B端ndner
Wald
Jahrgang 67 | April 2014
Versammlung zwischen den Schluchten
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Aufgrund der Pensionierung eines Mitarbeiters ist in unserem Forstbetrieb die Stelle als
Forstwart /in neu zu besetzen. Stellenantritt 1. Nov. 2014 oder nach Vereinbarung Aufgabenbereich: In unserem Betrieb erwartet sie eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit allen in einem Forstbetrieb anfallenden Arbeiten. Diese gehen weit über die reine Waldarbeit hinaus. Als Dienstleister für die Bevölkerung legen wir grossen Wert auf sauberes und sicheres Arbeiten. Wir bieten: - sehr gut eingerichteter Forstbetrieb - zeitgemässe Anstellungsbedingungen - attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten Wir erwarten: - abgeschlossene Berufslehre als Forstwart - Eignung als Maschinenführer - Teamfähigkeit und kostenbewusstes Denken - Freude an der Waldpflege, im speziellen am Dauerwaldgedanken - Erfahrung in der Seilkranarbeit - Bereitschaft zur Weiterbildung Es ist vorgesehen, dass Sie auch die Stellvertretung des Forstmaschinenführers auf unserem HSM 805 mit Kran übernehmen. Interessenten /innen senden Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen bis am 19. Mai 2014 an die: Ortsgemeinde Wartau Dornau 1 Postfach 50 9478 Azmoos Für weitere Auskünfte und Fragen steht Ihnen Revierförster Ernst Vetsch, Tel. 079 343 72 39, gerne zur Verfügung.
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Inhalt
Versammlung zwischen den Schluchten Editorial ................................................. 4
Comic Theo & Heinz ................................ 70
Grusswort des Gemeindepräsidenten .......... 5
Graubünden Wald .................................... 71
Neubau Forstwerkhof Donat
Erläuterungen des Kassiers zur Jahres-
Jahresbericht 2013 von
mit neuer Organisation............................... 6
rechnung und Bilanz 2013 ........................ 76
Forstbetrieb Andeer.................................. 13
Programm der Versammlung .................... 79
Forstbetrieb Ferrera/Avers ........................ 16
Auf Curdin Mengelt folgt Martin Blum ..... 81
Forstbetrieb Rheinwald ............................. 19
Skipostenlauf 2014 in Bivio ....................... 83
Zusammenarbeit Forstbetriebe
Forstliche Studienreise
Schams, Avers und Rheinwald .................. 22
ins Salzburgerland 2013 ............................ 86
Die Wiederentdeckung
Das TECCO® SYSTEM3 – Stabilität
alter Transitrouten .................................... 25
für Ihre Böschung ..................................... 90
Neues Tor zur Viamalaschlucht ................. 29
Alpwirtschaft findet auch
Erneuerbare Energie ................................. 33
im Wald statt ........................................... 93
Naturpark Beverin – wie es dazu kam
Vorschau «Bündner Wald» Juni 2014 ........ 95
und wie er heute funktioniert ................... 36 Strom, Dampf und Wärme aus Bündner Holz ..................................... 41 Grossartige Leistungen – damals wie heute ..................................... 44 Zur Geschichte der Steinbrüche im Schams und Rheinwald ........................ 48
Titelbild: Frühling in Casti im Naturpark Beverin.
Verein Erzminen Hinterrhein ..................... 51
(Bild: Reiner Schilling)
Gläiti und Schafmist ................................. 54 Von der streng geheimen Festung
Bild Inhaltsverzeichnis: Überbleibsel der einstigen
zum Festungsmuseum .............................. 56
Waldfläche, Vorbote des Klimawandels oder
Der Weg ist das Ziel ................................. 61
doch eine zufällige Vogelsaat? Ein Roter Holunder
Arbeitsbericht Brückenbau ........................ 64
oberhalb Avers-Cresta auf ca. 2340 m ü. M.
Arbeitsbericht Sitzbank mit Lehne ............. 67
(Bild: Jörg Clavadetscher) Bündner Wald 2 /2014 3
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Editorial
Aufgrund meiner persönlichen und beruflichen Provenienz ist mir die Gegend rund um die Schluchten Viamala und Roffla alles andere als unbekannt oder fremd. Die Täler wurden in der Vergangenheit wie auch heute durch verschiedene Facetten geprägt. Für mich sind es nicht zuletzt auch die Gegensätze, welche die Talschaften Avers, Ferrera, Rheinwald und Schams gewissermassen prägen. So ist da die klimatisch etwas mildere, weniger sonnige Talsohle des Schams auf der einen und die rauen, aber sonnig gelegenen Partien des Rheinwalds und des Avers auf der anderen Seite. Das Schams und das Ferreratal wurde von den Romanen besiedelt, das Avers und das Rheinwald durch die Walser. Die A13 als Hochfrequenz-Alpentransitroute im Schams und Rheinwald bietet eine schnelle Anbindung an die kantonalen Zentren, die schmalen Strassen an den Schamserberg und ins Avers garantieren trotz der vielen Kurven eine relativ komfortable Reise in etwas entlegenere, aber keinesfalls weniger attraktive Gebiete. Die Nähe zur italienischen Grenze war wohl seit Jahrhunderten schon für den stetigen Ausbau der Verkehrswege mitverantwortlich. Einige der alten Verbindungen werden heute touristisch wieder vermehrt genutzt und bekannt gemacht. Andere alte Verbindungen verlieren vielleicht langsam an Wert, weil ein Teil der dazugehörigen Geschichten in Vergessenheit geraten. So erinnere ich mich beispielsweise gerne daran, wie mir Nachbarn meiner Eltern erzählten, dass sie in jungen Jahren gerne nach Stalla (Bivio) zum Skiball gingen. Damals
führte die Reise von Cresta nach Stalla noch nicht über den langen Weg durch Roffla, Viamala und Schin, sondern ganz einfach mit den Skiern über den Stallerberg. Ein Jungbauer aus dem Madris beispielsweise machte diese Wanderung morgens, um am Skirennen teilzunehmen, kehrte nachmittags nach Hause, um die abendliche Stallarbeit zu verrichten und machte sich dann wieder auf den Weg nach Stalla, um am Ball das Tanzbein zu schwingen ... Der Stallerberg dürfte vor ganz langer Zeit auch für den Förster noch von Interesse gewesen sein. So soll sich dort oben der Wald des Avers damals mit jenem von Stalla zusammengeschlossen haben. Alte Lärchenstöcke, welche bei Grabarbeiten der heutigen Wasserfassungen zutage kamen, dürften Beweisstücke der ursprünglichen Waldfläche im Avers sein. Auch wenn der Wald am Stallerberg längst verschwunden ist und das «Innertal» kaum mehr bestockt ist, findet man sie doch noch im Avers, die schönen Arven und Lärchen. Die Ausstrahlung dieser Bäume ist eine besondere. Und der wohlriechende Duft des Arven- und Lärchenwaldes bedeutet für mich, egal ob im Capettawald gegenüber Cresta oder sonst wo, immer noch so etwas wie Heimat.
Jörg Clavadetscher, Redaktor Bündner Wald Ruinas, CH-7535 Valchava forestal-muestair@bluewin.ch
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Grusswort des Gemeindepräsidenten Die Gemeinde Donat freut sich, die Mitglieder des Vereins Graubünden Wald zu begrüssen! Es ist für uns eine Ehre, dass der Verein die Jahresversammlung in der schönen Val Schons durchführt. In der Regel motivieren immer wieder aussergewöhnliche « Gegebenheiten», sich als Austragungsort für solche Anlässe zu bewerben. Mit dem Bau des Forstwerkhofes und der gleichzeitigen Zusammenführung der beiden Forst- und Werkbetriebe von Zillis-Reischen und der Bergschaft Schams ist diese «Gegebenheit» zweifellos erfüllt. In Donat ist eine optimale Infrastruktur für die Gemeinden Rongellen, Zillis-Reischen, Casti-Wergenstein, Mathon, Lohn, Donat und auch für Andeer mit dem Ortsteil Clugin entstanden. Für das Personal um die beiden Förster Mani und Signer eröffnet diese Strukturverbesserung und -veränderung im Forstbereich ein riesiges Potenzial. Die Ausübung des schönen Berufes in den Wäldern wird mit diesen Massnahmen attraktiver, vielseitiger, schlagkräftiger und damit auch zukunftsfähiger. Während der langen Verhandlungen zwischen den beteiligten Gemeinden und der Bergschaft Schams sah es nicht immer so aus, als ob es für die Forst- und Werkgruppen eine Zukunft geben würde. Rückblickend kann aber festgestellt werden, dass notwendige Veränderungen Zeit brauchen, von den Beteiligten getragen werden müssen und von den Verantwortlichen nach positiv verlaufenden Zwischenanalysen beharrlich weiterverfolgt werden sollten. Diese Erkenntnisse gelten meiner Meinung nach auch für die politische Entwicklung in unserer Talschaft. Unsere jetzige Gemeinde Donat mit 220 Einwohnern ist 2003 aus den Gemeinden Donath und Patzen-Fardün entstanden. Nach den etwas später gelungenen Fusionen der beiden Ferrera und von
Andeer mit Pignia und Clugin ist ein weiteres Fusionsprojekt in unserem Tal mit dem Perimeter der neuen Forst-Werkgruppe gescheitert. Somit bestehen im Schams weiterhin acht Gemeinden. Die kleinste, Lohn, zählt unter 50, die grösste, Andeer, über 900 Einwohner. Mit der Überzeugung, dass unsere Talschaft als eine politische Gemeinde gestärkt in die Zukunft schauen könnte, ist auch das Ziel Talfusion mit Geduld, Information und mit Kraft aus der Bevölkerung zu verfolgen. Obwohl viele Details von kleineren Strukturen sicherlich besser erfüllt werden können, wird das Wesentliche doch in einem grösseren Perimeter organisiert und entschieden. Es bleibt zu hoffen, dass die erfolgte Reorganisation im Forstbereich beispielhaft und eisbrechend auf weitere politische Schritte in unserer Talschaft wirkt. Eine professionelle Struktur wird in jedem Bereich von der Bevölkerung, vom Personal und von den Behörden erwartet, gefordert, geschätzt und stärkt schlussendlich jede entsprechende Organisation. Diese Professionalität könnte in unserem Tal mit einer politischen Gemeinde erreicht werden. Trotzdem ist auch in einer grösseren Einheit zu achten, dass Besonderheiten besonders gepflegt und gefördert werden. Genau so wie das Forstpersonal die Biodiversität von Waldflächen besonders pflegt und fördert! Wir wünschen den Mitgliedern von Graubünden Wald einen angenehmen, kurzweiligen Aufenthalt in Donat!
Gian Michael Gemeindepräsident Donat Farden 40, CH-7433 Donat michael-donath@bluewin.ch
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Neubau Forstwerkhof Donat mit neuer Organisation Untertitel Grundschrift
Alter Werkhof in Donat (Bild: Jakob Mani)
Alter Werkhof in Zillis (Bild: Jakob Mani)
Nun steht er da, unser neuer Forstwerkhof. Es war ein langer Weg, bis es so weit war. Als ich im Jahre 2006 aufgefordert wurde, den Platzbedarf für einen neuen Werkhof zu ermitteln, konnte ich nicht glauben, dass ich die Erstellung noch während der aktiven Zeit erleben würde. Als der Gemeinde Donat im April 2006 der Entwurf eines Forstwerkhofs unterbreitet wurde, um bei der Ortsplanung eine genügend grosse Fläche als Zone öffentlicher Bauten auszuscheiden, gab es noch keinen Zeitplan für die Realisierung. Die Forstwerkgruppe der Gemeinde ZillisReischen hat ihren bisherigen Stützpunkt, den Forstwerkhof, in einem umgebauten Stall (Gemeindestall) ohne Umschwung mitten in Zillis, die Forstwerkgruppe der Korporation Bergschaft Schams in einem 1958 umgebauten Stall mit wenig Umschwung am Südrand von Donat. Die Zufahrt zum Werkhof ist sehr eng, und die Platzverhältnisse für den Forsttraktor und den Personentransporter sind stark eingeschränkt. Anhänger, Gräder und Walze werden im Freien abgestellt. Gleichwegs knapp bemessen sind die Verhältnisse bei den Räumlichkeiten für das Personal. Es gibt weder eine Garderobe noch Platz für Trocknungsschränke. Erst seit 2001 ist eine Toilette vorhanden. Dies in einem Studio im Nachbarhaus, das als Büro zugemietet
wurde. Die Platzverhältnisse für eine Forstgruppe von insgesamt vier Personen sind zu klein und sehr veraltet. Im Jahr 1999 beschlossen die Vorstände der Gemeinde Zillis-Reischen und der Korporation Bergschaft Schams, mit den Forstwerkgruppen enger zusammenzuarbeiten. Wegen Personalschwierigkeiten wurde diese Zusammenarbeit 2002 sistiert. Ab Januar 2008 wurde wieder ein Versuch der Zusammenarbeit und Optimierung der Aufgabenverteilung im Forstwesen gestartet. Da beide Betriebe mit einem minimalen Personalbestand arbeiten, ist eine flexible Zusammenarbeit sinnvoll. Im Jahr 2008 wurde die Zusammenarbeit der Forstwerkgruppen der Gemeinde Zillis-Reischen und der Korporation Bergschaft Schams intensiviert. So werden seit Anfang 2008 sämtliche forstlichen Aufgaben gemeinsam erledigt. Die beiden Forstgruppen haben durch die zwei Standorte in Zillis und Donat verschiedene Ausgangspunkte, was sich erschwerend auf die Organisation und Koordination der Einsätze auswirkt. Die Büroräumlichkeiten der jeweiligen Förster liegen in Zillis wie in Donat abseits der Werkhöfe. Durch die Aufteilung der Forstwerkgruppe auf vier verschiedene Standorte in zwei Gemeinden entstehen sehr viele Leerläufe. Die
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Informationsflüsse sind kompliziert, folglich entstehen Unstimmigkeiten und Organisationsprobleme. Die Platz- und Arbeitsverhältnisse genügen den heutigen Anforderungen nicht mehr. Maschinen und Geräte im Wert von etwa 400 000 Franken können zum Teil nicht sachgemäss untergestellt werden. Um Arbeitsbedingungen zu schaffen, welche den heutigen Anforderungen entsprechen, ist es unerlässlich, dass geeignete Räumlichkeiten für Personal und Maschinen zur Verfügung gestellt werden. Anzustreben ist ein zentraler Standort, von dem aus beide Forstgebiete gut erreichbar sind. Die Gemeinde Donat klärte 2007 bei Herrn Bruno Roussette die Subventionierungsbedingungen ab. Mit dem Vorstand der Gemeinde Zillis-Reischen konnte vereinbart werden, dass das Ziel eines gemeinsamen Forstwerkhofs in Donat weiter verfolgt wird. Die Erfahrungen in den letzten anderthalb Jahren zeigen, dass sich diese Zusammenarbeit bewährt. Die daraus entstandenen Synergien können heute optimal genutzt werden. Der Personalbestand der Forstwerkgruppe der Gemeinde Zillis-Reischen setzt sich aus einem Förster, zwei Forstwarten (150 Stellenprozente), einem Werksarbeiter und einem Forstwartlehrling zusammen. Jener der Forstwerkgruppe der Korporation Bergschaft Schams umfasst einen Förster, zwei Forstwarte und einen Forstwartlehrling. Die geplante bauliche Zusammenlegung der beiden Betriebe ist ein logischer Schritt in die gemeinsame Zukunft der beiden Forstwerkgruppen. Ein einziger Werkhof ist der Ausgangspunkt für weitere Optimierungen der Zusammenarbeit. Am 24. September 2008 wurden an einer gemeinsamen Sitzung in Donat die Vertre-
Situationsskizze des neuen Werkhofs in Donat. (Bild: GABAG AG)
ter der Gemeinde Zillis-Reischen, der Gemeinde Donat und der Korporation Bergschaft Schams sowie die Förster Albert Signer aus Zillis, Christian Marugg aus Andeer und Jakob Mani aus Donat über die Beitragsberechtigung, Subventionssätze, Bedürfnisse und über das weitere Vorgehen orientiert. Es wurde festgestellt, dass die Gemeinde Zillis wegen der Reviergrösse nicht beitragsberechtigt ist, das Revier Schamserberg würde die Kriterien für eine Unterstützung erfüllen. Bei einem gemeinsamen Bau würde ein höherer Subventionssatz ausgerichtet. Die Gemeinde Clugin fusionierte per 1. Januar 2009 mit Andeer und Pignia zur Gemeinde Andeer, somit ging diese Waldfläche in das Revier Andeer über. Im Januar 2009 wurde eine Baukommission gebildet aus Ruedi Mark als Präsident für die Gemeinde Donat, Roman Hassler auch für die Gemeinde Donat, Hanspeter Tobler für die Gemeinde Zillis und Gieri Christ Fravi für die Korporation Bergschaft Schams. Die Förster Albert Signer und Jakob Mani wurBündner Wald 2 /2014 7
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Die Gemeinden und die Korp. Bergschaft Schams Bewirtschaften und Pflegen den Wald gemeinsam Der Auftrag wird der Korporation Bergschaft Schams (KBS) übertragen Casti-Wergenstein
Donat
Lohn
Mathon
Rongellen
Korp. Bergschaft
Prod ha (39) Albert Signer (60.24) Hiebsatz TFM (120)
Prod ha (54) Total ha (68.32 Hiebsatz TFM (300)
Prod ha (55) Total ha (64.81) Hiebsatz TFM (300)
Prod ha (47) Total ha (88.57) Hiebsatz TFM (200)
Prod ha (19) Total ha (27.25) Hiebsatz TFM (120)
Prod ha (983) Total ha (1134.86) Hiebsatz TFM (4000)
Alp- und Waldkorporation Berschaft Schams
Alp- und Waldkorporation Berschaft Schams
Korp. Bergscahft Prod ha (1197) Total ha (1444.02) Hiebsatz TFM (5040)
Leistungen Forstbetrieb
Gewinn und Verlust der Forstrechnung werden nach einem Prozentschlüssel verteilt Abteilung Wegunterhalt KBS nach bestehenden Prozentschlüssel
Leitsungen Werkbetrieb
Abteilung Alpen KBS Wie bisher
Arbeit für Dritte
Alp- und Waldkorporation Berschaft Schams
Organisation Waldbetreuung am Schamserberg (Bild: zVg. Forst-Werk Zillis Schamserberg)
den mit beratender Stimme der Baukommission zugesellt. Anfangs 2009 besuchte diese Kommission vier neuere Forstwerkhöfe. An einem Tag wurden der Forstwerkhof Trin und jener in Tamins, später noch der Forstwerkhof Tinizong und Parsonz besucht. Daraufhin wurde mithilfe von Architekt Ivano Iseppi eine Vorstudie erarbeitet und im September 2009 dem Amt für Wald in Tiefencastel zur Stellungnahme eingereicht. Es wurde eine subventionsberechtigte Summe von 850 000 Franken ermittelt, die mit 78 % Beitrag rechnen kann. Das ganze Projekt verursacht jedoch Kosten von 1,7 Mio. Franken.
In der Zwischenzeit hatten die Gemeinden im nördlichen Schams Fusionsverhandlungen aufgenommen und vorangetrieben, die Abstimmung wurde auf den Sommer 2010 festgelegt und die Fusion per 1. Januar 2011 angepeilt. Aus diesem Grund wurden die Planungsarbeiten bis zur Abstimmung eingestellt. Das Amt für Gemeinden hatte für den Fall einer Fusion einen zusätzlichen Beitrag an den gemeinsamen Forstwerkhof von 200 000 Franken in Aussicht gestellt. Leider wurde dann nichts aus dem Zusammenschluss der Gemeinden, die Gemeinden Rongellen und Zillis lehnten eine Fusion ab. Also hat die Baukommission die Arbeit wieder aufgenommen und das weitere Vorgehen besprochen. Mit
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Architekt Ivano Iseppi wurde untersucht, wie genau die Baukostenschätzung ist und wie wir diese Kosten für eine Kreditvorlage an die betroffenen Gemeinden möglichst genau ermitteln können. Die Baukommission beantragte bei der Gemeinde Zillis-Reischen und bei der Korporation Bergschaft Schams einen Planungskredit von 60 000 Franken (40 % Zillis-Reischen, 60 % Bergschaft Schams). Diese Planungskredite wurden im Dezember 2010 genehmigt. Um der Submissionsverordnung gerecht zu werden, wurden neben dem Architekten Ivano Iseppi noch zwei weitere zur Offertstellung eingeladen. So das Büro A. Knuchel, Chur (Bau von Haus in Curscheglias für die Gemeinde Donat), und Jürg Gasser von Haldenstein mit dem Büro GABAG (am Bau der TEGRA in Ems beteiligt). Das Projekt von GABAG AG Architektur wurde einstimmig für die Weiterverfolgung gewählt. Am 11. Mai 2011 traf sich die Baukommission mit Herrn Jürg Gasser und beriet einige Änderungen am Projekt und suchte vor allem Sparmöglichkeiten. Wir arbeiteten an einem Projekt mit folgenden Räumen: – Im Erdgeschoss Aufenthaltsraum für Angestellte, Garderobe, Trocknungsraum, Dusche, WC, Treppenhaus, Materiallager, Treibstofflager, Werkstatt und Garage 86 m2 sowie ein Waschplatz für Fahrzeuge, der gleichzeitig als Einstellplatz für den Forsttraktor dient. – Auf gleicher Höhe, vom Gebäude abgesetzt, ein Holzschopf von ca. 90 m2. – Im Untergeschoss Garage und Magazin für die Feuerwehr, ca. 60 –70 m2, Magazin für den Werkdienst der Gemeinde Donat, automatische Schnitzelheizung mit Schnitzelsilo und Einstellplatz für Anhänger und Strassenunterhaltsmaschinen.
– Im Obergeschoss zwei Büros für die Förster, ca. 26 m2, ein Sitzungszimmer kombiniert mit dem Archiv, Treppenhaus und ein kleines Lager, Rest Luftraum über Garage und Waschplatz. Die Baukommission setzte dem Architekten folgende Ziele: – Bis im November 2011 Kosten ermitteln für die Kreditgesuche bei den beteiligten Körperschaften. – Im Dezember 2011 Vorlage des Projektes und der Kredite bei der Gemeinde Donat, der Korporation Bergschaft Schams und der Gemeinde Zillis-Reischen. – Baubeginn im Frühjahr 2012. Leider kam es dann anders: Die Gemeinde Zillis-Reischen lehnte den Kredit ab, die Organigramm Forst-Werk Zillis Schamserberg. (Bild: zVg. Forst-Werk Zillis Schamserberg) Betriebsleiter (Revierförster) Operative Leitung von: – Forstbetrieb – Werkbetrieb Hoheitliche Aufsicht Gebiet West
Forstwart-Vorarbeiter (ev. Förster) (Stv. Betriebsleiter) Hoheitliche Aufsicht Gebiet Ost Operative Mitplanung: – Forstbetrieb Praktische Umsetzung forstlicher Arbeiten: – Holzernte und Bringung – Waldpflege – Bestandesbegründung – Forstschutz – Bauwesen
Gruppenleiter Werk (Brunnenmeister) Praktische Umsetzung Komunaler Arbeiten: – Wasserversorgung –Versorgung und Entsorgung – Liegenschaften und Anlagen – Strassen, Wege und Plätze – Winterdienst – Rapportwesen – Avor
– Raportwesen – Avor
Sicherheitsbeauftragter (SiBe)
Lehrlings-Ausbildner
Mitarbeiter Forst/Werkbetrieb/Lehrlinge
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Der zukünftige Werkhof des Betriebs Forst-Werk Zillis Schamserberg im April 2014. (Bild: Jakob Mani)
Korporation Bergschaft Schams und die Gemeinde Donat bewilligten ihn. An der Bergschaftsversammlung vom 11. Juni 2012 wird beschlossen, den Werkhof im Alleingang zu bauen mit einem Restkostendach von CHF 650 000.– für die Gemeinden am Schamserberg. Im Dezember 2012 befand die Gemeindeversammlung ZillisReischen nochmals über die Beteiligung am Neubau und genehmigte diesen Kredit mit Auflagen. Zu diesen Auflagen gehörte die Integration der ganzen Forstwerkgruppe Zillis-Reischen und die Vereinigung mit der Forstgruppe Schamserberg. Da es nun doch weiter ging, musste die Baukommission erneuert werden, da durch Demissionen verschiedene Kommissionsmitglieder nicht mehr in den Vorständen der Bauherren vertreten waren. Auch eine Kommission für die Vereinigung der Betriebe wurde gebildet.
Baukommission ab Januar 2013: Präsident Marcel Cantieni, Roman Hassler, Werner Fravi, Nico Tgetgel und Hanspeter Tobler. Betriebs- und Reglementskommission: Präsident Nico Tgetgel, Mathè Camenisch, Marco Dolf, Gian Michael, Beat Nauli (bis August 2013). Betriebskommission: Präsident Nico Tgetgel, Hans Linard Bosshard, Roman Hassler und Mathè Camenisch (ab September 2013). Die Baukommission mit dem Architekturbüro GABAG schrieb die Arbeiten für den Bau aus und kümmerte sich um den Fortschritt des Baus. Am 12. August 2013 konnte der Spatenstich für den Neubau eines Forstwerkhofs in Anwesenheit der Gemeindevorstände aller beteiligten Gemeinden durchgeführt werden. Die Betriebskommission nahm den Zusammenschluss der Forstgruppen in Angriff. Um das ganze Personal zu den gleichen Bedin-
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gungen anzustellen, wurde allen per 31. Dezember 2013 gekündigt. Gleichzeitig wurde allen ein neuer Vertrag angeboten (damit im gemeinsamen Betrieb alle die gleichen Voraussetzungen haben). Es wurde auch das Inventar beider Betriebe erfasst und bewertet. Dabei mussten wir feststellen, dass bei beiden Betrieben alte Fahrzeuge und Maschinen im Einsatz sind. Es wurde vereinbart, mit der forstlichen Betriebsabrechnung (ForstBAR ) den Betriebskostenanteil der verschiedenen Waldeigentümer zu ermitteln. Aus diesem Grund ist eine saubere Rapportierung der Arbeitszeit unerlässlich. Um diese überschaubar zu halten, konnte die Korporation Bergschaft Schams die Wälder der Gemeinden am Schamserberg in einem pachtähnlichen Verhältnis übernehmen. Die Kostenbeteiligung für den Gemeindewald wird nach einem Prozentschlüssel aus Hiebsatz und Waldfläche berechnet. Per 1. Januar 2014 begannen wir unsere Arbeit im neuen Betrieb unter dem Namen Forst-Werk Zillis Schamserberg. Im Moment sind immer noch die alten Standorte im
Gebrauch. Durch die Grösse der Forstwerkgruppe ist eine gegenseitige Stellvertretung gesichert. Die Aufgabenverteilung muss noch eingeübt werden. Was lange währt, wird endlich gut: Wir freuen uns sehr, dass wir endlich eine zeitgemässe Infrastruktur erhalten und unseren Nachfolgern zweckmassige Arbeitsplätze zur Verfügung stellen können. Vielen Dank allen Behördenmitgliedern und Gemeinden, dass dieses Projekt ausgeführt werden konnte.
