunales Kino, Freiburg H 20.30 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
„Siempre Vuelven“
CineLatino
Kommunales Kino, Freiburg H 21 Uhr
Info: www.koki-freiburg.de
MUSIC
Johannes Oerding
„Arena“-Tour 2026
SICK-Arena, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.vaddi-concerts.de
Jure Pukl
„Analog AI“ the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr Info: www.birdseye.ch
PARTY
After Work & Study Party Coole Drinks, entspannte Beats & gute Gesellschaft
Cohibar, Freiburg H 20 Uhr Info: www.cohibar-freiburg.de Bierpong
Happy Hour bis 22 Uhr
Bächle Keller, Freiburg H 20 Uhr Info: www.bächle-keller.de
Unicorn Sessions
Konzerte & Jams mit Newcomer-Bands & alten Hasen
Ruefetto, Freiburg H ab 21 Uhr Info: www.unicorn-sessions.com
DONNERSTAG 30.4.2026
BÜHNE
Europa
Reise in die Psyche des Zivilisationsbruchs
Großes Haus, Theater, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Slam Poetry
Hosted by Marvin Suckut
Cafe Atlantik, Freiburg H 20 Uhr Info: www.cafe-atlantik.de
Anne Folger „Spielversprechend!“ Burghof, Lörrach H 20 Uhr Info: www.vorderhaus.de
EVENTS
Flow
Visions of Time: staunen, erkunden, eintauchen & sinnieren
Planetarium, Freiburg H 19.30 Uhr
Info: www.planetarium-freiburg.de
K.I.S.S. Quiz
Quiz-Night
Kiss, Freiburg H 20.30 Uhr
Info: www.kiss-freiburg.jimdofree.com
KINO
„Die Gewerkschafterin (La Syndicaliste)“
Zum Tag der Arbeit, zu Gast: Dr. Eva Stegen & Andrea Wagner
Kommunales Kino, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
MUSIC
Jazzhaus Singalong
Mit Cécile Verny & Christian Gutfleisch
Jazzhaus, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.jazzhaus.de
ECM 2026 o Fred Hersch
„Silent, Listening“
Hist. Kaufhaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.forumjazz.de
Jonas Kaufmann
„Magische Töne“ Konzerthaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.albert-konzerte.de
„Aber bitte mit Udo“
Anschließend: Tanz in den Mai Wodan Halle, Freiburg H 20 Uhr Info: www.wodanhalle.com
Basel Jazz Orchestra invites Claudia Döffinger
Big Band Night the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr Info: www.birdseye.ch
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VERANSTALTUNGSKALENDER
PARTY
Freds Karaoke Club
Gratis Shot vor deinem Auftritt Frederics, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.instagram.com/fredericsfreiburg
Students Night
Viele Special-Angebote
Cohibar, Freiburg H 20 Uhr Info: www.cohibar-freiburg.de
1-Euro-Nacht
Ausgewählte Drinks für nur 1 Euro Bächle Keller, Freiburg H 20 Uhr Info: www.bächle-keller.de
Beer Pong Night
Mixed Music
Puzzles, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.puzzles-freiburg.de
Tanz in den Mai
Tenne, Club-Disco, Musikstadl Heuboden, Umkirch H 20 Uhr
Info: www.heuboden.de
Tanz in den Mai
Mit DJ Quincy Jointz Waldsee, Freiburg H 20 Uhr Info: www.waldsee-freiburg.de
RoccaBeats
Tanz in den Mai!
Roccafé, Denzlingen H 21 Uhr Info: www.roccafe.de
11 Years Hans Bunte Areal Braindamage, Lessss, Mad Dog u. v. m. Hans-Bunte-Areal, Freiburg H 22 Uhr Info: www.hans-bunte.de
Tanz in den Mai
Special-Dance-Party
Harmonie Gewölbekeller, Freiburg H 22 Uhr Info: www.harmonie-gewoelbekeller.de
Tanz in den Mai
Winter is over & the dancefloor takes over! Karree, Freiburg H 22 Uhr Info: www.daskarree.de
Throwback Thursday
Alternative, Punk, Hip-Hop
Elpi, Freiburg H 23 Uhr
Info: www.instagram.com/elpi_freiburg
Urban Thursday
Afrobeats, Hip-Hop & Latin Neko Bar.Club, Freiburg H 23 Uhr
Info: www.neko-club.de
Tanz in den Mai
Feat. Ahoiiclub jos fritz, Freiburg H ab 18 Uhr
Info: www.josfritzfreiburg.de
FREITAG 1.5.2026
AUSSTELLUNGEN
Einschnitt | Ausdruck
Hap Grieshaber
Forum Würth, Arlesheim, 28.4. bis 2.5.27 Info: www.kunst.wuerth-ag.ch
Wildlife Photographer of the Year
Die 100 weltbesten Naturfotografien
Naturhistorisches Museum, Basel, bis 28.6. Info: www.nmbs.ch
Das perfekte Dinner
Kulinarische Genusswelt der Antike Augusta Raurica, Augst, bis 31.8. Info: www.augustaraurica.ch
Spielfeld. Sport & Kunst Sport als Massenphänomen Museum für Neue Kunst, Freiburg, 1.5. bis 11.10. Info: www.museen.freiburg.de
BÜHNE
Kellerkinder Comedy
Stand-up-Comedy, Open Mic Harmonie Gewölbekeller, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.harmonie-gewoelbekeller.de
Fünf Minuten Stille
Komödie von Leo Meier
Wallgraben Theater, Freiburg H 20 Uhr Info: www.wallgraben-theater.com
Souvenir
Die Diva der Dissonanz E-Werk, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.dieschoenen.com
Die Nacht der Musicals Musikcocktail der Extraklasse Konzerthaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.puravida.show
Kei Muckser, sunscht knallt's Komödie von Chris Arnold
Alemannische Bühne, Freiburg H 20.15 Uhr Info: www.alemannische-buehne.de
KINO
„Hamnet“
Oscar-nominierte Filme 2026 Kommunales Kino, Freiburg H 17 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
„Der Weg der Arbeiterklasse ins Paradies“ Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor Kommunales Kino, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
„No Country for old Men“ Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor Kommunales Kino, Freiburg H 21.30 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
MUSIC
Les Barbeaux „Bomba!“ Jazzhaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.jazzhaus.de
PARTY
Mixed Music
Wechselnde DJs Cohibar, Freiburg H 19 Uhr Info: www.cohibar-freiburg.de
Ladies Night
Fiesta Latina
Mamita Club, Freiburg H 22 Uhr
Info: www.mamita.club.de
Crossing all over
Indie-Folkrock, Punk, Big Beats
Elpi, Freiburg H 23 Uhr Info: www.instagram.com/elpi_freiburg Friday Night Beats
Wechselnde DJs
Tacheles, Freiburg H 23 Uhr Info: www.tachelesfreiburg.de
Tanz in den Mai Feat. Ahoiiclub jos fritz, Freiburg H ab 14 Uhr Info: www.josfritzfreiburg.de
SAMSTAG 2.5.2026
AUSSTELLUNGEN
The First Homosexuals
Die Entstehung neuer Identitäten 1869–1939
Kunstmuseum, Basel, bis 2.8. Info: www.kunstmuseumbasel.ch
BÜHNE
Farm Fatale
Vogelscheuchen-Band beschwört den Neuanfang
Großes Haus, Theater, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Souvenir
Die Diva der Dissonanz E-Werk, Freiburg H 20 Uhr Info: www.dieschoenen.com
Die Wiedervereinigung der beiden Koreas
Variationen über die Unmöglichkeit der Liebe
Theater, Baden-Baden H 20 Uhr Info: www.theater-baden-baden.de
Fünf Minuten Stille
Komödie von Leo Meier
Wallgraben Theater, Freiburg H 20 Uhr Info: www.wallgraben-theater.com
Kei Muckser, sunscht knallt's Komödie von Chris Arnold
Alemannische Bühne, Freiburg H 20.15 Uhr Info: www.alemannische-buehne.de
Mit neuen Highlights in den Sommer Europa Park|Rust|Sommersaison: täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet| www.europapark.de
Sommer im Europa-Park Erlebnis-Resort: Neues entdecken, den Tag genießen
Gerade ist der EuropaPark in die Sommersaison gestartet. Die Gäste von Deutschlands größtem Freizeitpark erwartet eine Mischung aus Attraktionen, Shows und europäischem Flair. Mit über 100 Attraktionen und Shows, landestypischer Architektur und authentischer Küche ist der EuropaPark das perfekte Ausflugsziel für die Familie. In direkter Nachbarschaft befindet sich mit Rulantica eine Wasserwelt, die zu jeder Jahreszeit Wasserspaß bietet. Die sechs parkeigenen 4SterneHotels und die Silver Lake City runden den Kurzurlaub im EuropaPark ab.
