Oktober 2012
Garten+
Landschaft Zeitschrift f체r Landschaftsarchitektur
Urbane R채ume
Inhalt 10/2012
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Urbane Räume
Editorial
Verlag: Callwey Verlag Streitfeldstraße 35 D-81673 München Fon +49 89 /43 60 05-0 Fax +49 89/43 60 05-113 www.garten-landschaft.de
Die Anwohnergärten am Wriezener Bahnhof in Berlin stehen allen Menschen offen. Im Gegenzug sollen sie sich für deren Erhalt engagieren (Seite 20).
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Die Grüne Fuge – ein Park polarisiert Heike Vossen Lückenschluss am Grünen U in Stuttgart
Grafik: tx-büro
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Der Park der Wunder – Superkilen Robert Schäfer Ein multi-ethnischer Park in Kopenhagen
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Die Verspielplatzung und der Traum vom Gehen Robert Schäfer
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Von der Landschaftssanierung zur Landschaftserzählung Francesc Muñoz Über das Dilemma, einen „natürlichen“ Zustand herzustellen
4 Am Cap des Creus an der Nordküste Kataloniens wurde ein Ferienclub abgerissen, um die ursprüngliche Landschaftsstruktur wiederherzustellen.
10 Im Juli wurde die Grüne Fuge auf dem alten Stuttgarter Messegelände eingeweiht.
14 „Superkilen“, der „Superkeil“, im Kopenhagener Stadtteil Nørrebro ist eine Sammlung exotischen Straßenmobiliars.
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Raue Wildnis für raue Bürger Susanne Isabel Yacoub Das WriezenerFreiraumLabor in Berlin
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Die Innenstadt als vernetzte Region Vera Hertlein-Rieder Neue Leitlinien rund um den Berliner Kurfürstendamm
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Nucleus für ein neues Quartier Karl H.C. Ludwig Der neu gestaltete Zollhallenplatz in Freiburg
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Kai, Twiete und Gang: Neues auf den Weg gebracht Ljubica Heinsen Verbindungswege zwischen HafenCity und Hamburger Altstadt
20 Das Regionalmarketing Berlin City West lässt, wie hier an der Kantstraße, die Brücken der Hochbahn mit Lichtinstallation aufwerten.
29 In Freiburg ist der umgestaltete Zollhallenplatz das Entrée zu einem neuen Stadtquartier.
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45 46 48 49 38 40 43 52 56 64
33 Neu und alt vereint: Die „Äußere Erschließung“ bindet die Hamburger HafenCity an die Altstadt an.
Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V. (DGGL) Wartburgstraße 42 10823 Berlin www.dggl.org 122. Jahrgang
Bilder: Pau Ardèvol, Raffaella Sirtoli, Hanns Joosten, Arup GmbH und H.P. Kuhn, Karl H.C. Ludwig, Martin Kunze Titel: Schwarzer Markt, Superkilen in Kopenhagen, Hanns Joosten
Für die Zukunft gestalten. 2
Garten + Landschaft
10/2012
Garten + Landschaft
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Von der Landschaftssanierung zur Landschaftserzählung Nach dem Abriss eines Ferienclubs an der katalanischen Küste sollte die Landschaft in ihrem natürlichen Zustand wiederhergestellt werden. Dabei stellte sich die Frage, ob der sanierte, „natürliche“ Zustand Spuren der menschlichen Eingriffe beinhalten darf oder sogar soll. Die Planer fanden ihren eigenen Weg.
Bauwerke aus Stein und Corten stahl ersetzen abgerissene Gebäu de wie die ehemalige Arztpraxis. Die Stahlkuben lenken die Blicke der Besucher auf bestimmte Land schaftsausschnitte.
Francesc Muñoz In der Kurzgeschichte „The Ultimate City“ beschrieb James G. Ballard 1975 auf verstö rende Weise den zeitgenössischen Blick auf das Verhältnis zwischen dem Natürlichen und dem Künstlichen: mit dem Bild einer gigantischen Pyramide aus Fernsehern inmit ten einer verlassenen Straße, in einer verlas senen Stadt. Das Interessante an diesem Bild ist, wie diese ganze Struktur vollkommen von Pflanzen wie Holunder, Moos und Feu erdorn durchzogen ist. Schaltkreise, Regler und andere elektronische Elemente sind ver woben mit Traubenrispen, was den Autor zu der Schlussfolgerung leitete: „Rival orders of a wayward nature merging again after milli ons of years of separate evolution“ (Konkur rierende Ordnungen einer unberechenbaren Natur vereinen sich erneut nach Millionen Jahren getrennter Evolution). Landschaftsarchitektonische Gestaltung be wirkt etwas ähnliches, wenn es darum geht, bei der Sanierung von Landschaft das Natür liche und das Künstliche zu vermengen. Das ist keine einfache Aufgabe; oft endet der Ver such erfolglos, den in Ballards Metapher be schriebenen Zustand herzustellen. Meistens, weil die natürlichen, unberührten Landschaft selemente nicht berücksichtigt wurden, als der Mensch das Ökosystem umgestaltet hat.