Jakob Mani Revierforstamt Schamserberg Curscheglias 77, CH-7433 Donat rfa.donat@bluewin.ch
Nico Tgetgel Präsident Betriebskommission Forst-Werk Zillis Schamserberg Reischen, CH-7432 Zillis nico.tgetgel@bluewin.ch
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Forstbetrieb Andeer
Gemeindeeigener Transporter mit Forstaufbau (Bild: Christian Marugg)
Bis Ende Jahr 2008 betreute das Revier forstamt Andeer/Pignia die Waldungen der Gemeinden Andeer und Pignia mit einem Hiebsatz von 4800 Tfm und einer öffentli chen, produktiven Waldfläche von 1700 ha. Per 1. Januar 2009 erfolgte die Gemeinde fusion von Andeer mit Pignia und Clugin. Die Veränderung für das Forstrevier war nur geringfügig, weil die Waldungen von Pignia bereits vorher vom Revier betreut wurden. Die privaten und öffentlichen Wälder der ehemaligen Gemeinde Clugin wurden mit der Gemeindefusion neu dem Forstrevier Andeer zugeteilt. Die Zunahme der Wald fläche betrug rund 50 ha und die Zunahme vom Hiebsatz 120 Tfm. Die Waldungen der Korporation Bergschaft Schams auf dem ehemaligen Gemeindege biet von Clugin, welche den grössten Teil ausmachen, werden weiterhin vom Forst revier Bergschaft Schams betreut. Der Hauptort Andeer liegt auf 983 m ü. M. im Talboden vom Schams und ca. 1 km süd lich befindet sich die Fraktion Bärenburg. Der Ortsteil Pignia liegt etwas erhöht auf der rechten, Clugin auf der linken Talseite. Zum Ortsteil Pignia gehört auch Pignia
Bad, das sich ebenfalls im Talboden ca. 1 km nördlich vor Andeer an der Kantonsstrasse befindet. Die Gemeinde weist eine Gesamt fläche von 4636 ha auf und die aktuelle Einwohnerzahl beträgt 979. Andeer ist ein Tourismusort mit einem bekannten Heilbad und mehreren Gastrobetrieben. Ebenfalls vorhanden sind ein VolgLaden, eine Bäcke rei, eine Molkerei und eine Metzgerei. Diese Geschäfte sind ebenfalls sehr stark auf den Tourismus ausgerichtet. Dementsprechend wichtig ist auch eine intakte Umwelt und eine sorgfältig gepflegte Landschaft, damit sich in unserem Tal nebst der Bevölkerung auch unsere Gäste jederzeit wohlfühlen. Die Hauptwaldungen von Andeer setzen sich aus vier grossen Komplexen zusammen: – den Vizanwaldungen links des Rheins, an der ostexponierten Talflanke – den Tscherawaldungen an der westexpo nierten Talflanke den Waldungen der Traversa, Nursera und Gruobas im Dreieck zwischen dem Aver serrhein und der Roflaschlucht. – den Waldungen vom Ortsteil Pignia an der westexponierten Talflanke, nördlich angrenzend an die Tscherawaldungen Bündner Wald 2 /2014 13
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Die Tscherawaldungen mit Andeer im Vordergrund
Bei der Seilkranarbeit wird eng mit dem regional
und der A13, welche oberhalb des Dorfes dem Hang
ansässigen Forstunternehmer zusammengearbei-
entlangführt. (Bild: Christian Marugg)
tet. (Bild: Christian Marugg)
Die Hauptbaumart in den Andeerer Waldungen ist die Fichte mit knapp 80 Prozent, gefolgt von der Arve und der Lärche. Die Weisstanne ist gesamthaft gesehen äusserst spärlich vertreten. Auf den optimalen Standorten wird sie jedoch weiterhin gefördert, weil sie waldbaulich sehr wertvoll ist. Der Hauptanteil vom Laubholz befindet sich vor allem im Talboden, dem Rhein entlang sowie am Hangfuss auf der linken und rechten Talseite. Der grösste Teil der Waldungen befindet sich im Eigentum der Gemeinde Andeer. Rund 300 ha sind in Andeer Privatwald. Erwähnenswert sind auch die Bürgerlöser im Pessen. Die Löser wurden im Jahr 1967 von der Bürgergemeinde als Ersatzaufforstungsfläche für die Nationalstrassenrodung zur Verfügung gestellt. Früher bildete die Talschaft Schams eine Gemeinde und ihr gehörten auch die Wälder. Die Aufteilung dieser Wälder auf die Nachbarschaften erfolgte 1851, wobei die linksseitigen Dörfer ihren Waldanteil als eine Einheit bestehen liessen. In Andeer wurden die Nutzung und die Verwaltung des Waldes einer von Landschaftsbürgern gebildeten Korporation überlassen. Im Jahr 1908
wurden diese ehemaligen Korporationswaldungen an die politische Gemeinde Andeer zur Verwaltung und Nutzung übertragen. Seit 1928 besteht ein Wirtschafts- resp. Betriebsplan über die Gemeindewaldungen vom Ortsteil Andeer. Für die Gemeindewaldungen vom Ortsteil Pignia besteht seit 1934 ein Wirtschafts- resp. Betriebsplan. Das Forstamt Andeer arbeitet zurzeit an der Revision des Betriebsplans für die Waldungen vom Ortsteil Andeer. Die Kontrollführung für diese Planungsperiode hat am 1. Januar 2014 begonnen und dauert bis 2025. Die Waldungen der Ortsteile Pignia und Clugin wurden noch nicht in den neuen Betriebsplan Andeer integriert, weil für diese noch gültige Betriebspläne bestehen. Der Betriebsplan für die Waldungen von Pignia ist noch bis 2022 gültig. Die Waldungen von Clugin sind noch im Betriebsplan vom Schamserberg berücksichtigt. Dieser ist noch bis 2024 gültig. Im Weiteren besteht eine Zusammenarbeit mit dem Amt für Wald und Naturgefahren und dem Revierforstamt Rheinwald beim Einrichten eines Sonderwaldreservats. Der Perimeter erstreckt sich von der linken Talseite von Andeer südwärts über Rofna, Nursera bis
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nach Sufers. In diesem Gebiet befinden sich grosse, zusammenhängende Waldkomplexe mit äusserst schützenswerten Landschaften mit einer grossen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Mit gezielten Eingriffen soll diese Vielfalt geschützt und gefördert werden. Gemäss Waldentwicklungsplan ( WEP) sind grosse Teile der Waldfläche von Andeer als Wald mit besonderer Schutzfunktion ausgewiesen. Diese Schutzwaldausscheidung ist im Jahr 2012 gestützt auf Silvaprotect (Schutzwaldausscheidung Bund) revidiert worden. Grosse Teile der Waldungen von Andeer sind als «Schutzwald Typ A» bezeichnet worden. Diese Schutzwälder befinden sich grösstenteils in schwierigem Gelände und die Bewirtschaftung ist entsprechend anspruchsvoll und kostenintensiv. Die Gemeinde Andeer beschäftigt insgesamt sechs Personen im Forst- und Werkamt. Im Forstamt sind ein Förster, ein Vorarbeiter, ein Forstwart und ein Lehrling im Vollpensum angestellt. Im Werkamt sind ein Vorarbeiter im Vollpensum und ein Mitarbeiter im Teilpensum ( 85 %) angestellt. Seit dem Sommer 2000 sind das Forst- und Werkamt im neuen Werkhof untergebracht. Durch den Werkhof-Neubau konnten zeitgemässe Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Der Maschinenpark ist zweckmässig und modern eingerichtet. Grössere Holzrückemaschinen oder eine Seilbahn sind nicht vorhanden. Seit dem Januar 2013 besitzt das Forstamt jedoch einen neuen Forstaufbau mit Seilwinde, welcher mit einem Schnellwechselsystem auf den Transporter vom Werkamt montiert werden kann. Mit dieser Spezialausrüstung können kleinere Holzrückearbeiten selbstständig ausgeführt werden. Diese Investition hat sich in der Zwischenzeit bereits bestens bewährt. Nach Möglichkeit werden die meisten Holzschläge von der eigenen Forstgruppe in
Zusammenarbeit mit lokalen Forstunternehmen ausgeführt. Stockschläge werden nur sehr wenige gemacht. Die meisten Holzschläge werden vom Herbst bis im Frühling ausgeführt. Vom Spätfrühling bis im Herbst werden Pflegearbeiten, forstliche Bauarbeiten, Strassenunterhaltsarbeiten, Zwangsnutzungen etc. ausgeführt. Bei Bedarf hilft das Forstpersonal auch im Werkamt mit. Im Weiteren besteht auch eine offizielle betriebsübergreifende Zusammenarbeit mit den benachbarten Forstrevieren im Schams, Avers und Rheinwald. Bei Bedarf wird gegenseitig mit Maschinen und Personal ausgeholfen. Seit Herbst 2002 besitzt die Gemeinde eine Holzschnitzelheizung, welche in der näheren Umgebung vom Forstwerkhof diverse öffentliche Gebäude mit Wärme versorgt. Die Holzschnitzel stammen grösstenteils aus dem gemeindeeigenen Wald. Der momentane Hackschnitzelverbrauch pro Winterhalbjahr beträgt rund 1200 SM3. Grosser Handlungsbedarf besteht in der Verbesserung der Hackschnitzellogistik. Das gesetzte Ziel heisst, baldmöglichst eine Holzschnitzelhalle zu bauen, um die Abläufe zu vereinfachen. Die Unterhalts- und Reinigungsarbeiten werden ebenfalls mit dem Gemeindepersonal ausgeführt. Für den Andeerer Wald ist die Holzschnitzelheizung eine sehr interessante Lösung, weil der lokale Rohstoff direkt vor Ort verwertet werden kann und zusätzlich Arbeitsplätze geschaffen werden können.
Christian Marugg Revierforstamt Andeer 7440 Andeer rfa.andeer@bluewin.ch
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Forstbetrieb Ferrera/Avers
Lärcheneinschnitt in der Sägerei Ferrera (Bild: Thomas Voneschen)
Die Waldbesitzer der Gemeinden Ferrera und Avers, der Kreis Schams (Kreiswald) und der Kanton Graubünden (Staatswald Niemet) bilden zusammen das Revierforstamt Ferrera/Avers. Die Gemeinde Ferrera entstand durch den Zusammenschluss der zuvor eigenständigen Gemeinden Ausserund Innerferrera per 1. Januar 2008. Das Gemeindegebiet liegt am Eingang des Tals und gehört politisch zum Kreis Schams. Die Fraktion Ausserferrera liegt auf einer Meereshöhe von 1316 m ü. M. Fünf Kilometer weiter taleinwärts befindet sich die Fraktion Innerferrera. Beide Fraktionen zusammen weisen eine Fläche von 7543 ha auf und haben 88 Einwohner. Da praktisch keine Arbeits- und Ausbildungsplätze vorhanden sind, ist der Zuzug von jungen Familien schwierig. Die beiden einzigen grösseren Arbeitgeber sind die Kraftwerke Hinterrhein AG ( KHR) mit der Zentrale Ferrera und der gemeindeeigene Forst- und Werkbetrieb. Dank der Wasserzinsen der KHR hat die Gemeinde Ferrera eine gute Finanzlage und verfügt deshalb über eine optimale Infrastruktur.
Im inneren Teil des Tals liegt die Gemeinde Avers, die sogleich auch den kleinsten Kreis des Kantons Graubünden bildet. Acht Fraktionen erstrecken sich von Campsut bis nach Juf. Mit 2126 m ü. M. ist Juf die höchstgelegene Siedlung Europas, welche ganzjährig bewohnt ist. Die zentrale Siedlung mit Kirche, Gemeindeverwaltung, Schule und Lebensmittelgeschäft ist Avers (Cresta). Auf einer Gemeindefläche von 9309 ha leben 172 Einwohner. Das Forstrevier Ferrera/Avers weist eine Waldfläche von 1902 ha auf, wovon 1696 ha produktiv sind. Der jährliche Hiebsatz liegt bei 3190 Tfm. Durch die Lage in den kontinentalen Hochalpen kommen ausschliesslich Nadelbäume in der Baumartenverteilung vor. Die steilen Ost-/Westhänge der Val Ferrera werden von der Fichte dominiert. Vielerorts überalterte Bestände auf Blockschutt verursachen eine anspruchsvolle und kostenintensive Schutzwaldbewirtschaftung. Die typischen Gebirgswälder des Avers weisen einen grossen Anteil an Arven und Lärchen auf. Auf der Schattenseite des Obertals
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befindet sich der Capettawald. Zwischen tiefen Schieferschluchten stehen 600- bis 800-jährige «Arvenbaumleichen». Einige dieser Zeitzeugen haben einen Durchmesser von weit über einem Meter bei einer Baumlänge von gerade einmal 25 m. Die Gemeinde Ferrera und das Revierforstamt Ferrera/Avers beschäftigen insgesamt neun Personen in Forst, Werk, Sägerei und Gemeindekanzlei. Im vergangenen Jahr wurde eine neue Betriebsstruktur eingeführt. Ziel war es, die forstlichen und kommunalen Arbeiten zu optimieren, ohne diese jedoch voneinander zu lösen. Mit der Nutzung diverser Synergien kann ein professionell eingerichteter Betrieb rasch und flexibel auf plötzlich eintreffende Ereignisse reagieren. Das Revierforstamt ist seit 2001 Lehrbetrieb. Für die Auszubildenden ist die Lehrtätigkeit von Berufsbildner und Lehrmeister beim WVS ideal. Im Zuge der überbetrieblichen Zusammenarbeit Schams, Avers, Rheinwald konnte zusätzlich eine gemeinsam organisierte Praktikumsstelle für angehende Förster HF geschaffen werden. Die Jahreszeiten bestimmen die Ausführung der verschiedenen Arbeiten. Von November bis April werden die geplanten Winterschläge ausgeführt. In der Regel kommen dabei die eigene Seilkrananlage und der Mobilbagger zum Einsatz. Durch den sehr umfangreichen Maschinenpark ist der Forstbetrieb jederzeit in der Lage, das gerüstete Holz auch ins Tal zu bringen. Bei starken Schneefällen wird die Arbeit im Wald eingestellt und stattdessen werden der Winterdienst oder andere Kommunalarbeiten ausgeführt. Bei personellen Engpässen wird mit der betriebsübergreifenden Zusammenarbeit unter den örtlichen Forstbetrieben ausgeholfen. Der regionale Forstunternehmer ist
ebenfalls ein wichtiger Bestandteil dieser Zusammenarbeit. Seine Spezialmaschinen machen es überhaupt möglich, die rationellsten Arbeitsverfahren anzuwenden. Innerferrera betreibt seit 1946 eine gemeindeeigene Sägerei. Ziel war seit jeher die regionale Versorgung mit einheimischen Schnittwaren. Zu den Kunden zählen Zimmereien, Schreinereien, Dachdecker und zu einem grossen Teil auch Privatpersonen. Trotz steigender Nachfrage wurden seit mehreren Jahren rote Zahlen geschrieben. Aufwendige Arbeitsabläufe und eine geringe Leistungsfähigkeit der Säge waren die Hauptursache des Defizits. Wie viele kleine Gemeindesägereien stand man vor der Entscheidung, zu investieren oder den Betrieb für immer aufzugeben. Erfreulicherweise kam Letzteres bei Behörde und Stimmbevölkerung nicht infrage. Einstimmig wurde der Beschluss gefasst, den Sägereibetrieb zu modernisieren. Letzten Sommer konnte dann eine revidierte Blockbandsäge und ein Doppelbesäumer der Marke «Bögli» eingebaut werden. Kernstück der neuen Anlage ist ein funkferngesteuerter Spannwagen. Mit dieser Sonderanfertigung lässt sich das Rundholz innert Kürze per Knopfdruck wenden, anheben oder fixieren. Auf Wunsch können Stämme bis zu einer Länge von 12 m und einem Durchmesser von 90 cm verarbeitet werden. Mit dieser Investition erhofft sich die Gemeinde langfristig, den einheimischen Rohstoff Holz erfolgreich abzusetzen.
Thomas Voneschen Revierforstamt Ferrera/Avers 7445 Innerferrera thvoneschen@bluewin.ch
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Forstbetrieb Rheinwald Untertitel Grundschrift
Das westliche Dorfende von Splügen mit dem darüber liegenden Schutzwald am Fluegrind. (Bilder: Walter Calonder)
Das Forstamt Rheinwald besteht aus dem Wald der Gemeinden Hinterrhein, Nufenen, Splügen / Medels, Sufers und jenem der Korporation Göriwald. Besitzer der Korporation Göriwald sind die heutigen vier Rheinwaldner Gemeinden. Nufenen mit 31 %, Splügen mit 41 % Hinterrhein mit 16 % und Sufers mit 12 % Anteilen. 2006 fusionierten die beiden Gemeinden Splügen und Medels zur Gemeinde Splügen. Politisch gehören die vier Gemeinden zum Kreis Rheinwald. Der tiefste und zugleich östlichste Punkt des Reviers ist bei der Gemeindegrenze zwischen Sufers /Andeer in der Traversa auf 1260 m ü. M. Der höchste und westlichste Punkt bildet in der Gemeinde Hinterrhein das Rheinwaldhorn auf 3402 m ü. M. In den Wäldern des Rheinwaldes dominiert die Fichte mit ca. 77 % am Baumartenan-
teil, gefolgt von der Lärche mit ca. 20 % und der Arve mit 3 %. Die Lärche sowie die Arve kommen vor allem im Göriwald und den Gemeinden Sufers und Splügen vor. In Nufenen und Hinterrhein sind es vorwiegend reine Fichtenbestände. Im Göriwald findet man noch einige Tannen. Die Arvenbestände stehen mit zum Teil sehr alten Exemplaren in höheren Lagen im westlichen Göriwald und auch im Surettatal. Sie werden sehr zurückhaltend genutzt mit der Hoffnung, dass uns die Arvenbestände erhalten bleiben. Erfreulich ist die Zunahme der natürlichen Verjüngung, welche aufzeigt, dass der Tannenhäher in diesen Flächen aktiv ist. Die steilen Nord-/Südhänge weisen vor allem im vorderen Talabschnitt bei Sufers, Splügen und dem Göriwald viel Blockschutt auf, was eine kostenintensive und Bündner Wald 2 /2014 19
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Seilschlag Seestrasse. Zusammenarbeit Ferrera/Rheinwald
anspruchsvolle Bewirtschaftung der Schutzwälder zur Folge hat. Das Revier Rheinwald weist eine Waldfläche von insgesamt 2825 ha auf, wovon die eingerichtete Fläche 2016 ha beträgt. Ca. zwei Drittel dieser Flächen sind als Schutzwald ausgeschieden. Die jährliche Nutzung beträgt 6000 Tfm. Verkauft wird das anfallende Nutz- und Brennholz an Berechtigte in den Gemeinden oder über Reziaholz, Schweizer Käufer, Axpo /Tegra und an italienische Kunden. Der Kopfbetrieb des Reviers Rheinwald ist die Korporation Göriwald, welche mit drei bis vier Saisonangestellten von April bis Dezember arbeitet. Neben forstlichen Arbeiten für die Gemeinden, Private, Kraftwerke Hinterrhein, Nationalstrasse A13, Tiefbauamt Bezirk 7 und für die San-BernardinoHochspannungsleitung werden auch Unterhaltsarbeiten an Waldstrassen, Wald- und
Weidezäunen und an unseren Gebäuden ausgeführt. Für grössere forstliche Arbeiten werden spezialisierte Unternehmer eingesetzt. Der Werkbetrieb wird in den Gemeinden durch eigene Angestellte oder von der Einwohnerschaft ausgeführt. Die Schneeräumungsarbeiten werden zum grössten Teil an Private in Auftrag gegeben. Positiv wirkt sich die 2010 begonnene überbetriebliche Zusammenarbeit Schams Avers Rheinwald für unseren Forstbetrieb aus. Personal- oder Maschineneinsätze können bei Bedarf kurzfristig koordiniert werden. Die Korporation verfügt über einen Werkhof mit zwei Wohnungen, welche im Sommer von den Saisonarbeitern bewohnt werden. Im Winter sind die Wohnungen an Feriengäste vermietet. Besonders erwähnenswert ist im Bereich Natur und Landschaftsschutz die Umset-
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zung des geplanten Sonderwaldreservates «Andeer/Göriwald». Die natürliche Förderung von wertvollen Objekten und Landschaftstypen wie Moorlandschaften, Altholzinseln und Waldweiden soll damit ermöglicht und der Lebensraum für das Auerwild erhalten bleiben. Der bis Ende 2013 ausgearbeitete Betriebsplan für unser Revier gibt die Richtung für die nächsten 20 Jahre vor. Die Waldfläche ist nun um 300 ha grösser geworden. Auch der jährliche Hiebsatz stieg um 400 Tfm an. Es ist vorgesehen, dass der Betrieb auch in Zukunft saisonal bewirtschaftet wird. Mit dem Einsatz von Unternehmern werden Investitionen im Bereich Maschinen und Geräte für unseren Betrieb auch in Zukunft nicht gross sein. Wichtig scheint mir, dass die jetzigen Arbeitsplätze erhalten bleiben. Mit meiner Pensionierung Mitte 2015 werde ich den Forstbetrieb Rheinwald der nächsten Generation übergeben, dies in der Hoffnung, dass der Wald im Rheinwald auch in Zukunft im bisherigen Umfang erhalten bleibt, um seine vielfältigen und wichtigen Funktionen zu erfüllen.
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Zusammenarbeit Forstbetriebe Schams, Avers und Rheinwald
Auch der regional ansässige Forstunternehmer wird in die betriebsübergreifende Zusammenarbeit eingebunden. (Bild: Thomas Voneschen)
Grosse Gemeindezusammenschlüsse und Betriebszusammenlegungen sorgen immer wieder für kontroverse Diskussionen bei Mitarbeitern und bei der Bevölkerung in den betroffenen Gemeinden. Ängste bezüglich Stellenabbau und radikalen Sparmassnahmen sind dabei die Hauptthemen. Die fünf Betriebsleiter der Subregion
Schams, Avers und Rheinwald haben sich den Zukunftsfragen gestellt und nach Lösungen gesucht. Entstehung und Beweggründe Das übergeordnete Ziel der betriebsübergreifenden Zusammenarbeit ist, die Arbeitsplätze und das Lehrstellenangebot in der
Organigramm Forstdienst Schams Avers Rheinwald. Seit dem 1. Januar 2014 sind Zillis und der Schamserberg in einem Betrieb zusammengeschlossen. (Darstellung: Forstdienst Schams Avers Rheinwald)
Unternehmer
Forstbetrieb Zillis
Forstbetrieb Schamserberg
Betriebsleiter Albert Signer
Betriebsleiter Jakob Mani
Subregion SchamsAvers-Rheinwald Forstunternehmer Bauunternehmer Transportunternehmer
Forstbetrieb Andeer
Forstbetrieb Ferrera/Avers
Forstbetrieb Zillis
Betriebsleiter Betriebsleiter Betriebsleiter Christian Marugg Thoma Voneschen Walter Calonder
Überbetrieblicher Personal- und Maschinenpool Forstbetriebe Schams-Avers-Rheinwald Arbeit Forst 1
Arbeit Forst 2
Arbeit Werk
Arbeit für Dritte
Gruppenleiter Mitarbeiter Maschinist Lehrling
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Gruppenleiter Mitarbeiter Maschinist Lehrling
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Region langfristig zu sichern. In der Vergangenheit hat sich vermehrt gezeigt, dass für die forstlichen Organisationsformen bei grossen Gemeindezusammenschlüssen nicht immer ein befriedigender Erfolg erzielt werden konnte. So ergriffen die fünf Forstbetriebe die Initiative selbst und entschieden sich für ein freiwilliges Zusammenwirken. Als Organisationsform erwies sich vorerst eine lose Zusammenarbeit am sinnvollsten. Die Eigentümerstrukturen und Forstreviereinteilungen können so bestehen bleiben wie bisher. Vereinbarung Die betriebsübergreifende Zusammenarbeit basiert auf einer Vereinbarung, welche mit Genehmigung durch die jeweiligen Gemeinden und deren Forstrevieren auf den 1. Januar 2010 in Kraft trat. Bei Stillschweigen aller involvierten Parteien verlängert sich die Vereinbarung jeweils um ein weiteres Jahr. Die entsprechenden Zielsetzungen und Erfolgsfaktoren sind unten stehend aufgeführt. Zielsetzung der betriebsübergreifenden Zusammenarbeit – Kostenreduktion im Bereich Forstwesen bei verbesserter oder zumindest gleichwertiger Qualität und Leistung – Erhaltung oder wenn möglich Erhöhung des Lehrstellenangebots – Förderung der Attraktivität der forstlichen Arbeitsstellen Diese Ziele sollen erreicht werden durch: – optimale Auslastung und optimaler Einsatz von Maschinen und Personal – Intensivierung der betriebsübergreifenden Zusammenarbeit bei gleichbleibenden Eigentümerstrukturen und Forstreviereinteilungen
– Definition von einheitlichen Zuständigkeiten und Kompetenzen für die Revierförster/Betriebsleiter – einheitliche betriebliche Bestimmungen betreffend Dienstverhältnissen der Mitarbeiter – Koordination und optimaler Einsatz von Unternehmerleistungen unter den beteiligten Forstbetrieben Die betriebsübergreifende Zusammenarbeit umfasst Tätigkeiten im Forst- und Werkdienst der beteiligten Gemeinden sowie Arbeiten für Dritte. Dabei haben die werkdienstlichen Arbeiten in den eigenen Gemeinden Vorrang und sind somit jederzeit gewährleistet. Weiter enthält die Vereinbarung eine Vereinheitlichung von Personalund Maschinenverrechnungssätzen, der Spesenvergütungen und der Arbeitszeiten. Dadurch sind die Voraussetzungen für einen einheitlichen Personal- und MaschinenPool geschaffen. Durch Koordination und Absprache unter den Betriebsleitern können die betriebseigenen Mittel bestmöglich eingesetzt und ausgelastet werden. Bei Arbeitseinsätzen ausserhalb des zuständigen Reviers trägt der örtliche Betriebsleiter die Verantwortung. In einer alljährlichen Sitzung zwischen den fünf Betriebsleitern und den behördlichen Vertretern aller Forstbetriebe werden betriebliche Optimierungsmöglichkeiten und das Entwicklungspotenzial der überbetrieblichen Zusammenarbeit geprüft. Unternehmereinsatz und Rundholzbündelung Damit bei der Holzernte moderne Arbeitsverfahren angewendet werden können, wird der betriebsübergreifende Personalund Maschinen-Pool durch Unternehmereinsätze ergänzt. Es wird hauptsächlich auf eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Bündner Wald 2 /2014 23
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…damit uns die Berge nicht auf den Kopf fallen. Banner Forstdienst Schams Avers Rheinwald (Bild: zVg.)
und einheimischen Unternehmen geachtet. Durch diese Win-win-Situation profitieren Auftraggeber sowie auch Dienstleister und die regionale Wertschöpfung kann gesteigert werden. Sämtliches Rundholz der Subregionen Schams, Avers und Rheinwald wird durch die Holzmarktorganisation reziaHOLZ gebündelt und vermarktet. Die Waldeigentümer erzielen so höhere Erlöse und können ohne Druck entscheiden, ob sie den Meistbietenden oder einen langjährigen Kunden beliefern. Zukunft Wie sich diese überbetriebliche Zusammenarbeit zukünftig weiterentwickeln wird, ist vorerst noch nicht absehbar. Mit dieser losen Art der Zusammenarbeit ist ein
massgebender Grundstein gelegt, welcher verschiedene Varianten zu noch effizienteren Kooperationsformen bietet. Für eine Modernisierung und Anpassung der betrieblichen Mittel könnte sich eine Maschinengemeinschaft eignen. Weiter könnte die Bildung eines Lehrverbundes innerhalb der Forstbetriebe eine Chance sein, die Attraktivität und Qualität des Lehrstellenangebotes zu erhöhen.
