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Perspective Construction magazine - Mars 2026 DE

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Dossier & Rundtisch

Frauen im Bausektor

Edito

Liebe Leserinnen und Leser,

der Arbeitskräftemangel bleibt die wohl größte Herausforderung für unsere Bau- und Installationsunternehmen. Eine Konjunkturumfrage, die wir im Oktober 2025 bei Embuild Verviers-Ostbelgien durchgeführt haben, zeigt dies deutlich.

85,6 % der befragten Unternehmen geben an, Schwierigkeiten zu haben, geeignetes Personal zu finden. Für nahezu die Hälfte ist diese Situation längst zum Dauerzustand geworden. Der Arbeitskräftemangel bestätigt sich damit erneut als das zentrale Problem im Bau- und Installationssektor.

Dabei liegt ein bislang zu wenig genutztes Potenzial klar auf der Hand: Frauen. Ihr Anteil im Bausektor ist, insbesondere unter dem Baustellenpersonal, nach wie vor verschwindend gering. Leider gelingt es uns noch immer nicht genug, Mädchen für unsere Handwerksberufe zu begeistern. Woran liegt das? Was müssen wir anders machen? Und kann eine stärkere Beteiligung von Frauen tatsächlich ein Teil der Lösung sein? Diesen Fragen widmen wir uns in einem Rundtischgespräch mit einem hochkarätig besetzten Panel von Frauen. Ein ausführliches Dossier zu diesem Thema finden Sie in dieser Ausgabe von „Perspektive Baufach“.

Darüber hinaus geben wir Ihnen einen Einblick in drei interessante Baustellen unserer Region. Wir stellen die Initiative Reno+ vor, die eine Renovierungswelle in Lüttich anstoßen will. Nicht zuletzt berichten wir über ausgewählte Veranstaltungen in unserer Provinz.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.

Astrid Covents

Präsidentin Embuid

Alain Kohn

Präsident Embuid Chambre Verviers-Ostbelgien de la Construction Liège

Wenn Frauen die Bauwirtschaft zum Strahlen bringen

Werden „Männerberufe“ bei Mädchen beliebter?

Leuchtturmprojekte

Wasseraufbereitung in Hermalle-sous-Argenteau

Lake Village“ am Bütgenbacher See

Die Residenz Weißdorn in Eynatten

Projekt Reno+ Der „Renovierungszug“ erreicht Lüttich

Embuild Lüttich baut an einem starken Zuhause für den Bausektor

Techlink LüttichVerviers: Ein Abend im Zeichen des Austauschs und der Geselligkeit

28 Techlink LüttichVerviers: Ein Abend im Zeichen des Austauschs und der Geselligkeit

Perspektive Baufach ist eine Herausgabe der Bausektorverbände Embuild Verviers-Ostbelgien und Lüttich.

Vierteljährlich erscheinende Publikation mit einer Auflage von 2000 Exemplaren, die dreimal pro Jahr veröffentlicht wird.

Verantwortlicher Herausgeber:

Paul-Philippe Hick - Galerie de la Sauvenière, 5 - 4000 Liège

Redaktion: Dirk Vandriessche

Layout und Produktion: Frédérique Simar

Fotografie: Fotowerk - Stephanie Radermacher (p. 1, 4-11 ), Kraanverhuur B (p. 13), Marcel Baguette (p. 16, 17), IN Architecture (p. 18, 19), Elsen (p. 20, 21), Techlink (p. 27), Association des Maîtres Tailleurs de Pierre et Marbriers de Wallonie (p. 28).

Anzeigen: Maxime Bebronne 0495/19.73.78 und Fabrice Minicucci 04/232.42.70

Kontakt und Abonnement: verviers@embuild.be

Zögern Sie nicht, uns Ihre Reaktionen und Vorschläge mitzuteilen.

Kostenlose Verteilung an die Mitglieder der beiden Verbände sowie an ausgewählte

Interessengruppen in der Provinz Lüttich und Ostbelgien.

© 2026 Embuild Lüttich – Embuild Verviers-Ostbelgien

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde auf die gleichzeitige Verwendung der männlichen, weiblichen und diversen Sprachformen (m/w/x) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten in gleicher Weise für alle Geschlechter.

Die „Kühlungsleiter“

gegen die Aufwärmung von Wohnhäusern

Die Klimaerwärmung geht immer schneller voran, und unsere Wohnhäuser sind, laut Wissenschaftler der KU Leuven auf der jüngsten Batibouw-Messe, größtenteils nicht dagegen gewappnet.

Innenräume heizen bei Extremhitze stark auf, da sie auf vergangene Klimabedingungen ausgelegt sind, nicht auf zunehmend häufige und intensive Hitzewellen. Der sommerliche Wärmeschutz müsse von Anfang an in Planung und Ausführung integriert werden, nicht nur energetische Effizienz für den Winter.

Die Experten plädieren für ein radikales Umdenken bei Städten und Gemeinden, aber auch bei Bürgerinnen und Bürger. Dabei könne die „Kühlungsleiter“ in vier Schritten als Leitfaden dienen.

Schritt 1 Die Umgebung maximal kühlen (durch Grünanpflanzungen, Wasserpartien, usw.)

Schritt 2 Die Wärme maximal aus der Wohnung wehren (durch Rollläden, Sonnenschutz an der Hausaußenwand, Textilien, weiße Dachziegeln, usw.)

Schritt 3 Das Gebäude passiv kühlen (u.a. durch eine gute Durchlüftung nachts)

Schritt 4 Zum Schluss, das Gebäude aktiv kühlen (durch eine Klimaanlage, Bodenkühlung, usw.)

Quelle: Batibouw

Aktive Kühlung 4 Passive Kühlung 3 Wärme draußen halten 2 Umgebung kühlen 1

Wärmepumpenmarkt

wächst wieder

Der belgische Markt für Wärmepumpen hat sich 2025 stabilisiert und zeigt eine klare Wachstumsdynamik.

Laut neu veröffentlichten Daten von Climafed und Frixis verzeichnete der Markt in allen vier Quartalen eine positive Entwicklung: ein Indiz für zunehmendes Vertrauen bei Kunden und Installateuren.

Zentrale Kennzahlen 2025:

Luft-Wasser-Wärmepumpen

+ insgesamt 29.500 verkaufte Einheiten

Luft-Luft-Wärmepumpen

+ insgesamt 121.000 verkaufte Einheiten

Erdwärmepumpen

+ insgesamt 5.400 verkaufte Einheiten

thermodynamische Warmwasserbereiter

+ insgesamt 14.750 verkaufte Einheiten

Die belgische Wirtschaft wächst im vierten Quartal 2025 um 0,2 %

BIP

Q4 2025

Dienstleistungen

Bausektor + 13% + 13% + 9% - 20%

Quelle : Climafed & Frixis

Einstein-Teleskop

Neue niederländische Regierung bekräftigt ihre Unterstützung

Nur zwei Sätze, insgesamt 22 Wörter. Viel Platz räumt das neue Koalitionsabkommen der niederländischen Regierung unter Ministerpräsident Jetten dem Einstein -Teleskop nicht ein. Doch diese wenigen Zeilen reichen aus, um festzuhalten: Auch die neue Regierungskoalition aus D66, VVD und CDA bekennt sich eindeutig dazu, die Ansiedlung des unterirdischen GravitationswellenObservatoriums in unserer Region aktiv zu unterstützen.

Bekanntermaßen bewerben sich die Niederlande gemeinsam mit Belgien sowie dem deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen um dieses prestigeträchtige Forschungsprojekt. Das klare Signal aus Den Haag gilt daher als wichtiger Vertrauensbeweis für die grenzüberschreitende Bewerbung.

Quelle: www.einsteintelescope-emr.eu

Q4 2025

Industrie

Q4 2025

Q4 2025

Prozentuale Veränderung des Volumens gegenüber dem Vorquartal

Die 15-Minuten-Stadt

Immer mehr Menschen leben auf engem Raum, und dadurch entstehen völlig neue Anforderungen an das Wohnen. Laut dem „Zukunftsinstitut“, einem führenden europäischen Think-Tank für gesellschaftliche Veränderungen und Megatrends mit Sitz in Frankfurt, führt dieser Wandel dazu, dass Städte verstärkt auf clevere und flexiblere Raumkonzepte setzen müssen.

Ein zentrales Konzept ist dabei die 15MinutenStadt: Alles, was man zum täglichen Leben braucht (Einkauf, Arbeit, Schule, Gesundheit, Freizeit) soll innerhalb von 15 Minuten erreichbar sein. Das entlastet die Mobilität, spart Zeit und schafft lebendigere Nachbarschaften. Gleichzeitig entstehen kompakte, intelligente Wohnformen, etwa kleinere, gut geplante Wohnungen oder modulare Gebäude, die sich je nach Bedarf anpassen lassen.

Die Urbanisierung zwingt Städte ganz einfach dazu, klüger, näher und flexibler zu planen, damit trotz wachsender Bevölkerung die Lebensqualität erhalten bleibt.