Das Fürstentum Monaco ist der 18. europäische Themenbereich des Freizeitparks. Inspiriert vom mediterranen Flair erleben Gäste rund um die Achterbahn „Silver Star“ das Land am Mittelmeer in all seinen Facetten: Prachtvolle Architektur, Yachthäfen und kulinarische Highlights begeistern die Besucherinnen und Besucher. Eine exklusive Autoausstellung aus der Sammlung von S.D. Fürst Albert II. bringt Riviera
Glamour nach Rust. Pünktlich zum Saisonstart feierte ein neues gastronomisches
Highlight Premiere: Mit „Sallys Café“ hat die FoodCreatorin Sally ihr erstes eigenes Café im isländischen Themenbereich eröffnet. Im „Magic Cinema 4D“ wird es in diesem Jahr spritzig: Snorri, das quirlige Maskottchen der Wasserwelt Rulantica, feiert sein Leinwanddebüt im Animationsfilm „SNORRI 4D – Catch Me If You Candy“. Das ganze Jahr über finden im EuropaPark Feste statt, bei denen Besucher landestypische Traditionen und andere Kulturen kennenlernen können. Heißluftballone tauchen den Himmel über dem Park vom 30. April bis zum 2. Mai in ein Meer aus bunten Farben. Bei der Sommernachtsparty am 18. Juli erwarten die Gäste LiveActs und faszinierende Shows. Ein besonderes Herzensprojekt eröffnet Anfang Juli in der „Silver Lake City“: Das „EuropaPark Kinderhaus Kleine Helden“ für junge Genesene nach einer Krebserkrankung – in Zusammenarbeit mit der „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern“.
KINO
„Hamlet“
Stummfilm mit Live-Musik
Kommunales Kino, Freiburg H 17 Uhr
Info: www.koki-freiburg.de
„Eugen Onegin“
Met Opera – Live im Kino
Harmonie, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.friedrichsbau-kino.de
„Mizu no Ota – Der Klang des Wassers“
Mensch & Natur
Kommunales Kino, Freiburg H 19.30 Uhr
Info: www.koki-freiburg.de
MUSIC
Mike Schweizer
Kretische Musik meets Jazz Theater am Kastelberg, Waldkirch Kollnau H 20 Uhr
Info: www.theater-am-kastelberg.de
Fluppe
„Dodgers“-Tour
Slow Club, Freiburg H 21 Uhr
Info: www.slowclub-freiburg.de
The Music of Hans Zimmer
Live im Lichterglanz-Konzert
Hist. Kaufhaus, Freiburg H 21 Uhr
Info: www.live-emotions.de
PARTY
Mixed Music
Wechselnde DJs
Cohibar, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.cohibar-freiburg.de
Dänzneid
DJs ab 23 Uhr
Puzzles, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.puzzles-freiburg.de
Queer Bar Night
BlitzerBar meets 30 Jahre Volley Vous Swamp Club, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.sumpfkultur.org
Gran Fiesta Latina
Reggaeton, R ’n’ B, Electro Latino, Salsa Mamita Club, Freiburg H 22 Uhr
Info: www.mamita.club.de
Freds Cocktailclub
DJ-Session-Samstag Frederics, Freiburg H 22 Uhr
Info: www.instagram.com/fredericsfreiburg
Mixtape
All Styles of Music
Freiraum, Offenburg H 22.30 Uhr
Info: www.freiraum-offenburg.de
Bis InDie Puppen
Indie-Rock, Alternative, Folk & Postpunk
Elpi, Freiburg H 23 Uhr
Info: www.instagram.com/elpi_freiburg Club meets Tacheles
Wechselnde DJs
Tacheles, Freiburg H 23 Uhr
Info: www.tachelesfreiburg.de
SONNTAG 3.5.2026
AUSSTELLUNGEN
Cezanne
Bahnbrechende Werke des Pioniers Fondation Beyeler, Basel/Riehen, bis 25.5. Info: www.fondationbeyeler.ch
Jugendstil international Keramische Kunst ohne Grenzen Keramikmuseum, Staufen, bis 28.11. Info: www.landesmuseum.de
BÜHNE
Souvenir
Die Diva der Dissonanz E-Werk, Freiburg H 19 Uhr Info: www.dieschoenen.com
Monstrāre
Ra-ra, ah-ah-ah: Sichtbar machen, was unsichtbar war
Kleines Haus, Theater, Freiburg H 19 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Kei Muckser, sunscht knallt's Komödie von Chris Arnold Alemannische Bühne, Freiburg H 20.15 Uhr Info: www.alemannische-buehne.de
EVENTS
Saisoneröffnung auf dem Weltacker Aktionstag Mundenhof, Freiburg H 11 Uhr Info: www.freiburg.de/mundenhof
Kunst braucht Freiheit
Onur Karaoğlu stellt seine Arbeit im Gespräch vor Kandelhof, Freiburg H 11 Uhr
Info: www.theater.freiburg.de
Flooms
Slow Sunday Flohmarkt
Waldsee, Freiburg H ab 15 Uhr
Info: www.waldsee-freiburg.de
KINO
„Ungeduld des Herzens“ Neues deutsches Autorenkino
Kommunales Kino, Freiburg H 17.30 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
„Nelken für die Freiheit (Capitães de Abril)“
Zum Jahrestag der Revolution in Portugal
Kommunales Kino, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
MUSIC
Linus Rebmann Trio
CD Taufe
Jazzhaus, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.jazzhaus.de
Yeast Machine
„Bad Milk“-Tour Slow Club, Freiburg H 21 Uhr Info: www.slowclub-freiburg.de
Foto:
Weinerlebnis und Weinwanderung
Start: Tourist-Info, Herbert-Hellmann-Allee 12, Bad Krozingen Fr., 8. Mai, 19 Uhr; Sa., 23. Mai, 11.30, 12.30 & 13.30 Uhr
Genuss trifft Landschaft
Wenn der Frühling Einzug hält, beginnt die Zeit der feinen Genüsse. Am Freitag, 8. Mai, laden das Weingut Martin Waßmer und die Kur und Bäder GmbH Bad Krozingen zu einem Weinerlebnis ein: eine Kombination aus nächtlicher Wanderung, exklusivem Blick hinter die Kulissen und einem fein abgestimmten SpargelMenü. Exzellente Weine, heimische Spezialitäten und die malerische Kulisse des Markgräflerlands treffen bei der Kulinarischen Weinwanderung im Bad Krozinger Rebberg am Samstag, 23. Mai, aufeinander. Weinliebhaber und Genießer können die Region wandernd auf genussvolle Weise entdecken. Begleitet von einem einheimischen Guide führt die rund sechs Kilometer lange Strecke durch die sonnenverwöhnten Reben. An Genussstationen präsentieren regionale Weingüter ihre erlesenen Weine zu einem 4GangMenü aus heimischen Spezialitäten.
www.badkrozingen.info
MESSE TATTOO & SHINE
Inspiration für Individualisten
Messe Offenburg-Ortenau, Offenburg Samstag, 9. Mai & Sonntag, 10. Mai, 11–19 Uhr
Messeerlebnis für Körperkunst & Beauty
Auf der Messe „Tattoo & SHINE“ verschmelzen Kunst, Körperkultur und WellbeingTrends zu einem ganzheitlichen Erlebnis, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht. Kreative Körperkunst, Beauty, Lifestyle und Selbstfürsorge sind die Themen, um die sich das Angebot dreht. Für zwei Tage kommen internationale Tattoo Artists sowie Anbieter von Beauty und Wellnesstrends nach Offenburg. Ergänzt wird das Angebot durch Shows und LiveKunst auf der Bühne. Ein besonderes Highlight ist am Samstag das BRIGHT YOGA FESTIVAL, das von 11.30 Uhr bis 19 Uhr im Rahmen der Messe stattfindet. Initiiert wurde der Tag von Silke Bucher (Gründerin von Besocreation) und Svenja Schäfer (Gründerin des Yoga Village in Kehl). Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein Tag voller Achtsamkeit, Bewegung und Gemeinschaft.
www.tattooshine.de/de
MONTAG 4.5.2026
EVENTS
Wetzsteinabend für Gerlind Reinshagen
Eine fast vergessene Autorin & ihr Werk Buchhandlung zum Wetzstein, Freiburg H 19 Uhr Info: www.zum-wetzstein.de
Michels Quiz
Pubquiz für Ratefüchslein, Quiznerds & Friends
Waldsee, Freiburg H 19 Uhr Info: www.michelsquiz.de
Open Monday Chillout, Drinks & Überraschungen Steinfoyer, Theater, Freiburg H ab 17 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
MUSIC
Schlag 6!
