Das neue Magazin über Natur, Gesundheit und Bewusstsein JETZT NEU
Die Heilkraft positiver Gedanken
So verändern Affirmationen von Louise Hay unser Leben
Oktober - Dezember 2025
Ausgabe 4/25
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Liebe Leserinnen und Leser.
Lisa Gutzelnig Chefredakteurin
BESUCHEN SIE UNS ONLINE:
@heil.kraftnatur
Seit Jahrtausenden wird behauptet und inzwischen auch erforscht: Natur ist gut für Körper, Geist und Seele. Die Sehnsucht nach unberührter Natur ist weitverbreitet. Die Natur hat Hochkonjunktur. Sie ist immer für uns da und gibt uns viel. Die Natur beruhigt unser Nervensystem und hat auf unseren Körper eine heilende Wirkung. Wir sprechen ihr nur dann einen Nutzen zu, wenn sie uns dient. Dieses westliche Verständnis der Natur als Nutzobjekt – als alleinige Dienstleisterin – hält sich im Großen und Ganzen bis heute.
Wir halten uns fast nur noch in geschlossenen Räumen auf und fahren auf dem Weg von einem Raum zum nächsten durch unterirdische Röhren oder brettern mit unseren Autos über kilometerlange Asphaltwüsten. Es scheint, als wären uns Autobahnen, Mobiltelefone und Aktienkurse längst heiliger geworden als Wälder, Moore oder Korallenriffe.
Während wir uns also an der immer weiter steigenden iPhone-Diversität im Elektromarkt erfreuen, schrumpft die Vielfalt des Lebens. Die Vielfalt der Pflanzen, die unsere Luft zur Verfügung stellen und die Artenvielfalt der Tiere, die unser Ökosystem am Leben erhalten, reduziert sich täglich.
Manchmal ist es notwendig, die Perspektive zu wechseln: Dann darf Altes weichen und Neues entstehen. Und dann erst tritt die Heilung ein, wenn wir bereit sind, unseren Blick auf gewisse Dinge zu ändern. Wir liefern in diesem Magazin wohltuende Botschaften, anregende Heilimpulse und naturnahe Konzepte und möchten damit alle Menschen ansprechen, die sich in dieser modernen Welt der Reizüberflutung nach einem bewussten, ruhigen und naturverbundenen Leben sehnen. Achtsamkeit im Alltag und eine Rück-Verbindung zur Natur können uns helfen auch in stürmischen Zeiten die innere Balance zu bewahren. Denn selbst wenn es draußen rüttelt und stürmt, gibt es eine Urkraft in uns, die uns stärkt und uns weitermachen lässt, egal wie kräftig der Wind auch manchmal peitscht. Eine Kraft, deren unbändige Energie wir nur erahnen können, von der wir kommen und zu der wir eines Tages zurückgehen werden – die Urkraft der Natur.
Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!
cda.verlag.com/heilkraft-natur Lisa Gutzelnig
Inhalt
naturschutz
06 DAS WELTBILD DER NATUR
Das westliche Verständnis der Natur als Dienstleisterin auf dem Prüfstand
10 SIEBEN FAKTEN ÜBER
DIE NATUR, die uns zum Staunen bringen
körper & seele
12 KRAFT DER KLANGSCHALE
Wie Schwingungen und Töne auf unseren Körper wirken
16
BEWEG DICH UND DEIN
GEHIRN SAGT DANKE
Wie wir durch Bewegung schlauer werden und uns vor Demenz schützen
20 YOGA EINMAL ANDERS MIT JESSAMYN STANLEY
Keine Lust auf patriarchale Beauty-Standards
24 DIE HEILENDE KRAFT DER POSITIVEN GEDANKEN
So hilft uns Louise Hay mit kraftvollen Aussagen, das Denken zu verändern
28 INTERVIEW MIT CARLOS GARCÍA RODRIGUEZ
Wir haben ihn zu ganzheitlichen Massagen als Traumatherapie-Form befragt
36 URLAUB IM EINKLANG MIT DER NATUR
Naturhotels in Tirol und Südtirol
koch dich gesund
40 GESUND KOCHEN
Heilsame Lebensmittel für mehr Widerstandskraft
46 BASENFASTEN
Kein Fleisch, Zucker und Alkohol: Wohlbefinden durch Entlastung
Eine physische, geistige und emotionale Reise durch unseren Körper und eine Re-Verbindung all dessen.
Majestätische Berge, glasklare Seen und idyllische Almwiesen – Paradiese für Naturliebhaber und Erholungssuchende.
naturapotheke
50 OMAS APOTHEKERSCHRANK
Traditionelle Heilmittel für Körper und Seele
56 BALSAM ZWISCHEN BÄUMEN
„Waldbaden“ ist im Kommen –Eine japanische Therapieform erobert die Welt
Bereits der Anblick eines Waldes kann den Stresshormon-Spiegel im Blut senken sowie Wohlbefinden und Stimmung heben.
Über Jahrhunderte hinweg sammelten und verfeiner ten die Menschen in den Alpen das Wissen über Heilmethoden.
60 APOTHEKE OZEAN
Die heilende Kraft des Meeres
64 DIE KRAFT DER URPFLANZEN
Überraschende Erkenntnisse über die unbändigen Kräfte der Urpflanzen
68 THERAPIESCHATZ
ALPENPFLANZEN
Wir stellen die bedeutendsten Heilpflanzen der Region vor
72 ZIEL - DUFT - SIEG
Natürliche Düfte, die unseren Gemütszustand positiv beeinflussen
76 LANGE GUT LEBEN
Drei Experten erklären ihre Ansätze zu einem aktiven Leben bis ins hohe Alter
80 BUCHEMPFEHLUNGEN
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Das Weltbild der Natur
als reine Dienstleisterin
Sie könnte uns heilen – doch sie kann nicht mehr
Text: Lisa Gutzelnig
Die Natur ist immer für uns da. Die Natur gibt uns viel. Sie beruhigt unser Nervensystem und hat auf unseren Körper eine heilende Wirkung. Wir geben ihr einen Nutzen, wenn wir möchten - dann ist sie für uns nützlich. Dieses westliche Verständnis der Natur als reines Nutzobjekt – als alleinige Dienstleisterin – hält sich leider im Großen und Ganzen bis heute. Wie sich zeigt, ist die Natur jedoch kein Selbstbedienungsladen, sondern ein aktiver Dienstleister, der uns mit lebensnotwendigen Ressourcen und Funktionen versorgt. Diese Leistungen werden oft als selbstverständlich angesehen und nicht als das, was sie wirklich sind: essenzielle Beiträge zu unserem Leben.
Seit geraumer Zeit geben wir der Natur den Stempel der „Ökosystem-Dienstleisterin“. Damit ist alles gemeint, was die Natur so für uns tut: sie heilt uns, sie stärkt uns. Und viele unter uns leben ganz nach dem Motto „Die Natur macht das schon wieder gut“. Und das versucht sie auch. Sie gibt ihr Bestes, um den Schaden auszugleichen. Ihre Wälder reinigen nach wie vor Wasser und Luft, Mangroven schützen vor Sturmfluten, Insekten bestäuben Nutzpflanzen. Von diversen natürlichen CO₂-Speicherdiensten ganz zu schweigen.
Das Konzept des Westens wird schnell sichtbar: Der Wert der Natur wird einzig und allein in ihrem Nutzen für den Menschen gesehen. Wie sehr wir Menschen jedoch auf die Natur angewiesen sind, bleibt komplett in unserem verkorksten Naturverständnis unserer Industriegesellschaft verhaftet.
Je mehr Zerstörung, desto mehr Sehnsucht
Die Sehnsucht nach unberührter Natur ist weitverbreitet. Es gibt zig Bücher und Magazine über Lust auf Land, über Bäume und Blümchen, Menschen praktizieren Waldbaden oder kaufen sich Camper, um in der Freizeit im Grünen zu sein. Die Natur hat Hochkonjunktur. Gleichzeitig stirbt sie. Wir spüren immer deutlicher, dass die bedrohte Natur
„Nicht
der Arzt heilt, sondern die Natur. Der Arzt kann nur ihr getreuer Helfer sein. Er wird von ihr, niemals aber die Natur von ihm lernen.“
Diese Worte des berühmten griechischen Arztes Hippokrates (460 bis ca. 377 v. Chr.) sind der Leitsatz, dem dieser Artikel gewidmet ist.
auch uns trifft, körperlich wie auch seelisch. Überschwemmungen, extreme Hitzeperioden, Dürren, Erdrutsche, Baumsterben: All das lässt uns erkennen, dass wir der Natur nicht entkommen können. Wir leben mit ihr – oder gehen mit ihr unter.
Perfides Naturverständnis
Einige eifrige Tech-Unternehmer, die sich gerne als Visionäre feiern, versuchen unsere Ökosysteme in ihrem Größenwahn bereits sogar nachzubauen. Weltweit entwerfen Forscher etwa insekteninspirierte Roboter, zum Beispiel an der Harvard-Universität. Dort wird fleißig an sogenannten „RoboBees“ gearbeitet, winzige Flugroboter, die künftig in einer Welt ohne Bienen die Bestäubung unserer Nutzpflanzen übernehmen sollen. Statt Insekten und die Artenvielfalt zu schützen, steckt man Geld und Energie in die Entwicklung und massenhafte Produktion von Mini-Drohnen, die bei Ausfall als Elektroschrott in der Umwelt landen. Was kann da schon schiefgehen?
Mensch-Natur-Beziehungskrise
Wir halten uns fast nur noch in geschlossenen Räumen auf und fahren auf dem Weg von einem Raum zum nächsten durch unterirdische Röhren oder rollen mit unseren Autos über kilometerlange Asphaltwüsten. Autobahnen, Industriegebiete und Aktienkurse sind uns längst heiliger als Wälder, Moore oder Korallenriffe. In einer solchen Welt beschäftigen sich seriöse Erwachsene nicht mit der Natur und wer es doch tut, hat schnell den Stempel eines baum-umarmenden Hippies.
Unsere stetige Entfremdung von der Natur ist dabei nicht nur etwas, was man traurig finden oder achselzuckend hinnehmen kann. Sie zählt zu den gewaltigsten Ursachen der planetaren Krisen, denn was man nicht kennt, schützt man nicht. Das Verbrennen von Kohle, Gas und Öl, die Rodung von jahrhundertealten Wäldern, das Züchten und Schlachten von Milliarden von Tieren, das Vergiften der Umwelt mit weggeworfenen Verpackungen von Produkten – all das bringen wir nur übers Herz, weil wir uns der Natur nicht mehr so richtig verbunden fühlen. Die ökologischen Zerstörungen berühren uns nicht, treffen uns vermeintlich noch nicht persönlich, wir sehen sie von unserem Wohnzimmer aus nicht. Das heißt im Umkehrschluss: Wenn wir die planetaren Krisen lösen wollen, müssen wir unsere Beziehung zur Natur heilen.
Naturerlebnisse sterben aus
Der Verlust an Naturerfahrungen wird in der Forschung „extinction of experience“ genannt. Die einhellige Meinung ist, dass dieser Verlust immer weiter voranschreitet, unter anderem weil immer mehr Menschen in Städten leben, wir immer mehr Zeit an Bildschirmen verbringen und – vielleicht am tragischsten – die Möglichkeiten für Naturerfahrungen drastisch zurückgehen, einfach weil die Biodiversität verloren geht.
Mit unseren Handys und Virtual Reality Brillen hätten wir immerhin die Chance, uns Mangrovenwälder und Löwenbabys direkt unter die blau beleuchtete Nase zu holen. Verschiedene Studien
zeigen aber, dass Natur-Inhalte auch in Medien und Kulturprodukten zurückgehen. Wenn Natur in unserem Alltag immer unwichtiger wird, packen wir sie eben auch nicht in unsere Filme, Bücher und Songs. Das gilt auch für Kinder-Geschichten. Verschiedene Untersuchungen von US-amerikanischen und australischen Kinderbüchern sowie von Disney- und Pixar-Filmen ergaben, dass diese immer weniger Natur-Settings und Tiere zeigen, dafür immer mehr künstliche Umgebungen.
Fehlende Naturerfahrungen wirken sich dabei nicht nur negativ auf die Entwicklung von Kindern aus, sondern auch auf Erwachsene, auf unsere Zufriedenheit und unsere mentale und körperliche Gesundheit.
Eine der fatalsten Auswirkungen unserer Entfremdung aber ist eine andere: Während wir uns an der immer weiter steigenden iPhone-Diversität im Elektromarkt erfreuen, geht die Vielfalt unseres Lebens zurück, die Vielfalt der Pflanzen, die unsere Luft zum Atmen bereitstellen - darüber spricht kaum jemand. Wir bekommen gar nicht mit, was wir verlieren – zumindest im Moment noch nicht.
Tote Welt
Ben Ehrenreich, amerikanischer Journalist und Autor, schreibt in seinem Buch „Desert Notebooks”: „Only once we imagined the world as dead could we dedicate ourselves to making it so“. Erst mussten wir uns die Welt als tot ausmalen, um sie schließlich wie leblose Materie behandeln und ausbeuten zu können.
Eine tote Welt? Um zu verstehen, was Ehrenreich meint, hilft ein Blick zurück in die griechische Antike: Schon zu Aristoteles’ Zeiten ist die Ansicht aufgekommen, dass Mensch und Natur getrennt voneinander existieren, und dass die menschliche Vernunft uns gegenüber allen nichtmenschlichen Wesen überlegen macht.
Auch der jüdisch-christlichen Tradition wird immer wieder vorgeworfen, den Weg für die heutige Umweltzerstörung geebnet zu haben, indem sie ein Weltbild zeichnete, das den Menschen in den Mittelpunkt und über die Natur stellt.
Auch die Philosophen der Aufklärung rund um Descartes festigten das Bild, dass Menschen zur Herrschaft über die Natur bestimmt sind. Sie zeichneten ein mechanistisches Weltbild: Die Natur sei wie eine riesige Maschine und alles nicht-menschliche Leben nichts als tote, geistlose Materie.
Die Verbreitung dieser Ideen fällt nicht zufällig mit der Kolonialzeit zusammen, denn es waren die Kolonialherren, die die Philosophie ihrer Zeit maßgeblich geformt haben. Sie legten eine Gewalt an den Tag, die zahlreiche Völker und ganze Landschaften zerstörte. Dies sind jedoch lediglich historische Eckpunkte, die unser heutiges Weltbild der Natur mitgeprägt haben. Diese historischen Anschauungen sollten jedoch keineswegs als Ausreden dienen, unser wirtschaftlich fokussiertes Handeln im Hier und Jetzt nicht zu hinterfragen.
Würde und Rechte der Natur
Welche Alternativen gibt es zu unserem Blick auf die Natur? Im krassen Gegensatz zur westlichen, modernen Weltanschauung „die Natur steht in unserem Dienste“ steht die Anschauung vieler indigener Völker. Die meisten haben gemein, dass sie die Natur als beseelt betrachten und wie Verwandte behandeln. In ihren Augen können auch nichtmenschliche Wesen die Welt auf ihre ganz eigene Weise wahrnehmen und gestalten. Sie sind damit Personen ebenbürtig, die Würde und Rechte besitzen.
In ihrem Buch „Braiding Sweetgrass“ beschreibt Robin Wall Kimmerer, wie sie die Sprache der Potawatomi lernen wollte und wie schwer ihr das fiel. Warum? Nur 30 Prozent der Wörter im Englischen seien Verben, schreibt sie. In Potawatomi hingegen seien es 70 Prozent. Es gibt keine Wörter für Baum, Bucht oder Hügel. Stattdessen sage man „ein Baum
sein“, „ein Hügel sein“ oder „eine Bucht sein“. Den Erscheinungen der Natur wird damit automatisch der Status einer Person zugeschrieben, die selbst handelt (so wie Wasser und Land sich etwa dazu entscheiden, an einer bestimmten Stelle eine Bucht zu formen).
Die Gedanken indigener Weltanschauungen kommen langsam, aber sicher auch im globalen Westen an, unter anderem durch den Kampf für Eigenrechte der Natur. In Spanien etwa wurde die Lagune Mar Menor in der Region Murcia im Jahr 2022 zur Rechtsperson erklärt und kann dadurch (mithilfe eines gesetzlichen Vormunds) Verschmutzer verklagen.
Die Organisation Re:wild
Den Kampf für Eigenrechte der Natur führt auch die Organisation Re:wild. Sie setzt sich für den Schutz und die Wiederherstellung der Wildnis ein, nicht nur als etwas Schönes und Wunderbares, das es zu retten gilt, sondern auch eine der wirksamsten Strategien zum Schutz der biologischen Vielfalt, zur Stabilisierung des Klimas und zur Steigerung des menschlichen Wohlbefindens. Die Organisation mit Leonardo DiCaprio als Gründer tut dies, weil sie weiß, dass die Lösungen für unsere dringendsten Herausforderungen - Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt und Bedrohungen der menschlichen Gesundheit - in der Natur liegen. Re:wild arbeitet mit mehr als 500 Partnern, darunter viele indigene Völker und lokale Gemeinschaften, in über 80 Ländern zusammen.
Anlässlich des Beginns globaler Treffen zum Thema Klima und biologische Vielfalt fordert eine Koalition von Organisationen den Schutz einer der letzten Bastionen der marinen Artenvielfalt in Afrika und die Unterstützung der lokalen Gemeinschaften.
Mehr als 565 Millionen Hektar werden durch die Organisation in Zusammenarbeit mit Partnern aktiv geschützt.
Fazit
Zu all der Ausbeutung und Zerstörung entscheiden wir uns nicht aus einer Laune heraus. Unsere Handlungen sind in unsere westliche, moderne Weltsicht eingebettet und geleitet von tiefsitzenden Ansichten darüber, was die Natur ist, wozu sie da ist und wie wir mit ihr umgehen können.
hatte im Mai die Guafo-Insel erworben, um sie dem chilenischen Staat zu übergeben, der daraus einen Nationalpark machen soll.
Vielleicht benötigen wir keine Präsidenten mehr, keine machtgierigen Männer in Anzügen, die Entscheidungen treffen und deren Handlungen auf Gier und Entfremdung gegenüber der Natur beruhen. Vielleicht braucht die Welt stattdessen einen Kreis von indigenen Leadern, Oberhäuptern, die das Gedächtnis des Landes, die Sprache der Natur, das Wissen über die Natur und die Weisheit darüber, was es bedeutet, für die nächsten sieben Generationen zu sorgen, in sich tragen.
Menschen, die wissen, dass Führung heilig ist, dass Macht Vermittlung und vor allem Verwalterschaft bedeutet und dass die Heilung der Welt mit Zuhören beginnt. Viele indigene Völker dieser Welt wissen, wie wichtig es ist, die Leistungen der Natur zu schützen, zu würdigen und nachhaltig zu nutzen, um unsere Lebensgrundlagen zu sichern und zukünftige Generationen nicht zu gefährden.
Um der Entfremdung von der Natur zu entkommen, muss eine ganze Weltsicht auf den Prüfstand. Das wie in Stein gemeißelte Naturbild des Westens als reine Dienstleisterin muss aus unseren Köpfen herausbröckeln. Letztendlich geht es nicht darum, was die Welt für uns tun kann, sondern was wir für die Welt tun können. Und allein dieser kleine Perspektivwechsel kann schon sehr heilsam sein. Für beide Seiten. Lasst die alten Systeme zerbröckeln und uns wieder der Natur hinwenden.
Re:wild
Sieben Fakten
über die Natur, die uns zum Staunen bringen
Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass Sie gerade auf einer blauen Kugel durch das All schweben, umgeben von Millionen von Sternen, und diesen Planeten mit Tieren wie Leoparden oder Elefanten teilen? In unserer heutigen Zeit haben wir vergessen, die Magie zu sehen, die überall um uns verborgen liegt. Sobald wir beginnen, sie wieder zu sehen, werden wir uns auch der Magie bewusst, die in uns liegt. Tauchen wir also ein in die Wunder der Erde und lassen wir sie uns daran erinnern, dass sie auch in uns wohnt, ganz einfach, weil wir ein Teil von ihr sind.
Wussten Sie, dass Vögel zwischen 300 und 700 verschiedene Strophen singen können? Sie üben täglich, um sich gegenseitig zu beeindrucken.
Die Anzahl der Strophen, die Vögel singen können, variiert stark je nach Vogelart. Einige Arten können gar Hunderte verschiedener Strophen oder Gesangsmuster erlernen und wiedergeben. Die Spottdrossel ist eine davon. Sie ahmt gerne ihre Kollegen nach und hat auch selbst ein beeindruckendes Song-Repertoire von bis zu 200 Liedern. Eigentlich lebt die Spottdrossel in Nordamerika, sie wurde aber auch schon in Deutschland gesichtet. Die RotrückenSpottdrossel soll sogar bis zu tausend Songs auswendig können.
Wussten Sie, dass sich in einem Quadratmeter Waldboden, bis zu 100.000 Tiere tummeln können?
Dasselbe gilt für unser Meer. Alles rund um uns ist voller Leben.
Die Biodiversität in manch europäischen Waldböden ist vergleichbar mit jener eines Regenwaldes oder eines Korallenriffs. Auf einem Quadratmeter lassen sich bis zu 2.000 Arten bzw. 100.000 Individuen nachweisen. Ohne sie gäbe es kein Pflanzenwachstum. Die Bodentiere übernehmen eine ähnliche Funktion wie ein Recyclingunternehmen, sie zersetzen und mineralisieren organisches Material, sodass die Pflanzen dieses erneut aufnehmen können. Oft geschieht dieser Prozess in enger Symbiose mit Pilzen und Bakterien.
Text: Lisa Gutzelnig
Wussten Sie, dass die größte Pflanze der Welt eine Seegraswiese ist?
Die größte Pflanze der Welt ist eine Seegraswiese vor der Küste Westaustraliens. Sie gehört zur Art Posidonia australis und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 200 Quadratkilometern. Die Seegraswiese hat sich über einen Zeitraum von mindestens 4.500 Jahre entwickelt. Durch einen Zufall entdeckten Forschende, dass es sich bei dem riesigen Seegrasteppich der Art Posidonia australis um ein und dieselbe genetische Pflanze handelt.
Wussten Sie, dass Bananen deshalb leicht gebogen sind, weil sie der Sonne entgegenwachsen?
Bananen wachsen aus einer Staude heraus, deren Fruchtstände zunächst nach unten hängen. Um wachsen zu können, benötigen sie aber Sonnenlicht – wie alle anderen Früchte auch. Aus diesem Grund biegen sich Bananen nach oben, dem lebensnotwendigen Licht entgegen. Dieser Prozess führt zu ihrer charakteristischen Krümmung.
Wussten Sie, dass der Wald unterirdisch durch ein gigantisches Geflecht aus Pilzen verbunden ist? Es wird auch „World wide Wood“ genannt.
Im Wald erstreckt sich unterirdisch ein weitverzweigtes Pilzgeflecht, das sogenannte Myzel. Dieses Geflecht, das aus feinen, fadenförmigen Zellen – den sogenannten Hyphen – besteht, spielt eine wichtige Rolle bei der Vernetzung von Bäumen und der Zersetzung organischer Substanz. Häufig gehen Pilze und Bäume dabei eine enge Symbiose ein, die als Mykorrhiza bezeichnet wird. Dadurch können Pilze und Pflanzen gegenseitig Nährstoffe und Wasser austauschen.
Wussten Sie, dass sich Bäume untereinander vor Insekten warnen können?
Tatsächlich können Bäume kommunizieren und sich zum Beispiel vor Gefahren wie bestimmten Insekten warnen. Dafür geben sie bestimmte Wirkstoffe in den Boden ab, der die umstehenden Bäume warnt. Diese reagieren, indem sie vermehrt Gerbstoffe produzieren, um ihre Blätter möglichst schnell widerstandsfähiger und für Fressfeinde ungenießbar zu machen. Bäume können also zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich „riechen“. Die flüchtigen Substanzen, die sie zur Insektenabwehr absondern, nehmen wir als Geruch bzw. Duft wahr, wie etwa die charakteristische Duftnote eines Zirbenwaldes.
Wussten Sie, dass Kürbisse die größten Beeren der Welt sind?
Botanisch gesehen zählen Kürbisse zu den Beeren - und sie sind sogar die größten Beeren der Welt. Als Beeren werden Früchte bezeichnet, deren Kerne im Fruchtfleisch liegen. Dabei ist der Kürbis nicht irgendeine Beere. Wegen der harten Außenschicht wird er in der Botanik als Panzerbeere bezeichnet.
Kraft der Klangschale
Text: Michaela Hocek
Schwingungen und Töne wirken sich positiv auf unseren Körper aus. Sie bringen die Zellen in Bewegung und den Geist zur Ruhe. Tiefenentspannung und Stressreduktion stellen sich von selbst ein.