Für die Gestaltung des Aussichts punkts „Pla de Tudela“ an der katalanischen Küste wurden Wandelemente ehemaliger Gebäu de verwendet. Besuchern bietet sich von dort ein Panoramablick über die Küste.
Martí Franch (4)
Nachdem der Zaun am Rande der Klippen entfernt wurde, ergibt sich am „Culip“ ein spektakulärer Ausblick.
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Garten + Landschaft
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Die Grüne Fuge – ein Park polarisiert Mit der „Grünen Fuge“ ist auf dem ehemaligen Stuttgarter Messegelände am Killesberg der größte und wichtigste neue Park der Stadt Stuttgart in den vergangenen 18 Jahren entstanden. Er grenzt unmittelbar an den historischen Höhenpark Killesberg. Trotz der Freude über den neuen Park stehen Entwurf und Verfahren in der Kritik.
Raffaella Sirtoli (6)
Heike Vossen
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im Tal bis zum Höhenpark Killesberg zieht. Dass der Park überhaupt entstehen konnte, ist der Verlegung der Messe Stuttgart vom Killesberg in die unmittelbare Nachbar schaft zum Flughafen zu verdanken. Bereits 2004 hatte die Stadt Stuttgart für die Nachnutzung einen städtebaulichen und land schaftsplanerischen Ideenwettbewerb aus gelobt, den das Stuttgarter Architekturbüro Pesch & Partner in Arbeitsgemeinschaft mit dem ebenfalls aus Stuttgart stammenden Landschaftsarchitekten Frank Lohrberg gewann. Der knapp zehn Hektar große Park wurde als Ausgleich für die Bebauung von Teilen des Messegeländes angelegt. Ende 2012 sollen alle Wohnungen und Dienstleistungsgebäude an den Parkrändern gebaut sein. Diese Gebäude öffnen sich zur Grünen Fuge. Die künstlich geschaffenen Hügel der Grünen Fuge, die sogenannten Rasenkissen, ziehen sich durch den gesamten Park und überbrücken optisch die mehr spurige Straße am Kochenhof. Ein Netz aus
„Schlenderwegen“ führt vom See am Fuß des Parks bis hinauf zur Feuerbacher Heide. 38 Höhenmeter liegen dazwischen. 70 000 Kubikmeter Erde wurden bewegt. Die glei che Handschrift für alle Parkteile hält Schirn er für wichtig, „sonst wäre die trennende Straße zu dominant“. Es ist ein Spiel mit Perspektiven – je nach Standpunkt verste cken sich Besucher und Wege hinter der Rasenlandschaft und Distanzen verringern sich optisch.
Die Grüne Fuge in Stuttgartmit von Wegen durchzogenen Rasenhügeln grenzt an den Höhenpark Killesberg (rechts). Geplant hat sie das Münch ner B üro Rainer Schmidt Land schaftsarchitekten, die Ausführung betreute das Büro Pfrommer + Roeder Landschaftsarchitekten aus Stuttgart.
Ein Landschaftsarchitekt als Historiker Rainer Schmidt erklärt, dass der Entwurf die Folgen der vergangenen Jahre kompensiere, die der Steinbruch, aber auch der spätere Messebau nach sich zogen. Die in Granitstein gefassten, abgeböschten Rasenkissen seien Sinnbild der anthropogenen Einflüsse, der „Geschichtlichkeit“, die der Ort erfahren hat. Formen, „wie aus d em Ort herausgemei ßelt“, über Jahre hinweg weich geschliffen und von Vegetation bedeckt. „Ähnlich der
Arnim Kilgus
„Zukunft Killesberg Freianlagen“ – so sper rig klingen die drei neuen Parkteile, die seit Anfang Juli in Stuttgart öffentlich zugäng lich sind. Anders als am angrenzenden „Höhenpark Killesberg“ trennen keine Ein gänge das Drinnen und Draußen des knapp zehn Hektar großen Parks. Die drei von Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten aus München entworfenen Parks „Grüne Fuge“, „Park Rote Wand“ und „Feuerbacher Hei de“ zeichnen sich durch ihre knapp einen Meter hohen Wiesenebenen, die „Rasen kissen“, von der Umgebung ab. „In den 1950er-Jahren hat man sich auf Eingänge fokussiert. Diesem Park liegt eine andere Idee zugrunde“, sagt Volker Schirner, Leiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes Stuttgart. Durch die Topografie gelinge es Schmidt, die Menschen in den Park hinein zuziehen. Die Grüne Fuge setzt das „Grüne U“ fort, ein U-förmiger Grünzug von acht Kilome tern Länge, der sich von den Schlossgärten
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Ariane Röntz
Raue Wildnis für raue Bürger Das WriezenerFreiraumLabor in Berlin, ein Park auf dem Gelände eines ehemaligen Verladebahnhofs mit Ruderalvegetation, erwartet viel von Ämtern und Nutzern: Neues zu wagen und Verantwortung zu übernehmen. Doch dazu braucht es engagierte Prozesssteuerer. Nicht nur während der Entstehungsphase, sondern auch darüber hinaus.
