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BueWa_01_2026_low

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Bündner Wald

Holzkette

Jahrgang 79 | Februar 2026


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10 Inhalt Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Veränderung in der regionalen Holzverwendung in Graubünden 8 Holzkettenprojekt Mehrfamilienhaus Rheinwald mit CO²-Speicherzertifikaten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Charta 2030: Holz schafft Zukunft für Graubünden . . . . . . . 14 Tarcisi Maissen SA – überschaubar, flexibel und nachhaltig . . . 17 Sägerei Ferrera – eine Traditionssägerei mit Zukunft . . . . . . 20 Resurses SA – lokale Wertschöpfung aus Bündner Holz . . . . . 24 Flims – Holz aus der Region für die Wärme von morgen . . . . . 26 Gemeinsam für eine starke Bündner Holzkette – Perspektiven aus Verband und Verwaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 BEROM AG, praxisnaher Partner der Holzbranche im regionalen Kreislauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 Abhängigkeiten im Bündner Holzmarkt und bei den Rohholzpreisen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 Marcel Lerch geht in Pension – «Wo ich bin, ist vorne» . . . . . 37 Paul Engler ist neuer Geschäftsführer von Graubünden Holz . . 38 Holzindustrie Graubünden: gemeinsam für Wald, Wertschöpfung und Zukunft . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 Holzvermarktung im Prättigau und in Davos . . . . . . . . . . 42 Warum Holzvermarktung für die Holzindustrie? Funktionsweise der LENCA in Graubünden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 Vermarktung von Rundholz durch Forstunternehmer . . . . . . 46 holzvisionMAX – der Muni, der die Schweizer Holzkette verbindet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 Bündner Holz – regional nutzen, Zukunft gestalten . . . . . . . 56 Generalversammlung 2026 des Vereins Graubünden Wald . . . 61 Vorschau «Bündner Wald» April 2026 . . . . . . . . . . . . . 63 Titelbild: Muni MAX (Bild: Dani Ammann)

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Wenn im Schweizer Holzbau in Zukunft ganz Grosses entstehen soll – so gross wie der geplante Neubau des Dock A am Flughafen Zürich, komplett in Holz konstruiert und gekrönt von einem markanten Tower aus Holz – dann braucht es vor allem eines: Erfahrung in grossen Arbeitsgemeinschaften, interdisziplinär und überbetrieblich entlang der gesamten Holzkette. Genau diesen Zweck erfüllt die holzvisionMAX. (Bild: Flughafen Zürich AG) Film zum Ersatzneubau Dock A Tower und Anschlussbauten:

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Editorial Dieses Heft heisst «Holzkette» und nicht wie ursprünglich vorgesehen «Holzindustrie». Denn eine Kette umfasst mehr als nur die Industrie hinter dem Produkt. Im Fall von Holz ist ein Nährboden nötig, auf dem das Bewusstsein gedeiht, dass Wald, Holz und «Hölzige» zur DNA Graubündens und der Schweiz zählen. Wenn engagierte Menschen, Gesellschaft und Politik an einem Strick ziehen, kann richtig Grosses entstehen. Das hat MuniMAX im 2025 aufs Schönste bewiesen. Ein beispielhaftes Projekt mit grosser Strahlkraft und ein Sympathieträger! Und dass auch der Flughafen Zürich für den Bau seines neuen Docks A auf Schweizer Holz setzt, ist ebenfalls ein starkes Zeichen. Doch bekanntlich ist eine Kette nur so stark wie ihr schwächstes Glied … So sind in den letzten Jahrzehnten die meisten Dorf-Sägereien verschwunden, und viele der verbleibenden kleinen und mittelgrossen Betriebe kämpfen ums Überleben. Die Porträts der Sägereien Ferrera im Avers und Tarcisi Maissen SA in Trun zeigen: Es geht um Arbeitsplätze und kulturelles Wissen und Können in unseren Tälern, aber auch um Kundennähe, Nachhaltigkeit und den Erhalt von Wertschöpfung in der Region. Und: Es gibt viel Potenzial, das von vielen von uns besser genutzt werden könnte. Wie das neue Holzfluss-Diagramm Graubünden 2024 deutlich macht, verlässt immer noch zu viel Stammholz unseren Kanton, während Bündner Holzbau- und Schreinereibetriebe nach wie vor grosse Mengen verarbeitetes Holz importieren. Um diese «verlorene» Wertschöpfung in Graubünden zu halten, sind gemäss Graubünden Holz mehr Sägewerke und dringend eine Zweitveredelung notwendig. Das neue Holzverarbeitungszentrum und Sägewerk Resurses in Tinizong ist da bestimmt ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung. Mit der Charta 2030 besiegelten die Akteure aus Bildung, Politik und Wirtschaft im 2024 nicht nur gemeinsame Ziele. Der symbolträchtige Schulterschluss der Branchenverbände darf auch als klares Bekenntnis für ein neues Miteinander in der Bünd-

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ner Wald- und Holzwirtschaft verstanden werden. Als flächendeckend systemrelevant für Leben und Arbeiten in Graubünden sollen Wald und Holz die verdiente Unterstützung erhalten. Diese Vision verdient eindeutig Umsetzung! Und es wird auch viel Schönes realisiert: Mut machende Beispiele leuchten in den Artikeln über das Timber-Finance-Pilotprojekt/Holzkettenprojekt eines Mehrfamilienhauses in Splügen sowie über andere architektonisch hochwertige Bauten aus regionalem Holz auf. Auch bei den zur Vermarktung zählenden Kettengliedern sind vielschichtige Abhängigkeiten mit im Spiel. Davon ist in den Berichten zu den Holzpreisen Graubünden sowie zu den verschiedenen Vermarktungsmodellen zu lesen. Trotz aller Bekenntnis zur Region: Wald und Holz bleiben auch den Launen von Natur und Weltgeschehen ausgesetzt. Susi Schildknecht, Redaktorin


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Veränderung in der regionalen ­Holzverwendung in Graubünden Das Holzfluss-Diagramm Graubünden 2024 zeigt, wie sich die Holzflüsse seit der letzten Erhebung im Jahr 2022 ­ verändert haben. Im Jahr 2024 wurden 372 000 m3 Holz im Kanton geerntet, dies ist exakt die gleiche Menge ­ wie im Jahr 2022. Erstmals wurden die Produktionsmengen von Pellets und Pflanzenkohle separat erfasst. ­Beide Produkte sind durch neue Anlagen der Sägerei Resurses SA und der Inkoh AG im Kanton entstanden und tragen zur Diversifizierung der Holzverwendung bei. Marcel Lerch

Markante Veränderungen im Vergleich zur Holzflussstudie 2022: Mit der Inbetriebnahme der Sägerei Resurses SA im Dezember 2023 hat sich die Verteilung der Säge­ reiproduktion deutlich verschoben. Mit einem Ein­ schnitt von über 30 000 m3 hat sich der Rundholz­ einschnitt in Graubünden gegenüber 2022 mehr als verdoppelt. Da im Kanton bislang eine Zweit­ veredelung, sprich ein Leimwerk, fehlt, musste ein Grossteil des Bündner Schnittholzes ausserkantonal oder sogar im Ausland abgesetzt werden. Während ein erheblicher Teil des Stammholzes den Kanton als Rohstoff verlässt, importieren Bündner Holzbau- und Schreinerbetriebe weiterhin grosse Mengen an verarbeitetem Holz. Dies verdeutlicht, dass zwischen Angebot und Nachfrage entlang der Wertschöpfungskette weiterhin grosses Optimie­ rungspotenzial besteht. Mit 168 000 m3 bleibt das Energieholz ein zentraler Absatzkanal. Das Energieholz besteht aus Frischund Restholz aus verschiedenen Quellen sowie zunehmend auch aus Verschnittverlusten von den Sägewerken. Forderungen und Ausblick Graubünden Holz fordert, die regionale Wertschöp­ fung zu stärken, indem mehr lokal geerntetes Holz auch lokal verarbeitet wird. Dazu braucht es noch weitere Sägewerke und dringend eine Zweitvere­

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Die Holzflüsse 2024 im Kanton Graubünden.


delung im Kanton. Wenn wir unseren einheimischen Rohstoff selbst nutzen und weiterverarbeiten, können wir zusätzliche Wertschöpfung von bis zu 60 Mio. Franken jährlich generieren. Durch das Unterlassen von unnötigen Transporten wird das Klima geschont. Die Studie zeigt zudem, dass ein erheblicher Teil des Holzes direkt energetisch genutzt wird. Aus ökologischer und ökonomischer Sicht wäre es wünschenswert, wenn künftig ein grösserer Anteil stofflich genutzt und erst am Ende seines Lebenszyklus

verbrannt würde. Dies ganz im Sinne einer möglichst langen Kaskadennutzung. Das neue Holzfluss-Diagramm Graubünden 2024 visualisiert sämtliche Waldholzmengen im Kanton Graubünden und steht ab sofort auf der Webseite von Graubünden Holz zum Download bereit.

Marcel Lerch ist Geschäftsführer von Graubünden Holz.

(Grafik: Graubünden Holz)

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Holzkettenprojekt Mehrfamilienhaus Rheinwald mit CO2-Speicher­ zertifikaten Mit dem Neubau des Mehrfamilienhauses an der Italienischen Strasse in Splügen setzt die Gemeinde Rheinwald ein kraftvolles Zeichen für eine klimawirksame, regionale und zukunftsfähige Bauweise. Das Projekt wurde als eines der schweizweit 15–20 Pilotprojekte von Timber Finance ausgewählt, um den Holzbau erstmals als CO2Speichertechnologie im Rahmen einer neuen, internationalen Klimamethodologie für biobasierte Baumaterialien zu zertifizieren. Damit gehört das Rheinwald-Projekt zu den Pionieren, die den Weg ebnen für eine LowCarbon-Bauwirtschaft und eine stärkere Wertschöpfungskette vom Wald bis zum Gebäude. Marcel Lerch

Ein Pilotprojekt für CO2-Speicherzertifikate im Schweizer Holzbau Timber Finance entwickelt seit 2022 – gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern – eine

Rundholzpolter.

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nach dem ICROA anerkannte Methodologie, welche die CO²-Speicherung im verbauten Holz erstmals messbar, zertifizierbar und handelbar macht. Damit können Bauherrschaften künftig Erlöse aus

(Bilder: Graubünden Holz)


Abbundarbeiten bei den Wandelementen.

dem Handel mit CO²-Speicherzertifikaten für Holzbauten erzielen. Holzbau erbringt dabei zwei zentrale Klimaleistungen: Zum einen ersetzt er emissionsintensive Materialien wie Stahl und Beton und reduziert so graue Emissionen bereits in der Bauphase. Zum anderen speichert das verbaute Holz biogenes CO² langfristig über die gesamte Lebensdauer der tragenden Gebäudestruktur. In diesem Zusammenhang sollen auch Waldwirtschaftsbetriebe für ihre Klimaleistung durch nachhaltige Bewirtschaftung – etwa durch Transformation, Durchforstung und Verjüngung – entschädigt werden. Damit wird die Wertschöpfungskette vom Wald bis zum Gebäude ganzheitlich in die Klimawirkung eingebunden.

Im Rahmen der Pilotphase werden in der DACH-Region mehrgeschossige Holz-, Gewerbe- und Industriebauten berücksichtigt, die sich noch in der Planungsphase oder vor Baubeginn befinden. Ziel der Pilotphase ist es, den Holzbau als skalierbaren Ansatz für die langfristige CO²-Speicherung zu etablieren. Dabei wird CO² erfasst, das Bäume während ihres Wachstums aus der Atmosphäre aufnehmen und das im verbauten Holz über die gesamte Lebensdauer der tragenden Gebäudestruktur gebunden bleibt. Regionale Holzverwendung als Klimabeitrag Herzstück des Splügner Projekts ist der umfassende, regionale Holzeinsatz: Insgesamt werden 433 m³ Holz verbaut, davon 260 m³ aus dem Revitalisierungsprojekt Äbi bei Medels/Nufenen. Das schafft

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Brettschichtstapel.

Wertschöpfung im Tal, stärkt die regionale Waldpflege und fördert die Schutzwaldfunktion nachhaltig. Gerade weil im Schweizer Wald jährlich rund 3 Mio. m³ Holz ungenutzt bleiben, zeigt das Projekt exemplarisch, wie Waldbewirtschaftung und Holzbau gemeinsam eine positive Klimawirkung entfalten können. Der Bau entsteht als hybrider Beton-Holzelement­ bau. Auf der Stahlbeton-Einstellhalle werden fünf Geschosse in vorfabrizierter Holzelementbauweise errichtet. Rund 300 Wandmodule aus beidseitig beplankten, gedämmten Holzständern sowie Holz-Beton-Verbunddecken kombinieren die Vorteile beider Materialien: hohe Tragfähigkeit, verlässlicher Brand- und Schallschutz sowie ein markant tieferer CO²-Fussabdruck gegenüber der konven­ tionellen Massivbauweise.

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Wohnraum für den Rheinwald – klima­ freundlich, funktional, bezahlbar Mit dem Neubau reagiert die Gemeinde auf die zunehmende Verknappung von Erstwohnungen. Viele Menschen sind bereits gezwungen, ausserhalb des Tals Wohnraum zu suchen – mit entsprechendem Verlust an lokaler Wertschöpfung. Das neue Gebäude schafft 18 moderne Erstwohnungen (2½ bis 4½ Zimmer) mit durchdachten Grundrissen, guter Ausstattung und komfortabler Infrastruktur. Der Bezug ist auf Sommer 2026 geplant. Mit einem Investitionsvolumen von 6,9 Mio. Franken stärkt die Gemeinde nicht nur die lokale Bau- und Holzbranche, sondern setzt auch ein starkes Zeichen für nachhaltige Entwicklung. Zahlreiche regionale Unternehmen – vom Forstamt über die Sägerei, Planung, Holzbau und Gebäudetechnik bis hin zu


Aufrichte.

Akteure.

weiteren Firmen im Hochbau – sind am Projekt beteiligt.

zu werden. Die Gemeinde Rheinwald zeigt: Klimaschutz beginnt im Wald – und wird im Gebäude sichtbar, messbar und marktwirksam.

Impuls für den Schweizer Holzbau Das Mehrfamilienhaus Rheinwald zeigt beispielhaft, welches Potenzial in grossen Holzbauten steckt: – Graue Emissionen vermeiden durch den Einsatz von Low-Carbon-Materialien – Regionale Wald- und Holzwirtschaft stärken – Innovative Wertschöpfungsketten schaffen – Bezahlbaren Wohnraum ermöglichen – Zusätzliche Erlöse aus CO²-Speicherzertifikaten generieren Damit dient das Projekt als Motivations- und Referenzbeispiel für weitere Bauherrschaften, ihre Neu­ bauten in Holz zu realisieren und Teil der wachsenden CO²-Speicherlösung im Schweizer Bauwesen

Marcel Lerch ist Geschäftsführer von Graubünden Holz.

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Charta 2030: Holz schafft Zukunft für Graubünden Wald und Holz in Graubünden – zentral für Leben und Arbeiten. Unter diesem Leitsatz verfolgt Graubünden Holz, die Dachorganisation der Bündner Wald- und Holzwirtschaft, eine klare Vision für die Zukunft. Mit der Charta 2030 wurde ein gemeinsames Zielbild entwickelt, getragen von Akteuren aus Bildung, Politik und Wirtschaft. Sie zeigt auf, welche Bedeutung Holz langfristig für die regionale Entwicklung haben kann und soll. Marcel Lerch

Den Anstoss zur Charta 2030 gab ein interdisziplinärer Workshop im Herbst 2024, initiiert vom AWN Graubünden in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle von Graubünden Holz. Der Workshop vereinte Vertreterinnen und Vertreter der Branche an einem Tisch – begleitet von einer professionellen Unternehmensberatung. Daraus entstand nicht nur ein gemeinsames Zielbild, sondern auch ein symbolträchtiger Schulterschluss der Branchenverbände, der seither als sichtbares Zeichen des neuen

Miteinanders in der Bündner Wald- und Holzwirtschaft gilt. Auf Basis der Vision und Mission von Graubünden Holz wurden in Zusammenarbeit mit der kantonalen Wald- und Holzwirtschaft – angelehnt an das Regierungsprogramm Graubünden 2025–2028 – vier strategische Handlungsfelder definiert. Die Vision 2030 basiert auf den vier strategischen Handlungsfeldern, welche Graubünden Holz gemeinsam mit verschiedenen Partnerorganisationen

Die vier strategischen Handlungsfelder für die Wald- und Holzbranche Graubündens.

