



![]()











7. Mai 2026: Ein Team, ein Stadion, eine ganze Stadt im Jubeltaumel.





ich kann mich noch gut an den 23. Mai 2015 erinnern. Es war ein Samstag. Halb Freiburg saß vorm Fernseher oder war in Hannover. Am späten Nachmitttag war der SC Freiburg nach dem 1:2 bei den 96ern abgestiegen. Die Spieler weinten, SC-Coach Christian Streich riss sich irgendwie zusammen, konnte seine Traurigkeit am Ende auch nicht mehr bei sich behalten. Der Abstieg. Nachdem die Freiburger eine Woche zuvor zu Hause noch – Flankengott Guédé, Fußballgott Petersen – den FC Bayern geschlagen hatten. Unfassbar. Ein magischer Moment.
Unfassbar, irreal, bizarr, magisch – elf Jahre später steht der SC Freiburg im Finale der Euro-League. Der SC. Dass die Elf von Julian Schuster im Achtelfinale KRC Genk schlagen kann: keine Frage. Dass sie in zwei Spielen Celta Vigo mit 6:1 vom Platz haut, war schon sensationell. Dass sie aber nach dem blöden 1:2 in Braga zu Hause noch 3:1 gewinnt, leichtes Kammerflimmern inklusive, und tatsächlich ins Finale einzieht, ist eine der größten Geschichten der Euro-League überhaupt. Sicher aber der größte Erfolg des Vereins. Platzsturm à la Freiburg, auf dem hei-
Herzlichst, Ihr Lars Bargmann, Chefredakteur & die chillisten
ligen Rasen liegende Fans, weinende, lachende, hüpfende, Fäuste ballende, völlig losgelöste. Es brauchte nur einen Tag, um fürs Public Viewing – Karo-Events-Chef Christoph Römmler sei Dank (!) – 15.000 Tickets an den Mann und die Frau zu bringen. Die kleine Großstadt im Südwesten der Republik mit diesem immer noch besonderen Fußballverein ist komplett elektrisiert. Das SC-Lied „Wir fahren über die Alpen. Nach Baku ans kaspische Meer. Nach London über den Kanal. Denn Freiburg spielt international“ kann weitergeschrieben werden. Nächste Station Beşiktaş-Park Istanbul. Irre.
Wir wünschen aber auch mit unseren Geschichten über einen Esel in der Innenstadt, der neuesten Entwicklung bei der Club-Legende Crash, dem wunderbaren Dartzentrum oder auch den Interviews mit dem alten und neuen Oberbürgermeister Martin Horn oder der ganz neuen Finanzbürgermeisterin Carolin Jenkner anregende Lektüre.






› 8–10
Wiedergewählt: Oberbürgermeister Martin Horn im großen chilli-Interview
IN EIGENER SACHE
EDITORIAL 3
GASTKOLUMNE
NACHGEWÜRZT 7
MEHR KOLUMNEN 17, 61, 66
TITEL
„BRANDBESCHLEUNIGER“ 8–10
Martin Horn über die Verpackungssteuer, die Stadthalle und einen Rückschlag zur Eisarena-Sanierung KONTROVERS
BAUEN ODER NICHT? 12–13
Naturschutz oder neuer Wohnraum? Ein Pro und Kontra zur Zähringer Höhe
HINTERGRUND
„FÜHLEN UNS BLOCKIERT“ 14–15 chilli begleitet zwei Geflüchtete beim Einkauf mit umstrittener Bezahlkarte
SZENE
STAR MIT HUFEN 16–17
Esel Charly verzückt spazierend in der Freiburger City / Gastro-News
PLEITE, ABER OPTIMISTISCH 18 Kult-Club Crash wagt Neustart –Zusammenschluss mit Kneipe Eimer?
chilli – Das Freiburger Stadtmagazin
chilli Freiburg GmbH
Paul-Ehrlich-Straße 13, 79106 Freiburg fon / Redaktion 0761-76 99 83-0 fon / Anzeigen 0761-76 99 83-70 fon / Vertrieb 0761-76 99 83-83 www.chilli-freiburg.de
E-Mail für Online- / Printredaktion redaktion@chilli-freiburg.de
Geschäftsführerin (V.i.S.d.P.)
Michaela Moser (mos): moser@chilli-freiburg.de
Chefredaktion
Lars Bargmann (bar): bargmann@chilli-freiburg.de

› 20 Boom: Der Freiburger Beachverein wächst und wächst – großes Ziel im Fokus
STRICKEN UND SCHAUEN 19
Häkeln im Kino, ein Match? Ida hat's fürs chilli ausprobiert SPORT
PFEILE UND BÄLLE 20–21
Beach-Verein strößt an Grenzen / Im Dartzentrum geht's hoch her BUSINESS IM BREISGAU
ROLLENTAUSCH
22–32
Neue Finanzbürgermeisterin Jenkner im Interview / Wirtschaftsthemen
FREIZEIT SPECIAL
REGIO ERLEBEN
34–39
Stadtführungen, Museen & Co.: Tipps für tolle Tage in und um Freiburg
KALENDER
ON STAGE 40–54 Konzerte, Theater und Co.: Das geht in der Regio ab
SUCHE NACH IDENTITÄT 56
Aktionstheater Pan.Optikum erkundet Zusammenhalt im eigenen Quartier

› 56 –65 cultur.zeit: News aus Freiburg zu Kultur, Musik, Literatur und Leinwand
SCHWEBENDE FÄDEN 57
Elke Maier macht im Münster Licht sichtbar
MUSIK
„WIE IM SCHUHKARTON“ 58
Neuer Proberaum-Park in Freiburg eröffnet – Euphorie und Forderung
KALEIDOSKOP 59– 61
Ambitioniertes ZMF / Wilde Truppe Soundgauallee / Musiktipps
KINO
BESSER ALS DER RUF 62–63
Filmprojekt zeigt, was im Stadtteil Weingarten steckt / Filmtipps
LITERATUR
VISIONÄRE ÜBERGÄNGE 64–65 Richtungsweisendes im Literaturhaus / Lesetipps
Redaktion
Till Neumann (tln): neumann@chilli-freiburg.de
Kultur redaktion
Michaela Moser (mos): moser@chilli-freiburg.de
Erika Weisser (ewei): weisser@chilli-freiburg.de
Marianne Ambs (mam): ambs@chilli-freiburg.de
Terminkalender
Lilian Gerstenmaier (lsg): terminkalender@chilli-freiburg.de
Gastautoren
Ansgar Hufnagel, Ralf Welteroth, Ida von Dreden
Lektorat Beate Vogt
Schlussredaktion Till Neumann
Grafik Sven Weis (Leitung), Benedikt Schmidlin, Sarah Heinzel
Titel
© Zelt-Musik-Festival gGmbH cultur.zeit Titel © Port au Prince
Bildagenturen iStock.com, freepik.com, unsplash.com, pixabay.com
Anzeigenannahme per E-Mail anzeigen@chilli-freiburg.de
Anzeigenberatung
Marion Jaeger-Butt, Nathalie Braun, Armando Sainovic, Lilian Gerstenmaier beiermeister mediaberatung
Vertrieb
Lilian Gerstenmaier gerstenmaier@chilli-freiburg.de Druckunterlagenschluss Jeweils am 28. des Vormonats. Es gilt die Preisliste Nr. 17
Druck & Belichtung
Hofmann Druck, Emmendingen
Wirtschafts-Special: business im Breisgau
Nächster Erscheinungstermin 19. Juni 2026
Ein Unternehmen der Die im Magazin enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigung und Einspeicherung in elektronische Systeme. Gleiches gilt für den Nachdruck von uns entworfener Bilder und Anzeigen.

Das Archäologische Museum Colombischlössle (ArCo) hat seit April einen neuen Leiter: Hans Oelze. Ein Unbekannter ist der 42-Jährige dort indessen nicht: 2014, nach dem Studium der Urgeschichtlichen Archäologie, absolvierte er ein Volontariat, danach war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Ab 2022 war er Stellvertreter von Helena Pastor Borgoñón, die nach 21 Jahren als Museumsleiterin in den Ruhestand gegangen ist.
„Ich habe mich früh für die Archäologie interessiert. Schon als Kind habe ich meine Eltern in sämtliche Museen gezerrt, wollte alles über die Zeit vor unserer Zeit erfahren. Wir wohnten in der Nähe von Bühl, wo damals viel Kies abgebaut wurde. Dieser hatte sich während der nacheiszeitlichen Gletscherschmelze in der Rheinebene abgelagert. Irgendwann stand dann ein Arbeiter vor unserer Haustür, der beim Baggern auf riesige Zähne gestoßen war. Die brachte er in einem Karton zu meinem ebenfalls archäologisch interessierten Vater. Es stellte sich heraus, dass es Zähne eines Mammuts waren.


Das hat mich sofort völlig fasziniert. Ebenso wie später die am Petersfels bei Engen entdeckten feinen Nähnadeln aus Schneehasen-Knochen. Sie zeigen, dass Steinzeitmenschen keine primitiven Höhlenmenschen waren, sondern nachhaltig handelnde Frauen und Männer, die die Ressourcen ihrer Umwelt genau kannten und in der Lage waren, wetterfeste Kleidung zu nähen und sogar die dazu notwendigen Werkzeuge herzustellen.
Ich finde es nach wie vor faszinierend, welche Schlüsse wir aus oft zufällig ausgegrabenen Gegenständen ziehen können. Etwa aus den 2024 im Glottertal entdeckten mittelalterlichen Silbermünzschatz. Darunter waren auch Münzen aus der Nordschweiz und dem Elsass. Ein Hinweis darauf, dass die Menschen die mit den unterschiedlichen Währungen vor mehr als 700 Jahren über die Grenzen der kleinräumigen zerteilten Wirtschaftsräume hinweg Han-
del trieben – und das ohne Verträge wie den berühmten Rappenmünzbund.
Die Archäologie klärt uns nicht nur über das Zusammenspiel von Stadt und Land auf. Sondern auch über die bereichernde Rolle von Migration für die Entwicklung aller Gesellschaften. In Regionen, die in der Nähe bedeutender Handelswege lagen und zudem günstige Jagd- und Ackerbaugebiete aufwiesen, siedelten sich schon immer Menschen an, die oft von weither kamen. Das lässt sich etwa anhand von Schmuckstücken und Keramikscherben feststellen, deren Bestandteile nicht von hier stammen, oder mit neuen anthropologischen Untersuchungsmethoden.
Ich freue mich jeden Tag darauf, hierher zu kommen. Abgesehen davon, dass es der schönste Arbeitsplatz ist, den ich mir jemals hätte vorstellen können, gefällt mir auch der Teamgeist: Viele ganz unterschiedliche Menschen entwickeln gemeinsam neue Konzepte und Formate; dabei traut jede jedem die Bewältigung der gestellten Aufgabe zu. Besonders begeistert mich die Art und Weise, wie hier Archäologie vermittelt wird: Neue Erkenntnisse werden so schnell und niedrigschwellig wie möglich für alle zugänglich gemacht und mit heute relevanten Fragen verlinkt.
Das strahlt nach außen: 2025 hatten wir 38.610 Besucherinnen und Besucher.
Wir haben in den letzten Jahren die gesamte Dauerpräsentation neu konzipiert; das ist nun abgeschlossen. Dadurch haben wir mehr Kapazitäten für größere Sonderausstellungsformate. Im Herbst beginnt die Ausstellung ‚Archäo-Labor‘. Danach werden wir uns beispielsweise den großen Themen ‚Spiel‘ und ‚Wasser‘ widmen. Außerdem werden wir den digitalen Ausbau voranbringen. Da haben wir mit der ArCo-Museum-App und der interaktiven ‚Zeitmaschine‘ mit 3D-Projektionen schon einen guten Anfang gemacht.“
Aufgezeichnet von Erika Weisser

Heinz Soucek, vom chilli einst als Daniel Dosentrieb der Neuzeit bezeichnet, war baff: Am Apparat war ein Uwe Brien. Wohnhaft in Nehmten, Kreis Plön, Schleswig-Holstein. Er habe ein Kunstwerk von ihm auf einem Flohmarkt in Kiel gekauft. Und eine GoogleSuche habe ihm zum Freiburger gebracht. Soucek ließ sich ein Foto schicken. Und fiel aus allen Wolken. Das, erzählte er dem Nordlicht, ist mein vor zehn Jahren auf der Baden-Messe geklautes Bild. Wie bitte? Brien, dem Forstwirt, war klar, gestohlene Kunst muss restituiert werden. Auch von Nord- nach Süddeutschland. So setzte er sich mit seiner Gemahlin ins Auto und brachte neulich dem Urheber das 20 Kilo schwere Werk zurück. „Was für eine irre Geschichte“, erzählt Soucek beim Redaktionsbesuch. Kein Kratzer sei am Kunstwerk, „das müssen Profis gewesen sein“. Wie aber nun das übermannshohe Münsterbild von der Dreisam an die 850 Kilometer entfernte Kieler Förde kam, warum und wie es überhaupt von der eigentlich gut überwachten Freiburger Messe gestohlen wurde und dann, auf welchen Wegen auch immer, auf dem Trödelmarkt landete – Fragen über Fragen. Soucek jedenfalls zahlte den Kunstwerkfreiwilligzurückbringern (Kfz) nicht nur Sprit und Übernachtung im Hotel, sondern spielte auch den Stadtführer – mit Besichtigung des originalen Münsters natürlich. Kann es noch schöner sein? Ja, das geht: Brien ist SC-Fan. bar
Es ist Frühlingszeit und es ist Pollenzeit. Die schönste Zeit des Jahres für die einen, ein endloser Kampf mit dem panischen Blick auf den Pollenflugkalender für die anderen. Der Gefahrenindex wird studiert, die Pollenkonzentration notiert und der Tagesablauf systematisch danach ausgerichtet. Da heißt es, kreativ zu sein, um dem Augenjucken und Nasentränen möglichst effektiv entgegenzuwirken. Mit Taucherbrille auf dem Fahrrad lässt sich der Weg zur Arbeit gleich viel entspannter genießen. Mit in die Kapuze eingespanntem Topfdeckel kann selbst der Spaziergang seine erholende Wirkung entfalten. Der aufblasbare Ganzkörperanzug erfährt eine nie dagewesene Hochkonjunktur und lässt uns schutzsuchend als Michelin-Menschen durch die Straßen stolpern. Rette sich, wer kann –die Pollen kommen. Tja. Wenn das nur so einfach wäre. Hasel, Erle, Esche, Birke, Gräser, Roggen, Beifuß und Ambrosia dringen durch jede Übergangsjacke und zeigen, wer der wahre Chefboss ist: die Natur. Aus den Ritzen der gepflasterten Einfahrt recken die ersten Grashalme übermütig ihre Spitzen. Der versiegelte Garten des Grauens beim Nachbarn gegenüber wird von den Wurzeln der Kastanie unterwandert und angehoben. Auf der B31 bohrt sich ein kleiner Löwenzahn durch den Asphalt und kitzelt die über ihn hinwegdonnernden Sommerreifen.
Die Natur lacht sich kaputt, wenn ich mit Nasenklemme zur Straßenbahn hechte und mich im Museum verkrieche, um dem Heufieber zu entkommen. Ja, der ausgebleichte Körper schreit nach Bewegung, Sonne, frischer Luft und Eis. Doch es ist Pollenzeit. Schmetterlinge, Spargel und Freibadpommes treibt der Frühling vor sich her. Und seit dem 1. Mai geht da noch mehr.
Der Tankrabatt lächelt uns mit großem Dollarzeichen in den Augen, von einem Ohr zum anderen grinsend, fröhlich an. Die Gießkanne wird ausgepackt und an den Zapfsäulen darf wieder ordentlich gebechert werden, bis der Tank zufrieden gluckst und die letzten Tropfen auf dem geweihten Boden der Tankstelle kleine glitzernde Pfützen hinterlassen. Dabei ist völlig egal, ob ein schluckspechtiger, prächtiger SUV gefüttert wird oder eine Ente. Jede·r soll profitieren und sich zwei Monate lang richtig gönnen. Wer viel tankt, spart viel. Also fahrt um euer Leben, solange der Tankrabatt und euer schlechtes Gewissen es zulässt, der Luftfilter die Pollen vor dem Eindringen in den eigenen Safe Space hindert und bevor der nächste Pollensturm die Heckscheibe zu einer undurchsichtigen Mauer werden lässt. Und damit wir den Frühling mit all seinen Nebenwirkungen auch im Cabrio genießen können, fordere ich ein für alle Mal ein Flugverbot für Pollen.

Ansgar Hufnagel, Freiburger, Moderator, Bühnenmensch und Gründer von „Comedy Flex“, würzt im chilli aktuelle Themen kräftig nach.

Martin Horn, vor acht Jahren quasi aus dem Nichts gekommen und Oberbürgermeister von Freiburg geworden, hat den erneuten Wahlkampf um den Chefsessel im Rathaus am 26. April fulminant gewonnen. Im ersten Wahlgang. Mit fast 53 Prozent der Bürgerstimmen. Der alte und neue Oberbürgermeister im Gespräch mit chilli-Chefredakteur Lars Bargmann.
chilli: Herr Horn, vor der Wahl hat sich ein breites grün-linkes Bündnis gegen Sie positioniert. Wie geht es jetzt im Verhältnis OB und mit Abstand stärkste Fraktion im Gemeinderat weiter?
Horn: Ich habe über sechs Jahre eine sehr vertrauensvolle, sehr konstruktive Zusammenarbeit mit den Grünen gepflegt und wir haben sehr viel gemeinsam auf den Weg gebracht. Daran gilt es anzuknüpfen. Dass im Wahlkampf jeder seine Positionen klarmacht, ist selbstverständlich. Unsere Demokratie lebt davon, dass man verschiedene Kandidatinnen und Kandidaten aufstellen und unterstützen kann. Ich habe mich über die Glückwünsche der grünen Parteispitze noch am Wahltag gefreut und wir werden in den kommenden Monaten sicherlich wieder einen Weg der konstruktiven Zusammenarbeit finden.
chilli: Eine Klippe des Auseinanderdriftens war die Verpackungssteuer. Ist die tragbar oder muss sie weg?
Horn: Für eine Verpackungssteuer gibt es ökologisch total nachvollziehbare Gründe. Ich glaube aber, dass wir in der
Gesamtbewertung deutlich mehr verlieren als gewinnen. Wir verlieren im Bereich Gastronomie. Zudem haben wir einen großen Unmut in der Bevölkerung, weil die Nahrungsmittelpreise ohnehin schon viel teurer geworden sind. Und dann kommt noch die Bürokratie dazu. Allein für die Abrechnung der prognostizierten 4,4 Millionen 50-Cent-Vorgänge benötigen wir drei Personalstellen.
chilli: Und die Menschen, ob nun Verbraucher oder Unternehmer, suchen sich kreative Wege, um die Steuer zu umgehen. Bestellen eine Pizza, setzen sich an den Tisch, essen ein Stück, lassen sich den Rest im Karton steuerfrei mitgeben oder kürzen Bestecke und Strohhalme.
Horn: Die Steuer sorgt für Politikverdruss. Das habe ich mehrfach gesagt und bin dafür hart kritisiert worden. Vielen geht es vielleicht gar nicht um die 50 Cent, aber es geht um dieses Gefühl, nach den Energie- und Tankpreisen schon wieder für etwas mehr bezahlen zu müssen. Wir hatten gerade im Haus der Jugend eine Veranstaltung mit den OB-Kandidierenden. Da waren 71 Zehntklässler im Raum. Wie viele haben für die Verpackungsteuer gestimmt?
chilli: Keiner?
Horn: Einer. So wie die Steuer jetzt ist, ist sie ein politischer Brandbeschleuniger für Kräfte, die wir uns überwiegend nicht wünschen. Deswegen freue ich mich, dass im Oktober im Gemeinderat erneut darüber debattiert wird und es eine Chance gibt, nachzujustieren. Ich bin davon
überzeugt, dass diese Form der Verpackungssteuer so nicht zukunftsfähig ist.
chilli: Um die Zukunft geht es in der Stadthalle. Im Dezember 2024 hatten Sie und Baubürgermeister Martin Haag gemeinsam mit dem damaligen Stiftungsdirektor Michael Fromm freudig den Plan bekannt gegeben, in der Stadthalle das Johannisheim 2.0 neu zu bauen. Wieso ist das gescheitert?
Horn: Ich würde es nicht als Scheitern bezeichnen. Wir haben jetzt eine statisch belastbare, mit den Denkmalbehörden abgestimmte Lösung für ein Haus-imHaus-Konzept. Und die Stiftung wollte aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus lieber Eigentümer eines Grundstücks werden. Das gelingt im Neubaugebiet Zinklern und wäre in der Stadthalle nicht so einfach gegangen.
chilli: Nun soll noch in diesem Jahr ein Ideenwettbewerb gestartet werden. Sie selbst haben – als OB-Kandidat – schon eine Idee ins Spiel gebracht: ein Sportund Begegnungszentrum. Bewirbt sich damit die Stadt selber um einen von der Stadt ausgeschriebenen Wettbewerb?
Horn: Das ist eine spannende Idee, die von einem breiten Bündnis mit Freiburger Sportvereinen, dem sehr erfolgreichen Olympiastützpunkt und der Sternwaldschule, die eine neue Turnhalle braucht, die auch zehn Millionen Euro kosten würde, getragen wird. Und die Hallenflächen könnten auch mal kulturell genutzt werden. Das ist aber alles nicht gesetzt, nicht beschlossen, aber es gilt, das weiter zu prüfen.
chilli: Wer würde da als Bauherr auftreten?
Horn: Auch das gilt es zu klären, ob wir es als Stadt bauen oder vielleicht ein Freiburger Verein die Federführung übernimmt.
chilli: Vom Osten in den Westen. Stadt und der EHC Freiburg haben gehofft, dass es für die beschlossene, mutmaßlich 39 Millionen Euro netto teure Generalsanierung des Eisstadions acht Millionen Euro Bundeszuschüsse geben wird. Aktueller Stand sind null Euro. Wo soll nun das Geld herkommen?
Horn: Die sogenannte Sportmilliarde war in der ersten Tranche 22-fach überzeichnet. Wir sind da leider leer ausgegangen …
chilli: … wie auch bei den millionenschweren Anträgen für die Steinriedhalle in Waltershofen und das Haslacher Hallen bad …
Horn: … ja, aber das bedeutet nicht, dass wir diese Aufgaben nicht angehen. Hoffentlich sind wir im nächsten Anlauf erfolgreicher. Wir werden uns auch beim Land, wo es einen neuen Sportfördertopf gibt, bemühen. Wir brauchen jeden Euro.
chilli: Die Sanierung wird kommen?
Horn: Ja, wenn auch der EHC seine Pflichten, neun Mil lionen beizusteuern, erfüllt. Wir haben als Stadt da schon jahrelang eine Million Euro pro Haushalt zurückgelegt.
chilli: Sind die Planungskosten auch mitfinanziert?
Horn: Ja.
chilli: Noch mal zurück in den Osten. Sie haben im Wahlkampf gesagt, Sie wollen einen „Underground-Schatz“ für kulturelle Nutzungen heben, den 2500 Quadratmeter großen Keller unter dem Ballhaus auf dem Ganter-Areal. Nennen Sie eine Prozent zahl, die die Realisierungschancen beziffert.
Horn: Heute sage ich maximal 30 bis 40 Prozent. Es ist un glaublich, was da leer steht.
chilli: Die Fläche gehört der Ganter Grundstücksgesellschaft, die nach unseren Informationen da nicht investieren wird … Horn: Das ist ein riesiger Potentialschatz, mitten in der Stadt, mit Straßenbahnanschluss vor der Tür, vielen Fluchtwegen, un terschiedlichen Raumgrößen. Das wäre eine tolle Bereicherung für unsere Stadt. Allerdings braucht es dafür privates Kapital und Mut, dieses Projekt anzugehen.
chilli: Direkt nebenan soll es irgendwann Wohnbebauung geben. Ich sehe da einen Nutzungskonflikt …
Horn: Welche Entwicklung ist nicht konfliktfrei? Wir müssen uns da mit allen Beteiligten auf einen konstruktiven Pfad be geben. Es gibt da bereits gute Ansätze und eine Projektskizze.
chilli: Bezahlbares Wohnen war schon 2018 ihr dominantes Wahlkampfthema. Jetzt wieder. Nun haben Sie acht Jahre lang regiert und es hat sich wenig geändert …

Strahlender
Sieger: Dass Martin Horn gleich im ersten Wahlgang seine Wiederwahl feiern kann, damit hatte kaum jemand gerechnet.
Horn: Auch nach acht Jahren Martin Horn ist diese Stadt nicht bezahlbar geworden. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass es kaum eine andere Stadt in ganz Deutschland gibt, die mehr für bezahlbares Wohnen tut als Freiburg.
chilli: … wenn man die Größe der Stadt in Relation zur Anstrengung setzt … Horn: D'accord. Gibt es eine vergleichbar große Stadt, die aus eigenen Mitteln 750 Millionen Euro in das eigene Wohnbauunternehmen investiert? Eine Stadt, die in acht Jahren 1,8 Millionen Quadratmeter Land gekauft hat?
chilli: Wenn die Wohnungen bis Ende 2028 bezogen sind. Die Uhr tickt … Horn: … wir geben alles und man sieht vor Ort, es wird bereits gebaut.
chilli: In acht Jahren Martin Horn … Horn: … haben wir den Bürgerentscheid für Dietenbach gewonnen, mit Kleineschholz zum ersten Mal ein hundertprozentig gemeinwohlorientiertes Quartier auf den Weg gebracht, das Baugebiet Zinklern nach jahrzehntelangem Stillstand auf den Weg gebracht. Viel Quantität also, jetzt muss es um Qualität gehen. Damit meine ich soziale

Umringt von Wählern: Horn und seine Frau Irina beim Danke-Spaziergang durch Freiburgs Gassen.
chilli: Vermutlich nicht, aber wir sprechen vom Erfolg all dieser Aktivitäten für mehr bezahlbaren Wohnraum. Beim Neubauviertel Kleineschholz hat die Stadt fast 1000 Euro für den Quadratmeter Bauland bezahlt, dass da schwerlich bezahlbares Wohnen herauskommt …
Horn: Nach wie vor unverständlich, dass der Bund, also die öffentliche Hand, der Kommune, also der öffentlichen Hand, solche Preise vorgibt. Wir haben das mehrfach angesprochen. Aber wir bekommen von der BIMA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, d. Red.) auch für jede Sozialwohnung 25.000 Euro Zuschuss …
Infrastruktur, öffentliche Grünflächen, ausreichend Erholungsflächen in den neuen Gebieten.
chilli: Ob Dietenbach was wird, entscheidet sich nicht nur in Freiburg, sondern auch in Stuttgart. Das Land muss die Förderkulisse bereitstellen, sonst wird es nichts mit 3500 öffentlich geförderten Wohnungen.
Horn: Das ist so. Wir wollen allein für Dietenbach rund 400 Millionen Euro Fördergeld in 20 Jahren nach Freiburg holen. Wir haben nur zwei Prozent der Wohnbevölkerung Baden-Württembergs, aber 2024 rund 16 Prozent aller Fördergelder nach Freiburg geholt!
chilli: Einspruch. Öffentlich geförderter Wohnungsbau findet nicht in Lenzkirch oder Simonswald statt, sondern nur in den Städten, hier muss man eine andere Relation nehmen …
Horn: ... ohne Förderungen wird es jedenfalls nicht gehen. Wir brauchen auch keine neuen Töpfe, sondern nur ausreichend gefüllte. Es muss ein übergeordnetes Interesse des Landes an sozialem Mietwohnungsbau geben. Und wir müssen dringend an die teuren Baustandards ran und Optimierungen umsetzen.
chilli: Günstiger bauen geht mit seriellem Bauen: Dann steht im Dietenbach 100 Mal Haustyp A, bei dem dann nur einmal die Statik, der Brandschutz, die Haustechnik bezahlt werden müsste, 100 Mal der Haustyp B …
Horn: Wir standardisieren dort jetzt erst einmal einige unserer eigenen Gebäude. Wir wollen aber keine Stadtteile, die austauschbar sind. Das ist uns auch wichtig. Aber ja, eine Standardisierung gepaart mit einer Individualisierung kann hoffentlich einiges optimieren.
chilli: Der Arm der Politik in den Wohnungsmietmarkt ist insgesamt zu kurz … Horn: David gegen Goliath. Wir haben keine zehn Prozent der Wohnungen in dieser Stadt. Aber der freie Markt allein wird nicht für bezahlbares Wohnen sorgen. Das haben wir aus der Vergangenheit gelernt. Unser Ziel muss sein, mindestens zehn Prozent zu besitzen. Zudem bauen wir gerade das erste Azubi-Wohnheim, mit 33 Prozent weniger Miete für die jungen Erwachsenen, und wir bauen auch zum ersten Mal ein Gebäude allein für Mitarbeitende im Konzern Stadt Freiburg. Ich rede mir die Welt nicht schön, aber ich glaube, ohne diese ganzen Kraftanstrengungen in den vergangenen acht Jahren hätten wir noch mehr survival of the richest auf dem Wohnungsmarkt. Jeder Wohnungstausch über eine überschaubar erfolgreiche Wohnungstauschbörse, jede neue Stadtbauwohnung, jede geförderte Wohnung bringt ein bisschen mehr Fairness in den angespannten Mietmarkt. Dafür bin ich angetreten und dafür werde ich weiter mein Bestes geben.
chilli: Herr Horn, vielen Dank für dieses Gespräch.



Wohnraum schaffen oder Natur schützen? Das ist die Frage rund um die umstrittene
Bebauung der „Zähringer Höhe“ im Freiburger Norden. Rund 300 Wohnungen sollen dort entstehen. Doch artenreiche Streuobstwiesen sowie seltene Tiere und Pflanzen müssten weichen. Was ist wichtiger? Ein Pro und Kontra.
Freiburg rühmt sich als „Green City “, doch an der Zähringer Höhe droht dieses Image unter Beton zu ersticken. Die Planung, dieses ökologischen Kleinods für ein Projekt von gestern zu opfern, ist ein städtebaulicher Irrweg. Als NABU Freiburg lehnen wir die Bebauung entschieden ab. Gemeinsam mit weiteren Umweltverbänden fordern wir die Stadt auf, auf die Bebauung der „Höhe“ zu verzichten oder das Projekt umgehend zurückzuziehen. Oft wird mit „politischer Verlässlichkeit“ und alten Gemeinderatsbeschlüssen argumentiert. Doch eine verantwortungsvolle Stadtplanung darf nicht Geisel von informellen Zusagen an Eigentümer aus den 1970er-Jahren sein. Solche „Handschlag-Deals“ besitzen keine rechtsverbindliche Grundlage. Wenn politische Verlässlichkeit dazu führt, dass veraltete Absprachen über das heutige Gemeinwohl und geltendes Umweltrecht gestellt werden, verliert die Verwaltung ihre Glaubwürdigkeit. Eine Planung, die primär Einzelinteressen bedient, widerspricht dem gesetzlichen Auftrag nach § 1 Abs. 3 BauGB diametral.


