CÁDIZ
REISEFÜHRER DER PROVINZ h sc ut án De lem A
CÁDIZ
REISEFÜHRER DER PROVINZ
2 Nombre capítulo y sección
Inhaltsverzeichnis
01 02 03 04 05 06
Ein Spaziergang durch die Geschichte
03.
01.1. Das sagenumwobene Cádiz 01.2. Die ersten Ansiedler 01.3. Das tausendjährige Gadir 01.4. Die römische Anwesenheit 01.5. Ein Land der Grenzen 01.6. Puerto de Indias 01.7. Das liberale und illustrierte Cádiz
04. 06. 08. 11. 14. 16 19.
Kulturelle Rundwanderwegen 02.1. Mythologische Route 02.2. Das prähistorische Cádiz 02.3. Die phönizische Route 02.4. Die römische Route 02.5. Burgen und Festungen 02.6. Die amerikanische Route 02.7. Die Route der Verfassung von 1812 02.8. Drehort für das Kino
Sehenswürdige Rundfahrten 03.1. Bucht von Cádiz 03.2. Bajo Guadalquivir (Unterer Guadalquivir) 03.3. Campo de Gibraltar 03.4. Sierra von Cádiz – Die weißen Dörfer 03.5. La Janda
Die Welt der Kultur 04.1. Museen 04.2. Kultur- und Festkalender
Mit eigenem Charakter 05.1. Der Flamenco 05.1.1. Die Route von Camarón de la Isla 05.1.2. Die Route von Paco de Lucía 05.2. Kunst und Wein 05.3. Pferde und Stiere 05.4. Kunsthandwerk 05.5. Wichtige Persönlichkeiten aus Cádiz
Praktische Daten
21. 22. 24. 27. 30. 35. 41. 44. 47. 49. 50. 52. 53. 54. 56. 57. 58. 66. 73. 74.
78. 82. 84. 85. 87.
3 Nombre capĂtulo y secciĂłn
01
Ein Spaziergang durch die Geschichte
4 Nombre capítulo y sección
01.1 Das sagenumwobene Cádiz Geschicten von Göttern und Mythen wie der Atlantis, den zwölf Heldentaten des Herkules und dem sagenhaften Königreich Tartessos sind unauflöslicher Bestandteil der Ursprünge des Gebiets von Cádiz und stellen einen äußerst reizvollen Hauch von Geheimnis dar. Die Umgebung des Golfs von Cádiz und der Straße von Gibraltar sind das Szenario einiger Legenden der griechisch-lateinischen Mythologie, unter denen diejenigen über die Abenteuer des griechischen Helden Herakles hervorstechen, den die Römer später Herkules nannten und dessen Reste laut dem lateinischen Historiker Pomponius Mela unter dem phönizischen Tempel von Melkart ruhten, der sich auf der kleinen Insel von Sancti Petri befand. Herkules wurde mit zwölf Aufgaben betraut, bei denen er durch ganz Europa reisen und viele ungeheuerliche Bestien töten musste, die ihm den Weg versperrten. Die beiden letzten Herkulesaufgaben brachten ihn in das Gebiet von Cádiz: Das Stehlen der goldenen Äpfel aus dem Garten der Hesperiden, der sich laut der Mythologie in Tartessos befand, und das Stehlen des Viehs der Retinto-Rasse des Geryon, ein anthropomorpes Wesen, das aus drei Körpern bestand und auf Erytheia lebte. Früher war diese Zone eine Inselgruppe, die als Gadeiras bekannt waren und sich aus den Inseln Erytheia und Kotinoussa (wo heute der Stadtkern von Cádiz ist) und Antipolis, dem derzeitigen San Fernando, zusammensetzt. Er musste den Riesen töten, der aufgrund seiner eigentümlichen Morphologie mit dem Drachenbaum in Verbindung gebracht wird, so wie der jahrhundertalte Drachenbaum, der sich im Park Genovés befindet und von dem gesagt wird, dass sein roter Pflanzensaft das Blut dieses mythologischen Wesens ist. Es wird erzählt, dass Herkules glaubte, er wäre an das Ende der Welt gelangt, als er an die Grenzen von Iberien kam, und er trennte die Berge Calpe (Felsen von Gibraltar) und Abila (Berg Monte Hacho). Auf den Gipfeln erbaute er zwei Säulen (die Herkules-Säulen), die dazu dienten, den
Insel von Sancti Petri
Masaik. Museum von Cádiz
5 Ein Spaziergang durch die Geschichte. Das sagenumwobene Cádiz.
Wussten êê Sie..?
zukünftigen Generationen zu zeigen, bis wohin er seine Heldentaten gebracht hat. Außerdem hat er in sie die berühmte Aufschrift „Non plus ultra” eingraviert.
Manuel de Falla, genialer Musiker des 20. Jh. aus Cádiz, inspirierte sich in der versunkenen Stadt, um sein musikalisches Werk Die Atlantis (La Atlántida) zu komponieren, was ihn die letzten 20 Jahre seines Lebens beschäftigte.
Die geheimnisvolle tartesische Kultur, die sich angeblich in dem Dreieck entwickelte, das sich aus den derzeitigen Provinzen Huelva, Sevilla und Cádiz an der südwestlichen Küste der iberischen Halbinsel zusammensetzte, wird in den schriftlichen Quellen der Antike wie der Geschichte von Herodot erwähnt, die von dem langlebigen König Argantonio und seinem unermesslichen Reichtum, seiner Weisheit und Großzügigkeit erzählt.
Kleine Statue des aus Sancti Petri kommenden Gottes Melkart
Und was soll man über die mysteriösse und legendäre Atlantis sagen? Sie wird zum ersten Mal in den Texten von Platon erwähnt und beschrieben (in seinen Dialogen Timaeus und Critias), eine Insel mit einer eigenartigen runden Form, die laut dem griechischen Philosophen gegenüber den Säulen des Herkules liegt, der heutigen Straße von Gibraltar. Von diesen geografischen Angaben ausgehend, waren es viele, die diese gespenstische Stadt im Südwesten Spaniens gesucht haben und ihre mögliche Lage mehr und mehr in der Provinz Cádiz eingrenzten. In den letzten Jahrzehnten deuten wisschenschaftliche Untersuchungen und Dokumentarfilme der BBC, National Geographic u.a. unter Beratung von international angesehenen Wissenschaftlern und Archäologen wie Richard Freund (Professor der Universität Hartford in den U.S.A. und durch seine Ausgrabungen an historischen Orten des Nahen Ostens bekannt) darauf hin, dass es Anzeichen gibt, die die verschwundene Stadt der Atlanten in der Umgebung der Küsten von Cádiz lokalisieren, nachdem sie infolge einer der vielen Naturkatastrophen, die diese Zone im Verlauf der Geschichte erlitten hat, verschüttet wurde (vermutlich durch einen Tsunami). Diese Untersuchungen basieren auf Satellitenfotos, die Reste zeigen, welche mit der Struktur der von Platon beschriebenen Metropole mit konzentrischen Kreisen, einer Kuppel mit einer Breite von 450 Metern, großen Säulen, einer Zitadelle… übereinstimmen.
Stücke von der phönizischen Kolonisation im Museum von Cádiz
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01.2
Die ersten Ansiedler Die Provinz Cádiz ist immer ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt gewesen: einerseits als Brücke zwischen Europa und Afrika und andererseits als Tor vom Mittelmeer zum Atlantik. Vielleicht ist diese die beste Erklärung für ihre frühzeitige Besiedlung und den Reichtum seiner archäologischen Funde. Die ersten im Gebiet von Cádiz aufgefundenen wichtigen archäologischen Reste stammen vom Neolithikum, eine Epoche, die von der Ankunft der vom östlichen Mittelmeer kommenden Völker gezeichnet war. Die Dörfer existierten neben den Höhlen als Lebensraum, und im Inneren von Unterschüpfen und Grotten entwickelte sich eine genuine künstlerische Ausdrucksform, die mit sehr reichhaltigen Überresten bis zur Gegenwart reicht: Höhlenmalereien (Siehe die Route Prähistorisches Cádiz, Seite 24). Die zu Cádiz gehörenden Region La Janda schließt El Tajo de las Figuras (Benalup) ein, ein natürlicher Unterschlupf, der ein außergewöhnliches Ensemble von mehr als 900 spätpaläolitischen Malerein beherbergt, unter denen die Darstellungen von Vögeln in den unterschiedlichsten Haltungen hervorstechen. Im Korkeichenpark (Parque de los Alcornocales) befindet sich der Unterschlupf Laja Alta in Jimena de la Frontera, der Höhle Tajo de las Figuras aufgrund der Originalität seiner Höhlenmalereien hervorsticht, weil er eine Schiffsszene präsentiert, die einzigartig bei den Höhlenmalereien der iberischen Halbinsel und im gesamten Mittelmeerraum von äußerster Bedeutung ist. In Los Barrios können wir das Ensemble der Höhlenmalereien von Bacinete besichtigen und in Tarifa die Höhle Cueva del Moro mit ihrer beeindruckenden Figur der tragenden Stute.
Höhle Cueva del Moro. Tarifa
7 Ein Spaziergang durch die Geschichte. Die ersten Ansiedler
■❚❙ Archäologie für Kinder Die Installationen von ERA Cultura in Puerto Real stellen ein prähistorisches Dorf mit Hütten dar, die Dich in vollem Kontakt mit der Natur in andere Zeiten versetzen. In diesem Dorf finden Workshops und mit der Vorgeschichte und Kultur in Verbindung stehende Aktivitäten statt. www.eracultura.com
Dolmen. Facinas
Hinkelstein. Facinas
Höhlen von Bacinete
Die Megalithkunst, das erste Beispiel für die Monumentalarchitektur, die uns die vorgeschichtlichen Gesellschaften überlassen haben, ist mit Darstellungen wie den Dolmen und dem Hinkelstein von Facinas (Tarifa), dem Dolmen-Ensemble von Alberite (Villamartín) und dem sich vor der Finca El Charcón befindlichen Dolmen des Riesen (Dolmen del Gigante - El Gastor) in der Provinz Cádiz ebenfalls umfassend vertreten. Aber ihr architektonisches Juwel ist das megalithische Ensemble von Alcalá del Valle, die auch als El Tomillo bekannt ist.
■❚❙ Das prähistorische Cádiz Beim Interpretationszentrum „Das prähistorische Cádiz” beginnen vier Routen durch die Provinz: Die Route der prähistorischen La Janda, die Route der Straße von Gibraltar, die Route der Gebirgskette und die Route der Bucht von Cádiz. www.centroprehistoricobenalup.com
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01.3 Das tausendjährige Gadir Die Suche nach Metallen brachte die aus dem Nahen Osten kommenden phönizischen Seeleute bis zu einigen Inseln des Atlantiks, den Gadeirai, gegenüber der iberischen Küste, wo sie ihre größte Handelsbasis in Europa errichteten: Gadir, die älteste Stadt des Okzidents. Die aus Tiro an der Mittelmeerküste des Libanon kommenden Phönizier waren ein Volk, das sich ausschließlich dem Seehandel widmete. Sie waren die wichtigsten Metalllieferanten und transportierten die Metalle aus Westeuropa, um sie an die asiatischen Großmächte zu verkaufen. Und auf der Suche nach diesem wertvollen Rohstoff kamen sie bis zu den Küsten von Cádiz und gründeten zahlreiche Kolonien, die sich vom Campo de Gibraltar bis zur Mündung des Flusses Guadalquivir ausbreiteten. Es ist die Gründung von Gadir (das derzeitige Cádiz) hervorzuheben, das laut dem römischen Historiker Veleyo Patérculo im Jahr 1104 v.C. gegründet wurde. Diese Referenz war sehr umstritten, gewinnt jedoch aufgrund von kürzlichen archäologischen Funden in Cádiz an Glaubwürdigkeit, wo urbane Strukturen aufgetaucht sind, die mindestens aus dem 9. Jh.v.C. datieren. Für die Gründung ihrer Kolonien suchten sich die Phönizier stets kleine Inseln oder nahe der Küste gelegene Halbinseln aus, die relativ einfache Verteidigungsbedingungen und einfachen Zugang zu mit kleinen Boten befahrbaren Flüssen boten. Somit war Gadir aufgrund seiner speziellen Geografie, einer aus drei Inseln bestehenden Inselgruppe, ideal: „Las Gadeirai”. Eritheia und Kothinoussa, die beiden am westlichsten gelegenen Inseln, waren durch einen Tombolo (Dünenstreifen) verbunden, und die dritte Insel im Osten war Antipolis. Dieser natürliche Hafen mit außerordentlichen Qualitäten für die Seefahrt verfügte zudem über eine strategische Lage nahe der Flussmündung des Guadalquivir, die die Kontaktstelle mit den reichen Bergbauzonen von Huelva und Sierra Morena war, der möglichen Enklave der tartessischen Zivilisation, mit der die Phönizier intensive Handelsbeziehungen sowie kulturelle Beziehungen hatten.
Die Gadeirai-Inseln. Phönizische Epoche
9 Ein Spaziergang durch die Geschichte. Das tausendjährige Gadir
Festung von Sancti Petri
Bezüglich des Aussehens der Stadt wissen wir, dass es Tempel gab, die der Göttin Astarte, dem Gott Baal-Hammon und Melkart, dem wichtigsten Gott von Tiro, gewidmet waren. Der letzterem gewidmete Tempel befand sich auf der kleinen Insel von Sancti Petri, und seine Bedeutung reichte weit über den strikt religiösen Bereich hinaus, weil er eine sehr wichtige wirtschaftliche Rolle spielte. Der Gott, Schirmherr der See –und Handelsleute, garantierte den Wert der Handelsabkommen, die im heiligen Bereich des Tempels geschlossen wurden, und als Gegenleistung erhielt er Darbringungen, die dem Heiligtum einen unermesslichen Reichtum bescherten. Man sagt, dass Hannibal, als er ein Kind war, im Inneren dieses Tempels vor seinem Vater Hamilcar Barca Rom ewigen Hass schwörte und dass sich Julio Cäsar bei der sich dort befindlichen Statue von Alexander dem Großen darüber beklagte, in dessen Alter nicht dieselben Heldentaten begangen zu haben wie der mazedonische Eroberer.
Hercules Gaditanus in Bronze. Museum von Cádiz
Phönizische Fundstätte Gadir
Wie auch bei anderen phönizischen Standorten in der Bucht von Cádiz soll auch Gadir Stadtmauern, Türme und monumentale Tore gehabt haben. Die Wirtschaft dieser belebten Stadt stützte sich auf den Handel sowie den Thunfischfang, und es wurden bedeutende Industrien geschaffen, die sich dem Pökeln und der Kunst des Fischfangs mit Tonnaren (Thunreusen) in Enklaven wie Barbate widmeten, von wo eine Soße aus Fischeingeweiden, das berühmte Garum, exportiert wurde, das die Römer gierig für ihr Reich anforderten und das heutzugage erneut für die Haute Cuisine hergestellt wird.
10 Ein Spaziergang durch die Geschichte. Das tausendjährige Gadir
Wussten êê Sie..? Die Phönizier, die nur von den Griechen so genannt wurden, waren in Wirklichkeit die Kanaaiter oder Kanaanäer, deren Name „die roten Männer” bedeutet, weil sie ihre gesamte Kleidung in dieser Farbe mit einer Tinte färbten, die sie von einem Schalentier (Herkuleskeule) gewannen. Sich in dieser Farbe zu kleiden, war das Exklusivste und Teuerste und nur für höchste Priester und Herrscher vorgesehen.
Phönizische Sarkophage
Unter den archäologischen Resten dieser Epoche (siehe Die phönizische Route, Seite 27) die bis heute aufgetaucht sind, stechen in der Stadt Cádiz die phönizische Fundstätte Gadir hervor, die sich unter dem Puppentheater der Tante Norica (Títeres de la Tia Norica) befindet und dem Publikum den Verlauf von zwei Straßen und acht Wohnungen zeigt, die aus dem 9. Jh.v.C. datieren, sowie einige menschliche Überreste von Phöniziern aus dem 6. Jh.v.C., die beiden anthropomorphen Sarkophage, die im Museum von Cádiz aufbewahrt werden und einzigartig im mediterranen Westen sind, und die Reste eines phönizischen Grabmals, die bei dem archäologischen Fund Casa del Obispo (derzeit geschlossen) unter dem ehemaligen Bischofspalast aufgefunden worden. In der Provinz kann man auch Reste von Stadtmauern, Begräbnisstätten und Wohnungen aus den 8. und 3. Jh.v.C. an der Fundstätte Doña Blanca in El Puerto de Santa María besichtigen.
■❚❙ Eine filmreife Entdeckung Die wertvollen phönizischen Sarkophage tauchten in Cádiz mit einem Unterschied von fast einem Jahrhundert auf. 1887 wurde der männliche Sarkophag aufgefunden, aber der weibliche, der aufgrund seiner Feinheit und Zierlichkeit noch beeindruckender ist, wurde erst 1980 aufgefunden. Und er befand sich genau unter der Wohnung, in der Herr Pelayo Quintero wohnte, der viele Jahre der Leiter des Museums von Cádiz war, ein großer Gelehrter, Forscher und Ausgraber der römischen Begräbnisstätte, der 1946 mit der Überzeugung starb, dass es in der Stadt einen weiblichen Sarkophag geben muss, ohne zu wissen, dass sich dieser genau unter seinem Haus befand.
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01.4 Die römische Anwesenheit Nach Ausgang des zweiten punischen Kriegs Ende des 3. Jh.v.C., ging die Stadt Gadir von den Karthagern in die Hände von Rom über, und somit begann eine sehr gedeihliche Epoche für das gesamte Gebiet von Cádiz, das dem römischen Reich Produkte wie Weine, Öle und gepökelten Fisch lieferte. Rom führte die territoriale Organisation und Steuern ein, beutete die Minenund Fischereiressourcen des Gebiets systematisch aus und schuf ein bedeutendes Kommunikationsnetz, die Römerstraßen, die den Transport und Handel begünstigten. In Gades (Cádiz) begann die Via Augusta, die entlang der levantinischen Küste bis nach Rom führte. Ebenso begann in Cádiz unter Verknüpfung mit Hispalis (Sevilla) die Vía de la Plata, die die Provinz Baetica mit der Gallaecia verband und die wichtigste Route des Zinns und heutzutage einer der Pilgerwege nach Santiago de Compostela ist. Die römische Herrschaft vervielfachte zudem die Anzahl von Ortschaften in der Provinz mit komplexen Wohngebieten, in denen sich die Bauten und öffentlichen Gebäude (Sammelbecken und Aquädukte, Abwässerkanäle, Tempel, Thermen und Theater) mit anderen Bauten industrieller Art wie Fischereifabriken und Beerdigungsbetriebe (Begräbnisstätten) abwechselten. Im Landesinneren stechen die Ansiedlungen (siehe Die römische Route, Seite 30) Asido Caesarina (derzeitiges Medina Sidonia), Carissa Aurelia (Espera), Iptuci (Prado del Rey), Sierra de Aznar (Arcos de la Frontera) oder Ocuri (Ubrique) hervor. An der Küste von Cádiz, in der Bucht von Cádiz und an der Straße von Gibraltar nahm die Kolonisation mit einer Reihe von Städten zu, die sich der Handels-, Seefahrts- und Fischereitätigkeit widmeten. Es stechen die Ruinen der römischen Stadt Carteia in San Roque oder die Fundstätte der Mesa del Esparragal (Alcalá de los Gazules), wo die Bronce de Lascuta aufgefunden wurde, die älteste römische Inschrift von Spanien, die im Louvre Museum in Paris ausgestellt wird.
Baelo Claudia.
12 Ein Spaziergang durch die Geschichte. Die römische Anwesenheit.
Am Strand von Bolonia in Tarifa befindet sich Baelo Claudia, eine Ende des 2. Jh.v.C. gegründete römische Stadt. Mit einer auf dem Fischfang und der Mandelproduktion basierenden Wirtschaft liegt ihre Sehenswürdigkeit in einer derart vollständigen Vision des römischen Städtebaus, den man bei ihrer Besichtigung gut erkennen kann. Hier kann man Überreste der Stadtmauer, von Straßen und Wohnungen, der Basilika, des Forums und der Plaza de las Flores. Cádiz. Fischpökelfabrik sowie der Fabrik für die Herstellung des berühmten Garum besichtigen, Produkte, die diese Stadt im gesamten römischen Reich berühmt machten. Dieses Andenken an die Romanisierung zeigt sich besonders lebendig in der Stadt Cádiz, die die Wiege der Mutter des Kaisers Hadrian und des berühmten Agrarwissenschaftlers Junio Moderato Columela war, dessen Statue der Römer ist, die sich am Springbrunnen der Plaza de las Flores befindet. Nach den Auseinandersetzungen zwischen Pompeius und Cäsar um die Macht in Rom erlebte das römische Gades eine Epoche der maximalen Blütezeit. Die Bürger von Cádiz ergriffen Partei für Cäsar, der Pompeius in Munda besiegte. Als Dank erteilte Julio Cäsar Gades das römische Bürgertum und nannte es Augusta Urbs Julia Gaditana. In den Texten der klassischen Literatur aus der Zeit des römischen Reiches fehlen nicht die häufigen Hinweise auf den Tempel von Herkules in Cádiz und seine geübten Tänzerinnen (die berümten Puellae Gaditanae).
Mausoleum von Ocuri
■❚❙ Die BetischRömische Route Die Städte Cádiz und Tarifa gehören gemeinsam mit zwölf weiteren Städten der Provinzen Sevilla und Córdoba zu der Betisch-Römischen Route, eine Reiseroute, die durch die südlichste Provinz des römischen Hispaniens verläuft und Gebiete umfasst, die die ehemalige Via Augusta durchquerte. www.beticaromana. org
Wussten êê Sie..? Die Stadt Cádiz verfügt über eine faszinierende unterirdische Struktur, wo die Höhle-Katakomben von Beaterio (können besichtigt werden) und die Höhlen von Maria Mocos hervorstechen.
Römisches Theater. Cádiz.
13 Ein Spaziergang durch die Geschichte. Die römische Anwesenheit
Carteia.
Das römische Gades behielt seine blühende Handelstätigkeit während der ersten Jahrhunderte des römischen Reichs bei und kam zu 50.000 Einwohnern. Als wichtigste Überreste bleiben uns im Stadtviertel El Pópulo das Römische Theater (1. Jh.v.C.), das nach dem Theater von Pompeius in Rom das zweitgrößte des gesamten römischen Reichs ist; die Fischpökelfabrik auf dem Grundstück Reste der Römerstraße. des ehemaligen Teatro Andalucía; Medina Sidonia. die Überreste von Gebäuden an der Fundstätte am Bischofshaus (Casa del Obispo); die römischen Urnenhallen außerhalb der Stadt (das einzige Zeugnis der Begräbnisstätte, das besichtigt werden kann) und einige Stücke des röhrenförmigen Aquädukts aus Muschelstein, das das Süßwasser von der Quelle von Tempul in die Stadt brachte.
■❚❙ Reservierte Plätze im Kolosseum 1939 fand man im Amphitheater Flavio in Rom (das Kolosseum) zwei Inschriften mit dem Wort Gaditanorum, die zu bestätigen scheinen, dass die römischen Bürger von Gades Plätze in den Sitzreihen „reserviert” hatten. Forscher der Universität Cádiz, die hierfür zur Untersuchung in die italienische Hauptstadt reisten, machten auf die Rarität hiervon aufmerksam, weil es bis jetzt den Anschein hatte, dass das Privileg, exklusive Plätze zu haben, nur Priestern und Richtern vorbehalten war. Diese Tatsache würde die Bedeutung von Gades unter den Städten bestätigen, die das Römische Reich vor allem in der Epoche von Cäsar Augustus und der Familie der Cornelius Balbos bildeten. Die Inschriften können derzeit im Kolosseum in einem Bereich des Amphitheaters angesehen werden, welcher restauriert worden ist und besichtigt werden kann.
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01.5 Ein Land der Grenzen Die muslimische Anwesenheit, die vom 8. Jh. bis Ende des 15. Jh. mit der Vertreibung der Mauren reichte, hinterließ tiefe Spuren in der Provinz, was noch am Grundriss ihrer Dörfer und Städte, ihren zahlreichen Burgen und bei Gebäuden von großem künstlerischen Wert zu erkennen ist.