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(Abbildungen: Graubünden Holz)


Vision 2030: Die Relevanz von Wald und Holz zeigt sich in vier Bereichen.

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und unter Einbezug von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft konsequent verfolgt. Die Erkenntnisse und Ziele wurden in sechs zentralen Aussagen zusammengefasst, der sogenannten Charta 2030. 1. Die Holz-Branche ist flächendeckend systemrelevant für Graubünden: Sie versteht sich als Bewahrer der Waldflächen und Entwickler der Holzindustrie, als kantonsweiter Arbeitgeber, als Stütze der touristischen und wirtschaftlichen Entwicklung sowie prägend für den Lebensraum Graubünden. 2. Die Holz-Branche hat eine starke Zukunft und kann sich zum Timber-Tech-Standort entwickeln, was eine relevante Wertschöpfung und Standortvorteile für den Kanton bringt. 3. Die kantonale Regierung und die kantonalen Organe müssen zeitnah involviert und Teil des Umdenkens und Neudenkens werden, um Prioritäten für einen Timber-Tech-Standort Graubünden setzen zu können. 4. Die Wald- und Holzindustrie GR ist eine Zukunfts-Industrie, deren Neudefinition zukünftigen Generationen zeitgerechte Arbeitsplätze und Arbeitsfelder im Kanton bieten kann. 5. Die Wissenslücke zum Thema Holz, in der öffentlichen Wahrnehmung, gilt es in Graubünden zu schliessen. 6. Der Schulterschluss der Branche ist die Voraussetzung, um gemeinsame, kantonale Visionen und Strategien umzusetzen. Neben starkem privatem Unternehmertum braucht es kantonale, branchenübergreifende Projekt-Initiativen. Diese Aussagen bilden den Kern der Charta 2030 – sie fordern dazu auf, Holz als strategischen Werkstoff, Wirtschaftsfaktor und Teil der regionalen Identität zu verstehen. Die Charta 2030 lädt dazu ein, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen – sei es durch Projekte, Vernetzung, politische Unterstützung oder gelebte Begeisterung für Holz. Holz aus Graubünden hat Zukunft. Gestalten wir sie gemeinsam!

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Überschaubar, flexibel und nachhaltig Die Tarcisi Maissen SA ist ein traditionsreiches Familienunternehmen mit Sitz in Trun. Seit 1946 verarbeitet ­ die Firma regionales Holz vorwiegend aus den umliegenden Wäldern der Surselva und vereint heute mehrere Abteilungen unter einem Dach. Der Grundgedanke ist bis heute derselbe: lokale Ressourcen nutzen und regionale Wertschöpfung sichern. Iso Maissen

Als Tarcisi Maissen 1946 in Trun seine «resgia e scrinaria», Sägerei und Schreinerei, gründete, war seine Überzeugung klar: Der wahre Wert des Holzes entfaltet sich dann, wenn es seinen Ursprung nicht verleugnet. Diese Haltung prägt unser Unternehmen bis heute. Bündner Holz aus den umliegenden Wäldern in der eigenen Sägerei zu verarbeiten, ist für uns auch nach 80 Jahren die einzig ehrliche Form der Wertschöpfung, überschaubar, flexibel und konsequent nachhaltig.

Wenn Sägereien verschwinden: Der schleichende Verlust regionaler Wertschöpfung Vor 30 bis 40 Jahren prägte in fast jedem Bündner Dorf eine Vielzahl kleiner Betriebe das Dorfleben: der Beck, die Metzgerei, die Bankfiliale, die Poststelle, zwei bis drei Restaurants. Sie sorgten für eine lebendige, regionale Wertschöpfung und kurze Wege. Heute kämpfen viele Dörfer darum, wenigstens noch einen kleinen Lebensmittelladen zu erhalten. Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass

Zuschnitt eines Baumstammes in der Sägerei der Tarcisi Maissen SA.

(Bild: Johannes Fredheim)

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Areal der Tarcisi Maissen SA mit den Photovoltaik-Dächern auf den Produktionshallen.

regionale Wertschöpfung zunehmend an Bedeu­ tung verliert. Eine ähnliche Tendenz lässt sich auch in der Bündner Holzindustrie beobachten. Obwohl die Surselva von grossen Waldflächen umgeben ist, wird ein erheblicher Teil des Holzes sowie be­ reits vorgefertigte Holzbauelemente aus dem Aus­ land importiert und in der Region aufgerichtet. Oft wird sogar in der Schweiz gefälltes Holz ins Ausland transportiert, dort gesägt und wieder in die Schweiz gebracht, um hier als Schweizer Holz verkauft zu werden. Die Wertschöpfung findet grösstenteils im Ausland statt. Für viele Bauherrschaften ist die tatsächliche Herkunft der eingesetzten Ressourcen kaum nachvollziehbar. Angesichts der umliegenden Wälder wird oft angenommen, dass das verbaute Holz aus der näheren Umgebung stammt. Diese An­ nahme entspricht jedoch leider nicht der Realität. Flexibel, individuell und nah am Kunden Für uns ist die Sägerei mehr als eine Produktions­ stätte, sie ist das Herzstück unserer regionalen

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(Bild: Iso Maissen)

Wertschöpfungskette und der Ausgangspunkt für alles, was folgt. Als kleine bis mittelgrosse Sägerei bewegen wir uns in einer überschaubaren Grösse. Wir sind gross genug, um jährlich zwischen 3000 und 4000 m³ Rundholz einzuschneiden, vorwie­ gend Fichte aus Sursilvaner Wäldern. Gleichzeitig sind wir klein genug, um flexibel auf individuelle Kundenwünsche einzugehen. Das Holz wird nach klaren Qualitätskriterien sortiert und zu Schnitt­ holz, Balken, Brettern usw. verarbeitet, auch in Sondermassen und für spezielle Anforderungen. Während grosse Sägewerke auf Massenproduktion und Standardmasse ausgerichtet sind, können wir individuelle Lösungen anbieten. Unsere Produkte bilden die Grundlage für die Weiterverarbeitung in der Zimmerei und der Schreinerei. Jeder Baum, der bei uns verarbeitet wird, trägt zur lokalen Wirt­ schaft bei und sichert Arbeitsplätze in der Region. Die Sägerei ist damit nicht nur ein Produktions­ betrieb, sondern ein Bekenntnis zur Region und zur Überzeugung, dass echte Wertschöpfung dort


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Maissen-Haus mit Holzstrick und Natursteindach.

(Bild: Daniel Thuli)

stattfindet, wo die Ressource wächst. Was 1946 als Sägerei, Schreinerei und Zimmerei begann, hat sich über Jahrzehnte zu einem Betrieb mit mehreren Abteilungen entwickelt. Diese Integration ermöglicht es uns, fast die gesamte Wertschöpfungskette in der Region zu halten und für Kunden transparent zu gestalten. Nachhaltigkeit als Chance für die Bündner Holzwirtschaft Nachhaltigkeit ist für uns keine Marketingstrategie, sondern gelebte Praxis. Sie zeigt sich in der Nutzung von Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Bündner Wäldern und in der Energieeffizienz unserer Produktion. Unsere Fotovoltaikanlage erzeugt nahezu das Doppelte unseres Strombedarfs.

Restholz wird in unseren Holzschnitzelheizungen in Wärme- und Stromenergie umgewandelt. So schliessen wir den Kreislauf von der Ressource bis zur Energieversorgung. Die Holzindustrie Graubündens hat das Potenzial, eine Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit und regionaler Wertschöpfung einzunehmen. Doch dafür braucht es ein Umdenken bereits in der Planungsphase sowie bei Betrieben, bei Kunden und bei politischen Entscheidungsträgern. Nur so lässt sich verhindern, dass Sägereien das gleiche Schicksal erleiden wie einst die Dorfbäckereien. Iso Maissen, Dipl. Wirtschaftsfachmann und Mitglied der Geschäftsleitung der Tarcisi Maissen SA.

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Sägerei Ferrera – eine Traditions­ sägerei mit Zukunft Die Gemeinde Innerferrera betreibt schon seit dem Jahre 1946 eine Sägerei. Diese wurde einige Jahre nach der Fusion der beiden Gemeinden Ausser- und Innerferrera revidiert. Im 2013 wurden rund 440 000 Franken in die Revision und Modernisierung der in die Jahre gekommenen Säge investiert. Diese Investition sollte sowohl Arbeitsplätze sichern als auch die Rentabilität verbessern. Doch wie steht es heute um die kleine Gemeindesägerei? Enrico Netzer

Eckdaten In Innerferrera, auf Romanisch auch Calantgil genannt, steht die Gemeindesägerei Ferrera. Der Säger Daniel Dürst begann seine Karriere auf der alten Sägerei im Jahre 2011 und arbeitet seit der Revision Vollzeit auf der modernisierten Sägerei. Dürst arbeitet heute im 80%-Pensum, dieses ist jedoch so aufgeteilt, dass er jeweils von März bis Ende November Vollzeit arbeitet und in den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar in den Winterschlaf geht. Mehr dazu später. Während der letzten zehn Jahre hat die Sägerei Ferrera im Durchschnitt rund 400 m³ Rundholz jährlich eingesägt. Eingeschnitten wird vor allem Nadelholz, wobei die Lärche mit 56% die am meisten eingesägte Baumart der Sägerei Ferrera ist. Am zweithäufigsten wird die Fichte mit einem Anteil von 38% eingesägt. Die dritthäufigst eingesägte Baumart ist die Arve mit einem Anteil von 6%. Das Fichtenrundholz für die Sägerei wird vollumfänglich aus den Waldungen der Gemeinde Ferrera bezogen. Das Arvenrundholz bezieht die Sägerei Ferrera meistens von der Nachbargemeinde Avers, wobei manchmal auch einige Arvenstämme aus den Wäldern der Gemeinde Ferrera stammen. Der Grossteil des Lärchenrundholzes muss angekauft werden, da die jährliche Menge an geerntetem Lärchennutzholz der Gemeinde Ferrera nur knapp ein Fünftel der benötigten Menge der Sägerei ausmacht. Aus diesem

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Grund werden Lärchen aus dem ganzen Kanton Graubünden gekauft. Produkte Die Sägerei Ferrera sägt auf Kundenbestellung ein. Den Wünschen der Kunden sind dabei beinahe keine Grenzen gesetzt. Die Sägerei kann Stämme mit einem Durchmesser von bis zu 90 cm und einer Länge von bis zu 12 m verarbeiten. Von Klotzbrettern über Balken bis hin zu Parallelbrettern kann auf Wunsch alles eingesägt werden. Von Vorteil ist dabei immer, wenn das geplante Projekt und die dafür benötigten Schnittwaren vorgängig mit dem Säger Dürst besprochen werden. Die Sägerei Ferrera sägt auch im Lohnschnitt ein. Dabei können uns die Kunden ihr Rundholz bringen, und wir sägen dieses gemäss Kundenwunsch ein. Aufgrund der engen Platzverhältnisse verfügt die Sägerei Ferrera lediglich über ein kleines Lager. Aus diesem Grund ist es von Vorteil, wenn man bei der Sägerei Ferrera schon frühzeitig seine Bestellung aufgibt oder man Zeit hat, teilweise bis zu mehreren Wochen auf seine Produkte zu warten. Es heisst ja nicht umsonst: Gut Ding will Weile haben. Gibt Dürst jedoch einen Endtermin bekannt, so wird dieser auch eingehalten und man kann ein exakt eingesägtes, perfekt gestapeltes Paket mit einheimischen und feinjährigen Schnittwaren entgegennehmen.


Die Gemeindesägerei Ferrera.

Schwierigkeiten Die Sägerei Ferrera kämpft trotz der Modernisie­ rung jährlich mit roten Zahlen. Diese Defizite wer­ den von der Bevölkerung akzeptiert, da man stolz auf die eigene Sägerei ist und diese auch behalten möchte. Die Modernisierung im Jahre 2013 sollte jedoch eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit mit sich bringen. Woran liegt es dann, dass die Sägerei Ferrera aus wirtschaftlicher Sicht immer ein Messer am Hals hat? Der grösste Kostenfaktor sind die kleinen Platzver­ hältnisse. Diese beginnen beim Rundholzlager. Die vier kleinen Holzrollen neben der Sägerei können lediglich nach Holzart und bei der Lärche noch in die Längen 4 m und 5 m unterteilt werden. Werden nun für einen Auftrag gewisse Dimensionen benötigt, so müssen teilweise ganze Rollen umgekehrt werden

(Bild: Mathias Kunfermann)

oder man muss das Holz sogar von den zwei grös­ seren Holzpoltern ausserhalb des Dorfes zuführen lassen. Im Inneren der Sägerei sieht es mit dem Platz nicht besser aus. So muss ein Grossteil der Schnitt­ waren mehrmals in die Hand genommen werden, bis diese zum fertigen Produkt auf das richtige Pa­ ket gestapelt werden können. Dementsprechend ist auch das Schnittwarenlager aus Platzgründen auf ein Minimum beschränkt. Dieses minimale La­ ger hat zur Folge, dass Kunden, welche kurzfristig auf die passenden Schnittwaren angewiesen sind, nicht bedient werden können. Fragen Kunden dann mehrfach nach Schnittwaren an und können nicht beliefert werden, so besteht die Gefahr, dass sie in Zukunft ihre Produkte direkt woanders beziehen. Ebenfalls einen grossen Einfluss auf die Wirtschaft­ lichkeit der Sägerei hat die Auftragsgrösse. Viele

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Das Innere der Sägerei Ferrera. In der Mitte sieht man den Sägewagen mit der Blockbandsäge und links den Besäumer.

kleine Aufträge mit verschiedenen Massen ergeben aufgrund der kleinen Platzverhältnisse höhere Produktionskosten. Hat die Sägerei jedoch grössere Aufträge, ab 2 m³ Schnittwaren mit einheitlichen Massen, so kann der Säger auch mit wenig Platz preiswert einsägen. Eine weitere Schwierigkeit ist der Einschnitt im Winter. Die Sägerei Ferrera liegt auf der Schattenseite des Tales. Die Sonne verabschiedet sich Anfang Dezember von der Sägerei und kommt erst Ende Februar wieder. Somit friert das Holz, die Gleise des Sägewagens und alles Weitere rund um die Sägerei ein. Liegt dann am Morgen noch Schnee, so geht viel Zeit verloren, bis die Sägerei wieder einsatzfähig ist. Einen weiteren grossen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit haben die Schnittholzpreise der Sägerei Fer-

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(Bild: Enrico Netzer)

rera. Um auf dem Schnittwarenmarkt gute Absätze zu generieren und auch das einheimische Gewerbe beliefern zu können, wurden Schnittwaren in den vergangenen Jahren zu günstigen Preisen abgesetzt. Auch dies trug unter anderem dazu bei, dass die Sägerei Ferrera vermehrt in den roten Zahlen war. Wie weiter? Im ganzen Kanton Graubünden gehen vermehrt wieder einzelne Gemeindesägereien zu, da diese nicht mehr rentabel sind. Die Sägerei Ferrera ist jedoch ein wichtiger Teil der Geschichte des Dorfes sowie der Region. Sie gehört zum Tal und soll auch in Zukunft weiterhin Holz einsägen. Nichtsdestotrotz müssen angesichts der finanziellen Herausforderungen der Gemeinde auch die Finanzen im Auge


Arventäfer der Sägerei Ferrera, welches in einem Neubau verbaut wurde.

behalten werden. Faktoren, wie in unserem Beispiel der Platzmangel, aber auch die Auftragsgrösse, können von der Sägerei Ferrera nur bedingt beeinflusst werden. Einzig bei den Kleinmengen hat die Sägerei Ferrera einen Kleinmengenaufschlag angesetzt, welcher das Defizit ein wenig minimiert. Des Weiteren wurde das Arbeitspensum des Sägers angepasst. Dieser arbeitet jetzt im 80%-Pensum. Das Arbeitspensum des Sägers verhält sich wie die Sonne. Sobald diese im Februar zum Vorschein kommt, arbeitet der Säger 100%, und er verlässt die Sägerei Anfang Dezember wieder mit der Sonne und geniesst eine Winterruhe. Somit kann aufwendiges Arbeiten im Winter vermieden werden, was sich positiv auf die Finanzen auswirkt. Ebenfalls wurden die Schnittholzpreise in den vergangenen

(Bild: Enrico Netzer)

Jahren angepasst. Aufgrund dieser Erhöhung wurden jedoch oft die günstigeren Produkte der gros­ sen Schnittholzlieferanten unseren einheimischen Produkten vorgezogen. Nachhaltigkeit und Regio­ nalität hört bei so manchem beim Portemonnaie auf. Nichtsdestotrotz erfreut sich die Sägerei Ferrera einer kontinuierlichen Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Produkten, und es würde uns freuen, wenn wir in Zukunft auch für Sie einen Auftrag umsetzen dürften.

