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SPI_Geschaeftsbericht_2025_de

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GESCHÄFTSBERICHT 2025

Herausgeber

Schweizerisches Polizei-Institut

Avenue du Vignoble 3

2000 Neuchâtel

isp@ne.ch

Tel 032 723 81 00

www.institut-police.ch

© SPI, Mai 2026

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Zuger Polizei

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Stadtpolizei Winterthur

Stadtpolizei Zürich

Redaktion, Lektorat, Übersetzungen

SPI

Layout

A4 Agentur, Rotkreuz

Druck

Imprimerie de l’Ouest SA, Cormondrèche

Auflage

135 Exemplare Deutsch

90 Exemplare Französisch

25 Exemplare Italienisch

4

INHALT

INTERVIEW: RÜCK- UND AUSBLICK

14 ORGANISATION

16 2025 AUF EINEN BLICK MIT 12 KENNZAHLEN

18

22

MANAGEMENT SUMMARY: DAS JAHR 2025 IM ÜBERBLICK

KURSE UND LEHRGÄNGE 26

EVENTBERICHT: SPI-TAGUNG 2025

30

BILDUNGSSTRATEGIE UND LERNMEDIEN 34

FORSCHUNGSKOORDINATION UND WISSENSMANAGEMENT

38

GESCHÄFTSSTELLE OdA POLIZEI 42 KOMMUNIKATION

HUMAN RESOURCES

STAB

INFORMATIK UND LOGISTIK 48 SPRACHDIENST 49 QUALITÄT

RECHTSDIENST 52

BGK 2025: EIN WEGWEISENDES JAHR 56 FINANZEN UND JAHRESRECHNUNG 64 WHO IS WHO DER SCHWEIZER POLIZEIAUSBILDUNG

Zugunsten einer verbesserten Lesbarkeit werden Abkürzungen jeweils im Abkürzungsverzeichnis auf der zweitletzten Seite dieses Berichts erläutert.

72 ABKÜRZUNGEN

INTERVIEW

RÜCK- UND AUSBLICK

2025 war ein wegweisendes Jahr: Das SPI erreichte im seit 2022 laufenden Strategiezyklus die Zielgerade und das Bildungspolitische Gesamtkonzept (BGK) den Höhe punkt seiner Ausgestaltung. Mit beiden wird das Ziel verfolgt, die polizeiliche Aus- und Weiterbildung in der Schweiz auf eine grundlegende Transformation vorzubereiten. Gleichzeitig wurde das Jahr von bedeutenden internen Veränderungen geprägt, allen voran vom Weggang des Direktors und von der interimistischen Übernahme der Führung durch den ehemaligen Vizepräsidenten des Stiftungsrats, der einen umfassenden Kulturwandel einleitete. Wie geht es nun weiter? Welche Auswirkungen ergeben sich daraus für den Auftrag und die Aktivitäten des SPI? Darüber reflektieren Philippe Müller (Stiftungsratspräsident), Fritz Lehmann (Direktor ad interim) und Roberto Torrente (neuer Vizepräsident des Stiftungsrats) unter der Gesprächsleitung von Rastislav Valach (Chef Fachbereich Kommunikation ). Gemeinsam wagen sie einen Blick in die Zukunft.

Per 30. November 2025 hat Stefan Aegerter das SPI nach insgesamt zehn Jahren Mitarbeit und vierjähriger Tätigkeit als Direktor verlassen. Welche Entwicklung hat das SPI in dieser Zeit erfahren?

Philippe Müller (PHM): Es waren bewegte zehn Jahre für das SPI, wie auch für die Neuausrichtung der Aus- und Weiterbildung der Polizei auf die Herausforderungen der Zukunft. In diesen Zeitraum fielen die Corona-Periode und der Hinschied des vormaligen Direktors Reto Habermacher. Stefan Aegerter hat die Führung in diesem schwierigen Moment übernommen – zuerst interimistisch, bis der Stiftungsrat ihn definitiv in seiner Funktion bestätigte, als der designierte Direktor Stefan Blättler zum Bundesanwalt gewählt wurde.

Wie beurteilen Sie die Zeit unter seiner Führung?

PHM: Stefan Aegerter hat sich mit viel Hingabe für das SPI und seine Weiterentwicklung eingesetzt. Er half, das SPI als nationales Kompetenzzentrum für die polizeiliche Weiterbildung zu etablieren – mit entsprechender Anerkennung bei Partner- und auch ausländischen Organisationen. Ausserdem hat er die zukünftige Ausrichtung der Polizeibildung mit seinem Beitrag am Bildungspolitischen Gesamtkonzept (BGK) entscheidend mitgeprägt. Dafür danke ich ihm im Namen des gesamten Stiftungsrats.

Welche Massnahmen haben Sie als Präsident des Stiftungsrats eingeleitet, um die Kontinuität am SPI nach Aegerters Austritt zu sichern?

PHM: Erfreulicherweise hat sich Fritz Lehmann bereit erklärt, die Führung des SPI bis zum Amtsantritt der Nachfolge zu übernehmen. Damit konnten wir einen fliessenden Übergang garantieren. Die strategischen Projekte befinden sich weiterhin auf gutem Kurs und

belegen die Robustheit der etablierten Prozesse. Durch erhöhte Subventionen für den Zeitraum 2024 – 2027 ist die finanzielle Stabilität gewährleistet. Parallel dazu mussten wir jedoch die Budgetverpflichtungen und deren Bewirtschaftung neu bewerten und neue Prioritäten setzen.

Bedeutet dies auch eine Änderung in der Ausrichtung des SPI?

PHM: Nein, ich sehe es eher als eine kontrollierte Weiterentwicklung. Das SPI befindet sich nicht zuletzt dank des Engagements seiner Mitarbeitenden, der Kontinuität der Schlüsselprojekte und eines bereits verankerten Transformationsprozesses in einer günstigen Position, um seine Tätigkeit mit höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards fortzusetzen.

Wie lässt sich diese Position umschreiben?

PHM: Pünktlich zu seinem 80-jährigen Jubiläum steht das SPI an einem wichtigen Wendepunkt in seiner Geschichte. Gerade in der heutigen Zeit wird seine Rolle als Vermittler und Brückenbauer innerhalb der föderalistisch ausgestalteten Polizeilandschaft immer wichtiger. Die Gesellschaft ist auf vielen Ebenen stark gefordert, und die Polizei spielt eine wichtige Rolle als Garantin der öffentlichen Sicherheit und unserer Demokratie. Dazu kommt der Fachkräftemangel, der sich bereits heute in vielen Polizeikorps stark bemerkbar macht. Entsprechend sind die Anforderungen an den künftigen SPI-Direktor sehr hoch.

Auch der Bereich Forschungskoordination und Wissensmanagement trägt dazu bei, indem er sich als Kompetenzzentrum und Single Point of Contact für wissenschaftliche Fragen in der Polizeiausbildung und -forschung positioniert.

Fritz Lehmann (FLE): Genau, der dieses Jahr etablierte Swiss Police Research Dialogue (SPRD) wird in Zukunft einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Er verfügt über eine Übersicht über Projekte, Fachpersonen und Organisationen in der Polizeiforschung und fördert deren Sichtbarkeit. Das SPI sorgt für den Wissenstransfer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Resultate und beteiligt sich an Forschungsprojekten. Mit einem Themenradar antizipieren wir den Bedarf an künftiger Aus- und Weiterbildung.

Wurde bei der Ausschreibung der Direktorenstelle darauf geachtet, dass die für dieses Amt bestimmte Person bereits Erfahrung in strategischen Kernfragen des SPI mitbringt?

PHM: Uns war es sehr wichtig, dass sich die Person mit solchen Fragen bereits vertieft auseinandergesetzt hat. Auch sollte sie innerhalb der Polizeilandschaft bereits bestens vernetzt und anerkannt sein. Persönliche Integrität, Belastbarkeit und Vorbildfunktion, kooperative Führung mit Entscheidungs- und Durchsetzungsfähigkeit, Innovationskraft und Sinn für pragmatische Lösungen waren weitere zentrale Kriterien.

Der Stiftungsrat hat am 5. Dezember 2025 Philippe Allain zum neuen Direktor gewählt. Er wird das Amt per 1. Juli 2026 antreten. Was zeichnet ihn für diese Position aus?

PHM: Herr Allain führte sieben Jahre lang das Korps der Kantonspolizei Freiburg. Ausserdem ist er seit Jahren selbst Leiter verschiedener Lehrgänge des SPI, seit 2022 Mitglied der operativen Projektleitung des BGK und war auch als Lehrer an der Volksschule tätig. Mit Philippe Allain haben wir eine kompetente und allseits anerkannte Persönlichkeit gewonnen, die sich schon heute unentwegt für eine modern ausgebildete und zukunftsgewandte Polizei in der Schweiz engagiert.

Das BGK steht für eine Weiterbildung, die den realen Anforderungen von Führungskräften und Spezialistinnen und Spezialisten sowie den künftigen Entwicklungen und beruflichen Laufbahnen in diesen Rollen gerecht wird. Wie lässt sich diese Zukunftsperspektive umschreiben?

PHM: Die drei Leitprinzipien Modularisierung, Harmonisierung und Modernisierung bilden das Fundament. Wir wollen der Polizeilandschaft mit einem strukturierten Laufbahnmodell neue Perspektiven bieten. Vier aufeinander abgestimmte Führungsstufen, moderne Kompetenzprofile und ein gezielter Fokus auf gesellschaftlichen Wandel, Digitalisierung und Kommunikation sollen die Führungskräfte wie auch Spezialistinnen und Spezialisten fit für die Herausforderungen von morgen machen.

Wo liegen die grössten Herausforderungen in Bezug auf Anerkennung, Gleichwertigkeit und der vorgesehen Schaffung von Passerellen, welche die Verbindung zwischen den verschiedenen Ausbildungssystemen erleichtern sollen?

FLE: Diese sehe ich vor allem im Abgleich der verschiedenen Systeme untereinander mit Blick auf Inhalt und Gleichwertigkeit der Abschlüsse, so etwa mit der Schweizerischen Vereinigung für Führungsausbildung (SVF) oder auch zwischen polizeilichen Bildungsangeboten und den Abschlüssen von Hochschulen und Universitäten. Hinzu kommen rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen – Anerkennungsverfahren sind ja häufig an formale Vorgaben, kantonale Zuständigkeiten oder hochschulrechtliche Regelungen gebunden.

Ein zentraler Punkt dabei ist die Schaffung von Passerellen. Was hat es damit auf sich?

FLE: Passerellen fördern die Mobilität, öffnen Karrierewege und die Laufbahngestaltung und verankern das BGK nachhaltig im schweizerischen Bildungsund Polizeisystem. Ihre Schaffung setzt eine enge Abstimmung zwischen den beteiligten Institutionen voraus, um Vertrauen, Transparenz und gemeinsame Qualitätsstandards sicherzustellen. Diese Herausforderungen verdeutlichen, dass Anerkennung und Durchlässigkeit zwar anspruchsvoll, jedoch eine zentrale Voraussetzung für das Gelingen dieses Vorhabens sind.

Welche Massnahmen hat das SPI unternommen, um diese komplexen Sachverhalte zu vermitteln?

FLE: Das SPI hat am 1. Juli 2025 eine offizielle Broschüre veröffentlicht und eigens eine Website (www.bgk-cgf.ch) dazu aufgeschaltet, die der Bündelung von Referenzdokumenten und aktuellen Informationen über die Reform dient. Mit diesen Instrumenten sollen die Polizeikorps und die Ausbildungsinstitutionen bei der konkreten Umsetzung der im BGK festgelegten Grundsätze unterstützt werden.

Und wie wurden die Polizeikorps involviert?

PHM: Mit den zahlreichen Roadshows suchen wir den direkten Dialog mit den Akteurinnen und Akteuren aus der Praxis. Dieser Austausch fördert ein gemeinsames Verständnis des BGK, weckt grosses Interesse und ermöglicht es, wertvolle Rückmeldungen zu Erwartungen, Anliegen und praktischen Bedürfnissen zu sammeln. Die Roadshows sind daher für die Weiterführung des Projekts von entscheidender Bedeutung, da sie die Aneignung des BGK durch die betroffenen Institutionen unterstützen, die Akzeptanz des Wandels stärken und eine solide Grundlage schaffen, um das BGK über Arbeitsgruppen in enger Verbindung mit der operativen Realität der Schweizer Polizeien weiterzuentwickeln.

«PÜNKTLICH ZU SEINEM 80-JÄHRIGEN JUBILÄUM STEHT DAS SPI AN EINEM WICHTIGEN WENDEPUNKT IN SEINER GESCHICHTE.»
Philippe Müller, Präsident

Fritz Lehmann, Sie haben seit 1. Oktober 2025 die interimistische Leitung des SPI inne und bereits zuvor beim SPI gearbeitet. Welche Aspekte haben sich am stärksten verändert?

FLE: Seither ist die Digitalisierung fortgeschritten, was gerade ein Bildungsinstitut wie das SPI stark zu spüren bekommt. Mit den technologischen Möglichkeiten ändern sich die Mittel, die benötigten Medien und damit auch Lehr- und Lernumgebungen. Dieser Wandel wirkt sich auch unmittelbar auf das Management aus – eine entscheidende Schwelle wurde überschritten. Das Institut befindet sich mit seiner breiten Angebotspalette, seinen rund 1500 Ausbildenden und 22 000 potenziellen Kundinnen und Kunden mitten im Wandel vom kleinen Unternehmen zum mittelgrossen Bildungsanbieter.

Seit Ihrer Ankunft am SPI haben Sie bereits viele Massnahmen ergriffen, die sich vor allem auf die organisatorische Ebene auswirken.

Wo haben Sie angesetzt?

FLE: Durch das Wachstum des Instituts erschien es mir zentral, seine Strukturen skalierbarer zu gestalten. Wir haben ein Projektportfolio entwickelt, um Projekte künftig zentral zu erfassen und zu steuern, die Koordination zu verbessern, finanzielle Mittel gezielter einzusetzen und die Teams dadurch spürbar zu entlasten. Ergänzend hat die Geschäftsleitung eine neue Geschäftsordnung und Governance-Charta verabschiedet, die eine kohärente, transparente und effiziente Führung im Einklang mit den strategischen Vorgaben des Stiftungsrats sicherstellt.

Anfang Februar 2026 wurde darüber hinaus eine Reorganisation der Geschäftsleitung angekündigt. Was bedeutet das für das SPI?

PHM: Dieser Auftrag kam vom Büro des Stiftungsrats, das die Leitung des SPI weg von einer klassischen Geschäftsleitung lenken will. Angestrebt wird dagegen eine echte Institutsleitung, welche der Struktur eines Bildungsinstituts viel eher entspricht. Indem wir die Institutsleitung verkleinern, vereinfachen wir die Entscheidungsprozesse. Durch die Umstrukturierung der Teilbereiche führen wir diese auf eine Art und Weise zusammen, die der Grösse des SPI logisch entspricht.

Fritz Lehmann, worin sehen Sie bis zum Amtsantritt von Philippe Allain Ihre Hauptaufgabe?

FLE: Tatsächlich sehe ich meine Rolle eher als Wegbereiter für die neue Governance des SPI, um für Philippe Allain die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen, das SPI in eine neue Ära zu überführen. Dabei lege ich grossen Wert darauf, die Mitarbeitenden in diese Transformationsphase aktiv einzubinden – und entsprechende Massnahmen wurden gemeinsam mit der Geschäftsleitung bereits ergriffen.