Kirche Iglesia de la O. Sanlúcar de Barrameda
Festung (Alcázar) von Jerez de la Frontera
Wussten êê Sie..? Der älteste westgotische Tempel Andalusiens ist die Kapelle der Martürer (Ermita de los Mártires) und befindet sich in Medina Sidonia.
Im Jahr 711 gingen die Truppen von Tarik in der Bucht von Algeciras an Land, und nachdem sie den Westgotenkönig Roderich in der Schlacht von Guadalete besiegt hatten, begannen sie mit der Eroberung der iberischen Halbinsel. Aus der Stadt Cádiz (Qadis) wurde ein einfacher Militärplatz mit einer Festung und einer Moschee, und sie unterstand der territorialen Begrenzung von Sidonia, deren Hauptstadtrolle sich in Jerez de la Frontera befand. In dieser Ortschaft befindet sich das wichtigste islamische Gebäude des gesamten Gebiets von Cádiz: die Burg im Almohaden-Stil, in deren Inneren sich die Moschee (mit ihrem Innenhof für die rituellen Waschungen, der Gebetsnische und dem Minarett) und die arabischen Bäder sowie der Olivengarten befinden. Die Kultur in al-Andalus war äußerst städtisch, weshalb es sein gesamtes Bau- und Kunstwissen den andalusischen Städten widmete. Viele von ihnen waren mit Stadtmauern umgeben – wie es uns die archäologischen Reste der mittelalterlichen Stadtmauern aus der Epoche der Meriniden in Algeciras zeigen –, und die meisten mit Türmen und Toren, unter denen die massige Gestalt der Burg und der Festung herausragte. Innerhalb der Mauern befand sich die Medina (Stadtkern), wo sich die Moschee, Souks (Basare), Warenmärkte, die Alcaicería (Markt) und die Bäder befanden. Die Dörfer der Sierra de Cádiz sind ein wunderbares Beispiel für den andalusischen Städtebau mit ihren engen und verwinkelten Straßen, die zu den weißgetünchten Häusern führen. Die Militärbauten der Provinz (siehe die Route Burgen und Festungen, Seite 35) breiteten sich in dieser Zeit der Schlachten zwischen Muslimen und Christen immer mehr aus. So trifft man im Landesinneren neben den in die städtebaulichen
15 Ein Spaziergang durch die Geschichte. Ein Land der Grenzen
Ensembles perfekt integrierten mittelalterlichen Festungen wie in Tarifa oder Castellar immer wieder auf einsame Burgen und Türme in strategisch günstiger Lage auf Felshügeln, von denen man die Gefahr erspähen konnte, wie es bei Zahara de la Sierra und Olvera der Fall ist.
■❚❙ Das Vermächtnis von al-Andalus Die Route der Almoraviden und Almohaden, eine der Routen des Vermächtnisses von al-Andalus, die vom Europrat die Auszeichnung „Großer Kulturweg” erhielten, verläuft durch die Provinz Cádiz. www.legadoandalusi.es
Andererseits trifft man an der Atlantikküste an derselben Flussmündung des Guadalquivirs bis zur Festung von Gibraltar auf Wachtürme, Wälle und Burgen des Küstensaums, die angesichts des Risikos von Invasionen über das Meer der ständigen Überwachung dienten: Die Burg Castillo de Guzmán el Bueno in Tarifa, die Burg Castillo de San Marcos in El Puerto de Santa María und die Burg Castillo de Luna in Rota. An strategischen Orten gelegen, nutzte die christliche Rückeroberung (la Reconquista cristiana) einen Teil dieser Verteidigungen erneut, indem sie dieselben den neuen Anforderungen anpasste oder neue erbaute. Es war unter der Herrschaft von Alfons X. „der Weise” nach der Rückeroberung (Reconquista) von Cádiz im Jahr 1262, als das Gebiet zum Königreich Kastilien überging, sich stabilisierte und erneut von vor allem aus Kantabrien stammend en Ansiedlern bevölkert wurde. In künstlerischer Hinsicht brachte die christliche Reconquista den gotischen Stil mit sich, in welchem beeindruckende Kirchen in Städten wie z.B. Jerez de la Frontera mit wertvollen Werken wie die Jakobskirche (Iglesia de Santiago), in der sich ein Bildnis von der Verhaftung Jesus befindet, das La Roldana (Luisa Ingacia Roldán Villavicencio) zugeschrieben wird, die Klosterkirche von Santo Domingo, die Kirchen St. Michael (Iglesia de San Miguel), St. Matthäus (Iglesia de San Mateo) oder St. Markus (Iglesia de San Marcos). Hervorzuheben sind unter vielen anderen die gotischen Kirchen St. Marien (Iglesia de Santa María) und St. Petrus (Iglesia de San Pedro) in Arcos de la Frontera, die Kirche des Göttlichen Erlösers (Iglesia del Divino Salvador) in Vejer, die kleinere Basilika „Unsere Liebe Frau der Wunder” (Basílica menor de Nuestra Señora de los Milagros) in El Puerto de Santa María und die Kirche Santa María La Mayor La Coronada in Medina Sidonia. Dieser Stil existierte neben der beginnenden Renaissance und dem Mudéjar 1 mit großartigen Beispielen wie die Kirche Nuestra Señora de la O in Sanlúcar und St. Dionysius (San Dionisio) in Jerez. 1. Baustil der Araber in christlichem Territorium Spaniens.
St.-Markus-Burg (Castillo de San Marcos). El Puerto de Santa María
Festung (Alcázar) von Jerez de la Frontera
16 Nombre capítulo y sección
01.6 Puerto de indias Indias PUerto Bei der Entdeckung Amerikas erreichten die Reichtümer aus der Neuen Welt die Bucht von Cádiz. Ein wirtschaftlicher und kultureller Wohlstand, der sich in der Erbauung von bedeutenden religiösen und zivilen Monumenten widerspiegelte. In der Provinz von Cádiz gibt es sichtbare Spuren der Amerikafahrten (Carrera de Indias) infolge ihrer Tätigkeit seit den ersten Momenten der Entdeckung Amerikas (siehe Kathedrale von Jerez de la Frontera Die amerikanische Route, Seite 41). Wenn auch die erste Reise von Kolumbus 1942 an den Küsten von Huelva begann, so startete der Admiral aus Genua seine zweite Reise in Cádiz, die dritte Reise in Sanlúcar de Barrameda (dieser Hafen wurde auch von Magellan und Juan Sebastián Elcano für ihre Weltreise ausgewählt) und die vierte Überfahrt erneut in Cádiz. Der Handel mit Amerika fand seit 1500 zentral im Handelshaus (Casa de Contratación) von Sevilla statt, aber die Beschiffbarkeit des Guadalquivir erschwerte die Geschäftsentwicklung, was bewirkte, dass sie 1717 von Cádiz nach Sevilla verlegt wurde, das den gesamten Handelsmonopol mit Amerika erhielt.
■❚❙ Cádiz, „das kleine Havanna” Es heißt in einem Lied, das Carlos Cano sang, „Havanna ist Cádiz mit mehr Negerchen, Cádiz ist Havanna mit mehr Grazie…”. Es gibt nämlich viele Ähnlichkeiten zwischen diesen beiden Städten, die parallel an beiden Küsten des Ozeans gewachsen sind. Ein Spaziergang an der Strandpromenade von Cádiz von La Caleta bis zum Campo del Sur, ruft dem Besucher das Bild der Strandpromenade in Havanna ins Gedächtnis. Auch die Festungen, die die Einfahrt in die kubanische Bucht abschirmten, und diejenigen, die die Stadt auf der spanischen Halbinsel gegenüber dem englischen Korsar Drake verteidigten, ähneln sich. Ganz zu schweigen von den Fassaden beider Kathedralen und den malerischen Stadtkernen mit engen Straßen und Salzgeruch.
17 Ein Spaziergang durch die Geschichte. Puerto de Indias
In der Stadt Cádiz siedelten sich nach der Rückeroberung zahlreiche ausländische mittelständische Bürger an, die vor allem aus Genua kamen und eine große Handelsvision hatten. Ihnen schlossen sich Engländer, Flamen und Franzosen an, die sich vom amerikanischen Handel und Export der berühmten Weine der Region, den Weinen aus Jerez de la Frontera, angezogen fühlten. Diese kosmopolitische Atmosphäre verlieh der Stadt diesen offenen Charakter, der die Akzeptanz der Illustration ermöglichte und die Stadt an die Spitze der wissenschaftlichen Fortschritte und liberalen politischen Ideen positionierte. Aber dieser Wohlstand wurde durch die häufigen Piratenangriffe getrübt, was zur Folge hatte, dass die Verteidigung am gesammten Küstensaum mit Türmen, Wällen und ummauerten Bereichen wie bei der Stadt Cádiz selbst für das durch den französichen Militäringenieur Vauban ersonnene Verteidigungssystem der Kreuzfeuer verstärkt wurde. Die florierende Wirtschaft vom 16. bis 18. Jh. spiegelte sich in der Erbauung von bedeutenden Monumenten wider wie die Kathedralen von Cádiz (mit kolonialem Flair) und Jerez de la Frontera sowie die Kartause Santa María de la Defensión in Jerez, eine harmonische Struktur, wo sich Flamboyant, spanische (silbrige) Renaissance und Barock in besonders attraktiven Bereichen wie dem Eingangsportal, der Kapelle Santa María de la Defensión, dem Arrayanen-Patio, der Kapelle Capilla de los Caminantes,
Ansicht der Kathedrale von Cádiz
Palast-Haus Casa Lasquetty. Cádiz.
Kartause in Jerez
18 Ein Spaziergang durch die Geschichte. Puerto de Indias
dem Kreuzgang Claustro de los legos oder dem sogenannten Jasmin-Patio (Patio de los jazmines) vereinen. Die meisen Kirchen und Kloster in Cádiz sind aus dieser Epoche. Im zivilen Bereich sind die Paläste und Herrenhäuser hervorzuheben, die ein grundlegender Bestandteil des Erscheinungsbilds dieser Städte sind. Besonders bedeutend sind diejenigen in Cádiz mit ihren typischen Aussichtstürmen, von denen die Handelsleute die Schiffe sichten konnten, die aus Amerika kommend im Hafen einliefen: Das Haus des Admirals (la casa del Almirante) und die Häuser der vier und fünf Türme (las casas de las Cuatro y Cinco Torres). In der Provinz sind ebenfalls das Haus Casa de Vizarrón in El Puerto de Santa María, das Haus des Marquis von Arizón (la casa del Marqués de Arizón), der Palast der Herzöge von Medina Sidonia (Palacio de los Duques de Medina Sidonia) in Sanlúcar de Barrameda und der Palast Bertemati (Palacio Bertemati) in Jerez de la Frontera hervorzuheben
Palast-Haus/Hotel des Marquis von Arizón. Sanlúcar de Barrameda
Wussten êê Sie..? Am 01. November 1755 retteten ihre Stadtmauern die Stadt Cádiz vor einem Tsunami, der von einem Erdbeben herrührte, das die portugiesische Stadt Lissabon vollständig zerstörte.
Palast der Herzöge von Medina Sidonia. Sanlúcar de Barrameda
■❚❙ Die erste Weltumsegelung Am 20. September 1519 verließ eine Flotte mit fünf Schiffen den Hafen von Sanlúcar in Richtung der Kanarischen Inseln. Unter Führung des Kapitäns Ferdinand Magellan (Fernando de Magallanes) begann die erste Etappe einer Reise, bei der zum ersten Mal eine Umsegelung des Erdballs durchgeführt wurde. Die Flotte setzte sich aus fünf Karavellen und 265 Personen verschiedener Nationalitäten zusammen. Das Abenteuer dauerte drei Jahre, und am 06. September 1522 lief das einzig verbliebene Schiff unter Führung von Juan Sebastián Elcano, die „Victoria”, mit nur 18 Besatzungsmitgliedern im Hafen von Sanlúcar ein.
19 Nombre capítulo y sección
01.7
Das liberale und und illustrierte Cádiz Die Provinz Cádiz spielte eine entscheidende Rolle bei den großen politischen und kulturellen Bewegungen des 19. Jh., indem sie neue Ideen beisteuerte, die Anlass zu einer liberalen und demokratischen Öffnung gaben, welche in die Verfassung von 1812 aufgenommen wurde. Der in der Provinz Cádiz vom Monopol des Handels mit Amerika herrührende wirtschaftliche und kulturelle Wohlstand des 18. Jh. weichte einem neuen turbulenten Jahrhundert, das mit der Schlacht von Trafalgar im Jahr 1805, die den Beginn des Endes des spanischen Kolonialreichs einleitete, und mit dem Unabhängigkeitskrieg (1810) mit der Belagerung durch die napoleonischen Truppen begann, die eine fast vollständige Besetzung des spanischen Gebiets erlangten, bis ihr Vordringen gegenüber der Verteidigung der Insel Isla de León (San Fernando) aufgehalten wurde. Während der kriegerischen Auseinandersetzungen berief die Oberste Zentraljunta (Junta Suprema Central) das Parlament ein, und angesichts des ungünstigen Kriegsverlaufs beschlossen sie, in Cádiz Unterschlupf zu suchen, der einzigen Stadt, die gemeinsam mit San Fernando nicht durch das napoleonische Heer besetzt war. Das Oratorium San Felipe Neri war Zeuge der hitzigen Debatten der zweihundert Abgeordneten, die nach 1400 Sitzungen die etwas liberale Verfassung von 1812 erstellten, welche den Spitznamen „La Pepa” erhielt, weil sie am 19. März, dem Tag des heiligen Josefs (San José), das Licht der Welt erblickte. In den Nebengebäuden des Oratoriums befindet sich sowohl das Museum des Parlaments als auch des Interpreta-
Panoramabild von San Fernando
Oratorium San Felipe Neri. Cádiz
Wussten êê Sie..? Der berühmte Trocadero-Platz in Paris, von wo man einen berühmten Ausblick auf den Eiffelturm hat, ist seit 1823 unter diesem Namen aufgrund der Schlacht bekannt, die zwischen spanischen und französischen Truppen auf der sich in der Bucht von Cádiz befindlichen Insel Isla del Trocadero (Puerto Real) stattfand.
20 Ein Spaziergang durch die Geschichte. Das liberale und illustrierte Cádiz
■❚❙ Die andalusischen Banditen (Bandoleros) in der Sierra de Cádiz Obwohl der berühmte José María el Trempanillo in der Provinz Córdoba geboren wurde, unternahm er in der Gegend von Cádiz viele Streifzüge: Einer seiner Söhne wurde in Torre Alháquime geboren, und in El Gastor gibt es ein Museum in dem Haus, wo seine Freundin wohnte und er längere Zeit lebte.
Wussten êê Sie..? Die Ortschaften San Roque, Los Barrios und La Línea de la Concepción wurden von den Einwohnern Gibraltars gegründet, die den Felsen nach der englischen Eroberung im Jahr 1704 verlassen mussten und sich in der Umgebung der ehemaligen Kapelle von San Roque niederließen.
San Roque.
tions - zentrum La Pepa 2012 (siehe Die Route der Verfassung von 1812, Seite 44). Jene Magna Carta hatte eine große externe Wirkung. Das Modell diente anderen europäischen und amerikanischen Ländern und wurde ins Englische, Französische, Deutsche, Portugiesische und Italienische übersetzt. Wir trafen auf ein kosmopolitisches Cádiz, wo sich die Elite und das Modernste der spanischen und europäischen Gesellschaft von damals ein Stelldichein gab, wo verschiedene Gesprächsrunden der Literaturszene stattfanden, zahlreiche Zeitungen herausgegeben wurden und wo große Schriftsteller und Intellektuelle lebten: Adolfo de Castro, Joaquín de Mora, Eduardo Benot, Emilio Castelar, Fernán Caballero u.a. Das 19. Jh. ist auch das Jahrhundert der Romantik, der europäischen Reisenden, die sich von der Exotik und Atmosphäre Andalusiens angezogen fühlten. Cádiz, das bereits im 18. Jh. als eine der schönsten Städte Europas angesehen wurde, die Umgebung von Jerez, Sanlúcar, Gibraltar oder die Gebirgslandschaft von Cádiz verwandelten sich oft in Ziele von vornehmen Abenteurern, und viele von ihnen brachten die Eindrücke zu Papier, die ihre Reise in unsere Gegend bei ihnen hinterließ: der Hispanist Richard Ford, Alexandre Dumas (der u.a. das Buch Von Paris nach Cádiz schrieb) oder der englische Dichter Lord Byron, der Cádiz als „die schönste und sauberste Stadt Europas” beschrieb und die Frauen dieser Region lobte: „Die hübschen Frauen aus Cádiz”.
21 Nombre capítulo y sección
02
Kulturelle Routen
22 Kulturelle Routen. Nombre capítulo y sección
02.1
Mythologische Route Cádiz ist ein altes Land voller Mythen und Legenden, Treffpunkt unterschiedlicher Kulturen und Zivilisationen, die im Verlauf der Jahrhunderte Spuren in der Geschichte der Menschheit hinterlassen haben. Die Route verläuft durch die geheimnisvolle Geografie von Cádiz, deren Mittelpunkt Herakles-Herkules ist. Wir beginnen unsere Route in der Ortschaft Sanlúcar de Barrameda, deren Gründung mit der Existenz eines Tempels in Verbindung zu stehen scheint, welcher der Göttin Astarte gewidmet war, die mit ihrem planetarischen Licht die Seereisenden orientierte und schützte.
Geführte Besichtigung der Burg von Sancti Petri
Hier befindet sich das Interpretationszentrum des mythologischen Cádiz (Centro de Interpretación del Cádiz Mitológico), dessen Ausstellung in drei Themenbereichen organisiert wird. Der erste Themenbereich ist dem „Heiligem Land” (Territorio Sagrado) mit Hinwiesen auf das Königreich Tartessos gewidmet. Der zweite Themenbereich befasst sich mit der „Muttergöttin” (Diosa Madre). Der letzte Themenbereich konzentriert sich auf das, was in der Umgebung von Cádiz seit der phönizischen Epoche als heiliger Ort par excellence angesehen wird: Der „Tempel des Herkules”, der sich nahe der derzeitigen kleinen Insel von Sancti Petri im Gemeindebezirk San Fer-
Interpretationszentrum des mythologischen Cádiz. Sanlúcar de Barrameda.
23 Kulturelle Routen. Mythologische Route
nando befinden musste. Heutzutage beherbergt er eine kürzlich restaurierte Burg aus dem 18. Jh. Man kann sich dieser Insel in einer angenehmen Schiffsrundfahrt nähern, die im Sporthafen des ehemaligen Fischerdorfs Sancti Petri beginnt. Die phönizische Expedition, die im Jahr 1100 v.C. Gadir gründete, errichtete den östlichen Teil derselben auf der damaligen Insel Kotinoussa, ein Melkart gewidmetes Heiligtum, das sich in eines der bedeutendsten Orakel der Antike verwandelte. Laut dem lateinischen Historiker Pomponius Mela waren unter dem Tempel die Reste von Herkules begraben, und der Untergrund beherbergte außerdem noch andere mytholgische Überreste wie den Gürtel des Teucros oder den Baum des Pygmalion. Es war in der Epoche von Trajan, als der Tempel seine höchste Blütezeit erlangte, und im Museum von Cádiz werden einige wertvolle Reste aus dieser Epoche wie die Büste des Kaisers aus Bronze vom Ende des 1. Jh. oder Anfang des 2. Jh. ausgestellt. Im Verlauf der Zeit verschmolz der Phönizier Melkart mit dem Griechen Herakles und dem Herkules der Römer, ein Held, der bei Ausführung seiner zwölf Heldentarten die Gebirgskette des Atlas in Marokko anstieß und verursachte, dass sich der Atlantische Ozean und das Mittelmeer vereinten und Anlass zu den berühmten Herkules-Säulen gaben (eine von ihnen war laut der Legende in der Zone von Algerias und Tarifa), was heute die Straße von Gibraltar ist. Wenn Sie in Tarifa sind, dürfen Sie nicht die Gelegenheit versäumen, die legendäre Meerenge mit einem Schiff zu befahren und das herrliche Spektakel der Delfine und Wale zu genießen, die in ihrem Wasser schwimmen. In der Ortschaft gibt es mehrere Unternehmen, die diesen Service anbieten.
SEHENSWERT INTERPRETATIONSZENTRUM DER MYTHOLOGIE.
, Centro Cultural la VictoriaPlaza la Victoria - Sanlúcar de Barrameda O 956 383 810 Besichtigungen mit vorheriger Anmeldung BESICHTIGUNGEN VON SANCTI PETRI
w www.albarco.com www.espacionautico.com www.novojet.net LOGGIA, Gestión de Patrimonio Cultural, S.L. O 667 502 369 – 610 080 553
SCHIFFSRUNDFAHRT DURCH DIE STRASSE VON GIBRALTAR
w www.firmm.org www.turmares.com www.whalewatchtarifa.net www.aventuratarifa.com www.aventuramarina.org
Sichtung von Walen in der Straße von Gibraltar
Mythologische Route Sanlúcar de Barrameda: Interpretationszentrum des mythologischen Cádiz Cádiz: Museum von Cádiz San Fernando: Insel und Burg von Sancti Petri Gibraltar y Tarifa: Straße von Gibraltar und Tarifa
24 Kulturelle Routen. Nombre capítulo y sección
02.2 Das prähistorische Cádiz Wir machen einen Rundgang durch die wichtigsten Unterschlüpfe und Höhlen, an deren Wänden die prähistorischen Menschen ihre „primitive” Kunst zum Ausdruck brachten, und bewundern die megalythischen Konstruktionen, die zweifellos in gemeinsamer Anstrengung errichtet wurden, um sich in ihre letzte Ruhestätte zu verwandeln. Der Ausgangspunkt unserer Route ist das Interpretationszentrum „Prähistorisches Cádiz”, das sich in Benalup-Casas Viejas befindet und dem Besucher eine interessante Reise durch die Vorgeschichte bietet. Der Rundgang führt den Besucher im Verlauf von elf Themenbereichen zu den ersten Spuren der Menschen in der Provinz Cádiz und lädt ihn ein, zwischen den wichtigsten Enklaven und Fundstätten spazierenzugehen. Der Museumsvortrag stützt sich auf interaktive, audiovisuelle Attraktivitäten, ökologische Rekreationen, Nachbauten und Spezialeffekte wie ein Pepper‘s Ghost, die eine reale und nahestehende Atmosphäre schaffen. In der Ortschaft Benalup und in der Umgebung der Lagune Laguna de la Janda können wir sowohl das Dolmen-Ensemble von Celemin (Erholungsgebiet Pantano Celemín) als auch die Unterschlüpfe des Tajo de las Figuras antreffen, was uns bestätigt, dass wir innerhalb eines heiligen Orts sind. Unter den im Inneren dieses Unterschlupfes aufgefundenen Wandmalereien kann man perfekt verschiedene Vögel unterscheiden (Flamingos, Großtappen, Enten, Schwäne…), Hirsche, Ziegenherden, Hunde und verschiedene menschliche Figuren in Tanz- oder Jagdhaltung.
Unterschlupf von La Laja Alta. Jimena de la Frontera.
Wir fahren mit unserer Route in Richtung der Straße von Gibraltar fort und machen in Facinas halt, einem Ortsteil von Tarifa, wo sich drei Dolmen und ein Hinkelstein befinden. Sie befinden sich am Rand der norwestlichen Berghalde der Sierra de Salaviciosa. Nahe der Bucht und der Düne von Valdevaqueros am Strand von Tarifa treffen wir auf einen Wanderweg, der als Los Algarbes-Betijuelo ausgeschildert ist und uns bis zu der Begrägnisstätte von Los Algarbes führt.
25 Kulturelle Routen. Das prähistorische Cádiz
■❚❙ VORSICHT ! Einige der Überreste der in der Provinz existierenden Höhlenmalereien befinden sich in schwer zugänglichen Gegenden, weshalb wir empfehlen, stets das nächstgelegene Tourismusinformationsbüro aufzusuchen und sich dort zu informieren, bevor Sie sich auf die Suche der Höhlenmalereien begeben (siehe Praktische Daten, Seite 87).