Enrico Netzer, Revierförster Ferrera/Avers. Gelernter Forstwart, schloss in Zollikofen den BSc Waldwissenschaften ab und leitet seit November 2019 die Sägerei Ferrera.

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Resurses SA – lokale Wertschöpfung aus Bündner Holz Wenn ich heute durch unsere Sägerei in Tinizong gehe, dann höre ich nicht nur das Singen der Sägen und das rhythmische Arbeiten der Anlage. Ich sehe vor allem, wie aus einer Vision Realität geworden ist. Die Resurses SA steht heute für moderne Holzverarbeitung im Herzen von Graubünden. Regional, effizient und konsequent auf die Zukunft ausgerichtet. Gian Andri Capeder

Personal – Herz und Rückgrat des Betriebs Ein Betrieb ist immer nur so gut wie die Menschen, die ihn täglich tragen und mithelfen, ihn weiterzuentwickeln. Inzwischen arbeiten bei uns rund 26 Mitarbeitende, inklusive Verwaltung und Verkauf. Um die hohe Auslastung sauber und nachhaltig bewältigen zu können, haben wir unsere Arbeitszeiten auf 6.00–12.00 Uhr und 13.00–19.00 Uhr angepasst. Diese verlängerte Schicht erlaubt uns, die Einschnittmenge auf einem hohen und stabilen Niveau zu halten.

Einschnitt 2025 in Zahlen Das Jahr 2025 war produktionstechnisch ein Meilenstein. Erstmals haben wir mit einem Einschnitt von 51 240 m³ die von Anfang an angepeilten 50 000 m³ durchbrochen. In anderen Worten heisst das, 1900 LKWs oder 80 570 Stämme Rundholz wurden angeliefert oder 800 LKWs beladen mit Schnittholz wieder abgeführt.

Hochmoderne Nachschnittkreissäge. (Bilder: Dani Ammann

Im Durchschnitt wird alle 108 Sekunden ein Block fertig

eingeschnitten.

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Photography, Dolores Rupa und Resurses SA)

Energiezentrale – volle Leistung Holz endet bei uns nicht beim Schnittholz. Unsere Energiezentrale läuft seit Mitte Jahr auf voller Leis-


Erste Pellets-Produktion in Graubünden.

Aus 51 240 m3 Rundholz entstehen 33 818 m3 Schnittwaren (66%). Jetzt braucht es dringend ein Leimwerk, damit

tung. Im Jahr 2025 produzieren wir 8000 Tonnen Pellets – aus Sägemehl und Holzschnitzeln, die sonst ungenutzt bleiben würden. Damit schliessen wir den Kreislauf und liefern erneuerbare Energie aus regionalem Holz. Pflanzenkohle – Wert aus dem Rest Ein weiteres starkes Standbein ist die Pflanzenkohle. 2025 produzierten wir 270 Tonnen davon. Ob in der Landwirtschaft, im Bodenaufbau oder in der Industrie, Pflanzenkohle ist ein Produkt mit Zukunft. Und sie zeigt einmal mehr: Wer Holz ganzheitlich denkt, schöpft Wert auf allen Ebenen. Rundholz – regional verwurzelt Unser Rohstoff kommt dorthin zurück, wo er hingehört: 90% aus dem Bündnerland, 10% aus dem St. Galler Oberland. Kurze Transportwege, faire Rundholzpreise, vertrauensvolle Partnerschaften mit Waldbesitzern, Förstern, Forstunternehmungen und Forstbetrieben bilden die Grundlage für eine kontinuierliche und langfristige Versorgung mit Rundholz. Ziel 2026 – der nächste Schritt Für 2026 haben wir ein klares Ziel vor Augen: 60 000 m³ Einschnitt. Dieses Wachstum ist notwen-

hochwertige Produkte hergestellt werden können.

dig, um unsere Anlage optimal auszulasten und den steigenden Bedarf an Schweizer Holz zu decken. Der entscheidende nächste Schritt: Zweit­veredelung Mit der Realisation von Resurses ist der erste Schritt in Richtung Zweitveredelung gemacht. Wollen wir unsere Ressource Holz noch besser in Wert setzen, braucht es zwingend die Zweitveredelung als nächsten Schritt. Konkret heisst das: der Bau eines Leimwerks. Nur mit einem Leimwerk können wir unser Schnittholz weiterveredeln und somit höhere Wertschöpfung im Kanton generieren, Marktschwankungen abfedern und langfristig stabile Arbeitsplätze sichern. Holz muss nicht nur gesägt, sondern intelligent weiterverarbeitet werden. Das ist die Voraussetzung für eine wirtschaftlich gesunde Zukunft der Bündner Holzkette. Die Resurses SA ist bereit für diesen Schritt. Jetzt gilt es, ihn gemeinsam zu gehen.

Gian Andri Capeder ist Geschäftsführer der Resurses SA.

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Holz aus der Region für die Wärme von morgen Die Gemeinde Flims setzt bei ihrer Wärmeversorgung auf regionale Holzenergie und verbindet damit Klimaschutz, lokale Wirtschaft und nachhaltige Wald­bewirtschaftung. Durch den Ausbau des Fernwärmeverbunds wird heimisches Holz effizient genutzt, fossile Brennstoffe werden ersetzt und die regionale Wertschöpfung gestärkt. So entsteht ein zukunftsorientiertes Modell für eine klimafreundliche Wärmeversorgung. Louis Kuenz, Marco Illien

In Flims spielt Holz als erneuerbarer Energieträger eine zentrale Rolle. Der Ausbau des Fernwärmeverbunds ermöglicht es, öffentliche Gebäude, Wohnhäuser und Schulen mit klimafreundlicher Wärme zu versorgen. Dabei zeigt sich, wie eng regionale Waldbewirtschaftung, lokale Energieproduktion und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen miteinander verbunden sind. Holz aus heimischen Wäldern ist Energieträger, Wirtschaftsfaktor und Beitrag zum Klimaschutz zugleich. Nachhaltigkeit fördern Die Basis bildet eine sorgfältig geplante Waldbewirtschaftung. Rund 30 Prozent des benötigten Holzes stammen direkt aus den Wäldern von Flims und Trin, der Rest aus umliegenden Gemeinden. Kurze Transportwege reduzieren den Energieaufwand und verbessern die Klimabilanz. Entscheidend ist, dass nur so viel Holz genutzt wird, wie natürlich nachwächst. Die Erntemengen werden ökologisch abgestimmt, damit Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit und Wasserspeicherung erhalten bleiben. Ein ausgewogener Mischwald aus alten und jungen, licht- und schattentoleranten Baumarten sorgt für Stabilität, Lebensraum und eine verlässliche Holzversorgung. So bleibt der Wald wirtschaftlich nutzbar und zugleich ein wichtiger Lebens- und Erholungsraum.

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Wärme effizient gewinnen Für die Erbauerin und Betreiberin Flims Electric steht ökologische Verantwortung im Mittelpunkt. Ziel ist es, fossile Heizungen schrittweise zu ersetzen und die Gemeinde beim Reduzieren ihres CO²-Abdrucks zu unterstützen. Holzenergie ist dabei ein zentrales Element: regional verfügbar, CO²-neutral und ressourcenschonend. Die kurzen Transportdistanzen und der Einsatz lokaler Ressourcen stärken die Kreislaufwirtschaft. Technisch setzt der Wärmeverbund auf hohe Effi­ zienz. Da der Brennstoff relativ feucht ist, wird durch aktive Abgaskondensation mittels einer Absorptionswärmepumpe auch die im Wasserdampf enthaltene Wärme genutzt. Dies steigert den Wirkungsgrad um bis zu 30 Prozent. Eine moderne Steuerung passt die Verbrennungsluft laufend an die Brennstoffqualität an. Elektrische Rauchgasfilter stellen sicher, dass die Emissionsgrenzwerte eingehalten werden. So entsteht eine zuverlässige, saubere und wirtschaftliche Wärmeversorgung. Regionale Vorteile stärken Der Erfolg beruht auf enger Zusammenarbeit zwischen Flims Electric, Flims Trin Forst und den umliegenden Gemeinden. Der Forstbetrieb sorgt für die nachhaltige Bereitstellung des Holzes und plant den Einschlag nach ökologischen Kriterien, während


Michael Zolliker (links), Leiter Energie Flims Electric/Projektleiter Wärmezentrale Pulté, und Louis Kuenz, Betriebsleiter Flims Trin Forst/Revierförster Flims.

Flims Electric die Lieferung effizient in den Betrieb integriert. Die Gemeinden unterstützen mit Infra­ struktur und langfristiger Planung. Dieses Zusam­ menspiel zeigt, dass nachhaltige Energieversorgung regional gelingen kann. Der Wärmeverbund stärkt zugleich die lokale Wirt­ schaft: Forstbetriebe, Sägereien, Transportunter­ nehmen und Handwerksbetriebe profitieren von stabilen Aufträgen. Die Wertschöpfung bleibt in der Region, und die Abhängigkeit von fossilen Energie­ importen sinkt. Damit wächst die wirtschaftliche Resilienz und Investitionen in erneuerbare Energie kommen direkt der Bevölkerung zugute. Ökologische Aspekte stehen im Zentrum. Durch ge­ zielte Waldbewirtschaftung werden Lebensräume erhalten und der CO²-Ausstoss deutlich reduziert.

(Bild: Dani Ammann Photography)

Neue Pflanzungen, die Pflege von Jungbeständen und der Aufbau stabiler Mischwälder sichern den Wald langfristig als Energiequelle und Lebensraum. Der Wärmeverbund Flims ist weit mehr als ein tech­ nisches Projekt: Er verbindet nachhaltige Waldbe­ wirtschaftung, erneuerbare Energieproduktion, re­ gionale Wertschöpfung und Klimaschutz zu einem Modell mit Vorbildcharakter. Holz aus heimischen Wäldern ersetzt fossile Brennstoffe, reduziert Emis­ sionen und zeigt, wie ökologische Verantwortung, Innovation und regionale Zusammenarbeit erfolg­ reich ineinandergreifen.

Louis Kuenz ist Betriebsleiter von Flims Trin Forst. Marco Illien ist als CEO für Flims Electric tätig.

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Gemeinsam für eine starke Bündner Holzkette – Perspektiven aus Verband und Verwaltung Die Nachfrage nach regionalem Holz steigt stetig, während die Schweizer Holzindustrie gleichzeitig mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert ist. Im vorliegenden Interview erörtern Nationalrätin und SELVA-Präsidentin Anna Giacometti sowie Urban Maissen, Kantonsförster und Amtsleiter des Amts für Wald und Naturgefahren Graubünden, die gegenwärtigen Heraus­ forderungen und Chancen entlang der Holzkette im Kanton Graubünden. Dabei stehen verlässliche Rahmen­ bedingungen, langfristige Kooperationen sowie die Stärkung der regionalen Wertschöpfung im Mittelpunkt. Darüber hinaus erläutern sie, welche Anreize und strategischen Massnahmen erforderlich sind, um die nachhaltige Nutzung des Holzes zu gewährleisten und den Wald als Schutz-, Lebens- und Wirtschaftsraum zukunftsfähig zu gestalten. Interview: Redaktion Bündner Wald

Die Nachfrage nach regionalem Holz steigt, gleichzeitig steht die Schweizer Holzindustrie unter Druck. Wie können Amt für Wald und Naturgefahren und Waldeigentümer gemeinsam dafür sorgen, dass langfristige Lieferverträge entstehen, von denen sowohl Betriebe als auch Waldbesitzer nachhaltig profitieren? Anna Giacometti: Durch verlässliche Rahmen­ bedingungen und faire, transparente Preis­ strukturen schaffen wir Vertrauen und Pla­ nungssicherheit für beide Seiten. Der Kanton kann dies unterstützen, indem er Kooperatio­ nen stärkt und regionale Holzflüsse strategisch fördert.

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Urban Maissen: Es ist Aufgabe der Waldeigen­ tümerinnen und Waldeigentümer, dafür zu sor­ gen, dass die Holzkette mit Bündner Holz ver­ sorgt wird. Über das Sammelprojekt «Waldbau» unterstützt das Amt für Wald und Naturgefah­ ren die Waldeigentümer bei jenen Waldpfle­ ge-Leistungen finanziell, die der Allgemeinheit zugutekommen, also auch die Holzprodukti­ on. Seit Jahrzehnten wird damit sichergestellt, dass die Waldeigentümer den Wald auch unter schwierigen Voraussetzungen pflegen können. Wie können die Bündner Holzkette und die Politik besser zusammenarbeiten, um ein gemeinsames Zielbild zu entwickeln? Giacometti: Wir brauchen ein gemeinsames Zielbild, das die Interessen von Waldeigentü­ mern, Industrie und Gesellschaft vereint. Eine frühzeitige politische Einbindung ermöglicht stabile, langfristige Lösungen entlang der ge­ samten Holzkette. Maissen: Es braucht dafür Plattformen für den Austausch und die Entwicklung von echten Strategien und Projekten. So wurde im Herbst 2024 in der Tegia da Vaut in Ems an einem ge­ meinsamen Workshop ein Schulterschluss unter den «Hölzigen» und den «Waldigen» beschlos­ sen. Daraus muss die Branche nun Profit schla­ gen und Projekte entwickeln. Initialprojekte ha­ ben Orientierungscharakter und Sogwirkung. Wichtig ist dabei, dass alle ihre Rolle kennen und diese wahrnehmen. Viele Waldeigentümer leisten einen wichti­gen Beitrag zur Pflege und Stabilität unserer Wälder. Welche konkreten Anreizmechanismen – sei es finanziell, organi­ satorisch oder politisch – braucht es, damit Waldeigentümer weiterhin aktiv in die Holzbewirtschaftung investieren und auch benötigtes Holz schlagen?


Anna Giacometti.

Urban Maissen.