Luzi Attenhofer Gemeinde Ferrera 7435 Splügen luziattenhofer@gmx.ch
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Die Wiederentdeckung alter Transitrouten
viaSpluga: alter Saumweg am Splügenpass (Bilder: Yannick Andrea)
Die Region Viamala ist geprägt vom jahrtausendealten Transitverkehr über die Alpenpässe Splügen und San Bernardino. Römer, Pilger, Künstler, Adlige und Handelsleute haben sich den Weg durch die Viamalaschlucht und danach über die Pässe in Richtung Süden gesucht. Heute sind diese Routen wichtige Eckpfeiler im touristischen Angebot der Region. Der Transitverkehr prägt die Region Viamala seit Jahrtausenden. Während auf der modernen Autostrasse A13 rund 3 Mio. Fahrzeuge pro Jahr via San Bernardino die Alpen queren und so die Evolution im Alptransitverkehr dokumentieren, erleben die historischen Routen der alten Säumer neuen Aufschwung. «viaSpluga», «Walserweg Graubünden» oder «Alte Averserstrasse» heissen die touristischen Angebote, welche als Pauschalarrangements buchbar sind und
so zu wertvollen Stützen im Sommertourismus der Region Viamala geworden sind. «viaSpluga» – der Klassiker unter den Weitwanderwegen Im Jahr 2001 wurde die viaSpluga als grenzüberschreitendes touristisches Projekt eröffnet. Die Verantwortlichen orientierten sich damals an hohen Vorgaben. Einerseits an wirtschaftlichen Zielen wie der Erhöhung der Auslastung in Hotellerie und Parahotellerie, der Ertragssteigerung in der touristischen Dienstleistungskette und damit der Optimierung der Gesamtwertschöpfung, genauso wie an qualitativen Zielen, beispielsweise der Steigerung bei der Professionalisierung der Leistungsträger oder auch an Kommunikationszielen wie der Erhöhung des Bekanntheitsgrades der touristischen Angebote in der Region. Über das WanderBündner Wald 2 /2014 25
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angebot viaSpluga sollten die Gäste auf die gesamte Tourismusregion aufmerksam gemacht und zu weiteren Besuchen animiert werden. Heute, nach 13 Jahren praktischer Erfahrung, gelten die mit dem Projekt viaSpluga anvisierten Ziele mehrheitlich als erfüllt. Mit durchschnittlich 510 000 Franken Umsatz pro Jahr erzielt das Pauschalangebot eine beachtliche Wertschöpfung in der Region. Auf weitere rund 30 % davon wird das Volumen geschätzt, das von ViaSplugaWanderern generiert wird, welche ohne Pauschalarrangement, also individuell, auf der Route unterwegs sind. Neben der direkt durch Übernachtungen generierten Erträge sind Zusatzfrequenzen bei Sehenswürdigkeiten sowie Umsätze durch Einkäufe und Konsumationen positive Folgeeffekte. Auch die Pflege und der Unterhalt der alten Wegsubstanz wurden durch das Projekt viaSpluga kontinuierlich verbessert. Die regionale Zusammenarbeit wurde durch das gemeinsame Projekt spürbar gefördert. Das Bewusstsein um die wertvolle Vergangenheit der Region konnte wieder erweckt und gleichzeitig eine neue Identität für die Tourismusregion geschaffen werden. Die viaSpluga hat als nationales Musterprojekt bereits mehrfach Nachahmer gefunden. Weitwanderwege wachsen wie Pilze aus dem Boden. Die Zahlen der viaSpluga hat aber bisher noch kein anderer Weitwanderweg auch nur annähernd erreicht. So stellt sich die Frage nach dem eigentlichen Erfolgsrezept der viaSpluga. Zentrale Punkte sind sicherlich die grosse Vielfalt an Vegetationsstufen, unterschiedliche Sprachkulturen und Kulturräume und damit auch eine breite Palette an lokal geprägten kulinarischen Genüssen, welche die Wanderer zwischen Thusis und Chiavenna begeistern. Dazu gibt es auf der Route eine
hohe Dichte an bedeutsamen kulturellen und natürlichen Sehenswürdigkeiten. Damit bietet die viaSpluga über die ganze Strecke von 65 Kilometern einen bunten Strauss an eindrücklichen und unverwechselbaren Natur- und Kulturerlebnissen. Weiterer Erfolgsfaktor der viaSpluga ist die Wiederentdeckung des einfachen Wanderns in Kombination mit der Convenience von Mittelklassehotels und einem gut funktionierenden Gepäcktransport. Die einfache Buchbarkeit sowie das individualisierte Angebot des Arrangements, bei welchem die Gästebedürfnisse und -wünsche speziell in Bezug auf Dauer, Standard der Unterkünfte und Zusatzleistungen im Zentrum stehen, werden von den viaSpluga-Gästen besonders geschätzt. Auch die laufenden Qualitätssicherungsmassnahmen sowie die hohe Beratungskompetenz tragen zum Erfolg des Kulturwanderwegs bei. Die viaSpluga ist das unbestrittene Aushängeschild im Sommerangebot der ViamalaRegion. In ihrem Windschatten wurden bis heute weitere Weitwanderweg-Angebote entwickelt, welche zwar noch weit weniger bekannt, doch in jedem Fall nicht minder attraktiv sind und teils ganz andere Facetten der Geschichte der Region dokumentieren. Alte Averserstrasse Die Alte Averserstrasse ist ein historischer Verkehrsweg von der Rofflaschlucht ins Hochtal Avers nach Juf, der höchstgelegenen ganzjährig bewohnten Siedlung Europas. Die Kunststrasse wurde 1895 gebaut und seit dem Jahr 2000 wird die Strasse durch den Verein «Alte Averserstrasse» in Teilstrecken mit grosser Sorgfalt und Liebe zum Detail saniert und für Wanderer wieder begehbar gemacht. Prächtige Bogenbrücken und imposante Stützmauern aus Naturstein, Einblicke in die Schluchten des
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Hinterrhein: Etappenort auf dem Walserweg Graubünden
Averser Rheins und in den Ragn da Ferrera mit seinen Gletschermühlen, Felspartien aus Schiefern, Marmoren, Quarziten, Gneisen und Dolomiten sowie Spuren und Ruinen des ehemaligen Bergbaus lassen keine Langeweile aufkommen. Walserweg Graubünden Wen die Geschichte der Walser interessiert, dem sei der Walserweg Graubünden empfohlen. Auf den Spuren der deutschsprachigen Siedler, welche im 13. Jahrhundert aus dem Wallis kommend zuerst das Rheinwald und danach Vals, Safien und Avers besiedelten, gibt es auch heute noch vieles zu entdecken. Nebst dem Wandergenuss stehen hier Kultur, Kulinarik und Sprache der Walser im Fokus. Von San Bernardino führt der Walserweg nach Hinterrhein, dann ins Valsertal, ins Safiental, über den Glaspass an
den Heinzenberg und über Sils nach Obermutten. Via Zillis-Reischen zieht sich die Route weiter ins Avers und über den Stallerberg weiter bis ins Vorarlberg nach Brand. viaAlpina Heute noch ein Geheimtipp ist die viaAlpina. Die viaAlpina ist ein grosses europäisches Projekt in Form eines internationalen Fernwanderwegs. Sie zieht sich vom Mittelmeer mit Startort Monaco quer über den ganzen Alpenbogen bis nach Triest an der Adria. Auf fünf unterschiedlichen, insgesamt 5000 Kilometer langen, markierten Wanderwegen führt sie durch acht europäische Länder: Slowenien, Italien, Österreich, Deutschland, Liechtenstein, die Schweiz, Frankreich und das Fürstentum Monaco. In unserer Region führt die viaAlpina von Juf nach Innerferrera und weiter über den Bündner Wald 2 /2014 27
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likum im Vergleich zur viaSpluga, dem Walserweg oder der Alten Averserstrasse.
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Niemet-Pass nach Montespluga in Italien. Aufgrund der teils anspruchsvollen Wanderetappen unterscheidet sich hier das Zielpub-
Denise Dillier Viamala Tourismus 7435 Splügen dillier@viamala.ch
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Neues Tor zur Viamalaschlucht Die Viamalaschlucht ist ein Naturschauspiel, ihre historische Erschliessung ein einzigartiges Kulturgut. Diese beiden Fakten waren und sind Ausgangspunkt für die touristische Erschliessung der Schlucht. Heute ist sie Aushängeschild und Visitenkarte einer ganzen Region. Im Laufe der Zeit sind Bauten und Infrastrukturen erstellt worden, die heutige Treppenanlage wurde 1903 erstellt. Die WC-Anlage wurde das letzte Mal in den 1970er-Jahren saniert. Der Kiosk wurde zur selben Zeit als Ersatzbau neu erstellt. Zwischen 1995 bis 2000 haben sich mehrere Arbeitsgruppen mit der Viamalaschlucht beschäftigt. Daraus hervorgegangen sind Studien sowie detaillierte Erfassungen der einzelnen renovations- oder sanierungsbedürftigen Baukörper. Sämtliche Planungsarbeiten haben jedoch keine Umsetzung erfahren. Dies hatte zur Folge, dass während der letzten rund 40 Jahre immer nur das Nötigste repariert wurde. 2010 erhielten die beiden Architekten Ivano Iseppi und Stefan Kurath vom Verwaltungsrat der «Viamala Infra Betriebsgenossenschaft» die Aufgabe, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Bauten und Infrastrukturen optimiert und allenfalls erweitert werden können. Drei von den Architekten konstruierte Szenarien bildeten den Ausgangspunkt der Diskussion über die Zukunft der touristischen Nutzung der Schlucht. Das erste Szenario wurde als «Viamala – es ist gut, wie es war» umschrieben. Es befasste sich mit einer Rückbesinnung auf die wahren Werte der Schlucht also mit einer Reduzierung des Angebots. Das zweite Szenario befasste sich mit dem Thema «Viamala – moderat» also einer Optimierung des vorhandenen touristischen Angebots in der Schlucht. Das dritte Szenario thematisierte den Ansatz «Viamala – maximal» und damit einen
Baustelle am Rand der Schlucht. Im Hintergrund Baureklametafel mit Profil des zukünftigen Shops. (Bilder: Hü7, Thusis)
Vollausbau der Schlucht mit Park & Ride in Thusis und Zillis. Das Ziel dieser ersten Auseinandersetzung mit der Zukunft war es nicht, konkrete Antworten zu liefern, sondern vielmehr die Fragen über die «richtige» Zukunft der Viamalaschlucht zu stellen und zu diskutieren. Aufgrund dieser Auslegeordnung ist erkannt worden, dass die Einzigartigkeit der Anlagen in der Viamalaschlucht darin besteht, über die Treppenanlage in die Schlucht zu gelangen und räumliche Spannung, Atmosphäre und ein Naturspektakel zu erleben. Die Auslegeordnung zeigte auch, dass die engen Platzverhältnisse insbesondere für Parkplätze und Neubauten die zukünftige Entwicklung der Viamala stark einschränken. Ein unverhältnismässiger Ausbau der Bündner Wald 2 /2014 29
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Anspruchsvolle Aushubarbeiten mit Menzi Muck.
Anlage könnte zudem das jetzige sensible Gleichgewicht zwischen touristischer Nutzung und Naturschauspiel zerstören. Der Schluss einer Sanierung und Optimierung des Bestands lag auf der Hand. Der Verwaltungsrat entschied, den Kiosk durch einen Shop gleicher Grundfläche am bestehenden Standort zu ersetzen und die dringend notwendige Sanierung der WC-Anlage in Angriff zu nehmen. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Ort wie auch Gespräche zwischen dem Verwaltungsrat der Betriebsgenossenschaft und den Architekten zeigte, dass der Neubau als sensibel gestaltete Infrastruktur den Betrieb in der Schlucht unterstützen und nicht in Konkurrenz zur Schlucht treten sollte. Der von Ivano Iseppi und Stefan Kurath entworfene Shop sollte in erster Linie eine Verbesserung der Orientierung und Auf-
enthaltsqualitäten bewirken. Steinschlagvorschriften entlang der Kantonsstrasse hatten eine strassenseitige Schliessung des Kiosks zur Folge. Ein schmales Langfenster wird die Einsicht in den Kiosk ermöglichen. Ein leicht asymmetrisches Giebeldach überspannt die rund 40 m2 Verkaufsfläche. Während der Bau zur Strasse und zur Schlucht hin geschlossen wirkt, wird die Süd- und Nordseite des Gebäudes mit grossflächigen Fenstern versehen werden. Das an Schutzbauten erinnernde und gleichzeitig leicht entrückte Profil des Gebäudes bezeichnet den neuen Zugang zur Schlucht. Die Besucher werden künftig durch den Shop hindurch an der Kassa vorbei nordseitig des Kiosks über eine ausgesetzte Treppe in die Schlucht gelangen. Der Weg führt durch einen Informations- und Ausstellungsraum hindurch, der sich unter dem Kiosk befindet. Von dort wird man auf die bestehende Treppenanlage aus dem Jahre 1903 gelangen, die schliesslich in die Schlucht führt. Nach der Besichtigung der Schlucht führt der Weg auf der Südseite des Shops zurück in das Gebäudeinnere. Die frühere Terrasse neben dem heutigen Kiosk bleibt erhalten. Auf diese wird man ebenfalls durch den Shop hindurch gelangen; sie bietet Sitzplätze für diejenigen, die den steilen Weg in die Schlucht nicht auf sich nehmen wollen. Es gilt: Eine Konzeption für ein Gebäude besteht vorerst nur auf Papier. Für eine Umsetzung braucht es immer auch Kapital. Dieses wurde durch das Ausstellen von Genossenschaftsanteilscheinen 2012 aufgestockt. Die Umsetzung erfordert zudem Bauarbeiten. Da der Betrieb der Anlage in der Schlucht während der Winterzeit eingestellt ist, hat man im November 2013 mit den Arbeiten begonnen. Die Bauarbeiten erweisen sich als spektakulär, da sich der Bauplatz sehr ausgesetzt am Rand der Schlucht befindet.
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Bauen in den Wintermonaten mit einer halben Stunde Sonne pro Tag in der Viamalaschlucht.
Insbesondere die Baggerarbeiten erwiesen sich als anspruchsvoll. Damit die Arbeitssicherheit für die Baumeisterarbeiten gewährleistet ist, wurden in der Schlucht zwei Arbeitsplattformen montiert. Diese werden vor der Eröffnung wieder abgebaut. Die Minustemperaturen und nur eine halbe Stunde Sonnenschein pro Tag zur Mittags-
zeit stellten gerade im Januar und Februar eine weitere grosse Herausforderung für die Bauarbeiter dar. Wenngleich die baulichen Eingriffe mit Kosten von rund 1,4 Millionen Franken vergleichsweise gering ausfallen werden, wird vor allem der Shopneubau die heutige Situation wahrnehmbar verändern. Auch wenn bei der Eröffnung im Frühjahr 2014 vermutlich vor allem die Gebäudeform des Shops Anlass zu Diskussionen geben wird, darf nicht vergessen werden, dass dies das Endprodukt eines langen Entwicklungs- und Planungs- sowie intensiven Bauprozesses ist. Während Architekten und Architektinnen in der Regel die Architektur in den Mittelpunkt stellen, sind es die dem Bauwerk zugrundeliegende Gesprächs-, Arbeits- und Handwerkskultur und die Leistungen eines jeden Einzelnen, die es bis ins Detail prägen werden. Diese Leistungen gilt es zu würdigen – umso mehr in Anbetracht der eisigen Temperaturen während der winterlichen Bauzeit.
Stefan Kurath Iseppi-Kurath GmbH Compognastr. 39, CH-7430 Thusis kurath@iseppi-kurath.ch
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Erneuerbare Energie Untertitel Grundschrift
Schlepplift in Tenna mit aufgebauter Solarkonstruktion. (Bilder: hassler energia alternativa ag)
Das hat sich die Firma hassler energia alternativa ag seit Beginn 1985 auf die Fahne geschrieben. Anfangs belächelt, dominiert sie nun die nationalen und internationalen Themen wie Ausstieg aus der Atomenergie, Reduktion des CO2-Ausstosses, Energieeffizienz etc. Sie redet nicht nur davon, sondern setzt dank ihres bald 30-jährigen Know-hows tagtäglich die Theorie in die Praxis um. So preist sich die hassler energia alter nativa ag an Wir sind die Kompetenz rund um die alternative Energie, vor allem in den Bereichen Fotovoltaik ( Solarstrom ), Solarthermie ( Wärme von der Sonne ), Inselanlagen ( Strom für Maiensässe, Alpen etc .), Holzpelletsheizungen sowie Energieeffizienz. Von der individuellen Beratung (Analyse ) bis zur Ausführung sind wir für Sie da. Auch in unserem Büro in Chur an der Kasernenstrasse 36 beraten wir gerne unsere Kunden.
Unsere Mitarbeiter sind in diesen Bereichen spezialisiert, und mit jährlich installierten Energieproduktionsflächen zwischen 9000 und 12 000 m2 bringen auch sie die notwendige Erfahrung mit. Die hassler energia alternativa ag beschäftigt mittlerweile bis zu 17 Mitarbeiter/innen und konnte kürzlich die erweiterten Geschäftslokalitäten in Zillis beziehen. Dank der intensiven Sonneneinstrahlung in unseren gebirgigen Regionen lassen sich überdurchschnittlich hohe Erträge erzielen, die vergleichbar sind mit Erträgen in Mittel- oder Süditalien. Deshalb ist es sehr interessant, solche Anlagen, sei es im Heim-, Ökonomie- oder Industriebereich, zu realisieren. Sogar Skilifte lassen sich rentabel mit der Sonne betreiben! Solarenergie, die (Ur)Energie für unseren Planeten Erde Wussten Sie schon, dass die Sonne in einer Stunde so viel Energie zur Erde sendet, wie die ganze Menschheit in einem Jahr verBündner Wald 2 /2014 33
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braucht, die Menschheit aber diese kostenlose, sauber anfallende Energie praktisch brachliegen lässt? Die Sonne ist für das ganze Leben auf dem Planeten Erde verantwortlich, also auch für das Wachstum der Bäume und für die Entstehung von Wind, oder anders gesagt, auch die Wasser-, Wind- und Bioenergie ist indirekt gespeicherte Sonnenenergie. Viel lieber diskutiert und forscht man aber darüber, wie sich Öl, Gas, Kohle, Uran und andere fossile Brennstoffe effizienter gewinnen/abbauen lassen und das meistens ohne Rücksicht auf die lokalen Verhältnisse und Umwelt. Korruption und Ausbeutung der Menschen vor Ort sowie Schäden an der Umwelt gehören ja bekanntlich zur Tagesordnung. Was würde diese Energie wohl kosten, wenn alle damit verbundenen Schäden und Konflikte (Entsorgung, Kriege) in den Energiepreis einfliessen würden? In dieser kurzsichtigen profitorientierten Sichtweise macht die Schweiz keine Ausnahme. In welchem Land der Erde haben so viele Rohstoffirmen ihre Hauptquartiere wie in der Schweiz? Der Bundesrat hat nach der Atomkatastrophe 2011 in Fukushima einen klugen Entscheid gefällt, einen Weg aus dieser immer enger werdenden Sackgasse zu suchen und die Energiewende endlich einzuleiten. Die Solarenergie stellt einen Hauptpfeiler in dieser Zielsetzung, d. h., die einfallende Energie gilt es endlich einfach nur zu nutzen. Ausgereifte Technologien sind vorhanden.
Beispiel 1: Solarskilift Tenna In Tenna im vorderen Safiental wurde pünktlich zu Weihnachten 2011 auf 1644 m ü. M. der erste Solarskilift der Welt unter grossem medialem Interesse in Betrieb gesetzt. Ein Leuchtturmprojekt, an welchem auch die Firma hassler energia alternativa ag ihren Beitrag leisten durfte. Während der Winter-
monate betreibt die Genossenschaft Skilift Tenna einen 460 Meter langen Schlepplift, was den Ort unter den Wintersportlern zu einem beliebten Ausflugsziel macht – heute umso mehr, da die renovierte Anlage als erster Solarskilift der Welt gilt. Tatsächlich produziert der Skilift zwölfmal mehr Solarstrom als er braucht, auch an Tagen mit reduzierter Besonnung wird genügend Strom für den Betrieb produziert. Die Solarzellen sind in Gruppen (Solarwings) auf einer Seilkonstruktion über den eigentlichen Tragseilen des Skiliftes angebracht, also sozusagen auf einer zweiten höheren Ebene. Dank dieser hängenden Konstruktion lassen sich die Solarwings tagsüber der Sonne nachführen. Dank dieser Nachführung wird der Stromertrag um bis zu 30 % erhöht. Eine intelligente Sensorik steuert das System und erkennt auch Schneefall und Windstärken. Um das Ansetzen des Schnees an den Modulen zu verhindern oder Windlasten zu verringern, richten sich die Module automatisch in eine dafür optimale Position. Der Strom wird via Masten zu den Wechselrichtern geleitet und danach ins öffentliche Stromnetz von Tenna eingespeist. Da die Wintersaison aber lediglich etwa vier Monate dauert, der Skilift aber während zwölf Monaten Strom erzeugt, leistet die Solaranlage einen wesentlichen Beitrag zur Rendite des Skilifts bei, oder anders gesagt: Der Solarskilift von Tenna ist weltweit der einzige Skilift, welcher im Sommer besser rentiert als im Winter! Technische Daten Solarzellenleistung
60,2 kWp
Solarzellenfläche
409 m2
Stromertrag
94 000 kWh/Jahr
Verbrauch Skilift
7800 kWh/Jahr
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Beispiel 2: Plusenergiehaus (Passivhaus) Das Passivhaus ist das Haus der Zukunft. Während in den 60er- und 70er-Jahren noch Häuser mit hohem Energieverbrauch (ca. 4000 Liter Heizöl für ein EFH ) erstellt wurden, sank diese Zahl durch verbesserte Haustechnik und Wärmedämmung in den 70er- und 80er-Jahren auf 2400 Liter und in den 90er-Jahren dank Minergiestandard auf 800 Liter Heizöl. Der neue Minergie-P- respektive Passivhausstandard senkt den Energieverbrauch eines Einfamilienhauses auf nur noch 150 Liter Heizöl pro Jahr – und das bei bestem Komfort. Ein Passivhaus ist ein Gebäude ohne aktives Heizsystem. Die besondere Architektur, die Wahl der Baumaterialien sowie die Sonneneinstrahlung am Standort ermöglichen, die Energiequellen wie Sonne und die im Gebäude vorhandene Energie von Menschen, Beleuchtung und Haushaltgeräten, Unterhaltungselektronik, PCs etc. zu nutzen. Die Wärmerückgewinnung über eine Komfortlüftung beträgt 80 Prozent. Ein «gutes Niedrigenergiehaus» erreicht einen Heizwärmebedarf von 15 – 35 kWh/m2a. Die Restenergie, die netto noch aufgewendet werden muss, kann mittels Sonnenkollektoren (Warmwasseraufbereitung) und Solarzellen (Strombedarf) ohne Weiteres gedeckt werden. Ein kleiner Holzofen kann bei Bedarf die fehlende Raumwärme erbringen. Die Praxis zeigt, dass in den meisten Passivhäusern mehr Energie (Strom) produziert als konsumiert wird, eben ein Plusenergiehaus. Diese Überschussenergie wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist und kann von anderen Stromkonsumenten genutzt werden. Mit der neuen Einspeiseregelung (Kostendeckende Einspeisevergütung KEV) sind solche Modelle sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich/finanziell sehr interessant
Passivhaus in Graubünden.
(Amortisationsdauer etwa zehn Jahre). Die Strategie zur Energiewende zielt im privaten Bereich genau in diese Richtung (Energieeffizienz). Mit einer Solarstromanlage auf dem Hausdach lässt sich nebst dem «Hausstrom» auch Strom fürs Elektroauto erzeugen. Um jährlich eine Strecke von 10 000 km zu fahren, braucht es nur 10 m2 Solarzellenfläche! Die Mehrkosten eines Passivhauses lassen sich mit den eingesparten Energiekosten sowie mit dem besseren Wohnklima mehr als wettmachen.