Die Zähringer Höhe ist eine der letzten alten Kulturlandschaften am Stadtrand. Als Kaltluftschneise ist sie für Zähringen und Brühl überlebenswichtig. Wer diese „grüne Lunge“ versiegelt,
nimmt die Überhitzung ganzer Quartiere in Kauf. Ökologisch ist das Gebiet unersetzbar: Es ist Habitat für 16 Arten der Roten Liste, darunter Wendehals und Neuntöter, sowie streng geschützte Fledermäuse und Käferarten wie den Körnerbock (Natura 2000). Solche Biotope sind rechtlich geschützt – Natur lässt sich nicht durch „Gefälligkeitsplanung“ wegdiskutieren. Echte Nachhaltigkeit folgt dem Leitbild der Doppelten Innenentwicklung: Wohnraum dort schaffen, wo bereits versiegelt ist, und grüne Infrastruktur stärken. Mit der Fläche „Zähringen Nord“ stehen 1400 Wohneinheiten auf erschlossenen Flächen mit ÖPNV-Anschluss bereit. Dass diese Alternativen nicht transparent abgewogen wurden, ist ein schwerer planerischer Mangel und ein Verstoß gegen das Abwägungsgebot.
Zudem ist das Projekt eine soziale Mogelpackung: Bei nur 20 Prozent gefördertem Wohnraum entstehen Renditeobjekte im Grünen statt bezahlbarem Wohnraum. Die Folge: ein Verkehrschaos in der Pochgasse. Wir dürfen unsere Lebensgrundlagen nicht für kurzsichtige Interessen opfern. Die Zähringer Höhe muss als Erholungsraum erhalten bleiben.
Ralf Schmidt, Vorsitzender NABU Freiburg

Seit den 1970er Jahren beschäftigt die Zähringer Höhe Freiburgs Kommunalpolitik. Was einst als 16 Hektar großes Baugebiet begann, wurde nach intensiven Debatten und Bürgerprotesten auf knapp fünf Hektar reduziert – ein Kompromiss, der allen Beteiligten viel abverlangte. Zwischen 2012 und 2024 hat der Gemeinderat in unterschiedlich zusammengesetzten Gremien sechs Beschlüsse zum Baugebiet Höhe gefasst – stets mit eindeutiger Mehrheit für die Bebauung. Diese Entscheidungen fielen nicht leichtfertig: Sie folgten auf jahrelange Gutachten, Bürgerbeteiligungen und Abwägungsprozesse. Bodengutachten, meteorologische Windstrommessungen, mehrere Umweltund Verkehrsgutachten, umfangreiche Artenschutzprüfungen, Starkregengutachten – selten wurde ein Bebauungsplan so akribisch vorbereitet.
Ein entscheidender Punkt wird in der öffentlichen Debatte oft übersehen: Mit den Grundstückseigentümern liegt bereits ein unterschriebener städtebaulicher Vertrag vor. Dieser regelt die Kostenübernahme für Erschließung und Ausgleichsmaßnahmen, verpflichtet zu energieeffizienten Baustandards und dezentraler
Wärmeversorgung. Die privaten Eigentümer haben bereits 1,5 Millionen Euro investiert, die Stadt drei Millionen Euro. Die Kernfrage lautet nicht, ob man das Baugebiet heute noch einmal genauso

beschließen würde – vermutlich nicht. Die Frage ist vielmehr: Was bedeutet es für unsere Demokratie, wenn rechtsgültige, nach intensiver Diskussion getroffene Entscheidungen immer wieder grundsätzlich infrage gestellt werden? Wenn Gemeinderatsbeschlüsse, Verträge und jahrelange Verfahren belie-
big revidierbar erscheinen, sobald sich Mehrheiten verschieben, untergräbt das die Handlungsfähigkeit staatlicher Institutionen fundamental. Bürgerinnen und Bürger, Investoren und Verwaltung brauchen Planungssicherheit. Wer heute einen Beschluss fasst und morgen bricht, darf sich über Politikverdrossenheit nicht wundern. Niemand bestreitet den ökologischen Wert der Zähringer Höhe. Deshalb wurden drei Hektar Ausgleichsflächen geschaffen und Artenschutzmaßnahmen umgesetzt. Gleichzeitig entstehen 300 dringend benötigte Wohnungen in einer Stadt, in der Wohnraummangel soziale Verwerfungen verursacht.
Demokratie lebt von der Möglichkeit, Entscheidungen zu kritisieren und zu revidieren. Aber sie lebt ebenso davon, dass rechtmäßig zustande gekommene Beschlüsse verlässlich umgesetzt werden. Bei der Zähringer Höhe geht es deshalb nicht nur um Wohnungsbau oder Naturschutz – es geht um die Glaubwürdigkeit demokratischer Institutionen.
Bernhard Rotzinger, baupolitischer Sprecher CDU
Mögen die Karte nicht: Pako (links) und Tomi aus Kamerun

Diskriminierend und bürokratisch? Oder sinnvoll und abschreckend? Die Bezahlkarte für Geflüchtete ist umstritten. Freiburg will sie abschaffen, muss sie aber einsetzen. Wie geht es Betroffenen? chilli-Redakteur Till Neumann hat zwei Kameruner beim Einkauf begleitet. Helfende tauschen Gutscheine gegen Bares.
Mittwochvormittag. Zwei Männer aus Kamerun laufen durch die Freiburger Innenstadt. Kamdem Kenmogne Landry
Zeigen, wie die Bezahlkarte funktioniert – und was sie daran stört. Wie es ihnen geht? „Nicht gut“, erzählt Tomi auf Französisch. Sie leben in der Angst, abgeschoben zu werden, dürfen nicht arbeiten, fühlen sich diskriminiert. „Es ist grausam“, sagt Pako. „Das Leben ist sehr schwierig gerade.“
150 Euro im Monat bekommen die beiden als digitales Guthaben. Zum Bezahlen haben sie neuerdings eine Bezahlkarte. „Visa“ steht auf den lila Plastikkärtchen. Die Männer zeigen sie
eine große Einschränkung. Verachtet fühlen sie sich.
Die beiden laufen in den Norma an der Sedanstraße. „Die Karte geht in eigentlich allen Supermärkten“, erzählen sie. Dann bleibt Tomi am Waschmittelregal stehen. Dort soll er eine Packung für eine Freundin holen, sie gibt ihm dafür Bargeld. Für sich selbst brauche er nicht viel: „Ich will nur einen Saft.“
Also schlendern sie weiter, vorbei an gefüllten Regalen und erzählen: „Die Karte schränkt uns stark ein“, sagt Pako. „Wir können damit nichts online bezahlen.“ Problematisch sei das beispielsweise wegen eines Fitness-Abos. „In mehreren Studios wurde die Karte abgelehnt“, erzählt er. Außerdem würden Zahlungen in Freiburger Afroshops verweigert. „Wir kaufen gerne afrikanisches Essen“, sagt Pako. „Wir brauchen das.“ Sachen, die es hier im Norma

das Rathaus die bunten Bezahlkarten an Betroffene. „Stand heute wurden 66 Bezahlkarten ausgegeben, bis Ende Mai werden es voraussichtlich 100 Karten sein“, teilt Sprecherin Tabea Krauss Ende April mit.
Man könnte auch sagen: Die Karten müssen ausgegeben werden. Im Dezember hat eine Mehrheit im Gemeinderat die Stadtverwaltung beauftragt, beim Land einen Antrag zur Befreiung zu stellen. Dafür stimmten die Fraktionen Die Grünen, SPD/JF, ESfa, FR4U, FDP/BfF und K/I.
„Wir wollen keine Stigmatisierung haben“, sagte Grünen-Stadtrat Simon Sumbert. Genau das bewirke die Bezahlkarte aber: Viele Geflüchtete fühlten sich unter Generalverdacht gestellt. „Die Bezahlkarte ist ein Signal von grundsätzlichem Misstrauen", so Sumbert. Auch der damalige Integrationsbürgermeister Ulrich von Kirchbach unterstützte das: „Wir wollen die Bezahlkarte in Freiburg nicht einführen.“ Sie bedeute enormen administrativen Aufwand.
Gegenstimmen kamen von der CDU und der AfD. „Die Bezahlkarte ist ein wichtiger Baustein der Asylpolitik“, betonte CDU-Stadtrat Klaus Schüle. Sie garantiere, dass nur lebenswichtige Ausgaben getätigt würden und trage zur gesellschaftlichen Akzeptanz der Asylpolitik bei. AfD-Stadtrat Karl Schwarz verwies auf die abschreckende Wirkung für Asylbewerber·innen.
Pako und Tomi haben den Apfelsaft mittlerweile gefunden. Jeder ein Tetra Pak für 0,99 Euro. Ein Hunderfünfzigstel ihrer Monatsbudgets. „Das Geld reicht bei weitem nicht“, sagen sie und laufen zur Kasse. Dort zahlen sie wie mit einer Visakarte. Drei Handgriffe, der Apfelsaft gehört jetzt ihnen. Was sie wann und wo gekauft haben, wissen nun auch die Behörden in Stuttgart. „Wir fühlen uns kontrolliert, blockiert und unterdrückt, diese Karte ist keine gute Idee“, sagt Pako. Das sieht auch Walter Schlecht von der Freiburger Initiative „Bezahlkarte Stoppen!“ so. „Mich stört am meisten, dass die Zahlungen jetzt nicht mehr über ein Konto laufen und Geflüchtete frei entscheiden können, was sie mit dem Geld machen.“ Mit Bargeld zu zahlen sei ziemlich anonym, laufe der

Geldtransfer über die Behörden, würde alles kontrolliert. Zudem findet er die Karten stigmatisierend. Schließlich seien die Personen an der Kasse klar erkennbar.
Ob die Stadt mit ihrem Antrag, die Nutzung auszusetzen, Erfolg hat? Der 71-Jährige glaubt nicht daran. „Das Land wird das nicht rückgängig machen“, so Schlecht. Er setzt daher auf Solidarität mit Geflüchteten, um sie mit Bargeld zu unterstützten. Er hofft zudem, dass die Stadt nach einem Jahr eine Evaluation durchführt und so neue Argumente gegen die Karte sammelt – mit Blick auf den Verwaltungsaufwand.
Ein weiterer Hebel könne sein, rechtlich gegen die Karte vorzugehen. „Nicht nur nach unserer Meinung liegen erhebliche Eingriffe in Grundrechte vor“, sagt Schlecht. Vorbereitungen seien auch in Freiburg im Gange, um Geflüchtete zu unterstützen, die sich rechtlich wehren möchten.
Für Tomi und Pako könnte das al lein sprachlich schwierig werden. Sie wünschen sich vor allem, endlich ar beiten zu dürfen und nicht mehr in der LEA zu wohnen. „Wir wollen in Deutschland bleiben, Teil der Ge sellschaft sein“, betonen beide. Das Potenzial sei da, doch sie würden blockiert.
Ein Weg, sich praktisch Hil fe zu holen, sind Gutscheine. Bezahlkarte-stoppen.org erläutert: „Geflüchtete kön nen 50-Euro-Gutscheine im
Aldi, Rewe oder dm kaufen.“ Die können sie an verschiedenen Adressen gegen Bargeld tauschen. Zum Beispiel am Kyosk an der Adlerstraße 2. „Immer freitags von 16 bis 18 Uhr können Geflüchtete dort mit ihrer Bezahlkarte Gutscheine gegen Bargeld tauschen“, erklärt Jana von der Buchhandlung Jos Fritz. In ihrer Buchhandlung wiederum können Kund·innen diese Gutscheine dann gegen Bargeld zurücktauschen. Jana: „Für uns ist das eine direkte und praktische Art, Solidarität zu zeigen und den Tauschkreislauf am Laufen zu halten.“
Tomi kennt das Angebot. Er nutzt es aber nicht, weil ihm die Mittel fehlen. Es ist der 11. Mai, ihm bleiben für den Monat weniger als 50 Euro Guthaben. In der Not sammelt er manchmal Pfandflaschen. „So kann ich mir Essen kaufen.“
Till Neumann

Sparsam: Der Kassenzettel ihrer Einkaufstour. Viel leisten können sie sich nicht.
Neustart im Jesuitenschloss: Nikolaos Komvolidis übernimmt die Gastro hoch über den Reben am Schönberg. Tagsüber zieht mit „Marmell Hills“ ein Café mit Kaffee, Kuchen und Terrasse in Selbstbedienung ein, abends verwandelt sich die Location in das mediterran-griechische Restaurant „Afytos“ mit Sharing-Konzept. Nach mehreren Pächterwechseln soll das historische Ausflugslokal damit wieder dauerhaft belebt werden. Geplant sind eine moderne, minimalistische Einrichtung, eine Außenbar sowie viel Offenheit zwischen Innenraum und Terrasse. Die Eröffnung ist fürs Frühjahr vorgesehen – mit Panorama-Blick über Freiburg bis zum Kaiserstuhl inklusive.
Frischer Wind im Sedanquartier: Das Café Castanea in der Belfortstraße hat nach kurzer Pause wieder geöffnet –mit Umut Hatay als neuem Betreiber. Der Gastronom führt bereits das SedanEck und die Uni-Galerie und erfüllt sich nun den Wunsch vom eigenen Café. Vieles bleibt vertraut: Bagels, Kuchen und Kaffeespezialitäten stehen weiter im Mittelpunkt, ergänzt um MatchaDrinks und längere Öffnungszeiten. Hatay setzt auf familiäre Atmosphäre, regionale Zutaten und den direkten Kontakt zu den Gästen – in einer der beliebtesten Café-Lagen Freiburgs.
Neuer Treffpunkt am Seepark: Unterhalb des Westbads entsteht derzeit die „Strandbar West“ – ein moderner Holzbau mit Dachterrasse, Außenbereich und Blick auf den Flückigersee. Die Gastro soll sowohl Freibadgäste als auch Besucher·innen des Seeparks anziehen und klassische Schwimmbad-Snacks ebenso bieten wie Drinks und kleine Speisen auf der Terrasse. Ergänzt wird das Projekt durch einen öffentlichen Bouleplatz. Betreiber wird Bora Cengiz, der bereits mehrere Bäder gastronomisch versorgt. Die Eröffnung der neuen Strandbar ist für August geplant.
Michaela Moser

Nanu, ein Esel in der City? So geht es vielen, wenn sie Charly (21) aus Forchheim am Münsterplatz entdecken. Der Paarhufer geht einmal im Monat in der Innenstadt spazieren. Und erobert viele Herzen. chilli-Redakteur Till Neumann hat ihn mit seinem Halter Ernst König (77) begleitet.
Donnerstag. 11 Uhr. Ein Esel steht hinter dem Münster und futtert gemütlich Gras. Daneben sein Herrchen Ernst König. Der Lehrer im Ruhestand hat die Ruhe weg, denn er weiß: Charly geht’s gut hier. „Er ist unheimlich gesellig“, erzählt König. Sein Esel brauche den Kontakt zu Menschen. Zu Hause auf dem Land sei er unterfordert. Schon bleiben die ersten Passant·innen stehen. Sie lächeln, staunen, zücken Handys. „Darf mein Kind ihn streicheln?“, fragt eine Mutter. „Ja klar, am Hals – es kann ihn auch halten“, antwortet der Forchheimer. Charly lässt das gleichgültig. Er rupft Gras aus der Erde und kaut. Nur die großen Ohren wackeln hin und wieder.
Einmal im Monat geht König mit Charly nach Freiburg. Er besucht mit seinem Tier die Kinderklinik und bummelt durch die City. Die Behörden haben das freigegeben, berichtet König: „Bevor wir zum ersten Mal nach Freiburg sind, habe ich mich beim Ordnungsamt erkundigt.“
Deren einzige Bedingung sei gewesen: Die Kacke muss er wegmachen in der Kernstadt. „Ich habe dafür alles dabei“, so König. Kein Problem.
Geübt hat er das mit Charly zuerst in Colmar. Dort zog es das Tier schnell in die belebte Fußgängerzone. „Ich habe nachgegeben“, sagt König. Das sei bei Eseln die beste Option. Er merkte: Sein Vierbeiner fühlt sich wohl, da wo es wimmelt.
Dann nimmt er die Leine und ruft: „Komm, Charly, auf geht’s.“ Langsam trottet das Tier los. Vorbei am Erzbistum geht es in die Konviktstraße. Und wieder: viele erstaunte und strahlende Gesichter. Bis Charly an einer Außenterrasse stehen bleibt und zwei Frauen und ihren Salattellern brenzlig nahe kommt. „Seine Festplatte arbeitet jetzt, er liebt Salat“, erklärt König – und zieht sanft am Seil. Als Charly sich nicht bewegt, soll der Reporter helfen: den Esel von hinten leicht anschieben. Schwupps, schon setzt er sich in Bewegung.
Seit 17 Jahren hat König seinen Esel. Gekauft hat ihn seine Tochter – im Doppelpack mit einem zweiten Esel namens Mattis. Nach dem Tod seiner Frau habe ihm das Tier in einer schweren Phase sehr geholfen, erzählt König. „So konnte ich wieder rausgehen, das Leben positiv sehen.“ Wenn er einen Tag mit Charly unterwegs sei, verändere das jedes Mal sein Leben.
„Es ist wie Therapie“, betont König. Das Tier sei unheimlich empathisch. Und mittlerweile an Freiburg gewöhnt. Locker schafft es Charly über die Straßenbahngleise vorm Schwabentor. Und wartet vor der Bäckerei, während König zwei Brezeln holt. „Du bist großartig“, lobt ein älterer Herr, der Charly entdeckt und streichelt. Dann kommt ein jüngeres Pärchen. „Was für ein Tier ist das?“ König stellt eine Gegenfrage: „Nach was sieht es denn aus?“ Der Passant tappt im Dunkeln. Daher die nächste Frage: „Was fällt an dem Tier auf?“ Weiter keine Antwort. „Die großen Ohren“, klärt König auf. Damit könnten Esel in der Steppe mehrere Kilometer weit hören. Jetzt trottet Charly über den Augustinerplatz. Dann weiter durch die Gerberau zu einem Café beim Museum für Neue Kunst. „Wir gehen Kaffee trinken“, erzählt König. Der Esel auch? „Ich hab’ Karotten dabei – und er kriegt was von meiner Brezel, das haben wir so ausgemacht.“ Anleinen muss er Charly nicht, als er sich zum Tresen begibt, um sein Getränk zu holen. Der steht und wartet – und wird gestreichelt. „Nur nicht im Gesicht, das ist Privatsphäre“, erklärt König immer wieder. 17 Jahre jung ist Charly. Und auf dem besten Weg, eine kleine Berühmtheit im Breisgau zu werden. „Oh, da ist Charly“, rufen manche. Für König ist der Rummel gar nicht so einfach: „Mich bewundert keiner, zu Hause bin ich manchmal etwas deprimiert.“
Dann geht’s weiter zur Wiese der Mensa Rempartstraße. Alle drei Stunden muss er fressen, erzählt König. Auch er freut sich jetzt auf etwas Ruhe. Die City-Touren gehen mit Verantwortung einher. „Manchmal ist das auch etwas Stress“, sagt König.

Positive Erfahrungen macht er zuhauf: „Charly ist ein Türöffner“, so König. Viele würden in seiner Nähe ins Erzählen kommen, ihm manchmal ihr Herz ausschütten. Negative Erfahrungen gebe es kaum. Zwei Kripopolizisten in Zivil hätten mal gefragt, ob er bettle. Er habe verneint und erzählt, was er macht. „Dann war alles okay.“
Dennoch hat König vorgesorgt. „Er ist einfach ein Tier, ich habe ihn hoch versichert.“ Falls Charly wider Erwarten etwas kaputtmachen sollte, sei er abgesichert. Deckungssumme 50 Millionen Euro über die Haftpflicht, so König.
Doch auch auf der Mensawiese hat Charly die Ruhe weg. Er futtert und lässt sich streicheln. Schnell bildet sich eine kleine Traube Studis um ihn. „Das ist so schön, richtig beruhigend“, freut sich eine junge Frau und streicht über das Fell. König ist kurz um die Ecke. Mit der Leine in der Hand wird der Reporter plötzlich für den Besitzer des Esels gehalten. Das Ergebnis: viele nette Gespräche und neugierige Fragen. Wie König sagt: „Charly berührt Menschen und bringt sie zum Reden.“
Freiburg zwischen Zukunftsgrün und Kopfschütteln: Smarte Stadtbäume am Platz der Alten Synagoge sorgen für Schatten, während im Stühlinger verletzte Tauben für Unruhe sorgen. Trend-Checkerin Michaela Moser ordnet ein, was IN & was OUT ist.

Auf dem Platz der Alten Synagoge stehen jetzt die ersten mobilen Stadtbäume des Freiburger Unternehmens Bloom.Green.Systems. Diese Bloom.Pots sollen urbane Hitzeinseln reduzieren, Schatten schaffen und die Innenstädte lebenswerter machen. Dank integriertem Wasserspeicher und smarter Sensorik benötigen die Begrünungssysteme wenig Pflege. Bepflanzt sind die großen Gefäße mit klimaresilienten Bäumen und Stauden. Die mobilen Stadtbäume lassen sich flexibel aufstellen und versetzen – ideal für Orte, an denen klassische Begrünung kaum möglich ist. Weitere Standorte in Freiburg sind bereits geplant.

In Freiburg häufen sich seit Mitte April Fälle verletzter Tauben im Stadtteil Stühlinger. Laut Polizei wurden bislang Meldungen im niedrigen zweistelligen Bereich registriert, teils mit Schussgeräuschen, teils mit verletzten Tieren. Mehrere Tauben wurden getroffen, genaue Zahlen und die verwendete Waffe sind noch unklar. Die Vorfälle dauern seit rund zwei Wochen an und konzentrieren sich auf ein enges Gebiet. Die Ermittler prüfen Verstöße gegen das Tierschutz-, Waffen- und Bundesnaturschutzgesetz. Hinweise aus der Bevölkerung werden ausgewertet. Die Polizei sucht weiterhin nach dem oder den unbekannten Tätern.

Eine Nachtleben-Institution wackelt: Das Crash hat im März Insolvenz angemeldet. Zu viele Schulden, zu wenig Einnahmen. Doch
Betreiber Mario Held (67) will im Juni wieder aufmachen. In seinen Räumen beim Hauptbahnhof soll auch die Kneipe „Eimer“ eine Heimat finden.
„38 Jahre Subkultur in Freiburg stehen auf dem Spiel.“ Das hat die Crash-Crew am 15. April auf Instagram gepostet. Der Laden ist „existentiell bedroht“, heißt es da. Punk, Metal und Hardcore haben dort eine Heimat gehabt. In Räumen, die das Gegenteil von Hochglanz sind –ein verwegener Untergrund-Schuppen als Subkultur-Hochburg.
„Bei uns ist es nach Corona bergab gegangen – und zwar richtig“, erzählt
Betreiber Mario Held. Allein die Stromkosten sind ein dickes Problem: 17.000 Euro Zahlungsrückstand verzeichnete das Crash im März – Schulden bei der Badenova, die den Strom abstellte. „Die

Stromkosten sind in den letzten Jahren so dermaßen gestiegen, das wächst uns über den Kopf“, sagt Held. Monatlich zahle er 1845 Euro. Früher seien es 400 gewesen.
Zudem habe das Crash die Preise seit fünf Jahren nicht erhöht, die Qualität der Events leide darunter. Als Miete fallen 1100 Euro monatlich an, so Held. Auch da sei man mit rund 30.000 Euro im Zahlungsrückstand. Daher hat er im April ein Crowdfunding gestartet. Und bis zum 13. Mai 23.589 Euro gesammelt. „Das gibt uns einen Schub“, sagt Held. Der Nachtmensch möchte unbedingt weitermachen. Das Crash soll ein „alternativer sozial kultureller Schuppen“ bleiben, aber wieder „en vogue“ werden. Konzerte oder die Waveparty sollen weiterbestehen. Doch auch neue Formate entwickelt werden. Das möchte er in Kürze mit seinem Team besprechen.
Mit Selbstkritik spart Held nicht: „Wir waren zu blauäugig, nicht zielstrebig genug.“ In den 80ern und 90ern sei das Crash der „bestbesuchte Club in Freiburg“ gewesen. Heute sei es hier nur mit Punkrock und Metal schwer. Eigenveranstaltungen seien zuletzt schlecht besucht gewesen. „Mal 50, mal 100 Gäste.“ Man habe sich mit Partys über Wasser gehalten, so Held. Aber die seien nicht das, was das Crash ausmacht. „Wir brauchen einen Umsatz von mindestens 2500 Euro am Wochenende“, sagt Held. Neue Konzepte müssen also her. Eine Idee ist eine Kooperation mit der Kneipe „Eimer“, die derzeit ohne Bleibe ist. Gespräche mit Betreiber Tobias Schmutz laufen bereits.
Details will Held noch nicht preisgeben. Nur so viel: „Es wird einen Eimer im Exil geben.“ Und zwar in seinen Räumlichkeiten. „Der Eimer passt ins Quartier Grün“, sagt Held. Die Kneipe sei eine Institution, die gute Metal-Sachen mache, er könne sie sich in keinem anderen Stadtteil vorstellen. Details möchte er mit Schmutz besprechen. Der „Eimer“-Chef musste im März seine Räume an der Belfortstraße nach Uneinigkeiten mit dem Vermieter verlassen. Seitdem sucht er eine neue Bleibe. Für das Crash gibt es Hoffnung: „Die Gespräche mit der Stadt und der Badenova sind gut“, sagt Held. Er fange an, Gläubiger auszuzahlen. Am 4. Juni möchte er wieder öffnen. Sein Mietvertrag geht bis 2028. „Bis dahin sind wir abgesichert.“ Wenn die Finanzen wieder stimmen. Till Neumann

Im Freiburger Kino Kandelhof gibt es seit einem Jahr „Stricken im Kino“. chilli-Autorin Ida von Dreden war mit Nadeln dabei.
An diesem Sonntag Anfang Mai regnet es – perfektes Kinowetter. Mit einer Freundin bin ich um Viertel vor drei am Kandelhof – mit Häkelnadeln und Wolle im Gepäck. Draußen warten Grüppchen auf Freund·innen. Wir besorgen uns schon mal Popcorn, machen es uns im Kinosaal gemütlich.
Die Reihen füllen sich langsam, es wird bereits fleißig mit Strick- oder Häkelnadeln hantiert. Vor dem Film gibt’s eine kleine Begrüßung vom Kinoteam: Das „Stricken-im-Kino“-Programm feiert seinen ersten Geburtstag. Es werden Kinogutscheine und Wolle verschenkt. Dann dimmen sie das Licht, ohne Werbung startet der Film.
Der Trend, Popcorn mit Häkelnadeln zu kombinieren, kommt aus England und Skandinavien. Seit rund zwei Jahren ist er auch in deutschen Kinos angekommen. In Freiburg kam der Anstoß von Manuela Weikum. Die Betreiberin des Geschäfts „Nadel & Faden“ hat das Konzept in den Medien entdeckt und dem Programmkino Friedrichsbau vorgeschlagen.
Einmal im Monat, meist sonntagsnachmittags, gibt es seitdem im Kandelhof
das Strickkino-Special. „Die Nachfrage war schon in der ersten Vorstellung sehr groß“, sagt Andrea Untch, Theaterleiterin vom Kandelhof. „Teilweise kommen um die 80 Strickbegeisterte zu einer Vorstellung“, erzählt sie. Auch heute sind die Reihen gut gefüllt. Die meisten sind Frauen zwischen 20 und 70. „Wie voll es hier wird, hängt natürlich aber auch von Film und Wetter ab“, sagt Untch.

Ausprobiert: Ida strickt und schaut einen Film
Gezeigt werden Klassiker wie „Notting Hill“ oder „Mamma Mia“ sowie aktuelle Filme à la „Der Teufel trägt Prada 2“. Meist laufen Feel-Good-Streifen mit nicht zu komplizierten Plots – es soll sich schließlich keiner verstricken.
Und wir? Als Anfängerin fällt es mir gar nicht so leicht, mich auf Film und Häkeln zu konzentrieren. Es soll ein Oberteil werden. Mehr Übung haben dafür Amelie und Jannis. Die Studierenden sitzen hinter mir und sind auch zum ersten Mal dabei. „Normalerweise stricken wir mit Freund·innen zu Hause und gucken dabei Serien“, erzählt Jannis. „Wir gehen aber auch voll gern ins Kino, den Film heute wollten wir eh schauen“, sagt Amelie.
„Natürlich kann man auch zu Hause auf dem Sofa stricken“, erklärt Theaterleiterin Untch. Der Vorteil im Kino sei, dass man nicht so leicht abgelenkt werde und dazu auch noch andere mit dem gleichen Hobby kennenlernen kann. Für mich hat das leise Klappern der Nadeln etwas Meditatives. Zum ablenkenden Handy greift man im Kino nicht.
Als der Film vorbei ist, bin ich nicht weit gekommen mit meinem Oberteil. Aber das liegt eher an meinen Häkelkünsten. Jannis hat hingegen richtig was geschafft: „Der Film war voll passend, weil man sich gut berieseln lassen konnte.“ Generell wirken die Besucher·innen entspannt nach der Vorstellung. Auch ich bin zufrieden mit meinem Sonntagnachmittag. Stricken und schauen – ein meditatives Match.
Stricken im Kino
Das nächste „Stricken im Kino“ ist am 14. Juni. Der Film: „Little Miss Sunshine“ (2006).

Hotspot: Beim Beachverein ist oft Hochbetrieb

Von 0 auf 1282 Mitglieder. Das hat der Freiburger Beachverein „Die Palme“ in fünf Jahren geschafft. Wie stemmt das Team den Andrang? Wie steht’s um das „große Ding“?
Raphael Schieting (35, Vorstand) und David Baumann (33, Beachrat) erzählen im Interview mit Redakteur Till Neumann.