Giacometti: Finanzielle Unterstützung für Erschliessung und Bewirtschaftung sowie klare politische Signale zugunsten der Holzverwendung sind zentral. Ebenso wichtig sind effiziente Betriebsstrukturen und professionelle Zusammenarbeit in Forstgemeinschaften. Maissen: Das Anreizsystem muss aus der eigentlichen Aufgabe erkennbar sein: Der Wald wird gepflegt und damit wird sichergestellt, dass dieser der Bündner Bevölkerung und Gästen Schutz bietet. Auch wird dafür gesorgt, dass der Wald wertvolle Biodiversität erhält, für Erholungssuchende da ist und sowieso Holz produziert wird. Holz ist in Graubünden weitgehend Koppelprodukt der Sicherstellung der Waldfunktionen.

derzeit ein grosser Teil des Rundholzes unseren Kanton verlässt oder sogar ins Ausland exportiert und weiterverarbeitet wird? Giacometti: Häufig fehlen regionale Verarbeitungskapazitäten oder konkurrenzfähige Preise, was Betriebe zum Export veranlasst. Zudem erschweren hohe Kostenstrukturen und Transportwege die lokale Wertschöpfung. Maissen: Die Holzkette ist nicht geschlossen. Es fehlen genügend Erst- und Zweitverarbeitungsbetriebe im Kanton. Somit wird das Holz im Ausland eingesägt und veredelt.

Die Wertschöpfungskette Holz ist eng mit der regionalen Wirtschaft verbunden. Welches sind die Hauptgründe dafür, dass

(Bilder: zVg)

Welche Glieder in der Wertschöpfungskette fehlen in Graubünden aktuell am dringendsten, um mehr Rohholz lokal zu veredeln? Giacometti: Es braucht zusätzliche Weiterverarbeitungsschritte wie leistungsfähige Verede­ lungs- und Trocknungskapazitäten. Nur so kön­

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nen wir mehr Holz im Kanton in marktfähige Produkte umwandeln. Maissen: Es braucht seitens Waldeigentümer ein klares Bekenntnis, Holz in die Bündner Holzkette einbringen zu wollen als auch konkrete Projekte vom Einsägen bis zur Weiterverarbeitung. Wie gross ist aus Ihrer Sicht das Potenzial, durch stärkere Kooperation zwischen Holz­industrie, Gemeinden, privaten Waldeigentümern und dem Kanton mehr Wertschöpfung in Graubünden zu generieren? Giacometti: Das Potenzial ist sehr hoch, wenn Gemeinden, Waldeigentümer und Industrie koordinierter handeln und ihre Nutzungsmengen abstimmen. Gemeinsame Strategien erhöhen die Versorgungssicherheit und stärken die regionale Wirtschaft. Maissen: Das Potenzial ist sehr gross, denn mit dem Initialwerk Resurses wird aufgezeigt, was im Kanton Graubünden alles möglich ist. Holz hat ein gutes Image, Holz ist einheimisch und regional, Holz ist klimavorteilhaft, und die Produktion und Verarbeitung schaffen Arbeit. Das Potenzial soll ausgeschöpft werden. Dazu braucht es Mut, zusammen Entscheide zu fällen und nicht darauf zu warten, bis der «andere» den ersten Schritt macht. Wo liegen die grössten Marktverzerrungen insbesondere in Bezug auf Importdruck, den Schweizer Franken, Transportkosten und Subventionen anderer Länder? Giacometti: Ausländische Subventionen bei der Sägeindustrie und tiefere Produktionskosten setzen unsere Industrie stark unter Druck. Gleichzeitig verteuern Transportwege und die Frankenstärke unsere Wertschöpfung. Maissen: Es herrschen heutzutage sicher internationale Verhältnisse. Insofern muss damit umgegangen werden können, dass im Ausland günstiger produziert werden kann. Die Trans-

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portkosten sind sehr tief und ermöglichen einen weiten Wirtschaftskreis. Der Bündner Vorteil liegt in der Eigenproduktion und Eigenverarbeitung, in der Kreislaufwirtschaft und grundsätzlich im eigenen wertvollen Produkt Holz. Wie können Waldeigentümer und Verarbeiter gemeinsam eine bessere Marktposition erreichen? Giacometti: Durch langfristige Partnerschaften, abgestimmte Liefermengen und eine klare Qualitätsstrategie können wir unsere Marktposition stärken. Gemeinsames Auftreten erhöht die Verhandlungskraft gegenüber Handel und Importdruck. Maissen: Das Sich-Eingliedern in der Bündner Holzkette ist eine grosse Chance. Lieferungen an künftige Verarbeitungsbetriebe in Aussicht stellen zu können, bietet Möglichkeiten für gute Marktbedingungen. Moderne Verträge ermöglichen auch Bonussysteme, welche sich direkt auf den Verkaufspreis auswirken. Ein solches System ist in Resurses in Kraft. Entscheidend ist, dass sich alle Akteure entlang der Bündner Holzkette als ein Glied verstehen – nur so kann es funktionieren. Wenn Sie eine Massnahme sofort umsetzen könnten, welche wäre am wirkungsvollsten, um die Wertschöpfung im Kanton zu behalten? Giacometti: Eine gezielte Stärkung der regionalen Weiterverarbeitung – kombiniert mit langfristigen Lieferabkommen – hätte die grösste Wirkung. Damit bleibt mehr Einkommen in den Bündner Tälern, und die Versorgung wird stabiler. Maissen: Den Waldeigentümern empfehle ich, sich mit den Holzlieferungen zu beschäftigen. Möglichen Investoren empfehle ich, Projekte voranzutreiben und offen für Standorte in Graubünden zu sein. Ein Projekt kommt nur dann


Mit ihren einzelnen Kettengliedern steht die Arvenholzkette symbolisch für die einzelnen Akteure der Bündner Holzkette.

zum Fliegen, wenn genug Holz vorhanden ist und wenn ein gutes Projekt das Holz aufnehmen kann. Mit Blick in die Zukunft: Klimawandel, Bio­diversität und Schutzwaldfunktion werden den Wald weiter prägen. Wie können Holzindustrie und Waldeigentümer heute strategisch planen, damit der Wald mor­gen sowohl ökologisch stabil als auch wirtschaftlich tragfähig bleibt, und welche Rolle sollte der Kanton oder der Verband dabei einnehmen? Giacometti: Wir müssen konsequent auf standortgerechte, klimafitte Wälder setzen und gleichzeitig die nachhaltige Holznutzung för-

(Bild: Dani Ammann Photography)

dern. Der Kanton und der Verband der Waldeigentümer sollen dabei als verbindende Kräfte wirken, die Wissen, Finanzierung und Praxis zusammenbringen. Maissen: Der Klimawandel wird alle fordern und insbesondere Fichtenholz auf den Markt bringen. Die Wissenschaft ist sich einig, dass die Fichte in Graubünden am meisten mit den Veränderungen zu kämpfen haben wird und dass es auch flächige Schäden geben wird. Der Kanton wird mit seinen Unterstützungsprojekten dafür sorgen, dass die Waldschäden bewältigt werden können und dass der künftige Wald auch den Ansprüchen der Biodiversität genügt. Als wichtigste Aufgabe ist die Sicherstellung der Waldschutzfunktion zu bezeichnen.

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BEROM AG, praxisnaher Partner der Holzbranche im regionalen Kreislauf Praxisnah, regional verankert und partnerschaftlich: Die BEROM AG verbindet Holzhandel, Logistik und Dienstleistungen zu funktionierenden regionalen Kreisläufen. Gerade in waldreichen Regionen wie Graubünden steht dabei nicht der kurzfristige Marktpreis im Vordergrund, sondern Abnahmesicherheit, Verlässlichkeit und eine enge Zusammenarbeit mit der Forstwirtschaft. Nain Martinez / Rätus Hemmi

Die BEROM AG ist in der ganzen Schweiz tätig und verbindet Holzhandel, Holzbeschaffungskompetenz und Logistik mit einem klaren Fokus auf praxisnahe Lösungen, Abnahmesicherheit und funktionierende regionale Kreisläufe. Dank dieser Ausrichtung ist die BEROM AG ein verlässlicher Partner für Waldeigentümer, Forstbetriebe, Gemeinden, Recycler, die Holz­industrie sowie Energieerzeuger. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Energieholz trägt das Unternehmen zu einer nachhaltigen Nutzung der Ressource Holz und zur Stärkung regionaler Wertschöpfung bei. Drei Geschäftsfelder – ein integrierter Ansatz Die Tätigkeiten der BEROM AG gliedern sich in drei Hauptaufgaben: – Beschaffung und Handel von Energieholz und ver­wandten Holzprodukten – Transport- und Logistikdienstleistungen – Mobile Dienstleistungen 1. Holzhandel und Beschaffung – ein neues Kerngeschäft mit Erfahrung Der Holzhandel ist seit 2025 Teil der BEROM AG. Das Geschäft wurde aus der Axpo Tegra AG in die BEROM integriert und verbindet heute die operative Nähe zum Markt mit der Erfahrung und Stabilität eines etablierten Energie- und Biomasseumfelds. BEROM beschafft Frisch- und Altholz sowie weitere Energieholzsortimente überwiegend aus der Schweiz und den angrenzenden Regionen. Ein hoher Anteil des Materials stammt aus regionalen

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Wäldern. Ziel ist es, den Forstbetrieben und anderen Holzanbietern Planungssicherheit und verlässliche Absatzmöglichkeiten zu bieten. BEROM übernimmt sämtliche Schritte von der Holzbesichtigung über die Vertragsgestaltung bis hin zur Qualitätssicherung, Lagerbewirtschaftung und Abrechnung. Durch persönliche Beziehungen zu Forstbetrieben, Gemeinden, Sägereien und Holzverarbeitern kennt das Unternehmen die regionalen Gegebenheiten und kann flexibel auf saisonale Schwankungen reagieren. Im Vordergrund steht dabei nicht der kurzfristige Preis, sondern eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit klaren Abnahmezusagen, transparenter Abwicklung und langfristiger Perspektive – zentrale Anliegen für die Wald- und Forstwirtschaft. Regionale Kreisläufe als Erfolgsfaktor Die Stärke der BEROM AG liegt in der konsequenten Ausrichtung auf regionale Stoff- und Wertschöpfungskreisläufe. Energieholz wird dort eingesetzt, wo es anfällt – bevorzugt in regionalen Heiz- und Holzkraftwerken. So bleibt die Wertschöpfung in der Region, während Transportdistanzen und Emissionen reduziert werden. Gerade in waldreichen Regionen wie Graubünden leistet BEROM damit einen wichtigen Beitrag zur Nutzung von Waldrest- und Industrieholz sowie Alt­holz. Das Unternehmen fungiert als Bindeglied zwischen Wald, Logistikdienstleister, Recycler, Holzindustrie und Energieerzeuger und sorgt dafür, dass Angebot und Nachfrage auch saisonal im Gleich­gewicht bleiben.


Mit 22 Mitarbeitenden an den drei Standorten Brügg bei Biel, Hagenbuch ZH sowie Domat/Ems ist die BEROM AG regional stark verankert und insbesondere auch im alpinen Raum präsent.

2. Transport- und Logistikkompetenz Eine funktionierende Holzversorgung steht und fällt mit der Logistik. BEROM koordiniert Transporte, Dispositionen und Umdispositionen zentral und effizient. Die operative Umsetzung erfolgt ausschliesslich mit regionalen Transportunternehmen, die über die notwendige Ortskenntnis und Erfahrung verfügen. Durch die Bündelung von Lieferungen, eine enge Abstimmung mit den Partnern und eine laufende Daten- und Kostenkontrolle werden stabile Abläufe und eine hohe Versorgungssicherheit gewährleistet – insbesondere während der Heizsaison. 3. Mobile Dienstleistungen – Fokus Grüngut und Kompostierung Die mobilen Dienstleistungen der BEROM AG sind gezielt auf den Bereich Grüngutaufbereitung und Kompostierung ausgerichtet. Sie bilden eine praxisnahe Ergänzung zum Holzhandel und kommen dort zum Einsatz, wo regionale Stoffkreisläufe sinnvoll unterstützt werden. BEROM verfügt über einen eigenen Maschinenpark für das Kompostierungsgeschäft. Dieser umfasst mobile Lösungen für das Zerkleinern von Grüngut, Wurzelstöcken und Astmaterial, das Umsetzen von Kompostmieten sowie das Sieben von Kompost, Gärgut und Humus. Die Dienstleistungen richten sich insbesondere an Gemeinden, Kompostierplät-

(Bild: BEROM AG)

ze, Vergärungsanlagen sowie Erden- und Landwirtschaftsbetriebe. Im Bereich Hackdienstleistungen für Energieholz setzt BEROM bewusst auf regionale Partnerunternehmen. Das Hacken von Holz sowie der Transport werden vollständig durch spezialisierte Drittunternehmen erbracht. BEROM übernimmt dabei die Koordination, Qualitätssicherung und logistische Einbindung in den Holzhandel. Diese klare Rollenverteilung – eigener Maschinenpark im Kompostierungsbereich und partnerschaftliche Zusammenarbeit im Holz- und Transportbereich – unterstreicht den pragmatischen, regional verankerten Ansatz der BEROM AG. Verlässlicher Partner der Energiewende Als Teil der Axpo leistet die BEROM AG einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung von Holz als erneuerbarem Energieträger. Mit ihrer praxisnahen Arbeitsweise, der starken regionalen Verankerung und der konsequenten Zusammenarbeit mit Partnern aus Forstwirtschaft, Transport und Energieerzeugung positioniert sich BEROM als verlässlicher Partner für Abnahme, Koordination und regionale Wertschöpfung – heute und in Zukunft. Nain Martinez ist Leiter der BEROM AG, Rätus Hemmi ist Holzeinkäufer, zuständig für Graubünden.

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Abhängigkeiten im Bündner Holzmarkt und bei den Rohholzpreisen Wie in jedem wirtschaftlichen Bereich bestehen auch Abhängigkeiten im Bündner Rohholzmarkt und bei den Rohholzpreisen. Abhängigkeiten, bei denen es wenig Spielraum für Verbesserungen durch eigenes Engagement gibt. Andere Abhängigkeiten können weniger belastend sein, wenn Bereitschaft für innovatives und betriebsübergreifendes Handeln besteht und wenn die politischen Rahmenbedingungen gegeben sind. Urs Rutishauser

Die diesem Artikel beigefügten Grafiken der SELVA weisen auf einige Ereignisse der letzten Jahre hin, die spürbare negative, aber auch positive Auswirkungen auf die Holzpreise hatten. Es handelt sich bei den hier erwähnten Ereignissen jeweils nur um die augenfälligsten; weitere Faktoren sind immer mehr oder weniger stark mit im Spiel. Den Grafiken zu Grunde liegen die Erfassung der gelösten Holzpreise für die hauptsächlichen Rohholzsortimente im Kanton Graubünden durch die SELVA seit über 30 Jahren sowie die Nutzungszahlen aus der Eidg. Forststatistik. Gross waren die Erwartungen, als in den 2000er-­ Jahren in Domat/Ems ein Grosssägewerk geplant, realisiert und im Jahre 2006 eröffnet wurde. Die Erwartung vor allem, dass hohe Transportkosten ins Ausland wegfallen und grössere, gebündelte Liefermengen und Abnahmeverträge höhere Erlöse zur Folge haben werden. Die durchschnittlichen Erlöse jener Bündner Waldeigentümer, die nach Domat/Ems lieferten, stiegen bei den gelieferten Sortimenten bis zum Jahr 2010 markant und je nach Sortiment über 20 Prozent pro Kubikmeter an, was in Grafik 1 deutlich ersichtlich ist. Nach dem jähen Ende des Grosssägewerks im Jahr 2010 fielen die Durchschnittserlöse rapide auf den Stand von vor 2006. Zurück blieben nebst vielen Millionen Mehr­ erlös in wenigen Jahren viele Fragezeichen zum Grosssägewerk in Gesellschaft und Politik. Aber

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auch enttäuschte, langjährige Handelspartner im Ausland, die fehlendes Rohholz aus Graubünden anderswo beschaffen mussten. Ebenfalls im Jahr 2006 ging gegenüber dem Grosssägewerk der erste von mehreren geplanten Blöcken des Heizkraftwerks der Axpo Tegra in Betrieb. Deutlich sichtbar in Grafik 2 ist der seither markant steigende Anteil an Brennholzverkäufen bei gleichzeitig kontinuierlichem Rückgang des sägefähigen Stammholzes. Der steigende Brennholzbedarf ist gesamtschweizerisch zu beobachten. Axpo Tegra ist mit ein Grund für die Entwicklung in Graubünden und über die Kantonsgrenze hinaus. In welchem Ausmass die steigenden Brennholzmengen zu Lasten von sägefähigem Stammholz gehen, sollte im Auge behalten werden. Einen hochwertigen Rohstoff mit Wertschöpfungspotenzial zu verbrennen, wirft Fragen auf. Andererseits können fehlende Wertschöpfungsmöglichkeiten und hohe Transport­kosten für den Export dazu verleiten, immer mehr auch sägefähiges Rundholz zu verbrennen. Die Folgen der massiven Verteuerung des Schweizer Frankens durch die Nationalbank im Januar 2010 sind in der Grafik 1 ersichtlich. Die nach dem Ende des Grosssägewerks abgestürzten und sich in den Folgejahren erholenden Erlöse fielen nach dem Euroschock erneut dauerhaft und massiv. Die exportabhängige Bündner Waldwirtschaft musste die


Grafik 1.

