electricar MAGAZIN
electricar Edition 6/26
Deutschland, Österreich € 5,90 Schweiz SFR 11,80 / BeNeLux € 7,00
DAS MAGAZIN FÜR DIE MOBILITÄT VON MORGEN
Stärke mit Stil unter Strom
6/26// Oktober 2026
Der Range Rover Electric setzt den Maßstab auf der Straße und im Gelände
Insider exklusiv Managing Director Martin Limpert im Interview S. 16
TRANSPORTER MIT EXTRA
FLOTTEN FÜR PROFIS
LADER IM TEST
Für jeden Einsatz: Neue Nutzfahrzeuge im Überblick
Fuhrpark-Management mit Software und KI
Einfach und effizient: Mobile Wallboxen
S. 40
S. 74
S. 86
Der neue vollelektrische Volvo EX60.
Entdecken Sie den neuen Volvo EX60 – mit bis zu 810 km Reichweite¹ und innovativer 800-Volt-Technologie, die es Ihnen ermöglicht, in nur 10 Minuten bis zu 340 km Reichweite² nachzuladen. Während seine aerodynamische Silhouette Eleganz und Effizienz vereint, sorgt der großzügige, naturinspirierte Innenraum für eine komfortable Atmosphäre für alle an Bord. volvocars.de/EX60
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² Die Ladezeit ist ein Testergebnis unter Standard-Arbeitsbedingungen an einer 400-kW-Ladestation; die tatsächliche Ladezeit kann je nach Fahrzeugstatus, Ladeausrüstung, Umgebungsbedingungen usw. variieren. ³ Abbildung zeigt Sonderausstattung.
RANGE MIT E D ie Dynamik, mit der die Elektromobilität vorangetrieben wird, ist atemberaubend. Branchenübergreifend und in jeder Sequenz. Neue Modelle, Innovationen und Visionen – aus Deutschland, China und der ganzen Welt. Krise, Krieg und Lieferkette, war da was? Es ist selbst für den Experten der Mobilität von morgen mitunter herausfordernd, heute den Überblick zu bewahren. Haben Sie, verehrte Leserinnen und Leser, vielleicht schon einmal etwas von Lepas gehört? Ja, genau: Lepas. Es ist eine weitere Automarke aus dem Reich der Mitte, die zum Hersteller Chery gehört und in diesen Tagen auf dem europäischen Markt vorfährt. Wer etwas genauer hinsieht, hat ohnehin längst registriert, dass auch traditionsreiche Autobauer mit den aufstrebenden Partnern aus China kollaborieren, speziell wenn es um Antriebstechnik und Software geht. Volvo gehört zu Geely, Mazda fährt auf Changan ab und Opel arbeitet mit Leapmotor an einem SUV der kompakten Klasse. „Entwicklungszeit, zwei Jahre“, so umreißt es Florian Huettl, der CEO von Opel, am Rande eines Deutsch-Chinesischen Wirtschaftsforums: „Die Ingenieure in Rüsselsheim und Hangzhou sind bereits in engem Austausch.“ In diesem Zusammenhang ist es selbstverständlich von doppeltem und dreifachem Interesse, wenn nun auch Klassiker der automobilen Modellgeschichte in batteriegetriebenen Versionen vorfahren. Der Polo etwa, ein Volkswagen im kleinen Format, der auf den Straßen in und rund um Wien seine ersten Kilometer dreht. Es ist ein ideales Beispiel für die Transformation
Armin Grasmuck Chefredakteur
in Reinform. Ein VW, schlicht und einfach, im Zeitgeist und zu vergleichsweise attraktiven Konditionen. Es hat allerdings eine Weile gedauert, bis die Strategen in Wolfsburg den Fokus wieder konsequent auf den Kern ihrer Marke gerichtet hatten. Der Faktor Zeit scheint auch bei den Entwicklern von Range Rover nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. In der Philosophie der britischen Nobelmarke dominiert seit nunmehr 56 Jahren das Verlangen, nur den höchsten Ansprüchen zu genügen. „Wir geben unseren Kunden ein Versprechen“, sagt Martin Limpert, der Chef von Range Rover. Im exklusiven Interview mit electricar erklärt er unter anderem, welche Attribute die edlen wie stets geländegängigen Fahrzeuge ausmachen, mit welch positiver Energie sein Unternehmen agiert und warum gerade jetzt die Zeit für das erste batteriegetriebene Modell reif ist. Für die kühnen Rechner und Statistiker: Ein Range Rover Electric – das sind fünf bis sechs VW ID. Polo, preislich betrachtet. Stichwort Preis. Alle in Deutschland erhältlichen Elektroautos sind mit allen relevanten Zahlen in der einzigartigen Datenbank von electricar aufgeführt. Klicken Sie hinein unter elektroautodatenbank.com. Für die professionellen Akteure rund um Fuhrpark und Flotte haben wir eine weitere Plattform entwickelt: Der electricar E-Auto-Report liefert belastbare Daten auf Basis einer strukturierten Auswertung, etwa das Verhältnis von Preis und Leistung in Bezug auf Reichweite, Verbrauch und Ladeleistung. Mehr unter electricar-magazin.de/e-auto-report. Viel Spaß beim Lesen!
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Inhalt
Rubriken 03
EDITORIAL
06
NEWS
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IMPRESSUM
16 Im Interview: Martin Limpert von Range Rover
Drive 16
“WIR GEBEN UNSEREN KUNDEN EIN VERSPRECHEN” Martin Limpert, Global Managing Director bei Range Rover, erklärt seine E-Strategie
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UMBRUCH IM UNTEREN SEGMENT Der E-Auto-Report zeigt, welche Stromer in ihren Klassen vorne liegen
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KLEIN UND FEIN Der Topolino, das Leichtkraftfahrzeug von Fiat, bietet kompakte Maße für den Alltag in der Stadt
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RAUBEIN MIT MANIEREN
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Elektrifiziert, kompakt und geländetauglich: Der Jeep Avenger zeigt seine Vielseitigkeit
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SAMURAI UNTER STROM Nissan präsentiert elektrische Vielfalt, vom kompakten Micra bis zum Ariya
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Intensive Debatte in der Jury von BEST IN CLASS
BEST IN CLASS AWARD: DIE FINALISTEN FAHREN VOR Diese Modelle haben beste Chancen auf den begehrten Fachpreis
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TRANSPORT IM WANDEL Neue Elektroantriebe und Megawattladen machen Nutzfahrzeuge zunehmend alltagstauglich
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URBAN UNTER STROM Diese Elektromotorräder bringen Schwung in den Stadtverkehr
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ALLESKÖNNER IM PRAXISTEST
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Im Dauereinsatz: Die Mitarbeiter der electricarRedaktion testen den Leapmotor B10
54
TEST: MERCEDES CLA 250+ Im Praxistest überzeugt der Premiumstromer auch auf langen Strecken
TEST: OPEL ASTRA Der Kombi aus Rüsselsheim liefert Komfort für jeden Einsatz
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TEST: TOYOTA BZ4X Massive Leistung und reichlich Platz liefert dieser Tourer
54 Dynamisch und effizient unterwegs: der Mercedes CLA 250+
78 Effizient: 21 E-Modelle für die Transformation des Fuhrparks
ATU – IHR KOMPETENTER PARTNER FÜR ELEKTROMOBILITÄT!
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RELEASE: MAZDA CX-6E Der Mazda CX-6e kombiniert Design, Technik und Reichweite
68
RELEASE: BMW I3 Neuer Stromer aus München setzt auf Langstreckenkomfort
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RANGLISTE Zahlen und Fakten zu E-Autos mit mindestens 650 km Reichweite
WIR BIETEN
DIGITALE LÖSUNGEN AN!
Business 74
ALGORITHMUS STATT ZETTELKASTEN So verändert Digitalisierung die Aufgaben im modernen Fuhrparkmanagement
78
FLOTTE UNTER STROM Diese Elektroautos senken die Kosten im Fuhrpark nachhaltig
Mobility 82
„LADEN BRAUCHT VERTRAUEN“ Professor Lienkamp analysiert die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge
86
92
FLEXIBEL LADEN
PROFESSIONELLE FLOTTENLÖSUNGEN FÜR ALLE UNTERNEHMENSGRÖSSEN
Fünf mobile 11-kW-Ladestationen im großen Praxistest
Für die individuellen Anforderungen Ihrer Flotte stehen wir Ihnen gerne zur Seite:
LADEKARTEN FÜR PRIVATKUNDEN Angebote österreichischer Anbieter im ausführlichen Vergleich
86 Stromspender: Mobile Ladestationen im Vergleich
Vision 94
EIN NETZ FÜR ALLE Bidirektionales Laden macht E-Autos künftig zu Stromspeichern
Hotline: +49 (0)961 63186666 Internet: atu-flottenloesungen.de
Mehr Infos zur Elektromobilität:
Fotos: Opel Automobile
News
VW ID. California Cruise: E-Bulli für mondäne Campingtrips
Opel-Chef Huettl sagt Ja zu Leapmotor
Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) plant die Gründung einer umweltverträglichen Modellfamilie aus rein elektrisch angetriebenen Reisemobilen. Erster Spross ist der jüngst präsentierte ID. California Cruise, der bereits Anfang 2027 zu Preisen ab 60.761 Euro in Kundenhand kommen soll. Der Vollstromer basiert auf dem ID. Buzz Pro und ist wie dieser mit kurzem und langem Radstand bestellbar. Positioniert wird der Neue oberhalb des ID. Buzz mit dem sogenannten Gute-Nacht-Paket. Letzteren Tinycamper hatte die Redaktion in der Edition 5/26 ausführlich beleuchtet. Als ID. California Cruise bietet der E-Bulli, den electricar-Autorin Beatrice Bohlig im Vorfeld der IAA Transportation begutachten konnte, eine nochmals aufgewertete Campingausstattung. Seine Komfortklappmatratze für zwei Personen etwa ist kommode neun Zentimeter stark. Überdies „ermöglicht ein zusätzliches Steuergerät die gezielte Anpassung von Licht- und Komfortfunktionen, versorgt USB-Anschlüsse dauerhaft mit Energie und optimiert den Innenraum für die Nacht“, teilt VWN mit. Bei der Urlaubsplanung weist die aufgewertete California-App passende Ladestationen entlang der Reiseroute aus. Und Sitzbezüge im Design „Miwo“ zieren den V2L-fähigen ID. California Cruise exklusiv. INFO volkswagen-nutzfahrzeuge.de Fotos: Beatrice Bohlig, VW, KI-Modifiziert
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Klar und verbindlich: Florian Huettl erklärt auf dem Deutsch-Chinesischen Wirtschaftsforum in Nürnberg, wie der Automobilkonzern Stellantis und speziell die Hersteller Opel und Leapmotor die Transformation in die Mobilität von morgen vorantreiben. Das neu geschaffene Gipfeltreffen im Rahmen eines groß angelegten Pokalturniers des Deutschen Tischtennis-Bundes bringt hochkarätige Gäste aus Wirtschaft, Politik und Sport beider Nationen zusammen. Im kleineren Kreis berichtet der CEO von Opel, wie die Kooperation mit dem Partner Leapmotor für die Produktion des ersten gemeinsam konzipierten Autos umrissen ist. „Es wird ein SUV im C-Segment“, sagt Huettl: „Entwicklungszeit, zwei Jahre. Die Ingenieure in Rüsselsheim und Hangzhou sind bereits im engen Austausch.“ Stellantis hält rund 20 Prozent an dem chinesischen Hersteller und 51 Prozent am gemeinsamen Joint Venture Leapmotor International. INFO leapmotor.net
electricar Magazin
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News
Skoda: Kleinwagen mit Reichweite und Volumen Für Einsteiger, bunt und munter. Der Skoda Epiq ist per Definition ein Kleinwagen, also speziell für den Einsatz im urbanen Raum konzipiert. Doch dieser SUV bietet vergleichsweise viel Raum, selbst in der zweiten Reihe, und Reichweite samt Ladeleistung, was ihn auch für längere Ausfahrten prädestiniert. In nackten Zahlen bedeutet dies: bis zu 440 Kilometer ohne Nachladen. Die Batterie kann an der Stromsäule in 23 Minuten von zehn auf 80 Prozent gefüllt werden – und der Kofferraum fasst Gepäck im Volumen von 475 Litern. Die Basisversion des Epiq steht mit 25.900 Euro auf der Preisliste. Im Leasing lockt Skoda bis Ende September mit Monatsraten von 99 Euro. In der First-Edition-Variante fährt der SUV unter anderem auf Leichtmetallfelgen in 20 Zoll vor. INFO skoda.de/epiq
Fotos: electricar
Gebaut im Stammwerk: Audi A2 fährt jetzt elektrisch Vorsprung durch Technik. Der Audi A2 e-tron hat das Potenzial, die legendäre Werbebotschaft in die Mobilität von morgen zu transportieren. Dieses Modell der kompakten Klasse, das in seiner äußeren Form stark an den ursprünglichen A2 aus dem Jahr 1999 angelehnt ist, bringt einige Superlative auf den Asphalt. Zuallererst ist der rein elektrische Neustarter der bis dato effizienteste Audi: Die Aerodynamik ist nachhaltig optimiert worden, der cW-Wert beträgt 0,24. In der Praxis bedeutet dies: Die Basisversion verbraucht im Schnitt nur 12,8 Kilowattstunden auf 100 Kilometer. Der A2 e-tron punktet auch als Klassenbester, was die Reichweite betrifft. Mit der 84 Kilowattstunden großen Batterie schafft er Strecken von bis zu 646 Kilometern ohne Nachladen. Einen Spitzenwert im Segment der Kompakten markiert zudem die Anhängelast von 1600 Kilogramm. Die Einstiegspreise reichen von 38.200 Euro in der Basis bis 51.200 Euro für das Topmodell. Produziert wird der kleine Audi in Bayern – am Stammsitz in Ingolstadt. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Fahrzeuge ausgeliefert werden. Die neue Sonderfarbe zum Marktstart heißt Pistaziengrün. Außerdem werden Lacke in Pfeilgrau und Horizonblau angeboten, in der sportlichen S-Line-Variante sind die Klassiker Daytonagrau, Intensblau und Mythosschwarz erhältlich.
Fotos: Audi
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INFO audi.com
electricar Magazin
News
Polestar 4 ab sofort auch als SUV-Modell erhältlich
Größtes Elektroflugzeug der Welt hebt ab
Die chinesisch-schwedische Marke erweitert ihr Angebot um eine praktischere Variante des Coupés Polestar 4. Das überarbeitete Heck schafft mehr Gepäckraum und Kopffreiheit, hinzu kommen Dachreling und klassische Heckscheibe. Zur Wahl stehen Heckantrieb mit 200 Kilowatt Leistung und Reichweiten von bis zu 630 Kilometern nach WLTP-Standard sowie Allrad mit 400 Kilowatt und bis zu 600 Kilometern. Beide nutzen eine 100-kWh-Batterie und laden mit bis zu 200 Kilowatt. Preislich startet der SUV in Deutschland bei 57.900 Euro.
Heart Aerospace hat mit dem X1 nach eigenen Angaben das bislang größte batteriebetriebene Flugzeug der Welt erstmals in die Luft gebracht. Es absolvierte einen 27-minütigen Flug und wurde rein elektrisch mit mehr als einem Megawatt Leistung angetrieben. Der X1 dient als Technologieträger für das geplante Modell ES-30 mit 30 Sitzplätzen. Dessen Flugerprobung ist für 2028 vorgesehen, der kommerzielle Einsatz soll 2031 beginnen.
INFO bit.ly/polestar4_ec
INFO bit.ly/elektroflugzeug_ec
Foto: shutterstock
Foto: Polestar
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Kleiner mit Kick?! Der Opel Corsa GSE schiebt mit der Kraft von satten 281 Pferden nach vorn. Oder auch in 5,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h. Der kultige Flitzer ist optisch und inhaltlich mit Elementen aus dem Motorsport aufgetrimmt worden. Angriffslustig wirkt die Frontpartie, dazu die Felgen mit drei Speichen und auf 18 Zoll, etwas breiter die Spur, im Vergleich zum Basismodell 25 Millimeter tiefergelegt und knallgelbe Sicherheitsgurte. Die 51 Kilowattstunden große Batterie liefert nach WLTP bis zu 374 Kilometer Reichweite, lädt an der DC-Säule mit bis zu 100 Kilowatt – und in 27 Minuten von zehn auf 80 Prozent. Sie ermöglicht auch bidirektionales Laden. Fahrtechnisch setzt der GSE auf ein Sportfahrwerk, die mechanische Torsen-Quersperre, stärkere Bremsen und eine direktere Lenkung, um auch auf kurvigen Landstraßen präzise gesteuert werden zu können. OMG, GSE! So lautet die Botschaft des Herstellers. Per Fingerwisch auf dem Touchscreen röhrt dieser elektrische Kleinwagen sogar mit einem knackigen Sportsound. Auf der Preisliste steht er mit 39.900 Euro. INFO opel.de
electricar Magazin
Foto: Opel, KI-Modifiziert
Opel Corsa GSE: Größer, schneller, breiter
News
DER NEUE P7+ In nur 10 Minuten ultraschnell laden. Elektrisch ohne Kompromisse.
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xpeng.com/de Leading the Future of AI Mobility
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News
Foto: KIA
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Kia: 100.000 Elektroautos in Deutschland verkauft Der Vertrieb des südkoreanischen Herstellers verbucht einen Meilenstein: Seit dem Start mit dem Modell Soul EV im Jahr 2014 hat Kia mittlerweile 100.000 Elektroautos in Deutschland verkauft. Im ersten Halbjahr 2026 wuchs der Absatz der Marke an elektrischen Fahrzeugen um 87 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, fast doppelt so stark wie im Gesamtmarkt, der um 48 Prozent stieg. Kia bietet aktuell 15 vollelektrische Modelle und Modellvarianten an.
Foto: Tekko
INFO kia.com
Vernetztes Laden für smarte Gebäude
Nächstes Modell von Leapmotor Der chinesische Autobauer hält den Takt an frischen Stromern hoch und fährt den B03X vor. Dieser kompakte SUV ist als preisgünstiges Einstiegsmodell für den Einsatz im urbanen Verkehr positioniert – mit allem, was den Neustarter aus dem Reich der Mitte populär werden lässt. Er bietet vergleichsweise viel Raum, auch für die Passagiere in der zweiten Reihe sowie moderne Antriebstechnik und Software. Zwei Batterien stehen zur Wahl: die kleinere 39,8-kWh-Variante liefert bis zu 292 Kilometer Reichweite nach WLTP, der größere 53,0-kWh-Akku soll bis zu 382 Kilometer ermöglichen. Beide Versionen erreichen Tempo 160 in der Spitze, die Ladeleistungen liegen bei 100 bis 133 Kilowatt. Der Blickfang im Innenraum ist der 14,6 Zoll große Touchscreen, dazu gibt es ein 8,8-Zoll-Fahrerdisplay sowie die kabellose Integration von Smartphones über Apple Carplay und Android Auto. Serienmäßig bietet der B03X unter anderem sieben Airbags, 21 künstlich intelligente Sicherheitsassistenten, adaptiven Tempomat und eine 360-Grad-Kamera. In Deutschland startet der B03X bei 24.900 Euro, im Leasing bei monatlich 169 Euro. INFO leapmotor.net
Foto: Xpeng
Der Wallboxhersteller go-e und der Gebäudeautomatisierer Tekko arbeiten künftig zusammen, um E-Mobilität und Gebäudetechnik stärker zu vernetzen. Dafür werden Wallboxen von go-e in das Tekko-Ökosystem integriert und gemeinsam mit Photovoltaikanlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe und weiteren Verbrauchern gesteuert. Das System kann Solarstrom gezielt zum Laden nutzen, dynamische Stromtarife berücksichtigen und Lastspitzen vermeiden. Auch Ladefreigabe, Zutrittskontrolle und Alarmtechnik lassen sich einbinden. Das Laden, Energieflüsse und Gebäudetechnik werden aufeinander abgestimmt. INFO bit.ly/go_e_tekko_ec
electricar Magazin
News
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Klassiker unter Strom: Der ID. Polo fährt vor
INFO volkswagen.de
Fotos: VW
Wirbel in Wolfsburg und Wien: Während in der niedersächsischen Zentrale die Konzernoberen der Volkswagen Group mit dem Betriebsrat, Landespolitikern und Vertretern der Kapitalseite um einen Konsens ringen, fährt in der Hauptstadt Österreichs und auf den dort umliegenden Straßen ein höchst ambitionierter Neustarter vor. Der ID. Polo soll im Segment der Kleinwagen für Furore und den entsprechenden Umsatz sorgen. Erster Eindruck: Dieser VW ist ein echter Volkswagen, batteriegetrieben, im Zeitgeist feingeschliffen – und ohne pseudomodernes Chichi. Der E-Polo setzt markante Akzente: Lenkrad, Cockpit und Touchscreen – alles frisch und klar definiert. Reichweite, bis zu 454 Kilometer. Leistung, 116 bis 211 PS. Verbrauch, 13 bis 15 Kilowattstunden auf 100 Kilometer. Preis, ab 24.995 Euro.
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Changan Deepal S07: Energieverbrauch kombiniert: 18,6-19,0 kWh/100 km (WLTP); CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km (WLTP); CO₂-Klasse(n): A, elektrische Reichweite: bis zu 475km (WLTP). Die angegebenen Werte wurden nach dem WLTP-Messverfahren ermittelt und können je nach Ausstattung variieren.
Zum CHANGAN Händlerprogramm
News
Neustarter Chery möchte deutsche Familien erobern Das chinesische Autolabel Chery wird im ersten Halbjahr 2027 den Pkw-Vertrieb auf dem deutschen Markt starten. Als wichtigste Zielgruppe gelten Familien mit entsprechendem Platzbedarf im Fahrzeug. Daher tritt Chery zunächst mit vier SUV-Modellen seiner Tiggo-Reihe an, die vom kompakten B-Segment (Tiggo 4) bis zum siebensitzigen Flaggschiff (Tiggo 9) „ein bewusst breites Spektrum abdecken“, so Cherys Deutschland-Direktor Patrick Reimers. Einen signalrot lackierten Vollhybriden des Typs 4 sowie den als Blickfang mit dem Konterfei von Starfußballer und Chery-Markenbotschafter Robert Lewandowski beklebten Plug-in-Hybrid-Allradler 9 konnte electricar in Frankfurt vorab ausgiebig zur Probe fahren. Dabei gefiel Reporterin Beatrice Bohlig bereits der nur 4,32 Meter kurze und voraussichtlich ab rund 22.000 Euro erhältliche Tiggo 4 in jeder Sequenz: „Das Einstiegsauto bietet solide Materialanmutung und umfangreiche Serienausstattung mitsamt sieben Airbags.“ Der in Polen zugelassene Testwagen war mit Elektromaschine und Saugmotor ausgestattet – für den Markteintritt in Deutschland hingegen plant Chery beim Vierer die Kombination von Elektroantrieb und Turboaggregat. Der Tiggo 9 mit seinen 4,81 Metern Länge ist Cherys Händlerbroschüre zufolge ein
49.000-Euro-Angebot „für alle, die Premium erleben wollen“. Drei E-Maschinen sowie ein 1,5-Liter-Motor ermöglichen im Zusammenspiel bis zu 315 kW (428 PS) – und bei Bedarf durchaus forsche Performance. Wer es betont ruhig angehen lässt, soll rein elektrisch bis zu 144 Kilometer weit kommen. Die Gesamtreichweite mit vollem Tank und frisch geladener 34-kWh-Batterie beträgt beachtliche 1050 Kilometer. Mit seinen ebenfalls elektrifizierten Viertürern Tiggo 7 und Tiggo 8 will Chery in Deutschland auch das C- und D-Segment bedienen. Reine Stromer wie der Tiggo Q sind laut Reimers„in der Pipeline“. In Großbritannien, Polen und Spanien – in letzterem Land betreibt Chery bereits ein Autowerk – kommt die Familienmarke schon auf Marktanteile um die zwei Prozent. Doch der Härtetest steht zwischen Flensburg und Füssen an: „Wer in Deutschland besteht“, sagt Eric Zheng, Vice President Chery Automotive European Region (Foto), „hat bewiesen, dass er höchste Erwartungen an Qualität, Sicherheit und Technologie erfüllt.“ Patrick Reimers bringt die Expansionsabfolge salopp auf den Punkt: „Wir machen erst den Grundschulabschluss – und dann das Abitur.“ INFO cheryinternational.com
Fotos: Beatrice Bohlig
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electricar Magazin
Kolumne Drive
sigl@electricar E-MAIL AUS INGOLSTADT
Wenn die Zukunft einfach weiter fährt Hier schreibt Kurt Sigl Er streitet, poltert und insistiert. Er treibt und verbindet, erklärt und stört. Kurt Sigl ist Experte der Elektromobilität und schickt für jede Ausgabe von electricar eine E-Mail aus Ingolstadt, in der er aktuelle politische, wirtschaftliche und soziale Themen seiner Branche analysiert und kommentiert. Als Mitbegründer und langjähriger Präsident des Bundesverbandes eMobilität gilt Sigl als Leitfigur auf den Gebieten der Elektromobilität und der erneuerbaren Energie. Der kernige Oberbayer, einst im Dienst von Audi, punktet mit seiner über Jahrzehnte ausgeprägten Expertise und der Gabe, Menschen zusammenzubringen. Mit Nachdruck arbeitet er daran, traditionelle Strukturen und Denkmuster zu hinterfragen, um Raum für neue und zukunftsfähige Modelle zu schaffen.
W
a s s e r s t o f f, o d e r wie manche sagen: Wossastoff, ist eine b e m e r ke n swe r te Technologie. Seit rund vierzig Jahren steht sie im stetigen Takt kurz davor, die Automobilwelt zu revolutionieren. Bereits 1979 begann BMW mit Wasserstoff zu experimentieren. Es folgten Daimler, Toyota, Hyundai und jede Menge Forschungsvehikel. Immer begleitet von derselben frohen Botschaft: Der Durchbruch steht unmittelbar bevor. Man muss es der Branche lassen und den Erfindern der NOW – kurz für: Nationale Organisation für den Wandel in der Mobilität, der Begriff „Wasserstoff“ wurde im Februar dieses Jahres aus dem Namen gestrichen – in der Politik ganz speziell: Bei diesem Satz ist sie erstaunlich ausdauernd. In den 1990er-Jahren wurden die ersten Brennstoffzellenfahrzeuge präsentiert und um die Jahrtausendwende zeigte BMW mit dem Hydrogen 7, dass man sogar eine Luxuslimousine mit Wasserstoff bewegen kann. Technisch beeindruckend. Praktisch ungefähr so alltagstauglich wie ein Kühlschrank im Kofferraum. Dann kam die „Zukunft“ von Toyota namens Mirai und bis heute fährt die Technik vor allem dorthin. irai heißt übersetzt übrigens tatsächlich Zukunft. So viel Zukunft auf einmal, es ist kaum auszuhalten.
Das Prinzip wirkt eigentlich großartig: Wasserstoff tanken, elektrisch fahren und hinten kommt Wasser heraus. Nur vorne muss irgendwo eine Wasserstofftankstelle stehen. Doch die werden immer weniger. Es ist also mehr als gewagt, eine Reise mit dem Wasserstoffauto zu planen. Das Batterieauto hat es da wesentlich leichter. Es sagt nicht: Wir brauchen eine völlig neue und von Verlusten geprägte Infrastruktur. Es sagt: Hast Du eine Steckdose? Dies klingt offenbar überzeugender. Die Wasserstoff-Lobby zeigt sich davon wenig beeindruckt. Dort arbeitet man weiter mit Fördergeldern, und vielleicht ist dies der Grund, zeitnah die nächste Generation zu planen. Aufgeben geht nicht. 2028 vielleicht, oder 2030 vielleicht, oder auch 2035 – Wasserstoff ist geduldig. So tut er das, was er am besten kann: die Zukunft versprechen. Womöglich ist es gar kein Antrieb, sondern nur ein Dauertermin im Kalender der Automobilindustrie. Wer weiß, vielleicht erleben wir den Durchbruch ja doch noch, oder unsere Enkel, Urenkel oder Ururenkel. Wie viele Fördergelder werden da wohl noch den Bach runtergehen? So lautet die Frage, die ich mir im Namen der Steuerzahler stelle. Und bitte, komme mir keiner mit dem Wasserstoff-Lkw. Oder doch? Nein!
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Drive Interview
“WIR GEBEN UNSEREN KUNDEN EIN VERSPRECHEN” Text: Armin Grasmuck
First, it’s a Range Rover. Martin Limpert, Global Managing Director der britischen Nobelmarke, erklärt die Elektrostrategie des traditionsreichen Herstellers, die Kernattribute seiner Fahrzeuge und die einzigartige Verbundenheit zu den Freunden des Hauses.
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Fotos: Range Rover
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Drive Interview
Wie herausfordernd ist es, die Transformation einer traditionsreichen Automarke wie Range Rover – auch was das Fahrerlebnis betrifft: gediegen kernig, gerne Offroad – nachhaltig voranzutreiben? Ich darf an dieser Stelle fairerweise einwerfen: Das Mindset war schon da, bevor ich 2024 als Managing Director einstieg. Wir haben bereits vor gut zehn Jahren begonnen, die MLA-Plattform zu entwickeln, auf der wir den elektrischen Range Rover bauen. Sie war von Tag eins an als flexible Plattform konzipiert – und wir haben immer gesagt: Es muss möglich sein, hier vollelektrische Fahrzeuge zu bauen. Das war also immer unser Plan. Doch vor zehn Jahren war die Zeit für uns einfach noch nicht reif. Wie schaffen Sie es, die spezielle DNA der Marke auf die nächste Ebene zu bringen? First, it‘s a Range Rover. Das war und ist unsere Prämisse. Unsere Kunden müssen das bekommen, wofür wir stehen. Eine leise Kabine. Effortless driving, sagen wir, also die Einfachheit der Bedienung und die erhöhte Sitzposition. Wir sprechen gern über den Magic-carpet-ride, diesen fliegenden Teppich, der über jede Unebenheit hinwegschwebt. Dazu die Handwerkskunst, der
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Blick für jedes Detail. Das war schon immer die typische DNA von Range Rover. Und der Electric bringt das alles auf das nächste Level. Es war also nicht schwer, die Leute davon zu überzeugen. Die Verantwortlichen anderer Hersteller, auch in Deutschland, hatten durchaus Überzeugungsarbeit zu leisten. Wie haben Sie es geschafft, Ihre Mitarbeiter für die Elektromobilität zu begeistern? Es war natürlich auch bei uns ein Umbruch in der Unternehmenskultur, das gehört dazu. Doch es waren und sind dieselben Leute, also die Ingenieure, die diese Elektromotoren entwickelt haben. Das Gleiche gilt für die Batterietechnologie. Es ist alles bei uns entwickelt worden – und es wird auch bei uns in England gebaut. Das heißt: Die Leute, die das entwickelt haben sowie jetzt auch zusammenbauen und ins Fahrzeug bringen, sind dieselben, die auch unsere Benzin- und Dieselmotoren gebaut haben. Da ist ein extrem großer Stolz, diesen Prozess von der Entwicklung bis zur Produktion begleitet zu haben. Einige Marktbegleiter haben die Transformation schneller vorangetrieben. Warum ist die Zeit für Ihre E-Modelle jetzt reif? Die Produkte sind reif, die meisten Märkte sind reif und die Bereitschaft in den Märkten ist auch reif. Für uns war es wirklich wichtig zu sagen: Range Rover first und
EXKLUSIVE EINBLICKE Im Entwicklungszentrum Gaydon bei Birmingham: electricarChefredakteur Armin Grasmuck mit dem Range Rover Electric.
Foto: Range Rover
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er neue Range Rover Electric ist nach fünf Jahren Entwicklungszeit startklar. Was bedeutet Ihnen dieser Launch persönlich? Martin Limpert: In Englisch würde ich sagen: The magic moment. Es ist wirklich magisch, wenn wir auf unsere 56 Jahre Unternehmensgeschichte blicken: der erste vollelektrische Range Rover ever. Wir sind davon überzeugt, dass es der perfekte Antriebsstrang ist, um unsere DNA-Werte tatsächlich auf die nächste Ebene zu bringen. Außerdem launchen wir den vollelektrischen Range Rover Sport. Dazu kommt noch ein auf der neuen EMA-Plattform basiertes Modell. Also drei vollelektrische Fahrzeuge in sehr kurzer Zeit – nach 56 Jahren. Das ist ein absolut großer Moment.
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Drive Interview
STARTKLAR IN JEDEM GELÄNDE Der batteriegetriebene Range Rover auf der intensiven Testfahrt im firmeneigenen Offroad-Parcours.