Was motivierte Sie zum stärkeren Einbezug der Mitarbeitenden in diesen Prozess?

FLE: Bereits als ich noch im Stiftungsrat war, haben wir die Arbeits- und Führungskultur am SPI geprüft und dafür ein auf diesem Gebiet spezialisiertes Unternehmen beigezogen. Dieses führte im Frühjahr 2025 eine anonyme Umfrage durch, um bestehende Spannungsfelder sichtbar zu machen.

Was waren die grössten Erkenntnisse dieser Umfrage?

FLE: Erfreulicherweise wies die Umfrage eine grosse Zufriedenheit innerhalb der einzelnen Teams aus. Gleichzeitig schätzte eine Mehrzahl der Mitarbeitenden die Führungskultur am SPI als problematisch ein. Neben einem Mangel an Vertrauen und Transparenz wurden mehrere Konfliktherde identifiziert. Auf Grundlage dieser Ergebnisse haben wir einen Kulturwandel angestossen.

Welche Aspekte machen diesen Wandel aus?

FLE: Präsenz, Zuhören und Dialog. Die Geschäftsleitung lebt den Kulturwandel vor und ist bemüht, durch ihr dialogorientiertes Vorgehen Vertrauen zu schaffen. Weiter gestalten wir die Entscheidungsprozesse gezielt transparenter. Die Geschäftsleitung erklärt Hintergründe, Ziele und Konsequenzen von Entscheiden und reduziert damit Unsicherheiten. Rückmeldungen aus der Belegschaft fliessen dabei in die Entscheidungsfindung ein. Auch wenn ein solcher Kulturwandel Zeit braucht, tragen die ergriffenen Massnahmen und insbesondere die transparente Kommunikation bereits zu einer Atmosphäre des Fortschritts bei.

Roberto Torrente, Sie haben am 1. Oktober 2025 das Amt des Vizepräsidenten des Stiftungsrats von Fritz Lehmann übernommen. Welche Erwartungen verbinden Sie mit dieser neuen Rolle? Roberto Torrente (RTO): Ich freue mich sehr über diese Ernennung. Sie erlaubt es mir, die Zukunft der polizeilichen Ausbildung stärker mitzuprägen. Die Übernahme dieses Amtes krönt meine 35-jährige Laufbahn im Polizeiwesen, wovon ich 22 Jahre beim Kommando der Stadtpolizei Lugano war. Meine langjährige Mitwirkung in verschiedenen Arbeitsgruppen und Berufsorganisationen auf Schweizer Ebene sowie mein direktes Engagement bei den Polizeiprüfungen haben meinen Blick für die Herausforderungen im Polizeiwesen und für die Erwartungen an die polizeiliche Aus- und Weiterbildung in der Schweiz erweitert und geschärft.

«DAS INSTITUT BEFINDET SICH MITTEN IM WANDEL VOM KLEINEN UNTERNEHMEN ZUM MITTELGROSSEN BILDUNGSANBIETER.»
Fritz Lehrmann, Direktor ad interim
INTERVIEW:

Teil Ihrer Funktion wird es sein, als Bindeglied zwischen der extern beauftragten Stelle der Vertrauensperson, an die sich die SPI­Mitarbeitenden in kritischen Situationen anonym wenden können, und dem Stiftungsrat zu agieren.

RTO: Ja, diese Rolle ist mir besonders wichtig. Eine Institution wie das SPI kann nur dann ihre wichtige Vertrauens- und Vermittlungsposition einnehmen, wenn auch intern ein Klima des Vertrauens herrscht.

Sehen Sie eine Entwicklung in der Beziehung zwischen dem SPI und dem Tessin?

RTO: Das SPI hat eine enge Verbindung zum Tessin und umgekehrt. Mit Matteo Cocchi als Präsidenten der KKPKS ist das Tessin zurzeit auch national stark vertreten. Als Sprachregion in der Minderheit ist sich das Tessin der Wichtigkeit einer vermittelnden Instanz innerhalb der föderalen Strukturen sehr bewusst. Wir pflegen einen engen Austausch mit allen Landesteilen. Ich bin dadurch auch als Botschafter meiner Region «unterwegs zuhause» und lerne die uns unterscheidenden Elemente genauso kennen wie die, die uns verbinden. Beides zu kennen erleichtert es, als vermittelnde Kraft zu agieren. Und was uns verbindet, macht uns stark. Genau hier sehe ich auch die wichtigste Rolle des SPI.

PHM: So wie es im Leitsatz der Vision steht: «Als Plattform und Denkfabrik bringt es politische, polizeiliche und akademische Akteure zusammen, um eine qualitativ hochstehende Polizeiausbildung sicherzustellen.» Die Überleitung dieser Kernabsicht des SPI in konkrete Handlungsstränge hat den Strategiezyklus 2022 – 2025 geprägt.

Welche Massnahmen hat das SPI in diesem Zusammenhang im letzten Jahr insbesondere vorangetrieben?

PHM: Die Doktrinstelle Polizeididaktik befasste sich mit der Weiterentwicklung des Lehrpersonals, der SPRD wurde als Vernetzungsplattform weiter gefestigt, die neu ins Leben gerufene Konferenz der Ausbildungsverantwortlichen fand zum ersten Mal statt, und auch grenzüberschreitend baute das SPI seine Rolle als Drehscheibe in der Polizeiausbildung zunehmend aus. Gleichzeitig befasste sich das SPI über das ganze Jahr hinweg in mehreren Workshops und Klausuren intensiv mit dem neuen Strategiezyklus 2026 – 2030.

Die Weiterentwicklung des neuen Strategiezyklus 2026 – 2030 wurde bis zum Amtsantritt von Philippe Allain zwar vorübergehend eingestellt, doch beschäftigen sich der Stiftungsrat und die Geschäftsleitung weiter mit der Ausarbeitung der wichtigsten Stossrichtungen. Welche Aspekte verlangen in den kommenden Jahren vermehrt unsere Aufmerksamkeit?

PHM: Bereits heute ist klar, dass das SPI sich für die kommenden Herausforderungen neu aufstellen muss. Der erste Fokus liegt deshalb darauf, eine gesunde Basis für die neue Strategieausrichtung zu schaffen. Dafür ist es unausweichlich, zunächst das Geschäftsmodell für Lernmedien zu modernisieren und die interne Digitalisierung des SPI konsequent voranzutreiben.

Wieso ist die Modernisierung des Geschäftsmodells für Lernmedien von derart zentraler Bedeutung?

PHM: Die Bildungsangebote des SPI werden von den Polizeikorps vermehrt in digitaler Form bezogen.

Wir arbeiten auf eine neue digitale Lernplattform hin, die eine Anpassung der Lerninhalte erfordert und einen schnelleren Aktualisierungsrhythmus der Inhalte ermöglicht. Natürlich berücksichtigen wir dabei auch die Möglichkeiten im Zusammenhang mit KI und selbstorganisiertem Lernen.

Was kann ich mir unter dem Vorantreiben der internen Digitalisierung vorstellen?

FLE: Der Nachholbedarf wurde in einer breiten internen Umfrage ermittelt und betrifft verschiedene Dimensionen. Wir möchten die interne Arbeitsweise und die Arbeitsabläufe effizienter und effektiver gestalten.

Welche Rolle spielt dabei der für September 2026 geplante Wechsel des IT­Anbieters?

FLE: Dieser Wechsel basiert auf der Notwendigkeit, die bestehenden Einschränkungen in Bezug auf Flexibilität, Softwareverwaltung und Entwicklungsmöglichkeiten zu überwinden, da das SPI kein Hauptpartner des Kantons Neuenburg ist und die aktuellen Lösungen nur begrenzte Chancen bieten. Zentrale Kriterien sind dabei die IT-Sicherheit, die Nachhaltigkeit, ein gemeinsamer Speicherraum sowie eine umfassende Modernisierung der Infrastruktur.

Um die neuen Projekte anzugehen, plant das SPI seinen Umzug auf den 1. September 2026. Welchen Mehrwert erhofft man sich daraus?

PHM: Der Umzug schafft für das SPI einen Rahmen, der besser auf seine heutige und zukünftige Realität abgestimmt ist. Durch das kontinuierliche Wachstum des SPI wurden die bisherigen Büroräume zu klein.

«WAS UNS VERBINDET, MACHT UNS STARK.

GENAU HIER SEHE ICH

AUCH DIE WICHTIGSTE

ROLLE DES SPI.»

Roberto Torrente, Vizepräsident

INTERVIEW:

Da das SPI eng mit Neuenburg verbunden ist, war es für uns entscheidend, einen geeigneten Standort in der Region zu finden. Die Möglichkeit, alle Teams auf einer einzigen Etage zu vereinen, stärkt den Zusammenhalt und erleichtert Vieles in einer Phase, in der gegenseitige Unterstützung besonders wichtig ist.

Unternimmt das SPI diesen Schritt, um die Basis für eine nationale Führungsakademie für Sicherheit zu schaffen?

PHM: Nein, da gibt es keinen Zusammenhang. Der Umzug ermöglicht es dem SPI vielmehr, sich für alle künftigen Strategieausrichtungen optimal aufzustellen. Zur allfälligen Schaffung einer solchen Führungsakademie wird in den kommenden zwei Jahren eine gründliche Machbarkeitsstudie durchgeführt. Entsprechen der Ausbau und die Professionalisierung der Führungs- und Fachausbildung aller polizeilichen Kaderstufen in der Schweiz einem echten Bedürfnis?

Beschränken wir uns auf die Polizei oder weiten wir das Angebot auf den Bereich der Sicherheit aus?

Soll eine solche Führungsakademie den Status einer Hoch- oder einer Fachhochschule erhalten? Was wären mögliche Geschäftsmodelle und Standorte?

Diese und weitere Fragen gilt es zu klären, ehe das Vorhaben überhaupt spruchreif wird.

Wird das Milizsystem in Frage gestellt?

RTO: Das Ausbildungssystem der Polizei ist und bleibt ein integrales, föderal getragenes und breit abgestütztes Milizsystem. Das SPI stärkt dieses System durch attraktive, verlässliche und professionelle Rahmenbedingungen für die Milizausbildenden. Diesen werden gezielte Aus- und Weiterbildungen sowie methodisch-didaktische Unterstützung geboten. So bleibt das Milizsystem zukunftsfähig, innovativ und ein zentraler Bestandteil der polizeilichen Kompetenzorientierung.

Philippe Müller, wo sehen Sie das SPI in zehn Jahren?

PHM: Die Ausbildung, insbesondere die polizeiliche Führungsausbildung, wird breit und weit über die Polizeilandschaft hinaus anerkannt sein, was auch der Anerkennung der polizeilichen Ausbildung zugutekommt. Die Machbarkeitsstudie zur Polizeiakademie und der kommende Strategiezyklus werden es zeigen. Fest steht: In zehn Jahren ist das SPI bestens dafür aufgestellt, die ihm von seinen Partnern zugewiesene Rolle kompetent, effizient und zeitgemäss zu erfüllen. Dabei bin ich überzeugt, dass die Vermittlungs- und Vernetzungsfunktion des SPI innerhalb der Polizeilandschaft noch wichtiger wird.

Vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch.

INTERVIEW:

ORGANISATION

STIFTUNGSRAT

Stiftungsrat

Dem SPI steht ein Stiftungsrat vor, der sich aus 13 Mitgliedern zusammensetzt. Zu ihnen gehören Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Kantonen und Gemeinden sowie des Verbands Schweizerischer Polizeibeamter.

Büro des Stiftungsrats

Das Büro besteht aus dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten des Stiftungsrats. An seinen Sitzungen nimmt der Direktor des SPI mit beratender Stimme teil. Es bereitet die Geschäfte des Stiftungsrats vor und vertritt diesen gegenüber den Behörden und gegen aussen.

Präsidium

Philippe Müller, Präsident

Regierungsrat und Sicherheitsdirektor Kanton Bern; KKJPD

Roberto Torrente, Vizepräsident Kommandant Stadtpolizei Lugano; SVSP

Mitglieder

Monica Bonfanti Kommandantin Kantonspolizei Genf; KKPKS

Matteo Cocchi

Kommandant Kantonspolizei Tessin; KKPKS

Laura Dittli Regierungsrätin Zug; KKJPD

Emre Ertan Vizedirektor fedpol

Emmanuel Fivaz Präsident VSPB

Pierre-Antoine Hildbrand Stadtrat Lausanne; KSSD

Carole-Anne Kast Regierungsrätin Genf; KKJPD

Fabian Kühner

Kommandant Stadtpolizei St. Gallen; SVSP

Johanna Lott Fischer Stadträtin Neuenburg

Damien Rérat Kommandant Kantonspolizei Jura; KKPKS

Cornelia Stamm Hurter Regierungsrätin Schaffhausen; KKJPD

ORGANIGRAMM

Bildungspolitisches Gesamtkonzept (BGK)

Nationales Koordinationsorgan

Kursdirektionen

Stab

Marlis Jacot-Guillarmod

– Informatik und Logistik

– Sprachdienst

– Qualität

– Rechtsdienst

Kurse und Lehrgänge

Julien Schwab

– Kursadministration

– NBPP

– Finanzen

Direktor ad interim

Fritz Lehmann

Direktionssekretariat

Aussenbeziehungen

Geschäftsstelle

OdA Polizei

Philipp Hochstrasser

Human Resources

Kim Ingold

Kommunikation

Bildungsstrategie und Lernmedien

Dilini Jeanneret

– Inhalts- und Produktentwicklung

– Didaktik und Beratung

Forschungskoordination und Wissensmanagement

Signe Maria Ghelfi

– Forschungskoordination

– Analyse

– Wissensmanagement

2025 AUF EINEN BLICK

MIT 12 KENNZAHLEN

Anmeldungen

LEHRGÄNGE UND KURSE

GESCHÄFTSSTELLE DER OdA POLIZEI

MANAGEMENT SUMMARY

DAS JAHR 2025 IM ÜBERBLICK

Während die Strategie 2022 – 2025 in den Endspurt geht, setzt das SPI die Modernisierung, Harmonisierung und Modularisierung der Polizeiausbildung in der Schweiz fort. Dazu entwickelt es einheitliche didaktische Standards, in die auch die Resultate der wissenschaftlichen Forschung einfliessen, und passt die Rekrutierungspolitik an, um aktuellen und künftigen Herausforderungen im Berufsfeld gerecht zu werden.

Bilanz des vergangenen Jahres und strategische Auswirkungen

Von 2022 bis 2025 brachte das SPI Akteurinnen und Akteure aus Politik, Polizei und Hochschulen zusammen, um eine qualitativ hochwertige Polizeiausbildung sicherzustellen: Die Doktrinstelle Polizeididaktik arbeitete weiter an innovativen Lösungen zur Unterstützung der Milizausbildenden, der Swiss Police Research Dialogue (SPRD) wurde konsolidiert und eine Konferenz der Ausbildungsverantwortlichen ins Leben gerufen. Der Strategieprozess wurde zwar aufgrund des Weggangs von Direktor Stefan Aegerter zeitweise eingestellt, doch wurden vier Prioritäten für die Periode 2026 – 2030 definiert: Modernisierung des Geschäftsmodells für Lernmedien, Themenführerschaft in der Polizeiausbildung, zeitgemässer Einsatz von Milizpersonal und interne Digitalisierung.