Preise senken, wenn sie ihren Rohstoff Holz weiter­ hin ins nahe Ausland verkaufen wollte. Der Schwei­ zer Franken hat sich seit 2015 weiter verteuert. Lag der Wechselkurs für einen Schweizer Franken Ende 2014 bei ca. 0,83 Euro, so sind es Ende 2025 bereits ca. 1,07 Euro. In der Grafik 2 ist ein deutlicher Rückgang der Holznutzungen in der Anfangsphase der Corona­ pandemie ersichtlich. Gleichzeitig und wie in der Grafik erkennbar, ist ein deutlicher Anstieg der durchschnittlichen Erlöse für die mengenmässig wichtigsten Bündner Fichtensortimente 3–5 BC, 2BC sowie 1b+D zu verzeichnen. Angebot und Nachfra­ ge spielen bei dieser Steigerung mit grosser Wahr­ scheinlichkeit mit. Während und nach der Pandemie sind die Erlöse bei den erwähnten Fichtensortimenten kontinuierlich gestiegen. Dann, ab 2023 der katastrophale Krieg in der Ukraine mit weitreichenden, negativen und an­ dauernden Folgen für die europäische Wirtschaft.

(Quelle: SELVA-Projekt Rohholzpreis Graubünden)

Gegenüber den erfreulich gestiegenen Erlösen bis 2022 sind die Durchschnittserlöse für die haupt­ sächlichen Fichtensortimente bis Ende 2024 um ca. 20 Prozent gefallen und sind nun seit 2025 wieder am Ansteigen. Die verheerenden Winterstürme Vivian im Jahre 1990 und Lothar im 1999 haben uns vor Augen geführt, wie abhängig die Waldbranche von sta­ bilen und naturnahen Wäldern ist und wie wenig Einfluss bei solchen Abhängigkeiten besteht. Die gewaltigen, von der einheimischen Holzindustrie nicht zu bewältigenden Sturmholzmengen und in­ der Folge Käferkalamitäten wurden zu einem grossen Teil von Sägereien im nahen Ausland zu ent­ sprechend abgestürzten Preisen aufgenommen. Die Exportabhängigkeit war in diesen Jahren nicht nur Fluch, sondern auch ein wenig Segen. Damit soll gesagt sein, dass langjährige Geschäftsbeziehun­ gen mit Sägereien im nahen Ausland auch ihren Wert haben.

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Grafik 2.

Die Abhängigkeiten im Bündner Holzmarkt und bei den Bündner Holzpreisen sind vielschichtig. Die hohe Exportabhängigkeit des Bündner Rohholzes ist ein Hauptgrund für die tiefen Holzpreise. Roh­ holz, obwohl ein hochwertiger, nachhaltig nutzba­ rer und absolut umweltfreundlicher Rohstoff, hat in den vergangenen 40 Jahren mehr als die Hälfte an realem Wert verloren, währenddem die Wertschöp­ fung dieses Rohstoffs zu einem überwiegenden An­ teil ausserhalb des Kantons und der Schweiz sowie in der weiterverarbeitenden Holzindustrie erfolgte. Die Bemühungen um mehr Wertschöpfung im ei­ genen Land haben Fahrt aufgenommen und ma­ chen nicht nur wirtschaftlich Sinn, sondern auch ökologisch. Mit dem notwendigen politischen Wil­ len in Graubünden, dank innovativen Unterneh­ mungen aus der Privatwirtschaft und innovativen Forstbetrieben, dank Holzbündelung, Lieferverträ­ gen, Koo­perationen von Forstbetrieben und Forst­ unternehmungen, modernen Holzbauprojekten dank holzfreundlichen Bauherrschaften, Planern und Architekten usw. ist ersichtlich, was die Wald-

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(Quelle: Eidg. Forststatistik)

und Holzbranche zu bewegen bereit ist. Das Zau­ berwort heisst Wertschöpfung und der Fokus muss darauf gerichtet bleiben. Abhängigkeiten werden weiterhin bestehen, aber sie werden durch die Wertschöpfung im eigenen Kanton und durch das partnerschaftliche Zusammenarbeiten von Wald­ eigentümern, Forstbetrieben, Forstunternehmun­ gen, der Holzindustrie und dem kantonalen Forst­ dienst an Bedeutung verlieren.

Urs Rutishauser verfügt über langjährige Erfahrung im Forstbereich. In den 1980er-Jahren war er als Forstwart tätig und in den 1990er-Jahren als Revierförster in Tujetsch. Anschliessend leitete er während acht Jahren Projekte beim Bergwaldprojekt und arbeitete danach 15 Jahre bei der SELVA als Allrounder und Projektverantwortlicher. Seit 2023 ist er weiterhin mit einem kleinen Pensum bei der SELVA tätig.


«Wo ich bin, ist vorne» Marcel «der Lerch» geht in Pension, aber vermutlich nicht in den Ruhestand. Marcel als Person, sein Wirken als Waldmensch und seine Leistungen für die Wald- und Holzwirtschaft kurz zu beschreiben, geht gar nicht, aber wir versuchen es hier trotzdem. Lukas Kobler/Philip Christen

Der forstliche Werdegang von Marcel Lerch begann am 16. Mai 1977 – vor bald 50 Jahren –, als er die Forstwartlehre in Thusis bei Förster Steivan Marti­ nelli antrat und diese mit Erfolg 1980 abschloss. Wie man ihn kennt, wollte er mehr und schloss bereits im März 1984 im zarten Alter von 23 Jahren die Förster­ schule in Maienfeld ab. 1988 bewarb er sich bei der damaligen Trägerschaft des Forstreviers Unterhein­ zenberg als Revierförster u.a. mit dem Hinweis, dass er während seiner Praxiszeit in der aargauischen Ge­ meinde Sulz mit dem Laubholz (damals in der Re­ gion allgemein als «Studa» bekannt) vertraut wurde. Vielleicht hat gerade dieser Wissensvorsprung dazu geführt, dass er auf Anhieb auch gewählt wurde. Aus dem Schriftverkehr zur Wahl geht hervor, dass er sich bald eine Wohnung in einer der Reviergemein­ den suchen solle, spätestens bis im Frühjahr 1989! Er war dann rund 17 Jahre Revierförster am äusseren Heinzenberg, bis er 2005 weiterzog und die Stelle­ als Revierförster in Domat/Ems antrat, wohlvermerkt auch hier mit vorübergehender Wohnsitznahme. Schnell zog es ihn und seine Frau Maria zum Wohnen aber wieder nach Dalin. Das vertraute persönliche Umfeld und auch etwas Distanz taten sicher gut. In einem Bericht im «Pöschtli» vom Donnerstag, 2. Juni 2005, wurde Marcel wie folgt beschrieben: Marcel zeichnet sich aus «nicht nur durch seine Hart­ näckigkeit und seinen Durchhaltewillen …, sondern auch durch seine besondere Fähigkeit, Überzeu­ gungsarbeit zu leisten, die meistens auch mit Erfolg gekrönt wurde». Diese Eigenschaften zeichnen ihn bis heute aus. So hat er sich u. a., mittlerweile als Ge­ schäftsführer von Graubünden Holz, vehement für die Verwendung von Bündner Holz beim Neubau

Marcel Lerch.

(Foto: Graubünden Holz)

des Fachhochschulzentrums Graubünden einge­ setzt. Er hat gewirbelt und geweibelt. Als Geschäfts­ führer von Graubünden Holz war er auch eine der treibenden Kräfte für den Schulterschluss der Waldund Holzwirtschaft Graubünden als Branche. Philip Christen, Revierförster in Thusis, erinnert sich an Marcel Lerch als Lehrmeister: «Marcel war ein strenger, manchmal auch etwas pedantischer Lehrmeister. Ich kann mich gut an unsere Diskussi­ onen betreffend Arbeitsbeginn und Pünktlichkeit am Morgen erinnern. Wir waren da nicht immer gleicher Meinung. Nach der Lehrzeit durfte ich Marcel als grossen Unterstützer, um nicht zu sagen För­derer, kennenlernen. Als junger Revierförster in Thusis durfte ich stets auf Rat und Tat zählen. Wer seine Art kennt, der weiss, dass er nicht lockerlässt, bis er sein Ziel erreicht hat. Immer schon hatte er

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grosse Ideen, welche er mit voller Energie umsetzte. So organisierte er den Weltrekordversuch, die längste Holzkette der Welt an einer REGI in Cazis zu schneiden. Diese Kette begleitet Marcel bis heute auf seiner forstlichen Reise. Auch das Motorsägen-Ballett am ersten Audi FIS Ski Weltcupfinale auf der Lenzerheide kam aus seinem fast unerschöpflichen Repertoire an Ideen.» Marcel Lerch war, ist und bleibt mit Leib und Seele Förster und als «forstliches Schwergewicht» seit Jahren der Wald- und Holzwirtschaft nicht nur verbunden, sondern hat sich dieser verschrieben. Aus Sicht von Wald und Holz hat in den letzten Jahren fast kein Weg an Marcel vorbeigeführt, ob als Förs-

ter, Wettkämpfer, Teamleader, Ausbildner, Förderer und Forderer, Meinungsbildner, Initiant, als «der Lerch», Kommunikator, begeisterter Begeisterer oder als einer der «Holzköpfe» Graubündens. Marcel verlässt die grosse Bühne, wird aber sicher nicht verstummen. Und wenn wir nun auf das Wirken und die Leistungen von Marcel zurückgeschaut haben, gilt für ihn weiterhin: Wo ich bin, ist vorne! Vielen Dank, Marcel, für alles, für deinen unermüdlichen Einsatz, dein Herzblut für die Wald- und Holzwirtschaft. Du hinterlässt bleibende Spuren. Lukas Kobler, Stv. Kantonsförster/Regionalleiter ­ und Philip Christen, Revierförster Thusis.

Paul Engler ist neuer Geschäftsführer von Graubünden Holz Graubünden Holz freut sich sehr, Paul Engler per 1. Februar 2026 als neuen Geschäftsführer willkommen zu heissen. Mit seiner breiten beruflichen Erfahrung, seiner tiefen Verwurzelung in der Holzbranche und seiner Begeisterung für Holz bringt er ideale Voraussetzungen für die Weiterentwicklung des Dachverbands der Bündner Wald- und Holzwirtschaft mit. Carole Kunfermann

Ein Leben mit Holz – von der Lehre bis heute Paul Engler ist Holzbau Techniker HF und verfügt über mehr als dreissig Jahre Praxiserfahrung. Nach seiner Lehre als Zimmermann bei Lötscher & Co. AG in Schiers und mehreren Jahren als aktiver Berufsmann absolvierte er berufsbegleitend die Technikerschule Holzbau in Biel. Seine berufliche Hauptstation war die Gebr. Möhr AG in Maienfeld, wo er über 25 Jahre als Polier und Techniker tätig war, die Entwicklung des Betriebs und zahlreiche anspruchs-

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volle Holzbauprojekte mitprägte. Parallel dazu führte er Weiterbildungen in MINERGIE-­Gebäudehülle, CAD/CAM und Branchensoftware durch und engagierte sich als QV-Prüfungsexperte für den Berufsnachwuchs. Seit 2025 ist Paul Engler selbstständiger Holzbauplaner und Zimmermann. Über diesen Weg fand er auch zum Projekt HolzvisionMAX, wo er als Montageleiter den Auf- und Abbau des MuniMAX auf dem ESAF-Gelände in Mollis koordinierte.


Marcel Lerch (rechts) übergibt die Holzkette an seinen Nachfolger Paul Engler.

Holz als Zukunftsmaterial – Überzeugung und Motivation Paul Engler beschreibt Holz als «das genialste Material», das die Ansprüche der Zukunft ökologisch wie ökonomisch erfüllen kann. Seine Motivation entspringt einer tiefen Überzeugung: Holz ist regional, nachhaltig und vielseitig – vom Wald bis zum High-Tech-Produkt. Dabei betont er die Bedeutung der Zusammenarbeit entlang der gesamten Holzkette. «Nur wenn wir Waldbesitzer, Forstbetriebe, Forstunternehmungen, Sägereien, Holzbauer, Schreiner, Architekten, Ingenieure und Holzbau-Planungsfirmen gemeinsam denken, können wir Chancen früh erkennen und nutzen», sagt Engler. Diese Vernetzung und Kommunikation möchte er als Geschäftsführer weiter stärken. Verwurzelung in Graubünden – und eine breite Palette an Interessen Paul Engler lebt mit seiner Familie in Saas im Prättigau. Seine Verbundenheit zur Region spiegelt sich auch in seinen Hobbys und Engagements wider: Er

(Bild: Graubünden Holz)

betreibt Waldpflege im eigenen Wald, baut traditionelle Schrägzäune, fertigt Schindeln und ist in der Volksmusik aktiv. Zudem ist er Jäger, Fischer, Imker und hilft seiner Frau Andrea im eigenen Berglandwirtschaftsbetrieb. Blick nach vorne Mit seiner Fachkompetenz, seiner Nähe zur Praxis und seiner Begeisterung für Holz möchte Paul Engler die Sichtbarkeit und Wirkung von Graubünden Holz weiter festigen und ausbauen. Er ist überzeugt, dass der Verband weiterhin wichtige Impulse setzen kann. Sei es für die Branche, für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und für die Positionierung von Holz als Baustoff der Zukunft. Graubünden Holz heisst Paul Engler herzlich willkommen und freut sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit und die neuen Impulse, die er in die Bündner Wald- und Holzwirtschaft einbringen wird. Carole Kunfermann ist Projektmitarbeiterin und zuständig für das Sekretariat von Graubünden Holz.