Haben viel vor: David Baumann (links) und Raphael Schieting vom Verei n „Die Palme“
chilli: Ihr habt gerade 5. Vereinsgeburtstag gefeiert. Wie war’s?
Raphael: Sehr familiär, wir wollten kein ganz großes Event machen. Einfach weil die letzten Jahre kräftezehrend waren und wir uns aufs Wesentliche besinnen wollen: die schöne Anlage und die tollen Menschen als Mitglieder. Das Projekt haben wahnsinnig viele Menschen ermöglicht. Eine Danksagung hätte den Rahmen gesprengt.
chilli: Ihr habt mehr als 1200 Mitglieder. Nach fünf Jahren.
David: Die Wachstumsrate ist immens. Um das zu stemmen, haben wir im Dezember die erste hauptamtliche Stelle geschaffen. Das war der nächste logische Schritt, da wir nie organisch gewachsen sind und in der Personalstruktur hinterherhinken.
chilli: Welche Herausforderungen bringt das mit sich?
Raphael: Vor allem den Aufbau des Kinder- und Jugendbereiches und den Druck, dass wir weitere Felder brauchen. Wir stoßen an Grenzen. Aber wir sind noch nicht am Ende der Reise.
chilli: Ihr habt zehn Felder. Zu wenig?
David: Zu den Stoßzeiten ab 16 Uhr war und ist es immer voll, auch wenn wir es über das Platzbuchungstool organisiert bekommen. Wenn wir vier weitere Felder hätten, wären auch die ausgebucht. Auch Flutlicht würde helfen.
chilli: Wie kam's 2021 zur Vereinsgründung?
Raphael: Beachvolleyball war an Hallenvolleyball gegliedert, es gab kein Training ohne Mannschaftsbetrieb. Das wollten wir lösen – ganzjährig. Daher braucht es eine Halle. Als für die Alte Stadthalle eine Verwendung gesucht wurde, war der richtige Moment für eine Vereinsgründung. Ich habe über die Idee, eine Beachhalle zu verwirklichen, Leute zusammenge-
bracht, die in der Beachbubble Freiburg sind. Die Corona-Zeit kam uns zugute. Viele Beacher saßen daheim und hatten Zeit. Da die alte Stadthalle für den Anfang etwas zu groß war, suchten wir nach Alternativen und fanden das frei werdende Grundstück in St Georgen.
chilli: Wie viel Geld und Arbeit stecken in der Anlage?
David: Sehr viel Herzblut, sehr viel Schweiß. Alles ist in Eigenregie passiert.
Raphael: Von den Kosten sind wir fast bei einer halben Million. Arbeitsstunden zählen wir besser nicht. Es muss ja Spaß machen.
chilli: Die Halle gibt es noch nicht.
Raphael: Das ist das große Ding. Wir sind mit einem Architekten in der Planung, mit dem Rathaus im Austausch.
David: Wir wollen eine Halle mit vier Feldern, sanitären Anlagen und vielleicht einem Kiosk. Vor allem für den Kinder- und Jugendbereich fehlt Infrastruktur: Umkleiden, Klos, die Ganzjährigkeit für AGs und Schulkooperationen.
chilli: Wie sieht’s hier idealerweise in fünf Jahren aus?
Raphael: Wir haben die Halle inklusive sanitärer Infrastruktur, einen kleinen Spielplatz, Parkplätze, vielleicht sogar ein kleines Office …
David: Dazu mindestens vier neue Außenfelder. Und Flutlicht. Ich hoffe, dass die geile Community weiterlebt – das ist die Identität des Vereins.
Moderner Hotspot: das Freiburger Dartzentrum

Dart boomt. Mit dem „Dartzentrum Freiburg“ gibt es seit Januar hier eine der modernsten Anlagen Deutschlands. Die Idee dazu hatte der Hobby-Spieler Frieder Lang (32). Sein Plan könnte aufgehen, hat chilliRedakteur Till Neumann festgestellt.
Ist Freiburg eine Dart-Hochburg? „Jetzt schon“, sagt Frieder Lang und lacht. Der junge Mann im Adidas-Hoodie steht im Eingangsbereich seines Dartzentrums. Es ist Dienstagabend, 19 Uhr. Hinter ihm werfen rund 30 Männer mittleren Alters konzentriert Pfeile auf Scheiben. Das tun sie in „Süddeutschlands größter und modernster Dartlocation“.
Ein Blick auf die knapp 250-Quadratmeter-Anlage zeigt: Hier wird mit moderner Technik in schickem Ambiente gespielt: 12 Boards mit Zähldisplays hängen an den grünen Wänden, daneben eine Bar, eine Streamingkabine, ein kleiner Shop. „In dieser Größenordnung kenne ich in Süddeutschland nichts“, sagt Lang. Vergleichbare Anlagen gebe es in Münster oder Berlin.
Jede Menge Geld und Zeit hat er investiert. Mit seinem Vater und vielen Freund·innen hat Lang vieles in Eigenregie umgesetzt. Sein Ziel: „Ich will dem Dartsport ein anderes Gesicht geben.“
Weg vom Image des Kneipensports, „dunkel und männlich dominiert“. Das Klischee vom Dartspieler, der „ein paar Bier trinkt und nebenher spielt“, möchte er aufbrechen hin zu einer Kultur, in
der der Sport im Mittelpunkt steht und das Bier allenfalls Begleiter ist. Harten Alkohol schenkt er keinen aus. Alkohol sei ohnehin ein Problem in der Szene –auch bei Profis.
Die Spieler sind fokussiert bei diesem Dienstagabend-Trainingsturnier. Durch die Boxen schallt „Maria“ von Blondie. Geredet wird nicht. Gezockt wird erst in Gruppenphasen, dann im K.O.-System. „Das Level ist hoch heute“, erzählt der Barkeeper. Der Frust sei groß bei manchen, wenn sie nach der Gruppenphase ausscheiden.
Die Idee für das Dartzentrum kam Lang vor rund zwei Jahren: „In der Region gab es wenig Angebot und viel Nachfrage.“ Ihn reizte der Gedanke, das richtig groß zu machen. Freizeitspieler·innen reisen dafür von Offenburg bis Basel an, zu Turnieren sogar aus dem Raum Stuttgart oder der Schweiz. Das Schönste für ihn an dem Sport: „Die Einstiegsschwelle ist niedrig.“ Das Equipment günstig, körperliche Voraussetzungen spielen kaum eine Rolle. Dazu komme der Kick: „Diese Sucht nach dem perfekten Wurf“, sagt Lang. Wenn das einmal gelinge, wolle man es immer wieder erleben. Die Kunst sei, in Drucksituationen entspannt zu bleiben. Gerade bei Turnieren passiere viel im Körper: „Man fängt auf einmal an zu schwitzen, man zittert, der Puls geht hoch, die Augen tränen.“ Genau dieser Nervenkitzel mache den Reiz aus.
Auch Julian aus Kirchzarten ist an diesem Abend dabei. Der 35-Jährige spielt
seit einem Jahr Dart. „Ich finde hier schön, dass es eine Sportstätte ist, die jetzt nicht so ein Kneipen-Feeling hat.“ Dart habe einen gewissen Ruf, hier aber gehe es einfach um die Sache. „Man trifft nette Leute, kommt ins Gespräch.“ Früher spielte er in der Freiburger Movie-Bar oder im Flamingo. Wer das Dartzentrum entdecken möchte, muss nicht vor Ort sein: Zwei Kameras filmen, was passiert, nebendran ist die Kommentatoren-Kabine. „Wir streamen die Turniere live auf YouTube und Twitch“, berichtet Lang. Das sei nicht nur ein Marketing-Tool, sondern mache auch richtig Spaß. Neben den 30 Spielern vor Ort hat er an diesem Abend online 650 Menschen erreicht.
Gründer: der Freiburger Frieder Lang



CHILLI-INTERVIEW MIT FREIBURGS NEUER FINANZBÜRGERMEISTERIN CAROLIN JENKNER
Carolin Jenkner ist eine der jüngsten Finanzbürgermeisterinnen in Deutschland. Seit dem 1. April führt die 39-jährige promovierte Mathematikerin in Freiburg das Finanzdezernat. Die langjährige Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion spricht im Interview mit Chefredakteur Lars Bargmann über ihren Start, ihre neue Rolle und die steigenden Schulden im Rathaus.
chilli: Frau Jenkner, wie waren die ersten sechs Wochen quasi auf der anderen Seite der Politik? Am 28. April saßen Sie erstmals im Gemeinderat auf der Bürgermeisterbank, vom Sitzplatz her eine 180-Grad-Wende.
Jenkner: Ich sitze jetzt zwar woanders, aber meine Rolle ist keine ganz andere, es ist eine Rolle an der Schnittstelle zwischen Politik und Verwaltung. Ich fand in
den ersten sechs Wochen total spannend, in die Ämter einzutauchen. Ich habe ja jetzt ein sehr breites Dezernat mit Finanzen, Feuerwehr, öffentliche Ordnung, Bürgerservice, Sport, Standesamt und Friedhöfen. Eine große Themenvielfalt. Und ich habe schon gesehen, dass da eine hoch engagierte Mannschaft mit am Start ist, die weiß, was sie tut.
Dezernentin mit Wissensvorsprung
chilli: Mit Martin Horn und Ihrem Vorgänger Stefan Breiter kamen 2018 zwei Bürgermeister von außen auf die Regierungsbank. Mit Ihnen und dem neuen Kultur- und Sozialbürgermeister Roland Meder nun zwei von innen. Ein gewichtiger Vorteil?
Jenkner: Auf jeden Fall. Ich kenne in Freiburg die meisten Akteurinnen und Akteure, die Mitglieder des Gemeinderats und bin natürlich in die politischen Themen eingearbeitet. Das ist ein Wissensvorsprung. Nun muss ich mich aber auch in die Verwaltungsseite noch tiefer einarbeiten.
chilli: Sie haben, kaum im Amt, für die Landes-CDU schon direkt an den Sondierungsgesprächen mit den Grünen teilgenommen. Die Basis für den Anfang Mai geschlossenen Koalitionsvertrag. Wie bewerten Sie die Gespräche? Jenkner: Ich kann inhaltlich natürlich nicht viel dazu sagen. Ich bin ein großer Freund von Rollenklarheit. Die öffentliche Kommunikation obliegt dem Verhandlungsführer Manuel Hagel.
chilli: Aber sie können über die Stimmung bei den Verhandlungen sprechen …
Jenkner: Das sind für beide Seiten vertrauliche Gespräche und auch die Stimmung gehört zur Vertraulichkeit. Und die ist jetzt in der Vertrauensbildung zwischen den beiden Parteien für die weitere Zusammenarbeit sehr wichtig. Deswegen plaudere ich da nicht aus dem Nähkästchen.
chilli: War es für Sie persönlich eine wertvolle Erfahrung?
Jenkner: Das kann ich gerne beantworten. Es war eine tolle Erfahrung, weil das natürlich noch mal eine ganz andere Themenvielfalt ist und auch eine andere Situation. Ich habe da viel gelernt, viel mitgenommen und freue mich, auch mit so einer Erfahrung jetzt hier in die Aufgabe starten zu können.
chilli: Zurück nach Freiburg. Der Kernhaushalt war Mitte 2018, als Martin Horn die OB-Wahl gegen Dieter Salomon gewonnen hatte, mit 188 Millionen Euro verschuldet. Ende 2022 waren es knapp 350 Millionen, Ende 2026 werden es, sofern die beschlossenen 80 Millionen Euro an neuen Schulden ausgeschöpft werden, schon knapp 440 Millionen sein. Wohin geht die Reise?
Jenkner: Die absolute Schuldenhöhe an sich ist nicht ausreichend aussagekräftig für die Gesamtbewertung unseres Haushalts. Man muss mitberücksichtigen, dass wir 2021 ungefähr ein jährliches Volumen von einer Milliarde hatten. Wir sind in 2024, 2025 nun bei 1,5 Milliarden, man muss sich das also relativ anschauen. Den Haushalt, den die CDU-Fraktion und ich damals in der Rolle als Vorsitzende abgelehnt hatten, hatte allein 2021 ein geplantes Ergebnis von minus 12 Millionen Euro. Und dann kamen noch sehr viele zusätzliche Anträge von den Fraktionen …
chilli: … rund 40 Millionen Euro schwere, und das Regierungspräsidium als Aufsichtsbehörde hat dem Rathaus eine lange Liste mit disziplinarischen Vorgaben geschickt, bevor es den Haushalt genehmigt hatte …
Jenkner: Richtig. Ende 2021 waren es aber plus 68 Millionen. Und auch in den Folgejahren waren die Ergebnisse zwischen knapp 40 und mehr als 70 Millionen besser als die Planung. Eine wichtige Botschaft: Wir brauchen keine Kredite für laufende Ausgaben, sondern nur für Investitionen.
chilli: Maßgeblichen Anteil an den besseren Ergebnissen hatte die unerwartet stark steigende Gewerbesteuer.
Jenkner: Das war bis hierhin eine extrem gute Entwicklung. Deswegen konnten wir in den vergangenen Jahren die Abschreibungen erwirtschaften. Es reicht also nicht, sich nur den absoluten Schuldenstand anzugucken. Man muss es in den Gesamtkontext setzen.
chilli: Freiburg steht zwar im Kontext Baden-Württemberg bei den Großstädten vergleichsweise gut da, dennoch binden steigende Schulden durch steigende Zinsen Gelder, die woanders eingesetzt werden könnten. Sie sind Seglerin, mit welcher Segelstellung gehen Sie in den nächsten Doppelhaushalt?
Jenkner: Zunächst einmal: Wir haben im aktuellen Haushalt rund 1,2 Milliarden Euro an Aufwendungen. Und wir haben 3,4 Millionen an Zinsaufwendungen, mit denen wir Investitionen finanziert haben. Das sind also nur 0,28 Prozent. Das ist im Verhältnis zum Gesamtvolumen überschaubar. Wir bekom-
men als Kommune immer noch relativ gute Konditionen und haben einfach einen Investitionsstau, da wir nicht alles auf einmal umsetzen können. Wir können also nicht sagen, wir investieren nicht mehr, weil sich die Zinslage verschlechtert hat.
chilli: Die Steuerschätzung im Mai hat ergeben, dass der Bund in diesem Jahr wohl 9,9, die Länder 2, die Kommunen 4,3 Milliarden Mindereinnahmen erwarten.
Jenkner: Wir müssen also unsere Ausgaben noch stärker priorisieren.
chilli: Was bedeutet das?
Jenkner: Priorität haben erst einmal Pflichtaufgaben, Aufgaben, die über Gesetze vorgegeben sind …
chilli: … Sie weichen der Frage aus …
Jenkner: … und in den verbleibenden Spielräumen gibt es prioritäre Themen, zu denen gehören etwa das Wohnen, gut ausgestattete Schulen und eine gute Kitaversorgung. Und bei manchen Themen müssen wir uns mit dem Gemeinderat über Größe und Volumen der Projekte und über die Zeitlinien unterhalten. Meine Rolle besteht darin, zusammen mit den anderen Dezernaten realistische Priorisierungen vorzuschlagen und diese dann mit dem Gemeinderat zu besprechen. Wir können nicht Investitionen etwa in ein neues Eisstadion und in die Gewerbeschulen gegeneinander ausspielen. Es gibt da keine binären Antworten.
ANZEIGE

chilli: Trotzdem kann man jeden Euro nur einmal ausgeben.
Jenkner: Man kann ihn klug oder weniger klug ausgeben. Man kann versuchen, das Meiste aus dem Euro rauszuholen. Das ist die Aufgabe und das heißt für mich priorisieren.
chilli: Sind Sie glücklich, dass Sie in diesen Zeiten nicht in Stuttgart im Amt sind, wo plötzlich eine Milliarde Gewerbesteuer weniger in die Kasse kommt?
Jenkner: Freiburg profitiert bei Aufschwüngen nicht so stark und verliert bei Abschwüngen nicht so stark. Im Moment ist das ein sehr positiver Aspekt für uns.
chilli: Wenn ein priorisiertes Thema bezahlbares Wohnen ist, dann landen wir bei der Freiburger Stadtbau (FSB). Wenn sie mehr Wohnungen verkaufen dürfte, würde sie Millionen in die Rathauskasse bringen, statt aus der jedes Jahr mit Millionen unterstützt werden zu müssen. Auch Sie haben bei den Haushaltsdebatten 2021 den von Horn und einer Mehrheit im Gemeinderat gefassten Beschluss kritisiert, wonach die FSB nur 25 Prozent Eigentumswohnungen bauen darf, was die Tochter, ich zitiere Sie, „an den städtischen Tropf hängt“. Stehen Sie heute noch zu der Aussage?
Jenkner: Was Sie kaufmännisch sagen, ist sicher korrekt. Aber wir haben im Moment immerhin die 25 Prozent.
Und meine Rolle ist jetzt eine andere. Innerhalb des Gemeinderats ist das, was die Stadtbau aktuell macht, in der Zielrichtung, die wir uns politisch gesetzt haben, nämlich sozial geförderte Mietwohnungen zu bauen, erfolgreich. Und durch die Förderlandschaft in Baden-Württemberg ist der soziale Wohnungsbau derzeit auch nicht ganz unrentabel. Wenn die Spielräume in der Zukunft noch enger werden, können wir bei der Quote 75/25 noch mal in die Debatte gehen.
»Noch mal in die Debatte gehen«
chilli: Was bereitet Ihnen Kopfschmerzen, wenn Sie an Freiburg denken?
Jenkner: Ich habe ganz selten Kopfschmerzen (lacht). Wir haben schon anstrengende Themen. Was können wir in Sachen bezahlbares Wohnen tun, wie gehen wir den Sanierungsstau in den Schulen und Sportstätten an? Wie sehen unsere künftigen Finanzen aus? Die wirtschaftliche Lage wird sich auch bei uns durchschlagen und auch im Koalitionsvertrag werden Dinge stehen, die wir umsetzen müssen. Die steigenden Aufgaben zwingen uns, an vielen Stel-
len noch genauer hinzuschauen. Das wird eine der großen Herausforderungen für die nächsten Jahre sein.
chilli: Und was stimmt Sie positiv, wenn Sie an Freiburg denken?
Jenkner: Noch sind wir eine der wenigen Städte, die im Haushalt ein positives, ordentliches Ergebnis haben. Andere stehen vor Haushaltssperren. Wir sind hier an vielen Stellen sehr gut aufgestellt, haben sowohl im Rathaus als auch im Gemeinderat eine gute, verantwortungsvolle Truppe.
chilli: Ihr Vorgänger Stefan Breiter war in der finanzpolitischen Linie nicht immer einig mit dem OB. Auch Sie haben als Fraktionschefin nicht nur eine Entscheidung deutlich kritisiert …
Jenkner: … Demokratie besteht daraus, dass man nach innen an vielen Stellen politisch streitet, dann Kompromisse findet und gemeinsame Haltungen entwickelt und die dann auch gemeinsam nach außen vertritt. Auch wenn man anderer Meinung ist. Das habe ich in meiner bisherigen Rolle immer so gelebt und werde das in der jetzigen Rolle auch so leben. Das ist absolut entscheidend für die Demokratie. Allerdings zunehmend keine leichte Aufgabe.
chilli: Frau Jenkner, vielen Dank für dieses Gespräch.

IHK-Stammsitz in Freiburg:
Nach viereinhalb Jahren Umbau kann die Kammer Ende Juni zurückziehen.

Die Sanierung der Hauptgeschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein (IHK) an der Schnewlinstraße trudelt nach vier Verlängerungen und einem noch laufenden epischen Elfmeterschießen nun dem Schlusspfiff entgegen. Viereinhalb Jahre – statt zwei – hat sie gedauert. Und am Ende mehr als 24 Millionen Euro gekostet.
IHK-Chef Dieter Salomon will mit seiner Mannschaft am 26. Juni von der Interimslösung im Hochhaus Ecke Bismarckallee und Friedrichring an den eigenen Stammsitz zurückziehen. Der Mietvertrag ist zum 30. Juni gekündigt. Die Federführung beim Umbau und dem eingeschossigen Neubau im Innenhof hatte die Vollack-Gruppe aus Karlsruhe. Deren Tochter Vollack archiTec GmbH glänzt aber wohl eher im Neubau als im Umbau von Bestandsimmobilien. Ende 2023 sollte das IHK-Gebäudeensemble mal bezugsfertig sein. Doch je tiefer die Architekten in die Substanz schauten, je mehr klar wurde, dass der Erhalt von Bauteilen nicht funktioniert – unter anderem mussten 182 neue Fenster und Jalousien eingebaut werden, weil es für die alten keine Ersatzteile mehr gab –, umso größer wurde der Aufwand.
Die IHK schaltete zwischenzeitlich den Projektsteuerer Drees & Sommer ein und holte sich auch eine Anwaltskanzlei an Bord. Am Ende „haben wir aber auch Lehrgeld bezahlt“, räumt Salo-
mon im Gespräch mit der Redaktion ein. Im August 2024 hatte der Hauptgeschäftsführer dem chilli gesagt: „Wir können wirklich nicht sagen, dass wir mit dem Ablauf zufrieden sind. Aus unserer Sicht ist viel zu wenig Druck auf der Baustelle.“ Einen wirkungsvollen juristischen Hebel hat die IHK aber nicht in der Hand. Trotz der Baukostenexplosion kann die alles andere als klamme Kammer die Rechnungen weitestgehend aus Bordmitteln bezahlen. „Und wir müssen auch keine Mitgliedsbeiträge erhöhen“, so Salomon. Im April 2020 hatte die Kammer die Kosten auf 10 Millionen Euro taxiert, im Herbst 2021 war von 14 Millionen die Rede, im August 2024 ging man von 21 Millionen Euro aus. Nun sind es mehr als 24.
Vor nun viereinhalb Jahren, am 11. November 2021, war die Belegschaft ausgezogen. Weil es im Hochhaus zu wenig Platz gibt, musste ein gutes Dutzend Mitarbeiter in die IHK-Standorte nach Lahr und Offenburg umziehen. Andere wechselten ins Home-Office. Für die Akademie, die zwischenzeitlich als GmbH firmierte, aber wieder eingegliedert wurde, um Doppelstrukturen aufzulösen, hatte die IHK zudem zusätzliche Räume an mehreren Standorten angemietet. Die Weiterbildungen können nun im ebenerdigen neuen Saal angeboten werden.
Ein Gutes hat die extreme Verzögerung der Sanierung allerdings: Da sich auch der Bau des Fernwärmenetzes verzögert hatte, kann das IHK-Gebäude nun direkt mit umweltfreundlicherer Wärme versorgt werden. Lars Bargmann

Neues Projekt in St. Georgen:
Auch hier sucht die S-Immo noch Käufer für die kleine Wohnanlage am Tiroler Weg.
Die Immobiliengesellschaft der Freiburger Sparkasse (S-Immo) hat im vergangenen Jahr 146 Immobilien im Wert von 72,4 Millionen Euro vermarktet. Ein Plus von 14 Prozent oder neun Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Geschäftsführer Oliver Kamenisch sprach bei der Vorstellung des neuen Wohnmarktberichts unlängst vor Journalisten von einem „sehr guten Jahr, die Nachfrage war hoch, neuwertige Immobilien haben sich besonders gut entwickelt.“ Im laufenden Jahr allerdings hat sich dieser Trend in den ersten vier Monaten vor allem im Umland nicht fortgesetzt.
„Aktuell merken wir vor allem im nördlichen Breisgau eine starke Zurückhaltung beim Immobilienkauf“, sagt Kamenisch im Gespräch mit dem chilli. In


Freiburg sehe das noch anders aus, da sei der Druck auf den Wohnungsmarkt unverändert hoch. Allerdings spielten die externen Faktoren – Trump, der Nahostkrieg, Ukraine, Spritpreise und auch wieder steigende Finanzierungszinsen – im gesamten Geschäftsgebiet bei den Kaufwilligen und dort vor allem bei den Eigennutzern durchaus eine Rolle. Deswegen führt das S-Immo-Team derzeit auch viele Preisgespräche mit den Verkäufern. „Der Immobilienmarkt spiegelt die gesellschaftliche Stimmungslage wider. Unsicherheiten auf der Welt erreichen unsere Region, aber Freiburg hat bewiesen, dass es diese Phasen besser übersteht als viele andere Märkte", sagte Philipp Plath, das neue Vorstandsmitglied der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.
Fürs vergangenen Jahr stimmte das. Laut neuem Wohnmarktbericht, erstellt von Marco Wölfle, dem wissenschaftlichen Leiter des Center for Real Estate Studies (CRES) an der Deutschen Immobilien-Akademie der Universität Freiburg, sind die Höchstpreise aus der Niedrigzinsphase in Freiburg fast wieder erreicht. Bei Immobilien ab Baujahr 1990. Ältere oder unsanierte Immobilien verzeichneten indes kaum Wertsteigerungen.
Zudem habe sich, so Kamenisch, die Vermarktungsdauer auf im Schnitt 90 Tage erhöht. „Der Markt bewegt sich seitwärts, aber das ist keine Schwäche. Freiburg ist strukturell einer der robus-






testen Immobilienmärkte in Deutschland. Wer Geduld mitbringt, ist gut aufgestellt“, so Wölfle. Bis ins Jahr 2040 würden die Haushaltszahlen im Regierungsbezirk Freiburg weiter zunehmen, vor allem in der Altersgruppe der 60- bis 85-Jährigen: „Die Mieten steigen weiterhin regelmäßig, was Wohneigentum als langfristige Anlage attraktiv hält.“
Aktuell hat die S-Immo 75 Immobilien in der Vermarktung. Darunter auch mehrere Neubauvorhaben: Beim Projekt Sommerhöfe in Denzlingen sind 19 der 25 Eigentumswohnungen verkauft (am 13. Juni gibt es dort einen Tag der offenen Baustelle), beim Projekt Sonnhalde in Waldkirch-Kollnau haben 40 der 52 Einheiten im ersten Bauabschnitt neue Eigentümer, und beim jüngsten Bauvorhaben im Freiburger Stadtteil St. Georgen, bei dem die zehn Wohnungen erst Anfang Mai in die Vermarktung gingen, gibt es bereits die ersten Reservierungen. Erfolgreich war die Sparkassen-Tochter auch beim Stadtbau-Projekt Metzgergrün, wo mittlerweile 11 der 24 Einheiten protokolliert und drei weitere reserviert wurden. bar
Den Wohnmarktbericht 2026 der S-Immo gibt es kostenfrei hier: s-immobilien-freiburg.de. Ebenda ist auch das nächste S-Immo-Webinar zu finden: Am 21. Mai, ab 19 Uhr stellen Marco Wölfle und Oliver Kamenisch den Wohnmarktbericht 2026 en détail vor.






Den Wohnmarktbericht 2026 der S-Immo gibt es kostenfrei hier: s-immobilien-freiburg.de. Ebenda ist auch das nächste S-Immo-Webinar zu finden: Am 21. Mai, ab 19 Uhr stellen Marco Wölfle und Oliver Kamenisch den Wohnmarktbericht 2026 en détail vor.

In Freiburg blätterten Käufer im vergangenen Jahr knapp 1,28 Milliarden Euro für 2349 Immobilien und Grundstücke auf den Tisch. Die höchste Summe seit Beginn der Datenerfassung – im Jahr 1975. Im Vorjahr waren es rund 910 Millionen.
2349 Kaufverträge hat der städtische Gutachterausschuss gesichtet. Nur wenn Verkäufer und Käufer im Ausland zum Notar gehen, was durchaus vorkommt, kriegen die Freiburger davon nichts mit. Neue Bauplätze für Ein- und Zweifamilienhäuser gab es in Freiburg und den Tuniberggemeinden sowie Hochdorf nur 14. Und nur sieben, auf denen Mehrfamilienhäuser gebaut werden können.
17 neue Reihenhäuser oder Doppelhaushälften fanden neue Besitzer und 51 gebrauchte (im Schnitt für knapp 720.000 Euro). Die 40 gebrauchten freistehenden Ein- und Zweifamilienhäuser kosteten durchschnittlich mit 170 Quadratmeter Wohn- und 700 Quadratmetern Grundstücksfläche 632.190 Euro. Für eine der 14 verkauften Villen mit durchschnittlich 1200 Quadratmetern Grundstücks- und 315 Quadratmetern
ANZEIGE























Wohnfläche mussten die Käufer 2,3 Millionen Euro auf den Tisch blättern.
Verkauft wurden im vergangenen Jahr in Freiburg 94 Mehrfamilienhäuser (Vorjahr: 87) sowie 152 neue und 1180 gebrauchte Eigentumswohnungen. Für gebrauchte Wohnungen im Stadtgebiet wurden im Schnitt 4987 Euro je Quadratmeter (2024: 4855 Euro) bezahlt – mit großen Unterschieden von Stadtteil zu Stadtteil.
Das gilt auch für den Neubau, wo in Opfingen 4900 Euro bezahlt wurden, in der Wiehre 8316 Euro. Dort zahlte ein Käufer übrigens sogar für einen gebrauchten Quadratmeter 11.340 Euro. „Die Zahlen zeigen sehr deutlich, dass bezahlbarer Wohnraum immer noch eine der größten politischen Herausforderungen ist“, kommentierte Baubürgermeister Martin Haag. Dem Druck könne die Stadt mit neuen Baugebieten, allen voran Dietenbach, „entgegenwirken und so den Wohnungsmarkt entlasten“.
Einen rekordverdächtigen Verkauf im Bereich bezahlbares Wohnen gab es in Zähringen: Dort kostete der Quadratmeter in einer gebrauchten Wohnung rund 2000 Euro.
Nach jüngsten Zahlen fürs laufende Jahr sind die Immobilienpreise in Deutschland zwischen Januar und März um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Dies zeigt der Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp). Wohnimmobilien legten dabei mit 2,3 Prozent etwas stärker zu als Büro- und Einzelhandelsimmobilien mit 1,9 und 1,5 Prozent. chilli/bar











Raum für Naturund Artenschutz
Biodiversität
Klimaresiliente Räume
Aufenthaltsqualität
Fassadenbegrünung
Versickerungsflächen
Aufenthaltsqualität
Straßenbegrünung
Klimaresiliente Räume
Biodiversität
Raum für Naturund Artenschutz
Flächeneffiziente Gebäudehöhe
Dachbegrünung
Photovoltaik
Aufenthaltsqualität
Versickerungsflächen
Querverbindung
Radweganbindung
Carsharing Mobilitätshub
E-Mobilität
ÖPNVAnbindung
Mischnutzung
Straßenbegrünung
Energiemanagement
Querverbindung
Radweganbindung
Photovoltaik
Flächeneffiziente Gebäudehöhe
Raum für Naturund Artenschutz
Nahwärmeversorgung
Rahmenplan:
Wo grün nicht nur ein Feigenblatt ist.
In Freiburg entsteht aktuell zwischen HermannMitsch- und Tullastraße auf rund 21 Hektar ein durchaus besonderes Industriegebiet. Es hört auf den Namen Areal Nord, ist Teil des Green Industry Parks (GIP) – und der Boden für mehrere 100 Millionen Euro Investitionen in Freiburg. Am 20. Mai gibt es vor Ort ein „GIPfeltreffen“.
der Intuitive Surgical auf einem 30.000 Quadratmeter großen Grundstück schon bezogen, direkt gegenüber wird das Ernst-Mach-Institut das Kurzzeitdynamische-Technologien-Center (KTC) mit Laboren und Arbeitsräumen bauen. Auf 28.000 Quadratmetern.
Stephan Schoeller ist kein Mann der lauten Töne. Der Geschäftsführer der Freiburger-S-Wirtschaftsimmobilien (fwi) spaziert mit dem Journalisten von der Guericke-Straße kommend aufs Areal. Linker Hand ist der rund 60 Millionen Euro schwere Neubau
20.000 Quadratmeter hat sich die Reuter Chemische Apparatebau gesichert, 20.000 der Messtechnik- und Automationsspezialist Endress+Hauser, der dort einen neuen Unternehmenscampus bauen wird. 3000 Quadratmeter hat die Marquardt axomed GmbH erworben. Die Konversion der ehemals zur Cerdia-Gruppe gehörenden Fläche erweist sich als Erfolgsgeschichte einer aktiven Liegenschaftspolitik.



