Special 07-08/14
Freizeit & Festivalguide
Juli/August 2014 Ausgabe Nr. 8 Sonderteil
Open Air
im Park ims Söhne Mannhe in Bad Krozingen
Foto: © Kur und Bäder GmbH Bad Krozingen / Tino Oac
am 8.8.2014
Musik pur Aktiv relaxen von Rock bis Reggae
Spiel- & Ausflugsspaß
Die Festivalsaison 2014 geht in die Finalrunde
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er weite Himmel hoch oben, nette Menschen rechts und links, ein kühles Getränk in der Hand und eine riesige Bühne mit Stars vor den Augen – wer schon einmal auf einem Musik-Festival war, weiß diese Momente besonders zu schätzen. Die Festivalsaison 2014
läuft derzeit auf Hochtouren. Alle, die noch nicht eingestiegen sind, aber auch alle, die noch nicht genug haben, finden auf diesen Seiten noch ein paar Tipps, wo in der Regio klang- und stimmungsvolle Sommertage nicht nur über die sprichwörtliche Bühne gehen. fho/tbr/ewei/bar
„Direkter Draht zu Petrus“
Invasion der Blasmusiker
Ein Festival inmitten eines Kurparks mit bekannten Künstlern, von denen die Zuschauer in der ersten Reihe keine anderthalb Meter entfernt sind. Für Veranstalter Rolf Rubsamen, Geschäftsführer der Kur und Bäder GmbH, ist es genau diese Atmosphäre, die das Open Air in Bad Krozingen zu etwas so Besonderem macht: „Wenn das Wetter stimmt und dieser Funke von der Bühne auf das Publikum überspringt – das ist einmalig.“ Er selbst freut sich vor allem auf die Größen seiner Jugendzeit wie Ian Anderson und Kansas, doch das Festival hat für fast jeden Geschmack etwas zu bieten. „Wir schauen, dass wir jedes Jahr eine Volksmusikveranstaltung, ein Klassikkonzert mit großem Orchester und ein bis zwei Rock- und Popkonzerte im Programm haben“, erklärt Rubsamen das breit aufgestellte Programm. Und so werden in diesem Jahr VolksmusikStars wie Reiner Kirsten, Ab & Zu oder Lycienne zu sehen sein, den Pop-Bereich vertreten die Söhne Mannheims, und für alle, die es klassisch mögen, spielt das Glenn Miller Orchestra. Und wenn das Wetter mal nicht mitspielt? Dann werden die Klassik- und Volksmusikkonzerte ins Kurhaus verlegt, und für die vielen Rock- und Popfans gibt es Regencapes. Doch meist hat das Bad Krozinger Festivalvolk Glück. „Wir haben einen direkten Draht zu Petrus“, sagt Rubsamen lachend.
Gerade erst hat Erik Julliard die Ehrenmedaille der Stadt Freiburg bekommen, da kommt er auch schon mit der Begründung für die Auszeichnung nach Freiburg: mit der nunmehr sechsten Basel-Tattoo-Parade. Um 11.30 Uhr starten rund 300 Blasmusiker, Dudelsackspieler und Trommler auf dem Karlsplatz und marschieren über Unterlinden zum Konzerthaus. Um 12.15 Uhr geben die Formationen auf dem Stühlinger Kirchplatz dann ihr Schlusskonzert, das sogenannte Mini-Tattoo. Dabei sind Bands aus Australien, Singapur, England, Schottland und der Schweiz, mit – Kenner wissen das – durchaus hochkarätigen Beiträgen. Erstmals dabei ist die Changxing Lotus Dragon Folklore Group aus China, die zweite asiatische Formation ist die Singapore Armed Forces Central Band, die traditionelle europäische Marschmusik mit asiatischen Elementen verbindet und als eine der besten asiatischen Marschmusikkapellen gilt.
Wann? 19. Juli bis 9. August // Wo? Kurpark Bad Krozingen Im Netz? www.bad-krozingen.info Zu gewinnen: 1 x 2 Tickets für das Glenn Miller Orchestra * 26 CHILLI Juli/August 2014
Basel Tattoo Freiburg Parade
Foto: © Basel Tattoo
Rock, Volksmusik und Klassik beim Open Air im Park
iburg Verschiedene Orte in Fre Wann? 24. Juli // Wo? .ch z? www.baseltattoo Eintritt? frei. // Im Net
Foto: © Tino Oac
Sommer, Sonne, Sound
Special Festivalguide
Aus Britannien kommt die Band and Bugles of the Rifles, eine offizielle Formation des Corps of Army Music der britischen Armee. Aus „Down under“ die Australian Army Band. Auch die Basel-Tattoo-Garde und die Massed Pipes and Drums, die vereinigten Dudelsackspieler und Trommler in original schottischer Uniform, werden wieder musikalische und optische Höhepunkte auf der Paradestrecke und beim Abschlusskonzert im Stühlinger bieten. Das einzige Deutschland-Gastspiel des weltweit zweitgrößten Openair Tattoos – gibt einen perfekten Eindruck vom Programm in der Basler Kaserne, die noch bis zum 26. Juli ganz im Zeichen des Tattoo steht.
