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TME 777 - Klaus K. Hübler - B. B. H.

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Klaus-K. Hübler

B. B. H. für

Klavier linke Hand, Sprecher und Jandl

ISMN 979-0-50001-479-9

E D I T I O N / TRE // MEDIA

b y G. R i c o r d i & C o

"Das 2005 komponierte kleinzyklische Werk für Klavier linke Hand, Sprecher und Jandl erinnert an die Sonderlichkeit eines Robert Walser, an das getreue Buchstabieren von Ereignissen, hinter denen jener Abgrund lauert, in den man durch die Mechanik bizarrer Einfachheit hineingezogen scheint und im Umfeld verzerrt-bekannter Floskeln ver-rückt wird.

Die Initialen B. B. H. stehen für Bach, Brahms und Hübler. Der dreiteiligen Komposition steht das Kopfmotiv der berühmten "Ciaccona" in d-moll als Motto vor. Zunächst wird unter der Lupe eines Johann Sebastian Bach linkshändig dieses Thema "verarbeitet" und nach vier Kadenzen mit einem Ernst-Jandl-Fragment schließlich "abkadenziert". Dann folgt gleichfalls linkshändig unter der Brahms'schen Direktive eine weitere Variante, die in das links- und rechtshändige und phasenweise auf neun Systemen sich spreizende und notierte Finale einmündet, ein Finale, das Klaus K. Hübler mit dem eigenen Namen überschreibt.

Wenn man so will, wird innerhalb dieser Komposition Musikgeschichte buchstabiert. Die Chaconne aus der d-moll Violinsonate von Johann Sebastian Bach ordnet sich dem Willen unterschiedlicher Stile unter. ln dieser Einfärbung etabliert sich eher ein groteskes denn ein verarbeitungstechnisches Phänomen. Diese Akzentuierung auf das Komische unterstützt der Moment des Jandl sprechenden Pianisten."

Hans-Peter Jahn (Werkkommentar im Programmheft zur Uraufführung durch Nicolas Hodges am 27.04.2006 in Stuttgart, Theaterhaus}

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