Bei Klangmassagen, Klangbädern oder Fantasiereisen entfaltet sich schon der erste Klang wie eine sanfte Welle im Raum. Das Schöne daran ist: Es gibt bei Klangerlebnissen kein Richtig oder Falsch. Sie bringen ohne jegliches Zutun ein Gefühl der Leichtigkeit, Verwurzelung oder Schwerelosigkeit. Jede Reaktion ist „erlaubt“ und wird wertfrei angenommen. Selbst wer einschläft, profitiert von den Hertz-Frequenzen und Schwingungen, die die Sinne und Körperzellen stimulieren. Und diese intuitive Art der Erdung und des Loslassens ist gut für den Menschen, weil der Stresspegel aus dem Arbeitsleben, dem Alltag und dem Privatbereich meist schon gut genährt ist.
Physische und psychische Sensoren
schärfen
Bedenkt man, dass sich der Gehörsinn eines Fötus bereits ab der 20. Schwangerschaftswoche ausbildet und als letzter beim Sterben schwindet, wird einem die Wichtigkeit von Klängen so richtig bewusst. In den Lebensphasen dazwischen sind wir aufgrund der heutigen Reizüberflutung, der Hektik, dem Leistungs- und Optimierungsdruck oft schnell
strapaziert oder überfordert. Nicht umsonst stuft die Weltgesundheitsorganisation WHO Stress als eine der größten Gesundheitsrisiken der westlichen Welt ein. Wenn das sensible Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele durch zu viel Stress und Druck aus dem Gleichgewicht gerät, manifestiert
Resonanz zählt
Peter Hess Therapie-Klangschalen wurden speziell entwickelt und werden in traditioneller Schmiedekunst in Nepal aus einer Bronzelegierung unter fairen Arbeitsbedingungen gefertigt. Sie werden auf dem Körper positioniert und angeklungen, man kann sie auch im Raum ertönen lassen. Das Wahrnehmen der Klänge über die Ohren und den Körper löst zahlreiche Resonanzprozesse im Organismus aus.
Logisch erklärt
Denken Sie an die konzentrischen Wellen auf einem See, die entstehen, wenn ein Stein ins Wasser geworfen wird. Da der menschliche Körper zu rund 70 Prozent aus Wasser besteht, breiten sich die rhythmischen Schwingungsimpulse einer Klangschale ebenso als Druckwelle im gesamten Organismus aus – über das Gewebe, die Knochen, Faszie, Sehnen und Bänder sowie die Körperhohlräume.
sich das auf körperlicher, mentaler oder seelischer Ebene. Passiert dies, wünschen wir uns mitunter in den Mutterleib zurück, wo alles nur gedämpft von außen an uns herankam, oder zumindest an einen Ort, wo wir in diesem schwebenden Zustand des Urvertrauens den symbolischen Reset-Knopf drücken. Eine Klangschalenmassage oder ein Klangbad können ein Weg dorthin sein. Sie haben ihren Ursprung in der indischen Heilkunst, die in Klängen die Kraft der Aktivierung der Selbstheilungskräfte sieht.
Pionier der Klangmassage in der „westlichen“ Welt
Dieser Überzeugung ist auch Peter Hess, ein deutscher Ingenieur, der vor über 40 Jahren durch Aufenthalte in Nepal mit dem Thema in Berührung kam, daraus seine westliche Methode der ganzheitlichen Klangmassage entwickelte und 1984 das „Peter Hess Institut“ gründete, das mittlerweile ein Netzwerk an weltweiten Akademien umfasst: „Die
Michaela Hocek lebt als Klangmassagepraktikerin und Journalistin in Wien. Neben klassischen Anwendungen wie Klangmassage, Klangbäder und Fantasiereisen bietet sie auch Businessevents und Klangretreats in Österreich und Deutschland an. Auf ihrem Instagramkanal hertztoene_mh finden sich laufend neue Impressionen ihrer Klangarbeit und Hintergrundwissen zu dieser Entspannungsmethode.
harmonischen Klänge und sanften Schwingungen der Klangschalen können, in Verbindung mit einer entsprechenden Haltung der Klang gebenden Person, eine ungemein heilsame Wirkung entfalten. Die Wirkung ist sehr vielfältig: Sie reicht von Entspannung, über die Stärkung der Körperwahrnehmung bis hin zu Emotionsregulation und Verbesserung mentaler Fähigkeiten. Die Klänge der Klangschalen scheinen uns auf eine ganz besondere Weise vertraut; sie wecken bei den meisten Menschen schnell Gefühle von Geborgenheit, Sicherheit und Vertrauen. Das trägt bereits ein heilsames Potenzial in sich. Bis heute ist für mich das Tolle, dass Entspannung mit Klängen so einfach geht.“
Weite Einsatzfelder
Dementsprechend breit gefächert sind die Einsatzgebiete von Klangmethoden: Sie reichen von der Geburtsvorbereitung und die Arbeit mit Kindern über Prävention und Stressmanagement, Coaching, Therapie, Medizin und Pflege für jedes Alter – bis hin zur Sterbebegleitung. Positiv ist auch, dass die Selbstanwendung ohne großen Aufwand möglich ist. Peter Hess verrät dazu eine Achtsamkeitsübung: „Stellen Sie eine Klangschale auf ein Kissen auf dem Schreibtisch, klingen Sie sie an und lauschen Sie mit
Klangschalenmassagen und Klangbäder schärfen die Körperwahrnehmung und fördern den Kontakt mit sich selbst.
geschlossenen Augen. Der leiser werdende Klang ist wie eine Einladung, ihm in die Ruhe und Stille zu folgen.“ Durch das langsame Vergehen der Klänge werden wir zum Hinhören aufgefordert, was unsere volle Aufmerksamkeit beansprucht. Dabei wird die Atmung ruhiger und das Nervensystem fährt herunter, was mit Entspannung, geistiger Klarheit und frischer Energie einhergeht.
Heilende Beobachtungen
Zweiflern, die jahrtausendealte Klangmethoden als esoterisch bezeichnen oder denken, man müsse da-
Bild: Michaela Hocek
Retreatfeeling
Es ist ein positiver Trend, dass Klanganwendungen wie Meditation, Klangbad mit Duftbegleitung oder Fußreflexzonenmassage in Kombination mit Klangschalen immer öfter Fixpunkt im Wochenprogramm und bei Wellnessangeboten von Hotels sind. Alles Genannte kann beispielsweise im Terentnerhof im Südtiroler Pustertal erlebt werden. Hier dauert eine Anwendung zwischen 30 und 60 Minuten. Dabei kommen verschiedene handgefertigte Schalen mit harmonisch abgestimmten höheren und tieferen Tönen, unterschiedliche Klanginstrumente sowie das zarte Klangspiel Koshi zum Einsatz.
ran glauben, stehen heute Forschungsprojekte, Studien und medizinische Messwerte gegenüber – in verschiedensten Disziplinen wie z. B. der Kardiologie in Zusammenhang mit Bluthochdruck, Neurologie in Bezug auf Demenz oder HNO-Medizin bei Tinnitus. Wie das möglich ist? Ausgehend von den biophysikalischen Ordnungstherapien, die alle Lebewesen als schwingende Systeme sehen, können Dysbalancen durch Klänge und Schwingungen der Klangschalen den Organismus wieder auf seine natürliche, gesunde Schwingung einstimmen, die als Gedächtnisspur in den Körperzellen abrufbar ist. Oberste Priorität hat dabei immer die Entspannung.
Ohne jegliche Anstrengung
Im Gegensatz zu Meditation, autogenem Training, Pilates, Qi Gong oder Yoga müssen Menschen bei der Klangmassage nicht aktiv werden, sportlich oder geübt sein. Trotzdem tritt die Entspannung
meist schon nach wenigen Minuten ein. Der Nachweis mittels EEG-Messungen der Gehirnfrequenzen hat dies festgehalten. Denn Fakt ist, dass ein entspannter Körper mehr Kapazität hat, auf Impulse zu reagieren. Und da er zu etwa 70 Prozent aus Flüssigkeiten besteht, versetzt die Schwingung der Klangschale die Zellen in Bewegung. So können Verspannungen und Blockaden gelöst werden, während sich der Kreislauf beruhigt, bei regelmäßiger Anwendung die Schlafqualität verbessert und die Resilienz gestärkt wird. Jedes einzelne Mal breitet sich während und beim Nachspüren am Ende der Klangmassage Ruhe im Körper aus, wodurch besseres Konzentrationsvermögen und Fokus zurückkehren und sich ein Gefühl der Leichtigkeit einstellt.
Bilder: Hotel Terentnerhof / Manuel Kottersteger
Beweg dich! Und dein Gehirn sagt Danke
Wie wir schlauer werden, besser denken und uns vor Demenz schützen.
182 Seiten
ISBN 978-3-7106-0813-1
Beweg dich!
Und dein Gehirn sagt Danke.
Wie wir schlauer werden, besser denken und uns vor Demenz schützen.
Bis vor nicht allzu langer Zeit dachte man, das Schlaraffenland sei ein wunderbarer Ort, den es nur im Märchen gibt. Die gebratenen Gänse fliegen einem in den Mund, auf dem Boden liegen süße Früchte wie Kieselsteine herum, es gibt Bäche aus Schokoladenfondues, und die Fensterläden sind aus Lebkuchen. Man ist gebettet auf den weichsten Kissen einer Couch, die einladender nicht sein könnte. Die neueste Netflix-Serie nur einen Handgriff entfernt, wenn man es mit der ausgestreckten Hand noch zur Fernbedienung schafft, und der Abend ist gerettet.
Alles da, ganz ohne Anstrengung. Nur noch Genuss und das sehr lange. Auf welche Vision steuern wir zu? Was für ein geistiges Schlaraffenland wartet auf uns? Wird eine Welt, in der wir uns nicht mehr bewegen müssen, ein paradiesischer Ort sein, in dem sich ohne Anstrengung, Mühe und Leid das beste aller Leben leben lässt? Oder werden wir in einen Verdummungs-Höllenschlund eingesaugt, in dem wir gleichermaßen verlernt haben, uns zu bewegen wie zu denken?
Bewegung statt Stillstand
„Vielleicht gehe ich heute Abend noch eine Runde laufen“. Es sind Vorhaben, so sorgsam verpackt, dass sie kaum von eventuellen Möglichkeitsräumen zu unterscheiden sind. Nichts leichter, als nach einem langen Arbeitstag dann zu sagen. „Zu spät. Doch lieber mit einem guten Buch auf die Couch“. Fakt ist, nicht nur durch gute Lektüre, sondern auch durch Bewegung trainieren wir unser Gehirn nachhaltig und umfassend. Es gibt aus diesem weltweit bekannten Couch-Schlamassel also keinen anderen Ausweg, als sich abends oder früh morgens die
Laufschuhe anzuziehen. Schließlich laufen wir nicht nur für unsere Figur, sondern noch viel mehr für unser Gehirn. Welche Prozesse tägliche Bewegung in unserem Gehirn in Gang setzt, die unsere „Hardware“-Gehirne nachhaltig stärken, und wie dadurch unsere Psyche stabilisiert wird, erklärt die Autorin Manuela Macedonia eindrucksvoll in ihrem Buch „Beweg dich! Und Dein Gehirn sagt Danke.“
Mal ehrlich: Wir sitzen alle viel zu lange vor dem Bildschirm. Die meisten Menschen verbringen heutzutage viele Stunden am Tag damit, an Schreibtischen zu sitzen und auf Bildschirme zu starren. Selbst wenn wir uns dann doch mal bewegen, schauen immer mehr von uns auf diese kleinen Smartphones und haben am Abend davon Nackenschmerzen. Unsere Arme können beim Gehen gar nicht mehr auf natürliche Weise frei schwingen, denn sie müssen unsere Handys halten.
Nach der Arbeit also noch laufen gehen oder lieber direkt auf die Couch? Die Autorin Manuela Macedonia muss da nicht lange überlegen. Sie ist Neurowissenschaftlerin an der Universität Linz, macht fast täglich Sport und unternimmt ausschließlich Aktivurlaube.
Doch das war nicht immer so. Vor einigen Jahren wurde sie wachgerüttelt. Zehn, zwölf Stunden am Tag saß sie im Büro, war überlastet, gestresst und schlief schlecht. Eines Nachmittags entdeckte sie einen Forschungsartikel, der genau die fehlenden Informationen lieferte, die sie für ihre eigene Publikation benötigte. Euphorisch markierte sie die Stellen und kritzelte Notizen an den Rand, bis sie merkte, dass der gleiche Artikel mit ähnlichen Notizen versehen schon auf ihrem Schreibtisch lag. Ihr Gedächtnis hatte sie im Stich gelassen! An jenem Tag traf Manuela Macedonia die Entscheidung, ihr Gehirn besser zu behandeln – mit Bewegung.
Text: Lisa Gutzelnig
Hat man erst einmal begriffen, wie leicht man sein Gehirn durch eine moderate Bewegung unterstützen kann, baut man gerne einen längeren Spaziergang pro Tag in seinen Alltag ein.
Die Autorin weiß, wovon sie redet. So jung sie ist, so beeindruckend ist ihre wissenschaftliche Vita. Seit März 2012 ist sie am Institut für Information Engineering der Johannes-Kepler-Universität Linz als „Senior Scientist“ tätig und befasst sich mit Neuroinformationssystemen. Ein inhaltlicher Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Entwicklung und neurokognitive Testung von Systemen, die Menschen durch Lernprozesse diverser Art begleiten.
In sieben Kapiteln präsentiert die Autorin in ihrem Buch aktuelle Forschungsergebnisse über die positiven Auswirkungen von Bewegung auf unser Denkorgan. Sie beginnt mit den Grundlagen und dem Aufbau unseres Gehirns. Unser Gehirn ist unser wichtigstes Organ: Denken, Fühlen, Erinnern und Lernen werden hier zentral gesteuert. Trotzdem widmen wir unserem Gehirn deutlich weniger Aufmerksamkeit als unserem Körper.
Was Sport im Gehirn bewirkt
Dabei ist wissenschaftlich erwiesen: Wie wir die Leistung unseres Gehirns verbessern und erhalten können, ist entscheidend für ein gesundes und langes Leben. Anschließend berichtet sie unter anderem, wie Sport Menschen mit Depressionen sowie Jugendlichen mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne helfen kann. Sport stimuliert nicht nur die Bildung neuer Nervenzelle, sondern regt viele nützliche Prozesse an. So bilden sich neue Blutgefäße und Synapsen, die Kontaktstellen von Nervenzellen.
Darüber hinaus beflügelt Bewegung auch die Kreativität. Beim Spazierengehen, Wandern oder Joggen kommen einem häufig die besten Ideen. Man entlastet dabei nämlich oft jene Hirnregionen, die Multitasking betreiben. Stattdessen ist das sogenannte Ruhezustandsnetzwerk aktiv.
Die Autorin stellt auch Studien vor, die zeigen, dass das Gehirn älterer Menschen schon allein vom Spazierengehen profitiert. Studien zeigen, dass das Gehirnvolumen ab dem 40. Lebensjahr zu schrumpfen beginnt. Pro Jahrzehnt nimmt es rund 2 bis 5% ab. Kann man diesen Verfall durch Sport oder vielleicht sogar nur durch moderate Bewegung aufhalten? Die gute Antwort ist: ja! Die positiven Effekte von moderatem Sport und regelmäßiger Bewegung sind unabhängig vom Alter. Allerdings sollte man sich, je älter man wird, umso regelmäßiger bewegen.
Fit im Kopf
Welche positiven Auswirkungen regelmäßige Bewegung auf unser Gehirn hat – es muss nach Macedonia dabei nicht immer Hochleistungssport sein - erzählt die Neurowissenschafterin leichtfüßig, verständlich und mit einer Prise Humor. Sie erklärt, wie wir Stresssymptomen, Übergewicht, Depressionen und Demenzerkrankungen vorbeugen können und schildert, welchen Einfluss unsere Ernährung auf unsere Denkleistung hat. Das sollte schon in frühen Jahren eingeübt werden, am besten schon im Kindesalter: „Bewegen sich Kinder regelmäßig, führt dies zu längerfristigen Veränderungen in der Blutzufuhr, des Hippocampus: Die Blutgefäße werden stärker, und neue wachsen hinzu.“
Eigentlich haben wir es schon immer gewusst. Wenn man im Denken feststeckt, was hilft dann besser, als einfach vom Schreibtisch aufzustehen und einen kleinen Spaziergang zu machen? Doch das Tolle daran ist, dass ein Spaziergang nicht nur dem Denken auf die Sprünge hilft, sondern dass man auf diesem Weg gleich dem ganzen Gehirn einen guten Dienst erweist: „Wir ziehen bequeme Schuhe an, gehen einfach ins Freie und legen eine Strecke zurück, so weit, wie wir wollen.“
Das Buch ist allen zu empfehlen, die einen Motivationsschub brauchen, um ihren inneren Schweinehund zu überwinden, und neugierig auf die Vorgänge sind, die durch Bewegung im Gehirn in Gang gesetzt werden.
Das ganze Buch ist mit einer solchen Leichtigkeit geschrieben, wie man es nur sehr selten bei einem naturwissenschaftlichen Sachbuch erlebt. Das Entscheidende ist aber die starke Motivationskraft, die von dem Text ausgeht: Wer dieses Buch gelesen hat, kann gar nicht anders, als nach der Lektüre das Buch zur Seite zu legen und rauszugehen an die frische Luft — und das ab sofort regelmäßig! —, um einen flotten Spaziergang zu machen.
Natürlich ist Bewegung nur ein Baustein von vielen, die unser Gehirn fit halten. Gesunde Ernährung, ein harmonisches Lebensumfeld und vor allem auch die regelmäßige Stimulation und Forderung des Gehirns gehören ebenso dazu. Denn wozu brauchen wir ein gesundes Gehirn, wenn wir es dann durch zu wenig Ansprache wieder verkümmern lassen. Doch so weit werden wir es sicherlich nicht mehr kommen lassen.
Mehr Infos: www.macedonia.at
Nachhaltig leben
Bild: Jessamyn Stanley (Christine Hewitt)
Yoga einmal anders
mit Jessamyn Stanley
Keine Lust auf patriarchale Beauty-Standards
Text: Lisa Gutzelnig
Das westliche Yoga wie wir es kennen, verkommt immer mehr zum Konsumartikel für dünne, weiße, modelartige Hippie-Frauen mit schicken Yogahosen und stylischen Trinkflaschen, da ist sich Jessamyn Stanley sicher. Und sie hat es so satt! Wortgewandt und charismatisch verkündet die Yogalehrerin und spirituelle Vordenkerin, dass Yoga für ALLE ist – und zeigt uns selbstbewusst, wie sie das meint. Stanley ist heute eine der bekanntesten Online-Yogalehrerinnen weltweit. Während der Pandemie wuchs die Anzahl der Abonnenten ihrer YogaApp „The Underbelly“ um das Fünffache. Bekanntheit erlangte sie auch durch ihre Instagram-Posts, die sie beim Yoga als „plus-size woman of color“ zeigen, – sie selbst bezeichnet sich provokativ als „fat femme“. Jessamyn Stanley hat die Kraft, die Yogawelt auf den Kopf zu stellen –doch dabei geht es ihr um sehr viel mehr als nur um Body-Positivity.
Jessamyn Stanley nennt sich selbst nicht Yogini und sie ist jedem dankbar der das ebenfalls nicht tut. Das ist der selbstbewussten 38-Jährigen sehr wichtig und bittet darum, dies zu respektieren.
Die US-Amerikanerin aus North Carolina ist seit einiger Zeit eine Frontfrau der amerikanischen Yogaszene und kämpft mit den Folgen ihrer wachsenden Bekanntheit. Sie hat sich noch nicht recht daran gewöhnt, dass Leute sie plötzlich im Bioladen, am Flughafen, auf Ämtern oder auch einfach auf der Straße ansprechen.
Manchmal fühlt sie sich davon nicht nur überrumpelt, sondern fast etwas erdrückt. Zwar postet sie fleißig und teilt gerne auch Fotos, auf denen sie in Unterwäsche komplizierte Asanas zeigt, trotzdem spürt sie eine gewisse Zerrissenheit zwischen den Ego-Streicheleinheiten, die Social Media mit sich bringt, und dem Yoga-Lifestyle, den sie eigentlich zu leben versucht. Denn eines ist klar, die Frauen, die als schlanke Model- Gazellen in teuren Hippie-Gewändern auf Yoga-Festivals tanzen und dabei im Minutentakt
Bilder auf Instagram hochladen - das passt so gar nicht zum wahren Kern der traditionsreichen Yoga-Philosophie.
Yoga als Spiegel unserer Gesellschaft
Im Yoga geht es nicht allein um Weltfrieden, Entspannung und Loslassen. „Wer das behauptet, hat noch keine Yogastunde erlebt“, so Stanley. Im Kern gehe es um Akzeptanz - auch darum anzuerkennen, dass nicht alles rundläuft, selbst in der Yoga-Welt. Als Stanley noch in Yoga-Studios unterrichtet hat und an der Rezeption die Kunden empfing, konnten die meisten nicht glauben, dass sie tatsächlich ihre Lehrerin sei. Noch nie hatte sie so viele schockierte Gesichter auf einmal gesehen. Ihre Gäste im O-Ton: „Echt jetzt? Soll ich wirklich Geld dafür bezahlen, dass mich diese dicke, schwarze Frau unterrichtet?“
Was Yoga eigentlich ist, was einen fitten Körper ausmacht, dass wir Fitness nicht über Äußerlichkeiten bewerten sollen, darüber müssen wir wohl noch viel lernen.
Einfluss und Haltung
Innerhalb weniger Jahre hat Jessamyn jede Menge Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Das Forbes Magazine, USA Today, die Vogue, Elle, die New York Times, Brigitte, Yoga-Zeitschriften und diverse andere Magazine berichteten über sie. 2018 ist sie sogar zur Yogaexpertin der New York Times avanciert. Stanley plant weiters eine Web-Serie,
„Es ist immer ein Trugschluss, sich am Ziel zu wähnen, während man noch am Leben ist.“
in der sie tabubehaftete gesellschaftliche und politische Themen aufgreifen will, darunter etwa die Legalisierung von Marihuana. 2021 erschien ihr zweites Buch „Yoke“.
Die dunkle Seite der Szene
Yoga ist Teil unserer Gesellschaft und einer Industrie - und nicht frei von Gewalt, Brainwashing und Manipulation. Es gibt sexuelle Übergriffe, Abhängigkeiten, alles Mögliche. Stanley ist überzeugt: Der Mensch ist einfach so veranlagt, er strebt nach Macht und Kontrolle, auch in einem Yogastudio. Er will kontrollieren, mächtiger sein als der Mensch neben ihm. Das ist auch das Problem, welches sie mit der Idee von Führung hat. Eine Person, die mehr weiß als eine andere, der man folgen muss, zu der man aufsehen sollte, diese Hierarchie ermöglicht ja erst Machtmissbrauch. Sie will nicht, dass ihr Leute folgen oder zu ihr aufschauen. Deshalb sagt sie manchmal mit Absicht Dinge, von denen sie weiß, dass so mancher dies nicht mögen wird, nur um klarzumachen: „Ich bin kein Vorbild. Ich bin kein Moralapostel.“ Beispiel: Sie spricht offen darüber, dass sie regelmäßig kifft. „Das sei wie ein Angebot: Hier, bitte, daran könnten Sie Anstoß nehmen.“ Diese radikale Ehrlichkeit helfe ihr. „Sie hält mich gesund.“
Yogalehrerin war nicht geplant
Doch der Erfolg gab ihr schnell Recht. „Viele Leute haben mich gebeten, es zu tun – aber ich habe lange nicht verstanden, warum ausgerechnet ich die sein sollte, die unterrichtet.” Erst als ihr Vater, der ihre Yoga-Ambitionen zunächst mit Skepsis betrachtet hatte, ihr anbot, bei der Finanzierung der Ausbildung zu helfen, nahm sie sich selbst endlich ernst. „Dass mein Papa so einfühlsam war und merkte, wie wichtig es für mich war, gab mir das Gefühl, dass höhere Mächte im Spiel sind und es einfach so sein sollte.” Plötzlich bemerkte sie, wie viel sie verdrängt hatte, und dass das Unterrichten für sie der Weg war, Yoga wirklich zu leben und so viel Licht wie möglich dorthin zu bringen, wo die Welt noch dunkel, hässlich und kompliziert ist – und das färbt ab auf jene Personen, die dort leben.