Große Namen, heftige Riffs
Rock of Ages: Eine Zeitreise durch die Musikgeschichte
burg am Neckar) // Wo? Seebronn (Rotten Wann? 25. Juli & 26. Juli s.de Im Netz? www.rock-of-age
Seit 2006 veranstalten die Macher vom Metal-Festival „Bang your Head“ auch das etwas gemäßigtere „Rock of Ages“ (RoA) in Rottenburg. Statt nur auf metallischer Härte liegt der musikalische Schwerpunkt dieses zweitätigen Open Airs auf guter alter Rockmusik – von melodisch-sanft bis schnell und hart. Das Line-up beim RoA kann sich dabei durchaus sehen lassen: Große Namen nehmen das Publikum mit auf eine Zeitreise in die Blütezeit der Rockmusik. Besonders stark vertreten sind in diesem Jahr Größen aus den 70ern: Dr. Feelgood kommt als Vertreter der British-Blues- sowie der Punk-Ära, Kansas stehen für Progressiven Rock und Saxon sind althergebrachte Botschafter der Heavy-Metal-Szene. Aber auch Gruppen aus jüngeren Jahren sind mit heftigen Gitarrenriffs mit am Start: etwa die Norwegischen Metaller von TNT – bekannt unter anderem durch ihren Hit „Seven seas“ – oder auch die ehemaligen Eurovision-Sieger Lordi.
Fotos: © Bang your Head
Blue Bananas & Schlagerhosen Seltene Gewächse im Neuenburger Sommergarten
Wann? 26.Juli, 2., 9. & 16. August jeweils 19.30 Uhr Wo? Neuenburg am Rhein, Rathausplatz Wie teuer? Am 9.8.(Gabi und die Schlagerhosen): VVK & Abendkasse: 5 Euro, ansonsten freier Eintritt Für wen? Es ist für (fast) jeden Musikgeschmack etwas dabei Was gibt es zu sehen? Zunächst: einen sommerlich hergerichteten Rathausplatz, der ohnehin mit seinem mediterranen Flair bezaubert. Am 26.7.: Viel nackte Haut. Zum Sommergartenauftakt tanzt hier nämlich eine vierköpfige Samba-Formation in knappen, schillernden exotischen Kostümen zur temperamentvollen Musik der Latin-Band „Blue Bananas“, die unverkennbar von brasilianischen Klängen inspiriert ist. Am 2.8.: Powerfrauen. Die Rheinfelder Band „The Voice X“ präsentiert ihre Pop-, Rock-, Dance- und Lounge Music und sorgt mit fetzigen Sounds für gute Laune. Am 9.8.: Grellbunte Schlaghosen. Die vier Männer, die als „Schlagerhosen“ mit der Sängerin Gabi auftreten, tragen nämlich welche. Außerdem mit schrillen Hemden und hoch aufgetürmten Perücken angetan, sorgen sie für eine perfekte Show mit Schlagerhits aus 30 Jahren. Am 16.8.: Rockende Schwarzwälder. Das Schwarzwaldquintett beschließt den Neuenburger Sommergarten mit einer umfangreichen musikalischen Vielfalt – von der Polka bis zum Rock. Tanz- und Unterhaltungsmusik zum Mitmachen. Im Netz? www.neuenburg.de chilli-Tipp: bei schlechtem Wetter werden die einzelnen Veranstaltungen abgesagt. Hierzu gibt es ein Info-Telefon: 07631/791-0 (Freitags 14–16 Uhr & samstags 10–12 Uhr) Foto: © iStock
Nach dem Sommergarten gibt es natürlich noch weitere Veranstaltungen und Konzerte in Neuenburg. So sind am Samstag, 20. September, 20 Uhr die Kölner „Höhner“ zu Gast in der Zähringerstadt. Unter dem Motto: „Steh auf, mach laut, mach richtig laut!“ heizen die sechs Musiker der Band auf der Bühne des Stadthauses (Marktplatz 2) dem Publikum ein. Junge und nicht mehr ganz blutjunge Liebhaber von Kölsch-Rock, die nichts gegen Karnevalsstimmung im Sommer haben, kommen hier für 33 Euro Eintritt (Abendkasse: 35 Euro) voll auf ihre Kosten. Der Einlass ist um 19 Uhr.