Quelle: Das Zukunftsinstitut

Kurz & Knapp

Dossier : Frauen im Bausektor

Rundtischgespräch

Frauen haben ihren Platz im Bau

Man muss ihnen nur die Mittel dazu geben

In einer Zeit, in der das Baugewerbe mit einem strukturellen Fachkräftemangel kämpft, brauchen wir weibliche Talente. Fast die Hälfte des Arbeitsmarktes findet gar nicht oder nur mühsam den Weg in die Bauwirtschaft – ein ungenutztes Potenzial. Warum sind Frauen im Bau immer noch so selten? Was verändert sich? Und was lässt sich verbessern? Darüber diskutierten wir in einer Runde mit Frauen, die sehr unterschiedliche Profile mitbringen.

F Laurence, du arbeitest als Zimmerin und Dachdeckerin. Wie haben die Männer auf der Baustelle reagiert, als du dort aufgetaucht bist?

Laurence Halleux Ich gehöre zur Gründerfamilie der Firma, daher weiß ich nicht, ob es sie zu hundert Prozent überrascht hat. Eine Kollegin war allerdings schon vor mir da: Am Anfang war das für sie etwas ungewohnt, aber sie hat sehr schnell ihren Platz gefunden. An ihren vorigen Arbeitsstellen hatte man sie nur einfache Tätigkeiten ausführen lassen. Bei uns konnte sie zeigen, was sie draufhat, und das hat gut funktioniert.

F Und die Kundschaft – wie reagiert sie?

Eine Dachdeckerin sieht man ja nicht alle Tage.

LH Kundinnen und Kunden sehen wir nicht immer, weil wir viel im Rohbau und im Neubau arbeiten. Entsprechend begegnen wir ihnen gar nicht so häufig. Dafür gibt es viele Passantinnen und Passanten auf der Straße. Die sind oft ziemlich beeindruckt. Wenn ich mit dem Lkw anfahre, wurde ich schon gefragt, ob ich überhaupt den Führerschein habe. Grundsätzlich läuft es mit der Kundschaft aber sehr gut.

Komplizierter wird es manchmal, wenn ich gemeinsam mit einem anderen Gewerk arbeiten soll. Man wird nicht immer ernst genommen. Manche halten mich für eine Bauleiterin. Sie verstehen nicht, dass tatsächlich ich selbst vor Ort sein werde, wenn ich am Telefon sage, dass sie mich am nächsten Tag sehen werden.

tiert worden. Gegenseitiger Respekt, Offenheit, Korrektheit und eine Prise Humor gehören zu meiner Art zu arbeiten und das wird gut angenommen.

F Kommen wir zum Image der Branche, zur Orientierung und Ausbildung. Claudia, wie sieht die Beteiligung von Mädchen an Ausbildungen in Bauberufen aus?

Claudia Thissen Das bleibt doch sehr selten, insbesondere in der Maurerabteilung oder in der Metallverarbeitung. In der Schreinerei haben wir öfter Mädchen, und im September haben wir sogar unsere erste weibliche Lehrerin in der Schreinerei eingestellt. Mädchen orientieren sich viel mehr in Richtung Friseurhandwerk, Gastronomie… Meistens sind sie nie mit Bauberufen in Berührung gekommen.

Darum organisieren wir zusammen mit der technischen Schule (RSI) auf demselben Campus Workshops in den Oster- und Sommerferien. Wir laden Kinder ab sechs Jahren ein, verschiedene Berufe auszuprobieren. So kommen sie zum ersten Mal in Kontakt mit diesen Berufen, und glauben nicht mehr daran, dass das nur etwas für Jungs ist.

F Laurence, beobachtet ihr bei Constructiv das Gleiche?

Anteil der Frauen an der Gesamtzahl der Bauarbeiter in der Provinz Lüttich (in Prozent)

Einmal hat man mir sogar gesagt, ich solle doch lieber Geschirr spülen gehen…

F Astrid, wie war das bei dir, als du ins Familienunternehmen eingestiegen bist?

Astrid Convents Anfangs gab es sicher eine gewisse Zurückhaltung: Ich war eine Frau und dazu noch die Tochter des Chefs. Aber ich hatte während des Studiums bereits ein Baustellenpraktikum gemacht, an das sich einige Arbeiter erinnerten. Das gab mir von Beginn an Glaubwürdigkeit. Mit der Arbeit, der Präsenz vor Ort und der fachlichen Kompetenz stellte sich der Respekt ganz natürlich ein.

Ich bin weder von unseren Arbeitern noch von Subunternehmern oder Partnern je mit unangebrachten Kommentaren konfron-

Laurence Wagnies Ja. Es gibt definitiv eine Hemmschwelle, in technische Berufe zu gehen. Erst recht in den Bau, weil er wenig bekannt ist. Das Umfeld ist oft schlecht informiert. Häufig geht es nach dem Motto „vom Vater zum Sohn“ oder „vom Vater zur Tochter“, wenn der Vater schon im Bausektor tätig ist. Sonst ist es selten, dass ein Mädchen sagt: Das ist meine Berufung. Es wurde nicht sensibilisiert, nicht ausgestattet, nicht informiert. Und wenn es keine Ausbilderin oder Lehrerin gibt, die als relevantes Vorbild wirkt, hilft das nicht beim Sich-Hineindenken.

Marine Bergilez Du hast anfangs von einer Hemmschwelle gesprochen. Ist es wirklich eine Hemmschwelle oder eher Unkenntnis?

LW Sowohl als auch. Bestimmte Klischees halten sich hartnäckig. Selbst wenn Neugier nach Bauberufen da ist, gewinnen

Trotz einer stetigen Entwicklung bleibt der Anteil der Frauen mit 1,18 % weiterhin gering. (Quelle: Constructiv – Q3 2025)

Auch im Gesundheitswesen gibt es schwere Lasten zu tragen, und niemand stellt die Legitimität von Frauen infrage.

Claudia Thissen

Direktorin des ZAWM - Eupen & St. Vith

”Einrichtungen wie Arbeitsämter sollten Frauen auch gezielt auf diese Berufe aufmerksam machen.

Christine Lhoste

Generaldirektorin der Embuild Belgien

Es gibt sehr konkrete Hürden, wie fehlende getrennte Sanitärräume, blöde Sprüche oder ein wenig angepasstes Umfeld.

Laura Bucur

Geschäftsführerin Chassis Coppens - Sprimont

die Stereotype oft die Oberhand. Auf den Baustellen treten Schwierigkeiten häufig in der Zusammenarbeit verschiedener Akteure auf. Subunternehmer und externe Firmen haben nicht immer denselben offenen Geist.

F Spielt das Argument des Physischen, also der körperlichen Belastung, eine Rolle?

LW Man darf es nicht ausblenden: Eine gewisse körperliche Belastung ist in Bauberufen einfach da. Gleichzeitig entwickeln und verbreiten sich viele neue Technologien, die das Heben, den Transport und den Umgang mit Materialien erleichtern.

Man vergisst aber oft, dass es auch sonst viele anstrengende Berufe gibt, zum Beispiel in der Gastronomie oder im Pflegebereich.

F Also muss man sehr früh ansetzen und sensibilisieren?

CT Ja, von klein auf. Wir möchten, dass Mädchen alle Berufe kennenlernen, auch jene, die man oft als „Männerberufe“ bezeichnet.

Und wir vermeiden falsche Bilder. Mit rosaroten Klischees zu locken, passt nicht zu den Frauen, die ich kennengelernt habe. Man kann den Horizont erweitern, ohne ein künstliches Dekor zu verkaufen.

F Welche Rolle können zum Beispiel die Primarschulen spielen?

CT Ich denke, alle Schulen ab der Primarstufe haben eine Rolle zu spielen. Auch im Gesundheitswesen gibt es schwere Lasten zu tragen, und niemand stellt die Legitimität von Frauen infrage. Im Bau werden wir immer noch mit den Fragen konfrontiert: „Das ist schwer“, „das ist für Männer“ … Wenn man das Bild der Bauberufe früh ändert, hilft das.

Christine Lhoste Wir haben viel über Arbeiterinnen gesprochen. Sie sind tatsächlich völlig unterrepräsentiert. Sie stellen laut den jüngsten Constructiv-Zahlen weniger als 1 %. Ich schließe mich allem an, was zu Klischees gesagt wurde: Dagegen müssen wir mit guter Kommunikation, Erfahrungen und inspirierenden Frauen ankämpfen.

F Und über die Arbeiterinnen hinaus?

CL Unternehmerinnen sind ebenfalls unterrepräsentiert: Es gibt kaum 7 % selbstständige Frauen in unserem Sektor, während unser Land insgesamt 36 % selbstständige Frauen zählt. Das spiegelt sich logisch auch in unserer Organisation Embuild wider. Auf nationaler Ebene sitzen in unserem Verwaltungsrat nur zwei Frauen unter 20 Mitgliedern. Bei den Verbandspräsidenten auf allen Ebenen – regional, lokal und pro Gewerbe – zählen wir gerade einmal zwei Frauen. Nur zwei!

Bei den Angestellten beschäftigt der Bauund Installationssektor 37 % Frauen: in administrativen Funktionen, aber auch als Bauleiterinnen oder Ingenieurinnen. Das ist schon besser, reicht aber nicht, erst recht nicht in einem Sektor mit so vielen Mangelberufen.

Unbedingt muss in Grund- und Sekundarschulen stärker für diese Berufe sensibilisiert werden. Wir alle müssen hier eine Rolle spielen – auch wir bei Embuild und die Medien. Außerdem sollten wir noch mehr inspirierende Rollenvorbilder sichtbar machen.

AC Ja, bei den Angestellten muss man auch noch einmal zwischen ‚administrativ‘ und ‚technisch‘ unterscheiden.

