Partitur 2018 aus dem Zyklus Bright Star nach John Keats
für Oboe (auch Englisch Horn und Bassoboe), Sopransaxophon (auch Tenorsaxophon), Violine, Violoncello und Klavier
Sy. 4894/01
Anmerkung zum Titel: dieser bezieht sich auf die Inschrift, die der englische Dichter John Keats für seinen Grabstein gewünscht hat: "Here lies One whose Name was writ in Water" (1821)
Am Ende des Stückes wird eine Melodie zitiert, auf welche Keats' Gedicht "Stay, ruby breasted warbler, stay" gesungen werden sollte. Sie stammt von Reginald Spofforth.
Anmerkung zur Besetzung: als Bläser können auch zwei Klarinetten verwendet werden:
1) Klarinette in B für Oboe und Englisch Horn, Bassklarinette in B für Bassoboe.
2) Klarinette in B für Sopransaxophon, Bassklarinette in B für Tenorsaxophon.
Langsam (q ca. 72)
Bassoboe
Oboe/ Englisch Horn/ Bassoboe
Sopransaxophon in B/ Tenorsaxophon in B
Ø
a b Diese Noten stumm niederdrücken und mit dem dritten Pedal festhalten. Normales Pedal nur (dazu) verwenden, wenn angegeben! Den Klang im dritten Pedal klingen lassen.
Reinhard
h
Die gehaltenen Töne im dritten Pedal stumm wechseln.
i Farbtriller: zwei verschiedene Griffe möglichst schnell abwechseln. Falls keine günstigen Griffe zur Verfügung stehen, normal spielen oder eventuell Flatterzunge.
Più mosso, quasi
(q ca.
j Nur diese Akzente laut! Das Übrige diminuendo.
k Glissando mit dem Daumennagel, möglichst schnell - nur der Anfangston (mit einem anderen Finger derselben Hand gespielt) muss präzise im Takt sein.
l "Dudelsack-Effekt": der Vorschlag extrem kurz, als würde der lange Ton nicht unterbrochen.
m n Normal gespielt, die mit Bindebögen versehenen Tasten liegenlassen und hier in das dritte Pedal übernehmen.
o p Die Resonanzen verklingen lassen. Stumm niederdrücken und mit dem dritten Pedal festhalten (zusammen mit den Anschlägen zu Beginn des nächsten Taktes).
q Normales Pedal weg, danach drittes Pedal niederdrücken und alle liegenden Töne festhalten.
s Drittes Pedal
Sehr weich, mit Fingerkuppe, fast nur getupft.
y z A B Vierteltontriller (bzw. kleinstmögliches Intervall)
Flageolett auf den Schlag
Das Pedal im angegebenen Rhythmus auf und nieder wippen lassen und so den Nachklang allmählich wegnehmen.
Diese Noten immer so kurz wie möglich. E
C D Wie ein kaum wahrnehmbares Spiegelbild der Melodie in der Violine.
Das Pedal im angegebenen Rhythmus auf und nieder wippen lassen und so den Nachklang allmählich wegnehmen.
Ein Sechzehntel nach der Oboe. Von hier ab werden die Zuordnungen der Spiegelungen etwas unregelmäßig.
K Farbtriller: zwei verschiedene Griffe möglichst schnell abwechseln. Falls keine günstigen Griffe zur Verfügung stehen, normal spielen oder eventuell Flatterzunge.
L Normales Pedal weg, danach drittes Pedal niederdrücken und alle liegenden Töne festhalten.
Reinhard Febel Old Meg she was a gipsey aus dem Zyklus Bright Star nach John Keats
für Bass, Violine, Violoncello und Klavier
Old Meg she was a gipsey And liv'd upon the moors; Her bed it was the brown heath turf, And her house was out of doors.
Her apples were swart blackberries, Her currants pods o'broom, Her wine was dew o'the wild white rose, Her book a churchyard tomb.
Her brothers were the craggy hills, Her sisters larchen trees –Alone with her great family She liv'd as she did please.
No breakfast had she many a morn, No dinner many a noon, And 'stead of supper she would stare Full hard against the moon.
But every morn of woodbine fresh She made her garlanding, And every night the dark glen yew She wove and she would sing.
Old Meg was brave as Margaret Queen And tall as Amazon:
An old red blanket cloak she wore; A chip hat had she on. God rest her aged bones somewhere –She died full long agone!
John Keats
Old Meg she was a gipsey nach einem Gedicht von John Keats
a Scordatura: (alle Töne sind klingend notiert)
b c d Bogen von "innen"
Die pizzicati dürfen nur als Resonanzen des Klaviers hörbar werden. Die Momente des Anzupfens sind immer durch Klavierakzente vollkommen verdeckt. Die pizzicati nie abdämpfen, sondern ganz ausklingen lassen.