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Holzindustrie Graubünden: gemeinsam für Wald, Wertschöpfung und Zukunft Die Holzindustrie Graubünden verändert sich und mit ihr die Anforderungen an Planung, Logistik und Vermarktung. Die Holzvermarktung Graubünden AG (HVM) stärkt die Position von Waldeigentümern mit ihren Försterinnen/Förstern sowie Partnerunternehmen bei einer marktgerechten und verlässlichen Holzabnahme. Sie setzt dabei auf Transparenz, faire Preise und ein Miteinander auf Augenhöhe. Ben Wohlwend

Der Bündner Wald ist ein wichtiger Bestandteil der regionalen Wirtschaft und prägt den Arbeitsalltag vieler Menschen in Graubünden. Wer hier im Forst arbeitet, kennt die Herausforderungen: wechselnde Marktbedingungen, hohe Verantwortung im Wald und ein Umfeld, das sich stetig weiterentwickelt. Die Holzvermarktung Graubünden AG (HVM) versteht diese Realität und arbeitet stetig daran, stabile Rahmenbedingungen für Waldeigentümer, Förster und Unternehmer zu schaffen. Gegründet wurde die HVM von den Bündner Waldeigentümern und der ZürichHolz AG mit dem Ziel, die Vermarktung des Bündner Holzes effizient zu organisieren sowie fair und transparent abzuwickeln. Seit Frühling 2025 ist die HVM noch breiter abgestützt. Neu sind Säger, Transportfirmen, Forstunternehmer und Privatpersonen beteiligt. Damit stehen heute unterschiedliche Akteure gemeinsam hinter der HVM und der gemeinsamen Holzvermarktung zur Inwertsetzung des einheimischen Rohstoffes Holz. Der Holzmarkt ist in den letzten Jahren anspruchsvoller geworden. Preise schwanken, Kosten steigen, und die Logistik wird komplexer. Die HVM schafft verlässliche Absatzkanäle, sorgt für klare Abläufe und unterstützt Waldeigentümer dabei, die Vermarktung langfristig zu planen. Die Preistransparenz, die sie bietet, ist bewusst gewählt. Sie dient nicht der Konkurrenz, sondern soll sicherstellen,

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dass Holz aus Graubünden zu fairen Bedingungen verkauft wird und die regionale Wertschöpfung erhalten bleibt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Bündelung von Holzmengen. Durch koordinierte Holzströme werden Abnehmer besser bedient, und gleichzeitig erhalten Försterinnen/Förster Planungssicherheit. Grössere, gebündelte Mengen erleichtern zudem den Holzabsatz, ein entscheidender Punkt in einem alpinen Kanton wie Graubünden. Die Logistik spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Rhätische Bahn (RhB) ist im Winter oft unersetzlich, weil sie grosse Holzmengen zuverlässig abführen kann. Auch dann, wenn auf Strassen wetterbedingt Transporte eingeschränkt sind. Gleichzeitig ist der Bahntransport im direkten Kostenvergleich teurer als der LKW-Transport. Hinzu kommt, dass im Sommer die Verfügbarkeit an Bahnwagen zeitweise knapp ist, was die Planung für Holzabtransporte erschwert. Trotzdem arbeitet die HVM aktiv daran, den Bahnverlad zu stärken. Denn langfristig bleibt die Bahn ein wichtiger Baustein für eine zuverlässige Holzlogistik im Kanton. Im Mittelpunkt steht weiterhin die nachhaltige Nutzung des Waldes. Die HVM stärkt Waldeigentümer, fördert die lokale Wertschöpfung und faire Marktstrukturen. Försterinnen/Förster und Unternehmer bleiben dabei zentrale Partner. Sie kennen die Waldbestände, steuern die Qualität und leisten die wert-


Rundholztransport mit der RhB auf dem Berninapass.

(Bild: Holzvermarktung Graubünden AG)

volle Arbeit, welche eine nachhaltige Waldwirtschaft erst möglich macht. Die HVM ergänzt diese Arbeit, indem sie für einen stabilen Absatz sorgt und Märkte langfristig sichert. So entsteht ein Modell, das auf Zusammenarbeit und Verlässlichkeit basiert und das den Bündner Wald, die Region und die Menschen stärkt, die darin arbeiten. Stabile Strukturen entstehen nicht durch Einzelne, sondern durch ein Miteinander, das trägt. Ben Wohlwend ist Geschäftsführer der Holzvermarktung Graubünden AG (HVM).

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Holzvermarktung im Prättigau und Davos Der Holzhandel im Wandel der Zeit. Ansicht des Geschäftsführers der Prättigau/Landschaft Davos Forst GmbH (PLD) und zugleich langjährigen Betriebsleiters des Forstbetriebes Furna. Felix Wyss

Die Zeiten der Holzsubmissionen und der Winterfuhren mit dem Pferd im Prättigau sind schon längst Geschichte. Die Holznutzungen und auch der Holzhandel haben sich grundlegend geändert. Gab es doch vor 50 Jahren noch in jeder Gemeinde eine Sägerei, und der Holzerlös war bei den Gemeinden eine wichtige Einnahmenquelle. Einige Gemeinden lebten sogar davon. Aber schon damals war der «Export» des Holzes aus der Region Realität. Mit der schleichenden Schliessung der Sägereien in der Region und nach einigen grossen Naturereignissen, welche den Holzmarkt erschütterten und den Holzpreis in den Keller fallen liessen, waren Strukturanpassungen unumgänglich. Die Gemeinden im Prättigau und Davos gründeten 2009 die Gesellschaft PLD Forst. Sie betreibt die Vermarktung von Rundholz sowie die Vermittlung und den Handel mit CO²-Zertifikaten für private und öffentliche Waldeigentümer.

Früher wurden Holzrollen mehrheitlich mit Submissionen in Konvenienz verkauft. Heute sind in der Regel bereits beim Holzeinschlag die Sortimente und die Holzkäufer bekannt. So kann das Rundholz kundengerecht bereitgestellt werden.

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(Bilder: PLD Forst GmbH)

Holzvermarktung Mit dem Wandel der Forstbetriebsstrukturen, wie den Betriebszusammenlegungen oder Verlagerung der Aufgabenbereiche der Forstbetriebe auf Arbeiten in der 1. Produktionsstufe und weiteren Dienstleistungen, oder deren Aufhebung, hat sich auch die Geschäftstätigkeit der PLD angepasst. Vor zehn Jahren vermarktete die PLD noch rund 30 000 fm Rundholz, heute sind es unter 10 000 fm. Das Holz wird wieder vermehrt direkt durch die Forstbetriebe oder durch die Forstunternehmungen im Abstock-System vermarktet. Strukturwandel Nebenher fand auch ein Strukturwandel in der Holz­ industrie statt. Vor Jahren versuchten die Forstbetriebe durch gemeinsame Holzbündelungen den damaligen Verkäufermarkt mehr zu gewichten und aufrechtzuerhalten, was sicher mit der Ansiedelung des ausländischen Grosssägewerkes in Domat/Ems seine Berechtigung hatte. In der Zwischenzeit und nach dem Aus des Werkes haben uns die Holzmärkte anderes gelehrt. Mit den grossen Naturereignissen, wie den Windwürfen und Käferkalamitäten, war meistens ein Überangebot von Rundholz auf dem Markt, was natürlich die Verhandlungsposition der Holzindustrie stärkte. Aus heutiger Sicht hat sich die Situation aber wieder zugunsten der Holzproduzenten verändert, das Holz ist gesucht. Dennoch diktieren der internationale Markt und der Euro-­ Kurs den Holzpreis. Mit der Ansiedlung des Sägewerkes Resurses in Tinizong ist wieder Bewegung in den Holzmarkt gekommen, und der Holzfluss in der Region hat sich stark verändert. Der Anteil an Holzexporten nach Italien,


Windwürfe wie hier Burglind 2018 mit den anschliessen-

Bereits vor 30 Jahren hat Furna die Gemeindebauten wie

den Folgeschäden haben den Holzmarkt markant negativ

hier das Schulhaus mehrheitlich mit dem eigenen Holz

beeinflusst und auch die Waldbilder verändert.

gebaut. So blieb die Wertschöpfung im Tal.

dem Vorarlberg und dem Tirol hat sich zugunsten der inländischen Sägewerke verschoben, was für die Wertschöpfungskette erfreulich ist. Dies hat aber auch Auswirkungen auf die Holztransporte. Dabei hat der Bahnverlad mit der Rhätischen Bahn (RhB) das Nachsehen. Bis 2023 wurden im Prättigau/ Davos noch über 6000 fm Holz mit der RhB abge­ führt. Heute sind wir unter 2000 fm. Vor allem für Gemeinden, welche Waldungen mit schlechter An­ bindung an Strassen mit 40 Tonnen Nutzlast haben, ist die Bahn eine gute Alternative zum Lastwagen. Aber es braucht auf der Gegenseite bei der Holzin­ dustrie ebenfalls eine Bahnanbindung. Mit dem rückläufigen Bahnverlad sind vermutlich auch die Verlademöglichkeiten – vor allem bei Bahnhofum­ bauten – in Frage gestellt. Es entsteht eine Negativ­ spirale: weniger Umsatz, weniger Ressourcen.

te der Klimawandel mittelfristig den Druck auf mehr Fichtenrundholz erhöhen, langfristig wird ein Um­ bau des Waldes aber unumgänglich sein.

Künftige Herausforderungen Der Forstwirtschaft, dem Holzmarkt und der Holz­ industrie stehen kurzzeitig und langfristig grössere Herausforderungen bevor. Mit der Waldpolitik, welche das Produkt Rundholz nur noch als Koppel­ produkt der Schutzwald- und Naturwaldbewirt­ schaftung sieht, ist anzunehmen, dass die geplante Holzproduktion abnehmen wird. Das kann nur so lange gut gehen, wie die öffentliche Hand genü­ gend Beiträge zur Verfügung stellt. Daneben könn­

Schlussbemerkung Der Slogan von Graubünden Holz «zusammen­ wachsen» muss verinnerlicht werden. Eine gute Part­nerschaft mit der Holzindustrie kann langfristig nur von Vorteil sein. Ein Spitzenpreis für ein Sorti­ ment ist nicht immer der beste Preis. Entscheidend für den Holzproduzenten ist, über einen ganzen Holzschlag einen guten durchschnittlichen Holz­ preis mit verhältnismässigem Aufwand zu erzielen. Voraussetzung ist, dass der Wald gut erschlossen ist, bei einem Holzschlag genügend Holz anfällt, was eine effiziente und wirtschaftliche Holzernte ermöglicht. Im Weiteren sind eine kundengerechte gute Einteilung und Klassierung des Holzes notwen­ dig. Dazu braucht es gut ausgerüstete und schlag­ kräftige Forstequipen. Öffentliche Beiträge sind für eine Branche Fluch und Segen zugleich. Einerseits verzerren sie den Markt, auf der anderen Seite stützen sie eine Branche, und in der Forstwirtschaft hilft es, den Schutzwald weiter zu pflegen und einen wertvollen Rohstoff zu ernten. Felix Wyss ist Geschäftsführer der Prättigau/Landschaft Davos Forst GmbH

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Warum Holzvermarktung für die Holzindustrie? Funktionsweise der LENCA in Graubünden Die LENCA AG mit Sitz in Luzern wurde 2002 gegründet. Diese Firma hat in den vergangenen 20 Jahren in der Deutschschweiz ein System aufgebaut, welches die Förster im Holzproduktionsprozess transparent, vertrauensvoll und zuverlässig unterstützt. Jost von Moos / Philip Christen

Die Dienstleistungen reichen von der Planung bis zur Abrechnung; mit Sachbearbeitung, Finanzen, Vertragsarbeit, Organisation und Informationsverwaltung. Dabei «stellt das System den Förster ins Zentrum aller Abläufe, so bleibt die Hand am Holz beim Förster» (Zitat eines langjährigen LENCA-Graubünden-Försters). Die Abwicklung des Rohholzes erfolgt mit einem transparenten Handelsmodell und kann dank der digitalen Zusammenarbeit und der praxisorientierten Systemlösung sehr schlank und effizient erledigt werden. Davon profitieren die Förster, aber auch die Holzindustrie und die Waldeigentümer. Die LENCA AG wickelt so in der Deutschschweiz jährlich eine Rohholzmenge von 180 000 bis 200 000 m³ ab. Der Revierförster hat einen direkten Zugriff auf die Datenbank. Er erfasst die Grundlagendaten wie den Holzschlag oder die Unternehmerabrechnung. Den Rest der Arbeit übergibt er dem Sachbearbeitungs- und Entwicklungsteam der LENCA AG. Dank eindeutiger Nummerierungen ist immer alles genau und verwechslungsfrei zugeordnet. Der Förster hat jederzeit vollen Einblick in seine Daten. Ende Jahr erhält er den Entwurf eines zusammenfassenden Berichts pro Waldeigentümergemeinde, welchen er prüft und zur finalen Verarbeitung freigibt. Der Förster legt, zusammen mit der Forstgruppe und/oder dem Unternehmer, die Rohholzsortimente für die Waldstrasse fest. So profitiert die Holzindustrie von der Holzvermarktungsorganisation LENCA GRAUBÜNDEN, weil sie nicht extra Sortimentseinkäufer in den Wald schicken muss.

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Verein LENCA Graubünden Als im Jahr 2007 das Grosssägewerk in Domat/Ems seinen Betrieb aufgenommen hat, veränderte sich der Holzverkauf schlagartig. Um genügend Holz im Kanton mobilisieren zu können und nicht mit jedem einzelnen Waldbesitzer einen Vertrag abschliessen zu müssen, wurde beim AWN ein Projekt zur Förderung der Holzbündelung ins Leben gerufen. Verschiedene Systeme, um Holz gebündelt an das Grosssägewerk verkaufen zu können, wurden geprüft. Das Ziel war, gestärkt als Partner gegenüber einem grossen Werk mit einer möglichst grossen Menge Holz auftreten zu können. Eine Gruppe von Förstern hat sich bald einmal mit dem System LENCA auseinandergesetzt und sich anschliessend auch für dieses System entschieden. Die ausschlaggebenden Punkte waren: – Der Förster steht im Mittelpunkt als Drehscheibe für alle Prozesse – Hohe Transparenz – Funktionierendes System/datenbankbasiert/sehr prozessorientiert – Vermarktung direkt in die Werke – Das System hat sich bereits auf dem Markt bewährt Für die Umsetzung des Projekts wurde der Verein «LENCA Graubünden» gegründet, welcher heute noch die Waldbesitzer aus Graubünden, die mit dem System LENCA arbeiten, verbindet. Nachdem das System in den Betrieben eingeführt war, wurde bald mal klar, dass das System LENCA


wesentlich mehr ist als nur eine Vermarktungsplattform. Das System vereinfacht viele Arbeitsschritte, ist sehr prozessorientiert, kann für Abrechnungen gegenüber Bund und Kanton verwendet werden und liefert sämtliche Unterlagen in Echtzeit auf der Datenbank. Man hat jederzeit die Übersicht über das verkaufte Holz, die Holzpreise und über die Unternehmerzahlungen. Man greift auf das Netzwerk von LENCA AG zurück, welche in den letzten Jahren rund 200 000 fm Holz pro Jahr vermarktet hat. Inzwischen sind vier Forstreviere (Cazis, Thusis-Masein, Domat/Ems, Breil/Brigels) mit teilweise mehreren Waldbesitzern im Verein vertreten, und diese

Reviere vermarkten zusammen rund 15 000 fm Holz aus Graubünden über das System. Natürlich wäre eine etwas grössere Menge an Holz im Kanton Graubünden wünschenswert. Weil man ja am Netzwerk von der LENCA AG angeschlossen ist, kann man trotzdem von den Bonis profitieren. Wir im Verein LENCA Graubünden sind offen für weitere Inte­ ressenten und zeigen sehr gerne, was das System LENCA für uns so einzigartig macht.

Jost von Moos ist Geschäftsführer der LENCA AG. Philip Christen ist Präsident des Vereins LENCA Grau­ bünden und Betriebsleiter/Revierförster Thusis.