Innovative Ausbildungen und Datenschutz

Im Berichtsjahr blieb das Kursvolumen des SPI stabil. Das Kursangebot wurde um vier neue Ausbildungen erweitert. Darüber hinaus wurden drei internationale Kurse erfolgreich durchgeführt. Die zwecks Verbesserung des Datenschutzes geplante Überführung der NBPP in die Produktpalette von PTI wurde gemäss dem vom SPI 2024 getroffenen Strategieentscheid auf den Weg gebracht.

Spi­Tagung 2025: Führung und Leadership

Am 6. Juni 2025 kamen anlässlich der SPI-Tagung rund hundert Teilnehmende in Olten zusammen, um über die Zukunft der polizeilichen Führungsarbeit zu sprechen. Die Tagung förderte zum einen den Austausch zwischen Partnerinnen und Partnern des SPI, zum anderen wurde die Ernennung neuer Kursdirektorinnen und -direktoren gefeiert und scheidende Lehrpersonen wurden verabschiedet. Die Haupterkenntnisse aus den Debatten und Vorträgen der Tagung hielt Felix Sandhofer in einem ansprechenden Graphic Recording bildlich fest.

Modernisierung und Innovation der Didaktik 2025 legte der Bereich Bildungsstrategie und Lernmedien das Hauptaugenmerk seiner Arbeit auf den Fortschritt der Lernmethoden und Technologien und befasste sich insbesondere mit der Auswirkung von KI auf die Berufsbildung. Der SVEB-zertifizierte methodisch-didaktische Kurs erfuhr eine Neustrukturierung und Modernisierung, neue Online-Lernmethoden wurden eingeführt und die polizeiliche Berufsausbildung erhielt ein formalisiertes Bildungskonzept. Für das Lehrpersonal wurde das Weiterbildungsangebot ausgebaut und um neue Lernmedien und E-Learnings ergänzt, wodurch schweizweit ein kohärentes und laufend aktualisiertes Bildungsangebot sichergestellt wird.

Langfristige Ausrichtung des SPRD und Weiterführung internationaler Projekte Die Forschungsdialogplattform SPRD entwickelte sich entlang zentraler Themenfelder weiter, die auf den während zweier Treffen herausgearbeiteten Megatrends gründen. Fortschritte wurden auch bei der Kartierung der in der Polizeiforschung aktiven Personen in der Swiss Police Research Map (SPRM) gemacht, von der gegen Jahresende eine Pilotversion vorgestellt wurde. Im Projekt zum Nationalen Aktionsplan (NAP) wird das Phänomen der Radikalisierung und des Extremismus innerhalb von Schweizer Sicherheitsorganisationen und europäischen Polizeibehörden analysiert. Die Resultate der Studie werden am SPI-Kolloquium 2026 präsentiert. Der Bereich FK-WM arbeitet ausserdem mit dem Fachausschuss von FRANCOPOL zusammen, um bis 2027 ein Sammelwerk über den Wissenstransfer zwischen Polizeiforschung und -praxis zu veröffentlichen.

Festigung und Qualität des Zertifizierungssystems

Im Jahr 2025 hat sich die Geschäftsstelle der Organisation der Arbeitswelt (OdA) Polizei mit der Konsolidierung des Zertifizierungssystems und der Qualität der Prüfungsabläufe vor dem Hintergrund der Entwicklungen von beruflichen Kompetenzen und Profilen auseinandergesetzt. Das Jahr war zudem geprägt von der weiteren Qualitätssicherung der eidgenössischen Prüfungen, der laufenden Entwicklung der Zertifizierung für die polizeiliche Sicherheitsassistenz (mit mustergültiger Erfolgsrate) sowie der Verwaltung der Ausbildungen und spezifischen Bewilligungen, insbesondere im Sprengwesen. So wurden Sicherheit und Konformität im Einklang mit den praktischen Anforderungen gewährleistet.

Stab: Steuerung und Unterstützung der Strategie 2025 wurde der Stab des SPI neu in vier Bereiche gegliedert: Informatik und Logistik, Sprachdienst, Qualität und Rechtsdienst. Dadurch werden die strategische Planung und die Steuerung bereichsübergreifender Projekte sichergestellt. Informatik und Logistik waren insbesondere mit dem MOVE-Projekt

befasst, das den Umzug der Büroräume und den Wechsel des IT-Anbieters beinhaltet. Zu ihren Tätigkeiten gehörten aber auch die Entwicklung von KI, der Schutz der Cybersicherheit und die Beförderung von rund einer Tonne Lernmaterial quer durch die Schweiz. Das Auftragsvolumen des Sprachdienstes wuchs um 24 %, wobei der Integration neuer Optimierungstechnologien ein besonderer Platz eingeräumt wurde. Das System für das Qualitätsmanagement wurde um das Tool QM-Pilot erweitert und interne wie externe Audits bescheinigten dem SPI robuste Prozesse im Einklang mit den ISO-Normen. Der Rechtsdienst stärkte seine strategische Rolle bei der Sicherstellung der rechtskonformen Projektumsetzung, optimierte die Verwaltung von Versicherungsverträgen und förderte so eine tragfähige Daten-Governance, was zur Zukunftsfähigkeit des SPI und seiner Tätigkeiten beiträgt.

HR­Reorganisation und Personal­Hotline

Das Berichtsjahr war geprägt von einem externen Audit des Arbeitsklimas, das erhebliches Verbesserungspotenzial zum Vorschein brachte. Für die Mitarbeitenden wurde eine Hotline eingerichtet, während

die HR-Abteilung umstrukturiert wurde. Auch das Zeiterfassungssystem erfuhr eine Anpassung, um mehr Flexibilität zu schaffen und das System für das Personal in Teilzeit gerechter zu gestalten. Weiter ausgebaut wurde das betriebliche Weiterbildungsangebot (Landessprachen, CAS/MAS, Informatik, Wohlbefinden, Kommunikation), das sich grösster Beliebtheit erfreut.

Einläuten der BGK­Umsetzung

Das Bildungspolitische Gesamtkonzept (BGK) erreichte 2025 ein wichtiges Etappenziel und ging von der strategischen Ausarbeitung zur konkreten Umsetzung über. Dabei wurden die Ziele definiert und die Bildungslehrgänge modular strukturiert. Über die erzielten Fortschritte wurden die Polizeikorps und Partnerinstitutionen über eine eigene Website, eine Informationsbroschüre und Roadshows informiert. Die Kompetenzprofile der Führungsebenen I bis IV, die ein gemeinsames Fundament für die Kaderausbildung legen, wurde ausserdem offiziell validiert. Die schweizweite Anerkennung zwischen den Zertifikaten «Leadership» und «Management» der Schweizerischen Vereinigung für Führungsausbildung (SVF) und den Kaderkursen I und II des SPI sowie der Einbezug aktueller Themen schaffen solide Grundlagen für eine

harmonisierte, flexible und zukunftsgerichtete Weiterbildung. Diese bereitet Polizeikader auf künftige Herausforderungen in Gesellschaft und Beruf optimal vor.

Dank Kantonen langfristig solide Finanzlage

Das SPI hat sein Geschäftsjahr 2025 dank einer Entnahme aus den SPI-Reserven zur Finanzierung des BGK-Projekts mit einem ausgeglichenen Ergebnis abgeschlossen. Das positive Jahresergebnis liegt mit CHF 14 359 im Bereich der Budgetprognosen, die von einem geringfügigen Gewinn von CHF 3440 ausgingen. Das Umlaufvermögen ist in der Bilanz im Vergleich zu 2024 zwar rückläufig, deckt die kurzfristigen Verbindlichkeiten jedoch um ein Vielfaches ab. Die schrittweise Erhöhung des Kantonsbeitrags (um je 2 Rappen pro Einwohner/-in) dient als wichtiger Hebel, um die finanzielle Stabilität des SPI auf lange Sicht zu gewährleisten. Darüber hinaus wurde das interne Kontrollsystem (IKS) im Laufe des Jahres ausgebaut, wodurch Finanz-Governance und Risikomanagement verbessert wurden.

KURSE UND LEHRGÄNGE

Auch im Jahr 2025 hat das SPI innovative und zeitgemässe Kurse angeboten. Mit hochwertigen Lerninhalten und Austauschmöglichkeiten auf nationaler und internationaler Ebene fördert das SPI die Zusammenarbeit der Polizeikorps untereinander, um gemeinsam die Herausforderungen von heute und morgen anzugehen.

DAS SPI TRIFFT KONKRETE MASSNAHMEN, UM RISIKEN IM ZUSAMMENHANG MIT SENSIBLEN DATEN AUF DER NBPP VORZUBEUGEN. Anhaltend stabiles Kursvolumen

Seit mehreren Jahren hält sich das Volumen der vom SPI angebotenen Kurse auf stabilem Niveau. Im Jahresvergleich unterliegen die Kurszahlen nur minimalen Schwankungen: 2025 wurde ein leichter Anstieg verzeichnet.

Abb. 1: Anzahl SPI-Kurse

Neue Kurse im Jahr 2025

Im Berichtsjahr wurde das didaktische Angebot des SPI um folgende Kurse erweitert:

– 7.05.001.01.f: Premiers secours tactiques (PST) (f)

– 4.23.100.01.df: Grundkurs Befundbewertung // Cours de base – Évaluation des résultats (df)

– 2.01.001.01.d: Lernveranstaltungen mit Erwachsenen durchführen – Fortbildungskurs – Pilotkurs (d)

– 6.14.002.01.df: Interventionseinheiten – GEL von Sonderlagen / LEBEL / a. o. Bedrohungslagen –Grundkurs // Groupes d’intervention – Chef eng lors de situations particulières – Cours de base (df)

Befundbewertung für die Kriminalpolizei Für den ursprünglich für 60 Teilnehmende gedachten Kurs Befundbewertung gingen über 130 Anmeldungen ein. Das innovative Kursformat umfasste wöchentlich zehn zweistündige Online-Kurseinheiten, die aufgezeichnet und auf der Plattform der Universität Lausanne zur Ansicht zur Verfügung gestellt wurden. Der Online-Kurs wurde mit einem E-Test abgeschlossen. Daraufhin standen den Kursabsolventinnen und -absolventen zwei freiwillige Workshop-Module (Modul 1 im Juni und Modul 2 im September) offen.

Rezertifizierung für Praxisbegleitung, Mentoring und PEX

Die Zertifizierung für Praxisbegleitende, Mentorinnen und Mentoren sowie Prüfungsexpertinnen und -experten (PEX) im Rahmen des eidgenössischen Fachausweises «Polizistin / Polizist» ist jeweils fünf Jahre gültig und muss daher regelmässig verlängert werden. Die ersten Absolventinnen und Absolventen des Zertifizierungskurses 2020 konnten 2025 eine Rezertifizierung für die Praxisbegleitung (verfügbar in drei Sprachen), das Mentoring und die Vorprüfung (auf Deutsch und Italienisch) erhalten. Anfang 2026 wird der Kurs für PEX der Vorprüfung auch auf Französisch angeboten, während die Rezertifizierung für die Tätigkeit an der Hauptprüfung erst Ende 2026 auf Deutsch und Italienisch und Anfang 2027 auf Französisch durchgeführt wird.

2025 wurden 35 PEX, 93 Praxisbegleitende und 28 Mentorinnen und Mentoren rezertifiziert.

Weiterbildung ohne Grenzen

Als erster Ansprechpartner für europäische Bildungsinstitute für die Polizei koordiniert das SPI die Anfragen von Schweizer Polizistinnen und Polizisten, die Kurse im Ausland besuchen möchten.

Neben den Botschaften und den Polizeischulen bieten auch die Agentur der Europäischen Union für die Aus- und Fortbildung auf dem Gebiet der Strafverfolgung (CEPOL) sowie das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) ein reichhaltiges Programm an Kursen, Workshops, Webinaren und Online-Schulungen an.

Die Kursprogramme und -ausschreibungen werden regelmässig auf der SPI-Website unter der Rubrik «Internationale Kurse (NBPP)» aufdatiert und veröffentlicht. Für die Koordination dieser Kurse sind am SPI zwei Personen zuständig.

Im Berichtsjahr fanden drei Kurse der Mitteleuropäischen Polizeiakademie (MEPA) statt:

– der zertifizierte Kurs für in den Bereichen der Kriminalpolizei tätige Polizistinnen und Polizisten (24.– 28. März 2025 in Bern);

– das Fachseminar Fahrzeugkriminalität-Durchsuchung für Zoll- und Grenzbeamtinnen und -beamte (19.– 21. Mai 2025 in Interlaken); und

– der Spezialkurs für grenzüberschreitende Polizeiarbeit, Zoll und Grenzwachtkorps (29. Sept.– 3. Okt. in Konstanz, Deutschland).

Insgesamt nahmen 2025 mit der Unterstützung des SPI 106 Angehörige von Schweizer Polizeikorps an einer Aus- oder Weiterbildung im Ausland teil.

NBPP: Erste Schritte für das Projekt EduPolice 2.0 Im Einklang mit der strategischen Entscheidung des SPI von 2024 haben der operative Ausschuss und die Versammlung des nationalen Programms «Polizeitechnik und -informatik» (PTI) beschlossen, die Nationale Bildungsplattform Polizei (NBPP) in die PTI-Produktpalette aufzunehmen. Das Projekt EduPolice 2.0 wurde somit offiziell gestartet. Das SPI ist sowohl in den Leitungsgremien als auch in den drei Arbeitsgruppen vertreten. Nach erfolgtem Projektstart wird 2026 über die Zukunft der NBPP entschieden. In den kommenden Jahren sollte der Polizei so eine neue Lernplattform zur Verfügung gestellt werden können.

EVENTBERICHT: SPI-TAGUNG 2025

Am 6. Juni 2025 fand in Olten die jährliche SPI-Tagung zum Thema Police Leadership statt. An die hundert Teilnehmende fanden sich in der Fachhochschule Nordwestschweiz ein, um sich über die Zukunft der polizeilichen Führungsarbeit auszutauschen.

ÜBEREINSTIMMEND WURDE BETONT, DASS POLIZEILICHES LEADERSHIP IN ZUKUNFT EINE WICHTIGE ROLLE SPIELEN WIRD.

Die Vorträge eröffneten interessante, mitunter sehr persönliche Perspektiven zum Thema der Führung bei der Polizei. Übereinstimmend wurde betont, dass polizeiliches Leadership in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird.

Titel der Vorträge

Entwicklung der Kaderrolle: Herausforderungen, Lehren, Perspektiven

Positive Leadership bei der Polizei

Unsere Erwartungen an Police Leadership: Wie wir uns Führungsarbeit in der Polizei im Jahr 2035 vorstellen

Führungskompetenzen: Zwischen Paragrafen und Persönlichkeit

Podiumsdiskussion: Anforderungen an die polizeilichen Führungskräfte von morgen

Vortragende

Oblt Bernard Borcard Leiter Einheit Ausbildung, Kantonspolizei Freiburg

Dr. Bernd Bürger Polizeidirektor, Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei

Anna Stein und Merlin Eichholzer Absolventin und Absolvent der Grundausbildung 2024

Prof. Dr. Hubert Annen Dozent für Militärpsychologie und Militärpädagogik, Militärakademie/ETHZ

Moderation: Adrian Plachesi Leiter Abteilung Kommunikation, Kapo Basel-Stadt; Diskussionsteilnehmende: alle Vortragenden sowie Stefan Aegerter, Direktor des Schweizerischen Polizei-Instituts

Offenheit und Dialog

Die Tagung ermöglichte den Vertreterinnen und Vertretern der SPI-Partnerorganisationen, sich zu zentralen Themen auszutauschen und im geselligen Rahmen neue Kontakte zu knüpfen sowie bestehende zu pflegen. Sie bot zudem einen feierlichen Rahmen, um den neu ernannten Kursdirektorinnen und -direktoren zu gratulieren und den scheidenden für ihren Einsatz zu danken.

