Meng Landwirtschaft: Wahlforderungen 2018

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Meng Landwirtschaft: Wahlforderungen 2018 Trotz den vielen Milliarden und Millionen Euro im Rahmen der EU-Agrarreform und des neuen nationalen Agrargesetzes hat man es nicht geschafft einer großen Zahl von Bauern und Bäuerinnen, handwerklichen Verarbeitern und lokalen Händlern ein ausreichendes Einkommen und eine Zukunftsperspektive zu sichern. Die Frustration bei den Landwirtinnen und Landwirten ist nach wie vor sehr groß: immer weniger Betriebe werden immer größer mit weniger Arbeitskräften aber dafür mit einer zunehmend “weltmarktorientierten” Ausrichtung. Agrarland wird mehr und mehr verbaut und immer mehr Flächen gehen so der Landwirtschaft für immer verloren. Die im Rahmen der aktuellen Agrarpolitik erzwungene Intensivierung in der Tierhaltung und Pflanzenproduktion hat zu substanziellen Umweltbelastungen geführt. „Weiter wie bisher ist keine Option“, sonst führen wir die Landwirtschaft subventioniert in den Abgrund! Die neue Regierung wird sich den Fragen der nächsten Gemeinsamen Agrarpolitik und somit des neuen Planes für ländliche Entwicklung annehmen müssen. Für Meng Landwirtschaft gilt es nach wie vor die Herausforderungen als Chance zu nutzen und eine gesamtheitliche Agrarpolitik für uns alle und vor allem für die Menschen zu schmieden, die den Beruf ausüben und für diejenigen, die ihn ergreifen wollen. (1) Paradigmenwechsel bei der Verteilung der öffentlichen Gelder Eine grundlegende Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik, die in der Lage ist dem Bauernsterben ein Ende zu setzen und es den Landwirten ermöglicht mit einer nachhaltigen Produktion gesunder Lebensmittel ein angemessenes Einkommen zu erwirtschaften, wird dringend gebraucht. Wir fordern hierzu kurz- und mittelfristige Maßnahmen, die den Bäuerinnen und Bauern sofort helfen, sich entsprechend umzuorientieren und langfristige Maßnahmen, damit wir eine größtmögliche Resilienz und Souveränität in unserer Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung erlangen. Deshalb fordert Meng Landwirtschaft: •

Statt der Subventionierung immer größer werdender Betriebe mit einseitiger, industriell orientierter Produktion müssen diversifizierte bäuerliche Strukturen mit überschaubarer Größe und engagierten Menschen stärker und bevorzugt gefördert werden. Die landwirtschaftlichen Subventionen müssen entsprechend degressiv gestaffelt werden und sich u.a. vorrangig an der Anzahl der Beschäftigten und einer ressourceneffizienten, umweltgerechten Produktion orientieren und nicht, wie bisher, an der Fläche eines Betriebes und am Investitionsvolumen. Die Einführung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsbewertungssystems für die landwirtschaftlichen Betriebe soll sofort eingeführt werden, um mit objektiven Kriterien einzelne Betriebe zu evaluieren (z.B. das SMART-Tool des FIBL/IBLA).


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