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Vermarktung von Rundholz ­ durch Forstunternehmer Wie funktioniert heute die Vermarktung von Rundholz über Forstunternehmen in Graubünden? Welche Chancen und Herausforderungen stellen sich den Forstunternehmen im Hinblick auf die wachsende Holzindustrie in unserem Kanton? Andrea Florinett

Ausgangslage Noch vor rund 30 Jahren hatte der Bündner Wald im Wesentlichen drei Aufgaben: die Produktion von Rundholz, den Schutz von Dörfern und Infrastruk­ turen vor Lawinen und Murgängen, sowie die Funk­ tion als Erholungsraum. Es galt als selbstverständ­ lich, die nachwachsende Ressource Holz aus der Region zu nutzen. Wer also ein Haus bauen wollte, tat dies mit dem Holz, welches in bester Qualität in unseren Wäldern wächst. Heute ist die Situation deutlich komplexer. Die Nutzfunktion des Waldes ist gesellschaftlich oft nur noch geduldet und steht gleichwertig neben vielen weiteren Ansprüchen, die an den Wald gestellt wer­ den. Gleichzeitig entwickeln sich immer mehr Men­ schen – auch jene, die den Wald lediglich zum Wan­ dern nutzen – zu selbsternannten Waldexperten. Die Erwartungen der modernen Gesellschaft an den Wald haben sich stark verändert. Dies führt dazu, dass die möglichen Zeitfenster für die Holzernte immer kürzer werden. Beispielsweise schränken Schneesport, Bike Trails, Schonzeiten für Vogelbrut und diverse Freizeitaktivitäten die Holzerntetermine ein, um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen. Für den öffentlichen Forstdienst wird die Arbeit dadurch zunehmend anspruchsvoller. Es braucht sehr viel Aufklärungsarbeit. Das heute in Graubünden geerntete Rundholz wird ca. zur Hälfte durch öffentliche Forstbetriebe und zur Hälfte durch Forstunternehmen sowie Verkaufs­ organisationen vermarktet. Die Bündner Forstunternehmen treten oft als Ge­ samtdienstleister auf, indem sie Holzschläge aus­ führen und auch die Vermarktung des Nutzholzes

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bis zum Sägewerk oder des Brennholzes bis zur Hei­ zung ausführen. Von den im Jahr 2025 geernteten ca. 230 000 m³ Nutzholz wurden in Graubünden ca. 75 000 m³ eingeschnitten. Dies auch dank dem Sägewerk ­Resurses, welches im zweiten Betriebsjahr bereits ca. 51 000 m³ Rundholz eingesägt hat. Trotzdem geht immer noch die Wertschöpfung der Verarbei­ tung von 130 000 m³ Nutzholz in andere Kantone und ins Ausland. Um die gesamte Wertschöpfung von Rundholz und dessen Verarbeitung in Graubünden zu behalten, muss neben dem Einschnitt vom Rundholz zu Bret­ tern auch die Verarbeitung zu verleimten Produkten wie Leimbinder und Platten möglich werden. Dies sind die vom Holzbau geforderten Produkte für den modernen Holzbau. Laut dem Holzflussdiagramm, welches Graubünden Holz in Auftrag gegeben hat, wurden im Jahr 2024 ca. 65 000 m³ Schnitt­ waren nach Graubünden importiert und gleichzeitig 173 000 m³ Nutzholz exportiert. Beim Energieholz sieht es besser aus. Hier geht man davon aus, dass der grösste Teil des Energieholzes in Graubünden genutzt wird. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie die steigende Nachfrage der Holzindustrie sowie der Holzbauer und Schreiner nach qualitativ hochwertigem Schnitt­ holz ganzjährig zu marktgerechten Preisen gedeckt werden kann. Bedeutung der Planung und Effizienz Die Planung der Ernteeinsätze gewinnt massiv an Bedeutung. Um den festgelegten Hiebsatz über­ haupt noch nutzen zu können, muss heute auf eine


Moderne Holzernte.

Vielzahl von Faktoren Rücksicht genommen werden. Ohne eine sorgfältige und langfristige Planung der Holzschläge – idealerweise ein Jahr im Voraus – ist es kaum noch möglich, den gesamten Hiebsatz auszuschöpfen. Da die Erntefenster immer kürzer werden, muss das Rundholz in kurzer Zeit besonders effizient geerntet werden. Dies setzt eine professionelle Waldbewirtschaftung durch gut ausgebildetes Fachpersonal

(Bild: Florinett AG)

und den Einsatz leistungsfähiger Erntemaschinen voraus. Damit qualifizierte Fachkräfte langfristig gehalten werden können, müssen ganzjährig attraktive Arbeitsplätze angeboten werden. Gleichzeitig ist es aus wirtschaftlicher Sicht notwendig, dass die teuren Erntemaschinen möglichst über das ganze Jahr hinweg ausgelastet sind, um die Erntekosten tief­ zu halten.

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Rundholz bereit für Resurses.

Eine funktionierende Wertschöpfungskette Heute geht es darum, mehrere Anforderungen gleichzeitig zu erfüllen: – Professionelle Planung der Holzschläge. – In kurzer Zeit effizient Holz zu ernten. – Dabei Mensch und Umwelt möglichst wenig zu stören. – Die Arbeitsflächen nach der Nutzung sauber zu hinterlassen. – Das gewünschte Rundholz zur richtigen Zeit und in der geforderten Qualität an das Sägewerk zu liefern. – … damit das Sägewerk/die Holzindustrie seinerseits seine Kunden – Schreiner, Holzbauer, welche

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(Bild: Florinett AG)

daraus Bauteile für den modernen Holzbau produzieren – termingerecht und in der gewünschten Qualität beliefern kann. – … damit der Holzbauer die Holzbauteile zur richtigen Zeit und in der gewünschten Qualität bekommt … – … damit er gegenüber dem Endkunden das gewünschte Bauwerk hochwertig und fristgerecht erstellen kann. Nur wenn alle Glieder dieser Kette reibungslos zusammenarbeiten, können alle Beteiligten von ihrer Arbeit leben. Gleichzeitig werden dadurch wertvolle Arbeitsplätze im Kanton Graubünden gesichert und neu geschaffen.


Rundholzplatz Kran.

(Bild: Resurses SA)

Weiter wird es immer wichtiger, dass wir das Holz, welches wir in Graubünden nutzen dürfen, auch in Graubünden verarbeiten und verbauen und so CO² in Graubünden binden und nicht durch lange Transportwege CO² vernichten. Wenn wir es schaffen, gemeinsam den grössten Teil des nachwachsenden Rohstoffs Holz in Graubünden zu nutzen und weiterzuverarbeiten, dürfen wir stolz auf die Bündner Holzkette sein. Wertschöpfung erreicht man nur durch Wertschätzung. Andrea Florinett ist Geschäftsführer der Florinett AG ­ in Bergün.

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holzvisionMAX – der Muni, der ­ die Schweizer Holzkette verbindet Ein Bündner Beitrag zu einem schweizweiten Leuchtturmprojekt Wenn im Schweizer Holzbau in Zukunft ganz Grosses entstehen soll – so gross wie der geplante Neubau des Dock A am Flughafen Zürich, komplett in Holz konstruiert und gekrönt von einem markanten Tower aus Holz – dann braucht es vor allem eines: Erfahrung in grossen Arbeitsgemeinschaften, interdisziplinär und überbetrieblich entlang der gesamten Holzkette. Genau diesen Zweck erfüllt die holzvisionMAX. Marcel Lerch

Der gigantische Muni MAX wurde als Attraktion am publikumsreichen Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2025 Glarnerland+ (ESAF) aufgebaut. Er ist ein Übungsfeld, ein gemeinsamer Lehrmeister für hunderte Betriebe und Lernende. Ein Testlauf für die Zukunft – und ein Statement, wie stark die Schweizer Holzwirtschaft schon heute ist, wenn alle an einem Strick ziehen. Ein Muni, der aus dem Wald gewachsen ist Die Idee entstand 2021 im Säntis Innovations-Cluster Holz. Am Eidgenössischen Schwing- und Älp­

lerfest 2025 sollte ein Zeichen gesetzt werden – eines, welches man nicht übersehen kann: ein über 20 Meter hoher Holz-Muni, der im Herzen des Gabentempels steht. Viel zu gross, um ihn einer einzelnen Person zu überlassen – genau richtig also für ein Projekt, das von Anfang an auf Kooperation statt Konkurrenz setzte. Der Muni MAX steht sinnbildlich für das, was unser Wald seit Jahrhunderten leistet: Er verbindet, versorgt uns mit Rohstoff und zwingt zur Zusammenarbeit – vom Wald über die Sägerei bis zur Montage.

Dock-A-Innenleben, hoffentlich mit sehr viel Schweizer

Atrium im Dock A, hoffentlich auch mit viel Manpower aus

Holz und hoffentlich auch mit Holz aus Graubünden.

der Bündner Holzkette.

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(Bilder: Flughafen Zürich AG)


ChalberMAX anlässlich der GV von Graubünden Holz vom

Schamser Rundholz mit dem Traktor für den Transport auf

31. Mai 2024 in der Tegia da Vaut in Domat/Ems.

die Sägerei Zups vorgeführt.

(Bilder: Dani Ammann Photography und Graubünden Holz)

Graubünden mittendrin – mit Kopf, Herz und Hand Besonders stolz darf man in Graubünden sein. Unser Kanton prägte den Muni in wesentlichen Teilen: – Die ibW Höhere Fachschule Südostschweiz, Technologiezentrum Maienfeld unter der Leitung von Thomas Tschudi, baute das frühe Formmodell der Chalber MAX sowie die mächtigen Hörner aus Birnenholz für den Muni MAX. Im Weiteren setzte die ibW Höhere Fachschule Südostschweiz Impulse bei Forschung und Lehre, Innenraumideen, grafische Grundlagen. Hinzu kommen zahlreiche Merchandisingprodukte auch aus Bündner Holz. – Paul Engler, Holzbau Techniker aus Saas i. P. , war Montageleiter. Er koordinierte die Montageplanung und leitete die Montage und Demontage in Mollis mit verschiedenen Zimmerleuten, Forstpersonal und Lehrlingen aus der gesamten Ostschweiz. Dank einer super Teamarbeit konnte der Muni in einer Rekordzeit von nur vier Tagen ab Schliessung des Flugbetriebs aufgerichtet werden. – Zwölf Waldeigentümer (Chur, Davos, Domat/ Ems, Flims, Landquart, Masein, Rheinwald, Safiental, Schamserberg, Thusis, Trin, Zillis) und die

Holzvermarktung Graubünden AG stellten 215 m³ der insgesamt 1200 m³ Rundholz zur Verfügung.

Einschnitt des Rundholzes auf der Vollgattersäge bei ­Tarcisi Maissen SA in Trun.

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Kommissionieren und Zusammenstellen nach Holzliste

Mitarbeitende der Firma Fiba Holzbau AG präsentieren

der verschiedenen Rohholzbalken für den Elementbau der

stolz ihre fertigen Elemente.

Holzbauer in der Halle der RhB in Landquart.

Wobei der Schwanz des Muni MAX aus Bündner Lärchenholz gebaut wurde. – Feinjähriges Gebirgsholz aus dem Safiental diente für Schreinerarbeiten, z. B. Muni-Bar-Elemente der Schwingerbar und Tisch-/Bank-Garnituren für den Gabentempel. Vom Wald bis zum Muni – auch eine starke Bündner Teamleistung Die eingesammelten Bündner Rundholzstämme wurden von verschiedenen Bündner Forstunternehmungen mit grosszügigen Rabatten vom Wald zu den Sägereien transportiert und dort erfolgte der Einschnitt gemäss einer Schnittwarenliste: – Resures SA, Tinizong – Tarcisi Maissen SA, Trun – ruwa holzbau ag, Küblis – Sägerei Zups GmbH, Andeer Logistik und Holzsortierung in Landquart: – Die RhB stellte eine grosse Halle als Partnerleistung zur Verfügung – Logistikpartner lieferten das Holz an die Zimmereien und Schreinereien – Graubünden Holz und Martin Jöhl, Leiter Verkauf bei der Firma Eisenring AG aus Gossau, sorgte für

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die Lagerung, Sortierung, Kommissionierung und termingerechte Auslieferung der Schnittwaren zu den Holzbauern in Graubünden und der ganzen Ostschweiz. Abbund und Elementproduktion: – Fiba Holzbau AG, Thusis – Gebr. Möhr AG, Maienfeld – ibW Höhere Fachschule Südostschweiz, Maienfeld – Salzgeber Holzbau AG, Sils i. D. – Tarcisi MaissenSA, Trun – Uffer Holz AG. Savognin Schreinerarbeiten für Gabentempel und Schwingerbar: – ibW Höhere Fachschule Südostschweiz, Maienfeld – Lanicca AG, Chur – Schreinerei GmbH Rico Gansner, Landquart – Tarcisi Maissen SA, Trun – TM Schreinerei AG, Zillis Die Vormontage wurde unter Beteiligung von Bündner Lernenden in den Elementbaukursen organisiert. Am Ende standen 437 präzise gefertigte


Muni MAX wurde in zwei Schichten von 6.00 – 22.00 Uhr mit je ca. 50 Personen in nur knapp 4 Tagen aufgerichtet.

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Am 22. August 2025 war die grösste Aufrichte mit über 800 Beteiligten unter dem Muni.

Bauelemente, verbunden durch 18 727 Schrauben, und ein Muni, der in seinen Dimensionen überwältigend wirkt. Holz: Ein Werkstoff, der verbindet – und das Handwerk fordert Rund 1200 m³ Schweizer Rundholz, hauptsächlich Fichte, wurden verbaut. Selbst die Hörner erzählen ihre eigene Geschichte: Sie stammen aus Birnenholz, das genau auf dem ESAF-Gelände gefällt wurde. Die Aufrichte am 22. August 2025 mit rund 800 Beteiligten war die grösste, die die Schweiz je im Holzbau gesehen hat. Über 220 Unternehmen und mehr als 500 Lernende aus der ganzen Ostschweiz arbeiteten mit. Von Forstbetrieben über Sägereien, Zimmereien, Schreinereien bis zu Planungsbüros. Ein Lern- und Testprojekt für künftige Grossprojekte wie das Dock A

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am Flughafen Zürich, bei denen überbetriebliche Kooperation, digitale Planung und präzise Vorfertigung entscheidend sind.

Das DJ-Pult als Munikopf, ausgebildet von der TM Schreinerei in Zillis, war ein Hingucker in der Schwingerbar.


Fahrt an die Aufrichte mit dem Bus. Die Stimmung war einmalig.

Ein Stier, der weiterlebt Der Muni MAX wurde zum Selbstkostenpreis an die Trägerschaft mit dem besten Nutzungskonzept verkauft. Nach dem ESAF wurde der Muni MAX demontiert und nach Andermatt transportiert. Der Muni MAX wurde dann in «MAX der Uristier» umbenannt und dient nun als neues Wahrzeichen des Kantons Uri, der im Wappen einen Stierkopf trägt. Im Gebiet Nätschen soll er im Frühling 2026 als neue Touristenattraktion aufgestellt werden und im Inneren soll es auch Platz für Holzbau-Ausstellungen geben, welche die Schweizer Holzwirtschaft präsentiert. Ein besonderer Akzent: Der Nasenring kommt aus Urner Holz, eine Hommage ans Kantonswappen. Damit bleibt «MAX der Uristier» ein dauerhaftes Botschafter-Werk – ein Ort, an dem die Leistungen unserer Holzkette sichtbar bleiben. Vielleicht organisiert Graubünden Holz für Mitglieder einen Ausflug zum «MAX der Uristier» nach Nätschen. Mein Nachfolger Paul Engler kann be-

stimmt sehr viel über dieses einmalige Projekt berichten. holzvisionMAX in Zahlen – Höhe: 21,30 m, Länge: 36,25 m, Breite: 9,75 m – Gesamtgewicht: > 182 t, Schweizer Rundholz: 1200 m³ (überwiegend Fichte) – 437 vorgefertigte Elemente, 18 727 Schrauben – Beteiligte Unternehmen: > 220 , Lernende: > 500 – Stahlträgerroste: 2, verankert mit 70 Schraub­ fundamenten à 3 m – Hörner aus Birnenholz vom ESAF-Gelände – Aufrichtefest: 800 Beteiligte – Nachnutzung in Andermatt: Holzbau-Ausstellung für bis zu 25 Jahre

Marcel Lerch ist Geschäftsführer von Graubünden Holz.