Foto: © DanielVoeckler-MarcoSpaeth.de
* Gewinnspiel-Teilnahme unter www.chilli-freiburg.de. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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Special Festivalguide
Leidenschaft im Schloss Musik aus Cuba mit Pasión de Buenavista
Foto: © Pasión de Buenavista
Wann? 1. August, 20 Uhr Wo? Innenhof des Hotels Schloss Reinach, Freiburg-Munzingen Wie teuer? VVK: 24 Euro, Abendkasse: 26 Euro, VIP-Arrangement inklusive mediterranem Büffet und vielen Extras: 98 Euro Für wen? Liebhaber von Salsa, Rumba, Mambo und anderen kubanischen Rhythmen Was gibt es zu sehen? Eine zehnköpfige Band von alteingesessenen kubanischen Musikern, Sänger und Tänzer der Extraklasse vor exotischen Bühnenkulissen mit atemberaubenden Projektionen von Straßen, Plätzen und Stränden der Karibik-Insel. Heiße Rhythmen, mitreißende Tänze, exotische Schönheiten führen durch das aufregende Nachtleben Havannas, vermitteln kubanische Lebenskunst und -freude. Wie voll wird es? 1000 Leute werden es sicher – so viele haben Platz im Innenhof. Im Netz? www.schlossreinach.de, www.newstar-management.de chilli-Tipp: Vielleicht nicht gerade auf die letzte Minute hingehen; Einlass ist bereits ab 18 Uhr Zu gewinnen: 3 x 2 Tickets *
Genau fünf Wochen später, am Freitag, 5. September, 20 Uhr, können sich Freunde der Soul-Musik auf ein besonders Open-Air-Highlight freuen: Sweet Soul Music, eine Band mit internationaler Besetzung aus Lead- und Backgroundsängern und Musikern präsentiert Interpretationen legendärer Soul-Hits von Marvin Gaye, Stevie Wonder, Aretha Franklin, The Supremes, The Temptaions, Ray Charles, James Brown und vielen mehr. Bandleader Klaus Gassmann bringt mit seiner Truppe ein zweistündiges Konzert mit einer Mischung aus Gefühl, Rhythmus und Leidenschaft auf die Bühne des Innenhofs von Schloss Reinach. Wie teuer? VVK: 22 Euro, Abendkasse: 24 Euro, VIP-Arrangement inklusive mediterranem Büffet und vielen Extras: 98 Euro Im Netz? www.schlossreinach.de // Zu gewinnen: 3 x 2 Tickets *
Foto: © Sweet Soul Music Revue
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Familiäre Atmosphäre
Reggae und Afro beim African Music Festival Wenn auf dem Emmendinger Schlossplatz afrikanische Klänge ertönen, dann hat das African Music Festival begonnen. Bereits zum 14. Mal holt Festivalgründer und künstlerischer Leiter Raphael Kofi Bentum bekannte und weniger bekannte Künstler aus den Bereichen Salsa, Reggae und Afro in die Kleinstadt. chilli: Auf welchen Act freuen Sie sich am meisten? Bentum: Ich freue mich auf alle, auch wenn ich selbst eher der Reggae-Mensch bin. Angelique Kidjo war 2012 schon einmal bei uns und hat ein grandioses Konzert gegeben. In Frankreich ist sie ein Superstar – mit ihrer Mischung aus bekannten afrikanischen Liedern und Pop –, hier ist sie hingegen nicht so bekannt. chilli: Neben unbekannten Künstlern stehen aber auch Top-Acts wie Shaggy auf dem Programm ... Bentum: Wir achten auf eine gute Mischung. Unser Festival soll bekannter werden, deswegen setzen wir auch auf große Namen, wir wollen aber auch unbekannten Künstlern, die gut sind, eine Chance geben. Ein Beispiel dafür ist Jaqee – als ihre Agentur auf uns zu kam, haben wir sie selbst nicht gekannt, waren aber sofort begeistert. chilli: Wie holt man denn einen bekannten Künstler wie Shaggy ins beschauliche Emmendingen? Bentum: Die Agenturen wissen von vornherein, dass wir mit zweieinhalb- bis dreitausend Zuschauern ein anderes Format haben als Festivals mit zehntausenden Zuschauern. Doch viele Künstler, die bereits bei uns waren, empfehlen uns eben wegen dieser familiären Atmosphäre weiter. Sie fühlen sich bei uns als Teil des Festivals. Wann? 1. bis 3. August // Wo? Schlossplatz Emmendingen Wie teuer? Tagestickets: 23–26 Euro, Festival-Pass: 69 Euro Im Netz? www.festival.afrikaba.com Zu gewinnen: je 2 x 2 Tagestickets für den 1. & 3.8. * Foto: © Afrikaba
Wein & Hardrock
Von James Blunt bis Neil Young bei der Foire aux Vins Wer deutsche Weinfeste besucht, kann den Eindruck bekommen, dass zu einem guten Tropfen volkstümliches „Bufftata“ gehört. Die Franzosen beweisen, dass es auch anders geht und holen im Rahmen ihrer Colmarer Weinmesse Popsternchen und Hard Rocker auf die Bühne. Ihr Festival ist längst über die nahe Grenze hinaus bekannt, Programmleiter Claude Lebourgeouis weiß warum: „Wir sind sehr breit aufgestellt. Das ist in Frankreich sehr selten.“
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e Colmar Wann? 8. bis 17. August // Wo? Mess m Im Netz? www.foire-colmar.co Zu gewinnen: je 2 x 2 Tickets für s* James Blunt und Texas & Simple Mind
Foto: © Scarlet Page
So spricht in diesem Jahr Neil Young die ältere Generation an, Motörhead oder Airbourne begeistern die Hardrockfans, und der junge Engländer James Blunt geht auf Schmusekurs. Während die international bekannten Künstler beim deutschen und Schweizer Publikum sehr beliebt seien, weiß Lebourgeouis, stehen die Franzosen vor allem auf Rock aus dem eigenen Land. So ist das Konzert der französischen Band Indochine bereits ausverkauft.