Christian Hassler hassler energia alternativa ag 7433 Donat info@hassler-solarenergie.ch
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Naturpark Beverin – wie es dazu kam und wie er heute funktioniert Die Schweiz zählt zurzeit 18 Pärke in Betrieb oder in Errichtung. 15 davon haben in den letzten fünf Jahren die Anerkennung als «Park von nationaler Bedeutung» geschafft. Der Schweizerische Nationalpark blieb nach seiner Gründung im Jahre 1914 während fast hundert Jahren allein auf weiter Flur. Erst um das Jahr 2000 starteten in mehreren Regionen Versuche, weitere Pärke oder parkähnliche Gebilde wie z. B. die Unesco-Biosphäre Entlebuch zu schaffen. Auch in unserer Region wurden mit der Regio Viamala erste Studien zu einem Naturpark gemacht. Richtigen Schub bekamen die Pärke aber erst mit der Revision des Natur- und Heimatschutzgesetzes des Bundes, welche Ende 2007 die Bedingungen und das Verfahren für die Errichtung neuer Pärke festlegte. Der Gesetzgeber schuf drei Kategorien von Pärken: – Nationalpark – Naturerlebnispark – Regionaler Naturpark Die Kategorie für die Nationalpärke eröffnet die Möglichkeit, neben dem bestehenden Nationalpark weitere Nationalpärke zu schaffen. Als prominentestes Beispiel für den Kanton Graubünden ist natürlich der Parc Adula zu nennen, welcher sich momentan in Errichtungsphase befindet. Es wird nun an der direkt betroffenen Bevölkerung sein, das Projekt zu beurteilen und dazu in einem demokratischen Prozess die Zustimmung zu erteilen. Die Kategorie der Naturerlebnispärke ist vor allem für Naturerlebnisse in der Nähe von grösseren Agglomerationen gedacht. So entstand in dieser Kategorie bisher als einziger der Wildnispark Zürich Sihlwald am Stadtrand von Zürich. Bei den Naturerlebnispärken steht der Schutz von Natur und Landschaft im Vordergrund. Eine etwas andere Zielsetzung verfolgen die regionalen Naturpärke. Ein Ziel ist ganz klar
der Schutz und die Erhaltung einer intakten Landschaft mit ihren Kultur- und Naturwerten. Sie sind schliesslich das Grundkapital in vielen unserer Regionen. Die regionalen Naturpärke verfolgen aber ein zweites, ebenso wichtiges Ziel. Sie sollen eine Plattform für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung schaffen. Die Kategorie der regionalen Naturpärke ist für viele ländliche Regionen die attraktivste, um in der regionalen Entwicklung einen Schritt weiterzukommen. So entstanden in der ganzen Schweiz verteilt bisher 14 regionale Naturpärke. Sie wurden allesamt durch Machbarkeitsstudien und Managementpläne in die Wege geleitet. Mit der Zustimmung der Bevölkerung und der Anerkennung durch den Bund als «Park von nationaler Bedeutung» konnten sie in Betrieb genommen werden. Naturpark Beverin – so ist er entstanden Die Idee für den Naturpark Beverin entstand im Center da Capricorns in Wergenstein. In gemeinsamer Arbeit zwischen der Forschungsgruppe Tourismus und Nachhaltige Entwicklung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und der Stiftung Capricorns wurde das Projekt lanciert und weiterentwickelt. Wir Initianten waren von Anfang an überzeugt, dass ein regionaler Naturpark eine gute Plattform sein kann, um die Regionalwirtschaft nachhaltig zu stärken und weiterzubringen. Es gab selbstverständlich auch skeptische Stimmen, aber diese konnten mit vielen Informationsveranstaltungen entkräftet werden. Die Bevölkerung hat in allen betroffenen Gemeinden dem Projekt deutlich zugestimmt. So hatten wir die demokratische Legitimation, das Projekt weiterzuverfolgen, und mit der Anerkennung des Bundes als « Park von nationaler Bedeutung » konnte der Naturpark Beverin auf Anfang 2013 in die Betriebs-
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phase eintreten. Heute sind die Pärke von der Politik und der Gesellschaft als wichtige Institutionen für die Weiterentwicklung des ländlichen Raums anerkannt. So steht z. B. im Entwurf zum Raumkonzept Graubünden unter den Strategien, dass mit dem Aufbau und dem Betrieb von Nationalpärken und Naturpärken die Landschafts- und Naturwerte wirtschaftlich besser in Wert gesetzt werden können. Der Perimeter des Naturparks Beverin umfasst elf Gemeinden mit 2500 Einwohnern und 350 Steinböcken und ist 370 km2 gross. Er erstreckt sich über das ganze Schams und das Safiental, dazu kommen die Gemeinde Tschappina am Heinzenberg und die Gemeinde Sufers im Rheinwald. So ist das Einzugsgebiet schön um den Piz Beverin herum verteilt. Der Piz Beverin im Zentrum des Parks hat dem Naturpark den Namen gegeben. Naturpark Beverin – wie arbeiten wir Mit dem Naturpark Beverin verfolgen wir zwei Grundziele, zum einen wollen wir unsere attraktiven Landschaften erhalten und schützen und nach Möglichkeit auch aufwerten. Die schöne und attraktive Landschaft bildet unser Grundkapital für alle unsere Aktivitäten. Zu diesem Kapital wollen wir grösste Sorge tragen. Zum anderen wollen wir eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung fördern und unterstützen. Dabei steht für uns die Unterstützung von innovativen Projekten im Tourismus, in der Landwirtschaft und im Gewerbe im Vordergrund. Wir arbeiten dazu intensiv mit den Gemeinden zusammen. Die Gemeinden sind für uns die wichtigsten Partner. Aber auch mit den regionalen Tourismusdestinationen, mit den landwirtschaftlichen Organisationen, dem Gewerbe und sogar mit den Sportverbänden und den kulturellen Institutionen arbeiten wir eng zusammen. Diesen intensiven
Parklandschaft Schweiz, seit Anfang 2014 sind zwei weitere regionale Naturpärke in Schaffhausen und im Neckertal (AR/SG) in der Errichtungsphase. (Quelle: Netzwerk Schweizer Pärke)
Der Naturpark Beverin erstreckt sich über eine Fläche von 370 km2 rund um den Namen gebenden Piz Beverin. (Quelle: Naturpark Beverin) Bündner Wald 2 /2014 37
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Lai Grand auf der Alp Anarosa, mit Piz Tuf, Piz Tarantschun und Piz Beverin im Hintergrund. (Bild: zVg. Naturpark Beverin)
Austausch mit unseren Partnern pflegen wir bisher in vier Handlungsfeldern: Handlungsfeld 1 Das Handlungsfeld 1 umfasst das Projektmanagement, die Kommunikation und die Mobilität. Das Projektmanagement erfolgt durch den Vorstand in strategischer und durch unsere Geschäftsstelle in operativer Hinsicht. In der Geschäftsstelle sind vier Personen fest angestellt und dazu noch ein Praktikant oder eine Praktikantin. Unter das Thema Kommunikation fallen z. B. die Herausgabe eines Naturparkbuches, Messeauftritte in der ganzen Schweiz oder auch die Signaletik innerhalb des Naturparks. In der Mobilität befassen wir uns vor allem mit der Optimierung von Wander- und Bikewegen sowie mit dem Langsamverkehr. Wir haben eine Vereinbarung mit Bus alpin getroffen.
Im nächsten Sommer wird durch den Bus alpin die Strecke von Wergenstein hinauf auf die Tguma Richtung Alp Anarosa befahren. Weitere Strecken sind in Abklärung. Handlungsfeld 2 Im Handlungsfeld 2 unterstützt der Naturpark Beverin die Landwirtschaft, den Tourismus und das Gewerbe bei der Lancierung und Vermarktung von Produkten. Wir unterstützen die Bauern bei der Vermarktung von innovativen Produkten mit der Erschliessung von neuen Märkten. Das Gleiche gilt für innovative, einheimische und gewerbliche Produkte, so sind wir daran, ein spezielles aus einheimischem Holz hergestelltes Möbelstück zusammen mit dem Hersteller im Markt gut zu positionieren. Im touristischen Sektor bieten wir Exkursionen an, z. B. zu den Steinböcken, Themenwan-
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derungen stehen auf dem Programm, wir unterstützen das neue Bergbaumuseum in Innerferrera, die Ausstellung zu den Safier Ställen in Thalkirch oder auch die Casa Storica in Andeer, die vor allem die Lebensweise und den Transitverkehr aus früheren Zeiten in vielfältiger Weise wieder aufleben lässt. Mit den Tourismusorganisationen arbeiten wir so eng zusammen, dass wir gemeinsame Stellen mit Viamala Tourismus und mit Safiental Tourismus aufgebaut haben, um Synergien noch besser nutzen zu können. Handlungsfeld 3 Unter dem Handlungsfeld 3 sind wir aktiv in der Gestaltung und Aufwertung der Parklandschaft. So haben wir beispielsweise in unserer Region die Trägerschaft für die Landschaftsqualitätsbeiträge der neuen Agrarpolitik übernommen. Mit diesen Landschaftsqualitätsbeiträgen sollen traditionelle Landschaftselemente in einer Region gefördert und unterstützt werden. Dazu gehört z. B. die Förderung des Bergackerbaus oder die Offenhaltung von Weiden und Wiesen. Ein weiteres Projekt in diesem Handlungsfeld ist die Erhaltung und der Wiederaufbau von Trockenmauern. Das sind Landschaftselemente, die für unsere Region sehr prägend sind, aber ohne Unterhalt und Pflege zunehmend zerfallen. Handlungsfeld 4 Der Naturpark hat sich zum Ziel gesetzt, die erneuerbaren Energien zu unterstützen und
zu fördern. Dazu gehören die Wasserkraft, aber auch das Holz, die Sonne und der Wind als Energieträger. Als Leuchtturmprojekt des Naturparks darf in diesem Zusammenhang sicher der Solarskilift in Tenna angesehen werden. Wir haben den Solarskilift zusammen mit der Gemeinde und der Trägerschaft stark unterstützt. Im Weiteren ist eine Energievision zum Naturpark Beverin in Ausarbeitung. Diese gibt jeder Gemeinde darüber Auskunft, welches Potenzial die einzelne Gemeinde in der Nutzung von erneuerbaren Energien hat. Diese Studie liefert jeder Gemeinde die Grundlagen, um den Entscheid zu erleichtern, Investitionen im Energiebereich zu tätigen. In Zukunft kommt noch das Handlungsfeld 5 ( Forschung ) hinzu Bei all unseren Aktivitäten verstehen wir uns als Plattform und Drehscheibe, um mit unseren Partnern zusammen die regionale Entwicklung zu fördern und zu stärken, Arbeitsplätze zu schaffen und Wertschöpfung zu generieren. In dieser kurzen Zeit seit unserem Bestehen ist uns das, so meine ich, nicht schlecht gelungen.
Hansjörg Hassler Präsident des Vereins Naturpark Beverin 7433 Wergenstein hj.hassler@bluewin.ch
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Strom, Dampf und Wärme aus Bündner Holz Untertitel Grundschrift
Hacker und 4-Achs-Schubboden (18 Tonnen Nutzlast) im Einsatz. (Bild: Axpo Tegra)
Axpo Tegra verwertet über 220 000 t Holz jährlich und produziert daraus erneuerbaren Strom und Wärme. Ein grosser Teil des Waldholzes stammt aus Graubünden. Bei diesen grossen Mengen ist die Zusammenarbeit mit den Bündner Förstern und Forstunternehmen, aber auch mit Transporteuren und Hackunternehmern besonders wichtig. Seit 2006 produziert das Holzkraftwerk der Axpo Tegra AG in Domat/Ems Strom, Wärme und Prozessdampf. Das Kraftwerk gehört zu den grössten Anlagen im Bereich der erneuerbaren Energie in der Schweiz. Es verfügt über drei Ofenlinien, die insgesamt eine Feuerungsleistung von 81,5 Megawatt ( MW ) haben. Alle drei Ofenlinien liefern Prozessdampf für die Betriebe des benachbarten Chemiewerks. Die Ofenlinien II und III produzieren zusätzlich ökologischen Strom, der ins öffentliche Netz eingespeist wird. Die Jahresproduktion beläuft sich auf rund 123 Gigawattstunden (GWh). Das
reicht für die Versorgung von 27 000 Haushalten. Axpo Tegra verwertet dafür 173 000 Tonnen Frischholz (Waldholz, Sägereireste und Grüngutverwerter) sowie 50 000 Tonnen Altholz. Der grösste Teil des Frischholzes ist Waldholz (138 000 Tonnen). Davon stammt die Hälfte aus Graubünden. Für den Betrieb der Axpo Tegra müssen keine Wälder abgeholzt werden. Das Holz, dass in Domat/Ems verfeuert wird, ist entweder ein Nebenprodukt oder am Ende des Lebenszyklus angelangt und kann nicht anderweitig genutzt werden Logistische Herausforderung Fast die gesamte Menge Waldholz wird als Hackschnitzel in das Kraftwerk geliefert. Bei den fast 140 000 Tonnen jährlich braucht es dafür eine grosse logistische Planung. Peter Knüsel und Rätus Hemmi, die zwei Frischholzeinkäufer der Axpo Tegra, sind daher Bündner Wald 2 /2014 41
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Cantieni AG Transporte und Garage, 7433 Donat Die Angebote der Cantieni AG umfassen einerseits die Garage/Reparaturwerkstatt mit der Verkaufsvertretung von AEBI, Kommunal- und Landwirtschaftsfahrzeuge, und andererseits das Transportunternehmen. In der Werkstatt am Firmensitz bieten wir nebst dem Verkauf und der Reparatur von Kommunal- und Landmaschinen unsere Dienstleistung unter anderem der Bergschaft Schams für Unterhalt und Reparaturen an ihrem Same-Forsttraktor an. Der Hauptzweig unserer Unternehmung ist aber das Transportgeschäft. Hier arbeiten wir seit mehreren Jahren mit den Firmen Nauli AG, Biomasse Axpo Tegra AG und Brunner Forst AG für Reziaholz GmbH erfolgreich zusammen. Für die Firma Nauli AG transportieren wir Rundholz nach Italien, für die Biomasse Axpo Tegra AG transportieren wir Holz und Schnitzel aus dem ganzen Kantonsgebiet nach Domat/Ems und für die Brunner Forst AG/Reziaholz GmbH Rundholz aus den Bündner Wäldern zum Bahnverlad nach Chur (10 000 m3) und Domat/Ems (1500 m3). Das heisst umgerechnet, dass unser Chauffeur, Bruno Kunz, letztes Jahr über 220 SBBBahnwagen und elf RhB-Bahnwagen beladen hat. Firmengeschichte: – 1963 Firmengründung durch Georg und Engalina Cantieni mit einem Unimog. Die ersten Aufträge waren Transporte im Schams, unter anderem für die Lawinenverbauungen Bavugls oberhalb Pignia/Andeer – 1965 Dienstleistungserweiterung durch Personentransporte für die Ems-Chemie AG – 1967 Kauf 2-Achser Scania Kipper, Transporterweiterungen für die A13 – 1969 Dienstleistungserweiterung durch Schneeräumung am Schamserberg – 1979 Garagenbetrieb und Landmaschinenverkauf für AEBI-Landmaschinen und -SameTraktoren – 1991 Erweiterung des Fahrzeugparks. Kauf 4-Achser-Tankwagen MAN für Migrol-Heizöllieferung im ganzen Kanton – 1994 Holztransporte für die Firma Nauli AG nach Italien. Neuanschaffung eines zweiten Anhängerzugs und Sattelschleppers – 2001 Geschäftsübergabe an Sohn Hansjörg Cantieni – 2010 Gründung der Cantieni AG Transporte und Garage
auch ständig mit den verschiedenen Förstern und Forstunternehmen in Kontakt, damit immer genügend Holz vorhanden ist. Zusammen mit dem Förster besichtigen die Einkäufer die Holzhaufen und bestimmen die Holzartikel (Giebelholz oder Äste und Anteil Laubholz, Ganzbaum, Rundholz).
Die Menge wird geschätzt und der Preis bestimmt. Die Technik erleichtert die Arbeit: Alle Daten werden auf dem Smartphone mit den korrekten Koordinaten gespeichert. Wichtig ist auch eine Beurteilung der Zufahrt, damit die richtigen Hacker und Lastwagen eingesetzt werden können.
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Ebenfalls wichtig für die Planung ist, wer hackt, welche und wie viele Fahrzeuge werden eingesetzt. Axpo Tegra verfügt über keinen eigenen Maschinenpark und arbeitet eng mit Partnerunternehmen zusammen. So können immer die optimalen Fahrzeuge eingesetzt werden. Von dieser Zusammenarbeit profitiert nicht nur das Holzkraftwerk in Domat/Ems, sondern Förster, Forst- und Transportunternehmen sowie Unterhaltsund Revisionsbetriebe der ganzen Region. Zehn Jahre Axpo Tegra AG Axpo Tegra AG wurde im August 2004 gegründet und feiert in diesem Jahr das zehn-
jährige Bestehen. 2008 durfte das Unternehmen die jährlich vom Bundesamt für Energie ( BFE ) verliehene Auszeichnung Watt d'Or in den Kategorien «erneuerbare Energien» und «Energietechnologien» entgegennehmen. Axpo Tegra beschäftigt heute 25 Mitarbeitende.
Lone Fillipsen Axpo Tegra AG CH-7013 Domat/Ems lone.fillipsen@axpo.com
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Grossartige Leistungen – damals wie heute
Maschinengruppe in der Zentrale Bärenburg
1963 hat die KHR ihren Betrieb als gröss-
te Kraftwerksgruppe Graubündens aufgenommen. Die nun laufende Gesamterneuerung erinnert an die Grosstaten von damals. Pioniertat jährt sich zum fünfzigsten Mal Vor 50 Jahren hat die KHR eines der grössten Schweizer Bauprojekte der damaligen Zeit in Betrieb genommen: 1963, nach siebenjähriger Bauzeit, weihte sie ihre dreistufige Kraftwerksgruppe ein. 37 Kilometer Strassen, zehn Seilbahnen, 13 Bachfassungen, fünf Staumauern, 59 Kilometer Stollen und Schächte, drei Kraftwerkzentralen und über 100 Kilometer Übertragungsleitungen waren dazu nötig. Seither liefert die KHR zuverlässig sauberen Strom. «Der Bau war eine Pioniertat und forderte den Einsatz unserer Väter und Grossväter. Durch ihre aussergewöhnliche Leistung entstand ein Un-
ternehmen von Bedeutung für die Region und darüber hinaus», sagt Direktor Guido Conrad. Die nun laufende Gesamterneuerung sorgt dafür, dass dem so bleibt. Die Arbeiten erfolgen ohne Betriebsunterbrüche, kosten rund 300 Mio. Franken und dauern bis 2017. Maschinengruppen werden umfassend erneuert Vor Kurzem ist die zweite Maschinengruppe in der Zentrale Bärenburg komplett erneuert worden. Bei diesem weiteren Meilenstein im Projekt der KHR-Gesamterneuerung konnten viele wertvolle Erfahrungen gesammelt werden. Denn nach rund 50 Betriebsjahren und weit über 100 000 Betriebsstunden steht nun auch die Revision und Erneuerung der weiteren grossen Maschinensätze in den Zentralen Bärenburg,
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Zahlen und Fakten Branche:
Energie
Geschäftsfeld:
Stromproduktion aus Wasserkraft
Gründungsjahr:
1949 wurde ein Staatsvertrag zwischen der Schweiz und Italien abgeschlossen, der die Gründung der Kraftwerke Hinterrhein AG 1956 und den Baubeginn 1957 ermöglichte. Die gesamten Anlagen wurden innert sechs Jahren erbaut und die Energieproduktion ab 1961/63 aufgenommen.
Standort und Niederlassungen: Mitarbeiterzahl: Kontakt:
Thusis, Zentrale Sils, Zentrale Bärenburg, Zentrale Ferrera 70x100 Bündnerwald 96, davon vier Lernende
Martin Farrér, Leiter Personalwesen,
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Sils und Ferrera an. Dabei werden die alten Turbinenlaufräder durch neue ersetzt, was die Effizienz um mindestens zwei Prozent steigert. Die Generator-Statoren werden ebenfalls ausgewechselt, die Rotoren werden im Herstellerwerk in einem aufwendigen Prozess überholt und teilweise umgebaut. Neue Teile optimieren die Steuerung, den Schutz sowie die Regelung und garantieren einen langjährigen Betrieb der Maschinengruppen. Qualitätshandwerk meets Hightech Bei den Kraftwerken Hinterrhein AG ( KHR ) trifft traditioneller Maschinenbau auf modernste Digitaltechnik. In kaum einem anderen Unternehmen ist die Bandbreite an Technologien grösser. Seit 50 Jahren sind die Anlageteile der KHR im harten täglichen Einsatz: Generatoren, Pumpen und Transformatoren wandeln die Wasserkraft aus dem Hinterrhein unermüdlich in wertvolle erneuerbare Energie um. Gesteuert werden sie von hochmodernen digitalen Kommandozentralen. Maschinen, Druckleitungen, Klappen und Staumauern müssen regelmässig geprüft und
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setzt von den Ingenieuren und Technikern grosses Know-how voraus. Ein spannender Job für die knapp hundert Mitarbeitenden vom Kaufmann bis hin zum Ingenieur: Bei der KHR trifft man die ganze TechnologieBandbreite an – vom alten, traditionellen Maschinenbau bis zur modernsten Digitaltechnik. Die Kraftwerke Hinterrhein AG betreibt mit ihren Zentralen in Ferrera, Bärenburg und Sils i. D. die grösste Kraftwerkskombination in Graubünden. Kernstück der Anlage bildet der rund 200 Mio. Kubikmeter fassende Stausee Valle di Lei (1931 m ü. M.). Mit einer installierten Turbinenleistung von 650 MW produziert das Unternehmen pro Jahr 1500 GWh Dreiphasenstrom sowie rund 40 Prozent des Gesamtverbrauchs der Rhätischen Bahn (Einphasenstrom).
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Zur Geschichte der Steinbrüche im Schams und Rheinwald
Andeergranit in der Bahnhofstrasse Chur (Bild: zVg.: Toscano AG)
Was wären das Schams und das Rheinwald ohne den alpenquerenden Transit seit der Antike bis heute. Die stattlichen Dörfer längs des Hinterrheins legen ein beredtes Zeugnis davon ab, woher die Einflüsse in Bezug auf die architektonische Gestaltung der Wohn- und Kirchenbauten kamen. Und obwohl die Baumeister aus den unter-
schiedlichsten Regionen des Alpenbogens stammten, schufen sie mit den heimischen Baumaterialien Holz und Stein eine bauliche Kultur von grosser Harmonie. Das Gleiche gilt für die aus verschiedenen Epochen stammenden Verkehrswege: Saumpfade und Fahrstrassen wurden in gleichmässigen Steigungen und eleganten Kurvenfolgen ins zum Teil felsige Gelände hineingebaut. Grosse Dinge entstehen in kleinen Schritten. Die für den Bau der Saumpfade benötigten Mauersteine wurden von Hand im neu zu erstellenden Weg oder gleich daneben herausgenommen und bearbeitet. Der ganze Strassenkörper war sozusagen ein einziger Steinbruch. Auch die Steine für den Hausbau wurden im Wesentlichen aus der Baugrube gewonnen. Mit dem Ausbau des Viamala-Weges 1473 und vor allem mit der erstmaligen Anwendung des Schwarzpulvers für Sprengungen ab dem 17. Jahrhundert wurde die Eröffnung von dezentralen Steinbrüchen mit qualitativ besser geeigneten Steinen möglich. Auf der Splügenpasshöhe, aus einem heute noch aufgelassenen Steinbruch, sowie am San-Bernardino-Pass wurden die für Splügen, Nufenen und Hinterrhein typischen Plattendächer gefertigt. Schöne Zeugen sind z. B. die südländisch anmutenden Palazzi in der Umgebung des Sustenbachs in Splügen. Zahlreiche alte Gewinnungsstellen sind noch heute mit gutem Auge im Gelände zu erkennen. Der Bau der Commerzialstrassen über die Pässe Splügen und San Bernardino haben dem Naturstein aus dem Schams und Rheinwald Tür und Tor geöffnet. Der Marmorsteinbruch in der steilen Bergflanke beim Bodmerstaffel am Splügenpass, welchen Richard La Nicca 1834 zum Bau der dortigen Marmorbrücke eröffnete, lieferte auch das Material für das Vazerol-Denkmal in Chur und noch erstaunlicher, für den Dom in
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Mailand: Beweise für erste Exporte von Naturstein in weit entfernt liegende Gebiete. Die Zulassung der Lastwagen in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts ermöglichte den Steinbrüchen im Schams und Rheinwald erneut wesentlich besseren Absatz. Der Steinbruch Conrad, zu Beginn des 20. Jahrhunderts eröffnet, wuchs stetig zu einem stattlichen Betrieb mit immer stärkerem industriellem Charakter heran. Aber auch die vielen Steinbrüche in Hinterrhein und am San-Bernardino-Pass konnten ihre Steinplatten und Mauersteine für Dächer, Böden und Mauern dank der neuen Verkehrsmittel vermehrt in der ganzen Schweiz absetzen. Die 50er-Jahre waren sozusagen ein Höhepunkt für die hiesigen Steinbrüche. Der einsetzende Bau der Hinterrhein-Kraftwerke löste grosse Strassenbauten im Schams,
Rheinwald und Avers aus, welche noch in mehrheitlich traditioneller Bauart erstellt wurden: Mauern, Stützpfeiler, Tunnelportale usw. aus Natursteinquadern. Ebenso stieg die Verwendung von Naturstein im städtischen Hoch- und Tiefbau in der Schweiz und im grenznahen Ausland. Eine Trendwende trat erst Mitte der 60erJahre des letzten Jahrhunderts ein. Holz, Stahl und vor allem Beton eroberten den Markt der Baustoffe. Der Werkstein wurde innert kurzer Zeit immer mehr zu einem Nischenprodukt mit weitreichenden Folgen für die Steinbrüche und die Verarbeitungsbetriebe. Die moderne Architektur forderte immer grössere Plattenformate, was in den Steinbrüchen die Gewinnung von immer grösseren Steinblöcken erzwang und somit auch immer grössere Maschinen erforderte. Anstelle von naturgespaltenen Platten wa-
Neubau 2011: Thermalbad Schinznach in San-Bernardino-Silber (Bild: zVg.: Toscano AG)
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ren vermehrt Bodenplatten aus maschineller Fertigung in vielfältigen Varianten gefragt. Durch die EU-Wirtschaftsförderung für den Süden ab den Achtzigerjahren erwuchs aus Spanien, Italien und Griechenland eine grosse Konkurrenz, welche mit dem Markteintritt der Chinesen, Türken und Vietnamesen in den Neunzigerjahren noch wesentlich verstärkt wurde. Dieser nationale und internationale Druck führte zu einem stetigen Verschwinden von Steinbrüchen und der dazugehörenden Verarbeitungsbetriebe. Bis heute haben in unserem Gebiet nur noch zwei Betriebe dem Druck standgehalten. Mit aller Kraft musste in die Modernisierung investiert werden. Nun verfügen die in Andeer ansässigen Firmen über modernste elektronisch gesteuerte Verarbeitungsanlagen, die alle in der Architektur benötigten Bauteile herstellen können. Auch in den dazugehörenden Steinbrüchen im Schams und im Rheinwald wird mit konkurrenzfähiger Abbauausrüstung gearbeitet. Der schönste Stein wird nicht gekauft, wenn ihn niemand kennt. Die Bearbeitung der nationalen und internationalen Märkte kostet einiges an Geld und Personaleinsatz. International sind auch unsere Mitarbeiter, Schweizer, Italiener, Portugiesen, Deutsche, die sich zum Wohle der Kunden bestens organisieren und zusammenarbeiten. Wegen der Sprachenvielfalt sind die Weiterbildungen fürs Sprengen, für die elektronische Bedienung der Maschinen, die Steinkenntnisse usw. eine besondere Herausforderung organisatorischer und finanzieller Art. Gute Aus- und Weiterbildung resp. Schulung ist auch aufgrund der immer vielfältigeren Anforderungen der Kunden notwendig. Nach Boomjahren des Betons, Stahls und Glases setzt in der urbanen Architektur
ein Umdenken bezüglich der Gestaltung des Lebensraums ein. Restaurierungen gewinnen an Bedeutung und damit auch der Einsatz von Naturstein. Mittels moderner Verfahrensprozesse werden für die Architektur neuartige Stilelemente erzeugt. Ultradünne Natursteinplatten in Verbundbauweise mit Glas- und Karbonfasern finden in Schiffen, Flugzeugen und Aufzügen Verwendung. In Andeer wurden auch schon Fassadenplatten mit dieser Technik fabriziert. Damit erhöht sich die Biegezugfestigkeit, was u. a. bei Erdbeben von Vorteil ist. Um die Abfalldeponien möglichst klein zu halten, wurde kräftig in die nachhaltige Verarbeitung von Steinabfällen aus den Steinbrüchen investiert. Kiesaufbereitungsanlagen stellen daraus hochwertige Komponenten für Beton, Asphalte und Bahnschotter her. Der Raum Schams und Rheinwald wurde in einer von der Regierung veranlassten Studie als potenzialarmer Raum bezeichnet. Um hier eine Zukunft zu haben, sind die Natursteinbetriebe neben der notwendigen Eigeninitiative auf Politiker und Behörden mit gesundem Menschenverstand angewiesen, welche übereifrige Regulierer im Zaum halten. Zur Strecke gebrachte Betriebe sind selbst mit teurer Wirtschaftsförderung und mit Neuansiedlungsprojekten nur schwer zu ersetzen.