Dolmen-Ensemble von Alberite
Unterschlüpfe des Tajo de las Figuras
Wir lassen die Küste hinter uns, um als nächstes Ziel die Ortschaft Los Barrios und das Ensemble der Höhlenmalereien von Bacinete zu erreichen. Es ist der Hauptunterschlupf mit so erstaunlichen Szenen wie diejenige der aufgrund ihrer Größe als „Der Riese” bekannten menschlichen Figur hervorzuheben. Das Grundstück ist privat, und man braucht die Genehmigung des Eigentümers. Die archäologische Route bringt uns jetzt nach Jimena de la Frontera und den Unterschlupf von La Laja Alta. Das Ensemble präsentiert ein breites Sortiment von tematischen Motiven, aber seine große Popularität verdankt es seiner originellen Schiffsszene, die sich aus sieben Schiffen zusammensetzt. Der Eingang zu diesem Unterschlupf ist durch ein Gitter geschützt.
Das prähistorische Cádiz route Benalup-Casas Viejas: Interpretationszentrum „Prähistorisches Cádiz”. Unterschlüpfe des Tajo und von Las Figuras Dolmen von Celemín. Facinas: Dolmen und Hinkelstein von Facinas. Tarifa: Begräbnisstätte von Los Algarbes. Los Barrios: Ensemble der Höhlenmalereien von Bacinete. Jimena de la Frontera: Unterschlupf von La Laja Alta. Llanos de Villamartín: Dolmen-Ensemble von Alberite. Puerto Serrano: Begräbnisstätte von Fuente de Ramos. El Gastor: Dolmen von El Charcón. Alcalá del Valle: Dolmen „Dólmenes de Tomillo”.
26 Kulturelle Routen. Das prähistorische Cádiz
Interpretationszentrum „Prähistorisches Cádiz”. Benalup.
Interpretationszentrum „Prähistorisches Cádiz”.
Auf der letzten Strecke unserer prähistorischen Route geht es in die Sierra de Cádiz, wo sich die Hauptwerke der Megalithkultur der Provinz befinden. So besichtigen wir das Dolmen-Ensemble von Alberite (Llanos de Villamartín) mit einem Alter von mehr als 6000 Jahren mit einem Dolmen (Alberite I) in Form eines Stollens mit großen Dimensionen (20 Meter Länge) und einem großen Eingang. In etwa 15 km Entfernung befindet sich auf einem Hügel in der Gemeinde Puerto Serrano die Fundstätte Fuente de Ramos, eine breite Begräbnisstätte mit künstlichen Höhlen. Wir beenden unseren Rundgang mit der Besichtigung des Dolmens von El Charcón (El Gastor), der aufgrund seiner Dimensionen auch als „Grab des Riesen” bekannt ist, und des megalithischen Ensembles von Alcalá del Valle, die als Dólmenes del Tomillo bekannt sind, eine aus zwei Gräbern in Form eines Stollens aus der Kalksteinzeit und einem Hinkelstein errichtete Begräbnisstätte.
Dolmen „Dólmenes de Tomillo”. Alcalá del Valle.
SEHENSWERT Interpretationszentrum „Prähistorisches Cádiz”.
, Calle Huelva s/n. Benalup-Casas Viejas O 956 417 927 w www.centroprehistoricobenalup.com
27 Kulturelle Routen. Nombre capítulo y sección
02.3
Die phönizische Route Vor fast dreitausend Jahren ließen die aus Tyros und Sidon kommenden Schiffe die Straße von Gibraltar hinter sich und begannen eine gefährliche Seefahrt auf dem Wasser des Atlantiks. Da tauchte Gadir vor ihnen auf, das sich in eine der wichtigsten phönizischen Festungen des westlichen Mittelmeers verwandelte. Unser Ausgangspunkt kann kein anderer als die Stadt Cádiz sein, wo die Phönizier 1105 v.C. Gadir gründeten. Das außergewöhnliche Zeugnis für diesen für das Gebiet von Cádiz so blühenden historischen Zeitabschnitt ist die archäologische Fundstätte Gadir, die als die bedeutendste des westlichen Mittelmeerbeckens angesehen wird. Die Besichtigung mit einer ungefähren Dauer von 20 bis 30 Minuten findet auf einem spektakulären Glassteg statt, und der Mittelpunkt ist die Figur des Phöniziers Mattan. Bei diesem interaktiven Rundgang, der die Entwicklung der Stadt seit ihrer Gründung bis zum römischen Zeitalter zeigt, kann man die Reste der ehemaligen phönizischen Stadt sehen, und es stechen die Anordnung von Straßen, Wohnungen und Utensilien aus dem 9. Jh.v.C. hervor. Es sind insgesamt acht Wohnungen verblieben, die im Umkreis von zwei mit Lehm gepflasterten Straßen erbaut wurden, in denen man immer noch viele versteinerte Abdrücke von mehreren Rindern erkennen kann, die diese Straßen durchquerten. Außerdem werden Bauten einer Fabrik für die römische Fischmanufaktur ausgestellt.
Die phönizische Route Cádiz: Archäologische Fundstätte Gadir Archäologische Fundstätte Casa Del Obispo (Bischofshaus) Museum von Cádiz
El Puerto de Santa María: Archäologische Fundstätte Doña Blanca San Fernando: Die Insel von Sancti Petri. Tempel von Melkart und Burg.
28 Kulturelle Routen. Die phönizische Route
Museum von Cádiz
Archäologische Fundstätte Casa del Obispo
Neben der Kathedrale von Cádiz ist unser nächstes Ziel verborgen: Die archäologische Fundstätte Casa del Obispo (Bischofshaus), dessen den Zeitraum vom 8. Jh.v.C. bis 18. Jh. umfassende Überreste sich im Untergrund des ehemaligen Bischofspalast befinden. Hervorzuheben ist ein Grabmal aus der phönizischen Epoche (6. Jh.v.C.), das gemeinsam mit seinen aus dem Stein ausgegrabenen zugehörigen Elementen zu den bedeutendsten Grabstätten-Ensembles der iberischen Halbinsel und Überresten eines römischen Tempels gehört. Archäologische Fundstätte Gadir
Wussten êê Sie..? Im Juweliergeschäft Rivera in Cádiz werden exklusiv die Nachbildungen des phönizischen Rings verkauft, der im Jahr 1997 im Innereren eines geplünderten Grabs am Bischofspalast aufgefunden wurde. Er ist aus Gold mit zwei eingearbeiteten Delfinen, einem der Symbole von Gadir.
Ohne die auch als „kleine Silbertasse” (la Tacita de Plata) bekannte Stadt zu verlassen, gehen wir zu dem bekannten Platz Plaza de Mina, wo sich das Museum von Cádiz mit wertvollen archäologischen Funden der phönizischen Epoche wie Amphoren, eine Skulptur der Göttin Astarte und dem Gott Melkart gewidmete Werke aus Bronze befindet. Aber die Stars der Begräbnisüberreste in Cádiz sind zweifellos die beiden in der Stadt aufgefundenen menschenähnlichen Sarkophage, die die hellenisiertesten Merkmale aller bekannten Sarkophage haben. Der erste von ihnen, der männliche, tauchte in der als Punta de la Vaca bekannten Zone im Jahr 1887 auf und musste fast hundert Jahre (1980) warten, bis ihm seine weibliche Partnerin Gesellschaft leisten konnte. Weltweit sind nur zehn Sarkophage dieser Art aufgefunden worden, und nur drei davon sind weiblich, die sich in den Museen von Beirut, Karthago und El Louvre befinden.
■❚❙ Das Gesicht von Mattann Der Besucher kann bei der phönizischen Fundstätte Gadir das Gesicht von Mattan besichtigen, ein Phönizier, der bei einem großen Brand in der Stadt im 7. Jh.v.C. starb und von dem eine Gesichtsrekonstruktion unter Anwendung der fortgeschrittendsten digitalen und forensischen Technologie angefertigt worden ist.
29 Kulturelle Routen. Die phönizische Route
Wir fahren jetzt nach El Puerto de Santa María auf der Suche nach der Fundstätte von Doña Blanca, eine archäologische Zone, die sich auf dem Bergkamm und den Abhängen der Sierra de San Cristóbal befindet. Die Zufahrt zu dieser Zone erfolgt auf der Landstraße 201 von El Puerto de Santía María nach Jerez de la Frontera über El Portal, um weiter in Richtung dieser Ortschaft bis zum Kilometer 3.3 zu fahren. Die Ausgrabung brachte Reste von Stadtmauern, Begräbnisstätten (mit unterirdischen Grabkammern – Hypogäen – aus der Bronzezeit und Hügelgräbern mit 63 Begräbnissen) und Wohnbauten davon zutage, was seinerzeit eine Hafenstadt war, die zwischen dem 8. und 3. Jh.v.C. bewohnt war und deren wirtschaftliche Entwicklung insbesondere auf dem Handel basierte. Unsere Route endet in San Fernando, zu dessen Gemeinde die Insel oder kleine Insel von Sancti Petri gehört, die immer von einer mysteriösen Aura und Legende umgeben war. In ihrer unmittelbaren Nähe befand sich der Tempel des phönizischen Gottes Melkart, der eine grundlegende Rolle beim sozioökonomischen Zusammenhalt der phönizischen Siedlung spielte, indem er deren Handel regulierte. Das Heiligtum verfügte über ein Orakel, das von namhaften Persönlichkeiten besucht wurde, die dank ihrer Heldentaten oder ihres Adels berühmt waren, wie Hannibal oder Julius Cäsar. Derzeit steht auf der Insel ein Turm aus dem 13. Jh. und eine Burg, ein Ensemble von Gebäuden, die ab dem 16. und 18. Jh. errichtet wurden. Sie können besichtigt werden und sind nach den im Jahr 2010 abgeschlossenen Restaurierungsarbeiten in einem guten Erhaltungszustand.
Archäologische Fundstätte Doña Blanca. El Puerto de Santa María.
SEHENSWERT Archäologische Fundstätte GADIR , Calle San Miguel, 15 - Cádiz O 956 226 337 w www.turismo.cadiz.es ARCHÄOLOGISCHE FUNDSTÄTTE CASA DEL OBISPO (BISCHOFSHAUS) , Plaza Fray Félix, s/n - Cádiz O 956 264 734 w www.lacasadelobispo.com [vorübergehend geschlossen]
ARCHÄOLOGISCHE FUNDSTÄTTE DOÑA BLANCA , Ctra. del Portal, km. 3,2 El Puerto de Santa María O 856 105 058 w www.turismoelpuerto.com [Gruppen mit vorheriger Reservierung] BESICHTIGUNGEN VON SANCTI PETRI w www.albarco.com www.espacionautico.com www.novojet.net LOGGIA, Gestión de Patrimonio Cultural, S.L. Tel. 667 502 369 – 610 080 553
30 Kulturelle Routen. Nombre capítulo y sección
02.4
Die römische Route Route Im 3. Jh.v.C. fällt die Provinz Cádiz unter die Herrschaft der Römer, die bereits das Tal des Guadalquivir kontrollierten. Das bedeutete den Beginn einer florierenden wirtschaftlichen, politischen und kommerziellen Epoche. Im Verlauf dieser Route bewundern wir das umfangreiche Vermächtnis dieses Imperiums. Aufgrund der großen Anzahl der exististierenden archäologischen Überreste der römischen Epoche und ihrer Ausbreitung über die gesamte Geografie von Cádiz wird diese Route, mit der wir hier beginnen, in zwei Routen aufgeteilt (Küste und Landesinnere), was unsere Reise sehr viel bequemer und praktischer macht. Die KÜSTENROUTE bringt uns zuerst nach Cádiz, dem ehemaligen Gades, das zur Zeit der Familie Balbo eine große wirtschaftliche Bedeutung erlangte. Pökelfabrik. Cádiz.
Und es war Lucio Cornelio Balbo „der Jüngere”, der um das Jahr 70 v.C. das römische Theater im derzeitigen Stadtviertel Pópulo erbauen ließ. Die bis heute durchgeführten Ausgrabungen ermöglichen, einen Teil von dem besichtigen zu können, was einst dieses Monument war: Reste der ursprünglichen Fassade im oberen Bereich, ein Teil der halbkreisförmigen Tribünen und ein Teil der Bühnenzone sowie ein Stück der Durchgangsgalerie für die Zuschauer. Die perfekte Ergänzung zu diesem wertvollen Fund ist das Interpretationszentrum, das geschaffen wurde, um eben eine vollständige Ansicht des Theaters zu bieten. Es deckt seine Einzelheiten auf, die Ähnlichkeiten und Unterschiede hinsichtlich anderer bekannter römischer Theater, die für seinen Bau verwendeten Materialien usw. Einer der wesentlichen Inhalte dieses Interpretationszentrums sind sowohl die Modelle, die den derzeitigen Zustand des ausgegrabenen Theaters treu illustrieren, als auch das Wiedereinsetzen der verschwundenen oder noch zu entdeckenden Stücke. Ohne den Pópulo zu verlassen, können wir die an der archäologlischen Fundstätte Casa del Obispo (Bischofshaus) erhaltenen römischen Überreste besichtigen. Die Casa del Obispo diente möglicherweise als Kultstätte für die Götter Apollon, Aesculapius und Hygieia. Wenn wir durch die
31 Kulturelle Routen. Die römische Route
Straße Cuesta de Recaño im historischen Stadtkern von Cádiz gehen, treffen wir am Ort des ehemaligen Theaters Andalucía auf Überreste der römischen Konserven- und Fischfangindustrie: Eine Pökelfabrik aus dem 1. Jh.v.C., die ihre Tätigkeit bis Anfang des 4. Jh. beibehielt. In einer ihrer Zisternen wurden Kohlezeichnungen des Leuchtturms von Gades aufgefunden, die im Museum von Cádiz ausgestellt sind. Hier können wir auch weitere Funde aus dieser Epoche besichtigen, die von Baelo Claudia, Carissa Aurelia oder demselben Gades stammen. Außerhalb der Stadt (mauern), d.h. außerhalb der Puerta de Tierra, befinden sich die römischen Kolumbarien (Urnenhallen), die heutzutage das einzige Zeugnis der Begrägnisstätte ist, das man besichtigen kann, sowie die Reste des Äquadukts, das der Bewohner von Cádiz Lucio Cornelio Balbo „der Ältere” erbauen ließ, um die im 1. Jh.v.C. an der Stelle, wo sich heutzutage die Stadtviertel Santa María und El Pópolu befinden, erbaute Neapolis oder neue Stadt mit Wasser zu versorgen. Von Cádiz geht es weiter nach Bolonia, einem Ortsteil von Tarifa, wo sich das archäologische Ensemble Baelo Claudia befindet, das sich aus derselben römischen Stadt mit ihrem Besichtigungsrundgang und dem überdachten Museumsbereich zusammensetzt, der das Besucherzentrum einschließt. Baelo Claudia entstand im 2. Jh.v.C. und erreichte seine maximale Blütezeit während der Epoche des Kaisers Claudius (1. Jh.n.C.). Sein Ursprung und seine spätere Entwicklung waren eng mit den Pökelindustrien und dem Handel mit Nordafrika verbunden. Es stellt eine klare Referenz zur Kenntnisnahme des
Interpretationszentrum des Römischen Theaters. Cádiz.
Baelo Claudia.
Baelo Claudia.
Die römische Route KÜSTENROUTE: Cadiz: Cadiz. Bolonia Tarifa: Archäologisches
Ensemble von Baelo Claudia. San Roque: Carteia.
ROUTE DES LANDESINNEREN: Medina Sidonia: Asido Caesarina. Espera: Carissa Aurelia. Prado del Rey:
Iptuci und Salinen von Cabezo de Hortales. Ubrique: Ocuri. Benaocaz: Römerstraße.
32 Kulturelle Routen. Die römische Route
■❚❙ Die römischen Salinen von Iptuci Die alten Wasserlöcher, die im Umkreis von Quellen erbaut wurden und aus denen seit der Antike während des ganzen Jahres kontinuierlich Wasser mit einer Durchschnittstemperatur von 25°C und einem Salzgehalt von 28g/l austritt, bestehen weiterhin. Der Prozess der Salzernte, der vollkommen handwerklich erfolgt, findet während der beiden Sommermonate statt, in denen mehr als 300 Tonnen geerntet werden.
römischen Städtebaus dar, weil hier alle repräsentativen Elemente einer römischen Stadt erhalten geblieben sind: Das Forum, die Tempel des Kapitols, Tempel orientalischer Art wie derjenige, der Isis gewidmet ist, die Basilika, Verwaltungsgebäude wie die Kurie oder das Gemeindearchiv, der Markt, Thermen, die Industriezone, eine vollständige Stadtmauer mit ihren Haupttoren, Straßen, Aquädukte sowie ein Theater, in dem derzeit im Sommer klassische Theaterstücke aufgeführt werden.
Diese erste Küstenroute endet in der Ortschaft San Roque, in deren Gemeinde sich die archäologische Enklave Carteia befindet. Phönizischen Ursprungs und auf der ehemaligen punischen Stadt ruhend, erteilte ihr Rom im Jahr 171 v.C. den Titel Colonia Libertinorum Carteia, und sie verwandelt sich somit in die erste lateinische Kolonie außerhalb des italischen Bodens. Da sie eine Basis der römischen Flotte und wichtigster Handelshafen der Straße von Gibraltar war, stach Carteia über ihre militärische Rolle hinaus aufgrund ihrer Konserventradition hervor. Hervorzuheben sind die Reste eines Thermalgebäudes, ein Schwimmbad mit basilischem Grundriss, die zu Zeiten von Augustus erbaute monumentale Treppe, die zu der Plattform führt, wo sich der Tempel der Stadt, das römische Theater (dem Theater in Mérida in Form und Ausmaßen sehr ähnlich), mehrere domus (Wohnungen) und eine Pökelfabrik erhoben.
Archäologische Fundstelle der römischen Stadt Ocuri.
33 Kulturelle Routen. Die römische Route
Carteia. San Roque.
Die zweite vorgeschlaglene ROUTE, um Roms Vermächtnis kennenzulernen, verläuft durch das LANDESINNERE UND DIE SIERRA der Provinz Cádiz und hat ihren Ausgangspunkt in Medina Sidonia, dem römischen Asido Caesarina mit einem archäologischen Ensemble, das uns die vorbildlichen Infrastrukturen für die öffentliche Wasser- und Trinkwasserversorgung der römischen Zivilisation veranschaulicht und Überreste von hidraulischen Konstruktionen und unterirdischen Stollen umfasst, die zu den Abwasserkanälen und dem Kanalsystem der ursprünglichen römischen Stadt gehören. Die Besichtigung erfolgt über das Archäologische Museum, weil sich die römischen Überreste im Untergund befinden. Einige Meter vom Museum entfernt kann man die Römerstraße bewundern, die vier Meter unterhalb der Straße verläuft. 50 Autominuten entfernt befindet sich die Fundstätte Carissa Aurelia im derzeitigen Espera, eine römische Stadt, von der ein ummauerter Stadtbezirk und eine weiträumige Begräbnisstätte mit Begräbnissen in Grabbauten (Hypogäen) oder in den Stein gehauenen Nischen sowie ein Mausoleum erhalten geblieben sind. Außerdem wurde eine einzigartige Grabstättenart aufgefunden, die bis heute an keiner anderen Fundstätte der römischen Epoche aufgefunden worden ist: Es handelt sich um Gräber, die in der Form eines griechischen Kreuzes in den Boden gegraben sind. Die Besichtigungen des Fundes werden vom Tourismusbüro der Ortschaft bei vorheriger Reservierung organisiert. Wir kommen jetzt zu der Ortschaft Prado del Rey. In etwa 5 Kilometer Entfernung befand sich in Cabezo de Hortales im 2. Jh.v.C. die römische Stadt Iptuci, von der Reste ihrer Stadtmauern und Festungstüme sowie einige Überreste von Straßenpflastern und
Römische Abwasserkanäle. Medina Sidonia.
Alte Römische Salinen von Iptuci. Prado del Rey.
34 Kulturelle Routen. Die römische Route
architektonischen Wohnbauelementen erhalten geblieben sind. Die römische Stadt nutzte die in ihrer Umgebung existierenden Salzlager und erbaute mitten in der Sierra de Cádiz Salinen, die die einzigen im Landesinneren sind und zu sehen sind und sogar besichtigt werden können, weil sie weiterhin in Betrieb sind. Archäologisches Ensemble von Baelo Claudia. Tarifa.
Wir setzen unsere Route fort und besichtigen die römische Stadt Ocuri (2. Jh.n.C.), die auf dem Kamm der Steilwand Salto de la Mora (Ubrique) liegt, ein Kalkfelsen in 1 Kilometer Entfernung des derzeitigen Stadtkerns. Ihre strategische Lage in dominierender Höhe und unterstützt durch ihre Stadtmauern sowie ihre Ausdehnung zeigen uns, dass es sich um eine Ortschaft von großer Bedeutung handeln musste. Außerhalb der Stadtmauern befindet sich ihre Begräbnisstätte und ihr wichtigstes Monument: Das Mausoleum. Ebenso sind ihre zyklopische Stadtmauer und die Thermen im oberen Bereich hervorzuheben. Für die Durchführung einer Besichtigung ist mit dem Tourismusbüro der Gemeinde Ubrique Kontakt aufzunehmen. Als Abschluss der Route bewundern wir die Römerstraße Benaocaz-Ubrique aus dem 1. Jh.v.C., die in einem gut erhaltenen Zustand ist.
SEHENSWERT RÖMISCHES THEATER UND INTERPRETATIONSZENTRUM DES THEATERS O 677 982 945 ARCHÄOLOGISCHE FUNDSTÄTTE CASA DEL OBISPO (BISCHOFSHAUS) , Plaza Fray Félix, s/n – Cádiz O 956 264 734 w www.lacasadelobispo.com Cerrado temporalmente PÖKELFABRIK , C/ Sacramento, 16 – Cádiz O 677 982 945 MUSEUM VON CÁDIZ , Plaza de Mina, s/n O 856 105 034 RÖMISCHE KOLUMBARIEN (URNENHALLEN) , General Ricardos, nº 5 –Cádiz O 956 203 385 ÜBERRESTE DES RÖMISCHEN AQUÄDUKTS , Plaza Asdrúbal, s/n – Cádiz ARCHÄOLOGISCHES ENSEMBLE VON BAELO CLAUDIA , Ensenada de Bolonia, s/n - Tarifa O 956 106 797 - 956 106 793
ARCHÄOLOGISCHE ENKLAVE VON CARTEIA , Autovía A-7, Salida 116 - Guadarranque - San Roque O Tel. 956 908 030 - 600 143 014 ARCHÄOLOGISCHES ENSEMBLE VON ASIDO CAESARINA , C/ Ortega, 10 - Medina Sidonia O 956 423 017 - 956 412 404 ARCHÄOLOGISCHES MUSEUM FUNDSTELLE VON CARISSA AURELIA , C/ Corredera, 6 - Espera O 956 720 432 ALTE RÖMISCHE SALINEN VON IPTUCI , Ctra. Arcos-El Bosque, km. 25 – Prado del Rey O 956 723 205 - 639 46 75 12 FUNDSTELLE VON OCURI , Ctra. Ubrique - Benaocaz, s/n Salto de la Mora - Ubrique O 956 464 900 w www.ciudadromanadeocuri.es
35 Kulturelle Routen. Nombre capítulo y sección
02.5
Burgen und und Festungen
Als Folge des Islams und der Kämpfe zwischen Moslems und Christen um die Vorherrschaft ist das Gebiet von Cádiz übersäht von Burgen, Wachtürmen, Festungen und Befestigungen, und zwar sowohl an der Küste als auch im Landesinneren. Auf Grund ihrer Geschichte und Geografie bietet die Provinz Cádiz eine riesige Vielfalt militärischer Architektur, deren geografischen Verteilung es erforderlich macht, diese Kulturroute in ZWEI ROUTEN aufzuteilen, die für die verfügbare Zeit des Reisenden besser zugänglich sind. Die ERSTE der Routen verläuft entlang der atlantischen Küste von der Mündung des Flusses Guadalquivir bis nach Tarifa, wobei sie auch durch die Umgebung des Naturparks los Alcornocales (Korkeichen) führt. Wir beginnen unsere Reise in Sanlúcar de Barrameda, einer Stadt, die international für ihre spektakulären Pferderennen am Strand bekannt ist, und wo man die Burg von Santiago bewundern kann, die Ende des XV. Jahrhunderts erbaut wurde. Diese im gotischen Stil gebaute, stattliche
Burgen und Festungen VON DER KÜSTE ZU ALCORNOCALES Sanlúcar de Barrameda: Castillo de Santiago. Chipiona: Castillo de Chipiona. Rota: Castillo de Luna. El Puerto de Santa María: Castillo de San Marcos. Cádiz: Festungsstadt Cádiz. San Fernando: Castillo de San Romualdo. Castillo de Sancti Petri. Conil de la Frontera: Torre de Guzmán. Vejer de la Frontera: Castillo de Vejer. Zahara de los Atunes: Castillo de las Almadrabas. (Thunfischerei). Tarifa: Castillo de Guzmán el Bueno. Castellar de la Frontera: Festung Castellar Viejo. Jimena de la Frontera: Castillo Jimena de la Frontera. DURCH DAS LAND UND DIE SIERRA Medina Sidonia: Castillo, Torre de Doña Blanca und Tore des ummauerten Gebiets. San José del Valle: Castillo de Gigonza. Jerez de la Frontera: Komplex Alcázar und Cámara Oscura. Arcos de la Frontera: Castillo de Arcos de la Frontera. Bornos: Burgpalast der Familie Ribera. Espera: Castillo de Fatetar. Villamartín: Castillo de Matrera. Zahara de la Sierra: Castillo de Zahara de la Sierra. Olvera: Castillo und Museum de la Frontera y los Castillos. Torre Alháquime: Ruine des Castillo de Torre Alháquime. Setenil de las Bodegas: Ruine des Castillo de Setenil.