Das spontane Konzertformat von FBO & Ensemble Recherche Ensemblehaus, Freiburg H 18 Uhr Info: www.ensemble-recherche.de
Karyn Ann Roccacoustic im Café Roccafé, Denzlingen H 19.30 Uhr Info: www.roccafe.de
PARTY
Freds Montags Bar Mixed Music Frederics, Freiburg H 19 Uhr Info: www.instagram.com/fredericsfreiburg
Monday Blues
Das Tanzbein schwingen Kiss, Freiburg H 21 Uhr Info: www.kiss-freiburg.jimdofree.com
Montagstherapie
Hard Techno & Techno, Rave LaLuna, Freiburg H 22 Uhr Info: www.lalunafreiburg.club
DIENSTAG 5.5.2026
BÜHNE
Olaf Schubert & seine Freunde „Jetzt oder now!“ Europa-Park, Rust H 20 Uhr Info: www.europapark.de Fünf Minuten Stille Komödie von Leo Meier Wallgraben Theater, Freiburg H 20 Uhr Info: www.wallgraben-theater.com
EVENTS
Backstage-Dinner
Exklusives Drei-Gang-Dinner mit künstlerischem Programm auf der Bühne Großes Haus, Theater, Freiburg H 18 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Wallgraben Theater, Freiburg H 20 Uhr Info: www.wallgraben-theater.com
EVENTS
Führung: Rund um die Kuh Allerlei Infos zum Thema „Kuh“ Mundenhof, Freiburg H 16 Uhr Info: www.freiburg.de/mundenhof Gemeinschaft sticht immer Doppelkopfturnier im Rahmen des Performing Democracy Festivals Fabrik-Café, Freiburg H 19 Uhr Info: www.performing-democracy.de
K.I.S.S. Quiz
Quiz-Night Kiss, Freiburg H 20.30 Uhr Info: www.kiss-freiburg.jimdofree.com
KINO
„Der Weg der Arbeiterklasse ins Paradies“
Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor Kommunales Kino, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.koki-freiburg.de
MUSIC
Leoni Leoni + Le diable dégoûtant Doppelkonzert im Rahmen von Performing Democracy Slow Club, Freiburg H 21 Uhr Info: www.performing-democracy.de
Akkordeonale
Internationales Akkordeon Festival Jazzhaus, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.jazzhaus.de
Jazz Session
Konzerte & Jams mit Newcomer-Bands & alten Hasen
Ruefetto, Freiburg H 21.30 Uhr Info: www.ruefetto.de
PARTY
Freds Karaoke Club
Gratis Shot vor deinem Auftritt
Frederics, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.instagram.com/fredericsfreiburg
Students Night
Viele Special-Angebote
Cohibar, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.cohibar-freiburg.de
1-Euro-Nacht
Ausgewählte Drinks für nur 1 Euro
Bächle Keller, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.bächle-keller.de
Beer Pong Night
Mixed Music
Puzzles, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.puzzles-freiburg.de
Los Fastidos
Support: Boardkapelle Akkermann
Cafe Atlantik, Freiburg H 20 Uhr Info: www.cafe-atlantik.de
Throwback Thursday
Alternative, Punk, Hip-Hop Elpi, Freiburg H 23 Uhr
Info: www.instagram.com/elpi_freiburg
Urban Thursday
Afrobeats, Hip-Hop & Latin Neko Bar.Club, Freiburg H 23 Uhr Info: www.neko-club.de
Rigoletto
Bis eine·r stirbt: Ein Hofnarr zwischen Lachzwang & Selbstdemontage
Großes Haus, Theater, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Souvenir
Die Diva der Dissonanz E-Werk, Freiburg H 20 Uhr Info: www.dieschoenen.com
Fünf Minuten Stille
Komödie von Leo Meier
Wallgraben Theater, Freiburg H 20 Uhr Info: www.wallgraben-theater.com Kei Muckser, sunscht knallt's Komödie von Chris Arnold
Alemannische Bühne, Freiburg H 20.15 Uhr Info: www.alemannische-buehne.de
EVENTS
„Demokratie im Feuer“ Vortrag & Diskussion mit Jonas Schaible Winterer Foyer, Theater Freiburg H 17 Uhr Info: www.performing-democracy.de Die Bewegung – Öffentliches Training: Ringen und Denken
Mit Mario Sabatini und Klaus Theweleit jos fritz, Freiburg H 18.30 Uhr Info: www.performing-democracy.de Backyard [A Field to Search] –The Lecture
Performative Lecture
Kleines Haus, Theater Freiburg H 20 Uhr Info: www.performing-democracy.de
MUSIC
Tori Amos
„In Times Of Dragons“ Konzerthaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.vaddi-concerts.de
Propaganda
Mit Werken von Yuheng Chen, Maya Masuda, Tamara Miller u. v. m. Lokhalle, Freiburg H 20 Uhr Info: www.ensemble-recherche.de Human Touch
30 Jahre Jubiläumskonzert Jazzhaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.jazzhaus.de
We are Alva „Proud Snail“ Schloss-Café Lorettoberg, Freiburg H 20.30 Uhr Info: www.schlosscafe-freiburg.de
Winterer-Foyer, Theater, Freiburg H 11 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Die Bewegung – Sport-KunstSpektakel: Triumph der BEWEGUNG Ein Fest für Kunst-Ultras und Sport-Publikum, moderiert von Julica Goldschmidt
SkullCrusher Fest
Volume 5
ArTik & SlowClub, Freiburg H 12.30 Uhr Info: www.artik-freiburg.de MixxTape
Die Üxx-Party
Agar, Freiburg H 20 Uhr Info: www.agar-kneipe-club.de Dänzneid
DJs ab 23 Uhr
Puzzles, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.puzzles-freiburg.de
Gran Fiesta Latina
Reggaeton, R ’n’ B, Electro Latino, Salsa
Mamita Club, Freiburg H 22 Uhr
Info: www.mamita.club.de
Freds Cocktailclub
DJ-Session-Samstag Frederics, Freiburg H 22 Uhr
Info: www.instagram.com/fredericsfreiburg
White Night
Beat Kidz
Freiraum, Offenburg H 22.30 Uhr
Info: www.freiraum-offenburg.de
Stadion im FT-Sportpark, Freiburg H 18.30 Uhr Info: www.performing-democracy.de
MUSIC
Ensemble Musicâme France
Vivaldi x Bach x Piazzolla
Hist. Kaufhaus, Freiburg H 17 Uhr Info: www.musicamefrance.com
Felix Mendelssohn Bartholdy 2. Sinfonie (Lobgesang) op. 52 & Die erste Walpurgisnacht op. 60 Konzerthaus, Freiburg H 19 Uhr Info: www.freiburger-oratorienchor.de
Jasmine Myra „Horizons“-Tour Jazzhaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.jazzhaus.de
Künstlerische Positionen von Marcello Martinez-Vega & Dewi Candraningrum Museum Natur und Mensch, Freiburg, 20.5. bis 3.1.27 Info: www.museen.freiburg.de
BÜHNE
Europa
Reise in die Psyche des Zivilisationsbruchs Großes Haus, Theater, Freiburg H 19.30 Uhr
Info: www.theater.freiburg.de
EVENTS
Literatur mit Genuss – Whisky-Tasting Abend für Geist & Gaumen
Buchhandlung zum Wetzstein, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.zum-wetzstein.de
„Natur zum Anbeißen“
Vortrag von Rudi Beiser
Buchhandlung Rombach im Arena Park, Lahr H 19 Uhr
Info: www.rombach.de
„Muttermund tut Wahrheit kund“ Lesung mit Kirsten Fuchs
Vorderhaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.vorderhaus.de
Freiburger Frühjahrsmess’
Highlight für Familien & Actionjunkies Messe, Freiburg H ab 14 Uhr
Info: www.freiburgermess.freiburg.de
Luftreinhaltung & Modelle
Vorträge & Meinungsaustausch Hist. Kaufhaus, Freiburg H ab 8.30 Uhr Info: www.ivu-umwelt.de
MUSIC
The Rumours „Kill or be Killed“-Tour Slow Club, Freiburg H 20 Uhr Info: www.slowclub-freiburg.de
PARTY
Queer Bar Night
BlitzerBar Swamp Club, Freiburg H 20 Uhr Info: www.sumpfkultur.org
Unicorn Sessions Konzerte & Jams mit Newcomer-Bands & alten Hasen Ruefetto, Freiburg H ab 21 Uhr Info: www.unicorn-sessions.com
Zehn Jahre sind seit ihrem letztem Band mit lustigen Geschichten vergangen, und seitdem hat sich einiges getan. Kirsten Fuchs ist älter geworden und noch witziger. Der Mensch ist weiterhin ihr Lieblingstier, auch wenn er zunehmend nervt. Aber irgendwer muss ja daran festhalten, dass wir eigentlich ganz okay sind. In ihren neuen Texten geht es um Kinder und das Mutterdasein, vor allem aber um das merkwürdige Leben dazwischen.
Kirsten Fuchs ist Meisterin im ernstgemeinten Quatsch. Sie kann sich in alle und alles rein und wieder rausfühlen. Vom Kopf her ist Fuchs ein Herzmensch und das macht ihre Geschichten so menschlich, tröstlich und wahr. Sie schreibt so lustig über wirklich alles, als würde es gar nicht darum gehen, was passiert, sondern wie man es betrachtet.
www.vorderhaus.de
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COMEDY
Bastian Bielendorfer: GameChanger
Paulussaal, Dreisamstraße 3, Freiburg Freitag, 29. Mai, 20 Uhr
Lacher, Lebensweisheiten und Laktoseintoleranz
Mit seinem neuen ComedyProgramm „GameChanger“ rockt Bastian Bielendorfer die großen Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Deutschlands erfolgreiches RuhrpottKind erzählt davon, wie sich alles ändert: Nicht nur im Großen – wie bei der Erfindung des Rades oder des Internets –, sondern auch im ganz Persönlichen. Denn irgendwann steht man nicht mehr im Club, sondern bei IKEA. Nicht mehr im Klassenraum, sondern am Wickeltisch. Mit einem Mix aus Selbstironie, ehrlicher Verzweiflung und entwaffnendem Humor berichtet Bielendorfer davon, wie es ist, wenn die Freunde sich scheiden lassen, während man selbst noch überlegt, ob man überhaupt erwachsen ist und man morgens plötzlich die Reste der Frisur auf dem Kopfkissen findet. www.spromotion.de/termine.php
Gewinnspiel: 2x2 Karten für 29. Mai, 20 Uhr / chillifreiburg.de
Im Sommer clever unterwegs
Semesterticket im RVF Verbundgebiet
Mobil in Freiburg und Umgebung
Mitte April beginnt das Sommersemester: Egal, ob klassisches Semesterticket oder DeutschlandTicket JugendBW, mit beiden Tickets sind Studierende und Auszubildende mit Bus und Bahn in Freiburg und Umgebung rundum mobil. Das Semesterticket für Studierende an fünf Freiburger Hochschulen gilt im gesamten Verbundgebiet des RegioVerkehrsverbundes Freiburg und kostet 98 Euro pro Semester, also rund 16 Euro im Monat. Für 45 Euro pro Monat ist das DeutschlandTicket JugendBW im Abo erhältlich; es ist bundesweit gültig. Wer die günstigen MobilTickets nutzen will, der muss unter 27 Jahre alt und im Studium, in einer Ausbildung oder an einer Schule sein. Im Internet unter www.rvf.de können Studierende, Auszubildende und Schüler vergleichen, welches Ticket besser zu ihnen passt, damit sie im Studium wie auch in der Freizeit stets bequem und günstig unterwegs sein können.