Foto: Range Rover
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„Der Range Rover liefert unter allen Umständen immer wieder das, was du von ihm erwartest.“
Ecosystem komplett: Der britische Produzent bietet auch Lösungen rund um das Laden, zuhause und unterwegs, sowie die dazugehörige Applikation an.
Electric second. Wir geben unseren Kunden ein Versprechen. Es bezieht sich speziell auf die Fähigkeiten, die All- und Offroad-Tauglichkeit unserer Fahrzeuge. In den Testzyklen stellten wir dann etwa auf halber Strecke fest: Die Technologie, auf die wir gesetzt hatten, liefert nicht zu 100 Prozent das, was wir erwarteten. Wo hakte es konkret? Ursprünglich hatten wir angedacht, auf der Hinterachse einen PermanentMagnetic-Motor und auf der Vorderachse einen Induktivmotor zu haben. Als wir diese Architektur testeten, vom Polarkreis in Schweden bei minus 40 Grad bis zum Red Rock in Dubai, wo wir die Sanddünen hochfuhren, registrierten wir: Die Leistung war da, aber nicht wiederholt, wiederholt, wiederholt. Doch genau das ist es, was wir unseren Kunden versprechen: Der Range Rover liefert unter allen Umständen immer wieder das, was du von ihm erwartest. Deswegen haben wir gesagt: Da müssen wir noch einmal ran. Nun haben wir auch auf der Vorderachse den Magnetic-Motor, das passt. Das war nur einer
der Gründe, warum es etwas länger dauerte. Ein anderer war die Lautstärke in der Kabine. Die Vibration und die Geräusche des Benzinmotors fallen im E-Fahrzeug weg, nun geht es nur noch um Wind- und Reifenabrollgeräusche. Auch da wollten wir keinen Kompromiss eingehen, weil unseren Kunden dieser leise Innenraum wichtig ist. Haben sich Ihre zumeist wohlhabenden Kunden offensiv nach batteriegetriebenen Alternativen erkundigt? Unsere Kunden sind sehr unterschiedlich, doch viele haben vergleichbare Werte. Wir sind eine globale Marke. Im Mittleren Osten gibt es im Moment beispielsweise weniger Bedarf an elektrischen Fahrzeugen. Dann haben wir Kunden in Nord-, West- und Zentraleuropa, wo die Elektrifizierung vorangeschritten ist. Das Verständnis ist da, die Ladeinfrastruktur ist da. Plug-in-Hybride, auch unsere, sind erfolgreich unterwegs – und werden zum Teil auch schon voll elektrisch gefahren. Das alles passt zu unserem Anspruch, eine elektrische Variante als Ergänzung zu unserer Motorenpalette anzubieten.
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Drive Interview
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AKKUS MADE IN ENGLAND
Fotos: Range Rover
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Im Electric Propulsion Manufacturing Centre (EPMC) von Jaguar Land Rover (JLR) in Wolverhampton werden künftig Batterie-Packs und elektrische Antriebseinheiten parallel zu Verbrennungsmotoren gefertigt. Es ist ein zentraler Baustein der Elektrifizierungsstrategie
ELEGANZ MIT BRITISCHER NOTE Der Range Rover Electric fährt mit 119-kWh-Batterie vor, die Reichweiten von bis zu 600 Kilometern ermöglicht. Preis: ab 163.500 Euro.
Wie schaffen Sie es, das oft noch leidige Thema des Ladens möglichst einfach und komfortabel zu interpretieren? Es ist wichtig, dass auch das gesamte Ecosystem um das Fahrzeug herum unterstützt wird. Das beginnt mit der Wallbox zuhause, unsere Händler arbeiten mit den entsprechenden Partnern zusammen. Es geht weiter mit Lösungen für das Laden
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unterwegs und das Bezahlen. Der finale Punkt in diesem Ecosystem ist, dass wir mit dem elektrischen Range Rover auch unsere App auf den Markt bringen werden. Und mit dieser App kann der Kunde vom Bestellprozess über den Warteprozess, bis das Fahrzeug kommt, und später natürlich im Lebenszyklus des Autos mit dem Händler interagieren. Sie hatten bereits die Gelegenheit, den Range Rover Electric zu testen. Was fanden Sie besonders beeindruckend? Wenn man sich in das Auto setzt, die Tür zumacht, ist es so leise, als würde man in einer Bücherei sitzen. Und wenn man das genießt, diese Ruhe und Entschleunigung zu haben, ist es beeindruckend. Genauso wie das Drehmoment, das bei Elektromotoren natürlich sofort da ist. Auch die Einfachheit, wie dieses Drehmoment bei uns auf die einzelnen Räder übertragen wird, ob auf Schnee, auf Eis, auf Schotter oder auf wirklich hartem Gestein in den Bergen. Ich habe das alles gemacht, und es hat mich absolut beeindruckt.
Foto: Range Rover
Sie haben Ihre Kunden auch intensiv befragt. Was erwarten sie von Ihrer elektrischen Alternative? Der wichtigste Punkt war: Stellt sicher, dass es aussieht wie ein Range Rover. Wir haben darum bewusst entschieden: Das Erscheinungsbild, dieses einzigartige Design, wird an keiner Stelle so verändert, dass es erkennbar ein elektrisches Fahrzeug ist. Es gibt nur funktionsbedingte Anpassungen wie den Frontgrill, der flacher gemacht wurde. Was unseren Kunden auch wichtig ist: keine Kompromisse bei der Leistung. Das heißt also 900 Millimeter Wattiefe und das Drehmoment von 850 Newtonmetern.
des britischen Premiumherstellers. Dieses Werk, knapp 30 Kilometer nordwestlich von Birmingham, ist eng mit der Fahrzeugproduktion im nahen Solihull verzahnt, wo der erste vollelektrische Range Rover vom Band läuft. Im EPMC entstehen die Hochvoltbatterien in mehreren Prozessschritten: von der Zellprüfung über das Clustering und Verschweißen bis hin zum Einbau in Aluminiumgehäuse, ergänzt durch Steuergeräte, Kühlsysteme und Hochvoltanschlüsse. Rund 1500 Mitarbeitende in Wolverhampton und weitere 9000 in Solihull werden für die Elektromobilität geschult, um die Transformation des Kompetenzzentrums vom Verbrennerzum E-Antrieb zu meistern. Durch die lokale Produktion verkürzt JLR die Lieferkette – ein klarer Wettbewerbsvorteil.
Drive Interview
KICKDOWN IN BESTFORM
A
bgeklebt und gut versteckt steht in einer Halle des Werks Wolverhampton, im streng bewachten und abgeschlossenen Bereich hinter Rolltoren und hohen Raumteilern, der Prototyp eines Durchstarters aus dem Hause Range Rover. Wow-Faktor inklusive. Der britische Nobelproduzent schickt ein von Grund auf neu entwickeltes GT-Modell auf die Spur, das sich optisch und inhaltlich deutlich von den traditionellen SUV unterscheidet. Ein Blick durch die abgedunkelten Scheiben verheißt luxuriöses Ambiente und gediegenen Fahrkomfort in einer frischen Form. Es ist das fünfte Modell im Portfolio des Herstellers - und der erste rein elektrische Range Rover von der neuen Plattform EMA, gebaut in Halewood nahe dem Flughafen Liverpool. „Der Range Rover GT wird das Segment der Grand Tourer neu definieren“, sagt Martin Limpert, der Mana-
Top secret! Range Rover schickt ein von Grund auf neu entwickeltes GT-Modell auf die Spur, das sich optisch und inhaltlich deutlich von den traditionellen SUV unterscheidet. Es ist das erste rein elektrische Fahrzeug von der neuen Plattform EMA. ging Director, im Gespräch mit electricar. „Er vereint die für diese Fahrzeugklasse typische, faszinierende Souveränität, die eleganten Proportionen und den Langstreckenkomfort mit Fähigkeiten, die kein herkömmlicher GT bieten kann.“ Noch in diesem Jahr sollen die Aufkleber sanft vom Lack poliert werden.
Sportliches Design Der Range Rover GT markiert einen radikalen Stilbruch in der Modellgeschichte der britischen Edelmarke. Auf den ersten Blick fällt auf: Dieser batteriegetriebene Gran Turismo
Typisch Gran Turismo: Die Dachlinie fällt deutlich flacher und damit windschnittiger als bei den klassischen Modellen von Range Rover ab.
electricar Magazin
Fotos: Range Rover
20
Drive Interview Drive
Fotos: Range Rover
Auch am Heck sorgen die schmalen Leuchten für spezielle Akzente. Klare Linien und große, aufgeräumte Flächen dominieren im Innenraum.
verzichtet auf die markante Frontpartie mit Kühlergrill, die seit Jahrzehnten das Gesicht der Marke prägte. Es ist die sportlichste Variante im Portfolio des Premiumherstellers – mit schlitzartigen Scheinwerfern. Die Dachlinie fällt flach nach hinten ab, bündig sind die Türgriffe, dazu passen auch die großen, fein akzentuierten Leichtmetallräder. Grundsätzlich neu gedacht wirkt auch der Innenraum, stark reduziert und im Stil des Zeitgeists. Vor dem Fahrer gibt es nur einen schmalen Bildschirm, komplettiert durch das Head-up-Display und den zentral über der Mittelkonsole angeordneten Touchscreen. Es gibt nur wenige Knöpfe und Schalter. Der über die gesamte Breite verlaufende Luftauslass und die dezent integrierten Lautsprecher unterstreichen den minimalistischen Ansatz.
Effizient in Form Es ist davon auszugehen, dass sich der GT zumindest technisch am Range Rover Electric orientiert. Dort leisten zwei von Jaguar Land Rover selbst entwickelte Elektromotoren jeweils bis zu 260 Kilowatt, also 354 PS. Im Topmodell EV550 ergibt das eine Systemleistung von bis zu 405 Kilowatt, bei dem maximalen Drehmoment von 850 Newton-
electricar Magazin
metern. Den Stromverbrauch des SUV von rund 23 Kilowattstunden auf 100 Kilometer sollte der Gran Turismo allein aufgrund seiner aerodynamischen Vorteile jedoch deutlich unterbieten können. Wird der GT mit der adäquaten 119-kWhBatterie ausgestattet, sind auch neue Bestwerte bezüglich der Reichweite zu erwarten – also weit mehr als 600 Kilometer nach WLTP-Standard. Aufgrund des 800-VoltBordsystems scheinen auch in diesem Modell Ladeleistungen von bis zu 350 Kilowatt möglich. An entsprechend ausgelegten Stromsäulen sollten die Akkus des Neustarters folglich in rund 20 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden können.
Marktstart 2027 Range Rover nennt noch keine offiziellen Preise für den GT. Es ist davon auszugehen, dass auch dieses Modell des Premiumproduzenten deutlich im sechsstelligen Bereich liegen wird. Konkrete Zahlen zu den technischen Daten und den Preisen hat der Hersteller noch für dieses Jahr angekündigt. Anfang 2027 soll der Gran Turismo in den Markt starten – also kurz nach den Premieren der voluminöseren Markenbrüder.
SPORTLICHE E-VARIANTE Auf dem Goodwood Festival of Speed hat der Range Rover Sport Electric seine Premiere gefeiert. Als zweites vollelektrisches Modell der britischen Nobelmarke läutet dieser Performance-SUV eine neue Ära für sportlichen Luxus ein. Bei exklusiven Einsätzen auf dem Motor Circuit zeigte der Neustarter bereits, was in ihm steckt. Auffällig waren die muskulöse Silhouette, das modern getunte Chassis und die vehemente Durchzugskraft samt maßgeschneidertem Sounddesign, was der batteriegetriebenen Sportversion den unverwechselbaren Charakter gibt – und das auf jedem Terrain. Damit komplettiert der reine Elektroantrieb das vielseitige Antriebsportfolio des Range Rover Sport.
21
Fotos: Midjourney (KI-generiert), Hersteller
electricar E-Auto-Report | Q2/2026
UMBRUCH IM UNTEREN SEGMENT
Oben ist die Rangordnung stabil
D
Text: Harald Gutzelnig
er aktuelle electricar E-Auto-
andere neue Modelle dicht gedrängt. Fast dasselbe
drei Plätze. Auch bei den Familienautos schaffte es
Index zeigt einen Markt mit
Bild zeigt sich bei den Kleinst- und Kleinwagen: Auch
kein neues Modell in die Top 10.
zwei Geschwindigkeiten: Bei
hier sind sechs der Top 10 neu. Noch bemerkenswer-
Damit zeichnet der Index zwei unterschiedliche
Stadt-, Klein- und Kompakt-
ter: Die ersten fünf Plätze werden ausschließlich von
Märkte. Im Einstiegssegment herrscht Aufbruch:
wagen bringen neue Modelle
Neuzugängen belegt. Leapmotor setzt sich mit dem
Neue Modelle mit attraktiven Preisen, größeren
die Ranglisten kräftig durch-
B03X Pro hauchdünn im Vergleich mit dem Skoda
Reichweiten und hohen Ladeleistungen verändern
Epiq 55 Essence durch.
die Rangfolge innerhalb weniger Monate. Für
einander. In der oberen Mittel- und Oberklasse dagegen bleibt die Spitze erstaunlich konstant. Wer den Elektroautomarkt nur anhand bekannter
Leapmotor führt Kompakte an
Käufer bedeutet das, dass Marktvergleiche gerade bei günstigeren Elektroautos besonders schnell
Marken und Modelle betrachtet, übersieht derzeit
Auch die Kompaktklasse ist in Bewegung. Vier der
eine der spannendsten Entwicklungen: Der größte
zehn bestplatzierten Modelle sind neu – und sie be-
altern können. Für Hersteller ist die Botschaft ebenso klar. Im
Umbruch findet nicht in den teuren Fahrzeugklassen
setzen gleich die ersten vier Plätze. Zwei Varianten
Einstiegssegment sind Spitzenplätze derzeit noch
statt, sondern weiter unten. Dort, wo Elektromobili-
des Leapmotor B05 führen vor zwei neuen MG4-
vergleichsweise schnell erreichbar. In der oberen
tät für immer mehr Käufer erschwinglich werden soll.
Versionen. Fahrzeuge, die noch im vorigen Quartal
Mittel- und Oberklasse ist die Konkurrenz dagegen
Der electricar E-Auto-Index Q2/2026 macht diese
ganz vorne lagen, rutschen damit deutlich zurück.
stärker gefestigt. Wer dort nach vorne will, muss
Dynamik besonders deutlich. Bei den Stadtautos
Je höher die Fahrzeugklasse, desto stabiler wird
stammen sechs der zehn bestplatzierten Modelle
das Bild. In der oberen Mittelklasse haben die ersten
Der electricar E-Auto-Index zeigt damit mehr als
neu aus dem aktuellen Datenbestand. Mit dem
neun Modelle ihre Position gehalten. In der Ober-
Sieger und Platzierungen. Er dokumentiert einen
Volkswagen ID. Polo Trend steht sogar ein Neuzu-
klasse findet sich unter den ersten zehn überhaupt
Markt in zwei Geschwindigkeiten: unten Neuord-
gang an der Spitze. Dahinter folgen bekannte und
kein Neuzugang, Lucid belegt unverändert die ersten
nung, oben Konsolidierung.
etablierte Spitzenmodelle erst verdrängen.
electricar Magazin
Drive
So funktioniert der electricar E-Auto-Index Der electricar E-Auto-Index bewertet Elektroautos anhand messbarer Kennzahlen. Ziel ist es, transparent zu zeigen, welche Modelle in-
FLOTTENFAHRZEUGE
Drei Einsatzprofile, drei Sieger Gerade bei Firmenfahrzeugen zeigt sich, warum ein einziger Gesamtindex zu kurz greifen würde. Ein Fahrzeug für Zustellung und Handwerk muss andere Anforderungen erfüllen als ein Servicefahrzeug für den Außendienst oder ein Langstrecken-Dienstwagen. Deshalb bewertet electricar drei unterschiedliche Flottenprofile – mit jeweils eigenen Mindestanforderungen und Gewichtungen.
nerhalb ihrer Klasse oder für einen bestimmten Einsatzzweck besonders viel Gegenwert fürs
x
Geld bieten.*
FLOTTE EINSATZFAHRZEUGE
Grundlage ist die laufend aktualisierte
KURZSTRECKE
MITTELSTRECKE
Platz 1.
Platz 1.
electricar-Datenbank. Für den E-Auto-Report
FLOTTE SERVICEFAHRZEUGE
Q2/2026 wurden alle klassischen batterieelektrischen Pkw berücksichtigt, die bis 29. Juli 2026 in Deutschland konfigurierbar waren. Der Report umfasst fünf Fahrzeugklassen und sechs nutzungsorientierte Kategorien. Bewertet wird das Verhältnis des Listenpreises zu Reichweite, Verbrauch, Motorleistung, Ladegeschwindigkeit und Kofferraumvolumen. In ausgewählten Flottenkategorien zählt zusätzlich die AC-Ladeleistung. Die Werte werden je Kategorie normiert und gewichtet. Die Ladegeschwindigkeit basiert auf dem Reichweitengewinn pro Ladestunde. Softe Fakten wie Image, Design oder Fahrgefühl bleiben in diesem Index außen vor. *Alle Auswahlfilter, Gewichtungen und die vollständigen Rankings finden Sie unter www.eauto-index.com
92,6 %
Leapmotor B03X ProMax
Tesla Model Y Standard
Der B03X ProMax setzt sich auf Anhieb an die Spitze. Für 29.400 Euro bietet er 382 Kilometer WLTP-Reichweite, 197 PS und 407 Liter Kofferraum. Seine Ladegeschwindigkeit von 764 km/h sowie 11 kW AC-Ladeleistung machen ihn zusätzlich interessant für Handwerk, Zustellung und innerstädtischen Service. In dieser Kategorie zählen vor allem Effizienz, Nutzwert und ein günstiger Preis.
Für Service- und Außendienstfahrten braucht es mehr Reichweite, kurze Ladezeiten und ausreichend Platz. Das Tesla Model Y Standard erfüllt dieses Profil besonders überzeugend: 534 Kilometer WLTP, nur 13,1 kWh/100 km Verbrauch und 822 Liter Kofferraum ergeben ein starkes Gesamtpaket. Dazu kommen 299 PS und eine Ladegeschwindigkeit von 935 km/h.
2. Fiat Grande Panda Elektro Pop
90,2 %
2. Škoda Epiq 55 Essence
89,7 %
3. Opel Frontera Electric Edition Extended Range
86,6 %
3. Changan Deepal S05 Pro
82,9 %
FLOTTE DIENSTWAGEN
LANGSTRECKE Platz 1.
93,3 %
electricar Magazin
92,2 %
Volvo EX60 Plus P12 AWD Beim elektrischen Dienstwagen verschieben sich die Prioritäten deutlich in Richtung Reichweite und Ladeperformance. Der Volvo EX60 Plus P12 AWD erreicht 810 Kilometer WLTP und eine Ladegeschwindigkeit von 1.791 km/h. 680 PS, 523 Liter Kofferraum und ein Verbrauch von 16,1 kWh/100 km runden das starke Langstreckenprofil ab. In dieser Kategorie machen Reichweite und Ladegeschwindigkeit zusammen 60 Prozent der Bewertung aus. 2. Zeekr 7X Long Range RWD
92,8 %
3. Smart #5 Pulse
92,8 %
23
24
Drive
DIVERSE PROFILE, DIVERSE STÄRKEN Nicht jeder sucht dasselbe Elektroauto. Für den Stadtverkehr zählen andere Qualitäten als für Familien oder Vielfahrer. Der electricar E-Auto-Index trägt diesem Unterschied mit eigenen Kategorien Rechnung – und kommt deshalb zu sehr unterschiedlichen Siegern.
STADTAUTOS
FAMILIENAUTOS
LANGSTRECKENAUTOS
Platz 1
Platz 1
Platz 1
94,9 %
93,9 %
97,3 %
Volkswagen ID. Polo Trend
Tesla Model Y Standard
Zeekr 7GT Long Range Edition
Der neue ID. Polo Trend steigt auf Anhieb an die Spitze des Stadtauto-Index. Entscheidend sind vor allem der attraktive Preis von 24.995 Euro, der niedrige Verbrauch von 13,3 kWh/100 km und der mit 441 Litern ungewöhnlich große Kofferraum. 334 Kilometer WLTP-Reichweite und eine Ladegeschwindigkeit von 610 km/h machen ihn zudem deutlich vielseitiger als ein reines Citycar.
Beim Familienauto zählen vor allem Platz, Reichweite und Alltagstauglichkeit. Genau hier spielt das Tesla Model Y Standard seine Stärken aus. 822 Liter Kofferraum treffen auf 534 Kilometer WLTP-Reichweite und einen sehr niedrigen Verbrauch von 13,1 kWh/100 km. Mit 299 PS und einer Ladegeschwindigkeit von 935 km/h ist das Model Y zudem auch für längere Urlaubsfahrten gut gerüstet.
Der Zeekr 7GT Long Range Edition erzielt den höchsten Indexwert auf dieser Seite. Ausschlaggebend ist die Kombination aus hoher Reichweite und extrem schneller Ladeperformance: 655 Kilometer WLTP stehen einer Ladegeschwindigkeit von 1.719 km/h gegenüber. Dazu kommen 421 PS und ein Preis von 52.990 Euro. Gerade auf langen Strecken ergibt das ein besonders starkes Verhältnis aus Kosten und Leistungsfähigkeit.
2. Renault Twingo Electric Evolution
94,5 %
2. Changan Deepal S05 Pro
85,6 %
2. Tesla Model 3 Premium AWD
96,2 %
3. Leapmotor B03X Pro
92,0 %
3. Togg T10F V1
85,3 %
3. Zeekr 7X Long Range RWD
93,8 %
„Gerade im Einstiegssegment verschiebt sich die Rangordnung derzeit rasant. Der electricar E-Auto-Index macht diese Dynamik sichtbar.“
KLEINST- UND KLEINWAGEN
In keiner Fahrzeugklasse ist die Dynamik derzeit größer. Der Leapmotor B03X Pro setzt sich mit 95,0 Prozent denkbar knapp an die Spitze. Für 24.900 Euro bietet er 177 PS, 292 Kilometer WLTP-Reichweite und 407 Liter Kofferraum. Hinzu kommt eine Ladegeschwindigkeit von 584 km/h. Vor allem das Verhältnis aus günstigem Preis, hoher Motorleistung und gutem Nutzwert bringt dem B03X Pro den Klassensieg.
Harald Gutzelnig Herausgeber des electricar E-AutoReports.
Leapmotor B03X Pro
Platz 1
95,0 %
2. Skoda Epiq 55 Essence
95,0 %*
3. Leapmotor B03X ProMax
94,6 %
*Der Abstand an der Spitze ist minimal: Der B03X Pro erreicht exakt 95,04 Prozent, der Škoda Epiq 94,98 Prozent.
electricar Magazin
Drive
DIE BESTEN IHRER KLASSE Von der Kompaktklasse bis zur Oberklasse zeigt der electricar E-Auto-Index, welche Modelle innerhalb ihres Segments das stärkste datenbasierte Preis-Leistungs-Paket bieten. Bewertet werden dabei dieselben zentralen Kriterien – doch mit wachsender Fahrzeugklasse verschieben sich Preisniveau, Reichweite, Leistung und Ladeperformance deutlich.
KOMPAKTKLASSE
MITTELKLASSE
OBERE MITTELKLASSE
Platz 1
Platz 1
Platz 1
94,9 %
93,3 %
95,8 %
Leapmotor B05 BEV Pro Life
Tesla Model 3
Zeekr 7GT Core
Der Leapmotor B05 BEV Pro Life setzt sich in der Kompaktklasse klar an die Spitze. Für 27.900 Euro bietet er 218 PS, 401 Kilometer WLTP-Reichweite und eine Ladegeschwindigkeit von 1.053 km/h. Vor allem das Verhältnis aus Preis, Leistung und Ladeperformance überzeugt. Abzüge gibt es beim mit 295 Litern eher kleinen Kofferraum – am Gesamtsieg ändert das dennoch nichts.
Das Tesla Model 3 gewinnt die Mittelklasse mit einem besonders ausgewogenen Gesamtpaket. 534 Kilometer WLTP-Reichweite bei nur 13,0 kWh/100 km Verbrauch sind starke Werte. Hinzu kommen 283 PS, eine Ladegeschwindigkeit von 935 km/h und 594 Liter Kofferraum. Mit einem Listenpreis von 36.990 Euro bleibt das Model 3 zudem vergleichsweise günstig.
Der Zeekr 7GT Core behauptet seine Spitzenposition in der oberen Mittelklasse. 421 PS, 519 Kilometer WLTP-Reichweite und eine Ladegeschwindigkeit von 1.677 km/h treffen auf einen Listenpreis von 47.990 Euro. Dazu kommt ein Verbrauch von 16,6 kWh/100 km. Diese Kombination macht den 7GT Core zu einem besonders starken Preis-Leistungs-Angebot in einem bereits sehr leistungsorientierten Segment.
2. Leapmotor B05 BEV Pro Max Life
91,6 %
2. Tesla Model 3 Premium
93,1 %
2. Zeekr 7GT Long Range Edition
95,1 %
3. MG4 EV Urban Comfort (54 kWh)
91,5 %
3. Tesla Model Y Standard
92,8 %
3. XPeng P7+ Performance AWD
95,0 %
OBERKLASSE Platz 1
Fotos: Hersteller
96,9 %
Lucid Air Touring In der Oberklasse bleibt Lucid das Maß der Dinge. Der Air Touring kombiniert 780 Kilometer WLTP-Reichweite mit einem außergewöhnlich niedrigen Verbrauch von 13,4 kWh/100 km. Dazu kommen 628 PS, 1.365 km/h Ladegeschwindigkeit und 627 Liter Kofferraum. Trotz eines Listenpreises von 99.900 Euro erreicht das Modell damit den höchsten Indexwert seiner Klasse. 2. Lucid Air Pure RWD
96,5 %
3. Lucid Gravity Dual Motor Grand Touring AWD
93,5 %
E-Auto-Report Komplett Noch mehr Daten zum electricar E-AutoReport Q2/2026 gibt es online bzw. als PDF. Dort finden Sie alle Platzierungen des E-Auto-Index sowie zusätzliche Daten zu den bewerteten Fahrzeugen. electricar-magazin.de/eauto-index
electricar Magazin
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KLEIN
UND FEIN
Fotos: BeHonest/Citroën
In vino veritas, und in der Kürze liegt die Würze: electricar-Reporterin Beatrice Bohlig am Fiat Topolino in einem Weinanbaugebiet bei Mainz.
Text: Beatrice Bohlig
Nur gut 2,5 Meter misst der Topolino von Fiat in der Länge. Umso größer trumpft das würfelförmige Leichtkraftfahrzeug im Stadtverkehr auf – und bei der Suche nach dem Parkplatz.
V
anessa Schwalm steht vor einem Großbildschirm und strahlt über das ganze Gesicht. „Erschwingliche Mobilität für alle“ biete die Pkw-Sparte von Fiat, freut sich die Vertriebsexpertin aus dem Stellantis-Konzern. „Wachstum in Mikromobilität“, so leuchtet es auf dem XXL-Monitor, zähle dabei zu den aktuellen Zielen des italienischen Herstellers „urbaner Ikonen“ wie Fiat 500 und Pandina. „Bunt und voller Lebensfreude“ wolle man sich der vielschichtigen Zielkundschaft präsentieren. Gewiss, in ihrer offiziellen Funktion als Sales Animation Manager der Landesgesellschaft Fiat und Abarth Germany
schlägt die Führungskraft schon von Berufs wegen optimistische Töne an. Doch plakative Produktversprechen wie „Leichtigkeit“ und „Dolcevita“ ziehen sich nicht allein als roter Faden durch Schwalms Präsentation – ihr Arbeitgeber hält diese Attribute auch in Form des Kleinstwagens Topolino auf dem Parkplatz zur ausgiebigen Probefahrt bereit. Etwa in der neuen Außenfarbe „Corallo“, für die sich electricar entscheidet. Damit lackiert, wirke „der italienische ElektroZweisitzer noch lebhafter“, heißt es vom Autoanbieter. Und agile Anmutung in jeglicher Hinsicht ist ein wichtiges Argument im Geschäft mit Mikromobilen, in dem bereits andere Großunternehmen – etwa Renault
electricar Magazin
Drive
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ist das Kombiinstrument, „modernisierte Grafiken und eine klarere Darstellung“ machen die Benutzung laut Fiat noch einfacher.
Sportversion mit „Monsterlino“
Rundum übersichtlich: Der kleine Fiat hat große Fenster, sein Display ist jetzt besser ablesbar.
mit den Modellen Twizy und Mobilize – mitgemischt haben und kleinere Anbieter à la Ligier und Microlino Marktnischen finden.
Einstiegsauto für junge Leute Technisch eng verwandt ist das „Mäuschen“, so die Übersetzung von „Topolino“ ins Deutsche, von Fiat mit dem Rocks-e der Schwestermarke Opel und dem Ami von Citroën (siehe Kasten). Vom Band läuft das Trio im marokkanischen Stellantis-Werk Kenitra. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die strikt auf 45 km/h begrenzte Höchstgeschwindigkeit der drei Mini-Fahrzeuge: Lenken dürfen sie folglich bereits Jugendliche ab 15 Jahren mit einem Führerschein der Klasse AM. Der modellgepflegte Fiat Topolino bietet neben dem nach orangerot schimmernden Korallenriffen benannten Lackton nun ein auf 14,5 Zentimeter in der Diagonale vergrößertes Zentraldisplay. Voll digitalisiert
electricar Magazin
Mit der Länge von gerade mal 2,55 Metern und seinem wohltuend kleinen Wendekreis ist das vom Gesetzgeber unter dem Kürzel L6e eingestufte Leichtkraftfahrzeug wie gemacht für Kurzstrecken in Ballungsräumen. Der sechs Kilowatt (umgerechnet 8,2 PS) starke E-Motor und das unauffällig arbeitende Automatikgetriebe überzeugten die Redaktion aber auch auf ausgedehnten Feld- und Wirtschaftswegen. Die 7-kWhBatterie des Topolino soll eine Reichweite von bis zu 75 Kilometern (WMTC) ermöglichen und nach vier Stunden an einer 220-VHaushaltssteckdose wieder aufgeladen sein. Ab 49 Euro monatlich lässt sich der Topolino leasen, und mit 9990 Euro steht Fiats Pfiffikus in der Preisliste. Für 1500 Euro mehr surrt alsbald die Sonderedition Topolino Sport in den Handel. Ein Plus an Antriebsleistung bietet diese stückzahllimitierte Ausführung zwar nicht – sonst hätte sie womöglich den Namen Abarth tragen dürfen, der besonders potente Fiat-Derivate ziert. Dafür sollen schmucke Details wie mattschwarze Felgen und eine Ablagebox in Carbon-Optik sowie Bluetooth-kompatible Lautsprecher des Typs „Monsterlino“ Verkaufsimpulse schaffen. „Der Fiat Topolino ist europaweit die Nummer eins im Segment“, hebt Vanessa Schwalm denn auch hervor. Und dies, daran lassen die Kernbotschaften der Verkaufsspezialistin keinerlei Zweifel, soll auch so bleiben.
EIN FREUND FÜR ALLE FÄLLE Citroën offeriert für seinen Mini-Stromer Ami einen neuen Umbausatz, der sich an Menschen mit Einschränkungen der unteren Gliedmaßen richtet: Mit dem Kit „ami[for]all“ sollen etwa Rollstuhlfahrer „mehr Selbstständigkeit und Unabhängigkeit im Alltag“ gewinnen, heißt es bei dem französischen Stellantis-Label. Daher beinhaltet die in Kooperation mit dem Meckesheimer Mobilcenter Zawatzky realisierte Umrüstung neben einem auf 90 Grad vergrößerten Türöffnungswinkel und einer Halteschlaufe zur Erleichterung von Ein- und Ausstieg auch ein sogenanntes Transferbrett, das im Bedarfsfall leicht auszuklappen ist. „Gas und Bremse lassen sich über eine Handbedienung steuern“, so Citroën, zusätzlich erleichtert ein Lenkraddrehknauf das Rangieren. Ein Faltrollstuhl wird per speziellem Heckträger mitgeführt oder auf dem Soziussitz verstaut. Die ami[for]all-Aufpreise variieren je nach Umfang weiterer Modifikationen. Das in electricar abgebildete Kit kostet inklusive TÜV-Abnahme rund 5160 Euro.
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RAUBEIN MIT MANIEREN
E
Text: Beatrice Bohlig
Jeep in freier Wildbahn: electricarReporterin Beatrice Bohlig auf der Testpiste Bauschheim am neuen Avenger.