Pizzicati nie arpeggieren, sondern mit 3 (bzw. 4) Fingern spielen.
Reinhard Febel
frei, den Ausdruck strophenweise stark variieren
broom, trees –noon, ding, her a and and wine lone 'stead e was with of very night su her dew o'the great pper
she full
book lived hard wove a as a and church she gainst she yard did the would
tomb. please. moon. sing.
Reinhard Febel To Nothingness
Partitur 2018 aus dem Zyklus Bright Star nach John Keats
für Sopran, Violoncello und Klavier (Fassung mit Violoncello in Griffnotation)
Sy. 4894/01
When I have fears that I may cease to be Before my pen has glean'd my teeming brain, Before high-piled books, in charactery, Hold like rich garners the full ripen'd grain, When I behold, upon the night's starr'd face, Huge cloudy symbols of a high romance, And think that I may never live to trace Their shadows with the magic hand of chance; And when I feel, fair creature of an hour, That I shall never look upon thee more, Never have relish in the faery power Of unreflecting love; - then on the shore Of the wide world I stand alone and think Till love and fame to nothingness do sink.
John Keats
CopyrightbyRicordiBerlin/Onlyforperusal
d.s.p.
Lento (q ca. 76 - 80)
To Nothingness
nach einem Gedicht von John Keats 2018 (Fassung mit Violoncello in Griffnotation)
Reinhard Febel
Die tiefste Oktave des Klavier beschweren (mit Sandsäckchen oder Ähnlichem) und bis zum Ende des Stückes stumm niedergedrückt lassen.
Skordatur:
(notiert sind die Griffe)
Allgemeine Anmerkung zu den Akkorden im Violoncello: sämtliche Dreiklänge sind non arpeggio zu spielen. Das ist möglich, weil die jeweils mittlere der drei Saiten sehr hoch gegriffen wird und deshalb stark niedergedrückt ist. Es müssen unbedingt immer die notierten Fingersätze verwendet werden (da sonst dieser Effekt nicht ausgeführt werden kann): römische Ziffer = Saite, Zahl = Finger, = Daumen, = leere Saite, = natürliches Flageolett. Der höchste notierte Ton muss nicht unbedingt die höchste Saite sein! · o Verbindung der Akkorde miteinander: die Anstrichstelle des Bogens bewegt sich immer zwischen ord. = normal, s.p. = sul ponticello, aber noch Ton, auch bei Flageoletts, und d.s.p. = direttamente sul ponticello, also direkt am bzw. schon schräg auf dem Steg streichen, in diesem Fall kein Ton, sondern nur Rauschen. Die Übergänge sind durch Pfeile dargestellt. Dabei verändert sich auch jeweils die "Geometrie" der Saiten: nur bei ord. und evtl. s.p. können drei Saiten gleichzeitig berührt werden; bei d.s.p. hingegen nur die zwei oberen oder unteren. Der Übergang (d.h. das "Verlieren" bzw. "Hinzutreten" einer Saite) so kontinuierlich wie möglich!
Zur besseren Übersicht sind im Anhang am Ende des Stückes alle Griffe in einer Liste zusammengefasst, in der Partitur durchnummeriert von bis . 1 34
f g Der Wechsel von einem Griff zum nächsten findet immer im d.s.p.-Bereich statt (in eckigen Klammern): dort sind keine Tonhöhen erkennbar; er muss somit unmerklich erfolgen. Vorstellung: aus dem gleichen Rauschen erscheint jeweils ein anderer Klang. Auch wenn (in Position d.s.p.) nur zwei Saiten berührt werden, muss der später hinzutretende Ton bereits vorbereitet werden: dieser ist als prep. (preparare) notiert.
j Das Übrige (außer den sff ) bleibzt
Anhang Violoncello:
Reihenfolge der verwendeten Griffe (als Übehilfe kann zunächst diese Folge einstudiert und dann daraus die vollständige Partitur entwickelt werden).
Reinhard Febel To Nothingness
Partitur 2018 aus dem Zyklus Bright Star nach John Keats
für Sopran, Violoncello und Klavier
Sy. 4894/01
When I have fears that I may cease to be Before my pen has glean'd my teeming brain, Before high-piled books, in charactery, Hold like rich garners the full ripen'd grain, When I behold, upon the night's starr'd face, Huge cloudy symbols of a high romance, And think that I may never live to trace Their shadows with the magic hand of chance; And when I feel, fair creature of an hour, That I shall never look upon thee more, Never have relish in the faery power Of unreflecting love; - then on the shore Of the wide world I stand alone and think Till love and fame to nothingness do sink.