Titus Toscano Innere Bahnhofstrasse 8 7430 Thusis Titus.toscano @toscano-granit.ch
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Verein Erzminen Hinterrhein Unser Verein wurde am 11. Dezember 2009 in Zillis gegründet. Der Zweck des Vereins ist, die vorhandenen und vermuteten Geschichtszeugen betreffend Erzabbau im Einzugsgebiet des Rheins südlich der Viamala zu erhalten. Das Vorhandene soll der Wissenschaft sowie der interessierten Öffentlichkeit soweit möglich und auch sinnvoll zugänglich gemacht werden. Dazu arbeitet der Verein eng zusammen mit den Territorialgemeinden, den Haltern der Abbauregale, den Grundbesitzern, den Tourismusorganisationen sowie weiteren, sich mit dem Bergbau beschäftigenden Organisationen. Der Verein wird durch einen siebenköpfigen Vorstand geführt und bemüht sich, die vor Jahrhunderten entstandenen Anlagen wieder vermehrt bekannt zu machen. Dazu dient das neu eröffnete Bergbaumuseum in Innerferrera.
Geschichte des Bergbaus in der Region Schams, Avers und Rheinwald Diese Zeilen sollen lediglich versuchen, einen ganz kurzen Überblick über die Bergbaugeschichte in unserer Region zu geben. Es geht darum, ein Gefühl für diese unglaubliche Anstrengung unserer Vorfahren zu erhalten. Der Name Val Ferrera sagt uns schon, dass die Anfänge des Abbaus weit zurückliegen. Ferrera stammt vom lateinischen Wort «ferrum» ( Eisen) ab. Der romanische Name für Innerferrera ist Calantgil und entstand vermutlich aus dem lateinischen Wort «cuniculus», was sinngemäss Erzgrube bedeutet. Die älteste urkundlich eindeutige Erwähnung des Bergbaus im Hinterrheingebiet stammt aus dem Jahre 1605. Die Urkunde ist ein Pachtvertrag zwischen der Gemeinde Sufers und Hans Jakob Holzhalb, Rat der Stadt Zürich und alter
Der Waldplan aus dem Jahr 1875 zeigt das Ausmass der «Waldzerstörung» als Nebeneffekt des Bergbaus. (Bild: zVg. Verein Erzminen Hinterrhein)
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Transportwagen für abgebautes Gestein, zu
Gesicherter Stolleneingang im ehemaligen Ab-
sehen im Bergbaumuseum Innerferrera.
baugebiet Gruobas. (Bilder: Joshannes Mani)
Landvogt im Sarganserland. Ich persönlich bin überzeugt, dass der Bergbau in dieser Region schon viel früher begonnen hat. In dieser Zeit, im Jahre 1611, verlieh das Schams alle Rechte am Silbererzabbau an den Freiherrn von Haldenstein, Thomas von Schauenstein und Ehrenfels, der Silber für seine Münzstätte brauchte. In der folgenden Zeit ging eine wüste Streiterei los, in der die beiden Herren sich bekämpften. Hans Jakob Holzhalb wehrte sich auch gegen die beiden Landschaften Schams und Rheinwald. Obwohl die Stadt Zürich sich auch für ihren Bürger einsetzte, trug aber doch der Freiherr von Haldenstein den Sieg davon. Hans Jakob Holzhalb starb vergrämt und voller Kummer im Jahre 1617. Der Freiherr von Haldenstein verlor wegen des geringen Silbergehalts das Interesse am Bergbau und im Jahre 1622 wurde dieser eingestellt. In der folgenden Zeit waren verschiedene Gesellschaften in den Schamser Bergwerken tätig. Es kann auch gut sein, dass in der folgenden Zeit ein ungeordneter Bergbau durch verschiedene Gruppen erfolgte. Auf jeden Fall lassen die vielen Stollen in Taspin diesen Schluss zu. Im Jahre 1805 haben die Gebrüder Venini einen Pachtvertrag für sämtliche Eisenbergwerke mit der Landschaft Schams abgeschlossen.
1827 erneuern die Gebrüder Venini den Bergbauvertrag nicht mehr, obwohl sie als praktisch Einzige gewinnbringend gearbeitet hatten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass in dieser Zeit bereits der gesamte Waldbestand im Ferreratal gerodet war. Im Jahre 1864 wurde als Tochterfirma der Bergwerksgesellschaft «John Taylor and Co» die VSM (Val Sassam Mines Company) gegründet. Trotz grossen Investitionen in der Höhe von 1,5 Mio. Franken Aktienkapital konnte der Betrieb aus verschiedenen Gründen nie gewinnbringend geführt werden. Bereits im Jahre 1870 gab die VSM den Konkurs bekannt. In der nachfolgenden Zeit wurden noch einige Konzessionsverträge abgeschlossen, aber der Bergbau in der Region war an seinem Ende angelangt. Das wirklich letzte Kapitel des Schamser Bergbaus begann im Jahre 1918. Während des ersten Weltkriegs war es den Mittelmächten wegen der Blockade nicht möglich, Manganerz aus Übersee zu importieren und auch Russland, das die grössten Manganerzlagerstätten Europas besitzt, lieferte kein solches Erz, da es auf der Seite der Alliierten stand. Die Manganpreise in den betreffenden Ländern stiegen daher sprunghaft an. Auf der Suche nach Mangan entdeckte der Bergbauingenieur
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Markwalder von Dänikon, dass im Abbaugebiet von Starlera neben den bekannten Eisenerzen auch noch Manganerze auftreten. Auch dieser Abbau stand unter keinem guten Stern. Nachdem einige Schwierigkeiten überwunden waren, verunglückte im August des Jahres 1920, kurz nach der Betriebsaufnahme der Seilbahn, Ingenieur Markwalder, der Initiant und Leiter des Unternehmens, beim Abstieg von der Grube ins Tal. Der Manganerzpreis normalisierte sich wieder und der Betrieb wurde noch im gleichen Jahr eingestellt Raubbau am Wald Ein Zitat aus der Zeit der Gebrüder Venini zeigt die ganze Problematik betreffend Wald. Es heisst dort: Der Holzschlag für die Eisenschmelze droht das Ferreratal in eine, von Holz ganz entblösste Steinwüste zu verwandeln, denn auf diesem, mit Felsstücken bedeckten Boden wächst die Waldung nicht leicht von selbst nach. Der Grund für den Rückzug der Gebrüder Venini lag im Holzmangel. Die Gesellschaft musste bereits im Jahre 1815 Wald oberhalb Zillis kaufen und das Holz ins Ferreratal transportieren lassen. Die Verträge oder Konzessionen regelten zusätzlich auch die Rechte für die Errichtung von Schmelzgebäuden und das Schlagen des nötigen Holzes. Für die Verhüttung (Aufbereitung und Schmelzvorgang) des Erzes wurden unglaubliche Mengen Holz verarbeitet. Grosse Mengen Holz wurden an den Rodungsplätzen in den sogenannten Kohlenmeiler in Holzkohle umgewandelt. Dadurch liessen sich die grossen Mengen besser transportieren und mit der Holzkohle konnten höhere Temperaturen erzielt werden, was für die Verhüttung von Bedeutung war. Das Mineral, das den Bergleuten am
meisten zu schaffen machte, war der Quarz. Bei sämtlichen Schamser Erzen erwies es sich als notwendig, den sauren Quarz durch Zuschlag von basischem Kalk zu neutralisieren. Dieser Kalk musste an Ort gebrannt werden und die Kalköfen verbrauchten ihrerseits wieder beachtliche Mengen an Holz. Aus heutiger Sicht erscheint es erstaunlich, dass diesem Raubbau am Wald über längere Zeit zugesehen wurde. Anscheinend haben grosse Teile der Bevölkerung vom Bergbau profitiert, was nicht erstaunt, wenn man bedenkt, dass um 1805 bis 1827 über 150 Mann im Eisenerzbergbau des Ferreratals beschäftigt waren. Dazu kommt, dass viele als Waldarbeiter, Köhler und Transportunternehmer einen Verdienst hatten. Die damaligen Verantwortlichen hatten durch eine überlegte Konzessionsvergabe Wirtschaftsförderung betrieben. Die Wirtschaftsförderung ist geblieben, der Wald ist wieder nachgewachsen und mit dem Waldgesetz gut bedient. Uns bleibt nur zu hoffen, dass die heutige Wirtschaftsförderung nicht auch auf einem Raubbau an unserer Umwelt basiert. Quellenangabe Dieser Bericht stützt sich auf die von Hans Stäbler verfasste Sonderausgabe des Bergknappen von 1981 «Bergbau im Schams». Weitere Infos unter: www.naturpark-beverin.ch (Bergbau) www.bergbau-gr.ch
Johannes Mani Präsident Verein Erzminen Hinterrhein CH-7443 Pignia johannes.mani-frey@bluemail.ch
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Gläiti und Schafmist
Holztransport mit Gläiti auf der alten Averserstrasse. Im Hintergrund der Capettawald. (Quelle: «Das Hochtal Avers» von Johann Rudolf Stoffel)
Viele Jahrhunderte lang wurde Winter für Winter, wenn es Eis- und Schneeverhältnisse zuliessen, durch die Rheinschlucht ins Obertal ein Schlittenweg erstellt. Zum letzten Mal im Jahr 1902. Alle Transporte von schweren Gegenständen sowie Bau- und Brennholz, die nicht getragen werden konnten, mussten daher auf den Winter verlegt werden. Diese Fuhren geschahen mit dem Holzschlitten, dazumal eines der wichtigsten Transportmittel im Avers. Dies bei schwierigeren klimatischen Verhältnissen als heute. Im Innertal bis Juf war Holz im Winter überlebenswichtiger als Geld. Die für den Transport selbst erstellten Schlitten, die sogenannten Avnerschlitten, wurden in jener Zeit aus Lärchenholz und zugekauftem Birkenholz erstellt und wiesen eine Spurbreite von 60 cm auf. Um die grossen Höhenunterschiede von Cröt nach Pürt zu überwinden, wurde auf dieser Strecke ein Schlittenweg durch die tief eingeschnittene Schlucht über den Avner Rhein aufgebaut. Für die Erstellung dieses Talweges war es
wichtig, dass genügend Eis und Schnee auf dem Flussbett lagen. Natürlich brauchte es auch einen grossen Einsatz von Mensch und Tier, diesen Schlittenweg mit Gläiti nutzbar zu machen. Unter Gläiti versteht man im Avers ein an einen Schlitten oder Wagen gespanntes Zugtier: einen Ochsen, eine Kuh oder ein Rind*. So zogen in alten Zeiten 40 bis 50 Gläiti hintereinander durch die Rheinschlucht hinunter nach Cröt und am Nachmittag mit Bau- und Brennholz beladen wieder zurück auf ihre Bauernhöfe im Obertal. Diese Holztransporttage waren jedoch für Mann und Gläiti eine grosse Herausforderung, und man war froh und dem Herrgott dankbar, wenn am Abend alle wieder gesund zurückkehrten. Auf der heutigen Letzibrücke sollte man anhalten und einen Blick in die Schlucht talabwärts und talaufwärts werfen. Dann sieht man vielleicht noch die Gläiti oder hört das Echo der Glöcklein von den Zugtieren. Von der alten mit Wasser angetriebenen Gemeindesäge in Cröt, in welcher früher Bauholz zugeschnitten wurde, ist heute lediglich eine Mauer quer im Fluss übrig geblieben. Heute wird im Avers vorwiegend zugeschnittenes Bauholz verwendet. Zur Trocknung gelagerte «Schofmischtbletscha» und Brennholz auf der «Lauba». (Bild: Robert Heinz)
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Schafmist – Ersatz für Holz Die Not machte erfinderisch. Wenn es ums Überleben ging, entwickelten die Avner seit Jahrhunderten immer wieder neue Überle bensstrategien. Eine typische davon war die Nutzung des Schafmistes als Heizmaterial. Vor allem im Obertal hatte der Schafmist eine grosse Bedeutung zum Heizen der ge mauerten Steinöfen in den Stuben. Wie entstand der Schafmist? Zuhinterst im Stall war meistens der «Schofchroma», in welchem die Schafe frei herumlaufen konn ten und den Mist mit etwas «Rumschata» vom Grossvieh festtraten. Wenn die fest getretene Schicht annähernd ca. 25 cm erreicht hatte, wurde sie mit einem Schrot eisen (Heuisa) in Würfel von ca. 30 x 30 cm geschnitten, hinausgetragen, vor dem Stall, gewöhnlich zu ebenerdig, aufgeschichtet und gelagert. Ungefähr nach einem halben Jahr waren diese trocken und wurden in Scheiben von ca. 5 – 7 cm Dicke gespalten.
Diese Schofmistbletscha wurden auf einem Brett oberhalb der Stalleingänge, der soge nannten Lauba, aufgeschichtet und ausge dörrt. Waren sie genügend trocken, konnte man sie zum Heizen verwenden. Klimaerwärmung und Waldsterben hat es immer schon gegeben, so soll der Wald im Avers einst bis auf den Stallerberg gereicht haben. Wer weiss schon, ob Juf nicht eines Tages von Bäumen umgeben ist. Dann dürf te die Zeit des Schafmists endgültig vorbei sein. *Quelle: «Das Hochtal Avers»
Robert Heinz Landw. Juppa Am Bach, CH-7447 Avers ro.heinz@bluewin.ch
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Von der streng geheimen Festung zum Festungsmuseum
Besonders während des 2. Weltkriegs war es strengstens verboten, Festungsanlagen zu fotografieren. Die Schweizer Luftwaffe hielt sich nicht an dieses Verbot und fotografierte Crestawald im Sommer 1943. (Bild: zVg. Festungsmuseum Crestawald)
Während Anfang September 1939 unter dem Druck der deutschen Wehrmacht die polnische Armee innert vier Wochen zusammenbrach, erfolgte bei der Festung Crestawald an der Graubündner Südgrenze mit der ersten Sprengung der Spatenstich. Nach dem brutalen «Schützengrabengemetzel» des ersten Weltkriegs ging ein Ruf durch ganz Europa: «Nie wieder Krieg!» Dementsprechend wurden die Investitionen in die Wehrbereitschaft auf ein absolutes Minimum reduziert, vor allem auch in der neutralen Schweiz! Die Machtübernahme der NSDAP in Deutschland im Jahre 1933, welche mit einer zunehmenden neuen Aggressions- und Machtpolitik verbunden war, zeigte aber, dass der Wunsch nach «nie wieder Krieg in Europa» nicht mehr der politischen und
militärischen Realität entsprach. Besonders als das faschistische Italien unter Mussolini ähnlich aggressive Tendenzen offenbarte, musste die Schweiz reagieren. Für eine glaubhafte, abschreckende Aufrüstung der gesamten, mannschaftsmässig immer noch starken Schweizer Armee, war es zu spät. Hingegen konnte im topografisch stark gekammerten Schweizer Alpenraum mit dem Bau von Festungswerken und Sprengobjekten an neuralgischen Orten der Eintrittspreis in die Schweiz so stark erhöht werden, dass von einem Einmarsch abgesehen werden musste. Splügenachse Dass im Kanton Graubünden zuallererst die Situation an der Splügenachse unter die Lupe genommen wurde, war kein Zu-
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fall, stellte doch der Splügenpass ein ausserordentlich wichtiges Einfallstor in die Schweiz dar, vor allem auch im Hinblick auf die faschistische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien. Der Splügenpass ist nicht nur die kürzeste Verbindung über die Alpen zwischen Italien und Deutschland, sondern er hat nur einen An- und Abstieg von der Poebene bis ins Rheintal. Weil die Landesgrenze im Gegensatz zu den übrigen «Grenzpässen» in Graubünden (San Bernardino, Maloja, Bernina, Ofenpass) über die Passhöhe verläuft, also für die Verteidigung eine operative Hinterhangstellung fehlte, war im dahinterliegenden Tal, dem Rheinwald, eine besonders starke militärische Sperre notwendig. Sehr schnell erkannte man, dass die Transitachse am wirksamsten östlich des Dorfes Sufers abgeriegelt werden konnte. Um eine nach damaligem Ermessen «uneinnehm-
bare» Sperre zu erhalten, plante man im Raume Sufers den Bau eines ganzen Festungssystems aus verschiedenen mit Maschinengewehren und panzerbrechenden Geschützen ausgerüsteten Infanteriebunkern und einem Artilleriewerk, welches mit den damals modernsten, weitreichendsten Geschützen ausgestattet werden sollte, mit denen ein Angreifer über die Schweizer Grenze hinaus beschossen werden konnte. Diesem Plan aus dem Jahre 1936 stellten sich interne Hindernisse in den Weg. Das technische Know-how für den Festungsbau fehlte in der Schweiz. Insbesondere musste eine wirksame Technik zur Verfügung stehen, mit der man die Festungsbesatzung vor dem beim Schiessen entstehenden tödlichen Kohlenmonoxid schützen konnte. Offizielle Blicke und Blicke des schweizerischen Nachrichtendienstes über die Landesgrenze verkürzten den Entwicklungsauf-
Der Engadiner Kunstmaler Turo Pedretti, 1896 bis 1964, leistete seinen Aktivdienst in der Festung Crestawald. Er wurde beauftragt, den nüchternen, kalten Unterkunftsbereich der Festung mit seinen Bildern wohnlicher zu gestalten. Dies ist ihm bestens gelungen. (Bild: zVg. Festungsmuseum Crestawald)
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wand für ein solches System entscheidend. Dann wurden Versuchsfestungsanlagen erbaut. Im Jahre 1938 war die Schweiz wieder fähig, technisch einwandfrei funktionierende Festungsanlagen zu erstellen. Im Kanton Graubünden entstanden 1938 in einem ersten Schritt drei Bunkeranlagen: der heute als Stall getarnte Bunker nördlich oberhalb Sufers; der unmittelbar neben der Passstrasse stehende, heute als Steinhaufen getarnte Bunker Albula und am Ofenpass eine ähnliche Bunkeranlage, die heute als mittelalterliches Gemäuer getarnt ist. Unter grossem politischem und militärischem Druck entstanden an der Bündner Südgrenze über 400 verbunkerte Waffenstellungen, Sprengobjekte und MannANZEIGE
schaftsunterstände. Eine gewaltige Leistung. Die Festungen wurden nicht vom Militär direkt gebaut, sondern von lokalen privaten Bauunternehmungen. Die ausländischen Arbeitskräfte fehlten während der Kriegszeit und viele Schweizer Männer leisteten während des Kriegs Aktivdienst. Auch an Baumaterial, insbesondere an Armierungsstahl, mangelte es. Viele Festungsanlagen wurden auf vollkommen unerschlossenen Passübergängen erstellt. Zum Beispiel auf dem Valserberg zwischen Hinterrhein und Vals entstanden acht Festungsanlagen. Bevor mit dem Festungsbau begonnen werden konnte, musste ein Wegnetz erstellt, die Wasserversorgung sichergestellt, Unterkünfte für die Bauarbeiter und Stallungen für die Saumtiere und schlussendlich eine 2 km lange Seilbahn von Peil auf den Valserberg erstellt werden. Salvaplana – Sufner Schmelzi – Crestawald Die Suche nach dem endgültigen Standort für das grösste Festungswerk an der Bündner Südgrenze gestaltete sich auch schwierig. Ursprünglich war der Bau im Geländerücken neben der heutigen Staumauer von Sufers geplant, also unter dem Crestawald. Die Intervention der Kraftwerkgesellschaften verhinderte dies, da in diesem Gebiet bereits ein Stausee geplant war. An der Talflanke nördlich des Crestawaldes verhinderte der mächtige Hangschutt den Bau eines Felsenwerks. Zum Leidwesen der Militärstrategen musste die Festung schlussendlich 800 m östlich im Felsriegel von Salvaplana in der Sufner Schmelzi gebaut werden, man verlor so 800 m Geschützreichweite in Richtung Splügen- und San-Bernardino-Pass. Der Name der Festung hiess aber weiterhin Crestawald, und heute bezeichnet man allgemein den Geländekessel am Südausgang
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der Rofflaschlucht mit Crestawald, obwohl die anderen Flurnamen Salvaplana und Sufner Schmelzi zeigen, dass die Geschichte dieses Gebiets nicht nur vom Festungsbau, sondern auch von der Nutzung aus dem romanischen Schams und dem Bergbau (Eisenverhüttung und Glasherstellung) geprägt worden ist. Die Festung Crestawald wurde von der Churer Baufirma Prader erbaut. Nicht wie geplant ein Jahr wurde benötigt, um die rund 7500 m3 Andeerer Granit auszubrechen und die gesamte Festungsinfrastruktur einzubauen, welche ein von der Aussenwelt unabhängiges Überleben der 97 Mann starken Festungsbesatzung über zwei Monate sicherstellt. Erst nach zwei Jahren, im Sommer 1941 konnte die Festung den Aktivdiensttruppen endgültig übergeben werden. Auch in der Nachkriegszeit, in der Zeit des Kalten Kriegs, bildete die Festung Crestawald im Verteidigungsdispositiv der Schweiz im Allgemeinen und von Graubünden im Besonderen nach wie vor ein starker Eckpfeiler. Deshalb sind die Anlagen den neuen Verhältnissen und den Veränderungen in der Kriegsführung angepasst worden. Noch im Jahre 1991 wurden die Schutzeinrichtungen gegen chemische Kampfstoffe nachgerüstet.
neue Waffen ihren Nimbus der Uneinnehmbarkeit verloren. Dazu kam nach der Beendigung des Kalten Kriegs 1990 eine gänzlich veränderte Bedrohungslage. Festungen wie Crestawald mit über 60 Jahre alten Geschützen galten als vollständig überholt. So hat im Herbst 1994 die Festungsbesatzung Crestawald im Artilleriewerk ihren letzten Wiederholungskurs absolviert, und am 11. Oktober 1995 wurde mit den beiden Kanonen ein letztes Mal scharf geschossen. In der neuen Armeeorganisation war für die Festung Crestawald kein Bedarf mehr, und sie wurde zur Desarmierung freigegeben. Doch so weit kam es nicht. Die im Jahre 1999 gegründete Militärhistorische Stiftung Graubünden konnte das immer noch kampftaugliche Artilleriewerk kaufen. Dies mit dem Ziel, es kommenden Generationen als Festungsmuseum zugänglich zu machen. Seit dem Jahr 2000 wird das Museum vom Verein Festungsmuseum Crestawald mit Erfolg betrieben und unterhalten.
Streng geheime Artilleriefestung – Festungsmuseum Im Lauf der Jahre haben Festungswerke durch eine veränderte Kriegsführung und
Präsident Verein Festungsmuseum Crestawald
www.crestawald.ch
Hans Stäbler
Süesswinkel 6, CH-7477 Filisur hstaebler@crestawald.ch
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Der Weg ist das Ziel Untertitel Grundschrift
Die Dorfbilder in der Val Schons (hier ein Aus-
Bereits jetzt haben sich in Zups, einem der drei
schnitt aus Andeer) sind noch sehr ursprünglich
Standorte der neuen Gewerbezone Val Schons,
und laden den Besucher zum Verweilen ein.
ein beachtlicher Zimmereibetrieb und ein weiteres
(Bilder: Peider Ganzoni)
Unternehmen niedergelassen.
Eine ausgewogene, gezielte Entwicklung der Val Schons Die Bemühungen um eine Entwicklung im Schams gehen weit zurück. Schon vor langer Zeit waren immer wieder Anstrengungen gemacht worden, um zu verhindern, dass das Tal wirtschaftlich verarmt und dass eine Abwanderung im grösseren Stil erfolgt. In früheren Jahren wurden Anstrengungen unternommen, um das Tal, welches auch mit dem Bad Andeer eine alte touristische Tradition hat, mit Seilbahnen und Skiliften für den Wintertourismus zu erschliessen. Diese Bestrebungen misslangen, was im Nachhinein gesehen gar nicht schlecht ist. Nach und nach gelangen die Talbewohner zur Ansicht, dass eine gezielte, ausgewogene und naturnahe Entwicklung des Tales die bessere Lösung darstellt. Diese entspricht auch dem Charakter und der Einstellung der Einwohner und wird auch voll von der einheimischen Bevölkerung getragen. Inzwischen sind im Tal verschiedene Institutionen und Projekte, welche diesem Ziel entsprechen, entstanden oder in die Wege
geleitet worden. Die Gründung des Center da Capricorns und die Errichtung der Geschäftsstelle des Naturparks Beverin in Wergenstein sind ein wegweisendes Beispiel dafür. Die Tourismusorganisationen im Tal haben sich reorganisiert und arbeiten beispielhaft und mit kompetenter Führung Hand in Hand mit Gemeinden und dem einheimischen Tourismusgewerbe zusammen. So wurden unter anderem in gemeinsamer Zusammenarbeit auf Initiative und mit grossem Einsatz von einheimischen Pionieren die Via Spluga, der alte Saumweg über den Splügenpass nach Chiavenna, und die Alte Averserstrasse von Andeer nach Juf für Touristen wiederhergestellt. Die Restrukturierung von Gemeinden und Organisationen im Tal verläuft ebenfalls kontinuierlich und gut fundiert. Das Problem der Abwasserentsorgung im Tal wurde bereits sehr früh durch den Bau der ARA in Zillis gelöst. Die Zusammenarbeit von Feuerwehren, Chören und vielen Vereinigungen funktionierte auch schon früh zwischen verschiedenen einzelnen Gemeinden. So besteht die Bündner Wald 2 /2014 61
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Das Quellwasser des Mineralbades in Andeer wird bereits seit 700 Jahren verwendet. Das heutige Mineralbad wurde 1982 neu gebaut und laufend renoviert. Heute wird es von zahlreichen Gästen aus Nah und Fern besucht.
