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Sy. 4104 - Rolf Riehm - Sirenen (2013)

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Rolf Riehm Sirenen

Bilder des Begehrens und des Vernichtens 2013

Partitur

Sy. 4104/01 ISMN 979-0-2042-4104-0

CopyrightbyG.Ricordi&Co./Forperusalonly

4 Fl (3 Picc)

4 Ob (2 Eh)

2 Kl in B (2. auch Kl in Es)

1 Bkl in B (Kl in B)

1 Kbkl in B

4 Fg (2 Kfg)

4 Hö in F

4 Tr in B

3 Pos

1 Kbpos

4 Schl (s. Schlagzeugzusammenstellung; fŸr einzelne EinsŠtze s. Detailierte Außistung von EinsŠtzen)

1 Keyb (wo keine besonderen Einstellungen notiert sind, wird der sound in den Proben festgelegt)

1 Klav

Zuspielungen, s. Detailierte Außistung von EinsŠtzen Textprojektionen, s. Detailierte Außistung von EinsŠtzen Videoprojektionen, s. Detailierte Außistung von EinsŠtzen "Besonderheiten", s. Detailierte Außistung von EinsŠtzen

auf der Bühne:

1 Singende Säge (S.45)

1 Pauke (S.45)

1 Blecheimer (S.92)

1 Klav (S.192)

1 Akkordeon (S.192)

auf der Bühne bzw. im Zuschauerraum:

4 Schl. mit Holzbohlen (S.179) im Zuschauerraum:

1 Vl (S.61)

Mezzosopran Countertenor

8 Sängerinnen

Sprecher

2 Tänzerinnen (in: "II Tötende Göttinnen")

Stimmen Ÿber Lautsprecherzuspielungen (live oder vorproduziert): Frauenstimme (in „I Auf der Insel Aiaia...“)

Sopran (in „V Aber mich nahm bei der Hand...“)

Männerstimme (in „VII Ach, Seiränes! / Acheron“)

2 Frauenstimmen (in „VII Ach, Seiränes! / Acheron“)

8 Vl I

8 Vl II

6 Br

6 Vc

4 Kb (alle 5-saitig, Kb ¾: S.12, T 103 C-Saite auf H gestimmt)

Alle Instrumente sind in C notiert. Glockenspiel, Picc klingen eine Oktave hšher als notiert, Kbkl, Kfg, Kb klingen eine Oktave tiefer als notiert

Schlagzeugzusammenstellung, erstes Vorkommen: Seite (Takt):

Pauke, 16 (149)

Pauke auf der Bühne, 45 (373)

2 Pauken, 117 (306), eine links: eine rechts:

2 große Trommeln, u.U. nur eine, s. Anmerkung in Partitur, 95 (130)

2 kleine Trommeln, 33 (281)

3 Congas, hoch, mittel, tief, 9 (72)

3 Bongos, hell bis dunkel, 16 (152)

1 Tom-tom, tief, 94 (112)

3 Tam-tam, klein, mittel, groß, 10 (91)

3 Becken, hängend, 9 (72)

2 Becken, Gegenschlag, 33 (281)

6 Crotales, 55 (472)

Cymbales, 126 (365)

Glockenspiel, 13 (117)

Kuhglocken, 104 (217)

1 Triangel, sehr hoch, 87 (43) Schalenchimes, 178 (320)

Marimba, 154 (104)

3 Holzstäbe, 22 (191)

3 Moku-sho, hoch, mittel, tief , 9 (84)

2 Hiyoshigi, unterschiedlich hoch, 16 (152) 11 Woodblocks, tief bis sehr hoch, 52 (444) 11 Tempelblocks, von tief bis hoch, 224 (570)

8 Log Drums, 222 (562)

2 Gueros, hoch, sehr hoch, 52 (444)

2 Kastagnetten, tief, 9 (72)

1 claves, 126 (365)

1 Peitsche, groß, 108 (260)

2 Lithophone, hell, 9 (72)

Singende Säge auf der Bühne, 45 (373)

4 Holzbohlen, Beschreibung und Aufstellung s. Partitur, 179 (322)

2x 6 Kartons, von dunkel nach hell, 1 (5)

1 Brummtopf (Lion's roar), 62 (547) kleine Metallwanne, 108 (260)

1 Blecheimer, etwa leerer Gurkeneimer oder großer Putzeimer o.ä., dünnwandig, 92 (107)

1 Blechplatte, mit grober Feile anreißen, 161 (167) Kratzen mit Fuchsschwanz auf dünner Kunststoffplatte, ca 0,5mm dick, 73 (672) Schläge auf Papier, 75 (682)

Erläuterungen zur Notation:

Zur Vorzeichensetzung: Es kommt oft vor, daß z.B. in einer "tonalen" Konstellation derselbe Stammton in der einen Stimme erhöht ist, in der anderen aber nicht. In solchen und ähnlichen Fällen habe ich "Sicherheitsvorzeichen" gesetzt.

e.t. = eigenes Tempo, unabhängig von den übrigen

X = freier Abschnitt ohne bestimmtes Taktmaß

rubato-Notation: (z.B. I. Bild, Ziffer 29)

& J J œ J œ J R ú Œ U Kir ke, f P e.t.

= von der metrischen EmpÞndung her wie:

doch je nach Länge der Notenhälse mit starkem individuellen rubato:

Klavier:

V. Bild Takt 261 = cluster auf wei§en und/oder schwarzen Tasten, wie es der Aufschlag ergibt

Takt 277 = "Tonballen" um cis2 herum

Takt 297 Takt 302

VII. Bild, Großtakt 396

CopyrightbyG.Ricordi&Co./Forperusalonly

Großtakt 396

Akkordeon:

VII. Bild

Großtakt 396

= eigentlich , aber die rechte Hand schlägt die Töne wie durch eine spastische Behinderung gestört nacheinander an: "gezackter" Anschlag.

= Wippbewegung von Unterarm und Hand; der unterste (Unterarm) und oberste (Hand) Ton gibt die Position an. Angeschlagen wird dann eine "Mischung" aus weißen und schwarzen Tasten. Unterarm bzw. Hand bleiben bis zum jeweils nächsten Anschlag liegen.

= Wippbewegung von Fingerspitzen und Handballen

= cluster, sehr kurz, länger. Mit flacher Hand und geschlossenen Fingern senkrecht zur Tastatur aufschlagen.

= klanglich gleiche Lage in R und L. Je nach Register liegen die Hände auf der Tastatur in verschiedenen Lagen

= = cluster und rasch folgendes gliss.

= gliss. und rasch folgender cluster nur gliss.

Gliederung

Erster Teil (S. 1 - 80)

I Auf der Insel Aiaia - Kirkearie

S. 1 – 30 (Takt 1 – 259) auf Takt 259 folgt Videoprojektion S. 30

II Tötende Göttinnen

S. 31 – 60 (Takt 260 - 516)

III Abschied

S. 61 – 80 (Takt 517 - 744)

darin:

Fahrt übers Meer - Brackwasser

S. 69 – 78 (Takt 615 - 707)

Totes Gewässer

S. 79 – 80 (Takt 708 - 744)

Zweiter Teil (S. 81 - 144)

IV Siren Song

S. 81 – 101 (Takt 1 [mit Auftakt noch in Totes Gewässer T 744] - 179) erstmals "Der Gesang der Sirenen", acht Sängerinnen

V Aber mich nahm bei der Hand die Göttin

S. 102 – 144 (Takt 180 - 481) (Auftritt Sprecher)

darin:

Das Erschrecken des Odysseus S. 108 – 120 (Takt 261 - 321) (Auftritt Countertenor)

Die Sirenen

S. 121 – 129 (Takt 322 - 384)

Odysseus wird der Todesnähe inne S. 129 – 144 (Takt 385 - 481) (Takt 414 - 442: Gesangs-Zuspiel über Lautsprecher)

Dritter Teil (S. 145 – 230 Ende)

VI Aber du steure vorbei S. 145 – 178 (Takt 1 - 321) darin: nochmals "Der Gesang der Sirenen", nun Countertenor im Bericht des Odysseus S. 149 - 166 (Takt 48 - 204)

VII Ach, Seiränes! / Acheron S. 179 – 219 (Takt 322 - 547)

darin:

Ach, Seiränes, Seiränes. (8 Sängerinnen) S. 191 (Takt 392 - 395)

Großtakt 396 (Klav./Akkordeon, Günderode/Eberhard) S. 192 – 196 (Takt 396)

Acheron

S. 197 – 200 (Takt 397 - 432)

ein letztes Mal: "Der Gesang der Sirenen", nur Orchester, es ist ein Todeslied S. 201 – 219 (Takt 433 - 547)

VIII Der Singenden Lied verklingt

S. 220 – 230 (Takt 548 – 612, Ende) kurzer letzter Teil

Textzusammenstellung

Erster Teil

I Auf der Insel Aiaia - Kirkearie

Wir wissen nicht, ob du auf meinem Gestade Wir wissen beide nicht, ob du wie schiffbrüchig gestrandet bist auf meinem Gestade; oder ich gezwungenen Herzens deinem Zauber erliege und leide: oder ob...ob sich unsre Akte nicht decken und blank sind, ein reimloses Lied.