Der Neubau der Intuitive Surgical ist bereits bezogen. Im Gebiet gibt es auch naturbelassene Grünflächen.
Finanziert, entwickelt und vermarktet von der fwi. Nach chilli-Berechnungen für rund 40 Millionen Euro. Dazu schweigt Schoeller. Sagt lieber: „Wir verhandeln aktuell über den Verkauf von weiteren 60.000 Quadratmetern noch in diesem Jahr.“ Mit wem? Welche Branche? Will er nicht preisgeben. Allerdings seien vier der sechs Hektar an ein Unternehmen von außerhalb adressiert. Zudem werde aktuell noch über den Bau einer Infrastruktureinrichtung gesprochen, die von der Stadt Freiburg und dem Land Baden-Württemberg gemeinsam verantwortet werden könnte. Wenn es so wird, wäre das landesweit ein Pilotprojekt. Mittlerweile stehen wir an einem großen Regenwasserversickerungsbecken. Auch hier ist eine andere Handschrift
bei der Entwicklung zu sehen: Die natürlichen Strukturen wurden schlicht so belassen, für die Nutzung nur angepasst. Im Areal Nord gibt es Flächen für Natur- und Artenschutz, Biodiversität, bunte Bänke am Wegesrand, klimaresiliente Aufenthaltsflächen, alten Baumbestand – es ist die Transformation eines Industriegebiets, die andernorts durchaus Nachahmer finden könnte. Im Zentrum ist ein Mobilitätshub geplant, mit Stellflächen für 1000 Autos – die Unternehmen müssen mithin keine eigenen bauen –, Anbindung an den ÖPNV, Elektroladesäulen, Carsharing, Café und Kita. Die Wärme beziehen die Firmen aus der Abwärme der Cerdia. Der meiste Strom soll von den PV-Anlagen auf den Dächern kommen. Und die kön-
nen – anders als bei vielen Bebauungsplänen in Freiburg – auch mal in luftiger Höhe sitzen.
Von den rund 21 Hektar, erworben in zwei Tranchen zwischen Juni 2020 und Ende 2023, sind 18 Bauland. Wenn die sechs, über die aktuell verhandelt wird, in diesem Jahr noch in Notartermine münden, dann gibt es nur noch zwei. So schnell ist in Freiburg wohl noch nie ein so großes Gebiet – immerhin 30 Fußballfelder – erfolgreich entwickelt und vermarktet worden. Zum Vergleich: Im Gewerbegebiet Haid-Süd wurde im Herbst 2013 die Fertigstellung der Erschließung gefeiert. Dort suchen fast 13 Jahre später immer noch mehrere Grundstücke neue Nutzer.
Lars Bargmann
















NEUE IHK-KONJUNKTURUMFRAGE
Der Irankrieg und dessen Auswirkungen, etwa auf die Energiepreise, haben den Geschäftserwartungen der südbadischen Betriebe einen herben Dämpfer verpasst. Die zum Herbst aufkommenden Hoffnungen auf einen Aufschwung sind wieder eingetrübt. Das geht aus dem jüngsten Konjunkturbericht der IHK Südlicher Oberrhein (IHK) hervor.
„Die Geschäftserwartung von Januar ist die Geschäftslage von heute – und die ist nicht schlecht“, sagte Alwin Wagner, der Stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer. Zwar hätten sich die positiven Erwartungen aus der Herbstumfrage unter den Betrieben bewahrheitet und der Index der Geschäftslage seinen höchsten Stand seit Jahresbeginn 2024 erreicht. Der konjunkturelle Schub werde aber nun „durch den Irankrieg ausgebremst“. Die kriegsbedingt gestiegenen Energiepreise bereiteten der südbadischen Wirtschaft „große Sorgen“. 65 Prozent der Unternehmen gaben die Energiepreise als Hauptrisikofaktor für ihr Geschäft an. Dieser Faktor lag zu Jahresbeginn mit 40 Prozent noch auf dem vierten Platz und war nur zu Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine höher. Beispielhaft berichtete Thomas Albrecht, Geschäftsführer des Metallbauers Hermann Blum GmbH in Gutach, dass er im Januar vom Zweischicht- auf Dreischichtbetrieb umgestellt habe, nun aber wieder auf zwei zurückfahren musste. bib

Holzhybrid im Anflug: Beim SiedlungswerkProjekt sind alle 28 Wohnungen öffentlich gefördert.
ERSTER SPATENSTICH IN KLEINESCHHOLZ
Als erster Bauherr aus der Konzeptvergabe der Grundstücke hat das Siedlungswerk den Baustart im Neubaugebiet Kleineschholz gefeiert. Für rund zehn Millionen Euro gibt es 28 öffentlich geförderte Wohnungen, in denen die Miete 30 Jahre lang 33 Prozent unter der ortsüblichen Miete liegen wird. „Das ist Balsam für meine politische Seele“, sagte Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn beim Spatenstich.
ANZEIGE








Es war zwar nicht der erste im sogenannten gemeinwohlorientierten Quartier. Doch die Freiburger Stadtbau GmbH musste sich im Wettbewerb nicht beweisen, sondern bekam den Zuschlag für zwei Grundstücke quasi am grünen Tisch. Stadtbau und Siedlungswerk sind übrigens die einzigen Akteure, die den Bauantrag fristgerecht eingereicht haben. Andere sind in Vorbereitung, wieder andere suchen aber jetzt noch Geldgeber für den Kauf der zugesprochenen Grundstücke. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Rathaus auch bereits zugesagte Grundstücke wieder zurückbekommt und neu ausschreiben muss.
Das sechsgeschossige Gebäude des Siedlungswerks, kreiert von K9 Architekten, gebaut vom Generalunternehmer Goldbeck, wird in Holzhybrid-Bauweise erstellt und sei ein „besonderes Projekt, nicht zuletzt wegen der Grünflächen“, wie Baubürgermeister Martin Haag betonte. Zu denen zählen Gemeinschaftsgärten ebenso wie Hochbeete (Planung: freisign Landschaftsarchitekten).
„Wir bauen für Generationen“, sagte der Freiburger Geschäftsstellenleiter des Siedlungswerks, Markus Hogenmüller. Das kirchlich geprägte Unternehmen habe den „klaren sozialen Auftrag, dauerhaft leistbaren Wohnraum zu schaffen“ und Kleineschholz sei eines „der spannendsten Stadtentwicklungsprojekte Freiburgs“. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) fördert jede Sozialwohnung mit einem Zuschuss in Höhe von 25.000 Euro.
Das Siedlungswerk hat aktuell zudem im Rohbau ein Gebäude an der Freiburger Wippertstraße, wo alle 15 Eigentumswohnungen verkauft sind, und zwei neue Projekte in Breisach und Bad Krozingen auf der Agenda. Beide mit einem Mix aus Eigentum und Miete. In Kleineschholz dürfen keine Eigentumswohnungen gebaut werden. Die Freiburger Politik ist sehr stark auf Mietwohnungen fokussiert. Aber nicht nur Haag weiß: „Eigentum ist ein Thema, das wir in Freiburg beackern müssen.“ Lars Bargmann

Freizeitideen und Ausflugstipps für Freiburg und die Regio


und der idyllische Flückigersee, die zu entspannten Stunden am Wasser einladen. Doch auch die Regio rund um Freiburg begeistert mit vielfältigen Freizeitmöglichkeiten: entspannte Auszeiten am Camping Tunisee, tierische Erlebnisse im Vogelpark Steinen oder inspirierende Kulturtouren durch die Museen der Region. Ob
im traditionsreichen Écomusée d’Alsace, im Trompetenmuseum, im Museum Rehmann oder im modernen Musée Würth Erstein – zwischen Schwarzwald, Elsass und Rhein verbinden sich Natur, Kultur und Erholung zu abwechslungsreichen Ausflugszielen mit besonderem Flair.
Marianne Ambs


Die international einzigartige Instrumentensammlung im Schloss Schönau öffnet den Blick auf 400 Jahre Trompetengeschichte. Unterstützt von multimedialer Technik, bieten sich Besucherinnen und Besuchern vielfältige visuelle und klangliche Eindrücke, die von den handwerklichen Fähigkeiten alter Instrumentenmacher sowie von den bläserischen Fertigkeiten früherer Trompetergenerationen zeugen. Das älteste Stück der Sammlung ist eine Naturtrompete aus dem Jahr 1664. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Chromatisierung des Instrumentes. Sie gehört zu den wichtigsten instrumentenbaulichen Entwicklungsprozessen in der Geschichte der Trompete. Bildnerische Werke und Dokumente aus dem Kontext des Instrumentes ergänzen die Ausstellung. Im Schloss befinden sich zudem Räume, die dem Dichter Joseph Victor von Scheffel gewidmet sind. Sein literarisches Werk machte Säckingen zur Trompeterstadt und führte 1985 zur Gründung des Trompetenmuseums.
Trompetenmuseum Bad Säckingen
Schönaugasse 5, 79713 Bad Säckingen
Tel.: 0 77 61/22 17 Führungen nach Vereinbarung.
April bis Oktober: Do.–So. 14–17 Uhr November bis März: Do. & So. 14–17 Uhr trompetenmuseum.de

Die Künstlerin und Musikerin Pauline Marx hat gemeinsam mit einem internationalen Team ein multisensorisches Gesamtkunstwerk geschaffen. Die immersive Installation „Énergies fossiles“ erforscht die verborgene Energie und die Spuren des Lebens in Fossilien und Gesteinen. Das Projekt schlägt eine Brücke zwischen Kunst, Alchemie und Wissenschaft, indem es regionale Materialien aus dem Jurapark Aargau, Erde aus Frick, Fossilien und Wildpflanzen verwendet. Handgefertigte Licht-, Duft-, Klang- und Textilskulpturen erwecken eine chthonische, unterirdische Welt zum Leben. Besucherinnen und Besucher erleben die Sinneswelt der Fossilien, riechen die Aromen urzeitlicher Pflanzen und lauschen dem Echo der mineralischen Zeit. So lädt die Ausstellung „Énergies fossiles“ dazu ein, die geheime Geschichte der Erde mit allen Sinnen neu zu entdecken.
Ateliermuseum & Skulpturengarten
Rehmann
Schimelrych 12, CH-5080 Laufenburg
Tel.: +41 (0) 62/8 74 42 70
Mi. bis So. 14–17 Uhr www.rehmann-museum.ch






Noch bis Anfang nächsten Jahres zeigt das Museum Würth im französischen Erstein in der Ausstellung „ZOOM – Gesichter und Werke der Sammlung Würth“ über hundert fotografische Porträts von Künstlerinnen und Künstlern und stellt diesen eine Auswahl ihrer Werke gegenüber. Die Porträts stammen aus der ehemaligen Sammlung der Fotografin Angelika Platen, die von der Sammlung Würth erworben wurde. Sie verbinden unterschiedliche Zeiten miteinander, stellen sie nebeneinander und erzählen von Persönlichkeiten und Lebenswegen ebenso wie von künstlerischen Strömungen und Avantgarden. Nach inhaltlichen Zusammenhängen arrangiert, bewahren sie die intime Wirkung des fotografischen Formats und eröffnen zugleich einen Panoramablick auf die europäische und US-amerikanische Kunstszene des 20. Jahrhunderts.



Die Aufnahmen moderner und zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, darunter Max Ernst, Pablo Picasso und Georg Baselitz, treten in Dialog mit ihren Werken aus der Sammlung Würth.
Musée Würth France Erstein
Rue Georges Besse, F-67150 Erstein
Tel .: +33 (0)/3 88 64 74 84
Eintritt frei
Di.–Sa. 10–17 Uhr, So. 10–18 Uhr musee-wurth.fr
Wer Betty BBQ nicht kennt, hat ein wichtiges Stück Freiburg verpasst. Sie ist die Botschafterin für eine bunte und vielfältige Heimat. Im Dirndl und mit Bollenhut inszeniert sie sich als Schwarzwald-Dragqueen und nimmt Interessierte mit auf City- und Kneipentouren der besonderen Art: Auf der Travestie-Tour mit Betty BBQ verrät die Dragqueen Anekdoten aus dem Freiburger Nachtleben, gibt den neuesten Stadtklatsch zum Besten und inszeniert Geschichte und Gegenwart, die schillert und blinkt. Die Straßen von Freiburg werden zur Bühne für Bettys glamourösen Charme, denn die Tour steht ganz im Zeichen von Humor, Schauspiel und Travestiekunst. Mit ihrem Eventanbieter „Buntes Freiburg erleben“ bietet Betty BBQ zudem weitere spannende Stadttouren an, so etwa eine Kneipentour, kulinarische Touren, eine Weinwanderung und historische Touren wie die RotlichtCity-Tour – eine Zeitreise in das Rotlichtmilieu der 70er, 80er und 90er Jahre in Freiburg.
BBQ betty-bbq.com


Wie lebten früher die Menschen im Elsass, welche Traditionen sind bis heute lebendig? Im größten Freilichtmuseum in Frankreich gibt es Antworten: Seit der Gründung des Vereins „Maisons Paysannes d’Alsace“ ist bei Ungersheim ein elsässisches Dorf mit Gebäuden aus dem 16. bis 20. Jahrhundert entstanden. Wer das Écomusée besucht, entdeckt Fachwerkhäuser mit Ställen und Tieren, Handwerker und Bauern bei der Arbeit sowie Sammlerstücke aus alter Zeit. Bei seiner Eröffnung 1984 umfasste das Museum etwa zwanzig Gebäude. Seither ist das Dorf stetig gewachsen. Der Wald der Spiele bietet seit 2021 Raum für ökologische Entdeckungen. Das ganze Jahr wird im Freilichtmuseum gefeiert. Drei Tage lang steht Ende Mai bei den Bauernfesten das ländliche Leben im Mittelpunkt. Danach erzählt der Pfingschtflitteri-Festzug mit geheimnisvollen Figuren von einer Tradition zwischen Heidentum und Christentum. Im Juli und August stehen Dorffeste auf dem Programm, bevor im Freilichtmuseum die Erntesaison beginnt und die Holzkunst in den Fokus rückt.
Écomusée d’Alsace
Chemin du Grosswald, 68190 Ungersheim
Erwachsene 16,50 Euro, Kinder bis 17 Jahre 11 Euro, bis 3 Jahre Eintritt frei, Familienpass 50 Euro bis Oktober Fr.–So. für die Öffentlichkeit und Gruppen von 10–18 Uhr geöffnet, Montag geschlossen
Genaue Öffnungszeiten auf der Homepage. ecomusee.alsace.de








Der Tunisee mit Campingplatz im Freiburger Norden bietet Action und Erholung. Er lädt zum Baden ein und hat einen Wakepark für rasante Action auf dem Wasser. Vom Seil gezogen kann man dort auf einem Board über den See gleiten. Fortgeschrittene springen sogar über eigens angelegte Rampen. Wer üben will, kann am Tunisee Kurse belegen. Zudem gibt es Leih-Boards und Wasserkleidung. Am See befindet sich zudem eine Tauchstation mit Kursprogramm, ein Kiosk und ein Restaurant, das „s‘Wirtschäftle am Tunisee“, mit vielseitiger Küche und Freiterrasse. Im Sommer steigt am Tunisee das Elektro-Festival Sea You, bei dem etwa 40.000 Menschen tanzen, planschen und feiern. Der Campingplatz liegt idyllisch auf einem ebenen Grundstück unter Bäumen direkt am See. Stellplätze gibt es für Wohnmobile und Zelte oder man mietet eines der bequemen Mobilheime – Strom und Heizung, Toilette und Dusche sind inbegriffen.
Tunisee Freiburg
Seestraße 30, 79108 Freiburg-Hochdorf
Tel.: 0 76 65/22 49
tunisee.de










Auch am höchsten Schwarzwaldberg ist Ende Mai der Frühling angekommen und das Hellgrün der jungen Blätter von Buche und Bergahorn kontrastiert mit den dunkleren Tannen und Fichten. Wenn dann noch der Blick vom Feldberg hinüberschweift bis zu den Gipfeln der Schweizer Alpen und die duftenden Bergwiesen die Sinne erfreuen, ist das Wandererlebnis perfekt. In manchen schattigen Ecken liegen noch letzte Schneereste, und so können Wanderer auch im späten Frühling noch eine kleine Schneeballschlacht machen. Wer die Feldberg-Tour mit spannenden und zugleich unterhaltsamen Informationen verbinden will, schließt sich einer der Führungen an, die vom Haus der Natur am Feldberg angeboten werden, oder bucht als Gruppe einen eigenen Guide. Auch geführte E-Bike-Touren rund um den Feldberg sind möglich. Wer es gemütlicher mag, der findet im Programm des Hauses der Natur entspannte „Genusstouren“ oder dreht eine kleine Runde durch den Feldberggarten. Ein Besuch im „Haus der Natur“ mit seiner interaktiven Multimedia-Ausstellung lohnt sich auf jeden Fall, denn hier werden Infos rund um die Natur mit viel Humor vermittelt.

Naturschutzzentrum Südschwarzwald
Haus der Natur am Feldberg
Dr.-Pilet-Spur 4, 79868 Feldberg täglich von 10-17 Uhr geöffnet. naz-feldberg.de

„In der Wiehri gibt’s Backsteinkäs’ um Vieri“, hieß es um 1900 im großbürgerlich geprägten Freiburger Stadtteil Wiehre. Dessen Entstehung aber reicht noch viel weiter zurück in die Vergangenheit. Das Berliner Unternehmen „Eat the World“ bietet seit 2020 Führungen durch den Stadtteil an, die sie mit kulinarischen Häppchen appetitlich verknüpft. Ein ähnliches Format gibt es auch im Stühlinger. Die rund dreistündige Wiehre-Tour startet an der Johanneskirche. Je nach teilnehmenden Gastro-Partnern legt der Tour-Guide die Route fest und verbindet sie mit spannenden Einblicken in Geschichte und Gegenwart des Viertels. Die Gruppe schlendert durch malerische Gassen, vorbei an stolzen Villen mit großzügigen Gärten, und entdeckt abseits gelegene Winkel und Höfe, die selbst Einheimischen oft unbekannt sind. Unterwegs werden ausgesuchte kulinarische Kostproben gereicht, süß oder herzhaft, fest oder flüssig. Fesselnde Erzählungen über Pioniere, ehemalige Wegbereiter und alte, historische Bahntrassen wechseln sich ab mit Geschichten neu angesiedelter Jungunternehmer, die mutige Schritte in der Gastronomie wagen. So vergeht die Zeit wie im Flug, bis die Tour in einem gemütlichen Café oder einem originellen Bistro endet. Dort klingt der Rundgang in geselliger Atmosphäre aus, oft mit regem Austausch zwischen Gästen und Gastgebern – und der Idee, beim nächsten Mal den Stühlinger zu erkunden, um dort in neu zusammengewürfelter Konstellation wieder eine ganz andere kulinarische Stadtführung zu erleben.
Eat the World GmbH, Berlin eat-the-world.com



Seit 2011 hat das elsässische Dorf Wingen-surModer einen außergewöhnlichen kulturellen Hotspot – das Lalique-Museum. Das Museum wurde in der ehemaligen Glasmanufaktur eingerichtet, die von dem Architekten Jean-Michel Wilmotte zum Musée Lalique umgebaut wurde und dem Glasmacher und Juwelier René Lalique und seinen Nachfahren gewidmet ist. Seither lockt das Museum mit Ausstellungen Kunstinteressierte in die nordelsässische Gemeinde. Jedes Jahr stellt das Museumsteam in einer Sommerausstellung ein neues Thema in den Mittelpunkt, um die chronologische Darstellung in den Dauerausstellungen zu ergänzen. Anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Konzepts „Lalique Art“, das von Partnerschaften mit renommierten Künstlerinnen und Künstlern lebt, bietet die Ausstellung „Cristallisation“ ab dem 12. Juni einen Blick auf die Kunstwerke und ihre Entstehungsgeschichte und somit eine Retrospektive außerordentlicher Kooperationen. Sie erkundet das Universum und den Werdegang der Künstlerinnen und Künstler, mit denen René Lalique und sein Unternehmen zusammenarbeiteten. Vertreten sind zum Beispiel die Architektin Zaha Hadid, der Avantgarde-Künstler Yves Klein und der Maler des Surrealismus René Magritte.

Musée Lalique
40 rue du Hochberg 67290 Wingen-sur-Moder bis September täglich von 9.30–18.30 Uhr www.musee-lalique.com
Ein weitläufiger Park mit Greifvögeln, Berberaffen, Kängurus und Co. entdecken Familien bei Steinen. Nahe dem Parkeingang befindet sich auf einer kleinen Anhöhe ein spannender Hotspot des Parks – die Falkneranlage. Von hier aus eröffnet sich ein herrlicher Ausblick auf die reizvolle Landschaft, die den Vogelpark umgibt. Hier finden täglich um 11 und 15 Uhr die faszinierenden Flugshows mit Adlern, Falken und Eulen statt. Nach den Flugvorführungen geht es spannend weiter mit moderierten Berberaffen-Fütterungen im begehbaren Freigehege. Ein weiterer Anziehungspunkt im Naturidyll ist das Vogelkundehaus mit etwa 500 Quadratmetern Fläche. Auf 24 Schautafeln erfahren Familien spannende Facts über die heimische Vogelwelt. Zudem locken eine überdachte Sittich-Freiflugvoliere und die Unterkunft der Bennett-Kängurus in den Vogelpark. Zwei Kinderspielplätze und Grillplätze laden zum Verweilen ein.
Vogelpark Steinen
Hofener Str. 60, 79585 Steinen
Tel.: 0 76 27/9 72 90 11 täglich von 10–17 Uhr vogelpark-steinen.de























23.05.26 –21.06.26 &
Dobet Gnahoré Burghof Lörrach
Donnerstag, 18. Juni 2026, 20 Uhr

SAMSTAG 23.5.2026
AUSSTELLUNGEN
Zukunfts(t)räume Museum im Wandel Augustinermuseum, Freiburg, bis 21.2.27
Info: www.museen.freiburg.de
Verner Panton
Form, Farbe, Raum Vitra Schaudepot, Weil am Rhein, 23.5. bis 9.5.27
Info: www.design-museum.de
BÜHNE
Matt Harvey
„I Got Bit By A Monkey Once ...“
The Beast Basel Comedy Club, Basel H 19 Uhr Info: www.thebeastbasel.com
Rigoletto
Bis eine·r stirbt: Ein Hofnarr zwischen
Lachzwang & Selbstdemontage
Großes Haus, Theater Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Der Zauberberg
Die Geschichte eines simplen Helden
Wallgraben Theater, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.wallgraben-theater.com
Gesellschaft mit besonderer Hingabe (GmbH)
Theater Hora & Christoph Marthaler testen die Gegenwart
Theater Basel H 19.30 Uhr
Info: www.theater-basel.ch
Bunker Buddyz
Zwanghafte Rituale, skurrile Dispute & tiefgreifende Einsichten
E-Werk, Freiburg H 19.30 Uhr
Info: www.ewerk-freiburg.de
Mister Tomato
Parabel über das Amerika unter Donald
Trump Theater der Immoralisten, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.immoralisten.de
Ellen Babic
Psycho-Thriller von Marius von Mayenburg
Theater Baden-Baden H 20 Uhr
Info: www.theater-baden-baden.de
Love Western
Wanted: Wilder Westen trifft queere Liebe! Kleines Haus, Theater Freiburg H 20 Uhr
Info: www.theater.freiburg.de
Sirenen
Warnende Gesänge von früher für jetzt
Theater Basel H 20 Uhr
Info: www.theater-basel.ch
Still.dependent Zeitgenössischer Zirkus
E-Werk, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.ewerk-freiburg.de
Kei Muckser, sunscht knallt's
Komödie von Chris Arnold
Alemannische Bühne, Freiburg H 20.15 Uhr
Info: www.alemannische-buehne.de
EVENTS
Kulinarische Weinwanderungen Speisen & Weine im sonnigen Markgräflerland genießen
Tourist-Information, Bad Krozingen H 11.30, 12.30 & 13.30 Uhr
Info: www.bad-krozingen.info
Wein- & Obstbauführung
Wein, frisches Obst & kleine Häppchen Ferienhof Walter, Freiburg-Opfingen H 15 Uhr
Info: www.walterhoch5.de
Riesenflohmarkt
Stöbern, Feilschen & Verkaufen
Messe Freiburg H ab 10 Uhr, auch am 25.4. Info: www.suema-maier.de
Freiburger Frühjahrsmess’
Highlight für Familien & Actionjunkies
Messe Freiburg H ab 14 Uhr
Info: www.freiburgermess.freiburg.de
Blockflöte im Konzert
Bachelorabschlussprüfung von Fabia
Bartuschka
Hochschule für Musik, Freiburg H 18 Uhr
Info: www.mh-freiburg.de
Wolfgang Marschner
Festakt zum 100. Geburtstag
Hochschule für Musik, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.mh-freiburg.de
Queens of Hip-Hop 2
Kraftvolle Charaktere & einzigartige Klangwelten
Jazzhaus, Freiburg H 19.30 Uhr
Info: www.jazzhaus.de
The Ukulele Orchestra of Great Britain „40th Anniversary“-Tour Paulussaal, Freiburg H 19.30 Uhr
Info: www.zeitklang-event.de
Coco Dièze
Gypsy meets Jazz
Gärtnerei Pleuger Gewächshaus, Freiburg H 19.30 Uhr
Info: www.ebneter-kultursommer.de
„Kurt Tucholsky – Ideal & Wirklichkeit“ Chansons von & mit dem Stanossek Trio Schlosskeller, Emmendingen H 20.30 Uhr
Info: www.schlosskeller-emmendingen.de
› Alle Angaben ohne Gewähr
Disco No. 1
Glanz, Glamour & Grooves Jazzhaus, Freiburg H 13 Uhr
Info: www.jazzhaus.de
Mixed Music
Wechselnde DJs
Cohibar, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.cohibar-freiburg.de
Dänzneid
DJs ab 23 Uhr
Puzzles, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.puzzles-freiburg.de
Nachtleben im Bächle Keller
Party mit DJ
Bächle Keller, Freiburg H 21 Uhr
Info: www.bächle-keller.de
90er Party
90er meets 2000er
Freiraum, Offenburg H 21 Uhr
Info: www.freiraum-offenburg.de
Freds Cocktailclub
DJ-Session-Samstag
Frederics, Freiburg H 22 Uhr
Info: www.instagram.com/fredericsfreiburg
Gran Fiesta Latina
Reggaeton, R ’n’ B, Electro Latino, Salsa Mamita Club, Freiburg H 22 Uhr
Info: www.mamita.club.de
Re:Verb Vol. 4
Dub, Drum 'n' Bass & Breakbeat MensaBar, Freiburg H 22 Uhr
Info: www.swfr.de
2000er Party
Ein Jahrzehnt voller Power! Freiraum, Offenburg H 22.30 Uhr
Info: www.freiraum-offenburg.de
Club meets Tacheles
Wechselnde DJs Tacheles, Freiburg H 23 Uhr
Info: www.tachelesfreiburg.de
Riva Party
Electro, Hip-Hop, House Riva Bar, Freiburg H 23 Uhr
Info: www.instagram.com/riva.freiburg
Bis InDie Puppen
Indie-Rock, Alternative, Folk & Postpunk Elpi, Freiburg H 23 Uhr
Info: www.instagram.com/elpi_freiburg
Rooftop Session – Season Opening Fuse steigt aufs Dach Hermann, Freiburg H ab 16 Uhr
Info: www.hermannfreiburg.de
SONNTAG 24.5.2026
AUSSTELLUNGEN
Pierre Huyghe
Exklusiv für die Fondation Beyeler Fondation Beyeler, Basel/Riehen, 24.5. bis 13.9. Info: www.fondationbeyeler.ch
40 Jahre Rosa Hilfe: Queere Geschichte (weiter)schreiben Queere Bewegungsgeschichte in Südbaden Kulturaggregat, Freiburg, bis 13.6. Info: www.kultur-aggregat.de
BÜHNE
Zum letzten Mal: Sherlock Holmes: Der Fall Moriarty
Der Meisterdetektiv auf der Theaterbühne Theater Baden-Baden H 19 Uhr
Info: www.theater-baden-baden.de
Der Zauberberg
Die Geschichte eines simplen Helden Wallgraben Theater, Freiburg H 19.30 Uhr
Info: www.wallgraben-theater.com
Eiszeit
Ein kleiner Weltuntergang
Kunsteisbahn Margarethen, Basel H 19.30 Uhr
Info: www.theater-basel.ch
Bunker Buddyz
Zwanghafte Rituale, skurrile Dispute & tiefgreifende Einsichten
E-Werk, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.ewerk-freiburg.de
EVENTS
Genuss-Brunch
Gemeinsam in den Sonntag starten
Brauerei Rothaus, Grafenhausen H 11 Uhr
Info: www.rothaus.de
Freiburger Frühjahrsmess’
Highlight für Familien & Actionjunkies
Messe Freiburg H ab 11 Uhr
Info: www.freiburgermess.freiburg.de
KINO
Premiere: „Wolken über Lützerath“
Ein Dorf wird zum Schlachtfeld der Klimadebatte
Harmonie, Freiburg H 20.15 Uhr
Info: www.friedrichsbau-kino.de
MUSIC
Symphoniacs
„The True Rebels Of Classical Music“Europe Tour 2026
Burghof, Lörrach H 19.30 Uhr
Info: www.burghof.com
PARTY
Mallorca Party
Tenne, Club-Disco, Musikstadl
Heuboden, Umkirch H 20 Uhr Info: www.heuboden.de
Abriss
Klaudia Gwakas, Pappenheimer u. v. m.
Hans-Bunte-Areal, Freiburg H 23 Uhr
Info: www.hans-bunte.de
MONTAG
25.5.2026
BÜHNE
Iphigénie en Tauride
Antiken-Spektakel zwischen Trauma & Befreiung
Großes Haus, Theater Freiburg H 18 Uhr
Info: www.theater.freiburg.de
Fin de partie
Becketts Klassiker des absurden
Theaters als Oper Theater Basel H 18.30 Uhr
Info: www.theater-basel.ch
Love Western
Wanted: Wilder Westen trifft queere Liebe!
Kleines Haus, Theater Freiburg H 19 Uhr
Info: www.theater.freiburg.de
EVENTS
Pfingst-Brunch
Im Rahmen des 29. Bad Krozinger
Mozartfests
Kurhaus, Bad Krozingen H 11 Uhr
Info: www.bad-krozingen.info
Michels Quiz
Pubquiz für Ratefüchslein, Quiznerds & Friends
Waldsee, Freiburg H 19 Uhr Info: www.michelsquiz.de
Krach & Wonne – das Tanz-AftershowFormat
Talk, Musik & gemeinsam tanzen
Steinfoyer, Theater Freiburg H 20.45 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Freiburger Frühjahrsmess’
Highlight für Familien & Actionjunkies
Messe Freiburg H ab 11 Uhr Info: www.freiburgermess.freiburg.de
MUSIC
Beethoven 4!
Ensemble LouisE
Kreuzkirche, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.visit.freiburg.de
Octavio Barattucci Duo
Roccacoustic im Café
Roccafé, Denzlingen H 19.30 Uhr
Info: www.roccafe.de
PARTY
Monday Blues
Das Tanzbein schwingen
Kiss, Freiburg H 21 Uhr Info: www.kiss-freiburg.jimdofree.com




































Familien-Event
Messplatz Freiburg
Täglich bis 25. Mai www.freiburgermess.freiburg.de FREIBURGER MESS‘
ANZEIGEN

