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BWR Verlegetipps 2017

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VERLEGETIPPS | BETONSTEINPFLASTER

Richtige Verlegung von Betonsteinpflaster Anleitung nach VÖB Richtlinie (Pflasterbau FQP 02)

.................................................................................................................................. Diese Richtlinie wurde von den Mitgliedsbetrieben des VÖB unter Mitwirkung der Bundesinnung der Bauhilfsgewerbe, Berufsgruppe der Pflasterer erarbeitet. ..................................................................................................................................

INFO

Diese Anleitung geht davon aus, dass die einschlägigen ÖNORMEN, Insbesondere die ÖNORM B 2214 sowie die Richtlinien und Vorschriften für den Straßenbau (RVS), insbesondere die RVS 08.18.01 und RVS 03.08.63 beachtet werden.

INFO

Die VÖB Richtlinie Pflasterbau FQP 01 „Hinweise für die Verlegung von Betonsteinpflaster und –platten“ informiert zusätzlich über einzuhaltende Normen und Richtlinien.

BASIS EINER QUALITATIV HOCHWERTIGEN VERLEGUNG .................................................................................................................................................

• Korrekte Planung • Fachgemäße Ausführung durch qualitative Fachfirmen: Unterbauplanum, Oberbau, Pflastersteindecke • Beachtung der "Technischen Hinweise zur Lieferung von Betonprodukten für den Straßen-, Landschafts- und Gartenbau" • Hersteller-Angaben beachten

ACHTUNG – VOR DER VERLEGUNG ZU PRÜFEN! .............................................................................................................................

• Ausreichende Wasserdurchlässigkeit des Untergrundes bzw. der Tragschichten • Ausbildung eines Gefälles zur Ableitung oder Versickerung von Oberflächenwässern • Dicke der Tragschichten und der Betonsteine sowie die zu verwendenden Materialien (in Abhängigkeit von der zu erwartenden Verkehrsbelastung der Fläche) • Randeinfassungen gem. den Richtlinien und Vorschriften für den Straßenbau (RVS) ausbilden!

SCHICHTENAUFBAU UNTER DEM PFLASTER ...................................................................................................................

2

1 3

Pflastersteine Randeinfassung Bettung Obere ungebundene Tragschicht Untere ungebundene Tragschicht (Frostschutzschicht) 6 Unterbauplanum 1 2 3 4 5

4

6

5

BWR Ramböck GmbH ist Mitglied im Forum Qualitätspflaster e.V., einer Qualitätsgemeinschaft von Unternehmen und Institutionen, die sich zur Förderung der Pflasterkultur bekennen und sich zur Erfüllung definierter Qualitätskriterien verpflichtet haben.


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Richtige Verlegung von Pflastersteinen

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VERLEGETIPPS | PFLASTERSTEINE

100 % Natur

Anleitung

1.

Pflastersteindecken sind einzufassen, um ein Verschieben des Betonsteinpflasters zu verhindern. Randeinfassungen sind gemäß den Richtlinien und Vorschriften für den Straßenbau (RVS) auszubilden. Betonrandsteine in Pflasterdrainbeton versetzen und Rückenstütze ausbilden. Alternativ können Randeinfassungen auf eine erhärtete Betonunterlage im Drainmörtelbett verlegt werden. In Bereichen ohne Belastung können auch nagelbare Kunststoff- oder Metallrandschienen verwendet werden.

RANDEINFASSUNG

2. Das Gefälle der oberen ungebundenen Tragschicht (Feinplanie) prüfen (mind. 2 %)!

BETTUNG

Die obere ungebundene Tragschicht muss mit einer Genauigkeit von +/- 1,5 cm von der Sollhöhe hergestellt sein (gemessen auf 4 m Länge), da sich größere Unebenheiten durch das Pflasterbett nicht ausgleichen lassen. Auf verdichteter Feinplanie (obere ungebundene Tragschicht) ungebundenes Bettungsmaterial aus gebrochenem Korn in einer Stärke von 3 – 6 cm auftragen. Herstellen einer gleichmäßig starken, höhengenauen Bettung. Pflasterbettung ausreichend überhöhen (verdichtet sich nach dem Einrütteln des Pflasters wieder!) Fertige Bettung weder verdichten noch betreten. Nur soviel Bettung abziehen, wie an einem Tag Pflastersteine verlegt werden. 3. Für ein ausgewogenes Farbbild: Verlegung der Steine aus mehreren Paletten gleichzeitig

und am tiefsten Punkt der Fläche im rechten Winkel beginnen. Für die fluchtgerechte Verlegung eine Schnur spannen und darauf achten, dass Sie das abgezogene Splittbett nicht mehr betreten. Achten Sie auch auf eine Mindestfugenbreite von 5 - 8 mm und kontrollieren Sie mittels Schnur/Latte ob die Fugenlinien nachzurichten sind. Richtig

Fugenbreite 5–8 mm Abstandhilfe und Stein stoßen nicht aufeinander

Falsch!