CL Absolut! Da gibt es zum Beispiel Bauleiterinnen, Kalkulatorinnen usw. Das sind ebenfalls Mangelberufe. Einrichtungen wie Arbeitsämter sollten Frauen auch gezielt auf diese Berufe aufmerksam machen. Frauen stellen mehr als 50 % des Arbeitsmarktes. Wenn wir sie als Sektor nicht anziehen, bringen wir uns selbst in Schwierigkeiten. Es führt kein Weg daran vorbei.

F Bei Reno.energy habt ihr gute Erfahrungen damit gemacht, Frauen intern in technischere Funktionen zu entwickeln. Wie geht ihr vor?

MB Ja, wir fördern interne Mobilität, insbesondere durch Weiterbildung im Unternehmen. Vor allem versuchen wir Signale bei Mitarbeitenden zu erkennen: Wer neugierig und motiviert ist. Wer Fragen stellt. Interessant ist, dass in den letzten

Monaten fast drei Viertel der Personen, die intern die Funktion gewechselt haben, Frauen waren. Sie stiegen im Unternehmen in administrative Rollen ein und haben sich in technischere Aufgaben weiterentwickelt.

Interne Mobilität funktioniert, wenn persönliche Neugier und Motivation da sind. Aber das reicht nicht. Es braucht auch eine Führungskraft, die motiviert und begleitet, und eine Unternehmenskultur, die Vertrauen gibt und Eigeninitiative ermutigt.

CL Der Bausektor entwickelt sich weiter, und die Klimavorgaben zwingen uns verstärkt zu Renovierungen. Ist das nicht gerade ein Thema, das Frauen anzieht und den Bauberufen Sinn verleiht?

MB Oh ja, ganz klar. Bei Reno.energy lautet die Mission, die Energiewende zu unterstützen, indem wir die Energieleistung von Gebäuden verbessern. Die Baustellen machen wirklich Sinn. Und ich denke, genau dieser Sinn ist ein echter Anziehungsmotor.

CL Sehr interessant! Ich glaube stark an die innerbetriebliche Ausbildung. Aber ich finde auch, dass alle akademischeren Ausbildungen an gesellschaftliche und technologische Entwicklungen angepasst werden müssen. An der ECAM, die künftige Wirtschaftsingenieurinnen ausbildet, wird der Lehrplan gerade so anpasst, dass er diesen Entwicklungen und den Bedürfnissen der Unternehmen stärker entspricht.

Laura Bucur Ich sehe noch ein anderes Frauenprofil: Frauen, die sehr souverän in intellektuellen Funktionen sind, die irgendwann aber den Wunsch verspüren, Material zu berühren, im Staub zu arbeiten. Wir sind manchmal zu kopflastig. Da hilft der Einsatz vor Ort, wieder mit der Realität des Berufs in Kontakt zu kommen. Es gibt allerdings sehr konkrete Hürden, wie fehlende getrennte Sanitärräume, blöde Sprüche oder ein wenig angepasstes Umfeld.

Das kann schon reichen, um jemanden abzuschrecken, der es eigentlich probieren wollte. Daher ist es wichtig, diese Berufe früh kennenzulernen, Horizonte zu öffnen und Sinn zu stiften. Wird eine Entscheidung überzeugt und entschlossen getroffen, lassen sich Hürden leichter überwinden.

F In einer Constructiv-Befragung von Frauen im Bau geht es oft um Umkleiden, Sanitär, Teamklima. Ist das noch ein Thema?

MB Bei Reno.energy haben wir bei Räumen, Ausrüstung, Werkzeugen und dergleichen bereits Anpassungen umgesetzt. Ja, wir nehmen das Thema ernst. Aber es braucht Bewusstsein, Investitionen und echte interne Unterstützung und Begleitung. Ziel ist ein Rahmen, in dem sich alle wohl und sicher fühlen.

LH Auf unseren Eintagesbaustellen gibt es wenig Infrastruktur. Manchmal bitte ich Nachbarn um Hilfe. Sonst improvisiere ich. Im Moment muss sich eher die Arbeiterin anpassen, denn die Baustellen sind dafür nicht vorgesehen.

Hinzu kommen viele kleine Dinge, wie die Zinkschere, die für meine Hand einfach zu groß ist. Das ist schwierig. Arbeitskleidung für Frauen gibt es, aber man muss suchen. Sicherheitsschuhe beginnen oft bei Größe 38. Meine Kollegin trägt aber 36. Das sind alles nur „Details“, aber in der Summe machen sie den Alltag unnötig schwer.

CL Was das betrifft, muss in Werkzeug und Einrichtungen, die für Frauen passen, investiert werden. Mir ist bei der Ausübung der Funktionen aber auch die Durchmischung wichtig: nicht Frauen hier und Männer dort. Auch Männer müssen sich anpassen. Sexistische Witze und unpassende Bemerkungen sind inakzeptabel.

LW Sehe ich genauso. Wir machen den Sektor nicht inklusiver, indem wir Männer und Frauen trennen. Es gibt zwar Ausbildungszentren, die Informationsveranstaltungen nur für Frauen organisieren. Aber irgendwann geht’s in die Ausbildung und dann auf die Baustelle, wo das Arbeitsumfeld dann doch gemischt ist.

LH Ich würde das nuancieren. Wenn es wirklich nur darum geht, den allerersten Schritt zu erleichtern. Warum nicht? Nur eine Informationsveranstaltung, nur einmal die Werkzeuge in die Hand nehmen, ohne die Angst vor einer männlichen Reaktion, die „den ganzen Raum einnimmt“. Ein erster Kontakt kann helfen, sich zu trauen, sich zumindest zu interessieren.

Die bevorzugten Gewerke der Frauen im Bausektor in der Provinz Lüttich (in Prozent)

Malerarbeiten Schreinerei Hochbau Restaurierung Straßenbau Handel und Vermietung Baugewerbenahe Tätigkeiten Dachdeckerei Bodenbelagsarbeiten Installationen Erdarbeiten Baggerarbeiten Verputzarbeiten

Malerarbeiten sind die bei Frauen am bleibtesten Tätigkeiten im Bausektor, gefolgt von Scheinerarbeiten und Hochbau. Mehr als die Hälfte der Frauen im Bausektor der Provinz Lüttich (53,76 %) arbeitet in einem dieser drei Teilsektoren. (Quelle: Constructiv – Q3 2025)

”Ich weiß nicht, ob es eine Frage des Geschlechts ist, aber mein Stil ist anders als der meiner Eltern.

Astrid Convents

Geschäftsführerin der Convents AG, Eupen Präsidentin der Embuild Verviers-Ostbelgien

”Mädchen sagt man: „Sei vorsichtig“. Jungen müssen mutig sein. Ich bin mir nicht sicher, dass die Unterschiede natürlich sind

Laurence Halleux

Bauschreinerin & Dachdeckerin

Charpentes Halleux - Thimister

Ich sage aber nicht, dass man 100 % Frauenkurse anbieten soll. Irgendwann geht es tatsächlich auf die Baustelle, und da arbeiten alle zusammen.

CL Ich war in mehreren Frauennetzwerken. Da gibt es viel Energie, viel Sisterhood, eine Art Unterstützung, die anders ist als in männlichen Netzwerken. Es gibt das Netzwerk PERLE hier in der Wallonie für Frauen im Sektor. Mir schwebt schon länger vor, langfristig auch auf nationaler Ebene ein solches Frauennetzwerk zu gründen, auch um Vorbilder sichtbarer zu machen. Ich finde, so ein Netzwerk kann Frauen die nötige Unterstützung geben, um sich zu trauen und Antworten auf Fragen oder Zweifel zu finden.

F Aus den Studien von Constructiv geht hervor, dass Frauen im Bau die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als echte Herausforderung empfinden. Außerdem bleiben Frauen im Schnitt kürzer im Sektor als Männer. Wie geht man damit um?

LH Auf der Baustelle beginnen wir um 7 Uhr in der Werkstatt. Das Tagesende hat man wegen Entfernung, Staus usw. nicht in der Hand. Das wird man nicht so leicht ändern. Ich habe aber den Eindruck, dass die Elternrolle stärker geteilt wird als früher. Da bewegt sich was. Ich habe allerdings keine Kinder. Wie läuft das eigentlich, wenn eine Frau, die auf der Baustelle arbeitet, schwanger ist?

CT Meiner Meinung nach wird sie in dieser Zeit schnell in die Verwaltung versetzt. Bei uns sehen wir, dass Frauen mit kleinen Kindern gelegentlich in Lehrtätigkeiten bei uns ins Ausbildungszentrum wechseln, weil die Baustelle dann schwer zu vereinbaren ist.

LW Genau: Sie muss ihren Arbeitgeber informieren, und wenn die Schwangerschaft mit der Baustellentätigkeit unvereinbar ist, wird sie – wenn möglich – auf eine administrative Aufgabe umorientiert.

CL Das Thema ‚Privatleben/Beruf‘ ist zwar lästig, aber dennoch zentral, weil die mentale Last vor allem bei Frauen schwer wiegt. Das ist nicht bausektorspezifisch, sondern generell so. Unternehmen müssen sich wo möglich anpassen und

Frauen Flexibilität bieten. In allen Studien zum weiblichen Unternehmertum kehrt das Thema mentale Belastung wieder: Dauer des Mutterschaftsurlaubs, Zugang zu Kitas, passende Kinderbetreuung … Vielleicht klingt das klischeehaft, aber es ist Realität für Frauen. Deshalb braucht es politische Antworten.