Eine benachbarte Schule wünschte sich eine 100-Meter-Bahn. Die Berliner Landschaftsarchitektin Ariane Röntz schnitt sie in den Wildwuchs. Sie stieß 2006 zu dem Planerteam um die Prozesssteuerer tx-büro für temporäre architektur aus Berlin, das sich seit 2001 für den Park engagiert.
Susanne Isabel Yacoub Ein bisschen Rasen säen, ein paar Hecken – so hatte sich das Kreuzberg-Friedrichshainer Grünflächenamt in Berlin das anfangs gedacht. Der chronisch unterfinanzierte Bezirk muss fast Angst haben vor jedem neuen Freiraum, vor jedem Zipfelchen Grün, das nach mehr als nach einem Rasenmäher verlangt. Allein für die Sanierung der Spielplätze fehlen Gelder in sechsstelliger Höhe. Für den früheren Verladebahnhof an der Nahtstelle zwischen Ost und West, an dem zu DDR-Zeiten Agrarprodukte aus dem nahem Wriezen eintrafen, prognostizierten einige Stadtvertreter ohnehin eine düstere Zukunft als „Party- und Säufermeile“. An der einen Seite des Schienenareals, das eingekesselt zwischen S-Bahn-Trasse und Straßen liegt, führt die Warschauer Brücke zu Bars in Kreuzberg und Friedrichshain; an der anderen Seite befindet sich das Berghain, einer
der angesagten Berliner Clubs. Die Grün fläche also als berüchtigte Clubgänger- Route für Touristen und Partyvolk? Mehr Potenzial sahen Ines-Ulrike Rudolph und Gabor Stark vom Berliner tx-büro für temporäre architektur und machten sich 2001 mit Mitstreitern des Netzwerks „Ideenaufruf – Initiative für eine Stadtentwicklung von unten“ daran, das Gelände zu retten – eingebunden in die Prozesse informeller Stadtentwicklung rund um das benachbarte Reichsbahnausbesserungswerks, kurz RAWGelände. „Solche Projekte sind richtige Lernmaschinen, dadurch können individuelle Projekte entstehen. Projektentwicklung und Stadtentwicklung werden miteinander verknüpft und dadurch wiederum einzigartige Orte geschaffen“, sagt Ines Rudolph. Heute reiht sich der zwei Hektar große Streifen ein in eine Folge prägnanter Freiräume:
Beginnend auf dem RAW-Gelände mit der begehrten Skater-Halle geht es über das WriezenerFreiraumLabor und den (Sub)kulturstandort Postfuhramt bis zur East-SideGallery, dahinter folgt der Park an der Spree mit grandiosen Blicken über den Fluss. Auf den ersten Blick wirkt der Ort kaum gebändigt. Wer von der Warschauer Brücke aus eine Treppe hinuntersteigt auf die Ebene, auf der sich früher die Gleise befanden, taucht ein in ein Meer aus Kanadischer Goldrute. Das ist weitaus wilder und chaotischer als gewohnt, aber noch ist es g enau das Maß an Natur, das reizvoll ist für Großstädter. Noch ziehen die von der Landschaftsarchitektin Ariane Röntz gesetzten Asphaltstege, die zum umgebauten Lokschuppen führen, Linien in den Dschungel. Vorerst wuchern Melde und Wermut nur ein kleines Stück über die Ränder einer farbig
laview
Auf dem Wriezener Verladebahnhof an der Warschauer Brücke kam zu DDR-Zeiten Gemüse aus dem Umland an. Heute ist die Ruderalfläche ein Freiraumlabor, in dem Nutzer mit ihrer Vorstellung von Park experimentieren können.
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Bernard und Sattler
Die Innenstadt als vernetzte Region Seit 2010 arbeitet das Regionalmanagement City West an der Umsetzung der Leitlinien für die Westberliner Innenstadt. Dabei spielt die Aufwertung des über Jahre vernachlässigten öffentlichen Raums eine wichtige Rolle.
