CARITAS NEWS Numéro 92 - Mars 2012
EDITORIAL
DIE SOZIALE LAGE LUXEMIBURGS Nachhaltiges Wohnen in Luxemburg? Wie jedes Jahr seit 2007 bringt Caritas auch dieses Jahr wieder kurz vor der Ansprache des Premierministers zur Lage der Nation den Sozialalmanach 2012 heraus, um Impulse und Hinweise für die Zukunftsdebatte zu geben.
Léif Lieserinnen, léif Lieser, Hëllefe mecht Freed! ! Ëmmer erëm kontaktéieren eis Leit ganz begeeschtert mat der Ufro „Ech well hëllefen – wat kann ech maachen? Wéi kann ech hëllefen?“. Dëst Joer, am Kader vun der traditioneller Quinzaine vun der Caritas am Mount Mee, ka jiddereen hëllefen, sech engagéieren an dobäi och vill Freed hunn: eis traditionell Hauskollekte gëtt erweidert an nei lancéiert ënnert dem Numm „Caritas Challenge“. Mobiliséiert Iech, setzt Iech en „Challenge“ an hëlleft benodeelegte Kanner zu Lëtzebuerg! Organiséiert eng Aktioun am Kader vum „Caritas Challenge 2012“: eng Soirée, e Benefiz-Sportsevenement, Verkaf vu Kuch, Spende sammelen bei Geleeënheet vun engem Fest wéi z.B. Gebuertsdag oder Kommioun. Gedeelte Freed ass duebel Freed. Mir freeën eis op Äert Engagement!
Philippe Streff
Ausgehend von der Rede zur Lage der Nation am 6. April 2011 wird im ersten Teil des Sozialalmanachs die Entwicklung der sozialen Lage Luxemburgs seither kommentiert. Dabei kommt sowohl zur Sprache, was in dieser Rede angekündigt aber nicht umgesetzt wurde, wie auch was für die Zukunft zu erwarten ist. Vor allem wird die mangelnde politische Weitsicht und Planung bedauert. Es wird sowohl die geplatzte Tripartite und der Alleingang der Regierung in Sachen Index thematisiert, als auch die noch ausstehenden sozialen Begleitmaßnahmen. Budgetdefizit, Kinderbetreuung, Klimapartenariat und Aufstellung des Nationalen Reformplanes sind weitere Themen. Auch wird die Einführung eines Wohngeldes anhand ausländischer Beispiele untersucht und es werden weitere Überlegungen zu einer Wohnungspolitik für Luxemburg vorgestellt. Der zweite Teil enthält Beiträge zum Schwerpunktthema „Nachhaltiges Wohnen“, beleuchtet aus nationalen sowie internationalen Perspektiven. Wohnen ist einer der wichtigsten Bereiche für den Menschen, der durch Politik zu gestalten ist. Sowohl die Preisfrage als auch die Möglichkeiten des Zusammenlebens, die Energiefrage als auch die Siedlungsplanung, vom Recht auf Wohnen bis zu den verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten: Politik kann helfen, dass Wohnen nicht nur erschwinglich, sondern auch nachhaltig wird.
Neben theoretischen Abhandlungen werden auch konkrete Beispiele angeführt. Im dritten Teil sind wichtige Statistiken zur Strategie „Europa 2020“ zusammengetragen. Dadurch ist auch ein Vergleich Luxemburgs mit den anderen 27 EU-Mitgliedsländern möglich, sowie eine Überprüfung, wieweit die Ziele dieser Strategie schon erreicht sind. Weitere Statistiken erläutern wie in den letzten Jahren die soziale Situation in Luxemburg, einige geben spezifische Einsichten zum Thema Wohnen.