Ihr Motto: mehr Sein als Schein
Eines der Tattoos, die Stanleys Arme zieren ist das Staatsmotto von North Carolina: “Esse quam
videri”, ein lateinischer Spruch, der so viel bedeutet wie “Mehr Sein als Schein”. Das ist genau ihr Leitmotiv. Stanley geht es nicht darum, wie jemand aussieht oder darum, sich möglichst fotogen zu inszenieren. Sie will wirklich echt sein - und nicht ein makelloses Bild entwerfen, das echt wirkt. Sie kritisiert Instagram-Profile, auf denen Yogis ästhetische Posen mit engelsgleichen Gesichtsausdrücken posten – als ginge es beim Yoga um einen Modelwettbewerb. Yoga hat mit Ästhetik nichts zu tun. Bei Yoga geht es allein um ein Körpergefühl und um die Grundhaltung der Akzeptanz. Im Sanskrit bedeutet Yoga schlicht „zusammenfügen“ - Geist und Körper, Bewegung und Atem, Licht und Dunkelheit, das Gute und das Schlechte miteinander zu verbinden.
Warum nicht Yogini?
Und das ist auch der Grund, warum Stanley nicht gerne Yogini genannt werden will. Die selbst ernannten Yogis und Yoginis, so ihre eigene Überzeugung, leben in einem permanenten Zustand der „verbissenen“ Losgelöstheit – sie wollen losgelöst sein von materiellem Besitz, von Sorgen, von Schmerz, von Vorurteilen. Sie wollen sich zwanghaft von allem losgelöst wissen, als würden sie über allem stehen. Das ist alles nichts, was sie mit sich selbst als menschliches Wesen in Verbindung bringt: “Es wäre vermessen zu behaupten, ich hätte einen Weg gefunden, mich davon zu lösen”. Die romantische Idee, dass man durch Yoga oder Meditation einen gottesgleichen Zustand erreicht, wo man nur mehr über den Dingen schwebt, oder dass man zu einem komplett anderen Menschen geworden sei, solche Erzählungen hört Stanley sehr oft. Sie hält das für Wunschdenken.
„Es ist immer ein Trugschluss, sich am Ziel zu wähnen, während man noch am Leben ist.“ Für Stanley sind solche Erzählungen reiner Marketing-Sprech. Die Idee von Einzigartigkeit, von Gottgleichheit, dass man sich daran orientieren muss, das alles hat mit der Realität nichts zu tun.
Emotionen gehören auf die Matte Yogastunden machen uns nicht zu gottgleichen, losgelösten Wesen. Stanley hält also nichts davon, Emotionen loszulassen. Schließlich müssen wir mit Wut und Traurigkeit leben. „Was bringt es, zu versuchen, glücklich zu sein, wenn man traurig ist?“ fragt Stanley. Deshalb können manche
Yoga-Sessions und Meditationen auch gefährlich sein: „Die Leute tun so, als wären sie ihre Gefühle losgeworden, als würden sie über allem stehen.“ Sie sind schnell bereit, ihre Wut loszulassen, Ihren Verlust loszulassen, Ihren Ex-Freund loszulassen, sie strahlen vermeintlich losgelöst von allem von einem Ohr zum anderen, aber verkrampfen innerlich total, weil sie panische Angst davor haben, in einem Yogakurs öffentlich zu pupsen. Oder sie lassen sich die Lippen aufspritzen, ihr gesamtes Gesicht botoxen und – und predigen dann Akzeptanz. „Da stimmt doch was nicht.“
Wut als Treibkraft
Laut Stanley gibt es viele Gründe, wütend zu sein. Sie sieht in Wut eine Kraft. Nicht als Waffe, sondern als Impulsgeber. Wut bringt Dinge ans Licht, die lange verdrängt wurden. Jessamyn Stanley erklärt herrlich bodenständig und wohltuend authentisch, was Yoga eigentlich bedeutet und dass es nicht die Losgelöstheit von Emotionen ist, sondern die Fähigkeit Akzeptanz in unserer Gesellschaft zu leben, die uns wieder in unsere Mitte bringt. Yoga ist keine Selbstdarstellung, sondern eine innere Haltung. Nicht Ausdruck von etwas – sondern eine Einstellung zu etwas. Wut ist dabei eine treibende Kraft. Wir sollten uns eingestehen, dass wir nicht alles Leid loswerden, nur weil wir auf unserer Yogamatte ein paar wohltuende Übungen praktizieren. „Erst der Tod bedeutet ein Ende des Leids“, sagt sie. Ein Satz, so bodenständig wie heilsam.
Bild: Jessamyn Stanley (Ashley Batz)
Louise Hay
Die heilende Kraft der positiven Gedanken
Haben Sie schon einmal bemerkt, wie Ihr innerer Dialog Ihre Stimmung beeinflusst?
Auf einmal kippt unsere Stimmung, und wir überlegen, welche Gedanken sie ausgelöst haben. Negative Selbstgespräche kennt jeder, aber zum Glück funktioniert das auch in die andere Richtung. Viele Menschen suchen momentan nach Wegen, ihr Leben positiv zu beeinflussen und ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Ein Ansatz, der diesbezüglich in den letzten Jahren an Popularität gewonnen hat, sind positive Affirmationen.
Affirmationen sind positive Glaubenssätze, durch die wir unsere Denkmuster nachhaltig umstrukturieren können. Dadurch gestalten wir unser Selbstbild positiver, was sich wiederum direkt auf unsere Entscheidungen und Handlungen auswirkt. Diese kurzen, kraftvollen Aussagen helfen uns, das Denken und Verhalten zu verändern, indem sie positive Überzeugungen verstärken und negative Denkmuster ersetzen. Sie sind außerdem ein fester Bestandteil vieler Selbsthilfeprogramme, Therapien und CoachingMethoden.
Am 30. August 2017 ist eine bedeutende Frau von uns gegangen. Louise Hay war eine US-amerikanische Schriftstellerin und eine der weltbekanntesten spirituellen Affirmationsmeisterinnen. Sie half Menschen auf der ganzen Welt, ihr Potenzial zu Selbstheilung und innerem Wachstum auszuschöpfen. Ihre Werke wurden in 25 Sprachen übersetzt, in 33 Ländern publiziert und erreichten eine Auflage von über 50 Millionen Exemplaren. Ihr Lebenslauf ist beeindruckend, ihre Arbeit und ihr Lebenswerk sind zu bewundern. Louise Hay hinterlässt der Welt ein großes Vermächtnis. Ihr eigenes, mit Schicksalsschlägen behaftetes Leben
brachte die bemerkenswerte Frau dazu, die Kraft ihrer Gedanken zu nutzen und damit ihr Leben trotz aller Niederschläge in eine positive Richtung zu lenken. Dabei half sie nicht nur sich selbst, sondern auch Tausenden von anderen Menschen, die durch die Beeinflussung ihrer Gedanken, ihr gesamtes Leben verändern konnten.
Die Geschichte einer Frau, die niemals aufgab
Louise Hay wurde am 8. Oktober 1926 in Los Angeles geboren. Die ersten Jahre von Louise Hay waren sehr schwierig. Ihre verarmte Mutter heiratete einen Mann, der sich als gewalttätig herausstellte. Noch in ihrer Kindheit wurde Louise Hay von einem Nachbarn vergewaltigt. Mit 15 Jahren hielt sie es zu Hause nicht mehr aus, verließ die Familie und wurde kurz darauf schwanger. Das Kind gab sie schließlich zur Adoption frei. Nachdem Louise Hay ihr Kind zur Adoption freigegeben hatte, zog sie zurück zu ihrer Mutter nach Chicago. Mit zahlreichen Gelegenheitsjobs hielt sie sich über Wasser – bis sie 1950 dank ihrer Willenskraft ihre erste positive Lebenserfahrung machte: Sie bekam einen Job als Model und lernte dabei den Briten Andrew Hay kennen, den sie vier Jahre später heiratete. Doch
Text: Lisa Gutzelnig
Bilder: Louise Hay, Shutterstock.com
das Glück währte nicht lange: Mit 32 Jahren wurde Louise von ihrem Mann wegen einer anderen Frau verlassen – ein weiterer Tiefschlag, den sie verkraften musste.
Die Grande Dame unter den Autorinnen von Büchern zum Thema Lebenshilfe erlebte selbst keineswegs nur die sonnigen Seiten des Daseins, sondern durchlitt auch einige seiner Härten. Sie erfuhr durch eine schwere Krebserkrankung im späteren Leben am eigenen Leib, wie sich durch positive Gedanken Gesundheit und Wohlbefinden beeinflussen lassen. Dies war für sie der Anlass, sich intensiv mit der Kraft der Gedanken und den Selbstheilungskräften zu beschäftigen. Im Alter von 50 Jahren veröffentlichte sie ihre Broschüre „Heal Your Body” (Heile deinen Körper), welche eine Liste von Krankheiten beinhaltet, die nach den möglichen Ursachen und den dazugehörigen, heilsam wirkenden Affirmationen geordnet ist.
Was sind Affirmationen? Wie arbeite ich damit?
Auch das hat Louise Hay sehr einfach und klar beschrieben: „Eine Affirmation ist eine positive Aussage über dich selbst, die du laut sagst bzw.
denkst. Täglich mit Affirmationen zu arbeiten kann dir helfen, negative Aussagen dir selbst gegenüber umzuprogrammieren, damit du positivere Gedanken, Gefühle und Erfahrungen in deinem Leben manifestieren, also dauerhaft verankern kannst.“
Wiederholen und positiven „Trampelpfad“ anlegen
Wenn das geschafft ist, dient die Wiederholung dieser Gedanken dem Manifestieren und Einprägen des Wunsches. Ein „Ich kann das ohne Weiteres schaffen“ am Morgen zum Beispiel vertieft so etwas wie einen Trampelpfad in unserem Bewusstsein. Es konstruiert und definiert eine Realität, die zuvor als Ziel erkannt worden ist. Während die oben erwähnte Reflexionsphase ein zumindest teilweise intellektueller Vorgang ist, überlistet die Wiederholung sozusagen unseren Intellekt. Es geht nicht mehr darum, nachzudenken und zu grübeln, Probleme zu lösen oder zu analysieren, sondern in unser Unterbewusstsein vorzudringen.
Was geschieht auf dem Trampelpfad der Affirmation? Der Intellekt kommt zur Ruhe und verbraucht keine Energie. So erhalten das Unterund Unbewusste Raum, sich zu öffnen und ihr Urpotenzial zu entfalten. Das stärkt, beruhigt – und befähigt uns.
Ein Schlüsselkonzept ist die Idee der “kognitiven Dissonanz“. Wenn das Unterbewusstsein wiederholt positive Aussagen hört, die im Widerspruch zu bestehenden negativen Überzeugungen stehen, kann dies eine innere Spannung erzeugen. Um diese Dissonanz zu reduzieren, beginnt das Gehirn, die neuen positiven Aussagen als wahrer zu akzeptieren, was langfristig zu einer Veränderung der Selbstwahrnehmung führen kann.
Affirmationen sind tief in unserer Kultur verankert
Affirmationen gehören seit jeher zum Basis-Repertoire von Ritualen. Positive Affirmationen sind keine moderne Erfindung, sondern haben tiefe historische und kulturelle Wurzeln. Schon in der Antike erkannten Philosophen und spirituelle Lehrer die Macht der Sprache und des positiven Denkens. In den Schriften vieler Religionen und philosophischen Traditionen finden sich Hinwei-
Bild: Louise Hay
„Alles, womit wir es in unserem Leben zu tun haben, sind Gedanken und Gedanken lassen sich verändern.“
Louise L. Hay in “Balance für Körper und Seele”
se darauf, dass Worte und Gedanken das Leben eines Menschen erheblich beeinflussen können. Ein markantes Beispiel ist die Rezitation von Mantras im Hinduismus und Buddhismus. Mantras sind heilige Silben oder Sätze, die wiederholt gesprochen werden, um den Geist zu fokussieren und positive Energie zu manifestieren. Diese Tradition betont die transformative Kraft der Sprache und ihre Fähigkeit, das Bewusstsein zu verändern.
Im 20. Jahrhundert begann der französische Apotheker und Psychotherapeut Émile Coué, die Technik der Autosuggestion zu popularisieren. Coué entwickelte die Idee, dass das wiederholte Sprechen positiver Aussagen die geistige und körperliche Gesundheit verbessern kann. Sein berühmtester Satz, “Es geht mir mit jedem Tag in jeder Hinsicht immer besser und besser”, wurde zur Grundlage vieler moderner Affirmationstechniken.
Im Lexikon des Mentaltrainings findet sich ‚Affirmation‘ als zentraler Begriff, denn in allen Kulturen und zu allen Zeiten wurden positive Aussagen wiederholt, um bestimmte Ziele zu erreichen. Ob Mantras, Gebete, Meditationen, Gedichte, Lieder, Geschichten oder Dankeszeremonien – Affirmationen sind so tief in unserer Kultur verwurzelt, dass der Mensch zahlreiche Techniken entwickelt hat, um sie zu nutzen.
Fazit:
Happy End trotz traurigem Start
1987 gründete Louise Hay ihren eigenen Verlag, die „Hay House, Inc.“ ist heute in Kalifornien, Sydney, Johannesburg, New York und New Delhi vertreten. Es gibt nicht nur eine große Zahl an
Büchern, CDs, Arbeitsbüchern und Online-Kursen, in denen das Wissen von Louise L. Hay allen Menschen zugänglich gemacht wird. Inzwischen ist auch ein Film über die Geschichte und das beeindruckende Leben von Louise Hay entstanden, nämlich „You Can Heal Your Life: The Movie“.
Als Louise Hay bereits über 80 Jahre alt war, zog sie sich aus ihrem Verlag und der Hay Foundation zurück. Ihre Aufmerksamkeit galt von nun an ihrem Garten, der Ölmalerei, dem Salsa-Tanzen und dem Verlangen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Gelegentlich nahm sie dennoch an Veranstaltungen teil und versetzte mit ihrem starken Charisma die Besucher immer wieder in große Faszination und Begeisterung.
Am 30. August 2017 starb Louise Lynn Hay im Alter von 90 Jahren friedlich im Schlaf – der stille Abschluss eines bewegten Lebens, in dem sie die größtmögliche Veränderung erreichte. Dieser bemerkenswerte Weg einer Frau, die sich nicht unterkriegen ließ, zeigt, wozu wir mit unserer inneren Einstellung und eigenen Glaubenssätzen fähig sind. Wir können alles von Grund auf ändern, solange wir an unseren Überzeugungen festhalten und das Positive im Leben nie aus dem Blick verlieren.
Louise Hays Vermächtnis zeigt: Alles liegt in unseren Händen. Wir tragen die Verantwortung für unser Leben – und können es durch unsere innere Haltung in eine positive Richtung lenken. So hart das Leben auch sein mag: Wer an sich und seine Stärken glaubt, kann sein Leben verändern. Ein großes Dankeschön an Louise Hay und ihre prägende Arbeit, die bis heute vielen Menschen Kraft und Zuversicht schenkt.
Die bekanntesten Affirmationen von Louise Hay für innere Kraft:
Ich bin ein klarer Kanal für meine innere Führung.
Ich drücke meine Einzigartigkeit in der Welt aus.
Mein Herz ist weit geöffnet.
Ich nehme meine Kraft an.
Heute ist die Zukunft, die ich gestern kreiert habe.
Ich fühle meine Energie und bin aktiv und lebendig.
Ich bin im Einklang mit der Natur.
Wo immer ich hingehe, werde ich mit Liebe begrüßt.
Ich liebe mein Leben.
Ich vertraue dem Prozess des Lebens.
Heute ist ein wunderbarer Tag.
Ich bin in Frieden mit mir.
Ich bin bereit, um Hilfe zu bitten, wenn ich sie brauche.
Alles ist gut in meiner Welt.
Ich kann jeden Tag Wunder erwarten.
Ich heiße Wunder in meinem Leben willkommen.
Nur Gutes kann zu mir kommen.
Ich bin umgeben von Liebe.
Natürlich besser leben.
Sodbrennen einfach wegtrinken?
Dank dem natürlich hohen Hydrogencarbonat-Gehalt von 1.846 mg/l neutralisiert Staatl. Fachingen STILL überschüssige Säure im Magen. Eine wissenschaftliche Studie empfiehlt zur symptomatischen Behandlung von Sodbrennen bei Erwachsenen das Trinken von zwei Flaschen unseres Heilwassers pro Tag. Angenehm im Geschmack kann es so einen wertvollen Beitrag zu einem gesunden, unbeschwerten Leben leisten.
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Interview mit Carlos García Rodriguez (NAVEEN)
“Es ist keine herkömmliche Massage – es ist eine Körpertherapie, ein Eintauchen in unsere purste Form der Intuition. Eine physische, geistige und emotionale Reise durch unseren Körper und eine Re-Verbindung all dessen“
Wenn man durch die lichtdurchfluteten Räume von Carlos Garcias Rodriguez Studio in Palma geht, spürt man sofort, dass man an einem besonderen Ort ist. Ein Ort aufgeladen mit der Energie der Heilsamkeit, ein Ort, an dem man Raum und Zeit vergessen kann, an dem sich ein reines Gefühl des Wohlbefindens einstellt. Die Eingangstüre zu seinem Studio befindet sich direkt am Kirchengebäude der Basilica San Miguel und man ist sich nicht sicher, ob man nun nicht gleich die heiligen Kirchenräume zur Taufe betritt. Die Massagen von Carlos Garcia Rodriguez sind einzigartig, und es fällt schwer sie in Worte zu fassen. Das wissen auch seine Klienten auf Mallorca, die seine Therapie immer nur mit „Du musst es selber erleben“ beschreiben. Carlos bietet seine Therapien auf zwei verschiedenen Retreats und in seinem eigenen Studio „La Ingravida“ in Palma de Mallorca an, welches er sich mit einer Freundin teilt. Die Körpertherapie findet auf einer Ebene statt, die in eine andere Welt vordringt. Ein Teil seiner Arbeit liegt in der Bewegung und Rückführung des Fasziengewebes in seinen Ursprungszustand, nämlich den der unterstützenden
Funktion für Muskeln und Organe. Doch das Gewebe, welches oft in Vergessenheit gerät, kann noch vieles mehr. Wir haben mit Carlos García in seinem Studio über seine Arbeit gesprochen und darüber wie Selbsterkenntnis und Selbstmitgefühl uns zur mehr Entspannung im Alltag bringen können.
Wie wichtig sind Ihrer Meinung nach die Faszien für den menschlichen Körper? Sind sie reines Bindegewebe oder können sie mehr?
Die Faszien sind das am weitesten entwickelte Gewebe des Körpers. Sie sind ein zusammenhängendes Gewebenetz aus Cholesterin, Kollagen und Wasser, das an den Muskeln, Gelenken und Organen befestigt ist und dessen physische Hauptfunktion darin besteht, den Muskel und das Organ, das es umwickelt zu schützen und vor allem an seinem Platz zu halten. Ohne Faszien wären diese Organe und Muskeln nicht in ihrer Form. Für mich enthalten sie auch eine sehr bedeutende emotionale Komponente, denn sie speichern alle Erinnerungen an Traumata - auch transgenerationale - emotionale Blockaden, Stresszustände und Angstzustände. Was passiert dann? Die Anspannung kann sich im Muskel festsetzen, dann ist es so, als wenn sich
die Konsistenz verdickt. Stellen Sie sich einen Muskel mit einer straffen Faszie um ihn herum vor, das ist ein straffer Muskel. Der Prozess in der Massage besteht also darin, den gesamten Muskel mit den Faszien zu bewegen, so dass das Gewebe so weit wie möglich in seinen natürlichen Zustand zurückkehrt, nämlich in den der Unterstützung. Da die Faszien weder Organ noch Muskel sind, sind sie ein sehr emotionales Gewebe. Wenn ich auf der neuro-faszialen Ebene arbeite, wird viel gelöst.
Sie schreiben den Faszien also eine emotionale Gedächtnisfunktion zu. Heißt das, dass sie Erfahrungen speichern können? Auch Schmerz?
Ja, sie haben ein emotionales Gedächtnis, sogar generationsübergreifend. Manche Leute verstehen das nicht, aber es gibt Traumata, die nicht unsere eigenen sind. Sie sind familiär oder sogar sozial bedingt. Wenn man mit Menschen aus verschiedenen Ländern arbeitet, sieht man auch deren Lebensweise. Zum Beispiel ist ein deutsches Kind kein spanisches Kind. Schauen Sie, ein deutsches Kind, zu dem wird oft gesagt: „Du musst selbstständig“ sein. Das Kind benimmt sich sehr gut, lebt aber auch in dieser ständigen Anspannung, dass es sehr brav sein muss. Hier in
Text: Lisa Gutzelnig
heilkraft natur
Bild: Heilkraft Natur (Lisa Gutzelnig)
Spanien heißt es: „Wir sehen uns um fünf oder sechs Uhr oder wann auch immer“.
Das ist anders. Gesellschaftlich gesehen überlebten die Menschen auch große Kriege, generationenübergreifend, und auf Körperebene leiden manche Nachkommen immer noch unter Nahrungsmangel und Spannungen. Das Thema ist sehr komplex.
Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist, wie Dich Deine Eltern zum Beispiel das Leben sehen lassen. Die bekannten familiären Botschaften lauten oft: „Du musst hart für dein Leben arbeiten“. Aber das Leben ist doch ein Geschenk, nicht wahr? Dann leidet man, wenn man nicht produktiv ist. Aber das Leben verläuft nicht immer linear, es gibt Zeiten, in denen es einem sehr gut geht, und Zeiten, in denen es einem nicht gut geht. Die Frage ist: Wie gehen Sie mit sich selbst um, wenn Sie nicht produktiv sind, wenn Sie keinen Job haben, von dem man erwartet, dass Sie ihn haben?
Beachten Sie, dass der Satz „Ich muss“ nicht von Ihnen stammt, sondern erlernt
ist. Wenn Sie das erkennen, werden Sie staunen, wie viele Dinge Sie in Ihrem Leben loslassen können, die gar nicht Ihnen gehören, die vielleicht Ihren Eltern, oder Großeltern gehören oder sogar der Gesellschaft im Allgemeinen. Wäre es nicht schön ein bisschen freier zu sein?
Kann das zu einem Trauma führen? Was ist ein Trauma nach Ihren Vorstellungen?
Das endgültige Trauma ist reiner Glaube an etwas. Es sind Glaubenssätze wie zum Beispiel „Ich mache das nicht richtig“, „hier bin ich nicht gut genug“ etc. All das erzeugt letztlich ein Trauma. Der Unterschied ist, dass der Verstand sich von der Realität distanzieren kann, von dem, was passiert ist, aber der Körper nicht. Der Körper fühlt. Wenn Sie zum Beispiel Ihren Partner verlassen oder verlassen wurden und es ging Ihnen schlecht und Sie haben eine Menge durchgemacht und jetzt haben Sie einen guten Weg gefunden damit zurechtzukommen, dann ist das gut, aber der Körper fühlt das immer
noch. Der Körper kann nicht betrügen und man kann den Körper nicht belügen. Für mich ist es eine Sache von falschem Positivismus, wenn man sich dann in den Spiegel schaut und sagt: „Wow, mir geht‘s gut“, weil der Körper sagt, „Nein, so ist das nicht“. Der Körper sagt, „Ich bin traurig“. Du kannst dich nur soweit vorwärts bewegen, wie der Körper es zulässt. Wenn man sich die Gesellschaft anschaut, in der wir leben, beschäftigen wir uns viel mit Psychologie - mit unserem mentalen inneren Dialog, mit dem Narrativ, welches man sich selbst erzählt. Dafür gehen wir zu Psychologen und diese sagen uns dann, was wir ihrer Meinung nach haben. Meine Arbeit ist das Gegenteil. Wenn die Leute aus meiner Sitzung kommen, fragen sie mich oft: „Was hast Du gefühlt? Hast Du etwas gesehen?“ Und ich sage: „Was spielt das für eine Rolle?“ Denn was ich während der Massage empfunden habe, ist meine eigene Interpretation. Und ich werde es nicht erzählen, denn wenn du etwas interpretierst, was ich gesagt habe, dient das nicht deinem Verstand.
Wie lange können Muskelverspannungen und Anspannungen nach einem belastenden Erlebnis in unserem Körper verbleiben, ohne dass wir es bemerken?
Das kann sehr variieren. Es gibt Menschen, die ein traumatisches Ereignis, das in ihrem Leben passiert ist, sofort spüren. Es kann aber auch Wochen, ja sogar Jahre dauern, bis man es spürt und davon heilt. Es gibt zum Beispiel Menschen, deren Mutter gestorben ist, und sie sind sich des Schmerzes nicht wirklich bewusst, bis ein paar Monate vergangen sind und sie zum ersten Mal wieder in das Haus ihrer Mutter gehen. Dann werden sie sich dieses Schmerzes bewusst, weil sie vorher nur darum gekämpft haben, den Schmerz nicht zu fühlen. Und so ist es auch, der Zeitpunkt, wann etwas passiert und wenn man etwas heilt, ist nicht linear - man kann nicht voraussagen, wann Heilung passieren wird. Es sind unterschiedliche Momente.