Jagdsektion Libertad schon bereits seit dem Jahr 1895 und die Musikgesellschaft bereits seit 1882 (damals: Musikgesellschaft Immergrün). Es kann ganz allgemein festgestellt werden, dass die ganze Bevölkerung in der Val Schons, von Rongellen bis nach Ferrera, einen ähnlichen Charakter aufweist und auch mit der Heimat tief verwurzelt ist. Das schliesst aber nicht aus, dass auch Konkurrenzdenken und übliche Zwistigkeiten zwischen einzelnen Gemeinden oder zwischen Berg und Tal vorkommen. Das Bewusstsein, dass die Talschaft ihren Weg nur mit gezielter Koordination und Zusammenarbeit erfolgreich fortsetzen kann, ist aber durchwegs vorhanden, und es wurden verschiedene grössere Projekte bereits umgesetzt oder mit Erfolg in die Wege geleitet. Erfolgreiche Zusammenlegung der Schulen Die Schulfusion im Tal, welche auf das Jahr 2009 umgesetzt wurde, war das erste grössere gemeinsam gestaltete Projekt des Tales in den vergangenen Jahren. Verschiedene Auflagen des Kantons und die
Notwendigkeit einer effizienten und beweglichen Schulführung trugen wesentlich zum Entscheid der Zusammenlegung bei. So beauftragte der Kreisrat Val Schons eine Kommission mit der Umsetzung dieser grossen Aufgabe. Eine Zusammenführung verschiedener Schulen ist immer mit grossen Emotionen verbunden, weil sie alle Familien im ganzen Tal betrifft und weil alle Eltern und Kinder von einer grösseren Umstellung unmittelbar betroffen sind. Die Kommission, welche aus kompetenten und auch kritischen Personen aller Gemeinden zusammengesetzt war, arbeitete sehr intensiv und plante die Zusammenführung in fast unzähligen Sitzungen bis ins letzte Detail. Es mussten Lösungen für die Benützung und Abgeltung der bisherigen Schulhäuser gefunden werden, für die im Schams ausgesprochen komplexe Zubringung der Schüler und sehr vieles mehr. Es wurden Orientierungsveranstaltungen durchgeführt und es wurde auch sehr viel Überzeugungsarbeit geleistet, bis das notwendige Vertrauen vorhanden war und eine für alle passende Lösung auf dem Tisch lag. So befindet sich
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heute die Primarschule in Andeer, die Oberschule in Zillis und die romanische Schule in Donat. Die Schullösung hat sich gut bewährt, auch wenn die Statuten kürzlich an neue Situationen angepasst wurden. Fusion Andeer-Clugin-Pignia Die Fusion Andeer-Clugin-Pignia auf den 1. Januar 2009 kann ebenfalls als sehr gelungen beurteilt werden. Nachdem frühere Bestrebungen für eine Fusion der ganzen Val Schons noch keinen Erfolg hatten, beschlossen die Gemeinden Andeer und Pignia, die Zusammenarbeit zu intensivieren. Im Verlaufe der Verhandlungen schloss sich Clugin ebenfalls den Verhandlungen an. Auch hier waren die Diskussionen sehr offen und zukunftsweisend. Im Wissen, dass später doch alles in der neuen, zusammengelegten Gemeinde entschieden wird, wurden auch Probleme im Zusammenhang mit dem Alpwesen und der Waldwirtschaft zusammen mit den interessierten Kreisen zur Zufriedenheit der Beteiligten gelöst. Bei der Fusion wurde darauf geachtet, dass diese so gestaltet wird, dass niemand das Gefühl haben muss, untergeordnet zu werden. Die Gemeindeschilder von Pignia und Clugin wurden wie bis anhin belassen und erst nach intensiven, offenen Aussprachen und einem Wettbewerb wurde das Wappen von Andeer anlässlich einer Abstimmung der Gemeindeversammlung übernommen. Bezeichnend für die gelungene Fusion ist, dass der heutige Gemeindepräsident Hans Andrea Fontana in Clugin wohnt und Pignia weitere zwei von insgesamt fünf Gemeindevorständen stellt. Eine zukunftsweisende Gewerbezone an drei Standorten Ein drittes grosses Projekt im Zusammenhang mit der Entwicklung der Val Schons
ist die bereits seit einigen Jahren eingeleitete Gewerbezone an drei Standorten. Ausser der Gemeinde Rongellen beteiligen sich alle Gemeinden der Val Schons daran. Hier handelt es sich um ein Projekt, welches auch von Bund und Kanton gefördert wird und als Pilotprojekt für die Gestaltung von Gewerbezonen in Regionen gilt. Die Zone ist dreigeteilt auf die Gebiete Runcs beim Kieswerk Andeer, Zups unterhalb Pignia, sowie die Gewerbe- und Touristikzone Nislas in Zillis. Es besteht die Absicht, eine selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt zu gründen und eine Betriebsgesellschaft einzusetzen, welche die Gewerbezone gemäss den verschiedenen Auflagen der Gemeinden und der Anstalt betreibt. Die notwendigen Einzonungen von Gewerbeland wurden von den Gemeinden Zillis und Andeer bereits beschlossen. In einem nächsten Schritt geht es darum, die Finanzierungsfragen zu regeln und eine Gesellschaft zu gründen. Diese Projekte sind nur ein kleiner Teil aller Bemühungen zur Entwicklung und Entfaltung der Val Schons. In der Waldwirtschaft, in der Landwirtschaft und in den verschiedenen Bereichen sind wichtige Entwicklungen im Gange. Es ist eindeutig, dass die Bevölkerung die Zeichen der Zeit erkannt hat und aktiv an der Gestaltung der Zukunft ihrer schönen und noch naturnah erhaltenen Heimat mitwirkt. Das nächste Grossprojekt ist bestimmt die Fusion Val Schons.
Peider Ganzoni Sut Munts 7440 Andeer peigan@bluewin.ch
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Arbeitsbericht Brückenbau
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1 Vorwort Bruno Leu, ehemaliger Gemeindepräsident von Avers, Valentin Luzi, der im Avers aufgewachsene Bauunternehmer, und Oskar Hugentobler, der damalige Kreisforstingenieur, gründeten am 11. April 2000 den Verein «alte Averserstrasse». Sie setzten sich zum Ziel, die Reste der historischen Strassen und Wege zwischen der Rofflaschlucht und Avers zu sichern und sie vor dem endgültigen Zerfall zu retten. Mithilfe der betroffenen Gemeinden, der Eidgenossenschaft, des Kantons Graubünden, verschiedener Institutionen wie z. B. dem Fonds Landschaft Schweiz, der Pro Patria und vielen anderen Geldgebern gelang es, einen grossen Teil der am meisten bedrohten Wegteile zu reparieren und den Wanderern als attraktive Wanderroute anzubieten. Im Frondienst wirkten auch die Mitglieder des Vereins «alte Averserstrasse» ( abgekürzt aASt ) mit, etwa beim Vorbereiten der Instandstellungsarbeiten und beim Unterhalt der Weganlagen. Neue Fusswege verbinden nun die historischen Wegstrecken, sodass zwischen der Rofflaschlucht und Juf nur noch auf kürzeren Strecken die Kantonsstrasse mit dem Wanderweg identisch ist. Es ist längerfristig vorgesehen, auch auf diesen Teilen von der befestigten Strasse unabhängige Fusswege zu bauen. Wenn irgend möglich werden dabei alte Wegspuren miteinbezogen. Die
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Route «alte Averserstrasse» ist durchgehend mit der Nummer 757 signalisiert. 2 Situation Im Sommer 2012 wurden die restlichen Abschnitte der Talstrasse fertiggestellt. Zwischen der Roffla und Ausserferrera mussten noch zwei Brücken (Abbildungen 1 und 2) über kleinere Tobel mit Bächlein gemacht werden. Dieser Auftrag bekam das Forstamt Andeer zusammen mit dem Forstamt Ferrera. Danilo Grischott, ein angehender Förster, hat die Planung und die Materialbeschaffung sowie die Bauleitung übernommen. Das Holz wurde in der Sägerei in Innerferrera gesägt. Die Fundamente aus Beton, verbunden mit Stahlträgern, hat die Baufirma Luzi Bau AG bereitgestellt. 3 Auftrag Nachdem Danilo Grischott eine Kostenberechnung (Vorkalkulation) erstellt hatte und das Holz bereitgestellt wurde, hatten Mirco Scherrer und ich den Auftrag, das Material zu transportieren und diese zwei Brücken zu bauen. 4 Bereitstellung Material 4.1 Werkzeuge und Maschinen – Jeep mit Anhänger – Stromgenerator (tragbar) – Motorsäge klein Husqvarna 550 – Treibstoff
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Vorkalkulation Förster
8 Stunden à CHF 83.–
CHF
664.00
Lehrling ( FB )
19 Stunden à CHF 30.–
CHF
570.00
Forstwart ( MS )
19 Stunden à CHF 64.–
CHF 1216.00
Materialrechnung Prevost
CHF
100.00
Motorsägen
2 Stunden à CHF 12.–
CHF
24.00
Sägerei Ferrera Bauholz
2,5 m3 à CHF 850.–
CHF 2125.00
Total
– – – – – – – – –
Akkubohrmaschine Bohrmaschine Winkelschleifer mit Holzschleifscheibe Handhobel Hammer Gehrigkreissäge Kabelrolle Doppelmeter Bleistift
CHF 4699.00
Masse des Objekts hat, so kann man vorgängig das Holz bereitstellen. Anschliessend haben wir das Material der Brücke Nummer 2 auf den Anhänger geladen und auf die Baustelle transportiert. Dann sind wir zurückgefahren und haben das Holz der Brücke Nummer 1 geholt.
5 Baumaterial – sämtliches Holz aus der Sägerei Ferrera – Schrauben, Nägel, Lochwinkeleisen von Prevost – Für diese Brücken haben wir Lärchenholz verwendet. Dieses ist harzig und eignet sich super für Bauten im Freien.
5.2 Eigentlicher Anfang des Brückenbaus (Abbildung 3) Zuerst haben wir die Bodenbalken quer zu den Stahlträgern verlegt. Mithilfe dünner Holzlättchen konnten wir leicht überall den gleichen Abstand erzielen, circa 1,5 cm. In regelmässigen Abständen müssen die Balken 60 cm länger sein, um am Schluss das Geländer gut verstreben zu können (Abbildung 4).
5.1 Arbeitsprozess Vorbereitung und Transport Bauholz zusägen mit Gehrigkreissäge. Es ist nützlich, wenn man im Voraus die genauen
5.3 Querbalken verschrauben Als alle Balken gelegt waren, haben wir auf beiden Seiten längs je einen Balken mit denen darunter verschraubt. Damit beim Bündner Wald 2 /2014 65
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Nachkalkulation Förster ( CM )
2,5 Stunden à CHF 83.–
CHF
Förster ( DG )
12,5 Stunden à CHF 83.–
CHF 1037.50
Lehrling ( FB )
19 Stunden à CHF 26.–
CHF
Forstwart ( MS )
18 Stunden à CHF 63.–
CHF 1134.00
Materialrechnung Prevost
207.50 494.00
CHF
102.35
CHF
20.00
Benützung Kleinmaschinen Pauschal
CHF
50.00
Sägerei Ferrera, Bauholz und Arbeiter
CHF 1812.50
Total
CHF 4857.85
Transportmittel (Jeep)
Schrauben nicht alles verrutschte, fixierten wir die Querbalken vorgängig mit Dachlatten und einigen Schrauben. Damit sich später die ganze Brücke nicht verschieben kann, haben wir von unten mit Schrauben die Stahlträger mit den Lärchenbalken verbunden (Abbildung 5). 5.4 Das Geländer Anhand des Gefälles im Gelände und der Höhe der Brücke hat Bauleiter Danilo Grischott beschlossen, nur auf der unteren Seite der Brücke ein Geländer zu montieren. 6 Setzen der Geländerpfosten Bei allen Querbalken, die 60 cm länger sind, wird ein Geländerpfosten aussen an den Längsbalken geschraubt. Damit das Geländer später sicher ist und hält, nagelten wir auf der Aussenseite der Pfosten Lochwinkeleisen an. Zudem verstrebten wir die Pfosten noch mit Brettern gegen aussen. Wichtig ist, dass die Pfosten schön gerade in einer Linie befestigt werden. Als Montagehilfe kann man auch eine Schnur spannen (Abbildung 6). 7 Anbringen der Geländerbretter Da bei uns alle Pfosten gleich lang sind, konnten wir schön vom Pfostenrand ein paar Zentimeter runter messen und die
20 km à CHF 1.–
Geländerlatten auf einer guten Höhe festschrauben. Man sollte darauf achten, dass die Bretter immer bei den Pfosten «gestossen» werden, ansonsten wird das Geländer instabil und die Verletzungsgefahr steigt für die Brückengänger. 8 Feinarbeit Damit Brückengänger in Zukunft keine Holzsplitter in die Hände bekommen, werden Kanten und Ecken leicht genommen mit Winkelschleifer und Handhobel. Vor allem bei den oberen Geländebrettern und den abgeschrägten Geländerpfostendächern. 9 Schlusswort Ich hatte grosse Freude mit Mirco Scherrer (Forstwart in Ferrera) zusammen diesen Brückenbau auszuführen. Da wir in meinem Lehrbetrieb eher selten solche Arbeiten verrichten, war es für mich eine neue Herausforderung und zugleich auch eine gute Erfahrung. Ich habe gemerkt, dass auch ein kleines Brücklein viel Arbeit geben kann. Flurin Buchli Revierforstamt Andeer CH-7440 Andeer
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Arbeitsbericht Sitzbank mit Lehne Untertitel Grundschrift
Die fertige Lärchenbank an ihrem Bestimmungsort. (Bilder: Patrick Hauenstein)
1 Einführung 1.1 Ausgangslage Beim Anblick der vor sich hin faulenden Bank vor unserem Haus kam mir die Idee, meine Eltern mit einer selbsterbauten neuen zu erfreuen. An zwei Samstagen machte ich mich im Werkhof Flerden an die Arbeit. 1.2 Material Der Forstverband Oberheinzenberg erhält des Öfteren Aufträge für Sitzgarnituren (Bänke, mit oder ohne Tische). Deshalb ist im Werkhof immer genügend zugesägtes Holz vorhanden. Nach Absprache mit meinem Chef Daniel Bürgi durfte ich das benötigte Material vom Holzvorrat nehmen, welches mir später in Rechnung gestellt wurde. 1.3 Arbeitsmittel Folgendes Material benötigte ich zum Bau dieser Sitzbank aus Lärchenholz: – zwei Füsse à jeweils 50 cm Länge
– eine Sitzfläche: 2 m lang, 27 cm dick (aus 2 m langem Lärchenstamm gesägt) – zwei Pfosten für die Lehne: 8 x 8 x 104 cm – ein Lehnenbrett: 3,5 x 29 x 200 cm – Schlüsselschrauben für die Befestigung der Füsse und der Pfosten: 12 x 180 mm, 12 x 120 mm – Unterlagsscheiben 3 x 30 x 12 mm – Schlossschrauben 8 x 100 mm – Unterlagsscheiben 2 x 30 x 8 mm – Muttern M8 – Terrassenöl für die Behandlung der ganzen Bank 1.4 Arbeitsmittel und Maschinen Folgende Arbeitsmittel und Maschinen wurden zur Ausführung dieser Arbeit benötigt: – Motorsäge mit kompletter Sicherheitsausrüstung – Schäleisen – diverse Handmaschinen (Winkelschleifer, Handhobelmaschine, Bohrmaschine, Rutscher/Schleifmaschine, Handfräse) Bündner Wald 2 /2014 67
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2 Beschreibung der Tätigkeit 2.1 Arbeitsvorbereitung Da diese Bank nicht die erste ist, welche ich gemacht habe, benötigte die ganze Arbeit keine grosse Vorbereitung. Deshalb musste ich mit Daniel Bürgi nur abklären, wann ich diese Arbeit durchführen darf und wo die Bank bis zur Lieferung gelagert werden kann.
Plan 1:20 (Skizze: Patrick Hauenstein)
Zusammenstellung der Kosten Füsse
0,050 m³
Sitzfläche
0,189 m³
Pfosten
0,013 m³
Lehne
0,014 m³
Total m3
0,266 m³
Holzpreis Lärche CHF
800. —
waldfrisch à 1 m3
CHF
200. —
Kosten Holz
CHF
212.80
Kosten Öl/Liter
CHF
10. —
ab Sägerei à 1 m3 Holzpreis Lärche
Kosten Schrauben (pauschal)
CHF
25. —
Total Material
CHF
247.80
Stundenansatz
CHF
15.00
Restbetrag für Arbeit
CHF
90.00
Sollpreis für Bänkli
CHF
340. —
Geleistete Stunden
6.00
Bank mit Lehne: CHF 340.– pauschal (Holz, Schrauben und Arbeitsstunden inbegriffen)
diverse Bohrer ( 8 mm, 12 mm, 30 mm) Zimmermannswinkel und Schrägmass Schraubzwingen Arbeitsböcke, Kanthölzer und Dreiecksleisten
2.2 Ausführung der Arbeit Die beiden Füsse werden aus einem Stammstück gefertigt. Dieses wird in der Länge halbiert. Mit dem Schäleisen wird die Rinde entfernt. Allfällige vorstehende Äste werden mit der Motorsäge abgesägt. Jetzt wird alles mit dem Winkelschleifer behandelt. Um die Füsse an die Sitzfläche schrauben zu können, braucht es in diesen jeweils zwei von unten her gebohrte Schraubenlöcher. Bei den Füssen und der Sitzfläche werden die Kanten gebrochen. Das Lehnenbrett und die Pfosten dazu werden stark angefast, um einer Verletzungsgefahr vorzubeugen. Nach dem Zuschneiden der Sitzfläche wird diese ebenfalls rundum geschliffen und sämtliche Kanten werden gebrochen. Für die Herstellung der Lehne werden die Pfosten und das Brett zugeschnitten. Sämtliche Kanten werden mit der Handhobelmaschine stark angefast. Die Schraubenlöcher der Pfosten werden angezeichnet und gebohrt. Wenn Holzarbeiten mit Öl behandelt werden, ist es sehr wichtig, sämtliche Oberflächen von Schleifstaub und Dreck zu befreien. Die Pfosten und das Lehnenbrett sollten
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Verschraubung der Lehnenpfosten und der Lehne.
nach dem Ölen auf Dreiecksleisten gelegt werden, damit sich möglichst keine Auflageabdrücke abzeichnen.
Lehne beträgt ungefähr 24 cm. Je nach Kundenwunsch kann diese Höhe angepasst werden.
Vorgehensweise: 1. Ölbehälter gut schütteln 2. das Öl auf die Oberfläche giessen (lieber zu wenig als zu viel) und mit einem Lappen grob verteilen 3. vollflächig verstreichen und einreiben 4. mit einem zweiten Lappen das Gröbste abputzen und den Rest fünf bis zehn Minuten einziehen lassen 5. Öl mit weichem Tuch einpolieren 6. einige Stunden trocknen lassen
3.2 Eigene Erkenntnisse Bei Arbeiten wie dieser ist es wichtig, sehr genau zu arbeiten. Sonst kann die Bank unbequem, schräg oder wackelig werden. Da ich schon einige Vorkenntnisse im Holzbau mitgebracht habe, ist der Bau dieser Bank relativ zügig vorangegangen.
2.3 Fertigstellung Die Pfosten werden in einem optimalen Winkel von 110 Grad an die Sitzbank geschraubt. Zwei Schrauben pro Pfosten werden für seitliche (obere Schraube) und frontale (untere Schraube) Belastungen benötigt. Abschliessend wird das Lehnenbrett mit zwei Schrauben pro Pfosten fixiert. Der optimale Abstand zwischen Sitzfläche und
4 Quellenangaben Fotos: Patrick Hauenstein Pläne: Patrick Hauenstein Preisangaben: Forstrevierverband Oberheinzenberg, Daniel Bürgi
Patrick Hauenstein 7015 Tamins patrick.hauenstein@bluewin.ch
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Comic Theo & Heinz
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Jahresbericht 2013 von Graubünden Wald 1. Vorstand Das Vereinsjahr 2013 war wieder ein eher ruhiges Jahr, fast ohne besondere Vereinsaktivitäten, welche über das alljährlich wiederkehrende Programm hinausgingen. Bemerkenswert war sicher das Positionspapier unserer Forstpersonalkommission, mit welchem sich Graubünden Wald zu den Chancen und Gefahren von Gemeindefusionen für die Forstbetriebe äusserte. Etwas Kopfzerbrechen bereitete die Bereinigung der Mitgliederliste und vor allem der Mitgliederschwund im Zusammenhang mit eben diesen Gemeindefusionen, welche laufend Kollektivmitglieder «wegfusionieren». Diese Entwicklung belastete nicht nur die Vereinskasse, sondern wurde auch für die Auflage unserer Vereinszeitschrift «Bündner Wald» allmählich bedrohlich. Zum Glück gelang es, mit den an der Jahresversammlung beschlossenen Massnahmen (Erhöhung Mitgliederbeitrag kombiniert mit einem Zweier-Abo für Kollektivmitglieder), diese Gefahren etwas einzudämmen. Allen Kollektivmitgliedern sei an dieser Stelle ganz herzlich für ihr Verständnis und ihre Treue gedankt! Der Vorstand hielt im Vereinsjahr 2012 drei ordentliche Sitzungen ab. Die Schwerpunkte der Vereinstätigkeit können wie folgt zusammengefasst werden: – Skipostenlauf auf der Diavolezza am 2. März – Jahresversammlung 2013 in Haldenstein am 31. Mai – Lehrabschlussfeier der Forstwarte in Chur am 21. Juni 2. Aktivitäten 2.1 Jahresversammlung 2013 Die Jahresversammlung von Graubünden Wald fand am 31. Mai in Haldenstein statt. Das Protokoll wurde auf unserer Home-
page und im «Bündner Wald» veröffentlicht. Nebst den üblichen Traktanden waren diesmal wieder Wahlen fällig und es wurde ein Positionspapier der Kommission zur Förderung der Berufsinteressen des Bündner Forstpersonals ( FOPEKO ) zu den Auswirkungen von Gemeindezusammenlegungen auf die Bündner Forstbetriebe vorgelegt. Im Rahmen der Wahlen für die nächste dreijährige Amtsperiode musste ein Ersatz für den zurücktretenden Hanspeter Weber gefunden werden. Vorgeschlagen und als neues Vorstandsmitglied gewählt wurde der 34-jährige diplomierte Förster und Leiter des Forstbetriebes Valsot, Gisep Rainolter. Erwähnenswert ist auch der Antrag des Förstervereins Viamala, welcher wünschte, dass die Forstpersonalkommission mindestens alle zwei Jahre einen «Förstertag» organisieren soll, um speziell auf die Bedürfnisse und Anliegen der Revierförster bzw. Revier- und Forstbetriebsleiter einzugehen. Diesem Antrag wurde von den knapp 60 stimmberechtigten Anwesenden mit grossem Mehr bei wenigen Enthaltungen stattgegeben. Der erste Förstertag soll dieses Jahr stattfinden. Der Vorstand begrüsst solche Anregungen ausdrücklich. Sie zeugen von interessierten und engagierten Mitgliedern, ohne welche ein Verein gar nicht sinnvoll existieren kann. Nach dem Mittagessen wurde den Versammlungsteilnehmern eine höchst interessante Führung zu den beiden Windkraftanlagen in Haldenstein geboten. Dabei beeindruckten die Referenten Jürg Michel von Calandawind und Patrick Richter von der Agile Wind Power AG mit ihren mutigen Projekten und ihrem Enthusiasmus. Den Organisatoren, vor allem Stefan Becker mit seiner Forstgruppe, sowie Miriam Schneider und Erika Walser vom Amt für Wald und Naturgefahren Rheintal/SchanBündner Wald 2 /2014 71
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figg sei an dieser Stelle ganz herzlich für die vorbildliche Organisation gedankt.
welche uns wieder mit ihrer traditionellen GratisFestwirtschaft bei Kräften hielten.
2.2 Bündner Apéro an der Forstmesse Nachdem der an der Forstmesse 2011 in Lu zern erstmals zusammen mit den Bündner Forstunternehmern und der SELVA durchge führte Bündner Apéro trotz etwas ungüns tigem Ort und Zeitpunkt auf viel Interesse gestossen war, beschloss man, diesen Anlass an der Forstmesse 2013 in verbesserter Form zu wiederholen. Allerdings erwiesen sich die Rahmenbedingungen diesmal – ohne die Schweizerische Holzhauereimeisterschaft – als noch ungünstiger. Kaum waren die ers ten Teilnehmer am Treffpunkt im Aussen gelände eingetroffen, mussten sie von den Sicherheitsleuten vertrieben werden, weil man die Messe schliessen wollte. Eine Dritt auflage dieser an sich sympathischen Idee kommt wahrscheinlich nur in Kombination mit der Holzhauereimeisterschaft und bei einem geeigneteren Standort innerhalb der Messe infrage.
2.4 VSF Am 20. 9. 2013 fand die Delegiertenver sammlung des VSF in Aigle statt. GR Wald war mit vier Vertretern dabei. Hauptthema war die Erhöhung des Jahresbeitrages. Sie wurde abgelehnt. Weitere Infos zur DV sind auf der Homepage des VSF einsehbar.