AC Es ist nicht immer einfach, weder für mich noch für meine Mitarbeitenden. Ich versuche, offen zu sein für Dialog und Lösungen, wo immer es möglich ist. In diesem Punkt bin ich flexibler als die Generation vor mir. Ich habe persönlich das Glück, dass mein Mann ebenfalls selbstständig ist und seine Zeit organisieren kann. Ich weiß aber, dass das nicht für alle gilt.

LW Es ist tatsächlich so, dass eine stärkere Präsenz und Verfügbarkeit vorausgesetzt wird, wenn man in Unternehmen verantwortungsvollere Funktionen übernimmt.

F 90 % der Betriebe oder Unternehmer, die Frauen eingestellt haben, sagen: Eine Frau auf der Baustelle ist ein Plus. Seht ihr das auch so?

CT Das ist ganz einfach. Ich stelle fest, dass Mädchen, die sich für diese Berufe entscheiden, oft mit sehr guten Noten abschließen. Sie haben das Gefühl, besser sein zu müssen, und dass Fehler weniger verziehen werden. Also investieren sie noch mehr. Beim Abschluss gehören sie zu den Besten. Das kann für Unternehmen ein echter Vorteil sein.

F Wir haben viel über Frauen auf der Baustelle gesprochen. In den Führungs- und Managementetagen sieht es aber, wie Christine bereits sagte, nicht viel besser aus. Warum sehen wir auf dieser Ebene so wenige Frauen?

MB Bei Reno.energy ist die Direktion und das Management heute weiterhin mehrheitlich männlich. Das gilt auch für rein technische Berufe. Dagegen sind Supportund Back‑Office‑Funktionen zu fast 40 % weiblich besetzt. Es gibt auch Frauen in den Teams der Bauleiterinnen und der Ingenieurinnen im Studienbüro. Ein wesentlicher Punkt bleibt jedoch die Zusammenarbeit

unter Kolleginnen und Kollegen und die Ergänzung der Kompetenzen im Team.

CL Auf Führungsebene spielt bei Frauen oft das Gefühl, nicht gut genug zu sein, eine Rolle. Viele unterschätzen sich und zögern stärker, Verantwortung zu übernehmen. Und wenn man Quoten mit der Begründung ablehnt, es brauche „kompetente Leute“, antworte ich: Es gibt ebenso viele kompetente Frauen wie kompetente Männer. Man muss ihnen nur die Chance geben, in solche Positionen zu kommen…

LB Ich habe das Minderwertigkeitsgefühl selbst erlebt. Am Anfang hatte ich alle „Nachteile“: Frau, jung und dazu habe ich einen Akzent. Also arbeitete ich zehnmal so viel, um zu beweisen, dass ich kompetent bin. Aber tut man das nur, um etwas zu beweisen, oder weil man es wirklich will?

Ich denke auch daran, wie wir biologisch und psychologisch „gebaut“ sind. Frauen sind oft stärker auf Beziehungen, Fürsorge und die familiäre Sphäre ausgerichtet, während Männer eher nach außen orientiert sind: auf Wettbewerb, Risikobereitschaft und die Selbstverständlichkeit, lange zu arbeiten oder weiter zu reisen. Und genau diese Verfügbarkeits- und Mobilitätskriterien führen noch immer am häufigsten zu besser bezahlten Positionen.

Ohne in Klischees zu verfallen, können solche Funktionsunterschiede helfen, gewisse Ungleichheiten zu verstehen.

LH Ich weiß nicht, ob wir tatsächlich unterschiedlich „gebaut“ sind. Sind wir nicht eher unterschiedlich sozialisiert? Mädchen sagt man: „Sei vorsichtig“. Jungen müssen mutig sein. Ich bin mir nicht sicher, dass die Unterschiede natürlich sind. Vieles ist anerzogen.

CL Da stimme ich völlig zu. Vielleicht gibt es soziologische Unterschiede zwischen Mann und Frau. Das heißt aber nicht, dass eine Frau nicht denselben Beruf ausüben könnte wie ein Mann – vielleicht anders, aber ebenso gut.

F Astrid und Laura, ihr führt eure eigenen Unternehmen. Macht ihr Dinge anders als eure männlichen Kollegen?

LB Ich habe den Eindruck, dass Männer schneller direkt in den Aktionsmodus übergehen, während Frauen sich eher die Zeit nehmen, das gesamte Ökosystem mitzudenken. Ich glaube aber sehr an gemischte Tandems. Wenn man einander so nimmt, wie man ist, wird das zur echten Stärke. Ein anderer Blick bringt eine wertvolle Ergänzung.

Vor allem kleine Bau- und Installationsunternehmen ziehen Frauen an. (Quelle: Constructiv – Q3 2025)

”Wir müssen Kinder von klein auf informieren und begleiten und ihnen die Türen zu allen Berufen öffnen, ob intellektuell

Marine Bergilez

Personalleiterin

Reno Energy - Liège

”Bauberufe dürfen nicht als zweite Wahl gelten. Sind sie die erste Wahl junger Menschen, müssen wir sie fördern.

Laurence Wagenies

Direktorin Building on People - Constructiv

AC Ich weiß nicht, ob es eine Frage des Geschlechts ist, aber mein Stil ist anders als der meiner Eltern. Ich habe ein Direktionskomitee eingeführt, wir tauschen uns aus, wir debattieren. Gibt es keinen Konsens, entscheide ich. Die Verantwortung liegt bei mir, aber ich höre stärker zu. Außerdem lege ich großen Wert auf Wertschätzung, Weiterbildung, Eigenverantwortung und Anerkennung.

F Und wie ist die Beziehung zu den Teams in euren Unternehmen?

AC Ich achte auf einen Teamgeist, der auf Vertrauen und Respekt basiert. Ich fördere individuelle Verantwortung, aber auch Solidarität. Meine Tür steht immer offen für berufliche wie private Fragen. Für mich funktioniert ein Team nur im Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen.

LB Die Beziehung zu den Teams hat sich bei mir über zwei wichtige Veränderungen in meinen Aufgaben entwickelt. Die erste war ein Funktionswechsel von Kollegin im technisch-kaufmännischen Dienst zur Managerin und später zur Unternehmerin.

Die zweite, eher innerlich, war ein Haltungswechsel: von einem Modus des ständigen Teilens zu einer Position, in der manche Entscheidungen allein getragen werden müssen.

Heute beruht die Beziehung auf Vertrauen, Respekt, klaren Rollen und regelmäßiger Präsenz, wobei ich eine notwendige Distanz einhalten muss, um die Verantwortung als Unternehmerin voll wahrzunehmen.

F Wenn wir 10, 15, 20 Jahre nach vorn schauen: Was wird sich in Bezug auf die Rolle der Frau im Bau geändert haben? Glaubt ihr an deutlich mehr Frauen?

CL Natürlich! Mit den Mangelberufen, den sich wandelnden Bedürfnissen der Unternehmen und der Entwicklung von Berufen und Gesellschaft braucht es Einsatz für mehr Frauen auf allen Ebenen.

AC Der Sektor muss sich anpassen, um mehr Frauen aufzunehmen. Es gibt eine Menge zu tun.

F Letzte Frage: Wenn ihr eine einzige Sache ändern könntet, um die Position der Frauen im Bau zu verbessern, was wäre das?

CT Den Bauberuf Mädchen viel früher näherbringen: nicht bis 15 warten und sich dann wundern, dass es keine Mädchen im Bau gibt.

CL Ausbildung ist zentral, aber auch das Image des Bauens insgesamt. Wir müssen jungen Frauen die Bauberufe besser erklären, ihre Entwicklung, den Sinn, den sie darin finden können, und Frauen zeigen, die im Bau erfolgreich sind.

AC Für mich geht es nicht darum, ob der Bau ein Männer‑ oder Frauenberuf ist. Die eigentliche Frage lautet: Wie gewinnen wir in einem Mangelsektor kompetente, motivierte und engagierte Menschen? Frauen haben im Bau ihren Platz, vorausgesetzt, man gibt ihnen die Mittel, verändert Mentalitäten und zeigt schon früh die Vielfalt dieser Berufe.

LW Zunächst müssen wir unseren Umgang mit Fehlern ändern. Unternehmertum heißt, zu akzeptieren, dass man sich irren kann.

Darüber hinaus müssen wir dazu kommen, dass Bauberufe nicht mehr als eine zweite Wahl angesehen werden. Wenn die Ausbildung in Bauberufen die erste Wahl von jungen Menschen ist und sie es tief im Bauch spüren, Mädchen wie Jungen, dann müssen wir sie dazu gerade ermutigen.

LB Sensibilisierung ja, aber ohne Frauen in eine Rolle des „Hilfsbedürftigseins“ oder der Infantilisierung zu drängen. Handwerkliche und intellektuelle Berufe müssen gleichermaßen wertgeschätzt werden. Die Vorstellung, dass Intellektuelles mehr wert sei als Handwerkliches, muss sich ändern – von Kindheit an, bei Eltern wie Kindern.