Bilder: Heilkraft Natur (Lisa Gutzelnig)
Ihre Massagen sind sehr heilsam. Sicher glauben viele Klienten, dass Sie sie heilen? Würden Sie das so bezeichnen? Heilen Sie die Menschen?
Nein, die Arbeit ist die Deine, ich bin hier, ich kann Dich begleiten, ich kann Dir mit einem Tipp helfen und mit meiner physischen Arbeit – mit dem Bewegen all der Energie, all dieser Faszien, wo die Ressourcen verborgen sind. Es geht nicht nur darum, Vertrauen zu haben, es ist eine physische, mentale, spirituelle und emotionale Bewegung hier. Natürlich ist das meine Arbeit, aber ich heile dich nicht, du heilst dich selbst. Und ich mag auch das Etikett „Heilung“ nicht, genauso wenig, wie ich das Etikett der „Spiritualität“ mag. Wenn ich in meiner Arbeit etwas sehe, dann ist es so, dass es nur mir selbst dient.
„Für mich ist das wichtigste das Selbstmitgefühl. Denn uns wird gezeigt, wie man sich um andere kümmert, aber niemand zeigt uns wie man sich um sich selbst kümmert. Mit einer Freundin spricht man meist sehr mitfühlend, wenn ihr etwas passiert ist.
„Nein, sorg Dich nicht, das wird schon wieder“ Aber wie spricht man mit sich selber?“
Wenn Sie zu einer Sitzung kommen und mit 25 Etiketten heimgehen, die ich Ihnen sage - diese Diagnose wird Ihnen nicht helfen. Ich möchte, dass die Menschen fühlen, was in Ihrem Körper passiert. Wie sie sich in ihren Körpern fühlen nach der Massage, das ist das Wichtigste. Der Körper ist eine große vergessene Sache. Wir sind ständig im Kopf und fragen uns immerzu wie der Kopf funktioniert - aber ohne den Körper? Gibt es nichts. Auch kein Gehirn.
Was empfehlen Sie Ihren Klienten? Wie können wir neben regelmäßigen Massagen mehr für die Entspannung von Körper und Geist in unserem täglichen Leben sorgen? Gibt es Techniken und Übungen, die wir in unserem Alltag anwenden können?
Ich muss diese Frage abwandeln in mehrere Teil-Fragen: Wie ist Ihr Verhältnis zu Ihrem Körper? Was wissen Sie über Ihren Körper? Was können Sie sehen und was können Sie nicht sehen? Ich frage Sie: Wie steht es um Ihre Selbstbeobachtung dessen, was Sie im Allgemeinen sind? Wie viel Selbsterkenntnis haben Sie über sich selbst? Über Ihre körperliche Form? Über Ihre geistige Form? Darüber, wie Sie denken? Wie Sie fühlen, weil Sie fühlen? Wenn Sie mich fragen: „Welche Pille kann ich einnehmen, um mich besser zu fühlen?“, dann sage ich Ihnen, dass es gut wäre, sich zuerst selber besser zu kennen und zu wissen, wer Sie sind. Und da sind wir wieder bei dem, was ich vorhin gesagt habe. Es geht nicht darum, die verbalen Affirmationen in den Kopf zu setzen, die uns vergessen lassen, zu fühlen, wie wir sind. Für mich sind die Achtsamkeitskurse und das Selbstmitgefühl, der wahre Schlüssel. Es hilft sehr, wenn man in einer regelmäßige Körperbehandlung geht und zusätzlich zum Beispiel einen Kurs oder eine Selbstmitgefühlsbegleitung macht. Um zu verstehen, wer wir sind, ohne uns verändern zu wollen.
Sie sprechen die Veränderung an. Was halten Sie von dieser zwanghaften
Selbstoptimierung á la „Du musst die beste Version Deiner selbst werden“? Das ist auch eine Sache, die mich sehr wütend macht. Wenn die Menschen immer sagen „Du musst die beste Version von Dir selbst werden“. Nein! Du musst nicht besser werden! Es ist nichts falsch an dir, du musst einfach nur verstehen und wissen, wer du bist! Und dich so akzeptieren, wie du bist! Und das ist die Magie dahinter, denn in diesem Prozess, sich selbst zu erkennen, sich um sich selbst zu kümmern, sich selbst zu akzeptieren, liegt ganz leise und still die Veränderung. Aber sie passiert ganz subtil, ohne Aggression und Druck. Jeder hat seine eigene Art, sein eigenes Leben zu leben, immer in Bezug auf das, was seine Eltern ihm vermittelt haben. Alles ist gut, aber man muss sich selbst kennen. Man muss wissen: Warum leide ich? Was verursacht mein Leiden?
Ich habe ein gutes Beispiel, das sage ich auch gerne in meinem Kurs: Wenn ich mit meinem Auto fahre und einen platten Reifen habe, gehe ich zum Mechaniker. Wenn ich bei einem anderen Rad einen platten Reifen bekomme, gehe ich wieder zum Mechaniker. Aber beim dritten Mal frage ich mich, warum fahre ich immer den gleichen Weg ? Weil das der beste Weg ist, um eine Reifenpanne zu bekommen. Verstehen Sie das?
Abgesehen von der Selbsterkenntnis kann es helfen, Yoga, Meditation oder zum Beispiel ein Shin Taizu-Training zu praktizieren.
Das Wichtigste in unserem Leben ist also die Selbsterkenntnis?
Ja das Wichtigste ist, sich bewusst zu werden, wer man wirklich ist. Wenn Sie jemanden fragen: „Wer bist du?“, kann dieser meist nicht darauf antworten. Das große Leiden des Buddhismus ist die „Nicht-Erkenntnis seiner Selbst“. Dass man sich selbst nicht erkennt, dass man nicht weiß, wer man ist. Wir sind unsere eignen großen Unbekannten. Und ohne mich selbst zu kennen, gehe ich raus und suche ich nach einer Freundin oder einem
Carlos Garcia Rodriguez bietet seine Massagen in folgenden Instituten an:
• In dem Yoga Retreat Son Manera in Montuiri.
• In dem Studio „La Ingravida“ in Palma de Mallorca - ein somatisches Studio geführt von Natalia Vergara in dem neben Yoga und Pilates Einheiten auch nach der Feldenkreis Methode gearbeitet wird.
• In dem Agrotourismus Hotel Amapola in Campos in dem auch traditionelle chinesische Medizin angeboten wird.
. Carlos hat seine klassische Massage Ausbildung an der renommierten „Escuela Masajes Tradicionales“ in Mallorca absolviert.
Carlos Garica Rodriguez ist Professor für Mitgefühl und Selbstmitgefühl und absolvierte seinen Master „Achtsamkeit und Meditation“ an der Universität Barcelona.
Freund, um mein ganzes Leben mit ihm zusammenzuleben? Obwohl ich mich selbst nicht einmal kenne? Wie kann das also funktionieren? Es ist unmöglich. In der Spiritualität gibt es eine Sache, die darin besteht, nach Innen zu schauen, und jedes Mal, wenn ich in mich gehe, finde ich einen neuen Raum. Es ist eine lebenslange Reise. Aber man muss auch in einem bestimmten Moment mal beginnen und losgehen. Die Frage „Wer bist du?“ ist deshalb so schwer zu beantworten, weil wir in einer Gesellschaft der Etiketten leben. Dann hört man „Ich bin Redakteurin, ich bin Masseur, ich bin Anwältin, und das war‘s. Fragen Sie mich bitte nicht weiter, denn was in mir
ist, weiß ich nicht. Kenne ich nicht. Es ist mir unbekannt.“
Aber es gibt immer auch einen Schatten-Anteil in uns. Die meisten Menschen, die das Leben auffordert hinzusehen, die sich mit ihrem Schatten auseinandersetzen müssten, kehren die Dinge lieber unter den Teppich. Sie wissen nicht, wer sie sind, weil sie nicht gerne über diese Dinge sprechen.
Wie können wir schlechte Energien in unserem Körper loswerden? Ist es wichtig unseren Körper von Zeit zu Zeit energetisch zu reinigen?
Wenn man nicht mit dem in Einklang mit sich selber ist, was man niemals ist, wenn man einen sehr zerstreuten Geist hat, dann hat man über den Tag hinweg einen enormen Energieverlust. Wenn du ganz bei dir bist, verlierst du keine Energie an Dein Umfeld. Eine Möglichkeit, sich energetisch zu reinigen - abgesehen von körperlichen Therapien, ist zum Beispiel das Meer. Nach einem Arbeitstag gehe ich meistens zum Hafen, nehme ein Bad und lasse alles im Meer zurück - energetisch. Natürlich ist da auch eine reinigende Absicht dabei, aber die Reinigung ist fast wie ein Automatismus. Und dann ist auch ein Spaziergang in den Bergen eine Möglichkeit, mit dem in Kontakt zu kommen, was wir sind. Einfach weil wir so weit weg sind von dem, was wir sind. Wir gehen mit unseren schicken Sportschuhen den ganzen Tag auf dem Betonboden. Wir tun so, als würden wir über Allem schweben, über der Erde und über den Elementen. Nein wir sind die Elemente. Wir sind so weit weg von dem, was wir wirklich sind.
Gibt es eine Möglichkeit meine Energie nicht zu verlieren, wenn ich mit Menschen zusammen bin, die sozusagen „energetisch schwierig“ sind? Zum Beispiel, wenn ich jemanden zu Hause besuche und mich danach schlechter fühle als vorher?
Die Frage ist: Warum gehst du überhaupt in dieses Haus? Warum verbringst du deine Zeit mit jemandem, der dir deine
Energie raubt? Ich habe Freunde, die energetisch sehr schwierig sind, und ich sehe sie nicht oft. Genauso wie ich nicht fernsehe, genauso wie ich die Presse nicht lese, weil ich es nicht nötig habe, mich von schlechten Nachrichten nähren zu lassen. Diese Art von Sensationshascherei. Nein danke! Es gibt natürlich Techniken, wie zum Beispiel die Vorstellung, mich in ein rosa Licht zu tauchen und mich damit zum Umhüllen. Aber ich gehe gerne ein bisschen tiefer. Warum bist du mit dieser Person zusammen? Warum lässt du dich energetisch auf diese Weise beeinflussen? Was ist es in dir, das dich dazu führt dich dem auszuliefern?
Wie würden Sie Ihre Massagemethoden beschreiben? Sie mögen den Begriff „holistisch“ nicht besonders. Wie würden Sie Ihre Massagen alternativ beschreiben?
Ich würde sie als eine „Öffnung ohne Zeit“ beschreiben. Eine Öffnung, die die Möglichkeit der reinsten Selbstbestimmung bietet. Denn es gibt niemanden außer dir in deinem Körper. Und die Möglichkeit, diese Erfahrung zu machen, ist wie eine innerliche Alchemie (Ölziehen). Es ist eine innere alchemistische Reise von dir und ich begleite dich dabei. Aber das bist du. Es ist, als ob du die Zeit verlierst, du reist in deinem Körper, du arbeitest in dir. Manche Menschen schlafen dabei ein. Auch das ist okay. Es gibt keine Etiketten, deshalb ist es schwer zu entscheiden, welchen Namen meine Therapie haben soll - es ist eine Körpertherapie.
Sie arbeiten bei Ihren Massagen auch mit Klangschalen, Steinen, ätherischen Ölen und Räucherungen. Inwieweit kann eine Klangschale bei der Massage helfen?
Die Klangschalen strahlen ein Klangwelle und eine Vibrationswelle aus. Ich arbeite mit nicht-klanglichen Schalen. Es sind Schwingungsschalen, die aus der BönTherapie stammen. Die Bön-Therapie stammt aus der Zeit vor dem Buddhismus und arbeitet mit Schwingungen, die sich
direkt auf das autonome Nervensystem auswirken. Sie senkt also die Frequenz des Herzschlags und reguliert die Atmung –und unsere Atmung ist der Schlüssel zum Wohlbefinden. Ich habe einen Klienten, dem ich immer wieder sage: „Bitte klebe Dir einen Stick auf Deinen Computer, auf dem ATMEN steht.“ Sehr viele Menschen atmen extrem schnell und sind total in der Brustatmung. Welche Botschaft sende ich damit an meinen Körper? „Alarm! Alarm! Es passiert etwas!“ Dann schüttet der Körper Adrenalin und Cortisol aus. Wenn Sie den ganzen Tag so atmen, stellen Sie sich Ihren Körper vor? Das ist schrecklich!
Die Lösung liegt in einer langsamen, tiefen Bauchatmung. Dann senden Sie eine ganz andere Information an Ihr Gehirn die heißt: Frieden, Gelassenheit – alles ist okay. Seien Sie sich bewusst, welche Botschaft Sie an Ihren Körper senden, wenn Sie den ganzen Tag so flach atmen: „Gefahr, Gefahr, Gefahr!“ Kein Wunder also, dass der Körper dieser Menschen ständig in Gefahr lebt. Außerdem fressen Cortisol und Adrenalin unseren Körper regelrecht auf.
Ein gutes Beispiel in der Tierwelt ist das Zebra, welches gemütlich Gras frisst und der Löwe kommt schnell näher. Das Zebra gerät in Panik und wirft sein Verteidigungssystem an. Wenn das Zebra angegriffen wird, kommt also das Verteidigungssystem zum Einsatz, und es wird flüchten. Wenn es dem Löwen entkommt, und die Gefahr gebannt ist, frisst es weiter genüsslich Gras, als wäre nichts geschehen. Das Problem ist, wir Menschen beruhigen uns nach einem „Angriff“ nicht mehr. Unser Herz kommt aus dem BUM BUM BUM BUM gar nicht mehr raus. Wir haben Angst und Depressionen auch nach dem Angriff. Wenn die Gefahr in der Tierwelt gebannt ist, beruhigen sich die Tiere wieder und gehen zu ihrer normalen „Tagesordnung“ über. Die Tiere müssen aber auch nicht superschön sein, perfekt sein oder eine Hypothek aufnehmen. Alles Dinge die wir uns selber auferlegen, wir aktivieren dadurch all diese Neurotransmitter und
werden ein Leben in ständiger Anspannung verbringen.
Tiere verteidigen ihr Leben mit allem, was sie haben. Wenn Gefahr besteht, verteidigen Menschen ihr Leben nicht mit allem, was sie haben. Sie dürfen nicht zuschlagen, denn das ist nicht gesellschaftsfähig. Sie müssen also viel mehr erdulden. Wenn mich jemand verbal angreift, kann ich mich nicht mit meinem Körper verteidigen. Aber der Angriff bleibt trotzdem in meinem Körper. Ist das so?
Stellen Sie sich vor, Ihr Chef oder eine andere Person schreit Sie an, das ist eine Aggression, die in Ihnen bleibt - in Ihrem Körper. Dann ist es wichtig zu verbalisieren, was passiert ist und zu Ihrem Chef zu sagen: „Ich finde, dass die Art und Weise, wie Sie mit mir gesprochen haben, nicht die Richtige ist“. Dieses Gespräch ist sehr wichtig, auch mit Ihrem Partner. Die Frage ist, warum haben Sie nicht gelernt, für sich selbst einzutreten? Was haben Ihre Eltern gesagt? Dass Sie brav sein sollen? Das ist eine Botschaft, die die meisten Menschen bekommen. Aber man kann immer sagen: Ich kenne mich nun ein bisschen besser. Das ist nicht meins. Ich werde es nicht annehmen. Sich etwas bewusst zu werden ist schon die erste
Veränderung. Ich öffne damit den Weg, um zu verstehen, dass das Gesagte nicht meins war.
Können Sie die Traumata und Spannungen im Körper Ihrer Kunden spüren?
Ja, es ist eine nonverbale Sprache. Wenn ich eine Person sehe, beobachte ich den Raum, den sie einnimmt und wie sie ihn einnimmt. Es ist, als würde ich eine Landkarte von dieser Person erstellen. Aber es dient nur mir selbst. Es ist nützlich für meine Arbeit. Schaut sie mir in die Augen? Wie geht die Person mit ihren Händen um? Ist sie nervös? Dann schaue ich, was das dominierende Element in dieser Person ist. Ist es das Feuer, ist es die Luft? Das hilft mir sehr. Bevor die Klienten also auf die Massageliege gehen, habe ich bereits eine Art Landkarte von ihnen. Und in dem Moment, in dem ich meine Hände auf sie lege, erhalte ich die nächste Information darüber, wie es ihren Körpern geht. Wie sie atmen und ich kann die Energiezentren spüren.
Vielen Dank für das Interview!
Bild: Carlos Garcia Rodriguez
Urlaub im Einklang mit der Natur
Naturhotels in Tirol und Südtirol
Text: Lisa Gutzelnig
Majestätische Berge, glasklare Seen und idyllische Almwiesen – Tirol und Südtirol sind Paradiese für Naturliebhaber und Erholungssuchende. Bio- bzw. Naturhotels in Österreich bieten die perfekte Kombination aus nachhaltigem Komfort und regionaler Gastfreundschaft. Ob beim Wandern in den Alpen, Entspannen im Wellnessbereich oder Genießen der regionalen Bio-Küche – hier findet jeder Gast einen idealen Rückzugsort.
Ein Biourlaub inmitten der Natur hilft uns Körper und Seele wieder in Einklang zu bringen und uns für die Herausforderungen des Alltags zu stärken. Kulinarische Feinheiten in bester Bio-Qualität, hochwertige Naturkosmetik und natürliche Bettwaren runden den perfekten BioUrlaub ab. Die Küche der Alpenregion, geprägt von frischen, biologischen Zutaten, entfaltet ihre ganze Vielfalt – ein Genuss, der den Gast sanft umhüllt.
Ob vor der Kulisse der Tiroler und Südtiroler Bergwelt oder in geschützten Wandergebieten mit reicher Flora und Fauna – in dieser Landschaft lässt sich der Alltag auf wohltuende Weise hinter sich lassen. Naturhotels und zertifizierte Bio-Wellnesshäuser bieten hier Räume, um in naturnaher Umgebung Erholung zu finden und neue Energie zu schöpfen.
Naturhotels sind Hotels, die sich durch ihre abgeschiedene Lage in der Natur auszeichnen, oft mit einem Fokus auf nachhaltige und öko-
logische Prinzipien. Sie bieten ihren Gästen ein Urlaubserlebnis im Einklang mit der Natur, meist mit zusätzlichen Angeboten wie Wanderungen, Wellness-Angeboten und naturnahen Aktivitäten. Viele Häuser setzen auf regionale Materialien wie heimisches Holz, verwenden natürliche Bettwaren und orientieren sich an baubiologischen Prinzipien. Zahlreiche Naturhotels sind zudem als Biohotels zertifiziert und verbinden den Fokus auf Wohlbefinden mit einem konsequenten Anspruch an ökologische Nachhaltigkeit.
Schwimmen im Naturbadeteich, saunieren mit Bergblick und frühstücken mit frischen Produkten vom Bio-Bauernhof. Vorgestellt werden drei Naturhotels in Österreich und Südtirol, die Genuss, Komfort und Nachhaltigkeit aufs Schönste miteinander verbinden. In den vorgestellten Häusern ist zertifizierte Bio-Qualität ein zentrales Kriterium, ebenso wie eine transparente Kommunikation über Herkunft und Standards. Nachhaltigkeit wird dabei nicht nur als Schlagwort verwendet, sondern prägt die tägliche Praxis und Philosophie der Hotels.
REGENERATION MIT SYSTEM: IMMUNKUR IM PARK IGLS
Im Gesundheitszentrum Park Igls startet der Spätsommer mit einem gezielten Fokus auf Immunstärkung. Das ganzjährig verfügbare Immune-Booster-Programm kombiniert moderne Medizin mit Naturheilkunde und setzt dabei auf die Prinzipien der Modernen Mayr-Medizin. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Darm, in dem ein Großteil unserer Immunzellen sitzt. Ergänzt wird die Therapie durch individuell abgestimmte Infusionen mit Aktivsauerstoff, Zink und Vitamin C sowie einem umfassenden Regenerationspaket – von manuellen Bauchbehandlungen über Kneipp-Anwendungen bis zu mentalem Coaching-Programm. Das Programm zielt auf nachhaltige Prävention ab und stärkt Körper wie Geist gleichermaßen. park-igls.at
Bild: Park Igls
Neben der Pool-Area stehen auch Infrarotkabinen, die Entschlackungssauna Kapha, die Kräuter-Lehm-Sauna Pitta und die Sole-Therapie Vata sowie 12 Behandlungsräume u.v.m. bereit.
European Ayurveda Resort Sonnhof Tirol
EAST MEETS WEST
Erfahrungsbericht/Text: Michaela Hocek
Global Winner in den Kategorien „Best Luxury Wellness Healing Retreat“ und „Best Detox Program“ sowie Western Europe Gewinner in den Kategorien „Best Luxury Holistic Retreat“, „Best Luxury Wellbeing Retreat“, „Best Luxury Ayurveda Spa“ und „Best Luxury Health Spa“: Diese Liste der erhaltenen Auszeichnungen bei den „World Luxury Awards“ steht sinnbildlich für die besondere Atmosphäre dieses Hauses, das ich vom Ankommen mit der Herzlichkeit am Empfang über die Freundlichkeit im Restaurant bis zu den Begegnungen bei ärztlichen Konsultationen, in Yoga- und Chanting-Sessions und nie zuvor so intensive Massagen erleben durfte.
Ankommen im Ayurveda
Vata, Pitta, Kapha – um die drei Doshas in Harmonie zu bringen, steht bald nach dem Einchecken ein Konsultationsgespräch auf dem Programm. „Wenn die Doshas im Gleichgewicht sind, ist die Krankheit in Abwesenheit.“ Ayurveda-Mediziner Gaurav Sharma diagnostiziert aus Gesicht, Augen, Zunge und Puls erstaunlich präzise – noch bevor er Fragen stellt. Mein Körper verrät u.a., dass ich gerne Kontrolle behalte, zu viel trinke und zu wenig Zeit für mich nehme. Die Aufklärung über „Trinken ohne Durst“ ist eine Botschaft, die ich mitnehme – ebenso wie „Alles nach Gefühl“ und „Verdauungsfeuer nie ausgehen lassen“. Ayurveda bedeutet körperliche, geistige und seelische Reinigung – Gäste sind hier oft still und in sich gekehrt. Apropos essen: Die Speisenauswahl ist auf die Anamnese abgestimmt, bunt, üppig und regional. In Erinnerung bleiben Kohlrabisuppe, Brokkoli und Kürbis an Safransauce, Amaranth mit Quitte und Lavendelsauce. Frühstück: warme Breie. Essen und Trinken werden zeitlich getrennt, um Verdauungssäfte nicht zu verdünnen. Produkte stammen vom pestizidfreien Familienhof, gekocht wird saisonal mit viel Gemüse, Ghee und Gewürzen. Jeder Gast erhält abgestimmte Kräuterkapseln.
Kurprogramme & Behandlungen
Von „Short Stay“ bis mehrwöchigen Panchakarma-, Detox- und Longevity-Kuren – begleitet von ayurvedischen Massagen wie Abhyanga, Garshan, Shirodara oder Sonnhof-Anwendungen. Das Erscheinen der Therapeut:innen gleicht einem Ritual, Stammgäste sind zahlreich. „Das Verhältnis von Kur- zu Wellnessgästen ist etwa 80:20“, so die Hausherrin Elisabeth Naschberger-Mauracher. Seit Februar begleitet die „European Ayurveda Home“-App Gäste auch zuhause.
Beim letzten Umbau wurden Pool-Area, Saunen, Zimmer, zwei Massageräume und eine Ruhe-Oase neu gestaltet – stets mit regionalem Holz und Naturmaterialien. Lokale Handwerker, effektive Mikroorganismen bei der Reinigung, PV-Anlage, Ökostrom, Plastikreduktion und eigene Ölproduktion prägen das Nachhaltigkeitskonzept. Mitarbeiterboni wie ärztliche Beratung oder vergünstigte Massagen fördern bewusstes Leben – auch beim Team des Sonnhofs. sonnhof-ayurveda.at
Bilder: Sonnhof Tirol
Vitalpina Hotels Südtirol
WIR LEBEN BERGE.
Draußen sein, durchatmen, die Berge spüren – und danach eintauchen in wohltuende Wärme, feine Aromen und echte Entspannung. Willkommen in den Vitalpina® Hotels Südtirol, wo aktiver Naturgenuss, alpine Wellness und regionale Küche zu einem rundum stimmigen Urlaubserlebnis verschmelzen.