36 Kulturelle Routen. Burgen und Festungen
Festung diente bis 1645 als herzogliche Festung, die so berühmte Personen wie die Königin Isabella die Katholische oder Christoph Kolumbus als ihre Gäste willkommen hieß. Nur 8 km davon entfernt liegt das Fischerdorf Chipiona und die Festung mit ihren Zinnen, in der heute das InforCastillo de Luna. Rota. mationszentrum Cádiz und die Neue Welt untergebracht ist, neben seinem berühmten Leuchtturm, dem höchsten Spaniens. Wir folgen dieser Küste bis nach Rota mit seinem besonderen Wahrzeichen, dem Castillo de Luna aus dem XIII. Jahrhundert. Es hat einen rechteckigen Grundriss mit sieben Mauertürmen und Zinnen. Es verfügt über einen ursprünglich erhaltenen Innenhof aus dem XV. Jahrhundert mit einer wunderschönen Galerie und Arkaden sowie malerischen Sockeln. Es sind auch Mauerruinen erhalten wie die Puerta de Regla oder Chipiona, die Puerta von Sanlúcar und die Puerta del Mar. Nach 20 Minuten mit dem Auto sind wir in El Puerto de Santa María, wo man die Burg von San Marcos besuchen kann. Sie wurde auf einer Moschee des X. Jahrhunderts errichtet und ist heute im Eigentum von Bodegas Caballero, die die Besuche organisiert. Unser nächstes Ziel ist Cádiz. Die Stadt bildet ein komplexes System von Befestigungsanlagen, die nach der Plünderung durch die Truppen des Grafen von Essex im Jahr 1596 ab dem XVI. Jahrhundert errichtet wurden. Robuste Mauern und Bollwerke umgeben die Stadt, und hier beginnen wir mit der Besichtigung der Puertas de Tierra, die an die Teilbollwerke von San Roque und Santa Elena angelehnt sind. Wenn wir weiter am Meer entlanggehen, kommen wir zum Campo del Sur, das an den Altstadtkern angrenzt, und von dem aus wir die Verteidigungsanlagen der Capuchinos (Kapuziner) und Mártires (Märtyrer) sehen können. Der Strand von La Caleta wird von zwei Burgen bewacht, der von Santa Catalina (XVI. - XVII. Jahrhundert), die auf der dem Meer zugewandten Seite einen dreizackigen Stern bildet und dem Castillo von San Sebastián, das im XVIII. Jahrhundert fertiggestellt wurde. Beide Burgen dienen heute als Kulturzentrum und Ausstellungsort. Mit dem Bollwerk von la Candelaria und den Mauern von San Carlos, die sich in der Allee Apodaca befinden, beenden wir unseren Rundgang durch die Festungsstadt.
Castillo de San Sebastián. Cádiz.
37 Kulturelle Routen. Burgen und Festungen
Setenil de las Bodegas
Von Cádiz machen wir uns auf den Weg nach San Fernando, das über zwei Festungen in seiner Gemarkung verfügt, das Castillo von San Romualdo und das von Sancti Petri gegenüber dem Strand von Chiclana de la Frontera. Wenn wir der Atlantikküste weiter folgen, sehen wir in Conil de la Frontera mehrere Türme (Roche, Castilnovo, La Atalaya…), die durch Feuer-, Rauch- oder Artillerie-Zeichen dazu beitrugen, die Region vor Angriffen aller Art zu verteidigen. Vom Castillo de Conil, das Guzmán El Bueno (der Gute) im XVI. Jahrhundert bauen ließ, und das auch heute noch sehenswert ist, obwohl es in großen Teilen umgebaut wurde, wie z. B. der Burgfried. Wir entfernen uns etwas von der Küste und kommen nach Vejer, das auf einem Hügel liegt und eine prächtige Festungsanlage hat, von der noch die Mauern und Türme (wie die von el Mayorazgo, von la Corredera und von San Juan), Tore (Sancho IV., der Villa Cerrada und der von la Segur), und natürlich die Burg mit dem rechteckigen Grundriss, drei Türme und der Waffenhof erhalten sind. Um die Fischerei und die Thunfischerei, die sich im Eigentum der Herzöge von Medina Sidonia befanden, verteidigen zu können, war man gezwungen, nahe der Küste Schutzvorrichtungen zu bauen. Das Castillo de las Almadrabas (der Thunfischerei) (XVI. Jahrhundert) in Zahara de los Atunes (Barbate) mit freiem Zugang erfüllte drei Funktionen: Burg gegen Piraterie, Residenzpalast und Thunfischfabrik oder Werk, in dem die Thunfische zerteilt, gesalzen und zubereitet wurden. In etwas mehr als einer halben Stunde ist man in Tarifa, wo sich eine der am besten erhaltenen, von Mauern umgebenen Anlagen Europas aus der Zeit der Kalifen befindet. Man kann das Castillo von Guzmán el Bueno mit seinen Mauern und Toren bewundern und das Informationszentrum besuchen, das sich im Inneren befindet. Wir verlassen den Küstenbereich und kommen in den Naturpark de los Alcornocales, wobei wir nicht versäumen dürfen, die außerordentlich gut erhaltene Festung von Castellar de la Frontera (XII. – XV. Jahrhundert) zu besichtigen. Man muss das Zugangstor, den Arco de la Villa (Stadttor) und den Festungspalast, der heute ein Hotel und Restaurant ist, hervorheben.
Castillo de Tarifa.
38 Kulturelle Routen. Burgen und Festungen
Alcázar de Jerez de la Frontera.
Sie sind unregelmäßig angelegt, ummauert und von Türmen umgeben. Innerhalb der Burg befindet sich eines der wenigen Beispiele für einen bewohnten Kern in einer Festungsanlage, das so genannte Castellar Viejo mit seinen mittelalterlich anmutenden gewundenen Straßen. Diese erste Tour endet mit dem Besuch des benachbarten monumentalen Castillo de Jimena de la Frontera (XIII. – XIV. Jahrhundert). Warme Quellen der arabischen Bäder des Alcázar de Jerez de la Frontera.
Castillo de Zahara de la Sierra.
Die ZWEITE ROUTE führt uns durch Felder und die Sierra von Cádiz (sierra gaditana), wo wir prächtige Denkmäler und eine Vielzahl von Felsburgen sehen können. Sie beginnt in Medina Sidonia, wo noch der Burgfried der alten Festung, der heute Turm von Doña Blanca heißt, sowie drei Haupttore erhalten sind: Der Arco de la Pastora, der Arco de Belén und das Puerta del Sol. Auf der Straße von Medina Sidonia nach Arcos, etwas mehr als 10 km von Paterna de Rivera entfernt, kommen wir in die Gemeinde San José del Valle, das berühmte Castillo Gigonza arabischen Ursprungs. Es befindet sich zwar in Privateigentum, kann jedoch nach vorheriger Vereinbarung besichtigt werden. Von dort wenden wir uns nach Jerez de la Frontera, wo der Ursprung des Kartäuserpferdes und des Flamenco mit seiner prächtigen Festung aus der Zeit der Almohaden liegt, die den Kalifen von Sevilla und den christlichen Statthaltern als Residenz diente. Unter den Nebengebäuden befinden sich die Moschee, die Alfonso X. in die Kapelle Santa María la Real umbauen ließ, und die ara-
■❚❙ DAS OPFER VON GUZMÁN EL BUENO
Die Burg von Tarifa verdankt ihren Namen der heldenhaften Tat von Alonso Pérez de Guzmán im Jahre 1294, dem damaligen Bürgermeister der Festung, der lieber seinen Sohn opferte, der sich in den Händen der Moslems befand, als ihnen die Burg zu übergeben, die der König ihm anvertraut hatte. Man sagt, er habe sogar sein eigenes Messer vom achteckigen Turm geworfen, damit sie ihn töteten.
39 Kulturelle Routen. Burgen und Festungen
bischen Bäder, außerdem der Olivengarten, der gut zu dem barocken Palast Villavicencio passt, und in dessen Turm man die Original Camara Oscura bewundern kann. Und mitten in der Sierra von Cádiz liegt die eindrucksvolle Festung Arcos de la Frontera Castillo de Fatetar. Espera mit quadratischer Grundfläche und mit Türmen mit Zinnen in ihren Ecken, von denen der Burgfried und der torre del Secreto (Turm des Geheimnisses) ins Auge fallen. Obwohl sie sich in privatem Eigentum befindet, gibt es im Laufe des Jahres eine Reihe von Tagen, an denen man das Innere nach vorheriger Reservierung besichtigen kann. Wir setzen unsere Tour über die Sierra fort und kommen nach Bornos, ein gutes Beispiel für eine Burg, die in einen Palast umgebaut wurde, mit architektonischen Elementen der Renaissance, die besonders gut im Säulenhof und in den wunderbaren Fenstern zu sehen sind. In dem Burgpalast der Familie Ribera befindet sich ein Informations-, Kultur- und Reise-Zentrum. Im Norden liegt Espera mit dem frei zugänglichen Castillo de Fatetar (XIII. – XV. Jahrhundert). Nach ca. 20 km befindet sich auf der Anhöhe Pajarete in der Gemarkung Villamartín das Castillo de Matrera, das höchst umstritten renoviert wurde, obwohl das Projekt mit dem internationalen Architekturpreis A+ in der Kategorie für Erhaltung ausgezeichnet wurde. Und nun kommen wir zu zwei der spektakulärsten Dörfer dieser Provinz, nämlich Zahara de la Sierra, zu erkennen an seinem anmutigen Burgfried der Burg (XIII. – XV. Jahrhundert), der hoch auf einer Klippe den weißen Weiler dieses mittelalterlichen Dorfs dominiert, und Olvera mit der Burg aus der Zeit der Nasriden (XII. Jahrhundert). Mit einem Besuch des Museum de la Frontera und der Burgen (Museo de la Frontera y los Castillos),
Rundblick über die Arcos de la Frontera.
40 Kulturelle Routen. Burgen und Festungen
das sich in dem herrlichen Gebäude Casa de la Cilla befindet, kann der Besucher erfahren, welch wichtige Rolle das Bergland von Cádiz im Königreich der Nasriden spielte. Diese zweite Route endet beim Torre Alháquime und beim Setenil de las Bodegas, die an der nordöstlichen Grenze zur Nachbarprovinz Málaga liegen, und wo noch einige Ruinen der Burgen erhalten sind.
Castillo de Olvera
Castillo Palacio de los Ribera. Bornos.
SEHENSWERT CASTILLO DE SANTIAGO , Cava del Castillo O 956 923 500 – 637 834 846 www.castillodesantiago.com MITTELALTERLICHE BURG CHIPIONA , Centro de Interpretación Cádiz y el Nuevo Mundo O 956 929 065 CASTILLO DE LUNA , Oficina de Turismo de Rota Visitas guiadas previa reserva O 956 846 345 CASTILLO DE SAN MARCOS , Plaza del Castillo, s/n – El Puerto de Santa María O Reservas: 627 569 335 CASTILLO DE SANCTI PETRI , Isla de Sancti Petri - San Fernando w www.albarco.com w www.espacionautico.com w www.novojet.net LOGGIA, Gestión de Patrimonio Cultural, S.L. O 667 502 369 – 610 080 553 TORRE DE GUZMÁN , Oficina de Turismo de Conil de la Frontera O 956 440 501
CASTILLO DE VEJER DE LA FRONTERA , Oficina municipal de Turismo O 956 451 736 CASTILLO DE GUZMÁN EL BUENO , Centro de Interpretación del Castillo -Tarifa O 956 68 4869 CASTILLO DE GIGONZA , San José del Valle O Previa Cita Tel. 697 910 977 KOMPLEX ALCÁZAR UND CÁMARA OSCURA , Alameda Vieja, s/n – Jerez de la Frontera O 956 149 955 - 956 149 956 CASTILLO DE ARCOS DE LA FRONTERA , Oficina de Turismo de Arcos de la Frontera O Previa reserva - Tel. 956 702 264 CASTILLO Palacio de los Ribera , Centro Cultural y Turístico-Bornos O 956 728 264 Castillo und Museum de la Frontera y los Castillos , Edificio Cultural La Cilla- Olvera O 956 120 816
41 Kulturelle Routen. Nombre capítulo y sección
02.6 Die amerikanische Route Das Handelsabenteuer, das große Abenteurer und Entdecker hervorbrachte, die von den Häfen von Cádiz zu fernen Ländern in See stachen, entwickelte sich zu einem besonderen Kulturerbe, indem der Atlantik überquert und der Süden Andalusiens auf besondere Weise mit Lateinamerika verbunden wird. Wir beginnen unsere Fahrt in Cádiz, einer tausendjährigen Stadt, die einen der glanzvollsten Augenblicke ihrer Geschichte nach der Entdeckung Amerikas erlebte, als sie sich zu einem Hafen entwickelte, von dem viele Handelsexpeditionen starteten. Jedoch erlangte sie ihre größte Handelsbedeutung im XVIII. Jahrhundert, als König Felipe II. das Handelshaus von Sevilla nach Cádiz verlegte, ein historischer Meilenstein, an den die Stadt 2017 anlässlich des dreihundertsten Jahrestages erinnern wird. Ein Spaziergang an der Seeseite von Cádiz von der Caleta bis zum Campo del Sur erweckt beim Besucher den Eindruck eines Kais von Havanna. Vom Meer sieht man die Neue Kathedrale, die barocke und neoklassische Stile in sich vereint. Zusätzlich zu ihrer mit vergoldeten Fliesen neu ausgestatteten Kuppel hat sie einen majestätischen Innenraum, in dessen Krypta der Musiker Manuel de Falla und der Schriftsteller José María Pemán ruhen. Die wohlhabende Bourgeoisie, die in der Stadt wohnte, und die bedeutenden Familien von Schiffseignern mit Handelsbeziehungen zu Indien, bauten ihre Paläste und Herrenhäuser mit spektakulären Barockfassaden in den Straßen nahe des Hafens, so dass sie von ihren Aussichtstürmen aus die Ankunft ihrer Schiffe kontrollieren konnten. In der Straße Sopranis kann man die Häuser der Familien Soprani und Lila bewundern. Weitere prächtige
American Route Cádiz. El Puerto de Santa María. Jerez de la Frontera Sanlúcar de Barrameda Chipiona
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Kathedrale von Cádiz.
Wussten êê Sie..? Juan de la Cosa aus Puerto, der 1500 die erste Weltkarte der Geschichte erstellte, in der auch der amerikanische Kontinent dargestellt ist, war Eigner der Santa María, die er höchstpersönlich in der ersten Expedition von Christoph Kolumbus kommandieren sollte.
Haus der Fünf Türme.
Beispiele sind das Haus des Admirals, das Haus Lasquetty, das Haus der Cadenas, die Häuser der Fünf Türme und die Vier Türme, und der Turm Tavira mit einer Camara Oscura im Inneren des Turmes. Um ihr Vermögen und ihren Reichtum vor den Angriffen von Piraten zu schützen, beschloss die Stadt, neue und moderne Verteidigungsvorrichtungen aufzubauen. Die Castillos de San Sebastián und Santa Catalina, die Puertas de Tierra, die Bollwerke von La Candelaria, Capuchinos und los Mártires sowie die Mauern von San Carlos sind in einem perfekt erhaltenen Zustand. Sie können besucht werden.
Von Cádiz gehen wir in Richtung des Puerto de Santa María. Er war der Sitz der Hafenbehörden der Meere, und in seinen Werften wurden viele Schiffe für die Indienroute ausgerüstet. Noch heute können wir die Uferlandschaft des Guadalete bewundern (wo sich die Stapelplätze, die Ladeplätze und die Werften befanden), die herzogliche Zollstelle, den ehemaligen Kai der Galeeren und die Werften der Königlichen Galeeren. Im Kulturzentrum Alfonso X. El Sabio (der Weise) ist eine Faksimilereproduktion der Weltkarte von Juan de la Cosa zusammen mit Dokumenten über den Aufenthalt von Christoph Kolumbus in der Stadt zu sehen. Weil sie Handelsplatz war, wurde sie zur Residenz der Eigner der Handelsschifffahrtsgesellschaften nach Indien, die luxuriöse Häuser bauten und einen monumentalen Komplex aus Palasthäusern in wunderschönem Barock erstellten. Der Ort Puerto war im XVIII. Jahrhundert als „Stadt der hundert Paläste“ bekannt wegen der so herausragenden Gebäude wie dem Palasthaus Vizarrón, dem Palasthaus Reinoso Mendoza, dem Palasthaus Aranibar, dem Palasthaus Valdivieso, dem Palast Purullena und dem Haus der Familie Varela und vieles mehr. Nun geht es in Richtung Jerez de la Frontera, einer Stadt, die zu jener Zeit dank der Nutzung der Landwirtschaft und Viehzucht und dank des Exports ihrer Weine nach ganz Europa und Amerika eine der am meisten florierenden Städte Andalusiens war. Dieser Glanz begünstigte den Bau von so wichtigen Denkmälern wie der Kathedrale und der großartigen Kartause Santa María de la Defensión. In ihrem alten Kern gibt es Viertel, die auf richtigen Fundamenten erbaut wurden, dunkle Gassen, Plätze und Ecken, wo sich Brunnen und Orangenbäume zwischen Palästen und Herrenhäusern, gotischen Kirchen und hundertjährigen Weinkellern verstecken.
43 Kulturelle Routen. Die amerikanische Route
Nach ca. 25 km kommen wir zu unserem nächsten Ziel. Sanlúcar de Barrameda war eine wichtige Enklave für den Überseehandel dank der Förderung der Handelsaktivitäten zwischen Amerika und dem Hafen von Sevilla, gefördert von den Herzögen von Medina Sidonia. Die Spuren Amerikas sind im gesamten historischen Viertel zu sehen, von den Residenzen der Kaufleute wie dem Palasthaus des Kartause von Jerez de la Frontera. Marquis de Arizóncon mit einem Aussichtsturm bis zu Kirchen wie der von Santo Domingo und Klöstern wie dem von Merced (heute Auditorio de la Merced) und dem Kapuzinerkloster, ohne den Renaissance-Palast der Familie Guzmán oder der Herzöge von Medina Sidonia mit einer wundervollen Kunstsammlung und einem wertvollen historischen Archiv zu vergessen. Von der Gegend um Sanlúcar brachen die Seeleute Ferdinand Magellan und Juan Sebastián Elcano zu einer Expedition auf, aus der die erste Weltumsegelung werden sollte. Dies ist eines der historischen Ereignisse, um die sich die Ausstellung dreht, die man im Informationszentrum der Neuen Welt von Chipiona betrachten kann, das der Beziehung der Provinz Cádiz zur Entdeckung, der Kolonisation und der Ausbeutung der Neuen Welt gewidmet ist. Hier endet unsere Route.
Altes Kloster La Merced (heute Auditorium).
Kunstsammlung im Palast der Herzöge von Medina Sidonia.
SEHENSWERT TORRE TAVIRA – CÁMARA OSCURA , C/ Marqués del Real Tesoro, nº 10 – Cádiz O 956 212 910 w www.torretavira.com CENTRO CULTURAL (Informations zentrum) ALFONSO X. EL SABIO , Punto expositivo sobre Cristóbal Colón y Juan de la Cosa. C/ Virgen de los Milagros, 89El Puerto de Santa María
PALAST DER FAMILIE GUZMÁN – STIFTUNG CASA MEDINA SIDONIA , Plaza Condes de Niebla – Sanlúcar de Barrameda O 956 360 161 - 617607389 w www.fcmedinasidonia.com INFORMATIONSZENTRUM ÜBER DIE NEUE WELT , C/Castillo, 5- Chipiona O 956 929 065 - 956 929 084 w www.aytochipiona.es
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02.7
der Die Route der Verfassung von 1812 Diese Tour führt durch die zwei Städte, die bedeutende Rollen in einem der wichtigsten Augenblicke der modernen Geschichte Spaniens spielten: Cádiz und San Fernando. Man schreibt das Jahr 1 8 1 2 . D i e Tr u p p e n Napoleons haben das Land überfallen, und die Politiker, die der Belagerung entkamen, flüchteten in den Süden der Halbinsel, und zwar in die Provinz Cádiz, die auf Grund ihrer geografischen Parlamentsgebäude. Cádiz. Lage uneinnehmbar war. Zuerst San Fernando und danach Cádiz empfingen die Abgeordneten der Verfassung von 1812, die erste freie Magna Carta Spaniens und Europas und eine der fortschrittlichsten ihrer Zeit. Die Unterzeichnung des Textes wurde von Tausenden Bürgern von Cádiz mit einer bürgerlichen Prozession durch die Stadt gefeiert. Nun folgen wir ihren Spuren. Wir verlassen die Plaza España, wo sich das Parlamentsgebäude befindet, das errichtet wurde, um an den hundertsten Jahrestag der Verfassung zu erinnern. Auf diesem Platz befindet sich außerdem der Palast der Provinzabgeordneten, der alte Zoll, der der Ausgangspunkt für die Proklamation von La Pepa war. Nachdem wir die Allee Apodaca hinter uns gelassen haben, kommen wir zur Barockkirche del Carmen. An diesem Ort wurde das „Te Deum” als Danksagung für den Abschluss des Verfassungstextes gesungen. Nicht weit davon entfernt ist die Plaza del Mentidero, wo man heute auf den Terrassen vieler Restaurants eine Erfrischung genießen kann. Auf der Plaza de San Antonio, die im XIX. Jahrhundert ein bürgerliches und religiöses Zentrum war, kann man so repräsentative Gebäude bewundern wie das Casa Aramburu, das Casino von Cádiz oder das Gebäude, in dem das Café Apolo, ein für politische Stammtische bekannter Ort, sich befand. Über die Torre-Straße kommen wir zum Oratorium San Felipe Neri, einem wichtigen Punkt der Route, denn hier wurde die Magna Carta verfasst und unterzeichnet. Im Oratorium fällt die Kapelle del Sagrario ins Auge mit dem Hauptaltar, der von einem Gemälde von Murillo dominiert
45 Kulturelle Routen. Die Route der Verfassung von 1812
wird, das die Unbefleckte Empfängnis darstellt. In einem Nachbargebäude des Oratoriums befindet sich das Informationszentrum La Pepa 2012, und ganz in der Nähe befindet sich das Museum des Parlaments von Cádiz, dessen Hauptattraktion das großformatige Modell der Stadt von 1777 ist. Wir machen uns auf den Weg zur Ancha-Straße, die das adelige Zentrum der Stadt war, zur Rosario-Straße, um das Oratorium Santa Cueva zu besichtigen und drei Gemälde von Goya zu betrachten. Wir beenden unsere Tour durch die Hauptstadt mit einer Besichtigung des Platzes und der Straße San Francisco. Dies ist das Einkaufszentrum mit Cafés, Gasthäusern und Küchen, die auch von der Gesellschaft der Zwölf von Cádiz frequentiert wurden.