www.rvf.de
DONNERSTAG 21.5.2026
EVENTS
Miss WM Wahl
Hauch von Western, Show & Fußballfieber Europa-Park, Rust H 18.30 Uhr Info: www.europapark.de
Freiburger Frühjahrsmess’ Highlight für Familien & Actionjunkies
Messe, Freiburg H ab 14 Uhr Info: www.freiburgermess.freiburg.de
Groovy Garden – Artsy Garden
Drinks, Music, Chill & Local Art Exhibition jos fritz, Freiburg H ab 17 Uhr Info: www.josfritzfreiburg.de
DAS INTERNATIONALE FESTIVAL „PERFORMING DEMOCRACY“ STARTET IM MAI
Was hat Demokratie mit Tanz zu tun? Oder mit Performance? Und generell mit Bewegung oder Musik? Wie bringen Kulturschaffende eine Gesellschaftsordnung auf die Bühne, in der die Würde und Gleichwertigkeit aller Menschen als unantastbare Grundprinzipien umgesetzt, gewahrt und nötigenfalls verteidigt werden? Mit welchen dramaturgischen Mitteln spiegeln sie ein Gemeinwesen, das nicht auf Volk, Nation, Herkunft und Abstammung basiert, sondern von der Teilhabe und aktiven Mitwirkung der Beteiligten lebt?
Auf diese und viele andere Fragen gibt es Antworten beim Freiburger Festival „Performing Democracy“, das alle zwei Jahre in einer Kooperation des Theaters Freiburg mit dem E-Werk und dem Theater im Marienbad organisiert wird. Es ist 2022 aus dem früheren Freiburg Festival für darstellende Künste hervorgegangen und dient als Plattform, um den Zustand der Demokratie und sich daraus ergebende gesellschaftliche Herausfor-
derungen künstlerisch zu verhandeln. Und da das immer wichtiger wird, ist der frühere Untertitel seit 2024 Headline.
Fünf internationale Ensembles sind in diesem Jahr mit von der Partie, die vom 6. bis 13. Mai über die Bühnen der drei beteiligten Spielstätten geht. Als zusätzliche Spielfläche kommt das Stadion der Freiburger Turnerschaft 1844 hinzu. Dort entsteht gemeinsam mit weiteren Freiburger Vereinen ein großformatiges Sport-Kunst-Mitmach-Spektakel, das partizipative Erfahrung in den Mittelpunkt stellt.
Kuratorinnen der diesjährigen Ausgabe des Festivals sind Sonja Karadza und Ricarda Reuter vom Theater im Marienbad, Sofie Anton und Stephanie Moers vom E-Werk sowie Adriana Almeida Pees und Katrina Mäntele vom Theater Freiburg. Sie haben sich vorgenommen, „künstlerische Arbeiten zu zeigen, die sich nicht im Schrecken verlieren, sondern Handlungsspielräume eröffnen“,
von Erika Weisser
wie sie bei der Präsentation des Programms betonten. Ziel sei die „vitale Einmischung“: aussprechen, was ist – und gleichzeitig visionäre Gegenwelten entwerfen.
Die ausgewählten Gastspiele seien so konzipiert, dass „Menschen sich wieder als Teil dieser Gesellschaft fühlen und aus der Vereinzelung herausfinden“ können, so Sonja Karadza: „Unser Festival soll Mut machen, hoffnungsvoll sein, Utopien und Ideen entwickeln.“
Diesem Gedanken folgend eröffnet es am 6./7. Mai mit einer Performance, die Inklusion als zentrales künstlerisches Prinzip versteht: In ihrer Soloarbeit „Songs of the Mayfarer“ unternimmt die Choreografin Claire Cunningham (Schottland) eine Wanderung in unbekanntes Terrain. Mutig und geleitet von ihren Erfahrungen als mobilitätseingeschränkte Person navigiert sie, singend und an Krücken tanzend, durch eine Landkarte, die sich langsam auf dem Boden abzeichnet.
Ringen um demokratische Denkprozesse
Um Hoffnung und Zusammenhalt geht es in „Backyard (A field to Search) – The Lecture“ (8./9. Mai).
Darin thematisieren die mexikanischen Performerinnen Laura Uribe und Sabina Aldana das gewaltsame Verschwinden von mehr als 130.000 Menschen in ihrem Land – und stellen die Kraft der Gemeinschaft in den Vordergrund.
Aus Belgien kommt das Kinderstück „Der Bleiche Baron“ von Anna Vercammen und Joeri Cnapelinckx (9./10./11. Mai). In dessen autoritärem Unterwasser-Staat wird Jagd auf alles gemacht; verboten sind vor allem die Poesie und Fragen, die die Kinder trotzdem stellen. Dieses Plädoyer für die Freiheit der Menschen und der Kunst richtet sich gleichermaßen an altes und junges Publikum.
Ein Glanzpunkt des Festivals ist das bereits erwähnte Spektakel „Die Bewegung“ (10. Mai) von Aktionskünstler Julian Warner. Hier wird Beteiligung großgeschrieben – und kann in zuvor stattfindenden öffentlichen „Trainings“ eingeübt werden – bei Kampfsport, Hula-Hoop sowie „Ringen & Denken“ mit Mario Sabatini und Klaus Theweleit.
Das Spannungsfeld zwischen Ermächtigung und Unterdrückung beleuchtet das Tanzstück „All’Arme“ von Ginevra Panzetti und Enrico Ticcone (Kroatien), das am 12. Mai aufgeführt wird. Und schließlich endet das Festival mit zwei Präsentationen der Tanzperformance „Fampitaha, fampita, fampitàna“ von Soa Ratsifandrihana aus Madagaskar. Sie erinnert an die koloniale Gewalt und außerdem daran, dass Vielfalt keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung ist – sofern Gleichberechtigung herrscht. INFO
performing-democracy.de
bringen Despoten wie den „Bleichen Baron“ in Bedrängnis (l.), während Bewegung (o.) und selbstbestimmte Auseinandersetzung mit Gewalterfahrungen (u.) im konkreten wie übertragenen Sinn Wege öffnen und Zusammenhalt erzeugen kann.
THIERRY KLIFAS DRAMÖDIE THEMATISIERT DIE FALLEN, IN DIE SUPERREICHE GERATEN KÖNNEN
Sie galt wirklich als reichste Frau der Welt: Liliane Bettencourt, die Erbin des Kosmetikkonzerns L’Oréal. Und sie stand 2008 im Zentrum einer Staatsaffäre, in die Frankreichs damaliger Präsident Nicolas Sarkozy verwickelt war: Im Zuge eines von ihrer Tochter Françoise angefachten Erbstreits geriet das Unternehmen in Verdacht, illegale Wahlkampfspenden geleistet zu haben.
In Thierry Klifas Spielfilm heißt die Milliardenerbin und Betriebschefin Marianne Farrère, ihre (Stief)Tochter Frédérique Spielman und der Name der Schönheits-Firma wird nicht genannt. Und es ist auch keine politische Affäre, die im Zentrum der Handlung steht. Sondern eine eigentlich ganz private Affäre, die die äußerst extravagante, sehr mächtige und einigermaßen betagte Frau sich leistet: Mit dem Fotografen Pierre-Alain Fantin, den die schöne, doch zutiefst einsame Marianne beim Foto-Shooting für ein Lifestyle-Magazin getroffen hatte. Und dem selbstverliebten, sich charmant gebenden Aufschneider sofort verfallen war
Sein unverschämt-respektloses Auftreten, seine gespielte Verachtung bourgoiser Standesdünkel und des von ihr verkörperten zwar grenzenlosen, doch dezenten Reichtums gefällt ihr. Und es imponiert ihr, dass es ihm of-
von Erika Weisser
Frédérique lässt sie sich von dem ebenso skrupellosen wie manipulativen Emporkömmling umgarnen, öffnet ihm Haus und Herz, besucht ihn in seinem Atelier, finanziert seine dubiosen künstlerischen Projekte, schenkt ihm anlass- und planlos Summen in astronomischen Höhen.