Doch Eros zerwühlte mir das Gemüt wie ein Wind vom Gebirg in die Eiche fällt. Tot sein, ich wünsch es mir; Während er Abschied nahm, sagte er: "Schlimmes erfahren wir, Kirke, ja, wider Willen verlaß ich dich." Tot zu sein eine Sehnsucht, und den Lotos, den Tau zu sehen an den Ufern des Acheron.

Ja, ich kenne ein Land, wo Tote zu Lebenden reden, wo sie, dem Orkus entßohen, wieder sich freuen des Lichts. Wo, von Erinnerung erweckt, sie auferstehn von den Toten, wo ein irdisches Licht glühet im Leichengewand. Seliges Land derTräume. Wo mit Lebendigen Tote wandeln. Dort in dem glücklichen Land begegnet mir wieder der Teure, und ich hauche die Kraft der Jugend in den Schatten, daß ein lebendig Rot wieder die Wange ihm färbt, und der Liebe Gefühl wieder den Busen ihm hebt.

II Tötende Göttinnen in ihrer Jugend hatte Sâadia mit der feinen römischen Nase und die weißhäutige Habiba die Männer aus Bousâada ebenso wie die Nomaden betört.

es klingen die verwirrten Lieder der Sirenen schon herüber

Manchmal singen sie Lieder ihre weißen Tränen im Schatten der Gärten an den Ufern des Wadi die Mandelbäume two old women

III Abschied

Kirkes auf den Tod verletzte Seele weist Odysseus' Schiff den Weg

Kirkes érrosthe ("Lebt wohl") vermag nicht mehr die vom Atem der Sirenen vergiftete Luft zu durchdringen

Ja, ich

Ja, ich kenne der Himmel die Erde Es war dem Orkus entßohen

Ja, ich (wird fünfmal gesungen)

Ja, ich kenne der Himmel die Erde Es war dem Orkus entßohen

Zweiter Teil

IV Siren Song

CopyrightbyG.Ricordi&Co./Forperusalonly

Come here, renowned Ulysses, and listen to our voices. No one ever sailed past us without staying to hear the enchanting sweetness of our song – and he who listens will go on his way not only charmed, but wiser, for we know all the pains that the gods laid upon the Argives and Trojans before Troy. We can tell you everything that is going to happen over the whole world. We know it all.

V Aber mich nahm bei der Hand die Göttin

Aber mich nahm bei der Hand die Göttin, führte mich abwärts, legte sich neben mir nieder und fragete, was mir begegnet. Und ich erzählte darauf umständlich die ganze Geschichte. Jetzt antwortete mir die hohe Kirke und sagte: erstlich erreichet dein Schiff die Sirenen, diese bezaubern alle sterblichen

Menschen, wer ihre Wohnung berühret. Welcher mit törichtem Herzen hinanfährt und der Sirenen Stimme lauscht dem wird zu Hause nimmer die Gattin und unmündige Kinder mit freudigem Gruße begegnen; denn es bezaubert ihn der helle Gesang der Sirenen, die auf der Wiese sitzen, von aufgehäuftem Gebeine modernder Menschen umringt und ausgetrockneten Häuten.

seirŠnas men proton aÞkseai (= erstlich erreichet dein Schiff die Sirenen)

Kirkes auf den Tod verletzte Seele weist Odysseus' Schiff den Weg Kirkes "Lebt wohl" vermag nicht mehr die vom Atem der Sirenen vergiftete Luft zu durchdringen

Dritter Teil

VI Aber du steure vorbei

Aber du steure vorbei und verkleibe die Ohren der Freunde mit dem geschmolzenen Wachse der Honigscheiben, daß niemand von den andern sie höre. Doch willst du selber sie hören, siehe, dann binde man dich an Händen und Füßen im Schiffe, aufrecht stehend am Maste, mit festumschlungenen Seilen, daß du den holden Gesang der zwo Sirenen vernehmest. Flehst du die Freunde nun an und beÞehlst die Seile zu lšsen: eilend fessle man dich mit mehreren Banden noch stärker! Als wir jetzo so weit, wie die Stimme des Rufenden schallet, kamen im eilenden Lauf, da erblickten jene das nahe meerdurchgleitende Schiff und huben den hellen Gesang an:

Komm, besungner Odysseus, du großer Ruhm der Achaier! Lenke dein Schiff ans Land und horche unserer Stimme, denn hier steuerte noch keiner im schwarzen Schiffe vorüber, eh‘ er dem süßen Gesang aus unserem Munde gelauschet; und dann ging er von hinnen, vergnügt und weise wie vormals. Uns ist alles bekannt, was ihr Achaier und Troer durch der Götter Verhängnis in Trojas Fluren geduldet, alles, was irgend geschieht auf der lebenschenkenden Erde!

Also sangen jene voll Anmut. Heißes Verlangen fühlt‘ ich, weiter zu hören, und winkte den Freunden Befehle, meine Bande zu lšsen: doch hurtiger ruderten diese. Und es erhuben sich schnell Eurylochos und Perimedes, legten noch mehrere Fesseln mir an und banden mich stärker. Also steuerten wir den Sirenen vorüber;

VII Ach, Seiränes! / Acheron

Das waren Vogelfrauen, Kopf und Brust Frauen und ab da Vögel. Sie lebten auf einer Insel. Die Assoziation von SchwŠrmen von Seevšgeln tŠuscht: Es gab nur zwei Sirenen.

Ja, ich kenne ein Land, wo Tote zu Lebenden reden, wo sie, dem Orkus entßohen, wieder sich freuen des Lichts. Wo, von Erinnerung erweckt, sie auferstehen von den Toten, wo ein irdisches Licht glühet im Leichengewand. Seliges Land der Träume.

Wo mit Lebendigen Tote wandeln, im Dämmerschein freuen des Daseins sich noch. Dort in dem glücklichen Land begegnet mir wieder der Teure, freuet der Liebe sich, meiner Umarmung, und ich – hauche die Kraft der Jugend dann in den Schatten, daß ein lebendig Rot wieder die Wange ihm färbt, daß die erstarreten Pulse vom warmen Hauche sich regen und der Liebe Gefühl wieder den Busen ihm hebt. Darum fraget nicht Gespielen, was ich so bebe,

Seit Jahren sitzen zwei alte Frauen von morgens bis abends vor einer Hütte aus sonnengetrocknetem Schlamm. Nach dem Brauch des Landes färben sie ihr graues Haar mit Henna, ßechten es und schmŸcken es mit roten Wollzšpfen. In ihrer Jugend hatte S‰adia mit der feinen römischen Nase und die weißhäutige Habiba die MŠnner aus Bou-S‰ada ebenso wie die Nomaden betšrt. Jetzt sitzen sie da und betrachten den schillernden Schmuck der großen Stadt. Nur selten tauschen sie ein paar Worte aus. Manchmal singen sie Liebeslieder.

Doch heute sind S‰adia und Habiba nicht an ihrem gewohnten Platz. Von innen hört man eine bald heisere, bald schrille Klage. In der Dämmerung war die verbrauchte Habiba sanft in den Tod hinüber geglitten. Gegen Mittag kommen Männer und tragen sie zu einem der unbegrenzten Friedhöfe, wo der Wüstensand nach Lust und Laune seine Wellen gegen die kleinen grauen Steine branden lЧt. S‰adia hat ihren Platz wieder eingenommen. Mit dem Rauch ihrer Zigarette verߟchtigt sich der letzte Rest ihres Lebens, während die Mandelbäume an den Ufern des sonnigen Wadi im Schatten der Gärten nicht aufhšren, ihre wei§en TrŠnen zu weinen. Bou-S‰ada, den 3. Februar 1903

Der Acheron, der Fluß des Todes, er mündet im äußersten Westen Griechenlands ins Ionische Meer. Hier waren des Hades Tore, ein Eingang zur Unterwelt. FrŸher war hier ein weites Sumpßand, unzugŠnglich und voll giftiger Dünste. Dahinter, wußte man, begann das Totenreich. Die Gestorbenen kamen hier an, von Hermes, dem Seelenführer geleitet. Charon war der Fährmann der Toten. Seine TŠtigkeit war warten und rudern. Er empÞng die Gestorbenen in seinem Boot und setzte sie Ÿber. Keiner durfte zurück, kein Lebender hinüber. Das Haus des Hades war Þnster und weit. Schwarze Pappeln und Weiden am Rand der sonnenlosen Finsternis

waren der Hain der Totengöttin Persephone. Hermes führte und trieb die Seelen mit seinem Stab oder er winkte ihnen von weißen Felsen herab. Sie schwirrten wie Fledermäuse vorbei an den weißen Felsen, vorbei am Tor der Sonne, die allnächtlich den Hades durchwandert, vorbei am Land, aus dem die Träume aufsteigen, hin zu den Wiesen, wo die Toten wohnten, ohne Bewußtsein, ohne Erinnerung, sie hatten von der Quelle des Vergessens getrunken.