Wippertskirch 2, FR-Opfingen
Freitag, 29. Mai, 18 Uhr www.walterhoch5.de






DIENSTAG
26.5.2026
AUSSTELLUNGEN
Ende der Zeitzeugenschaft? Vom Erzählen zum Bewahren. Wie Erinnerung weiterlebt
Dokumentationszentrum NS, Freiburg, bis 13.9. Info: www.museen.freiburg.de Einschnitt | Ausdruck Hap Grieshaber
Forum Würth, Arlesheim, bis 2.5.27 Info: www.kunst.wuerth-ag.ch
BÜHNE
Zum letzten Mal: 20.000 Meilen sind doch mehr als wir dachten Poetische Unterwasserfabel
Theater Basel H 20 Uhr Info: www.theater-basel.ch
EVENTS
Noras Soapbox
Gespräche mit Menschen, die Kunst verändern
Theater Basel H 20 Uhr Info: www.theater-basel.ch
MUSIC
Harmonika Sound Orchester Konzert der Musikschule Fröhlich aus Löbejün
Musikpavillon, Bad Krozingen H 18 Uhr Info: www.bad-krozingen.info
Sona Jobarteh & Group Mix aus moderner & traditioneller westafrikanischen Musik Volkshaus, Basel H 20.15 Uhr Info: www.offbeat-concert.ch
Kris Davis Trio feat. Wolfgang Muthspiel & Nasheet Waits Artist in Residence the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr Info: www.birdseye.ch
PARTY
Noche de Baile
Salsa, Bachata, Kizomba Mamita Club, Freiburg H 21 Uhr Info: www.mamita.club.de
Rebel Music
DJs: Flowin’ Vibes & Friends, Reggae & Dancehall
The Great Räng Teng Teng, Freiburg H 23 Uhr Info: www.instagram.com/thegreatraengtengteng
MITTWOCH
27.5.2026
BÜHNE
Don Quijote
Phantastischer Ritt durch die Jahrhunderte
Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch
Eiszeit
Ein kleiner Weltuntergang
Kunsteisbahn Margarethen, Basel H 19.30 Uhr
Info: www.theater-basel.ch
Dark Matter
Fünf Stücke von Marco Goecke
Theater Basel H 20 Uhr
Info: www.theater-basel.ch
EVENTS
Spargelbüffet
Frischer Spargel vom Feld unter freiem Himmel
Ferienhof Walter, Freiburg-Opfingen H 18, 18.30 & 19 Uhr
Info: www.walterhoch5.de
„Brennpunkt: KI – Fluch, Segen oder beides?“
Vortrag & Fragerunde mit Oliver Müller
Kulturscheune, Freiburg-Ebnet H 19.30 Uhr
Info: www.ebneter-kultursommer.de
Schoog im Dialog
Zu Gast: Cordula Stratmann
Kurhaus, Baden-Baden H 20 Uhr
Info: www.badenbadenevents.de
Klavier im Konzert
Masterabschlussprüfung von Chiharu Taruya
Hochschule für Musik, Freiburg H 18 Uhr
Info: www.mh-freiburg.de
Kris Davis Trio feat. Wolfgang Muthspiel, Patrick Fitzgerald & Nasheet Waits
Artist in Residence the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr Info: www.birdseye.ch
PARTY
Bierpong Special
Gemeinsam Spaß haben
Bächle Keller, Freiburg H 19 Uhr Info: www.bächle-keller.de
Groove!
Elektro-groove mit Joanna & DJ Urban
Waldsee, Freiburg H 20 Uhr Info: www.waldsee-freiburg.de
Unicorn Sessions
Konzerte & Jams mit Newcomer-Bands & alten Hasen
Ruefetto, Freiburg H ab 21 Uhr Info: www.unicorn-sessions.com
DONNERSTAG 28.5.2026
Farm Fatale
Vogelscheuchen-Band beschwört den Neuanfang
Großes Haus, Theater Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Van Manen, Kylián & Goecke
Abend mit drei Meisterwerken
Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch
Die Addams Family
Witziges Grusel-Musical
Theater Baden-Baden H 20 Uhr Info: www.theater-baden-baden.de
Mozart tanzen im 21. Jahrhundert
Junges Ballett
La Sinne, Mulhouse H 20 Uhr Info: www.operanationaldurhin.eu
EVENTS
Schnupperkurs: Gleichgewicht & Koordination
Es wird sportlich im Museum, auch im Rollstuhl
Museum für Neue Kunst, Freiburg H 17 Uhr Info: www.museen.freiburg.de
Nikolaus von Gayling-Westphal: „Sieben Frauen auf Schloss Ebnet“
Vortrag im frisch renovierten Gartensaal Schloss Ebnet, Freiburg H 18.30 Uhr Info: www.ebneter-kultursommer.de
Musik zum Überleben
Vortrag über Musik aus dem KZ
Theresienstadt
Hochschule für Musik, Freiburg H 19 Uhr Info: www.mh-freiburg.de
K.I.S.S. Quiz
Quiz-Night Kiss, Freiburg H 20.30 Uhr Info: www.kiss-freiburg.jimdofree.com
Die Kunst 6
Internationale Kunstmesse Burghof, Lörrach H ab 14 Uhr, bis 31.5. Info: www.diekunst.art
MUSIC
Violine im Konzert
Masterabschlussprüfung von Hyeji Kim Hochschule für Musik, Freiburg H 20 Uhr Info: www.mh-freiburg.de
Kris Davis Trio feat. Marta Wajdzik, Robert Landfermann & Nasheet Waits
Artist in Residence the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr Info: www.birdseye.ch
Jazz Session
Konzerte & Jams mit Newcomer-Bands & alten Hasen
Ruefetto, Freiburg H 21.30 Uhr Info: www.ruefetto.de
Freds Karaoke Club
Gratis Shot vor deinem Auftritt Frederics, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.instagram.com/fredericsfreiburg
Stud„enten“night 3 ... 2 ... 1 ... Euro Nacht
Bächle Keller, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.bächle-keller.de
Students Night
Viele Special-Angebote Cohibar, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.cohibar-freiburg.de
Beer Pong Night
Mixed Music Puzzles, Freiburg H 20 Uhr Info: www.puzzles-freiburg.de
Throwback Thursday Alternative, Punk, Hip-Hop Elpi, Freiburg H 23 Uhr
Info: www.instagram.com/elpi_freiburg
Urban Thursday
Afrobeats, Hip-Hop & Latin Neko Bar.Club, Freiburg H 23 Uhr Info: www.neko-club.de
Subclub
Thursday Rave
The Great Räng Teng Teng, Freiburg H 23 Uhr
Info: www.instagram.com/thegreatraengtengteng
AUSSTELLUNGEN
Das perfekte Dinner
Kulinarische Genusswelt der Antike Augusta Raurica, Augst, bis 31.8. Info: www.augustaraurica.ch
Burg Rötteln
Neue Methoden in der Archäologie Dreiländermuseum, Lörrach, bis 14.6. Info: www.dreilaendermuseum.eu
Wildlife Photographer of the Year
Die 100 weltbesten Naturfotografien Naturhistorisches Museum, Basel, bis 28.6. Info: www.nmbs.ch
Schatzfunde
Versteckt, verschollen, entdeckt Historisches Museum, Basel, bis 28.6. Info: www.hmb.ch
BÜHNE
Rigoletto
Bis eine·r stirbt: Ein Hofnarr zwischen Lachzwang & Selbstdemontage
Großes Haus, Theater Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Van Manen, Kylián & Goecke Abend mit drei Meisterwerken
Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch
Die Schändung der Lucretia: Ein Casting Ach! sie verlor, was mehr ihr wert als Leben Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch
Yentl
Musikalische Erzählung voll tiefgründigem Humor & essentieller Weisheit E-Werk, Freiburg H 20 Uhr Info: www.dieschoenen.com
Das weite Land
Tragikomödie von Arthur Schnitzler Theater Baden-Baden H 20 Uhr Info: www.theater-baden-baden.de
Mozart tanzen im 21. Jahrhundert Junges Ballett La Sinne, Mulhouse H 20 Uhr
Info: www.operanationaldurhin.eu
Alain Frei
„Alles Neu“ Musical Theater Basel H 20 Uhr Info: www.musical.ch
Basel en Español Stand-up-Comedy-Show auf Spanisch
The Beast Basel Comedy Club, Basel H 20 Uhr
Info: www.thebeastbasel.com
Zum letzten Mal: Heute Abend:
Lola Blau
Musical für eine Sängerin von Georg Kreisler Theater Basel H 20 Uhr
Info: www.theater-basel.ch
Kei Muckser, sunscht knallt's Komödie von Chris Arnold
Alemannische Bühne, Freiburg H 20.15 Uhr
Info: www.alemannische-buehne.de
EVENTS
Traktorfahrten
Weinberg-Rundfahrt am Tuniberg Ferienhof Walter, Freiburg-Opfingen H 16 Uhr
Info: www.walterhoch5.de
Community Beach
Offene Spielrunden: Beachvolleyball, Footvolley & Beachtennis
Die Palme, Freiburg H ab 18 Uhr Info: www.beach-freiburg.de KINO
„It's never over, Jeff Buckley“ Leben & Tod einer rätselhaften Figur der modernen Musikgeschichte Kommunales Kino, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.koki-freiburg.de MUSIC
Instabilität als Herz: Saxophon & Elektronik
2. Freiburger Gespräch zur Neuen Musik der IFK
Stadtbibliothek, Freiburg H 17 Uhr Info: www.mehrklang-freiburg.de
Chris Jones & The Night Drivers
„Make Each Second Last“ Tabourettli, Basel H 19.30 Uhr
Info: www.fauteuil.ch
Kris Davis Trio feat. Robert Landfermann & Nasheet Waits
Artist in Residence the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr Info: www.birdseye.ch
Heim & Flucht Orchester
Die universelle Sprache der Musik Schlosskeller, Emmendingen H 20.30 Uhr Info: www.schlosskeller-emmendingen.de
Musik aus Bridgerton im Lichterglanz-Konzert
Tribute by String Quartet
Hist. Kaufhaus, Freiburg H 21 Uhr Info: www.historischeskaufhaus.freiburg.de
Rian x Halbtrocken Open Air Festival-Atmosphäre zwischen Reben & Weingläsern
Ferienhof Walter, Freiburg-Opfingen H ab 17 Uhr Info: www.walterhoch5.de
PARTY
Mixed Music
Wechselnde DJs Cohibar, Freiburg H 19 Uhr Info: www.cohibar-freiburg.de
Birthday Party
Tenne, Club-Disco, Musikstadl Heuboden, Umkirch H 20 Uhr Info: www.heuboden.de
Nachtleben im Bächle Keller Party mit DJ
Bächle Keller, Freiburg H 21 Uhr Info: www.bächle-keller.de
Ladies Night Fiesta Latina Mamita Club, Freiburg H 22 Uhr Info: www.mamita.club.de
Friday Night Beats
Wechselnde DJs
Tacheles, Freiburg H 23 Uhr
Info: www.tachelesfreiburg.de
Crossing all over Indie-Folkrock, Punk, Big Beats
Elpi, Freiburg H 23 Uhr
Info: www.instagram.com/elpi_freiburg
Eine Nacht ohne Stil DJs ab 23 Uhr
Puzzles, Freiburg H 23 Uhr
Info: www.puzzles-freiburg.de
© Schlegel Gastronomie GmbH
Foto:

Perfekte Location für den Sonnenuntergang
Greiffenegg Schlössle, Schlossbergring 3, Freiburg Bis 16. September, jeden Mittwoch ab 17 Uhr
Entspannt in den Abend mit Musik
Wochenmitte und schon ganz schön viel geschafft: Zeit für einen entspannten Feierabend über den Dächern der Stadt. Da bietet sich die Sunset Lounge auf der Terrasse des Greiffenegg Schlössle an. Auf dem Schlossberg erwartet die Gäste jeden Mittwochabend bis in den September nicht nur ein fulminanter Sonnenuntergang mit Blick über Freiburg und die Region. Musik, Tapas und Kleinigkeiten aus der Restaurant-Küche sowie edle Tropfen aus der Region machen den Sundowner-Abend perfekt. Am 3. Juni, 1. Juli und am 5. August heizen zudem DJs mit lässigen Beats die Stimmung an, und beim Winzer-Special sind die Weingüter Stigler, das Staatsweingut Freiburg, und Fritz Waßmer mit erfrischenden Weinen und Sekten zu Besuch. Beim unkomplizierten Sommer-Spot auf dem Schlossberg ist die Devise: einfach kommen, anstoßen, zurücklehnen und genießen.
www.greiffenegg.de


Sechs Masterklassen im Sommer
Jazz & Rock Schulen, Haslacher Straße 43, Freiburg Juni bis August 2026, Infotelefon 0761/36888915
Musik,
Mit dem Sound & Vision Summer Lab bündeln die Jazz & Rock Schulen Freiburg sechs Intensivkurse zu einem kuratierten Sommerprogramm rund um Musikproduktion, Scoring, Performance, Storytelling und Artist Development. Im Mittelpunkt stehen zeitgenössische Formen musikalischen und künstlerischen Arbeitens. Wie entsteht aus einer musikalischen Idee ein Track? Welche emotionale Funktion erfüllt Musik in Film- und Game-Welten? Wie lassen sich Sound, Bildsprache und künstlerische Identität zeitgemäß verbinden? Zu diesen und weiteren Fragen wird in den Kursen gearbeitet. Das Summer Lab richtet sich an alle, die ihre künstlerische Praxis zwischen Produktion, Performance und zeitgenössischer Medienkultur weiterentwickeln möchten. Die sechs Masterclasses verbinden technisches Knowhow mit künstlerischer Reflexion und praxisnaher Arbeit.
www.jrs.org

Thomas Dürst Trio
The Bird’s Eye Jazz Club, Kohlenberg 20, Basel
Donnerstag, 4. Juni, 20.30 Uhr
Leichtfüßiger Jazz mit einer Prise Chanson
Ein Abend voller Humor, Poesie und entspannter Melodien zaubert Bassist Thomas Dürst mit seinem Trio im Basler Jazz Club. Getragen von der markanten Stimme von Sängerin Sibyl Hofstetter entführt das Trio das Publikum mit eigenen Arrangements in die Welt von selten gespielten, stimmungsvollen Jazz-Songs und Chansons. Frischer Wind weht mit Lea Gassers Akkordeon durch die Arrangements. Im neuen Programm „Plötzlich ging die Sonne aus“ bearbeiten der Bassist und die beiden Musikerinnen Perlen aus dem deutschen, französischen und englischen Liederreichtum mit berührenden, mal aufmüpfigen Texten und begeistern auch mit eigenen Kompositionen. Thomas Dürst begann mit 12 Jahren Elektrobass zu spielen, um dann mit 15 Jahren auf den Kontrabass zu wechseln. Ab 1976 studierte er an der „Swiss Jazz School“ in Bern bei Rolf Aberer und Eric Peter.
www.birdseye.ch
SAMSTAG
30.5.2026
AUSSTELLUNGEN
Teddy
Von Legende bis Lifestyle
Spielzeug Welten Museum, Basel, bis 31.1.27
Info: www.spielzeug-welten-museum-basel.ch
Black or White & Nothing More Werke von Kammerer-Luka Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps, Freiburg, bis 5.7. Info: www.stiftung-konkrete-kunst.org
BÜHNE
Aufbrechen
Showing mit dem Tanzensemble Nuvoir –Tanzen im Schwarm
E-Werk, Freiburg H 19 Uhr Info: www.ewerk-freiburg.de
Europa
Reise in die Psyche des Zivilisationsbruchs
Großes Haus, Theater Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Don Quijote
Phantastischer Ritt durch die Jahrhunderte
Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch
Yentl
Musikalische Erzählung voll tiefgründigem Humor & essentieller Weisheit
E-Werk, Freiburg H 20 Uhr Info: www.dieschoenen.com
Heidi
Wie eine heile Bergwelt ins Rutschen gerät Kleines Haus, Theater Freiburg H 20 Uhr
Info: www.theater.freiburg.de
Die weiße Madonna von Einsiedeln
Sog aus Identitätspolitik, Rechtsrutsch & Sicherheiten
Theater Basel H 20 Uhr
Info: www.theater-basel.ch
EVENTS
Briem & Friends
Der beste Wein ist der, den wir mit Freunden trinken
Weingut Briem, Wasenweiler H ab 18 Uhr
Info: www.mykaiserstuhl.de
Rooftop Bar
Benedikt Weigmann am Piano
Nouri Hotel, Bad Krozingen H ab 20 Uhr
Info: www.nourihotel.de
KINO
„El Último Sueño de Frida y Diego“
Met Opera – Live im Kino
Harmonie, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.friedrichsbau-kino.de
MUSIC
Ensemble Particles
Klassenkonzert des Instituts für Neue Musik
Hochschule für Musik, Freiburg H 18 Uhr
Info: www.mehrklang-freiburg.de
A molti strumenti
Barockkonzert des Collegium Musicum
Hochschule für Musik, Freiburg H 19 Uhr Info: www.mh-freiburg.de
Roadhouse
Klassischer Hardrock mit progressiven Elementen
Schlosskeller, Emmendingen H 20.30 Uhr
Info: www.schlosskeller-emmendingen.de
Kris Davis Trio feat. Robert Landfermann & Nasheet Waits
Artist in Residence the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr
Info: www.birdseye.ch
Fliehende Stürme
Support: Malatesta & Afterparty mit DJ Bleakphil
Slow Club, Freiburg H 21 Uhr
Info: www.slowclub-freiburg.de
Halbtrocken Open Air „Rock“
Musik aus unserer Region
Ferienhof Walter, Freiburg-Opfingen H ab 18 Uhr
Info: www.walterhoch5.de
Mixed Music
Wechselnde DJs
Cohibar, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.cohibar-freiburg.de
Dänzneid
DJs ab 23 Uhr
Puzzles, Freiburg H 20 Uhr Info: www.puzzles-freiburg.de
Heu Nights
Tenne, Club-Disco, Musikstadl Heuboden, Umkirch H 20 Uhr
Info: www.heuboden.de
Nachtleben im Bächle Keller
Party mit DJ
Bächle Keller, Freiburg H 21 Uhr Info: www.bächle-keller.de
Freds Cocktailclub
DJ-Session-Samstag
Frederics, Freiburg H 22 Uhr Info: www.instagram.com/fredericsfreiburg
Gran Fiesta Latina
Reggaeton, R ’n’ B, Electro Latino, Salsa Mamita Club, Freiburg H 22 Uhr Info: www.mamita.club.de
Andrea Oliva
Roh, intensiv & absolut unvergesslich Karree, Freiburg H 22 Uhr Info: www.daskarree.de
It’s your Birthday Mai-Edition
Freiraum, Offenburg H 22.30 Uhr Info: www.freiraum-offenburg.de
Club meets Tacheles
Wechselnde DJs Tacheles, Freiburg H 23 Uhr Info: www.tachelesfreiburg.de
Bis InDie Puppen Indie-Rock, Alternative, Folk & Postpunk Elpi, Freiburg H 23 Uhr Info: www.instagram.com/elpi_freiburg
SONNTAG 31.5.2026
AUSSTELLUNGEN
Hier spricht dein Echo-cho-cho
Der Spirit von F’murrr mit Anmerkungen von Camille Potte
Musée Tomi Ungerer, Straßburg, bis 31.8. Info: www.musees.strasbourg.eu
BÜHNE
Das weite Land Tragikomödie von Arthur Schnitzler Theater Baden-Baden H 15 Uhr Info: www.theater-baden-baden.de
Le nozze di Figaro
Oper in vier Akten
Théâtre municipal de Colmar H 17 Uhr Info: www.operanationaldurhin.eu
Revue. Über das Sterben der Arten Strike a pose! Laufsteg frei für Dodo & Kurznasenbär
Großes Haus, Theater Freiburg H 18 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Die Ritter des Mutterkorns
Psychedelische Klamotte Theater Basel H 18.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch
Sascha Grammel „Wünsch dir was!“ Messe, Offenburg H 19 Uhr Info: www.karoevents.de
Aufbrechen
Showing mit dem Tanzensemble Nuvoir –Tanzen im Schwarm E-Werk, Freiburg H 19 Uhr Info: www.ewerk-freiburg.de
MUSIC
Nils Petter Molvaer „Stitches“-Tour Jazzhaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.jazzhaus.de
Halbtrocken Open Air „Pop & Indie“ Musik aus unserer Region
Ferienhof Walter, Freiburg-Opfingen H ab 14 Uhr Info: www.walterhoch5.de
MONTAG
1.6.2026
BÜHNE
„Goht’s no?“
Open-Mic-Night
The Beast Basel Comedy Club, Basel H 19.30 Uhr
Info: www.thebeastbasel.com
EVENTS
Mensa Mania
Größtes Studi-Wohnzimmer in Freiburg MensaBar, Freiburg H 19 Uhr Info: www.swfr.de
MUSIC
Beethoven – Violinsonaten
Mit Simone Zgraggen & Ulrich Koella Hochschule für Musik, Freiburg H 19 Uhr Info: www.mh-freiburg.de
PARTY
Freds Montags Bar Mixed Music Frederics, Freiburg H 19 Uhr Info: www.instagram.com/fredericsfreiburg
Monday Blues
Das Tanzbein schwingen Kiss, Freiburg H 21 Uhr Info: www.kiss-freiburg.jimdofree.com
Montagstherapie
Hard Techno & Techno, Rave LaLuna, Freiburg H 22 Uhr Info: www.lalunafreiburg.club
DIENSTAG
2.6.2026
BÜHNE
Van Manen, Kylián & Goecke Abend mit drei Meisterwerken
Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch
EVENTS
Oliver Bottini: „Die Summe aller Dinge“ Krimi-Lesung
Kulturscheune, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.ebneter-kultursommer.de
KINO
„McCabe & Mrs. Miller“ Im Rahmen der Filmreihe: Forgotten New Hollywood GHS Biologie, Uni Freiburg H 20 Uhr Info: www.aka-filmclub.de
MUSIC
Laura Jurd
„Rites & Revelations“ the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr Info: www.birdseye.ch
PARTY
Noche de Baile
Salsa, Bachata, Kizomba Mamita Club, Freiburg H 21 Uhr Info: www.mamita.club.de
MITTWOCH 3.6.2026
BÜHNE
Fin de partie
Becketts Klassiker des absurden Theaters als Oper Theater Basel H 19.30 Uhr
Info: www.theater-basel.ch
Tanz.Raum
Dance Acts aus Freiburg zeigen sich MensaBar, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.swfr.de
Premiere: The Bat Bomb! Hochexplosive Operette über die ungewöhnlichste Waffe aller Zeiten
Großes Haus, Theater Freiburg H 21 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
EVENTS
Spargelbüffet
Frischer Spargel vom Feld unter freiem Himmel
Ferienhof Walter, Freiburg-Opfingen H 18, 18.30 & 19 Uhr
Info: www.walterhoch5.de
Regeln & Spielregeln. Improvisationspraxen zwischen Expertise & Offenheit
Vortrag von Wolfgang Lessing & Christine Löbbert
KG I, HS 1119, Uni Freiburg H 18.15 Uhr Info: www.mh-freiburg.de
Pool Beats: DJ Punto Verschmelzen von Musik & Pool-Vibes Badeparadies Schwarzwald, Titisee H ab 17 Uhr Info: www.badeparadies-schwarzwald.de
KINO
„The Company of Strangers“ Kleine Utopien & Gemeinschaftsdynamiken GHS Biologie, Uni Freiburg H 20 Uhr Info: www.aka-filmclub.de
MUSIC
K-Pop Showdown
The Ulimate Tribute-Show SICK-Arena, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.kpop-showdown.de
Laura Jurd
„Rites & Revelations“ the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr Info: www.birdseye.ch
PARTY
Groove!
Elektro-groove mit DJ Bliver Waldsee, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.waldsee-freiburg.de
Unicorn Sessions Konzerte & Jams mit Newcomer-Bands & alten Hasen
Ruefetto, Freiburg H ab 21 Uhr Info: www.unicorn-sessions.com
4.6.2026
BÜHNE
Iphigénie en Tauride
Antiken-Spektakel zwischen Trauma & Befreiung
Großes Haus, Theater Freiburg H 18 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
EVENTS
Grill & Chill
Summer Barbecue
Nouri Hotel, Bad Krozingen H 18 Uhr
Info: www.nourihotel.de
Drinks & Drama
Überraschungen, Dialoge & Genüsse mit dem Theater-Ensemble
Kantine, Theater Freiburg H 21 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Groovy Garden – Gathering
Drinks, Music, Chill & Local Art Exhibition jos fritz, Freiburg H ab 17 Uhr Info: www.josfritzfreiburg.de
MUSIC
Jazzhaus Singalong
Mit Cécile Verny & Christian Gutfleisch
Jazzhaus, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.jazzhaus.de
Katapult
Tom Bayer & Oliver Felbinger
Schlosskeller, Emmendingen H 20 Uhr Info: www.schlosskeller-emmendingen.de
Thomas Dürst Trio
„Plötzlich ging die Sonne aus“ the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr Info: www.birdseye.ch
Jazz Session
Konzerte & Jams mit Newcomer-Bands & alten Hasen
Ruefetto, Freiburg H 21.30 Uhr Info: www.ruefetto.de
ANZEIGE






Kulinarische Vielfalt auf der Terrasse genießen Nouri Taste, Herbert-Hellmann-Allee 14, Bad Krozingen Ab Juni jeden Donnerstag auf der Restaurantterrasse
Sommerliche Genusslocation mit Atmosphäre
Jeden Donnerstag wird ab Juni die Restaurantterrasse des Restaurants Nouri Taste zur sommerlichen Genusslocation. Die Küchenchefs Didier Sifferlen und Michael Marschke präsentieren eine Auswahl an Fleisch- und Fischklassikern, kreativen vegetarischen und veganen Grillgerichten sowie frischen Salaten und einer vielfältigen Vorspeisenauswahl: für ein stimmiges Sommermenü unter freiem Himmel und in entspannter Umgebung. An jedem zweiten Donnerstag macht zudem Live-Musik den Abend zu einem besonders atmosphärischen Highlight.
Ob als After-Work-Event, geselliger Abend mit Freunden oder genussvoller Sommerausklang – das Summer Barbecue im Nouri Taste steht für entspannte Abende, hochwertige Küche und echtes Sommerfeeling. Für den Höhepunkt der Saison im Restaurant wird eine frühzeitige Reservierung empfohlen.
www.nourihotel.de
CHECK-IN-TICKET IM

Immer der richtige Fahrschein für Bus & Bahn Regio-Verkehrsverbund Freiburg, Besançonallee 99
Der Monatspreis ist gedeckelt
Wer viel fährt, spart automatisch
Bus- und Bahnfahren in Baden-Württemberg wird mit dem Check-in-Ticket deutlich einfacher, insbesondere für alle, die kein Deutschland-Ticket haben, es aber dennoch so unkompliziert wie möglich mögen. Ganz besonders einfach bekommt man einen Check-in-Fahrschein mit der Fairtiq App. Ein Wisch genügt und die Fahrt beginnt – ohne Tarifkenntnisse und ohne Zonenplan. Die Fairtiq App übernimmt alles im Hintergrund. Sie erkennt automatisch die zurückgelegte Strecke und berechnet am Ende den passenden Fahrpreis. So ist immer das korrekte Ticket hinterlegt. Im RVF wird übrigens mit der Fairtiq App pro Tag maximal ein festgelegter Höchstpreis berechnet – egal, wie oft man unterwegs ist. Wer viel fährt, spart somit automatisch. Auch der Monatspreis ist bei 72 Euro gedeckelt. Damit bleibt die Nutzung auch über längere Zeiträume planbar und fair.
www.rvf.de
Freds Karaoke Club
Gratis Shot vor deinem Auftritt Frederics, Freiburg H 19 Uhr Info: www.instagram.com/fredericsfreiburg Stud„enten“night 3 ... 2 ... 1 ... Euro Nacht Bächle Keller, Freiburg H 19 Uhr Info: www.bächle-keller.de
Urban Thursday Afrobeats, Hip-Hop & Latin Neko Bar.Club, Freiburg H 23 Uhr Info: www.neko-club.de
Subclub
Thursday Rave
The Great Räng Teng Teng, Freiburg H 23 Uhr Info: www.instagram.com/thegreatraengtengteng Rooftop Session – Vol. II Fuse steigt aufs Dach Hermann, Freiburg H ab 16 Uhr Info: www.hermannfreiburg.de
FREITAG
5.6.2026
Spielfeld. Sport & Kunst Sport als Massenphänomen Museum für Neue Kunst, Freiburg, bis 11.10. Info: www.museen.freiburg.de José Muñoz Broken Voices Cartoonmuseum, Basel, bis 21.6. Info: www.cartoonmuseum.ch
BÜHNE
Kellerkinder Comedy Stand-up-Comedy, Open Mic Harmonie Gewölbekeller, Freiburg H 19 Uhr Info: www.harmonie-gewoelbekeller.de
Die Wahlverwandtschaften Frei nach Goethe Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch
Yentl
Musikalische Erzählung voll tiefgründigem Humor & essentieller Weisheit E-Werk, Freiburg H 20 Uhr Info: www.dieschoenen.com
Serdar Karibik
„Mein Dschungel“ Konzerthaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.hoc.events
Zum letzten Mal: Die Wiedervereinigung der beiden Koreas Variationen über die Unmöglichkeit der Liebe
Theater Baden-Baden H 20 Uhr Info: www.theater-baden-baden.de
The Bat Bomb! Hochexplosive Operette über die ungewöhnlichste Waffe aller Zeiten Großes Haus, Theater Freiburg H 21 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
MUSIC
Joel Frahm Trio „Lumination“-Tour jazztone, Lörrach H 20.30 Uhr Info: www.jazztone.de
Wanja Slavin „Libelle“ the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr Info: www.birdseye.ch
PARTY
Friday Beats
Tenne, Club-Disco, Musikstadl Heuboden, Umkirch H 20 Uhr
Info: www.heuboden.de
Physrom
Fachschaftsparty
T.I.K., Freiburg H 20 Uhr Info: www.instagram.com/t.i.k_club I Love 80s 80s music nonstop! Jazzhaus, Freiburg H 23 Uhr Info: www.jazzhaus.de
SAMSTAG 6.6.2026
AUSSTELLUNGEN
Helen Frankenthaler
Mehr als fünfzig Werke aus sechs Jahrzehnten
Kunstmuseum, Basel, bis 23.8. Info: www.kunstmuseumbasel.ch
The First Homosexuals Die Entstehung neuer Identitäten 1869–1939
Kunstmuseum, Basel, bis 2.8. Info: www.kunstmuseumbasel.ch
BÜHNE
Sommer Musical
Konzert mit Karolin Myschkin Musikpavillon, Bad Krozingen H 17 Uhr Info: www.bad-krozingen.info
Premiere: Wir finden Stadt Kinder- & Jugendchor des TF frei nach dem Spiel für Kinder „Wir bauen eine Stadt“ von Paul Hindemith & Robert Seitz Kleines Haus, Theater Freiburg H 19 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Rigoletto
Bis eine·r stirbt: Ein Hofnarr zwischen Lachzwang & Selbstdemontage
Großes Haus, Theater Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Yentl
Musikalische Erzählung voll tiefgründigem Humor & essentieller Weisheit
E-Werk, Freiburg H 20 Uhr Info: www.dieschoenen.com
Zum letzten Mal: Ellen Babic
Psycho-Thriller von Marius von Mayenburg Theater Baden-Baden H 20 Uhr Info: www.theater-baden-baden.de
KINO
Funny Girl
Die Schattenseiten des amerikanischen Traums
Cinéma Le Cosmos, Straßburg H 19.30 Uhr Info: www.operanationaldurhin.eu
MUSIC
Clara Tomljanovic
Spanische Klangwelten
Schloss Ebnet, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.ebneter-kultursommer.de
Hazmat Modine
„Good Friend“-Tour 2026 Jazzhaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.jazzhaus.de
Vivaldi Vokal
Freiburger Barockorchester Konzerthaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.barockorchester.de
Wanja Slavin
„Libelle“ the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr Info: www.birdseye.ch
PARTY
Nachtleben im Bächle Keller Party mit DJ
Bächle Keller, Freiburg H 21 Uhr Info: www.bächle-keller.de
Gran Fiesta Latina
Reggaeton, R ’n’ B, Electro Latino, Salsa Mamita Club, Freiburg H 22 Uhr Info: www.mamita.club.de
Freds Cocktailclub
DJ-Session-Samstag Frederics, Freiburg H 22 Uhr Info: www.instagram.com/fredericsfreiburg
Y2K
Low Rise. High Energy. Jazzhaus, Freiburg H 23 Uhr Info: www.jazzhaus.de
Riva Party Electro, Hip-Hop, House Riva Bar, Freiburg H 23 Uhr Info: www.instagram.com/riva.freiburg
SONNTAG 7.6.2026
AUSSTELLUNGEN
40 Jahre Rosa Hilfe: Queere Geschichte (weiter)schreiben
Queere Bewegungsgeschichte in Südbaden
Kulturaggregat, Freiburg, bis 13.6. Info: www.kultur-aggregat.de
BÜHNE
Farm Fatale
Vogelscheuchen-Band beschwört den Neuanfang
Großes Haus, Theater Freiburg H 15 Uhr
Info: www.theater.freiburg.de
Gypsy
A musical fable
Opéra, Straßburg H 17 Uhr Info: www.operanationaldurhin.eu
Don Quijote
Phantastischer Ritt durch die Jahrhunderte Theater Basel H 18.30 Uhr
Info: www.theater-basel.ch
Gesellschaft mit besonderer Hingabe (GmbH)
Theater Hora & Christoph Marthaler testen die Gegenwart
Theater Basel H 18.30 Uhr
Info: www.theater-basel.ch
Das weite Land
Tragikomödie von Arthur Schnitzler Theater Baden-Baden H 19 Uhr Info: www.theater-baden-baden.de
EVENTS
Genuss-Brunch
Gemeinsam in den Sonntag starten Brauerei Rothaus, Grafenhausen H 11 Uhr Info: www.rothaus.de
Orientalische Nacht
Cyprian Ensemble Freiburg, Lesung & Konzert
Kulturscheune, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.ebneter-kultursommer.de
1 Klavier zu 8 Händen
Fenella Bockmaier, Julius Bergfeld, Yutong Huang, Qin Zeng, Shuwen Pan & Bairui Ren
Kulturscheune, Freiburg H 11 Uhr
Info: www.ebneter-kultursommer.de
Grögers Finale – Abschiedskonzert
Jazzchor Freiburg
Konzerthaus, Freiburg H 18 Uhr Info: www.jazzchorfreiburg.de
Liedfett
„Alles wird gut“-Tour Jazzhaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.jazzhaus.de
MONTAG
8.6.2026
Die Ritter des Mutterkorns
Psychedelische Klamotte Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch
Gypsy
A musical fable Opéra, Straßburg H 20 Uhr Info: www.operanationaldurhin.eu
EVENTS
Michels Quiz
Pubquiz für Ratefüchslein, Quiznerds & Friends Waldsee, Freiburg H 19 Uhr Info: www.michelsquiz.de
Angela Merkel: „Freiheit“ Einblick in das Innere der Macht & ein entschiedenes Plädoyer für die Freiheit Theater Freiburg H 19 Uhr Info: www.literaturhaus-freiburg.de
Mensa Mania
Größtes Studi-Wohnzimmer in Freiburg MensaBar, Freiburg H 19 Uhr Info: www.swfr.de