Der kraftvolle Antrieb und verlässliche Traktion prädestinieren den Avenger für wilde Wald- und Wiesentrips. Dieser Jeep ist ein Stück Lebensart, wie Deutschland-Chef Peter Stoffels erklärt – auch auf gut ausgebauten Straßen.
ine Stromfahrt ins Gelände? Im schicken SUV? Viele Fahrerinnen etwa eines Cayenne Electric dürften schroffe Sausen über Stock und Stein ebenso scheuen wie die Mehrheit der Model-Y-Lenker. Schon aus Sorge um Kratzer an den teuren Felgen ihrer Kostbarkeiten von Porsche und Tesla. Bei Jeep ist das ganz anders. „Für uns bedeutet Offroad stets ein Stück Lebensart“, sagt Peter Stoffels. „Das Label wurde ja als Lösung für schwieriges Terrain geboren“, fügt der Managing Director von Jeep Deutschland im Rückblick hinzu. In den 81 Jahren seit ihrer Gründung in den USA hat sich Jeep laut Stoffels zu einer „globalen Marke“ entwickelt – und gehört inzwischen zum international aufgestellten Stellantis-Konzern. Das stolze Erbe umfasst ikonische Fahrzeuge wie Willys MB, Grand Cherokee und Wrangler, die rund um die Erde im Einsatz waren und sind. Heute jedoch steht Stoffels auf dem Testareal des ADAC Off-Road-Zentrums Rhein-Main.
Strom für 400 Kilometer Hier, in Bauschheim unweit der Rüsselsheimer Opel-Zentrale, lässt sich der Jeep Avenger des Modelljahrs 2027 in jeder Hinsicht artgerecht bewegen. Der Nervenkitzel ist immens, bedeutet „Avenger“ zu Deutsch doch tatsächlich „Rächer“. Immer ruhig Blut: Man möge sich weder wegen der sandigen Steilkurven sorgen, wählt Stoffels bei der Präsentation des durchaus delikaten Parcours’ beruhigende Worte, noch angesichts kühner Steigungen und jäher Gefälle: „Unsere Autos können das“, so versichert der Jeep-Landeschef mit fester Stimme.
electricar Magazin
Drive
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Zeitgemäße Ausstattung: Die Klimaanlage lässt sich auch per Jeep-App auf dem Smartphone aktivieren.
starke Avenger bietet eine Bruttobatteriekapazität von 54 kWh. Seine Ladeleistung beträgt bis zu 100 kW (Gleichstrom) respektive 11 kW (Wechselstrom). Als Reichweite mit einer Akkuladung sollen bis zu 400 Kilometer nach WLTP zu schaffen sein. Den durchschnittlichen Energieverbrauch beziffert Jeep mit 15,9 kWh pro 100 Kilometer Strecke. In schwerem Gelände dürften – buchstäblich naturgemäß – allerdings erheblich höhere Werte anfallen.
Ausbau des Modellprogramms
Bei der Avenger-Variante „e-Hybrid“ hingegen spannt Jeep einen Turbomotor mit einer 6-Gang-Automatik nebst integrierter E-Maschine und 48-V-Lithium-Ionen-Batterie (0,9 kWh) zusammen. Diese Antriebskombination bietet 81 kW (110 PS). Doch „maximale Geländegängigkeit und Straßenhaftung“ verspricht der Hersteller für die kernig elektrifizierte Allradversion „4xe“. Dieses Modell, das die Redaktion im „Bauschheimer Busch“, auf Landstraßen und einer Bundesautobahn ausgiebig getestet hat, ist laut Jeep mit „einem Verbrennungsmotor vorne und einem Elektromotor hinten ausgestattet“. Als Kraxler mit der Kraft der zwei Herzen hält der Fünfsitzer bis zu 107 kW (145 PS) bereit. Dem UnterEs werde Licht: Nachts wird der sogenannte 7-Slot-Kühlergrill nehmen zufolge „kann der neue am Avenger künftig per LED illuminiert.
electricar Magazin
Platz für Outdoor-Utensilien: Der Kofferraum des Avenger hat ein Volumen von 380 Litern.
Jeep Avenger 4xe Steigungen von 40 Prozent auf Schotter und von 20 Prozent bewältigen, wenn die Vorderachse keinen Grip hat“. Der Einstieg in das Abenteuer Avenger beginnt mit einem Basis-Hybrid bei 27.110 Euro. Im Laufe seiner Bauzeit hat sich das kompakte B-SUV mit 270.000 Bestellungen, von denen immerhin fast zwei Drittel auf elektrifizierte Ausführungen entfallen, zum meistverkauften Modell der Marke Jeep in Europa entwickelt. Um diesen Erfolg fortzuführen, halten im Avenger nun technologische Weiterentwicklungen wie eine Frontkamera mit 360-Grad-Ansicht und LED-MatrixScheinwerfer Einzug. Beim Exterieur fallen Stoßfänger in neuem Design ins Auge. Und was kommt dann? Neben dem Avenger und dem ebenfalls gerade modellgepflegten Compass sowie dem vollelektrisch angetriebenen Flaggschiff Recon plant Jeep allein bis 2030 mindestens drei Pkw-Neuheiten offerieren zu können. „Ein SUV im geräumigen D-Segment“, so kündigt Peter Stoffels selbstbewusst an, „dazu je ein B-SUV in den Kategorien Large und Compact“.
Fotos: BeHonest
Das will die electricar-Autorin gewissermaßen am eigenen Leibe erfahren und entscheidet sich für einen Avenger in der Außenfarbe „Bamboo“. Dieses Neongelbgrün ist ebenso neu wie die Stylingoption „Forest“ und frischt schon von Weitem erkennbar die aus bekannten Lacktönen von „Granite“ und „Ruby“ über „Snow“ und „Storm“ bis hin zu „Volcano“ bestehende Palette auf. „Ihre Namen bringen die tiefe Verbundenheit der Marke mit der Natur zum Ausdruck“, heißt es bei Jeep. Interessenten können unter mehreren Motorisierungen, Front- und Allradantrieb sowie Schalt- und Automatikgetriebe wählen. Die batteriegetriebene Ausführung Elektro führt Jeep dabei intern als „das technologische Spitzenmodell“. Der als Vollstromer 115 kW, umgerechnet 156 PS,
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Drive
SAMURAI UNTER STROM BUNTE BATTERIEAUTOS Die Nissan-Modelle Leaf (links) und Micra überzeugen electricar-Reporterin Beatrice Bohlig auch mit pfiffigen Farben.
Nissan zählt zu den Pionieren der Elektromobilität. Aktuell präsentiert der japanische Anbieter seine Baureihen Micra, Leaf und Ariya als batteriegetriebene Modelle. An Hybrid-Fans richten sich der Qashqai und der X-Trail. Text: Beatrice Bohlig
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Der Ariya ist ein angenehmer Gleiter für lange Strecken.
in Satz wie in Stein gemeißelt. In Japans wertvollen Inada-Granit geradezu: „Elektroantriebe sind die Zukunft, das ist gar keine Frage mehr“, sagt Hendrik Meseberg. Für den japanischen Autoanbieter Nissan arbeitet der Produktspezialist im Marketingressort der deutschen Landesgesellschaft. Heute stellen Meseberg und sein Kollegium im rheinischen Meerbusch fünf Nissan-Baureihen bereit, die allesamt elektrifiziert vorfahren. Ort des Geschehens ist das weitläufige Areal Böhler. Die urigen
Anlagen des einstigen Stahl- und Schmiedewerks bieten kontrastreiche Kulissen für die Elektromodelle von Nissan. Im Mittelpunkt des Interesses stehen für electricar die drei Vollstromer Micra und Leaf sowie Ariya. Doch findet sich auch eine Probetour mit dem Hybrid-SUV X-Trail auf der Agenda – und der schnelle Blick auf dessen „kleinen Bruder“, wie Meseberg ihn bezeichnet, den Qashqai. Vom Kleinwagen bis zum geräumigen Offroader ist also für viele potenzielle Einsatzzwecke etwas dabei. Beim kompakten Nissan Micra steigt die Redaktion in einen Testwagen mit dem
electricar Magazin
Drive
Über 600 Kilometer Reichweite Doch im Micra geht es auch jeweils eine Nummer kleiner. Mit 40-kWh-Batterie und 90-kW-Motorisierung (122 PS) ist der Viertürer bereits ab 27.990 Euro zu haben. Kurz, wendig, mit Scheinwerfern, die charmanten Kulleraugen gleichen – als Stadtflitzer und für gelegentliche Ausflüge über Land sind die mittlerweile in sechster Generation produzierten Micra-Typen bestens geeignet.
Eine stattliche Erscheinung ist der X-Trail von Nissan.
Hersteller für kombinierten Fahrbetrieb genannten 13,8 kWh auf hundert Kilometer: Gerade beherzter Einsatz des 160 kW (217 PS) starken E-Antriebs bereitet in dem aerodynamisch optimierten SUV-Coupé viel Fahrvergnügen. Es startet bei 41.200 Euro. Für 35.950 Euro bringt Nissan den Leaf mit kleiner Batterie (52 kWh) in den Handel. Der Japaner leistet dann 130 kW (176 PS) und soll auf bis zu 451 Kilometer Reichweite kommen. Ein angenehmes Ausstattungsdetail der Baureihe ist das individuell dimmbare Panoramaglasdach. Auch das Soundsystem von Zulieferer Bose mit neun Lautsprechern und sogenanntem Fresh Air Subwoofer führt die Redaktion als Pluspunkt auf dem Leaf-Konto.
Spitzenstromer mit Noblesse Der Micra verfügt über ein modernes Cockpit mit zentral angeordnetem Monitor.
Für den neuen Leaf hebt Produktmanager Meseberg das „Oberthema Einfachheit“ hervor. Besonders leicht von der Hand geht im C-Segment-Crossover etwa die Routenplanung entlang verfügbarer Ladesäulen mittels „Google built-in“. Einfach einsteigen wiederum und ohne Reichweitenangst lossurren, das soll vor allem der Leaf mit großem 75-kWh-Akku ermöglichen: Bis zu 623 Kilometer Reichweite sind Nissan zufolge mit einer Ladung zu realisieren. electricar würde wohl nur weitaus weniger schaffen – und dürfte im Raum Düsseldorf deutlich mehr verbraucht haben als die vom
electricar Magazin
Fotos: BeHonest
größeren der beiden angebotenen Akkus. Hier ist die 52-kWh-Batterie verbaut, der Elektromotor leistet flotte 110 kW, umgerechnet 150 PS. In Verbindung mit der Topausstattung namens „Evolve“ – Preis: 34.900 Euro – und dem optionalen Pro-Pilot Assist Park (Aufpreis: 500 Euro), einer laut Nissan „intelligenten autonomen Einparkautomatik“, kostet dieser B-Segment-Pkw immerhin 35.400 Euro. Als Reichweite nennt der Hersteller bis zu 416 Kilometer, als kombinierten Energieverbrauch 14,7 kWh pro hundert Kilometer Strecke.
Nochmals gediegener präsentiert sich das batteriegetriebene Topmodell Ariya. Zwar teilt sich der elegante Fünfsitzer die Plattform mit dem Leaf, ist aber wahlweise mit Zwei- oder Allradantrieb zu haben. electricar probiert den Fronttriebler mit dem 87-kWh-Akku aus, der eine 178 kW (242 PS) starke E-Maschine speist. Erstes Fazit: Dieser für 1500 Euro zweifarbig sonderlackierte Zweieinhalbtonner ist seine 60.340 Euro wert. Ob Head-up-Display, Leichtmetallfelgen in 20 Zoll oder Vehicle-to-LoadFunktion, viele Zutaten des Ariya werden premiumaffine Interessenten überzeugen. Das dürfte erst recht für die Version „e4ORCE“ gelten, die ihre stolzen 225 kW (306 PS) an alle vier Räder leitet und wie der Fronttriebler mit einer 87-kWh-Batterie glänzt. Die Reichweite des Nissan-Flagg-
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schiffs beträgt gut 500 Kilometer, sein Einstiegspreis 63.840 Euro. Nach intensiver Beschäftigung mit dem rein elektrischen Trio findet electricar noch Zeit für eine kleine Ausfahrt im Nissan X-Trail mit der sperrigen Typbezeichnung Tekna 1,5 VC-T e-Power e-4ORCE. Fast 4,70 Meter lang ist der serielle Hybrid-Offroader, 1,84 Meter breit – und entsprechend geräumig. Sein Dreizylinder-Benziner dient als Generator für die E-Maschinen, auch diese spezielle Art der Elektromobilität gefällt ob des stets sanften Dahingleitens. Die X-Trail-Preise beginnen bei 42.890 Euro. Zum Vergleich: Der Qashqai, das in Deutschland und Europa meistverkaufte Modell von Nissan, startet als e-Power Hybrid bei 40.180 Euro. Für seinen Bestseller verspricht der Hersteller ein „EV-ähnliches Fahrerlebnis“. Noch so eine bemerkenswerte Aussage.
Den Leaf prägt eine markante Heckpartie.
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Drive Exclusive
BESTFINALIST IN CLASS 2027
BESTES E-AUTO FINALIS
T
[BEST IN CLASS AWARD 2027]
DIE FINALISTEN FAHREN VOR Text: Armin Grasmuck
Nur die herausragenden Modelle sind noch im Rennen: Die Jury von BEST IN CLASS hat die jeweils fünf besten Fahrzeuge und Marken in den elf Kategorien gewählt. Es ist eine höchst illustre Auswahl, in der jeder Kandidat per Definition das Potenzial hat, bei dem einzigartigen Fachpreis zu triumphieren.
AWARD 2027 electricar und das Institut Neue Mobilität zeichnen im Rahmen des Fachpreises BEST IN CLASS die besten Elektroautos und die stärksten Marken der E-Mobilität aus.
Mehr Infos unter best-in-class-award.de
Drive Exclusive
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Klasse für Klasse Der Fachpreis BEST IN CLASS, den electricar in Zusammenarbeit mit dem Institut Neue Mobilität präsentiert, ermittelt die Sieger des Jahres in elf Kategorien. Bewertet werden alle angebotenen E-Modelle anhand ihrer Spezifikationen. Effizienz und Nachhaltigkeit stehen hier genauso im Fokus wie die klassischen Werte in den Bereichen Fahrleistung, Komfort und Qualität – vom Einstiegsmodell bis zur Limousine im Luxussegment.
electricar Magazin
Fotos: CDA Verlag GmbH (Tino Böcher)
A
llein der Blick auf die Top 5 in der Kategorie Klein- und Kleinstwagen verdeutlicht, wie hochkarätig der Wettbewerb besetzt ist: Citroën gegen Kia gegen Renault gegen Skoda gegen Volkswagen – fünf starke Marken mit fünf Spitzenmodellen. Am Ende kann bei BEST IN CLASS nur ein Fahrzeug in jedem Segment triumphieren. Der einzigartige Fachpreis kürt bereits zum dritten Mal die besten Elektroautos und die stärksten Marken der Elektromobilität. In der hochkarätig besetzten Jury von BEST IN CLASS wurde entsprechend ausführlich und leidenschaftlich diskutiert, bevor der illustre Kreis der Finalisten gewählt werden konnte. Dem entscheidenden Gremium, das die herausragenden Fahrzeuge und Marken kürt, gehören wie folgt an: Autorin und Unternehmerin Beatrice Bohlig, Starmoderator Christian Clerici, Matthias Groher, der Chef des Instituts Neue Mobilität, Verleger Harald Gutzelnig, Unternehmerin Ursula Kloé, Keba-CEO Christoph Knogler, Kurt Sigl, der langjährige Präsident des Bundesverbands E-Mobilität, Smart-Erfinder Johann Tomforde und Kongressmanagerin Astrid Witzany sowie der Autor dieser Zeilen. Auch das Votum der electricar-Leser wird berücksichtigt. Neu in der Jury ist Michael Jost, einst Chefstratege im VW-Konzern und heute als Unternehmer tätig. „Ich durfte im vergangenen Jahr einen Sonderpreis entgegennehmen“, sagt Jost: „Es hat mich begeistert, hier von Gleichgesinnten, Überzeugten und Menschen, welche die Zukunft gestalten wollen, umgeben zu sein.“
Die herausragenden Fahrzeuge werden in diesen Kategorien bewertet: • Das beste E-Auto der Klasse Kleinwagen/Kleinstwagen • Das beste E-Auto der Kompaktklasse • Das beste E-Auto der Mittelklasse • Das beste E-Auto der oberen Mittelklasse/Oberklasse • Das beste E-Auto bis 25.000 Euro
Award am Hockenheimring Stark frequentiert sind die Einreichkategorien, für die sich Autohersteller und andere Produzenten aus dem Bereich der Elektromobilität in Eigeninitiative mit ihren Modellen und Projekten beworben haben. „Bestes Design“, „Bestes Familienfahrzeug“, „Bestes Stadtfahrzeug“ sowie „Newcomer der E-Mobilität“ und „Best Global Brand“ – so lauten die Auszeichnungen in diesen Sonderklassen. BEST IN CLASS: Alle Preisträger werden am 16. Oktober im Rahmen des e4 Testival in der Boxengasse des legendären Hockenheimrings veröffentlicht, ausgezeichnet und gebührend gefeiert. Die besten Elektroautos des Jahres fahren zu diesem Anlass vor. Sie können von den Besuchern vor Ort ausgiebig begutachtet und mitunter auch für Testfahrten gebucht werden.
BEST IN CLASS: Am Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik der TU München diskutieren die Mitglieder der Jury.
Am Ende der intensiven Debatte werden die herausragenden Modelle und Marken des Jahres gewählt.
Drive Exclusive
Finalisten 2027
KLEIN/KLEINSTWAGEN Fünf Modelle von fünf starken Marken in einer Kategorie – und bei genauer Ansicht mitunter höchst unterschiedlich: Diese Stromer sind per Definition für den Verkehr im urbanen Raum konzipiert. Doch die Kerndaten zeigen, welches Spektrum sie wirklich abdecken. Reichweite, Motorleistung und natürlich auch der Preis reichen hier von attraktiv bis anspruchsvoll.
MARKE Modell
CITROËN e-C3 Urban Range
KIA EV2
RENAULT Twingo
SKODA Epiq
VOLKSWAGEN ID. Polo
Listenpreis (€ inkl USt) Motorleistung (PS) Verbrauch (kWh/100 km) Ladegeschwindigkeit (km/h)
20.140 € 113 PS 17,2 239 km/h
26.600 € 147 PS 15,1 459 km/h
19.990 € 82 PS 12,7 366 km/h
32.100 € 211 PS 13,7 770 km/h
33.795 € 211 PS 13,3 795 km/h
Reichweite (km)
205 km
317 km
263 km
440 km
454 km
Finalisten 2027
KOMPAKTKLASSE In dem traditionell populären und entsprechend hart umkämpften Segment dominieren die Stromer der asiatischen Hersteller, darunter sogar der noch wenig bekannte Neustarter Changan. Auch herrschte eine große Bandbreite, was die Leistungsdaten betrifft – vom pfiffig umrissenen Einstiegsmodell bis zu der hochwertig ausgestatteten und preisintensiven Alternative.
MARKE Modell
LEAPMOTOR B05
MG MG4 EV Urban
CHANGAN Deepal S05
BYD Atto 3 EVO
TOYOTA C-HR+
Listenpreis (€ inkl USt) Motorleistung (PS) Verbrauch (kWh/100 km) Ladegeschwindigkeit (km/h)
27.900 € 218 PS 15,8 752 km/h
28.490 € 160 PS 15,3 582 km/h
38.990 € 272 PS 15,9 886 km/h
44.990 € 313 PS 16,4 857 km/h
45.990 € 224 PS 13,4 911 km/h
Reichweite (km)
401 km
416 km
485 km
510 km
607 km
electricar Magazin
Fotos: Hersteller
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Drive Exclusive
Finalisten 2027
MITTELKLASSE Wenn das traditionelle Qualitätsversprechen auf neue Marktbegleiter trifft: In dieser Sequenz sind die massiven Fortschritte in der Entwicklung deutlich zu spüren. Herausgefordert durch innovative Modelle aus Asien und den USA, setzt Mercedes neue Maßstäbe, was den Verbrauch und die Reichweite betrifft – zum Premiumtarif, versteht sich.
MARKE Modell
GEELY E5
LEAPMOTOR C10
MERCEDES CLA Shooting Brake
TESLA Model Y
XPENG G6
Listenpreis (€ inkl USt) Motorleistung (PS) Verbrauch (kWh/100 km) Ladegeschwindigkeit (km/h)
37.990 € 218 PS 15,8 645 km/h
41.900 € 299 PS 18,0 835 km/h
57.096 € 272 PS 12,7 1.466 km/h
39.990 € 299 PS 13,1 935 km/h
47.600 € 296 PS 17,5 1.838 km/h
Reichweite (km)
430 km
510 km
768 km
534 km
525 km
Finalisten 2027
OBERE MITTELKLASSE UND OBERKLASSE Antriebskraft und Komfort kennen in der höchsten Kategorie keine Grenzen. Die Palette reicht vom Business-Modell der Premiumklasse bis zum Luxus-SUV. Attraktive Reichweiten, herausragende Ladeleistungen und das hochwertige Interieur prädestinieren diese Fahrzeuge für Ausfahrten auf der Langstrecke.
MARKE Modell
LUCID Gravity Grand Touring
POLESTAR 4
VOLVO ES90
XPENG P7+
ZEEKR 7GT
Listenpreis (€ inkl USt) Motorleistung (PS) Verbrauch (kWh/100 km) Ladegeschwindigkeit (km/h)
116.900 € 839 PS 18,2 1.208 km/h
69.900 € 544 PS 19,0 826 km/h
71.490 € 333 PS 15,6 1.268 km/h
53.600 € 503 PS 17,4 1.800 km/h
47.990 € 421 PS 16,6 1.677 km/h
748 km
590 km
664 km
500 km
519 km
Reichweite (km)
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Drive Exclusive
Finalisten 2027
E-AUTOS BIS 25.000 EURO Kleine, erschwingliche Modelle sind ein großer Trend in der E-Mobilität. Diverse Fahrzeuge, die weniger als 25.000 Euro kosten, sind bereits auf dem Markt – kurz- und mittelfristig kommen noch zahlreiche dazu. Interessant ist, wie sich die günstigen Einsteiger inhaltlich unterscheiden, von bewusst einfach und reduziert bis zu Hightech aus Fernost.
MARKE Modell
RENAULT Twingo
MG MG4 EV Urban
DACIA Spring Electric 70 Expression
HYUNDAI Inster
BYD Dolphin Surf
Listenpreis (€ inkl USt) Motorleistung (PS) Verbrauch (kWh/100 km) Ladegeschwindigkeit (km/h)
19.990 € 82 PS 12,7 366 km/h
24.990 € 150 PS 15,5 488 km/h
18.700 € 71 PS 12,4 206 km/h
24.400 € 97 PS 14,3 458 km/h
22.990 € 88 PS 15,5 308 km/h
Reichweite (km)
263 km
325 km
226 km
327 km
220 km
Finalisten 2027
STADTAUTOS Stromer im urbanen Raum, das hat Zukunft. Klein und fein – oder darf es etwas mehr sein? Es ist auch hier eine Frage der Ansprüche und der finanziellen Möglichkeiten. Klar ist, dass E-Autos speziell im Stadtverkehr höchst effizient betrieben werden können. Einige bieten sogar Platz für vier Erwachsene und Reichweiten, die auch längere Touren ermöglichen.
MARKE Modell
SKODA Epiq
MG MG4 EV Urban
NISSAN Micra
RENAULT Twingo
BYD Dolphin Surf
Listenpreis (€ inkl USt) Motorleistung (PS) Verbrauch (kWh/100 km) Ladegeschwindigkeit (km/h)
32.100 € 211 PS 13,7 770 km/h
24.990 € 150 PS 15,5 488 km/h
27.990 € 122 PS 14,2 444 km/h
19.990 € 82 PS 12,7 366 km/h
22.990 € 88 PS 15,5 308 km/h
Reichweite (km)
440 km
325 km
317 km
263 km
220 km
electricar electricarMagazin 1/2023
Fotos: Hersteller
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Drive Exclusive
Finalisten 2027
FAMILIENAUTOS Praktisch, effizient und sicher: Die Fahrzeuge, in denen die Liebsten chauffiert werden, sind klar umrissen. Im Idealfall lässt sich der Familienstromer locker und leicht mit einem Kinderwagen respektive Reisekoffer beladen. Er schnurrt sanft, bietet die gute Unterhaltung und, egal ob auf der Fahrt zum Einkaufen oder in den Urlaub, einfach ein gutes Gefühl.
MARKE Modell
SMART #5
CITROËN e-C5 Aircross
ZEEKR 7X
TOYOTA bZ4X Touring
VOLVO EX60
Listenpreis (€ inkl USt) Motorleistung (PS) Verbrauch (kWh/100 km) Ladegeschwindigkeit (km/h)
45.900 € 340 PS 18,5 651 km/h
42.590 € 213 PS 17,0 728 km/h
54.990 € 421 PS 17,8 1.551 km/h
51.990 € 227 PS 14,0 887 km/h
62.990 € 374 PS 14,9 1.604 km/h
Reichweite (km)
465 km
520 km
480 km
591 km
611 km
Finalisten 2027
FLOTTENAUTOS Jetzt geht‘s los! Gewerbetreibende und Unternehmen, vom Kleinbetrieb bis zum Konzern, sind angehalten, ihre Fuhrparks nachhaltig zu elektrifizieren. Die Grundkoordinaten der Dienstwagen unterscheiden sich allerdings je nach Einsatzgebiet – von kompakt und effizient bis zum langstreckentauglichen Modell der Premiumklasse. Die Formel Preis durch Leistung ist in diesem Segment weiter gefasst, wenn die Dienstfahrten den Aufwand rechtfertigen.
MARKE Modell
DS N°7
MERCEDES C-Klasse Limousine
OPEL Grandland
VOLVO EX60
XPENG P7+
Listenpreis (€ inkl USt) Motorleistung (PS) Verbrauch (kWh/100 km) Ladegeschwindigkeit (km/h)
56.300 € 230 PS 16,1 626 km/h
67.711 € 489 PS 14,3 1.438 km/h
59.990 € 325 PS 17,9 703 km/h
62.990 € 374 PS 14,9 1.604 km/h
46.600 € 245 PS 15,2 1.638 km/h
Reichweite (km)
539 km
753 km
502 km
611 km
455 km
electricar Magazin
37
Drive Exclusive
Finalisten 2027
DESIGN
Oh là là, am Ende ist es wohl reine Geschmackssache – oder? Tatsächlich lässt sich über die optischen Vorzüge und Abstriche auch bei den Elektroautos lang und länger diskutieren. Modern und futuristisch, oder doch ein Hauch von Nostalgie? Speziell die aktuelle Modellpalette bietet reizvolle Perspektiven, von französischer Dynamik bis zum frisch und bunt kombinierten Design-Mix aus Shanghai und Stuttgart.
MARKE Modell
ALPINE A390 GT
DS N°7
LOTUS Emeya GT
POLESTAR 5
SMART #5
Listenpreis (€ inkl USt) Motorleistung (PS) Verbrauch (kWh/100 km) Ladegeschwindigkeit (km/h)
67.500 € 401 PS 18,7 741 km/h
56.300 € 230 PS 16,1 626 km/h
107.990 € 612 PS 18,7 1.624 km/h
118.600 € 748 PS 17,8 1.294 km/h
45.900 € 340 PS 18,5 651 km/h
Reichweite (km)
551 km
539 km
580 km
678 km
465 km
NEWCOMER Der chinesische Hersteller nimmt mit einer breiten Modelloffensive und starkem Wachstum in Europa Fahrt auf – vom Kleinstwagen bis zum luxuriösen SUV.
Die Premiummarke aus dem Hause BYD setzt auf einzigartiges Design, neue Technologie, herausragende Ladeleistungen – und ein global definiertes Markenbild.
Moderne Technik, futuristisches Design: Xpeng plant mit neuen Modellen und wachsendem Händlernetz eine deutliche Expansion für den deutschen Markt.
Mit Modellen wie X, 001 und 7X startet die Edelmarke des chinesischen Autogiganten Geely in Deutschland. Auch hier gilt: Top-Technik, stark an der Ladesäule.
Der US-Hersteller punktet mit großen Reichweiten und starkem Technikprofil. Erste Aufmerksamkeit erzielt der Lucid Air, weitere Modelle sollen folgen.
Fotos: Hersteller
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electricar electricarMagazin 1/2023
Drive Exclusive
BEST GLOBAL BRAND Die Marke der Traumbauer (Build Your Dreams) gewinnt international stark an Bedeutung. Im renommierten Kantar BrandZ Automotive Ranking liegt BYD 2026 bereits auf Platz fünf. Die Entwicklung spiegelt das außergewöhnliche Tempo des chinesischen Produzenten im Markt der E-Mobilität wider. Besonders stark ist BYD bei Elektro- und Plug-in-Hybrid-Modellen. Auch die internationale Expansion, vor allem in Europa, stärkt die Marke. Für die Branche ist BYD längst kein Nischenplayer mehr. Vielmehr punktet der Anbieter mit dem Ruf des globalen Wachstumstreibers.
Die Marke steht für französische Ingenieurskunst und breite Alltagstauglichkeit. Besonders stark präsentiert sich Renault im Bereich E-Mobilität und Hybridtechnik. Mit Modellen wie R5 E-Tech, Scénic E-Tech und Clio treibt die Marke ihre Offensive voran – Innovation mit bezahlbarer Mobilität. Weltweit wächst die Marke weiter und stärkt ihre internationale Präsenz. Auch im Bereich Nutzfahrzeuge zählen die Franzosen zu den wichtigen Anbietern. Die Strategie lautet Effizienz, Design und nachhaltige Technologien. Damit bleibt Renault global relevant im Automarkt.
electricar Magazin
Die moderne Automobilmarke des Premiumsegments kommt aus Südkorea und gehört zur Hyundai Motor Group. Genesis steht für Luxus, Innovation und elegantes Design. Der Hersteller bietet hochwertige Limousinen und SUVs an. Besonders bekannt ist Genesis für moderne Technologie und hohe Qualität. Die Fahrzeuge überzeugen durch gediegenen Komfort und Sicherheit, weltweit gewinnt die Marke stetig mehr Kunden. Sie hat bereits diverse internationale Design- und Qualitätsauszeichnungen erhalten. Auch dank der starken Markenauftritte wird Genesis oft als eine der besten globalen Automarken angesehen.
Traditionell zählt das japanische Unternehmen zu den erfolgreichsten Automobilmarken der Welt. Toyota ist für Qualität, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit bekannt. Mit innovativen Hybridfahrzeugen werden zudem Maßstäbe im Umweltschutz gesetzt. Die Marke investiert stark in Elektromobilität und Wasserstofftechnologie. Toyota genießt weltweit das Vertrauen von Millionen Kunden, gilt in vielen Ländern als führend auf dem Automobilmarkt. Das gute Markenimage basiert auf zahlreichen Innovationen und hoher Kundenzufriedenheit.
Das chinesische Unternehmen hat sich als eine der führenden globalen Marken für intelligente Elektrofahrzeuge etabliert. Es steht für innovative Technologie, modernes Design und hohe Qualität. Mit fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen setzt Xpeng neue Maßstäbe in der Mobilität. Die Fahrzeuge überzeugen durch große Reichweiten und leistungsstarke Batterien. Auch investiert der Hersteller kontinuierlich in Forschung und Entwicklung. Durch innovative Software und intelligente Vernetzung bietet Xpeng ein modernes Fahrerlebnis.
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TRANSPORT IM WANDEL
Wie Elektroantriebe, neue Ladetechnik und Digitalisierung die Branche verändern
electricar Magazin
Drive
Text: Philipp Lumetsberger
J
ahrelang war der elektrische Lastwagen vor allem eines: ein Versprechen. Studien auf Messeständen, Prototypen im Dauertest, ein Pilotfahrzeug hier, ein Förderprojekt dort. 2026 klingt die Geschichte anders. Viele der Nutzfahrzeuge, die gerade auf der IAA Transportation in Hannover standen, waren keine bloßen Studien mehr: Sie ließen sich bereits bestellen oder gehen in Kürze in Serie. Daneben waren auf der Messe weiterhin Prototypen und seriennahe Konzepte zu sehen. Erstmals lautet die Frage somit nicht mehr, ob es elektrisch geht, sondern welches Modell zum eigenen Einsatz passt.