VIII Der Singenden Lied verklingt und leise, immer leiser verhallte der Singenden Lied und Stimme.

Detailierte Außistung von EinsŠtzen

Erster Teil

I Auf der Insel Aiaia (Klage) Ð Kirkearie

S. 1 – 30, Takt 1 – 259

SŠngerin

Takt 16

Mezzosopran

Schlagzeug

Takt 5

1. Schl links

2. Schl rechts jeder hat

6 Kartons, von hell nach dunkel

Takt 72

1. Schl links

2. Schl rechts

jeder hat:

1 Becken

1 Kastagnette, tief

1 große Conga

1 helles Lithophon

1 großen Karton, von Takt 5

Takt 84

3. Schl

1 Moku-sho, mittel

Takt 91

4. Schl

3 Tam-tam, groß, mittel, klein

Takt 117

3. Schl Glockenspiel

Takt 149

4. Schl Pauke

Takt 152

1. Schl

1 Hyoshigi

2. Schl

4 Bongos, hoch, 2x mittel, tief

2 Congas, hoch, tief (Takt 166)

Takt 172 Pauke

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Takt 191

2. Schl

3 Holzstäbe (Xylophon)

Takt 215

2. Schl

1 Bongo, mittel (tiefer als die beiden Kartons)

2 Kartons, die beiden hellsten von Takt 5

Zuspielungen

Takt 166

Lautsprecher auf der Bühne, eine Frauenstimme spricht: Ja ich kenne (4x)

Videoprojektion

Takt 67 – 158 (s. Piktogramm in der Partitur)

Eine Frau (links) und ein Mann (rechts) sitzen sich an den Stirnseiten eines einfachen Tisches auf einfachen StŸhlen gegenŸber, im ProÞl zum Publikum. Sie reden in altgriechischer Sprache miteinander. Man hört jedoch nichts, höchsten kann man ihre Mundbewegung bemerken. Der Text dieses Gespräches wird erst in der Probenphase ausgearbeitet. Es geht um dramaturgische Konstellationen in Siren Samples.

Nach Takt 259

Video-Projektion wie eben, nun aber mit Ton. Man hört das Gespräch, das in altgriechisch geführt wird. Dazu: deutsche Übertitel.

Bühnenaktion

Nach der Videoprojektion nach Takt 259: Die Gesprächssituation nun auf der Bühne, leicht verändert: an der rechten Stirnseite des Tisches sitzen statt der männlichen Person in der Video-Projektion zwei Tänzerinnen, die in der folgenden Tanzszene in Aktion treten. ProÞl zum Publikum. An der linken Stirnseite des Tisches sitzt niemand. Keine Sprache, keine Übertitel.

Besonderheiten

Takt 39 Keyboard läuft nur diesen einen Takt über Lautsprecher im Zuschauerraum

II Tötende Göttinnen

Tanzszene

S. 31 – 60, Takt 260 - 516

Sängerinnen

Takt 438

2 Sängerinnen

Text: in ihrer Jugend hatte Sâadia mit der feinen römischen Nase und die weißhäutige Habiba die Männer aus Bousâada ebenso wie die Nomaden betört.

Takt 441

Text-Projektion: es klingen die verwirrten Lieder der Sirenen schon herüber

Takt 493

6 Sängerinnen

Text: Manchmal singen sie Lieder ihre weißen Tränen im Schatten der Gärten an den Ufern des Wadi die Mandelbäume two old women

Schlagzeug

Takt 281

2 Becken , je eins rechts und links

1 Bongo, hell

1 kleine Trommel

Takt 345

1 Moku-sho, mittel alle Schlagzeuge mit Klangstäben (Marimba, Xylophon, Glockenspiel...): glissando über ca 1,5 Oktaven

Takt 354 Pauke

Takt 373

Singende Säge, auf der Bühne Pauke, auf der Bühne

Takt 444

4 Woodblocks, hoch bis sehr hoch

2 Guero, hoch, sehr hoch

Takt 472

6 Crotales

Takt 481

Tam-tam, groß

Takt 485

1 kleine Trommel, 2 Klangtimbres: hoch, tief Pauke

Takt 495

& œ œ œ œ ? œ œb

1 Becken , 3 unterschiedliche Klangtimbres anschlagen

Takt 496

1 Becken

Takt 508

1 Conga, groß

3 Becken , hoch, mittel, tief

Zuspielungen

Takt 463 – 464 über Lautsprecher auf der Bühne: Azealia Banks (britische Pop-Lady)

Takt 482 – 490 über Lautsprecher auf der Bühne: Holzknacken, -zersplittern

Takt 492 über Lautsprecher im Zuschauerraum: dasselbe Holzknacken, -zersplittern, nun extrem trocken und präsent

Videoprojektion

Takt 441

Text-Projektion: es klingen die verwirrten Lieder der Sirenen schon herüber

Bühnenaktion

Zwei Tänzerinnen. In der Mitte der Bühne im Hintergrund eine überlebendsgroße Skulptur eines Kouros. Die eine Tänzerin ist als Verkörperungen von Kirke auffaßbar, die andere als die Verkörperung der Sirenen.

Besonderheiten

Takt 293 - 301

Keyboard läuft über die Lautsprecher im Zuschauerraum

Takt 462

Keyboard läuft über Lautsprecher im Zuschauerraum, geht über auf Lautsprecher im Graben

Takt 373 - 421 auf der Bühne: Singende Säge, links Pauke, rechts

III Abschied

S. 61 – 80, Takt 517 - 744

Sängerinnen

Takt 615

Mezzosopran:

Ja, ich (wird fünfmal gesungen)

Ja, ich kenne der Himmel die Erde

Es war dem Orkus entßohen

Schlagzeug

Takt 547

Brummtopf (Lion's roar)

Pauke

Takt 570

? œ

Schl. 1 – 4: Schläge auf Holz-, Metallgestänge, jeder für sich

Takt 591

Ratsche

Takt 605

2 Moku-sho, hoch, tief

2 Bongos, hoch

1 Conga, tief

Takt 672

Kratzen mit Fuchsschwanz o.ä. an Kante einer dünnen Kunststoffplatte, ca 0,5 mm dick

Takt 682

2 Moku-sho, hoch, tief

2 Bongos, hoch, tief

2 Congas, hoch, tief

Kratzen (wie vorher)

Schläge auf Papier

Zuspielungen

Takt 551

Folkloregesang über Lautsprecher auf der Bühne (aus: LP gruppo folk, Daloy politzei, Seite A, Nr.5: Vrlicko Kolo (=aus Dalmatien)

Videoprojektionen

Takt 517

Kirkes auf den Tod verletzte Seele weist Odysseus' Schiff den Weg

Takt 539

Kirkes érrosthe ("Lebt wohl") vermag nicht mehr die vom Atem der Sirenen vergiftete Luft zu durchdringen

Besonderheiten

Takt 517

Eine Violine im Zuschauerraum

Takt 605

Keyboard schwappt in Lautsprecher im Zuschauerraum und wieder zurück

Takt 571-573

Die Aktivitäten der 4 Schlagzeuger allmählich in die Lautsprecher im Zuschauerraum hochfahren, danach wieder ohne Lautsprecher

Zweiter Teil

IV Siren Song

S. 81-101, Takt 1-179

Sängerinnen

8 Sängerinnen

Schlagzeug

Takt 30

1 kleine Trommel

1 Becken

1 Hiyoshigi

Takt 43

1 Triangel, sehr hoch

1 kleine Trommel

Takt 49

2 Kastagnetten

2 Hiyoshigi

Takt 61

3 Bongos

3 Congas Pauke

?

Takt 80 1 großes Tam-tam

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Takt 107

1 Blecheimer auf der Bühne, etwa ein leerer Gurkeneimer, o.ä., dünnwandig

Takt 112

1 Conga, tief

1 Tom-tom, tief

Takt 130

Zwei Schlagzeuger , einer links, einer rechts, spielen jeweils sowohl große wie auch kleine Trommel. Wenn das aus Platzgründen (o.ä.) nicht möglich ist, dann einer große Trommel, der andere kleine Trommel

2 große Trommeln

2 kleine Trommeln

Zuspielungen

Takt 30-36 rhythmisch strukturiertes Vogelgezwitscher

Besonderheiten

Takt 107

1 Blecheimer auf der Bühne

V Aber mich nahm bei der Hand die Göttin S. 102-144, Takt 180-481

Sprecher / Countertenor

Takt 180 Sprecher

Takt 261 Countertenor

Takt 341 Countertenor

Takt 447 Sprecher/Countertenor (übereinander)

Sängerin

Takt 414 Mezzosopran über Lautsprecher auf der Bühne, s. Zuspielungen

Schlagzeug

Takt 217 Kuhglocken 2 Woodblocks, tief Pauke

Takt 243 Glockenspiel

Takt 246 Pauke

Takt 253 Glockenspiel

Takt 260 Becken Peitsche, groß kleine Metallwanne

Takt 273

1 Triangel, sehr hell

Takt 306

2 Pauken, eine links: eine rechts:

Takt 322 wie Takt 260

Takt 359 Pauke

Takt 365

Cymbales

1 Becken

1 claves

Takt 414

1 Schlagzeuger spielt auf 9 tiefen Fellinstrumenten

2 Schlagzeuger mit je einem Set aus unterschiedlichen Holzinstrumenten, erster Set mit 7 hellen Instrumenten zweiter Set mit 6 weniger hellen Instrumenten

Pauke

Zuspielungen

Takt 414-442

Mezzosopran: die auf der Wiese sitzen, von aufgehäuftem Gebeine modernder Menschen umringt und ausgetrockneten Häuten.