John Keats
CopyrightbyRicordiBerlin/Onlyforperusal
To Nothingness
nach einem Gedicht von John Keats 2018
Die tiefste Oktave des Klavier beschweren (mit Sandsäckchen oder Ähnlichem) und bis zum Ende des Stückes stumm niedergedrückt lassen.
Skordatur: (alle Töne sind klingend notiert)
Allgemeine Anmerkung zu den Akkorden im Violoncello: sämtliche Dreiklänge sind non arpeggio zu spielen. Das ist möglich, weil die jeweils mittlere der drei Saiten sehr hoch gegriffen wird und deshalb stark niedergedrückt ist. Es müssen unbedingt immer die notierten Fingersätze verwendet werden (da sonst dieser Effekt nicht ausgeführt werden kann): römische Ziffer = Saite, Zahl = Finger, = Daumen, = leere Saite, = natürliches Flageolett. Der höchste notierte Ton muss nicht unbedingt die höchste Saite sein! · o
Verbindung der Akkorde miteinander: die Anstrichstelle des Bogens bewegt sich immer zwischen ord. = normal, s.p. = sul ponticello, aber noch Ton, auch bei Flageoletts, und d.s.p. = direttamente sul ponticello, also direkt am bzw. schon schräg auf dem Steg streichen, in diesem Fall kein Ton, sondern nur Rauschen. Die Übergänge sind durch Pfeile dargestellt. Dabei verändert sich auch jeweils die "Geometrie" der Saiten: nur bei ord. und evtl. s.p. können drei Saiten gleichzeitig berührt werden; bei d.s.p. hingegen nur die zwei oberen oder unteren. Der Übergang (d.h. das "Verlieren" bzw. "Hinzutreten" einer Saite) so kontinuierlich wie möglich!
Zur besseren Übersicht sind im Anhang am Ende des Stückes alle Griffe in einer Liste zusammengefasst, in der Partitur durchnummeriert von bis . 1 34
f g Der Wechsel von einem Griff zum nächsten findet immer im d.s.p.-Bereich statt (in eckigen Klammern): dort sind keine Tonhöhen erkennbar; er muss somit unmerklich erfolgen. Vorstellung: aus dem gleichen Rauschen erscheint jeweils ein anderer Klang. Auch wenn (in Position d.s.p.) nur zwei Saiten berührt werden, muss der später hinzutretende Ton bereits vorbereitet werden: dieser ist als prep. (preparare) notiert.
j Das Übrige (außer den sff
Anhang Violoncello:
Reihenfolge der verwendeten Griffe (als Übehilfe kann zunächst diese Folge einstudiert und dann daraus die vollständige Partitur entwickelt werden).
Reinhard Febel This Living Hand
aus dem Zyklus Bright Star nach John Keats
für Sopran, Tenor und Bass
Partitur 2018
Sy. 4894/01
This living hand, now warm and capable Of earnest grasping, would, if it were cold And in the icy silence of the tomb, So haunt thy days and chill thy dreaming nights That you wouldst wish thine own heart dry of blood So in my veins red life might stream again, And thou be conscience-calm'd - see here it isI hold it towards you.
John Keats
Reinhard Febel
sempre senza vibrato e senza espressione b
Bass w # This w n This w n This
sempre senza vibrato e senza espressione b π ƒ
sempre senza vibrato e senza espressione b a a a
b a Den Schlusskonsonanten immer deutlich und auf den ersten Schlag des neuen Taktes ausführen
Der Ausdruck soll insbesondere durch die extreme Dynamik entstehen
c d Die kurzen Noten so kurz wie Vorschläge, kaum wahrnehmbar. Kein portamento! So lange aushalten, wie es allen drei Stimmen möglich ist
e So lang wie möglich, ohne dass die Gesamtspannung abreißt f Zwerchfellstoß, aber nicht neu ansetzen!
g h Nicht neu ansetzen!
Die Fermaten so gestalten, dass die Sängerin das Schlusscrescendo dieses Tones tatsächlich mit der letzten Atemreserve ausführen muss
l Ein wenig portamento
m Die Fermate so gestalten, dass die Sängerin das Schlusscrescendo dieses Tones tatsächlich mit der letzten Atemreserve ausführen muss
Die Fermate so lang, dass die Sänger das folgende crescendo tatsächlich mit der letzten Atemreserve ausführen müssen
Reinhard Febel Interlude
Partitur 2018 aus dem Zyklus Bright Star nach John Keats
Fassung für Oboe und Tenorsaxophon
Sy. 4894/01
CopyrightbyRicordiBerlin/Onlyforperusal
Reinhard Febel Interlude
Partitur 2018 aus dem Zyklus Bright Star nach John Keats
Fassung für Sopransaxophon und Tenorsaxophon
Sy. 4894/01
CopyrightbyRicordiBerlin/Onlyforperusal
Sehr schnell (q mind. 132)
So schnell wie möglich.