Fugenbreite <5 mm Abstandhilfe und Stein stoßen knirsch aneinander

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VERLEGUNG ..................................

Die Steine dürfen nicht knirsch (direkter Kontakt der Steine) verlegt werden, da auftretende Spannungen (Temperatur, Belastung) in der Fläche nicht ausgeglichen werden und somit Schäden wie z. B. Abplatzungen auftreten können.

4. Geeigneten Fugensand mit ausreichendem Anteil an Stützkorn in Abhängigkeit der

VERFUGEN ...............

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Fugenbreite in die Fugen einkehren oder einschlämmen bis die Fugen völlig gefüllt sind. Bei Fugenverschluss mit werksgemischten Fugenmaterialien oder Fugenverfestigern sind die Hinweise der Erzeuger zu beachten. Begrünbare Rasengittersteine sind mit Humus-SandGemisch aufzufüllen und mit entsprechenden Grassorten zu besämen. 5. Fläche sauber abkehren und mit einer geeigneten Rüttelplatte mehrmals längs- und quer

abrütteln. Immer an einer Außenseite der Fläche und am tiefsten Punkt beginnen. Zum Schutz der Steinoberfläche vor Kratzspuren und Kantenabplatzungen einen Rüttler mit Kunststoffoder Gummiplatte verwenden. Nochmals mit Fugensand ein- und anschließend abkehren. Die gepflasterte Fläche ist nach dem Rütteln sofort benutz- und befahrbar.

ABRÜTTELN ............

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VERLEGETIPPS | PLATTEN

Verlegung von Platten Anleitung

A

VERLEGUNG

im Splittbett

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BETTUNG. Das Gefälle der oberen ungebundenen Tragschicht (Feinplanie) prüfen (muss mind. 2 % betragen). Die ungebundene obere Tragschicht muss mit einer Genauigkeit von +/- 1,5 cm von der Sollhöhe hergestellt sein (gemessen auf eine Länge von 4 m). Auf verdichteter oberer ungebundener Tragschicht ungebundenes Bettungsmaterial aus gebrochenem Splitt (2 - 8 mm) in einer Stärke von 3 - 6 cm auftragen. Herstellen einer gleichmäßig starken, höhengenauen Bettung. Fertige Bettung weder verdichten noch betreten. Nur soviel Bettung abziehen, wie an einem Tag Platten verlegt werden. Randeinfassungen verhindern das Verschieben der Platten und dienen als Begrenzung verschiedener Abschnitte. Randsteine werden in Pflasterdrainbeton versetzt und mit einer Rückenstütze ausgebildet.

VERLEGEN. Für eine fluchtgerechte Verlegung eine Schnur spannen. Platten von der bereits verlegten Fläche aus höhengerecht auf das Splittbett verlegen, abgezogene Bettung nicht betreten. Platten mit Hand oder mit einem Plattengreifer verlegen und mit einem Gummihammer zurechtklopfen. Auf Mindestfugenbreite von 5 – 8 mm achten, am besten man verwendet Fugenkreuze, und mit einer Schnur oder Latte kontrollieren und nachrichten. Die Platten dürfen nicht knirsch (=direkter Kontakt der Platten) verlegt werden, sonst können bei auftretenden Spannungen (Temperatur, Belastung…) in der Fläche nicht ausgeglichen werden und zu Abplatzungen oder anderen Schäden führen. Für eine einheitliche Fläche sind die Platten gemischt von mehreren Paletten zu verarbeiten. Passplatten sollen mindestens ein Seitenverhältnis von 1:2 aufweisen. VERFUGEN. Geeigneten Fugensand mit ausreichendem Anteil an Stützkorn in Abhängigkeit der Fugenbreite in die Fugen einkehren und einschlämmen bis die Fugen völlig gefüllt sind. Bei Fugenverschluss mit werksgemischten Fugenmaterialien oder Fugenverfestigern sind die Hinweise der Erzeuger zu beachten. Bei Verwendung von Fugenkreuzen können die Fugen auch offen bleiben!