Austin & Amanda Roccacoustic im Café Roccafé, Denzlingen H 19.30 Uhr
Info: www.roccafe.de
SWR Symphonieorchester Werke von Dohnányi, Ravel & D'Rivera Konzerthaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.swr.de
PARTY
Freds Montags Bar
Mixed Music Frederics, Freiburg H 19 Uhr Info: www.instagram.com/fredericsfreiburg
Monday Blues Das Tanzbein schwingen Kiss, Freiburg H 21 Uhr Info: www.kiss-freiburg.jimdofree.com
Montagstherapie
Hard Techno & Techno, Rave LaLuna, Freiburg H 22 Uhr Info: www.lalunafreiburg.club
DIENSTAG 9.6.2026
Kasimir & Karoline & der Tanz mit dem Tod Ballade von Ödön von Horváth Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch #lookoftheday Kleiderberge & unbequeme Wahrheiten im Scheinwerferlicht Kleines Haus, Theater Freiburg H 20 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
EVENTS
Stefan Goldschmidt: „Meine Wege mit Erfolgen“ Mit Gebärdendolmetscher Kulturscheune, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.ebneter-kultursommer.de

MUSIC
Spanische Nacht
Gaëlle Arquez & das Freiburger Philharmonische Orchester Münsterplatz, Freiburg H 20 Uhr Info: www.muensterplatzkonzerte-freiburg.de
PARTY
Geheim Konzert #2
Auf ein Zweites! Waldsee, Freiburg H 19 Uhr Info: www.waldsee-freiburg.de
MITTWOCH 10.6.2026
BÜHNE
Poetry Slam im Räng
Dichterwettstreit
The Great Räng Teng Teng, Freiburg H 21 Uhr Info: www.instagram.com/thegreatraengtengteng
EVENTS
Slow Food Kitchen
Drei-Gang-Menü
Kulturkneipe im Nellie, Lörrach H 19 Uhr Info: www.nellie-nashorn.de
MUSIC
Sabaton
Münsterplatzkonzerte 2026
Münsterplatz, Freiburg H 18.30 Uhr Info: www.muensterplatzkonzerte-freiburg.de
Anne-Sophie Mutter & Berliner
Barock Solisten
Werke von Previn, Mozart & Darvishi
Konzerthaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.albert-konzerte.de
PARTY
Unicorn Sessions
Konzerte & Jams mit Newcomer-Bands & alten Hasen
Ruefetto, Freiburg H ab 21 Uhr Info: www.unicorn-sessions.com

Europa: Eine Reise in die Psyche des Zivilisationsbruchs
Theater Freiburg|Großes Haus|Sa., 30. Mai, 18 Uhr| www.theater.freiburg.de | Gewinnspiel: chilli-freiburg.de / 2 x 2 Karten für den 28. Juni, 18 Uhr
Musikalisches
Deutschland 1945. Der junge Leopold Kessler kommt aus den USA nach Europa und tritt eine Stelle beim Bahnunternehmen Zentropa an. Ein ganzes Land tut so, als wären die letzten zwölf Jahre nicht passiert. Egal, wohin Leopold aus dem Zug schaut: Alle versuchen, den Blick auf die Wahrheiten von Krieg, Zerstörung und Shoah zu verstellen. Jalousie herunter, bitte schauen Sie weg! Auch Leopolds Liebe zu Kat, der Tochter des Zentropa-Besitzers, ist überschattet von ihrer Verbindung zum nationalsozialistischen Terror. Inmitten eines im großen Stil inszenierten Versöhnungstheaters verirrt sich Leopold immer mehr im Herzen der Finsternis.
Lars von Trier hat mit „Europa“ eines der treffendsten Porträts über den fragwürdigen Umgang mit der NS-Vergangenheit Deutschlands geschaffen. Gebannt folgen die Zuschauerinnen und Zuschauer seiner Hauptfigur Leopold immer tiefer ins dunkelste Kapitel europäischer Geschichte. Der niederländische Regisseur Mart van Berckel
nimmt das Publikum in seiner Inszenierung mit orchestralem Repertoire von spätromantischen Komponisten bis hin zu Werken der Nachkriegsavantgarde auf einen Trip in die Psyche des Zivilisationsbruchs mit.
Die musikdramatische Selbstbetrachtung von Lars von Trier und Niels Vørsel (Deutsch von Ulrike Syha) und Musik von Richard Wagner, Gustav Mahler, Richard Strauss, György Ligeti und anderen mehr ist im Freiburger Theater in deutscher Sprache mit Übertiteln zu sehen. Die musikalische Leitung haben Artem Lonhinov und Johannes Knapp. Es spielen Anja Jung (Erzählerin), Jakob Kunath (Leopold Kessler), Henry Meyer (Onkel Kessler und andere), Roberto Gionfriddo (Inspektor/Colonel Alexander Harris und andere), Stefanie Mrachacz (Katharina Hartmann), Inga Schäfer (Katharina Hartmann), Urs Peter Halter (Max & Larry Hartmann und andere), Emma Petzet (Assistentin/Pater und andere) sowie das Philharmonische Orchester Freiburg.

Musikprogramm für viele Generationen
Rathausplatz, Weil am Rhein
Freitag, 12. Juni, und Samstag, 13. Juni, jeweils ab 16.30 Uhr
Headliner sind Loi und Gallowstreet
Es ist ein Festival-Highlight nicht nur für Weil am Rhein, vielmehr für die ganze Region. Das musikalische Programm ist vielfältig, spricht verschiedene Generationen an und – ein besonderes Schmankerl – komplett kostenlos. An zwei Tagen im Juni wird auf dem Rathausplatz ganz ohne Ticket gefeiert und getanzt. Als Headliner konnten Loi und Gallowstreet gewonnen werden. Auch die weiteren Musik-Acts, insbesondere lokale Bands und Künstler, werden ihr Publikum finden. Musikalisches Highlight am ersten Festivaltag ist die niederländische Electrobrass-Formation Gallowstreet. Die acht Bandmitglieder blicken auf vier Alben und ein Jahrzehnt innovativer Blasmusik zurück. Die Mannheimer Sängerin Loi bringt am Samstag ihre Hits „Gold“, „Red Eyes“ oder „I follow“ mit nach Weil am Rhein. Für die Bewirtung sorgen 17 lokale Gruppierungen und Vereine.
www.3LSF.eu

„Dr. Jekyll & Mr. Hyde“ trifft „Kalif Storch“
Freilichtbühne, Schlossberg, Breisach
Premiere Abenstück: Samstag, 13. Juni, 20 Uhr
Da hat sich die Breisacher Festspielgemeinschaft wieder viel Mühe gegeben mit der Auswahl der Stücke, die dieses Jahr open air und live auf die Freilichtbühne gebracht werden. Aktuell wird geprobt, gebaut, genäht und geplant, damit die Premieren im Juni reibungslos über die Bühne gehen.
Gespielt wird als Abendstück ein Klassiker der Weltliteratur: „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“ nach Robert Louis Stevenson. Unter der bewährten Regie von Peter Willi Hermanns erzählt das Stück die Geschichte eines Arztes, der durch ein Experiment seine dunkle Seite hervorruft und damit die Kontrolle über sein Leben zu verlieren droht. Premiere ist am 13. Juni. Das Junge Theater startet am 20. Juni mit „Kalif Storch“ nach Wilhelm Hauff in die Saison. Die Bühnenfassung von Sybille Denker und Peter Willi Hermanns wird von Sybille Denker inszeniert.
www.festspiele-breisach.de
Ballets Russes
Neue Perspektive auf drei legendäre Titel
La Filature, Mulhouse H 19 Uhr
Info: www.operanationaldurhin.eu
Zum letzten Mal: Die Wahlverwandtschaften
Frei nach Goethe
Theater Basel H 19.30 Uhr
Info: www.theater-basel.ch
Comedy Night
Hosted by Julian Limberger
Jazzhaus, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.jazzhaus.de
#lookoftheday
Kleiderberge & unbequeme Wahrheiten im Scheinwerferlicht
Kleines Haus, Theater Freiburg H 20 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Gypsy
A musical fable
Opéra, Straßburg H 20 Uhr
Info: www.operanationaldurhin.eu
EVENTS
Schnupperkurs: Capoeira
Es wird sportlich im Museum
Museum für Neue Kunst, Freiburg H 17 Uhr
Info: www.museen.freiburg.de
Grill & Chill
Summer Barbecue mit Live-Musik
Nouri Hotel, Bad Krozingen H 18 Uhr
Info: www.nourihotel.de
WM-Fieber
Alle Spiele der deutschen Mannschaft auf Großbildleinwand Kulturkneipe im Nellie, Lörrach H 19 Uhr, auch am 14., 20. & 25.6. Info: www.nellie-nashorn.de
K.I.S.S. Quiz
Quiz-Night
Kiss, Freiburg H 20.30 Uhr Info: www.kiss-freiburg.jimdofree.com
La Bella Italia
An evening full of Dolce Vita MensaBar, Freiburg H 20.30 Uhr Info: www.swfr.de
KINO
„We Want Sex“
Ein Streik, der zum Meilenstein der Gleichberechtigung wurde
GHS Biologie, Uni Freiburg H 20 Uhr Info: www.aka-filmclub.de
MUSIC
Fred.Freunde.Eierkuchen Livemusik ohne Schubladen Schlosskeller, Emmendingen H 18.30 Uhr Info: www.schlosskeller-emmendingen.de
Clueso
Münsterplatzkonzerte 2026 Münsterplatz, Freiburg H 19 Uhr Info: www.muensterplatzkonzerte-freiburg.de
Marbled Eye
Support: Fatal Brutal Slow Club, Freiburg H 20 Uhr Info: www.slowclub-freiburg.de
PARTY
Stud„enten“night 3 ... 2 ... 1 ... Euro Nacht Bächle Keller, Freiburg H 19 Uhr Info: www.bächle-keller.de
Throwback Thursday Alternative, Punk, Hip-Hop Elpi, Freiburg H 23 Uhr
Info: www.instagram.com/elpi_freiburg
Urban Thursday Afrobeats, Hip-Hop & Latin Neko Bar.Club, Freiburg H 23 Uhr Info: www.neko-club.de
Subclub
Thursday Rave
The Great Räng Teng Teng, Freiburg H 23 Uhr Info: www.instagram.com/thegreatraengtengteng
FREITAG
12.6.2026
AUSSTELLUNGEN
Das perfekte Dinner
Kulinarische Genusswelt der Antike
Augusta Raurica, Augst, bis 31.8. Info: www.augustaraurica.ch
Jugendstil international
Keramische Kunst ohne Grenzen Keramikmuseum, Staufen, bis 28.11. Info: www.landesmuseum.de
BÜHNE
Zum letzten Mal: Monstrāre Ra-ra, ah-ah-ah: Sichtbar machen, was unsichtbar war
Kleines Haus, Theater Freiburg H 19 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Europa
Reise in die Psyche des Zivilisationsbruchs Großes Haus, Theater Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Van Manen, Kylián & Goecke
Abend mit drei Meisterwerken
Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch
Zum letzten Mal: Gesellschaft mit besonderer Hingabe (GmbH)
Theater Hora & Christoph Marthaler testen die Gegenwart
Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch
Mister Tomato
Parabel über das Amerika unter Donald
Trump Theater der Immoralisten, Freiburg H 20 Uhr Info: www.immoralisten.de
Das weite Land Tragikomödie von Arthur Schnitzler
Theater Baden-Baden H 20 Uhr Info: www.theater-baden-baden.de
Slamassel
Nellies Poetry Reading
Kulturkneipe im Nellie, Lörrach H 20 Uhr Info: www.nellie-nashorn.de
Gypsy
A musical fable
Opéra, Straßburg H 20 Uhr Info: www.operanationaldurhin.eu
2x241 Titel doppelt so gut wie Martin Kippenberger
Absurd-witzige Textcollage für die Bühne
Theater Basel H 20 Uhr Info: www.theater-basel.ch
EVENTS
Time to share Movements Für alle Levels
Ballettsaal, Theater Freiburg H 18 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Mord auf der UFO-Tagung
Krimi-Dinner
Schlossbergrestaurant Dattler, Freiburg H 19 Uhr Info: www.freistil-theater.de
Community Beach
Offene Spielrunden: Beachvolleyball, Footvolley & Beachtennis
Die Palme, Freiburg H ab 18 Uhr Info: www.beach-freiburg.de
Rooftop Bar
Live Musik mit Yannick Bühler
Nouri Hotel, Bad Krozingen H ab 20 Uhr Info: www.nourihotel.de
MUSIC
SDP
Münsterplatzkonzerte 2026
Münsterplatz, Freiburg H 19 Uhr Info: www.muensterplatzkonzerte-freiburg.de
3-Länder-Stadt Festival Festival für alle Generationen & viele
Musikstile
Sparkassenplatz, Weil a.R. H 20 Uhr, auch am 13.6.
Info: www.3lsf.eu
Álvaro Ocón Qintett
„Life Dissonance“ the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr Info: www.birdseye.ch
PARTY
Mixed Music
Wechselnde DJs Cohibar, Freiburg H 19 Uhr Info: www.cohibar-freiburg.de
Friday Beats Tenne, Club-Disco, Musikstadl Heuboden, Umkirch H 20 Uhr Info: www.heuboden.de
Nachtleben im Bächle Keller Party mit DJ Bächle Keller, Freiburg H 21 Uhr Info: www.bächle-keller.de
Ladies Night Fiesta Latina Mamita Club, Freiburg H 22 Uhr Info: www.mamita.club.de
Crossing all over Indie-Folkrock, Punk, Big Beats Elpi, Freiburg H 23 Uhr Info: www.instagram.com/elpi_freiburg
Eine Nacht ohne Stil DJs ab 23 Uhr Puzzles, Freiburg H 23 Uhr Info: www.puzzles-freiburg.de
SAMSTAG 13.6.2026
AUSSTELLUNGEN
Hella Jongerius Whispering Things Vitra Design Museum, Weil am Rhein, bis 6.9. Info: www.design-museum.de
BÜHNE
Premiere: Horsey
Zeitgenössische Tanzperformance von Cosima Dudel & Frieda Wagner E-Werk, Freiburg H 18.30 Uhr Info: www.ewerk-freiburg.de
Schlagzeugkonzert: Klang – Körper –Raum
Pascal Pons spielt Kompositionen von Bach, Globokar, Bergande u. v. m. Depot.K, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.depot-k.com
Wir finden Stadt
Kinder- & Jugendchor des TF frei nach dem Spiel für Kinder „Wir bauen eine Stadt“ von Paul Hindemith & Robert Seitz Kleines Haus, Theater Freiburg H 19 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Premiere: Keine Ahnung Ahnungslosigkeit als Chance?
Keine Ahnung … Weltraum, Theater Freiburg H 19 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Premiere: Robin Hood
Schauspiel mit Musik von Claus Martin Freilichtbühne Theater im Steinbruch, Emmendingen H 19.30 Uhr Info: www.theater-im-steinbruch.de
Don Quijote
Phantastischer Ritt durch die Jahrhunderte Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch
40 Jahre King Rocko Schamoni The King is here to stay Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch
Mister Tomato
Parabel über das Amerika unter Donald Trump Theater der Immoralisten, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.immoralisten.de
Premiere: Dr. Jekyll & Mr. Hyde
Dem Rätsel von Gut & Böse auf der Spur Festspielgelände auf dem Schlossberg, Breisach H 20 Uhr
Info: www.festspiele-breisach.de
Zum letzten Mal: Die Addams Family Witziges Grusel-Musical Theater Baden-Baden H 20 Uhr
Info: www.theater-baden-baden.de
Hg Butzko
„Der will nicht nur spielen“
Kulturkneipe im Nellie, Lörrach H 20 Uhr
Info: www.nellie-nashorn.de
Das Gewicht der Ameisen
Komödie von David Paquet
Theater im Marienbad, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.marienbad.org
Zum letzten Mal: Die weiße
Madonna von Einsiedeln
Sog aus Identitätspolitik, Rechtsrutsch & Sicherheiten
Theater Basel H 20 Uhr
Info: www.theater-basel.ch
Beasts & Bodies
Hier geht es nicht um Monster. Oder doch?
E-Werk, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.ewerk-freiburg.de
Premiere: Des Ernstes Kunst – Loriot Texte des deutschen Humoristen in zeitgeistigem Rahmen & kunstvoller Fassung
Wallgraben Theater, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.wallgraben-theater.com
EVENTS
Workshop Beachtennis
Mixed Beachtennis-Trainingskurs für Anfänger·innen
Die Palme, Freiburg H 10 Uhr
Info: www.beach-freiburg.de
Flohmarkt am Paradies
Nachhaltig, fair & regional
Badeparadies Schwarzwald, Titisee H ab 10 Uhr Info: www.badeparadies-schwarzwald.de
34. Studi-Flohmarkt
Einzigartige Schätze finden
MensaBar, Freiburg H ab 11 Uhr Info: www.swfr.de
MUSIC
Catherine Tang Duo Zwischen Komposition & Improvisation
Stadtcasino, Basel H 13.45 Uhr Info: www.offbeat-concert.ch
Marco Carola, Jan Blomquist Band & Nora en Pure Electronic Music – Münsterplatzkonzerte 2026
Münsterplatz, Freiburg H 15.30 Uhr Info: www.muensterplatzkonzerte-freiburg.de
Álvaro Ocón Qintett
„Life Dissonance“ the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr Info: www.birdseye.ch
PARTY
Psycho
Fachschaftsparty
T.I.K., Freiburg H 20 Uhr Info: www.instagram.com/t.i.k_club
Nachtleben im Bächle Keller Party mit DJ
Bächle Keller, Freiburg H 21 Uhr Info: www.bächle-keller.de
Freds Cocktailclub
DJ-Session-Samstag Frederics, Freiburg H 22 Uhr Info: www.instagram.com/fredericsfreiburg Golden Vibes Ü30-Party
Harmonie Gewölbekeller, Freiburg H 22 Uhr Info: www.harmonie-gewoelbekeller.de
Connected
Die 90er Party Jazzhaus, Freiburg H 23 Uhr Info: www.jazzhaus.de Sommerfest 2passey, Anina Owly, Chiara Fucci u. v. m. Hans-Bunte-Areal, Freiburg H 23 Uhr Info: www.hans-bunte.de
Club meets Tacheles
Wechselnde DJs
Tacheles, Freiburg H 23 Uhr Info: www.tachelesfreiburg.de
TanzParty
Solo- & Paartanz
Theater am Kastelberg, Waldkirch Kollnau H ab 20 Uhr Info: www.theater-am-kastelberg.de
ANZEIGEN





















Verbeugung vor einem großen Humoristen
Wallgraben Theater, Rathausgasse 5a, Freiburg
Premiere am Samstag, 13. Juni, 20 Uhr
„Des Ernstes Kunst“ in Hans Poeschls Fassung
Da haben sich Regine Effinger und Hans Poeschl, die künstlerischen Köpfe des Wallgraben Theaters, etwas vorgenommen. Die Texte von Loriot, des wohl berühmtesten deutschen Humoristen des letzten Jahrtausends, werden vom Staub der 80er-Jahre befreit und in einem zeitgeistigen Rahmen neu inszeniert. Loriot, eigentlich Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow, war zunächst als Cartoonist unterwegs, bevor er als Schauspieler, Drehbuchautor, Trickfilmer, Moderator und Regisseur mit seinem besonderen Humor große Berühmtheit erlangte. Die kunstvolle Textfassung hat Hans Poeschl erarbeitet, Regie führen Regine Effinger und Hans Poeschl gemeinsam. Premiere im Wallgraben Theater für „Des Ernstes Kunst“ nach Loriot ist am Samstag, 13. Juni. Es spielen Regine Effinger, Natalia Herrera, Peter Haug und Falk Döhler.
www.wallgraben-theater.com

Italienisches Fest unter freiem Himmel
Münsterplatz, Freiburg Sonntag, 14. Juni, 20 Uhr
Münsterplatz-Finale mit dem Barockorchester
Beim Finale auf dem Münsterplatz feiert das Freiburger Barockorchester mit seinem Publikum ein italienisches Fest. Dabei erklingen musikalische Juwelen des Barock: Das Programm spannt den Bogen von Händels großen Opernarien bis zu Vivaldis konzertanter Virtuosität. Mit dabei sind zwei Ausnahmekünstler der internationalen Klassikszene. Der französische Countertenor Philippe Jaroussky wird wegen seiner weichen, flexiblen Stimme und seiner facettenreichen Ausdruckskraft geschätzt. Die Blockflötenvirtuosin Dorothee Oberlinger zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der internationalen Alte-Musik-Szene. Geleitet wird der musikalische Sommerabend von Cecilia Bernardini, eine der Künstlerischen Leiterinnen des Orchesters.
www.barockorchester.de
Gewinnspiel: chilli-freiburg.de / 4 x 2 Karten für den 14. Juni
SONNTAG 14.6.2026
AUSSTELLUNGEN
Pierre Huyghe
Exklusiv für die Fondation Beyeler Fondation Beyeler, Basel/Riehen, bis 13.9. Info: www.fondationbeyeler.ch
Una Passeggiata Italiana „Quiescens in motu“ Museum Art.Plus, Donaueschingen, bis 4.10. Info: www.museum-art-plus.com
BÜHNE
Fin de partie
Becketts Klassiker des absurden Theaters als Oper Theater Basel H 16 Uhr
Info: www.theater-basel.ch
Wir finden Stadt
Kinder- & Jugendchor des TF frei nach dem Spiel für Kinder „Wir bauen eine Stadt“ von Paul Hindemith & Robert Seitz
Kleines Haus, Theater Freiburg H 17 Uhr
Info: www.theater.freiburg.de
Zum letzten Mal: Die Ritter des Mutterkorns
Psychedelische Klamotte
Theater Basel H 18.30 Uhr
Info: www.theater-basel.ch
Zum letzten Mal: Dark Matter
Fünf Stücke von Marco Goecke
Theater Basel H 19 Uhr
Info: www.theater-basel.ch
Wie entsorge ich meinen Alten
Rabenschwarze Verwechslungskomödie
Theater am Mühlenrain, Weil am Rhein H 19.15 Uhr
Info: www.tam-weil.de
Horsey
Zeitgenössische Tanzperformance von Cosima Dudel & Frieda Wagner
E-Werk, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.ewerk-freiburg.de
EVENTS
Bienensonntag
Das Leben der Bienen & die Bedeutung der Imkerei
Mundenhof, Freiburg H 11 Uhr
Info: www.freiburg.de/mundenhof Genuss-Brunch
Gemeinsam in den Sonntag starten Brauerei Rothaus, Grafenhausen H 11 Uhr
Info: www.rothaus.de „Toxic Love“
True Crime Live mit Alexander Stevens & Jacqueline Belle
Musical Theater Basel H 20 Uhr Info: www.musical.ch
MUSIC
Ben Zahlen Quartett „8 Octopi“
Stadtcasino, Basel H 17.30 Uhr
Info: www.offbeat-concert.ch
Selbstlaut Freiburg 2: *in a loop / kreis(en) / rausch* Künstler·innen aus unterschiedlichen Genres präsentieren ihre Musik Haus 37, Freiburg H 18 Uhr
Info: www.mehrklang-freiburg.de Musikensemble – Quartett am Ende der Zeit
Symphonischer KammerJazz neu gedacht Bürgerhaus Seepark, Freiburg H 18.30 Uhr Info: www.avigan.events
Riccardo Minasi dirigiert das SWR Symphonieorchester
Werke von Wagner, Bartók & Dvořák Konzerthaus, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.swr.de
Italienisches Fest mit dem Freiburger Barockorchester Münsterplatzkonzerte 2026 Münsterplatz, Freiburg H 20 Uhr Info: www.muensterplatzkonzerte-freiburg.de
MONTAG 15.6.2026
BÜHNE
„Goht’s no?“
Open-Mic-Night
The Beast Basel Comedy Club, Basel H 19.30 Uhr
Info: www.thebeastbasel.com
Zum letzten Mal: Kasimir & Karoline & der Tanz mit dem Tod Ballade von Ödön von Horváth
Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch
EVENTS
Liste Art Fair Basel 2026
Kunstmesse für Galerien einer neuen Generation
Messe, Basel H 11 Uhr, bis 21.6. Info: www.liste.ch
Mensa Mania
Größtes Studi-Wohnzimmer in Freiburg MensaBar, Freiburg H 19 Uhr Info: www.swfr.de
MUSIC
Klavierabend: Transitions
Die Kunst der Übergänge
Hochschule für Musik, Freiburg H 19 Uhr Info: www.mh-freiburg.de
Kick-Off: Klangkunstwoche des Instituts für Neue Musik Installationen, Sound-Objekte & Performances
Hochschule für Musik, Freiburg H 20 Uhr, Kick-Out am 20.6. Info: www.mehrklang-freiburg.de
Freds Montags Bar
Mixed Music Frederics, Freiburg H 19 Uhr Info: www.instagram.com/fredericsfreiburg
Monday Blues
Das Tanzbein schwingen
Kiss, Freiburg H 21 Uhr Info: www.kiss-freiburg.jimdofree.com
Montagstherapie
Hard Techno & Techno, Rave LaLuna, Freiburg H 22 Uhr Info: www.lalunafreiburg.club
DIENSTAG 16.6.2026
AUSSTELLUNGEN
Zukunfts(t)räume Museum im Wandel
Augustinermuseum, Freiburg, bis 21.2.27 Info: www.museen.freiburg.de
Verner Panton
Form, Farbe, Raum Vitra Schaudepot, Weil am Rhein, 23.5. bis 9.5.27 Info: www.design-museum.de
BÜHNE
Zum letzten Mal: Moby Dick –das Solo Rauschhaftes Spektakel, nach Herman Melville Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch
Des Ernstes Kunst – Loriot
Texte des deutschen Humoristen in zeitgeistigem Rahmen & kunstvoller Fassung
Wallgraben Theater, Freiburg H 20 Uhr Info: www.wallgraben-theater.com
EVENTS
Tanzworkshop mit Silvia Gribaudi
Tanz- & Bewegungsworkshop
Ballettsaal, Theater Freiburg H 19 Uhr
Info: www.theater.freiburg.de
Alexander Leistner, Manja Präkels & Barbara Thériault: „Extremwetterlagen“
Lesung & Gespräch in der Reihe
„Kompass: 8 Visionen“
Theater Freiburg H 19.30 Uhr
Info: www.literaturhaus-freiburg.de
„Mamma Mia!“
Wohlfühl-Kino
GHS Biologie, Uni Freiburg H 20 Uhr
Info: www.aka-filmclub.de
MUSIC
Bläserkammermusik
Musik für kleine Bläserensembles
Hochschule für Musik, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.mh-freiburg.de
7. Sinfoniekonzert
Philharmonisches Orchester Freiburg Konzerthaus, Freiburg H 19.30 Uhr
Info: www.theater.freiburg.de
Tabea Zimmermann & Thomas Hoppe Werke von Takemitsu, Ravel & Schubert Hochschule für Musik, Freiburg H 19.30 Uhr
Info: www.albert-konzerte.de
Mirna Bogdanović Group
„Awake“
the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr
Info: www.birdseye.ch
PARTY
Noche de Baile
Salsa, Bachata, Kizomba Mamita Club, Freiburg H 21 Uhr
Info: www.mamita.club.de
Rebel Music
DJs: Flowin’ Vibes & Friends, Reggae & Dancehall
The Great Räng Teng Teng, Freiburg H 23 Uhr Info: www.instagram.com/thegreatraengtengteng MITTWOCH
17.6.2026
AUSSTELLUNGEN
Legal – Illegal Graffiti, Street Art & Murals im Dreiland Dreiländermuseum, Lörrach, bis 12.7. Info: www.dreilaendermuseum.eu
Angelica Mesiti Reverb Museum Tinguely, Basel, bis 30.8. Info: www.tinguely.ch
BÜHNE
Des Ernstes Kunst – Loriot Texte des deutschen Humoristen in zeitgeistigem Rahmen & kunstvoller Fassung Wallgraben Theater, Freiburg H 19 Uhr Info: www.wallgraben-theater.com
Zum letzten Mal: Van Manen, Kylián & Goecke Abend mit drei Meisterwerken Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch
Das Weinen (Das Wähnen)
Von Dieter Roth & Christoph Marthaler Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch
Comedy Flex
Stand-up-Comedy MensaBar, Freiburg H 20 Uhr Info: www.comedyflex.de
EVENTS
Die Utopie des genialen Augenblicks Literarisches Improvisieren in H. C. Andersens „Der Improvisator“: Vortrag von Joachim Grage KG I, HS 1119, Uni Freiburg H 18.15 Uhr Info: www.mh-freiburg.de
Rooftop Bar
Latino Night
Nouri Hotel, Bad Krozingen H ab 20 Uhr
Info: www.nourihotel.de
KINO
„Prinzessin Mononoke“ Im Rahmen der Filmreihe: Industrialisierte
Natur
GHS Biologie, Uni Freiburg H 20 Uhr
Info: www.aka-filmclub.de
MUSIC
Side by side
Mit Werken von Gérard Grisey & Studierenden
Hochschule für Musik, Trossingen H 20 Uhr
Info: www.ensemble-recherche.de
Pinsa & Jazz
Cécile Verny singt Standards mit Bänz
Oester & Will Bartlett
TheaterBar, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.theater.freiburg.de
Mirna Bogdanović Group
„Awake“ the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr Info: www.birdseye.ch
PARTY
Bierpong Special
Gemeinsam Spaß haben
Bächle Keller, Freiburg H 19 Uhr Info: www.bächle-keller.de
Queer Bar Night
BlitzerBar
Swamp Club, Freiburg H 20 Uhr Info: www.sumpfkultur.org
Groove!
Elektro-groove mit Rainer Trüby
Waldsee, Freiburg H 20 Uhr Info: www.waldsee-freiburg.de
Unicorn Sessions
Konzerte & Jams mit Newcomer-Bands & alten Hasen
Ruefetto, Freiburg H ab 21 Uhr Info: www.unicorn-sessions.com
DONNERSTAG
18.6.2026
Stell dir vor ...
Die menschlichen Vorstellungskraft
Theater Baden-Baden H 18 Uhr Info: www.theater-baden-baden.de
Keine Ahnung
Ahnungslosigkeit als Chance?
Keine Ahnung …
Weltraum, Theater Freiburg H 19 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Zum letzten Mal: Fin de partie Becketts Klassiker des absurden
Theaters als Oper
Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch
Zum letzten Mal: 2x241 Titel doppelt so gut wie Martin Kippenberger
Absurd-witzige Textcollage für die Bühne Theater Basel H 20 Uhr Info: www.theater-basel.ch
EVENTS
Art Basel 2026
Werke von mehr als 4000 Künstler·innen Messe, Basel H 11 Uhr, bis 21.6. Info: www.artbasel.com
Synergies & Dilettantism: Methodological Applications of Artistic Practices on Themselves
Vortrag von Michel Roth Hochschule für Musik, Freiburg H 15 Uhr Info: www.mh-freiburg.de
Schnupperkurs: Capoeira
Es wird sportlich im Museum Museum für Neue Kunst, Freiburg H 17 Uhr Info: www.museen.freiburg.de
Grill & Chill
Summer Barbecue & live Musik
Nouri Hotel, Bad Krozingen H 18 Uhr Info: www.nourihotel.de
Bauernhofkonzerte
Musik, Landidylle & regionale Kulinarik
Fußenthomashof, Stegen-Rechtenbach H 18.30 Uhr Info: www.dreisamtal.de
„Real Americans“ Lesung & Gespräch mit Rachel Khong Buchhandlung Rombach, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.rombach.de