Magic Moments am Wasser
Das 66. Konstanzer Seenachtsfest beflügelt Fantasien
Wann? 9. August, ab 15 Uhr Wo? Konstanzer Bucht (von Sealife bis Yachthafen) Wie teuer? VVK: 14 Euro (Kinder, 5–11 Jahre: 3 Euro), Abendkasse: 18 Euro (Kinder 5 Euro) Für wen? Die Fans von großen Namen und internationalem Line-up finden hier nicht, was sie suchen. Wer aber die typische Foto: © Wagner Weinfeststimmung mag – mit guter Gastronomie, mit regionalen Pop-, Rock-, Soul- und Guggenmusikern, mit DJ-Sounds und Partymusik und grandiosem Feuerwerk, der ist hier genau richtig. Was gibt es zu sehen? Vor der malerischen Naturkulisse aus Alpen und See sind entlang der Uferpromenade fünf Bühnen aufgebaut, mit einem vielfältigen Programm, das teilweise bis 2 Uhr nachts geht. Außer Livemusik und den Partys von SWR3 und Radio7 sorgen Gaukler, Comedy-Artisten, Jongleure und Stelzenläufer für Festivalstimmung. Angebote für Kinder und Familien und ein umfangreicher Seenachtsfest-Markt, Hochrad-Artistik, Lufttanztheater und Wasserski-Shows laden ebenfalls zum Verweilen und Staunen ein. Wie voll wird es? Bei schönem Wetter ist mit rund 40.000 Besuchern zu rechnen. Im Netz? www.seenachtsfest.de chilli-Tipp: Natürlich ist das Musik-Feuerwerk, das sich so wunderbar in den Fluten des Sees widerspiegelt, der absolute Höhepunkt des Fests. Es beginnt um 22.15 Uhr und dauert eine halbe Stunde – und gehört zum Schönsten, was eine laue Sommernacht am Wasser bieten kann. Aber das ist ja schon längst kein Geheimtipp mehr …
Legionäre aus ganz Europa Stelldichein beim 19. Römerfest
Schon seit 18 Jahren steht das größte Römerfest der Schweiz im monumentalen Augusta Raurika unter dem Motto: Panem et Circenses. Auch dieses Mal wieder. Und damit neben den Spielen und Vorführungen in der Theaterruine auch das Essen nicht zu kurz kommt, locken überall Spelunken und regelrechte Luxusrestaurants mit römischer Zwischenverpflegung. Einer der Höhepunkte bei dieser 19. Ausgabe des Römerfests ist der Großaufmarsch von Legionären aus ganz Europa: 200 Soldaten schlagen mit ihren Familien ihr Lager auf und heißen neugierige Gäste willkommen. Fotos: © Susanne Schenker
Wann? 30. August, 10–19 Uhr & 31. August, 10–17 Uhr Wo? Augusta Raurica, Giebenacherstr. 17, CH-4302 Augst Wie teuer? Tagesticket: 18 CHF (Kinder, 6–17 Jahre: 13 CHF), Familienkarte: 55 CHF, Zweitageskarte: 30 CHF (Kinder: 20 CHF, Familie: 100 CHF) Für wen? Geschichtsbegeistere Familien, die nichts gegen Massenaufläufe haben, Leser von Asterix-und-Obelix-Geschichten, die feststellen wollen, ob die Römer wirklich spinnen, Antikenforscher aller Altersstufen Was gibt es zu sehen? Mehr als 700 Mitwirkende stellen inmitten der in Augusta Raurika reichlich vorhandenen echt antiken Monumente in authentisch wirkenden Kostümen die verschiedenen Facetten römischen Alltagslebens nicht nur am Hoch- und Oberrhein dar. Man kann Gladiatoren-Schaukämpfe anschauen, 200 Legionäre bei der Schildkrötenformation beobachten, Handwerkern sowie Straßen- und anderen Künstlern bei der Arbeit zusehen, Kinder in der Schule und beim Spiel besuchen. Man kann aber auch mitmachen: Körbe flechten, Gefäße töpfern, Blei gießen, Schwerter bemalen, Münzen prägen und vieles mehr. Wie voll wird es? Die Veranstalter erwarten 30.000 Besucher. Im Netz? www.roemerfest.ch chilli-Tipp: Das Streitwagen-Rennen: Gezogen von zwei lebenden und daher nicht immer berechenbaren Pferdestärken geht es – stehend auf dem zweirädrigen Wagen balancierend – rasant und ohne Stoßdämpfer über das holprige Gelände. Nichts für Bandscheibengeschädigte. Zu gewinnen: 3 x 2 Tagestickets *
* Gewinnspiel-Teilnahme unter www.chilli-freiburg.de. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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Durch die Wasserflaschen an die Sau Ein Streifzug durch die Freiburger Boule- und Pétanque-Szene
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s ist wohl die Nähe zum Nachbarn jenseits des Rheins: In keinem anderen Bundesland gibt es so viele Boule-Lizenzspieler wie in Baden-Württemberg. 3800 von bundesweit rund 15.000 schieben im Ländle die Kugel. In Freiburg sind es rund 250, die im Verein ihrer Leidenschaft nachgehen, 100 mit der „licence to boule“. Einer unter ihnen ist Niclas Zimmer, 21, mehrfacher Deutscher Jugendmeister, mehrfacher Deutscher Meister bei den Männern, Dritter bei der EM 2011. Viele andere aber treibt mehr der spielerische als der sportliche Ehrgeiz.