Ob beim Wandern, Biken oder Relaxen im Spa: In den rund 30 Hotels der Vitalpina Gruppe erleben Sie Südtirol von seiner natürlichsten Seite – mit gutem Gewissen. Denn hier zählt nicht nur, wie gut sich Urlaub anfühlt, sondern auch, wie nachhaltig er wirkt.
Vitalpina steht für Erholung, die bleibt. Für Sie. Für die Natur. Fürs Klima. vitalpina.info
Zurück
zur Natur –und zu sich
selbst
Ein Kraftort im Ultental, der mehr kann…
Im hinteren Ultental, dort wo der Alltag leiser wird und die Natur das Tempo vorgibt, liegt das Erlebnishotel Waltershof – ein Rückzugsort für alle, die wieder mal richtig durchatmen wollen. Zwischen Lärchen, alten Bauernhöfen und klarer Bergluft findet sich kein Schnickschnack, sondern Herzlichkeit und ganz viel Ruhe.
Was hier zählt? Die kleinen Dinge. Der Duft vom hauseigenen Kräutergarten, wo Zitronenverbene, Thymian und Melonensalbei leise um die Wette duften. Dort steht auch Vici’s Kräuterhüttl. Und was da drin lagert? Handverlesene, schonend getrocknete Wildkräuter – von Schafgarbe bis Johanniskraut, vom Frauenmantel bis zum Mädesüß. Ob für Tee, zum Räuchern, für Salze, pflegende Öle oder die ein oder andere Salbe – hier wird richtig gezaubert. Und es hört nicht beim Duft auf: Das Frühstücksei kommt von glücklichen Hühnern vom Nachbarn, beim Abendmenü zeigen frische Kräuter, regionale Produkte und alpine Aromen, dass man Natur nicht nur sehen, sondern auch schmecken kann. Der Waltershof ist kein Ort zum „mal schnell runterkommen“. Es ist ein Ort zum richtig Ankommen. waltershof.it
Green Luxury in den Dolomiten
In einzigartiger Panoramalage auf 1.375 m Höhe, umgeben von 35 Hektar Wiesen und Wälder und mit einzigartigen Blicken auf die umliegenden Dolomiten mit Rosengarten, Latemar und Schlern, liegt das Green Luxury Hotel Pfösl im Südtiroler Deutschnofen. Ein Kraftplatz im Grünen, der ganzheitliche Regeneration garantiert.
Was die Natur draußen trägt, fließt sanft ins Innere. Gastgeberin Eva arrangiert Zweige, Gräser und Blumen zu stimmungsvollen Dekorationen, während ihre Schwester Brigitte rund 50 Heil- und Gartenkräuter in liebevoller Hingabe verarbeitet – in der Naturküche, als duftendes Rauchwerk, aromatischer Tee oder auch als raffinierte Zutat im hauseigenen Gin. Für Hochprozentiges und Wein ist übrigens Evas Mann Daniel zuständig, der dritte Gastgeber des Hotels. Als passionierter Sommelier legt er großen Wert auf eine feine Auswahl an Weinen von kleinen regionalen Produzenten.
Der bewusste und respektvolle Umgang mit Ressourcen und Menschen ist fester Bestandteil ihres Selbstverständnisses und in allen Bereichen spürbar: in der Architektur, der Naturwellness, der Naturküche und beim Aktivsein in der Natur. Es ist ein Kreis, der sich hier schließt. Ein ganzheitliches Konzept, das über das Wohlfühlen hinausgeht und neue Wege eröffnet, die körperlich und mental auf einer tieferen Ebene stärken und inspirieren. pfoesl.it
Bilder: Waltershof
Bild: Horeca/Hotel
Pfösl
Gesund kochen
Heilsame Lebensmittel für mehr Widerstandskraft
Text: Lisa Gutzelnig
Unser Körper ist jeden Tag schädlichen Bakterien, Viren und Keimen ausgesetzt. Wer mit seiner Ernährung auf die richtigen Lebensmittel setzt, kann aktiv Abwehrkräfte und Immunsystem stärken, denn durch eine bewusste Ernährung wird das Immunsystem ganz natürlich gestärkt.
Knoblauch für gesunde Gefäße
Die in Knoblauch enthaltenen Schwefelverbindungen, zu denen auch der Wirkstoff Allicin gehört, können die Entstehungen von Blutgerinnseln hemmen und das Wachstum von Bakterien, Viren und Pilzen unterdrücken. Darum wird Knoblauch auch häufig als natürliches Antibiotikum bezeichnet. Zudem kann Knoblauch einen positiven Effekt auf Ihre Blutfettwerte haben.
Die Schwefelverbindung hat aber noch weitere Vorteile: Sie wirkt blutdrucksenkend und antioxidativ und kann damit zum Schutz der Blutgefäße beitragen. Zudem fanden sich in Studien am Menschen Hinweise darauf, dass der häufige Verzehr von Knoblauch vor bestimmten Krebserkrankungen, wie Darmkrebs, schützen könnte. Wassermelone
Bild: Shutterstock.com
Die kugelrunde Frucht begeistert uns mit ihrer leuchtenden Farbe – und mit ihrem süßlich - erfrischenden Geschmack. Das Fruchtfleisch besteht zu 95 Prozent aus Wasser, ist deshalb aber nicht
wirkungslos. Der Inhaltsstoff Lycopin verleiht der Melone nicht nur die rote Farbe, sondern wirkt auch antioxidativ. Antioxidantien neutralisieren sogenannte „freie Radikale“ und können so zum Schutz der Körperzellen beitragen. Ein besonderer Vorteil: Das wasserhaltige Obst hat auf 100 Gramm lediglich 37 Kalorien.
Rote Beete: Helfer für das HerzKreislauf-System
Rote Beete steckt voller hochwertiger Inhaltsstoffe, die sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken können. Wer das rote Gemüse schon einmal in der Küche verarbeitet hat, weiß: Die intensive rote Farbe ist kraftvoll und bleibt hartnäckig auf Händen und Kleidungsstücken zurück. Für die rote Farbe sorgt der sekundäre Pflanzenstoff Betanin –der auch entzündungshemmend wirkt.
Durch den hohen Nitrat-Gehalt kann Rote-Beete-Saft bei Menschen mit leichtem Bluthochdruck zu einer Normalisierung des Blutdrucks beitragen.
Der Einsatz von Rote-Beete-Saft ist zudem erfolgreich bei Menschen mit einer Herzinsuffizienz und gestörter Herzfüllung, aber erhaltener Pumpfunktion. In der Pilotstudie konnten die Betroffe-
nen, die eine Woche lang täglich 70 ml Rote-Beete-Saft bekamen, ihre körperliche Ausdauer und Belastbarkeit steigern. Das in den Roten-Beeten enthaltene Nitrat wird im Organismus zu Stickstoffmonoxid abgebaut, das eine gefäßerweiternde Wirkung hat. Dadurch sinkt der Blutdruck, die Pumpleistung des Herzens nimmt zu und die Versorgung der Muskelzellen mit sauerstoffreichem Blut wird besser. So waren die Studienteilnehmer körperlich deutlich länger belastbar.
Tipp: Wundern Sie sich nicht: Durch den Verzehr von Rote Beete kann sich der Urin und Stuhl rötlich färben.
Vitaminreiche Lebensmittel für eine starke körpereigene Abwehr:
Möhren, Kürbis und Süßkartoffel enthalten viel
Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A. Wichtig: Zu
Möhren, als Saft oder Salat, immer einen Schuss Öl geben, weil das Vitamin A Fett braucht, um aufgenommen zu werden.
Nüsse als Snack zwischendurch sind eine gute
Zinkquelle. Zink baut die Nasen- und Rachenschleimhaut auf, was wichtig für die Abwehr von Viren ist.
Tomaten enthalten neben Vitamin C auch Beta-Carotin und sogenannte Flavonoide. Der rote Farbstoff Lycopin gilt als Fänger von freien Radikalen. Noch etwas mehr Lycopin enthalten Tomaten, wenn sie nicht nur reif, sondern auch gegart sind.
Zwiebeln sind ein klassisches Hausmittel zum Beispiel bei Erkältungen. Sie enthalten Sulfide, die die körpereigene Abwehr unterstützen.
Schokolade mit einem Kakaoanteil von mindestens 70 Prozent kann das Immunsystem stärken, denn die Flavonoide im Kakao bekämpfen freie Radikale im Körper.
Der Darm: größtes Immunsystem im Körper
Der Großteil unserer Immunabwehr erfolgt im Darm. Ist die Darmflora gesund, hält sie Krankheitserreger in Schach und verhindert, dass diese sich ausbreiten können. Während Fast Food, Alkohol, Zucker und hochverarbeitete Lebensmittel wie Fertiggerichte das Mikrobiom schwächen, stärken andere Lebensmittel gezielt die für unsere Immunantwort wichtigen Darmbakterien.
Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die die Barrierefunktion des Darms aufbauen. Dazu zählen fermentierte Lebensmittel wie frisches Sauerkraut, Kimchi (fermentierter gewürzter Chinakohl) oder Milchprodukte wie Naturjoghurt, Buttermilch und Kefir. Präbiotika befinden sich in Ballaststoffen und dienen den Darmbakterien als Nahrung. Zu guten Ballaststofflieferanten zählen Hülsenfrüchte wie Kichererbsen oder Linsen, Vollkornprodukte, Gemüse und Obst.
Clean Eating: Diese Lebensmittel sollte man besser meiden
Für eine gute Darmgesundheit tabu sind industriell hergestellte Speisen wie Fertiggerichte oder Fastfood. Auch Zucker oder Weißmehl stehen auf der Negativliste des Ernährungskonzepts. Produkte mit Zusatzstoffen, Süßstoffen, Farb- und Aromastoffen sowie Geschmacksverstärkern gehören ebenfalls nicht in den Einkaufswagen. Als Faustregel für die Tour durch den Supermarkt gilt: Nahrungsmittel, die aus mehr als fünf Zutaten hergestellt wurden, sind nicht clean. Der Darm freut sich außerdem über möglichst basisches Essen wie Reis, Kartoffel, Gemüse, Quinoa und Fleisch.
Herbst-Infektionen kann man nicht präventiv begegnen? Irrtum!
Das geheime Potenzial der Immunbalance
Gerade radelten wir noch der Sonne entgegen oder erfrischten uns beim Schwimmen – doch allzu schnell steht der Herbst vor der Tür, und ehe wir uns versehen, erfasst uns ein hässlicher Infekt. Darum suchen in dieser Übergangszeit viele Menschen nach wirksamen und sanften Wegen, um ihre Gesundheit aktiv zu unterstützen.
Die Mikroimmuntherapie ist für ihren ganzheitlichen Ansatz bekannt, denn - und das ist wirklich fantastisch - sie wirkt auch präventiv! Sie verbindet traditionelles Wissen um die natürlichen Heilkräfte mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und setzt damit direkt an der Basis unserer Gesundheit an: dem Immunsystem.
Boostest Du noch - oder regulierst Du schon?
Dachtest Du, dass es reicht, Dein Immunsystem zu stärken? Falsch! Denn ein überaktives Immunsystem kann auch Beschwerden auslösen, wie Allergien oder auch Autoimmunerkrankungen.
Das wahre Geheimnis liegt darin, das Immunsystem in seiner gesunden Balance zu halten: der Immunhomöostase.
Zum Glück können wir unserem Immunsystem helfen, sich selbst zu regulieren. Das Immunsystem kann sozusagen mithilfe der Mikroimmuntherapie trainiert werden, die Immunhomöostase selbständig zu erlangen. Und das gilt auch für die Prävention von Infektionen. Ausgewählte körpereigene Immunbotenstoffe werden dabei in sehr niedrigen Dosierungen eingesetzt. So können unsere Selbstregulationsmechanismen sanft aktiviert werden - ohne Nebenwirkungen. Das Beste: Es werden nicht nur kurzfristig Symptome gelindert, sondern die Ursachen nachhaltig behandelt. Die Virusvermehrung soll gestoppt und die Abwehrkräfte gestärkt werden, um langfristig Infektionen zu vermeiden. Je früher wir mit der Prävention beginnen, desto effektiver.
Anwender der Mikroimmuntherapie berichten: Das Immunsystem reagiert schneller und effektiver auf Erreger.
Beschwerden fallen milder aus, die Genesung erfolgt zügiger und die Anfälligkeitsrate für Infekte sinkt.
Ob für Dich, Deine Kinder oder Deine Eltern: Die Mikroimmuntherapie eignet sich für alle Altersgruppen, da die niedrigen Dosierungen ein hohes Maß an Sicherheit bieten. Kinder profitieren besonders davon, weil ihr Immunsystem noch nicht so ausgereift ist. Genauso können Personen im fortgeschrittenen Alter der Immunalterung entgegenwirken: Leider schützt uns ein alterndes Immunsystem nicht mehr so gut wie ein junges. Da wird aus einer Erkältung schnell mal eine fiese Lungenentzündung - und dem möchten wir natürlich vorbeugen.
DEIN HEALTH-GUIDE:
Kostenlose Broschüre “Training für das Immunsystem”, Therapeuten-Finder, Newsletter, Podcast & Erfahrungsberichte
WENN DAS LEBEN DIR ZITRONEN GIBT, MACHST DU LIMONADE DRAUS
Wenn Dein Immunsystem außer
Mikroimmuntherapie
Balance gerät, vertraust Du auf die @mikro.immuntherapie
Unser
Rezept-Tipp für herbstlichen Genuss
MEDITERRANE GEMÜSELASAGNE
Eine Ladung Gemüse, verpackt in einer saftigen Lasagne
Zutaten:
• 2 Zucchini
• 1 Aubergine
• 1 Paprika
• 1 Zwiebel
• 2 Knoblauchzehen
• 2 EL Rapsöl
• 4 Dosen stückige Tomaten
• etwas Pfeffer, Salz, italienische Kräuter
• ½ Packung Lasagneplatten
• 200 g Crème fraîche, max. 15 % Fett
• 150 g geriebener Mozzarella, 20 % Fett i. Tr.
• optional: 1 Handvoll frisches Basilikum
Zubereitung:
1
Zucchini, Aubergine und Paprika waschen. Zwiebel und Knoblauch schälen und klein schneiden, Zucchini, Aubergine und Paprika in kleine Stücke schneiden. Rapsöl in einer Pfanne erhitzen. Gemüse leicht darin anbraten. Die stückigen Tomaten hinzugeben und ca. 5 Min. auf niedriger Stufe köcheln lassen. Pfeffer, Salz und italienische Kräuter nach Geschmack hinzugeben.
2
Abwechselnd Sauce und Lasagneplatten in einer Auflaufform schichten, bis die Sauce verbraucht ist. Die letzte Schicht sollte aus Sauce bestehen. Auf der Sauce kleine Tupfer Crème fraîche und dann geriebenen Mozzarella verteilen. Für ca. 45 Min. auf 200 °C Oberund Unterhitze (Umluft: 180 °C) im Ofen backen. Fertige Gemüselasagne optional mit frischem Basilikum garniert servieren. Guten Appetit!
BUCHTIPP:
KOCH DICH GESUND
Ayurveda meets KlosterheilkundeTherapeutisch wirksame Rezepte für körperliche und seelische Gesundheit
Kult-Koch Volker Mehl gelingt nicht nur die Zusammenführung europäischer Klosterheilkunde mit der indischen Gesundheitslehre Ayurveda, er beschreibt auch die erstaunlichen Heilmöglichkeiten dieser Verbindung. In rund 50 Rezepten und Herstellungsanleitungen für Heilmittel finden die Leser außerdem gesunde und überraschende Gerichte aus seiner Küche. Unter anderem stellt der Koch seine persönliche Top 10 der heimischen Kräuter samt ihrer Heilwirkung vor, er gibt zehn ayurvedische Alltagstipps und stellt das berühmte Lorscher Arzneibuch vor. Auch die Küchengeheimnisse der legendären Heilerin Hildegard von Bingen kommen darin vor. Das Buch hält zu jedem seiner Rezepte informative und amüsante Anmerkungen parat.
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Basenfasten
Wohlbefinden durch Entlastung
Kein Fleisch, Zucker und Alkohol: Als Kur oder Ernährungsumstellung zuhause zeigt der Verzicht auf säurebildende Speisen schon bald positive Effekte auf Körper und Geist.
Christiane Haibel ist als Heilpraktikerin und Fastenexpertin in Haubers Naturresort in Oberstaufen tätig, wo das Gesundheitsprogramm seit Januar um Basenfasten erweitert wurde. Im Interview führt sie in die Welt des Basenfastens ein: „Bei der Kur stehen basenbildende Lebensmittel wie Gemüse, Kräuter, Nüsse und Samen im Fokus, während säurebildende Speisen vermieden werden. Darunter versteht man allerdings nicht sauer schmeckende, sondern solche, aus denen sich im Verdauungsprozess saure chemische Verbindungen bilden. Dazu zählen Fleisch, Zucker und Alkohol. Tägliche Leberwickel begleiten den Prozess der Reinigung.“
Wie wirkt sich Basenfasten aus? „Vor allem entlastet es den Körper. Es eröffnet sich darüber hinaus eine völlig neue Geschmackswelt: Die Papillen auf der Zunge werden um ein Vielfaches sensibler, man verliert Gewicht und fühlt sich fitter. Die Haut sieht nach ein paar Tagen reiner und straffer aus, das Bindegewebe wird gestärkt. Die Kur wirkt sich außerdem positiv auf den Blutdruck, den Stoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System, Rheuma und den Verdauungstrakt aus. Das Ergebnis ist eine körperliche wie auch psychische Belebung.“ Für wen ist Basenfasten geeignet? „Basenfasten eignet sich für (fast) jeden. Da die Kur völlig frei von tierischem Eiweiß und Getreide ist, lohnt sie sich besonders für Allergiker. Davon absehen sollten Menschen mit schweren
Im Allgäuer Fastenhotel Haubers Naturresort in Oberstaufen wird der Säure-Basen-Haushalt des Körpers mittels ganzheitlicher Kur reguliert. Heilpraktikerin und Fastenexpertin Christiane Haibel unterstützt die Gäste beim Reinigungsprozess.
Text: Michaela Hocek
Bilder: Haubers Naturresort
FENCHELORANGEN-SALAT
Pro Portion:
157 kcal, 6 g E, 3 g F, 23 g KH
Zutaten: mit Dattel und Endivien
Dressing
• 1 Orange, frisch gepresst
• ½ Bio-Orange, abgeriebene Schale
• 1 EL Öl
• 1 EL Apfelessig
• Salz
• Pfeffer
Salat
• 2 Fenchelknollen, in feine Streifen geschnitten
• 1 Orange, kleine Stücke
Bewusste Lebensweise
Jentschura, als Entwickler und Hersteller basischer Lebensmittel und Körperpflegeprodukte, hat ein breites Sortiment, das sich für basische Ernährung und Lifestyle im Alltag eignet. Seit 2023 gibt es zudem eine Akademie in Münster, wo in Seminarräumen mit Blick auf den Garten und vollausgestatteter Lehrküche, Bistro- und Kräutergartenwissen vermittelt wird.
Ein Mal pro Monat wird auch eine siebentätige Fastenwoche mit maximal neun Teilnehmer angeboten, die der inneren Reinigung dient und von ärztlichen Fastenleiter, Digital Detox sowie Annehmlichkeiten wie basische Teil- und Vollbäder, Laconium, Peelings, aktivierende aerobe Bewegungseinheiten, Wickeln und Waldspaziergängen begleitet wird.
Eintauchen in basische Themenwelten mit Jentschura
• 1 getrocknete Dattel, in feine Streifen geschnitten
• ½ Endiviensalat, in feine Streifen geschnitten
Zubereitung:
1
Für das Dressing Orangensaft, Orangenschale, Öl und Essig verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
2
Fenchel, Orangenstücke und Dattelstreifen mit dem Dressing vermischen und etwas durchziehen lassen. Kurz vor dem Essen den Endiviensalat untermischen.
Ein Salat für das ganze Jahr
Im Sommer den Salat mit Honigmelonen, Pfirsichen oder Aprikosen zubereiten, im Herbst mit Äpfeln und Birnen und in der kalten Jahreszeit mit Mandarinen oder Grapefruit. Und weil wir Appetit auf immer neue Salate haben, statt Datteln auch Cranberrys, Rosinen oder getrocknete Sauerkirschen unter den Salat mischen.
Bild: Nina Zorcic
Elisabeth Fischer Basenfasten to go
144 Seiten
Kneipp Verlag Wien
ISBN 978-3-7088-0859-8
„Basenfasten ist vegan und so wirkungsvoll, weil dabei große
Portionen Gemüse,
Kräuter, Früchte und Kartoffeln gegessen werden.“
FRÜCHTE-PORIDGE
Pro Portion: 293 kcal, 12 g E, 7 g F, 45 g KH
Zutaten
• 50 g Haferflocken
• 300 ml Wasser
• 2 getrocknete Aprikosen, klein gewürfelt
• 1 TL geschroteter Leinsamen
• ¼ TL gemahlene Vanille
• 400 ml ungesüßter Hafer-, Soja- oder Mandeldrink
• 2 Mandarinen, Stücke
• ½ Granatapfel, ausgelöste Kerne
chronischen Erkrankungen im Endstadium, mit Essstörungen sowie auch in der Schwangerschaft und Stillzeit, da eine Gewichtsabnahme in dieser Zeit nicht sinnvoll ist.“
Tipps vom Kochprofi
Möchte man das Basenfasten im Alleingang zuhause umsetzen, sind die Rezepte von Elisabeth Fischer, die sich seit vielen Jahren als Kochbuchautorin mit gesunder Ernährung auseinandersetzt, eine gute Basis. In ihrem neuesten Werk hat sie sich auf Wohlschmeckendes konzentriert, das beim Mitnehmen, Warmhalten oder Aufwärmen nicht an Qualität verliert. Neben Hintergrundwissen und 95 Rezepten verrät sie die Grundlagen des Basenfastens in drei Sätzen: „1. Gemüse, Kräuter, Früchte und Kartoffeln sind basenbildend und tragen entscheidend zur Regulierung des SäureBasen-Haushalts bei. 2. Beim Basenfasten wird das Essen (fast) ausschließlich mit diesen Naturprodukten zubereitet und kann darum eine latente Übersäuerung ausgleichen. 3. Dank der fettarmen Zubereitung nimmt man bei diesem Reinigungsprozess erfreulicherweise auch noch ab.“ Ganz abgesehen von vielen weiteren Synergieeffekten für die Gesundheit.
Zubereitung
1
Haferflocken mit Wasser, getrockneten Aprikosen, Leinsamen und Vanille zum Kochen bringen. 5 Minuten köcheln lassen, dabei ab und zu umrühren und bei Bedarf etwas Wasser untermischen.
2
Pflanzendrink unterrühren und ca. 7 Minuten köcheln lassen, bis das Porridge cremig ist, dabei ab und zu umrühren.
3
Dann portionsweise anrichten, mit Mandarinenstücken und Granatapfelkernen bestreuen
Das Beste aus Resten:
Zu schade zum Wegwerfen: Braten Sie die zarten, farbstarken Blätter der Roten Bete kurz in wenig Öl unter Rühren an. Dann leicht salzen, mit Zitronensaft würzen und das Curry damit garnieren. Oder mischen Sie die rohen, sehr klein geschnittenen Blättchen in eine saftige Salsa.
ROTE-BETECURRY mit
Kokosmilch
Pro Portion:
118 kcal, 5 g E, 1 g F, 22 g KH
Zutaten:
• 80 ml ungesüßte Kokosmilch
• 400 ml Gemüsebrühe
• 150 g Lauch, dünne Ringe
• 2 TL Sojasoße
• ½ TL Currypulver
• 1 TL frischer Ingwer, fein gehackt
• ½ Biozitrone, abgeriebene Schale
• 400 g junge Rote Bete, dünne Scheiben
• 1–2 EL Limetten- oder Zitronensaft, frisch gepresst
• Salz
• 3 EL frische Kräuter (Koriander, Minze, Basilikum), fein gehackt
Zubereitung:
1
Kokosmilch und Gemüsebrühe mit Lauch, Sojasoße, Currypulver, Ingwer und Zitronenschale zum Kochen bringen. Zugedeckt ca. 10 Minuten köcheln, bis der Lauch ganz weich ist. Soße mit dem Mixstab fein pürieren (eventuell durch ein Sieb streichen).
2
Rote Bete mit der Soße vermischen, aufkochen und ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis die Rote Bete bissfest gegart ist.
3
Rote-Bete-Kokos-Curry mit Zitronensaft und Salz abschmecken, vor dem Essen mit Kräutern bestreuen.