Mit überheblicher und sehr kreativer Boshaftigkeit nistet er sich allmählich ein in den Familien- und Machtstrukturen. Doch als sie ihn mitsamt seinem Lover Raphaël zum Urlaub mit der ganzen Verwandtschaft im luxuriösen Sommersitz einlädt, kommt es zum Eklat. Pierre-Alain provoziert Guy auf vulgärste Weise und konfrontiert ihn mit der längst vergessen geglaubten Vergangenheit seiner Familie, in der Antisemitismus und NS-Kollaboration eine Rolle spielten. Die Grenzüberschreitung führt zunächst zur Abreise des jüdischen Ehemanns von Frédérique, schließlich müssen aber auch Pierre-Alain und Raphaël ihre Sachen packen.
Marianne hält es ohne ihn jedoch nicht mehr aus. Bald nach der Rückkehr trifft sie ihn wieder, überschreibt ihm etliche Lebensversicherungen und tut alles, um sich seiner Gunst zu vergewissern. Indessen wirft Tochter Frédérique ihr vor, das Vermögen zu verschleudern. Sie beantragt, die Mutter unter Vormundschaft zu stellen und verklagt Pierre-Alain wegen Betrugs und Erbschleicherei. Marianne reagiert mit ei-
PARIS MURDER MYSTERY
Frankreich 2025
Regie: Rebecca Zlotowski
Mit: Jody Foster, Daniel Auteuil u.a.
Verleih: Plaion Pictures
Laufzeit: 105 Minuten
Start: 16. April 2026
Irrwege zu sich selbst
(ewei). Die US-Amerikanerin Lilian Steiner arbeitet als Psychotherapeutin in Paris. Sie lebt schon lange dort – und allein: Sohn Julien kommt mit der weit über das Professionelle hinausgehenden Distanziertheit seiner Mutter nicht klar und hat den Kontakt abgebrochen. Und von Ehemann Gabriel hat sie sich längst getrennt. Als sie – extrem gereizt – zum dritten Mal vergeblich auf ihre Patientin Paula wartet, taucht ein ehemaliger Patient auf. Und der erzählt ihr, dass er mit dem Rauchen aufgehört habe – allerdings dank eines Hypnotiseurs und nicht wegen der langjährigen kostspieligen Therapie bei ihr. Die Zweifel an ihrer beruflichen Kompetenz erhöhen sich, als Lilian von Paulas Tochter telefonisch über deren Suizid informiert wird. Bald hegt sie aber andere Zweifel: Indizien deuten darauf hin, dass jemand geschickt nachgeholfen haben könnte bei dem Selbstmord. Lilian ermittelt, nimmt Paulas Familie ins Visier –und findet über komödiantische Irrwege zu sich selbst.
DER FROSCH UND DAS WASSER
Deutschland/Schweiz 2025
Regie: Thomas Stuber
Mit: Aladdin Detlefsen, Kanji Tsuda u.a.
Verleih: Pandora Film
Laufzeit: 113 Minuten
Start: 30. April 2026
Sprachlose Freundschaft
(ewei). Stefan Busch hat Down-Syndrom. Und für Abenteuer ist in seinem Alltag in einer betreuten Wohngemeinschaft kein Platz. Doch ein Ausflug der Wohngruppe nach Köln bringt eine unverhoffte Wendung: Der junge Mann, den alle Buschi nennen, schließt sich einer Bus-Reisegruppe aus Japan an, deren nächstes Ziel Weimar ist. Und die Betreuerin merkt zu spät, dass er weg ist.
Auf der ungewöhnlichen Reise beginnt zwischen ihm und dem Busfahrer Hideo Kitamura eine behutsame Freundschaft. Und Buschi, der sich sein ganzes Leben lang geweigert hat, über Sprache mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren, blüht in dieser fremden Umgebung auf.
Thomas Stuber erzählt eine sehr berührende Geschichte über zwei Menschen, die eine Verbindung zueinander aufbauen, auch wenn sie sich nicht sprechend verständigen können. Ein Film mit dem Herz auf dem rechten Fleck, mit Protagonisten, die wie in einer märchenhaften, magischen Realität agieren.
DER VERLORENE MANN
Deutschland 2026
Regie: Welf Reinhart
Mit: Dagmar Manzel, Harald Krassnitzer, August Zirner u.a.
Verleih: Filmwelt
Laufzeit: 102 Minuten
Start: 7. Mai 2026
Vergessene Scheidung
(ewei). Hanne und Bernd Zweig führen eine zufriedene und ein wenig langweilige Ehe. Sie leben im eigenen Haus, sie gibt als freie Künstlerin Kunst-Workshops in der Dorfschule, er ist pensionierter Pfarrer. Kinder haben sie nicht, ihr Leben verläuft in vorhersehbaren Bahnen. Bis Kurt auftaucht. Hannes früherer Ehemann, den sie seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat; sie sind damals nicht im Guten auseinandergegangen. Er nimmt das Haus in Besitz – als würde er noch dort wohnen.
Dass die Scheidung in Kurts aktuellem Bewusstsein nie stattgefunden hat, erfahren sie durch einen Anruf bei seiner Tochter: Er habe Alzheimer, lebe in einem Pflegeheim und sie könne sich wegen eines Auslandsaufenthalts derzeit nicht um ihn kümmern, so ihre knappe Auskunft
Obwohl Hanne ihn so schnell wie möglich loswerden will, bahnt sich, getragen von Verantwortungsgefühl und Nächstenliebe, eine Freundschaft an. Und die wirkt auch auf die Ehe der Zweigs inspirierend.
FREIBURGER EXPERIMENTERT MIT UMSTRITTENER SOFTWARE SUNO
Der Song „Papaoutai (Afro-Soul)“ eroberte im Frühjahr weltweit die Charts und ging viral. Doch das Afrobeat-Remake des Stromae-Hits ist ein KI-Track. Ist das die Zukunft? Jein, findet der Freiburger Musiker Stefan Merkl. Er experimentiert intensiv mit KI – und hat mit chilli-Redakteur Till einen Freiburg-Track produziert. Das Ergebnis ist erstaunlich – schon nach 15 Minuten.
„Wir brauchen nur WLAN.“ Das ist Stefan Merkls einzige Bedingung für ein Probe-KI-Producing. Der 58-Jährige braucht abgesehen davon nur sein Tablet. Unser Ziel heute: Wir produzieren einen FreiburgTrack mithilfe von KI.
So will Merkl zeigen, was sie mittlerweile kann – und was nicht. Seit einem halben Jahr beschäftigt sich der Komponist, Pianist, Bigband-Leiter und Musiklehrer intensiv mit KI-Producing. „Ich will checken, was up to date ist“, erzählt Merkl. Auch für seinen Job als Musiklehrer in Villingen, wo er sein Wissen an Schüler·innen weitergibt. Drei Wege geht Merkl: „Ich lasse Songs produzieren, ich lasse alte Songs von mir per KI pimpen oder ich schaue, wie KI sie verändern kann.“ Dafür arbeitet er mit der US-Software Suno. Das Programm ist in den Schlagzeilen, da es von der Musikverwertungsgesellschaft Gema verklagt wurde. Suno hatte seine Systeme mit echten Songs trainiert – ohne zu be-
zahlen. Die Gema konnte das beweisen, da sie per Suno mit wenigen Prompts nahezu eins zu eins Songs reproduzieren konnte wie „Atemlos durch die Nacht“ von Helene Fischer.
Gema verklagt Suno fürs
Füttern ihrer Programme
Unser Ziel heute: Wir wollen eine Freiburg-Hymne produzieren lassen. Merkls erster Schritt: Er lässt ChatGPT den Text schreiben. Die Schlagworte soll ich liefern. „Wie wäre es mit Freiburg meine City und mit dem Fahrrad Richtung Sonne?“ „Cool“, sagt Merkl und tippt ins Feld: „Schreibe einen Raphit mit Assonanzen und Binnenreimen. Verwende ,Freiburg ist ne geile City, mit dem Fahrrad Richtung Sonne‘ als Hook. Be Creative.“
von Till Neumann
Kreativ mit KI: Stefan Merkl beim Probe-Producing für einen Freiburg-Song
Sekunden später haben wir einen Vorschlag. Doch der ist zu eintönig. Wir bitten um mehr Abwechslung. Auch Vorschlag zwei überzeugt nicht. „Sonne“ auf „Wonne“ zu reimen in einem Raphit? Da geht mehr. Wir bitten, das Wort zu ersetzen. Dann passt es:
„Freiburg ist ne geile City, mit dem Fahrrad Richtung Sonne / Freiheit in den Venen, jeder Atemzug pure Freude / Leichter Wind im Rücken, wir entkommen jeder Schwere / Zwischen Licht und Leben merkst du, dass ich hierher gehöre“
Zwei Strophen gibt’s on top. Jetzt wollen wir Musik draus machen. Also loggt sich Merkl auf Suno ein. Dort kopiert er die Lyrics hin und tippt Prompts ins Feld: uplifting HipHop Sounds with positive Vibes, include Soul Horn Section and backing vocals, energy riddim drums, club ready, female rapper.
„Deutsch ginge auch, aber besser auf Englisch“, erklärt Merkl. Ob das Ergebnis gut wird, weiß er nicht. Man brauche Geduld. Doch das Wichtigste komme erst. Bei „more options“ stellen wir die Parameter „vocal gender“, „weirdness“, „style influence“ und „duration“ ein. Dann drückt Merkl auf „create“.