Zum Abschluss präsentierte Illustrator und Grafiker Felix Sandhofer sein Tageswerk: ein Graphic Recording, das die Kernbotschaften der Tagung bildlich zusammenfasst.

BILDUNGSSTRATEGIE UND LERNMEDIEN

Der Geschäftsbereich Bildungsstrategie und Lernmedien (BSLM) blickt auf ein bewegtes Jahr 2025 zurück. Zum einen wurden in Zusammenarbeit mit den Partnern des SPI verschiedene Initiativen angestossen, um die technologischen und methodischen Entwicklungen sowie deren Einfluss auf die Berufsbildung besser zu verstehen und angemessen zu berücksichtigen. Zum anderen wurden mehrere Lehrmittel überarbeitet oder neu publiziert.

Der Geschäftsbereich BSLM konnte 2025 an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen. In enger Zusammenarbeit mit dem Steuerungsausschuss für Erwachsenenbildung wurden die Inhalte des SVEB-zertifizierten methodisch-didaktischen Kurses harmonisiert und modernisiert. Zudem erfolgte die Formalisierung eines didaktischen Konzepts, welches speziell auf das Berufsbild Polizistin/Polizist ausgerichtetet ist. Zu den weiteren Aktivitäten des Bereichs zählten die Entwicklung von Rezertifizierungskursen für jene Personen, die angehende Polizistinnen und Polizisten während ihrer Grundausbildung begleiten, sowie die Erarbeitung bzw. Revision mehrerer SPI-Lehrmittel.

Steuerungsausschuss für den methodisch­didaktischen Kurs

Im Rahmen seiner Aufgaben hat der Steuerungsausschuss den SVEB-zertifizierten methodisch-didaktischen Kurs Lernveranstaltungen mit Gruppen von Erwachsenen durchführen auf nationaler Ebene neu strukturiert. Dazu hat er einen harmonisierten Lehrplan definiert, der die Kohärenz der Inhalte und Lernziele sicherstellt.

Der neue Kurs umfasst nun zwei zusätzliche OnlineSchulungstage, wodurch mehr Flexibilität gewährleistet und eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Inhalten gefördert wird.

Neu in den Kurs aufgenommen wurden zentrale Erkenntnisse zu den Herausforderungen beim Einsatz von generativer künstlicher Intelligenz (GenKI) in der Polizeiausbildung. Diese wurden im Rahmen mehrerer Workshops in enger Zusammenarbeit mit Fachpersonen aus dem Milizsystem erarbeitet.

Aus dem Austausch ging darüber hinaus ein nationales Konzept hervor, das als Leitfaden für die künftige Überarbeitung des SPI-Lehrmittels Methodisch-didaktischer Kurs dienen soll.

DER FOKUS LAG AUF DEN ENTWICKLUNGEN UND HERAUSFORDERUNGEN IM BEREICH DER KÜNSTLICHEN INTELLIGENZ.

Pilot­Fortbildungskurs

Seit seiner ersten Durchführung im Jahr 2007 wurde der SVEB-zertifizierte Kurs Lernveranstaltungen mit Gruppen von Erwachsenen durchführen von zahlreichen Ausbilderinnen und Ausbildern aus verschiedenen Bereichen der Polizei besucht. Fortbildungsangebote standen ihnen jedoch seither keine zur Verfügung. Mit der Organisation eines Pilotkurses zur Auffrischung der methodisch-didaktischen und pädagogischen Grundlagen wurde diese Lücke nun geschlossen. Im Vordergrund standen dabei immersive, kompetenzorientierte und auf die Generation Z ausgerichtete Lehrmethoden sowie der Einsatz von KI und anderen digitalen Tools in der Planung, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Unterrichts.

Neupublikationen

Im Jahr 2025 sind die SPI-Lehrmittel Menschenrechte und Berufsethik / Droit de l’homme et éthique professionnelle, Polizia di prossimità sowie Extremismus / Extrémisme in gedruckter und teilweise auch digitaler Form erschienen. Sie ergänzen die rund 70 im E-Shop verfügbaren Werke und können zudem auf der NBPP digital eingesehen werden. Prägend für das Jahr war auch die Entwicklung neuer E-Learnings und E-Tests für die Rezertifizierung der Personen, die für die angehenden Polizistinnen und Polizisten während ihrer Grundausbildung eine wichtige Rolle übernehmen – sei es in der Praxisbegleitung, im Mentoring oder durch den Beisitz bei Prüfungen (PEX).

Wie aus der folgenden Tabelle hervorgeht, zählen die Erstellung und Verwaltung von E-Tests und E-Learnings sowie der Verkauf elektronischer oder gedruckter Lehrmittel zu den zentralen Aktivitäten und Haupteinnahmequellen des Bereichs BSLM.

Abb. 2: Dienstleistungen des Geschäftsbereichs Bildungsstrategie und Lernmedien von 2020

FORSCHUNGSKOORDINATION UND WISSENS

MANAGEMENT

Der Geschäftsbereich Forschungskoordination und Wissensmanagement hat 2025 seine Entwicklung hin zum Kompetenzzentrum rund um wissenschaftliche Fragen zur Polizeiausbildung und -forschung weiter ausgebaut. Dazu trugen insbesondere die Institutionalisierung des 2024 lancierten Swiss Police Research Dialogue (SPRD) und der vorbereitete Launch einer Swiss Police Research Map (SPRM) bei.

Swiss Police Research Dialogue (SPRD) 2025 fanden zwei Treffen des SPRD statt. Im Mittelpunkt des ersten stand die zukünftige Strukturierung des SPRD rund um die thematischen Schwerpunkte, die auf Grundlage der Megatrends erarbeitet wurden. Diese stellen treibende Kräfte des Wandels in Wirtschaft und Gesellschaft dar und beeinflussen die zukünftige Entwicklung in allen Bereichen. In Workshops haben die Mitglieder des SPRD die Relevanz dieser Trends für die Polizei und für den SPRD identifiziert. Damit wurde eine Basis gelegt, um die Forschungsarbeit des SPRD an den Bedürfnissen der Gesellschaft auszurichten, mögliche Entwicklungen und Veränderungen frühzeitig zu erkennen sowie relevante Partnerinnen und Partner für künftige Forschungsaktivitäten zu identifizieren.

NACHHALTIG UND MIT MEHRWERT UND WIRKUNG GESTALTEN WIR DIE ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN DER POLIZEI UND DER WISSENSCHAFT.

Am zweiten Treffen wurden das Dienstleistungsportfolio und die Organisationsform entwickelt. Die Organisationsstruktur sieht ein Board, eine Mitgliederkonferenz sowie drei ständige thematische Ausschüsse basierend auf dem Portfolio vor. 2026 wird der SPRD weiter konkretisiert und ein erstes Pilotprojekt unter seiner Schirmherrschaft initiiert. Schritt für Schritt gestalten wir so die Zusammenarbeit zwischen der Polizei und der Wissenschaft nachhaltig und mit Mehrwert und Wirkung für alle Partnerinnen und Partner.

Swiss Police Research Map (SPRM)

Die Kartierung der Expertinnen und Experten im Bereich der Polizeiforschung mithilfe der Online-Plattform Swiss Police Research Map (SPRM) ging 2025 in die Programmierungs- und Umsetzungsrunde. Die im Dezember vorgestellte Pilotversion wird Mitte 2026 aufgeschaltet, um den Vernetzungsauftrag des SPRD zu konkretisieren. Die Anmeldekriterien wurden verfeinert und in die Formulare für künftige Mitglieder eingearbeitet. Das Projekt erhielt auch international Anerkennung: Als es am 8. Internationalen Kongress von FRANCOPOL vorgestellt wurde, stiess es auf positive Resonanz und wurde als konkrete Antwort auf einen echten Koordinationsbedarf in der Schweizer Polizeiforschung begrüsst.

Projekt Nationaler Aktionsplan (NAP)

Das SPI hat in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Basel-Stadt und der ZHAW die Projektleitung für ein Kooperationsprojekt übernommen, das vom Nationalen Aktionsplan zur Verhinderung und Bekämpfung von Radikalisierung und gewalttätigem Extremismus gefördert wird.

In einem Vorläuferprojekt wurde bereits das Phänomen der Radikalisierung und des Extremismus innerhalb der Schweizer Polizeikräfte untersucht. Nun weiten wir den Fokus auf andere Schweizer Sicherheitsorganisationen und auf europäische Polizeibehörden aus. Ziel ist es, beste Praktiken zu identifizieren und darauf aufbauend Empfehlungen für die Praxis sowie mögliche Ausbildungsprogramme zu entwickeln. Das Projekt kombiniert einen qualitativen und einen quantitativen Ansatz.

Die Ergebnisse wurden im Rahmen des SPI-Kolloquiums im März vorgestellt, in einem vertraulichen Bericht zusammengefasst und den nationalen Partnerorganisationen zur Verfügung gestellt.

Wissensmanagement und CentreDoc

Das CentreDoc, die Fachbibliothek für alle Bereiche der Polizeiarbeit und -forschung, koordiniert das Wissensmanagement am SPI. Sie enthält eine reichhaltige Sammlung von Werken und Publikationen mit Polizeibezug sowie Abschlussarbeiten von Polizistinnen und Polizisten, die der Praxis- und Forschungsgemeinschaft zur Verfügung stehen. Im Vordergrund

stand für das CentreDoc 2025 erneut der Ausbau seines Online-Angebots: Dies beinhaltete auch ein Projekt zur Digitalisierung älterer Forschungsarbeiten von Polizeiangehörigen und Überlegungen zum Thema Open Access.

Zu den Dienstleistungen des CentreDoc gehören auch die Beratung von Forschenden und Polizeiangehörigen (insbesondere aus den Partnerorganisationen des SPI) sowie die Beantwortung von Recherche-Anfragen von Polizistinnen und Polizisten zu vielfältigen Themen. Diese Dienstleistung wurde 2025 mehrfach von verschiedenen Polizeibehörden genutzt, so etwa zu den Themen Gewaltprävention sowie Kompetenzen und Technologien im Polizeiwesen. Im Berichtsjahr öffnete das CentreDoc seine Türen auch für eine Praktikantin, die sich in Ausbildung zur Fachfrau Dokumentation und Information befindet und interessante Einblicke in den Berufsalltag erhielt.

Sammelband zu Herausforderungen und bewährten Praktiken in der Polizeiforschung Im Rahmen des Fachausschusses für Polizeiforschung von FRANCOPOL beteiligte sich der Fachbereich FK-WM an einem Projekt für einen Sammelband. Enthalten soll dieser Beiträge zu den Herausforderungen und bewährten Praktiken beim Transfer von Daten, Methoden und Resultaten aus der Polizeiforschung in die polizeiliche Praxis – mit einem besonderen Fokus auf die Frankophonie.

Der Fachbereich hat an der Erstellung der Richtlinien für die Textredaktion, den Aufrufen zur Beitragseinreichung sowie an der nachfolgenden aktiven Beitragssuche mitgewirkt. Das SPI fungiert als Herausgeber der Publikation, die von Jonas Hagmann (Fachhochschule Nordwestschweiz – FHNW, Schweiz) und Anne Wuilleumier (Institut für höhere Studien des Innenministeriums – IHEMI, Frankreich) geleitet wird. Der Sammelband wird Ende 2026 bzw. Anfang 2027 in französischer Sprache veröffentlicht und in digitaler Form auf der Website des SPI verfügbar sein.

GESCHÄFTSSTELLE OdA POLIZEI

Verstärkte Handlungskompetenzen und die ständige Weiterentwicklung der Berufsprofile prägten auch 2025 die Tätigkeiten der Geschäftsstelle OdA Polizei. Sie legte ihren Fokus auf die Konsolidierung des bestehenden Systems, die Qualitätssicherung für die Zertifizierungsverfahren und die Vorbereitung zukünftiger Anpassungen.

Prüfungskommission (PK) – Berufsprüfung (BP) Die Vorprüfungen (Prüfung der Einsatzfähigkeit) und Hauptprüfungen (Berufsprüfung) wurden 2025 im Einklang mit der Prüfungsordnung und der entsprechenden Wegleitung abgehalten. Es zeigte sich einmal mehr, dass die zweijährige Grundausbildung den Erwerb beruflicher Handlungskompetenzen wirksam unterstützt.

Das System hat sich bewährt: Die Erfolgsquoten lagen auf einem mit den Vorjahren vergleichbar

hohen Niveau und belegen, dass die Lernziele, die vermittelten Inhalte und die Prüfungsanforderungen gut aufeinander abgestimmt sind. Die PK setzte ihre Koordinationsarbeit fort, um eine einheitliche Anwendung der Standards in allen Prüfungskreisen zu gewährleisten, ohne dabei regionale und sprachliche Besonderheiten auszublenden. Zudem wurden die Prüfungsbedingungen den neuen Anforderungen im Zusammenhang mit KI angepasst.

Abb. 3: Übersicht Vorprüfung (PEF) – Zahlen und Werte

«PK 1» Prüfungskreis Westschweiz

«PK 2» Prüfungskreis Zentral- und Nordwestschweiz

«PK 3» Prüfungskreis Zürich

«PK 4» Prüfungskreis Ostschweiz

«PK 5» Prüfungskreis Tessin

Abb. 4: Übersicht Vorprüfung (PEF) 2025 nach Prüfungskreisen

Berufsprüfung Polizistin / Polizist mit eidgenössischem Fachausweis (BP) Gemäss dem neuen System und seinem Qualifikationsverfahren wird der eidgenössische Fachausweis erst nach Beendigung der zweijährigen Ausbildung und dem erfolgreichen Abschluss der Vor- und Hauptprüfung erteilt. Die bestandenen Vor- und Hauptprüfungen werden nachfolgend ausgewiesen.

Vorprüfung

931 Kandidatinnen und Kandidaten haben die Vorprüfung bestanden, was einer Erfolgsquote von 99 % entspricht. Der Notendurchschnitt von 4,8 liegt innerhalb der Spannbreite der letzten Prüfungsjahre.

Hauptprüfung

880 Kandidatinnen und Kandidaten haben die Hauptprüfung bestanden, was einer Erfolgsquote von 97 % entspricht. Mit 5,0 ist der Notendurchschnitt aller Prüfungssessionen vergleichbar mit jenem des Vorjahrs.

Jahr 2025 2024

Anzahl

Abb. 5: Übersicht Hauptprüfung (BP) – Zahlen und Werte

Abb. 6: Übersicht Hauptprüfung (BP) 2025 nach Prüfungskreisen

Qualitätssicherungskommission (QSK) –Höhere Fachprüfung (HFP)

Die HFP bewahrte auch 2025 ihre zentrale Rolle im Schweizer Polizeiausbildungssystem. Im Zuge des BGK, mit dem die Führungs- und Spezialistenausbildung reformiert wird, wird sich die QSK im BGKTeilprojekt V demnächst mit der Überarbeitung der Prüfungsordnung und der Wegleitung befassen. 2025 validierte die QSK die bestandenen eidgenössischen Prüfungen und die Neuanmeldungen für den nächsten Jahrgang.