Fotos: © Anais Lauvergeon
„Klack klack“ ist der Soundtrack des Sommers am Alten Wiehrebahnhof. Der gewalzte Boden hat die Wärme des Tages gespeichert. Feine Steinchen auf dem Bouleplatz knirschen beim Auftreten. Im Schatten der Platanen steht ein älterer Franzose. PétanqueSpielen ist für ihn zum Vater-Sohn-Ritual geworden. Wenn er seinen Jungen in Freiburg besucht, hat er seine Kugeln immer im Gepäck. „Bei meinem ersten Aufenthalt war ich
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positiv überrascht, dass mein Lieblingssport auch bis hierher verbreitet und so beliebt ist“, sagt der Mann aus Marseille. Rund ums Kommunale Kino herrscht eine gesellige Stimmung mit einem Hauch Savoir Vivre, über die Jahre haben sich hier auch ein paar gebürtige Franzosen sehr gut eingelebt. Die meisten sind Schönwetterspieler. Mit einer Kopfbewegung deutet der Franzose in Richtung neuer Wiehrebahnhof, wo sozusagen das Boule-Hauptquartier der Freiburger Turnerschaft von 1844 ist: „Dort wird weniger traditionell und nicht so locker wie hier bei uns gespielt.“ Tatsächlich steht ein paar Kugelwürfe weiter südlich das Sportliche im Vordergrund. Hier wird für Landes-, Bundes- und sogar Weltmeisterschaften trainiert. Die Hoffnungen ruhen dabei auf der jungen Generation. Heutzutage seien die Deutschen nicht mehr so weit entfernt vom Niveau der Nachbarn aus Frankreich – findet zumindest Raphael Henkes, der Trainer von 1844 Freiburg. Einer seiner Spieler ist der dreifache deutsche Jugendmeister Niclas Zimmer (Foto oben). Der 21-Jährige hat auch bei den Erwachsenen in der Disziplin „Tireur“ (Präzisionsschießen) schon Titel gesammelt und war 2011 gar Dritter bei der Europameisterschaft. Die FT ist mit 55 Mitgliedern der zweitgrößte Bouleverein in Freiburg. Jeden Montag um 17.30 Uhr
trainiert das Team, es herrschen Konzentration und Beharrlichkeit. Der Platz ist so lang und breit wie ein olympisches Schwimmbecken, elf Spieler stehen stirnrunzelnd aneinandergereiht. Trainer Henkes hat eine schwierige Aufgabe gestellt, es geht um den Aufschlagpunkt, oder auf Französisch: la Donnée.