2.3 Wettkämpfe 2.3.1 Skipostenlauf Der 30. Skipostenlauf für das Forstpersonal fand bei Traumwetter und vor prächtiger Kulisse am 2. März 2013 auf der Diavolez za statt. Insgesamt 101 Teilnehmer nahmen am Anlass teil und durften einmal mehr einen bestens organisierten Wettkampf bei wunderbaren Schneeverhältnissen und einen gelungenen und gemütlichen Tag erleben. Die Organisatoren leisteten unter der Leitung von Mirko Beti ganze Arbeit. Mirko, den Puschlaver Forstunternehmern und der unermüdlichen Renata Nyffeler vom Amt für Wald Südbünden gebührt ein ganz herzliches Dankeschön! Wie immer an dieser Stelle geht ein ganz herzlicher Dank an Swiss Helicopter (ehemals Air Grischa),
2.5 ARGE 2.5.1 Alpiner Schutzwaldpreis Die Vergabe des alpinen Schutzwaldprei ses fand am 25. Januar in Ossiach, Kärnten, statt. Diesmal reichte es den Bündner Pro jekten nicht zu einem Sieg. Immerhin war das Projekt Holznutzung im Schutzwald Cavriu der Gemeindebetriebe Bonaduz / Rhäzüns Crestault nominiert und wurde mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet. 2.5.2 Tagung der Vorstände der ARGE Alpenländischer Forstvereine Die alljährliche Zusammenkunft der Vor stände der ARGE Alpenländischer Forst vereine fand auf Einladung des St. Galler Forstvereins am 25. Oktober im Bergwerk Gonzen in Sargans statt. Die Sitzung fand wieder zusammen mit der Jury des alpi nen Schutzwaldpreises statt. Die Bündner Delegation (Präsident und Aktuar) konnte diesmal zwei Wettbewerbsbeiträge prä sentieren. Die Projekte «Waldtrophy – Die Bündner Waldmeisterschaften» des Amtes für Wald und Naturgefahren Schiers und «Modullehrgang Seilkraneinsatzleiter» des ibW Bildungszentrum Wald, Maienfeld. Aktuelles über die ARGE alpenländischer Forstvereine und vor allem über den alpi nen Schutzwaldpreis, kann auf der Website der ARGE unter www.arge.forstvereine.eu nachgelesen werden.
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3. Kommissionen 3.1 Redaktionskommission Bündner Wald Die Kommission Bündner Wald traf sich am 21. August 2013 im Holzzentrum Landquart zu ihrer ordentlichen Kommissionssitzung. Dabei wurden die Abrechnung 2012 und das Budget 2013 verabschiedet, das Redaktionsprogramm 2014 erstellt und die bisherigen, langwierigen internen Verhandlungen betreffend einer Aktualisierung der bestehenden Homepage endlich mit Entscheid zur Umsetzung konkretisiert. Das neue Erscheinungsbild der «Bündner Wald»-Homepage wurde von wenigen bereits als Quantensprung bezeichnet, was angesichts des alten Bildes keine grosse Herausforderung darstellte. Überzeugt euch selber! Eine Herausforderung stellen die Auflagezahlen der Zeitschrift dar. Als Grenze gilt eine Auflage von 1000 Stück. Fällt sie darunter, ist mit höheren Zustellkosten zu rechnen, was wiederum mit höheren Abonnementskosten kompensiert werden müsste. Das will die Kommission mit allen Mitteln verhindern. Abhilfe können, zumindest teilweise, die seit Jahren laufende Lehrlingsaktion und die Zuteilung mehrerer Exemplare an Kollektivmitgliedern in Kombination mit einem höheren Jahresbeitrag schaffen. Bei all diesen Bestrebungen ist jedoch Solidarität seitens aller Beteiligten gefragt. Aktive Bewerbung von Neumitgliedern ist erwünscht! Die unermüdlich hohe Arbeitsqualität seitens der Redaktoren Sandro Krättli und Jörg Clavadetscher sowie der Interviewerin Nina Gansner-Hemmi basiert nebst einer sympathischen und konstruktiven Zusammenarbeit auf einer gesunden Motivation. Hoffentlich hält diese noch lange an! Der Kommissionspräsident Renaldo Lutz wird auf Ende des laufenden Berichtsjahres aus dem Vorstand von Graubünden Wald
und damit aus der Kommission Bündner Wald ausscheiden. Der Bericht schliesst deshalb mit seinem herzlichen und ehrlichen Dank an alle Kommissionmitglieder für die konstruktive, unkomplizierte und sympathische Zusammenarbeit. Viel Erfolg dem Nachfolger! 3.2 Forstliche Aus- und Weiterbildungskommission Die forstliche Aus- und Weiterbildungskommission hat unsere Anliegen in zwei Sitzungen der OdA Wald Graubünden vertreten. Im Herbst wurde dort wie gewohnt das Kursangebot 2014 für das Bündner Forstpersonal zusammengestellt. Das Angebot kann unter www.wald.gr.ch abgerufen werden. Im Berichtsjahr wurden mit rund 291 Teilnehmenden wieder etwas mehr Kursbesuche registriert als im Vorjahr ( 276 ). 3.3 Forstpersonalkommission Am 26. Februar 2013 traf sich die FOPEKO zu einer Arbeitssitzung in Bonaduz. Die Anwesenden diskutierten intensiv über die zukünftigen Revierstrukturen. Markus Hubert wurde mit der Erarbeitung eines Positionspapiers beauftragt. Das Resultat stellte Daniel Buchli an der GV in Haldenstein vor. Das Papier befindet sich auch auf der Homepage von GR Wald und soll den Entscheidungsträgern als kleine Hilfe dienen. 3.4 Holzhauereiwettkampfkommission Unsere Bündner Nationalmannschaftsmitglieder waren 2013 mit der Qualifikation für die WM 2014 in Brienz ( 11. bis 13. September 2014 ) beschäftigt. Total wurden vier Qualifikationswettkämpfe für die verfügbaren Startplätze durchgeführt. Davon fiel der schlechteste Wettkampf als Streichresultat aus der Wertung. Insgesamt nahmen an dieser Qualifikation sieben Aktive und vier Bündner Wald 2 /2014 73
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U24 -Wettkämpfer teil. Als Gastgeberland darf die Schweiz zusätzlich ein B-Team stellen. Die Resultate dieses Teams werden zwar gemessen und bekannt gegeben, fliessen jedoch nicht in die offizielle Wertung ein. Folgende Wettkämpfer konnten sich qualifizieren: – A-Team: Amstutz Philipp und Urs ( BE ), Recher Balz ( BL) und Rinaldi Marc ( FR ; U24 ) – B-Team: Isler Florian ( TG ), Gautschi Daniel ( AG ), Lerch Orlando ( GR ), Steiner Michael ( TG ) Nicht qualifiziert, jedoch weiterhin in der Nationalmannschaft sind die Bündner Ilien Arno Aktiver und Netzer Enrico ( U24 ). Eine besondere Knacknuss stellte im Berichtsjahr die Suche nach einem Austragungsort für die Bündner Holzereimeisterschaft 2014 dar. Nachdem die Suche bis Anfang Februar des laufenden Jahres erfolglos verlaufen war, konnten inzwischen dank dem grossen Entgegenkommen der Liechtensteiner Kollegen eine Lösung gefunden werden. Die Bündner Holzereimeisterschaft 2014 werden nun am 31. Mai 2014 in Schaan FL stattfinden. Vielen Dank allen Schiedsrichtern und Helfern, welche sich für einen Arbeitseinsatz an der WM gemeldet haben. Viel Spass!
4. Mitglieder Wie schon erwähnt, gab es in den vergangenen Jahren ein Problem bei der Mitgliederverwaltung. Im Berichtsjahr konnten die Mitgliederliste bereinigt und einige irrtümlich verloren gegangene Adressen reaktiviert werden. Inzwischen sollte wieder alles wunschgemäss funktionieren. Die bereinigte Mitgliederliste umfasste Ende Jahr 583 Mitglieder. Das sind nun effektiv deutlich weniger als bisher angenommen. Wie bereits früher erwähnt, sind infolge von
Gemeindefusionen zahlreiche Kollektivmitglieder verloren gegangen. Dafür konnten im Berichtsjahr mit 21 Neumitgliedern soviele wie schon lange nicht mehr gewonnen werden. Seit der letzten Versammlung sind folgende 19 Mitglieder dazu gekommen: – Andreas Laely, Davos Dorf – Antonia Zahner, Eschenz – Benjamin Bantli, Maienfeld – Chris Kim, Zizers – Christian Hirschi, Maladers – Curdin Gregori, Landquart – Giani Lombris, Haldenstein – Guido Bundi, Mompé Medel – Hanspeter Thöny, Seewis – Iva Krättli, Churwalden – Leo Alig, Vrin – Luzi Attenhofer, Nufenen – Mario Lucchinetti, Sils Maria – Martin Feusi, Maienfeld – Peter Eggenberger, Grabs – Stephan Schenk, Lüen – Thomas Jurt, Chur – Wilhelm Trautmann, Felsberg – Naturnetz Graubünden, Salouf (Kollektivmitglied) Todesfälle seit der letzten Versammlung: – Gian Paul Caratsch – Lorenz Koch – Aurelio Giocco 5. Ziele Die für die Amtsperiode 2007 bis 2010 formulierten Ziele wurden für eine weitere Periode übernommen. 2013 sind sie wie folgt erreicht worden: Offensichtlich sind nicht mehr alle Ziele aktuell bzw. relevant. Die Zielsetzungen sollten wieder einmal diskutiert und angepasst werden. Immerhin ist es für einmal gelungen, über 20 Neumitglieder für unseren
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Soll
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20 Neumitglieder pro Jahr
21 Neumitglieder
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Eine Fachtagung pro Jahr
Bündner Apéro an der Forstmesse
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Anerkennungspreis GR Wald
2013 keine Verleihung vorgesehen
++
Aktuelle Homepage
Homepage Bündner Wald
++
Skipostenlauf/ Holzhauereimeisterschaften
Skipostenlauf Diavolezza, 101 TN
++
Verbandsmitgliedschaft beim VSF nutzen
Teilnahmen an DV und ausserordentlichen DV
++
Berufsbildungsfonds unterstützen
Information der Berufsbildner
+
Regelmässige Medienpräsenz
keine Aktivitäten
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Aufbau «Netzwerks von Praktikern für die Praxis»
Internet-Plattform der ARGE steht (ohne unser Zutun)
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Verein zu gewinnen. Das war angesichts des beschriebenen Rückganges auch nötig. Wir sind nach wie vor gefordert, unseren Nachwuchs aktiv zu fördern. 6. Dank und Ausblick Zum Schluss möchte ich auch als Präsident noch einmal allen danken, welche in irgendeiner Form zum Wohle unseres Vereins beigetragen haben. Speziell zu erwähnen sind: – die Vorstandsmitglieder und Revisoren – unser Kantonsförster Reto Hefti – unsere «Bündner Wald»-Redaktoren Jörg Clavadetscher und Sandro Krättli Ein spezieller Dank gebührt auch allen Kommissionsmitgliedern, vor allem jenen, welche mir beim Abfassen dieses Jahresberichtes geholfen haben. Bekanntlich werde ich an der Jahresversammlung am 23. Mai in Donat mein Amt als Präsident niederlegen. Ich darf auf sieben interessante Jahre zurückblicken, wel-
che mir unter anderem die Gelegenheit gaben, viele interessante und engagierte Forstleute kennen zu lernen und über unsere Kantonsgrenzen hinaus Kontakte herzustellen und zu pflegen. Ich danke allen, welche mir in den letzten Jahren bei meiner Arbeit für unseren Verein ihr Vertrauen und ihre Unterstützung gegeben haben. Ich wünsche Graubünden Wald für die Zukunft alles Gute und werde versuchen, auch als normales Mitglied weiterhin einen Teil zum Gelingen beizutragen. Chur, 10. März 2014
Beat Philipp Graubünden Wald Loëstrasse, CH-7000 Chur beat.philipp@awn.gr.ch
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Erläuterungen des Kassiers zur Jahresrechnung und Bilanz 2013 Buchführung In der ersten Jahreshälfte hat noch der Kassier Hanspeter Weber für mich die Buchhaltung geführt. Ich durfte die Rechnung gut vorbereitet und ohne ausstehende Pendenzen übernehmen. An dieser Stelle möchte ich mich bei ihm für die problemlose Aktenübergabe bedanken. Mitgliederbeiträge Im 2013 konnten wir 21 Neumitglieder in unseren Verein aufnehmen. Trotzdem hat sich durch die Bereinigung der Mit-
gliederliste die Mitgliederzahl auf 583 Mitglieder (Einzelmitglieder und Kollektivmitglieder) verringert. Im Vergleich zu 2012 haben wir 22 Kollektiv- und 13 Einzelmitglieder weniger. Der Schwund der Kollektivmitglieder ist sicher auch darauf zurückzuführen, dass in letzter Zeit wieder mehrere Gemeinden fusioniert haben. Dies führte dazu, dass wir im Jahr 2013 weniger Mitgliederbeiträge verzeichnen konnten. Der Fehlbetrag gegenüber dem Budget beläuft sich bei den Mitgliedereinnahmen auf knapp CHF 3300.–.
Erfolgsrechnung 2013
Bilanz per 31. Dezember 2013
Einnahmen
Aktiven
Mitgliederbeiträge
Fr. 18 740.00
Kassa
Fr.
Zinsen von Sparheft / Obligationen
Fr.
84.45
Bankkonto GKB CK 432.035.200
Fr.
673.95
Shop / PR-Artikel
Fr.
2 435.00
Raiffeisenbank 41660.43
Fr.
1 068.85
Leistungsvereinbarung mit dem
779.70
PostFinance
Fr.
0.00
Kanton Graubünden
Fr. 15 000.00
Lager Shop
Fr.
1 040.00
GV von Graubünden Wald
Fr.
0.00
Termingeldanlage bei Raiffeisenbank
Fr. 60 000.00
Tagungen / Veranstaltungen
Fr.
0.00
Debitoren
Fr. 18 590.00
ARGE Alpenländische Forstvereine
Fr.
0.00
Transitorische Aktiven
Fr.
Schutzwaldpreis 2010
Fr.
0.00
Total Aktiven
Fr. 82 152.50
0.00
Fr. 36 259.45 Ausgaben
Passiven
Jahresbeiträge
Fr.
8 780.00
Kreditoren
Fr.
0.00
Vorstand und Revisoren
Fr.
3 941.60
Transitorische Passiven
Fr.
0.00
Verwaltungsaufwand, Steuern
Fr.
527.15
Eigenkapital
Fr. 81 981.55
Shop / PR-Artikel
Fr.
2 700.00
GV von Graubünden Wald
Fr.
239.00
Tagungen / Veranstaltungen
Fr.
0.00
«Bündner Wald»
Fr. 12 614.60
Leistungen des AWN Graubünden Berufsbildung
Fr.
6 346.85
Holzhauereimeisterschaft
Fr.
0.00
Berufswettkämpfer
Fr.
300.00
Anerkennungspreis / PR
Fr.
0.00
ARGE Alpenländische Forstvereine
Fr.
248.50
Schutzwaldpreis 2013
Fr.
390.80
Einnahmenüberschuss
Einnahmenüberschuss
Fr.
Total Passiven
Fr. 82 152.50
Vermögensausweis Vermögen am 31.12. 2012
Fr. 81 981.55
Mehreinnahmen 2013
Fr.
Vermögen am 31.12. 2013
Fr. 82 152.50
170.95
Der Kassier: G. Rainolter
Fr. 36 088.50
Tamins, 14. Februar 2014
Fr.
Die Revisoren: P. Murbach, M. Cathomen
170.95
170.95
76
BUWA1402_076 76
11.04.14 08:11
Bündner Wald 2 /2014 77
BUWA1402_077 77
11.04.14 08:11
300.00
1 000.00 2 000.00 3 500.00 5 700.00
Verwaltungsaufwand, Steuern
Shop / PR-Artikel
GV von Graubünden Wald
Tagungen / Veranstaltungen
36 088.50 170.95
1 000.00 47 000.00 0.00
Schutzwaldpreis
Einnahmen-/Ausgabenüberschuss
390.80
1 000.00
248.50
1 000.00
300.00
6 346.85
Anerkennungspreis / PR
2 000.00
0.00
7 300.00
12 614.60
0.00
239.00
2 700.00
527.15
3 941.60
ARGE Alpenländische Forstvereine
Berufswettkämpfer
Holzhauereimeisterschaften
Berufsbildung
Leistungen des AWN Graubünden
10 000.00
3 500.00
Vorstand und Revisoren
«Bündner Wald»
9 000.00
Jahresbeiträge 8 780.00
36 259.45
47 000.00
Ausgaben
0.00
0.00
0.00
0.00
0.00
0.00
15 000.00
Schutzwaldpreis
5 700.00
Tagungen / Veranstaltungen
84.45 2 435.00
ARGE Alpenländische Forstvereine
2 000.00
15 000.00
2 000.00
18 740.00
2013
2013 22 000.00
Rechnung
Budget
GV von Graubünden Wald
Leistungsvereinbarung des AWN Graubünden
Shop / PR-Artikel
Zinsen von Sparheften / Obligationen
Mitgliederbeiträge
Einnahmen
170.95
–10 911.50
– 609.20
– 751.50
– 1 000.00
– 1 700.00
0.00
– 953.15
2 614.60
– 5 700.00
– 3 261.00
700.00
– 472.85
441.60
– 220.00
– 10 740.55
0.00
0.00
– 5 700.00
– 2 000.00
0.00
435.00
– 215.55
– 3 260.00
2013
Differenz
– 13 500.00
57 000.00
1 000.00
1 000.00
1 000.00
2 000.00
2 000.00
8 000.00
18 000.00
5 000.00
1 000.00
5 000.00
1 000.00
3 000.00
9 000.00
43 500.00
0.00
0.00
5 000.00
0.00
15 000.00
5 000.00
500.00
18 000.00
2014
Budget
– 8 500.00
57 000.00
1 000.00
1 000.00
1 000.00
2 000.00
0.00
10 000.00
18 000.00
5 000.00
1 000.00
5 000.00
1 000.00
3 000.00
9 000.00
48 500.00
0.00
0.00
5 000.00
0.00
15 000.00
5 000.00
500.00
23 000.00
2015
Budget
Shop (Aufwand, Verkaufserlös, Lager) Aufwand und Ertrag halten sich ziemlich genau die Waage. Die an Lager stehenden Sackmesser wurden mit dem Einkaufspreis bewertet und stehen mit CHF 1040.– zu Buche. Debitoren Die Debitoren im Betrag von CHF 18 590.– setzen sich aus der Rechnung an die Südostschweiz Presse und Print AG für Mitgliederbeiträge zusammen. Der Beitrag ist zu Jahresbeginn eingegangen. Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Graubünden Im Rahmen der Leistungsvereinbarung mit dem Amt für Wald und Naturgefahren übernimmt Graubünden Wald unter anderem folgende Aufgaben: – Berufsbildung (OdA Wald, LAP-Feier, Prämierung der Arbeitsbücher, Fachtagungen etc.) – Berufswerbung (Holzereiwettkampf, Berufsausstellungen etc.) – Interkantonale und internationale Kontakte ( VSF, ARGE Alpenländische Forstvereine) Der finanzielle Aufwand für diese Aufgaben belief sich im Jahr 2013 auf CHF 7286.15. Darin nicht enthalten sind die Eigenleistungen des Vereins, welche im Rahmen von diversen Kommissionsarbeiten etc. erbracht
wurden. Das AWN unterstützt uns für diese Aufgaben mit CHF 15 000.– pro Jahr. Konto PostFinance (Holzereiwettkämpfer) Gemäss Beschluss einer Vorstandssitzung wird dieses Konto künftig nicht mehr in der Buchhaltung vom Graubünden Wald geführt. Jahresbeiträge Wir bezahlen folgende Jahresbeiträge: – Marke «graubünden», CHF 540.– – Mitgliederbeitrage VSF, CHF 8000.– – Jahresbeitrag Graubünden Holz, CHF 200.– – Jahresbeitrag WVS, CHF 40.– Jahresabschluss Der Einnahmenüberschuss von CHF 170.95 lässt unser Vereinsvermögen per 31.12. 2013 auf CHF 82 152.50 anwachsen. Dank der Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Graubünden (siehe oben) konnte dieses Jahr ein Defizit abgewendet werden. Der Kassier, 10. 2. 2014 Gisep Rainolter Kassier Verein Graubünden Wald 7559 Tschlin g.rainolter@valsot.ch
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Programm der Versammlung Jahresversammlung 2014 Verein Graubünden Wald, in Donat, Schams-Avers-Rheinwald, 23. und 24. Mai 2014
Samstag, 24. Mai 2014 9 bis 10.30 Uhr Wanderung Valle di Lei–Val digl Uors– Innerferrera
Freitag 23. Mai 2014 9.15 bis 9.45 Uhr Mehrzweckhalle Donat Eintreffen der Teilnehmer, Kasse/Abgaben Bons
10.30 bis 11.30 Uhr Besichtigung Sägerei Ferrera
9.45 bis 11.30 Uhr Jahresversammlung in der Aula des Schulhauses Donat mit Grusswort des Präsidenten
Schlechtwetterprogramm Verschiebung mit Fahrzeugen nach Innerferrera und Besichtigung KHR Zentrale Ferrera (oder Bärenburg)
9.45 bis 11.30 Uhr
Auskünfte: Thomas Voneschen, Mobile: 079 598 17 87 Cristina Fisler, Mobile: 079 475 52 15
Rahmenprogramm: Märchenhafter Besuch der Viamala 11.30 bis 12.15 Uhr
Apéro im neuen Werkhof des Betriebs Forst-Werk Zillis-Schamserberg 12.30 – 14 Uhr
Mittagessen in der Mehrzweckhalle Donat 14.15 bis 16.30 Uhr
Auf der Suche der ältesten bemalten Holztafeln der Welt 16.45 bis 17.15 Uhr Verschiebung nach Valle di Lei, Auto abstellen in Innerferrera und fakultative Besichtigung Inforama und Staumauer Valle di Lei. 17.30 bis 19 Uhr Bezug Unterkunft Rifugio il Capriolo (bei Valentino Del Curto, Massenlager – kein Schlafsack nötig)
11.30 bis 12:30 Uhr
Brunch in Innerferrera
Traktandenliste der Generalversammlung 1. Eröffnung durch den Präsidenten 2. Wahl der Stimmenzähler 3. Protokoll der GV vom 31. Mai 2013 in Haldenstein 4. Jahresbericht 2013 5. Jahresrechnung 2013 und Revisorenbericht 6. Budget 2015 und Festsetzung der Mitgliederbeiträge 7. Wahlen 8. Tagungsort 2015 9. Ernennung von Freimitgliedern 10. Anträge 11. Tätigkeitsprogramm 2014 und Mitteilungen 12. EFNS 2015 13. Varia
Ab 19 Uhr, Abendessen Bündner Wald 2 /2014 79
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✂ Anmeldetalon für die Jahresversammlung des Vereins Graubünden Wald, Donat, Schams-Avers-Rheinwald, 23. und 24. Mai 2014 Name:
Vorname:
Adresse:
PLZ/Ort:
Mobile:
E-Mail:
Name(n) der Begleitperson(en) Ort/Datum:
Unterschrift:
Programm
Anzahl
Preis pro Person
Jahresversammlung mit Mittagessen
50.–
Rahmenprogramm mit Mittagessen
50.–
Betrag
Menü vegetarisch Nachmittagsprogramm
0.–
Abendessen ohne Übernachtung
50.–
Abendessen mit Übernachtung (Massenlager) und Frühstück
100.–
Exkursion mit Brunch
0.–
Total Rasche Anmeldung wird erwünscht ! Rücksendung bis spätestens 5. Mai 2014 an: Amt für Wald und Naturgefahren, Veia Dalmeras 13, 7450 Tiefencastel, Frau Manuela Dosch-Candreia Telefon: 081 659 00 80 / Fax: 081 659 00 81/ E-Mail: manuela.dosch@awn.gr.ch oder www.graubuendenwald.ch
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Auf Curdin Mengelt folgt Martin Blum
Curdin Mengelt führt seinen Nachfolger Martin Blum gewissenhaft ein. (Bild: Andri Arquint)
Curdin geht in Pension Curdin Mengelt ist am 31. Januar 2014 in den nach 34 Dienstjahren am Amt für Wald und Naturgefahren, Region Südbünden, sogenannt wohlverdienten Ruhestand getreten. Curdin hat als damaliger Kreisförster am 1. Januar 1980 im Bündner Forstdienst angefangen, nachdem er zuvor – wie viele unserer Gilde – in der Privatwirtschaft seine Sporen abverdient hat. In dieser sehr langen Dienstzeit erlebte Curdin so manches, nicht zuletzt auch unsere Reorganisation, bei der er offiziell zum Spezialisten für Naturgefahren ernannt wurde und dabei bis ans Ende seiner Karriere die Gefahrenkommission III geleitet hat. Curdin hinterlässt seine forstlichen Spuren von Bever bis in die Val Bregaglia, für die er bis Ende Januar auch als Regionalforstingenieur zuständig war. Wir danken Curdin
ganz herzlich für seine stets sehr offene, geradlinige Arbeit zum Wohle des Bündner Waldes, aber sicher auch zum Wohle der Bevölkerung, respektive zur Risikominderung vieler Naturgefahren. Ebenso danken wir bestens für die sehr wertvolle Einführung und Einarbeitung seines Nachfolgers Martin Blum. Auf Curdin folgt Martin Die Suche nach zukünftigen Naturgefahrenspezialisten ist anspruchsvoll. Dennoch konnten wir diese erfolgreich mit der Wahl von Martin Blum als Nachfolger von Curdin beenden. Martin hat als Absolvent der neuen Studienausrichtung an der ETH bereits im 2008 in der Region Südbünden sein Praktikum absolviert. Nach fünfjähriger Tätigkeit in einem Ingenieurbüro im Kanton Bern hat er am 1. Februar die Aufgaben von Bündner Wald 2 /2014 81
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Curdin als zuständiger Regionalforstingenieur für die Gemeinde Bregaglia sowie als Naturgefahrenspezialist übernommen. Martin ist im Rahmen häufiger und laufend wiederkehrender Aufenthalte insbesondere in Madulain seit seiner Kindheit eng mit dem Oberengadin verwurzelt und hat sich bereits sehr gut in unser Team eingelebt. Wir wünschen ihm grosse berufliche Ge-
nugtuung und insbesondere grosse Freude und Faszination am und im Wald. Gian Cla Feuerstein Regionalleiter Region Südbünden Islas 244, 7524 Zuoz gian.cla.feuerstein@awn.gr.ch
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Skipostenlauf 2014 in Bivio Dieses Jahr musste eine Strecke auf zwei vom Läufer selbst vorgelegten Holzscheiben zurückgelegt werden. Am 2. Posten musste ein Kübel mit Holzschnitzeln so gefüllt werden, dass das Gesamtgewicht von 1,950 kg erreicht wurde, was von gut zehn Prozent der Teilnehmer auf 50 g genau erreicht wurde. Wie üblich konnte jeder Teilnehmer aus dem reichhaltigen Gabentempel einen Preis auswählen. Curdin Mengelt in perfekter Rennposition im Ziel. (Bilder: Edi Taverna)
Am 15. März 2014 fanden sich rund 120 Mitglieder und Familienangehörige von GraubündenWald zum traditionellen Skipostenlauf in Bivio ein. Der Forstdienst des Surses mit OK-Präsident Pascal Murbach und mithilfe der Bivio Sportanlagen AG sowie des Hauptsponsors Swiss Helicopter haben einen sehr schönen Anlass organisiert, der von guten Pisten und vom Wetterglück profitierte.