Linie 2: Bach und die Nachwelt E-Werk, Eschholzstraße 77, Freiburg
Donnerstag, 18. Juni, 20 Uhr
In der außergewöhnlichen Konzertreihe „Linie 2“ gastiert das SWR Symphonieorchester unter der Leitung des französischen Bratschisten Antoine Tamestit mit dem Programm „Bach & Nachwelt“ im Freiburger E-Werk. Das Credo des international bekannten Musikers: „Die Leute sollen die Bratsche genau so lieben, wie ich sie liebe.“ Das Programm rund um die Viola startet mit dem Choral für Streicher „Vor deinen Thron tret ich hiermit“ von Johann Sebastian Bach und wechselt im Laufe des Abends zwischen Werken späterer Komponisten und Bach.
Zu hören sind die „Trauermusik“ für Viola und Streicher von Paul Hindemith, der Monolog für Viola und Streicher von Alfred Schnittke und die Kammersinfonie für Streichorchester c-Moll von Dmitrij Schostakowitsch und Rudolf Barschai. Dazwischen sind Passagen aus Bachs „Die Kunst der Fuge“ zu hören.
www.ewerk-freiburg.de
ANZEIGE


Mister Tomato Parabel über das Amerika unter Donald Trump Theater der Immoralisten, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.immoralisten.de
K.I.S.S. Quiz
Quiz-Night Kiss, Freiburg H 20.30 Uhr
Info: www.kiss-freiburg.jimdofree.com
Raíces y Ritmos
Latin American Culture Night MensaBar, Freiburg H 20.30 Uhr
Info: www.swfr.de
KINO
„Lesbian Space Princess“ Berlinale 2025: Teddy Award! GHS Biologie, Uni Freiburg H 20 Uhr Info: www.aka-filmclub.de
MUSIC
Moop Mama, Majan, Mola u. v. m. Warm-Up Party Take-off GewerbePark, Neuhausen ob Eck Info: www.southside.de
Festliches Abendkonzert Abwechslungsreiches & populäres Repertoire
Musikpavillon, Bad Krozingen H 15.30 Uhr Info: www.bad-krozingen.info
Konzert im Rahmen des Doktorandenseminars des Collège Glareans
Werke von Bauer, Berg, Liszt, Silvestrini & Skrjabin
Hochschule für Musik, Freiburg H 18.15 Uhr Info: www.mh-freiburg.de
Festliches Abendkonzert
Johann Strauß Ensemble & Gast-Solisten Kurhaus, Bad Krozingen H 19 Uhr
Info: www.bad-krozingen.info
Linie 2: Bach & Nachwelt SWR Symphonieorchester & Vokalensemble
E-Werk, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.swr.de
Dobet Gnahoré „Zouzou“-Tour
Burghof, Lörrach H 20 Uhr
Info: www.stimmen.com
Goethes Groove Connection
Oberstufen-Bigband am GoetheGymnasium Emmendingen Schlosskeller, Emmendingen H 20 Uhr Info: www.schlosskeller-emmendingen.de
Dream Big Fish
Wandelndes Klangkonstrukt the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr Info: www.birdseye.ch
Jazz Session
Konzerte & Jams mit Newcomer-Bands & alten Hasen
Ruefetto, Freiburg H 21.30 Uhr Info: www.ruefetto.de
PARTY
Freds Karaoke Club
Gratis Shot vor deinem Auftritt Frederics, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.instagram.com/fredericsfreiburg Stud„enten“night 3 ... 2 ... 1 ... Euro Nacht
Bächle Keller, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.bächle-keller.de
Beer Pong Night
Mixed Music
Puzzles, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.puzzles-freiburg.de
Throwback Thursday
Alternative, Punk, Hip-Hop Elpi, Freiburg H 23 Uhr
Info: www.instagram.com/elpi_freiburg
Urban Thursday
Afrobeats, Hip-Hop & Latin Neko Bar.Club, Freiburg H 23 Uhr
Info: www.neko-club.de
Subclub
Thursday Rave
The Great Räng Teng Teng, Freiburg H 23 Uhr
Info: www.instagram.com/thegreatraengtengteng
FREITAG
19.6.2026
AUSSTELLUNGEN
Die Eule ist pink
Farbige Geschichten
Museum der Kulturen, Basel, bis 24.1.27
Info: www.mkb.ch
BÜHNE
Premiere: Fassade
Baden in der Vergangenheit: eine stadtraumgreifende Enthüllungsgeschichte
Foyer Großes Haus, Theater Freiburg H 17.30 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Stell dir vor ...
Die menschlichen Vorstellungskraft
Theater Baden-Baden H 18 Uhr Info: www.theater-baden-baden.de
Keine Ahnung
Ahnungslosigkeit als Chance?
Keine Ahnung …
Weltraum, Theater Freiburg H 19 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Don Quijote
Phantastischer Ritt durch die Jahrhunderte
Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch
Das Weinen (Das Wähnen)
Von Dieter Roth & Christoph Marthaler Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch
Mister Tomato
Parabel über das Amerika unter Donald
Trump
Theater der Immoralisten, Freiburg H 20 Uhr Info: www.immoralisten.de
Mozart tanzen im 21. Jahrhundert
Junges Ballett
Opéra, Straßburg H 20 Uhr Info: www.operanationaldurhin.eu
Des Ernstes Kunst – Loriot Texte des deutschen Humoristen in zeitgeistigem Rahmen & kunstvoller Fassung
Wallgraben Theater, Freiburg H 20 Uhr Info: www.wallgraben-theater.com
Premiere: Der Glöckner von Notre-Dame
Von Matthias Hahn, nach Victor Hugo Burgfestspiele Rötteln, Lörrach H 20.15 Uhr Info: www.burgfestspiele-roetteln.de
Wie entsorge ich meinen Alten Rabenschwarze Verwechslungskomödie Theater am Mühlenrain, Weil am Rhein H 20.15 Uhr Info: www.tam-weil.de
EVENTS
FatCat
Groove, Energie & moderner Sound Badeparadies Schwarzwald, Titisee Info: www.badeparadies-schwarzwald.de
Birgit Weyhe: „Schweigen“
Lesung & Gespräch mit Ella Detscher Theater Freiburg H 17.30 Uhr Info: www.literaturhaus-freiburg.de
Billy Talent, Halsey, Provinz u. v. m. Southside Festival 2026
Take-off GewerbePark, Neuhausen ob Eck Info: www.southside.de
Zeus B. Held präsentiert Risa Takeda Electronic meets Grand Piano Hilda5, Freiburg H 19 Uhr Info: www.kultur-aggregat.de
Phil.on.Tour
Stadtteilkonzert mit dem Philharmonischen Orchester Freiburg Mooswaldhalle, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.theater.freiburg.de
Pat Metheny
„Side-Eye III+“ Konzerthaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.karoevents.de
Thanda Choir
Vokalmusik
Burghof, Lörrach H 20 Uhr Info: www.stimmen.com
Mama's Greens
„Maybe the Dawn“-Tour 2026 Kulturkneipe im Nellie, Lörrach H 20 Uhr
Info: www.nellie-nashorn.de
Cecile Verny Quartett
„Of Moons & Dreams“-Tour jazztone, Lörrach H 20.30 Uhr Info: www.jazztone.de
Duo Kevin Hays & Jorge Rossy „The Wait“ the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr Info: www.birdseye.ch
Tim Ripper Owens
Support: Chontaraz ArTik, Freiburg H 21 Uhr Info: www.artik-freiburg.de
PARTY
Mixed Music
Wechselnde DJs Cohibar, Freiburg H 19 Uhr
Info: www.cohibar-freiburg.de
Friday Beats
Tenne, Club-Disco, Musikstadl
Heuboden, Umkirch H 20 Uhr
Info: www.heuboden.de
Nachtleben im Bächle Keller Party mit DJ
Bächle Keller, Freiburg H 21 Uhr
Info: www.bächle-keller.de
Ladies Night
Fiesta Latina Mamita Club, Freiburg H 22 Uhr
Info: www.mamita.club.de
ABBA Party
Super Trouper Summer Special Jazzhaus, Freiburg H 23 Uhr
Info: www.jazzhaus.de
Crossing all over Indie-Folkrock, Punk, Big Beats Elpi, Freiburg H 23 Uhr Info: www.instagram.com/elpi_freiburg


SAMSTAG 20.6.2026
AUSSTELLUNGEN
Hermann Hesse
Bereit zum Aufbruch
Kunsthalle Messmer, Riegel, bis 11.10.
Info: www.kunsthallemessmer.de
Ende der Zeitzeugenschaft?
Vom Erzählen zum Bewahren. Wie Erinnerung weiterlebt
Dokumentationszentrum NS, Freiburg, bis 13.9. Info: www.museen.freiburg.de
Einschnitt | Ausdruck
Hap Grieshaber
Forum Würth, Arlesheim, bis 2.5.27
Info: www.kunst.wuerth-ag.ch
BÜHNE
Das Weinen (Das Wähnen)
Von Dieter Roth & Christoph Marthaler
Theater Basel H 16 Uhr
Info: www.theater-basel.ch
Stell dir vor ...
Die menschlichen Vorstellungskraft
Theater Baden-Baden H 18 Uhr
Info: www.theater-baden-baden.de
Robin Hood
Schauspiel mit Musik von Claus Martin
Freilichtbühne Theater im Steinbruch, Emmendingen H 19.30 Uhr
Info: www.theater-im-steinbruch.de
Europa
Reise in die Psyche des Zivilisationsbruchs Großes Haus, Theater Freiburg H 19.30 Uhr
Info: www.theater.freiburg.de
Zum letzten Mal: La Traviata Kultinszenierung von Benedikt von Peter & Nicole Chevalier
Theater Basel H 19.30 Uhr Info: www.theater-basel.ch




Mister Tomato
Parabel über das Amerika unter Donald Trump
Theater der Immoralisten, Freiburg H 20 Uhr
Info: www.immoralisten.de
Dr. Jekyll & Mr. Hyde
Dem Rätsel von Gut & Böse auf der Spur Festspielgelände auf dem Schlossberg, Breisach H 20 Uhr Info: www.festspiele-breisach.de
Premiere: Imagine Musikalischer Abend mit Liveband Theater Baden-Baden H 20 Uhr
Info: www.theater-baden-baden.de
Zum letzten Mal: #lookoftheday Kleiderberge & unbequeme Wahrheiten im Scheinwerferlicht
Kleines Haus, Theater Freiburg H 20 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Das Gewicht der Ameisen
Komödie von David Paquet
Theater im Marienbad, Freiburg H 20 Uhr Info: www.marienbad.org
Mozart tanzen im 21. Jahrhundert
Junges Ballett
Opéra, Straßburg H 20 Uhr Info: www.operanationaldurhin.eu
Des Ernstes Kunst – Loriot Texte des deutschen Humoristen in zeitgeistigem Rahmen & kunstvoller Fassung Wallgraben Theater, Freiburg H 20 Uhr Info: www.wallgraben-theater.com
Wie entsorge ich meinen Alten Rabenschwarze Verwechslungskomödie
Theater am Mühlenrain, Weil am Rhein H 20.15 Uhr
Info: www.tam-weil.de
EVENTS
The Helmuts
Die Songs, die jeder kennt Badeparadies Schwarzwald, Titisee Info: www.badeparadies-schwarzwald.de






Kinder- & Familienflohmarkt
Stöbern & Schnäppchen machen
Stühlinger Kirchplatz, Freiburg H ab 8 Uhr
Info: www.vfs-ev.de
CSD Parade 2026
Für die Rechte & Akzeptanz von Menschen mit verschiedenen sexuellen Identitäten
Platz der Alten Synagoge, Freiburg H ab 12.30 Uhr
Info: www.freiburg-pride.de
Zeichnungsworkshop: Körper in Bewegung
Wie lassen sich Bewegungen zeichnen?
Museum für Neue Kunst, Freiburg H 14 Uhr Info: www.museen.freiburg.de
Pool Beats: DJ Sabee
Verschmelzen von Musik & Pool-Vibes
Badeparadies Schwarzwald, Titisee H ab 17 Uhr
Info: www.badeparadies-schwarzwald.de
MUSIC
Kraftklub, Yungblud, The Offspring u. v. m.
Southside Festival 2026
Take-off GewerbePark, Neuhausen ob Eck Info: www.southside.de
Lörrach singt! 2026
Tag des Amateurgesangs
Innenstadt, Lörrach H 10 Uhr Info: www.stimmen.com
Kick-Out: June
Installationen, Sound-Objekte, Performances
Hochschule für Musik, Freiburg H 18 Uhr Info: www.mh-freiburg.de
Paulus
Werkstatt- & Mitsingkonzert des Oratorienkurses mit Chor, Solisten & Kammerensemble
Liebfrauenkirche, Freiburg H 18 Uhr Info: www.mh-freiburg.de
ANZEIGE
























Burning Spear
ZMF, Zirkuszelt, Freiburg Mittwoch, 15. Juli, 20 Uhr
Er zählt zu den prägenden Stimmen der Reggae-Geschichte: Im Sommer ist der jamaikanische Musiker Burning Spear auf dem Zelt-Musik-Festival zu Gast. Seit über sechs Jahrzehnten verkörpert er eine kraftvolle musikalische Vision über die Grenzen des Genres hinaus.
Begonnen hat die Karriere von Burning Spear in den 1960er-Jahren –nach einem Treffen mit Bob Marley. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurde er zu einer prägenden Figur des Roots-Reggae. Mit seiner unverwechselbaren Stimme und seiner Botschaft von Selbstbestimmung und kultureller Identität hat er Generationen von Fans weltweit beeinflusst
www.zmf.de
Gewinnspiel: chilli-freiburg.de / 1 x 2 Karten für den 15. Juli, 20 Uhr
ANZEIGE

30 Jahre Holst Sinfonietta
Steve Reich at 90! E-Werk, Freiburg H 19 Uhr Info: www.ewerk-freiburg.de
SWR Experimentalstudio
Mit Bruno Madernas „Musica su due dimansioni“
SWR Studio, Freiburg H 19.30 Uhr Info: www.swr.de
Pop & Poesie in Concert „Viva La Vida“ Marktplatz, Schopfheim H 20 Uhr Info: www.markdorfopenair.de
Beethoven meets Gershwin Hornabend mit Hanxuan Liang Hist. Kaufhaus, Freiburg H 20 Uhr Info: www.historischeskaufhaus.freiburg.de
Duo Kevin Hays & Jorge Rossy „The Wait“ the birds eye jazz club, Basel H 20.30 Uhr Info: www.birdseye.ch
Painis
„Parasite Inc.“-Tour ArTik, Freiburg H 21 Uhr Info: www.artik-freiburg.de PARTY
Mixed Music
Wechselnde DJs Cohibar, Freiburg H 19 Uhr Info: www.cohibar-freiburg.de
Dänzneid
DJs ab 23 Uhr
Puzzles, Freiburg H 20 Uhr Info: www.puzzles-freiburg.de
Heu Nights
Tenne, Club-Disco, Musikstadl Heuboden, Umkirch H 20 Uhr Info: www.heuboden.de
Nachtleben im Bächle Keller Party mit DJ Bächle Keller, Freiburg H 21 Uhr Info: www.bächle-keller.de
CSD-Afterparty Gewinn der offiziellen Afterparty finanziert den CSD Freiburg Hans-Bunte-Areal, Freiburg H 21 Uhr Info: www.hans-bunte.de
Saturday Night Fever
Afterwork-Happening E-Werk, Freiburg H 21.30 Uhr Info: www.ewerk-freiburg.de Gran Fiesta Latina Reggaeton, R ’n’ B, Electro Latino, Salsa Mamita Club, Freiburg H 22 Uhr Info: www.mamita.club.de Riva Party
Electro, Hip-Hop, House Riva Bar, Freiburg H 23 Uhr Info: www.instagram.com/riva.freiburg
Bis InDie Puppen Indie-Rock, Alternative, Folk & Postpunk Elpi, Freiburg H 23 Uhr Info: www.instagram.com/elpi_freiburg Club meets Tacheles Wechselnde DJs Tacheles, Freiburg H 23 Uhr Info: www.tachelesfreiburg.de SONNTAG 21.6.2026
AUSSTELLUNGEN
Biodiver–Cité
Vielfalt der Fauna in der Stadt Musée Zoologique, Straßburg, bis 31.12. Info: www.musees.strasbourg.eu
Una Passeggiata Italiana Künstlerischer Spaziergang durch Italien Museum Art.Plus, Donaueschingen, bis 7.3.27
Info: www.museum-art-plus.com
Premiere: Kalif Storch
Orientalisches Märchen frei nach Wilhelm Hauff
Festspielgelände auf dem Schlossberg, Breisach H 15 Uhr
Info: www.festspiele-breisach.de
Premiere: Aufstand der Waldtiere Theaterstück zum Lachen, Mitfiebern & Nachdenken
Freilichtbühne Theater im Steinbruch, Emmendingen H 16 Uhr
Info: www.theater-im-steinbruch.de
Zum letzten Mal: Don Quijote
Phantastischer Ritt durch die Jahrhunderte Theater Basel H 16 Uhr Info: www.theater-basel.ch
Das Weinen (Das Wähnen)
Von Dieter Roth & Christoph Marthaler Theater Basel H 16 Uhr Info: www.theater-basel.ch
Gypsy
A musical fable
La Filature, Mulhouse H 17 Uhr Info: www.operanationaldurhin.eu
Ingrid Kühne
„Ja, aber ohne mich!“
Kultur- & Bürgerhaus Delcanto, Denzlingen H 18 Uhr Info: www.karoevents.de
Iphigénie en Tauride
Antiken-Spektakel zwischen Trauma & Befreiung
Großes Haus, Theater Freiburg H 18 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Orlando – ein Zwischenspiel
Szenische Reise durchs Theater mit Motiven aus dem Roman von Virginia Woolf Theater Baden-Baden H 19 Uhr Info: www.theater-baden-baden.de
Love Western Wanted: Wilder Westen trifft queere Liebe!
Kleines Haus, Theater Freiburg H 19 Uhr Info: www.theater.freiburg.de
Wie entsorge ich meinen Alten Rabenschwarze Verwechslungskomödie
Theater am Mühlenrain, Weil am Rhein H 19.15 Uhr Info: www.tam-weil.de
Der Glöckner von Notre-Dame Von Matthias Hahn, nach Victor Hugo Burgfestspiele Rötteln, Lörrach H 20.15 Uhr Info: www.burgfestspiele-roetteln.de
EVENTS
The Land That Sings
Workshop mit Latvian Voices Burghof, Lörrach H 11 Uhr Info: www.stimmen.com
Im Handgelenk ein Vogel
Lesekonzert mit Frieda Paris & dem Ensemble Recherche in der Reihe
„Kompass: 8 Visionen“
Theater Freiburg H 11 Uhr Info: www.literaturhaus-freiburg.de
Genuss-Brunch
Gemeinsam in den Sonntag starten Brauerei Rothaus, Grafenhausen H 11 Uhr Info: www.rothaus.de
KINO
„Donkey Days“ Schwarze Komödie der kleinen Fiesheiten Kandelhof, Freiburg H 20.15 Uhr Info: www.friedrichsbau-kino.de
MUSIC
Twenty One Pilots, Florence & the Machine, Ssio u. v. m. Southside Festival 2026
Take-off GewerbePark, Neuhausen ob Eck Info: www.southside.de
Latvian Voices
„Timeless“-Tour Stadtkirche, Lörrach H 18 Uhr Info: www.stimmen.com
AB 11.6. IM KINO!

LITERATUR RICHTUNGSWEISENDES IM LITERATURHAUS

Fragmente: An der Wörterwand vor der Zollhalle formen die Passanten Sätze und Fragen zum Leben im Quartier am Güterbahnhof
DAS AKTIONSTHEATER PAN.OPTIKUM ERKUNDET DEN ZUSAMMENHALT
Auf der langen, leuchtend orangeroten Bank vor einer Ladenzeile im Quartier Brühl-Güterbahnhof haben viele Leute Platz. Allerdings muss man sie erst einmal in die Waagerechte bringen: Bodenhaftung hat sie nur an einem Ende, das andere ragt in die Luft: Die Bank ist auf einen grasgrün gestrichenen Standpfosten montiert, der höher ist als ihre Beine lang.
Das schräge Möbel ist Teil des neuen Projekts des Aktionstheaters Pan.Optikum, dessen internationales Ensemble seit Jahren – nicht nur in Freiburg – mit spektakulären Auftritten im öffentlichen Raum von sich reden macht. „Who cares?“ ist das auf Mitwirkung angelegte Vorhaben benannt. „Im Zentrum steht die Frage, wie Fürsorge, Aufmerksamkeit und gemeinsame Verantwortung in einem neu entstehenden Stadtteil erfahrbar werden können“, sagt Leonie Fritsch.
Sie ist bei Pan.Optikum hauptsächlich für Dramaturgie zuständig – und hat mit ihren Kollegen die Entstehung eines Stadtteils hautnah miterlebt: Seit 13 Jahren hat das Aktionskunst-Kollektiv seine Produktionsstätte in der Lokhalle auf dem Güterbahnhofsareal. Und während dieser Zeit hat sich das Gelände komplett verändert: Zoll- und Lagerhallen, Geleise und Kleinbetriebe sind Büro- und Wohnhäusern gewichen, Infrastruktur entstand, viele Menschen zogen her.
Von denen, so Fritsch, wisse man aber nicht viel. Alles wirke „irgendwie steril“, ohne sichtbare gemein- oder nachbarschaftliche Aufenthalts- und Begegnungsräume. Deshalb wollen sie jetzt hinausgehen in ihr Quartier. Wollen mit den Menschen in Kontakt kommen, ausbalancieren, was fehlt und was es braucht, damit sich auch in einer sich wandelnden Gesellschaft ein Gemeinwesen entwickeln kann. Deshalb die Bank-Wippe. Bis zum 18. Juni befinden sich im Stadtteil noch weitere Elemente aus
der Pan.Optikum-Werkstatt: An der Lokhalle steht ein Klang-Hexagon, in dem sich sechs Menschen gleichzeitig zurücklehnen und einer Sound-Collage lauschen können. Und an einer riesigen „Wörterwand“ auf dem Zollhof-Platz können 24 einseitig beschriftete Schilder so gedreht werden, dass sich etwa Fragen wie „WIRKLICH IMMER ALLEIN?“ ergeben. Fragen, die man sich womöglich im Privaten stellt. Die nun aber mit anderen Bewohnern verhandelt werden können.
Die über einen am jeweiligen Element befindlichen QR-Code in den virtuellen Raum von Pan.Optikum übertragenen Fotos und Statements werden ab 11. Juli in einer interaktiven Ausstellung in der Lokhalle präsentiert – begleitet von mehreren Performances. Hier werden Laien und Profis zusammengebracht – zu einem Austausch, der über den Zeitraum des vom Land Baden-Württemberg mit 40.000 Euro geförderten Projekts hinaus weitergeführt werden soll. von Erika Weisser
Avon Erika Weisser
n sonnigen Tagen sind sie gut zu sehen: die feinen weißen Fäden aus merzerisiertem Baumwollgarn, die Elke Maier derzeit im Innenraum des Mittelschiffs des Freiburger Münsters zu einem eigenen transzendenten Raum verwebt. „Sichtbar – Unsichtbar“ ist das eigens für das Münster konzipierte Projekt benannt, an dem die Künstlerin im Auftrag der Kunstkommission der Erzdiözese derzeit täglich acht bis zehn Stunden arbeitet.
Seit 13. April ist sie am Werk. Sie ließ zunächst einzelne Fäden vom Deckengewölbe herab, spannte sie, zog sie diagonal nach vorne zum Chorraum und verknüpfte sie mit geeigneten Teilen des Mauerwerks. Schritt für Schritt, wie sie sagt – und in ständigem Dialog mit dem Raum. Die feinen Fäden ziehen sich 100 Meter weit durch das ganze Langhaus des Sakralbaus – von der Michaelsempore im Westturm über das silberne Böcklin-Kreuz bis zu dem von Hans Baldung Grien geschaffenen Hochaltar. Das Werk, dessen Teil sie „im Lauf des Arbeitsprozesses selbst geworden hat“, ist fast fertig. Am Pfingstmontag, 25. Mai, ist feierliche Vernissage. Hernach bleibt die Installation bis zum 28. September an Ort und Stelle. Den Sommer über können Besucher zu den Öffnungszeiten des Münsters dann jederzeit erleben, wie sich die Wahrnehmung des Raums, je nach Tageszeit und Sonnenposition, stetig verändert. Das einfallende natürliche Licht wird durch die Fäden reflektiert, lässt sie erstrahlen und macht sie und damit auch das Licht selbst sichtbar.
Oder auch nicht: An trüberen Tagen bleiben sie im Halbdunkel des Innenraums verborgen. Sie sind kaum wahrzunehmen, aber dennoch da. So wie das Licht selbst.
Etwa 50 Kilometer des feinen, leicht glänzenden Nähgarns hat sie für ihr Projekt „mit höchster Präzision und Sorgfalt“ verwoben. Und es ist nicht der erste Lichtraum, den sie schafft: Neben vielen anderen Kirchen hat sie bereits die Innenräume des Stephansdoms in Wien und des Bamberger Doms umgestaltet. Bilder dieser Installationen sind bis 20. Juni im Münsterforum ausgestellt.
INFO www.ebfr.de
Sichtbar: Elke Maiers Fadeninstallation verwandelt den Innenraum des Münsters in einen Lichtraum.