Boulekugeln im Gepäck der Soldaten Selbst Titelträger Zimmer findet das anspruchsvoll. „Man muss sein Donnée mit einer Kugel präzise treffen, dann durch die von Raphael aufgestellten Wasserflaschen durchkommen und an die Sau heranbringen“, erklärt der 21-Jährige, der bei der Wahl zum Freiburger Sportler des Jahres im Frühjahr auf Platz zwei landete. Bei ihm funktioniert der kräftige Schuss im hohen Bogen recht gut. In Baden-Württemberg können nur wenige mit ihm mithalten. Einer seiner größten Konkurrenten ist zugleich seit fast zwölf Jahren ein guter Kumpel: Frank Maurer aus Rheinhausen löste 2013 Zimmer als Deutschen TireurMeister ab. Er spielt beim Verein BouleConnection Lahr-Ettenheim. In allen Freiburger Vereinen, in denen es heute eine Boule-Abteilung gibt – FT 1844, SV Blau-Weiss Wiehre, Alemannia Zähringen, SG Sportbund Sonnland –, wurde diese übrigens von ehemaligen Spielern des ältesten
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und größten Boule-Vereins vor Ort gegründet: dem Badischen PétanqueVerein (BPV). Der ausschließlich dem Spiel mit den Kugeln verschriebene Club zählt derzeit 90 Mitglieder. Der Anteil der Frauen liegt zwar nur bei rund 20 Prozent, an der Spitze steht Erika Passon. Die Vorsitzende war dabei, als der Sport in die Breisgau-Metropole kam: „Mit der französischen Militärpräsenz in der Folge des Zweiten Weltkrieges reisten im Gepäck der französischen Soldaten auch Boulekugeln nach Freiburg.“ Die Franzosen bauten einen großen Bouleplatz neben dem Kommandozentrum am Freiburger Flugplatz, dort, wo heute die Messe steht. Der Bouleclub des Militärs hieß Boule Joyeuse (BJ). Erst später durften auf diesem Platz auch Deutsche mitspielen. Ein Teil dieser Spieler gründete 1976 den BPV, in den der Club BJ integriert wurde. Als Ende der 90er mit dem Bau der Neuen Messe begonnen wurde, wichen die Kugelwerfer in die Wiehre aus, wie Passon weiß: „BPV und Boule Joyeuse waren zwei Jahre lang ohne festen Platz und spielten in dieser Zeit hauptsächlich am Alten Wiehrebahnhof.“ BJ löste sich 1999 schließlich auf, als der BPV ins neu gebaute „Boulodrome“ am Seepark umzog. Gespielt wird heute aber auch im Ganter-Biergarten, bei Alemannia Zähringen in der Hinterkirchstraße oder auf dem FKK-Platz des Sportbunds Sonnland unweit der Gaskugel am Zubringer Mitte. Vom Savoir Vivre ist beim ernsten Training nicht mehr viel zu spüren: Rentner mit einem Glas Pastis im Schatten eines Laubbaumes sucht
man hier vergebens. Aber wer den Franzosen, bei denen fast 400.000 Spieler in Vereinen registriert sind, sportlich gleichkommen will, muss hart trainieren. „Die Franzosen haben Pétanque ja mit der Muttermilch aufgesaugt“, erzählt Henkes mit einem Lachen. Er setzt seine Hoffnung auf den Nachwuchs: „Meine Generation 60 plus ist noch deutlich schlechter als unsere Nachbarn. Die Jungen dagegen, die jetzt um die 20 sind, das sind die ersten, die mit den Franzosen mithalten können. Sie sind noch nicht besser, aber auf jeden Fall können sie mithalten.“ Vor zwanzig Jahren habe die Generation von schon ganz ordentlichen Spielern langsam angefangen, ihre Kinder bereits im Säuglingsalter auf den Bouleplatz mitzubringen. Inzwischen sind die Kleinen von damals richtig gut geworden. „So hat sich das deutsche Spiel rasch professionalisiert. Die Kluft zwischen Deutschland und Frankreich ist enger geworden“, findet Henkes. „Pointer“ statt „tirer“ (legen statt schießen), dieser Refrain gehöre der Vergangenheit an. Heute werde nicht nur defensiv, sondern auch richtig offensiv wie in Frankreich gespielt. Zum besseren Spielverständnis hat auch ein besseres Sprachverständnis beigetragen: Die Beherrschung der französischen Fachwörter hat eine wichtige Rolle gespielt, um das subtile Wurf- und Geschicklichkeitsspiel der Nachbarn zu enthüllen. Auf dem Platz am Neuen Wiehrebahnhof spricht man deutsch-französisches Kauderwelsch. Beim Training übertönen Wörter wie Triplette (Dreiermannschaft), tête-à-tête (Spiel zwischen zwei Einzelspielern) oder cochonnet (das Schweinchen) oft die dröhnend-synthetische Stimme der Lautsprecher der Deutschen Bahn, die vom Bahnsteig in Richtung Bouleplatz tönen. Aber der Sound, den sie alle am liebsten hören, lässt sich nicht übersetzen: „Klack klack“. Anais Lauvergeon
Sportler mit Kugelfigur