Höhere Fachprüfung Polizistin / Polizist mit eidgenössischem Diplom (HFP)

Von den 51 zur HFP zugelassenen Personen haben 46 (90,2 %) die Prüfung bestanden, womit die Erfolgsquote im Vergleich zum Vorjahr etwas höher ausfällt. Der Notendurchschnitt blieb dagegen mit 4,6 unverändert. Die Verteilung auf die drei Amtssprachen gestaltete sich folgendermassen: 41 Prüflinge hatten Deutsch als Muttersprache, vier Französisch und sechs Italienisch. Für 2026 sind insgesamt 51 Kandidatinnen und Kandidaten angemeldet, von

Jahr 2025 2024 2023 2022 2021

Anzahl Kandidaten/-innen 51 40 44 47 52

Bestandene Prüfungen 46 35 41 43 44

Erfolgsquote in % 90,2 87,5 93,2 91,5 84,6

Anzahl Experten/-innen 33 33 36 28 34

Anzahl Prüfungstage 17 14 14 14 18

Abb. 7: Übersicht Hauptprüfung (BP) – Zahlen und Werte

denen 47 die obligatorischen Abschlussmodule absolvieren (bei Prüfungswiederholung müssen diese nicht erneut besucht werden).

Zertifizierungskommission (ZK) – Polizeiliche Sicherheitsassistenz (Pol SiAss)

Das Zertifizierungssystem für Pol SiAss hat sich 2025 weiterentwickelt, während die Modulprüfungen weiterhin auf die spezifischen Bedürfnisse der Polizeien ausgerichtet sind und die Durchlässigkeit des Ausbildungssystems gewährleisten. Die Module werden derzeit inhaltlich überarbeitet und die Prüfungsmodalitäten verfeinert. Ziel ist auch hier eine konsequent auf Handlungskompetenzen ausgerichtete Ausbildung, welche die Anforderungen der Praxis und der Arbeitgeber abholt.

Modulprüfungen Pol SiAss

2025 wurden die Modulprüfungen Pol SiAss insgesamt zum siebten Mal durchgeführt. Das System wird gemäss den Bedürfnissen der Polizeikorps stetig weiterentwickelt. Die Zahlen belegen die Anerkennung des Zertifizierungssystems in der Polizeilandschaft und dessen Anschlussfähigkeit. Die Erfolgsquote erreichte in diesem Jahr mustergültige 100 %.

Jahr 2025 2024 2023 2022 2021

Anzahl Kandidaten/-innen 203 231 206 157 165

Anzahl Modulprüfungen 448 487

Anteil in Prozent 100 – – – –

Anzahl Experten/-innen 135 94 91 113 97

Anzahl Prüfungstage 70 78,5 75,5 71 71

Abb. 8: Übersicht Prüfungen Pol SiAss – Zahlen und Werte

Prüfungskommission Sprengen (PKS)

Im Jahr 2025 wurden die Kurse und Prüfungen gemäss der geltenden Prüfungsordnung und Wegleitung abgehalten. Die Geschäftsstelle OdA Polizei war weiterhin für die Ausbildung und die Prüfungen zum Erwerb der eidgenössischen Sprengberechtigungen zuständig.

Der Sprengausweis P (Polizei) wird den Polizeibehörden für spezielle Sprengarbeiten ausgestellt. Es gibt derzeit sechs Arten von Berechtigungen:

– Verwaltung (VW)

– Erstabklärer (EA)

– Intervention (IE)

– Entschärfer (E)

– Vernichten von Sprengmitteln (VE)

– Metallsprengen (ME)

Diese Sprengarbeiten dürfen ausschliesslich von Polizeiangehörigen ausgeführt werden.

Sprengberechtigungen für die Polizei Die Sprengberechtigungen für die Tätigkeiten der Polizeikorps werden im eidgenössischen Sprengausweis P ausgewiesen.

mit Prüfung

Anzahl der ohne Prüfung erteilten

*(Anerkennung der Berechtigung für besondere Sprengarbeiten)

Anzahl der ohne Prüfung erteilten Berechtigungen *

*(Anerkennung zusätzlicher Bildungsgänge in der Schweiz und im Ausland)

KOMMUNIKATION

Im Jahr 2025 engagierte sich der Fachbereich Kommunikation besonders für die Sichtbarmachung des BGK-Projekts, wofür neue interne und externe Kommunikationskanäle zum Einsatz kamen. Die Entwicklung einer LinkedIn-Seite für das SPI und die Einführung einer Intranet-Plattform haben neue Möglichkeiten der Interaktion und Information eröffnet.

Strategie 2022 – 2025

Mit ihrer Arbeit werteten die Mitarbeitenden des Fachbereichs Kommunikation die vielfältigen Aktivitäten des SPI auf und konsolidierten dessen institutionelle Präsenz durch neue Massnahmen. Das Team sorgte für die audiovisuelle Berichterstattung, unterstützte bei der Erstellung von Medien und verfasste Webartikel über mehrere wichtige Anlässe (SPI-Tagung, Tag der offenen Tür der IPH, Diplomfeiern für das CAS FIP/CEP und die HFP). Zudem informierte es die Partner über den Weggang des ehemaligen Direktors und gab eine Pressemitteilung heraus, in der die Identität seines Nachfolgers bekannt gegeben wurde, dessen Amtsantritt 2026 geplant ist. Darüber hinaus wurde das Netzwerk von Kommunikationsfachleuten durch Networking auf dem SKMPKongress 2025 gestärkt. All dies bereicherte das Aufgabenfeld des Fachbereichs. Im Zuge der Überarbeitung des Strategiekonzepts lancierte das SPI seine eigene institutionelle LinkedIn-Seite. Zuvor konzentrierte die Kommunikation ihre Ressourcen auf die Erstellung von Publikationen für das Profil des Direktors. Die seit Ende 2025 aktive LinkedIn-Seite vereinfacht nun das Teilen von Inhalten des SPI und seiner Partnerorganisationen. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Kommunikationsabteilung und dem Fachbereich Forschungskoordination und Wissensmanagement wurde bei der Entwicklung der Plattform Swiss Police Research Map (SPRM) fortgesetzt, die auf dem 8. Internationalen Kongress von FRANCOPOL vorgestellt wurde und dazu beitrug, die Sichtbarkeit des Projekts und des SPI auf internationaler Ebene zu erhöhen.

Geschäftsbericht 2024

In seinem Vorwort würdigte Präsident Philippe Müller die Fortschritte im BGK-Projekt, im Zuge dessen die Kompetenzprofile für die Führungsstufen I und II veröffentlicht wurden, sowie die SVEB-Rezertifizierung des SPI, welche die Einhaltung höchster Methodik- und Didaktik-Standards belegt. Er betonte auch, wie wichtig es sei, die Verbindungen zwischen Forschung und Praxis zu stärken – ein Ziel, zu dem das SPI über den Swiss Police Research Dialogue (SPRD) aktiv beiträgt.

Newsletter

Im Berichtsjahr erschienen zwei SPI-Newsletter mit einem Überblick über die Aktivitäten des Instituts

sowie drei Videos über wichtige Anlässe: den Start des Swiss Police Research Dialogue, den Beginn des BGK-Teilprojekts IV und die SPI-Tagung 2025. Sie enthielten auch mehrere strategische Ankündigungen, so z. B. über die Integration der Nationalen Bildungsplattform Polizei (NBPP) in die PTI-Produktpalette, die erste Konferenz der Ausbildungsverantwortlichen der KKPKS und das dritte SPI-Kolloquium zum Thema Radikalisierung.

In den Newslettern wurde das Ausbildungsangebot des SPI beworben, darunter die Kurse Schifffahrtspolizei, die Rezertifizierungskurse sowie das Lehrmittel Menschenrechte und Berufsethik und das E-Learning Internationale Polizeikooperation.

Im Rahmen der internen Kommunikation erhielten die SPI-Mitarbeitenden sechs Newsletter. Mit der vom Fachbereich Informatik und Logistik eingerichteten Intranet-Plattform wurde im Berichtsjahr ein weiterer interner Kommunikationskanal geschaffen, der den täglichen Informationsfluss zwischen den Mitarbeitenden verbessern soll.

Der BGK-Newsletter wurde eingestellt, da alle Informationen zum Projekt nun auf der BGK-Website veröffentlicht werden.

BGK

Im Jahr 2025 spielte der Fachbereich Kommunikation eine Schlüsselrolle bei der Weiterentwicklung des Bildungspolitischen Gesamtkonzepts (BGK). Die Verstärkung des Teams durch eine Kommunikationsfachfrau ermöglichte die Entwicklung spezifischer Ressourcen: einer Broschüre über die drei Säulen des BGK, einer eigenen Projekt-Website (BGK-CGF), die Inhalte und Informationen an einem Ort vereint, sowie eines Präsentationsvideos und von sechs Infografikvideos. Die digitalen Medien für die Roadshows, die im Spätsommer 2025 anliefen, wurden entwickelt, um eine aktive Kommunikation des Projekts zu gewährleisten.

Websites

Während die SPI-Website (www.institut-police.ch) den Auftrag und die Aktivitäten des SPI abbildet, fungiert die Nationale Bildungsplattform Polizei (NBPP, www.edupolice.ch) als Dienstleistungsplattform (s. S. 24). Die BGK-Website (www.bgk-cgf.ch) wurde eigens für die Kommunikation über das BGK-Projekt eingerichtet.

HUMAN RESOURCES

Das Berichtsjahr war geprägt von einem externen Audit des Arbeitsklimas, das erhebliches Verbesserungspotenzial zum Vorschein brachte. Eine Hotline für das Personal wurde eingerichtet und der Fachbereich Human Resources (HR) einer Neuorganisation unterzogen. Daneben waren der Weggang des Direktors und die Einsetzung einer Interimsleitung wichtige Ereignisse, die das Arbeitsklima beeinflussten.

Verbesserung des Arbeitsklimas und Reorganisation des HR­Bereichs

Das Arbeitsklima wurde von einer externen Dienstleistungsfirma auditiert. In diesem Rahmen wurden alle Mitarbeitenden in einem vertraulichen Gespräch angehört. Das Audit ergab Handlungsbedarf im Bereich der HR-Governance (mangelndes Vertrauen in die Führung und fehlende Transparenz). Eine Umstrukturierung wurde vorgenommen: Das Büro veranlasste die Auslagerung des Personalwesens, das eine interimistische Leitung erhielt, um das Vertrauen der Mitarbeitenden wiederherzustellen, das Tagesgeschäft zu bewältigen und die Abläufe zu optimieren.

Vertrauensperson im Unternehmen

Im Berichtsjahr hat das SPI eine «Vertrauensperson im Unternehmen» eingesetzt, um den Mitarbeitenden eine externe, neutrale und vertrauliche Unterstützung im Umgang mit gesundheitsrelevanten Problemen am Arbeitsplatz zu bieten. Diese Stelle gewährleistet die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Roberto Torrente, Vizepräsident des Stiftungsrats (SR), wurde als Vermittlungsperson zwischen der externen Beratungsstelle und dem SR ernannt.

Anpassung der Zeiterfassung in Abacus

Weiterbildung

Der Erhalt und die Entwicklung von Kompetenzen stehen im Herzen der Personalpolitik des SPI. Im Jahr 2025 wurde weiterhin Unterricht in den Landessprachen (Deutsch, Italienisch und Schweizerdeutsch) angeboten und der Erwerb von CAS- und MAS-Zertifikaten unterstützt. Das interne Weiterbildungsprogramm KUF (Keep Us Fit) wurde erweitert:

An den 27 organisierten KUF-Ateliers nahmen insgesamt 204 Personen teil (zum Vergleich: 2024 waren es 14 Ateliers und 118 Teilnehmende). In den Schulungen, die von externen Expertinnen und Experten sowie von internen Mitarbeitenden geleitet wurden, standen insbesondere die Themen IT, Wohlbefinden und Kommunikation im Mittelpunkt.

HR­Indikatoren

Insgesamt haben sich die Indikatoren im Vergleich zum Jahr 2024 kaum verändert. Deutlich angestiegen ist jedoch die durchschnittliche Anzahl an Absenztagen, was zum Teil auf die festgestellten Mängel im Arbeitsklima zurückzuführen ist.

Im Fachbereich Kommunikation half eine zusätzliche Kommunikationsspezialistin, die Sichtbarkeit des SPI und des BGK-Projekts zu erhöhen.

Die Geschäftsleitung hat das vereinheitlichte System der Zeiterfassung (mit täglichen Sollstunden) durch ein System ersetzt, das auf der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit basiert und den flexiblen Arbeitszeitplänen entspricht. Diese Umstellung ermöglicht eine realistischere Planung, erleichtert die Organisation und Überwachung für die Teamleitenden, vereinfacht die Erfassung und sorgt für Fairness. Dies gilt insbesondere für Teilzeitbeschäftigte oder Arbeitnehmende mit variablen Arbeitszeiten.

*Offene Stellen sind nicht eingeschlossen.

Abb. 9: HR-Indikatoren 2021 – 2025

STAB

INFORMATIK UND LOGISTIK

Im Jahr 2025 ist eine wichtige Entscheidung gefallen: Das Institut wird nicht nur seinen Standort in Neuenburg, sondern auch den IT-Dienstleister wechseln. Diese wichtigen Veränderungen ermöglichen es dem SPI, sich im Sinne einer nachhaltigen Weiterentwicklung zu modernisieren und so optimal auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.

MOVE­Projekt: Neuer Standort, neuer IT­Anbieter

Aufgrund der in den letzten Jahren stark gestiegenen Anzahl Mitarbeitende sind die derzeitigen Räumlichkeiten an der Avenue du Vignoble 3 an ihre Kapazitätsgrenzen gestossen. Das SPI braucht als privatrechtliche Stiftung, die schweizweit tätig ist, einen agilen und zukunftsorientierten IT-Dienstleister.

Die Leitung des Projekts, das analoge wie digitale Aspekte umfasst, liegt beim Team Informatik und Logistik. Die umfangreichen Arbeiten dafür begannen bereits 2024 und wurden 2025 fortgesetzt. Geplantes Projektende ist der 1. September 2026 – Datum des offiziellen Einzugs in die neuen Büroräume.

Zukunft im Zeichen der KI

Angesichts der raschen technologischen Entwicklung ist es wichtig, dass das SPI auf dem neuesten Stand bleibt und seine Mitarbeitenden dazu befähigt, KI-gestützte Technologien in ihre tägliche Arbeit zu integrieren. Um die konkreten Bedürfnisse der verschiedenen Fach- und Geschäftsbereiche zu ermitteln, wurde eine bereichsübergreifende KI-Arbeitsgruppe gebildet. Ein zentrales Augenmerk liegt weiterhin auf dem Datenschutz und der Sicherheit der zur Verfügung gestellten Arbeitsmittel.

Cybersicherheitsschulung

Da IT-Sicherheit immer wichtiger wird, wurden Schulungen zur Cybersicherheit in Form von kurzen Lernvideos, Quiz und Phishing-Simulationen durchgeführt. Alle Mitarbeitenden sollen dafür sensibilisiert werden, wie wichtig es ist, stets wachsam zu bleiben – oder es verstärkt zu werden. In einem der vermeintlichen Phishing-E-Mails wurde versucht, an das allgemeine Passwort der Benutzerinnen und Benutzer zu gelangen. Dabei ging es nicht darum, Kollegen und Kolleginnen in die Falle zu locken, sondern zu zeigen, dass jedes E-Mail aufmerksam gelesen werden will – auch wenn es scheinbar von der IT-Abteilung stammt. Die obligatorischen Schulungen sollen das Risiko von Datenlecks im Falle eines Cyberangriffs verringern.

