KLIMASCHUTZ UND ENERGIEWENDE …………………………………………………………….………........
GEOTHERMIE – DER BAYERISCHE WÄRMESCHATZ Auf dem Weg zur erneuerbaren Wärmeversorgung ist bislang zu wenig passiert. Daher setzt sich der BUND Naturschutz (BN) für eine stärkere Förderung der Geothermie ein.
STAND DER WÄRMEWENDE Bisher sind erst 17 % der Wärmeversorgung in Deutschland erneuerbar (1). Zwei Drittel davon gehen auf das Heizen mit Holz zurück, welches einen noch höheren Treibhausgasausstoß als das Verbrennen von fossilen Kraftstoffen nach sich zieht. Grundsätzlich sollte auch bei der Wärme immer das Einsparen von Energie im Vordergrund stehen. Denn die klimafreundlichste Kilowattstunde ist die, die gar nicht erst benötigt und produziert wird. Gute Dämmung, die richtige Einstellung des Heizungssystems und einfachste Maßnahmen (z.B. Stoßlüften oder 1 °C geringere Zimmertemperatur) sind oft schnell und effektiv umzusetzen. Gerade in Ballungsgebieten und bei
bestehenden Nah- und Fernwärmenetzen bietet sich als weitere Technologie zur Ergänzung der Wärmepumpen die Geothermie bestens an.
WAS IST GEOTHERMIE?
Die Standardlösung für die zukünftige Wärmeversorgung bildet die Wärmepumpe: sie bietet eine hohe Effizienz und kann zu 100% mit grünem Strom betrieben werden.
Geothermie beschreibt die Nutzung der im Erdreich gespeicherten Wärme mittels Bohrungen. Bei der geothermischen Energiegewinnung ist grundsätzlich zwischen der Nutzung der „oberflächennahen Geothermie“ (bis ca. 400m Tiefe) und der Nutzung der „tiefen Geothermie“ (400-5.000m Tiefe) zu unterscheiden.
Gerade in Bayern kann die sogenannte tiefe Geothermie durch die geographische Gegebenheit des Molassebeckens zusätzlich einen großen Teil der Wärmeversorgung sicherstellen.
Im Bereich der oberflächennahen Geothermie mit einem Temperaturniveau von ca. 7-25 °C ist meistens der Einsatz einer Wärmepumpe erforderlich, um die Wärme auf eine für die Versorgung 1