Trinkfreudige ältere Herren werfen schlaff silberne Kugeln, klopfen sich freundschaftlich auf die Schulter und philosophieren in der Abendsonne über das Leben. Soweit das Klischee mit dem Boulespiel. Ist Pétanque aber Urlaubspiel oder echter Sport? Institutionell gesehen besitzt Boule viele Merkmale einer Sportart: Die Spieler sind in Vereinen unter einem Dachverband organisiert. Es werden regelmäßig Meisterschaften veranstaltet. Es gibt sogar richtige Stars wie etwa den erfolgreichsten Bouleur aller Zeiten, Philippe Quintais aus Frankreich. Am Alten Wiehre Bahnhof sind Freizeit- von Lizenzspielern unmöglich zu trennen. Quasi alle hier haben eine gesunde und sportliche Einstellung zu Pétanque und verdienen es auch, als richtige Sportler betrachtet zu werden. Manche wärmen sich auf, um Muskelkater vorzubeugen. Dieser Sport bringt Spaß, aber auch Schmerzen. Physischer und psychischer Einsatz sind gefordert. Eigentlich wie beim Fußball, oder? Aber wenn Cristiano Ronaldo (der ja auch gerne mit Eisenkugeln trainiert) und Philippe Quintais nebeneinander stehen, erkennt man sofort, wer Pétanque spielt. Äußerlich haben die beiden, schade für Quintais, nichts gemeinsam. Man könnte fast vermuten, der Franzose hätte alle seine Goldmedaillen verschluckt. Und Cristianos goldenen Fußball gleich mit. Hoffentlich weint der Portugiese dann nicht gleich wieder … Anais Lauvergeon Juli/August 2014 CHILLI 31
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Forchheim im Ausnahmezustand Vom 25. Juli bis zum 4. August regiert das Annafest
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Fotos: © bar
ut 30.000 Seelen zählt die Große Kreisstadt Forchheim im Oberfränkischen. Und gut 30.000 Sitzplätze bietet der Kellerwald, in dem schon seit 1840 jedes Jahr aufs Neue das Annafest gefeiert wird. Pro Einwohner einen Platz am Biertisch – es wird nicht ganz leicht, irgendwo in Deutschland eine Stadt zu finden, die in dieser Disziplin mithalten kann. Das Annafest geht vom 25. Juli bis zum 4. August über die Bühnen, respektive über die Keller. Und wer schon mal da ist, der kann sich gleich auch ein sehenswertes Städtchen anschauen. Denn die bereits im Jahre 805 erstmals urkundlich erwähnte Siedlung hat auch neben Bierkrug und Haxn einiges zu bieten, wie der Besucher bei einer Stadtführung erfahren kann. Das schmucke mittelalterliche Rathaus mit den gewitzten Schnitzereien von Hans 5
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Ruhalm (ja, dort oben ist ein entblößtes Hinterteil zu sehen), nebenan das Frechshaus, die geschichtsträchtige St.-Martin-Kirche, die Festungsmauer (Mitte 16. bis Mitte 18. Jahrhundert) mit dem Nürnberger Tor und dem Saltorturm oder auch die Burg Forchheim aus dem 14. Jahrhundert lohnen – eher vor als nach dem (Fass-)Anstich – einen Abstecher. Wer vom Kellerberg spätabends wieder runter in die Stadt schlendert, dem sei vorsichtshalber gesagt: Die Kammersmühle an der Wiesent ist wirklich schief. Einige Meter flussabwärts von der Hundsbrücke hängen im Fluss plötzlich Fischkästen, die hier schon Jahrhunderte hängen, und in denen die Fischer von alters her ihre Beute gesammelt hatten. Ein Besuch in der Zwingerbastion sei ebenso empfohlen, wer bei der Stadtführung mitgeht, kann hier auch den dunklen Eskarpengang erkunden.
Bis zu einer halben Million Menschen machen sich Ende Juli auf den Weg in die Große Kreisstadt Forchheim, die mit Hebendanz, Neder, Greif und Eichhorn gleich vier eigenständige Brauereien hat, die im Kellerwald ihre weitverzweigten Gewölbe haben, in denen damals das Bier reifte, heute nur noch gelagert wird. Auswärtige müssen frühzeitig Unterkünfte buchen, wenn sie nicht unterm Biertisch nächtigen wollen. Es ist Volksfeststimmung, wenn der Heiligen Anna zu Ehren gefeiert wird, es herrscht Jubel (das Bier kommt), Trubel (angesichts der Verkehrslage wechsle ich jetzt sicher nicht den Keller), Heiterkeit (hast Du meine Frau gesehen?). Wer sich hier (wieder-)finden will, braucht deutlich mehr Glück als Verstand. Aber der spielt während des Annafests ohnehin nur eine Nebenrolle. bar
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Orte der Fitness & Entspannung Aktiv und relaxed durch den Sommer
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ie Sonne brütet. Der Kreislauf spielt verrückt. Fettpölsterchen und blasse Haut nagen am Selbstbewusstsein. An extremen Sommertagen wird das Verlangen nach Abkühlung, Abschalten vom Alltag, Entspannen und sich rundum Verwöhnen lassen, aber auch der Wunschtraum von der perfekten Figur immer sehnlicher. Jetzt heißt es: handeln! Wir machen Ihnen ein paar Vorschläge, wo und wie.