Lkw für den Fernverkehr
Fotos: MAN Truck & Bus SE, VDA/IAA MOBILITY
Drei Kräfte treiben diesen Wandel. Erstens leistungsfähigere Elektroantriebe mit spürbar mehr Reichweite. Zweitens eine Ladetechnik, die den schweren Lkw endlich fernverkehrstauglich macht. Und drittens immer mehr Software, die mitdenkt, mitfährt und warnt, bevor etwas kaputtgeht. Diese Kräfte greifen ineinander – und sie zeigen sich am deutlichsten dort, wo man sie anfassen kann:
electricar Magazin
an den neuen Modellen vom 40-Tonner bis zum Lastenrad. Am auffälligsten ist der Umbruch dort, wo er am längsten auf sich warten ließ: im Fernverkehr. Mercedes-Benz Trucks erweitert sein E-Portfolio um den eActros Lowliner, eine Sattelzugmaschine für Auflieger mit vergrößertem Innenraum, wie sie bei volumenintensiven Transporten zum Einsatz kommen. Je nach Ausführung hat die Batterie eine Kapazität von 414 oder 621 Kilowattstunden und ermöglicht bei der Variante mit dem größeren Akku bis zu 500 Kilometer Reichweite. Geladen wird mit bis zu 400 Kilowatt, von zehn auf 80 Prozent dauert das je nach Variante 46 oder 70 Minuten, beide Lowliner-Varianten sollen später auch Megawattladen unterstützen. Eine zusätzliche MCS-Ladebuchse kann optional bestellt werden. Ordern lässt sich der Lowliner bereits, die Produktion startet 2027. Er zielt bewusst auf Volumentransporte, bei denen weniger das Gewicht, sondern der Laderaum die Grenze setzt. Wie groß die Reichweite inzwischen ist, führt Renault Trucks mit dem E-Tech T 780 vor. Das Flaggschiff des Fernverkehrs schafft bis zu 660 Kilometer, gespeist aus einer Batterie mit 780 Kilowattstunden Bruttokapazität, von der sich 741 nutzen lassen. An der MCS-Schnellladesäule
Schaufenster der Branche: In Hannover reicht das Angebot vom Stadtlieferwagen bis zum schweren Sattelzug – vieles davon ist bereits bestellbar.
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Drive
TRANSPORTER IM GROSSFORMAT Der neue eActros Lowliner ist für Auflieger mit vergrößertem Innenraum gemacht, er ist mit 414 oder 621 kWh Batteriekapazität erhältlich. Der eActros 600 Lowliner erreicht rund 500 Kilometer. Eine zusätzliche MCS-Ladebuchse soll optional verfügbar sein. Er ist bereits bestellbar, die Produktion startet 2027.
erreicht der Franzose eine Ladeleistung von bis zu 720 Kilowatt, an einer gewöhnlichen CCS-Säule sind es 350 – Werte, die vor wenigen Jahren undenkbar schienen. Angeboten wird der Sattelzug zunächst als Dreiachser mit lenkbarer Nachlaufachse. Und auch MAN macht ernst: In München läuft seit dem Sommer die Serienfertigung megawattladefähiger E-Trucks, im schwedischen Wintertest zeigte der eTGX bereits 750 Kilowatt bei Minusgraden. Der Prototyp ist endgültig in der Serie angekommen.
Ladestopp wird kürzer Möglich macht das eine neue Ladenorm. Das Megawatt Charging System, kurz MCS, überträgt mehr als 1000 Kilowatt und ist eigens
für schwere Nutzfahrzeuge gedacht. Die Idee dahinter passt exakt zum Arbeitsalltag: Während der gesetzlich vorgeschriebenen 45-minütigen Lenkzeitpause soll so viel Energie in den Akku fließen, dass die Tour ohne zusätzlichen Umweg weitergeht. Damit rückt der elektrische Fernverkehr zeitlich in Schlagdistanz zum Diesel. Für viele Depots bleibt daneben das Laden über Nacht auf dem eigenen Hof die günstigste Variante, weil sich Standzeiten und niedrige Nachttarife ideal ergänzen. Parallel entstehen entlang der großen Achsen die ersten öffentlichen Ladeparks, an denen mehrere schwere Fahrzeuge zugleich Strom ziehen. Einen Haken hat die Sache allerdings. Eine große Batterie ist entsprechend schwer, und jedes Kilo Akku fehlt bei der Nutzlast. Entscheidend im Flottenbetrieb ist deshalb das Zusammenspiel aus Kapazität, Ladezeit und Betriebskosten. Erst wenn diese Rechnung aufgeht, schlägt der Stromer den Diesel. Hier setzt die aktuelle Generation der Fahrzeuge an: mehr Reichweite bei möglichst geringem Nutzlastnachteil, kürzere Standzeiten und Kosten, die sich über die Laufleistung sauber kalkulieren lassen.
Kultbus und Stadtlieferwagen Kleiner, wendiger, näher am Kunden: Auch das leichte Segment ordnet sich neu. Volkswagen Nutzfahrzeuge wertet den ID. Buzz spürbar auf. Die neue Allradvariante Pro 4Motion leistet 250 Kilowatt, die Langversion kommt auf bis zu 460 Kilometer. Über einen Adapter lassen sich per Vehicle-toLoad bis zu zwei Kilowatt Strom entnehmen – praktisch für Werkzeug oder Kühlbox auf der Baustelle. Dazu kommen frische Soft-
LADETECHNIK FÜR HOHE LEISTUNGEN Das Megawatt Charging System überträgt mehr als 1000 Kilowatt – genug, um schwere Lkw in der Lenkzeitpause nachzuladen.
Fotos: Daimler Truck AG, Stäubli, Renault Trucks, MAN Truck & Bus SE
electricar Magazin
Neues E-Auto? Die passende Ladelösung fährt gleich mit
FLAGGSCHIFF FÜR DIE LANGSTRECKE Der Renault E-Tech T 780 schafft bis zu 660 Kilometer und lädt mit bis zu 720 Kilowatt, die 780-kWh-Batterie macht den Dreiachser zur Alternative im Fernverkehr.
ware, ein Assistent, der Ampeln erkennt, und das Ein-Pedal-Fahren, bei dem sich schon mit dem Fahrpedal bremsen lässt – bis zum Stillstand. Neu auf dem Markt ist der Kia PV7, ein großer Elektrotransporter, der auf der IAA in Hannover seine Weltpremiere feierte und ab 2027 nach Europa kommt – Kia baut damit sein auf gewerbliche Kunden ausgerichtetes Programm weiter aus. Mercedes-Benz Vans wiederum zeigt mit dem VLE das erste Fahrzeug seiner neuen Elektroarchitektur VAN.EA – mit 800-Volt-Technik, ausgelegt auf Effizienz und lange Stre-
Große Batteriepakete bringen Reichweite, kosten aber Nutzlast. Ihre Auslegung entscheidet über die Wirtschaftlichkeit.
electricar Magazin
Mit dem neuen Elektroauto beginnt eine neue Form der Mobilität – und damit stellt sich auch die Frage nach der richtigen Ladelösung. NRGkick begleitet E-Autofahrer flexibel durch den Alltag und macht das Laden überall dort möglich, wo Strom verfügbar ist: zuhause, unterwegs oder direkt am Firmenparkplatz. Als mobile Wallbox lässt sich NRGkick einfach mitnehmen und an unterschiedlichen Stromquellen verwenden. Möglich macht das ein vielseitiges Steckersystem: Von der klassischen Haushaltssteckdose über verschiedene CEE-Anschlüsse bis hin zur öffentlichen Typ-2-Ladesäule steht für zahlreiche Ladesituationen der passende Steckeraufsatz bereit. So bleibt das Elektroauto auch auf Reisen, beim Besuch bei Freunden oder langen Strecken jederzeit einsatzbereit – ohne für jeden Stromanschluss eine eigene Ladelösung zu benötigen. Auch Unternehmen profitieren von dieser Flexibilität. Mit Charging4Fleets bietet NRGkick zusätzlich eine durchdachte Flottenlösung, mit der Ladevorgänge eindeutig zugeordnet, übersichtlich dokumentiert und mühelos abgerechnet werden können. Ein besonderer Bonus für alle, die bereits eine Photovoltaikanlage nutzen: Mit PV-geführtem Laden kann überschüssiger Sonnenstrom intelligent zum Laden des Elektroautos verwendet werden.
NRGkick verbindet damit Nachhaltigkeit, Flexibilität und zukunftssichere Technologie in einer ganzheitlichen Lösung – Made in Austria.
INFO www.NRGkick.com
PROMOTION
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AUFGEWERTET Das ID.-Buzz-Programm
Fotos: Dean Smith, Kia, ONO, Mercedes-Benz AG
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reicht jetzt bis zur Allradvariante Pro 4Motion mit 250 kW und bis zu 460 Kilometern Reichweite.
LETZTE MEILE PER RAD In der Innenstadt liefert ein E-Lastenrad wie das Ono Cargo oft schneller als der Transporter – und es kommt überall hin.
cken. Eine höherwertige Variante namens VLS soll folgen. Für den klassischen Lieferverkehr bleibt der bewährte eSprinter im Programm. Vom kompakten Stadtflitzer bis zum großvolumigen Kastenwagen deckt allein die Elektropalette inzwischen nahezu jeden gewerblichen Bedarf ab – die Auswahl für Handwerk, Handel und Logistik ist so groß wie nie.
Software fährt mit Was die neuen Fahrzeuge verbindet, steckt oft nicht unter dem Blech, sondern im Code. Volkswagen zeigt mit dem ID. Buzz Cargo AD einen autonom fahrenden Lieferwagen. Parallel dazu demonstriert ein Crafter-Konzept mit „Intelligent Loading Space“, wie
sich der Laderaum intelligent vernetzen lässt. Statt der großen Zukunftsprognose zielt die Branche dabei auf klar umrissene Einsätze – feste Verbindungen zwischen Logistikzentren, abgeschlossene Werksgelände oder definierte Korridore, in denen sich Automatisierung heute schon rechnet. Auch abseits des autonomen Fahrens gewinnt Software an Gewicht. Updates kommen über Nacht per Funk ins Fahrzeug, verbessern die Ladekurve oder die Routenführung, ohne dass der Wagen je eine Werkstatt sieht. Vernetzte Systeme melden Verschleiß, bevor er zum Ausfall wird, und halten die Fahrzeuge so länger auf der Straße. Der Lkw wird Stück für Stück zum rollenden Rechner – und die Disposition weiß oft früher Bescheid als der Fahrer.
Die letzte Meile radelt Am anderen Ende der Größenskala steht ein Fahrzeug, das kaum Platz braucht: das E-Lastenrad. In der engen Innenstadt, wo jeder Meter zählt und die Lieferfenster knapp sind, spielt ein Modell wie das Ono Cargo seine Stärken aus – geschlossene
NEUE ARCHITEKTUR Der VLE ist das erste Modell auf der 800-Volt-Plattform VAN.EA, ausgelegt auf Effizienz und lange Strecken.
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Kabine, wechselbare Transportbox, kein Parkplatzproblem und freie Fahrt auch dort, wo Diesel längst nicht mehr hindürfen. Manche Anbieter denken das gleich im Verbund: Ein eSprinter bringt die Ware zum MikroHub am Stadtrand, von dort übernehmen Lastenräder die Verteilung bis zur Haustür. Zwischen 40-Tonner und Cargobike liegen Welten – in den zukünftigen Mobilitätskonzepten fahren sie denselben Kurs. So viel Bewegung es gibt, am Ziel ist die Branche keineswegs. Die schweren Stromer sind da, doch das öffentliche Ladenetz für Lkw entlang der Fernstraßen ist gerade erst am Entstehen. Die Anschaffung ist weiterhin kostenintensiver als beim Diesel, auch wenn Energie, Wartung und Mautvorteile die Rechnung über die Jahre drehen. Und ob eine Technik den Sprung vom Messestand auf die Straße schafft, hängt am Ende
Der große Elektrotransporter PV7 von Kia kommt ab 2027 nach Europa.
oft weniger am Fahrzeug als an Förderung, Genehmigung und verlässlichen Rahmenbedingungen. Hinzu kommt der akute Mangel an Fahrern, der die Branche unabhängig vom Antrieb umtreibt.
Einfach wie klar Das Muster ist dennoch eindeutig. Was jahrelang als Konzept galt, trägt heute ein Kennzeichen und einen Lieferauftrag. Elektroantrieb, neue Ladetechnik und Digitalisierung sind längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern verändern den Transport bereits im Alltag. Die Rechnung der Logistiker ist einfach wie klar: An dem Tag, da der batteriegetriebene Lieferwagen konstant einen Cent günstiger fährt, wird er seinen Fuhrpark elektrifizieren.
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THG-Prämie ohne Umwege
Mit Geld für eAuto die eigene Quote vermarkten Mit der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) können Halter rein batterieelektrischer Fahrzeuge die rechnerisch eingesparten CO₂-Emissionen ihres Autos vermarkten. Die Abwicklung erfolgt über spezialisierte Anbieter, die die Quote beim Umweltbundesamt einreichen und anschließend weiterverkaufen. Je nach Anbieter unterscheiden sich die Höhe der Prämien, der Zeitpunkt der Auszahlungen und die Konditionen. Daher lohnt sich ein genauer Blick auf die Angebote. Eine Möglichkeit bietet Geld für eAuto. Nach der Registrierung und dem Upload des Fahrzeugscheins übernimmt der Anbieter die weitere Abwicklung. Für E-Pkw stehen verschiedene Prämienmodelle zur Wahl, darunter eine Garantie- und Expressvariante. Die jeweils aktuell angebotenen Beträge sind auf der Webseite einsehbar. Ergänzt wird das Angebot durch eine Bestpreisgarantie: Wer innerhalb von 14 Tagen nach dem Upload ein besseres, vergleichbares Garantieangebot findet, kann dieses bei Geld für eAuto zur Prüfung einreichen. Sind die Aktionsbedingungen erfüllt, wird der Auszahlungsbetrag entsprechend angepasst. Im THG-Anbieter-Test 2026 von DIE TESTER setzte sich Geld für eAuto gegen 31 weitere Anbieter durch und erreichte den ersten Platz. Bewertet wurden unter anderem Prämienhöhe, Auszahlungszeitpunkt, Webauftritt und Vertragsbedingungen. INFO geld-fuer-eauto.de PROMOTION
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Drive
URBAN UNTER STROM Text: Philipp Lumetsberger
Im Zeitgeist: Elektromotorräder für den Stadtverkehr.
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er vorwiegend in der Stadt unterwegs ist, braucht kein Motorrad mit Reichweiten von 300 Kilometern. Gefragt sind hier andere Qualitäten: wenig Gewicht, kompakte Maße, ein enger Wendekreis und eine Sitzposition, die im dichten Verkehr den Überblick sichert. Genau darauf sind die Modelle auf diesen Seiten zuge-
schnitten. Sie verzichten auf den großen Akku, der zwar Reichweite bringt, aber Gewicht und Preis nach oben treibt, setzen stattdessen auf handliche Abmessungen und möglichst reduziertes Gewicht. Lange war das Angebot überschaubar und teuer. Es ändert sich gerade: Etablierte Hersteller bringen ihre ersten Serienmodelle, spezialisierte Marken erweitern ihre Palette, und junge Unternehmen mischen mit eigenen Konzepten mit. Entsprechend groß ist die
Bandbreite – vom kompakten Leichtgewicht mit herausnehmbaren Akkus bis zum aufwendig ausgestatteten Modell der Oberklasse. Wichtig für Einsteiger: Maßgeblich für die Führerscheinklasse ist bei E-Motorrädern die Nennleistung, nicht die Spitzenleistung. Bis zu elf Kilowatt genügt der A1-Schein, mit Zusatzausbildung reicht sogar der Autoführerschein. Wir haben aktuelle Modelle herausgegriffen, die zeigen, wie unterschiedlich der Weg in die elektrische Stadtmobilität aussehen kann.
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Fotos: Hersteller
LiveWire S2 Del Mar Der S2 Del Mar ist das Einstiegsmodell von Livewire und jenes, das die Elektromarke von Harley-Davidson im Alltag ankommen lassen soll. Eine Verkleidung gibt es nicht. Der flache Tank, das kurze Heck und der freiliegende Akkublock aus Aluminium geben dem Motorrad eine sachliche, fast technische Anmutung. Der Aufwand beim Fahrwerk ist hoch. Vorne arbeitet eine voll einstellbare Showa-Gabel, hinten ein Monofederbein, verzögert wird von Brembo-Bremsen mit kurvenoptimiertem ABS. Das 19 Zoll große Vorderrad und die aufrechte Sitzposition bei 818 Millimetern Sitzhöhe zielen klar auf den Stadtverkehr ab. Der Antrieb ist Teil der tragenden Struktur und leistet in der Spitze 63 kW (84 PS). Die Nennleistung von 30 kW hält den Del Mar in der A2-Klasse. In der Stadt schafft das Elektromotorrad laut Livewire bis zu 182 Kilometer, kombiniert bleiben rund 138 Kilometer. Geladen wird ausschließlich mit Wechselstrom. An einer Wallbox dauert der Sprung von 20 auf 80 Prozent 78 Minuten, eine Schnellladefunktion fehlt. Ein Vier-Zoll-Farbdisplay, Updates über Mobilfunk und eine Reifendruckkontrolle gehören zur Serienausstattung. Auf die Batterie gibt es fünf Jahre Garantie. In Deutschland ist das Motorrad ab 12.290 Euro erhältlich.
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Royal Enfield Flying Flea C6 Mit der Flying Flea greift Royal Enfield einen historischen Namen auf. So hieß das leichte Motorrad, das im Zweiten Weltkrieg per Fallschirm abgeworfen wurde. Die C6 ist das erste Elektromodell der Marke und zugleich der Start einer eigenen Submarke, die bald ein zweites Modell auf den Markt bringen soll. Optisch bleibt der Bezug deutlich – die Trapezgabel, der sichtbare Rahmen und der runde Scheinwerfer zitieren die Vorlage, ohne sie zu kopieren. Mit 124 Kilogramm ist das Motorrad ausgesprochen leicht, was sich im dichten Verkehr bezahlt macht. Unter der Verkleidung steckt aktuelle Technik. Der E-Motor leistet in der Spitze 15,4 kW, aus dem Stand geht es in 3,7 Sekunden auf 60 km/h, bei 115 km/h ist Schluss. Für den 3,91 kWh großen Akku nennt der Hersteller nach indischer Norm 154 Kilometer. Von 20 auf 80 Prozent lädt die C6 in rund 65 Minuten. Ein Touchscreen mit Google-Navigation, kabelloses Laden fürs Smartphone, mehrere Fahrmodi, Traktionskontrolle und kurvenoptimiertes ABS sind an Bord. In Indien läuft der Verkauf bereits seit April 2026. Preis und Termin für Europa stehen bislang noch nicht fest.
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Modell: LiveWire S2 Del Mar
Modell: Royal Enfield Flying Flea C6
Preis: ab 12.290 Euro
Preis: nicht bekannt
Reichweite: bis zu 138 km (kombiniert)
Reichweite: bis zu 154 km (nach IDC-Berechnung)
Motorleistung: 63 kW (84 PS)
Motorleistung: 15,4 kW (21 PS)
Akku: 10,5 kWh
Akku: 3,91 kWh
Höchstgeschwindigkeit: 165 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 115 km/h
livewire.com
flyingflea.royalenfield.com
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Drive Service
4 Grit G1S
Hinter der G1S steht ein junges Unternehmen mit Sitz in Mailand und einem Büro in Berlin. Entwickelt wurde das Motorrad im italienischen Motor Valley, gedacht ist es ausdrücklich für den Stadtverkehr – als Pendlermaschine ebenso wie für Lieferdienste. Der Aufbau ist entsprechend schmal und rein funktional gehalten. Mit 127 Kilogramm inklusive Akkus bleibt die G1S leicht, ohne Batterien wiegt sie nur 94 Kilogramm. Vorne arbeitet eine 41 Millimeter starke Federgabel, die Zuladung gibt der Hersteller mit 190 Kilogramm an. Der luftgekühlte E-Motor leistet dauerhaft 11 kW, in der Spitze stehen 26,5 kW bzw. 36 PS bereit. Damit erreicht die G1S 130 km/h und bleibt trotzdem A1-tauglich. Die Energie liefern zwei herausnehmbare Akkus mit zusammen 5,92 kWh, die sich zum Laden mit in die Wohnung nehmen lassen – ein praktischer Vorteil für alle ohne eigene Garage. Für den Stadtverkehr gibt der Hersteller bis zu 150 Kilometer Reichweite an. Vier Fahrmodi stehen zur Wahl, darunter ein Rückwärtsgang. Der Preis beginnt bei 7.000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Ein Fünf-Zoll-Display, Mobilfunkanbindung und schlüsselloses Entsperren gehören zur Serienausstattung.
Modell: Grit G1S Preis: ab 7.000 Euro (ohne MwSt.) Reichweite: bis zu 150 km (Stadt) bzw. 120 km (kombiniert) Motorleistung: 26,5 kW (36 PS) Akku: 5,92 kWh (2 x 2,96 kWh) Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h gritmotorcycles.com
Fotos: Hersteller
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Zero S Zero Motorcycles baut seit über 15 Jahren ausschließlich Elektromotorräder und gehört damit zu den erfahrensten Anbietern im Markt. Die S ist das Straßenmodell der Kalifornier und tritt betont sachlich auf: schmale Silhouette, aufrechte Sitzposition bei 787 Millimetern Sitzhöhe, kein aufgesetztes Design. Das Fahrwerk stammt von Showa mit einer 43 Millimeter starken Federgabel, die Bremsanlage von J.Juan mit doppelter Scheibe vorn. Mit 223 Kilogramm ist die S kein Leichtgewicht, der Akku sitzt allerdings tief im Rahmen. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Reichweite. Mit 15,6 kWh fällt der Akku deutlich größer aus als bei den meisten Stadtmodellen, was im urbanen Umfeld für bis zu 262 Kilometer reichen soll. Damit deckt die S auch Strecken ab, die über den Pendelverkehr hinausgehen. Die Nennleistung von 11 kW hält sie in der A1-Klasse, die Spitzenleistung beläuft sich auf 45 kW (60 PS). Serienmäßig wird mit bis zu 3,3 kW geladen, optional ist ein 6-kW-Schnelllademodul erhältlich. Über die Hersteller-App lassen sich Ladezustand und Fahrdaten abrufen. In Deutschland ist die S aktuell ab 16.990 Euro erhältlich.
Modell: Zero S Preis: ab 16.990 Euro Reichweite: bis zu 262 km (Stadt) bzw. 164 km (kombiniert) Motorleistung: 45 kW (60 PS) Akku: 15,6 kWh Höchstgeschwindigkeit: 139 km/h zeromotorcycles.com
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5 BMW CE 02 Die CE 02 fällt aus dem Rahmen dessen, was man von BMW an Motorrädern kennt. Ein flacher Aufbau, kleine Räder und eine niedrige Sitzbank ergeben eine Silhouette, die mit einem klassischen Motorrad wenig gemein hat. BMW nennt das Konzept eParkourer und zielt auf ein junges Publikum, das einen unkomplizierten Alltagsbegleiter sucht. Angeboten wird sie in zwei Leistungsstufen. Für die Version mit 4 kW (5,4 PS) reicht ein Mopedführerschein, für die stärkere mit 11 kW (15 PS) ist ein A1-Schein oder die Zusatzausbildung zum Autoführerschein erforderlich. Aus dem Stand geht es bei der 11-kW-Version in drei Sekunden auf 50 km/h, bei 95 km/h ist Schluss. Sie schafft außerdem eine Strecke von bis zu 95 Kilometern. Die Akkus lassen sich entnehmen und an der Haushaltssteckdose laden. Ein 3,5 Zoll großes Display und ein elektrischer Rückwärtsgang gehören dazu. Der Preis startet bei 8500 Euro.
Kawasaki Z e-1 Die Z e-1 überträgt das Design der Z-Reihe ins Elektrozeitalter. Kantige Linien und kompakte Proportionen lassen sie wie ein verkleinertes Modell der Reihe wirken, technisch bleibt sie ein Einsteiger-Modell. Zwei herausnehmbare Akkus liefern die Energie und lassen sich getrennt vom Motorrad laden. Der Motor leistet dauerhaft 5 kW (6,8 PS) und kurzzeitig bis zu 9 kW (12 PS). Im Straßenmodus sind 85 km/h möglich, per E-Boost 99 km/h. Letzteres allerdings nur für etwa 15 Sekunden. Eine volle Ladung dauert rund 3,7 Stunden, die Reichweite liegt bei gut 70 Kilometern. Ein 4,3 Zoll großes Farbdisplay mit Smartphone-Anbindung ist dabei. Mit 135 Kilogramm bleibt die Z e-1 handlich, ABS ist serienmäßig. Der Preis liegt bei 8535 Euro.
6 Modell: Kawasaki Z e-1 / Preis: ab 8535 Euro / Reichweite: bis zu 72 km (nach WMTC) / Motorleistung: 9 kW (12,2 PS) / Akku: 2 x 1,6 kWh / Höchstgeschwindigkeit: 99 km/h kawasaki.de
Modell: BMW CE 02
Die Intermot in
Preis: ab 8500 Euro Reichweite: bis zu 95 km (nach WMTC)
Köln: Fachmesse
Motorleistung: 4 kW (5,4 PS) bzw. 11 kW (15 PS) Akku: 2 x 1,96 kWh (11 kW) bzw. 1 x 1,96 kWh (4 kW)
mit Testparcours
Höchstgeschwindigkeit: 95 km/h (11 kW) bzw. 45 km/h (4 kW) bmw-motorrad.de
Die Intermot in Köln zählt zu den größten Motorradmessen Europas. Gezeigt werden Neuheiten der Hersteller, Zubehör, Bekleidung und Teile. Testparcours und Vorführungen gehören ebenfalls zum Programm. Die nächste Ausgabe ist vom 19. bis 21. Februar 2027 in vier Hallen der Koelnmesse terminiert. intermot.de Termin: 19. bis 21. Februar 2027 / Ort: Koelnmesse Turnus: jährlich / Öffnungszeiten: tägl. von 9 bis 18 Uhr (Besucher)
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EINER FÜR ALLE im Praxistest
Die Mitarbeiter der electricar-Redaktion nehmen den neuen Leapmotor B10 probeweise mit in ihren Alltag – vom Kundentermin im Außendienst über den Familienausflug bis hin zur spontanen Sporteinheit und dem Wochenendtrip mit Hund.
E
in vollelektrischer SUV, der im Alltag überzeugt und dabei bezahlbar bleibt – der neue Leapmotor B10 tritt an, genau dieses Versprechen einzulösen. Bis zu 434 Kilometer Reichweite nach WLTP, 160 Kilowatt Leistung und der Einstiegspreis von rund 32.000 Euro – die Eckdaten lesen sich vielversprechend. Doch entscheidend ist, wie sich das Auto im All-
tag präsentiert. Die electricar-Redaktion hat den Leapmotor B10 in der Variante Design Pro Max getestet. Sechs Mitarbeiter, vom Verleger über den Marketing-Manager bis zum Auszubildenden sowie drei Kollegen aus dem Verkauf, unternahmen ihre alltäglichen Fahrten in dem SUV und stellten ihn in unterschiedlichen Situationen auf die Probe. So sammelte jeder eigene Erfahrungen, vom Arbeitsweg bis zur Tour über Land. Ihre Eindrücke – vom Platzangebot über
die Assistenzsysteme bis zum Fahrkomfort – haben die Kollegen festgehalten. Jeder hatte seine eigenen Erlebnisse.
TEST #1 JOHANNES Wenn man im Außendienst unterwegs ist, gehört ein verlässlicher fahrbarer Untersatz einfach dazu. Der Leapmotor B10 macht dabei definitiv eine gute Figur – egal, ob vor dem Hotel oder beim Mittagstermin im China-Restaurant. Zwischen Kundenterminen,
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MIT AN BORD Bei Christians Wochenendtrip reisen die Hunde im Kofferraum mit, Johannes legt im Außendienst einen Fotostopp vor dem Hotel ein.
AUFSCHLAG LEAPMOTOR Perfekt aufgewärmt für das Freundschaftsspiel – von links: Markus Fischer, Markus Rieser, Christian Ortner, Thomas Franz und Patrick Bittermann vom TTC Luftenberg.
Gesprächen und dem nächsten Termin bleibt natürlich auch kurz Zeit für einen Fotostopp. Und was passt besser zu einem Leapmotor als ein chinesisches Restaurant? Der B10 fällt nicht nur durch sein modernes, dynamisches Design auf, sondern macht auch im Alltag einen ziemlich lässigen Eindruck. Für mich als Außendienstler zählt vor allem: komfortabel unterwegs zu sein, elektrisch zu fahren und dabei genügend Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Fazit des Tages: Termine erledigt, Akku geladen und kulinarisch ebenfalls bestens versorgt. So bereitet der Außendienst noch mehr Vergnügen.
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TEST #2 CHRISTIAN Tischtennisschläger, Hundeleinen, ein chinesisches Elektro-SUV und österreichische Landstraßen haben auf den ersten Blick nur wenig gemeinsam. An meinem Testwochenende fand sich trotzdem alles im selben Auto zusammen. Los ging es mit dem B10 zu einem Tischtennis-Testspiel – irgendwie passend, schließlich engagiert sich Leapmotor auch als Sponsor des Deutschen TischtennisBundes. Sporttaschen und Schläger waren schnell verstaut. Platzmangel? Fehlanzeige. Fahrkomfort? Definitiv. Die eigenen
Tischtennisfähigkeiten etwas überschätzt? Möglicherweise. Am nächsten Tag hieß es dann: Partnerin und auch die Hunde einpacken sowie ab zu den Myrafällen in Niederösterreich. Der B10 zeigte sich dabei von seiner entspannten Seite – ruhig, komfortabel und angenehm unkompliziert. Ob Sporthalle, Wasserfall oder der Weg zurück in die Redaktion: Der B10 macht vieles erstaunlich leicht. Er fährt sich angenehm, bietet viel Komfort und sorgt dabei trotzdem für genügend Fahrspaß. Und ein Hingucker ist er ohnehin – am Sportheim und in der freien Natur.
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AUF ANHIEB ÜBERZEUGT Schon nach den ersten Kilometern punktet der B10 für Ehsan vor allem mit Komfort und Sicherheit – egal, wo ihn der Alltag hinführt.
TEST #3 HARALD Der Leapmotor B10 überzeugt mit großzügigem Platzangebot und guter Familientauglichkeit – selbst Kinderräder lassen sich problemlos im Kofferraum verstauen. Die 160 kW sorgen im Sport-Modus für ordentlichen Vortrieb, während der sparsamste Fahrmodus den B10 deutlich träger wirken lässt. Gewöhnungsbedürftig sind die häufigen Warntöne der Assistenzsysteme. Dass etwa Tempo- und Spurwarnungen nach jedem Neustart wieder aktiv sind, ist zum Teil gesetzlich vorgeschrieben – die akustische Umsetzung wirkt dennoch mitunter penetrant, ein Signal blieb im Test sogar rätselhaft. Zudem merkt sich der B10 den Fahrmodus und die Lenkungsabstimmung nicht dauerhaft. Trotzdem überwiegt das Positive: viel Platz, solide Fahrleistungen und erstaunlich viel Auto für rund 32.000 Euro.
TEST #4 EHSAN SCHLICHT UND GERÄUMIG Philipp (oben) gefällt der futuristische Auftritt ebenso wie der aufgeräumte Innenraum. Vorne wie hinten sitzt man großzügig.
Schon nach den ersten Kilometern im Leapmotor B10 hatte ich das Gefühl, dass dieses Auto vor allem mit Komfort und Sicherheit punkten möchte. Für meinen Test bin ich damit unter anderem zu einem
wichtigen Termin gefahren und konnte den B10 so im Alltag erleben. Besonders positiv ist mir das sanfte Bremsgefühl aufgefallen: Der B10 bremst präzise und angenehm, ohne dass man dabei nach vorne gedrückt wird. Auch die Sicherheitsassistenten haben mich überzeugt. Der Spurhalteassistent erkennt die Fahrbahnmarkierungen auf beiden Seiten und hält das Auto zuverlässig in der Spur. Bei Müdigkeit erinnert der B10 an eine Pause. Dazu kommen bequeme Sitze, ein großes Display und eine schnelle, zuverlässige Apple-Carplay-Verbindung. Weniger gelungen finde ich die kleinen Felgen, die bei der hohen und schmalen Karosserie etwas verloren wirken. Auch die Schlüsselkarte ist gewöhnungsbedürftig: Zum Öffnen muss sie an die linke Spiegelkappe gehalten werden und wird nicht immer sofort erkannt. Zum Starten muss sie ebenfalls exakt platziert werden. Die Hupe muss zuerst aktiviert werden, und nach der Fahrt schaltet sich das Auto nicht automatisch aus. Trotz dieser kleinen Eigenheiten hat mich der B10 im Alltag überzeugt und mir insgesamt ein komfortables und sicheres Fahrerlebnis geboten.