Besonderheiten

Takt 414-442

Von Takt 414 bis etwa Takt 426 tut Countertenor so als sei er es, dessen Stimme man hört (Playback). Schlägt dann die Hände vors gebeugte Gesicht, nun nimmt man wahr, daß die Stimme nicht von ihm kommt.)

Takt 261-314

Klavier: Spielanweisungen s. vorne unter Erläuterungen zur Notation

Dritter Teil

VI Aber du steure vorbei S. 145-178, Takt 1-321

Sprecher

Takt 5

Countertenor

Takt 28

Schlagzeug

Takt 104

Marimba große Trommel

Takt 112

1 Woodblock, tief

1 Tom-tom, tief

1 Bongo, tief

Takt 119

1 Bongo, tief

1 Becken große Trommel

Takt 127

Kuhglocken große Trommel

Takt 167

1 Blechplatte, mit grober Feile anreißen

Takt 217

1 Becken

Takt 309

1 Woodblock, hoch 1 Tempelblock, tief

Takt 320 Schalenchimes

VII Ach, Seiränes!/Acheron S. 179-219, Takt 322-547

Sängerinnen

Takt 368

2 Sängerinnen, Vokalise "a"

Takt 392

8 Sängerinnen, Vokalisen

Schlagzeug

Takt 322

4 Schlagzeuger mit je einer Holzbohle

Takt 406 Tom-tom, tief

2 Kartons, hell und dunkel

Zuspielungen (alle Texte)

Takt 395

Männerstimme über Lautsprecher auf der Bühne: Das waren Vogelfrauen...

Takt 396

Frauenstimmen über Lautsprecher im Zuschauerraum: linker Lautsprecher: Ja, ich kenne ein Land, wo Tote zu Lebenden reden... rechter Lautsprecher: Seit Jahren sitzen zwei alte Frauen...

Takt 413 andere Männerstimme über Lautsprecher auf der Bühne: Der Acheron, der Fluß des Todes...

Besonderheiten

Takt 396

Klavier links und Akkordeon rechts auf der Bühne

VIII Der Singenden Lied verklingt S. 220-230, Takt 548-612

Text und leise, immer leiser verhallte der Singenden Lied und Stimme.

Sprecher

Takt 557

Countertenor

Takt 575

Schlagzeug

Takt 551

Schalenchimes

Takt 554 11 Woodblock, von tief nach hoch

Takt 562

8 Log Drums

Takt 570 11 Tempelblocks

Sirenen

Bilder des Begehrens und des Vernichtens (2013)

1.

Teil:

Auf der Insel Aiaia (Klage) - Kirke Arie

p Ï 1) Ï 1)= ein kurzes glissando mit stärkstem crescendo nach oben reißen, an der Spitze noch ein Akzent, dann ein etwas längeres glissando mit extremem decrescendo abwärts ziehen. Je einer ganz links und ganz rechts. Jeder hat 6 Kartons. Vom tiefsten, dunkelsten Karton aus (das könnte z.B.

Rolf Riehm

Vl.I durchläuft im Folgenden drei Stadien von "theatralischer" Tongebung:

Takt 30 Stadium 1: preßt sich an einem Ton ab. ("roh, ohne Rücksicht auf Tonqualität...")

Takt 32 und 35 Stadium 2: mit stoischer Ausdruckslosigkeit (eine extrovertierte Version dieser Floskeln liegt eine Oktave höher im Vc.)

Takt 41 Stadium 3: Vl.I, 1./2. äußerst drangvoll, mit enormem Druck. Will den Eintritt des heranplatzenden tutti-Akkords noch aufhalten, gibt es aber auf.

1) Anmerkung für Dirigenten

e.t. (=eigenes Tempo)

moltissimo

Wir wissen

1) Anmerkung für Dirigenten

1) Anmerkung für Dirigenten: Dieses Vorecho der Gesangsstimme: quasi parlando, flüssig, elegant. Durch die widersprüchliche Besetzung dieses kurzen melodischen Partikels (Tutti, aber größte dynamische Flexibilität) soll eine (gleichsam theatralische) Ausdrucksnuance zum Vorschein kommen, die sich bei einer kleineren Besetzung halt nicht einstellen würde: eine überschwängliche Kantabilität ("senza misura", große dynamische und gestische Behendigkeit...), an der sich alle Klangfarben beteiligen wollen. Besonders bei den vier Trompeten hierauf achten.

(o w w

moltissimo

Tempo-Orientierung: q = 152

Ab- und Zugeben im Tempo.

mit dem - Einsatz

Tempo-Orientierung: q = 152

Tempo-Orientierung: q = 152 wie eine frei gestaltete Gesangsstimme, flüssig, moltissimo rubato, ein ständiges Ab- und Zugeben im Tempo.

Tempo-Orientierung: q = 152

wie eine frei gestaltete Gesangsstimme, flüssig, moltissimo rubato, ein ständiges Ab- und Zugeben im Tempo.

Tempo-Orientierung: q = 152

wie eine frei gestaltete Gesangsstimme, flüssig, moltissimo rubato, ein ständiges Ab- und Zugeben im Tempo.

Tempo-Orientierung: q = 152

wie eine frei gestaltete Gesangsstimme, flüssig, moltissimo rubato, ein ständiges Ab- und Zugeben im Tempo.

Tempo-Orientierung: q = 152

wie eine frei gestaltete Gesangsstimme, flüssig, moltissimo rubato, ein ständiges Ab- und Zugeben im Tempo.

Tempo-Orientierung: q = 152

wie eine frei gestaltete Gesangsstimme, flüssig, moltissimo rubato, ein ständiges Ab- und Zugeben im Tempo.

Tempo-Orientierung: q = 152

wie eine frei gestaltete Gesangsstimme, flüssig, moltissimo rubato, ein ständiges Ab- und Zugeben im Tempo.

F hervor (mit 1. Vc.) mit "etwas ungeduldiger" Anteilnahme p p T.67 bis T. 158 Eine Frau (links) und ein Mann (rechts) sitzen sich an den Stirnseiten eines einfachen Tisches auf einfachen Stühlen gegenüber, im Profil zum Publikum. Sie reden in altgriechischer Sprache miteinander. Man hört jedoch nichts, höchstens kann man ihre Mundbewegungen bemerken. Der Text dieses Gespräches wird erst in der Probenphase ausgearbeitet. Video-Projektion

1) Anmerkung für Dirigenten

(Schlz. 1/2: Aufstellung wie T.5)

Tempo-Orientierung: q = 126 - 132

1) Anmerkung für Dirigenten: Die Partien des Orchesters sind der Gesangsstimme grafisch in etwa so zugeordnet, wie es dem Ablauf entspricht

Anmerkung für Dirigenten

1

Anmerkung für Dirigenten:

2) Anmerkung für

2) Anmerkung für Dirigenten Atem

2) Anmerkung für Dirigenten:

Anmerkung für

Anmerkung für

Eine

versehener Klang entstehen.

Nach einer Pause folgen zwei Einstellungen ohne Musik:

1. Video-Projektion wie eben, nun aber mit Ton. Man hört das Gespräch, das in altgriechisch geführt wird. Dazu: deutsche Übertitel.

Nach einer weiteren Pause:

2. Die Gesprächssituation nun auf der Bühne, leicht verändert: an der rechten Stirnseite des Tisches sitzen statt der männlichen Person in der Video-Projektion zwei Tänzerinnen, die in der folgenden Tanzszene in Aktion treten. Profil zum Publikum. An der linken Stirnseite des Tisches sitzt niemand. Keine Sprache, keine Übertitel.

Zwei Tänzerinnen. In der Mitte der Bühne im Hintergrund eine überlebensgroße Skulptur eines Kouros. Die eine Tänzerin ist als Verkörperung von Kirke auffaßbar, die andere als die Verkörperung der Sirenen.