Fotos: © iStock, Radon Revitalbad
Abtauchen im Spa
Als erste Therme im Hochschwarzwald sorgt das Radon Revital Bad in Menzenschwand für gesunde, vitalisierende Erfrischung und Abkühlung in luftiger Schwarzwaldhöhe. Architektonisch herausragend und eingebettet in eine aussichtsreiche Landschaft, lässt es sich hier zwischen fluoridhaltigem Bewegungsbad und Heißwasserpool, ausgedehnter Saunalandschaft und Sonnenliegen unter Dach wie im Freien entspannt Wohlfühlen, Abtauchen und Abschalten. Doch auch Aktive sind gefordert: zum Gang über den Barfußpfad an gesunder, frischer Bergluft, zum Aqua-Fitness-Kurs, Pilates-Training oder MutterKind-Schwimmen – oder nach ärztlicher Indikation zur Therapie im einzigartigen Radon-Heilwasser der Region. Dieses gilt als besonders förderlich bei Erkrankungen des Bewegungsapparates und chronischen Schmerzzuständen. Massagen, Krankengymnastik und Wohlfühlbäder ergänzen das vielseitige Angebot. Und das einzige Gradierwerk im Südschwarzwald lädt ein, tief durchzuatmen. Einer Erkundung der nahen Umgebung steht nach so viel Wohlbefinden und Ausgleichssport nichts mehr im Weg.
Rundum schön aus der Beautyclinic
Eiskalt abkühlen und dabei mühelos überflüssige Pfunde loswerden, das wäre doch was zur Einstimmung auf den Sommerurlaub. Die Beautyclinic im Fitness Palast in Bad Krozingen bietet genau das an. Denn, wie Abteilungsleiterin Anja Schmidt weiß: „Es gibt Problemzonen, denen auch mit hartnäckigem Training und Diät nicht beizukommen ist.“ Hier helfen modernste Methoden wie die Kryolipolyse, bei der ganz gezielt Körperpartien mit Eis behandelt werden, sodass die dort vorhandenen Fettzellen dauerhaft absterben und vom Organismus auf natürliche Weise abgebaut werden. „Eine einzige Behandlung reicht aus, um 25 bis 35 Prozent des Fettgewebes lokal zu reduzieren“, verspricht Schmidt. Daneben bietet die Beautyclinic weitere effektive Methoden zur Fettreduktion an wie die Lipodex-Laser-Therapie oder Radiofrequenz und Kaviation. Wer Näheres zu den einzelnen Behandlungsmethoden erfahren will, schaut am besten bei den kostenlosen Beratungswochen im Juli vorbei. Unter demselben Dach mit der Beautyclinic befindet sich auch der Fitness Palast mit Fitnessgeräten der neuesten Generation, Schwimmbad, Sauna und Wellness-Oase.
Beautyclinic im Fitness Palast
Bad Krozingen, Tel.: 0 76 33 / 1 32 24, ww.beautyclinic-bk.com 5
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St. Blasien-Menzenschwand, Tel.: 0 76 75 / 92 91 04 www.radonrevitalbad.de Juli/August 2014 CHILLI 33
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Hochsommer im Steinwasen-Park Der Kühlschrank über dem Hochofen
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it einer Höhenlage von bis zu 900 Metern über dem Meeresspiegel ist der Steinwasen-Park bei Oberried der höchst gelegene Tier- und Freizeitpark in Baden-Württemberg. Das beschert ihm selbst an den heißesten Sommertagen stets frische, angenehm kühle Verhältnisse. Seine bewaldete Berghanglage sorgt zudem für eine wildromantische Naturkulisse, wie sie in keinem anderen Park der Region zu finden ist. Was einmal vor 40 Jahren als beschaulicher Tierpark angefangen hat, mauserte sich über die Jahrzehnte hinweg zu einem der vielseitigsten Freizeit-Erlebnis-Parks, die der Schwarzwald zu bieten hat. Hoch oben über dem Tal genießt der Besucher schaukelnd die Aussicht von der weltweit längsten, frei schwingenden Indianer-Hängebrücke. Unter ihm rauschen gleich drei Rodelbahnen zu Tal – die jüngste von ihnen, eine Allwetter-Coaster-Bahn, wurde eben erst zum Start dieser Saison in Betrieb genommen. Einstieg in die bei Regen überdachten, ansonsten offenen Schlitten ist bequem auf Höhe der Indoor-Freizeit-Halle, zwischen Abenteuerspielplatz und „River Splash“-Anlage. Jede Menge Kurven und Schleifen sorgen bei der Talfahrt für ein rasantes Vergnügen. Beim „River Splash“ können überhitzte Gemüter im Wildwasser-Kanal abgekühlt werden. Und in den Indoor-Attraktionen Spacerunner, Gletscherblitz und Schwarzwaldbahn sowie dem 4-D-Kino und der bodenständigen Gastronomie finden schließlich alle Familienmitglieder ihren Lieblingsplatz, an dem es sich nach Belieben austoben oder entspannt erholen lässt. Reinhold Wagner
Fotos: © Reinhold Wagner
Info: www.steinwasen-park.de
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