Modell der Stadt Cádiz in 1777. Museum des Parlaments von Cádiz
Ausstellungssaal des Museums des Parlaments von Cádiz
Oratorium von San Felipe Neri
Die Route der Verfassung von 1812 Cádiz. San Fernando.
46 Kulturelle Routen. Die Route der Verfassung von 1812
Oratorium der Heiligen Grotte. Cadiz.
Informations-zentrum „La Pepa 2012”. Cádiz.
Wussten êê Sie..? Das französische Omelett (Tortilla francesa) wurde in den Gasthäusern in der der Umgebung der Cádiz-Straße von San Francisco erfunden, und zwar wegen Lebensmittelknappheit (u. a. wegen Kartoffelknappheit) während der Belagerung durch die napoleonischen Truppen.
Die andere große Stadt dieser Route, die im Zusammenhang mit der Verfassung eine große Rolle spielte, ist die ehemalige Isla de León, das heutige San Fernando. Im Real Teatro de las Cortes, das damals Teatro Cómico hieß, konstituierte sich zum ersten Mal das Parlament von Spanien während der Invasion des Heeres Napoleons und tagte dort, bis es im Februar 1811 nach Cádiz verlegt wurde. Damals war der Regierungssitz der Nation im heutigen Kloster de la Enseñanza de María, das sich in der Real-Straße, der wichtigsten Straße der Stadt, befindet.
■❚❙ SAN FERNANDO UND DIE NAPOLEONISCHEN TRUPPEN Die wichtigsten Ereignisse bei der Verteidigung der Insel werden jedes Jahr durch die Inselbewohner nachgestellt. Im Juni erinnert man an die Seeschlacht von 1808. In den Monaten Juli und August erinnert man an die Verteidigung des Castillo de Sancti Petri und im September an die Verteidigung der Real Isla de León (Rückzug des Heeres von Extremadura, Schlacht von Portazgo und Jura bezüglich der Verfassung von 1812). Sehr sehenswürdig ist auch das Bild der Vermählung von Alisal, der dem Kongress der Abgeordneten vorsitzt.
SEHENSWERT ORATORIUM VON SAN FELIPE NERI , C/ Santa Inés, s/n – Cádiz O 662 642 233
INFORMATIONSZENTRUM LA PEPA 2012 , Plaza de San Felipe Neri – Cádiz O 697 959 727
MUSEO DE LAS CORTES (Parlamentsmuseum) , C/Santa Inés, 9 – Cádiz O 956 221 788
REAL TEATRO DE LAS CORTES (königliches Parlamentstheater) , C/ Cortes, s/n – San Fernando O 956 944 226 w www.realteatrodelascortes.com
47 Kulturelle Routen. Nombre capítulo y sección
02.8 Drehort für das Kino Spektakuläre Landschaften, idyllische Strände, eine tausendjährige Geschichte und ein angenehmes Klima machten aus der Provinz Cádiz eine perfekte Kulisse, die seit Jahrzehnten von Regisseuren des Formats von Steven Spielberg oder Pedro Almodóvar geschätzt wird. Wer erinnert sich nicht an das sinnliche Bad von Halle Berry in 007: Stirb an einem anderen Tag (2002) mit der Burg im Hintergrund und einem gut aussehender Pierce Brosnan mit einem Mojito in der Hand, während er in einer Bar der Therme in la Palma, die in ein Hotel umgewandelt wurde, auf sie wartet, mitten auf dem Strand von La Caleta. Aber Cádiz war nicht Cádiz, sondern Havanna, aus dem Campo del Sur wurde die Mole der Insel. Dies war aber nicht das erste Mal, die Stadt hatte sich nämlich 1979 kubanisch verkleidet, um eine Verfolgungsjagd in dem Film Explosion in Kuba nachzustellen, in dem Sean Connery der Hauptdarsteller war. Außerdem hat sich „Tacita de plata“ (Cádiz) für die Hollywood-Dreharbeiten des Films Knight & Day verwandelt, der in Spanien mit dem Titel Noche y Día (2010) mit Tom Cruise und Cameron Díaz in den Hauptrollen uraufgeführt wurde. Beide lieferten sich eine spannende Verfolgungsjagd auf dem Motorrad durch die Straßen des historischen Kerns mit Stieren wie bei San Fermines in Pamplona. Steven Spielberg selbst war vor über drei Jahrzehnten von dem Sonnenuntergang in einem kleinen ländlichen Dorf von Cádiz namens Trebujena so fasziniert, dass er sein Personal zurückrief, das Sonnenuntergänge in Israel und Kenia für den Dreh seines Films Das Reich
Drehort für das Kino Cádiz. Trebujena. Jerez de la Frontera. Puerto Real. San Fernando. Conil de la Frontera. Los Caños de Meca. Barbate. Tarifa. Los Barrios. Algeciras. La Línea de la Concepción.
48 Kulturelle Routen. Drehort für das Kino
■❚❙ JEAN RENO UND CÁDIZ
Der aus Spanien stammende französische Schauspieler Juan Moreno Jiménez, besser bekannt als Jean Reno, hat seit 2006 den Titel Adoptivsohn der Provinz Cádiz, von wo seine Eltern kamen, die Mutter aus Jerez und der Vater aus Sanlúcar, die nach Nordafrika und später nach Marseille auswanderten, um Francos Spanien zu entkommen.
Wussten êê Sie..? Im Botanischen Garten Los Barrios befindet sich eine berühmte Lokomotive aus dem XX. Jahrhundert Marke Baldwin, die in Filmen eingesetzt wurde wie z. B. Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, Doktor Schiwago, das Gute, das Schlechte und das Hässliche oder Der Tod hatte einen Preis.
der Sonne (1987) suchte - ein Film, der im Zweiten Weltkrieg spielte. Er hatte „seine Sonne” gefunden. In den Sumpfgebieten der Finca „Alventus” an den Ufern des Guadalquivir erstellte der Regisseur einen Bahnhof, einen Flughafen, ein Olympiastadion und ein japanisches Konzentrationslager mit Krankenhaus.
Die Meerenge von Gibraltar und ihre benachbarten Ortschaften haben ebenfalls eine Rolle in vielen Filmen gespielt, z. B. in El Niño (2014) von Daniel Monzón, der in Algeciras viele Schauplätze fand oder Alatriste (2005), dessen Drehbeginn in Andalusien in den Dünen von Punta Paloma stattfand. Dabei wurde auf dem Strand Valdevaqueros von Tarifa eine Galeone von 30 Metern Länge gebaut. Am Strand Castilnovo von Conil wurde die Ausschiff u n g von Alatriste gedreht, wobei die Burg San Sebastián der Hauptstadt das Gefängnis war, in dem der Freibeuter mehrere Abenteuer gesellen anheuerte.
, ■❚❙ DIE WICHTIGSTEN DREHARBEITEN IN CÁDIZ
Das Reich der Sonne von Steven Spielberg (1987) Trebujena. Das Gesetz der Begierde von Pedro Almodóvar (1987) Cádiz, Conil de la Frontera, Jerez de la Frontera. Die Grenzgänger (Bajarse al moro) von Fernando Colomo (1988) Cádiz. La Caja 507 von Enrique Urbizu (2001) Cádiz, Tarifa und La Línea de la Concepción. 007 – Stirb an einem anderen Tag mit Pierce Brosnan und Halle Berry (2002) Cádiz und Puerto Real. Thunfisch und Schokolade von Pedro Carbonell (2003) Barbate. Alatriste von Agustín Díaz Yanes (2005) Cádiz, Tarifa und Conil de la Frontera. Camarón von Jaime Chávarri (2005) San Fernando. Die Seekarte von Imanol Uribe (2007) Algeciras. Zurück nach Hansala von Chus Gutiérrez (2800) Algeciras und Los Barrios. Kann Rache schön sein von Agustín Díaz Yanes (2008) Cádiz, Algeciras und Caños de Meca. Knight & Day mit Tom Cruise und Cameron Díaz (2010) Cádiz. Orangenhonig von Imanol Uribe (2012) Jerez de la Frontera. El Niño von Daniel Monzón (2014) Gibraltar, Tarifa und La Línea de la Concepción.
49 Kulturelle Routen. Nombre capítulo y sección
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Sehenswürdige Rundfahrten
50 Sehenswürdige Bucht von von Cádiz Cádiz Sehenswürdige Rundfahrten. Rundfahrten. Bucht
Bucht von Cádiz Rundwanderweg 1 CÁDIZ - SAN FERNANDO - CHICLANA DE LA FRONTERA 22 km CÁDIZ • Cádiz: Neue Kathedrale, alte Kathedrale (Kirche Santa Cruz), phönizische Fundstätte von Gadir, römisches Theater und Informations - zentrum, ummauerter Bereich (Castillos San Sebastián und Santa Catalina, Puertas de Tierra, die Bollwerke von La Candelaria, Kapuziner und Märtyrer und die Mauern von San Carlos), Museum von Cádiz, Oratorium von San Felipe Neri und Informationszentrum der Verfassung von 1812, Museum des Parlaments von Cádiz, Torre Tavira-Cámara Oscura, Oratorium der Heiligen Grotte, Häuser der Fünf und der Vier Türme, Haus des Admirals, Gran Teatro Falla, Weinbergsviertel, Strand la Caleta und ehemalige Therme von la Palma.
SAN FERNANDO • Insel und Castillo de Sancti Petri. • San Fernando: Castillo San Romualdo, Historischer Ort „Brücke Suazo und Festungsanlage Anejas”, Rathaus, Königliches Theater des Parlaments, Iglesia Mayor, Arsenal de la Carraca, Königliches Institut und Observatorium der Armee, Seefaahrtsmuseum, Gedenkstätte bedeutender Seeleute, Historisches Museum, Route und Museum Camarón de la Isla. CHICLANA DE LA FRONTERA • Ortschaft Sancti Petri und Casa del Farero. • Chiclana: Städtisches Museum, Uhrturm, Kirche San Juan Bautista, Wallfahrtskapelle Santa Ana, Städtisches Museum Francisco Montes Paquiro.
+ Vorschläge Weine mit Ursprungsbezeichnung, Essig aus Jerez, Brandy aus Jerez, Mandeltorte vom Kloster las Agustinas (Chiclana de la Frontera), Keramik. Frittierte Fischchen, Garnelentörtchen, Adobo, Venusmuscheln, Seeschnecken, Lagunenfische und Pestiños (Fettgebäck mit Honig).
51 Sehenswürdige Rundfahrten. Bucht von Cádiz Sehenswürdige Rundfahrten. Nombre capítulo y sección
Rundwanderweg 2 JEREZ DE LA FRONTERA - EL PUERTO DE SANTA MARÍA - PUERTO REAL 32 km JEREZ DE LA FRONTERA
• Kartause von Santa María de la Defensión • Jerez: Kathedrale, Festung und Cámara Oscura, gotische Kirche von Santiago, San Miguel und San Mateo, Mudéjar-Kirche von San Dionisio und San Lucas, Klosterhof von Santo Domingo, Palast Bertemati, Palast des Virrey Laserna, städtisches archäologisches Museum, Museum de la Atalaya, Museum Suite Vollard (Bodega Real Tesoro), Königlich-Andalusische Reitschule, Kutschenmuseum und Museum der Reitkunst.
EL PUERTO DE SANTA MARÍA • Archäologische Fundstätten von Doña Blanca. • El Puerto: Basilika Mayor Prioral, Castillo de San Marcos, Brunnen von las Galeras, Kloster de la Victoria, Hauspalast von Vizarrón, Hauspalast von Aranibar, Kulturzentrum Alfonso X. El Sabio, Museum Fundación Rafael Alberti, Museum Pedro Muñoz Seca, Städtisches archäologisches Museum. PUERTO REAL • Historisches Museum El Dique. • Puerto Real: Kirche Mayor Prioral de San Sebastián, Arco-Gasse.
Route der Bodegas von Marco de Jerez, Golf und Wassersport, Relaxen in der Therme Fuente Amarga (Chiclana de la Frontera), Zoos von Jerez, Motorradweltmeisterschaft (Jerez de la Frontera).
52 Sehenswürdige Rundfahrten. Bajo Guadalquivir (Unterer Guadalquivir)
Unterlauf des Guadalquivir Rundwanderweg 1
Rundwanderweg 2
CHIPIONA - ROTA
SANLÚCAR de BARRAMEDATREBUJENA
16 km CHIPIONA • Chipiona: Burg und Informations - zentrum „Cádiz und die Neue Welt“, der Leuchtturm, Sanktuarium de la Virgen de Regla, Pfarrkirche de Nuestra Señora de la O, Humilladero, museografische Sammlung Rocío Jurado und Muskatellermuseum. ROTA • Rota: Castillo de Luna, Ruinen mittelalterlicher Mauern (Tore von Regla, von Sanlúcar und Tor zum Meer), Pfarrkirche de Nuestra Señora de la O, Torre de la Merced und Informationszentrum de la Mayetería.
23 km SANLÚCAR DE BARRAMEDA • Sanlúcar: Castillo de Santiago, Haus de la Cilla, Pfarrkirche de Nuestra Señora de la O, Kirche von Santo Domingo, Basilika de Nuestra Señora de la Caridad, Palast der Herzöge von Medina Sidonia, Palast Orleans und Bourbon-Rathaus, Auditorium de la Merced, Höhlenwohnungen, Informations - zentrum des mythologischen Cádiz, Museum Barbadillo de la Manzanilla, Seemannsviertel Bajo de Guía. TREBUJENA • Trebujena: Ruinen der Burg und der Pfarrkirche de la Purísima Concepción.
+ Vorschläge Manzanilla von Sanlúcar, Muskateller von Chipiona und Most von Trebujena. Langusten von Sanlúcar, Muskatellertrauben, Urta a la roteña, Kaninchen mit Kichererbsen, Garnelen, Glasaal, hausgemachtes Eis von Sanlúcar. Besichtigung der Weinkeller, Birdwatching, Flussfahrt „Sanlúcar-Guadalquivir-Doñana” auf dem Schiff Real Fernando, Besichtigung der Fischzuchten von Rota und Chipiona.
53 Sehenswürdige Rundfahrten. Campo de Gibraltar Sehenswürdige Rundfahrten. Nombre capítulo y sección
Campo de Gibraltar Rundwanderweg 1
Rundwanderweg 2
TARIFA - ALGECIRAS - LOS BARRIOS
LA LÍNEA DE LA CONCEPCIÓN - SAN ROQUE - CASTELLAR DE LA FRONTERA - JIMENA DE LA FRONTERA
65 km TARIFA • Archäologischer Komplex von Baelo Claudia (Bolonia). • Tarifa: Befestigte Anlage und Castillo de Guzmán el Bueno, Castillo de Santa Catalina, Kirchen Santa María, San Francisco und San Mateo.
55 km LA LÍNEA DE LA CONCEPCIÓN • La Línea: Kirche de la Inmaculada, Museum Cruz Herrera, Bunker der Landenge Linense und Gastronomisches Seeviertel de la Atunara. SAN ROQUE
ALGECIRAS • Algeciras: Archäologischer Komplex mit mittelalterlichen Mauern, Informationszentrum der andalusischen Kultur, Kirche Nuestra Señora de la Palma und Route Paco de Lucía.
• Archäologische Enklave von Carteia
LOS BARRIOS • Fischerdorf Palmones (Gastronomisches Zentrum des Gebiets Campo de Gibraltar). • Die Stadtviertel: Casa Urrutia, Kirche San Isidro Labrador und Botanischer Garten Betty Molesworth.
CASTELLAR DE LA FRONTERA • Castellar: Festung und mittelalterlicher Ort Castellar Viejo.
• San Roque: Kirche Santa María Coronada und Museum Ortega Brú.
JIMENA DE LA FRONTERA • Sanktuarium Ntra. de los Ángeles. • Jimena: Archäologischer Komplex der Burg.
+ Vorschläge Korkhandwerkbetriebe, Fischkonserven mit Angabe der Orte Andalusiens, an denen die Fregattmakrele geschützt ist und Makrele von Andalusien. Roter Thunfisch, Pökelfleisch, Pilze (Chantarella) und Fleisch vom Retinta-Rind und Wildbret. Birdwatching und Beobachtung von Walen in der Meerenge, Surfen, Windsurfen, Kitesurfen. Pilze sammeln in den Korkeichenwäldern, Route des Thunfischs und Route des Stiers.
54 Sehenswürdige Sierra von de Cadiz Sehenswürdige Rundfahrten. Rundfahrten. Bucht Cádiz- Weiße Dörfer
Sierra de Cadiz Weiße Dörfer Rundwanderweg 1 ARCOS DE LA FRONTERA-BORNOS - ESPERA - VILLAMARTÍN PUERTO SERRANO 60 km ARCOS DE LA FRONTERA • Arcos: Castillo Ducal, Ruinen arabischer Mauern und Puerta de Matrera, Basilika Santa María, Kirche San Pedro, Informationszentrum der Stadt Arcos (Centro de Interpretación Ciudad de Arcos (CICA)), Palast des Grafen von Águila, Haus palast des Majoratsherrn und Andalusischer Garten. BORNOS • Bornos: Burgpalast der Familie Ribera mit Gärten sowie Kultur-und Reisezentrum, Haus Ordóñez, Haus de la Cilla, Kirche Santo Domingo de Guzmán. ESPERA • Ausgrabungsstätte Carissa Aurelia.
• Espera: Archäologisches Museum, Castillo de Fatetar und Eremitage de Santiago, Mühle de los Diezmos und Haus de la Cilla, Kirche Santa María de Gracia. VILLAMARTÍN • Dolmen von Alberite. • Castillo de Matrera. PUERTO SERRANO • Nekropole von Fuente de Ramos.
Rundwanderweg 2 UBRIQUE - BENAOCAZ VILLALUENGA DEL ROSARIO GRAZALEMA - EL BOSQUE-PRADO DEL REY 32 km UBRIQUE • Römische Stadt Ocuri. • Ubrique: Kartause und Ständige Ausstellung „Hände und Magie des Leders“, Informationszentrum „San Juan de Letrán”.
+ Vorschläge Decken aus Grazalema, Keramik, Lederwaren, Korkhandwerk, Oliven mit Herkunftsbezeichnung „Sierra de Cádiz”, Pajaretemost, Honig, Liköre, Marmeladen und hausgemachter Payoyaziegenkäse. Spargel und Tagarninas, Forellen, Lamm, Wildbret vom Hochwild (Rotwild und Schwarzwild) und Niederwild, Wurstwaren und Payoyakäse.
55 Sehenswürdige Rundfahrten.Rundfahrten. Sierra de Cadiz - Weiße Sehenswürdige Bucht vonDörfer Cádiz
BENAOCAZ • Reste einer römischen Straße. • Benaocaz: Nasriden-Stadtviertel und historisches Freilichtmuseum. VILLALUENGA DEL ROSARIO • Villaluenga: Stierkampfarena, Erlöserkirche, Haus des Dichters Pérez Clotet und Käsemuseum. GRAZALEMA • Ortsteil Benamahoma. • Grazalema: Museum des Textilhandwerks. EL BOSQUE • El Bosque: Botanischer Garten „El Castillejo”, Stierkampfarena, Informationszentrum über Käse. PRADO DEL REY • Iptuci und Salinen von Cabezo de Hortales.
Rundwanderweg 3 ZAHARA DE LA SIERRA - OLVERA - TORRE ALHÁQUIME - ALCALÁ DEL VALLE - SETENIL DE LAS BODEGAS - EL GASTOR 32 km ZAHARA DE LA SIERRA • Zahara: Ruine der Burg und Burgfried, Uhrturm, einmaliger Stadtkern, Informationszentrum über die mittelalterliche Stadt.
OLVERA • Olvera: Mittelalterliche Festung mit Mauern, Türmen und dem Burgfried, Museum „Olvera - La Frontera und die Burgen“, Erzpriester-Kirche de Nuestra Señora de la Encarnación. TORRE-ALHÁQUIME • Turm-Alháquime: Ruine mittelalterlicher Mauern mit Stadttor. ALCALÁ DEL VALLE • Dolmem de Tomillo. • Kloster Caños Santos. SETENIL DE LAS BODEGAS • Setenil: Historischer malerischer Kern, Kirche de la Encarnación und Ruine der mittelalterlichen Burg. EL GASTOR • Dolmen von El Charcón • El Gastor: Museum über volkstümliche Gebräuche und Gewohnheiten José María “El Tempranillo”.
Luftsportarten, Gleitschirmfliegen, Drachenfliegen (Algodonales und El Bosque), Birdwatching, Höhlenforschung, Wassersport am Kunststrand von Zahara de la Sierra, Wandern im Naturpark Sierra de Grazalema, Besichtigung der handwerklichen Käsereien.
56 Sehenswürdige Rundfahrten. La Janda
La Janda
Rundwanderweg 1 CONIL DE LA FRONTERA - VEJER DE LA FRONTERA - BARBATE 30 km CONIL DE LA FRONTERA • Wachtürme von Roche und Castilnovo. • Conil: Das Bollwerk, der GuzmánTurm und das Stadttor, Museum über den Ursprung von Conil, Fischereihafen und La Chanca. VEJER DE LA FRONTERA • Römisches Aquädukt von Santa Lucía. • Museum zeitgenössischer Kunst der Stiftung NMAC. • Vejer: Burg, befestigte Anlage mit vier Toren (Tor de la Segur, Tor Sancho IV., Stadttor und geschlossenes Tor) und zwei Türmen: la Torre del Mayorazgo und la Torre de la Corredera, das Judenviertel, das Haus des Mayorazgo, Pfarrkirche del Divino Salvador, Innenhöfe von Vejer und Windmühlen von San Miguel. BARBATE • Fischerdorf von Zahara de los Atunes und Burg der Thunfischerei. • Almenara: Türme von Mekka und Tajo. • Barbate: Lagunenhafen, Kirche de Nuestra Señora del Carmen und Thunfischmuseum von la Chanca.
Rundwanderweg 2 BENALUP-CASAS VIEJAS - ALCALÁ DE LOS GAZULES - MEDINA SIDONIA - SAN JOSÉ DEL VALLE 75 km BENALUP-CASAS VIEJAS • Felsüberhänge des Tajo de las Figuras. • Komplex von Dolmen von Celemín. ALCALÁ DE LOS GAZULES • Wallfahrtskapelle Sanktuarium de Nuestra Señora de los Santos. • Alcalá de los Gazules: Ruine der Burg und arabische Mauern, Hauptkirche von San Jorge, römische Ausgrabungen in la Salada. MEDINA SIDONIA • Westgotische Wallfahrtskapelle der Heiligen Märtyrer. • Medina Sidonia: Archäologischer Komplex auf dem Burgberg, römischer archäologischer Komplex Asido Caesarina und archäologisches Museum, römische Straße, befestigter mittelalterlicher Platz (Tor von Belén, Tor de la Pastora, Puerta del Sol, Gemälde der alten Mauer und des Turm), Kirche Santa María la Coronada. SAN JOSÉ DEL VALLE • Castillo de Gigonza.
+ Vorschläge Keramik und Töpferware, Sattlerei, Pökelfleisch und Konserven, Süßigkeiten von Medina Sidonia. Roter Thunfisch, Mojama (in Seesalz getrockneter Thunfisch), Pescados de roca, Fleisch vom Retinto-Rind und Wildbret, Wurstwaren, Grieben, Artischocken, Spargel und Tagarninas, Schnecken. Birdwatching, FKK, Zerlegen des Thunfischs, Berrea, Route des Thunfischs, Route des Stiers.