1) Anmerkung für Dirigenten

1) Anmerkung für Dirigenten

1) Anmerkung für Dirigenten: Die tragende Stimme ist die 1. Klarinette. Die 1. Oboe ist von T.293 - 300 nicht als dynamisch verstärkende Stimme gedacht (was in dieser Lage auch eher illusorisch wäre), sondern als koloristisches Valeur im Timbre der 1. Klarinette. Die 1. Trompete hingegen soll über die farbliche Bereicherung hinaus auch Erweiterung der dynamischen Kontur dieser Linie sein. Das trifft auch für die im pizz. beteiligten Streicher zu (Vl.I, 1-8 und Vc. 1/2). Die jeweilige dynamische Abschattierung in den leisen Bereich vollzieht sich im Abfall von Vl.I in die Oktavlage der beiden Violoncelli.

1) Anmerkung für Dirigenten

1) Anmerkung für Dirigenten

1) Anmerkung für Dirigenten: Die Takte 309/310 sind identisch mit T. 212/213 von "Auf der Insel Aiaia". Ausnahmen: der erste Takt ist hier um das erste Viertel gekürzt und die Kbpos. ist insgesamt eine Oktave tiefer gesetzt.

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Alle vier MusikerInnen spielen diese eine Stimme. Im Tempo zusammen, aber geringfügige

Unschärfen im Detail sind sehr erwünscht. In den Tonhöhen (auch alles als Flageolett möglich) Annäherungswerte in dem angegebenen Raum zwischen d4 und a4. Mit den dynamischen Angaben ist die wechselnde Intensität des Spiels bezeichnet. Es soll ein in allen Parametern unterschiedlich changierendes und belebtes Klangband in extremer Höhe entstehen.

Singende Säge und 1 Pauke sind auf der Bühne platziert:

Singende Säge Pauke Zuschauerraum

senza misura, sehr frei

Für das Spiel der Singenden Säge ist folgende Option möglich: Der Spieler folgt der Tonhöhennotation nicht buchstäblich, sondern er faßt sie als Folie auf, der er sich mit einer Toleranz von etwa einer kleinen bis großen Sekunde nach oben oder unten annähert. Tempo, Rhythmik und Dynamik wie notiert

q = ca. 76 q = ca. 56

ƒ F f π poco

S.Säge führt, Pk. folgt

Um "e1" herum geringe Tonhöhenveränderungen, etwa in der angegebenen Weise. Hochemotionale Rhythmisierung, entsprechend druckvolle Dynamik. Die verschieden langen Notenhälse bedeuten: Dehnungen oder Kürzungen der betreffenden Empfindungswerte (Sechzehntel, Achtel...). Die Triolenklammern weisen auf eine (meist etwas irreguläre) Dreiermetrik hin, die dem Glissandofluß innewohnt und die deutlich wahrzunehmen sein sollte.

ƒ F f π Pk. folgt immer s. Säge

raschend dramatische Herausforderung

Alltag

kontinuierliches Gleiten, die "Melodie"-Töne sind darin deutliche, aber nur kurze Stabilisierungen

sehr aufmerksam gestaltetes decresc. über den ganzen Wert

sehr aufmerksam gestaltetes decresc. über den ganzen Wert

kerzengerades gliss.

Tempo-Orientierung:

Um "e1" herum geringe Tonhöhenveränderungen, etwa in der angegebenen Weise. Hochemotionale Rhythmisierung, entsprechend druckvolle Dynamik. Die verschieden langen Notenhälse bedeuten: Dehnungen oder Kürzungen der betreffenden Empfindungswerte (Sechzehntel, Achtel...). Die Triolenklammern weisen auf eine (meist etwas irreguläre) Dreiermetrik hin, die dem Glissandofluß innewohnt und die deutlich wahrzunehmen sein sollte.

den Abschluß von Pk.

plötzlich zwei Oktaven höher fortsetzen

Um "ES" herum geringe Tonhöhenveränderungen, etwa in der angegebenen Weise. Hochemotionale Rhythmisierung, entsprechend druckvolle Dynamik. Die verschieden langen Notenhälse bedeuten: Dehnungen oder Kürzungen der betreffenden Empfindungswerte (Sechzehntel, Achtel...). Die Triolenklammern weisen auf eine (meist etwas irreguläre) Dreiermetrik hin, die dem Glissandofluss innewohnt und die deutlich wahrzunehmen sein sollte.

4 5 4 5 2 4 2 4

Um "g" bzw. "f" herum geringe Tonhöhenveränderungen, etwa in der angegebenen Weise. Hochemotionale Rhythmisierung, entsprechend druckvolle Dynamik. Die verschieden langen Notenhälse bedeuten: Dehnungen oder Kürzungen der betreffenden Empfindungswerte (Sechzehntel, Achtel...). Die Triolenklammern weisen auf eine (meist etwas irreguläre) Dreiermetrik hin, die dem Glissandofluß innewohnt und die deutlich wahrzunehmen sein sollte.

(arco)

zusammen mit Pk.

ein rasend schnelles "Tongefuchtel" (chromatisch/diatonisch) zwischen den beiden angegebenen Tönen

ein rasend schnelles "Tongefuchtel" (chromatisch/diatonisch) zwischen den beiden angegebenen Tönen

blechern, perkussiv

Guero: in Lautstärke (Basis Ï ) und Bewegung sehr ungleichmäßiges Hin- und Herratschen Ï

Woodblocks: in Anschlag und Lautstärke (Basis Ï ) sehr ungleichmäßiges, gebrochenes Tremolo

4 2 4 2 4 3 4 3

Anmerkung für Dirigenten: Den Schlag des Tam-Tams sich bis zur vollen Entfaltung entwickeln lassen

Abschied mit Fahrt übers Meer - Brackwasser - und Totes Gewässer

& 4 5 4 6 4 5 4 6

Kirkes auf 517 w œ q = 52 f Eine Violine im Zuschauerraum Parkett hinten in der Mitte, Die Dynamik mit geradezu maschineller Genauigkeit ausführen. (Falls es die akustischen Umständer erfordern, vielleicht eine weitere Violine auf einem der Ränge, ebenfalls in der Mitte)

den Tod w

Mezzosopr. 615 œ . J ú b Ja, ich

Die folgenden Vokaleinsprengsel sind Texten aus dem späteren Teil der Oper entnommen. Sie sind nach Art der Samplingtechnik zusammengesetzt und so einem grammatikalischen oder semantischen Zusammenhang gleichsam entzogen. Es sollte jedoch dessen ungeachtet in ihnen ein emotionaler, gestischer und mimischer Resonanzraum spürbar werden. Es handelt sich um eine Mikrosphäre der Expressivität. Noch in ihren kleinsten Komponenten sollte aus ihnen eine starke expressive Kraft ausstrahlen, obwohl das, was sich da ausdrückt, mit dem Sinn der Worte, die den Boden für die Darstellungen abgeben, keine Verbindung hat. Mit den beigefügten Kommentierungen möchte ich auf diese Elemente hinweisen.

Textrepertoire: Ja, ich kenne ein Land, wo Tote zu Lebenden reden, wo sie, dem Orkus entflohen, wieder sich freuen des Lichts

= 112q = 96

& 4 4 4 3 4 5

= Abwehr des Anwurfs einer Schuldverstrickung in einem Dilemma, in das sie sich hineingezogen wiederfindet. Wehrt noch eine weitere, von "der Seite kommende" Anschwärzung ab, daher decrescendo ( = verärgert nach schräg hinten mit der flachen Hand), dafür zusätzliche Energie nötig: accelerando

= stille Zufriedenheitsbekundung aus gesichertem Handlungsspielraum heraus

1) = gemeint ist eine Viertelnote mit "innerem" accelerando, ich habe also statt so notiert: . Der 4/4-Takt ist dadurch etwas irregulär geworden.

Mezzosopr.

q = 84

T.626: beginnt statuarisch, auf "ken-" ungeduldig, "-ne" mit mächtiger Körperlichkeit, durch gesteigerte Bewegungslosigkeit nach innen gerichtetes Erzittern, gewaltigen Druck aufbauend; die ganze Phrase mit extrem konstantem Tempo.