MB Kinder von klein auf informieren und begleiten. Ihnen die Türen zu allen Berufen öffnen, ob intellektuell oder handwerklich. Ihnen so viel wie möglich zeigen, inspirierende Erfahrungen ermöglichen, etwa bei Entdeckungstagen, wie Claudia

erläuterte. Neugier wecken, Interesse auslösen. Ihnen die Werkzeuge und das Vertrauen geben, zu erkunden. Und vermitteln: Nichts ist im Berufsleben in Stein gemeißelt. Man kann ausprobieren, sich neu orientieren und alles neu erfinden.

LH Ich wünsche mir, dass Frauen merken, wie cool es ist, den eigenen Körper einzusetzen: bauen, klettern, große Maschinen fahren… Der weibliche Körper muss nicht nur hübsch sein und möglichst wenig Platz einnehmen. Er kann ein Werkzeug der Autonomie und Emanzipation sein. Und er hilft gegen den Minderwertigkeitskomplex: Wer etwas kann, fühlt sich fähig. Wir haben genauso unsere Daseinsberechtigung!

F Und was würdet ihr einem Mädchen sagen, das noch zögert, einen Bauberuf zu wählen?

Alle

Auf keinen Fall zögern!

von : Dirk

Moderiert
Vandriessche

PERLE: Wenn Frauen den Bausektor zum Strahlen bringen

„PERLE ist ein Anagramm: Professionnelles Et Responsables dans Leur Entreprise (Professionelle und Verantwortliche in ihrem Unternehmen)“, erklärt Karine Geron lächelnd. Als Präsidentin des Netzwerks in der Wallonie erzählt sie uns die Geschichte dieses ganz besonderen gemeinnützigen Vereins.

PERLE wurde vor fast 30 Jahren aus einem einfachen Bedürfnis heraus gegründet: die Isolation von Frauen zu durchbrechen, die häufig den administrativen Teil der Unternehmen ihrer Partner führten. „Damals saß man allein vor dem Bildschirm und stellte sich 150.000 Fragen“, erinnert sie sich.

Anfangs diente PERLE vor allem dem Austausch von Erfahrungen und dem Einsatz für Rechte, etwa für den Status der „mithelfenden Ehepartnerin“, den es damals noch nicht gab. Heute hat sich das Profil der Mitglieder stark verändert. „Wir sind nicht mehr nur die Frau, die ihrem Mann hilft. Heute sprechen wir von echten Unternehmerinnen“, betont Karine. PERLE vereint Ehefrauen, Töchter und Schwestern, aber auch Geschäftsführerinnen und Verwalterinnen. Gemeinsam haben sie die Verantwortung für ein Unternehmen im Bausektor sowie den Wunsch, sich zu informieren und Erfahrungen zu teilen.

Ein

lebendiges

Netzwerk

Das Netzwerk besteht aus vier Gruppen in der Wallonie und organisiert monatliche Treffen. Zuerst gibt es einen Vortrag zu einem konkreten Thema und dann einen geselligen Austausch", so Karine. Das Ziel ist seit 30 Jahren dasselbe: „Zuverlässige Informationen erhalten und Netzwerke aufbauen.“ Und das funktioniert: „Man merkt, dass die Nachbarin mit genau denselben Herausforderungen konfrontiert ist.“

Karines Werdegang

Karine spricht aus Erfahrung. "Ich komme nicht aus dem Sektor. Ich war selbständige Logopädin, bevor ich in den Familienbetrieb einstieg", erzählt sie. Heute ist sie Mitgeschäftsführerin der Firma Ch. Geron in Battice, die im Bereich Erdarbeiten tätig ist. Zudem ist sie seit neun Jahren Präsidentin von PERLE bei Embuild Verviers–Ostbelgien und seit fünf Jahren für die gesamte Wallonie. „Es ist menschlich wie persönlich eine sehr bereichernde Erfahrung“, sagt sie. Ihr Engagement zeigt die Vielfalt der Lebensläufe: Viele Frauen kommen über familiäre Entscheidungen in die Baubranche, finden dort aber ihre volle Entfaltung.

Ein Sektor, der Frauen braucht

In einer Zeit, in der die Branche verstärkt Frauen anspricht, spielt PERLE eine zentrale Rolle. „Wir engagieren uns in Kampagnen, um Bau- und Bauberufe bei Jugendlichen und Frauen bekannter zu machen“, betont Karine. Das Netzwerk beteiligt sich an Projekten, die den Sektor attraktiver machen und mit Klischees aufräumen. „Es gibt Platz für Frauen und spannende berufliche Chancen“, versichert sie.

Ein Jubiläum zum Feiern 2026 feiert PERLE sein 30-jähriges Bestehen. Eine schöne Gelegenheit, Frauen ins Rampenlicht zu stellen, die den Wandel vorantreiben.

Wollen auch Sie PERLE beitreten? Sind Sie eine Frau, die in einem Unternehmen des Bausektors tätig ist? Zögern Sie nicht!

Kontaktieren Sie Karine Geron, um das Netzwerk kennenzulernen und an einem Treffen teilzunehmen.

Kontakt: 0497/34.68.96 - perle@embuild.be

Pinkes PowerStatement auf der Baustelle

Die 27 jährige Kranfahrerin Charity van der Stam aus Rotterdam sorgt gerade für Gesprächsstoff: Sie steuert ihren neuen 72TonnenTeleskopkran… in knalligem Pink. Als ihr Arbeitgeber „B Kraanverhuur“ einen neuen Kran anschaffen wollte, hatte Charity eine klare Bitte: Bitte pink! Nach etwas Überzeugungsarbeit bekam sie ihren Wunsch erfüllt.

„Pink ist meine Lieblingsfarbe – aber vor allem wollte ich zeigen, dass Frauen genauso gut sogenannte Männerjobs machen können“, sagt sie.

„Ganz egal, wie klein oder unsicher du vielleicht bist: Wenn du einen solchen Kran bewegst, wächst dein Selbstvertrauen automatisch.“ Was für eine tolle Idee!

Wettbewerbsaufruf

PINK POWER construction award

Charity’s Story hat uns dermaßen begeistert und inspiriert, dass Embuild VerviersOstbelgien und Lüttich einen entsprechenden Wettbewerb ins Leben rufen.

Wir suchen das Unternehmen, das am kreativsten zeigt, dass Frauen im Bausektor willkommen sind – auch in traditionellen Männerberufen. Ob Aktion, Kampagne, überraschende Idee oder cleverer Alltagstrick: Zeigt uns, wie ihr Frauen im Bau sichtbar stärkt!

Jeder Bau oder Installationsbetrieb aus der Provinz Lüttich, der Mitglied bei Embuild ist, kann teilnehmen, indem er eine kurze Beschreibung seiner Initiative + Fotos einschickt. Anfang 2027 wird eine ausschließlich aus Frauen bestehende Jury den Gewinner bezeichnen.

Die Preisverleihung findet dann am Internationalen Frauentag, dem 8. März 2027, statt.

Werden „Männerberufe“ bei Mädchen beliebter?

Erfreuliche Nachrichten aus dem Robert-Schuman-Institut in Eupen:

In der 4. Klasse TB Holz (Technische Befähigung) sind derzeit fünf von zwölf Schülern Mädchen – beinahe die Hälfte.

Selbst infrastrukturelle Anpassungen wurden nötig: Die Umkleiden für Mädchen mussten erweitert werden, da die vorhandenen Spinde nicht mehr ausreichten.

Das hat es noch nie gegeben! Handelt es sich hier um eine einmalige Ausnahme oder deutet sich ein nachhaltiger Trend an? Perspektive Baufach ist dieser Frage nachgegangen und hat mit den Schülerinnen sowie mit Werkstattleiter Sebastian Hamacher gesprochen.

”Wenn alle Parteien dieses Bild konsequent vermitteln und Kinder frühzeitig an das Handwerk heranführen, wird sich das auch in den Ausbildungszahlen niederschlagen.

Sebastian Hamacher Werkstattleiter am RSI - Eupen

Sebastian Hamacher bleibt zunächst zurückhaltend: „Diese Zahl ist aktuell ein Höhepunkt. Wir hoffen natürlich, dass sich hier ein Trend abzeichnet, doch das wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen.“

Das neue Frauenbild

Die Schülerinnen selbst sind deutlich überzeugter. Für sie ist klar: Mädchen in handwerklichen Berufen sind längst keine Ausnahme mehr. „Das Frauenbild hat sich verändert“, sagt Lea.

„Mädchen sind nicht zu sensibel für Handwerk“, fügt Rojin hinzu. Handwerk sei keine Frage von Muskelkraft allein, sondern ebenso von Präzision, Ausdauer und Denken. Amelie ergänzt, dass Mädchen mitunter sogar andere Denkweisen mitbringen: „Wir arbeiten oft kreativer.“ Dass sie das augenzwinkernd und beinahe entschuldigend anmerkt, zeigt, wie sensibel das Thema noch immer wahrgenommen wird.

Viele Wege führen zum Handwerk

Für Catalina war der Weg ins Handwerk nahezu vorgezeichnet. Sie stammt aus einer Handwerkerfamilie mit Dachdeckern und Elektrikern. Der tägliche Kontakt mit Werkzeug und Baustellen machte die Berufswahl für sie selbstverständlich.