04
Die Welt der Kultur
58 Die Welt der Kultur. Museen capítulo y sección Kultur. Nombre
Museum von Cádiz Das Museum ist in drei Abteilungen unterteilt. Der zufällige Fund des anthropoiden Sarkophags eines männlichen Phöniziers 1887 auf dem Gebiet der heutigen Werften von Cádiz war der Beginn für die archäologische Abteilung, in der derzeit Stücke von der Frühzeit bis zum Mittelalter ausgestellt sind, einige von außergewöhnlicher Art wie die genannten anthropoiden phönizischen Sarkophage (nachdem 1980 die weibliche Phönizierin gefunden wurde) oder die Thoracata, eine römische Bronzestatue eines Kaisers, die in der Nähe der islote de Sancti Petri gefunden wurde, sowie eine andere Statuette des Herkules von Cádiz. In der Abteilung der schönen Künste wird die Zeit der Malerei vom XVI. Jahrhundert bis in die heutige Zeit abgedeckt. Besonders herausragend sind die Gemälde, die Zurbarán für das Kartäuserkloster von Jerez zwischen 1637 und 1639 malte, einige Werke von Murillo, ein kleiner Kupferstich, der Rubens zugeordnet wird und mehrere Gemälde des XIX. und XX. Jahrhunderts von anderen Künstlern wie z. B. Zuloaga, Sorolla, Guillermo Pérez Villalta und Chema Cobo sowie ein Miró. In der dritten Abteilung des Museums, und zwar der Ethnographie, sieht man hauptsächlich die Marionetten der Tía Norica, mit denen man dieses traditionelle Straßentheater von Cádiz nachspielen kann. In den Handlung ebenso wie in den Personen fin■❚❙ Das Haus Pinillos den wir immer wieder Dieses typische Bürgerhaus aus der Zeit Anfang die klassischen Prototydes XVIII. Jahrhunderts ist heute ein Museum pen: Die alte Miesepeund wird als neuer moderner Raum für kulturelle terin, die clevere Nichte Veranstaltungen verwendet. und der nicht zu verstehende Arzt.
, Plaza de Mina, s/n. Cádiz O Reservas: 856 105 034 - Información: 856 105 023 w http://www.museosdeandalucia.es/culturaydeporte/museos/MCA
59 Die Welt der Kultur. Museen
Museo de las Cortes (Parlamentsmuseum) , C/ Santa Inés, nº 9 – Cádiz
O 956 221 788
Es liegt mitten im historischen Stadtviertel neben dem Oratorium von San Felipe Neri. Dieses neoklassische Gebäude ist der Geschichte von Cádiz des XVIII. Jahrhunderts und des ersten Viertels des XIX. Jahrhunderts gewidmet, insbesondere der Stadt Cádiz des Parlaments und der Verfassung von 1812. Sein zentraler Teil ist das das große Relief der Stadt, im Volksmund „Modell von Cádiz” genannt, das den Zustand innerhalb der Mauern von Cádiz Anfang des letzten Viertels des XVIII. Jahrhunderts darstellt. Es wurde auf Geheiß des Königs Karl III. von einer großen Mannschaft von Handwerkern unter der Leitung des Militäringenieurs Alfonso Jiménez gebaut. Hierbei wurde Holz unterschiedlicher Qualität verwendet (Mahagoni, Stechpalme, Zeder, Acana und Ebenholz) sowie Elfenbein und Knochen; einige Teile wurden aus Silber gefertigt. Derselbe Saal enthält auch das monumentale Gemälde von Salvador Viniegra, das zwischen 1910 und 1912 fertiggestellt wurde und den Titel „Die Verkündung der Verfassung von 1812” trägt.
Marionettentheater , Bóvedas de Sta. Elena (Puertas de Tierra)- Cádiz
O 956 276 846
In den prächtigen Gewölben der Puertas de Tierra von Cádiz befindet sich dieser Museumsraum, dessen wichtigstes Ziel darin besteht, die Aktivität der Puppenspieler, Gesellschaften, Handwerker und Gestalter Spaniens und der übrigen Welt aufzuzeigen, zu dokumentieren und in Erinnerung zu behalten. Der ehemalige Hof des Theaters ist wie eine Parkanlage konzipiert, die die Stadt mit dem Museum verbindet und die Besucher durch kleine Bereiche, in denen die Marionetten ausgestellt sind, in das Innere des Museums führt. Zentrum des Museums ist die Dauerausstellung „Marionetten der Welt“, eine Sammlung mit über 500 Objekten, von denen 350 internationale Marionetten sind.
60 Die Welt der Kultur. Museen
Das Museum Stiftung Rafael Alberti , C/ Santo Domingo, 25. El Puerto de Santa María, Cádiz O 956 850 711 - 956 850 960 w www.rafaelalberti.es
Im Erdgeschoss des Geburtshauses von Rafael Alberti im Hafen von Santa María befindet sich die Dauerausstellung Rafael Alberti: Ein Jahrhundert lebendigen Schaffens. In den Sälen ist die Biographie des Dichters auf großen Wänden in einem einmaligen chronologischen Durchlauf voll schöner Geschichten mit Fotos und Zeichnungen dargestellt, in denen das mystische Leben des Künstlers, sein literarisches und malerisches Werk, seine Ideologie, seine 39 Jahre im Exil in Frankreich, Argentinien und Italien sich realistisch und minutiös widerspiegeln. Es werden Dokumente, Auszeichnungen, Briefe und Bücher von Alberti gezeigt, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Im ersten Stock befinden sich der Saal mit audiovisuellen Darstellungen über das Leben des Dichters, der Saal María Teresa León, der der Schriftstellerin und ersten Ehefrau von Alberti gewidmet ist sowie die Bibliothek der Stiftung mit über 7.000 Bänden.
Palast der Zeit , C/ Cervantes, 3- Jerez de la Frontera
O 956 182 100 w www.museosdelaatalaya.com
Im Palast der Zeit befindet sich eine der drei besten Sammlungen alter Uhren Europas mit fast 300 Exemplaren, datiert zwischen dem XVII. und dem XIX. Jahrhundert. Uhrmacher wie z. B. Le Roy, Berthoud, Frodsham, Losada, Markhan, Lepine und Clodion sind in dieser komplexen Ausstellung der Uhrmacherei zu finden. Damals waren die Uhrmacher ein weiterer handwerklicher Diener bei Hofe, bis sie Spezialisten, Tüftler und selbstständige Unternehmer wurden, die dann „Marken” von weltweitem Ansehen schufen. Erstaunlicher Weise ist es das einzige Uhrenmuseum, dessen Uhren gehen, und deren Läuten viel Freude bereitet.
61 Die Welt der Kultur. Museen
Sammlung Suite Vollard
, Ctra. N-IV, Km 640 - Grupo Estévez - Bodegas Real Tesoro, Valdespino y Manzanilla - Jerez de la Frontera O 956 321 004 w www.grupoestevez.es/suitevollard Die Sammlung Suite Vollard gilt als das wichtigste Werk der Geschichte des Kupferstichs. Sie wurde von September 1930 bis Juni 1936 von Picasso geschaffen und enthält 97 Stiche und drei Porträts von Ambrosie Vollard, dem Historiker und Galeristen, der die erste Ausstellung des Künstlers durchgeführt hat. Die Grafiken können in vier Hauptthemen unterteilt werden. Die Werkstatt des Bildhauers, der Minotaurus, Rembrandt und der Kampf der Liebe. Die Angst, die Melancholie und die Erotik, die in den Werken zu sehen sind, sind Ausdruck seiner damaligen Erfahrungen. Dazu zählt auch die Zeit des spanischen Bürgerkrieges. In einigen dieser Grafiken kann man Vorläufer seines Hauptwerkes El Guernica erkennen.
Meeresmuseum , C/Escaño s/n - Edificio de Capitanía - San Fernando
O 956 545 248
In den 21 Sälen des Meeresmuseums von San Fernando, das sich in dem Gebäude der ehemaligen Hafenbehörde der Meerenge befindet, kann man von Votivbildern der Seefahrt und Bildern von Kreuzern und Panzerkreuzern bis zur ersten Gallionsfigur, die das Schulschiff Juan Sebastián Elcano zierte, oder zu einem Faksimile des berühmten Briefes von Juan de la Cosa aus dem Jahr 1500, alles finden, ohne jedoch die Schiffsmodelle verschiedener Epochen und Größen, Uniformen, Auszeichnungen, Bewaffnung, Flaggen, Kartographie und nautische Geräte zu vergessen. Der Saal 18 ist dem zweihundertsten Jahrestag der Schlacht von Trafalgar (21. Oktober 1805) mit einem Modell des Schiffes „Victory” gewidmet sowie einer Reproduktion des Inneren der Weinkeller eines Schiffes jener Zeit, während man im Saal 19 eine Kanone von Trafalgar bewundern kann, aus der man die Munition entfernt hat, da sie beim Sinken noch feuerbereit war.
62 Die Welt der Kultur. Museen
Kulturzentrum Königin Sofía , Paseo Carlos III, 9- Cádiz O 956 221 680 - 956 227 624 In dem Gebäude der ehemaligen Militärregierung, das ein wirkliches Schmuckstück seiner Zeit war, befindet sich das Kulturzentrum „Königin Sofía“, das im Oktober 2006 durch Ihre Majestät Königin Sofía eingeweiht wurde. Als besondere Attraktion findet man dort die Werke von Juan Luis Vasallo, einem der besten spanischen Bildhauer des XX. Jahrhunderts. Von ihm, der zugleich Schöpfer der Minerva des Kreises der Schönen Künste von Madrid ist, sind im Kulturzentrum 140 Werke und 20 Zeichnungen im Original ausgestellt, die die Familie des Künstlers zur Verfügung stellte. In dem Zentrum kann man außerdem den Nachlass der Familie Aramburu Picardo bewundern.
Dommuseum , Plaza Fray Félix, s/n – Cádiz O 956 259 812
w www.catedraldecadiz.com
Das Museum ist auf verschiedene historische Gebäude verteilt, die im Laufe des XVI. Jahrhunderts um den Turm der Alten Kathedrale herum errichtet wurden, wie z. B. das Haus der Zahlstelle, das Haus des Domherrn Termineli und der Mudéjar-Hof oder das Haus des Dekans Rajón. Durch diesen letztgenannten Hof, in dem römische und mittelalterliche Funde ausgestellt sind, gelangt man zu mehreren Sälen, in denen sich wertvolle Tafelbilder, Gemälde, Elfenbein und Skulpturen befinden sowie die Monstranzen, Kelche und andere wichtige Werke der Goldschmiedekunst und Silberschmiedearbeiten des XVII. und XVIII. Jahrhunderts. In einem Saal, der dem Parlament von Cádiz von 1812 gewidmet ist, befindet sich der Tisch, auf dem, so wird überliefert, der Verfassungstext unterzeichnet wurde.
Museum Lithographische Werkstatt , Bóvedas de S. Roque – Cádiz O 956 282 663 Die Werkstatt geht auf die ehemalige Deutsche Lithographie von Cádiz zurück, die 1861 eingerichtet wurde und bis Ende des XX. Jahrhundert bestand. Das Museum verfügt über eine sehr bedeutende Sammlung mit über 1000 lithographischen Steinen, die aus bayerischen Bergwerken stammen und von hoher Qualität sind. Einige von ihnen sind echte Kunstwerke, in denen auf Stiche und Zeichnungen Bezug genommen wird. Außerdem kann man Pressen verschiedener Techniken und Modelle besichtigen, Entwurfs- und Zeichentische, Pantographen, Schneidemaschinen für Buchbinder…
63 Die Welt der Kultur. Museen
Das Haus des Museums Pedro Muñoz Seca als Museum , Edificio San Luis. Plaza del Ave María- El Puerto de Santa María O 956 851 731 w www.fundacionpedromunozseca.org Es hat seinen Sitz in dem ehemaligen Jesuitenkollegium und gibt uns durch die Dauerausstellung „Pedro Muñoz Seca: Der Humor innerhalb und außerhalb des Theaters“ eine Vorstellung des genialen Schriftstellers von Puerto mit dem besagten Humor, der typisch für sein Leben und sein Werk war und aus ihm einen Mythos des Lachens und des Einfallsreichtums machte. Zu sehen sind Fotografien Plakate, Karikaturen, Manuskripte, Erstauflagen von Werken, persönliche Gegenstände, Briefe und sogar der Schreibtisch des Komödiendichters.
Archäologisches Museum von Jerez , Plaza del Mercado, s/n – Jerez de la Frontera
O 956 149 560 - 956 149 561 w www.museoarqueologico.jerez.es
Die Stücke, die die Sammlung bilden, kommen fast alle von den vielen archäologischen Fundstätten, die es im Stadtgebiet gibt. Darunter sind Funde aus Mesas de Asta, dem antiken Asta Regia der Römer und aus der Stadt Jerez selbst und die islamische Scharia besonders hervorzuheben. Man kann einen Schnelldurchlauf durch eine Auswahl von dreizehn repräsentativen Stücken aus jeder kulturellen Periode machen. Jedes dieser Stücke wird durch eine schwarze Markierung auf rotem Grund hervorgehoben. Ganz besonders sticht der sogenannte griechisch-korinthische Stadtkern hervor, eines der ältesten griechischen Zeugnisse, die aus dem Westen kommen.
Kutschenmuseum
, C/ Pizarro 17- Jerez de la Frontera O 956 181 050 w www.realescuela.org Das Museum ist in einem Weinkellerkomplex aus der Zeit Anfang des XIX. Jahrhunderts untergebracht und ist einmalig in seiner Art, da man Kutschen, Pferdegespanne, Pferde und Reiterbekleidung zusammen sehen kann. Im Hauptsaal sind die Paradekutschen ausgestellt, Fahrzeuge aus dem XIX. und XX. Jahrhundert. Die Besichtigung führt weiter durch die Pferdeställe und durch den Arbeitsbereich, wo man sehen kann, wie sie und das Geschirr gereinigt und wie die Kutschen gepflegt wurden. Zwischen den beiden Bereichen zeigt ein Audiovideo wie die Pferde der Königlich-Andalusischen Reitschule leben, zu der dieses Museum ebenso gehört wie das Museum der Reitkunst.
64 Die Welt der Kultur. Museen
Sammlung Spanischer Malerei „Joaquín Rivero“ , Bodegas Tradición. Plaza Cordobeses, 3 Jerez de la Frontera O 956 168 628 w www.bodegastradicion.com In einem Weinkeller wird eine Sammlung von über 300 Werken spanischer Gemälde vom XV. bis XIX. Jahrhunderts ausgestellt. Alle wichtigen Kunstbewegungen und Künstler von Bedeutung wie z. B. Zurbarán, Velázquez, Hiepes, El Labrador, Valdés Leal, Goya, Maella, Lucas Velázquez, Madrazo, Lucas Villamil und Carlos de Haes sind hier vertreten.
Museum Cruz Herrera
, La Línea de la Concepción O 956 762 576 - 956 696 200 w www.museocruzherrera.com Das Museum fand einen neuen Standort in los Jardines Saccone in einem Gebäude, in dem vorher der Gemeinderat tagte. Der Maler José Cruz Herrera aus La Línea de la Concepción hat sich ausdrücklich für dieses Museum entschieden. In den sechs Sälen (Erste Epoche, Skizzen, Milieustudien, Akte, Araber und männliche Porträts) ist eine breite Palette seiner Arbeit zu sehen, welche die vollkommenste Gemäldesammlung dieses Künstlers bildet. Er vermachte sie der Stadt, die Zeuge davon wurde, wie er eine große Sammlung von Gemälden schuf. Seine koloristische Malerei und die Thematik der Milieustudien spiegeln sich vor allem in sehr ausdrucksstarken Porträts der andalusischen und arabischen Frau wider.
Museum El Dique
, Polígono Río San Pedro, s/n Puerto Real O 956 260 983 w www.museoeldique.es
Das Museum El Dique und das historische Gebiet, die sich in den Werften des Puerto Real befinden (beide wurden zu Stätten des Weltkulturerbes erklärt) haben eine Ausstellungsfläche von 60.000 m2, die ein lebendiges Zeugnis für den Aufschwung des Baus und der Reparation von Schiffen in der Bucht von Cádiz seit der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts sind. Das Gebäude, das als Museum dient, ist in dem ehemaligen Raum für Lenzpumpen eingerichtet und hat vier permanente Ausstellungssäle, eine Bibliothek, ein Zeitungsarchiv und ein Archiv für Fotografie mit über 250.000 Negativen. Ein Bereich, der die besondere Aufmerksamkeit auf sich zieht, ist die Schmiede, in der es Dutzende Platten mit den Namen all der Schiffe gibt, die in den drei Werften von Cádiz gebaut wurden.
65 Die Welt der Kultur. Museen
Museum Ortega Brú , Plaza de Armas s/n - San Roque O 956 780 106 Wer die Arbeiten des hervorragenden Bildhauers für Heiligenbilder Luis Ortega Brú kennenlernen will, der die Reliefs einer Tür im Vatikan gemacht hat, muss nach San Roque kommen. Im oberen Teil des Gouverneurspalastes seiner Geburtsstadt wird eine der größten Sammlungen des Künstlers ausgestellt. Mehr als 160 völlig neue Arbeiten, in denen man erkennt, wie der Künstler die plastischen Stile von der barocken Bildhauerkunst bis zu den neuen abstrakten und expressionistischen Entwicklungen assimiliert und handhabt. Eine seiner bedeutendsten Arbeiten in diesem Museums ist La Piedad, die aus mehrfarbigem Holz geschnitzt ist.
Das Ledermuseum
, Convento de Capuchinos. Avenida de Herrera Oria, s/n - Ubrique O 670 245 229 w www.museodelapiel.es Das Ledermuseum „Ausstellung Hände und Magie des Leders“ gibt uns einen Einblick in einen Teil des historischen Nachlasses von Cádiz durch die Arbeitsweisen der Lederwarenhändler aus Ubrique. Es befindet sich in dem Teil des ehemaligen Kapuzinerkloster, in dem die Zellen der Mönche untergebracht waren. Im Klosterhof kann man die Entwicklung sehen, die bestimmte Geräte für die Herstellung von Ledererzeugnissen im Laufe der Jahrhunderte durchlaufen haben. Außerdem gibt es eine kleine Nachbildung einer Lederwerkstatt, die besichtigt werden kann. Eine andere Besonderheit des Museums ist die Ausstellung von Bildern die regelmäßig jeden Monat erneuert werden.
Stiftung NMAC-Montenmedio zeitgenössischer Kunst , Ctra. A-48 ( N-340), Km 42,5 - Vejer de la Frontera
O 956 455 134 w www.fundacionnmac.org
Die Stiftung, die sich in einer ländlichen Gegend befindet (dreißig ha Weideland in Montenmedio de Vejer de la Frontera), ist ein einmaliger Ort, an dem ein Dialog zwischen der zeitgenössischen Kunst und der Natur in perfekter Harmonie stattfindet. Internationale Künstler wie z. B. James Turrell und Marina Abramovic führten site-spezifische Projekte als Installationen, Skulpturen, Fotografie, Video, Bilder und Performance durch. Zur Zeit bestehen die Ausstellungsräume, über die die Stiftung verfügt, aus 11 ehemaligen Schaubuden, die zu einem militärischen Komplex gehörten, der seit den siebziger Jahren nicht mehr in Betrieb ist.