TEST #5 MANUEL Sichere Fahrassistenzsysteme, moderne Technik, gut verarbeitete Innenausstattung und einen flotten Elektromotor findet man bei Leapmotor wohl im gesamten Portfolio. Der B10 liefert für mich als Sportler zusätzlich einige Annehmlichkeiten, die besonders im heißen Sommer punkten. Viel Stauraum und pflegeleichte Sitzbezüge, Armaturen sowie die Innenauskleidung im Kofferraum machen es einfach, einmal schnell die Sportutensilien für eine spontane Outdoor-Kraft-Einheit einzupacken und im wahrsten Sinn des Wortes Gas zu geben.
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SPORTLICH UNTERWEGS Manuel verstaut die Sportutensilien und legt eine intensive Trainingseinheit ein.
Danach verschafft die schnell temperierte Sitzbelüftung revitalisierende Kühlung. So fährt man auch verschwitzt – zumindest hin und wieder – gerne nach Hause.
TEST #6 PHILIPP Optisch finde ich den Leapmotor B10 ziemlich futuristisch und modern. Auch innen gefällt er mir gut: Der Innenraum ist sauber, schlicht und aufgeräumt gestaltet, ohne überladen zu wirken. Bei der Bedienung musste ich mich allerdings erst etwas zurechtfinden. Gerade Dinge wie die Klimasteuerung oder auch das Starten des Autos sind teilweise unnötig kompliziert gelöst und könnten meiner Meinung nach intuitiver funktionieren. Was mir wirklich gut gefällt, ist das Platzangebot. Vorne und auch hinten sitzt man sehr geräumig und hat ausreichend Platz. Auch beim Fahren macht der B10 für mich einen sehr angenehmen Eindruck. Er fährt sich ruhig und komfortabel, die Beschleunigung ist sanft und nie unangenehm. Im Sport-
modus gibt er dann ordentlich Gas und macht richtig Spaß, bleibt dabei aber angenehm kontrollierbar und beschleunigt nicht zu hart. Besonders angenehm finde ich die Sitze, die nicht nur bequem sind, sondern sich auch belüften lassen. Gerade bei längeren Fahrten ist das für mich ein echtes Plus. Etwas gewöhnungsbedürftig finde ich dagegen den Spurhalteassistenten, der für meinen Geschmack teilweise recht aggressiv eingreift. Am Ende der Testfahrt kann ich trotzdem festhalten: Ich fahre den B10 wirklich gerne. Er ist komfortabel, macht Spaß und ich fühle mich auf Anhieb wohl in diesem Auto aus China.
GROSSZÜGIG IM FOND Auch auf den hinteren Plätzen steht den Passagieren reichlich Raum zur Verfügung.
ALLES IM BLICK Großes Display und bequeme Sitze: Im Cockpit fühlt man sich schnell zuhause – der B10 überzeugt mit Übersicht und Ausstattung.
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NEUE KLASSE MIT STERN Segment Premium: Der Mercedes CLA 250+ besticht durch gediegenen Komfort und Effizienz, auch auf längeren Strecken. Text: Armin Grasmuck
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Ein Coupé mit vier Türen? Sagt Mercedes. Eigentlich ist der CLA eine Limousine. Eine äußerst flott gestaltete freilich. Tief liegt die Windschutzscheibe, sanft fällt die Dachlinie nach hinten ab. Die kleine und feine Abrisskante unterstreicht die sportlichen Attitüden. Futuristisch wirkt das Heck mit der quer durchlaufenden Lichtleiste und den Rückleuchten, in die ebenfalls der Mercedes-Stern integriert ist.
Im sportlichen Ambiente Bitte einsteigen! Huch, die zuvor versenkten Türgriffe fahren uns automatisch ent-
gegen. Einmal kurz gezogen, auf die Tür. Beim Einsteigen erleben wir in der Praxis, wie tief der CLA liegt. Es erinnert tatsächlich an einen Sportwagen. Vielleicht liegt es auch an den straff geformten und gleichermaßen angenehmen Sitzen. Der Innenraum des neuen Mercedes wirkt wie eine eigene Welt. Hochwertige Materialien, feine Zierelemente in gebürstetem Aluminium, die Sitze sind zweifarbig in einem Mix aus nachgebildetem Leder und feinen Mikrofasern bezogen. Es sieht gut aus, fühlt sich gut an – und laut Hersteller ist es zudem robust und pflegeleicht. Außergewöhnlich ist
Fotos: CDA Verlag GmbH (Armin Grasmuck)
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pplaus, Applaus! Der neue Mercedes CLA ist mit großen Vorschusslorbeeren auf den Markt gekommen – und er wird gefeiert, wo immer er vorfährt. Bei BEST IN CLASS, dem einzigartigen Fachpreis von electricar, ist das viertürige Coupé als Elektroauto des Jahres in der Mittelklasse ausgezeichnet worden. Mehr Komfort, mehr Reichweite, mehr Fahrgenuss – die neue Klasse mit Stern überzeugt durch ein höchst attraktives Gesamtpaket, das Maßstäbe setzt. So wie er vor uns steht, wird auf den ersten Blick klar: Dieser Durchstarter ist in jeder Sequenz konsequent auf Effektivität getrimmt. Flach liegt er auf dem Asphalt, die rasant und modern gezeichnete Frontpartie tief nach unten gezogen. Ein Stilelement von besonderer Kraft ist die große schwarze Maske mit dem massiven Sternlogo in der Mitte und Dutzenden von symmetrisch angeordneten Sternchen außenrum. Wir fahren den rein elektrischen Mercedes-Benz des Typs CLA 250+ mit EQ-Technologie. Im knackigen Metalliclack – laut offizieller Farbpalette: Klarblau – und aufgepeppt mit gehaltvollen Extras wie dem Premium-Plus-Paket und der dynamischen AMG-Linie. Das heißt unter anderem: Sportsitze, Sportlenkrad und Leichtmetallfelgen in 18 Zoll.
IM PRAXISTEST electricar-Chefredakteur Armin Grasmuck fährt den neuen Mercedes-Benz CLA 250+ mit EQ-Technologie.
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rein mit dem Tempomat. Per Fingerwisch stellen wir die Geschwindigkeit links am Lenkrad auf 130. Der Mercedes fährt jetzt im Alleingang, wir lenken nur noch.
Route professionell geplant Serienmäßig ist der CLA 250+ unter anderem mit einer Klimaanlage, beheizbaren Vordersitzen, Panoramadach, dem digitalen Info-Display und dem 14 Zoll großen Touchscreen, mit dem das Infotainment gesteuert werden kann, ausgestattet. Wir testen den Sprachassistenten: „Hey, Mercedes!“ Das Auto reagiert direkt: „Was kann ich für dich tun?“ Wir nennen die Zieladresse. Das Auto verarbeitet sie prompt, ohne Haken,
IN FLIESSENDER ELEGANZ
Fotos: CDA Verlag GmbH (Armin Grasmuck)
Den Neustarter ziert die Silhouette eines Coupés, gestreckt mit flach abfallendem Heck und rahmenlosen Seitenscheiben. Sein Ladevolumen beträgt im Kofferraum 401 Liter, dazu kommt der Frunk mit 101 Litern.
das dunkle und sehr breite Panel unterhalb des großflächigen Armaturenbretts, in das die Bildschirme integriert sind. Es reicht von Tür zu Tür. Das Lenkrad mit dem großen Stern in der Mitte lädt zum Losfahren ein. Links und rechts sind alle relevanten Funktionen leicht per Tastendruck oder Fingerwisch zu steuern. Der CLA hat keinen Startknopf. Einfach den Schalthebel rechts hinter dem Lenkrad nach unten drücken. D wie Drive. Schon rollt der neue Stern. Hmmm, er gleitet. Und wupp, das zweistufige Getriebe schaltet einmal nach oben. Dann schnurrt der E-Benz mit gediegenem Vortrieb. Leise und stabil in der Spur. Der CLA bleibt auch bei Tempo 100 auf der Überlandstraße angenehm ruhig, daran können wir uns gewöhnen. Mercedes schickt dieses Modell mit dem Versprechen von höchster Effizienz auf die Reise. Das bedeutet: geringer Verbrauch, große Reichweite. Klingt positiv. Wir möchten es auf der Langstrecke testen: einmal aus der bayerischen Metropole in den Südosten der Steiermark und zurück. Also rauf auf die Autobahn und
Auch bei höherer Geschwindigkeit bleibt der CLA ruhig. ohne Nachfragen. Ziel erkannt, Route konzipiert, die benötigte Ladepause eingeplant. Professionell und zuverlässig. Gut gefällt uns, dass wir mit einem Fingerwisch oben rechts auf dem Touchscreen schnell und einfach zwischen dem Startbild und Apple Carplay hin- und herschalten können. Auch der bei vielen Fahrern unbeliebte Geschwindigkeitswarner kann hier relativ leicht abgeschaltet werden. Im Mercedes, so finden wir, sind die akustischen Warnsignale jedoch gut zu ertragen. Ganz abgesehen davon, dass sie im besten Fall selbstverständlich lebenserhaltend wirken können.
Achtung, Notruf! Tiefenentspannt gleiten wir auf der Autobahn aus dem Isartal gen Niederbayern, in Richtung der österreichischen Grenze. Nach der Abfahrt auf die Bundesstraße, kurz vor Simbach am Inn, erwischt es uns allerdings im Feierabendverkehr. Stau, zehn Kilometer! Minutenlang stehen wir still. Dann zockeln wir im ultralangsamen Stop-and-Go weiter. Drei Meter fahren, drei Minuten stehen, drei Meter fahren. Cool, unser Tempomat regelt es auch hier für uns, wir lenken und schauen.
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Das Auto gibt Strom, es bremst, fährt weiter, bleibt stehen. Und wir blicken starr aus dem Fenster. Ein bisschen zu konzentriert und wohl ein wenig zu lange, ohne genau hinzuhören und ohne auf das Display zu schauen ... Denn urplötzlich haut der Mercedes die Bremse rein. Er bleibt stehen, schaltet den Warnblinker an und wählt den SOS-Notruf, wie wir auf dem Bildschirm lesen können. „Tut, tuuut, tut, tuuut ...“ Wir sind überrascht bis geschockt, völlig überrumpelt. Wir möchten den Notruf abschalten und normal weiterfahren, keine Chance. „Tut, tuuut. Hier ist die Mercedes-Notrufzentrale! Wie können wir Ihnen helfen?“ Tja, schwierig, so versuchen wir zu erklären. Wir stehen im Stau – haben wohl etwas zu lange den Blick von der Fahrbahn abgewendet sowie sämtliche Alarmsignale des Fahrzeugs überhört und übersehen.
500 Kilometer ohne Nachladen sind auf der Autobahn realistisch. „Kein Unfall, keine Verletzten?“, so fragt der freundliche Herr am anderen Ende der Leitung. Nö, alles gut bei uns.
Attraktiv im Verbrauch Nach etwa einer Minute ist der unbeabsichtigte Notruf beendet und unser Auto wieder fahrbereit. Derweil werden wir im Kriechverkehr bereits links und rechts überholt. Der Fahrer eines Wagens mit niederländischem Kennzeichen schaut fragend zu uns herein und streckt den Daumen nach oben. Wir strecken die Daumen zurück. Alles fein, wir kriechen weiter. Wenige Minuten später, nach dem Grenzhäuschen und dem Überqueren des Inns fließt der Verkehr wieder normal. Dennoch: Gut zu wissen, dass das vollautomatische Notrufsystem im Mercedes zuverlässig eingreift, wenn der Fahrer nicht mehr funktionstüchtig erscheint. Auf halber Strecke werfen wir einen Blick auf den Verbrauch. Schmale 12,3 Kilowattstunden auf 100 Kilometer nach WLTP-Standard, gibt der Hersteller an.
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TYPISCH MERCEDES Der Innenraum des CLA verbindet das traditionelle Ambiente mit modernen Elementen, auch auf den Sitzen im Fond ist ausreichend Platz geboten.
Wir liegen bei 13,5, was wir für ein Fahrzeug dieser Klasse als höchst akzeptabel betrachten. Genauso wie die Reichweite von 500 Kilometern, die bei der durchschnittlichen Geschwindigkeit von 130 auf der Autobahn realistisch erscheinen. Dagegen sind die knapp 800 Kilometer, die laut WLTP ohne Nachladen möglich sein sollen, wohl ausschließlich im urbanen Verkehr zu erreichen.
Stark an der Ladesäule Imposant erscheint uns der batteriegetriebene Benz auch beim Ladestopp in der Obersteiermark: Er zieht den Strom phasenweise mit 335 Kilowatt aus der Säule. Nach sechs Minuten hat er gut 25 Kilowattstunden in den Akku geladen – knapp 190 frische Kilometer. Der Mercedes CLA 250+ steht in unserer Testvariante mit knapp 71.000 Euro auf der Preisliste. In der Basisversion kostet er rund 56.000 Euro. Das Leasing startet bei etwa 650 Euro, ohne Anzahlung sowie ausgelegt auf 48 Monate und 10.000 Kilometer im Jahr. Zu diesen Konditionen gibt es ein Premiummodell auf dem Weg in die Mobilität von morgen.
TECHNISCHE DATEN HERSTELLER
Mercedes-Benz
MODELL
CLA 250+
ANTRIEBSART
Elektro
LEISTUNG
200 kW / 272 PS
MASSE / GEWICHT
4723 x 1855 x 1468 mm / 2055 kg
ANTRIEBSACHSE
Hinterrad
ANZAHL DER TÜREN 4 KOFFERRAUM VOLUMEN
405 l + 101 l (Frunk)
REICHWEITE
792 km (WLTP)
0-100 KM/H
6,7 Sekunden
SPITZE
210 km/h
PREIS
70.947,80 €
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Drive Test
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Drive Test
KOMBI KOMPAKT MIT KOMFORT Der Opel Astra Sports Tourer Electric bietet das aufgewertete Gesamtpaket für jeden Einsatz. Text: Armin Grasmuck
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Ultimate, die praktisch alle verfügbaren Elemente an Komfort und Fahrhilfen dieser Baureihe enthält – plus das als Extra zusätzlich integrierte Glasschiebedach.
Illuminierter Blitz Kleine und feine Akzente der Modellpflege sind an der Front gut zu erkennen. Der obligatorische Keil, der die flach nach unten gezogene Motorhaube teilt, verläuft praktisch nahtlos hinunter bis an die Tafel des Kennzeichens. Und, aufgepasst: Das legendäre Logo ist jetzt auch im Astra illuminiert. Es leuchtet und strahlt der Opel-Blitz – das passt. Auch zu dem
schmalen, quer verlaufenden Lichtband, das die Scheinwerfer verbindet. Stichwort Licht: Die LED-Scheinwerfer sind bereits in der Basisversion des Astra Sports Tourer enthalten. Optional gibt es die hochwertigen Intelli-Lux-MatrixLED-Leuchten, ein Qualitätsmerkmal von Opel, die nun mit exakt 51.200 Pixeln – also 25.600 pro Scheinwerfer – die Nacht auf der Fahrbahn zum Tag machen. Laut Hersteller werden vorausfahrende und entgegenkommende Fahrzeuge sowie auch Fußgänger und Radfahrer fortan noch schneller erkannt und aus dem Fernlicht herausgeblendet.
Fotos: CDA Verlag GmbH (Armin Grasmuck)
A
uf den ersten Blick könnte der geneigte Beobachter glauben, dieser flotte Kombinationskraftwagen ist das Ergebnis einer strahlenden Zukunftsvision, welche die Designer und Entwickler in Rüsselsheim auf die Straße gebracht haben. So, wie der Opel Astra Sports Tourer Electric vor uns steht. Wer etwas tiefer in die Materie einsteigt, merkt jedoch relativ schnell: In diesem Kombi stecken auch 63 Jahre Tradition, Routine und Finesse. Aus dem extrem kantigen Kadett A Caravan des Jahres 1963 ist über diverse Phasen der Evolution dieser batteriegetriebene Sports Tourer entstanden, der sich anno 2026 noch einmal optisch und inhaltlich aufgewertet präsentiert. Opel bleibt konsequent. Der Astra Sports Tourer ist einer von nur rund einem Dutzend E-Kombis, die in dieser von SUV-Modellen geprägten Zeit angeboten werden. Die Zielgruppe für den Stromer ist relativ klar umrissen: kostenbewusste Fahrer von Dienstwagen und berufliche Pendler, traditionsverbundene Umsteiger in die Mobilität von morgen sowie Paare und Familien, die Wert auf ausgedehnten Stauraum legen. Wir möchten in der Praxis erleben, ob der Kombi diesen Ansprüchen genügt. Unser Testwagen ist der Opel Astra Sports Tourer Electric in der Variante
ERSTE AUSFAHRT electricar-Chefredakteur Armin Grasmuck testet den Opel Astra Sports Tourer Elektro in der Ultimate-Variante.
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60
Drive Test
Stabil und gediegen rollt der Kombi auf der Fahrbahn.
Okay, das Tempo passt Das zentrale Element im Innenraum wird bei Opel als Pure Panel bezeichnet. Es liefert auf zwei je zehn Zoll großen Bildschirmen alle für den Fahrer relevanten Zahlen und Daten. Das digitale InfoDisplay hinter dem Lenkrad ist modern gestaltet und leicht zu erfassen. Per Knopfdruck seitlich am Hebel für den Blinker lassen sich verschiedene Informationsquellen auf diesem Bildschirm einstellen, etwa der momentane Verbrauch, der Energiefluss oder die Assistenz- und Sicherheitssysteme.
SPORTLICHE LINIEN
Fotos: CDA Verlag GmbH (Armin Grasmuck)
Die lange, flach gezogene Silhouette wirkt deutlich dynamischer als bei den klassischen Business-Kombis. Mehr als 1550 Liter kann der Kofferraum fassen.
Sportlich wirkt die Dachlinie, die sanft nach hinten abfällt und in dem massiven Dachkantenspoiler ausläuft. Am ebenso modern gezeichneten Heck wirkt die flache, abgedunkelte Scheibe als zentrales Element. Weiter unten steht in schwarzen Lettern der Schriftzug ASTRA. Alles drin, alles dran – bitte einsteigen! Wir nehmen Platz und fühlen uns wohl. Stichwort Sitze, ebenfalls eine Domäne von Opel. Unser Testwagen ist mit den rückschonenden AGR-Modellen ausgestattet – elektrisch verstellbar, mit Massagefunktion und ausziehbarer Auflage für die Oberschenkel. Was wir bereits spüren, bevor wir losrollen: Die Sitze sind gut geformt, sie bieten spürbar stabilen Seitenhalt. So, jetzt möchten wir los. Der Fahrstufenregler ist im Astra prominent, halb links im vorderen Bereich der Mittelkonsole platziert. Wir ziehen ihn ganz zurück auf D wie Drive. Ein Tupfer auf das Strompedal, sanft gleitet der Sports Tourer vom Parkplatz – und ausgesprochen ruhig.
Selbst im digitalen Zeitalter sind Tasten und Schalter wertvoll. Auch ein Head-up-Display auf der Windschutzscheibe, das die wichtigsten Fahrdaten in das Sichtfeld des Fahrers spiegelt, ist mit an Bord. Gut gefällt uns das automatische Erkennen der Kennzeichen inklusive Tempolimits. Opel macht es bequem: einfach links auf dem Lenkrad die Taste OK drücken – und das Fahrzeug passt sich sogleich an die erlaubte Geschwindigkeit an. Daran können wir uns schnell gewöhnen. Der Tempomat hält den Astra souverän im Verkehrsfluss der Vorstadt, stets im richtigen Abstand zu den Vorausfahrenden, wir brauchen nur noch zu lenken.
Routenplaner mit Ladestopps Der Touchscreen für das Infotainment ist auf der rechten Seite des Panels und hoch über der Mittelkonsole angeordnet. Er kann individuell gestaltet sowie schnell und einfach per Fingerwisch neu justiert werden. Professionell verhält sich das Navigationssystem. Wir animieren es verbal mit einem kurzen „Hey Opel“ und nennen unser Fahrziel. Der Sports Tourer übernimmt es in die Navigation, plant die Route zum Zielort inklusive der nötigen Ladestopps. Das sieht gut aus. Laut Opel
electricar Magazin
Drive Test
passt sich das System auch dynamisch an das Verkehrsgeschehen und den jeweiligen Verbrauch an. Die Ladestopps werden entsprechend aktualisiert. Praktisch sind die Schnellwahltasten unterhalb des Touchscreens, hier können zum Beispiel die Sitzheizung und die Klimaanlage einfach aktiviert werden. Auch auf dem Multifunktionslenkrad gibt es Tasten und Kippschalter, die selbst im digitalen Zeitalter noch wertvoll, weil einfach und gut zu bedienen sind.
61
STIL DER MODERNE Im Innenraum des Astra Sports Tourer dominiert das als Pure Panel bezeichnete Cockpit, das zwei Zehn-Zoll-Displays verbindet. Auf der Rückbank können zwei Erwachsene bequem sitzen.
Angenehm ruhig bei Tempo 130 Wir fahren auf die Autobahn und treten das Strompedal etwas fester. Der Sports Tourer schiebt an, doch wir spüren schnell: Es ist keine Rennmaschine. 115 Kilowatt, also 156 PS, bei dem maximalen Drehmoment von 270 Newtonmetern scheinen für diesen Kombi angemessen zu sein. Das Fahrzeug bleibt ruhig und angenehm, auch bei Tempo 130, es wirkt komfortabel gedämmt und gedämpft. Künstlich intelligente Assistenten tragen dazu bei, dass wir allzeit gut die Spur halten. Bei 170 km/h wird der E-Opel automatisch abgeregelt. Neben dem Tempomat, dem Erkennen der Verkehrszeichen und den Spurhaltern gibt es weitere Systeme, die nachhaltig
Der Kombi lässt sich gut in Fuhrparks und Flotten integrieren. für Sicherheit sorgen sollen, etwa die Notbremse, die Einparkhilfe, die Rückfahrkamera sowie die Warner für Totwinkel und Querverkehr.
Effizient im Verbrauch Das Volumen der Batterie ist über die Modellpflege leicht vergrößert worden. 58,5 Kilowattstunden fasst der Akku des Astra Sports Tourer nun, damit sollen Reichweiten von bis zu 445 Kilometern nach WLTP-Standard ermöglicht werden. Den Verbrauch gibt Opel mit rund 15,6 Kilowattstunden auf 100 Kilometer an, für einen Kombi höchst effizient.
electricar Magazin
Die maximale Ladeleistung beträgt 100 Kilowatt. An einer Schnellladesäule kann die Batterie laut Hersteller in rund einer halben Stunde von zehn auf 80 Prozent geladen werden. Zieht der Astra den Strom aus Wechselstromgeräten, beispielsweise Wallboxen zuhause oder am Arbeitsplatz, kann er mit bis zu elf Kilowatt laden. Der Akku wird auf diese Weise in rund fünfeinhalb Stunden von null auf 100 Prozent gefüllt. Gemessen an diesen Eckdaten ist der Kombi als pragmatisches wie komfortables und alltagstaugliches Modell leicht in Fuhrparks und Flotten zu integrieren.
Diverse Angebote im Leasing Unser Testwagen steht mit gut 48.000 Euro auf der Preisliste. Das Basismodell des Opel Astra Sports Tourer Electric startet bei knapp 40.000 Euro. Die Angebote für das Leasing variieren je nach Höhe der Anzahlung stark. Vom Hersteller wird derzeit eine Variante ohne Sonderzahlung offeriert: monatliche Raten ab 256 Euro, Laufzeit 36 bis 48 Monate, jährliche Fahrleistung 10.000 Kilometer. Die Erfahrung aus 63 Jahren Kombinationskraftwagen in der kompakten Klasse gibt es selbstverständlich gratis dazu.
TECHNISCHE DATEN HERSTELLER
Opel
MODELL
Astra Sports Tourer Electric Ultimate
ANTRIEBSART
Elektro
LEISTUNG
115 kW / 156 PS
MASSE / GEWICHT
4642 x 1859 x 1498 mm / 1765 kg
ANTRIEBSACHSE
Vorderrad
ANZAHL DER TÜREN 5 KOFFERRAUM VOLUMEN
516 - 1553 l
REICHWEITE
445 km (WLTP)
0-100 KM/H
9,5 Sekunden
SPITZE
170 km/h
PREIS
48.060 €
62
Drive Test
electricar Magazin
Drive Test
MIT VORTRIEB UND VOLUMEN Der Toyota bZ4X Touring ist ein SUV-Modell für jeden Einsatz – robust, kraftvoll wie komfortabel.
E
Text: Armin Grasmuck
in Wolf im Schafspelz“, so umreißt e s d e r Ko l l e g e im Verlagshaus. Die Stimme vibriert, seine Augen leuchten. Er hat den Toyota bZ4X Touring vorgefahren. Und ja, der Kollege, der sonst mehr den direkten Draht zu den Geschäftskunden pflegt als Autos zu testen, scheint von dem neuen Modell nachhaltig beeindruckt zu sein. Der bZ4X als Touring? Es klingt knifflig. Denn das Grundmodell, seit Sommer 2022 als SUV der Mittelklasse auf dem Markt, bietet bereits reichlich Volumen. Jetzt wird der E-Toyota also auch in der Kombiversion angeboten. Mehr Platz, mehr Komfort – so lautet die Prämisse. Unser Testwagen ist offiziell als Toyota bZ4X Touring Lounge AWD definiert. Das heißt: volle Hütte. Top ausgestattet, etwa mit Leichtmetallfelgen auf 20 Zoll, Panoramaglasdach, Rückfahrkamera, automatischem Assistenten zum Einparken und digitalem Rückspiegel. Es bedeutet auch: 380 PS. Ein Wolf im Schafspelz? Nun ja, zumindest der massive Vorschub scheint garantiert zu sein.
durchgehende Lichtleiste, was den Kombi noch massiver wirken lässt. Das Heck setzt ebenfalls neue Akzente. Überarbeitet worden sind die Stoßstange und die Lichtleiste, die etwas schmaler erscheint. Dazu kommen die großen Felgen, die robusten Stoßfänger vorn wie hinten und der neue Anstrich in Brillant Bronze Metallic: Dieser vom Hersteller dezent als „alltagstauglich“ beschriebene bZ4X trägt offensichtlich auch die Attribute von Outdoor und Offroad in sich. Eigentlich logisch, denn der rein elektrische Toyota wird in enger Kooperation mit Subaru, dem ebenfalls in Japan be-
heimateten Hersteller und Experten für geländegängige Modelle, gebaut.
Interieur im Zeitgeist So, genug theoretisiert. Jetzt möchten wir den Tourer auch bewegen. Wir nähern uns dem Fahrzeug, die Türen entriegeln sich automatisch. Smart Key, so heißt es im Fachjargon. Wir steigen ein, sitzen bequem und machen große Augen. Jep, der bZ4X ist auch im Innenraum nachhaltig aufgetrimmt worden. Neues Cockpit, größerer Touchscreen, praktische Ladeschalen für die Smartphones – alles schnell und einfach zu erfassen.
Neue Akzente Auch optisch wirkt der Tourer frischer und dynamischer als der Urtyp. Gut zu erkennen ist dies an der markanten und kantigen Front. Zwischen den nun tiefer positionierten Scheinwerfern strahlt eine
electricar Magazin
ERSTE AUSFAHRT electricar-Chefredakteur Armin Grasmuck hat die Gelegenheit, den Toyota bZ4X Touring zu testen.
63
64
Drive Test
dem Lenkrad positionierte Kombiinstrument dar. Es liefert dem Fahrer, klar strukturiert, alle relevanten Daten.
Viel Platz, auch in Reihe zwei Zu dem ruhigen und gediegenen Fortkommen trägt, wie bereits im Urmodell, das großzügige Raumgefühl bei. Auf den Vordersitzen und auch im Fond findet im bZ4X jeder Passagier seinen Platz. Ja, in diesem gedehnten SUV der Mittelklasse lassen sich die Beine bequem ausstrecken. Auch der Kofferraum ist opulent bemessen. Sind die Rücksitze vollständig umgeklappt, fasst er bis zu 1718 Liter.
In diesem SUV lassen sich auf jedem Sitz die Beine ausstrecken. AERODYNAMISCH KLAR
Fotos: CDA Verlag GmbH (Armin Grasmuck)
Der Kombi ist länger und damit voluminöser als das SUV im Grundmodell – und doch windschnittig. Sind die Rücksitze umgeklappt, fasst der Kofferraum bis zu 1718 Liter.
Wir drücken den Startknopf und drehen den Wahlregler auf der Mittelkonsole – D wie Drive. Der bZ4X rollt ruhig und gediegen vom Parkplatz. Fast lautlos und geschmeidig gleitet er durch die engeren Straßen. Doch dann, kurz hinter dem Ortsschild, das Strompedal etwas tiefer getreten .... boah, der Tourer schiebt tatsächlich kräftig an. Die Hände krallen sich am Lenkrad fest. Es fällt auf, dass sich dieses wuchtige Fahrzeug in den schnellen und engeren Kurven überraschend agil präsentiert. Satte zwei Tonnen Leergewicht? Wir spüren nur wenig davon. Auf der Landstraße schnurren wir jedoch lieber entspannt bei Tempo 70 bis 100. Stichwort Lenkrad. Das zentrale Steuerelement mit dem prägnanten Markenlogo in der Mitte bietet zahlreiche Druckknöpfe und Schaltwippen. Sie sind leicht zu bedienen und allein durch ein wenig Probieren auch relativ schnell zu erfassen. Einen Mix aus Infobildschirm und Head-up-Display stellt das weit und hoch hinter
Auf der Bundesstraße entlang der Donau aktivieren wir den Tempomat. Ein Tastendruck auf der rechten Seite des Lenkrads, das Tempo über die Taste Plus-Minus fixiert und der Abstand zum Vorausfahrenden justiert – jetzt fährt der Toyota praktisch automatisch. Wir lenken und halten das Verkehrsgeschehen im Blick. Es wirkt entspannend, weil unser Testwagen sich professionell an die jeweilige Lage anpasst. Er bremst, er beschleunigt. Erscheint ihm eine Kurve zu rasant, fährt er sie einfach etwas langsamer. Daran können wir uns gewöhnen.
Stabil auf dem Feldweg Die ausgedehnte Einheit im Gelände sparen wir uns. Doch wir möchten schon wissen, wie sich der kernige Tourer abseits des Asphalts verhält. Also rein in den Feldweg, zumindest ein wenig auf dem trockenen Schotter schütteln. Viele der groben Unebenheiten steckt der bZ4X über seine starken Dämpfer weg. Er bleibt stabil, auch als es im angrenzenden Wald etwas enger, wurzeliger und steiler wird. Alltagstauglich? Wir meinen: ja – selbst für Bauern und Förster. Die Leistung des Toyota ist jedoch auch für Dienstfahrten auf konventionellen Wegen und für die Stippvisite
electricar Magazin
Drive Test
im Supermarkt ausgesprochen großzügig ausgelegt. Der allradgetriebene bZ4X Touring schiebt mit 280 Kilowatt, den besagten 380 Pferdestärken und dem mächtigen Drehmoment von 537 Newtonmetern nach vorn. Er hat eine 74,7 Kilowattstunden große Batterie an Bord, die – abhängig von der Größe der Felgen – mehr als 520 Kilometer nach WLTP-Standard ermöglichen soll.
FAKTOR LOUNGE Der Innenraum des Tourers ist modern und aufgeräumt gestaltet. Ansprechende Materialien und das großzügige Platzangebot sorgen auch auf der Rückbank für ein angenehmes Ambiente.
Fünf Sterne von Euro NCAP An Schnellladesäulen kann der Strom mit der Leistung von bis zu 150 Kilowatt in den Akku gezogen werden. Laut Toyota ist die Batterie damit in knapp einer halben Stunde von zehn auf 80 Prozent geladen. In der von uns gefahrenen Lounge-Variante ist zudem ein 22-Kilowatt-On-Board-Charger für ACLadepunkte verbaut. An entsprechend ausgelegten Wallboxen kann der Tourer in rund 3,5 Stunden von null auf 100 Prozent geladen werden. Die zweite Hälfte unserer groß angelegten Testrunde starten wir auf der Autobahn. Auch hier wirkt der bZ4X in jeder Sequenz souverän. Er hält den Kurs, wechselt dank des künstlich intelligenten Assistenten für den Spurwechsel zudem
Das Topmodell richtet sich an Kunden mit gehobenem Anspruch. die Fahrbahn jederzeit gut abgestimmt, ohne Wackler. Als weitere Assistenzsysteme hat der Tourer unter anderem das Pre-Collision-System, das Fußgänger und Radfahrer erkennt und bei Bedarf die automatische Notbremse aktiviert, den Warner für den Querverkehr, die Einparkhilfe und die 360-Grad-Kamera an Bord. Von Euro NCAP, der maßgeblichen Instanz für Sicherheit, gibt es dafür die Höchstzahl von fünf Sternen.