1

2 3 4 5

Platten Bettung Obere ungebundene Tragschicht Untere ungebundene Tragschicht (Frostschutzschicht) 5 Unterbauplanum 1 2 3 4


VERLEGETIPPS | PLATTEN

B VERLEGUNG

im Plattenlager

1

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UNTERBAUKONSTRUKTION. = Obere gebundene Tragschicht aus einer

2

mindestens 10 cm starken Betonplatte (mind. 2 % Gefälle). Oberfläche der Betonplatte und Wandanschlüsse mit einer Dichtschlämme (2x auftragen), Dichtbänder im Wandanschluss abdichten um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden (= Abdichtungsebene dient als Entwässerung!).

3

VERLEGEN. Um ein Verschieben der Platten zu verhindern: Metallrandschiene fluchtgerecht auf die Unterkonstruktion mit Dübelschrauben oder Schlaganker befestigen. Für die flucht- und winkelgerechte Verlegung eine Schnur spannen. Plattenlager mit den Platten direkt auf die Unterkonstruktion legen, höhengerecht ausrichten. Bei Unebenheiten passende Ausgleichsscheiben verwenden. Passplatten sollen mindestens ein Seitenverhältnis von 1:2 aufweisen.

4 1 Platten mit Plattenlager 2 Obere gebundene Tragschicht (mind. 2 % Gefälle) 3 Untere ungebundene Tragschicht (Frostschutzschicht) 4 Unterbauplanum

VERFUGUNG. Bei dieser Bauweise nicht möglich.

C VERLEGUNG

1

im Mörtelbeet

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2

UNTERBAUKONSTRUKTION. = Obere gebundene Tragschicht, besteht aus

4

einer mind. 10 cm starken Betonplatte mit mind. 2 % Gefälle. Oberfläche der Betonplatte und Wandanschlüsse mit einer Dichtschlämme (2x auftragen) und Dichtbändern abdichten, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden (= dient als Entwässerung).

VERLEGEN. Drainagemörtel (Stärke = ca. 5 cm) auftragen, mit Latte abziehen. Rückseite der Platten anfeuchten, Haftschlämme auftragen. Anschließend Platten in Drainagemörtel verlegen und mit Gummihammer zurechtklopfen. Die Fugenbreite von 5–8 mm ist einzuhalten! Um die drainagiernde Wirkung des Drainagemörtels zu halten, Haftschlämme nicht auf dem Drainagemörtel aufgetragen!

3

5

Platten Mörtelbett Obere gebundene Tragschicht Untere ungebundene Tragschicht (Frostschutzschicht) 5 Unterbauplanum 1 2 3 4

VERFUGEN. Verfüllen der Fugen mit Fugenmörtel nach vollständiger Aushärtung, und Austrocknung des Mörtelbettes. Verunreinigung rasch von der Oberfläche entfernen. Grauschleier stellt keinen Mangel dar. Die verlegte Fläche frühestens 48 Stunden nach der Verfugung belasten.

BEWEGUNGSFUGEN. Der Abstand richtet sich nach der zu erwartenden Längenänderung aus den Temperaturunterschieden (wie z.B. Sonneneinstrahlung) abhängig von Farbe und Größe der Platten. Dementsprechend sind Feldbegrenzungsfugen im Abstand von ca. 2 – 4 m anzuordnen. Durch die Anordnung von Rand und Anschlussfugen ist eine Einspannung der Belagsfläche auszuschließen. Die Felder sollen möglichst ein gedrungenes Seitenverhältnis (bis ca. 1:2) haben. Breite der Bewegungsfugen abhängig von der Feldgröße und Farbe der Platten ca. 6 – 12 mm. Die Tiefe der Bewegungsfugen müssen bis zur oberen gebundenen Tragschicht reichen. Die Bewegungsfugen werden mit elastischem Fugenfüllmaterial in Verbindung mit einer Fugenhinterfüllschnur verfugt.

INFO

Bei Verwendung werksgemischter Fugenmörtel: Hinweise der Erzeuger beachten.


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