Logistik: Rund eine Tonne Kursmaterial geliefert Im Geschäftsjahr 2025 haben die Teams des Bereichs Informatik und Logistik über 280 Kurse in der ganzen Schweiz mit dem nötigen Kursmaterial versorgt. So wurden über 6000 Zeugnisse, Diplome oder Zertifikate gedruckt, rund eine Tonne Material in alle Ecken der Schweiz geliefert und nach der Rücksendung wieder sorgfältigst kontrolliert. Diese grosse logistische Herausforderung konnte das SPI unter anderem dank der Digitalisierung von Unterlagen bewältigen.

SPRACHDIENST

Im Jahr 2025 ist der Umfang der vom Sprachdienst erbrachten Leistungen gegenüber dem Vorjahr um 24 % gestiegen. Die Inte gration und Entwicklung von auf neuen Technologien gestützten Arbeitsmethoden ist ein vorrangiges Ziel des Sprachdienstes.

Leistungen im abgelaufenen Jahr

Der vielseitige Auftrag des Sprachdienstes umfasst Übersetzung, Lektorat, dreisprachige Video-Untertitelung, Simultan- und Konsekutivdolmetschen sowie interne Weiterbildung und Beratung zu spezifischen Themen (z. B. automatische Übersetzung und gendergerechte Sprache).

Entwicklung des Geschäftsvolumens

Im Jahr 2025 ist der Umfang der vom Sprachdienst erbrachten Leistungen im Vergleich zum Vorjahr um 24 % gestiegen. Diese Zunahme ist insbesondere auf mehrere Grossprojekte zurückzuführen: Dazu gehören die Rezertifizierungskurse für Praxisbegleitung, Mentoring sowie Prüfungsexpertinnen und -experten (21 % des Umsatzes), aber auch Projekte zur Veröffentlichung oder Überarbeitung von Lernmedien (Lehrmittel und E-Learnings: 18 % des Umsatzes) sowie Arbeiten im Zusammenhang mit dem BGK (9,5 % des Umsatzes).

Simultan­ und Konsekutivdolmetschen

Mit den vom SPI organisierten und durchgeführten Dolmetscheinsätzen wurde 2025 ein konkreter Sprachmittlungsbedarf gedeckt, der in SPI-Kursen und -Veranstaltungen sowie in gemeinsam mit Partnerinstitutionen organisierten Konferenzen entstand. Die Anzahl der Einsätze blieb im Vergleich zu 2024 stabil.

Innovation und neue Technologien

Die Integration und Entwicklung KI-gestützter Arbeitsmethoden ist ein vorrangiges Ziel des Sprachdienstes, der die Einführung von neuen Technologien weiter vorangetrieben hat, um seine Effizienz zu optimieren, ohne dabei die hohen Qualitätsstandards oder den Datenschutz zu vernachlässigen.

QUALITÄT

Im Jahr 2025 bescheinigte ein externes SQS-Nachaudit dem Qualitätsmanagementsystem des SPI beste Gesundheit «ohne Abweichungen», was die Konformität mit den Normen ISO 9001:2015 und ISO 21001:2018 bestätigt.

Die Einführung des neuen QM-Pilot-Tools ist ein wichtiger Schritt hin zu robusteren und transparenteren Qualitätsprozessen.

Externes Nachaudit für die Normen

ISO 9001:2015 und ISO 21001:2018

Das externe SQS-Nachaudit fand am 6. November 2025 an der IPH in Hitzkirch statt. Der Prüfbericht enthält ausschliesslich positive Bemerkungen: Attestiert wurden eine sehr gute Strukturierung des QM-PilotProjekts sowie eine sehr gute Durchführung der internen Audits, wobei keine Abweichungen festgestellt wurden.

Integration des neuen QM­Pilot

Anfang 2025 hat das SPI mit QM-Pilot ein neues Qualitätsmanagement-Tool erworben, dessen Integration im Laufe des Jahres viel Arbeit erforderte. Die ursprünglich auf der DiPP-Plattform gehosteten Prozesse und Dokumente mussten überprüft und angepasst werden, um ab November 2025 nahtlos ins neue System aufgenommen werden zu können. Die Einführung von QM-Pilot stellt eine wichtige Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements am SPI dar: Die von der DiPP-Plattform übernommenen Prozesse wurden modernisiert, konsolidiert und ab November 2025 operativ umgesetzt. So wird eine robustere und transparentere Steuerung sichergestellt, die der strategischen Ausrichtung des SPI entspricht.

Interne Audits

Die acht internen Audits wurden gemäss dem gemeinsam mit den internen Auditorinnen und Auditoren erstellten Zeitplan durchgeführt. Ein Audit musste wegen eines Krankheitsausfalls auf 2026 verschoben werden. Die internen Audits, die im Rahmen der ISO-Normen obligatorisch sind und der laufenden Verbesserung dienen, liefern wertvolle Denkanstösse in Form von Empfehlungen, die in den SPI-Aktionsplan aufgenommen und von der Geschäftsleitung analysiert wurden.

Audits der Berufs­ und Pol­SiAss­Prüfungen

Die sieben Audits der Pol-SiAss-Prüfungen sowie die acht Anfang 2025 geplanten Audits der Berufsprüfung wurden erfolgreich durchgeführt. Die Auditberichte, die auf der Nationalen Bildungsplattform Polizei (NBPP) veröffentlicht wurden, sind für alle Auditorinnen und Auditoren zugänglich. Insgesamt wurden keine Abweichungen festgestellt. Die in den Auditberichten abgegebenen Empfehlungen zur Verbesserung der Prüfungsdurchführung werden in den verschiedenen Kommissionen der Geschäftsstelle Organisation der Arbeitswelt (OdA) Polizei behandelt. Das SPI bedankt sich bei den 16 externen Auditorinnen und Auditoren, für welche die Durchführung von Audits eine Nebentätigkeit und damit eine zusätzliche Arbeitsbelastung darstellt. Sie alle hatten die Möglichkeit, 2025 an einem eintägigen Erfahrungsaustausch teilzunehmen, der alle an den Prüfungen beteiligten Funktionen – Expertinnen und Experten, Mentorinnen und Mentoren, Praxisbegleitende, Prüfungssekretariate sowie die Auditorinnen und Auditoren – zusammenbrachte. Das Thema war dieses Jahr «Künstliche Intelligenz (KI) in Prüfungen».

Der Austausch verlief insgesamt sehr positiv, und die Teilnehmenden äusserten den Wunsch, den Erfahrungsaustausch 2026 in einem einzigen schweizweiten Treffen durchzuführen.

RECHTSDIENST

Im Jahr 2025 hat der Rechtsdienst seine strategische Rolle innerhalb des SPI weiter gefestigt, indem er die Rechtskonformität der Projekte sicherstellte und sich stärker mit dem Risikomanagement und der Verwaltung von Versicherungsverträgen auseinandersetzte. Er griff regulatorischen Entwicklungen proaktiv voraus und unterstützte alle Bereiche bei ihren Entscheidungen.

Juristische Begleitung

Im Jahr 2025 erweiterte der Rechtsdienst seine Tätigkeitsbereiche und spielte eine zentrale Rolle bei der Begleitung und der Anpassung der internen SPIRichtlinien an die neuen gesetzlichen Anforderungen. Der Dienst wird bereits in der Planungsphase von Initiativen oder Projekten am SPI eingebunden, um die Aspekte Qualität und Rechtskonformität nach dem Grundsatz «Qualität durch Design» («quality by design») zu berücksichtigen. So wird sichergestellt, dass gesetzlichen Anforderungen von Anfang an Rechnung getragen wird, wodurch möglichen später auftretenden Abweichungen vorgebeugt werden kann.

Im Berichtsjahr konnte der Rechtsdienst das seit 2009 anhängige Sprengunfall-Verfahren erfolgreich abschliessen. Zudem erstellte er auf Anfrage der Geschäftsleitung und der verschiedenen Bereiche (z. B. OdA Polizei) zahlreiche Rechtsgutachten und ermöglichte damit fundierte und gesetzeskonforme Entscheide.

Versicherungen und Risikomanagement

Im Bereich Versicherungen hat der Rechtsdienst den Vorsorgeplan unter Berücksichtigung der gestiege-

nen Zahl der Mitarbeitenden sowie der neuen Umwandlungsregeln der Pensionskassen für die Renten neu bewertet. Es wurde eine umfassende Analyse des Versicherungsmarkts durchgeführt, um bestmögliche Vorsorgebedingungen für die Mitarbeitenden zu verhandeln. Gleichzeitig wurde eine strukturierte Risikomanagement-Analyse erstellt, um Bedrohungen zu identifizieren, welche die Tätigkeit des SPI künftig beeinträchtigen könnten. Die effiziente Verwaltung der Versicherungsverträge trägt zur Widerstandsfähigkeit des SPI bei und verbessert seine Vorbereitung auf unvorhergesehene Ereignisse.

IT­Sicherheit

Im Rahmen des IT-Migrations-Projekts hat der Rechtsdienst eng mit dem Bereich Informatik zusammengearbeitet, um eine widerstandsfähige DatenGovernance zu etablieren. Ziel ist es, die Einhaltung der Vorschriften für die Verarbeitung personenbezogener und sensibler Daten sowie auch die Nachvollziehbarkeit und Sicherheit der Informationen zu gewährleisten.

BGK 2025: EIN WEGWEISENDES JAHR

Das Jahr 2025 läutete für das Bildungspolitische Gesamtkonzept (BGK) den Übergang von der Strategieausrichtung hin zur Vorbereitung der eigentlichen Umsetzung ein. Der Fokus lag dabei auf der Ausarbeitung klarer Ziele, der Strukturierung der Instrumente und der Kommunikation gegenüber den Anspruchsgruppen, um die Voraussetzungen für eine koordinierte und nachhaltige Entwicklung der Polizeiausbildung auf den Stufen I und II in der Schweiz zu schaffen.

Mit der Erstellung und Validierung von schweizweit einheitlichen Kompetenzprofilen für die Führungsstufen I (Unteroffizier/-in), II (höhere Unteroffizier/-in) und III (Offizier/-in) wird seit 2023 erstmals in der Schweiz an einer gemeinsamen Grundlage für die polizeiliche Führungsausbildung gearbeitet. Die von der Arbeitsgruppe des Teilprojekts (TP) III in Zusammenarbeit mit der Firma Ectaveo AG entwickelten Profile enthalten die Schlüsselkompetenzen von Kaderpersonen auf verschiedenen Hierarchiestufen. Das Kompetenzprofil der Stufe IV (Stabsoffizier/-in) wurde von der KKPKS Ende 2025 genehmigt, womit nun alle Hierarchiestufen vollständig abgedeckt sind.

Die 2024 erzielten Fortschritte gaben den Impuls für die Weiterentwicklung der Führungslehrgänge und die Neuorientierung der Ausbildung auf den Stufen I und II im Rahmen des TP IV. Das Berichtsjahr markiert den Übergang von der Ausarbeitung der Strategie hin zur Vorarbeit für die konkrete Umsetzung von schweizweit harmonisierten und nachhaltig gestalteten Modulausbildungen.

Sichtbarkeit und Dialog rund um das BGK Im Berichtsjahr wurde mit Blick auf Strategie und Kommunikation ein wichtiges Etappenziel des BGK erreicht. Auf Konzeptausarbeitung und Validation folgte nun die Präsentation des Projekts bei den Polizeikorps und den Partnerinstitutionen. Um das BGK als nationalen Referenzrahmen für die Weiterentwicklung der Polizeiausbildung in der Schweiz zu etablieren, wurde der Kommunikation und dem Dialog mit den Anspruchsgruppen ein bedeutender

VON DER STRATEGISCHEN AUSRICHTUNG DES BGK HIN ZUR VORBEREITUNG SEINER UMSETZUNG

Platz eingeräumt: Auf der BGK-Website (www. bgk-cgf.ch) und in der Broschüre «Führungslaufbahnen im Berufsfeld Polizei» wurden alle relevanten Informationen schriftlich festgehalten. Direkt bei den Polizeikorps organisierte Informationsveranstaltungen boten darüber hinaus die Möglichkeit, sich mündlich darüber auszutauschen. All dies zielt darauf ab, die Nachvollziehbarkeit der Reform zu erhöhen, Feedback einzuholen und die Grundlagen für eine schrittweise und zukunftsgerichtete Einbindung des BGK in die Polizeipraxis zu schaffen.

Strukturierung der Lehrgänge und Anerkennung Inhaltlich wurde 2025 an der modularen und stufengerechten Struktur der Bildungswege weitergearbeitet. Mit dem BGK sollen klar strukturierte, flexible und anschlussfähige Bildungswege angeboten werden, welche die Validierung der im Laufe der Berufspraxis erworbenen Kompetenzen ermöglichen. Die verschiedenen Etappen fügen sich zu einem kohärenten System zusammen, das in anerkannte Abschlüsse mündet. Vor diesem Kontext hat das SPI eine schweizweite Anerkennung der absolvierten Aus- und Weiterbildungen inner- und ausserhalb der Polizei erreichen können. So führt der Abschluss der SPI-Kaderkurse I und II automatisch zum Erhalt der Zertifikate «Leadership» und «Management» der Schweizerischen Vereinigung für Führungsausbildung (SVF).

Dies fördert nicht nur die schweizweite Harmonisierung, sondern auch die Anschlussfähigkeit gegenüber anderen Bildungssystemen, ohne die Besonderheiten der polizeilichen Aus- und Weiterbildung aus dem Blick zu verlieren. So werden polizeiliche Laufbahnen attraktiver und die Entwicklung von Management- und Führungskompetenzen wird gestärkt.

Ausrichtung auf aktuelle und künftige Herausforderungen im Polizeiberuf

Die Vision des BGK ist konsequent auf die Zukunft der Polizeiausbildung ausgerichtet. 2025 ging es in der Reflektion darum, die Führungskräfte für den gesellschaftlichen, technologischen und institutionellen Wandel zu sensibilisieren. Aktuell ist es bereits möglich, auf Stufe I einen Kurs im jeweiligen Fachbereich zu absolvieren (Sicherheitspolizei, Kriminalpolizei, Verkehrspolizei). Themen wie Ethik, Verantwortung, Kommunikation und der Einsatz neuer Technologien, die in dieser Vision einen zentralen Platz einnehmen, werden in einem Verhaltenskodex für die Polizeiführung zusammengefasst.

Die Ausbildung ist als fortlaufender Prozess gestaltet, welcher die Kaderpersonen während ihrer gesamten beruflichen Laufbahn begleitet und es ihnen ermöglicht, ihre Kompetenzen laufend an die sich wandelnden Anforderungen des Polizeiberufs anzupassen. Das TP III wurde daher um ein viertes Profil für die Führungsstufe IV erweitert.

Eine Arbeitsgruppe hat sich 2025 erstmals getroffen, um anhand der bereits ausgearbeiteten Lernziele und Module mit der Erstellung der Lernmedien zu beginnen. Die Arbeiten werden 2026 fortgesetzt.

Solide Grundlagen für die nächsten Schritte Im Berichtsjahr erfuhr das BGK eine Konsolidierung. Mit klaren, nachvollziehbaren Zielen, einer zweckmässigen Kommunikation und einer stufengerechten Strukturierung der Laufbahnen wurden wichtige Grundlagen für die weitere Projektarbeit im Jahr 2026 und die Umsetzung eines auf langfristigen Erfolg ausgerichteten BGK gelegt.