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Bündner Holz – regional nutzen, Zukunft gestalten Graubünden produziert jährlich ca. 230 000 m3 Nutzholz, doch nur rund 25 % werden lokal verarbeitet. Aktuelle Leuchtturmprojekte zeigen: Hochwertige Architektur und regionales Holz passen perfekt zusammen – ökologisch, ­wirtschaftlich und kulturell. Robert Albertin

Jetzt gilt es, die Wertschöpfung im Kanton aus­ zubauen: Investitionen in Sägereien, Veredelung­ zu hochwertigen Produkten, Ausbildung von Fach­-­ kräften in der Holzkette und koordinierte Beschaf­

Übergabe Zertifikat Schweizer Holz, 7. November 2025.

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(Bild: Graubünden Holz)

fung des Rohstoffs schaffen Arbeitsplätze, reduzie­ ren Transportwege und stärken Dorfgemeinschaf­ ten. Bündner Holz kann mehr sein als nur Baustoff,­ es kann Motor für Innovation, nachhaltige Archi­ tektur und regionale Prosperität werden. Politischer Mut und strategische Weichenstellungen sind ent­ scheidend, um dieses Potenzial entschlossen zu ­nutzen. Ausgangslage und aktuelle Beispiele In Sedrun wurde diesen Sommer die Casa Depuoz offiziell den Nutzerinnen und Nutzern überge­ ben. Das Casa Depuoz ist ein Vorzeigeprojekt im nachhaltigen Bauen und wurde mit dem Label «Schweizer Holz» ausgezeichnet. Ebenso die neue Mehrzweckhalle in Grüsch und das Schwimmbad­ gebäude in Fideris, die bewusst auf Holz aus ver­ trauter Produktion setzen. Doch was auf den ersten Blick selbstverständlich wirkt – dass ein Holzbau im alpinen Raum mit regio­ nalem Holz errichtet wird –, ist in der Realität noch längst nicht die Regel. Die Holzflussanalyse für den Kanton zeigt deutlich: 2024 wurden in Graubünden 409 000 m³ Holz geschlagen, wovon rund 90% tat­ sächlich genutzt wurden. Ein Grossteil dieses wert­ vollen Rundholzes verlässt jedoch den Kanton, um erst ausserhalb weiterverarbeitet zu werden – und oftmals in veredelter Form wieder zurückzukehren. Ein bedeutender Hoffnungsschimmer zeichnet sich mit dem neuen Holzverarbeitungszentrum und Sägewerk «Resurses» in Tinizong/Surses ab. Das Werk bietet erstmals Kapazitäten, um regional ge­


Atrium Ost des neuen Fachhochschulzentrums Graubünden.

schlagenes Rundholz direkt im Kanton zu veredeln und kann jährlich bis zu rund 70 000 m³ verarbeiten – deutlich mehr als alle bisherigen Bündner Sägereien. Solche Investitionen sind entscheidend, um die Wertschöpfung im Kanton zu halten, Transportwege zu reduzieren und die regionale Holzbaukompetenz langfristig zu stärken.

(Bild: Giuliani Hönger Architekten/Visualisierung maaars)

Bündner Holz als Zukunftschance: Vom Roh­stoff zum regionalen Wertschöpfungsmotor Damit das Holz aus Graubünden künftig vermehrt im Kanton bleibt, braucht es klare politische Weichenstellungen und den gemeinsamen Einsatz aller Akteure – von Waldbesitzenden über Gemeinden und Holzbaubetriebe bis hin zu Planenden sowie

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Mockups der Studierenden an der Fachhochschule Graubünden.

Architektinnen und Architekten. Zwar liegen zahlreiche Berichte, Studien und Auswertungen, unter anderem des Bundesamts für Umwelt und von Graubünden Holz, vor und zeigen sowohl den Zustand der Wälder als auch hochrelevante Wertschöpfungspotenziale und belastbare statistische Grundlagen auf. Der Neubau der Fachhochschule Graubünden setzt hier einen Akzent, der zeigt, dass zeitgemässe Architektur und regionale Holzproduktion kein Widerspruch sind, sondern ein starkes Signal für Innovationskraft, Selbstbewusstsein und eine zukunftsorientierte Ressourcenstra­tegie. Ein ganzheitlicher Blick auf die Holzwirtschaft zeigt, dass es nicht nur um Schweizer Holz und CO²-Reduktion geht. Ebenso wichtig sind kurze Transportwege, regionale Veredelung, wirtschaftliche Stabilität und die Ausbildung der nächsten Generation. In Graubünden arbeiten rund 2000 bis 2500 Personen in etwa 600 Betrieben entlang der Holzkette – regional unterschiedlich, aber insgesamt zentral für die kantonale Wirtschaft. Wird die Produktion stärker im Kanton gehalten, steigt die regionale Wertschöpfung und das Risiko der Abwanderung sinkt, besonders in peripheren Tälern.

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(Bild: Fachhochschule Graubünden)

Stabile wirtschaftliche Perspektiven stärken Dorfgemeinschaften: Familien bleiben im Tal, zahlen Steuern, bilden Nachwuchs aus und tragen zum sozialen Gefüge bei. So entsteht ein Wertschöpfungskreislauf, der seit Jahrzehnten wirkt und durch eine modern ausgerichtete Holzwirtschaft weiter gestärkt werden kann. Dafür braucht es Unternehmen, die an die Zukunft des Bündner Holzes glauben und investieren. Die Wald- und Holzbranche spielt eine Schlüsselrolle im Klimaschutz – durch die Substitution energieintensiver Materialien und langfristige Kohlenstoffspeicherung. Doch die Transformation gelingt nur mit politischem und gesellschaftlichem Rückhalt. Wird das Holz von der Ernte bis zur veredelten Ware vollständig im Kanton verarbeitet, entsteht ein ökologisch und wirtschaftlich geschlossener Kreislauf: Ressourcen bleiben in der Region, Betriebe werden gestärkt und die Bedeutung des Holzbaus wächst. Wichtige strategische Ansätze: – Investitionen in Sägereien, Trocknung und industrielle Vorfertigung – Öffentliche Beschaffung mit klaren Herkunftsvorgaben (z. B. «Schweizer Holz»)


Studentische Arbeit im Holzbausemester an der Fachhochschule Graubünden.

– Förderinstrumente für Veredlungsanlagen und Ausbildung – Bessere Koordination zwischen Waldbesitz, Sägewerken und Bauwirtschaft, inklusive transparenter Preise und verbindlicher Lieferungen Graubünden verfügt über Ressourcen, Tradition und Know-how, um Holz zu einem zentralen Pfeiler einer nachhaltigen Wirtschafts-, Klima- und Standortstrategie zu machen. Damit ein regionaler, nachhaltiger Materialkreislauf funktioniert, braucht es fundierte Ausbildung und ein Bewusstsein für die damit verbundenen Chancen – besonders bei der jungen Generation. Die Fachhochschule Grau­ bünden (FHGR) und regionale Bildungsinstitutionen leisten dazu seit Jahren zentrale Beiträge: Entwurfs- und Konstruktionssemester mit Schwerpunkt Holzbau, neue Lehrveranstaltungen zum nachhaltigen Konstruieren und zur Materialwahl

(Bild: Lucca Anita Lauterbach)

sowie enge Kooperationen mit Praxispartnern sind fest etabliert. Junge Generationen für nachhaltige Materialkreisläufe stärken Architektur Studierende lernen von Beginn an materialgerechtes Konstruieren, Prinzipien der Vorfertigung sowie die soziale und ökologische Verantwortung beim Einsatz regionaler Baustoffe. Best-Practice-Beispiele – von prägenden Schweizer Architekturen bis zu aktuellen Positionen jüngerer Büros – bieten Orientierung und inspirieren eine neue Generation von Architektinnen und Architekten. Diese Vorbilder sind für Studierende, Bauherrschaften, Investoren und öffentliche Institutionen gleichermassen bedeutend. Seit den 1970er-Jahren haben Zimmerleute, Architekturbüros und Tragwerksplanende gemeinsam eine qualitätsorientierte

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Baukultur im Holzbau entwickelt. Leuchtturmprojekte zeigen, dass moderner Holzbau heute nicht nur ökologisch überzeugt, sondern auch wirtschaftliche Vorteile bietet: Industrialisierung und Vorfertigung ermöglichen effiziente Planungs- und Bauprozesse, verkürzen Bauzeiten, steigern die Qualität und erleichtern Wartung, Anpassung und Rückbau über den gesamten Lebenszyklus. Im Modul »Nachhaltigkeit in der Architektur« erhalten die Studierenden einen umfassenden Einblick in ökologische, technische und gestalterische Zusammenhänge. Grundlagen des nachhaltigen Bauens werden mit zeitgemässer, verantwortungsvoller Baukultur verknüpft; Gastreferate aus Forschung und Industrie ermöglichen den direkten Wissens­ transfer. Themenschwerpunkte sind unter anderem ressourcenschonende Baustoffe, innovative Gebäudetechnik, zirkuläre Konstruktionssysteme, geschlossene Materialkreisläufe sowie Aspekte wie Systemtrennung, Demontage und Rezyklierbarkeit. Anhand realisierter Projekte wird aufgezeigt, wie sich diese Ansätze praktisch umsetzen lassen. Ein weiterer Fokus liegt auf regenerativen Baustoffen wie Lehm, Hanfkalk, Stroh und Holz sowie auf anpassungsfähigen Tragstrukturen und nutzungsneutralen Gebäuden. Auf städtebaulicher Ebene werden Schwammstadt-Strategien, Hitzeinselvermeidung und zukunftsfähige Mobilitätskonzepte thematisiert – etwa 10-Minuten-Nachbarschaften, autoarme Siedlungen, Mobility Hubs und Smart-­ City-Ansätze. Mit dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) erhalten die Studierenden zudem ein Werkzeug, um Projekte systematisch hinsichtlich Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zu analysieren. Seit mehreren Jahren bietet die FHGR ein eigenes Semester mit Fokus Holzbau an. Das «Konstruktive Entwerfen» vermittelt die Anwendung traditioneller wie industrieller Holzbauregeln im architektonischen Entwurf. Aufgrund seiner konstruktiven Logik ist der Holzbau ein idealer Lernträger, um das Zusammenspiel von Entwurf, technischem Verständnis, bauphysikalischen Anforderungen und re-

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Stützpunkt Heinzenberg Flerden GR

Die sichere forstliche Ausbildung

Daniel Bürgi, 079 236 73 75 Motorsägenhandhabung, 2 Tage Ideal für Werkpersonal, Privatwaldbesitzer, Feuerwehr, Brennholzaufbereitung und Jäger

Basiskurs Holzernte, 5 Tage Fällen und Aufrüsten von einfachen Bäumen Weiterführungskurs Holzernte, 5 Tage Die Ausbildung für versierte Holzer

Motorsägeneinsatz, 1 Tag Minimale Ausbildung an der Kettensäge für Baugewerbe und Handwerker www.stuetzpunkt-heinzenberg.ch

alen Baustandards im Detail nachzuvollziehen. Das Modul baut auf regionaler Baukultur und anerkannten Regeln des Holzbaus auf und integriert moderne Fertigungs- und Planungsmethoden – ein wichtiger Schritt hin zu einem zeitgemässen, materialspezifischen Architekturverständnis. Robert Albertin ist Professor für Architektur sowie stellvertretender Studienleiter am Institut für Bauen im alpinen Raum (FHGR) und betreut ein Architektur- und Bauberatungsbüro in Haldenstein und ist seit 2025 Vorstandsmitglied bei Graubünden Holz.


Generalversammlung 2026 des Vereins Graubünden Wald Freitag, 8. Mai 2026, Thusis Waldhütte Crappasusta 9.00 Uhr Eintreffen der Teilnehmer, Kaffee und Gipfel, Tageskasse 9.30 Uhr Beginn Jahresversammlung Graubünden Wald 2026 (Traktandenliste und weitere Informationen folgen)

ca. 16.00 Uhr Ausklang Weitere Informationen Aus ökologischen Gründen bitten wir Sie, wenn möglich Fahrgemeinschaften zu bilden bzw. mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen.

11.30 Uhr Apéro

Die Bezahlung erfolgt am Freitag, 8. Mai, an der ­ ageskasse vor Ort (am liebsten bar, möglich auch T mit Twint).

12.15 Uhr Mittagessen

Auskünfte Philip Christen: Tel. 081 650 09 41

14.00 Uhr Kurzvortrag und anschliessende Begehung der Wildbachverbauung Nolla

Anmeldung Rasche Anmeldung ist erwünscht, spätestens jedoch bis am 24. April 2026, online auf unserer Webseite oder mit nachfolgendem Anmeldetalon.

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Anmeldetalon

Name

Vorname

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PLZ/Ort

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Preis/Person

bitte ankreuzen

Nur Jahresversammlung

kostenlos

Jahresversammlung mit Mittagessen

Fr. 50.–

Jahresversammlung, Mittagessen und Begehung Nolla

Fr. 50.–

vegetarisches Mittagsmenü

Rasche Anmeldung ist erwünscht! Rücksendung bis spätestens 24. April 2026 an: Graubünden Wald, Postfach 17, 7450 Tiefencastel

Hier gehts zur Online-Anmeldung: graubuendenwald.ch/GVAnmeldung26 oder über nebenstehenden QR-Code.

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Vorschau «Bündner Wald» April 2026 Graubünden Wald Versammlung 2026 Nachdem die Jahresversammlung 2025 in der Val Poschiavo stattgefunden hat, führt die diesjährige Reise in die Region Viamala. Diese Gegend ist einerseits geprägt von touristischen Durchreisenden, die auf dem Weg in den Süden sind, andererseits bildet die Gemeinde Thusis ein wichtiges Zentrum für lokale Unternehmen der Holzwirtschaft. Zudem verfügt die Region über bedeutende historische Sehenswürdigkeiten, allen voran die Viamala-Schlucht, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Lassen wir uns überraschen, was Thusis alles zu bieten hat. Redaktion: Laura Nett Vorschau auf die nächsten Nummern: Juni 2026: Unwetter Misox Redaktion: Susi Schildknecht Redaktionsschluss: 10. April 2026 August 2026: Pioniere Redaktion: Laura Nett Redaktionsschluss: 12. Juni 2026

Termin vormerken: 8. Mai 2026: Generalversammlung Graubünden Wald, Thusis

Herausgegeben von Graubünden Wald und der SELVA Verlag: © Somedia Production AG, CH-7007 Chur Sekretariat: SELVA, Bahnhofplatz 1, CH-7302 Landquart, Telefon ­+ 41 (0) 81 300 22 44, buendnerwald @ selva-gr.ch Redaktion: Susi Schildknecht, susi.schildknecht@bluewin.ch, Laura Nett, redaktion@buendnerwald.ch. Die Redaktion behält sich vor, Beiträge in nicht verlangter Form ohne Rückfrage zu ändern. ­Herstellung: communicaziun.ch, 7130 Ilanz. Erscheint sechsmal jährlich. Auflage: 1300 Exem­­plare Inserate: Somedia Promotion AG, Telefon + 41 (0) 81 650 00 70, thusis @ somedia.ch Abonnements­ preise: CHF 70.– (inkl. MwSt. für Mitglieder Verein Graubünden Wald) Abonnemente/Adressände­rungen: Telefon 0844 226 226, mutationen@graubuendenwald.ch, www.buendnerwald.ch Für Inseratetexte übernimmt die Redaktion keine Verantwortung, auch muss die Meinung der Beiträge nicht mit der Ansicht der Redaktion übereinstimmen. Schreibende, die zu oben stehenden Themen publizieren möchten, sind herzlich eingeladen, ihre Vorschläge der Redaktion einzureichen.

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