Rund zwei Minuten später haben wir wie gewünscht zwei fertige Songs zur Auswahl: Stimme, Beat, moderner Clubsound und Freiburg-Vibe. Alles drin. Doch überzeugt ist Merkl noch nicht. „Da geht mehr.“ Er möchte eine männliche Stimme testen und ergänzt: „male sexy voice“, stellt die „weirdness“ von 0 auf 30 Prozent. Los geht’s.
Während Suno arbeitet, erzählt Merkl: „Die besten Ergebnisse habe ich, wenn ich eigene Ideen einbringe.“
Zum Beispiel Akkorde mit einem Piano, Drum Grooves oder eine Gesangsline. Sonst klinge es sehr von der Stange. „Es kann schon sein, dass ich 10-mal rumprobiere, bis es gut wird.”
Suno ist bereit. Wir hören den neuen Track an. „Ooooh, Baby, das ist eine 8 von 10“, jubelt Merkl. „Den würde ich nehmen.“ Ich bestätige: krasser Song. Heftige Stimme, hefti-
ger Beat. Das klingt nach einem Banger, wie er 2026 klingen muss. Kriegt da Merkl keine kalten Füße? „Mir macht das keine Angst“, sagt er. Doch klar sei auch: „KI-Musik muss reguliert werden.“ Dass die Gema rechtlich vorgehe, sei richtig. Genau wie das Verbot des Musikportals Bandcamp, dort KI-Songs hochzuladen.
Andere Streamingplattformen tun das nicht: Spotify bekommt Kritik, da es eigene große Playlists mit KI-Musik füttert und so Abgaben spart. Deezer meldet, dass mehr als ein Drittel der Uploads KI-Tracks sind. Allein 60.000 neue KI-Titel werden dort täglich hochgeladen.
den Songs generiert. Wie könnten Streicher dazu klingen? Wie könnte ich Percussion und Techno mixen? „Im besten Fall ist meine Komposition von vorne bis hinten intakt geblieben“, betont Merkl. Dann könne er sich inspirieren lassen von KI-Vorschlägen.
„Im besten Fall ist meine Komposition intakt geblieben“
Dass Musiker mit KI Schotter machen, findet Merkl fragwürdig. „Die meisten Suno-Nutzer wollen damit Geld verdienen.“ Sie würden Streamingportale überschwemmen, es ginge um Quantität statt Qualität. Er sieht Suno für sich eher als Co-Songwriter und Experimentier-Labor. „Ed Sheeran hat 20 Leute, die für ihn Sachen schreiben, ich probiere dafür Sachen mit KI.“ Die Ergebnisse seien manchmal sehr cool, manchmal oh mein Gott.
Am besten gefällt ihm Suno, wenn es Ideen für seine bestehen-
Eins ist für ihn sicher: „KI wird niemals Live-Musiker·innen ersetzen.“ Die Interaktion mit Menschen, ihre Energie, ihr Humor, ihr Schweiß, das schaffe keine Maschine. Doch die Entwicklung ist rasant – und Vorbehalte bleiben groß: Wenn er Freund·innen seine KI-gepimpten Songs schickt, kommt zurück: „Boah krass.“ Wenn er die KI-Hilfe transparent macht, heißt es auch mal: „Du Trickser.“
Eine Ipsos-Studie für Deezer zeigt: 97 Prozent der Musikhörenden können nicht unterscheiden, ob ein Song KI ist oder nicht. Deezer ist laut eigenen Angaben das einzige große Streamingportal, das KISongs kennzeichnet.
KI-Freiburg-Track hören: bit.ly/KI-Track-chilli
Ist ein Hit geworden: Der KI-Remix „Papaoutai Afro Soul“, das Original ist von Stromae.
„Freiburg Sound“
3 FRAGEN AN LENA EMBERLANE
Eine Breisgau-Playlist: Die Freiburger Musikerin Lena Emberlane (40) möchte lokalen Acts mehr Gehör verschaffen. Daher hat sie die Streaming-Playlist „Freiburg Sound“ zusammengestellt. Warum? Das erzählt sie im Interview mit chilli-Redakteur Till Neumann.
Lena, warum die Playlist? Wir können mehr erreichen, wenn wir uns zusammentun. Beim Joggen kam mir die Idee, und da ich schon lange in der Musikszene in Freiburg unterwegs bin, kenne ich sehr viele tolle Artists persönlich.
Wieso ist es wichtig, Acts von hier zu hören? Als kleiner Independent-Artist ist es schwierig, den Spirit oben zu halten. Du gibst alles für deine Songs, bewirbst dich bei Locations, dann schaust du auf deine Zahlen und fragst dich, für was du alles machst. Wenn du nicht in einer von Streamingdiensten gepushten Playlist landest oder viel live spielst, kommst du nicht weit.
Du sagst „Musik ist nichts mehr wert“. Warum? Über YouTube und Co. kann alles kostenlos gehört werden. Da Musik erst ab 1000 Streams vergütet wird (Spotify) und nur im 0,003-Cent-Bereich, CDs nicht mehr gekauft werden und du ohne Streams schwieriger an Auftritte kommst, hängt alles zusammen. Songs verpuffen. Es braucht die Möglichkeit, Freiburger Artists zu hören. Die habe ich zumindest für Pop/Folk/Singer Songwriter mit „Freiburg Sound“ geschaffen.
Die „ Freiburg Sound“ Playlist gibt’s auf Tidal, Deezer, Applemusic und Spotify.
KEINE CLOWNS SPORTUNTERRICHT
Rock & Rap
Rock ohne Reck
(tln). Was war das Beste an der Schule? Ganz klar der Sportunterricht. Ganz anders sieht das die Freiburger Rock-Kombo Keine Clowns. „Nie mehr nie wieder gehe ich zum Sportunterricht“, singen sie im Refrain ihrer Single „Sportunterricht“. Und: „Ich tu erst wieder hüpfen, wenn der Bass mich zerfickt.“
Rockig klingt das. Mit Elektroanleihen, Raptext und viel Power. Man spürt die Fluchtversuche vor dem grimmigen Sportlehrer förmlich, wenn der Synthie Welle macht. Die Antipathie gilt insbesondere dem Sport ohne Ball: „Ich kugel wie ein Dreckswurm wieder mal beim Reckturn.“ Es geht ums fiese Nicht-Gewählt-Werden oder den Moment, wenn man seine Tage hat.
An Humor und Ego scheint es nicht zu fehlen: „Super coole Band aus Freiburg“ steht in der Bio. In einer Welt voller KI, Hass und schlechter Laune wollen sie für ein lautes Live-Erlebnis sorgen. Ihr Song kommt funny daher, hat aber ernsten Hintergrund: „Es geht um Wettbewerb, Ausgrenzung und die kleinen Machtkämpfe aus der Schulzeit – also um den ganz normalen Wahnsinn in Turnhalle und Gesellschaft“, erklärt Simon von „Keine Clowns“. Gut gelungen. Ein Song, den man live hören möchte. Die Vocals könnten dann ein bisschen lauter sein. Wer mithüpfen will: Am 28. Mai spielt die Band im Elpi Freiburg.
ÄL JAWALA „RESISTDANCE LIVE“
World Wild Pop
Frisch und fremd
(lsg). Mit dem Album „Resistdance Live“ liefert Äl Jawala aus Freiburg ein energiegeladenes und mitreißendes Live-Erlebnis für zu Hause. Treibende Beats, leidenschaftliche Saxofonsounds und ansteckende Hip-Hop-Beats gehen dem Zuhörer unmittelbar durch den ganzen Körper und machen das Album des Quartetts zu einem intensiven Hörerlebnis.
Die Verbindung aus Balkan Brass, Trance und Hip-Hop-Einflüssen wirkt dabei erstaunlich organisch und klingt frisch und im besten Sinne fremd. Und das trotz mehr als 20 Jahren Bandhistorie.
Diese Vielfalt verleiht dem Album –aufgenommen im Tollhaus Karlsruhe –seinen unverwechselbaren Charakter und sorgt für spannende Dynamiken zwischen den Tracks. Nicht umsonst gehören „Jawalas“ zu einer der prägendsten Bands der Crossover-Szene.
„Resistdance Live“ bietet alles, was man sich von einem gelungenen LiveAlbum erhofft: spürbare Energie und eine unmittelbare Nähe zum Publikum, das man im Mitschnitt auch mal jubeln hört. Besonders in Songs wie „Tunnel“ wird eine unverkennbare Leichtigkeit hörbar, die zugleich ein Gefühl von Aufbruch und Hoffnung erzeugt. So entsteht ein kraftvoller Soundtrack, der zum Tanzen animiert und eine klare Nachricht vermittelt: Musik ist verbindende Kraft in ungewissen Zeiten.
(tln). Der Freiburger Exportschlager Kasi & Antonius meldet sich zurück: Die beiden Indiemusiker haben ihr Album „kids“ rausgebracht und waren im März auf großer Tour. Als Vorabsingle gab’s „kommst du runter, bin hier“.
Die beiden mischen mal wieder Melancholie, Kummer und Lässigkeit. Kasi singt von einer Frau – die Kommunikation klappt aber nicht. „Du sagst wie’s dir geht immer nur kurz in 1, 2 Nebensätzen.“ Bitter: Er merkt „immer erst, wenn du weg bist, was ich sagen will“.
Getragen wird das von Gitarre, Synthies und die depressive Stimmung durchbrechende Drums. Texter Kasi und Producer Antonius erfinden ihr Rad nicht neu, drehen es aber erfolgreich weiter. Der Antihelden-Attitüde bleiben sie treu.