FINANZEN UND JAHRESRECHNUNG

Das SPI hat sein Geschäftsjahr 2025 dank einer Entnahme aus den SPIReserven zur Finanzierung des BGK-Projekts mit einem ausgeglichenen Ergebnis abgeschlossen. Die schrittweise Erhöhung des Kantonsbeitrags dient als wichtiger Hebel, um die finanzielle Stabilität des SPI auf lange Sicht zu gewährleisten. Darüber hinaus wurde das interne Kontrollsystem (IKS) im Laufe des Jahres ausgebaut.

Jahresrechnung

2025

Mit CHF 17 592 586 hat das SPI 2025 seinen Betriebsertrag gegenüber dem Vorjahr um 5,3 % verbessert (s. S. 59). Gestiegen ist auch sein Betriebsaufwand, der mit CHF 18 180 086 um 6,8 % höher ausfällt. Das Ergebnis vor Veränderung Fonds weist somit einen Aufwandüberschuss von CHF 531 201 aus. Nach der reglementarischen Zuweisung von CHF 113 430 an die Prüfungsausgleichsfonds und der Auflösung von SPI-Reserven in Höhe von CHF 659 000 zur Deckung der effektiven BGK-Projektkosten ergibt sich ein positives Jahresergebnis von CHF 14 369, was dem im Budget veranschlagten Gewinn von CHF 3440 sehr nahe kommt.

In der Bilanz (s. S. 58) liegt das Umlaufvermögen mit CHF 6 384 016 zwar um CHF 606 488 unter dem von 2024, die kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von CHF 2 106 824 werden dennoch um ein Vielfaches abgedeckt. Per 31. Dezember 2025 betragen die Reserven des SPI CHF 4 137 139 (CHF 659 000 weniger als im Vorjahr).

Beiträge der Kantone 2025 wurde der Beitrag der Kantone um 2 Rappen pro Einwohner/-in auf 17 Rappen erhöht. An ihrer Plenarsitzung im Frühjahr beschloss die KKJPD, diesen Beitrag über die Jahre 2026 und 2027 schrittweise auf 19 Rappen bzw. 21 Rappen pro Einwohner/-in anzuheben – ein starkes Signal für das SPI.

Langfristige Finanzstabilität

Seit 2023 verzeichnet das SPI Verluste, die jeweils durch die Auflösung von Reserven ausgeglichen werden. Dies steht im Zusammenhang mit dem BGKProjekt, das vom SPI allein gestemmt wird und bis Ende 2027 laufen soll.

Um die Wirtschaftlichkeit des SPI auf lange Sicht zu gewährleisten sowie seine Reserven und Investitionskapazitäten zu sichern, sind ab 2026 Massnahmen zur Kostenkontrolle und zur Steigerung der Einnahmen geplant.

Fachbereich Finanzen

Im Anschluss an die erste ordentliche Revision der Jahresrechnung 2024 wurden im Berichtsjahr die von der Revisionsstelle formulierten Empfehlungen umgesetzt. Dabei lag der Fokus auf dem Ausbau des internen Kontrollsystems (IKS) zur Stärkung der betriebsinternen Finanz-Governance und des Risikomanagements. Aufgrund dieser zusätzlichen Massnahmen war die Buchhaltung 2025 etwas stärker ausgelastet als im Vorjahr.

Abb. 10: Zahlen zu den Tätigkeiten der Buchhaltung

Bilanz per 31. Dezember in Schweizer Franken

Erfolgsrechnung für das Berichtsjahr per 31. Dezember

Anhang zur Jahresrechnung 2025

1. Angewandte Bewertungsgrundsätze für die Jahresrechnung

Die vorliegende Jahresrechnung wurde gemäss den Bestimmungen über die kaufmännische Buchführung des Schweizerischen Obligationenrechts erstellt. Die wesentlichen Bilanzpositionen werden wie folgt verbucht:

1.1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige kurzfristige Forderungen sind zum Nominalwert bilanziert.

1.2. Vorräte

Vorräte werden zum Verkaufspreis abzüglich einer Marge bewertet. Für Wertminderungen durch Artikel mit geringer Umschlagshäufigkeit oder unverkäufliche Artikel wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von einem Drittel des Vorratswertes vorgenommen.

1.3. Verbuchung der Erträge

Der Umsatz umfasst erhaltene Subventionen sowie alle Verkaufserträge aus Kursen, Bildungsmedien und Prüfungen der Stiftung Schweizerisches Polizei-Institut (SPI). Die Berechnung des Umsatzes erfolgt auf der Grundlage der am Bilanzstichtag erbrachten Kundenleistungen. Der Umsatz wird erfasst, wenn die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann und die Wahrscheinlichkeit eines wirtschaftlichen Nutzens für das SPI ausreichend hoch ist.

1.4. Verbuchung der Prüfungs­ und Zertifizierungsaktivität

Das SPI fungiert als Zwischenglied für die Organisation der Arbeitswelt Polizei und anerkennt die damit verbundenen Erträge und Aufwendungen.

1.5. Anlagevermögen

Das Anlagevermögen wird in der Bilanz zu Anschaffungskosten abzüglich der nach der ab 2025 angewendeten linearen Methode berechneten Abschreibungen ausgewiesen.

Für die Berechnung der Höhe der Abschreibungen werden folgende Abschreibungsmethoden und -zeiträume angewandt:

Sachanlagen und immaterielle Werte Methode / Dauer

Mobiliar und Infrastruktur linear / 8 und 10 Jahre

Hardware und Kommunikationssysteme linear / 5 Jahre

Software linear / 5 Jahre

Nationale Bildungsplattform Polizei linear / 5 Jahre

2. Informationen, detaillierte Struktur und Erläuterungen zur Jahresrechnung

2.1. Übrige kurzfristige Forderungen

Verrechnungssteuer

übrige kurzfristige Forderungen

2.2. Vorräte

Fertige Erzeugnisse (Vorräte Bildungsmedien)

909 Pauschalwertberichtigung (stille Reserve)

2.3. Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

2.4. Leasingverbindlichkeiten (sofern diese nicht innert 12 Monaten ab Bilanzstichtag auslaufen oder gekündigt werden können)

Leasingverbindlichkeiten Restlaufzeit

2.5. Reservefonds

Die Fonds werden als stille Reserven behandelt.

2.6. Gesamtbetrag der aufgelösten Wiederbeschaffungsreserven und andere wichtige Auflösungen stiller Reserven

Im Laufe des Berichtsjahrs wurden stille Nettoreserven in Höhe von CHF 660 496 (CHF 545 829 im Jahr 2024) aufgelöst, wovon CHF 659 000 (CHF 537 500 im Jahr 2024) aus dem Reservefonds Entwicklung für die Finanzierung des BGK-Projekts (Bildungspolitisches Gesamtkonzept) entnommen wurden.

2.7. Erläuterungen zu ausserordentlichen, einmaligen oder periodenfremden Posten in der Erfolgsrechnung

Ertrag

Aufwand

Die Rechtssache im Zusammenhang mit dem Sprengunfall von 2009 wurde im Jahr 2025 mit Aufwendungen in Höhe von CHF 28 081 endgültig beigelegt, woraufhin der Rückstellungsüberschuss von 2024 aufgelöst wurde.

3. Weitere Informationen

3.1. Anzahl der Vollzeitstellen

Per 31.12.2025 sind 46 Mitarbeitende am SPI angestellt (44 im Jahr 2024). Dies entspricht 39,5 Vollzeitstellen (37,3 im Jahr 2024).

3.2. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Keine.

Bericht der Revisionsstelle an den Stiftungsrat der Schweizerischen Polizei-Instituts (SPI), Neuchâtel

Bericht zur Prüfung der Jahresrechnung

Prüfungsurteil

Wir haben die Jahresrechnung der Schweizerischen Polizei-Instituts (SPI) (die Stiftung) – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2025, der Erfolgsrechnung für das dann endende Jahr sowie dem Anhang, einschliesslich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung (Seiten 58 bis 61) dem schweizerischen Gesetz, der Stiftungsurkunde und den Reglementen.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Standards zur Abschlussprüfung (SA-CH) durchgeführt. Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt «Verantwortlichkeiten der Revisionsstelle für die Prüfung der Jahresrechnung» unseres Berichts weitergehend beschrieben. Wir sind von der Stiftung unabhängig in Übereinstimmung mit den schweizerischen gesetzlichen Vorschriften und den Anforderungen des Berufsstands. Wir haben auch unsere sonstigen beruflichen Verhaltenspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als eine Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Sonstige Informationen

Der Stiftungsrat ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen, aber nicht die Jahresrechnung und unseren dazugehörigen Bericht.

Unser Prüfungsurteil zur Jahresrechnung erstreckt sich nicht auf die sonstigen Informationen, und wir bringen keinerlei Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu zum Ausdruck.

Im Zusammenhang mit unserer Abschlussprüfung haben wir die Verantwortlichkeit, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zur Jahresrechnung oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortlichkeiten des Stiftungsrats für die Jahresrechnung

Der Stiftungsrat ist verantwortlich für die Aufstellung einer Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften, der Stiftungsurkunde und den Reglementen und für die internen Kontrollen, die der Stiftungsrat als notwendig

PricewaterhouseCoopers SA, Rue des Epancheurs 6, 2000 Neuchâtel +41 58 792 67 00

www.pwc.ch

PricewaterhouseCoopers SA ist Mitglied des globalen PwC-Netzwerks, einem Netzwerk von rechtlich selbständigen und voneinander unabhängigen Gesellschaften.

feststellt, um die Aufstellung einer Jahresrechnung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung der Jahresrechnung ist der Stiftungsrat dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Stiftung zur Fortführung der Geschäftstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Geschäftstätigkeit – sofern zutreffend – anzugeben sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Geschäftstätigkeit anzuwenden, es sei denn, der Stiftungsrat beabsichtigt, entweder die Stiftung zu liquidieren oder Geschäftstätigkeiten einzustellen, oder hat keine realistische Alternative dazu.

Verantwortlichkeiten der Revisionsstelle für die Prüfung der Jahresrechnung

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Jahresrechnung als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bericht abzugeben, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Mass an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den SA-CH durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich gewürdigt, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieser Jahresrechnung getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Eine weitergehende Beschreibung unserer Verantwortlichkeiten für die Prüfung der Jahresrechnung befindet sich auf der Webseite von EXPERTsuisse: http://expertsuisse.ch/wirtschaftspruefung-revisionsbericht. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Berichts.

Bericht zu sonstigen gesetzlichen und anderen rechtlichen Anforderungen

In Übereinstimmung mit Art. 83b Abs. 3 ZGB in Verbindung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und PS-CH 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Stiftungsrats ausgestaltetes Internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert.

Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

PricewaterhouseCoopers SA

Patrick Wagner

Zugelassener Revisionsexperte

Mégane Vallat

Zugelassene Revisionsexpertin Leitender Revisor

Neuchâtel, 8. Mai 2026

Bericht der Revisionsstelle an den Stiftungsrat der Schweizerischen Polizei-Instituts (SPI), Neuchâtel

WHO IS WHO

Es werden hier nur Kursdirektorinnen und -direktoren, Prüfungsleiterinnen und -leiter, Verantwortliche von Autorengruppen, Kommissionspräsidentinnen und -präsidenten, Mitglieder der Geschäftsleitung des SPI sowie Mitglieder des Stiftungsrats, des Büros und der Paritätischen Kommission aufgeführt, die ihre Funktion im Berichtsjahr innehatten.

Achermann Adi

Luzerner Polizei

Kurse: CAS FIP; Fortbildung – Lehren aus der Praxis

Aegerter Stefan

Schweizerisches Polizei-Institut

Direktor (bis 30.9.2025)

NKO (bis 30.9.2025)

PK (bis 30.9.2025)

PaKo (bis 30.9.2025)

Aepli Stefan Kantonspolizei Zürich

Kurs: Verdeckte Ermittlungsmassnahmen und Quellenführung

Allain Philippe Kantonspolizei Freiburg

Kurs: CAS CEP – Cours tactique

Bächer Peter Kantonspolizei Zürich

Kurs: FLG II

Baechler Simon Neuenburger Polizei

Kurs: Audition des victimes mineures d’abus et de violences sexuels – Cours de base (protocole NICHD)

Bauder Daniel Kantonspolizei St. Gallen

Modulprüfung Pol SiAss

Kurse (Grundkurs) & E-Learnings (Rezertifizierung) (d/f/i): BP – Praxisbegleitung / Mentoring / PEX Vor- / Hauptprüfung; Pol SiAss – PEX – Grundkurs

Bieri Oliver Marco

Kantonspolizei Zürich

Kurs: ASPECT® – Methodik zur Erkennung von verdächtigen Personen und Situationen / Nichtpolizeiliches Verhalten

Birrer Alex

Interkantonale Polizeischule Hitzkirch

Kurs: Modul AdA-FA-M1 «Lernveranstaltungen mit Erwachsenen durchführen» SVEB-Zertifikat

Kursleiterin/Kursleiter

Blaser Manfred

Polizeischule Ostschweiz

Kurs: Polizei-Sportleiter/-in

Bonfanti Monica

Kantonspolizei Genf Stiftungsrat

KKPKS

PaKo

Kurs: CAS CEP – Compétences relationnelles

Borcard Bernard

Kantonspolizei Freiburg Vor- und Hauptprüfung

Modulprüfung Pol SiAss

Brunner Reinhard

Kantonspolizei Zürich

Kurse: Radikalisierung und Extremismus; Interkulturelle Kompetenz / Brückenbauer; Diskriminierung und Hate Crime

Bucher Stefan Zuger Polizei Hauptprüfung

Büchler Sandro

Stadtpolizei Zürich

Hauptprüfung

Kurs: Polizeischiessen (d/f)

Lehrmittel: Polizeischiessen (d/f/i)

Buehlmann Serge Kantonspolizei Freiburg

Kurse: Police scientifique; Fachkurs mechanische Spuren (Modul I) (d/f)

Bula Sylvie

Kantonspolizei Waadt

Kurs: CAS CEP – Droit et éthique policière

Cartier Julien

Kantonspolizei Waadt

Kurs: Cours cyber pour enquêtrice / enquêteur (Niveau II)

Champerlin Alexandre

Kantonspolizei Waadt Vorprüfung

Champod Christophe Universität Lausanne

Kurs: Grundkurs Befundbewertung (d/f)

Chapuis Florent

Kantonspolizei Genf Hauptprüfung

Modulprüfung Pol SiAss

Chevalier Frédéric

Neuenburger Polizei

Hauptprüfung

Düring Harald

Kantonspolizei St. Gallen

Lehrmittel: Sicherheitspolizeiliche Grundsätze (d/f/i)

Engler Jara Patrik Kantonspolizei Zürich Kurs: Einführung in den polizeilichen Führungsrhythmus

Ertan Emre fedpol Stiftungsrat (ab 7.3.2025)

Etter André Kurse (Grundkurs) & E-Learnings (Rezertifizierung) (d/f/i): BP – Praxisbegleitung / Mentoring / PEX Vor- / Hauptprüfung; Pol SiAss – PEX – Grundkurs

Feser Alexandre Bezirksgericht Lausanne

Kurs: Droit pénal – Cours de perfectionnement

Cocchi Matteo

Kantonspolizei Tessin

Stiftungsrat (ab 1.1.2025)

Präsident KKPKS (ab 1.1.2025)

Dittli Laura

Regierungsrätin Zug Stiftungsrat (ab 1.1.2025)

