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Cahn's Quarterly 2/2021 - Deutsche Ausgabe

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Cahn’s Quarterly 2/2021 Deutsche Ausgabe

Editorial Vorfreude auf den Herbst Liebe Leserinnen und Leser Nach dieser langen, von der Pandemie erzwungenen Pause im Kunstbetrieb freuen wir uns umso mehr auf einen ereignisreichen und spannenden Herbst. In dichter Abfolge stellen wir wieder an verschiedenen Standorten in Europa aus. Wie in den Zeiten vor Covid-19 werden wir an der Frieze Masters in London (15.-17. Oktober 2021, frieze.com/ fairs/frieze-masters) und an der Highlights Internationale Kunstmesse in München (21.24. Oktober 2021, munichhighlights.com) anwesend sein. Neu kommt die Cologne Fine Art & Design in Köln dazu (19.-21. November 2021, colognefineart.com). Wie bereits vor einem Jahr geplant, wird dort die Zusammenarbeit mit dem Züricher Galeristen Dirk Dierking und dem von ihm vertretenen Bildhauer Otto Boll (wir berichteten in Cahn’s Quarterly 3/2020) fortgesetzt. In der geplanten Ausstellung wird durch Interventionen des Künstlers die Dialektik zwischen der zeitgenössischen Kunst und der Antike manifest. Des Weiteren werden wir parallel zu verschiedenen Messen eigene Ausstellungen zeigen. Den Auftakt dazu bildet – gleichzeitig mit der Art Basel – die Eröffnung des neuen Kunstraums der Cahn Contemporary an der Steinentorstrasse 19 im Zentrum von Basel. Auf einer Fläche von über 500 m2 wird in Partnerschaft mit der renommierten Pariser

Galerie Marcelle Alix das Werk der Künstlerin Laura Lamiel präsentiert. In dieser Einzelausstellung mit dem Titel Du miel sur un couteau (19. September-9. Oktober 2021) werden monumentale Werke und Rauminstallationen, die Laura Lamiel in mehreren grossen Ausstellungen, unter anderem im Palais de Tokyo in Paris, gezeigt hat, durch den Einbezug von Antiken neu interpretiert. Dabei erleben die Werke eine Metamorphose und es entstehen neue Gesamtkunstwerke für die Dauer der Ausstellung. Die Auswahl antiker Werke wurde von der Künstlerin selber hier in Basel getroffen. Einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung bilden über 60 Zeichnungen von Laura Lamiel, die umwerfend sind. Viele von ihnen wurden in den Nächten der Covid-Pandemie geschaffen und verraten eine grosse, sensible Intimität, die umso bemerkenswerter ist, da diese Vertreterin einer KünstlerInnen-Generation, die meist nicht mehr aktiv ist, an und für sich eine sehr zurückhaltende Persönlichkeit ist. Obschon Laura Lamiel in Frankreich sehr bekannt ist, werden in der Ausstellung in Basel ihre Werke zum ersten Mal in grossem Umfang im Ausland gezeigt. Ich wage es, sie mit Louise Bourgeois zu assoziieren, deren Bedeutung erst im hohen Alter erkannt wurde. Es ist bezeichnend, dass Laura Lamiel zwei

Galeristinnen, die einer wesentlich jüngeren Generation angehören, ausgesucht hat, um sie zu vertreten: Isabelle Alfonsi und Cécilia Becanovic von der Galerie Marcelle Alix, die zu den einflussreichsten jungen Galerien Frankreichs zählt. Anlässlich der FIAC, die im Oktober 2021 stattfindet, werden wir vom 17. Oktober-20. November 2021 wieder eine Ausstellung in den Gebäuden der Cahn Contemporary in Paris veranstalten. Es ist mir eine Ehre, dieses Jahr mit der renommierten Galeristin Chantal Crousel, die seit den 1970er Jahren viele Trends gesetzt hat, ein eigenes Kunstprojekt zu realisieren. Und ebenfalls wie in vergangenen Jahren werden wir anlässlich der Antike in Basel, vom 11.-14. November 2021, unsere traditionsreiche Ausstellung Tiere und Mischwesen in der Galerie an der Malzgasse 23, Basel zeigen. Es würde mich sehr freuen, Sie an einem oder mehreren dieser Anlässe begrüssen zu dürfen.

Der neue Ausstellungsraum der Cahn Contemporary an der Steinentorstrasse 19 in Basel.

CQ

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