Omas Apothekerschrank
Heilkräfte aus der Natur:
Traditionelle Heilmittel für Körper und Seele
Seit Jahrhunderten nutzen Menschen die Wirkung von Kräutern und Heilpflanzen, um Beschwerden zu lindern und das Wohlbefinden zu fördern. Schon in den Klöstern des Mittelalters wurden Pflanzen gesammelt, getrocknet und zu Tees, Tinkturen oder Salben verarbeitet. Vieles von diesem traditionellen Wissen hat bis heute Bestand, denn die Natur bietet eine reiche Apotheke, die sanft, wirkungsvoll und oft ohne Nebenwirkungen unterstützen kann.
Besonders in einer Zeit, in der Stress, schnelle Lebensrhythmen und Umweltbelastungen unseren Alltag prägen, wächst das Bedürfnis nach natürlichen Heilmethoden. Pflanzen wie Kamille, Melisse oder Baldrian helfen uns, zur Ruhe zu kommen und Schlafstörungen zu lindern. Andere, etwa Thymian, Eibisch oder Spitzwegerich, wirken wohltuend auf die Atemwege und unterstützen bei
Erkältungskrankheiten. Salbei, Ringelblume oder Gänseblümchen entfalten ihre Wirkung vor allem äußerlich, sie fördern die Heilung kleiner Wunden, beruhigen gereizte Haut und wirken entzündungshemmend. Johanniskraut oder Rosmarin wiederum bringen neue Energie, entspannen Muskeln und stärken den Kreislauf.
Ob als Tee, Öl, Sirup oder Salbe – die Zubereitung ist meist unkompliziert, setzt jedoch Wissen um die jeweilige Pflanze, Erntezeit und Anwendung voraus. Wichtig ist, Heilpflanzen achtsam zu nutzen, ihre Wirkstoffe zu respektieren und auch mögliche Nebenwirkungen zu beachten. So kann die Naturheilkunde eine wertvolle Ergänzung zur modernen Medizin sein und uns helfen, Körper und Seele im Gleichgewicht zu halten.
Die folgende Übersicht macht die Welt bewährter Heilpflanzen erlebbar – sie zeigt ihre Kräfte, ihre Anwendung und ihren Nutzen. Sie lädt dazu ein, alte Hausmittel neu zu entdecken und die Natur als Begleiterin im Alltag zu schätzen.
Text: Philipp Lumetsberger
Tees, Sirupe, Getränke – Pflanzliche Helfer für die innerliche Anwendung
Kamillenblüten-Tee gegen Magenbeschwerden und Entzündungen
Pflanze: Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) ist ein Korbblütler mit aromatischem Duft. Weiße Zungenblüten umgeben den gelben, hohlen Blütenkopf.
Wirkung: Entzündungshemmend, krampflösend, antibakteriell und beruhigend. Hauptwirkstoffe sind ätherische Öle (v. a. Bisabolol) und Flavonoide.
Fundort: Bevorzugt nährstoffreiche, trockene Böden an Ackerrändern, Wegen und Brachflächen. Blütezeit: Mai–September. Verwechslungsgefahr mit geruchloser Hundskamille.
Anwendung: 1–2 TL Blüten mit 150 ml heißem Wasser übergießen, 5–8 Min. ziehen lassen. Der Tee kann bei MagenDarm-Beschwerden, Blähungen oder leichten Entzündungen im Verdauungstrakt getrunken werden. Äußerlich eignet er sich bei Hautreizungen, Hämorrhoiden oder Erkältungen.
Hinweis: Bei Korbblütler-Allergie nicht dauerhaft anwenden. Keine Dampfbäder für Kinder unter 6 Monaten.
Spitzwegerich-Sirup gegen Hustenreiz
Pflanze: Spitzwegerich (Plantago lanceolata) gehört zu den Wegerichgewächsen. Typisch sind lanzettförmige Blätter mit deutlichen Längsrippen, die in Rosetten wachsen.
Wirkung: Wirkt reizlindernd, antibakteriell und entzündungshemmend auf die Atemwege. Hauptwirkstoffe sind Schleimstoffe, Aucubin und Gerbstoffe.
Fundort: Häufig an Wegrändern, Wiesen, Parks und Brachflächen. Blätter von Mai bis August, am besten bei trockenem Wetter, ernten.
Anwendung: Frische Blätter kleinschneiden, lagenweise mit Rohrzucker in ein Glas füllen, festdrücken und luftdicht verschließen. 4–6 Wochen kühl und dunkel lagern. Nach der Lagerung durch ein Tuch filtern und in kleine Flaschen füllen. Der Sirup wird löffelweise eingenommen, besonders bei trockenem Husten, Halskratzen oder Heiserkeit (Erwachsene 3× täglich 1 TL). Kühl gelagert mehrere Monate haltbar.
Salbeitee bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum
Pflanze: Echte Salbei (Salvia officinalis) ist ein immergrüner Halbstrauch mit grau-grünen, behaarten Blättern und violett-blauen Blüten. Duft: aromatisch, kampferartig.
Wirkung: Entzündungshemmend, antibakteriell und antiviral. Hauptwirkstoffe: ätherische Öle (v. a. Thujon), Gerbstoffe, Flavonoide. Hilft bei Halsentzündungen, Zahnfleischproblemen und starkem Schwitzen.
Fundort: Häufig im Garten, in warmen Regionen auch verwildert. Blätter von Mai bis September, ideal vor der Blüte, ernten.
Anwendung: 1 TL Blätter mit 150 ml heißem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen. Zum Gurgeln oder Spülen bei Halsschmerzen und Zahnfleischentzündungen mehrmals täglich möglich. Auch als Tee trinkbar, jedoch nur kurweise wegen Thujon.
Hinweis: Nicht dauerhaft und nicht in der Schwangerschaft konsumieren. Für Kinder unter 12 Jahren nicht zur inneren Anwendung empfohlen.
Löwenzahnwurzel-Kaffee zur Leberunterstützung
Pflanze: Gewöhnlicher Löwenzahn (Taraxacum officinale) mit gezähnten Blättern, hohlem Stängel, gelber Blüte und tiefer Pfahlwurzel, die viele Bitterstoffe speichert.
Wirkung: Die Wurzel wirkt galleanregend, leberstärkend und verdauungsfördernd. Sie enthält Bitterstoffe, Inulin und Gerbstoffe, die die Stoffwechseltätigkeit unterstützen.
Fundort: Häufig auf Wiesen, an Wegrändern und in Gärten. Wurzeln im Spätsommer oder Herbst ernten.
Anwendung: Wurzeln waschen, klein schneiden, trocknen und in der Pfanne rösten, dann grob mahlen. Für 1 Tasse 1 TL Pulver mit heißem Wasser übergießen, 5 Min. ziehen lassen. Der herbe, nussige „Kaffee“ ist koffeinfrei und unterstützt Verdauung und Leberfunktion. 1-2 Tassen täglich werden empfohlen.
Hinweis: Bei Gallensteinen ärztlichen Rat einholen.
Thymiantee bei Erkältung und Husten
Pflanze: Echter Thymian (Thymus vulgaris) ist ein mehrjähriger Halbstrauch mit kleinen Blättern und rosavioletten Blüten. Sein würziges Aroma wird auch in der Küche genutzt.
Wirkung: Schleimlösend, antibakteriell, antiviral und krampflösend auf die Bronchien. Hauptwirkstoff ist Thymol, ein ätherisches Öl, das Keime bekämpft und Atemwege beruhigt.
Fundort: Im Garten oder Kräutertopf kultiviert, in warmen Regionen auch wild wachsend auf trockenen, kalkreichen Böden. Geerntet werden blühende Triebspitzen von Mai bis August.
Anwendung: 1 TL Kraut mit 200 ml heißem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen. Mehrmals täglich bei Husten, Bronchitis oder Heiserkeit trinken. Für Inhalationen 1 EL Thymian in 1 l heißes Wasser geben, 10 Min. unter einem Tuch inhalieren.
Hinweis: Nicht bei Kleinkindern unter 1 Jahr anwenden, innerlich nicht dauerhaft hochdosiert verwenden.
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Salben & Öle – Pflanzenkraft für die Haut
Ringelblumensalbe zur Hautpflege und Wundheilung
Pflanze: Die Ringelblume (Calendula officinalis) ist eine Korbblütlerpflanze mit orange- oder gelben Blüten und behaarten Stängeln. Sie wird seit Jahrhunderten als Heilpflanze geschätzt.
Wirkung: Fördert Wundheilung, wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Die Blüten enthalten Triterpensaponine, Flavonoide und ätherische Öle.
Fundort: Vor allem als Gartenpflanze, selten verwildert an sonnigen Plätzen. Für Heilzwecke werden die orangefarbenen Blüten von Juni bis September gesammelt und getrocknet.
Anwendung: 2 Handvoll Blüten in 250 ml Pflanzenöl leicht erhitzen, 30 Min. ziehen lassen, abseihen. Mit 25 g Bienenwachs mischen, nochmals erwärmen und in Döschen füllen. Wirksam bei trockener, rissiger Haut, kleinen Wunden, Ekzemen oder leichten Verbrennungen.
Hinweis: Nicht auf offene, stark nässende Wunden auftragen.
Gänseblümchensalbe bei blauen Flecken und empfindlicher Haut
Pflanze: Das Gänseblümchen (Bellis perennis) ist ein mehrjähriges Wildkraut mit weißen Blüten und gelbem Zentrum. Es ist robust, blüht fast ganzjährig und wird in der Volksmedizin „Arnika des Kindes“ genannt.
Wirkung: Entzündungshemmend, abschwellend und hautberuhigend durch Flavonoide, Saponine und Schleimstoffe.
Fundort: Auf Rasenflächen, Wiesen und an Wegrändern – nahezu das ganze Jahr, besonders im Frühjahr und Sommer.
Anwendung: Blüten mit Pflanzenöl (z. B. Mandel-, Olivenöl) im Wasserbad erwärmen, abseihen, mit Bienenwachs verrühren und in Döschen füllen. Die Salbe hilft bei Prellungen, Hautirritationen und empfindlicher Haut. 2–3× täglich sanft auftragen.
Hinweis: Mild und gut verträglich, auch für empfindliche oder Kinderhaut geeignet.
Johanniskrautöl bei Muskelverspannungen und Hautreizungen
Pflanze: Das echte Johanniskraut (Hypericum perforatum) blüht goldgelb. Die durchscheinenden Öldrüsen wirken wie kleine Punkte. Beim Zerreiben tritt roter Farbstoff aus.
Wirkung: Entzündungshemmend, wundheilend, schmerzlindernd und stimmungsaufhellend. Das Öl enthält Hypericin, Flavonoide und ätherische Öle.
Fundort: Wächst auf trockenen Wiesen, Waldrändern und Böschungen. Blütezeit von Ende Juni bis August; gesammelt werden geöffnete Blüten.
Anwendung: Frische Blüten in ein Glas geben, mit Olivenöl übergießen und 3–6 Wochen in der Sonne ausziehen lassen, bis sich das Öl rötlich färbt. Danach abseihen und in dunkle Flaschen füllen. Äußerlich bei Verspannungen, Sonnenbrand, kleinen Verletzungen oder Narben anwenden – sanft einmassieren, jedoch nicht bei direkter Sonneneinstrahlung auftragen.
Hinweis: Kann Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen. Innerliche Einnahme nur nach ärztlicher Rücksprache.
Spezialanwendungen & Seelenbalsam – Sanfte Helfer
Baldriantee zur Beruhigung bei Schlafproblemen
Pflanze: Der echte Baldrian (Valeriana officinalis) wird bis zu 1,5 m hoch, hat gefiederte Blätter und weißlich-rosa Blüten. Die Wurzel hat einen intensiven, charakteristischen Geruch.
Wirkung: Beruhigend, angstlösend und schlaffördernd. Verantwortlich dafür sind Valepotriate, ätherische Öle und Lignane. Die Wirkung entfaltet sich bei regelmäßiger Einnahme.
Fundort: Wächst auf feuchten Wiesen, an Bächen und Gräben, bevorzugt halbschattig. Wurzeln im Herbst (Sept.–Okt.) ausgraben, reinigen und trocknen.
Anwendung: 1–2 TL getrocknete Wurzel mit 200 ml heißem (nicht kochendem) Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen. Abends 1–2 Tassen trinken. Die Wirkung tritt meist erst nach mehreren Tagen regelmäßiger Einnahme ein.
Hinweis: Nicht mit Alkohol oder Beruhigungsmitteln kombinieren. Keine dauerhafte Anwendung ohne ärztlichen Rat.
Rosmarinbad bei Kreislaufschwäche und Muskelverspannung
Pflanze: Echter Rosmarin (Rosmarinus officinalis) ist ein immergrüner Halbstrauch mit nadelartigen, duftenden Blättern und blauen Blüten.
Wirkung: Fördert die Durchblutung, regt den Kreislauf an, wirkt krampflösend und muskelentspannend. Ätherische Öle wie Cineol und Campher stimulieren die Nerven- und Muskeltätigkeit.
Fundort: Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, heute weit verbreitet in Gärten und als Topfpflanze. Ganzjährig erntefähig.
Anwendung: Für ein Vollbad 2 Hände voll frische Zweige oder 3 EL getrockneten Rosmarin mit 1 l heißem Wasser übergießen, 15 Min. ziehen lassen und ins Badewasser geben. Badezeit: 15 Min. bei 36–38 °C. Hilft bei Kreislaufschwäche, kalten Füßen und Verspannungen.
Hinweis: Nicht abends anwenden. Nicht empfohlen bei Bluthochdruck oder in der Schwangerschaft.
Melissentee bei Nervosität und Magenbeschwerden
Pflanze: Die Zitronenmelisse (Melissa officinalis) ist eine Heil- und Gewürzpflanze mit ovalen, gezahnten Blättern und weißen Lippenblüten. Beim Zerreiben duftet sie nach Zitrone.
Wirkung: Beruhigend, krampflösend, virenhemmend (besonders bei Herpes simplex) und verdauungsfördernd. Enthält ätherische Öle (Citral, Citronellal), Gerbstoffe und Flavonoide.
Fundort: Vor allem in Gärten, selten verwildert an warmen, geschützten Stellen. Die Blätter werden kurz vor der Blüte (Mai bis Juli) geerntet und schnell, aber schonend getrocknet.
Anwendung: 1–2 TL getrocknete Blätter mit 200 ml heißem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen. Hilft bei Unruhe, Einschlafstörungen, nervösem Magen und Blähungen. 2–3 Tassen täglich, besonders am Abend, empfohlen.
Hinweis: Frische Blätter enthalten mehr ätherische Öle – möglichst frisch oder schonend getrocknet verwenden.
Balsam zwischen Bäumen
„Waldbaden“ ist im Kommen –Eine japanische Therapieform erobert die Welt
Wer den Begriff Waldbaden zum ersten Mal hört, denkt vielleicht an ein Bad in einem Waldweiher. Doch gemeint ist damit, in den Wald einzutauchen und ihn bewusst auf sich wirken zu lassen: wie es nach würzigem Harz riecht, wie viele Grünschattierungen es gibt, wie ein Specht rhythmisch gegen einen Stamm klopft, wie weich das Moos unter den Füßen ist, wie laut das Blätterrauschen wirkt. Wer sich im Leben nach Entspannung und Ruhe sehnt, kann in die Atmosphäre des Waldes wunderbar abtauchen. Ein Bad zwischen Holzgewächsen ist nicht nur Balsam für Körper, Seele und Geist, es hat auch eine eindrucksvolle Wirkung auf unser körpereigenes Abwehrsystem. Doch woher kommt der Trend? Und was sagt die Wissenschaft dazu?
Wie alles begann…
Was auf den ersten Blick esoterisch wirken mag, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als eine wissen-
Text: Lisa Gutzelnig
schaftlich anerkannte Form der Gesundheitsförderung. Am Anfang des Waldbadens stand eine Marketingkampagne: Das japanische Ministerium für Landwirtschaft, Forste und Fischerei versuchte in den frühen 1980er-Jahren mit dem findigen Marketing-Slogan „Shinrin Yoku“ (übersetzt: „ein Bad in der Waldatmosphäre nehmen“), die einst so naturverbundenen Einheimischen wieder vermehrt in die Wälder zu locken. Initiator ist Umwelt-Immunologe Qing Li. Er hat mehr als 30 Jahre auf dem Gebiet der Waldmedizin geforscht und ist überzeugt: Sich längere Zeit in der Nähe von Bäumen aufzuhalten, stärkt die Abwehrkräfte, kurbelt den Stoffwechsel an, senkt Blutdruck und Herzfrequenz, reduziert Stress, verbessert die Konzentration und kann sogar Depressionen mildern.
Wissenschaftlich von einem millionenschweren Forschungsprogramm begleitet, führte die Idee des Waldbadens bald zu ungeahntem Erfolg. So besuchen mittlerweile jährlich rund fünf Millionen Menschen den nationalen Erholungswald von Akasawa. Auf japanischen Universitäten wurde „Waldmedizin“ als eigene wissenschaftliche Disziplin einegführt und ein mehrtägiges „Shinrin Yoku“ (Waldbaden) gibt es bei manchem japanischen Arzt sogar auf Rezept.
Auch in Europa schnuppern immer mehr Menschen Waldluft. Schließlich sind nicht nur japanische Pinien, Lerchen und Zedern heilsam, sondern auch europäische Fichten, Kiefern und Buchen. Auf den Spuren der japanischen Gesundheitsvorsorge bietet das Immanuel-Krankenhaus Berlin mittlerweile einen Waldbadepfad am Berliner Wannsee an. Aber auch im 900 Jahre alten Aletschwald in der Schweiz kann man unter Anleitung einer japanischen Yoga-Lehrerin «die befreiende Wirkung für Körper, Geist und Seele entdecken.»
In Mosnang im Kanton St. Gallen bietet die Psychotherapeutin Dagmar Wemmer «Achtsamkeitsorientierte Wald-Therapie» für Kleingruppen an. Die Fachärztin berichtet von guten Erfolgen. Teilnehmende seien bereits nach einer Stunde ruhiger und entspannter. Ängste und Überforderungsgefühle würden deutlich nachlassen.
Grüne Regeneration – Wunderwald Farbpsychologen schätzen die vielen Grüntöne des Waldes als beruhigend und harmonisierend ein. Bereits der Anblick eines Waldes kann den Stresshormon-Spiegel im Blut senken sowie Wohlbefinden und Stimmung heben. Zudem zeigte eine Studie, dass die Wunden von Patienten
So funktioniert Waldbaden
1
Gedankenkarussell stoppen: Nicht über Vergangenes und Künftiges grübeln; mit den Gedanken beim Erlebten bleiben.
2 Den Wald nicht nur als grüne Kulisse für Freizeitaktivitäten nutzen.
3
Nicht die Hektik und den Leistungsdruck des Alltags fortsetzen und auf Jogging- oder Nordic-Walking-Pfaden FitnessRekorde aufstellen wollen.
4 Das Smartphone zu Hause lassen.
mit „Baumblick“ schneller heilten, sie weniger Schmerzmedikamente benötigten und früher aus dem Krankenhaus entlassen werden konnten.
Das Gehirn entspannt im Wald
Amerikanische Forscher fanden heraus, dass sich der Blutstrom im präfrontalen Cortex, einem Teil des Gehirns, bei Probanden im Wald verringerte. In der modernen Industriegesellschaft nutzt der Mensch vorwiegend die Fähigkeiten des präfrontalen Cortex, um zum Beispiel hochkonzentriert zu arbeiten oder einem Sachverhalt zu folgen. Entscheidend für die menschliche Gesundheit ist, dass der Denkapparat entspannen kann und sich die Gehirnaktivität in andere Areale verlagert, die als ruhig empfunden werden. Die Studien zeigen anhand der Blutströme im Gehirn, dass der präfrontale Cortex im Wald zur Ruhe kommt.
Alle Teilnehmer gaben an, dass sie schon nach kurzer Zeit weniger gegrübelt hätten. Stattdessen richteten sie ihre Aufmerksamkeit auf ihre Umgebung und ihre Stimmung hellte sich auf. Übereinstimmend gaben die befragten Waldbesucher in zahlreichen Tests an, dass sie sich nach dem Aufenthalt im Wald stärker fühlten sowie weniger Angst und Unruhe verspürten.
Stärkung der Abwehrkräfte
Wer in einem Nadelwald tief einatmet, kann vielleicht einen Hauch ganz spezieller Phytonzide verspüren: Die intensiv riechenden Terpenoide gelten medizinisch als besonders wirksam und werden vor allem von Nadelbäumen wie Fichten, Tannen und Kiefern verströmt. Menschen riechen manche der Terpene sehr deutlich, andere Terpene nimmt der Mensch unbewusst wahr, da ihre Konzentration im Wald gering ist. Dennoch wirken sie auf das Nervensystem.
Gerade diese botanischen Duftstoffe sollen unsere Immunabwehr mit mehr Schutzzellen wappnen: Eine Studie zeigt, dass ein Tag im Wald den Anteil der wichtigen natürlichen Killerzellen um bis zu 40 % erhöht. Dieser Effekt hält etwa eine Woche an. Bei zwei Tagen im Wald verdoppelt sich die Wirkung sogar und es dauert einen ganzen Monat, bis das Niveau wieder sinkt. Laut einem Forscherteam rund um den Mediziner Qing Li scheinen Terpenoide im Gehirn zudem bestimmte Botenstoffe zu produzieren, die auf den
Blutzuckerspiegel, Blutdruck und Stresshormone günstig wirken.
Stattdessen, wie als Kind staunen und Zeit vertrödeln. Und den Wald mit seinen Farben und Formen, Geräuschen und Gerüchen in sich aufnehmen. Ziel ist es, durch langsames Gehen und achtsames Wahrnehmen der Umgebung, wie das Beobachten der Bäume, das Hören der Vögel und das Atmen der frischen, von ätherischen Ölen bereicherten Luft, eine tiefe Verbindung zur Natur herzustellen.
Waldbaden ist kein Wandern, sondern eine viel langsamere und bewusstere Erfahrung in der Natur. Besonders in unserer sehr schnelllebigen Welt wird es wichtiger, sich aus dem Alltag herauszunehmen. Ein Wald und die reizarme natürliche Umgebung des Waldes unterstützen Körper, Nervensystem und Gehirn dabei, sich wieder zu regulieren.
Beim Waldbaden gilt: erleben statt denken –und verweilen ohne eilen. So kommt jeder mit Muße und Achtsamkeit in den Genuss der beeindruckenden Heilkraft des Waldes.
Apotheke Ozean
Die heilende Kraft des Meeres
Text: Lisa Gutzelnig
Der Ozean, mit seiner schier endlosen Weite und seinen geheimnisvollen Tiefen, übt seit jeher eine faszinierende Anziehungskraft auf die Menschheit aus. Doch abgesehen von seiner majestätischen Schönheit birgt das Meer auch eine Vielzahl von gesundheitlichen Vorteilen, die seit Jahrhunderten von Kulturen auf der ganzen Welt geschätzt werden. Von der Verbesserung der Hautgesundheit bis hin zur Linderung von Stress und Angst – die heilende Kraft des Ozeans ist wissenschaftlich untersucht und vielfältig. Im Meer schlummert eine mächtige Heilkraft, es ist nicht ungewöhnlich, dass unser Körper sich stets leicht und befreit fühlt, wenn wir in seiner Nähe sind.
Das Meer hat eine lange Geschichte der therapeutischen Anwendung zur Linderung von verschiedenen Beschwerden. Die mineralreiche Zusammensetzung des Meereswassers, einschließlich Magnesium und Kalzium, ist entscheidend für seine heilende Wirkung. Ebenso ist die natürliche Vitamin-D-Quelle durch das Sonnenlicht am Meer unerlässlich für die Knochen- und Immunsystemgesundheit. Die Mineralien haben entzündungshemmende Eigenschaften, die dabei helfen, Gelenkschmerzen und Muskelsteifheit zu lindern. Darüber hinaus ist Meerwasser reich an Jod, das für die Funktion der Schilddrüse notwendig ist und zur Stärkung des Immunsystems beiträgt.
Auch das Vorhandensein negativer Ionen trägt zur Heilkraft des Meeres bei. Negative Ionen sollen sich positiv auf unsere Stimmung auswirken und Stress und Ängste reduzieren. Außerdem sollen sie die Immunabwehr des Körpers stärken und einen effizienteren Zellstoffwechsel
beeinflussen, der für unsere Gesundheit und ein ruhiges Altern unerlässlich ist.
