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Cahn's Quarterly 2/2023 - Deutsche Ausgabe

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Cahn’s Quarterly 2/2023 Deutsche Ausgabe

Editorial Liebe Leserinnen und Leser Wenn ich auf das Jahr zurückblicke, dann sticht das wunderbare Projekt mit dem portugiesischen Künstler Francisco Tropa, das wir diesen Sommer während der Art Basel durchführten, als ein Höhepunkt heraus (siehe S. 5-7 dieser Ausgabe). Bei diesem Projekt war die Zusammenarbeit zwischen dem Künstler und mir besonders intensiv und ich besuchte ihn auch in seinem Atelier in Lissabon. Im Verlauf zahlreicher Gespräche entstand die Idee vom Blick, der in eine andere Welt schaut, ähnlich dem Höhlengleichnis Platons. In Basel wählte Francisco drei antike Köpfe aus, auf die er Kristallschliffe projizierte. Dabei fiel uns auf, dass bei den beiden römischen Privatportraits der Blick ins Jenseits, in die Höhle hinein, gerichtet war. Diese Köpfe haben wir im Oberlichtsaal des Cahn Kunstraum aufgestellt. Im Gegensatz dazu fixiert die Herme des Dionysos aus der griechischen Klassik den Betrachter mit seinem Blick. Diese Skulptur haben wir im dunklen, lichtlosen Raum unten aufgestellt, vor ihr ein Stuhl, damit man sich in einen stummen Dialog der Augen mit dem Gott einlassen konnte. Die Ausstellung war gut besucht und hatte eine eindrucksvolle Finissage, in der eine Skulptur von Francisco Tropa, die aus hängenden Fleischstücken aus Bronze bestand, zum Klangkörper wurde. Die experimentelle Musikgruppe Osso Exótico, der auch der Künstler angehört, kreierte einen Klangteppich, der zuerst ruhig war und dann immer intensiver wurde. Es gab viel Publikum, auch junge Leute, dank der Zusammenarbeit mit Michi Zaugg, einer bekannten Grösse in der Basler Musikszene. Aus dieser Ermutigung heraus haben wir eine Zusammenarbeit mit Pierre Sugier, dem ehemaligen Kurator der Fondation Fernet-Branca, begonnen. Eine erste Ausstellung mit Werken des französischen Fotografen Jean-Christophe Ballot und der iranischen Künstlerin Saba Niknam fand diesen Herbst im Cahn Kunstraum statt. Wir werden in der kommenden Ausgabe von Cahn’s Quarterly darüber berichten. Weitere Ausstellungen werden folgen, zu denen wir Sie zu gegebener Zeit einladen werden.

CQ

Diesen Sommer und Herbst nahmen wir an zahlreichen Messen teil. Im Juli stellten wir an der Treasure House Fair in London aus. Wie die Masterpiece vor ihr, fand die Messe im Park des Royal Chelsea Hospital statt. Logistik, Aufbau und Atmosphäre waren sehr angenehm. Der Sommer in London ist einfach schön! Zudem haben die Organisatoren ein kleines Wunder vollbracht, denn plötzlich gab es wieder das gebildete, neugierige britische Publikum wie an der Grosvernor House Fair. Im September nahmen wir an der OPUS Art Fair in Paris teil. Diese Spezialmesse für Archäologie bespielte ein schönes, leicht heruntergekommenes Industriegebäude im Marais. Es war eine charmante, kollegiale Atmosphäre, die mich an Messen meiner Jugend erinnerte. Es nahmen gute, internationale Aussteller Unser Stand an der OPUS Art Fair, Paris. mit viel Idealismus teil und wir konnten ein überraschend gutes Nach all diesen Auslandsreisen war es schön, Ergebnis erzielen. Die Messe ist noch neu, im November unsere traditionelle Ausstelmöchte sich aber als DER Salon für Archäo- lung mit Tieren in der Antike in der Galelogie etablieren und ein solches Niveau er- rie an der Malzgasse, Basel, zu zeigen. Es reichen, dass es sich lohnt, extra ihretwegen ist stets eine Freude, quasi «zu Hause» viele nach Paris zu reisen. langjährige, treue Kunden und Sammler begrüssen zu dürfen. Während diese Ausgabe Im Oktober stellten wir an der Munich von Cahn’s Quarterly finalisiert wird, sind Highlights aus. Diese Messe in der Münch- wir noch an der letzten Messe des Jahres, ner Residenz wird mit dem Aufwand einer der FAB in Paris. Ich wünsche Ihnen eine Grossmesse betrieben, kann sich aber aus besinnliche Adventszeit. Falls Sie noch ein mangelnder Einsicht der staatlichen Behör- Weihnachtsgeschenk suchen, werden Sie den nicht weiterentwickeln und expandie- vielleicht im Verkaufskatalog am Ende dieren. Folglich ist sie sehr kostenintensiv. Es ser Ausgabe fündig! wäre zu wünschen, dass die Munich Highlights wachsen könnte, denn München ist der absolut richtige Standort in Deutschland für eine Messe mit Kunst der Antike, klassischen Moderne und Design.

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