Anhängelast 1500 Kilo Robustheit, Vortrieb und Volumen: Die Strategen von Toyota zielen mit der Topversion des bZ4X auf anspruchsvolle
electricar Magazin
Fahrer und Umsteiger, welche die umfassenden wie komfortablen Extras und die Vorzüge des batterieelektrischen Antriebs zu schätzen wissen. Dazu zählen aktive Familien, für die der Faktor Outdoor relevant ist, sowie natürlich auch die Verantwortlichen von gewerblichen Fuhrparks und Flotten. Wichtig in diesem Zusammenhang: Der Tourer zieht auch Anhänger mit dem Gesamtgewicht von bis zu 1500 Kilogramm. Klar, die Lounge-Option, die wir fahren, hebt sich durch massive Leistung sowie die zusätzlichen Elemente für Komfort und Sicherheit deutlich von der frontgetriebenen Basisversion ab. Laut Hersteller soll es eine Alternative für Kunden mit gehobenem Anspruch darstellen.
TECHNISCHE DATEN HERSTELLER
Toyota
Satte Rabatte
MODELL
bZ4X Touring Lounge AWD
Der Toyota bZ4X Touring Lounge AWD steht mit 59.500 Euro auf der Preisliste. Davon abzuziehen ist der Bonus von bis zu 7600 Euro, den die Vertragshändler derzeit bieten – plus gegebenenfalls die staatliche Förderprämie. Die Leasingraten liegen beispielsweise im Bereich zwischen 250 und 400 Euro monatlich, auf 60 Monate, 10.000 Kilometer im Jahr und mit einer Anzahlung von 1000 Euro.
ANTRIEBSART
Elektro
LEISTUNG
280 kW / 380 PS
MASSE / GEWICHT
4830 x 1860 x 1675 mm / 2000 kg
ANTRIEBSACHSE
Allrad
ANZAHL DER TÜREN 5 KOFFERRAUM VOLUMEN
669 - 1718 l
REICHWEITE
528 km (WLTP)
0-100 KM/H
4,5 Sekunden
SPITZE
180 km/h
PREIS
59.500 €
65
66
Drive Release
DER ANGREIFER
MAZDA CX-6E: PREISBRECHER MIT CHIC
Text: Armin Grasmuck
D
er traditionsreiche Her-
nal illuminierte Leuchtspange an der Front
steller aus Japan setzt
wirkt wie das Designelement der nächsten
den nächsten Akzent
Dimension. Clou: An den einzigartigen
seiner Elektrostrategie.
Leuchten soll unter anderem der Ladestand
Einen SUV der Mit-
an der Stromsäule abzulesen sein. In der
telklasse – außen wie
Topvariante Takumi Plus sind 21-Zoll-Räder
innen im Zeitgeist gestaltet, hochwertig
und digitale Außenspiegel, die das nächste
ausgestattet, alltagstauglich und preis-
Umfeld des Fahrzeugs auf Bildschirme in
lich vergleichsweise attraktiv. Der CX-6e
den Türen übertragen, an Bord. Dynamische
entspringt, wie die im vergangenen Jahr
Eleganz strahlt aus dem Heck. Speziell die
vorgestellte Limousine 6e, dem Joint
schmalen, scharfkantigen Rückleuchten an
Venture, das Mazda mit dem chinesischen
der oberen Kante des Kofferraumdeckels
Produzenten Changan geschlossen hat.
wirken futuristisch bis angriffslustig.
Von außen betrachtet, wird schnell klar,
Der Innenraum des SUV ist, dafür steht
dass der CX-6e als Modell für die Mobilität
Mazda, bewusst reduziert gestaltet. Einmal
von morgen konzipiert ist. Die dreidimensio-
mehr folgen die Designer der japanischen
MODERNES CROSSOVER Der SUV der Mittelklasse ist futuristisch gezeichnet, von dynamischer Eleganz strahlen die schmalen Rückleuchten.
electricar Magazin
Drive Release
67
KLARES DESIGN Der Innenraum ist bewusst reduziert gestaltet, digitale Außenspiegel gibt es optional, der Kofferraum fasst bis zu 1434 Liter.
Philosophie Ma. Das heißt: Klarheit, Kom-
Verbrauch gibt Mazda mit 19,4 Kilowattstun-
fort und Raum. Grundsätzlich neu ist das
den auf 100 Kilometer an. Eine voll geladene
Cockpit konzipiert. Es gibt keinen Bild-
Batterie soll mehr als 480 Kilometer nach
schirm hinter dem Lenkrad. Die relevanten
WLTP-Standard ermöglichen.
Daten kann der Fahrer dafür von dem
190 Kilowatt, also 258 PS, liefert der Elekt-
serienmäßig verfügbaren Head-up-Display
romotor, der an der Hinterachse angebracht
auf der Windschutzscheibe ablesen.
ist, bei dem maximalen Drehmoment von 290 Newtonmetern. Aus dem Stand auf Tempo 100, der neue Mazda schafft es in 7,9
Ebenfalls bereits in der Basisversion ent-
Sekunden. Bei 185 km/h wird er automatisch
halten ist der voluminös wirkende und
abgeregelt. Die maximale Anhängelast ist
mehr als 26 Zoll große Touchscreen, der
mit 1500 Kilogramm angegeben.
sich praktisch vom Lenkrad bis vor den
Fotos: Mazda
Riesiger Bildschirm
Beifahrersitz erstreckt. Dieser Bildschirm
Extras in der Variante Takumi Plus
ist in zwei Bereiche unterteilt, er kann vom
Der Mazda CX-6e startet in der Basisver-
TECHNISCHE DATEN
Fahrer und auch von der Person auf dem
sion Takumi bei knapp 50.000 Euro, was
HERSTELLER
Mazda
Platz daneben bedient werden. Auch das
gemessen an der Ausstattung als attraktiv
MODELL
CX-6e
Panoramadach mit elektrischem Rollo, die
zu bewerten ist. Beim Leasing liegen die
ANTRIEBSART
Elektro
Wärmepumpe, die 360-Grad-Kamera, das
monatlichen Raten – je nach Laufzeit, Kilo-
LEISTUNG
190 kW / 258 PS
Soundsystem mit 23 Lautsprechern und
meterleistung, Anzahlung respektive staat-
MASSE / GEWICHT
zahlreiche künstlich intelligente Fahrassis-
licher Förderprämie – im Bereich zwischen
4850 x 1935 x 1620 mm / 2130 kg
ANTRIEBSACHSE
Hinterrad
tenten sind grundsätzlich an Bord.
250 und 500 Euro. Beispiel: Auf Carwow,
TÜRANZAHL
5
KOFFERRAUM VOLUMEN
468 bis 1434 l
REICHWEITE
484 km (WLTP)
0-100 KM/H
ab 7,9 Sekunden
SPITZE
185 km/h
PREIS
ab 49.990 Euro
Der CX-6e ist mit einer 78 Kilowattstun-
dem Vergleichsportal im Internet, wird das
den großen LFP-Batterie ausgestattet, die
Crossover zu Raten von 283 Euro angebo-
mit der Leistung von maximal 200 Kilowatt
ten, 48 Monate, 10.000 Kilometer im Jahr,
aufgeladen werden kann. An entsprechend
6000 Euro Anzahlung oder Förderprämie.
ausgelegten Stromsäulen wird der Akku
Die Variante Takumi Plus startet bei
laut Hersteller in 24 Minuten von zehn auf
52.990 Euro. Für den Aufpreis von 3000
80 Prozent geladen. Wer den SUV zuhause,
Euro im Vergleich zum Grundmodell gibt es
unterwegs oder am Arbeitsplatz an eine
unter anderem die größeren Räder, digitale
Wallbox anschließt, kann den Strom mit bis
Spiegel außen wie innen sowie beheizte und
zu elf Kilowatt in die Batterie ziehen. Den
belüftete Sitze auf der Rückbank.
electricar Magazin
Drive Release
DREIER MIT DRIVE
BMW i3: MEHR LEISTUNG, KOMFORT UND REICHWEITE Text: Armin Grasmuck
E
ines ist klar: Der neue
auch das neue Markendesign, was speziell
BMW i3 hat mit dem
an der Front klar zu erkennen ist. Das
kompakten Elektropio-
prägende Element auf der Vorderseite ist
nier, der 2013 auf den
nunmehr zweigeteilt, die traditionelle Niere
Markt kam und 2022
in die exquisite Lichtsignatur integriert.
eingestellt wurde, nur
Am steil abstürzenden Heck dominiert die
wenig bis gar nichts gemein. Das Urmodell
schmale Lichtleiste, die ebenfalls in der
war in seiner Form klar als Stadtmobil kon-
Mitte durch das Markenlogo getrennt ist.
zipiert, dagegen ist der i3 des Jahres 2026
Zum Marktstart bietet BMW den i3 in der
eine batteriegetriebene Limousine des mitt-
allradgetriebenen First-Edition-Variante 50
leren Segments auf Basis der neuen Klasse.
xDrive an. Das heißt: Mehr Leistung, mehr
Der Dreier ist wieder der Dreier – in der
Komfort, mehr Reichweite. Gemäß dem
Form, die das Erfolgsmodell seit mehr als
Markenversprechen fährt die Limousine
50 Jahren charakterisiert. Und mit dem
technisch auf dem neuesten Stand. Die
richtigen Drive auf dem Weg in die Mobilität
109 Kilowattstunden große Batterie kann
von morgen. Dies betrifft selbstverständlich
über das 800-Volt-Bordnetz den Strom
Fotos: BMW
68
SPORTLICH ELEGANT Im Vergleich zu früheren Modellen wirkt die Limousine der Mittelklasse gedrungener und dadurch kraftvoller.
electricar Magazin
Drive Release
TECHNISCHE DATEN HERSTELLER
BMW
MODELL
i3 50 xDrive
die Rekuperation und das Laden fallen in
ANTRIEBSART
Elektro
diesen Bereich.
LEISTUNG
345 kW / 469 PS
MASSE / GEWICHT
4760 x 1865 x 1480 mm / ab 2280 kg
Das „Superhirn des automatisierten Fahmit bis zu 400 Kilowatt aus der Ladesäule
rens“ ist die Schaltzentrale, die Fahrtrouten
ANTRIEBSACHSE
Allrad
ziehen. Laut Hersteller werden somit in nur
konzipiert und die von den im Fahrzeug
TÜRANZAHL
4
zehn Minuten bis zu 400 frische Kilometer
verbauten Sensoren gewonnenen Daten
420 l + 31 l (Frunk)
in den Akku gezogen. Gut 900 Kilometer
verarbeitet. Hier werden etwa der künstlich
KOFFERRAUM VOLUMEN
nach WLTP-Standard sollen in dem neuen
intelligente Assistent zum Spurhalten und das
REICHWEITE
906 km (WLTP)
0-100 KM/H
ab 4,7 Sekunden
BMW mit einer voll geladenen Batterie ohne
autonome Fahren des Levels 2+ zuverlässig
SPITZE
200 km/h
Ladestopp möglich sein.
gesteuert. Auf einem eigenen Rechner läuft
PREIS
ab 75.340 Euro
Vier Rechner an Bord
auch das Infotainment, das im Vergleich zu früheren BMW-Modellen digitaler und nach-
Der Innenraum des i3 präsentiert sich kon-
haltig aufgewertet worden ist. Schließlich wer-
sequent aufgeräumt. BMW verabschiedet
den auch Basisfunktionen wie die elektrischen
sich hier von dem traditionellen Info-Display
Fensterheber und die Heckklappe auf einem
hinter dem Lenkrad. Dafür präsentiert das
eigenen Computer gesteuert.
neu entwickelte Panoramic Vision, das sich als massives Band am unteren Ende der
Massiv nach vorn
Windschutzscheibe über die gesamte Brei-
Selbstverständlich bürgt die neue Limou-
te erstreckt, alle für den Fahrer relevanten
sine auch für vehementen Vortrieb. In der
Daten. Über einen 17,9 Zoll großen Bild-
Startedition baut der Dreier auf die Leistung
schirm wird das Infotainment gesteuert.
von 345 Kilowatt, also rund 469 PS, bei dem
Die neue E-Architektur des bayerischen
massiven Drehmoment von maximal 645
Premiumproduzenten verzichtet auf den
Newtonmetern. Oder kurz: in 4,7 Sekunden
gewohnten Mitteltunnel, dadurch soll das
aus dem Stand auf Tempo 100.
Fahrzeug offener und luftiger wirken.
Das First-Edition-Modell BMW i3 50
Futuristisch mutet an, dass im i3 sämt-
xDrive kostet in der Basis 75.340 Euro. Im
liche Funktionen von vier leistungsstarken
Leasing wird die Limousine bis Ende Sep-
Rechnern übernommen werden. Einer heißt
tember zu diesen Konditionen angeboten:
„Heart of Joy“, das Herz der Freude. Dieser
48 Monatsraten zu je 799 Euro, 5000 Kilo-
Computer kontrolliert die Fahrdynamik
meter pro Jahr, Sonderzahlung 6000 Euro.
und den Antrieb – vom Stillstand bis zur
Mittelfristig soll eine günstigere Einstiegs-
Höchstgeschwindigkeit. Auch das Bremsen,
variante mit Heckantrieb folgen.
electricar Magazin
FUTURISCHE AKZENTE Der i3 ist innen wie außen von Grund auf neu gestaltet worden – am Heck dominiert das schmale Lichtband, das durch das Markenlogo in der Mitte unterbrochen ist.
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MARKE Modell
Vergleichen Sie alle in Deutschland verfügbaren Elektromodelle online unter: www.dietester.de
Auf diesen Seiten finden Sie die wichtigsten Zahlen, interessante Fakten und die Preise zu allen aktuellen E-Automodellen mit mindestens 650 Kilometern Reichweite (WLTP), gereiht vom günstigsten bis zum teuersten Modell.
Drive Service
E-AUTOS MIT TOP REICHWEITE
70
TESLA Model 3 Premium
OPEL Grandland Electric Long Range
MERCEDES CLA 250 EQ
Listenpreis (€ inkl USt) Modellstart Antriebsart Karosserieform Fahrzeugklasse
44.990 € 12/25 RWD Limousine Mittelklasse
51.750 € 10/25 FWD SUV Mittelklasse
52.872 € 2/26 RWD Limousine Mittelklasse
REICHWEITE Kapazität Verbrauch / KWh/100 km Reichweite / WLTP Reichweite City / WLTP
79,0 kWh 13,6 750 km k.A.
96,9 kWh 17,3 694 km k.A.
71,0 kWh 12,3 674 km 770 km
LEISTUNG 0-100 km/h Top Speed Leistung (PS) Leistung (kW)
5,2 s 201 km/h 320 PS 235 kW
8,8 s 170 km/h 231 PS 170 kW
6,7 s 210 km/h 272 PS 200 kW
BATTERIE min. Ladezeit bis 80% max. Ladeleistung in kW Garantie HV Batterie in Jahren Garantie HV Batterie in km
22 min 250 kW 8 192.000
27 min 160 kW 8 160.000
20 min 250 kW 6 100.000
GRÖSSE Länge Breite Höhe Leergewicht Kofferraumvolumen
4720 mm 1850 mm 1440 mm 1822 kg 594 l
4650 mm 1905 mm 1665 mm 2255 kg 550 l
4723 mm 1855 mm 1468 mm 2055 kg 405 l
MARKE Modell
DS N°8 Long Range Pallas
VOLVO EX60 Plus P10 AWD
MERCEDES EQE 300 Electric Art
Listenpreis (€ inkl USt) Modellstart Antriebsart Karosserieform Fahrzeugklasse
64.200 € 7/25 FWD SUV Obere Mittelklasse
65.990 € 8/26 AWD SUV Mittelklasse
67.187 € 4/25 RWD Limousine Obere Mittelklasse
REICHWEITE Kapazität Verbrauch / KWh/100 km Reichweite / WLTP Reichweite City / WLTP
97,2 kWh 15,9 749 km 908 km
91,0 kWh 16,2 660 km 820 km
90,5 kWh 15,8 664 km 767 km
LEISTUNG 0-100 km/h Top Speed Leistung (PS) Leistung (kW)
7,8 s 190 km/h 281 PS 207 kW
4,6 s 180 km/h 510 PS 375 kW
6,9 s 210 km/h 265 PS 195 kW
BATTERIE min. Ladezeit bis 80% max. Ladeleistung in kW Garantie HV Batterie in Jahren Garantie HV Batterie in km
27 min 160 kW 8 160.000
16 min 370 kW 8 160.000
32 min 170 kW 10 250.000
GRÖSSE Länge Breite Höhe Leergewicht Kofferraumvolumen
4820 mm 1920 mm 1580 mm 2180 kg 621 l
4803 mm 1899 mm 1635 mm 2350 kg 523 l
4946 mm 1961 mm 1510 mm 2375 kg 430 l electricar Magazin
N
L
f
Drive Service
ZEEKR 7GT Long Range Edition
PEUGEOT e-3008 Allure 230 Long Range
PEUGEOT e-5008 230 Allure Long Range
HYUNDAI IONIQ 6 Centriq (84 kWh)
POLESTAR 2 Long Range Single Motor
VOLKSWAGEN ID.7 Pro S
DS N°7 E-Tense Long Range Pallas
52.990 € 1/26 RWD SUV Obere Mittelklasse
53.000 € 10/24 FWD SUV Kompaktklasse
55.250 € 10/24 FWD SUV Mittelklasse
55.300 € 1/26 RWD Limousine Mittelklasse
57.690 € 6/24 RWD Limousine Mittelklasse
59.495 € 6/24 RWD Limousine Obere Mittelklasse
61.700 € 10/26 FWD SUV Mittelklasse
100,0 kWh (brutto) 16,9 655 km k.A.
96,9 kWh 17,2 698 km 897 km
96,9 kWh 18,2 664 km 854 km
84,0 kWh 13,5 680 km 869 km
78,0 kWh 14,8 659 km k.A.
86,0 kWh 13,6 709 km k.A.
97,2 kWh 16,3 734 km 590 km
5,3 s 210 km/h 421 PS 310 kW
8,7 s 170 km/h 231 PS 170 kW
9,6 s 170 km/h 231 PS 170 kW
7,4 s 185 km/h 228 PS 168 kW
6,2 s 205 km/h 299 PS 220 kW
6,6 s 180 km/h 286 PS 210 kW
7,8 s 190 km/h 245 PS 180 kW
16 min 480 kW 8 200.000
27 min 160 kW 8 160.000
27 min 160 kW 8 160.000
18 min 260 kW 8 160.000
28 min 205 kW 8 160.000
28 min 199 kW 8 160.000
27 min 160 kW 8 160.000
4817 mm 1910 mm 1456 mm 2285 kg 456 l
4542 mm 1895 mm 1641 mm 2241 kg 520 l
4791 mm 1895 mm 1694 mm 2316 kg 348 l
4925 mm 1880 mm 1495 mm 2000 kg 401 l
4606 mm 1859 mm 1479 mm 2069 kg 405 l
4961 mm 1862 mm 1536 mm 2226 kg 532 l
4660 mm 1900 mm 1625 mm 2138 kg 560 l
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NRGkick & Charging4Fleets
Firmenwagen zuhause laden inklusive Abrechnung Die professionelle Lösung für Fuhrparks mit E-Dienstwagen. Rechtskonforme Ladekosten-Abrechnung inklusive Hardware und Software – einfach, transparent, effizient.
Übersichtliches Flottenportal mit allen Ladedaten und Kosten
NRGkick individuell zusammenstellen: mit passender Leistung, Steckeraufsätzen und smarten Funktionen für E-Auto und Ladeumgebung.
www.NRGkick.com
kWh-genaue Aufzeichnung für Kostenerstattung
Keine Installation notwendig – sofort einsatzbereit
VERGLEICHSTEST
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Drive Service
MARKE Modell
MERCEDES C 400 EQ Avantgarde 4MATIC
AUDI Q6 SUV e-tron performance
BMW iX3 xDrive 50
MERCEDES GLC 400 4MATIC EQ
VOLVO ES90 Single Motor Core Extended Range
Listenpreis (€ inkl USt) Modellstart Antriebsart Karosserieform Fahrzeugklasse
67.711 € 7/26 AWD Limousine Mittelklasse
68.800 € 8/24 RWD SUV Obere Mittelklasse
70.900 € 3/26 AWD SUV Mittelklasse
71.281 € 3/26 AWD SUV Mittelklasse
71.490 € 12/25 RWD Limousine Obere Mittelklasse
REICHWEITE Kapazität Verbrauch / KWh/100 km Reichweite / WLTP Reichweite City / WLTP
94,0 kWh 14,3 753 km 869 km
94,9 kWh 15,9 661 km k.A.
108,7 kWh 15,1 805 km k.A.
94,0 kWh 15,8 673 km 808 km
90,0 kWh 15,6 664 km 798 km
LEISTUNG 0-100 km/h Top Speed Leistung (PS) Leistung (kW)
4,0 s 210 km/h 489 PS 360 kW
6,7 s 210 km/h 306 PS 225 kW
4,9 s 210 km/h 469 PS 345 kW
4,3 s 210 km/h 489 PS 360 kW
6,6 s 180 km/h 333 PS 245 kW
BATTERIE min. Ladezeit bis 80% max. Ladeleistung in kW Garantie HV Batterie in Jahren Garantie HV Batterie in km
22 min 330 kW 8 160.000
21 min 270 kW 8 160.000
21 min 400 kW 8 160.000
22 min 330 kW 8 100.000
22 min 310 kW 8 160.000
GRÖSSE Länge Breite Höhe Leergewicht Kofferraumvolumen
4883 mm 1892 mm 1503 mm 2460 kg 470 l
4771 mm 1939 mm 1685 mm 2275 kg 526 l
4782 mm 1895 mm 1635 mm 2360 kg 520 l
4845 mm 1913 mm 1644 mm 2535 kg 570 l
5000 mm 1942 mm 1546 mm 2410 kg 424 l
LUCID Gravity Dual Motor Grand Touring AWD
POLESTAR 5 Dual Motor Launch Edition
BMW i7 xDrive 50
PORSCHE Cayenne S Electric
MERCEDES AMG GT 55 4-Türer Coupe
Listenpreis (€ inkl USt) Modellstart Antriebsart Karosserieform Fahrzeugklasse
116.900 € 1/26 AWD SUV Oberklasse
118.600 € 9/25 AWD Limousine Oberklasse
121.400 € 7/26 AWD Limousine Oberklasse
126.400 € 3/26 AWD SUV Obere Mittelklasse
154.700 € 8/26 AWD Limousine Oberklasse
REICHWEITE Kapazität Verbrauch / KWh/100 km Reichweite / WLTP Reichweite City / WLTP
123 kWh (brutto) 18,2 748 km k.A.
106,0 kWh 17,8 678 km k.A.
112,5 kWh 20,4 727 km k.A.
107,9 kWh 19,5 651 km 800 km
106,0 kWh 18,1 690 km 802 km
LEISTUNG 0-100 km/h Top Speed Leistung (PS) Leistung (kW)
3,6 s 250 km/h 839 PS 617 kW
3,9 s 250 km/h 748 PS 550 kW
5,5 s 210 km/h 455 PS 335 kW
3,8 s 250 km/h 666 PS 490 kW
2,8 s 260 km/h 816 PS 600 kW
BATTERIE min. Ladezeit bis 80% max. Ladeleistung in kW Garantie HV Batterie in Jahren Garantie HV Batterie in km
26 min 400 kW 8 160.000
22 min 350 kW 8 160.000
28 min 250 kW 8 160.000
16 min 390 kW 8 160.000
16 min 350 kW 8 160.000
GRÖSSE Länge Breite Höhe Leergewicht Kofferraumvolumen
5035 mm 2000 mm 1658 mm 2684 kg 780 l
5087 mm 2015 mm 1425 mm 2462 kg 365 l
5395 mm 1950 mm 1550 mm 2770 kg 500 l
4991 mm 1980 mm 1674 mm 2630 kg 781 l
5092 mm 1958 mm 1420 mm 2535 kg 415 l
MARKE Modell
electricar Magazin
BMW i3 50 First Edition xDrive
AUDI A6 Sportback e-tron performance
AUDI A6 Avant e-tron performance
LUCID Air Pure RWD
MERCEDES EQS 400
AUDI S6 Sportback e-tron quattro
BMW iX xDrive 60
75.340 € 10/26 AWD Limousine Mittelklasse
75.600 € 9/24 RWD Limousine Obere Mittelklasse
77.250 € 9/24 RWD Limousine Obere Mittelklasse
85.900 € 2/24 RWD Limousine Oberklasse
94.403 € 4/26 RWD Limousine Oberklasse
99.500 € 9/24 AWD Limousine Obere Mittelklasse
99.900 € 3/25 AWD SUV Obere Mittelklasse
108,7 kWh 13,5 906 km k.A.
94,9 kWh 13,6 776 km k.A.
94,9 kWh 14,3 738 km k.A.
88,0 kWh (brutto) 13,0 747 km 901 km
112,0 kWh 15,9 810 km 891 km
94,9 kWh 15,7 678 km k.A.
109,1 kWh 17,9 701 km k.A.
4,7 s 200 km/h 469 PS 345 kW
5,4 s 210 km/h 367 PS 270 kW
5,4 s 210 km/h 367 PS 270 kW
4,7 s 200 km/h 442 PS 325 kW
6,2 s 210 km/h 367 PS 270 kW
4,1 s 240 km/h 503 PS 370 kW
4,6 s 200 km/h 544 PS 400 kW
21 min 400 kW 8 160.000
21 min 270 kW 8 160.000
21 min 270 kW 8 160.000
24 min 210 kW 8 160.000
25 min 330 kW 10 250.000
21 min 270 kW 8 160.000
35 min 195 kW 8 160.000
4760 mm 1865 mm 1480 mm 2280 kg 420 l
4928 mm 1923 mm 1487 mm 2250 kg 502 l
4928 mm 1923 mm 1527 mm 2260 kg 502 l
4975 mm 1936 mm 1409 mm 2070 kg 627 l
5225 mm 1926 mm 1510 mm 2550 kg 610 l
4928 mm 1923 mm 1465 mm 2400 kg 502 l
4965 mm 1970 mm 1695 mm 2580 kg 500 l
Zuhause smarter laden mit dem go-e Charger Gemini 2.0
INFO go-e.com PROMOTION
Der go-e Charger Gemini 2.0 wird zur Schaltzentrale im Haushalt und lädt das E-Auto automatisch mit PV-Überschuss oder bei günstigem Strom.
Foto s: go -e
Ein Elektroauto zuhause zu laden bedeutet heute weit mehr, als nur Strom ins Fahrzeug zu laden. Photovoltaikanlage, Stromspeicher und dynamische Tarife bieten vor allem dann Potenzial, wenn sie intelligent zusammenspielen. Die Wallbox wird damit vom einfachen Stromanschluss zur Schaltzentrale im Energiehaushalt. Dafür sind die go-e Charger der Gemini Serie ausgelegt. Der stationäre Gemini 2.0 und der mobile Gemini flex 2.0 bieten denselben Funktionsumfang: 11 oder 22 kW, ein- und dreiphasiges Laden ab 1,4 kW, umfassende Sicherheitsfunktionen sowie eine integrierte SIM-Karte mit mindestens fünf Jahren kostenloser Mobilfunkverbindung. Die mobile Variante lässt sich in Sekunden aus der Wandhalterung nehmen und an einer roten CEE-Dose nutzen. Der Zugang kann per App oder RFID auf bestimmte Personen beschränkt werden. In Verbindung mit einem Energiemanagementsystem wie dem go-e Controller lädt das Auto automatisch bei PV-Überschuss oder günstigen Strompreisen. Phasenumschaltung und Lastmanagement helfen, Überschüsse zu nutzen und den Hausanschluss zu schützen. Über OCPP, HTTP-API, MQTT und Modbus TCP ist zudem die Einbindung in Systeme wie Home Assistant, EVCC, ioBroker oder Loxone möglich.
ALGORITHMUS statt Zettelkasten
electricar Magazin
Business
Text: Wolfgang Plank
Früher war das Management des Fuhrparks vor allem Papierkram – heute braucht es einen professionellen Mix aus Mobilitätswende, Digitalisierung und künstlicher Intelligenz.
Fotos: Midjourney, Envato
W
er es von neun bis fünf vorrangig geruhsam schätzt, ist als Gebieter über eine Flotte definitiv auf dem falschen Posten. Das gilt gleichermaßen für den Admiral wie den Fuhrparkmanager – mit dem feinen Unterschied, dass Ersterer in aller Regel deutlich besser besoldet ist, während Letzterem im Tagesgeschäft meist das Wasser bis zum Hals steht. Da ist es womöglich nur ein kleiner Trost, dass man auf dem Firmenparkplatz eher selten mit Schirmmütze und goldenen Schulterstücken herumlaufen muss. Der Mangel an Beschaulichkeit im Fuhrparkjob hat Gründe. Früher war die Arbeit überschaubar, aber nervig – heute ist sie trotz allen technischen Fortschritts unendlich komplex. Ehedem fristeten die Manager, die damals noch Leiter hießen, ihr Dasein zwischen Aktenordnern, Schlüsselbrettern und Ablagekästen voller Tourenbelege, Tankquittungen und Werkstattrechnungen. Später priesen sie den Computer für die Erlösung von aller Zettelwirtschaft, doch selbst Excel-Tabellen sind mittlerweile ein Fall für das Museum. Wer heutzutage mehr als eine Handvoll Wagen verwaltet, kommt um modernes Datenmanagement und künstliche Intelligenz kaum noch herum. Soll man vielleicht dem Chef erklären, dass wegen verschwundener Papiere eine Lieferung verbaselt wurde oder eine Inspektion? Von den Rügen des Controllers wegen Verstößen gegen den Datenschutz oder mangelnder Transparenz ganz zu schweigen.
Finanzielle Anreize Noch schwieriger wird die Arbeit, wenn nebenher die Umstellung auf E-Autos organisiert werden soll. Dabei gehört das längst zur Jobbeschreibung. Auch wenn als Folge des Iran-Krieges die Zahl privater E-Auto-
electricar Magazin
käufe deutlich zugenommen hat – nach wie vor werden in Deutschland zwei von drei neuen Autos gewerblich zugelassen. Der finanzielle Reiz: Anders als das bei Verbrennern übliche eine Prozent vom Kaufpreis muss bei rein elektrischen Dienstwagen lediglich die Hälfte davon als geldwerter Vorteil versteuert werden. Liegt der Bruttolistenpreis unter 100.000 Euro, ist es gar nur ein Viertel Prozent. Obendrein sind Stromer für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Und weil Klimawandel und Umweltschutz verstärkt ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken, sehen nicht selten Kunden wie Mitarbeiter eine Umstellung des Fuhrparks als praktizierten Innovationsgeist und Ausdruck von Verantwortung. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Dienstwagen, Nutzfahrzeuge oder beides handelt: Kostendruck und Büro-
FAKTOR STROM Auch die Energiezufuhr für die gewerblichen Elektroautos sollte professionell gestaltet werden.
75
Business
werden Verträge verwaltet, Rechnungen zugeordnet und säumige Kunden gemahnt. Parallel managt das System den Wust an Dokumenten um Führerscheine, Unfallverhütungsvorschriften – und sogar Strafzettel. Alles zentral archiviert, rechtssicher und jederzeit abrufbar. Moderne Technik kann aber noch viel mehr: Via Telematik übertragen Sensoren Verkehrsdaten, Wetterinformationen, Fahrverhalten, Energieverbrauch sowie Lenk- und Ruhezeiten, überwachen Reifendruck, Temperatur und Beladung.
Je digitaler die Flotte ist, desto wichtiger wird das Thema Cyber-Sicherheit. Fotos: envato
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SMART UNTERWEGS Der Dienstreisende profitiert von den neuen Möglichkeiten des Fuhrpark-Managements.
VOLL UNTER KONTROLLE Immer klügere Software erfasst und dokumentiert Autos, Insassen und Wegstrecken.
kratie fordern den immer schärferen Blick. Und genaueste Antworten auf die stets gleiche Frage: Wer fährt warum gerade wo – und was kostet die Tour? Immer klügere Software erfasst und dokumentiert Autos, Insassen und Wegstrecken, trennt sauber zwischen geschäftlichen und privaten Fahrten – und erlaubt so die ständige Kontrolle von Auslastung, Standzeiten und Routenplanung. Automatisch
Algorithmen berechnen daraus den Verschleiß und mahnen rechtzeitig zum Besuch der Werkstatt. Lange bevor ein rotes Lämpchen dem Lieferfahrer die Tour vermiest. Was immer der Fuhrparkmanager wissen möchte: Er kann es sehen. Selbstverständlich in Echtzeit. Problem: Je digitaler die Flotte, desto wichtiger das Thema Cyber-Sicherheit.