Die City West umfasst Teile der Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg und Mitte. Das gesamte Fördergebiet rund um den Kurfürstendamm ist 560 Hektar groß.
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Deutsche Oper Schillertheater Renaissance Theater Hauptgebäude TU Berlin Hauptgebäude UdK Berlin Ernst-Reuter-Haus Ludwig-Erhard-Haus, IHK Theater des Westens Amerika Haus, Forum City West Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche Europa-Center Aquarium, Eingang Zoo KaDeWe Urania Theater und Komödie am Kurfürstendamm 16 Schaubühne am Lehniner Platz Plan: Regionalmanagement City West
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Der Kurfürstendamm hat eine glanzvolle Vergangenheit. Der Entwurf von Bernard und Sattler sieht daher vor, die traditionellen Charlottenburger Gehwegplatten zu verlegen – allerdings längs und nicht wie früher quer.
Vera Hertlein-Rieder Die City West boomt, überall wird gebaut. Der wirtschaftliche Aufschwung Berlins ist nach Jahren des Stillstands im Westteil der Stadt besonders spürbar – eine Entwicklung, die der Berliner Senat angestoßen hat. Denn mehr und mehr Büros standen leer und der Einzelhandel stagnierte. Jetzt zählt die City West zu den Gebieten, die im Bundesprogramm „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gefördert werden und wo das Förderprogramm „Aktive Zentren“ zum Zuge kommt. Um den Standort City West rund um den Kurfürstendamm zu stärken, richtete der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf 2010 zusammen mit seinen Partnern das Regionalmanagement City West ein (siehe Kasten auf Seite 28). Dieses Förderinstrument ist auf drei Jahre angelegt, mit Option auf Verlängerung. Betrachtet man die Fläche als Region, sind 560 Hektar wenig, für ein innerstädtisches Fördergebiet hingegen viel. Ein integrativer Ansatz, die Kombination von Finanzmitteln der Wirtschaftsförderung und der Stadt entwicklung, ist im Hinblick auf die Komplexität der zu bewältigenden Aufgaben und die Vielzahl von Akteuren sinnvoll und hat sich bewährt.
„Diese Vorgehensweise bietet für die City West die Möglichkeit, Synergien zwischen der Stadt- und Freiraumplanung der öffentlichen Hand, den privaten Bauakti vitäten und den Mechanismen der Wirtschaftsförderung zu nutzen“, sagt Dirk Spender, Leiter des Regionalmanagements. Er ist Mitarbeiter der Planergemeinschaft Kohlbrenner e.G., der Nachfolgegesellschaft des Stadtplanungsbüros Planergemeinschaft Dubach Kohlbrenner. Das Regionalmanagement City West rekrutiert sich aus Mitarbeitern der Planergemeinschaft und ProStadt, Gesellschaft für Projektsteuerung im Städtebau mbH. Beide Büros sind in der City West ansässig und dort bereits lange Jahre tätig. Die gute Kenntnis der City West und ihrer Akteure mit den jeweiligen Partikularinteressen sind eine wichtige Voraussetzung, um konsensbasierte und tragfähige Lösungen zu finden. Schließlich geht es darum, einen wirtschaftlich nachhaltigen Prozess für die Region anzuschieben, Strukturen und Netzwerke aufzubauen, die Grundlage für eine eigenständige Weiterentwicklung bilden. „Dazu versuchen wir wie bei der Akupunktur die Punkte höchster Sensibilität in der City West zu finden und diese zu stimulieren“, so Dirk Spender.
Zu diesen Punkten gehören im öffentlichen Raum jene Orte, die hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Im Fokus stehen unter anderem historische Plätze und markante Stadteingänge. Dem Kurfürstendamm kommt eine tragende Rolle zu. Eine Rück besinnung auf verlorengegangene historische Qualitäten soll die Verlegung von Charlottenburger Gehwegplatten aus Granit und begleitendem Mosaikpflaster bringen. Verbesserung der Aufenthaltsqualität Silke Wiesenhütter ist beim Regional management zuständig für das Bund-Länder-Programm „Aktive Zentren“, mit dem in den vergangenen drei Jahren vielfältige freiraumplanerische Projekte umgesetzt wurden. „Dass gut gestaltete Freiräume den Wirtschaftsstandort stärken, ist unbestritten“, bestätigt sie. Und so lautet eine der acht Leitlinien: die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum der City West erhöhen. Es ist geplant, bis 2015 bis zu sieben Millionen Euro öffentliche Fördermittel zu investieren, unter der Voraussetzung, dass sich Private an den Bau- oder Pflege- und Unterhaltungskosten beteiligen. Das Regionalmanagement City West steuert fachliche Ideen bei, berät bei der Auswahl der Planungsmethoden wie zum Beispiel Garten + Landschaft
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