Startschuss

Proberäume sind oft muffig. Nicht so im neuen Freiburger Modul-Park: Für 1,6 Millionen Euro hat das Rathaus beim Eschholzpark 7 Räume für 20 Bands geschaffen. Zur Eröffnung gibt’s Lob, aber auch eine Forderung. Ein Musiker ist begeistert –obwohl die Akustik noch klingt wie im Schuhkarton.
Zweimal hat Philipp Valara mit seiner Band im neuen Modulproberaum gespielt: „Es ist noch relativ schwierig, die Wände sind innen komplett kahl“, berichtet der Drummer. Das Gefühl: „Akustisch wie in einem rechteckigen Schuhkarton.“ Da haue es einem alles um die Ohren. Mit seiner Band Valara teilt er sich den 35-Quadratmeter-Raum mit zwei weiteren Acts. Ihr Plan: „Wir werden da massig Dämm-Material reinpacken.“ Wenn die Akustik stimmt, könnte das rund werden: „An sich sind die Räume mega cool!“, schwärmt Valara. Drei Schlagzeuger könnten ihr Drumset durchgehend stehen lassen.
Vorher probte Valara im Kulturraum: „Da gab es diverse Sachen, die nicht ideal waren.“ Der neue Raum
sei ein Upgrade: Man könne ranfahren zum Be- und Entladen, nach außen hin sei das krass gedämmt, finanziell zudem mega fair: 150 Euro zahlt seine Gruppe im Monat.
Kosten lassen hat sich die Stadtverwaltung das 1,6 Millionen Euro. Der Park auf dem Areal der EdithStein-Schule neben dem Eschholzpark hat sieben Proberäume und einen Sharing-Room für Workshops und Tourproben. Betreiber ist der Verein Multicore.
von Till Neumann
neue Proberäume. Wir haben auch einen Ort für Kreativität, Begegnung und Entwicklung.“
Wo Musik entstehen solle, brauche es Platz und Verlässlichkeit. „Damit wir morgen geile Bands aus Freiburg in die Welt schicken können.“ Einen Proberaum hier zu ha-
Euphorie und Forderung:
„Bedarf ist nicht gedeckt“
ben, sei Luxus, viele Acts stünden noch auf der Straße.
Zur Eröffnung Ende April kam auch Freiburgs neuer Kulturbürgermeister Roland Meder. Er lobte die Holzbauweise: „Das passt zu Freiburg.“ Der Mangel an Proberäumen sei ein „drängendes Problem“. Schwieriger als gedacht sei die Suche nach einem passenden Standort gewesen. Meder betont: „Wir hoffen, dass von den neuen Räumen ein starker Impuls in die Szene geht.“
Aus 32 Bewerbungen hat die Jury 20 Acts ausgewählt. Juror war auch Multicore-Chef Franck Mitaine. „Der Park ist fertig, das ist Wahnsinn“, sagte er zur Eröffnung sichtlich gerührt. Für eine freie Rede seien es zu viele Emotionen, daher las er: „Ab heute haben wir nicht nur
Mitaine mahnte: „Der Bedarf ist nicht gedeckt.“ Es brauche eine weitere Perspektive. Überlegungen zu Flächen im Schildacker oder an der Schönauer Straße seien wichtig. Zu Letzterer ist eine Machbarkeitsstudie in Auftrag.
Für fünf Jahre ist der Standort geplant, teilt das Rathaus mit. Nun werde geprüft, wo die Module der Firma Meom hinwandern könnten. Auch Meder betont: „Das ist eine temporäre Lösung.“
Für Philipp Valara hat sie einen weiteren Vorteil: Man kann mit anderen Bands connecten. „Ein Gemeinschafts-Ding ist halt irgendwie cooler als ein Keller irgendwo im Nirgendwo.“
DAS FREIBURGER ZMF STARTET AMBITIONIERT IN DEN 42. JAHRGANG
Die 42 ist die Antwort auf die ultimative Frage nach dem Leben, dem Universum und allem. Wer „Per Anhalter durch die Galaxis“ gelesen hat, weiß das. Das Freiburger Zelt-Musik-Festival (ZMF) startet am 15. Juli in seine 42. Auflage. Und das Programm ist mithin die Antwort auf fast alles, was es in der Musik so an Richtungen gibt. Noch mehr Vielfalt in der Stadt der Vielfalt ist schwer.
gar zum ZMF, das durch viele Höhen und Tiefen gehen musste, sich erst vom Verein in eine GmbH und nun in eine gemeinnützige GmbH verwandelt hat, ohne je Tausende Fans, Freunde, Supporter zu verlieren. Sportfreunde Stiller. LaBrassBanda. Katie Melua. Meute. Till Brönner. Von wegen Lisbeth. Burning Spear. Razorlight. Die Programmmacher um Dieter Bös und Xhavit Hyseni haben ein – auf einem immer schwieriger werdenden Konzertmarkt – ambitioniertes Line-up in die Zelte gebracht. Und je tiefer man
von Lars Bargmann
auf die Bühne, das Freiburger Akkordeon Orchester ist bei einer musikalischen Spurensuche nach Astor Piazzola zu bestaunen.
DJ Rainer Trüby feiert auf dem ZMF 30 Jahre Root down – die Clubnight, die durchaus Legendenstatus hat. Und die deutsch-französische Hiphop-Band Zweierpasch –frisch gebackene Bundesverdienstkreuzträger – bringen die „Two-ToTango-Tour“ auf die Bretter, die Freiburg vom 15. Juli bis zum 2. August bewegen.
Im größten Biergarten Freiburgs

Sieben Leute, eine große Liebe: gemeinsam Musik machen. Die Freiburger Band Soundgauallee mischt seit 2023 auf Regio-Bühnen mit. Ihre Musik ist trotz des Bandnamens keine Liebeserklärung an das Viertel Betzenhausen. Ihr Herz schlägt vor allem für eins.
Alles begann mit einer Anzeige von Keyboarderin Tatiana: „Wer hat Lust auf eine Fusion verschiedener Musikrichtungen?“ So annoncierte es die Musikerin 2023 rund ein Jahr lang. „Das Wichtigste war, dass man gute Vibes mitbringt“, erinnert sie sich.
Rund drei Jahre später hat die siebenköpfige Band schon 23 Gigs gespielt. Sie war im Actionprogramm des ZMF, trat im Ruefetto auf und rockte beim Sommerfest der Ziegenwiese. Sänger Jonas, Bassist Pedro und Tatiana sind fürs chilli-Interview zusammengekommen und berichten von aufregenden Anfängen.
„Wir sind eine wild zusammengewürfelte Truppe“, erzählt Jonas. Ska trifft auf Reggae, Hiphop, Pop oder Latin. „Wir setzen uns da keine Grenzen – ich glaube, das macht das Projekt besonders“, so der Sänger weiter. Ihre Mission: Sie wollen Spaß verbreiten und Menschen in Bewegung bringen. „Tanzen, tanzen, tanzen, die Leute müssen tanzen – das sagt Tati bei jeder Probe“, berichtet Jonas und lacht. Für Balladen sei wenig Platz. Entschieden wird gemeinsam. „Wir versuchen, eine Demokratie zu sein“, berichtet Bassist Pedro. Das sei zwar nicht immer einfach bei so einer großen Crew. Tatiana ist dennoch überzeugt: „Das ist die Magie der Band.“
Herauskristallisiert hat sich bei den Auftritten ihr erster kleiner Hit:
Wollen Menschen in Bewegung bringen: Soundgauallee
von Till Neumann

„Meine Allee“ heißt der treibende Track mit einer Bläser-Line, die ins Ohr geht. „Meine Allee hat kaum nen Baum und auch das Straßenschild ist blau“, heißt es darin. Das klingt nach einer Liebeserklärung an die Straße, die ihren Bandnamen ziert. Doch das stimmt nur bedingt: „Wir proben in der Sundgauallee, wohnen aber nicht da – uns hat vor allem das Wortspiel gefallen“, berichten sie. Etwas Lokalkolorit könne zudem nicht schaden.
Die Songs entstehen beim gemeinsamen Proben – jeder bringt dort Ideen ein. Material für mehr als eine Stunde Liveprogramm steht bereits. Doch veröffentlicht haben sie noch keinen einzigen Track. „Produktion ist bisher kein Fokus gewesen“, sagt Sänger Jonas. Doch das soll sich bald ändern. Es sei
schon gut, wenn sich Fans nach Konzerten was anhören könnten. Am liebsten mögen sie das gemeinsame Musikmachen: „Die schönsten Momente sind die Gigs“, erzählen sie. Das Kribbeln davor, die Euphorie danach. Doch auch Krisen haben sie schon hinter sich. Im Januar hat sich die Band umformiert – Jonas ist jetzt Sänger. Daraus wollen sie gestärkt hervorgehen. „Wir sind gute Teamplayer“, betont Jonas. Und die Band hätte richtig Bock, im Sommer mehr Gigs zu spielen. Zu sehen sind sie unter anderem bei „Freiburg Stimmt ein“ am 3. Juli im Colombipark. Mit viel Power, catchy Melodien und viel Liebe für Musik wollen sie dann wieder das versuchen, was ihnen am meisten Spaß macht: Leute zum Tanzen bringen.


(tln). Schwelgen in alten Zeiten: Das macht der Sound von Rika Bender möglich. Die Freiburger Sängerin hat gerade ihre Single „Zerbricht“ releast. Nostalgischer Diskosound trifft da auf nachdenkliche Zeilen.
Irgendwo zwischen Nena und Falko oszilliert dieser Tune. Synthies flirren, die Drums schieben sanft nach vorne.
„Du hältst dich für den Richter der Nacht, denkst die Welt gehört dir, weil du laut genug bist“, singt Rika. Ein Song über Lügen, Trugschlüsse und die Schönheit der Zerbrechlichkeit. Wer das hört, beamt sich zurück in die 60er oder 70er. Retro-Kunst, die einhüllt. Dazu gibt’s ein SchwarzWeiß-Video mit beschmierten Wänden, einer Schaufensterpuppe mit abgeklebten Brüsten und ein paar Shots auf der Theke.
Ein Song mit Ohrwurm-Potenzial. Eine Zeitreise, die nicht aufdrängt, sondern einlädt. Von einer Künstlerin, die mit regelmäßigem Output von sich reden macht. Aufgewachsen am Bodensee, dann studiert in Freiburg, jetzt eine umtriebige Musikerin mit Gespür für Töne und Texte. Als Inspiration nennt sie Depeche Mode und Apache. Wie das live klingt, gibt’s in Schopfheim zu sehen: Rika Bender tritt am 20. Juni im Café Irrlicht auf. Am 15. Oktober ist sie in Berlin im „Schokoladen“ auf der Bühne.
(tln). Das Freiburger Quintett Pak Choi meldet sich zurück mit der Single „Reincarnation Frustration“. Auf die Ohren gibt’s knallharte Gitarren, wilde Drums und Screaming, das schon beim Zuhören heiser macht.
Pak Choi ist eigentlich Chinesischer Senfkohl. Aromatisches Gemüse für Wok-Gerichte, Suppen oder Salate. Doch in Freiburg steht das auch für eine Progressive-Metal-Band, die es laut und rotzig mag. Zu ihrer Single gibt’s ein Lyric-Video in gewohnt grimmiger Optik. Ein furchteinflößendes Insekt schaut böse drein. Der Sound ist nicht weniger milde.
„I want to spread my wings, get carried away“, textet die Sängerin. Dann ein Schrei: „By the Storm“. Den Sturm entfacht hier ihre Stimme, mindestens so furchteinflößend wie das Tier auf dem Cover.
Die Band ist viel unterwegs in Freiburg. Sie hat im Elpi, im „Eimer“ und im Kulturraum gespielt. Aber auch in Basel war die Crew live zu sehen.
Mit ihrer frustrierten Wiedergeburt stellt die Gruppe erneut klar: Ihre Musik zählt zur härteren Sorte. Wer es laut und dreckig mag, wird hier fündig. Donnernder Metal zum Auf- und Durchdrehen. Man könnte auch sagen: Pak Choi liefert wilde Vitamine. Nachwürzen nicht nötig. Zu hören gibt’s den Song auf Streamingportalen aller Art.
... zur Fußball-WM und den Verunreinigten Staaten von Amerika
Die Freiburger Geschmackspolizei ermittelt schon seit 20 Jahren gegen Geschmacksverbrechen, vor allem in der Musik. Für die cultur.zeit verhaftet Kommissar Ralf Welteroth fragwürdige Werke von Künstlern, die das geschmackliche Sicherheitsgefühl der Bevölkerung empfindlich beeinträchtigen.
Welch ein Land! Auch bekannt als The Land of the unbegrenzte Möglichkeiten. Nicht zu verwechseln mit Baden-Württemberg, dem Ländle der Kehrwoche und des Bausparvertrags! Oft geschmackssicher besungen – The 51st State of America, This is not America, Born in the USA vom echten und einzigen Boss Bruce Springsteen – da ist Donald Trump nur ein abgehalfterter Revolver- und Maulheld dagegen. Sein Spezi Kid Rock wäre der ideale Partner für ein Duett – zwei American Idiots!
1994, zur ersten Fußball-WM in den USA, veröffentlichte die Deutsche Fußballnationalmannschaft zusammen mit den Village People (ja, genau die!) den Song „Far away in America … we’re gonna make it, find the chance and take it, away in America, we’re gonna make it, get it out and shake it, you’re gonna fight for the light, make it come on and go, it’s alright, Far away in America!” Die Ermittlungen laufen immer noch.
Berti der „Terrier“ Vogts schweigt beharrlich, auch das Video dazu ist nichts für schwache Nerven. Die National-Hymnen sind in diesen Tagen und Wochen dann ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit. Der Text der amerikanischen Hymne „The Star-Spangled Banner“ wurde übrigens auf die Melodie eines bereits existierenden Trinkliedes gesetzt.
Cheers, wir sind dann mal far away in America!
Ihre GeschPo Freiburg

Man kann sich Freiburg ohne Weingarten gar nicht mehr vorstellen. Dabei ist es gerade einmal knapp 60 Jahre her, dass die ersten Familien in die von der Freiburger Stadtbau ab 1964 errichteten Mietwohnungen der Hochhaussiedlung zogen. Heute wohnen rund 11.000 Menschen in dem inzwischen selbstständigen Stadtteil. Wie sie ihr Leben und Zusammenleben gestalten, zeigt der Film „Weingarten – ganz und anders“.
Die Großsiedlung wurde konzipiert, um der zunehmenden Wohnungsnot entgegenzuwirken – gerade für junge Familien, die in Freiburg bleiben oder zuziehen wollten. Und so manche „Ureinwohner“ leben noch immer und sehr gerne dort – etwa die betagte Frau, die Filmemacher Julian Bell am Rand des Wochenmarkts nach ihrem Wohlfühlfaktor in dem oft als sozialer Brennpunkt stigmatisierten Stadtteil befragt. Wie viele, die in seinem Film zu Wort kommen, kann sie sich „überhaupt nicht vorstellen, woanders zu wohnen“. Und sie würde „jederzeit nachts um zehn durch den Park am Dorfbach gehen“.
Bemerkungen wie „solange du nicht nach Weingarten oder Landwasser ziehen willst, ist Freiburg wunderschön“ empfinden sie alle als diffamierend und verletzend. So geht es etwa den drei Frauen, die zwar zu einer Familie, doch zu drei verschiedenen Generationen
gehören: Sie haben immer hier in dem bunt gemischten Quartier gelebt, engagieren sich im Mehrgenerationenhaus und erzählen den Leuten vom Filmteam, dass sie es unfair finden, als Ghettobewohnerinnen be- und damit „eigentlich abgewertet“ zu werden. Die Leute, bestätigen auch die beiden Frauen aus der Sinti-Community, „sind im Lauf der Jahre zusammengewachsen“. Sie fühlen sich wohl hier, „gehören einfach zu Weingarten dazu“ – auch wenn es gelegentlich Reibereien gebe. Wie überall, wo Menschen mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen und -entwürfen auf engem Raum zusammenleben. Doch inzwischen hätten die meisten das Gefühl, Teil einer multikulturellen Gemeinschaft zu sein und dazu beizutragen, dass das nachbarschaftliche Zusammenleben funktioniert.
Man akzeptiert und respektiert sich gegenseitig, sagt auch Berthold Dietz, der an der ebenfalls im Stadtteil ansässigen Evangelischen Hochschule Soziologie lehrt. Zumindest toleriere man die jeweils anderen. Dass der integrative Prozess weitgehend gelungen sei, liege auch an der vernetzenden und beratenden Quartiersarbeit der engagierten Mitarbeiter des Nachbarschaftswerks und des Stadtteilbüros, die zusammen mit den Bewohnern langfristige sozial-kulturelle Projekte voranbringen.
von Erika Weisser

Vom Nachbarschaftswerk ging auch die Initiative zum Film aus, für den sich der aus Australien stammende Filmemacher Julian Bell etwa zwei Jahre lang intensiv mit den Menschen und Strukturen des Stadtteils beschäftigte, „der nicht gerade den besten Ruf hat“. Er wohnt seit vielen Jahren in Haslach, hat auch diesen Stadtteil bereits filmisch porträtiert. Dennoch sei er am Anfang skeptisch gewesen, habe sich im Lauf der insgesamt 27 Filmtage aber zu einem „großen Weingarten-Fan“ entwickelt. Denn im Kontakt mit den Menschen habe er selbst erlebt, „was für ein toller Stadtteil das ist“.
INFO
Premiere: Donnerstag, 21. Mai, ab 18 Uhr, Parkdeck - Krozinger Straße



Niederlande 2025
Regie: Bart Schrijver
Mit: Bart Harder, Carles Pulido, Olly Bassi u.a.
Verleih: Piffl
Laufzeit: 131 Minuten
Start: 21. Mai 2026
(ewei). Über 600 Kilometer zu Fuß durch Moore und Wuthering Heights auf dem schottischen West Highland Way – bei Wind und Wetter und nur mit Rucksack und Zelt: Chris und Lluis, die sich einst sehr nah und beste Freunde waren, sich dann aber aus den Augen verloren, beschließen, diese Tour miteinander zu wagen. Dafür nehmen sie sich 30 Tage Zeit.
Doch 30 Tage können lang sein, wenn zwei Menschen 10 Jahre nichts voneinander gehört und sich in so verschiedene Richtungen entwickelt haben, dass es fast keine Gemeinsamkeiten mehr gibt. Und wenn sie erst unterwegs feststellen, dass dies so ist. Denn als es nicht mehr nur um Erinnerungen geht, geraten die Gespräche ins Stocken, häufen sich Krisensituationen und Spannungen. Als diese immer größer werden, bleibt den beiden Männern erst einmal nur das abendliche Kartenspiel, das Vertrautheit vorgaukelt.
Ein sehr schöner Film über das Wandern und über männliche Verhaltensmuster, die wirkliche Nähe oft nicht zulassen können.


Großbritannien 2025
Regie: Kirk Jones
Mit: Robert Aramayo, Maxine Peake, Peter Mullan u.a.
Verleih: Wild Bunch
Laufzeit: 121 Minuten
Start: 28. Mai 2026
(ewei). John ist 13, als er auffällig wird: Der talentierte Fußballtorwart hat nervöse Zuckungen, kann keinen Ball mehr halten, flucht und spuckt dem Direktor die gerade in seinem Mund befindlichen Erbsen aufs Jackett. Dabei hatte der nur gefragt, wie den Neuen das Schulessen schmeckte.
Nicht lange danach muss er die Schule verlassen, verlässt der Vater die Familie, muss er beim Abendessen allein auf dem Boden vor dem Kamin sitzen, um Mutter und Schwestern vor Spuckattacken zu verschonen.
13 Jahre später wohnt John noch immer bei der Mutter. Wegen seiner inzwischen als Tourette-Syndrom diagnostizierten Krankheit nimmt er starke Medikamente und kann nicht arbeiten. Dann begegnet er Dottie, die nicht nur die Mutter seines Schulfreunds Murray ist, sondern auch psychiatrische Krankenschwester. Und die baut ihn auf, vermittelt ihm einen Job und begleitet ihn durch die Stationen seines persönlichen Spießrutenlaufs. Und John entwickelt sich zum anerkannten Tourette-Aktivisten.


Frankreich 2025
Regie: Laurent Slama
Mit: Agathe Rousselle, Alex Lawther, Suzy Bemba u.a.
Verleih: Port au Prince
Laufzeit: 77 Minuten
Start: 11. Juni 2026
(ewei). Wir erinnern uns: Im Juli 2024 begannen in Paris die Olympischen Spiele. Eröffnet wurden sie aber nicht mit dem Einzug der Sportler in ein Stadion, sondern mit einer öffentlichen Bootsparade auf der Seine. Und während sich Einwohner und Besucher auf dieses Spektakel vorbereiten, hetzt Elisabeth kreuz und quer durch die Straßen der Stadt, um auch gestresste Last-Minute-Gäste in ihre Apartments zu bringen. Die junge hörgeschädigte Frau, die für eine Concierge-Firma arbeitet, kämpft in diesem Ausnahmezustand nicht nur gegen die Zeit, sondern auch um ihr inneres Gleichgewicht. Doch zur dafür nötigen Ruhe kommt sie nur, wenn sie ihre Hörgeräte abschaltet und sich für kurze Momente dem Trubel entzieht. Sie geht auf Abstand – bis sie Elijah begegnet. Zwischen der introvertierten Elisabeth und dem unbeschwerten, quirligen Rucksacktouristen entwickelt sich eine leise Freundschaft, in der das Sichtbare eine wesentlichere Rolle spielt als das – oft unnötige –Hörbare.

Kompass“ heißt die Veranstaltungsreihe, die im Sommerprogramm des Literaturhauses Freiburg die zentrale Rolle spielt. In acht visionären Präsentationen ganz unterschiedlicher Genres wird ausgelotet, wie Literatur richtungsweisend oder ermutigend sein kann und zum Handeln anregt. Gefördert werden die Lesungen in verschiedenen Formaten und Räumen von der Stiftung Literatursommer Baden-Württemberg.



Die Stiftung, sagt Katharina Knüppel, setze lediglich das Thema des im Zweijahresturnus veranstalteten Literatursommers. Die Umsetzung liege dann bei den örtlichen Veranstaltern. Und das von ihr und Martin Bruch geleitete Freiburger Team hat – zusammen mit zwölf Kooperationspartnern – ein facet-
tenreiches Programm auf die Beine gestellt, das viele existenzielle Aspekte der heutigen Gesellschaft beleuchtet. Den Auftakt der Reihe machte Judith Schalansky, die in „Marmor, Quecksilber, Nebel“ gleichermaßen wissenschaftlich wie poetisch die Bedingungen des Lebens und Schreibens auf unserem zunehmend bedrohten Planeten erforscht. Auch Saša Stanišić war schon mit von der Partie; er kam mit dem früheren SC-Trainer Christian Streich ins Gespräch –über Haltung, Herkunft, Humor und gesellschaftliches Engagement. Stoff für den Abend unter Fußballfreunden im Theater lieferten Stanišićs „Reden gegen das Nichtstun“ aus seiner Sammlung „Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird“.
Der nächste illustre Gast im Sommerprogramm gehört zwar nicht in die Kompass-Reihe, hätte darin nach Knüppels Worten durchaus einen Platz: Gleich nach den Pfingstferien, am 8. Juni, bringt Angela Merkel ihre Biografie „Freiheit“ nach Freiburg. Im Großen Haus des Theaters erzählt sie aus ihrem privaten und politischen Leben.
Auf dieses Plädoyer für die Freiheit folgt eines für Unerschrockenheit: Über ihre unter dem Titel „Extremwetterlagen“ veröffentlichten literarischen Reportagen über die nicht nur im Osten spürbaren Veränderungen des gesellschaftspolitischen Klimas unterhalten sich Manja Präkels, Barbara Thériault und Alexander Leistner. Auch darüber, wie Gegenwind wirksam organisiert werden kann (16.6.).
Drei Tage darauf geht es ebenfalls um das Durchbrechen des Schweigens: Comicautorin Birgit Weyhe, für die „Erinnerung ein Akt des Wi-
von Erika Weisser

derstands geworden“ ist, kommt im Augustinermuseum mit Ella Detscher vom NS-Dokuzentrum ins Gespräch. Dabei geht es um ihre Graphic Novel, in der sie dokumentiert, wie das Auswärtige Amt nichts unternimmt, als die Militärdiktatur Argentiniens zwei deutschstämmige Frauen verschwinden lässt. Wegen der bevorstehenden Fussball-WM. Federleicht kommt hingegen Frieda Paris daher, die in der Sonntags-Matinee am 21. Juni ihr aus Fundstücken aus dem Nachlass von Friederike Mayröcker entstandenes Langgedicht „Nachwasser“ präsentiert. „Im Handgelenk ein Vogel“ ist das Lesekonzert betitelt, das die Autorin zusammen mit dem Ensemble Recherche in Szene setzt. Schwerer wird es dann wieder, wenn Judith Hermann (26.6.) ihr jüngst erschienenes Großvater-Buch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ in Freiburg präsentiert. Und auch Helene Bukowski, die am 17. September mit dem Kollektiv „bauschen & biegen“ ihren Roman „Wer möchte nicht am Leben bleiben“ präsentiert, verarbeitet ein trauriges Thema: den Freitod einer jungen Pianistin.

von Oliver Bottini
Verlag:
Dumont, 2026
476 Seiten, Hardcover
Preis: 26 Euro
(mos). Im Frühjahr 2018 häufen sich rätselhafte Vorfälle: In Duisburg nimmt sich ein Mann das Leben, in London wird ein anderer unter mysteriösen Umständen überfahren, und auf Capri scheint ein Mord geschehen zu sein – nur fehlt jede Spur von Leiche oder Blut. Für die Frankfurter Polizistin Vera Berg sind diese Ereignisse mehr als bloße Zufälle. Während sie noch um ihren verstorbenen Mann Zaid trauert, reist sie nach Capri, um Antworten zu finden. Dort stößt sie auf ein Netz aus Lügen, verschwundenen Menschen und dunklen Geheimnissen aus der Vergangenheit ihres Mannes.
Im Zentrum stehen Zaid und seine alten Studienfreunde Freddy und Erik, die einst gemeinsam vom schnellen Reichtum träumten. Ihre riskanten Aktiengeschäfte bewegen sich jahrelang in einer rechtlichen Grauzone, bis eine ehrgeizige Staatsanwältin beginnt, gegen sie zu ermitteln. Nach und nach wird deutlich, wie eng persönliche Beziehungen, wirtschaftliche Interessen und kriminelle Machenschaften miteinander verflochten sind.
Mit „Die Summe aller Dinge“ verbindet Oliver Bottini persönliche Tragödien mit einem brisanten Finanzskandal – ein atmosphärischer Thriller über Gier und Macht.
Am 2. Juni liest Oliver Bottini um 19.30 Uhr aus seinem Roman beim Ebneter Kultursommer in der Kulturscheune.

von Christine Koschmieder
Verlag:
Kanon, 2026
176 Seiten, gebunden
Preis: 22 Euro
(ewei). Christine Koschmieder ist 47, als sie zum ersten Mal ein Haus kauft. Nach 21 Umzügen in 33 Jahren, nach falschen Schlüssen und ebensolchen Beziehungen, nach unbeständigen, wenig lukrativen Berufstätigkeiten, nach einer jahrelangen, fast überwundenen Alkoholkrankheit und drei alleine großgezogenen Kindern hat sie ihre mühsam angesparten 21.000 Euro vom Bausparkonto gekratzt und in einem Dorf bei Dessau ein 160 Jahre altes Fischerhäuschen erstanden.
Ein sofortiger neuer Umzug ist damit nicht verbunden. Denn es muss saniert, ausgebaut, umgebaut und neu gestaltet werden, damit aus dem plötzlichen Eigentum ein eigener, ganz auf sie zugeschnittener Lebensort wird. Ein Ort, der ihr sowohl rechtlich als auch atmosphärisch gehört. Dass sie hierfür ein Vielfaches des Kaufpreises aufbringen muss, erkennt sie erst später.
Doch sie kämpft sich durch, baut mit Handwerkern und anderen Menschen neue Gemeinschaften auf, kauft sich ein Schlafsofa fürs Dachgeschoss, um andere Teile des Hauses vermieten zu können. Und sie macht sich Gedanken über die Baustellen ihres Lebens. Aber auch über den Zusammenhang von hohen Wohnkosten und leeren Kühlschränken. Und den möglicherweise daraus resultierenden steigenden Zuwachsraten einer rechtsgedrehten Partei.

von Kristina Nenninger
Verlag:
Derk Janßen Verlag, 2026
184 Seiten, Hardcover
Preis: 20 Euro
(ewei). Nina ist Mitte 30 und Akademikerin. Sie ist mit ihrem Mann, der nie – nicht einmal namentlich –in Erscheinung tritt und der kleinen Tochter Ada für eine befristete Zeit nach Rom gezogen. Doch nur er hat dort zu tun; sie findet weder Beschäftigung noch Sinn in diesem Aufenthalt.
Sie stürzt in eine Leere, gerät aus den geregelten Tagesabläufen, streift nachts ziellos durch die Straßen der Stadt, schläft am Tag und vergisst immer wieder, Ada von der Kita abzuholen. Nicht eben zur Freude ihres Mannes, der immer öfter seine Arbeit unterbrechen muss, um dies zu tun. Ein Entfremdungs- und Ablösungsprozess beginnt, der schließlich darin endet, dass er und die Tochter allein nach Freiburg zurückkehren.
Nina bleibt. Denn sie hat zufällig eine Zeitungsnotiz über einen rätselhaften, 40 Jahre zurückliegenden Kriminalfall gelesen und plötzlich ihre Berufung darin gesehen, diesen Fall aufzuklären. Sie mietet sich in einer billigen Pension ein und begibt sich auf Spurensuche –auch zu sich selbst. Was sie dabei erlebt und welche inneren Auseinandersetzungen sie führt, lässt die Freiburger Autorin Kristina Nenninger die Leser·innen durch ein Tagebuch erfahren, in dem Nina ihrer Tochter die Beweggründe für ihre Entscheidungen zu erklären versucht.
21.03. – 20.04.
Sobald die ersten Sonnenstrahlen kommen, verschickst du wieder doppelt so viele Nachrichten wie im Winter. Flirten? Läuft bei dir oft schneller als dein eigener Kalender. Doch nicht jeder Crush muss sofort große Gefühle liefern. Manchmal reicht auch erst mal ein Aperol und ein guter Abend.
21.04. – 21.05.
Du verliebst dich zuverlässig in Menschen, die gut riechen und Essen teilen. Dates mit Aussicht, lange Abende draußen und entspannte Stimmung – genau dein Ding. Pass nur auf, dass aus gemütlich nicht bequem wird. Sonst bleibt der Flirt am Ende nur in deinen StoryHighlights.
22.05. – 21.06.
Du flirtest gleichzeitig im Café, im Gruppenchat und wahrscheinlich noch an der Supermarktkasse. Der Frühling gibt dir extra Charme-Punkte. Doch nicht jede Unterhaltung muss nach drei Tagen verschwinden. Eine Person mal länger spannend zu finden wäre diesen Mai fast schon charakterstark.
22.06. – 22.07.
Du willst eigentlich nur süße Dates, ehrliche Gespräche und jemanden, der „Bin zuhause :)“ schreibt. Die Chancen stehen gut. Aber warte nicht immer darauf, angesprochen zu werden. Der hotteste Mensch des Abends könnte zu schüchtern sein und nur kurz rüberschauen. Zeig heute ruhig den ersten kleinen Schritt.
23.07. – 23.08.
Kaum wird es wärmer, verwandelst du jeden Bürgersteig in deinen persönlichen Laufsteg. Flirts passieren bei dir selten zufällig. Du genießt Aufmerksamkeit – und bekommst sie auch. Aber die besten Funken entstehen nicht nur über Likes und Blicke. Manchmal lohnt sich sogar echtes Zuhören.
24.08. – 23.09.
Du analysierst Nachrichten wie andere True-Crime-Podcasts. Warum kam das Herz-Emoji erst drei Stunden später? Entspann dich. Nicht jeder Flirt braucht sofort eine Auswertung mit Diagramm. Der Frühling will dir zeigen, dass Chaos manchmal deutlich romantischer ist als perfekte Planung.
24.09. – 23.10.
Du könntest wahrscheinlich auf jedem zweiten Date landen, wenn du dich endlich entscheiden würdest. Du bist charmant, offen und fast schon gefährlich sympathisch. Doch hör auf, immer nur zu fragen, worauf andere Lust haben. Deine Meinung ist tatsächlich auch interessant. Und genau die macht dich gerade unwiderstehlich attraktiv.
24.10. – 22.11.
Du brauchst wahrscheinlich nur drei Sekunden Blickkontakt und irgendwer ist komplett verwirrt verliebt. Deine Ausstrahlung macht viel mit Menschen. Aber spiel nicht zu sehr Geheimnis. Nicht jede Nachricht muss wirken wie das Finale einer Netflix-Serie. Ein bisschen mehr Klarheit macht dich gerade noch spannender.
23.11. – 21.12.
Der Mai macht dich spontan bis leicht chaotisch. Heute Flirt im Park, morgen Wochenendtrip mit Leuten, die du erst seit zwei Stunden kennst. Du liebst das Abenteuer. Trotzdem darfst du ruhig mal jemandem zurückschreiben, bevor die nächste Jahreszeit beginnt. Sonst verpasst du vielleicht mehr als nur einen Flirt.
22.12. – 20.01.
Du behandelst Datings manchmal wie einen Businessplan: effizient, logisch und bitte ohne Drama. Leider funktioniert Liebe selten wie eine Excel-Tabelle. Diesen Monat erlebst du Menschen, die deinen Plan durcheinanderwirbeln. Überraschung: Genau das könnte richtig gut werden.
21.01. – 20.02.
Du verliebst dich wahrscheinlich erst mal in interessante Gespräche und dann vielleicht in den Menschen dazu. Deine Flirts starten oft mit wilden Themen statt Komplimenten. Funktioniert erstaunlich gut. Vergiss nur nicht, zwischendurch auch mal emotional erreichbar zu wirken.
21.02. – 20.03.
Du machst aus jedem kleinen Flirt sofort einen kompletten Indie-Liebesfilm inklusive Soundtrack im Kopf. Das trifft dich emotional direkt ins Herz. Schön für die Romantik, schwierig für deinen Schlafrhythmus. Versuch trotzdem, nicht jede nette Nachricht überzuinterpretieren.













































