Anders verlief der Weg von Orlane. Schon früh stand für sie fest, dass sie Schreinerin werden möchte – obwohl niemand in ihrer Familie handwerklich tätig ist. Ihre Mutter hatte zunächst große Bedenken: zu schwer, zu männerdominiert, zu wenig Perspektive. Ein ganzes Jahr habe es gedauert, bis Orlane überzeugen konnte. Ausschlaggebend war letztlich der Tag der offenen Tür am RSI. Heute tritt sie entschlossen und fast kämpferisch auf: „Ja, ich werde Schreinerin. Und ich werde zeigen, dass Frauen genauso geeignet sind wie Männer.“

Lernen mit den Händen

Rojin besuchte ursprünglich die Kunstabteilung, ließ sich jedoch von einer Freundin zu einem Schnuppertag in der Holzabteilung überreden… und wechselte.

„Hier sitzt man nicht nur still, sondern arbeitet mit den Händen und an großen Maschinen. Da sieht man, was man geschafft hat.“ Ihr Berufsziel ist inzwischen klar.

Nicht alle Schülerinnen streben jedoch direkt einen handwerklichen Beruf an. Manche nutzen die Ausbildung bewusst als Grundlage: Amelie etwa plant, nach dem vierten Jahr in die Abteilung Bauzeichnen zu wechseln und später Innenarchitektin zu werden. Die handwerkliche Erfahrung, die sie jetzt sammelt, und die Einführung in AutoCAD werden ihr dabei von Nutzen sein. Davon ist sie überzeugt.

Früh anfangen, nachhaltig wirken

Für Sebastian Hamacher ist der Erfolg kein Zufall. Er sieht ihn als Ergebnis jahrelanger, konsequenter Nachwuchsarbeit. Bereits im Primarschulalter werden Kinder an handwerkliche Tätigkeiten herangeführt. Jeden Montag besuchen Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Primarschulklassen Erlebniswerkstätten am RSI und im benachbarten ZAWM. Dort bauen sie mit eigenen Händen unter Anleitung ein kleines Kraftwerk und erhalten erste Einblicke in die Berufswelt der „großen Schule“. Begleitmaterial unterstützt die Primarschullehrkräfte dabei, das Thema anschließend weiter zu vertiefen.

Zusätzlich bietet das RSI in Zusammenarbeit mit dem ZAWM seit mehreren Jahren die sogenannten „Knick Knack Ferienlager“ an. Kinder zwischen acht und zwölf Jahren verbringen dort eine Woche mit Basteln, Werken und handwerklichen Aktivitäten. Eine spielerische, aber wirkungsvolle Form der Berufsorientierung!

Ein langfristiger Wandel Sebastian Hamacher blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Die Baustellen verändern sich bereits.

Es gibt heute bereits mehr Frauen in klassischen Männerberufen als früher. Wenn alle Parteien dieses Bild konsequent vermitteln

und Kinder frühzeitig an das Handwerk heranführen, wird sich das auch in den Ausbildungszahlen niederschlagen.

Das braucht Zeit, aber wenn diese Mädchen jetzt auch verstärkt Mund-zuMund-Propaganda betreiben, sind wir auf einem guten Weg.“

Wasseraufbereitung in Hermalle-sous-Argenteau Eine Baustelle der Superlative

Umwelt

Die Abwässer der Ortschaft Hermalle-sous-Argenteau fließen heute noch weitgehend ungefiltert in die Maas. Das ist weder zeitgemäß noch umweltfreundlich. Doch das ändert sich. Künftig werden die gesammelten Abwässer zur Wasseraufbereitungsanlage der AIDE in Oupeye geleitet, dort gereinigt und erst dann in die Maas abgegeben. Das Tiefbauunternehmen Marcel Baguette realisiert aktuell einen Teil dieser technisch anspruchsvollen Arbeiten. Eine Baustelle, die es wahrlich in sich hat!

Gebaut wird ein integriertes System von zwei Auffangbecken, einer Pumpstation und einer 3 Kilometer langen Druckleitung, das die Abwässer von der Pumpstation „Le Hemlot“ in die zwei Kilometer nördlich gelegene Wasseraufbereitungsanlage der AIDE (Interkommunale für die Entwässerung und Abwasseraufbereitung der Gemeinden der Provinz Lüttich) befördert. „Es ist ein hochkomplexes System. Aber genau das macht diese Baustelle so spannend“, betont Bauleiter Maxime Ledent.

Tief, tiefer, am tiefsten

Tatsächlich ist die Baustelle in mehreren Hinsichten aufwendig und beeindruckend zugleich. Schon die Tiefe der Bauarbeiten stellt besondere Anforderungen. Für die Pumpstation Le Hemlot wurde eine 9,50 Meter tiefe Baugrube ausgehoben. Eine kreisförmige Pfahlwand mit 11 Metern Durchmesser und über 13 Metern Tiefe sichert die Konstruktion. Allein für diese Baustelle wurden mehr als 1000 m³ Erde

abgetragen. Nicht einmal der Bagger mit dem längsten Arm reichte aus. Die letzten zwei Meter musste ein kleinerer Spezialbagger übernehmen.

Nass, nasser, am nassesten

Als weitere Herausforderung stellte sich das Wasser heraus, denn die Baustellen liegen größtenteils unter dem Wasserbett der Maas. „Um die Baugrube für die Pumpstation‚Le Hemlot‘ zu bauen, mussten wir zwei Pumpen mit einer Leistung von 900 m³ Wasser anschaffen“, erinnert sich Projektleiter Christian Royen.

„Wenn alle Pumpen auf den Baustellen, u.a. auch für den Bau den Bau des Sammelkanals, gleichzeitig laufen, kommen wir sogar 3500 m³ Wasser pro Stunde“, ergänzt der Tiefbau Bauleiter, Fabrice Soussan. „Hier ist tatsächlich nichts wasserdicht“, lacht der Projektleiter.

Schwer, schwerer, am schwersten

Auch der Anschluss der Kollektorleitung an die Wasseraufbereitungsanlage wurde zu einem wahren Kraftakt. Die bestehende Pfahlwand musste durchbohrt werden, anschließend wurde ein massives Betonelement von 3 x 2 Metern und 55 Zentimetern Dicke mit einem Diamantseil aus der Wand des Gebäudes herausgetrennt. Ganze acht Tonnen wog das Teil! Auch die Durchbohrungen im Bereich des Maaskais verlangten besonderes Know-how. Hier kamen sogar Taucher zum Einsatz. Dagegen wirkte der Bau des zusätzlichen Kollektors aus Fertigbetonelementen fast schon wie eine Routineaufgabe.

Der Zeitplan

Die Arbeiten begannen nach der Sommerpause. Insgesamt sind 220 Arbeitstage vorgesehen. Damit dürfte das Projekt Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Es ist ein hochkomplexes System. Aber genau das macht diese Baustelle so spannend

Maxime Ledent Baustellenleiter

Um die Baugrube für die Pumpstation‚ Le Hemlot‘ zu bauen, mussten wir zwei Pumpen mit einer Leistung von 900 m³ Wasser anschaffen

Christian Royen Projektleiter

Am Bütgenbacher See hat ein neues Ferienparadies seine Türen geöffnet:

Nature Lake Village. 14 Villen mit zwei bis vier Schlafzimmern – jedes mit eigenem Bad – sowie eine barrierefreie Villa sind fertiggestellt, und die ersten Eigentümer genießen bereits den Komfort.

„Nature Lake Village“ am Bütgenbacher See Ein Feriendorf mitten in der Natur

Die Villen verbinden hochwertige Bauweise mit moderner Nachhaltigkeit: Betonfertigteile sichern Stabilität, Aluminiumfensterrahmen verleihen Eleganz. Natürliche Materialien, wie Holz sowie vorpatiniertes Zink und Gründächer tragen dazu bei, dass sich die Wohnungen harmonisch in die Umgebung einfügen. Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und eine eigene Wasseraufbereitungsanlage sorgen dafür, dass Energie- und Wasserverbrauch minimal bleiben.

Privatsphäre und Gemeinschaft clever kombiniert

Jede Villa steht großzügig verteilt und bietet Blick auf Wald und Wiesen. Perfekt für die Privatsphäre. Doch auch die Gemeinschaft kommt nicht zu kurz: In der zentralen „Welcome Villa“ holen Gäste ihren Schlüssel ab, treffen sich im geräumigen Salon oder auf der großen Terrasse. Für Kinder gibt es Außenspielgeräte, für Erwachsene einen Kicker und genügend Platz, um Familienfeiern zu veranstalten.

Romantik pur gibt es auf der naturbelassenen Wiese oberhalb des Ferienparks.

Dort steht ein Holzliegestuhl neben einer Feuerschale, mit umwerfendem Blick auf den Stausee. Dort relaxen, mit einem Glas Champagner Sonnenuntergänge bewundern und ein kleines Feuer lodern lassen? Herrlich! Champagnerkorken im Gras beweisen: Andere sind dem Charme des Ortes bereits erlegen.

Nachhaltig, ökologisch, praktisch

Die Nachhaltigkeit endet nicht bei den Gebäuden: Blumenwiesen ersetzen die meisten Rasenflächen, 45 Parkplätze wurden mit Rasengittersteinen gestaltet, Regenwasser kann versickern und die Artenvielfalt profitiert. „Wir wollten zeigen, dass hoher Komfort und Umweltbewusstsein Hand in Hand gehen“, sagt der Vervierser Architekt David Schoonbroodt.

„Nature Lake Village“ zeigt, wie modernes Bauen, Luxus, Naturerlebnis und Umweltschutz zusammenpassen. Wer einmal durch die Villen und die blühenden Wiesen spaziert, versteht sofort: Hier ist ein Ferienort entstanden, der Rückzug, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit auf einzigartige Weise verbindet.