Dank Den gut 40 Sponsoren des grosszügigen Gabentempels, der Swiss Helicopter für Auszug aus der Rangliste Kinder 1. Becker Mark, Haldenstein 2. Gantenbein Linard, Tiefencastel 3. Becker Ivo, Haldenstein Lehrlinge 1. Riatsch Niculin, Valsot
Riesenslalom Der anspruchsvolle Riesenslalom auf der schwarzen Valettapiste wurde von den Skiund Snowboardfahrern aller Alters- und Könnensstufen dank der griffigen, toll präparierten Unterlage gut und unfallfrei gemeistert. Speziell aufgefallen sind die mutigen kleinen Fahrer (jüngster unter drei Jahren), die teilweise von ihren Müttern am Rand oder auf der Piste begleitet wurden und das Rennen erfolgreich beendigten. Die beste Laufzeit erreichte Schimun Grass aus Tarasp mit 1:11:30.
2. Buchli Carsten, Ausserferrera 3. Meier Nando, Pany Damen 1. Buchli Claudia, Ausserferrera 2. Voneschen Nadja, Innerferrera 3. Rafaela Beti, Poschiavo Herren 1. Scherrer Jörg, St. Antönien 2. Riatsch Mario, Sent 3. Giovanoli Mauro, Haldenstein Die vollständigen Ranglisten und
Postenarbeiten Für die Rangliste zählen bekanntlich neben der Laufzeit auch die Resultate der Geschicklichkeits- und Schätzposten.
weitere Fotos können auf www. graubuendenwald.ch eingesehen werden.
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1) Lukas Kobler bewältigt die vorgegebene Distanz auf den Holzscheiben. 2) Siegertrio Lehrlinge 3) Siegertrio Damen 4) Siegertrio Männer 5) Einer unserer mutigen Nachwuchsfahrer.
die Gratisbewirtung, der Bivio Sportanlagen AG, des Speakers Andi Florin, der Zeitmessequipe des Skiclubs Bivio und der rund 15 Helfer des Forstdienstes Surses sei an dieser Stelle für den gelungenen Anlass nochmals herzlich gedankt. In den Dank eingeschlossen werden natürlich alle Teilnehmer, vor allem Kantonsförster Reto Hefti und sein Stellvertreter Urban Maissen, die einen solchen gemeinschaftsfördernden Anlass des Bündner Forstdiens-
tes und unserer Forstunternehmer erst möglich machen.
Edi Taverna Veia Sur Ual 5 7460 Savognin edi.taverna@bluewin.ch
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Forstliche Studienreise ins Salzburgerland 2013
Salzburg mit Festung Hohensalzburg. (Bilder: Ruedi Zuber)
Vom 3. bis 8. Juni reiste eine 24-köpfige Gruppe aus Bündner Forstleuten mit ihren Gemahlinnen ins Salzburgerland. Geleitet wurde die Studienwoche einmal mehr von Andi Florin. Unser Reiseziel war der Tourismusort Lofer im Pinzgau, mit Ausflügen in der Umgebung, nach Salzburg und an den Königssee. Auf der Fahrt im Postauto begleitete uns Chauffeur Reto Casty. Eine erste Bewährungsprobe bestand er bereits am Tag der Anreise. Die heftigen Niederschläge der vergangenen Tage verursachten zahlreiche Murgänge und Überschwemmungen und zwangen zur Umkehr und Anfahrt auf einem längeren Umweg. Das österreichische Bundesland Salzburg hat eine Grösse von einem Sechstel der Schweiz, wovon 40 Prozent bewaldet sind.
Die Einwohnerzahl beträgt 530 000. Das Land erstreckt sich über die Voralpen, die nördlichen Kalkalpen und die Zentralalpen mit den Hohen und Niederen Tauern. Als ehemaliger Teil des Herzogtums Bayern und als späteres Fürsterzbistum Salzburg hat es eine eigene Geschichte. Wirtschaftliche Bedeutung hatten die Salinen und der Salzhandel, teilweise auch der Bergbau. Heute gilt der Fremdenverkehr als einer der wichtigsten Erwerbszweige. Von internationalem Rang sind die kulturellen Darbietungen, namentlich in der Hauptstadt Salzburg. Zwischenhalt in Innsbruck Während man Innsbruck normalerweise auf der Autobahn umfährt, war es uns diesmal vergönnt, einen Blick in die ge-
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schichtsträchtige Altstadt zu bekommen. Stadtführerin Gigi Schneider zeigte uns einige Highlights aus der Zeit des Herzogs Friedrich IV. und des Kaisers Maximilian I., so etwa den Stadtturm, das Goldene Dachl und das Zeughaus, aber auch die Hofkirche, die prachtvollen Häuserzeilen an der Theresienstrasse, die Annasäule und die Triumphpforte. Innsbruck war schon im Mittelalter ein Durchgangsort verschiedener Heereszüge und ein Knotenpunkt verschiedener Handelsrouten. Die Tiroler Landeshauptstadt ist bekannt als Universitätsstadt und als Durchführungsort verschiedener grosser Sportveranstaltungen, allen voran der Olympischen Winterspiele 1964 und 1976. Salzburg, Geburtsstadt von W. A. Mozart Zweiter kultureller Höhepunkt unserer Reise war zweifellos der Besuch von Salzburg an der Salzach. Stadtführerin Sabine Rath gab uns einen geschichtlichen Überblick und zeigte uns das, was zu einem «kleinen» Rundgang gehört: Mozartplatz, Dom, Petersfriedhof, Franziskanerkirche und Getreidegasse. Die Getreidegasse mit ihren gepflegten Häuserfassaden und den schönen Wirtshausschildern spielte schon früh eine wichtige Rolle für die Handelsstadt. Der frei verfügbare Nachmittag wurde genutzt zur Besichtigung des Mozarthauses, der Franziskanerkirche, der Festung Hohensalzburg und weiterer Sehenswürdigkeiten inmitten des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Festung über der Stadt war der Sitz der mächtigen Erzbischöfe und Zentrum der regionalen Gegenreformation. Sie stammt in ihren Ursprüngen aus dem Jahre 1077 und wurde im 15. Jahrhundert während der Bedrohung durch die Türken massiv verstärkt. Leonhard von Keutschach stattete sie mit prunkvollen Fürstenzimmern aus.
St. Bartholomä am Königssee.
Exkursion in den Bayerischen Saalforsten Die Bayerischen Saalforste im Salzburger Pinzgau sind Teil der Bayerischen Staatsforsten. Als privatrechtliches Eigentum des Freistaates Bayern gehören sie zum staatlichen Hoheitsgebiet Österreichs. Sie dienten früher der Versorgung der Saline in Bad Reichenhall mit Brennholz und stehen unter der Verwaltung der Bayerischen Staatsforsten. Sie erstreckten sich ursprünglich über weite Teile des Pinzgaus und den Bezirk Kitzbühel. Eine ausreichende Versorgung der Saline mit Brennholz war bis zur Umstellung auf Kohle im Jahre 1911 Voraussetzung für eine rentable Salzerzeugung. Nach heutigen Gesichtspunkten gilt der grössere Teil der Saalforsten als Schutzwald und wird seit einigen Jahren nach Kriterien Bündner Wald 2 /2014 87
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der «Nachhaltigkeit und Erfolgskontrolle im Schutzwald» bewirtschaftet. Betriebsleiter Thomas Zanker erwarb sich einen Teil des fachlichen Rüstzeuges für die Schutzwaldpflege als Mitglied der Schweizerischen Gebirgswaldpflegegruppe. Auf eindrückliche Weise demonstrierte er die praktische Umsetzung anhand von Beispielen in FichtenTannen-Buchen-Wäldern. Sekundiert wurde er von Revierleiter Georg Poppel. Aktuell vordringlichste Anliegen sind die Erhöhung der Tannenanteile und die Regulierung der Wildbestände. Eine gute Walderschliessung und rationeller Wegunterhalt tragen zur besseren Wirtschaftlichkeit der Wälder bei. Der Nachmittag galt dem Besuch der Wallfahrtskirche Maria Kirchenthal in St. Martin bei Lofer. Die barocke Kirche mit ihrer schönen Orgel besitzt die bedeutendste Sammlung von Votivtafeln in Österreich. Sie ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wallfahrer und Ausgangspunkt für Wanderer und Bergsteiger. Pater Unger liess uns an seinem umfangreichen Wissen teilhaben. Sein Humor und Sinn für die heutige Zeit haben uns sehr beeindruckt. Umfangreiche Verbauungen mit Ablenkdämmen sollen den Ort vor Lawinenniedergängen und Zerstörungen schützen.
Wanderung zur Loferer Alm Ursprünglich war für Donnerstag ein Besuch von Chiemsee, Herreninsel, Schloss und Fraueninsel vorgesehen. Wegen des Hochwassers galt es nun, alternativ die Gegend rund um Lofer weiter zu erkunden. Nach einer Bergfahrt mit der Gondelbahn bis Loderbichl erfolgte eine gemütliche Bergwanderung auf dem Wasserfallweg bis zum Gasthaus Schönblick. Als «Österreichs schönste Wanderalm» angepriesen, hat sie sich sicher an das Versprochene gehalten, auch wenn wir über keinen direkten Vergleichsmassstab verfügen. Die schönen Wälder, Wasserfälle und Alpweiden haben die etwas spärlichen Wegmarkierungen beim langen Abstieg durchaus kompensiert. Auch die Mittagsrast auf der Alm bot beste Gelegenheit, Kameradschaft zu pflegen. Nationalpark Berchtesgaden in Bayern Der Nationalpark Berchtesgaden befindet sich in der südöstlichsten Ecke Bayerns, an den äusseren Rändern umgeben von österreichischem Staatsgebiet des Salzburgerlandes. Eines der Schmuckstücke und touristischen Anziehungspunkte bildet der
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Reisegruppe
Königssee, eingebettet in eine unerschlossene Hochgebirgslandschaft. Höchster Punkt ist der Watzmann mit 2713 m ü. M., dessen Ostwand mit 1800 m reiner Wandhöhe die höchste Wand der Ostalpen darstellt. Der nördliche Teil, inbegriffen den Königssee, befindet sich in der Pflegezone. Der grösste Teil gehört jedoch zur Kernzone. Spuren der Vergangenheit stellen jahrhundertealte Weiderechte dar, welche allmählich abgelöst werden. Daneben gibt es grosse unerschlossene Wälder mit weitgehend naturnahen Bestockungen. Unser Besuch beinhaltete eine Bootsfahrt von Königssee nach St. Bartholomä. Allein schon die Fahrt durch die lieblich-wilde Berglandschaft war ein Hochgenuss. Eine kurze Wanderung in der Umgebung der Wallfahrtskirche bot Einblick in die Walddynamik nach einem Lawinenniedergang und
in eine schöne Auenlandschaft auf einem Bachschuttkegel. Der abschliessende Besuch des Salzburger Freilichtmuseums in Grossgmain, im Feriendreieck Salzburg – Bad Reichenhall – Berchtesgaden, rundete eine eindrückliche Natur- und Kulturreise ab. Ausgestellt sind Originale traditioneller Bauern- und Kleingewerbehäuser aus den salzburgischen Bezirken Flachgau, Tennengau, Pongau, Lungau und Pinzgau – eine umfassende Einführung und Lektion über ländliche Bauund Gesellschaftskultur. Ruedi Zuber Dipl. Forstingenieur ETH Teuchelweg 2, 7000 Chur ruedi.zuber@spin.ch
Bündner Wald 2 /2014 89
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Das TECCO® SYSTEM3 – Stabilität für Ihre Böschung
TECCO®-SYSTEM3-Anwendung Geflecht. (Bilder: zVg. Geobrugg)
Sicherheit, Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit – diese Merkmale haben das Böschungsstabilisierungssystem TECCO ® aus dem Hause Geobrugg weltweit erfolgreich und einzigartig gemacht. Mit jetzt drei verschiedenen Drahtstärken erweitern die Spezialisten für Sicherheitsgeflechte die Einsatzmöglichkeiten von TECCO ® SYSTEM3 gleich um ein Vielfaches. So sind jetzt Anwendungen auf nahezu allen Böschungen möglich, egal ob auf Fels oder Lockergestein. Systemlösungen hoch drei also. Zudem sorgen neu zwei Krallplattengrössen für attraktive Nagelraster. Die überarbeitete Bemessungssoftware RUVOLUM ® ermöglicht eine schnelle Planung der Sicherheitsmassnahmen. Kein Wunder, dass das TECCO ® SYSTEM3 seine Stärken auch in Sotschi olympiareif unter Beweis stellen konnte. Rund um den Globus hat sich TECCO ® seit Jahren als hocheffizientes System gegen Böschungsrutschungen einen Namen
gemacht. Doch die Einsatzmöglichkeiten konnten noch weiter optimiert werden. Genau hier hat Geobrugg den Hebel angesetzt: Ab dem Jahr 2014 ergänzen weitere TECCO ®-Geflechte aus hochfestem Stahldraht mit 2 mm und 4 mm Stärke das etablierte 3-mm-Geflecht. Das Einsatzspektrum wird so erheblich erweitert: Nahezu alle Böschungen können damit optimal gesichert werden und der Planer findet innerhalb dieses Systems für jede geologische Gegebenheit die passende Lösung. Hinzu kommen verkürzte Installationszeiten und geringere Gesamtprojektkosten durch einen weiteren Baustein vom verbesserten TECCO ® SYSTEM3: Die neu entwickelte Krallplatte P66. Das Zusammenspiel der TECCO ®Geflechte mit dieser Krallplatte ermöglicht einen Nagelraster mit Abständen von bis zu 3,5 m oder noch geringeren Oberflächendeformationen. So setzt TECCO ® jetzt nicht nur in Sachen Vielseitigkeit,
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TECCO®-SYSTEM3-Anwendung Geflecht nach Begrünung.
sondern auch in punkto Effizienz neue Massstäbe. Der Schlüssel zum Erfolg von TECCO ® SYSTEM3 liegt in Grossfeldversuchen, die die Geobrugg Gruppe in den letzten zwei Jahren durchführte. Um die berechneten Ergebnisse zusammen mit der Berner Fachhochschule Burgdorf wirklichkeitsnah zu überprüfen, wurde ein liegender, mit Kies gefüllter Testrahmen (10 m x 12 m x 1,2 m) mit den hochfesten TECCO ®Geflechten überzogen. Verankert wurden diese mit Krallplatten und Nägeln in einem Raster von 2,5 m x 2,5 m bis 3,5 m x 3,5 m. Die Tests zeigten bei einer schrittweisen Anhebung des Rahmens, dass das Geflecht 230 Tonnen Material bis zu einer Neigung von 85 Grad erfolgreich zurückhalten kann – und das bei nur geringer Deformation. Entscheidend hierfür sind der lokale Lasttransfer vom Geflecht zum Nagel sowie seine Durchstanzfestigkeit am oberen Krallplattenrand. Auf Grundlage der Testresultate
entstand ein fein abgestimmtes Sicherungssystem mit den drei TECCO ®-Geflechten, die eines gemeinsam haben: Die Zugfestigkeit des hochfesten Stahldrahtes beträgt mindestens 1770 N/mm2, dabei sind die drei Geflechte in einer Diamantstruktur angelegt und ermöglichen so eine bestmögliche Kraftübertragung. Zudem weisen die mit dem GEOBRUGG SUPERCOATING® beschichteten 3-mm- und 4-mm-TECCO ®Geflechte eine mindestens dreifach höhere Lebensdauer gegenüber herkömmlich verzinkten Drähten auf. Sogar sechsmal höher ist die Lebensdauer beim 2-mm-TECCO ®Geflecht, das mit dem GEOBRUGG ULTRACOATING® beschichtet ist. Stabilität einerseits, Nachhaltigkeit andererseits: Dank der matten Alu-Verzinkung fügt sich das TECCO ®-Geflecht unauffällig in die Landschaft ein, nach der Begrünung ist es kaum mehr sichtbar. Und dieser Begrünungsprozess kann durch die Bündner Wald 2 /2014 91
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Erosionsschutzmatte TECMAT® noch beschleunigt werden. TECMAT® stabilisiert die Oberbodenschicht und schützt vor dem Abschwemmen von Saatgut. Komplettiert wird das TECCO ® SYSTEM3 durch die erweiterte Online-Bemessungssoftware RUVOLUM®, die Geobrugg den Planern kostenlos zur Verfügung stellt. Damit lässt sich das Geflecht und die Vernagelung des Sicherungssystems einfach und genau bemessen. Neben dem optimalen Nagelraster wird beispielsweise auch das böschungsparallele Abgleiten oder das Abscheren des Geflechts am Krallplattenrand berechnet. Geobrugg bietet für den richtigen Umgang mit RUVOLUM® Anwenderworkshops an. Dabei lernt der Planer, die Software gezielt, effizient und zuverlässig einzusetzen. Dass die Vorzüge vom TECCO ® SYSTEM3 Gold wert sind, hat sich bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi gezeigt: Für die Alpin-Wettbewerbe entstand das Dorf Rosa Khutor. Um Platz für die Infrastruktur wie
Hotels, Shops und Zufahrtswege zu schaffen, wurden gravierende Einschnitte in die Berglandschaft gemacht. Instabile Böschungen waren die Folge. Hier kam Geobrugg ins Spiel und installierte zahlreiche TECCO ®Geflechte in Kombination mit der Erosionsschutzmatte TECMAT®, was die Begrünung zusätzlich beschleunigte. So konnten Sportler, Betreuer und Touristen vor instabilen Böschungen geschützt werden – und eine natürliche Landschaft geniessen. Ein wahrer Gewinn also für alle Beteiligten. Weitere Informationen finden Sie auf www.geobrugg.com/boeschungen
Roger Moor Projektleiter Geobrugg AG Aachstr. 11, CH-8590 Romanshorn roger.moor@geobrugg.com
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Alpwirtschaft findet auch im Wald statt Untertitel Grundschrift
Diese Kuh auf der Alp Laret in Ftan weidet über der Waldgrenze, ist aber bei Schneewetter auf den Schutz des Waldes angewiesen (Bild: Otmar Schmid, Media Productions)
Die meisten Bündner Alpen besitzen Vorund Alpweiden, die zum Teil als «Waldweiden» ausgeschieden sind. Oder denken wir an die Schneeflucht für Alpvieh, die oft Waldgebiete betrifft. In Zukunft werden Alpbetriebe zusätzlich « Landschaftsqualitätsbeiträge » und « Biodiversitätsbeiträge » erhalten. Forstorgane von Gemeinden und Regionsvertreter sind bereits in den vorberatenden Kommissionen tätig, welche Kriterien für die Ausgestaltung der «regionalen Landschaftsqualitätsbeiträge» vorbereiten. Land-, Alp- und Forstwirtschaft sollten in Zukunft noch enger miteinander für die Erhaltung einer vielfältigen und offenen Landschaft in unserem Tourismuskanton kooperieren. Älplerinnen und Älpler werden vor allem auf artenreiche Weiden achten,
Das Buch mit 2 DVDs ist für CHF 30.– (UVP) im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-905621-55-6) oder online unter www.wsl.ch/eshop. Weitere Informationen: www.alpfutur.ch
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die Forstleute sind mit der Waldweide in die Nutzung mit einbezogen. In diesem Zusammenhang darf ich auf das neu erschienene Buch «Zukunft der Schwei zer Alpwirtschaft» aufmerksam machen. Das Buch ist die Zusammenfassung einer mehrjährigen Forschung über die Alpwirt schaft mit ihren vielen Facetten. In der Syn these werden Forschungsergebnisse und Lösungsansätze zur künftigen Nutzung der Sömmerungsweiden aufgezeigt. Zum Buch gehören auch zwei DVDs mit drei gemeinsam mit der Praxis entstandenen Kurzfilmen. Im Teil «Von Älplern für Älpler – erfolgreiche Weideführung und Weidepfle ge» weisen erfahrene Alpbewirtschafter auf typische Probleme bei der Beweidung hin und zeigen auf, wie diese gelöst werden können. Im Dokumentarfilm «Sommerzeit» werden Alltagsszenen aus Alpbetrieben, auf denen die Forschenden tätig waren, aufge zeigt.
Zu den Forschungsgebieten gehören auch zwei Bündner Regionen, nämlich Mesolcina / Calancatal und Teile des Unterengadins. Das Buch umfasst zwölf Kapitel und ist reich il lustriert. Es stellt den Stand des Wissens gut verständlich und thematisch gegliedert dar und gibt klar formulierte Empfehlungen ab. Es richtet sich an alle, die sich für die Alp wirtschaft und ihre Zukunft interessieren – sei es beruflich oder privat. Herausgeber sind die Eidgenössische For schungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL, Birmensdorf, und die For schungsanstalt Agroscope ReckenholzTä nikon ART, ZürichReckenholz. Ich möchte diese spannende Lektüre allen Leserinnen und Lesern des «Bündner Wald» sehr emp fehlen.
Otto Denoth, Älpler und ehemaliger Viehwirtschaftsberater
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Vorschau «Bündner Wald» Juni 2014 «Wechselwirkungen im Waldökosystem» Vor zwei Jahren erschien der «Bündner Wald», Juni 2012, mit der Schwerpunktnummer «Schwankungen im ökologischen Gleichgewicht». Eine Nummer rund um die verschiedenen Facetten des Waldschutzes mit einem speziellen Augenmerk auf Neophyten. Das weit umspannende Themenfeld des Waldschutzes führen wir nun in eine zweite Schwerpunktnummer. Dabei werden exemplarische Wechselwirkungen und Abhängigkeiten im Gebirgswald erklärt und beleuchtet. Mit diesen Beispielen werden wir uns vielleicht auch dabei ertappen, wie wir aus unserer menschlichen Optik vermeintliche Schädlinge bekämpfen, ohne ganzheitlich zu betrachten, was dies für Auswirkungen haben kann.
Vorschau auf die nächsten Nummern: August 2014: Waldeigentum und Waldbaustrategien der letzten 200 Jahre Redaktion: Jörg Clavadetscher Oktober 2014: Geologie in Graubünden Redaktion: Jörg Clavadetscher
Redaktion: Sandro Krättli und Jörg Clavadetscher
Herausgegeben von Graubünden Wald, Amt für Wald und Naturgefahren Graubünden und der SELVA. Verleger: Südostschweiz Verlegerin: © Somedia (Südostschweiz Presse und Print Presse AG, Südostschweiz und Print AG), Print, CH-7007 CH-7007 Chur Sekretariat: SELVA, Chur Sekretariat: SELVA, Christophe Christophe Trüb, BahnhofTrüb, Bahnhofplatz platz 1, CH-7302 1, CH-7302 Landquart, Landquart, Telefon +Telefon 41 (0) 81 + 41 300 (0)22 8144, 300buendnerwald 22 44, buendnerwald Redaktoren: Jörg Redaktoren: Jörg Clavadetscher, Clava@ selva-gr.ch @ selva-gr.ch detscher, Revier forestal Revierdaforestal Val Müstair, da ValCH-7535 Müstair, CH-7535 Valchava,Valchava, Telefon + Telefon 41 (0) 81 + 41 858(0)588121, 858 forestal-muestair 58 21, forestal-muestair Sandro Krättli, @ bluewin.ch. @ bluewin.ch. SandroGR, AWN Krättli, Sagastägstrasse AWN GR, Sagastägstrasse 96, CH-7220 Schiers, 96, CH-7220 TelefonSchiers, + 41 (0)Telefon 81 300+24 41 11, (0) 81 sandro.kraettli 300 24 11, @ sandro.kraettli awn.gr.ch. Die Redaktion @ awn.gr.ch. Die behält Redaktion sich vor,behält Beiträge sichinvor, nicht Beiträge verlangter in nicht Form verlangter ohne Rückfrage Form ohne zu ändern. Rückfrage Herstellung: zu ändernSomedia Druckvorstufe Production, (Satz,Postfach Lithos, Belich508, tung) Kasernenstrasse : Südostschweiz 1, CH-7007 Presse Chur, und Print Telefon AG, +Südostschweiz 41 (0) 81 255 Print, 51 11,Antonin Fax + 41 Friberg (0) 81Druck: Südostschweiz 255 51 05. Erscheint sechsmal Presse und jährlich. Print AG, Süd Auflage: ostschweiz 1700 Exemplare Print, Postfach Inserate: Somedia 508, Kasernenstrasse Promotion, 1, CH-7007 Neudorfstrasse Chur, Telefon 17, CH-7430 + 41 (0)Thusis, 81 255Telefon 51 11,+Fax 41 (0) + 4181(0)650 81 00 70, 255 Fax +52 4189. (0)Erscheint 81 650 00 sechsmal 74, thusis@somedia.ch jährlich. Auflage Abonnementspreise: CHF 1700 Exemplare Inserate: Südostschweiz 60.– (inkl. MwSt. Publicitas für Mitglieder AG, Neudorfstrasse Verein 17, CH-7430 Graubünden Thusis, Wald) Telefon Abonnemente/Adressänderungen: + 41 (0) 81 650 00 70, Fax + 41 Aboservice, (0) 81 650Postfach 00 74, thusis@so-publicitas.ch 508, Kasernenstrasse 1,Abonnementspreise: CH-7007 Chur, CHF Telefon 60.– + 41 (für(0) Mitglieder 81 255 54 Verein 54, abo Graubünden Wald) www.buendnerwald.ch Abonnemente/Adressänderungen: Südostschweiz Presse und Print AG, @ somedia.ch, Postfach Für Inseratetexte 508, Aboübernimmt und Zustellservice, die Redaktion Kasernenstrasse keine Verantwortung, 1, CH-7007auch Chur, muss Telefon die Meinung + 41 (0) 81 der255 Beiträge 50 50,nicht mit der Ansicht www.buendnerwald.ch der Redaktoren übereinstimmen. Autoren, die zu obenstehenden Themen publizieren möchten, sind herzlich eingeladen, ihre Für Vorschläge Inseratetexte der Redaktion übernimmt einzureichen. die Redaktion keine Verantwortung, auch muss die Meinung der Beiträge nicht mit der Ansicht der Redaktoren übereinstimmen. Autoren, die zu obenstehenden Themen publizieren möchten, sind herzlich eingeladen, ihre Vorschläge der Redaktion einzureichen.
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