Ein Bad im Meerwasser wirkt unterstützend auf Hauterkrankungen wie Ekzeme, Psoriasis und Akne, indem es die Haut reinigt, beruhigt und mit Nährstoffen versorgt. Darüber hinaus kann der sanfte Peeling-Effekt des Salzwassers abgestorbene Hautzellen entfernen und die Regeneration neuer Hautzellen fördern, was zu einem strahlenderen und gesünderen Hautbild führt. Ein konkretes Beispiel für die therapeutische Anwendung des Meeres ist die Thalassotherapie, die Salzwasser, Algen, und Meeresklima nutzt, um die Gesundheit zu fördern. Diese Behandlungsmethode kann bei Hauterkrankungen, Atemwegsbeschwerden und Stress helfen, indem sie die natürlichen Ressourcen des Meeres für Heilzwecke einsetzt.
Darüber hinaus enthält das Meereswasser Spurenelemente wie Zink und Selen, die die Immunität stärken und den Körper vor Krankheiten schützen können.
Kaltbaden im Meer
Kaltwasserbäder im Meer beispielsweise regen die Durchblutung an und lösen Muskelverspannungen. Diese Behandlungsmethode wird oft zur Rehabilitation nach Verletzungen oder zur Linderung von Gelenkschmerzen eingesetzt. Manche Ärzte nennen diese Behandlungsform auch „Klimatherapie“. Die Patienten sollen sich Schritt für Schritt an die niedrigen Temperaturen gewöhnen, denn diese Abhärtungsmaßnahme stärkt das Immunsystem. Am Meer herrscht ein Reizklima, das heißt der Mensch ist hier starken Klimareizen wie Sonne, Wind und Wasser ausgesetzt. Gerade der starke Wind und das kalte Wasser sorgen dafür, dass sich die Durchblutung verbessert. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass vor allem die Schleimhäute, etwa in der Nase, sehr viel stärker durchblutet werden und sich dadurch besser gegen Infekte wehren können.
Auch für Neurodermitis-Patienten hat der Salzmantel nach dem Meeresbaden einen erstaunlichen Effekt. Er versorgt die trockene, raue Haut mit Feuchtigkeit aus der Luft und das Salz zieht zugleich Gewebsflüssigkeit aus der entzündeten Hautfläche heraus. Drittens wirkt es wie ein Peeling, das abgestorbene Hautschuppen ablöst.
Meeresluft als natürliche Quelle für Gesundheit und Wohlbefinden
Die salzhaltige Meeresluft wirkt antientzündlich und lindert Hautprobleme. Ein Spaziergang an der Küste, begleitet von der frischen Meeresbrise, baut Stress ab und belebt die Sinne. Dieser Effekt wird durch den negativ geladenen Sauerstoff in der Meeresluft verstärkt, der die Serotoninproduktion anregen und die Stimmung verbessern kann. „High werden“ durch Meeresluft.
Die visuelle Weite des Meeres fördert die mentale Entspannung und das eigene Wohlbefinden. Ein Spaziergang am Strand oder der Blick auf das ruhige Meer hilft beim Stressabbau und
beruhigt die Gedanken. Darüber hinaus kann der Klang der Meereswellen die Gehirnwellen aktivieren und meditative Zustände fördern, was zu einer tieferen Entspannung führt. Die Meeresluft enthält Aerosole, die als natürliche Stimmungsaufheller wirken können. Das blaue Farbspektrum des Meeres kann beruhigend auf das Nervensystem wirken und Stress reduzieren.
Unbemerktes Training
Hat ein Strandspaziergang denselben Effekt wie gezieltes sportliches Training? Der Klimamediziner Prof. Dr. Carsten Stick hat Sylt-Urlauber zu Beginn und am Ende ihres Aufenthalts auf ihre Leistungsfähigkeit getestet. Er wollte es genauer wissen und stattete seine Strandspaziergänger mit einem Herzfrequenzmesser und einer Atemmaske aus, die den Sauerstoffverbrauch und damit den Energieumsatz misst. Und tatsächlich. Bei einem Spaziergang in ganz normalem Tempo verbrannten die Testpersonen dreißig Prozent mehr Sauerstoff - und damit auch Kalorien – als beim Gehen auf festem Grund. Ihre Herzfrequenz stieg auf 130, so viel wie normalerweise beim Joggen. Als Ursache hierfür nennt Carsten Stick die Tatsache, dass das Laufen auf dem weichen Sand und gegen den Wind eine erhebliche körperliche Belastung ist. Das Erstaunliche ist, dass das von den Spaziergängern in der Regel nicht so empfunden wird. Sie wundern sich zwar abends, dass sie müde sind, und sagen dann häufig, die Luft am Meer mache eben so müde. Tatsächlich haben sie Sport getrieben, ohne es zu merken.
Fazit: Meer macht glücklich!
Schon der griechische Dichter Euripides sagte, „Meerwasser heilt alle Krankheiten des Menschen“. Die Kombination aus Sonne, Salz und Meeresluft kann die Hautregeneration und den perfekten Anti-Aging-Prozess unterstützen. Neue Forschungsansätze untersuchen bereits die Nutzung von Meeresorganismen für die Entwicklung neuartiger Haut- Medikamente und Therapien.
Die zeitlose Weisheit des Meeres und das funkelnde Spiel seiner Oberfläche laden uns ein, den Ozean als Quelle von Kraft, Inspiration und
innerer Erneuerung zu begreifen. Strömungen, Wellen und Gezeiten erinnern uns daran, dass alles im Leben im Fluss ist und sich beständig wandelt. Wie beim Schwimmen begegnen wir Phasen, in denen uns hoher Wellengang fordert und wir gegen Widerstände ankämpfen müssen. Doch ebenso gibt es Momente der Ruhe, wenn die See still daliegt und wir uns vom Leben getragen fühlen – fast schwerelos, wie auf der glitzernden Wasseroberfläche. Beides, Sturm und Stille, gehört untrennbar zum Leben. So wird das Meer zum Lehrmeister und sanften Heiler zugleich.
Das Meer kann Lehrmeister und Heiler zugleich sein.
Die Kraft der Urpflanzen
Text: Lisa Gutzelnig
Man findet sie überall in den Straßen - die ursprünglichen Bewohner unserer Großstädte, die Wildpflanzen. Viele dieser Pflanzen sind alte Heiloder Nutzpflanzen, deren Gebrauch mittlerweile in Vergessenheit geraten ist. Achtlos laufen wir an ihnen vorbei, ohne zu wissen, welchen großen Nutzen sie für den Menschen hatten und teilweise immer noch haben. Viele der ältesten Pflanzen, die schon seit Millionen von Jahren die Erde bevölkern wie Schachtelhalme, Farne, Nadelbäume und Bärlapps tragen verborgene Fähigkeiten in sich. Sie haben die großen Klimakatastrophen überlebt und sich allen Veränderungen widersetzt. Mit wenigen Ausnahmen fristen diese Urwesen trotzdem im volkskundlichen Kräuterschatz ein „Schattendasein“. Vieles vom alten Wissen ist nur mehr in vager Erinnerung. Es ist an der Zeit diese kleinen Wunder an Lebenskraft denen wir am täglichen Spaziergang am Straßenrand begegnen wieder aufleben zu lassen.
Michael Wachtler setzt sich auf die Spuren der alten „Kräuterweiber“ und „Waldmenschen“, die heute noch zumeist zurückgezogen in abgeschiedenen Bergtälern und Sprachinseln leben. Überraschende Erkenntnisse über die Kräfte der Natur kommen in seinem Buch „Die Kraft der Urpflanzen ans Tageslicht“: Um die Kraft dieser Urpflanzen entwickelte sich ein Kult und eine tiefe Verbundenheit, welche die Zeiten zu überdauern scheint.
Die Heilkraft der Heilpflanzen nutzen die Menschen schon lange. Früher wurden Kräuterkundige, die mit den Wirkungsweisen verschiedenster Pflanzen vertraut waren als Hexen verteufelt: Trotz Hexenverfolgung konnte dieses wertvolle Wissen bis heute bewahrt werden. Das alte Wissen der Frauen verknüpft historische, botanische und medizinische Fakten.
Bei der Heilpflanzen-Therapie wurden bestimmte Pflanzenteile (wie ganze Pflanzen, Wurzeln, Blätter oder Blüten) frisch, getrocknet oder als Extrakt verwendet.
Vor allem Gewürze (Schnittlauch, Petersilie) oder wilde Heilpflanzen wie zum Beispiel der
Löwenzahn werden häufig verwendet. In heißem Wasser, Alkohol oder kaltem Wasser angesetzt werden die Heilpflanzen verarbeitet.
Eine innerliche Anwendungen erfolgt als Tee. Als äußerliche Anwendung finden Kräuter vor allem in Heilbäder, bei Inhalationen oder zur Zubereitung von Kompressen Verwendung. Die Wirkstoffe gelangen dabei über die Haut (Wickel, Bäder) oder die Atmung (Inhalation) in das Gewebe und in die Blutbahnen.
Vor allem Gewürze (Schnittlauch, Petersilie) oder wilde Heilpflanzen wie zum Beispiel der Löwenzahn werden häufig verwendet.
Das umfangreiche Erfahrungswissen, auch aus dem europäischen Klosterwissen rund um Heilpflanzen, wird dabei erst seit kurzer Zeit auch in der wissenschaftlichen Medizin untersucht und dabei immer wieder in Studien und Fachliteratur bestätigt. Heute steht die Pflanzenheilkunde auch auf dem Stundenplan von Medizinstudenten und ist fester Bestandteil der naturwissenschaftlich ausgerichteten Schulmedizin. Heilpflanzen enthalten teilweise hunderte unterschiedliche Wirkstoffe in sich. Weidenbäume beispielsweise tragen in ihrer Rinde den Pflanzenwirkstoff Salicin, der die Grundlage des bekannten Aspirin bildet. Die Natur birgt zahllose Geheimnisse und wunderbare Schätze. Das Vertrauen auf Pflanzen als natürliches Arzneimittel ist kulturübergreifend und so alt wie die Menschheit selbst. Und Statistiken zeigen, Heilpflanzen erleben eine erneute Renaissance.
Brennnessel
Urtica dioica
Die Brennnessel ist eine typische Kulturfolgerin. Überall dort, wo viel Stickstoff in den Boden eingebracht wurde, ist diese bis 1.50 m hohe Pflanze zu finden. Sie fördert die Humusbildung und wirkt so ausgleichend und heilend auf den Boden. Ihr Name leitet sich ab vom lateinischen Urticae = urure, was brennen bedeutet. Bereits die Pfahlbauer kannten die Brennessel vor rund 5.000 Jahren. Vor allem im Mittelalter wurden die zähen Fasern des Stängels oft verwendet, um Gewebe, sogenannte Nesselstoffe, herzustellen.
Die Brennnessel hat zwei Gesichter. Einerseits beissen uns die feinen Brennhaare bei Berührung mit ihrem Drüsensaft. Gegen diese Abwehrvorkehrung der
Brennnesseln ziehen Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge oder den Admiral an.
Heilwirkung:
Eine „Blutreinigungskur“ mit Brennnesseln im Frühjahr verhilft zu neuen Kräften. Zudem erhöht die Brennnessel die Enzymproduktion der Bauchspeicheldrüse und regt die Blasen- und Nierentätigkeit an. Ihr wird auch eine heilende Wirkung bei rheumatischen Erkrankungen, Hexenschuss, Ischias und Haarausfall nachgesagt.
Pflanze kann man sich vorsehen, indem man sie „mit dem Haarstrich gehend“ (also von unten nach oben) oder mit einem Plastikhandschuh anfasst. Andererseits erfreut uns die Brennnessel im Frühling (April/Mai) als schmackhaftes und mineralstoffhaltiges (Kalzium, Kalium, Kieselsäure) Frühlingsgemüse oder als Suppeneinlage. Zudem ziehen Brennnesseln Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge oder den Admiral an. Demzufolge empfiehlt es sich, im Hausgarten nicht alle Brennnesseln zu vernichten und den einen oder andern Stock für die Schmetterlingsraupen als willkommene Nahrung stehen zu lassen.
Schwarzer Holunder
Sambucus nigra
Der bis gegen 8 m hohe Schwarze Holunderstrauch, im Volksmund unter anderem auch „Tintebeeri“ genannt, gehört zur Familie der Geißblattgewächse und gedeiht vom Mittelland bis etwa 1400 m ü. M. In tiefen Lagen ist er wesentlich häufiger anzutreffen als der bis etwa 4 m hohe Rote Holunder. Von diesem unterscheidet er sich unter anderem durch die hellere Rinde, aber insbesondere durch das reinweiße Mark, das beim Roten Holunder gelbbraun ist. Im Juni/Juli trägt der Schwarze Holunder weisse Blüten.
Sambucus nigra hat schon vor Jahrtausenden Bekanntheit erlangt. So belegen Funde aus der Steinzeit, dass bereits damals dieser mit reichlich blauschwarzen, saftigen Beeren behangene Strauch sich grosser Beliebtheit und Verwendung erfreute. Die Griechen und Römer kannten die therapeutischen Eigenschaften der Blüten und Früchte. Die Germanen waren überzeugt davon, dass im Holunder gute Geister wohnen, so speziell „Freya“ die Beschützerin von Haus und Hof. Deshalb gibt es die Sitte, einen Holderbusch nahe bei Haus oder Scheune zu pflanzen. Zudem: in Erkenntnis des Heilwertes galt „Ein Holunderstrauch im Garten ersetzt die Apotheke!“
Verwendung:
Die Heilkraft des Schwarzen Holunderstrauches ist vor allem bei Heiserkeit, bei fiebrigen Erkrankungen und speziell bei Grippe erwünscht. Als Gurgelwasser bringt Holunder Linderung bei Mandel- und Rachenentzündungen. Tee aus getrockneten Blüten hat nicht nur eine schweißtreibende, sondern auch eine blutreinigende Wirkung. Kaum eine andere Pflanze bietet so viele verschiedene köstliche Verwendungen. Was sich aus Teilen dieses Strauches alles zum Verköstigen machen lässt ist erstaunlich: Suppe, Tee, Mus, Konfitüre, Gelee, Sirup, und sogar Sekt!
Heilwirkung:
Seit altersher wurde die Heilwirkung der Wurzeln, der Blüten, speziell aber die der scharlachenroten Hagebutten genutzt. Der enorm hohe Gehalt an Vitamin C der Hagebutte bewirkt eine deutliche Steigerung der Abwehrkräfte des menschlichen Körpers. Allerdings ist wichtig, die Früchte möglichst frisch zu verwenden, denn bei Trocknung und Lagerung nimmt der hohe Vitamingehalt sehr schnell ab. Neueste Forschungsergebnisse ergaben, dass mit Vitamin C, speziell bei Erkältungs- und Infektionskrankheiten, große Wirkung erzielt werden. Gemäss Kräuterpfarrer Johann Künzle (1858-45) lindern aus Hagebuttenschalen gebrauter Tee auch Nieren- und Blasenleiden (wassertreibend).
Hunds- oder Wildrose bzw. Hagebutte
Rosa canina
Die Hundsrose verdankt ihren Namen dem griechischen „Kynosbator“ (kynos = Hund, batos = Dornstrauch). Bei uns ist sie besser bekannt als Hagebutte. Ihre roten, eiförmigen bis kügeligen Organe sind Scheinfrüchte; die darin enthaltenen Kerne sind die eigentlichen Früchte. Die während Juni und Juli zartrosa blühenden Sträucher gedeihen vom Mittelland vorwiegend an Waldrändern, in Waldlichtungen und Hecken. Sie werden etwa 1-5 m hoch.
Therapieschatz Alpenpflanzen
Text: Lisa Gutzelnig
Heimische Gebirgsregionen beherbergen über 400 Heilpflanzen –wir stellen die bedeutendsten Arten im Überblick vor.
Zwischen hohen Berggipfeln und wundersamen Tälern begegnet man einer unglaublichen Kräutervielfalt.
In diesem Artikel schenken wir diesen Naturschätzen besondere Aufmerksamkeit, denn ihre Wirkung ist gewaltig. Die Gebirgspflanzen sind im Alpenraum extremen Witterungen ausgesetzt. Diese Gegebenheiten sorgen für die Entwicklung ihrer außergewöhnlichen Eigenschaften und besonderen Wirksamkeit. Verstärkt angewiesen auf die eigene Energie und die Kraft der Natur, wurde das über viele Jahre erlangte Kräuterwissen von Generation zu Generation weitergegeben. Als die Schulmedizin Einzug hielt, wurde die Bedeutung der Gebirgspflanzen ein wenig zurückgedrängt. Doch
mittlerweile wenden sich wieder mehr Menschen bewusst der Natürlichkeit zu. Wer den Wert der Alpenschätze kennt, für den kann sich die Wirkung zur vollen Blüte entfalten.
Über Jahrhunderte hinweg sammelten und verfeinerten die Menschen in den Alpen das Wissen über Heilmethoden, indem sie sich auf wirksame Ansätze und heilkräftige Mittel konzentrierten und deren optimale Anwendungen und Verarbeitungen herausfanden. In der alpinen Volksmedizin werden heute mehr als 400 verschiedene Heilpflanzen in über 1700 Zubereitungen – darunter Tinkturen, Frischpflanzenpresssäfte und Salben – genutzt. Neben weit verbreiteten Pflanzen wie Holunder, Brennnessel und Johanniskraut gehören dazu auch spezifische Arten des Hochgebirges wie Enzian, Arnika und Edelweiß.
Gelber Enzian
Besonders bemerkenswert ist der Gelbe Enzian, bekannt als „Bitterwurz“. Die Wurzel ist äußerst bitter und wird sowohl in der Volksheilkunde als auch in der modernen Heilpflanzenkunde als Verdauungsarznei geschätzt. Enzianschnaps dient nicht nur als Genussmittel, sondern wird auch als appetitanregendes und stärkendes Heilmittel verwendet. Die Bitterstoffe der Enzianwurzel stimulieren reflektorisch die Produktion von Verdauungssäften, was eine effizientere Verdauung fördert und Verdauungsbeschwerden, Blähungen sowie leichte Krämpfe lindern kann. Aufgrund intensiver Sammeltätigkeiten ist der Gelbe Enzian heute selten und steht unter Naturschutz. Dennoch ist die Wurzel über Apotheken erhältlich. Aus 25 Gramm Enzianwurzel, angesetzt in einem Liter 40-prozentigem Alkohol und zwei Wochen an einem dunklen Ort gelagert, kann man leicht Enzianschnaps herstellen. Nach dem Filtrieren kann bei Bedarf ein Schnapsglas (2 cl) davon genossen werden.
Arnika
Arnika ist ebenfalls von besonderem Wert in der alpinen Volksmedizin. Die Arnikatinktur ist fester Bestandteil vieler Hausapotheken im Alpenraum und wird zur äußerlichen Anwendung bei schmerzhaften Gelenk- und Muskelbeschwerden, Venenentzündungen, leichten Verbrennungen oder Insektenstichen eingesetzt. Ihre Wirksamkeit ist auch durch wissenschaftliche Studien bestätigt. In klinischen Studien konnte Arnika in Form von Salben und Gelen sogar mit herkömmlichen entzündungshemmenden Wirkstoffen verglichen werden. Insbesondere die enthaltenen Sesquiterpenlactone wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd. Wichtig ist, dass Arnikatinktur ausschließlich äußerlich und nur auf intakter Haut angewendet werden sollte.
Edelweiß
Das Edelweiß wird im Alpenraum nicht nur als Symbol der Liebe geschätzt, sondern war früher ein verbreitetes Heilmittel gegen Durchfall. Traditionell wurde die als „Alpenruhrkraut“ und „Bauchwehblüml“ bekannte Pflanze in Milch gekocht, um akuten Durchfall und Bauchschmerzen zu lindern. Forschungen der Universität Innsbruck bestätigen diese heilenden Eigenschaften. Neuere Untersuchungen zeigen zudem, dass Edelweißextrakte auch bei Haarausfall wirksam sein könnten. Weitere wissenschaftliche Studien sind jedoch erforderlich, um diese Effekte endgültig zu bestätigen und mögliche Risiken zu erforschen. Es gibt inzwischen auch erfolgreiche Anbauprojekte dieser ansonsten unter Naturschutz stehenden Pflanze, die Hoffnung auf zukünftige Heilmittel wecken.
Frauenmantel
Der Frauenmantel ist eine zentrale Pflanze in der traditionellen alpinen Frauenheilkunde, einem der wichtigsten Bereiche der Kräuterkunde im Alpenraum. Von den Pflanzenarten, die dort genutzt werden, finden über 120 Arten Anwendung in der Frauenheilkunde. In Südtirol und Österreich auch als Frauenkraut oder Frauendank bekannt, wird das wirksame Kraut oft bei Menstruationsbeschwerden wie ausbleibender Regel, krampfartigen Schmerzen oder Beschwerden in den Wechseljahren eingesetzt – typischerweise in Form von Tees. Darüber hinaus ist der Frauenmantel für seine verdauungsfördernden Eigenschaften bekannt, denn er enthält Bitterstoffe, ätherische Öle und Flavonoide, die die Verdauung anregen, den Appetit steigern und krampflösend sowie entzündungshemmend wirken. Aufgrund dieser vielseitigen Wirkungen, die jenen der Kamille ähneln, ist das Kraut bis heute ein fester Bestandteil vieler Kräuterteemischungen.
Meisterwurz
„Die Meisterwurz ist warm und taugt gegen Fieber“, schrieb schon Hildegard von Bingen. Die Natur hält für jede Jahreszeit die passende Heilpflanze bereit. Ende Oktober, wenn unser Immunsystem durch Wetterkapriolen geschwächt wird, ist die Zeit für den Meisterwurz auch genannt „Peucedanum ostruthium“ gekommen. Die Pflanze aus der Familie der Doldenblüter ist in den Gebirgsregionen Europas, vor allem in Höhenlagen zwischen 1.450 und 2.100 Meter heimisch und erreicht Ende August ihre Fruchtreife. Das krautige Gewächs, das leider leicht mit dem giftigen Schierling verwechselt werden kann, wird seit etwa 1560 – damals unter dem Namen „Astrenz“ – als Allheilmittel verwendet. Seit dieser Zeit ist der Meisterwurz ein fester Bestandteil der Naturapotheke im gesamten Alpenraum. Ihre Heilkräfte sind vielfältig: Sie wirkt antibakteriell, beruhigend, blähungswidrig, harntreibend, schleimlösend und tonisierend. Die Wurzeln – meist im Oktober oder November gegraben und verarbeitet zu Salben, Aufgüssen, Pulver oder Pillen – sind ein wahres Wundermittel gegen ansteckende Krankheiten. Sie helfen aber auch bei Asthma, Bronchialkatarrh, bei Zahn- oder Magenschmerzen und sogar bei Epilepsie. Meisterwurz erinnert im Aroma an eine Mischung aus Sellerie, Liebstöckel und Engelwurz. Aufgrund seines Aromas wird der Meisterwurz auch gerne in der Küche verwendet. Besonders beliebt sind die Blätter, die in Bierteig ausgebacken eine herzhafte Beilage ergeben. Obwohl die Pflanze eher in der Höhe heimisch ist, kann er auch im Flachland kultiviert werden, wenn einige Dinge beachtet werden.
FAZIT: Alpenkräuter üben seit jeher eine große Faszination aus. In unserer schnelllebigen Zeit droht jedoch wertvolles Wissen um die Wirkung der Heilkräuter unseres Lebensraumes verloren zu gehen. Wer auf seine Gesundheit achten möchte, kann mit Heilkräutern auf angenehme und wohltuende Weise die eigene Lebensqualität stärken. Die Verwendung von Heilkräutern erfordert jedoch eine achtsame und gezielte Anwendung.
Ziel - Duft- Sieg
Der Verbindung von Geruchssinn zu Emotionszentrum im Gehirn haben wir es zu verdanken, dass Düfte besseren Schlaf, Steigerung der Konzentration, Entspannung oder Aktivität bewirken können.
Text: Michaela Hocek
Es ist uns allen schon passiert: Ein Duft aus einem Restaurant erinnert an ein Lieblingsgericht aus der Kindheit und katapultiert gedanklich an den Esstisch in der Küche der Eltern oder Großeltern. Die Aromenvielfalt eines frisch gebrühten Kaffees leert den gedankenschwangeren Kopf. Das Lerntief wird mit der Duftlampe und Zitronenöl am Schreibtisch überwunden. Das Lavendelsäckchen am Kopfpolster lässt leichter in den Schlaf finden. Den literarischen Grundstein dieses neurowissenschaftlichen Phänomens, den sogenannten „Proust-“ oder „Madeleine-Effekt“, legte Marcel Proust 1910 in seinem Roman „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ als er beschrieb, welches Glücksgefühl Lebemann Charles Swann erfüllte, als er den Geruch frisch gebackener Madeleines und Lindenblütentee wahrnahm.
Wie „funktionieren“ Düfte?
Gerüche werden im Gehirn räumlich nah an der Amygdala wahrgenommen und aktivieren den benachbarten Hippocampus, wo Erlebnisse verarbeitet und Erinnerungen geformt werden.