66 Sehenswürdige Rundfahrten. Nombre capítulo y sección
Kultur- und Festkalender ZUR TOURISTISCHEN STÄTTE INTERNATIONALEN INTERESSES ERKLÄRT
ZUR TOURISTISCHEN STÄTTE NATIONALEN INTERESSES ERKLÄRT
ZUR TOURISTISCHEN STÄTTE REGIONALEN INTERESSES ERKLÄRT
îî FEBRUAR KARNEVAL VON CÁDIZ CADIZ I Februar-März Das beliebteste Fest von Cadiz geht auf die Besuche in der Stadt von Händlern aus Genua, Venedig oder Frankreich zurück, die Masken und Verkleidungen mitbrachten und sie zu Tänzen trugen, die sie in den Straßen von Cadiz zu Rhythmen havanesischer Klänge, bzw. auch aus Guajira und dem kubanischen Guaracha trugen. Es dauert zehn Tage, wobei in den Tagen davor auf den Hauptplätzen der historischen Altstadt kostenlose Kostproben verteilt werden (Pestiñada-Gebäck, Ostion-Muscheln, Seeigel). Aber der Höhepunkt ist der Wettbewerb der Gemeindeverbände, der im Falla Theater stattfindet, bei dem die besten Chöre, Spaßvögel und Komparsen auf satirische Art und Weise die Ereignisse des Jahres kritisieren. Der gesamte Ort verkleidet sich und geht auf die Straße, um Spaß zu haben und sich die Umzüge der Chöre anzusehen, die durch die Straßen und Plätze der Stadt ziehen. KARNEVAL BORNOS AND CHIPIONA I Februar-März FLAMENCO-FESTIVAL VON JEREZ FEREZ DE LA FRONTERA | Februar-März Der Tanz ist das Hauptelement dieses international anerkannten Wettbewerbs. Im Programm finden wir Aufführungen und Vorträge, Kurse, durchtanzte Nächte bei vor Ort versammelten Flamenco-Verbänden , Ausstellungen und das Festival Off, eine Jahr für Jahr immer bedeutender werdende Parallelveranstaltung, die im Saal „La Guarida de Ángel“ stattfindet. www.festivaldejerez.es
67 Die Welt der Kultur. Kultur- und Festkalender
INTERNATIONALE DOKUMENTARFILMWOCHE IN SAN ROQUE SAN ROQUE I www.sanroquesemicort.wordpress.com NATIONALER WETTBEWERB DER FLAMENCO KUNST “CIUDAD DE UBRIQUE” UBRIQUE | From February to June
îî MÄRZ KARWOCHE JEREZ DE LA FRONTERA - ARCOS DE LA FRONTERA I März-April Vom Palmsonntag bis zum Ostersonntag verwandelt sich Andalusien, und die Andalusier sowie die Einwohner von Cadiz gehen in ihrer besten Sonntagskleidung mit aller religiösen Volkshingabe auf die Strasse . Künstlerisch reichgeschmückte Statuen werden durch die Straßen getragen, begleitet von Trommel- und Hornbläsergruppen und einer Geruchsmischung von Weihrauch und Orangenblüten. In der Provinz Cadiz sind die Stadtgemeinden von Jerez de la Frontera, Arcos de la Frontera, Alcalá del Valle, Bornos, Espera, La Línea de la Concepción, San Fernando, Sanlúcar de Barrameda, San Roque, und Setenil de las Bodegas die bedeutendsten Orte, in denen die Karwoche besonders begangen wird. Sie alle sind zu Kulturgütern von touristischem Interesse erklärt worden. FESTIVAL SHORTY WEEK (KURZFILM FESTIVAL) EL PUERTO DE SANTA MARÍA I www.shortyweek.com
îî APRIL FRÜHLINGS- UND FINO-FEST EL PUERTO DE SANTA MARÍA KIRCHWEIHFEST ZU EHREN DES HEILIGEN ISIDORS LOS BARRIOS MONTAGSKIRCHWEIHFEST NACH QUASIMODO OLVERA TREBU FESTIVAL DER STRASSENMUSIK TREBUJENA www.trebujena.com
68 Die Welt der Kultur. Kultur- und Festkalender
îî MAI HISTORISCHE GEDENKFEIER “ALGODONALES, 2. MAI 1810” ALGODONALES www.dosdemayo.org NATIONALER TANZWETTBEWERB ‚BAILE POR ALEGRÍAS‘ CÁDIZ | Mai-Juni www.laperladecadiz.es MUSIKFESTIVAL “MANUEL DE FALLA” CÁDIZ Dem berühmten Musiker Manuel de Falla aus Cadiz gewidmet. www.facebook.com/festivalmusicamanueldefalla INTERNATIONALES MARIONETTENFESTIVAL “CIUDAD DE CÁDIZ” CÁDIZ | Mai-Juni www.facebook.com/festivaltiterecadiz PFERDEMESSE VON JEREZ DE LA FRONTERA JEREZ DE LA FRONTERA Der Park González Hontoria, in dem mehr als 200 Stände aufgebaut werden, lässt auf einer grandiosen Pferderundbahn Hunderte von Reiter, Reiterinnen und Gespanne defilieren. Dort kann man sich auch an weiteren Attraktionen dieser Stadt erfreuen, wie den Wein und den Flamenco, die bei diesem Fest eine besondere Hauptrolle spielen. AFRIKANISCHES KINOFESTIVAL TARIFA | Mai – Juni www.fcat.es FEST DER MAIKREUZE UND VOLKSFEST ‚CRUJÍA DE GAMONES‘ UBRIQUE INTERNATIONALES JAZZFESTIVAL VEJER DE LA FRONTERA
îî JUNI KÖNIGLICHES VOLKSFEST ALGECIRAS ALGECIRAS NATIONALER GESANGSWETTBEWERB ‚CANTE POR ALEGRÍAS‘ CÁDIZ | Juni – Juli www.enriqueelmellizo.com
69 Die Welt der Kultur. Kultur- und Festkalender
CÁDIZ EN DANZA, INTERNATIONALES FESTIVAL DES ZEITGENÖSSISCHEN TANZES CÁDIZ www.cadizendanza.com FRONLEICHNAHM EL GASTOR ZAHARA DE LA SIERRA INTERNATIONALES ZIRKUSFESTIVAL VON TARIFA (FEINCITA) TARIFA www.feincita.com
îî JULI INTERNATIONALES GITARRENTREFFEN ‚PACO DE LUCÍA‘ ALGECIRAS www.algeciras.es/pacodelucia FESTIVAL ‚JUEVES FLAMENCOS‘ CÁDIZ | Juli - August JAZZFESTIVAL CADIZ CÁDIZ Findet in dem Baluarte de Candelaria und in dem Hotel Atlántico statt. www.festivaljazzcadiz.com BAHÍA JAZZFESTIVAL EL PUERTO DE SANTA MARÍA Findet in den Bodegas Osborne statt. www.osborne.es ABENDVERANSTALTUNG UND FESTE IN ‚LÍNEA DE LA CONCEPCIÓN‘ LA LÍNEA DE LA CONCEPCIÓN NATIONALER GESANGSWETTBEWERB ‚CANTE POR PETENERAS‘ PATERNA DE RIVERA VOLKSFEST ZU EHREN DER JUNGFRAU CARMEN UND DES SALZES SAN FERNANDO FLAMENCOGESANGSFESTIVAL “NOCHES DE BAJO DE GUÍA” SANLÚCAR DE BARRAMEDA www.sanlucarturismo.com
70 Die Welt der Kultur. Kultur- und Festkalender
JAZZFESTIVAL SANLÚCAR DE BARRAMEDA Findet in den Gärten des Palastes von Orleans statt. www.sanlucarturismo.com
îî AUGUST MARITIMES KIRCHWEIHFEST ZU EHREN DER JUNGFRAU VON PALMA ALGECIRAS INTERNATIONALES MUSIKFESTIVAL ‚AL-KALAT‘ ALCALÁ DE LOS GAZULES MUSKATELLER FESTIVAL CHIPIONA FLAMENCOFESTIVAL “POR LA LIBERTAD” Conil de la Frontera FESTIVAL DES KOMÖDIENTHEATERS EL PUERTO DE SANTA MARÍA www.fundacionpedromunozseca.org
HISTORISCHE GEDENKFEIER ‚MAUREN UND CHRISTEN‘ benamahoma (Grazalema) www.morosycristianosbenamahoma.es NATIONALER GESANGSWETTBEWERB ‚CANTES POR SERRANAS‘ PRADO DEL REY www.pradodelrey.es FEST DER ROTBANDBRASSE ROTA FLAMENCOFESTIVAL ‚ARRANQUE ROTEÑO‘ ROTA PFERDERENNEN AM STRAND SANLÚCAR DE BARRAMEDA Diese finden seit mehr als 170 Jahren an den Stränden von Sanluqueña statt und gehen zurück auf die informellen Wettbewerbe, der Pferdebesitzer, die Fische von dem alten Hafen von Bajo de Guía zu den verschiedenen Märkten brachten. Derzeit finden die Wettbewerbe in zwei Durchgängen an
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drei Tagen jeweils im August statt. Einwohner von Sanluqueña und Besucher genießen die Wettrennen der reinrassigen Pferde auf der Naturrennbahn, die an Augustnachmittagen bei Ebbe stattfinden. FEST DER LOBPREISUNG DES FLUSSES GUADALQUIVIR SANLÚCAR DE BARRAMEDA INTERNATIONALES MUSIKFESTIVAL “A ORILLAS DEL GUADALQUIVIR” (FIMOG) SANLÚCAR DE BARRAMEDA www.sanlucarturismo.com FLAMENCONACHT ‚LAS MURALLAS DE LA SEGUR‘ VEJER DE LA FRONTERA (CÁDIZ)
îî SEPTEMBER ALCANCES, DOKUMENTARKINOFESTIVAL IN CÁDIZ CÁDIZ www.alcances.org KIRCHWEIH- UND VOLKSFEST UNSERER JUNGFRAU DER TUGEND CONIL DE LA FRONTERA PATRONALFEST UNSERER JUNGFRAU DES ZUSPRUCHS CHIPIONA PATRONALFEST DES HEILIGSTEN CHRISTUS VON ANTIGUA ESPERA FLAMENCOFEST BULERÍA JEREZ DE LA FRONTERA
WEINLESEFEST JEREZ DE LA FRONTERA Nach dem Keltern der Trauben, das die Entstehung des neuen Mosts darstellt, finden neben den vielen Aktivitäten, Weinwettbewerbe, Weinproben, Ausstellungen, Tage der offenen Tür, und Veranstaltungen statt, die Wein und Gastronomie verbinden, an denen zahlreiche örtliche Weinkellereien teilnehmen. LANDWIRTSCHAFTSUMZUG UND VOLKSFEST VON TARIFA TARIFA VOLKSFEST VON GANADO UND VON SAN MATEO VILLAMARTIN HISTORISCHE GEDENKFEIER ZUR VERTEIDIGUNG DER INSEL LEON UND ZUM JAHRESTAG DES PARLAMENTS VON 1810 SAN FERNANDO
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îî OKTOBER FESTIVAL MANGA VON CÁDIZ (FEMANCA) CÁDIZ www.femanca.es IBEROAMERIKANISCHES THEATERFESTIVAL VON CÁDIZ (FIT) CÁDIZ www.fitdecadiz.org FLAMENCOFESTIVAL “DIEGO DEL GASTOR” EL GASTOR HISTORISCHE GEDENKFEIER “BLUT UND LIEBE IN DER SIERRA” GRAZALEMA www.sangreyamorenlasierra.blogspot.com.es AUSSTELLUNG MANGA VON JEREZ JEREZ DE LA FRONTERA www.salonmangajerez.com NATIONALER FLAMENCOGESANGSWETTBEWERB ZUM GEDENKEN AN CAMARÓN DE LA ISLA SAN FERNANDO | Octubre – Diciembre www.pfccamarondelaisla.com HISTORISCHE GEDENKFEIER KAMPF GEGEN DIE FRANZOSEN TARIFA
îî NOVEMBER SPANISCHES MUSIKFESTIVAL VON CÁDIZ CÁDIZ HISTORISCHE GEDENKFEIER STADT IM WALD EL BOSQUE
îî DEZEMBER WEIHNACHTLICHE HIRTENTROMMELN JEREZ DE LA FRONTERA Zum Kulturerbe Andalusiens erklärt, stehen diese für den traditionellen Beginn der Weihnachtszeit, in der Weihnachtslieder gesungen als auch Flamenco im Familienverbund oder mit Nachbarn getanzt wird zusammen getrunken wird. LEBENDIGE KRIPPE VON ARCOS DE LA FRONTERA ARCOS DE LA FRONTERA Die Straßen der historischen Altstadt erleben eine nie da gewesene Verwandlung zur größten lebendigen Krippe Spaniens, wobei die gesamte Gemeinde in den Gewändern der damaligen Epoche gekleidet ist. Dies wird auch in anderen Stadtgemeinden der Provinz gefeiert.
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05.1 Der Flamenco Im Jahr 2010 von der UNESCO zum geistigen Weltkulturerbe erklärt, hat der Flamenco seine Wurzeln in der Provinz Cadiz, wo er zu einer Kunstkategorie aufstieg und zu einer Inspiration für Schriftsteller, Dichter und Musiker wurde. In der Gegend von der Bahía bis zur Küstenlandschaft Campo de Gibraltar, die den Gesang formte, wie die ‚Alegrias‘, die ‚Bulerias‘ oder den Tango, und die Wiege der großen Künstler, wie die aus Chipiona stammende Rocío Jurado, den aus San Luque stammenden Manolo Sanlúcar und die aus Jerez stammenden Künstler Antonio Chacón, José Mercé und Lola Flores, ist der Flamenco konzentriert und in seiner reinsten Form zu finden. Das Stadtviertel Santa María ist das pulsierende Herz des Flamencos in der Hauptstadt. Aus ihr ging der legendäre Enrique el Mellizo hervor, und um ihn konzentrieren sich die Gemeinschaftsverbindungen, wie die Perle von Cádiz, die in ihrem Saal der Flamencokunde, den nationalen Tanzwettbewerb Baile por Alegrías veranstaltet. Auf dem Platz Merced befindet sich das Gemeinschaftszentrum der Flamencokunst von Merced, das ein vielseitiges Programm an Aktivitäten bietet, wie Konzerte, Kurse, Ausstellungen... Vor mehr als zweihundert Jahren kam der Flamencogesang mit den Zigeunergemeinschaften nach Jerez de la Frontera, die Arbeit auf den Ländereien suchten und dort blieben. In der Stadt befindet sich eines der Viertel, das vielleicht mit dem besten Flamenco der Welt aufwartet, das Stadtviertel Santiago, in dem das andalusische Dokumentationszentrum des Flamencos gelegen ist, an dieses gliedert sich das Stadtviertel San Miguel an, aus dem der wunderbare Gesang von Jerez, die Bulería stammt. Man kann den Flamenco Rundgang nicht in der Provinz Cádiz abschließen, ohne Algeceras anzusteuern, den Geburtsort des genialen Gitarristen Paco de Lucía, der nur ein paar Kilometer weiter, in San Fernando, die zweite Hälfte seiner Legende gelassen hat: José Monge Cruz, genannt ‚Camarón de la Isla‘, den man nach dem Tod mit dem vierten Gesangsschlüssel aus Gold prämierte. Beide Künstler haben ihre eigenen Kulturreiserouten. (Siehe Seiten 76-77).
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Die zahlreichen in der Provinz stattfindenden Feste bieten auch den weltweiten Liebhabern des schwermütigen Gesangs ‚Cante Jondo‘ die Möglichkeit, einigen wunderbaren Vorstellungen beizuwohnen. Zu den bekanntesten gehören das Fest, Fiesta de Bulería, und das internationale Flamincofestival (beide in Jerez), das Fest Bajo de Guía in Sanlúcar de Barrameda, das Fest Arranque Roteño, der nationale Gesangswettbewerb Peteneras in Paterna de la Rivera, der nationale Flamencowettstreit in San Fernando, der nationale Gesangswettbewerb Serranas in Prado del Rey und die Flamenconacht Segur in Vejer de la Frontera, die zu einem Fest des nationalen touristischen Interesses erklärt wurde.
Wussten êê Sie..? Niña Pastori war gerade acht Jahre alt, als sie von dem großen Sänger ‚Camarón de la Isla‘ entdeckt wurde und ihr beneidenswertes Talent für die Flamencomusik entfaltete.
■❚❙ DIE “FLAMENCOREGIONEN” Die Provinz Cádiz ist Teil der Reiseroute, die aus zwei Routen besteht, die in den “Flamencoregionen”, ausgewiesen von dem Verwaltungsrat von Andalusien enthalten sind: Die Kompassroute Drei mal Vier “Los Cantes Básicos”, die durch Jerez führt und die die Geschichte des Flamencogesangs und der –sänger, die Säulen dieser Kunstgattung, wie die Soleá und die Bulería, erschaffen haben, veranschaulicht. Die Route Bajañi führt von Algeciras nach Sanlúcar de Barrameda, durch Jerez und hat zum Ziel, die Ursprünge der Flamencogitarrenmusik aufzuzeigen. www.andalucia.org/es/rutas/tipos/rutas-de-flamenco
SEHENSWERT GEMEINDEZENTRUM DER FLAMENCOKUNST LA MERCED , Plza. de la Merced, s/n - Cádiz O 956 902 134 - 600 160 870
ANDALUSISCHES DOKUMENTATIONSZENTRUM DES FLAMENCOS , Plaza de San Juan, 1. Palacio de Pemartín – Jerez de la Frontera O 956 902 134 - 600 160 870 w www.centroandaluzdeflamenco.es
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5.1.1. Die Route von Camarón de la Isla Dieser Flamencosänger wurde sogar vor seinem Tod zu einer Legende und revolutionierte mit seinem persönlichen Stil die Welt des Flamencos. José Monge Cruz, aufgrund seines einzigartigen blonden Erscheinungsbilds und seiner hageren Gesichtszüge unter dem Namen “Camarón de la Isla” bekannt, wurde 1950 in San Fernando geboren. Sein Vater starb jung, und mit gerade 7 Jahren sang der waschechte Zigeuner bereits in Tavernen und Bars, um etwas Geld zu verdienen. Mit zwölf Jahren gewann er den ersten Preis bei dem Flamenco-Wettbewerb des Festivals von Montilla (Córdoba), und seitdem war sein Aufstieg in der Welt der Musik nicht aufzuhalten. Im Jahr 1968 brachte er seine erste Platte mit Paco de Lucía heraus, und nur kurze Zeit später lernte er den Gitarristen Tomatito kennen, seinen Partner über 18 Jahre hinweg bis zu seinem Tod im Jahr 1992. Er nahm 19 Platten auf, darunter das Lied Soy Gitano (1989), das meistverkaufte in der Geschichte des Flamenco. Um dieses Genie in seiner Geburtsstadt zu ehren, hat man eine Kulturreiseroute erarbeitet, mit dem Namen “Die Route von Camarón”. Die Route beginnt bei seinem Geburtshaus und verläuft unter anderem entlang der “Claves de Camarón”, der Insel San Fernando, dem Stadtviertel Callejuelas und dem Haus von Camarón. Nicht weit entfernt befindet sich die Flamencogemeinschaft “Camarón de la Isla”, mit Hunderten von Fotos, Andenken an den Künstler und auch der Ort, an dem jedes Jahr von September bis Dezember der Gesangswettbewerb zum Gedenken an Camarón, der “Concurso de Cante Memorial Camarón de la Isla”, stattfindet. Die Rundreise geht weiter bis zum Denkmal des Camarón, nur wenige Meter von dem berühmten Restaurant Venta de Vargas entfernt. Von dort aus geht es weiter zur Schmiede seines Vaters und danach zur Kirche Mayor, wo der Flamencosänger den Segen Christus erbat, um sich mit La Chispa zu vermählen, und die Rundreise endet an seinem Mausoleum auf dem Stadtfriedhof. “Ich möchte gerne in San Fernando begraben werden”, hatte er erklärt, und sein Wunsch wurde ihm erfüllt.
îî Komplette Informationen über die Reiseroute in: www.turismosanfernando.es/rutas/la-isla-de-camaron
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5.1.2. Die Route von Paco de Lucía Ihm wurde die Ehrendoktorwürde von der Universität Cádiz und dem Berkeley College für Musik verliehen und der Juror des Preises Prinz von Asturien hat ihm die Interpretationsehrbarkeit und sein Vermögen “Grenzen und Stile” zu überschreiten, zuerkannt, die ihn zu einem “Musiker der universalen Dimension machen”. Paco de Lucía wurde 1947 in Algeciras geboren. In einem familiären Umfeld, dass von Flamenco geprägt war, hat er seine ersten Platten zusammen mit seinem Bruder Pepe aufgenommen und unmittelbar danach an anderen zusammen mit Fosforito, El Lebirjano und Camarón de la Isla mitgewirkt. Es gelang ihm das klassische Flamencokonzept zu modernisieren, ohne dass es seine Wurzeln verlor und es mit dem Jazz, dem Blues, der Hindumusik, den kubanischen Rhythmen oder dem Bossa Nova vereint. Insgesamt hat er 37 Platten aufgenommen, darüber hinaus arbeitete er mit internationalen Künstlern zusammen, wie Carlos Santana oder Al Di Meola oder John McLaughlin. Er starb 2014 in Cancun. Diese Reiseroute verläuft entlang seines künstlerischen Werdegangs und zeichnet seinen Lebensweg nach, wobei Enklaven in Algeciras, die seine Arbeit inspiriert haben, besucht werden. Sie beginnt in der Straße Calle San Francisco, geht weiter über die Straße Calle Munición, in deren Bars sein Vater, der Gitarrist Antonio Sánchez Pecino, “Antonio de Algeciras” auftrat. Zum Süden hin gelangt man weiter zum Platz Alta und auf diesem steht die Klosterkirche Unsere Jungfrau von Europa. In der gleichen Richtung erreicht man den Platz Baja oder Abastos, wo sein Vater einen Stand mit Stoffen und Hausierwaren hatte. Der nächste Halt ist das Luxushotel Reina Cristina, vor dem sich der ehemalige Strand Chorruelo befand. Im Kreisel, an der Ausfahrt zum Strand Getares und Tarifa, steht das Denkmal, das die Stadt für den Künstler errichtete. Weiter in Richtung zur Landspitze Punta Carnero und zum Leuchtturm von Algeciras, befindet sich auch direkt am Meer das Haus Bernardo, eine Imbissstube an dem Strand Rinconcillo, wo der Maestro ein Haus hatte. Ganz in der Nähe ist der letzte Anlaufpunkt der Rundreise, der Patio San José auf dem alten Friedhof von Algeciras, wo die sterblichen Reste des genialen Gitarristen beigesetzt sind.
îî Komplette Informationen über die Reiseroute in: www.algeciras.es/pacodelucia
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05.2 Kunst und Wein Die Provinz Cadiz ist für seine Weine bekannt, die in Fässern in alten voller Kunst, Geschichte, Legenden und Filmkulissen gleichenden Weinkellern reifen. Die Provinz Cadiz ist international für seine Vielfalt und Qualität an Weinen bekannt; einige Weine haben eigene Herkunftsbezeichnungen (Herkunftsbezeichnung‚ Jerez-Xérès-Sherry und Herkunftsbezeichnung ‚Manzanilla-Sanlúcar de Barrameda‘). Zu dem zweifellos gastronomischen Wert des Weinbaus müssen wir das wachsende Interesse an einem önologischen Tourismus hinzuaddieren, der in den sogenannten Weinkathedralen – den Bodegas – eines seiner wichtigsten Säulen hat. Seitdem romantische Reisende bereits im 18. Jahrhundert sie zu einem unverzichtbaren Besuch auf ihrer Route durch Andalusien machten, haben sich die Weinkellereien in Cadiz an die Zeit angepasst, und versuchen ein Gleichgewicht zwischen Funktionalität und Schönheit zu finden, wobei sie sich in authentische Weinmuseen verwandeln. In den Weinkellereien Bodegas Tío Pepe von González Byass (Jerez de la Frontera) gibt es mehr als 100.000 Weinfässer, darunter sind die ältesten mehr als 350 Jahre alt, und ihre Einrichtungen wurden von Persönlichkeiten wie dem Schriftsteller Leopoldo Alas “Clarín”, Harold Lloyd, Jean Cocteau, Winston Churchill, Ayrton Senna, Roger Moore oder Steven Spielberg besucht. Auch die jahrhundertealten Weinkellereien in Jerez von Pedro Domecq gehören zu den meist besuchten, die Weinfässer haben, die von Prinzen, Adeligen und Königen, wie Alfonso III und Juan Carlos I gestiftet wurden und auch von Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kunst (Gregorio Marañón, Jacinto Benavente, José María Pemán, Octavio Paz), Künstlern (Antonio Machín, Andrés Segovia, Plácido Domingo), Sportlern wie Severiano Ballesteros, Diplomaten und vielen mehr besucht wurden.
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Wussten êê Sie..? Alexander Fleming, der Nobelpreisträger für Physiologie und Medizin und Entdecker des Penizillins, kam 1948 nach Jerez, und während seines Besuchs in der Kellerei Bodegas Domecq signierte er ein Fass, und rief während er die Weine probierte, aus: „Mein Penizillin heilt die Kranken, aber Euer Sherry erweckt Tote zum Leben“.
Kunst und Wein gehen heute Hand in Hand, wobei thematische Museen in vielen der Weinkellereien der Gegend integriert werden. Ein gutes Beispiel sind das Museum Barbadillo de la Manzanilla und das Zentrum der Weininterpretation in den Bodegas Zuleta, beide in Sanlúcar de Barrameda gelegen, dabei nicht zu vergessen die wunderbare Kunstsammlung “Joaquín Rivero” in den Weinkellereien Bodegas Tradición (Jerez de la Frontera) oder die Suite Vollard von Picasso, die man in den Weinkellereien Bodegas Estevez bewundern kann, die ebenfalls in Jerez gelegen ist.
■❚❙ DIE WEINKATHEDRALEN
Die traditionell maurische Kellereiarchitektur, die sich im Verlauf der Moderne entwickelt hat, entfaltete ihren vollen Reichtum im 19. Jahrhundert mit der sogenannten „Kathedralenform“, die aus Langschiffen mit zwei anmutigen Giebelverkleidungen und saubere und ordentliche Fassaden bestand, die heute ein unzertrennliches Element der urbanen Landschaft des Weinbaugebiets von Jerez darstellen.
80 Mit eigenem Charakter. Kunst und Wein
SEHENSWERT
MUSKATELLER MUSEUM , Avda. de Regla, 8 y 10 - Chipiona O 956 371 804 w www.museodelmoscatel.com Es zeigt anhand von 7 Modulen mit thematischen Bereichen und didaktischer Form, die gleichsam unterhaltsam sind, alle aufeinanderfolgende Prozesse der Weinverarbeitung und folglich des Muskateller im Verlauf der Geschichte, von den Phöniziern, gefolgt von der Stadtgründung durch die Römer, der muslimischen Epoche, der Zurückeroberung, der industriellen Revolution bis zur heutigen Zeit. SAMMLUNG DER SPANISCHEN MALEREI “JOAQUÍN RIVERO” , Bodegas Tradición. Plaza Cordobeses, 3 –Jerez de la Frontera O 34 956 168 628 w www.bodegastradicion.com In der Weinkellerei ist für die Öffentlichkeit eine Auswahl von mehr als 300 Werken spanischer Malerei aus dem 15. bis zum 19. Jahrhundert ausgestellt. KUNSTGALERIE DER FIRMENGRUPPE ESTÉVEZ , Ctra. N-IV, Km 640 - Grupo Estévez - Jerez de la Frontera O 956 321 004 w www.grupoestevez.es Neben den Werken der Malerei in der Galerie für zeitgenössische Kunst ist außerdem die wunderbare Sammlung Suite Vollard von Picasso bestehend aus 100 Gravuren und darüber hinaus Gemälde von Künstlern wie Botero, Miró, Dalí, Sicilia, Palazuelo, Salustiano oder Tàpies zu bewundern. Im Bereich der Skulpturen sind Werke von Jorge Oteiza, sowie Druckproben von Eduardo Chillida ausgestellt. Zum Bestand der Galerie gehören auch Uhren-, Wandteppich-, Gehstock und Holzkabinettsammlungen. ETIKETTENMUSEUM VON ALTEN WEINEN , Carretera Circunvalación, s/n Complejo Bellavista - Bodegas Grupo Garvey O 956 319 650 - Jerez de la Frontera w www.grupogarvey.com Das Weinetikettenmuseum hat mehr als 15.000 Etiketten im Besitz, die zwischen 1854 – 1954 gedruckt wurden, von denen jedoch nur 8.000 ausgestellt sind, die aus Jerez de la Frontera, Puerto de Santa María und Sanlúcar de Barrameda stammen, einige von ihnen sind derzeit nicht mehr verfügbar. Darüber hinaus kann man eine Sammlung von handbemalten Flaschen aus dem 19. Jahrhundert sehen.