KKJPD

Fichter Iff Michael Kantonspolizei Bern Kurs: Polizeiprävention

Fivaz Emmanuel VSPB Stiftungsrat PaKo

Dumartheray Marc

Police Nord Vaudois

Kurs: Bike Police

Fivaz Jean­Marc Kantonspolizei Waadt Kurs: Auditions et interrogatoires

Froidevaux Eric Kantonspolizei Jura

Kurs: CC II

Fuchs Tanja

Kantonspolizei Zürich

Kurs: Wirtschaftskriminalität

Fürst Nicolas

Kantonspolizei Freiburg

Kurs: CC I

Guggisberg Christian Kantonspolizei Bern

Lehrmittel: Taktisches Verhalten (d/f/i)

Gallinet Valérie

Kantonspolizei Aargau

Kurs: Daktyloskopie – Expertenkurs (Niveau III) (d/f)

Gerber Thomas

Kantonspolizei Zürich

Lehrmittel: Extremismus (d/f/i)

Ghelfi Signe

Schweizerisches Polizei-Institut

Mitglied der Geschäftsleitung

Chefin Geschäftsbereich Forschungskoordination und Wissensmanagement

Glaeser Axel fedpol

Kurs: Daktyloskopie (Niveau II)

Gloor Ulrich

Kantonspolizei Thurgau

Kurs: Stabsarbeit Polizei

Gort Silvan

Stadtpolizei Zürich

Kurs & Lehrmittel: Persönliche Sicherheit (d/f/i)

Griessen Manuel

Kantonspolizei Bern

Modulprüfung Pol SiAss

Günal Rütsche Serdar

Kantonspolizei Zürich

Kurs: Cyber-Ermittlung (Niveau II)

Hediger Philipp Zürcher Polizeischule Vorprüfung

Hemmi Roland Stadtpolizei Chur

Kurs: Urbane Sicherheit

Hildbrand Pierre­Antoine Stadtrat Lausanne

Stiftungsrat

Hochstrasser Philipp

Schweizerisches Polizei-Institut

Mitglied der Geschäftsleitung

Chef Geschäftsstelle OdA Polizei; ZK; QSK

Kurse: HFP – PEX – Grundkurs; HFP – Briefing für Mentoren/-innen (d/f/i); BP – Erfahrungsaustausch (d/f/i); Pol SiAss Workshop – Modulweiterentwicklung (d/f/i)

Hofer Ulrich

Kantonspolizei Bern

Sicherheitskonferenz (SiKo)

Kurse: FLG I; Interventionseinheiten (d/f)

Lehrmittel: Sonderlagen (d/f/i)

Holland Fabienne Polizei Basel-Landschaft

Kurs: Das Opfer im polizeilichen Ermittlungsverfahren

Hollenstein Markus Stadtpolizei Zürich

Kurse: Polizeischiessen (d/f); OD – Ordnungsdienst (d/f)

Lehrmittel: Ordnungsdienst (d/f/i)

Hugelshofer Matthias Kantonspolizei Zürich

Kurs: Ermittlung Eigentumsdelikte – Fortbildungskurs

Hurni Ralph

Stadtpolizei St. Gallen

Kurs: Community Policing Weiterbildungskurs –Netzwerke und Kommunikation

Hutter Lorenzo

Kantonspolizei Tessin

Kurs: FEL (d/f)

Jeanneret Dilini

Schweizerisches Polizei-Institut

Mitglied der Geschäftsleitung

Chefin Geschäftsbereich Bildungsstrategie und Lernmedien

Jug­Höhener Andrea

Kantonspolizei Zürich

Vereinigung der Schweizerischen Kriminalpolizeichefs (VSKC)

Imhof Thorsten

Kantonspolizei Uri

Kurs: Schwerverkehr – SDR/ADR

Ingold Kim

Schweizerisches Polizei-Institut

Mitglied der Geschäftsleitung (ab 20.10.2025)

Chefin Fachbereich Human Resources (ab 20.10.2025)

Jaccard Raoul

Neuenburger Polizei

Kurs: Gestion des menaces

Lehrmittel: Pyramidenmodell (d/f/i)

Jacot­Guillarmod Marlis

Schweizerisches Polizei-Institut

Vizedirektorin Stabschef

Kast Carole­Anne

Regierungsrätin Genf

Stiftungsrat (ab 1.10.2025)

KKJPD

Keller Ivan Neuenburger Polizei

Kurs: Cours tactique pour of EM

Kradolfer Marcus

Polizeischule Ostschweiz

Vorprüfung

Kurs: Das Recht in der Polizeiführung

Lehrmittel: Menschenrechte und Berufsethik (d/f/i)

Kramer Fabian Luzerner Polizei

Kurs: Verkehrspolizei

Jallard Raphaël

Interregionales Polizei-Ausbildungszentrum

Kurs: Police et société en mutation

Jaquier Sébastien

Haute école de gestion Arc

Kurs: CAS CEP

Kübli Patrick fedpol

Kurs: Seminar Zielfahndung

Kühne Stefan

Kantonspolizei St. Gallen

Kurs: Kriminalpolizei – Kurs für Generalisten/-innen

Kühner Fabian

Stadtpolizei St. Gallen

Stiftungsrat (ab 5.12.2025)

Lehmann Fritz Schweizerisches Polizei-Institut

Direktor ad interim (ab 1.10.2025)

PaKo (ab 1.10.2025)

PK (ab 1.10.2025)

Vizepräsident des Stiftungsrats (bis 30.9.2025)

Büro des Stiftungsrats (bis 30.9.2025)

Leupold Michael

Kantonspolizei Aargau

Kurs: Polizeiliche Jugendsachbearbeitung (d/f)

Lips Gerhard

Kurs: Polizei und Gesellschaft im Wandel

Lo Cicero Alessio

Kantonspolizei Tessin

Kurs: Corso cyber per inquirenti (Livello II)

Lott Fischer Johanna Stadträtin Neuenburg Stiftungsrat

Mateo Francisco Polizeiakademie Savatan

Modulprüfung Pol SiAss

Meier Monica

Interkantonale Polizeischule Hitzkirch Vorprüfung

Minetti Patrick

Kantonspolizei Tessin

Modulprüfung Pol SiAss

Moos Wolfgang Zuger Polizei

Kurs: PERMA®-Lead – Positive Leadership in der Polizeiführung

Morin Cédric Kantonspolizei Waadt Hauptprüfung

Moser Patrick Kantonspolizei Zürich

Modulprüfung Pol SiAss

Müller Philippe Regierungsrat und Sicherheitsdirektor

Kanton Bern

Präsident des Stiftungsrats Büro des Stiftungsrats KKJPD

Noth Jürg

Kurs: Betäubungsmittelkriminalität I–III

Oertli Jürg Kantonspolizei Thurgau

Lehrmittel: Personenschutz (d/f/i)

Oppliger Beat Stadtpolizei Zürich

Kurs: Veranstaltungssicherheit

Ottiker Thomas Forensisches Institut Zürich

Kurse: Kriminaltechnik Diplomkurs; Fachspezialist/-in Ausweisprüfung (d/f/i); Grundkurs Befundbewertung (d/f)

Lehrmittel: Kriminaltechnik (d/f/i)

Perler Julien

Police de l’Ouest lausannois

Kurs: Module FFA CF-AF « Animer des sessions de formation pour des groupes d’adultes » Certificat FSEA formatrice/formateur

Pronzini Andrea Kantonspolizei Tessin

Vor- und Hauptprüfung

Kurse (Grundkurs): Formazione pedagogica per insegnanti di polizia; BP – Praxisbegleitung (d/f/i); Pol SiAss – PEX (d/f/i)

E-Learnings (Rezertifizierung) (d/f/i): BP – Praxisbegleitung / Mentoring / PEX Vor- / Hauptprüfung

Ramoni Veren Kantonspolizei Genf

Kurs: Rapatriements par voie aérienne

Regniet Eva Kantonspolizei Zürich

Kurs: Begleitete Rückführungen

Rérat Damien Kantonspolizei Jura Stiftungsrat KKPKS

Ribaux Alain Kanton Neuenburg Stiftungsrat (bis 16.5.2025) Co-Präsident KKJPD (bis 16.5.2025)

Rippert Andreas Kantonspolizei St. Gallen

Kurs: Fachspezialisten/-innen Schuhspuren

Ritter Manuel Kantonspolizei Thurgau

Kurs: Lernveranstaltungen mit Erwachsenen durchführen – Fortbildungskurs – Pilotkurs

Rohr Martin

Kantonspolizei Bern

Kurse: Weiterbildungskurs Gewässerpolizei; Gewässerpolizei (d/f); Polizei-Einsatztaucher –Grundkurs / Flusstauchen / Führung von Polizeitaucheinsätzen

Santacroce Giancarlo Kantonspolizei Tessin

Kurs: Fachkurs mechanische Spuren (Modul I) (d/f)

Sauterel Jean­Christophe Kantonspolizei Waadt

Kurse: Instructrices et instructeurs en éducation routière; Relations publiques

Scherer Benedikt fedpol

Kurs: Internationale Polizeikooperation der Schweiz (d/f)

Schieferstein Frederik Kantonspolizei Wallis Hauptprüfung

Schiesser Stefan Kantonspolizei Zürich

Kurs: Polizeiliche Verhandlungsführung I–IV

Schlegel Walter Kantonspolizei Graubünden Verkehrskommission (VK) (bis 19.11.2025)

Schmid Werner Kantonspolizei Zürich

Kurse: Führungsassistenten/-innen – Grundkurs / Weiterbildungskurs

Schudel Markus Schaffhauser Polizei Hauptprüfung

Schudel Martin Peter Kantonspolizei Bern

Kurs: Taktisches Verhalten (d/f)

Schwab Julien

Schweizerisches Polizei-Institut Mitglied der Geschäftsleitung

Chef Geschäftsbereich Kurse und Lehrgänge, NBPP, Finanzen

Senn Markus fedpol

Modulprüfung Pol SiAss

Sieber Christian Militärpolizei

Kurse: Sprengausbildung (d/f/i);

Verkehrskurs – ASTRANA VU / VUGIS (d/f); Taktische Einsatzmedizin (TEM) (d/f)

Spühler Christian Kantonspolizei Bern

Kurs: Alarm- und Einsatzzentralen (d/f)

Stamm Hurter Cornelia

Regierungsrätin Schaffhausen Stiftungsrat KKJPD

Staub Roger Kantonspolizei Bern

Kurse: Begleitete Rückführung – Equipenleiter; Observation

Stehrenberger Guido Kantonspolizei Basel-Stadt

Modulprüfung Pol SiAss

Stein Daniel Stadtpolizei Zürich

Kurs: Veranstaltungssicherheit – Fortbildungskurs

Tanner Martin Schaffhauser Polizei

Kurs: Verkehrs- und Sicherheitsinstruktoren/-innen

Torrente Roberto Stadtpolizei Lugano

Vizepräsident des Stiftungsrats (ab 1.10.2025)

Büro des Stiftungsrats (ab 1.10.2025) PaKo

Varone Christian Kantonspolizei Wallis Kurs: CAS CEP – Médias

Waldmeier Reto Kantonspolizei Bern

Kurs: Bekämpfung von Menschenhandel –Grundkurs

Wegmann Charles Militärpolizei Modulprüfung Pol SiAss

Weibel Patrick Neuenburger Polizei

Kurs: Négociation en situation de crise à haut facteur de risque

Wirz Michael Stadtpolizei Winterthur

Kurs: Professionelle Medienarbeit bei der Polizei

Wobmann Jürg Luzerner Polizei

Weiterbildungskommission (WBK)

Kurs: Kriminalpolizei – Kurs für Generalisten/-innen

Wüger Beat Kantonspolizei Zürich

Kurs: Destabilisierungsgerät DSG (Taser) (d/f)

Zambetti Marco Kantonspolizei Tessin

Kurs: Lutte contre le trafic des stupéfiants – Cours de base

Zingg Christian Kantonspolizei Bern

Kurse: DVI-Kurse (d/f); Brandursachenermittlung – Grundkurs

Zingg Jürg Kantonspolizei Thurgau Prüfungskommission Sprengen (PKS)

ABKÜRZUNGEN

AdA FA-M1 SVEB-Zertifikat Kursleiterin/Kursleiter, Lernveranstaltungen mit Erwachsenen durchführen

BAZG Bundesamt für Zoll- und Grenzsicherheit

BGK Bildungspolitisches Gesamtkonzept

BKA Bundeskriminalamt Deutschland

BP Berufsprüfung

BSLM Geschäftsbereich Bildungsstrategie und Lernmedien

CAS Certificate of advanced studies

CAS CEP Certificate of advanced studies pour la Conduite des engagements de police à l’échelon d’officier

CAS FIP Certificate of advanced studies – Führung im Polizeieinsatz

CC Cours de conduite (Führungslehrgang)

CEPOL Agentur der Europäischen Union für die Aus- und Fortbildung auf dem Gebiet der Strafverfolgung

CIFPol Centre interrégional de formation de police

DSG Destabilisierungsgerät

DVI Disaster victim identification

E Entschärfer

EA Erstabklärer

ETHZ Eidgenössische Technische Hochschule Zürich fedpol Bundesamt für Polizei

FEL Fliegende Einsatzleiter/-innen

FFA CF-AF Brevet fédéral de formatrice/formateur d’adultes

FHNW Fachhochschule Nordwestschweiz

FK-WM Geschäftsbereich Forschungskoordination und Wissensmanagement

FLG Führungslehrgang

HFP Höhere Fachprüfung

HR Human Resources

IE Intervention

IHEMI Institut für höhere Studien des Innenministeriums (Frankreich)

IKS Internes Kontrollsystem

IPH Interkantonale Polizeischule Hitzkirch

ISO International Organization for Standardization

IT Informationstechnologie

KI Künstliche Intelligenz

KKJPD Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren

KKPKS Konferenz der Kantonalen Polizeikommandantinnen und -kommandanten der Schweiz

KSSD Konferenz der Städtischen Sicherheitsdirektorinnen und -direktoren

KUF Keep us fit

MAS Master of Advanced Studies

ME Metallsprengen

MEPA Mitteleuropäische Polizeiakademie

NAP Nationaler Aktionsplan

NBPP Nationale Bildungsplattform Polizei

NICHD National Institute of Child Health and Human Development

NKO Nationales Koordinationsorgan

OD Ordnungsdienst

OdA Organisation der Arbeitswelt

Of EM Officier État-major

PaKo Paritätische Kommission

PEF Prüfung Einsatzfähigkeit

PEX Prüfungsexperten/-innen

PK Prüfungskommission

PKS Prüfungskommission Sprengen

Pol SiAss Polizeiliche Sicherheitsassistenten/-innen

PTI Polizeitechnik und -informatik

QSK Qualitätssicherungskommission

SiKo Sicherheitskonferenz

SPI Schweizerisches Polizei-Institut

SPRD Swiss Police Research Dialogue

SPRM Swiss Police Research Map

SQS Schweizerische Vereinigung für Qualitäts- und Managementsysteme

SR Stiftungsrat

SVEB Schweizerischer Verband für Weiterbildung

SVF Schweizerische Vereinigung für Führungsausbildung

SVSP Schweizerische Vereinigung Städtischer Polizeichefs und -chefinnen

TEM Taktische Einsatzmedizin

TP Teilprojekt

VE Vernichten von Sprengmitteln

VK Verkehrskommission

VSKC Vereinigung der Schweizerischen Kriminalpolizeichefs

VSPB Verband Schweizerischer Polizei-Beamter

VW Verwaltung

VZÄ Vollzeitäquivalente

WBK Weiterbildungskommission

ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

ZK Zertifizierungskommission

www.edupolice.ch

www.institut-police.ch

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