Für Functional Fragrances sind u.a. Zitrusdüfte,
Lavendel, Ylang-Ylang, Tuberose, Bergamotte oder Koriander beliebt.
Woher man das weiß? Der wissenschaftliche Nachweis dieser Prozesse wird durch EEG-Gehirnscans, bildgebende Verfahren wie fMRT, Biosensoren oder Speicheltests erbracht. Sie bringen Auswirkungen wie aktive Gehirnregionen, steigende Körpertemperatur oder die Veränderung des Cortisolspiegels ans Tageslicht. Und das hat dazu geführt, dass olfaktorische Moleküle miteinander verquickt werden, die stimulieren, entspannen, Stress reduzieren, das Einschlafen fördern oder die Konzentration steigern. Zur Anwendung kommen sie auf unterschiedliche Arten: Durch Sprühstöße direkt auf den Körper
– vorzugsweise auf Hals, Handgelenk, im Fall von Hydrolaten auch auf die Zunge – und als Raum- oder Kissenbeduftung. Was uns dabei anspricht, ist der wohltuende Soforteffekt des Zusammenspiels von Geruchssinn und Gehirn, der durch das Schaffen eines vertrauten Ambientes mit Ritualcharakter begünstigt wird. So werden stimulierende Kreationen mit Mehrwert in der Duft-, Wellness- und Mental Health-Welt immer beliebter. Den Einsatz ausgewählter – im Idealfall natürlicher – Düfte und Aromen, die unseren Gemütszustand positiv beeinflussen sollen, lassen wir uns gerne gefallen.
Wer sich damit ein wenig beschäftigt, kann so sein Wohnzimmer zur entspannenden Wohlfühlzone machen, im Schlafzimmer eine regenerierende Atmosphäre schaffen, den Ort des Lernens oder Arbeitens mit konzentrationsfördernden Aromen optimal gestalten und das Badezimmer je nach Tageszeit zum Aufwecken oder Beruhigen des Körpers und Gehirns nutzen.
Functional Fragrance
Zum Wachwerden oder Einschlafen sind die Düfte „Good Morning“ mit Zitrone, Litsea Cubeba und grüne Minze und „Good Night“ mit Lavendel und YlangYlang von Dagsmejan gedacht.
Schlaf-/Aufwachspray je EUR 49,90 dagsmejan.de
Erfrischende Kombination
Eukalyptus, Zitronengras und Pfefferminze sind die Ingredienzen der „Outback Mate“-Seife von Lush auf Rapsund Kokosnussöl-Basis mit belebender und Laune hebender Wirkung.
Griechische Kräuterkraft
Die unterschiedlichen Eau de Parfums von „The Naxos Apothecary“ fußen auf traditioneller Kräuterkunde in Kombination mit dem Wissen der Homöopathie und Phytotherapie sowie Naturkosmetik. Unverwechselbare Düfte finden sich auch in Gesichtscremen, Seifen, Körperpflege sowie Duftkerzen.
Eau de Parfums je EUR 120,thenaxosapothecary.com
Raumduft Refill EUR 63,- bis 65,looopsmoments.com
Macht der Stäbchen
Ein Raumdufterlebnis Richtung Geborgenheit, Gelassenheit und Balance mit dem ätherischen Öl „Einklang“ schafft Looops mit westindischem Sandelholz, Limette und Latschenkiefer.
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Mut und innere Stärke
Mit Narzisse, Lemongras und Fichtennadel löst „Fearless“ Ängste und Blockaden. Die Moodsprays BeautifulScents by Stefanie Wirnshofer sind als Wegbegleiter für jede Lebenslage aus ätherischen Ölen komponiert.
Bild: The Naxos Apothecary
Bilder: Lush
Bild: Deniz Kalkavan
Bild: Looops
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Lange gut leben
Text: Michaela Hocek
Ernährungsmedizinerin Petra Bracht, Schmerzspezialist Roland LiebscherBracht und Erfolgscoach Christoph Glaser erklären in ihrem neuen Buch ihre Ansätze zu einem gesunden und aktiven Leben bis ins hohe Alter.
Der Wunsch nach einem langen Leben steckt in den meisten von uns – vorausgesetzt wir leiden nicht unter Schmerzen oder siechen krank und elend gegen Ende des Lebens vor uns hin. So beschäftigt die Suche nach dem Jungbrunnen die Menschheit schon seit Jahrhunderten. Was sich nun allerdings zum Positiven verändert, ist, dass wir nicht mehr nur mit Scheuklappen dem Idealbild der Jugend nachlaufen, sondern mit bewusstem Lifestyle den Alterungsprozess und unser Mindset optimistisch beeinflussen. Denn natürlich kommen mit den Jahrzehnten Faltenbildung, Verspannungen, Verkalkungen in Gelenken und Blutgefäßen, Zellalterung und viele weitere Prozesse in Gang. Die lebensfrohe Veränderung ist jedoch, dass wir all diesen Entwicklungen mit Achtsamkeit begegnen können und Schmerzen oder Einschränkungen nicht mit dem Argument „Ja, so ist das im Alter.“ oder „Das ist der Wechsel, da kann man nichts machen.“ hinnehmen müssen. Doch man kann genauer hinsehen und aktiv werden. Die eine Pille, die alles wie früher aussehen und funktionieren lässt, wird es aus heutiger Sicht nicht geben, so sehr sich Health- und Beautyforschung auch anstrengen. Es bedarf schon des individuellen Zutuns. Und hier
Roland Liebscher-Bracht, Petra Bracht und Christoph Glaser haben zigtausenden Patienten und Klienten auf ihrem Lebensweg und bei ihrer Transformation begleitet. Ihr Credo: „Wer alt ist, sollte das auch ausstrahlen dürfen.“
Bilder: GrainLab, Fabian Sprey & Paul Rogel
ist das Buch „Lange gut leben – Endlich umsetzen, was wirklich hilft“ von Petra Bracht, Roland Liebscher-Bracht und Christoph Glaser eine informative und motivierende Inspirationsquelle.
Drei Experten, drei Perspektiven
Die Autoren vereinen Fakten und ihre Erfahrungen rund um Ernährungsmedizin, Schmerztherapie und Mentalcoaching. Mit ihrer 3er-Formel erklären sie schlüssig, wie gesundes Altern gelingen kann. Es geht um einen Mix aus schmerzfreier Bewegung durch Engpassübungen, körperliche Gesundheit durch vitale Ernährung und mentale Gesundheit durch atembasierte Achtsamkeit. Mithilfe von Übungen, Tipps und Techniken aus der jahrzehntelangen Praxis der drei Experten kann Einfluss auf das Wohlbefinden und die körperliche wie mentale Gesundheit genommen werden. Anhand anschaulicher Denkanstöße zeigen sie auf, was unser Körper leistet und wecken ein neues Verständnis zum Altern und des individuellen Ist-Zustands. Ein Beispiel: „Gäbe es an einem Menschen im Alter von 20 Jahren einen Schalter, über den sich mit einem Klick all die Verspannungen auf einmal ‚einschalten‘ ließen, die im Schnitt zwischen 20 und 50 Jahren aufgebaut werden, dann würde dieser Mensch wahrscheinlich vor lauter Schmerzen und Unwohlsein verzweifeln.“
Ganzheitliche Betrachtung
Sie betonen auch, dass die meisten Schmerzen Alarm- und Überlastungsschmerzen sind und durch die zu hohen Spannungen der Muskeln und Faszien verursacht werden. „Deswegen sind Schmerzmittel keine gute, vor allem keine dauerhafte Lösung.“ Punkto Ernährung sind vor allem billiger Industriezucker, tierische Fette und Milch, Transfette und Salz zu vermeiden. So kann z. B. die Leber, das zentrale Stoffwechselorgan, geschont werden. Eine Überlastung zeigt sich in Energiemangel und Abgeschlagenheit, denn Schmerzrezeptoren besitzt die größte Drüse des Körpers nicht. Gut zu wissen ist aber auch, dass die Leber das regenerationsfähigste Organ ist. In dem Buch wird auch näher und leicht verständlich auf die Nieren, Darmkrankheiten, Allergien und Autoimmunkrankheiten eingegangen. Der Bereich mentale Gesundheit beginnt mit Selbstführung und des Trainings des Präsenzmuskels – der
Lange gut leben –Endlich umsetzen, was wirklich hilft.
Petra Bracht, Roland Liebscher-Bracht, Christoph Glaser
480 Seiten
Verlag Mosaik
ISBN: 978-3-442-39442-5
Das Buch setzt sich auf ganzheitliche Weise mit sieben Engpassübungen für Schmerzfreiheit und Beweglichkeit am ganzen Körper, sieben Ernährungsstrategien für Gesundheit und Steigerung Ihres Wohlbefindens und sieben Atem- und Mentaltechniken für Stressreduktion, emotionale Ausgeglichenheit und geistige Klarheit für ein langes Leben voller Vitalität auseinander.
„Muskel“ der Achtsamkeit für den gegenwärtigen Moment, der im Geist verankert ist. Gut so: Denn schließlich kann niemand uns unser eigenes Leben abnehmen. Und je mehr wir über den Atem als Anker, den natürlichen 24-Stunden-Zyklus, Ausstieg aus der Reizüberflutung, das vegetative und autonome Nervensystem, Vagusnerv, Herzratenvariabilität, oxidativen Stress etc. wissen, desto besser. Unser Fazit: Dieses Buch hat mit dem praxiserprobten Schritt-für-Schritt-Plan das Potenzial, jeden bei seinen individuellen Themen oder am nötigen Wendepunkt zum Integrieren des gesammelten Wissens in den Alltag abzuholen, um der Umsetzungsfalle und dem langfristigen Dranbleiben an Lebensstiländerungen zu entgehen. Wir haben auf jeden Fall Lust auf unsere persönliche „Healthy Longevity“-Reise bekommen.
Engpassübung
Gesäß und Hüftbeuger
Diese Übung kann bei Schmerzen im unteren Rücken, der Hüfte, im Gesäß, an der Leiste und den Oberschenkeln Linderung verschaffen. Sie ist eine von insgesamt sieben speziell entwickelten Engpassübungen für Beine, Rücken, Halswirbelsäule, Bauch, vordere Oberschenkel, Brust, Schulter, Arm, Gesäß, Hüftbeuger, Wade, Zehen und Handgelenke. Wir haben Sie exemplarisch ausgewählt, da sie vor allem für Menschen, die viel sitzen – ob am Arbeitsplatz oder in der Freizeit – gut geeignet ist.
In Position gehen: Setzen Sie sich, legen Sie ihr rechtes Bein im 90-GradKniewinke nach vorne. Versuchen Sie, Ihr linkes Bein möglichst weit nach links und hinten zu schwenken. Ziel: Es zeigt gerade nach hinten und der Fußrücken liegt auf.
Schritt 1: Drücken Sie mit dem rechten Arm Ihren Rumpf nach links und hinten, sodass er immer aufrechter steht. Steigern Sie die Dehnung zunehmend so, wie die gedehnten Bereiche nachgeben, und bleiben Sie dabei immer gerade noch im Bereich des Wohlfühlschmerzes.
Schritt 2: Spannen Sie mit den gedehnten Muskeln im Bereich des Beckens so gegen, als wollten Sie mit dem rechten Fuß und dem linken Knie Dellen in den Boden drücken (3 Sekunden). Lassen Sie wieder locker und dehnen Sie die linke Leiste, das rechte Gesäß und die Außenseite des Oberschenkels sowie den ganzen Beckenbereich zunehmend weiter (2 Sekunden). Wiederholen Sie dies noch 11-mal und bleiben Sie immer gerade noch im Bereich des Wohlfühlschmerzes.
Abschluss: Stellen Sie sich hin, bewegen Sie kurz die Beine und laufen Sie einige Schritte. Bitte Wiederholen Sie diese Übung für die andere Seite. Laufen Sie anschließend und erspüren Sie das freiere Gefühl in den Hüften.
Variante im Sitzen
In Position gehen: Setzen Sie sich auf einen Stuhl und strecken Sie beide Beine nach vorne auf den Boden. Legen Sie Ihr rechtes Fußgelenk auf das linke. Rutschen Sie nun mit dem rechten so weit nach oben, wie es Ihnen möglich ist. Wenn Sie über das linke Knie kommen, dann bleiben Sie dort. Falls Sie das geschafft haben, probieren Sie, ob Sie Ihr linkes Knie beugen können, indem Sie den linken Fuß nach hinten ziehen. Wenn das geht, dann stellen Sie Ihren linken Unterschenkel senkrecht. Egal wie weit hinauf Sie gekommen sind, lassen Sie Ihr rechtes Knie so weit wie möglich nach außen unten fallen und stellen Sie Ihren Rücken so gerade wie möglich. Versuchen Sie sogar, so weit wie möglich ins Hohlkreuz zu gehen. Beugen Sie dann Ihren Rumpf nach vorne, bis Sie die Dehnung im rechten Gesäß, der Leiste oder an der Außenseite des rechten Oberschenkels spüren.
Schritt 1: Ziehen Sie sich mit Ihrem Rumpf Stück für Stück weiter nach vorne. Steigern Sie die Dehnung zunehmend so, wie die gedehnten Bereiche nachgeben, und bleiben Sie dabei immer gerade noch im Bereich des Wohlfühlschmerzes.
Schritt 2: Spannen Sie mit den gedehnten Muskeln im Bereich des Beckens so gegen, als wollten Sie mit dem rechten Fuß Ihr linkes Bein nach unten drücken (3 Sekunden). Lassen Sie wieder locker und dehnen Sie zunehmend weiter (2 Sekunden). Wiederholen Sie dies noch 11-mal und bleiben Sie immer gerade noch im Bereich des Wohlfühlschmerzes.
Abschluss: Stellen Sie sich hin, bewegen Sie kurz die Beine und laufen Sie einige Schritte. Fühlen Sie in Ihr rechtes Gesäß hinein.
Bilder: Roland
Liebscher-Bracht
Test zur Selbsteinschätzung
Quantitativer Fragebogen zur Bestimmung des biologischen Alters
1. Bewegung:
Wie viele Minuten moderat-intensiver körperlicher
Aktivität betreiben Sie durchschnittlich pro Woche?
(z.B. schnelles Gehen, Radfahren, Schwimmen)
≥150 Min (1 Punkt)
75–149 Min (2 Punkte)
<75 Min (3 Punkte)
2. Schmerzempfinden:
Wie stark waren Ihre Schmerzen in der letzten Woche durchschnittlich?
Keine bis leichte Schmerzen (1–3 Punkte auf NRS) (1 Punkt)
Moderate Schmerzen (4–6 Punkte) (2 Punkte)
Starke Schmerzen (7–10 Punkte) (3 Punkte)
3. Ernährung:
Wie viele Portionen Obst und Gemüse konsumieren Sie täglich?
≥5 Portionen (1 Punkt)
2–4 Portionen (2 Punkte)
≤1 Portion (3 Punkte)
4. Allgemeine Gesundheit:
Wie bewerten Sie Ihre allgemeine Gesundheit?
Sehr gut/gut (1 Punkt)
Mittelmäßig (2 Punkte)
Schlecht/sehr schlecht (3 Punkte)
5. Mentale Gesundheit:
Wie häufig fühlten Sie sich in der letzten Woche gestresst?
Selten bis nie (1 Punkt)
Manchmal (2 Punkte)
Häufig bis ständig (3 Punkte)
Auswertung:
6. Schlafqualität:
Wie bewerten Sie Ihre Schlafqualität in der letzten Woche?
Gut/sehr gut (1 Punkt)
Mittelmäßig (2 Punkte)
Schlecht/sehr schlecht (3 Punkte)
7. Energielevel:
Wie energiegeladen fühlten Sie sich durchschnittlich in der letzten Woche?
Sehr energiegeladen (1 Punkt)
Mittelmäßig (2 Punkte)
Wenig Energie (3 Punkte)
8. Mentale Klarheit:
Wie klar und konzentriert fühlten Sie sich letzte Woche?
Sehr klar (1 Punkt)
Mittelmäßig (2 Punkte)
Unklar (3 Punkte)
9. Emotionales Wohlbefinden:
Wie emotional ausgeglichen und zufrieden fühlten Sie sich letzte Woche?
Sehr ausgeglichen (1 Punkt)
Mittelmäßig (2 Punkte)
Instabil/unzufrieden (3 Punkte)
10. Chronische Erkrankungen:
Wie viele chronische Erkrankungen wurden bei Ihnen diagnostiziert (z.B. Diabetes, Bluthochdruck)?
Keine Erkrankungen (1 Punkt)
1 Erkrankung (2 Punkte)
≥2 Erkrankungen (3 Punkte)
10–14 Punkte: Je niedriger Ihre Punktzahl ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr biologisches Alter unter Ihrem tatsächlichen Alter liegt
15–21 Punkte: Je mehr Ihre Punktzahl in der Mitte dieses Bereiches liegt, desto wahrscheinlicher entspricht Ihr biologisches Alter Ihrem tatsächlichen Alter
22–30 Punkte: Je höher Ihre Punktzahl ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr biologisches Alter über Ihrem tatsächlichen Alter liegt.
Buchempfehlungen
Heilende Frequenzen & ihre magische Kraft!
Michael Repkowsky
Wir alle kennen die Geschichte von Kühen, die im Stall mit Mozart oder Beethoven beschallt werden, um zu höherer Milchproduktion motiviert zu werden. Die heilende Anwendung ganz bestimmter Frequenzen reicht weit zurück in der Menschheitsgeschichte. Ob im alten Ägypten oder im antiken Griechenland - die Menschen kannten und nutzten die Wirkung des Klanges für ihre Gesundheit. Das Buch lädt ein, die geheimnisvolle Kraft heilender Frequenzen kennenzulernen und zeigt, wie sie gezielt genutzt werden können. Bestimmen Sie Ihren Geisteszustand selbst und manifestieren Sie somit Ihre Lebensumstände. Das Buch ist eine interessante, inspirierende Reise in die Welt des Klanges und erinnert uns an unsere schöpferische Manifestationskraft. Im Buch werden die einzelnen Frequenzen detailliert erklärt und Sie erfahren, wie bestimmte Heilfrequenzen Ihre Selbstheilungskräfte aktivieren, negative Gedanken reduzieren, Schlafprobleme lösen, Stress abbauen, Ängste stoppen, Müdigkeit und Erschöpfung verringern sowie Ihre Gedächtnisleistung verbessern.
Die Geheimnisse der Kaiserin
Ulja Krautwald
Die Kaiserin schlummert in allen Frauen und möchte geweckt werden. Denn sie weiß um die geheimen Strategien von Macht, Erfolg und Stärke, mit denen die eigenen Ziele erreicht werden können. So wie die Kaiserin Wu Zhao, die im 7. Jahrhundert als Konkubine an den kaiserlichen Hof kam und schließlich als Kaiserin ganz China regierte. Ulja Krautwald geht den Geheimnissen der 80 Strategien der Kaiserin nach, die weit über 1.000 Jahre alt sind und nichts von ihrer magischen Wirkung verloren haben. Es sind Wege zu Wohlstand, Glück, Gesundheit und Erfolg - aus dem alten China für Frauen von heute. Dieses Buch ist ein inspirierender Ratgeber für selbstbestimmte Frauen.
Der Heilungscode der Natur
Clemens G. Arvay
Unser Körper endet nicht an der Hautoberfläche. Mensch und Natur sind tiefgreifend miteinander verbunden. Nach seinem Bestseller »Der Biophilia-Effekt« tritt der österreichische Autor Clemens G. Arvay nun den wissenschaftlichen Beweis für die Heilkraft der Natur an: Auf welche Weise stärken Pflanzenstoffe im Wald unser Immunsystem? Welche Anti-Krebs-Wirkstoffe aus der Natur könnten auch in Medikamenten eingesetzt werden? Welche Rolle spielen Tiere in dem großen Organismus Erde, zu dem auch wir gehören? Und was tragen Begegnungen mit Tieren zur Herzgesundheit bei? Arvay schildert seine Erkenntnisse als Biologe und zieht weltweit führende Forscher zu Rate. So entwickelt er die neue Wissenschaft der Ökopsychosomatik, die unser Verständnis von uns selbst und unserer Verbindung mit der Umwelt revolutioniert.
Heilen mit der Kraft der Natur
Andreas Michalsen
Die Schulmedizin grenzt die Naturheilkunde noch immer aus, dabei hat sich unsere Gesellschaft längst entschieden: Denn zwei Drittel aller Patienten wollen naturheilkundlich behandelt werden. Andreas Michalsen ist Professor an der Charité in Berlin und ist überzeugt: Die moderne Naturheilkunde ist wissenschaftlich fundiert, und sie ist die einzige Antwort auf die steigende Zahl chronischer Leiden. In den USA wird die naturheilkundliche Medizin sogar mit 250 Millionen Dollar jährlich staatlich unterstützt und in Deutschland ist Andreas Michalsen einer der Pioniere, die tradiertes Heilwissen und modernste Forschung auf innovative Weise miteinander verbinden. Die Medikamenten-Medizin steckt in einer Sackgasse. Der Professor für Klinische Naturheilkunde und Chefarzt am Immanuel Krankenhaus in Berlin erzählt, warum er den konventionellen Pfad der Medizin verlassen hat und welches Potenzial der Natur er mit seinen Patienten täglich neu entdeckt.
Tiere denken
Richard David Precht
Wir lieben manche Tiere und lehnen andere ab, wir ekeln uns davor, wir verhätscheln sie und wir essen sie. Doch ist unser Umgang mit Tieren richtig und moralisch vertretbar?
Richard David Precht untersucht mit Scharfsinn, Witz und Kenntnisreichtum quer durch alle Disziplinen die Strukturen unserer Denkmodelle. Ist der Mensch nicht auch ein Tier – und was trennt ihn dann von anderen Tieren? Welche Konsequenzen hat das für uns? Precht schlägt einen großen Bogen von der Evolution und Verhaltensforschung über Religion und Philosophie bis zur Rechtsprechung und zu unserem Verhalten im Alltag. Ein Buch, das uns dazu anregt, Tiere neu zu denken und unser Verhalten zu ändern!
Die Heilkraft der Natur
Anselm Grün
In der Natur gibt es viele Pflanzen, die Leib und Seele guttun. Dabei sind nicht nur ihre heilenden Essenzen wirksam, sondern auch die Symbolik der Pflanzen. Sie wecken Bilder in unserer Seele, die uns zu unserem Innersten führen. Zusammen mit der Heilpflanzen-Expertin Susanne Türtscher verbindet Anselm Grün die Weisheit der Natur und ihre Mythen mit der christlichen Botschaft und deutet das Wissen der Natur neu. So können wir die Feste im Jahreskreis auf eine neue, heilsame Weise erleben.
Geschichten die heilen
Monika Herz
Heilende Geschichten berühren tiefere Schichten des Menschen, die der Verstand nicht erreicht. Die Texte, die Monika Herz für diesen Band ausgewählt und für Heilung Suchende neu interpretiert hat, stammen aus verschiedenen Weltreligionen und spirituellen Traditionen. Durch ihre Art des Erzählens gelingt es der Autorin, die heilende Kraft, die diesen Geschichten innewohnt, zu neuem Leben zu erwecken.
Manuel Aigner (m.aigner@cda-verlag.com) Johannes Edl (j.edl@cda-verlag.com) Petra Kumbartzky (petra.kumbartzky@cda-verlag.com) Stefan Künne (stefan.kuenne@cda-verlag.com )
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Das Team hinter der Ausgabe
Das Heilkraft Natur Magazin entsteht in Teamarbeit. Zusätzlich produziert die Mannschaft des CDA Verlags, unter anderem Magazine wie ELECTRICAR, NACHHALTIG LEBEN und SMARTPHONE.
Die 28 Vitalpina-Hotels teilen eine große Leidenschaft, ihre naturnahe Lebensweise, nachhaltig und respektvoll. Saisonale Zutaten für spannende Kreationen, teils aus eigenem Anbau oder vom Bauern um die Ecke. Bewegung draußen in der Frische der stolzen Berge und eine relaxte Auszeit in Pool und Sauna. Einfach perfekt!.
VITALPINA ® HOTELS
Südtirols Berg- und Naturlandschaften von ihrer nachhaltigsten Seite WWW.VITALPINA.INFO
Heilungbraucht Wahrheit
Healing needs truth
SWISS MOUNTAIN CLINIC UNTER DEM SCHUTZ DES PENTAGRAMMS
Unsere Klinik liegt in einem kraftvollen geomantischen Feld – eingebettet in ein regelmäßiges Pentagramm, dem Symbol für Schutz, Ausgleich und geistige Harmonie. Diese bewusst gewählte Lage unterstützt nicht nur unsere Patient*innen,
sondern auch unser ganzheitliches medizinisches Wirken.