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MUSEUM ‚VOM WEINBERG ZUM WEIN‘ , Viña Santa Petronila Carretera del Calvario, km 3,5 – Jerez de la Frontera O 669 750 888 w www.santapetronila.com Das Museum befindet sich im Bereich der alten Weinpresse und dem Haus „Casa de la Gente“ des Weinhauses. Es wird gezeigt, wie im Weinberg gearbeitet wurde, die Weinlese wird vorgeführt, das Keltern, die Mostgewinnung und Verarbeitung zu Sherry im 18. - 19. Jahrhundert und es werden Gemeinsamkeiten dieser Prozesse im 21. Jahrhundert aufgezeigt. SHERRY MUSEUM , Carretera Nacional IV, km 641,74 Jerez de la Frontera O 956 353 400 - 677 452 256 w www.williams-humbert.com Der Ausstellungssalon «Gran Duque de Alba» der Kellereien Bodegas Williams &Humbert, die als die größten in ganz Europa gelten, beherbergt das Sherry Museum, in dem Utensilien zum Keltern der Trauben ausgestellt sind sowie Laborinstrumente, Pressen, Pumpen, Füllmaschinen, Korkenanlagen, etc., alles Originalteile, die hervorragend erhalten sind, die seit dem 18. Jahrhundert zusammengetragen wurden. INTERPRETATIONSZENTRUM DES WEINS , Avda. Rocío Jurado, s/n – Sanlúcar de Barrameda O 956 360 133 w www.delgadozuleta.com Es ist in der Kellerei Bodega Tío Paco im Kellereikomplex Delgado Zuleta gelegen. Der Besuch ist mittels visuellen Tafeln und unterhaltsamen Aktivitäten ein wahrhaftes Eintauchen in die spannende Welt der Dessertweine, ihre reichhaltige Geschichte, die einzigartige und geheimnisvolle Herstellungsmethode, die besonderen Bräuche und Traditionen, bis hin zu ihren einzigartigen Wortschöpfungen. MUSEUM ‚BARBADILLO DE LA MANZANILLA‘ , Calle Sevilla, 1-25 Sanlúcar de Barrameda (Cádiz) O 956 385 500 / 956 385 521 w www.barbadillo.com Es beleuchtet alle Aspekte im Zusammenhang mit dem Wein und Sherry aus dem Weinanbaugebiet Jerez, von der Weinlese bis zum Vertrieb. Darüber hinaus wird die Entwicklung im Zusammenhang mit der Geschichte des Manzanilla Weißweins, die relevantesten Aspekte der Familie Barbadillo und ihr großes Kulturerbe dargestellt.
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05.3 Pferde und Stiere Diese stolzen Tiere bilden einen unzertrennlichen Teil der Geschichte der Provinz, dadurch dass sie an den bedeutendsten Festen teilnehmen, bis hin zu spektakulären Hauptrollen in „Balletts“. Die Mythologie erzählt, dass der Gott Febo zur Rast die Feuerpferde von seinem Karrosse losband, als er an der Küste von Sanlúcar de Barrameda ankam. Und tatsächlich ist es so, dass die Reittradition in der Provinz von Cádiz mehr als 3.000 Jahre zurückreicht, bis hin in die Epoche der Tartesser. Aber es war die Gründung des Kartäuserklosters in Jerez de la Frontera im 15. Jahrhundert, die einen Meilenstein in der Geschichte der Zigeunerpferde darstellte. Die Mönche widmeten sich der Aufzucht von Pferden mit wunderbaren Zuchthengsten, und aus dieser Zucht kam die berühmte Kartäuserrasse hervor. Die Kartäuserzucht – Hierro del Bocado, ist die Herkunftsbezeichnung, die Kartäuserpferden, den bedeutendsten der Welt, vorbehalten ist, und das Gestüt kann samstags besucht werden, wobei man auch eine Reitvorstellung sehen kann. Die königlich andalusische Schule der Reitkunst, ebenfalls mit Sitz in Jerez de la Frontera, ist weltweit für ihre Ausstellung „Wie die andalusischen Pferde tanzen“ bekannt, einem echten Reitballett mit ausschließlich spanischer Musik und Kleidung aus dem 18. Jahrhundert, mit Choreografien, die aus Reprisen aus dem Klassikbereich herausgearbeitet wurden, sowie Cowboyreit- und anderen traditionellen Reitvorführungen. In den Einrichtungen der Stiftung kann man auch das Museum für Hakenkupplungen und das Museum der Reitkunst besuchen. Ein Großteil der Feste und Vorstellungen, die in der Provinz Cadiz stattfinden, sind ohne Mitwirkung von Pferden nicht vorstellbar, dies sieht man an der Relevanz der Pferdemesse von Jerez de la Frontera und den Pferderennen von Sanlúcar de Barrameda, beides Feste, die als Kulturgut internationalen touristischen Interesses erklärt wurden. In diesen Bereich der Feste
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fällt auch die große Relevanz der öffentlichen Stierfeste, die auf Plätzen stattfinden, die großartige Beispiele für regionale Architektur darstellen, wie diejenigen in Jerez de la Frontera, in Puerto de Santa Maria sowie der einzigartige Festplatz von Villaluenga del Rosario (siehe XVIII). Stierfeste sind schon seit jeher eine Quelle der Inspiration der Kunst und Kultur, daher kommt es, dass es in der Provinz zahlreiche Museen zu dieser Thematik gibt. Hervorzuheben sind die Stiermuseen von Jerez de la Frontera, das Stiermuseum José Cabrera de la Línea de la Concepción, das Stiermuseum José Luis Galloso in Puerto de Santa María oder das Städtische Stiermuseum Francisco Montes Paquiro von Chiclana. Kürzlich hat die Stiftung Osborne die Galerie Toro Gallery eingeweiht, einen neuen Ausstellungsbereich, der in der jahrhundertealten Kellerei in Puerto de Santa María gelegen ist und die Geschichte des Toro de Osborne mittels Arbeiten großer Fotografen, Künstler, Sportler und Persönlichkeiten aus allen Bereichen des sozialen Lebens zeigt sowie seine Bedeutung in der Kunstwelt.
■❚❙ DIE STIERREISEROUTE Ohne dass man die Provinz Cadiz, die Heimat der Stierkämpfer wie Rafael de Paula, Paquirri oder Juan José Padilla, verlassen muss, können wir auch die bekannte Stierreiseroute bereisen, die in Jerez de la Frontera beginnt, durch la Campiña führt und bis zur Küstenlandschaft Campo de Gibraltar verläuft. Wir haben die Möglichkeit, das Leben dieses Tieres in seiner natürlichen Umgebung und auch angesehene Viehzuchten der Region kennenzulernen.
SEHENSWERT GESTÜT LA CARTUJA – HIERRO DEL BOCADO , Ctra. Medina – El Portal, 6,5Jerez de la Frontera O 956 162 809 w www.yeguadacartuja.com STIFTUNG KÖNIGLICHE ANDALUSISCHE SCHULE DER REITKUNST , Avenida Duque de Abrantes, s/n - Jerez de la Frontera O 956 319 635 w www.realescuela.org
TORO GALLERY , Bodega de Mora (Bodegas Osborne)Calle de los Moros, 7 El Puerto Santa María O 956 869 100 w www.osborne.es VIEHZUCHT TORRESTRELLA , Medina Sidonia O 956 30 43 12 w www.acampoabierto.com VIEHZUCHT CEBADA GAGO , Medina Sidonia O 956 41 60 16 w www.cebadagago.es VIEHZUCHT FERMÍN BOHORQUEZ , Jerez de la Frontera O 956 18 45 79 w www.ferminbohorquez.com
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05.4 Kunsthandwerk In Cadiz, der Heimat der Keramiker, Töpfer, und Lederhandwerksmeistern, existiert das traditionelle und das neue Kunsthandwerk in harmonischer Form nebeneinander. Die Handwerker von Cadiz vermochten ihr Handwerk in der ursprünglichen Form beizubehalten, die mit Elementen wie dem Wein (Fassbinderei) und dem Pferd (Sattlerei) im Gebiet von Jerez und den Orten der Sierra verbunden sind. Die Handarbeiten und die mit Weidenruten sowie die Töpferei konzentrieren sich auf den Kreis von Janda, auf Orte wie Vejer de la Frontera, und Medina Sidonia, wobei insbesondere die Keramik von Conil de la Frontera bekannt ist. Für seinen Teil ist das Küstengebiet Campo de Gibraltar bekannt für das Korkhandwerk in Jimena und Castellar de la Frontera. Im musikalischen Bereich sind die Dudelsäcke von El Gastor und die angesehenen Gitarren von Algodonales zu nennen, einem Ort wo auch individuelle Flamencoschubkästen hergestellt werden. Es müssen auch die handgefertigten Möbel von Benamahoma, El Bosque und Prado del Rey hervorgehoben werden, sowie die Ebenholzarbeiten im englischen Stil von Sanlúcar de Barrameda. Die Textilhandarbeiten konzentrieren sich auf zwei große Zentren in der Provinz, die Orte Arcos de la Frontera, mit seinen Teppichen aus kastilischer Wolle von geometrischem Design und Grazalema, bekannt für seine weichen und mollig dicken Decken, die naturgemäß gestreift sind und geknüpften Fransen haben und in alten Webstühlen hergestellt werden, die immer noch in diesen Orten der Sierra funktionstüchtig sind. Und man darf bei der Handwerkskunst in Cadiz nicht Ubrique außer Acht lassen, den europäischen Hauptort für Handwerksstätten, in denen Leder verarbeitet wird. Die berühmten Flachmänner aus Ubrique haben eine stolze Bandbreite an Zubehörteilen und -artikeln hervorgebracht, die gemäß der feinen Lederverarbeitungstechniken gefertigt wurden und das Siegel „Leder aus Ubrique“ tragen und so zahlreiche internationale Märkte und angesehene, weltweit bekannte Firmen eroberte. In dem Ort befindet sich das Ledermuseum, das im Kapuzinerkloster gelegen ist.
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05.5 05.4 PersönlichWichtige keiten aus Cádiz
Seit der Gründung sind aus der Provinz Cádiz zahlreiche berühmte Persönlichkeiten hervorgegangen, die sich in zahlreichen Kulturbereichen auf nationaler und internationaler Ebene bewiesen haben. Es ist unmöglich alle aufzuzählen, es gilt die kurze Aufzählung der wichtigsten.
Literatur: î Rafael Alberti. El Puerto de Santa María. www.rafaelalberti.es î José Manuel Caballero Bonald. Jerez de la Frontera. Cervantes Preis. Stiftung Caballero Bonald. www.fcbonald.com î Antonio Hernandez Ramírez. Arcos de la Frontera. Nationalpreis für Poesie. î Fernando Quiñones. Chiclana de la Frontera. Stiftung Fernando Quiñones. www.fundacionfq.es î José María Pemán. Cádiz. î Carlos Edmundo de Ory. Cádiz. www.fundacionory.com î Elvira Lindo. Cádiz Personengestalterin Manolito Gafotas. î Antonio y Carlos Murciano. Arcos de la Frontera î Felipe Benitez Reyes. Rota. î Eduardo Mendicutti. Sanlúcar de Barrameda î Ana Rosseti. San Fernando
Rafael Alberti.
J.M. Caballero Bonald.
Malerei: î Chema Cobos. Tarifa î Guillermo Perez Villalta. Tarifa î Felipe Abárzuza. Cádiz Erbauer der Dächer des großen Theaters Gran Teatro Falla î Hernán Cortés Moreno. Cádiz www.hernancortesmoreno.com î Costus, das Pseudonym der Künstler Enrique Naya (Cadiz) und Juan Carrero (Palma de Mallorca).Teil ihrer Werke ist im ECCO – Bereich des kulturellen Schaffens (Cádiz) – in einer ständigen Ausstellung zu sehen. î Manuel Prieto Benítez. El Puerto de Santa María. Autor des Toro de Osborne
Gran Teatro Falla.
86 Mit eigenem Charakter. Wichtige Persönlichkeiten aus Cádiz
î Francisco Pacheco. Sanlúcar de Barrameda. Maestro und Schwager von Velázquez (S. XVI-XVII). î José Cruz Herrera, Stammt aus Linea de la Concepción, wo sich das Museum Cruz Herrera befindet. „Minerva“. Juan Luis Vasallo Parodi.
Bildhauerei:
î Luis Ortega Brú. San Roque. Museum Ortega Brú (San Roque) î Juan Luis Vasallo Parodi. Cádiz. Erschaffer der Skulptur “Minerva” des Zirkels der Schönen Künste von Madrid. Teil seiner Arbeit befindet sich im Kulturzentrum Reina Sofia.
Theater / Kino: Pedro Muñoz Seca.
î Pedro Muñoz Seca. El Puerto de Santa María. Intendant des Theaters. Museum Pedro Muñoz Seca. î Juan Luis Galiardo. San Roque. Kino- und Theaterschauspieler.
Musik: KLASSIK: î Manuel de Falla. Cádiz www.manueldefalla.com Manuel de Falla.
Sara Baras.
GITARRE: î Paco de Lucía. Algeciras www.pacodelucia.org î Gerardo Núñez. Jerez î Paco Cepero. Jerez î Manolo Sanlúcar. Sanlúcar de Barrameda KLAVIER: î Chano Dominguez. Cádiz TANZ: î Sara Baras . San Fernando SÄNGER: î Javier Ruibal. El Puerto de Santa María î Pablo Carbonell. Cádiz î Rocio Jurado. Chipiona
Paco de Lucía
Camarón de la Isla.
FLAMENCOSÄNGER: î José Monge (Camarón) San Fernando. î Niña Pastori. San Fernando î Antonio Chacón, Lola Flores, José Mercé, Paquera de Jerez. Jerez de la Frontera î Enrique El Mellizo, La Perla de Cádiz, Chano Lobato, Juan Villar, Beni de Cádiz. Cádiz
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Praktische Daten
Tourismusbüro
CÁDIZ. PATRONATO PROVINCIAL DE TURISMO Plaza de Madrid. Estadio Ramón de Carranza. Fondo Sur. Planta 4ª, s/n / +34 956 807 061 www.cadizturismo.com - info@cadizturismo.com ALGECIRAS. Calle Paseo Río de la Miel, s/n. +34 956 571 254 www.algeciras.es otalgeciras@andalucia.org ARCOS DE LA FRONTERA. Arcos de la Frontera Calle Cuesta de Belén, 5. +34 956 702 264 turismo@arcosdelafrontera.es BARBATE. Avenida Río Barbate, 23. /+34 956 063 613 www.barbate.es - turismo@barbate.es BENALUP - CASAS VIEJAS. Calle Paterna, 4 /+34 956 417 733 oficinaturismo@benalupcasasviejas.es BENAMAHOMA. (Grazalema) Calle Cuesta de la Venta, s/n turismobenamahoma@gmail.com BORNOS Plaza Alcalde José González, 1 - Palacio de los Ribera /+34 956 728 264 www.bornos.es - turismodebornos@ bornos.es CÁDIZ. CENTRO DE RECEPCIÓN DE TURISTAS DEL AYUNTAMIENTO (CANALEJAS) Paseo de Canalejas, s/n / +34 956 241 001 www.cadiz.es - info.turismo@cadiz.es CÁDIZ. OFICINA DE INFORMACIÓN TURÍSTICA DEL AYUNTAMIENTO (AVENIDA) Avenida José León de Carranza, s/n +34 956 285 601 www.cadiz.es- info.turismo@cadiz.es CÁDIZ. OFICINA DE TURISMO DE LA JUNTA DE ANDALUCÍA Avenida Ramón de Carranza, s/n +34 956 203 191 www.andalucia.org - otcadiz@andalucia.org CHICLANA DE LA FRONTERA. Calle La Plaza, 3 - nº 3 +34 956 535 969 www.turismochiclana.es - turismo@chiclana.es CHICLANA DE LA FRONTERA. (URBANIZACIÓN NOVO SANCTI PETRI) Urbanización Novo Sancti Petri, s/n - Frente al pinar público (Cerrada en invierno) +34 956 497 234 www.turismochiclana.es - turismo@chiclana.es
CHIPIONA. Calle Castillo, 5 - Castillo de Chipiona +34 956 929 065 www.turismochipiona.es turismo@aytochipiona.es CONIL DE LA FRONTERA. PATRONATO MUNICIPAL DE TURISMO Calle Carretera, 1 +34 956 440 501 / 956 440 222 www.turismo.conil.org - turismo@conil.org EL PUERTO DE SANTA MARÍA. Plaza Alfonso X El Sabio, 9 - Palacio de Aranibar (junto al Castillo de San Marcos) +34 956 483 714 / 956 483 715 www.turismoelpuerto.com turismo@elpuertodesantamaria.es ESPERA. Calle Los toros, s/n +34 956 720 432 www.webespera.es - turismoespera@gmail.com GRAZALEMA. Dirección: Plaza Asomaderos, 3 +34 956 132 052 turismograzalema@gmail.com JEREZ DE LA FRONTERA. Plaza del Arenal, s/n - Edificio Los Arcos +34 956 338 874 / 956 341 711 www.turismojerez.com - turismo2@aytojerez.es JEREZ DE LA FRONTERA. OFICINA DE INFORMACIÓN TURÍSTICA DEL AEROPUERTO Carretera N-IV , 628,5 +34 956 186 808 www.cadizturismo.com oficina.aeropuerto@cadizturismo.com JEREZ DE LA FRONTERA. OFICINA JEREVISIÓN. Calle Armas, 17 - Frente al torreón del Alcázar +34 956 336 789 www.jerevision.es - pilar@selmaviajes.com LA LÍNEA DE LA CONCEPCIÓN. OFICINA DE TURISMO DE LA JUNTA DE ANDALUCÍA Avenida del Ejército, s/n - esquina con Avda. 20 de Abril +34 956 784 135 www.andalucia.org - otlinea@andalucia.org LA LÍNEA DE LA CONCEPCIÓN. Avenida Príncipe de Asturias, s/n www.turismocg.com - turismo@lalinea.es LOS BARRIOS. Paseo de la Constitución, 15 +34 956 582 504 turismo.ayto-losbarrios.es informacionturistica@ayto-losbarrios.es MEDINA SIDONIA. Calle San Juan, s/n +34 956 412 404 www.medinasidonia.com oficinadeturismodemedinasidonia@hotmail.es
88 Praktische Daten
OLVERA. Plaza de la Iglesia, s/n - Edificio La Cilla +34 956 120 816 www.turismolvera.es - info@turismolvera.es PRADO DEL REY. Calle Fuente, s/n +34 956 724 436 www.pradodelrey.es turismo.pradodelrey@dipucadiz.es PUERTO REAL. Plaza Poeta Rafael Alberti, s/n +34 856 213 362 turismo.puertoreal.es/turismopr/ oficina.turismo@puertoreal.es ROTA. FUNDACIÓN MUNICIPAL DE TURISMO Y COMERCIO. Calle Cuna, 2 - Castillo de Luna +34 956 841 352 / +34 956 846 345 www.turismorota.com - turismo@aytorota.es SAN FERNANDO. Calle Real, 26 +34 956 944 226 / 956 944 227 www.turismosanfernando.org turismo@aytosanfernando.org SANLÚCAR DE BARRAMEDA. PATRONATO MUNICIPAL DE TURISMO Calle Calzada Duquesa Isabel, s/n +34 956 366 110 www.sanlucarturismo.com sanlucarturismo@gmail.com SAN ROQUE. Calle Rubín de Celis, s/n - Palacio de los Gobernadores +34 956 694 005 www.sanroque.es/turismo turismo@sanroque.es SETENIL DE LAS BODEGAS. Calle Villa, 2 +34 956 134 004 daniel.camacho.perez@setenildelasbodegas.es TARIFA. Paseo de la Alameda , s/n +34 956 680 993 / +34 956 680 676 www.aytotarifa.com/Turismo turismo@aytotarifa.com UBRIQUE. Calle Moreno de Mora, 19 A +34 956 461 290 - Extensión 266 / +34 956 922 980 www.ayuntamientoubrique.es turismodeubrique@hotmail.com VEJER DE LA FRONTERA. Avenida de los Remedios, 2 +34 956 451 736 www.turismovejer.es oficinaturismovejer@hotmail.com VILLAMARTÍN. Plaza Ayuntamiento, 10 +34 956 733 555 www.villamartin.es culturavillamartin@gmail.com ZAHARA DE LOS ATUNES. (Barbate) Calle Doctores Sánchez Rodríguez, s/n +34 956 063 600 - Ext. 9140 www.elazaharadelosatunes.es turismo@elazaharadelosatunes.es
Fotografien Patronato Provincial de Turismo Diputación de Cádiz Junta de Andalucía. Consejería de Turismo y Deporte. Empresa Pública para la Gestión del Turismo y del Deporte de Andalucía, S.A. Mit Ausnahme von Beiträgen der folgenden Institutionen und Experten: ANTONIO M. ROMERO DORADO. S.5 - Kleine Statue des aus Sancti Petri kommenden Gottes Melkart ANTONIO MONTUNO. S. 86 - Paco de Lucía. ASOCIACIÓN DE LA CARTA DE JUAN DE LA COSA. S. 21. AYUNTAMIENTO DE ALCALÁ DEL VALLE. JUAN JESÚS PÉREZ NARANJO. S. 26 - Dolmen „Dólmenes de Tomillo”. AYUNTAMIENTO DE CÁDIZ. S. 28 - Archäologische Fundstätte Gadir. AYUNTAMIENTO DE GRAZALEMA-BENAMAHOMA. LAURA JARILLO RODRÍGUEZ. S. 70 - Historische Gedenkfeier ‚Mauren und Christen'. AYUNTAMIENTO DE JEREZ DE LA FRONTERA. S. 81 Museum ‚vom Weinberg zum Wein‘, s. 85 - Caballero Bonald. AYUNTAMIENTO DE TREBUJENA. S. 67 - Trebufestival. AYUNTAMIENTO DE UBRIQUE. S. 12 - Mausoleum von Ocuri, s. 32 - Archäologische Fundstelle der römischen Stadt Ocuri. BENJAMÍN NÚÑEZ GONZÁLEZ. S. 86 - Atenea BODEGAS OSBORNE. S. 83 - Torogallery. BODEGAS TRADICIÓN. S. 80 - Joaquín Rivero. CÁDIZ FILM OFFICE. S. 47 - Pierce Brosnan, s. 48 - Jean Reno, s. 48 - Knight & Day. CENTRO DE INTERPRETACIÓN "CÁDIZ PREHISTÓRICO". S. 6 - Höhle Cueva del Moro, s.7- Dolmen Facinas, s.24 - Unterschlupf von La Laja Alta, s.26Interpretationszentrum „Prähistorisches Cádiz”. CLUB DE MÚSICA Y JAZZ SAN JUAN EVANGELISTA. S. 86 - Camarón de la Isla. DANIEL MARTÍN CLARES. S. 37 - Setenil de las Bodegas. DAVID IBÁÑEZ MONTAÑEZ. S. 50, s. 85 - Gran Teatro Falla. DELEGACIÓN DE CONSEJERÍA DE CULTURA DE LA JUNTA DE ANDALUCÍA. S. 27. Sarkophage. DIEGO BEJARANO. S. 11 - Baelo Claudia, s. 15 - Festung (Alcázar) von Jerez de la Frontera. ERA CULTURA S.L. S.7 - Archäologie für Kinder. GRUPO GARVEY. S. 80 - Etikettenmuseum von Alten Weinen. INSTITUTO ANDALUZ DEL PATRIMONIO HISTÓRICO. BLANCO DE LA RUBIA, M.A. S. 24. INSTITUTO DE FOMENTO, EMPLEO Y FORMACIÓN DEL AYUNTAMIENTO DE CÁDIZ. S. 28 - Das Gesicht von Mattann. JOSÉ MONTERO. S. 17 - Ansicht der Kathedrale von Cádiz. JUAN DE DIOS CARRERA. S. 39 - Arcos de la Frontera. JUNTA DE ANDALUCÍA. MARIPI RODRÍGUEZ GARRIDO. S. 69 - Bahía Jazz Festival. LOURDES DE VICENTE. S. 69 - Cádiz en Danza. MANU LÓPEZ IGLESIAS. S. 79. MUSEO ARQUEOLÓGICO DE JEREZ DE LA FRONTERA. S. 63 - Griechisch Helm. MUSEO DE CÁDIZ. S. 4 - Masaik. SERGIO GUERRERO. S. 75 - Flamenco.
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Texte
Estefanía Fernández Cano
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Übersetzung
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Druck
Tórculo Andalucía
Pflichthinterlegung CA 429 - 2016
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