œ œ ú # œ Ja,ichken ne

T.630, Textrepertoire: Es war als hätt' der Himmel die Erde still geküßt das ohne Vorbereitung oder Übergang ansetzen. Auch die übrige Dynamik ganz präzise nehmen: = dann decrescendo auf einem Viertel und dann, immer noch auf "der", "der" = Behauptung, die keine Widerrede duldet Hinweis auf einen einnehmend verlaufenden Vorgang, man sollte seine anrührende Anmutung in Erinnerung behalten

T.628: "Ja" = Eingeständnis von Versäumnis "ich" = ergreift trotzdem das Wort zur Direktive "kenne" = plädiert für äußerste, aber trotzdem kritisch anteilnehmende Rücksichtnahme q =

4 6 4 4 4 6 4 3 4 5

J ú ú Ja,ichken ne

T.632: "die" = mit der Verlängerung des Artikels der gegenläufigen Ansicht der Dinge Geltung verschaffen wollen

4 5 4 4 4 3 4 4 Mezzosopr. 630

T.636 - 638: "Es" = wie mit einem harten Schnitt in die Beobachtung einer gefährlichen Situation springen, die sich aber doch nicht zu einer Katastrophe zugespitzt hat "war" = mit ruhiger Hand und ernster Miene berichten

tief (siehe T.610)

(wie T.672)

Lautstärke von Moku-sho fortsetzen

Schläge auf Papier, ungezügelt, rhythmisch und dynamisch chaotisch, hoch aggressiv, theatralische Einordnung dieser Stellen: Schläge um zu zerstören

theatralische Einordnung dieser Stellen: Schläge um Musik zu machen

Papier

teilnahmslos, absolut gleichförmig

teilnahmslos, absolut gleichförmig

teilnahmslos, absolut gleichförmig

teilnahmslos, absolut gleichförmig

teilnahmslos, absolut gleichförmig

teilnahmslos, absolut gleichförmig

teilnahmslos, absolut gleichförmig

teilnahmslos, absolut gleichförmig

- Dpf.)

teilnahmslos, absolut gleichförmig

teilnahmslos, absolut gleichförmig

teilnahmslos, absolut gleichförmig

teilnahmslos, absolut gleichförmig

teilnahmslos, absolut gleichförmig

teilnahmslos, absolut gleichförmig

1) Anmerkung für Dirigenten

1. Piccolo: wenn kein Instrument mit tiefem cis zur Verfügung steht, dann entweder durch Ansatz-o.ä.- Manipulation ein cis andeuten oder die ganze Partie eine Oktave höher spielen.

Luftstrom ohne Ton mit Triller (Lippentriller?). Es sollen vier Timbres von "hell" nach "dunkel" entstehen, die dann für die gesamte Partie den vier notierten Positionen zugeordnet bleiben

Luftstrom ohne Ton mit Triller (Lippentriller?). Es sollen vier Timbres von "hell" nach "dunkel" entstehen, die dann für die gesamte Partie den vier notierten Positionen zugeordnet bleiben

Luftstrom ohne Ton mit Flatterzunge (oder ist Lippentriller günstiger?). Es sollen vier Timbres von "hell" nach "dunkel" entstehen, die dann für die gesamte Partie den vier notierten Positionen zugeordnet bleiben.

1) Anmerkung für Dirigenten

Triller mit Fingerkuppen auf dem Boden des Instruments. Es sollen vier Timbres eines Geräusch-Klanges von "hell" nach "dunkel" entstehen, siehe die Skizze der Anschlagsstellen, Grafik 2.

Triller mit Fingerkuppen auf dem Boden des Instruments. Es sollen vier Timbres eines Geräusch-Klanges von "hell" nach "dunkel" entstehen, siehe die Skizze der Anschlagsstellen, Grafik 2.

Triller mit Fingerkuppen auf dem Boden des Instruments. Es sollen vier Timbres eines Geräusch-Klanges von "hell" nach "dunkel" entstehen, siehe die Skizze der Anschlagsstellen, Grafik 2.

Triller mit Fingerkuppen auf der Decke des Instruments. Es sollen vier Timbres eines dunklen, resonanzreichen Geräusch-Klanges entstehen, von "hell" nach "dunkel", siehe die Skizze der Anschlagsstellen, Grafik 1.

1) Anmerkung für Dirigenten:

Die Hauptstimmen sind die beiden Kontrabässe. Sie werfen eine Art Schatten in den Klangraum in Gestalt von Piccolo und Kontrabaßklarinette: Picc. nach unten (hoffentlich gibt es eine Picc. mit tiefem cis!) und Kbkl. in eine "pelzige" Dunkelheit hinein.

Die Geräusche-Instrumente (Streicher, Blechbläser) bilden einen umhüllenden Geräusch-Klang-Schaum. Nach dieser Idee sollte auch die Balance der ganzen Stelle eingerichtet sein. Sie geht von den beiden Kontrabässen aus über Picc. und Kbkl. in die Klangballen der Streicher und Blechbläser. Kb, Kbkl. und Picc: piano ohne decrescendo (im Gegensatz zu den Geräusch- Instrumenten).

kl. Trommel mit

ɔ Alle Sängerinnen starten mit dem scharfen "s" und gehen dann mit dem offenen Vokal "ɔ" (von "song") auf eins der b's. Sie wechseln sich auf den drei b's so ab, daß immer alle drei Töne erklingen, immer . Die jeweiligen Dauern und die Verteilung, also wer wann welches b singt, legen die Sängerinnen fest. Bei den Wechseln setzen sie jeweils wieder mit dem scharfen "s" an, gehen dann aber sofort auf das offene "ɔ" . Es entsteht so eine im Relief der Wechsel, der Besetzungen (bei nur drei Tönen aber acht Sängerinnen sind ja immer die b's wechselnd und verschieden stark besetzt), der Timbres und nicht zuletzt der durch die Gruppe rhythmisierten "s" – Laute eine changierende b-"Wand".

1) Vl.I, II: jeder setzt mit einem beliebigen Ton im flageolett in diesem Bereich an, führt glissando-Schlangen in diesem Bereich aus, jeder in anderer Geschwindigkeit und mit anderer Amplitude,

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Sprechrhythmus, sehr elastisch (1. - 8. unisono) anhängend

andhewholistenswillgoonhiswaynotonly

painsthatthe

painsthatthe

painsthatthe

painsthatthe

a = geschlossenes a (aber)

a = offenes, grelles a (alles)

o = geschlossenes o (Sohn)

ɔ = offenes o (song)

əә = dunkles e (Bohne)

a

= in Richtung ɔ eingefärbtes a

= aspiriertes

Dieses "a__" (von "A__rgives") ist der Todesschrei der Sirenen. Sie werden sich auf exzessive Weise bewußt, daß mit der Vorbeifahrt dieses Schiffes ihr eigenes Schicksal besiegelt ist. Denn wenn es ihnen nicht gelingt, so ist der Götterwille, Heranfahrende auf ihre Insel zu locken, müssen sie sich umbringen: sie stürzen sich ins Meer. In dem Wort "Argives" ("Achaier") steht ihnen der größte und gefährlichste aller Achaier, nämlich Odysseus, gegenüber. Darum vollzieht sich der Todesschrei der Sirenen auf diesem "a__" von "Argives".

Die Parts der beiden Sängerinnen sind identisch. Die zweite Sängerin setzt mit ihrem Part jedoch sieben Sechzehntel hinter der ersten Sängerin ein. Die beiden Sängerinnen führen einheitliche und exakt synchrone Sechzehntel aus. Zur besseren Koordinierung habe ich einen 4/4-Takt unterlegt. Der Part besteht aus einzelnen Gruppen, die ich mit Sechzehntelbalken gekennzeichnet habe. So bilden mal fünf Sechzehntel, mal nur drei Sechzehntel oder auch vier Sechzehntel eine "gestische Floskel". Rhythmisch bleibt es immer bei Sechzehntel = Sechzehntel, keine Quintolen oder Triolen u.ä. Der komplette Part ist legato gedacht. Dieses legato soll eine reale Bindung bedeuten, ungeachtet dessen, daß natürlich geatmet werden muß. Unter diesem kompletten legato-Dach habe ich darüber hinaus einige kleine Gruppen nochmals eigens durch einen legato-Bogen hervorgehoben. Diese Gruppen sollten z.B. durch besonderen Nachdruck der Atemstütze o.ä. kenntlich gemacht werden. Der Tonhöhenverlauf ist nur in seiner Richtung angegeben, die wirklichen Töne ergeben sich aus dem Ausdrucksschwung der Sängerinnen. So sind die beiden Parts in ihren Richtungsverläufen und in ihrem gestischen Erscheinungsbild gleich, in den realen Tonverläufen aber unterschiedlich.

T.112 ff: Die angegebene Terz wird als (gebrochenes) "Tremolo in Zeitlupe" gespielt und zwar von jedem individuell verschieden: unregelmäßig rhythmisiert, mit sehr dezenten crescendi und decrescendi, durchaus auch etwas stockend oder holprig. Etwa so:

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V Aber mich nahm bei der Hand die Göttin mit Das Erschrecken des Odysseus, Die Sirenen und Odysseus wird der Todesnähe inne

Aber mich nahm bei der Hand die Göttin,

Das Erschrecken des Odysseus (Auftritt Countertenor)

1) Anmerkung für Dirigenten

wieder im Sprachduktus von vorher U e.t. Tempo-Orientierung: q = 63

für diesen Anschlag krampft sich Hand zusammen, gis1 und h1 bleiben liegen

vor der Hauptnote

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Die immer extrem hart und kurz, wie Nagelgeschosse. Mit den Hauptnoten, die deutlich erkennbar sein müssen, zusammen anschlagen. Zur Erinnerung: Vorzeichen gelten nur für die folgende Note und nur für

Oktavlage, in der das Vorzeichen steht. = hervor und moltissimo legato

e.t. Tempo-Orientierung: e. = 84 f p sub. sehnsuchtsvoll verlangend

"erstlich

seiränas

1) Anmerkung für Dirigenten: Countertenor und Klavier verfolgen jeweils ihr eigenes Tempo, die grafische Zuordnung in der Partitur entspricht in etwa dem Verlauf. T. 262 schließt sich nach Ende des am längsten dauernden Parts sofort an.