Reinhard Febel Stay!
Partitur 2018 aus dem Zyklus Bright Star nach John Keats
für Sopran, Oboe, Tenorsaxophon, Violine, Violoncello und Klavier
Sy. 4894/01
Stay, ruby breasted warbler, stay, And let me see thy sparkling eye; Oh brush not yet the pearl strung spray, Nor bow thy pretty head to fly.
Stay while I tell thee, fluttering thing, That thou of love an emblem art; Yes! patient plume thy little wing, Whilst I my thoughts to thee impart.
When summer nights the dews bestow, And summer suns enrich the day, Thy notes the blossoms charm to blow, Each opes delighted at thy lay.
So when in youth the eye’s dark glance Speaks pleasure from its circle bright, The tones of love our joys enhance, And make superiour each delight.
And when bleak storms resistless rove, And ev’ry rural bliss destroy, Nought comforts then the leafless grove But thy soft note – its only joy.
E’en so the words of love beguile, When pleasure’s tree no longer bears, And draw a soft endearing smile, Amid the gloom of grief and tears.
John Keats
CopyrightbyRicordiBerlin/Onlyforperusal
Tenorsaxophon
zu langsam
nach einem Gedicht von John Keats
Reinhard Febel
Diese Noten stumm niederdrücken und bis zum Ende des Stückes mit dem dritten Pedal festhalten. Das Thema, über welches die Variationen im Klavierpart ablaufen, ist das Lied "Julia to the Wood Robin" von Reginald Spofforth (1769 -1827). Keats vermerkte über seinem Gedicht "Stay!", dass es zu dieser Melodie gesungen werden sollte. Die nachklingenden Töne sind im obersten (resp. untersten) System notiert.
Die Partitur ist in C und klingend notiert
Stay, ru by
d Es laufen - obwohl harmonisch koordiniert - zwei Dinge gleichzeitig ab: das Lied und die Klaviervariationen.
Die Sängerin singt stets unbeirrt weiter, auch wenn die Klavierstimme nicht immer perfekt zur Singstimme "passt".
e Die zusätzlichen harmoniefremden Töne ganz allmählich dazu spielen; erst nach und nach deutlicher wahrnehmbar!
f g Resonanz der Klaviertöne: erst nach und nach deutlicher wahrnehmbar.
Die nachklingenden Töne werden allmählich deutlicher wahrnehmbar.
l
So leise wie möglich! Erst nach und nach deutlicher wahrnehmbar. Nur die äußeren Systeme crescendo! Das Übrige bleibt p
lon ger
v Nur das
w Pedal bis zum Ende des Stückes niederdrücken (das dritte Pedal kann nun losgelassen werden).
y Völlig verklingen lassen. Kein
Reinhard Febel On Death
Sy. 4894/01 aus dem Zyklus Bright Star nach John Keats
für Sopran, Tenor, Bass, Englischhorn, Tenorsaxophon, Violine und Violoncello
Partitur 2018
Can death be sleep, when life is but a dream, And scenes of bliss pass as a phantom by? The transient pleasures as a vision seem, And yet we think the greatest pain's to die.
How strange it is that man on earth should roam, And lead a life of woe, but not forsake His rugged path; nor dare he view alone His future doom which is but to awake.
John Keats
On Death nach einem Gedicht von John Keats 2018
(q ca. 60)
Englischhorn
Tenorsaxophon in B
Reinhard Febel
, senza vibrato, senza espressione
, senza vibrato, senza espressione
col legno, sul tasto
Die stimmlosen Konsonanten, die als Vorschläge notiert sind, auf die Zeit und sehr akzentuiert ausführen.
Der Text in eckiger Klammer (bei nicht singenden Stimmen) soll lautlos und genau synchron mit der jeweils singenden Stimme deklamiert werden; im Idealfall soll nicht erkennbar sein, welche der drei Stimmen singt/singen und welche nicht. So gut wie möglich wirklich dal niente und in den schon bestehenden Klang hinein.
Immer unmerklicher Bogenwechsel, wenn nötig.
e Wenn ein gesungener Ton vorangeht, sind die stimmlosen Vorschläge auf derselben Linie notiert, ansonsten auf der mittleren Linie. Die hat jedoch keine Bedeutung für den jeweiligen Klang.
f Die Gesangsstimmen auf demselben Ton unmerklich überblenden.
g Wenn die Schlusskonsonanten nicht separat notiert sind, ist das Wort bzw. die Silbe "normal" zu akzentuieren.
Die Partitur ist in C und klingend notiert
h Die stimmlosen Konsonanten immer möglichst akzentuiert.
So, dass das Flageolett noch anspricht.
k Die Akzente nach und nach weniger - allmählich zum normalen Sprachgestus zurückkehren.