Inzwischen sind alle Villen verkauft. Die neuen Eigentümer kommen vorwiegend aus der Region. Sie nutzen die Villa als naturnahem Rückzugsort oder vermieten sie als Ferienwohnung. Die Eigentümergemeinschaft sorgt dafür, dass Vermietung und Nutzung harmonisch ablaufen.

Weitere Informationen: www.naturelakevillage.be

Ausführende Unternehmen:

• Erdarbeiten, Kanalisation und Straßenbau: Ch. Geron (Battice)

• Maurerarbeiten: Vanaubel Frères Construction (Herve)

• Fertigbetonteile: LARCO (Welkenraedt)

• Dacheindeckung und Zinkfassaden: Lieutenant & fils (Blégny)

• Außenfenster und -türen: Go Project (Verviers)

• Elektroinstallationen: René Lekeu (Thimister Clermont)

• Sanitärinstallationen: Daniel Perrotti (Herstal)

• Heizung und Klimatisierung: Atmosph’air (Herve)

• Dämmende Estrichschicht: Isolpur (Stavelot)

• Estrich und Fliesenarbeiten: Alexandre Frisée (Herve)

• Verputzarbeiten: Olivier Vanaubel (Thimister Clermont)

• Schreinerarbeiten und Fassadenverkleidungen: Menuiserie DAMS (Herve)

• Küchen-, Schrankund Badezimmermöbel: Cuisitime (Herve)

• Innenanstriche: Nickel H&S (Welkenraedt)

• Zäune und Schranken: CHD Portails (Dison)

• Metallbauarbeiten / Schmiedearbeiten: Allinox / Fred Closset (Thimister Clermont)

• Architekt: IN Architecture (Verviers)

Die Residenz Weißdorn in Eynatten Aus Stein gewachsen, für die Zukunft gebaut

Wo früher Landwirtschaft den Takt vorgab, ist im Herzen von Eynatten moderner Wohnraum entstanden. Mit der Residenz Weißdorn hat die Firma Elsen einen ehemaligen Bauernhof abgerissen und an gleicher Stelle eine energieeffiziente Wohnanlage errichtet. Das Projekt zeigt, wie sich bauliches Erbe, hochwertige Ausführung und zeitgemäße Nutzung miteinander verbinden lassen.

Der Ausgangspunkt war ein alter Bauernhof mit angrenzenden Wiesen, den die Firma Elsen bereits 2012 erwarb. Doch bis der erste Bagger anrollen konnte, sollte Zeit vergehen. „Der Ankauf war schnell erledigt, aber Genehmigungen und Planungen haben Geduld verlangt“, erinnert sich

auf mehrere massive Findlinge von zwei bis drei Kubikmetern Größe. Kurzerhand wurden diese Steine sowie das Abrissmaterial nachhaltig vor Ort zerkleinert und im Bau wiederverwertet.

Noch anspruchsvoller erwies sich der hohe Wasseranfall. Durch das natürliche Geländerelief floss Oberflächenwasser ins tiefer gelegene Grundstück, hinzu kam Grundwasser. Zeitweise stand die Baugrube fast einen halben Meter unter Wasser, was einen Baustopp notwendig machte. Mit gezielten Drainagelösungen gelang es schließlich, den Wasserfluss zu lenken und das Gelände nachhaltig trockenzulegen.

Bruchstein als Statement

Das architektonische Herzstück der Residenz sind die Bruchsteinfassaden. Diese wurden mit den Steinen des abgerissenen Bauernhofs neu aufgebaut: Raerener Bruchstein, vollständig neu gesetzt. „Dass heute noch eine Wohnanlage fast komplett in Bruchstein errichtet wird, ist äußerst selten“, erklärt René Niessen.

Dass heute noch eine Wohnanlage fast komplett in Bruchstein errichtet wird, ist äußerst selten

Projektleiter René Niessen. Erst im Herbst 2023 begann der Abriss und der anschließende Neubau.

Überraschungen im Untergrund

Schon zu Beginn der Arbeiten wurden die Projektverantwortlichen mit unerwarteten Herausforderungen konfrontiert. Bei den Ausschachtungen stießen die Bauarbeiter

Doch gerade diese Entscheidung macht die Residenz Weißdorn zu einem echten Schmuckstück. Sie fügt sich nahtlos in das historische Umfeld ein und bildet erneut eine Einheit mit dem gegenüberliegenden, denkmalgeschützten Gut Trouet, das vor wenigen Jahren umfassend renoviert wurde. Bereits vor rund 300 Jahren standen beide Anwesen in enger Beziehung zueinander. Eine historische Verbindung, die heute neu belebt wird und den Dorfkern von Eynatten sichtbar aufwertet.

Für die Eigentümer bringt diese Bauweise klare Vorteile. Bruchstein ist nämlich äußerst langlebig und wartungsarm.

„Hier wird sich niemals jemand um Unterhaltsarbeiten an den Fassaden kümmern müssen“, so René Niessen.

Wohnkonzept und technische Umsetzung

Ende 2024 war der Rohbau abgeschlossen, Dach und Fenster eingebaut. Kurz vor Weihnachten 2025 konnten die ersten Bewohner einziehen. Entstanden sind 16 Wohneinheiten mit Wohnflächen zwischen 73 und 133 Quadratmetern, verteilt auf zwei Baukörper rund um einen Innenhof. Die gesamte Anlage ist unterkellert. Neben privaten Kellerräumen befinden sich dort auch Innenstellplätze sowie die technische Infrastruktur.

Die Nachfrage war hoch. „Fast alle Käufer stammen aus dem unmittelbaren Umkreis von Eynatten“, so der Projektleiter. Neben der hochwertigen Ausführung spielte vor allem die zentrale Lage zwischen Eupen und Aachen sowie die direkte Autobahnanbindung eine entscheidende Rolle. Aktuell sind nur noch drei Wohnungen verfügbar.

Warum dieser Job begeistert

Was René Niessen an seiner Arbeit und diesem Projekt besonders schätzt? „Ein Projekt von Anfang bis Ende begleiten zu können: vom Ankauf über Planung und Bau bis hin zum Verkauf und zur Schlüsselübergabe. Und natürlich immer wieder passend, auf Unvorhersehbarkeiten zu reagieren und Lösungen zu finden.“ Genau darin liegen der Reiz und der nachhaltige Erfolg eines Projekts, wie das der Residenz Weißdorn überzeugend beweist: die ganzheitliche Projektbegleitung.

www.residenz-weissdorn.be

UNSERE DIENSTLEISTUNGEN

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✔ Kollektive Interessenvertretung der Unternehmer

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Projekt Reno+

Der „Renovierungszug“ erreicht Lüttich

125 Renovierungen pro Tag, 30 Jahre lang. Das ist die Herausforderung, vor der die Wallonie steht, um bis 2050 klimaneutral zu werden. Eine Mammutaufgabe, die neue Wege erfordert. Die „Trains de Rénovation“ sind ein gutes Beispiel. Nach Ottignies/Louvainla-Neuve und Braine-l’Alleud ist der „Renovierungszug“ nun auch in Lüttich angekommen.

Die Renovierungszüge‘ verbinden ökologische Ziele mit wirtschaftlichen Chancen und sind somit ein Modell für die Zukunft. Wer heute einsteigt, fährt morgen ganz vorne mit

Marie Guisset

Leiterin des Projekts Reno+ bei Buildwise

Buildwise, Embuild Wallonie und GreenWin riefen diese Initiative ins Leben. Das Ziel: Renovierungen bündeln und effizienter gestalten, indem mehrere Haushalte einer Gemeinde gemeinsam durch den Prozess begleitet werden.

Das Konzept

Konkret funktioniert das wie folgt: Bürgerinnen und Bürger einer Stadt, die ihr Haus isolieren wollen, melden sich bei Reno+ und bekommen einen Berater zugewiesen. Dieser kümmert sich um alle Aspekte des Projekts, vom Entwurf über die Beantragung von Fördermitteln und Finanzierungen bis hin zur Überwachung der Bauarbeiten. Die Garantie, dass die Arbeiten qualitativ hochwertig und zu einem korrekten Preis ausgeführt werden, ist Ehrensache. Das Rundum-sorglos-Paket also für den Bauherr.

Und was hat ein Bauunternehmen davon?

Klar definierte Projekte, vollständige Dossiers, digitale Bestandsaufnahmen und geografisch konzentrierte Baustellen. 85 % der Angebote führten in der Pilotphase zu realen Aufträgen. „Unternehmen steigen erst ein, wenn die Erfolgschancen hoch sind“, so Nicolas Spies, Senior-Berater bei Embuild Wallonie.

Jetzt geht’s los

Nach den positiven Ergebnissen in Brainel’Alleud und Ottignies-LouvainlaNeuve ist

der „Renovierungszug“ nun auch in Lüttich mit einem sogar erweiterten Angebot unterwegs.

Am 20. Februar 2026 fand in den Lokalen von Embuild Lüttich eine diesbezügliche Infoveranstaltung für potenziell interessierte Unternehmen statt. Alle anwesenden Unternehmen schienen überzeugt zu sein, denn sie meldeten sich allesamt für weitere Gespräche an.