Dass das auch live rockt, haben die beiden zuletzt auch beim ZartmannAuftritt vor 8000 Menschen in der Freiburger Sick-Arena bewiesen. Zur gefeierten Zugabe ihres Songs „Meinen die uns“ durften sie mit auf die Bühne des befreundeten Indie-Stars. Wer mehr hören möchte: Das Album „Kids“ bietet 11 weitere Songs. Derzeit sind die beiden laut Insta-Post im Urlaub. Neue Tourdaten für den Sommer dürften folgen. Der Instagram-Name von Kasi bleibt ein Relikt vergangener Tage: „keinerkenntkasi“ kann man nur noch mit einem Grinsen lesen.
MALAKA HOSTEL
BRUCCA BEAT (ALBUM) Global
Sehnsucht nach Stabilität
(lsg). Mit ihrem Album „Brucca Beat“ wollen Malaka Hostel ihren Ruf als eine der aufregendsten Livebands der süddeutschen Szene festigen. Die fünfte Platte der Freiburger ist ein Amalgam aus Kulturen, Genres und Emotionen.
Die Band verbindet Balkan, Karibik und Orient mit Indie-Rock. Die Songs mischen Deutsch und Englisch, auch Spanisch ist zu hören. So entsteht ein Sound, dessen organischer Vibe ein Gefühl der Nostalgie heraufbeschwört. Treibende Bässe, einmalige Grooves und viel Energie animieren zum Tanzen und Mitwippen. Songs wie „What We Are Fighting For“ schreien geradezu nach Melancholie sowie nach der Sehnsucht nach Einfachheit, Stabilität und Lebensfreude.
Das Album befasst sich mit der Suche nach Erklärungen, Widerstand und gesellschaftlichen Unsicherheiten. Malaka Hostel stellen unbequeme Fragen anhand zynischer Metaphern, ohne sich in Pessimismus zu verlieren. Mit ihrem breiten Klangspektrum – von Gypsy-Swing über grungige Gitarren bis hin zu karibischen Rhythmen – sorgen die Musiker für viel Tiefe. „Brucca Beat“ ist ein Soundtrack für unruhige Zeiten, der zum Tanzen, Mitsingen und Nachdenken anregt.
Ihre Tour führt sie unter anderem am 25. April in den Burghof Lörrach
... zum Frühling
Die Freiburger Geschmackspolizei ermittelt schon seit über 20 Jahren gegen Geschmacksverbrechen, vor allem in der Musik. Für die cultur.zeit verhaftet Kommissar Ralf Welteroth fragwürdige Werke von Künstlern, die das geschmackliche Sicherheitsgefühl der Bevölkerung empfindlich beeinträchtigen.
Wir dürfen uns sowieso nie von unseren Gefühlen leiten lassen, selbst im Frühling nicht. Gerade nicht. MusikantInnen hingegen lassen sich sehr gerne von dieser Jahreszeit inspirieren, was nicht in jedem Fall Gutes verheißt. Ein großer Kriminalitätsschwerpunkt ist immer wieder das Frühlingsfest der Volksmusik, ein Stelldichein szenebekannter Wiederholungstäter ohne jegliches Unrechtsbewusstsein. Gerne auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, und damit von unser aller Gebühren finanziert, ausgestrahlt.
Der unschuldige Frühling wird hier auf niederträchtigste Art und Weise als Vehikel benutzt, um gefährliches Liedgut in Umlauf zu bringen und schwerste Straftaten zu begehen. Es gibt mittlerweile viele Ableger, Trittbrettfahrer und Nachahmer, wie zum Beispiel das Frühlingsfest der volkstümlichen Musik in der Stadthalle Ybbs! mit den Grübertalern und den Edelseern. Lichtblicke und kleine Erfolge sind trotz allem auch zu verzeichnen. So wurde jüngst auf unser Betreiben hin das 4.Volkstümliche Frühlingsfest in der Mehrzweckhalle Büchenbach/Roth mit Alexandra Schmied(„A Schmatzerl vom Schatzerl“) und „Stargast“ G.G. Anderson abgesagt (Wir haben dort kurzfristig „Bauarbeiten“ anberaumen lassen ). Auf den Frühling aber folgt der Sommer und darauf ein Herbst, das Winterfest der Volksmusik ist dann auch nicht mehr fern.
Sisyphusarbeit eben.
Es grüßen die Halbgötter der Geschmackspolizei
Literarische Innenansichten
SEIT 25 JAHREN TREFFEN SICH LITERATURBEGEISTERTE REGELMÄSSIG ZUM LESEWÜTIGEN KAFFEEKRÄNZCHEN
Sie treffen sich immer am zweiten Donnerstag eines Monats um Punkt 16 Uhr und unterhalten sich eine Stunde lang über Bücher. Seit 25 Jahren. Hinter verschlossenen Türen, doch mit großer Reichweite: Was sich die vier Literaturfans bei ihren „Lesewütigen Kaffeekränzchen“ zu sagen haben, ist in ganz Freiburg zu hören. Und darüber hinaus, per Livesendung: Der runde Tisch, um den sie sitzen, steht im Gruppenraum von Radio Dreyeckland –unter einem großen Mikrofon.
Es sind immer drei Rezensent·innen und eine Moderator·in, die eine Sendung gestalten und dabei drei ausgesuchte belletristische Werke vorstellen, die mit einem zuvor vereinbarten Thema zu tun haben. Derzeit, erzählt Birgit Huber, seien 12 Menschen unterschiedlichen Alters, Berufs und Geschlechts mit von der Partie, und das Kaffeekränzchen ist offen für Neue. Mitmachen könnten alle, die gern lesen und sich aktuellen gesellschaftspolitischen Themen über deren fiktionale Bearbeitung annähern wollen.
Denn genau darum geht es den „Lesewütigen“, die sich überwiegend dem unorthodoxen, antiautoritären linken Spektrum zuordnen: Sie bringen Themen ein, die sie beschäftigen – oder die sich manchmal auch aufdrängen – und finden die passenden Romane dazu. Wobei es nicht unbedingt Neuerscheinungen sein müssen. Anhand der Sicht der Autoren auf das jeweilige Thema erschließt sich ihnen dieses dann ganz anders als im Alltag, nämlich „von innen“.
Das Konzept hat sich bewährt; die ziemlich lebhaften Sendungen laufen bis heute nach dieser Struktur. So war und ist es möglich, Themen wie Gesundheit, Verwandtschaften, Klassengesellschaft, Krieg, Frieden, Klima, Flucht, Internationales und vieles mehr unter verschiedenen Gesichtspunkten und in allen Facetten zu beleuchten. Das sei eine große persönliche Bereicherung, sagt Huber, und mache immer sehr viel Spaß. Selbst wenn es gar keinen Kaffee gibt beim Kaffeekränzchen: Auch nach all den Jahren auf Sendung „sind wir vorher immer so aufgeregt, dass wir lieber Kräutertee trinken“, lacht sie.
von Erika Weisser
Sie ist eine der Initiatorinnen des literarischen Zirkels, der weit mehr ist als eine Wohnzimmer- oder Küchenplauderei. Auch wenn 2001 alles genau so anfing: In ihrer damaligen Frauen-WG auf dem Grether-Gelände wurde viel gelesen und diskutiert, und irgendwann hätten sie und ihre Mitbewohnerinnen die Gespräche von der WG-Küche in den Senderaum von RDL verlegt. Zum ehemaligen Piratensender, der seit 1988 legal als Freies Radio funktioniert, mussten sie ja nur über den Hof, außerdem arbeitete Huber bereits seit geraumer Zeit dort. Das tut sie immer noch. Und bei den Sendungen ist sie für die Online-Stellung zuständig, für den Kontakt zu Verlagen – und oft auch für die Inhalte. Wie bei der April-Sendung zu Algerien, wo sie den Roman „Rue Darwin“ des jüngst aus der Haft entlassenen Schriftstellers Boualem Sansal vorstellte.
INFO
rdl.de/sendung/das-lesewütige-kaffeekränzchen
Nächste Sendung: 14. Mai
Thema: Psychische Krankheit
EDEN – WENN DAS STERBEN BEGINNT
von Marc Elsberg
Verlag:
Blanvalet, 2026
768 Seiten, Hardcover
Preis: 28 Euro
Natur als Gegenmacht
(bar). Mit „EDEN – Wenn das Sterben beginnt“ verschiebt Marc Elsberg den Fokus radikal: Ging es in Blackout noch um Stromnetze, steht nun das größte, verletzlichste System überhaupt im Zentrum – das Leben selbst. Mikroben, Plankton, Insekten, Wälder, Tiere: ein fein austariertes Netzwerk, das uns trägt. Und das zu reißen beginnt. Elsberg eröffnet mit Bildern, die sich einbrennen: In der Karibik greift ein Riesenkalmar einen Walhai an, im Amazonas verdorrt der Boden, in der Adria treiben tote Fische. Was wie vereinzelte Schlagzeilen wirkt, entpuppt sich als Teil eines globalen Dominoeffekts. Der zurückgekehrte Protagonist Piero Manzano lässt seine KI die Daten auswerten – und erkennt, was andere verdrängen: Binnen Monaten könnte das ökologische Gleichgewicht kippen, mit drastischen Folgen für Ernährung, Wirtschaft und Gesellschaft. Gemeinsam mit Influencer Linus Strand und Meeresbiologin Sarah Keller geht Piero an die Öffentlichkeit –und wird zur Zielscheibe. Mächtige Akteure arbeiten gegen sie, während die Katastrophe längst Fahrt aufnimmt. Elsberg gelingt ein atemloser Thriller, der wissenschaftliche Komplexität in packende Szenen übersetzt. Die hohe Taktung, die globalen Perspektivwechsel – all das erzeugt Sog und Unruhe. „Eden“ ist kein leiser Roman, sondern ein literarischer Alarmruf: eindringlich, beängstigend und erschreckend plausibel.