F referierend aufgeregt q = 63 - 69 mit ernster Forderung

(afikseai)

"jaulen"

"jaulender" Unterton

mehr tiefe Sprechstimme als Gesangsstimmen. Die Tonhöhen der -Noten sind daher auch eher Orientierungshinweise als penibel verpflichtende Angaben.

Odysseus wird der Todesnähe inne

&

helleGe

Gesang:

imitieren mit auf- und zu-Bewegung der hohlen Hand oder mit Hut)

p mit größter, aber zurückgehaltener Bedrängung

1) Anmerkung für Dirigenten

Ein Musiker spielt auf 9 tiefen Fellinstrumenten, unbestimmte Tonhöhen (Conga etwa mit Hand verändern)

Zwei Musiker mit je einem Set aus unterschiedlichen Holzinstrumenten. Der obere Set mit sieben Instrumenten ist insgesamt heller als der untere Set mit sechs Instrumenten. (kein )

neutral anbrüllend q = ca. 60 fast genuschelt offen, vulgär, sehr rasch

Ï Fp ƒ

(12'')

Gesangsstimme über Lautsprecher auf der Bühne, Text: die auf der Wiese sitzen, von aufgehäuftem Gebeine modernder Menschen umringt und ausgetrockneten Häuten

neutral anbrüllend

q = ca. 60 fast genuschelt offen, vulgär, sehr rasch

"singt" weiter, der Ton ist jedoch die Frauenstimme aus dem Lautsprecher (Playback-Situation)

1) Anmerkung für Dirigenten

1) Anmerkung für Dirigenten:

umbilden von vulgär nach "aufs Tiefste menschlich getroffen"

hochreißen

reißen

Der zugespielte Gesangspart und der live Orchesterpart beginnen gleichzeitig, verfolgen dann aber ihr eigenes Tempo. Sie sind im Partiturbild in etwa so notiert, wie sie dann klingen könnten. Wie auch die genauere Zuordnung mit der aufgenommenen Gesangsstimme dann sein wird: Für den Ablauf ist nur wichtig, daß der Dirigent das Ende der Gesangszuspielung hören kann, um das Orchester abzuschlagen und sogleich mit T. 447 fortzufahren

aggressiv angespannt, wie auf die Stimmbänder gepreßt

umständlich breit beginnend, rasch schneller werden, "abwickeln" grotesk f f umbilden von vulgär nach "aufs Tiefste menschlich getroffen"

aggressiv angespannt, wie auf die Stimmbänder gepreßt

p acc. molto (fast ø)

umständlich breit beginnend, rasch schneller werden, "abwickeln" f grotesk

p acc. molto (fast ø)

schreckliche, abstoßende Stöße, etwas ungleichmäßig möglich

ƒ

(e wie in "geben") mit distingierter Klagemine aufgeschreckt beginnen, - - - lyrisch werden

nachlässig verschleudernd

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bedrohlich nachlässig verschleudernd

p

gesungen

- - mit ungebrochener Hinwendung zu einnehmendem Klang

vorn:

- - mit ungebrochener Hinwendung zu einnehmendem Klang

häuftemGe

hochgehoben

die Aufmerksamkeit

mit wuchtiger Energie an die bedrohliche Grenze zum Grotesken kommen aufgeregt, atemlos

Das Bild hinter dieser "mohɔ" - Kaskade war: mit gekrallter Hand auf die verschiedenen "Haufen" von "aufgehäuftem Gebeine..." stoßen fff ƒƒ 1) 1) 1) sim.

im Anlaut ist ein heftiger Schlenker nach oben drin

Das Bild hinter dieser "mohɔ" - Kaskade war: mit gekrallter Hand auf die verschiedenen "Haufen" von "aufgehäuftem Gebeine..." stoßen fff ƒƒ 1) 1) 1) sim.

1) im Anlaut ist ein heftiger Schlenker nach oben drin

mit wuchtiger Energie an die bedrohliche Grenze zum Grotesken kommen aufgeregt, atemlos verharrt in dieser Stellung eine Weile

sich von der Frauenstimme, indem er mit einer Geste

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es folgt ein glissando von des2 nach e1. Es ist unterbrochen durch "Wegschlenker", durch eine gliss.-Turbulenz, durch Nebengruppen und durch einen stalagmitenmäßigen Einzelton e2. Das glissando jeweils mit der Tonhöhe fortsetzen, auf der es unterbrochen worden war. es folgt ein glissando von des2 nach e1. Es ist unterbrochen durch "Wegschlenker", durch eine gliss.-Turbulenz, durch Nebengruppen und durch einen stalagmitenmäßigen Einzelton e2. Das glissando jeweils mit der Tonhöhe fortsetzen, auf der es unterbrochen worden war.

1) Anmerkung für Dirigenten

fällt aus dem gliss.- Kontinuum durch eine gespannte

1) Anmerkung für Dirigenten

1) Anmerkung für Dirigenten: Ab hier Wiederholung von T. 414 ff, jedoch ohne Schl., aber in drei Geschwindigkeiten: T. 436-437 langsam wie zu Anfang, T. 438-440 sehr schnell, T. 441-446 noch langsamer als zu Anfang

Mit Ende Gesangszuspielung abrupt abbrechen, wo auch immer, und sofort weiter mit T. 447

Aber du steure vorbei und verkleibe die Ohren der Freunde mit dem geschmolzenen

Wachse der Honigscheiben, daß niemand von den andern sie höre. Wiederholungen nach Sprecher-Dauer

selber sie hören, siehe, dann binde man dich an Händen und Füßen im Schiffe, aufrecht stehend am Maste, mit festumschlungenen Seilen, daß du den holden Gesang der zwo Sirenen vernehmest.

1) Anmerkung für Dirigenten

1) Anmerkung für Dirigenten

1) Anmerkung für Dirigenten: Trompeten T.166ff.: die glissandi müssen absolut kontinuierlich verlaufen (=Halbventiltechnik), keine chromatischen Ersatzglissandi.

Aufstellung:

schon etwas laxer in Dichte und Storyfülle. Sie bringen, untereinander ein wenig abgestimmt, Sonderfloskeln, auch kleine glissandi kommen vor. Sechste

Großtakt 396

Es schließt sich sofort der "Großtakt 396" an. Er besteht aus einer Klangaktion von Klavier, Akkordeon (beide auf der Bühne) und Lautsprecherzuspielungen (links und rechts im Publikum). Orchester tacet.

Die Zuspielungen enthalten folgende Texte von Karoline von Günderode und Isabelle Eberhard. Sie werden von zwei Frauenstimmen gesprochen.

linker Lautsprecher: (Günderode, aus: Das Band der Liebe:)

Ja, ich kenne ein Land, wo Tote zu Lebenden reden, wo sie, dem Orkus entflohen, wieder sich freuen des Lichts.

Wo, von Erinnerung erweckt, sie auferstehen von den Toten, wo ein irdisches Licht glühet im Leichengewand.

Seliges Land der Träume. Wo mit Lebendigen Tote wandeln, im Dämmerschein freuen des Daseins sich noch.

Dort in dem glücklichen Land begegnet mir wieder der Teure, freuet der Liebe sich, meiner Umarmung, und ich - hauche die Kraft der Jugend dann in den Schatten, daß ein lebendig Rot wieder die Wange ihm färbt, daß die erstarreten Pulse vom warmen Hauche sich regen und der Liebe Gefühl wieder den Busen ihm hebt. Darum fraget nicht Gespielen, was ich so bebe,

rechter Lautsprecher: (Eberhard, aus: Sandmeere)

Seit Jahren sitzen zwei alte Frauen von morgens bis abends vor einer Hütte aus sonnengetrocknetem Schlamm. Nach dem Brauch des Landes färben sie ihr graues Haar mit Henna, flechten es und schmücken es mit roten Wollzöpfen. In ihrer Jugend hatte Sâadia mit der feinen römischen Nase und die weißhäutige Habiba die Männer aus Bou-Sâada ebenso wie die Nomaden betört. Jetzt sitzen sie da und betrachten den schillernden Schmuck der großen Stadt. Nur selten tauschen sie ein paar Worte aus. Manchmal singen sie Liebeslieder.

Doch heute sind Sâadia und Habiba nicht an ihrem gewohnten Platz. Von innen hört man eine bald heisere, bald schrille Klage. In der Dämmerung war die verbrauchte Habiba sanft in den Tod hinüber geglitten. Gegen Mittag kommen Männer und tragen sie zu einem der unbegrenzten Friedhöfe, wo der Wüstensand nach Lust und Laune seine Wellen gegen die kleinen grauen Steine branden läßt. Sâadia hat ihren Platz wieder eingenommen. Mit dem Rauch ihrer Zigarette verflüchtigt sich der letzte Rest ihres Lebens, während die Mandelbäume an den Ufern des sonnigen Wadi im Schatten der Gärten nicht aufhören, ihre weißen Tränen zu weinen. Bou-Sâada, den 3. Februar 1903

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Aufstellung

Klavier und Akkordeon auf der Bühne, Lautsprecher links und rechts im Zuschauerraum

Bühne Klavier Akkordeon

Zuschauerraum

Ja, ich kenne ein Land . . . seit Jahren sitzen zwei . . .