Auch die Stadt Lüttich war vertreten. Sie steht laut ihrer Leiterin für Klima- und Nachhaltigkeitsprojekten Whitney Bader voll und ganz hinter dieser Initiative: „Sie trägt dazu bei, die unbedingt notwendige Renovierungswelle in unserer Stadt zu beschleunigen.“ Eine Aussage, die in der Pressekonferenz am 11. Februar von den politisch Verantwortlichen noch einmal unterstrichen wurde.

Anmeldungen sind nach wie vor möglich

Und somit ist der Weg frei für die Umsetzung. Hausbesitzer aus Lüttich können nun Projekte für Dach , Fassaden und Mauerisolierung, neue Fenster und moderne Lüftungssysteme einreichen. Unternehmen, die noch einsteigen möchten, können sich für weitere Information nach wie vor bei nicolas.spies@embuild.be melden.

„Die Renovierungszüge‘ verbinden ökologische Ziele mit wirtschaftlichen Chancen und sind somit ein Modell für die Zukunft. Wer heute einsteigt, fährt morgen ganz vorne mit“, bringt es Marie Guisset, Reno+Koordinatorin bei Buildwise, auf den Punkt.

Weitere Infos: www.renoplus.org – info@renoplus.org

Embuild Lüttich

baut an einem starken Zuhause für den Bausektor

Wo einst Industriegeschichte geschrieben wurde, entsteht heute ein zukunftsweisendes Quartier.

Im Herzen dieses Areals nimmt der neue Sitz von Embuild Lüttich Gestalt an. Die Renovierungsarbeiten am ehemaligen Gebäude der Finanz-, Mehrwertsteuer- und Steuerbehörde sind in vollem Gange.

Das Projekt ist weit mehr als ein klassischer Umzug: Hier soll ein echtes Ökosystem für den Bausektor entstehen. „Wir wollen ein offenes Haus für den gesamten Sektor schaffen“, betont Direktor Paul-Philippe Hick. „Ein Ort, an dem sich unsere Mitglieder wiederfinden, mit starken Partnern unter einem Dach. Vor allem wird dieses neue Werkzeug unsere Dienstleistungen stärken und die Nähe zu unseren Mitgliedern weiter verbessern.“

Wir verstehen diesen Standort als klares Bekenntnis zum Bauen von morgen, zur Zusammenarbeit im Sektor und zur Stärke unserer Region

genossenschaft SCICC, den Sektorfonds Constructiv, die Versicherungsgesellschaft Fédérale sowie Cohezio, den Dienst für Prävention und Sicherheit am Arbeitsplatz. Damit wächst hier Schritt für Schritt ein Netzwerk, das Beratung, Begleitung, Versicherungen, Weiterbildung und Personalvermittlung an einem Standort bündelt.

Ein echtes „Haus der Unternehmer“

Tatsächlich wird das Gebäude künftig zahlreiche Schlüsselakteure vereinen: eine Zeitarbeitsagentur, die Bürgschafts-

Auch Präsident Alain Kohn sieht im Projekt ein starkes Signal: „Wir investieren bewusst in die Zukunft unseres Sektors. Dieses Gebäude soll ein echtes‚Haus der

Unternehmer‘ werden, ein Ort, an dem sich unsere Mitglieder wohlfühlen und gerne zusammenkommen.“

Der Standort ist dafür ideal geeignet: direkt an der Autobahn E40 gelegen und hervorragend an den öffentlichen Verkehr angebunden. Ausreichend Parkplätze mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie vier Schnellladestationen, eine moderne und einladende Cafeteria, großzügige Versammlungs- und Schulungsräume machen den neuen Sitz zu einem leistungsfähigen Zentrum.

Nachhaltigkeit

im Fokus

Der neue Sitz ist Teil des ambitionierten ACEC-Projekts, das von der SPI getragen wird, und fügt sich vollständig in eine Logik der Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft ein. Bei der Renovierung wird besonderer Wert auf Energieeffizienz gelegt: hochwertige Isolierung, Photovoltaikanlagen auf dem Dach und eine ressourcenschonende Modernisierung prägen das Konzept.

Die Ausschreibungen wurden in mehrere Lose aufgeteilt, um möglichst vielen regionalen Unternehmen eine Chance zu geben. Sämtliche Arbeiten werden von Mitgliedsunternehmen von Embuild ausgeführt. „Das ist für uns selbstverständlich“, erklärt Alain Kohn. „Wir wollten mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, wozu unsere Unternehmen fähig sind.“

Herausforderung mit Signalwirkung

Ein solches Vorhaben verlangt dem Team viel ab. Planung, Koordination und Abstimmung mit den Partnern sind anspruchsvoll. Doch der Einsatz lohnt sich. Mit dem Einzug in das historische ACEC-Gebäude setzt Embuild Lüttich nicht nur ein Zeichen für die eigene Zukunft, sondern auch für die wirtschaftliche Dynamik der Region. „Wir verstehen diesen Standort als klares Bekenntnis zum Bauen von morgen, zur Zusammenarbeit im Sektor und zur Stärke unserer Region“, fasst Alain Kohn zusammen.

PROGRESS. TOGETHER.

16.000 BAUBETRIEBE

Das lässt sich nicht übersehen!

16.000 Baubetriebe in ganz Belgien zählen auf uns. Klein und groß. Aktiv in sämtlichen Bereichen und Techniken des gesamten Bausektors. Embuild ist ihre Stimme und Partner vor Ort. Wir informieren, bieten individuelle Beratung, schaffen Netzwerke und verteidigen ihre Interessen.

Gemeinsam bauen. Gemeinsam wachsen.

Auch Mitglied werden? info@embuildverviersostbelgien.be, 087/29 10 60

Techlink Lüttich-Verviers

Ein Abend des Austauschs und der Geselligkeit

Am 5. Dezember verwandelte sich das Grand Casino in Chaudfontaine in einen echten Treffpunkt für Fachleute des Sektors.

Anlässlich seines jährlichen Banketts brachte Techlink Lüttich Verviers, der Verband der HVAC Fachbetriebe und Elektriker, nicht weniger als 198 Teilnehmende zusammen. Die Veranstaltung war für diese Ausgabe 2024 vollständig ausgebucht.

Bereits beim genussvollen Apéro an Stehtischen, war die Ausrichtung des Abends klar: Begegnungen, den Austausch und die Gespräche unter Kollegen fördern. Ein dynamisches Konzept, das es den Gästen ermöglichte, sich frei zu bewegen und Kontakte zu knüpfen.

Das Hauptgericht wurde anschließend am Tisch serviert und von einer Show von Pierre Theunis, Betty LaFerrara und ihrem

Sohn begleitet. Dessert und Kaffee wurden wiederum an Stehtischen serviert, bevor DJ Monastère zum Tanz einlud. Der Besuch des Nikolaus verlieh dem Abend eine weitere festliche und herzliche Note.

Ein Höhepunkt des Abends war die Rede von Bruno Claessens, dem neuen Präsidenten von Techlink Lüttich Verviers und Nachfolger von Mohamed Ikharazen. Er erinnerte an das zentrale Ziel des Verbands: „Einigkeit macht stark! Zusammenarbeit und gegenseitigen Respekt, um den Herausforderungen des Sektors gemeinsam zu begegnen". Zudem unterstrich er, wie wichtig es sei, junge Unternehmer stärker einzubinden. Er rief sie dazu auf, mitzumachen, um die Werte der Solidarität und kollektiven Interessenvertretung weiterzutragen.

Zum Abschluss würdigte Bruno Claessens seinen Vorgänger mit einem ausdrücklichen Dank und lobte die Diplomatie und das Engagement von Mohamed Ikharazen, die maßgeblich zur Stärkung des Zusammenhalts zwischen Elektrikern, Sanitär und Heizungsfachleuten innerhalb von Techlink Lüttich-Verviers beigetragen haben.

Sankt Barbara:

Die Berufe der Steinbranche im Fokus

Die Königliche Vereinigung der Steinmetz- und Steinbildhauermeister sowie Marmorverarbeiter der Wallonie feierte am Samstag, den 29. November 2025, ihr traditionelles Sankt-Barbara-Bankett, der Schutzpatronin des Gewerks. Die Veranstaltung fand im prestigeträchtigen Rahmen des großen Ballsaals des Hotels Van der Valk Sélys in Lüttich statt.

Der Abend begann mit der 36. feierlichen Sitzung des „Ordens der Massette“, geleitet von Étienne Latour als Zeremonienmeister.

Ziel dieses Ehrenordens ist es, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie engagierte Akteure der Steinmetzbranche auszuzeichnen. In diesem Rahmen wurde die Medaille des „Petit Mèss“ an Julie Ferrara verliehen, während Mélanie Pesser mit der Medaille des „Grand Mèss“ für ihr Engagement und ihren beispielhaften Werdegang geehrt wurde.

Im Anschluss nutzten die Teilnehmenden den Aperitif für anregende Gespräche und fachlichen Austausch, bevor der Abend bei einem musikalisch begleiteten Dinner seinen festlichen Ausklang fand.

Mit über 80 Gästen war diese Ausgabe ein voller Erfolg und unterstrich die enge Verbundenheit des Berufsstandes mit seinen Traditionen. Zudem hatte die Vereinigung die Ehre, Alain Kohn, Präsident von Embuild Lüttich, begrüßen zu dürfen.

V.o.G. Anerk. 370, B.St. 14/11/91

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