DIE FRAU ALS MENSCH 2 SCHAMANINNEN FREZI GERN GESEHENE GÄSTE
von Ulli Lust
Verlag:
Reprodukt, 2026
304 Seiten, Hardcover
Preis: 29 Euro
Zwischen vielen Welten
(ewei). „In meiner Kindheit ist mir nicht aufgefallen, dass wir in einem Patriarchat leben“, ist im ersten Panel des Comics zu lesen, in dem Ulli Lust ihre Recherchen zur Rolle der Frauen in den Urgesellschaften ins Bild setzt. Zu einer Zeichnung, die die Autorin mit ihrer Schwester beim unbeschwerten Spiel zeigt. Als sie jedoch als junge Erwachsene durch mehrere europäische Innenstädte wandert, fallen ihr die dominant männlich geprägten Denkmäler auf. Und sie fragt sich, warum die in den ersten 30.000 Jahren der Menschheitsgeschichte geschaffenen Artefakte fast nur weibliche Gestalten zeigen. Überall in der Welt.
Durch ausgiebige Forschungen gelangt sie zu erstaunlichen Schlussfolgerungen: Frauen eigneten sich durch genaue Beobachtung mystischer Tiere umfassendes Wissen über die Heilkräfte bestimmter Pflanzen an; sie wurden zu Schamaninnen, die auch Verbindung zu Menschen herstellen konnten, die in eine andere Welt übergegangen waren. Lust zeichnet aber auch nach, wie und warum sie aus ihrer geachteten Stellung in den ursprünglichen Gemeinschaften verdrängt wurden. Sehr erhellend.
Am 17. April, 19.30 Uhr kommt die Autorin im Literaturhaus Freiburg über ihre Erkenntnisse ins Gespräch mit der Geschlechterforscherin Andrea Zimmermann.
von Thommie Bayer
Verlag:
Piper, 2026
208 Seiten, Hardcover
Preis: 24 Euro
Unerwartete Freundschaft
(ewei). Matteo ist meistens allein. Als er ein Kind war, hat er – und vor allem seine allein erziehende Mutter – darunter gelitten, dass er nicht wirklich dazugehörte. Inzwischen ist das Für-sich-Sein jedoch seine bevorzugte Daseinsform. Am liebsten verbringt er seine freie Zeit lesend auf einem Hochsitz im Wald. Bücher hat er genug: Seine Mutter betreibt einen Buchladen, in dem er mitarbeitet, seit er von seinen Berufs-Wanderjahren zurückkehrte. Diese hatten ihn im Anschluss an seine Zimmermannslehre durch ganz Europa geführt, mit zeitlich begrenzten Kontakten zu Kollegen, die wie er als wortkarge Einzelgänger unterwegs waren.
Nur mit einem, William, hat Matteo noch zu tun; hin und wieder übernehmen sie Renovierungsarbeiten in alten Häusern. Bei einem solchen Auftrag im elsässischen Altkirch lernt er das Schriftstellerehepaar Eric und Keira kennen – und erfährt zum ersten Mal, wie selbstverständlich Freundschaft sein kann.
Im Laden seiner Mutter organisiert er eine Lesung mit dem sehr erfolgreichen Eric, im Anschluss begleitet er ihn auf einer großen Lesereise, bei der er schließlich hinter ein gut gehütetes Geheimnis der beiden kommt.
Der Roman des in Staufen lebenden Autors Thommie Bayer liest sich leicht – und regt zum Nachdenken an.
DAS »BIERERNSTE« CHILLI-HOROSKOP
DIE BIERGARTEN-EDITION VON HOBBY-ASTRONAUTIN MICHAELA MOSER
WIDDER
21.03. – 20.04.
Du sitzt im Biergarten, bevor der offiziell überhaupt geöffnet hat. „Nur kurz was trinken“ endet wie immer in fünf Runden und neuen besten Freunden. Tempo rausnehmen? Schwierig. Vielleicht diesmal: erst bestellen, dann eskalieren. Und zwischendurch wirklich sitzen bleiben, statt direkt zum nächsten Tisch zu ziehen.
STIER
21.04. – 21.05.
Kaum angekommen, setzt du dich – und gehst nicht mehr. Warum auch? Alles ist da: Sonne, Essen, Getränk. Deine größte Bewegung: nochmal zur Theke. Du genießt in Zeitlupe. Achte nur darauf, dass „ich bleib noch kurz“ nicht zum Lebenskonzept wird. Irgendwann ist auch der schönste Biergarten einfach nur noch eine sehr harte Holzbank.
ZWILLING
22.05. – 21.06.
Mit dir laufen parallel sieben Gespräche, und am Ende weißt du nicht mehr, wer eigentlich was gesagt hat. Egal, Hauptsache Austausch. Du bist das soziale WLAN des Biergartens. Der Mai sagt: Setz dich mal fest. Ein Gespräch zu Ende bringen wäre ein spannendes Experiment. Könnte sogar Tiefgang haben. Verrückt, oder?
KREBS
22.06. – 22.07.
Zuerst suchst du dir den Platz, der sich wie Zuhause anfühlt – leicht schattig, nicht zu laut, mit guter Sicht. Deine Jacke reserviert mehr Plätze als nötig. Sicherheit first. Aber lass los: Menschen dürfen sich dazusetzen. Vielleicht bringen sie sogar Snacks oder gute Geschichten mit. Nicht jeder ist eine potenzielle Störung deiner Komfortzone.
LÖWE
23.07. – 23.08.
Du bestellst so, dass es auch der Tisch hinter dir mitbekommt. Lachen? Laut. Storys? Länger als nötig, aber gut erzählt. Der Biergarten ist deine Bühne, und du lieferst. Kleiner Tipp: Wenn du mal einen Gang runterschaltest, hören dir die Leute vielleicht sogar noch aufmerksamer zu. Charisma funktioniert auch in leise.
JUNGFRAU
24.08. – 23.09.
Ganz still bewertest du den Service, die Sauberkeit und die Schaumhöhe deines Getränks. Alles wird innerlich protokolliert. Du könntest jederzeit eine Rezension schreiben. Der Mai flüstert: Es ist ein Biergarten, kein Qualitätsaudit. Trink dein Getränk, auch wenn es nicht perfekt ist. Chaos gehört hier irgendwie zum Konzept dazu.
WAAGE
24.09. – 23.10.
Erst mal brauchst du 15 Minuten für die Entscheidung. „Nehm ich das oder das?“ Am Ende bestellst du das, was die anderen nehmen. Klassiker. Du willst Harmonie – selbst bei der Getränkewahl. Versuch es mal anders: Bestellen, ohne vorher die Runde zu scannen. Deine eigene Wahl könnte dich positiv überraschen. Wirklich.
SKORPION
24.10. – 22.11.
Du sitzt da, wirkst entspannt – und analysierst heimlich jeden am Tisch und drumherum. Wer flirtet, wer lügt, wer zu viel redet: Du weißt es. Der Biergarten ist für dich fast ein Sozialexperiment. Aber nicht alles muss entschlüsselt werden. Manchmal ist ein kühles Getränk einfach nur ein kühles Getränk.
SCHÜTZE
23.11. – 21.12.
Eigentlich kommst du für ein Getränk und landest plötzlich an drei verschiedenen Tischen. Irgendwo kennst du immer jemanden oder lernst jemanden kennen. Der Abend wird zum kleinen Abenteuer. Dein Konto sieht das weniger romantisch. Vielleicht diesmal: nicht jede Runde übernehmen und einfach den Moment genießen.
STEINBOCK
22.12. – 20.01.
Wie immer hast du den Treffpunkt organisiert, die Uhrzeit festgelegt und bist natürlich pünktlich. Alle anderen: nicht. Willkommen im Biergarten. Statt dich zu ärgern, bestell dir schon mal was und beobachte das Treiben. Kontrolle ist gut, aber Gelassenheit bringt dir heute eindeutig mehr. Auch wenn es dir schwerfällt.
WASSERMANN
21.01. – 20.02.
Während andere einfach trinken, erklärst du deine neue Idee für ein revolutionäres Biergarten-Konzept oder ein Start-up. Alle nicken interessiert, verstehen aber nur die Hälfte. Macht nichts. Aber vielleicht: erst austrinken, dann die Welt verändern. Deine Gedanken laufen nicht weg – dein Getränk schon.
FISCHE
21.02. – 20.03.
Du schaust ins warme Licht, hörst das Stimmengewirr und bist plötzlich emotional überwältigt. Ist das Leben nicht schön? Für dich wird der Biergarten schnell zur Filmszene. Alles wirkt bedeutungsvoll. Schön, aber bleib ein bisschen präsent. Sonst verpasst du die besten Gespräche direkt vor dir.