Ablauf

Es gibt zwei Optionen: 1.

S.193, 1.-4. Zeile

a b tacet nur rechts

S.193, 5. Zeile bis S.195, 1. Zeile

Ja, ich kenne . . . kurze Pause

rechts und links gleichzeitig

seit Jahren . . .

S.195, 2. Zeile bis S.196, 4. Zeile

seit Jahren . . . c Ja, ich kenne . . . nur links kurze Pause tacet

kurze Pause, dann S.197, T.397 2.

S.193, 5. Zeile bis S.195, 1. Zeile

b Ja, ich kenne . . .

rechts und links gleichzeitig

kurze Pause, dann S.197, T.397

seit Jahren . . .

Frauenstimme 1

Seit Jahren sitzen zwei alte Frauen von morgens bis abends vor einer Hütte aus sonnengetrocknetem Schlamm. Nach dem Brauch des Landes färben sie ihr graues

Haar mit Henna, flechten es und schmücken es mit roten Wollzöpfen. In ihrer Jugend hatte Saâdia mit der feinen römischen Nase und die weißhäutige

Habiba die Männer aus Bou-Sâada ebenso wie die Nomaden betört. Jetzt sitzen sie da und betrachten den schillernden Schmuck der großen Stadt. Nur selten tauschen sie ein paar Worte aus. Manchmal singen sie Liebeslieder.

Doch heute sind Sâadia und Habiba nicht an ihrem gewohnten Platz. Von innen hört man eine bald heisere, bald schrille Klage. In der Dämmerung war die verbrauchte Habiba sanft in den Tod hinüber geglitten. Gegen Mittag kommen Männer und tragen sie zu einem

der unbegrenzten Friedhöfe, wo der Wüstensand nach Lust und Laune seine Wellen gegen die kleinen grauen Steine branden läßt. Sâadia hat ihren Platz wieder eingenommen. Mit dem Rauch ihrer Zigarette verflüchtigt sich der letzte

Rest ihres Lebens, während die Mandelbäume an den Ufern des sonnigen Wadi im

Schatten der Gärten nicht aufhören, ihre weißen Tränen zu weinen. Bou-Sâada, den 3. Februar 1903

Seit Jahren sitzen zwei alte Frauen von morgens bis abends vor einer Hütte aus sonnengetrocknetem Schlamm. Nach dem Brauch des Landes färben sie ihr graues

Haar mit Henna, flechten es und schmücken es mit roten Wollzöpfen. In ihrer Jugend hatte Saâdia mit der feinen römischen Nase und die weißhäutige immer

Habiba die Männer aus Bou-Sâada ebenso wie die Nomaden betört. Jetzt sitzen sie da und betrachten den schillernden Schmuck der großen Stadt. Nur selten tauschen sie ein paar Worte aus. Manchmal singen sie Liebeslieder.

Doch heute sind Sâadia und Habiba nicht an ihrem gewohnten Platz. Von innen hört man eine bald heisere, bald schrille Klage. In der Dämmerung war die verbrauchte Habiba sanft in den Tod hinüber geglitten. Gegen Mittag kommen Männer und tragen sie zu einem

Seliges Land der Träume. Wo mit Lebendigen Tote wandeln, im Dämmerschein freuen des Daseins sich noch.

Dort in dem glücklichen Land begegnet mir wieder der Teure,

der unbegrenzten Friedhöfe, wo der Wüstensand nach Lust und Laune seine Wellen gegen die kleinen grauen Steine branden läßt. Sâadia hat ihren Platz wieder eingenommen. Mit dem Rauch ihrer Zigarette verflüchtigt sich der letzte

Rest ihres Lebens, während die Mandelbäume an den Ufern des sonnigen Wadi im

Schatten der Gärten nicht aufhören, ihre weißen Tränen zu weinen. Bou-Sâada, den 3. Februar 1903

Ja, ich kenne ein Land, wo Tote zu Lebenden reden, wo sie, dem Orkus entflohen, wieder sich freuen des Lichts.

Wo, von Erinnerung erweckt, sie auferstehen von den Toten, wo ein irdisches Licht glühet im Leichengewand.

daß die erstarreten Pulse vom warmen Hauche sich regen

oberer Unterarm bleibt liegen oberer Unterarm bleibt liegen

Wippe zwischen Handballen und Handspitze

Wippe zwischen Handballen und Handspitze

und der Liebe Gefühl wieder den Busen ihm hebt. Darum fraget nicht Gespielen, was ich so bebe,

Sie müssen dynamisch unter die Haltetöne abfallen.

Ï π

Diese Figuren sind immer als forcierte Einsätze der Haltetöne der Singstimmen zu spielen. Sie müssen dynamisch unter die Haltetöne abfallen.

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Diese Figuren sind immer als forcierte Einsätze der Haltetöne der Singstimmen zu spielen. Sie müssen dynamisch unter die Haltetöne abfallen.

a 2

Diese Figuren sind immer als forcierte Einsätze der Haltetöne der Singstimmen zu spielen. Sie müssen dynamisch unter die Haltetöne abfallen.

Diese Figuren sind immer als forcierte Einsätze der Haltetöne der Singstimmen zu spielen. Sie müssen dynamisch unter die Haltetöne abfallen.

Diese Figuren sind immer als forcierte Einsätze der Haltetöne der Singstimmen zu spielen. Sie müssen dynamisch unter die Haltetöne abfallen.

Diese Figuren sind immer als forcierte Einsätze der Haltetöne der Singstimmen zu spielen. Sie müssen dynamisch unter die Haltetöne abfallen.

Diese Figuren sind immer als forcierte Einsätze der Haltetöne der Singstimmen zu spielen. Sie müssen dynamisch unter die Haltetöne abfallen.

Männerstimme

p p Töne-weise auf angenehmen Vokalen singen. Mit stillem Ernst. Den Ton mit Händen unaufdringlich mitgestalten.

unzugänglich und voll giftiger Dünste. Dahinter, wußte man, begann das Totenreich. Die Gestorbenen kamen hier an, von Hermes, dem Seelenführer geleitet. Charon war der

Fährmann der Toten. Seine Tätigkeit war warten und rudern. Er empfing die Gestorbenen

Wiesen, wo die Toten wohnten, ohne Bewußtsein, ohne Erinnerung, sie hatten von der Quelle des Vergessens getrunken.

"stammelnder 1/3-Triller" nach unten (z.B. e-Klappe oder e- und d-Klappe halb)

unregelmäßige Tonschlieren durch geringfügiges Niederdrücken der a-Klappe

h-Loch unregelmäßig öffnen ("stammelnder 1/3-Triller")

"stammelnder 1/3-Triller" nach unten

"stammelnder Triller", unregelmäßige Tonschliere

) (mit -Klappe)

a 2 "stammelnder 1/3-Triller": unregelmäßige Andeutung einer Trillernote, "Tonschlieren"

F-Horn 1.Ventil, unregelmäßig mit 3.Ventil

"stammelnder 1/3-Triller": unregelmäßige Andeutung einer Trillernote, "Tonschlieren"

(Harmon-Dpf.)

2.(Harmon-Dpf.)

"stammelnder 1/3-Triller": unregelmäßige Andeutung einer Trillernote, "Tonschlieren"

"stammelnder 1/3-Triller": unregelmäßige Andeutung einer Trillernote, "Tonschlieren"

(Harmon-Dpf.)

"stammelnder 1/3-Triller": unregelmäßige Andeutung einer Trillernote, "Tonschlieren"

(Harmon-Dpf.)

2.

(loco)

una corda. Die angeschlagenen Saiten mit kleinen Gummireitern (Radiergummi, eingeschlitzt) abdämpfen. Der Ton kommt schwach durch.

sul G unis. tremolo

sul pont.

1) Mit einer Fingerkuppe der rechten Hand über Saiten I und II streichen. Eine Art "vor-pizz.".

sul tasto c.legno sehr langsam gezogen

Ø

sul tasto c.legno sehr langsam gezogen unisono, ponticellissimo

Bogen sehr langsam bewegen, dabei von Haar auf Holz und zurück drehen

Ø unisono, ponticellissimo

Bogen sehr langsam bewegen, dabei von Haar auf Holz und zurück drehen

Mit Tuchballen ruckartig über Schalllöcher hin- und herstreichen.

Mit Tuchballen ruckartig über Schalllöcher hin- und herstreichen.

Mit Tuchballen ruckartig über Schalllöcher hin- und herstreichen. div. geworfen

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Sy. 4104 - Rolf Riehm - Sirenen (2013) by Ricordi - Issuu