Kommunikation in Echtzeit So oder so ist die digitale Steuerung des Fuhrparks ein gewaltiger Markt, den längst auch die Hersteller für sich entdeckt haben. Nutzfahrzeuggiganten wie Ford und Stellantis offerieren maßgeschneiderte Angebote bis hin zum Rundum-Sorglos-Paket. Im Blick haben sie vor allem kleine und mittlere Firmen, die womöglich nicht über Vollzeit-Flottenmanager und Betriebshof mit Lademöglichkeiten verfügen. Top-Level ist die Echtzeitkommunikation zwischen Büro und Fahrern vor Ort. Im Klartext: Aufträge ploppen optimiert zum Akkustand im Display auf, die neuen Zielorte landen samt Route sofort im Navi, und die Disponenten werden zeitgleich über den aktuellen Status informiert. Lästiges Telefonieren im Dreieck war gestern. Neueste Entwicklung: Auf der IAA Mobility in
electricar Magazin
Business
77
Hannover hat Stellantis gerade „Box on Wheels“, einen selbstfahrenden Elektroprototypen für die Zustellung auf dem letzten Kilometer, vorgestellt.
Wer bei Daten in Herstellerhand Bedenken trägt – passgenaue Lösungen gibt es auch bei unabhängigen Unternehmen wie Vimcar, Fleet Geo oder Avrios. Allen gemein: keine handschriftlichen Einträge mehr. Alle Fahrten werden, meist per OBD-Stecker, automatisch erfasst und online im digitalen Fahrtenbuch gespeichert. Selbst zum lästigen Drumherum des kolbenlosen Antriebs kann man sich bei Anbietern wie Elli, Webfleet oder EMobilio beraten lassen – und notfalls auch davon befreien. Sei es die Schulung der Mitarbeiter für die neue Technik, den effizientesten Fahrstil im E-Auto, die Dokumentation der Umweltbilanz, mögliche Ausgleichszahlungen für CO2-Emissionen oder die ständige Beobachtung von Förderrichtlinien und Vorschriften. Noch nicht mal um den Strom und seine Wege muss man sich mehr kümmern. Der durch seine Kolben bekannte Zulieferer Mahle etwa bietet skalierbare Ladeinfra-
Foto: vimcar.de
Fahrdaten automatisch erfasst
EIN KLICK UND ALLES IM BLICK Anbieter wie Vimcar speichern über OBD-Stecker alle Daten im digitalen Fahrtenbuch.
struktur mit integriertem Lastmanagement. Der Konfiguration von Ladeparks hat sich auch Charge Big verschrieben – samt eichrechtskonformer Abrechnung sowie Freischaltung per App, QR-CodeScan, NFC oder E-Roaming. Auch ehemals reine Komponentenhersteller wie Phoenix liefern mittlerweile cloud- und kommunikationsfähige Ladetechnik mit intelligenter Software. Und wo es – gerade für elektrische Busse und Lkw – besonders eng zugeht: Der Hersteller Keba bietet ultraschnelles Laden mit bis zu 500 kW auf gerade mal einem halben Quadratmeter.
Mode. Schließlich steht das Gefährt bei Urlaub oder Krankheit nur rum und kostet Geld. Egal, ob gekauft oder geleast. Für den einzelnen Mitarbeiter nicht ganz so komfortabel, dafür aber deutlich billiger, sind Pool-Lösungen, bei denen Fahrzeuge über Buchungstools geordert werden. Die Folge: bessere Auslastung, kleinere Flotte. Einem echten Admiral würde das ganz sicher nicht gefallen.
Foto: chargeBIG
Der individuelle Firmenwagen kommt aus der Mode.
EINFACH INSTALLIERT Der Wandlader Smallbox von Charge Big hat die Größe einer Steckdose und kann beliebig skaliert werden.
Nicht selten jedoch wird der Wagen gar nicht auf dem Firmengelände geladen, sondern zuhause oder unterwegs. Mobile Wallboxen von go-e oder NRGkick funktionieren dabei wie eine Art Zwischenstecker überall dort, wo Strom verfügbar ist. Gleichzeitig erlauben sie eine automatisierte und transparente Abrechnung, wie sie etwa auch für die THG-Quote wichtig ist. Nachteil der punktgenauen Erfassung von allem und jedem: Der individuelle Firmenwagen kommt zunehmend aus der
EINER FÜR ALLE Bei Pool-Lösungen können Flottenfahrzeuge je nach Bedarf gebucht und genutzt werden.
Foto: shutterstock
electricar Magazin
FLOTTE FAKTOR STROM
W
Fuhrparks: Mit diesen E-Autos gelingt der günstige Umstieg.
Text: Harald Gutzelnig
er seinen Fuhrpark elektrifiziert, muss keineswegs zwangsläufig tief in die Tasche greifen. Gerade bei Elektroautos lässt sich viel Geld sparen – vorausgesetzt, Fahrzeug und Einsatzprofil passen zusammen. Denn das billigste Modell ist nicht automatisch die wirtschaftlichste Wahl. Entscheidend ist, wie viele Kilometer ein Fahrzeug tatsächlich fährt, wie oft es geladen werden kann, wie viel Platz benötigt wird und ob lange Strecken zum Alltag gehören. Ein häufiger Fehler bei der Flottenumstellung ist der Blick auf möglichst große Batterien und maximale Reichweiten. Für einen Pflegedienst, ein kommunales Einsatzfahrzeug oder einen regionalen Außendienstler, der täglich 80 oder 100 Kilometer zurücklegt, sind 600 Kilometer WLTP-Reichweite meist unnötig. Die größere Batterie verteuert das Fahrzeug, erhöht das
Gewicht und kann auch den Verbrauch nach oben treiben. Ein kompakteres Modell mit kleinerem Akku ist in solchen Fällen oft die wirtschaftlichere Lösung. Umgekehrt sollte nicht an der falschen Stelle gespart werden. Wer regelmäßig lange Autobahnetappen absolviert, hat wenig von einem günstigen Elektroauto, wenn häufige und lange Ladestopps viel Zeit kosten. Hier werden Reichweite, Verbrauch und DC-Ladeleistung wichtiger. Bei Servicefahrzeugen kann wiederum der Kofferraum zum entscheidenden Faktor werden: Ein niedriger Kaufpreis hilft wenig, wenn Werkzeug, Ersatzteile oder Muster nicht ausreichend Platz finden.
Technische Kennzahlen in Relation Für Flottenverantwortliche bedeutet das: Vor der Fahrzeugauswahl steht die Analyse des tatsächlichen Bedarfs. Anschaffungspreis und Betriebskosten bleiben zentrale Größen,
müssen aber immer mit Reichweite, Verbrauch, Ladeleistung und Nutzwert in Beziehung gesetzt werden. Auch die vorhandene Ladeinfrastruktur spielt eine Rolle. Fahrzeuge, die jeden Abend auf den Betriebshof zurückkehren, stellen andere Anforderungen als Dienstwagen, die regelmäßig mehrere hundert Kilometer am Stück unterwegs sind. Der electricar E-Auto-Report liefert dafür zusätzliche Vergleichswerte und setzt Preis und technische Kennzahlen in Relation. Die wichtigste Grundregel bleibt jedoch einfach: Das beste Flottenauto ist nicht das Modell mit der größten Batterie oder dem niedrigsten Listenpreis, sondern jenes, das seinen täglichen Job möglichst effizient und wirtschaftlich erfüllt. Auf den folgenden Seiten zeigen wir, welche Elektroautos besonders viel Gegenwert fürs Geld bieten – und welche Modelle sich speziell für Kurzstrecke, Serviceeinsatz und Langstrecke empfehlen.
electricar Magazin
Business
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Richtig dimensionieren, dauerhaft sparen Wer beim Umstieg auf Elektroautos nur auf den Listenpreis schaut, greift schnell zu kurz. Für die tatsächlichen Kosten im Fuhrpark zählt vielmehr, wie gut Fahrzeug, Einsatzprofil und Ladeinfrastruktur zusammenpassen. Eine zu große Batterie bindet unnötig Kapital, zu geringe Reichweite kostet dagegen Zeit. Und ein attraktiver Kaufpreis hilft wenig, wenn Werkstattwege lang sind oder Reparaturen zu längeren Standzeiten führen. Deshalb sollte vor jeder Beschaffung eine möglichst realistische Analyse des täglichen Einsatzes stehen. Viele Flottenfahrzeuge legen deutlich weniger Kilometer zurück, als ihre theoretisch mögliche Reichweite vermuten lässt. Wer überwiegend regional unterwegs ist und regelmäßig am Betriebshof laden kann, braucht andere Eigenschaften als ein Außendienstler mit mehreren hundert Autobahnkilometern pro Tag.
Reichweite kostet Geld
2 Wie oft sind Strecken
1 Wie viele Kilometer fährt das Fahrzeug tatsächlich pro Tag?
über 250 oder 300 Kilometer nötig?
Nicht die seltene Fernfahrt, sondern der normale Arbeitstag sollte die Wahl des Fahrzeugs bestimmen.
Je häufiger solche Fahrten vorkommen, desto wichtiger werden Reichweite und Schnellladefähigkeit.
Akku oft die wirtschaftlichere Lösung.
3 Wo wird überwiegend
4 Wie viel Stauraum
Ladezeit ist Arbeitszeit
Auf dem Betriebshof, zuhause oder unterwegs? Davon hängt ab, welche ACund DC-Ladeleistung wirklich benötigt wird.
Mehr Reichweite klingt zunächst immer besser. Doch größere Batterien erhöhen in der Regel Anschaffungspreis und Fahrzeuggewicht und können den Verbrauch steigern. Für Fahrzeuge, die täglich planbare Kurz- und Mittelstrecken absolvieren und regelmäßig laden können, ist ein kleinerer
Auf der Langstrecke dreht sich die Rechnung um. Dort kann ein höherer Fahrzeugpreis gerechtfertigt sein, wenn hohe Reichweite und schnelle Ladefähigkeit die Zahl und Dauer der Stopps reduzieren. Fotos: Montage (Hersteller, Envato)
Acht Fragen vor dem Kauf
Für Vielfahrer zählt deshalb nicht nur, wie weit ein E-Auto kommt, sondern auch, wie schnell es wieder weiterfahren kann. Die wichtigste Sparregel bleibt damit einfach: Nicht das billigste Elektroauto senkt die Flottenkosten am stärksten, sondern das Fahrzeug, das für seinen täglichen Einsatz richtig dimensioniert ist.
electricar Magazin
geladen?
5 Reicht eine kleinere
Batterie?
Wer täglich nur 100 Kilometer fährt und regelmäßig laden kann, benötigt selten 600 Kilometer WLTP-Reichweite.
7 Wie gut ist das
braucht der Nutzer?
Werkzeug, Muster, Material oder Gepäck machen den Kofferraum bei Service- und Einsatzfahrzeugen schnell zum entscheidenden Kriterium.
6 Wie wichtig ist
schnelles DC-Laden?
Bei Langstreckenfahrzeugen kann eine kurze Ladepause wichtiger sein als einige zusätzliche Kilometer Normreichweite.
8 Was kostet das
Händler- und Servicenetz ausgebaut?
Fahrzeug über die gesamte Haltedauer?
Werkstattnähe, Ersatzteilversorgung und kurze Standzeiten gehören ebenfalls zur Wirtschaftlichkeitsrechnung.
Neben Kauf- oder Leasingrate zählen Stromverbrauch, Versicherung, Wartung, Reifen, Ladeinfrastruktur und mögliche Ausfallzeiten.
Business
VIEL E-AUTO FÜRS GELD Der niedrigste Listenpreis allein macht noch kein günstiges Flottenauto. Entscheidend ist, welche Eigenschaften im jeweiligen Einsatz tatsächlich gefragt sind. Deshalb setzen wir in den unteren Fahrzeugklassen andere Schwerpunkte als bei typischen Langstrecken- und Dienstwagen. Pro Baureihe berücksichtigen wir dabei nur die bestplatzierte Variante.
Dacia Spring Electric
Klein-/Kleinstwagen
Preis und Verbrauch zählen Im Stadt- und Regionalverkehr sind große Batterien oder extreme
MG4 EV Urban
Kompaktklasse
Ladeleistungen selten entscheidend. Viel wichtiger sind niedrige
Effizienz für den Alltag
Anschaffungs- und Energiekosten. Beim Verhältnis von Preis und
Auch in der Kompaktklasse bleibt das Preis-Verbrauch-Verhältnis
WLTP-Verbrauch liegt der Dacia Spring Electric 70 Expression
ein guter Maßstab. Hier setzt sich der MG4 EV Urban Active vor
vorne, gefolgt von Renault Twingo Electric und Leapmotor T03.
Leapmotor B05 und Suzuki e Vitara durch.
1. Dacia Spring Electric 70 Expression
18.700 € | 12,4 kWh/100 km
1. MG4 EV Urban Active
24.990 € | 15,5 kWh/100 km
2. Renault Twingo Electric Evolution
19.990 € | 12,7 kWh/100 km
2. Leapmotor B05 Pro Life
27.900 € | 15,8 kWh/100 km
3. Leapmotor T03
18.900 € | 16,3 kWh/100 km
3. Suzuki e Vitara eAxle 49 kWh Club
29.990 € | 14,9 kWh/100 km
Tesla Model 3
Zeekr 7GT
Mittelklasse
Obere Mittelklasse
Wer häufiger lange Strecken fährt, braucht mehr als niedrigen
Dass hohe Langstreckentauglichkeit nicht automatisch Premium-
Verbrauch. Deshalb bewerten wir zu gleichen Teilen, wie viel
preise verlangt, zeigen Zeekr, Hyundai und XPeng. Bei noch
Reichweite und Ladeperformance ein Fahrzeug für seinen
jungen Marken sollte allerdings auch die regionale Händler- und
Kaufpreis bietet.
Serviceabdeckung vor der Beschaffung geprüft werden.
Reichweite plus schnelles Laden
Schnell wieder unterwegs
1. Tesla Model 3 Premium
44.990 € | 750 km | 1.432 km/h
1. Zeekr 7GT Long Range
52.990 € | 655 km | 1.719 km/h
2. Mercedes CLA 250+ EQ
55.728 € | 792 km | 1.512 km/h
2. Hyundai IONIQ 6 Centriq 84 kWh
55.300 € | 680 km | 1.587 km/h
3. XPeng L03 Long Range
38.600 € | 520 km | 1.092 km/h
3. XPeng P7+ Long Range
49.600 € | 530 km | 1.908 km/h
electricar Magazin
Fotos: Hersteller, Envato
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Business
DAS PROFIL ENTSCHEIDET Ein E-Auto kann auf dem Papier günstig sein – und trotzdem nicht zum Fuhrpark passen. Denn ein kommunales Einsatzfahrzeug stellt andere Anforderungen als der Wagen eines Servicetechnikers oder ein Dienstwagen für die Langstrecke. Deshalb haben wir drei typische Einsatzprofile getrennt ausgewertet und jeweils zwei besonders relevante Preis-Nutzen-Kriterien zu gleichen Teilen gewichtet.
Renault 4 E-Tech Electric
Tesla Model Y
Kurzstrecke
Mittelstrecke
Bei Kommunen, Pflegediensten, Pool- oder regionalen Einsatzfahr-
Servicefahrzeuge müssen vor allem zwei Dinge können: einen
zeugen stehen niedrige laufende Kosten und Alltagstauglichkeit
Arbeitstag möglichst ohne Ladestopp bewältigen und genügend
im Vordergrund. Deshalb zählen hier das Preis-Verbrauch-Verhält-
Platz für Werkzeug, Ersatzteile oder Muster bieten. Deshalb
nis sowie das Preis-Kofferraum-Verhältnis zu jeweils 50 Prozent.
kombinieren wir hier das Preis-Reichweiten-Verhältnis und das
Reichweite und Schnellladen treten in den Hintergrund, wenn das
Preis-Kofferraum-Verhältnis zu jeweils 50 Prozent.
Effizient und praktisch
Reichweite trifft Stauraum
Auto abends ohnehin wieder am Standort geladen wird.
1. Renault 4 E-Tech Electric 120 Urban Range
29.500 € | 14,8 kWh/100 km | 420 l
2. Fiat Grande Panda Elektro Pop
25.990 € | 16,8 kWh/100 km | 361 l
3. Citroën ë-C4 X You 136
32.750 € | 15,0 kWh/100 km | 510 l
Mercedes CLA 250+ EQ
Langstrecke
Schnell weiterkommen Beim Dienstwagen wird Zeit zum Kostenfaktor. Eine hohe Reichweite reduziert die Zahl der Stopps, eine hohe Ladegeschwindigkeit deren Dauer. Unsere Langstreckenwertung kombiniert deshalb das Preis-Reichweite-Verhältnis und das Preis-Ladegeschwindigkeits-Verhältnis zu jeweils 50 Prozent.
1. Mercedes CLA 250+ EQ
55.728 € | 792 km | 1.512 km/h
2. Zeekr 7X Long Range RWD
57.990 € | 615 km | 1.614 km/h
3. XPeng G9 Long Range
electricar Magazin
63.600 € | 585 km | 2.048 km/h
1. Tesla Model Y Standard
39.990 € | 534 km | 822 l
2. Skoda Epiq 55 Essence
32.100 € | 440 km | 475 l
3. KGM Torres EVX Core
41.990 € | 503 km | 703 l
Das wirtschaftlichste Elektroauto ist keineswegs für jeden Fuhrpark dasselbe. Je genauer das Fahrzeug auf sein tägliches Profil zugeschnitten wird, desto größer ist das Sparpotenzial. Quelle: electricar E-Auto-Datenbank, Q2/2026. Pro Baureihe wird nur die bestplatzierte Variante berücksichtigt. Kombinierte Wertungen sind jeweils 50:50 gewichtet.
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Drive Interview
„LADEN BRAUCHT VERTRAUEN“ Foto: EnBW
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Text: Armin Grasmuck
Professor Markus Lienkamp, Inhaber des Lehrstuhls für Fahrzeugtechnik an der Technischen Universität München, analysiert den Status quo der Ladeinfrastruktur für batteriegetriebene Fahrzeuge – und er erklärt, in welchem Maß der Stromfluss optimiert werden kann. electricar Magazin
Mobility Interview
D
as Laden der batteriegetriebenen Fahrzeuge gilt als entscheidender Faktor auf dem Weg in die Mobilität von morgen. Wo stehen wir aktuell? Markus Lienkamp: Das Ladenetz ist in Deutschland in Summe ausreichend aufgebaut. Es hat sicherlich noch Mängel in Osteuropa, teils in Südeuropa. Doch grundsätzlich kann man mit Elektroautos gut vorankommen und auch vernünftig laden. Was ich immer wieder höre, ist auch ein Thema, mit dem wir uns in der Forschung beschäftigen: Es funktioniert nicht immer. Fehler treten auf, wenn etwa die Ladekarten einfach nicht fehlerfrei funktionieren – oder die Stationen belegt sind. Wo hakt es in dieser Phase am meisten? Laden braucht Vertrauen. Die Leute möchten sich darauf verlassen können, dass sie den Strom für ihr Auto tatsächlich bekommen, wenn sie ihn brauchen. Wenn man an die Ladesäule fährt, einsteckt, die Karte an das Lesegerät hält und das Auto lädt, ist eigentlich alles gut. Doch das funktioniert eben oft nicht. Generell glaube ich, dass beim Pkw das Thema Schnellladen entlang der Autobahnen differenzierter zu betrachten ist. Wir sehen im Moment, dass neue deutsche Autos auf die Straße kommen mit Reichweiten, die im Zyklus von 700 bis 800 Kilometer liegen. Realistisch betrachtet, sind es immer noch 500 Kilometer. Und 500 Kilometer fahren, zumindest an einem Tag, nur die wenigsten. Im Normalfall kann man dann am Abend gemütlich laden. Wie betrachten Sie die Preispolitik der Ladestromanbieter? Die Fahrerinnen und Fahrer der E-Autos ärgern sich darüber, wenn die Preise unterwegs deutlich höher liegen. Zuhause kostet die Kilowattstunde rund 30 Cent, an der öffentlichen Ladestation manchmal 70 Cent und mehr. Da nehmen die Kunden lieber das Auto mit der großen Batterie und der höheren Reichweite, damit sie nur noch im Notfall auswärts zu laden haben.
electricar Magazin
Öffentlich zu laden, das heißt auch: dasselbe Auto, dieselbe Ladesäule – und jeden Tag ein anderes Ladeerlebnis. Was fehlt an dieser Stelle, um einen allzeit stabilen Stromfluss gewährleisten zu können? Die Frage ist immer: Hängt es vom Auto ab, von der Ladesäule oder von der Kommunikation? Wir haben gerade ein Forschungsprojekt, in dem wir genau diese Fälle analysieren, wo etwas nicht funktioniert. Von den Betreibern der Ladesäulen hören wir, dass diese Fälle im niedrigen Prozentsatzbereich sind – und dass es meistens weitere Ladepunkte direkt daneben gibt. Die Ladesäule, die nicht funktioniert, wird kurz rausgenommen, repariert und der Autofahrer sollte eigentlich relativ wenig davon merken. Auf der Seite des Fahrzeugs kenne ich da sehr wenig Probleme, außer dass die Ladeleistung bei tiefen Temperaturen natürlich beschränkt sein kann. Oft ist der Strompreis an den öffentlichen Ladepunkten selbst für Kenner schwer zu deuten. Stichwort Transparenz. Was ist zu tun, damit die Preisstruktur an den Ladesäulen so schnell und einfach wie an der Tankstelle zu erfassen ist? Wir müssen hier prinzipiell zwischen den Installateuren und Betreibern der Ladesäulen sowie den Abrechnungsunternehmen unterscheiden. Ich habe ehrlich gesagt auch keine Idee, wie man das lösen kann. Der Gesetzgeber tut, glaube ich, gut daran, sich nicht zu sehr einzumischen. Das muss irgendwann der Markt regeln. Diejenigen Ladestromanbieter, die einfache Preismodelle haben und günstige Tarife anbieten, werden sicherlich von den
Klare Worte: Prof. Markus Lienkamp im Interview mit electricar-Chefredateur Armin Grasmuck.
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Foto: EnBW
Mobility Interview
ULTRASCHNELL STROM ZIEHEN Die Ladesäulen der neuen Generation bieten Leistungen von 400 Kilowatt, an speziellen Punkten sogar bis zu 1000 Kilowatt und mehr.
„Schwierig wird es, wenn wir 100.000 Lkw laden wollen.“
Foto: TUM
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MOBILITÄT VON MORGEN IM FOKUS Markus Lienkamp ist ein deutscher Ingenieur und Hochschullehrer, der seit 2009 den Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik an der TU München leitet. Er forscht schwerpunktmäßig zu Elektromobilität, autonomem Fahren und zukünftigen Mobilitätskonzepten.
Kunden bevorzugt gewählt. Alle anderen Anbieter haben dann ein Problem. Es erinnert mich an die Zeiten, als es bei den Mobiltelefonen noch zahlreiche Tarife und auch Gebühren für das Roaming gab. Werden die Preise an den Ladestationen perspektivisch fallen? Es wirkt wie ein Hase-und-Igel-Spiel. Die Automobilkunden kaufen Fahrzeuge mit größerer Reichweite, weil sie nicht unbedingt diese hohen Ladepreise zahlen wollen. Dann müssen die Betreiber der Ladestationen irgendwann mit dem Preis runtergehen, damit sie die Säulen überhaupt ausgelastet bekommen. In absehbarer Zeit kommen die Lkw dazu, die natürlich riesige Mengen an Strom ziehen werden. Da reden wir beispielsweise über 300 bis 400 Kilowattstunden pro Ladevorgang. Dies macht es attraktiver für den Ladebetreiber, der in der Konsequenz die Preise senken könnte. Rein praktisch betrachtet: Wie lässt sich das Laden der Elektrofahrzeuge idealerweise in den Alltag integrieren?
Diejenigen, die Laternenparker sind und nicht zuhause laden können, werden versuchen, größtenteils am Arbeitsplatz zu laden. Da gibt es bereits zahlreiche Optionen. Das Gute daran ist: Die Autos stehen dort ja sieben, acht Stunden herum – oft während der Mittagszeit, wenn die PV-Anlagen kräftig Strom produzieren. Es ist also ideal, tagsüber zu laden. Das Stromziehen während des Einkaufs im Supermarkt ist eine andere Option. Wenn wir die Schnellladefähigkeiten der Autos von heute betrachten, von 20 auf 80 Prozent in einer Viertelstunde. Da kann man natürlich auch einmal pro Woche die zehn Minuten an einer schnelleren Säule laden. Bidirektionales Laden ist aktuell ein Trendthema. Die neuen Autos können es, die Energieversorger treiben es voran. Doch aus politischer und steuerlicher Sicht scheinen noch einige Fragen offen zu sein. Wo stehen wir konkret? Technisch ist es gelöst. Ich sehe zwei Probleme. Das eine ist, dass die Hersteller keine Garantie übernehmen möchten.
electricar Magazin
LADESTOPP, EINFACH UND KOMFORTABEL Der Bau von speziellen Lkw-Ladeparks wird gezielt vorangetrieben – das Bezahlen funktioniert im Idealfall reibungslos.
Was gerade im Lkw-Bereich dazu führt, dass der Betreiber sagt: Wenn der Hersteller keine Garantie übernimmt, werde ich es nicht machen, denn meine Batterie geht ja kaputt. Was definitiv nicht der Fall ist. Die Batterie kann das problemlos aushalten, doch die Garantie müsste eben der Hersteller übernehmen. Da sind wir gerade in Diskussionen, speziell mit LkwProduzenten, damit diese es eventuell machen werden. Und das zweite ist die Regulatorik: Darf man das ins öffentliche Netz einspeisen? Wie viel darf man einspeisen? Wie wird das abgerechnet? In Deutschland sind wir bekanntermaßen Weltmeister der Bürokratie. Wird die Auto- oder Lkw-Batterie durch das Einspeisen ins öffentliche Netz oder den privaten Haushalt genauso belastet wie im gewöhnlichen Straßenverkehr? Der Idealfall ist: Ich stecke mein E-Auto zum Beispiel zu Hause an eine Wallbox mit elf Kilowatt. Die meisten Batterien fassen etwa 60 bis 70 Kilowattstunden. Das heißt, wir laden oder entladen dort
electricar Magazin
mit einem Sechstel der Nennkapazität. Das ist nichts. Die Batterie stört es überhaupt nicht, wenn sie damit entladen wird. Wo man beim bidirektionalen Laden aufpassen muss: Man sollte sich in einem Ladefenster zwischen 30 und 70 Prozent bewegen. Dann hat die Batterie kein Problem und altert auch nicht. Wie weit sollte das Ladenetz für die E-Lkw gespannt werden? Die ersten Hersteller bieten E-Lkw mit 500- oder 600-kWh-Batterien – 400 Kilometer Reichweite sind problemlos möglich. Es folgt die Ladepause, die auch eine Fahrzeitenpause darstellt. 45 Minuten, in denen der Truck geladen werden muss. Da reden wir von 700 bis 800 Kilowatt Ladeleistung. Im Einzelfall ist es technisch gelöst. Der Lkw und die Ladesäule schaffen das. Schwierig wird es, wenn wir 100.000 Lkw laden wollen. Wir haben es bei uns simuliert. In Deutschland bräuchten wir gar nicht so viele Ladepunkte, es bewegt sich alles entlang der Hauptachsen des Autobahnnetzes.
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ENBW BIETET GRÖSSTES LADENETZ
-
Der mit Abstand gewichtigste Ladestromanbieter in Deutschland ist die EnBW mobility+, die zum 1. August 2026 mit 12.464 Ladepunkten und rund 1,13 Gigawatt installierter Leistung die Marktführerschaft nach Anzahl und Ladekapazität behauptet. Dahinter folgen mit deutlichem Abstand Eon Drive (4942 Ladepunkte), Tesla (3951), EWE Go (3595) sowie BP inklusive Aral Pulse (3149). Bei der reinen Ladeleistung liegt Tesla Germany mit rund 980 Megawatt auf Platz zwei, gefolgt von BP mit rund 486 MW, Ionity und Shell sind mit 461,5 MW respektive 344 MW weitere relevante Player im Hochleistungsladen. EnBW setzt dabei auf ein flächendeckendes Netz mit mehr als 9000 eigenen Schnellladepunkten und plant bis 2030 den Ausbau auf rund 20.000 HPC-Punkte, was dem Anbieter im zweiten Quartal 2026 bereits 27,2 Prozent aller Schnellladevorgänge in Deutschland sicherte.
Foto: EnBW
Foto: MAN Truck & Bus
Mobility Interview
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Mobility Test
FLEXIBEL LADEN Praxistest: Fünf mobile 11-kW-Ladestationen Text: Philipp Lumetsberger
So schneiden die Modelle bei Sicherheit, Nutzerfunktionen und Vernetzung ab.
M
obile Ladestationen sind
Lösung sinnvoll sein, bis eine fest installierte Ladeinfra-
die Mobile Ladestation 11 kW v2 von dé beziehungs-
mehr als eine Notlösung für
struktur zur Verfügung steht. Hinzu kommen tempo-
weise Depow.
E-Autofahrer ohne fest ins-
räre Einsatzorte wie Baustellen oder Veranstaltungen.
Technisch gibt es einige Gemeinsamkeiten: Alle
tallierte Wallbox. Durch ihre
Voraussetzung ist jeweils ein geeigneter Stroman-
fünf Modelle laden dreiphasig mit maximal 16 Am-
flexible Bauweise lassen sie
schluss. Vor der Anschaffung sollten zudem die vor
pere und damit bis zu elf Kilowatt über einen roten
sich an unterschiedlichen
Ort geltenden Melde- oder Genehmigungspflichten
CEE-Anschluss. Hinzu kommen fest angeschlossene
Standorten einsetzen und können damit auch für
sowie mögliche Förderbedingungen geprüft werden.
Typ-2-Kabel mit Längen zwischen fünf und 7,5 Me-
Unternehmen interessant sein. Ein typischer Anwen-
tern. Auch eine App gehört bei jedem Kandidaten
dungsfall ist das Laden von Dienstwagen am Wohnort
Breites Spektrum
der Mitarbeiter. Statt dort dauerhaft eine Wallbox zu
Für den aktuellen Vergleich hat die Redaktion von
unter anderem beim Zubehör. Ein 16-A-Adapter ist
installieren, kann eine mobile Ladestation ausgegeben
electricar fünf mobile Ladestationen mit der Lade-
bei vier Geräten bereits im Lieferumfang enthalten,
und bei einem Fahrzeug- oder Personalwechsel ein-
leistung von elf Kilowatt im Detail untersucht. Die
während er beim NRGkick ebenso wie die Transport-
fach weitergegeben werden.
Preisspanne reicht von rund 205 bis knapp 1200
tasche separat erhältlich ist.
zum Funktionsumfang. Unterschiede zeigen sich
Auch auf dem Firmengelände können die Geräte
Euro und deckt damit ausgesprochen unterschiedli-
Der Lieferumfang wurde bei der Bewertung nicht
vorhandene CEE-Anschlüsse in zusätzliche Lade-
che Geräteklassen ab. Im Test vertreten sind konkret
berücksichtigt. Entscheidend war ein einheitliches
punkte verwandeln. Dies kann etwa bei Lastspitzen im
der DiniTech NRGkick 16A, der NEcharge Pro, der
Bewertungsschema, das technische Eigenschaften,
Fuhrpark, für Poolfahrzeuge oder als vorübergehende
Rheidon PC200 Pro-11K, der Green Cell Habu sowie
Bedienung, Ladefunktionen und Vernetzung zusam-
electricar Magazin
Mobility Test
menführt. Besonders stark wurde die Konnektivität
ihrer festgelegten Gewichtung zu einer Gesamtnote
gewichtet, da Schnittstellen und Fernzugriff gerade
zusammengeführt. Die im Vergleich verwendeten
beim Einsatz mehrerer Fahrzeuge oder an wechseln-
Preise wurden am 24. Juli 2026 erhoben.
den Standorten eine wichtige Rolle spielen können.
Bei der Sicherheitsprüfung zeigte sich ein einheitliches Bild: Alle fünf Geräte bestanden die elektrische
Die Bewertung erfolgte in fünf Hauptkategorien,
sem Bereich kein Kandidat grundsätzlich zurück. Für
• Konnektivität (40 %)
die Einordnung des Testfelds ist das wichtig, weil sich
WLAN, Bluetooth, GSM, Cloud, RFID, OCPP/API • Laden (20 %) Leistung, Lastmanagement, mehrphasiges Laden, flexible Stromtarife, Zeitsteuerung • Physikalische Eigenschaften (10 %)
Unterschiede damit weniger bei den grundlegenden Schutzfunktionen als vielmehr bei Ausstattung, Bedienung und Vernetzung zeigen. Gerade bei der Konnektivität verfolgen die Hersteller unterschiedliche Ansätze. OCPP ist beim
Schutzklasse, Volumen, Gewicht, Umgebungs-
NEcharge Pro ab Werk vorhanden und beim NRGkick
bedingungen, Standby-Verbrauch
optional erhältlich. Rheidon, Green Cell und dé
• App (10 %) Fotos: shutterstock (KI-modifiziert), electricar
Prüfung mit dem EVSE-Testgerät. Damit lag in die-
jeweils mit spezifischen Gewichtungen:
Einrichtung, Bedienbarkeit, Ladeberichte • Sicherheit (20 %)
verzichten dagegen auf offene Schnittstellen. Eine Besonderheit des Green Cell Habu ist das integrierte GSM-Modul, das eine Fernüberwachung auch ohne
AC-/DC-Schutz, Temperaturüberwachung
WLAN am Stellplatz ermöglicht.
Innerhalb dieser Bereiche wurden die einzelnen
nektivität im Test einen so hohen Stellenwert ein-
Kriterien nochmals unterschiedlich gewichtet. Bei
nimmt. Während für den privaten Einsatz häufig
der Konnektivität entfällt der größte Anteil auf OCPP
eine einfache App-Steuerung genügt, können bei
beziehungsweise API und GSM. In der Kategorie
Dienstwagen, mehreren Fahrzeugen oder einer
Laden fließen maximale Ladeleistung, Lastmanage-
zentral verwalteten Ladeinfrastruktur zusätzliche
ment, mehrphasiges Laden, flexible Stromtarife
Schnittstellen entscheidend sein. Gleichzeitig bleibt
und Zeitsteuerung zu gleichen Teilen ein. Bei den
der Vergleich breit genug angelegt, um nicht nur ver-
physikalischen Eigenschaften werden unter anderem
netzte Funktionen, sondern auch Ladeeigenschaften,
Schutzklasse, Gewicht und Standby-Verbrauch be-
Handhabung, physikalische Merkmale und Sicherheit
rücksichtigt. Für die App zählen vor allem Einrichtung
in die Bewertung einzubeziehen. So entsteht ein Ge-
und Bedienung, während bei der Sicherheit AC- und
samtbild, das den mobilen Alltagseinsatz und auch
DC-Schutz den größten Anteil ausmachen.
Anforderungen berücksichtigt, die beim Einsatz im
Diese Unterschiede zeigen, weshalb die Kon-
So haben wir getestet
In der NEcharge-App wird jeder Ladevorgang im Detail protokolliert.
Im Test wurden Technik, Sicherheit und Bedienkomfort geprüft.
Unternehmen relevant sein können.
Damit die fünf mobilen Ladestationen unter vergleichbaren Bedingungen bewertet werden konnten, durchliefen alle Kandidaten denselben Prüfablauf. Zur Kontrolle der elektrischen Sicherheit kam ein EVSE-Testgerät zum Einsatz. Geprüft wurden unter anderem der Schutzleiter, die Isolation, die Statusübergänge nach IEC 61851 sowie die Fehlerstromschutzeinrichtungen. Zusätzlich wurden Gewicht und Standby-Verbrauch nachgemessen. Ausstattung und vorhandene Schnittstellen wurden direkt an den Geräten sowie anhand der Herstellerangaben kontrolliert. Auch die jeweiligen Apps wurden nach einem einheitlichen Schema beurteilt. Dabei standen die Einrichtung, die Bedienung und die vorhandenen Ladeberichte im Mittelpunkt. Erst im Anschluss wurden die einzelnen Ergebnisse entsprechend
electricar Magazin
Komplettpaket im Koffer: Im Test trat der NRGkick 16A mit Adaptern und Transporttasche an, beides kostet extra.
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88
Mobility Test
HERSTELLER
DiniTech
NECHARGE GMBH
Rheidon
NRGkick 16A (Testsieger)
NEcharge Pro
PC200 Pro-11K
628,11 € 227,88 € 119,88 € 71,88 € 71,88 € 119,88 €
1.198,80 € inkludiert inkludiert inkludiert
399,00 € inkludiert inkludiert inkludiert
fest angeschlossen - 5 Meter
fest angeschlossen - 5 Meter
fest angeschlossen - 7,5 Meter
Nennstrom Maximale Ladeleistung Nennspannung Nennfrequenz Fehlerstrom AC Fehlerstrom DC Temperaturüberwachung OCPP PV-Laden möglich flexible Stromtarife möglich dynamisches Lastmanagement RFID einphasig / mehrphasiges Laden Standby-Verbrauch (Watt) IP-Schutzklasse Gewicht (mit Kabel und Adapter) Abmessungen Volumen [Liter] App Verbindung über Cloud
16 11 230 / 400 50 30 6 ja ja (Optional) ja (Optional) ja (Optional) ja nein 1/2/3 2,01 IP67 5,15 216 x 90 x 64 mm 1,24 ja ja
16 11 230 / 400 50 30 6 ja OCPP 1.6J ja nein ja nein 1/3 1,46 IP67 2,5 302 x 124 x 93 mm 3,48 ja ja
16 11 230 / 400 50 / 60 20 6 ja ja ja nein nein nein 1/2/3 2,5 IP65 5,8 200 x 90 x 67 mm 1,2 ja ja
Verbindung
WLAN + Bluetooth
WLAN, Bluetooth
WLAN, Bluetooth
Verbindung optional
GSM + GNSS
Zentrales Web-Interface für Firmenkunden
–
Umgebungsbed. Betrieb Temp. Umgebungsbed. Betrieb Feuchtig. Max. Höhenlage
-40 bis +70 °C 5 - 95 % bis 4000m
-25 bis +45 °C bis 95% RH bis 2000m
-30 bis +50 °C bis 95% RH bis 3000m
Wallbox Preis Upgrade PV-Laden (inkl. MwSt.) Upgrade OCPP (inkl. MwSt.) Transporttasche (inkl. MwSt.) Adapter 16A (inkl. MwSt.) Adapter 230V (inkl. MwSt.) Kabel
Niederohmmessung (Grenzwert 1 Ω) Niederohmmessung Niederohmmessung 1 Niederohmmessung 2
0,52 Ω
0,51 Ω
0,47 Ω
0,52 Ω / 208 mA
0,51 Ω / 208 mA
0,47 Ω / 208 mA
0,52 Ω / 207 mA
0,51 Ω / 207 mA
0,47 Ω / 207 mA
> 999 MΩ / 517 V
4,89 MΩ / 517 V
123,6 MΩ / 517 V
> 999 MΩ / 517 V > 999 MΩ / 517 V
4,89 MΩ / 517 V 4,88 MΩ / 517 V
123,4 MΩ / 517 V 123,4 MΩ / 517 V
> 999 MΩ / 516 V
4,85 MΩ / 516 V
125,6 MΩ / 517 V
4V 2V 230 V 4V 0V
2V 0V 236 V 2V 0V
4V 4V 228 V 4V 0V
8 Ω / 0,1 V
8 Ω / 0,1 V
8 Ω / 0,1 V
29,6 mA / 238 ms
10,6 mA / 17 ms
23,3 mA / 106 ms
28 ms
9 ms
19 ms
> 13,2 mA / > 300 ms
4,8 mA / 70 ms
4,2 mA / 136 ms
5,7 mA / 468 ms
4,2 mA / 752 ms
4,2 mA / 190 ms
Bestanden
Bestanden
Bestanden
Isolationsmessung (Prüfspannung 500 V) L1PE L2PE L3PE NPE
Status Überprüfung (Werte für L1PE) PP NC CP A Status OK L1PE PP 13A CP B Status OK L1PE PP 13A CP C Status OK L1PE PP 13A CP C PE Fault L1PE PP 13A CP C E Fault L1PE
Schleifenimpedanzprüfung R+
RCD Prüfung (0°, reale Werte) Typ A 30 mA, Rampe Typ A 30 mA, 5 x idn Typ B 6 mA, Rampe Typ DD 6 mA, Rampe EVSE Überprüfung
electricar Magazin
Green Cell
depow / dé
Habu
Mobile Ladestation 11 kW v2 (Preis-Champion)
649,95 € inkludiert inkludiert -
204,95 € inkludiert inkludiert -
fest angeschlossen - 7 Meter
fest angeschlossen - 5 Meter
16 11 230 / 400 50 / 60 20 6 ja nein nein nein nein nein 1/2/3 1,27 IP55 3,25 360 x 360 x 140 mm 0,0 ja ja
16 11 230 / 400 50 / 60 30 6 ja nein nein nein nein nein 1/3 3,3 IP66 4,12 220 x 100 x 65 mm 1,43 ja ja
Mit der EVN Ladekarte
Bluetooth + GSM
WLAN, Bluetooth
europäischen Ausland.
–
–
-25 bis +45 °C bis 75% bis 2000m
-25 bis +50 °C k.A. k.A.
0,49 Ω
0,54 Ω
0,51 Ω / 208 mA
0,54 Ω / 208 mA
0,47 Ω / 207 mA
0,54 Ω / 207 mA
2,12 MΩ / 517 V
> 999 MΩ / 517 V
für Komfort, Transparenz und ein entspanntes Fahrerlebnis, egal ob
2,12 MΩ / 517 V 2,12 MΩ / 517 V
> 999 MΩ / 517 V > 999 MΩ / 517 V
auf dem Weg zum Geschäftstermin oder in den Urlaub.
2,11 MΩ / 516 V
> 999 MΩ / 516 V
Ein starker Partner für Unternehmen
1V 0V 228 V 1V 0V
4V 3V 234 V 4V 0V
6 Ω / 0,1 V
8 Ω / 0,1 V
10,6 mA / 21 ms
23,3 mA / 119 ms
GRENZENLOS UNTERWEGS
Ob Geschäftsreise nach Deutschland, Kundentermin in Slowenien oder Sommerurlaub an der kroatischen Küste: Wer elektrisch unterwegs ist, erwartet heute vor allem eines – unkompliziertes Laden und zwar überall dort, wo es gebraucht wird. Genau das bietet die EVN E-Mobilität. Mit der EVN Ladekarte erhalten Kundinnen und Kunden Zugang zu einem der größten Ladenetze Österreichs und profitieren gleichzeitig von einem stetig wachsenden Roaming-Angebot im
Alltagstaugliche Elektromobilität Mit rund 140.000 verfügbaren Ladepunkten in Österreich und ausgewählten europäischen Ländern macht die EVN grenzüberschreitende Elektromobilität alltagstauglich. Neben Österreich umfasst das Partnerladenetz aktuell unter anderem Deutschland, Italien, Kroatien und Slowenien. Statt unterschiedlicher Anbieter, Apps oder Ladekarten benötigen Nutzerinnen und Nutzer nur eine Lösung: die EVN Ladekarte. Das sorgt
19 ms
28 ms
4,8 mA / 50 ms
4,8 mA / 108 ms
4,2 mA / 197 ms
4,2 mA / 422 ms
Bestanden
Bestanden
electricar Magazin
Der Ladetarif #Drive Business bietet attraktive Vorteile für Unternehmen: Je höher das Ladevolumen der gesamten Flotte, desto günstiger die Konditionen. Detaillierte Reports schaffen volle Transparenz über Ladevorgänge, Kosten und Nutzung. Zusätzlich kann die EVN Ladekarte an UTAAkzeptanzstellen in Österreich auch für Services wie Maut und Fahrzeugwäsche genutzt werden.
INFO www.evn.at
PROMOTION
90
Mobility Test
HERSTELLER Wallbox
DiniTech
NECHARGE GMBH
Rheidon
NRGkick 16A
NEcharge Pro
PC200 Pro-11K
Ja 100,00%
Ja 100,00%
KONNEKTIVITÄT WLAN
15%
Ja 100,00%
Bluetooth
10%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
GSM
25%
Ja 100,00%
Nein 40,00%
Nein 40,00%
Fernzugriff über Internet
20%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
RFID
5%
Nein 40,00%
Nein 40,00%
Nein 40,00%
OCPP / API
25%
NOTE KONNEKTIVITÄT 40%
Ja 100,00%
HERVORRAGEND 97,00%
Ja 100,00%
SEHR GUT 82,00%
Ja 100,00%
SEHR GUT 82,00%
LADEN max. Leistung
20%
11 kW 50,00%
11 kW 50,00%
11 kW 50,00%
Lastmanagement
20%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Nein 40,00%
1-2-3 phasiges Laden
20%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
flex Stromtarife
20%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Nein 40,00%
Zeitsteuerung
20%
NOTE LADEN
20%
Ja 100,00%
HERVORRAGEND 90,00%
Nein 40,00%
GUT 78,00%
Ja 100,00%
MÄSSIG 66,00%
PHYSIK Schutzklasse
20%
IP67 100,00%
IP67 100,00%
IP65 70,00%
Gewicht
20%
3,3 kg 75,76%
2,5 kg 100,00%
5,8 kg 43,10%
Volumen [l, angenähert]
20%
1,24 l 78,57%
3,48 l 40,00%
1,2 l 79,33%
Umgebungsbedingungen
20%
-40+70/95/4000 100,00%
-25+45/95/2000 74,87%
-30+50/95/3000 84,29%
Standby-Verbrauch
20%
NOTE PHYSIK
10%
2 W 77,91%
SEHR GUT 86,45%
1,5 W 94,33%
SEHR GUT 81,84%
2,5 W 64,48%
MÄSSIG 68,24%
APP Einfache Einrichtung
40%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Intuitive Bedienung
40%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Ladeberichte/-statistiken
20%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
NOTE APP
10%
HERVORRAGEND 100,00%
HERVORRAGEND 100,00%
HERVORRAGEND 100,00%
SICHERHEIT AC-Schutz
40%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
DC-Schutz
40%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Temperaturüberwachung
20%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
NOTE SICHERHEIT
20%
NOTE GESAMT 20%
HERVORRAGEND 100,00%
HERVORRAGEND 100,00%
HERVORRAGEND 100,00%
HERVORRAGEND
SEHR GUT
SEHR GUT
95,44%
86,58%
82,82%
electricar Magazin
Mobility Test
Green Cell
depow / dé
Habu
Mobile Ladestation 11 kW v2
Nein 40,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Nein 40,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Nein 40,00%
Nein 40,00%
Nein 40,00%
Nein 40,00%
MÄSSIG 67,00%
11 kW 50,00%
11 kW 50,00%
Nein 40,00%
Nein 40,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Nein 40,00%
Nein 40,00%
Nein 40,00%
GENÜGEND 54,00%
Ja 100,00%
MÄSSIG 66,00%
IP55 40,00%
IP66 100,00%
3,2 kg 78,13%
4,12 kg 60,68%
0,0 l 100,00%
1,4 l 75,88%
-30+50/75/2000 72,98%
-25/+50 40,00%
1,3 W 100,00%
GUT 78,22%
3,3 W 40,00%
MÄSSIG 63,31%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Nein 40,00%
Ja 100,00%
88,00%
100,00%
GUT
76,62%
Bei der dé-Ladestation sind ein 16-A-Adapter, Transporttasche und sogar ein Mikrofasertuch im Lieferumfang enthalten.
Fotos: electricar
GUT 73,00%
Chipcodierte Steckeraufsätze: Jeder QuickSwitch-Adapter meldet dem Rheidon den zulässigen Maximalstrom der jeweiligen Dose.
100,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
Ja 100,00%
100,00%
Testergebnisse im Überblick Mit 95,44 Prozent sichert sich der DiniTech NRGkick 16A den Testsieg. Er ist das vielseitigste Gerät im Feld und lässt sich um OCPP, PVÜberschussladen und Mobilfunk erweitern. Auf Rang zwei folgt der NEcharge Pro mit 86,58 Prozent und klarem Firmenfokus dank OCPP 1.6J ab Werk. Rheidon PC200 Pro-11K und Green Cell Habu liegen mit 82,82% beziehungsweise 76,62 Prozent nahezu gleichauf. Rheidon bietet eine breite Adapterauswahl, Green Cell punktet mit integriertem GSM. Die dé Mobile Ladestation 11 kW v2 erreicht 76,33 Prozent und erhält als günstigstes Modell im Test die Auszeichnung „Preis-Champion“. Alle fünf Kandidaten bestehen die Sicherheitsprüfung ohne Mängel.
GUT
76,33%
Diesen Test finden Sie auch online auf: www.dietester.de/test/ archiv/495989
electricar Magazin
91
92
Business Test
LADEKARTEN Linz AG – StromMOBIL MORE POWER
ÖAMTC – ePower
linzag.at
oeamtc.at
Eigenes Ladenetz (€/kWh) – AC
0,39 €
0,44 €
Eigenes Ladenetz (€/kWh) – DC
0,49 €
0,54 €
Eigenes Ladenetz (€/kWh) – HPC
0,74 €*
0,64 €
Roaming-Ladenetz (€/kWh) – AC
0,39 €
0,54 €
Roaming-Ladenetz (€/kWh) – DC
0,49 €
0,64 €
Roaming-Ladenetz (€/kWh) – HPC
0,74 €
0,74 €
Grundgebühr / Monat
7,50 €**
0,00 €
Kosten pro Ladekarte / Monat
0,00 €
0,00 €
Einmalige Gebühr
20,00 €
0,00 €
Energiekosten öffentlich / Jahr
496,80 €
648,00 €
Grundgebühren + Kartenkosten / Jahr
90,00 €
0,00 €
Einmalige Gebühren im 1. Jahr
20,00 €
0,00 €
Gesamtkosten im 1. Jahr
606,80 €
648,00 €
Ø Kosten pro Monat im 1. Jahr
50,57 €
54,00 €
Ergebnis Kosten
100%
93,6%
AC-Preis klar ausgewiesen
Ja
Ja
DC-Preis klar ausgewiesen
Ja
Ja
entscheidet die gewählte Ladekarte
Roaming-Preis klar ausgewiesen
Ja
Ja
darüber, wie teuer das Laden unter-
Blockiergebühren klar ausgewiesen
Ja
Ja
AGB leicht auffindbar
Ja
Ja
Preisstruktur ohne „ab“-Angaben
Ja
Ja
100%
100%
Anzahl Ladepunkte (Österreich inkl. Roaming)
17.000
30.000
Ergebnis Ladepunkte
50,1%
87,8%
HERVORRAGEND | 97,5%
HERVORRAGEND | 94,6%
Tarif Zum Anbieter
Foto: Envato (KI-modifiziert)
PREISE INKL. UST 20 %
ÖSTERREICH
LADEKARTEN
für Privatkunden im Vergleich
FIXKOSTEN / EINMALKOSTEN
KOSTEN
PREIS-TRANSPARENZ Wer sein Elektroauto zuhause lädt, braucht öffentliche Ladepunkte vor allem auf längeren Strecken. Dann
wegs wird. In Österreich stehen neben überregionalen Anbietern und Automobilclubs zahlreiche Privatkundentarife von Landesenergieversorgern zur Wahl. Da die eigenen Ladenetze zumeist deutlich kleiner sind als das gesamte nutzbare Netz inklusive Roaming-Partnern, sollten bei der Tarifwahl Eigen- und Roaming-Preise berücksichtigt werden.
Den kompletten Vergleich gibt es online. Alle ausführlichen Informationen zum Test, dem verwendeten Beispielszenario und alle Testkandidaten finden Sie unter:
bit.ly/Ladekarten_26
75%
20%
Ergebnis Preis-Transparenz
LADEPUNKTE
5%
TESTERGEBNIS
Grundlage für die Kostenberechnung ist ein Szenario mit 15.000 km Jahresfahrleistung und einem Fahrzeug, das 18 kWh je 100 km verbraucht. 40 Prozent der Lademenge werden öffentlich geladen, davon 30 Prozent per AC und 70 Prozent per DC. Für die Berechnung wurden zudem 10 Prozent Lademenge im eigenen Netz und 90 Prozent im Roaming angesetzt. electricar Magazin
%
Mobility
EMC Austria – EMC Clubkarte
Linz AG – StromMOBIL EASY POWER
IKB – e-laden
EVN – #Drive Smart
Wien Energie – Tanke kWh GO
Energie Graz – charge:public
emcaustria.at
linzag.at
ikb.at
evn.at
wienenergie.at
energie-graz.at
0,51 €
0,54 €
0,39 €
0,45 €
0,40 €
0,53 €
0,61 €
0,64 €
0,54 €
0,47 €
0,40 €
0,62 €
0,86 €
0,89 €*
–
0,49 €
–
0,62 €
0,51 €
0,54 €
0,56 €
0,54 €
0,70 €
0,59 €
0,61 €
0,64 €
0,69 €
0,64 €
0,70 €
0,69 €
0,86 €
0,89 €
0,69 €
0,69 €
–
0,69 €
0,00 €
0,00 €
0,00 €
4,95 €
0,00 €
0,00 €
3,67 €***
0,00 €
0,00 €
0,00 €
0,00 €
0,00 €
0,00 €
20,00 €
0,00 €
10,00 €
9,90 €
0,00 €
626,40 €
658,80 €
686,23 €
643,03 €
723,60 €
705,56 €
44,00 €
0,00 €
0,00 €
59,40 €
0,00 €
0,00 €
0,00 €
20,00 €
0,00 €
10,00 €
9,90 €
0,00 €
670,40 €
678,80 €
686,23 €
712,43 €
733,50 €
705,56 €
55,87 €
56,57 €
57,19 €
59,37 €
61,12 €
58,80 €
90,5%
89,4%
88,4%
85,2%
82,7%
86,0%
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Nein
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
100%
100%
100%
100%
100%
90,0%
k.A.
17.000
k.A.
28.000
26.500
18.000
40,0%
50,1%
40,0%
82,0%
77,7%
53,0%
SEHR GUT | 89,9%
SEHR GUT | 89,6%
SEHR GUT | 88,3%
SEHR GUT | 88,0%
SEHR GUT | 85,9%
SEHR GUT | 85,2%
* DC+ ab 201 kW
Diesen Test finden Sie auch online auf: dietester.de/test/ archiv/8447034 electricar Magazin
** Grundgebühr entfällt für Linz-AG-Stromkunden (1. Karte)
*** Club-Mitgliedschaft: 44 € / Jahr; jede weitere Karte einmalig 18 €
Linz AG gewinnt mit dem Tarif Strommobil More Power. Einheitliche AC- und DC-Preise im eigenen Netz und beim Roaming sorgen für kalkulierbare Kosten. ÖAMTC ePower folgt mit leicht höheren Gesamtkosten und ohne Fixkosten. Die EMC Clubkarte auf Rang drei bietet ebenfalls österreichweit einheitliche Preise und kommt ohne Grundgebühr aus.
93
EIN NETZ FÜR ALLE
Bidirektionales Laden: Die batteriegetriebenen Fahrzeuge sollen mittelfristig
D
iese Vision ist einfach elektrisierend. Das Haus versorgt das Auto mit Strom. Und das Auto versorgt das Haus mit Strom. Oder den Wohnwagen. Oder gar das öffentliche Netz. Bidirektionales Laden, so lautet die magische
Botschaft. Strom ziehen und verteilen in zwei Richtungen
auch als flexible Speicher
– das batteriegetriebene Fahrzeug wird zum mobilen
für private und öffentliche
eingebettet in dieses aus ökologischer und ökonomischer
Bedürfnisse dienen.
Stromspeicher. Im Idealfall ist die Mobilität von morgen Sicht höchst sinnvoll wirkende Zusammenspiel. Ein Netz für alle und alles. Speziell die E-Autos der neuen Generation sind vermehrt so ausgestattet, dass sie
electricar Magazin
Diese Grafik wurde mit KI generiert
Text: Armin Grasmuck
Vision
Nur wenn Fahrzeug, Wallbox und die Installation im Haus zusammenpassen, kann das System funktionieren.
bidirektional laden können. Seit Beginn dieses Jahres
Vehicle‑to‑Home – V2H – heißt es, wenn das Auto
gibt es zudem einen rechtlichen und wirtschaftlichen
den Strom ins eigene Hausnetz einspeist und einen
Rahmen, der die batteriegetriebenen Fahrzeuge als
stationären Heimspeicher ersetzt oder ergänzt. Als
Stromspeicher definiert. Damit entfällt die bisherige
nachhaltig bedeutend gilt das Vehicle‑to‑Grid –
doppelte Belastung mit Netzentgelten. Wer Strom
V2G. In diesem Fall speist das Auto ins öffentliche
aus dem Auto zurückspeist und die Batterie später
Netz zurück, ein Energieversorger oder Aggregator
wieder auflädt, zahlt Netzentgelte nur noch einmal.
steuert Lade‑ und Entladevorgänge und vergütet
Das MiSpeL‑Manifest der Bundesnetzagentur,
diese Dienstleistung. Mittel- und langfristig sollen
offiziell als „Marktintegration Speicher und Lade‑
die Elektrofahrzeuge dazu beitragen, das Netz spe‑
punkte“ bezeichnet, regelt ergänzend die technische
ziell in Spitzenzeiten professionell zu stabilisieren.
und marktseitige Einbindung. Wichtige Eckpunkte:
Wer sein E-Auto in das Stromnetz der Zukunft
Demnach werden bidirektionale Ladepunkte den
integrieren möchte, hat selbstverständlich die
Speichern gleichgestellt, und rückgespeister Strom
technischen Maßgaben zu erfüllen. Nur wenn
wird wie Speicherstrom behandelt. Zudem gelten
Fahrzeug, Wallbox und die Installation im Haus
vereinfachte Prozesse, damit der Stromfluss ins
zusammenpassen, kann das System funktionieren.
öffentliche Netz ohne zweiten Stromzähler und
Das E‑Auto muss bidirektionales Laden unter‑
mit klareren Marktrollen möglich wird. Seit einigen
stützen und die entsprechende Kommunikation
Monaten bieten erste Stromhändler explizite Tarife
beherrschen. In der Praxis läuft es oft über die
und Vergütungen für das bidirektionale Laden an.
Norm ISO 15118‑20 für DC‑Systeme, ältere Fahr‑
Professioneller Stabilisator Das Elektroauto muss bidirektionales Laden unterstützen und die entsprechende Kommunikation beherrschen.
zeuge haben teils eigene V2H‑Lösungen. Es braucht zudem eine bidirektionale Wallbox
In der Praxis wird zwischen drei maßgeblichen Varian‑
– bei DC‑Systemen mit integriertem Wechselrich‑
ten unterschieden: Vehicle‑to‑Load – kurz V2L – heißt
ter – und der Fähigkeit, den Energiefluss in beide
die einfache Methode, hier können einzelne Geräte
Richtungen zu steuern.
wie beispielsweise eine Kaffeemaschine über eine
Die Anbindung an das Hausnetz muss norm‑
Schuko-Steckdose direkt am Auto betrieben werden.
konform erfolgen, im Fachcode VDE 0100‑722. Bei
95
96
Vision
Ab 2027 werden erste serientaugliche Systeme für V2H und V2G den Privatkunden angeboten.
Netzeinspeisung kommen zusätzlich Anforderungen
in der Nacht gibt das Fahrzeug die Energie über
wie VDE‑AR‑N 4105 hinzu.
die Wallbox ans Haus zurück, etwa für die Küche,
Spezielle Software, zum Beispiel evcc, openWB oder
Wärmepumpe oder Beleuchtung. Es ist ein klarer
herstellerspezifische Lösungen, entscheidet, wann ge‑
Vorteil, dass die nutzbare Kapazität der Autoakkus,
laden und entladen wird. Dies ist besonders wichtig für
zumeist zwischen 50 und 100 Kilowattstunden, viel
Kopplung der Photovoltaikanlage und V2G‑Verträge.
größer ist als beim typischen Heimspeicher, der
Bidirektionale Wallboxen müssen beim Netzbetrei‑
im Normalfall fünf bis 15 Kilowattstunden fasst.
ber angemeldet werden. V2G zur Rückspeisung ins
Wenn das Elektroauto ohnehin gekauft wird, ist die
öffentliche Netz erfordert eine offizielle Genehmigung
Speicherfunktion also günstiger als ein separater
vom örtlichen Verteilnetzbetreiber.
Großspeicher. Und bei einem Netzausfall können
Hausbesitzer mit PV-Anlage können von der Auto‑ batterie als Speicher doppelt profitieren. Tagsüber wird das E-Auto mit Solarstrom geladen. Am Abend und
manche V2H‑Systeme kritische Verbraucher im Haus weiter versorgen.
Batterie nur gering belastet Es gilt allerdings zu bedenken, dass beim Hin‑ und Herschieben des Stroms auch Wandlungsver‑ luste von rund fünf bis 15 Prozent entstehen. Speziell bei sehr kleinen Lasten von weni‑ ger als 300 Watt sind sie überproportional hoch. Auch sollte das Auto zuhause und mit ausreichend Restkapazität verfügbar sein – sonst kann es nicht als Speicher zur Verfügung stehen. Wichtig zu wissen: Nur bestimmte Fahrzeuge und
electricar Magazin
Vision
Wallboxen unterstützen V2H, die Auswahl ist der‑
auf dem Dach umfasst die PV-Anlage, die bidirek‑
zeit noch überschaubar.
tionale Wallbox, das Elektroauto und ein spezielles
Der Verschleiß der Batterie durch das bi‑
Managementsystem, das den Energiefluss regelt.
direktionale Laden ist nachweislich gering, wie
Diese Software sorgt dafür, dass der PV-Über‑
wissenschaftliche Studien belegen. Koryphäen
schuss priorisiert in das Auto fließt und abends
der Fahrzeugtechnik wie Professor Markus Lien‑
V2H aktiviert wird. Optional bietet sich ein kleiner
kamp von der Technischen Universität München
stationärer Pufferspeicher für sehr kleine Lasten an,
beziffern den entsprechenden Kapazitätsverlust
um die Wandlungsverluste zu minimieren.
auf lediglich 1,7 bis 5,8 Prozentpunkte (siehe auch Interview ab Seite 82).
Potenzielle Neueinsteiger, die am bidirektionalen Laden interessiert sind, haben konkret zu prüfen,
So wird das Auto zum Netzdienstleister: Beim
ob das Fahrzeug ihrer Wahl tatsächlich technisch
Vehicle‑to‑Grid speist das Auto den Strom ins
geeignet ist. Die Software für die bidirektionalen
öffentliche Netz zurück und erhält dafür eine
Funktionen ist bei einigen Herstellern eigens für
Vergütung. Der Energieversorger oder ein Aggre‑
Deutschland zu aktivieren. Die Installation und das
gator steuert, wann das Auto lädt oder entlädt,
Anmelden des Systems hat durch einen zugelasse‑
um Lastspitzen auszugleichen oder Regelenergie
nen Elektrofachbetrieb zu erfolgen. Ob sich V2H
bereitzustellen. Wie wirtschaftlich das Zusammen‑
und V2G lohnen, hängt generell von Stromver‑
spiel ausfällt, hängt von der Vergütung pro Kilo‑
brauch, Ertrag der PV-Anlage, Nutzung des
wattstunde und der bereitgestellten Leistung – in
Fahrzeugs und den Tarifen ab. Die Zeichen
Kilowatt – durch den Stromhändler ab. Entschei‑
der Zukunft sind klar umrissen. Ab 2027
dend ist zudem, wie oft und wie tief die Batterie
werden die ersten serientauglichen Systeme
entladen wird. Stichwort Strompreis. Dynamische
für V2H und V2G den Privatkunden angeboten, bis
Tarife können die Effizienz zwischen günstigem
Ende des Jahrzehnts soll bidirektionales Laden bei
Laden und teurem Einspeisen verbessern.
vielen Neufahrzeugen der Standard sein.
Praxisnahes Gesamtpaket Einige Anbieter werben gerade mit potenziellen Erlösen im Bereich mehrerer hundert Euro pro Jahr allein für das Bereitstel‑ len der Flexibilität, die konkreten Zahlen hängen stark von dem Vertrag und dem Profil des Nutzers ab. Ein einfaches und praxisnahes Gesamtpa‑ ket für ein Einfamilienhaus samt Solarzellen
Diese Grafik wurde mit KI generiert
electricar Magazin
Über die entsprechend konfigurierte Wallbox fließt der Strom von der PV-Anlage ins Auto. Bei Bedarf wird er von dort ins Haus oder in das öffentliche Netz gespeist.
97
CDA Verlag GmbH L. Steinbach Platz 1, 4311 Schwertberg Support Tel.: +43 670-7773300 Support: support@cda-verlag.com Abo-Service: abo@cda-verlag.com Redaktion: redaktion@cda-verlag.com Web: www.cda-verlag.com Geschäftsführung: Franziska Pointner Herausgeber: Harald Gutzelnig Prokuristin: Marianne Gutzelnig Redaktionsanschrift: L. Steinbach Platz 1, 4311 Schwertberg Tel.: +43 670-7773300
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MBD_C-Klasse_BEV_225x297mm_Flotte_electricar_RZ.indd 1
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